Macher Nr, «9, Pränumtt<»t«on«>ie««: Im «omptoll «anzj. si. >1, halbz. fi. 5 5o. »^'^ ^l""ahme, dass Freiherr v. Horst keinen ^iiifte W" !"^' den Urlaub, dessen der schwer !o inchr l, "" '." lehr bedarf, zu unterbrechen, ist um als die Regierung aller Wahren w^ ^ ^ Erledigung des Budgets ab-^!tzim,^ is "' ' ^"^ einzelne Blätter betonen, im ^lainnitm !. ""^ abwarten muss. bevor sie die "sposuim..W>"' Konsequenzen der Ablehnung des nebst dcm Ä^ ^^"^ "ud. Es sollen übrigens ^le Nn,s ^^ "och mindestens zwei uuaufschieb-btttlll. ,, ?llen, der deutsch . österreichische Haudels-^llliiis,.'^. d'e bsterreichisch>/?^"' Leistungen des nengewählten Reichs-wksanil," '^' der Rcichslath verdient diese Ans-'"bst aus /."" ^ 'ueh^ «ls ihm die Parteitaltik ^Me <3> ^" Seite die objective Würdigung >hr Proaro» ' Legierung wird vorgeworfen: sie habe Mergel?'^"'^sw' das sie in der Thronrede Mel. ^' dem Reichsrath: er sei unfruchtbar wie 'Mer zu . t5lau des Erzvaters Jakob. Es wäre ^chtfeni^"/, welcher der beiden Vorwürfe un-^>"'N'n , ^"' Die Regierung hat ihr Thronrede-llhr lvesenfs ^^ ü."'' "icht verlassen, sondern zu einem bereits V"! Theil und trotz aller Schwierigkeiten "? daz I?'l"hrt. Der Reichsrath aber. und spe-^>W, d«Morduetehaus. hat so rechtschaffen ge-?^'ss von» - e diesjährige Session an Fruchtbarkeit "ltd. Joiner 'hrer Vorgängerinnen übertrosscn sf^hlte K«.;7"den es sechs Monate, dass der neu-'lud für die V'"h beisammen ist. Von dieser Zeit ^chts- lind ^Manisation des Hauses, für die Wcih-'e Deleqati "'^llerien mindestens sechs Wochen, für ! ^arlan'm^^""d deren Thätigkeit die Action ^ ' Woch,., ^""^"endigerweise stocken musste, an "tulwen - '^ die Adressdebatte und ihre Vor-^^ " den Clubs mindestens zwei Wochen. znsammcn also l 1 Wochen, d. i. nahezu drei Monate, abzurechnen. Es bleiben also eigentlich nur drei Monate Arbeitszeit, und wenn man die Reihe der erledigten Geschäfte überblickt, muss man eher geneigt sein. die erzielten Resultate anzustaunen, als den Vorwurf der Unfruchtbarkeit zu erheben. Und was wnren dies für gewaltige Felsblöcke, die da unter tausend Schwierigkeiten zur Höhe des Berges hinan gefördert werden mussten! Da waren zunächst das Wehrqcsetz und die bosnische Verwaltungsuorlage. Jene an und für sich so schwierig wie diese; schwierig selbst unter normalen parlamentarischen Verhältnissen; doppelt schwierig, weil die beiden Gesetze eine Zweidrittel-Mehrheit des Hauses erheischten. Wenn ein englisches Ministerium über eiue Mehrheit von 25 bis 30 Stimmen verfügt, fühlt es sich gegen alles Uugemach ge-bürgen. Dem Ministerium Taaffe fiel eiue Aufgabe zu, wie sie in keinem parlamentarischen Lande der Welt vorkommt. Es musste für Gesetze, in welche die Parteileidenschaften sich an meisten verbissen hatten, über die Mehrheit hinaus auch noch von der Opposition an 50 Stimmen gewinnen. Und diese Auf' gäbe wurde glücklich gelöst. Die beiden Gesetze sind votiert worden. Ueberhaupt haben von den 39 Regierungsvorlagen nicht weniger als 25 bereits ihre parlamentarische Erledigung gefunden. Dazu kommen vier Gesetzentwürfe, welche aus der Initiative des Hauses hervorgegangen sind, kommt die Vorbereitung des Budgets, der Steuervorlagen und sonstiger Ge« setzenlwurfe in den Ausschüssen. Was dieser Arbeit aber einen besonders erfreulichen Charakter verleiht, das ist der Umstand, dass sie sich vorwiegend auf dem volkswirtschaftlichen Ge-biete bewegte. In diese Kategorie fällt eine ganze Menge von Gesetzentwürfen, auf welche der Mann der hohen Politik allerdings vornehm niederblickt, die aber nichtsdestoweniger wahrhaft dringenden Vedürf-nissen weiter Kreise der städtischen wie' der ländlichen Bevölkerung entsprechen. Unter den erlediaten 29 Gesetz, entwürfen befinden sich nicht mehr als fünf politischer Natur. Es sind dies das Wehrgesctz, die bosnische Verwaltungsvorlckge die Bewilligung der Rekruten, die Ermächtigung zur EinHebung der Steuern in den Monaten April und Mai und die Aufhebung des Instituts der staatsanwaltschastlichen Functionary Andere fünf Gesetzvorlagen waren der Liuoernug des Nothstandes in den Städten Stein und Krems, im Viertel ober dem Manhartsberg, in Galizien, Istrien. Görz und Gradiska gewidmet. Die übrigen 19 Gesetz« entwürfe dienen den volkswirtschaftlichen Interessen, > dem Verkehr, dem Handel, der Landwirtschaft, den Gewerben. Obenan steht der Bau der Atlbergbahn. „eine Kungebung des österreichischen Machtbewusst-seins", wie der Handels» und Communicationsminister Korb-Weidenheim treffend bemerkt hat. Nlcht minder wichtig ist das Gesetz zur Förderung und Begünstigung des Baues von Localbahnen. Dieses Gesetz ist ein wahres Füllhorn von Segen. Es wird unserer Eisen-und Maschinenindustlie und allen mit derselben in Verbindung stehenden Gewerben neuen Aufschwung geben. Es wird den Unternehmungsgeist aus gejunder Basis neu erwecken. Es wird frisches Blut in die Pulse unseres stellenweise an Anämie leidenden Eisenbahnwesens führen. Es wird endlich flottantcn Kapitalien eine solide Anlage bieten. Ein mächtiger Vorschub wurde dem Verkehre, dem Handel, wie allen Zweigen der Arbeit durch die Einbeziehung Bosniens uud der Herzegowina in den allgemeinen Zollverband Oesterreich-Ungarns geleistet. Die mit dieser großen Maßregel in Verbindung stehende Abschaffung der Zullausschlüsse beider Neichshälften wird sich für unsele Industrie wie für unser Gewerbe nicht minder vor-theilhaft erweisen. Dem letzteren speciell ist ferner durch das Gesetz, welches den Vorschusstassen und Crcoitvereinen wesentliche Begünstigungen in Bezug auf Erwerb« und Einkommensteuer gewährt, ein längst und lebhaft gehegter Wunsch erfüllt worden, wahrend eine andere in Gewerbslreisen bestens begrüßte Re« gierungsvorlage, betreffend die Abänderung und Er< gänzung der Gewerbe-Ordnung bezüglich der Hilfs» arbeiter, Hilfskassen und Gewerbs'Inspectoral, im Ausschusse des Abgeordnetenhauses ihrer Erledigung entgegensieht. Die landwirtschaftlichen Kreise wurden nicht minder in wohlthätigster Weise brdacht. Hier ist in erster Linie die Grundsteuerreform zu erwähnen, welche nach langen und schweren Kämpfen endlich eine gerechtere, namentlich dem kleineren Grundbesitzer zugute kommende Vertheilung der Lasten erzielte. Das Gesetz zur Abwehr und Tilgung der Rinderpest, welches in der vorausgegangenen Periode des Neichsrathes — zu großer und gerechter Entrüstung der Landwirte — nicht zustande zu bringen war, bietet unserer kostbaren Viehzucht heute bereits den lange vergeblich ersehnten ausgiebigen Schutz. Gleich lebhaft wurde in land» wirtschaftlichen Kreisen die Verlängerung der Wirk-samkeit des Gesetzes über die Gebären- und Stempelfreiheit bei Arrondierung von Grundstücken und die Milderung des Legalisierungszwanges gewünscht, wel« chen unsere Doctrinäre — wie seinerzeit einer unserer Feuilleton. ^as Carroussel in der Hosburg. Der arnb <> Wien, 17. April. ^ "un m,^ c ?ubiläumsfestzua vom vorigen Jahre M die ? erisch°„ Je drängte, auch ihrerseits einmal in dem ^" d,> Ä"", der Renaissancezeit zu erscheinen, . ZH,?ee bald zur That. " ° '" ' Astern a^ ^< heutige" "sw» Aufführung und der i! kein U?3"'en Generalprobe bestand der Sache >ionen w'3'd l die Auszüge, Reit« und Fahr-3" Kofi .'""den schon bei der Generalprobe im U diese b"!.""° .'" eMtester Weise ausgeführt, so L.de e,N"^"" b.s ins kleinste Detail getreues ">"n, U ""Hen Festvorstellung bot. Nur das > e «ine " ^'"^^^ Während bei der General->^"nd"Zr bürgerliche, aber immerhin distin- /°w, m k U"./ Z"sch"""schast sich rinfand, boten U 'wer fn,^Uenen heute Abend den seltenen An-?^ichs w?^^lstmblee. Der gesammte Adel ^kn P,,^ "7 reten. und was Wien an hervor-3 ^erul,n ^ ^^^"en. a" Molratischen Existenzen. ^fund'^"'N^m.d Schönheiten besitzt. lMe sich ' um das Ullt dem Aufgebot aller Mittel inscenierte prächtige Schauspiel zu sehen. Wen es reizte, sich einmal inmitte der oberen Zehntausend zu befinden, dem war durch da« Carroussel die beste Gelegenheit hiezu geboten. Einlass in die Hofreitschule zu erhalten, war nicht so leicht; der Besitz einer Eintrittskarte sicherte noch nicht einen guten Platz. Diejenigen, welche Karten zu 20. 30 und 50 fl. genommen, brauchten sich nicht mit dem Kommen zu beeilen, aber die sich nur einen Steh« platz vergönnten, mussten sehr frühzeitig erscheinen, wollten sie eine günstiae Position erobern. Schon um fünf Uhr nachmittags standen Hunderte vor den beiden Einlassthoren auf dem Michaelerplatz und auf der Augustinerbastei; als sie dann nach stundenlangem Harren Einlass erhielten — aber fraget nur nicht wie — fanden sie die besten Plätze schon besetzt. Die Wege der Protection sind auch wunderbar. Da gab es denn nun auf den Gallerien ein ebenso starkes Gedränge, wie bei der Einlasspforte, und es kostete nicht geringe Mühe. sich zu behaupten. Ein Diener, welcher Pro« gramme verkaufte, fah sich Plötzlich so fest eingekeilt, dass er weder vor, noch rückwärts konnte, ein Polizei-cummissär musste ihn erlösen. Noch fiel das helle Tageslicht durch die hohen Bogenfenster und nur aus dem Gange, der zu dem Bretterverschläge, auf dem Iosefsplatz führte, m welchem der Festzug sich formierte, lenchtete einer Gasflamme gelbes Licht, da zuckte es mtt einemmale auf, und im Nu brannten die siebenuud-zwanzig elektrischen Luster zwischen den weißen Marmorsäulen der ersten Gallerie. und die weite Halle war bis in den entferntesten Winkel taghell erleuchtet. Das scharfe Licht wurde durch milchweiße Kugeln von Alabasterglas gemildet. Nun erst konnte man den Saal in seiner Festtoilette sehen. Die prachtvollen Gobelins, mit denen die Wände der untern Gallerie verhängt waren, gehören zu den wertvollsten Gegenständen der kaiserlichen Schatzkammer und werden auf mehr als eine Million gefchätzt. Es sind Hardri'sche Tapeten mit Darstellungen aus der Aeneide und Iliade, die nur bei glänzenden Hof. festen verwendet werden. Festons und grüne Guirlanden schlangen sich von Säule zu Säule, deren Schäfte riesige Hirschgeweihe trugen. Die Hofloge war einfach roth drapiert, vor derselben war eine Estrade, auf welcher die am Carronssel theil nehmenden kostümierten Damen sich niederließen- Oberhalb der Hofloge war das Orchester Postiert. Punkt sieben Uhr erschien der Hof, und alsbald gaben Kornfanfaren das Zeichen zum Beginn des Carroussells. Die Militärkapelle von Hessen-Infanterie intonierte den von Doppler componierten Einzugs-marsch, die Hörner antworteten aus der Ferne, die Thore öffneten sich, und herein bewegte sich eine Ca« valcade, die an Glanz und Farbenpracht alle Erwai» tungen übertraf. Der Einzug, gleichsam die Exposition dessen, was kommen wird, die Ouvertüre- zu dein wundervollen Schauspiele, ist eigentlich das Sehenswerteste des ganzen Abendes. Den Zug eröffnete der Kaiserherold in Schwarz und Gelb. Ihm folgten die vier Herolde jener Provinzen, zu deren Besten das Fest stattfindet. Nun kommen vier Trabanten mit langen Spießen, die Ehrengarde des Iagobanners, das von einem Manne zu Fuß getragen wurde. Soll ich wirklich den ganzen Zug beschreiben? Komme ich nicht damit zu spät? Die'Wiener Blätter haben so ausführlich über die Generalprobe berichtet, dass ,hnen factisch mchls mehr für den eigentlichen Festbcncht bleibt. Ich will mich darum nur darauf beschranken, 738 geistvollsten Juristen treffend bemerkte — „mit rücksichtsloser Unkenntnis der Dinge und Verhältnisse" in voller Schroffheit decretiert haben. Diesen beiden wohlberechtigten Begehren ist neuestens durch zwei Gesetze Rechnung getragen worden. Schließlich ist auch den Städten, namentlich der Reichshauptstadt, durch ein Gesetz, welches zeitliche Steuerbefreiung für Neu-, Um- und Zubauten gewährt, ein sehr wertvolles Benefiz zutheil geworden, das unsere Baugewerbe hoffentlich wieder in Schwung bringen wird. Das Dargelegte genügt, um den vollen Beweis zu erbringen, dass Regierung und Parlament gleichmäßig ihre Schuldigkeit gethan, dass sie, weit entfernt, den Vorwurf der Unfruchtbarkeit zu verdienen, im Gegentheil durch eine unter den obwaltenden Verhältnissen doppelt erfreuliche Thätigkeit alle Zweige der Voltsarbeit wohlthätig befruchtet haben. Geradezu lächerlich ist es aber, dem Ministerium vorzuwerfen, dafs es das Programm der Thronrede verlassen habe. Wenn wir diese heute durchlesen, finden wir, dass die Regierung durch die vorhin aufgezählten Gesetze einen großen und wichtigen Theil ihres in der Thronrede entwickelten Arbeitsprogrammes bereits glücklich erledigt hat. Zwei große Aufgaben, die sie sich gestellt, sind allerdings noch zu erfüllen: die eine ist die Beseitigung des Deficits im Staatshaushalt, die andere die Bewältigung jenes „moralischen Deficits" unseres Staatswesens, das wir in der fortdauernden nationalen Zwietracht zu beklagen haben. Alle Welt jedoch muss der Re> gierung das Zeugnis geben, dass gerade sie allein daran unschuldig ist, wem» diese beiden so sehr ersehnten Erfolge noch nicht erzielt worden sind. Vorläufig hat indessen Graf Taaffe den einen wichtigen Erfolg voraus, dass alle Vertreter unserer Reichshälfte im Hause vor dem Schottenthor versammelt sind und auf dem Boden der Verfassung „verfassungsmäßig" zusammenwirken. Das weitere muss der Zeit überlassen werden, die bei allem und jedem Erfolg eine wichtige Rolle zu spielen hat. Oesterreichischer Neichsrath. 74. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 17. April. Präsident Coronini eröffnet die Sitzung um N Uhr. Die Elbeschiffahrts-Acte wird dem Ausschusse für Wasserstraßen zugewiesen, hierauf wird die Budgetdebatte bei Capitel „Landesvcrtheidigungsmini-sterium" fortgesetzt. Abg. Hofer warnt im Interesse der Einheit der Armee und ihrer Schlagfertigkeit von jeder Decentralisation auf diesem Gebiete. Abg. Obcntraut wünscht, dass die Assentierungen in einer Weise vorgenommen werden, welche den sanitären Anforderungen ensftricht. Abg. Kozlowski ersucht die Negierung, zu veranlassen, dass die Assentcommissionen zu einer Zeit functionieren mögen, wo dies ohne Schädigung der landwirtschaftlichen Bevölkerung geschehen kann. Minister Ziemi allow ski erklärt, dass die Regierung in einigen Tagen eine Novelle zum Wehr-aesetze vorlegen weide, welche den ausgesprochenen Wünschen zu entsprechen geeignet ist. (Beifall.) Das Capitel „Landesvertheidigungsministerinin" wird unverändert eingestellt. Es folgt die Berathung des Capitels „Cultus und Unterricht". Abg. Czedit findet, dass bei den Angriffen seitens der Gegenseite auf die Unterrichtsverwaltung nicht das Bedürfnis, sondern die Sprachenfrage maßgebend sei. Redner betont, dass hiedurch der Natio-nalitätenhader nur genährt werde, und beruft sich dies« bezüglich auf den Bericht des dalmatinischen Schul-inspectors Danilo aus dem Jahre 1870 und auf einen Ausspruch des verstorbenen Grafen Goluchowski. Es müsse eine Staatssprache geben, und als solche sei nur die deutsche Sprache geeignet. Die nationalen Wünsche, namentlich die der Czechen, seien stets befriedigt worden. Abg. Graf Richard Clam meint, eine Bedingung der Macht eines Staates sei die Befriedigung der Wünsche der Nationen, vornehmlich auf dem Gebiete der schule. Es kann nicht schlecht bestellt sein um einen Staat, in welchem der Wettstreit der Völker sich auf dem geistigen Gebiete bewegt. Anf dem Gebiete des Schulwesens ist in den letzten Jahrzehnten viel geschehen, aber auch der Aufwand enorm gestiegen. Wenn trotzdem Klagen und Wünsche laut werden, so liegt die Ursache darin, dass die Volksschule theils zu viel. theils zu wenig, theils anderes geleistet hat. Die Einheit und Macht des Staates liegt in der Befriedigung der Völker. Deshalb, wenn Sie die Macht des Staates wollen, seien Sie gerecht gegen die Völker. Sie werden damit eine gut österreichische Politik befolgen. (Beifall rechts.) Abg. Graf Wurmbrand bemerkt, dass in allen europäischen Staaten die Kosten für den Unterricht außerordentlich gestiegen seien, was ganz natürlich sei. Die Decentralisation auf dem Gebiete des Uuter-richtes wäre gewiss kein Fortschritt, wie sehr man sonst die Bestrebungen nach Autonomie begründet finden mag. Die Wissenschaft nehme ohnehin sehr gern eine nationale Richtung, indem sie der nationalen Geschichtsforschung, der nationalen Literatur :c. dienstbar werde. Diese Richtung führe zu einer neuen Doctrin: der Staatenbildung nach nationalen Grenzen. Diese Doctrin führe dort, wo verschiedene Nationen neben- oder durcheinander leben, zum Kampfe aller gegen alle. Die moderne Idee der Staatenbildung müsse auf andere Grundlagen gestellt werden. Das gemeinsame Interesse, der gemeinsame Schuh der Cultur- und Freiheitsbestrebungen aller Stämme müsse die Grundlage für ein mächtiges Staatswesen bilden. (Beifall.) Es wird Schluss der Debatte angenommen. Abg. Dr. Rieger spricht als Generalrcdner für die Anträge des Ausschusses. Es handle sich um die Frage, ob dem Principe der Nationalität in der Unterrichtsverwaltung entsprechend Rechnung getragen werde? Das Recht der Nationalität könne nicht bestritten werden, und es berühre ihn unangenehm, diese Frage überhaupt erörtert zu sehen. Die Gleichberechtigung der Nationalitäten vorausgesetzt, müsse es doch mehr als unbillig genannt werden, wenn die überwiegende Zahl der czechischen Bevölkerung in Böhmen und Mähren weniger Mittelschulen habe, als die deutsche Bevölkerung. Es sei unrichtig, dass durch die czechischen Mittelschulen die deutsche Sprache ganz verdrängt werden würde; habe doch der böhmische Landtag selbst ein Gesetz beschlossen, das Sprachenzwangsgesetz, wonach jeder Schüler einer Mittelschule zum Erlernen der zweiten Landessprache obligiert sei. Wenn die Völker sich verständigen sollen, so müssen sie sich vor allem verstehen; alle Böhmen seien der Ueberzeugung, dass derjenige, der auf Bildung Anspruch mH /K die deutsche Sprache erlernen müsse. Mw"^» rechts.) Allein die deutsche Sprache mache m^j ^ und für sich selig; die das praktische Leben nicht zu unterschätzende ^rc^ Böhmische Ingenieure seien namentlich m oen dern des Ostens von Europa gesucht. <>cM Redner bespricht die Entwicklung der cze°M Sprache und ihre Befähigung für die Bemmu ^ der höchsten geistigen Aufgaben. Twtzden, ya" ^ czechische Nation noch keine Universttat. GleM» für alle! Nicht die dominierende Stellung der DeuM ^ sondern die Gleichberechtigung aller Nationen,<-eigentliche österreichische Staatsgedante. . ^ Abg. Dr. Eduard Sueß spricht als Genera^ . gegen die Anträge des Ausschusses. Er wmve , zunächst zu der Rede des Abg. Rich. ClaM-M"^ die bedeutend sei durch das, was sie verMveM, ^ zwischen den kunstvoll gefügten MosaikMM ^, Rede zeige sich der eigentliche Zwei Richtungen des Unterrichtes, die W'H ge< freiheitliche und die nationale seien zum Ausvru ^ langt. Es entspreche dies den beiden Nlchtu'lge' ^ culturellen Entwicklung: der Cultur des Wche"" des Ostens. Czechen und Polen hätten stt" ' ^ in der westlichen Cnlturbewegung gestanden. , ^« sei der Untergrund nicht das'NationalüateM ^ Stets sei es dcr Kampf des Volkes gegen °^z der Herrschaft strebenden allierten Kasten ^ ^,„ uud der Geistlichkeit gewesen, welche mit der aM ^ Freiheit eine Festigung der Gewalt des Mn>u^ ^ sich gebracht habe. Die Scheidung der Nat'oue" v„ in dem Jahrhunderte der Eisenbahnen nnd T^M" keine Berechtigung mehr. Die Mischung d" W sei dcr nivellierende Zug der Zeit. Die V»^ ^ berufen, im Wettstreite um ihre materiellen """" ^ gen Güter die Culturanfgalicn, den FurlM Menschheit zu fördern. (Beifall links.) . . ..^ie» Nach dem Schlussworte des Spectre, ,s. Dunajewsli wivd die „Post-Centralleitnng ändert eingestellt. Nächste Sitzung MouW^^ Gagesneuigkeiten. ^ - (Gla 3 tuaelschießc"-) D'esertage I^, der Militärschießstätte l>ei Wien das erste w" ^ schießen. Veranstalter desselben war der V">^ ^ nicderösterreichischcn Iagdschutzvrreins, welcher ^H Einführung dieses neuartigen Sports >n ^Mss^ einen doppelten Zweck verfolgt; erstens das Vc> ^ des Iagdschützen möglichst zu erweitern, M" ^ge besonders in den Gebirgsgegenden grassierenden .^, des Taubenschießcns Einhalt zu thun. Das ^" Wte>> schießen ist ein Iagdschießcn; es wird aus ^"g sjni uud mit Schrot (Nr. 12) geschossen. Die 0"^ Glaskugeln, welche von den „Fallen" (einer Mi e^ ^, einfach construierter Wurfmaschinen) in ?^,.^öh^ schlendert werden; sie besitzen die Größe eines 9 ^,i lichen Apfels. Die „Fallen", drei an der ""^ MelN auf die Distanz von 18 Metern und je '^^an^ von einander entfernt aufgestellt. Auf das «>" ^ ^ des „Fallenziehcrs" flogen die Glaskugeln als O ^ Schützen in die Luft, ohne dass jedoch d>e>" Oe-konnte, von welcher „Falle" aus das Ziel 't^'g)ii< schössen wurde von 12 Uhr mittags ab bls i"„ z,,e merung und es zeigte sich, dass einzelne SH den Eindruck zu schildern, den das Carroussel mit seinen einzelnen Piecen auf mich gemacht hat. Und da will ich gleich gestehen, der Gesammteindruck war ein großartiger. Zwar mit dem Inbilännisfestznge ist das Carroussel nicht zu vergleichen, es verhält sich zu demselben wie ein kleiner Ziergarten zu einem großen Parke. Den Herolden und Trabanten folgten die Nei« sigen und Jäger, Chargen der hier garnisonierenden Cavallerieregimenter, erstere in glänzenden Harnischen auf Schimmeln, letztere in grau»grünem Iägerhabit auf Braunen. Dann kamen nacheinander die Hirschjagd, die Gemsjagd (letztere mit zwei Trommelschlägern und acht Pfeifern); ferner die Falkenjagd, bestehend aus zwölf Herren und zwölf Damen, die schönste, farbenreichste und im Kostümstil gerechteste Gruppe; hieran reihten sich sechs Damen mit Pagen und acht Damen in einem Iagdwagen mit ebensoviel Trabanten. Das prächtige laubenartige Gefährte, mit Blumen und Guirlanden geschmückt, und seine reizenden Insassen erregten förmlich Sensation. Es war auch herrlich anzuschauen. Nun reihten sich an die Wildschweinjagd und die Bärenjagd, dann zwei zweispännige und zwei vierspännige Wagen und zum Schlüsse der Wildwagen mit der Beute. Nach vollendetem Aufmarsche mit der Front gegen die Hosioge und Salutierung der höchsten Herrschaften bewegte sich der Zug in vollster Ordnung und in schönen Wendungen wieder hinaus. Nach zwei Mi» nuten Pause ertönt eine Hornfanfare, die Musik be-ginnt einen lustigen Galopp, und herein reitet die Falkenjagd, um die erste Quadrille aufzuführen. Wundervoller Anblick! Mit welcher Geschicklichkeit lenken die Damen ihre Rosse, wie gefügig benehmen sich die edlen Thiere! Ein ebenso anziehendes Schau« spiel bot die Herrenqnadrille. an der 24 Herren theilnahmen. Die Picce de Resistance aber war die Heroldsqnadrille mit dem Waffentanz der Reisigen und Jäger, die prächtig componiert und mit Verve und Eleganz ausgeführt wurde. Die Herolde ritten Lipiz» zaner Renner, welche yleich den höchstdressierten Schulpferden nach der Mustk tänzelten, als hätten sie bei Renz gedient. In equilibristischer Beziehung war das die vollendetste Leistung des Abends. Der sich sofort an< schließende Waffentanz gewährte einen wundervollen Anblick; man sollte kaum glauben, dass Reitergruppen sich so leicht bewegen können, ohne eine Verwirrung herbeizuführen. Dieser Piece folgte das Quadrillefahren der Zwei-und Vierspänner; von den ersteren erschienen acht, von den letzteren vier in der Manege. Sie führten dieselben Evolutionen aus wie die Reiter und eben so exact. Außerordentlich prächtig und stilvoll waren die Wagen. Den Schluss der Productionen bildete ein Iagdreiten mit Ringelstechen, das zwar auch ganz amüsant war, aber schon ein ermüdetes Publicum vorfand. Nun erfolgte noch einmal der Aufmarsch und der Auszug der ganzen Cavalcade in derselben Ordnung wie das erstemal, und wieder zeigte es sich, dass dies doch eigentlich die Hauptsache ist. Der Eindruck, den das ganze Carroussel auf den Zuschauer machte, war ein außerordentlich günstiger, ob er es nun von der ersten oder von der zweiten Gallerte aus sah. Diejenigen, welche sich oben auf der zweiten Gallerie befanden, hatten mehr den Gcnuss des Gesammtbildes, sie sahen die Quadrillefiguren am schönsten, sie konnten jeder Bewegung folgen. Diejeni« gen, welche in den Logen und auf der ersten Gallerie ^^— ---------^ 77 OosWe saßen, sahen mehr vom Detail, sie konnten d«e ^ ^ bewundern und konnten sich an dem Anvliae ^, nen eleganten Reiterinnen berauschen, von ^ ^M den Insassen des Iagdwagens ganz abgM"'' ^ z" sogar Iournalberichterstatter durch ihre Scy" ^ ,B Dummheiten und Geschmacklosigkeiten uerleltel ^z eine gewisse Aepfelgeschichte lehrt. Es ist das "^ nicht die einzige Ueberschwänglichkeit, die 9""^^ Während des ganzen Abends war ^l ästige" platz und der Iosefsplatz besetzt von einer jcy^M Menge, die zufrieden war, wenn sü^" ue eiB Kostüme, eine bunte Varettfeder, die Schl^ W Damenreitkleides oder die Spitze emer ^" 5 »^ Der berühmte „Einlass in das Burgthe^ ftl' kassiert, dafür gab es einen ..Einlass zum ^ M Wer Donnerstag Abend die Vorstellung '^llt" theater besuchen wollte, musste sich zu der ^> ^,„iM dem sogenannten Niesenthore der Hofbulg „ M Von dem Gedränge auf den Gallerten.ka»" ^ss vc einen Begriff machen, wenn man uernlM'M^ ^tt einem Fassnngsranme für 1500 Personen ^,rM > ausgegeben wurden. Der humane Zweck des M scheint übrigens erreicht zu werden; bis ^' ^. „.,! waren schon gegen 60,000 Gulden emgegai^ ^ wie sich voraussetzen lass, die Cavallere Al " des Carronsscls tragen, so dürfte der gH M" den Armen der oben erwähnten i!""^ , -lbec ll^ kommen. Und schließlich wird es Earrousjel^ ^ ^. wie es jetzt Festzugsbilder gibt; wcnndl ^el besser ausfallen, als die letzteren, an de»e" ^,lt>, besonders die Art dcr Vervielfältigung ^^,0,»' tadeln ist. 73» Mden g,ele mit großer Sicherheit angehen. Bei t°ch r ^^^"'" S«"''"' hatte z. B. Herr Loui» "l"'ser als fiebzehnmal getroffen »l°bl>m.tt1' "' ^" '" den Kreisen selbst besserer ^ "^schuhen ^^^ vorkommt. Die nächstbesten 5»' ""^^"^t Trauttmannsdorff, Graf Collo-enu'z,n.?^^"^ld. die beiden Freiherren von Gu-^m!ns He3 P^ T«3. "lederüsterreichischen Jagd- raae7/^ "-^^^"^ Kran hei tsfa ll.) In da« wurde Ende des vorigen >chwr.pn" c . ^"^attin gebracht, die übergroße «ch d?. <>""' ^" ^"lst und in der Kehle klagte und e'dM l "' ^'" dass man über die Natur ihres °M?.. i .U?^" wäre, starb. Erst bei der mikro. dn di,'- mA"^"'^ des Blutes entdeckte man in diesem wtliH ,."'"" große Batterien, welche sich be. ttden,n ^"'"" l"lch vermehren und nicht vertilgt ^nll,eil?"' ^ Kranke starb an Anthrakosis. eine Menml ^ '"?"' ^zUichen Annalen angeblich erst das Leib b» n? "'"'^" 'st- Wie man eruierte, war das! ie meist ^8'^" '"'^ bem Reinigen von Rohäuten. ^. N <,» , «albern oder Schafen herrührten, beschäf-ie lirm.^ ? .. """' b°ss sie bei dieser Beschäftigung ^'"M stch zugezogen. ßilz,le>. f>".""b Hölzchen . Fabrication) Die ^ der ^"'°°.lska,nmer. um ihr Gutachten über die >ez weike, ' !^"' Negierung projectierte Ausschließung blichen "cc ^"Wendung des weniger gesundheits-lchricati'/?^" Phosphor» bei der Zündhölzchen-°"ben Mk z 5 2t, bezeichnet die Ausschließung des Staren U?^b '" ber Zündhölzchen-Fabrication aus »dchst lH^i l. " ^^ unbegründet und für den Export °°lche!i,s?^' Weil in jenen überseeischen Ländern, >ls Usakn? ,^ "drückenden schwedischen Concurrenz lkblieb^fz '" für die österreichischen Iündwaren noch ^°spl>ur »!' ?"^ ^ qualitativ besten, aus weißem >> ^ü.,2^^^"' °"f allen Neibflächen entzünd« ^"ve„du. V^e" Abnehmer finden. Bezüglich der >lif dessc, ^ ,^ "then Phosphors weiSt die Kammer ^ die «l.,". veuergefährlichkeit hin. ein Nachtheil, 'ls jeils "^'^ einer weit größeren Gefahr ausseht 'hW n,it?< ^^ Verarbeitung des weihen Phos-^ichloss di! w "^' ^"lh Darlegung dieser Gründe sitzen Ns.^. ?"""" einstimmig, die Ausschließung des ^l>nz«r?)°" bei der Zündhölzchen. Fabrication Locales. Aus dem Gemeiuderathe. Laibach, 17. April. ^ (Schluss.) ?-)GN '^ ^" Finanzsection. Men Es5.s.Dr. Suppan referiert über die den rz?^e 'N""^"" d"s abgelaufene Jahr zu ae- !"^ und 7,'""srnckvergiltung vom bezogenen Spi> '"' Herrn ?'^l. dem Herrn I. Kan 600 fl. und . ^. N. ^" 187 fl. 95 tr. zu bewilligen. A? jede N^' und GN. Peterca erklären sich u..^' bezo"^"Nütung, da man nicht wissen könne, 2 von W,!" Splrttus auch wirklich zur Erzeu- . Neferen '^^erwendet worden sei. d?>gle Nps^ .^^Suppan bezeichnet die heute ?"tc,g^,^"Iwution an die Essigfabrikanten als eine A' ' Müsse ^^ v"" der Stadtgemeinde geleistet ss. ^«s rl^'.i ?'? bie Quantität des verbrauchten 3"'ssiir V ci"' davon habe sich der städtische b^'kWen m. ^°"" aus den Geschäftsbüchern der tk^'gern s.l^ugt. Wolle man die Restitution b?' bann dji.s?""^.'"°" dies erst im nächsten Jahre z ?lasst s»V"' s'ch aber die Essigfabrikanten sicher " ^rle^/^' 'hre Fabriken außer des Pomöriums ^ Verws^dmch der Stadtgemeinde ein bedeu- ,,, Äei"V erwachsen würde. ^onlMen "'""llnung wird der Sectionsantrag Ä^^ dreis«5^'^"ppan referiert über den Voll- >!n?"lskas ^"' Sperre an der städtischen Lotterie. "«"„en. ""' ^ Dieselbe wird zur Kenntnis ge- ^^l^Dr S^ ^^.^ .^ ^ ^ h^ ^ealscl ^??^ ^" bezahlenden Erhaltungskosten 3 !^«' V/büud^ Die Conservationsarbeiten ^d^uche ds/!,.^^gegen 3000 fi. betragen, doch di °^ die e ,?^Hlle'mr einen Ersah von 1000 st, ^"tge. '''..H"lfte das Land, die zweite Hälft ^beV'd in tragen haben. In früheren ^N- 3t e''^ ^ ^ft"' "uf 300 bis 400 st. «?s und^?V '^ gegen die Bewilligung des <^ulg,b?,bchlrwortet die Erbauung eines neuen l<^3H^ dann sicher Vb'°"s°rb iten " «"^ "« jetzt, wo sie die Con- Gm""sse ^ ^^ ^^''sen Gebäudes ^sslüi A' I"^^" bemerkt, die Gemeinde er- ^r. ' s° dasz n ""?""°hnung jährlich an Zins ^ ?' d°n 200 ll^' .""' der Rest im ungefähren berath m. ?' «etragen werden müsse Wenn °") »legal, einen billigeren Modus anzü empfehlen wisse, so wolle Referent ihn mit Freuden begrüßen. Bei der Abstimmung wird der Sectionsantrag angenommen. III. Berichte der Bausection. 1.) GR. Ziegler referiert über das Ergebnis der Ofsertverhandlung für die Lieferung und Herstellung von Trottoirs auf dem Alten Markte und in der Floriansgasse und beantragt, dieselbe dem Lorenz Vodnik um den Betrag von 4470 fi. 50 kr. zu über» tragen. GR. Regali wünscht die Macadamisierung der genannten Gassen. Referent GR. Ziegler bemerkt, in der Florians« aasse und am Alten Markte sei das Kugelpflaster erst kürzlich vollständig renoviert worden. Macadam empfehle sich nicht, da diese Gassen mit zu schweren Wagen befahren werden. Der Sectionsanlrag wird hierauf angenommen. 2.) GN. Ziegler referiert über das Offert des Ingenieurs Wilhelm Schramrk znr Anfertigung eines neu aufzunehmenden Stadlplanes und beantragt die Ablchnnng desselben. (Angenommen.) GR. Zieglcr reser'iert über die für ein Jahr zu bewilligende Aufnahme eines Technikers zur Aus. Hilfe im Stadtbauamle und beantragt, eine Stelle mit < 75 fl. monatlich auszuschreiben. GN. Dr. Ritter v. Kalten egg er ist gegen die Fixierung der Zeit auf ein Jahr' und wünscht, dass drr Allshilfstechniker auf unbestimmte Zeit und mit einer Iahresentlohnung per 1000 st. aufgenommen werde. Nachdem sich der Referent diesem Antrage accom-modiert. wird derselbe angenommen. 4.) GR. Ziegler referiert über den Rccurs des Hansbesitzcis Dr. Josef Kosler als Anrainers in der Knaffl. nnd Schellenburggasse wider die Anordnung des Magistrates, längs srines Gartens Trol genommen.) GR. Dr. v. Schrey bringt hierauf denDring -lichkeitsantrag ein: Der Gemeinderalh möge eine Petition an die beiden Häuser des Reichsrathes be-schließen, dieselben mögen der im Bndgetausschusse gefassten Resolution wegen Einführung der sloveni-schen Sprache als Unterrichtssprache am Laibacher Gymnasium, der Realschule und der Lehrerund LehrerinneN'Bildungsanstalt nicht zustimmen. Redner weist darauf hin, dass am Gymnasium, als der Vorschule der Universität, die deutsche Sprache als Unterrichtssprache unentbehrlich sei. An der Realschule, an deren Erhaltung die Stadtgemeinde mitconcurriere, seien voriges Jahr 111 deutsche, 135 slo< venische und etwa 30 anderen Nationalitäten ungehörige Schiller gewesen. Hier könne daher von der Einfüh-ruug der sloveuischen als Unterrichtssprache keine Rede sein. Die Lehrer-Vildungsanstalt habe bis nun der Stadtgemeinde Lehrer gegeben, die in beiden Sprachen zu unterrichten befähigt sind. Bei einer Slovenisierung der Anstalt würde auch die Knaben- und Mädchen» Ucbungsschule slovenisiert werden, und die Stadt-gemcindc Laibach, deren Kinder zahlreich die Uebungs» schule besuchen, wäre hiedmch zur Errichtung einer dritten städtischen Volksschule genöthigt. Auch die Lehrerinnen würden nicht so leicht wie jetzt Anstel-l lungen in anderen Provinzen finden. GR. Regali verwahrt sich gegen die Annahme dieses Antraaes, den er als ein Attentat auf die Rechte der slovenischen Nation bezeichnet. ^ Bei drr Abstimmung wird der Dringlichkeit^-antrag mit allen gegen zwei Stimmen angenommen. GR. Regali stellt schließlich noch mehrere Inter« pellationen, deren Beantwortung der Bürgermeister für eine der nächsten Sitzungen zusagt. Hierauf wird die öffentliche Sitzung geschlossen. — (Aus berHanbelSlammersihung.) In der gestern abends abgehalten!» Sitzung der krainischen Handels- und Gewerbelammer wurden, nachdem der Bericht über die Verwendung des FondeS zum Anlaufe von Mustern und Maschinen für die hiesige gewerbliche Fortbildungsschule zur genehmigenden Kenntnis genom« men worden war, folgende Beschlüsse gefasst.- 1.) Ein« gaben an das l, l. Oberlandesgericht in Graz. betreffend die Bestellung von Fachleuten als Sachverständigen für gerichtliche Schätzungen und von geschäftskundigen Handel-nnd Gewerbetreibenden zu Masseverwaltern, nicht zu machen; 2.) die Petition des Vereins österreichischer Baumwollspinner um gesetzliche Regelung der Baum« Wollgarn'Nlimeriernng beim l. l Handelsministerium zu untrlstühe»; 3,) das Ersuchen dcr Olmüher Schwester-kamlncr. betreffend die Ausstellung von Viehwagen auf dem Schlachtviehmarlte in Wien, beim Ministerium zu befürworte»; 4.) dic krainischen Industriellen nochmals auf die Ausstellung in Melbourne aufmerksam zu machen. — (Wagner-Abend.) Uebermorgen gelangt im hiesige» landschaftlichen Rrdoutensaalr durch unsere heimischen Kunstlräfte Fräulein Clementine Eberhard und die Herren Josef Zbhrer, Johann Kosler und Johann Oerstner, sowie unter gefälliger Mitwirkung unseres gefchähten Grazer Gastes Herrn Fritz Purg» leit»er der erste Act der „Walküre" rw» Nichard Wagner zur Aufführung. Der vielversprechende Abcild wird durch das „Albuml'latt" von Richard Wagner, vorgetragen von Herr» Gcrstner, eröffnet, sodann folgt der erste Act aus dem Musit^rama „Waltüre", welcher bekanntlich schon vor zwri Jahren zur Aufführung bestimmt war. jedoch damals wegen eingetretener Hindernisse verschoben werden musste, Fräulein Elementine Eberhard singt den Part der „Sieglindc", Herr Fritz Purgleitner jene» des „Siegmund", Herr Kosler den „Hunding" und Herr Iijhrer übernimmt den überaus schwierinen Klavierpart, Es steht u»ö daher ein ganz außergewöhnlicher Abend in Aussicht, indem Richard Wagners Tonschöpfungen hier sozusagen fast ga»z unbekannt si»d und sich gerade der erste Act der „Walküre" ganz besonders zur Aufführung im Eoncertsaale eignet und daher auch in fast allen Städten Deutschlands und Oesterreichs, selbst l Wien nicht ausgenommen, in dieser Form zur Aufführung gebracht wurde. Wir hatten Gelegenheit, einer Probe dieser Nummer beizuwohnen, und find daher in der Lage, einen ganz besonderen Kunstgenuss zu verbürgen Die Theilnahme unseres Publicums Wird auch voraus» sichtlich ei»e ungewöhnlich starke sein. umsomehr, als das Nemerträgnis einem künstlerischen Zwecke zugedacht ist. Die Karten zu dem Concerte werden in der Handlung des Herr» C. Till zu dem Preise von 1 fl. für den Sitz und 50 kr. für den Stehplatz abgegeben. Wir Wünschen dem dankenswerten künstlerischen Unternehmen in jeder Hinsicht den besten Ecfolg. — (Truppendurchzug) Die siebente Com» pagnie des Pionnierregiments trifft morgen um 2 Uhr 56 Minuten nachmittags von Linz mittelst Rudolfbahn in Laibach ein, wird hier auf dem Bahnhöfe verköstigt und g?ht um 9 Uhr 50 Minuten abends nach Trieft ab. um sich daselbst nach ihrem neuen Bestimmungsorte Mostar einzuschiffen. — (Slovenija.) Heute um 4 Uhr nachmittags findet im Saale dcr Laibacher Aitalnica eine außerordentliche Generalversammlung der Actionare dcr Versicherungsbank „Slovenija" statt, in welcher über den Stand des Liquidationsgeschästes Bericht erstattet und über den vom Liquidationscomitc gestellten Antrag auf eine dritte Actie»'Nachemzahlung von 12 Procent oder 24 st. pr. Actie Beschluss gefasst werden soll. — (Aufgefundene Leiche.) Der 75jährig« Infasse Georg Koroöec aus Gradac im Tschernembler Bezirke wurde am 9. d. M. im Walde bei Dommitsch» Hof als Leiche ausgefunden. Wahrscheinlich hatte ein Schlaganfall dem Leben des alten Mannes ein rasches Ende gemacht. — (Philharmonisches Fondsconcert.) Pas von der philharmonischen Gesellschaft vorgestern abends zum Besten des Vereinsfondes veranstaltete Concert übertraf an äuherm Erfolge alle seine Vorgänger in dieser Saison, und das distinguierte Publicum begleitete jede einzelne Nummer mit reichem Veifalle, über« Haupt war die Stimmung sowohl des Publicums al« anch der Mitwirkende» eine ungewöhnlich animierte. Die gemischten Ehbre „O sänb' ich dich im grünen Wald" von Herbert u»d Brahms „Von alten Liebesliedern" wurden von dem zahlreich vertretenen Damen- und Männerchore exact vorgetragen. Herr F, Purg leitn er aus Graz. bei seinem Erscheine» mit lautem V-ifalle begrüßt, sang zwei Lieder (GoldmarlS „Alle Blumen 'möcht' ich binden" und Potpetschniggs «Ja, du Vlp 740 mein") mit gefühlvollem Ausdrucke und feinem Verständnisse und entfessellte damit sowie durch seine fchline, sympathische Tenorstimme einen solchen Beifallssturm, dass er das letztere der Lieder wiederholen musste. Herr Gerstner spielte die Spohr'sche Gesangsscene mit gewohnter Meisterschaft und wurde nach den einzelnen Sähen und zum Schlüsse mit lautem Applause belohnt. Den Schluss bildete Engelsbergs „Italienisches Liederspiel". Die durchwegs graciöse und ansprechend geschriebene Komposition des zu früh dahingeschiedenen Compositeurs machte in der Aufführung einen ganz außer« gewöhnlichen Effect, es war eben auch alles vereint, was den Erfolg einer Aufführung zu sichern imstande ist. Die Solis durchwegs in guten Händen, die Chöre meisterlich studiert, sicher und präcise eintretend und selbst die zartesten Nuancen in edler Form zur Geltung bringend. Fräulein Clementine Eberhard, unsere gefeierte, vom Auditorium freundlich begrüßte Primadonna, war brillant bei Stimme und sang ihren Part mit allem Aufgebote der ihr fo reichlich zur Verfügung stehenden Mittel. Herr Fritz Purgleitner fand in der Partie des „Gennaro" Gelegenheit, nicht bloß feine prächtigen Stimmittel, son« dern auch den ganzen Erfolg einer durchdachten künstlerischen Leistung zur Geltung zu bringen. Er sang mit edlem Ausdruck, richtigem Gefühle und feinem Verstand« nisse. Herrn Koslcrs sympathischer Bariton fügte sich den beiden erstgenannten Stimmen aufs wirlsamste an. Herr Kulp, in einem Gesellschaftsconcerte das erstemal in einer größeren Partie beschäftiget, besitzt eine kräftige und klangreiche Bafsstimme und entledigte sich seiner Aufgabe in der anerkennenswertesten Weise. Eine seinem Tone noch adhaerierende gewisse Schärfe der Klangfarbe wird nach öfterem Singen sich abschwächen und dadurch seine Stimme noch erfolgreicher zur Wirkung gelangen. Herrn Zöhrer siel die Aufgabe zu, die Clavierbegleitung des ganzen Abends zu beforgen, eine Leistung, die er mit Virtuosität und zu bewundernder Ausdauer durchführte. Herr Nedvüd hat sich durch das exacte Einstudieren dieser Composition allerdings den Löwenantheil des Abends verdient und sich das Recht erworben, an den reichlichen Beifallsbezeigungen, die den Chören und den Solisten gespendet wurden, theilzunehmen. Der besondere Dank des Publicums jedoch gebührt unserem werten Gaste, Herrn Purgleitner aus Graz, der nun schon das zweitcmal so liebenswürdig war, in selbstloser Kunst-liebe sich in den Dienst der philharmonischen Gesellschaft und ihrer künstlerischen Zwecke mit so bedeutendem Erfolge zu stellen. Es gereicht uns zur besonderen Freude, dass wir am kommenden Donnerstag in der Aufführung der „Walküre" nochmals Gelegenheit haben werden. Herrn Fritz Purgleitner zu hören, und dies nmsomehr. als die bedeutende Partie des „Siegmund" der Stimmlage und dem ganzen Naturell des Sängers nach viel näher liegt, als die vorwaltend lyrische Partie des „Gennaro", und als Herr Fritz Purgleitner mit unserer, mit Recht hochgehaltenen Primadonna zusammen zu wirken Gelegen^ heit finden wird, hiebei von Herrn Koslers fchünem Bariton und von Herrn Iöhrers in dieser Partie ganz vorzüglichem Spiele unterstützt. — (Vom Wetter.) Während der Dauer der letzten Woche waren die Witterungsverhältnisse über unseren ganzen Erdtheil äußerst günstige zu nennen. Die Luftdruckvertheilung war stets eine ziemlich gleichmäßige, der relativ niederste Barometerstand blieb über dem Westen oder Norden des Continents, so dass besonders für Mitteleuropa eine continuierliche schwache Luftströmung zwifchen Ost und Süd bedingt wurde, welche allgemein heitere Witterung bei hoher Temperatur zur Folge hatte. Nachtfröste (ohne besondere Intensität) stellten sich nur über Norddeutschland. Baiern und theilweise über Frankreich ein, ebenso wurden Regen hauptsächlich aus Großbritannien, Wcstfrankreich und Oberitalien gemeldet. Gewitter wurden fchon häusig in Südfranlreich und in» Golf von Biscaya beobachtet. In Russland herrschte gleichfalls normale Frühjahrswitterung und ist seit den letzten Tagen daselbst im raschen Steigen. Aus Oesterreich-Ungarn wurden bisher keine Fröste gemeldet, hie See blieb meist ruhig, in Großbritannien und an den Küsten Dalmaziens zeitweise mähig bewegt. Die andauernd gleiche Luftdruckvertheilung läfst weiter heiteres, warmes Wetter mit localen Gewitterbildungen erwarten. Ueueftt Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 19. April. Das Abgeordnetenhaus nahm die Titel „Schulaufsicht" und „Cultus" des Unterrichtsbudgets unverändert nach dem Ausschussantrage an. Berlin, 19. April. Der Reichstag nahm den Aus» schussantrag an, wonach das Socialistengesetz bis zum 30. September 1884 verlängert wird und die Bestimmung über Versagung des Aufenthaltes Ausgewiesener auf Reichstags- und Landtagsmitglieder während der Sessionsdauer nicht anwendbar ist. Petersburg, 19. April. Die am Samstag eingetretene Besserung im Befinden Gortschakoffs ist an« haltend. __________ Marburg, 18. April. (Presse.) Der Gemeinderath beschloss in außerordentlicher Sitzung mit allen gegen Eine Stimme, eine Petition gegen die Sloveni-sierung der hiesigen Mittelschulen und der Lehrer-Bildungsanstalt an das Abgeordnetenhaus zu richten. Prag, 19. April. (Presse.) In Karlsbad hat sich der Theatcrdirector Bachmann, der früher als Tenorist in Prag und München wirkte, erschossen. Brunn, 18. April. (N. fr. Pr.) Ein hiesiger Adoocat soll feit einigen Tagen von hier verschwunden sein. Als Ursache des Verschwindens werdm Schulden angegeben, welche sich bis auf eine halbe Million belaufen sollen. Cattaro, 18. April. (Wr. Allg. Ztg.) Die formelle Uebergabe des neuen Gebietes an Montenegro soll in der Ortschaft Toplica in Gegenwart der Vertreter der umherliegenden Dörfer stattfinden. Die Pforte hat die albcmesische Liga aufgefordert, ihre in diesem Gebiete stehenden Truppen bis zum 26. d. M. mittags zurückzuziehen. Der Einmarsch der Montenegriner erfolgt dann von zwei Seiten her, über Zabljak und über Hoti. Belgrad, 18. April. (N. fr. Pr.) Das Amtsblatt meldet, dass mehrere hundert Arnauten bei Svirci m Serbien eingefallen, aber von den Truppen und der Miliz zurückgeworfen wurden. Der Kampf dauerte anderthalb Stunden. Die Serben hatten zwei Todte und 3 Verwundete. Ein Soldat wird vermisst. Die Arnauten haben 7 Todte auf dem Platze gelassen und die übrigen mitgenommen. Der Arnautenführer wurde verwundet. Philippopel. 18.April.(Corr.-B.) Die außerordentliche Session der Provinzial»Assemblee wurde geschlossen. Die Einnahmen wurden mit 73.700,000, die Ausgaben mit 72,800,000 Piaster eingestellt. Rom, 18. April. (Frdbl.) Das Beinhaus in Custozza wurde nächtlicherweise erbrochen und geplündert. London, 19. April. Dem „Standard" zufolge gab Beaconsfield die Demission des Cabinets, welche die Königin annahm. — Den „Times" zufolge will Bright in das neue Cabinet eintreten und fich an der Lösung der irischen Bodenfrage betheiligen. — Die „Bombay Gazette" meldet: Eine Bande Pathons mas-facrierte einen Officier, und ein Militärdetachement blockierte die Straße von Quettah nach Kandahar und zerschnitt den Telegraphen. London. 19. April. (N. fr. Pr.) Die „Daily News" erklärt die Nachricht von der Beschränkung der Vollmacht Loris-Melitoffs für unrichtig. Ein solcher Vorschlag wurde wohl gemacht, aber sofort abgelehnt. — Während andere Journale bezüglich der Premierschaft Gladstones sich reserviert verhalten, er- klärt die „Daily News" decidierter als lemals. ganze Land verlange nach Gladstone und bu "p h mentsmajorität werde nur ihn annehmen; n'^ gleiche ihm oder komme ihm auch nur als I' im politischen Leben nahe. „ ^.^ Vie Petersburg, 18. April. (Wr. russische Regierung scheint die Verlegung d" "" "'"^ Verhandlungen nach Peking zu wünschen, ""^M chinesische Regierung nicht abermals alle zu erz ^ Resultate mit der Ausrede beseitige, ihr Gesandter v seine Iustructionen überschritten. „ ^ x Die Petersburg, 17. April, persische Regierung hat neuerdings beträchtliche ->" «^ an Waffen und Munition, bei 3000 Gewehre 12.000 Pud Veschützmunition, von der öster"'«^ Regierung angekauft und erbittet sich !"M ysMN Cabinet« die Durchfuhrsbewilligung. Ohne unt"M zu wollen, gegell wen diese Rüstungen g"M" V, wird doch die russische Regierung zum ""'HeMi Eine fordern müssen, dass Persien semen "MU» ,^ zukünftig in Russland deckt, bevor eine neu" Durchfuhrsbewilligung ertheilt wird. ^. Oe- Washington, 18. April. (Corr.-V.) ^. D. sandschaft Chiles erhielt mit dem Datum vom i"^ ' ^ aus Panama eine Depesche, welche meldet, o> Stadt Callao von sechs chilenischen KriegM"^. blockiert sei. In Callao und Lima herrscht emc hafte Panik und die Einwohner flüchten stch- Telegraphischer Wechselcurs vom 19. April. AK Papier^Rente 72 30. — Silber« Rente 7Ü^' ^Mtie« Rente 89—. — 1860er Staats-Anlchen 130 - - ' U^r ^ 839, - Creditactien 280 60. — London N9"5,7^,, ,^ — K. k, Miinz'Ducaten 5 61. — 20-FranleN'Stil«le" ' 100-Reichsmarl 585Ü, Angekommene Fremde. Am 1!>. April. ^s, Hotel Stadt Wien. Weber, Schlcßingcr, Koh". ^'MtsM Färber und Nuliback, Kaufleute, Wien. — Stamp!', ^el", — Weis;, Mclsauc. — Stern, Ksm., Kanischa, -Kfm,, Müucheu. — Kohnstam. Kfm,, Fürth. . Ml'»"' Hotel Elephant. Suitt. l. l. Oberst. Cilli. — ^""'' dimcrstochter. ^^^^s^ _______^ ___—^^s> - .i W n . ;- ß ö '«H zZi 5Z ü ? " "Z! " "-Z ß6t K? « 55-55 7U.Mg. 73396 ^11 0 windstill W M<" 19, 2 „ N. 73? 42 ^-18 7 O. schwach thc'l "H " 9 "Ab. 737 86 ^120 O. schwach "" d«-Den 19. morgens Regen, nicht lange any« ^ru^ thcilweise Aufheiterung, Sonnenschein; "«^"""^"^1 ziehende Regenwolken, ferner Donner. Das ^"« Wärme > 13 9». um 4 5° über dem Normale. ^^<^ ----------ÜI-------—_-------------------------------—2, n, b e l^ Verantwortlicher Redacteur: O t tomar »^^B«^ Nl)rsi>^N^t Wi"' 19. April. (1 Uhr.) Startes Ausgcbot von Montanwerten erzeugte eine Stimmung, in welcher die Plahspeculation auch die localen Äantpapiere falle" ___ <<^v»,^vl.l!VH/l. in vorgerückter Stunde wurden von dieser Strömung auch die internationalen Werte ergriffen. ^^---^«»< »elb War« Pavlerrente........ 7295 73 0i» Vilberrmt......... 7» 55 73 65 «oldrente . «....... 89 20 89 30 Los«. 1964........ 123- 128 b0 . I860........ 130 _ 130 25 . I860 (zu 100 fl.) . . . 133 - 133 50 . 1864........ 174- 174 HO Ung. Prämien«««!..... 112-75 113 «reolt.L.......... 177 — 177 50 «udolfs.L......... 18— 13 50 Prämienanl. der Gtadl Wien 118— 118 25 Nonau-Regulierungs-Lose . . 113— 113 25 Domänen»Pfandbriefe . . .147— 14750 Otsterr. Schahscheint 1881 rück. zahlbar......... lOI 25 10175 Oesterr. Schatzjcheine 1882 rück. zahlbar......... !02 25 102 75 Ungarische Goldrente .... 10530 10540 Ungarische Eisenbahn-Anleihe . 125— 125 25 Ungarische Cisenbahn.Unleihe, Tunmlativstücke...... 125 - 12525 Blnlehen d«r Stadtgemeinde Wien in V. V...... 102 75 103 — «elb ««« «rnndentl«ttu«,sv»li««tlouen. Vöhmtn.........103 — 104 - Nieberösterrelch......104 50 10b — Gallzien.........9830 9870 Siebenbürgen.......9225 9250 Temeser Nana»......»1 75 92 25 Ungarn..........»2 25 32 75 «ctlen vs« v«nlen. »elb Wal, Anglo.Ssterr. Vanl.....150 ,50 25 llrebitanstalt .......282 - 282'25 Depositenbank.......—-- — - Kreditanstalt, ungar.....267 50 268 — Oesterreichisch, ungarische Banl 839 - 840 — Unionbanl ........10425 10450 Verlehrsbanl.......129— 12950 Wiener Bankverein.....135- 135 25 «ctien von traneport-Nuterneh-«nngen. «tib lv«« Alfüld'Vahn .......156 50 157 — Donau'Dllmpfschiff.-Gesellschaft 604 - 605 - Elisllbeth.Westbalm.....139— 18925 Ferdinanbs-Nordbahn . . . .2440-2445 — ««Ib W«e Franz.Ioseph.Vahn .... 16950 170 — Galizischr Carl < Ludwig - Nahn 264 25 264 75 Kaschau-Oberberger Nahn . . 127 127 25 Lemberg.Tzernowlher Vahn . 169 50 169 75 Lloyd . Gesellschaft.....660—661 — Oesterr. Nordwestbahn .... 165 25 165 50 lit. 2. . 163 50 164 Rudolfs-Vahn.......15950 160— Staatsbllhn........27750 27775 Südbahn.........8050 8075 Theiß-Nahn........246— 246 50 Ungar.-galiz, Verbindungsbahn 137 - 13? 25 Ungarische Nordostbahn . . . 146 50 147 — Ungarische Westbahn .... 14750 148'-Wiener Tramway-Gesellschast . 244 — 244-50 Pfandbriefe. Alla.öst.Vodencreditanst.(i.<«d.) 120— 120 50 , ^ . li.Ä.-V.) 102- 102 40 Oesterreichisch. ungarische Nanl 103 45 103 «0 Ung. Vobencrebit.Inst. (B..U.) 102 75 103 . PrlsritötS Obligatlsuen. Elisabeth.V. 1. Em.....9380 99--- Ferd..Nordb. in Silber . . . 107 25 107 75 Franz-Iosevh.Vahn . - - ' oSb"l",z0 <«al. llarl-Ludwig-Ä. 1- 6"' ^ 25 ^b Oesterr. Nordwest.Vahn - ' g4^ . «»." ft Ducaten .... 5 fl- 6" ' 9 - " Napoleonsd'or . » . " <, 66 ' Deutsche «eich«. H5 . ^ '^ ' Noten .... 58 - ^ " ^ - Tilbergulben . . — " ^. Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Mmuten notieren: Papierrente 72 85 bi» 72 95 Silberrente ?3'50 bis 73 60 Voldrente 33 - bi« 8» 10 Credit 23140 bi» litll »v, 149-20. L«?NdVN llsio «» Us20 Napoleons 943 bi« ft43'/..