Schristscitung: «athausgässc Rr. 5. Jtli»6«n Ri. 21, titmrcto». «»,»ch«il»dk! Tiizlich >a<»ah«e t>rz Sonn' u. ftrirr-twO Mit 11—11 llhi DKBL H»»d>chtrid«a Bert« nicht wnldgctct««. auKalafc ®n-I «taugen nicht dcrü-tsichngl. >itlnktfam|cn ■ itnraii bis enmltsiu gtgnt trt dilllg» »ftft-irblb« fflfbitljrtn CBtQej«. Set Dirtnlplunfni Prn«-nochlot. X« .T«t|ch< Sacht" rd'tfint :rtc» Rittnoch un» eamltoj akeSM. »o|HWtt«flftt-»omo 34.900. Verwaltung: NathanSgassc Nr. 5. ttinki Rt. vi, iitmtitt vezugSbtdu>gmise» T>»ich tU Post tc|Og»« H»-I i Wonatli« . ... K 11( «RttlilÜril Hildlichrt, . ... K «■— HanUichriz . ... K U*— Rät» Sullan» rtitljtn stch die l?(ju;l#'i(fculjten um dichSHerat 8nlrelmrij«-®cJiinitcn. Ctngtldtrt« Ktsniaantti leiten ti» >« RMwUcIIim Ar. 49 Mi, Mittwoch den 21. Juni 1911. 36. Jahrgang. Die Stichwahlen. Die am Dienstag sialtgefundenen Stichwahlen für den Reichsrat brachten den Deutschnationalen einen glänzenden Sieg. Der Deutsche Nationalver-band wird in einer Stärke von 97 Mann in das Abgeordnetenhaus einziehen, somit die stärkste Partei des Hauses sein. DaS Hauptergebnis des Tages ist der Zu» sammenbruch der christlichsozialen Partei. Alle christlichsozialen Führer: Geßmann, Pattai, Lichtenstein, Weißkirchner, Steiner, Prohaska usw. sind durchgesallen. In Wien allein haben die Christ-lichfozialen von 20 Mandaten nur 3 behauptet. In K ä r n t e n haben wir dank der ausge-zeichneten Disziplion der deutschuationalen Wühler-ichafi zwei schöne Siege zu verzeichnen. Im Lavant-tale wurde das Mandat des Klerikalen Walcher er-orfti und in Klagensurt - Land das des Sozial-dcmokraten Lukas. In G r a z wurden Dr. Hof-mann von Wellenhof und Wastian mit bedeutenden Mehrheiten gewählt. In Pettau-Leibnitz wurde Malik mit Hilfe der internationalen Sozialdemokratin iowie der Christlichsozialen gegen den Deutschnatio-nalen Rauler gewählt. Die Partei Schönerers hat im ganzen Wahl-kämpfe durch einen Pakt mit den internationalen Sozialdemokraten gezeigt, daß ihr die MandatSsrage weit höher steht als die nationale Frage. Diesem Umstände ist es auch zuzuschreiben, daß in Asch an Lielle des Deutschradikalen Stransky mit Hilfe der Schönererianer ein Sozialdemokrat gewählt wurde. ES ist daher ein wahres Glück für das Deutschtum (Nachdruck Verbote«) „Aaöy". Kriminalistische Skizze von A. H i n z e. Die englische H-fenstadt war in Sicht. Auf dem Ozeandampfer, der daS Wasser durchschnitt, begann die Schisfskapelle die britische Nationalhymne zu spielen. Die Passagiere, eine bunt zufammenge-würfelte Gesellschaft, erschienen auf Deck. Fernglä-fer und Operngucker richteten sich dem Lande zu; ein Schwirrn von Stimmen, von Bemerkungen in den verschiedensten Sprachen und Idiomen, über-tönt von den Befehlen, die von der Kommundobrücke herkamen. Bom Bug her, etwas abgesondert von den übrigen, ward das leise Knistern eines Frauenge-wandcS vernehmlich. Dort saß, das »«bewaffnete Auge gleichfalls dem Lande zugewandt, bie schöne Mrs. Linley. Eine Amerikanerin, wie man sich zu-flüsterte und seit einem Jahr Witwe. Ein undefinierbarer Reiz umgab diese Frau, ein Gemisch von Vornehmheit und Freiheit. Sämtliche Mitreisenden waren entzückt von Mrs. Linley und ihren weißen Toiletten, die eine entzückende Folie zu ihrer brü-netten Schönheit bildeten. Obwohl die junge Witwe durchaus Weltdame war, war sie doch eine zärtliche Mutter ihrem Töchterchen, das den Vater nicht ge-kannt. Das rosige Baby, das in den Armen einer Wärterin zuweilen auf Deck erschien, war der Lieb-ling aller mitreisenden Damen und selbst den Ver-ehrern von Mrs. Linley däuchte das rosige Bündel kein Hindernis, sich um die Gunst der jungen schö-neu Mutter zu bemühen. Die besten Chancen hatte entschieden der junge Lord Gould, der jetzt hinter Oesterreichs, daß die Partei Schönerers nur mit 4 Mann ins Abgeordnetenhaus einzieht. In Deutschböhmen haben die Wahlen der deutsch-radikalen Partei eine große Anzahl von Mandaten gebracht. Diese Partei wird ins Abgeordnetenhaus in einer überaus achtungsgebietenden Stärke ein-ziehen. Wir begrüßen dies aus dem Grunde, weil wir überzeugt sind, daß der radikale Flügel des Deutschen Rationalverbandes, auf welchen sich be-kanntlich auch alle aus den Sprachenkampfgebieten gewählten, nicht der deutfchradikalen Partei ange-hörigen Abgeordneten befinden, im Verbände an Ein-fluß gewinnen und die Politik deS Verbandes in einer den radikalnationalen Anforderungen des österreichi-fchen Deutschtums entsprechenden Richtung erholten werden. Die sozialdemokratische Partei hat zwar ihren Besitzstand zu erhalten vermocht, allein eS ist immerhin ein Rückgang der Partei zu ver-zeichnen, ein Erstarken des nationalen Empfindens in Kreisen, die bisher ganz im Banne der inter-nationalen Klassenpolitik gestanden sind. Der deutschnationale Sieg mag ein Ansporn sein, sofort mit der Organisationstätigkeit zu be-ginnen, um die Bezirke, die diesmal noch nicht er» ober» werden konnten, zu gewinnen. Wir sind fest überzeugt, daß die VolkSratSorganisationen und die Tätigkeit der Volksräte, für welche der Untersteierische deutsche Volksrat vorbildlich ist, an den schönen Erfolgen der Deutschnationalen den Hauptanteil haben. Der weitere Ausbau der Volks-ratsorganisation ist daher eine der schönsten und dankbarsten Ausgaben sür unsere Zukunft und sie wird uns die Bahn zu neuen herrlichen Siegen öffnen. Mrs. Linley stand. Die Arme um die Lehne ihres Stuhles, neigte er sich flüsternd zu ihr hinab, — banale, törichte Worte fielen von seinen Lippen wie er meinte. Und dabei schlug sein Herz in fast atembe'aubenden Schlägen, das entscheidende Wort zu sprechen, bevor der Dampfer gelandet. Denn die Hasenstadt dort, würde für die Amerikanerin nur eine Uebergangsstation sein; sie wollte mit dem Bahnzug weiter, in eine entsernt gelegene Stadt, wo ein Bruder von ihr lebte. Führten ihr und sein Weg aber erst auseinander, so wurde die Erreichung seiner Wünsche mit Schwierigkeiten verknüpit sein. Zudem fürchtete der Lord, ein anderer könne in-zwischen seine Hand nach ihr ausstrecken. Wozu auch sich das Glück ihres heißgeliebten Besitzes kürzen ? Ueberdies war er niemandem Rechenschast schuldig über sein Handeln, als sich selbst, dem letzten Sproß eines alten Geschlechts. Vivian iinleyS Schönheit und Grazie aber würde die Ahnenreihe ersetzen, die ihr als Tochter eines Emporkömmlings mangelte. Dagegen sein Rang und sein Reichtum sie seine allzugroße Jugend — er zählte erst L3 Jahre — vergessen lassen. Das Schiff rauschte; mit einer Geschwindigkeit legte eS die letzte Strecke zurück; wie mit Windes -flitgeln däuchte eS dem Lord. Frau Vivian sah an« scheinend lebhaft interessiert dem bewegten Hasenbilde, das näher und näher rückte, zu. Das unsichere We-sen ihres Begleiters, daS seine Jugend ihm der äl-teren Frau gegenüber auszwang, ließ sie über seine Gesühle im Unklaren und anderes wichtiges, beschäftigte sie gegenwärtig stark. „O, Lord, sehen Sie doch die uniformierte Dame dort!" unterbrach sie, hell auflachend sein Die engeren Wahlen in den deutschen Bezirken. Angesichts der Bemühungen der tschechisch-bür-änlichen Parteien, bei den engeren Wahlen geschlos-sen gegen die Sozialdemokraten vorzugehen, um die Zahl der tschechischen Mandate im neuen Hause möglichst zu mehren, ist es wohl selbstverständlich, daß auch im deutschen Lager alle Parteien an der von den deutschen Parteiführer» ausgegebene Stich-Wahlparole: Geeint gegen die Sozialdemokratie, fest-halten. — Daß die intransigenten Elemente links und rechts, das heißt die Wiener Börsenpresse und die Klerikalen, damit nicht einverstanden sind, ist ganz begreiflich, da diese beiden Extreme sich von jeher in dem Wunsche nach neuerlicher nationalpo-litischer Spaltung der Deutschen in Oesterreich zu-sammenfanden. Der glänzende Erfolg, den die Deutschnationalen am Hauptwahltage gegenüber den Sozialdemokratin errangen, kann bei den engeren Wahlen vervollständigt werden, wenn in allen deut-schen Kreisen, wo ein Sozialdcmokrat mit einem Deutschbürgerlichen in die engere Wahl kommt, alle deutschen Wähler dem deutschen Bewerber ihre Stim-me geben. Die Andeutung der „HlaS Naroda", daß wenn die Deutschen bei den Wahlen an die Sozial-demokraten einige Mandate verlieren, sich im Par-lamcnte das Blatt zu Gunsten der Tschechen wen den werde, und der Wutausbruch der „Nar. Listy" über die deutschen Wahlkompromißverhandlungen zeigen, wie dringend notwendig es sür die Deutschen auch vom nationalen Standpunkt ist, bei den enge-ren Wahlen geschlossen gegen die Sozialdemokraten vorzugehen, denn jede dentschbürgerliche Stimme, die für den Sozialdemokraten abgegeben wird, kommt mittelbar den Tschechen zugute. Zieht man lediglich die deutschen Stichwahl-bezirke in Betracht, so ergibt sich folgendes: Flüstern und ihre Hand wies zum Quai hin, nahe dem Landungsplatze. „Ist sie eine Suffragette?" Dies klang so naiv und neugierig, wie aus dem Munde eines Kindes und wirkte hier ent- zückend. Der junge Lord fand dies, doch die Frage ent-fernte ihn von seinem Ziele. Gleichzeitig begann das Schiff zu schaukeln; die Schiffsglocke läutete als Zeichen, daß man sich der Landungsstelle näherte. Die Passagiere griffen zu ihren Effekten; auch Mrs. Linley erhob sich: „Ich will die Wärterin mit Baby rufen." meinte sie; „der Dampfer legt an. — — Aber lieber Lord, ich habe noch immer keine Antwort auf meine Frage!" und wieder daS leise naive Lachen. „Mrs. Vivian, — Sie sind graufam, im Augenblick des Abschiedes, — o, nein, was rede ich? — im Augenblick höchster seelischer Erregung derlei Fragen zu tun. Sie ahnen offenbar nicht, day ich--. Ja so, Sie wünschten zu wissen, was die Dame dort am Hafen vorstellt? Es ist eine Zollbeamtin, welche die Effekten der ankommenden weiblichen Paffagiere revidiert — Sie werden sich dieser Prozedur auch unterziehen muffen, MrS. Lin-ley — denn es wird viel geschmuggelt —." „Wirklich? Ich danke Ihnen, Lord--und waS Sie mir fönst noch zu sagen haben —,* ein Augenausschlag, der mehr besagte als Worte, traf den erregten jungen Mann, — „ich werde von mir hören lassen l--Mary, kommen Sie mit Baby auf Deck, das Schiff landet I" In den Ruf von Mrs. Linley mischte sich das Brausen der Maschine, Rufe hüben und drüben. Ein Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 49 In die engere Wahl mit Sozialdemokraten kommen 19 Christlichsoziale. 14 Deutschnationale, 12 Deutschradikale, 11 deutsche Agrarier, 2 deutsch, nationale Arbeiter und 1 Schönererianer. Im alten Hause saßen 50 Sozialdemokraten aus deutschen Wahlkreisen; bjSher sind von dort gewählt 27. Die Sozialdemokraten müssen also in 23 von den 50 Kreisen siegen, in denen sie gegen die Deutschbür-gerlichen in die engere Wahl kommen, wenn sie ihren früheren Besitzstand in den deutschen Wahl-bezirten behaupten wollen. Gehen die deutschen Parteien hauptsächlich in der Provinz geeinigt vor, dann ist es also möglich, daß den Sozialdemokraten von den Deutschen bei den engeren Wahlen noch ein Dutzend Mandate abgenommen wird. In den übrigen 26 deutschen Wahlkreisen, wo es zwischen Deutschbürgerlichen zur engeren Wahl kommt, sind beteiligt 23 Christlichsoziale, 11 Deutsch-nationale, 10 Liberale, 5 deutschnationale Agrarier und 3 Schönererianer. Dementsprechend stellt nch das Verhältnis zwischen dem Stande der deutschen Parteivertrctnngen im alten Abgeordnetenhause, ihren bisher gewählten Abgeordneten und ihren Stichwahl-kandidaten folgendermaßen: 13. Juni Engere 1907 1911 Wahlen Ehristlichsoziale . Unabhängige Christlichso Deutschnationale Agrar. Deutschnationale . . Deutschradikale . . . Deutschjortschrittliche . Schönererianer . . . Sozialdemokraten . . Wilde...... 96 65 39 4 51 28 39 13 10 12 15 5 14 3 1 4 50 27 59 3 — 3 1 2 Politische Rundschau. Die deutschen Parteien im neuen Abgeord netenhause. Die nengewählten deutschnationalen und deutsch-national-agrarischen'Abgeordneten werden im neuen Abgeordneienhause wiederum einen gemeinsamen Klub bilden. Ebenso werden sich die deutschradikale und die deutschfortschrittliche Partei neu konstituieren, und zwar letztere wieder mit Beiseitelassuug der drei Wiener jüdisch - demokratischen Abgeordneten. Als neuer deuischfreiheitlicher Klub wird dann die deutsch-nationale Arbeiterpartei hinzutreten, salls sie außer dem bereits gewählten einen Abgeordneten noch die zwei in die Stichwahl gekommenen Kandidaten durch-bringt. Diese vier Fraktionen werden zusammen wieder einen nationalen Verband bilden. — In der Struktur der christlichsozialen Partei dürfte insofern Hasten und Laufen an Bord; die Brücke ward auS-geworfen. Am Lande harrte eine größere Menge ans allen Schichten der Bevölkerung der Landung des DamplerS. Neben der Zollbeamtin stand ein Herr der lebhaft auf sie einsprach und in dem Augenblicke, als er Lord Gould an Bord entdeckte, diesen mit großer Ehrerbietung grüßte. Der junge Lord war außer sich. Seine Unge-schicklichkeit war schuld daran, daß Bivian Linley jetzt nicht seine Braut war. Und wie oft läßt ein versäumter Augeublick unsere Wünsche unerfüllt. Er konnte sie sich nicht verzeihen, diese Versäumnis. Die Reisetasche in der Hand, wartete er, daß MrS. Linley, die in die Kajüte geeilt war. kommen würde, um sie an Land zu geleiten und sich alSdann mit einem bedeutungsvollen AbfchiedSwort von ihr zu trennen. Jetzt kam die Wärterin Mary mit Baby die Kajütentreppe herauf. Baby krähte vergnügt und langte jauchzend nach der Kinderklappe, welche Mary ihm in die kleine Faust drückte. Das leise Knistern von Mrs. Linleys Gewand, welche folgte, drang an des LordS lauschendes Ohr; gleichzeitig eine ihm bekannte Männerstimme: \ „Willkommen, Lord Gould, in der Heimat! Verzeihen Sie meine Annäherung, Lord, sie geschieht jedoch in Ausübung meines Berufes — Unangenehm überrascht, in diesem Augenblick, wo er sich von Bivian verabschieden wollte, gestört zu werden, und nicht weniger von dem Inhalt der Anrede, wandte der Lord sich dem Sprecher zu. ES war der nämliche Herr, der auf die Zollbeamtin eingesprochen und ihn gegrüßt hatte und nun, von Gould unbemertt, an Bord gekommen war. eine Aenderung eintreten, als die städtischen Ab-geordneten innerhalb der Partei eine selbständige Stellung einnehmen werden. Weitere bischöfliche Einmischungen in die Politik. Die Eingriffe des Laibachcr Fürstbischofs Jeglie in die Wahlbewegung und die von ihm veranlaßte Maßregelung einiger Geistlichen, die bei den Wahlen nicht für die klerikalslowenische Volkspartei, sondern gegen sie ausgetreten sind, hat in der slowenischen Bevölkerung eine starke Gegenbewegung ausgelöst. Wie berichtet wird, haben nun eine Anzahl Pfarrer sich geweigert, den Hirtenbrief des Bischofs Jeglic von der Kanzel zu verkünden, in dem die Stimmen-abgabe für die fortschrittlichen und sozialdemokratischen Kandidaten als schwere Sünde erklärt und die Gläubigen mit den härtesten Strafen des Himmels bedroht werden. Mittlerweile ist aber auch der Bifchoj von Marburg in Steiermark, Dr. Napotnik, dem Beispiele des Fürstbischofs Jeglic gefolgt, in dem er an die Dekanate feiner Diözöfe einen Erlaß gerichtet hat, in dem er von diesen verlangt, über daS politische Verhalten seiner Diözesengeistlichkeit genau Bericht zu erstatten. Wie verlautet, soll aus Grund der zu erstattenden Berichte dann gegen alle Geistlichen, die mit den Liberalen sympathisieren, mit den strengsten Maßregelungen, wie Suspen-dierungen und Enthebungen vom Amte, vorgegangen werden. Aus Stadt und Land. Aus dem Iustizdienfte. Landesgerichtsrat und Serichtsvorsteher Karl Nedwed in Windischgraz wurde über fein eigenes Ansuchen in den dauernden Ruhestand versetzt. Ernennungen im Poftdienste. Der Post, meister Ernst Vidovic in Luttenberg wurde zum Ober-Postmeister in Fcldbach ernannt. — Der absolvierte Gymnasialschüler Johann Korun wurde zum Post-amtspraktikanten beim Post- und Telegraphenamt Graz 1 ernannt. Sonnwendfeier. Die von den deutschen Vereinen in Cilli veranstaltete diesjährige Sonn-wendseier findet Samstag den 24. auf der Fest-wiese statt. Die im großen Stile gehaltene Feier wird durch eine um halb acht Uhr auf dem Bis-marckplatze vor dem Deutschen Hause beginnende Platzmusik der Cillier Musikvereinskapelle eingeleitet. Sodann erfolgt der Abmarsch auf die Festwiese, wo nach Entzünden des Holzstoßes die Sonnwend-rede gehalten werden wird. Daran schließt sich dann ein gemütliches Zusammensein der Festteilnehmer und dürften die lustigen Weisen unserer beliebten Kapelle sicherlich die Unterhaltung im Fluße erhalten, zumal „Sie wünschen, Herr Agent?" fragte er und sein Ton verriet die Ungeduld, die ihn beherrschte. „Ich bin, wie Hje wissen, Lord. Agent der Polizeibehörde. Nun ist mir per Telegraph die Order geworden, an Bord der heute hier eintreffen, den „Valentine" befinde sich mutmaßlich die Amerika nerin, die unlängst drüben sür 30000 Mark Diaman ten gestohlen hat," raunte der Agent hastig dem Lord zu. „Die Diebin soll unter verschiedenen Namen leben, eine schöne Brünette sein und seit einem Jahr Witwe —.* „Und was soll ich dabei?" unterbrach der Lord, mit entfärbtem Antlitz, den Erzähler. Der brachte seinen Mund an dessen Ohr: „Eine Zollbeamtin hatte vom Lande aus an Bord der „Valentine" Sie, gnädiger Herr, in Gesellschaft einer Dame bemerkt, deren Persönlichkeit dem Sig nalement der Schwindlerin entsp--. Ach. sieh da —unterbrach der Sprecher sich, „da kommt die Dame!" Das junge Autlitz Lord Goulds zeigte, troj, der Beherrschung, die er übte, eine so schreckhaste Veränderung, als habe ihn selbst das Schicksal er-eilt. Hatte ihm vorhin die nötige Energie gefehlt, so forderte dieser Moment sie in ihm heraus. Fest legte sich seine Hand auf den Arm des Agenten und seine Augen flammten diesen an: „Die Dame steht unter meinem Schutz und ich dulde nicht, daß au' sie auch nur der Schein einer Verdächtigung fällt, die in diesem Falle ein Verbrechen ist. Ich haste sür ihre Ehrenhaftigkeit! Und nun entfernen Sie sich, aber sofort. — ich befehle eS Ihnen!" Zum ersten Mal in seinem Leben erlebte eS Lord Gould, daß seinem Befehl nicht willfahrt für die leiblichen Bedürfnisse im reichen Maße durch mehrere Buden gesorgt ist. Als Musikbeitrag werden 20 Heller pro Person eingehoben. Im Falle un« i ünstiger Witterung findet die Sonnwendfeier im Deutschen Hause statt. Wir hoffen, daß die Deutschen Cillis durch ihre recht zahlreiche Beteiligung die Feier zu einer würdigen Kundgebung des Deutschtums ge-talten werden. Cillier Deutscher Gewerbebund. Sonn-tag nachmittag fand im Gasthaus „Zur Traubeeine überaus zahlreich besuchte Versammlung des Cillier Deutschen Gewerbebundes unter dem Vor>>tz« des Obmannes Herrn Karl Mörtl statt. Dieser ge-i»achte bei der Eröffnung, in welcher er auch Herrn Stadtamtsvorstand Dr. Otto Amdroschitsch als Gast begrüßte, mit warmen Worten des im März d. I. verstorbenen treuen und wackeren Mitgliedes Herrn Rudolf Tabor. — Für den im August d. I. in Klagensurt stattfindenden Handwerkertag wurden alS Delegierte die Herren Karl Mörtl, August de Toma. Johann Koroschetz und HanS RiegerSperger gewähl:. Ueber die Vergebung der Bauarbeiten seitens des Laudesausschusses entspann sich eine lebhaste Wech-selrede und eS wurde beschlossen, in dieser Angele-Einheit mit den maßgebenden Faktoren in unmiltel» bare Fühlung zu treten. Die Herren Johann Berna und Franz Westermayer besprachen mehrere kraife Fälle von Piuschereiunwesen und es wird der Ge-werbebnnd bei den kompetenten Behörden um Ab-Hilfe einschreiten. Bundesfingen in Rann. Aus Rann wird unS geschrieben: Der 29. Juni vereinigt alle deut-schen Gesangvereine des steierischen Unterlandes zu einem BundeSsingen in den Mauern unseres Städtchens. das, als äußerste Grenzfestung des deutschen Volkstumes zumeist aus sich allein angewiesen, immer und immer bemüßigt ist, schwere Angriffe auf seinen deutschen Charakter abzuweisen. Infolge der Ab-geschiedenheit unseres Ortes sind wir nur selten in der Lage, Gesinnungsgenossen in größerer Zahl bei unseren Veranstaltungen begrüßen zu können. Um-somehr ist es daher geboten, bei diesem Anlasse un> serer herzlichen Einladung zu solgen. in möglichst großer Zahl zu kommen und dadurch zum Ausdrucke zu bringen, daß Rann nicht allein dasteht, sondern in srohen und auch ernsten Stunden der Ueber-zeugung sein kann, daß die Deutschen Untersteier-markS ein gemeinsames Ziel vereint. Der kampi-erprobte Bund der Deutschen UntersteiermarkS komme beim BundeSsingen zu neuem, lebendigem Ausdrucke. Die Festordnung ist folgende: 7,12 Uhr vormittag«: Probe der Gesamtchöre; 2 Uhr nachmittags: Bun dessitzung; 4 Uhr nachmittags: Bundessingen im Rittersaal? des Schlosses Rann; >/,8 Uhr abend«: Festabend, ebenfalls im Rittersaale des Schlosses Rann. Der Eintritt beträgt sür nichtmitwirtende Einzelpersonen 50 Heller, sür Familien I Krone. K. k. Staatsgymnafium. Die Ausnahme in die erste 1. Klasse findet im Sommertermine am wurde. Doch ihm blieb nicht Zeit, dem nachzusinnen. Mit Baby tändelnd, hier- und dorthin Abschieds-grüße erteilend, kam MrS. Linley in ihrem weiße» Reisemantel heran, mit strahlendem Lächeln den Lord begrüßend. „Ja, mein Herzblatt, Du hast eine sehr, sehr schöne Klapper!" tätschelte sie die Kleine, welche, auf Mari)« Arm sich sicher fühlend, jauchzend Mama daS Spielzeug entgegenhielt. „Bis zum Abschied liebenswürdig," flüsterte die schöne Frau darauf dem Lord zu, als er ihr jetzt den Arm bot. sie über die Brücke zu geleiten. — „Halten Sie sich mit Bab? dicht hinter mir. Mary!" gebot sie, über die Schul-ter hinweg, der Wärterin. Dem Doppelpaar folgte auf dem Fuße der Agent. Dessen Augen ruhten schars beobachtend aus der Amerikanerin. Ein genauer Beobachter hätte wahrnehmen können, daß er mit der Zollbeamtin am Lande ein Zeichen tauschte. „Mrs. Linley, wo und wann kann ich Sie wiedersehen?" flüsterte der junge Lord, der umer der Nähe der schönen Frau Zeit und Ort vergaß und vor allem die niederträchtige Beschuldigung, die in Erwägung zu ziehen, ihm schon Sünde dünkte gegen das von ihm geliebte Wesen. »Sie werden von mir hören, Lord, sobald ich mein Domizil aufgeschlagen — Sie hatten mit den übrigen Passagieren die Brücke überschritten und das Land erreicht. Be-grüßungSszenen spielten sich hier ab; die Zollbeamte» walteten ihres Amtes. Als MrS. Linley die Grenze erreicht, wo die Beamtin die Koffer der Ankömw-linge visitierte, zog sie ihren Arm aus dem ihres Rumanr 40 H«r»Kche Macht Seite 3 6. Juli um 10 Uhr statt. Die AusnahmSwerber haben in Begleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertretern in der Anstaltsdirektion zu erscheinen und den Tausschein (Geburtsschein) und das Fre-quentationSzeugnis der Volksschule vorzulegen. Die Ausnahmsprüfung beginnt am 6. Juli um 2 Uhr nachmittags. Oeffentliche Ausstellung. Die Ausstel-lung von Schülerarbeiten des k. t. Staatsobergym-na'iums zu Cilli findet Heuer am 25. und 26. Juni in der Zeit von 9 bis 1 Uhr statt. Die Ausstellung, die im Zeichenfaale der Anstalt stattfindet ist allge-mein u»d unter freiem Eintritt zugänglich. Der Be-such der Ausstellung kann jedermann wärmstenS empfohlen werden, da sich unter den ausgestellten Ar-denen auch wirklich künstlerisch ausgesührte Bilder befinden. Festschiehen der bürgerlichen Schüt-zengesellschaft. Wir machen auf das am Sonn-mg den 25. Juni beginnende Festschießen aufmerke sam undjteilen mit. daß außer den von der Schüyenge-iellschast gewidmeten Geldbesten auch mehrere Ehren-gaben sür die Festscheibe eingelangt sind, so vom LandesverteidiguugS-Ministerium 30 Kr., Steier * märkischen Schützcnbund 80 Ltr., Herrn Clotar Bou-vier. Herrn Otto Pollack ein Wert best und „Un-genannt" 10 Kr. ES ist eine sehr rege Beteiligung sowohl von auswärtigen wie auch von einheimischen Schuhen zu erwarten und dürfte der friedliche Wett-streit unter den bewährten Kämpen recht interessant werden. Der Cillier Athletiksportklub ersucht leine Mitglieder sich bei der Samstag stattfindenden Eonnwendseier vollzählig zu beteiligen. Zusammen-kunst halb 8 Uhr im Bereinsheim. Förderung des Vereines für Heimat-schütz in Steiermark. In Anerkennung seines gemeinnützigen Wirkens widmete die Sparkasse in Luttenberg dem Vereine einen Betrag von vierzig Kronen, wosür die Vereinsleitung auch vor der Öffentlichkeit ihren wärmsten Dank ausspricht. Bad Neuhaus bei Cilli. Die soeben er-schienen« Kurliste, welche bereits eine Besucherzahl von über 2»0 Personen ausweist, mithin gegenüber dem Vorjahre ein bedeutendes Mehr zeigt, läßt dar-aus schließen, daß die zu gewärtigende Saison vor-aussichtlich eine sehr gute werden dürfte. Dieser Er» folg wäre dem Kurorte mit seinen allbekannten heil« kräftigen Thermen gewiß nur zu wünschen, um so «ehr, als eS sich die Verwaltung desselben angele« gen fein läßt, ihren Gästen den Aufenthalt durch Einführung moderner Neuerungen zu einem sehr an-genehmen zu gestalten. So gelangte abgesehen von den verschieden vorgenommenen Renovierungen, Um zestaltungen etc. und der bereits im Vorjahre voll-endeten vortrefflichen Hochquellenwasserleitung in die-sem Jahre die elektrische Beleuchtung, sowohl in Begleiters: „Hier scheiden sich unsere Wege, Lord Gould. Leben Sie wohl — aus Wiedersehen!" Mit tief herabgezogenem Hut, als stehe er vor einer Fürstin, ließ er sie vorbeischreiten und nickte mit zerstreutem Lächeln dem Baby zu, das Mündchen zu einer Schippe verzog, als jetzt die Wärterin ihm die Klapper aus dem Händchen nehmen wollte. „Ich bitte, sich zu überzeugen, was hier zoll-pflichtig ist." Mit diesen, in liebenswürdiger Herab-lasfung gesprochenen Worten, hatte Mrs. Linley ihre Koffer der Beamtin ausgehändigt. Die kleine Gruppe war umdrängt von Wartenden. An der Seite der Beamtin stand jetzt der Agent. D«r Lärm am Hasen, darin sich Antosignale mischten, ver-schlang fast die Stimmen. „Nichts —" sagte jetzt die Beamtin, mit der Durchsuchung fertig, und wars die Effekten in die Koffer zurück. Im selben Augenblick begann das Baby laut zu schreien — es wollte die Klapper nicht hergeben, die Mary ihm gewaltsam nehmen wollte. Das Spielzeug entglitt dabei und wurde blitzgeschwind von dem Rad eines Radlers erfaßt, der vorüber» sauste. Ein seines, klirrendes Geräusch erfolgte — gespalten lag die Klapper am Boden und ergoß ihren Inhalt auf diesen. Statt der gewöhnlichen Strichen waren eS große, im Sonnenstrahl, der darüber hinhufchte, ein Strahlenbündel bunten Feuers ausströmende Edelsteine. In den Schrei der Wärterin mischte sich ein unartikulierter Laut. Er kam aus Mr. LinleyS Munde. Eine Schar von Polizisten hatte sie umringt. Einige Minuten später suhr eine von Polizisten begleitete Droschke vom Platze fort. Sie brachte die über-führte Schwindlerin ins Untersuchungsgefängnis. sämtlichen Passagierzimmern wie auch in allen Lokalitäten des Ku> restaurautS und des Cafes als auch in den gesamten Parkanlagen zur Einführung, deren Installation von der einheimischen Firma .Gesellschaft für elektrische Industrie vorm. J»Pich-ler, Weiz in gediegener und geschmackvoller Weise zur Ausführung gebracht wurde. Selbstverständlich wird die elektrische Kraft auch zur Vervollkommnung der ärztlichen Kurbehelfe wie elektrische Bäder, Maf-sageapparate. Kalt- und Heißluftduschen etc. verwen-det, um auch aus diesem Gebiete den Kurgästen die Segnungen der Neuerungen zugute kommen zu laffcn. Bemerkenswert ist auch noch die Eröffnung des Anioverkehres Cilli—NcuhauS. welcher den Gästen Gelegenheit bietet, das beliebte Bad in einem be-quemen allen Anforderungen entsprechenden Omnibus »ach kurzer angenehmer Fahrt zu erreichen. Zum Kurgebrauche sind unter andern eingetroffen: Herr Direktor Ludwig Podirsky samt Gemahlin ars Wien, Herr Dr. August Grah iamt Gemahlin aus San Remo, Italien, Frau Marie Schreckenthal-Mitfch, Gutsbesitzerin mit Dienerschaft aus Graz, Herr Karl Baron Krnchina von Schivanberg, königl. Ministe-rial-Conzipist samt Gemahlin aus Gleisdors, Herr Anton Kobi. Fabrikant und Großgrundbesitzer samt Gemahlin und Frl. Schwester aus Franzdors in Krain. Herr Universitätsprofessor Dr. Emil Knauer, Vorstand der Klinik für Geburtshilfe mit Gemahlin und Kindern auS Graz, Herr Jg. Katzer, Privatier famt Gemahlin auS Wien. Tagesschnellzug Triest—Linz. Der Lan-desverband für Fremdenverkehr in Steiermark ist seinerzeit an die Südbahn und an die StaatSbahn-direktivn Villach mit dem Ersuchen herangetreten, eine Verbindung zwischen dem Schnellzuge 7 nnd 8 der Südbahn (sogenannte Kärntner Tagesschnellzüge) und dem Tagesschnellzuge 508 Triest—Linz herzustellen. Diesem Einschreiten wurde durch Einstellung des ab 1. Juli d. I. verkehrenden Schnellzuges 1119/1403 Folge gegeben. (Brück ab 2.45 uach-mittags.) Diese VerkehrSförderung wird aus das lebhafteste begrüßt. Ein lebensgefahrlicher Fußweg in der Gemeinde Umgebung Cilli. Vor un-gefähr einem Monat ist der Fußweg längs den Gärten des Kapuzinerklosters am Rann an einer -aum über einen Meter breiten Stelle abgerutscht. Das auf das darunter befindliche Haus abgerutschte Erdreich wurde zwar entfernt, nicht aber der Weg wieder hergestellt. ES besteht nun für die Fußgänger die größte' Gefahr, an dieser äußerst gefährlichen Stelle abzustürzen und sich dabei erheblich zu ver» letzen. Besonders die alten Personen und kleinen Schulkinder lausen da große Gefahr. Die Steuer-träger haben ein Recht zu verlangen, daß diefer Weg vollkommen sicher iür die Fußgänger herge-stellt werde. Warum geschieht dies solange nicht? Will man warten, bis ein großes Unglück gesche-hen ist? Verhaftete Wilderer. Aus Rann wird geschrieben: Die Besitzerssöhne Michael und Alois Gobec aus Sromlje stahlen schon seit längerer Zeit gemeinsam und auch jeder allein aus dem Walde der Herrschaft Rann Bäume. Auch wilderten sie bei dieser Gelegenheit, wodurch die Herrschast einen be-deutenden Schaden erlitt. Die Gendarmerie nahm daher dieser Tage eine Streifung vor, wobei sie die beiden mit geladenen Gewehren und mit der Jagd-beute dingfest machten. Die Wilderer wurden dem Bezirksgerichte Rann eingeliefert. Duellierende Schuljugend. Am Abende des 15. ds. fand am Nikolaiberge der Gemeinde Umgebung Cilli zwischen zwei Schülern, die kaum den Kinderschuhen entwachsen sind, ein regelrechtes Duell mit Flobertpistolen statt. Beide waren in eine hübsche Maid verliebt und keiner wollte dem ande-ren den Platz räumen. Es wurde daher beschlossen, die Entscheidung, wem das Mädchen als Siegespreis gehören sollte, durch ein Duell herbeizusühren. In Gegenwart eines Zeugen, der auch kommandierte, standen die beiden Gegner einander gegenüber. Der eine drückte los und verwundete seinen Duellgeguer durch einen Schuß am rechte« Arm. Als das Mäd-chen davon erfuhr, wollte es sich in den Fluten der Saun ihr nasses Grab bereiten. Es konnte aber von ihrem Vorhaben noch rechtzeitig abgehalten werden. Ein Wildling. Der Bergarbeiter Fritz Volker und der Taglöhner Fortunat Zupan in Hrastnigg halten am 16. d. einen argen Streit, der in einer Rauferei ausartete. Volker holte sich seine Berg-mannshacke und wollte in die Wohnung der Eheleute Zaloker eindringen, bei denen Zupan wohnte. Da die Türe versperrt war, schlug er mit der Hacke auf das Fenster, daß die Scheiben samt Fensterkreuz in Trümmer gingen, die Scherben in das Zimmer und aus das Bett flogen, in denen die kleinen Kinder des Zaloker schliesen, die dadurch ernstlich verletzt wurden. Dabei erschraken die Kleinen auch so heftig, daß sie nun krank darnicderliegen. Volker, ein äußent roher und gewalttätiger Mensch, wurde verhastet und dem Bezirksgerichte Tüsfer eingeliefert. Die Straße ist keine Radfahrschule. Schon durch mehrere Tage hindurch lernte ein Schü-ler der Musikorgelschule deS Herrn Bervar am Rann auf der Fahrstraße Radfahren. Diese wird besonders gegen Abend von Fußgängern sehr in Anspruch ge-nommen. Am 19. ds. fuhr nun diefer Orgelschüler ein vierjähriges Kind nieder, das so stark zn Boden fiel, daß ihm sosort aus den Ohren Blut hervor-quoll. Der rohe Bursche kümmerte sich gar nicht weiter um das Kind. Es wäre wirklich an der Zeit, daß man das Lernen von Radfahren auf fo belebten Straßen einstellen würde. Sprung einer Kuh von der Eisen-bahnbrücke. Am 17. ds. weidete eine prächtige Kuh am Rann am Eisenbahndamm, als gerade ein Lastenzug einsuhr. Durch daS Zischen und Pfeifen der Maschine wurde die Kuh scheu und lief dem Eisenbahnzuge nach. Aus der Brücke wurde sie wahrscheinlich vom Zuge gestreift und sprang von der Eisenbahnbrücke in die Sann. Dabei brach sie sich die Füße, so daß sie sogleich geschlachtet werden mußte. Der Besitzer, der Gasthauspächter Robek in Rann, Umgebung Cilli, erleidet einen bedeutenden Schaden. Falsches Fünfkronenstück. Wie aus Rann mitgeteilt wurde, kam der Schüler AloiS Pecnik aus Pirschenberg zum Steueramte in Rann, um dort im Auftrage seines Vaters Steuern zu be-zahlen. Unter dem Gelde besand sich auch ein falsches Fünfkronenstück ungarischer Prägung, aus bleihältigem Materiale hergestellt, das einen bläulich schimmern-den Glanz auswies und sich fettig angriff. Pecnik, über die Herkunft des Falsifikates gefragt, gab au, es beim Postamte in Dobova bei Rann erhalten und nicht gewußt zu haben, daß eS falfch fei. Auf» fallend ist es, daß namentlich in Orten an der steirisch-kroatischeu Grenze das Vorkommen falscher Münzen einen bedenklichen Umsang angenommen hat, woraus die Behörden den Schluß ziehen, daß in einem kroatischen Grenzorte eine Falschmünzer-bände ihr Unwesen treibt. Ein Dieb und Betrüger. In der Süd-steiermark, dann im Gurkselder und Landstraßer Be-zirke in Krain treibt sich der Gärtner Heinrich Zistler aus Großdolina in Krain herum der sich bei den Besitzern als Forstbediensteter ausgibt und sie dann bestiehlt und betrügt. Die Aussorschung des betrügerischen Langfingers wurde eingeleitet. Opferstockmarder. Vor einigen Tagen bemerkte eine Hebamme, die in die Stadtpfarrkirche ein Kind zur Taufe trug, wie ein junger Mann sich bei den Opferstöcken zu schaffen machte. Es war dies ein gewisser August Stalecker, der erst vvr einigen Tagen in seine Heimatsgemeinde Umgebung Cilli ab» geschoben wo.den war. Die Hebamme machte den Meßner aus den Mann aufmerksam, der sofort einet Wachmann rief. Die Nachfchau ergab, daß ein Opferstock erbrochen war. August Stalecker wurde in Haft genommen und dem Bezirksgerichte einge-liefert. Einbruchsdiebstahl. Am 17. dS. wurde in die Wohnung der Besitzerin Katharina Pouha in St. Merein bei Erlachstein eingebrochen. Da die Diebe sich fofort über einen Koffer hermachten, der Wertsachen und Geld enthielt, alles andere aber unberührt ließen, ist die Vermutung gerechtfertigt, daß sie keine Fremden fein können. Gestohlen wurde eine goldene Uhrkette, 1 silbern Zigarettendose. Silber knöpse, Pretiosen und eine nicht genau sestzuftel-lende Summe Bargeld. Der Schaden beträgt einige hundert Kronen. Ein geprügelter Messerstecher. Aus Schönstein, 16. d. M., wird geschrieben: Am 15. d. M. nachts wollte der Fabrikarbeiter Joses Ram-sak aus Schönstein vor dem Gasthause des Valentin Zager in Topolschitz den dort wohnenden Besitzers-söhn Anton Stropnik ohne jedwede Ursache zu Boden werfen. Da ihm dies nicht gelang, zog er rasch sein Messer und versetzte damit ^dem Stropnik einen Stich in die linke Brustseite. so daß dieser eine töt-Iiche Wunde erhielt. Darauf verfolgten die FabrikS-arbeitn Marey und Zager den Messerstecher, prü-gelten ihn ordentlich durch und überstellten ihn her-nach der Gendarmerie. Den Schwiegervater bestohlen. Die Be-sitzerin Josesa Ratej in Feistenberg stahl ihrem Schwiegervater Johann Ratej in Feistenberg am 12. d. M. ein Sparkassebuch mit einer Einlage von Seite 4 mehr als 300 Kr. und außerdem noch 50 Kr. Bar-gelb, woraus sie flüchtete. Nachdem aber bereits gegen die Ratej wegen Betrügereien von der Staats« anwaltschaft in Graz ein Haftbefehl erlassen worden war, gelang es, sie bald nach der Flucht ans dem Hause ihres Schwiegervaters zu verhaften. Das ge-stohleue Sparkassebuch wurde noch bei ihr vorge-funden, wahrend das Bargeld bereits vergeudet war. Einbruchsdiebstahle. In der Nacht auf deu 14. d. brachen Diebe beim Besitzer Franz Ba Ion in Oberfuschitz bei Rann in den Weinkeller ein und stahlen ein Faß Wein mit 280 Liter Inhalt, serner mehrere Wasserschaffe und Gläser. Die Ein-brechcr sind nachden Spuren ihrer Flucht zu urteilen, aus Kroatien gekommen. — Am 14. d. wurde beim Gastwirt Johann Plaznik in Stndenitz bei Trisail in seiner Abwesenheit in das Wohnzimmer eingebrochen und daraus ein Betrag von 50 Kr. gestohlen. Als Täter wurde der Bergarbeiter Ruperl Strader in Trifail verhaftet. Ein Fah Bier gestohlen. Wie uns be-richtet wird, wurde am 12. Juni dem Gastwirt Johann Schunko in Schöschitz bei St. Paul bei Pragwald aus seinem unversperrten Keller von dem Inwohner Joses Svct und dem Bcsitzerssohne Joses Schiische ein Faß Bier gestolilen und auf dem nach« sten freien Platze ansgetrunken. Statut zum Gesetze betreffend die Errichtung eines Wohnungsfürsorge-fonds. Das Reichsgesetzblatt vom 17. Juni d. I. veröffentlicht «ine »undmachuiig des Ministeriums sür öffentliche Arbeiten, mit welcher das Statut für den mit dem Gesetze vom 22. Dezember 1910 errichteten Wohnungsfürsorgesonds veröffentlicht wird. In dieser Vollzugsverordnung werden in 31 Artikeln die Vorschriften des zitierten Gesetzes näher ausge-führt, welche die Bestimmung der Fondsmittel, die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen sowie die Art. die Höhe und die rechtlichen Folgen einer sol-chen Kredithilse regeln. Die Bestimmung der Fonds-Mittel wird hierbei dahin begrenzt, daß von jeder Jahresdotation des Fonds höchstens 20 Prozent zur unmittelbaren DarlehenSgewährung verwendet wer-den dürsen. Dem Geiste dcS Gesetzes entsprechend wird der Fonds somit ganz überwiegend zur Ueber-nähme der Bürgschaft für von anderen Kreditinsti-tuten gewährte Darlehen herangezogen werden. An-schließend hieran werden die maßgebenden Grundsätze für die Berechnung der Höhe jeder Kredithilfe sowie die Modalitäten festgesetzt, unten welchen auch die Bürgschaft für Darlehcnsraten, welche während des Bauens zur Auszahlung gelangen (Bauvorschüsse), übernommen werden kann. Im Hinblick aus die per» sönlichen Voraussetzungen wird in dem Fondsstatnt der Kreis der öffentlichen Körperschaften und gemein-nützigen Vereinigungen, welche aus die Kredithilfe des Fonds Anspruch zu erheben berechtigt sind, näher umschrieben und hiebei unter besonderer Berücksichtigung der Vermögenslage festgesetzt, welchen Erfordernissen die Statuten solcher ge-meinnützigen Vereinigungen entsprechen müssen. Sachlich werden die Belege, mit denen die Gesuche um Kredithilse zu instruieren sind, aufgezählt, der Begriff der Kleinwohnungen, Kleinbetriebsstätten fo-wie des für landwirtschaftliche Liegenschaften zuläs-sigen Zubehörs umgrenzt und hiebei festgestellt, unter welchen Bedingungen vom Fonds belehnte Liegen-schasten in das Eigentnm einer physischen Person übergehen können (sogenannte Eigenhäuser). Ein be-sonderer Artikel gibt die Fälle an, in welchen Zah-lungen auf Grund der Bürgschaft tatsächlich ersolgcn, wobei die Höhe dieser Verpflichtung für jede Art dieser Fälle genau prizisiert wird. Ebenso eingehend erscheinen die Bestimmungen geregelt, welche den sozialpolitischen Zweck des Gesetzes, gesunde und billige Wohnungen zu erstellen, gewährleisten sollen; eine Reih: weiterer Vorschriften enthält Schutzmaß-regeln gegen jeden spekulativen Mißbrauch des Ge-setzes. Das Fondsstatut regelt somit auf der Grund-läge, daß den durch das Fondsgefetz verbürgten Dar-lehen auch dann, wenn sie über die Werthälfte hinausgehen, Pupillarsicherheit zukommt — bekanntlich ein Novum in der kontinentalen Gesetzgebung — die Rechte und Pflichten der Darlehensnehmer, der Darlehensgeber und des Fonds selbst; demgemäß werden darin auch wirtschaftliche und rechtliche Be-ziehungen unter einem Gesichtspunkt klargestellt und festgelegt, welcher den geltenden, privatrechtlichen Be-stimmungen bisher fremd war. Wie reise ich nach Steiermark? Der Landesverband für Fremdenverkehr in Steiermark hat soeben ein Büchlein «Graz und Steiermark im Weltverkehr" giltig ab 1. Juni, zusammengestellt von Dr. Ernst Adler, Konzipisten der österr. Staats-bahnen, herausgegeben. Es enthält wie im Borjahre KcMjüze A-licht verläßliche Zusammenstellungen der wichtigsten und kürzesten Verbindungen von Graz und Steiermark mit den größeren Städten und Knotenpunkten des In- und Auslandes, Entfernungen, Reisedauer, zu beuützende direkte sowie Schlaf- und Speisewagen, eine Uebersichtskarte und ein Stationsverzeichnis. Als Neuheit wurde eine graphische Uebersicht, der von Gra^ und Brück a. d. Mur aus rollenden Wagen angeschlossen. Dieses Büchlein wird in allen größeren AuSkunstsstellen des Verbandes ausgelegt und außerdem an Fremde kostenlos verteilt werden. Dieselbe Zusammenstellung in Plakatform gelangt an öffentlichen Stellen Bahnhöfen u. dgl. zum Aus« hange. Zu beziehen durch den Landesverband für Fremdenverkehr in Steiermark, Graz, Hauptplatz 3. (Im Buchhandel 30 Heller.) Mit der Mistgabel. Nach einer Mitteilung aus St. Paul bei Pragwald entstand dieser Tage zwischen dem Besitzerssohne Michael Pospeh und dem in Buchberg bediensteten Knechte Johann Petek aus geringfügiger Ursache ein Streit. Als sich Pospeh in den Viehstall begab, ging ihm Petek nach, ergriff eine Mistgabel und fchlug dem Pospeh derart auf Rücken und Kops, daß dieser tätlich verletzt bewußt-los zusammenstürzte. Petek ist bereits verhastet. gum Besuche der Adelsberger Grotte. Die Südmarkmitteilungen melden: In jüngster Zeit entfaltet die Verwaltung der Adelsberger Gölte eine lebhafte Reklame für den Besuch derselben. Jeder Deutschgesinnte wolle aber bedenken, daß das Rein-erträgnis dieser Grotte zum größten Teile der Stadt-gemeinde Adelsberg zufließt, welche an Deutschfeindlichkeit mit Laibach wetteifert. Die Bewohnerschaft des Ortes ist fanatisch slowenisch, wohl aus dem Grunde, weil sie überwiegend aus Ueberläufern be-steht; denn bis zum Jahre 188 war die Gemeinde-Vertretung noch deutsch. Das einzige deutfchfreund-liche Hotel ist der „Adelsberger Hos", welcher einem Schweizer gehört. Deutschen Grottensreunden seien die Lurgrotte bei Graz und die Grotten von St. Kanzian im Küstenlande empsohlen, durch deren Be-such nicht wie bei der Adelsberger Grotte rücksichtS-lose Feinde unseres Volkes unterstützt werden. Gemälde-Ausstellung. Proscsior Constan-tin DamianoS, akad. Maler aus Graz, wird im Laufe der nächsten Woche eine Ausstellung seiner Gemälde im Deutschen Hause veranstalten. Bon der Waisenfürsorge der Süd-mark. ES ist dem Vereine gelungen, bereits vier unentgeltliche Kostplätze sür brave deutsche Waisenkinder in Südsteiermark und Kirnten zu er-Mitteln und schon zwei Knaben unterzubringen. Da die Zahl der hilfsbedürftigen angemeldeten Waisen-kinder ziemlich groß ist und sich erfahrungsgemäß mitunter auch brave deutsche Familien finden, die arme deutsche Waisenkinder an K i n d e S st a t t an-nehmen, so bittet der Verein Südmark, ihm in Hinkunft solche Familien auzuempfehlen, damit er sich mit diesen wegen Uebernahme von Waisenkindern ins Einvernehmen setzen kann. Die gleiche Bitte richtet er im Interesse der Jugendsürsorge an be-mittelte Kinderfreunde selbst und hofft, daß es gelingen werde, wieder einige verlassene deutsche Wai-senkinder unterzubringen. Znschristen wolle man in dieser Angelegenheit an den Verein ..Südmark", Graz, Joanneumring 11 richten. Danksagung. Die Freiwillige Feuerwehr in Hochenegg dankt nachstehenden Persönlichkeiten, Vereinen und Jnsti-stnten aus das herzlichste für die gespendeten Bei-träge zum Ankaufe einer neuen Spritze. In Hochen-egg und Umgebung: Bürgermeister Roman Henn 100, Marktgemeinde Hochenegg 100, Kaufmann Wilhelm Zottl 100, Spar- und Vorfchuß-Verein Hochenegg 200, Deutsch päd. Runde durch den Oberlehrer Joses Sernetz 79.57 (Ertrag einer Theatervorstellung), Dr. Franz Breschnik 40, Heinrich Rattey 50. Marie Zottl 60, Franz Senitza 50, Alvine Freiin Zöge von Manteusfel 50. Irma Gräfin von NeuhauS 40, Friedrich Gras von Neu-Haus 40. Joses Vrecer 40. Joses Trattilig 20. Karoline Ledl 20. Posojilnica 20, Jakob Kowatsch 20, Hermine Stallner 20. Martin Vrecko 20, Herr und Frau Marie Grilec 10, Martin Schweiger 10, Johann Prekorsek 10, Adols Zottl 10, Barbara Plevnik 10, Johann Vratarii 10, Anton Brezovni! 10, Major Santa di KoSmas 10. Wilhelmine Eller 10, R. C. Sernec 10, Heinrich Primus 10, Franz Klinc 10, Dominik Bezensek 10, Franz Gorecan 10, Johann Thaller 5, Karl Hoch 5, Karl Schugmann 5, Wilhelmine Kirchmeyer 5, Georg Debrotinsek 5, Nr.t;.2a 49 Binzenz Kr ajnc 5, Franz Fijaus 5. Peter Ribic 5 Anton Jost 5, Valentin Krajnc 5, Theodor Mahorcic 5, Joses Koschntnik 5. Justine Hernaus 5. Michael 4. Jakob Vorinc 4. Julie Schounier 4. Marie Rupnik 3, Mathilde Tramscheg 3, I. Wizjak 2, Mitzi Supanek 2, Urataritsch 2. Michael Bre^ko-witsch 2, Margarethe Hraschan 2, Vinzcnz Grein 2, Krajnc u. Kresnik 2, Johann Stropnik 2, Anton Randl 2, Joses Wisiak 2, Lipovsek 2, Ungenannt 2, Weugust 1. Georg Korosec 1. Matthäus Supanek 1, Michael Arlic 1. Ungenannt 1. Franz Sitter 1, Anton Rezar 1 Kr. und Ungenannt 40 Heller. — Von auswärts: Südmark in Graz 100, Sparkasse »er Stadtgemeinde Cilli 100, k. k. Wechselseitige Brandschaden - Versicherungsanstalt in (Äraz 100, Gutsbesitzer Hubert Galle in Schloß Lemberg 50. Brandschaden ^Versicherungsanstalt Donau in Graz 50, Steierm. Landesausschuß in Graz 50, Dr. Richard Fvregger in Wien 100, Joses König in Cilli 20. Brauerei Union in Laibach 20. Dr. Richard Marckhl in Wien 20, Johann Fiedler in Cilli 10. Robert Diehl in Cilli 10. Dr. Joses Korvatschittch 10, k. k. privilegierte Böhmische Union-Bank (Filiale in Cilli) 10. Makesch u. Moßmann in Silli 10. Karl und Joses Sabnkoschegg in Cilli 10, Domenika Zamparutti in Cilli 10. Brauerei Thomas Götz in Marburg 10, Luise Pallos in Cilli 10. Franz Gerbitz in Graz 10, Brandschaden-Versicherungsanstalt Nord British in Graz 40, Josef Wentzel in Marburg 10, Karl Ferjen in Cilli 10,^ Franz Zangger in Cilli 5, Dr. Fritz Zangger in Cilli 5, Franz Karbeutz in Cilli 5, Rudolf Costa-Kuhn in Cilli 5. Franz Pacchiaffo in Cilli 5. Gustav Stiger in Cilli 5, Lukas Putan in Cilli 5. Dirnbergers Wwe. in Cilli 4. Firma Gspandl u. Schneps in Graz 5. Franz Skamen in Weixeldors 5, August EgerS-dorser in Cilli 5. Johann Jellenz in Cilli 5. Dr. Eugen Negri in Graz 5. Georg Schickt in Aussig a. d. E. 5, Emanuel Khuuer in Atzgersdorf 5. C. Winkler in Graz 3. Firma Pekarek u. Co. in Wien 3. Viktor Schwab in Cilli 3 Kronen. Freiwillige Feuerwehr Hochenegg. am 16. Juni 1911. Der Kassier: Wilhelm Zottl. Der Hauptmann-Stellvertreter: Franz Kociper. Z>ie Südmark im Iabre 1910. Zum 22. Male gibt der sür das Deutschtum in den Alpen« und Donauländern so verdienstlich wirkende Schutzverein öffentlich Rechenschaft über sein Wirken und Streben über seine Leistungen und Erfolge. Er veröffentlicht seinen Jahresbericht, der abermals, wie nicht anders zu erwarten, eine wei-tere Stärkung und Ausdehnung des großen Vereins-körperS ersehen läßt, was äußerlich schon in solgeu-den Zahlen ersichtlich wird. Die Mitgliederzahl ist um 10.000 gewachsen und beträgt nach dem Orts« gruppengrundbuche (Stand am 31. JulmondS 1910) 78.871, wozu aber im neuen Jahre weitere Tausende gestoßen sind. 137 neue Gruppen wurden neu in das Vereinsnetz einbezogen, so daß bis 1. Eis-mondS 1911 &45 Orte völkische Vertretungen ge-stellt haben. In 43 Gemeinden wurden Volksküche-reien errichtet, womit ein Stand von 212 erreicht worden ist, der im letzten Vierteljahre wieder bedeu-tende Vermehrung erfahren hat. 7 neue Gaue — im ganzen 51 — fassen die einzelnen Gruppen zur höheren Einheit zusammen. Hiezu kommen 2S4 Gründer, welche die „dauernde Mitgliedschaft' er-worden haben. Die Einnahmen erreichten die an-sehnliche Höhe von 541.109 Kr. Auf allen Gebieten wurde rüstig und wacker gearbeitet und viele Hunderte von Menschen und Orte sind des Segens der Südmarkhilse teilhaftig geworden, die Woche für Woche Gaben für ^ Verfolgte, Bedrängte oder von Schicksalsschlägen schwer Betroffene bereit stellte; daneben sind größere Schutzwerke geschasst worden, welche so manche dauernde Sicherung sür Dorf, Stadt oder Gemeinde darstellen. Das Besiedlungswesen wurde umsichtig weiter geführt, ja es ist sast zum Hauptzweige der vor ausschauend«.» und vorausbauenden Schutztätigkeit geworden. Mehr als 150 Joch wurden zum alte» Besitze erworben, 6 bäuerliche Anwesen und zwei Gewerbetriebe in Obhut genommen; außerdem wur> den neue Wege beschritten und eine um'augrfiche VermittlunzStätigkeit begonnen die an manchen Cf ten zur Bildung von Bodenschutzausfchüsien geführt hat. Auch sonst gingen allerorts reichlich die Saale« auf, welche da Jahr für Jahr durch wirtschaftliche tfüm;r.cr 49 «nd völkische Befruchtung zum Keimen gebracht würbe». Die Gemeinden Egydi und Schönstein in Stei-traut! können als gesichert gelten, sie wurden dem Dnuschtum dauernd zurückgewonnen ; Unterthemenau d,e einzige zweisprachige Gemeinde Niederösterreichs. wurde der tschechischen Herrschast entrissen und das dnnsche Stammland Niederösterreich von einem ge-faßlichen AgitationSherde befreit. Die durchgeführte Volkszählung stellte überall, wo Schutzvereine tätig sind, ein Erstarken des Deutsch-tumö fest — selbst in Wien ist die Zchl der Tsche-dien dank der vieler. Abwehrtaten zurückgegangen; am erfreulichsten äußerte sich die Lebenskraft des deutschen Stammes in den Tälern SüdtirolS. in den Grenzorten Kärntens und im steirischen Unter-lande, wo mehrfach aus deutschen Minderheiten Mehrheiten geworden sind; so ist aus der ganzen langen Gefechtslinie ein Bordring-n des deutschen VolkötumS merkbar. In diesen augenfälligen Erfolgen tritt die Bedeutung und der Einfluß diese« mächtigen, wehr-haften SchutzvereineS klar in die Erscheinnng; wenn es wahr ist, daß Erfolge ein kräftiger Ansporn zu begeistertem und werktätigem Mittun sind, dann darf reit fröhlichem Mute und freudiger Zuversicht in die Zufunit geschaut werden. Das Schicksal des alpenländischen Deutschtums iil in treuer Pflege und in sicherer Hut und über-all schießen die Samenkörner zu herrlichen Gebilden und Fruchtähren empor. Äas sonst noch durch daS Predigen von deut-scher Pflicht und Art in all den 100.090 Herzen an völkischer Energie herangediehen ist und wie ein geheimnisvolle« Fludium durch die Seelen zieht, das läßlich leider nicht zahlenmäßig darstellen oder an-schaulich machen. Es möge daher dieser flüchtige Umriß genügen, um den sichtbaren Ruck nach vorwärts, an dem je-der volkSbewußte Deutsche sicherlich seine Freude haben wird, dürstig zu kennzeichnen. Mit Befrie-dizung wird eS jeden Mitarbeiter erfüllen, daß das zweitgrößte völkische Gemeinwesen Deutschösterreichs durch treue zähe Fürsorge und unermüdliches Etreben auf allen Gebieten rege tätig war nnd so bedeutende Leistungen erzielte, die nicht in flüchtigen Augenblickserscheinungen verpuffen, sondern in bauentben Werken und Taten sestgelegt sind. Ausruf sür einen Naturschutzpark in den steierischen Alpen. Der Berein „Naturschutzpark" mit dem Sitze in Stuttgart hat die Gründung eines Naturschutz-parieS in den steierischen Alpen beschlossen. Ein für einen Alpeupark wunderbares Gelände m Umfang von ungefähr hundert Quadratkilometern wurde in den Niederen Tauern au der steierisch-salzburgischen Grenze ausfindig gemacht und bereits sichergestellt. Die üppigsten Laub- und Nadelwälder, die prachtvollsten Felspartien, die herrlichsten Seen und Wasferfälle. eine überreiche urwüchsige Pflanzen-und Tierwelt — selbst Adlerhorste schien nicht — verleihen diesem Gebiete den Reiz unberührter Natur und heimischer Eigenart. Dieses Stück steierischer Alpenwelt soll für alle Zeiten unserem Volke und ijatetlanbt als unantastbares Heiligtum erhalten unb vor allen Eingriffen der Menschenhand bewahrt blnben. Wer mit Liebe an seine Heimat hängt und Begeisterung sür unsere herrlichen Berge im Herzen Ml, wer die fortschreitende Vernichtung ihrer stillen Schönheit durch Verkehr und Industrie mit Schmerzen »abnimmt, wer Schutz und Schonung sür Tier und Pstanze heischt, wirv nach Kräften gewiß gerne beitragen, daß dieses große vaterländische Werk zur Tat werde. An alle unsere Landsleute, hoch und nieder, vliie Ausnahme, richten wir daher die dringende bieses große Werk dadurch zu unterstützen, bjfi sie dem Verein „Naturschutzpark" in Stuttgart als Mitglieder beitreten und in ihren Kreisen sür ibu wirken; jene aber, die durch ihre glücklichen AMltnifse dazu in der Lage sind, werden außer-dem gebeten, durch größere Zuwendungen die Sache zu fördern. Mitgliederanmeldungen und Geldspenden nimmt bcr Landesverband für Fremdenverkehr in Skier-mark. Graz, Hauptplatz 3, entgegen. Der Jahres-beitrag beträgt mindestens 2.4t) Kr. Sentfche Wacht Vermischtes. Der Unfallhabende. Abwechslung ergötzt und darum wohl erzählte kürzlich ein Be-richterftatter einer großen Berliner Zeitung bei der Schilderung eines Unfalles, der „Unfallhabende" fei von den Straßenbahnbeamten aus seiner gefährli-chen Lage befreit worden. Ja, der „Verunglückte" wird ja auch nachgerade langweilig und wenn der „Unfallhabende" nun Schule macht, dann erfreue» wir uns bald auch des Quetschunghabenden, des Beinbruchhabenden, des Diebstahlhabenden, ja des Mordhabenden und des Totschlaghabenden; auch die Entbindunghabende und die Kindhabende werden dann austauchen und daS haben wir dann davon, daß die deutsche Sprache so bildsamkeithabend ist. Etwas vom S t r u m p s e. Der Strumps war ursprünglich nichts weniger als — unser Strumps. In der aus dem 15. Jahrhundert stam-menden Straßburger Chronik KönigShofenS heißt es: „Do erslug Palamedes den künig Sapedonem nnd stach Diesebnm mit eime sper, daS es brach und der strumps in im« bleip (blieb)." „Strumps" be-zeichnet hier also das Endstück der Waffe und ist wesensgleich mit Stumpf. So steht es besonders auch als Bezeichnung für das Stammende eines abgehauen Baumes, wie denn auch die ältere For-mel nicht „mit Stumpf", sondern „mit Strumpf und Stiel" lautete. In den einzelnen Gegenden lautet sie noch hente so. Wenn ferner Luther sagt: „Das hewbt (Haupt) habt yr verlvrn, wie sein hupst yhr mit strumpheu umbher," so ist unter dem Strnmpfe hier der Rumpf eines Körpers, ist unter dem Strnmpfe hier der Rumpf eines Körpers, das obere Leibesende zu verstehe». Strumps bedeutete somit oft Rumpf, meist aber Stumpf, also das Ende und in diesem Sinne übertrug man es endlich auch auf daS Ende der Hofe. Ursprünglich umfaßte die mittelalterliche Hose die Füße mit; als man sie dann aber im 16. Jahrhundert am Knie aufhören ließ, nannte man auch den Hofenrumpf Strumpf; erst als man dann zur Umhüllung des durch die Hosenänderung frei gewordenen BemstückeS ei» besonderes Kleidungsstück schuf, bezeichnete man auch dieses als Strumps. So also entstand unser Strumps. Katzenjammer, Kater. Wie unsere ger-manischen Vorsahren, die bei ihren Nachbarn be» kanntlich als wüste Trinker verschrien waren, den Zustand nach verflogenem Rausche benannt haben, davon redet „kein Lied, kein Heldenbuch". Erst aus späterer Zeit kennt man einen Namen dafür, was nicht hindert, daß auch jetzt noch oft dieser Zustand unnennbar, unsagbar, namenlos usw. genannt wird. Als ältestes Zeugnis sür die Bezeichnung Katzen-jammer führt das Grimmfche Wörterbuch eine Stelle aus Goethes Westöstlichem Divan an, wo es heißt: „Perser nennen's bidamaz buden, Deutsche sagen Katzenjammer". Erst seit Goethes Zeit uugesähr ist es also der zechenden Menschheit gegeben, „zu sagen, was sie leide". Wenigen aber dürfte bekannt fein, woher es kommt, daß das Wort Kater für den Katzenjammer gesagt wird, was etwa seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts aufgekommen ist. Dieser Kater ist nachweislich die volksmäßige Umwandlung des Fremdwortes Katarrh. Wie jedes gesunde Lebe-wesen mit einem eingedrungenen Fremdkörper ringt, so ringt auch die urwüchsige Kraft der Volkssprache mit den: Fremdwort. Kau» sie es nicht los werden, so rückt und drückt sie so lange daran herum, bis eS wenigstens wie ein dentsche« Wort klingt und aussieht. Vor allem wird dem sremde» Worte nach alter germanischer Weise der Ton auf die erste Silbe gerückt, wodurch die geschwächte Endsilbe meist ganz verkümmert. Was konnte danach aus dem Katürrh anders lverdcu als Käter? Denn an etwas Be-kanntes lehnt man das sremde Wort an, weuns irgend geht. Daß das Volk sich Katarrh als Kater eingedeutscht hat. finden wir in einer Leipziger und in einer mecklenburgischen Sammlung mundartlicher Ausdrücke bestimmt angegeben. Leipziger oder Rostocker Studenten werden also das Wort — das lag ja nah« genug — für den Katzenjammer verwandt, es mit dieser Bedeutung um 1850 in ihre Sprache aufgenommen und in alle Welt getragen haben. Herichtssaal. In Krida geraten. Nachdem der Grundbesitzer Stefan Sorko in Tüffer schon im Jahre 1899 als Bäcker und Krämer in Wippach in Konkurs versallen war, kam Seite 5 er über Vermittlung seines Bruders, des Kaplanes Melchior Sorko, als GeschäftSleiter des ^Konsum-Vereines nach Tüffer, welche Stelle er jedoch bald verlassen hatte. Als er sein Glück mit dem Betriebe einer Landwirtschaft und Mühle in St. Georgen am Tabor vergeblich versucht hatte, übernahm im Jahre 1903 seine Gattin Johanna Sorko das Warenlager des in Liquidation geratenen Konsum-Vereines in Tüffer und eröffnete eine Gemischt-warenhandlung. Da den Eheleuten Sorko eine kauf-männifche Vorbildung fehlte und sich überdies Stefan Sorko in unglückliche Häuserspekulationen einließ, geriete» sie bald in Schulden, die sich besonders seit dem Jahre 1909 sehr häuften und schließlich zu mehreren Exekutionen führten. Durch den Erlös des versteigerten Warenlagers konnte nur ein Teil der Gläubiger befriedigt werden. Stefan und Johanna Sorko hatten sich nun. da sie den Konkurs nicht selbst vor Gericht anmeldeten, wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Eigentums vor dem hie-sigen Kreisgerichte zu verantworte» und wurden Johanna Sorko zu 10 Tagen, Stefan Sorko da-gegen zu 2 Monaten strengen Arrestes verurteilt. Siegesseier der Klerikalen anlahlich der Gemeindewahlen in Seitzdorf. Am 18. Mai fanden in Seitzdorf bei Gonobitz die Gemeindewahlen statt, die mit einem Siege der klerikalen Partei endeten. Nach der Wahl versam-melten sich mehrere Anhänger der klerikalen Par-tei, über 10 Besitzerssöhne auS Seitzdorf, und ver» suchten die liberalen Wähler zu einer Rauferei herauszufordern. Da ihnen diese keine Veranlassung gaben, beschloffen sie, die beiden in einem Gasthause anwesenden liberalen Wähler Anton Rmaj und Franz Vucaj abzuwarten und dann durchzuprügeln. Mit Zaunlatten, Stöcken und Prügeln bewaffnet, legten sie sich aus die Lauer. Zuerst erhielt Anton Rataj eine anständige Tracht Prügel und nur feinen schnellen Füßen war es zu danken, daß er nur mit leichten Verletzungen davonkam. Schlechter erging eS dem Franz Vuöaj. der jämmerlich verhauen wurde. Durch die vielen Stockhiebe wurden ihm auch mehrere schwere Verletzungen beigebracht. Bei der am 17. Znui stattgesundenen Verhandlung vor dem KreiSgerichte wurden Franz Leskovar zu 7 Monaten, Anton Marguc und Alois Pahole zu je 4 Monaten, Anton Robar zu 5 Monaten schweren Kerkers und Johann Ulcnik zu 6 Wochen strengen Arrestes verurteilt, während die übrigen freigesprochen wurden. FPilTZ RUSCH, Buchhandlung, CILLI. Schrifttum. Die „Illustrierte Zeitung" (Leipzig, Ver-lag von I. I. Weber, Preis vierteljährlich 8 Mark, das Einzelheft 1 Mark) ist auch in ihrer neuesten Nummer 3546 vom 15. Juni wieder von einer seltenen Reichhaltigkeit und gibt in dem immer mehr ausgebauten aktuellen Teil eine lückenlose Uebersicht über alle wichtigen zeitgeschichtlichen Ereignisse, so-weit sie eine bildliche Behandlung zuließen. Der Besuch des deutschen Kaiserpaares in Neu-Strelitz, der Sieg des Kronprinzen bei dem ConcourS hippique in Schwerin und die Ueberführung des neuen Linien» schisfes „Thüringen" von Bremen nach Nordhausen werden ebenso berücksichtigt, wie die Grundstein-legung des Eugen-Richter-Turmes in Hagen, die Eröffnung des restaurierten Rembrandt-HauseS in Amsterdam und die Einweihung des neuen deutschen Konsulates in Tientsin. Von besonderem Interesse sind die sportlichen Bilder, so namentlich ein Tableau mit instruktiven Ausnahmen von den Golfwettspielen um die Meisterschaft von Deutschland in Gaschwitz, sowie Bilder von den Ruderregatten in Grünau, vom Start zum Deutschen Rundflug u. a. m. Neben dem aktuellen Teil der Nummer kommt der unter-haltende und belehrende keineswegs zu kurz. Der Großen Berliner Knnst-Ausstellung ist ein fünfseitiger reich illustrierter Beitrag gewidmet, in dem Willy Pastor d,e Ausstellung einer geistvollen Würdigung unterzieht. Mit prächtigen exotischen Kunstwerken macht ein ebenfalls reich illustrierter Aussatz bekannt, der sich mit der ostasiatischen Kunstsammlung des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regenten von Braunschweig, beschäftigt. Großem Interesse wird auch ein mit 19 Abbildungen versehener natur- Seite 6 wissenschaftlicher Beitrag begegnen, der das eigen-artige Bogelleben aus Helgoland zum Gegenstand hat. Der belletristische Teil bringt die Fortsetzung des mit großem Beifall ausgenommenen Romanes „Schwammerl" von Rudolf Hans Barisch und eine hübsche kleine Novelle. Die bildliche Ausstattung der Nummer ist wiederum ganz hervorragend und zeigt die altgewohnte Bollendung hinsichtlich der Repro-duktionstechnik. ' Deutsche, unterstützt e»re schutzvereine durch die Verbreitung der vou ihnen heraus-gegebenen WirtschaftSgegcnstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) da« euch nichts kostet und den Bereinen Nutz«! bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatzmarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! Deutsche Wacht Gedenket Ä», Wettn, vud Legaten! Das Lokal - Museum. Avler an Krinneruuge« an die V.ömcrzeit so überreiches Museum ist an Donnerstage« und Sonntage« von 9—1 Mr geöffnet, an anderen Kageu der Woche vo» 1«—12 Rhr. yie Kw-trittsaebuür beträqt ?<» Heller Hingesendet. Krapina-TSplitz. Zu längerem Kurgebrauche sind uuter anderem hin eingetroffen: Ä. u. k. Hauptmann Herr Rudolf Haus Bartsch. Schriftstel-ler mit Gemahlin. Graz. K. u. k. Major d. R. Herr Anton Gajsek, Edler von Sotladol, Wien. Frau Berta Glantschnig, k. u. k. OberstenS- und RegimenlskommandanteasGattiii. Klagensurt. Herr Peter Killiö,General d.R.. Wien. Herr August Kreisch-mer, Oberregisseur der verein, städt. Bühnen. Graz. Freiherr von Lazzarini mit Gemahlin, Öraj. Herr Ivan Mlinarii. kais. russ. StaatSrai mit Gemahlin Moskau. Herr Dr. Heinrich Penn, Redakteur mit Gemahlin, Wien. Frau Dr. Karl Hunger, k. u. k. Hof« und Ministeria rats Gattin. Wien. Nummer 49 Rnmm»riiu(i Mit dem Antritte des Sommerauf-enthaltes ist zumeist die Wahl eines angencbme» und bekömmlichen Erfrischungsgetränkes verbunden; zu diesem Zwecke kann der „Gießhübler Zauerbrull«" aufs beste empsohlen werden, der als wohlschmccieit-des und konservierendes Familiengetränk schon längst einen Weltrus genießt und sich auch als Lordeuze« Mittel gegen Infektionskrankheiten vorzüglich be-währt. ___ Saxlehner,B unyadi Jänos Natürliches Bitterwasser. Das altbewährte Abführmittel. w-lche auf ei« gefüllte H--«Iqe däll, (»tsifS commt'fpto'ltit wt-leeid«» iotpi« nee wete «iche H>-»I an» Belle* Te>»I erlange» nt -galten will, wasckl s>» mit Steckenpferd Lilieumilchscife CKortc etrtftHV'trt) Tod Bergmann fi Co., Tetschen ü. £. Da» Ssiid ju M Helle, eiMltti4 m allen flpottitten. ta •l'at'iiwtueflesdidfk» >e. r§? rf? rf? rf? rfH rf? 4^ mim- = Druckaufträge =: in jeder beliebigen Husfübrung ♦ bei massiger Preisanstellung i 4 » Cilli • Ratbausgasse 5 -■r Celepbonanscbluss Dr. 21 [♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ Znseratenaufträge für die Deutsche Macbt werden nach billigstem Carif berechnet. ♦♦♦♦ AiiAAiAAA iliiiiiAii ▲ZAAAAAAAAA Die Sparkasse der Stadtgeineinde Cilli _gibt Heim-Sparkassen wie neben abgebildet kostenfrei aus. Nur ein Betrag von mindestens 4 Kronen, welcher wie jede sonstige Einlag» verzinst wird, ist gleichzeitig in ein Einlagebuch einzulegen und wird erst bei unwr-sehrter Rückgabo der Sparbüchse wieder hinausgegebeu. Der Schlüssel der Sparbüchü wird von der Sparkasse zurückbehalten und hat der Einleger in ihm beliebigen Zeiträamw die.Büchse der Sparkasse zu übergeben, woselbst in seiner Gegenwart die Oeffnung erfolgt und das Geld gezählt wird. Der vorgefundene Betrag iuunn in das mitgebracht Büchcl eingelegt werden und darf am gleichen Tage eine Behebung nltflt erfolgea-an jedem anderen Tage ist die Behebung bis auf den Betrag von K 4.— frei. Die Bestimmungen über die Ausgabe der Heim-Sparkassen sind den beiu^ich« Einlagebüchern beigeheftet. Bei Bestellungen von auswärts sind ausser dem Minies> betrage von K 4.— noch 80 Heller tür Porto beizuschliessen. Die Sparkasse der Stad:-gemeinde Cilli hofft auf die weiteste Verbreitung dieser schon viel bewährten, Tolb-wirtschaftlich und erziehlich wertvollen Einrichtung. Sparkasse der ütaillgemeinde €1111« I I f Nummer 49 Deutsche Wacht Seite 7 Z: IV 2S25 1911 2781 Kundmachung. An der Landes-Lehrerinnen-Bildungsanstalt mit deutscher Unterrichtssprache in Marburg beginnt das zehnte Schuljahr am 5 5 5 5 Man abonniert jederzeit auf das schönste und billigste Familien-Witjblatt ä Im Verlage von C. Leuchs & Co. in Nürnberg erscheint ein: NEUES ADEESSBUCH E Meggendorfer-Blätter} Münthrn Zritsdirift für Humor und Kunst. 2 Diertfljährlidi 1Z Nummern nur K 3.60, bei direkter g Zusendung u>ö I 5 8 i 5 S s- Rbonnemmt bei allen Buihhandlungen und Postanftaltrn. verlanoen Sie eine Gratls-Probe-nummer vom Verlag, Mündien, theatinerftr. 4T Kein Besudier der Stadt München sollte es versäumen, die in den Riumrn der Redaktion. thcatiTurftrafjf 4l>" btfindlidir. iu$erst interessante kus-(tdluna von OriginaUeiihnungen der stleggendorfer Blatter zu besichtigen. tiglidi geöffnet. Eintritt für jedermann frei? -MK S 2 5 2 S von Die Ansnahmsanmeldungen für den I. Jahrgang werden am 6. Juli von 3 bis 6 Uhr nachmittag und am 7. Juli von 9 bis 12 Uhr rormittag in der Direktionskanzlei der Anstalt entgegengenommen. Hiezu sind folgende Belege beizubringen: i) der Tauf- oder Geburtsschein ; b) das zuletzt erworbene Schulzeugnis; c) ein von einem Amtsärzte ausgestelltes Zeugnis über die körperliche Tüchtigkeit zum Lehrberufe; d) in den Fällen, in welchen eine Aufqahmsbewerberin nicht unmittelbar von einer Schule kommt, ein ordnungsgemäss ausgestelltes Sitten-leogtiis. Ausserdem ist die in Schönschreiben, Zeichnen und Handarbeiten «Torbene Fertigkeit durch Vorlage von Schriften, Zeichnungen und Hand-»beiten nachzuweisen. Aufnahmsbewerberinnen müssen das 15. Lebensjahr zurückgelegt oder vom k. k. Landesscbulrate in Graz die erforderliche Altersnachsicht, die au3 besonders rücksichtswürdigen Gründen bis zu sechs Monaten be-«isligt werden kaun, erlangt haben. Der Nachweis der erforderlichen Vorbildung wird durch eine am 7. Juli um 3 Uhr nachmittags beginnende Aufnahmspr&fnng erbracht, die sich auf folgende Gegenstände erstreckt: Religion, deutsche Sprache, Geografie und Geschichte, Naturlehre, Naturgeschichte, Rechnen, geometrische Formenlehre, Schönschreiben, Zeichnen und Handarbeiten. Auch wird darauf gesehen, dass die Aufnahmsbewerberinnen musikalische Kenntnisse besitzen, oder ob sie nach ihrem musikalischen Gehör und nrthmischen Gefühl ausreichende Erfolge im Musikunterrichte versprechen. Bei gleichem Ergebnisse der Aufnahmsprüfung gebührt den Auf-nahmsbewerberinnen mit dem vollen gesetzlichen Alter der Vorzug. Zn Beginn des Schuljahres 1911/12 findet eine Aufnahme nur rtatt, wenn und soweit zn diesem Zeitpunkte die zulässige Maxi-malzahl der Zöglinge nicht erreicht ist. — Für diesen etwulgen weiten Anfnahmstermin erfolgen die Anmeldungen am 15. September tol 9 bis 12 Uhr vormittag; die Aufnahmsprüfungen beginnen am 15. September um 3 Uhr nachmittag. Für die Zöglinge, welche die Anstalt bereits besucht haben, Met die Einschreibung am 16. September von 3 bis 5 Uhr nach-■itttg statt. Bei der Einschreibung ist eine Aufnahmsgebühr von 10 Kronen iberlegen; das Schulgeld welches voraus zu zahlen ist, beträgt 10Kronen aenatlich. Entsprechend begründete, mit dem letzten Schul- und dem Mittellosigkeitszeugnisse versehene Gesuche um Ermässigung oder Nachlass des Mulgeldes sind an den steiermärkischen Landes-Aussehuss zu richten und bis 10. Oktober bei der Direktion der Anstalt zu überreichen. Die Teilnehmer am nicht obligaten Unterricht im Violinspiel, in der slowenischen oder französischen Sprache ist bei der Einschreibung an-:umelden. Graz, am 14. Juni 1911. Vom steierm. Landes-Ausschusse. Steiermark, Karaten und Krain - II. Auflage - enthaltend die Adressen aller protokollierten und nichtprotokollierten Kaufleute, Fabrikanten, Gewerbetreibenden, Handwerker, Gutsbesitzer, Ärzte, Apotheker, Advokaten, Notare, Hotels, Gastwirte, Kur-, Heil- und Badeanstalten, Krankenhäuser, Staats- und Gemeinde-Behörden, Schulen, Klöster, Genossenschaften, Innungen und Vereine für Industrie, Landwirtschaft, Handel und Gewerbe aller Städte und der kleinsten Gemeinden nach Bezirkshauptmannschaften, Orten und Branchen geordnet, mit Angabe der Gerichtsbezirke, Post-, Telegraphen- und Eisenbahnstationen, Orts-, Branchen- und Bezugsquellenregister. Subskriptions-Preis 25 Kronen. Neuestes und vollständigstes Spezial-Adressbuch für diese = Kronländer. — Sie gebrauchen unbedingt ein neues denn sie wissen als erfahrener Geschäftsmann den Wert ein s guten und vollständigen Adreßbuches zu würdigen. 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