eim Mtta m»I •ätftcgctt«. itMunlolt «»-«►lUfn «144 brriitf*®!irt- nk s« «nMluu i<«ra Kotaunnu »rt ttflioll ftst» jdUIua «ftuitn tstat*r* M BiMetilunani Vcdt-inAUl. •M , £>..t(Rni->eiit» M.»». Ar. 7 <£Ult, Mittwoch d^n U. Ai öruar 1914. verwaltn»»: Mathausgasse Nr. 5. ItitHt* tn.tt, ttttn-tu- «tinptbttinpimai D»«a »I« f«(l : Wm«!)ll*i1t . . . K »»» fnIMctin« «»»»Mn,. . . .« I»-« Mi < i III mü • 1 t«#l ! a»»»iu« ....KIM SUR(ltl*ri| . . . ■ f— tldl-hri, . . . . K »•— niatr» . . . .» I»— (f»rl Intlaxt ntitin st« H> tk»Uii#a<&lill««n »» N'tiXM* |laKii*inii)»-WrtM|tni. •t»g« ttftc« M |i> tttwHfllunq 39 Jahrgang. Volk oörr Mh? Laibach, am 7. Februar 1914. Im windischen Blätterwalde ohne Unterschied Wr Parteirichtung wurde um die Mitte der vorigen Woche ein schier gewaltiger Sturm von Entrüstung isb Empörung künstlich ausgewirbelt, der in zahl« reichen Artikeln der slowenischen Presse von Tag zu Tag aus da« sorgsamste und eifrigste geschürt nsb genährt wurde. Den willkommenen Anlaß zur Sturmbewegung gab solgeude Begebenheit, die sich t»rj vor Schluß der letzten ReichSraiStagung in den von naiionalen Leidenschasten start durchwühlten Hauen de« österreichischen ParlamentSgebäude« ab-zespielt hatte. In der letzten BudgetauSichußsitzung des Reichs-rate« am 28. Jänner beschwerten sich die beiden slowenischklerikalen ReichSraisabgeordneten Eugen J<>rc. k. k. Piosesfor am ersten Siaatsgymnasium i» Laibach, und der sattsam brannte ste'riiche Hetz-faplan in Marburg Dr. Korsec über die in Käin-ten angeblich von der österreichischen Regierung systematisch betriebene Unterdrückung und Zurück» setzung der slowenischen Bevölkerung des Landes. Der Reichsrats- und Landtagsabgeordnete von Krain Piosesfor Jarc kam in seinen diesbezüglichen Aus-ftlirungen uuter anderem auch aus da« an den Vvltsschnlen und utraquistischen Anstalten in Kärn-te« eingesührie «ichrbuch des Fachlehrer» Bernhard Ktmcr in Klagenfurt „LandeStnude von Kärnien", das vom U»ieriichiSmil»>terium approbiert worden «iir, zu spiechen und enthüllte in der unverfroren-ften Weise, Entrüstung und Empörung heuchelnd, »aß in diesem Lehrbuche folgende, die sloweniiche Vsvölkernng lies beleidigenden Sätze ent ialie>i seien : »Die Ackerbau und Biehzuchl tieibenden Bewohner Mrt Gebiete« (der Steiner Alpen) sind beinahe »i esckließlich Slowenen, die hier sowie im übrigen düimen „Windische" — von Wenden — Weidende, «eichen Namen sie von den Germanen erhielten, — (N«a>»r>ut verditea.) Die drei Voninos. FaschingS Erzählung von B Hertel. Aniia Gerling, eine bildhübsche Blondine stand i» ihrer offenen Zimmertür und machte ihrem B>u »er, dem Oberlehrer Waldemar Geiling, eine lange Raie z». — Die« sür Dein Spil-nieren l" rief sie mit flinker sch >rser Zunge. „Al>er Aniia!" prolkstierte der Oberlehrer ent» riftei. während er mit leidlicher Fassung Anitas Freund n Hertha, die im Zimmer ftano, eine Ver deugung machie. „Es nützt Dir nich'S. Dich rein zu wasche», BRohr!" war er übertrumpft. »Ich bleib dabei, Du hust gelauscht! Erlauscht aber hast Du sicheilich «ich,», denn ich hatte mit Bedacht aus Deine Lust, »e>« Tun zu kontrollieren, le>se gesprochen ! Wir finb moderne Mädchen, mein lieber Waldemar, die selbständig handeln können, ohne vom Gängelbande idr»r Angehörigen immer geleitet z« werden Kvrach'« und schlug dem Bruder die Tür vor der Kase »u. Mit gerunzelter Stirn suchte dieser sein Z>m «er au? Es war doch ein K>euz mit den .modernen Mädchen", zu denen Anita um jeden P eis grhöien wollte Diei'S forsche Genie, dieier rechtl,abe>ische Age»wi»e und das ganze moderne Gehabe ward bei Anna immer ö-ger. W>nn da nicht irgen.« et-iva» geschah waS sie zu« Leiunnjt brachte, so wüide sie trotz il>reS reizenden Ich bald ei»e unerträgliche kleine Person sein. - Wenn die gute Vtutter daS genannt werden. — DaS Volk aus der windische» Gegend hat überhaupt keinen guten Ruf im Lande.-Professor Jarc stellte wegen dieser, die Slowenen angeblich aus da« schwerste verunglimpsenden Äitze im BndgetauSschusse den Antrag, daß die Approba-tion diese» -Lehrbuche« von der Unierrichisbehörde widerrufen und die Schuldigen, der Verfasser de» Lehrbuches und der Approbant im UnierrichtSmini-sterium, in DiSzipliuaruntersuchung gezogen und allensallS gerichtlich verfolgt werden sollten. Dieie« VoikommniS wurde nun nicht nur von dem sührenden Organ der slowenischen Volk«partei zu einem Racheseldzuge gegen die angebliche deut-sche Lorherrichaft in Oesterreich, der e» zuzuschrei-den sei, daß die Slowenen in Kärnten dem deut-schen Uebermut schutzlo« preisgegeben werden, weid-lich ausgenützt, sondern gab auch dem slowenisch-klerikalen LandtagSabgeordncten und M'tgliede des krainischen LandeSauSschusfeS Dr. Eugen L^mpe, dem ärgsten klerikalen Hetzgeiftlich^n und verbissen-ften Deutschenhasser, eine willkommene Gelege, heit, gleich in der Eröffnungssitzung des Krainer Land-tage» am 5». d. mit einem Dringlichkeit«anirage loS-zuschießen. ..Der Landtag de« Herzogtum« Lrain protestiert gegen diese mit Bewilligung der Zensur im UnieirichiSministerium geschehene Beleidigung der slowenische» Nationalität und verlangt eine rasche und gründliche Remedur und Bestrafung der Schiild« tragenden." Zur Begründung der Dringlichkeit seine« Antrage« führte Dr Lampe an«, die Angelegenheit sei fymiom.nifch für die Verhältnisse in unserem Staate! Wenn derartige Verhältnisfe noch lä»ger anhalten, fo werde e« in unserer Monarchie nie zur Ruhe kommen. Der Schwerpunkt »nsere» Staates liege nicht mehr im Norden. Die Regieiung solle nicht denken, daß damit, daß man in Böhmen und Glilizitu Ordr^ing mache, in Oesterreich Rüde ein-treten werde. „Wir leben in ernsten Zeiten. Oeiter-reich muß uns die vollkommene Gletchberrchiignug und gleiches Recht geben." Dirs sei die ^innarchie «hier Glvßmach'strUung schuldig. Zur wirischastlichen Krise erlebt hätte! Die Mutter, die sterbend ihm an» Herz gelegt haue. Über die Lchmester treu zu wa-cheu! Wie aber lohnte diese seine ireubefolgte Pflicht? Die Szene eben hatte wieder e-nmal den B'weiS hiesür ergeben Ani'a war gropjahria und unumschränkte Herrin ihrer Handlungen, zumal ihr dkveuikudk« Erbieil sie unabhängig machte. So hätte sein Protest gegen ihre neueste Idee, da« große ültasklusest im Redoutenhause zu besuchen — in einer Hosenrolle — al» Page und maskiert — gar keinen Eisolg gehabt. E» war ihre Absicht, ihm die Sacke zu ver heimlichen, und erlauscht hatie er auch die>e laiiäch lich nicht Daß er t>vtz>em davon wußie, war durch Aniia« eigene Unvoisichtigkeil geschehen. E> Hute sie unlängst auf ihrem Zimmer aufg.'fncht. aber dort nicht angetroffen. Dagegen aber auf ihiem Schreib tiich eine» B'ief aufgefunden, darin sie ih>er Fxun din eben jene >niime Mitteilung von ihiem beabsich tigten Besuch de« Maskenballes machte. Daran,hin haue der Oberlehrer nun seiner seit» seine Beschlüsse ge»>offen und sich hiez» bereit« einen gelbieidenen Domino gemietit. Da war die Bo> sehung «n Gestalt eine« Eilbriefe« gekommen, der den Oserlehre, just lür mo,. ge». de» Tag xe« Ma«ke»datle«. zu seinem erkrank' ten Kreunde lies. Da dieser Tag e>n Sonntag wir, Gerling also freie Zeit batte u»d dieser Freund ihm sehr teuer war u»v überdies offenbar i» Leb,«»ge fahr schwebte, fo zauderte er n cht dem Rufe zu folgen. Zuvor ober hatte er feiiien Loürgen, den Oberlehier Brüning, ein liebenswuidi.ier junger Mann, aufgesucht und mit d'eiem eine Unterredung uuter vier Augen gehabt. Da» Resultat de> selben wäre e« in Oesterreich in diesen Zeiten nie gekom-wen, wenn die Verhältnisse im Innern de« Staate» gesund wären. Aus der Balkankrise wäre Oester» reich größer und stärker hervorgegangen, wenn man im Innern de» Staate» gerecht regieren würde. Wenn gegen die Verunglimpfung der Slowenen Protest erhoben werde, so geschehe dies ersten» au» dem Grunde, weil alles hintangehalten werden müsie, wa« die Slowenen in Kra!n mit Entrüstung er-füllen und infolgedessen den nationale« Friede» in Arain gesährden würde, und zweitens, weil die slowenische Bevölkerung al« gut österreichisch (?) wünschen müsse, daß solche skandalöse Zustände, wie sie in Kärnte» herrsche», verschwinden mögen! Die Zurücks.tzung (?) der Slowenen in Kärnten, die auch immer mehr nach Lrain übergreise, trage die Schuld an der Verschärsung der nationalen Gegen-sätze und werde auch in Hinkunft einen schweren Stein de» Anstoße» abgeben. Dem Antrage wurde mit den Stimmen der beiden slowenischen Parteien die Dringlichkeit zuerkannt. Naiürlich dursten auch die slowenischradikalen Parteisührcr nicht hinter den Klerikalen zurückblei« bell — wenn e« gegen die Deutschen geht, da ver« gesfen ja beide Parteien aus ihren gegenseitigen Kampf — und so brachte denn der LandtagSabge« ordnete und Bürgermeister der Stadt Laibach Dr. Ivan Tavcar, um sich die Lorbeeren nicht von den Gegnern vorwegnehmen zu lassen, im Namen der slowenischforlschrittlicheil Partei in der gleichen An» gelegenhett einen Dringlichkeit«antrag ein, in wel» chem er im Namen deS gesamten slowenischen Bol> ke» auf da« entschiedenste gegen die unerhörte Kriin« kung der Kärntner Slowenen, die er al» eine Kränkung der Slowenen überhaupt betrachte, pro-testierte. Der Satz in Ebner« Lehrbuche „Da» Volk au» der windischen Gegend hat überhaupt keinen guten Ruf im Lande," der nicht nur beleidigend, sondern auch erlogen sei, verlange, daß der Ge« brauch diese» Buche« sosort verboten und die Schul-digen bestraft werden. war offenbar zufriedenstellend ausgefallen, denn die Herren schüttelten sich beim Abschied lächelnd die Hände, inde« der Gast noch bemerkte: „Ich schicke Itinen also meinen Domino; und Sie nehmen de» kleinen Racker gütigst in Obacht. Rosa Atlas Page — Sie wissen ja; nun, und kennen tun sie meine Schwester ja, alio werden Sie sie auch im Masken-gewühl Herauefinden.' Oberlehrer Brüning verneigte sich zustimmend — ein versonnene» Lächeln um die bärtigen Lip» pen. Die Augen der Liebe sehen scharf, wollte e« sich über diese Lippen drängen. Aber bezwäng sich noch rechtzeitig, doch »er Gast war schon längst fort, al» noch wieder durch Brüning» Kopf schwirrte —: Aosa Aila« Page — kleiner Racker — reizender kleiner Racker . . . Maskengewimmel — Ma»tensreiheit I Hoch gin-gen die Wogen der Faichingslust in dem gropen Saale de» Redoutens >ale« und da» leichilebige Volk-ehe» der Künstler, da« hier da« Haupikontingent bildete, gab dem Fest eine bescnder« anziehende und p>ta»te Note Der Uebermut trieb die extravagante-ften Blüten. Da« Ziel galanter wie gewagter Scherze war der reizende Roia Aila« Page, hinter dessen Maeke auch der Unkundige sosort nn weibliches Weien erriet. So ein modernes Mäd^l oder W>ib» cheu, das ichlagsertig mit dem Zünglein, und selbst-bewußt, sich jeder Sit»aiion gewachsen sichlte. Da war e« den männlichen Masken ein besonder« p>ickelnde» Plaisiee, zu eiproben, ob dieser rei-zende,' mvde ne. selbstsichere Käfer nicht doch schließ« lich da« Herzchen angstvoll pochen sühlte Immer att«gelasse»er wurde der Ma»kenschwarm, der den Seite 2 Von slowenischradikaler Seite wurde außerdem für den 7. d. eine große Abwehrversammlung ein-berufen, bei der eine große Anzahl von Rednern au» ganz Slowenien der Entrüstung über das Vor-gehen der Schulbehbrden und der österreichischen Regierung überhaupt gegenüber den Kärntner Slo-wene» Ausdruck zu geben beabsichtigte. Natürlich wurde auch die öffentliche Meinung der Krainer Slowenen durch eine Reihe von giftige» Hetzartikeln für diese Versammlung genügend vorbereitet. Nach all diesen Geschehnissen möchte man schließen, daß die Kärntner Slowenen in der Tat der grausamsten Verfolgung und Bedrückung von Seilen der Deutschen KärntenS ausgesetzt seien. Allein eS zeigte sich sehr bald, daß die Slowenen mit dieser neuesten Sensationsassäre ausgtsessen sind und daß die ganze Aufregung in der unverantwort-lichsten Weise künstlich erzeugt und aufgebauscht wurde. Am 6. d. brachte nämlich der „SlovenSki Narod" unter der Ueberschrift: ..Ist da« ein ernste« Vorgehen?" einen längeren Artikel, in dem e» heißt: „ES ist natürlich, daß sich in allen sloweni-schen Ländern ein Slurm erhob, al« der Abgeord-nete Jarc im Reichsrate an« Tageslicht brachte, daß sogar in einem Schulbnche, aus dem auch die flo> wenijche Schuljugend lernen muß, eine arge und blutige Beleidigung der slowenischen Bevölkerung Körnten« geschehen ist. Professor Jarc erzählte im ReichSrate, daß in einem Schulbuche, welche« da« Unterrichtsministerium bestätigt hat, die slowenische Bevölkerung in Körnten mit „Winiijchc" beschimpft wird und daß in diesem Buche auSgesprocheu ist, die slowenische Bevölkerung in Körnten habe absolut einen schlechten Ruf. Eine derartige Beleidigung der slowenischen Bevölkerung in einem Schulbuche hat natürlich alle ausgebracht. ES ist begreislich, daß niemand an der Wahrheit der Au«führungen de« Abgeordnelen Jarc zweifelte: Kann doch niemand daran denken, daß ein Abgeoidneler in einer öffentlichen Sitzung des ReichSrateS mit vollkommen unwahren Behauptn«-gen auftreten »nd Beschuldigungen aussprechen könnte, die aus der Luft gegriffen sind. Die» geschah aber in diesem Falle. Dr. Lampe betonte, in der gestrigen LandtagSsitzung, Abg. Jarc habe „übertrieben", heute aber erhielten wir jenes Buch, aus welche« sich Abg. Jarc berief, und wir überzeuglen uns mit unseren eigenen Augen, daß die Behauptungen Jarc' unwahr sind. Ebners Buch ,Lande«kundt von Körnten" schreibt aus der 44. Seite unter dem Titel „Kultur-bild«": „Die Ackerbau und Viehzucht treibenden Bewohner diese« Gebietes (Steiner Alpen) sind beinahe ausschließlich Slowenen, die hier sowie im übrige« Körnten Windifche - von Wenden = Weidende — welchen Namen sie von der G.'rmanrn erhielten — genannt werden . . . Da» Vieh aus der windischen Gegend hat überhaupt keinen guten Wacht Ruf im Lande. Auf diesen Absatz des Ebnerschen BucheS berief sich der Abg. Jarc im Reichsrate, doch ist in der Tat in diesem Absätze und über-Haupt im ganzen Buche keine Beleidigung und Ver-unglimpsung deS slowenischen Volkes enthalten und insbesondere ist nirgend« gesagt, das slowenische Volk stehe absolut im schlechten Ruse. Es ist nur gesagt, daß das Vieh, nicht aber da» slowenische Volt im schlechte» Rufe stehe. Daß sich der Abg. Jarc persönlich bis auf die Knochen blamierte, ist noch da» Geringste an der Sache. Sicherlich steckt eine große Oberflächlichkeit und Nachlässigkeit darin, daß ein Abgeordneter im ReichSrate mit einer Be-schwerde auftritt, die vollkommen unbegründet ist, und Beschuldig inge« auSspricht und einen Skandal wegen einer Sache, die überhaupt erdacht ist, pro-vozierl." Nach diesen Ausführungen jdeS slowenischlibe-ralen BlatteS wird eS nicht schwer sein, sich ein richtiges Urteil über die Echtheit des Entrüstung»-kampse« und der Sturmbewegung der Slowenen in der Metropole Krains zu bilden. Eines sei jedoch noch am Schlüsse sestgestellt. Es ist eine geradezu unglaubliche Frechheit und Unversrorenheit, die von einem gänzliche» Mangel eine» jeglichen EhrgesühlS im politischen Kampse zeugt, daß ein Abgeordneter, ohne sich mit eigenen Augen aus dem Lehrbuche selbst von der Richtigkeit der ihm zugekonimenen Angaben zu überzeugen, den Mut findet, eine In-terpellalion oder einen Antrag zu stellen. Doch die windischen Politiker sind eben wenig skrnpelhaste Leute, wenn ihnen Gelegenheit geboten wird, den Deutsche» ein« auf« Zeug zu flicken. Erst vor k»r< zem beschwerte sich der Reichsratsabgeordnete von Laibach Dr. Vladimir Raunihar in der Jahres-hauptversamnilung deS ZweigvereiueS der slowenischen Elstnbahnbeamien >n Laibach, daß er mit sei-nec Interpellation wegen deS SlalionSvorstandeS in Görz gottsjämmerlich ausgesessen sei, weil er falsch informiert worden sei, unv ersuchte alle Bersammel-ten in eindringlichster Weise, genaue, der Wahrheit entsprechende, nicht aber lügenhaste und entstellte Be-richte ihm zntonimen zu lassen. Hofsentlich wird tie Regierung jetzt wohl endlich einmal einsehen, daß bei Beschwerden, die von slowenischer Seite kom-men, doppelte Vorsicht notwendig ist. Vucheinficht und Buchführung. Vom Steucrverwalter Klemenlschitsch. Bekanntlich kann nach der Personalsteuernovelle vom 23. Jänner 1914 die BerufungSkommisfion den Stenerpflichligen zur Vorlage seiner Wirtschaft». Pagen verfolgte, anulkte, umringte »ud endlich nicht mehr freiließ. Jetzt fchien die Bedrängte tatsächlich besiegt. Wie hilfesuchend spähten ihre Augen hinter der MaSke nach eincm Relter au». Und — o Schicksal»güle I In diesem Augen-blick höchster Bedröngni» durchbrechen gleichzeitig zwei Erretter den Kreis. „Wohin dars ich Dich denn führen, reizende Maske?" fragte eine sonore Stimme hinter der Halbmaske. Der Page, der seine Sicherheit und seine Keck-heit wiederkehren sühlte, antwortete: „Ich verspüre Hunger und Durft — möchte soupieren." „Charmant", antwortete der gelbe Domino, und sünf Minuten später saßen beide sich iu einem von Blattpflanzen gebildeten Winkel des Restaurants gegenüber, indes ein Kellner auftischte: Pasteten, Pulenbraten nebst Beigaben, Ei»iah»enspeise und — Sekt An einem benachbarten Tische hatte der andere gelbe Domino Platz genommen, einsam bei tiner Flasche Rheinwein. Sein Doppelgänger erwie» sich als ein brillan-ter Eauseur: auch verstand er es, den Pagen zum Trinken zu animieren. Er selbst schien ein Freund de« perlenden Tropfens zu sein. Im übrigen aber «in vornehmer Kavalier — ausgesucht höflich, dis-kret, niemals zudringlich, so daß der einsame Beob-achter am Nachdartisch sich beruhigen konnte. Daß ihm die» gelang, bestand einzig in der Eifersucht ans fei«en Doppelgänger. DaS Souper war beendet, und «och immer gelang e» dem Unbekannten, den Pagen durch seine Unterhaltung zu seffeln. Plötzlich aber erhob sich der Kavalier. „Verzeihe schöne MaSke, daß ich Dich für einen Augenblick verlasse« muß. scholl e» deutlich bi» zu dem gespannt lauschenden Bcobachler hin. „Mein Automobil wartet nämlich draußen, ich will e» nun vorläufig heimschicken. Ich ahme eben nicht, daß so liebenswürdige Gesellschaft mich hier jesfelu würde ... Mit einen» Scherzwort entließ der Page den Bittsteller. Wie er so dahinschritt, würdevoll und gemessen, mußte selbst der Kritiker im gelben Domino einge-stehen: Sin Kavalier vom Scheitel bi» zur Sohle. Jndeffen nippte der Rosa Alias Page an sei-nem Sektglase. Anfang» in Gedanken versunken, dann mit erwachender Ungeduld über den säumigen Kavalier, und endlich, nachdem eine Viertelstunde vergangen, und dieser nicht zurückgekehrt war, mit einem ganz unmodernen Gefühl von Erregung. Al« weitere zehn Minute» verstrichen, ohne daß der Do-wino wiederkehrte, rangen iu dem Pagen Empör-ung, Aerger »nd Zorn. Die gleiche« Empfindungen rangen iu dem teilnehmende« Beovachter am Nach-bartische. In diesem unglücklichen Augenblick trat der Kellner an dem Düpierten heran. „Bitte das Souper zu bezahlen, da der Herr nicht wiedergekommen ist," sagte er dreist. Bebend vor Verdruß besolde der geprellte Page die Aufforderung Gleich darauf suchte die zierliche Gestalt, häufig von Ma«keu angehalten, den AuSgang, ahnungslos, daß der Domino vom Nach-bartische ihr folgte. Im AnSgang aber prallte der Page mit einem gelben Domino zusammen. Und dieser Domino er- Nummer 7 und Geschäftsbücher auffordern und wenn Bücher nicht gesührt werden, oder wenn es zur Ergänzung und Bekräftigung des Bnchinhaltes erforderlich er-scheint, auch die Vorweisung von Verträgen, Schuld-verschceibungen, Fakturen usw. verlangen. Aber nicht nur die BerusungSkommiffionen, sondern auch die Steuerbehörden sind besugt, znr Vervollständigung der vortsrlbst einlangenden Bekenntniffe — als« im BorprüfungSstldium — von den Steuerpflichti-gen Detaillierungen und EctragZberechnungen bezieh-u»gSwei>e von protokollierte« Kaufleulen Gewinn-und Berkustkonto mit Zustimmung der Schätzung»-kommiffion auch Bilanz- und Kapital-Konto ab-zusordern. ' Sehr wichtig ist, daß den Berusung«>verbcrn und den Beschuldigten im Strafverfahren da« Recht aus Einsicht, eventuell auch Abschrislnahme der Ak-ten einschließlich der Zeugen, Sachverständige« »nd VertrauensmännerauSsagen zusteht Bemerkt muß übrigens werden, daß eine Veipflichlung zur Füh-rung der Bücher nicht besteht. Ja N'cht einmal der protokollierte Kaufmann kann deshalb — ausgenommen im Falle der Krida — zur Verantwortung gezogen werden. Da« Rechl der Bucheinsichl ist bereit« in allen europäischen Großstaaten schon längst Ge-setz. Die Kosten ver Bucheinsicht trögt — fall« nicht der Steuerpflichtige unrichtiger Falierung und fal-scher Angaben Überwiesen wird — der Staat. Ge> gen die Aufforderung zur Borlage der Bücher kann der Stenerpflich'.ige binnen 5 Tagen Einspruch er-heben, ja er kann die Einsicht»,ahm.' in seine Bücher verweigern. Nun drängt sich hier die Frage auf, wa« geichieht einem Zensiten, welcher die aufgetra-gene Bucheinsichl und die Vorlage von eventuellen anderen Behelfen verweigert. Die Antwort lautet: E« geschieht ihm sonst nichlS, als daß er einfach die ihni von der Schätzungskommission auf Grund der ihr vorliegenden Behelfe bemessene Sleuer an-nehmen muß. Ein Rekurs gegen eine solche Beines-sung dürfte kaum Ersolg haben. Die Personalsteuernovelle erkennt übrigens ohne wesentliche Einschränkungen da« als Einkomme» a», was die ordnungmäßig geführten Bücher der Steuer-Pflichtigen al« Geschüftsgewinn ausweisen. E« verlohnt sich daher einen Vergleich zwischen der Einkommensteuer nnd der Buchführung zu ziehen. Vorerst ist zwischen protokollierten und «ich« prolokollierte« Handel« und Gewerbetreibenden zu niilerscheiden. Die ersteren siud handelsgesetzlich dazu verpflitlel, Inventur und Bilanz zu errichten. Und an diese Bestimmung deS Handelsgesetzbuche» hält sich das Sltuergesetz an. Die Schätzung»- und Se rufungSkommissioue» müsse» bei protokollierten Kans-leulen daher im Abschlüsse dieser Bücher den Ge-schäflSgewinn vermuten. Ob die Bilanzen auf Grund einfacher oder doppelter Buchführung gebildet wird, ist ganz gleich Hauptsache bleibt e«, daß die Bücher dreistele sich, den Pagen sosort in Beschlag zu »eh-men — zwingend legte sich seine Hand auf dessen zierliche Schuller. Da» brachte da« erhitzle Blut de» Düpierte» zum Siede». Mit einem Ruck hatte er sich befreit und de» Frechling einen Backenstreich versetzt, der klatschend an dessen schrvarzer Halbmaske abprallt«. Gie'chzei-tig entrang sich dem Pagen ein leiser Schrei; er er» kannte plötzlich, daß er einen sremden Domino ge-schlagen. Ohne Mantel flüchtete er üdrr das Lesti» bül, in besinnungsloser Hast auf die Straße und zur nächsten Droichke. Da erreichte den Flüchtling eine Stimme — eine sonore, wohlveitraute Stimme: „Fräulein Her» ling — Fräulein Anita, ich bin«, Oberlehrer Bri-ning, der Freund Ihre» Bruder», vertrauen Sie »ch meinem Schutze an." Da geschah nun etwa» Unerhörte»: Anita Gerling, die „moderne" junge Dame, brach in leinen au«. Während der Wagen mit de» beiden heimwärts rollte, mischte sich in da« Rollen der Räder Lei« «ing» Stimme — dernhigend, zärtlich — zärtlich-beruhigend, bis die Tränen versiegten. Und im» vernahm man nur noch Flüstern . . . Anita Gerling an ihre Freundin Hertha: Meine liebe Mau«! Da« MaSkensest liegt hinter mir, — wie (j»i man nur in so wenigen Stunden solch' große Um-Wandlung an sich selbst — an seinem innere» Me». schen erleben, wie e» mir geschehen ist? Dir, meiner HerzenSsreundin, die mich oft y> warn», nicht so bnrschlkos, nicht gar zu modern sei» Nummer 7 dem Gebrauche eines ordentlichen Kaufmannes ent-sfrechen^ Soserne protokollierte Kaufleute von dieser Vor» schrifl abweichen oder nur eine lückenhafte Buchführung haben, gebe» sie sich selbst der Einschätzung seilen« der Kommissionen preis. E» fehlt denselben die einzig sichere Handhabe deS Beweise» über den Veschästsgewinn. Wenn nicht protokollierte Kaufleute jährlich ihren Gewinn buchmäßig ermitteln, so sind sie bezüglich der Buchführung mit den protokollierten Kaufleute» gleichzuhalten. A»S dem Kassabuche wer-den sich die Barempsänge und Ausgaben ermitteln lassen, aus dem Fakturenbuche oder den gesammel-Im Rechnungen über Warenbezüge und Lieferung der erzielte Preis für die gegen Kredit verkauften Erzeugnisse und eventuelle Gt'chäst«schulden, Wegen der großen Mannigfaltigkeit der einzelnen Betriebe läßt sich eine allgemeine Regel nicht ausstellen, Die Seietzgebung zieli offensichtlich darauf ab. von den kleuerpflichlige» wahre Fütterungen zu erhalten. Wer daher richtige Angaben machen wird, hat von der sogenannten Steuersch'kane nicht« zu fürchten. Auf Grund seiner richtigen Fatierung wird derselbe, fallS ihm die erste Instanz Unrecht getan hat, Be» »sang ergreisen könne», ohne sich vor der Buchein» ficht fürchten zu müssen. Es wir» sich daher allen t-pfehle», in der Zukunft Bücher zu führen, um zu feiner eigenen Beruhigung die im Jahre erzielte» Erfolge, da« sind die Gewinne und Verluste jede'« zeit eriehen zn können. Für diesen Zweck wäre die doppelte Buchführung der einjachen uubedingt vor-zugehen. Durch regelrechte Buchführung wird erst die Garantie geboten werden, daß jeder vor Willkür »vlilommen geschützt sein wird. piililischr Hunösrtwu. Das Arbeitsprogramm des Abgeordnetenhauses Wie gemeldet wnd. wird daS Abgeordnetenhaus am 3 März zur Wiederaufnahme feiner Tätigkeit einberufen werden. Die Tagung soll sich btS in die erste Aprilwoche erstrecken und nach Ostern dürsten dann die Delegationen zuiammcmrelen. DaS Ab geordnelenhauS hat eine Ärnahl wichiiger und zum Teil auch dringlicher Angelegenheiten ?u e>ledigen, vor allem ist hier die Porlage über die Erhöhung dri RekrutenkonlingentS sowie über die Ermächtigung der Regierung zur Aufnahme der »öligen Kredite zu erwähnen Zur ertlen Lesung gelangen zunächst die ktkaldahn vor tage und die bosnische Eifenbahnvor-lagt. Zweite Lesungen sollen staiifinden üder die Novellen zur HauszmSsteuer und zur Hausklassen» steuer. über die Ein'chränkung der gewerblichen ßlrashausarbeit und Üder die italienische RechlS-fafultdt Schließlich soll auch die N.uwahl der De« zu sollen, will ich ehrlich beichten — meine schreck-lichc Niederlage »nd mein — mein — Snll, du ungestüme« Herz, nicht voreilig ver» raten, was erst zum Schluß kommen soll. ^ Meine Heriha, laß Dir berichten, daß ich ein »neihört kecker Page war und sehr bald von einem kchwarm männlicher Masken versolgt und belästigt ward. O, wie schäme ich mich meines Betragen«, »un ich weiß, daß ich einen Beobachter halte! Und welch einen! Ach, meine Mau«, denke nur, Bruder Waldemar Halle den Oberlehrer B'üning mir zum Ech»tzgrist ans die Redonie entsandt — al« gelben Domino! Al« nun die Situation bedenllich wurde, ich bange nach einem Erretter ausschaute, kam letz' terem, der herbeieilte, ein anderer, gleichiall« gelber Domino, zuvor. Ich überließ mich ver Geiellschaft dieie« liebenswürdigen Kavaliers mit den vo> nehmen Manier?». Wir tviipierlen und pokulierlrn zusam» men. bi« mein Gei.llichasler sich unler einem vor» wände eniferiilk unv — nicht wiever kam Ich war einem elegonien Gauner in die Hände geraten und mußte die Zeche bezahlen l! Ich will schweigen über die Empöiung, die in mir lobte. Nm fort, war mein Wuuich Wa« geschieht da? Am A»«gang kommt mir ein gelber Domino entgegen, der brüsk meine H.ind ergreift. Zn de, Meinung, e« sei der Gauner, Ichlag' ich ihm in« Gesicht! Flüchte darauf auf die Sti aße »nd zu einer Drvichke Hier er-eichl M'ch Brüning, «nd ich. überwältigt von der Auiregung und glück selig, nun in diefem Schutz zu sein, breche tn Tränen aus! Hertha, H„ztn»sreundin, Du weiß», daß Brü» »ing mir längst leuer ist. Unbeschreiblich süß aber legation vorgenommen werden. Es ist klar, daß ei» so umfangreiche« ArbeilSprogramm nur dann erledigt werden kann, wenn dos Hau« frei von jeder Ob« struktion bleibt. Ob dies der Fall ist, wird man ja sehen. Jedensall« darf man e« begrüßen, daß die Regierung in Uebereinstimmung mit der in der Kundgebung des Nationalverbande» zum Ausdruck gebrachten Haltung entschlossen zu sein schein», wei» leren mutwilligen Störungen der gesetzgeberischen Arbeit nicht ruhig zuzusehen. E« verdient übrigens verzeichnet zu werden, daß sich dai Prager Organ des tschechischen Großgrundbesitzes entschieden gegen die Fortsetzung der Obstruktion auSspricht, Bei den engen Beziehungen zwischen tschechischen Agrariern und tschechischen Großgrundbesitzern darf man die« vielleicht al« das erste Anzeichen einer Wandlung betrachten. Aus 5tui>l unil Land Anton von Schludermann f. DaS Deutschtum de« Markte« Weitensteiu hat einen schwe-ren Verlust erlitten. Dienstag nachmittags wnrde der gräslich Thurnsche Obersörster Herr Anton von Echluderman» zu Grabe getragen. Er war am 8. d. im Alter von 4') Jahren einem tückischen Lei» den erlegen. Anton von Echludermann nahm an dem öffentlichen Leben Weitenstein« ganz hervor-ragenden Anteil. Seit langen Jahren gehörte er der Gemeindevertretung und dem Ortsschulraie für die deutsche Schule an, ebenso auch dem Borstande des Volschußkasjenvereines Er war anch Mitglied des Au«ichusses der BezirkSsparkasie in Gonobitz Anton von Schlnderman» war ein geradsinniger, aibeits» froher deutscher Mann, eine Krastgeslalt in seinem Aeußern wie in seinem Fühlen und Denken. Bor kurzer Zeit hatte er sich in Ausübung seine« Be-rufes ein Leiden geholt, dem er nun in so frühem Alter erliegen mußte. Sein Andenken wird nicht nur in Weitenstein, sondern in alle» Kreisen deS steiri« schen Unterlandes, wo man diesen liebenswürdigen, edlen Charakter kennen lernte, stets ein ehrenvolles bleiben. DaS LeichenbezängriiS sand unter massen-haster Beteiligung der Bevölkerung von Weitenstein und der Umgebungsorte statt. Bei demselben sangen die Gesangvereine von Weitenstein und Gonobitz ein ergreifende« Trauerlied. Ehrung des Landes Wein- und Obft-baudirektors Stiegler. Die Filiale der Land» wirlschafiegefellichait in Rohiisch Sauerbrunn hat in der am 8. d. im Hotel zur Post abgehaltenen Voll« war da« Gesühl de« GeborgenseinS, da« mich nun an seiner Seite überkam. Ach, wie schwand da all die Tünche de« modernen GehabeS von mir; wie schwand mein Ehrgeiz, ein durch »nd durch moder» ne« Mädchen zu sein, hin unter Brünings warmen Worten! Al« er mir dann von Liebe sprach, von heißer beseligender Liebe, daß er aber erst ;lückl:ch sein werde, wenn das Mädchen seiner Liebe eine Hau« srau sein wolle nach alter Sitte und Art — da hatte auch ich nur den einen Wunsch, solch ein liebe de«, demütidigende« Weib zu sein — sein Weib. Die Fah't ende e mit unserer Verlobung, — ich bin unendlich glücklich, meine Hertha. Zum Schluß noch eine tragikomische Enthül hing: der gelbe Domino am Ausgang, der von mir den Schlag e: hielt, war--Bruder Wal- demar Er hatte seinen Freund in günstigem Befinden verlassen können Hier angekommen, hatte ihn die Lnst angewandelt, aus dem Maekenfest nach Schwe-sier und Freund zu spionieren. Daß auch er alS gelber Domino erschien, siigte der Zufall Du ka«> st Dir denken, daß die Maulschelle ihm schlecht gesallen hat. Verziehen hat er sie mir, aber nur unter der Bedingung, daß ich künftig eine brave deutsche HauSsrau sein wolle. Mit einem Jauchzer antwortete ich. So haben wir denn Flie den geschlossen. E« umarmt Dich Deine glückliche Anita Gerling. Scue 3 Versammlung, die sehr gut besucht war, den einstim-migen Beschluß gefaßt, den LaiideS-Wein- und Obst» baudireklor Stiegler infolge feiner hervorragenden Verdienste auf dem Gebiete des Wein- und Obst-baue« zu ihrem Ehrenmitglied zu ernennen. Der Landesfchulrat hat in seiner Sitzung vom 7. d. ernann»: die provisori>che Lehrerin a« der Mädchenschule 3 in Marburg an der Dr»», Franziska Echett, zur definitiven Lehrerin an der Mädchen*Volksschule 1 daselbst; den definitiven Leh-rer in Str»den. Richard klotzinger, zum definitiven Lehrer an der Knaben VolkSichule 4 in Marburg an der Drau; die Arbeiisl hrerin Hedwig Jarmer, für die deutsche Volksschule in Hrastnigg; die provisorische Lehrerin an der Knaben Volksschule 1 in Marburg an der Drau, Elisabeth Reidinger, zur d<-finitiven Lehrerin an der Mädchen Volksschule 3 da-selbst; den definitiven Lehrer und Schulleiter in St. RochuS an der Soul», Joses Cencic, zum Oberlehrer daselbst; die definitive Lehrerin in Kapellen bet Rann. Anna Pfeifer, zur Lehrerin an der Mädchen» Volksschule in Hrastnigg, Versetzt wurde die defini-tive Lehrerin in Monsberg. Maria Kozuh, in glei» cher Eigenschaft nach Dornau. Genehmigt wurde die Errichtung eine« französischen Sprachkurse« de» Heinrich Reimbault in Marburg für das laufende Schuljahr. von der Südbahn. Ernannt wurde Franz Markowitsch, Resident in Leibnitz, zum StaiionSchef in Halbenrain. Versetzt wurden: der Stationsches Zo» ses Schnidaritsch, Adjunkt und SlationSchef in Hai« benrain, alS Adjunkt nach Graz (Hauptbahnhos). die Aijunkten Franz Mak von Marburg (Weikxütle) nach Petlau (Werkstäite). Ludwig Tichmak von Juns-diuck (Betriedsinspektorat) nach Marburg (Weil« stätte), die Assistenien Gustav Marter« von Präger» Hof nach Marburg Hanpibahnho', Franz Kuhncrt von Völkermarkt Küh»st>ors nach Unterdrauburg und Anton Jencie, proviforiicher Assistent,' von Wlsach nach Windischieistritz. Faschingsliedertafel des Männerge-sangvereines Liederkranz. Am H. d. veranstaltet« der rührige Männergesangvereiu L>ederkranz im kleinen Saale dr« Denlschtn HauseS eine FaschingSliederlasel. die eine überanS reichhaltige VoriragSordnnug auswies. Nach der EinlenungS» musik der Eillier MnsikvereinSkapeNe trug der Ver-ein Koschat« melodienreiche Walzeridylle „Ein Sonn» lag aus der Alm" in tadelloser Weise vor. Nun solgten, in den Raum der FaschingSliederlasel nicht ganz hineinpassend, ernste Lla^iervortrage deS Sang» wartes Herrn Wilhelm Tschakert (Kompositionen von Wagner, Schubert, Mozkovsky), die die Bega-bung de« jungen Manne« und seine Technik in da« beste Licht stellten. Hierauf kam ein überaus wi,k» same» humoristische» Duett „Die beiden Maroni» braier" von L. Gruber. Herr Brettner als Jialie» ner und Herr Schweyer al« Böhm' halten glän» zende Masken und ließen die zahlreiche Zuhörer, fchast nicht au« dem Lachen herauskommen. Selbst» redend mußten sie sich zu einer Drausgabe ver-stehen. Für die ganz ausgezeichnete Wiedergabe des Männeichore« mit Klavierbegleiiung „Junger Herr" von Franz Wagner verdien» unser wackerer Lieder-kränz die vollste Anerkennung. Herr Schwerer holte sich durch seine bekannt gnien KupletS reichen, stürmischen Beisall. der bei der gelungenen Aussührung von Supp^S „Ländlicher Konzertprobe" noch gestei» gert wurde. H>edei wirkten auch sämtliche Mitglie-der des Vereine« in Kostümen mit Instrumenten neuester Erfindung mit. A s Dirigent war dabei H.rr Ojsizial Staneck tätig, während die Klavier-begltitung in der gulen Hand de« Herrn Wllhel« Tichaken lag. Zum Schlüsse reihle sich an die ge-lungene Likderlufel unter den Klängen unserer Mu« fikverein«Iapelle »in 'röhliches Kränzchen. Die Freiwillige Feuerwehr Neuhous» Doberna veranstaltet Samstag den 14. o. im Hotel Siyria des Herrn Wilh Justin einen Feuer» w^drfall, dessen Reinerträgiu« dem Baue ei»es Steigerturme« gewidmet ist. Einirilt eine Kione.-Ansang halb 8 Uhr abends. Die Schulvereinsliedertafel in Heilen-stein findet, wie deieii« angez,igt wuide, am 15 d. nachmillag« in der Bahnrestauration statt. Beginn 2'/, Uhr. Der Männergejangverei» Wölla» wird dabei unter der bewährten Leitung s-irn« Ehormei-stets Herrn Oberlehrer Dwo-fchak nachltehende Edi>e ^um Vonrage dringen: „Heimkedr" vo» Zoh. Grloke^ „echweizerlied" vo» I. E. Schmölzer; ..'s Herz, fenftert' von Th. Kofchal; ..Slri,e>» Heimtrhr'' von G. Kratzer und „Daheim" von Fr. Blume! Pas» sende ZugSvei bludungen begünstigen da« Ei scheinen ' fremder Gäste. SttU 4 Vereinsmeisterschaftsrodeln. Der ver-zangcne Sonntag war für Tüsser ein Ereignis. Die Morgen- und BormittagSzüge schon hallen eine Menge Rodler von Eilli gebracht, die teils dem sportlichen Vergnüge», teils dcm Training sür das am Nachmittag stattfindende Rodelrennen oblagen. Der Einhaldeinuhrzug jedoch erst brachte einen Massenznzug von Roiler» und Rennkibitze», die sich in langem, bunten Z»ge zur Rennstrecke begaben. Aus der herrlich gelegenen Bergstraße Mariagraz— St. l'eonhard entwickelte sich bald ein reges Trei« den, ein Bild echten sportlichen Lebens. Schlitten sah mau zu Tal pausen In schier beängstigender Ge-schwindigkei». Ein-, zwei- auch dreisitzig kams de» Berg herunter und mancher Alte wird über den Wagemut der Jugend den Kops geschüttelt haben. Doch dies waren nur die Probesabrtcn und Prälu-dien für das kommende Rennen. Zehn Bewerber stellten sich dcm Starter Herr» Leopold Zangger, der in ernster und würdiger Art seines Amte» wal-tete. Als erster wurde um 3 Uhr 1b Minutc» Hcrr Franz Fuchs abgelassen, der flott vom Start ad-kam Zn fünf Minuten Abständen folgten die Fahrer einander. Die ziemlich schwierige Rennstrecke stellte an die Fahrer hohe Anforderungen und so mancher nahm einen unfreiwilligen Aufenthalt in der weißen Straßenumzebung, doch ohne baß der geringste Unfall zu verzeichne» war. Die Rennstrecke war aus' gezeichnet bewacht und alle möglichen Vorsichtsmaß-regeln getroffen. Am Ziel walteten der Obmann de» Elllier Deutschen AthletiksportklubS Herr Franz Rebeuschegg und Herr Postmeister Londero an» Tüfser ihres Amtes al« Zeitnehmer. Dort hatte sich eine zahlreiche Gesellschaft aus Tüfser und Eilli ein-gefunden, die mit Spannung dem AuSgang de» Rcn-«enS entgegensah. Unter ten Anwesende» konnte der Obmann deS veranstaltende» Vereines auch den Bürgermeister von Tüfser Herr» Weber begrüßen. Die beste Zeif erzielte HanS Pollandt in der i:; Anbetracht der wenig guten Bahn hervorragenden Zeit vo» 7 Minute» 12 Sekunde» und erwarb sich so den MeisterschaftStitel des Vereines. Den ersten Preis erhielt sor. Robert Hren mit 7 Minuten 42 Sekunden, den zweiten Preis Heinz Sodella mit 7 Minuten 55 Sekunden, den dritten Preis Franz Fuchs mit 9 Minuten 15 Sekunden. Die erzi.'lten Zeiten sind geradezu ausgezeichnete zu nennen, wen» »an in Betracht zieh», daß den meisten Fahrern die Bahn eine uubekannte war und daß Frau Sonne allzuviel des Gute» hergab. Die ziemlich großen Zeitdifferenzen ergaben sich jedoch daran», daß drei unfahrbare Stellen zu überwinden w.,u». die dem bessere» Läufer die Aussichten verbessern halfen. Doch vollbesriedigt verließen Zuieher und Fahrer die Rennbahn in der frohe» Erwartung, daß diesem ersten Versuch in kommende» Zähren größere Ver-««staltuugen folgen werden, dessen Pate ebenfalls der Eillier Deutsche Athlctiksportklub sein wird, nicht vergessen aber dürfen wir der Herren, die sich be-reitwillig in den Dienst der guten Sache gestellt haben, vor allem des Herrn Postmeisters Londero aus Tüfser, der die Vorarbeiten allein durchführte, «nd des Herrn Leopold Zangger. der sich al» Starter musterhaft bewährte. Zugleich weiß aber der Verein Dank der Bezirksvertrelung Tüfser und deu Gemeindevorstehungen St. Leonhard und Mariagraz, durch deren Entgegenkommen die klaglose Durch-sührung des Rennens ermöglicht werden konnte. Der Deutsche Aihletikiporklub aber hat eine schöne spart-liche Veranstaltung mehr hinter sich, deren AuSgang ihn weiter vorrückt in der Reihe der führenden Sportklubs in unseren Landen. Am selben Abende fand im VereinShcim Dirnberger die PreiSoertei« lung statt, die vo» zahlreiche» Mitgliedern und Freunden de» Vereine» besucht war und einen ge» mütlichen Verlaus nahm. 1864 —1914. Au» Hoheiimaulhen wird dem „Grazer Tagblatle" geschrieben: Angeregt durch die Berichte über die Oeverseeseier, zeige ich meinen Kindern eine große bronzene Erinnerungsmedaille au« dem Jahre 1864 (entworfen und gezeichnet von I. Roth), die damal« zugunsten der Hinterbliebenen gefallener Krieger verkauft worden sei» dürfte. Bei ihrem Anblicke befchlich mich ein Gefühl der Weh-mut; die Inschrift, die damals im Austrage der Regierung geprägt wurde, lautet: „Für Recht, Kaiser und deutsch.'« Vaterland." Brand. Am 2. d. gegen 1 Lhr nacht« brannte die dem Besitzer Georg Fiedler in Zarmovec bei Trennenberg gehörige Heuhütte ab. Sie war au« Holz hergestellt, mit Stroh gedeckt und stand aus freier Wiese. Es dürste daher eine Brandlegung vorliegen. Fiedler erleidet einen Schaden von rund 200 Kronen. Turnerkränzchen. Wer hätte ia« geahnt, daß aus u«S ritte so liebe Ueberraschung wartet. Groß war unser Erstaunen und unsere Freude, al» wir die srischgedruckten Einladungen lasen und an erster Stelle sanden wir: .Frisch, fromm, sröhlich, frei! Walzer von Jnterberger, gewidmet dem Eillier Turnverein." Die Gelegenheit dieser liebenswürdigen Widmung haben wir sosort benützt und beschlossen, unter den Klängen der Zntrodukrion die Einzugspo-lonaise zu tanzen. Auch die übrigen Musikstücke, Walzer und Reigen, lauter liebe vertraute Weisen, weiden so lange schmeicheln, bis selbst der verbis-senfle Richttänzer sein Tanzzölibat bricht. Der oberste Tanzseldherr Wagner - Zips wird auch diesmal als kampserprodter Hcld die verzwicktesten Reigen mit sicherer Hand teilen. Zst er auch kein Riese, im Ge-genteil sogar wohlgerundet an Gestalt, so ist an sei-nen Talenten nicht zu zweifeln Napoleon war auch klein und wog 175'/, Pjund. Die komischen Türen beim letzten Reigen ver'prechen einen Riesenspaß und nachdem nicht umhin beschlossen werden konnte, jede» Nicht-Mitlacher zu einer Slrase von 5 K zu ver. donnern, so wird gelacht. In der MitternachlSpause wird die Tingel Tange!-Äe>ellschast „Glühlamperl" von Eilli — literarisch-sattzrische Vorträge servieren. Direktrice ist Frau Leukadia Novotny Jnsolge der Krise mußte sie ihr erste» krainisches Dienstvermitt« luugSbureaux ausgeben und hat sich der Kunst in die Arme geworsen. Bei ihren hervorragende» Mit-teln ist e» kein Wunder, daß sie den Ehrentitel „Die Nachtigall von Larbach" führt. Mit einer auserlesenen Künstlerschar bereist sie ganz Europa I» Rea pel gelang es ihr, daS hervorragende Neapolitaner-Trio zu verpflichten. Nur ihrer leidenschaftlichen Liebe für Eilli — gemeint ist die Stadt — ist e» danken, daß uns am 21. d. gegönnt seiu wird, ihrer berückenden Stimme zu lauschen. Frau Rowotny, die steirische Mela Mars, bringt nur hochanständige Vorträge, die polizeilich mit Moral imprägnier» sind. Im Uebrigeu hält Frau Nowotny ihre Künstlerehre hoch und der Wahlsp,uch aus ihrem Banner lautet: „Resch, sesch, aber nicht gemein, muß die echte Ehau-sonette sein." Wie sie sehen, kann selbst daS rosigste Ohr alle» hören, was Frau Nowotny und ihre Künstler bringen. Im hundenjährigen Kalender steht geschrieben: 1S12 Glut-, 1913 Blut- und 1914 Fluljahr. Die» scheint sich zu bewahrheiten, den» eine Flut vo» Anfrage» strömt täglich aus uns ein, und e» gibt Arbeit über Hai« und Kopf, um alle zu erledigen. Wir hoffen nun Überzeugt zu haben, daß es notwendig ist, im Taschenkalender vorzumer-ken: 21. Februar Turnerkränzchen. Wer aber mehr wissen will, der wende sich an Herrn Oskar Wagner, Sporkassegebäude Jagaball. Wie bereits mitgeteilt, wurde Herr Gustav Stiger zum Odmanne des GesamlausschusseS gewählt. Da die Veranstaltung deS IagaballeS mit einer gewaltigen Fülle von Arbeit verbunden ist, so schritt man auch heuer wieder zur Bildung von Unterausschüsse», die sich in den Vorjahren bestens bewährt hatten. ES wurden gewählt in den Wirt-schaftSauSschuß die Herren Stiger, Jakowitsch, Ran-zinger und Wostry, in den SchmültungSausschuß die Herr en HauSwirlh, Krick, Pangertz, Pacchiaffo, Schcrl, Schön. Wamlck und Wusfer, in den Presseausichuß Herr Dr. Fritz Zangger, in den Adreffenausschuß Herr Wendler und in den Musikautschuß Herr Stanek. Mit der AuSsendung der Einladungen wird bereits in den nächsten Tagen begonnen werden. Jene Familien und Einzelpersonen, die insolge eines Versehen« keine Einladung erhalten sollten, werde» gebeten, die« dcm Schriftführer de« Vereines, Herrn cand.° jur. Richard Koroschctz (Kanzlei Dr. Zangger), anzuzeigen. Marburger Schramme! - Salonquar-tett Hlaroaschek. Wie wir bereits in voriger Nummer mitteilte», spielt genannte« Quartett mor-gen Donner«tag den 12. d. in Herrn Han« Wag-ner« Eafo Union. Bei der Beliebtheit des Quar-tette« auch außerhrld Marburgs (dasselbe spielte aus Verlangen auch schon in Abbazia, Bszen, Meran usw. in erstklassigen Hotels) ist e,n starker Besuch de» Schrammelkonzertabcnde» auch in Eilli zu er-warten. Beginn 9 Uhr abend», freier Eintritt. Die Steuerreform in Oesterreich ist durch die neuen Gesetze vom 23. Jänner 1914 in Fluß gerate» und hat besonders die Einkommensteuer beeinflußt, deren Handhabung in der Folge von allen Kreisen ver'pürt werden wird. Das AuSmaß der Steuern hat eine große Aenderung erfahren. So sind die Einkommt» bis 1600 K steuerfrei. Ueber die Bucheinsicht, daS heißt über die Vorlage von Ge-schästsbüchern und Ausschreibungen anderer Art wurde eine Reihe von Bestimmungen getroffen. Ein wichtiger Punkt ist auch die Amnestie oder der General- Nummer 7 pardon, welcher die Folgen nicht vollgezahlter Steuer-sätze früherer Jahre, die bei der Buchführung leicht zu Tage treten können, aufhebt. D'e Fatierung ver-langt somit von jedem Steuerträger besondere Auf-Wirksamkeit und die Pflicht, sich mit dem neuen Ein-kommenftcuergesetz vertraut zu machen. Am beste» eignet sich hiczu die soeben von einem Fachmanne in der Moserschen Gesetzsammlung, die auch die Dienst-Pragmatik veröffentlicht hat. herausgegebene Anleitung uuter dem Titel: „Die Einkommensteuer nach dca neuen Gesetz- vom 23. Jänner 1914 mit den Be-stimmuugen über Amnestie und Bucheinsicht nebst leichtfaßlichcn Erläuterungen und Winke» für die Fatierung". Dieselbe ist zum Preise von 1 6V, port«> frei 1 70, durch jede Buchhandlung oder vom Vv-läge von Ulrich Mosers Buchhandlung (I. Meyer» hoff) in Gra, zu beziehen. Don der Grazer Technischen Hoch-schule. Herr Hugo Del Eott hat am 9. Jänner die hiesige Technische Hochschule als Ingenieur ver-lasse». Rohitsch Sauerbrunn. (Obmanns-ivahl in der Bezirkssparkasse.) Zn der am 31. Jänner stattgehabten Direktion«, sitzung wU'-de der Fürst Windischgrätzsche Herr-schastsdireklor Herr Joses Hollmann einstimmig znm DirektionSvbmanne gewählt. Die Wahl deS Genann-ten, der sich allseits der größten Sympathien er-freut, wurde im ganzen Bezirke lebhaft begrüßt Südmark Werbevortrag Bon der nie-derösterreichen Südinark-Werbestelle, Wien 2/5. Belle-gardegaffe 31, ist gegen Voreinsendung vo > 50 Hei-lern in Bricsmarken ein Südmark Wcrbevortrag, be-sondci» für Hauptversammlungen geeignet, zu de> ziehen. Don der Schutztätigkeit der Süd> mark. In der ersten Jännerhälfte wurden unter anderen durch die Hauptleitung Schutzmaßnahmen veranlaßt: fcchs Darlehen für Handwerker und Grundbesitzer im Küstenlande, in Steiermark und Niederösterreich in der Höhc von 9070 K; drei NotstandSspenden — 175 K; vier Zinsenbeilräge sür HauS- und Grundbesitz in Kärulen und Kram; zwei Bürgschaftsleistungen zur Erhaltung von An-wesen in Kirnten und Steiermark; fünf weitere Unterstützungen im Betrage von 1700 K; einige Eigentumsrechte im BcsiedlungSgebiele wurden neu geregelt. In der letzten Jännerhälfte erhielten eine Vereinshilfe: ein Schuhmacher in Kärnten, ein Handwerker in Untersteier und ein Kleinbesitzer in Krain zum Kaufe einer Kuh NotstandSgaben (350 K); ein Landwirt, der sich im BcsiedlungSgebiele ange-kauft hat, und ein anderer Volksgenosse zur Erwerbung eines HauSbesitze» in einem Marktflecken KSrn-tenS mehrjährige Zinsenbeiträg.' für 6800 K; zur Förderung de» Turnwesen« im Karst- und Küsten-gebiete und sür Bodenschutz Zwecke in Kärnten wur-den 1100 K UnterslÜtzungsbeiträge gewährt; neun BereinSangchörige, die sich teils um den Verein ver-dient gemacht, teil« ohne Verschulden in wirtschaft-liche Bedrängnis gerate» sind ober die neue Posten im Sprachgebiete antraten, wurden durch Gewäh-runz von Darlehen in der Gesamthöhe von 11.624 Kronen nach Tunlichkeit gefördert; ein VereinSbesitz in einer uniersteirischen Stadt wurve unter Lichc-rung seines, deutschen Eharaktcrs an einen Ge-werbclreibenden verkauft. Das beste Rosegger Volksbuch ist die vom Oderlehrer Adols Franckl (Fürstenfeld), dcr sich, selber als BolkSschrisisteller einen guten, acht-baren Namen in allen deutschgesinnten Kreisen er-worden hat, verfaßte LebenSgeschichte Roseg^n«; nun ist eine zweite, verbesserte Auflage de« Buche« erschienen, die der Verfasser größtenteils der Südmark al« Jubelspenbe zu ihrem BesiedlungSschatze überlas,» hat. E« haben daher OrtSgrupp.n und Mitglieder Gelegenheit, da» wertvolle und außerordentlich voll»-tümlich geschriebene Buch Adols Franckl». da« vo« dem Leben und Streben und dem mühevollen Le-bcnsgange Rosegger« die anschaulichste, eindruck«-reichste Darstellung gibt, al« Bereinsgabe zu er-dalte». Da« reich bebilderte und hübsch gebundene Volksbuch kostet 3 K für VereinSmitglieder, foscr» c» durch vie Hauptleitung (Graz, Joauneumring 11) bestellt wird. Bei Abnahme von zehn Stück wird außerdem ein Freistück für die Mühe de» Weiter-Verkaufes gewährt Mit der Verbreitung diesc« Volksbuches will der Bei ein auch eine Ehrenpflicht dem werktätigsten Förderer der deutschen Schutzarbeit gegenüber erfüllen und so erwartet er von jeder Ortsgruppe, aber auch von recht vielen BolkSge-nojse» umgehende Bestellungen; Wert und Zweck der Schrift verdienen es, daß dieselbe in alle« Volksschichten Verbreitung sinde. Wenn jede Ort«-gruppe nur zwei bi« drei Bücher absetzt, so kann Nummer 7 firnißte Wr.rtit Seite b % Sei stets getreu dem Guten IIIMIIIIIilHli>IIIIWIIIIIIKinilllllS!l!lllthJlllllllllllche Pferdedieb Hinko Sieger, al« er zwei aus einem Markie gestohlene Pferd« im Stall« de« Besitzer« Zoses Terftinil in St. Rupprecht bei Gurkseld ein-zeftellt hatte, von zwei Gtndarmen daseldst verhaltet. Die Gendarmen wollten ihn zum Gemeindeamt Neu-degg bringen, um dori seine Identität feststellen zu lassen. Dem Pferdedieb gelang eS jedoch in der fin> steren Rächt tei der ESkortierung zu entweichen und imter Rücklassung der beiden Pferde war er spurlos »erjchwundtu Diebstähle Am 10. Dezember wuide dcm Besitzrrssohn Franz Lipofek während der Zeit, al« er seine Pferde beim Schmiedn,«» er Grkgl in Eilli beschlagen ließ, aus seinem Rocke, den er in der Nähe der Schmiede auf dem Boden legte, eine Brief-tafche mit 160 K gestohlen. Die Nachforschung nach dem Täter blieb bi« jetzt fruchtlo«, doch gelang es der SicherheitSwache endlich, den Täter zu eruieren. Es ist die« der Lehrling des Gregl namen« Joses Schwarz au« Wöllan. Derselbe hatte in einem un-bewachten Augenblicke die Brieftasche gestohlen und verbrauchte da« Geld bi« auf 12-85 L für sich. ?r wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. — Dcm Kaufmann Franz Kolenz in Eilli wurde in der Nacht vom 9. auf de» 10. d. ei» Sack Mai« im Werte von 17 K gestohlen. Auch im Borjahre wurden ihm mehrere Säcke Getreide im Gesamtwerte von 5>0 K gestohlen. Al« der Tat verdächtig wurde der Vagant Michael Lednik aus Umgebung Eilli ausgeforscht, welcher dem Krei«gerichte eingeliefert wurde. Eine gute Freundin. Die Köchin Anna Zabukovnik ans St. Martin war im Jahre 1911 b«i einer Tabaktrasikanti» in Eilli bedienstet und ließ b«i der ebendort als Verkäuferin beschäftigten Mizzi Koß ihr Sparkaffabuch aufbewahre». Al« die Zabukovnik den Dicnst bci der Frau verließ, blieb da« Buch bei d«r Koß zurück, welcher die Zabukvv-nit ihre monatlichen Ersparnisse mit dem Ersuchen überbrachte, diese in die Sparkasse einzulegen. Gegen Ende des Jahres 1913, sowie auch im Jahre 1914 verlangte di.' Zabukovnik ihr Buch zurück, doch be-deutete die Koß immer, daß sich daS Buch in den Händen der Tabakirasikauti» befindet. Als die Zabukovnik der Tabaktrasikantin gelegentlich einen Besuch abstattete und hiebri da« Sparkaffabuch verlangte, holte dic Trafikantin daS Buch und bemerkte die Zabukovnik zu ihrem Erstaunen, daß in dem Buche stau 488 K nur der Betrag von 28 K cin-getragen war. Mari« Koß hat die von der Zabnkov-mt übergebcncn Beträge statt in dic Sparkasse ein-zulegen sür sich verbraucht. Die gute Freundin wurde verhaftet und dem KceiSgerichte eingeliefert. Selbstmord. Die Magd Elisabeth Jeiomel in Selouz bei Unierdraudurg, die kürzlich eine Fehl-geburt zu bestehen hatte, ist am 3. d. unter den Anzeichen einer Phozphorvergiftung gestorben. Man nimmt an, daß sie sich wegen unglücklicher Liebe selbst v-rgistet hat Ein Kurpfuscher. Der Keuschler Matthäus Pecnik in St. Andrä bei Schönstein betrieb schon se,t langer Zeit die Kurpfuscherei Zn letzter Zeit wurde aber der Andrang von Hilfesuchenden zu ihm derart stark, daß seine Tätigkeit nicht mehr verbor-gen blieb und der Behörde bekannt wurde, die nun gegen ihn einschritt. Bei der Hausdurchsuchung wurden eine Menge von Mixturen voigesnnden, die für alle möglichen Krankheiten den meisten« bauer-liche» Kunbcn ongcpriesen wurden. Die Honorare, die der Lurpsuscher für seine Ratschläge und selbst» verfertigten Medizin?« einzelnen anrechnete, wurde» meistenteils nach dcr Gefährlichkeit der Krankheit, die festgestellt wurde, und nach der Menge der da-für auSgesolgien Heilmittel berechnet. Bedenkliche» Gut. Beim KreiSgerichte in Eilli befindet sich der Zigeuner Franz Gärtner wegen Diebstahl« in Hast- Man fand bei ihm unter ande-rem auch verschiedene verdächtige Gegenstände, darun ter einen Versatzschein über eine im Oktober de« Vorjahre« im Versatzamte in Laibach verpfändete goldene Herrenremontoiruhr mit der Nummer 45ü und eine Domenhaleketie au« Doublegold nebst zwei Anhängseln. Diese Gegenstände dürften ebenfalls von Diedstählen herrühren. Ächautmhnr. Der Reiherbusch. Ueber den Wert oder den Unwert de« Stücke« zu fprcchcn ist hicr^ über-flüssig Nur soviel fei erwähnt, daß es am Schlüsse den Anschein hat, als hätte der Verfasser — Dichter kann man nicht sagen — einen schlechten Witz be-obsichtigt. Eine Aufregung folgt der anderen, eine unerquickliche Szene der anderen, zum Schlüsse ist aber alle« genau fo wie früher. Die Leute haben sich umsonst aufgeregt und hätten da« Endergebnis le'chier erreichen können. Da« erinnert an die witzig« Erzählung von dem reichen nnd armen Bauer und der Kuh, die im Schlußsätze gipfelt: Jiatzt möcht' ich leicht wisfen, zwegn was wir die Krot gfrefsen habn? — Trotzdem war der Abend nicht verloren, er gehörte vielmehr zu de» interessanteste» de« heurigen SpieljahreS. Denn wa« da« Stück selber ver-missen ließ, wurde durch di« fchauspieleriichen Lei-stungen doppelt wett gemacht. DaS war auch die un-bestiittene Ansicht dc« gutbeietzten Hause« und wurde durch den oft lang«.nhaltenden Beifall bewiesen. Die u» Aufregung reichste Rolle hatte Herma Hart zu spielen. Sie hob die schöne Ehebrecherin und leiden-schastliche Liebhaberin um ein paar Stufen höher, alS wohin sie der Verfasser gestellt hatte. Sie bc-herrschte ihre Rolle nicht nur den Worte» nach, son-dern i» allen Steigerungen dc« Gefühle? und dcr Leidenschaft. Ihr erster Gegenspieler, Siegfried Hol-ger, holte ans der undankbaren Rolle eine» nnmög lichen Liebhabers alle defscrrn. ticser«n GesühlStöne hervor und bot so eine vorzügliche schauspielerische Leiilung, die den herben Stoff i>u meistern wußte. Man bedauerte dabei nur, daß sie stellenweise an szenischen Unmöglichkeiten angewendet ward. In einer ebenso unmöglichen Rolle spielte Herma Hart« zweiter Gegenspieler, Franz Schramm, in großem Tone und wußte diese Rolle durch eine überlegen geistige Durcharbeitung zu Verliesen und den eigent« lich unleidlichen Geldmenjchen, der mit seiner Frau gerade so herzlos abrechnet wie mit dem Erpresser-paare, dem Robert Kopal und Adolf Wurz prächtige Maske und di«kreleS Spiel verliehen, Menschlichkeit zu verleihen. Aurelia dc Polanh traf de» herrischen Ton dcr Mutter im ersten Akte in vollbewußter Witide, während sie de» schmerzlichen Zerfahrenheit im letzten Akte nicht ganz gerecht werden konnte: mehr «in Fehler der Rolle telbst al« ihr«« guten Spieles. Hanna Reimar hatte an zwei exponierten Stellen «in undankbares Spiel. Sie fand sich aber mit der kleineren Rolle ebcnso gut und sicher ab, wie sie un« schon in grüße«en Rollen durch Sicherheit de« Spiele« überraschte und erfreute. Die übrigen Mitspieler sind nicht zu nenne». Ihre Rolle» waren ganz klein. Sie fügten sich aber auch mit Geschick in die Darstellung. — E« ist ein seltene« Vergnügen, so gute Darstellungen auf unserer steinen Bühne genießen zu können, auch wenn e« nicht ganz einwandsreie Stücke, wie eben „Der Reiher« dusch" eine« ist, sind. Die schauspielerischen Leistun» aeu werten sich da eben selbst zu genußreicher Kunst. W. ®. Die sitzende Lebensweise, die eben mit dem Beruf zusammenhängt, bctintlu&t gewisse physiologische Funktionen de« Körper« zweifellos in ungünsti' ger Weise. Während Leute, die sich viel im Freien be-wegen, wie Soldaten, Jäger, Gärtner, Landleute, Brief-boten usw. selten an Hanleibigkeit oder Verstopfung (Obstipation) leiden, sind Gelehrte, Advokaten und Schriftsteller, Beamte usw. oft genug Opfer diese« Uebel», da« ansang« nicht beachtet und vernachlässigt, iu sehr schlimmen Folgen sühren kann. Durch da» Schlasfwerden de» Darme« und das Nachlassen der physiologischen Darmlekretion entwickelt sich bei Perso-nen mit sitzender Lebensweise Hanleibigkeit. Sie zu beheben ist da« echte Hunyadi Jätic« Bitterwasser nach den Erfahrungen, die jeder an sich selbst machen kann, und die durch Tausende von Aerzten und Universität«-Professoren in allen Kulturländern der Welt bestätigt werden, da« beste, natürliche, angenehm zu nehmende, prompt und sicher wirkende Bitterwasser. fleirtlMi* 'H Inder» SlROUPr-Roch,- au bewahrte. Mittel in ,findigem Gebrauch. SIROLIN-Roche* lindert und d--'-'''g< cr^nkungen der Ahnung»organc in verhältnismässig kurzer Zeit. Es ist wohlbekommlu^. -ppeN^ un übt einen Äu»#er»/ günstigen Einfluss auf das Allgemeinbefinden aus. «.«.n v"«*™ „>ii FRI1Z RASCH, Bucbiandliflg. GILLI. Schrifttum. „Die neuen Stoffe für Kostüme und Toiletten" betitelt sich der einleitende Artikel d.« jetzt zur Ausgabe gelangenden Hefte» >9 der be« kannten Zeilschrist „Da» Blalt der Hau»srau", in dem wir neue Modelle für Kostüme, Mäntel und Kleider wiedergegeben finden, serner Abbildungen von eleganten Abend- und Nachmittagskleider» und eine Reche hübscher Anzüge sür Fechten, Turnen nnd andere Sportzwecke. Im Kindermodenteil sind geschmackvolle Mädchenkleider und Knabenanzüge ab« gebildet. Ein Artikel über HanSnäherei und Putz und die beiden Romane „Die Sieger" von Felix Philippi, „Die Kusine au« Amerika" von Kurt Arom sowie praktische Winke sür Küche und Hau« vervollständigen den Inhalt des interessanten Hesle«. „DaS Blatt der Hausjrau" ist sür L4 Heller duich jede Buchhandlung zu beziehen oder sür 3 K vier« teljährlich. Piobehesle aus Verlangen vom Verlag Wien 1., Rpsenbuisenstraße 8. Die Kunst, sich elegant zu kleiden, «uch bei geringem Kostenauiwand, und zwar durch rasfinierten Geschmack, Studium der Formen «nd Zauber der Farbe, lehrt die Fraue» da« soeben er« schienene Modellalbum „Elite" Nr. 11. „Elite" bringt in 80 Seilen, die größtenteils handlolorierl sind, eine reiche AuSwah' von Frühjahr«- und Eommermodellen vom einfachste» bis zum elegante sie» Genre. Es enthält Tailleur-, Epoit- und B>de-kostüme, dnstige Promenade-, Kasino-, Neunion-, Turf- und Kunmloiletten, anspruchslose Kleidchen, Blusen und Schlasiöckr sür den Landausenihal«, Braut-, EinsegnungS- und Firmungskleider, Mäd-che»- nnd Kindertleidchen, Trauerkleidung, Staub-, Biunuen-, Wogen- u»d Straßenmäntel, Wäsche, Jabots usw. Prei« 2 40 K Zu beziehe» durch jede Buchhandlung oder direkt vom Modeverlag „Le grand chic", Wien 18., Witthauergasse 17. Mundwasser Da» Februarhest von Paul Kellers „Berg- ftadt" (BreSIau 1, Wilh. Goitl. Korn. PieiS vierteljährlich 3.24 K, einzelne Hefte 1.28 K) ist der FaichingSzeit entsprechend auf einen heileren Ton gestimmt und gibt dem Humor und der Satire Geleaeuheit zu ausgiebiger Enisallung. „Längs der R'viera" sühn un» G. W. (iberlein in seiner reich illustrierten, s.sselnd geschriebenen Schilde« ung. die auch eine sarbige, stimmungsvolle Beschreibung des Treiben« in Monte Earlo und de« Karneval« in Nizza bringt. Paul Keller bietet in dem Dialekt-stück „Bergkrach" eine glänzende Probe 'eines köst-lichtn Humors. Die G>oie«ke ist durch Risat Goz-dvvi! Pascha« Bnnag ..Armer Jarou«" venreien. die lustige Satire durch G. Weng« Pariser Skiz,e ^Der neue Herr Minister", Schiönghamer« Dialog ,,Ta« neue Buch" und Dr. von Bülow« Plauderei "Eiwa« vom Besuchen". Bon alten .iastnachi«. bräuchen und -liedern erzählt die Abteilung «u« Gioßvater« Bücherschrank", und auch im „Lokal-anzeign" treibt der närrische Geist der Karneval» zeit sein harmlos übermütige« Wesen. Von den übrigen Beiirögen seien hervorgehoben: »Elfenbein und seine Beaibeitung" von G S. Urss, „Der Wiener Silhouetiist Dr. Otio Bohler" von Üliax H»yek, beide mit zahlreiche» Bildern geschmückt, die heiteien und ernsten Gedichie vo» R. Rteß, Eber-lein, Leo Heller und anderen, E. M. Hamann« kritische Rundschau ,.A»« der Erzählerecke". Sech« schöne, meist sarbige Kunstbeilagen zieren da« reich« haltige Heft. Nach einer Ankündigung „Au« der Rat«kanzlei" wird die „BergstaM", um einem häufig geäußerten Wunsche zahlreicher Leser zu ent« sprechen, vom März an in jeder Nummer eine Musikbeilage enthalten. Herichtsfoat. Mit dem Messer. Am 11. Dezember 1913 geriet der Taglöhne? Andrea« Eeli» aus Glodoko bei Rann mit d?m Grundbesitzer Marti» Kooac in Streit, wobei Kovac vo» Eelin durch Messerstiche an der Hand schwer verletzt wurde. Eetin wuide wegen Vergehen» gegen die Sicherheit de« Leben» zu einer Woche Anest verurteil». Diebstahl. Der 21jährige Taglöhner Franz Turnsek aus St. Georgen am Tabor ist trotz seiner jungen Jahre schon ein gesähilicher Dieb. Im November 1913 diente er beim Besitzer Johann In man im Knesial. In der Nacht vom 29. zum 30. November ver schwand er ipurloS unter Mitnahme einer Nickeluhr. eines Hute« und eines HemdeS im Gttamtiverie von 19 40 Ä. Am gleichen Tage stahl er dann noch dem Viinenz Zakojinjek au» dem Sacke eine Geldlaiche mit 23 K, und in der Neujahrenacht vo» 1914 ent wendete er in Loznic dcm Franz t.'e»»ik, wo er über-nachltte, eine Geldtasche mit 186 K. Das Urteil lautete auf 8 Monaie schweren Kerker mit einer Fane und einem harten Lager wöchentlich. Ein liebenswürdiger Besuch. Der 30jäh>ige Taglödner AloiS P.cnik aus Groß P refch'tz arbeitete im Rov>mber vorigen Iah-re« bei Maitin Trainik. In der Nach! de» 22. November Hopste jemand am Fenster des Trainik und verlangte Einlaß. Es war Alois Peknit, der bei Trainik übernachten wollte. Dieser wollte ihm jedoch nicht Einlaß gewähren, woraus Pecn k eine Droh-ung ausstieß Tratnik ging nun hinaus, um den Besucher zu veitreiben woiaus sich dieser ve>steckte. AI« Trainik wieder das Zimmer betrat fiel aus einmal eine Haue durch» Fenster, wodurch Tratnik an leinem Lebe» aus da» Äeußnste gefährdet war. P c-ins wuide vom KieiSgeiichte E lli zur Ltrase de» schweren Keiker» in der Dauer von zwei Monaien mit einer Faste und mit einem harten Lager vei« urteilt. In der Finsternis überfahren. Am 22. November um 6 Uhr abend« ging Ursula Fließ in Reichenburg in da« Gasthau» de» Radej, um Wein zu hole». Da k.im ihr über die Bredaiirabrücke, wo die Straße sehr adichimig ist. der Knech! Johann Go> »ek mit einem unbeleuchieteu Wagen im schnellsten Lause entgegen Ursula Fliest bemerkte den Wage» zu spät, konnte nicht mehr ausweichen, wurde niedergestoßen und mit lebe»»ge>älir« liche» Verletzungen in das Krankenhaus zu G»ik-seid gediacht wo sie bald daiauf starb. Der Knecht Johann Goii.'t hatte sich am 10. d. vor dem «reie» geiichie Eilli wegen Veraehe»» gegen die Sicheih«it de» Lebens zu verantworten. Der Gerichtsdos konnte sich jedoch dir Ueberzeugung von einem Verschulden nicht venchaffen und sp>ach ihn srei. Pferd und Wagen gestohlen. Der 34 jährige Taglöhner Johann Devc >ik aus Wölla» stahl am 10 April seinem Aibeiigeber i^eorg LeekoSek in Verake bei Wnidiich Laud»drig ehe» Wage» tarnt dem Pferde im Werte vo» 1UOO K Außerdem ltahl er dem Joha«» eorinc in Sio>6 eine silberne Uhr im Werte von 1» M und „lieh" sich auch beim Johann gränzt in Store einen Rock und Borg-ld au« wobei er sich jedoch eine» saltchen Namru» bediente und sich als ^> der Lauer von zwei Iahren, mit einer Fa>te monatlich, ve,u>teilt. Ein langer Carneval ist eine Lust. flbtr die Fü-It der aeletlschasilichen Peipflichlungeg und sonitiq«-» B rgnüiiungen ist doch auch n>chi s ei vo N>ick> eilen fslr die Keivnfheit. flm dck«-sigiien sind E kältun ien, «egen deren Folgen ückte Sodener Mine al Pastillen längst bewährt sind. Beioneer» guie DienUe tun die Paft» en auch mor^enS be>m Äusneh^n. weit ste Ra»ch"erichiei-munqen k beseitige« und schnell den Hai» voll« ständig freimache». Man achte aber aus den R >mea ny treil nur Fay» Pastillen au» den Salzen „er Heilquellen 3 »nd 18 des Bad'S Losen a T. ge-wonN'N sind. Di« Schachiet tonet Rt. 1.26, überall erhältlich. (l)o6C"n6fiaus. Mcden-L'nd familienblatt | Hanges. SXmoMll. j« 40 Stilett mit ScftlittttfM. IU OnfeMUl« IwUM^tiaf« H* m JiY. OU *"4 ft,u# fm>1» huMiM m Mi faii) Sdwm. w» i a j&hrtich: Tausende Bilder u. Modelle. 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Februar im Gasthaus „Wiesenwirt" sofort tu vermieten. Anzufragen bei Joh. Jellenz in Cillt. 9 i ■ B I l| I Mir ist unwohl, idi kann nicht eilen, ftihlc ttopsschincrzcn. *a »Idi* r<>o,A i'dii n»ii# rm «««<»• tuet), esumaac«, »Ilai» aal | dcm Hiiiitt ¥afn 2u uAD 40 rfOrr bei« C'tt» ea»«r|l k o . Br» des, I«' Waria-6,li, m. «» Ich». *ea1||.fe; 3«bnnn | hitkl'T, Xioflerte; V *ro njlt, *po >> te, ,11 »I«, ix<,>>«. Wanst»«; H-sS e.-nuet. Mit». «schrie, Storni; *. «langer, ©n" catucB|MI)ctr. B!int. *nrH6«j; er.mtl H«r,. tljwthrtf. | 1 ionjLt tu allen B putzten. I I I PALMA KAUTSCHU^r-ABSATZ Ostroschno stattfindenden jn Stadt nur der» echtcn Die Mnsik besorgt ein« beliebte Kapelle. Anfang 7 Uhr. Eintritt 50 h. Für gute Speisen and Getrlnko ist bestens gesorgt. — Um recht zahlreichen Besuch bitten and laden höflicht ein Die Gastgeber Franz und Theresia Bayer. Einladung zu de'!. Sonntag den 15. Februar im Gasthaus „Fiakerwirt" in Unter kötting stattfindenden Krapfen-Ball Di« Musik besorgt eine beliebte Kapelle. Beginn 4 Uhr. Eintritt 30 h. Für gute 8p i?e» nnd "Getränke i.-t brs'Hüs ge-orirt. — Um rocht zahlreichen Besuch bittet und lal< t höflichst eiu Joh. Pristovsehek, Gastwirt. Einladung zu dein Donnerstag den 12. Februar in Hans Swettls Gasthaus in Gaberje stattfindenden Haus-Ball ===== Die Musik besorgt die Kapelle Berger. == Anfang 7 Uhr abend». Eintritt pro Person 40 Heller. Für gute (speisen nnd GetTlnke iat bestens gesorgt. — L'm recht zahlreichen Besuch bittet und ladet höflichst ein Hans Swettl, Gastwirt. Einladung zu dem Samstag den 14. Februar in Ludwig Jungers Gasthof in Savodna stattfindenden HATJS-BALL ===== Die Musik besoigt eine Damenkapelle. == Beginn 8 Uhr abends. Eintritt pro Person 40 Heller. Fflr gute Speisen und Getränke ist brstens gesirgt. — Um recht zahlreiche« Besuch bittet und ladet höflichst ein |)er (J&stwirt. I II I empfiehlt sieh den geehrten Damen. Werte Auf'iägn werden entgegen-gi'uommen ßogenuasse 6, II. Stock, rechig. lari Räumungs-Yerkauf aus dei Konkursmasse gekauft« Waren der Frau Bandek in Cilli zn staunend billigen Preisen: Seidenstoffe, Sammt- und Seidenbänder, Plüsche, über 1000 Stück Hutgestecke, sowie üner 1000 Stück diverse Blumen, Straussfedem schwarz nnd färbig, Spitzen, Applikationen, Schleier, GlacÄ-Stoffe, Sammle, Agraffen, über 2>00 Meter Strohborten in allen Farben, weilers zirka 500 Stück Filzhüte und über 5' 0 Stück Strohhüte, garniert und ungarniert, für Damen, Mädchen und Kinder, sowie al e in dieses Fach einschlägigen Artikeln zu haben im Modewarengeschäft Franz Karbeutz in Cilli. der deutschen und slowenischen Sprache mäihtii:, Maschineuschreiber, wird zum Eintritt«» mit 1. März 1914 aufgenommen. Anträge an das Notariat in Gonobitz. Mtii'U*' t»* Sommerwohnung ii it nil tun* in Cilli ode d''>»> g ro>> >iu-r Wlez-r l'aitei illr die it vom 15. Juli bi« 15. 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Lchlachthauit in bei Woche vo» 2. bi« 8. Februar 1914 vorgenommenen Schlachtungen >0wte bis Wfnar un» «attuna de? »iniu'übrtf' Flettchev 5i««e *»u. emu »iht '» Hf'1 «»•» n ^an« n ^iii^cher» | •I) ■e u ja es 5e A C S JO ö ' c J-i * I s Q ■0 ♦« o" e '0 g ? •o 5. A B B *3 V G «D Z 4 Ralbinnci X ' 3 ! i i « NO I <3 ■e v ts it t5 c I X I 5 I ? I 2 2 _ — _ — • — — —. - ■ Öiijiä Qran| ...... — — - - — — — — — —- — i. o>ia ,>»b um — — — I t — — —* - - — \MI.w. L «wtii — — 5 - — 7 — — — — — — — — — 64 — — Janidiet Mani» . . . — I - — — — — — — — — — • • —• • ■ fr Drill Hai d . . . — — «— •i - I — — — — — — — 4S •— — — Hulldl 4> »i — — — \ - — — — — — — — bö 6 • .#ll»od >nn . . — 4 1 - 2 — — — — — — — — — — — — I — »aiiuniti — — — l 4 86 """" l l €d)iiftl«uuhft, iemultui j, Truct un> Verlag: Verein«buchdruckerei .Celeja" in Ci^i. — Veiantivorllicher Leiter: Guido Schidlo.