Vuntwer 16. Pettaw, d— M. »yrit 1900. XI. Jahrgang. PettauerZeitung. Erscheint jeden Komitag. Prei« für fettau Mit Zustellung in« Ha»«: Monatlich 80 h, vierteljährig K 2.40, halbjährig K 4.30, ganzjährig K S —, mit PostVersendung im Inland«: Monatlich Sö d, vierteljahrig K 2.50, halbjährig K 6.—, gauzjährig K 9.50. — Einzelne Nummern 20 h. Handschriften werden nicht »urückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Deutsche Uneinigkeit. Die Herren ReichStagSabgeordneten <3 o l f und P r a d t bekämpfe» sich dermalen bi« auf'« Mesier und bedauerlicher Weise ist jeder der beiden Herren bemüht, die national fühlenden BolkSkreise auf feine Seite zu bringen, so das« der Streit der Politiker eine höchst bedauerliche Spaltung in den Wählerkreisen bewirkt. Wir beabsichtigen nun unseren geschätzten Lesern ein wahrheit«getreue« Bild der Ursachen diese? be-trübenden Vorgänge z» zeige», wobei wir selbst-verständlich de» Verdiensten und Fähigkeiten beider Herren Gerechtigkeit widerfahren lassen. Wolf und Prade find entgegengesetzte Charaktere • Wolfist ein agitatorische«, Prade ein organisatorische« Genie, sie müssen sich also entwkder gegenseitig ergänzen oder wie e« bei Deutschen allerdings wahrscheinlicher ist. in Streit gerathen. Zieht man weiter« da« allzu lebhaste Naturell WoLs'« und den gekränkten Ehrgeiz Prade'« in Rechnung, welch' letzterer die Führung der Deutsche» in Böhmen dem jüngeren Mitstreiter überlassen mußte, dann begreift man. e« mußte einmal lo«gehen, um sogenannte .Streitpunkte" find Deutsch« niemal« verlegen. So gieng e« denn lo« zum Gaudium der Pechen und gelegentlich der Lechijchen Obstruktion. Prade wollte Wtfe Obstruktion mit allen Mittel»» brechen und ließ sich deshalb zum BiceprSstdenten de« Abgeordnetenhaufe« wählen, alle«, wie er be-Haupte«, um einem deutschen Ministerium die Wege zu ebnen. Wolf aber unterstützte die edlen Wenzel«söhne und machte selbst Obstruktion, weil »och zahlreiche Mistgriffe der Regierungen und Schädigungen der Deutschen der Sühne harnn. Man steht, beide Politiker wollen da« Beste, ihre Meinung« Verschiedenheiten betreffe» Wiener Recession. Wie», Atisang April. Sie hat Glück. Mit ihrer stebenten Ausstellung ganz besonder«. In hellen Scharen wandern die Wiener noch dem weißen SezesstonShause. Die vergoldete Lorbeer- kuppel aus der künstij Wallfahrl«ziel aller Kun bigen geworden. Der Kun en .Wienzeil" ist etn «gläubigen und -ungläu-tmagnet ist daS Klimt'sche Deckenbild für die UniversitätSaula „Die Philo< sophie". Er zieht unwiderstehlich an. e« ist ein wahrer Sturm an der Kasse. Sein Leblag hat sich Wien nicht so lebhast sür „Philosophie" echausfir? wie jetzt. Der kleine Klimt ist der Mann de« Tage«. Ein glücklichere« Vorspiel sür sei» Pariser AuSstellungidebut konnte sich der Künstler gar nicht wünschen. Der Überschwang einiger SezesstonSsreunde gab da» Signal zum Streite, der alsbald mit hierzulande seltener Heftigkeit entbrannte. Während die Einen den Maler der „Philosophie" als Gottmenschen der neuen Kunst priesen, gössen die Anderen die Lauge ihreS Spotte« über sein gebenedeites Haupt. Kunst und Wissenichast gedeihen sich i» die Haare. Die Universität machte mobil, ein Halbhundert Pro-sessoren prolestirten angeblich aus bloß ästhetischen Gründen gegen da« Bild und dessen Anbringung lediglich taktische Fragen und wenn sie sich nnn öffentlich in skandalöser Weise bekämpfen, so ge-winnt ma» den Eindruck, al« ob e« sich gar nicht mehr um die Sache de« deutschen Volke«, sondern nur darum handeln würde, den Gegner in« Un-recht zu s^tze., und unmöglich zu machen. Wir hallen beide Herren für erfahren genug, um selbst die Eonfequenzen ihre« Streite« vorau«-zusehen. Auf de» Lärm im Abgeordnetenhaufe folgt nun der Streit in deit Bersammlunge»» und da« Geschimpft in den Blättern. Recht« nttd link» wird der arme Michl gepackt, der Eine zerrt dahin, der flndm nach der entgegengesetzten Seite, von beiden Seiten werden ihm die Ohreu^ vollgeschrieen, kein Wunder, dass selbst streng' nationale Politiker die Lust verlieren, bei der» artig zweckwidrigem Treibe» ihre Kraft und Zeit zu veraeuden. .Wozu der Lärm, wa« steht den Herren zu Diensten'? Diese« Eitert wäre die einzia richtige Antwort de« deutschen Bolle« aus solche Be-schwerde» seiner Führer. Der Deutsche in Oester-reich hat Sorgen genug, er erwartet sehnsüchtig die Erledigi'ng seiner Beschwerden und sind die Herren Führer in taktischen Fragen «nein«, dann se»e man sich unter vier Auge» zusammen und suche einen Ausweg, die Wählerschaft aber lasse man ungeschoren. Auch die beste überzengung wird wertlo«, wenn sie nicht die Einigkeit der Gleichgesinnte»» bewirkt. Nicht nur jeder Fortschritt i» der Ber-breitung guter Gesinnung wird gehemmt, selbst wenn alle Deutschen iu Oesterreich endlich ihrer nationalen Pflicht bewußt würden, der Erfolg bliebe au«, wenn die Führer gegen einander hetzten. Michel, dreh' den Spies« um! Haben Dir die Führer bi«her gepredigt und Dir Deine Fehler vorgehalten, nun ist e« Deine Pflicht, die Herren am Aulaplafond, die Sezession gegendemonstrirte für ihren gewesenen Präsidenten mit einem Lor-beerkrauz. Dann giengen die Herren von der Sezession mit einer Protestresolution gegen die Gelehrtenfronde in der Tasche zum Unterricht«-minister, der, eiu Freund der neuen Richtung, salomonisch entschied, die Kunstcouimission habe seinerzeit deu Entwurf genehmigt und ma» müsse mit dem Urtheil warten, bi« das Bild an Ort und Stelle angebracht worden. So steht'« vor-läufig. Wozu all der Lärm? Jedenfalls wird man auf den Urthe^lSspruch der Pariser Kritik gespannt sein dürfen. Wie stellt nun Klimt die .Philosophie" dar? ES wurde ein allegorische« Deckenbild ver-langt. Dass Klimt als Modernster — e« sei nur an seine Frauengestalt .Wahrheit" erinnert — der Allegorie alten Stil« aus dem Weg« gehen würde, stand fest. ES handelt sich nur darum, ob er als Neojymboliker nicht auf den Abweg gerochen ist. I» richtiger Enrpfindung, dass das Bild sehr der Erläuterung bedürfe, springt der Katalog dem Beschauer mit folgenden» bei: .Linke Fignrengruppe: Das Entstehen, da« fruchtbare Sein und Vergeben. Recht»: Die Weltkugel, da« Welträthsel. Unten austanchend eine erleuchtete Gestalt: da» Wissen." Der ge- zur Ordnung zu rufen.' Jede Musikkapelle braucht verschiedene Instrumente, nicht nur die? große Trommel allein. Herr Wolf spielt dieses In-strnment bem»ndern«ivert. er lasse aber auch die «Vaßgeige de» Herrn Prade und da« pickjüße Hölzel Stein wen der« zu Worte kommen, damit der Deutsche einmal ein gute« Musikstück zu hören bekomme und auf dass der Sänger vom Jahre 48 endlich Recht behalte mit seine» Versen: Die Schatten stieb'», so lasset prächtig 8m Morgenlicht die Banner weh'n, ei einig deutsche« Bolt, dann mächtig, Und frei, wie Deine Berge steh n. Die Woche. Eine floveuische Deputation iu Era^. Donnerstag den 19. d. M. erschien im Grazer Laudhause eine Deputation, bestehend au« den Herren Genieindevorstehern von Groß-Sonn-tag, Altenmarkt. Evetkovzen, Oslnsovzen, Formin, Samuschegg, Slomdorf. St. Lorenzen-Prickeldors, Dornau uud Untervelovlak, unter Führung de« Gut»verwalterS Herr» F l u ch e r, um im Namen der slovenischen Landbevölkerung de« Peltauer Bezirkes gegen die Abstinenz ihre« Vertreter« Protest einzulegen. Die Abordnung sprach zuerst beim Lande«-hauptmanne Grafen A t t e m «, dann bei den LandeSauSschußbeisitzer» Franz Grafen AttemS, Dr. von D e r s ch a t t a. Dr. Reicher und Dr. Schmiderer vor, worauf sich dieselbe in den Landtag«saal begab, wo sie seilen« der Abgeordnete» P o s ch und S u t t e r. al» den Vorständen de« Club» der deutschen VolkSpartei, empfange» wurden. Die Herren Gemeindevor-steher verwiesen in ihren Ansprachen «ms die dar-uiederlirgenden Weinbauverhältnisse, auf die schulte sytnbolistisch eingeschworene Kritiker, der sich auf die Kunst deS AuSdentenS und.Hinein-geheimnissen«" versteht, weiß sich ja sofort zu helfen, aber der naive Beschauer, der an ein Kunstwerk die wohl nicht unbediiiat berechtigte Forderung der Verständlichkeit stelle» zu dürfen glaubt, ist ziemlich übel daran. Der staunt und starrt nahezu hilflos in diesen grünblau flim-mernden. sterndurchsunkeluden Weltgrnnd hinein, welchem das „Welträthsel", ein Sphinxenhaupt. enttaucht. Oben in der Bildecke sehen wir da« schemenhafte Entstehen, recht« ein schlafende« Kind; ein verschlungrne« Knäuel von ineinander fließenden Menschenleibern, au« welchen einzelne Gliedmaßen herauStauche», bctvegt sich nach ab-wärtS, »oo ein abgezehrter Greis verzweifelnd das Gesicht in deu Hände» verbirgt, wie um feiner Ver-nichtnng nicht bewußt zu werde». Dicht neben ihm, am unteren Bildrand, glüht, von innen zaubensch durchleuchtet, ein Frauenkopf: da» Wissen. Alle Philosophie erschöpft sich in diesem nnerbittlichett Kreislauf, mag daS „Wissen" noch so hell leuchten. In ihm gleichwohl ist ewiger Trost. ES ist ein Künstlertraum in Farben, eine visionäre Problem-lösung. mit unzweifelhaften malerischen Qualitäten, in der Auffassung vom FakultätSgeleise weit ab-weichend, streng sachlich nicht einwandfrei, aber drückende Rothlaae de« LaodmauueS und die stets wiederkehrenden Uberichwe» münzen mit der Bitte, da sie von ihren gewählte» Vertretern im Stiche gelassen würdet», die Wahrung ihrer Interessen zu Übernehmen. Die Deputation fand allerort» das größte Ent-gegenkommen und in einer Reihe wichtiger Punkte erhieli sie bindende Versprechungen, so, das« die zehn einfachen Bauern auS dem Pettauer Be-zirte an einem Tage mehr geleistet und errungen haben, al« ihre .Vertreter' seit Jahren. Das neue Hpracheugesetz. Die Regierung beabsichtigt, bei Wiederer-öffnuug de« Reichsrathe« einen Spracheiigejetzest-wurf einzubringen, damit ist die Versündigung«-ronferenz endgiltig abgethan. E» ist da« so eine Eigenthümlichkeit österreichischer Regierungen, aller-lei zu unternehmen, wa« nicht die geringste Au«, sicht aus Erfolg hat. lediglich, um den Süßere» Anschein zu erwecke», al« thäte man etwa«! Früher hieß diese« Äwa« Bersiändigungscou-ferenz. nnn wird e« Spracheugesetzentwurf ge-nannt, jede«mal aber kann man den Tag im vorau« bestimmen, wo der schöne Traum ent-ieht und eine Schwächung der Regieru»geben»würdiger Weise eutle-digte, wandte sich in der Einleitung gegen die in Pettau verbreiteten Gerüchte, das« er al« eine Art Eontroll»oraan gekommen sei, die Thätigkeit der Genvssenschos!ssln,ct>onäre zu rwidieren oder gar die Eassen zu seontrieren. Seine durch die §§ 114 und 116 der Gewerbeordnung bestimmte Thätigkeit beschränke sich lediglich darauf, deu Genossenschaften an die Hand zu gehen, die Ge-werbetreibenden übe» jene Bortheilt auszuklären, welche au« dem Genussenschaft«wesen gewonnen werden können undi in schwierigen Fällen de« gewerblichen Leben« «ujklarungen und Rath-schlage zu vertheilen. Er sei also lediglich al« Beirath der Geuvssmschaste» bestellt. Redner kam nun auf die Wirkungen und Erfolge de« Ge-noss,nschast«wejen« zu sprechen, wobei er zugab, das« da« Interesse an diese? Organisation de« Gewerbestande« in Keinen Orten eiu geringere« sei. infolge der Betschiede nartigkeit der Gewerbe-kategorien. die zu einer Genossenschaft vereinigt wurden Aber auch iu kleinen Städte» könnten die Genossenschaften Erfolge erzielen. Redner empfahl hiebei die Errichtung von Rohstofflagern. resp. BetriebSgenossenschaste», welchem Zwecke sowohl da« vermögen der Genossenschaft zugeführt werden könne, al« auch Borschüsse seiteu« der Staat«-Verwaltung. Auch die nöthige» Maschinen vermittle da« technologische Gewerbemuseum ent-weder leihweise, oder unter außerordentlich güu-stigen Zahlung«bedingniffeu. Da» technologische gehört doch ein echter Künstler dazu, um eine solche rücksichtslose Bettelaestalt wie diesen heim-kehrenden verlorenen auf die Schlotterbeine zu stellen. Karl Moll, »unser Kuehl', nur wärmer, ist vortresllich vertreten, seine .Siesta' (Gänse-Hirtin) inbesondere voll Luft und Licht, locker und flott. Ehrenpräsidenl Alt verjüngt sich; er opsert jetzt mit glücklichem Übersehen manche« penible Detail der breiteren Gesammtwirkung. Bernatzik geht jetzt mit Glück auf seine Ton-stimniungen und Lichteffekte, Falat bringt eine ganz prächtig« Winterjagdscene; Zettel ist mit seinen feinen La»dschaft«motiven, über denen ein so vornehmer Reiz schwebt, eiuer der Meist«?-kauften; Otto Fried?ich» Wiener Straßenbilde?, Andri'S farbige Kohlenzeichnungen, ein Mädchen-bild von Otto König (.Gefangene Königstochter"), einzelne« von Anton Nowak und da« .Liebe«-opser' von Maximilian Lenz wird man nicht übersehen. Ei« lesenswertes Sich für Misere Wein-garteabefitzer. Der hohe steiermärkische Lande»au»schus» schenkte der städtischen Knabenschule sech« Bücher »Die Schädlinge de« Obst- und Weinbaues'. DaS- Gewerbemuseum iu Wien veranstalte weiter» in nächster Zeit Meistercurse für Schuhmacher und Schlosser, wobei der Referent de» Wunsch au»-sprach, das» sich auch au« Pettau Theilnehm« melde» sollen. Redner kam nun aus da« interessante Thema der Mcisterkrankeiicassen und Altersversorgung zu sprechen und empahl hiebei dringend die Einrichtung einer Krankencassa nach den be-währten Mustern in größeren Städten, eine Altersversorgung jedoch warnte er überstürzt in« Lebe» zu rufen, da eine solche im Gewerbestande mit besonder« schwere» Hindernissen zu kämpfen hätte. Bezüglich der Organisation der Genossen-schaften ertheilte Herr Dr. R ü ck e r ebenfall« wertvolle Rachschläge, so verwie« er auf die besonderen Bottheile, welche den Genossenschaften au« der Bestellung eine« sachverständigen ge-meinsamen Secretär« erwachsen würde». Richt allein die Kosten der Geschäftsführung würden sich vermindern, sondern auch Ordnuug in die Genofseuschasten gebracht und überdies ein gemeinsame« Execullvorga» geschaffen. Nachdem der Redner seine wettvolleu Ausführungen unter Beifall geschloffen hatte, ersuchte er die An-wesenden, beliebige Anfrage» zu stelle», von welcher Erlaubn!« sofort au»gicbig Gebrauch gemacht wurde. Herr Dr. R ü ck e r zeigte sich hiebei iu allen Gebieten de» gewerbliche,» Leben« verfiett und gab sofort die gewünschten Auf-klärungen. Lediglich eiu« Ansraae, betreff« der Bildung einer Eollectivqenossenschalt. behielt er sich, «it Rücksicht auf die Wichtigkeit de« Gegenstände» vor. in einer Denkschrift zu beantworten. Loealnachrichten. (CJicrtt In Mil»»rr«»kf«»»»rti»k».) Bon der Stirne heiß rinnen muß der vchweiß u. s. w. — Aber dafür der Erfolg! — Deck M» un-serna Männer-Gesangvereine a» Freitag veran-staltet« Eoncert im .Deutsche» Hei»^ war i» musikalischer uod gesanglicher Hinsicht eine der geditgeusten und gelungensten Aufsllhning«». -Der verein wurde uuterstützt durch deu BereinS-Damen-Ehor und hatte sich der Mitwirkung de« Fräul. Gisela O s ch g a u und de« Her?» Ad. S ch i p p e l an« Graz zu erfreue». Das erste Lied war eiu-Eomposition von solcher Eigeuatt und gesaug« licheu Schwierigkeit, das« man deu Berein zu dieser bestandenen Feuerprobe beglückwünsche» muß. .Ein schön reiterli'd' oon Heinrich Ritsch ist in den Worten und in der meisterhaften Ber-touung im alten Style gehalten, welch' letzterer bi» i» die kleinsten Detail» streng durchgeführt erscheint. Der wirklich schöne Ehor wurde vor- selbe beschreibt zunächst folgende Obstbauschädlinge: Apfelblütenstecher, Apielwickler, Baumweiß-ling, GollXifter, Apfelgespinnstmotte, Ringelspinner, Blattläuse. Blntlau» der Apfelbäume. Weiden-bohrer, Blausieb, Fleckenkraukheit der Apfel und Biruen, Rothfleckigkeit und der Rost der Zwttschken-und Pflaumenblütier, Kräuselkrankheit der Pfirsiche; dann solgende Weinbauschädlinge: Traubenwickler, Rebeufiecher. falscher Mehlthau, echter Mehlthau, schwarzer Brenner, Reblau», Feldhase, Engerlinge de« Maikäfer und Mistel. Die besonder« zu be-obachteuden Mittel gegen diese Schcblmge sind durch den Druck hervorgehoben. Dem Buche sind 12 prachtvolle Bilde? beigegeben. Außerdem wird besprochen: Schutz der Reben gegen Frühjahr»-und Winterfrdste. da» Schwefeln. Anhangsweise ist ein Aebeit«kalender für die Bekämpfung der Obstbauschädliiige und ein solcher sür die Be-kämpsung der Weinbanschädlinge beigegeben. Da« prächtig au«gestattete Buch, im Verlage de« steierm. Londe»au»schusse» erschienen, ist mit dem steierm. Wappen geziert. Die Leitung ist überzeugt, das« jeder unserer intelligenten Wein- »ad Obstgärtner da« Buch erfolgreich benützrn wird und ist daher bereit, dasselbe au»zuleihen. St züglich gesungen. Da» darauf folgende »Nacht-lied" von Kre«ser ist insofern« von Bedeutung gewesen, al« e« Herrn Blanke Gelegenheit gab. seine einschmeichelnd« Tenorstimine mit d«r wunderbar deutlichen AuSspracb« in dem schönen Rachtlied« zu Gkhör bringen zu können. Der Kolist wurde vom Männerchore in anSgejeich-K'trr Weise unterstützt. Hierauf betrat Herr Schippel da« Podium. Er sang die zwei bekannte»! Löive'schen Balladen »Die Uhr" und »Archibald Dougla«'. Herr E ch i p p e l hat eine angenehme Baritonsttmme und gute Schule und trug »Die Uhr" geradezu packend vor. Stürmischer Beifall lohnte den Sänger nach diesem Liede, ebenso wie nach der jiveiten Ballade. Jedenfalls erwarb sich der Verein in Herrn Schippel eine Surrst schätzen«werte Kraft und wir hoffe», deu Genannte» bald wieder bei un« zu hören. E« kann nicht hoch genug dem Vereine, beziehungsweise seinen leitende« Perjön-lichtesten angerechnet werden, das« er sich der un-endlichen Müh« unterzog, ein so große« Werk zu studiere», mit ti da« Hosmaansch'' »Wald-stäulei»' ist. In der letzten Rummer unsere« Bk 4 n eine knrze Inhaltsangabe de« rei- den March. enthalte», fo das« wir un« beu irzer fasse i dürfen. Die in v Theile zerfalle, großartig Lomposition enthalt Stellen von hohem poetischem Werthe. Bor alle« sind die Soli, welche dramatisch angelegt sind, von unserer bewährte» lie-ben«würdigen Sängerin. Frl. Gisela Oschgan, sowie Hrn. Schippel meisterhaft gesungen worden. J»«besondere »Waldsräulein« Gesang' und da« Duett eutsefielten «in«» Beifallssturm de« Publi-kum«, welche« nicht »nr den Saal, sondern auch theilweife die Räume d«« 1. Stocke« füllte. Gesungen «urde durchweg« meisterhast, mau hört« deutlich, das« sowohl den Dame» al« den Herren da« ganze Werk in Fleisch und Blut übergegangen war. Bo« ganz besonderer Schönhot und vor-züglich wiedergegeben waren der Sinleitung«chor, der ^Waldmorgen". in allererster Linie aber der Ehor der Edelfrauen und Ritter im 6. Theile. An dieft» Ehor ist so viel «nmuch, Kraft »nd Fe»er aufgestapelt, dos« wir un« zu der Be-Häuptling hinreißen lassen möchten: e« gibt kaum ein zweite« Ehorwert, welch«« — im Sanzen so schön -»im Besoudere» so göttlichen Ohrenschman« bietet. E» gibt ab«r auch >i«ht viele Gefa-g-vereine, welche — wa« Herr«, und Damen au-belangt — in wrh<5ltni4rnäfeig kurzer Zeit ein so schwierige« Werk in so wirklich musterhafter Weise zu Gehör bringe« könnte». E« ist wohl richtig, das« die gesanglichen Leistuugen eine« Gesangvereine« i« erster Lim« dem Ehormeister z» verdanke» find. Die beiden Sangmeister — Dir. HänSgen und Dr. Torggler — verdienen darum auch vollste Anerkennung. Aber anch die administrative LeituiH ist von größtem Einstuffe. Seit Herr Fran» Kaiser dem Gejangvereine vorsteht, grht so ei» frischer, sröh-licher Hauch durch ihn! E« klappt alle« so gut, die Mitglieder singen mit Liebe und Freude, die Proben sind nicht so sehr al« »Arbeit' fühlbar, al« sie vielmehr Vergnügen und Erholung bieten. Kurz und gut: Der Gesangverein kann auf sein Eoncert vom 20. April 1900 stolz sein »»d Pettau kann stolz sein aus seinen Männer-Gesang-verein l Heil ih« l — Räch dem Eoncerte fanden sich die Mitwirkenden uud eine große Anzahl von Gästen im ersten Stock de« »Deutschen Heim' zusammen und al« die Letzten weagiengen, war t» nicht mehr Freitag, sondern Sam«tag. Der Obmann dankte Herrn Schippel, Stadt-amt«-Borstand Eberhartinger im Namen de« Bereine« dem Frl. Oschgan und weiter« auch dem verdienstvollen Obmanne, Oberlehrer S t e r i n g trank auf die beiden Sangmcisler und Obmann-Stellvertreter Per k o auf den Damen-chor. E« fiel hiebei manch witzige« Wort und wurde noch viel und schön und flott gesungen: Eine ganze Liedertafel in der Exkneipel (von der Wie wir hören, beab- sichligt die Südbahngesellschaft zur Entlastung ihre« Marburoer Etablissement« in Pettau ei« Reparaturwerkstälte zu errichten. Da dieselbe über 800 Arbeiter deschöftigen soll, so wär« diese Reugrüuduug ?oa hohem Wert« für die weitere Entwicklung unserer Stadt. Der Vezirk«au«fchus« hat dem hiesigen landwirischaftlichen vereine zur Errichtung von Weilerschi'ßstatione» eine Sub-vention von 600 K gewot»t (Hie Übliche Steuerbehörde) scheint ganz uud gar nicht einverstanden zu sei» mit den Sinkommensteuerbetenntnissen der Pettauer Bürger-schast, so das« zahlreiche Einkommensteuerpflich-tiae zur »Aufklärung' und Borlage der Ge» schüstSbncher aufgefordert wurden. E« liegt u»S selbsiversiandlich ferne, den Diensteifer der löb-liehen Veamienschaft zu bemängeln. aber leider, die Geschäfte gehen einmal schlecht, trotz aller Bemühungen ihrer Inhaber.und selbst dir Steuer-behörde kann bei aller Findigkeit diese That-sache nicht au» der Welt schiffe«. Besonders be-dauernSwert sind aber die ikwiigaricnbtsiher. So lesen wir in einer Zuschrift der Schätzn', is-Commission: E« unterliegt die Angabe. Sie sötten au« dem Weingarten 189V einen Abgang joii 967 K zu verzeichnen, Bedenken. weil a) der Kr* der im eigenen Haushalte verwendeten Producie nicht als Einnahme einbekanut wurde; d) weil Sie «inen bereit« verlau«-tenWeingarten gekauft haben» »d in diesem Falle die Au«layen zur Wiederbereb»nade«selbenim Sinne de« A 162, 1. P.-St.-G. als Invensti-tionSautlagen nicht abgerechnet werden können; o) weil die Ernte im Berhältnifse zur Größe und Bonität de« Wein» harten« anfsallend gering einbetennt wurde. Die in der zitierten Zuschrift zutage tretende Aul» sassung de« g 162 de« Steucrgejctze« widerspricht dirert dessen klare« Wortlaute. Dort heißt e« doch: »in Abzug gebracht werden könne» Au«- Xfür durch gute Wirtschaft bedingte ver-naen im Betriebe der Landwirtschast.' Run also! Der vorige Besitzer de« Weingarten« führte eben keine g»te Wirtschaft, der Käufer sieht sich daher gezwungen, die kranken Stöcke zu «utsernen und durch widersta»d«fähigk, amerika-nische Rebe» zu ersten. Da« war eine unbedingt noihwendig? Verbesserung, wenn da« Ding den Rame» Weingarten behalten und Steuerobject der löblichen Fmanzbehörde bleibe» sollte. Derar-tiae Erlässe solle» zu Neuanlagen ermuntern? Wir hätten mehr Einsicht erwartet! (Herr Dtrnttr I nirsdj> ersucht un« um ver-vffentlichnng solgender Zuschrift: Leider verhin-dert, mich überall zu verabschieden, gestatte ich mir auf diesem Wege dem verehrten, kunstsinuigen Publicum von Pettau und Umgebung sür die allseitige Unterstützung während der heurigen Saison meinen herzlichsten und wärmste» Dank «»«zuspreche». Gleichzeitig ersuche ich, fall« noch jemand an mich oder meine Mitglieder For-derunge» hat. sich an mich behnf« deren Rege-lung zu wenden. (Jlt« Wind, ^ristritz) wird un« gemeldet: Da« Streichorchester der hiesigen Stadtcapelle veranstaltet unter Leitung seine« Eapellmrister«. Herrn August Heller, Sam«tag den 28. April l. I. in N e u h o l d'« Gasträumen ei» Eoncert, zu welchem da» Doppelquartett de« in seinen Leistungen anrrkannt tüchtigen Männer-Gesang-vereine» Pettau. sowie der Solo-Baritonist Herr Joses R a » h » w o h l, ihre Mitwirkung zuge-sagt haben. Nachdem da« Eoncert mit seiner sorgfältig gewählten BortragSordnung zu Gunsten de« »Deutschen SchulvereineS' abgehalten wird, hofft man auf recht zahlreichen Besuch unserer Gesinnungsgenossen. (C«»l»rs.) Über da« vermögen der Handels-firma Alfred MoseS in Picheldors wurde der EoncurS verhängt. Zum EoneurScomunssSr wurde der k. k. BezirkSrichier Herr Dr. Franz Gla«, zum einstweiligen Massaverwalter Herr Dr. Hör-w a t h bestimmt. Herr M o s e «, welcher durch eine verunglückte Getreidespeculation in Zahlung«- Unfähigkeit aeratheu «ar. ist nach verhä,u»uoa de« Eoacurst« flüchtig geworden. (Ei» SchWt»»ler.» Thoma« B e r, seine« Ze>chnS Landstreicher und Reserve-Infanterist, wurde am 14. d. M. i» Peltau verhaftet, nach, dem er bei zahlreichen Personen, einem Schueider, einem Gastwirt, eine« Eommi«, Kellnerinnen und Köchinnen wertlose Ringe als Goldwaren ver-pfändet halte. Er näherte sich seinen Opfer« stet« unter dem vorioande einer »momentanen Geld-Verlegenheit-. Die Geldverlegenheit war echt, leider aber nicht die Ringe. Ber wurde dem Strafgerichte eingeliefert. (virchgeqaogr».) Der Gruudbesitzer Anton B o h i n a ließ am 18. d. M. seine Pferde vor dem Geschäfte de« Herrn S o r k o am Raun ohne Aufsicht stehen »nd einige Kuabe» neckten sie so lange, bi« dieselben plötzlich durchgiengen. Sie liefe» über die Draubrücke, durch die Drau-gaste, über den Minoritenplatz in die Floriani- Cfse »nd Ungerthorgafse, bi« sie bei dem Gast-use der Frau W r a t s ch k o aufgehalten wurden. In der Draugasse rannten sie eine» Pionnier-Corpora! nieder, derselbe erlitt jedoch »ur leichte Verletzungen. (va« Oftrrschitßr») verursachte auch Heuer mehrfache UnglückSsälle. Im hiesigen Kranken-Hause befinden sich drei Bauernburschen mit schweren Verletzungen au den Extremitäten, welche sie sich durch unvorsichtige« Hantiere» mit Böller» zugezogen haben. Die Verunglückten heißen: Franz B o t o l i n au« Janschendorf. Fran» Holz au« Klappendorf und Franz P o t o ö n i k au« St. Rochu«, im Bezirke Rohttfch. (&«»).) Am Ostersonntage gerieth da« Wirtschaftsgebäude de«Sim. T u t > ch k o inDrasen» dorf, Gemeinde Eircowetz, in Brand und da« F«u«r verbreitet« sich in kurzer Zeit auf mehrere in d«r Näh« befindlich« Gehöft«. Der Brand nmrde durch Kinder verursacht, die mit Zünd-Hölzchen spielten: der durch denselben bewirkte Schade deläust sich auf 16000 K. (Ver ttbnun» k» C«>s»«,erei»r»1 in Le«kowetz. Herr 3 m i g o z. übersendet »»« eine kvtzengrode Berichtignnq Äbgedruckt wird so et-wa» nicht, aber die EhrcnbeleidigungSklage werden wir gegen den Herrn einbringe». Auswärtige Neuigkeiten. (Erste, Älpr»-Ga»t»r»feft.) Wie schon seinerzeit mitgetheilt wurde, findet am 3. und 4 de» Brachmviide» (Juni) d. I. zu Graz in der Lande»turnhalle da» erste Alpen-Gauturnsest statt. Der Alpentarngau, der dritte Gau de» deutschen TurnerbundeS. ist in stetem Wachsen begriffen uud arbeitet emsig an dem Baue eine« tüchtigen Horte» der Deutschen Steiermark». Dank der scharsen Richtung und der eisernen Grundsätze steht der Gau heute unter allen ähnlichen Bereinigungen in völkische Beziehung obenan. Da« Fes», die erste größere Veranstaltung, soll nicht nur turnerische Fertigkeit zeigen, sondern, in erster Linie würdig und einfach gehalten, da« deutsche StammeSdewusStsein erhöhe» und kundgeben, in wie weite Kreise der unversälschte Turngedanke Iahn» eingedrungen ist. E» sollen Körper und Geist gestählt werden im friedlichen Wettstreite, e» sollen Männer heranaebildet werde», die in die Welt taugen. Die» ist nicht zu erzielen durch ein Tingltanglfest. bei dem der Suff die erste Rolle spielt, sondern durch Einsach-heit im Auftrete», fern von allem Modewesei, und Gigerlthum. frei von Gauklereien und sinn» berauschenden Künsten, schlicht und deutsch, eine» deutschen Turner« würdig. Der einfache Festzug, frei von wälscheni Flitter und Schangepränge, wird unS den Heerbann der deutschen Turner zeigen, die ungescheut allezeit ihr volkStum hoch-halten und bereit sind, jede Handbreit deiitscher Heimaterde bi« zum letzte» VlutStropfen zu ver» theidigen. Ei» tüchtiger AuSschus« arbeitet an der würdige» Ausgestaltung de« Feste», dessen Ge. linge» sür den Alpenturngau, wie für die deutsch- volkliche Sache im allgemeinen vo» großem Werte ist. Es werdeii daher alle Volksgenossen aufge-fovbrrt, zu Pfingsten »ach Grat z» wandern und durch zahlreichen Besuch dieses hehre und schöne Fest zu nnterstützen. Jeder Deutsche soll zeigen. da» ihm da» Wohl und Wehe seine« Volke« am Herzen liegt und das« er lieber eine edle Sache unterstützt, al« ziel- und zwecklos die Zeit toiznschlage» Auf zum ersten Alpen-t u r n g a u s e st e! Die auSsührliche Feslordnung wird noch rechtzeitig bekannt gegeben werde». (Al, eine irr nühlichstrn Einrichtungen) für die Vertheidigung unsere« VolkSthnin» hat sich die Schaffung der VoltSbank und Spargenossenschaft sür Deutschbvhmen in Leitinerih erwiesen. Allen Bedenken gegenüber, welche mit Hinblick auf die bestehenden Spar-und Borschusskassen gemacht wurde», hat sich die Leitmeritzer Volksbank nicht nur überraschend schnell entwickelt, sondern e« hat sich auch heraus-gestellt, das« sie als eine Eoncurrenzanstalt für die bestehenden Geldinstitute nicht angesehen werden kann, da sie aus viel breiterer Grund-läge aufgebaut, eher al« eine Vermittlerin de« moderne» Geldverkehre« weite Schichte» der deutschen Bevölkerung zu diesem herangezogen und de» Sinn sür zieldewus«te Geldanlage geweckt Hai. Außerdem hat die dem öffentlichen geschäft-liehen Leben gewidmete berathende Thätigkeit der Bank (geschäftliche Auskünfte, Faktureiibelehnnng, Jnkassoübtrnahme) die Bolktba»k rasch al« eiue» segensreichen Faktor für die «reise de« Bürger-und Bauernstandes erkennen lassen. Die deutsch« BolkSbank in Leitmeritz wurde an» 27. Feb. 1898 gegründet und verzeichnete Ende December 1898 4230 Mitglieder au« ganz Deutschböhme» mit 9533 Geschäftsanteilen (der Antheil zu 24 Kronen, auch durch monatliche Theilzahlung zu 1 Krone einzuzahlen). Der Geschäftsumsatz betrug in dem angeführten Zeitraum 2,506.014 Stiemen 26 Heller. Als Reingewinn blieben 1187 Kronen 62 Heller zur Verfügung der Hauptversammlung; die An-thcilnehmer erhielten ichon nach 11 Monaten einen 3*/,igen Gewinnantheil. Die deutsche Volks-dank in Leitmeritz ha» sich (man vergleiche im vorligenden Jahresberichte die Darlehen und Spareinlagen) al« ein nach alle» Richtungen höchst wichtige« uud nützliche« Institut erwiesen, welche« für die weitesten Schichte» de« deutfchböhmische» Volke« ein wirtschaftspolitischer Erzieher »nd vielen ein Helfer »n bedrängter Lage wurde. De» letzte» Berichtn» zufolge l»at der Aufschwung der Leitmeritzer Volk»bank in erfreulichster, überraschen« der Weise noch zugenommen. (Ver weise Girstmayr.) ReichStagSabgeord-neter Girstmayr schreibt in der Tagespost vom 10. d. M.: ,Rur einen vernünftigen Abgeord-neten haben die Slovene» und da« ist der Lande«-auSschußbeisitzer Herr Robiü, der bleibt ruhig in Graz und arbeitet da fleißig sür sei» Bolk." ES gibt also znxi Robi5. der eine sitzt im Landtage, der andere hat die feierliche Abstinenzerklärung der Slovenen mit unterzeichnet. Vernünftig ist ein derartige« Vorgehen gewiß, weil e« jährlich 5000 fl. einträgt, ob eS sich aber mit deni Ge-setze de« politifchen Anstande« verträgt, daS zu entscheiden überlassen wir Herrn Girstmayr. Schade, das» nicht alle slovenischen Abgeordneten jährlich 5000 fl. beziehen, dann gäbe e« gar keine Abstinenz. lvurchgrdrannt.) Genosse Heindl, social-demokratischer Parteiführer, Partnjecretär ic. in Graz. ist mit einem Theile der Parteicasse und der Gattin eine« andere» Führer« nach der Schweiz dlirchgebrannt. Der Mann wurde »un »vegen allzu ,znknnft»staa»lichem" Benehmen au« der Partei ausgeschlossen. Handel, Gewerbe u. Industrie. Consnavereinsgeschichten. Wie unseren Leser» bekannt ist. bemüht man sich von slovenisch- clericaler Seite, in möglichst vielen Dörfern Slovenien« Eonsumvereine — 4 — zu gründen und auch in der Umgebung unserer Stadt, in LeSiowctz, wurde ein gleicher Versuch unternommen, ja dort gieng ma» sogar noch einen Schritt weiter und errichtete auch ein „&>». sumgastha»«". für welche» der Herr I. Gemeinde' rath und Obmann des Eonsumvereine« die Eon-cesston zu erwerben wußte. Wir werden un« gestatten, den Wert und die Aussichten dieser Gründungen zierst allgemein zu besprechen, um dann wieder auf unser liebe« Le«kowetz zurückzukommen. Die Aufhebung der Confumvereine ist be-kanntlich seit Jahreu eine Hauptforderung de« unabhängigen KausmannSstande«. Verfolgt man aber den Entwicklungsgang dieser Bewegung, so zeigt sich, das« diese Forderung trotz kräftigster Unterstützung von n a t i o n a l e r, ch r i st l i ch-socialer und clericaler Seite an dem Widerstande der Liberalen und der socialdemo-cratische» Arbeiter scheiterte. Drei Sorten von Leuten hatten bisher da« Hauptinteresse a» dem Fortbestände der Eon-sumvereine. Vor allem der Pofelwarenfabrikant und LebenSmittetfälscher in den Großstädten. Ein Eonfumverein ist nämlich viel leichter zu be-trügen, al« der gelernte Kaufmann und selbst wenn ein sachverständiger Geschäst«führer bestellt ist, wird die Sache nicht besser, den» nur zu ost wäscht eine Hand die andere. Die II. Kategorie der Eons»mverein«freunde rekrutiert sich au« jenen Großindustriellen, welchen e« nicht genügt, ihre Arbeiter auszubeuten und schlecht zu bezahlen, sondern sie zwingen überdie« den Arbeiter, seinen sauer erworbenen Groschen in ihren Eonsumverein zu tragen. Die dritte Sorte endlich sind jene verdäch-tigen Gestalten, welche neuerdings in de» größeren Städte» Einkaus«vereinig»ngen gründe», welche ohne Buchführung und Controlle arbeiten, so das« der Arbeiter Gefahr läuft, sür sein Geld gar nicht« zn bekomme». In Graz z. B. besteht eine weitverzweigte Organisation, bei welcher der Arbeiter Mittwoch da« Baargeld erlegen mus« für die Waren, welche er nach gemeinsamem Ein-kaufe Sam«tag Nachmittag erhalte» soll, wer aber nicht rechtzeitig kommt, enthält entweder zu wenig oder gor nicht«. Alle diese lieben Leute bekennen offen, das« sie e» anf den Ruin der ehrlichen Geschäftswelt, de« Mittelstände« abgesehen habe» und wenn der Staat nach der Proletarisierung de« Mittel-stände« ein Opfer revulutionärer Parteien werden sollte, so würde al« eine der Hanplursachen de« allgemeinen ZnsaminenbtucheS die unbegreifliche Duldung bezeichnet werden müssen, deren sich die Eonsumvereine zu erfreuen halten. Unsere weiteren AuSsührungen müssen wir nun ausschließlich an die geistlichen Herren in LeSkowetz richte», welche die eigentlichen Gründer de« dortigen Eonsumvereine« sind. Die Herren wissen nun, in welch' schlechte Gesellschaft sie durch Gründung de« Eonsum-vereint« gerathen sind, sie müssen weiterS er-kennen, das« sie indirect für Hebräer und So-cialisten arbeiten uud ohne e« zu wollen, den revolutionären Parteien Dienste leisten. Damit ist aber ihr Sündenregister keine«weg« erschöpft. Der Schreiber dieser Zeilen, welcher seit Jahren mit Priestern verkehrt und deshalb sogar gelegent-lich al« „Schwarzer" vernadert wird, geniert sich gar nicht, sondern er hält c« sogar sür seine Pflicht, den Herren zu sagen, das« sie ledig-lich schon durch die Gründung de« Eonsumvereine« dem katholischen und christlichen WirtschastSpro-gram in e in» Gesicht geschlagen haben, wobei wir unerörtert lassen wollen, ob sich die geistige Leitung eine« Eonsumvereine» sammt WirtShau» mit den geistlichen Pflichten de« Seelsorger« vereinbaren läßt. Der Schreiber diese» ist als Laie nicht berechtigt, die Frage zu beantworten, aber er kennt persönlich zahlreiche und eifrige Priester, allerdings in der Diözese Seckan, welche eine sehr drastische Antwort daraus zu geben wüßten. Wenn un« also die Herren so stolz schreiben, „wir haben un« einzig z» »er-antworten vor Gott", so mögen sie da« mit ihrem Gewissen abmachen. Sefahiguugsuachvei« and Hausierhandel. Wa« war da«' für ein Geschrei in der man-chesterliberalen Presse, al» die Gewerbetreibenden Schutz durch den Befähigungsnachweis verlangten. Und als selbst trotz unerhörter Gegenagitativu diese Forderung de« Gewerbestande« erfüllt wurde, da« Genossenschaftswesen aber, zumeist durch die laxe Handhabung des Gesetze«, nicht sofort >n Fleisch und Blut übergehen wollte, da tonnte man »och immer einzelne Stimmen vernehmt», welche uiiltr dem Feldrnse: „Der Befähigung», nachwei« hat sich nicht bewährtI" die Abänderung de« Gesetzes durchzusetzen vermeinten. Alles ist vtrgtbliche Mühe. Und heute stehe» wir auf dem Standpunkte, dass auch der Handelsstand den Befähigungsnachweis fordert. Freilich hat gtradc der HandelSstaud unter dem Mangel diese« ge-fttzlichfn Schutze« am meiste» zu leiden gehabt. Auf Veranlassung de« .Verbände« deutscher Kaufleute in Böhmen" haben »»» die Abgeord-neten Erb. Dr. Hoffmann. Franz Hoffmann und Genossen im Reich«rathe einen DnuglichkeitSan-trag eingebracht, in welchem solgende« verlangt wird: 1. Die Einführung des Befähigung«,rnch-weise« im Handel. 2. Die weitgehendste Beschränkung des Hausierhandels. 3. Zorückführnng der Eonsnmvereine auf ihr wirkliche« Princip und Einschränkung der Leben«mittelmagazine. 4. Durchgreifende Organisation und Ver-mehrnng der Handel«- und Fortbildungsschulen. 5. Gesetzliche Regelung der Tage«ardeit im Handel. 6. Errichtung von Staat«lagerhäuiern. Diesen Ausführungen entsprechend wird die Regierung aufgefordert, in allerkürzester Frist dem Abgeordnetenhaufe einen Gesetzentwurf ent-sprechend vorstehendem Ausführungen vorzulegen. Dieser Dringlichkeitsantrag ist von 35 Ab-geordnete» gezeichnet und wird der geschäst«ord-nungsmäßigen Behandlung zugeführt werden. Da« Interessanteste dabei aber ist, das« dieser Dringlichkeit«a»trag nicht nur vo» Mit-gliedern der deutsche» VolkSpartei, sonder» auch vo» zahlreichen anderen Mitgliedern der deutschen Fortschrittspartei unterzeichnet wurde, so das« wir neben den Name» der Gewerbetreibenden Böheim und Glöckner, auch jene der Abgeord-neten Dr. Funke. Dr. Pergelt. Pros. Bendel, ja selbst Dr. Pferfche darunter finden. Wa« mag nun die jugendliberale Presse dazu sagen, wenn sie die Namen der .sortlchrittlichen" Abgeordneten unter diesem „rückschrittlichen" Dringlichkeit«««-trage erblickt? Ja die Zeiten ändern sich eben. Technologische« vewerdemasen«. Da« Handelsministerium, dem der „Beirath jn Gewerbesörderung«angelegeiiheiten" zur Seit« steht, hat solgende Einrichtungen getroffen. 1. Eine fachliche An«kunft«stelle im Gewerbe-museum. 2. Permanente und temporäre Ausstellungen von grwtrbliche» Maschine». 3. Überlassung solcher Maschinen an klein-gewerbliche Genossenschaften unter besonders günstigen Bedingungen. 4. Erthtiluna von D a r l e b e n an ge-»verbliche Rohstoff-. Magazin«, und Produktiv-genoffenschafte». 5. Veranstaltung von Meistercursen in Wien. 6. Veranstaltung von Fachcurstii außer Wien und gewerblichen Wanderunterricht. 7. EinflusSnahme aus die Lthrli»g«trziehung. I» den An«ku»ft«stelle» werde» Gewerbetreibende sowohl betreffs der Bildung vo» Pro-ductivge»ossenschaften. Einkauskvertinen, sowie allen technischen Angelegenl>eiten, z. B. Aufsiel- hing, Behandlung und Leistungsfähigkeit von Motoren unentgeltlich informier«. Die dauernde Ausstellung kleingeweil'lichcr Maschinen befindet sich im Technologische» Museum und werde» Stipendien zum Besuche dieser Ausstellung und z»var Fahrkarte» dritter Klasse »ach Wie» und zurück, sowie 4 fl. Toggeld verliehen. Temporäre Ausstellungen in Provinzstädten werden subventioniert. Gesuche un, Überlassung von Maschine» sind ftempelfrei an daS Handelsministerium zu richte» und müssen ausschließlich von Genoffenfchastr» eingebracht werde». Die Maschinen werden entweder aus zehn jährliche Abzahlungsraten zinsenfrci oder leihweise auf zwei bis drei Jahre abgegeben. Darlehen werde» nur an jene Rohstoff-, Magazins- und Peod«ctivge»osfenfchaften gegeben, welche aus Grund de« Gesetzes vom 9. April 1873 gebildet sind. Der Zinsfuß stellt sich auf 3'/, Pro-cent und die Schuld muss an einem bestimmten Termin« abgezahlt weiden. Die Meistercurse besässe» sich vorläufig mit Schuhmacherei. Bautischlerei. Kleidermacherei und Bauschlosferci. An den Eurfe» könne» Meister und Gehilfe» theilnehmen uud beträgt das UnterrichtSgeld bei sechsivvchentlicher Dauer 26 fl. und 2 fl. Einschreibgebühr. Gesuche uin Be-freiung vom UnterrichtSgelde sind an daS Techno» logische Gewcrbeniusem zu richten. Gesuche um Stipendien an daS Handelsministerium. Sin Stipendium für auswärtige Frequentante» beträgt filt Meister 90 fl.. für Geh'lfe» 70 fl. sammt der Fahrkarte dritter Classe. Wer ein Stipendium erhält, ist auch vom UnterrichtSgelde befreit. Gesuche um Anstellung als gewerblicher Wanderlehrer sind an da» Handelsministerium zu richten. Humoristische Wochenschau. Glücklicher Günther vo» MöSpelbrunu, jeder moderne Nimrod muss dich beiieiden! So iu den Wald zu zieheu ohne Jagdkarte und Waffen-pafs und dabei ei»er Jungsrau zu begegne», die da» männliche Geschlecht bisher nur iu Köhlern uud Holzknechte» kannte, das gelingt heutzutage höchstens einem Wilderer. Die Zeile» der Romantik sind eben vorüber. Ich kenne in Pettau mehrere Jagdfreunde, aber da« schöne Geschlecht macht ans sie nur geringen Eindruck. Der Anblick eine» „WaldfrSuleinS" würde sie höchste«» zu dem AuSnife: .Marsch au» meinem Revier" veranlasftn. während sie die Thatsache, das» ihre Hündin die eigene» Jungen auffraß, in tiefster Seele bewegt. Aber auch die Damenwelt hat sich ge-ändert. Heute einer jungen Dame zu sagen: Bald wird, du süße« Sngettbild, Ein Mann dich seh'n — würd» gleich die Toilettenfrage ans'» Tapet bringen und ein neues Kleid zur Vorstellung müsste sofort bestellt werde». ES habe« sich eben alle Verhältnisse geändert: Damalö kamen die Feen aus deu Wolkeu, um die LiebeSscen«» abzukürzen, heutzutage fäll» Mama erst dann aus deu Wolken, wenn sie die Streiche ihre» Töchterlein« erfahrt und dann ist'S meisten» viel zu spät Die Feen gefallen mir überhaupt nicht; hätten sie das Liebespaar beisammen gelassen, wäre dem Waldfräulein der ganze Kummer erspart geblieben, allerdings wäre uns dadurch aiich die Gelegenheit entzogen, die ausgezeichneten Leistungen der Ehöre und der P. T. Solisten »nd Solistinnen zu hören, aber was thut man nicht, um zwei Liebende glücklich jll machen. Schade, dass Büchner da« Zedlitz'sche Mälchen gekürzt hat und daher jene Scene au«fiel, in welcher der Klausner sagt: Wie herrlich ist durch Gottes Bnade Gebildet dieser Jungsrau Wade. Sie hätte gewiss anch Beifall gefunden, aber ei wäre doch unpassend, solche Details bei einer Liedertasel zu besprechen; Herr von MöSpclbrnnn hätte sich mit Recht darüber beschweren könne». MöSpelbrunu verdient die Liebe deS WaldfräiileinS eigentlich gar nicht. Während sie i» der Welt herumzieht und ihn in allen Wirtshäusern sucht, geht der Elende auf Abenteuer auS und beim Wiedersehe» lagt er rücksichtslos, dass er die Schwiegerinama i»'S Han» nehmen w'll. „Run hin zu meiner Bäter Schloss, Dort sollst mein Weib Du iverden, Die treueste Mutter harret Dein Und alle« iitlück auf Erden.' Wenigstens für die Zeit der Flitterwvche» hätte er die Schwiegermutter »ach Marienbad schicken sollen. Aber nicht nur von den Fern ist in Pettau die Rede. Auch der Wauwau wurde erwartet ist aber nicht eingetragen. Der Herr Ge»ofseiiichgfl»uisiiunor. der zuftllig zur selb«» Zeit ankam, verwahrt« sich öffentlich dagegen, mit diesem Gespenst« ver-wechselt zu »veiden. Er berief sich dabei auf feine amtliche Stellung, er fei kein Stenerinspector, im Gegentheile, er sei verpflichtet, deu betrübten Ge-werbestand durch gute Witz« und freundliche Er-zählungen aufzuheitern. Da die „Pettauer Zei-tung" in gleichem Sinne arbeitet, ließen sich da Ersparungen einführen. Man schaffe die Ge» nosfenschaftSinstriictoren wieder ab und subven-«ioniere da sür die .humoristische Wochenschau" der »Pettauer Zeitung". Stihl'S große« illnstr. ftrititrkach mit »«ch der ffatnr e»l»r «dbild»»,e» »in Dr. d. «»«»» — Reg»« karg Ttitzl'sche Luchhdtg Cinf)A*klg in 10 Lieferungen i 50 Pfennig »der 30 kr. Die beiden ersten Lieferungen diese« iu feiner «rt großartig angelegten Werke« belehren uns, das« wir e« hier mit einem Buche zu thun haben, dessen Verfasser e« versteht, in gelungener Darstellung eine gründliche Senntni« über alle jene Pstanzen und Früchte zu geben, welche der Gesundheit de« Menschen dienlich und für den praktischen Hauthalt überaus nüplich sind. Diese« Kräuterbuch ist mit großem Fleiß und vieler Fachkennini« zusammengestellt und die beigegedenen malerisch gruppirteii Tafeln zeigen die Pflanzen und Früchte in größter Ratuttreue. Wir empfehlen diese« vortreffliche Werk allen Freunden der Ratur, ganz besonder» aber allen jenen Wiftbegierigen, welche den bekannt hohen Wer, der Kräuter im Dienste der Menfi^cheit kennen lernen wollen DU vornehmsten trztlichen Cnparitiiten empfehlen da« steirifch« Bad Rohitsch-Tauerbrunn bei Erkrankunaen de« Magen« und de« Darme«, sowie bei Diabete« lgucker-rühr) und Brightscher Rierenkrankheit auf« wärmste. Al« Perle der grünen Steiermark seit Jahrhunderten bekannt, gleicht rt einem niedlich ausgebauten Schmuckkästchen, dem da« saftige Grün der Tannen und Buchen eine prächtjg« Folie gibt. Herrliche Promenadewege, ein wohl-gepflegter Curpark, eine täglich zweimal eoncertierende ikureovelle, Xeirailpttfec, Lesezimmer. Tast vertreiben den Surgästen die Aeit. Die Preise der »immer sind mäßig und gibt der Leiter der LandeScuranstalt, Herr Direrior T r o t t e r, gerne jede gewünschte ÄuSkunsl. Der gräßte Bndrang herrscht im Juli und August, e« ^weck- mäßig erscheint, die Badeanstalt im Mai und Juni aus-jnfuchen. . Eingesendet. Erklärung. ES ist mir zu Ohren gekommen, das» Ge-rüchte emuliere», wornach ich über die ärztliche Behandlung meiner ganzen Familie seiteu» des hochgeehrten Herr» Dr. o. M e z l e r. angeblich wegen Verschleppung der Krankheit, eine abfällige Kritik geübt haben soll. Selbstverständlich ist alles erlogen »nd Jedermann, der mich kennt, wird mir eine solche Tactlosigkeit, recte Gemeinheit nicht zumuthen. Eine« begreife ich einfach nicht, wie ei die Tralfchbasen iiber'S Herz bringen konnte», einer tiestrauernde», von so schweren Schicksal«-schläzen betroffene» »nd i» gänzlicher Abge-schloffenheit lebenden Familie eine so freche Lüge in die Schuhe z» schieben. Den Herrn Dr. v. M e z l e r bitte ich aber zum wiederholten Male, von mir die Versicherung entgegenzunehmen, dass ich mich ihm für feine hingebungS-, mühevolle und überaus humane, aufopferude, liebevolle BeHand-lung meiner Angehörige» zum steten Danke ver-pflichtet fühle. Ludwig Itnopptfi, Siidbahn-Afficial. Franz Wilhelm's abführender €lm von FRANZ WILHELM Apotheker in Neunkirchexi (N iederöetcrreich) ist durch alle Apotheken zum Preise von 1 fl. ötf. Wahr, per Packet m beziehen. —testg Buch über die Ehe^ von Or. O. Retall (39 Abbildungen) gegen Einsendung M. 1,60 in Briesniarken franko. «.Kugel. Berlin. ^_PotSdmnerstraße 131._ Ich Anna Csillag ■II ISA c Bifff»>8«iti»» ®«ar, b«6f ftKfcrt in 1 ffsift 14 «onallidtfn (JVbTaadiM wlWtTfunbfiini rrbaltrr Xne- feit* ist oon den brriiintrflrn Kulttl-Mim «II MI limij» ttitlrl g««n ■»IfoCrn der Haare. t»r FSrderuxg de« «»chuhaml drriilbe». jur kiirt«»» dr« Htorto»»*! aiirrtonnl BoiWn, fl» »eldibeit txi Her»» «mm vollen, frlftlien ?arlwuch» «»» verleibt schon n«ch kurzem «e»iauch» iow»iii »em K»»f., all «»ch rarlh»»r» n»iürl>che» UN» nun« im.' dewshn »««seid»» !b« WUs^lijem — I unter „IIMwi1 am SPARSAM KÜCHE SRaffh der Suppe« ist tilji» i» friner Art. um auaenblicklich jede Suppe und jede schwache Bouillon überraschend gut und kräftig - - zu machen, — wenige Tropfen qenÄaen. 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Der Standesbeamte : Curta. 2 Stück öberbrauchte RÄDER, I Herrenrad und I Damenrad, sind billigst zu verkaufen bei Johann Spruilna, Mechaniker, PETTAU, Fforlaniptatz Nr. 4. EF verkauft T- IiTe-Li.soHn.er laa. FettavL. Edict. » g. S 1,00 31 f. Be- (Fahrnissen-Bersteigerung in Pettau.) Bon dem k. zirtSgerichte Pettau wird bekannt gegeben: ES sei im Eoncurse dcS Johann Maizen in Pettau über Ausuchen de« ConcurS-Masseverwalter« Herrn Maz Straschill und mit Zustimmung de» GläubigerauSschusseß die gerichtliche Versteigerung des in die ConcurSmasse gehörigen auS Leder, Häuten und dgl. bestehenden Warenlagers, welche« einen Schütz-wert von 1344 K 84 h hat, bewilligt und auf M»«tag den 23. April 1900 von 10—12 Uhr vor' und 2—6 Uhr nachmittag» erforderlichen-fall» auf den darauffolgenden Tag zu denselben Stunden an Ort und Stelle im GeschästSlocale, Ungarthorgasse Nr. 3, mit dem Beifügen anberaumt worden, das» die Waren einzeln oder partienweise um den Schätzungswert ausgeboten und nicht unter einem Drittel desselben gegen Baarzahlung und sofortige Weg-schaffung hintangegeben werden und die Armenabyabe vom Erstehe? zu leisten ist. Die zu versteigernden Gegenstände können am 23. d. M. von 8 Uhr vormittag» an im GeschäftSlocale besichtigt, daS-Inventar kann hg. Zimmer Nr. 13 eingesehen werden. R. K. SeMAgericht pett»», «bth. 1, am 20. April 1900. W ® I goldenes Anhängsel, I Sacktuch, ! I Spltzen-Umhlagtuotl wurde vertauscht. Die Sac Beim Concerte dec Männergesangvereines wurden verloren: Die Sachen erliegen beim Vereinadiener Welttbacher. rar in- imdH ■sto. bwotft am 38 Jahran^H Journale, | nnd billigt« A. Oppelik'B Nachfeiger Anton OppeMk, Fleisch-Preise in Heller. Ktmt »e« Fleisch«» n 3 ■biMeifch »«l»ß«isch I ®ch»ei«fri(ch S«lch»«re» vrrahau» Sasper Äcffiir Lacl Pktovar Franz Peflerl Maria Liittenbcrgrr Johann Wribenstein Hugo »100| 100| 100 ilOOl 100,100 100 112iü00>10ö! 112,800 100 112 200 112 120 200 9« 100 100112 92 100 1112 900 104 96 100100 100 96 112|200 100 200 100100 112,113 112112 2001 — 112112 100 100|1 ioo ioo'ioo 112 120 800 112 120'200 - ioo'ioo 112 120 200 96 104 — I I 100 100 12G1S» 120120 100 100 120120 104 100 140 140 140 140 200 160 200 160 200 160 140 140 Für oll« A«ße»de sind Kaiser's B r u s t-B o n b o n s aus» dringendste zu empfehlen. O/tQA notariell beglaubigte Zeugnis^ £*Li((D\J liffrrn den besten ©fiwi« olfi unübertroffen bei A»fte», Heiserkeit, Katarrh und Verschleimnng. Paket & tO und 20 kr. bei f. IBolitorJ Apotheker iu Pettau. Kürschners Frau Musika w Jeden Mut- »mri-ri ÖXU Aof Ick« (KlafüF7 m«»wiiJW^iii>niii Btdürf. » ■■«f ««& **». ku-uu». |W«A Aütnirl «MC *gx.r«. k« Vorräthig bei W. B L A N K E, Pettau. 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Pettau. l?f^Sf5TST5fn,5f!^f!T!T!TST!f?l!¥!fST!f5T!f!l,5T5fST!f5f?rSfWJfnf5T!f!f!f?fIf!T!T!T!T5TrT!l?T5?Sf!f!T!1E In iu ^ ^ v - '. -mimm..nn« i m $4 W M 08® m Weilage zur Verlag vo» B. Blaute i* V«ttw. WUMWWÄWMM«iMWB«»N«WW» (Eine geheimnisvolle That. Teutsch von Wilhelm 1 boI-iftortktua») uf diese «fuflift de« Schuldigen rtchuttc Herr Gestral. Daher hatte er auch die Stund« de« OcgrnbniffrS absichtlich auf d«» Höchsten Tag angetündigt. damit vor dem Hotel eine Menschenansammlung stattfinde. Er hatte sich nicht gelauscht Al« er antam, waren ziemlich viel Leute verfam-mrlt, nild e« fand eiu lebhafter Meinungsaustausch statt — »Da« ist ein Liebhabe/, der seine Geliebte getötet hat,' sagte jeniand.' „Aber sie war ja verheiratet!" .vielleicht hat der Mann selbst seine Frau getötet!" .Ach, warum nicht gar!" rief die Besitzerin de« Hotel«. die diese Wort« gehört hatte, .ein so ruhiger, sanfter Mensch, der irch« Jahr« bei mir gewohnt hatte und seine gran anbetete. Rein, »ein." fuhr sie fort, »da« ist irgend ein alter Anbeter, den sie nicht heiraten wollte, und der sich an ihr gerächt hat" .Ja, und er hat den Mann nicht angerührt, um den Glauben Wi erwecken, der Gatte sei der Mörder." .Ach, das mag wohl sein!" Herr Gestrak verlor kein Wort. Diese Reden stimmten mit feinen verschiedenen Hypothesen überein, und der gesunde verstand der Menge zog dieselben Schlüsse wir er; aber war der Mörder da? Herr Gestral ging von einer Gruppe zur andern, aber er entdeckte kein Gesicht, das seine Aufmerksamkeit besonders erregt tritt», ttr wartete, bis der Leichenzug da« Hotel verlasse» hatte und um die Ecke verschwunden war; dann hielt er e« für unnütz, »ich weiter auszuhalten und wandte sich der Eisenbahn zu. Er wollte sobald wie möglich in der kleinen Stadt, i» der Isidore ge> wohnt hatte, Erkundigungen einziehen. Sein erster Besuch galt dem Notar, der dem jungen Manne seine Klienten abgetreten hatte: doch der alte Herr war nicht z» -vause. Er hatte am Morgen durch die Zeitungen da« tragische Ereignis erfahren und hatte in Istdore« Kanzlei sofort die Lei-lung der Geschäfte übernommen. Der Polizeikommisiar »annte feinen Namen und zog ihn beiseite; doch erst mußte er ans die fragen oc» Notars antworten .Ein so ehrenwerter, junger Mann!" rief der Notar. .Ei» Herz von Gold, mein Herr; man behauptet, er habe seine Fra» in einem Anfall vo» Somnambulismus getötet! Gehe» Sie doch! Man wird sie ihm getötet haben! Ich schwöre Ihnen, er ist un-schuldig, Herr Kommissar l" »Haben Sie vielleicht jemanden im Verdacht?" .Ich, mein Herr? Rein, niemanden!" .Kennen Sie nicht einen Bewerber, der vo» dem jnngen Mäd-chen oder wenn nicht vo» diesem, von der Mntter zurückgewiesen worden? Nebrigen«, ist Madame Segonat vo» der Sache »iiter-richtet?" .Madame Segonatl Ach. mein Gott, wo habe ich dc»« meinen »opf? Daran dachte ich gar nicht mehr! Die arme Fra»! Sir liegt ode» in ihrem Zimmer aus ihrem Bett. Ich weiß nicht, ob man dt» nötigen Schritte gethan hat. Sie ist gestern von einem Herzschlag getroffen worden, und ich weift nicht, ob ma» die »ö ligen Anordnungen getroffen hat. Gestatten Sie, daft ich klingele?" »Sie ist also tot?" .Allerdings, mein Herr. Habe ich Ihnen das nicht gesagt? Ich hatte bereit« einen Brief an ihren Schwiegersohn »nd ihre Tochter abgesaftt, al« ich du Rotiz in der Zeitung las. Jetzt ist da» Schreiben aber gegenstandslos geworden!" .Madame Segonat ist also lvt. Sir waren ihr Notar?" »Ja. Herr Kommissar." »Seit »van» leitete» Sie ihre Gelda»gtlr«hritr»?" »Seit sie sich in dieser Stadl niedergelassen haue.' .Und hatte sie vorher in Paris einen Geschäftsmann?" .Da« weiß ich nicht I" .Wo wohnte sie in Paris?" »In der Rue Ehapon, im Marais." .Ich danke Ih»en. Nehnie» Sie die I»tereffe» des Herrn Re-nons gefälligst wahr. Seine Sache ist vielleicht nicht so anssichts-lo«, al« sie scheint." Herr Gestral kehrte sosort nach Pari« zurück nnd ging »ach der R»e llhapo». Was er dort erfuhr, war recht »nbede»tk»d. Herr Segonat hatte mit Fra» «nd Tochter sehr znrückgezogen gelebt: und wenige Personen hatte» sie vo» Zeit zu Zeit besucht, und der Portier wuftte nicht einmal die Namen dieser Leute. — Indessen war die Untersuchung beendet, »«d der Fall sollte znr verhandln»« gelangen. Die Ferie» waren z» E»de und die An-gelegenheit war als eine der ersten angesetzt. Isidore, der nnr viernndzwanzig Stunden in Hast behalten worden, schöpste neue» Mut. Lbgleich der Schmerz, den er über den Tod AlbertinenS empfand, ein sehr heftiger war. fo war sie doch nicht lange genug seine Frau gewesen, al« daft er sich »icht hätte tröste» können. Einer seiner alten »amerade», der Advokat geworden war, »nd deni er die Verteidigung seiner Sache anvertraut hatte, der Arzt, der ihn behandelte und der Polizeikommissar Gestral besuchten ihn ziemlich oft. Der Advokat, der »ach greifbare» Entlaftu«g«be-weistn gesucht ilnd keine solchen gefunden hatte, ivar in ziemlicher Verlegenheit: daher rechnete er ans den Schntz de« Arzte«, dessen Anssagrn zu Gunsten Isidore« ansfallen mnftten »nd vielleicht auch seine Beredsamkeit. Herr Gestral lächelte »nd hütete sich wohl, etwa« zu sage». Al« der Arzt dies geheimnisvolle Lächeln sah, faftte er vertraue» und sagte zu dem jungen Mann: .Mein lieber Kranker, wir werde» ja sehen, ob die Unschuld im Verein mit der Wissenschaft unterliegen wird."--— Der Tag der Verhandln«« war gekommen. Die Zuhörerschaft hatte sich sehr zahlreich ei«gef»nde«, viele ehemalige Äommilitoiie» des Angeklagte» waren erschiene». Isidore. der bei seinem Ein-tritt sehr erregt war, faftte Mut, al« er so viele befreuudete Ge-sichter sah Anfter den Studenten waren eine grofte Anzahl von grauen nnd jener an beschäftigte», kleinen Rentier« anwesend, dir man die Stammgäste de« Schwurgerichtshofes nenne» kö«»te. Der erste Tag war der Vernehmung der Fremde» gewidmet. Allerdings wuftte niemand etwa« Bestimmtes: doch alle bekundeten da« g»te Vorleben des Angeschuldigten. Auch verlas man den sel>r ausführlichen Bericht des Herr» Gestral. der die Erlaubnis er-halten hatte, »icht vor Gericht zu erscheinen zu brauche». Dieser »ttter deui lebhafte» Eindruck de« Verbrechens geschriebene Bericht zog keine Schlüsie, neigte aber zur Unschuld Iüdores. Während die allgemeine A»fmerkfamkrit sich a»f die Zeuge» richtete, be trachtete der Polizeikommisiar, der sich in de» d»nk?>str» Winkel gesetzt hatte, die Anwesende». Sei»? Auge» irrte» vo» einem Gesicht z»m ander», ohne jedoch etwas Besonderes zn entdecken. Nur ein Gesicht übte eine grofte Anziehungskraft ans ih» a»s. Der be-> reffkttde Ztthörer war etwa fünfzig Jahre alt. hatte eine» kahlen Schädel, eine lange Nase, ichmale Lippen, einen blasse» Teint, den zeitweise eine flammende Röte färbte: a»ct, trug er eine Brille, liiii grofter Mantel. der seine Hände verbarg, bedeckte ihn gain «ttd gar. Sei»e Hände verriete» ih». Herr Gestral bemerkte, das, sie ans den L»iee» richte» »»d sich vo» Zeit z» Zeit krarnpfte«, besonder«. wenn ein Milrniel» der S»»>pathie für Isidore die Reibe» der .iuhörer durchlief. Herr Gestral glaubte sich e»Miri> am der -pur, dir er suchte, «»d zitterte vor Freude Er verlie» den lliibcttiiiiucii nicht mit den Augen, Al» die Sitzung gc schloffen würd«, sah er den Mann langsam hinausgehen, sich den verschiedenen Gruppen näher» und hören, was gesprochen wurde; er selbst aber sagte kein wort. Herr Gestral beging nicht dir llii-klugheit, ihm selbst zu folge», son-dem betraute mit dieser Mission ei-»e» feiner geschicktesten Beamte». dessen Rückkehr er ungeduldig er wartete. Nach Verlaus einer Stunde kehrtederBeamrewieder. DerManu, den er beobachtet hatte, bewohnte in Jle-St. Louis da» Erdgeschoß ei-neS Saufe», das ihm gehörte uud das eine» auf eine einsame Straße hinausgehenden Garte» besaß. Er hieß Darronc und war ein ehemali-grr Advokat, Am nächste» Tage setzte sich Herr Gestral, der sich als einfacher Ren-tier verkleidet hatte, nebe« diese» Darronc. DaS Zengenverhör wurde fortgesetzt; doch Herr Darrouc ließ kein Zeichen der Erregung blicken. ES kam uuu die Reihe an den Arzt, der Isidore behandelt hatte, und das tiefste Schweigen trat ein. Mit großer Einfachheit, doch mit der vollen Autorität des Maunes der Wissenschaft erzählte er, in welchem Zustande er de» Angeklagten getroffen. das Experiment, da« er an demselben versucht, das Resultat dieses Experiments, uud erklärte, daß Isidore. seiner Meinung nach »icht der Schnldige wäre. Es entstand eine allgemeine Bewegung, und die Sitzung war fiir einige Auge« Der Verteidiger Isidore« erwiderte mit tiefbewegter S»m. und hob da« gute vorleben des Angeklagten nachdrücklich herv / um nach einer längeren Rede da« Richtschnldig und die greisprechn seine« Klienten zu beantragen. Als man Isidore fragte, vb , der Verteidigungsrede nichts hi„-i zufügen hätte, erhob er sich, str^ die Sand an« und rief mit feuchi, aber glänzenden Augen und starü Stimme: .Ich schwöre, daß ich d volle Wahrheit gesagt habe, und d. ich das verbreche», dessen man m, anklagt, »icht begangen habe." In diesem Augenblicke betrachu der Kommiffar Herrn Darronc. tf war totenbleich und trocknete in schlveißbedeckt« Stirn. Der Gerictn Hof zog sich zur Beratung zürn kehrte «ach einer halben Stau wieder «nd sprach das Richtschuld aus. .Mein Herr," sagte der Prii deut zu Ifidvre. .wir geben Sie bi menschlichen Gesellschaft zurück, c wohl die seltsamste» Borkommnil sich vereinigte», Sie z« verdammt so haben Ihre Richter doch an d Aufrichtigkeit Ihrer Worte und Il> re« Blickes geglaubt. Beweinen 3i, in Friede» die grau, die Sie iu i entsetzlicher Weise verloren habr> Was den wirkliche» Mörder a»b> trifft, so wird der ginger Gotttv au welchem Ort er sich auch befinde! mag. ihn früher oder später der Mi rechtigkrit der Menschen enthüllen' Leichenblaß hatte Herr Darron de» Worten de» Präsidenten zuge . . WWWW hört und war Isidore, dem greigt blicke ausgehoben. Mau unterhielt Walter Hauser. ftn schweiz. «»u»e«priisideni ffir 1900. Mit sprochenen. mit entsetzten Blicken sich überall lebhaft mit halblauter Stimme. Herr Gestral. der Herr» Darronr zn seiner Linken hatte, hatte mit seinem Nachbar rechts, einem eikrigru Anhänger Isidore«, bereit» einige Worte gewechselt. Herr Gestral that, al« glanbe e» nicht an die Behauptungen des Arzte«, »nd widersprach heftig. Herr Darronc neigte sich zn den Sprechende» uud sog die Worte de« Polizeikommiffar» förmlich in sich aus. Dieser, der sich scheinbar in die Enge getrieben sah, wandte sich plötzlich zn ihm und fragte: .Richt wahr, mein Herr, was ich be Haupte, ist richtig?" „Gewiß!" antwortete Herr Darronc in einer ernsten Be-wegnug. Dann be-rnhigteersich sofort und schien »»» de» ttommis-sar mit aus-»eluiieiideni Mißtraue» zu prüfe». Herr Gestral machte aber ein so harmloses Gesicht, daß Herr Darronc sich faßte, während der Polizeikommiffar sich innerlich sagte: Ah. jetzt bin ich deiner sicher! Trotzdem hielt er es «icht fiir richtig, die Unterhaltung weiter fortzusetzen, und da der Präsident eben seine Klingel bewegte, so machte er sogar einige Male: „Pst! Ruhe!- D"r dritte Tag war sür die Rede des Staatsauwalt«, des vetteidigers und das Urteil bestimmt. Herr Gestral richtete es wohlweislich so ein, daß er »icht zn früh kai«. und setzte sich fo, daß er nicht gesehen werde» konnte. Die Vorsicht war nicht unnütz, denn Herr Darronc blickte sich mehrere Male unruhig um, als wenn er seinen Nachbar vom vorigen Tage suchte, Die Rede des Staatsauwalt» war äußerst geschickt, nnd der öffent-liche Ankläger forderte gegen den Augetlngteii die ganze Strenge de» Gesetze». Prinzessin Mari« Thcresia von Portugal nnd ihr Bräutigam Prinz Mars Ludwig von Ilinrii un» Taxi» «Mit gefolgt. Wie ein Betrunkener hin »nd herschwankeiid stand er aus und knöpfte mit zitternder Hand feinen Mantel zn. Al» er sich, um hinauszugehen, ««wandle bemerkte er drei Schritte von sich Herrn Gestral, der ih» ruhig betrachtete. Er schlug die Auge» zu «ode», zitterte »nd grüßn in seiner Verwirrung dri» Kvmmiffar. Dieser lächelte und gab ihm seine» Gruß hoilich zurück. 3. fterr Äestral war gewiß sehr glücklich über Isidore» grri spre.»' 1, doch gleichzeitig war er entzückt von dem Erfolg, der .ine' mutungen gekrönt hatte. Der Kommiffar zweifelte keine» Augenblick t an. daß Herr Darrouc da» Verbrechen begangen nnd doch k -e er ihn nicht verhafte» Innen; denn Vermutungen sind keine Beweise. Die Verhaftung de» Herrn Dar--- ronc hätte ein Skandal, ja »och schlimmer,eineDnmm' heit sein können. Er hätte geleugnet, und man hätte ihn nicht überführen köu-»m. Trotzdem war Herr Gestral zweimal im Lause der Verhandlung im Be- | griff gewesen, die Verhak-tiing vorzunehmen. Wäre Isidore verurteilt worden, so hätte er sich Darrouc« ans der Stelle versichert. Glücklicherweise war alle» gut abgelaust», und Herr Gestral hegte die feste Ue-berzeiiguug, der verdäch-tige werde sich ihm selbst in dir Hände liefern. Herr Darronc war in »»glaublicher Aufregung nach Hanse zuriickgekebrt. L^_— Trotzdem bemühte er sich, eine» Teil der Speise» zu effe», die feine alte Wirt-schafterin ihm aufgetragen halte. Nach der Mahlzeit schloß er sich in sein Zimmer ein, dessen Thür ans den Garten hinausging. Hier ging er beim Lichte einer einzigen K«rze auf uud ab. rang dir Hände, stieß dumpfe Laute aus «nd rannte gegen die Möbel. ZtaalSminiftcr Herrfurth +. (Wii Zc(>» Walter sanier, der schweizerische fflr lllbo. Zum jtuciten SXole beries bi« schweizerische Vnn deiversammlnng de« v»»delrat Waller Häuser au die höchste llhrenstelle. welche die Ziepublik z» vergebe» hat, und die glänzende Mehrheit, linier der die Wahl erfolgte. beweist beflee. al» «gurte zu sagen vermöge» . welch grob« vertrauen allseitig tu n»d eine uljii< Mine Verzweiflung. Zeitweise lieb er sich ans eine» Fautenil eii »iid blieb dort da»» matt »iib niedergeschlagen sitze». <€ ch I u 0 | o l o i.) Deutsche Strafen um |800. ^Vten» vor hundert Jahre» Reisende, »>» glatte» Weg zu •'» habe», lieber ans frisch gepflügtem Acker führe», als da» i nch der eigentliche» SiraKe anvertraute». da faiui man schon f ins eine» Schi«» ziehen aus den traurige» Zustand, in dem | dcuische» rwege befanden. Aller- " M»i. Fleiß. S. waren Mit ae. lri'Aftt ^r der Par- Hauser für fum-Jahr der da er all Präsi- nehme» aUrin er Genauigkeit sonder zu jener t». weittragende «eschaste wie »ranke«, «ersicherungigeseve einer Weise so die er bereit» s»»> hatte. Natürlich zu «»de fuii- sich ans j-t"'' Jm An» ihn a>» iocheu Straße in kurzer t s-£fi% \ klaren ruiii. tiefe Wageugeleise, H gen -»«chner, der welchen die Wagen- lÜUflK H we,s; Die ungehcu. iriu Wetter, einfanttn, ia Mg\Über (ii der Bahnen durch da« zum Geleise geringste» ver. aber einen »»- höhnt Stein „nd \T^xtn >h« auch »ich« fiu rfi!infrnr»tr '" voller Er daher den «rbeiistrasl «nd II 'ernste von zextriim- M > »>- 'mf^Ms'' ^?,'Ä r "V. | i* ist« eilte glatte Bahn, t"'_r"'."^*,v^~P^|t< ' ;.; f -." " iibeebaupl ist. weiß manlangst I '.r besonder» bei regne- ' J^^SBr • ; ^; ^-^*' .-. "f.--\^^.M. > AilMiliilir brachte er e« zum rijchem Wetter rutichrc» ~K* 7^. JjjJHHLjfe -' «rtlSerleobe.ft«», Ter l»r- die Pferde leicht an» und - '. 11 1|'^ I M »°" i"»'"b verletzten sich. Der Rei- ■■Ml^ WD^WM rÄ"'»"X*X mS« ^...vi»^.,s a,i( --'>. •»■ ; oif olchen Ratllaal war er I'iner beständigen, hüpfenden Bewegnng, die sich natürlich den lange Zeit hindurch zu Hq»se, bi« ibu die Buude»e.!am.»Iuna im Jabre 1-8^, >' »>rn Insassen mitteilte. !aß übrigen» beschotterte Stragen in der Mitte de» vorigen >' >l>rhnndert» durchaus nichts Neue» waren, bezeugt eine Sau-»i verfche Wegordiinng vom Jahre 173H. Dort heißt es im 8 49: .Äenn man die Mitte der Seerstrajze ans zwei ffnst rund und ab-h> „gend mit der Erde erhöhet und dieselbe sich grsetzet n»d völlig .'»»getrocknet, so schreitet man, wo ein kiesiger oder auch ein vester " inigter Boden, zn der llebersahrung mit Steinen ans ein Fuß >! ch, welche mit eisernen Schlägel» daraus zu zerschlage», und hhiiiu solche» geschehe», führt nia» so viel Granit oder Sand da-> »f. daß die Steine gäiizlich bedeckt werden." Ob man aber diese gordnnng anck sorgfältig befolgt haben mag? D in den Bundesrat berlel und nun zum zweitenmal — da» erstemal isy'j — de» PrüNdenteustuht besteigen Hßt. Z. R. Dir Berlabiin» im Hause Thue« und Taxi». Prinz »ar! Ludwig vo» Thuen und Tazil verlobte sich im Kebiuae mit dee Zusantin Maria Tbeeesia von Portugal Sie Jnsautin, cm 26. Januar 1NH1 gebore», ist »ine Tochier del Herzog« Miguel von Ve.'flama und der bald nach der Gebuet der Pein-zessin verstorbenen Herzvgi» Elisabetl,, geborene» Prinzessin von Thuen «nd Ta^il, ei nee Lchwester del Fürsten Albeel. Ter Bräutigam ist dee zweite, am IU. Oltobee IH03 geborene Zoh» bei Prinzen Maximilian von Ihurn und Taxi» und der Pein,essin Euqenie. lochtet' de« Herzogl lascher de la Pageeie, 3»aatomiuiftcr Hrrefueii, r. Tee am 14. Februar iii seinem «(»und-siebzigsten Lebensjahre verstorbene, ehemalige preußische Minister H»rrs»rtl> war nicht nur ein hervorragend verdienter 2taai«benmiee, sondern auch ein bmrll linfje Wabe» de? m.'jitel und Heezenl auegereichnetee Meuich Tee Heim- + (54 + vtdcnllichc A» fli (11111II 11(1. s,it ,Tn Ist »ich,« mrt r tu wtten, ttihr Fra» ait hatt»» mich im, früh« rufrti (cllm • — Bäh eil« glaub'« wohl. Doktor, . , . bo, Mtf sich mein atmn Äuininimmnlultfun ijuSIm brauchen » C_cfb___: Zur R«mr(|fti»l(tl« kt» Aiefter». t(t «tu «ach» «In mtfl ««licht, 01 ist bet schlimm« gdrfter «chnoolr Er gilbt «ii|<$aiiung«untmicf|t. St Weht mit «tirt«t Mut MitScheot r*ltT Inerten Haien." fvrich! rr 1d»cu. »nf«hi»ar jeden Haien tot. fttrfldiltt rud) bit« Fonttifrl; «enn btr Im ßrTö« stfmtert, T«c griine Mann mit roter Wal«. Innn bHJI »I: rtltftnfltt« foncmtrlrrt1 5 fl«flan«ftif bot b»m Ministerium de» Innern zwanzig Jahr« laug durch all« Dienstftufe« hindurch an^ehau. 180H übernahm rr da» Vorttftiildt Mtft« Ressort», bat er bl» zum Zahr« l»S!i inut hatte. Da«« schieb Staat»mlnlft«r Herrfarih umtrr huldvoller kaiserlicher «»«zeichnung au» d«m StaaUbienste au» und widm«!« d«n Rest feines i'eben», In Berlin wohntnb, wisstnschaft. lichtn Arbeiten und «in«r umfangreiche«, Humanitär,n Thätigkeit ©t« AcHwakKtK finfc da! so« klingt in bl«l«r «orgenstille »Am Dachgesimifo lieb und traut V ikeweicht de» Schlummer« leichleHülle Vor diesem lOßen Zwltscherlant iVrftftt du die alte Heimat Kleber, Tu leichtbeschwingte» Schwalbenpaar? .'sog'» wieder dich zu mir hernieder. Zum Ort, der einst dir teuer war? So sei zu sichrer Rast will kommt« Von neuen, unter meinem Dach! (f( schütz' euch treugesinnten. frommen. Auf» neu' vor Sturm und Ungemach' Roch hingt da» Rest, zieh» ein im Arieben, 8» saßt wohl aus die junge Vr»t Sei Glück «>d Heil euch da«« beschieden! So zwitschert fort i« treuer Hut! üutonig tjiemften ei.A Empfindlicher Verlust. »I. .«.,n alter »rbonktl ist ein sarkastischer «'nfch!* — B.: ,Wo* Sie sagen!" — W.: .Ja, denken Sie sich, tbtn habt ich solgtnde» Telegramm von Ihm bekommen: Liebster Reffe, wenn Du Deinen alten Onkel nochmal sehen willst, bevor er sich verheiratet, bann komme sofort." (Hrafjnrtig. Student .Rauten Sie vielleicht ein ftommtrtbuehV — Mnttguar: .Bedaure, ich kaufe nur ganze Bibliotheken!" — Student: »Run, da« ist ja meine ganz« Bibliothek!" Sin türkische« Mittel. Der türkische Sultan C*man III.. (17M—67) wurde von dem Ulema, d i. die Versammlung der Vufll«. gewaltig beiin» «uhlgt «nd geneckt; man war ungewiß, ob der Sultan ba« Recht habe, ei« Individuum dieser geheiligten Raste zu bestrasen. Doch ging eine alte Sage, daß einmal ein Mufti wegen irgend eine» vergehen» In einem RSrfer z» lobt gestoßen worden fei, und man zeigte auch zwei alte, jetzt ganz verwit-terte DiUrfer al« die Werkzeug« derartiger Hinrichtungen vor. O«man gab Belehl. die Albrfer wieder in guten Stand zu setzen. und die Wirkung diese» Btr'ehl« nuf d<>« Ulema war so groß, daß kein Glied de»selben mehr wagte, dem Sultan entgegenzutreten. St. Unangenehme ZchluKfolgtritng, .Ader Htrr Tokio,, littren Sie einmal, Ihre Rechnung Ist schSn gesalzen!" — .Zu, lieber Herr, e» muß eben wieder l>erau»kommen, wo» mich da» Studium kostete." — .Run, dann müssen Sie aber — sehr unsolid gewesen sein auf der Universität!" VkmImiliWrs C- Strahmalieii z, reinige*, (tlneivnif voll «ochfalz wird i, warmem Wasser «r gelbst. eine scharie Bürste hiittlngtlanchi und dleGtrohma»,, geh»rigmltd»«Sal> wasser abgebiirii,. Die Matten werden I« dieser «elfe de. handelt, so weiß «,» fch»n, wie man e« nur wünschen kann Zur Probe nu nähme v»» Weint» bedient man sich im allgemeinen ei»,« Stechheber«,undzwot geht man mit dem selb«« von tiuea Fasse zum ondtirn Hier fei ans die grichc ««fahr aufmtrkimr gtmacht, die ein !»i cht» Verfahren mit (Ich bringen kann, tu sonder» bei Roiweinen. Bekannterweise findet man ja nur gar zu oft Sot weine, die ftichlg geworden find. Diese »rankheit wird verursacht durch gmi, kleine vflin,chen, sogenannte dfflalakterlen. Rimmt man nun mit dem HeM au» einem stichigen Fasse «ein, so kann man sehr leicht die »xankheit, fall» der Heber nicht grindlich gereinigt wird, i» ein andere» Faß Übertrager Refel« ist de» feinen «ohlgernche» wegen ei«e mit vorlieb« gehaltene Topfpflanze «an fflet sie ziemlich bin« in mit nahrhafter. fandiger Mi i beeterbe gefüllte Ibpfe, hält biefelbtn feucht und bebetft fl» bl» zum steirnen mit hell»» tltffcheibe«. Z« dicht aufgegangene Pflinzchtn wtrden entfernt und Me Töpfe im Ans»», schattiert, bl» «ach der Bildung de» vierte» Blatt«« Durch Öfter* Dunggüss« (an* di« Bildung btr Blumtn sehr gefbrdert werd,» Reseba vtrttlgt ba« verpflanzen nicht gnt. Abgeblühte »stanzen wirft mcn wtg nnb Hchtrt stch durch Ansaat alle vier «cchen den niligen Brbarl Rtftda kann auch In» Freie gleich an die gewünschte Stell« gefüet werden. «S»r ««tirgelchichie dt» >»«« ,,»>»gee« ldeyen Vravtr.Schwiiteen.GchauÄgrr. kann sorat «»ch ntch» um euer netl; Der Hat 6t»be» Im yeld und (Salb vier seht Ihr «tuen tonntaclfätn-M merke, wie er eiut «esint, Der San« nrt« au» dem geptDt. Vrfchelit der komische »es«», «all, forlmurtu »oTdeigefaant. Nur manchmal Ichießt er am die Ecke. Dann liegt ein Irelder »»> »er Gtr«ck«. Zahl««ritfel. » I 4 »07»» » » S 10 IS 8 1» ! 7 11 11 13 i S IV II 268 10 7 ß 13 1447 t 3 « « I« 7 8 10 » tt » t» II HU I! II I 1 « 10 1 II 10 4 t .1 I! II Kl 14 17 4 S II 10 It 6 !' « I« IJ 4 1 I II | 7 « 1» 3 II » S IS I 5 14 7 II I« II I« 7 t» I 14 10 V 7 3 14 18 3 litt I» A« Stelle der.Madien in vorstehender A au« ftud Buchstab«« in der l(8«ifc zn >,,, daß folgend« Ernennungen entstehen: 1> iiri >»nl»«ant. I> »In» in Frankreich. »> t, «ezirkestad, >11 llatalranfeit. »> leutlchrr "Iomanlchn>tl»ll, «> ttarühmter Italien. Dichter. I«> S>n M<> 111 lurovaüchee Aretftaat. II) Stadt an d «chwae^oaldbahn. tl> Stadt in «othrittq? I4> ttebenftufc de» Mctfar«. IS) Hin ftonfonir Sind M« Wirter richtig gesund««, i» d »elchnet »I« senkrechte »iitetreitz« »In« «.' •t«b«T» wiaremmene .Seit- Paul »leii> «nfUfHRf. öhorabt. Ta» #rft« nennt, wa»gut und ftin, Im ganzen gebt« sollst du'» («in. Xii« Hnbr« schuf d«r Schllpser kalt, II« liegt zerstreui iniseld undWald. ?a« «anz« ist von dolKm tftti. Wirdzam Schmu«? vielfach b«g«hrt. Iullu» Zalck. L««»l,rt»h. »ist du «» mit r geworden, Sinket Wichst und (Ihre dir Rerf, e» «atjlt zu deutschen Cric S«b«ft du ein n dafür. loch, st-bt I an dess.n Orte. «Hebt «# 9teit)t»ftalt manchem KSi'-1 Suliu» Aalet «uMfun« i,lgt In »«chst-r Nummer. Auslösungen an« voriger «nmmtr: ?f Sitbenlogogrivh»^ Mardach. Watüurfl. — De« Bilderrätsel«- fit »fliiü Heben tur,e Predigten und lange Pratwürlte. Alle Ncitiic »«ededatte». - « t>,rnn>ni>iltiche !>>etaknen von (Jrti'l Ptellser, gedruckt und b«rau»a«>N&rn fon Utrein'r A Uteisser in Ätuitoart.