Echriftleitung: W«tt»M»#gaff« Nr. 5 (figfjiH v»»> ) ZilgltS (mit >»«n,lii»k der e»n». ». $rut. •H<) »»» 11—1» «»Toi. werden nicht l»Udgrt>t(i>. innibli Ws-liBtani» »ich! ter>iS1ich»gI. ■ ■IttitigvngcB ■tat Mt C» £»nnft«Ug awrjnil. ttcSIMrtaffrn-*tnle xn»A. Verwaltung: RathauSgasse Nr. 8 (Cigcmc« $•«*.) vk,ug»dtdingungt»: v»rch »>e ?»ft dq«,e»t . K 11» . K « 40 . K IfM 01« atm Bit ZvAelloilj toi (•■11 Mxiulllich . ... K. 110 eiitftiiiUiHa ...»»- £O»1«6TU «»»tliltzrtg . ... K IS*— gilt« flnllant erd °de» «ich rtt »nugtscHilirrii amdit WD«m 8crs««»«m •• ifttMii roi. «■erteilt, »«»«ithri, , Cinfclritctc Hbsnnrantf* >ell«» MI zur »ddeftellit»». Mr. lO. HiM. Donnerstag. 2. Seöruar 1905 30. Jahrgang. Zur ssovenischcn Hymnastumftage. Das in Laibach erscheinende Blatt .Slovenec" bringt in seiner Nummer vom 31. Jänner einen »u« Cilli eingesendeten Leitartikel, in welchem ein »ernichtende« Urteil über den Führer der hiesigen Elovenen Dr. Deöto gesälll wird. In diesem Artikel wird dai intriguante Vorgehen Dr. Dekko, der entgegen seinen eigenen Worten und dem vor einem Jahre von ihm gestellten Antrage, seine Wiese in Gaderje alt Bauplatz sür da< slooenische Gymnasium verkaufte, rücksichiSlo« der Oeffentlich-seit preisgegeben und Dr. Deöko'S Handlungsweise als »ine verräterische und geradezu schändliche hin» gestellt. Diese Anwürfe find so schwerwiegende, daß e« Dr. Decko wohl schwer geworden ist, seine Ehre rein zu waschen. Die Gründe, die Dr. Defta in der .Domovina' zu feiner Rechtfertigung «nführi, erschiinen, wenn wir ihnen diesen Artikel gegenüber halten, als leereS Geschwätz und wer» den bei seinen Volksgenossen wohl schwerlich Ein« druck machen. Da« Blatt schreibt u. a.: .Wer erinnert sich nicht, wie scharf gerate dieser Dr. Decko bei der VerkrauenSmännerver« sammlun.i vom 10. April 1902 gesprochen und wie er mit den Worten geschloffen hat: „Au« der Etadt gehen wir nicht!- Und 14 Tage später hat eben dieser Dr. Dikko der Regierung den Weg aus der Etadt gezeigt u. zw. hinter dem Rücken der Cillier Elovenen; er bat der Regierung fünf Bauplätze gezeigt, unier diesen war natürlich auch seine Wiese in der Katastralgemeind« Umer-Kötting. Er hat sich der Regierung gegenüber verpflichtet, mit dem Verlaus seiner Wiese drei Jahre zuzu« warten und sie der Regierung zu überlassen, wenn sie sie für daS Gymnasium kaufen wolle und tat« lächlich hat die Regierung seine Wiese als die taug-lichste angekauft. Dr. Dekto« Auftreten in dieser Angelegenheit muß als .politische Scharlatanerie" bezeichnet werden. . . . Einen Monat nach der Unterseriigung des Kaufvertrag?« wurste Dr. Detto Der Fluch des Seichtslegrls. Ein mutiger ftaplan, Han« Kirchsteiger, hat soeben einen Roman unter d»m Tiiel „DaS Beichl-siege!" erscheinen lassen'). Eine Fußnote besagt, daß der Verfasser fein erschütterndes Drama nach in seinen Händen befindlichen Akten wahrheilS getreu aufpedau» hat. Und so ist es auch. Der vertiefte Leser findet daS selbst heraus. Das dem Pfarrer Herzog, einem echt — id-alen Priester, auferleg'« Beichtsiegel ruiniert ihn selbst, läßt aber die Verb echer vor seineu Augen groß, miichiig und geehrt werden Die Verbrechen dieser „hoch-angesehenen" Leute werden zuletzt ihm in die Schuhe geschoben und er wird vom Bischof abge setzt, ausgestoßen, findet nirgends Broi und Schutz und nagt am Hungertode. Die Vebrecher selbst halten ihm alles gebeichiet und — er darf nun nicht reden. Ein verbrecherischer Müller ersticht seinen Nebenbuhler, er zündet seine Müdle an, wobei fein Weib (auch eine Verbrecherin) ver-brennt; fein Sohn wird Geistlicher, ein seldstiüch tiper Mensch, der alö Siudeni des Vaier« Mägde noizüchtig«, als Kaplan ei» dem P'arrer Herzog anvertraute» Mädchen verfüdrt und diese Schanv „Wiener Verlag", Wien Garelligafie 2. (Preis 4 Martj. von irgend einem Herrn gefragt, ob tatsächlich der Bauplatz sür da» flovenifche Gyymnasium verkauft ei und Dr. Decko hat dies entschieden — verneint. Dr. Decko hat seine Tat verheimlicht, wie Kinder die die Rute fürchten. Am 20. Jänner ist diese Tat Dekkos durch eine Unvorsichtigkeil der Bezirks« haupimannschaft bekannt geworden. Als ihn am 22. Jänner drei Vertrauens-Männer in feiner Kanzlei darüber befragten, h a t er unterStammeln und Zittern feinen Verrat eingestanden. . . . Diese drei Vertrauens-Männer haben den Dr. Vekoslav berufen und ihm gesagt: «Lieber Herr Dokior, wir haben am nali« nalen Köiper etwas Faules gefunden, es soll aber nur weiter faulen. Die Hauptsache ist. daß die Welt nicht« davon erfährt. Schreiben Sie den slooenischen Blättern, daß keines darüber eiwas schreibt." Nach unserer Meinung haben diese Herren nicht recht gehandelt. Dr. Decko bat den Vorteil der slooenischen Nation so schwer geschädigt, er hat ihn in einer Weise verraten, daß er den politischen Tod verdient. Und wenn die leitenden Kreise Cillis die Sache ernst beirachlen, werden ste verlangen müssen, daß auch roch der Mit» schuldige des Dr. Decko sein Mandat niederlege. Nur dadurch können wir unsere Ehre retten . . . ... ein solcher Mann paß» nicht zum nationalen Abgetöneten, ein solcher Mann gehört nicht in den Landtag, er mag sich der österr. Regierung verpflichten sür sein ganzes Leben, nicht für 3 Jahre. Die slooenische Nation hat mit ihm ab« gerechnet.....Den Cillier leitenden Kreisen aber sagen wir ganz offen, daß sie mit ihrem lauen Vorgehen gegen Dr. Deöko ihre ganze Partei in eine große Gefahr bringen. E» ist ja bekannnt, daß Dr. Decko im Konsortium der Domovina ist und eben diese Domooina bringt eine Proklamation, die gegen Dr. Detko ge-ichtet ist. Da« ist wahrlich eine politische „Scharlatanerie." tat selbst dem Pfarrer deichtet, damit dieser — schweigen muß oonwegen des Beichtsiegel«. All dies« Sünden bringen drei Menjchen den Tod, der zum Schwaigen gezwungene Pfarrer Herzog gilt 1-doch als der Unheilstifter, während der junge Wüstling zu den höchsten Ehren steiat. Wahrlich l Es sind grau,nhasie Bilder au« dem Pfarrhosleben? Und man muß sich fragen: Wie konnie Christu« erhabene Lehre folche Früchte zeiligen? Wie konn-ten die Päpste au« eigener Willkür die alle« zer« störende. ze> fetzende Ohrenbeichte und damit da« Bnchtsiegel erfinden? Da« hat Christu« nie und nimmer wollen! Wir können nicht umhin, Einige« au« den zwei Bände« de« Kaplan« hieherzusetzen. Herzog bält am Grabe de« vom Müller er« mordeten Knechie« eine kurze ergreifende Grabrede und wird de«da!b zum Bischof vorgeladen und ob diese« .UnsugeS", der nur bei Protestanten üblich fei, verwarn». Zul«tzl sagt er: „Herr Kooperaior. was werben Sie am nach« sten Sonniag predigen?" „Von dem guten Hirlen, der fein Leben gibt für feine Schafe." „Nein, nein, da« müssen Sie nichl tun. Pre« digen Sie l eber von dem reißenden Wolfe, der jetzt herumaeht und die armen Schafe verschlingt. Predigen Sie von dem abscheulichen Llberali«mu«, Wenn die Cillier Advokaten und Notare den Dr. Decko nicht zu« politischen Tod verurteilen wollen, so sollen sie ihn den Wählern ausliefern. Übrigen« sagen wir den Advokaten ganz offen, daß ihr Ansehen in keiner Weise leide» wird, wenn sie sich um die politische Ehre annehmen. — Wir stelle« noch fest, daß die Vertrauen«» männerversammlung im Narvdn,i dom in Cilli am 28. Jänner stattfand, währe»d der Artikel in Slov. Gospodar, in dem die ganz« G«schicht« auf« gedeckt wurde, am 26. Jänner erschien. » » * Die .Domovina' berichtet in ihrer Au«gabe vom 31. Jänner, daß am 28. v. im „Narodni dom" in Cilli eine slooenische Vertrauensmänner-Versammlung unter dem Vorsitze de« Dr. Hrasooec stattfand, in der über die Verlegung de« flooeni» scheu Gymnasium« beraten und daraus verwiese« wurde, daß der Beschluß vom Jahre 1902, da« Gymnasium dürfte nicht au« der Stadt Cilli ver» legt werden, unbedingt ausrecht erhallen bleiben müsse. E« sei festgestellt worden, daß die Regierung für den Bau eine« slooenischen Gymnasium« einen Platz in Gaderje au«findig machte und mit Dr. Deöko al« Eigentümer de« Grunde« abgeschlossen habe. Zugleich wurde festgestellt, daß Dr. Decko, al« er sah, daß der Wille de« Volke« gegen feine Absicht sei, den Abschluß mit der Regierung al« ungiltig er« klärte und die« auch den politischen Instanzen be» kannt gab. Die Versammlung nahm die« zur Kenntnis, ebenso ein Schreiben de« Abg. Ploj, au« dem her« vorgeht, daß dieser dem Ministerpräsidenten über den Willen der steirischen Elovenen berichtete und daß alle slooenischen Abgeordneten unerschütterlich die Forderung vertreten werden, daß da« Gym« nasium in Cilli bleiben müsse. E« gehe nicht an, daß die Regierung diesen Kaufvertrag gelten lasse. Die Versammlung beschloß, bei dem Beschlusse vom Jahre 1902 zu verharren, daß da« Gym-nasium in der Etadt bleiben und zu einem Oder- der mir meine treue Herde vernichlen will. Die Predigten müssen zeitgemäß fein. Nehmen Sie sich überhaupt Ihren Herrn Pfarrer zum Muster, der ist einer meiner würdigsten Seelsorgepriester. Ich hoffe, daß ich von ihm nie mehr eine Klage über Sie hören werde, dann werde ich Ihnen auch ein wohlgeneigter Bischof bleiben." Er trifft einen jungen, aber praktischen Amt«» brnder, dem er sein Leid klagt. Der setzt ihm zu: „Jetzt glaub' ich wirklich, daß Sie auch zwi« schen katholisch und lutherisch keinen Unterschied kennen, wenn Sie zwischen schön und abscheulich nicht zu unterscheiden vermögen. Ja, richtig, wo haben Sie denn den lutherisch n Geist aufgeschnappt? In der ganzen Diözese erzählt »an sich, daß Sie angefangen haben, lutherische Predigten zu halten." »Sie meinen damit jedenfalls jene paar Worte, die ich einmal bei einem Begräbnis gesprochen habe?" „Dafür werden Sie gewiß gut bezahlt wor« den sein?" „Freilich, einen ordentlichen Putzer hab' ich vom Bischof bekommen." „Ader Geld, Geld?" „Geld? Von wem? Wofür?" .Na, hören Sie! Sie wollen ein praktischer Seelsorger sein und bekommen statt Geld nur einen Putzer? Da nehmen Sie sich an mir ein Bei- Seite 2 gymnasium erweitert werden müsse. In dieser Sache wird nun «ine Denkschrift ausgearbeitet, die in Wien und Graz überreich! werden soll. In derselben Nummer erklärt, Dr. Detko: Al« der Beschluß gefaßt worden sei, daß Gymna-sium in Cilli zu «richten, haben auch die Cillier Elovenen, trotzdem sie bei der Versammlung mit Entscheidenheit sür die Entschließung eintraten, begonnen, über die Grundstücke in der nächsten Umgebung der Stadt zu sprechen, die sich allenfalls für da« slooenische Gymnasium eignen 'würden. Sie hätten auch damal« beschlossen, sür da« Gymna-sium in Saberje, bei dem ;Maximilian-Friedhofe einen Platz von der Abtei zu kaufen. Die kompe-tente Behörde habe aber nicht zum Kaufverträge die Bewilligung gegeben. Später sei am Nikolai-berge bei dem Bahnhofe ein Platz in« Auge gefaßt worden. Die Regierung habe für den Kauf »ine« Bauplatze« bei Cilli 5000 X in den Voranschlag eingestellt und e« hätten auch ihre Organe mehrere Bauplätze besichtigt. Schließlich habe die Regierung Dr. Decko gefragt, ob er gesonnen wäre, seinen Bauplatz zu überlassen. Mit Rücksicht auf da« Ge-sagte fei e« Dr. Deöko nicht eingefallen, daß er mit dem Verkaufe «ine nationale Sünde begehe. Mit Rücksicht auf die gegen diesen Bauplatz eingeleitete Aktion und weil erklärt würd«, daß die Schult nicht noch Gaderje verlegt werden dürse, habe er der Regierung bekannt gegeben, sie solle nicht aus diesen Bauplatz reflektieren. Zu den ihm in dieser Sache unterschobenen gewinnsüchtigen Absichten bemerkt Dr. Deöko: „Diese Beschuldigung ist eine bodenlose G e« meinheit und Unverschämtheit, für die ich nur die tiefste Verachtung habe.- „ytziitjz «stacht- Stummer 10 Aeichsrat. 296. Sitzung. Wien, 30. Jänner. Ministerpräsident v. G a u t s ch beantwortet vie Anfrage der Christlich-sozialen wegen de« Angriffe« im „A »deutschen Tagblatt" aus da« Altarsakramen«. Er sagt: «WaS die erwähnte grobe Verunglimpfung einer der Hauptlehren drr katholischen Religion betrifft, so kann ich darauf verweisen, daß die StaatSge-wUt in diesem Fall« der katholischen Kirche den gesetzlich verbürgten Schutz nicht vorenthalten hat, da wegen dieser nicht genug zu mißbilligenden Aeußerungen da« Strafverfahren gegen den ver-antwortlichen Schriftleiter am 4. Dezember einge-leitet und wegen der Abgeordneteneigenschasien de« Schriftleiter« die erforderliche Zustimmung zur Ver-folgung vom Hau« erdeten wurde. Dafür, daß solche Aufsätze unbehindert verbreitet werden können, trägt die Regierun aber kaum eine Verantwortung. Die Quelle de« Uebelstande«. den ebenso hart wie die Fragesteller auch andere Parteien und nicht spiel, ich hab' mir schon über achttausend Gulden erspart, da« ist prakiische Seelsorge. Mit einem Sparkaffebüchel kann ich um die größte Oekonoinie-psarre einreichen und wenn ich mir dann eine alte Köchin nehm«, die sich auch fovi«l erspart hat, dann bin ich ein gemachter Mann.' Seine Demut nützt ihm nicht«, er wird ob seiner Menschen- und Raturliebe in die Straf-anstatt Niederdorf geschickt. An den Bischof aber senden Meßner, Müller und Müll,r«fohn (jetzt provisorisch«! Psarrrr) fleißig V«rleumdung«brtefe ohn« Untrrschrist. Die Müllerin trägt ein fremde« Kind im Leibe und weiß nicht, wa« sie ihrem Mann sagen solle. Sie wallfahrtet nach Maria-zell und bittet bort den Beichtvater um Rat. Der-selbe sucht erst im Lexikon de« hl. Liguor. nach und «rklärt ihr dann, st« sri nach r«umütig«r Beichte ihrer Sünde ledig, st« mög« im Seist« da« Kind ihr«« Manne schenken und könne dann ruhig zu ihm sagen: .Da« Kind ist Dein.' Ueber ven lüsternen MüllerSfohn, der de« ^sarm« Schützling versührt hatte, schreibt der «Weil er gar so gewiffenhaft die Gebote seiner Kirche hielt, so durste e« Gott auch nicht so penau nehmen, wenn er jetzt bi« gegen Morgen «M schmalen Bettchea Anna« bleiben würde. Wohl mußte er dann nach kaum einigen zum mindesten die Organe d»« Staat«« selbst oft genug empfinden, liegt aber hauptsächlich außer-halb de« Wirkung«kreise« der Regierung. Denn diese Verbreitung ist erst sei« der Zeit so gewach-sen, al« durch die im Wege von Anfragen ersolgte Jmmunisirrung«praxi« (Zustimmung recht«) all-Schrank«» der Verbreitung beseitigt wurden. Wa« aber die künftige Haltung der Regierung betrifft, kann ich «ich auf meine Erklärungen vom 24. d. berufen. Die Regierung wird sich weder in diesen noch in anderen Fragen scheuen, vie G«s«tze anzu< wenden, weil die unverbrüchliche Geltung der Ge^ setze die wichtigste Bedingung für da« Gedeihen von Staat und Gesellschaft und für da« Vertrauen zu den Staat«gewalten bildet." Aus eine Anfrage der Abg. Mali! und G^ nossen, betreffend de« mit Rußland ver«ivbart«n Abko»m«n«, daß di« österreichische bewaffne«« Macht einschreite, «rklärt d«r Ministerpräsident v. Gautsch, daß diese Nachricht jeder tatsächlichen Grundlage entbehre. Auf Anfragen der Abg. Dobernig (D. Volk«. Partei) und Genossen und Breiter und Genoffen wegen Verwendung österreichischer Truppen bei der Reich«tag«wahl in Ungarn erklärt Ministerpräsident v. Gauisch, daß di« Auffassung der Fragesteller über die Stellung de« Heere« mit den gesetzlichen B-sti«mungen »icht im Einklang stünde. Da« Heer wäre zur Verteidigung der Monarchie gegen äußere Feinde und zur Aufrechihaltung der Ordnung und Sicherheit im Innern durch Gesetze au«-drücklich bestimmt. Hierou« ergebe sich, daß di« Verwendung von Truppen d«« gemeinsamen Heere« ohne Begrenzung ihrer Dislokation im Rahmen dieser Bestimmungen dem Gesetze entspieche. Die Kosten eine« solchen Einschreiten« fallen regelmäßig dem betreffenden Staat«gebiete zur Last, im vor-liegenden Falle also den Ländern der ungarischen Krone. Abg. 2 i c f a r (Slov.) überreicht eine An« früge wegen Vorgehen« der Steuerinspektion in Windischgraz bei Personaleinkommensteuer-Vorschrei-bungen. Hierauf wird die Notstand«debat«e fortgesetzt. » » « Der Präsident eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 15 Minuten. Abg. R i z < i und Genossen überreichen einen Antrag, betreffend di« Schaffung eine« Gesetze« über die Einschränkung der Erzeugung von Kunst« weinen und Halbweil,e». Nach Erledigung de« Einkauf« wird zur Ver-Handlung de« DrmglichkeitSantrage« der Abgeord-nrten Berg er und Genossen, betreffend den Fall P e t r a n , gegangen. Abg. B e r g e r verwahrt sich bei Begründung seine« Antrage« von vornherein gegen den Vor-wurf der Gehässigkeit gegenüber religiösen Dingen. Dieser Vorwurf werde ihn aber nicht abhalten, für e'wa« einzutreten, wa« er für richtig halte, in diesem Falle die Gleichberechtigung aller Staat«-bürger, auch wenn sie katholische Desizientenpriester seien. D r Fall Petran ist traurig, mysteriö« und 'ypisch. al« Zeichen der Sonderstellung, welche die römisch-katholische Kirche in unserem Slaate besitzt. Redner habe keine«weg« die «bstcht. Petra» tu glorifizieren, er wolle nur da« vollkommen Mensch-liche in da« richtige Licht stellen. Man müsse v»r alle« fragen, ob die staatlichen Behörden alle« ge-tan haben, u« die Ursache de« zweiselln« nicht natürlichen Tode« Petran« festzustellen. Diese Frag« müsse entschieden verneint werden. Petran trug, al« er zuletzt gesehen wurde, einen Havelok. Nach Au«, sage de« Direktor« de« Priefterftrashause« zu Mitterberg war Petran stet« u« seine Gesundheit sehr besorgt und trug den Mantel immer zugeknöpft. Man fand die Leiche ohne Mantel. Der Mantel lag aus einer Sandbank und sonderbarerweise war weder der Mantel noch die Leiche «it Schnee de« deck«, trotzdem e« in der Nacht vorher geschne« hatt«. („Hört! hört I") Der obere Teil d»r Hand Peiran« zeigte deutliche Kratzwunden. Da« Gesicht war angelaufen, die Hände krampfhaft zusamme»-geballt und nach au«wärt« gedreht. Der Kopf war unnatürlich stark abwärt« gegen die Brust gedrückt. Nach den gesetzlichen Vorschriften ist, sall« die na-türliche Tose«ar« nicht mit Sicherheit anzuneh««» ist, die Leiche zu obduzieren. Die« ist aber bei Petran nicht geschehen. Warum «st die Leiche nicht einmal entkleidet worden („Hör«! Hört !*), trotzdem die Kleidung zum Teil zerrissen, zum Teil zersetzt war? In diesem Zustand hat man die Leiche in den Sarg gelegt und eingescharrt Warum wnrde die Leiche niche entkleidet, u« festzustellen, od nicht am Körper Spuren zu bemerken seien, die vielleicht einen Anhaltpunkt sür den Tod Petran« gegeben hätten? Wo sind die Auszeichnungen geblieben, die Petran zweisello« besaß? Er schrieb einem sozial« demokratischen Blatte, er habe Vorsorge getroffen, daß seine Papiere, sall« er in da« Jrrenhau« komme oder eine« plötzlichen Tode« sterben sollte, nicht in die Hände seiner Gegner kommen. Die Verwandten Petrans in Salzburg wissen mit Be« stimmtheit, daß er Auszeichnung?« für einen spät» herauszugebenden Roman gemacht hat. E« ist als« überraschend, daß nicht ein Blatt Papier von seine» Aufzeichnungen zurückgeblieben ist, eöenso ist e« sonderbar, baß der Mund Petran« in einem Zeitpunkte verstummen mußte, wo er der Freiheit wiederge« geben werden sollt« und er d«r O«ffentlichk«it seine Erfahrungen in Mitlerberg kundgemacht hätt«. E« wur»e die Version verbreitet. Petra» habe einen Selbstmord verübt Sowohl von alldeutscher m-? von sozialdemokiatischer Seite wurde Petra»» nicht nur tätig unterstützt, sondern e« war ihm Unter« ftützung auch für die Zukunft zugesichert worden. Er blickte voll Vertiauen in die Zukunft. An de« Tage, an welchem er zum letztenmal gesehen wurde, spnach er von eine« Briefe, den er erwarte, in dem ihm eine Anstellung in Aussicht gestellt und ein Geldbetrag eingeschickt werden sollte. Redner besitze diesen Brief im Original; er bringt noch eine Reihe von Beweisen dafür vor, welche dagegen sprechen, daß Petran einen Selbstmord verübt habe. Abg. Malik ruft: .Er wurde einfach u«« gebrach, l" Abg. Beeger führt dann drei Personen a», die Petran am 10. Jänner noch lebend gesehe» haben, während behördlich angeführt wird, daß Petran den Selbstmord am 9. verübt habe. Stunden Schlaf die heilige Messe lesen. Da« wachte ihm ansang« wohl bange, aber die Schuld fiel auf den Pfarrer; warum hatte ihm dieser die Absolution verweigert, er hätte ja ohnehin nach jeder Liebe«nacht gebeichtet? Dafür war er mit Anna jetzt ganz in Ord« nung. Anfang«, al« er über ihre Mutterfchaf« ganz v«rzagl g«w«s«n, hatt« «r ihr zug«r«det, sie sollte sich draußkn im Stad«l einmal, aber nur einmal, »ehr erlaubte er nicht — mit eine« Knechle einlassen. da«it sie diesen al« Vater ihre« Kinde« bezeichnen könnte. Aber Bitten und Drohen konnten Anna nicht dazu bewegen. Dafür aber muß,« sie ihm wenigsten« heilig schwören, ihm nie und g«g«n ni«mand o«rrat«n, sondern lieber selbst den Tod zu erleiden al« ihn. ihre erst« und einzig« Liebe, unglücklich zu machen. Er stellte ihr vor, wa« da« für ei«e schreckliche Sünde gegen die Kirche wäre, einen ihrer geweihten Diener die Ver-achtung der Kirchenfeinde prei«zugeben. Und Anna leistete den ihr vorgesprochenen, heiligen Eid. Er belehrt« sie auch, daß dieser Eid jeden andrrtn ungiltig mache, wenn si« etwa zu einer Au«sage oder eine« Eid gezwungen würde. Sie wußte jetzt auf diesen Eid hin sogar schwören, •""i er nicht der Vater ihre« Kinde« sei." Einige Wochen später «uß Herzog wieder vor dem bischöflichen Richterkollegium erscheinen, nicht weil er eine« unsiinliche» Leben« beschuldigt 'st. sondern weil er al« .liberaler" Pfarrer galt. Er soll enlehrt und au«gestoßen werden, wozu die anonymen Verleumdungen die beste Handhabe bilden. Mit Taler, Kelch und Kerze ausgestattet, wird er vor den Thron de« Bischof« geführt. De» Vorgang schildert Kaplan Kirchsteiger, wie »olgt: .Mit beiden Händen griff der Bischof nach dem Kelche, entriß ihn den Händen de« Pfarrer« und übergab ihn de« Pater 4rior. der ihn a»s di» Kreden« neben de« Kruzifix niederstellte. Wa« geschah ih« nur, riß ihn der Bischof nicht jetzt sogar da« heilige Meßgewand vo» Leibe? Stück für Stück, wie e« ih« vor nicht einer Siunde angezogen worden war. Die Bänder der Kafel brachen und di« Alba ging sogar zu« Leidwesen de« Prior« in Fetzen. De« Pfarrer schwanden die Sinne, die Täuschung seiner schönsten Hoffnung konnte der durch die lange Gefangenschaft geschwächte Körper nicht überstehen. Auf silberner Platte überreichte jetzt der bi« schöfliche Z.remonienmeister de« Bischos eine Schere mit vergoldetem Griff«. Der Bischoff schnitt nun am Kopfe de« Pfarrer« herum, daß die weißen Büschel rina«herum zu Boden fielen. Dnrch diese kirchliche Zeremonie sollte die erst gestern auf dem Haupte frisch geschnittene Tonsur unkenntlich Nummer 10 ,D»«tfch- Wicht- Seite 3 Abg. Schalt: „Da» sind amtlicht Erhe. bongen l" Abg. Malik: „Da stütze» sich die Herren von der Ministrrbank immer auf dies» amtlichen Erhebungen!' Abg. Vrrger erzählt im Lause s»in»rRed«. daß e« da« Unglück Peiran« war. daß «r Kenn,« ni« «tl)i«H. daß «in d«m Bischos Doppelbauer nahe-stehende Kanoniku« in sehr starken Beziehungen zu »inrr Dam» in Linz gestanden sei, deren Name ec nicht nennen wolle; die« sei da« Unglück Petran« gewesen, dethalb sei vom Bischof Doppelbauer m Mitterberg interniert worden. In Fortsetzung seiner R«d« «rklärt Abg. V « r « «r, daß der Priester Petran hauptsächlich au« dem Grunde in da« Etrashau« gebracht wurde, weil er in «enntni« von den Beziehungen Doppelbauer« zu Damen war. Al« er herau«. »am erhielt er einen Ttrafposten schlechtester Art; in seine neue Gemeinde war ihm der Ruf eine« Zuch»häu«lerS vorausgeeilt. In diesem Seelen-zustand trat Petran zum ProtestanliSmu« über und widmete sich dem Lehrberus in Sachse». Mittler, weile entdeckt« plötzlich B'schof Doppelbauer seine Liebe zu Peiran und er ließ ihm nahelegen, wieder zur katholischen Kirche zurückzukehren. Petran glauble seinem Bischof, kam zurück und »rat wieder in di« katholisch« Kirche ein. D«r Bischos schickte ihn darauf sosort wieder in da« Priesterstrashau« nach Millerberg. Nach Ansicht Doppelbauer« hatte Pelran gesehlt — «r hatt« abrr gesühnt. Vom Standpunkt« der Gerechtigkeit aber ist ein zwei, jähriger Aufenthalt in Mitterberg gewiß eine ge. nügend große Strafe gewesen. Dieser Aufenthalt in Mitterberg war sür Petrau eine Tortur. Zum letztenmal« bäumt« sich d«r Nest seiner Tatkraft aus, al« er begann, in der Oeffentlichkeit, in«b«. sondere in der Presse, Mitteilungen über die Zu. stände in Mitterbera zu machen. Man reagierte nicht aus diese Veröffentlichungen und beschränkte sich daraus, die Persönlichkeit Petran« herabzu. setzen, um den kommenden Ereignissen vorzubeugen und später sagen zu können: e« war ein Mauvais sujet. E« gibt eine große Anzahl von ehren, werten Priestern, di« Peiran da« beste Zeugni« ausstellen und erklären, daß er sich al» Kooperalor in sittlicher und religiöser Beziehung allgemeiner Beliebtheit und Hochichätzung erfreute. Redner erörterte dann die unerhörten Zustände im Straf» hause zu Mitterberg und erklärt, daß da«selbe zu einem bischöflichen Zwing.Uri benützt werde, in welchem man unliebsame Priester unschädlich zu machen, andererseits Priester der staatlichen Ge. rechligkeit zu entziehen sucht. Redner zitiert eine Reihe von Fällen, welche dir Parteilichkeit de« Bischof« von Linz beweisen sollen. Ein Priester befinde sich schon sei» 27 Jahren in Mitterberg. („Hört !* „Hört'.") Viele Inhaftierte wurden ,rr. finnig, andere starben eine« plötzlichen Tode«. Abg. Schalk: »Rußland in Oesterreich!* Abg. Berger: Der Kul«»«m>nister möge einmal die Baulichkeiten in Mitterberg ansehen, die in einem geradezu trostlosen Zustande sich be. finden. Unter dem Deckmantel de« freiwilligen Ausenthalte« werden durch Willkürakte eine« bru. gemach« werden, damit niemand an diesem Menschen den früheren Priester erkennen konnte. Doch der Pfarrer empfand von dieser Schän. dung seine« Priesterhaupte« gar nicht« mehr. Auch da« wußle er nicht, daß jetzt der eine Mönch seine Hand ergriff und dem Bischos hinhielt, während ihn der andere ausrecht stützte. Und jetzt lag ein scharigeschlieffene« Messer aus der Silberplatte, die der Zeremoniellster dem Bischos hinreicht». Al« aber jetzt der Bischof anfing mit diesem Messer dem Psarrer die Haut von den geweihten Fingern wegzuschaben, da brachte der marternd» Schm»rz di»sen witder zu sich. Di» Händ« suchten sich lo«zureißen. wurden aber von d«n zwri Mönchen fest wie in einem Schraubstnck gehalten. Der abgesetzte Priester mußt« ja sür immer zum Berühren der heiligen Hostie tinsähig gemach» werben. Darum durste an seinem von der Kirche entweihten Leibe keine ge. salbte Haut zurückbl, iben. Diese kirchliche Zeremonie der Degradation war aber für den Bischof ein schwere« Stück seiner Amt«»S»igkeii. Diese« Seschäst verlangte die größte Sorg-sall, denn Blut durste dabei nicht fließen. Die gme Mutter, die Kirche, will kein Blut vergießen. talen Bischof« Geistliche eingesperrt, die nicht« ge« tan haben, al« daß sie den Gehorsam gegen den Bischos und die Gebote der Kirche und de« Kleri-kali«wu« nicht so betätig« haben, wie Bischof Doppelbauer e« will. Da« ist gegen die Gesetze be« Staate«, aber auch gegen j-de« Gefühl der Menschlichkeit. Redner beschäftigt sich sodann mit dem Bischof Doppelbauer, der sich „Dokior" nennt, aber kein Doktor ist. (»Hört! Hört!') Er habe nämlich in Rom bei den Jesuiten römische« Rech» studier«. Abg. I r o: „Kroatischer Erlaß!" (Schallende Heiterkeit.) Abg. Berger: Bischos Doppelbauer wurde schon vor zwei Jahren in feiner brutalen Willkür dem derzeitigen Kuliu«minister geschildert. Dokior v. Harte! ha« ganz entsetz« gelan und die Folge war, daß Bischos Doppelbauer Exzellenz geworden ist. Dem Ruse Doppelbauer« al« Seelsorger steh« sein Ruf al« Gelbsoroer zur Seite. Er betreib« insbesondere ein einträgliche« Messen. Geschäft. Bischos Doppelbauer hat die Predigten seine« verstorbenen Vorgänger« geerb« und sein Kanoniku« Mayböck mußte sie bearbeiten. Dann glaubte Doppelbauer, daß er auch ein Schriftsteller sei — aber selbst Angehörige de« K.eru« äußerten sich über da« Werk mit den Worten: »Der Quark ging nicht ab!" Redner sührt hieraus einig« llnzukömmlich-feiten an, welch« nach feiner Ansicht ein unwider» leglicher Bewei« dafür sind, wie Bischof Doppel-bauer in Ober Österreich arbeitet. Der Präsiden« unterbricht den Redner und bittet ihn, bei der Sache zu bleiben. (Widerspruch bei den Alldeutschen und Rufe: „Redefreiheit, sonst werden wir gleich tschechisch reden".) Abg. Berger tritt dann gegen die Ueber-macht de« Kleru« auf und verweist daraus, daß e« fast nie zu einem Strafvollzug komme, wenn e« sich um Mitglieder de» Kleru« handelt, die von den staatlichen Behörden verurteilt wurden. Er rekriminiert die Behandlung de« Herausgeber« der „Neuen Warte", der ein besonderer Günstling Bischof Doppelbauer« sei. Dieser wurde wegen Ehrenbeleidigung zu einem Monat Arrest verurteilt, nachdem da« Berufungsgericht die ursprüngliche Straf« erhöht hatte. Der Bischof von Linz sandle ihm ein Heiligenbild mit dem Spruche: »E« ist süß. um Jesu willen Verfolgung zu leiden." (Heiterkeit.) Au« der Kanzlei deS wahrscheinlichen Thronfolger« bekam der Herausgeber ein Aner-kennungSfchreiben. worin ihm für seine patriotische Handlungsweise der Dank ausgesprochen wurde. (Lebhafte „Hört! Hört!"»'u.ufe.) Endlich wurde die einmonalliche Arreststrase im Gnadenweg« in eine Geldstrafe von 100 K umgewandelt. Au« dieser Tatsache ersieht man, wie mit den Klerikalen umgegangen wird. Bischof Doppelbauer habe in Oberösterreich ein System eingeführt, da« man mit der Bezeichnung bischöfliche Beamtenpolizei am besten charakterisieren könne. Abg. Berger schließt: „Unter dem Deck-mantel von Christentum und Religion hat bereil» wieder ein Kamps begonnen und die Machl. gegen die wir heute kämpfen, ist keine«w»g« auf ihrem Da« kann ihr selbst der größte Feind nicht nach-sagen. Darum hat sie ja die Ketzer von jeher nur verbrennen lassen, wobei kein Tropfen Blut g». flössen ist; aber jemanden enthaupten zu lassen, da« hätte sie nie über ihr gute« Herz gebracht. Endlich war auch diese im Namen d:r Kirche au«gesührte Entweihung zu Ende Schmerze« tränen standen dem Psarrer in den Augen, al« er diese Tränen mit seinen Fingern foriwischte, da waren die Augen rot, al« hätte er blutige Träne>> ge-weint. Und wie da« Tränenwasser auf den wunden Fingern brannte! Jetzt überreicht« drr bischöflich« Zeremoni tu«minister hat Gelegenheit gehabt, seinen Standpunkt klarzulegen und zu zeigen, ob e« an den geradezu schamlosen Zu» stänven in Mitterberg und an dem ungehörigen Vorgehen de« Bischof« Doppelbauer irgendwelchen Anteil hat oder nicht." E« wird dann die Debatte über die Fragt der Dringlichkeit eröffnet. L«it«r de« Justizministerium« Dr. Klein führt au«: »Ich muß «« ablehnen, daß Hand-lungen un» Aeußerungen von Person«» hier er» wähnt w«rden, deren Stellung und Würde sie von der Eiörterung in unserem Kreise ausschließe." (!) Abg. Geitz: »Und wenn die Herren Polirik treiben, so müssen sie eS sich gefallet, lassen, daß wir sie hier kritisieren." Abg. Schuhmeier wendet sich gegen da« Verhalten de« Thronfolger«, der in die politische Arena herabsteigt und dadurch die Kritik hervor« ruf«. »Un« ist." erklärt Abg. Schuhmeier, »der Bischos Doppelbauer nicht zu niedrig und der Thronfolger nicht hoch genug, al« daß wir un« eine Kritik versaaen sollten." (Abg. Schrott stellt sich dem Abg. Schuhmeier gegenüber und lächelt ivm in provokatorischer Weise in« Gesicht.) Abg. Schuhmeier ruft ihm zu: Lachen Sie nicht! Da« ist eine Schande. Wenn Sie lachen, so kommt da« davon, daß Sie al« Salter lachen können. E« ist eine Schande, daß Sie lachen können, wenn e« sich um den Tod eine« der Ihrigen handelt. Adg. Iro: »Da« Christentum dieser Leute ist ein ganz gemeiner Schwindel!" Zwischen dem Abg. Schuhmeier und dem Abg. Schrott kommt eS zu Zusammenstößen, worauf Adg. Schuhmeier mit den Worten schließt: „Die Vorfälle, wie wir sie hier besprochen haben, lassen hoffen, daß die Stunde kommen wird, wo die Bevölkerung eine« Tage« sagen wird, Leuten gegenüber, die selbst ein Mitterberg brauchen, um gebessert zu werden, bevor sie un« bessern, gibt e« nur die eine Politik: Lo« von Rom!" — (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten und All» deutschen.) Nach einem kurzen Schlußworte de« Antrag» steller« Adg. Berger wird die Dringlichkeit mit 96 gegen 57 Summen abgelehnt. Für die Dring» lichkeit stimmten die Alldeutschen, die Sozialdemo» kraten, «in Teil de« Zentrum«, ein Teil der Christlich-Sozialen, mehrere von der Deuischen Fortschrittspartei und einige Mitglieder der Den»» schen Volkspartei. Schluß der Sitzung um */47 Uhr abends. Sie Sewegliug in Rußland. Der „heilige" Eynod richtete an die Recht» gläubigen au« Anlaß der jüngsten Vorgänge ein Denkschreiben. worin e« heißl: Ihre Verführer Priesterrock ausgeben und da« Kollare oblegen. Da er aber die« au« Veistvckung (oder wahr» scheinlich au« Schwäch«) nicht vermochie, so taten auch da« noch die zwei Mönch« im Dienste der Kirche. Dasür ward ihm wieder der alte Rock de« Knechte« angelegt. Zum Schlüsse streckte der Bischof noch seinen rechten Fuß vor; dtese Zeremonie sollte den Fug» tritt vorstellen, mit dem der Unwürdige au« der Ktrch« Gott«» auSgestoßen wurde. Und jetzt hatte der Bischos alle« getan, wa« er al« gerechter Mann «un muß'e, um seine geliebte Kirche von einem unwürdigen Priester rein zu hatien und den Altar von >olch,n Leuten mcht jchänden zu lassen. Al« ob ein Toter durchgetragen würd«, stiimmte dies« da« .öliserero wvi Deas secnndam magoam misericordiam taam* an. Dabei s«nk,rn sie oic auSgelöichten Ke>»«n mit de« oberen End« zu Boden. Zwar folgte manch trauriger Blick au« Prie» steraugen dem scheidenden Mttbrufer. aber bald richteten sich all' Augen wieder auf d«n Bilchof, der soeben eine lang«, «indringlich! Red« dkgann. von se'nem bluienden H«rz«n. der Priestersünde, über die Verführung durch den LlderaliSmu«. dessen Opfer dieser Pli.ster geworden, über die Seite 4 „gesiftfer lüadri*- Nummer 10 hatten in ihrer Mitte einen verbrecherischen Seist« lich'n, der frech sein heilige« Gelübde verachtete und jetzt dem geistlichen Errichte unterlieg». Er entblödete sich nicht, den betrogenen Arbeitern ein au« der Kapelle gewaltsam genommene« Kreuz. Heiligenbilder und Kirchenfahnen in die Hinde zu geben, um unter dem Schutze der den Gläubigen teuren Heiligtümer die Arbeiter umso sicherer zu den Unruhen und andere auch in den Tod zu führen. Am betrübendsten ist e«. daß die Unruhen, hervorgerufen und erkauft wurden durch die Feinde Rußland« und ber öffentlichen Ordnung. Die Feinde Rußland« sind bestrebt, seine Stützen, die Orthodox!« und die Selbstherrschaft, zu er« erschüttern, ohne welche Rußland zugrunde ginge. Welchen Kummer bereitet e«, daß rechtgläubige Leute sich gegen die gesetzliche Gewalt erheben und sich gegenseitig befehden, während die Brüder im fernen Osten kämpfen und der Kaiser, sowie die Kaiserin bemüht sind, die Leiden der Verwundeten zu lindern? Da« Denkschreiben schließt, indem e« da« Volk beschwört, dem Kaiser und der Obrigkeit Gehorsam zu leisten. Die Geistlichen mögen ihre Herde zur Ruhe mahnen, die Machthaber vie Wahrheil suchen und die Bedrängten verteidigen. Die Reichen mögen Gute« tun. die Ardeiter den Gtboten Gölte« folgen und sich vor falschen Rat« eben, hüten, welche die Genossen de« Feinde« nd oder in dessen Solde stehen, der Rußland zu» gründe richten will. Die Bewegung im russischen Volk« gewinnt immer mehr an Ausdehnung. Die Nachricht, Generalgouoe^neur Trepow werde Gorki hinrichten lassen, erweckt einen Schrei der Empörung. Man wagt e« nicht mehr, offen von Politik zu sprechen, dafür finden unzählige geheime Versammlungen statt. Die Polizei verfügte die Schließung aller Wassenläven. doch kam diese Maßregel zu spät, da die Waffen bereit« überall verkauft waren. Der Zar ist ernstlich unwohl; er setzt aber trotzdem die Konferenzen über die inner« nnd äußere Lage Rußland mit den leitenden Staat«« männern fort. ZarSkoje Selo selbst mit feinem geräumigen Parke gleicht gegenwärtig mehr einer Festung al« einem Lustschlosse. Die Gegend ring« um da« Schloß wird meilenw.it von Kosaken» Patrouillen ununterbrochen durchstreift, während Wachposten entlang der Peripherie de« mauerum« aebenen Parke« stehen. Mit Trepow steht der Zar in fortwährendem telephonischen Verkehr. In den letzten Tagen gab e« in der Nähe von Lodz Dynamitanschlägt. In der Ortschaft Babianitz« hat durch einen solchen Anschlag auf den Polizrimtisltr tin Wachmann sein Lebe« ein» gebüßt. I» Petersburg verbreitet man Ausrufe zum Kampfe gegen die Dynastie. Da« Volk habe die Romanow auf den Thron gesetzt, jetzt werde man mit ihnen abrechnen. — Vom Großfürsten Wla« dimir verbreitet man da« geflügelte Wort: „Wenn auch .eine halbe Million zugrunde geht, bleiben mir noch genug Untertanen I" Reisende erzählen, daß die Lage in Russisch. Polen ungemein «rnst wärr. Die Umsturzbewegung hätte schon alle Kreise erfaßt. Die Soldaten sollen verfolgte Kirche und die Wahlen, über Presse und Schule, über Rom und Deutschtum, und schließlich über seine groß« Armut, die ihn immrr verhindert. die Kirche Gottt« nach einem besten Willen zu regieren und die Ehre Goite« zu vermehren. Für einen Augenblick hatte sich die Kirchen« türe geöffnet; aber nur so weit, um den von der Kirche Verstoßenen hinau«zu!assen. Fürsorglich hat ih« draußen ein Patrr sogar noch tintn alten Filzhut aus den verschnittenen Kopf gesetzt. Dann aber wurde die Tür« wieder schnell geschlossen, al« fürchtete «an, der Unwürdige könnte wieder hkreinschlüpfen. gerade fo wie einige der lichten Söhnen strahlen, die in diese« kurzen Augenblick eingefallen wartn, ohnt da« düstere Halbdunkel da drinnen verdrängen zu können. Da« weitere Geschick diese« edlen Priester« nachzuerzählen, sträubt sich meint Fed«r, soviel aber sei noch verraten, daß «r gebrochen «nd er« graut in einer »«seligen Stube in Bayern lebt »nd von — Protestanten unterstützt wird. Die Katholiken dürfen ihm keine Li,be erweisen, w«il «» t der Herr Bischof verboten ha«. — Jesu«, Jesu«, wo ist Dein «eist?? H. v. b. Schwarzau. schon acht Tage auf den Beinen sein und viele Abteilungen gemeutert haben. In Lodz sollen an den Unruhen auch Reser-visten teilgenommen haben. Au« d«n staatlichen Wassenniederlagen fehlen Tausende von Gewehr«». Die Militärbeamten sollen mit den Au«ständ>schen im Einverständnis steh«« und di« Diebstähl« be-günstig«». D«r »Eza«" meld«t au« Warschau, daß dort Freitag sozialistisch« Etraßend«monstraitonen ver-anstaltet wurden, wobri «« zu Zusammenstöße« mit dem Militär kam. Vier Personen wurden getötet. In gauz Russisch-Polen befinden sich jetzt 300.000 Arbeitslose. Di« Unternehmer sympathi« sieren vielsach mit den Strtik«nd«n. Die sozialistischen Agitatoren beabsichtig«« di« Arbeiter in ganz Rußland in den Str«ik zu bring««. 30.000 Soldat««, lauter Russen, stehen in Warschau, welch, bereit sind, aus die aufständi» sch«n Polen zu schi«ß«n. Während in Petersburg. Moskau und Riga wieder Ruh« eingetreten zu sein scheint, soll die Lag« in Russisch-Polen umso schwieriger geworden sein. Man hm den Belagerungszustand »un über daS ganze Gebiet von Pietrokoff verhängt. Warschau gleicht ein«« großen F«ldlager. Der Siraßenbahnverkehr ist eingestellt, die Aufständi« sehen dringen in die Haupistraßen, wo in kurz-« Abstände« Soldaten aus Posten stehen. Die Aus-ständischen feuerten aus die Reiterei, die eben Str»ßen zog. Ein einziger Mann gab fünf Schüsse ab, ehe die Soldaten in die Menge hineinreiten und ihn verhaften konnten. In War» schau herrsch, «benso unb«schr«iblicheS Elend al« in Lodz. Viele Menschen hungern und greisen in der Verzweiflung zu den schrecklichsten Gewalt» Mitteln. Die national-polnischen Bestrebungen haben mit dieser sozialb«mokratisch«n Bewegung gar nicht« zu tu». Man meldet au« L«»b«rg, daß in Lodz ein« förmlich« Arbeitergewaltherrschaft bestehe. Der Bahnverkehr aus der Strecke Lodz-Kalisch ist ei«, gestellt. Der Ausstand hat dadurch besonder« ge« wonnen, daß rund 150.000 Arbeiter feiern. Die Arbeiter in Lodz stellen keine politische« Förde« rungen, dagegen verlangen sie acht Stunde« Ardeil und 20 Kopeken Lohn für die Stunde. Am Sonntag kam e« in Warschau an sech« Stellen der Stadt zu blutigen Zusammenstößen. Zuerst hatten die Arbeiter sozialistische Aufrufe unier die Soldaten verttilt, >« denen sie gewarnt wurden, aus da« Volk zu schießen. Die Kosaken bemühten sich, die Menge mit Pike« außerhalb de« Weichbild«« der Stadt zurückzudrängen. Die Zahl d«r Getöteten und Verwundrte« wird mit 500 angegeben. In Privathäus«rn liegen zahl« reiche Verletzte. Am 30. v. erneuerten die Arbeiter den Versuch, da« Al-xanber-Denkmal und die russische Kirche in die Luft zu sprengen. vom ostasiatischen Kriegsschauplatz. Man berichtet au« Neu-Dork. daß am Schaho wütende Kämpfe den Beginn der großen Enischei» dung«schlacht ankünden. auf die sich die Russen bereit« seit Monaten vorbereitet haben. Kuropat-km soll eine japanische Bewegung entd«ckt habe«, die feinen rechten Flügel bedroh«. General Oyama erhielt einen beträchtlichen Teil der Truppen Noqi« al« Verstärkung >i«d viele schwere Geschütze. Man glaubt, daß der Hügel mit dem einsame« Baum nach wie vor der Schlüssel der russischen Stellung bleiben wirb. Dann würbe ber Hauplkampf am Schaho sich aus d«m r«cht«n Flügtl abspüle«. Aus der russischen Botschaft in Washin«to» ist man ber Meinung, baß vor bem Späifrühling «ine größere Schlacht gar nicht zu erwarten wäre. Marschall Oyama meldet: F,indliche Artillerie btschoß am 28. v. mit Unttrbrtchungrn den richte« Flügel und da« Zentrum ber japanisch«« Stellung, während kleine Abteilung«» v«rfchiebe«e Punkt« an-griffen, aber sofort zurückg,schlagen wurden. Aus dem linken Flügel nahm eine japanische Abteilung, bie am 26. v. ein siegr«icht« Gtfechi bei Chenchiepo gehabt hatte, am 28. Liatavku und Sichiano.Feng. Eine ändert Abteilung. welche auf Heckontai vor-rückte, ergriff von einer sich östlich vo» bietet Ort» schaft befindenden Infamer,estellung Besitz. Schließ» lich besitzt« eine Dritte Abteilung Sakhpao, fünf Meilen südlich von H'ckaniai. nachdem sie den Feind, bet a»« eine* Infanterieregiment und einer »avalleriebrigab« mit zwölf Geschützen bestand, von bort vertrieben hatte. Die Russen, welche unseren linken Flügel angriffen, schienen Truppen be«zehn» ten Jrmeekorp« zu sein und zwar die 3. und 5. Brigade der europäischen Scharsschützen, die 9. Di» Vision vo« 10. Korp«, sowie Teile ber 61. Re« servebiaision und de« ersten sibirischen Ar«eekotp«. politische Wundschau. stattn PiptuR f. Der ehemalige Hanbel«. minister Baron Freih. v. Dipauli ist am 28. o. um I Uhr früh im .Grand Hotel" in Wien an einer akut aufgetretenen Influenza gestorben. Di» pauli war einer der »erbittertsten Vorkämpfer de« KlerikaUS«u«. Dipauli — der Na«e war eine Zeitlang förmlich ein Schlachtruf gegen Deutscht»« und Freiheit gewesen. Der Träger viese« Namen« war einmal päpstlicher Soldat gewesen (Schlüssel« soldat, wie die merkwürdige Truppe im Volk«munde genannt wurde) und er blieb päpstlicher Soldat auch dann, al« er die Echlüsseluniform längst «it dem Zivil eine« österreichischen Abgeordnete« ver« tauscht hatte. Denn wirklich, der Man«, bet im Jahre 1870 al« Bürgermeister von Kältern de« Eid auf die Verfassung verweigert hatte, der Mann, der im Jahre 1881 erklärt hatte, er könne den durch die Maigesetze in Oesterreich inaugurierten Cäiaro-PapiSmu« nicht anerkennen, war wirklich 1898 Handelsmuster im Kabinette Thun. Jetzt aber war sein Stern längst verblichen. J)ie Parteien des ZSgearöueteuHause» wei« sen derze>« folgende Ziffern auf: Deuifche Volk«« Partei 46, Deutsche Fortschrittspartei 30, Verfaf« fung«treuer Großgrundbesitz 30, Christlich.soziale Vereinigung 25, Deutsche Bauernpartei 4, Freier Verband alldeutscher Abgeordneier (Wolfgruppe) 8, Schönererianer (ohne Klubverband) 14, alldeutsch« Wild« 2, Katholisch«« Zentrum 29, Konferoatioet Großgrundb«sitz 19, Tschechentlub 46, tschechische Agrarier 5, Nationalsozialistisch« tschechisch« Bereinigung 5, Soziald«mokrat«n 10, Polenklub 64, Polnisch« Volkspartei 4. Ruthe««« 9, Süoslavischer Verband 26, Eüdslaoischer FortschrittSklub 6. Mäh« rische Mittelpartei 3, Italienischer Klub 18. Nu« mänenklub 4, Wilde 14. — Bier Mandat« sind unbesetzt und zwar di« dir ehemaligen Abgeorb-n«t«n Schücker, Posch, Eugen Abrahamowicz und Wenzel Sehnal. J>as steiermitkische Laudesaulehe». Die Regierung hat am 30. v. im Sdgeordn-ienhaufe «in Gesetz vorgelegt. oaS die Verwenbbarkeit b«t Teilschuldverschreibungen be« vom Herzogtum Steier« mark auszunehmenden Anlehen« von 12,000.000 K zu fruchtbringender Anlegung vo« Stiftungen, mün» delsicheren Geldern u. bnl. zum Gegenstand« hat. In der Begründung heißt e« n. a.: Der steinmärkisch« LandtSauSschuß, der «it ber Durchführung der Krtbitvperalione« betraut wurde, hat sich mit Genehmigung de« Landtages (Beschluß vom 10. November 1904) an die Regierung gewendet, daß sie im ReichSraie eine Regierungsvorlage eindringe, wodurch man den Teilfchuldverfchreibungen die Verwendbarkett zu fruchtbringender Anlegung z«ge« steht. Da da« Land Eteiermark die sichere Gewähr für die pünktliche Einhaltung der Zahlu»g«o«rbind-lichkeiten bietet, hat bie Regierung nicht gezög«rt, dem Wunsche be« Lande«au«schusseS zu entsprechen und den vorliegenden Gesetzentwurf al« Regierung«, vorläge einzubringen. Slooenische Hutskäufe in Steier mark. Dr. Ivan Suste«j.t hat da« Gut Feistritz im Mürztale um 560.000 K gekauft. — Da« »st feit kurzer Zeit da« britie stejermärkische Gut, da« in deutschseind» liche Hänve übergeht. Swe Mitte der pr-tetlauti/cheu Weißliche». Eine Abordnung proiejlan »scher Seelsorger wurbe am 30. v. vo« Kaiser e«pfange«. Nach bet Entgegennah«» einet Denkschrift sagte er: .Ihre Net ist wirklich seht groß. Wenn Sie «ir Ihre Denk» schnfi übergeben wollen, werbe ich bie Sache prüfen lassen, bann werben wir sehen, in welcher Hinstcht soviel al« «öglich Ihnen geholfen werben kann." Die Abordnung begab sich hierauf zu« Minister» vrästbentea, de« Finanz« u«d Untrrrich»««tuiftet. zu« evangelische« Obetkirchenrat und schließlich in da« Ab eor.'netenha««. Allsei«« wurde di« krüf» tigste Unterstützung ihrer Forderung zugesichert. HScktritt $bzt*. Da« Mmisieriu« Ti«za hat am 30. v. schriftlich um feine Entlassung ge-beten. AI* Nachfolget TiSza« gilt Al.rander Wekerle. Nummer 10 W«ch»- Seite 5 Äus Stadt und Land. gUlirr Kemeinderat. 9m Freitag den 3. d. M. findet eine ordent« licht öffentliche Gemeindeau«schuß-Sitznng «it fvl-oender Tage«ordung statt: Bericht« de«Rechl«an«schuffe« über d»e Eingaben u« Anerkennung de« Heimat«rechle« in der Stadt Cilli, betreffend: Anna Pleunik, Johanna Pleunik. Therese Müller. Maria Tscherne und Maria Dokler. Bericht de« UnterrichtSauSschusse« «der eine Eingabe de« Bezirksausschüsse« Mahrenberg wegen Stellungnahme gegen den Vor« Gang, daß Lehrpersonen, welche die Lehrbefähigung für den slooenischen Untkrricht «ich! besitzen, von der definitiven Anstellung in gemischisprachigen Be« zirken ausgeschlossen werden. Heuchle de« Bauau«schusse» über eine Eingabe um Instandsetzung der von den Sannbädern im Sadtparke entlang de« Lei«berge« führenden Straße di« zur Stadtgrenze. und «ine Eingabe de« Anton Fasarinz um Verlauf eine« GrundteileS. Bericht de« Fi n anzau«s chus se« über: 1) einen Aml«vorlrag wegen Bestimmung der Etraßenbezeichnung für die Jnselgrünbe; 2) Ein« gäbe de» Bezirk«au«schusse« Lichtenwalv wegen Ein« sudrung von neuen Personenzügtn aus der Bahn« strecke Agram-Eteinbrück: 3) Monturpauschal« Abrechnung der Städtischen Sicherheil«wache sür da« Jahr 1904. _ MerKtnfel. 2. Februar: Stadltheater: .Der Böhm in Amerika-. Beginn ausnahmsweise um halb 6 Uhr nachmittags. 2. . Veteranenball. 3. „ Hauptversammlung be« Cillier Man« ner-Gesangverein«. 4. „ Slabtthealer: .Carmen*, Oper. 7. . »Jung Heidelberg", Operette. 11. „ „Kirchtag auf der AI»* (Alpen- vereioSsest im Kasino). 12. . Staditheater: Entweder: .Hoff- mann« Erzählungen" oder .Jung Heidelberg". „ „ Hauptversammlung beS „Deutschvölkischen Gebilfenverbande«*. 19. „ Fleijchhauer-K änzchen im .Kasino*. ?ers«nal-Aachricht. Die Prinzen Hugo. Alfred uns Eduard zu SLindischgräz find Sonmag in Begleitung ihres Erzieher«. Herrn Juliu» Ruegger. von Schloß Gonobitz hier eingetroffen und im Hotel .Erzherzog Johann« abgestiegen. Die Prinzen unterziehen sich der Se-mestralpiümng am Gymnasium. Fodesfa? Gestern den 1. Februar starb Frau Julie P r a m b e r g e r. k. t. Londe«gericht«. rat«wi>we nach kurzem Leiden im hoben Alter von SA Jodren. Da« Leichenbegängni« findet am 3. Februar um 4 Uhr nachmittag« statt. Ernennung. Frl. Marie S a r n i tz, Lehre« rin an der hiesigen städtischen Volksschule, wurde zur Lebt «in am Kindergarten-Lehrkurse der Lehre« «innen-Bildungsanstalt in Graz ernannt. Awanzdteuße. Uebersetzt wurde: der SteneramtSkonlrollor Rnd. Rio ob vom Steueramte in Si. Marein bei Erlachstein zum Steuer-amle in Oberdurg, der Steuera«t«adjunkt Loren; Kuharic vo« Steuera«te in Rohitsch zu« Steuera«»» in St. Marein bei Erlachstein, ferner den Fmanzwachoderausseher Johann Goscher von Sachsenfeld nach Rann. — De« Steueramt«« Praktikanten Vinzenz Gal bei« Steueramte in St. Marein bei Erlachstein wurde da« Adjutum jährlicher «00 X verliehen. Z>a» Deutsche Kans hielt Moniag abend« i» Houl „Erzherzog Johann" eine sehr start be> suchte Haupiversammlung ab. Die Versammlung beschloß nach einem eingehenden Berichte de« Herrn Ingenieur« Wehrhan einstimmig, den Bau de« Deuischen Hause« nach den vorliegenden Plänen bereit« im Frühjahre in Angriff zu nehmen. Der so einmalige Befchlnß wurde mit Jnbel be« grüß«. Der Kostenvoranschlag beläuft sich ans 375.000 K mit Bauplatz und Einrichtung. Da« Deutsche Hau« wird ein Prachtbau in altdeutsche« Stil und kommt aus den Bi««arckplatz zwischen Bahnhof und Hotel .Siadl Wien*. Di« Pläne wurden von de« Wiener Architekten Brang ent« «orfen. DU „Deutsche Hau« wird chnch sünf schöne Parteienwohnungen enthalten. E« wäre sehr erfreulich, wenn de« Vereine weitere Gründer («it 200 X) und Mitglieder (Jahre«beitrag 4 X) erstehen würden. Anmeldnngen zum Beitritte nimm« Herr Josef Jarmer entgegen. Herr Anton I r f ch i ck, k. u. k. Hoftischler in Graz hat sich bereit «klärt, für den Bau da« Haupl-portal als Spende zu liefern; Herr Martin U r f ch k o. Tischermeister in Cilli. wird Tischler-arbeiten im Betrage von 400 K al« Spende liefern. Wir behalten uns eine nädere Schilderung der Baupläne für eine der nächsten Nummern vor. AamMeunVeud i« Kasino. Sonnabend den 28. v. fand ein Familienabend des Deutschen Kasinovereine« statt, der einen in jeder Hinsicht gelun« genen Verlauf nahm. Die wackere Musikverein«« kopelle leitete den Abend ein und füllte die Pausen zwischen den einzelnen Aufführungen au«. Herr Max Pürstl sang, wie immer von Beifall über-schütte«, einige neuere Lieber, u. a. Reveilleur« „Waldoöglein* (Dichtung von Hugo Webinger.) Viel Spaß bereitete der Schwank „Der Raub« Mörder*, dessen Rollen die Herren Dr. Eugen N e g r i. Max Pürstl und Albert K o s s ä r innehatten. Di« Herren Rauscher und Dr. Negri gaben schließlich noch eine Anzahl Scherzlieder zum besten, wobei in unzweideuiiger Weise gewissen Erscheinungen de« öffentlichen Lebens Cilli« in köstlichen Lokalstrophen Rechnung gelragen wurde. Ein flotte« Tänzchen beschloß den schönen Abend. Z>er Eillter Wännergesangverein hält Frei« tag den 3. d. M. abend«, Beginn halb 9 Uhr, im Probezimmer seine Hauptversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen: Rechenschaftsbericht der abtretenden VereinSleiiutig. Neuwahlen n. Anträge. Aebertrittsfeier. Nach dem evangelischen Gottesdienst am letzten Sonntag sand eine Ueber« iritiafeier statt. Ztt« evangelische gemeinde hielt am Sonntag im Gemeindefaale ein» Vollversammlung ab. Dem von Herrn Jng. Fritz W e h r h a n erstatteten Kasseberichte entnehmen wir, daß die Gemeinde im Jahre 1904 7168 K Einnahmen und K 6624*76 Ausgaben verzeichnete und da« Jahr 1904 mit einem Barsaldo von K 543 24 abschloß. Der Vorsitzende, Herr Pfarrer May. dielt einen Rückblick über da« abgelaufene Jahr. E« ist reich an Arbeit gewesen und schönen Erfolgen. Zahlreiche Familienabend« wurden adgehalun und von den besten erwähnen wir da« Sommersest. da« 1U00 X sür die An« sttllung einer Diakonissin ergab. v>r allem a"er die Jubelseier au» Anlaß de« 50jährigen Be-stand«» d«r Gemeinde. Votuäg« hoben gehalten die Herren Psarrer Kaiser, Jaquemar, Eckarvt, Kappu«. Holtz und May und Vikar Böhm. Sehr erfreulich gestaltete sich ein kurzer Uederdlick über die Tätigkeit der in der Gemeinde bestehenden Vereine, so der O't«gruppe de« Gustav Adols-Vereine«, die bei 180 & gesammelt hat, be« Frauenvereine«, der bei 70 Mil-glieder hat, de« deutsch-evangelischen Bunde« mit über 80 Mitgliedern, de« Kirchbauvereine«. der eine Einnahme von etwa 14 000 X zu verzeichnen hat. Ueber die Predigtstalionen in Lichtenivald und Meilenstein konnte Herr Pfarrer May berich-ten, daß sie in erfreulicher Eniwicklung begriffen feien. Unlerrichi«staiionen haben Rann und Heilenstein. In Cilli wurde Religion«un>errichl in 6 Abteilungen erteilt, nebenbei noch der Kon-sirmanden-Unterricht in 4 Stunden wöchenilich. Die durch di« Sprnd« von 1000 X lebendig g«» wordene Jd«« der zukünftigen Errichtung einer deutsch-evangelischen Schule in Cilli wurde von der Versammlung mil Freuden begrüß«. Mit be-sonder«« Dank« hob b«r Vorsitzende die wahrhaft «dl« und hochherzige Fürsorge der Freunde in Hall« hervor, die nicht müde werden, aus da« Wohl der Gtmeind« Cilli bedacht zu sein. Durch Er« heben vo« den Sitzen gab die Versammlung ihrer Dankbarkeit gegenüber den Hallensern einmütig An«drnck. In gleicher Weise wurde vom Vor« fitzenden de« hochverdienten Organisten, de» Herrn Jnterberger, erwähn«. Die Versammlung drückte Heer« Jnt-rberger den Dank für seine eiirige und künstlerische Tätigkei« durch Erheben von den Sitzen an«. In da« PreSbqieriu« wurde Herr Georg Adler berufen. Bezüglich der Fried-hosfrage beschloß di» V«rsa«mlung. von der Er-öritrnng de« b«st»denb,n Friedhofe« abzusehen. 5er Aerzehr»»ß»ste»er - Zbsindnugsnerei» hielt Fceuag den 27. o. im Hoiel .E.zverzog Jo-hann* seine Jahre»-Hauplv«rsam«luug ab. die von > Seil«« der Interessenten von Ctll, und Umgebung sehr gut besucht war. Der Repräsentant der Ver-reine«, Herr Hoielier Anton Neudrnnner» begrüßt« di« B.'r«in«milglieder un» erstattete seinen Reche>,schafi«dericht über da« abgelaufen« Geschäft«« jähr, der zur Kenntni« genommen wurde. Die Rechnungsprüfer, die Herr«» Stig«r, Teppej, PalloS undKuster , ei klärten, daß die Bücher« führung vollkommen genau war und doß auch ver Jahresschluß überprüft und vollkommen für richlig befunden wurde. Herr W o b n e r beantragte die allgemeine Abfindung für die VereinSaiilgliedir. Nachdem stch jedoch di« H«rr«n Stigrr. T«p« pej, Mör«l, N«udrunn«r und T«r s ch «t dagegen auSsprachen, wurde der Antrag sollen ge» lassen. Dagegen wurde jedoch ein vom Au« chusse eingebrachter Antrag, der Gemeinde Sveiina eine allgemeine Abfindung sür da« Jahr 1905 zu d«« willig««, angenommen. Zum Schluss« ergriff H«rr Otto Küster da« Won unv sagte, daß da» abgelaufene Ver«in«jahr keineSweg« als ein vorteil-hafte« für die Interessenten zu bezeichn«« fei, da in d«r Eoaimresaison durch ven großen, durch die herrschende außergewöhnliche Hitze bedingten Bier« konsum der Weinverkaus sehr litt. Außerdem hat auch die reichliche Obst^rnle da« Schankgewerde einigermaßen geschädigk. Weiler« seien auch die Abgaben für Fleisch bedeuiend geringer ein«eflossen infolge der Hoden Fleischpreist und der Niederlas« sung zweier Pferteschlächler. Trotz alledem, erklärt« Redner, könne nian mit der wirtschaftlichen Ge-bahrung im abgelaufenen VereinSjahre zufrieden fein. Herr Kuster sprach zum Schlüsse de« Re» präsemanten Herrn Neuvrunner, sowie dessen Stellverireter Herr« S »i g «r d«n dtsten Dank dk« Bereine« sür ihre Mühewaltung au«; auch de« Geschäftsführer de« Vereine« Herrn N u ß « ü 11 e r wurde sür seine genaue Bücher- und gute Ge» schäft«füh'ung der Tank ausgesproirn. Schanbühne Die Aufführung der immer gerne gesehenen Strauß',chen Operette „Die Fledermaus* am Sonntag war eine der besten in diesem Epieljahre. Da« dicht besetzte Hau« lohnte die Leistungen mit einem B-isall, den wir hier noch selten so lebhaft gehört haben. Die musikalische Leitung hatte Herr Fritz R « d l in«», der sich seiner «ich« leichten Ausgabe in bewährter Weise entledigte; bei dieser Gelegenheit sei auch bemerk«, daß unser Tbeaierorchester sich stei« recht brao und tapser hält. Der Herr von Eisenstein saß H rrn Murauer sehr gui. Da« Publikum freuie sid> sichilich an dem floiien Spiel« Diese« »'fr,gen Stiauipieler» und Eänaer«. Frau von Eisenstein gab Frl. N i g r a mit rühmen«wer«em Eis«'. Herr Schiller war ai« Gesängni«-direkior Frank ganz a« Platze; sein Humor wirkie geradezu ansteck-nd. Eine samose Leistung brach«? un« Herr Han« Iahn al« Ge,ich««diener Frosch. Reizend, voll Naiürlichkeit und LedenSmul sah Frl. Rosa Loibner au« al« Adele; sie bot eine Rolle wie au« einem Gusse. Die übrigen Kräfte, wir nenne« bloß Frl. Bon gar al« Prinz. Herrn Kamm auf al« Noiar Falke, Her»« L o r e n z al« Dr. Blind und Frl. V a l e« r i u « al« Jda, dielten sich sehr brav. Wenn wir von der Flüchligkeit, die wohl aus ein Eisenbahn-fieder zurückzuführen ist, und von einigen bedauern«, werten Au«lassungen absehen wollen, können wir un« an dem Abende nur aufrichtig freuen. —mg— Die nächste Vorstkllung findet heul«. Donner«« tag den 2. d. M.. statt und zwar de« Vkieranen-balle« wegen schon um halb 6 Uhr. Zur Auf» führung gelang«, der Fasching«stimmung Rechnung tragend, die lustige Posse „Ei« Böhm in Amerika*, worin säm.Uche Komiker und Soubrette« hervorragend beschäftigt find. Sa««-lag wird die Oper .Carmen' mit Jean Nadolowitfch al« Gast, den Damen Lendry und Palven und de« Herren Schlegel und Herbert in den übrigen Haup,Partie« ausgeführt. Knr»er»»»ff«A. Die au«übenben Turner de« hiesigen Tnlnoereine« uniernahmen am Sonntag nachmittag« eine Schlittenfahrt nach dem Markte Hochenegg. Jeder Turner hatte seinen eigenen kleinen Schlitten, die, hinlereinandergereihl, vorn mit «ine« großen Schlitten verbunden waren, der von vier starken Zugpferden gezogen wurde. Der ganze Zug, merkwürdig in seiner Art, bot einen netten Anblick. Jeder Schlitten hat»« seine Glocke nnd unter Trompexn- «nd Hornsignaleij setz»« stch der lang« Schlitiknzug durch di« Bahndöjgasse, Ralhautgasse, Herrengasse, über den Hauplplatz und durch di« Grazerslraße n^ch Hochenegg in He. wegung. Ei, prächtige«, fofiitigc«, windstille^ Seite 6 Welt» und eine gute Schlittenbahn ließen den Wimerau«flug wohlaelingen. Der Radfabrverein von Hochenegg stellte den ankommenden Turnern eine gulgeivärmte Gaststube zur Verfügung, in der sich bald in Gesellschaft von einigen strammen Herren au« Hochenegg in lebhafter fröhlich?! Stimmung »ine angenthm« Unterhaltung «nlwick-lt«. Der Kneipwart P e r i s f i ch leitete bie Kneipe und brachte urkomische Scherze und Witze zur allge» «einen Belustigung zum Vortragt. Unter Lieder« sang verschwanden die Stunden allzuschnell. Herr P « rissich machte von dem gesamten Schlitten« zuge einige Lichtbilder-Lusnahmen. Um 8 Uhr abend« erfolgte die Abfahrt. Tie dadinsausende» Schlitten, die mit vielen Papierlaternen geschmückt waren, nahmen sich herrlich au«. Wohlbehalten, frisch und munttr erreicht»» die Schlittenfahre» mit vollster Btfritdigung über di» wohlgelunxen« Fahrt ihr Heim. „Kirchlag auf der Atm". Die Anmeldungen für Kostüme sind bereit« »n lebhaftem Gang» ; besondere« Interesse werden einig» prachtvollen Gruppen erregen. Bisher haben sich auch zahlreicht Volk«genossen au« der Umgebung anaemeldet. Strllnngen. Heuer finden Siellungen statt: in Marburg, Umgebung, am 1.. 3.. 4., 5., 6., 7. April; in Windisch-Feistritz am 17.. 18., 19. April; in Marburg, Stadt, am 25., 26. April; in Ei. Leonhard am 28., 29. April; in Oberradker«-bürg am I.. 2. März; in Luitenburg am 3., 4. März; in Frieda» am 6., 7. März; in Ptitau am 8. März: im Pettau am 9., 10., 11.. 13. März; in Rohilsch am 15., 16. März; in St. Marein am 17.. 18. März; in Gonobitz am 29.. 21., 22. März; in Tüffer am 24.. 27. März; in Cilli am 28. März; in C>Ui am 29., 3V., 31. März und 1 April; in Rann am 3., 4., 5. April; in Drachenburg am 7., 8. April; in Lichtenwalb am 10., 11. April; in Franz um 13., 14. April; in Praßberg am 15., 17. April; in Schönstein aoi 18., 19. April; in Windijch-Graz am 25., 26. April; in Mahrenberg am 28., 29. April. Po« Kandelsgerichte. Eingeiraaen wurden in da« Marburger Register für Einzelfirmen: Sitz dtr Firma: Pragerhof, Bezirk Wind.-Feistritz; Firmaworilaut: Franz Steinklauber. Beiried«-gegenstand: Falz-Maurerziegel« und Tonwaren-fabrik. Prokura erteilt: der Ehepattin Marie Steinklauber. Datum der Eintragung 23. Jänner 1905. — Im Marburger Genosse» ichaft«register wurden bei der Firma „Vorschußkassenverein sür die OrtSgemeinde Zellnitz a. d. Mur in Steier» mark", registrierte Genossenschaft mil undeschränkler Haftung, die bisherigen VotstandSmitgl>«d«r Herren Johann Weber und Georg Tischler, lrtzierer al« Ersatzmann, gelöscht und die neugeivählien Vor-stand«milglieder Herr Franz Wruß und Herr Georg Grofik, beide Oekonomen in Zellnitz a. d. Mur, nnd zwar letzierer al« Ersatzmann, eingetragen. Deutscher Schulverein. In der Sitzung de« engeren Ausschüsse« vom 25. Jänner wurde den Gemeinden Seewiesen und Seliowitz für ««widmeie Beiiräge, ferner der FrauenortSgrupp« Reichenberg für d«n namhaften Ertrag de« Märchens, sie«, und den Orl«aruppen Gablonz und Johannitdad, so-wie den FrauenoriSgruppen in Brüx und Eger für Veranstaliungen und sonstige Zuwendungen der ge« ziemende Dank abgesprochen. D-r Drech«lerschule in Malborghe». der gewerblichen Foribildungs-schule in Koplitz. dem Kinterganen in Kaunowa, der Krippe in Prachaiitz und der Schule in Pai-lipp«berg wurden Erhaliung«beiträge bewilligt, der Schule in Blisowa ein Beitrag für verschiedene Schulbedürsnifse und der Schülerlade in Trient eine Unierstützung gewährt. Dann gelangten Angelegen-heilen ber V«rrin«anstalten L'pnik. Una.«Hrad»sch und Wind.-Feistritz zur Beraiung und Erledigung. Kvangelischer Hottesdienll in Fichtenwald. Heute, Donnerstag den 2. F bruar, nachminag« 1 Uhr, findet .m Saale d»« Herrn S m r»k» r öffentlicher evangelischer Goiie«dtenst statt. Krifail. (Da« Leichenbegängnis der verunglückten Grubenarbeiter.) Am Sonnlag nachuiittag« fand da« Leichen« begängni« der beim Grubenunglücke im hiesigen Bergdaue verunglücken sechs Arbeiier statt, zu dem sich eine vultausendlöpfi^e Menschenmenge beim Friedhose einuesunden hatte. Der Steiger« perein mit den gewertfchas>«freundtichen Arbeiter« rückte unter Vorantrilt der Musikkapelle in Parade-Uniform und mit umflorter Knappschafi«. fahne, die sozialdemokratische Arbritergruppe eben» fall« mit Musik, in bedeutender Zahl au«. Von _Wacht"^ der politischen Behörde beteiligt» sich am Leichen» b«gängniss« d»r k. k. Ob»rkommifsär v. B r a h l au« Cilli. von drr Bergbehörde waren anwesend k. k. Oberbergrat R. C a n a v a l, k. k. Ober» bergkommissär Okorn vom k. k. Ackerbaumini« sterium und k. k. Oberbergkommiflär I. S a l o« m o n, k. k. Bergkommissär V. Stergar vom k. k. Revitrbergami» Cilli, Bezirk«schulinspekior G. V o d u s ch e k, »it dem Lehrkörper der hie, sigen Schulen. Büraermeister und Land»ag«abg. F. R o «, u. s. w. Die Werk«inhabung war durch den Verwaltung«rat A. de Laperiere vertreten, dem sich der grsamte Beamienkörper von Trifail, Hrastnigg und der Zemenisabrik anschloß. Nach der feierlichen Einsegnung durch die gesamt» Geist« lichkeit sang der Trisailer Sängerbund am offenen Grabe dtn «rgrrisenden Trauerchor „E« in be» liimmi". Die WeikSinhabung hat »inen namhaften Betrag zur Linderung der Rot c>er Hinterbliebenen und sür die Belohnung der Rettungsmannschaft gewidmet. Kochenegg (Der H.err Meister auf R e i i e n.) Der hier ansäßige Saiilerme ster S a g o d e, ein strammer Anhänger de« Psarrer« VoduSek, ha« endlich gefund.n, wa« er suchte. Schon feit langer Z,ü schimpft er in unflätigster Weife in den Wirtshäusern und Schnapsbuden über die Deutschen u»d betitelt sie mit allen nur möglichen Koftnamen windischer GeschmackSrichiung. Am Marktlage, am 30 Jänner, macht» »r eben-fall« eine Schnaps« und Weinreist und kam gegen Mitternacht in ein anständige« slooenische« Gast« hau«, wo sich mehrere Bauern und Burschen be-fanden. Dort fi»g er nun an, über die Deutschen loszuziehen und bedachte sie m>> allen möglichen Schimpfnamen. Den anwesenden Gästen war die Benevmunc>«art de« allsen« al« Deutschensresser bekannten Sattlermeister« zu toll geworden und sie verlangten nicht« andere« al« ein ruhige« und an-ständige« Betragen. Allein die fanften Worie yingen d-m Meister nicht zu Herzen, wohl aber in die mit Alkohol angesaugten Glieder. Da er nun eint drohende Haltung einnahm und Hand-greiilich werden wollte, ergriffen ihn friedlitbende Burschen, trüge» ihn hinau« und glaub!»» nun, die Ruhe sei hergestelli. Sa,ode kam aber wieder zurück wurde adermal« beleidigend und iäilich und bekam schließlich da«, wa» er gesucht ha». Hoffen!« lich genügen diese Zeilen, um die Deutschen auf diesen Meister aufmerksam zu machen. St. Leonhard. ZS.-A. (Tod.«fall.) Am 28. v. M. würd» Herr Josef R op, gewesener Hausbesitzer, zu Grabe ge,ragen. Der Nervlichen« war durch volle 42 Jahre hier Notariaitdeamier und gebörie auch in letzter Zeit dem Gemeinde« au«sch> fff an. Die Beteiligung am Leichendegäng« nisfe war sehr stark. Giatt eine« Krarze« gaben die Mitglieder der Gemeindevertreiung einen Be-trag in die Armenkasse. Der biedere Mann, der 69 Jahre zählte, stand überall iai Ansehen. Tagrsnkuigkeiten. Hin Kanarienvogel al» Lebensretter. Der Bahnwärter Johann Schludek und «eine Frau in Sterndors bei Hof danken »« ihr m Kanailenoogel, daß sie dieser Tagt in ihr r Wächter « ohnung dem sicheren To"e tnigangen sind. Die Frau haiit den Ofen mit Kohlen stark geheizr. Jnsolge Erlchül««» rung durch die vielen nachi« vorüversahr.ndtn Eisenbahnzüge haite sich da» Ofenrohr nach,« au«-rinandergeschoben und der Kohlenrauch war m den Schlafraum gedrungen. Durch da« fortwährende Schwirren und Zwiifchern eine« Kanarienvogel« in feine», Käfige wurden die Eheleuie au« dem Schlaft geweckt. Dtr Mann hatte noch fooitl Kraft, au« d«m Bette zu springt» und da« F«i sttt aufzureißen, daraufhin konnte au. seine bere»S daldersiickit Frau sich noch erholen, während der L»bti»«ret«er. der arme Kanarienvogel, ersticken mußie. per „Sprecher" des englischen Anterbanses »rhäl«. wie wir dem im füniitn Hrsir der Oktav» Ausgabe von „Ueber Land und Meer" enthalienen illustrierten Artikel .Bilder au« d-m englischen Parlament eninehmen. außer freier Wohnung ein JahreSgehalt von 100 000 Mark. Der Sprecher wird für die ganze Session erwäali, und er wechselt nicht, wenn auch Die bisherige Regierung«» zur Opposttion«partei wird. Sein iäg-licher Einzug in den Sitzungssaal ist eine« der Merkwürdigsten und eindruck vollsten Schauspiele im modernen London, «in Uedtrbl«ibs»l au« drr guten allen Z«it unsrrer Urururgroßoät«r und «in Nummer 10 Beispiel dasür, wie schwer «« dem Engländer wird, sich von dem Althergebrachte» zu trenne». Knrz vor Beginn der Sitzung, einige Minuten vor zwei Uhr. nehmen alle Beamten und Angestellten d«» Hause« in Frack nnd Kniehosen, angetan mit de« Abzeichen ihrer Würde, einer vergoldeten Kett«, an d«r ein« mit dem Merkur geschmücki« Medaille hängt, in «iner Doppelreihe in dem Korridor Auf» stellung, der von der Zentralhalle in den Sitzung«» faal führt. Der Polizeiinfpektor, der di« Paria» m«nt«polizei befehlig», rnsi beim Herannahen de» Sprecher« mit Stentorstimme: „Hut ab l Drr Spre» cher!" Zuerst «rschrint ein Polizist, der aber a» der Türe d « Saale« Halt machen muß. Ihm folg» ver „Sergeani-ai-armt" in Hoftracht und mit de» Degen an der S«»«, mit dem schwer golden«» .mace" (Zepler), dem Symbol der Mach» und Würde de« Sprecher«, auf der Schulter. Hinter ihm schreitet der Sprecher in seiner alteriümlichen Tracht, da« Haupt mit einer Allongeperücke bedeckt. Di« Enden seine« schwtrsad«n«n schwarzen Talar« trägt t«r Schltpptnträgtr. Es folgt» dtr Kaplaa des Hause« und der Sekretär deS Sprechers. So grht ber Zug durch dir Reihe« der sich »ief ver» neigenden Angestellten in den Sitzungssaal. Jetzt tritt der .Sergeant-at-armS" zur Seite, der Spr«-cher nimmt di« Enden seine« TalarS über den Ar« und schreitet auf feinen Sitz zu. zwischen den Mit« gliedern hindurch, die ihn stehend erwarten. Drei« mal macht er Halt und verbeugt sich, wa« von den Mitgliedern rhrfurchl«ooll erwidert wird. Vor de« Präsidenienpuli« tritt drr Spr«ch«r zur Rechten, der Kuplan zur Linken. Si« verbeugen sich gegen» einander, worauf der Kaplan da« Gebet spricht, da« genau fünf Minute» dauert. Mit einer drei-malig,n Verbeugung zieht er stch dann zurück und fein schwere«, aber lukrative« Tagewerk ist voll» brach». Der Sprecher läßi sich auf dem Wollsack nieder, da« Zepier wird auf s«in«n Platz gelegt und die Sitzung beginn». Kelle oder dunkle Kleidung ! Ein englischer A'-zt sogt: E« ist nicht allgemein bekannt, daß ei» Mann, welcher in Krankenzimmern schwarze oder dunkle Kleidung trS«t, empfänglicher sür ansteckende Kcankeilen ist, al« derjenige, welcher mit hellen Stoffen bekleidet ist, weil di« seinen Teil«, welche von dem kranken Körp«r ausströmen, viel leichter von dunklen als von hellen Stoffen aufgesaugt wer» den. Di« Richtigkeit läßt sich leicht erproben. Wenn man ein helle« und ein dunkle« Kleid fünf Minuten lang dem Tadak«rauch au«setz>. wird man finden, daß da« dunkle stärker nach Tabak riecht und den Geruch länger festhält, al« Heller Siroff. In Zimmern, wo ansteckende Krankheiten herrschen, sollte man de«halb keine schwarzen oder dunkle» Gewänder tragen. Warst »ider W»rll Baron Utzleben, der eine Reife uniernimm», bemerkt beim Emk'eigen in den Zug, daß der ihm bekannte Lord Spleen in einem Koupee 3. Klasse Platz genommen. Er be» schließt, demfelden einen Possen zu spielen. Durch ein gute« Trinkgeld gewinn« er den Schaffner für sich, und derselbe steckt dem Lord nun die ge» mischtest« Gesellschaft in da« Koupee. Der Zug setzt sich in Bewegung, und der Baron, der in dem einzigen, nicht besetzten Koupe« 1. Klasse Platz genommen, sr.ui sich schon im Voran« über den gelungenen Streich. Er erwartet mit B«» stimm,Heu bei der nächsten Station den Lord i» seinem Koupee. Al« jevoch der Zug hält, öffnet sich di« Koupeetür und hintereinander erscheinen, mit Ausnahme de« Lord«, sämtliche Passagiere de« Koupee« 3. Klasse, denen er, um sie lo« z« werden, B>llet« 1. Klasse gekauft hatte. Ki»e merkwürdige Zahlenspielerei finden wir in einem »n^liiche» Blatte. Vielleicht inieres-s»«rt si« unsere Leser: 1 mal 9 und 2 ist 11. 12 mal 9 und 3 ist 111. 123 mal 9 und 4 ist 1111. 1234 «al 9 und 5 ist 11111. 12345 mal 9 und 6 ist 111I II. 123456 mal 9 und 7 ist 11111II. 1234567 mal 9 und 8 ist 11111111. 12345678 mal 9 und 9 ist 111111111. 1 mal 8 und 1 ist 9. 12 mal 8 un» 2 ist 98. 123 mal 8 und 3 ist 987. 1234 mal 8 un» 4 ist 9876. 12345 mal 8 und 5 ist 98765. 123456 mal 8 und 6 ist 987654. 1234567 mal 8 und 7 ist 9876543. 12345678 mal 8 und 8 ist 98765432. 123456789 «al 8 und 9 ist 98765*321. Vumtner 10 TA? Seite 7 Keil'» Iußbodevkack ist der vorzüglichste An» fhridj |fir weiche Fußböden. Der Anstrich ist außer-vrd'Nilich dauerhast und trocknet sofort, so daß die Zimmer nach einigen Stunden wieder benützi werden Tonnen. »eil'4 Fußbodenlack ist bei Gustav Siiger und bei Victor Wogg in Eilli erhältlich. l Le Griffon" bestes französisches Zigarettenpapier. - Ueberall zu haben. - S2»ü Schutzmarke: .Anker- Linlmens. Capslcl comp., •tlc» r*r Pain-Expeller ist «*• vorzüglichste schmeezstiNe»»« «t». retb««g allgemein anerkannt: zum Preise von 80i,#.li0 R. 2 K. vorrätig in alle» SPochekrn. Beim Einkauf dieses überall beliebten Haut-mittels nehme man nur Originalflaschen in Schachteln mit unsrer Schutzmarke 09Mtf au« Richter» Apotheke an, dann ist man sicher, dat Origina ierjeugni« erhalten zu haben. Richter« Apotheke zu» .tSoldene« LS»«,"«» Prag Elisabethftraße Nr. S neu _ versand täglich. Schiller «nd der Klerikal»«»-. Da« Schilt,rjahr fängt ja rech« gut an. Erst ein ge« 'timattr Schiller mil .für Katholiken einwand-Ireiem" Text. Sodann eine Don Karlo«.Auffüh» runa. glei-tfall« ,sür Katholtken einwandfrei". Nämlich nicht in Krähwinkel oder in Speyer, wo man den ^Piarrer von Kirchfeld' nicht spielen dats, fommi an dtr ersten und berühmtesten deut« sch?n Schaubühne, dem k. k Hofsurgttieaier in Wien. Die Leitung baue mit großem Pomp eine „ungekürjie" Aufführung angekündigt, di, deshalb auch auf zwei Spielabende zerlegt — nrin, zer« rissen, zerschnitten wurde. Trotzdem wurde gekürzt; alle« „Antikatholische" wurde btstiiigt. Und weil eine angeblich religion«feindliche Stelle der Aus« «»rksamktit dtr Zensur tntgangtn war, erhob bie Wiener klerikale Presse, die gegenwärtig in Pro« teststimmung lebt, sofort entschiedenen .Protest". Wir steuern immer schöner den vormärzlichen Zu-ständen entgegen. Herichtsfaat. gegen die deutschen Aahaöedieullete». Am 12. September sand in Schönstem wieder einmal ein windische« Fest statt. Al« der von Wöllan kommende Abendzug im Bahnhofe Schön-stein hielt, wollten sich ungtsähr 20 beduselte Fest-teilnehmer in ein bereit« besetzte« Haibabteil dritter Klasse hineindrängen. Aus der Plattform de« Wagen« stand tin vierschrötig»? wind,scher Lehrer au« Schönstem so breitspurig da, dvg weder ein Mensch ein« noch «»«steigen konnte. Der d»n Zug b»gleilende Schaffner S y l l e schaffte den Cerberu» weg und ersuchte die Gesell-schaft in höflicher Wtift, im nächsttn Wacen Platz zu nehmen. Hiebei bediente er sich der deuischen Sprache, wa« naiürlich den Unwillen der Herren Narodnjaki erregte. Ein Siudenichen mil dem urwindijchen ?!»men Karl Kodermann schnauzte den Schaffner mit den Worten an: „So »in r.....r Kondukieur wird un« nicht in tintn anderen Wagen schaffen!" und befahl ihm, mit seiner Gtsellschaft windifch zu verkehren, denn bie Cilli-Wöllaner Bahn sei eine windische Bahn. Ein gewiffer Briznik, ein Kroßgrundbe« sitzer«sohn, forderte die Gesellschaft sogar auf, d.n Kondukieur vom Wagen herunter zu werfen. Mit vieler Mühe und erst nachdem sich der Zug«sührer energisch in» Zeug gelegt hatie, gelang e«, die lärmenden Krawallmacher in den Wagen zu befördern. In Heilenstem beschimpfte Briznik den Schaffner, der ihn behufs Per>on«feststellung zum Siation«oorstand sühren woll«. Bei der vor dem Bezirksgerichte in Schönstein durchgeführten Hauptverhandlung wurde Kodermann zu 20 Kronen Geldstrafe und Briznik zu dreiiägi-gem strengen Arreste verurteilt. Dieser Tage fand beim Krei«gerichte Cilli die Brrusung«oerhandlnng über die von den Verurteil« ttn «ingtbrachtt Berufung statt. Bei dieser wurde Kodermann freigesprechen. während da« erftnchter« liche Urteil gegen Briznik bestätigt wurde. Fahrkarten- nnd Frarttakeiie nach Amerika kOuitrL bolijiüchc Pastdampfor der ,Red Star Linie' von Antwerpen direct nach New-M QQd PöilBlpi ciiri-f*». von der boh. k. k. Oste-i. Regierung Man wende aieh wegm V'rnchteu una Fahrkarten an die T&i-J Real Hur > >«>« In Wien, IV., Wiedneryiirtel 2«, lullua l*0|»prr, Südbahii»Ir«BKc ü i» Innabrnck, liarol Hrbrb. Baimhof»lrn»»« 82 in Ltibich, IlllSleil Sie? so nehmen Sie nnr die unübertroffenen ärztlich empfohlenen Eberenz'schen Brust-Caramellen mit reinem Malzextrakt hergestellt. Pakete zn 20 and 40 h Niederlage bei: Johann Fiedler in Cilli, Bahnhofgasse. io.'i ott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigftgeliebte gute JTlutter, Sdiroiegermutter und Grossmutter, frau Julie Pramberger k. k. Candesgerichtsrats-Witioe heute nach kurzem seiden, gottergeben im 84. Lebensjahre van dieser €rde abzuberufen. Die entseelte Hülle der teueren Cntfchlafenen rmrd am 3. februar nachmittags 4 Uhr im Trauerhaufe eingesegnet und auf dem städtischen friedhofe zur Ruhe gebettet. Die heil. Seelenmessen werden am Samstag den 4. d. M., um 9 Uhr vormittags in der Marienkirche gelesen. Ciili, am I. februar 1905. k. k. Oberst Cambert Kanfdtegg Candfiflfndanneris-Konimslndünt Ban Tirol Schwiegersohn. Ida Kanfdiegg Henriette Mathe« Täditer. Sämtliche Cnkel. Marie Pramberger, geb. MolanH k. k. Canitr>aniit*« Hnna Pramberger, geb. Bahr k. k. nU|««-Wituw Schwiegertöchter. Separate Parte werden in Steierrnark nicht ausgegeben. •ritt 8 ,9e«tr*r V«chf ftuunrer 10 Bei Durchführung1 aller baiikniiiMHi^eii Geachüfte bestens empfohlen: Bank- und Wechselhaus Tli I PlpWfl Xl ^ojlT) Gegründet im Jahre 1856. ^ ^ ^ K/V/lllx Gegründet im Jahre 1856. Ein- nnd Verkanf von Kapitals-Anlage- nnd anderen Wertpapieren zn besonderen Kursbegünstigungen. WIEN, I, Neuer Markt Nr. IS Parterre nnd I. Stock. Ein Sofa m *» i zwei Fauteuils »ind billiff nr verkaufen bei Jaico-wrltseli, OJLU. Zu vermieten. Lanhoferstraase, Villa Nr. 22 und 26 «ind diverse bell« freundliche Wohnungen per sofort an ruhige Parteien abzugeben. Hoehpaiterre und 1. Stock je iwei Zimmer. Kabinet und KQchr mit ZugebOr für 15 und 17 fl. monatlich. Parterre, grosse« Zimmer, Kabinet und Rache mit ZugehOr 10 fl monatlich. Anzufiag-n: Lanhoferstraase, .Villa Regina". 10346 Eine fast neue 10345 Speierei-Stellte ist billig zu verkaufen. Adresse in der Verwaltung dieses Blattes. Tüchtiger Maschinist wird bei der freiwilligen Feuerwehr tod Cilli mit 1. März 1905 aufgenommen. Die mit Prüfungszeugnis belegten Gesuche sind längstens bis 20. Februar d.J. beim Kommando der freiwilligen Feuerwehr einzubringen. 10347 Verkaulsgewölbe im Hanse Rathansgasse Nr. 5 sofort zu verniicten. und Platzvertreter zum Verkaufe meiner nonartigen Holzroaleunx und Jalousien gegen hohe Provision gesucht. ErnM fceyer, Braunau, Böhmen. 10348 Zwei verlüssliclie Brotausträger werden aufgenommen in der Bäckerei Regula, Cilli 10333 Versende garantieit naturechteu ■ilrlanrr, wie Dalmatiner Itlulweiii' ä Liter 16 kr. in Fässern von 60 Liter aufwärt* ab meiner Station. Franz Rosenkranz. Gör* (Küstenland). Wohnung gesucht 4 Zimmer. KOche, Dienst-hotenzimmer n. s. w. ab 1. Mai 1. J. — Anträge unter Preisangabe an die Verw. d. Blattes. 10335 Eine grosse schone Wohnung Ringstrtiase Nr. 8, I Stock, bestehend aus 5 Zimmern, 2 Dienstbotenxiixmern. Küche, Speisekammer, Boden- und Keller-anteil ist ab 1. Jänner 1605 zn vermieten. Anzufragen beim Hausndministrator der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Ein zweisitziger eleganter Schlitten {• und 2«pännig ?u fahren, fa»t neu, ist um 160 K zu verkaufen. Anzusehen bei Herrn K. PDhl in Cilli. Zwei "bra,-ojo.e Stuten 5 und 7 Jahre alt, sind zu verkaufen. Adresse in d. Verwaltung d. Blattes. Patent-Pum p - parator beste, einfachste und bewährte Milch-Entrahmungs-Maschine unübertroffene, überlegene und dauerhafte Kontraktion. Keine Nachahmung, hervorragende, selbständige Erfindung gewährleistet bei lelrliteBtem <*»■■£, lelchteNte llmid* habunc; verstellbare M*liärsNt«i lüntrah-mianv und (rÖMte ArbeltNleiNluiijf. Füllt sich selbst durch die Pumpe ohne Aufgiessen. Einzig- xicla-tig-e, f. jed.© 2^ilclx-v*rirt-BClxaft •u.n.erit'bel^rliclxe SZen.trifu.g-e. Verlangen Sie Abbildungen und Beschreibung von i005U Ph. Mayfarth & Co., Wien 2 t Maschinenfabriken, Eisengiesserei und Dampfhanimerwerke Illustrierte Kataloge gratis und franko. Wiederveikflofcr n. V»rtreter erwflnscht. 1 ^ Facbciänmsche Mischungen der ausgesuchtesten 1h«-»ort»n i § Chinas, Indien» und Ceylons. — Zu hatten: bei Gustav Suger. Marke: „Santa Elena* ist frei von jedem künstlichen Aroma oder Parfum. Zu haben in Cilli: Anton Ferjen, J. Matic; Frasslau: A. Zotter; Franz; J. Lauric; Gonobitz: Hans Zottel; Pöltscbach: A. Schweiz ; Uohitsch: Josef Berlisg; Unter Drauburg: F. Hatten berger; Windisch-Graz: Brüder Reitter. Sr Für Magenleidende! Allen denen, bie sich durch Erkältung ober lleberladung des MngenS, ^ durch Genuß mangelhafter, schwer' verdaulicher, zu beiler oder zu kalter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkramps, Magen-- schmerzen, schwere Vervanung oder Verschleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt find. Es ist dies das bekannte Kerdauungs- «nd Afutreinignngsmittel. der Hulirrt Wrich'f^ Kräutrr-Wrin. Dieser Kriuterwein ist ans vorzüglichen, hellkr&ftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet nnd stärkt nnd belebt den ! Verdannngsorganiamu» des Menschen, ohne ein Abführmittel zn sein- Krünterwein beseitigt Störungen in den Blutgeffcwen, rein igt das Blnt von verdorbenen, krankmachenden Stoffen and wirkt fördernd ans die Neubildung gesunden Blntea. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-WeinS werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-wendunq anderen scharsen. äsenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzu-ziehen, «qmvtome, wie: «opsschmrrzeit, Ausstößen, Sodbrennen. Slätinngen, Uebelteit mit Erbrechen, die bei chronischen sveralieten) Magrnlrideu um so hestiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Gtttihlnrrstrtnfimrt unb deren unangenebme Folgen, wie ^eklemimmi. AlUyiortjiopfllNg Soiilschmerzen. Herzklovlen. Schlaslostgkeit, «°w.e Blutanstauungen in Leber, Milz und Psortadersystem lHitmorrdoiSalleide» werden durch Kräuter-Wem oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein behebt Unverdaulichkeit, verleiht dem Berdaummssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und Gedär««n. Hagrres, bieiches Aussehen, Slutmaagel, Enllträftnng find meist die Folge schlechter Verdauung, mangethafler Vtuibitsung uno eine« krankhaften Zustandes der Leber. Bei Appetitiofigkrit. unter nervöser Abstammung und Gemüthsverstimmuaz, sowie häufigen »»»sschnerzeit, scht«s> lofrn Nächten, siechen oft solche Personen langsam da»m. i/W Krauter»Wem giebt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. t/W Kräuler«Wem steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den stofi-Wechsel an, beschleunig! die Vlutbildung. beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Anerkennungen und Tankschretlxn beweisen die«. Ar&utcpBcta ,i> (U tot«« >» ftl-lche» k (I. t'M aal) R. it*— Ui Na 1p»Itrf«n «SB Cltti, f»s Wtabau«, Bim.-Stisirt» «»«»»». ftolllf«, Wtslti«- «rni, IKorbiifl, giltst, Warltflt, tUaa, t'tttad) u. f.jsaiu ta et(l«mart uat (am CtvrmuVUagara U> de» Hcotljffcfl. and) MrieaPtB tue apoi»(tea ia Sifli » uasi tntjt >ZI«icheB «rJnttnttia tu CTigtaal •pccifra aa» otUa Crt