Deutsche Macht W*iEt JO»a anwinn*« an» Soa-i-, °>°rgrn« ant hftrt sät «Mi mit Anftm-N, ufl H»»« m-n«II>ch I>. -M, »irtt«Ii«|di |U IM, ^»idj-hki« ff. , «»iqMri« fl. »ttl Vl,»»«rteal>»»o »iRtdilttta l im. letbiiSna (I. SJO, »»»»Mti, ff. 6.4«. Di« ria|ctic SRurmn/t 7 h. 3nktot« »och 2em Piede-tUl. aus welchem die nationalen Götzen stehen, tu Stein ausgebrochen worden und früher oder ssäter wild da» ganze Bauwerk zusammenstürzen Äm meisten aber haben die Clericalen ihre Htlmiiq in der Angelegenheit der galizischen SrundmilastungSschuld zu beklagen, denn es pdn jetzt ganz gewaltig in ihrer Partei, und Mi unlängst wurden in Marchtrenk in Ober-ostrrreich den clericalen Abgeordneten, namentlich brat Erasen Brandts und dem Herrn Doblham-ivn, die an Allem schuld seien, die schwersten Ansagen in« Gesicht geschleudert, wurde der Beschluß gefaßt. bei den bevorstehenden Land-tzgiwahlen keinen vom Volksverein, dessen Ob-' mim »er genannte Grak Brandis ist, vorgeschlagen» Candidaten zu wählen, sondern Landwirthe, welche daS Interesse der Bauernschaft zu wahre» «möchten. Ten clericalen Mohren weiß zu scheuern, setzt- sich ein clerkaler Heißsporn an seinen Lchreibtisch und schrieb, um den Bauern ein X m ein U vorzumachen, eine Broschüre, in welcher er sich dahin äußer», „die Confervativen hatten, weil es ihr Gewissen verlangte, ihren früheren Beschluß gegen dieAbschreibung derMillionen-schuld zu stimmen, umgestoßen, und sie Kätten damit nur ein versprechen des Kaisers Ferdinand fin'oirn helfen." Welch zartes Gewissen die Cle-ncalm doch haben! Heute beschließen sie. sich der Abschreibung entgegenzustemmen. und morgen finocn sie eS a»gez?tgt, mit den Polen zu gehen. Wenn die galizijche Grundentlaftungsschuld, wie jener Broschüren-Schreiber seinen Lesern weis--machen will, „gar nicht bestand", wie konnte die Angelegenheit gleich einer Seeschlange in jeder Reichsrathssession auftauchen? Wie kounten die Clencalen auch nur vorübergehend daran denken, sich gegen die Abschreibung der hundertfechs Million,» zur Wehre zu setzen? Wie konnte eine Regierungsvorlage ausdrücklich von der Abschrei-bung unter Borbehalt deS Rückzahlungs-An-spruches unverzinslicher Borschüsse sprechen? Und braucht eine Schuld, „die eigentlich gar nicht bestebt", erst noch abgeschrieben zu werden? Die deutschen Bauern haben denn auch über die eigenthümliche Logik des Wortführer« der Clericalen weidlich gelacht und die erwähnte Schrift hat den Leithammeln der Partei mehr geschadet als genützt. Das Bezeichnendste für das gräuliche Fiasko der clericalen Politik sind übrigens die Preßstimmen aus dem ultramon-tanen Lager selbst, welche den clerilcalen Partei-Häuptlingen ebenso derb als treffend ihr Sünden-regifter vorhalten. So schreibt der clericale „Oester. Correspondeut" zu den LandtagSwahleu: ..Nicht daS liberale Geld ist es und nicht die lu-beralc Whrigkeit, welche Besorgnisse erwecken ; die schlimmen Früchte einer verkehrten Politik sind herangereift und die conseroative Sache leidet durch die gemachten Fehler ihrer eigenen Vertreter. Nicht daS Millionengeschenk an Ga-lizien allein ist es, daS die Lage erschwert; es ist dieS ja nur ein Glied in der Kette von po-litischen Fehlern. Die Männer, die jetzt zehn Jahre lang an dem Regicrungswagen ziehen, haben der katholischen Sache keinen Dienst er-wiesen, sondern ihr nur geschadet; sie haben vertröstet, beschönigt. beschwichtigt. aber nirgend« Erfolge auszuweisen. Man hat die Wähler förmlich al« Unmündige behandelt, sie ordentlich dressiert auf die Wartepolitik." Die Clericalen haben es versehen, die Hun-dertmillionen-Angelegenheit hat dem Faße den die letzlere, eigentlich nicht sehr schmeichelhafte Ausgabe an sich mich verletzte, so sehr wider-strebte meiner achtzehnjährigen Romantik der Gedanke, bei einem solchen „schnöden Menschen-Handel" behilflich zu sein. Wie eine Ware sollte die arme Cousine besichtigt und, je nachdem, ein-gehandelt oder verworfen werden, ohne daß man sie nur fragte, ob ihr der Käufer zusage. Ich hatte mir das alle« mit empörtem Gemüth ge-sagt und endlich diese meine Herzensmeinung in das mitgebrachte Tagebuch ergossen, überzeugt, daß kein menschliche« Auge außer dem meinigen die Considenzen sehen werde. Aber, wehe! Irgendwie hatten die Tante und Lina da« Buch aufgespürt. — gelesen, das vom „schnöden Menschenhandel", vom „willenlosen Stück Ware", von der armen, armen Cousine, kurz, alles, alle«. Und am Morgen, al« ich, nichts ahnend, daS Frühstückszimmer betrat, hatte sich von feiten der Tante ein schweres Gewitter über mich ent-laden, — ich. hieß e«, habe mit meinem „senti-mentalen Geschreibsel" alles verdorben, LinaS mädchenhafter Stolz werde sich nun gegen die ..brillante Partie' auflehnen, all die schönen Pläne, Linas ganze Zukunft wären dahin durch meine Schuld, denn die ohnehin Schüchterne Boden ausgeschlagen, und wen» nicht alle« täuscht, werden sie bei den Landtags wählen da und dort die Ueberfuhr versäumen. Rundschau. s W e g e n p a n s l a o i st i s ch e r Um« triebe] wird auf Betreiben deS VicegespanS des Preßburger Comitates gegen einen Geist« licheu und einen Lehrer deS Comitat-Sprengel« das ^riminalversalnen eingeleitet werden. [Da« Ansuchen d e s Bischöfe« 3ttoBmiii)et] um Aufhebung der von der ungarischen Regierung verfügten Beschränkung der freien Verwaltung und Benützung des bischöf-lichen Waldbestandes wurde, wie man aus Efseg meldet, abgewiesen. sDie Militär-Vorlage im deut-s ch e n Reichstag.] Das Interesse, welches die Verhandlungen der Militär-Commission des deutschen Reichstages hervorgerufen baden, wurde kaum durch die Frage der Annahme oder Ab-lehnung der Vorlage bestimmt, denn es ist sicher, daß die neuen Milt'tärsorderungen eine M hrheit finde» wird. Wenn, wie es heißt, etwa 30 Ultra-montane gegen das Gesetz stimmen wollen, so bleibt noch immer eine ansehnliche Mehrheit übrig. Ist so die zunächst praktisch wichtigste Frage nach dem Schicksal der Vorlage eigentlich schon entschieden, so haben die CommissionZoer-Handlungen darum nicht entfernt an ihrer Wich-tigkeil verloren. Es waren die Schatten schwerer Zukuuftssorgen. die in diesen dramatisch belebten Redekämpsen emporstiegen. Den Kern aller Aus-kinandersetzltngen in der Commission bildete die Ueberzeugung, daß die Regierung weder jetzt noch später von ihren militä.ischen Forderungen etwas ablassen >o:rde. Darum, weil es so ist, wollten die Freisinnigen und die weiter links stehenden Gruppen die unoermeidliche Kraftprobe schon jetzt durchmachen, und abermals darum, weil eS so ist, will die Mehrheit des Centrums werde nun vollends nicht mehr unbefangen sein können, mit einem Wort: ich hätte die ganze Verantwortung jetzt aus mich g laden uud die heilige Pflicht, die Sache danach zu einem guten Ende zu führen. — Zerknirscht, vcn R-ue über-wältigt, hatte ich meinen Frevel in seinem ganzen Umfange eingesehen und der Tante wie mir selbst gelobt, die Beförderung der Verlobung, dieser durch mich so arg gefährdeten Angelegenheit, mir jetzt zur Ehrensache zu machen. Bei jeder noch so kleinen GesprZchSpause, bei jedem Er-matten der Unterhaltung, so hatte ich der Tante verspreche.« müssen, würde ich stets zur Hand sein, die Cousine in« Gespräch zu ziehen, Themata anregen, in denen sie zu Hause war. etwaige Blößen, die sie sich gab. verdecken nnd und beschönigen, überhaupt alles thun, um sie auch in geistiger Hinsicht im besten Lichte er» scheinen zu lassen. Dcr junge Krusen. daS stand bei mir fest, dürfte jetzt nach dem Geschehenen O.^ nicht unverlobt verlassen, denn wenn es geschah, mußte ich mir die Schuld beimessen und für mein ganzes Leben den '^orwurf auf mich laden, das Glück der Cousine zerstört zu haben. So war der Stand der Dinge, als sich die 2 nachgeben, »eil sie sich von chier Kraftprobe nichts versprich». Diese Gesichtspunkt sind immer schon die maßgebenden gewesen. Mehr noch: auch durch eine kurze Bemerkung des Krieg«-Ministers sunkelte eS schon wie ein Blitzstrahl möglicher kommender Ereignisse l,,»durch. Herr v. Verdy memte. Art. 63 der ReichSversassung gäbe ja doch dem Kaiser das Recht, die Frie-denspräsenzstarke festzustellen. Mit anderen Wor-ten: Auch wenn der Reichstag nein sagen würde, bestände nach der Meinung der Regierung die Möglichkeit, sich aus andere Weise zu helfen. Wir wollen diese« Gedanken nicht weiter ver-folgen; er führt die Erinnerung an Zeiten herauf, von denen Niemand in Deutschland wünschen kann, daß sie wiederkehren. Für den Augenblick handelt es sich ja auch nicht um solche ernste Dinge, da das Centrum oder doch seine Mehr» heit bereit ist. auf die Bresche zu steigen. Be-greiflich aber ist eS schon, daß der Riß. den die Frage deS Militarismus mitten durch das natio-nale Leben zieht, gerade im Centrum gegenwärtig am weitesten klafft. — Die Eventualität der Auflösung deS Reichstages erscheint, wie von officiöser Seite geschrieben wird, praktisch völlig ausgeschlossen. Sie würde, wie die Dinge heute liegen, nichts anders als eine weitere Berftär-kung der Opposition zur Folge haben und damit zu einer Gestaltung der parlamentarischen Ver-hälinisse führen, welche schließlich zu einem ernste» Conflict zwischen den gesetzgebenden Fac-toren sich zuspitzen müßte. Wie schwere Gefahren ein solcher selbst in einem so fest gefügten Staate wie Preußen mit sich bringt, sei noch in frischer Erinnerung. Wie weit größer diese im Reiche sein würde, bedürfe der näheren Darlegung nicht. Sei also die Auflösung als Auskunstsmittel nicht zu verwerthen, so habe offenbar auch die Regie-rung ein dringendes Interesse, in Güte zum Ziele zu gelangen." — Unterm 16. wurde aus Berlin gemeldet, daß die Commission die Hee-resvorlage mit 16 gegen 12 Stimmen angenommen hat. sJn Rom] ist daS Erscheinen einer Bro-schüre daS Tagesereignis, als deren Verfasser ToScanelli genannt wird. Es wird in der'Bro-fchüre auch über die bekannte Drohung des PapsteS berichtet, Rom zu verlassen. Thatsächlich bestand im Jahre 1889 die Absicht, diese Dro-hung zu verwirklichen, und zwar wurde daS Projeci zwischen dem Vatican und dem franzö-fischen Gesandten. Grafen Lefebre de BeHaine, verabredet, welch letzterer, um jeden Verdacht zu vermeiden. Rom verließ und von Paris auS dem Papst wörtlich telegraphirte: „Man darf keinen Augenblick mehr verlieren. Alles ist be-reit." Allein CriSpi erfuhr von der Absicht de« Papstes und ließ den Vatikan durch ein Heer von Polizeiagenten überwachen, um von der eve»tuellen Abreise des hl. VarerS sofort unter-richtet zu fein. Außerdem ließ er dem Papst unter der Hand mittheilen, im Falle der Abreise desselben werde er den Vatikan augenblicklich besetzen und zum National-Eigenthum erklären. beiden jungen Leute am Abend der Ankunft gegenübertraten. Lina sah in ihrem mattblauen Costüni, das zu dem rothblonden üppigen Haar und der königlichen Gestalt herrlich stand, ganz reizend au«; Krusen jun. war ein hübscher, einnehmender Mensch, in dessen offenen Zügen sich bei Linas Anblick unverhohlene Ueberrafchung und Bewunderung malte. So schön, das la« man darin, hatte er sie selbst nach dem Bilde nicht geglaubt. Das Schweigen, das sie seiner beflissenen Anrede entgegensetzt, htelt er ansang« für mädchenhafte Befangenheit und wurde nur immer eifriger in seinen Be-mühungen, das Ei« zu brechen; aber endlich schien mir fcu Pause doch zu lang, und ich trat näher. »Liebe« Linchen, willst Du mich nicht mit unseren werten Gast bekannt machen ?" Stockend, widerwillig entledigte sich Lina ihrer Ausgabe, um alsbald wieder in Schweigen zu versinken; Krusen aber fühlte sich verpflichtet, der ihm vor-gestellten kleinen Person, die er nach ihrem an-spruchslosen Anzüge für eine arme, im Haufe behilfliche Anverwandte hielt, einige erumthigende Worte zu widmen. .Ich fürchte, wir machen Ihnen durch unsere» Besuch viel Arbeit und «A-«trch- Wacht" Diese entschieden« Drohung zerstörte sämmtliche Projecte. sJ n Bulgarien] ist eine Ministerkrisis auSgebrochen. Der Finanzminister Salabaschew und der Minister de« Auswärilgen. Dr. Stransky. haben infolge persönlicher Zwiltigkeiten ihre Portefeuilles abgegeben. ^ocales und Arovinciates. Eilli, IS. Juni. ?u den z5andtagswtlt)len. In Rann fand letzten Sonntag im Garten de« Gasthofes Gabritfch eine Wähleroerfamm-lung statt, in welcher der bisherige Landtags-Abgeordnete, Herr Dr. N e ck e r m a » n, seinen Rechenschaftsbericht erstattete. Die Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht und fiel eS deshalb umsomehr auf. daß der Bürgermeister der überwiegend deutschen Stadt, Herr Tr. Srebre. sich nicht eingefunden hatte. Die Versammlung wurde von Herrn d e l Colt mit einer kurzen Ansprache eröffnet, woraus Herr Dr. N e ck e r» mann das Wort nahm. Er berief sich im Ein-gange seiner Rede auf den im H luptwahlorte des Bezirkes erstatteten und durch die Zeituugen bekannt gewordenen Bericht und dankte dann den Wählern von Rann, daß sie sich ihres Per-treters gelegentlich seines sechzigsten Geburtstages in so freundlicher Weife erinnert haben; er habe sich vorbehalten, ihnen dafür persönlich zu danken, und er thue dies nun ans vollem Herzen. Zum eigentlichen Berichte übergehend, führte Dr. Neckermann aus. daß der Landtag die Interessen de« Lande« stei» hochgeholten, caß er seinerzeit Männer in d?n Reichsrath gesendet habe, welche, wie Kaiserfeld und Rechbauer, zu den Zierden unseres Parlamente« gehörten. Seit die Landtage nicht mehr die Reichsboten zu wählen haben, fei ihre Thätigkeit auf das wirtschaftliche Gebiet, aus die Förderung der VolkSerziehung. die SanitätSpflege u. f. w. eingeengt: allgemein politisch sei der Landtag nur dort hervorgetreten, wo eS sich um die deutschnationalen Interessen gehandelt habe, und da sei Redner immer am Platze gewesen. Herr Dr. Neckermann bespricht sodann die Finanzwirtschaft des Landtages, die Angelegenheit des Grundentlastungsfonds, die Schaffung einer einheitlichen Landesschuld, dann die Thätigkeit der LaudeSvertretung auf dem Gebiete der Humanität und der SanitätSpflege, auf welchem Gebiete Steiermark alle anderen Länder der Monarchie überrage, verweist in dieser Beziehung insbesondere auf das Taubstummen. Institut, welche« seinesgleichen suche, und aus daS Allgemeine Krankenhaus, und ge-langt zu dem Schluß?, daß der Landtag feine Pflichten nach jeder Richtung hin vollauf erfüllt habe. Die Volksschule befinde sich auf einer Stufe, welche nicht nur den größten Anfordern»-gen entspreche. fondern auch noch weiter ent-wicklungSfähig fei, sie sei gegen Uebergriffe von-feite der Clericalen gesichert und werde sich auch 1930 1 in Zukunft deS besondere» Schutzes de« Landet erfreuen. Der Landtag habe Gesetze geschafft», welche der Landwirtschaft zugute kommen sollt» und auch könnten, wenn man hierin oonseile da Regierung unterstützt würde. Währen» die üf gierung beispielsweise geg n die Reblaus qir nichts gethan, habe der Landtag eine Rebschul! in da« Leb>« gerufen. Sodann bespricht tfrtmet daS Localbahngesetz, welches geradezu baiii-brechend geworden, und die Gründung da Natural - VerpflegSstationen. die sich schon jqt als eine Wohlthat sowohl für die Bevölkerung als auch für die durchziehenden Armen erweis« und bei weiterer Ausbildung der Institut«« ohne Zweifel noch segensreicher wirken werde», und übergeht dann zum Versicherungswesen, m-dem er die Nothwendigkeit der Einfühamq der Zwang« - Asfecuranz betont und der Hoffnung Worte leiht, daß die Regierung, welche der Sache Wohlwollen entgegenbringe, demnächst ein ReichSgefetz ausarbeiten werde, durch welche« jener G-danke verwirklicht würde. WaS ie:ru eigene Pcrfon anbelange, fo trete Redner, da er durch eine fo lange Reihe von Jahren daS Ber-trauen der Wähler genossen, mit einiger Za»w ficht vor sie hin. Al« Obmann der Finanzfecti« habe er durch zweckentsprechende Eintheiluag d» Arbeit Alles gefördert, was dem Lande miM konnte, und in nationaler Beziehung hab« et sich immer auf den deutschen Standpunkt geüelü und die Interessen deS D.ntschthumS. daS unter dem Wohlwollen der Regierung von den S-z-nern so heftig angegriffen wird, stet« mit Entschiedenheu gewahrt. — Nachdem sich Dr Sturm deS Beifalles, welchen die Ausfüyru-iani des Herrn Dr. Neckermann hervorriefe», qeleßt hatte, meldete sich Herr L a ß n i g g zum Äoa. Er sprach über die Na'ural-VerpflegS-Slalioiia, wie« auf die Unzukömmlichkeit des Umstände« hin. daß solche Stationen wohl iu Steiermnik nicht aber auch in den Nachbahrläxdn» existieren, und ersuchte Herrn Dr. Necken»«!», im Landtage sich der betreffenden Activ« »ei Abgeordneten Dr. Reicher anzuschließen und i> dem Sinne zu wirken, daß die durch die Ver-pflegung der Reisenden erwachsenden Kosten mchl von den Bezirken, sondern vom Lande zu ir^m seien und daß das Land Steiermark die N-rechtigung erlange, von den Heimatsländer» da Reisenden den Ersatz der Kosten anzusprechen. — Herr Dr. Neckermann erwiderte hierum, daß er ja noch nicht gewählt sei. Sollte?ie Wählerschaft auch von Rann, wie eS jene ro« Cilli gethan, den Wunsch ausspnchen, daß er sie neuerdings im Landtage vertrete und »oll» er demnach abermals gewählt werden, so würfe er allerdings im Sinne deS Vorredner« wickln. Er habe dem Gesetze bezüglich der Einsüwq der Natural-VerpflegS-Stationen anfänglich Ve-denken entgegengestellt und er müsse ,eyt ach zugeben, daß daS Gesetz verbesserungSbediinv, fei. Der Bezirk Rann fei besonders stark tnanipi genommen, denn er bilde mit seiner offma Grenze gegen Ungarn ein Jnvasionsgebiet fö Unruhe", begann er entschuldigend. — „Wie daS, da ich selbst hier Gast bin?" — „Ach, ich glaubte Sie zum Haufe gehörig." — „Und wäre eS fo, fo könnte ein Besuch wie der Ihre doch nie anders als willkommen fein, — nicht wahr, Linchen?" Die Angeredete, die »öllig in ihre Gedanken versunken dagesessen, richtete das matte Auge mit unwilliger Befremdung auf mich und sagte dann langfam, nach vergeblichem Bemühen, zu errathen, wovon die Rede gewesen: „Weiß ich ?" Glucklicherweise fragte Krusen gleich weiter, so daß ihm die seltsame Antwort wohl entgangen sein konnte: „Und darf man wissen, wo ihre Heimat ist?" — .In N.. nicht allzu-weit von hier." — .Muß wohl ein langweiliger Ort sein, wie alle Festungen; diese langen Mauern mit Schießscharten, diese Wälle und Kasematten, diese vielen uniformierten Menschen können nur äußerst nüchtern wirken." — Mein patriotische« Gefühl regte sich, ich durste und mochte den Vorwurf der Nüchternheit nicht auf meinem geliebten N. sitzen lassen. Mit glühendem Eifer, in unwillkürlich poetischen, farbenreichen Schilderungen entwarf ich ein Bild der Vater-stadt mit thren Umgebungen; Lina und ihre Aufgabe waren völlig vergessen, als pWich von der Seite her. wo die Tante bei Krusen« saß, ein starke« Rauspern zu mir tjmikttm Ich schaute hin und sah den Blick der drohend, fürchterlich mahnend auf mich geriljm .Sage, Linchen." rief ich. mich schnell meiner Michl erinnernd, ..ist'« nicht so? Hast Tu bei Dem« Besuchen bei un« nicht auch diesen Eindruck empfangen ?" — .0, ja," rang es sich wieder strebend von ihren Lippen. — „Weißt Du noch, wie wir in Althof waren? —" — ,C, |i Concert war da und Feuerwerk —" »Richn,, ein Sängerfest, ich erinnere mich des busta Trriben«. Dein Bruder Max fürchtete sich ad« vor den Rakete!" — Ein Blitz heitere» $« ständnisses zuckte über LinaS Gesich'. .S- fo. der Max! Er wollte fortlausen — und siel a die Pfütze — mit den weißen Hosen — da schönen, reinen. — hi hi. wie der ausfeh!' — Der enfesselte Redestrom macht« mir bange. de> sonder« da Krusen ihm etwa« befremdet zuhöili. "Noch wollte mir zu seiner Unterbrechung durch-au« nicht« Gefcheidte« einfalle», als Mkch der Ruf „Zu Tische!" erlösend ertönte. Kni« hatte feinen Platz zwischen Lina und mir. n> I8S0 Zqeuner und andere? Volk. Die ungleiche Be-der Bezirke mache eS nothwendig, daß die Sofien von. dem Lande getragen werden, lud dieses habe ohne Zweifel Anspruch auf Rück-ttjt§ derselben seilen? der Heimatländer der Wenden. Doch bedürfe er hiezu eines Reichs-s-MS. In jedem Falle werd« er im Sinne des Herrn Laßnigg wirken. — Herr Zechner be» ixrach hierauf zunächst «inen im Ranner Kranken-jome zu constatierenden Uebelstand. Die Taxe jiic kranke Dienstboten betrage 8V Kreuzer pro !as und sie werde in der Weise eingehoben, das; riu für einen Dienstboten, der heut« um 6 lllir ttaibs in daS Spital komme und dort bis ödermorgen 10 Udr vormittags verbleibe, drei ZageSlaxen entrichten müsse. Redner bittet Herrn tt. ßieckermann, eine Abänderung der betreffen-den Bestimmungen zu erwirken. Ein zweiter Luiifch des Herrn Zechner geht dahin, daß eine jtnritßc Tienstbote» - Ordnung geschaffen werde im) daß der künftige Abgeordnete die Einführung b« EheconsenseS befürworte, da die Dienstleute dei Schließung von Eben sehr leichtfertig vor. Mht» pflegen und Kinder in die Welt setze», deren Erhaltung oft den betreffenden Gemeinden aiiallt. Hinsichtlich der Durchführung der ZwangS-»jsecurranz stimmte der Redner den Anschauungen des Herrn Dr. Neckermann vollinhaltlich zu. — Herr?r. N e ck e r m a n n stellte der Beschwerde dei LerordnerS über die Spitals - Taxen die Thatsache gegenüber, daß die Zahlungspflicht ipusig umgangen wird. Im Uebrigen müsse zu-zeslanden werden, daß bezüglich der für Dienst-Wen zu entrichtenden Taxen ein« Regelung nothwendig sei, doch hänge dies mit der Dienst-tolea-Ordnung zusammen. Es gebe aber bezüglich dn Krankenhäuser noch andere abänderungsbe-duftig« Bestimmungen. Die Verschiedenheit der Zonen in den verschiedene« Krankenhäusern er-klare sich daraus, daß die Taxen den Kosten der Httflellung des einzelnen SpitaleS angepaßt sein müssen. Hinsichtlich deS von dem Verordne? ge-äußerten Wunsches nach einem strengen Dienst-bvten-Gesetz äußerte Herr Dr. Neckermann. daß die Klagen über schlechte Dienstboten schon sehr alt seien. Alles, waS bisher in dieser Beziehung versuch! wurde, habe sich nicht bewäbrt. Es dangt dies mit den allgemeinen socialen Zu» Bilden zusammen. Auch in dieser Richtung be-dürfe man einer einheitlichen Regelung und werde sich bis dahin mit Palliatiomitteln behelfen müssen. Jnbezug aus den Ehcconsens stimmt Ä.fin« mit Herrn Zechner nicht ganz überein. Bai die wirtschaftliche Seit« anbelangt, so habe der Letztere allerdings recht; ob jedoch auch mdttreff der sittlich«-! Seite, das sei die Frage. Tie Zahl der zu versorgenden Kinder würde dikch die Einführung des Eheconfenfes keines-illkgs verringert werden; .nur würde es dann 'tau ehelicher Kinder unehelich« geben, und wirf das bedeuten würde, zeige die Verbrecher-Statistik. T» Clericalen hoben vor mehreren Jahren mit einem Sturm von Petitionen ihren Antrag auf Einführung des Eheconscnses unterstützt; der ivahrmd die erstere stillzufrieden sich in die Freuden der Tafel vertiefte, brachte mein Nach-bar ein lebhaftes Gespräch mit mir in Gang, the ich mich dessen versah, war ich wieder in Feuer gerathen; er sprach da Ansichten aus. die nothwendig widerlegt werden mußten, ich stichle zu beweisen, zu überzeugen, war mit ganzer Seele bei der Sache. — da aus einmal klang es hart, markiert, überlaut zu mir herüber: „Smalie!" Zusammenfahrend, schuldbewußt, sah ich zur Tante hin. — o dieser Blick, den sie wir zuwars, als sie dem Anruf die einfachen Worte folgen ließ: „Bitte, reiche mir die Prünellen!" was hatte ich gethan ? Nicht ein ein-Msuial war es mir gelungen, die Aufmerk-famkeit der Cousine, die j-tzt eben einem Puten-schlage! galt, der Unterhaltung zuzulenken, und doch gab gerade das Essen gute Gelegenheit, dii Lina in der That zu kochen verstand. »Aber Herr Krusen,- sagte ich lächelnd, .wir sprechen da von lauter fernliegenden Dinge und beachten das nahe Gute nicht. Sehen Sie doch, wie ver-stimmt meine Cousine ist. weil Sie dem schönen, von ihr bereiteten Pudding so wenig Ausmerk-samkeit schenken." — „Ach, wirklich selbst be- „De«tfche Macht- Landtag habe jedoch den Antrag abgelehnt. Der Abg. Posch habe damals den Antragstellern geantwortet, er begreise nicht, daß man gerade aus dieser Seite dem Volke ei» Gnadenmiltel, welches die Ehe als Sacrament doch ohue Zweifel fei. entziehen wolle. In jedem Falle werde auch die Frage des Eheconsenses ein Gegenstand der großen Socialresorm sein, welche das Hypo-mochlion des Jahrhundeits bilde. „Wenn wir den unteren Classen", so schloß Dr. Neckermann seine Ausführungen, „nicht durch Staats- und LandeShilse aufhelfen, so kommen wir auf keinen grünen Zweig." — Unter lauten und lebhaften ZustimmungSrustn sprach der Vorsitzende, Herr bei C o 11. hieraus Herrn Dr. Neckermann namens der Versammlung den Dank für f*.in Wirken in der Vergangenheit und das Vertrauen für die Zukunft auS und hob die Sitzung sodann auf. Die Gesellschaft blieb indessen noch lange beisammen, und trotz des ernste» Anlasses ge-staltete sich der Abend zu einem wahren Feste. Ernste und heilere Trinksprüche wechselten mit deutschen Liedern, welche aus leichten Schwingen über die Save flogen, eine wohlbesetzte Harmonie ließ muntere Weisen in den frischen Abend klingen, und daß auch eine Anzahl deutscher Frauen zugegen war. gab dem gemüthliche» i^este feine rechte Weihe. Als aber die Gäste aus Lichtenwald, Cilli und Graz Abschied nahmen, da hörte man herzliche Dankesworte und brausende Hochrufe, und die Ranner gaben ihnen die Gewißheit mit au» den Weg. daß das Deutschthum an der Bürgerschaft der freundlichen Stadt im südöstlichen Winkel der grünen Steier-mark immerdar treue und unbeugsame Mit-ftreiter besitzen werde. Aus Pettau wird uns berichtet: „Auf den 14. d. Mts. abends 8 Uhr. hatte unser Bürgermeister, Herr Ernst E ck l, in die Casino-localitäten eine Wähleroersammlung behufs Auf-stellung eincS Candid«ten für daS erledigte Landtagsmandat de« Wahlbezirkes der Städte und Märkte Pettau. Frieda», Rohitsch und Luttenberg einberufen. Es gab sich ein sehr regeS Interesse für die Sache kund. Herr Eckl eröffnete die Versammlung und ga'> bekannt, daß daS engere Comitö mit Heranziehung von Vertrauens-Männern aus Lultenberg, Rohitsch und Frieda» als LandtagScandidale» H?rrn ReichsrathSabge-ordnelen Gustav K o k o s ch i »e g g in Vorschlag gebracht habe, was bei der Versammlung lebhafte Zustimmung sand. Er appellierte we'ters an die deutsche Gesinnung der Wähler von Pettau und wieS auf die Notwendigkeit strammen Zusammen-stehens aller Gesinnungsgenossen hin. Im Weite-ren bemerkte er. daß sich der in Aussicht ge-nommene Kandidat über die seitens der Ver-trauensmänner-Versammlung an ihn ergangene Anfrage zur Annahme des Mandates bereit erklärt habe, und ersuchte den bekannt rührigen Gewerbeoerein. sich der Wahlagitation anzu-schließen. Der Vorsitzende forderte die Versammlung sodann auf, die Wahl eines Agitations-Comites vorzunehmen. Herr Ornig, Obmann reitet 1" fragte der junge Man» mit anerkennen-derVerbeugung gegen Lina, „da muß ich doch —". „Ist ja gar nicht wahr." grollte Lina mit einem är-gerlichen Seitenblick aus mich, „die Jette hat ihn gemacht." — „Ach geh," fuhr ich beharrlich fort, „Du willst Dein Licht nur unter den Scheffel stellen. Sie müssen nämlich wissen," wendete ich mich an Krusen. „daß diese junge Dame eine ausgezeichnete Wirtin ist. in ihrer Bescheidenheit aber kein Lob hören will. Dieselbe Bescheidenheit hält sie ab. ihren Vorsatz auSzu-führen und Sie um Einzelheiten über die Ham-burger Küche zu fragen. Gestehe, Lina, daß D» recht viel darüber wissen wolltest." — „Unsinn!* grollte es vom Puddingtellerchen her, und der schiefe Seitenblick streifte mich vorwurss-voll. — So gieng es nicht, die Attacke mußte von Krusen ausgehen. „Sie können sicher sein, meine Cousin« freut sich seit lange auf Ihre Mittheilung über Hamburg, sie ist ganz Ohr, bitte, spannen Sie ihre Ungeduld nicht länger aus die Folter." — Keine Miene an Lina ver-rieth, daß die Sache sie etwas angieng, und so wandte Krusen sich wieder an mich: „Die poe-tische Wärme Ihrer Darstellung steht mir frei- 3 deS Gewerbevereines. stellte den Antrag, den gesammte» Ausschuß des Vereines in daS Agi-tations-Comit6 zu wählen, welcher Anlrag leb-haft «cclamiert und angenommen wurde. Ferner ward beschlossen, behusS Constituirung des Comites am 19. d. MtS., 3 Udr abends, am gleichen Ort« eine Sitzung abzuhalten, für Samstag den 21. d. MtS. eine allgemeine Wähleroersammlung einzuberufen. Herrn Dr. Kokoschinegg zu derselben einzuladen und ihm damit Gelegenheit zu geben, daß er mit >en Wählern in Petiau in Verbindung trete und deren Wünsche entgegennehme. Hieraus wurde die Sitzung geschlossen. sP e r s o n a l n a ch r i ch t e n.j Dem pen-sionierten ordentlichen Universität^ - Professor, Ehren-Domherrn Dr. Matthias R o b i t s ch in Graz, und dem mit dem Titel und Charakter eines Ober-LandeSgerichtsrathes ausgezeichneten LandeSgerichtSrathe bei dem Kreisgerichte in Leoben, Ludwig P o s f a n n e r Edlen von Ehren thal, wurde, und zwar letzterem aus Anlaß der von ihm erbetenen Versetzung in den dauernden Rudestand, taxfrei der Orden der Eisernen Krone dritter Classe verliehen. — StaatSanwalt Pichler in Leoben wurde zum Ober-LandeSgerichtSrathe in Graz ernannt. Der Auskultant F r a e ß wurde zum Bezirksgerichts« Adjuncten in Arnfels, und der Grundbuchsiührer des Bezirksaerichtes Marburg l. D., ©aller, zum Landtafel- und GrundbuchSvorsteher des Landesgerichtes in Laibach ernannt. — Zu Steuerinspectoren im Amtsbereiche der Finanz-Landes - Direktion Graz wurden die Steuer-Jn-spectoren P i l ch und Kirschner ernannt. >AuS Hocheneagl schreibt man uns, daß letzten Sonntag dortselbst ein ganz außer-ordentlich animiertes Feuerwehrfest staltgefunden. ES war das zehnjährige Gründungsfest der Hochenegger Feuerwehr, an welchem die Feuer-wehren von Cilli. Weitenstein, Tüffer, Gonobitz und Rann durch mehr oder weniger starke Ab-ordnungen tdeilnabmen. Gleichzeitig wurde auch unter dem Vorsitze des FeuerwehrhauplnianneS Walland (Gonobitz) der Bezirksfeuerwehrtag ab-gehalten. Die fremden Feuerwehrmänner wur-den festlich empfangen, und seitens mehrerer Fräulein mit Sträußen, welche die deutsch-na-tionalen Farbe-! trugen, geschmückt. Die Uebung der Hochenegger Feuerwehr (Commandant Herr Hauptmann Joscht) fiel sehr befriedigend aus. DaS Festmahl fand bei Herrn Wretfcher jnn. statt und verlief ungemein angenehm, wozu das ganze Arrangement und die Güte deS Gebotenen das Ihrige beitrugen. Der BezirkSfeuerwehrtag wählte die Herren Adalbert Walland und Mi-chael Altziebler wieder zu Obmännern des Be-zirkes und beschloß die Abhallung de« nächsten FeuerwehrtagcS in Trifail. In den Landes-FeuerwehrauSschuß wurden die Herren Haupt-mann Eichberger und Schriftführer Altziebler als Delegierte gewählt. lich nicht zu Gebote, aber gern will ich Ihnen von dem Leben und Treiben in meiner Heimats-stadt erzählen." Er sprach gut, wußte zu Gegen-reden anzuregen,einWort gab daS andere,bald waren wir wieder in lebhaften Meinungsaustausch ge-rathen, da klang eS abermals nachdrücklich, schrecklich, wie Posaunen deS jüngsten Gerichts: „Amalie!!!" — Zitterd, blutroth langte ich die Karaffine, die diesmal den Anruf motivieren mußte, hinüber und sah dann scheu nach meiner Cousine hin. Sie knabberte jeelenruhig ihre Knackmandel» und Traubenrosinen; es würde offenbar, sagte ich mir. nicht leicht sein, sie dieser angenehmen Beschäftigung zu Gunsten der Conversation zu entreißen, — aber es mußte geschehen. „Linchen". rief ich munter, „weißt Du auch, daß Du Dich einer Unterschlagung schuldig gemacht?" — „Wieso?" klang es ver-drossen zurück. — .Du hattest schon mehrere Doppelmandeln. davon gehörte imm.r die Hälfte deinem Herrn Nachbar; geben Sie achl, Herr Krusen. daß Ihnen nichl wieder das Viel-liebchen entgeht." Der Angeredete verbeugte sich nur schweigend, es war wieder nicht«; aber in diesem Augenblicke wurde die Tafel aufgehoben; «Dentsch- Macht« D r. Kautschitsch. zweiter Obmann-Sttll-Vertreter: Earl bei (Sott, Schriftführer; Erl, Schriftlührer-Ztellvertreter: Johann Schmidt. Cllfsier; Wunderlich, Eassi-r-Slellvertreter. — Herr Ziemann sprach namens de» Herrn Barons Theodor o. Dumreichcr den Dank aus für die an ihn ergangen« Einladung und über-reichte den von demselben dem Bereine gewid-meten Beirag von 20 fl. Nachdem noch ein An-trag angenommen worden war, daß die in Lich-tenwald ansäßigen Mitglieder deS Vereines sich der Ortsgruppe Rann anschließen mögen, wurde die Versammlung geschlossen. I P s e r d e m a r k t. I AuS Mahrenberg fchreim man uns: Am 21. d. MtS. findet hier der zweite diesjährige Pferdemarkt statt und es ist zu hoffen, daß es diesmal sehr starken Zu-trieb und lebhaften Handel geben werde. Die Pferdemarkt? in Mahrenderg scheinen auch inso-ferne einen wohlthätigen Einfluß auszuüben, als eS sich nicht verkennen läßt, daß man neuerer Zeit der Pferdezucht erhöhte Aufmerksamkeit ,u-wendet. ES wäre jedoch sehr zweckmäßig, an den Tagen, au welchen Pserdemärkte abgehalten werden, auch den Auftrieb von Hornvieh zu ge-statten, weil dies dem Tauschhandel zustatlen käme und der Verkehr erhöhten Aufschwung nehmen würde. [ ©riefe in Eilgutsendungen.) ES wird erinnert, daß der Gebrauch, den Eil-gutfendungen offene oder auch geschlossene Briefe beizufügen, nach den bestehenden Bestimmungen nicht erlaubt ist. Da nun Pakete, welche z. B. nach Wien bestimmt sind, dortselbst wegen der VerzehrungSsteuer geöffnet werden, so muß, wenn in solchen Sendungen Briefe vorgefunden wer-den. die Behörde einschreiten. Die Folge ist die vorläufige Beschlagnahme des BrieseS — auch stanz kurze Mittheilungen. Rechnungen u. f. w. sind darunter verstanden — und die Einleitung des Strafverfahrens. Da sich diese Fälle, welche außer der Gebürenstrase noch andere Nachtheile nach sich ziehen können, in der letzten Zeit sehr stark mehrten, so ist wohl anzunehmen, daß hier eine Unkenntnis in der Bevölkerung vorliegt. • • ck ^Verunglückter Bergmann.) Der Häuer Michael Draxler entzündete am 13. d. in der Grube zu Hrastnig beim Vortrieb eine« Auf-brrrche« mit dem offenen Grubenlicht die dortselbst angesammelten explosiblen Gase und erlitt a» den Armen und der Brust sehr bedeutende Brandwunden. Herichtssaat. III. Schwurglrichtsperiode. Cilli, 16. Juni. ^Todtschlag.j Vor. sitzender Herr Hefrath Heinricher, öffentlicher Ankläger Herr St.-A.-S. Trenz, Bertheidiger Herr Dr. Sajovie. Am II. März d. I. erschien nachmittag« beim BezirtSgerichte Rann der 24 Jahre alte Grundbesitzer Josef O m e r z u au« Raune mit U90 der Selbstanzeige, daß er am Vormittage denGtanfc besitz» Johann SikoSek in der Nähe seiner B«d«-sung mit einer Holzhacke zu Boden geschlagen, >i» dort, ohne sich weiter zu kümmern, liegen zeli's«, habe und nun nicht wisse, aber derselbe lebe aber gestorben sei. Die allsogleich abgesendete Gericht»-commifsion fand den SikoSek an einem Fufliwft. ungefähr 70 Schritte von der Behausung de» Omcrz» entfernt, al» Leiche vor. Ein gegen die rechte Sei» deS Schädel« geführter Schlag hatte die Zerttiiv merung desselben und nach dem Au«spruch» der Aerzte unmittelbar den Tod herbeigeführt. Omerp gestand, daß er den Sikosek von rückwärt« ttetfaflai hatte, d«B dieser auf den Angriff nicht im H«rinz-sten vorbereitet war, und daß er ihn au« Umnsft, weil ihn Sikosek kurz zuvor und auch früher fies öfter zu strafbaren Handlungen hatte verleiten well», geschlagen; er habe jedoch nicht die Absicht zedatr, ihn au« dem Leben zu schaffen, sondern er habe >dm nur einen Denkzettel geben und ihn dann »ige» versuchter Verleitung zum Meineid und zur Bund-legung bei Gericht anzeigen wollen. Die Unter« suchung hatte jedoch Momente ergeben, die in d» Weise gedeutet werden konnten, daß er den ötjeur vorsätzlich um da« Leben gebracht habe. Courzi wird al« ei» arbeitsamer, harmloser Mensch gutmüthigem Charakter geschildert; dagegen galt St kosek allgemein al« gemüt«rvh, hartherzig und ttjeit nützig, und überdie« al« Jntriguant, dem man je»« Schlechtigkeit zutrauen konnte. Er hatte, efcwsH seit vielen Jahren verehelicht, in den letzteren Iahmr seine Baie FranziSka Mo> an bei sich, zu welcher er in intimen Beziehungen stand und infolge desse» : t Ehegattin nicht nur vernachlässigte, sondern auch mit» handelte. Die Mocan ehelichte im Februar d. 3. »en Omerzu: aber Siko ek wußte e« so einzufädel,. daß sie trotzdem bei ihm blieb. Er »achtete nämlich den Grund de« Omerzu auf zehn Jahre und «er» einbarte mit den jungen Eheleuten, daß sie ihm für diese Zeit Dienstbotenarbeiren verrichten sollten. T« nahen Beziehungen de« SikoSek zur Frau se< Omerzu aber dauerten, — wie solche« au« einer Reihe von Zeugenaussagen hervorgeht — unrerinderi fort, und r« mag die« dem jung verheirateten wohl nicht gleichgiltig gewesen sein. Eifersucht und in Bestreben, dem unerquicklichen Abhängigkcrt«v«rhälz-nisse zu SikoSek ei» Ende zu bereiten, mögen demnach die Motive seiner That gewesen sein. Hiev kam aber noch der Umstand, daß SikoSek bereut im Jänner 1880 ein Testament errichtet hatt», in welchem er die Mocan zur Universalerbin 'ernt» bedeutenden vermögen« einsetzte. Omerzu hatte Kein:-ni« hievon, und Zeuge Franz Sorosek bestätigte, daß Sikosek wenige Tage vor seinem Tode mit d» Eheleuten Omerzu wegen ihrer Nachlässigkeit m Dienste gezankt und gedroht hatte, sie fortzuiqa. Einerseits also die Aussicht auf materiellen LonheS, anderfeit« die Furcht, SikoSek könnte seine te'iame«-tarische Verfügung ändern, mochten die mächtig« Triebfedern der That gewesen sein. Indessen Mit* Omerzu dabei, daß er den Sikoäek nicht habe !.di« wolle«. Der Angeklagte hatte auch angeführt, dq ihn Siko5ek zu strafbaren Handlungen habe »er-leiten wollen. Unter Anderem habe er ihm Mi- 4 sAls Vertreter des Deutschen S ch u l v e r e i n e S| hat Herr Dr. Wdlshardt letzten Sonntag Hochenegg und Weitenstein be» sucht und die dortigen bezüglichen Schuleinrich-tuiigen besichtigt. Der Abgesandte des Schul-Vereines wurde in beiden Orten seitens des Ort-schulrathes, resp, der Gemeindevertretung empsan-gen. Zn Weilenstem hatte man anläßlich deS BeiuchcS auf der Ruine die deutsche Fahne ausge-zogen. Auf der Rückfahrt hielt sich Herr Dr. Wolshardt mit den ihn begleitenden Weite »stein er Bürgern in Hochenegg aus und wurde dort sei-tens der Theilnehmer am Feuerwehrtage herz-lichst begrüßt. sDie Ortsgruppe ..Rann" deS Vereines „S ü d m a r k"j hat sich letzten Sonntag. 4 Uhr nachmittag, in dem AmtSlocale der BezirkSvertretung Rann constituiert. Die Versammlung, welcher die angesehensten Bürger der Stadt und auch Gäste von auswärts an-wohnten, wurde von HerrnSchniderschilsch eröffnet, der den Vertreter den Eentrale, Herrn Dr. Thronst, vorstellte und dann zur Wahl eines Vorsitzenden aufforderte. Nachdem der gewählte Präsident. Herr P e s ch k e. den Vorsitz über-nommen hatte, ergriff Herr Dr. C h r o u st das Wort, um in einer kurzen Ansprache die Zwecke des Verein s aueeinanderiusetzen. Es handle sich zunächst darum, dem Bauer bei finanziellen Schwierigkeiten unter die Arme zu greisen, ihn mit den Neuerungen auf landwirtschustlichem Gebiete bekanulzumachen, hier im Süden na-mentlich den Weinbau zu fördern, die Verwer-tung der Produkte zu erleichtern, das Versende» von Obst und Wein geuoffenschastlich zu orga-irisieren und AednlicheS mehr. Es stehe heute schon der Vereinsleitung eine stattliche Zahl von Eonsumenten zur Veriügung. Jnbezug auf das Kleingewerbe aber denke die Vereinsleitung Vor-schußcaffen nach dem Raiffeiseu'scheu System ins Leben zu rufen und sie durch Zuschüsse auS Vereinsmitteln und durch Inanspruchnahme von Geldinstituten zu unterstützen. Dies seien nur einzelne Punkte aus dem umsaffenden ActionS-plane des Vereines. Die Hauptausgabe deS-selben liege darin, die Zahl der StammeSgenos-sen dort, wo sie in ihrem Besitze bedroht sind, zu erhalten und danach zu trachten, daß sie sich nicht vermindern. Dazu müssen alle beitragen, welche unserer Pa:te> angehören, und zwar namentlich durch Einigkeit; nur der Zwist im eigenen^ Lager habe den Feind so weit vordrin-gen lassen. Redner wünschte am Schlüsse seiner Erörterungen der neuen Ortsgruppe Glück und Gedeihen. — Man schritt hierauf zur Wahl SeS Ausschusses. Einen Antrag. Herrn Peschke zum Obmanne zu wählen, erwiderte dieser mit dem Vorschlage, die Obmannschaft Herrn Schniderschilsch zuzuwenden, da es für die zu besetzende Stelle einer jungen Kraft bedürfe, und da eS gut sei, daß sich Herr Schniderschilsch in seine künftige Rolle einlebe. Der Ausschuß wurde denn auch wie folgt gebildet: Schnider-s ch i t s ch, Obmann; Carl Leiter, erster, und man begrüßte einander. Krusen sen. trat zu Lina- sein Sohn bot mir den' Arm. und so schritten wir dem Salon zu. als auf halbem Wege das wohlbekannte, scharse „Amalie!!!" mich aufhielt. Ich bat Krusen. allein weiterzu-gehen und sah mich im nächsten Augenblick der Tante gegenüber, die lebhaft an eine Löwin erinnerte „Was soll das heißen?" zischte sie; „ist da» die Hilje, die Du mir versprochen, nachdem Du die Zukunft meines Kindes durch dein Geschreibsel säst vernichtet hast, ist das die Aufmunterung und Anregung? Alles gieng jetzt gut, da kommst Du und nimmst den jungen Mann ganz für Dich i» Beschlag, träumst wohl gar, ihn durch deine nichtswürdige Coquetterie für Dich zu gewinnen —" „Tante!* rief ich entsetzt, „wie kannst Du---" Thränen er« stickten meine Stimme; i ch cocett, der man nur immer den Mangel an Gefallsucht vorgeworfen; i ch aus der Jagd nach einem Manne deren Herz von einem einzigen theuern Bilde, dem meines heimlichen Verlobten, so ganz erfüllt war! Nein, solchen Anklagen durfte ich mich nicht länger aussetze», ich wollte fort, augenblicklich fort und mich eilends in mein Zimmer begeben, um die Sachen zu packen. Aber die Hand der Tante hielt mich zurück. „Ja. das glaube ich, jetzt willst Du nach Hause und die zum zweitenmal verfahrene Sache im Stich lassen. Ab.-r daraus wird nichts; Du bleibst und wen-best jetzt alles an. sie glücklich zu Ende zu führen. Wenn diese Verlobung nicht zustande kommt, so hast Du die Schuld auf dem Ge-missen. Du allein, — also thue, was Du willst." Sie rauschte hinaus, man kam, den Tisch abzu-decken, ich aber flüchtete mit meiner Noth und Pein, unter strömmenden Thränen, in das Comptvirftübchen des Onkels, wo ich mich in einem alten Sorgenstnhl niederließ, um über meine Verpflichtung nachzudenken. Plötzlich unterbrach ein Klopsen an der Thür meine Betrachtungen, und siehe da. Krusen jun. betrat da» Zimmer. „Verzeihen Sie mein Eindringen", sagte er mit einem Blick in meine Augen, „aber ich sah, wie übel Sie behandelt wurden — um meinetwillen, und mußte Ihnen nachgehen. WaS kann ich thun, um Ihnen zu helfen — „Sie sind im Irrthum, Herr Krusen", sagte ich; „ein wenig Kopfweh--—" — „Warum wollen Sie mich täuschenfragte er herzlich: „ich beobachtete alles und möchte, daß Sie q«q offen find, damit wir den günstigen Augenblick zu einer rückhaltlosen Aussprache benrrtzei können. Hören Sie mich an. Ich kam hierher nach O., um mich mit Ihrer Ciusine, den» Schönheit mich im Bilde bezaubert, zu verlob», wenn e» mir gelänge, ihr Herz zu gewrmim. Ich sand die Dame äußerlich noch reizender, als ich gedacht, im übrigen aber — nun, sie verstehen. Eine Gelehrte, eine geistreiche Schwä-gerin hatte ich weder erwartet, »och zu nnbei gewünscht, — die Sorte ist mir gerade ein Gräuel, wie alles, waS in» Fach der Blau-strümpse gehört; aber eine seelenlose Slawe, wie Frl. Lina, geht mir doch auch über bt» Spaß. Zudem hat man den Fehler gemacht. Sie, liebes Fräulein, mit Ihrem muraer«, warmherzigen Wesen ihr zur Seite zu gries, , waS ihr Phlegma noch mehr hervortreten, s« aber durch den Vergleich noch liebenSwürviqn erscheinen ließ. Die jung« Dame hat Ihnen eni-schieden zur Folie gedient." Da hatten wir'»! Nicht ich war, wie es geplant, die Folie, sondern die glänzende Lma mir, dem kleinen braunen Dinae. Ich wollte 1890 «wtkt, ta« Hau«, in welchem seine Eltern wohu-iai, in Sranb ju stecken, damit die Eltern umkom-«en sollten. Die« Alle« ließ die That de« Angeklag-tu in bedeuttnd milderem Lichte erscheinen, und er wirke nach dem Verdicke der Geschworenen wegen lodischlaze« zum schweren Kerker in der Dauer von in l'/j Jahren verurtheilt. — 17. Juni sTodtschlag.j Franz Ö 11 S-i«t und FranziSka Prosenjak wurden hente «gen Morde« angeklagt, (^reöner wurde de« Tod-schlage« schuldig befunden und zu fünfjährigem feite verurtheilt, die Prosenjak dagegen freigesprochen. Ten ausführlichen Bericht tragen wir in der Sonn-»Mummer nach. — In der am 14. d. Mt«. gegen Julius 9Reriz lurora durchgeführten Schwurgerichl«v«rhand-tuaj war die Anklage von dem Herrn St.-A.-S. Dr. Remanic »enreten worden. In der A n g e l e g en h e i t de » Herrn Tl. Ritter »on Fichtenau erhalten wir :on dem Herrn Advocaten Dr. Bincenz Neumayer i» vraz die folgende vom 16. d. datiertt Zuschrift: ,Ia die geehrte Redaction der „Deutschen Wacht" in Cilli. Sie haben in Ihrem geschälten Blatte emen Bericht über die jlppellverhandlung in der Este de« Herrn Dr. v. Fichtenau gegen die Herren Lreq et Konsorten gebracht und in diesem Zhmt Berichte al« Motiv der Bestätigung de« klftrichlerlichen Urtheile« die Herstellung de« v»hlhtit«heweise« angegeben. Diese Berichterstattung krubt msoferne auf einer Unrichtigkeit, al« da« iMllurtheil den Beweis der Wahrheit nicht al« die alleinige Ursache seiner Entscheidung hinstellt, ienfetn da« größte Gewicht darauf legt, daß den Sellaglen eine fachmännische Beurtheilung der schein-tarn Jnteresstn-Eolleston nicht zugemuthet und de»-selben somit ein »aimus miuriauäi nicht imputiert «rden kann. Diese UrtheilSbegründigung ist eine dnntige, daß beide Theile mit derselben vollkommen zufrieden sein können und e« auch thatsächlich waren. vas Wunder, daß letzten Samstag, als der Cillier Männer-gisaigverein zu seiner Liedertafel im Waldhause emgeladen hatte. Tische und Stühle gegenüber dem massenhaft erschienenen Publicum in der widersprechen, aber Krusen fuhr fort: „So war ti also natürlich, daß mein ganzes Interesse sich Ihnen zuwendete. Ich denke es mir Herr-Iiche Sie als lustigen Kameraden zur Seite zu haben, Ihnen, der Anspruchslosen, Empfänglichen «ine neue Welt auszuschließen; — kurzum, ich möchte statt der einen Cousine die andere, mochte Sie zur Frau haben. Da ist'S heraus, und nun sagen Sie mir. ob Sie wollen, ob Sie mir das Recht geben, meinen Vater noch heute mit der neuen Wendung auszusöhnen. In diesem Falle kann die Verlobung, wie eS geplant war, morgen, aber mit Ihnen stattfinden, verschmähen Sie mich aber, so habe ich hier nichts uiehr zu suchen, und wir reisen noch diesen Abend ab." Immer besser I Ein Antrag in aller Form! Einen Augenblick wollte das Gefühl befriedigter Eitelkeit aufwallen, aber eS wich sogleich der Neftürzung und R«thlosigkeit. WaS thun? Eine kurze, entschiedene Ablehnung des Anerbietens, da» ich nicht der Liebe, sondern einem vorüber» gehenden Impulse verdankte, hätte alles ver-darben, denn wenn die Herren abreiste», waren die Verhandlungen für immer abgebrochen; Krusen mußte also hingehalten und dann wo- „Meutsch« Wacht" — diesmal ausnahmsweise für die Majorität unangenehmen — Minderzahl blieben! Die glücklichen Besitzer eines Plätzchens im Saale konnten sich an den durchwegs gelungenen Vorträgen deS Gesangvereines, welchen Herr Weidt dirigierte, erfreuen. Aus dem Programm wollen wir gleich Perlen hervorheben die lieb-lichen EngelSberg'schen Chöre „Grüß Dich Gott" und „Der Hut >m Meere", sowie „Grün" von Storch. In letzterem Chöre wurden die Stimmen von einem Hornquartett — dem musikalischen Colorit des grünen Waldes — sehr wirkungsvoll begleitet. Die „Morgenwanderung" von Esser, ein für die Sänger keineswegs harmloser Spaziergang, wurde leicht und gefällig wieder-gegeben. Herr Stibill hatte in der „Legende von König GambrinuS" von Weinzierl Gelegenheit, seinen Tenor zu entfalten und den Zuhörern damit zu verbergen, daß sich diese Legende durch einen geradezu classisch holperigen Text aus-zeichnet. Den Schluß der officiellen Gesangs-vorträgt bildeten Rudolf WagnerS „Steirifche HochlandSklänge". ein Strauß von ländlichen Stimmungsbildern, an steirische Volkslieder sich zart anlehnend und mit einer kräftigen musika-lischen Apotheose des Heimatlandes abschließend. Lebhafter Beifall lohnte den Sängern ihre ver-dienstvollen Leistungen. Wi« aus dem Programme des Abends zu ersehen war. rührte daS lebhafte Gesuinme, welches den Saal zwischen den Chornummern erfüllte, nicht nur von oielgeschäftige» Mündlein her. sondern auch von der unermüdlichen Kapelle des Musikoereines. welche auf der Veranda des Waldhauses lustig darauf los musicierte. X. * Kaum zwei Monate nach dem Erscheinen der ersten Auflage von Hans Falke'S „Der Novize von KremSmünster" ist eine zweite Aus-läge nöthig geworden und auch bereit« auSge-geben. Das ist ein Erfolg, wie er einen» Erst-lingSwerke wohl nur sehr selten zutheil wird und zu welchem wir den Autor herzlichst be-Glückwünschen. * Aus Marburg schreibt man uns: Die unter der Leitung des Capellmeisters Fr. Haring stehend« gutgeschulte Harmoniecapelle deS Pet-tauer Musikvereines (35 Mann) veranstaltet bei günstiger Witterung am I.Juli d. I. im Götz'-scheu Restaurationsgarten liier eine Soirve; es ist dies ein Versuch, ob sich inanbetracht der Kosten dergleichen Unternehmungen rentieren, und wenn der Erfolg ein halbwegs annehmbarer ist. steht zu gewärtigen, daß hier im Laufe des SommerS des Oesteren Soireen dieser tüchtigen Capelle stattfinden werden. * Die Laibacher Theaterfrage geht endlich der Erledigung entgegen. Der krainifche Lan-deSauSfchuß hat die an der Triester Straße und der Lattermanns-Allee gelegene Villa sammt Garten de« Banquiers Emerich Mayer um 35.000 fl. angekauft, und dort soll daS Theater erstehen. Die Hauprfront wird gegen die neuen Häuser an der Triester Straße, die Rückseite möglich umgestimmt werden, „Sie überraschen mich so sehr", flüsterte ich. — „die kurze Bekanntschaft — Ihr Herr Vater — bitte, lassen Sie mir Zeit bi» morgen." — »Ich darf also j hoffen?" forschte Krusen. — „Morgen werde ich Ihnen antworten, jetzt aber gehen Sie. ich folge bald nach. Und noch eins: lassen Sie bis zur Entscheidung niemand etwas von dieser Unter-redung wissen." — „Wohlan, ich gehorche und warte sehnsüchtig bis morgen auf Ihre Ant-wort." Wie unendlich schwierig hatte sich die Sache gestaltet! Bis morgen früh, also noch im Lause diese» Abends mußte Krusen von seiner Idee abgebracht und für Lina gewonnen werten, mußte dahin gelangen, in ihr die Liebenswürdige, Begehrenswerte im Vergleich zu mir zu sehen. Es schien auf den ersten Blick unmöglich, aber da ich mir unsere Unterhaltung zurückrief, kam es wie eine Eingebung über mich. Hatte er nicht gesagt, die Blaustrümpfe seien ihm ein Gräuel? Im Nu war mein Feldzugsplan entworfen, und mit neuem Muth kehne ich in den Salon zurück. (Schluß folgt.) 5 gegen die Villa Piccoli gekehrt sein, und soll der Bau in Angriff genommen werden, sobald die Baubewilligung ertheilt sein wird. Volkswirtschaft fB e i der P o st f p a r c a f >' ej wurde eine Neuerung eingeführt, indem daS bei dem Haupt-postamte in Wien bestehende Verfahren, die P»st« anweifungen. welche an Cdeck-Conto-Jnhaber gelangen, durch d-e Postsparcasse eincassieren zu lassen, aus alle Postämter ausgedehnt wurde. Die Check-Conto-Jn'zaber. welche wünschen, daß die Postsparkasse die Postanweisungen eincassieren und auf ihr Conto gutschreiben soll, haben nur daS Postamt davon zu verständigen und hiezu eine Vollmacht auszustellen. Das Postsparcassen» Amt kassiert dann alle Anweisungen ein und der Partei werden die Coupons zugesendet. Für das Eincassieren berechnet sich die Postsparkasse einen Kreuzer per Stück. Aus telegraphische und au«-ländische Anweisungen findet dieses Verfahren keine Anwendung. A untes. sD e r Kaiser) ist wieder in Wien an-gekommen und befindet sich mit der kaiserlichen Familie im Schlosse zu Lainz. [Die Erzher zogin-BrautMarie Valerie) leistete am Montaq in der Hosburg in Gegenwart der kaiserlichen Familie, der Mit-glieder de» Kaiserhauses und der höchsten Wür-denträger den Renunciations-Eid. Am Dien«-tag fand die Renuncialion der Erzherzogin Margarethe Eleaientine. Braut deS Erbprinzen von Thurn und Taxis, statt. , * • sHühnercholera.) Amtlichen Nachrichten zufolge herrscht in jüngster Zeit im südlichen Theile der Provinz Mailand die Hühnercholera in so hef-tiger Form, daß Hunderte, ja Tausende von Hühnern an dieser Krankheit zugrunde gehen ; in einigen Gehöften und Dörfern ist der gefammte Hühner-stand vernichtet. [Der alte Itzig in Posen) schickt seinen Jfidor auf die Brautschau nach Lodz in da« Hau» de« reichen, aber übelbeleumundeten Schmuhl. „Jsidor. mein Sohn" — so redet er seinen Sprößling vor der Abreist an — „der Schmuhl i« raich un er Hot 'ne ainßige Tochter, aber er Hot wa« gehabt mit de Gerichte, ich waiß nich genau wa«. Wenn der Pater hat gehabt Gefängnis, verlangst' De fünfzig-dausend; hat er gehabt Zuchthau«, mußt De »er-langen hundertdausend!" — Jsidor reist ab. Nach zwei Tagen kommt ein Telegramm von ihm: „Vater gehenkt. Wie viel nu ?" (0 Eitelkeit!) Bekanntlich halten die Frauen mehr anf den Ruf der Schönheit al« der Klugheit. Daß auch die Gescheidtesten de» zarten Geschlechte« in diesem Punkte wie alle ander» den-ken, beweist folgende Anekdote: Bei einem Concerte saß Laharpe jwischen der Dichterin Frau von Staöl und der , Professional beauty* von damal«, Frau von Recamier. Lächelnd sagte er zu seinem Hinter-mann: „Sieh, Freund, nun sitze ich zwischen dem | Geist und der Schönheit." — „Halten Sie mich für dumm?" fiel rasch Frau von Staöl ein. sNach der Hochzeit.) Schwiegervater: „Weißt Du, liiber Sohn, Du hast mir da» beste Hühnchen a«« dem Korbe genommen." — Schwiegersohn : „Ich wünschte. Sie hätten sich da« Hühn-chen behalten und mir den Korb gegeben!" fVier Sonntag«jäger^ schießen nach einem Hasen und fehlen ihn glücklich. Darauf sehen sie fich an und fragen: „Wer hat nun wieder gefehlt?" sBenachthelligung.) Lieferant (zum Kaufmann): „Was hör' ich! Sie wollen Ihren Concur« anmelden ! Schöne Wirtschaft da« !" — „Beruhigen Sie sich — Sie sollen an mir nicht« verlieren. Meinen andern Gläubigern kann ich nur 30 % geben. Sie sollen Ihre Ware zurück haben — die ist noch unberührt." — „Wa«! Meine Ware l Wa« fällt Ihnen denn ein l Nicht« da! Ich ver-lang' meine 30# !" 6 Deutsche Macht- 1890 Nntersteirische Aäder ( bewahrte* Mittel, iirztlich empfohlen gegen Gicht und Rheuma, Nervpndnhmer-en jeder Art hei (»esichts-Hchmer/., Iseliins. Kreu/.Hrhmerxen, MuNkel-gehwiiehe. Zittern. Schmerzen in verheilten Wanden etc. Dient als Rittreibung. Prelm 1 Flacnn l^rOn einballiert) I fl ; t ü-Wl* A Klaeon gtÄrkerer Sorte I ro»» einballiert) t'tr Uifht. Rheuma, Lühntunsen I ti.20kr. per P'i t kür I—8 Fla-obs VO Ir. »>«br für Emballage. Nur echt mit ohenstehender Schutzmarke! "WE Central-Vertendniiics-neitot für die Provinzen: Wien, Apolödie ,znr BarmlierziglLeif' Je» J. Herbabny, Neubau. K»i*eri>trasse "3 n. 75 Depot« bei den Ilcrren Apothekern : Cllll: J. Kupteritcbiitid, lUumbnelt'« Krben. Apotheke in Deutsch - LantUbent: H. Miiller. Feldbaeh : J. K'initr. (Souobitas: J. Pospischil. Gra* ■ A. Nedved Leibnitz : O. Russheim. Marburg : G. Banealari Pettau : E. Rerbulk, V. Militor- Itiulkersburjf : C. Andrieu Wiiidischfeistritz: F. Link. Win-dischtrraz: G. KordWi. Wolfidterg: A. Muth. Liezen: Gustav Groaswanjc. MWS> Jokob Pfeiffer, f. f. RegierungSratb, mit Gemahlin au» Wien. Marie Baronin Hipssich, k. u. k Oberst-lieutenantS-Gemahlin mit Söhnchen und Kindsfrau, au» Wien. Henriette Kraft, Private, aus Graz. Louise Czilchert, AdvoeatenSwitwe, mit Stubenmäd-chen, aus Wien. Bertha Körber, Erzieherin, au» Gunter«dorf in Nieder-Oesterreich. Ooctor Sigmund von Augu»z, Gutsbesitzer, au» Oro»ztony in Ungarn. Adolf Engländer, Zahnarzt, m. Gemahlin, a. Graz. Amelie v. Kostial-Zivanovic, Hofraths-Gemahlin a. Agram. Franz Morengl, Privatier, mit Gemahlin, au« Wien. Elise Grie«, Kraufmann« - Gattin «u» Rottenmann. Carl B. Lucheschitz, Kaufmann au« Mailand. Fannv Tole alek. Station«-Chef»-GaNin, mit Töchterchen auS Frohnleiten. Amalie Maruffig, Hausbesttzcr»tochter, au» Graz. Therese Konrad, Maler»-Gattin, au» Graz. Therese Rumpreth, Le-dererS-Witwe mit Frau Tochter a. Gurkfeld. Asna BorovSky, Postbeamten«-Gattin, mit Mutter, Frau Maria Obeneichtner, au» Kainach. Anton Radhera, Fabrikant, au» Wien. Therese Mulley, Gut», und WerkSbesitzerin, mit Frl. Tochter, au» Weitenstein. Bertholm Stoian, Bahnbeamter, au« Starow bei Lancut in Galizien. Anton Dornhofer, Privatier, au» Graz. Josef Lagler, Hausbesitzer, aus Graz. Rosalia Stralek, Herrschaft»köchin, aus Godisdorf. Schlesien. Therese Renelt, Private, au« Budapest. Juliu» Trenkler. Privatier, mit Gemahlin, a. Wien. Melanie Stoiber, Professor» - Witwe, mit Stuben-mädchen, a. Wien. Carl Ptacnik, Eonditor a. Graz. Ganzseideut brDrurfitc Foulards fl. 1.20 fi» R. S.90 v. Vttt. sc«. 450 mM. DkNiN») — oerf. I6btu- itrb ; potto- u»l> iilfiti t«'» vru* tat I «. Htitnevir» lg. a. t. ZÄrlq. Diultcc »ttizihtii». Pfiffe , tofltn 1U (» forto. tT ' ! Dänische Dogge, ! 'JjiUirig. mausgrau, /.n verkaufen. Z.i »eben am Ratl,mig>trit. ver fchleimong, ferner bei Ateichsüchtig'N. -Lsuiarmen, Scropku-lösen, Rachiiisi eo u. Recouvarrscente». Nach dem ?luöspr>iche der Aerzte hebt Her-babni>> Salk-Eisen -Kyrnp rasch den Aoyelil bewirkt ruhigen Zchlas, Loderunq de» H«iMi:4 Lösung de« schleime« und beseitigt die nächr, lichen Schwelße, ferner iörderi deilelbe bei an> gemessener Nahrung die Btiubildung, bei Kindern die Änod>endildung. stärkt den qesammien Cr§t> niimii» und zeigen ein frischere» Äu»iehen. io>?ie die Zunahme der Kräfte und de« Korpeigewicdte« die heüträf.iqe Wirliing. 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T Mitglieder werden eingeladen, »ich tn derselben betheiligen zu woMen. Cilli, am 17. Juni 1890. Konönik, dz. Vorstand. Verlässliche Informationen über die jetzt sehr interessanten Vorgänge an der Bors.' ist Die unttrztidnete Bankfirma zu geben in der Üage; gerate die jetzige Situation eignet sich insbesondere zu fpeculani>en Engagements, m r müssen der richtige Moment und das richtige Effect gewählt werden. Taraus kommt alles an, nicht auf irgend eine Norm. Nähere AuMustt bietet Herrn. Knöpflmacher, LanKgeschckfl. Firma seit ISfist. Wien. I WallnerslraHe 11. Aus Wunsch sende meine» alle 14 Tage er-scheinenden Bericht üter die Vorgänge an der Börse gratis und sraneo. 2 Eatree 20 kr. Anfang 8 Uhr. 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Sie empfiehlt sich allen nerv* angelegten Naturen und besonders bei allgemeiner Abschwäcbung, die sich bei Männern jeden Alters einstellen kann. Zehn bis fflnfMi Sitzungen genügen in den meisten Fällen. Die Untersuchung erfolgt, wenn nöthig, bd electrischem Lichte. r»i t-t Kim* Woliciuiiff ItnlinhnffcnMe Ht 2 Zimmer eassen*e>tiir in: Balcon, 2 Zimmer, hufeeitig mit - Eingingen. Klteht, Keller etc. ixt sogleich tu beziehen ; vierteljähnpr Mietzins 75 fl., auch Mnnatszahlung 2.'» fl — Von 1. Juli künn-n 2 Zimmer mit i«irt