s» Ireitag. den Si. Jutl 1871. X. Jah«ga«K. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise — sl!r Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjähria S ff vierteliäbria 1 st 50 kr' kür I^ukelluna »l» Hau« m°n°.lich l» kr. - mi, P°,.«-rs«nd»ne: g°„,j°h,ig S fl. h-lbjähng 4 st. S ^ Keine mittetvaren Steuern mehr! Marburg, 20. Juli. Eine der Forderungen, welche die Arbeiter gemeinschaftlich mit der deutschen Partei geltend machen wollen, betrifft die Aushebung der mittel-barkn (indirettkn) Steuern. Nach den besten Grundsähen der Stcnerpo-litik soll Unentbehrliches nicht belastet werden. Die miltklbaren Steuern werden auch von Lebens-Mitteln erhoben, vertheuern diese und bedrücken vorzüglich die ärmeren Klassen. Die mittelbare» Stenern sind ungleich vcrthrilt — RlchtS-pflicht und Lristung stehen in schreiendem Miß-vcrliältniß. Keine mittelbaren Steuern — und die Ge-sammtbclastung muß fs>hlt)ar vermindert werden. Die mittelbaren Steuern sind höher, als die unmittelbaren ftirctten). Würde der Staat nach Aufhebung der erstkren sein Steuereinkommen nicht schmälern lvollen — also um den Betrat^, welche ilM die mittelbarin Steuern jetzt lirfern, die unmittelbaren erhöhen, so würden die StaatSbiirger schnell gewahr, »vie schwer eigenflich die Pürde ist, welche ihnen dcr Staat auferlegt. Zm Falle mittelbarer Besteuerung scheint diese Last nur deshalb geringer zu sein, weil sie täglich und in kleineren Mengen aufgc-bürdrt wird. Ermäßigung dcr Steuern wäre aber dann ein Ruf. der noch einmiithiger und lauter erschallt, als zur Stunde — ja! der so einmiithig und so laut durchs ganze Land klänge, daß Regierung und Vertretung nicht widerstehen könnten. Und wäre denn eine Verminderung der Steuern anders möglich, als durch Beschränkung der Ausgaben nur für nothwcndige und nützliche Zwecke — durch frlihcitliche Staatseinrichtungen. z.B. einfachere und wohlfeilere Gesetzgebung und Verwaltung. volkStljümliche Rechtspflege — Wahl sämmtlicher Staatsbeamten auf kurze Zeit — Aushebun^l deS stehenden Heeres und Errichtung der Volkswehr. Die Aufhebung der mittelbaren Steuern sammt Allem, waS damit zusammenhangt, wäre also nicht nur eine wirthschaftliche Erleichterung, sondern würde auch die freiheitliche EntWickelung fördern in kaum geahnter Weise. Im Gleichberechtigung der Mtionalttiitm. Gustav Friedrich Kolb, der bekannte Führer der süddeutschen Volkspartei, der auch geraume Zeit in der Schweiz gelebt, veröffentlicht Betrachtungen über die Rationalitätenfrage. „In der Neuzeit", schreibt der Verfasser, „ist die Nationalität das Hauptschlagwort geworden, und bei zahllosen Menschen genügt dieses Schlag-wort, um sie förmlich zu fanatisiren. Unbestreitbar bildet die Gleichheit der Sprache ein mäch-tige.^ Band der Vereinigung unter den Menschen. Sie erleichtert den gegenseitigen Verfehr, fördert den Ideenaustausch un0 tragt bei zur Begründung gleicher Anschauungeweise. Auch liat jede Nation gewiß daS unbestreitbare Recht, als solche Achtung zu sordern und jede Bedrückung zurückzuweisen. ... Gleichwohl bedingt die Verschiedenheit der Sprache»bei keineswegs ein Abschließen der Völker von einander. noch weniger ein gegenseitiges Bekämpfen. Befehden und Hasien Das Anfachen und Nähren des National-hasses ist nicht aus der menschlichen Natur hervorgegangen, sondern es ist das Werk des Despotismus, der, das animalische Element, die Raee. aufstachelnd, damit fast zu allen Zeiten seine Herrschaft zu ftüßen und zu befestigen suchte. Im Lause der Verhandlungen der kürzlich geschlossenen österreichischen Reichsrathssession hat ein Abgeordneter die Ansicht ausgesprochen: die Gleichberechtigung der Nationalitäten sei thatsäch-lich eine Unmöglichkeit, sie sei gar nicht durchzuführen. Wäre dem wirklich so, dann bliebe nichts übrig, als die Herrschaft der einen oder andern Nationalität und die Unterdrückung aller andern. Die ganze Geichichte zeigt aber, daß ein solcher Zustand nicht heilbringend, sondern geradezu verderblich ist für beide Theile, für den herrschenden und unterdrückendem nicht minder, als fi'ir den beherrschten und unterdrückten. Aber die ganze Behauptung ist falsch. Nicht in der Unterdrückung, sondern in der Freiheit liegt das Heil. Gleichberechtigung der Nationalitäten ist sehr ivolil möglich, wenn man nur allerseits den ernstlichen Willen hat. sie herzustellen. Jener ReichSrathSredner dürfte sich bloS nach der Schweiz begeben, um seine Bshauptung praktisch widerlegt zu sehen. Er lvürde finden, daß in dem kleinen Alpenland. mit ivenig mehr als dritihalb Millionen Menschen, Angehörige von nicht weniger als vier Nationalitäten lcben, da-riinter Angehölige voll drei großen Kulturvölkern. Aeußere Verhältnisse habrn nichts gethan. diese Menschen zu vereinigen, wohl aber im Gegeiitheil " " , sie zu trennen. Gewaltige Bergketten erschtveren und hemmen den Verkehr; daS Unheil kirchlichen HaderS nährte Jahrhunderte lang gegenseitigen Haß unter den Betvohnern der verschiedenen Gaue. Dazu kommen die Lockungen nach Bereinigung mit den großen Stammnatlonen. Unter solchen Berhältnifsen möchte man meinen, ein derartiges Staatsivesen könne nicht anders als mit eisernen Banden zusammengehalten werden. Gerade daS Gegenthei! ist wahr. Nicht die Ge-tvalt, sundern die Freiheit einigt die deutschen, sranzösischen, italienischen und romanischen Schweizer, und !vie lockend sich scheinbar auch die Dinge i» den Großstaaten ringS um die Eidgenossenschaft her gci^alten mögen, auch nicht in einem Thale wird man Lust zum Losreißen, zur Trennung finden. Kein Voltsstamm braucht sich aufzugeben oder sein Recht zu opfern, weil keiner über den anderen herrschen will. Selbst die Handvoll Romanen sind gleichberechtigt Mit den Anderen, trotz ihrer Armuth und geringen Kulturentwicklung. DaS ist der Segen der Freiheit. Sage man nicht, die Gleichberechtigung müsie bei einem großen Völkergemisch wie in Oesterreich zur Unterdrückung deS geistig hervorragendste« Stammes führen. DaS geistige Uebergetvicht. die höhere Bil-dnng, der größere Wohlstand sichern den Deutschen wirklich freien Verhältniffen die ihnen ge- bührende Stellung; sie sichern dieselbe bester, als jemals Gewalt vermag. Die verschiedenen Völkerstämme werden zm Einsicht gelangen, daß sie sich gegenseitig vöthig haben, gegenseitig bedürfen, daß Ae bei gegenseitiger Bekämpfung alle nicht gedeihen töunm." Eine WayMNg. Die Berliner „VolkSzeitung" forscht nach den Ursachen, wodurch eine so begabte und in der Kulturgeschichte der Menschheit so hoch verdiente Nation, wie die französische, so tief in den Ab' grund der Kulturfetndfchaft versunken. Diese» Blatt gelangt zu dem Schlüsse, daß zwei That-fachen den Sturz verschuldet: das Glücksriter-thum der Regierung und die Glanzsucht, die Ueppigkeit und der Uebermuth der mit dem Glücksritterthum Verbündeten Kapitalmächte. Die „BolkSzeitung^' hält daS zweite Grundübel für das gefährlichere und richtet ihre Mahnung an die Norddeutschen ui^d an die Berliner; dieselbe könnte aber noch mehr von den Öesterrei-chern und insbesondere von den Wienern beherzigt iverdtn. „Die Glücksjagd deS Kapitals", schreibt das erwähnte Blatt, „droht auch bei uns in einer Weise einzureißen, daß sie den Unterbau deS gesellschaftlichen Lebens sehr ernstlich bedroht. Glückliche Börsenspekulationen und in Aolae derselben LujuS und Prachtgepränge nehmen lu bedenklichem Grade bei unS überhand. Wo der Gewerbefleiß deS Einzelnen nur irgend einen Ztveig deS Schaffens inS Leben gerufen, da sehen wir ffugS den Schwindel derAktienmacherei rntstehen, der daS Großkapital und seine Speku-lation an die Stelle des wirksamen Weißes setzt. Während man sich einbildete, daß die wie Pilze auS der Erde aufschießenden Banken den ZinSsuß ermäßigen müßten, um dem eigentlichen Gewerbfleiß zur Stütze zu dienen, sehen wir im Gegentheil daS Kapital durch solche zum Theil schwindelhafte Aktienmacherei und noch mehr durch die Auflage neuer Staatsanleihen aufgesaugt lverden und dadurch dem kleinen Gewerbe, das den soliden Boden des Wohlstandes ausmacht, den Kredit erschweren. Wir vergessen ganz und gar. daß dies genau derselbe Weg war, welchen in Paris die in der Glncksjagd emporgeschossene Gesellschaft wandelte und dort die Saat des ivilden Hasses in den armen Schichten ausstreute, welche zu so schauder-erregenden Exzessen führte. Bisher haben wir daS Glück gehabt, daß bei uns die soziale Frage vorzugsweise eine theore-tische Frage der Wissenschaft und eine nur sehr wenig auf das Volk einwirkende Agitation ausmachte. Wenn tvir aber jetzt weiter so fortschreiten itl der Kunst der Konzentration deS Kapitals und nicht die richtigen Mittel beizeiten und genügend anwenden, um dasselbe auch dem kreditbedürftigen kleinen Gewerbe zuzusühren, so legen wir den Grund zu gefahrvollen Krisen, welche Frankreich seinem Untergange nahegebracht haben. Statt Frankreich zu schmähen und uns nur im Selbstlob zu wiegen, sollten wir ans der Unglücksgeschichte Frankreichs lernen, was man zu vermeiden und was man zu thun habe, um nicht ähnlichen Gefahren entgegenzugehen!" Am Hefchichte des Hages. Die Delejzationen haben zu Ende berat den und ihr Wert vollbracht. J» der letzten Sitzung war der Reichskanzler so glücklich, mittheilen zu können, daß alle Beschlitsse geneh-migt worden. Wie schnell es doch gehen kann, wenn sichs um eine Belastung deS Voltes handelt. Wenn aber eine noch so kleine Erleichterung be-schloffen würde oder auch nur ein Bischen poli-tische Freiheit, da lvürde die Genehmigung nicht so rasch eingeholt. Warum? Diese Frage stellen wir nicht so sehr an die Regierung, als vielmehr an das Gewissen des Volkes und seiner Vertreter. Die Krankheit Pius IX. veranlaßt die Kardinäle, sich mit der Frage, betreffend die Er-ledigung des päpstlichen Stuhles, lebhaft zu be-schäftigen. Die Mehrheit »st gegen die Ausfilhrung jener geheimen Bulle Pius IX.. welche dieses Kollegium ermächtigt, die Wahl des neuen Papsteö in der Sixtinischkn Kapelle ohne jede Förmlichkeit und vor der Leiche des Verstorbenen vorzu-nehmen. Die Kardinäle befürchten, daß ein Papst, nach den Anordnungen dieser Bulle gewählt, möglicherweise i,icht Anerkennung fände. Es würde eine Neuwahl unter den üblichen Formen verlangt werden und würde diesen Forderungen entsprochen, dann hätte man einen Papst und einen Gegenpapsj. So zeigt sich im Kardinalkollegium eine starke Mehrheit gegen die Berfüzungen. welche Pius IX. für den Fall seines TodeS erlaffen. und nur eine kleine Minderheit will dieselben voll« ziehen. Vermischte Stachrichten. (Englisches Heerwesen.) Die AuS-merzung deS EinkaufSwesenS. kraft dessen in Englan!) die Offiziere ihre Stellung dem Geldbeutel verdanken, ift vom Oberhause abgelehnt worden. Welches die Früchte des EinkaufSwesenS find, zeigte fich vor Jahren im Krimkriege, wo zwar die „schöngelockten Lieblinge der Gesellschaftszimmer". wenn die Noth an den Mann ging, nicht ohne Tapferkeit fochten, eine ganze Menge derselben aber „wegen dringender Privat-Angelc-genheiten" um Urlaub zur Rückkehr nach England bat. Was die Mannschaft betrifft, so hat der Staat seine liebe Noth. um die Reihen zu füllen, obwohl das Heer von verhältnißmäßig so kleinem Umfang ist. Man hat letzthin das Höhenmaß herabsetzen, die Werbliedingungen günstiger stellen muffen, um die erforderlichen Truppen zu erlangen. Dabei wurden viele nur halbflügge Jungen eingereiht, die kaum irgend welche Strapazen auszu-halten vermochten. Dies und ein anderes, nicht näher zu bezeichnendes Uebel füllt die Kranken-Häuser mit Soldaten ; im Jahre 1868 waren, wie neulich im Unterhause festgestellt wurde, von 78.000 Mann 70.000 im Spital! Wie wenig wählerisch man bei der Anwerbung zu sein im Stande ist, ergibt sich aus der ferneren im Parlamente mitgetheilten Thatfache, daß im Ja'^re 1868 von 11.000 Rekruten 2700 als Verbrecher in die Gefängniffe wanderten und 4300 als Ausreißer den Dienst verließen! (Pariser Berkel) r). In Paris nehmen Handel und Verkehr einen merklichen Aufschwung. Dies zeigt sich auch u. A. ganz besonders durch die vermehrten Einzahlungen in die Sparkassen, so wie eigenthümlich genug durch die Einlösung vieler versetzter Sachen, beziehungsweise die Verlängerung der ausgegebenen Pfandscheine. Dagegen ist bemerkenswerth, daß Gold anfängt selten zu werden und Silber mit Papiergeld bei allen Zahlungen bedeutend in den Vordergrund tritt. (Deutscher Iuristentag.) Vom 28. bis 30. August wird in Stuttgart der deutsche Zuristentag stattfinden. Als Gesetzge-bungsfragen von allgemeiner Bedeutung kommen zur Verhandlung: 1. Die Haftung des Staates und der Gemeinde für Dienstpflichtverletzungen ihrer Beamten in Bezug auf Beschädigung und Benachtheiligung Dritter — 2. der Satz: Fordert es die nothwendige Freiheit der Presse und genügt es der Rücksicht auf die öffentliche Sicherheit (vergleiche die Beschlüsse des ersten deutschen Jour- nalistentageS), daß bei den mittels der Preffe verübten strafbaren Handlungen die allgemeinen Strafgesetze und Straslcchtsgrundsätze ausnahmslos zur Anwendung kommen, oder sollen in gewissen Hauptpunkten (und in tvelcheu?) Aus-nahmln stattfinden, uuo welche Ausnahmen sind a) im Interesse der nothwendigen Freiheit der Presse erforderlich und zugleich ohne Nachtheil für die öffentliche Sicherheit zulässig, b) im In-teresse der öffentlichen Sicherheit geboten? (Zur Wahl für das Abgeordnetenhaus.) Die Unterabtheilung des Berfafsungs-auSschusfes macht bezüglich deS Antrages, lvelchen Dienst! und Genossen betreffs der Wahl für das Abgeordnetenhaus gestellt, folgenden Borschlag: Die Zahl der Mitglieder ist zu verdoppeln, somit auf 406 zu erhöhtN. Hievon entfällt aus Galizien, sowie auf die übrigen Königreiche und Länder die doppelte Anzahl der bisherigen Ab-geordneten, nämlich je 76 und 330. Die Art der Entsendung der Abgeordneten aus Gnlizien wird durch die LandeSgefetzgebung bestimmt. Die Abgeordneten der anderen Königreiche und Länder werden unmittelbar durch die wahlberechtigten Personen entsendet. Die Bertheilung der 330 Abgeordneten auf die einzelnen Königreiche und Länder erfolgt nach der durch die letzte Volts« zählnng ermittelten Bevölkerung. Hieraach dürfte die Zahl der steiermärkischeu Vertreter auf 25 erhöht werden. Dort, wo nach den Anhängen zur Landesordnung die Gruppe der Abgeordneten des Großgrundbesitzes (der Höchstbesteuerten) eine selbständige Gruppe bildet, aus welcher für sich eine Anzahl von Abgeordneten in das Abgeord-netenhaus zu entsenden ist. haben die sür diese Gruppe Wahlberechtigten die die bisherige Anzahl Von Abgeordneten in den Reichsrath zu wählen. DaS Gleiche gilt dort, wo die Gruppe der Handels- und Gcwerbekammern nach den Anhängen zu den Landesordnungen eine selbständige Gruppe bildet. Jene Städte, deren Landtags-Abgeordncte nach den Anhängen zu den Landcsordnungen für sich allein oder ooch ohne Verbindung mit anderen Abgeordneten von Stadt- und Landgemeinden eine selbständige Gruppe bilden. auS welcher ein oder mehrere Aligeordnete zn entsendeu sind, haben sür sich entweder emen oder die nach dem Vcr-ljältnisse ihrer Eintvohnerzahl entfallende größere Anzahl von Abgeordnelea zu wählen. Der hienach für jedes Lano verbleibende »liest von Abgeordneten wird zwischen den Stadl- und Landgemeinden nach dem Verhältnisse Von 1:2 vertheilt. — In die städtischen Wahlbezirke sind bis zum Zustande« komme» eines Wahlgesetzes jene Städte, Märtte, Zndustrialorte u. s. lv. einzureihen, welche derzeit nach den bestehenden Landtags-Wahlordnungen in diese Gruppen aufgenommen sind. Die Wahl erfolgt in den städtischen Wahlbezirken durch die Wahlberechtigten unmittelbar, in den Landge-meinde-Wahlbezirten durch gewählte Wahlmänner. Jede Landgemeinde hat wenigstens Einen Wahlmann zu wählen, größere Gemeinden für je 250 Einwohner je Einen Wahlmann, wobei jeder Ueberschuß zur Wahl eines weiteren Wahlman-neS berechtitjt. Die Bedingungen der Wahlberechtigung werden durch das Wahlgesetz flftge-stellt ; wer hienach wahlberechtigt ist. besitzt die Wahlfähigkeit in sämmtlichen Königi^eichen und Länder», auf welche sich das Wahlgesetz erstreckt. Marburger Berichte (Räuber ba nd k.) Am 9.Juli »mllUhr Nachts erschienen vor dem Hause der Kenschlerin Ursula Atschko in Juritschendorf. Gerichlsbezirk Windisch-Feistritz, sünf Männer und liegehrten als „SlcherheitSwächter" Einlah. Die Frau, welche sich mit ihrer achtzehnjährigen Tochter allein befand. öffnete die Thürc. In der Stube ange» kommen, bedrotjten die angeblichen Sicherheits-wächter die Besitzerin mit dem Tode, wenn sie sich rühre, und durchsuchten alle Räume. Da weder Geld noch Geldeswerth gesunden wurde, so Mißhandelten die Strolche die arme Frau und warfen dieselbe vom Dachboden in den Garten hinab, wo sie sich deu rechten Fuß brach. (Eine seltene Hochzeit.) Kürzlich Verlobte sich ein Mädchen von Stranitzen mit einem Grundbesitzer in Gonobitz. Die Stranitzer Burschen, darüber erbost, verlangten in einem Drohbriefe an den Bater der Braut hundert Gulden, fönst würden sie daS Mädchen nicht fortziehen laffen. Diesem Begehren wurde nicht entsprochen. Die Burschen überfielen die Braut, alS diese auf dem Wege zur Trauung sich befand, mißhandelten sie nnd zerrissen ihr die Kleider. Den Ausgang aus der Kirche mußten die Nenvermälten fich mit Hilfe der Gonobitzer GenSdarmerie erzkvingen und konnte der Hochzeitsschmaus nur unter dem Waffenschutz derselben stattfinden, welche die ganze Nacht in Stranitzen blieb. (Einbruch.) Dem Grundbesitzer Matthäus Kamonjar in Ziegelstadt bei Pöltschach wurden eine 4'/, Fuß lange Brechstange, zwei Metzen Getreide und dreinndzwanzig Stäbe Leinwand gestohlen. Die Thäter waren durchs Fenster ein-gedrungen, nachdem ste daS eiserne Gitter ausgebrochen. (Ein vielversprechender Knabe.) Der Stiefsohn und Lehrling des Bäckermeisters Franz Ribitsch in Ponigl, siebzehn Jahre alt, hat dieser Tage sich heimlich vom Hause entfernt, nachdem er eine bedeutende Baarschasl gestohlen und sich mit falschen Austveisschriften versehen. (Von der Post.) Einer Verordnung des Handelsministerium zufolge werden Korrespondenzkarten älterer Form nicht angenommen, sonder» den Absendern zurückgestellt oder — wenn diese nicht bekannt wären— als unanbringlicheBriefe behandelt. Korrespondenzkarten solcher Form, welche noch nicht beschrieben find, können biS letzten dieses Monats gegen Karten der neuen Ausgabe umgetauscht »Verden. (Grnennun g.) Herr Professor Karl Rieck ist zum Professor der Mathematik und der Naturwissenschaften am Mariahilfer Gymnasium ui Wien ern^innt worden. ^. —»> ...— ... — Gi«gesa«dt. Klerikales Treiben. St. Leonhard am 17. Juli 1871. Schon 14 Tage nach dem Entstehen deS katholisch'tonservativen Vereines hat dessen ziveite Versammlung (16 Juli) in Herrn Franz LesererS Garten stattgefunden. —- Im Berichte über die erste Versammlung war eines Abtrünnigen erwähnt lvorden;im ge-genwärtigen sei über die Wirksamkeit der Versammlung im Kurzen uur Folgendes mttgetheilt: Der Obmann Herr Georg Tutek stellte der Verjammlung vor. daß Seine Majestät auf Seiten des katholisch'konservativen Bereines und nicht auf jener der ^liboraludi" stehe, — denn ersterer jei mit Bezug auf daS Huldigungstelegramm der ersten Versammlung, welches er an Seine Majestät abgesandt — nun im telegraphischen Wege begrüßt worden. Die übri^n Redner heißen Dr. Pajek. Dr. Prelog aus Marburg und Roschker, Gemeindevorsteher in Triebein. Dr. Pajek machte mehr oder minder gute Witze, empfahl der Versammlung die Wahl tüchtiger Abgeordneten der slovenischen Nation, deren Aufgabe es sei, für die Herabminderung der Steuern Sorge zu tragen. — verlor viele Worte über Mythologie und überflüßige. kostspielige Theater, die auch daS slovenische Volk zahlen helfe, machte aber von anderen mindestens ebenso überflüssigen Komödien, welche der frommen Bevölkerung theuer zu stehen kommen — keine Erwähnung. Mitgetheilt muß auch seine Ansicht werden daß. seitdem der christkatholische Glaube Wurzel gefaßt. Vielweiberei, Sklaverei und Völkerkriege aufgehört haben und ein allgemtiner Wellfriede eingetreten sei. Die Bartholomäusnacht, die heilige spanische und römiiche Inquisition, der dreißigjährige Re-ligionSkrieg. die Biellveiberei bei den Türken u. s. w. liefern für feine Behauptung die schönste Illustration. Dieser Redner nannte die Slovenen zu wiederholten Malen böst^s'^. dean sie hätten in den Hnven' und Tilrtenkriegen Unendliches gelitten; deren Mädchen seien entführt und verführt worden. — Als ob k)loS die Slovenen unter diesen gelitten hätten. Dr. Pajek versicherte weiterS der staunenden Menge, daß auch Seine Majestät der Kaiser sich zu dem chriftkathölischtn Glautien btktnne. Dr. Prelog hatte die Aufgabe übernommen, unsere Abgeordneten Vrandstetl^r und Seidl. ins» besondere aber letzteren in das dunkelste Licht stellen. Roschker wünschte die Wiedereinführung der Stockprügel, sowie ein schärferes Strasgesetz und be-hnuptete, das gegenwärtige Ehegesetz sei nicht» nuß. In Leserers Garten sah man mehr Weiber, als stimmberechligte Männer Die Versammlung wurde um 7 Uhr Abends geschlossen. — Vi« 11 Uhr w.,r Musik und Ge-johle; nach der Sperrstunde beinahe eine ge-waliige Prügelei, Lärmen im Markte, um 2 Uhr Morgens endlich die langersehnte Ruhe. I. Gtugefandt. Mein Nachbar, der Herr Schmuck. Am letzten DienStag Mittags 12'/» Uhr hatten fünf Bauern, welche dem Herrn Druck- müller Kalk gebracht, jeder mit vier Ochsen, vor meinem Tasthause ausgespannt und gefüttert. Als sie wieder eingespannt hatten und weiter-fahren wollten, kam mein Nachbar, Herr Joseph Schmuck. WirthSbauSpächter, entriß einem Bauer die Peitsche und schlug auf die Ochsen los, wahr-scheinlich, weil sie ihm zu langsam gingen. Ein Ausscher der Maurer, Koren, packte einen Bauer und warf denselben auf die Deichselstange; zum Glücke lvareri die Ochsen stehen geblieben, sonst liätte ihm ein Unglück geschehen können. Das Mordspektakel. welches nun entstand, will ich nicht näher beschreiben; nur möchte ich Herrn Schmuck bemerken, daß ich es nicht aus Ehrfurcht vor il)m unterlasse. Nach einer Biertelstunde kamen zwei Bauern zurück und fragten, ob sie vielleicht gar nicht mehr zu mir kommen dürfen und warum sie geschlagen worden. Ich glaube. Herr Schmuck könnte diesen Leuten die beste Antwort geben. Um daS Benehmen dieses Nachbars noch ein-Dinglicher zu schildern, theile ich mit, daß Herr Schmnck es war. welchem ich vor zivei Jahren den fürchterlich n Auftritt mit den Hußaren ver-dankte. Nachdem auf Beranlassung deS Herrn Schmuck damals der Hußarenführer geohrfeigt und hinausgeworfen worden, kehrte dieser in Begleitung von vierundzwanzig Mann zurück und wurden auch meine Fenster eingeschlagen und meine Hausthüre durch fünfundfünfzig Säbelhiebe ^rhackt — bloS, weil ich der Nachbar deS Herrn Schmuck war. Der Schade, welcher mir damals verursacht wurde, beläuft sich auf dreißig Gulden; ich habe aber biS jetzt noch keinen Kreuzer gesehen und werde wohl auch niemals einen zu Gesicht bekommen. Borige Woche, am Mittwoch, haben Bauern von Heil. Kreuz bei mir Wein abgeladen; Herr Schmuck schimpfte bei dieser Telegen-heit und hätte mit den Fuhrleuten beinahe gerauft. Dieser merkwürdige Mensch ist unentgeltlich zu sehen in der Vorstadt St. Magdalena, in und vor dem Gasthause „zur Kärntnerbahn." Marburg. 20. Juli 1871. Älois StanM, Gastwirth „zur neuen Welt." «etzt- Post. «ehrttgig» Mwtst«»- plai»« habe». ». hat seil,» «rNSr»»«, »a» «r Haltung der klerikale« im d»>t«b«» R^chStag« nicht billige, jetzt «»«»ritcNich -ngliseh- «egierung soll b-abstchtig-a den Kauf militärischer Grade durch elueu königlichen Befehl aufzuheben. Eintracht - Kreundschast - Fröhlichkeit t To«ntag den »3. Juli ____^veranstliltet der Hsrdm'Lvr Rillllvi'MSilllLvoi'oill 43« dessen hatSer Keinettrag dem Schutpfennig gewidmet wird. !. „Reiterlied" von Otto tCl)or). 2. „Lorelei", Nolkslied von Silcher eit«n,. Orvsgtes 2 kertixvr Herrenkteider »ll livn dillixstv» kieisön dei SelivIKI Niuw, kautionsfähtfl. kaufmännisch gebildet, sucht als verschltißer oder in irgend einem Fache dauernde Beschäftigutlg. Anträge unter Chiffre U. übernimmt die Expedition dieses BlatteS. ^449 äsr ainvrtkanlAvlkvn Wüiil sVlieel» t ^ilm WklMWEkillNM ' ^ «. 80 tlir «Iniig unil »llvli, in Mrburj^ bei ^«IiAnim Uvrrvuxasso I^r. 112, l. Ltovic. / voll 324 Ktias Kowe Mfimafchinen kllr 8eli«8ler ii»«I iielmeiiler. 2vLn» ullä IllÄew dester (juküitüt. vsiiksaxunx. k'iir all 6is violsvitiLsöll ösvviss üoi lvui^Ztsn ^itß^sküdl«, 8ovol»l üsr lanxon, sodmer-ilioksn Xrruilcksit, »1s äsm Vakinsol^siäsn unserer ivmxstxsliodtsv, QUQ in (Zlott rukenäov uQvvrxvssIioken I'ooktor, cles k'räulvins WIS ttuvil tür lliö /itlilrsivliö öö^Ivitunßs ^sr» seiden --ur Isti-teu kudostätto Mdivn vir ua» Iiismitallsv l^bsilnsbmvru uusvrvQ inni^Ztsv unll Äu5rlvb^i^stöll DTvIi kusiu» sxreedsn. NkrdurK, 18. ^uli 1871. Viv tr»uern^«n Llteru III»vIia«ckartvr Masz-Extract »ach dl» Pros l)ppolror u. vvUer a» »« Wt».r KliiU» tii ausgezeichnet«» Pchint. dt« «»ttr alle« jt« I» A,i»»l Mah Wrilttt» der 'i,j»r»»«t» und da« mit der ««Ir schen »icht »» »er wechseln ist. — Ins g Aazftellunge» pri«iirl. — Für Abzehrende, Schwache, besonders Vituse.. und NS. Wohlschmtlittndtr Ersah des schwer vtrdavlichtA I.edvrtdr»u« nach Prof. »iomv^or in Tübingen- l^'/, Glas 75 kr.. '/, Tla» 50 kr. — von größeren Gläsern mlt weiterem Halse und bequemer zu öffnen: '/ Glas 1 fl. 10 kr., '/, Gla«85 kr.i II. Qual. '/, Glas 4ü kr.. '/, GlaS 30 kr. ^>76 Malzextrakt .ud« „Ihre Malz extakt-B o n ti o u S bin ich vou mei-" „neu mehrjährigen chronischen Husten und" „Krampssatarrh in Folge dessen ich oft ohnmächtig" anzlIch befrelt ,c. Freiherr v. Boinedurg „k. k. Kämmerer und Major." Depot für Mrdurx bei k'. Xollotoix, ?vAettlivfstr»»«e; in dem übrigen Steiermark, Kärnten und Krain auch bei den Kaufleuten und Apothekern. ^ilhelmsdorser Mliprodakteu-Fabrik voll los. Küssorlo Lo. t» Heue 1^8 KriiW xexen käten/iililuiiK ski' iliv nAeIl«t«ii /ieliiin^en SM 3ll. luli, I. unil lS. August unll l. Leptsmbvi'. Gleich «ach Erlag der erste« Rate und während der Abzahlung spielt ma» ganz alltin avs alle Treffer der in der Gruppe verzeichneten Lose »tnd erhält diese sukcesfive nach den Bestimmungen des Ratenbriefes auSaefolgt. Man gelangt daher schon während der Abzahlung in den Besitz von Original-Lofe». «.st, t kv/g fl. 100 1860er LoS, Ziehung 1. Aug.» jährlich 8Ziehungen init Hnnpitreffern von iiber Kr.. vollgezahlteö ) x,- - . m... l I Million und 4 fl. und 12 tzrS. Interessen. » Gruppe ^ 4l)0 TürkeN'LoS j^kyung . g. ? dieser Truppe: erste Rate fl. 10 und weitere > ' 24 monailiche Rate» a fl. 10. Zweite Gruppe Dritte Gruppe 5°/a fl. 100 I86yer LoS, Ziehnug 1. August, si. 100 ungarisches Prämien-LoS, Zieh. lü. Aug. Rlldolf'LoS, Ziehung am !. Oktober. SachseN'MeiningeN'LoS, Ziehung 1. November, ) 3°/g vollgezahltes , »^iebuna 1 Auaust FrS. 400 Tiirken.LoS. ) l. augu,l, fl. 60 18K4er Los. Ziehung 1. September, fl. ü0 Ungar. Prämien-LoS, Ziehuug 15. Aug. Braunschweiaer-LoS, Ziehung 1. Augnst, Clar»).LoS, Ziehung 30. Juli, StaniSlau-LoS, Ziehung 15. Oktober, jährlich zirka IS Ziehungen mit Haupt-treffen, von l Million und 4 fl. Inte« rcssen. Preis dieser Gruppe: erste Rate fl. 10 und weitere 80 monatliche Raten ü. fl. 10. jährlich 2h Ziehungen mit Haupttreffern von lA'er 2Millionen und 13 FrS. Interessen. Preis dieser Gruppe: erste Rate fl. 12 und weitere ?0 monatliche Raten u fl. 12. Die Interessen gehören vom Erligstage der ersten Rate an dem Käufer. Stempel ein- siir allemal per Gruppe 2 fl. 55 kr. Gegeu Erlag der ersten Rate nnd des Stempels crl)ält man einen Ratenbrief, in »velchem Serien und Nummern der Lose verzeichnet sind, nnd welcher dem Besitzer die oben erwiihnten Bortheile sichert. Alle in Oesterreich existirettden Lose werden sowol^l einzeln als auch in beliebig zusammengestellten Gruppen auf Raten billigst verkanft. Am t September RSV« wurde 'ÄÄ 2««.««« «uickeu mit einem Ratenbrief bei mir gewonnen. ^llll^!)llllA, Vi«n, ^leplisiüiplnl?.. 15. Juli 1871. (418.) ^ Aon der hohe» k. k. Statthalterei konzessionirte ^lvat-Agentie, Kentrat-Heschästs-Kanzrei des Anton Koiniggi in Attti'diNi'ßx, Herrcnqassc Nr. 112. vis-iVvi« Caf«^ PichS. Käufe ^von schön gelegenen Besitzungen ^besonders von zinSerträglichen Giitern ^tadt- und Borstadthäusern, dann tVeingärten und Landrealitäteu ic. 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