^! «K8. Mittwoch am K» November «^37. _., .-« , ^ ..^"v^,i..7 N'it "l.'^.^lniU' ?e" sonn- Uüi' ^ierl^I', täglich? und ganzjährig " ft,, yüldjahric; .? !i. ^.!» fr., MI< D.e ..^n^r ^'"^, '""''" /^r ai^N balbiähri^ ft ft. F'lr dic Z^ellm^ in's Haus ss'w l,albjal,rig 3«. fr. mchr ,,» entrichten. Mit der Post vortofrei Kreuzband u>, <5omvto g a n a Y ^g ^ N.. ^ <5 ff. ba l bj ä b ri g 7 ss. 3a kr. - Inse r t i«, » Sg .bn l,r für rine Spaltenzeile oder den R.um derselben, ist ft.r einmal^, ganzial'r,^ u»t l K cn^a, d u»d ^'""" r '^ '^ . ^ ^^ ^,^„ sichre» <>> iwch der InsertionSstämpel vr. 'N fr. für cinr j.deimal-ge (^„schaltunq s,i,i/u ^'«schaltn'.g^ r ft.^^cm^^^ ^ ''n^rnm.^ ^ , ,^ ,^. f,. f^ 2 Mal m,d 50 fr. fi.r ! Mal (mit Inl'ogriff deS ^nftrti.nsss.imPclS). Richtanltsichrr Theil. Trieft, 9. November. ^V >^uch dic abgelaufene Woche gchörl i» geschäftlicher Beziehung zu den stillen. Die große Zahl von Zahlungsciustcllnngen in den nördlichen Provinzen des Landes sclbst. ferner die Kalamitäten des amerikanischen Geldmarkles wirken sehr lähmend. Jeder hält an sich. Niemand will siä? auf Vpckula^ tionen cinlassen. und gerade das Bindemittel alles m^ iedcs merkantilen Vcrkchrs. das Vertrauen, ,chwiu-df' ^„ T.ia nl Taqc mehr. Von allen Men Pro» det von Tag s'.^',icst nicht mchr als Palliativ- Men. die nc'Uch fnr ^lc„ / / ^ miltel wären, hört man kaum cw ^"/' .,^' ^"^ ster Bank. die Male der Kredttansta! fn H" d^ MW Gewerbe, selbst rie ne.'ich crwahn e Ln. m^ rilUmn 0 .o.nm.'-oicü. lassen kanm etwas von sich dörrn. Unter solchen Umständen zieheu d>e Wal,'! ^ur hiesigen Handelskammer die Aufmcrkwmke ^' sich und dieß hätte viel fnr sich. Einmal umgibt d c Repräsentanz unserer Industrie cm gchcunnißvollcs Dunkel, eiu Schleier, der gelüftet zu werden vcrdicm. daun ist sie in ihrem jenigen Bestände ein allzu trcucö Vild Tricst's selbst, um "das zu wirken, was sie sollte. Die Protokolle werden in italiciuschcr Sprache gefuhrl, aber oie einzelnen Debatten laufen in mehreren Zun> gen untereinander, was diesen oder jenen gewiß von der Theilnahme an der Debatte abhalten muß. Nicht als ob es dcn Mitgliedern dcr Kammer an Sprach-kenntniß fehlte, im Ge^cnlhcil. aber mit dcr gewöhn^ lichen Sprachgewandtheit ist dc, nicht ^cnli^ ac-twi!', und von dicscm Standpunkte aus ist es nnr zu wim-scheu daß die Wahl Männer, Kapazitäten träfe, an denen' Yicr kein Mangel, und daß die Verhandlungen ^a^d^ lendc Stcmpelgesctz für Zeitungen wird uns wohl um einige Blätter ärmer machen, cm Verlust dcr leicht zu ucrschmerzen sein wird. wenn er sich auf Blätter wic der „AneUo" und dic „Bora" beschränkt. Das siud Vlältchca. deren Leserkreis sich auf einige Hundert Abonnenten erstreckt; erstcrcs erscheint drei Mol, letzteres ei» Mal wöchentlich- Ernster wäre eö, wenn die „Tricsttr Zeitung", deren Aufschwung ich kürzlich , berührte, gefährdet würde. Das läßt sich ,edoch nicht nur nicht erwarten, sondern es ist zu wünschen, daß die finanzielle Unterstützung ihr ermöglichte, ganz und gar zu den großen Blättern der Monarchie zu zählen. Graz, 8. November. 5 Die schöne Jahreszeit, die iu uuscrer reizenden Gegend so sebr zu Ausflügen ins Freie einladet, ist oorübcr, die Einwohner unserer Stadt sehen sich nach Unterhaltung für die langen Winterabende um. Nicht Jeder liebt dic Letzteren um ihrer selbst willen, wie elwa dcr eifrige Gelehrte, der sie zn ticfcrem Stn< dium zn bcnuhm dcult. oder ein stiller Bürger, dessen Hauplgenntt oarin besteht, im Schlaflocke bei dam pfcudem Pfeifchen behaglich am Ofen und im Krcije seiner Familie zu sißen; die Bewohner von Graz sind im Mgcmeilien ein ucrguügungslicbendes Völkchen. Zum Glück ist dcr Auöspruch des «Figaro", vcr iu einem seiner letzten Nummern sagt: «der wchldlcss,lte Pude! eines UnttlosMn's bringt einiges Leben in die geselligen Verhältnisse uou Graz" nicht dcr Wahrheit gcmäß. es steht uichl so schlimm um uns. Die schönen Grazcrinnen. die sich gewiß schon lange nach dcii so flüchtig dahineilenden Abendstunden gesehnt haben, in denen sie ihrc Anmulh in dcr Ncichsquabrille u,^ auch ihre sonstigen, durch elegante Toilette uoch geho» beucu Ncize bcwuudcru lassen können, haben nicht umsonst geyofft; von deu beiden vorzüglicheren grsrlligcn Krei> sen „Nkssourcc« und «SchuMättc« hat dic ledere ihrc Tanzuntcrdaltungen dsrcits begonnen, die eistcre wird im Laufe der nächsten Woche eröffnet. Auch oie Räume ocs Theaters, für ocfsc,, Gedeihen und Auf< schwliu^i Hcrr Dnckwr V.,wi poldi zu hörcn. Für Musik ist hier viel Intcrlssr und sind in diescr Beziehung besonders die Leisiun. aen des nMänucrgssaugvcrcincS". von dessen Pro-eulticmcn sich sclbst gewählte Kuustkcnucr bcfiicdigi fühlen wndcn. hcrumzudcbcu. Eiu ganz besonderer Gcmiß. um wclchcn unS manche audere Stadt bc^ ncidcn dinstc, steht aber allen dmm, die sich fur va. lclländischc Literatur intcrcssiren, bevor; lch^ mcmc oamit dic am 1«. d. beginnenden acht „Vortrage aus älteren lyrischen Dichtern Deutschlands" (vou Mnh oer be> scheideue Dichlcr verneint, nicht bloß ein gewöhulichss Amüsement, ein? zerstreuende Unterhaltung, sondern noch mehr ein Geist und Hcrz anregendes und erhe« bcndcs Vergnügen. Oe st erreich. Wien. 9. Nov. Der aus der k. k. Hof. mid Staatsdruckcrei vor cinigcr Zeit hervorgegcnigeue erste Theil des „die Grundentlastung in Oesterreich" beti-ttlten Werkes umfaßt zunächst die Kronländcr Oester' reich ob uno untcr der EnnS. Salzburg, Steiermark. Kärnten, Krai». Küstenland, Tirol, Böhaien. Mähren. Schlesien, Galizicn, Bukowina und das Groß« hcrzoglhum Krakau. Dcr erste A''schnilt umfaßt dm Zusammenhang rer Grundelttlastung zn dcr flüherrn Gesctzgcl'ilüg über dic BodcnbcfreliiUH und entwickelt, oaß in ihr drr Schlußstein zu der letztere» zu suchen ist. Dcr zweite zergliedert das System, nach wslchem bei Emittslung ocr für oie Gmndl.istkn entfallenden Entschädigung und bei der Ll'qnioiruug derselben von dcu dazu bcrufrncil Behörden vorgegangeu wurde. Der dritte cnlhält die Grundsätze übcr die Art und Weise, in welcher dic Entschädigung geleistet wird. über dic Bedeckung und Tilgung dcr GrundentlastliiigS-schuld mittelst drr bezüglichen Fonde. In den beilie» fügten Tabellcn sind dic Ergebnisse dcr Grundeinla. slung und die auf Vcdcckuug und Tilgung der Out« Feuisselln,. Worte eines .Ha:.dwer5ers «ber die Wichtigkeit technischer Bildung. ^s ist schon oft ausgesprochen, aber bis jetzt leider nicht hinlänglich beachtet worden, daß tüchtige techni« schc Vorbildung unumgängliches Bedürfniß und Be« ^lngniß für jiden Gewcrblrcibendeu ist, wcnn er »ichl ^'ti dcr all^emciu fortschreitenden Entwickelung der Indusii'is, l'ci der stclc» Verblsscrun.; dcr Erzcuguissc "no des technischen Verfahrens ihrer Darstellung und ^lwiiiunng zurückbllibrn. uno noch in der Zcit seiner btstl,, Kraft schon als cm ucraltclcs Muster vcrgan. Nk»er Zcil crschcincn will. Oft vielleicht mochle man von Seite des HandimrkcrstanDes a>N' ricsc Mahnun. ^" wliiiger achsen, weil sie fast immer nnr von Per. '^.i. .vlichc veil Dienst dcr Wissenschaft zu ihrem ^."'sbcrufe gemacht halten, ausgingen. Schrcibcr ,> '^. sclbst dcm Handwelkcrstanoe angehörend, bat "^schicdcuen industriellen Ländern unter dcr arbci. '^, ^u Klasse gelebt und dahcr vielfach Gelegenheit UllMl't. ^^ Elfahruüg zu machen, daß dcr Einfluß ^ '^ildmlg und Wissenschaft auf die malericllm Zn> Ilandc l)er Gewerbetreibende>i von unbcrechcnbar wohl-n'cNigcn Folgcu sei. Mögen dahcr hier dic Wortr eincs Gcwcrt'ctrcidcndcn, also von cinem aus dcr ^cittc des eignen Lagers diejenige zu wünschende ^currzignng finden, ric iinmcr noch an vielen Oncu unscrcs Vaterlandes Noth thut. Me wir aus dcr Geschichte wissen, stellten unsere Vorfahren bei dcm Geirerbstandc Bildung und Wissen« schaft iu den Hintergrund. Dahcr ist cs Aufgabe dcr jetMcn Handwerker. Bildung und nützliche Keimluissc in dcu Gew^rbstand hineinzutragen. Soll aber dieß gcschchcn. so müssen wir die Bahn unserer Vorfahren verlassen uüd darauf trachten, dic uns gestellte Auf. gäbe iu einer solchen Wcise zu lösen, daß wir mit Befriedigung auf die Früchte unserer Saat sehen können. Obwohl min auch in unserem Vaterlandc die Ueberzeugung erwacht if,. daß Bildung und Wissen .-nich dcu niedersten Schichten des Voltes zugeführt werden müsse, so gibt es dennoch schr viclc M.nschcn im? namentlich im Gcwerbestaudc. welche mit dem neuen Gang dcr Dmgc uicht einvcrstaüden sind, welche da sagen: Da scht! seitdem man angefangen hu, Aufklärung, wie sie sich ausdrücken, dic Wissenschaft in die Gewerbe zn bringen, scildrm verarmt dcr Hand« wcrksmann. Scht! sagten sie. der frühere Schuß der Gcwerbe ist binweggefallrn. wer hat ihn verdrängt? Diejenigen Gllchrttu. die dcn Handwerker ans seiner gewohnten Bahn hcransbnngen woUtru. und so ist dcnn von Jahr zu Jahr. bchanpleu ssc. der Hand^ wcrker mehr oder wcnigpr bcrabgrslinlsn zur Unsclbst' staudlgkcil uud zur Armuth. Audcre sagen wieder: Seht s-imll'il »nscrc Welt jf^z <,„, »je allrn guten Zeiten, die alte Zucht verschwinden immer medr; das Vo!?, und insbesondere die Arbeiter, fntanci, zusehends, verwildern und entsagen überall dcn Grhorsam; die Gesittung ist bei Wcilcn, nicht mehr in dem M^e uoihandcn. wie chcd.m. und wem vcroankcu wir diese traurige Umgestaltung? wem anders als wieder jener Aufklärung, mit der man nun einmal die Welt be» glücken will. Es dürfte wohl nicht unangemessen sein, dtc Frage etwas näher ins Auge zn fassen. ob diese 'Zchanptungen wahr sind. ob dcr Einfluß ber Bildung nnd ocs Wisftlls auf die materiellen Zustände des Volkes uud desscu geistige Erhebung cin uachlheiliger oder ciu wohlthätiger ist. Vergleichen wir zunächst uuscrc Zustände, mit denen dcr früheren Zcil, so ist nicht zu läugnen. cs findet ein sehr großer Unterschied Statt, uud dicscr Vcrgleich fällt uicht allenthalben zu Gunsten unserer Zcit nus. Früher hattc der Hand» wcrkcr in den Städten eine einflußreiche Stellung, oft eine schr bedeutende erlangt, er «iclan^te nicht selten ;u Macht und Ansehen. Im Gleichgewicht mit diesrr durch seine Innlmgeu uud Zünfte errungenen äußern Macht und slines äußern Ansebcns wuchs sem Wohl» stand; eine Menge blühender Orte geben davon Zcug. niß. Indem sich die Handwerker in Gilden und In° mil'gcn vereinten, erlangten sie vollkommenen Schutz gegeu jeden Eingriff iu ihre Gnuerbsrrcht?. Mit die« sem allgemeinen Wohlstande uud mit dieser Sicher« heit mnßtc sich auch dem Einzelnen tin gewisser Grad von Wohlhabsnhrit beigesellen. und das ganze Lewn des Hauowcrkcrs fthcn wir ill frührrcr Zeit mit s<-nrr gewissen Behaglichkeit, mit einer gewissen Sick'"-heit seiner Elistcnz umgeben. Aljersii^s. l>kl '^ ^ gnuz anders. Die alle» schützends» Zolml», w's ss^'l sie vor unseren Aua/n nieds^i,.fcn. "s H"""'^ ' ist überall von de,?. Einst.^^r .'.' c^ ^^^^^^^ Macht bedroht. Sch^ w'r « c ^ ^ an. Scll,N ,u rer Zclt, ", ««HO lastnngsschnld bezüglichen Tabellen ziff^lnä^'g darge» stellt, wie denn die Macht dcr Ziff.-r anschaulich m^cht. wie viel Bedeutendes aus diesem Gebieic in Oester-lcich i» den leyten Jahre» geleistet wurde. Iedcin unbefangenen ^.'escr crgiblstch aus dieser iiiithentischen Darstellnng, daß die Grnndentlastnng nicht bloß eiü Akt von unbestreitbar vol'swirthschafilichsm Nnhe», sondern vom Geiste der vollkommenste!' Billigkeit dllrchdrnngen war und diocrgirende Ansprüche in der entsprechendsten Weise begliche,! hat. Wahrend also dae in Rede stehende Werk neben seinem hcivortre-Isnden statistischen Interesse anch ein wahrhaft ge> schichiÜchcs vertritt, zeigt es anderseits hoye, praktische Brauchbarkeit als Hand« und Nachschlagebilch für alle Diejenige!',. welche bei der Grnndcnllnstungsopc' ration irgendwie bctheiligt siild und verdient daher in den weitesten Kreisen Verbreitung zu find«'». ?.^ai!aitd. Zu dem am 2, d. gefeierten 91. Gc> dmtsfeste Sr. Erz. dcs Feldmarschalls Grafen N a° dcßky sind anch dieses Jabr die Glückwünsche Ib-rer Majestäten dcs Kaisers nnd der Kaiserin ans te» legravhischcm Wege eingetroffen. I n n s b r n ck, 7. Nov. Wir sind in der Lage ans zuverlässiger Onellc die Miilheilung zu inachen, daß die Erricht,mg der theologischen Fakultät an der hiesigen k, k. Leopold'Franzens-Universität von Sr. k. k. apost. Maicstät l'estätigct worden ist. Die Lei-tung dcs Studiums an dieser Fakultät ist dcn Prie« stern der Gesellschaft Jesu übertragen. (B. f. T.) Deutschland. Berlin, ö. Noocmbcr. Die „National^Zeüung" will die Politik des Berliner Friedens von 1860 ver> lassen wissen. Sie schreibt in einem Artikel nber die hclstcin'sche Sache am Bnndc- „Wir müssen nach ei« ner anderen Grundlage für den Frieden mit Däne» maik suche», nachdem die zurrst passend l'cfnndcnc ihre Verwerflichkeit außer Zweifel gestellt bat. Es war ein Traum, den Nest der holstein'schcn Bandes-rechte zu retten. nachdem man das Vestc desselben, die ScllMändigkcit des Landes, sein Recht auf die Verbindung mil Schleswig uud das mit diesem gemeinschaftliche Erbfolgcrecht leichtfertig zerstört hatte; mit wachenden Sinnen muß man an den Neubau gehen. Sieln mau jetzt, wie in allen Aktenstücken mit ängstlicher Schcu gemieden wird, den Namen Schleswig's anch nnr zu nennen, so könnte man zu zweifeln anfangen, ob es in Deutschland noch natio> nalcö Ehrgefühl gibt. Nicht für Holstein, sonder» für Schleswig/Holstein war Deutschland in den Krieg gezogen und das vcrschwlsterte Necht dieser beiden Lander von allcu deutsche» Regicrnngcn, den älteste» wic der neuesten, auf das feierlichste anerkannt wor> den. Man konnte dcim anch bei den Friedens»Ver-yan'dlnngcn Schleswigs nicht ganz vergessen, da cs alNu unedel gewcftn wäre, ein kleines Land, das man mit in den Kampf gezogen hatte, gcfüdllos uno bedingungslos der Rache des Fcmdcs in die Hände zu treiben. Nnr ganz. nicht stückweise können wir das Verlorene zurückholen. Hierzu bemerkt die „Köln. Ztg." : So scbr wir vou der Unvcrjährbarkeit der Rechte Schlcs wig-Hoisteins überzeugt sind, so scheint uns jetzt die Zci! noch nicht gekommen, sie geltend zu machen. W«ü wollen wir? Etwas erreichen. Denn sonst könn ten wir uns ja nach wie vor auf Pvolcstatione» bc> schränken. Nun, wenn wir Etwas erreichen wollen, so müssen wir nicht Alles fordern. So lauge wir von Schleswig-Holstein sprachen, halten wir al!e Welt w!der uns; jetzt, da wir nur von Holstein nnd ^aucnburg, von Bnndcsgebiet uno Bundcsrccht reden, neigen sich nicht bloß die Regierungen, sonrern anch dsc öffentliche Mciülmg auf unsere Seite. München, 3. November. Die seit laugen Iah« ren hier lebende k. k. österreichische Palnstoamc Elisc Gräfin von Marschall ist heute Morgens in dem sei» lenen l'oben Alter von 91 Iaoren gestorben. Ans Frankfurt uom 2. Nov. schreibt man der „Kaff, Z'g.'^ «Frankflirt in Konflikt mit der Rc> gierung der Vereinigten Staaten! — oas ist die wich-ngstc Nachricht, die ich ihnen heute mclde. Seit ei nigcr Zcic näinlich weilt hier der ans dem Jahre l848 bekannte Julius Flöbel mit seiner Familie, wie man sagt, litevarisch thätig. Iet)t hat die hiesige Polizei-Behörde, wahrscheinlich zur Vermeidung vo>', Einsprachen anderer deutscher Negierungen, Fröbcl die Erlaubniß zu längerem Anscnihaltc in derSlaot^r-weigert u»d ans den Nachweis der Erkrankung seines cinzigcn Kinde» dieselbe nur bis zu dessen erfolgter Wicdcrgenesung crthrilt, nachdem ein Polizci'Offiziant sich von der Richtigkeit der Äugabc über den Zuüand dcs Kindes hatte überzeugen müssen. Flöbel wandte sich hierauf, als amerikanischer Bürger, aü das hie< sige anlerikanische Konsulat, welches sich alsbald nnt unseicr Staats-Bchörde iu Vcrnchiuen sehte; da let)» lere auf ihrer Weigerung bcharrte. so hat Herr Kon-slil Nicckcr mit dcni förmlichen Abbruch der Geschäfts-Beziehilngcll zwischen ihui und der frci-cn Stadt Frank-fuit gciroht. " Italienische Staaten. Turin, 28. Okl. Der König uoii Neapel hat eine Fregatte vor Tunis geschickt; Aomirul Trehonart aber, der sich mit der französischen Flotte daselbst bc> fand, lirß dem Kapitän sagen: seine Gcgeliwart sei überflüssig, da er alles Nöthige selbst vorkehren werde. So kam es denn auch, daß in der von dem Bey verkündigten Konstitution ein Artikel Aufnahme saud. der den Hands! mii Waffen, uno namentlich jeoc Nie» dcrlagc von Fcuergcwehren. verbietet. Frankreich. Paris. 5i. November. Vaut den neuesten Nachrichten über das französische Geschwader in de:i chine» fischen Meeren denkt man nicht daran, in diesem Ilihrc noch etwas gegen die Chinese» zu unterueh' men; die Franzosen wollen mit ihren Operationen bis zum nächsten Inhrc warten, wo dann die Eng' lander im Stande sein werden, kräftig mitzuwirken. — Aus der Rede, wclchc der Unterrichts > Mlnisler Äonlaud gestern bei Einführung der neuen Veanüen der höchsten Normalschnlc hielt, erhellt, daß das Kai' serthnm die Ingcnd wieder strenger zu ernsteren, gründ-lichen» Studien anhalten will; in dicserVeziehung ist bei den Franzosen im Allgemcmcn allerdings noch viel nachzuholen. Paris, ". Nov. Man sagt, daß der Kaiser sehr aufgebracht gegeu die Pforte sei. Diese habe sich sehr undankbar a/geu Frankreich benommen, dasselbe durch Schmeicheleien l'bzufertigm gesucht, ader den Interessen unv Wünschen Frankreichs h^bc man bei keiner Gelegenheit Rechnung getragen. — Herr vou Rothschild hat in den lcytcn Tagen bedeutende Summen aus dcr hiesigen Vank herausgezogen. Er schickt dieselben nach Amerika, um dort oie Wechsel aufkaufen zu lassen, ans denen seine Unterschrift steht. Er löst dieselben auf diese Weise mit einem Gewinn von 36pEt. ein. Paris, 6, November. Kapitän Doineau ist wirklich voin Kaiser !,u lebenslänglichem Gefängniß begnadigt worden; eben so kommt SiU!dc Hidi-Hamed, der zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verultheilt war, je^t mit 20 Jahren Gefängniß da> von; die zu 20 Iahreu Zwangsarbeit uerltrthcilten iüüf Araber komnien mit 10 Jahren, die zu K Iah' ren vcrnrtlicilten fünf Araber mit 3 Jahren Gefängniß davon. — Am U». November wird in Paris ein nener Klnbb eröffnet, der für die Industrie vou Ve> oentung z>, werden verspricht. Zu diesen« Klubb haben sich sämmtliche wissenschaftliche Redakteure der Pariser Vlättcr ucrciuigt. welche alle Montage Versammlung haben uud eine Sitzung halten werden, wo jeder Erfinder und Verbesscrer im Reiche der Industrie u. s. w. zugelassen werden kann, nm seine Sache uorzu-trageil und dadnrch o,e Aufnurksamkelt und daS Ur-thcil dcr Presse zu gewinnen. Man hofft, daß es ili Folge dieser Neuerung in Znknnft kein verkann, tes wirkliches Genie inchr in Frankreich geben soll. — Frankreich nnd England haben onrch ihre Rcpräsen« tauten in Washing!on bei General Cass, dem Mini» ster der auswärtigen Angelegenheiten, geinciusam gegen jede Rüsuing protestirt. die Waller anfs Neue, gegen Nicaragua vom Gebiete dcr Union aus zu bc> l.eibcu scheint. — Dcr Pariser „Presse" steht ein harter Ver< Inst bcoo-r. Herr Ncffzcr, ihr bisheriger Ehef°Redak> teur, hat näinlich seine Entlassung eingereicht und wird am 15i. d. austrctcu, Geiuissc hobc Einflüsse, die sich in der Presse ausschließlich geltend macheu wollten, haben Herrn Neffzer, der denselben gegen« über seine Unabhängigkeit behaupten wollte, zu oic« sein Schritte veranlaßt. Gin Rcdaktions-Oomit«'. in welchem sich Eharles Edmond, Darimond nuo An> oerc befinden, wird Herrn Ncffzer erseNen. Die „Presse" wird keinen neuen Ehef-Nedattcur' erhalten. Das größere Publikum bedauert allgemein Ncffzer's Rücktritt und die „Presse" wird jedenfalls bedeutend an Ansehen und Popularität verlieren. Belgien. Brüssel, i). November. Herr Nogicr ist heute vom Könige empfangen und beauftragt wo.'den, ein Kabiucl zu bildeu. Der liberale Staatsmann, so wird initgcihcilt, hat diese Mission nnter der Ve' dingnng angenomnicn. sofort zur Auflösung der Kammer schreiten zu dürfen. Wie es scheint, hat Se. Majestät dem gebieterischen Dringen der Situation und der Unmöglichkeit, ein anoerwcites Ministerium, das mit der gegenwärtigen ^andesuenrcmng regieren löuntr, zl> Stande zu bringen, sich gefügt, lind ist demnach nnmuehr ein entschieden licbcralcs Ministerium, in das utöglicher Weise selbst Herr Fr^re cintretcu wird, für dic nächsten Tage zu erwarten. Die bisherigen Minister sind bereits mit Ausziehen ans ihren Amtswohnungen (in der Nne dc la Loi) beschäftigt. Spanien. Madrid, 1. Nov. Die Aussichten des Mini» sleriums Armero-'Mon scheinen dnrch dic Verbindung des leßtcrcn mit dcr Königin Eliristine nicht gewon» »cn zn haben. Der erste Schritt des nenen Ministe« riums ist die Verlheilnng dcs Berichts der Unlersii' chnng, welche von den Eorles über dic Königin-Mut» ter ucr!'äügt wurde. Moil besuchte oies.Ibc zu Mal» maison auf seiner Reise von Rom nach Madrio, was oein Minister gerade keine Sympathien eingebracht haben dürfte, sofern bekannt ist, daß dieselbe wie ihr den wir eine ganze Rcibe. die von sclbllständigcn Meistern herabgcsnnken sind zn abhängigen Arbeitern, und wohl kann man mit Recht sagen, dic Armuth hat tief eingegriffen ins Volkeleben; viele, sehr viele Arbeiter finden wir, deren Fleiß unbelohnt bleibt, und die Klags» Dcrcr. die da sagen: die neue Zeit und der nene Gang der Dinge hätten kein Heil gebracht, sind nicht ganz unbegründet. Indessen sehen wir u»s die Sache etwas näher an. und fragen uns zunächst: ist es wahr. daß in jener vielgepriesenen Zeit Alles so sehr wohlhabend gewesen ist? Wir werden uns anlworteu müssen: Nein, es gab damals auch sehr viele Arme, und dcr Arme in jener Zeit stand schul), loser da. als er jet)t ist. Wahr ist es, mancher Fleiß blcidt in unserer Gegenwart unbewhüt; ich frage aber: war in cer früheren Zeic dcr Zustand des ar< men Arbeiters ein anderer? Ja. eine großc Anzahl bevorrechteter MciNcr lebte im Wohlstand und im Behagen, eine weit größere Anzahl abcr war von diesem freundlichen Zusla»de cnisgeschlosse». Dieses Ans» schlicßnngssystcm fiel im ^mife dcr Zeit. und hat uoth-wcndigcr Weise einem freieren Verkehr, einem freieren Gebiet, der Albeit Platz machen müssen. Wahr ist es allerdings, ein Theil nach dem anderen wird von dem Arbeitsgebiete des Handwerkers, von dessen jim-gercn Tochter, der Fabriksinrustrie, binwcggcnommc» lind mMwilAg überspringt diese, im jngcndliche» Ueber-muthe jrdc Schranke der Zeit, fast lächelnd uimnu sie bald dem eilicn. bald dem anderen Handwerker einen Theil seines Brotcs, ftmcs Rechtes, und wir täuschen uus gewiL nicht, daß im naturgemäßen Gang dcr Dinge in nicht ferner Zukunft, die Rechte der Hanowerkcr vernichtet sein werocn. Sie müssen noch. wendig untergehen, weil nach dc.n nnabändcrlichln Geseyc der Natnr, das AlleriUc zu Grabe geht, uno auf den Ruinen ocs Nicdcrgebrochen.il ncne Blüthen uud neues Leben entstehen müssen; dennoch nngeach« let cieser nichi sehr crfrcnlichrn Aussichten, stehen wir voll Erstaunen und voll Bewunderung an den neuen Erschcmnugeu unserer Zeit; wir köunen oeu ungchru' ren Leistnugcn dcs Geisles. welche auf dem Gebiete ocr Industrie sich zeigen, unsere Anerkennung nicht versagen, uud wenn wir auch sehen. daL dic Fabriken nnd ihre Maschinen uns hie nud da Theile unseres Arbeitsgebietes uehmen, wir dürfen dennoch nut Zu< verficht uni> Hoffnung in oic Zukunft sehen; denn mit dem cincn Snine. den die große Industrie aus dem Arbciisgcbänoe der Handwerker herausnimmt, öffnet sie mehrere neu? Quellen uno Balincn dcs Erwerbes und Belohnung des Fleißes. Mögen also eie Handwerker immerhin muthig in die Zukunft schauen u»5 rührig auf dem Wege fortarbcilen, auf dem sie eben stehen; sie wcrcen anch bei dem neuen Um> schwnng nnjcrcr Zeit nicht zu Grunde gchcn köunen, weil Fleiß und Intelligenz überall und zu allen Zci' ten ihren Lohn und Getting finden. Anch der Vorwurf, daß Bildung nno Wissenschaft de» Menschen entsittliche, kann unmöglich gelle». Isl es anch wahr, daß nicht seltcn Beispiele von große» Vcrirrnugcn vorkommen, so sind ricß ja eben Venr» rungen, und Niemand wird behaupten können, daß cine Sache an sich nicht gut ist. weil Mißbrauch da-oon gemacht werden kann. Wahr ist es. die Vorzeit sagt uns mehr von Gesittung und Zucht, als wir in unseren Zeiten angeblich finde». Wahr isl cs, „ach cincr gewissen Form lebten unsere Vorfahren mehr,n Zncht n»o Ordiinng als wir, abcr welchen Wertt/kön' »en wir auf Handlungen lcgcn, wenn der Mensch mil diesen Handlungen nicht die Ueberzeugung verbinden kann? wrnn cr sich dessen, was er thut. nicht bewußt ist? Nur dcr gebildete Mensch, nnr. wenn ihm der Einblick in Gottes weite, großc Natur vergönnt ist. — nur dann wiro dcr Mensch erwägen und sich über» zeugen können, ol) eine Handlung gnt oi'er nicht gnt nnd also wahrhaft gesittet sei., Glanbt vielleicht wirklich noch Jemand, daß das frühere System, nach welchem das Volk möglichst in Unwissendeit nnd im Dnnkcl gehalten werden sollte, gut ist? Glaubt wirklich noch Jemand, daß dieß dcr Ansgabe des Menschen angemessen nnd richtig ist? Ich möchte dieß sehr bezweifeln. Eö ist des Menschen jedenfalls unwürdig. il)>" die heiligste Gabe Gottes, die Ausbildung seines G"-stcs. zn'uersngcn. A»derntheils aber ist der MlNscl) nur dann wirklich gesittet, wenn er es aus Uebcrleg»ng liuo nni des Guten willeu ist. lind nicht bloß nacl, einer gewissen Vorschrift nnd Form handllt, und ans Fm'H.l das Bösc unterläßt. Dann abcr anch ist unsere Zeit uei Weiiem nicht so entsittlicht als bchanutct wird. Gab cs etwa in jener gepriesenen Zeit keine Verbre« chen? Gerade die schaudererregendsten und empörendsten Verbrechen fallen iu je»e Zeit nnd jenc Lander — tiefer ist wohl nie der Mensch gesunken, als wir ihn dort finden. Dcr Mensch, indem er sich dcr Bildung zngc« wendet, wird und muß, naturgemäß dcr Gesittung, ««>H« Gemal, der Herzog aon Nian;ares, sehnlichst „ach Madrio znrückznkchrcii wünschen. Die V'calvaristen nutev O'Donueüs Fübrnng stnd eben so eikärte Fi'indc dcs unicn Mi,usteriums. wie dic Anbänqer uon N^r-vaez. von den Polaco's zu schweige,,. D.'s Äinist,-' rinn: kann uorauüsichtlich so wenig auf die Majonial in den Cortes rechnen, daß die 'Annahme, das Mini' sterinm werde sofort nach dein Zusammentritt der cms den 30. Dezember einberufenen Cortes znr Auf-löslina derselben schreiten, allgemein gcglaul't wird. (A. Allg. Ztg.) Nußland. Petersburg. 27. Okcobcr. Seit dem Unter qangc dcs Linienschiffes „Lefort" ist zwar eine strenge Untersuchung i>n Gange, allein die Mängel de»- russischen Marine werden dadurch keineswegs beseitigt. Die Uuerfabreuhcit der Offiziere, welche zwar sehr artige und gebildete Leute für den Salon, aber nichts weniger als geborene Seemänner sind, wie deren an» dere Seen,ächte aüfznwristn habe,:, bestätigt sich anf die tranrigslc Weise, sobald eines der Kriegs» schisse über die gewöhnlich befahrenen Gewässer hinaus in irgend einen der Oceane kommandirt wird. St. Petersburg. 29. Okt, Die Erlaubniß znr Abtragung der Nigaer Festungswerke ist jetzt defi> nitiv ertheilt worden. Türkei. Alt'Orsova. 3. November. Mit dem gestri gen Eiloampfer ist Fürst Stiebey sammt Familie au? der Walachei bier angekommen, derselbe begibt sich dem Vernehmen nach, nach Wien nnd Paris. Der Umstand, daß Se. Durchlaucht eben jetzt, wo die Di> van's n<1 Imo tagen, das von ihm srüher regierte Fürstenthum verläßt. läLt sehr leicht den Schlnß fassen, daß diese ihre Befugnisse, die Wünsche des Landes zn sammeln, nm sie den Grokmächtcn vorzulegen, weil überschrciieu; und >'" der That. das. was wir von diesen hier uernchmcn, zeigt deutlich, daß man in Bukarest konstituirendo Versammlung häli und dabei weiter als bis zu den Grenzen des Fürstenlhums blick!. Gestern ist hier ein sehr gefährliches Individuum, als cs soeben aus cem Dampfer stieg, arretirt wor-den. Es ist jeuer Mcnsch. der dcs an ccm Borsten^ vishhändlrr Mavkowitsch in Raab verübten Mordes, wooou unseren ^esnn bereits mitgetheilt wurde, sehr stark verdächtig ist. Dem Vernehmen nach sollen bei demsrlbe» 10.000 fl. gefundru worden sein. auch soll derselbe heute Nacht im Gefängnisse einen Selbstmord Versuch, der jedoch vereitelt wurde, gemacht haben. ^ In Skutari starb kürzlich ein griechischer Prowpope. Bis nun war es nicht gestattet, bei Lei-chenbegän^nisskn öffentliche Zcrr!,io>,ic>! «idziihallrii. sowie überhaupt Dic Alisüdling eiiir^ frc-nlOlü Kulliio untersagt war. Der rnssische' Konsul drstand je^ch darauf und deßhalb wurde der Leichnam des Ver. storbcnen prozessionsweise und zeremoniell bestattet und der Konsul selbst wohnte der Bestattung m Gala bei Die Zeremonie ward zwar in nichts behindert, aber die Türken zogen sich in ihre Häuser zurück, nm aus ihrem Gebiete eine so große Freiheit nicht zu sehen, und unterdrückten in ihrem Imieru den Grimm hierüber. Derart sah Skulari nach erei und einem halben Jahrhunderte dnrch scinc Straßen das Zeichei, der Erlösung »ragen und hörte die Gesänge der Priester! Ameriktt. Dem „Courrier d>> Paris" wi>d ,n>s der Ha> vannah. 9. Ottob>r g schrieben: «WälncnD rcs letz tc» Mon>us wurden sicben Ncgerladunglii auf der Iusc! aliögeschifft; di^- Sklavenhändler waren Eng-läneer, Amerikaner ilno Brasilianer. Mail stöne sie wenig bei der Landung ihrer kostbaren Ware. deren Wcrih mehr als zwei Millionen Dollars beträgt, obgleich ursprünglich kaum ocr achte Theil dieser Snmme oafür bezahlt wuroe. Mehrere Neger wurden nicht sehr weit uom Landhausc des General-Gouverneurs an's Land gesetzt. Küizlich jedoch lapcrie cm spanischer Schooner ein Sclavcuschiff hri Cardenas; cS haue „l'ch 3l>0 Afrikaner an Bord und 400 waren schon gelandet. Der Kapitän war höchst wahrscheinlich noch ein Neuling in dieser Art von Geschäft, oeuu der Sclaocnhandel gehf hier noch im großartigen Maß stabe vor sich, »nd nur die Dummköpfe werden ab gefaßt. Vorgestern signalisitte »nan ein im Mecrc trabendes Schiff; nmu brachte eö au's Ufer. und fand darin eine halbtodtc Negerin. Es scheint, daß diescü Fahrzclig in der vorhergehenden Nacht U>0 Neger gelandet hatte, und daß die Mannschaft in der Eile vergaß, das Schiff am Ufer zu befestigen, die Wellen trieben es dann fort. Vom 2N. bis 30. Sept, wurden auch vier Ladungen Knlieö ausgeschifft, in, Ganzen 1674 Köpfe; 32^ waren unterwegs gestorben. Ostindien. Eine englische Dame, die Witwe eines Majow im Dienste der ostindischeu Kompagnie, kam vor einigen Tagen ill Paris an. Die unglückliche Frau wohnte den ersten Akten des furchtbaren Schauspiels bei, welches in diesem Augenblicke von de» Hinge-Dorucu und den englischen Tiuppen in Indien ans geführt wird, ulld die Schilderung, die sie von den Scenen macht, welchen sie leider beiwohnen mußie, weichen ciwas von den Berichten der englischen Blätter ab. Sie war beim Auöbruche der Ea'pöruuq zu Delhi. «Nichts", sagt sie. «ließ diese fürchlcr. üchc Schtlderhl'bung voraussehen; noch Abends vor hcr waren cl>g!i>che uuo eingeborene Offiziere auf einem Valic lieim Gouverneur der Stadt vereinigt." Aber sie fügt dmzu. daß dic Wuth der Sepoys um gcgen die Männer gerichtet war und daß bei diescm ersten Anfstaude Frauen und Kinder verschont blieben. Nachdem sie ihren Schwiegersohn und ihrcu Mcmn niedermetzeln gesehen, wurde sie mit ihr.r Tochter unr ihrem zweijährigen Söhnchen in ein Boot gebracht, wo sich noch etliche 30 Frauen und Kinder befanden, welche nach Cawnporc wollten. Diese unglückliche Karawane langle dort am Vorabende des TagrS au, wo General Whelcr »lit Nrii.i Snhch unterhandeln „lüßir. Die englische Damc erzählt d^s Por^efal^ene in fola.enrcr Neisc: «Als die cnglischcn Tnippci, mil Fraucu uud Kindern, von einer ganzen Vcoölknu,!^ gefolgt, aus Cawnpore abzogen, fielen plötzlich F tcuschüssc. Wer hatte geschossen? Mau weiß es nicht. Alsbald wurdcn die Sepoys unruhig uud machten Mieur, sich auf dir Engländer zu stürzen; aber Ncna Sahib riltc ycidei nud stellte nach langem Vcmüheu und Zureden die Ordnung wieder ber. In diesen! Augenblicke fing eine maskirlc Vattcrie an, Kartätschen unter die englischen Soldaten, Frauen und Kinder zu feuern, die nach allen Seiten ans einander flohen. Die Scpoys, welche Ncna Sahlb bis ct)t mit Mühe zurückgehalten hatte, stürzte,, nun mit gefäUicm V^yonnete vor uuo begannen die F!ückt< lingc zu verfolgen, trotz den Aefeblen. Rufen und O?l)er?en des Radschah's, der vergebens versuchte, der M,h lei Einhalt zu thun. D^s Ucbrige ist de. kannt. Männer, wie wilde Tbkre gebest, Frauen von den Hufen der Pferde zertmen, geschändete Mädchen, in Stücke gel)au<-ne Kinder ivarcn die Haupt» Momente dieser furchtbarsten aller Graue!, ivelche i'e die Sonne beschien " Die „liglücklichc Da> mc sah ihre Tochter voc ihren Augen geschändet nnd Dann ermordet; ibr Kind wurde ihr aus den Armen gerissen nud sein Kopf an einer Mauer ze.,'chm.stlert; sie fclbst wurde geschmäht, mißhandelt und entging den! Tode nur dadurch. daß sie sich zwci Tage und zsvei Nächte versteckt hielt. Von einem Sepoy cut« deckt, wurde sie vor Nena Sahlb grfüdrt, der ihr emc Varkc gab. womit sie nach dem Fort Agra rm> kam. Von da alls ging sie nach Calcutta, wo sie nebst vielen anderen Franen nnd Kindern nach Eu< ropa gebracht wurde. — Wenn man den Aussagen dieser Dame glaubt, so wäll- Nepa Sahib ktineswegö zenes Ungeheuer, als welches er von den «ngiischen Journalen geschildert wird. Er habe — versichert sie — oi'c Kapilulalion Eawnpore's unterzeichnet und aufrichtig zn achten gemeint; rr habe sich dem Ver» rathe der Sepoys gegen die englische Garnison uud eine verlheidigungslosc Vevölfernng nach Kräften wi< ^crsent, aber die rachedursti^en Soldaten hatten ibn nicht gehört; er habe das Gesch ck fast aUer Barbaren-Chefs getheilt, seine Vefeble seien verhöhnt worden nnd er selbst sei jeßt der Sklave seiner eigenen Truppen. Telegraphische Depeschen. Mailand. 7. Nov. Die abermaligen Dis' konloerhobungcn iu Londou. sowie die schlechten Nach-lichten von NrwGork und von nllcn Verbranchsplä» Yen haben auf den, Seidenmarkte mierer ^el'lc'sigkeit heruorgernseu. Malta. 3l. Okt. Die türkische Dampffregalle «Seizi Vahri" unter Oberst Mnred Bey, dem neuen Truppenkommanoanten für Tripolis, ist anf der Durch, reise hier angekommen. Cagliari, 31. Okt. Vorgestern kam hier die englische SchraubenkorvMe «Dcsparale« an. welchr. von der englischen Regierung gesandt, die in den nächsten Tagen eintreffenden Dampfer „Elba" lind „Vlazer" erwarten, und bei der i'eguug des liuterfte'' lchen Taues zwischen Eagliari, Malta und Corfu mil> wirken foll. Wareneinfuhr aus ansländischrn Häfen in Trieft Am li. November. Durch den Lloyddampfrr ^Alistralia« veschiedene Waren um, Vra.la, Galaez, San-sum, Konst.nllino. pcl. Smyrna, Salcnich. Canca. Volo Syra Pi> rans. Corfu. — Von Cal.imata: 25,800 K Fkiaen' von Valona: 477 (5H. Leinsamen, 208'/^ ^. Hnfer' von Ortona: i!0 S. Mandel,,, 9. Ztr. Nüsse; uo»! lHorsini: 308 Ztr. Ncis. .'>8 Ztr. Werg, 44 Zn-. Se. sam u. a. W. Am 6. November. Von Nimiui: 1 Z. Schwefel, <9 Z, Mandeln, l>00 K. Zwiebeln u. a. W. lTr. Ztg.) dcr Humanität entgegen geben; der Mcnsch, der ge-slllct ist. erfüllt sciuc Aufgabe als solcher, und wird der Stellung, rie ihm Gott im Leben angewiesen hat. genügen lernen, nicht aber der Unwissende. Der Uu wissende, der im Dunkel und willcnlos den Formen Nachlebt, ohne zu denken uud ftlbst beurtheilen zu können, verfehlt seine Aufgabe als Mensch. weil ihm bcr Weg zu seiner Veredlung nnd Ansbildung man> gelt. („SaleUit".) Oine kostbare Waffe. In London kam jungst eine Waffe zum Verkauf, dcrcn geschichtlicher Werth vollständig nachgewiesen lst. Es ist dieß eiu prachtvoller Säbel, der dem Fürsten der Walachei, Vlad VlII., bei Gelegen-heil der Einsetmug in scinc Würde im Iahic ^21 ""n: Sultan Soliman I. geschenkt worden war. Die Umsim,oc uud Ereignisse, welche sich an Dicsc That-'"chc knüpfcu, sind nahezu unbekannt, und verdienen 3,ugclheiit zu werden. — Das ^chcnsverhältniß dcr ^Mnfürstenlhümer zur hohen Pforte nahm im Jahre , '8 ssi,^,, U„f^^. Damals maßten sich dic SnI--, l das Necht bei. die Fürsten zu ernennen, wclchc ^"' diese Länder regieren soUtcu. Soliman dcr ^"c h^fs i,n Jahre 162l den Herrschrrstub! der ^"lachei für erledigt erklärt, unv setzte darauf cincu chivachri, und unfähigen Prinzen. Vlad VIll., den er mit der Würde eines Woiwodcn bekleidete. Kaum ^ ^^'llcn Gewalt gelai'gt. zog sich Vlad dnrch seine ""rucklingri, ulib die Vestechlichkcit seiner Verwal-^."^ den H.iß der Bevölkerung in so hohem Gmd^ zu, daß sich ein Aufstand gegen ihn erhob. Eiu Van-ncrhcrr ans der kleinen Walachei, Parvu!, inutbvoll uud uach Unabhängigkeit dürstend, berief alle Mißvergnügten nach Kraiowa. stellic sich an ihre Spitze und zog mit ihnen gegen Vlad. der besiegt und entihroni wurde. Dieß Alles geschah ii, su kurzer Zcit, daß mini in Konstailiinopcl dauon erst Kunde crhttlt. nach' ocm Alles vorüber war. — Die Aufständischen. Hcr> rcn dcs Landcs. übertrugen Parvlll die obr:stc Ge' walt. Soliman i. stand damals auf dem Gipfel dcr Macht und des Ruhmes, uno es war höchst wahr« scheinlich, oaß er diesen Vorfall nicht ungestraft werde hingehen lassen. Die Nalachen sahen sich unvcrmö' gend. ,clnen furchtbaren Heeresmassen zu wioerstrhcn. AIs er vernahm, was an der Donau vorgegangen, ^klärte er jedoch — wirer alles Vcrhoffen — daß daS Volk sich frei ausgesprochen, daß der Mann. den es gewählt, wegen semer großeu Vorzug? scinc Achlung verdie»r, uuo daß er die W.ihl. der Nation genrhmi-gen wolle. Diese Nachricht verursachte die lcbhafiestt Frelide uulcr den Anhängerl, c»rs nrucil Woiwodeu, nm so mehr. als demnächst li>, allßerorrentlichcr Ab» gesandter des Sultans erscheinen sollte, um Parvul förmlich und fcicrlich in scinc Würde einzusetzen. Vla? selber glaubte sich nnn gänzlich uerlorcu, und zog sich mit seiner Familie nach Ungar» zurück, um die El-cignisse abzuwarten. Die Wahl dcs großhcrrlichcn Abgeordnete» ficl anf Mustapha Pascha, einen Mann von entschiedenem Cbarakter. und seinem Gebieter unbedingt ergeben. Im Frübjabr ^22 kam er mit einem Gefolge von 300 prachtvoll gekllimen und bewaffneten Reitern nach dcr Walachei; von der Grenze des Landes bis nach Krajowa glich seine Reise einem unnnwl'loche. nen Triumphzugs. Parvnl selbst kam ihm bis zu dcn Thorcu der Stadt au der Spitze seiues Hofstaates entgegen. — Das Einseßungs'Zeremoniell wurde mit größter Solgfalt geregelt, uno angeordnet, daß die FeierÜchkeit in dcr Domkirchc in Gegenwart der Bojaren, der Geistlichkeit und der angesehensten Vo< jaren, der Geistlichkeit uud dcr angesehensten Vewoh« ncr des Landes vor sich gehen solle. Am bestimmten Tage hatte sich Alles, was durch Rang und Stel» lung l>ur immer ausgezeichnet war. in der Mctropo-litankirchc versammelt; Paroul, von seiner Familie umgeben, schrill auf den erHöhlen Plaß zu nnd beugte die Knie. um vom Gesandten Solimans dcn Elnsshungs'Turban zu cmp/aügen; da — im selben Augenblicke — ergreift Mustapha mit der Ncchtcn die an seinem Gürtel hängende Streitaxt uud spaltet mit einem gewaltigen Streiche Parvul das Haupt nntcr dem Ausrufe: „Mögen alle Verräthcr mU) Nc< bellen so zu Grunde geym!" Die Ncitcr. welche Mustapha umgaben, stürzten sich auf die waffenlosen Bojaren und eilten hierauf imanfgehalte» der Grenze zu; der Sultan aber berief nach Parvnl's Tobe Radn ^ll. zur höchsten Gewalt in deu Don.,nläl,der,l. -^ Dcr von Soliman dem Vlad verliehene Säl^i wurdc mehrere Jahrhunderte lang in Ungarn smweivnhst. Im Jahre 1348, durch einen gewissen Dc.ggso" ""' gekauft. kan, er uach England, ,m' rr ,nn, fut- ^ Preis vou 11.000 Fe.n,ks in di. Hä"" "'^ " ' ,^)en Fürsten übcrA^ ocr b^e^ ^,'^^' ^alt.ge Sammluna kossbarcr Wasf"' "cscr Alt !c,iht. Druck und Verlag von I„nnz v. Klclnmanr '. b c richt ails dem Abendbwttc der österr. km,. Wiener Zeitung. Wien 9. November, Mittags 1 Uhr. Dic Äörst füv das Effektengeschäft günstig gestimmt. Die Kürst sowohl der Staats- als Industrie-Papicrc fest. Devisen höher in: Preist gehaltcn. National - Anlegn <» 5 "/» 82 «/., -82 '/. Anlchen V. I. 1»5> 8. 8. z„ 5"/« >>2 -9.^ Lcml'. Vmet. Anlebei, zu 5"/° 95—95'/, Swatsschllldvsi-schreibimgtn zu 5 °/, ß0'/,« N<» '/^ detto ' ., ^'/,"/« 70-7«''/, detto „ ^°/„ «>3 7,-63'/. detto „3"/» 50 50'/. dctto „ 2'/."'« ^0V,-40'/. dltto „ 1°/, >"-l6'/, Gloggnih.r Oblig. in. Nückj,. „ 5'/« ^«------ Oedeuburqer dettc? dettu „ 5"/« l>5----- Pefthcr ' detto dclto „ ^V.» ^----- Mailänder detto detto „ ^"/, »^------ Gnmd.'nll.-Ol'lig. N. Ocst. „ 5'/. ?9-K9'/. dctto Ungarn „5°/« 7«'/,—79 V, dctto Galizie» ,, 5 °/, 78'/.—79 dltto der ül'ftgell Krciil. z» 5 "/» ^6 -d7 Vaiik,.' - Ol'ligatirnc'i ,u 2 '/. "/« «'.2 -<>3 Lotterie- Aüleh^, v. I. '«!N .^9-32N dltio „ 1839 lZ«'/,-<.^ dctto „ 1651 z„ 5°/o ll»7', 1«?V. Como N.!tt>che>!,e i, "/, 80—8! Nordl'al»!- Prior.- 52l>i^, zu .'> "/^, ?,5-85 '/. Mo^nih.r dctto „5°/° 80 «1 Douai, Da,i,pssch.-Ol'!i.,. „ 5"/« 86 -8« '/, Lloyd detto (,» Sübcv) ., 5» Vo 88-89 3"/, Priorität« Ol'Iig. d.r Slaatc'-Eistnl'ahn- ("estllschaft zi, 275 Frans«) pr. Stiick l07 »!!i»d»er< Eistiil'alü! 2Il'/,—232 „ ^orbbahu 17t 7.-^7l V, „ „ Etaatsl!st»l',-Gcstllschasl z„ 500 Fraitts 275 ^275 7. „ ., Kaistvi»-isabeth-Val)n zu 2!^al!!m!q !«0 !<)<» 7,, « Sud-Ncrddeütsche Vclbi«d»„^sb, ,00—l<>0 7,, „ „ Thnß^Bahn ' '00—UNIV., „ „ ^oüib.'Vcnet. Eisc»b<,h,i 23^-231'/, „ ., Kaistr Franz Irstf Ori^nlbahu IK3 '/.—^^^ „ „ Tri/__^,l'/ St. Nenois ^ 38 '^ 3,^ ^ ^!ffu , 38'/. 38'/. '5laru .^ 38 '/."^39 Telegraphischer Kurs Bericht der Staatepapicre voin 10. Noucmber 1867. Staalsichuidverschrell uü^en . ,u 5p/«« d,tto aus dec National-Anleihe ,u 5 ,. iu H'.l>i. 81 lZ/1f) Darlshen >uit Vrc!os,mg v. I. !!-^>, siir ,N0 fi- «371/2 Griindentla'ttl!!^S-^l'lic>atii?!'.c!'. uou Ungarn, Kroatien, Slavonien u:,d '.'om Temcstr Aaxat z» 5 7, ...........73 3/8 G:uiircutlastuugs-OrligatiousN voll Golizicii u»o Sicbcnbülgen .^ "/« . . . . . 78 >5/1ttff. in EM. Vank-Pfandbriefe, 12n,on. pr. 1l)0 fl. zu 5°/„ 99 1/5 fl. i„ CM. Ba,ik-Va„fdli.s>, 6 Iahrc fnr IN» fl. zu 5" « 89 ,/^ fl. in CM. Aanl^Pfandbrisst, a„f ll! Iahrc f»r 100 fl. 87 3/4 st' in (M. Es^onipte-^lltieü von Hiedcr-Olstcrreich für 500 ft.........567 l/2 fl. in CM. Aktien der öftcrr. Kvcdit - Anstalt für Handel und Gewerbe z:i 200 fl. pr. St. 195 t/2 st. in CM Aktien der k f.priv. osterr.Staatstistulahn- gestüschaft zu 200 fl., uoll eingezahlt 2?3 1/4 fl. in CM. mit Ratenzahlung......— fl. in (5M. Aktien der Kaistr Fcrdi,,ands-?lordbahn getrennt m i,»00 st. liM. ... «70l 1/4 fl. in CM. Aktien der sild-üorddcutschcu-Vcrl'indungSbah» zil '^00 st.........' . 200 fl. in (5M. Aktien der österr. Dolicill-Dampfschifffahrt zu .'i00 ss. C^........528 st. in CM. Wechscl-Klirs uom 16. Noucmder 18i>7. Auq.^l'i.rg. sin- ,<><> fl. (5lin.. Guld. . 107 5,8 Ilso. FrantfuN a. Vi,, fi,!^ 12l> st. sndd. Ver- clnswähv. i„! 24 ,/2 fl, Zuß. Gült, . 10« l/4 3 Monat. Haml'nrg. ff",- ><>», Mark Äauko, (Äuld. 76 5/8 2 Monat ^worno, ,uc 300 ToScauische Lire. Guld. »04 Vr , Pfund Slerling, Guld. . l<>,2l 3 ^.'onat Mailand. s>,r 30«, östnr,^i». G>.!o. . ,05 Äs. 2 Monat Mar,nll.-. n,r 30 > Frcn.c. Gnlo. . . 12X >/2 Vf ^i Mo„at' Par.s sur 300 Franc. Gnld. . . . l24 !/2 2 Monat. Bukarest, sur 1 Guld.. Para . . . 2.i5 3, T S,cl,t >il. f. vollw. Mimi-Dukaten, Agio . 1,>i/g dto. Rand- dtl,. ., .....93/4 97/s Gl'ld iil m«rcc> „ ..... — Narolconöd'.r .......^'» »'" Friedrichso'or ....... 8,4o 8^' Ongl. Sovereign ....... « .s./> 8 "l Nuisische Impcriale ,...... 8.3^/^ 8^' Silber-Agio ..... 7 1/8 7 .V8 Thaler Preußisch-Curraut .... 1.337, 1.33 7, Eisenda h n - Fa h r o rd n n n g von Wien nach Tricfl. Abfahrt Ankunft Gilzug Nr.2: ^ ^,w. "^^ von Wien......Früh 6 ! >a ,, Graz......Mittaq >2 ^ 20 ^ ,, Laidach.....Abend« 6 — ^ in Tricss......., — ! — 10 Z5 Personenzug 3dr. 4: ! von Wien...... Früh ?! ^3 ! ., Graz...... Nachm. 4 l " .. Laidach..... Nachts «2 ! '<> ^ >n Trie st...... Früh — ! "^ v — Pevsonenzug Nr. «: von Wien...... Abends 8 ^c> „ W l, a z...... Aiül, 5 2" ., Laibach..... Nachm. i 5» in Tri, st...... Abinrs — — 6 59 ^ UiWi^n......Nachm. — ! __ /l ! ic> Personeuzug Nr. 3: vonNriest...... Fräh 5 Zc, ,, L a! b a o in Wien...... Früh — i — 5 ! »5 Personenzug Nr. 5: ! ! vonTriest. ..... Abends 6 ! >o ,, Lalbach.....3lachts 12 >> ., Graz...... ssriih 83? >,>W>sn...... Nachm. — ^ — 5^5« Ä n zeige der hier angekommeneu Fremde»! De» »0. Nooembe-r !8ö7, Hi-. Grat i/emitlg'!!», k k. Ä'ajoi', von Wien. — Hr. Lederer, k. k. Beamte, voi, Gi'az. — Hr. Knzai, V<'et>!^in Doktoi', von Senosetsch. — H'. Schwamut, Handelsmann,, von Tiiest. — Fl', Baronin Nacasdi, Got^besißerin, von Wien. 7.. 1968. (1) " Da /aw gänzlichen Uebernahme meines Geschäftes kein annehmbarer Anbot gemacht wurde, wird der Ausverkauf meiner sämmtlichen Warenvorrälhe mit dem Bemerken i*orIgesetzt, dass alle Preise noch mehr herabgesetzt werden; überdiess wird bei grösserer Abnahme auch ein passender liabat bewüliget Meldet sich für das sehr fest gebaute Haus, in der Mitte des Haupt-platzes, zu jeder Unternehmung geeignet, kein Käufer", wird zu Georgi das ganze Haus zusammen, oder in einzelnen belie-1 bigen Abtheilungen verzinset Ueber Alles i gibt mündliche oder schriftliche Auskunft; der Eigenthümer Jvte, JPauI Suppantschitsch \ am Hauptplatzo l\;\ 5. | Aas dem alten Markte Nr. 42, im ersten Stocke, wird gute Kost, wöchentlich zwei Mal mit Braten, die Portion zu 14 kr., t/iglicli zwei Mal, Miltags und Abends, heraus und an die Kostgänger gegeben. Z. l974. (l) Einladung. Von der Direktion des Blcibergbaues zu Knappousche werden die I>. ^p. Herren Gesell-schaftsmitglttder höflichst eingeladen, am N>. Dezember l. I. zu einer Generalversammlung in Laibach zu erscheinen, oder im Verhinderungsfälle einen Bevollmächtigten für sich zu wählen. Die Berathungen werden in dem Hause des Hecrn Primus H u d o v e r n i g, Handelsmannes, Nachmittags um 3 Uhr abgehalten werden. Gegenstande der Berathung werden sein: Der Vetriebsbericht des Werksuerwalters, der Rechnungsabschluß über die verflossenen 35er-waltungsjahre und alle sonstigem wichtigern Verwaltungs- und Betriebs - Angelegenheiten, Rechnungs-Ausweise, Bilanzen, Präliminarien u. s. w. Laibach am IN. November 1857. Josef Koß, Gewerlsdirekwr. Primus Hudovornig m p , Ockonom. Iasob Mayor m i>, Kassier. Z. 1973. (l) Anzeige Ein seit vielen Jahren bestehendes reales Leinen- und Schnittwaren-Geschäft, auf linem der besten Posten in dcr Stadt Klagenfurt, ist zu verpachten. Anfragen werden nur portofrei angenommen. Adresse: M. und allen in dieses Fach eiii^ schlafenden Artikeln, zu den möglichst billigen Preisen. 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