M45. Mittwoch am 25. Mmar l863 Die ^Valbacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme drr Sonn- imb Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilassm im Comptoir ganzjn'Iirig 11 fl., lMo-jilhrtg 5 st. 50 kr., mit Kreuzband im Comptoir gllNZj. 12 si., halbj. 6 fl. Fiir die Zustellung iu'S Hauö slnt' halbj. 50 fr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei gnnzj., untn Kreuzband und gedruckter Adresse 15 st., halbj. 7 fl. 50 lr. Änsertionsgcbiilir sin cme Garmond-Spalirnzrilc oder den Naum derselben, ist für Imalige Liuschal-wng 6 lr., fllr 2maligc 3 kr., fllr Zmaligc 10 kr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 kr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 st. 90 lr. für 3 Mal, 1 fl. 40 tr. fllr 2 Mal und 90 lr. filr l Mal (mit Inbegriff des InsertionSstempels). PmnNMtWu - Ankilndigllllg. Auf die „Laibacher Zeitung" nebst „Blätter aus Kram" wird ein neues Abonnement eröffnet. Der ^ranumerations-Preis be trägt: Vom Ä. Mär; bis Gnde December: Im Comptoir offen..... <> st. «^i kr. Im Comptoir unter Convert . . l<> , — ^ Für Laibach, ins Haus zugestellt uo ,. — „ Mit Post, unter Kreuzband . . «H „ .50 „ Vom H. März bis Gnde Juni: Im Comptoir abgeholt.... ^ si, ttG kr. Im Comptoir unter Eouvert . . 4 « — „ In ^aibach, ms Haus zugestellt. 4 ., — „ Mit Post. unicr Kreuzband . . H ,. — ,, Laibach Ende Februar 1HOS. Jg. v. Klcinmllyr k /. Zamberg. Amtlicher Theil. 3>c. k. k- Apostolische Majestät haben mit Aller^ döchster Entschließung uom 17. Februar d. I. die, an der Wiener Kunstakadcmic erledigte Professur der Malsrci dem Historicnmalcr itarl R a h l allergnädigst zn verleihen geruht. Se. Einiuenz dcr Kardinal - Fürstbischof von Wien hat mit Allerhöchster Geilebmigllng Sr- k. k. Apostolische!! Maicstät den Direktor dcr fürsterzbischöf« lichen Konsistorialkanzlti in Wieu, Johann Bcrgcr, zum Ebrendomherrn des Metropolitankapitels zu St. Stephan in Wien ernannt. Dcr Staatsministcr hat dcn Lchrer der selbst, ständigen k. f. Unter-Realschule in Laibach, Wilheln, Kukula, in gleicher Eigenschaft an dir sclbstständige k. k. Unler'Realstyulc in Steyr versetzt. Das Ministerium für Handel lind Volkswirth, schaft hat dic Wahlen des David S i g m nndt zum Präsidenteu, und dcs Franz Nicckh zum Vize.Präsi-dtnlen der Handels, nnd Gewerbe. Kammer in Graz für das Jahr IM) bestätigt. Nichtamtlicher Theil. Der Aufstand in Polen. Dic aus allen Theilen des Königreichs Polen einlangende», wahrhaft schaudererregenden Nachlichten enthalteil zumeist nur Schilderungen über Mordthaten. Nänbereicn nnd Brandlegungen, deren sich das rnsst.' fche Militär überall nnd systematisch nicht gegen dic Insurgenten, sondern gcgcu die unschuldige nnd wcl,r. jpsc Bevölkerung zn Schnldcn kommen läßt. In dei Gegend von Olkusz. Dabrowa nnd Maczki fiieht die Bevölkerung nach alien Richlüngr». denn dgs mittelst Eisenbalm von Warschau angekommene Militär rückt von der Pilica gegen Olksusz vor. Viclc Weiber Und Kinder fiüchlen ans österreichisches Gebiet, manche "acl, Krakau. — Vliese aus dem westlichen Theile dcs Eanbomir'schcn, wo rnssisches Militär lagert, ans den Gebieten «.wu Dublin nnd Podlasie strotzen von Heschreibnngen der haarsträubendsten russischen Unthaten. Der «Dziennik PoznanSki« erhält von eiukm Augenzeugen einen Bericht nber den Uebcrfall des russischen Military anf dac; Gut des Grafen i.'copolc' Polelylic'. ^litgliedrs des Staatsratlis des ^önigrclchö, zn Woyslawicc im Gouvernement Lublin. Es heißt! darin: „Am vorigen Donnerstag dcn 1Z. d. M. wurde lNlS gemeldet, daß cinc Abthcilnng 3inssen. bestehend alis Infanterie. Kosaken lind 2 Gcschi'lpeu. sich nach vergeblicher Revision iu N'akollipy. dein Nachbarglitc des Grafen Aurcl Poletylw. Woys'laivicc nähere. Außer den Hausbewohnern waren auf dem Hcrrnhofc zu Woyslawiec gerade folgende Gäste zn Vcsuch: Herr Tillis Woyeiechowski. der Schwager des Besitzers, mit seinem ^-ljährigcn Sohne Josef, dcr frühere pol» nischc Oberst Dnnin. ein Gefährte dcö Generals Zymirsli aus dem Jahre 15>N. ferner Herr Nun, ebenfalls früher polnische Militär, sämmllich Guts« bcsitzrr ans dcr Nachbarschaft. Weil der Aufstand weder iu Wo'.)slawicc noch in der Umgegend Boden gewonnen halte, hatte man dort keine Furcht nnd glaubte, daß die Truppen nur die Absicht halten, durchznmarschircn. Znr größer» Sicherheit indessen brachte man dic Damen uno Kinder des Herrn ^co« pold Pl)!rci! inttcll dclcgriicii SalcinS l'Iisl'c'n, 3c'ach Vcrlalif einer Viertelstunde hörte man einige Karabinerschüsse, bald darauf sah mall die Infanterie heranziehen, dic sofort das Palais umringte, und bald kamen auch die Geschütze, dic sofort abgeprotzt und in einer Entfernung von hnndcrt Schritten gegen dcn Haupt« Eingang oeö Palais gc-richtet wurden. Herr Poletyllo halle kaum Zeit. auf den Korridor hinauszugehen, um den kommandirenden Offizier nm eine Unterredung zu bittcu, als auch schoil von allen Seiten sowohl ans den Handwaffen, als anch alls den Kanonen und zwar mit Karlätsche» gefeuert wnrde. Von einer Kartätschenkugel in Kopf nnd Herz getroffen, gab Josef Woycicchowski sofort seinen Geist ans; neben ihm sank sein Vater, in die Slirn getroffen, bin und auch alle Anderen erhielten mehr oder weniger starke Wunden. Nach einer zweiten derartigen Salve drangen die barbarischen Menschen unicr Hurral'gcschrei gegen daü wehrlose Palais vor lind schössen durch kic Fenster. An den ruhig ans dem Sopha sitzenden und würdevoll den Tod crwar< tcndcn Oberst Dunin sprang eil, Offizier heran und hieb ihn mit dem Säbel über den Kopf. zwei Soldaten fchossen auf ihn in einer Entfcrnnug von einem Schritte, Eine Kngcl erhielt er in die Seite, zwei Ncbposten gingen in den Hals. Herrn Kun wnrden all beiden Händen die Fi»grr abgehauen, dann wurde cr von einem Vajonnet durchbohrt und eiu Kapitän mißhandelte noch den schon Daliegenden mit dem Säbel. Im Vorzimmer wurden zwei Bediente nnd die Schaffnerin getöotel. Herr Polctyllo. welcher, dcn uabcn Too vor Augcn,^ obeu bei seinen Kindern Posto gefaßt hatte, lim sie mit seinem Körper gegen dir Mörder zu schützen, entging durch ein Wunder der Gefahr. Denn nachdem dir Nüssen die Paar unten befindlichen Personen massakrirt hatten, dachten Ne gleich an Plünderung. Sie nmchteu sich daran, die Schränke. Kästen nnd sonstig/u Möbel zu öffnen und Alles von irgend erheblichem Werthe an sich zn nehmen: Silber. Kleider. Kleinodien. 45.000 Gulden bares Geld. Pic Möbcl und daß sonstige Hausge< räth zertrümmerten sie und verließen dann das Haus »ach einer Stunde. Das ist die Art, in der das russische M.litär bei uns dic ..gesetzliche Ordnung" l'krstcUt.« Was wirkliche und neue Kampfe dcr Nüssen mit dcn Aufständischen anbelangt, so kursiren nur dumpfe und ungewisse Gerüchte über mue Treffen. So soll es am 19. d. M., nach den Schüssen zu urtheilen, welche man an diesen« Tage ill der Nalic von Mic-chow gehört bat, zwischen Micchow und Modzislaw zn einem Zusammenstoße gekommen sein; doch ist cs ganz unbekannt, welche Ablheilungen da gckämpft haben. —> Ein anderes Gerücht wil! wissen, daß ^.'angiewicz. nachdem cr am 17. den Angriff dcr Russeil zurückgeschlagen, am 1H. oder 19. cinc rus» sische Abtheilung bei Stobniea angegriffen, derselben den Nückzug abgeschnitten, und sie sohin gegen Opatow au der Weichsel nach der österreichischen Grenze go drängt habe. Dic Situation in Warschau hat nach den Vc-richlcn des «Ezas" eiueu Charakter angenommen, für dessen Bczeichnnng cs geiadezu an Worten gebricht. — Dic im Befehle des Großfürsten durch den General Korff erlassene Verordnung bezüglich der Verschärfung des Kricgszustandes übersteigt durch il'rc barbarische Wildheit alles in dieser Nichtuna. bis nnn Dagewesene. General Korff verlangt die Auslieferung der Waffen und sichert Demjenigen, der sie binnen 24 Stunden ausliefert, Straflosigkeit zu; gleichzeitig aber setzt cr auf dcn Besitz von Waffen die Todesstrafe. — Ebcuso wird dcr Besitz von Plakaten oder sonst irgend einer Druckschrift dcr geheimen Prcssc durch dcn Tod bestraft. — So erscheint die ganze Bcvölkernng War« schau's von der Todesstrafe bedroht, denn Jedermann besitzt oder liest wenigstens die Aufrufe und Berichte dcr Aufständischen, da doch aus dcn lügrnhaftcn Ve« richten des „Dzicnnik powszechny« Niemand seiue Neu« gier befriedigen kann. Die größte Sicherheit herrscht hculc in dcn Wäldern und in den Lagern der Auf-ständischen, und diese werden noch in Folge der so übertrieben strengen Vcrordnungcn drr russischen Nc« gicrung mit jedem Tagc bevölkerter. — Und was zog dcim dcn ruhigen Bewohnern Warschau's i» solchem Maßc den Zorn der Hohen lind Mächtigen zn? — l»cr<,>(!l'l»'l« (llolli! Nichts Anderes als ein gesalzener Häring! — Ja. ein gesalzener Häring war die un« mittelbare Veranlassung zn deii allarmirendcn Trup. peN'Konzcntralionen in Warschau am 15. d. M. Dcr Sachverhalt ist folgender: Auf der Walowa. Ulicc, kaufte cin Kosak bei einer Jüdin Haringe. Er nahm eine Meugc und wollte nicht zahlen; schreiend vcr« langtc dic Jüdin ihr Gcld. -- Dcr edle Kosak argu« mcntirte: «Ich zahle nicht, den» ohnedem werden wl'r Euch bald McS wegnehmen!" — Ein Haufc Juden umringtc schreiend den also Redenden, und dieser, um seiner Bcbauptuna, Nachdruck zu verschaffen. rief-«Heute wird cö ja an'S Morden dcr Bevölkerung gehen!" und feuerte im edlcu Zoru sein Pistol in die 5,'uft. Auf diesen Schliß hin begann das Militär auszurücken, um sich bei dcn „Nalcwki" zu sammeln. Dcr Allarm verbreitete sich bald über ganz Warschau — nnd die Ursache bicvon war dcr unselige Häring. der also in weiterer Folge die drakonische Vcrordnulla. des Generals Korff licrvorricf. Doch dieser Häriug zog noch weiteres Unheil auf die armen Bewohner Warschau's herab. Dic russische Regierung will i„ dcn. in der Nähe dcö Schlosses befindlichen Hänsern keine polnischen Inwohner habeil; es erging demnach cin Befehl, wonach diese Häuser ungesäumt für das Militär geräumt werden sollen. Da es aber an sonstigen Wohnungen feblt. so werden die arme» In« wohi'er dieser Häuser rciu auf das Pflaster ncsetzt, uud müssen, da es verboten ist, um 10 Uhr Nachts auf dcr Gasse zu sein, von da in's Gefängniß. vor'S Kriegsgericht und schließlich nach Orenburg odcr zum Todc wandern — und Alles dieß. weil die russische Regierung kcinc polnischen Inwohner l'abcü will. In tiefstem Geheimniß wurden uor einigen Tagen unter sehr starker Eskorte zwei Parll'ien Rekruten aus Warschau nach Rußland mittelst Eisenbahn trans, portirt. Bei dcr Ucbcttuhr über die Weichsel stürzte,.'.. 5 76 sich mehrere Rekruten in dic Fluchen, um so dnrch dei, Tod dein schrecklichen Lose bcs russischen Militär-dicnstcs zu entqehen In dem, iü> Lnblincr Gcbielc belegcncn Rako-lllpy Hal das russische Militär ohne allen Anlaß ran-bend und mordend gewüthet, Eö gab dort weder Insurgenten noch sonst eine Bewegung, und das russi» sche Militär übersiel den Ort, bombardirte den Herr« sckaltshof. drang dun» in ocnselben ein. erschlug den Grundbesitzer Wojciechowsli, schlug und verwundete alle Hausleute nnd plünderte dann den Hof ganz aus. Ein ähnliches Schicksal widerfuhr den Dörfern Maciejowice und Laskaszew, wo eine rnjslsche Militär« Ablbeilnng linter Anführung eines Offiziers, Kirjcwsli. in nncrhört gransaincr Weise srlbst gcgcn Kran?c uiw Verwundete ivüthctc. R8. Sitzunss des krainischen Landtages M am 24. Februar. Dic Sitzn »g beginnt um 10 Nbr 15 Min. Nach Vcrlcsnng und Genehmigung des Prolo-lolls beantworttt der. Herr Landesbaupt m a u n die iu der letzten Sitzung vom Abg, Deschmann gc< stellte Interpellation bezüglich der Rcalschnl - Angelegenheit dahin, daß jetzt, nachdem dcr Landesalisschnß die nöthigen Erbebungcn gepflogen, llild von Seite dcr Vertretung der Kommune Laibach die Mitthci« Iling erhalten, wie viel dieselbe an Kosten tragen wolle, eine Vorlage ausgearbeitet, und dem Landtage znr Beschlußfassung in dieser Session noch vorgelegt werde. Ferner theilt der Präsident mit: 1. daß er eine Bittschrift der Gemeinde Sciieuberg bezüglich des Modus der Emhcbnng der Vrrzshrungssteuer. als dem H 41 der L. O. zuwiderlaufend, zurückgesendet habe; 2. daß der PetilionsanSschnß, sowie der Finanzansschuß sich konstitnirt haben, uud jener den Abg, Rudesch zum Obmann und den Abg. Dcsch» mann zum Schriftführer, dieser den Abg. Grafen Aucrsprrg zum Obmann und den Abg, v. L a n« gcr znm Schriftführer gewählt babc; 3. eine Zu> schrifl des Abg. Vilbar, der seine Abwesenheiten!! Unwohlsein entschuldigt; und endlich 4, eine durch den Abg. v. Langer übergebcne Petition der Di« slrikts.Physiker um Aufbesserung ihrer Gehalte.^welche dem Petitions Ausschüsse zngcwicsen wllvdc. Alis del TagceordnllNss stehen: 1, dic Regle» rungsvorlagc bezüglich der Einführung neuer Grunv« dlicher; 2. der Antrag dcs Abg. Tom an bezüglich der Petition und Deputation an Sc. Majestät; 3 die VequartierungSauslagen für die Gens-d'armerie; 4. die Verleihung einer Gnadengabe an einen dienstunfähig gewordenen Schubbeglciter. Auf Antrag des Abg, u. Würz bach wird die Regierungsvorlage cinem Comit^ von 7 Mitgliedern überwiese», in welches gewählt wurden die Abg,: Nrolich. v. Wnrzbach. Mullcy. v. Strahl, Kromcr, KoSler und Skedcl. Abg. To man motivirt seinen Antrag (Siehe Nr. 41 der „Laib. Ztg." 16, Sitzung) in einer län» geren. mit detaillirten Beweiseil ausgestatteten, oft von Bravo's unterbrochenen Rede. Er begründet zuerst die Bcbanptnng, daß der Landtag nach §. 19 der L. O. berechtigt sei einc solche Petition zu stellen. Die Deputation solle die Aufgabe haben, Sr. Ma« jcstät den« Kaiser dic volle Loyalität und Ergeben« beit des Landtags sowie des LandcS mündlich aus' zusprechen und die Gnade Er. Majestät anznfiehe», d.iß die dem Lande durch dic Steuererhöhung drohende Gefahr des gänzlichen Rnins abgewendet werde. So sel>r er die Gründe mierkenue, welche einc Anstrengung aller Steuerlräfte erheischte, um die dem Gcsammtrciäie drohenden änßcren Gefahren abzuwenden, so müsse er doch sein Bedauern über die seit 1ft4tt stattgehabte Mißregicrung ausdrücken, welche die Staatsschuld so sehr vermehrte. Kram sei stets opferwillig gewesen; dic Geschichte dcö Landes sei von leinem Flecken wie Sttucrverwrigernng oder Revolte beschmutzt; es fühle sich als wichligcs Glied im Gesammtreichr. So rnhig es aber Alles über dasselbe Verhängte gelragen habe. so hätten doch alle Vatcrlandsireunde die Einführung des stabilen Katasters beklagt und ihre Besorgnisse geänßcrt. Schon die Stände batten gegen die Erhöhung der Steuern durch den Kataster protestirt; zum Beleg theilt Rcdncr Auszüge aus einer 1844 vom Grafen Anton Aucröpcrg verfaßten Denkschrift an Se. Majestät den Kaiser mit, welche die Ueberbüldung Krams den Nachbarländern gegenüber darthnt. Er gibt Beispiele damns, wie ungleich die Strn'rn am Grundlage des Katasters nicht nur zwischen den ein« zelnen Kronländern, sondern sogar zwischen einzelnen Bezirken nnd Gemeinden vcrlhcilt sind. Anch bczüg. lich der Hauszins« und Erwcrbstcuer gebe es Uugc-rechtigkcitcn. Eine Erhöhung der auf ungerechter Grundlage bernbenden Steuern sei aber einc Erhö^ huug ocs Unrechts, uud der im Abgeoronctenhausc gefällte Anclspruch, es müßten alle Stenerkräftc gleichmäßig bci der Erhölumg herangezogen nn-r« den. enthalte darum einen Widerspruch, weil das Gleichmäßige in Bezug auf Kram schon in der ersten Grundlage fehle. Redner sagt, er habe das Mate» rial znr Begründung seines Antrages nur obcrfiäch« lich erschöpft, empfiehlt denselben dem Landtage auf's Wärmste zur Annahme und modifizirt ihn zugleich dahin, daß er rVincm neuen Ausschüsse sondern dem Finanzansschusse znr Berathung nnd Vc-richtcrstallnng zu überweisen sei. Abg. Graf A. Anerspcrg unterstützt den An« trag Toman's mit beredten Worten; die Begründnng sei eine überzeugende gewesen, une dankt für das seiner Schrift gespendete Lob. Anch eine Geister» stimme werde Toman danken — der ehemalige stän« dischc Landtag, der mit gebundenen Händen in diesem Saale für das Wohl des Landes thätig war. Die bisher gethane» Schritte um Abhilfe hätten nichts gefruchtet, er hofft von dem jetzt zu thucndcn mchr Erfolg, er rechne auf die Wirknng dcr Ocffrnllichkrit. anf den konstitutionellen Geist, auf die Gnadc des Mouarchcu, auf die Zusage des Finanzministcrö. welche derselbe bezüglich der Revision des stabilen Katasters gegeben, er rechne anf den Rrichsralh. anf diese lonzcnlrirtc Kraft der Völker Oesterreichs und hoffe, derselbe werde den Allsspruch beberzigeu: Um frei zu sein. muß man lernen, gerecht zu sein. Abg. Mnllcv ist mit den Vorrednern cinvcr« standen, will aber, daß dem Antrage Tomans noch die Bitte beigefügt werde: dem Lande Kram möchte ein Viertheil der Grundsteuer nachgelassen werden. Er motivirt diesen Zusatz mit der Dringlichkeit dcr Abhilfe, dic nach der Revision dcs Katastero zn spät komme. Abg. Toman mcint. dieser Antrag sei nach dcr Geschäftsordnung nicht zulässig, twch werde dcr Finanzausschuß ihn wohl berücksichtigen. Präsident fragt, ob dcr Antrag Tomans dem Finanzausschüsse zugewicscn wcrdcn solle. Wird cinhcUig angenommen. Abg. v. Wurzbach beantragt Schluß dcr Sitzung. Wird angenommen. Schluß dcr Sitzung 12^ Mr. Nächste Sipnng: Freitag. - - Tagesordnung: Die heule nicht znr Bcralhuug gekommenen Gegen« stände. Korrespondenz. Wien, 23. Februar. -ll. Die von mehreren hiesigen Journalen ge-brachte Notiz über die nun definitiv erfolgte Ernen» nung dcs bekannten Slavisten Dr. Franz Millosich. eines gcborncn Slcicrmärkcrs. zum Präsidenten dco künftigen Unlcrrichtsrathcs, bestätigt siä». wie ich aus verläßlicher Qncllc vernehme, vollkommen. Man kann nicht sagen, daß die Idee dcs Untcrrichtsrathes an und für sich in dcr öffentlichen Mcinnng sich einer überwiegend freundlichen Aufnahme erfreute. In der sehr umfangreichen, hierin einschlägigen Publizütil i,l die diesem Institute günstige Auffassnng entschieden m bcr Minorität gcblicben. Wcn» man jedoch die ge« sammle gegen ccn künftigen Unterrichtörath geführte Polcmik dic Rcvuc passiren läßt, so zeigt sich als uuvcrlennbarcö und gcmcinsanicö Agens derselben die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit eines Unter» richtöministcriums einerseits, andererseits aber die aller« dings ganz falsche Voraussetzung, daß der Unttrrichts» rath berufen sei, an die Stelle des Unlerrichtsmini^ stcriums zn treten. Ein Blick anf die bereits längst ihrem Wortlaute nach bekannt gewordenen Statuten des Unterrichtöralhcs bclchtt augenscheinlich, daß der Staatsministcr nach wie vor Unterrichtsmmistcr sein und bleiben, dcr Unteirichtsrath abcr nur die Stelle rines gelehrten, eines wissenschaftlichen Bciratbes ein-ncl'mcn wird/) Hätte man dieses entscheidende Mo-ment nie aus dem Ange verloren, ein großer Theil dcr gegen diese ncuc Institution ins Lcbcn gctrctc. ncn Polemik und Agitation wäre uns cr,part geblic« bcn. Es ist nicht zn längncn, daß dcr Unterrichts« rath, wie er im Entwnrfc bekannt geworden ist. scheinbar zu manchcm Kompctcnzsttcitc darüber: was in das Feld des Beirathes. was in das der Admi« nistrative zn verweisen sci. Anlaß geben kann. Dieß längncn selbst die Bctbciliglcn nicht. Doch wird cs cbcu Sache dcr Praxis scin. dem immer mehr und mehr zu begegnen. Unstreitig ist die Durchführung dcs — allerdings ganz besonderen Verhältnissen cnt» sprnngcncn — Instilnlcs dadurch wesentlich gcfördert und sichergestellt, daß dcr Verfasser dcs Entwnrfcs zugleich dcr erste Präsident der neuen Institution scin wird, und daß derselbe schon an anderer Stelle scin organisatorisches Talent zu bewähren Gelegenheit hattc ») Wir bcmcrlcu u»serc>, Lesern, das, dirsc Mittheilungen aus dcr verläßlichsten Quelle stanun-n. D. R. In dcn diplomatischen Krciscn unterhält matt sich beute beinahe ausschließend von einem innerhall) derselben vorgefallenen Duell. Graf Nschtti'ii v^n Rosardo, königlich nicdclländischcr Legations-Sckrciär dmlliite sich ,nit dem Grafen Muruaga y Nildosola, königlich spanischer Legations < Sekretär. Leider soll Ersterer geblieben scin. Ueber die Veranlassung vei> lautet nichts Bestimmtes; man sagt, dieselbe reiche in den Earncval zurück. Die kais. Akademie dcr Wissenschaft erlitt heute Nachts einen herben Vcrlnst. Ein Schlagstnß tödtcle plötzlich dcn Min-ralogcn Franz Zippe. Er ivar im Jahre 1791 zn Falkenan in Böhmcn geboren, uud zählte mit unter die bei Errichtung der kaiscrl, Aka> demic ernannten Mitglicder. Scin Lcl'rbuch über Mineralogie trug uicl zur Populavisirnng dieser Wissenschaft bci. Scinc Albcit für Lehramts.Kandidatcn im natnrwisscnschaftlichcn Fache blieb nicht ohne Einfluß. Oesterreich. 2vic'n, 21.Fcbruar. Dem »Giornale di Verona" vom 20, d. M, zufolge ist eine Kommission von Vcr-tianen^männeln, darunter Eonle Bcmbo. Eonte Mar« zani nnd Eavaliere Ferrari nach Wien berufen, um ihre Ansichten über das den loinbardisch-venclianWell Provinzen zn ertheilende Statut zu äußern. Die Komnlission soll in Wien am 1, März eintreffen. — Den Handelskammer!! ist bezüglich des Ge« bührengcsetzes folgender Erlaß des Finanzministerium,!! ddo. 15), d. M, zugegangen: «Nachdem von einigen Seiten Besorgnisse laut geworden sind. daß einzelne Bestimmungen des Gesetzes vom 13. Dezember 1862 (N.« G. - B, Nr. Nl») für dcu Verkehr nachlhcilig scin dürften, so finde ich mich veranlaßt, die löbliche Han« dels« nnd Gcwcl'bckammer zn ersuchen, ihre dicßfal« ligcn Wahrnehmungen mitzutheilen nnd mit Rücksicht auf die Bedürfnisse des Verkehrs (jedoch ohne Anßer« achtlassnng der nothwendigen Interessen des Staats« schatzes) das freimüthige und wohlbegründetc Gutachten zn erstatten, ob und welche Aenderungen ill dcn Bestimmnngen dieses Gesetzes zn treffen wären." — Ans Iungbunzlau wird der „Bohemia" gemeldet, daß Dr. Fürst Nndolph TariS und der Re« daktcur des „Bolcslawau". Buchdruckereibesitzcr Ios. Zwick!. von dem dortigen k. k. Krcisgcrichtc wegen d.'s Vergehens gegen die öffentliche Rnhe und Ordnung (tz. 305) Slr.»G.) in Anklagestand versetzt worden silld. Deutschland. Die Zurüstungcn znm dritten allgemeinen deutschen Tnrnerfest schreiten in Leipzig rüstig voran. Nach den vom Festausschuß vorläufig eingeforderten Anmeldungen erwartet man etwa 10.000 answärtigc Turner, zn denen Leipzig und Umgegend allein noch an 4000 stellt. Läßt dicse ung-hcurc Theilnahme das Zustandekommen cincs Volksfestes erwarten, wie bisher schwerlich eines gefeiert worden, so machen sich anf dcr anderen Scilc ^ie großartigsten Maßregeln Seitens dcs Fcstausschuncs und dcr Stadt Leipzig nöthig. Dcr Fcstplatz, vor dem Zecher Tliorc gcle. gcn, wird mil übcr 1030 Turnapparatcn uerschcn, dic Fcsthalle dortselbst so gedani wcrdcn. daß darin bequem 20.000 Mcnschcn sitzen lind vcrkchltn lönncn. Tagesbericht. Wien, 24. Februar. Ihre Majestäten dcr Kaiser nnd die Kaiserin habcn am Sonnlag die Vorstelln«) im Trenmann-Theater m,t ihrem Besllchc beehrt, — Ihre Majestäten dcr Kaiser und die Kaise» rin werden der Fcstvorstcllung im Hofopernthcater anläßlich der Verfassnngöfcicr beiwohnen. — Wie man nenestens vernimmt, werdcn Ihre k. k. Hoheiten dcr Herr Erzherzog Ferdinand Mak und Frau Erzherzogin Charlotte der Vcvmälnngöfcier in London nicht beiwohnen. — Eine Deputation dcö bürgerlichen Großhand-Inngs.Grcmiums zn Pcsth, bestehend ans den Herren R, Fuchs, G. Spitzer, F Kochmeistcr uud A. Velsay, ist l'ier angekommt», um durch Vermittlung des un« garischcn Hofkanzlcrs cinc Audicuz bci Sr. Majestät dem Kaiser znr Ucbcrrcichung eincö Mcmoranoums zn erlangen, in wclchcm dic bckanntcn Vcschwerdrn gcgcn die Handclsgesctzgcbung und Nechlspficgc in Ungarn vorgetragen wcrdcn. — Nach einer heute Abends hier eingelangten Nachricht ist Microslawsli wirklich in Polen ange. kommen, und bcfindct sich bcrcits bci dcn Insura.cn« lcn. Es ist ihm vom Zentral < Eomit« die Diktatur übertragen worden, und cr ertheilt bereits Befehle. — Die Feinschmecker unter unseren Tabakrauchern sind in dcn letzten Tagcn durch zwei Erciguissc angcnchm bcrührt worden. Das cinc. dic Hcrabmin-dcrung dcö Preises dcr bcsscrcn Zigarrcnsortcn. lst t»5 dem niederen Stand des Agios ,zn verdanken; das andere eine durchgreifende Verbesserung des feinen Zigarrettcn-Papiers (Erfindung des Hcrrn Bauern« feind, Plankeugasse bei Hrn, Schlich) wird nicht mii>-dcr freudig anf^enommen. Unsere Zigarrettenpapierc waren bisher cine Qual für die Frcundc türkischen Tabaks, durch die neue Ersiudung eines eigens chc< misch präparirlcn Papiers, das durch scinc runde Form für die dazu gehörenden kurven Pfeifchen paßt und der türkischen Sitte vollkommen entspricht, smd alle Wünsche befriedigt, In militärischcn Kreisen nennt man diese kugelförmigen Zigaretten „Glup» schtinas." Vermischte ^aclnichtell. Kaiserin Eugenie soll für künftiges Frübjahr einen höchst raffinirten Kopfputz ausgedacht baben. Die jetzige Form der Frauenbüte ivird unverändert beibe» halten, uur der obere Theil soll um einige Zoll er» höht und erweitert werden. Den Raum, dcu jcpt die Blumenterrasse einnimmt, wird mit einem aus dem feinsten Goldgcspinnst verfertigten Net) umgeben, in dem sich lebende Schmetterlinge und Käfer vergnügen können. Der Fang und die Fütterung dieser interessanten Geschöpfe wird voraussichtlich viele Hände beschäftigen, besonders werden die Käfer« und In« seltcnsammlcr ibre Rechnung finden, und eine gewisse Vorliebe für das Studium der Zoologie wird sich in allen Schichleu der Gesellschaft verbreiten. — Die Pächteriu F. zu L. faud neulich Abends sschs ibrer deste» Gänse lrepirt im Stalle, Betrübt^ über dieseil Verlust hieg sie augenblicklich die todten Gänse rupfen und auf die Düngstätlc iverfen, Abcr. o Wunder! am andern Morgen watschelten 6 nackte Gänse im Meierbofc nmhei. Man erkannte sie so> fort für die verschiedenen, uud erfuhr »uu. daß sie Tags zuvor in die Vrannlweinbrcnuerci geratben uno hier aus einem Kübel Branntwein bis zur Erstarrung gesoffen hatten. Aus den Landtagen. Graz, 21 Februar. In der heutigen Land« tagssituing begründet Wannisch seinen neuerlich c!n< gebrachten Anlrag alif Revision des Staaisvcrtragcs mit der Süc>bal>u. Die Regierungsvorlage bezüglich der Grundbücher wurde eiuem Ausschüsse von sieben Mitgliedern überwiesen. Wascr berichtet über deu Autrag Ncchbauer bezüglich der Schwurgerichte. Der Antrag des Ausschusses wird mit grcßer Majorität dahin angenommen : Der i.'.,udtag erkennt di- Schwur« gerichtc für Sleiermark im bohcn Grade ivünschrnö» werth und die Reform des Zivilprozcsses mit Münd» lichkeit und Ocffeutlichkcit. ferner die Reorqanisirung der Gerichtsverfassllng als dringendes Bedürfniß des Bandes und stellt auf Grund § 19 der ^andcsord-nuug den Autrag -. Die Regierung «rolle dem Reichs-ratbr vorlegen: eine Strafprozeßordnung mit Schwur« gerichten. Geseyciitwürsc über Neformirlüig des Zivil» Prozesses mit Mündlichkcit und Öffentlichkeit und'übcr Orgauisirung der Justizbehörden. Ferner wuroe bc> schlössen: Geldstrafen, welche in Folge Uebertretung des Forst, und FeldschuMesepes entrichtet werden, daben in den l.'andeSfond zu fließen. Der Bandes« Ausschuß wird mit der Vorlage eines Iagdgesehes für Steicrmark iu der nächsten Session beauftragt. Nach Schluß dcr öffentlichen folgt eine geheime Sinung' Nächste öffentliche Siyung Montag (23.). Lin;, 21. Februar. Berichte des Petilious« uud Finanzausschusses. Angenommen wurrcn u. A. folgende Anträge: Das Staatsministerium sei zu er« suchen, dcu für forst. und feldpolizeilichc Strafgelder erliegenden Vrtrag pr. 12 080 ft. (bei der Bandes. Hauptkasse) dem Landtage zu Landesliilturzwecken zur Verfügung zu stellen. Das Finanzministerium wolle m der nächsten Session des Rcichorathes einen Gc» w.!"^"^!'""^"' """'"' "' gliche Befreiung en a >f ^ '^'"'"^' !^ Klassensteuer bei Neubau-lcn aus Städte und Ortschaften des stachen Bandes ausgedehnt werde. Das Staalsministerium ist , biltcn, daß eine Revision des Heeresergänznnqsgeset) s jm verfassungsmäßigen Wcgc erwirkt, die'Militär-dienstzcit auf sechs Jahre berabgcsept. nsbstb"ci aber dic zweijährige Rescrvedienstlcisnmg beibehalten bleibe' (fzernowitz, 21. Februar. Auf Antrag P» trino's wird unlcr gleichzeitigem Ausdruck des Wmi. sches. daß dcm griechisch-orientalischen Klerus aus ^cin Rcligionöwndc ciuc Erhöhung des Qnarlicrgel. des gewährt werde, beschlossen, an Se. Majestät eine Adresse zu richleu. die Autonomi? der gricchisch-oricn» talischln Kirche in der Bukowina wieder hnzustell^i »üb die Verwaltung des ihr eigeulhümlichcn Vcrmö« Ntus deu liiezu kanonisch bcrnfcncil Organen zu über« liebe». Zur Abfassung dcr Adresse wurde ein Ans» schuß gcwäl'lt. Tagesoronuug für Mittwoch den 25).: ^Million für dcu l'andcsausschuß lind Dienstprag. matlk für dic LandcSbcamtcn. Neueste Nachrichten und Telegramme. Uemberg, 22. Februar. Am 20. d. Mtö. ist ^angiewicz in Stascow wieder eingerückt und hält lheils dic Stadt bescyt, llicils kampirt er bei Stas« cow. Die Russen — Infanterie, Dragoner uud Ko« sakcu — stchcn il» Stobuica. Die Bauern darüber sind etwas beruhigt. Heule Nachts wurden bei Kra< kau 5)6 für die Insurrektion Angeworbene sammt 34 Pferden von Militär Streifpatrouillen eingebracht. ' Kassel, 2,;. Februar. Die «Morgen«Zcilung« vernimmt, daß dic Eisenbahn vou Bebra nach Fuloa und Hauau vom Kurfürsten genehmiget ist, und auf Staatskosten ausgeführt wird. Vveslau, 2!). Fcbruar. Dic heutige „Brcslaucr Zcituug" mcldct aus Kattowih. 22.: Zahlreiche vor dcu aurückcuocu Russcu fiüchtcudc polnische Familien siud mit ocm Schucllzugc hier angekommen. Dic Russcu siud im Zomblowip ciugctroffcn und werden morgcu früh in Sosuovicc crwartct. Dcr Iusurgcuteu» auführer Kurowski hat sich erschossen. Auaöbura, 23. Fcbruar. Dic «Allg. Ztg." schreibt: Dcm Vcruchmcn nach hat das baicrischc Ätiuistcrium dcö Auswärtigen cinc Cirkularnotc erlas» sen, woriu im Fallc dcr Sprcugung des Zollvereins dic übrigcu Zollvercinsstaaten zur Bildung ciues be« solll'cru Zollvereines cingcladcu werden, in welche«» wohl Oesterreich Plah siudcn würde. Turin, 22. Fcbruar. (Nachts.) «Movimeuto« schreibt: Dcr Zustand Garibaldi's fährt fort, sich zu besscrn. Mit Hilfe der Krückcu promcuirt er auf der Insel bis zum Mccrcsstrand. Sciu Gcdaukc ist im< mer auf Polen gerichtet, Er jchricb dem General ^ortc. Mitglied des Hilföcoiunö'ö für Polen, daß er dic Bildung dieses Comit<:'H billige. Dic in Mailand u»o Florenz zu Gunstcu Po> lens abgehaltenen Meetings waren scbr zahlreich be« sucht. Dcr Vorschlag. dic zu Schaden gelangleu poluischeu Familien zu uuterstühen, wurde luit En» lhusiasiuus aufgeiloiumeu. Pariö, 23. Fcbruar, »Patric" glaubt zu wisscu, Drouin oc ^huys habc au Hcrru v. Tallcyrano cinc Polcu betreffende Note, datirt vom 20. d. M.. abgc» schickt, wclchc iu schr frcuudschafllichcn Ausdrücken ab« gefaßt ist; dicsc Nolc wird ccn Gedanken entwickeln, oaß dic Mitwirkung Prcußcns zur Untcrorückuug des Aufstandcs oic prclißischcn Polcll hinrcißcu löuntt, mit dcr Iusurrcktiou gcmciuschaftlichc Sache zu machcu. „France" versichert, Oesterreich scheine geneigt, sich dcm gcmcinsamcu Gedanken, welcher England und Franlrcich in der pl'lllischcn ^ragc zu vereinen schrillt, anzunähern. In oicscr Halnmg ocr Diplo-m^lic muss!,' für dcn Angendlick nur das Verlangen, den Schwierigkeiten vorzubeugen, erblickt wcrdcu. Wcmi Ocstcrrcich. England uuo Frankreich wegen clncs allgcmciucn Interesses und eines Prinzips dcr Gerechtigkeit zu einer Ucbcreinstimmuug gelange», so wrrdc dlese Vereinigung die beste Garaulic für deu Fricdeu Europa's seiu. London, 23, Fcbruar. »Times" meinen, die polnische Frage würde durch Preußen zu eiucr all« gcmeln cnropäischcn, Frankreich dürfte diese Gclegcn< heit am Rhein ausbeuteu. »Daily News" spricht vou der Wiederherstellung Polens. Sämmtliche Journale verdamme» Prcußeu auf das Gröblichste. Warschau, 23. Fcbruar. Dic russischen Bchör« deu wlirdcu iu Miechow uud Olkusz wieder ciugesep!. Microslawski wuroc bci Radzijejlow gcschlagcu uud ist flüchtig; sciuc Korrcspouocuz wuroe genommen. Vukurest, 23. Fcbruar. D-c Adrcssc dcr Zwei. unddrcißig ivurdc, uachocm sie vou dcr Rcgierllug lange bekämpft waro, zufolge eines Votums von 63 gcgru 4^ Stimmen iu Berücksichtigung gezogen. Theater. Dic Bcnesizcvorstellung des Herrn Kapellmeisters Pobl gestern Abend brachte uns einen hübscheu dra-luaiischcu Scherz: «Bci Wasser und Brot", dann als Reprise dic Opcrcttc: «^alon Pißlbcrgcr" uild zum Schluß ciuc Burleske: «Der vcrloruc Piulsch." Die Musik zu diesen drei Pieceu hat der Benefiziant "rrangirt uuo iustrumcnlirt uud sich dabei als ein gc« lschickter Musiker gezeigt. Die Burleske hat weuig 'angesprochen; es mag das vielleicht srincu Grund dariil habcu. daß die au komischcu Effekten wirklich ltichc Operette ihr vorausging. „Salon Piplbcrger« ist eiuc Salyrc auf dic Klassc dcr Emporkömmlinge, welche «noblc Gcsellschafl" spielen wollen, ohnc etwas Anderes dazu zu haben, als Geld. Sie muß bei gnler BeseiMig drastisch wirken; leider fehlte hier diese Bc» oinguug iu Bezug auf dic Gcsaugsparlhicn. Herr Proksch (Piftlberger) kann mit all seiner Komik dcn Mangel -i>ic>/ «nigeuehmen Slimiue nicht vergessen machen; Hr^- Weidmann (Kanafas), dcr sonst ebenfalls an Stimmlosigkcit leidet, war gestern uoch d"zu hciscr, und Frl. Mau gold (Ernestine) weiß ^ ! ihre Stimmmittel uicht zu verwerthen, sie saug einige Stellen sehr hübsch, andere dagegen sehr unsicher und ohue Allsdruck; cs fehlt ihr überhaupt uoch ein gc« wiunender Vortrag. Unter deu Gastcu im Salon Pipelberger war das Ehepaar Krauthofcr (Herr Eveu« bach und Herr Haas) jedenfalls das wirksamste. — Drr dramatische Scherz gab Fräulein Sachs wieder einmal Gelegenheit ihr hübsches Talent zu entfalten, das sich namentlich iu neckischen, schalkhaften und naiven Parthien offenbart. Ibrc gcslrigc Leistung war ganz vortrefflich, sie spielte den uugeberdigcn Zögling einer höhereu Töchterschule mit viel Natürlichkeit uud doch zugleich mit jener Anmuth, die ihr eigen ist. Eine Wiederholung dieses netten drama« tischcu Scherzes dürfte dcr Direktion wohl anzu« rathen sein. Protokoll dcr Vll. ordcutlichen General-Versammlung des Aushilfskassc-VereinS, welche am 22. Fcbruar 1tt<)3 im Magistratssaalc unter dem Vorsipe dcS Vereius'Vorstandcs Herrn I. N. Horak. iu Gegenwart des gesammteu VcrwaltuugSralhes, des Hcrrn ^audcsbauptlnaunes Freiherrn v. Oodelli / n„d vieler anderen Ehren«, dann mehr als 100 wirklicher Mitglieder abgehalten wurde. 1. Der Vcreins.Vorstand Herr I. N. Horak begrüßte die Versammlung mit eiucr Ansprache, wclche dem Jahresabschlüsse des Vereins vorgeoruckt ist. Derselbe brachte writers ein von Sr. Exzellenz dein Herrn Vereins Protektor Johann Frcihcrrn von Schloißnigg an ihn gerichtetes eigenhändiges Schreiben zur Kcnutuiß dcr Versammlung. worin Hochdersrlbc lein lebhaftes Bedauern ausdrückte, dcr heutigen Versammlung in Folge eines Unwohlseins nicht beiwobnen zu können, unc» das Ersuchen stellte, ihn von dcm Ergebnisse dcr Verhandlungen iu Kennt« niß zu sehen. Dcr Herr Vereins «Vorstand brachte hierauf Sr. Ekzellen; ein herzliches >>8Ilob sich Herr Leopold Brand, und beantragte bei dem Umstände, daß die umfang> reichsten Gewerbe (wie z. B. die Fleischhauer, Tischler, Schlosser) im Vclwaltungsrathc nicht vertreten seien, dic Versammlung wolle beschließen, daß bei der Neu-wabl dicßfalis die nöthige Rücksicht zu nehmen sei. Der Nechts-Kousulenl des Vereins Herr Dr. E H. Costa stimmte zwar dem Grundsapc des Antrag, stcllers bei, hielt jedoch eine Beschlußfassung darüber für statutenwidrig. Er erachtete es für genügend, wenn die Versammluua. die beacktenswcrtbcn Wüusche des Mitgliedes Hcrrn Brand bei dcr Ergänzungswabl des Verwallungsratlies beherzige. — Bci der Abstimmung wurde der Antrag des Herrn Leopold Brand verworfen. — 5. Bci der nun folgenden Wahl wurden dic zum Austritte bestimmten Vcrwaltnngsrätbe, u. z.: Herr Wilhelm Rudholzcr mit 71 Stimmen, « Blasius Vcrhouz «07 » Georg Frcybcrger « 66 „ , Matthäus Schreiner „ 65 , wiedergewählt. In den Rcvisions'Ausschuß wurden gewählt: Herr Michael Palit mit 66 Stimmen, « Josef Schwcntncr mit 62 Stimmen, „ Ferdinand Billina „ 60 6. Am Schlnß ergriff der Herr Landcshaiipt-mann Anton Freiherr v. Eo belli, als Ehrcnmit. glicd dcs Vereins, das Wort. ur.d hob in ciner schö» ncn Al'.l'prachc das gedcihlichc Wirke" des Vcreins hervor, indem er insbesondere betaute, daß dic Leitung sich sichtlich iu dcn besten Hänoen bcfmdc. Er forderte die Vcrwaltungsräthc auf. noch fernerhin zum Wohle ihrer Mitbürger wirken zu wollen. 7. Hierauf schloß der Veremö.Vorstand die Ver« sammlung. 538 Die k. k. prwil. inncrösterrcichische wechscl-stitigeDlllndschaden-Verstchcrungb-Anllall für dic Kronländcr Stciermark, Knrntcu und Krain wurdc in neuerer Zeit theile in öffentlichen Blättern, theils von einzelnen Personen angegriffen. Allein, wird diese Anstalt mm einem Eingeweihten ucihcr in daö Auge gefaßt, so stellen sich alle ausgestreuten Verdächtigungen alö haltlos dar. Diese Anstalt hat seit ihrem Bestehen, d. i. seit l. Inni iftW l)iö (5ndc 1802, an 7704 dnrch Feuer beschädigte Theilnchmer für 12.(,)8!> ganz oder theil-weise eingeäscherte Gelände eine Oesaunutsumme uon 3 Mill. l)!»2.12^ fl. 57'/, kr. als Entschädigung^ betrag, und sammt den Remunerationen für Hilfeleistung bei Bränden :c. 19.5)06 fl. 21 kr., mithin im Ganzen 4,01s.(>89 fl. 78'/, kr. angezahlt. Die Anstalt zählte mit Ende November 1802 76.624 Theilnchmer mit 160.417 versicherten Gc-bänden im BersichernngtNucrthe uon <>9,!)23.(.»25) fl., und im «lnssenwetthe von 94,072.875) fl., während der letztere Ende 185)7 mir anf 76,!»20.:'>25) fl. sich belief, wodurch im ^aufc der letzten 5) Jahre ciue Ver» niehrung von 17,152./',5)() si. oder jährlich von l! Mill. 431.470 fl. sich zeigt. Diese Zahlen erweisen doch tlar daS fortwährcud wachsende Vertrauen zu dieser Anstalt. Es bestehen in den gedachten Grönländern Agcn^ luren verschiedener Handelsgesellschaften znr Versicherung gegen Feuergefahr. Vor allen diesen besitzt die wechselseitige Brand - Versicherung^ » Anstalt drei wesentliche, nicht hinwe gzulaugn cndc Vorzüge, nämlich: 1. Daß ihre Direction von patriotisch'gcsinutcn Mäuuern ganz n n eutg eltlich besorgt wird, während bei anderen Anstalten die Administratoren für ihre Bcmühnugcu ein Entgelt erhalten. 2. Daß sie nie auf einen Gewinn abzielt. Sie begehrt in jedem Jahre nie mehr, als die Brandschäden und Uulostcu des Vorjahres betrugen, wüh« rcud die audcrcu Anstalten auch einen Nutzen für sich zu erreiche» streben. :i. Gewährt sie dnrch dic Wechselseitigst aller ihrer Thcilnchiner die volle Sicherheit für die schnelle Leistung aller Entschädigungsbeträge, während andere Anstalten, wenn sie auch ein großes Kapital zur Deckung in den Ankündigungen aufwciscu, doch bei großen Unglüctsfällen in dic ^age gerathen tonnen, dic Entschädigung nicht fchncll geung voll leisten zu tonnen, wie dic Erfahrung solche Fälle fchon mehrere gezeigt hat. Die Statuten der wechselseitigen Anstalt wnrdcn mit großer Vorsicht entworfen, allein, wo cS der Erfahrung nach wünschenSwcrth war, siud auch schon einige Abänderungen im Jahre 1^j4 und 1846 znr Erleichterung der Asseknraten oder zum größeren Emporblühen der Anstalt vorgenommen worden. Die Direktion tonnte hierbei niemals willkürlich verfahren; eine Abändernng kann nur nnter Zustimmung eines dnrch 12 eigens gewählte Mitglieder verstärkten AnS-schnsscS erfolgen. Auch dermal hat sich die Direktion bestrebt, einen verstärkten Anschuß in dem nächsten Atonale März znsammeuznbringeu. Allein, dieß ist nicht gellingcn, weil von den 12 durch die meisten Stimmen Elwähltcn nur ein Einziger bereitwillig crtlärtc, dabei mitzuwirken. Die Anfmertsamkeit der Dieretion ist vor Allen» auf die ^ahrnchmmlg gelentt worden, daß in der lctzien 6jährigen Periode Gebändebesitzcr mit mehr als ;> Millionen Elassenwerth aus dieser Austalt theils freiwillig ausgetreten sind, theils statutenmäßig von derselben ausgeschlossen werden mnßten. Hiernnter befanden sich gerade viele der durch ^agc und Banart am besten gegen FeucrSgefahr gesicherte Gebäude. Wenn aber dennoch der frühere Stand der Versicherung^ Anstalt, wie eben berührt, dcdentcnd vermehrt worden ist, so ist dieß nnr dnrch den Beitritt der Gebäude vou miuder sicherer Bauart herbeigeführt worden. Manche Gcbändcbesitzcr hatten es sogar für angemessen erachtet, mit ihren beslgesi-chcrtcu Gebäuden bei den andern Austulteu, mit ihren der Fenersgcfahr mehr ausgesetzten hingegen der wcch-sclsciligen Anstalt beizutreten, weil letztere bei derlei Gebäuden unter allen Gcwinnst-Anstaltcn am wenig-^ stcn fordert. Die Ursache dieser Wahrnehmnug liegt offenbar in dem Umstaudc, daß nach tz. 69 der Statnten uon dem Besitzer der gegen Feuer best gesicherten Gebäude ein größerer Jahresbeitrag abgefordert wird, als andere Anstalten von ihnen fordern. Gerechtigkeit und Billigkeit gegen die auf solche Art überbürdeten Thcilnchmcr der wechselseitigen Austalt forderteu daher die Direction dringend a»f, dieß» falls eine sogleichc Abhilfe dnrch Herabsctznng der Jahresbeiträge für die gegen Feuer am besten gesi' chcrten Gebäude ciutreteu zu lassen. Der A. 10 der Statuten und uach Analogie eines bereits im Jahre 18H4 beobachteten Vorganges berechtigt die Direction, die, dringendsten Maßregeln, selbst ohuc Beizichung der außerordentlichen Ausschüsse zu ergreifen, um weiteren Austritten obiger Art vorzubeugen. Durch diese Betrachtung geleitet, hat die Direction der k. t. priu. innerösterr. wechselseitigen Brandschaden VersichcrmigS-Anstalt in ihrer Sitzung vom 31. Männer d. I. folgende Beschlüsse gefaßt: ,, , "^ 1. Für daS Assctnranzjahr 180Z soll für versi« cherle Gebäude der crstcu Elasse, d. i. für ciuzcln stehende oder jene in den Z Hauptstädten, wcuu sie feuersicher crbant sind, — nnr der vierte Theil der allgemeinen ausgeschriebenen IahreSqnotc z B. uon .''»2 kr. nnr 8 kr., von IM fl. VersichcriinaMerth gc» fordert werden. 2. Wird in solchen Gebäuden aber eine Gewerbe durch Feuer betrieben, so wird die Hälfte der Jahres-quote, also 16 kr. vou 100 fl. einzuzahlen sein. 3. Die Direktion wird writers auch bei feuersicheren Gebäuden außer den Hauptstädten in andern Ortschaften, die vorzügliche Vöschanstaltcn besitzen, ei" nen Nachlaß uon 25 Prozent der allgemein für das Jahr 1863 auszuschreibenden Iahresqnote bewilligen, wenn von den Asselnraten der betreffenden Ortschaft in ciuer gemeiusameu Eingabe die Beschaffenheit dcr dort vorhandenen Vöschmittel genau nnd wahrhcits« getreu angegeben, und diese von dcr Direktion als zur Gewährung dieser Begünstigung für genügend er« lannt wird. 4. Ohne von den übrigen Thcilnchmcrn dcr wech< sclseitigen Versichernngs - Anstalt einen g r ö ß crcn Beitrag ob der oben besprochenen Nachlässe ciuznfor. deren, wird dcr Ausfall für 1863 aus dcm Rcscrvefondc bestrittcn werden. 5). Dic Direktion wirkt darauf hin, den verstärkten Ausschuß noch im Monate April d. I. zu versammeln, damit die zugcstaudeueu Erleichterungen noch fortan Platz findcu können. 6. Dein verstärkten Ausschüsse wird die Direktion vorschlagen, daß — ohne die Zahl dcr bisherigen 6 Klassen zu vermehren, bei Gebändcu dcr I. itlasse vom VcrsichernngSwcrth7!'> Prozente abgc« rcchuct werden, bei der II. „ weder Erhöhung noch Abzng stattfinde, und daß bei dcr III. „ 30 Prozente, IV. „ 60 „ bei dcr V. „ 90 „ endlich bei dcr V'l. „120 „ zugeschlagen werden. Dicsc geringen Erhöhnngcu bei der lll. — VI. blasse sind nöthig, um deu Ausfall bei dcr l. Klaffe zu decken. In diesem Gegenstände wird übrigens die Direktion scllist chcstcnö dic dcrmal ncfaßtcn Beschlüsse, so wie die Auträgc zu weiteren Beschlüsse!! für den vcr» stärkten Ausschuß zur öffentlichen Kenntniß dringen. 'DruckK"^ ^crlag von Ignaz v. Klrinmayr N Fedor Vamberss. — Verantwortlicher Redakteur: Igna; v. Kleinmanr. Anhang zur Aaibachcr Leitung. « ^l^.^.^^!^.4 Wien, 2.'l Februar (Mittag' I". Nl,l.) (Wc, ^t^.) ^ll Fol^ au^wälti^r Vlrsanfsaufl.aae war.» M, 18<:0cr ^,se nm.'dtl, von dcr Ämsr l.sch an,>.w»,m...d 'nelttn sich ,eN. anch .ssrrd.t^ >Af«cn b.i.bcn ^mlich Zau.t.t. >nn M^al!iqn?"-Ob?iga^n"n schloffen tla... S.l.st w.ni/.'lc,.d^„g. i» de.. P.Pi"chc:,dcn Pvn,c» mischt. Gclv sc>rlail mchr angel'ot » als b.gcl)lt ^?cffeutliche Schuld. X. l>„ Ilaate, (fflr 10« ft.) Wtlb War« ü°/, 'Aillsl,. v. Idtii mit Äüctz, 94.40 '.'4.^ dctto chnc slbschültt 18mcl'(»ollpons . „ 57. 8155 3100 National -Aulchtn mit !>'lprii-(loupl)!l« . . „ 5 „ 3l 60 8l,70 Mrt.U>qu«, . . . . „ 5 „ 74.W 75 10 dtlll) mil Mai-lHoup. „ 5 „ 75».— 75.25 dlttu......, 4z„ 05.— «55<1 mit V^Il'su'ig u. Jahr, 1«8l> 151,.'<0 152 50 ., „ I«54 ij^ l>0 i»^i -., .. 1^0 zu 500 st. . 93,70 9!l 80 ^ ., zulOOfl, 94^0 95,- Com» » Rcntlnsch. zu42 ^.«u,tr. 1!^ 75 17.— N. dcr HroiUändcr (sür lOO fi) Nll^r-iDci^llcich . . zu 57. 87.75 88 -^ Hl!0 Waie Ob. »Ölst. und Salzb. zu 57, 84 25 84-^ Äl'lMln .....5 „ 86,^5 8675 Stl!'erm«tf.....f> .. d? 75 88 — Kärnt., Krain u ^lüst 5 „ —.— --,— Mährm u. Echllsieu .5« «7.508850 Un^ar»......5 „ 75 5l) 7>i — Tt,„. Aon , Kro. u. Slav. 5 , ?il,75 74.- Oaliziln.....5„ 7^.60 702. -1903.— St^ats'Ois.-Oss. zu 200 fl. CM. oder 500 Fr......235.- 235.60 Kais. (5Us.-Val»l zu 200 st. CM 153 25 153 75 Siid.-tn'rdd.Verb,-H. 200 „ „ 130,50 130,7^ Sud. Staats-, loml'. vl». ». (5l>Ur. ital. ^jis. 200 st. K. W 500 ssr. m 180 fl. (90"/..) l5i»z<,l,l,l»g, 269 - 270 - " Ht!b Wals Gali,..ssa>l-Lllt"v.-Bal,n z. 200st. M'i. m. 180 fl.(90°.) (iiiiz. 2I6 75 217.^ OeN. D>,'!,.-Da»!P!sch.'>Kls. ^^- 438.— 439.— Oll'krl'lich. ^'!oyd i» Trie,'! 8 " 23,').— 23«).— Wicucr Damp,»!,-All.-Äss.^.V 390,- 395.-Pcütr .ttclttlil'niltfl! . . . .4(10.-402-Völ?»,. W.sN'ahl! ^u 200 st. . 16650 167 — Thsißbahü-Ältlcn 200 st 6, M. m. 140 st. (707.) Einzahlung. l4?.— -.- Pfandbriefe (für 100 fl.1 !)latil.'»al' 6jäh.v.J. 1857z 5 7. 104 75 105,- daul ">>f w „ d.llo 5 „ 100,50 Wl. ! (i, M. v,rlu^l'all 5 „ 9l». 9» 25 MtilmaN'. alifö. W vtlll.'!,'!'. 5 „ 86 - d6 20 Uosc (pcr Stück.) stred.-Anstalt sür Handel u, Vew. »u 100 st. ö,1. W. ... 135,^0 135,60 Don -D«'»ri!.-G. z" 100 fl. (Ml. Iu0.-- 100 5u Stadtgem. Oft» „ 40 ., (§. M. 3<:.50 37 — «Hstslhazy „40., ., 96.- 9650 Salm .. 40st.öst,W. 37 50 38. G.!o Ware Palssy zu 40 st. «!N. . 3«,75 39 25 Clan, „ 40.....clU,75 37 25 St Ociil'is „ 40 „ „ . 36 75 37,— Wiodis.l'gräl) „ 20 « .. . 2l.75 22.25 Waldein „ 20 „ , . 23.75 24.25 Kealevich «10.....16 75 17,- Wechsel. 8 Monate. Weld Vrilf. ÄugMng sür 100 st. südd. W. 98 25 98,.'>0 Fraiüslitt a. M. detto 98 30 98.50 Haml'uig sin- 100 Mark Banko 87,15 87.30 ^'lid,.'!! nlv 10 Pf. Sterling . 116,^5 116 45 Paris siiv 100 «vranf« , , . 46 — 46 10 (5ours der Geldsortcn. Grid Ware .ss. Münz - Dillat.n 5 st. 55 lr. 5 st 56 Nlr Kll.'».» .... 15 „ 90 .. 15 „ 93 „ vial'olemisd'or . . 9 „ '^7 „ 9 „ 29 ., Rliss. Imperials . 9 „ 57 , 9 „ 58 „ Vereinsthalcr . . 1 „ 72j,, 1 „ ?3j „ Sill'cr-A^il) . . 115 .. - ., Hü „ ii5» ., Effekten- und Wechsel-Kurle an der k. k. öffentlichen Börse in Wien. Dtu 24. Ftbluar 18l)3. (sffektcn. !z Wechsel. 57 ^lltalliques 75,45 , Silber.....115, 5°"')/«!< Aül. 81,70 ! Lcnvlll .,..115,80 V.N!faslitN , . . 8l5 1 K.l.Dulaten . 553 KreditaM'" . ^-,,2^-^_____^_______________________..... j^ l o «« de,l ^i llzei g c. De» 21. Fslirnai 18ss3 Hl. Nislick. H^üdclöMlinn. uon zkostlijüiz^. —^ Hr- Hc^cc>,ce Hcrrln: Maeslro. Handelemlinn. u»0 — P.NlNl^arlllrr. Prioatilr, von T:ilst. Z. 3«tt. ft) Dcr Unterzeichnctc wird an dcn aufeinander folgenden Samstagen dcr Fastenzeit, d. i am 26. Fcdluar, 7., ,4., !il. und 2H März im ständischen Rcdoutcnsaalc uon <» bis 7 Ul)r Abends cincn Cyclus von fünf populär.-wissen-schaftlichcil Vorcragsn tidcr Gevlvstie für das gcbildcte Publikum bcidcrlcl Geschlechts und zwcit' nach folgendem Programme abhalten: 1. Ucbcr Zusammensctzung unscrcr Erdrinde, 2. Ucdcr Ncptuniümuö und Plutonismus, 3. Ueber Koömogonic, 4. Ucbcr Pscudomorphoscn und Umwand- lungen im Mineralreiche, 5. Folgcrungcn darauS, heutiger Standpunkt dcr Geologic. Eintritökartcn zu l st, ö. W. für allc 5 Vorträgc wcrdcn aus Gefälligkeit in den beiden Buchhandlungcn von Jg. v, Klcinmayr sc F. Bamocrg und G. ^'crcher von Mittwoch an ausgegeben wcrdcn; dcr Rciiu'rtrag ist ei? nem wohlthätigen Zwccke gcwidmct. Laibach am 23. Februar »863. Gymii. Prof. Dr. M. Wretschko.