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In der am 15. d. in Marburg stattgefundenen C-tzung dcS Volksrates teilte Dr. Delpin mit, daß er genötigt sei, seine Stelle als Obmann niederzu« legen. Die Gründe, die ihn dazu veranlaßten, liegen eirerseitS in andauernder Kränklichkeit, anderseits in dem Umstände, daß sich die Abgelegenheit seines Wohnsitzes Friedau in mehreren Fällen, wo ein raschei persönliches Eingreifen des VolkstatSob-mannet notwendig war, sich als ungünstig «twie-sen hat. ES ist zweifellos, daß diese beiden Gründe sehr schwer in die Wagschalt gefallen sein müssen, um einen Mann von dem geradezu beispiellosen völki-schen Pflichtgefühle eines Dr. Gustav Delpin zu ver-anlassen, von der Leitung eines hochbedeutsamen völ-kischen Unternehmens zurückzutreten, daS er selbst iul Leben gerufen hat, dem er durch seine glänzende Tätigkeit Seele und Wesen gegeben ha», so daß der Leuische BolkSrat für Untersteiermark und Dr. Gu> stov Delpin zwei ganz untrennbare Begriffe gewor-tat sind. In ungezählten Fällen hat der Deutsche Volks-rat sich als eine ganz hervorragende Abwehreinrich-tirog dcS untersteirischen Deutschtums bewährt. DaS Wirken deS Volksrates vollzieht sich nicht im öffent-lichen Getriebe, allein diejenigen, die mitgearbeitet lNachdruck verboten.) Z)ie Zürnende. »Fleurette, kleine Fleurette, ahnst Du denn, feie lieb ich Dich habe?" DaS Blondchen hebt daS impertinente Näschen und schaut dabei etwas von oben herab auf den Verehrer. »Puppchen ! Du bist komisch! — Was gibts do zu ahnen? Man weiß! Basta. Alle sind in mich Mtlitbt. Alle wickle ich um den Finger. Jeden Mann kann ich kirre machen — wenn ich will, — oder etwa nicht? Gott, Ihr Männer seid ja so dumm! Manchmal langweilt mich die ewige Him-welei. Geh aus dem Weg, Kleiner. Du bist nicht durchsichtig und der Spiegel kommt nun mal nicht z» mir. Der hat mehr Charakter wie Ihr I" „Fleurette, zuweilen gibst Du Dich aber so herzlos--!" „Ciel! so bin ich einmall UebrigenS hab« ich Hunger I Dina hat schon den Tisch gedeckt. Also, Ihren Arm, mein Herr! Mach' nicht ein so blödes vesicht, Puppchen. Man wird doch noch Hunger haben dürfen? Von der Liebe kann Deine Fleurette »un mal nicht leben. So — schenk' ein. Denke. Ssier» war der Gras da; er bot mir ganz feierlich nen Schutz an — eigene Wohnung, Lakai, Gummi-radier. Goit, war der komisch in seiner Geschwollen« heil! So ein Graf denkt wunder, was für eine Ehre eß für unsereiner, ist, wenn er sich herabläßt. Aber ich mag den KropshalS nicht. Hab' ihm daS auch ge-sagt. Ra, er ging belämmert und 'n bischen belei-dizt weg. Heute schickte er mir die Rosen. Wie zart« finnig! Rosen! Das olle Kameel! Wenn er noch emea Ring, eine Brosche dabeigelegt hätte l Der ist haben und die die Hilfe de« VolksrateS suchten, wer» den von der Ueberzeugung durchdrungen sein, daß unser volkSrat unter Leitung de« Dr. Delpin ein Segen für das Deutschtum im Unterlande war. DieS konnte er nur sein, da an seiner Spitze ein Mann stand, der einen unbeugsamen Radikalismus mit einer hohen idealen Auffassung deS deutschen Lebens und der deutschen Politik vereinigte, der felbstloS mit scharfblickender Umsicht und geradsinniger Tatkrast alle Fragen, die au daS untersten ische Deutschtum herantreten, ebenso klug wie fest anfaßte. Schon feit langer Zeit trug sich Dr. Delpin im Deutschen VolkSrate mit RücktrittSgedavken und eS war bisher immer gelungen, ihn zu weiterem Aushärten zu bewegen. In der letzten BolkSratS-sitzung löste seine kategorische Erklärung, seinen Rück« tritt unter allen Umständen aufrecht zu erhalten, allgemeine Bestürzung hervor und leider war der Hinweis, daß Dr. Delpin im Deutschen VolkSrate unersetzlich sei und daß sein Rücktritt sür *en Volks-rat selbst schwere Folgen haben müsse, vergeblich. Nur soviel war zu erreiche», daß er sich bereit er-klärte, alS zweiter Obmannstellvertreter auch ferner-ihn der Oberleitung anzugehören und damit ist noch immerhin die Möglichkeit geboten, daß er der neuen Leitung dcS Deutschen VolkSrateS mit seinem unmittelbaren Rate auch weiterhin hilfreich zur Seite steht. Ueber Vorschlag der Vertreter der Stadt Mar-bürg, den der KreiSvertreter Herr Lehrer Karl Ruß erstattete, wurde der bisherige Obmannstellvertreter Herr Dr. Otto Ambroschltsch, StadtamtSvorstand in Eilli, zum Obmannr gewählt. Zum ersten Obmann- trotz seiner grauen Haare noch grün in solchen Din-gen. Und weist Du, wer noch da war? DaS errätst Du nie. Puppchen.--Der Tombose — wollte mich zum Barietee überreden. Bomdenmäßige Gage. Aber natürlich Sklavendienst. Fällt mir nicht ein. Beim Ballett steht man nichts auS. Außerdem hat der Baron nobel für mich gesorgt. — Du, gestern hab' ich meinen Buben gesehen; der Schlingel wird groß!! Bald wächst et mir über den Kopf. Denke, wie komisch: ich als Mutter eines so großen Ben-gelS! »der lieb ist er, — ganz der Vater. Nur meine Haare hat er. Tu solltest ihn einmal ansehen! — Warum siehst Du denn so böse aus? Wegen deS Buben? Du blöder Kerl! Fast alle meine Kol-leginnen haben doch ein Kind. Später ist man nicht mehr so dumm. Die anderen Habens schlimmer, — ür meinen ist wenigstens gesorgt. Gott, bist Du ad! Ich glaube, Du bist sogar auf den Baron eifersüchtig. Ra, wenn Du nicht mehr Ursache hät-lest, täte ich mir leid." „Fleurette, Du marterst mich!" „Nanu — tragisch? Höre mal, mein Jung-chen, werd' nicht unbequem; das wäre daS sicherste Mittel, mich loS zu werden. Ich bin mal nicht ge-schaffen für hausbackene Treue und so 'waS. Früher hab's ich auch mal damit ernst genommen; natürlich war ich die Dumme. Heute will ich mich amüsieren. Unsereiner ist doch dazu da. das Leben zu genießen und eS anderen zu versüßen — oder nicht, Du Brummbär? — Wenn Du wüßtest, wie viel bester Du mir gesillst, wenn Du lachst I Ich mag über-Haupt nur sesche, lustige Leute! Merk' Dir daS! Reich' mir mal daS Kompott herüber. Großartig! — Koste einmal. Dina versteht zu kochen. Du ißt ja gar nicht, — dummer Kerl! Ich glaube, Du bist stellvertreter wurde über Antrag deS Dr. Otto Am' broschitsch der bisherige zweite Obmannstellvertreter Her» Lehrer Karl Ruß (Marburg) und zum zwei-ten Obmannstellvertreter Herr Dr. Gustav Delpin gewählt. _ Dir Staatoangestrllten und der Deutsche Nutionalvrrlmnd. Zu der von der „Koalition der steiermärkischtn StaatSangestelltenvereine" gefaßten Entschließung gegen den Nationalverband und gegen meine Per« son sei mir solgende Erwiderung gestattet: Die Resolution konnte nur in Unkenntnis der vorgefallenen Tatsachen gefaßt werden. Ich bin da» her vollkommen überzeugt, daß die geehrten Herren Kollegen in Steiermark ander» urteilen würde», wenn sie mit mir für die Sache der deutschen Post» ler gekämpst und nicht au» den ihnen zugekommenen einseitigen Berichten oder unrichtig gebrachten Zei-lungSnachrichten ihr Urteil geschöpft hätten. Ich kann daher den Herren den Borwurf nicht er« sparen, daß e» ihre Pflicht gewesen wäre, vor Ab» fafsung einer Verurteilung auch die Stimme der« jenigen zu hören, die von der roten Internationale systematisch verleumdet werde». ES ist eine fest-stehende Tatsache, daß nicht ich der Staatsange» stellte»koalition „in den Rücken gefallen" bin, fon» dern gerade umgekehrt, die Wiener „Koalition" dem Reichsbunde deutscher Postler in den Rücken gesallen ist, indem sie bereit« bei der Bildung der Koalition, al» vom Nationalverbande und meinen Artikeln noch nicht die Rede war, den „Reichsbund deutscher Postler" nicht beigezogen hat, mit der Begründung, wirklich blödsinnig verliebt! Hoffentlich nur in mich — das bitte ich mir aus! Denn sonst — na, da könntest Du mich kennen lernen. E« ist ja über-Haupt idiotenhast von mir, mich mit Dir einzulassen. Aber Du gefällst mir, Puppchin. Ich werde Dich nur Puppchen nennen. Emil ist philiströs. Du bist ein viel zu lieber Schneck für „Emil" l Der Graf heißt übrigen» Johanne» — ganz »»»gesprochen Johannes — ha ha, Hunne» wäre noch hübscher und — passender. Gott, wenn ich so meine Arbeiter durchgeht, — was für verschiedene Nameu — Tobias — ja — der erste hieß Tobias; es war so grün und so dumm — pst — auch so lieb wie Dn, und dann kam ein Karl und ein Kurt und ein Waldemar. Ach, war da» ein schöner Mann! Und dann ein Gert, ein Ludwig, ein Si-gismund, und noch Han» und Franz. Wa» weiß ich! Hauptsache, daß es lustig war l Bist Du eifer-süchtig? Auf die, die gewesen? Du, daS mußt D» Dir abgewöhnen. Wenn wir auf unsere Vorgänge-rinnen eifersüchtig sein wollten! Wie — wahr- und wahrhasttg — ich bin Deine erste Liebe? Du, lüge nicht! Schau mich an! Fest! Na ja — Du bist schon so ein Tschaperl. Dir trau ich'S zu. Also hast Du mir dankbar zu fein, für ewige Zeiten, hörst Du? Denn ich bin doch eine gute Lehrmeisterin oder etwa nicht? Ha ha — wenn ich denke — Deine brave Mama sehe ihr ..Emilchen" in meinem Bou- doir oder gar--die gute Haut würde sicher hysterisch. Ach diese braven Spießer sind ja doch so komisch! Ich hatte auch so eine Tante. Die hat Mich verflucht und mir ein schlimmes Los prophe-zeit. Na, Du siehst ja, man lebt trotzdem. Und wenn man schon so ein Kleinkinderschreck sür die Art Leutchen ist--für gewisse bleibt man doch Keuche Wücht Nummer 93 daß dieser national und daher kein Fachverein sei (!!). Der allzu durchsichtige wahre Grund der verletzenden Nichteinladung de« Reichsbundes bei der Gründung war einzig und allein vie Furcht vor unserer unerschütterlichen nationalen Gesinnung, die bei aller Wahrung der gemeinsamen Interessen e« niemals zugelassen hätte, daß die Not der Staats-angestellten zu fozialdemokratischen Parteizwecken mißbraucht werde, wie eS tatsächlich in der Weigl-Versammlung geschehen ist, Beweis dessen altbe» währte Beamtensührer, wie Abg. Dr. Waber und Kemetter, niedergeschrieen, dagegen sozialdemokratische Mandatare, die offen heraussagten, daß die Staats-angestellten mit dem Stimmzettel (also im sozial-demokratischen Sinne) ihrem Unmute kund geben mögen, zugejubelt wurden. Gegen diese parteipolitische Hetze im Interesse des Ansehens der Staats-angestellten zu protestieren, gehörte nicht ein „trau-riger", sondern gerade umgekehrt ein freudiger Mut, und verschiedene mir zugekommene Beifallskundgebungen haben mir bewiesen, daß ich nur stolz sein kann, in kritischer Stunde gegen den TerroriSmu» der Internationalen Stellung genommen zu haben. Was aber mein Eintreten für den Deutschen Nationalverband anbelangt, so war dasselbe in doppelter Hinsicht notwendig: 1. vom idealen Stand-punkte als Zeichen deutscher Treue deutschen Män-nern gegenüber, die von VolkSsremden in der ge-hässigsten Weise angegriffen wurden, und 2. vom praktischen Standpunkte aus, da durch meine Ver-teidigung des Deutschen Nationalverbandes die Er-bitterung mancher Abgeordneter über die ungerechten Angriffe gewichen ist und nunmehr der National-verband mit umso größerer Wärme für die Belange der Staatsangestellten eintritt. Der Beschluß des Nationalverbandes aber, als solcher künftig nur mehr mit völkischen Organisationen zu verkehren, ist — wie selbst daS christlichsoziale „Weltblatt" aner-kennen mußte — selbstverständlich und logisch. Ein nationaler Berband kann doch nur zu den nitio-nalen Vereinen halten und unmöglich zu den inter-nationalen. DaS Köstliche an der Sache ist aber, daß man von gewisser Seite bisher immer beklagte, daß die Nationalverdändler nicht stramm genug feien, was auch auf Richtigkeit beruht, denn die Mitarbeitfchast bei Judenblättern einiger Abgeord-neter, die viel zu geringe Zurückweisung der ilalie-nischen Hochschulforderungen usw. haben tatsächlich oft berechtigtes Mißfallen erregt und nun, da der Nationalverband sich aufrafft und in einer natio-nalen Frage entschieden Farbe bekennt — wird et wieder bekämpft! Gerade so ist es mit der Frage der Dienstpragmatik. Er konnte für die KoalitionS- die Oase in der Wüste der Alltäglichkeit, gelt Du, Püppchen?" Ach, Fleurette I Ja, Du bist ein Engel, ein Teu-sei, bist Himmel und Hölle zugleich. Aber wenn Du einmal alt wirst . . „Grobian, was unterstehst Du Dich? Ich alt — ich, Fleurette! Bist Du wahnsinnig geworden? Man ist nur so alt, wie man aussieht. Sehe ich aus wie nahe dreißig? Hab' ich ein Fältchen im Gesicht? Wie kannst Du mir mein Alter vor-werfen?" „Aber Fleurette, ich warf Dir doch nicht Dein Alter vor.'' Doch! Du warfst e» mir vor. Aber ich werde Dich gleich hinauswerfen. Du Grünling Du, Du undankbarer Fant. Hab' ich eine Kleinkinderbewahr-anstatt? Mach' doch, daß Du zur Mama kommst, Du keuscher Moralist! Sie mag ihr „Emilchen" in Watte packen und unter einen Glassturz setzen, da-«it er unbeschädigt bleibt.' „Fleurette, süße, angebetete Fleurette, sei doch nur gut." Doch die Erzürnte hörte nicht auf ihn. Ihr Busen hebt sich stürmisch: ihre Augen schleudern Blitze auf den unglücklichen Jüngling; ihre Barri-sonlocken zittern vor Empörung. .Hinaus, sag' ich! Hinau»! Noch bin ich Fleu-rette, die gefeierte, umworbene Fleurette, die zehn an jedem Finger hoben kann und nicht solche Habe-nichtse und Säuglinge wie Sie, mein Herr!" „Fleurette," stöhnt Emilchen; „Fleurette, Du sagst mein Herr zu mir, Deinem Pupvchen?" „Ach waS, Puppchen l! Sie sind doch kein Wicketbaby mehr! Und nun, mein Herr, entfernen Sie sich. Ich hoffe, daß Sie nicht aufdringlich sind, denn sonst —" und drohend blickte die Zürnende aus die Tür. Da schleicht Emilchen geknickt hinaus, um — am andern Tage wiederzukehren. paragraphe oder gegen dieselben und kann auch jetzt für oder gegen den Finanzplan stimmen — et hat immer unrecht. Diese unlogische und perfide KampfeSweise ist e», die ich betämpse, nicht aber die „nationale Ge-sinnung" der Staatsangestellten. Wenn wir immer von deutscher Einigkeit reden, müssen wir sie auch betätigen. Fehler einzelner Abgeordneter kann man und soll man tadeln, aber den Deutschen National-verband, — diesen kostbar erkämpften Zusammen-schluß verschiedener deutschen Parteien zu einem politischen Machtsaktor, sollen wir schützen und ver-teidigen, wenn uns an der Erhaltung deutschen BolkStumS ernstlich gelegen ist. Jedenfalls war eS eine Schmach, daß deutsche Beamte dem Tschechen Panek und dem polnischen Juden Diamand zu-jubelten, als wären sie die Retter der StaatSange-stellten. Bei einem anderen Volke wäre ein solches Verhalten undenkbar. Wohl bestürmten auch die tschechischen St^atSangestellten ihre Abgeordneten, ebenso wie die Polen die Vertreter des PoleuklubS, aber niemals wäre es möglich gewesen, daß ein Deutscher bei tschechischen Beamten Beifall gefunden hätte, wie eS umgekehrt im deutschen Wien geschah. Hier konnte „Pane" Panek im Brusttöne seiner Ueberzeugung ausrufen, daß er im Namen von 10.000 StaatSange stellten spreche. Die Deutschen klatschten ihm Beifall, nicht bedenkend, daß jene Worte für die utraquistisch organisierten Kollegen eine moralische Ohrfeige waren. 10.000 Tschechen sind in der tschechischen Poftunion organisiert! Für sie gibt e» keine „farblosen" oder „internationalen" Vereine, da ihnen das BolkSinteresse oberster Grundsatz ist. Und unsere lieben Deutschen? Sie „verur-teile»" das Vorgehen der Leitung nationaler Be-rusSorganisationen und drücken nationalen Abge-ordneten ihr „Befremden" aus, weil sie mit natio-nalen Organisationen verkehren!!! Wahrlich, wir haben alle Ursache, die Tschechen zu beneiden. Sicher ist, daß Slawen niemals im Stande wären, zum Gaudium ihrer völkischen Gegner Stammes-genossen anzugreifen, weil sie den Internationalen das Nationale entgegenstellten. Aber trotz alledem hoffe ich, daß in nicht allzu ferner Zukunft auch die deutschen SiaatSangestellten die Notwendigkeit der nationalen Organisation endlich ersassen werden, wie eS unsere wackeren deutschen Eisenbahner und Handlungsgehilfen schon längst und mit Erfolg auch für ihre materiellen Belange getan haben. Dann werden wir völkisch Organisierte jenen, die sich heute noch eine jüdische Führerschast Grabscheid gefallen laffen und nationale Männer mit Kot beweisen, zu-rusen: „Sie kehren zu der Quelle in Lieb' und Reue hin." Paul Pogatschnigg, Obmann des „Reichsbuudei deutscher Postler Oesterreich«". Der Dreibund. Die bevorstehenden Beratungen der Delega-tionen werden wiederum die Approbierung der Politik ergeben, die aus dem Dreibünde ausgebaut ist und sich auch im Lause de« letzten Jahre» unier oft sehr schwierigen Verhältnissen als durchaus tragfähig erwiesen hat. Bon slawischer Seite wird man allerdings auch diesmal die bekannte dreibund-gegnerische Note anschlagen hören und auch in der ungarischen Delegation sollen einige oppositionelle Mitglieder die Absicht haben, in dieselbe Kerbe zu hauen, allein kein Politiker von Bedeutung wird sich unter diesen Unzufriedenen befinden. In der Tat ist eS in der letzten Zeit schwie-riger geworden, den Dreibund selbst vom slawischen S'andpunkte au» zu kritisieren. Die Kramarsch und Konsorten mögen mit ihm unzusrieden sein, allem sie sind nicht einmal mehr imstande, der Monarchie auch nur theoretisch einen Eriatz hiesür zu bieten. In den Stürmen de» zweiten Balkankriege« ist der all-slawische Geda.'ke untergegangen, und die Erschei-nungen, die sich im Südosten Rußlands geltend machen, bedeuten eine neue tiefe Spaltung in der slawischen Welt. Wenn von tschechischer Seite wie-der um dem Wunsche nach einer Besserung der öfter-reichisch - russischen Beziehungen Ausdruck gegeben werden sollte, so werden dem auch die Deutsche» zu-stimme»; allein ebenso wie einerseits eine Annäherung zwischen Wien und Petersburg durchaus nichl im Gegensatze zu dem Dreibunde stünde, sondern ihn vielwehr wirksam ergänzen würde, so läßt sich anderseil« nichl verkennen, daß diese Bessergeftal-tung der österreichisch-russischcn Beziehungrn nicht mehr irgend welche deutsche Interessen im Wege stehen, sondern daß eS sich hier um Interessengegensätze innerhalb der slawischen Welt handelt, die die Beziehungen zwischen Wien und Petersburg sehr empfindlich stören. Damit hat die bisherige slawische Kritik an dem Dreibunde ihre Basis vollständig verloren. Umso beachtenswerter ist es, wenn in der letzten Zeit der Vorschlag austauchte, die Fäden de« Dreibundes enger zu ziehen, ihn aus einem Desen-stvbündniS in ein Schutz- und Trutzbündnis umzu-wandeln und unter Forderung eines militärisch» Minimums von seinen Teilhabern die Ausgestaltung ihrer Wehrmacht mehr als bisher in Einklang z» bringen. Demgegenüber kann wohl festgestellt werden, daß die Forderung nach einer Umgestaltung diese« Defensivbündniffes in ein Schutz- und Trutzbündni« nicht so sehr in den Verhältnissen begründet erscheint, wie Vereinbarungen hinsichtlich der AuSge« staltung der Wehrmacht der Dreibundstaaten. Be-reiis vor JahreSsrist ist von Italien au» die An-regung gegeben worden, daß Oesterreich Ungarn und Italien sich hinsichtlich der Verstärkung ihrer Krieg«-flotten verständigen. Würde diese Anregung erwei-tert und die Ausgestaltung der Wehrmacht der Dreibundstaaten mit Rücksicht auf die Ausgaben ver-einbart, die ihnen infolge ihrer geographischen La« im Falle einer Kooperation znfallen würden, so könnte dadurch zweifellos eine erhebliche Steigerung der militärischen Krast deS Dreibundes ohne wesent-liche Vermehrung der Ausgaben sür Wehrzwecke er-zielt werden. — Da in den bevorstehenden Delega-tionSdebatten auch die Frage der weiteren AuSge-stattung der österreichisch - ungarischen Wehrmacht hereinspielen wird, wäre eS nicht unangebracht, wen» hiebei auch die besprochene Anregung zur Geltung käme. Politische Nundschau. ..Dieses vertrottelte Wien . . „DaS deutsche Volk hat eine» Goethe, aber Sie lesen ihn nicht. Sie haben große Deutsche, aber wenn man sich dieses vertrottelte Wien anschaut . . .* Abgeordneter Dr. StranSky am 14. November 1913. Man schreibt unS: Dem ReichSratSabgeordne-ten Dr. StranSky ist am vergangenen Freitag i» Abgeordneienhause der Ordnungsruf erteilt worde». Warum? Etwa, weil er mit dem Brusttöne der Ueberzeugung den Halbschlummer deS kleinen Ainaaz-plane« störte? Oder wirklich nur, weil er sei« schlechte Laune — die Rest vom Gasthause zu» „goldenen Lamm" füllte ihm wohl zu wenig hei»i. scheS Zwetschkenmuß in die Büchlein und der „Ober' schrieb au« Versehen die Rechnung auf einen Zwei« qellerzahlzettel deS Deutschen SchulvereineS — übet diese» .vertrottelte Wieu" auSgoß? Diese« „vertrK» telte Wien", dem e» doch zur AuSzeichuung gern-chen muß, einen Dr. StranSky in seinen Mauer» zil beherbergen. Die bösen Leute, die überall ei» Haar in der Suppe finden, wollen der Welt glaube» machen, Herr Dr. StranSky habe eS wirklich nur aus eine gemeine Anpödelung de« Wienenum« ad^e-sehen. Diese verkennen ganz die ernsthafte, logische Denkweise dcS Herrn Rccht«anwalteS und halten siir wüste Schimpfrede, was jenem bittere schmerzlich er-saunte WahiheU ist. Freilich, die ganze Schuld « diesem bedauerlichen Mißv«>ständnisse trifft auch dieseSmal wieder die Deutschen, die eben nicht de» notwendigen Takt de>aßen, den Herrn Abgeordnet» Dr. StranSky auSreden und ihm die Begrö»« dung für seine keineswegs vorgefaßte Meinung v«c-bringen zu lassen. — Dr. StranSky hält e« alt neidloser Bewunderer unserer Klassiker jedenfalls mit dem Schillerworte: „Nichtswürdig ist die Nili«, die nicht ihr Alle« freudig setzt an ihre Ehre!" — Und so hat er mit dem Ausdrucke, der diese« „on-tioltelie Wien" betrifft, gewiß jene deutschen Wieiur gemeint, die sich taud stellen, wenn sie aus der Straße und in öffentlichen Lokalen von schreiende, und Heylieder singenden Tschechen herausgefordert werde»; jeneS Wien, daS frühmorgens auigerechiU die Zeitung zur Hand nimmt, die Anpreisung» tschechischer Kaufleute und Ankündigungen tschechischer Banken enthält. DaS „vertrottelte Wien" ist jeneS, das dem Tschechen zu verdienen gibt, da« die Wechselstuben der ZivnostcnSka Banka und die Ge« schäsiSiänme der Zalozna bevölkert; daS „vcrtrsl-telte Wien" ist jene«, da« vom tschechischen Hofr« und den Urwiener Postwcnzcln biS heute noch »uhlt Nummer 93 dem«kl hat; das heule noch fragt: „WaS ist die l«s KoliSko?" Da» „vertrottelte Wien", das sind jene, die sich von Schlagworten internationalen Ge-prigeS immer noch betören lassen, die in der Stunde der Not« ihre deutschen Brüder im Stiche lassen und sie an die mit den Tschechen verbündete Jnternotio-nale verraten und verlausen. Hat Dr. StranSky dieses vertrottelte Wien gemeint? Oder doch nicht? Wollte Dr. StranSky aber vielleicht die bodenstä»' digen deutschen Wiener meinen, dann kann er ver» sichert sein, daß diese sich über seine Schimpsereien nicht sonderlich aufregen. Sie zucken höchstens mit-leidig mit den Achseln und einer oder der aedere, dem Dr. StranSkyS neidlose Bewunderung GoetheS besonders imponiert hat, meint, ein bekanntes Goethe-wort varriierend: „Wir können den StranSky nach unserem Sinne nicht formen. So wie Gott ihn uns gab. so muß man ihn lassen gewähren . . ., ihn lassen gewähren zu Nutz und Frommen von — Wien!' Karl Lustig. Ein südslawischer Städtetag. Im Süden ist eine recht merkwürdige neue Organisation geplant. ES soll ein neuer Städtetag geschaffen werden. Städtetage sind ja jetzt üblich und finden wiederholt statt zur Herbeiführung einver-ständlicher Vorkehrungen im Interesse der städtischen Verwaltung und städtischer Anliege». WaS aber da unten geplant ist, das dürste wohl mit den üblichen Aufgaben der anderen Städtetage kaum etwa» zu tun haben. Der Städtetag, der gegründet werden soll, nennt sich ein südslawischer Städtetag und an der Spitze dieser neuen Organisation stehen die Bürgermeister von Laibach und Spalato aus Oester-reich, von Agram aus ungarischem Gebiete, von Sarajewo au» den österreichischen Reichslanden, außerdem noch der Bürgermeister von — Belgrad. Damit dürste wohl genügend gekennzeichnet sein, um was eS sich den Mischern des Städtetages han« bei». Von Wasserleitungen, Trinkwasser, Gasanstalten und elektrischen Bahnen wird wohl bei diesem Städtetage nicht viel die Rede sein. Dafür umso-mehr vom zukünftigen südslawischen Reiche, in dem alle jene Hauptstädte unterkommen müffen, deren Bürgermeister sich jetzt zum südslawischen Städte-tage zusammenfinden. Die kroatische Frage. Aus Agram wird der „Wiener Deutschen Korrespondenz" geschrieben: Die Beratungen des königlichen Kommissärs Baron Skerlecz mit den Führern der kroatischen Parteien sind soweit gedie-hen, daß man die Linien des Entwirr»ngSprvgram-meS bereit« deutlich wahrnehmen kann. Die kroatische Krise ist bekanntlich aus der Eisenbahnpragmatik iiustanden, durch die die kroatische Autonomie unleugbar verletzt wurde. Hiezu kamen noch Beschwer-ixn gegen die Magyariiierung kroatischer Ort«-»amen und gegen die Durchführung de« finanziellen ausgleiche« zwischen Ungarn nnd Kroatien. Ver-schärft wurde die Krise jedoch durch einen Antrag, der seinerzeit im kroatischen Landtage gestellt wor-den war und die staatsrechtliche Trennung Kroatiens von Ungarn verlangt hatte. Um die Annahme dieses Antrages zu verhindern, mußte der kroatische Land-tag ausgelöst, die Verfassung suspendiert und der wnuS (Statthalter) durch einen königlichen Kom-misfär ersetzt werden. Die gegenwärtige ungarische Regierung will nun Kroatien soweit entgegenkam, wen. als sie die Abstellung der kroatischen Be-fchwerdcn nicht mehr von der Wahl eine« unionS-freundlichen Landtages abhängig macht. Es sollten also zunächst die anstößigen Bestimmungen der Eisinbahnpragmatik beseitigt und auch die übrigen materiellen Beschwerden der Kroaten abgestellt wer-den. ganz unabhängig von der Frage der Wieder-Herstellung verfassungsmäßiger Zustände. Man hofft, daß die Stimmung im Lande, die ohnehin sich schon unter dem Einflüsse der entgegenkommenden Haltung deS königlichen Kommissärs Baron Skerlecz sedr be-ruhigt hat, sich danu derart gestalten wird, daß es möglich sein werde, daS Kommissariat wieder aus-zuHeben. Baron v. Skerlecz als Banus zu in-Mieren und die Neuwahlen sür den Landtag aus-zuschreiben. Sollte der neue Landtag sich jedoch trotz der Abstellung der kroatischen Beschwerden wieder außerhalb der Versassunz stellen, dann müßte man allerdings zu dem Kommissariate zurückkehren. Es wird darum also von den kroatischen Parteien abhängen, ob die Wiedereinsührnnz konstitutioneller Zustände von Dauer ist oder nicht. Heatfche Aachj_ Aus Stadt und Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag den 21. d. um 5 Uhr nachmittags findet eine ordentliche öffentliche Gemeindeausschuß-sitzung statt mit der folgenden Tagesordnung: Mitteilung der Einlaufe. Berichte det RechtSauSschuffeS über die Ein-gäbe deS Kuratorium« der städtischen zweiklassigen Handelsschule für Knaben und Mädchen wegen Bor-nähme der Neuwahl der Mitglieder in diese« Kura» torium und die Eingaben wegen Zuerkennung deS HeimatSrechteS in der Stadt Cilli auf Grund des zehnjährigen freiwilligen und ununterbrochenen Aufent-Haltes, betreisend: den Schuhmacher Michael Papou, die Bedunerin Margarets Katsch, den Kausmann Anton Topolak, die Bedienerin Maria Ropan, den Ingenieur Hans Gutmann; den Privatbeamten Emerich Schieß, den Kanzleigehilfen Anton Supan« tschitsch, die Wäscherin Helene Skasa, den Kon-toristen Georg Spechtler und den Drogisten HanS Fiedler. Bericht des Bauausschusses über den Amts-vortrag wegen Ausbesserung der hölzernen Ein-friedung beim städtischen Schulgebäude in der Gra-bengasse. Berichte deS FinanzauS'chusseS über 1. da« Ansuchen des BadedienerS Josef Skorjanz um Be-willigunz einer Remuneration; 2. einen Amttvor« trag wegen Uebernahme der Kosten sür die Bei-stellung eine« GerichtSdienerS während der vorübergehenden Unterbringung des Bezirksgerichte«; 3. die Aeußerung des k. k. LandeSkonservatorenamteS in Graz wegen Ausbesserung der Kapellen am Kal-varienberge; 4. die Eingabe de« Deutschen OrlS-schulvereineS in Hrastnigg u« Bewilligung eineS Beitrages für 1914 und 5. daS Ansuchen der Leh-rer um Weiterbewilligung des WohnungSgelde«. Bericht« deS GewerbeauöschusseS über 1. die Eingabe der Anna Radosch um Verleihung einer Trödlereikonzession; 2. die Eingabe des Gottsried Semlitsch um Verleihung einer Kinokonzession un» 3. einen Erlaß der k. k. Statthalterei in Graz in Angelegenheit der Abänderung der Biehmarktordnung sür die Stadt Eilli; 5. die Eingabe dr« Ferdinand Oberster um Erteilung der Bewilligung zum Braten und den Verkauf von Kastanien am Hauptplatze. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Todessall. Am 16. d. nacht« ist hier der k. u. k. Rittmeister d. R. Herr Constantin Baron Fiedler. Gutsbesitzer aus Görzhof, einem lange», qualvollen Leiden im 52. Lebensjahre erlegen. Die irdische Hülle deS Verblichenen wurde am DienStag vormittag« am hiesigen Bahnhose feierlich eingeseg-net nnd hieraus nach Trieft überführt, wo sie am Mittwoch nachmittags am Zentralfriedhos« in der Familiengruft beigesetzt wurde. Vom politischen Dienste. Der Statt-Halter hat den Bezirkskommissär Dr. Raoul Stadel von Degenburg von Jndendurg zur Bezirkshaupt-schast Graz, den BczirkSkommissär Dr. Rudolf Frei-Herrn von Eteeb von Rann zur pezirkShauttmann-schaft Marburg, den Statthaltereikonzipisten Dr. Egon R. v. Arten« (Statthalterei) zur Bezirks-hauptmannfchaft Leoben, den Statthaltereikonzipisten Dr. Alsons Weffrly von Marburg zur Bezirks« hauptm mnfchaft Rann, den Statthaltrreikonzipisten Karl Schmidt von Luisingen von Siezen zur Be-zirkshauptn annschast Judenburg, den Statthalterei-konzipisten Dr. Mas Brzezina von Birkenthal von Brück a. d. Mur zur BezirkShauptmannschast VoitS-berg, den Statthaltereikonzipisten Siegmund Ritter v. Benigi in Mueldenberg von G«,z zur Bezirks-Hauptmannschaft Brück a. d. Mur, den Statthal-tereikonzeptspraktikanten Dr. Franz Fina von Graz zur BezirkShanptmannfchast Eilli, den Statthaltern-konzeptSpraktikanten Arnold Mader von Graz (Statt-haltereij zur BezirkShauptmannschast Liezen, den StatthaltereikonzeptSpraktikanten Viktor Zangger von Graz zur BezirkShaupimannschaft Pcltau übersetzt, dann den Statthaltereikonzipisten Dr. Max Ringel in VoitSberg und den Statthaltereikonzipisten Dr. Walter Ulberth in Leoben zur Dienstleistung bei der Statthalterei einberufen. Aus dem Landesschulrate. In den zeit-lichen Ruhestand wurde versetzt die definitive Lehrerin in Schleinitz Stephanie Lecker. In den dauern-den Ruhestand wurden versetzt: die im zeitlichen Ruhestand befindliche definitive Lehrerin in St. Veit bei Montpreis Josefine Bezlaj; die im zeitlichen Ruhestand befindliche definitive Lehrerin in Tüsser Albine Cuntara; der Oberlehrer in St. Marga- Seite 3 reihen bei Römerbad Franz Peear; die im zeitliche» Ruhestand befindliche definitiv« L«hrerin in St. Marein bei Erlachstein Leopoldine Hotscheivar-Jutrasch. Die Anerkennung wurde ausgesprochen der definitiven Lehrerin in Tüffer Albine Cuntara anläßlich ihrer Versetzung in den dauernden Ruhe-stand für ihre vieljährige, ersprießliche Leistung im Schuldienste. Veränderungen im Personalstand der Südbahn. Ernannt wurde: StationSches Josef Zeiler, Revident in Bozen-Grie«, zum Sta-tionschef in Lebring. — Versetzt wurden die Revi« deuten: Alfred Medweth von Marburg-Hauptbahn« Hof nach Villach-Hauptbahnhof; Otto Holzgruber von Villach Hauptdahuhos nach Wien Südbahnhos. Die Adjunkten: Josef Leitner von Marburg H.rupt« bahnhof nach Graz Hauptbahnhos; Robert Jörgen von Villach Hauptbahnhof nach Graz Hauptbahn« Hof; Franz Schroll von Brück an der Mur nach Graz Hauptbahnhof. Die Assistenten: Rudolf Min! von Nabrefina nach Görz Südbahnhos; Rudolf Hojs von Stor6 nach Feistritz; AloiS Gruber von Pettau nach Bruneck; Weikhard Gandini von Do-nawitz nach Marburg Hauptbahnhof; Josef Koll« mann von Unterdrauburg nach Pettau; Bernhard BremScak von Opcina Südbahnhos nach Trieft. Die Beamtenafpiranten: Franz Müller von Bleiburg nach Grajenstein; Wilhelm Stroblik von Bleiburg nach Sillian. — Pensioniert würd« mit 1. Novrm« ber 1913: Anton Ohmana, Obcrrevident in Marburg Hauptbahnhos. Verzichtleistung. Der behördlich autorisierte Bergbauingenieur Herr HanS Gutmann in Cilli hat seine Befugnis zurückgelegt. Das erste Sinfoniekonzert des Cil-lier Mufikvereines. das Sonntag den 16. d. im großen Konzertfaale des Deutschen Hause« statt« fand, bewies uns durch sein, auch hochgespannte Er-Wartungen übertreffendes Gelingen aus« Neue, daß der Musikverein in Cilli nicht selbstzusrieden aus den errungenen Lorbeeren ruht, sondern in ernster, zielbewußter Arbeit die erobrrte Höhe seiner Leistun-gen zu erhalten weiß. Den Ansang machte die Sin-fvnie in F'dur op. 9 von Hermann Götz. Dieser Meister ist das Musterbild des idealistischen deutschen Musiker« älterer Zeit, und trotz seiner ostpreußischen Abstammung ein gefühlsschwelgerischer und romanti» scher Lyriker ohne eigentliche dramatische Ader. DaS Schönste geben seine in der Form gedrungenen, im Inhalte von beinahe Schubertschem Geiste ersüllten Mitteljätze. Herrn Musikdirektor I. C. Richter g«-lang e» mit dem, durch Zuziehung von zahlreichen Dilettanten und auSwäriigen Musikern verstärkten Vereinsorchester, die reichen Vorzüge des Werke«, seine blühende, warmherzige Melodik. seine packen« den Rhytmen vortrefflich wiederzugeben. Die Aus« jührung zeugte von Sorgsalt und hingebendem Studium. Nachdem der wohlverdiente Beifall verklun« gen war, trug Frau Frieda Gallent-Teppey die große Arie der Aida aus dem ersten Akt der Oper Aida vor. Die Künstlerin ist in dem glücklichen Äe-sitz« einer prachtvollen, königlichen Sopranstimme von seltener Kraft und Weichheit. Zu diesen natür-lichen Gaben tritt eine vollendete Schulung des edlen Organes, eine außerordentliche Gtsangskuliur. Ein Mezza voce von bestrickendem Reiz, rin mühe-lo« sich vollziehende« Jueinanderflikßtn der Register, eine vortreffliche Phrasierung sind für die Künstlerin weiter nicht« al« Selbstverständlichkeiten. Ueber dem, unter Musikdirektor Richters Leitung schmiegsam be« gleitenden Orchester, strahlte die warme, üppig quellende Stimme in unvergleichlicher Klangschön« heit, ließ voll Adel und Ausdruckskraft Verdis un« sterbliche Kantaline vor un« erstehen und zwang alle Hörer in ihren Bann. Stürmischer Beisall er« langte die Zugabe zweier Lieder, mit welchem die Künstlerin ihre Meisterschaft in der Beherrschung dieser kleineren Gattung bewie«. Man hätte gern vi«l, viel mehr gehört! Dann folgte Franz Liszt't .Ungarische Phantasie sür Klavier und großes Or« chrster". Mit dem Bortrage diese«, an da« technische Können und die Kraft außerordentliche Ansorderun-gen stellend«» Stückes stellte sich Fräulein Hansi S«elig dem Cillier Publikum vor; es sei vorweg gesagt: mit dem besten und schönsten Gelingen. Die Künstlerin vereinigt eine fchlackenfreie, brillante Technik mit einrr vornehmen, stark verinnerlichtrn Auffassung, d«m Produkte eineS lebhaften musikali« fchen Temperamentes und eine« geläuterten Ge« fchmackeS. Wir bewunderten ebensosehr den Anschlag, die Präzision und Eleganz der Läuse, Triller, Ter« zen- und Oktavenpaffazen, der glissandi usw.. die getreue Wiedergabe der feurigen Rhytmen, den warmhnzigen Gesang in den lyrischen Teilen der Phantasie, wie die kraftvolle Steigerung am Schluffr. Seile 4 Deutsche tz-aHL Nummer 93 Herr Musikdirektor Richter und da« Orchester hol» reu sich mit der anfühlenden Durchführung der Orchesterbegleitung neue Anerkennung, ebenso mit der stilgerechten Wiedergabe de« Borspiel« zur Oper Rienzi, mit der daS Konzert seinen festlichen Ab-schluß fand. F. H Tanzübungen. Die Ortsgruppe Cilli de« Verbandes deutscher Arbeiter veraiistaltet für daS im Laufe deS Winters stattfindende Kränzchen an jedem Donnerstag und Sonntag von 8 bis 10 Uhr abends im Konzertsaale dc« Hotel Mohr Tanz-Übungen, zu denen alle Freunde der Arbeiterschaft herzlichst eingeladen sind. Der Tanzunterricht wird unentgeltlich erteilt. Der Musikbeitrag beträgt für Herren 40 Heller, für Damen 20 Heller. Deutscher Athletiksportklub. Den Ver-ein»mitgliedern wi>d mitgeteilt, daß die leichtathleti-fchen Uebungsabende jeden Dienstag und Freitag stattfinden. Samstag BereinSkegeladend im Hotel Mohr. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag den 23. d. findet in der ChristuZkirche um 10 Uhr vormittags ein öffentlicher Gottesdienst statt, in welchem Herr Missionär Bufe au» Wien über „Jesus und die Mission" predigen wird. AbendS um v Uhr wird Herr Bufe in der Kirche unter Vorführung von 50 herrlich kolorierten Lichtbildern einen Mis sionsvorirag über „Kamerun, Land und Leute und die Baseler Mission' halten. Der Eintritt ist frei. Lustiger Homunkulusabend. Wie be-reit» gemeldet, wird Homunkulus (Dr. Rob. Wnl), der berühmte Wiener Humorist und Satiriker, Sonntag den 23. d. im Stadttheater ein einmaliges Gastspiel abhalten. Um auch den außerhalb Cilli Wohnenden den Besuch dieser hochinteressanten Ber-anstaltung zu ermöglichen, wurde der Beginn der Vorlesung für 6 Uhr anberaumt. Karten sind er» hältlich in der Buchhandlung Fritz Rasch und an der Abendkassa. Ein heiteres Mißverständnis. Die große Begeisterung einer südslawischen Gcmeindever-tretung für die Tschechen hat zu einem ganz löst« lichen Mißverständnis geführt. Der Triester „Piccolo" bericht«: In einer größeren slawischen Gemeinde bei Lara war die Stelle eineS ArzteS zu besetzen. Unter den Einlaufen der Offerten befanden sich deutsche, italienische und auch ein — tschechische». Nachdem aber niemand deS dortigen Gemeinde, ateS der tschechi-scheu Sprache mächtig war, wurde doch schon auS Sympathie da» tschechische Offert berücksichtigt; und siehe und staune: als der „Arzt" kam, war e« eine — Aerztin. Run befindet sich die ganze Gemeinde in großer Erregung. Am besten wäre die Sache ein-sach erledigt, wenn der dortige Bürgermeister^ die Nerztin heiratet und tschechisch lernt — au» Sympathie für die »große Nation". i n Wieder eine Skandalgeschichte in Prag. Die Advokaten Dr. Boucek und Dr. Schamal haben an die Staatsanwaltschaft eine neuerliche Strafanzeige erstattet, in welcher sie aus die Handlungen des Prager Steueramtes aufmerk-sam machen, das einen jungtschechischen Stadtver» ordneten, der seine Steuer nichl bezahlte, rechtzeitig darauf aufmerksam machte, damit er nicht da» passive Wahlrecht verliere. AI» trotzdem die Wahl deS betreffenden Junglfchechen annuliert wurde, fei ihm der Steuerbeirag zurückgegeben worden. »«, Ein deutscher Zugendführerkurs. Zur Heranbildung tüchtiger Jugendjührer für völkische Zugendvereine und »horte wird vom „HauptauS schuv für deutsche Zugendpflege in Oesterreich" vom SV.—30. Dezember d I in Reichenberg vcranstal» tet werden. Außer mehreren Erö'iernngSvorträgen Über die Gegenstände: „Soziale Problem der er-werdenden Jugend; GeiundheitSpflege; körperliche Ertüchtigung; die geistige AuSbilvung im Jugend-verein; Erziehung zum Staatsbürger: Grundlagen der völkischen Erziehung; weibliche Jugendpflege; ländliche WohlfahrtS- und Jugendpflege" wird auch die praktische Jugendpflege im Zagendverein und -Hort an Beispielen gezeigt werden. (Veranstalten einer Wanderfahrt, Vorbereitung und Durchführung eine« Jugeudavends, Einrichtung und Ausstellung einer Jugenführerbücherei, Besichtigung von Jagend» Heimen und hoiten und ihren Eiurichtungen usw.) Neben der Mitteilung und Aufnahme praktischer Er-sahrungen, neben dem Kennenlernen der Bewegung in ihren Grundzielen, in ihrer Arbeit und in ihren Fo,men (Organisation) ist auch die Bildung eint« Gesamiarve>t«willenS au« einer einheitlichen Auffas» sung der völkischen Jugendpflege herau« anzustreben, eine» Willen«, der mit ehrlicher Ueberzeugung und innerer Notwendigkeit an die so schwierige Ausgabe der völklichen Zugendpflege heranirilt. Zur Teil-nähme an diesem KurS sind vor allem solche Mit- zlieder völkischer Jugendgliederungen und Jugend» horte berechtigt, die als Jugendführer bereits prak» tisch tätig sind. Anmeldungen sind an die Arbeit«» stelle dc« HauptauSschusfe» für deutsche Jugendpflege in Oesterreich in Reichenberg, Felsengasse Nr. L0, zu richten. Um minderbemittelten Jugendführer aus weiter entfernten Orten die Teilnahme an diesem Kurse zu ermöglichen, hat der Neudeutsche Kultur-bund mehrere Prämien im Gesamtbetrage von 2000 Kronen auSgeworsen. Der Hauptausschuß für die deutsche Jugendpflege in Oesterreich ersucht alle För-derer einer völkischen Jugendpflege, durch Beiträge noch möglichst vielen Jngendführern, deren Organisation sonst keine Teilnehmer entsenden könnte, die Teilnahme an dein Kurse zu ermöglichen oder zu erleichtern. Diese Beiträge können entweder direkt der zu unterstützenden Jugendgliederung oder dem HauptauSschusse selbst zugewendet werden. Letzterer ersucht auch die verehrlichen Leitungen der völkischen Jugendorganisationen, ihrerseits zur Förderung die-ses Unternehmens beizutragen, jedenfalls aber auch auS eigenen Mitteln Kursteilnehmer zu entsenden. Auskünfte erteilt bereitwilligst die oben genannte Arbeitsstelle. Storö. Dem Herrn Dr. Zofef Schwischay, Distriktsarzt in Hl. Gein-Lotsche, wurde die Werks-und DistriktSarzteSstelle in Siorö verliehen. Ausgabe von Briefmarkenrollen. Vom 1. Dezember angefangen werden die Briefmarken zu 3, 5, 10, 20, 25, 30 und 35 Heller auch in Rol-len abgegeben. Die 3, 5 und 10 Heller-Markenrol-len enthalten je 1000, die übrigen je 500 Stück Marken. Die Rollen können nur bei den Postäm-tern bezogen wer)en, und zwar werden Markenrol» len vorläufig nur von jenen Postämtern aus Lager gehalten, bei deuen der Bezug von Markenrollen angemeldet wurde. Der Verkauf erfolgt zum Nominalwerte der Marken ohne Aufschlag. Ueberfluh an Krautköpfen. Man be-richtet au« Peltau: In der Umgebung Peltau« ist heuer insolge der wiederholten Regengüsse eine der-artige Überproduktion an Krautköpfen eingetreten, daß sie zur Nachfrage in keinem Verhältnisse stehen. Die Bauern bringen jeden Mittwoch und Freitag eine Unmenge Fuhren von Krautköpsen, die sie trotz de« niedrigen Preises oft wieder zurückführen müssen, weil sie keinen Käufer finden. Hundert prächtige Krautköpfe bekommt man um eine Krone. Brand. Beim Besitzer Johann Vogrin in St. Egydi bei Schönstein brach am Abend vom 13. d. im Stalle Feuer au», da« diese« Gebäude sowie größere Futtervorräte, Wagen usw. ein-äscherte. Vogrin erleidet einen Schaden von über 4000 Kronen, der teilweise durch Versicherung ge» deckt ist. Einen Saccharinhändler erwischt. Der Gendarmerie gelang es, einen Saccharinhändler, der von einer Prager Firma Saccharin bezog, in der Person de« Besitzer» Anton Kolnik in Raune bei Schönstein auszuforschen. Bei ihm^ wurden noch mehrere Kilogramm des verbotenen Süßstoffes vor-gefunden und beschlagnahmt. Sein Saccharinhandel hatte eine solche Ausdehnung angenommen, daß in der dortigen Gegend ein merklicher Rückgang des Zuckerver brauche« eintrat, wa« aus die Spur diese« verbotenen Handel« sührte. Ausruf. Vor Jahresfrist haben wir zur Sammlung dc» mundartlichen Wortschätze» für das große Wörter» buch der bayerischüsterreichischen Mundart ausge-rufen, das die Akademien der Wissenschaften in Wien und München gemeinsam unternommen haben. Von allen Seiten, au» allen Schichten der Bevölke-rung sind Anmeldungen von Männern und Frauen eingelaufen, die in uneigennützigster Weise sich bereit erklärten, nach bestimmten, ihnen bekanntgegebenen GesichiSpunkten den Wortschatz der lebenden Mund-art und der ihn erhellenden alten Sitten und Bräuche zu sammeln — «in neuer Beweis, daß man in weiteren Kreisen den völkischen und wissenschaftlichen Wert der Sprache deS Volke» richtiger einzuschätzen beginnt. Da» Netz der Sammler entbehrt aber noch der nötigen Dichte: für manche Gebiete sind noch keine oder nnr vereinzelt Sammler angemeldet; besonders die fprachlich und volkskundlich wichtigen Hochge» birgsgegendcn der Alpen sind zu fchivach vertreten. Zur Ergänzung dieser Lücken richten wir denn abermals einen Aufruf an alle, die der Sache, der da» Wörterbuch dienen will, ihre Teilnahme schenken und sich uns noch nicht genannt haben, und zählen im folgenden die Gebiete auf. für welche uns Samm-ler besonders erwünscht werden: Eteiermark: Die Gerichtsbczirke Murau, Neu« markt, Obdach, Lindberg, Birkfeld. Weiz. GleiSdorf, Graz, Frohnleiten, Voitsberg, Deut ch LandSderg, Wildern, Eibiswald, Amsel», St. Leonhard, Cilli; Salzatal (Mariazell bis Palfau), EnnStal^ Pöl»-, Paltental; die Hochtäler der Rottenmanner Tauern, Stubalpe, Gleineralpe, Hochalpe, Koralpe, Fisch-bacher Alpen; die Gerichlsbezirke Friedberg am Wechsel, RadkerSburg. Da eS sich bei der Sammelarbeit, die wir er» bitten, in erster Linie um die lebendige Mundart handelt, werden diejenigen dem Unternehmen die wertvollsten Dienste leisten, die die Mundart selbst sprechen oder sie mindesten» kennen und aus dem Volksmunde aufzuzeichnen in der Lage sind. Wer sich bereit erklärt, unsere Fragebogen (deren wir un-gesähr zwei im Monat versenden) regelmäßig zu be» antworten, ist uns besonders willkommen und solche Zusagen erbitten wir vor allem. Willkommen sind unS aber auch Anmeldungen, die sich uns etwa nur sür ein bestimmtes Stoffgebiet (zum Bespiel Berg» bau, Schiffahrt, Volksmedizin usw.) oder bloß sür vermischte gelegentliche Auszeichnungen zusagen können. Die Form und Technik der Eintragung in die sür diese verschiedenen Zwecke bestimmten verschiedene» Zettelblöcke wird denen, die wir durch diesen Ausruf gewinnen, mitgeteilt werden. Gelehrte sprachliche Bildung ist nicht erforderlich, doch verlangt die Mitarbeit Wahrheitssinn. Ausdauer, enge Fühlung mit der Mundart und die Bereitwilligkeit, die Aus» spräche der Wörter und Wendungen mit Aufmerk» famkeit zu beobachten und nach den in einer befon-deren „Belehrung" enthaltenen Weisungen, so gut al» möglich, schriftlich zum Ausdruck zu brinzen. Kosten werden den Sammlern nicht erwachsen. An» derseit« ist e« unS vorläufig leider nicht möglich, die gewiß oft recht mühevolle Tätigkeit zu vergüte«, da die dem Unternehmen zur Verfügung stehend«» Mittel derzeit nur zur Deckung der Vorarbeite«, des KanzleibeiriebeS und der Druckkosten ausreiche». Die Namen unserer Sammler werden stets in de» Berichten über Stand und Fortgang der Arbeit veröffentlicht werden. Ein „erster Bericht" ist be» reitS erschienen und steht zur Verfügung. Wir ersuchen jeden, der diesem Ausruf Folge gibt, in der Zuschrift auch seinen Stand und de» Ort anzugeben, dessen mundartlichen Wortschatz er aufzuzeichnen beabsichtigt. Anmeldungen erbitten wir an die Kanzlei des bayerisch österreichischen Wörterbuche«. Wien 4., Favoritenstraße 5. Für die Wörterbuch-Kommission der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wie» Hofrat Profefsor Dr. Joseph seemüller. Professor Dr. Rudolf Much. vermischtes. Der deutsche Kaiser al» Erbe. Au« Planen (Sachsen) wird geschrieben: Der kürzlich verstorbene Privatmann Knorr in Kauschwitz bet Planen hat sein gesamte«, etwa 1,000.000 Mack betragende« Vermögen, dem Kaiser mit der Bestim-mnng vermacht, e« für Heer und Flotte zu ver» wende«. Der Kaiser hat die Hälfte der Erbschaft angenommen, die andere Hälfte erhält die Wilwe de« Verstorbenen. Die Erbschaft des Kaisers besteht größtenteils in Liegenschaften. Man rechnet i» Planen damit, daß ein Teil deS Ka>sererb«s t» irgendeiner Weise für die Errichtung eine» Flug-stützpunkte» Plauen nutzbar gemacht werden ka«. Eine Erzherzogin al» Kranken-Pflegerin. Erzherzogin Jsabella, die unter de, Namen Schwester Jrmengard im Döblinger „Rudol-finum" den Krankenpflegerinneukurs absolvierte, hat nun di« Schlußprüsnng im „Rudolfinum" bestatt-den. Die Erzherzogin wollte schon vor Mon-la al» Pflegerin mit nach Albanien, erhielt aber nicht die Erlaubnis dazu, weil sie die Prüfung nicht halte Jetzt will sich die Erzherzogin noch einen Monat dn Erholung widmen und dann als Krankenpfleger» nach Spanien reifen. Die Erzherzogin ist tnc Tochter de« Erzherzog» Friedrich und war mit de» Prinzen Georg von Bayern vermählt. Die She wurde nach kurzer Dauer geschieden. Eine prinzlicheEhescheidung weg-, Spionage der Prinzessin. Die Ehe de« Prinzen Wilhelm von Schweden mit der Prinzesfi-Marie, der Tochter de« Großfürsten Paul Alex-ll-dromitfch, foll geschieden werden. Die Ursache soll darin liegen, daß die Prinzessin zugunsten Rußland Späherdienste leistete. Prinz Wilhelm ist der zi-eil-älteste Sohn det Königs Gustav von Schwede». D«r Prinz ist 29, die Prinzessin 23 Jahre alt. Kummer 93 Seite • Was ist ein Waschfest? Das ist der frohe Tag, an dem die Wäsche mit Schicht-Seife „Marke HIRSCH" gereinigt wird. Die Wasche wird zusehends sauber. In kurzer Zeit unter Singen und Lachen ist die ganze Arbeit getan. In jedem Stück „HIRSCH-SEIFE" verbirgt sich ein Heinzelmännlein, das dafür sorgt, dass die Wäscherin nicht rumpeln und reiben muss. Die Wasche bleibt infolgedessen lange wie neu und zerreisst nicht so schnell, als wie beim Gebrauche gewöhnlicher Seifen, deren geringe Waschkraft durch starkes Bearbeiten der Wäsche ersetzt werden muss. Zur Uebergthung Ro seggers b r i der Verleihung des Nobel« »reise S erfährt die „Südslawische Rundschau" von besonderer Seite folgendes: ES ist Tatsache, baji infolge deS Einspruches von slawischer Seite Xosegger Übergängen wurde. In Telegramme» der tschechischen Kulturliga und anderer slawi'cher Organisationen wurde daS Mitglied deS NobelinstituteS Proftssor Dr. Alsr. Jensen, der die südslawischen Angelegenheiten von seinen Reisen her kennt, ersucht zu intervenieren, wodurch die Auszeichnung Rosegger» verhindert wurde. Kapitän Scotts angeblicher Selbst-mord. Der Verlag F. A BrockhauS schreibt unS: Durch die Presse geht die Nachricht, daß Scott und und seine Gesähiten freiwillig den Tod gesucht hät-len, als sie am Südpol die norwegische Fahne aus« gepflanzt fanden. Diese auS London kolportierte Notiz beruft sich auf eine „aktenmäßige Darstellung". Es gibt aber keine andere authentische Darstellung deS tragischen EndeS der Scottschcn Südpolexpedi-tion, als das Tagebuch Scotts selbst, das nebil den Berichten seiner Gefährten in 14 Tagen in meinem Verlag erscheinen wird. Nach diesem Tagebuch, einem der erschütterndsten Dokumente der Polarsorschung, stellt sich der Tatbestand völlig ander« dar. Am 16. Januar 1912 fanden die englischen Forscher Smundsen« Flaggt nnd am 18. sein Zelt ungefähr drei Kilometer vom Südpol enisernt. Selbstverständ-lich war e« nach den übermenschlichen Anstrengungen deS Marsches sür sie eine niederschmetternde ivtiäuschuug, in diesem Wettlauf nach dem Südpol «ttcrlegen zu fein, und da» quälende Bewußtsein des Zu spät! kommt in Scotts Tagebuch ergrelsend jim Ausdruck. Gewiß ist auch dieses Bewußtsein von lähmender Wirkung auf die Ausdauer der fünf Männer gewesen. Aber kein Wort deS Tagebuches deutet auch nur den Gedanken an, nunmehr aus ge-kränkten! Ehrgeiz in den Tl,d gehen zu wollen! Roch waren sie bei Kräften und ihr Selbi'erhal-«irgstrieb stark genug, mit Energie den Rückweg »zulrklen. Einen vollen Monat hielten sie auS; da brach der stärkste von ihnen alS erster zusammen : Dcckoffizier EvanS starb am 17. Februar an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Vierzehn läge später ging eS mit Rittmeister OateS zu Ende; ■och einige Tage schleppte er sich aus erfrorenen Fußen mit fort — dann opferte er sich für die tameraden, indem er in einem Schneestnrm ver-schwand. — Erst angesichts der furchtbaren Gewiß-heit, daß jeder die andern mit ins Verderben reißen nässe, wenn seine Kräsie versagten und er zur hem-»etiden Last wurde, ließ Scott die im Aizneikaften Mhalienden Gtsie verteilen, .damit jeder wisse, was n (im Nvtsalle) zu tun habe". Dann schien die drei letzten den verzweifelten Kampf umS da» nackte Leben, den sie scdon zwei Monate lang führten, fort, bi» sie — 2o Kilometer vor dem reuenden Depot! — einfach nicht mehr weiter konnten. Abrr »och angesichi« des sicheren Tode« schreibt Scut in seinem Tagcbuch: „Wir haben beschlossen, eine« na-türlichen Tode« zu sterben — wir wollen mit un« snev oder auch ohne sie zum Depot marscdi.r n nnd ws unserer Spur zusammenbrechen." Rasinde Or» (ane machten die Aussührung dieser Absicht ui»»ög lich, verzögerten sie mindestens, und dann war die .ÄTaü ver drei zu En e. Mit einer letzt.» Einira« zvilg vom L9. März schließt daS Tagebuch: „Aber w» werden bi» zum Ende «'ushaltrn; sretlild werden wir schwächer, und der Tod kann nicht mehr sein «ein.- Und ebenso heißt e« in den zat>l,eichen Abschirdsbriesen, die bei ScottS Leiche gesund, n »uiden. Die „aktenmäßige Darstellung bieirt also für die Behauptung eineS Selbstmoides teinerlei LichaUtpunkte. Daß für die letzten dunkeln Si«n-den die Möglichkeit eines Selbstmordes trotzdrtn idiig bleibt. >oll nicht besinnen werden, aber wir wissen darüber nichl«, und schwerlich wird di»s Ge- heimnis jemals gelüftet werden. Die Phantasie deS Psychologen und Dichters mag es locken, die letzte Szene dieses Trauerspiels zu schreiben^ Keinesfalls aber kann davon die Rede fein, daß Scott mitsei-neu Gesährten aus gekränktem Ehrgeiz den Tod gesucht habe. Sie habe» mit wunderbarem Helden, mut gekämpst bis zum letzten Augenblick. Die wirk lichen, durch den obigen Tatbestand noch nicht er-schöpsten Ursachen ihres ZusammenbrucheS si-d in ganz anderen Umständen zu suchen und werd.» sich auS ScottS Tagebuch mit unzweideutiger Klarheit ergebe». . ^ Ein trüber Nachklang. Dte ^.aze der Jahrhunderts«« sind vorbei, vorübergerausch: ist da» stolze Gedenken d-r eisernen Ztit, die dem deutschen Volke wieder eine Heimat und ein Vater« land gab. Auf dem Leipziger Felde erhebt sich daS ragende Denkmal deutscher Hingabe und Opfer-Willigkeit, die dem Erbfeinde die anmaßende Faust zerschmetterte, die schwer ans Deutschlands Freiheit lastete. JstS möglich, daß der geseierten Helden« große undentsche Art entspringen kann? Fast wärs unglaublich, wäre die Tat nicht da und nicht zu leugnen Der deutsche Patriotenbund hat da« alleinige Recht, die feierliche Enthüllung und Ein-weihnng dc« iLölkerschlachtdenkmal» kinematographisch aufzunehmen, der Firma Pall>6 fröreS in Paris zugesprochen, derselben Firma, die in weinerlichen Rührstücken französische Treue gegen deutscht Herrich. sucht ausspielt, derselben siirma, die durch ihre ausreizenden, da» nationale Empfinden tief ver-letzenden Film» die deutsche Pre«e und die deutsche Jugend zu stammendem Protest herausgefordert hat. Ja, hat der deutsche Patriotenbund nicht einen Hauch de» WehenS jener großen Zeit verspürt, die mit gewaltigem FlÜgtlschlag eine neue Welt erschuf. Ist Deutschlands Jugend ans der Leipziger Wal-statt verblutet, um d«c geschäftlichen Rührigkeit deS ErbseindeS eine profitreiche Staffage abzugebtn? Hat wirklich niemand daS bißcht» primitiven TakttS aufgebracht, eindringlichtn Widerspruch gtgtn dies« ungeheuerliche Verunglimpfung nationalen Empfin-den« einzulegen. O Leipzig, freundliche Lindenstadt, Dir ward ein leuchtendes Ehrenmal, erhalte eS reiner, al« e» der gallische Patriotenbund tut. Deutsches Blut sür gallisches Geschäft, die Schmach wird noch in späten Tagen brennen. Und noch einer anbei en Tat sei gedacht, die würdig diesem Vor-gehen zur Seite gestellt werden kann. An den Wiener Mittelschulen ist die Jahrhundertfeier spur-loS vorübergegangen. So sieht die nationale Er-ziehung der sinvie« enden Jugend au«. So reift das Geschlecht heran, daS in geistiger Beziehung rich-tunggebend wirken soll. Da wird freilich so manche tief btschämende Erscheinung im polnischen Leben de» deutschen Volke« verständlich. Die nationale Lauheit, der völkische Jndiss.rennSmuS liegen nur zu häufig in Erziehungsfehlern, die da« ipätere Leben nicht mel>r korrigier! Den größten Gedenktag des deutschen Volkes vorübergehe» zu lassen, ohne ihn zum Ausgangspunkte der Erweckung völkischer Denkart zu machen, daS charakterisiert den Geist ein« Lehrmethode, die spintisierend dem Geist der Antike »achschnüffelt, dem eigenen Volksleben aber fremd, kalt und verständnislos gegenübersteht. Kino Millionäre. Ncht wcnigcr roman-tisch als manche Darbietungru deS Kino» ist die Geschichie jener Männer, die als erste die Eniwick-lnngsmögl'chkeittl: des Kinematographen erkannte«, danach handelten und heuie al« Mulumillionäre die Tag? vergessen dürsen, da sie noch arm waren und da« Lebe» ungewiß und wüit vo> sich liegen sahe». Einer der mächtigsten dieser Kinomillionäre, ein Füh rer ber amerikanischen Klnoindustrie begann seine Lausbahn, so erzählt eine englische Zeitschrift, vor 50 Jahren in Ncwyork als armer Siellensuchender. „Hl« der junge Deutsche", dem? die,rr moderne Ki nokönig war als Deutscher gebore» und nach Ame- rika ausgewandert, „in Newyork landete, waren die AuSsichien trübe, aber er war fleißig und sparsam und nach einiger Zeit sand er als Optiker eine kleine Anstellung. Später begann er sich mit Photographie zu beschäftigen und eines Tages baute er sich einen kn.emn ographischen Apparat. Heute ist dieser deutsche Auswanderer Siegmund Lnbin in Amerika al« der „König der Kinemalographentheater" berühmt. Mau kennt natürlich nicht die genane Ziffer feines Ver« mögen«, aber wie groß e« fein muß, mag man daraus schließen, daß er vor einiger Zeit vier Mil« lionen Mark für die Errichtung eines kinematographischen Ateliers in Philadelphia anlegte und für acht Millionen Mark eine Anzahl zusammenhängen-der Landgüter lauste, auf denen er jetzt kinemato« graphische Aufnahmen machen läßt. Ein Staat von 400 Photographen zählt heute zu seinem Personal.' Nicht weniger romantisch ist der Ausstieg von Mar« kui Löwe, der heute in allen Städten Amerika» eigene Kinematographentheater besitz», deren Kapital-wert nahezu 40 Millionen Mark beträgt. Mit 10 Jahren begann der Sinomillionär seine Laufbahn als ZeitungSjunzr, mit 14 Jahren hausierte er mit Obst, später begründete er einen Zehnpsennigbasar. AlS daS Kino auskam, gab er in seinem Laden Vor-stellungen, der Ersolg kam sosort: und ein Jahr später besaß Markus Löwe bereits 40 eigene »ine-matographentheater. Eine merkwürdige Krankheit. Man berichtet aus New-Aork: Zehntausend Mark Ent« schädigung wurden Fred Neun, der unter dem Namen „Der Mann, der nicht lachen dars" bekannt ist. vom Gericht bewilligt. Er erschien vor dem Richter in einem wahren Stahlpanzer, der hinten durch eine Stahlstange gehalten wurde. Reben ihm standen Wärter, die darauf achteten, daß er nicht den Kops bewege. Sprechen aber dars er. Und so schilderte er dem Richter, wie er vor fünf Monaten infolge der Unachtsamkeit seiner EhefS, die keinerlei Schutzmaßregeln gttroffen "hatten, von einem sechzig Meter hohen Wolkenkratzer hinunter fiel und sich so« zusagen sämtliche Knochen zerbrach. Nach den AuS-sogen der Aerzte kann er noch lange leben, wenn er nicht niest und nicht lacht. Die Aerzte lassen ihn keinen Augenblick aus den Augen und sind selbst dann bei ihm, wenn er sich rasieren und die Haare schneiden läßt. Der merkwürdige Patient erklärte, daß er seine Schmerzen nur mit Zahnschmerzen in tausend Zähnen auf einmal vergleichen könne . . . Wie Fred Neun um das Niest» herumkommen will, ist einstweilen nnch amerikanisches Geheimnis. Eine heikle Kußfrage". Ein sonder« barer Prozeß machte in Antwerpen kürzlich von sich reden. Die Gattin eine» reichen gabrikSdesitzer« klagte gegen ihren Mann, daß er ihr täglich nicht die genügende Anzahl von Küssen verabfolge, und der angeklagte Mann erhob selbst seine Stimme zur Verttidigung. „Meine Herren," rief er au», „ich habe meine Frau gewiß geliebt und bin ihr mit jeder nur möglichen Zärtlichkeit begegnet, aber wa» da« Küssen anbetrifft, so stellt meine Frau seit dem Tage unserer Hochzeit unausgesetzt Ansorderungen an mich, die kein Mensch zu erfüllen imstande ist. Sie ist unersättlich und sie hat mich dadurch in einen Zustand gebracht, in dem mir wahrhastig jeder Kuß zu eiuem Greuel geworden ist." Um den Prozeß zu schlichten, wurde da» Urteil eine« Sachverständigen vernommen. Der erklärte folgendermaßen: Eine ge,etliche Regelung, zu wie vielen Küssen ein Gatte verpflichtet sei, lasse sich natürlich schwer aufstellen. Im G'unde sei die Norm so: Jungvermählte küssen »ch in den ersten acht Wochen ihrer Ehe durch-schninlich dreißigmal täglich. Im nächsten halben Jahre etwa sünsundzwanzigmal am Tage, in dem gleichen Piozentiatze sinkt die Kußlust von Halbjahr zu Halbjahr. Nach Ablauf von drei Jahren küßt der DurchichnittSthemann seine Frau höchstens drei-mal am Tage. Mehr kann sie nicht verlangen, auf Seile • Deutsche Wacht Nummer S3 so viel ober darf sie Anspruch erheben. Der Fabrik»« bksitzer erNärte sich bereit, seiner Fiau täglich drei Küsse zu geben, und so schieden sie von den Schran« ken de« Gericht» im besten Einvernehmen. Rosegger über den „Bauernschreck". Peter Rosegger schreibt im „Heimgarten" : „Seit Ein« stellung der Balkanseindlichkeiten gibt eS Krieg aus der Stubalpe. Dort ist vor Monaten ein sabelhasteS, von vielen „gesichtete»' und von keinem erkannte» Untier erschienen, da» den Bauern da« Vi h zerreißt. Für den Fremdenverkehr soweit günstig, al» die Welt endlich erfährt, daß die Steiermark noch ein so ursprünglicher .Naturschutzpark" ist, wo die Wölse, Löwen und Hyänen wie daheim herumlaufen. In alten Zeiten, wenn irgendwo so ein Ungeheuer er-schienen ist, da versprach der König dem Tierlüter seine Tochter und e» fand sich allemal ein Held. Heule will sich aus der Slubalpe kein Georg und kein Siegfried einstellen. Jäger haben versucht, die Bestie «vlzufchicßen, aber al« sie sie sichteten, ging vor Schreck der Schuß allemal auf der unrichtigen Seite Io». Dann hat man den Bauern- und Jäger-schreck totschreiben wollen. Alle Zeitungen waren voll Bauernschreck, aber da» Beest nährt sich nicht von Blättern, sondern von Rind- und Hammelfleisch und blieb gesund. Dann versuchte man e«, den Bauern-schreck totzusprechen, umzog und durchkreuzte sein Gebiet mit einem Telephonnetz. Da» machte dem Löwen oder wie er sich schreibt, gar nicht», er srißt ruhig seine Rinder und Schafe. Nach der Größe de» Magen» zu schätzen, müßte e» ein Ungeheuer sein, gegen da» der Lindwurm von Klagensurt ein Eidechs-chen ist. - Wir wissen un» keinen Rat. Auch mit Witzblättern hat man'S schon probiert und so hat der Heimgärlner gemeint, ob nicht auch er mit sei-neu» Kram au»rücken sollte, vielleicht lies« der Bauern-schreck vor dem davon. Eine Biolinvirtuosin als falsche Lady. AuS Berlin wird mitgeteilt: Bor einigen Wochen erschien in Berlin eine Frauenrechtlerin, die sich Lady Grace os Wcstmore nannte und vorgab, im „Hotel Adlon" zu wohnen. Sie sei nach Deutsch-land gekommen, um aus friedlichem Wege eine Mil-lion Unterschriften für das Frauenstimmrecht zu sammeln. ES gelang ihr auch, eine große Anzahl Stimmen zusammen zu bekommen, da sie eine sehr sympathische Erscheinung war. Nun stellte es sich aber herau», daß sie eine Österreicherin ist und aus Brünn stammt. Sie heißt Amalie Heller und ist die Tochter deS Brünner Redakteurs Hell?r. Schon frühzeitig trat bei ihr Begabung für Musik zinage. Sie hatte auch Sprachkenntnisse und trat hier vor zehn Jahren in der Philharmonie mit Er-folg aus. Aus einer Konzertreise in Wien lernte sie den späteren Direktor des Metropoltheater», Pitschau, kennen. Dieser engagierte sie, und um sich einen guten Erfolg zu sichern, nannte sie sich Lady Grace of Westmore und behauptete, daß sie einem alten englischen AdelSgeschlechie entstamme. Sie wolle nur durch ihre Kunst die Not der Armen lindern. Der Name Westmore ist überhaupt nicht in den engli-schen AdelSbüchern enthalten. Da Fräulein Heller in Berlin bekannt war, so ließ der Direktor die Geigerin mit einer Matke vor dem Gesichte auf« treten und reizte dadurch die Leute erst recht. Fräu-lein Heller machte dabei gute Geschäfte. Dann ging sie nach Dresden, wo sie verhaftet wurde, da sie keine rechten Ausweise über ihre Person beibringen konnte. Ihre Wohnung im „Hotel Adlon" be-schränkte sich darauf, daß sie ihre Mahlzeiten im Hotel einnahm. Sie hat also als Lady Grace os Westmore ganz Berlin hinter« Licht geführt. Als Lady wurde sie auch mehr als ein dutzcndmal photographiert. FPI1Z RASCH, BucIMiirg, GILLI. Schrifttum. A. Hemberger: Illustrierte Geschichte des Balkankrieges 1912.1913. Mit vielen Illustrationen, Porträts, zahlreichen Karten und Plänen. In 40 Heften a 60 Heller. Auch in zwei Bänden gebunden pro Band 15 Kronen. (A. Hart-leben» Berlag in Wien.) Bisher ausgegeben 3V Hefte. Heute, da aus dem Balkan halbweg» wenigsten« die Ruhe wieder eingekehrt ist, kommt man eigentlich erst recht zum Bewußtsein, daß eine furchtbare Zeit, ein furchtbare» Jahr, wie e» die Weltgeschichte kaum gräßlicher kennt, über Europa hingegangen ist. Die Schrecken de» Balkankriege» selbst, die grauenhaften Greuel, die neben dem Kriege herliefen, die schweren politischen Krisen, die den Frieden Europa» bedrohten und einen Weltkrieg in manchen Augen-blicken al» nahezu unausweichlich erscheinen ließen — alle diese Ereignisse finden ihre spannende, heute, nach überstandener Gefahr, mehr denn je interefsie-rende Darstellung in der „Illustrierten Geschichte de» BalkankriegeS", die nunmehr ihrem Abschluß entgegengeht. In de» vorliegenden Heften 26—30 ist der zweite Teil deS Baltankriege» in der bereits gewohnten Sachlichkeit und strengen historischen Treue geschildert, ein neuer Abschnitt des großen, färben-reichen Gemäldes, das un« die Ereignisse eine» modernen Kriege» beklemmend deutlich vor Augen führt. Die große WirklichkeitStreue. die strenge Ob« jeklivität, die daS großangelegte Werk bisher auszeichnete, ist ouch in diesem Teile wieder gewahrt, und man dars dem Abschluß der Schilderung des zweiten Balkankriege» unter den Verbündeten mit großem Interesse entgegensehen. Frankls Roseggerbuch — vergriffen! Die starke Auslage des vom Deutsch-österreichischen Preßverein herausgegebenen Volksbuches „Peter Rosegger" von Adols Frankl ist bereit» vergriffen und eine zweite Auslage in Borbereitung, die gegen 350 Seiten mit über 70 Bildern umfaßt. Preis broschiert zwei Kronen, schön gebunden drei Kronen. Dieses überaus anregend geschriebene Wert verdient die größte Verbreitung und gehört auch in jede Volks- und Jngendbücherei. Rosegger selbst sprach dem Bersasser sür „dieses schöne Buch" den wärm-sten Dank aus. Die zweite Auslage ivird noch im Dezember erscheine» und sowohl wegen deS gediegenen Inhaltes wie der vornehmen Ausstattung für jung und alt auch als sinnige» Weihnachtsgeschenk hoch willkommen fein; denn es ist ein Buch von bleibendem Wert und ein schönes Denkmal sür un-seren großen Volksdichter. Vorbestellungen sind um< gehend an die Deutsche Vereins Druckerei in Graz zu richten, da eS sonst unmöglich ist, das Buch rechtzeitig und in genügend großer Auflage herzu« stellen. Körperschaften und Vereinen wird bei große-ren Bestellungen zu Gejchenkzwecken eine entsprechende Preisermäßigung gewährt und den Volks-schulen auf Wunsch eine vierteljährige Zahlungsfrist eingeräumt. _ Zahn-CrStn* Mundwasser Eine ideale Komposition S stellen FayS ächte Sobrntr Mineral-Pastillen darum bar, weil sie ber Hauptsache nach bie roirfiamen k Befianbteile au« den ausgezeichneten Gemeinbeheil-£ quellen Nr. 3 urib IS enthalten. Brunnen Nr. 8 ist I wirksam qeaen Erkrankungen und Reizunge» ber fc Lustwege; Brunnen Nr. 18 wirkt ausgezeichnet aus ? Mag«» und Darm. Daraus ergibt siw, bab FayS f ächle Eobener Mineral-Pastillen gleich günstig bei I Katarrhen ic bet Luftwege wie auf Magenver-s stimmungen, Dyövepsie, Säureansammlung zc. wirken ff müssen und bieser gemeinsamen Wirkung >ank.'n % sie ihren Weltruf. Man achte aber stets auf den i Namen ..Fay". Die Schachtel koste» Ar IL5. Steckenpferd Lilienmilchfeife von Bergmann & iSo., Tetfche« a. 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Unter diesen dürste wohl die erste Stelle daS Sirolin „Röche" einneh» men, dessen vorzügliche Wirksamkeit bei allen Er-krankungen der AimungSwege übereinstimmend vo« den Aerzten anerkannt ist. E» ist von augenehmen Geschmack. ^Richter«* [_155? £1 0 riginal ST£J";S _M?$enbitter f&rU Hochsie Auszeichnungen ! EINZIG ECHT! nurvon Robert Richter Rossbach N?43^ (BohmenJ II IUV. Vertretung und Lager für Cilli und Umgebung bei: Gustav Eckschlager Cilli, Grazerstrasse 28. Sie sparen an Bohnenkaffee durch eine Neine Zugabe von . Franck: — Dieser Vor-teil ist darin zu suchen, dah der „aechte : Franck" demVohnenkasseegeschmacke von allen hier aufliegenden Zusätze» am nächsten kommt. U Warum verdient der Rindsuppe -Würfel das vollste Vertrauen de» Publikums? Weil er von der seit fast SO Jahren bestehenden u. weltbekannt» Liebig Gesellschaft hergestellt wird. 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Das Recht zum Belage der Grabstellen am städtischen Friedhofe bis zum Jahre 1893 ist laut Friedhofsordnung der Stadtgemeinde Cilli nach mehr als zwanzigjähriger Dauer erloschen, weshalb jene Parteien, welche auf dem genannten Begräbnisorte Grabstellen besitzen und das Recht zur weiteren Benützung beibehalten wollen, aufgefordert werden, die hiefür entfallende Erneuerungstjebühr, falls diese noch nicht entrichtet worden ist, beim städtischen Zahlamte einzuzahlen. Die Frist zur Entrichtung dieser Gebühr ist bis 1. Jänner 1914 festgesetzt. Nacb Ablauf dieses Termines wird die Stadtgemoinde Ober die auf den verfallenen Gräbern etwa noch befindlichen Grabsteine, Einfriedungsgitter, Randsteine u. dgl. frei verfügen. Die Erneuerungsgebühr beträgt nach Ablauf von zwanzig Jahren (vom Tage des Ankaufes der Grabstellen an gerechnet) fßr die Dauer von weiteren zwanzig Jahren : Für ein Familienplatz 40 K, für ein Reihengrab 20 K, für eine Kindergrabstelle 6 K. Stadtamt Cilli, am 12. November 1913. Der BOrRermeisterstellvertreUr: Max Banscher. r\ r u ebsorten Vereinslmchdruckerei liefert ju madigen «Kretin , VLiUl Ausweis über bit tm ft&kt. Schlachthaus« in ber Woche vom 10. bis 16. November 1913 vorgenommenen Schlachtungen (*u.i« WSa «issW sllAHititA 0«nn«h1i(irt»n Ttl Name rinflrfäljTtc« Klnlch in Oa»,<» SlAcke« Eingeführtes Fleisch m Siioa i a Mm M Fleischer» £ g e u § s B B JO a « L jO 3 « 1 8 ■e o" •0 » Wien, IV. WejrrlngcrgMse 14 Le '|ioirf Krmiki Gras, Jo inieamriaK 10 J,a Itsa *'*P|s-r in Innsbruck, Sttdbi»hn«lrit!H«e 8 l'rani Ue rnr Laii>*cb, Bahnholgasae 35. ©fit« 8 Deutsche Macht Nummer 93 Aktienkapital: K 65,000.000-— Reserven: K 17,600.000*— Zentrale In Prag. Kommandlte tn Wien. K. k. «Sf prlr. DiirehfAhrnnii aller bankgegchlftlichen Transaktionen und Erteilung dieeieiiglicher An«kttnft«. An- und Verkauf von Effekten, Valuten, Mfiouorten nnd Coupon«. Vera lehr rang gegen Vwloaungt-verluit. Böhmische Uuion-Bank Filiale Cilli. Filialen in Reiehenbarg, ßablonr, Saar, Olmüta, Bieiita. JKgerndorf, Troppau, Rumbarg, Hrnnn. Lina Hohenelbe, Dornbirn, Snlsborg. Mähr. ■ Schönberg, Nentitaehein. Gras, Leoben, KSniginhof, Klagen-fnrt, Villacb. — Expoüitnren in Friedek-Miatek nnd Brannan. Hulantrate AiufAhriinc von Bfnen* auflricea. I'ebernahme vom Wrrtpapleren nur Anfbenahrnnc und Verwallaeaf« Hrlrhnunc von Wertpapieren. Vermietung vom NleherhelKMhrank-sftehern (läse#.) Annahme von Geldern nur VeninauiMi Int Honlo-Hoprenl »der auf Klnlagn-Böeher. Kreditbriefe auf sämtliche Haupt- und Nebenplätze In- und Auslandes. Geschäftseröffnung. Frau Karoline Pßtriöok teilt allen ihren ehemaligen verehrlichen Kunden mit» dass sie Donnerstag 20. November das Zuckerbäckergeschäft Bahnhoffgasse 6 und die Filiale Hauptplatz I in vollem Umfang wieder Obernimmt und bittet um das frühere Vertrauen und um geneigten Zuspruch. Hochachtend Karoline Petrißek. Wohnung 2 Zimmer, KQche samt Zugehör ab 15. Dezember zu vermieten. 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Kleine flinke Heinzelmännchen stehen jAet Hausfrau zu Gebote, die sich Dr. O e t k e r S B a ck p u 1 v e t anfeQofft. E«e hat dann nur noch die aus den Leiter. Päckchen vorgeschriebene» Zutaten zu feinstem Backwerk herzurichten und eine Viertel» stunde dem M>sck>en und «ühren zu widmen. In einer weitere» halben Stunde kann fie den schönsten Kuchen, die appetie-liebsten Mehlspeisen aus die Tasel bringen. Denn Dr. O»>kerS Backpulver macht da» .Ausgehen lassen" der Teige aberstüffiq. Jeder Teig, der damit bereitet wird, i)t sofort dackserng. Und jeder Teig, der nach Oeiter» «ezep'en bereite» wird, ergibt eine lockere, bekömmliche, nahrhafte Mehlspeise. Darum verwenden kluge S>oii*fTonen nur Backpulver mit dem Warenzeichen »Ein Heller Kops"; ei ist daS beste. tiefbewegt geben die Unterzeichneten allen lieben Verwandten, Freunden und Bekannten Nachricht von dem Hinscheiden ihrer innigstgeliebten Mutter, beziehungsweise Gross-mutter und Schwiegermutter, der Frau Marie Stropnik verw. Urch geb. CilenSek welche Dienstag den 18. d. M. um s/«9 Uhr abends, nach langem schweren mit Geduld ertragenen Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten im 59. Lebensjahre ruhig und gottergeben entschlafen ist. Das Leichenbegängnis der teuren Verblichenen findet Donnerstag den 2U. d. M. um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause (Tschret Nr. 11) aus auf den Tücherer Friedhof statt. Die heiligen Seelenmessen werden Freitag den 21. d. M. um /,» Uhr trün in der Pfarrkirche zu Tüchern und in der Marienkirche zu Cilli gelesen. Cilli—Tschret, am 19. November 1913. . Familien Urch und Stropnik. Fjjr die Schristleitung verantwortlich: Guido Schidlo. Drucker, Verleger, Herausgeber, BereinSbuchdruckerei „Celeja" in Silli.