BrSnumcraliouS - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig , . 4 „ 20 „ «'Nteljährig . 2 10 Monatlich ... — „ 70 „ Laibacher Mit der Post: ganzjährig halbjährig «inteljäh^ 12 fl. >r,g Zustellung ins Haus 'ertelj. 25 nionail. 8 kr. Einzelne Nummern 6 kr. TaMatl Anonvme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Redaction Bahnhofgaffe Nr. 132. Srveditions- L Inserate»» Bureau: Longreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung vou Jg. v. Klein-mayr L Fed. Bamberg) Jnserlionspreis Für die einspaltige P-tttzeile L 4 kr,, bei wiederholter. Einschaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 geilen Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz beson-dere Vergütung. Nr. 174. Dinstag, 1. August 1876. — Morgen: Portiuncula. 9. Jahrgang. Zu den Annexionsgedanken. Eine große Partei in Oesterreich, namentlich i" Kreisen der Feudalen und Klerikale», stimmt den Vor kurzem auf die Tagesordnung gesetzlen Annexions-gedanken zu; sie billigt die Argumente, unter wel> chrn Oestcrreich die Provinz Bosnien sich aneig-llrn soll. Nach Ansicht dieser annexionslustigen Partei würde durch die Besitznahme Bosniens oonseile Desterreichs der Herd der Revolution und.Jnsur-rrction zerstört, die Kriegsfackel ausgelöscht, der europäische Friede wiederhergestellt und deutsche Kultur "ach Osten getragen werden. Die Annexion Bosnien« sei durchaus nicht zu versäumen, des Lebens ^ühe nur einmal, und jetzt seien die Rosen zu Mucken. Diese Partei brütet über folgenden Plan: Serbien und Montenegro mögen noch durch zwei Monate, im August und September, den „kleinen mit der Türkei fortsetzen, im Oktober er-sn m *""" ^nen zweimonatlichen Waffenstillstand November und Dezember l. I., in den Monaten Lanner, Februar und März l. I. rege man die ^ eines europäischen CongresseS an, und im April ""7 soll das allgemeine Turnier der europäischen )-v°v^ächle beginnen. Diese große Partei hat wahr-üen-r"" abenteuerliches Programm aufgestellt, ihr vnugen die türkischen, serbischen und wontenegrini> ^" Kanonen nicht, sie will auch den Donner der , ^atiuskanonen hören und die Tragweite derselben probt wissen. Dieser großen Partei genügen die usende gefallener Krieger, die Tausende abge- brannler Ortschaften nicht, sie will ganz Europa in Feuer und Flammen auflodern sehen. Der „Deutschen Ztg." wird über das Programm der Annexions-Partei von einem Gewährsmann? folgendes mirgetheilt: „Der Annexionsplan ist fix und fertig. Was ich darüber weiß, ist folgendes: Vor allem hat Oesterreich Ungarn feinen Einfluß aufzubieten, daß der türkisch-serbisch-montenegrinische Krieg nicht vor Ablauf von fünf bis sechs Wochen entschieden werde. Um eine solche Entscheidung zu verhüten, wurde denn auch dem Fürsten Milan, der bereits nach den ersten Niederlagen feiner Armeen um Vermittlung ansuchte, bedeutet, daß jetzt hiezu noch nicht die Zeit gekommen sei, und darum auch wurde ihm der Rath erlheilt, sich auf die Defensive zu beschränken. Diesem Rathe ist Milan, wie bekannt, nach gekommen. Nach Ablauf der sechs Wochen, innerhalb welcher es, wie man annimmt, den Türken gelingen wird, einen Theil Serbiens militärisch zu besetzen, wird die Vermittlung beginnen. Zunächst wird man eine unscheinbare, harmlose achttägige Waffenruhe schaffen, um inzwischen über einen längern Waffenstillstand zu verhandeln. In dem Programm ist für den Fall vorgesehen, daß diese Verhandlungen resultatlos bleiben. Das will so viel sagen, als die Vermittler werden es so einzurichten wissen, daß sie resultatloS bleiben müssen. Die Waffenruhe wird auf weitere acht Tage verlängert und die Verhandlungen werden darauf beschränkt sein, Demarkationslinien für den eventuell abzuschließenden Waffenstillstand festzustellen. In dieser Beziehung wird man der Türkei nicht allzu große Schwierigkeiten bereiten. Dan» steht der Oktober vor der Thür u>id es wird über den Waffenstillstand ernstlich verhandelt. Da man voraus« setzt, daß keine der kriegfühcenden Parteien Lust zu einem Winterfeldzug haben dürfte, so zweifelt man nicht, daß der Vorschlag angenommen werden wird. Auf diese Weise würde den Winter über der Krieg unterdrückt. Im Frühjahr kann es wieder frisch losgehen, denn im Frühjahr werden wir unsere Uchatius-Kanonen schon fertig habe:,, und dann — darauf thut man sich viel zugute — wird Oester-reich-Ungarn kräftig genug dastehen, um der Welt-geschichte den von ihm selbst gewünschten Gang vor. zuzeichnen. Im Frühjahr werden wir in die Lage kommen, uns zu entscheiden, ob wir mit Deutschland gegen Rußland und Frankreich oder mit England und Frankreich gegen Deutschland und Rußland loS-schlagen. Aber loSgeschlagen wird auf alle Fälle." Eine andere nicht minder starke Partei tritt «nnexionsgelüsten entgegen; sie konstatiert, haß Oesterreich-Ungarn meilenweites Terrain besitzt, welches weder den Pflug, noch die Maschine kennt, auf welchem sich mehrere hunderttausende Bewohner befinden, welche von geistiger Kultur, von Handel, Industrie und Gewerbe nicht eine Idee innehaben, kaum ihren Namen zu schreiben verstehen. Aufgabe Oesterreich.Ungarns sei es, in dieses Terrain deutsche Kultur zu tragen und dort das Licht der Aufklärung, den Geist der Humanität und Bildung zu entzünden. Oesterreich-Ungarn zählt ungeheuere Flächen, auf welchen es genügenden Stoff gibt zur geistigen und Humanitären Kultur; man soll in diesen JeuitleLon. Coeur-Dame. Novelle von Fr. Willibald Wulfs. (Fortsetzung.» um ^i>e lange genug in der Welt gelebt, Kar le» ^ ""ssen, daß man als ehrlicher Mann offen,!, n-den Fall kommen kann, elendiglich aus ein s-^-^^aße zu verhungern. Ich bin deshalb Hj^'«°ube geworden, ein Mensch, der nichts nach heikt ^ Hölle fragt. Was Herz und Gewissen *^ß ^ "ur noch aus früherer Zeit, da Eerdlngs, da regt es sich noch ein wenig Brust ^ deutete bei diesen Worten auf seine iurückH ^ an meine früheren Lebensjahre aber i ^ "°ch "icht so ganz verdorben war, ko»,».. liegt weit, weit hinter mir. Ein voll- war Mitglied der menschlichen Gesellschaft Iua,n? Lebtag nicht, und wenn ich meine stellt meinem jetzigen Leben vergleiche, so down,« > öanz klar und deutlich heraus, daß ich alter » junger Bösewicht war und heute ein geworden bin; damals betrog ich meine Schul- kameraden um Nüsse und Leckereien, jetzt betrüge ich meine Nebenmenschen um elenden Mammon. Da« bleibt sich in der Hauptsache vollkommen gleich. Aber ich thue es gern, denn ich hasse die Menschen, und wenn ich Ihnen eine Vorlesung über meinen Haß und seine Ursachen halten wollte, so würden Sie starr werden über meine Philosophie und mir am Ende, trotz aller Einwände, doch Recht geben müssen. Glauben Sie nicht, daß ich diese Eben-bilder Gottes beneide, weil sie besser sind, oder — besser scheinen als ich, ich habe genügenden Grund, sie alle zu Haffen und zu verachten. Kein Mensch ist gut. um eben gut zu sein, der Spekulant Egoismus bemächtigt sich seiner Gaben und Talente schon in frühester Jugend und verkauft ihn dem Teufelsweibe Gewinnsucht mit Haut und Haar. Er verkauft die Liebe in der Brust des Menschen für schnödes Gold und vernichtet seine edelsten Gefühle und Gedanken. Was noch übrig bleibt, erstickt die Eitelkeit. So verläßt der Jüngling den Palast oder die Hütte, in welcher er das Licht der Welt erblickt hat, und tritt, feine Rebenmenschen und sich selbst betrügend, die Wanderung durch das Leben an, um entweder als liederliches Genie unbeweint und verachtet in irgend einem Winkel der Erde zu verkom- men, oder als reicher, angesehener Mann, von einer ganzen Flut von Thränen begossen, in einem prächtigen Sarge zu Grabe getragen zu werden. Und wollen Sie wissen, warum der eine so und der andere so den letzten Seufzer aushauchte? Der Reich-gewordene hatte das Glück, sich seltener als seine. Nebenmenschen zu betrügen, mit dem Genie war e« gerade umgekehrt der Fall." Norberg hatte mit steigender Erregung zuge-hört. Anfangs halte ihn der teuflische Hohn, welcher in den Worten des alten Spielers lag, völlig betäubt. „Mensch, um Gotteswillen!" rief er schaudernd, als jener inne hielt. „Versuchen Sie es nur, mich Lügen strafen zu wollen und meine Logik anzutasten. Sie werden sehen, wie fest die Basis ist, auf welcher fie steht. Ich bin weder ein Genie, noch, wie Sie wissen, ein reicher Mann, ich bin weiter nichts als rin Spitzbube, aber, Herr, ein ganzer. Und dennoch habe ich mich selbst weit mehr als meine Nebenmenschen be« stöhlen und betrogen. Aber ein» erhält mich auf» recht und macht mich stolz, es ist das Bewußtsein» was den meisten Menschen fehlt, das Bewußtsein, mich selbst zu kennen, und das genau. ES wird mix auf meinem Sterbebette den Kummer ersparen, ein» «och unfruchtbar daliegenden Ländernstrichen Oesterreich-Ungarns thätige Hand »„legen und nicht außerhalb der österreichisch-ungarischen Grenzen neue Gebiete für Kulturarbeiten aufsuchen. Diese zweite, annexionsfeindliche Partei erwartet von einer Annexion Bosniens keine Bortheile. Oesterreich-Ungarn habe nach Ansicht dieser Partei einen Länderzuwachs nicht anzustreben und keine andere Politik zu verfolgen, als die Erhaltung seines eigenen Reichsbcstandes, die Erhaltung des Friedens; Länderannexionen haben noch selten gute Früchte getragen. Nach weiterer Ansicht der annexionsfeindlichen Partei sei auch Gras Andrassy kein Freund der Annexionspolitik, er hofft auf Erhaltung des slatus yuo umts und Erhaltung des Weltfriedens. Die Gegner des Annexionsprogrammes werden dem Panslavismus nicht die geringsten Opfer bringen ; auch die Volksvertretungen beider Reichshälften dürften dem Anncxionöprojecle ihre Zustimmung versagen. Im Gegentheil, die liberale Partei in Oesterreich wird bemüht sein, die Ideen des Panslavismus in ein engeres Bett einzudämmen; sie wird mit aller Energie zu sorgen haben, daß Europa, beziehungs-weise Oesterreich-Ungarn, nicht von einer slavischen Sündflut heimgesucht werde. Der Panslavismus hat seine User überschritten, er muß in sein vlteS, wo möglich engeres Bett zurückgeleitel werden. Die Gegner des Annexionsprogrammes können sich mit der Idee nicht befreunden, daß Oesterreich-Ungarn ein neues, feine ruhige freiheitliche und verfassungsmäßige Entwicklung störendes Land annec tieren solle. Ein Rückblick auf unsere Lage ermahnt uns, daß wir auf eigenem Grund und Boden noch viel zu arbeiten haben, um dahin zu gelangen, daß die Wünsche der Steuerträger Oesterreichs volle Befriedigung finden. Oesterreich-Ungarn hat vorläufig genug Sorge für da» Wohl seiner eigenen Kinder; es ist überhaupt nicht in der Lage, überdies «och die Verpflegung von Adoptivkindern zu über nehmen._______________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 1. August. Znland. Das große Lager bei Kaschau soll durch den Feldmarschall Erzherzog Albrecht im Laufe der künftigen Woche besucht und ebenso die in der Umgebung von Erlau liegenden Truppen inspiriert werden. Im Laufe des Monats August soll der Erzherzog-Feldmarschall auch Siebenbürgen besuchen, wo, nach ungarischen Blättern, in der Gegend von Hermannstadt die Concentration von 23 Linien-Jnsanterie-Regimentern, zwei Jäger-Bataillonen, zehn Escadronen Eavallerie und dreizehn Batterien vorbereitet wird. Dem „P. Lloyd" wird aus Wien mitgetheilt, daß die bestimmtesten Weisungen zur beschleunigten Fertigstellung der neuen Artillerie-Ausrüstung ergangen seien. Zwei Batterien von Uchalius-Ge-schützen sind am 26. d. M. nach Esse^ zur Com-pletirung der dort als Greuzcordon aufgestellten 20. Truppen-Division abgegange». Die Nachricht, eine große Anzahl von ungarischen Abgeordneten habe den Minister Tisza ersucht, die schleunige Einberufung des Reichstages zu beantragen, wird entschieden dementiert. Tisza ist weder schriftlich noch mündlich hiezu aufgefordert worden, noch liegt daS Bedürfnis nach einer solchen Maßregel vor. Der ungarische Reichstag wird nicht vor dem 28. September eröffnet werden. Die „Nat. Ztg." empfängt aus Wien nachstehenden Bericht: „Die pester Presse tobt seit einigen Tagen gegen die Politik unseres auswärti-gen Amtes, beziehungsweise gegen die an den Tag gelegte Intimität mit Rußland. Was in Pest geahnt wird, dürfte allerdings nicht völlig grundlos sein. Jnstinctmäßig fühlen die ungarischen Poli> tiker, daß etwas im Werden sei, was eventuell kaum einer skrupulösen Rücksichtnahme auf die Marschroute entsprechen dürfte, welche man in Pest der auswärtigen Politik der Monarchie vorzuschreiben beflissen ist. Ja noch mehr, sie spüren, daß ihr Landsmann Graf Andrassy vollständig in dem Fahrwasser sei, um sich persönlich dieser Rücksichtslosigkeit schuldig zu machen. Nun denn, es kann sein, daß man in Pest mit all' dem gar nicht so auf falscher Fährte sei. Wir glauben selbst, daß sich die öfter-reichische Politik und Graf Andrassy in Ausführung aller die Existenz des Drei-Kaiser-Bündnisses bekundenden Abmachungen durch die intensiven Kundgebungen der ungarische» Presse für eine Passivitätsund Abstinenz-Politik nicht beirren lassen dürften. Inwieweit diese wahrscheinliche Eventualität mit der fernern Stabilität des Ministeriums Tisza in Einklang zu bringen sein wird, entzieht sich vorerst noch jedem bestimmt lautenden Urtheile. Darf man jedoch gewissen Andeutungen Beachtung schenken, so ist eS wol nicht gewagt anzunehmen, daß Graf Andrassy gerade um die Mittel nicht in Verlegen-heit zu sein scheint, um gegebenenfalls das Labinet Tisza zur Anerkennung seiner auswärtigen Politik zu bringen und demgemäß auch zur Fortführung der Geschäfte in Ungarn in Verbindung mit der Perfectmachung des vereinbarten neuen Ausgleichs zwischen den beiden Reichshälften, an welch' letzterer jedenfalls Ungarn und das Cabinet Tisza mehr als die diesseitige Reichshälfte interessiert sind, zu be stimmen." Ausland. Der „Moniteur" meldet: Zwischen Frankreich und Oesterreich-Ungarn wurden behufs wichtiger Abänderungen des bestehenden AuslieferungS-Vertrageö vom Jahre 1855 Verhand« lungüi eingeleuel. Der rumänische Handelsvertrag bestimmt» daß die EZerthzölle in Gewichtszölle umgerechnet werden. Zur Durchführung dieser Rechnungs-Operation wird eine gemischte Commission aus ung»« rischen, österreichischen und rumänischen Fachleuten demnächst zusammentreten. Der Fürst von Rumänien hielt an dieDe> putation der Kammer mit Bezug auf deren Adresse folgende Ansprache: „Herr Präsident! Meine H'.rren Deputierten! Indem ich Ihnen für die Gefühle der Ergebenheit, welche Sie mir aussprechen, danke, gebe ich Ihnen meinerseits die Versicherung, daß ich, den Parteikämpsen stets fremd bleibend, nur die Entwicklung und Größe unseres Vaterlandes durch Befestigung seiner verfassungsmäßigen Einrichtungen, durch aufrichtige Anwendung der Gesetze und durch genaue unparteiische Controlc seitens der gefetzge» benden Körper im Auge tube. Ich bin überzeugt, daß nur durch ein genaues Einverständnis zw!' schen dem gesetzgebenden Körper und der executiven Gewalt wir die Schwierigkeiten überwinden können, von welchen wir umringt sind. Ich danke Ihne« auch im Namen der Fürstin für die Wünsche, welche Sie an uns gerichtet haben." Die serbische Regierung ordnete die zwangsweise Steuer-Eintreibung von sämmtlichen ausländischen Industriellen für die Jahre 1875 und 1876 an, weiche bis jetzt steuerfrei waren. In Regierungskreisen wird die Existenz des serbischen Expos 6 s geleugnet. Serbenfeindliche Corre« spondenten erhielten den Wink, Serbien z« verlassen. Ristik und Gruit bleiben acht Tage im Hauptquartier. MilojkoviL leitet das Mi' nisterium des Aeußern. Der «Augsb. Allg. Ztg." wird aus Wien be» richtet, die Pforte habe den Mächten den unmittelbar bevorstehenden Thronwechsel vertraulich notificiert, mit dem Beifügen, daß ihre Politik durch denselben keinerlei Aenderungen erfahren werde. Die Commission, welche zur Revision der in der Affaire von Salonichi gefällten Urtheile eingesetzt wurde, verurtheilte den gewesenen Gouverneur von Salo» nichi zu einem Jahre Gefängnis. Rumäniens feindselige Haltung veranlaßte die Türkei, 45.» fordern wird." — . „So vermuthen Sie, daß Graf Thurneck n" Ihretwegen nach der Residenz gekommen ist?" frE der Alte nachdenklich. ^ „Was sollte ihn hierher getrieben haben, ve» es da» nicht ist?" .Ah, Herr Baron, ich verstehe, Sie füE daß er Sie compromittieren wird!" rief der SP>" mit einem verschmitzten Lächeln. Waldheim entgegnetr keine Silbe, sondern sta^ finster vor sich hin. (Forts, folgt) aufgestanden. sein. Der Aufstand dürfte bald bewältigt Vom Kriegsschauplätze. Da die türkischen Freiwilligen von Widdin serbische Kinder als Sklaven verkauften, hat der Troßvezier angeordnet, daß in Hinkunft die Urheber solcher Acte mit dem Tode bestraft werden sollen. Am 29. v. M. ist die ganze türkische Armee von Ni sch in drei Colonnen in Serbien eingedrungen. Die Entscheidungsschlacht muß bereits begonnen haben. Zur Tagesgeschichte. — Bischof Stroßmayer reiste, wie die „Esseger ötg." erfährt, nach Wien, indem er angeblich einem hohen Nufe folgte. Man bringt in Kroatien diese Reise mit hochpolitischen Comvinationen in Verbindung. — DemJnfurgentenführerLjubobratic wurde infolge seiner m einer Petition an den Kaiser gewachten Vorstellung, Laß das linzer Klima aus seinen Gesundheitszustand höchst nachtheilig einwirke (was nach gepflogener ärztlicher Untersuchung auch amtlich constatiert worden sein soll), die Bewilligung ertheilt, Linz gegen einen anderen Platz zu vertauschen, und zwar wurde ihm Graz als zukünftiger Jnterniernngsou angewiesen. Ljnbobratic, welcher in letzter Zeit das mehr fonnseitig gelegene Marsch-Uer'sche Hotel „zum Erzherzog Karl" am Lonauquai in Linz bewohnte, ist in Begleitung eines Beamten der linzer Staatspolizei nach Graz abgegangen. Während seines mehr als einmonatlichen Aufenthaltes in Linz lebte der Wojwode, wie er sich mit Vorliebe nannte, sein gegebenes Ehrenwort Setreu haltend, mit seiner Gattin sehr zurückgezogen. — Folgendes Fächertragens. In der katholischen Kirche zu Cambridge im Staate Massachusetts ereignete stcki ein komisch-tragischer Vorsall. Der dortige Pfarrer Pater Scully hatte nemlich den Gebrauch von Fächern in seiner Kirche aufs strengste untersagt. Einer der Magnaten des aber, Alderman Reardon, unterstützte seine weiblichen Familienmitglieder bei dem Widerstande gegen eine solche Maßregel und gerieth deshalb mit dem Seelsorger während des Gottesdienstes in Wortwechsel, der in eine förmliche Prügelei ausartete. Der Pfarrer ließ sich bei Bearbeitung seines widerspenstigen Pfarrkindes von einem anwefenden Polizei-Lonstabler Helsen, und von beiden wurde der Unglück-lel'ge Alderman erbärmlich zugerichtet, zum Entsetzen der andächtig,, Versammlung. Mehrere der anwesenden Damen wurde,, ohniuächtig. Alderman Reardon aber will die strenge köstliche Zurechtweisung nicht gutwillig hinnehmen, sondern batsich an die Gerichte gewandt. und Provinzial-Angelegeuheiteu. ^ (Personal« achricht.) FZM. Freiherr von "hn inspiriert die k. k. Truppen im Garnisonsorte Lai-ach und wird den Manövern in Adelsberg beiwohnen. 2, ^ lFleischtarif für den Monat August.) as Kilogramm bester Qualität von Mastochfen kostet 50 kr., . """e Qualität 42 kr., geringste Qualität 34 kr.; von hen und Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 44, und 28 kr. ve ^ (Der Ausschuß des städtischen Mufik-gestri""") beschäftigte sich in seiner vorwöchentlichen und ei Sitzung in erster Linie mit der Erledigung der Neue Besuche vieler Musiker um Aufnahme in das Tbv ^usilvereinSorchester, weläes am 20. August feine in ^ginnen dürfte. Der VereinsauSfchuß wird nun Liv's >4 Tagen sein Projekt, eine ständige, geschulte Musikkapelle in Laibach zu schassen, erfüllt sehen. Die Ichw' . "Eiche Bevölkerung wird die Ausführung dieses y . '"'gen Unternehmens sympathisch zu begrüßen und das - . . Zur Erhaltung der städtischen Mustkvereinskapelle Dr"qn beizutragen haben. Der Bereinsobmann, Herr ! wird in Begleitung mehrerer Vereinsaus, v-ri» 'Eder die bekannten Musikfreunde in der Stadt als " Einladen, diesem Vereine theilS alS Gründer, theil« »u ^"^rstittzende, theilS als beitragende Mitglieder beitreten kr?« ? ' Die Erhaltung eines ständigen, tüchtigen Orchesters Sin»**», ^^3>ebige Geldmittel. Möge der hervorragende Musik sich- in recht ausgiebigen Spenden und ch »ahlreiche LereinSbeitritte äußern. — (Zu Ehren eines tapferen Soldaten), des Feldwebels im 53. Linien-Jnfanterie-Reg. Herrn Eduard Lekus, welcher 23 Jahre diente, mit der silbernen und goldenen Tapferkeitsmedaille dekoriert ist und nun aus dem Militärdienste tritt, fand gestern im Garten des Gasthauses „zur Vereinigung" eine Soiree statt, welcher auch der Herr Regimentscommandanl Oberstlieutenant v. Hranilovii beiwohnte. Die aus Agram nach Laibach wieder zurückgekehrte Regimentskapelle verherrlichte durch Ausführung eines gewählten Programmes den Festabend. — (Ein ganzer Bezirk ohne Heilarzt.) Der im nachbarlichen Steiermark gelegene Bezirk Tüffer besitzt, wie eine aus Markt Tüffer nntelM 2ä. v. M. an die grazer „Tagespost" gerichtete Original-Lorrespondenz anzeigt, mir Ausnahme eines gewerkschaftlichen Arztes in Trifail keinen graduierten Doctor der Medizin. Die Bewohner desselben müssen daher in allen bedenklicheren Er-krankungSfällen, in denen man sich aus den Rath eines Lhirurgen nicht ganz verlassen will, ärztliche Hilse von Cilli und selbst von Laibach kommen taffen, was häufig mit großem Zeitverlust verbunden ist, immer aber viel theurer zu stehen kommt, als es der Fall wäre, wenn der Bezirk über einen eigenen promovierten Arzt versügen könnte. Obwol es keinem Zweisel unterliegt, baß die Kunst ihren Mann in Tüffer hinreichend ernähren würde, so nehmen Doctoren Loch Anstand, sich zu etablieren, ohne ein gewisses fixes Einkommen zu besitzen. Dieser Lalamität, die bisher vonseile der Bevölkerung vielfach beklagt wurde, will nun der Bezirksausschuß von Tüffer durch Anstellung eines aus dem Bezirksfonde zu besoldenden Doktor« der Medizin begegnen. Es wäre in der Thal im dringenden Interesse des Bezirkes gelegen, daß sich auch das Plenum der Bezirksvertretung dieser Ansicht anschließen würde, da ja auch die vom Hauptorte des Bezirkes etwas entlegeneren Jndustrie-orte, die ihre eigenen Werkschirurgen besitzen, häufig genug in die Lage kommen, auswärts ärztliche Hilfe zu suchen. Da ein Bezirksamt füglich nur in Tüffer seinen Wohnsitz aufschlagen könnte (vielleicht ließe sich damit auch die Stelle eines Badearztes vereinigen), so wäre es nur billig, auch die drei Gemeinden Tüffer, Maria-Graz und Christof, denen der Aufenthalt eines Arztes in Tüffer am unmittelbarsten zugute käme, zu Beiträgen zur Besoldung heranznziehen. Diese könnten dasilr, namentlich zu Zeiten von Epidemien (die Ruhrepidemie pflegt sich im Herbste alljährlich als ungebetener Gast einzufinden), vom BezlrkSarzte positive Leistungen sür ihre Beitragsleistungen verlangen; dadurch würde man auch dem übrigens nicht ganz begründeten Vorwurf begegnen, der Bezirlssond besolde einen Arzt, der nur dem Markte Tüffer und feiner Umgebung zugute kommt. Durch die Loncnrrenz der Gemeinden würde sich die sonst auf den Bezirksfond entfallende Quote um ein Namhaftes verringern. — (Zur Weinbauausstellung in Marburg.) Die Lanowirthschaftsgesellschaft sür Kärnten hat über Einladung des Ansstellungs-Lomües ihre Mitglieder Heinrich Schleicher, Kellerdirector in Marburg, und Johann Bonelli, Weinhändler und Gastwirth in Klagenfurt, zu Preisrichtern sür die genannte Ausstellung gewählt. — (Das Wohlthätigkeits-Loncert) in Bad Villach erfreute sich guten Besuches. Fräulein GallL aus Laibach spielte aus der Zither kärntner Lieder mit großem Ausdruck und wurde vom Publikum mit lebhaftem Beifall ausgezeichnet. — (Pontebabahn.) In der Zeit vom 8. bis I7ten v. M. wurde von den Hörern an der technischen Hochschule in Graz die Besichtigung der Linie TarviS-Pontafel-Ospeda> letto und zurück über den Predil unter Führung des Pro seffors R. R. Scheidieuberger unternommen. Nachdem die Theilstrecken Tarvis-Pontafel und Ponteba-Resiutta derzeit noch in der Traciernng und Projectiernng sich befinden, war daS Hauptaugenmerk aus die Besichtigung der in der Bau-Ausführung befindlichen Strecke Resiutta-Ospedaletto gerichtet. Die Anlage dieser Bahnstrecke ist mit vielen bedeutenden Schwierigkeiten verbunden, welche ein vielseitiges technisches Wissen und eine große Erfahrung seitens der tungsverhältnisse in da§ Innere der Gebirgslehnen »erlegt werden mußte, und daß endlich vielfache Lollisionen mit der Poststraße sowie Uebersetzuugen von Wildbächen unausweichlich waren. Die Excursion verlief in einer Weise, die ebenso anregend wie durch die überaus freundliche und liebenswürdige Ausnahme seitens der königlichen Ingenieure, der Unternehmungen Peregrini, Perego und Lomp., P»destL und Lomp. und der Bevölkerung anmuthend war. Wo die österreichischen Gäste durchkamen, überall fanden sie die Bauwerke mit österreichischen und italienischen Fahnen geschmückt, überall empfing man sie unter den Klängen der Musik, mit Triumphpforten, Deputationen der Einwohner, überall veranstaltete man ihnen zu Ehren Bankette, ließ sie die ProjectSpläne und die sehr insiructiven Modelle in sehr zuvorkommender Art besichtigen, ertheilte ihnen Auskünfte und Erläuterungen, wie sie ihren Zwecken entsprechend waren. Die Ingenieure, die Einwohner und die Sindici der Städte Moggio, Venzone und Gemona wetteiferten in der freundlichen Bewirthung und Unterweisung der österreichischen Techniker, die mit dem Gefühle lebhaftester Befriedigung nach achttägiger Wanderung in ihre Heimat zurückkehrten. — (Todesfälle infolge Blitzschlages.) Auch Heuer wurde der Auuatag in der Wallfahrtskirche zum heiligen Kreuz nächst Praßberg in Steiermark gefeiert, es fanden sich zahlreiche Wallfahrer auch aus Krain ein. Am 25. d. abends 6 Uhr schlug der Blitz in diese Kirche ein, tödtete zwei Männer und eine Weibsperson. — (Aus den slove nischen Blättern.) „Sloo. Narod" äußert sich in einem mit dem Stichworte „Oesterreichs Gestade deS adriatischen MeereS im Lontacte mit der Orientsrage" versehenen Artikel bezüglich der Vortheile, insbesondere hinsichtlich des günstigen Augenblickes einer Intervention Oesterreichs in Bosnien und in der Herzegowina dahin, daß der günstigste Zeitpunkt zum Beginn der Lösung der orientalischen Frage für die Slaven in Oesterreich jener gewesen wäre, als Hohenwart die Zügel der Regierung führte; damals war der slavifche Einfluß maßgebender und gelangte mehr zur Geltung als jetzt. In dieser Erklärung liegt eia für die Prinzipien der Verfassung sehr schätzbares Bekenntnis, daß das slavische Element in Oesterreich sich derzeit nicht allzu potenzierten Hoffnungen inbetrefj der Erfüllung ihrer Sondergelüste hingeben kann. — Das Schicksal der Bank „Iloven, j a," welches übermorgen entschieden werden wird, interessiert die flovenifchen Jour-nale im hohen Grade; sie wurden im Verlaufe der letzten Wochen nicht müde, mit Artikeln, Abhandlungen, Erörte-rungen und Rathschlägen über die Frage, wie der kranken Bank auszuhelfen wäre, auszutreten. Nach Ansicht des „Slovenec" sollten die .patriotischen Aktionäre" nicht übersehen, daß der Fortbestand der „Slovenija" in politischer und nationaler Beziehung von größter Wichtigkeit sei; der Verfall dieses heimatlichen Institutes wäre den nationalen Gegnern eine willkommene Waffe gerade in diesem bedeutungsvollen Zeitpunkte. Eitle Nation, die sich um die Mittel der materiellen Selbständigkeit nicht kümmert, sei nach der Meinung des „Slovenec" nicht berechtigt, eine bessere Zukunst zu hoffen. Das national-klericale Blatt gesteht heute offen und klar, daß man in der Bank „Slovenija" kein heimatliches Assecuranz- und Geld-Institut, sondern lediglich eine materielle Quelle zu politischen und nationalen Agitationen erblickte. Da« Institut muß nun nach kurzer Lebensdauer und langwieriger Krankheit die Verletzung der ersten Paragraphe seiner Statuten mit einem schmerzvollen Tod büßen. — Auch die „Novice" stimmt über die Lage der Bank „Slo-»enija" laute Klagen an. Dieses Wochenblatt constatiert, daß diese« Institut anfangs vortrefflich organisiert war und sich des Zuflusses großer Kapitalien erfreute, jedoch mußte dasselbe in späterer Zeit moralische und materielle Unterstützung wesentlich vermissen. Diese «lagen können durch Thatfachen genügend abgeschwächt werden. Kein an-dereS Institut konnte sich solch auSgiebiger moralischer und materieller Unterstützung rühmen, als gerade die Bank „Slovenija." Aus der krainifchen Landstube ertönte der Ingenieure herausfordern, die mit der ehrenvollen Aufgabe, t Ausruf, alle im Lande Krain befindlichen Gebäude bei die- sie zu bekämpfen, betraut wurden. Diese Schwierigkeiten werden hauptsächlich dadurch hervorgerufen, daß die Bahn zumeist dem Gebiete der da- Thal beherrschenden reißenden Fella und in den unteren Partien jenem deS Tagliamento abgernngen nnd an vielen Stellen durch die Lonstguration des TerrainS und die Anwendung möglichst günstiger «ich» sem Institute gegen Feuerschaden versichern zu lassen. Bon allen Kanzeln im Lande wurde daS Evangelium über dir Solidität und den anzuhvssenden hohen Werth der Actien dieser Bank gepredigt; au» den Kassen der Kirchen, aus den Taschen der Pfarrer, Meßner, Pfarrersköchinnen und Pfarrbediensteten, an» den Schränken der national-klericalen Bürger- und Bauersleute flössen diesem Institute enorme Geldsummen zu. Nicht der Mangel moralischer und materieller Gebarung, sondern irrationelle Gebarung und in erster Linie der Verfolg nationaler, politischer Zwecke gruben der Bank „Slovenija" das Grab. Walddevastation. Der Fachmann, Zer Landwirth, der Industrielle, der Gewerbsmann. auch der Tourist wird aus seinen Geschäftsreisen oder Exkursionen in den verschiedenen Provinzen der österreichischen Monarchie die traurige Wahrnehmung gemacht haben, daß namentlich in Gemeinde- und Bauernwaldungen seit Jahren eine heillose Wirth-jchast gesührt und hiedurch die Waldbestände dem gänzlichen Ruin preisgegeben werden. Gegen die Devastation der Wälder erhoben sich bereits in Tagblätlern und Fachschriften unzählige Stimmen, leider vergebens. In den letzten Tagen läßt sich in der „N. fr. Pr." eine mit »L. 1,." signierte Fachstimme aus dem nordöstlichen Böhmen über das ernste Kapitel Waldver Wüstung vernehmen. Die Wirkungen der zunehmenden Waldverwüstungen sind weltbekannt. Behörden und Volk scheinen keine Mittel gegen dieses National-Unglück zu kennen; Verbote, Beleh rungen fruchten nichts oder do» nur sehr wenig. Die Re gierungen, ohne die nothwendigsten Organe zur Durchsiih rung der theoretisch meistens fehr guten Forstgesetze, in An betracht der großen Ausdehnung und der vielen Zerstückelungen der Wälder, sind geradezu machtlos. Die Bevölke rung ist gleichgiltig oder oft, um den momentanen Vortheil zu benützen, sogar der Devastation geneigt. Die Besitzer selbst sind theils zu ungebildet, theils zu habsüchtig, mei> stens aber zu mittellos, um eine vernünftige Waldpflege ins Werk setzen zu können. Der Ruin der bäuerlichen Waldflächen — und nur von diesen kann hier die Rede sein, da die großen Staatsund Domänensorste in der Regel sehr gut bewirthschastet werden, weil die Staatsaufsicht hier leichter durchführbar ist — steht vor der Thür, mit ihm der Ruin der Besitzer und die zahllosen Folgeübel einer allgemeinen Devastation. Es liegt in der Natur der Sache, daß der Besitzer kleiner Waldgrundstücke momentan das größte Interesse an der weitgehendsten Ausbeutung hat, gar keines fast an der Wiederanfsorstnng der von ihm selbst verwüsteten oder so überkommenen Waldflächen haben kann — eine Mühe und Arbeit, für die er in den seltensten Fällen Gewinn einheimst, und sür seine Nachkommen, geschweige denn für seine Nach solger arbeitet der bäuerliche Grundbesitzer selten gerne und freiwillig. Der Gang der Ereignisse ist gewöhnlich folgender: Eine drückende Schuld muß abgewälzt, eine Tochter ausgestattet werden. Die Speculatiou bietet für ein Stück Hochwald bares Geld, es wird monatelang hin- und hergebandelt, bis schließlich dem Bauer das Messer an der Kehle sitzt und er zuschlagen muß; der Wald wird abgetrieben, der Käufer fast allemal ein Zwischenhändler eigentbümlichen GeprägeS — macht ein brillantes Geschäft, und die Fläche verödet. Diese Manipulation bildet die Regel, sie wird unter zehn Fällen neunmal ausgeführt und hiedurch unter den bäuer lichen Waldbesitzern heilloser Schaden gestiftet. Vom Wieder aufforsten ist nie, vom Selbstanflug sehr selten die Rede Die abgetriebene Fläche gibt dem Besitzer willkommene Ge legenbeit, einige Stück Vieh mehr als früher zu halte», um die Weide- und Grasnützung aus der humusreichen Fläche zu verwerthen. Das verleiht einen erwünschten Anschein von vermehrtem Wohlstand; das Vieh, unter ihm hauptsächlich die Ziegen, noch mehr aber die Hirlenbuben, sorgen dafür, daß kein junges Bäumchen unverletzt aufkommen kann Den Viehstand aber wieder zu verringern, gegen einen Bortheil in weit entlegenkn Jahren, ist gegen daS äugen blickliche Interesse und gilt dem Besitzer selbst oder seinen Nachbarn dis ein Rückwärtsgang der Wirtschaft. So bleibt die Blöße der brennenden Sonne und dem strömenden Regen ausgesetzt, bis ein tüchtiger Gewitter den Rest von Humus und mit ihm die letzte Hoffnung auf das Wieder erstehen deS Waldes sür immer ins Thal hinabgeschwemmt hat. _______________(Schluß folgt.)_________ schlechtes, todtgeboren und nothgetauft in der St. Petersvor-iadt Nr. 78. — Gertraud Groznik, Taglöhnersgattin, 80 I., Tivilfpital, Gehirn-Apoplexie. — Maria Kornik, k. k. StrafhanS-Aufseherskiiid, 1 I. 11 M., Karlstädter-Vorstadt Nr. 10, Tuberkulose. Den 30. Juli. Maria Babii, Bettlerin, 64 I., Tivilfpital, Altersschwäche. Den 31. Juli. Joses Mandl, Schneider, 25 I., Tivilspital, Lungentuberkulose. — Franz Osredkar, Al beiter, 46 I., Livilfpiial, Bau'.sellentzUnbung. Witterung. Laid.ich, 1. August. Morgens Nebel, raun heiter, sehr schwacher SO. Wärme: morgens 7 Ubr -s- 16 0°, nachmittags 2 Ut>r -t- 27 2° 6 (1875 22 0°, 1874 f- 24 6° 6.) «a>.c. Meter im Fallen, ?35.26 mw. Das gestrige LageSnnttel der Wärme L0 5", um 0 7° über dem Normale. Verstorbene. D en 28. Juli. Anton Oresek, Buchdruckereidiener, 59 I., Civilspital, Rippenfellentzündung. — Dem Mathias Beiiian, Südbahn-Londucteur. sein Kind weiblichen Ge. Ängekvmmenc Fremde am 1. August. Hotel Ltadt Wie». Schediwy, Kfm.; Schön, Reis.; Freiherr Feiner v. Feldegg, k. k. Hvsratb, und Frey, Wien. — Pfeffel, Gutsbef, Wallenfels. — Vincenzia v. Vartal und Maria v. Vasal, Ungarn. — Schüller, Holzhändler; Mayer, Comptoirist, und Kunz, Triest. — Hochsmann, k. k. Beamter, Petiau. - Flemonterno, Italien. — Ho-ratschek, k. k, pens. Hauptmann, Fiume. Hotel Vlefant. Wilhelm, Kfm, und Hauplmann, Reif., Marburg. — Schwarz, Fiume. Schiffrer, Lustthal. — Vikik, Tornegg. — Klembas, Mureck. — Stepauöik, Villach. — Furlani, und Staffier mit Frau, Triest. --Pflug v Leiden, Statthaltereiraths-Gemalin; Pnhodle, Mediziner, und Zup.nic, Wien. Hotel Europa. Kreulter sammt Mutter uud Schwester, Gras v. Götzen sammt Gemalin, und Lucich Kapenkovik mit Nichle, Triest. — Vaeano, pens. Landesgerichtsrath sammt Frau, Wien. Baterischer Hof. Baion von Franchetti und Fontana, Mantua. — PortMüiui, Agram. Stadt Laibach. Barghi, Italien. Motzreu. Morpurgo, Lehrer sammt Tochter, uud Rigutti, Triest. Wiener Börse vom 31. Jnli. StLLt»t0LÜ». Fr. dto. BouS I,»»« Kredit - Lose........ Kudols« - Lose .... (3Mon.> ÄugSburg luo Mark Krallks. IOC Marl. . Hamburg „ » London io Psd. Stert. Pari« Ivo Franc» . . Kail. Müriz-Ducaten LU-FrancSstück . . . . Prenß. Kassenscheine. Silber . . 8S'«0 84 SU. SS — er-- gr so ns rs »»'iS iss-rs IS 5,0 ev'eo so-eo «U60 IL1'80 4» iS «'90 9 92 «I'iS 101 SS ISS'7» II- «o 7i 60 7i 80 7S irs-iL 49 35 S'SI d'94 St »S INI so Telegramme. Wien, 31. Juli. Die „Politische Korrespondenz" meldet: „Der an der Beschießung des Donaudampfers „Tisza" schuldtragciide Comman-dant der serbischen Nationalmiliz, Peter Jokovik, wurde seiner Charge enthoben und entlassen. — Der russische Kaiser wird Ende August zu achttägigem Aufenthalte in Warschau erwartet, um an den Ma> növern theilzunehmen." Telegraphischer Lirrsberich! am 1. August. Papier-Rente 65 60 — Silber-Rente 69— — 1860« StaatS-Anlehen fehlt. — Bankactien 856. - Lredit l40 30 — London 126'—. — Silber 10130 — K. k. Münz-dukaren 5 92. — 20-Francs Stücke 9 99. — 100 Reichsmark 61 85. Danksagung. Der Ausschuß des allgemeine» krainischen Militiir-Veteranen-Vereins fühlt st» verpflichte!, anläßlich des zugunsten seines Krankenfondes in Auer's Bräuhansgarten veranstalteten Bestkegelscheibens, welches ein Neinerträgnis pr. 270 fl. abwarf, in erster Linie Herrn (8. Auer sür die unentgeltliche Ueberlassung der Kegelbahn und Beleuchtung, sowie sämmtlicheii Herren Kegelscheibern im Namen des Vereins hiemit öffentlich den herzlichsten Dank auszusprechen. (417) Der Ansschnß. Bei Kai-MM L Xa80k Pergament-Papier zum Msteinstcden. 1 Bogen 20 kr. (390) 7 Gedenktafel iiber die am 4. August 1876 ftattftndenden >'ici-tationen. 3. Feilb,, Zadu'sche Real-, Kal. «G. Adelsberg.- 2.M., Stubler'sche Real., Cerouc, BG. Möttling. — 2. Feilb., Muschiz'sche ^>!eal., Nasovik, BG. Stein. — 1. Feilb., Svetic'sche Real., Moiäutsch, BG. Egg. - 1. Feilb.. Mur-nik'sche Real, Podverch, BG. C'gg. — 3. Feilb., Petrik'sche Real.,Rvsaluic. BG. Möttling. M M VMM eine 8inger-Aäklma^ine nnä ein Zakonfpiegek. Näheres im Annoncen-Burean (Fürstenhof.) «416) Zwei Verkaufs gkwSlbe in der Elefantengaffe sind unter guten Bedingnifsen billig zu verkaufen Nähere Auskunft am Marienplatz Nr. 48. (418) 3 -1 Gegenwärtig erscheint in Thiel's Verlag in Stratzbnrg: Thiels liuidlvirthschilfllichcr LoiMrllltions - Lcriko». Redigiert von Professor Dr Aart Birnbaum un>l Dr. K. Aogel, unter Mitwirkung der bewährtesten Fachmänner. Es soll dasselbe ein umfassendes Lehr- «nd Rpchschlagebuch für Landwirth-schaft »»d die mit ihr verwandte» Zweige, und zwar t» der Vollständigkeit werden, daß keine für Landwirthe oder für Beurtheilung landwirthschastlicher Verhältnisse wichtige Seite unerörtert bleibt und jeder volle Auskunft über alles erlangt, was ihn >» Bezug darauf interessieren kann. Der Rahmen wird umfassen: 1. Geschichte, Statistik und Literatur der Landwirthschaft; Bodenkunde, Bearbeitung des Bodens. Düngerlehre, Behandlung der Pflanzen, specielle Pflanzeukultur, inclusive Gemüse, Obst und Weinbau; Thierzucht, incl. der Zucht von Federvieh. Kaninchen, Fische»/ Bienen und Seidenwlirmern und die Lehre von den Betriebssystemen, der Buchführung, der Statistik, Taxation, Technologie rc. rc. 2. Botanik mit Pflanzengeographie, Zoologie, Mineralogie, Geognosie und Geologie, Physik, Cbemie, Thierphysiologie und Anatomie, BeterinLrwissenschaft, Feldweß-knnst, Forstwissenschaft, Baukunde, Nationalökonomie, Finanzwifsenschaft und sogenannte landwirthschaftliche Rechtslehre. 3. Specialitäten, wie z. B. Blumengärtnerei, Parkanlagen, Jagd nnd dergleichen» wie ferner 4. ausführliche Angaben über landwirthschaftliche Beamte, Behörden, Vereitle, Lehranstalten, Bank- und Versicherungswesen u. s. w. Die äußere Ausstattung wird derjenigen analog sein, welche die Leserwelt an dem Meyer'schen Tonversations-Lexikon zn schätzen Gelegenheit hatte. IM" Das Werk, zu dessen Vollendung das Spätjahr 1878 in Aussicht genommen ist, wird in circa 60, sieben bis acht Bogen starken Lieserungen L 60 kr. erscheinen. Zu zahlreicher Subscriptiou ladet ein Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bambergs Buchhandlung in Laibach. _ Druck von Jg. v. Kleinmavr L Fed. Bamberg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Müller.