Heilung. Nr 233 Präü!' meiationspiei« : Im Eomptoil ganzj. fi.ii, !)albj. fl. 5.50. ssiir bicZustellnnst ins Haus halbj. 5l)lr. Mit der Post ganzj. si. 15, ^albj. fl. 7.50. Dienstag, l 3. October Insrrtlonögebühl bis 10 feilen: Imal ßn li., «m.80li., 3m. 1st.; sonst pr.Zeile im. «lr., 2m.»li., 3m. lO lr. u.f. w. Inscrli^nöstcmpel jedebm. 3l»ll. 1888. Amtlicher Theil. Sc. t. k. Apostolische Älajcstät haben mit Allerhöchster Entschließung ddo. Ofen, am 1. October d. I., den Privatdoccntcn an der Universität in Graz Dr. Emanncl Herrmann znm anßcrordcntlichcn Professor der Nationalökonomie an dcr Ncustädtcr Äiilitärakadc-mic mit dem den Profcssorcu an Hochschnlcn zukoinmcn-dcn Dicnstcscharaltcr der siebenden Diätcnclassc allcr-gnädigst zn ernennen geruht. Kllilcrlichc Verordnung vom 7. Vctolm 1868, wodurch mit Beziehung auf den § 14 dcs Grnudgc-sctzcs über die Ncichsvcrlrctuug vom 21. December 1807 (Ncichögcsctzbatt Nr. 141) auf Grund des Artikels 20 des Staatsgruudgcsetzes vom 2!. December i807^Ncichsgcsctzblatl Nr. 142) und des Artikels 2 des ^>taatsgrundgcsctzcs vom 21. December 1807 (Ncichsgcsetzblatt Nr. 144) die Befugnisse der Ncgic-niugsgcwalt zur Verfügung zeitweiliger und örtlicher Ausnahmen von den bestehenden Gesetzen provisorisch bestimmt werden. H 1. Im Falle cincö 5tricacs, sowie wenn der Ausbruch kriegerischer Unlcrnchmungcu unmittelbar bevorsteht , daun im Falle innerer Unruhen, sowie wenn hochverräthcrischc oder sonst die Verfassung bedrohende "der die persönliche Sicherheit in ausgedehnter Weise c,c-^hrdeude Umtriebe sich offeulnncu, können zeitweilig nnd "ltlich l,ach Maßgabe dcr gegenwärtigen Verordnung n»f Grund des Artikels ^20 des Staatsgruudgcfetzes vcin 2l. December 1807 (3c.-G.-Al. Nr. 142) über die allgemeinen Rechte dcr Staatsbürger die Acstimmnu-N'n dcr Arikcl 8, !», 10, 12 nnd 13dicscs Staatsgrund-gesctzcö ganz oder thcilwcisc suspcudirt, ferner Auöuahms-"l'llrduuugcn zur Handhabung dcr Polizei nud Straf-l^walt nlit verbindender straft erlassen werden. Diese Ausnahmsverfüguugcn siud, soferu in der ^gtuwärtigcu Verordnung nichts anderes bestimmt ^,. nur auf Gruud ciucs Veschlufscs des Gcsaniint-'^isteriums nach eingeholter Gcnchmiguug des Kaie'S zulässig. Dieselben müssen nach Vorschrift dieser Vcrord-.'"Ug luudgcmacht wcrdcu. In dcr Kundmachung ist ^ Umfang des Gebiets, für welches die Ausnahms-^'siigllligen zu gelten haben, genau z'i bczeichucn. N 2. Wcrdcu in Gcmäßhcit des tz 1 der gcgcn-""tigcn Verordnung die Art. 8, :1, 10, 12 und 13 des Staatsgruudgcsctzcs vom 21. December 1867 (R.-G -V. )tr. 142) oder einzelne derselben snspcndirt , so treten hicdnrch die in den nachfolgenden tz§ 3 bis 7 bezeichneten Wirkungen ein, sofcrnc diese Wirkungen in dcr Verfügung nicht ausdrücklich auf ein geringeres Maß beschränkt werden. Die Verfügung muß die Bezeichnung der Artikel des StaatsgrnndgcsctzcS, welche suspeudirt werden, und die Vcrufung auf diejenigen Bestimmungen dcr gegenwärtigen Vcrordnnng enthalten, welche die Wirkung der Snspcnsiou regeln. Die Bcrfüguug muß durch daS Ncichsgcfctzblatt kundgemacht nnd in die amtliche Zcituug des Landes eingerückt werden, in welchem das Gebiet gelegen ist, für welches diese Verfügung zu gelten hat. § 3. Die Suspension des Art. 8 des Staatsgrund-gesetzcs vom 21. December 1807 (N. G. B. Nr. 142) hat die Wirknug, daß l>. die im tz 4 dcS Gesetzes vom 27. October 1802 (N. G. B. Nr. 87) bestimmte 48stüuoigc Frist für den Fall, als Organe der öffentlichen Gewalt die Vcrhaftnng einer Person wcgcn des Verdachtes einer strafbaren Handlung ohne richterlichen Bcfehl vorgenommen haben, anf vierzehn Tngc erweitert wird; li. bci Personen, welche wegen einer der im Anhange dieser Verordnung bezeichneten strafbaren Handlungen verhaftet sind, eine Freilassung gegen Kantian oder Bürgschaft nicht stattfindet (§§ 7 bis 10 des Gesetzes vom 27. October 1802. R. G. Bl. Nr. 87); c. Personen, welche die öffentliche Ordnuug gefährden, durch die Sichcrhcitsbchörde aus dem Bezirke der Suspension oder ans einem Orte dieses Bezirkes cms-gcwicscu werden können, sofcrne sie nicht an cbcn die-scm Orte oder in cbcu dicscm Bezirke zuständig sind, daß fcrucr Personen, welche an einem Orte dieses Bezirkes zuständig sind, dnrch die Sichcrheitsbchördc angewicscu werden können,ohne behördliche Aewilliguug diesen Ort nicht zu verlassen. § 4. Die Suspension dcS Art, !) des Staats» grundssesctzcS vom 21. Dcccmker 1807 (N. G. Bl. Nr. 142) bewirkt, daß zum Zwrckc dcr Slafgcrichts-pflcgc von den Sichcrhcitöbchördcn wcacu der im Anhange dieser Verordnung bezeichneten strafbaren HaudluuM Hanssuchnugm ohne richtcrlicheu Acfchl jederzeit angeordnet werden töuucu. i> 5). Wird dcr Art. 10 dcs Swalsgrnndgcsctzeö vom 21, December 1807 (N. G. Vl. Nr. 142) sus> pendirt, so kanil die Beschlagnahme und Eröffnung von Briefen auch außer den Fällen der Haussuchung oder dcr Verhaftung uud ohne richterlichen Befehl vorgenommen werden. tz 0. Mit der Suspension des Artikels 12 des StaatSgrundacsetzcs vom >2I. December 1807 (R. G. Bl. Nr. 142) ist die Wirkung ucrbuudcn: l») daß Vereine oder Zwcigucrcine welche unter die Bestimmungen des Gesetzes vom 15. November 1807 (N. G. Bl. 134) fallen, ohne Bewilliaung der B«-hörde nicht mehr gebildet werden dürfen, und daß die politischen Beholden die Thätigkeit solcher be-rcits bestehende» Vereine, insbesondere das Abhalten von Versammlungen derselben einstellen oder die Fortsetzung dicscr Thätigkeit und das Abhalten von Vcrfammlungcn von besonderen Äcdinguugcn abhängig machen können. Die Thätigkeit der Vereine anderer Art bleibt unberührt. Dic politische Behörde kann jedoch zu den Sitzungen uud Versammlungen derselben einen Com-miffär senden, welcher befugt ist, die Sitzung oder Versammlnug zu schließen, wenn sich die Erörttruug auf Gegenstände erstreckt, welche außerhalb des statutenmäßigen Wirkungskreises dcs Vereines gelegen sind. Auch kaun die politische Behörde die Ausführung von Beschlüsse», durch welche der Verein seinen statutenmäßigen Wirkungskreis überschreitet, sistircn; !>. daß Versammluugeu, im Sinne des 8 2 dcS Gehetzes vom 15. November 1807 (N, G. Bl. Nr. 135) überhaupt nicht Vcrsammlnngen und Aufzüge im Sinne der §§ 4 und 5 des erwähnten Gesetzes nur mit Bewilligung der politischen Behörde abgehalten werden dürfen. tz 7. Durch die Suspension dcS Artikels 13 oe« Staat'sgrnndgesetzes vom 21. December 1807 (N. G. Vl. Nr. 142) wird die Vcrwaltnugsbchörde berechtigt: l>. das Erscheinen oder die Vcrbrcituug von Druckschriften einzustellen, gegen dieselben das Postverbot zu erlassen nnd den Betrieb von Gewerben, welche durch Vervielfältigung litcrarischer oder artistischer Erzeugnisse oder durch dcu Handel mit denselben die offend lichc Ordnung gefährden, zeitweilig ciuzuslcllcu; l». für die Hinterlegung dcr Pflichtexemplare im Sinne dcs 8 17 dcs Prcßgcsetzes eine Frist zu bcstjmmcn, welche bei periodischen Druckschriften bis zu drei Stuudcu, bci andcrcu Druckschriften bis auf acht Tage vor dcr Ausgabe auSgcdchut werden kann. tz 8. Mit der Suspension dcr Art. 8, 9, 10, 12 und 13 dcs Staatsgrundgcsetzes vom 21. December 1867 (R. G. Bl. Nr. 142)' oder einzelner derselben können beschränkende polizeiliche Anordnungen mit verbindender Kraft u. in Bezug anf die Erzeugung, den Verkauf, den Besitz nnd das Tragen von Waffen uud Mmitionsgc-gcnständcn; Pcr Feind dcs Doctors. (Novelle ans dem Englischen.) ^ ,^er Doctor Wrightson war seit dreißig Jahren y^ .^uzigc Arzt dcr kleinen Stadt Oathampton, und H°u er bald scchszig Jahre zählte, war er doch immer dcls ^' ^llt l!"d thätig. Er bewohnte ein weißes Haus, herab .^'ttigtcit gläuztc, bis auf die Kupferplattc schrie/ ^ ^mcn Namen in großcn Buchstaben cingc-!te>, ^ lnlg., nnd die immer neu erschien wie um er-sich t, ^- In dem rechten Flügel dcs Hauses befand ^sch,-^ ^othckc, dic ciucm schüchternen uud ziemlich tra, l"'^" jungen Manne. Namens Titmas , auvcr- Do ^ gab viele, die sich darüber wuudcrtcn, daß dcr don l^.^U'm Associe nahm. Er wollte aber nichts da-^s M"'' ^ '""" ja Zeit, daran zu denken , wenn Auge,,>?/lnmal da wäre, pflegte er zu sagen; für dcn ^eschnf, ^"^^ "' s'ch M'md und stark gcnug, um seinc Nicht a /"'^ ftcmde Hilfe zu vcrrichtcu. Was er aber nicht z. ', ^!. war dcr ihm uucrträgliche Gcdautc, lichc'< ^' "I!"" zu sciu. aufzuhören, dcr ..Uucntbehr-Ässocis. ,"^.?k^wpton .'U sein. Eiu wirtlich fähiger UNd c« -s. s 'lM Folterqualen dcr Eifersucht verursacht -. '^cnd ei,. ^ ^ifclhaft. ob er ihm je erlaubt hätte, "ei z» t, "^'lö zu fühlen oder die unschnldigslc Arz-9"ng. ^ ^"u ohne feine ausdrückliche Bcvollmächti-"' leuchte ""^ ^'^'"^ ""^' ^cradc der Gehilfe, dcn Dcr Doctor hatte überdies noch cincn andern Gruud, das Kranken-Monopol dcr klciueu Stadt für sich allein zn behalten. Er hnlte cinc Tochter, sein einziges Kind, das cr wic scincn Augapfel liebte, nnd die große Anfgabe seines Bebens war es, ihr cine Mitgift zn er werben. Um seinen Zweck zu erreichen, schoutc er sich nicht, cbcusowcuig als seine Schwester Penelope, die seit dem Tode seiner Fran bci ihm lebte. Miß Penelope war nicht nnr eine sparsame nud thätige Hausfrau, sie war ihrem Bruder auch eiuc theil-uehmcudc und verständige Freundin, die sciuc Sorgen uud sciuc Hoffnuugcu theilte, uud einen nicht geringeren Eifer als 'er an deu Tag legte, um ihrer Nichte ein Vermögen zn erwerben. Schon in frühester Jugend ihrer Mutter beraubt, wiir Fanny Wrightson in einem Institute crstcu NangcS sorgfältig erzogen worden, und mit sicbzchu Jahren als cinc vullcndcte junge Dame in das väterliche Haus zurückgekehrt, das hcißt. sic besaß viclc unnütze Talente, sehr wenig gründlichen Unterricht und noch weniger gesundes Urtheil. Zum Ersal; dafür hatte sie ciuen sehr cutwickeltcu Geschmack für alles Romantische, dcr aus Mangel an Auregung cbcn zn erlöschen drohte, als ein unerwartetes Ercigniß eintrat, das dic Familie dcs Doctors ihrer gewohnten .hcitcrlclt entriß, und in dem Herzen dcr hübschen Fanny cincn Stnrm widerstreitender Empfindungen hervorrief. Eines TagcS, als der Doctor in Erwartnng des Mittagessens cin ärztliches Journal las, stürzte seine Schwester plötzlich ms Zimmer, in größter Aufregung ausrufend: Was ist ^u thnn ! Was wirst Dn davon denken? — Nuu, was gibt's denn, Penelope, sagte dcr Doctor, ohne sich zu rühren, was ist denn geschehen? Stcht das Haus in Flammen? Hast Du Diebe in der Vorrathskammer entdeckt? — Wcnn es nnr das wäre! . . . . Das alte Hans neben dcr Kirche ist cbcn vcrmiethct worden, und weißt Dll an wcu? An cincn Arzt, mein armer Freund, eine» Arzt, der Montague Peirce heißt und am 25). März ankommen soll. — Znm Tcufcl mit ihm! ricf dcr Doctor aus, indcm cr'mit Heftigkeit das Journal auf den Tisch warf. Nnn, wohl bekomm ihm's! Dcr arme Mann wird zurückkehren müssen, woher cr gekommen ist, ohne mir viel Schaden angethan zu habcu. bilde ich mir ein. Ich habe nicht dreißig Jahre in Oakhampton gelebt, um irgcud ctwas befürchten zn müssen, wenn cs dem nächsten, besten, nnucrschämtcn Emporkömmling beliebt, sich hier niederzulassen. Du tauust ihm das von mir auS-richteu, sammt mciucn Eomplimcutcn, meinen ehrfurchtsvollsten Eomplimcntcn. Ha, ha, ha, welch' guter ^paß! Acmcr Montague Pcircc! Wahrlich, es thut mir leid um ihn; scinc Zukunft wird nicht eben glänzend sein, nicht wahr, kleine Fanny? — Es ist cinc Schande, cinc Schmach, sagte das hübsche Kind, seine langen Locken schüttelnd; ich verabscheue schon diesen Herrn Montague Pcircc. Warum mußtc cr gerade hiehcr kommen, warum denn eben Oath-ampton zum Aufenthaltsorte wählen? Bildet er sich denn cin, daß man ihn zu Rathe ziehen wird, wenn man so glücklich ist, sich der Sorge meines lieben, lieben Papa anvertrauen zu köuucu. Aber ich habe eine Idee, Tante Pcneloftc. Man wird ihm alle armen tteute überlassen, und Papa wird auf oicsc Weise uicl mchr Hcit uns und dein Haufc widmcu können! — Braves Kind! sagte dcr Doctor, daS l>t keine üble Idee. Ja, ja, Dll hast Necht, man wird 1730 l». in Bezug auf das Paß- uud Meldnngswcscn; c. in Bezug auf das Verhalten an öffentlichen Orten nnd die Ansammlung von Renten; ». l>- Plcner '.>>. >>. Hasner '». ,». Potocti >». i». Mskra l„. ,,. Herbst ">.i» Brcstcl ">. i». Berber >», ,». ^ n h a u ii. Die strafbaren Handlnngcn, auf welche der 8 ^ lü. 2 St G.), Majcstütsbclcidi-guug und Beleidigung der Mitglieder des kaiserlichen Hauses (§ <;:> uud 04), Störung der öffentlichen Nnhc (^ 05), Anfstand und Aufruhr (tz 0« bis 75)), öffent- liche Gewaltthätigkeit in dcu Fällen der W 70 bis 04, '.)>, nnd l)l» St. G., Mord (^ 1^4 bis 'lAtt), Todtschlag im Falle des 8 ^", schwere körperliche Vcrlcz-zuug iui Falle des tz 157, Brandlegung (t> 100 bis l0'.»), Nanb (if N10 bis 100). Porschublcistuug zu Ver-brcchcu (i< 212 bis 221), dann die Vertheil und Ucbcr-trctuugcu gegen die öffentliche Muhe und Ordnung § 27>< bis 310, die Ucbcrtrctiiugen gegen öffentliche Anstalten und Vorkehrungen, welche zur gcmcinschaflichen Sicherheit gehören, ^ 312 bis 3.')0, und die Ucbcrlrc-tungcn der §^ 47<^ bis 484 St. G. Vcrorinung des Vlsulnlntminijlerinlns vom 10. October 18()8, wodnrch in der l. l. Landeshauptstadt Prag und in den Gebieten der Bczirtshauptmannschasten Smichow uud Karolincnthnl Ausnahmsvcrfügnngcn getroffen werden. In Anwendung der kaiserlichen Vcrorduuug voui 7. October l80tt werden in Folge eines vom Gesammt-minislcrinm gefaßten Beschlusses vom ^. October 180>>, nach eingeholter Allerhöchster Genehmiguug die Bestimmungen der Art. l2, 13 des StaatSgrundgcsctzcs über die allgemeinen Ncchtc der Staatsbürger vom 21. December 1807, Ncichsgcsctzblatt Nr. 142, in der könglichen Landeshauptstadt Prag und in den Gcbicteu der Bezirkshanfttmannschaften Sulichow n::d Karoli-ncnthal zeitweilig außcr Wirlsümtcit gcsctzt; nnd es haben vom Tage der Kundmachung dieser Verord-uuug die Bestimmungen der Htz 0 uud 7 der kaiserlichen Vcrorduuug vom 7. October 1808, so wie — iusowcit cS sich um die Bcstrafnng der Ucbcrtrctuiigcn gegen die daselbst enthaltenen Vorschriften handelt der H l> dieser kaiserlichen Verordnung in Anwendung zu treten. Gegenwärtige Verordnung tritt mit ihrer Kundmachung in Wirksamkeit. Taaffc >». i>. Plcncr >». <> Hasucr >». ,,. Potocti ">. i'. Giskra ">. i>, Herbst <». ,,. Brestcl »>. i». Borger »,. p. Se. k. t. Apostolische Majestät halicu mit Allerhöchstem Handschreiben vom 10. October d. I. dem geheimen Rath Ernst Frcihcrrn u. Kellcrspcrg von dein Amte des Staathaltcrs im Königreiche Böhmen in Gnaden zu entheben nnd denselben nnlcr Anerkennung seiner ausgezeichneten Dienstleistung in dcu zeitlichen Ruhestand allergnädigst zu versetzen geruht. Oistra m. i». Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 10. October d. I. die titling der StattlMerci im Königreiche Vöhmcu bis auf Weiteres dem FML. Alexander Frcihcrrn vou Koller allcrgllädigst zu übertragen geruht. Giskra ><>. i». Die königl. croatisch-slavonische Hoftnnzlci hat den bisherigen Supplcntcn des Uutergymnasinms in Po-zcga Joseph Krizau zum wirtlichen Lehrer daselbst ernannt. Am ll. Oclobe 1808 nnirde in der l. t. Hos- uud 3laats-druckcrei daS I.VI. Stück dcs Rclchsta.rscl.'blaiteo auii^egelieu und uerseudcl. Da^sellic enthält unter Nr. Ui<> dic tcnscrlichc Bcrorduuug vom 7, Oclolicr 1868, wodurch mit Äczichnug auf dcu i; l4 dcö Gruudgcsches übcr dic Neichöverlretunl, vom 21. Deceniber 18t!7 (R, G. Vl. ^)ir. 141) auf Gniüd dcö Art. ^'0 dcö StalltSgrliudgrsclzrS uc,m 21, Dcccmw 1867 ^N. G, Äl, ^)lr. 142) uud dcs Art. 2 des SlluUSssniudgeschcs uom 21. Dccmibcr l^7 ^N. G. Bl. Äir. 14!) dic Vcfuguissc dcr Nc^icruugösscwnlt ,^ur Vcrsilstnug ^ritwciligcr uud örtlicher Aucüinhmcn vc» drii dcstchciidcu GcscYcu Prouisorisch bcstiluiut werden; Nr. 1^,7 dic Vcrorduinili dcö Glsailiniluiiuistcriiiin^ o^in N>tc» October 1868, wu'dnrch iu dcr l. k, Laudciauptsladt Prag uud iu dcn ^!cdictcu der Vczilt^haupliuauuschaftcu ömi-chow uud Karc»liuculhal Auöuahiuoucrfüguugcu getroffen werden. (Wr. Ztg. Nr. 241 vom 11. October.) Nichtamtlicher Theil. Dir IuoNllhmsmlljjngclll für Mmn. Die „Wr. Ztg.'' schreibt unterm I I. d. M.: Wir bringen hcntc im amtlichen Theile die Vcrordnuligcn dcr l. t. 8lcgi»!rung, welche im Interesse der bedrohten öffentlichen Nnhc und O-diinng, dcr persönlichen Sicherheit und des Eigenthums die Feststellung rini^cr ans' nahmswcift'n Maßrcacln für die H,niplst.ldt des König, icichs Böhmcn und dcrcn nächst.' Uingcbün.i zum Ge> lienstcind^ habru. Die Ncgicrnu^ Sr. Majestät des Kaisers hat sich nicht ohne dk> sm-gfaltigste Erwägung aller Umstände entschlossen, uorüberach^ndc Besch>änl»n^ gen jcucr GeschO eintreten zu lassen, in denen sie in uoUcr Uebereinstimmung mit dcm Ncchts- nnd poliü' schcn A^wußlscin dcr großen Mehrheit dcs östcrrcichi^ sch^'u Volkes die wichligstcn Vcdingnngcu znr Be^lNü-duug und Uebung bürgerlicher Ficihcit erblickt. Nur d!c zwingcnlic '?l'olhwct,d!akc!t der augenblicklichen Lagc, die erüstc Aufaat'c, dic öffcutlich..' Ordnung aufrecht zu cr' halten, die heilig Pflicht, dcr Verfassung ihlcu Schntz zu leihen, von welcher Scite auch au sic grtaslct wcrd.'N möge, uud das Bcwußtsciu dcr vollcn pcrsöulichcn Vciaulwm'tuug kountc sie zil jenem Schritte veranlassen. Dic Regierung Sr. Majestät dcs Kaisers anerkelnil als eine berechtigte Forderung dcr öffcutlichcn Mciuumi nicht uur i>, dcu, zunächst betroffenen Lanoe, sondern in allcu Theilen i)cs Slaatcs, daß alles anfgcbotcn weiden mnssc, um die Wiedeikchr dcr verfassungsmäßigen und gcsctzlichcu Rcchtsordnuüci möglichst zu beschleunig gcu, uud sic taun nnr dcn Wnnsch und die Hoffnnng au^spll-chcii, in dicsciu ihreiu erlisten Strebe» durch die Unterstützung aller wohlmeinenden Vatcrlaud^srcnndc gc-fördctt zu werden. Die geliuffrucn, alif das unavwei^ lichstc Ai^ß beschränkten Anoidmiugcn wc>dc», so hoffe» wir, sich stmk gcuu,, cüvcisen, um dic bedrohten In< lcressen dcr Einzelnen wie dci< SttuUcs zu schützen im» dic thatsächliche Nnwendlma strc^cr Äiaßrc^eln überflüssig zu machen. Jedenfalls abcr glaubt die l. k. Nk-gin'uug duich ihrc Mßnahmcn uur ihrer Pfii'cht cnt-ipiochcu zu habcu uno auf dic Zustimmung aller treum AulMgcr dcr Vclf.>ss»ng rechnen zn dnrfcn. Das spnnischc Mnistcrium. Das wichtigste Ercigniß, welches man mit Bezug auf die spnnischc Bewegung vcrzcichucn kann, ist die i Coustituiruug des Ministcrinms. Es haben in demselben dic Vertreter aller bedeutenderen Parteien Platz gefunden, mit Serrano, dem Unionisten an der Spitze. Anst fallend ist, daß Oloznga sich trotz aller Zureden uicht bcwegcu ließ, ins ncuc Ministerium einzutreten, ös diesem jungen Manne die Armen überlassen; dabei wiro er Erfahruug und Sicherheit gewinnen, was fiir einen Ncnling vortrefflich ist. Ich hoffc, daß dicscr arme Tcufcl nicht ciuc zahlreiche Familie zu ernähren hat, oder daß er einiges Vermögen besitzt, denn ich zweifle, daß er in diesem Hause mit nichts wird leben können. — Der bloße Micthzins ist fünfzehn hnndert Francs, fügte Miß Penelope hinzu; man arrangirt auch den Garten, und Mudgc ist zu einigen Arbeiten im Hanse verwendet worden. Er hat mir gesagt, daß Herr Pcircc ein ganz jnngcr, unvcrhcirathctcr Mann ist, uud mit scincr Mntter zusammcu lebt. Seine T"'' mestikcn haben Mudgc erzählt, daß er ciuc sehr gutc Kundschaft in London hatte nnd dort sehr geschätzt war; da die Stadtluft abcr dcr alten Dame nicht zuträglich sei, so wäre mau genöthigt, sich anf dem ^ande niederzulassen. Weshalb mußten sie gerade Oakhampton wählen ? Ich kann nicht begreifen, wer es ihnen gerathen hat. — Irgend ein Dumtupf, dcr nicht wußte, was er that, wahrscheinlich. Und mm, meine Schwester, zum Mittagessen, es ist dic höchste Zeit. -- Wenn Du krank odcr soust unfähig wärst, Deinen Verpflichtungen nachzukommen, so wnrd'c ich es noch begreifen, fuhr Tante Pcnclope fort, indem sie sich iu den Sfteisesaal vcgabcu; aber das ist nicht dcr Fall Uebcrdies wenn Dn nnwohl bist, so ist Doctor ftalliday immer bereit, fnr Dich einzustehen. Es ist so lächerlich, daß ein junger Mann von London herkommt, in der Absicht Dich zu verdrängen! -- - Das beweist einfach sehr viel Dnmmhcit und ebensoviel Eigendünkel, mciuc theuere Schwester, und wir lverdcil von dieser Angelegenheit nicht mchr spreche«. — Von diesem Tage angefangen war dcr Haupt- gefprächsstuff iu der Famillc dcs Doctors, das Verbrechen dcs Herrn Montague Pcirce. -- Ich habe dicEariolc dieses „Individuums" au dcr Thürc vou Hornibroot gcschcu , sagtc zum Beispiel dcr Doctor; dieses I uoividnnm, war der gemäßigteste Äciuahmc, dessen man sich in dem weißen Hause bediente, wenn man von dem Ncnangckommcucn sprach. — Nun ja, ich bin darüber gar nicht erstaunt, cr^ widerte Miß Penelope mit Indignation. Dcr Schelm glanbt, sich allcö erlauben zu dürfen; er macht den Lcntcn lange Besuche, langweilt sie zn Tode, und bildet sich dann ein, daß die ganze Stadt ihn zum Arzt annehmen werde. Der arme Doctor halte keine Ruhe mchr; überall begegnete er dem Feinde. Es war ihm unerträglich, seinen rcspcctablcn blauen Brongham, durch das hübsche Gefährt sciues Rivalcu, dessen munteres Pferd wie ein Pfeil an dcr Seite seines langsamern Eollcgcn vorüberschoß, verunreinigt zn scheu, gelbst am Souutag fühlte er sich unglücklich, denn er führte ihn iu die Nähe dicfcr Vcute vou London, die sein Leben trübten. Was Miß Penelope betrifft, so wagte sie tauin mchr anszngchcu. ans Furcht, ihueu zu begegnen, uud Fauny tonnte nicht begreifen, wie es zugiug, daß sie jedesmal, wcnu sie auf die Straße hiuuntcrblicktc, diesen abschculichcu Menschen vorübcrgehcu sah. Uud das Merkwürdigste vou allem war, daß sie uutcr so peinlichen Umständen doch immer am Fenster zu finden war. Ohne Zweifel war Doctor Pcircc ein schr hübscher Manu, und seine Mutter sah sehr vornehm aus, iu ihrem reichen schwarzen Scidcn-kleidc; aber Miß Fanny bemerkte nichts dergleichen: für sic waren es Feinde, weiter nichts. — Es versteht sich von selbst, daß der Nest der Bewohner von Oathampton diese Feindseligkeit uicht theilte. Der Rector, sciue Fran nnd ihre Töchter, machten der5M damc Pcnvc ciuen Vcsnch, uud faudcu sie so liebenswürdig und so distinguirt, daß die augcschcustcu Familien nichl^ besseres thnn zu töuucu mciutcn, als dem Beispiele ihtt^ geistlichen Führers zn folgen. Nicht lauge, uud m"" bcglückwüuschtc sich gcgcuscitig, daß die Gcscllscha^ vou Oakhampton cinc so gutc Acquisition gemacht Hal"'» Die juugcu Lculc waren da selten, nnd da Doctor Pcil^ noch nicht viel Beschäftigung hatte, so bcthciligtc er swi freundlichst an allen Croquet - und Eriqnctpartien del Nachbarschaft. Und dann war Oakhampton eine aufblühe«^ Stadt. Die Eisenbahn, die sic erst seit wenigen Iahl^ dnrchschnittcn hatte, cinc ganz ncuc Bevölkerung hcrb^ gezogen. Ncuc Villas, Squares, selbst Straßen er/ standen auf allcu Seiten. Die ncncn Einwohner, ^ uicht vou ihrer Wiege an von Doctor Wrightson ^ handelt worden waren, waren entzückt, einen j"'^ Mann ankommen zn schcn, uud beschlossen, ihu zu l' trouisircn. Selbst uutcr dcu älteren Bewohnern 5>^. amvtons gab es einige schlecht Erzogene, welche ^oc Peircc seinem Eollcgcn vorzogen, und andere, >^ /,, nicht Gefahr laufen wollten, in Abwesenheit seines H^ sich dcr Sorgc scincs Gehilfen Titmas anvertrauen ^ müsscu. Mit dem bcstcu Willcu von der Well, to" dcr alte Doctor doch nicht fünfzig Kranke zu ^c'^ Zeit behandeln. ^ EincS Tages, als er seine alte und trcuc ^. hängcrin, Lady Cardozu, wclchc zwei Meilen "o" ^ Stadt entfernt wohnte, besuchte, bcuütztc ciuc dcr i' ,^, Pankhnrst die Gelegenheit, eine Stecknadel himM'^, schlnckcn, die in dcr Kehle stecken blieb. Da P"l ^^ maö von solchen Fällcu uichts verstand, so l>c^ ^zt Doctor Pcircc holen, und die Operation »mno 173l muß noch hier eine Lichtseite des neuen Madrider Ca-biuetö hervorgehoben werden, nämlich, daß dasselbe überwiegend auö civilen Elementen besteht, ein Umstand, der auch anf die Eintracht zwischen den militärischen und bürgerlichen Fiihrcru der Bewegung hiuwciöt. Ueber die einzelnen Mitglieder des Ministeriums wird berichtet, daß Figuerola ein Progressist ist und biö nun Advocat in Madrid gewesen. Er ist in Spanien als ausgezeichneter Parlamcntsrcdncr bekannt. Gegenwärtig ist er Fiuanzminister geworden. Man weiß jedoch in Madrid nicht viel nbcr seine Finanztaftazitätcn zu berichten, nnd auch die ..Girondc" zweifelt sehr, ob es dem mehr guten und wohlwollenden, als energischen Manne je im Traume eingefallen, daß er die zerrütteten Finanzen sci-c.< Paterlandev in Ordnung zu bringen werde berufcu werden. Prated Sagasta, der im ucucn Cabinet das Mnistcrinm dcS Innern nbcrnoinuicn, war ebenfalls Advocat und Redakteur dcr „Iberia". Es ist dies ein Makelloser und sehr cucrgischcr Charakter, ^iach dem ^uuiaufstaud von 1^<>l) wurde er wie ein wildes Thier gehetzt nnd er kehrte erst nach dcr Schlacht bei Alcolca üach Madrid zurück. Nuala, der die Kolonien erhalten, ist Unionist lind war bis nnn Eontrc-Admiral nnter Toftctc. Lo-rcnzana, dcr das Ministerium des Auswärtigen erhielt, ist nicht, wie man behauptete, Progressist, sondern vielmehr, nach dcr Ansicht dcr „Ind. bclgc", Unionist. Die übrigen Mitglieder des Cabinets find entweder zu bekannte oder zu sehr uubelanutc Persönlichkeiten. England nnd Rußland in Asten. Vondon, 8. October. Dnrch die ncncstcn Tclc'' Nramme ans Ostindien angelegt, welche die Wolke bc- zeichncii, welche am Horizonte dcr britischen Acsitznn' gen in Ostindien aufsicigt, entschließt sich die „Times", dem peinlichen Thema einige Grundstriche zuzufügen. Dic passive Fucdcuöpolilik England's an den Grenzen Ostindiens halte nicht weui^r als 23 Kriege mit vcr- schicdcncn Böllern zur Folge, unter dene» der neueste der jetzige Fcldzug ges.cn die Hochlandsrcdcllrn von Huzara selche zu den Mnsclmäuucrn Mörcn. Vor ungefähr ^0 Jahren habe ein Fanatiker in den Gebirgen e>ne Scctc acglündct, welche, obwohl zur Zeit kaum Mehr als -WtD Köpfe zählen!', doch wie ein Sauerteig blc vcrschicdcmu Böllerschwärme der Gebirge durchdrun« sic» habe. Diese itolonic von Faualitcrn habe sich aus >»do'britischen Untcrlhaucn und namentlich ans Äcngalcn l'ctl'util't, uon woher Äicuschen uud Geld mit einem „abgeschmackten aber lebendigen Glauben" in die rcli> üiösc Mission nach den Gebirgen geschickt würden. Die "Times" fährt fort: „Da jene Hochländer aber Muscl- lUuiUlcu sind, so bcsitzcu sie jedenfalls jenen Glauben, sicher Krieg gegen die Ungläubigen predigt. Und so ^nn diese llciuc Schaar von Fanatikern leicht Zunder ^Flauumu tragen, indem sic die Grenzstämmc dazu ^ttrcdtt, mit ihr gcmciusamc Sache in solchem „hcili .^' Kampf" zu machen, Im Rücken dicsci halbunab- Mssi^cn Hochländer befinden sich die eigentlichen Abhauen nnd hinter den Afghanen stchl ^llßlu^d. Es ist nicht gerade nothwendig anzunehmen, ^lj dic Russen oder die Afghanen jene Grenzuöllcr ^sächlich znm Kriege aincizcn, aber dcr Glaube, daß .^ Engländer bcrcitö ciucn mächtigen Feind in Volhara '"hcn haben, mag ins Gewicht gefallen sein bei Her- k'"er solchen Gcschicklichkcit und Schnelligkeit verrichtet, ^ Madame Pankhnrst, darüber entzückt, ihn auch wc- .cn ih^. ^^^^, „„, ^^^^ ^^^c ul,d i^,^ ersnchtc, '^gcn wieder zu kommen. M. Indessen hiclt cs Herr Pankhnrst für seine Ä'cht, noch ain selben Tage zn Doctor Wrightson zn ?^"' mid ihu auf das eingehendste über das Geschehene .-, Ui,tcrrichtcn. Aber dcr eigensinnige Greis weigerte H cuif das entschiedenste, die Sache in ihrem wahren diH ^i schcn. Er schien sehr beleidigt, bewies klar. b^^mi ans ihn hätte warten sollen, und fügte im Mit !^" Tone hinzu, wenn Herr nnd Fran Pankhnrst su h ^ ^cistuugeu des Doctor Pcircc zufrieden fcicn, l'lws '.^ "' cs nicht besser. Er habe nicht das gc-litch ^^'laugcu, iu dieser Angelegenheit cinzuschrcitcu, t>er iv ^"^ H"'"' Pankhnrst, sich so bald als möglich so s^ '!'tc cincs jungen Mannes zn ocrsichcru, dcr cinc '^"c Operation gemacht habe. ^ort^ Doctor erwartete ohne Zweifcl nicht, dcim ge^r, ^"ouuncn zu werden; aber in der darauf fol-^tcilw ^ wurden die acht kleinen Panthurst dcr d)i,^c ""^ "°" Scharlnchficbcr befallen. Doctor Pcircc der fys ^"'"fcn nnd behandelte sie während drei aufcinan-dei, alt?"^! Monate. Das war ein arger Schlag für ^sehriis." "uctor; die Paukhurst gehörten zn den au er lvus'. ' ""^ cinflußrcichstcu Familien dcr Stadt, und barkeit ^' ^ Frau Panthurst in ihrcr hcißcu Dank-seines 'c> f7°""' Pcircc als dcn mcrkwürdigstcu Mann keilen i,,1""^"s' ""d als den einzigen Arzt viele ^"oen, " ^"' blinde, dcr cs verdiente, consultirt zu (Forlschung folgt) bciführung dcr Resultate, dic wir vor Augen haben. Als Thatsache wird nns mitgetheilt, daß eine Armcc uon nicht weniger als 20,0W Manu dcr besten Trnp< pcn in Indien schon in jenen Gegenden zusammengezogen und zur Actiou bereit ist." Die ..Times" erörtert die Möglichkeit, diesen Grenz-kricgen ein Ende zu machen. Eine Pcrsöhnlichkcitö-Politik erscheint dem Vlattc nicht als geeignet, weil gerade diese so viele Kämpfe schon frühn' hcrvorgcrufcu habe. Aud'> rcrseits dräugc sich die Frage auf, ob durch Uutcrwer-fung jener Stämme nnd durch Hinansschicbuug der Grenzen etwas gebessert werde, da mau mit dcn uuruhi^ gcn Afghancn in Berührung kommen würde. Doch sei wohl eine Aenderung im geduldigen Znsehcn jetzt am Platze. Es wird in dcr That zu verstehen gegeben, daß uutcr solchen Umständen, wic das Vorrücken Nußlauds, unsere ganze Politik an dcr Nordweslgrcnzc einer nm-fasscudcn Wicdcrcrwäguug uutcrzogcu wcrdcn muß. Wir bcsurgeu, cs würdc vcrgcbcus scin zu crwartcu, daß Friede uud Ruhe das Eudc ciucs solchen EMrlmcnts scin würdc. aber wir srcucu uns bei dem Gedanken, daß diese Frage jedenfalls znr Zeit sich noch in Händen von Sir John ^awrc.ice befand. Oesterreich. Wien, l(). October. (Empfang dcr croati-schcn Deputation.) Se. Majestät der Kaiser geruhten gestern Abends 6 Uhr in dcr t. Residenz zu Ofen die Adrcßdcputation des croatischeu Landtages in Sachcn des staatsrechtlichen Ausgleiches zwischen Eroa-ticn nud Ungarn nnd der wegen dcr Stadt Fiumc noch bestehenden Differenz allcrgnädigst zn empfangen. Dcr Führer der Deputation, dcr Präsident des croatifchcn Vaudtagcs Anton u. Bakanovich, richtete folgende Ansprache an Sc. Majestät: „Kaiserlich-königliche Apostolische Majestät! „Dcr Landtag dcs Königreiches Eroaticn-Slavonien-Dalmatien hat uus mit dcr ehrenvollen Mission betraut, an den Stufen des crhabcucu Throues Ew. Majestät die allcruutcrthäuigstc Adresse niederzulegen, welche mit dem Ausdrucke dcr unerschütterlichen Treue uud ho-magialcr Ergebenheit dcu Ausgleich umfaßt, mittelst welchen das Königreich Eroaticn-Slavonicn-Dalmatien und das Königreich Ungarn alle gegenseitigen staatsrechtlichen Differenzen, ausgenommen jene über die Zugehörigkeit Fiumc's, behoben und einen ncueu slants-rcchtlichcu Pact vereinbart nud begründet haben. „Die Adresse führt jedoch unwiderlegbare Beweise an, daß Finmc nicht nur nach geographischer Lage und nach Nationalität, sondern auch nach Recht einen intc-grircndcn Bestandtheil Eroaticns bilde. In dieser Bc-zichnng berufen wir uns ehrfurchtsvollst auf dic Allerhöchsten Entschließungen Ew. Majestät glorreicher Ahn Kaiserin - Königin Maria Theresia, von, Jahre l77l> nnd 1777, uud das Diplom des Scvcrincr Eomitatcö vom Jahre 1778, — daun auf die Allerhöchste Ent-schlicßuug Kaiser Franz des Erstcu ruhmrcichcu Andenkens vom Jahre 1W8. Mittelst dieser diplomatischen Actcnstückc wurde dic Ncincorporirung Fiume'S unmittelbar iu das Königreich Eroatien feierlichst ausgesprochen und anerkannt. Ucbrigcns hat Croaticn cincm billigen Anöglcichc anch bezüglich Fiumc's dadurch bereits vorgearbeitet, daß cs iu der mit Ungarn getroffenen Pcrcinbarnng die Handels-, EommnnicationS-, Finanz-uud Äiilitärangclcgcuhcitcn des eigenen Bandes, folglich auch Fiumc's, dcr Leitung dcr gcmciufchaftlichcn ungarischen Miuistcricu auvcrtrautc. „Wir bittcu demnach im Namen des allergetreuc-stcn croatischcn Volles allcrnnterlhänigst: Geruhe Ew. Majestät das Recht Eroaticns auf Fiumc innerhalb dcr Grcnzcn dcs staatsrechtlichen Ausgleiches allergnädigs! zu wahren nnd zn bcschirmcu uud die staatsrechtliche Vcrciubaruug der Völker dcr hciligcn Stephans-Krone mit dem Bande dcr Versöhnung, der ^icbe und unvergänglichen Einigkeit zu umschlingen und zu befestigen." Hierauf gcruhtcu Sc. Majestät der Kaiser huldreichst folgcudc Antwort zu crthcilcu: „Mit Freude uud besonderer Befriedigung entnahm ich sowohl aus dcr soeben übcrgcbencn Adresse des Landtages dcs Königreiches Croaticn, Slavonien uud Dalmaticn, als auch aus dcu durch Mein ungarisches Ministerium diesbezüglich Mir gemachten Vortragen, daß alle bestandenen staatsrechtlichen Differenzen zwischen dem ungarischen Reichstage nnd dem croatischen Landtage zur Beruhigung beider Theile ausgeglichen worden sind nnd hicmit das alte historische Baud, welches diese Mciuc beiden trcucu Völker zum Wohle derselben durch Iahrhuudcrtc vereint hiclt. als wieder hergestellt betrachtet wcrdcn kann. Blos hinsichtlich Fiumc's ist cs uoch nicht gclun-gcn, auf freundschaftlichem Wcgc ciuc Einigung zu erzielen. Von der Ueberzeugung geleitet, daß es die schönste Mcincr Rcgcntcnaufgabcu ist, dort, wo sich die Iutcr-esscn Meiner Völker trcnncn, Mein königliches Wort versöhnend nnd ausgleichend in die Waagschale zn wcrfcu; vcrtranend anf das loyalc und anfrichtigc Entgegenkommen, welches sowohl dcr ungarische Reichstag, als auch der croatische Landtag bei dcr Vereini- gung über dic wichtigsten staatsrechtlichen Fragen au den Tag gelegt, rechne Ich mit Zuversicht, daß, sowie in allen anderen Fragen, auch in Betreff uon Fiume das erwünschte freundschaftliche Ucbereinkommen erzielt wcrdcn wird. Ich werde daher dic Räthe Meiner ungarischen Krone unverzüglich dahin anweisen, daß sie nach Bc« rathnng mit Vcrtrctcrn allcr dabci Betheiligten Mir geeignete Vorschläge unterbreiten, welche sodann als königliche Propositioncn sowohl dem ungarischen Reichstage, als dem croalischcn .Landtage vorgelegt wcrdcn und durch mögliche Berücksichtigung aUcr Interessen das gegenseitige Verständniß erzielen sollen, danit so das vollendete Werk dcr Vereinbarung, von Mir bestätiget, je eher ins Leben treten könne. Mit königlicher Entschließung würdc Ich nur in dem nicht erwarteten Falle entscheiden, wenn auf Grund Mcincr auf die Acruhiguug aller Aetheiligten go richteten Vorschläge dcr gewünschte und nothwendige Erfolg nicht erzielt weiden könnte. Machen Sie hicvon Ihren Eommittentcn Mittheilung uud versichern Sie dicsclbcu Mciucr unvcränder^ tcn königlichen Huld." Hagesneuigkeiten. — Ihre Majestät die Kaiserin haben silr dle Nothlcidenden zu Arbe einen Unterstützungsbeitrag von 100 fl. zu spenden geruht. — (Die in Südafrika e n t d e ä l en G o ld « lager) erweisen sich sehr ie!ch; aber — sind sie, sraqt mau in England, das alte Ophir Salomo's, oder nicht? Diese Frage wird, wie alle biblischen Gegenstände, hier mit großem Interesse erörtert. Erwähnenswert!) ist in dieser Aczichnng eine Corrcsponvcnz im „M. Advertiser," welche die Frage auf das entschiedenste bejaht. Schon die Portugiesen — so hciht cs in diesem Aufsatze — fanden an der Küste von Sofala, wo sie im Jahr 1500 landeten, zwei goldbe-labene aradischc Schiffe vor! dieselben siedelten sich an meh' reren Stellen dcr Ostlüste an, und machten — nachdem sie ausgesunden hatten, daß die Goldfelder im Innern auMge-wöhnlich reich sein mühten — zweimal einen Versuch, das Gebiet zu erobern, muhten sich aber, nachdem ihre Plane beidemal gescheitert waren, mit einem Handelsverträge begnügen, der ihnen gegen Entrichtung eines Tributs freien Verkehr zusagte. Noch heutigen Tagö bezahlen die Portugiesen den Zulus einen Tribut, welcher vielleicht ein Ueber-rcst davon ist. Es steht fest — aus die Autorität Livingstone's und anderer — dah das 16. Iahrhunbett weit mchr von Ccntralafrita wuhtc, als das 19, und zweifelsohne wurde die ganze Gegend gegen Ende des 17. oder Anfang des 18. Iahthundelts von Stämmen des fernen Südens oder Westens heimgesucht, welche große, alle und ciuilisirlc Ncichü zerstörten und das Land selbst zur Einöde machten. Schon ein alter englischer Geograph, der den Hain del uon Sofala beschrieb, und sagte, daß die Einwohner von Monomolapra denen von Sosala Baumwollen- und Seidenstoffe „gegen ungewogenes Gold" verlausten, hat die Behauptung ausgestellt, daß hier das Ophir Salomo's zu suchen sei, und dieselbe dadurch als bestätigt angesehen, daß sich in der Gegend der Goldminen Ueberreste stattlicher Gebäude (wahrscheinlich Paläste des israelitischen Königs) vor« fanden, und dah Lopez in einer „Neise nach Indien)" erzählte: Die Bewohner Sosala's hätten sich gerühmt, daß die Israelite» jedes dritte Jahr daselbst Gold geholt hätten, Monomotavra ist aber anders, nichts, als dcr alte Name für die Gebietsstrecke zwischen dem Limpopo und dem Zam« besi. Die Nachricht von den Ruinen wird von einem deutschen Missionär, welcher im Jahre 1665 nach dem Nord-often des Limpopo reiste, bestätigt. Derselbe hebt hervor, dah die Tlümmer, welche von den Eingebornen als heilig verchlt werden, von einer umfangreichen Stadt herrühren, und dah sich n. a. daselbst zwei Pyramiden, Sphinxe, Mai» mortaseln mit Hieroglyphen und Ueberrcste, großartiger Ge« bäude, sowie ein unterirdischer Gang mit vielen Salonö zu beiden Seiten, vorfinden. Aus allrdem erhellt, daß die Goldfelder seit mehreren Jahrtausenden ausgebeutet wurden, und nur seil wenigen Jahrhunderten unbenutzt und unbe» lannt dalagen i seit langer Zeit schon haben einzelne Gelehrte diese Behauptung aufgestellt, im 17. Jahrhundert war sie allgemein, und auch Milton sagt im Buche XI des „Verlorenen Paradieses" : „Mombaza und Quiloa und Melinda und Sosala, das man süi Ophir hült, bis zu dem Reiche Congo und dcm fernsten Süden von Angola." Locales. — (Das Ein nahmebudget delStabtLai« bach) wird für die Jahre 1860 bis 1871 eine nicht unerhebliche Ausbesserung erfahren. Bekanntlich betrug bisher das VelzehlunaMeueraversum der Stadt Laibach jährlich 50.400 fi. In Folge des günstigen Resultates der Vcr-zehrungssttuerverpachtuna. dat nun das hohe k. l. Finanzministerium bewilligt, daß das Aveisum nach dem Verhältnisse der von der Verpachtung nachgewiesenen Ergebnisse im Jahre 1867 zu dem sür dic Jahre 1869 bis 187l erzielten Pachlschillinge ermittelt werde. Nach dieser Ermilt< lung wird die Sladtgemcinde Laibach für jedes der gedachten Jahre 57279 fl, mithin um 6879 si. mehr als bisher beziehen. — (Das Land Krain im Staatsbudget.) 2luZ der statistischen Uebersicht der Empfänge und Ausga- 1732 ben deZ Herzogthums Kram im Jahre 16L7 entnehmen wir, dah ersteie 1,210.001 fl. 15 lr.. letztere 2,064.544 fl. 21 tr. bctra. gen, daher für die (5entralv^lwciltungsauölaqcn ein llebelschuß von 1,520,119 ft. 94 tr. erübrigt. Unteren (Hinnahmen beträgt die Grundsteuer 740.334 fl., die Gebaudcsleuer 242.118 fl., die Erwerbsleuei 88.214 fl.. die C'intommensleuer 41.006 sl., Verzchrungsstcuer 483.300 fl. 45 kr., Zölle 01.330 fl 43 tr., Tabatgrsollc 078.532 fl. 05^ lr., Stempel 213.232 fl. 53','.. tr., Taren und Gebühie» uon iiiechts-geschäftcu 220.07'5 fl. 49 tr., Lotto 240.024 fl. 31 lr., Mäuthe 58.286 fl. 20 lr., Eltra^ der Staatedomäncn 2140 fl. 40 tr., Ticafleiialzebäude 299 fl., der Staalsjolslc 2107 fl. 22'/.. lr., Äcrgwecl Iolia 749.703 fl. (netlo 500.409 fl.), Massen- und Ficijchurtgebühtcu 2795 fl. 8 l kr., das Puslgefälie 109,850 fl. und die Tclcgrarchenanslalt 5991 fl. Die beiden l,'n Anstalten sinv übrigens pasfio, da ihren Lmnahmen die Ausgadeu mit 138.910 fl. und rcjp. 9497 fl. entgegenstellen. Die Ausgabe beim Lotto-gefalle beträgt 195.032 ft. l« tr., der Üebcischuh daher nur 50.991 fl. 83 kr. -— (Steinwurf.) (5'ine nach Hause rüctledrendc Iagdgeielilchaft wurde vorgestern Abende nach 7 Uhr in der Giadischa^Vorstadt von einem Vursckcn , der vor dem Hause Nr. 55 stand , ohne Veranlassung mit Steinen be-worsen. Derselbe entriß sich einem der Jäger , der vom Wagen gesprungen war und ihn gefaßt halte, entwich in'ö Haus u»d von dort durch ein Huithor in's Freie. In Folge der ümllicbrrseits sogleich eingllcitl'ttn Untersuchung des Vorfalles , bei dem glücklicherweise niemand brschäoiat worden ist, wurde der Thäter noch vorgestern Abend« in der Person deö iinechles I. (5. cruitt, veihaftet uno in ftrafgerichlliche Unteljuchnng gczogcn. Man fand l)flosscnen Woche abgehaltenen zweitügigcn Treibjagd in den lKeoiercn des Herrn Karl Gall«' an der Save wuidln nahe an 200 Hasen geschossen. Neueste M Pvag, 11. October. (Mrgpst.) Heutc Nachmittags bewegten sich Volksmassen zu cincr Pcrsammlnng auf dcr Smichower Kaiserwiese. Die Ncnnbnhnbarricrcll wurden zerstört, das anrückende Militär mit Stciuwürfcn empfangen. Die Versammlung wurde durch die Truppen versprengt. Abends durchziehen starte Militärpatrouillen die Straßen der Stadt. Prag. 11. October, 8 Uhr 40 Minuten Abends. (N. Wr. Tgbl.) Trotz der Verordnung fand das Meeting ans der Kaiscrwicsc statt. Ncbcr zehntausend Thcilnch-mcr. Hußarcn erschienen, die Versammelten zn vertreiben, wnrdcnjcdoch mit Steinwürfencinpfangen und mußten sich zurückziehen. Durch Infanterie verstärkt, kamcn sic nochmals zurück, worauf die tobende Meute unter Gcbrüllc und Hohurufen nach der Stadt zog. Die Hußarcn hieben mit der flachen Klinge ein. Viele Bcrhaftnngcn. Gegenwärtig überall Nnhc. Zahlreiche Militär-Patrouillen durchziehen die Straßen o,cr Stadt. Prag. 12. October. (Tr. Ztg.) Gestern fand eine große Voltsansammlung in Smichow statt, welche erst durch Einschreiten des Militärs zerstreut werden tonnte; mehrere Vcrwnndnngcn sind vorgekommen. Die Haltung der Menge war ftrouolntorisch. Abends herrschte Rnhc. Der Statthaltcrcilcitcr Koller erließ cine Proclamation, worin er die Bevölkerung Prags uud Böhmens zur (5inhaltuug der Ruhe und Ordnuug auffordert. Seine Aufgabe sei die Wiederherstellung der gesetzlichen Ordnung. Er würde Ausschreitungen nöthigcn-falls mit Waffengewalt begegnen, und drückt die Hoffnung ans, daß nach eingetretener Beruhigung der Gemüther der Weg der Aufichnnng verlassen und die Verständigung auf verfassungsmäßigem Boden gesucht und gefunden werden wird. München, 10. Oktober. Der ..Süddeutsche Telegraph" meldet: In der heutigen Abcndsitzung der süddeutschen Militärcommission wnrdcn die vereinbarten Urkunden unterzeichnet. Fürst Hohcnlohc schloß die Con-fcrenz, indcm er den versammelten Vertretern den Dank für ihr allseitig bewährtes frcnnonachbarlichcs (äntgcgen-tommen anösprach. Paris, ll. Ottobcr. Der „Monitcnr" sagt in seinem Bulletin, daß der amcrllauischc Gesandte in Madrid die provisorischr Regierung daselbst anerkannt haben soll. Paris, 11. October. (N. Wr. Tgbl.) Mehrere spanische Provinzial-Iuntcn haben gegen dic Erhebung Serrano's zum Haupt der Regierung protcsiirt. — Nachrichten anö Madrid zufolge steigt die Wahrscheinlichkeit, daß iu den constitnivenden Eortcs die Mchrhctt sich für die Fvocratiu-Republ.k anssprechen wcroe. Die provisorische Regierung macht jedoch die äußersten An-strcuguugcn, eine Personalunion niil ocr itrouc Portugal durchzusctzcu. Paris, 12. October. (Tr. Ztg.) Die „France", die Thronrede des dänischen iiöuigs besprechend, wünscht, daß die preußisch - dänischen Verhandlungen zu ciucm Resultat führen; die Aufrechthattung oco ktutu« c^no in Schleswig sei ein Uebelstand, der verschwinden müsse, hoffentlich werde Preußen Achtuug vor dem Rechte zeigen. Madrid, 10. Ociobcr. Olozaga wird Montag hier erwartet. ÄUc Provinzen, ausgenommen Valencia und Valladolio, haben Ancrtcnnungs - Adressen an die Regierung eingesendet. Der Sccrctär Äravo's ist außer Lebensgefahr. Die Demokraten haben sich im Ministerium des Innern versammelt und die Bildung eines permanenten Dcmotralcn-Elnbs beschlossen. Der gestrige und heutige Miuistcrrath beschäftigte sich eifrigst mit den Ernennungen der ProuinzialGonoerncurc und der Mi-nistcrial-Dircctoren. In Madrid und in den Provinzen herrscht vollständige Rnhc. Die Bevölkerung gewinnt wicdcr Vcrtrancn. Rivero wurde zmn Mairc vou Madrid ernannt. Madrid, 10. October, 8 Uhr Abends. Prim besuchte die verschiedenen Staolthcile nnd visitirlc die bewaffnete Voltsmiliz. Äiadoz wurde ungeachtet feiner Demission abermals zum Gonverncur von Madrid cr-nauut. Alle Provinzen haben die Rcgicruug auertannt. Äichrcre Staatsrüthe nahnlen ihre Demission. Der größte Theil der Provinzial - Gouverneure ist ernannt. Die Regierung ergriff energische Maßregeln zur Verhütung uud Bcstrafuug aller revolutionären Ausschrci« tuugen iu den Provinzen. Es herrscht vollständige Rnhe. Telegraphische Wechselcvuvse unm 12, October, üplrc. Hi.'llliliqncö 57.2». — :.pnc. Mctalliques mil Mai^ und ')lc>vcmder-Zl!iscli58.------kpecc.^illUmiul.Äinchcl! 62.10. — 1«Utt« Slaat«wil?l>cl' 83.70. — BanlucNr» 760. — Hrrdnaclieu 208.70. — London 115.10. — Silber 113 75, — K. t, Huculcu 5.53'/.«. Kttndel und Golliswirtljschastliches. itaibachcr Geschäftsbericht vom 10. October, Dai< Gelreidcgeschäft erhielt sich diese Woche ziemlich lcb-haft nud sind uon Weizen circa 9000 Metze» umgesetzt ivordcu. — Dir Preise bliebe» jeueu der Vorwoche gleich. Weizen, ungarischer 83 84pfü»digcr si. 5 60—5.65, spitzbrandiger schwerer Qualität fl. 65)'/,. 88psd. si. 4.85 4.95, 85—tt6psii»digrr fl, 5.10—5.15, 88pfündigrr zugrlvogeu fl, 4,9.'» bii, fl. 5); heimische 82pfüudigc Waare fl. 4.60. Kor n uiigarischre! 77 —78pfüiidigeS fl. 3 50, heimische fl, 3.30, Gerste. Arauwaarc 72—73pfü»dige fl, ^!.75-3.95, von heimischer Waare war abermals nichts zugeführt, Ocrsteumalz, Qualität 58 — 5i)pfilildige pr. Melden, fl. 7.05-7.10 pr. Zoll-(ltr. Hafer, leichte Surtm zwischen "8-40psilu dig fl. :j.25 liiö ^.«» pr. 100 Wicncrpsiiiid, nngarischcr 45 - 4upsiüidiglr fl. 1'»0-2.05; 50pfiindgrr Hiofoler fl, 2.10-^.15. Mais, Ki-Upsiindigcr sl. 3.20; l>5ipfil„dif,l'r schöner Aanatcr. ft. Z.35; schöner Cinquantiu fl. 3.55, Hirse fl 2.40 pr. Mchcn. Hirsebrei» sl. 4.4"-.4.5i<> Pr. Mchm. Von Fisolen erschil'n in rother Waare miigcü am Platz? nud wnrdc mit sl. 4 40 4.45 dczahlt, — Der Alisatz nach dcin Hilden will sich noch imnicr nicht geslaltcn, da wir mil dicscr Ccrealic zn theuer sind. Von Leinsaat war nnr ctivaö Sonnnnluaarl' am Pla^. welche mit si. 0 il0 und fl. »1.35 abging. Leinöl holtc in allcrerstcu Htostcn si 23'/, und warcn die Zufuhren ohne Vclang. , Iu Houig drücke» sich dic Preise, da sich dafür noch lmi rechter Mzng c>cslalil,'t, Man zahlk'den Producenten fl, 13—1."'.,. Olattwaare anö gnlcr Hand ist niit fl. I5>V.—Kl crhäülich. In Wachc< ist unö tein weschäst dckaniit geworden. Pottasche ohne Von'äthc fl. 15'<, sammt Faß für yoch-grädige Waare. In >l l >' csa m c n ist daü Geschäft sehr mall. da die Qualität der heurige» Fechsuug zu keiner Speculation verleitet. Die Waare wird zwcn' angetragen, aber eö reflcctirt niemand oaranf. iNlit fl 20 lönnte man heurige Saat leicht linisen, 1^«^7er hoch-prima fände mit fl 27' , Allgeber, Prciö uerstandeil sammt Sack spurcu für netto. Zwetschke» werde» noch immer leine zugeführt, da die Preise, welche der Eoniinissicmar dafür anlegt, dem Producenten .;» niedrig sind; einige croalischc Plätze wollen für dieses 57 l'st ivtcinung machen, indem sie ihre iraiucrischcu ^iachbar» zu überzeugen suchen, das; sie für ihre raschelnde Waare sl,6 —5^ al' Karlstadl, Waraodi» und itrapina zu erreiche» i» der ^age sind. während sie doch Anträge von unserem Platze siir hiesiges Obst fl. 5' , sammt Faß ab Sleinbrück refnsierei,, an? N'ai« mau am deftc» ersehen lanu, dasz ei« ledig!ich darails abgesehn» ist. unsere ZU'etschlenpreise steigend zu mache», während (^roalieii die Menge seiner heurige» Raccolta dadurch ali;!lstos;e» i» die Vage kommt: — hier velvilligt man in ersten Koste» fl. 4'/^< für prima Obst fl. 5 uhue Fasz. Flüsse, luftgetrocklictc, werden mit sl 5',, per Ctr. ane-gelotc». Kümmel gilt st. 23 ohne Sack und wird spärlich zuge führt: — Steiermark nnd Kärntcn deckt seine» Bedarf vo» Pest in slouatischcr Waare, welche fl, 20 ab Pest ^'stel und sich daher billiger wie unsere Waare calcnlirt. In Kuoppcrn ist das Geschäft ganz lebhaft, und zahlt man im ,^Ieiiiei»tcmf 11—12 kr. i für gröbere Parlieu inüsile man bei halbwegs reeller Waare fl. 12'/, —13 anlege» W achoIderbeerc » ginge» zwischen 95 tr. l>iö fl. 1. W e i». Jährige Marwciue und aus dem benachbarten Crratie» hallen zwischen fl. 3 - 4 pr. Eimer ab Zapresitz oder Raun. 2- oder 3jährigc aui« guten Gegenden zwischen fl. Wagen mit Getreide und 19 Wagen mit ^'!>, 9 Wägen mit Kraut und 1K0 Stück Schweine. Durchschnitts-Preise. - — - ^ ^^ Weizen pr. Wetzen 5 21 Butter pr. Pfund . —37 ssorn „ 3 33 Eier pr. Stück . . — 2 Gerste „ - ^ Milch pr. Maß . — 10 Hafer ,. 1 70 Rindfleisch pr. Pfd. — 20 Halbsrncht „ - - Kalbfleisch „ — 22 Heiden „ 2 40 ^chU'eiuesleisch „ -— 22 Hirse ,, 2 40 Schöpsenfleisch „ — !-> Kuturutz „ 3 30 Hähudel pr, Stiicl — 2^< Erdäpfel „ 1 20 Taubcu ,. — 10 i,'iuseu „ — -- Heu pr. Zentner . - -- Erbsen ,. — — Stroh „ . — - Fisole» „ 3 52 Holz, hartes pr. Klst 5 50 Nmdöschmalz pr. Pfd. — 4tt — N'eiche«. „ 3 «0 Schweineschmalz ,. — 42 Wein, rother, pr. Eimer ll -^ Sp^ck, frisch. .. —38 - weißer „ -^ Speck, geräuchert, Pfd. — 42 WuHekommc-lle U'remde. Am 10. October. Stadt Wie». Dic Herren: Graf Pückler, l. l. Äenmle, vou , Nadmlniuödorf. — Kratohwis, Forsiadjuiict, vou Maiinitz. Vcielheim, Inspector deö Ankers, uud ^econda, Ingruienr, von Trieft. - - Fligcrspergcr, Ingenieur, vou Vrück. t. Die Herren: Grnf Corouiui, k. l, LaiideS-Prasidcüt, vo» Salzburg, - Herman», Kaufm., vnu Villuch. — Zimilli, Baiinnternehmer, vo» St, Peter. — Bennßi, Hcmdrlöm., vo» Trieft. — Heizmann, Forstadjmict, von Mauuitz, -- Matte-pich, ^luyd-Capilä,!. au^ England. -- Kcröic, t. k. Beaintt, vo» Kraiuburg, iVllilircn. Die Herren: .stöhlcr, Weißwaarenfabricant. vo« Graplitz. - Mahorcic, Nechtehörcr, uon Wien. Dic Frauen' Maricilitsch, vo» Madrid, — Vcrtoschitz, Gastgeberin, vo» Cilli. 31toll.'luos«^ischo Neosliichllingeil ill cailmch. !,; ll. Mg. 32?.!,5 4- 7 I windstill f. ganz bew. 12. 2 „ N. 327.4? -l-Ki.o windstill großlh. bew. 0.^.! I0„ Ab. , 327.7.^ ^11... windstill! Negc» Rene» Schwache Sciroccalstrümung. Schwach vrwegtc Luft. Wol-tcudecke meist geschlossen, gelockert. Milde Witterung. Abends uln N» Uhr schwächer Regen. DaS TagcSmlttcl der Wärmc ^11-7", „m 2'1" ilbcr dem Nurmale. Vcrautwortlichcr Redacteur: Iguaz v. K l e i n m a r, r. Drsenbmchl. Wien, 10. October. Staatspapicrc waren fester, Zudustrie-Actic» aber zum Theil matter. Devisen uud Valuten preiichaltend. Geld flüssig. Geschäft beschränkt. «effentliche Schuld. k. de« Staates (stir 100 fl.) Geld Waare Iu ö. W. zu 5p«l. für 100 fl. 54.90 55. dctlo v. I, !«(;<; .... lV.80 58.90 dctto rückzahldar (! ) . . 94.75 95.-Silber-Anllhcn vou 18»;4 .' . U7.50 6«.-Silberanl.1«<;5 (ssrcS,) rüclzahlb, in37I. zn 5pEt. sinls!0sl. 7150 72 — Nat.-Anl. mit Ian.-C°up. zu 5"/.. 02'.W <'2'70 „ „ „ Apr.-Conp. .. 5 „ «ii.20 tt2.40 Metall,ques.....,5., 57.40 5750 detto mit Mai-Coup. „5„ 58.10 58 20 detto.....„4,l„ 5i'?5 5'/25 Mit Verlos, v. 1.1839 . . 168—189 — .. „ „1^54 . . . 78.- 78.5,0 ., „ „ I860 zu 500fl. 83.20 ,^,40 „ „ „ 1860 „ 100 ., 92.50 93.- „ ., „ „ 1864 „100,. 94.40 94 «0 ' " ^-" ^'" Salzburg .... « " „ «?.— 88.- Geld Waare Vo-Hmcu . . . ,. zu 5°/.. 92.- 92.50 Mähreu .... „ 5 „ 89.50 90.— Schlesien .... « 5 „ 88.50 89,-^ Stcicrmarl . . . „ 5 ., 86.50 87.50 Uugaru.....„ 5 ,. 73.75 74.25 Tcmescr-Äauat . . „ 5 „ 72.— 72.50 Eroaticn uud Slavouieu „ 5 „ 74.— 75.— Galizicn....., 5 „ 65.50 66. Siebenbürgen ... „ 5 „ 70.25 70.75 Buloviua .... „5 „ 65. 65.50 Ung. m. d. V.-E, 1867 „ 5 „ 71.25 71.75 Tem.B.m, d.V.-E. 1867 „ 5 „ 70.75 71.25 Actieu (Pr. Stück), Nalioulllbant...... 751.— 752.— Kaiser Fcrdincmds-Nordbahu zu 1000 sl. 0. W.....1855.—1860 - Krcdit-Austalt zu 200 fl. 0. W. 207.40 207.50 vl/ü.E«com.-Ges.zu500fl.ä.W. «35.- «37.— ll-tatönwili.-Gcs. zu 200 fl.LM oder 500 Fr...... 254.90 255. Kais. Clls Bahu zu 205 ,l. HM. 157.25 157.50 Sllo.-uordd.Vrr,-V.A00,, .. 147 57 148 — Süo.St.-,l.-vcli.u.z.:l.E.800ft. ö. W. oder 500 Fr. ... 182.80 182.90 Geld Waare Gal. Kllrl-Lud,-B, z.200 fl. CM. 208.— 208.25 Böhm. Westbahn zu 200 fl. . 151.75 152.— Oest.Dou.-Dllmpssch-Ges. M^ 51 vcrlosbar zu 5"/« 98 — 98.25 C. M. j Nlltionlllb.auf" i!oudou für 10 Pf. Slcrlina . 116 50 ll^" Pari« für 100 Franks . . . 46.20 ^^ (^ours der (HeldsovsM Oeit> W°°", K. Müuz-Ducatcn . 5 fl. 5^ lr. 5 fl. 55 "' ^iapolcousd'or . . 9 „ 29 „ 9 ,. ^" Nuss. Iinperialö . - „ - „ ^ - I?, " Vereiuöthaler . . 1 .. 71 « ^ " ^ „ Silber . . 114 ,. — „ li^ ,, " Kraiuische Gruudeutlastuugö - Obligation", '^"' vatnotiruug: 86.50 Geld. 90 W°°"