Verwaltung: Sta»bba»Sqassk Nr. 6 fttinnit'IM H«u»>. Vezv^dedingnngeii: r»ich tu Voll bezogen: 9frrt«tjiUtig ... ff. in S«ltj*knj ... I. 8'tO Mllüttig ... ff. « <0 9« liitlt mt fluflfBu»a t»'« Ho»»! »(otialltU . ... ff. —-5A eimcljättlil ... ff. I'5u H«U>t»hri- .... ff. J — »«mtä»rs| . . . f. «•— Rili'« A«4l«i>» ndlih«« M bu «Oag«Bebal|icaiiin lieWictti Sing-Iellrl- Ibonprmcitl Stilen btl |uc »dbestellunj. Wrtftsritttng: I,ttz»au«gass» Nr.» ^imnn f|»rt Han«>. Ufllta (mit IIM*" Kr »tun- a. ffner-1*1 ich 11—11 att & firm. fuft*4n'l:a »rrb #üi«i stftt NfUtfftaiiat. I» I»»«,»»,,» trnt Mt Ben»»!!»«!, jtjtB kMhiai »tt tmt|& >eff. IbCrn •itlttwi c»ia«»t». • frt BltboltItt.ia« Pro«. »Alti. •»„tx&rlibt lw»chl" er ich«! at D» Ciszleg unk X«aact*ti) mnofn*. ßOb»t,fin>.«»»l» hx.sou. Ar. 45. ?r heutigen „Teutschen Wacht" liegt Nr. 23 b« Sonn-logsbeiUwe »Die Sübmatt" bei. Jnhaltsver-Ki'iniä: Tie Frau des Dichters. Roman von Arthur i»p. Fortsetzung.) — Nach der Heimalh. — Für'S Album. Sm Minisierhautbalt. — Blattläuse. — Topf-Levkojen, -ßrhalmiig der Cylinder. — Kartoffeln gut zu kochen. - tzier aufzubewahren. — Um Messing fein zu vutzen. — kk macht man ein gutes Fleckwasser? — Aus der Jn» naunistunde. — Ein PrakukuS. — Heinrich VII., König M England. — Kunst und Natur. — Billiger Preis. An Kampf um unser Z>entschtöum. dicht des l. ObmanwEtellvertieterS Dr. Victor von bui in der Hauptversammlung des Schulvereins in Zroppau.) So bedeutsam das abgelaufene Vereinsjahr «die Ausgestaltung befi äußeren VereinSlebenS, heften Stelle. Wir haben es gleich nach Grün-tag de» Vereines als Ehrenpflicht angesehen, in kchidors, dem letzte» Reste deS vom Slaventhum »brandeten großen ColonifationSwerkeS Josef II. iier Pardubitzer Gegend, daS sinkende Deutsch-hm durch die Schule zu stützen. Ein Dorf nach Nrn anderen — eS waren deren 11 — sind dem fcmpif zum Opfer gefallen. Noch wehrt sich — w der Friese auf seinen sturmgepeitschten Halligen - bet Deutsche in WeSka und Sehndorf. Wie !age roitd es dauern, bis sich das au« slavischem kni, dem Zwang wirthschaftlicher Entwicklung, «sicher und kirchlicher Förderung und eigener «icnaler Schwäche geborene Werk und damit der pxe, edle Irrthum de» Fürsten, die Kaisertreue tfjHDand rier Schlesier durch nationale Fürsorge Srauz ZZtümel. (6in stein scher Sänger und Liedermeister.) ßaSedkntblatt zu seinem «0. Geburtsgedenktage und zum 9. steirischen Sängerbundesfeste in Graz.) Tie wald- und wiefengrünc steirische Mark «!>ön zu den liederreichsten Gebieten des Reiche», ^»besondere Volkslieder und volkSthümliche Ge-fw fanden in Steicrmark seit alterSher eine rege Auch die steirifchen Tonsetzer folgten gern nd »it Erfolg diesem volkSthümliche» Zuge, und i. Schmölzer dankte seinen VolkSlieder-Samm-Iwm und Bearbeitungen und seinen eigenen volks-ßwIichiN, echtsteirisch empfundenen Chorliedern fioeveliebtheit in weiten VolkSkreisen. Unter seinen Wnn und Nachfolgern ist der jetzige Bundes-tKimst« des steirifchen LandeSsängerbundeS, F. einer der schatzenSwertheste» und erfolgreich-tm Zonsltzer im volkSthümliche» steirifchen Männer-tsisstze geworden. Blümel ist ein eingeborener der grünen Mark. Er stammt aus St. Peter «LneiSdach. wo er am 10. April 1839 ins Leben toi. Gleich in seinem Geburtsorte wurde er von tat Musiker Joses Bruckner mit den ersten An-ss^iunden im Gesänge, im Geigen- und Orgel- Etc bekanntgemacht und schon im kaum zehn-eign Knaben verrieth sich die besondere musikalt Begabung. In der Lehrerbildungsanstalt zu Sarturg (seit 1854) studierte er auch bereits den tennalbaß. Ende 1355 als Lehr-Gehilfe in Mureck Assi, Sonntag, 4 Juni 1899. zu vergelten, dem auch wir unterlegen sind, voll-endet hat. In Sauelbrunn zog unsere Schule in das feit mehreren Jahren fertiggestellte Schulhaus ein. womit die wechfelreiche und leidensvolle Vor-geschichte der Schulgründung ihren Abschluß fand. Die auf die Abwälzung eigener Schulen gerichtete Thätigkeit kam inzwischen nicht zum Stillstände. Ei» durchschlagender Erfolg wurde bei Trschemoschna in Böhmen und Freiberg in Mähren erzielt. Der Errichtung öffentlicher deutscher Schulen im kleineren Umfang gieng die entsprechende Verminderung der Classen unserer Anstalten zur Seite, bis die zwei Schulen jetzt im alten Umfange als öffentliche ge. sichert sind. Dagegen mußte in Pilsen auS Anlaß der Unterbringung der Schule in einem neuen MiethSlocale die Clafsenzahl von 5 aus 3 herab-gesetzt werden. Recht schleppend zithen sich infolge deS offenbar von Starkenbach aus genährten Wider-standes die Verhandlungen wegen Errichtung einer öffentlichen Schule zu Jablonetz an Stelle unserer VereinSanstalt hin. Nachdem jedoch die commissio-nellen Erhebungen im März d. I. die Unmöglich-keit festlegten, die deutschen Jablonetzer Kinder nach dem stundenweit entfernten Niederrochlitz zuzufchulen, sind wir einer endlichen günstigen Erledigung ge-wärtig. Auch rücksichtlich Eisenbergs in Mähren dauern die Verhandlungen fort. DaS Verzeichnis der Orte, die durch unsere einstigen Schulgründun-gen in den Besitz öffentlicher Anstalten gelangten, erscheint durch Trschemoschna und Pickerndorf in Steiermark, wo der Auflassung unserer Schule die Errichtung einer öffentlichen in kurzem Zeitraum folgte, um zwei Nummern — 15 statt 13 — vergrößert. Im Stand der Vereinskindergärten ist weder der Zahl nach — 33 mit 37 Abtheilungen — noch bezüglich der Aufstellungsorte eine Ver-änderung erfolgt. Dem ThätigkeitSbericht finden Sie zu« erstenmal ein Verzeichnis der einst vom Schulverein, nunmehr von anderen Erhaltern fort-geführten Kindergärten — 12 an der Zahl — angestellt, setzte Btumel seine musikatische Ausdiloung unter der umsichtige» Leitung des Musikmeisters Weixler fort, bis er die musikalischen Hauplgebiete beherrschte. Richtung gebend für eine musikalische Eigenart wurde aber erst sein längerer Aufenthalt al« Oberlehrer in Neuburg. Daselbst hatte er nicht nur Gelegenheit, sei« musikalisches Wollen und Können als Orgelmeister wie auch als Chorleiter deS von ihm begründeten Männergesangvereines gedeihlich zu bethätigen, sondern er kam auch in näheren Verkehr mit dem beliebten steirischen Liever-meister I. E. Schmolzer. Diesem Umgange ver-dankte Blümel nicht nur manche Förderung in der Uebung des Tonsatzes, sondern auch die bleibende Grundlage und Richtung für ein späteres Schaffe» aus dem Gebiete deS volkSthümliche» steirischen Chorliede». Anfangs freilich versuchte sich Blümel, wie eS ja fein soll, um die Schwingen zu erproben und dem idealen Jugenddrange zu genügen, in verschiedenen musikalische» Zweigen. Er schrieb Messe», Offertorien, Gradualien, Orchesterstücke, Lieder u. f. w. In späteren Jahren aber wendete er sich, nachdem er noch an den Schulen vo» Leib-nitz und Cilli gewirkt hatte, wo er auch den „Musik» verein" begründete, mit Vorliebe und auch mit wachsenden Erfolgen dem volksthümlichen Männer-Ehorsatze zu. Unter seinen bisher größteniheils veröffentlichten 80 musikalischen Werken sind zu nennen: „Frühling»lied", „Ich bin ein armeS Königs-kind", »Vergißmeinnicht", „Gebet der Deutschen 24. Jahrgang. einverleibt. Die Vereinsleitung faßte einen Beschluß, der sich nach dem Umfange des Gebotenen zwar als bescheidener, immerhin aber beachtenS-werther Schritt zur Lösung der für uns:« Kindergärtnerinnen so wichtigen AlterSversorgungSsrage darstellt. Durch Zuerkennung einer Zulage nach dem vollendeten 10. Dienstjahre und durch Ueber-nähme eines Theiles der zur Sicherstellung einer Rente nöthigen Prämienzahlung wurden die Km-dergärtnerinnen in die Lage versetzt, sich eine Altersversorgung im Ausmaße jährlicher 200 fl. sicherzustellen. Die Anzahl der subventionierten Schulen ist von 44 im Jahre 1397 auf 45 im Jahre 1898 gestiegen, und zwar durch Wegfall der 10 unterstützten Orte: Bowitz, Ebersdorf, Leimgrube, SeiberSdorf, Untergrofchum in Böhmen, Trebitfch in Mähren, Domschalt inKrain, Außer-florutz in Tirol. Beinhöfen und Witschkoberg in Niederösterreich und durch den Hinzutritt von 11 Orten: JockelSdorf, Sehndorf, SimmerSdorf, Treb« nitz in Böhmen. Hohenstadt in Mähren, Gonobitz und Saldenhofen in Steiermark, Malborghet in Kärnten, Schöflein in Kram, Rottenfchachen und Schwarzbach in Niederösterreich. Au» diesen Fällen heben wir nur die Fortführung unserer ehemaligen VereinSschule zu Sehndorf durch einen localen SchulerhaltungSverein mit unserer Unterstützung, die ehemaligen Prager VereinSanstalten, deren fort-gesetztes Gedeihen uns mit aufrichtiger Freude er-füllt, die unter große» Opfern, unter denen nam-hafte Zuschüsse deS Aussiger GaueS und der «ichs-deutschen Stammesgenossen zu erwähnen sind, in'» Leben gerufene Knabenbürgerschule zu Trebnitz, die neuerdings in ihrem Bestände durch das Entgegen-kommen militärischer Kreise gesicherte Schule zu Königgrätz, die unter Hermann Braß' unermüdlicher Fürsorge zustande gekommene deutsche Gewerbeschule zu Hohenstadt hervor. Die Zahl der subventio-nierten Kindergärten hat sich von 46 im Jahre 1897 auf 45 im Jahre 1898 vermindert, und OtsterreichS", „Frühlingshauch", „An der grünen Mut", „Steirerdlul". Womöglich noch größeren Anklang fanden feine Chöre nach den steirischen VolkS-Gedic^ten: „Stille Liab", Schatzerl", Blüml ,n mei Herz', „Oanst und hiazt', oarme Diandl", „d Jodler", ,,d' erste Schwalb'n", „da steirische Himmel", „Alma-Wasserl", „der Bua iS g'scheidt", „Summa is Summa", „Luft und Load". Fischer!", „Kreuzlusti" u. a. m. F. Blümel's Chorsatz hat die heute besonders schätzbaren Vorzüge ungekünstelter Empfindung und Form; er schreibt einfach und natürlich, melodisch anheimelnd und sucht nicht wie gewisse moderne SeceffionS-G'schnas-Ton-„D:chter" wohlklingenden, echt musikalischen Harmoniefolgen auszuweichen, um in verrückten Verrenkungen und öden, trostlosen Verzerrungen sich selber und andere zu quälen. F. Blümel denkt und schreibt volkSthümlich-steirisch, und darum hat er auch dem Steirerliede und sich selber weithin neue Freunde gewonnen. DaS Wiener Ucel-Quartett erzielte auf seinen weilen Fahrten mit Blümel'S Liedern: „Dort drunten im Schwaba-Land", „Schaßerl klein' und „d' Leiblknöpf" allem« halben lebhaften Beifall. Wie an Aufführung»-erfolgen fehlte eS dem verdienten steirifchen Com-ponisten auch an Ehrungen nicht. Eine ganze Reihe von Chorvereinen hat ihn zum Ehrenmitgliede er-nannt. Im Jahre 1890 erhielt er auS Anlaß eines Grazer öffentlichen Wettbewerbes für einen Chor: „Ein Sang für Österreichs Deutsche" den immer bedeutungsvoller zu werden verspricht, von den nationalen Schutzvereinen, von den lieben Freunden draußen im Reiche. politische Aundschan. Kine clericale Niederlage. Die clericale Partei hat bei der Ersatzwahl für den Landtag in dem Märklebezirt Neumarkl-Oderndors-Seekirchen-Straßwalchen eine entschiedene Niederlage erlitten. Während bei der letzten Wahl im Jahre 1397 cer clericale Landtag»candidat Franz Grimm mit 131 Summen gegen den fortschrittlichen Candidaten I. Groh. der nur 98 Stimmen erhieli, siegte, blieb diesmal der Candidat der clericale» Partei, Herr Schinnerl, mit 6G Stimmen gegen den deutsch» »aiionalen Bewerber Herrn R.-Abg. Hueber, der 152 Stimmen erhielt, in der Minorität. Trotz Wahlbeeinflutzung von Hau» zu HauS, trotz unanständigster Wahlpamphlete, vie einer Jauche gleich aus den Candidaten der Deuischnanonalen sich ergossen. trotz eine» WahUerroriSmu», der den ge« schästlichen Boykott predigt, trotz alle und alledem hat sich die clericale Parte» eine im Hinblicke auf die Wahl vom Jahre 1897 geradezu vernichtende Niederlage gehalt. Mit diesem Zuge der Nationalen ist auch die bisherige clericale Mehrheit de» Land« tageS endgiltig beseitigt, da jetzt 11 Clericale 15 Anticlericalen gegenüberstehen. Kin von der Regierung boycotirtcr Abgeordneter. Ein ganz sonderbares, unser Ver,as-lungSleden auf da» grellste beleuchtende« Vorgehen zeigt die Regierung gegenüber den deutfchradicalen Abgeordneten. Besonders Abg. Jro ist der Willtür der RegierungSorgane gegenüber in eine sehr eigen-ihümliche Lage gerathen. Er wollte in Mosmg am 7. Mai, dann am 9. Mai, edenfo in Sangerberg am 23. April und um 23. Mai in Marienbad seinen NechenschasiSdericht erstatten. In allen diesen Fällen hat einfach die Regierung diese Versamm-lungen nicht am Ende ausgelöst, sondern einfach untersagt, stet» mit der Begründung, „weil die Ad-Haltung dieser Versammlung mit Rücksicht auf die bekannte öffentliche Thätigkeit de» Einberufn» und Hauptredners (Abg. Jro) die öffentliche Ruhe und Ordnung, bezw. die öffentliche Sicherheit oder da» öffentliche Wohl gefährdet." — Abg. Jro versendet nun ein Schreiben an seine Wähler, in dem er ihnen mittheilt, warum er nicht in der Lage ist, weiterhin Rechenschaftsberichte zu erstatten. Wir glauben, die Regierung sollte das Mittel allen deutschen Abgeordneten gegenüber in Anwendung bringen, denn nicht der Abgeordnete erregt heute durch sein entschiedenes Auftreten bei feinen Wäh-lern „öffentliches AergerniS", sondern jene unglaub« lichen behördlichen Ukase, durch welche der Abge-ordnete von seinen Wählern fern gehalten werden soll — erregen öffentliches Aergerni» in den wei» testen Kreisen der deutschbewußten Wählerschaften. Die Regierung treibt mit ihrem PolizeigewaliS-Programm nur immer mehr Anhänger in'» ent-schieben deptschvölkische Lager. Und deshalb sollten 1839 wir ihr — so sehr wir sonst für die strengste Be» achtung bestehender Gesetze sind — doch anderer» seit» für ihre Gesetzwidrigkeiten dankbar sein. Aus Stadt und Land. ßillier chemeinderath. Freitag nachmittag fand unter dem Vorsitze des Herrn VicebürgermeisterS Iuliu» Rakufch eine ordentliche öffentliche GemeinverathSsitzung statt. Nach Genehmigung deS Protokolle» der letzten Sitzung berichtete der Vorsitzende über die am 31. Mai stattgefundene Commission behuf» Betrieb«be-willigung beim Schlachthause. Unter Einem wird die Genehmigung der Schlachthausordnung durch die Statthalter« erwirkt werden. Einem AmtSberichte betreffend die Erwirkung eine» Gesetze» bezüglich der Einfuhr de» Fleische» entnehmen wir, daß e» sehr wünschenSwerth wäre, sür das zu», Consum von auswärtigen Gemeinden in daS Stadtgebiet eingebrachte Fleisch einen BerzehrunzSsteuerzuschlag einzuheben, da bisher solche» Fleisch frei von Zu» schlagen war und somit der Gemeinde eine Em-nähme entgehen würde, anderseil« aber der Schlacht-hauSzwang dadurch besser ausrecht erhalten bleiben kann, wenn da« eingeführte Fleisch annähernd gleich belastet ist, wie da« Fleisch aus dem Schlacht Haus«. Hiezu wäre ein Landtagsbeschluß zu erwirken: .Der Stadtgemeinde Cilli wird die Bewilli» gung zur Einhedung einer dem Zuschlage zur ära« tischen Verzehrungssteuer gleichkommenden selbstständigen Auflage von jenem Fleische, welche« von auswärtigen Gemeinden in daS Gemeindegebiet der Stadt Cilli zum Consum eingebracht wird, für die Dauer von sünf Jahren ertheilt.- Die Angelegenheit wird der Finanzsection zur Antra^stellung zugewiesen. G.-R. Dr. Stepischnegg berichtet bezüglich de« Schlachthaust«, daß alle Hoffnung vorhanden sei, daß schon in etwa 14 Tagen die maschinelle Thätigkeit und die Ei«erzeugung beginnen werde und daß die förmliche Eröffnung vermuthlich am 1. Juli werde statifinden können. E« sei schon im Principe anerkannt worden, daß die Nothwendig-keit der Anschaffung eines Reseroekefsel« eintreten werde. ES werde nämlich voraussichtlich alle sech« Wochen infolge de« Ansetzen« von Kesselstein eine innere Reinigung de« K.ssels erforderlich sein. Die Erhebungen haben jedoch gezeigt, daß eS doch nicht nothwendig sei, den Reservtkeffel schon jetzt anzu-schaffen, da e« erst nach Maßgabe de« Kalkgehal-te« de« Waffer« im Erfahrungswege sich zeige» wird, in welcher Menge sich der Kesselstein ansetze» werde, und wie lange da» Fleisch, ohne daß die Maschine in Thätigkeit sei, kühl erhallen werde» könne. In Anbetracht dessen hat daS Schlachthaus-Comite vorläufig davon abgesehen, die Anschaffung eine« Reservtkeffel», welcher 2090 fl. kosten würde, zu btantragtn, zumal eine spätere Anschaffung keine relative Verzögerung bedeulen würde. Der Berichl wird zur Kenntni« genommen. Bei der engeren Wahl de« neunlen Mitglied»« der Bausection entfielen 14 Stimmen auf Herr» 2 zwar durch den Wegfall der vier Orte: Turn in Böhmen, Groß-Meseritsch in Mähren, Schönstein in Steiermark, Gotschee in Krain und durch den Hinzutritt von drei Orten: Przichowitz und Schisch-kowitz in Böhmen und Rann in Steiermark. Im Stande unseres VereinSeigenthumeS an erbauten und erworbenen Häusern zu Schulzwecken hat sich eine Aenderung nicht trgtben. Neu hinzugekommen ist der Aufwand sür Er-theilung de« katholischen Religionsunterrichte« zu Pikerndorf. Bezüglich des deut>chen Sprach-, In-dustrial-, FortbildungS- und Musikun«»rrichlt» ist keine Veränderung zu verzeichnen. Dagegen ist die Zahl der Schulbausubventionen von 7 im Jahre 1897 aus 14, beziehungsweise durch eine Spende de» Gaue» 1 15 im Jahre 1398, die Zahl der bewilligten Büchereien von 14 im Jahre 1397 aus 21 im Jahre 1898 gestiegen. Außerdem ist hier de» dankenSwerthen Eingreifen» de» Aussig» Gaue» an vier Orten de» Gaugebieie» Erwähnung zu thun. Dagegen ist die Zahl der bewilligten Lehr-und Lernmittelspenden von 43 im Jahre 1897 aus 32 im Jahre 1898 gesunken. Die Posten: „Gehall»-zulagen und Ehrengaben an Lehrer" und „Schul-geld sür arme Kinder" haben keine wesentlichen Aenderungen erlitten. Im südlichen Gebiete wäre aus die Errichtung einer öffentlichen Schule zu Pikerndorf zu verweist», gegen deren Bestand die Slovenen durch den Recur« gegen die betreffende Ministerialentscheidung an den ÄerwaltungSgerichtshos Stellung genommen haben. Die AuSschulung de« Orte« Windischgraz au« dem gemeinsamen utraquistischen Schulsprengel ist dagegen vom Verwaltung«gericht«hof abgewiesen worden mit der Begründung, daß dort die deutschtn Kinder zum Unterrichte im Slovenischen nicht gt-zwungen werden. Dennoch wird die Angelegenheit weit.? verfolgt werden und wurde die Errichtung eine« deutschen Kindergarten« durch Gewährung eine« namhaften Erhaltung«beilrage« ermöglicht. Für d«n Schulbau zur öfftntlichen dtutschen Schule zu Mahrenberg sind nebst Beträgt» au» dtrLipp'schen Erbschaft von der Ortsgruppe Graz weitere 2090 fl. verwendet worden. Die AuSschulung .Fiedau» ist im Zuge. Utraquistische Schulen befinden sich dann in den deutschen Märkten de« steirischen Unterland«« nur noch in Windisch-Feistritz und St. Leonhard. Die Arbeit der Verein«leitung fand auch in diesem Jahre durch die in unermüdlicher und selbstloser Weise dargebotene Mithilfe der verschiedenen Schul-und KindergärtnerauSschüsse sowie durch Vertrauen«-Personen wesentliche Förderung. Da» gleiche gilt von den fünf Gauverbänden, deren Thätigkeit ersten Prei«; im Jahre 1895 widmete ihm der Allgemeine deutsche Sängerbund au« der Sänger-dundeSstistung wegen der hervorragenden Verdienste Blümel'S um die Pflege deS Gesanges, insbesondere um die Förderung de« steirischen Volksliedes eine Ehrengabe von 500 Reichsmark. Seit längerem nun in der Landeshauptstadt Graz al« Oberlehrer thätig, wirkt F. Blümel al« Bunde«chormeister auch an der Spitze de» LandrSvtrbandt« der steirifchen Sängerschaft al» trefflicher Dirigent, wie al« treu-deutscher und gut sttirischtr Komponist, von dtffen noch frisch-kräftiger Ltistung»fähigktit der neueste Chor (Beilage der „Lyra") „Deutscher Wehrfpruch" da« beste Zeugniß gibt. Da« jüngste Bunde«-sängersest in Graz, dem wir den besten Erfolg wünschen, wird gewiß auch die Erfolge Blümel'« mehren! „Lyra-. Wie behandelt man auf der Straße die Wadfahrer? Von Tag zu Tag mehren sich die Räder auf den Straßtn, daS Klingeln von link« und recht», von vorn und hinten hört fast gar nicht mehr auf. Weil ich nun sehr häufig bemerkt habe, daß die meisten Fußgänger nicht wissen, wie sie sich zu benehmen haben, wenn ihnen ein Radier begegn«, werde ich mit knappen Worten hier einige Haupt-regeln angeben, die sich in allen Fällen als richtig erwiesen haben. Vor allem andern sei man sich bewußt, daß der Radfahier auf der Straße nicht die geringste Daseinsberechtigung hat, er wird von einer hohen Obrigkeit in ganz unbegreiflicher Nachsicht und kaum glaublicher Liebenswürdigkeit nur geduldet. Wenn man sich da» stet» vor Augen hält, dann wird e» nicht schwer werden, den Radfahrer richtig zu behandeln. Wenn man eine Fahrradklingel läuten hört, thue man, al» habe man Wach» in den Ohren oder fei von Geburt an taub. Klingelt es stärker, dann stecke man beide Hände in die Hosen- oder im Winter in die Manteltaschtn und verlangsamere seine Gang-an um tin Bedeutende«. Noch besser ist eS, man bleibt plötzlich stehen, nimmt eint Zigarette heraus und steckt sie mit größter Umständlichkeit an. Ich spreche hier selbstverständlich nur von solchen Be-gegnungen, die auf der Straßenbahn stattfinden, denn auf Gehsteigen und Fußwegtn hat der Radler Gott sei Dank noch nichts zu sucht«. Kommt d«r Radfahrer von vorne, dann behalte man ihn fest im Auge. Macht er Miene, nach rechts auszuweichen, dann wähle man dieselbe Rich« lung; lenkt er sein Rad links hinüber, dann wende man sich ebenfalls dorthin. Auf diese Weife bereite« man kostenlos eine höchst ergötzliche Unterhaltung, und der Radler kann unter Umständen derartig aufgeregt werden, daß tr die Herrschaft über feine Maschine vollkommen verliert und unabwendbar mit einem zusammenstoßen muß. Man suche einen solchen Zusammenstoß nun nicht im letzten Augenblicke durch schnelle« Seit« wäriSspringen abzuwenden; daS wäre sehr schade. Man darf nämlich versichert fein, baß bei dem Z»> fammenstoße der Radler den Kürzesten zieht und die größten Unannehmlichkeiten davon hat. In de» allermeisten Fällen setzt er sich den erheblicheren Verletzungen auS; auch kommen gar leichte Schäden an seinem theueren Rade dabei heraus, so daß n auch an seinem Geldbemel geschädigt wird. Hai man nun den Zusammenstoß durch Umsicht und Gefchlcklichkeit glücklich herbeigeführt und ist der Radler mit zu Boden gefallen, dann werde »u» so grob, wie man nur irgend kann. Einige Bezetch-nungen au» der Thierkunde flechte man in seine Ansprache an den geeigneten Stellen ein, e« ist da» von fehr schöner Wirkung. Sieht man genau, daß man körperlich stärker ist al» der UnglückSwurm von einem Radler, dann ist e< auch angezeigt, dem Manne einige mehr oder minder niederziehende Schellen zu verabreichen; ist man schwächer, so sehe mau davon entschieden ab, denn e» könnte mancherlei Unannehmlichkeiien sür sich selbst zur Folge haben. Hat sich aber eine größer« Volksmenge ange-sammelt, dann ist e» nicht nöthig, festzustellen, ob der Radler stärker oder schwächer ist; denn da» Volk nimmt unter allen Umständen gegen den Rad-fahrer Partei, der sich nicht mucksen darf, wenn er nicht eine gelinde Lyncherei heraufbeschwören will. Hat man sich endgiltig mii den Radfahrer auseinandergesetzt, dann gehe man zum nächste« 1899 Ctrl Mörtl, 1 Stimmt auf Herrn Michael A l t-jitbler, ein Stimmzettel blieb leer. In den Stadtschulrath wurden folgende 5 Herren gewählt: Bobisu», Ploner, Rakusch, tt. Schurbi und Dr. E t e p i s ch n e g g. Für die Recht»s«ction berichtet G.-R. Dr. Schurbi über die Aeußerung de« VerzehrungS-ßaerabsindungSvereine» wegen Erhöhung de« Pau-fcheleS. Der Verein steht auf dem Standpunkte, las eine Aenderung nicht zulässig fei. nachdem da« Hiliminare zu spät, nämlich erst im Jänner be-mhtn worden sei. Nachdem nur ein mündliche« lebereinkommen mit dem Vereine besteht und in Kr Mitte de« Jahre« eine Aenderung nicht ein-nttn kann, so glaubt die RechlSfection, daß Heuer n eine Erhöhung de« Pauschale« nicht zu denken so. E« sei aber noch im Monate Juni dem Ver-ichningSsteuerabfindungS -Vereine da« bestehende lechltverhältni« zu künden. Angenommen. Weiler« berichtet Herr Dr. Schurbi über den Katthaltereierlaß betreffend die Bestellung eine« Organe« zur Handhabung der Lebensrnittel- und Ies»ndheitSpolizei. E« wird diese Stelle au«ge-Hiuden. Die Bewerber müssen die Absolvierung «er Bürgerschule, eine« Untergymnasium« oder «er Unterrealschule nachweisen und den von der Ktüthalterei in Graz errichteten Cur« auf eigene testen befuchen. Mit der Stelle ist ein monatliche« ledall von 25 fl. verbunden. Der Cur« dauert 4 SRcnaie. Da« Stadtamt hat bekanntlich dem Kamin-sqet Pt1 a o « da« Kehren im Narodni Dom un-iflfogi und die feuerpolizeiliche Ueberwachung de« ßebäude« durch Herrn Kaminsegermeister Wal» leitschag und ein Organ de« Gaswerke« festgesetzt Hegen beide Entscheidungen hat die „Posojilnica* ill HauSeigenthümerin den Recur« an die Statt-teberei eingebracht. Diese hat bezüglich de« Pe> «t da« siaviainiliche Verbot aufgehoben, weil «ch der Gewerbeordnung der Gewerbetreibende iqiglich der Ausübung feiner Arbeit auf den foanbort nicht beschränkt ist. Im zweiten Theile mrde die Beschwerde wegen Jncompetenz abge-liefen, weil die Gemeinde im eigenen Wirkung«-tast vorgegangen ist. Für die Bausection berichtet G.-R. P i w o n i'tt da« Ansuchen de« Ludwig von Schönhofer »« Bewilligung der Ausstellung eine« Straßen-lelwder» mit Uhr. Die Section beantragt, dem Sesuchsteller den Platz vor dem Bahnhof« bei dem «hvna!« Gugenmoß'schen Garten anzuweisen, und |oat auf Widerruf und ohne Zuerkennung irgend eiie« Schadenersätze« bei etwaiger Beseitigung. Für die Finanzfection berichtet G.-R. Teppei. J« Loranschlag der LandeSbürgerfchule über die Bmoradum, der Lehrrnitteldotation sür 18W9/1900 Kit 300 fl. wird zur Kenntni» genommen. Be-Mich de« Offerte« de« Ingenieur« Emil Faß! betreffend die Herstellung einer Telephonanlage in Verbindung mit einer Feueralarmstation beantragt te Section, e« sei vorerst an da« Feuerwehr-commando die Anfrage zu richten, ob e« die Te« lyhoiianlage und die Alarmstation oder nur t«» Läutewerk allein wünscht. Angenommen. Schutzmanne und jtige die Sache an. Gut ist e«, im» man noch einige Zeugen mitnimmt. Segen die Radfahnrinntn benehme man sich Kl« ebenso; man lasst sich dadurch, daß sit dem nen Geschlechte angehören, durchaus nicht bttin-Kßen. Höflichkeit ihnen gegenüber ist gar nicht m Platze. Unter keinen Umständen vergesse man sich ge» lAnttn Fallt« so wtit, die Radlerin aufzuheben, sie gestürzt ist, oder ihr auch nur irgendwie tchlslich zu sein, wieder aus die Beine und auf tat Rad ,u kommm. Da« wäre wirklich unver« «wörtlich. Eo. meine Herren, ich denke, jetzt werden Sie wisse»». wie Sit sich den Radlrrn gegtnübtr zu be-ichmen haben. Wie ich schon sagte. Sie werden ßch sehr leicht richtig verhalten, wenn Sie nie ver-gefsen, daß da« Rad in der Oeffentlichkeit nur ge-dilltei ist. Wer strampeln will, der kann sich in den Radsahrhalltn den Drehkoller an den Hal« radeln «der an ganz abgelegenen Orten da« besorgen — m den Straßen und Wegen muß da« Rad wieder Mfchwinden. Dit Bunde«jti>ung saßt diestn Aussatz al« Ernst af und «läßt tint schneidige Brandrede dagegen. Artn Unbefangene wird aber zugeben müssen, daß fich hier ein Spaßvogel einen Scherz erlaubt hat, um toi flegelhafte Betragen mancher Fußgänger gtgtn-ider den Radfahrrrn tttffend zu kennzeichnen. ..$»ntrdte zv«»5' Dtr Vorsitzende bemerkt, daß er ein Urnlauffchreiben an jene Personen und Corporaiionen gerichtet habe, welche möglicherweise einen Telephvnanschluß an die interurbane Linie wünschen. Der Gemeindesparcasse wird für die Restschuld auf die Blasich'ich? Realität ein Nachtrag»schulvfchein ausgestellt. Ueber die Verleihung des Bahnhof-b «f f e t S berichtet namens der Gewerbefeetion G.-R. Dr. Stepifchnegg. Die Herstellung der Buffeteinrichtung (in Lärchen-holz) wurde bekanntlich Herrn Martin Urfchko zu dem Preise von 500 fl. übertragen. Urschko erklärte jedoch, die« nicht unter 530 fl. machen zu können, und hat der Bürgermeister auf diesen Betrag hin mit Urschko ein Uebereinkommen getroffen, welche« genehmigt wird. Um da« Büffet bewerben sich die Herren Otto Küster, Gustav Schlesinger, Fritz Malenschek. Lud-wig Valenischak, Henke, Berger und Krau«. Die Gewerbesection hat mit Stimmenmehrheit beschlossen, dem Gemeindtratht den Antrag zu stellen, da« Busse» dem Herrn Otto Küster zu überlassen. Vor der Entscheidung über die Person kamen zwei Vor-fragtn zur Entschtidung. Die Gewerbesection be» antragt noch die Bedingungen, daß der Pächter der Gemeinde da« Recht auf halbjährige Aufkündi-gung einräumt, während er selbst von einem folchen Rechte keinen Gebrauch machen darf und sich vtr-pflichtet, wenn da« Deutsche Hau« gebaut und die Restauration darin in« Leben tritt, aus da« Büffet »u Gunsten de« Pächter« de« Deutschen Hause« so» fort zu verzichten, ohne weite«» Ersatz, al« den der bezahlten Jahresbeiträge fordern zu können. Angenommen. G.-R. W a l l a n d beantrag», den Pachtvertrag nicht auf <3 Jahre, sondern nur aus 2 Jahre abzu-schließen. Dagegen wende» G.-R. Mörtl ein, daß ja die halbjährige Kündigung vorgesorgt sei und Dr. Stepifchnegg bemerkt, daß in der Au«-schrtidung auf eine Pachtdauer von 6 Jahren Rück-ficht genommen worden sei. Der Antrag Walland wurde abgelehnt. G.-R. Piwon tritt sehr lebhaft für Herrn Schlesinger ein und betont schars, daß die Bestellung de« Pächter« an die Zustimmung der Süd-bahn gebunden sei. An der kurzen Debatte über die Personenfrage betheiligen sich noch die Herren Dr. Schurbi, Dr. Trummer und Kurz. I« geheimer Abstimmung wird da« Büffet mit 1 l Stim-mtn Herrn Otto Küster verliehen. Die übrigen 5 Stimmen entfielen auf Herrn Gustav Schlesinger. — Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Husta» Adolf?erei«. Der füdösterrtichische Zweig de« für die Unterstützung armer evangelischer Gemeinden gtgründtten Gustav»Adolf«Ver-eine« hielt am Donnerstag den 1. Juni in unserer Stadt seine Jahresversammlung ab. verbun-den mit anderen festlichen Veranstaltungen. Um 10 Uhr vormittags verfammellt sich unftre hiesige evangelische Gemeinde zum FestgoiteSdienstt in der mit Flaggen und Tannengrün ftstlich geschmückten Kirche. Hier hielt Herr Pfarrer Johne auS Klagen-fürt die Festpredig», zu der er sich Esang. Luca. 12. C., 32. V., „Fürchte Dich nicht. Du kleine Herde, denn es ist EuertS Vater« Wohlgefallen, Euch da« Reich zu geben", al« Text gewählt hatte. Ergrei-sende und überzeugende Worte sprach Pfarrer Johne in glänzender und formvollendeter Rede zu den Glauden«genoss«n. die in dem Herzen eine« jeden, der sie hören konnte, nachhaltenden Eindruck hinter-lassen wtrden. Herr Pfarrer Han« Jaquemar eröffnete hierauf die Hauptverfammlung mit einem Rückblicke auf die Thätigkeit de« Centralvereine«, dt« östtrrtichifchen Hauptvereine« und dt« füd-österreichischen Zweigt« dtr Gustav-Abolf-Etiftung, die unS einen Einblick gestatteten in diese« Wirken voll reiner evangelischer Liebe und Opiermuth und Bethätigung wahren Christenthumes. Um Mittag vereinigte ein gemeinsame« Mittagessen die Theil-nehm« an der Feier im Hotel Terschkk, an dtr wir dit Pfarrer Jaquemar (Laibach-Cilli), Johne (Klagenfurt), Guruiak (Pola), Herrn Curator Rütting au« Laibach und noch viele Glaubens-und Gesinnunglgenossen au« Marburg und Laibach begrüßen konnten. Manch' warme nationale uns glauben«brüderliche Worte wurden an dieser Tafel getauscht, bis ein Theil der Gäste und Cillier Glau-benSgenosstn zu eintm Spazitrgange auf di« Burg-ruine aufbrach. Im klaren Scheine der Sonne, inmitten von frischem WaldeSgrün, gieng wohl einem jeden das Herz aus, wenn er auf das schmucke, kampfumtoStt, aber sich mulhig wthrtnde Cilli zu feinen Füßen hinunterdlickte, dann auf das Herr-liche Panorame der grünen steirifchen Berge rund um Cilli. Am Abende fanden sich die Mitglieder 3 der evangelischen GlaubenSgemeindt CilliS und ihre Gästt und treuen Freunde zu einer zwanglosen, gestlligtn Vereinigung zusammen. Herr Pfarrer Jaquemar eröffnete den Abend, indem er über die Entstehung d.S heute so weit verbreiteten Gustav - Adolf» Vereine« berichtete. Im Jahre 1632 hatte der ruhmreiche König Gustav Adolf von Schweden bei Lätzen auf feinem SiegeSzupe in Vertheidigung evangelischer Wahrheit, Liebe und Rechte den Heldentod gefunden. Zweihundert Iahte später sammelten dit dankbaren deutschen Glaubens-brüder für ein Denkmal zum Andenken de« evan-gelischen Htldtn und brachten durch kleine frei» willige Gaben eine Summt von 200.000 Thalern auf. Doch kein glänzende« Denkmal bezeichnet die Stellt, da Gustav Adolf gefallen, nur ein mäch» tiger einfacher Granitblock gibt hievon Kunde, während man die übrige große Summe zu einem noch glänzenderen Denkmal« verwendete, zur Grün-dung einer Hilf«wehr für alle nothleidenden Prote-stanien, zur Gründung de« Gustav-Adolf-Bereine«, der hente zu einem mächtig weitverbreitet deutsch« national-protestantischen Werke geworden, der heute durch »»erzwungene, freiwillige vriträg» au« deutsch-evangelischen Händen ein Jahre«einkommen von zwei Millionen Reich«mark besitzt. Man kann an-nehmen, daß sast jede Woche im Jahre der Bau einer evangelischen Kirche oder Schule mit Hilse diese« Vereine« fertiggestellt werden kann, und so thut der Verein sein Möglichste«, um da« Btwußt» ftin der Zusammengehörigkeit im deutschen Vater» lande und au«wätt« unter den evangelischen Glau-ben«genossen wach und rege zu erhalten, die Liebe und Treue unter Glauben«- und Volk«gtnosstn nicht erkalten zu lassen. Pfarrer Jaqurnar dankte den Versammelten für ihr Erscheinen und schloß mit der Ausforderung, Treue und Liebe zu halten zu unserem Volke, offen und frei in Wor» und That da« zu erkämpfen und zu erhalten, wa« sie für wahr, für recht erkannt haben. Herzlicher Zuruf und Beifall wurde dem Redner zuiheil für feine schönen Worte, ebenso Herrn Pfarrer Gurniak (Pola) und Herrn Pfarrer Johne (Klagenfuri), welcher wieder in glänzender Rede die Herzen seiner Zuhörer zu entflammen verstand. Zu später Stunde trennte man sich mit den herzlichsten Wünschen aus ein baldige« Wiedersehen bei ähnlicher Veranstaltung, und mit dem erhebenden Bewußtsein, einen schönen und lehrreichen Tag in der Erfüllung nationaler und evangelischer Pflichten verlebt zu haben. Z>er Ausflug, de« die EtlNer Knrnerschaft am I. Juninach Weitenstein unttrnahm und dtn man — luous a non luc«ndo — den Mai» auSflug dt« Vereines nennt, hat bei Ihrem Bericht-erstatter und gewiß auch bei allen anderen Antheil-nehmern die angenehmst« Erinnerung hinterlassen. Turner ziehen froh dahin in aller HerrgottSftühe, streifen den Thau von den Gräsern und schätzen sich glücklich, der dumpfen Stube entronnen zu fein. Jupiter plurius blieb der kleinen Schar den gan-zen Tag über durch Unwirksamkeit in Gnaden ge» wogen, und nach einer fünfstündigen Wanderung war da» Ziel erreicht. Die Klamm vor Weitenstein, dt« durch ihre Pracht auf landschaftliche Schönheit An-sprach erhebt, entlockte den Neulingen an der Tour de« öfteren Ausdrücke lauter Bewunderung. Wie eine kleine Prahlerei nahm es sich auS, al« die Jünger Iahn'« am Ende ihrer Fußrejse noch auf einen der beiden Schloßberge zustürzten nnd ihn just au einer recht unwegsamen Stelle erkraxelten, wobei sie ihre Leiber an der Wand gleichsam hin» aufziehen mußten — ein kleiner Vorgeschmack einer Hochalpentour. Ihre Leistungen sollen übrigen« noch übertrumpft worden sein durch einen Herrn au« ihrer Mitte, der seinen eigenen Weg genomm«n hat. Im Thale der freundliche Ort, dahinter der Berg» stock mit seiner breiten Felsenbrust, dazu die Musik der vielen Glocken ring«um — da« schwere Geschütz der Geistlichkeit — so gab die Aussicht von der Ruine ein ganzes Stimmungsbild. Im Orte wurde daS Hauptquartier im Gasthause de« Herrn Teppei errichtet. Später fiel dortselbst auch noch ein größerer Trupp Cillier Radfahrer ein, d. h., es waren eigentlich nur einige, die in de« Worte» herkömmlichsten Bedeutung .eingefallen" waren. Die hatten aber ihre Sache gründlich gemach». Hafer-Motoren brachten in der Folge auch noch einige Vertreterinnen der Cillier Damenrvelt und mehrere Mitglieder de» Männergefangvereine». Man fand sich in ungebundener Geselligkeit, machte einen Rundgang durch den schmückt,» Ort, dessen deutscher Charakter allenthalben sympathisch in die Augen springt, und stattete auch der zweiten Ruine Besuch ab. Die Sage weiß auch hier von zwei feindlichen Brüdern zu erzählt». Dieser Stoff scheint unverwüstlich zu sein. Nachdem fich auch noch meh» 4 rere gerädert« Fußgänger von Gonobitz eingefun-den hatten, traten die SangeSkehlen iu Thätigkeit, und zwar sang abwechselnd, dann auch mitsammen der Cillier Männergesangverein und der Gonobitzer Gesangverein, von dem sich einzelne Mitglieder eben mit Radeingefunden hatten. Nationale Weisen, mit Heilrusen aufgenommen, belebten die Stimmung und hielten sie auf einer behaglichen Höhe. Der Aufbruch fand um 8 Uhr statt und um halb 10 Uhr rollte der letzte Wagen Ausflügler über da« Pflaster von Cilli. Lnwn Kennis Kknv. Die gründende Ver» sammlung deS Cillier Lawn-TenniS-ClubS findet Montag, den 5. d. M., nachmittags d Uhr im kleinen Casinosaale stau. Koncert. Sonntag, den 4. Juni findet im Garten des Hoiel« Terfchek ein Concert der Cillier MufikvereinScapelle statt. Moderne Kausdurchsnchnng. Bei Herrn Schlossermeister Benefch wurde roepen verdächtigen Besitzes protestantischer Flugschriften eine gerichtliche Hausdurchsuchung vorgenommen. Anszeichnnng eines slovenischen Advocaten. Wie in unterrichteten Kreisen verlautet, «eht dem Dr. Juro HraSovec ob seiner on die Ministerien gemachten Eingaben, wodurch sich Hrasovec ein großes Verdienst um den Staat erworben haben soll, — eine hohe Auszeichnung bevor! Wichtig für Veranstalter einer Sonnwendfeier. In dem Verlage des Vereines Südmark ist loeben eine auf das Fest der Sommersonnenwende bezügliche Flugschrist erschienen. Diese erörtert in einer kurzen, von Aureliu» Polzer geschriebenen Abhandlung daS Wesen, die Bedeutung und die Art der Veranstaltung deS germanischen Sonn-wendfesteS und weist außerdem daS schöne Gedicht Sonnenwenden von Anton Renk und AureliuS PolzerS Sonnwendspruch, der sich als Feuerspruch schon vielfach eingebürgert hat. — Wir machen auf die Ortsgruppen der Südmark und anderer Ver-eine, wie Veranstalter einer Sonnwendfeier über» Haupt auf diese Flugschrift aufmerksam, die von der Leitung deS Vereines Südmark in Graz (Frauengasse Nr. 4) bezogen werden kann. Bei größeren Bestellungen (von 50 Stück an) kommt 1 Stück aus 5 Kreuzer zu stehen; 1 Stück kostet (gegen vorherigeEinsendung deS Betrages) lOKreuzer. Warnung »or ein« Heschästsverbindnng mit Alwine. Ueber eine Persönlichkeit, die über Der-anlassung einer österr.-ungar. Confutarbehörd« seiner-zeit verhaftet, vom königlichen italienischen Strafgerichte in Padua wegen verschledeneu Betrügereien zu einer vierzehnmonatlichen Gefängnisstrafe verurtheilt wurde und sich nunmehr in Udine niedergelassen hat, um allen Anscheine nach ihre Betrügereien fortzusetzen, erhalten gehörig legitimirte Interessenten im Burau der Handels-und Gewerl'ekamuitr in Graz vertrauliche Auskunft. Aaßr- nnd Aiehmärkte in Steiermark. Am 9. Juni: Graz, Stechviebmarkt nächst dem Schlacht-Haufe. — Pettau, Wochenmarkt. — Wie«, Bez. Eibis-wald, Jahr- und Bi-Hmarkt. Am 10. Juni: Graz, Setreid«-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Rann, Schweinemarkt. — Trifail, Bez. Tüffcr, Jahr- und Biehmarkt. Am 11. Juni: Aumberg, Bez. Umgebung Graz, Jahrmarkt. — Wie», Bez. EibiSwald, Jahrmarkt. Am 13. Juni: St. Andrä, W.-B., Bez. Pettau, Jahr- und Biehmarkt. — Drachenburg. Jahr- und Biehmarkt. — Gleinstetten, Bez. ArnfelS, Jahr- und Biehmarkt. — Sachsenfeld, Bez. Üilli. Jahr- und Biehmarkt. — Heiligen-Geist hei Lotfche, Bez Gonobitz, Jahr» und Biehmarkt. — Et. Johann bei Unterdrauburg, Bez. Windischgraz, Jahr- und Biehmarkt. — Radmer, Bez. Eisenerz. Jahrmarkt. — Rann, Jahr« und Biehmarkt. — Rohitfch, Jahr« und Biehmarkt. — Tragöb, Bez. Brück, Jahrmarkt. — St. Stefan im Rosenthale, Bez. jkirchbach, Jahrn>arkt. Am 14. Juni: Graz, Getreide-, Heu- und Strohmarkt am GrieS-, Holzmarkt am Dietrichsteinplatze. — Pettau, Wochen- und Schweine-markt. Am 15. Juni: Graz, Hornviehmarkt nächst dem Schlachthaus«. — ArnfelS, Altinviehmarkt. — Gua«, Bez Feldbach, Jahr- und Biehmarkt. — MooS-kirchen, Bez. BoitSterg, Jahr» und Biehmarkt. — MontpreiS, Bez. Drachenburg, Biehmarkt. — Oplotnitz. Bez. Gonobitz, Jahr- und Biehmarkt. — Beitsch, Bez. Kindberz, Jahrmarkt. — PöUau, Jahr- und Biehmarkt. (Ein vorZM^ticher meißer Anstrich für Wafchtisrhe)xist Keils Heiße Glafur. Der Anstrich trocknet fofijt, klebt nicht und ist vollkom-men geruchlos. D^en ä ^M^.find bei Traun & Stiger und bei Hctor^Mgg in Cilli erhältlich. M9-22 i ^Deutsch- W«cht" Die Stkümpfung der Ntbtnschödlinge.*) I. Z>er Traubenwickler oder Heu- und Sauerwurm (Tortrii »mliguclk). Die Bekämpfung dieses Schädling» kann al« Puppe, Schmetterling und Raupe erfolgen. Al« Puppe in der Weise, daß vor dem Rebschnitt die Strohbänder gesammelt und verbrannt werden. Beim Rebschnitt sind die alten Stvcktheile aus« genaueste auszuputzen: die borkige Rinde, hinter welcher die Puppen zumeist ihren Ausenthalt haben, ist mit dem Rücken der Rebscheere oder mit dem Sabat'schen Drahthandschuh abzureiben. Die ab-geschnittenen alten Rebholztheile sind sorgfältig zu sammeln und zu verbrennen, da sich die Räupchen in der Markröhrenhöhlung gerne v«rpuppen. Auch daS beim Rebschnitte abfallende einjährige Holz, welche« nicht zur Vermehrung verwendet wird, ist zu verbrennen. Eine liefe Herbsthaue, welche an und für sich große Vortheile bietet, wird den Puppen in der Nähe de« Rebstocke« durch die Bovenlockerung den Aufenthalt unangenehm machen und viele zum Absterben bringen. Die Schmetterlinge (Motten) werden am ein-fachsten und besten mittelst Nachtlichter gefangen. Die Nachtlichter werden aus elwaS vertiefte Teller gestellt, in welche Wasser und etwaS Oel gegossen wird. Die Schmetterlinge fliegen gegen die Lichter und fallen in die Flüssigkeit. ES sollen 12 bi« 14 Nachtlichter per Joch Weingarten vertheilt werden, wodurch ein sehr günstiges Resultat erzielt wird. Der Heu- und Sauerwurm wird am prak» tischesten so bekämpft, daß man mit den Fingern die Räupchen in den Blüthengescheinen zerdrückt oder vermittelst einer Stricknadel oder eines zahn» stocherartig zugeschnittenen Holzes die Räupchen auS den von ihnen zusammengejponnenen Büscheln (Knäueln) herausholt und vernichtet. Diese beiden Bekä«psungSart«n sind die einsachun und billigsten. Eine fleißige Person kann an einem Tage mehr al« 1500 Stöcke absuchen und von den Räupchen be» freien. Die vom Sauerwurm angefressenen Beeren werden Ende August oder anfang« September ge-fammelt, und wenn sie noch nicht vollkommen reif sind, zu Essig und bei vorgeschrittener Reise zur Hau«trunkdereitung verwendet. Durch da» Auslesen der vom Sauerwurm angebohrten Beeren erzielt man zweierlei, und zwar lödtet man die in den angesressenen Beeren enthaltenen Würmchen und verhütet daS Faulen der noch gesunden Beeren. U. Z>ie Traubenkrankheit oder Franvenschimmet (Oidium Tuckeri). Auch hier gilt e« wieder, zu demjenigen Mittel zu greifen, welche« sich als sehr wirksam und sicher erwiesen hat, und die« ist da« Bestäuben mit pulverisierten Schwefel. Der in Verwendung kommende Schwefel muß aber möglichst fein gepulvert sein, dann ist er ganz entschieden der Schweselblüthe vorzuziehen, weil er scharskantige, die Schweselblüthe aber runde Pulvertheilchen enthält. Erstere haften fester an den Traudendeeren und Nebenblättern. DaS Ueberstäuben der vom Oidium befallenen Nebenlheile mit Schweselstaub läßt sich am leichtesten für kleinere Rebgärten bescher mit der Schwefeldüchfe, für größere mit einem guten Schwefel-BlaSbalg vornehmen. Schwefeldüchfe und Schwefel-BlaSbalg können durch Otto Hosdauer in Klosterneuburg oder auch bei Spengler Frauk in Pettau und Petzolt in Leibnitz bezogen werden. Ein neuer Schwefelapparat ist der von Josef Dodlander »n Bozen. Dieser praktische Apperat ermöglicht, Reben und auch hohe Bäume mit pulverisiertem Schwefel zu bestäuben. Er kostet 15 fl. (für die Mitglieder der landwirth-fchaftlichen Vereinigung 12 fl.) Schwefelpulver ist durch die beiden LandeSversuch«-Stationen Marburg und Graz echt zu haben. Für 1 Joch wird man annähernd 30 bis 40 Klg. sür dreimalige« Schweseln benöthigen. Da« Schwefeln soll bei jenen Stöcken oder in jenen Weingarttnparzellen, von denen man weiß, vaß der Pilz jährlich auftritt, daS erstemal vor der Blüthe, da« zweitemal nach der Blüthe, da» dritte» mal während der Entwicklung der Beeren bei windstillem. sonnigem Wetter vorngeommen werden. E» muss vormittag» nach dem Abtrocknen de» Thaue« geschehen; sollte an den ersten beiden Tagen nach dem Schweseln Regenweter eintreten, so ist da» Schwefeln zu wiederholen, sobald die Witterung dazu geeignet ist. DaS dicke Ueberstäuben des Schwefel nützt nichts und e» genügt vollständig, wenn die Reben- und Tranbentheile fein überstäudt sind. Man muß sich stet» vergegenwärtigen, daß die Wirkung de» Schwefel» in der Bildung von ganz Vortrag mit Vorführungen, gehalten am 30. April von A. Stiegler. Lande»,Obst- und Weinbau-Commifsär. 1899 kleinen Theilen schwefeliger Säure, welche ein Gift für den Pilz ist. besteht. Je seiner wir die Be» stäubung vornehmen, um so leichter wird die Ver-bindung de» Schwefel» mit dem Sauerstoffe der Lust stattfinden und umso sicherer werden auch alle erforderlichen Stellen von der sich bildenden schwefeli» gen Säure erreicht werden. Nicht alle Traubensorten werden gleich stark vom Odium Tuckeri befalle». Nach den gemachten Beobachtungen befällt der Pilz besonder» gerne: Portugieser blau. St. Laureit blau, Trollinger blau, Wildbacher blau, Kardaka blau, Gutedel roth und weiß, Erbling und Kölner blau. III. Z>er schwarze Arenner (Pikee) (Sphaceloma ampelinnm). Immer «ehr zeigt sich dieser Pilz an den Rebentheilen. E» bilden sich auf zarten Rebschoße». Blattstielen. Blättern, Ranken, Trauben, Beeren» stielen und auf Beeren braune, etwa» vertiefte, mir dunkelbraunem, wulstigem Rande, verfehene, meist eckige Flecken von einigen Millimeter Durchmesser. Die Bekämpfung diese» Pilze«, der mit Vor-liebe die Mofelrebe, serner nach den gemachten Er-fahrungen Velieliner grün. Muskateller gelb und Portugieser besällt, geschieht vorzugsweise durch fleißiges Abschneiden der befallenen Triebe und Trauben und Verbrennen derselben. Das im Früh« j ihre beim Rebschnitte abfallende Rebholz, ins« besonder« jene«, da« vom Brenner befallen ist, soll verbrannt werden, und nicht, wie e« häufig geschieh», auf Haufen gelegt werden und zum Vergruben Verwendung finden. Nicht selten wird e« zum Au«» füllen der Hohlwege durch die Weingärten ver-wendet, damit die Wege fahrbar bleiben. In beide» Fällen wird zur Erhaltung de« Pilze« beigetragen. Von den Winzerleuten ist e« eine nicht genug zu untersagende Gewohnheit. au«gedrochene Triebe und Laub in den Weinbergen nur auf den Boden zu werfen und dort verfaulen zu lassen; denn dadurch wird mancher Krankheit, wie Peronofpora, schwarzen Brenner und Oidium, Vorschub geleistet. Durch rechtzeitige, öftere und gründliche Be» kämps.mg der Peronospora mit der Kupferkalk» lösung wird auch sicherlich der schwarze Brenner bekämpft. Ferner wird empfohlen, unmittelbar nach dem Schnitt und womöglich da« zweitemal vor de« Austreiben mit einer Lösung von 30 Klg. Eisen» vitriol und 2 bis 3 Liter Schwefelsäure in 100 Liter Wasser die Reben, angeschnittenen Zapse» und Bögen damit abzuwaschen. IV. Falscher KebenMehtthan (?en,o«por» Titicok). 1. DaS erste Bespritzen soll vor der Blüthe, und zwar mit einer Lösung von 1 Klg. eisensreie«, reinen Kupfervitriol und 1'/, Klg. frisch gelöschtem, sandfreien Kalk auf 100 Liter Wasser vorgenommen werden. 2. DaS zweite Bespritzen soll 5 bis 6 Woche» nach dem ersten Bestäuben nach der Blüthe vor« genommen werden, und zwar mit einer stärkeren Lösung, wie: 1'/, Klg. reinem Kupfervitriol und 2 Kilo frisch gelöichtem Kalk auf 100 Liter Wasser. 3. DaS Kupfervitriol wird in einen Leinenjack gegeben und in den Bottich, worin sich daS Wasser für die Bespritzung befindet, hineingehängt. In 2 bi« 3 Stunden hat sich da« Kupservitriol voll» kommen aufgelöst. 4. Der frisch gelöschte Kalk ist nach der Bildung zu Kalkmilch durchzuseihen, von Sand und anderem Schmutz zu befreien. 5. Da« so ausgelöste Kupfervitriol und Kalk soll innig mit der angegebenen Waffermenge ver» mischt werden. 6. Die so bereitete Kupserkalklösung soll während des Gebrauches öfters in den Bottich aus» gerührt werden, und zwar vor jedesmaligen Herau«» schöpfen. 7. Da« Bestäuben soll nicht im Thau, vor» oder nach einem Regenwener, sondern wenn die Blätter trocken sind, stattfiaven: auch kann da« Bespritzen während de« ganzen Tage« bei Sonnen» schein mit Erfolg vorgenommen werden. 8. Die Flüssigkeit soll thausörmig (nicht in großen Tropsen) auf die Blätter gebracht und ei» jede« Blatt gründlich bestäubt werden. 9. Für da« erste Bespritzen benöthigt man per Joch annähernd 300 Liter, für da« zweite Bespritzen 400 Liter und für ein« allenfalls sich nöthig erweisende dritte Bespritzung 500 Liter Kupserkalklösung. 10. Die zum Verstäuben in Verwendung kommenden Apparate sollen nach jedesmaligen Ge» brauch gründlich gereinigt werden. ie Müßmskß. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Souutagsöeitage der „Deutschen Wacht" tu KM. Vr. 23 »Die Sadmarl" erscheint jcdcn Eon»lac> al» unentgeltliche Beilage fflr bic ütiti bcr „Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sübmart" nicht käuflich. 1899 lZortsetzung.) Die Krau des Dichters. Roman von Arthur Zapp. üiiditTKt txrbato. „Lwe'sclst Du etwa an dem Stück?" bemerkt Edgar mit einer Miene des Unwillens. „Nein, nein," beeilt sich Elfe zu versichern, denn sie weiß, wie empfindlich der junge Dichter in diesem Punkt ist, „auch ich verspreche mir einen großen Erfolg von Deinem Schauspiel, aber bedenke, wie lange eS dauern kann, bis Du eine Einnahme daraus erzielst!" „Wie lange! Jeden Tag kann die Erklärung der Annahmt eintreffen, und habe ich die erst in Händen, so erhalte ich überall Geld. Auch meine Novelle wird mir ein schönes Honorar eintragen. Ich halte viel ge-rade von dieser Arbeit. Das ist einmal etwas Neues, Eigenartiges, nicht die alten, konventionellen Motive und Figuren. Meinst Du nicht?" „Gewiß, Gewiß!" Elfe umfaßt den Schwärmenden schmeichlerisch und blickt ihm mit freundlichem Lächeln in das froh verklärte Gesicht. „Aber denkst Du nicht, es sei besser, zu warten, bis die klingende Gewißheit da ist?" Edgar bewegt energisch verneinend den Kopf. „Nein, nein l Ich brauche neue Anregungen, neue Eindrücke. Wie kann ich schreiben, wenn ich immer nur zwischen den vier Wänden meiner Wohnung hocke und nichts vom Leben sehe?" Gegen dieses Argument kann und mag Else nicht ankämpfen; sie ist schon zufrieden, wenigstens soviel zu erreichen, daß Edgar aus ihre Begleitung verzichtet. Und doch, als er nun wirklich zum erstenmal den Abend ohne sie außer dem Hause verbringt, kann die Einsame einer leisen Regung von Bitterkeit sich nicht erwehren. Umsonst ist es, daß sie sich eine Thörin schilt, sich kindisch und ungerecht nennt, sie kann es nicht verhüten, daß sich ihr ein Seufzer aus der Brust herausstiehlt und daß sie sich entsetzlich verlassen und unglücklich vorkommt, Die nächsten einsamen Abende werden ihr schon leichter, und schließlich gelangt sie sogar dahin, au» ihrem Alleinsein Vortheil zu ziehen. Von Tante Mietze Kanzler hat sie die Adresse eines großen Tapisseriege« schäftS erfahren, für welches das alte Fräulein, um ihr geringes Einkommen auszubessern, Stickereien, liefert. Zn ihieit Mädchenjahren hat Else die Kunst deS Stickens oft zu ihrem Vergnügen ausgeübt, warum soll sie sich bedenken, aus dieser Fertigkeit jetzt Nutzen zu ziehen? Und so sitzt sie bis spät in die Nacht über ihren Stickrahmen gebeugt, während Edgar am Stammtisch eines CasäS oder im Konzertlokal Anregung und Auf-frischung sucht. Woche aus Woche vergeht. In Betreff seiner Arbeiternovelle ist dem Dichter noch kein Bescheid zu-gegangen, und auch die Generalintendant»? der königlichen Schauspiele hat noch nichts von sich hören lassen. In seiner, die Erfolge der Zukunft gern vorausnehmen» den Phantasie ist sein Schauspiel schon längst mit den beste» Kräften des Hoftheaters besetzt und schon ein Dutzendmal unter rauschendem Beifall aufgeführt worden. Er hat sich von einem imaginären Publikum unzählige Male vor die Rampe rufen lassen und gewisse Stellen in seinem Stück mit brausendem Beifall begrüßen hören, kurz, er hat all' die süßen Träume wieder und wieder geträumt, mit denen junge, lsrbeerbegierige Autoren sich zu berauschen pflegen. Doch leider wollen diese luftigen Phantasiegebilde noch immer keine greifbare Gestalt an-nehmen. Die ungeduldige Erwartung, in welche ihn das un-gewisse Schicksal seines Stückes versetzt, erleidet eines Tages durch ein Ereignis, welches in dem leicht enthusiasmierten Dichtergemüth ein wahres Delirium der Freude erzeugt, eine starke Abschwächung. Else be-schenkt ihren Gatten mit dem ersten Kinde. Als Edgar das geliebte, kleine Wesen zum ersten-mal in seinen Armen hält, da durchfährt es ihn wie eine tiefe, heilige Erschütterung. Sei» Gesicht leuchtet unter dem Widerscheine der weihevollen, erhebenden Ge-fühle, welche ihn durchschauern; zugleich macht sich seine - innere Ergriffenheit in thränen Luft, die ihm über die Wangen rieseln. Er sagt sich, daß er von dieser Minute an ein Anderer sein wird: ein Ernsterer, Besserer, Gewissenhafterer. Bei jedem Schritt, bei jeder Handlung wird er sich seiner Verantwortlichkeit für das Wohl und Wehe dieses lieben, kleinen Geschöpfes bewußt sein. Alles dieses gelobt er sich in überquellendem Ent-zücken, während sein Auge in dem Anblick der weichen, verschwommenen Zügen des zarten Geschöpfchens schwelgt. Wieder und wieder hebt er das in spitzenberänderten Kissen steckende Menschenkindchen zu sich empor und be-bcJt das rührend winzige Gesichtchen mit stürmischen Küssen, bis die Wärterin das hilflos«, kleine Wefen feinen mißhandelnde» Liebkosungen entzieht. Und nun sinkt er vor dem Lager der jungen Mutter in die Kniee nieder, und mit anbetendem Blick schaut er zu ihr empor. Zum ersten Mal regt es sich in ihm wie ein Gesühl der Ehrfurcht vor seinem Weibe, es ist ihm, als werfe ein Glorienschein auf das sanfte, bleiche Gesicht seinen verklärenden Schimmer. Aus die schwach herniederhängende Hand preßt er seine Lippen innig, während sie in stiller Seligkeit zu ihm herablächelt. Frau Rogatz läßt es sich nicht nehmen, den größten Theil ihrer freie» Zeit der jungen Mutter und dem kleinen Weltbürger zu widmen. Für Else ist bei ihrer Unerfahrenheit das thatkräftige Walten der praktischen Frau eine sehr erwünschte und dankbar empfundene Unterstützung, umsoinehr, als sie des mütterlichen Bei-standcS entbehren muß. Edgar hat zwar aus ihr Bitten ihren Eltern von der erfolgten Geburt eines SöhnchenS Mittheilung gemacht, anstatt der Mutter aber, wie Els« leise zu hoffen gewagt, ist nur ein mit einem Hundertmarkschein beschwertes Schreiben eingelaufen. Der Brief lautet: „Mein liebes, armes Kind! Die Anzeige, welche uns Dein Mann zugehen ließ, hat mich mit Freude und mit Betrübnis erfüllt. Daß ich nicht bei Dir fein kann! Das Herz blutet mir bei diesem Gedanken. Papa ist noch immer sehr aufgebracht gegen Dich. Als ich nur so ganz leise wegen der Reife zu Dir bei ihm anklopfte, fuhr er gleich ärgerlich auf und verbot mir jedes weitere Wort. Innerlich beschäftigte er sich aber doch mit seinem Enkel, denn gestern, als ich'S am wenigsten erwartete — wir sprachen gerade von Geschäfts«»-gelegenheiten — fragt er mich plötzlich und fein Ge-sicht nahm einen felten weichen Ausdruck an: Sagtest Du nicht, daß es ein Junge ist? Ich versiand ihn im ersten Augenblick garnicht, und noch ehe ich mich von meinem Erstaunen recht erholt hatte, fieng er wieder von Geschäften an zu rede». Ich merkte wohl, daß ihn feine Frage fchon wieder gereute und daß rs ihn verdrießen würde, käme ich »och einmal draus zurütt. Deshalb schwieg ich lieber und vertrSftete mich auf die Zukunft. Es ist ja ein rechter Jammer, und blutige Thränen könnte ich weinen, aber was ist da zu »lachen? Du kennst ja Papa, — wenn er sich einmal etwas in den Kopf setzt — — Doch genug heute von diesen traurigen Geschichten! Hossen wir, daß die Zeit seinen Sinn erweichen werd«. Also ein Knabe ist's? Mein Gott, wenn ich den lieben, kleinen Kerl doch nur einmal sehen und in meinen Armen halten könnte I Küsse ihn tausendmal für mich! Wem von Euch beiden sieht er ähnlich und wie soll er heißen? Wie schnell doch die Jahre ver-gehen! Wenn ich bedenke, daß ich nun schon Groß-mama bin! Aber auch sonst fühle ich, daß ich alt geworden bin. Wenn Du mich sähest. Du würdest Dich wundern, wie ich mich im letzten Zahr verändert habe. Toch sprechen wir nicht davon I Ich wollte Dir noch einige Neuigkeiten minheilen. Nimm nur den lieben, süßen Jungen recht in Acht! Hast Du denn niemand, der Dir mit Rath und That an die Hand geht? Wie steht es mit dem Ernähren? Halte nur immer aus gute, reine Milch! Das ist die Haupt-sache. Also die Neuigkeiten. Denke Dir, Papa hat unsere Fabrik verkaust, mit Verlust. Bütow • hat nichts hineingeben wollen, Meta ist ein undankbares, falsches Geschöpf. Daß sie mit ihm verheiratet ist, weißt Du. Vor vier Wochen sind sie nach BerUn übergesiedelt, er vergrößert sein Geschäft. Bei Dir ist sie wohl noch nicht gewesen? Oder doch? Papa gieng der Verkauf sehr nahe. Er meint, daß Du — (die folgenden Worte sind durch »»ehrere darüber ge-zogenen Striche unleserlich gemacht). Uns ist nur ein kleines Kapital geblieben, Papa will irgend etwas anfangen, da die Zinsen nicht reichen. Möglich, daß wir auch bald nach Berlin ziehen, ich rede ihm zu, schon um in Deine Nähe zu kommen. Liebes Kind, ich schicke Dir heute hundert Mark. Ich habe sie mir langsam zusammengespart, Papa darf's nicht wissen. Du wirst das Geld jetzt gut gebrauchen können. Ich wünschte, ich könnte mehr sür Dich thun, aber Du weißt — Doch genug für heute! Eben kommt Paul und guckt mir über die Schulter. Er trägt mir viele Grüße für Dich auf, er ist sehr stolz darauf, daß er Onkel geworden ist. Doch nun lebe wohl. Küsse mir Deinen Kleinen vielmals und grüße Deimn Mann, sowie Tante Mietze. Was macht sie denn? In herzlicher Liebe Deine Mama. Zu Kiudermehl würde ich Dir nicht rathen, ich ' halte nicht viel davon; wie gesagt, Kuhmilch, gehörig verdünnt, ist daS beste. DaS allerbeste freilich wäre, Du nährtest ihn selbst, wenn Du Dich kräftig genug fühlst. Noch eins. Jnimer warm halten, Tag und Nacht Flanellbinden, die kleinen Pagen erkälten sich gar zu leicht. D, O." Dieser Brief, der ebenso sehr von der sorgenden Liebe ihrer Mutter, wie von der hartnäckigen Unver-söhnlichkeit ihres Vaters Zeugnis ablegt, erfüllt die Lesende mit Wehmut, und trotz deS AbmahnenS der biederen Ostpreußin, welche erklärt, daß bei ihrem Zu» stände jede Gemüthsbewegung Gift fei, vertieft sich Elfe wieder und wieder in die Lektüre des mütterlichen Schreibens, dessen Schlichtheit sie zu Thränen rührt. Nie hat sie eine so starke Sehnsucht nach dem Anblick ihrer Mutter empsunden, nie so tief gefühlt, wie viel ein Kind der nie rastenden, selbstlosen Mutterliebe verdankt, als ge-rade jetzt, wo die Pflege ihre« kleinen Lieblings sie Tag und Nacht in Anspruch nimmt und ost genug den Schlaf von ihren Lidern scheucht. Edgars Eigenliebe fühlt sich von dem Geldgeschenk, das ElseS Mutter ihrem Brief beigefügt, gekränkt. Sein Unmuth macht sich in heftigen Deklamationen Luft. Er könne sich und die Seinen selbst ernähren, Almosen begehre er nicht, besonders nicht unter so demüthigenden Umständen. Ja — er betheuert es mit vielen pathetischen, schönklingenden Worten — er werde das Geld zurückschicken. Aber als ihn Else zuletzt, nach-dem er sich den Groll vom Herzen gesprochen, schmeich-lerisch umfängt und bittet, die hundert Mark behalten zu dürfen, da willigt er stirnrunzelnd, brummend ein. „Meinetwegen — Dir zu Liebe — hebe es für unseren Kleinen auf!" IX. Die nächsten Wochen bringen dem jungen Autor manche bitteren Enttäuschungen. Eines TageS wird ihm ein ziemlich umfangreiches Packet zugestellt. Er zittert, erbleicht, eine böse Ahnung steigt in ihm auf. Doch nein, unmöglich! Da gewahrt er einen amtlichen Stempel, mit flimmernden Augen liest er: „General-Intendantur der Königlichen Schauspiele." Also doch! Sein Stück! Schon will er sich dum-pfer Verzweiflung überlassen, da zuckt eine Idee in ihm auf, die ihn mit nener Hoffnung belebt. Vielleicht ist es gar nicht abgelehnt, vielleicht handelt es sich nur um einige Veränderungen, die man von ihm verlangt! Hastig reißt er den Umschlag herab. Das wohl-bekannte Manuskript blickt ihm entgegen, ein Begleit-schreiben liegt dabei. Auss höchste gespannt, entfaltet er es: eine gedruckte, schematisch« Ablehnung, ohne jeg-liche Begründung. Ganz vernichtet sinkt er auf einen Stuhl, stunden-lang stiert er in wortlosem Schmerz vor sich hin, wie ein Mensch, der sein Liebstes verloren hat. Seine schönste» Hoffnungen sind dahin; feine süßesten Träum« umsonst geträumt! |Schw hat er sich von den, Glorien- schein der Popularität umstrahlt gesehen, und nun wie- der zurückgestoßen in die Dunkelheit, in das Nichts, in die Armut! Arme Frau! Armes Kind! Da tritt Else ein. ihren kleinen Knaben auf dem Arm. Als sie in EdgarS verstörtes Gesicht blickt und von ihm hört, was geschehen, füllen sich ihre Augen mit Thränen. Auch sie fühlt sich von dieser Nachricht hart getroffen und Seufzer und Klagen wollen sich ihr auf die Lippen drängen. Aber mit starker Energie be-herrscht sie sich: sie beugt sich zu ihrem Kinde herab und küßt es und ringt und schluckt ihre Thränen hinab. Dann wendet sie sich, während innigstes Mitgefühl ihre milden, freundlichen Züge durchleuchtet, zu Edgar; schmeichelnd und ttöstend streichelt ihre linke Hand ihm Wangen und Haar. Er aber lehnt seine Stirn gegen ihre Schulter und seine verzweifelte Stimmung macht sich in zum Theil leise gestammelten, zum Theil heftig hervorgestoßenen Ausrufen Luft: »Arme Else — Du hast schlecht gewählt! Ein Stüinper bin ich, ein elender Pfuscher, der eS nie zu etwas bringen wird! Und da bläht man sich auf und redet sich ein, etwas Großes zu fein — und nichts, nichts ist es — O. ich könnte--!" Mit unendlicher Sanftmut und Geduld bemüht sich die junge Frau, dcu Zerknirschten aufzurichten. Wie einem Kinde red«t sie ihm zu! „So sei doch nicht gleich so kleinmülhig! Edgar! Ein Stümper, Du, mein bewunderter Dichter, auf den ich stolz bin —t" Sie hebt fein Gesicht zu sich empor, küßt ihn auf den Mund und zwingt ein schein,ifches Lächeln auf ihre Lippen: „Wenn Du mir meinen Dichter noch einmal so schiltst, werde ich Dir ernstlich böse!" Und so lange tröstet und schmeichelt und scherzt sie, bis seine Mienen sich zu erhellen beginnen und er ruhig und gefaßt ihren Rathschlägen lauscht: Die Ablehnung der General-Jndentantur will gar nichts besagen. Wer weiß, welche nebensächlichen Gründe dabei maßgebend gewesen sind! Eine Hosbühne hat allerlei Rücksichten zu nehmen. Du hast deshalb gar keine Ursache, den Kopf hängen zu lassen. Du reichst es einfach bei einer anderen Bühne ein, und wenn diefe es nicht annimmt, bei einer dritten. Nur Aus-dauer und Geduld, und Du wirst schon durchdringen I" Die Augen der muthigen, kleinen Frau blitzen und ihre blassen Wangen färben sich. „Es müßte nicht mit rechten Dingen zugehen, wenn das Stück nicht aufgeführt werden sollte. Im zweiten Akt die Liebesscene ist hiinnilisch schön, und da»» im dritte» die große Scene zwischen Klara nnd ihrem Gatten I (Fortsetzung folgt.) * I6B3B I MT*fv7 Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. ^ S! Si»« Skm« sofsg sssassHarssaaasBa ssa«, m Nach der Heimath. Wenn Tu noch eine Heimath hast. So nimm den Ranzen und den Stecken. Und wandre, wandre ohne Rast, Bis Du erreicht den theuren Flecken. Und strecken nur zwei Arme sich In sreud'ger Sehnsucht Dir entgegen, Flieht eine Thräne nur um Dich, Spricht Dir ein einz'ger Mund den Segen, Ob Du ein Bettler: Du bist reich. Ob krank Dein herz. Dein Muth beklommen: Gesunde» wirst Tn allsogleich, Hör-st Du da» süße Wort: Willkommen! Und ist verweht auch jede Spur, Zeigt nicht» sich Deinem Blick, dem nassen, Als grün berast ein Hügel nur Bon Allem, wa» Du einst verlassen: C, nirgend weint es sich so gut. Wie weit Dich Deine Füße tragen. Als da, wo still ein Her,« ruht. Das einsten» warm sür Dich geschlagen. _ «IfctTt iMfflft. Für'S Album. Schlag' aus da» gold'ne Buch, in da» Dein Her; einst schrieb Die Namen Jener ein, die Dir vor Allem lieb, Und preise glücklich Dich in allen Tchmer- zensnölhen, Mnn von den Namen all' Dich keiner macht erröthcn. s. V«oti. • Da» ist da? schöne Amt der Geister, Ob auch der Einzelne bezirkt, Daß Jeder als ein kleiner Meister Für's große Allgemeine wirkt. Drrrle?-M»>fr. » Der ist kein Bürger, der die eig'ne Sorge Bergißt nicht in der Noth de» Allgemeinen. Sin Ministerhaushalt. Die Tafel deS bekannten Minister» Grasen Brühl war nie geringer als mit dreißig Schüsseln besetzt, und ein kleines „Traktament" mußte mindestens au» fünfzig Schüsseln bestehen, ein großes aus achtzig bis hundert. Sein« Dienerschast bestand aus hundertsiebenand-achtzig Personen: darunter warm zwölf Kammerdiener, z völs Pagen und alle mög-lichen HauSosficianlen, wie nur irgend an einem großen Hofe. Da» Küchenpersonal bestand auS vier Mundköchen, zwölf an-deren Köchen und vicrunddreißig Küchen- jungen. Aller Bedars deS Haushaltes wurde auS dem Auslande bezogen, sogar die Pasteten kamen von Paris auf der Post. Während Brühl diesen königlichen Aufwand machte, war ganz Sachsen durch den Bankerott der Steuercasse zur Ber> zweiflung getrieben Als die Preußen Dresden besetzten, fanden sie in Brühl'S Palais, dem nachmaligen Locale der be-rühmten königlichen Bildergallerie, 2100 Paar Schuhe, 1570 Paar Stiesel, 1500 Perücken und 800 prachtvolle Schlafröcke. Blattläuse stellen sich im Vorsommer sehr oft am Psirsichspalier ein und »er» Ursachen großen Schaden. Gegen sie hat man verschiedene Bertilgungsmittel. Als ein zuverlässiges gilt ein starker Absud von Tabakblättern, womit man etwa» Harzseife und Salpeter vermischt. Die durch ein grobe» Tuch oder ei» Sieb gegossene Lauge muß badewarm (mit ungefähr 2« Grad Reaumur) angewendet werden. Die Opera-lion soll in Zwischenpausen von zwei bis drei Tagen etwa dreimal wiederholt wer-den. Ein öfteres Bespritzen der Pfirsich» spaliere mit kaltem Wasser im Borsommer schützt die Bäume vor Ungeziefer. Topf-Levkojen müssen in Bezug auf daS Gießen sehr sorgfältig behandelt wer-den. Ein einmaliges Gießen eines noch nicht ausgetrockneten Topfe» kann den Tod der Pflanzen zur Folge haben. Erhaltung der Eylinder. Man lege den Cylinder vor dem Gebrauche in einen mit kaltem Wasser angefüllten Topf, setze denselben über's Feuer und bringe das Wasser darin langsam zum Sieden. Hieraus entferne man das Gesäß vom Feuer, lasse das Wasser abkühlen und nehme nun erst den Cylinder heraus. Nachdem er gereinigt und getrocknet wor-den ist, hal er eine solche Festigkeit erhal-ten, daß er bei der Berührung mit der Flamme nicht mehr springt. Startoffeln gut zukochen.Kartosseln mit oder ohne Schale werden sauber mit warmem Wasser geivaschen und in einen eisernen Tops gelegt; es wird soviel war-mes Wasser daraus gegossen, daß der Boden im Topfe eben davon bedeckt ist. Man schließt den Topf mit einem gut passenden Deckel und kocht sie bei mäßigem Feuer gar. Da» Waffer verdampst meist ganz, die Kartoffeln sind trocken und schön mehlig. Eier aufzubewahren. Frische Eier wickle man einzeln in Seidenpapier, lege sie dicht aneinander in Cigarrenkisten, binde dieselben fest zu und stelle sie an einen lustigen Ort. Die Kisten müssen oft ge-wendet werden und abwechselnd bald hoch und bald breit stehen. Zu einem Schock (»0 Stück) Eier braucht man drei Kisten. Um Messing fein zu putzen, reibt man eS mitStearinölund feinstem Schmirgel aus einem Läppchen ab und poliert dann mit reiner Leinwand. Wie macht man ein gutes Fleck-Wasser? Vier Eßlöffel voll starken Salmiak-steift und ein Eßlöffel Salz schüttele man in einem Glase durcheinander und nehme zum Gebrauche einen Schwamm oder ein wollenes Läppchen. Mit dieser Flüssigkeit kann man alle Fett- und Oelflecke usw. auSwaschen Fleck von Harz oder Theer auf Tuch müssen erst durch ein wenig Bul-ter erweicht werden. Au« derInstructionSstuude. „Wa-rum sind dieStabSofficiere der Infanterie beritten?- — „Hch weiß e» schon, aber ich trau' mich nicht ..." — „Na, heraus damit!" — „Weil p zum Marschieren gewöhnlich z' dick san!" Sin Praktikus. Lehrer: „Zu welcher Zeit, Kinder, schmecken die Kirschen am besten?" — Schüler: „Wenn der Gärtner nicht im Garten und der Hund angekettet ist!" Heinrich VII., König von Sngland, beauftragte den Bischos Bonner mit einer Gesandtschast an Franz I., wobei er eine harte und drohende Sprach« sühren sollte. Der Bischos bemerkte, er besorge sür sein Leben. -» „Fürchten Sie nichts", sagte der König, „wenn er Sie umbringt, lasie ich allen Franzosen, die in meines Gewalt sind, die Kopse abschneiden." — „DaS glaube ich wohl", erwiderte der Bischos, „aber ich besorge nur, eS möchte keiner so gut auf meinen Rumpf passen, als der, den ich jetzt trage." .Kunst und Ratur. A.: „Ach, sehen Sie nur dort die reizende Thusnelda, welch' entzückende, tiesschwarze Augen-wimpern . . .!" — „Ja, wenn's nur Natur wäre! Die sollte sich lieber Tusch-nelda rufen lassen!" Billiger Prei». Antonie: „Ach. Ro-satte. Du hast ja schon wieder ein reizendes neues Hauskleid: was hat das gekostet?" — Rosalie: „Unter uns gesagt, nur ein paar Thränen!" 1M9 Vermischtes. Sonnwendfeier-Karten. Der Deutfchvölkifche Lmin .Odin" zu München hat bekanntlich ein ZreitauSschreiben sür national« Postkarten erlassen. Zlit dem 1. Preise wurde dabei der von einem Ämschböhmen herrührende Entwurf für eine Sonn« «ildseierkarte ausgezeichnet. Diese Karte wird bereit» ,i der diesjährigen Sonnwendfeier herausgegeben. Fdin" ladet daher bereit« jetzt alle Vereinigungen. «Ich« Sonnwendfeiern veranstalten, zum Bezüge « neuen Karte ein. Der Preis bei größeren Be-pflni wird so niedrig gestellt, daß den veran» Wenden Vereinen durch den Verkauf der Karten m> bedeutender Gewinn sicher ist. Die Karte ist chae Zweifel eine der schönsten und künstlerischen Wart«» der Ostmark. £in interessanter Airauch in Kär»tm. In lalerS'kld an der im Vorjahre eröffneten Gurk» Wahn besteht ei» wenig bekannter Volksbrauch, «dem seit mehr als dreihundert Jahren getreulich ^gehalten wirb. Die Ueberlieferung erzählt, daß »m die Pest bis auf eine Jungfrau und zwei Kglinge alle Einwohner hinwegraffte. Die benach-iutfit Thalbtwohner veranstalteten nun zur Wieder» taölkerung de» OrteS ein Wettlaufen zwischen den laden überlebenden Jünglingen, von denen der die Jungsrau erhielt. Am Marktbrunnen «da wurde ein Holzbild der Jungsrau zum ewigen sSächtnisf« aufgestellt. Dort steht e« noch heute, ftt «na meterhohe, recht nett geschnitzte Figur ist > vauniiiracht mit breitkrämpigem Hute, hält in tat ausgestreckten rechten Hand einen Schlüsselbund iU liennzeichen der Hausfrau und in der linken wen Blumenstrauß. An jedem Pfingstsonntage «d sie nun festlich geschmückt, und e» findet ein genanntes „Kranzelreiten' statt, wobei zwanzig bis tenmg Reiter drei weißgekleidete, rothbescharpte page Burschen aus der etwa 300 Meter langen Leickausstrecke (vom Brunnen bis zu Herrn Restl'S ßchhof„Oberwirt") begleiten. Der Sieger wird tan zu Pferde zum Brunnen zunickbegleitet, wo «die hölzerne Jungsrau umarmt, küßt, und ihr «m frifchen Blumenstrauß in die Linke steckt, iißndem find drei Preise bis zu 4 fl. von den Krztrn gestiftet, die feierlich vertheilt werden. $«& die ganze Bevölkerung sich an diesem uralten Kiwche zu bechtiligen pflegt, ist ein erfreulicher feroeif daß man ehrwürdige überlieferte Gebräuche «uht in Vergessenheit gerathen läßt. Mormonen i» der Schweiz. AuS Bern wird tmchiei: Nach einer in den westfchweizerifchen Blät-m nfchitnenen Eiaustit zählen die Mormonen in l« Schweiz 1001 Zugehörige. In dieser Zahl sind fo 27 Missionare unv 2 Großpritster nicht inbe» pfsm. Jene Geiammizahl umsaht 309 Kinder mn 8 Jahren. Der LocalcleruS besteht aus elf Itlteften. 21 Priestern, 13 Lehrern und 7 dienenden Lckdern. Die Mormonenfecte umfaßt 14 Gemein-tcn; die größte ist Biel mit 125 Mitgliedern, dann higm Zürich mit 124. Thun mit 116. Bern mit 8, Langn au mit 80. HeriSau mit 79 Mitgliedern, fr tat sranzösischtn Schweiz giebt eS 119 Mor-»nra, die sich auf Genf. Lausanne und Chauxde-fetiS vertheilen. Die Mormonen-Missionäre hielten »Jahre 1898 in der Schweiz 1103 Verfamm-ling«, 183 Schulstunden und 28 Bibellectionen «i, «achltn 12.944 Hausbesuche und vertheilten ».975 Druckschriften. Präsident der schweizerischen I-monen'Mission ist ein Herr Bowman. Pts Schlafzimmer der ZuKunst. Jüngst «rd« in England eine KunstgewerdeauSstellung er-i^il. in welcher sich unter den AuSstellungSob-jma auch ein complett eingerichtetes Schlafzimmer Itfasb. Die spiegelglatten, mit Terrakotta belegten Kinde, sowie der gewichste Estrich deS ZimmerS vm nirgends mit Teppichen belegt, die hohen, «l T«lenvmtilationen versehenen Fenster hatten l-m Borhängt. Im Zimmer befanden sich ein LMbeit mit Draht'Bettunterlage. ein Marmor-«ichchen mit Metallgestell, ein Marmor-Toilettentisch einigt Sessel. In wenigen Minute« können tii Wände durch Abwischen mit einem nassen Sri)» und der Estrich mit Hilse einer Bürste voll-b»vm gereinigt werden. Im ganzen Zimmer, tfjjeit Ausstattung »ach dem Modell der SpitalS-archt«ngen den Anforderungen der moderntn Aexiik emfprtchend entworfen wurde, gibt eS keine Kubfänger, wie freihängende faltige Stoffe. Kmche, Tifchdtcken. ktin schwerfälliges, massives WeWck, welches Staubwinktl bilden würde. Es ii dit» mit einer Fülle von Licht und Lust ver-hhm! Schlafzimmer das der Zukunft. Wie man Kch in Atalie» verlobt. Die neapo-tonische Schriftstellerin Mathilde Serao gibt im „D-«tsche W«cht" .Martin»" folgende Lehren und Vorschriften, die man in Italien bei der Verlobung zu beobachten hat. Zunächst sind die Vorverhandlungen noth-wendig, um über die Bedingungen der Heirat, die Mitgift u. f. w. inS Klare zu kommen. Diefe Vor» Verhandlungen schließen oft mit dem Rückzüge de« Verlobungslustigen. weShalb eS nöthig ist, sie so geheim zu führen, daß Unbetheiligte überhaupt nicht» von ihnen wahrnehmen. Die vornehmen Familien betrauen mit ihnen ihre Vermögensverwalter, bür» gerlicht Familien in der Regel ihr«n Beichtvater oder einen alten vertrauten Freund. Steht der VerlobungSlustige schon im reiferen Aller und hat er selbständige Stellung, so kann er die Vorver» Handlungen auch persönlich sühren. Kommt eine Vereinbarung zu Stande, dann hält der Verlobung«-lustige förmlich um die Hand der Signorina an. Der Gefahr, einen Korb zu bekommen, fetz» er sich also nicht aus. Der Antrag wird aber nicht von dem Verlobungslustigen selber gestellt — da« wäre sehr unsern — vielmehr begibt sich sein nächster Verwandter (im Gehrock und Cylinder) zum Vater der Signorina und bringt den HeiratSantrag vor. Die Signorina darf dabei um keinen Preis zugegen fein. Hat der Vater dem Antrag« stattgegeben, so ist am nächst«« Tage ein kurzer Besuch erlaubt. Er findet die Braut im Empfangszimmer und über-reich» ihr ein Geschenk, in der Regel einen Ring. ES zeugt von gutem Geschmacke, wenn daS Geschenk nicht allzu kostbar ist, denn eine Braut, bemerkt die Signora Serao. ist kein indischer Götzt, den man mit Gold und Edelsteinen behängt. Die Braut erwidert nach einigen Tagen — nicht etwa sogleich! — daS Geschenk de« Bräutigams. Bei seinen Besuchen trägt der Bräutigam Gehrock und Cylinder, nur Leute ohne feinere Erziehung kommen im Frack. Im Hause der Braut bietet man ihm Kaffee. Thee oder Liqueur an. keinen Champagner oder kostbare Weine. — So. daS ist alles. Und nunmehr kann e» jeder unserer geschätzten Leser wagen, um die Hand einer Italienerin anzuhalten. j>f* zerstreute Aapa. I» der „Jugend" wird folgender Scherz von einem zerstreuten Papa er-zählt: Der Gymnafialdirector X. in ?). ist ein glücklicher Vater von zehn lebenden Kindern. Na-türlich geht eS infolge dessen in seinem HauShalt häufig etwa» lebhaft zu. Heute ist auch rein wieder der Teufel loS! Die Mutter ist nicht daheim, dies scheint ausgenützt zu werden. Schon mehrere Male hat der Herr Rector sich vom Schreibtisch erhoben und dringend Ruhe geboten. Die Kinder lärmen fort. Da reißt ihm der Geduldsfaden. Zornroth springt er auf und treibt die ganze Heerde seiner Kinder mit dem Röhrchen in der Hand in die Schlafzimmer deS Oberstockes und kommandirt: „Zu Bett!" ES ist erst 6 Uhr abend«; die Kinder lamentieren, dach eS gibt kein Erbarmen. Ein klei-»es Mädchen will absolut nicht gehorchen, und fein Widerstand muß durch Verabfolgung einer gelinden Tracht Prügel gebrochen werden. — Tiefe Stille herrscht nun in den Räumen; der glückliche Vater kann ungestört arbeiten. Al« die Gattin heimkehrt, ist ihre erste Frage: „Wo stecken denn die Kinder?" Der Vater berichtet und erwähnt auch die Tracht Prügel, die er noihwendigerweise zur Aufrechter-Haltung feine« Ansehens habe verabfolgen müssen. — «Nun, da muß ich doch mal sofort nach dem Rechten sehen/ erwidert die Gattin und eilt flugS nach oben. Nach wenigen Augenblicken kommt sie in höchster Aufregung zurück und ruft dem Ge-strengen schon von Weitem zu: „Aber Mann, waS hast Du nur angerichtet? Da» Kind. daS Du geprügelt hast, weil eS nicht zu Bett wollte, ist gar nicht daS unsere, sondern war nur auf Besuch hier, »S ist ja die kleine Frida von Dr. Niemayer nebenan!" Hin Hedicht von Kaiser Maximilian. In der Nummer 8 der „Internationalen Lueratur-Geschichte, findet sich ein Gedicht von Kaiser Max von Mexiko, dem begabten Sprossen auS dem Hause Habsburg. Dasselbe lautet: „Willst Du deutschen Wein nur nippen, Scheint Dir sauer seine Flut; Schlürfst Du tiefer mit den Lippen, Triffst Du Kraft, gepaart mit Glut. Willst Du mit dem Deutschen spielen, Er Dir rauhe Kälte weist; Willst Du aber tiefer zielen. Triffst Du Herz und starken Geist." Angend hat keine Fugend. Vor einigen Wochen revidierte in einem lothringttchen Dorfe der Maire die dortige Volksschule und rügte hiebei die Unsitte, i« die Schulbänke mit Hilfe deS Taschenmessers Namen unv sonstige graphische Kunstwerke «»zuschneiden, wovon die Bänke reichliche Proben 5 auswiesen. Ein munteres Gekicher war der Effect der strengen Rede, und als der Herr Maire eine« Blick auf den Punkt warf, auf den die fröhliche» Augen und verschiedene Fingerspitzen hinwiesen, nah« er rasch stintn Hu« und verabschiedete sich. ES war dort nämlich der Vor- und Zuname deS Herrn Maire selber von seiner Schulzeit her eingefchnitzt sammt der Jahreszahl. Per verliebte Bürgermeister von Plonallir. Eine höchst merkwürdige Geschichte wird au« Mo-nastir in der Türkei berichte». Dort trat in eine« Kaffeehause feit einiger Zeit eine junge deutsche Sängerin aus, die durch ihre Lieder, sowie durch ihr anmuthigeS Wesen allgemeine« Gefallen erregte. Ihr Ruf drang auch bi» zum Kaimakan der Stadt, welche Stellung etwa mit der eineS Vice»Gouverneurs zu vergleichen ist. Der gestrenge Herr wollte sich im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit per» fönlich von den Leistungen der Sängerin Überzeugen. Er begab sich nach dem Kaffeehause und lauschte mehrere Stunden lang den Liedervorträgen. Die Sängerin gefiel ihm so gut, daß er sie zu seinem Tische kommen ließ, und da sie in Begleitung ihre» Gatten erschien, lud er durch einen Dolmetscher da« Paar ein, ihn am nächsten Tage als Gäste zu besuchen. In der Türkei herrschen jedoch eigene Sitten, und so mußte sich der Gatte der Sängerin sagen, daß, wenn er sich mit seiner Frau wirtlich in das Hau» des KaimakanS begab, dies eine ganz andere Bedeutung haben würde, al» die eint» blos höflichen Besuches. Er kam daher am andern Tage nicht mit seiner Frau, sondern mit dem Kaffeehaus-Inhaber, worüber der Bürgermeister auf'« höchste erbittert wurde. Er litß deshalb den Gatten durch mehrere Diener in ein abgelegenes Zimmer bringen und befahl ihm unter Androhung von Mißhand-lung, sofort an feine Frau zu schreiben, damit sie ebenfalls komme. Der Deutsche hatte jedoch noch so viel Geistesgegenwart, um in deutscher Sprache dem Bruder deS Kaffeehausinhaber» zu schreiben, ir werde vom Kaimakan gefangen gehalten und bittet dringend, den Schutz der auswärtigen Eonfuln zu seiner Befrkiung anzurufen. Dem Kaimakan aber sagte er, der Brief enthalte die gewünschte Einla-dung seiner Frau. Auf diese Weise konnte der Deutsche durch Vermittlung de« österreichischen Consul» noch an demselben Tage aus dem Hause de» verliebten Bürgermeister» befreit werden, wäh-rtnd der Vali dem letzitren für diese „Ueberfchrei-tung feiner AmtSbefugnisse" einen Stubenarrest von 24 Stunden auferlegte. mal» Schwager, machst« den» das öfter so t" Diese ahnungsvolle Frage stellte dieser Tage um die Mitternachttstunve «in jung«» Mädchen in einem Magdeburger Kaffee an einen jungen Mann. Dieser berührte auf feiner GeschSf»tour Magdeburg; er ist seit zwei Jahren in Köln ver-heiratet. Sie. seine Schwägerin, welche mit ihre» Eltern in Magdeburg wohnt, kam spät abend« verschleiert von der Geburt»tagfeier einer Freundin und wurde auf dem Heimwege von einem Herr» zu dem unschuldigen Zweck angesprochen, mit ihm eine Tasse Thee zu trinken. Ihre» Schwager sosort erkennend, verstellte sie sich und nahm dankbar seine Begleitung an, um Arm in Arm mit ihm einem Cas« zuzusteuern. Hier aber schlug sie beim Kaffeetrinken den Schleier zurück und blickte lächelnd in da» in diesem Augenblick nicht sehr geistreich« Gesicht ihre» flotten Schwager». Kreuzhimmcldonner-weller! Kin erbitterter Kampf, de? mit allen Mittel» der List und der Gewalt geführt wird, und bei dem e» keinerlei Compromiß geben kann, besteht von jeher zwischen den Wilderern und dem Forstpersonal. E« sind aber durchaus nicht immer, wie man nur zu leicht anzunehmeM-HMW^ein könnte, etwa nur sogenannte verzweifelte Exisiemen, welchen die Lust an freiem Jag^l oder die SuA nach aufregendem, lohnendem Erwerb die BVchfe i» drückt — sondern selbst au« hochingeieifflenTji sogar de» besten Gesellschaftskreisen kecri«ertn sichMufig An-bänger de» ungesetzlichenlÄDrowerke». jJn solche» Fällen hat natürlich ein^Einveckung. di» allerding» in Flagranti eriDlM" «tuß. sür dieMetreffenden weit verhängniloolltrt .»olgen, den« ihre ganze Existenz geht dorn jpt^aLuuöt —1rnl8 wenn etwa ein Grünrock einen Dorfbewohner dabei erwischt, wie er Meister Lampe au» einer alten Donner-büchse da» Lebenslicht auSbläSt. Sehr interessante Einzelheiten, namentlich aus dem Wildererltben der privilegierten Stände, erzählt Hans Nagel von Brawe in dem soeben erschienenen 23. Heste der beliebten Familienzeitschrist „Für Alle Welt" (Deut-schtS VerlagShau», Bong & Co., Berlin. Prei5 des 14tag»-Hefte» 40 Pfg.) Jßtelsdt* UUdf«;* ^hotographische Apparate für Z>ilettante«. Wir empfehlen allen, die für Photographie, diesem an-regendsten und von jedermann leicW zu erlernenden Sport, Interesse haben, daS seit 1£S4 bestehend« Spectalhau S phvtvgraphifcher Bedarfsartikel der Firma A. Moll, k. und f. Ho^Meferant, Wien, Tuchlauben 9, vnd die Durchsicht ilßrer illustrirte« Preisliste, die auf Wunsch gratis verschickt wird. 3452-a-69 Hingesendet. Foul Mi fl. 1.1} ». nst tfatbta, s ton 45 kr. bi Batben und snoi 65 fr. . Ich« ic. In t«i neuesten Xriflnl («tbij« Henueberg-Teide — in den noternR» s«»e»en, « cotto- in) Smrrfxri int H«»> gehend. »«31-101 brisen Zürich. IL ni aas diel« m Wege. <5arl AilßlWk unä Lrau erlauben sich auf diesem Wege anläßlich nach Uebersiedlung Bekannten ein herzliches und liches Zur Xeuanluge von Ilaua -TcIckrnstMi-and Telefon-Anlagta. 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Der Teufel Hot« die Chemie! Ich such' und such' ein Wo«: In der Retorte sind' ich s «je. Doch steht'S i» Garten dort. Der Meister Hat'S befohlen «ir, Au sucht», d'ru« hinau»! vier, schönes Won, ich winde Dir Den reichsten Blumenstrauß. Du selbst bist wie ein Lenzgedicht; Mit anderm flopf jedoch Hab' ich eS selber >» Gesicht Und trteg'S vom Meister noch. Kauschrithset. Mit d fliegt'S vor dem Winde Und Kraft zeigt eS gespannt. Ein Spielzeug ist'S dem Kinde, Toch nützt'S in kundiger Hand. Mit i lann man'S begehen, Srhcben soll eS Dich. Mit u meist zahm ju sehen, Wild ist e« fürchterlich. ansepung u bilDrn Akrosticha«. Ade, Ast. Dom, Lid, Eile. Hering, Lias, Ra.de, Sau, Strich, Trumpf. AuS vorstehenden Wörter» sind durch Boran je eines paffenden Buchstaben elf neue Wörter zu _ (wie Adel — Gabel). Werden diese neuen Wörter nach ihrer Bedeutung wie folgt geordnet: l. Werkzeug; 2. biblische» Land: 3. Feldblume: « alus Heidengediq«: 5. Fußboden: «. widrige Empsinduna: 7. Ruh«: S. bibliicher Nam«: S. Erlaß eine» fremden Herrscher«: 10. Theil der Kleidung-11. Sinnbild eines BundeS: — f» leuridnun die hinzuge. gten Anfangsbuchstaben etwas, wonach sich besonders die chuljugmd sehnt. Ailderräthsel. Wortspiel. „WaS?I" rief voll edlen Zornes jüngst Herrr Meyer. AlS auf dem Marft er einen Schuldner fa«d, — Der ihm schon längst mehr zahlte feinen Dreier, — Wie er den theuersten Kapaun erstand. „Solch einen Bogel. einen zarte», feiste»! ^ch möchte Ihnen doch daS Wort hinfort, «o lang' Sie mir das Wort nicht können So leisten Sie sich nicht «it B das Wort!' leisten. Auagramm. Vagen, Ebro, Tonne. Diener, Reich,, Siam, Nestor, Angel, Made. AuS jedem der vorgehende» Wörter ist durch lll stellung der Buchstabe» ein anderes Hauptwort zu bilta derart, daß die Anfangsbuchstabe» der neuen Wörter eine von Dichtern viel besungenen Theil deS Jahre«. bezeig Hleichklaug. Komm «it !um Brunnen a» Thor! WaS schmückt fo lieblich ihn? holet Waffer empor? fegt darliber hin? Was WaS Arebsräthsel. WaS mehr als nett ist. sollst Du rathen:; Bist klug Du. leicht wird Dir'S geling«.!. Umringt Dich Noth, durch Freunixzthatae» Mög' man daS Wort verkehrt Dir hringyen. Die Auflösungen folgen in nächster?!unun»er. 1899 vDsvtsche K-achi 7 VERDIEHSTE MARTIN URSCHKO Bau- und Möbel-Tischlerei Rathhausgasse Nr. 17, Rathbflusgasse Nr. 17. Prämiiert Cilli 1888. 29^^7 Gegründet im Jah*e 1870, übernimmt alle Arten von den kleinsten bis zu den gross^TBauten. Anfertigung von Fenstern, Thüren, Parquett- und Eichenbrettelböden. VVrtgfler der berühmten Parquetten-Fabnk von Salcano bei Görz. Alle Arten Parquett- und Rfffttelmuster stehen bei mir am Lager. Ferner liefere ich für sämmtliche Bauten fertjfi' beschlagene Fenster und Thüren, nachdem ich einzig und allein hier zum Anschlagey^oerechtigt bin und speciell für Anschlagen das Gewerbe habe. Fertige Doppel- und Hreuifihsireii u. verschiedene Fenster «omplot beis^nuifcn stehen Hm Lairer. 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