Zlr. 79. Sonntag, den 2. Hctoöcr 1881. VI. Zahrganq. illier Jeitiuia. Pränumorations-Bedingungen. Für Sillt» Vor>rlick . . . —.5» Pier let jährig. . I.ho Aalbjsttjn« . . . ährig. . . I,- Mit Post-Versendung: Virrtetliibriq . « 1.60 Itnlbjiiiiif) . . . ».so Äa«,jährig . . . fi.4c Erscheint jeden Ooiuirmtiui uiiD Sonntag lammt AiiIUSuro ffinirlnt Nummern 7 kr. Morgens. Inserate werden angenommen i» bet »fr ..{(liier £eit«it|". Hei- leamfte Ht. t <8uA«ir»- fUJiniitU aelnta 3a|etat< llt »>k ..ailliei •<'itaii4" an: K. W»'it ta L»>-n. un» •Den ««mtttK« Slädle» de« >ioiUin lehrt, daß sie doch nicht stark genug sind, um alle ihre Absichten durchzusetzen. Die Art, wie die Herren von biet er ihrer Unzulänglichkeit belehrt worden, war recht erheiternd. Noch vor der Wahl in den Bezirksschulrat, sollten die Verisicatoren gewählt werden zur Prüfung der in den letzten Monaten stattgehabten Nachwahlen. Da Einer dieser Mchgewählten, Herr Gras Wurmbrand, nicht bleibend im Bezirke wohnt, und just durch die LandtagSsitzungen in Anspruch genommen ist, hatte er in die Versammlung einen Bevollmächtigten entsendet. Obwohl dies nach dem Gesetze vollkommen zulässig ist, obwohl die Vollmacht vollkommen legal ausgestellt ivar. zu verfolgen, so hallen sie dennoch die breiten Ränder ihrer großen Filzhütte sorgsam nieder-geschlagen. Ihre Furcht, erkannt zu werden, war jedoch unoöthig, da der holperig schmutzige Quai zu dieser Stunde völlig öde und menschenleer. Hier und da nur drang ein vereinzelter matter Lichtschimmer durch die zahlreich im Fluß ankernden Sceschiffe hindurch. Diese» Licht kam von den am jenseitigen Ufer liegenden Freuden-localen, den sogenannten „Blumenböten" herüber, diesseits jedoch war Alle« finster, sowie in un-heimliche« Schweigen gehüllt. — Da« ist da« Hau«! sagte einer der bei-den Männer, indem er auf die erwähnte Baracke deutete. Wahrhaftig, es war Zeit, denn mir thun die Beine weh! Ein niederträatiges Quartier da« ! — Wie e« scheint, bekümmert sich Ihr Herr College wenig um diesen Stadttheil l entgegnete der Zweite. Sind Sie auch sicher, daß es da« richtige Hau» ist? — Ohne Frage I lautete die Antwort de« Andern, der wirklich ganz erschöpft schien. Nachdem er diese Worte gesagt, näherte er sich dem Hause und schlug mit einem Degenknopf an die Thüre, daß es laut in die Nacht hinaus-hallte. Drinnen jedoch rührte sich nichts, worauf der Mann zum zweiten Mal klopfte, indem er im verdrießlichste» Tone murmelte: fand e« der von den Nationalclericalen vollkommen b«-herrschte Herr BezirtSobmann doch für gut, die Frage auszuwerfen, ob diese Bevollmächtigung zulässig sei und darüber abstimmen zu lassen. Ta die dagegen von libe-raler Seite erhobene Einsprache, der Hinweis aus das Gesetz un!» ein Appell an den anwesenden Herrn Regie-rringsvert^eter nicht verfingen, sondern die 19 Elericalen diese Bevollmächtigung zurückwiesen, verließen sämmtliche liberal« Vertreter den Saal, die IS Herren etwaigen srommen Betrachtungen über vereitelte Hoffnungen und über ihre Unzulänglichkeit überlassend. Es ist nicht be> kannt geworden, daß die Herren Pfarrer die Abgegan-genen mit Segenswünschen begleitet haben. Zunächst müssen also die Herren Finsterlinge aus Elsüllung deS Wunsches nach einem elericalen Bezirksschulrathe, nach welch«« ihnen so sehr der Mund wässert, noch ein bischen warten. Der erwähnt« Vorfall hat auch das Gute, daß er die Liberalen die Stärke ihrer Position kennen ge-lehrt hat. Sie haben in gewichtigen Fragen wie z. B. die oben besprochene es ist. nur nöthig dafür zu sorgen, daß mindestens eine der 21 Stimmen, welche den Ele-ricalen zumeist zur Seite stehen, sehle. um daS Zustan-bekommen jedes den so»tschrittlichen Interessen seindli-chen Beschlusses vereiteln zu können. Unter den obwal-tenden Umständen ist auch schon diese Möglichkeit mit Dank anzunehmen. Allerdings steht hiebei zu besorgen, daß manch« wichtigen Agentxn vielleicht nicht rechtzeitig ihre Erledigung finden weiden. Allein es ift immer noch weniger schlimm, wenn di« Geschäfte sich verzögen,, als wenn sie im Sinne der geistlichen Herren erledigt werden. Da der bisherige liberal« Schulrath weiter sungirt, bis b e Neuwahl vollzogen ift, erscheint eS sür die Liberalen, i»solange sie nicht selbst die absolute Mehrheit erlangen, um einen liberalen Schulrath neu wählen zu können dringend geboten, mindestens die Wahl eines elericalen BezirtsschulratheS zu verhindern. Es ift ein entschiedener (Gewinn wenn dies gelingt. Wie nöthig es ist, daß die liberale Minderheit unserer Be-zirksvertretung in wichtigen Fragen mindestens darin sich bewähre, daß sie di« Maßnahmen der clericalen Mehrheit verhindert, zeigt das Ge bahren der Herr:» Elericalen in der Angelegenheit der Errichtung einer Bezirkssparkasse. So überflüssig «in solches Institut auch wäre, da ja die Gemeind»g und der Schuß einem vorangehen-den Jagdgenossen an den Schenkeln schwer verletzte. (Zum M it n z e n f u n d e in P r a g e r-h o f.) Wie wir unlängst meldeten, wurden in Piagerhof beim Umlegen eine» Eisendahngeleises englische Goldmünzen im Betrage von cirra 2000 fl. aufgefunden. Aller Wahrscheinlichkeit nach dürften dieselben von dem Postdieastahle herrühren u. z. von jeixm, welcher in den Sechziger-Jahren zwischen Marburg und Eilli vorfiel und bet dem gerade ein Postbeutel mit einer Geldsendung aus Amerika abhanden kam. Der betreffende Postcon-dncteur unter dessen Aussicht sich damal» die Sendung befand, hat noch heute an einem dies-bezüglichen GehallSabzuge zu büßen. (K l e i n st ä d t e r e i.) In der hiesige» Buchhandlung waren durch einige Tage die von der gestimmten Kunstwelt mit größtem Beifalle aufgenommenen neuesten Bilder Markart'S in fotografischer Reproduktion ausgestellt. Seide mußten ober Auftrag be« hies. Stadtamtes entfernt werden. * ♦ » Kopf schüttelnd, weil ich es vielleicht bin, der diesen mittelst Ihrer Beihilfe eingeführten Tabak verkaust hat. — Sie haben Recht! sagte der Exmandarin von Bocra-Tigri» mit erzwungenem Lächeln. Zu-dem sind wir auch wegen anderer Dinge herze» kommen. Dann wendete er sich zu Roumi. der immer noch gesenkte» Blickes wartete, di» der Herr Vor» gesttzte die Gnade haben werde, da» Wort an ihn zu richten. — Du bist e» doch, fragte Ming, der über-morgen die in le-ter Woche in Hongkong zum Tode veruitheilten Piraten hinrichten wird? — Ja, gnädiger Herr, erwiderte der An» geredete, indem er den »opf hob, fo daß man feine Physiognomie sehen konnte. Wenn die unglückliche Liou-Siou zugegen gewesen wäre, hätte sie, jene» Jndiridum er-kennend, von Neuem zittern müssen. War es doch derselbe Herr, der sie erst in'» Gefängniß geführt und darnach so grausam gemartert, um sie zum Geständniß eines Verbrechens zu zwingen, da« sie gar nicht begangen hatte. Selbst Perkins konnte ein leichtes Grauen nicht unterdrücken, al» er die finstere Personage sich plötzlich aufrichten sah. Nur der Präsident, dem da» häßliche Ungelhilm feit langem bekannt, fuhr ruhig fort: (Der Orient), geschildert von A. »• Schweiger»?erchenfeld (A. Hartleben» Verlag in Wien. In 30 Lieferungen 4 80 Kr. S. W. — 60 Pf. Mit 200 Illustrationen). In den vor» liegenden Lieferungen 16 di« 22 zeigt sich diese« ausgezeichnete Werk mehr noch als in den vor» angegangenen Heften in feinem originellen Kleide. Es find fast durchwegs culturgeographifche Fragen, welche wir da, bei außergewöhnlicher Reichhaltigkeit des Stosses, behandelt finden. Die Geschichte der Stadt Aden, de« „Arabischen Gibraltar«", eine anzichend« Wanderung durch die Caffeebezirke von Jemen, ferner eine mit lebhaften Farben bedachte Schilderung de« „AlpenlandeS Asyl", der Heimat der Asra'«, sowie ein interessanter Abschnitt über die Prophetenstüdl- Mekka und M«dina beschließen be« Autor« Mittheilungen über Arabien. Wenn in diesem Abschnitte hauptsächlich kulturgeschichtliche« Material verarbeitet ist, so kommt andererseits in den Capiteln über Syiien und Palästina die „historische Landschaft" wieder zu Ehren. Wir ver» weifen diessall« auf da» farbenprächtige Gemälde von Palmyra, auf die Schilderungen vou DamaScu« und den alten Culturstätten Sidon und Tyru«. Auf Palästinesischem Boden durchwandern wir an der Han» des Autor«, al« kundigen und außer-gewöhnlich belesenen Führer«, das obere Jordan» thal, Galitäa und Samaria, und halten zuletzt in Jerusalem unseren Einzug. Hier ist da« Gemälde, welche« uns der Autor von der HeilandSsNdt gibt, ganz besonder» interessant. Die Geschichte tritt fast ganz in den Hintergrund und u»sere Führern wird die Legende, die auf jerufalemischem Boden mehr al» irgend sonst wo auf dieser Welt zu erzählen weiß, «öin „Ritt nach Bethlehem" entführt un» au« Zion« Mauern. Wir steigen gern zum Todten Meere hinab und besuchen Hebron, Ghrza, da« Felsenthal von Edom und halten zuletzt, von dem geheiligten Scheitel de« Sinai Umschau über ein Stück Land, dessen erhabene Großartigkeit mit den reichhaltigen Erinnerungen wetteifert, die dieser Boden birgt. Die sinaitischen Landschaften bilden den Glanzpunkt der vorliegenden Hefte. Würdig schließen sich hieran die Eapitel über den Suez» Eanal, das Nil-Delta und Kairo. Unter den letzten Lieferungen befindet sich auch da« zweite „Er» günzungsheft" da» eine rolorirte Karte und zwölf vorzüglich ausgeführte Pläne enthält. An Reich-haltigkeit des Stoffe» gebricht e» sonach dein trefflichen Werke, wie man sieht, keinesfalls. Die Illustrationen sind von tadelloser Schönheit, wie die ganze Ausstattung. („Jl lustrirte Wel t.") DaS erschienene zweite Hest deS neuen Jahrganz« der.Jtluitrirten Welt" b-wciSt auf« Neue, daß dieß Journal eifrig bemüht ist, seinen hohen Ruf a!S eine der besten und doch dabei billigsten deutschen Familien» Zeitschriften zu bewahren. Der große Erfolg, den dieß nun dreißig Jahre bestehende Journal sich erworben hat, der stetS sich „lehrende gewaltige — Wirst Du die Leute köpfen oder hängen? Man erwartete den Vicekönig, um feine Befehle einzuholen. Sind sie Dir schon geworden? — Ja, ich habe sie heute erhalten. Wie Sie wissen, läßt daß Gesetz die Enthauptung nur bei Rebellen zu. welche sich mit bewaffneter Hanv gegen die Regierung de» Lande» auflehnen, da aber jene Piraten nicht un« angegriffen, sondern nur Engländer geplündert und todtgeschlagen haben, so können sie gehängt werden. — Nur Engländer! wiederholte Herr PerkinS, dessen National-Eitelkeit einen Stoß bekam. Auch eine Unterscheidung, die der britischen Flagge sehr schmeichelhaft! Doch gestehe ich, daß es mir anSnahmSweise die« Mal schon paßt. Der Henker hatte die Wahrheit gesagt, doch verdient bemerkt zu werden, wie die Enthauptung in China derzeit noch ein Ausnahmegesetz war, denn obgleich der Asiate. besonders der Chinese einen sehr geringen Werth auf'« Leben legt, so hat er e» nicht gern, zerstückelt zu werden. Glaubt man doch auch im himmlischen Reiche selbst noch an eine zweite, LuxuSauSgabe de« Lebens! Nun aber denke man sich die Unoehaglichkeit und Ver-legenheit der Betreffenden, sich, nachdem der Tode«» engel sie mittelst ihres Haarbüschel» oder Zopfe» glücklich über die Grenze bugsirt uud in's Jenseit« hinauf gezogen hat, ohne entsprechende» Appendix oder Rumpf zu fiu?eu; kopflos auf Leferkrei« sind vollgültige Beweise seine« Werthe«, sowohl nach der Richtung der Unterhaltung hin, wie auch, wa« Belehrung und Anregung anbetrifft. Heft 2 dringt die Fotfetzung de« edel gehaltenen und doch in hohem Grade spannenden Roman« „Da« Gold de« Orion" von Rosenthal-Bonin und de« merkwürdigen Kriminalromon« „Der Irrenarzt", bearbeitet nach Monl«'?pin. Dann finden wir hier au« der Feder Ernst Eckstein'S eine ergreifende kleine Erzählung au« dem Ehe» leben. Ferner werten wir aufgeklart, wa« richtiger ist. Pflanzen, oder Fleischkost, unterrichtet über die Ramehpflanze, die Bienenzucht in Kalifornien, über die berühmtesten Baumeister der Neuzeit — erhalten Winke über nützliche und interessant« Bücher und praktische Rezepte. Daneben schmücken de» reichhaltigen Text eine Fülle schöner und fesselnder Bilder, und der Umgang gibt un« zu alledem noch eine TageSchronick der wichtigsten und merkwürdigsten Begebenheiten unserer Tage. E« scheint kaum möglich, mehr Abwechslung und Interessantere« zu dringen. Ariv.-Telegr. d. „CiMer Zeitung." P e st, den l. October. Ein hiesige« Journal meldet aus Wien, daß die Zusammenkunft unsere« Kaiser« mit dem Ezaren Alexander III. schon demnächst in Galizien stattfinden werde. Zwei Erz« herzogt, der russische Botschafter N o v i k o w und Baron H a y m e r l e werden bei der Entrevue zugegen sein. Prag, den 1. Oktober. '.Hier wurde ein Telegramm über die Rede de« Abgeordneten P l e n e r inhibirt. Rom, den l. October. Der Bey von Tuni« beabsichtigt in Palermo ein Palai« zu kaufen.— Garibaldi beglückwünschte Eampello zu seinem Abfalle vom Papstthame. Mon ^öttschach nach Wiless. Da anläßlich de« beabsichtigten Bau^« der Bahnstrecke Pdllschoch-Sauerbrunn auch die schon vor bald 10 Jahren projectirte und theilweise auch schon trachte Strecke durch da« Sottlathal an da« Tagesgespräch gelangte, so dürste e« so Manche, denen die Strecke Pöllschach-Sapresiö unbekannt ist, interessiren, Nähere« von dieser Gegend zu Hören. Ist e« ja doch die Streck«, welche einen Theil der in der Karle al« Paradies bezeichneten Fauischer Hügel berührt. Wohl sehr Vielen dürste au« Anlaß eine« Be-suche« der Eurorte Sauerbrunn oder Krapina-Töplitz, die Stecke Pöltschach«Polplat, wo sich die nach diesen zwei Euronen abzweigende BezirkSstraße von der nach Raun führenden BezirkSstraße links abwendet, bekannt fein, — aber nicht die letzt-erwähnte Strecke. Ich will e« versuchen den ge-ehrten Leser die ganze Strecke vor Augen zu führen und projectire eine gewiß dankbare Landparthie. Erden und ruwpflo« im Himmel sich amüfiren zu müssen, ist aber mehr, al« selbst chinesische Stock zu ertragen vermag. Daher auch der Widerwille, den der Chinese gegen alle chirurgischen Operationen hat. Wa« nun aber die Enthauptung anbetrifft, so glaubt die Regierung dadurch einen Extraschrecken einzu-flößen, weshalb sie sich diese Strafe nur im AuS-nahmSfalle erlaubt. — Kennst Du die Subjekte? fragte Ming, der sich durch den Einfall PerkinS' nicht stören ließ. — Kenne sie allerdings I erwiderte Roumi, den die vielen Fragen zu beunruhigen schienen. — Der Eine von ihnen heißt Pel ho; nicht wahr, er ist der Ehef der Bande? — Ganz recht l Ah, da» ist ein Bursche! Man kann ihn nicht zum Sprechen bringen! Der Henker erinnerte sich in diesem Augenblick und gewiß mit Bedauern, wie eS ihm trotz glühender Zangen und anderer Marterinstrumente, mit denen er den Piraten länger denn eine Stunde behandelt, nicht gelungen war, ihm ein einziges kleines Geständnißwörtchtn zu entlocken. — Wo sind die Verultheilten jetzt? Immer noch in Hongkong? — Immer noch in Hongkong! lautete die Antwort. Der Gouverneur hat verlangt, daß sie bis zur letzten Stunde in seiner Obhut blieben. Nachdem wir mit der Bahn um 10 Uhr Bormiitag» in Pöltschach angekommen, richten wir unsern Weg dem am Fuße des Wotsch freundlich gelegenen Orte Pöltschach zu; von dort führt der Weg durch den Pöltfchacher Graben, wo un« recht« un» ling« nur nackte« Gestein entgegenstarrt. Nach einer kleinen Stunde haben wir diesen Graben, durch welchen eine sehr gut erhaltene BezirkSstraße führ», imRückcn und mit ihm die Partie de« ö?en Gesteine« auch. Sanft aufwärt« steigend geht die Straße dem Gadernigderg zu, dessen Höhe in etwa 15 Minuten erreiät ist. Hier oben angekommen bietet sich un« ein überraschend schöne« Panorama dar. Während im Hintergründe die Gebirge von Wara«din, Krapina, Präzrada, der KaiferSber^ (Croatien), der Königsberg (Stcier-nnrk), jene von Hörberg, Drachenburg und Mont-preis den Horizont begränzen, liegen zu unsern Füßen Hungerte von kleinen freundliche» Hügeln zum größten Theil mit Reden bepflanzt. Zu unserer linken Hand breitet sich der Wotsch au« und bietet durch seine gerade hingestreckten Ausläufer gegen Osten zu, seinem Coiikurrentcn dem inaje-statisch«« Donati die Hand. Eine stattliche Gebirg» kette in der Ausdehnung von 11 Kilometern, aber scharf abfallend und das Draugebiet von jenem der Sottla streng« scheidend. Bon diesem Punkte au« ist man im Stande an einen reinen Tage wohl mehr al« 30 Kirchlein« zu zählen, denn unsere Vorgänger thaten e« ja nicht ander«; wo sie einen Berg fanden, mußte an die Spitze eine Kirche gebaut oder die Straße hinauf und auf der andern Seite wieder hinabgeführt werden. E« ist wirklich sonderbar, während die Erhaltung die er Filial-kirchen viel, sehr viel Geld kostet und für Be-fchaffung von Kreuzwegen, Bildern, Baldachinen, Glocken ,c. «. Tausende verausgabt werden, um den Wallfahrern jährlich ein oder zweimal da« todte Capiial der Kirche zu zeigen und mit dem Glanz« zu prunken, besitzt der größte Theil der Landbevölkerung kaum genügend Lebensrnittel und kein anderes Lager als Stroh, und selbst sür dieses hat er keinen Ueberzug. Seine Bedachungen sind von Stroh, seine Gebäude au« Holz, bricht ein Feuer au», so ist er vollend» ein Beitler, denn die Wenigsten können sich so viel erübrigen, um die bei solchen Bauverhälinisse» hohe Asse-curanzprämie zu bezahlen. — Doch verfolgen wir unsern Weg und gehe» wir die Straße nach der Berglehne hinab. Diese ist sehr gut angelegt und schlängelt sich in großen Krümmungen, etwa eine halbe Stunde fußabweci«. in da» schmale Thal hinab. Link« von der Straße bemerken wir in der tiefer gelegenen Wies« einzelne Hütten, es sind Ver-schallungen, welche da» hie und da gefundene Sauerwafser schützen. Hier beginnt das Gebiet der Sauerquellen. Es dürften in diesem Graben wohl acht bis zwölf Quellen fein, jedoch nicht ans allen wird geschäftsmäßig Wasser geschöpft. Die hier bestehenden bessern Quellen sind der Sie müssen von englischen Soldaten auf den Richtplatz geführt werden. — Gut denn! Ich bin gekommen, den Kör-per desjenigen Piraten zu kaufen, der sich Pol ho nennt. — Denn Körper Pel ho! wiederholte Roumi ganz verblüfft. — Ja, den Körper Pc!-ho'S, will sagen den Leichnam desselben, verbesserte der Exmandarin. Wa« liege daran? Lieferst Du ihn mir doch erst, nachdem Du ihn gehängt hast! Roumi sah den Sprecher an, ohne ihn recht zu verstehen. Ungeduldig werdend, fuhr jetzt Ming fort: — Nun. wa» willst Du dafür? Hier! Ist die» nicht genug? Ist'» aber zu wenig, so be-stimme den Preis. Die« sagend, warf er eine schwere, mit mexikanischen Piastern gefüllte Börse auf da« im Winkel stehende Bett. Obgleich nun die Chinesen die mexikanischen Piaster sehr lieben und die Börse gewiß mehr enthielt, al» der Elende mit seinem traurigen Metier im ganzen Jahre verdiente, so zögerte er doch, indem er abwechselnd bald den Mandarin, bald den Fremden anblickte. — Einverstanden? fragte der Richter. — Sie müßten mir zuvor doch sagen, zu welchem Zweck der Handel . . . wagte der Marien« und der Rosalien-Brunnen. Eine halbe Stunde von hier ist der Kostreinizer- und eine Stunde welter der Rohitscher-Sauerbrunn. Sammt« liche Quellen sind am südlichen Abhänge de« Wotsch gelegen. Wir lassen diese Gegend link« liegen und gehen auch bei der nach Sauerbrunn abzweigenden BezirkSstraße vorbei und an jener noch Wind. LandSberg führenden weiter. Unter der St. Benedictuskiiche vorüber gelangen wir durch eine schattige Schlucht an eine Zweigstraße, deren rechter Theil nach St. Marein bei Erlacd--stein abzweigt — wir aber biegen link« ein. Bald überschreiten wir einen sanst ansteigenden Berg und oben angelangt bietet sich un« ein prächtiger Anblick dar. Wir befinden unS gegenüber t er am jenseiligen Kesselabhange herrlich gelegenen Orlschaft und Kirche St. Peter im Bärenthale. Nicht leicht wird eine Gegend mit einem freundlicheren Willkommen uns entgegen-blicken al« diese. Am Fuße diese« Abhänge« führt un« der Weg neben schattigen Buchen und Erlen nach dem nicht iinbedeutendtN Dorfe Pristova. Link« und recht« de« Dorfe» finden wir je einen spitzen Berg, folgerichtig müssen auch Kirchen da oben stehen, nn^ e» verhält sich wirklich so. Link« am Berge steht Pfarrkirche und Pfarrhof St. Hemma, beide« könnte gar nicht besser unter» gebracht sein, — recht« am Berge hält der heilig« Urban in der Kirche Wache, defsenunge« achtet gibt c« aber doch auf diesem Berge all-jährlich und widerbolt Hagel. Bei Ausgang au« dem Dorfe Pristova passtren wir da« Gasthans de« Herrn Supanz. Gute« Getränke, auch Grazer Bier, von dem hier ein Lager gehalten wird, ladet un« zur Stärkung ein. Zehn Schritte vor diesem Gasthause sehen wir da« alte Schloß Wind. LandSbcrg hoch im Buchenwalde in seiner ganzen Majestät vor un» liegen. In einer kleinen Stunde haben wir die über den steilen Berg dahin sührende BezirkSstraße im Rücken, doch führt diese nicht unmittelbar beim Schloßgcbäudc sondern bei dessen WirthscbaflSgebäuoen vorüber, »ene« liegt über 200 Ichritte ober der Straße mitten im Walde. Niemand, der in diese Gegend kommt, soll versäumen. Schloß Wind-ttand«derg in nächster Nähe zu besichtigen und die wahrhaft herrliche Aussicht desselben zubewundern.Der überaus gefällige Verwalter des Schlosses ift stets bereit, Fremden diesen Genuß z» verschaffen. Da« Schloßgebäude wurde vor wenigen Jadren mit sehr bedeutendem Kostenaufwand« restaurirt. In diesem war vor den Vierziger Jahren der einstige Besitzer der Herrschaft Drachenburg wegen eine« Vergehen« in Haft. Der Verwalter der Herrschaft Wind. Land«-berg, bei welche» der Drachenburger die Strafe antreten mußte, war ein gestrenger Herr, doch wußle ihn der Drachenburger dahin zu bewegen, daß er seine Strafe nicht in dem Arrestlokale sondern in einem der schönsten Wohnzimmer de« Schlosse« zubrachte und nicht die Arrestanten-Kost Henker einzuwenden, doch Ming ließ ihn nicht zu Ende kommen. — Warum nicht gar I Wa« geht da« Dich an? — Aber der gnädige Herr wissen eben so gut wie ich, daß da« Gesetz Demjenigen hundert BambuShiebe aussetzt, der einen Körper ausliefert. — Esel, der Du bist l sagte der würdigt Magistrat, dem die hundert BambuShiebe traurige Erinnerungen wach riefen. Hältst Du mich etwa für einen Todtenlieferanteu? Angenommen oder nicht? Im ersteren Falle empfängst Du doppelt so viel, da« heißt nach Lieferung, wogegen ich sonst nicht vergessen werde, wie ich Dich hier Opium rauchend traf ... Du verstehst mich? — Gut! Ich sage zu, gnädiger Herr! er-wiederte Roumi. — Nun, so höre mich wohl an und ver« giß nicht, wa« ich Dir sage! Der Henker machte ein Zeichen, daß er ganz Ohr und bereit sei, zu gehorchen. — Ersten« behälft Du Dir vor, Pelho selbst zu düngen, und zwar zuletzt. Zweitens besorgst Du da« Geschäft möglichst rücksichtsvoll. AlSdann läßt ihn an seinem Strick ruhig hängen. — Gut! (Fortsetzung folgt.) wtjrn die Speisen vom Tische de» Herrn Ver« villcrS erhielt. (Forlsetzung folgt.) _ Bolkswirthschastliches. (LerzehrungSi'teue r-A b f i n d u n g.) Zu, Sich.rstellung der Fleisch-, Wein, und Most« tuet für 1H82, eventuell auch 1883 und 1884, irt die Adftndvngsver Handlung mit den steuer-flichtigen Parteien der Sektion Eilli am 10. Oc-,»tr d. I., Vormittags 8 Uhr. in der Kanzlei des ^»anzwach-Co-nmissariatS vorgenommen werden. (Betreff» der Verstaatlichung der isterre ichifchenEtfendahnen) bestehen feiten« dn Regierung mit Ausnahme d.r Elisabethbahn und der Kronpiinz Rudolfdahn keine bestimmten Lnstaatlichungeplüne, vielmehr wird da« Fort-streiten der Ve»staatlichu»g»action vom Verlaufe kr die Elisabelhbahn betreffenden Debatten im RrichSrathe abhängig gemacht. (A g i o z u f ch I a g.) Auch vom l. October tb wird bis auf Weitere« ein Agiozuschlag für i» ßilber ausgedrückte Gebühren von " rite der csciibahoe« nicht eil'gehobcn. Hiedu.ch wild jedoch *c bisher die im Civilverkehrt bestehende theil-reise Erhebung eine« 15% Agiozuschlage» im ' Ü iiofait SWai. Ierrtin Franz, Sartori Gisela Mar-im Stesania, Rivicnik Zranzista.Kriiartlarolina.Guzei "^taria. Kalan Theresia, Almoslechner Melania Anna. R*baiia Theresia Katharina, Baumann Maria Franziska, Pii-nik Karl. ^ Verslorlicne im Monate September. Kololj Maria. Wäscherin, 24 I., Trismu». Bueej Raria, Schneideiökind, l«i M, Turchsall. Trukovii t?ilena, Grundbesitzerin. 68 I.. Lungenlähmung. Berna ömil, Schneiderskind. !' M. Bronchiti». Zupane Ma^ ^ ihm«, BauerSiohn, L? I.. Tuberkulose Poio^nik Fran,. Schäymann, 67 I., Waffersucht. Ke ber Johann. Köchin»-lind, M , wurde überfahren Palir Michael, Winzer, [+i I., Gehirnerschütterung. Jeretin Eduard, Hau»- und ^ Ztealitätenbesider, >« I . Gehirnschlag Legvan Martin, Murer. K«> I., Lungenlähmung. Sima Helena, Bäcker meistersivitive. 40 I., Tubertose. Westcrmaier Theresia, ^ echmiedstochter, 5 I., Auszehrung. Im G i se l o s p i t a le: Misch Ursula, Taglöhnerin, HZ I.. Marasmus. ÄonHgaj Joses. Giunbbeiiyer, 40 I., Verblutung. J?o-to-ec Anna, Wäscherin, «9 I.. Emphysem. Prah Maria. Sswotmmn, »J3 I. Herzsehler. Kompoliik ftrnnj, Schuh, «ocherlehrling, I« I.. Herzfehler. Hribernik Maria, Taglöhnerin, 5« I., Paraplegie. Kremdeu - Verzeichnis vom 27. September bis l. Oktober. Hotel Erzherzog Johann: Gras. Echausp. .herzog. .«aufm. Ahn. Eand philo. Zrudenhein. Kausm. Weib. Kausm. Blaistein, Kaufn». »Inner, Priv, sämmtliche aus Wien. — Hansa, t. I. «emls-Eomissär. Leitner, Ingenieur. Rümps, k. k. Pros, ijmlichc au» Graz. — Seael, Kausm. Frankfurt. Mayer, $w>. Luttenberg. Boulouger, Jngn. France. Weiper. »anim. Brünn. Lande, Rentier. Berlin, tecmlitfch, Kauf. Ätlenberg. Haberbitz, l t. Lieut. Agram. Baron de Zindl, k. k. Oberstlieut. Innsbruck. Hotel E l e s a n t: Babel, k. k Lberstlieut, Sablich, Maschinist Triesi. — Privat Budapest — Lechovii, Privat, Bandii, Klui'in , Wien. — Kräder. Privat Peltau. — Gras Aundis, GutSbes. Friedau — Petrovx . Kausm. Pe-ninja. ~ Schwoiser, Pros. d. bild. Künste, Teseter, München. — Dr. iHobtfrt. Oberstabsarzt Graz. — Zombosio, HandelSm. Pregrada — Wagner, Lehrer Zedring Hotel weißer Och»: ftolina, Kausm.. Nestor, L l. RechnungSrath. Polottek, Jflufm., s. Wien. — v, Frank. Pros., Kristov. k. k. S,mnas>ai.Pros. Kirscklager, Ingen., Graz. — Mayer, Humacher, v. Zleqroni, pens. Bezirksvorst. Peltau. --Mravlaa. k k. Notar St. Leonhard. — Langer, k. k Beamter, Frohm, Realitätinbes. Marburg. — Baron Ublagger, !■ k. Hauptm Bilei. Hotel goldener Lüwe-Hlaser, Commi» Billach. — Bolkmann, Fotogras. Ltvschnagq. Priv.. Graz. — Wodianer, Priv Ungarn. Eich. Curschmid Budapest. — Lorber. Private Marburg. Eingesendet.*) „An die Redaction derCillier Zeitung! Nachdem ich durch 2 volle Jahre mit Herrn Dr. Lipold in keiner Conversotion stehe, wollen Sie den Artikel „Dr. Äregorec verurtheill" ent» halten in der Nummer 76 vom 22. September mit Vezug auf § 19 P. G. in der n ä ch st e n Au «-gäbe dahin berichtige», daß in demselben die Stelle inspirirt durch d n Pfarrer von St. Martin Schalleg Herrn Dr. Lipold erlogen ist." Hochenegg den 25. September 1881. Franz Ferencak, Pfarrer. •) AuS der barocken Slilisirung der Be-richtigung de« Hochwürdigen Herrn Pfarrers Fereneak werden unsere Leser wohl gleich ersehen, daß e« dem genannten Hm» in erster Linie daran gelegen fei, un« mit Hilfe de« Preßgesetzes ein Compiiment zu mache». WaS den sachlichen Theil rer Veriittigung betrifft, so möchten wir den hochwürdigen Herrn aufmerkjam machen, daß wir nicht« erfunden oder gelogen haben, sondern nur die Aeußerung de« hochivurdigen Herrn Adle« von Eilli wiederholten, welcher bei der Preßverhandlung gegen Herrn Dr. Gregor« erklärte, der Pfarrer Dr. Lipold habe gelegentlich der Firmung in Neukirchen dem Pfarrer von Hochinegg den Rath ertheil, in der Pastoral-Conscrenz einen Antrag einzubringen, daß für die Folge die Priester de» Dekanats keine Drucksorten bei Herrn Johann Rakufch in Eilli kaufe» mögen u. z. infolange, al« die von Letzterem herausgegebene Cillier Zei« tiing ihren Ton nicht ändere. Der Herr Pfarrer von Hochenegg scheint nun da« Eigenthumsrecht, auf feine famosen, von echt christlicher Nächsten» liebe durchwehten Gedanken geltend zu machen. Indem wir nun durch Veröffentlichung der Ve> richligung der Eitelkeit de« Herrn Pfarrer«, zu schmeicheln glauben, möchten wir zum Schlüsse noch erwähnen, daß am gleichen Tage al« der liebenswürdige Antrag in der Pastoral Conferenz eingebracht worem war, der Antragsteller an einem anderen Orte in vollendeter Unschuld und Gutmülhigkeit da» Vorhaben der Priester dem Herrn Rakusch ihre Kundschaft zu entziehen, miß-billigte. Hätte ein Laie so gehandelt, so wären wir keine Minute verlegen, ein solches Vorgehen zu brandmarken und mit dem rechten Namen zu bezeichnen. Bei einem Priester richtet e« sich von selbst. Hourse der Wiener Börse vom I. October 1881. Gold^ente...........94.65 Einheitliche Staatsschuld in Noten . 76.90 in Silber . 77.75 I86ver Staa'.a-AnlehenSlose .... 131.50 Bankaktien........... 830.— Creditactien...............370.— London............117.75 Ungarifche^Gobrente 6%.....118.— Napoleond'or.......... 9.33'/, k. k. iv!ü»zducaten........ 5.59 100 Reichsmark.........57.65 Ungarische Papierrente 5®/8 .... 90.15 „ Goldrente 4%.....91.— Menbakn- Aaßrordnung. Richtung W i e n - T r i e st. Ankunft Absahrt TageS-SilMg................ 3.40 342 Nachm. Nacht-Eilzug................. 3.34 3.3t> Nacht». Postzug.....................11.3*2 11.42 Mittag. Postrug.....................11.42 11.47 Nacht». Gemischter Zug.............. -Y22 ü.30 Nachm. Richtung T r i e st » W i e n. Ankunft Abfahrt Tage» Eilzug................ 1.12 1.14 Nachm. Nacht-Eilzug.................12.24 12.26 Nacht«. Postzug..................... 3.55 4.01 Früh. Postzug..................... 4.26 4.32 Nachm. Gemischter Zug.............. 9.11 9.19 Vorm. Sekunbürzug ab Eilli 6 Uhr Früh Ank. Laibach 9 Uhr 24 M. Vorm. ab Laidach 5 Uhr 45 M Abd». Ank. Eilli v Uhr i M. Abd». Msayrt der Wosten von Eilli nach: Sachsetifeld, St. Peter, Et. Paul, Fraiz, Mötlnig, Troja«», Lukuwev, Tom^ale, Laidich um 5 Uhr Früh. Fraßlau, Praßberg, Lause», Lberburg um 5 Uhr Früh. Wollau, Schöiftki», Mißling, Wiudischgriz um 5 Uhr Früh. Neubau» um 7 Uhr Früh, 12 Uhr Mittags. Hibeiiegg, Weiteuftei» um 12 Uhr Mittag». Eachseuseld, St. Peter, St. Paul, Franz um 12 Uhr Mittag. Mit 1. Oktober 1881 begann ein neue« Abon« nement auf die wöchentlich zweimal erscheinende „Eillier Zeitung". Der Abonn mentSpreiS betrügt: Für Eilli mit Zustellung in« HauS: Monatlich fl. —.55 Vierteljährig , 1.50 Halbjährig „ 3.— Ganzjährig „ 6.— Mit PostVersendung (Inland): Vierteljährig fl. 1.60 Halbjährig „ 3.20 Ganzjährig . 6.40 Jene P. T. Abonnenten, deren Abonnement mit 30. September d. I. zu Ende ging, ersuchen wir nm sofortige Erneuerung, damit ia der Zusendung keine Unterbrechung eintrete. Administration der „Cillier Zeilnug." Wer im Zweifcl darüber ist, ob und welchem der viele» in de» Zeitungen an-gepriesenen Heilmittel er vertrauen darf, dem rathe» wir. sich von Äarl SorischeK, Kaiseel. Königl. Universitäts-Buchhdla., Wien, I. StesanSpla» 'k die Broschüre „Kranken reund" komme., zu lassen, denn darin sind die dewährtestenHeilmittel ausführlich und sachgemäfi besprochen, so daß man in aller Ruhe prüsen und da» Beste für sich auswählen kann. ES sollie daher kein Leidender di« Müh« scheuen «in« Postkarte an obige Buchhandluug zu schreiben, um so mehr, al» darauf die Zusendung gratis und f r a u c o erfolgt, so daß dem Besteller keinerlei weitere Kosten entstehe». _52

m EourS» werthe des Veihandlungstages zu Handen des Herrn ^icitation« CoinmifsürS zu erlegen hat; die etwaigen Offercntcn aber, die, mit den gleichen Eaut'vnen belegten, gut versiegelten Offerten bi» zum Beginne der Verhandlung zu überreichen haben; feiner, daß die VeipflcgSnorm, dle SpcifetodcÜen, das Z/iarktpreiSceriificat und die übrigen Vedingniffe bis (um Verhandlungsiage lüglich während der gewöhnlichen AmtSsiunden in der Kanzlei des Hcrrn HilfSüiiuer Borstehers eingesehen werden können. A. K. Kreisgericht Cilli, am 24. September 1881. Hlrnrr Versicherungs-Gesellschast ♦ -♦ ♦ ♦ I n Hr Irn. Kewäörteistungs-Ionde: 4,500.000 ÖSt Ml ♦ Tie „Wiener VrrficherungS Gesellschaft versichert SÄ«—12 : . Jgratis im ersten Jahres i auf die Dauer von 11 Julirrn. a Wohndauser und landwirtbschastliche Gebäude: es beginnt somit die Prämienzahlung bei derartigen Bersichrruugell erst im zweiten I-lire, in ü Jahresraten eingetheilt. Die Gener&l-Agentsohaft in Oraz 6. Micorl, Herrengasse 10 : K aus der Apotheke zur hl. Dreifaltigkeit 523—10 bf# Jut. Kaulchka in Herzogenburg (N.-Oest.) [ty Vorzügliches unübertroffenes äußeres Mittet gegen alle gichtischen und rheuma tischen Veiden, Nervenschmerzen, MuSkel« schwächt, Schwächezustünde überhaupt, — Srümpfe aller Art, Hüftweh. Kreuzschmer» zen und Zähmungen »e. ic. Preis eines großen Flacons fl. 1.75 „ „ mittleren „ „ —.90 „ „ kleinen „ „ —.5» Alleindepot für Cilli bei Herrn Apo-ihcker Adolf WareK in LiM. Zahnschmeyen tÄrr Zähne hohl und angcstoekt find, augenblicklich durch den berühm t e n ludKelion Kxtract beseitigt. Derselbe sollte seiner Vonrefftichkeit halber in feiner Familie fehle» ; kostet in gtacor« i 35 und 70 kr. im Alleindepot für Cilli bei Apotheker Äupferschmitd (Apotheke „zu Maria Hilf"). Dachziegel, gut gebrannt, bester Qualität, sowie auch Hohl-, Mauer-and Pflasterziegel, empfiehlt zur geneigten Abnahme hrgebenst f* mttnr f.'uIfitHt-/). Ziege lei-Be«itzer, Cilli. Bergmanns Sommersprossen-Seife tur vollständigen Entfernung dri eniftf. a Stack 46 kr. Apotheke Baumbach'« Erben. 147 „THE GRESHAM" -1 Lebens-Versicherungs-Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich, Wien, Giselastrasse 1, im Hause der Gesellschaft. Hechensohal'ts- Uericht vom 1. Juli IM9M bin Inrl. SO. Juni 1*7». Activa ....................................fr. 60,576.023-00 Jahreseinkommen ans Prämien nnd Zinsen........................................13,628.70-4.' j Auszahlungen für Versicherung»- und Rentenverträge. Rückkäufe etc. »eit 1848 . . . . , 96,343.390-_! In der letzten zwftlfmonatiichen Geschäftsperiode und bei der Gesellschaft für....., 58,310.60«._ neue Antrüge eingereicht, wodu-ch der Gcsammtbetr; g der in den letzten 26 Jahren eingereichten Anträge »ich auf mehr als.................. g 15 000 000_ stellt Vom I. Juli flfcfO bitt Inrl. 30. Juni l*AO. Activa.....................................fr. 70,623.170.50 Jahreseinkommen aus Prämien und Zinsen .....................n 14,077.985.101 Auszahlungen für Versicherung«- und Rentciiverträge Rückkäufe ctc. seit 1848.....„105^849.613.85 In der letzten zwölfmonatlichen Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für...... 58,733.650._ neue Anträge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrag der in den letzten 27 Jahren efngereichtcn Anträge sich ans mehr als .................„1.003.700.000"— 1 stellt. Die Gesellschaft übernimmt zu festen Prämien-Versicherungen auf den Todesfall mit 80 Percent Gewinnantheil oder auch ohne Antheil am Gewinn, ferner gemischtes und ans verbundene Leben; schliesst I Renten- nnd Ausstattung»-Verträge ab; gewährt nach dreijährigem Bestehen der Polizei, den Rückkauf ' für Polizen auf Todesfall oder gemischt, welche hiezu beiechtigt ind. oder stellt für Polizen auf Todesfall nach dreijährigem und für Aussteuer-Versicherungen nach fünfjährigem Bestehen reduzirte PoliZ'-n "aus, für welche dauu keine weiteren Zahlungen zn leisten sind. 64—121 Prospekte und alle weiteren Aufschlüsse werden ertheilt durch die Herren Agenten und von dein| Geuernl-Agcntcii für Krnln izucl HQ in Praßberg inventirten anf etwa 900 fl. flhitztcu Waarenvorräthe, Fahrnisse — dater Specerei- und Kurzwaaren — bewilliget zu deren Vornahme eine Tagsatzung if den 5. October 1881, knnittagS von 9 bis 12 nnd Nachmittags 2 bis 6 Uhr, nötigenfalls anch am iraoffolgcudeu Tage im Orte des Waaren-ijtrt in Praßberg angeordnet worden. Hiezu werden Kauflustige mit dem Bei-itzk.'ingeladen, daß der Verkauf auch unter im Schätzwerte jedoch nur gegen Baarerlag sofortige Wegschaffung deS Erstandenen solzen wird. Giüi, am 27. September 1881. Buchenholz gut trocken, meterlang. Scheiterholz von 1 Klafter an abzugeben bei J. Lenko in 8t. Peter. Bestelln gen und Anfragen übernimmt aus Geselligkeit Herr Pell* in CiUi. 490— Weil- o. Obslpressen ganz ntfuca System. ohne Rund* SCang erfordern wenig Raum zur Aus*trUunir, pressen In (\Za1^ui«n\ doppeller Geschwindigkeit als ^IVCIlCrilJ frühere Keller«. sind letchi xu handhaben, sol d und dauerhaft gebaut. Preis« von «. W. fl. 75.— un ab Wie». Zeichnungen und Beschreibungen, sowie Hunderte von Anerkennungsschreiben auf Wunsch franeo und gratis. »9«— U Tl'MUIM'HUliill Ion. neuester Construction. PH. MAYFARTH & Co.,iD Fabrik in Frankfurt a. M Einladung welches Sonntag den 2. und Montag den 3. d. M. im Gasthause zum „.VoArrn", Laibachcrstrassse, stattfindet Anfang jedesmal um 3 Uhr Nachmittag. Es sind zwei schöne lebende Schafe zu gewinnen. Gleichzeitig wird auf gute Getränke und vortreffliche Küche aufmerksam gemacht nnd wäre ein zahlreicher Besuch erwünscht. 526-1 Hochachtungsvoll Anton Skoberne. Wiener Lebens- M Beitm-Ymictais-Aiistalt in Wien Volleingezahltes Actieneapital Gulden 1,000.000 österr. Währ. Die Anstalt versichert : 1. Anf das Ableben. (Tabelle I.) Das Capital wird den Erben, wann immer der Tod eintritt, oder an den Versicherten selbst im 85. Lebensjahre bezahlt; ferner: 2. Ausstener-Capitalien zn Gunsten von Kindern. (Tabelle in.) Die Prämie wird nur bis zum Ableben des Contrahcnten bezahlt, und für den Todesfall des Kindes ist di« Versicherung auf einen anderen Begünstigten übertragbar. 3. Doppeltes Capital (Tabelle IV) und zwar zahlbar einmal an den Versicherten selbst bei Erreichung eines bestimmten Alters und ein zweites Mal im Falle Erreichung dieses Termines nach dem Ableben sn dessen Erben. 4. Capital mit Rentengennss. (Tabelle V.) Diese Combination besteht noch bei keiner anderen Lebensvcrsichcmnga-Anstait und ist bestimmt, nicht nur die Familie, sondern gleichzeitig sich selbst zu versorgen. Die Heute wird hiernach an den Versicherten selbst von einem bestimmten Lebensalter bis zu seinem Lebensende ausbezahlt und nach Ableben erhalten dessen Erben ausserdem das versicherte Capital Die jährliche Prämie beträgt nach den obigen Tabellen: Eintritts-Alter 25 30 ss 40 45 50 Tabelle I für fl. 1000 Tabelle III für fl. 1QOO auf Mjährige Dauer Tabelle IV för fl. 1000 auf ttjähriffr Duner Tabelle V für fl. MM 0 Capital onii fl. 100 Rente aas das «k>. Lebensjahr fl. 18.80 22.30 26.40 31.70 38.20 46.80 fl. 37.30 .. 37.85 38.60 .. 89.75 .. 41.10 41.60 43.40 46.10 48.60 62.10 22.67 28.32 35.38 45.78 61.57 87.51 Alle näheren Auskünfte werden bereitwilligst ertheilt: in Wien, I., ■Ilinmt'lpsorf-khnsc o. oder bei jeder Ciener*!-, Haupt- oder ftiih-AifrntMrIimst der lllrnrr trrsIrlieruncN.CeselUrliast. 519—3 Oeffentlicher Dank. Am 1. October 1879 befiel mich die Gicht an meinem linken Beine vom obersten Gelenk bis zur Fusswurzel derart, dass ich seit jener Zeit immer das Bett hüten musste, ja in demselben mich nicht einmal aufsetzen und rühren konnte. Ich suchte vergeblich Hilfe, denn alle ärztlich angewandten Mittel blieben fruchtlos. Da rieth mir vor beiläufig 5 Wochen mein Nachbar das „Breslauer Universum". Ich gebrauchte nach der beigegebenen Vorschrift davon und — Gott sei Dank — schon nach den ersten 14 Tagen des Gebrauches war ich im Stande aufzusitzen und etwas herum zu gehen. Ich sage daher dem Erfinder, Herrn Oscar Silberstein in Breslau, meinen innigsten Dank für sein ausgezeichnetes Breslauer Universum, welches ich jedem Leidenden nicht genug anempfehlen kann. Bartholomä Schlojer, Grundbesitzer in SchCnberg bei Oberwölz in Obersteiermark. Obiges wird Memit der Wahrheit gemäss pfarrämtlich bestätigt. Schönberg bei OberwOlz, den 26. März 1881. Pfarramt Ad. St. Udalricum in Schönberg. Alois Hammer, Pfarrprovisor. Aiunorlnuiff. Langwierige, veraltete, tief ira Organismus eingewurzelte Krankheiten aller Art, insbesondere Qlcht und Rheumatismus, Lähmungen, Brust-, Lungen-unc Magenleiden, Härmorrholden, Knocbenfrass, Flechten and sonttlge Hautausschläge, Frauenkrankheiten u. s. w., bei welchcn bisher jede Behandlung ohne Erfolg geblieben ist, werden durch den Gebrauch dc-s Blnt- nnd Saftereinig uns »mittels BRESLAUER UNIVERSUM far Immer beseitigt. Das Breslauer Universum ist per Flasche zu 2 fl., zum Gebrauche auf 6 Wochen ausreichend, zu haben : in <'1111 bei J. liui>fer»cliiaiid, Apotheker, in Cionol»ilZ bei Jod. J*o*|»i.mall±:, Apotheker. Möbel-V erschleiss 495—5 Eine gntöberspielte Violin Fest-Programm für da« um 1. und 2. October stattfindende Zehnjährige Gründungsfest der Cillier Feuerwehr. Samstag, den I. October 1881. 1. Empfang der ankommenden Gäste, Abends 8 Uhr Zapfenstreich und Festkneipe unter gefälliger Mitwirkung de« Gesang- und Musikvereines. Sonntag, den 2. October 1881. 2. 6 Uhr Frflh Tugreveille. 3. l/,9 Uhr Vormittag: Zusammenkunft der freiwilligen Feuerwehren in Praters Restauration am Bahnhofe. 4. 10 Uhr: Einzug und Begründung durch den Herrn U&rgermeiiiter vor dem Bathhausgebäude. 5. '/,1 Uhr Nachmittag: Gemeinschaftliches Mittagessen im Hotel „zum goldenen Löwen". 6. 7,8 Uhr Nachmittag: Schul- und Schauübung der Cillier freiwilligen Feuerwehr. 7. Ausfing in die Umgehung von Cilli. 8. Abends Kränzchen in den Casino-Localitäter. Zu sämmtlichen Festlichkeiten und dem am 2. October in den Localitäten des hiesigen Casino-Vereines stattfindenden Kränzchen werden die P. T. unterstützenden Vereinsiiiitglicdcr. sowie alle Feuerwehr-freunde höflichst eingeladen. (Kränzchen-Enträe für Herren die der Feuerwehr nicht angehören 1 fl.) CILLI, am 24. September 1881. 505-s Der Festansschuss. Eine Wohnung mit 2 grossen Zimmern, Küche Speise etc. sogleich zu vertniethen Grazergassc Nr. 80. 512—3 Wohnung im Kantaj-'schen Hause, bestehend au* 2 Zimmern, Kabinet, ist mit oder ohne Möbel sogleich zu ver-miethen. Näheres bei F. Kapus. Eine grosse Wolinungs, Hauptplatz 101, ganzer II. Stock allein, neu renovirt. 3 grosse, 2 mittlere Zimmer, grosser Vorsaal, nebst Garten- und anderem Antheil allsogleich zu vermietheu. Anfrage: Wolf. 515— Im Sannhofe ist «In« Wohnung, sowie einzelne Zimmer möblirt oder unmöblirt sogleich zu vergeben. Abfrage daselbst. 513—1 Ein Lehrjnnge wird für eine Zue/irrbtieMserri in fVi«uir gesucht. Anfr. in der Exped. d. Bl. 525—1 Ein Praclikant wird in ein hiesiges Clalantffiftranrftt- 1m fnvhiist sofort aufgenommen. Näheres in der Expdt. d. Bl. 500—! Als Haushälterin wünscht eine arme Witwe, welcher gut>> Zeugnisse zur Seite stehen, in einem guten Hause unterzukommen. Auskunft in Pettau bei Herrn Jurza, in Cilli in der Expdt. d. Bl. 502—3 Violin-Uiiterrielit ertheilt ein diplomirter Violinspicler nach Methode des Wiener Conservatoriums in Einzelnstunden sowie in Gruppen. Auskunft in der Expdt. t>. Bl. Gre schäfts-Er Öffnung. Mit heutigem Tage eröffne ich am Hauptplatze Haus Nr. 101 ein Herren - Kleider - Geschäft und richte an ein geehrtes P. T. Publicum die Bitte mein Unternehmen gütigst unterstützen zu wollen. Ich übernehme auf Wunsch Arbeiten nach neuestem Journal und mit der Versicherung der solidesten Bedienung. Mit Hochachtung SOS—3 M. GregorinCIß. 500 Guiden 520 " zahle ich dem, der beim Gebrauch von Kösler's Zahn-Jluiidnaasrr 4 Fl&ache 35 kr. jemals wieder Zahnschmerzen bekommt, oder ans dem Munde riecht. WUlt. 110*1 er'* \eO'e Wien, I. Rcgierungs-gttsmi 4. Nur echt In Clllt bei J. Kupferachmid, Apotheker. zu billigsten Preisen in der Herrengasse Haus-Nr. 14 bei Th. Winkler. sammt den beiden ersten Anfangscursen von A. Ho mann ist billig zu verkaufen. Auskunft i.