««i« Bilm' »««W ?r«I» lZIn 1 so /o. I»?. 2g0 l»IItb«6ek, 6«n S. KIov«md«r ISSd k»>>. vrw«. vi^rz » vii^ Mariborer.Mmm Entwaffnung des Schutzbundes Abiedr von Hooder Im Jahre 1923 schritt das amerikanlschs Volk zur Präsidentenwahl. Kandidat der herrschenden republikanisc^n Partei war Her^rt Hoover, der, von Hause aus In« gi^nieur, nicht nur in seinem Beruf, sondern auch als hervorragender Organisator, na-nientlich im Weltkriege, ganz aubergewöhnli che Leistungen und Erfolge aufzulveisen hat-te, von denen die ganze Welt mit Hochachtung und wärmster Sympathie sprach. Ceit MnschengLdenken hat man drüben einem gewählten Präsidenten nicht mit solch hochgespannten Erwartungen und Hoffnungen entgegengesehen wie ihm. In Amerika fetzte man wcihrcnd der Wahlkampagne vergoldete MÄnzen in Umlauf, „Hoover-Glück-münzen", mit der Umschrift: „Anweisung auf vier weitere. Jahre Prosperität". In den ganzen Vereinigten Staaten gab es wo'hl nur wenige Menschen, die nicht des festen Glaubens waren, der „Coolidge-Wohlstand" werde sich zu einem „Hoover-Luxnsleben" ausgestalten. Es gab wohl Stimmen — sie waren ganz vereinzelt —, die vor dem „Neid ver Götter" warnten, doch sie wurden ent-tveder überhört oder verlacht. Selten ist ein Präsident unter Verheißung? volleren Ausfichten ins Weibe HauS eingezogen, und selten hat einer dem Volk eine schwerere Enttäuschung bereitet als Hoover in den bisherigen acht^hn Monaten seiner Präsidentschaft. Dies hört man heute gerade aus den Rei^n derjenigen, die ihn vor zwei Jahren nicht genug rühmen konnten. Ist eS aber auch wahr, daß H^ovsr an dem jähen Wechsel zum glimmen, der seit einem Jahr drüben eingetreten ist und der im Oktober-Krach 1929 offen fühlbar wurde, die Schuld trägt? Er ist daran ebenso unschuldig wie Colidge an der nach ihm getauften Prosperität. In diesem Punkt geschieht ihm unztvoi-fevhaft schweveS Unrecht. Aber in vielen anderen Dingen ist er allerdings ganz anders vorgegangen, hat er eine ganz andere Einstellung an den Tag gelegt, als seine Anhänger erwartet hatten. Er hat sich, wenn auch nicht in dem Maße wie Harding nach Coolidge, dem Berufsipolitikertum ergeben. Er hat verwscht und schöngefärbt, Unwichti-ges betont und Wichtiges verschwiegen, wie nur irgendein politischer Manager und Wahl nmcher. Er hat durch seine Unterschrift unter einen Hochschutzzöllnerischen Zolltarif, der ganz unverhüllt und ausschließlich den In» tereffen der amerikanischen Großindustrie, der Geldgeber der republikanischen Partei dient, nicht nur in einem Teil des Auslandes eme geradezu handelskriegerische Revanche-Stimmung hervorgerufen, sondern auch in Amerika selbst im großen Konsumentenpublikum eine gegen sich und seine Partei gerichtete Feindseligkeit erzeugt. Die Farmer, die schon seit Harding und Eoolidge klagen, daß es ihnen ^.rtschaftlich immer schlechter ergehe, sind ih^i nicht wohlgesinnt, weil er es ebenso weni^ wie seine Vorqänlier versteht, d?m für Amerika lebenswichtigen Prob lem der Farmerhilfe beizukommen. Es wird auf diesem Gebiet ebensoviel und ebenso nutz-und erfolglos herumgedoktert wie unter seinen Borgängern. Man sagt — nicht mit lln-recl^it —, daß HooderS Regierungs-maßnah-men im wesentlichen auf die Ernennung ungezählter „Ausschüsse" hinauslaufen, denen er den Auftrag erteilt, einen geraÄe zur Debatte stehenden nationalen Uebelstand in seinen Ursc^a^en und Wirkungen zu erforsa^en und „wissenschaftliche" ^^eilnietboden zu einp Sedeim» Lnterluchunoen w den ItSumen der Arbelter Kampftruppen ^ SntwaVnuna der Heimwehr? RO. W i e n, 4. Novemiber. Im Interesse der Beruhigung des Landes nach Innen wurde in den Räumen des Rt' publikanischen Schutzbundes eine Untersuchung vorgenommen, um etwaige Waffm zu beschlagnahmen mid so die Kampfttuppe zu entwaffne«. Um diese Aktion dnrchfithren zu können, wurde eine Umgruppiemng der BundeStrnppen und der Vendarmeri« vorgenommen, sodass diese Mahnahme nicht geheim bleche« konnte. Die Untersuchung der Räume des Xepu« blikanischen Gi^tzbundes nach Waffe», die sich vor allem aus die Industriezentren Gtetermarks sowie auf W en und desse« Umgebung bezieht, ist breit angelegt und wird strenge durchgeftihrt. Die heutigen so-^ial demokratischen Vlütter, denen die Aktion der Regierung gegen den Schutzbund offen bar nicht unbekannt ist, warm» die Arbei- terschaft vor einem sinnlosen Widerstand od^ gar Vor unbedachten Schritte«. Die Arbeiterpresse meint, daß der Sntwaffaung des Republikanischen Gchntzbmides auch die Entwaffnung dl» Heimwehr folgen weede. TU. W i e n, 4. November. Zu den Wasfendnrchsuchungen beim Republikanischen Schutzbund erfährt man, daß es sich nii^ um diese Organisation handelt, sondern um alle sozialdemokratischen Orga. nisationen, bei denen Waffen vermutet wer. de«. Die Hausdurchsuchungen, die gestern vom Innenministerium angeordnet worden waren, begannen heute in aller Frühe und dauern um die Mittagsstunden noch immer a«. Tie werden von der Polizei, in Orten jedoch, wo eine Gemeindepolizei ^steht, von der Gendarmerie vorgenommen. Bon der Hausdurchsuchung »«rde« O«ch die »sdol^ tisnen der ^Arheiter-geitnng" und bm Ablauf feiner vier Präfidentenjahre ak^eschlosse:, seii: werde. Am 4. November d. I. finden in den Vereinigten Staaten abermals wichtige Wahlkämpfe statt, diesmal nicht um die Präsident schaft, sondern hauptsäc^ich um Kongres;-Mandate. Im Unter^ause des Kongresses haben die Republikaner seit Jahren eine fest gesicherte Mehrheit, im Oberense, dem Senat, eine schwankende, unsichere, weil dort die D^okraten im Buttde mit den republikanischen . ' der Regierung er-t.fotl^ich Ovpositioa machen können. Im re- publikanischen Lager ficht man diesen Wah« lm mit großem Unbchagen entgegen. Di« ^kongreß-Mehrheit ist schwer gefährdet. Di« Stimmung im Lande ist allein Anschein nach den Republikanern feindlich. Die ander« Partei, die Demokraten, hab . .'c Am Fahrwaffer Noms Ätalleniftde Wadlarbeit am Balkan - Sta geheimer bulgarisch-itallenNcher Bividnttvertrag P a r i S, s. November. Aß PSlMsche» «ch dipl »««tische» Kreise Frosch» sehst« mtt Unnche Ereig-»isse« eatgegen, die !« Sofia «nd Rom zu «ist« tkßt»»«». T«»er WMicher werde» die Untrisse; Bulgarien gelangt allmählich in de» Bann des faschistische« Italien. Die TratamG de» SGnigS VotiS «lit der itali«. «ische« Pri«zeffz« SW»a»«U »ird als ei» neuer Beweis ^sien angesehen, daß Rom sefte» Fntz auf dem Balkan fasse« will. Man will Sch B«lg^ien» als GPr««gbrett bedie. nen, um sich die „widerspenstigen" Balkanvölker gefiigig zu machen. Daß aber dann Bulgarie« selbst an die Reihe kommen kann, fchei«t man i« Gofia offeubar nicht in den Bereich der MitglilUeit zu ziehen, i^lgarlen ist «ach Meinung der srauzSstschen Kreise a« beste« Wiße, lMßfam aber sicher Gelbst' msrb z» beßehen. S o f i a, 4. November. Was längst fchlm kein Geheimnis mehr war, scheint fich z« bewahrheitt«. Der Fa. schiSmus gründet seine Filiale in Sofia. Im mer stärker wird das italienische Sleinent i« Bulgarien, inMer «»eh» italienische Schule« werde« im L««de erSff«et, ^r faschistische Grub degimtt i« B«kgarie« Mode zu werden. Hand in Ha«b ba«rit bereitet fich die LM' sichrung der faschistischen Diktatur vor. Als der kommende Mann, der die sth«n lang« gehegten Wiiufche in die Tat .«msetzen soll. gUt der ehemalige Kriegsaii«ister General W l k ow, der gegenwärtig den Posten eines bulgarische» Gesandten i« Ro« bekleidet. INI»» war e<^ wie algemein versichert wird, gedwgen, «tzit Italie« ei«e« geheimen Bii«d«is»ertr«g zu fchlietz n, der im »i«Ge u« die Klewe Entente ein «e«es Glied dedeutet. Seine» Bemühungen ist es auch z« verdanke», daß Italien gröhere tte-treidemengen aus Bulgarien beziehen wird. Aus der Regierungsmehrheit, dem „Demo, kratitfcheski ggowor", fol e:«e starke Gruppe h«avSgeg?iffen «erden ««d gänzlich einen fafchistifchM U«strich erhalten, um dann mit Wlkow a« der Spitze die Diktatur in Bul« Sarie« z» übernehme«. In OppofitionSkreifen wird das Ueber-handnehmen der Diktaturgelüste der faschl-stlsch orientierte« Are se mit großer Besorg, nis verfolgt. Sie wissen wohs, daß Bkilgarien bestimmt i", für Italien die Kastanie« ans dem Feuer zu holen. Der NelOStanzler wer dle beuts<Ä AußenpolW PariS, 3. November. (Telun^on). Reichs ^ kanzler Dr. B r ü n i n g geivährt^ einem . Vertreter des „P e t i t P a r i s i e n" ei« ne Unterredung, i^ der er sich ausführlich mit der deutschen Außenpolitik beschäftigte. "Eingangs wies er darauf hin, da^ er be-reits mehrmals als letztes Ziel der deutschen Außenpolitik die Wiedergewinnung der na. tionalen Freiheit sowie der moralischen und materiellen Gleichberechtigung genannt ha« . be. Die deutsche s^litik ist, so sagte der Kauz ler u. a. weiter, in ihren Grundsätzen in der loyalen Durchführung der internationalen Verträge und in der friedlichen zusammen» arbeit der Völker festgelegt. Diese friedliche PolUik ist Geaieingut des weitaus größten Teiles d^ deutschen Volkes. Die Rheinland' /räumung war eine große Etappe auf dem Wege diefer deutschen Besreiungspolitik. In diesem Ginne freue« wir uns der vorzeitigen Räumung, die nur noch größere Möglichkeiten bieten kann, die friedlichen Beziehungen zu Frankreich zu entwickeln und unS über die noch ungelöste« Fragen z« einigen. Wenn fich in letzter Zeit ein gewisser Stillstand in der Entwicklung der deutfch-franzöfifchen Beziehungen vollzogen hat, so liegt das Haupt sächlich daran, daß die Ursachen der deut. scheu innerpolitischen Ereignisse in Frank, reich mißverstanden worden sind. Aus den Wahlurnen vom 14. September sind weder Haß noch Kriegsgefahr hervorge. gangen, fondern die Kundgebung eines be. drückten aber starken Bolkes, das um seine nationale Zukunft ringt. Äe französischen Stimmen, die fast übereinstt«««e«d eine Ent täuschung zum Ausdruck briuge«, daß die von Frankreich Deutschland gemachten zuge. ständnifle in der ReparationSfrage und i« der Räumung nicht genügend gewürdigt worden find, verkennen die möglichen Aus. wirk««ge« diefer vereinbarten Maßnahmen. Frankreich stheint die Tragweite der deutschen Wirtsi^stsnot zu Ubersehen. Sechs Mo nate nach Inkrafttreten des Noungplanes find bereits Stimmen über die Möglfchkeit feiner Durchführung laut geworden. Frankreich, der gutgläubiger, muß fich darüber klar werden, daß keine deutfche Regierung ihrem Volke eine Milliardenfchuld, die in ihrer Gesamtheit immer wieder als drü^nd empfunden «ird, durch die an fich begrüßenswerte Erm«ßig««g um einige hundert Millwne« tragbar erscheinen l^en kan«. Blutgruppenunterfuchung Da» Wer» de« «e«en A»»«lpr»i»iraq«r» Mr ?er Nolbel!preisträger 1930 für Medizin, der jetzt in Amerika tätige Professor Karl L a n d st e i n e r. hat die hohe Auszeichnung für seine Untersuchungen über die . Blutgruppierung erhalten. Seine Arbeiten ge^n auf die Entdeckung des preußischen Stnbsarztvs U ) lenh ut zurück, öer fand, daß Serum von einem aus be-. stimmte Art vorbehandelten Tier, die roten ' Blutkörperchen von einem Exemplar der gleichen Tiergattung zur Agglutination brachte, d. h. daß sie zusammenklumpten Auf Grund dlieser Enti)eckung baute der damals in Wien tätige Dr. Karl Landsteiner sehr feine diagnostische Methoden auf. Das Blut hat bestimnüe vererbbare und leicht prüfbare Eigenschaften. Bei der Untersuchung, wann beim Menschen Aggluti 'na^ion eintritt, kam ma-n zur Aufstellung vor vier Blutgruppen, die nach der he Ue mei,^ durch die Blutgruppen Untersuchung die Möglichkeit ausgeschlossen, daß ein aniderer der Vater des Kini^S ist, der ebenfalls dessen Blutgruppe an>gehi^rt Aus dieser immerhin schwierigen Beweisführung ergibt fich, '^aß die Nlubgruppen-untersuchung nur in sehr beschränktem Maß? als kriminalistisches Belveisnnttel angeivandt ivevden kann. Vie hat in einer Reihe von kriminal- ui^ Zivilprozessen eine bedeuten de Rolle gespielt. Es sind auch mitunter daraufhin gerichtliche Entscheidungen ergin gen. Mer das Ziel, durch die Blutgruppen-untersuchunnderten find Bluttranäifnsionen vor^nonimen worden. In einer Reihe von Fällen ist es bereits früher gelungen, dadurch Mensä^n vor dem To,^ zu retten. Häusig aber trat auch gerade das Gegenteil ein. Die Bluttransfusion ergab schwere gesundheitliche Schädigungen, die zum Tod geführt haben. Us^r die Ursachen der vevschie^nen Erfolge von Bluttransfusionen war man fich im unklaren, bis die Blutgruppenuntersuc^ng das Kätsel löste. Äenn auf Grmrd der Entdeckung Uhleichuts und er forgfAt-igen AuSarbei--tung ^r Methode durch Landsteiner kam man zu der F^tstellung, ob die Blutkörper, chen des Speniders sich silr den Empfänger eigneten, d. h. nicht agglutininten. Be'vor jetzt eine Bluttransfusion ausgeführt wivd, werden Empfänger und Blutspender darauf hin untersucht, welchen Blutgruppen sie angehören; eine Transfusion erfolgt nur in den Fällen, wo jede Agglutination auSge-schlcssen ist. Auf diese Weise sind sehr gute Erfolge erzielt worden. Galomös kaiserlicher Nachkomme Äb November heißt König (Negus) Da-fari von Abessinien — Kaiser (^gus Nege-stat, d. h. König der Könige) Selassi 1. Hie^ mit erreicht die Laufbahn eines Menschen ihren Hühepuukt, der außerordentlich viel seimr persönlichen Geschicklichkeit verdankt und ganz wenig seiner .Herkunft. Noch vor zwei Jahren war der nunmehrige abessinische Kaiser ein einsacher Ras l^rzog), gehörte also zu einer Kategorie der Würdenträger, deren Zahl in Abessinien nicht gerade klein zu nennen ist. Abessinien, der einzige, unabhängige Staat Afrikas und gleichzeitig das älteste christliche Land der Welt, steht heute auf der Entwicklungsstufe, die etwa dem mittelalterlichen Europa entspricht. Die abessinischen Erzöge erinnern in vielem an die Ritter, ja sogar an die Raubritter der in Europa längst vergangenen Zeiten. Es fehlte nicht viel, das; auch der junge Tasari ein solcher Ritter geblieben wäre. Seineu Ausstieg verdankt er dem Krieg. Es vst ihm gelungen, die Intrigen, die die Länder der Entente in seiner Heimat angezettelt haben, restlos auszunutzen und sich den Weg zum Kaiserthran zu bahnen. Der neue Kaiser ist der Nnchsolger der Kaiserin Zauditu ^^udit^), der Tochter des berühmten abessinischen ^rrschers Menelik (Menelek) S. Die ^rwandtschaft deS neu gekrönten Kaisers mit der verstorbenen Kaiserin ist recht entfernt: sein Bater, Ras Ma-konnen, war der Better des alten Menelik. Bon irgendeinem dynastischen Recht auf den Thron, kann bei ihm keine Rede sein. Es dürfte wenig bekannt sein, daß eS heute noch einen Mann in Abesiinien gibt, der den Kaisertitel ttägt: Josua (Jassu oder Je-sus), ein Enkel Meneliks des Zweiten wurde nach dem Tode seines Großvaters im Jahre 1910 entsprechend dem Willen des Verstorbenen zum König der Könige gekrönt. Er war damals erst 13 Jahre 1916, nach abes-sintschem Recht längst volljährig, wurde er entthront. Meneliks Tochter ^oditu, die Tante Josuas, wurde zur Kaiserin proklamiert. In Wahrheit aber war eS der damals 2ü-jährige RaS Tasari, der durch den Umschwung zum Regenten Abessiniens wurde. Zaodiw, eine fromme und kränkliche Dame, hatte für die Politik nicht viel übrig. Tafari, klug und listig, begabt und gebildet, hat eS verstanden, die ganze Macht im Lande in seine Hände zu nehmen. Nicht umsonst gehört zu den Menschen des Orients, die von der europäischen Zivilisation daS entnommen haben, was ihren speziellen Zwe?-ken dienlich sein kann. RaS ^fari, ist heute Ministerpräf^nt, Außenminister, oberster Befehlshaber der abefsinifchen Armee und der Gesetzgeber seines Landes. ES ist nicht anzune^ien, daß er nach seiner Kaiferkrö-nung auf die Führung der Staatsgeschäfte verzichten und sie seinen Ministern übergeben wird. I Der Thronbesteigung des neuen Kaisers gingen vor einig^ Monaten dunkle Gerüchte voraus. Man sprach davon, daß die Kaiserin Zaoditu nicht eines natürlichen Todes gsstorben sei. Der Leibarzt des abessinischen Hofes, Garabeidian, Armenier von Geburt, hat im April beim Völkerbund eine Schrist eingereicht, deren Inhalt besonders sensationell ist. Dr. Gevabedian gibt in dieser Schrift an. im Oktober IVLb von RaS Ta-fari aufgefordert worden zu sein, die Kaiso» rin zu vergiften. Im Jahre 1927 foll der jes^ge Kaks^r auf diese seine Auffordenlng zurückgekommen fein. Die Denkfchrift deS armenischen Arztes wurde nicht näher unter fucht. ^r Völkerbund weigerte sich, fich mit der Angelegenheit zu befassen. Er betrachtet sich als eine zwisch^staatliche Organisation, zu deren Funktionen eS nicht gehört, Klagen gegen einzelne Personen entgegenzunehm^, insoweit dies nicht vertraglich vorgesehen ist. Das Geheimnis deS Todes der Kaiserin Zw-ditu blieb ungelöst. Kaiser Selassi steht heute im SO Lebensjahr. Er hat S '^t^r. Seinen kaiserlichen Namen hat er e-inem seiner Borahnen entliehen, NeguS Ealeha Selass>i, dem Begrünt»^ der Spanischen Dynast^. Der König Selassi von Schoa war der Großvater Menslik des Zweiten. DaS abessinische Herrschergeschlecht hat bekanntlich seine Herkunft von Salomo und der Königin von SaVa. Hiermit dürfte «S die älteste Dynastie der Welt sein. Reue Kardlnalernen-nungen? R o m, 3. Naovemder. (Teliunionl. Wie verlautet, wird der Papst Mitte Dezeinter ein Konsistorium a-bhalitm. Da zur Zeit neun Purpurhüte frei find, ist mit der Möglichkeit neuer Kardinalsernennungen zu rech nen. Am Mittwoch ftndet in der Sixtinischen Kapelle im Vatifan die llbliche. Seelenmesse für die seit dem vorigen Roven^ verstor denen Kardinäl« in Gegenwart des Papstes statt, der zum Schluß der Handlung die Absolution am Katofatk erteilen wird Seit dem vorigen November sind folgende Kardinäle gestorben: Gamba, ErMchof von Turin, Perosi, Merry del val, Arcoverde de Albuquerque Tavaleanti. ErMichof von Rio de Janeiro, Vucvn, Erzbischof von Reims, Vannutelli, der Dekan des Heiligen Kollegium, und C-asanova y Marzol, Erzbischof von Granad«. Die Seelenmesse .vird jbardinal Sinzero, der Kämmerer des Kar-dinalkolleginms lesen VttMvoch, »M^Morer ?^ekfnnimmer Abkehr von Hoover Vor den Wadlen zum amertkaatschen Itepkalenton- lendau« N e w y o r k, S. November. (Teluniim). Ja den Bereinigten Staate« finden morge» die Wahlen zum NeprßsemantenhanS statt. I« 28 Staate« find tur«usmätz.g eine Ueihe von Genatsmandate« z« er«e«r». ZL Staaten haben außerdem neue Gouverneure zu bestellen. Die schwere Wirtschaftskrise, die über dem gm^ze« Lande verbreitete Arbeitslosigkeit und der leideufchastliche lkauzpf für und wider die Proh bitlo« gaben dem mit ungewöhnlicher ^ftigkeit geführten Wahl kämpf das Gepräge. Die R e P « b l i l a. «er befinden fich überal !« der V « r-t e i d i g n n K. Ihre Gegner arbeite« er» ^olgre ch mit dem veaieiSmittel. daß der tntätige Optimismus der Negierung den Kiedergang der Wirtschaft und den Wall streetkrach verursacht habe. Ferner wird dar auf hingewiesen, daß der neue Zolltarif den , Bo»ksmqffen eine riefige Vllrde auferlegt! habe und llberd'eS i« Auslände eine folgenschwere Voreingenommenheit gegen die Ver einitzte» Gtaate« auslöste. Die Demokraten find hoffnungsvoll nnd erwarten mindejtenS S3 Sitze im RepriifentantenhauS, womit sie die Kontrolle übernehmen. Auch im Senat hoffen die Demokraten ihren Gegnern 8 Man lmte abnehmen zu klwnen. Wenn die Vor« ansfagen der Demotraten vielleicht anch zu rosig gefärbt find, so muß sich Präsideut Hoover doch darauf gefaßt ma^n, für den Reft feiner AmtSziit in einen unfruä^boren Sam?^ gegen einen feindlich eingestellten Kongreß verwickelt zu werden. Erwähnt fei noch die für Deutschland befonders intereffon te Tatfache, daß weder die Schulden- noch die Reparationsfrage oder sonstige außen-politif«^ Dinge während des WahsfampfeS zur Aussprache stände?^ Königreich auf AMen Wir» David Lä Penha Aiiniz »»» Ladradvr? ' In dcr Amstcrda' mer Bankier DavidLaPenha ein Königreich für sich erhalten wird. Das ist kein Sckzerz, sondern eine yanz ernste Angelegenheit. >^>err La Penhc, besitzt nämlich o-fsizielle D.ikuni«n>te, aus denen her-vorgcht, daß lein Großs^im von König Wilhelm den Zweiten dos ganze Ln'nd Labrador zum Geschenk bekominen hatte. Durch spätere königllche Berordnnn' gen wurde das Geschenk wiederhalt bestä^ tic^r und das iion^^e weite. Land als erb!!-chcs Eigentum den Herren La Penha zu-gesagt. D!e Eigentumsrechte blieben in den Händen der »Familie La Penha, viele Jahr zehnte hindurch, ohne tat'ächlich auSgeubt zu ,werden. Erst jetzt entschloß si'^ David La Penha. seme verbrieften Rechte geltend zu i^ach^n. Die ganAe Angelegenheit wird dem königlichen Privy Council in London zur Entscheidung vorgelebt werden, da das Prozessieren in dieser Instanz kolossale Geldsummen erfordert, organWrte La Penha zur Deckung der großen Pro^ehko sten ein Konsortium. Sollte es Herrn La Penha gel-ingen, diesen eigenartigen Prozes^ zu geilvinnen, wird er zu einer Art König von Lakbrador ivevden, das ganze Land aber zu einem Königreich auf Aktien^ Die Teilnehnler am jton''ortium werden selbst verständlich auch Mitbesitzer von Labra^r. Der Einsatz von iiber 1 Million Mark lo?:nt sich, denn Labrador wird auf 7V Mitlioi,en Dollar geschätzt. Moiint Everest entthront? Die «t» D-) gedungen dargebracht. In Rio wurde er von sämtlichen Mitgliedern der Militärjunta feierlich empfangen. Die begeisterte, nach Hunderttausenden zählende Menge streute Blumen auf den Weg. Zahlreiche Flugzeuge begleiteten den Einzug. In den Reihen der Truppen marschierten die Revolutionsführer aus sämtlichen Staaten. Die Gauchos, „Die wiltlen Reiter des Siidens", die Kem-truppe der Streitkräfte des Präsidenten Vargas, machten ihr Gel-übde wahr, daß sie ihre Pferde am Gitter des Präsidentenpalastes sostbinden würden. (!?lne Zeitlang wurde für den höchsten Derg der Welt die' Bergspitze Chimborasso in den amerikanischen Anden gehalten, die im ewigen Eis und Nebel schlummert. Dieser Berggipfel, der die Höhe von ö3iv m erreicht, verlor seinen Ruhm, als man in Asien seinen Konkurrenten entdeckte, und zwar den Nergriesen Gaurisankar in der H^malayabergkette. Dieser Berg hat eine Hi>he von 71K0 m über den Meeresspiegel. Auch dem Gaurisankar wurde die Königs-würde genommen. Es erwies sich nämlich, dasj sein Nachbar Everest noch bedeuten'. höher ist, und zwar 8800 m. Ho galt der Monnt Everest viele Jahre hindurch als König der Berge, ^n letzter Zeit wird aber immer häufiger behauptet, daß Everest und mit ihm auch die ganze tzimalavakette zu Gun>sten des Berg-ncassivs Uarakorum an der Grenze zwischen China und Tibet entthront werden muß. Man niM'Mt schätzungsweise an, daß der Berg Gang-Ka, der höchste der Karakorum-kette, die Höhe von m erreicht. Eine wissenschaftliche Expedition wurde kürzlich von der chinesischen Universität Kanton an?-gerlistet und in die Gegend von Karakorum entsandt, NM auf Grund genauer Abmessungen die Höhe des Gang-Ka-Berges festzustellen. Aus dem Inllinde Der geheimnisvolle Tod deS Chauffeurs Milorad S t o j a n o v i L in N o v i- sad ist trotz der bereits, erfolgten Sektion noch nicht auslzeklärt worden. Der Sektions-befund konnte die Todesursache nicht feststellen. Nunmehr wurden einzelne Leicl^n-teile zur Untersuchung versandt, um das Vorhandensein von Gift im Körper feststel-len zu können. Milica N i k o l i die lu^ch immer nicht wissen will, auf welche Aeise sie in das Auto gekmnimen ist, wurde in Haft genommen. Ihre Aussagen weisen bereits verschiedene Widersprüche auf. » Bor einigen Tagen wurde gemeldet, dasj sich auf der Eisenbahnstrecke in Z a g r e b die Leiche des Rumänen Joan C r i v i^ neacu gefunden hatte. Gestern meldete sich eine Frau Maria Bittermann bei den Beh-örden in Zagreb und gab an, daß es sich in Wirklichkeit um ihren Mann handelte. Faktisch sind sich die Bilder des lkrivineacu und des Mttermann deratt ähnlich, daß »nan fast anne?)men könnte, es handle sich um eine und dieselbe Person. Bittermann hat in den letzten Tagen Selbstmordabsichten geäußert und ist gerade am Tage, ehe dii-Leiche aufaefunden wurde, verschwunden. Jetzt wird die gairze Angelegenheit untersucht, um die faktische J'dentität des Verunglückten festzustellen. Die Polizei in S o m b o r hat die dortigen Bäcker veranlaßt, die Preise fl'ir Brot zu erniedrigen. Seit gestern kostet in Sombor Weisjbrot 3 Dinar und Schwarzbrot 2.50 Dinar. Zwischen dem Bäcker Stipan Raöa und dem Koch Kajo Radak in SPlit kam es beim Kartenspiel zu einem Streit, in dessen Verlairf Radak dem Biickermeister die Nase abbiß; Radak hat wieder d. Raöa ein Stück Fleisch beiim linken Schlüsselbein herausgebissen. Bei-de mußten in das Spital abgegeben werden. Daryas tn Nio de Janeiro einmarichiert N e w y o r k, Z. November. (Telunlon). Wie aus Rio de Janeiro gemeldet wird, ist der Führer der Aufftandsbewegung, V a r-gas, a^m Freitag Nachmittag an der Spitze seiner Truppen in Rio de Janeiro einmarschiert. Schon auf der Fahrt von Sao Paulo zur Bundeshauptstadt wurden ihm in allen Orten von Seiten der Bevölkerung Kund- Noche am Kompavnon Komotau, 3. November. (Teluuion). Bor dem Gebäude des Bezirksgerichtes in Komotau spielte sich a^f offener Straße ein blutiger Vorfall ab. Der Zahntechniker Kopetzky wurde von f?lnem Kompagnon, dem ehenlaligen Offiziet K a m e r, übecsaklen und durch Mefst'rstiche so schwer verletzt, daß er ivährend des TraT^sportes in das Kran^ kenhaus starb. Kamer )atte in das Geschäft Kopetzkys sein gesamt. Vermögen im Betrag von i 30.000 Kronen gesteckt und verloren. Aus Kummer darüber hätte die Gattin Ka» mers einen Selbstmordversuch unternommen. konnte aber gerettet werden. Aus Verzweiflung über die Tat seiner Frau hatte darauf Zwmer seinen Kompagnon überfallen. Nach der Tot gebär^ete sich Kamer wie ein Wahnsiinnigcr, stach mit dem Messer nm sich und konnte erst verhastet werden, nachdem er von Passanten mit Stöcken niecier-geschlagen worden war. Sin Millionär, ver ^eine Trau findet Ein Mann mit einem Vermögen von 3 Millionen, der keine Frau finden kann, daS klingt fast wie ein Märchen, ist aber wahr. Ein englischer Millionär beklagt i^ einer Zuschrift an eine verbreitete Londoner Tageszeitung, seinen trostlosen Junggesellenzu-stand. Er möchte gern heiraten, fini>et aber für sich keine passende Frau. In folgenden Redewendungen schüttet er sein bedrücktes Herz aus: „Ich bin reich," schreibt der Millio när, „aber nicht glücklich, denn ich sehne lnich danach, was man für Geld nicht bekommen kann. Ich mochte mich verr>eiraten, und gchöre zu jenem unglücklichen Menschen schlag, der sich nicht beruhigen kann, bis er sein Ziel erreicht hat. Ich bin 3S Jahre alt, alt genug, um mich an die Frauen, die vor dein Kriege existierten, noch erinnern zu können. Eine richtige Frau möchte ich für mich haben, vom milden, weiblechen Wesen, die gleichzeitig Gattin und Mutter für ihren Mann sein kann. Leider sieht es aber danach aus, als wäre dieser altmodische Frauentyp gänzlich ausgestorben. Alle jungen Da men, die ich kenne, würden es als eine Geringschätzung betrachten, wenn man sie wcich unid mädchenhaft nennen würde. Sie wollen nicht frauenhaft sei,^ und bemühen sich, die fchliimmi^n männlit^n Eigens^fteu nach- zuahmen. Ich glaube aber, daß die meisten Männer eben dadurch abgestoßen werden« Die moderne Frau bietet zwar dem Mann einen gewissen Ersatz für das Fortbleiben des spezifisch weiblic^n: sie will unser Ka^ merad fein, der uns gleichberechtigt ist, und bei allen Schicksalswendungen uns zur Seite steht. Leider aber ist auch dieses Bestreben mangelhaft. Die meisten Mädchen vermögen sich iricht zu konzentrieren. Tan^, Tennis u. andere Vergnügungen erscheinen ihnen Viel wichtiger als alle ernsten Lebensfragen, mit denen man an sie herantritt. Bestenfalls beruht ihre ganze Weisheit auf etlichen gelesenen Romanen und einigen Zitaten auS Freud." Ein Zeichen der Besserung erblickt der Millionär darin, daß die Frauen jetzt wieder beginnen, lange Röcke zu tragen und statt des Bnbenkopfes, lange .^are wachsen lassen. „Vielleicht kommt der Umschwung, aber wann", fragt der altmodische Millionär. Sin merkwarblger ScheldungVilIv k^orst m. Abhilfe tot Rot! Es wird unS geschr^- ben: Die Stadtgemeinde hat am Draubrük-kenkopfe gegenüber der „^lika kavarna" eine Autobus-Wartehalle errichtet, trohdem stehen sämtliche Autobusse der städtischen Autounternehmung stets am Trottoir beim Äafseehause. Jetzt wo der Winter im Anzüge ist, wo wir stets mit schlechtem Wetter rechnen müssen, ist es hi^chste Zeit, sich mit !^m Gedanken zu tragen, die Haltestelle zu benützen, damit der Gehsteig unter der „Be-lika kavarna" für die Passanten freigelegt wird.An regnerischen Tagen staut sich dort eine Menfchernnonge und es ist ein wahres Wunder, daß bisher, noch kein Itnglück passiert ist. Die Gehsteige müssen sür den Berkehr frei bleiben und ist die Haltestelle auf je^n Fall sofort zu verlegen, da am neuen Platze genügend Raum hiefür vorhanden ist. Also schnell, bevor ein Unglück Passiert! m. Die Aolleinnahmen betrugen beim hissigen .Hauptzollamte im Lmlfe des Monats Oktober insgesamt 10,406.231.3» Din m. Die Etadtpolizei nimiint mehrere Wach organe in den Dienst auf. Reflektanten, die wenigstens vier Volksschulklassen absolvier-ten und eine Körperhöhe von 168 Zentime- «II««» t^ur noek di» elnzcklieölieli A^ittvock. Oer or8tlcla55iko l'onLilm: Sieden l)onnerstse: Li n viel» ^ UlRlTZIA: deute vienstAx «Ieut8eker 10056 Sprsck- will l'onkilm kin« «k«,»«!,« 5tun«t» l^isne klaick. l^ueiv ^nKligck. — Karten __siebern. Vor,tellun?en >ui >VerIlt»«en um 17. 19 ua6 ?I Udr 8<>nn. und I'e!t^st»eon um 15. 17. IS unVillz^ forst m. Der OrtSanSschntz des Vereines de« Roten Rrenzes in Gtndenei bei Maribor veranstaltet SamS t a g, de» 8. November in den Gastlokalitäten des Herrn Kpurej (früher Eenica) um 2V Uhr einen Martini-Abend, der den Vorbereitungen nach zu schließen unter den Klängen zweier Musikkapellen sehr animier^ und abwechslungsreich verlaufen dürfte. Da der Reingewinn den Christb^cherungen bezw. der Ferienkolonie am Meer, der erholungbedürftigen Jugend von Studenei »»«d Radvanje zugedacht ist, ist ein zahlreicher Besuch herzjlichst erwünscht. m. Oesfentkiche VerfteißernnG. Am D o n- n e r s t a g, den 6. d. um 13 Uhr findet im Hosgebäude des Hauses Mlinfka ulica 7 die öffentliche Versteigerung von Zimmer- und Kü'cheneinrichtung, Bett^ug, Wäsche und noch ein Schnelldampfer benützt. In früheren Zeiten war der Zinsenverlust bei Goldtransporten geri den Apparat sprach, halbe Worte. Ihr Mann begann sich unbehaglich zu fühlen. Was war das für ein 5luÄ>ruck im Gosicht seiner Frau? Und dieses Lächeln, dieses unbi'finierbare Lächeln, als sie — lcheinl^r — in das Telepbon horchte — Röte überzog ihre Wangen, kroch langsam bis an die Haarivurzeln. Und wieder der Hypnotiseur: „Ihr Freund kommt!" Lia erwartete nun den Freund — ihr ganzes Wesen — verhaltene Unruhe. Er-lvartung, Sehnsucht — Tann saß d^is Paar bei lammen, plauderte, rauchte. Kasimir Hirner rückte unruhig auf seinem Platz. Lias Haltung, eine einzige Lockung, die Handbewegung, der Blick, n,it dem sie un ter halbgeschlossenen Augenlidern zu ihrem Besuch emporsah. Es war ein betörendes Spiel, Verheißen, Begehren. Wie Wetterleuchten an einem schwülen Sommerabend. Hochspannung lag in der Llrft, zitterte in der Frau, di? da oben am Podium saß, die^ seine Frau >var und ihm dennccb eine garlz Fremde. So hate er sie noch me gesehen, so. so — seine Gedanlen fanden gar 'einen Aus>druck für das ihm ganz unbekannte Wesen, das in ihr lebte — ^iß wurde sein Kragen beengte ihn — hastig stürzte er ein Glas Wasser hinunter. Ihm lvar, als würde man ihn von allen Disr^n spöttisch mustern: .He du, Kasimir, paß nur auf! Und was wird noch kominen, ivas noch? Die Situation am Podium spitzte sich zu — ein Atemzug vielleicht noch. Da — stop — der Hypnotiseur rief die Dame unid chren Freund in die Wirklichkeit zurück. Seit diesem Abend fatid Kasilnir keine Ruhe mekir. Stundenlang grübelte er. Un'm'nk-bar schien ihm, eineln Menschen etu>as seiner Natur ganz Widersprechendes zu sug-j gerieren. Die Leidenschaft, die in der Sug-gestion aus Lia gesprochen hatte, konnte ihr nicht n>esensfremd gewesen sein. Er ^bachtete sie nun umusgesetzt. War das diesellbe, ^anmls leidenschaftdurchglühle Frau, die neben ihm le^te, so kühl und interesselos — die so nüchtern und ernüchternd mit ihm sprach. Einmal, in maßlos« Erregung, packte er sie an den Schultern: „Lia ...!" — er rüttelte sie — „Lia...!" Da sah sie ihn an, kalt, gleichgültig: „Kaifl-lmr — tnir scheint. . und mit dem Zeige finger fuhr sie bedeutsam über ihre Stirn. Es stand fest: sie hatte einen Freund. Doch n,er lvar eS, der sie in solchen Taumel zu stürzen vermochte? Kasimir perlustrierte ^ die Herren, mit denen seine Frau zusanlmen traf. Direktor Meyer, mit dem sie immer Tennis spielte? Kürzlich erst hatte sich Lia ^äußert: Ein fabeli^fter Tennisspieler — sonst ein recht uninteressanter Mensch — Hatte sie das absichtlich gesagt? Oder der junge Arzt, mit dem sie musizierte? Musik wirkt weckend, ergreifend, mit reißend. Doch nein, man sprach ja überall davon, daß er und Frau Emniy . . . Vielleicht der Journalist, der sich iHnen ost im Kaiffoehaus an'chloß? Lia hatte immer so ein literarjsck)es Faible gehabt — und er verstand, geistreich zu -plaudern. — Wer der war ja so vielbeschäftigt und so schiver zu fassen . . . Bei jedem Mann, an den Kasimir dachte, fand er ein „doch" und „aber", ein „un-j möglich" und .aui^cleschlossen". Schließlich kam er aiuf den Nullpunkt: seine Frau hatte überhaupt keinen Freund, keinen Geliebten. Eines DageS traf Lia ihren Gatten in ausfallender Erregtet, eine Visitkarte in der Hand. Einen easchen Blick warf sie drauf: Viktor Holubowsky — darunter mit Bleistift: Domläf^, 6 Uhr. Wie, um Him. melSwillen, kam diese Karte, die fie — wi« alles Schriftliche — längst vernichtet geglaubt. in die Hand ihres Mannes? Si« wurde rot, sie nmrbe blaß — Doch irgend, wie wÄrde sie sich schon auS der Af'sär» ziehen. Wiiten>d warf ihr Mann die Karte auf den Tisch, rannte mit weitausholenden Schritten auf und ab — blieb wieder stehen^ sah auf die Karte — hieb mit der Hand zornig drauf. Unvermittelt trat er dann auf Lia zu, so daß sie erschreckt zurückwich. „Dcmcass sechs Uhr . . fuihr er sie an „Nun kommt die j^tastrop^", dachte fie. Und Kasimir: „Kennst Du den Holu-bowsky?" (Unld ob fie ihn kannte). „Dei war doch längere Z^t Per." „Jetzt, nach einem Monat finde ich diese Karte. Siehst Du diese Karte, kennst Du diese Karte? Weißt Du, was dies« Karte bedeutet? Diese Karte betetet den größten Skandal, die größte Schlamperei im Hause. Heute, nach Änem Monat erst muß ich erfahren, daß er mich ins Domoaf^ gerufen hat, wo ich ihm damals we^ des Gestuftes drei Stunden lang im Zmttal gewartet habe. Tausendmal habe ich eS skZ^n gesagt: Auf euch Frauen künn man fich a^r nie verlassen!" -».M' ' 'UWWWWWWW^W» »Marlvorer ?Zummer Lebensmitteln aus der verlafsenschaft der verstorbenen Frau Anna SevSek statt. m. Bei her Arteit»bSrk w Maribsr be. tommen Arbeit: 12 Knechte, 20 Winzer. Meier, Hchaffer, 4 Hirten, 1 Säger, 1 Tischler, 4 Schneit^r, i9 Schuhmacher, 4 Maurer, 1 Müller, 1 Photograph, 1 L^ch, 4 Hilfs arbeiter, mehrere Lehrlinge (Tischler Schuhmacher, Schmiede, Mcker und Kellner); 10 Köchinnen, 28 Dienstmädchen, b Stubenmädchen, 2 Kindermädchen, 3 Erzieherinnen, 1 L^chin in die UnterossizierSmenage, 2 Zahl-tellnerinnen, 2 Serviererin. 2 Hotelstuben-mÄdchen, A-Maschinstrickerinnen, 3 Näherinnen, 1 Kleidermacherin, 2 Bedienerinnen, 1 Lchrmädchen (Handelsfach), 1 Lehrmädchen (Näherin). m. Bei der letzte« Aero-Tvmbola Varen der Bäckergehilse Janko V o l a v k e k und der SchustergeMe Johaun Me tl l L a r die glücklichen Gewinner. Beiden wnr de an Ort und Stelle ein Betrag oon je 1000 .Dinar ausbeKahit. m. Vom Dache gestürzt. Gestern nachmit tags stürzt« der in der CvetliSna ulica be slMtigte Arteiter Karl Ce r k o vn i k ' von einem Dache, wobei er einen komplizier ' ten Bruch des Schlüsselbeines erlitt. Die RettungsÄteilung leistete ihm die erste Hil^e und überführte ihn sodann in daS ^ankenhauS. m. Von einem Kraftwagen ^sqeftoßen. Sonntag nachts wurde auf der Reichsstrahe unweit von Bohova der in HoSe besc^ftigte TischlerAehilfe B o g r i n e :, als er init seinem Radc heimwärts fuhr, v»n einem Automobil erfaßt und zur <^ite geschleudert. Bo^inec blieb am Strahenrande be-Wußtlos liegen, wSihrend das Rad völlig zertrümmert wurde. Vo^rinec konnte aber nach einiger Zeit den Weg wieder selbst fortsetzen. m. Die r«uhe Wnterszeit mit ihren bösen Folgen steht vor der Türe und unsere unterstützungsbedürftigen Mitmenschen sind mehr denn auf die Hilfe edler Wohltäter angewiesen. Der arme kranke Invalide mit vier kleinen Kindern wendet sich neuerdings an mildtätige Herzen mit der innigen Bitte mn tteiilere Spenden. Auch Kleidungsstücke für die Kinder (im Alter von 2 bis 10 Jahren) find willkommen. Ber^lt'S Gott! m. Mißt« der «r»ett. ^ in der Stri-tarjeva ultea beschäftigten Feinzeugschmied Herrn Theobald Btz, ak fiel gestern ew Messer mi^ solcher Wucht auf den Fuß, dah , er hiebei eine schwere Verletzung am linken Fuße erlitt. Die Rettungsabteilung überführte ihn ins Krankenhaus. m. Die La«dmlssftele i« Melje vom «as pr »egßetrOße«. Gütern früh waren meh-rcheArheiter damit beschäftigt, den Schwimm steg der Landungsstelle in Melje ans Ufer zu heben. Hiebei wurde der freigewordene Steg vom reißenden Wasser erfaßt und weggetragen. Zmn Mück befanden sich die Arbeiter am Uher, fodaß niemand von ihnen einen Schaden erlitt. Wohl soll aber das Gefährt die Ueberfuhr dedroht haben. m. Dinar beträgt das Erträgnis der Sammelaktion des hiesigen Frauenvereines am Merheiligentag auf den städtischen Friedhöfen. Bekanntlich ist »die Summe für die Erweiterung der Ferialkolonie am Bachern in Aussicht gestellt. Der Frauenverein spricht auf diesem Wege den edlen Spendern seinen innigsten Dank aus! m. Fahrraddiebftahl. D«n Handelsreisenben Herrn Franz Knecht! kam gestern spätaberchs aus dem Flur eines Gasthauses in der Frankopanova ulica ein s^hrrad . abhanden. ES hanldelt sich um ein Styria-Rad Nr. 673L7d. Bvr Ankauf wird gewarnt! m. Die Polizeichronik des gestrigen Tagez weist insgesamt 19 Anzeigen und drei Ber-hafwngen auf. m. Vetterbericht vom 4. November 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser — 1 Barometerstand 731, Temperatur Win'drichtung WO, Bewölkung ganz, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Spende. Für den armen Invaliden mit vier Kindern ließ unS K. F. den Betrag von 30 Dinar zukommen. Herzlichen Dank! 'Trenchcoats, Ueberziekj-r, HubertuSmLn. tel, Lederriick«, Felle, Piüfö^, Schneeschuhe, Gchneeftiefel, Salosck^n sowie l^mt'iche Ma. nnfakturwaren. Teilzahlung. Orni?, Mari, bor, AoroSka 9. Aus vtu< fl. «»s de» Schnldt-nDe. Die hissige Lehrerin Frl. Lidvina i l e tz wurde nach St. Jl1 pod Turlakom vei^etzt. p. Veisetznng mit «ilitSristhen «hren. Der in der vergangenen Woche bei Novo mesto gemeinsam mit Unterleutnant Lojk tödlich verunglückte Fliegerfeldwebel Sattler wurde Samstag am Friedhofe in Sv. Bid bei Ptuj unter großer Beteiligung beigesetzt. Das Leichenbegängnis fand mit allen militärischen Ehren statt. P. Die Allerheiligenfeierlichkeite» nahmen auch in unserer Stadt einen würdigen Ber lauf. Die kir^ichen Zeremonien nahm Propst Dr. Z^gar unter zahlreicher Assistenz der Geistlichkeit vor. An der Prozession beteiligte sich u. a. auch der hiesiqe ^tera^ien-vevein, der am Mittelkveuz ^s Militär-friedhoses einen großen Kranz zu Ehren der toten Krioger niederlegte. P. Sin Wunsch der Gtadtbevölkenmg. Schon des öfteren wuvde der Wu^ laut, daß auf der Autobuslinie gegen Maribor auch in den Abendstunden ein Wagen in den Berkehr gestellt werden möge. Insbesondere würde derselbe den immer zahlreicheren Besuchern der Theater- und Tonfilmvorstel-lungen zurecht kommen. P. Grtindnng einer nenen ElektrizitLts-fö nossenschaft. Zwecks Gründung ciner Elektrizitä^Sgollen noch im Laufe dieses Mmmtes in Angriff genommen werden. »G»U«I»Gß «IM» UGHIGeMGl»? I» » «. HGSo k p. Ein nener Transformator wurde dieser Tage von der hiesigen Elektrizitätsgenos sen^chast in TurniS errichtet, ^annttich soll das Schloß demnächst elektrifiziert wer den. P. Im Stadtkino gelangt Mittwoch un'd Donnerstag das z^iverchfellerschütternde Lust spiel „Der schwarze ?^mino" mit Harry Liedtke in der Titelrolle zur BorsÄhrung. P. Den Apothekennachtdienst versieht bis einschließlich Freitag, den 7. d. die hiesige Mohrenapotheke. det. Das Preisschießen auf Jagdzielscheiben wird im kommenden Frühjochr abge^lten werden. e. Verstorbene im Oktober. Im vergangenen Monat sind in Celse 18 Personen gestorben und zwar in der Stadt 4 und im öffentlichen Krankenhause I4. e. Tödliches Unglück. Am 29. Oktober wurde der 66jährige Besitzer Andreas 2 a-lar in Krajnöica bei Sv. Iuris a. d. Südbahn während der Arbeit von einer Wagenstange in den Bauch gestoßen und erlitt schwere innere Verletzungen. 2alar wurde in das hiesige Krankenhaus überführt, wo er am Samstag, den 1. d. den Verletzungen erlag. c. Ungliick eines Motorradfahrers. Der 21jährige Glafergchilfe Josef S i t t i g aus Triiiöe bei Rogaiika Slatina fuhr am Sonn tag, den 2. d. M. mit dem Motorrad von TriiSöe nach Celje. Unterwegs wollte er elnem Auto ausweichen und fuhr hiebei gegen eine Telegraphenstange. Sittig brach sich das Unterkiefer und zog sich auch mehrere leichtere Kopfverletzungen zu. Er wurde in das hiesige ^ankenhauS überführt. c. Fußballsport am Sonntag. Am Sonntag, den 2. d. M. um 1b Uhr fand am Ath-letik-Sportplatz beim Felsenkeller das letzte heurige Meisterschaftswettspicl zwischen dem Athletiksportklub Celje und dem Athletiksportklub KoStanj statt. Der Athletiksportflub siegte in überlegenem Spiel mit 10Ä (2:0). Der Schiedsrichter Herr Stoklas befriedigte. Au« SeNt e. Preisschießen der Schützengesellschaft. Sonntag, den 2. d. M. von 10 bis 15 Uhr fand auf der Militärschießstätte in Peeovnik bei Eelje ein Preisschießen der hiesigen Schüt zengesellschast (StreljaLka druLina) statt. Da an diesem Tag in der Umgebung von Celie mehrere Jagden veranstaltet wurden, entfiel das Preisschießen auf die Jagdzielscheibe für vier Preise. Nachträglich meldeten sick» sechs Jäger, von welchen LandesgerichtSrat Herr Dr. L«pold BiLar einen Preis erzielte. Mit Militärgewehren schössen 43 Mitglieder. Den ersten Preis, eine silberne Lon-gines-Uhr (Geschenk der Firma „Aurea") erhielt ^r Kapitän 1. Klasse Herr Milorad M i l u t i n 0 v i ü (82 Puntte), den zweiten Preis, ein Präzises Flobertgewehr (Geschenk der Narodna odbrana in Celje) Sek-tionschef Herr Vladimir L ip 0 l d (79 Punkte), den dritten Preis, ein Likörservice (Geschenk der Städtischen Sparkasse in Celje) der Tischlergehilfe Herr Anton F i st e r (77 Punkte), den vierten Preis, eine silberige Zi-garettendose (Geschenk des Juweliers Herrn Lc'önik) Oberleutnant Herr M i l e t i ^ (75 Punkte). Das Preisschießen wurde um 15 Uhr mit einer schönen Ansprache deS Ver-einSobmannes Herrn Obersten Kosti^ been- I. v. w cker V»e»- 06er 5traben!^n, 61« (ZeLakr einer detonÄer, grob. Xuck «»»teckencle dier lelck» VerdeettvnU. Ae dlunä- m»6 ltockea-dalli« äeitnLlier«. dietea Aegei» «Lese «in»tea Sckut». Aus Slovenlaradee sl. Auszeichnungen. Mit dem Orden der Jugoslawischen Krone fünfter Klasse wurden dieser Tage die Reserveoffiziere Milan A m i d, Beamter der hiesigen Filiale der „LjubljanSka kreditna banka", sowie die Lehrer Rajko I g l a r und Janko M o-der ausgezeichnet. sl. «nflösung des «eselschaftskluds „«a zdravje". Mit der Ue^ersiedlung der bisherig^ Bahnhofrestaurateurin Tante L a u r a ist auch der hiesige Gesellschasts-klub „Na zdravje", dessen TradNonen mit der sl^idenden Wirtin eng zusammen geknüpft waren, schwer getroffen. AuS diezem Anlasse wurde dieser Tage die freiwillige Auflösung beschlossen. TkieattrKunst ?tattonalweawr in Marlbor NOPerwwe: Dienstag, 4. November, 20 Uhr: ,»Tage un« sEres Ledens." Abonn. C. Mittwoch, 5. November: Gefchlofse«. Donnerstag. 6. November, 20 Uhr: „Die heilige Flamme". Abonn. B. Kupone. Freitag, 7. November. Geschloffen. Sivnstag, 8. November, 20 Uhr: Alexandra. Ab. A. Kupone. StabNdeater In Vtus Montag, 10. November, 20 Uhr: Alexandra. Gastspiel des Mariborer ZHeaters. Gnade und Mlde, für Menschlichkeit mÄ Nächstenliebe plävint und in stark wirk« samen Bildern aus einer Strafanstalt dai Prottem aufrollt. Wenngleich glSnHende Szenen das Stück Seleten, so fehlt es a>uch hier an dem eigenUich dramatischen Ge. schehen. Selbst eine Revolte im ^chthaui bleibt am Aeuherlichen ha-ften. GlanDtioll« Leiswngen brachten Ernst T her wal als Anwalt der Menschlichkeit, Willi Bam ? el als Vertreter der Härte, Gustav E z i m e g als Komiprvmißnatur, die de> Entscheidung aus dem Wege geht. — Bei der Aufführung von Verdhard S h a w i satirischer Komödie ^ e l d e n" gab e^ wieder einmal (wie im Borjahre bei der „Dreigro^chenoper") große Siandalszenen, Die AngehSrigen der Gra^ bulgarischen Kolonie sahen sich in ihrer mrtionalen Ehre gekränkt, nBl Show eimn bulgarislZ^n Major in dem Stück verspottet. Und I^es umso mehr, als die „Helden^' zufällig amk Vorabend der Hochz^t des bulgarischen Königs aufgesi^hrt wurden. Die Borstellung wurde durch minutenlanges Pfeifen unterbrochen, konnte aber nach Entfernung der AWHestörer anstandslos zu Ende g^ührt werden. Das Publikum unterhielt sich sehr gut und nahm die Satire, die eigentlich gegen die ganze Menschheit geht, schnnm^ zelnd auf. Das Thema ist die Entlmwung der Lüge jeder Art: im Heldenglauben, in der Liebe, in allein romantischen Idealismus. Mut ist Bekenntnis zur Wahrheit, zum eigenen Herzen. Die Damen E 0 r-de» und Halden sowie die Herren Ferber, Thorwal und VolkeH gaben dem Spiel in vorzüglich charattevü sierten Atollen Lebendigkeit und Durchschlags kraft. «Arazer Kunftbrief Bon Hans P r a t s ch e r. Das Zchauspiel-Programm ist stark zu Gunsten der Oper reduziert geive^en. Begreiflicherweise steht die Oper iehr im Bordergrund des Interesses. Umso sorgsamer vorbi^reitet und „ausgeruht" kommen die Schauspielpremieren heraus. „Menschen im Hotel" brachte V:ki Brauns gleichna. mig<'n Roman als Theaterstück auf die Bühne. Das Schert. » N: Tan,^mirfik. — Paris j 20.20: Svmphoniekonzcrt VüttVoch, dm ö. Navemler ISZl) UilrtscksktUcks kunckeksu Äntttnationaler Skr- und SeflagelmarN DieGeflügelauftrlebeauf den fremden, besonders aber auf den italie. nbschen Plätzen wachsen stetig an, so dag die Preise, die «chned^ schon sehr schwankenden l^arakter haben, ni^ zur Ruhe kommen könne?,. Reben d«n vergrößerten Austrieben aus Jugoslawien und Ungarn tritt Holland i« Italien immer stör-ker in den Vordergrund. Die Auswirkung davon ist, daß daS Angebot hoch über der Nachfrage steht. In M i l a n o variierte in der Vorwoche der Preis für Lebendgeslügsl ztvischen 6.50 und 7 Lire pro Kilo und man sieht eine nx'iteve Abschwachung des Preises voraus. Auf den d e u t s ch e n Plätzen herrscht die gleiche Situation. Die Preise schwanken dort ebenso, wie auf den italienisc^n Plätzen, doch ist die Nachfrage immerhin etwas stärker, so daß der deutsche Markt die Abwärtsbewegung nicht im gleichen Maße mitmachen dürfte, wie der italienische. Für Li:-bendgefli'lgel wurde in der Vorivoche 0.75 bis V.78 Mark pro Pfund bezahlt. Geschlachtetes Geflügel erreichte I.VL bis 1.0b Mark pro Pfund. Auf den «inheimischen Plätzen ist das Angebot noch immer andauernd und die Preise für gute Sorten sind bei 12 bis! IS Dinar pro Mo stabilisiert. Der Export! geht hauptsächlich in Lebendgeslügel nach Italien und Deutschland. Der Auftrieb an Truthühnern ist noch schwach. Gute Ware wird einstweilen noch mit 10 bis 11 Dinar pro Wo bezahlt. Die Londoner Preise für Truthüher sind noch immer nicht fixiert, die ersten Dringen Auftriebe werden dort mit 8 bis 9 Penny pro englischem Pfundgewicht bezahlt. Die Konkurrenz der Konserveneier wird täglich stärker und macht sich auf den ausländischen Plätzen schon ganz empfindlich fühlbar. Das tommt in erster Lwie auch darin zum Ausdruck, baS den Preisen der frischen Eier oberste Grenzen gefteckt-find und daß sich trotz der Nachfrage die PrsiSgreuze nicht hwausschieben kann. Auf d e u t s ch e n und s chw e i A e r Plätzen bezahlte man in der Vorwoche für frische Ware 1!>5 bis 205 Schweizer' Franken pro Kiste franko deutscher oder schweizer Grenze. Italienische Händler bezahlten 700 bis 720 Lire franko italienischer Grenze. Auf den einheimischen Plätzen sind die Zufuhren kleiner geworden. Frische Ware wurde zu 125 bis 13.'i Dinar im Gros; Handel verkauft. Zwischen Grofzhandel und LUeinhandel hat sich die Preisspannung jsdo h vergrößert. Wik wNonalMert das Ausland? Dte AaNvnattfterungsV?tte ta der Wettwirijchast an der Spitze Amerika Rationalifierung ist das zukräftigste Schlagwort der zeitgenössischen Wirtschaftspolitik. Aber es ist mehr als ein Schlagwort. Das beweist die Fiille der internationalen und nationalen Rationalisierungsäm^ ter und ihre Tätigkeit. An internationalen, nicht auf den Vorteil eines Landes, sondern auf den FortHritt der Wirtschaft überhaupt gerichteten Ratio-nasierungsstellen gibt es die International Federation of National Standardizing Asso-ciations (Internationaler Bund der nationalen Normenvereinigungeu), den „Internationalen Li'ongres^", das Internationale Komitee für wissenschaftliche Organisation in Paris, das „Internationale Institut" in Genf, sowie die Wirtschaftssektion des Völkerbundes, das Internationale Arbeitsamt in Genf und die Internationale Handelskammer. Wie arbeiten diese internationalen Ratio-nalisierungsorganisationenV Tie Jnternatio nal Federation of ?l'ativnal Etandardizing Associalions, die im Jahre 1V26 gegründet witrde, erstrebt engste Zusanrinenarkieit in der Normenbildunig. Früher glaubte man. daß Dörmen, die international gelten sollen, nur auf Grund internationaler Beschlüsse ein für alle Mal festgelegt werdl?» könnten; man meinte also — praktisch — z. B. Mnstruktionsteile nur dann international verwenden zu können, welin sämtliche jtonstruktiousteile mit zwingender interna-' tionaler Geltung genormt seien. Die Entwicklung der Normungen ist aber in den meisten Ländern durchaus national gewesen, svdas; die International Federation eine schier undurchführbare Aufgabe hätte, wollte sie neue Normen aufstellen, an die sich d> verschiedensten ihr ungehörigen Lüi^ auf einmal halten sollten. Die Federation beschränkt sich also darauf, die bestehenden na-tionale^ Normen, dort wv es notwendig u von Vorteil ist, einanL)er soweit als möglich anzunähern. Obwohl Amerika und England der International Federation nicht angehö-ren, ist eine stattliche Anzahl von Ländern, an ihren Bestrebungen beteiligt. Belgien, Tänomark, Teutschland, Finnland, Frankreich, Hollan^ Italien, Japan, Norwegen, Oesterreich, Polen, Rumänien, Rußland, Schweden, Schweiz, Tschechoslowakei und Ungarn. ^S Internationale jkomitee für wissenschaftliche Organisation der Arbeit beschäftigt sich nicht mit ein?r Spezialrationali-sierung, wie «S die Normenannäherung ist, sondern föiK>ert den Ersahrnngsaustausch über die Rationalisierllng auf allen Gebietetr der Verwaltung und der Wirtschaft. Von diesem Komitee,wurde der Internationale Kongreß ins Leben gerufen, in dem die Länder Belgien, Bulgarien, Frankreich, Holland, Italisch, Polen, Rumänien, Spanien und Tschechoslowakei vertreten sind. Amerika, Teuts^and, England, Oesterreich und Rußland zeigen für den Kongreß wohl Interesse, sind aber nur in geringem Maß beteiligt. — Zusttmmen mit dem Internationalen Komijee in Paris, gründeten amerikanische Kreise im Jahre 1ii2v das Jnternatio» nale Jnls'tllt in Genf, das in enger Arbeits g>i.nwinschaft mit der Wirtschastssektion des Völlerbundes, dom Internationalen Arbeits amt und der Internationalen Handelskammer steht. Aus dieser Zusammenarbeit haben sich schon teiln>eise sehr erfreuliche Erfolge ergeben, z. B. eine fortschreitende Vereinheitlichung der Eisenbahn- und Zolltarife, sowie der Wirtschaftsstatistik. W^hr<'nd diese internationalen Stellen den Wirtschaftsverkehr der Lder nntereinan-der erleichtern "nd auch die Rationalisierungserfahrungen des einen Landes den anderen zugute konimeu lassen wollen, haben nationale Aointer den Zn'eck, durch Einwirkung auf eine nwqlichst zwe^oolle Ansgestal tttng dl^S Wirtschaftsapparates zugnnst>!?n der Wirtschaft und ihr^r Ltonkurrenzfähigkeit den Ertrag der Einzeiunternehmungen zu erhöhen. Nächst Rußland, das — so scharf, wie ^ein anderer Stacrt v,>n TtaatSwegen — durch den Obells!?n Bolkswirtschaftsrat in Moskau größte Nationalisierung erzwinqm will, marschiert Ainerita an der Spitze der Nationalisierung. In Amerika sind 2 Arten von Besttebungen zu unterscheiden, staatlich? und private, die airf einzelnen G.'bieten von Fachleuten becivündet wurden. Sta^itlich üben das „Department of Commerce" und das „Bureau of the Budget" den größten Einfluß aus, da in USA engste Flchlung-nahine zwischen den Interessen des Staatshaushalts und der Wirtschaft besteht. So stehen die Institute „Bureau of Standard?^ und „F^derol Specisications Board" in direktorialer Personalunion — (daS Bureau of Standards ist die Spitzenorganisation der ^reinheitlichungsbestrebungen und dem De partment of Commerce angegliedert, während das ?^deral EpecificationS Board die amerikanischen Staatsaufträge zusammen mit dem „Föderal Purchasing Board", der sraatl. Zentraleinkaufsbehörde, vergibt und seinerseits wieder mit dem Bureau of the Budget zusammen arbeitet). Kein Staat steht so auf Gedeih und Verderb zu seinem Handel und zu ssiner Wirtschaft, wie Amerika. England gebührt der Ruhm, als erste? Land einen Normenausschuß zum Zweck der Vereinheitlichung von Normung u. Typung besessen zu haben. Jetzt wacht darüber daS „Eo'lnitee on Standardisation", ein Zen» tralausschuß des WirtschaftSministeriumS. An der technischen Rationalisierung arbeitet — leider noch ziemlich erfolglos ^ das „De-partment of Scientific and Jndustrial Re« search". Für den Erfahrungsaustausch find die „Management Research GroupS" einge-richtet. Dazu kommen die von der Bank von England als eine Art Kreditbank eingerichteten „Security Management Trust" und „Bankers Jndustrial DeveloMent Company, Limited", welche die Rationalisierung fi-nanzieren sollen, — Deutschland besitze als Rationalisierungsstelle das Reichskurator^-um für Wirtschaftlichkeit. Mit diesen Rationalisiernngsbestrebun« gen, die es in allen Ländern gibt, hofft man, zur Stellung der Wirtschaft durch neue, ihr vielleicht bevorstehende Krisen beitragen zu ki^nnen. Zur Hilfe für die augenblickliche Weltwirtschaftskrise dürfte es allerdings slür die Rationalisierung schon zu spät sein. X Borstenviehmarkt. M a r i b o r, Oktober. Ter Auftrieb telief sich auf 40S ^tück und 1 Scl)eine Din. 60 b'is 100, 7 bis S Wochen 150 bis 200, 3 bis 4 Monat« 25« bis .M), 5 bis 7 Monate 400 vis 450, 8 bit 10, einjährige 800 bit 1M0. das Kilo LebendgeW'icht 10 bis 1A Schlacht^wicht 15 bis 17 Dinar. X Moskau und die Bi»rarest«r lkonfermz. ?lgr. Die Jzvsstia velÄächtigt den französi« scl)en Handelsminister, daß ev unter dem Deckmantel eines n?est- und osteuropäischen Agrarblocks eine Kolonisationspolitik für dat französische Kapital treibe. F la n d t n gehe es angeblich darum, diese Länder zu vereinigen, um sie i-m gegebenen AugenMcke gegcn Rußland zu verwenden, mit ihrer Hil« fe Italien politisch zu isolieren, den mit. teleuropäischen Markt für Amerika, ja sogar für England und Deutschland zu sperren. Ringe, die zur Klette werden Kriminalroman von Maria-Elisabe lh Gebhardt dv I'eiiclitv»!»,, U,>l, >. «I. 8.i»lo. ^ ^ Das lvar leider der Fall, und Hans ver schob den Aufstieg bis zu einer günstizeren Geletgenheit. Er hatte ja noch Zeit, denn die Linderung über den Brünig nach Meyrln-g?n erfor^rte nur wenige Tage, und er wollte nicht zu früh in Jnterlaken eintreffen. So vertrieb er sich den Tag in Luzern durch Betrachten der Sehenswürdigkeiten dieser schönen Stadt. Vom Seeufer schaute er einstiveilen den Pilatus von unten an. da dieser am Nachmittag ein höflicheres Gesicht aufsetzte. Als Hans nachher im Kurgarten k'ei einer Tasse Kaffee saß, fiel ihnl ein merVwürdigeS Paar auf. Es war ein junger, schlank^ Jn^er, der seinen B.'glei-ter um ^lPteSlünge überragte. Und dieser B.'gleiter, war das nicht. . .? Ja. ge. wiß. es war kein anderer als Viktor Gre-nier, sein rütsel^fter Klient. Sollte da Rita Mazetti nicht auch in der Nähe sein? — » Der Berkehr mit Rita Mazett! war für Sandhrib Ma-Hina verhängnisvoll gevor-den. Zum ersten Male hatte der noch ziem-lich weltftemde Inder das Gift des Glücks-spiels kennengelernt und in sich aufgewogen. Die leichte Art, mit der das Geld seinen Besitzer wechselte, verführte ihn zu der Hoff nung, er könne mit den Mitteln des endlich angelangten Monatswechsels soviel gewinnen, daß er in Bern daS in Zürich be» gcnnene abwechslungsreiche Leben an Ritas Seite langv Zeit fortsetzen könne. So ivar er in d?n nächsten Tagen ein häusiger Gast der geheinien ^ielklubs, der bald große Summen gewann, bald alles wieder oer-lor. Heute ging es im Roulettezimmer besonders hoch her. Ein neuer Gast, der von früher her vielen bekannt Ku sein schien, dem Inder ater fremd ivar, hielt die Bank. Es schien ein Franzose zu sein. Anfangs verlor Sandhrib Mahina seinen ganzen bedeutenden Gewinn vom vorigen Male. Dann aber wandte Fortuna in ^iner ihrer Plötzlichen Launen ihm iihre Huld zu, und vor ihm häufte sich der Gewinn in Gold und Scheinen, so daß sein Verlust nicht nur ausgeglichen war. sondem sein« Anfangssumme sich mehr als verdoppelte. Kam das daher, daß einer der Gäste Sandhrib m'it seiner interessanten rumänischen Bekanntschaft geneckt hatte? War dabei Ritas Name gefallen, oder ivaS sonst hatte den Franzosen veranlaßt, so scharf nach dem Inder Hinü-berzuse^n? Genug, das Blatt wan>d4e sich ihm zu, und Sandhrib war heute klug geimg, seinen Gewinn nicht wieder zu :vagen, damit er morgen seinen Plan ausführen und Ku Rita nach Bern fahren konnte. Es war schon ziemlich spät, oder besser bereits früh, als er mit gewonnenen Schatz den K'ub verließ. Da hörte er sich an der Tür augerufen. Es lvar der Franzose, der sich ihm für den Heinnveg anschloß. Eigentlich ivar dem Inder die Begleitung unlieb, aber der Franzose verstand es ins-gez?ichnet, ihn zu unterhalten. Als er bei^ läufig fragte, was er nun nnt dem g.inzeil Gewinn anfangen wollte, da erzählt.^ Sandhrib, fast wider seinen Willen, von seinen Plänen. „Das trifft sich ausgezeichnet, mein junger Freund, daß Sie niorgen nach 5^rn reisen wollen. Auch nnch sühren Geschäfte dorthin. Ich bin nur aus der Durchreist' hier. Freilich niuß ich uwr^on für einen Tclg nach Lu^rn hinüber. Würden Sie nnch nicht begleiten? Es wäre auch besser für dc'n Ruf Ihrer Angebeteten, »venn 'nan in Ihrer Pension nicht erfährt, daß Si>2 zu ihr nach Bern reisen wollen. Begleiten S'e Mi chfür einige Stunden nach Luzeru, und dann degleite ich Sie nach Bern. Äieinen Sie nicht auch, daß es uWorsich» tig )väre, lvenn Sie und Ihre Freundin im gleichen Hotel wohnen würden? Ich schlage vor, ein mir bokanntes Hotel, das dem ,Royal' gerade gegenüiber liogt, zn wäh len und erst bei der Dame zu schicklicher Stun»de einen Bosnch zu maclx'n. Sie tonnte es Jhmn sonst leicht übelnehinen, wenn Sie ij'o Plötzlich vor ihr erschienen." Sandhrib wußte noch zit wenig übe? die europäischen Sitten Bescheid und ließ sich von dem neuen Bekannten gern belehren. So fuhr er denn auf d^'m Umwege liber Luzern nach Bern und nahm in den? v^'»« Gaston Lebnnl, wie sich der Franzo'e liann- te, attsg.sncliten Hotel Wohnung. Als er aber anr nächsten Tage Rita in ihrer Wohnung einen Besuch machen wollte, erfuhr er zn seiner gvohen Enttäuschung, daß si« für einige Tage mit einem ungarischen Grafen eine ^^hrt im Auto nach t^r sran« zi^'ischen Schll?eiz unternommen hatte. „Die Herrschaften werden wohl baU> wiederkomnien. Sie haben das große Ge« >päck hier in Verwa-Hrunci gegeben, und di« Wertsachen liegen eletlfalls hier im Tre. sor", sagte der Portier zu Sandhrib. So galt es denn, in Geduld zu ir>arten, bis Rita wieder cr^.'chien. Es wollte dem jungen, verliebten Inder zwar gar nicht ge fallen, daß Rita mit einem anderen als ihm selber Autotonron machte. Er Iva? sehr eifer!nchtig, aber scin neuer Freund beru-hi-gte ihn und suchte ihn zu zerstteuen. Ain liebsten lhätte San'dchrib an seinem hotelzinunersenster einen Wachposten bezogen. Das litt jedoch Gaston nicht, weil eS .',u auffallend sei, ldas Hotel „Roy^" förmlich z.u belagern. Jedenfalls ließ es sich Mahina nicht nehmen, täglich drüben zu frageil, ob die Daine noch nicht zurückgekehrt sei. So vergingen drei Tage. Sandhrib hat« tc, w'e schon öskers, den Franzosen nach deil Spielsälen des „Zchänzeli" begleit.'t ?lber G^rston sagte schließlich: „Komnten 5ie, ?^lal)!n/i! Diee kiildliche Art zu spielen ist mir über! Man riskiert nichts und gewinnt nicht'?, was 'der M'de nvrt ist. Ich iverde ?ie an einen anderen Ort führen, wo es lebhafter zugeht." (Fortsetzung folgt). ?OKV-^sstvsssii ii^ ^SUS «rmSKIgt« Prsl5s Die letzten ^eueninxen am korcl I^sstvszvn Iisl>en cies5sn ^izsak xevsitizs xesteixert. Die ?unsl»me c!er k'rocjulition tiat korcl enaut, verküxt tider clen veltldeiisnnten ^oen. » » «> öenützen Z!e den Vorteil, clen Ilinen ^iese erkel>llclie ?reisermäLixunx bietet un<ä besicl^tixen Lie den k^orcl-I^stvaxen beim nächsten iDrc! I^äncller. Dieser viri»vr Vorteile: ^usnebmen6 Icräktixer k^otor mit niederer I^mdrebungszabl. Vierganggetriebe. /^uöerst virlcsamss Lecbsbremsen-system. Lroöe ^nzabl von I^ugel- uncI kollenlagern. kesoi^ders Icrattige öauart. XanLIever-l'lintertecterung. (Iroke ketriebssicberbeit und ^irt-scbaktlicblceit. I^orcl-^aterial. I^orcl'I^undendienst. Die oeueo ermsLixtev ?rei«: mit eulkackvo kioterriäeii» vi». 52L^ageu<^»ssis mit «loppeltvo HintvrrU^ero Vm. Ausstattung: ^in unbereiktes I^eserve» racl, vordere Äoükanger. öaroreise, freibleibend und franico I^ger aller I^ord-l'landler in^ugoslavien. ?!c>r^«Zix kvkv »<0I0k co»W»»WW»s^^WV«G» LtMln»«, Vorhänge, modeniste Stoffe für Mobilien. lHar-niturnl aller Arten. AfrU. Robhaar und WoZe kaufen ^e am billigsten bei F. Nodal. Ma ribor. Slovenska 24. 1Ü322 Andel« vbentimmt M. Vetto» die. ff,ankopa«va dl, 2. Stock. ISN»_ Gchmibirw emvNehlt fick» den geehrten Damen inS HauS. RuKka eesta 3. bei F. 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