l . p»«I»vln Ivo Kr«Gl»,i», «»«»«»MO» M»WD» >tr. Z«70) >«Wt» V«p»»tt«i91«< kuobckvik»,«! (Iswlo« lat»nikd»>» »te. 2as<>^ WMIvo«. «I.ch NU1k«»»KIIo» w »»0a«K0.0«Gl«l«v «II«« ?Dl^ WGG4» ^lÜGAI» I»?. 20S vonnsiBt»^, «I«n S. itugost ISZI » Dkl»»»«» M««»»«» W i «.» (V«iW»ttur»g) »«»SipiHl-: m«wU. » «n. ««w»«» 2« oin. ä>wb Po«t ms»»«. W kü? 6»« üdsig» ^U>I»Il6 WONitt. W I dl> 2 lilU, DlOw Mruliim Mm Spanischer Faschismus Im Zeichen des GchwertkreuzeS. OO Das Kabinett Azana kämpft einen schiveren Kampf um seine Geltung in Spaniens öffentlicj^r Meinung. Unt die Vorgänge in Spanien einigermaßen klar zu erkennen, ist zunächst die Kenntnis über die Sprengkraft umstiirzlerischer Ideen '!n dieser iberischen Welt erforderlich. In Spanien gehörten die Verschwörungen nicht nur unter der Monarchie, sondern erst recht in der Republik zum guten Ton. ES wird liberill konspiriert, und die Helden der Un,triebe gelten gewissermaßen auch al? die Helden des Tages. Azana hat diese Wahrheit auch am eigenen Regime verspürt, daher die vielen Tausende von Verhaftungen und Hausdurchsuchungen im ganzen Lande. Jetzt blliht der U n a r ch o s y n d i k a l i s,n u s in Spanien wie lange nicht zuvor, und wenn der Innenminister erklärt, die Verhaftungen seien nicht auf ein effektives Vorhandensein eines Ävnlplotts zuriickzuführen, vielmehr gehe es um die Sicherung der öffent-lchen Ordnung, so ist dies eine büro?ratif:he Auslegung, die ihm niemand glaubt. Bis jetzt war eine andere amtliche Begriindung der polizeilichen Maßnahmen nicht zu ha-bi'n. Wie immer die Dinge auch liegen nlö-gen, die Wahcheit liegt in der Mitte: in Spanien sind die (Gegner des heutigen re-pttblikauischen Regime^! sehr stark nach links und nnch rechts verteilt. In diesen» ^"Zusammenhang mus^ auf eine Neuerscheinuug im öffentlichen Leben Spaniens hingewiesen werden. Man kennt den Mussolini »der Hitler Spaniens noch nicht, wohl aber besteht seit kurzem eine Organisation, die sich die „Ions" nennt, ivas die Kürzung fiir „Nationalsyndikalistischer Kampfbund" ist. Dieser faschistische Kanipf-btt„d hat sich zum Zweck der Unterminierung der linksradikalen Syndikate eine eigene Tattik zurechtgelegt, die nicht auf die direkte Mack^tergreifung abzielt. In Spanien läßt sich ilnlienisch-faschistische oder da§ deutsche nationalsozialistische Schema nicht in gleicher Weise anivenden, man will hier auf Nmnvgen zur Macht gelangen. Der Zweck dieser Kanlpfverbände ist es, in ein-.zelnen spanischen Provinzen lokale Unruhen zu stiften, um auf diese Weise die ohnehin sehr reizbaren lintsradikalen anarcho-svndi-kalistischen Arbeiterverbände zum Losschlagen zum Bewegen Wenn dann der Wirbel losgegangen ist, kann eine Militärdiktatur die Macht den „Ions" in die Hände spielen, die den Kampf um Spaniens Ernrne-rung im Zeichen des Schwertkreuzes und des Hl. Santiago fiihren. Der spanische Faschismus ist nach italienischen! Muster organiiflert. Innerlich ist die erwünschte i^estignng noch nicht dnrchgefilhrt aber in den äußerlichen Formen ist die fa« schistische Bewegung unleugbar ein kommender Machtsaktor, mit dem Azana, Alcala Zamora und die anderen SMI^n des Regi. mes zil rechnen haben. Vorderhand ist der spanische I^schismus noch stark von kirchli-chen svreisen beeinflußt, von denen er stch sreilinachen lNliß, um seine Missi:>n erflillen zu können. Das^ aber in Spanien etwas anderes als die Betonung christlicher Tradition und nationaler K'ultur nnd Gesittung im Kampfe gegen den Marxismus Mlentb«hr Was llngam forden Eine große Rundfunkrede des ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös / Pertinax kündigt die Aktion zur Vertragsreviston an B u d a p e st, 2. August. Ministerpräsident Gömbös hielt gestern abends im Rundfunk eine große Rede in der er sich mit den Ergebnissen seiner zehnmonatigen Regierungstätigkeit auseinandersetzt und dabei die Ziele und Richtlinien der ungarischen Politik aufzeigt. U. a. erklärte Gömbös, die Politik der Regierung sei bestrebt, in absehbarer Zeit daS Unrecht zu beseitigen, welches Ungarn nach Kriegsende zugefügt worden sei. Bor allem sollen die ungarischen Grenzen revidiert werden. Ungarn müsse seine vollständige Gleichberech tigung auf militärischem und politischem Gebiete erhalten. Die Bedingungen für eine derartige Aktion hätten sich verbessert. In Europa beginne man einzusehen, daß alle Kriseuzustände letzten Endes auf die Friedensverträge zurückgeleitet werden müssen. Uugarn sei heute in seinem Streben nicht vereinsanlt, es habe einen einflußreichen und mächtigen Fürsprecher gefunden: Italien. In seinen weiteren Ausführuilgen be-sckiäftigte sich Gömbös mit dem Verhältnis Ungarns zu Oesterreich. Die ungarische Politik gehe daran, die politischen und N'irt--schaftlichen Beziehungen zu Oesterreich zu vertiefen. Oesterreich und Ungarn, erklärte der MinifterPrSfident, müssen im Donaubek-ken schon nach ihrer geographischen und ethischen Lage ein Faktor bei der Neuordilung der Dinge werden. Ungarn müsse in erster Linie bedacht sein, die erniedrigende Atmosphäre zu beseitigen. Frankreichs Interesse für das Schicksal Ungarns und die Stim mung, die in der Beograder Skupschtina sich äußerte, zeigen, daß man Verständnis entgegenzubringen beginne, was Ungarn zu den besten Hoffnungen berechtige. Die Rede des Ministerpräsidenten wurde von allen Blättern abgedruckt und allseitig kommentiert. In den Kommentaren wird betont, die Revisionsfrage sei ins Rollen gekommen, was für den Biererpakt eine Be-laswngsfrage ersten Ranges darstelle. P a r i s, 2. August. Pertinax schreibt im „Echo de Paris", im Septenlbcr werde Deutschland oder Italien die Frage der Vertragsrevision in er die definitive Machtverschiebung gefallen ist. Nun ist der faschistische Gedanke über die Pyrenäen u:»d das Tyrhennische Meer in die iberische GeisteSwelt eingedrungen. Er wird seine Sprengkraft zu enveisen haben, un.d lvenn sich die Erhebung der Jugend dort auch unter anderen Nnvständen vollziehen sollte, so ist auch dort mit Kräften zn rechnen, die dem Liberalismus und Denii^i-kvatismus nach dem Leben tixlchten. Kurze Nachrichten B e o g r a d, 2. August. " Im Innenministerium wird ein Gesch ausgearbeitet, wonach die Hauptstadt Beo-grab ein eigenes Polizeikorps erhält. Di« Gendarmerie wird in der Hauptstadt aba^ schafft. P a r i S, 2. August. Nachrichten aus Ron! zufolge will Mussolini eine uttlsassende Rekonstruktion seines Kabinetts veri'.ehmen. Vor allem sollen das Kriegs--, das Marine- und das Luftfahrtministerium zu einem einzigen Ministerium unter Mussolinis Führung zusammengelegt werden. Es stehen auch personelle Veränderungen bevor, wobei Mussolini junge Kräfte einsetzen will. Me Haltestelle ln Tezno pchergeftekt M a r i b o r, 8. August. Eine Kommission der Staatsbahndiret« tioil in Ljubljana besichtigte vergangenen Montag das für die Aufführung des Auf» nahnlsgebäudes der in Aussicht genomme« nttl Persolien-Haltestelle in Tezno in BSB tracht kommende Geländmnlissionellen Besichtigung auch Be-ztrkshauptlnann Makar, ?lbgeordneter Di rektor Krej Li sowie die Vertreter der an der Verwirklichung des langgehegten Wunsches interessierten Geuleinden bei. Die Kontmission entsck)il'd sich nach eingehender Prüfung aller Vorschläge für die Parzelle des Herrn K o v a ö i L, die auf der Ostseite der Bahn etwas südlich der Kreuzung der Bahn und der Ptujska cesta liegt. Man entschied sich für diese Stelle auS mehreren Gründen, vor allem weil die Haltestelle hier am leichtesten zuganglich ist und nur wenige Ateter von der ^iska und der TrZa8ka cesta liegt. Diese Straßen bilden die beste Verbindung der nun endgiltig sichergestellten Haltestelle mit den Gemeinden Tezno, Pobre^je, Radvanje, Nazvanje,, Zrkovci, DogoZe und Devica Marija v Brez« ju und schließlich auch der Stadtgemeinde, da das Magdalenenviertel stark zur neuen Haltestelle gravitiert. Neberdiek' sind hier das Ausnahmsgebäude und die Znfahrt-stras^e ani leichtesten und billigsten zu bauen. Die anwesenden Vertreter der Stadtgemeinde sowie der an der Durchführung deS Projektes interesiierten Nachbargemeinden drückten den Abgesandten der Balnidirektion ih?e Befriedigung darüber ans, dast sick die Bahnverwaltung endlich entschlossen Iiat, den Fahrgästen da? Besteigen und Verlassen der Züge in Tezno zn ermöglichen. ES wurde festgestellt, das? die Frequenz znfrie-denstellend sein wird, da ein Gebiet mit einer Bevölkernngszal)l von gut W.0W Seelen in Betracht kommt. In den nächsten Tagen werden die Organe des Vorbereitungsaui?s6)nstes für die Errichtung einer .<.>altestelle ii? Te^no bei Institutionen nnd Privatperi^u^en vorsprechen, lnld dieselben nm Beitiäge zu den Kosten ersuchen. ES nlöge nieunniden geben, der nicht nach besten Kräften am Gelingen der S a m m e l a k t i o n nittmirkt. Je rascher die erforderliche Suu?n,e aufgebracht wird, desto eher wird der erste Zug im Tezno halten. Börsenberichte Ljubljana, 2. August Devisen lin lliliZ.W bis l.i7!.8!, Zürich l I08 London l0<>l!' bi.^ York Scheck bic^ 224.24 bisPraq bi.> Triest .'»7 l'is .W.'>.i>7. Mrich, August. Devisen.--'0.2!^?.'», ^.'ondoil !7.i9, 'i'lewinirl' land Prag lö.Zl^, Wieil 123.:^. : Be,^ ..'it) bi« Neiw '^iarii Paris . Mai-Vcrliv '^MariKorer Zeikung^' Numm« ZW. Donnerstag, von?. August lvZZ. SamborSe tSZZ Heute Beginn der internatio«alen Psadst«» dertagung in GSdiMS. Blldapest, 1. August. Morgen unl halb 17 Uhr wird in den Wäldern des köniAichen Lustschlosses Gödöl-lö die internationale Psadfindertagung, genannt Iamtor^ 1933, in feierlicher Weise erössliet avcrdcn. Die Eröffnung wird Reichs vor'.vescr Hort ^ y im Beisein des obersten Führers Äer Pfadfinder, General B a« tzen - Po w e l l, vornehmen. An dem ^^linlboree nehmen rund Pfadfinder tcil, darunter auch solche aus Japan, Siam, Syrien, Sildasrika ni.v. Am stärksten vertrc-teil sind die Engländer nlit S500 Teilnch-niern. Unter den Pizk^ilnd^'m befindet sich auch Äcr dänische )nprinz und Prinz Wtl-!)clm von -chu'cden. öaqerführer ist der ungarische Gras Tel?ky. Inl Lager oeflndet sich eine eil,cne Poliz.?i, Wche, Ra-diostation, !^'azarett usw. Das Programm umfaßt Paraden, illebungen usw. und dient dem gegenseitigen -ichkennenlemen der Jugenh aller Nationen. MufioNnls Pläne MMSrische und politische Gleichberechtigung Ungarns / Rom stützt die revisionistischen Forderungen Ungarns Sin Berg „doli Atem Sin geologisches Phänomen. Die Stadt Castlomaine iin australischen Staat '-Lictoria beherbergt ein geologisches PWnomcn, das in der Welt ohlle Beispiel dasteht: cineil Berg, der einmal im Jahre tief Atsnl holt. Bor i'lber 50 Jahren war in den Berg ein Bergwerkssc!^cht niedergebracht worden. Die Mine wurde später still« gelegt und die Mündung des Tunnels6)ach-les brach infolgedessen zusammen. Es war nichts weiter als ein S6)litz übrig geblieben, der die Tätigkeit eines Nasenloches ans-ülüe. Zeit rund vierzig Jahren tut der Berg durch dieses Nasenloch alle zwölf Monaie tiefe und regelinästige Atemzüge. Der Hügel besteht aus weichem, porösem Erdmaterial, das init eine dicken Basaltschicht überdeckt ist. Wenn nun der Berg durch die Sommer-sonno erwävlnt wird, dehnt sich der Basalt und wirft sich. Dadurch entsteht in der Mitte eine kleine Wölbung, während fich gleichzeitig in den: tieferliegenden iveicZ^n Material spalten und Risse bilden. Die Anhen-luft dringt durch das offene Nasenloch nach innen und füllt die Risse mit Luft. Wenn dann die kalte Jahreszeit eintritt., zieht fich der Basalt zusammen und die durch ihn gebildete kleine WölblNlg sinkt ein, so daß sich die Risse in dem porösen Gestein schlie^n vnd die während der Sommerzeit eingesogene Luft nach außen entweicht. Bei Darmträgheit. Leber- unb Gallenleidsn. Kettsucht und Gicht, Magen- mrd Darmkatarrh. Geschwülsten der Dickdarmwand. Trkrankungen des Enddarmes beseitigt daS natiirliche J^".Bittenvafser Stauungen i» den Unter-leibsorqanen rasch und schmerzfrei. LanqiLhriqe Krankenhauserfahrunqen lehren, daß der Te-brauch des Fra«z'?^oief-Wasi«rS dt« Darmoer. Emvfindttnaen vromv» abführt. Das „Franz-Iojes".Bittern)asier i^t in Apothekn, Drogerien und Spezereihandlun» gen erhältlich. Paris, 1. Au^st. Die in der vorigen Woche in Rom stattge« ftmdenen Berhanidlungen Mschen den beiden Mim-sterprälfidenten Mufsoliniund G ö m b ö S find nach wie vor Gegenstand lebhafter Kommentare und Erörterungen in allen diplo?natischen und politischen .^reisen. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die Schreibweise der römischen Presse verwiesen, die die Schlußfolgerung zuläßt, daß zwisä^n Italien n. Ungarn ein Konsul« tativ^kt abgeschlossen wurde, wonach Italien und Ungarn sich in allen wichtigen außenpolitischen Fragen vor der jeweiligen Entscheidung zum gemeinsamen Beratungstische setzen. Die italienische Presse macht übr'gcns kein .Hehl darMs, daß auf Grund der neuesten Abmachungen die ungarische Außl'ndoli ttk in Rom gemacht wird. Rom _ heißt eS unverblümt ^ wird die künftige außenpolitische Orientierung Ungarns ^tiimnon. In ungarischen politischen Kreisen haben diese Feststellungen der italienischen Presse einen ungünstigen Eindruck ausgelöst, den man nun auf die Weise zu verbergen trachtet, daß betont wind, es gehe in erster Linie doch nur um jene gemeinsamen Ziele, die Ungarn nur durch engere Anlehnung an die nicht die außenpolitische Abhängigkeit Ungarns von Italien in Frage, sondern Ungarns Bekenntnis zur Friedenspolitik der Gro^ächte. Demgegeniiber geht jedoch aus anderen offiziösen Beteuerungen, Kommentaren urid <^klärungen sowohl auf itaUenischer als auch ungarischer Seite hervor, daß die von Rom in Szene gefetzte Aktion viel breiter aufgebaut ist, dazu bestimmt, auf Umwegen zun, Hauptziele zu gelangen: zu der Verwirkli-ö^ng der Reviisionsforderungen. Denn darin erblickt man in Rom noch das erfolgreichste Mittel für eine Schtvächung Frankreic!^ und der Kleinen Entente. „Paris Soir", ein Blatt mit besten Informationen aus diplomatischen Kreisen, betont, Mussolini habe sich neuerlich verpflichtet, mit allen Kräften die Forderungen Ungarns nach miltiärischer und politischer Gleichberechtigung sowie nach Reviswn des Trianonvertrages zu unterstützen. Die Haltung Mussolinis in der Frage der Trianon-Revision geht am testen aus einer Depesche hervor, die er dem Budapester Ober bürgermeister Ät. Maidar u s z a r in Beantwortung seiner Glückwünsci^ zmu 50. Geburtstage geschickt hatte. Mussolini drahtete wortwörtlich: „Ich uxlr einer der ersten, Großmächte, vor allem an Italien, erreichen der die Unaerechtigkeiten des Friedensver« könne. Es wird mich versucht den Nachweis darüber zu erbringen, daß sich das Abkommen nicht lediglich auk Italien beziehe. Göm bös habe mit Mnsiolini als dem Initiator des Biererpaktes verhandelt. Es sei auch träges von Trianon. durch den Ihre große und edle Nntion verstüm?nelt wurde, verkün det bat, u. ich erkläre daß ich meinen Stand Punkt nicht ändern werde, bis die Wiedergutmachung erfolgt ist." Verein der Liebhaber von Sonnenwetter. Unl einem anscheinend dringenden Bedürfnis abzuhelfen, ist dieser Tage in Stockholm ei,?e eigenartige Vereinigung ins Leben gerufen worden. Alle Stockholnier, die die leider so oft streikende Sonne dadurch gnadig zu stimmen glauben, daß sie ihr zahlenmäßig die Größe ihrer Anbeterschar beweisen, Iiaben sich zu dem „Verein der Liebhaber von Sonnenwetter" zusammengeschlossen. Das NeichSkabinttt—oberstek Faktor der Gestdgebung Hitler vom Reichstag und vom Reichsprästventeu unabhängig Berlin, 1. August. ^ wurde Adolf Hitler mit allen Attributen der In der letzten Zeit drehten sich die Pole- j Macht ausgestattet. Dadurch wurde er auch miken und Betrachtungen der Blätter vor«, von der Rücksichtnahme auf die politische Hol nehmlich um den Abschluß des Reichölonkor- ^ tung des Reichspräsidenten freigemacht. dats. Während im Ausbau der nationalso zialistischen Diktatur im gleichen Zeitausmaß ein gewisser Stillstand eingetreten war, ist nun die breite OeffentliHkeit durch die neueste Notverordnung des Reichslatinetts itberrascht morden. Formell war bislang die Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt, die neueste Notverordnung der R^ichsregierung stelle die wichtigste grund-sätzlion Zeit zu Zeit demonstrativ die Politik der Reichsregierung zu bestätigen. Mit der neue j sten Notverordmlng über die Abänderung jder Geschäftsordnung des Reichskabinetts Appell an den Völkerbund Schwere Anklage der saarländischen Regierungskommission gegen Berlin / Die Reichsregierung deantwortet die Depeschen der Saarregiernng nicht London,?. August. Nach Berichten englischer Blätter hat der Bvnsrtzende der saarländ^ch. RegierungÄkom Mission, K n o x, dem Generalsoketariat des VÄkeri^ndes die Mschrift einer Depesche zplgchen lassen, die in Angelegenheit der Ent führung zweier Franzosen und eines Saarbewohners durch S.A.-Lente an die deutsche Regierung gerichtet worden war. Die Saarregierung erhebt auch dagegen Vesch'.r>erdc', dich d^ Berliner RegierAug, entgeh dem internationalen Brauche, auch den Empfang der Protoftdepesche nicht bestätigt habe. Wenn die deutsche Regierung die drei entführten Personen nicht so bald wie möglich zurückstellt, dürfte ^r Völterbundrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten. Die Initiative hiezu dürfte mit Rücksicht dar auf, daß es sich um zwei Franzosen handelt, von Frankreich a-uSgchen. In diesem Falle dürste auch die Frage der d^itschen Flieger-llüer Oesterreich lV, den Genfei Rc zur Sprache komme». in !t^aft tritt, während bislang ekne mint male Zeitspanne von 14 Tagen erforderlich war. Der Reichstag ist auch in den Fragen des Abschlusses von Verträgen mit dem Aus land ausgeschaltet. Gesehesvorlagen, Aus-landabkommen ukw. werden in .Hinkunft nicht inehr dem Reichstag unterbreitet, sondern die Ressortnlinister unterbreiten sie dem Ministerrat bzw. dem Reichskanzler Adolf Hitler, der dos mit seiner Unterschrift versieht, worauf es in Kraft tritt. Für Gesehe, die mit Finanzfragen zusammenhängen, ist die Zustimmung des Finanzministerc^ erforderlich, der gleichzeitig die .Hauptkontrolle vorstellt. Hitler ging jetzt einen Schritt weiter, indem er aitch für die Minister dil? Vorzensur ihrer Reden, Erklärungen, Interviews usm. forderte, da durch manche dieser Reden bisher Widerwärtigkeiten entstanden. Von nun an muß jede öffentliche Zknndgetung >'er Reichsminister, KtaatSminister usw. vorher im Pressebüro des Reichskanzleramtes vi-I^iert werden. B e r l i n, 1. Augilst. Die Regierung hat die Durchführungsbestimmungen zum Gesetz über den Verlust der ReichSbürgers6)aft erlassen. Nach dieser Ver-ordnung kann jedem deutschen Staatsbürger die StaatSzugehörigkeit genommen werden, wenn es sich herau^tellen sollte, daß dies^»lbe mit den nationlsozialistischen Grundsätzen nicht übcreinstwmt. Zunächst sind Rasse-, Staats- und Kulturmomente zu berücksichti-.gen. Die Staatsbürgerschaft verlieren mit I sofortiger Wirkung alle i^^uden^ mit Aus- Maffenfelbmorb im Dulkankrater Eine wahre Selbstlnordepideinie hat die japanische Bevölkerung ersaßt. Die Opfer sind fast ausschließlich junge Männer und Frauen, meist Liebespaare, die aus irgend einem, oft nichtigen Grunde lebenSüber-drüfsig geworden sind. Diese Lebensmüden haben sich eine schreckliche Todesart ausgedacht. Sie stürzen sich in deil brodelnden Krater des Vulkans Mihara, der auf einer landschaftlich sehr reizvollen Insel in der Nähe der japanischen Hauptstadt gelegen ist. In den letzten sechs Monaten haben diirt nicht weniger als 300 Menschen den Tod ge-fundm. Erst vor kurzem haben sich an einein einzigen Tage zwölf junge Menschen in den Krater gestürzt. Der Grund für die Wahl gerade diefer Todesart ist vielleicht in dem japanischen Ewigkeitsglauben zu suchen. Die Lebenmüden glauben, daß ihr Körper siä) nach kurzer Zeit in dem Vultan in Dampf auflöst, der dann die Seelen himmelwärts in das ewige Paradies trägt. Die Polizei hat auf der Insel Afhima einen besonderen Sicherheitsdienst angeordnet, der noch durch Polizeikräfte aus Tokio verstärkt wurde. Es ist jedoch wegen der Größe des in Frage kommenden Geländes nicht möglich, alle Per sonen, die den Aufstieg zu dem Krater ma-ckien, zu beobachten. Trohdom bemühen sich die aufgestellten Wächter, alle der Selbste nwrdabsici^ Verdächtigen fetzzunehlnen. Dit! Gefängnifse von Oshima sind von Schutzhäftlingen überfüllt. Jeden Tag kommen aber trotz aller Vorsichtsmaßregeln neue Selbstmorde vor. Die japanische Presse hat jetzt ebenfalls einen Feldzug gegen die Selbst mordkandidate» unternoinmeil, in dein sie in aufklärenden Artikeln damufhiuilvist, daß der Glaube, durch den Selbstniord iul Vul-kankraier zur ewigen Seligkeit zu gelangen, irrig ist. «ine unhewliche Statistik. Das Kriminalistische Institut in Chicago hat soeben ein umfangreiches Buch vsröffent licht, das die Statistik der von 1931-32 in Amerika begangenen Verbrechen enthält. Aus diesen! mit vielen Abbildungen verselie-nen Buche geht hervor, daß Chicago sich des traurigen Rekords rühmen kann, die Stadt der meisten Verbrechen zu sein. Auf l 00.000 Einwohner komnien jährlich 40 B^orde. Um diese außerordentlich hohe Zahl zu veran-schaulick)en, sind zum Vergleich statistische An gaben aus Paris und London angefi'llirt. In Paris kommen i'ährlich 5 Morde auf l00.0 Ms sie sich denl nächsten Dorf näherten, ir den, sie ebenfalls vor einigen Tagen einen frechen Ueberfall ausgeführt hatten« sabn' ^ s. »Wch I« .Marworer ^euirng'^ ^iummer ste schon vo» weite« eine Schar Männer, die mit Knüppeln, mit alten, halbverrofteten Gewehren nnd mit allerlei Ackergevitten, die man zur Rot al« Waffe benutzen wnn, bewehrt waren. Nichts Äutes a^eni», evArif« fen die Räuber die Flucht. Die mutigen Dorfbewohner hatten sie aber bald eingeholt, und es entspann sich ein blutiger Kanchf. Es gelang, die b^den entführten SSHne des Juweliers zu befreien. Rur einer der RälBer konnte entkommen, die übrigen wurden gefangen genommen, zwei blieben tot auf dkm j^^platz liegen. Tünze der kommend«« Satfon Die Zeit ist nicht mehr fern, da eine Auf« kischung unserer Ta»»jrenntniffe notwendig ^in wird, um mit der Mode auf dem Parkett nicht „aus d«n Schritt" zu kommen. So wie jedes Jahr findet auch Heuer wieder Ende dieses Monats die große internationale Tagung der „Imperial Society of Dea-chers of Dancing" in London statt, die unter anderem sich zur Aufgab macht, die Tanzmode der kommenden Saison zu keimen. Wiewohl die neue Linie der Tanzmode im Augenblick noch tiefes Geheimnis ist, läht sich dennoch mit ziemlicher Sicherheit sagen, das grundlegende Aend^ungen nicht M er-wartetl find! Die StaiÄardtänze und -schritte werden in ihren Grundformen so wie bisher unverändert bleiben und bloß ein zelne neue Schrittkombinationen und Ba-riantetl dürften für Abwechslung und Anregung sorgen. Der Rumba wie die Tanganilla find so gut wie erledigt und werden kaum mehr im Tanzrepertoire des Herbstes zu finden sein. Hingegen melden si6? drei neue ModetSnze an, und zwar der a t io na l wa l z e r", ei,« Kreation, die den alten Wiener Aalzer zu variieren sucht, und eine „seitliche Welle mit Bierteldrehungen" und einen „Gmndschritt mit Aechselfl^ttt seittich und Rechtsdrehung" einflicht; der „De ut s chhei me r" der zu Polka- und Marschmusik getanzt, eine Reihe flotter Figuren aufweist, und sisi wußte die Gräfin keinen alvderen Rat, als «sich ihren, treuen Neger anzuvertranen. Der Neger holte seinen vergifteten Dolch uu? seinem Koffer. Und a,n midern Morgell sund man den Eintänzer, der der Gräfin nach Pa ris gefolgt lvar, i,, einer Straße der stadt tot anf. Eine ,nlr leichte Perlehuilg an der .Hand hatte den schnellen Tod gl>l.os herbeigeführt. Der Mörder, der Neger, stvllte sich einige Tage darauf der P»-lii^ei. Paris ist reicher uu, einen neuen Interessanten Kriminalfall. Der Graf Nlivciille? hat es i,crn,ocht, seine Frau vor der 'Zier-hasllliiji ben'ahren. Aber wird de- Nelis Festabend ,nit Borträgen und Allsprachen von Bischof Dr. P o p p, Dr. Friti Z angge r. Pfarrer V^ellmut M a y lind Pfarrer Gerlmrd M a y sotvie verschiedenen mnsitalischen Dar bietnngen veranstaltet werden. Sonntag früh findet u,n N Uhr eilt Festgoitesdienst statt, bei dein Pfarrer .'ixlllilnt a » die Festpredigt halten »vird. Beide Beranstal-tnngen finden in der (5hristuskirche statt sind für jederlnann zugänglich. e. Ferialkolonie in Bakarae. Vergangenen Freii^ag begab sich die dritte K'olonie, besteh' end ans 7^ Perslnien, inisil Bakarae in das dortige „Celjeer Heiul", das Eigentum deö Iugoslawischeil Frauenvereines ill Celje ist. Da einige Angelneldete niit dieser Kolonie nicht mehr lnitgehen tonliteil, würde der Verein nach eine Kolonie von? 18. bis Ende August veranstalten, we»u sich eine genügende Auzat)l von Tellnehlncrn nieldeir würde. Anmeldungen tiei Fran M. ^ e r-n e k, Gregoröiöeva ulicci 1. c. Maturaseier. Die Malnrant<'n ix's lne-sigen Gylnnasiuins aus den, Jahre sei' erteil dieser Tage das .'Äsalirige Iillnläuiii ihrer Reifepriifnng. Von den eiirstigen Sälultameradeil waren erschi^'neil Oberilm desgerichtsrat Dr. A l t z i e b l e r nu.-Graz, Dr. Do uan aus Rechtsaii^ lvalt Dr. F e r iii e v c aus Ptnj, Direktor Lavrinc au? Ljnbljana, Dokilir Negri aus Celje, Rechlsniiwalt Doktor Rajh aus Eelje, Notar Dr. S : o j a il aus Eelje, Qberbahnarzt Dr. W alenl i nits ch alls Villach ilnd L a n d e s g e-richtsrat Z d l»e k alis Vojnit Sieben Mitschüler sind gestorben. währenl'> die übrigen schriftlich die ,^usainnlenlunf! begrüßten. Ciilige sind unauffindbar. D'^' versalnlnelten Mitschüler licgrns;tc in iniri gen Worten Herr Dr. S t o j a n. Der Abend verlief ili alliiliiertester Stiniinunli. c. Todesfall. Inl Allgeineinen Kranken Hanse starb anl .'il. Inli .'i^err Johann "vo jan, BergN'erksverlvalter i. R. ans .^nmrl no ob Paki. Er erreichte ein Alter von 51 Iahreil. Friede seiiler Asche! e. Vortrag. Der Verein „SoiZa", der in letzter Zeit eitie agile Tätigfeil entfaltet, ve> anstaltet Donilerstag, deil .">. d. in den Ver eillsränniell eine», Vortrag des Schristsiel lers <5nritl K o s m a ö. c. Das Portiunknlasest ivnrde Dienslna nnd Mitllvoch lnie üblich in der Kapuziner kirche abgehalten. Es ^>iinen viele Wallfah rer aus den« ganzen ^ uiutale lind aii!? 'ii' derei, entlegeneren Zl^rleii nach Celje. c. Zweites Ausivahlspiel siir die Stabtt-mannschast. .<'>eute, Mittwochs den 2. d. uln Uhr findet anl Sportplatz beiin Fel-senkeller das Meile Aiislval)lspiel zur Er-inittllllig der Städle»,annschaft stall, die Sollntag, den l>. d. gegen eine Zagrelier Städtemanttschast spielen wird. Aus «tu« p. Das gestrige Unwetter richlele aui^ in Ptnj groszen ^l's>aden an, sodas', auch die ^enerlnehr ausrüelen unls^le, um einige lerräunie ilisbesondere ani Minori:ei,plat; auszllpniilpen. In der Uiugebulig nnirden lnehrere Mnwe unlgeilwrfen. p. Beiul Bällerschießen verungliickt. Beim Laden eines Böllers hantierle der I-^sähri-ge Mülsergehilfe Vladinnr Vogine derarl ni,vorsichtig, das; sich der Böller entlud. Bog,ne tnlg hiebei Verletzungen mn ganzen Gesicht da^voil. P. llnsäile. Der lU jährige ^^-ranz Noznia'.v stürzte von eineui Dach ulid zog silnd rallbten Wäsche i»n Mrte lwil lM0 Din solvie meli rere Ulhller. — Ein zn'eiter Einbruch wird aus Lalicova lms geilieldet, »vo die Täter in das Hails d<'s Besitzers I>osef Türk einbra chen und ans;er ^Neiduilgsst'l'icken auch einer Barb«^Nag lwn Dinar entwl'ndeten. P. Am hiesigen Studentenheim ist di Stelle eines Prä fetten sreigeworden. ld Katzen stellen eine Gefahr dar, die dringende Mahnahnlen erheischten. Die jugoslawischen, österreichischen und ungarischen Behörden traten zn-sämmen und vereinbarten Maßnahmen, uni die schreckliche Gefahr, die Mensch und Tier bedroht, zu bannen. Es wurde beschlossen, di» .Hunde ausnahmslos anzuketten und jedes verdächtige Tier erbarmungslos zu vernichten. In Oesterreich und Ungarn wnrde die Maßnahme ziemlich restlos durchgeführt, dagegen ging in Preknmrje die Liebe zu den vierfüßigen Freunden des Menschen so weit, daß man es vielsach nicht übers Herz brach-' te, die Hunde anzuketten und dieselben so s der goldenen Freiheit zn berauben. Uebri-.' gens ist dies teilweise verständlich, wenn nmn bedenkt, daß 'die einsam gelegenen Bauern-Höfe vor Bösewichten viel besser geschützt flnd, wenn die viersüßigen Wächter frei nm-herlaufen. Oesterreich und Ungarn wandten sick) uun an dett Völkerbund mit der Bitte unl Intervention. Dieser fällte nnn das saloino-nische Urtett und dekretierte, das; in Prekmurje alle nicht angenleldeten Hunde nnd Katzen kurzerhand sofort zn vernichten sind. Nur auf diese Weise könne sür d?e Menschen.gebannt werden. Die Banale Verwaltung in Ljubljana ordnete daraufhin die sofortige Anmeldung der Hunde nnd Motzen an. Jeder nicht angekettete, ja überhaupt, der nicht rechtzeitig angemeldete und untersuchte Hund ist erbarmnngslos zu erschießen. Das Todesurteil, das über die Hnnde und Aatzen in Prekmurje verhängt worden ist, wird unbarmherzig durchgeführt. Gegen die Urteilsvollstreckung gibt es kein Rechtsmittel, keine Berufung, keine Begnadigung des Delinquenten. Alele können sich vom treuen ?^eund und Wächter nicht trennen u. wenden .Kniffe an, um den Henkern in der Person der Wasenmeister nnd anderer nüt der Benüchtung der Tiere betrauten Organe ihr Opfer zu entreißen. Viellfach n'erden Hunde heimlich in die nicht gefährdeten Ge-v^ndln, geschafft. Aber wehe dem Bösewicht, der auf diese Weise den Delitiquen-ten zu retten versucht. Das Tier wird solange gesucht, bis es gefunden nnd auf der Stelle erschofsen wird, während sich der Bescher des Tieres wegen Störung der Amtshandlung zu verantworten hat. In knrzer Zeit wurden in Prekmurje bereits über 7W .Hunde vernichtet. Dabei war die überwiegende Mehrzahl vollkommen gesnnd, aber die Besitzer der Hunde hatten es unterlas-jxu, dieselben rechtzeitig anznnielden nnd untersuchen zu lassen. In Murska Sobota besitzt der Primararzt .Herr Dr. ^ k r i l e e einen prachtvollen abgerichteten Schäferhund, den er vergessen statte, anzumelden. Das Prachtvolle Tier solkte ebenfalls erschossen werden. Nun hat der .Hund seinerzeit seinem Herrn das Leben gerettet, als dieser von Nänbern überfallen wurde. Rur dent starken Hnnd hatte es der Arzt zu verdanken, daß er an, Leben k»lieb. Er richtete nun an die Banalverwaltung das Ersuchen, den Hund, der nachgewiesenermaßen nie gebißen worden war ltnd vollkommen gesnnd ist, zn begnadigen. Bis zunt Eintreffen des Bescheides konnte, da die gesamte Bevölkerung die Bitte nn-serstüht. ein Aufschub der UrteilSvollstrek- zu einem gttoiffen Grade denen der übrigen Wirtschaftszweige anzupassen. Außer den normalen Kolgen ^er Wirt-schaftsdepreffion, die nicht nur eine spezielle Erscheinung Jugoslawiens ist, sondern allgemein in der ganzen Welt s)errscht, wird das Druckergewerbe in unserem Staate noch durch nachstehende Umstände zugrundege-richtet: 1. Monopolisiertes Diktat der Papierpreise seitens des Kartells der Papierfabriken, daS durch den übertriebenen und ungerechtfertig ten Schutzzoll eruiöglicht wird. Dadurch wird die Ware verteuert und der Kousmn unterbunden. Da das Druckcrgewerbe eine dringende und unumgängttche Kulturforderung ist, erhält die Monopolstellung der Papierindustrie einen kulturwidrigen Charakter, der eine Betätigung und den Fortschritt dieses Gewerbes unmöglich macht. 2. Die Briefumschlagfabriken, die ebenfalls einen übertriebenen Zollschutz genießen, schufen desgleichen unlängst ihr Kartell. Sie erhöhten mit I. Juni die Kuvertpreise um N0 bis 8056, obwohl die Preiserhi^hung keineswegs gerechtfertigt erscheint. » dl. <^enieüen Lie Mre k^reizeit in l-ukt unä Lonne, so ott Sie iiünnen — sber nur mit >?iveg. Sie >verc!en sckneU drsun und minclern c!ie Oetakr äes Lonnendrsnäes. Oock nie mit nassem Körper sonnenbgcZen unä stets vorder einreiben! >Ijves Lreme >vjrkt bei ttit^e snßenekm kllklenci; itn krisclien l'sßen claxegen sckllt^t I^ives-Oel vor 2U starker ^bkllklunx. S647 Hlv«» ist unersvtrliei» uanaekakmlied. 6enn lcein an-err Dr. 2 j h c r hat seinen Jahresnrlaub ani?etreten. Während seiner Abwesenheit vertritt ihn der Vizepräsident Herr Dr. P i ch l e r. Der Chef der Martborer Stalitsn>nn,'!stschaft, der -^rste lJn dieser Zeit wird ilin der Chef der internen Abteilung Herr Dozent Dr. M a l-k o vertreten. m. Mario Kimenc und Srila Druzoviö iverdi:n int Rahmen der Mariborer Festwoche, die bereits Samstag ihren Anfang nimmt, ztvel selbständige Konzerte veranstalten. nl. Pachtvergedung der Bahnhofrestau- rati«n in Maribsr. An» 4. Septeniber fit,-det bei der Staatsbahndirektioil in Ljublja-na die Versteigerung der Anbotstellung für die Verpachtung der Restauration am .Hanptbahuhof in Maribor statt. nt. Die ftSbtische itonzerttaxe wird ausge-hoben? Der Finanzausschuß des städtisch-'n Gemeiuderates besäMtigte sich iir seiner gestrigen Sitzung ntit der Besch^verde unserer Gastwirte und Kaffeesieder gegeit die Erhöhung der Konzerttaxe in den Gastbetrie-^n. Mr Finanzansschuß wird denl lNemcin. derate den Antrag stellen, die Taxe überhaupt zu streichen, nur müssen in den Betrieben durchlvegs heinlische Mlti'iker beschäftigt werden. Eine definitive Lösnng wird die Angelegenheit in der Gcmeinderatssitzung am kommenden Freitag finden. m. Die Abschlußprüfungen an der Forstschule wurden vergangenen Montag beendet. Den Vorsitz der Prüfungskomtnifsion führte Herr Oberforstrat Jng. Ta vLar auS Ljubljana, während der Direktor der Anstalt Herr Oberforstrat Jng. Zieren-f e l d, Herr Oberforstrat Jng. UrbaS und der Forstadjunkt Jng. SotoZek deren Mitglieder tvaren. Die Prüfung bestanden lA. Kandidaien u. zw. Daniel Ada-miö, Josef öerniö, Heinrich Ferjanöii', Franz Fregl. Franz Golobevnik, Rob.rt j^ren, Simon Kröpfl, Anton Lobnik, Friedrich PofpiSil, Martin Potoi-nik fmit Auszeichnung), Rudolf RebZelj, Franz So?^ic (mit Auszeichnung) und Franz UrbanöiS. m. GefSlfchte Sv-Dinar-Mtlnzen. In led ter Zeit tauchten in Dornava bei Ptuj Fal^ sifikationen von den neuen 5V-Dinar-Mi1n^ zen anf. Die gefälschten Münzen sind lei^tt zu erkennen, da ihre Farbe viel Zmnkler ist und auch die Aufschrift recht undeutlich ist. Sie dürften ans einem Aluminiumgemengsi?! hergestellt sein. Staatsanlvalt Herr 7^ 7^ a n ö i L ist von seinem Urlaub zurüst.ü'.^htt nnd hat die Le! tllng der Agende«, nneder übernomnien. . nt. Todesfall. Nach kurzer Krankheit ist gestern die Eisenbahnerswitwe Fran Ursula MiklauZiini ini Alter von 72 Jahren ge-storbell. Friede ihrer Asche! tn. Aus dem GpitalSdienste. Der Vernwl-ier des Mariborer Krankenhanses >Mr. Dr. rcvko hat seinen Urlaub angetreten. 8pv?l»Il»t tttr ebirurilo. ist ?uriiclen konnten. Im Match gegen den ZKD trat die Mannschaft in derselben Aufstellung wie in Maribor an, während der ZKD das Hauptgewicht aufKukuljeviö und Fröbe legte. .Herren - Sinz e l: Karl Friedrich (HaSk) — Fröbe (ZKD) 4:6, 6:1, 7:5, Ku-kuljeviö (ZKD) - Schäffer lHaök) 2:6. 6:?, 6:2, KreSimir Friedrich (HaSk) — Podvinee (ZKD) 6:4, 6:4, Marer (ZKD) - Dr. Kr-nic (Ha8k) 6:3, 7:5, Jng. Malaneec (HaSk) — Novak (ZKD) 6:2, 6:2. Doppelspiele: Kukuljevi«', Podvinee (ZKD) — Schäffer, Krnic (Ha^N 6:3, 7i5, Brüder Friedrich (.Ha^k) — Fröbe, Marer (ZKD) 6:2, 6:3. Für den Sieg war also das ausgezeichnete Spiel der Brüder Friedrich ausschlaggebend. Nach Beendigung der Kämpfe wurden die Damenkämpfe aufgenommen. Die Gegner sind bekanntlich ZKD u. der Tennisklub aus OdZaei. Odiaci gelangte erst nach einem Siege gegen den A.T.K, im Jnterzonenfinale in die Herausforderung Frau G o -sttSa schlug Frl. Matanoviö niit 6:1, 6:0, während Frl. Matheis (Od-Saci) Frl. Fritzi B l i s mit 6:2, 7.S de-zwang. Beim Stand 1:1 wurden die Käiilp-fe wegen Dunkelheit abgebrochen. Etwas zurückgegangen ist die S ch w e i-n e a u s f u h r, hauptsächlich ivegen dc'r Schwierigikeiten in der Belieferung Oesterreichs und der Tschechoslowakei. Trotzdem belief sich der Export auf 101.300 -tück gegenüber 121.L0l) in der ersten Hälfte des Borjahres ini Werte voil W1.7 bzw. N0.0 Mill. Dinar. Trotz der großen Schwierigkeiten ist die Schmeineausfuhr immerhin noch etwas höher als in d. Vergleichszeit des Vor krisenjahres 1929. Bei Fortfall der Kalamitäten in den letzten beiden Monaten würae sich der Erfolg beiweitem günstiger gestalten. An übrigen Kleintieren konnten etwa 105.200 (40.800) ini Werte von 5.8 (3) Mill. Dinar ausgefiihrt werden. Dn G e-flügelexport ergab einen Erlös von 42.9 ((34.A) und anfrischem Fleisch und Fleischerzeugnissen 54 (51.3) Millionen Dinar. Der Gesamtwert des Vieh- und Flerschex-Portes stellte sich im ersten Halbjahr 19W auf 268.5 Mill. gegenüber einem solchen von 231L Millionen Dinar in der Vergleich des Borjahres. Ayiaieure maiKdlinn auf! Der Ringkampf erfreut sich in unserer Stadt einer ganz besonderen Popularität. Zunächst waren es die Professionals, d'e das Interesse unserer Draustädtler für diesen ^raftsport envachen ließen. Parallel mit den Professionalkämpfen traten auch unsere Aina teure vor die Oeffentlichkeit. Die Berufsringe- sind doch durchivegs ans den Neii^en ser Amateure hervorgegangen und da sich dieie Ääinpfe noch nach dem Reglement unter-säieiden, wandte sich ihnen das Jnterc'ssc' liur noch in erhöhtem Maße zu. Der Ainateur-^Itingkainpf kann in Maribor auch auf eine schöne Vergangenheit ziirückblicken. Der au' so tragische Mise ums Leben gekommene Meister der Matte A r z e n s e k ivar Ic'nge Jahre hindurch die Zentral^estalt de^ Ma--riborer Krafts Ports. ArzenZek war nicht linr ein berühmter Ringer, sondern auch ein ans gezeichneter Lehrer. In letzter Zeit sammelte der SSK. Nkarathon die besten und auck kräftigsten Leute um si.1i, die bereits in nreh-reren Gefechten zu beweisen vermochten, daß sie den Professionals in nichts nachstehen. Die Kämpfe irm die 1"nr!l'i' VanatS-meistevschaft werden min zeigen, wimivit das Können unserer Amateure reicht. dci^ sieben Gewichtsklassen werden sich uns auch die besten heimischen Kraftsportler vorstellen, so daß man voll und ganz C'inblick in den Stanli der Dinge wird iiehmen können. : „RapidS" TenniSteam nach Celjc. sonn tag, den 6. d. tragen „Rapids" Tennisspieler. und zwar Frl. Lirzer und Frl. Mary .'oalbärth sowie Hitzel, Holzinger, ^redv und Walter Haltärth, Rii^rd Lettner, Jng. Dr. Lettner und Hans Karbeutz in Celje gegen die Tennisriege des dortigen SkiNubs ein NevanchetenniSmatch auS. Die Abfahrt erfolgt S'^nntag mit dem Friihzng l>der nach etwaiger Vereiirbarmilg imt Privat- auto. Die «»bengenannten Damen und Herren mögen ihr Mitwirken dem Mannschasts. führe? Sepp H o l z i n g e r bis Donnerstag, den 3. d. abends definitiv bekanntgeben. : Die Tennissettion des GK. Zbelezniear teilt allen Interessenten mit, daß sie ihre neue Tennisanlage in der TrZaSka cesta eröffnei hat. Der Mitgliedsbeitrag ist angesichts der vorgerückten Saison äußerst niedrig gehalten. Persönliche oder schriftliche Anfragen sind an Herrii G. Mast, Maribor, PuSkinova ul. 5 zu richten. : Sin Leichtathletikwettkampf Graz—Linb-ljana geht Samstag und Sonntag, den 5. bzw. 6. d. in Ljubljana in Szene. : „Haidnk" protestiert. Der Spliter „.Haj-duk" !^gte gegen den Abbruch des sonntägigen Ligaspieles in Osijek Protest ein. : Rene Gchwimnirekorde. Beiin Zweikanipf zwischen „Jlirija" und der Susaker „Viktoria", das in Ljubljana MoMag abends vor sich ging, wuvd^ mehrere neue jugoslawische Rekorde aufgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, daß Heuer die StaatAmeister-schaft vom Meer na6i Sloivenien übersiedeln wird. So wurde ein neuer Rekord im 200» Meter-Brustschwimmen für Damen init 3:32, der um 6 Sekunden besser ist als der bisherige, ebenso beim l00-Meter-Rücrenschwim-men für Herren ein iieuer Rekord mit 1:16,4 erreicht. Im Stafettenschwinnnen 3lnal 50 Meter stellte die SuSaker „Viktoria" eineii neuen Rekord mit 2:02,4 auf und verbesserte damit den am vergangenen Samstag von der „Jlirija" mit 2:0-1,8 aufgestellteii Rekord. Das Wassertmllspiel zwischen „Jlirisa" und „Viktoria" endete untenschieden 3:3. : Den Nevanchekampf gegen den Voxklnb ttPnnching" tragen die Eisenbahner am ?. September in Graz aus. : Mir die große Drauregatta 1933 wer« den Annieldungen täglich im Mifer-Strand-bad (bei der Luzsse) cntgegengenommmen. X F«sosta»isch . tschechoflowakisther W«. renclearing. Die Prager Älndesbank hat bis Ende Juli die Forderungen tschechoswwati-scher Gläubiger bis Nr. 14.948 flüHig gemacht und auf die. eingezahlten Forderungen bis Nr. 21.800 Borsc^fse vorgestreckt. X Bodenenteignnngen ungarischer Staats biirger. In Beograd ist eine Delegation der Verwaltung des Agrarfonds (des sogenannten B-Fonds) aus Paris eingetroffen, um mit der jugoslawischen Regierung eine einheitliche Borgangsweise in der Behandlung internationaler Agrarprv^sse festzusetzen. Hauptsächlich handelt es sich um Bodenenteignungen ungarischer Staatsangehöriger. Der Agrarfond hat bekanntlich die Aufgabe, die Lasten jener Staaten zu mildern, die nach den Friedensverträgen für die Boden-enteignnngen ungarischer Staatsbürger Vnt schädigungen zu zahlen haben. Außer Jugoslawien kominen hiebei auch die Tschechoslowakei und Rumänien in Betracht. X DiSkontermWgnng. Die Bank der Niederlande setzte den Diskontzins-futz von 4 auf 3^/s«/« herab. X FahrpreisermWgnngen sSr die Rei-chenberger Meße. Den Besmi^ der 14. Reichenberger Mustermesse (Tschechoslowakei), welche vom 12. bis 16. August 1933 abgehalten wird, stehen vevschisdene Fahrpreis ermaßiqungen auf Bahnen und Schiffen zur BerKgung. In der Tschechoslowakei werden je nach der Gntfemung Einnäßigungeu in der Höhe von 33 bis 50»/o, in Oesterreich 2>5 bis 3V?S und in Jugoslawien für die Rückflchrt K05S gewährt. Auf den Schiffs fahrtÄinien genießen die Besuch gegen Vor Weisung des MesseauSwei-ses Fahv^snach« lässe von 10 bis 50'/». Radio Donnerstag, den Z. Angnst. Liubliana 12.15: Schallplaten. ^ 18.30: Radioorchester. — !9.30: Frauenstunde. _20: Slowakische Frage. — S0.30; Gesangsvorträge. — 21.50: Tanzmusik aus Bled. — Beograd 11.20: Schallplatten. — 12.05: Konzert. - 18: Physik. — 18.30: Plauderei. — 20.30: Uebrtragung aus Ljub» ljana. — 22.30: Zigeunermusik. — Wien 11.30: Schallplatten. — 12: Mittagskonzert. — 15.55: Schallplatten. 16.35: Was wußte man iin Altertum von Chemie? 17.25: Konzertstunde. — 19: Unterhalwngs-konzert. — 21: Symphoniekonzert. — 22.45 Tanzmusik. — Breslau 21.10: Arbeiter musizieren. — 22.30: Großer Tanzabend. — Straßburg 20: Presseschau. — 20.30: Konzert. — Mühlacker 21: Konzert. 22.30: Lieder von Richard Strauß. Leipzig 20.30: Politisches Brettl. ^ 21.25: Orchesterkonzert. — Bukarest 20: Gesangsvorträge. — 20.20: Symphonie-konzert auf Schallplatten. — Rom A>.I0: tzoffmanns Erzählungen, Operette. — Z ü« r i ch 19.W: Italienische Melodien. Sc!^ll-Platten. — 20.15: Heitere Lieder. - 21.10: Konzert des Wiener Gnitarre-Kammermu« siktrios. — 22: Stammtischgeschwatz. ^ Prag 20.20: Hebräische Melodien. — 22.15: Konzert. — Nor d-J t ali e « 20.30: Hossmanns Erzählungen, Oper. — M ü n ch e n 20: Rheinischer Wem. — 21.50: .Konzert. — Budapest 20.15' Zwei komische Opern. — 21: Jazz'nnsik. — ^ Warschau 30: Populäres Konzert. ^ ,^»Waribo«r Zeivmg^ ^«mer AV. VsrsIcksrui^gIIUmm« «In« D^IIIIon <4. Fortsetzung.) Seine Augen find wie die eines gehetzten Tieres. ^Sfpvache hilft nicht, Inge,,." „Sie erleichtert, Garlo." „Rein, nur wirkliche Hilfe erleichtert." „Melleicht — kann ich dir helfen?" „Du? Ach, Inge, womit? Wir sind ja alle gleichermaßen betroffen." „Das schon. Aber du l)ast doch noch per^ sönliche Sorgen. Du deutetest es mir heute nachmittag an. Hast du Onkel — gebeichtet?" Er lachte kurz und rauh auf. „Wo denkst du hin? In dieser Siwation ausgerechnet meine Schulden emgestehen! Meine Spielschulden!" „Ich denke, die müsjen sofort beglichen werden, Carlo?" „Ich Hube sie ja auch bezahlt und um daS zu können, neue und größere gemacht, für die natürlich Zinsen gerechnet werden." „Ich verstehe, Wncherzinsen." „So ähnlich," versetzte er verbissen. „Nein, nach allem, was Papa mir gesagt hat, war an eine Beichte nicht zu.denken. Er hätte es wohl auch nlit feinen Ehrbegriffen nicht vereinen können, mir meine Schulden jetzt noch abzunehmen. Da er sicher ist, liquidieren zu müssen, gehört nach seiner Auffassung nichts mehr ihm selbst." „Diese Auffassung dürste richtig sein, Carlo." „Ich glaube, die dreißig Tausend, die ich brauche, könnte er ruhig noch rausrücken. Das wäre keine ehrlose.Handlung." „Für Onkel wohl doch!" Und Inge denkt, wie sorglos ist er doch und wie schrecklich wenig weiß er als Sohn seines Baters von dem Unheil, das sich über dessen Haus zusammengezogen hat. Roman von Lola Stein (Nachdruck verboten.) Sie bemüht sich, ihr Entsetzen zu verbergen. Dreißigtausend Mark also! Ein Vermögen w der heutigen Zeit. Ein um so größeres Kapital bei dem Stand der Firma. Wenn Lorenz Detlefsen davon erfährt . w . Es ist nicht auszudenken. „Ich danke dir, daß du mich vorhin mit Papa allein gelassen hast,".unterbricht Carlos müde Stimme ihre Ueberlegungen. „Sonst hätte der alte Buchner sich auch das alles noch weiter mit angehört. Es war brutal von Papa, in eurer Gogentvart zu reden. Er hat vielleicht recht mit allem, was er sagte, aber er hätte doch eine andere Form dafür finden können. Ich bin vierundzwanzig Jahre und habe nichts für die Firma geleistet! Ich habe in den Tag hinein gelebt und noch Schulden gemacht! Und nun, statt Papa eine Stutze zu sein, verschlimnlere ich die furchtbare Situation für ihn. Er hat mir schon oft ins Gewissen geredet, und ich habe nie auf ihn gehört. Habe das ganze Äben biA heute wie ein Spiel genommen! Aber ich habe doch nichts eigentlich Schlech tes getan! Nie zuvor habe ich zu viel Geld verbraucht. Bis ich in diese Gesellschaft kam, in diesen Klub .. ." Er bricht a»b. Jngeborg sitzt regungslos und lauscht seinen Bekenntnissen. Sie wagt kaum zu atmen. Carlo fährt nach einer Weile fort: „Es ist wahr, ich habe mich in der letzten Zeit kaunl noch umS Geschäft gekümmert. Aber Papa hätte mich schon längst darüber aufklären müssen, wie kritisch unsere Lage war." „Sie ist sehr Plötzlich kritisch geworden, Carlo. Durch die unerwartete Baisse auf denl Gummimarkt. Daß alle Geschäfte und auch wir schwer in diesem Winter zu kämpfen hatten, mußtest du wissen." »Das natürlich! Aber ich nahm eS für unser HauS nicht so ernst." „Ich habe einige Male oersucht, über unsere Sorgen mit dir zu sprechen. Du hörtest mich kaum an, Carlo, obwohl du weißt, wie sehr ich mich aus inerer Neigung für alles Geschäftliche interessiere und wie eng ich mich mit dem Wachsen und Gedeihen eurer Firina verbunden sühle." »Ich glaube, du übertreibst. Es ist ein merk würdiges Zusammentreffen, daß ich gerade heute, als ich mich Papa offenbaren und ihn um Geld bitten wollte, das Schreckliche erfahren mußte. Nun weiß ich nicht weiter!" „Wie kann ich ihm helfenV" grübelte das Mädchen. „Er sagt mir das alles doch, damit ich ihm beistehe.* Denn sie fühlt, daß er nicht aus Liebe und Mitteilungsbe^rfnis rodet. Nur weil er verzweifelt ist. Plötzlich weiß fie, wie sie ihn» helfen kann. Ein Heller Schein geht über ihr säMes Gesicht. Sie öffnet ihren alten Sekretär und entnimmt ihm eine Schmuckschatulle. Dann glänzen Perlen in ihren Händen auf. Eine Reihe großer, küstilicher, mattschimmernder Perlen. „Du weißt, daß ich sie von unserer Groß Mutter geerbt habe, Carlo. Du erinnerst dich nicht? Die Kette war doppelt so lang, alter Detlefsenscher Familienbesitz. Sie wurde ge teilt, als Großmutter starb. Die eine Hälfte erhielt deine Mutter, und von ihr wird Inez sie einmal erben. Me andere fiel inir zu, weil meine arme Mutter damals schon tot war. Du weißt ja, daß ich mir nicht viel aus Schmuck mal^, daß ich die Perlen nie getragen habe. Auch die Ringe und Nadeln nicht, die ich besitze. Sie ist viel mehr n>ert, als die dreißigtaufend, die du brauchst. — Nimm sie." „Deine Perlen, Inge, für meine Schul den? Niemals!" „Sei nicht kleinlich! Zwischen uns soll eS TonnerStag, den Z August 1933. gar kein Mein und Dein geben Einmal ivevden wir alles gemeinsam besitzen. Warum nicht heute schon diese Perlen? l'.cbe sie dir mit ganz leichtem Herzen, glaube mir, Carlo. Und bin froh, wenn ich dir beistehen kann." „Wenn du an dem Schmuck nicht häng^, lso doch an dem Erbstiick, Inge. Ich n^eiß, daß du pietätvoll bist. Ich kann die Kettc von dir nicht nehmen." Er ist tief beschämt. Die Erwähnung ihrer gemeinsamen Zukunft ytN ihn sch.ver getroffen. Seit Wochen kann, er sich ja seine Zukunft.nicht mehr cm Inges Seite denken, die er verraten ulld betrogen hat. Äber so sehr zum Schurken kann er nicht an ihr tveri>en. Er erhebt sich und sagt ziemlich brüsk: „Kein Wort weiter über diese Sache!" Sie bitte: „Ninlm die Perlen, Carlo! Befreie dich und uns alle aus dieser unwürdigen Situation, Schulden zu haben. Du brauchst ja nicht die ganze Kette zn verkaufen, ein Teil genügt schon. Und ist heute auch leichter loszuschlagen als das ganze wertvolle Stück." Sie reicht ihm die Perlen noch einmal mit einer beinahe flehenden Gebärde. Aber er weist sie wie^r zurück. „Ausgeschlossen, Inge! Es wird und mnft sich ein anderer Weg silr ulich finden lassen." „Welcher, Carlo?" fragt sie niedergeschlagen. „Das werden wir sehen. Wenn ilberhaupt die Perlen, so käme doch noch früher ManmS Kette für mich in Frag^, als deine." „Deine Mutter l)ängt sehr an Schmuck. Ihr darfst du die Kette nicht nehmen. Auch würde dein Bater dann ja doch von deinen Schnl den erfahren, was vermieden werden mnß. Ich finde auch, daß deine zukünftige Frau viel eher dir helfen darf als deine N^nttsr, die jetzt so schwer betroffen ist." Sie fühlt plötzlich ihr« 5'>ände ergriffen und mit brennenden Küssen bedeckt. (Fortsetzung folgt.) ldein«' /^meissr /^nfrsgon vinä s !n öflet- h msfk« bvizrulvgvn, öa snsonston «II« /^cknlnlstfstlon niokt w ctsi- !.ag« lst,'^nslo«at Schlaft Hubertus, Amj^etten Oestcreicki. — Hauswirtschaft, Wie«le: F"!»-süchc, flügelzucht; Cpmch-'n, '''?vsik !>1i!nstflewcrbc, Tennis, Tanzeu I Fechten, Reiten, Autolenkcn 'Wintersport. Mlimtlich '.XX sSchillinge. Prospekt. Dauerhafte vlilhlampeuk Da« Alleinverkanfsrecht von Tlüh-lampm ist abgeschafft wordenl Sie dikfen mlnmehr Ihren Be-da^an Tltlhlampen decken, wo es !^nen beliebt. Dauerhafte u. stute Glühbirnen bekommen Sie »bei der s^irma Jos. Wipplinqe? Iurviöeva ^ M DVVVVtzVVGGGGWVVVVVGH Äowenische u. deutsche Viicher, Mmmve m0d wisjenischastliche, zu verkaufen. Krekova Tiir ö. 9S42 Indi«m - Polizei . Seout» fust neu. um WYO Diu. zu verkau fen. Anfr. an I. Babiö. Mari l'M, GkiHyliÄka ul. 24. g244 He», 3 WagAvnH, ss,^. W »er. klaufen. Adr. 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SiimtNcke Enkeln, ^nllslinnen un6 Vvrvsnlitvn pIsle ue'-clc-n nic-In - !)kuck «o l^.rikvi. M. r», ä«» S»ra>,«»b« »oä ä« ««»»»»»rUtedi