„Fnlhtit, str All»." Str «« Tonntag, tS. Mai t««». VI. Jahrgang Die ^Marb»rgtr Zeitniig" erscheint ftden Souiitag, Mittwoch imd Kreitaft. Preise — f»»r Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 8 fl.. vierteljährig 1 fl. 60 tri fürSustelluag ins Han» monatlich 10 kr. — mit Postversendnng: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 ft.» vierteljahrig 2 fl. Die ein Mal gespaltene Tarmondzeile wird bei einmaliger Einschaltung mit 10. brijweimallger mit 15, bei vreimaliger mit 20 kr. berechnet, wozu für jedesmalige Einschaltung 80 tr. ZnserateU'Stsmpelgebühr kommen. Zur Zrschichte des Tages. Die Aufhebung des ProtestantknpatentkS iaUN' garu. die nun erfolgt^ist, wird von allkn Freunden der Verfassungs mäßigkrit und des freien GtwiffcnS mit Iubcl begrüßt. Dem ungari-schtn Kultusminister gebührt die Ehre, die alte Prtsbyttri.Uvkrfaffung rechtlich und tl»atsächlich »virderhergestellt zu haben. Jenscits der Leittia ist damit ein gewichtiges Stück von der Willkürherrschaft der vergangenen Jahre beseitigt, uns aber drängt sich dabei die bescheidene Frage auf: wann werden wir wohl auch diescils der Leitlia uns eines Kullusmini-sters rühmen können, der mit solcher Entschiedlnheit für die Rechte der Protestanlen eintritt, dem rS weder l^n Willrn. noch an Einfluß gebricht, um auch hier gclvisse Dinge zu beseitigen, welche uns eine finstere Zeit als trauriges Beimachtniß hinterlassen? Die laue Butidesgenosfenschaft der süddent scheu Staaten joll Preußen nicht weniil zur nachgiebigen Haltung in Lon don bestimmt haben. Bol^ dem Eintritt in die Konferenz warcn die Verhandlungen über die gtstungen Rastatt und Ulm schon so lveit ge« diehen. daß man nicht melir zweifelte. Preußen werde im Kriegsfalle dieselben besehen können. Später hat sich l»ingegc» hertiusgestellt. daß Mischen München und Stuttgart ein Abkommen übigdhund ivittert daS Wild besser, als diese Menschen. Ihre Waffen sind nur den nomadischen Kirgise» oder gänzlich Wehr-loseli gesährlich. Ein guter Kavallerist oder Sensenträger bricht ihre Lanze leicht in Stücken. Mit Säbel und Schitßgeivrhr v.rstehrn sie fast gar nicht umzuiiehen. mit ihrer Knute sind sie nur Weibern fnr-iztbar. Ihre wahre Krast besteht ln der Zähigkeit, mit der sie dcn Gegner verfolgen nnd die beste Armee zumal in Ebenen und aus schlechten Wegen ermü-den und außer Fassung bringen. Die kosakeopserde sind gluch ihre» Reitern an Witterungswechsel. Hunger und Durst gewöhnt; mitten im Winter nachten sie unter freiem Himmel und graben sich ihr Futter aus dem Schnee hervor. Dcr in einem fremden Lande garnisouirende Kosake drängt sich wie ein Zigeuner nbrrall ein. »vo's was zu stehlen gibt; zu Hause aber legt er sein räuberisches Wesen ab und ist gastfreundlich. Dajür wird er wiederum in der Heimat von den Soldaten bestohlen. Die KosaktU sind nicht blo» habgierig, sondern auch zerstörungssüchtig. Wenn sie in KriegSz'itrn eine unveitheidigte Ortschaft überfallen und die Häuser. Keller und VorrathSkammern mit der ihnen eigenen Schnelligkeit ausleeren, pflegen sie. wenn sie anders die Zeit oazu haben, die ganze Beute an einen Ort zu bringen und sie dann zu Vertheilen, wobei den Offizieren die säzönslen Stücke zufallen. Die Tlieilung geschieht mit der größten Ordnung; ein Kosak, der diese zu verletzen wagt, wird hinge-streckt nnd dnrchgeprügelt. WaS sie nicht mit sich nehmen können oder worin über den langsamen Fortgang eincr zeitgemäßen Entwicklung der dortigen gelverblichen Verhältnisse geklagt wird. Die Unzuverläsfigkcit und mangeliiafken Leistungen der Handwerter bilden zwar, nach Ansicht deS Verfassers, „so ziemlich in der ganzen civilisirten Welt" Anlaß zu Klagen, aber vorzugsweise begründe» seien lehtere im BreiSgau. Die Glwerbesreiheit hat. wie unser GeivalirSmaun mittheilt, daselbst «och keine Wandlung geschaffen ; dabei besättdeii sich die Hand verter trop ihrer maugtlh^iften Leistungen m»Ucricll sehr wohl (also Mangel an ein^r das Phlegma bekämpfenden Konkurrenz!) und die große Masse deS Publikums sei eS eben „nicht beffer ^^ewohnt". Sehr gerügt wird von dem Berichterstatter mit Recht daS Unwesen der Vitien kirchlichen Fcier-tage und der „bl^ucn Montage", der Mangel an Vorsorge durch Gründung und Benützung von Sparanstalten, das erschlaffende Kneipenleben u. s. w. Erst seit »inigen Monaten besteht in Freibnrg ein Vorschuß« verein, welcher günstig zu wirken verspricht. ^ (Statistisches Jahrbuch für Oesterreich im Jahre .1865 ) In jenem Jahre umfaßte Oesterreich 11253 Quadratmeilen und 37 Millionen Menschen (daS männliche und weibliche Geschlecht beinahe gleichzahlig). Geburten gab es 1.500.000 (davon 8., un« eheliche); Todesfälle 1.179.340 (darunter 2100 Selbstmorde. l18 durch Hundslvuth. 1201 ermordet. 140 hingerichtet, worunter fieben Frauen). Es gali nahe än 1 Million Prozesse und fast 8000 Kallitnente. — Bon 98 Millionen Jochen produktiven Bodens im Werth von 9'/» Milliarden Gulden, waren über 35 Millionen Joche Aecker. über 31 Millionen Joche Wald. 1'/^ Millione» Joche Weingärttn, über 15 Millionen Joche Weide». Der Werth des Viehstandes betrug über eine Milliarde, und der landwirthschaftlichen Gerüthe über 278 Millionen Gulden. — Ss waren 15 Banken in Wirksatnkeit mit dem eingezahl« ten Aktienkapital von 198'/,^ Millionen Gulden. Der Geldverkehr dieser Banken erreichte 7700 Millionen. — CS arbeiteten 115 Sparkassen in den dcutsch.slavischen Provinzen, bei denen übes eine halbe Million Par-teien mit Jahresschluß 113 Millionen Gulden anliegen hatten. Die Bergwerke liefert.« über 3647 Münzpfund Gold. 817.000 Silber. 41S7 Ztr. Quecksilber. 51.620 Ztr. Kupfer. 442 Ztr. Nickel. 372 Ztr. Zinn. 34 611 Ztr. Zink. 3779 Zlr. Arsenik. 90.737 Zlr. Blei. 12 986 Ztr. Glätte. 33.355 Ztr. Schw.fel. 53.228 Ztr. Siscnvitliol, 3543 Ztr Kupfervitriol. 25.766 Ztr. Alaun; 90 Mittionen Ztr. Kohlen, 4165 Ztr. Asphalt, 553L Ztr. Bergöl. — Ju Betrieb waren 221 Hochölen und erzeugt tvurden 4^/^ Millionen Ztr. Frisch Roheisen. 597.254 Ztr. Guß'Roheisen. An Steinsalz lvnrden 2^^/^ Millionen Ztr., an Sudsalz 2'/^ Millionen, an Seesalz 1 Million unv an Jndnstriesalz auch sast 1 Million gewonnen. (Ein Wiener Bezirksausschuß Leopold st adt —) hat einstimmia beschlösse», die Vertreter deS Reich,S zu ersuchen, kräftigst dahin zu »virken. „daß eS von der äußerst kostspieligen, nach dem Urtheile unabhängiger und unbefangener Fachmämlee bei detn jetzigen Stmde der Ausbildung des Kriegswesens militärisch zwecklose«, mit unberechcnbaren Nachtheilen für daS Gedeihen und die Wohlfahrt der Hauptstadt und Umgebung, sowie für die verschiedensten Verhältnisse deS hürge'^lichen LebenS vetbundenen Befeftigung Wiens fein Abkommen erhalte". (D er V er gn ü g u n g S z u g). der am 10. Juni von Wien nach Paris abgehen sollte, unterbleibt: die Reisenden, welche sich zu demselben gemeldet, tverden stch dem Zuge anschließen, der am 1, Juui abfährt. Marburgkr Berichtc. (Bezirksvertretung. — Schluß deS Berichtes über die erste Sitzung.) Am Schluße ergriff Herr Hauptmann Seidl daS Wort, um seinen Austritt auS dem Bezirksausschuß zu begründen; er sagte: ..Ich wurde einstimmig zum ObmanN'Ttetivcrtreter in der BezitkSvertretung und einstimmig zum Mitgliede deS Bezirksausschusses geil'ählt. Der tvaS ihnen werthloS erscheint, oder dessen Gebrauch ihnen unbekaniit ist. tvikd sofort befchädigt oder gänzlich vernichtet. Es macht ihnen Vergnü-gen. unter Lärmen oder Jauchzen Möbel zu zertrümmern. Spiegel ein zuschlagen. Betten aufzutrennen. Getreide in den Koth zu tverfen und die Saaten unter dem Pferdehuf zu zertreten. Trotz der großen Dienste, die sie der russischen Armee leisten, lverden sie nicht selten von Denjenigen verflucht, deren Vorhut ste bilden; denn Ivo diese Vandalen gehaust haben, sucht man Obdach und Nahrung ver» gebens. BiSlveilen kehren dieselbtN Kosaken an den Ort wieder, den ste kurz vorher verwüst t haben, unk» müssen dann voa dem inzwischen ver-madrrten Brote leben. daS sie bei ihrem ersten Ausenthalte in die Gosse gtivorfen. Sie sind oft dem Hunger und dem größten Mangel ausgesetzt d^s vermag sie jedoch nicht zu bessern; sie Vergessen wieder AlleS, tvennS ihnen gut geht. Je kühnlr ste sich aus Steppen und »vob^vekannten Ebenen verhal-ten. wo ste ihren Pferden mehr alS sich selbst vertrauen; — um so furchtsamer werden sie. wenn sie in eine fremde, von Wasser. Berg n und Schluchten durchschnittene Gegend kommen. Sie tverden rathIoS. tvenn sie gewähren, daß alle ihr, bisher geübte Geschicklichkeit und Schlauheit ihnen zu NichtS helfen. Ihre Pferde, die an »veichen Boden und krästit^e Grasung gewöhnt sind, von der sie sich in r>er Wüste nähren, dem Reiter jede Sorge für Futter sparen und ihm gestatten, alle seine Wachsamkeit auf seine persönliche Sicherheit zu lichtrn. verkümmern auf steinigem Boden, erkranken von zartem Grase und sind ganz und gar unbrauchbar, tvo beivachsene Anhöhen hinaus und geschiveige herab zu steit^en oder Zäune und Grüben zu überspringen sinv. Gute, hinter Hecken odrr Bäume» aufgestellte Schütze« können vorüberziehende Kosaken leicht und ohne eigene Gefahr gänzlich aufreiben. Stellvertreter deS ObmannS im BezirkSauSfchusse wird von diefem selbst ernannt. Der Obmann kann also zwei Stellvertreter haben: einea in der BezirkSverteetnng. einen im Bezirksausschuß. Die Thätigkeit deS Stellvertreters in k»er BezirkSvertretung ist eine Rull: im BezirkSaus' schuß dagegen kann er ungleich mehr wirken; er hat viele Gelegenheiten zu arbeiten, seine Befähigung zu beweisen und zu zejAen. ob er daS Vertranen auch verdiene. Eine bloße Nnll vorzustellen, ist eine Rolle, die ich nicht gern spiele. Der Herr Obmann hat zu seinem Stellvertre-ter im Bezirksausschuß den Herrn Dr. Reiser ernannt. Diese Ernennung ist vollkommen gesetzlich und ich habe auch gegen die Person deS Herrn Dr. Reiser nicht daS Geringste einzutvenden; allein auffallen muß eS doch, daß der Herr Obmann mich überging. Beweggründe könnte eS nur drei geben: persönliche Abneigung. Zweifel hinsichtlich meiner Befa-higung. Ziveifel in Bezug auf meinen Eifer. Persönliche Abneigung kann den Herrn Obmann doch nicht bestimmt haben, denn ich stehe mit ihm auf gutem Fuß. Bezweifelt er meine Befähigung? Ich glaube, daß ich als langjähriger Gemeindevorsteher mir ziemlich Kenntnisse vom Vellen in Gemeinde nnd Bezirk erivorben. Hat der Herr Obmann Zweifel in Betr.ff meineS EiferS? Ich fürchte nicht — man hat mir im Gegentheil nicht selten Uebereiser zum Vorivurf gemacht k Hat nun woS immer für ein Grund den Herrn Obmann bewogen, mich zurück-^setzen, so ivurde ich dadurch verletzt und kann nicht mehr in einem Ausschuß sitzen, dessen Obmann mir ein so unzweifelhaftes Mißtrauens. Votum gegeben. Mitglied der Bezirksvertretung bleibe ich. will auch Stellvertreter deS Obmanns in der Bezirksvertretung bleiben, denn die Stelle ist zu unbedeutend, um eine Neuwahl nnd die kaiserliche Bestäti-gung derselben zn veranlaffen." Der Obmann, Herr Bürgermeister Andreas Tappeiner, entgegnete darauf: Ich habe nach g. 42 de< Gesej^eS übcr die BezirkSvertretnng das Recht, meinen Stellvertreter im Bezirks' auSschuß zu ernennen -- ich habe nicht anders handeln können, als ich gethan; ich brauche einen tvirklichen Stellvertreter, und Mußte daher einen wühlen, der in Marburg wohnt. Der Obmann hat viel mit Personen zu verkehren; dieselbe Verbindlichkeit obliegt in meiner Abwesenheit dem Stellvertreter: die Leute können nicht nach GamS gehen. Die Erklärung deS Herrn Haiiptmann» Seidl wird zur Kenntniß genom» men: die Wahl i^ird in der nächsten Sitzung stattfinden. Herr Brand« stätter fragte, ob ein Mitglied über diese Angelegenheit vom grundsätzlichen Standpunkte auS noch reden dürfe. Der Herr Obmann bezweifelte dies und ließ die Versammlnng entscheiden, tvklche die Frage jedoch verneinte. — Der Fünferausschuß, welcher in der nächsten Sitzung über die Geschäftsordnung zn berichten soll, besteht auS den Herren: Haupt-mann Seidl. von Feyrer, R. v. l^arneri. Wretzl und Perko. Herr von Earneri wurde zum Obmanne geivählt. (E ln er. der zum S ch w i egersohn e taugt.) Die Grnnd« besttzerin Ursula Adelostein in Kranichsfeld wollte den »ertrauten Um« gaug eines Burschen an» Podova mit ihrer Ziehtochter nicht dulden und verbot ihm wiederholt den Besuch deS HauseS. Am 10. d. M. kam es zwischen Beiden zu einem heftigen Wortwechsel, nach welchem der hoff« nungSvolle Schtvieaersohn an der alten Frau sich Vergriff: er schleudert« dikselbe an einen Stein, trat ste mit güßen und brach ihr den rech-ten Arm. (Ertrunken.) Am Donnerstag entkleidete sich am linken Ufer der Dl^au ein sechsjähriger Knabe — Sohn eineS Schloffergeselle» in der Kärntnervorstadt — und stieg in den Fluß, um zu bade». Bon der Strömung fortgerissen, fand er seinen Tod in den Wellen. Einige Waschweiber, die tvährend der Arbeit sich auch mit dem Seelenheil ihrer Nachbarinnen eifrigst beschäftigen mußten, bemerkten die Gefahr des Knaben so spät, daß Rettkng unmöglich war. (Polizeiwidrig.) Am Freitag Abends um 8'/. Uhr ließ der Kutscher eines ZiveigespannS dasselbe ohne Aufsicht Vor dem Kasino stehen; die Pferde .vurden fchen und rannten über den Kirchplatz: vor dem Hause deS Herrn Trethan stürzte der Wagen und brach auseinan' Im Allgemeinen ist der Kosake »n seiner Entartung nichts weiter als ein reitender Vagabund, der aus gute Geschäfte ausgeht. Wenn man seine AnSgelaslenheit zu zähmen versucht, ihm die Hoffnung aus Raub, den eigentlichen Sporn seineS MnthS nnd seiner Verschmitztheit benimmt, so bleibt ihm voa seinen kriegerischen Borzügen Nichts. Eine AuSnahtne hievon bilden selbstverständlich die wenigen gebildeten Kosaken, tvelche unter der eisernen Hand deS ZariSmuS ihr eigenes und ihrer Brüder Elend tief empfinden. Bei allem Drncke haben die Uralier nicht bloS einige Privilegien, sondern auch manche alt' Sitte sich bewahrt. Fast Alle sind mit eina». der vcrivandt. Der Offizier heiratet die Tochter eineS gemeinen Kosake» und umgekehrt. Die Regierung hat sich bis jetzt in ihre Familienange-legenheiten noch nicht gemischt. Die Poesie ist in diesem Stamme noch nicht erloschen, die Weiber drücken Leid. Kummer in reimlosen Verse» aus. die sie. ähnlich tvie die Ruthenen. nach einer durchdringend »eh-müthiaen Melodie absingen. Der junge Kosake. der seine Familie Verlaffen soll, u« mit seiner Schwadron weithin sortznziehen. sitzt zu Pferde am Thor der Hütte, i» der er auferzogen ist. Eine Gruppe vo«l Anverwandten nmringt ihn nnd singt nnter Thränen nnd Jammerklagen die AbfchiedSlitanei. Der Kosake sitzt unbelveglich und hört mit niedergeschlagenen Auge» z»: auch das Pferd senkt traurig den Kopf zur Erde. alS wenn eS ahnte, daß es seine vierbelntgen 'Brüder nicht mehr wiedersehen werde. Ans einmal verstummt da» Lied. Pferd und Reiter raffen sich zusammen »ad sprenge» davon, ohne sich umzusehen. Bald sind sie in de« Haine verschwnude». der ivie eine Oase daS Uraluf?r beschattet. der. bei welcher Gelegenheit zwei Mädchen im Alter von 16 und 18 Iahren bedeutend verletzt wurden. (B e r e insl e b t n.) In der lftztm Hauptversammlung deS Man-nergesanflvereins wurde beschlossen, sür daS fteiermSrtische Sängcrfest im nächsten Jahre Marburg alS Festort anzumelden: daS Fcst wird einem Beschluß des Bundesauöschusscs zu Folge, so einfach sein. alS nur möglich. Zum allgemeinen Elirensolde sür den belielttcn Tonseher Franz Abt in 'Braunschweig. dessen fünsundzwanzigjalirige Künstlerschlist vergangruc Woche gefeiert wurde, htit dlr Verein einen Dukaten beigetragen. Samstag den 25. d. M. wird der Verein auf vielscitigeS Verlangen Schillers Glocke von Romberg zum zweiten Male im Theater aufführen. Harten - Anzeige. Unterzeichneter erlaubt sich hiemit ergebenst anznzeigen, d.^ß von heute angefangen alle Sonntage bei ^nstiger Witterung abwechselnd von der Kapelle der Südbahn Werkstätte und der städt. Kapelle, ohne Eutrees und ohne Sammlung abgehalten wird, wobei nur das frisch vom Eiskeller geschenkte Märzenbier das Krügl a Iv kr., echte gute Weine und geschmackvoll!? Speisen um den gewöhnlichen Preis servirt werden. Er ladet daher daS tzochverehrte ?. I. PublikutN zum recht zahlreichen Besuche höflichst ein und wird stetS bemüht sein, die geehrten Gäste in aller und jeder Beziehung bestens zufrieden zu stellen. Anfang der Musik um 6. Ende um 11 Uhr. CS wird auch fortlvähreno unter der Woche alle Abende eine Auswahl von Speisen bereit sein und stets feines M5fzk,zbjxr um 8 kr. auS.;eschrnkt. ^ . 267) Gastwirth in der SraAervorstadt. Letzte Post. Die feierliche GrVffuung des ReichSrathes Uird am Mittwoch stattfinde«. Wiaterftein (VrSfident der Wiener Handelskammer) soll zum Handelsmwifter diesseits der Leitha ernannt werden. In Getinje (Montenegro) ist die Eholera ausgebrochen. Von mehreren Großstaaten wird der Pforte der Rath ertheilt, Kandien an Griechenland abzutreten. Kaiser Maximilian soll fich in Mexiko verborgen halten. Gras-Verkauf auf der Wurzel bei 20 Joch in mehreren Partien am Frauenhof in Ober.St. Kunigunv am 3. Juni Vormittag um 9 Uhr gegen fogleiche Barzahlung an den. Meistbietenden. (262 Ttlegraphischer Wiener Co»rs vom 18. Mai. 6'/, Metallique» . - . . . 60.— Kreditaktien........179.S0 5^/. National-Anlehen.... 70.S0 London.........127.60 18v0er Staatß-Anlehen . . . 87.90 Silber.........12b.ö0 Bankaktien.......727.— K. K. Münz Dnkaten .... 6.— I« der Filiale der pllvtoxrapl»« psriZivnn« vo« 8. Vvllimann in ZNarkurg (Sticht's Harten-Saton) finden die Aufnahmen^den (474 III«! von Früh bis Abends bei jeder Witterung statt. Geschäftsberichte. Marburg. 18. Mai. (Wochenmarktsbericht.) Weizen fl. 6.-, Korn fl. 4.55, Gerste si. L.80 Hafer fl. 1.90, Kuknrutz si. 3.70, Heiden st 3.30, Hirsebretn fl. Z.8V, Erdöpfel fl. 1.60 pr. Mehen. Stiiidfleisch 22 kr., Kalbfleisch 24 kr., Schwein, sieisch zuna 24 kr. pr. Pfund. Holz, hart 80" fl. 8.—, 18" fl. 4.Hö, detto we^ S0" si. 5.—, IZ^' fl. 8.05 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.50, weich il. 0.40 pr. Netzen, Heu si. 1.40, Stroh, Laaer« fl. 1.10, Stren« fl. 0.90. Fntter« fl. 0.— pr. Eentner. Waraßdin, !6.Mai. (Wochenmarktöbericht.) Weizen fl. 6.—, Korn fl. 3.80, Terste fl. 0.-, Hafer fl. 0.-, Kuknrutz fl. 3.40, Erdapfel fl. 1.40 pr. Netzen. Berstorbene in Marburg. Am 10. Mai: Marknß Lrannegg, Knecht, 43 I. alt, an Brustwafsersucht. — Am 12.: Gertraud Leschnik, Inwohnerin, 40 I. alt, an Wassersucht. — Herr Johann Urek, Theolog, 21 I. alt, an Lungenfncht. — Am 13.: Anna Maritschnik, Skähterin, 45 Ä. alt. am Typhu». — Herr Andrea« Poscharnigg. Haußbefitzer, 71 I. alt, an Lnn-genoedem. - Am 14.: Michael Tschutschko, Knecht. 40 I. alt, am Typhus. — Am 16: Krau Viktoria Uebeleis, Rcalitätenbefitzerin, 85 I. alt, an Lnngenlähmung. Angekommene in Marburg. ««« II. b>« 17. M-i. „Erzberz. Johann." Die Herren: Schönfeld, kk. Oberst, Trieft. PratieS» Fabrikant, Eibiswald. Srostenaga. Kfm.. Wien. Smantschnik. Kaplan. Cilli. Jenschek» Bahnbeamter, Agram. Ertl, Weinhändler. Leutschach. Fischer, Agent. Wien. v. Bury, Privat, Graz. StruAl, Privat, Laibach. Herzog, Kellner, Wien. — Fran Bar. Dietrich, Vutsbes., Kraiu. Rosmann. Kaffirin. Pettan. „Stadt Wien." Die Herren: Schloß. Fabriksbes. n. Ritt. mehr.Ord., Wien, v. Mittich, Gutsbes., Warasdin. Ritt. v. Czerny. kk. GenenUstabs-Hauptm.. Wien. Raß, Geschaftsm., Graz. Görger. Advokat, Pest. Krumm, Kkm., Remscheid. Tngendhat. Kfm., Bielitz. Kahm, Kfm., Bonn. Kienreich, Fabriksleiter, Graz. Haas. Bahnbedienst., Graz. Bidaly, Priv., Beidenburg. Barelli, v. Triest. „Stadt Me ra.n." Die Herren: Scheine, kk. Hanptm., Klaaenfnrt. Jülke, kk. Lieut., Troppau. Aer, Wachtmeister. Wartman, Kfm., Klagenfurt. Miketti. Kfm., Görz. Grauer, Agent, Wien. Sokoll, Priv., Krakan. Savo, Priv., Spalato. — Krau v. Ritter. Gutsbesitzerin, Kroatien. „Schwarz. Adler." Die Herren: Kraiuz. Grundbuchsfii h.. W. Feist ritz. Ernst, Kfm.. Wien. Seartezzini, Privat, St. Binz^enz. „Fischer." Die Herren: Sold, tt. Hanptm., Poschitz. kk. Lieuteuant, v. Wien. Müller, Kfm., Venedig. Klammer. Agent. Pest. Gartler, Miiller, Brnck. Koch. Backer. Klaaenfurt. Die Damen: Tripold. Advokatensgattin, Wien. Schwarz. Beamtens-Tochter, Wagner. Bürgerstochter. Billach. Iurnitsch, Hafnermeisterin, Carlstadt. Gamper, Privat, Graz. iiüMM KM«- t kezell»»!« KMiiiz. Für den biSl)er zu Theil gewordenen Zuspruch dankend, beehrt sich der Gefertigte anzuzeigen, daß er seinen GafthauS-Garten mit zwei Kegel-bahnen bereits lvieder eröffnet hat und ladet die ?. 'i'. Gäste zum recht zahlreichen Besuche desselben hiermit ijöflichst ein. Unter Einem erlaubt er sich auch anzuzeigen, daß er während der diesjährigen Garten-Ssison folgende Getränke in Ausschank haben wird: Echtes ReininghauS Märzen Bier. daS Krüge! zu . . 8 kr. Stainzer Schilcher, die Maß zu........32 te. Guter Vordernbergrr Tischwein, die Maß zu .... 32 tr. », „ „ „ ...» 40 kr. RadknSburger Rosenberger Wein 1863ßer»r Toowttlk bestimmt ist. Erste Abtheilung: Vnoertnre zur Oper „Die luftigen Weiber von Windsor" von Otto Nikolai. S. Die ArithlinOsnacht, Lied für Sopran von Schumann. 3. Nilchtlich^er Gruß, Teaor-Solo mit Brummchor von A. M. Storch. 4. EoneertstÜek in ?.moU für Clavi:r mit Orchesterbegleitung von S. M. v. Welicr. Zweite Abtheilung: Die Glocke, Gedicht von Friedrich v. Schiller, für Soli, gemischten Ehor und großes Orchester in Mustk gefttzt von Dr. Andreas Romberg. Vreiße der VlckHeZ Ein Fauteuilsttz im Parterre 60 kr. Eintritt in den Logen und das Parterre 40 kr. Ein Sperrfitz auf der Gallerie 40 kr. Eintritt nuf die Galletie 20 k. — B«Veten find im Eomptoir des Handelsmannes Herrn Auton Hihl und am Concertabende bei der Kaffa zu bekomme». Anfang n« « Uhr Abends. Ankündigung. . Wegen plö^licher Abreise wird ein Pferd. AuchS. Wallach, 15V» Faust, 12 Jahre alt. vollkomnien geritten, auch zum Einspannen geeignet, sehlerfrei und truppenfromm, zu verkaufeu gesucht. Nähere Auskunft bei der Expedition deS Blattes. Der kaiserlichen Verordnung vvm 26. Mai 1866, R. G. B. Stück Nr. 99. zu Folge habe ich meine sämmtlichen Oold- und Tilberwaaren der münzämtlichen Kontrolle unterziehen und puuziren lassen, was in Zukunft mit jedem neu gefertigten Stück auS Gold oder Silber gesetzlich gescheljen muß. Gold-, Silber- k ZuVetenRrdeittr, auch Graveur i« HIarvurU. in der Herrengafse. (255 IM' Hausvcrkauf. 'MI DaS neugebaute HtNi» Nro. .W in der Magdalena Borstadt, be-stehend aus 2 Zimmern, Küche. Keller und circa 1 Joch Baum- und Küchengarten ist aus freier H^nld zu verkaufen, und kann ein Zheil des KaufschillingeS auf längere Zeit darauf liet^en bleiben. Da IN dem Rachbarhause eine tluasikaserne von bedeutendem Be^ lagsraum eingerichlet lvurde. und keine Marketendern darin bestehe» dürfte, wäre die obige Realität besonders zum Gastha«se geeignet. Auskunft bei« Eigenthümer Matdias Löschnigg in Marburg. (235 Gras-Verkauf. Am 27. Mai d. I. von 10—12 Nlir Bormittag wird von einer nächst der Stadt Cilli in der Gemeinde gorstwald gelegenen Wiese bester Qualität mit über 6'/, Joch da» GraS an der Wurzel gegen gleich bare Bezahlung lizitaudo verkauft. Die Lizitation» Bedingnifse sind beim Borstande der Gemeinde Aorstwald einzusehen. (268 Schöne Wohnungen. 3» der Mühlgaffe Nr. 161 find drei Wohnungtn. jede mit zwei Zimmer», Sparherdküche und Holzlege, zu vermiethen. Eine Wohnung ist sogleich, die beide» übrige» bis 1. Juni zu beziehen. (266 Eine Bäckerei in Kötjch bei Marburg ist zu verpachten. Nähere A»sk»nft im Ha»se Nr. 3 daselbst. (251 Ver««t»Ortlicher Redakteur. Fr«i>z Wiestholer. 2. Lt. V. Druck u«d Verlag vv« Sdaarö Ja>schitz in Ntarbarß. Ver««t»Ortlicher Redakteur. Fr«i>z Wiestholer. 2. Lt. V. Druck u«d Verlag vv« Sdaarö Ja>schitz in Ntarbarß.