LmbllcherMMtung. Nr. 1U7. Plänu »leraliol! ssprci » : Iln Coniptolr ganzj. fi. li, hall>i. ft. 5.50. ffiir die ^»jleUunss ins Haue halbj.5«tl. Mit bcr Posl gciüzj. ft.15, hall>j.ft.7.5«. Samstag, !». Mai Insetti onsgeblihi die >« feilen: ima! «« lr., «m.8«li., 3ui. i si.; soilss Pl.^oile im. «lt.. tm.llll., 3u>. W lt. u. s. >v. Inscrlioupsicmpel jet-^u,. lii> l>. 18«8. Nichtalntlicher Theil. Der Adrcßcnlwurs im Zollparlamcnl. Ein Telegramm bezeichnet im Z o l lp a rl ame n tc die Annahme des von dcu: Herzog v? Ujcst und Frcihcrrn v. Roggenbach eingebrachten Antrages auf moliuirtc Tagesordnung als wahrscheinlich. Darnach winde der Adreßantrag Mctz abgelehnt werden, „in Erwägung, daß die Neugestaltung des Zollvereins auf Grund des Vertrages vom 8. Juli v. I. durch die Berufung der Vertreter des dentschen Voltes zn gemeinsamer gesetzgeberischer Thätigkeit in einer Versammlung das Unterpfand stätigcr Fortciilwicklnng nationaler Institutionen gewährt und dem berechtigten Ansprüche der Nation anf eine wirksame Einigung ihrer Staatskräftc eine befriedigende Erfüllung sichert, und in Erwägung, daß ein cimuüthi' gcs Zusammenwirken für die dem Zollparlamcntc oblic-yenden Aufgaben dieses Ziel am mcisteu zu fördern geeignet ist." Die süddeutsche Fraction ihrerseits scheint indeß auf dcm Verlangen »ach einfacher Tagesordnung verharren zu wollen, weil nnr durch sie eine unuöthig al'frcgcildc politische Diöcussiou gäuzlich abgeschnitten werden könne. Welche weiteren Schritte die Süd-Deutschen an die Annahme der mutiuirtcn Tagcsord» uung oder vollends der Adresse schließe,, würden, ist noch unbckaunt. Telegramme, die süddeutschen Blät-tem zngchcn, sprechen von dcm Verlassen des Zollpar-lamcnls uulcr gleichzeitiger Einlcgung ciucr Rcchtsvcr-wahrung. Die „ttreuz°Ztg." schreibt über dcu Gegenstand: »Die große Mehrzahl der Süd'Dcutschcu will jetzt leine engere politische Einiguug luit dcm uorddcutschcu Buudc. Sicherlich vier Fünfthcilc der dortigen Wahlen sind ausdrücklich nuf Gruud von Programmen vollzogen worden, die Vorweg gegen jedwedes Hinausdrängen des Zollpar-laments über den Bereich seiner Eompctcnz lind gcacu icdwcdcs Hincinzichcu politischer EiniguugSfragcu in die allein zn dieser Eompctcnz gehörigen wirthschaftlichcn Na-tlonlllitltcrcsscn den entschiedensten Einspruch erhoben haben. Unleugbar stcheu diese süddeutschen Abgeordneten auf dcm Vcrtragsbodcu dcö Zollvereins. Sie sind nach Berlin gekommen, um in dcm Parlament ihre rechtmäßigen Vcrnfsaufgaben zu erfüllen. Und die erste feierliche Manifestation des Zollparlamcuts sollte darin bestehen, hauptsächlich NamcnS der süddeutschen „Ueberzeugungen," wünsche „lid Forderungen darzulegen, welche in Wahl' hcit nicht die Ueberzsugmigen, Wünsche und Forderuu- yen ihrer großcu Nichrhcit sind? -..... Oder haben wir etwa Unrecht? - Iln norddeutschen Bunde besitzen wir eine gemeinsame Nalionalver-^ctulig fs,^ alle politischen Angelegenheiten. Die Süd-^Mischen sind davon ausgeschlossen. Naturgemäß müßte ilUi das Einignngsbcdürfniß und das Nnschlußuerlangeu >lch in erster Reihe bei den Außenstehenden regen uud lundgcbcn. Demnach sind doch die Süd-Dcut'schcu die vauptbcthciligtcn bei der in dcm Adrcßcutwurf procla-untcn Einigllngssrage. Streben dieselben aber jetzt wch dieser „vollständigen Einignng?" Gerade daö Gegentheil ist der Fall, wie ihre Wahlen darthnu. ^ud den Hallplbctheiligten soll etwas unlcrgcschobcn werden, was für jetzt wenigstens ihrcn ganzen Anschanun-^n und Ncigungcu widerspricht? Uuscrc ^idcralcu legen uckanntlich ciu großes Gewicht auf das Majoritälöftriu-r>P. Nnn, hier steht ja dieses ihr Princip in Frage, ^.s kommt darauf an, wic gewissenhaft es pachtet wird ^cncu gcgeuübcr, um dcrcu Sache es sich vorzugsweise Widclt. Eine Mehrheit des Zollparlamcnts wäre keine -Utchrhcit der Nächstbcthciligtcn, deren Stimme gerade im Erliegenden Falle doch vom wesentlichsten Gewichte ist. In solcher Frage uud unter solcheu Verhältnissen eine wider-^'/liac Minorität überstimmeu, heißt einfach: die Mehr« )cU zum Deckel der Unterdrückung mißbrauchen! Wer ^l einer Entscheidung in erster Reihe maßgebend mitzusprechen hat, der darf doch vernünftiger Weife nicht llezwüngcn werden, als Figurant für das Gegentheil '"«er Ueberzeugungen zu fuugireu. . Deshalb sind wir der Meinung, man werde von "u Bcrsnchc abstehen, dcr großen Mehrzahl der süd. " !chcn Abgeordneten Worte in den Mnnd legen zu ""en. deren Bcdcntnng ihnen widerstrebt. Eine Adresse, >- d'c von den Nationallibcralen eingebrachte, hat in laae ?"'ä d°s Zollparlamcnts leine rechtliche Grund-" ^le verläßt den Boden deS neue,, Vereinsver- träges und versucht Zwang, wo cS doch so sehr auf freundschaftliche Verständigung und Ausgleichung ankommt!" i 102. Sitzung dcs Abgcordnclcnhauscs uom l). Mai. Anf dcr Ministcrbant: Die Minister: AucrS-perg, Herbst, Plcncr, Bcrgcr, Brcstcl. Die Sitzuug wird um H11 Uhr von deui Präsidenten v. Kaiscrfcld eröffnet. Handclsministcr Plcucr ergreift das Wort, um eine Vorlage, betreffend die Herabsetzung nnd möglichst gleichartige N cg c l u u g dc r Ei scub ah u l ar i fc zur verfassungsmäßigen Behandlung vorzulcgcu. Anknüpfend an die betreffenden Resolutionen dcs Hauses erklärt der Redner: Die Rcgicruug hat sich bereits früher mit diesem Gcgcustanoc eingehend beschäftigt und bei dem ihr dnrch die Resolutionen dcs h. HanscS nahe gelegten Gedanken, zur Rcgcluug der Tarife deu Weg dcr Gcsctzgc-buug zu betreten, hat sie zuerst dic Frage gestellt: ob es angemessen sei, daß das küuftige Gesetz schon dcu eigentlichen Eiscnbahntarif für sämmtliche Eiscnbahucu zu briugcu Hütte, oder uicht. Die Regierung mußte trotz dcs reichlich vorlicgendcu Materials diese Frage aus sachlichen nnd rechtlichen Gründen verneinen. Niedrige und möglichst übereinstimmende Tarifsätze uud ciuc Elaf-sificirung dcr Waarcu kann nnr erzielt werden, wcnu deu bcdcutcndeu Verschiedenheiten, welche rücksichtlich dcr einzelnen Bahnen bestehen, eine augrmcsscnc Bcrücksich« tiguug zu Theil wird. Diese Verschiedenheiten sind so groß, daß eine Octroyiruug eines Normaltarifs nicht von Erfolg begleitet sein dürfte. Anderseits mußte sich gegen« wärtia. gehalten werden, daß die einzelnen Eonccssioncu Bestimmungen enthalten, welche nicht einfach ignorirt werden können. Den Rechten dcr einzelnen Bahngcscll' schastcn liegt dic schwer wiegend Betrachtung gcacil' über, daß duö Festhalten an den Conccjfione« Bcstiin-ulungcn uiit den» Bedürfnisse der Gesammtheit, dcr Industrie und des Haudcls nicht ^nchr vcrciubar sei. Es steht also dcm Rechte dcr Bahnen das Bedürfniß dcr Gesammtheit gegenüber, uud dic Regierung glaubt, daß hier die Gcsctzgcbling berechtigt uud verpflichtet sci, dic unhaltbaren Bestimmungen früherer Zcit dnrch zeitgemäße zu ersetzen. Die Regierung ging dabei von dcr Ansicht aus, daß niedrige Eiscnbnhnl.nifc cin großes volkswirtschaftliches Princip bildc», dessen Durchführung der Gesammtheit zn Gute kommt, daher auch zur Erreichung dicscs Zieles nothwendig Opfer von dcr Gesammtheit gebracht werden müssen. Es wurde die Vorlage für die Herabsetzung nnd Regelung der Tarife anf das Princip dcr eventuellen Entschädigung basirt. Nur auf dicsc Weise glaubt die Regierung den widerstrebenden Interessen gerecht zn werden und sie empfiehlt daher die Vorlage der geneigten Würdigung dcs HanscS. (Wird anf die Tagesordnung dcr nächsten Sitzung gesetzt.) ES wird hierauf znr Tagcsordnnng übergegangen. Erster Gegenstand ist die erste Lesung dcs Gcsctzcutwur-fcS übcr Durchführuua dcr unmittelbare,».! Wahlen. Minister Giskra: Dcr s 7 dcs Gesetzes vom 21. December enthält die Bestimmung über dic unmittelbare Wahl in das Abgeordnetenhaus. Dic Regierung hat sich mit diesem Gegenstände beschäftigt uud dcr gc-! stern von mir mit Gcnchmiaimg Sr. Majestät cingc , brachte Gcsctzcntmnrf hat dic Aufgabe, dicscs Gesetz ius Vcben zn rufen, welches im erwähnten § 7 vorgeschric-bcu ist. Es siud dcm Gcsctzc dic Motive bcigcgcbcu, und ich habe im allgemeinen nnr zu sagen, daß dcr Gesetzentwurf sich den Bcstimmungcn, dic tz 7 enthält, mit allen Eigenthümlichkeiten anschließt, die geringen Abänderungen sind durch die Vcrhälluisse uud die abweichen, den Bcslimmnngcn dcr ^ai'dtagswahlordnungcn gc-rcchtfcrtigt. Ich bitlc NamcnS dcr Regierung um die verfassungsmäßige Behandlung dicscs Gcsctzcs. Auf Antrag dcs Abg. Zaillncr wird dic Vorlage dcm Vcrsassungsausschussc zur Vorberalhuug zugewiesen. Es folgt als weiterer Gegenstand dcr mündliche Bericht dcs Ausschusses für Sichcrhcils-Anstaltcn übcr dic an dein Gcsctzcnlwnrfc in Betreff dcr Anslngen für Schübliuge vorgenommenen Abänderungen. Anf Antrag des Berichterstatter« schließt sich das Haus den vom Herreuhause vorgcuommcuen geringen Abcindcruugcu an. Nächster Oegcustand ist die Fortsetzung dcr Debatte übcr das Gcsctz, brtreffcud die Vereinbarung mit Ungarn wcgcu der Verwaltung des Salzmonopols. Nachdem dic General - Debatte bereits gestern geschlossen wurde, wird heule zur Sftecialdcbattc ge» schritten. tz 1 des Gesetzes wird ohne Debatte angenommen. Zu ß 2 stellt Abg. Mayer dcu Autrag, im ">. l habe der Satz: „Hingegen ist die Erzeugung und der Verschleiß dcs Viehsalzes gänzlich einzustellen" wcgzu« fallen, und sci statt dessen zn setzen: „Die Prcisc des Vichsalzcs sind in der Höhe, wic sic bisher bestanden haben, auch weiterhin beizubehalten." Dcr Antrag wird nach längerer Dcballe mil W gegen 5)4 Stimmen abgelehnt ^dafür stimmten nebst dcn Tirolcru uud einem Theile der Großgrundbesitzer aus dcm Ecntrum auch dic Abg. Figuly, Froschauer, Groß. (Franz), Schindler, Toman.Wickhoff, und hierauf dcr ß ^ uach dcm Ausschußanlrage mit großer Majorität augcnommcn. Auch dcr Verschlcißtarif wird nach dem Ausschußantrage angenommen. Die übrigen drei Paragraphc dcs Gesctzcö werden ohnc Dc« battc angenommen. Abg. Frcih. v. Giova »clli beantragt als tz il die Bcstimmnng aufzunehmen, daß das Ucbcreinkommcu nnr auf dic Dauer ciucs Jahres Geltung habc, nach dessen Ablaufe cö einer Rcvifiou zu unterziehen ist. (Der Autrag ist hinlänglich unterstützt.) Fiuanzmiuistcr Brcstcl: Eine Acndcrnng dcs Ucbcr-ciukommcus ist nur mit gegenseitigem Einverständnisse beider Thcilc möglich nnd kann sie in dirscr Weise slcts geschchen. Eine einseitige Abänderung taun nicht vorgc« »ounucn wcrdcu. Dcr bcautraglc Paragraph lönute nur den Sinn haben, daß dic Rcgicrnng aufgefordert wird, uach einem Jahre neuerdings iu Verhandlung zu trrten, und da erkläre ich, daß wenn nach Verlauf eines Jahres sich crusle Bedenken gcgc» das Gcsctz erheben werden, und sich überhaupt dic Nothwendigkeit cincr Abänderung hcrausstcllcn wird, dic Regierung selbst hiczu dic Ini-tintiuc clgrcifcu wird. Daß aber cin gewisser Zeitraum als Verfallstermin festgesetzt wcrdc, hallc ich für un-stallhast. Der Antrag wird von dcr Majorität ab-gclchut. Auf Autrag dcs Berichterstatters wird sodann das ginzc Gcsctz i» dritter Lesung angenommen. Dcr Präsident verliest noch einen Antrag dcö Abg. Rygrr nnd Genossen auf Wahl eincS Ausfchusfcs zur Verfassung ciueS Gcfctzcs über gänzliche Aufhebung dcs ^chcnsbandcs, uud schließt dic Sitzung nach halb drei Uhr. Nächste Sitznng: morgcu. . Tagcsoidnnng:Hrstc?csnng der<)cute eingebrachten Ncgicrnngsvorlagc, fassuna, cincs Gesctzcs über die Entschädigung von Kricgsschädcn; Ausschnhbericht übcr die Frcigebung der Advocatur. Aus dcn Wlnmisswllln >cs Hclscnhausc5. Wien, l>. Mai. Im uachstthcndcu acbcn wir den wesentlichen Inhalt dcr Bcnchtc dcr Eommissivnen dcs Herrenhauses, welche auf dcr Tngcsorduulig dcr morgigen Sitzung flehen. Dic vereinigte jubicicllc nnd fiuanzicllc Eommissiou anertcnnt in ihrem Bericht übcr dcu dic Aufhebung der Wnchcrgcsctzc bezweckenden Gesetzentwurf, daß dic bisher erlassenen Wuchcrgcsctzc nach der Ersahiuug uud dcm Unheil dcr Sachocrstäudigcu wcdcr dcm vor-gcsctzlcn Zwcck entsprochen habcu, noch nnt dem im ^auf dcr Zcilcu cutwickcltcn Geld- uud Ereditwcsen vcr-cinbarlich find, uud vereinigte sich in dcm Beschluß, dcm Entwurf, wic er aus dcn Bcrathuugcu dcs Abgc-ordnctcnhauscs hervorging, im Ganten bcizutrctcn. Dic beantragten Acndcrnngcn sind unwesentlicher Natur. Nur bei § 2 empfiehlt fic statt dcr vom Abgeordneten, haus augcnommcncn C> Percent folgende Fassnna,: ..Wenn Ziuscu ohnc bestimmtes Maß bedungen wurdc'n. so gellen bei cincm gegebenen Pfand fünf, ohnc Pfand sechs auf cin Jahr; die ans dcm Gcsctz acbührcndcn Zinsen wcrdcu mit sechs von huudcrt fcslgcjcvt." Bcrichtcrstattcr dcr Eommissiou ist Dr. Zclinka. Dic Minorität (Pipitz, Rcchbcrg, Fünflirchen) hat ein Scparatvotum ausgearbeitet, daß ^ 5 so zu lauteu habe: „Es darf bci Darlehen nicht bedungen werden, daß cinc größere Summe odcr Mcugc odcr machen vou bcsscrcr Bcschaffcuhcit, als gegeben wurden, zurückerstattet werden." 778 Die politische Commisiion, welcher der Gesetzentwurf, betreffend die Einrichtung der politischen Verwaltungsbehörden, zur Vorberathuug zugewiesen war, hat sich im Großen ganz den Ansichten, welche die Regierung bei diesem Gesehentwurfe leiteten, angeschlossen und beantragt, den Gesetzentwurf und den demselben beilicgendcn Anhang nach der Teztirung des Abgcoronctcnhaufcs unverändert anzunehmen. ^ den andächtig lauschenden Bürgern Laibachs zu entrollen unternahm, nicht so „klar" ist. nm nicht noch einiger Beleuchtung zu bedürfen, soll der Zweck der nachstehenden, aus den znoerlässigsteu Informationen geschöpften Darstellung sein, für welche wir uns die Aufmerksamkeit unserer unparteiischen, hclldenlen-den Mitbürger erbitten. Wenn unsere Gegner, im glücklichen Besitze dcr Macht, die beste Politik zu verfolgen glauben, indem fie uns als stets geschlagen hinstellen und von „großartigen" Niederlagen bei doppelten Landtags- uud Haudelskam-merwahlcn sprechen, so müssen wir doch im Vorbeigehen ihr Gedächtniß einigermaßen auffrifcheu uud sie an uuser stetiges Fortschreiten, welches durch die glänzenden Wahlresultate der letzten Landtagswahl besonders in der Hauptstadt des Landes uud bei den letzten Gemeiuderaths' Wahlen bezeichnet wird. erinnern. Mag die Peripherie des bürgerlichen Wahlcomit.'s immerhin eine größere räumliche Ausdehnung haben, mag sein Centrum bei Siegen über die Fciudc dcr geistigen Entwickelung durch feine Dunkelheit glänzen, das Bewußt« sein wird dcr „Triglav" und sein Patron dem Ccntral-lomit<> nicht verkümmern, die vaterländischen Interessen stets ohne prunkendes Selbstlob, ohne eigennützige Neben, absichten, ohne politische Hintergedanken vertreten zu haben. * KUr die unter der Hcbcrschrift „Eingesendet" enthaltenen Aufsähe ilbermmmt die Redaction tcmc weitere Verantwortung, al« welche ihr da« Gcsctz auferlegt. Anm. der Red. l Wir wollen hier uicht uähcr uutersucheu, wer in liberalen „Phrasen" macht, wer dcn „Rahmen dcr Ver^ fassung" als Decoration für verblaßte föderalistische Phantome hervorholt, wer nationalen Schwärmereien nachhängt, die einen künstlichen Gegensatz zum Dcutsch-thum geschaffen haben, der vordem in unserm, gauz auf deutscher Äilduug beruheuden Lande ganz unbekannt war — wir wollen sofort zu demjenigen Theile des Selbst» plaiooyers übergehen, der durch ein Chaos zusammengeballter Vorwürfe gegen die frühere Gemeinderaths» Majorität geeignet scheint, weniger bewanderte Leser zu verblüffen uud zu vcrwirreu. Es dürfte wohl als keine Unhöftichkeit anfgenom-mcn werden, wenn wir die jetzige Gcmciuoerathsmajorität aufmerksam machen, daß sie ihr eigenes Alter um nicht weniger als das Doppelte zu hoch auschlägt, da wir nicht acht, soudcru erst vier Jahre das Glück gc-nicßcn, uuter ihrem Regime zu stchcn. Man schildert uns mit dcu grellsten Farben die Zustände dcr Commune zur Zeit des frühereu Regimes, ohne dcn wesentlichen Umschwung auch nur mit einer Silbe zu crwühncn, welchen die Gemcindeucrhältnissc ebcn crst nach dein Abtreten der früheren Majorität erfahren haben. Nicht das Verdienst uufercr Gcgncr ist es, wcnn manches besser geworden, als es war, die Ursache lag zunächst in der durch das ucue Rcgierungssysiem gcschaffcncn Autonomie im Gcmeindelcbcn. An dcn frühere» Uebeln trug nicht die damalige Gememdcvcr' trctung die Schuld, welcher zudem viele Mitglieder dcr dcrmllligcn Majorität und die wenigsten der dcrmaligen Minorität angehörten, sondern das alte System war es, welches jcdcr frcieu Bewegung abhold war. Stagnation in allcm uud jeden' war der Typus jeuer Zeit nicht nur in Laibach, sondern allenthalben ;wir sahen eben dieselbe als das dringendste Motiv des Postulates der Gemcinocautonomic aufgestellt, cs kanu also das, was iu ungünstigen Verhältnissen begründet war, init nichten der früheren Gcmcindcvertretuug zur Last gelegt werdcu. Wir wollcu nuu die Vorwürfe unseren Gegner einzeln prüfen. Das Schulwesen betreffend, an dessen Verbesserung lein Mensch gedacht haben soll, müssen wir bemerke», daß dic U ntcrrcal -schule schou früher bcstand, und dcm Herrn Magistratsrath Guttman das Verdienst nicht bcstrittcu werden kann, bereits in der ersten Landtagsscssion die Errichtuug eiucr O bcrrca lschul e als einer LandeS« angeleyenheil angeregt zu haben. Pflasterungen und Eanalisiruugen wurden von dem leider zu früh verstorbenen Bürgermeister Amb rösch durchgeführt, fo daß dcffeu Nach-folgcr uur ein mit ausgezeichnetem Geschick lind Eifer begonnenes, in der ganzen Anlage uorgczcichnctes Werk fortzusetzen respect, zu Ende zu führen hatte. Die Ausladen für die sladetzkybüste, welche immerhin cinc Zierde dcr Stadt, eines der wcni> gen künstlerischen Werke ist, welche Laibach auszuweisen hat, entsprangen den Zcituerhältnissen und einem Gefühle dcr Pietät gegen einen Mann, dcr in einer Zeit dcs Bürgerkrieges und Abfalls die Fahnc Oesterreichs mit Ruhm bedeckte. Die Betheiligung an» 'Nationalanleheu, welcher Zcitcpoche dcs Druckes gehört sie an! UebrigcnS durste cs wohl Ansprüche an den Patriotismus machen, da es vor allem einen wirthschaftlichen Zwecke zu dieucu bestimmt war. Was später geschah, kauu uicht den Subscribcuten zur Last gelegt wcrdcu. Die Bildung drr Freiwilligenbataillone war ein patriotischer Act, dcr als solcher wohl keinem Vorwurf uuterlicgcn kann, wcnn wir „Loyalität" als cincn Bestandtheil des gegnerischen Programms voraussetzen dürfen. Die Lustreise eines Schlossers zur Londouer Industrieausstellung kann mit nichten von jener Partei als Gegenstand eincö Porwurfes gewählt werdcu. bereu Gesiuuuugsgcnossen als Landtagsmilglic-der sich nicht scheuten, zur Zeit und mit Uuterbrcchuug dcr Landtagssitzungcn, wodurch dem Laude für die Auszahlung dcr Diäten dcr feiernden LandtagSmitgliedcr be» deutende Kostcu im Betrage vieler Hundert Gulden crwuchscu, ciue noch viel unproductiucrc Vergnüguugs» reise zu den Agramer Fcslgelagen mitzumachen. Der Zuführung von Konsumenten kann sich auch die dcrmalige Mojorität nicht rühmen, cs wäre denn, daß sie in den Sotolexcessen, dcr Judenverfolgung und den sonstigen Anfcinduugen dcr Nichtnationalen Anziehungspunkte für Fremde erblicken wollte. Wurde früher nichts für die Zuführung der Consu-nventen gethan, so geschah jetzt alles dagegen. Das Generale omm ando hat übrigens die Verlegung nach Laibach trotz alles Entgegenkommens selbst abgelehnt. Der Van der Visenbahnen hätte. deu-. Wunsche dcr Laibacher Bevölkerung gemäß, erreicht werden können, wenn man von der Ansicht aus» geht, daß die Regierungen bci Anlage von Eisenbahnen nicht von den natürlichen VerkehrSvcrhältnissen, sondern von dcm Wunsche ciuzelner Gemeinden sich leiten lassen. Die geographisch günstigere Lage Marburg'S mußte cs zum Kuotcnpuulte dcs Verkehrs machen. Für die Liuien V i llach. L a iba ch und Laibach -Karlstadt intercssirtc sich bereits als frühere Majorität die Handels» und Gcwerbekammer, sowie dcr frühere Landesansschuß, welche die erforderlichen Schritte bci der Regierung thaten, damit diese Linien in das projcctirte Eisenbahnnetz cinbez^gcn werden. Die sichcrc Hoffnung für die Rcalisirung der 3ai-bach'Villacher Bahn datirt crst seit der Conccssionirung dcr Rudolfs bahu und insbcsoudcre seit dem Verluste Vcneticns. Indessen hat dcr frühere Landtag schon uur dcm letzten Ereignisse dcu Betrag vou 5000 fl. für die Tracirung bewilliget und dadurch diese crmög< lichet. Wann die Gegucr die La iba ch «Karl städ tc r Äahu zu Stande bringen werden, wollen wir abwarten ; vorläufig haben sie noch keinen Schritt in dieser Richtung gethan, als daß sie in dcr, der kürzlich erschienenen Denkschrift bcigcgcbencn Karte cincn rothen Strich vou Laibach nach Karlstadt zogen, allerdings cin wohlfeiles Beginnen, in dcr Denkschrift selbst wurde aber darüber lein Wort verloren. Die Negrluug der Spitalsverpflegskosten hat schon Bürgermeister Amb rösch bald nach dem Erscheinen dcr Landesordnuug iu die Haud gcuommcn, durch wclchc die Wohlthätigkcits'Anstaltcn als Landes« anstaltcn erklärt werden. Wenn die Entscheidung dieser Sache durch daö Reichsgericht dcr Gemeinde zu Gute kommen wird, so muß bemerkt werden, daß cs die. Nationalen, wcuu dic von ihnen bejubelte Sistirungsära fortgedauert hätte, nic zu einem Reichsgericht gebracht hätten. Auch fehlt der Nachweis, daß ciu Protest dcr Gemeindevertretung gegen diese Spitalskostenauftagc ctwas gefruchtet hätte. Ucbrigcns können dicsc Vorkommnisse der dcrmaligen Minorität nicht in die Schuhe geschoben werden, da von dcn Parteien wie sie jetzt bestehen, damals lcinc Rede war; endlich bleibt cs nnaufgcklärt, warum jene Mitglieder der dcrmalia.cn Majorität, welche da-malo fchon iu dcr Gcmcindevertrctuug saßen, sich nicht rührten, warnm sie damals mundtodt waren? Warum dieser Gegenstand selbe Jahre lang beim Landcsausschusse liegen blieb, darüber wird Herr Dr. Blciwcis als Referent in der SacheAnfklärnng geben. Die Negelung des VerzehrungSsteuerzuschlages geweckt zu haben, ist ebenfalls cin Verdienst des Vür» germeisters »lmbrosch. welches nicht geschmälert wird dadurch, daß ein jähcr Tod ihn hinderte, die begonnenen Arbeiten zu vollenden, so wenig die verdienstliche Fort< setzung sciues Nachfolgers in diesem Gegenstände verkannt wird; das Endresultat ist cbcn noch zu erwarten uud ist kciucswcgs cinher Zweifel gestellt, dcuu crst die Erfahrung wird lehren, ob sich cin höheres Erträgniß wird erzielen lassen; nach dcr gegenwärtigen Berechnung der Finan;dircction würde sich der Mehrbetrag nur auf circa 1100 ft. beziffern. Vorstehendes revidirteö Sündenregister dcs städtischen Regimentes in dcn Jahren 1850—1860 fällt daher der dcrmaligen Minorität nicht zur Last, da, wie gesagt, die Gemeinde damals nicht autonom war, dcr freien Regung entbehrte nnd an dcmfclbcn die damals schon als Gcmcindcrüthc fnngircnden Koriphäcn dcr dcr-maligcn Majorität dcn Löweuantheil haben dürften. Demgemäß sind anch Die Wundcrthaten dieser Gemeinderaths» Majorität, rücksichtlich dcrcu die vorzügliche Arbeitskraft des gegenwärtig suspendirtcn Bürgermeisters Dr. Costa nicht verkannt wird, nur eine Folge dcs freieren FlügclschlagcS, welcher durch die gcäudcrten Zeitvcrhältnisfc dcr Gemeinde ermöglicht wurde — oder sollte ciu Partciuutcrschicd in dcr Frage dcr Macadamisirung der Straßen liegen? Hervorragend warcn in letzter Beziehung übrigens nur die Verdienste des mehrcrwähntcn Bürgermeisters Ambrosch, unter dcsscu Regime mau genau wußte, wie hoch sich die Kosten und Einheitspreise dieser Arbeiten bclicfen, wogegen nns hierüber dic Berichte dcs dies' falls offenbar felbst nicht cingcwcihtcn Bürgermeisters Dr. Costa sehr im Uuklarcu lassen. Die Quaiergänzuug am Laibachfiusse gibt dcr Majorität und ihrem Novizen Tönnics leinen Grund zum Sclbstlobe. In Folge dcr ungeschickten Ausführung dieser Arbeiten und des Verzuges derselben war dieser Bau für die Commune, wclchc nunmehr drcl Processe unter dcn bedenklichsten Auspicien durchzukämpfen hat, mit bedeutenden Nachtheilen vcrbuudcn; odcr hat die Majorität die den« Gcmcinderathc obliegende Aufgabe dcr Stadtvcrschöncruug vielleicht damit zu c^ fülle» gedacht, daß sie die drci Häuser am altcn Markte durch diese ungeschickte Quaicrgänzung baufällig wer-den ließ? Solche Art der Stadtuerschöneruug scheint uno etwas kostspielig. Die Errichtung der Qberrealschule ist nicht das Werk der Majorität, wie schon oben erwähnt wurde. Wir eriuuern hier nur auf die TY" 779 sachc, daß die Weltwch'cn der Majorität, wic z. V. Dr. Blciweis, bei den diesdczüglichen VandtagSvcrhandluugen stets in oftftositioiu'llcr Haltung diesen Gegenstand ^.uf die lange Bans schiebe,, wollten und das Verdienst dcr dicsjälligcu ^andtogsbcschlnsse zuiu groi)cu Th.'ile dcr Thätigkeit dcs Abordnete», Deschuianu, welchem hicsür !','. einer Gclücin^.rathi'sitzung auch der Dank dcr Gemeinde votirt wurde, zufalle. Welche geringe Sorg» fält seitdem die Majorität dcr Obcrrcalschnlc znwcudct, geht schon daranS hervor, daß das früher mit so gntem Erfolge thätig gewesene Real s ch u l e om i t ^ nnn ganz zerfallen ist uud daß die so nothwendige nnd mit einem Kostcnaufwandc von nnr 1000 fl. verbundene Errichtung ci»er Modcl lirsch nl c znr Wccknng des künstlerischen Sinnes im Landcsausschusse auf Hindernisse stieß. Auch die städtisä)c Häuft tschulc bci St. Iakol' besteht schon sehr lange. Ucbcrhauftt kann uicht oft genug auf dic Pcrfidic hingewiesen werden, mit welcher dcr „ Triglav " die Majorität mit den Jahren I 8 0 0 u. ff., die Minorität aber mit den Jahren 1 8 5) 0 bis 18 0 0 idcntificirt. Mit gleichem Rechte könnte dcr Gcmcindcrctth von Wien oder Graz seinen Vorgängern Unterlassungen dcr Stadtvcrschöucruug und Erweiterung :c. als Verschulden anrechnen. Wir erinnern uns jedoch weder irgendwo ähnliche Necrimiuatioucn, uoch irgendwie derartig selbstgefällige Lobeserhebungen der eigenen Thätigkeit gelesen zu habe», wic sie - ursftrünglich schon in dem Berichte Dr. Costa'S — und jetzt in so übcrschwänglichcr Wcisc im „Triglav" zu lesen sind, welcher übcrhauftt seine Sftal-lcn allen Gcsiunuugsgcuosscn der Majorität zur selbst-cigcncu Heiligsprechung öffnet. Der Ankauf vuu Tivoli erfolgte nicht über Anregnng der Gegner, sondern über Aulrag Dr. Schöftpl's, Die sich darbietende Gele-gcnhcit war jedoch eine rein zufällige, welche fich keine ^cmeindcralhsvcrsammlnng hätte entgehen lassen, znmal so günstige Bedingungen, erreicht wnrdcn. Oder glanbt der Verfasser des „Triglnv", daß diese günstigen Vc-diuguugcu von Sr. Majestät nnr deswegen zugestanden wnrdcil, weil in dem Gcmciudcrathc eine nationale Ma jorilät saß, welche sich gegenwärtig nicht schellt, ihrem Vorgänger den bei Errichtung von Freiwilligenbataillons bethätigten Patriotismus zum Vorwürfe zu machen? Im Kric^ojahre l^iitt wurde durch das Zusammenr.'irken der gesammlen Bc^ ^ülterling, nicht al»cr durch eine Exclusivilät der Majo< i'iliit Vcrdirustlichcs geleistet. Wir erinueru nur an die Unterstützung dcr Verwundeten au> Bahnhöfe durch die Stadtbewohner, wol'ci wedrr Herr Bingcrmcister T^r. Costa, noch die Leibgarde dcr Majorität, der So-ko lucre in sich betheiligten; — dcr freiwilligen Beiträge zn der Einrichtung dcr Einguartirnngsbara-ken ?c. :c. Daft alleö e^rleistet wurde, ohne einen Percent Nmlassc, ist unrichtig im Hinblicke auf die Erhöhuiig dcr! Pfla ster mauth, die Einführuug des Bicr-zuschlagcs und Ziuskrcuzcrs, durch welche -lllflagcn sammt den Aulehen ftcr 100.000 fl. die Gemeinde dahin gebracht wurde, daß alle Mittel erschöpft Kurden, nnd uuu für allfälligc außerordentliche Auö-lagcn (z. B. einen allfälligcn Beitrag per 20.000 ft. ^»um Obcrrcalschulbau) sich keine Bedeckung mehr crae!.:,,» Würde. ' ' Der Vergleich mit Oraz ist ein sehr ni', Mcklichcr. Wäre dcr Grazer Gcuieindcralh in Vaibach, s", stünden das Nößcl-, ^uckmauu-, Noval'schc ftaus uicht mehr als Wahrzeichen einer beispiellosen Nuregcl-"läßigkcit dcr (^asscnbantcn, es wäre mehr sür die Erweiterung nnd Verschönerung dcr Stadt durch Entwer-l"ug cincs Bauplanes, nnd so für den Zu;ug von ,'Eoi!s>!,i,cntc»" gesorgt worden, wic ihn hcucr bcisfticlsr weise Graz j„ l^^stalt vou 200 Familien zu gcwär-ugen hat, wogegen das in nicht minder herrlicher Gegend gelegene Vaibach von jedem Fremden ängstlich gc-Mieden wird, des Zwiespaltes wegen, welchen die seit 4 Jahr hier eingezogenen, von dc» nationalen GcsinnungS-gcnosten verlmcmn Grundsätze zum ^)ohuc des 19tcn Iahrhunderlcs u, unseren Mauern erregt nnd fortcrhaltcn haben. Die Fi,lan;la«^. der Stadt Mag allerdings keine dergestalt desperate sein, daß durch c>" besseres System uicht mehr die bevorstehenden trau-Nlistcu Folgcu beseitigt werden könnten, allein es fragt slch, ob man die Finanzwirthschaft der Majorität als cnlc zweckmäßige nnd beruhigende ansehen kann, rme ^'Mhschns^ die von dcr Hand in den Mund lebt, für Außerordentliche Fälle tcinc Vorsorge trifft, vielmehr dcr ^ermögensstamm selbst auf eurrcutc Auslagen erschöpft '° daß ;. B. wegen Mangels c,'.: Fond der Quai vön "' '^nadcczlybrücke gegen das Theater mit v c r b r n u ch. e n Straßcnwürfeln (^ieeninancr!) hergestellt werden muß. g, .. Dngcgen wurde, damit cm Gcmciudcbcanitcr die ^e ulnungcn dcr Majorität im Ncichsrathc vertrete, dem die Last dcr Erhaltung eines zweiten ",cidcamtcn aufgcbmdet, dessen eifrige Thätig- keit Beweis dcr Thatsachen vollkommen hinreicht, nm die Gcfchäftc zu besorgen. Wenn allc Auslagen mit den entliehenen 100.000 ft. bcstritlcu wurden, so cutstcht die Frage, wozu dcr B i cr-«ufschlag, dcr Ziuslrcuzcr, endlich die ganz nnslnnige E lh ö hung d cr Pla st c r in auth eingeführt wurde? Wie taun sich uamcutlich dcr Iuduslriclle für die Segnungen cincö Regimes bcgeiii^rll, welches ihm durch diese Maulcrhöhuug bcispicl/weise dcn Bezug dcr Waa-ren ans den außerhalb dcr Slaol gelegenen Magaziucn so sehr vevtheucrt, uud heißt es etwa für den Zuzug vou Eonsumcntcn sorgen, wenn mau die ohnehin schon so hohen Wohnuugsziuscn durch den Zinstrcuzcr, wcl« chen die Partci zu zahlen hat, noch mchr zu crhöhcu, d.u Gcuuß dcr Kclicusartlkcl durch Bierzuschlägc und erhöhte Mäuthc zu verlhcncrn bestrebt ist? Das Deficit, auch ciuc dcr Segnungen des Regimes dcr Majorität, ist ein so bedeutendes, daß diese eine Sünde das ganze der früheren Gemeindevertretung, zumal mit Uurccht, vor« gchaltcuc Süudcnregistcr anfwiegt, nnr lommt den Partisanen dcr Majorität dcr Umstand zu Gutcu, daß ihucn für diese ihre cigcucn Süudcu dcr gcistlichc Trust uicht abgeht. l. Das zugcstaudcuc Deficit beträgt 11.000 fl., ganz gcuau 1 l.^7ft. 24,'. tr. Verringern läßt es sich durch Richtausgabc dcr für ^ieubautcu präliminirlen 5iOOO fl. keineswegs, da hicrnnter Ausgaben bcgrisfcn sind, die sofort gedeckt werden müsscu, als: 1ü0l) fl. Pftastcruugi!' arbcitcu, 1000 ft. für dic Baricrrc am Vaibachftussc, »^00 fl. für dic Nampc in dcr Poiana, die noch uubc< zahlten dosten dcr Reparatur dcr Metzgcrbrücke :c. I'. Da.< Deficit erhöht sich: l>. Dadurch, daß bci Zahlung des Betrages per 10.000 fl. von dcr Spurcassa dic rückstäi.digcu Ziuseu der Gcsammtschllld vou circa 2000 fl. iu Abzug gebracht wurden, diese 10.000 ft. also uicht rciu ciufllchcn; !^. durch die ftro 1800 uud 1807 rückständigen ^Sftitalstostcn per 8581 ft., welche im gnnsligstcu Falle durch Ncbereiutommcu aus dic Hülste crluäßigt werdcu töunlcu; '. durch den allfälligcu Schadcucrsatz rücksichtlich dcr durch dic Quaibautcn dcmolirteu Häuscr: >l, durch dcu Beitrag an den Armensond ftro 1^08 ftcr ^j00fl., abgesehen von den zu dcckcudcu Nück-släudcu; «. durch dcn in der «'irmcucassa bci dcr Scou« tiiuug cutdccktcn, durch gcmcinderälhliche Bewilligung uicht bcdeckteu Abgang von 0<,«x.» fl. lll. Weilers bcstcht !!>ic S ch u l dc ,l l >, st in dcn laut Präliulinareö am Schlüsse 18'.> :c. gedeckt werden. iV. Endlich wurde» vou dem Gcmciudcucrmögcu vcräußcrt: I. Dcr Gollouz um circa 2000 fl.; 2. das )iu-schak'schc Terrain um 25)Ol)fl.; ^.Obligationen bci iliOO fl., in Suluma geringe gcrechuct s)000 fl. Wcuu man alfo zn dem Dcficitc ftcr 11.i>;7fl. desfcu Erhöhuug per 14.5W fl., dic uubcc,ccktc» Pafsiv-rückständc vou ^).000 fl, in ^lechnnng bringt, so ergicbt sich trotz der au« ucucu Auflagcu crzlcllcu Eiulomuicns-crhöhung uud trotz dcr Vcrwcuduug vou mindestens s>Ol)O fi. Slnmmvcrmögcn cin unbedeclter Abbaust prr .5-4.UH7 fl., welchem ciu belasteter Realbcjitz uud die Erschöpfuug sonstiger Hilfsmittel cntgcgcusteht. Dem entgegen fragen wir: War daö Darlehen nothwendi,, ? '^nö Darlehen ftcr lOO.000 fl. wird durch außer> ordcuilichc Bauicu zu rcchlfcrligcu versucht, welche auf l>A.A05 fl. beziffert wcrdcu, uud rcchuet man. uoch die im'^auft dieses Jahres zu bezahlende ztostcutangcntc für dic >f)radcczybrücke hiuzu uiit circa 12.300 fl,, so ergäbe sich ciu Aufwand ftl'. 105.005 fl.. die Richtigkeit der, übrigen Ziffcransätze vorausgesetzt. 'Abgesehen davon, daß auch in früheren Jahren immer cin bedeutender Theil des ordentlichen Eiu-lonnucus zu Pflasterungen nnd Eanalisirungcu verwendet wurde, so verlohnt es sich der Mühe, diese Ziffer etwas näher iu das Auge zu fasscu. Von dieser Summe per 105.005 fl. kommen vorerst auszuscheiden jene für die Auslagen aus den Iahreu 1>01 bis 1804 ftr. ^?,2!»5 fl., wornach verbleiben 08.370 fl,, denn dcr Amtsantritt des jetzigen Bürgcr-mciftcrS erfolgte erst im Jahre 1804, damals bestand noch lcin städtisches Anlehcn, kein Zinslrenzcr, kciu Vcr-zchrnngsslcnerzuschlag vom Bier, tciuc erhöhte Pflaster, mauth, lciuc Schlachlgcbnhr, und doch crgab dcr Rechnungsabschluß ftro 1"04 cincu Eassarcsl ftr. 397 fi. 3'.','.'lr., wornach anch obigc Anslagcn bcrcits gedeckt, waren. Konnten dahcr obigc Äiehranslagen nicht ans' den eben erwähnten theils neuen, theils erhöhten Abgaben gedeckt werden? Diese Frage muß unbedingt bejaht wcrdcn uud wird dies im Nachfolgcndcu zisfermäßig dargcthcm. , Das Eiukommcn aus dcr Rubrik „Gefalle" betrug uach dcm RcchuuugSabfchlussc ftro 1^04 10.801 ft, 95 tr.; im Jahre 1800 hingegen, wo die erhöhte Pflaster-manlh, dcr Bicrzuschlag, dcr Ziustrcuzer und die Schlacht-gebühr bcrcitS cingchobcn wurden, in Folge davon 33.-548 ft. 49 kr., also gegenüber dem Iahrc 1864 mchr 2H.740 fl. 54 tr. eingebracht, im Jahre 1807 belief fich der Ertrag auf 35.098 fl. 13 kr., alfo gc. gcuübcr dcm Jahre 1804 mchr 24.290 ft. 18 kr., uud wcun man das Mittel davon als das Mchrcrträgniß pro 1808 mit 23.521 fl. 30 tr. annimmt, so zeigt sich cin durch ncuc Abgaben geschaffenes außerordentliches Einkommen fter 70.564 ft. 8 kr., welches demnach zur Occkiing dcr angeblich außerordentlichen Auslagcu voll« kommen hinreichte, ohne daß dieser Auslagen wegen zu cincm Darlehen hätte gegriffen werden muffen. Auf das Dartchcu ftr'. 100.000 ft. kaun dahcr nur dcr bczahltc jlanfschilliug für Tivoli pr. 42.000 fl. gcrcch-ucl werden; dcuu die augcsctztcn 50.000 fl. sind unrich-tig, indem die Pcrccutualgcbühr durch das Geschenk Sr. fürstbischöflichcu Guaden ftr. 1000 fl. nnd dcn Holz-vcrlauf aus dcm Tivoliwalde im Jahre 1800 (oder 1807?) gedeckt wcrdcn konnte, dcr Rest pr. 58.000 fl. ist dahcr dcr beiläufige ziff ermäßige Ausdruck dcr Miß wirthschaft aus dcu letzten vier Jahren, dcr sich durch tcinc außcrordcnt' lichen Ausgaben begründen läßt. Werfen wir noch cincu Blick au? Hwei Viirssermeister und ihre <>5ebahrung. Ein Umstand hätte denn doch dcm „Triglav" bci sciucr sehr luerkwürdigeu Ziffcrgruftpiruug auffallen sollen, « da cr cin zu charakteristisches Streiflicht auf die F,-uanzgcbahrung unter den, jetzigen Bürgermeister im Eutgcgeuhaltc zu jcncr nntcr Bürgermeister Amb rösch wirft. ^)iach dcm„Triglav" wurden in dcu Jahren 1^01 bis 1804 für die vou ihm sogcuaunlcn „außerordentlichen Bauten in runder Summe 37.300 vorausgebt, wozu uoch dic Auslagcu für dcu iu eben jene Periode fallcu-deu Urfulincrinucn - Schulbau per 5000 fl. kommen, zusammen daher 42.300 fl. Tiefe Auslagcu wurdcu be^ strittcu aus dcm gewöhnlichen Evmmuual Eintoiumeu, ohne daß es jeucr iui Iahrc 180 stellt worden wäre und Dcschmauu im Iahrc uorticr nnr cinc Prüfung dcr Zweckmäßigkeit dieser Schnlc durch den Landcsansschuß beantragt hatte, was auch ttngc^ nommcu worden, jcdoch wcgcn WidcrstrcbcnS der Land» wirlhschaftsgcscllschllft nicht zur Ausführung gekommen ist. In dcr ^ ottcr ic - Ang clcacnhc i t wäre dc>s Vnnd auch gcgcn dic unvcrmuthclc Eventualität des Falliments des Causes Schulcr uud Eomp. durch den mit diesem abgeschlossenen Vertrag vollkommen ge. schützt gewesen uud hätte, wenn nicht zur Zelt dcr EoncurS.Eröffnuna das Geschäft bcrcitS abgewickelt gewesen wäre, uoch einen besseren Gewinn gerade iu Folge 7tz0 dcs Concul'scs gemacht, da dem Land die von Schüler A Comp. bestellte Caution von 5 Million dann an-hciitlgcfallcn wäre, während es ohnehin alle bezogenen Lose entgegen bar zu bezahlen gehabt hatte, die nicht begcbcnen aber dem Lande verblieben wären, welches sie dann durch ein anderes Haus hätte verwerthen können. Weil jedoch die Lotterie nicht bewilliget wurde, wurde ein anderes nicht minder wcrthvolles Zugcständ-niß erlangt nämlich die U n o erzi ns l i chtcit der Vorschüsse an den Grundcntlastungsfond, wodurch dem Lande bis zum Schlüsse der Vcrlosungspcriode viele Hunderttausendc erspart werden. Die vom früheren Landtage erwirkten sehr bedeutenden S tc uer n a chlüsse, die bisher schon meln-als 400.000 fl. betrugm, findet der „Triglav" mit Stillschweigen zu übergehen! Sicherlich werden unsere Gegner gern das für sie so undankbare finanziclle Gebiet verlassen und uns zu einigen kleinen ftolitisch.socialcn Coursen folgen, welche an ihre eigenen Erftcctoratioucn anknüpfen. Wir gc« bcn zu, Die Iudenverfolftung war ein Zeichen der Aufklärung und des Fortschrittes der Majorität. Es ist nur zu bedauern, daß der Bürgermeister dem Gcmeindcrathc die Gelegenheit vorenthielt, seine Ueberzeugung in diesem Punkte auszusprechcn, vielleicht wäre dadurch dic später durch das Staatsgrund» gcsctz garautirte Gleichberechtigung der Confessioncu verhindert worden. Ein politisches Programm enthält selbst der Aufruf des bürgt. Wahlcomit^'s. Der Ocmeinderalh hat bisher immer nur politische Programme vertreten. Die lasten Älürägc im Interesse dcs Gemeinde-Wohles fielen, weil sie von der Minorität eingebracht wurden. Uud war die Bcjubclung der Sistirungöära keinem politischen Principe entsprungen? War sie jenes coustitutiouclle Wesen, über dessen Verletzung durch die Laibachcr ZeitlnigS-Inserate der Triglau in Harnisch gcräth? Der Protest ^c^cu die Brestel sche Vermögenssteuer, den Dr. Bleiweiö im Gcmeindcrath einbrachte, beruhte eben nur auf polit,schcn Motiven, einer Nachäfferei der Tschechen uud es ist nichts als Anmaßung, eine Versammlung' mit D ri ngl ich tci ts an trägcn zu überrumpeln, ohne Klarheit über die Tragweite der Negation, Wünschenswert!) wäre aber für uns zunächst eine Verminderung der Steucrzuschläge iu der Gemeinde selbst.' Veileidsadresse an Graf tshoriuöky. Was hiesige Aürger, seien es Gemeindernthe oder Nichtgcmcindcräthe nllch dem Zuge eines vollen Mcnschlich-Icitsgcfühls gethan, das that jeder für seine Person; das als Sünde gegen die Gemeinde vorzuwerfen, »nag nicht nur nicht lattuoll, sondern noch gewisser ganz sinn-uud herzlos zci». Anticoncordatspolitik und Beleuchtung. Wer zum tausendsten male nicht begreift, daß es lein Angriff qcgcn die katholische Kirche ist, wenn mau iu ihrem organischeu Vcreichc ihr die vollste Freiheit dcs Verkehrs (kein i>! u »>«' l « m , freie Disciplin) volle Freiheit im religiösen Schulunterrichte und Sitz und Stimme im Schulrathc durch Priester und Laien (vi,1<> Schulgesetz) wahrt, daß jedem ihrer Mitglieder in Bezug auf die religiösen Pflichten überhaupt, auch iu Betreff der Ehe volle Freiheit gewährt ist — der will eben die Natur der gegeu die hierin verletzenden Theile dcs Concordats herrschenden Rechtsidce nicht erkennen und eben so wenig die Rechtsansprüche anderer Religions« genossen auf den Staatsschutz ihrer bürgerlichen Existenz. Wer dcshalb verstimmt ist, ist cs aus eigener Schuld, weil er das Recht hierin zu erkennen entweder nicht Willens oder nicht fähig ist. Tchluftwort. Im vorstehenden sind die rout her füllten Expectora-tioncn dcs ..Triglav" anf ihren wahren Werth zurück-geführt wordcn, jeder Wähln- kanu jetzt selbst urtheilen, anf welcher Seite die Lüge und Vcrläumduug ihren Sitz aufgeschlagen hat. Mit welchem Namen aber sollen wir das (Mahren eines Organes belegen, daS zu sciucm Motto: „Die vaterländischen Interessen" gewählt hat, und zu solchen Waffen greift, um die Interessen seiner Pa-tronc zu fördern? Ncsmnircn wir im Kurzen die Resultate der bisherigen Ocmemdcrathsmajorität! Die kaum erreichte Gcmemdcautonomie wurde sein in allen Städten einzig dastehendes Erciguiß) in kurzer Hcit verwirkt durch die Umtriebe, iu welche sich Dr. Costa, der doch einen unparteiischen Standpunkt ein. nehmen sollte, eingelassen hat. Dic Leidenschaften wurden geweckt, (Socolcxccssc), der Pauperismus gesteigert, so daß man an eine Armen, stcncr dcnkt, dafür hat man V clcrcdi uud Biclsky zu Ehrcnbürgcrl, ernannt, für die Kor,phacn der Majorität uud ihre willigen Genossen Stellen geschaffen und reich dotirt, und die Zuknuft Laibachs fur lange gefährdet. Große Entwürfe uud Pläne wurden auSgcdacht, aber nicht ausgeführt. Die Alisscnscite unseres Gcmcinde-rathes ist darauf berechnet, zu blenden, während die innere Kehrseite ein jämmerliches Bild von Egoismus, und Leidenschaft darbietet, welche niemals das Gemeinwohl zu fördern gceiguet sind. Wir bezieh«! nils auf dic in unserem Blatte vom 4. Mai enthaltene Besprechung des Kornenvurger ViehpnlucrS nnd finden nnö hnite vcranlafzt, diesen Artikel einer eingehenden Erörterung zn unterziehen, da wir hierdurch nur im Interesse der Herren l)etoill)men nnd Pfcrdcbesi^cr zu lMdcln glaubeu. Das Korncuburgcr Viehpnlver hat seit den zehn Jahren sei» ncs Bcstchcnö sich eine Ausbreitung weit liber die Grenzen Oesterreichs hiuant», über ganz Deutschland, die Dunanflirsterthümer, eincn großen Thcil Nnßlandö erworben, ja selbst iu der Schweiz und Frant,cich Eingang gefunden, uud wnrde in dcn M.irstal: lnngcil Sr. Majestät des .Mingo uou Preußen, sowie Ihrer Majestät der Köuignl von England zum Gebrauche emgefithrt, wor-itbcr die betreffenden Obermarstall-Acmter ein höchst befriedigendes Urtheil fallen. Die erfolgte Lonccfsionirnna, diese« Bichpnl, verö dnrch die hohe k, t. österreichische, die lönigl. preußische und die königl. sächsische Regierung, sowie die Auszeichnung durch die Medaille des Hambnrgcr, Pariser, Mimchncr uud L^icncr Thier» schulHvercint« sind scldstrcdende Thatsachen, welche die Reellität dieses Arliteli! genügend darthnn und tnueö lveiteren ^omnientares bedürfen. Die Verabreichung des Korueuburger Viehpulucrs an die Hau^thicre ist auch bei ganz befriedigendem Gcsundhcitöznstcmde höchst ersprießlich, da cj Uulerlclbeö. Vi,i anderec, hygienische« Präparat von gleicher Wichtigkeit ist daö Nestilntioni'slnid für Pferde von F, I. Kwizda i» Korncu-buig. daS uach Prüfung dnrch ri»e hohe l. t Sanitätsbehörde uon Sr. Majestät dein Kaiser Fmnz Iuseph l, mit einem nnö-schließlichrn Privilegium nuögczeichuct U'urde, itüd sowohl iu den Marstallungen Ihrer Majestät der Königin von England, alt! anch in der amtlichen Praxis de« Herrn Dr, Knanert, Oberroß-arzte.» Er. Majestät des König« uun Preußen angewendet wird; dasselbe erhält da« Pferd b,s in da,' hohe Alter ausdauernd und mnthig, stählt die Nerven, nnd dient besonders anch als Unterstützungsmittel bei Behandlung uon Nähmen, Rheumatismen, Verrenkungen, Verstauchungen, Steifheit der Füsze :c. Die Niederlagen uon diesen beiden Artikeln sind in der, in dieser Nummer enthaltenen Annonce angeführt. Locales. — (D i c K uu st a us st eil u u g), welche heule im Ncdoutensaale eröffnet wild, Wust ciue beveutenbc Anzahl vorzüglicher Billel, giühtenthcüö auZ dcm Vehicle orr Land« schast nnd des Genie'ö auf. Wic machen, uidcm wir uns cine ausfiihtlichl'le Vespicchti!^ vorbehalten, b^soudclö auf die beiden größten Gemälde „Heimgang aus dcm Wcingcuten" von Schön (war auf dcl Palisn Ausskllung) und cms Hoffmann's „Hiltcnmüdchen aus dcm Sadincrglbiicze" auf unscrcü vatelländischen Hiünsilcss 5laritiger Land« schaft aus TNllisch-Albanien am adiK'tisHcn Meei (45), auf den von Herrn Aldett Samafsa ausgestellten, von ihm selbst in gothischem Stile tunstreich ausgesühlten Vücher-schrakt u,!d aus .pcrc. Melülliqüeg 50. — f,prrc. Metallique« mil Mai- und ^ovrmber-Ziuscn 57. — 5perc. Mtional-Nulehcu 62,65. — 1860er stantsünlede!' «0.70. — Vanlacticn 698. — Trcditactim 181. — ^,'oudoi! I16,»0 — Silberig 75. - K. l DncUen 5.57'/.». Kandel und Uol'kswirthschastliches. Landwirthschaftliche Unterrichtsanstalten. Das t. k. Aclerbauministerium hat soeben eine inter« essante Uebersicht der „landwirthschafllichcn Unterrichtsanftal« ten der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder der österr. Monarchie" erscheinen lassen. Während 6 hö-bere und mittlere landwirthschastliche Lehranstalten junge Leute zur selbständigen Leitung von Wirthschaften heranbilden, sind 18 Ackerbauschulen hauptsächlich zur praktischen Ausbildung von künftigen Kleinwiithen und gleichzeitig auch von untergeordneten Organen bei größeren Gutsverwaltun« gen bestimmt. Eigene Specialschulen bestehen für Forstwirth' schaft (4,), Wein- und Obstbau (6), für Seidenbau und Bienenzucht (3), endlich für Thierarzneilunde und Hufbeschlag (3). Lehrkanzeln sür Landwirthschast und land-willhschaftlichc Lchrcurse finden wir an einigen Universi« täten, polytechnischen Instituten, Ober-Gymnasien, Realschulen u. s. w. Außerdem bestehen bereits mehrere landwirthschastliche Fortbildungsschulen. Die höheren Schulen, die Lehllanzcl" und Specialschulen sind in den verschiedensten Gegenden der Monarchie vertbeilt, während die größte Zahl der Actcibauschulen sich in Böhmen und Mähren be» findet. Tirol nnd Vorarlberg, Schlesien, Istricn, Dalma« ticn besihen leider bis jclzt noch leine l.mdwiltl)schaftlicken Lehranstalten. In Schlesien, Bukowina und Istrien (Capo« distria) sind Verhandlungen wegen Errichtung von land-wirthschaftlicht'n Schulen im Zuge. In Tirol werden bis zur Errichtung von laudwirthschastlichen Schulen aus dem Landescullulfonde SlipendilN zum Besuche auswärtiger land.-willhschafllichen Schule» bewilligt, sehnliches wurde in Krain und Dalmatian in Aussicht gestellt. In Görz besteht eine 1867 gegründete Actnbauschule mit zwei Iahres-cursen und drei Lehrern. Dieselbe wird vom Landtage er« halten. Die Lehrmittel liefert die Landwiithschastsgesel!« schast, welche jährlich einen Landeöheitrag von 500 fl. si!r Abtrelung dcs Versuchshofcs geuicht. Der Unterricht wird in Parallclclasscu iu ital. und slovcnischer Sprache ertheilt. Die Clhaltungskosten betragen 2200 fl. Verstorbene. Deu I.Mai. Josef (icc, Tagll,'h»cr, alt !i4 Jahre, int Civilsftital an der i!nl!n,enlnverculllsi'. Den 3, Ät a i. Helena Michclic, IuwohncrOuilwe, alt 75 Jahre, in der Stadt Nr. 226, an der Lnugenlähmuna.. — Nndlllf Ucal, Zimmcrmalcr, alt 17 Jahre, im Ciuilspilal au der ^nnacntnbcrculose. — Dem Josef Katar, Taglohner, sein Kind Maria, alt 16 Monate, im Elisalietli-Kindcrspilale iu der Polauavorstadt Nr : wilwc, ihr Kind Katharina, alt 5 Jahre, in der St. Petersvorstadt Nr. 22, an Fraisen. D e u 6. M a i. Karl Golz, Schucidcrgcsellc. all 43 Jahre, in der Stadt Nr. 184, nnd Engelbert Pcinhauvt, Faliritöarliei: ter, alt 30 Jahre, im Cimlspital, beide an der ^uiissentnbcrcnlose. ?l n in crku n g. Ini Monale April 186« sind 8l Personen gestorben, davon waren 46 männlichen and 35 weiblichen Oe-schlcchtcS. 3Iteteorlill)Hische Hieoll^chlungell in l)ail)üch » ^ h ^ e 5 A 8 N ^ 5 u ^ fi ^ " j 3, ,8 3 ! « « " «"A " ^'6"il7HHI "325^^ ^II^ windstill trllbe^ 7 8. 2 „ N. ^ 325.,z. ^-18,, SW.schuiach gröszlh. bew. ^V''" 110 „ Ab. i 325,« ^-12,« windstill growth. l>cm.> ^"^"' Nnhigc Lnft, Regenwolken mit dünner Äcwüllnna, aliwech«-selnd, mitunter schwacher Regen. Da« Tagctzmiltcl der Wärme um 3'8" über dcm Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. K l^ i n in a y r. W Ich fiihlc mich verpflichtet, filr die, bei dce am 3lcn M ^ Mai stallgehabten Beerdigung mcinsr Tochlcr ^^ > Anna » W so auszerordentlich zahlreiche Begleitung derselbe» z» ^ W ihrer letzten Rnhcstätte, Allen, insbesondere deu Herre» W W Sängern und den fackeltragendcn Mädchen, sowie den ^ W Mil^licdcrn der l. l. Wcrlsmnsit filr ihre gefällige ^ ^ Milwirlnng — hiermit meinen tiefacfilhllr» Danl ^ üffcnllich aufzusprechen. ^R ^ Idria, am 4 Mai 1868. M M Alois Novak, W Vlzirlsarzt ^> 781 Killz^Wl-NUII. Wir«, ?. Mai. Die Vörsc war flau gestimmt flir alle Papicrglltlnngen. Devisen lind Valuten schlofft» steifer gefragt. Gcld flüssig. Geschäft mall. Oeffeutliche Hchuld. ä, des StaatrS (für I(»0 fl,) Glld Wuarr In ü. W. zu 5pCl. für 100 fl. 58.20 53.30 In dstcrr. Währn »n steuerfrei 57 20 57.!i0 ',. Steueranl. in ö. W. o. I. I864zu 5p„ 50.— 50,25 Mit Verlos, o. 1.183i» . . . 174 50 175.— ,. „ „ „ 1854 . , . 75.^5 75.50 ., „ „ „ 1««0zu5l,0si. 80.?<> 80 80 „ „ ,. „ 18«0 ,. 100 ., «<1.25 89.50 „ „ „ „ 1864 „100 „ 84.70 «480 Cc,mo Nentensch, zu 42 I.. »u»!. 19.50 20.— Dnmaincll 5perc ii, Silber 10^,.25 105.50 L. der Kroilläudrr (für 100 sl.) Gr.-Entl.-Oblig. Geld Waare Nirdnosteneich . zu 5"/., 87.— 87 50 Nbenistcrrcich . „ ^' „ 87.2') 87.75 Slllzdiir^ .... »5 „ 87.— 88.-- Bühilir»^ .... „5 „ 93.- - - .— Mähr^il .... „ 5 „ 88— 88.5«.. Schlcsicü , . . . „5 „ 88.50 8950 Stelcrmart . . . „ 5 „ 88.50 89.,^» Ungarn.....„5,, 73.- 73.50 Trmescr-Bnnat . . „ 5 „ 71.25 72.50 Crnalien und Slauonim „ 5 „ 71.75 ?2,5l> Galizien .... ,. l> ,. «4.50 »i4.75 Siebcnbnrsscn . . . „ 5 „ 68.— «^.50 Buloviiia .... „ 5> „ 05.— 65.5s» Una. m. d. V.-E. 1867 „ 5 „ 70.75 71.25 Tcm.B.m.d.V.-6.1867„ 5 „ 70.50 70.75 Aciien (Pr. Stllct), 3iatil,nalbanl......693.— 694,— K.Ferd.-9lordb.zn1000sl. ü. W. 1820.- 1825 .. Kredit-Anstalt zu 200 fl, o. W, 180.50 180.60 N,ö.Escom..Gcs.^>500fl,ö,W. .^0.- 592.— S.-E.-G.zn200sl.CM,o.500Fr. ^58,- 258 10 Kais. Elis. Bahn zn 200 fl. 2M. 145. ^ 145.35 Sild,-nordd,Vrr.-B.200 „ ,. 142.50 142./5 Geld Waare Süd.St.-,l.-vcn.u.z.-i.E.200fI. 17025 17L.50 Gal. Karl-l>nd.-V. z. 20" fl. EM, 202.25 202.50 Bühm. Weslbahn zu 200 fl. . 14?.— 147.25 Ocst.Dou.-Dampfsch.-Ges. ^-^ 496.— 497.- Oesterreich. 5,'loyd in Trieft Z >H 220.— 222.- Wie:l,Dampfm,Aclg. . . . —.— 405.— Pchi'i' .^^tcndriictc .... 380.— 3«5 — Ä:icilo-Austria-«ant zn 20l> fl. 127.— 127,50 ^..lixrn, Czmwivitzcr Äcticn . l 72,75 ,'73.50 Pfandbriefe (für 100 fl.) National- l bant anf > vcrlo«bar zu 5°/« 96^«'l 96.60 6. M. 1 Nationalb. aufö.W. verlost».5 „ 92.80 93.— Ung.Bod.-Ereb.-Anst. zn5'/, „ 9I.5<» 92.--Allg. üst, Bodcn-Ercdit-Anstalt vcrloSbar zu 57« in Silber 100.50 101.--Uose (pr. Stiick.) Ercd.-A.f.H.u.G.z.I00fl.ö.W. 130.50 130.75 Don.-Dmsifsch.-G.z.100fl.EiN. 93.- 93.50 Stadtgcm. Ofen „ 40 „ ö. W. 26— 26..50 Esterhazy zu 40 fl. CM. 141.— 143.— Salm .. 40 « « . 33 75 34 25 Geld Waare PllW zu 40 st, CM. 25.75 26.25 (llary .. 4s>..... 27,50 28.50 St. Oeuoi«! „ 40 „ „ . 83.75 24.25 Wiiioischqrcitz ,. 20 „ „ . 17.5l» 18,50 Waldstcm ,. 20..... 21. - 22.- Keglrvich „ 10 „ „ . 13.-- 13.5« Rudolf-Stiftung 10 „ ,. . lt.— 14,50 Wechsel. (3 Monate.) Augöbura, siir 100 fl, sUdb. W. 97.25 97.40 Frantsnrtll.M.100 fl. detto 97.30 97.60 Hamburg, filr 100 Marl Baulo «6 10 86.30 Vondon filr 10 Pf. Sterling . 116,80 117.— Paris für 100 Franks . . . 46.35 46.45 (5ourK der weldsorten Geld Waare- K. Mlmz-Ducatm 5 ft. 57 ll. 5 ft. 57; ll. NapuleonSd'or . . 9 „ 33 ,. 9 „ 33j ,. Rufs. Imperial« . 9 ,. 64 „ 9 .,, 65 „ Vereiuöthalcr . . 1 ,, ?1j „ I „ ?1i„ Silber . . N4 „ 75 „115 „ — „ Kraiuifchr Ornuoeutlaslungs - Obligationen, Pri-vatiiotiruuc,: 86j Geld. 8?j Waa,'»