3il. 214. Dienstag, 20. September 1892. 111. Jahrgang. Aibllcher Mmg. " v^" "" h"b?äl>r??^ P°ftvli,fnbung: «°n,jühl<8 fi. lö. halbjihr«« ft. ? b«, I« « ° mpt ° < I: "'" 3"ln«te b 3 .?. ^ 3 .^ ^ ^"^ "^ Zus«,Nn„t, in, Hau, «anMri« fi, l. - I»ltrt»»»««eb»r: ssili ^^^^^^>« «» 4 Zellen 25 lr,, «riiker, prr Zcilr N lr, i bc! öfttf,'» W»<^»<>^ Neitun«» «scheint tHgllch, m«N°» Herrengasse Nr. 8. Tprechswnben^r «eduction tüaltch vlm lo bl» l« Uhr vormitta«» - Unftanlierte »riefe »erden nicht angenommen und Manulcrlpte nicht zurüllzesttll». Amtlicher Theil. Majestät haben mit Etatthalt ,,i Dl^lhlleßung vom 30. August b. I. dem 8ert I ^. "etär Karl Freiherrn von Thyseb < ^dens M^. r^ Ritterkreuz des Franz-Joseph-nuergnädlgst zu verleihen geruht. H,l// ?ustizminister hat den Bezirksrichter Franz Gerichts" ^ "°ch Vischoflack versetzt und den Levec ,?^"' des Landesgerichtes in Lüibach Anton! 2"m Äezirksrichter für Laas ernannt. ^ NudM^c"'^"batdie Bezirksgerichts-Adjuncten ^eisuna -n c>"I^"l '" Inning, mit der Dienstes-n°prj in ct ^"burg, und Ferdinand Freiherrn von ^"desaesl^. > ""l"len i" Gerichtsadjuncten bei dem --5-^^m Graz ernannt. Nichtamtlicher Hheil. Die Cholera in Oesterreich. N^ Wien, 18. September. ?! der N^!?"«.^^ heute eine Hiobsbotschaft ein-l^vor ^« V^^gorze daselbst lamen vier Todes-M. dass?^'ch "elcher der dringende Verdacht vor-<)k. Die .V ^ "'" der asiatischen Cholera zu thun /^afthilckp. ^,?bendpost. meldet hierüber: «Laut .? '" Podan^ ^"« ber galizischen Statthalterei ^ !°N"nen ^ ^ bel Kralau vier Todesfälle vor-/'"ischen' c5/?^ ^ deren der dringende Verdacht der ?'"una »H a vorliegt. Behufs definitiver Co.,-Mselbaum ,,.^"^ ^bersanitätsrath Professor Dr. Elchen Uni- c ? ^"ecke der eingehendsten bakterio-"sen. In N ^"ng noch heute nach Podgorze ab-^.bung wu^> 2°^' Krakau und der weiteren Um- 'l' ^troffen. ^ Vorkehrungen in umfassendster !?'"^me^n""^^eilung zufolge haben die bereits ?." Falles baktcrwlogischcn Untersuchllngcn ," ?i ^nd die n . " ^" Commabacillus nachgewiesen, ." "kgative« si"" "chungen bei einem anderen Kranken n, "zuwarten Z.ebnis gehabt haben sollen. Genaueres U""es vorli^. '3, der Bericht des entsendeten Fachen/ !w Auf "lie FNe bildet die vorstehende ^^"^ >„.« "-nst, eine sehr eindringliche Mahnung an alle. die es angeht, an staatliche und autonome Behörden wie an Private, keine wie mmer geartete Vorkehrung zu verabsäumen, welche zur Bekämpfung der Choleragefahr dienen lann. Die Meldung bildet ferner einen dringenden Mahnruf, diese Vorkehrungen nach aller nur' thunlichen Möglichkeit zu beschleunigen und es um Himmels willen nicht zu machen wie in Hamburg, nämlich den Brunnen zuzudecken, nachdem das Kind bereits in demselben ertrunken ist. Jetzt ist es wahrlich nicht an der Zelt, Competenz-Conflicte auszuwerfen und dieselben zu Doctorfragen zuzuspitzen, jetzt heißt es, rasch und ungesäumt handeln, und was bereits löblicherweise m Angriff genommen worden, rasch zu Ende zu fuhren. Glaubt man irgendwo und glaubt irgendwer, es werde hierbei eine Rechtsfrage tangiert, ein Rechtsanspruch verletzt, so mag man die entsvrcchmde Rechtsverwahrung erheben, aber versäumt werden darf darüber nichts, verpasst werden darf deshalb lnne Viertelstunde. Indem wir die schon unzähligemale vorgebrachte Mahnung wiederholen, allen Anordnungen drr Sanitätsbehörden gewissenhaft nachzukommen und die von chnen auf Grund jener Kenntnisse von der Cholera, welche der gegenwärtige Stand der Heilkunde bereits m so reichlichem Maße bietet, anempfohlenen Schuhvorlehrungen zu treffen, sowie das Publicum unausgesetzt über d« Handhabung derselben zu belehren, richten wir auch an das Publicum die Mahnung, wenn die Gefahr noch näher rückt, nicht den Kopf zu verlieren. Zwischen umsichtigen und umfassenden Schlchvorlehrungen gegen We Seuche, zwischen der Wchrbarmachung des ganzen Landes gegen diesen argen Feind und zwischen der kopflosen Cholerafurcht ist noch ein himmelweiter Unterschied. Wer wohlyerüstet und feiner Wehr und Waffen sicher dem Feind ins Auge sieht und ihn stehenden ssußes erwartet, darf des siegreichen Erfolges stcher sein; wer aber die Flinte ins Korn wirft, ist ein ver- °""Der "fördernde Freund der Cholera, der ihr die Weae ebnet, der ihr, wo sie schon den Einzug gehalten hat einen ungemessenen Spielraum gewa^, 'st ^ Choleraf.lrcht. Erfahrungsmäßig ' constatier, dass dort wo Cholerafurcht herrscht, wo sich der Bevölkerung eine Art Panike vor der Seuche bemächtigt, eme stnn-und kopflose Wirtschaft platzgreift an ein richtiges, rationelles Ineinandergreifen der Kräfte zur Abwehr, ""I? ..wis nbafte un Pünktliche Ausführung der von den Sanitätsorganen ausgehenden Befehle un Weisungen durch die untergeordneten Organe und die Privaten kaum mehr zu denken ist. Der Unoerstand der ungebildeten Leute, ihr medicinifchcr Aberglaube an alle erdenklichen und undenkbaren Quacksalbereien kommen dann iiks Spiel, wohl auch Renitenz gegen die zweckmäßigsten und wohlwollendsten Verfügungen der staatlichen wie autonomen Behörden. Bewahrt man hingegen ruhig Blut. so lässt sich die Cholera auch dort, wo sie ausbricht, auf wenige Fälle ifolieren und in ihrem ersten Ausbruchsherde localisieren. Die Geschichte der früheren Cholera-Epidemien in Oesterreich in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre bietet glänzende Beifpiele hiefür; wir erinnern an Dalmatien. an Trieft und an Kram. Auch in der unmittelbaren Gegenwart haben wir hiefür ein sehr sprechendes, beweiskräftiges Beispiel an Berlin, wo ungeachtet des regen Land-und Wasserverkehrs mit Hamburg und Stettin die Cholera bisher auf vereinzelte Fälle beschränkt blieb, die notorisch aus den beiden erwähnten Orten eingeschleppt wurden. Aber auch für den Einzelnen, nicht bloß für die Gesammtheit, ist die Cholerafurcht von Uebel. Wer einmal von einer krankhaft nervösen Furcht vor der Seuche ergriffen worden, wessen Nerven deshalb aus dem Gleichgewichte gebracht wurden, der verfällt nur allzu leicht in ein Quacksalbern mit sich selbst. Zuerst in ein diätetisches: vor lauter Furcht, einen Excess zu begehen, gibt er seine gewohnte Lebensweise, seine gewohnte Art der Ernährung auf und zieht sich schon dadurch Verstimmungen der Verdauungsorgane zu. Dann beginnt das Experimentieren mit vermeintlichen Schutzmitteln, die Ssche wird ärger und der unglückselige Furchthase hat es endlich zustande gebracht, sein liebwertes Ich zu dem richtigen Nährboden für den Cholera-Bacillus herzurichten. Ein gesunder Mensch mit normal gesundem Magen hat bekanntlich sehr wenig, ja viele Aerzte behaupten, überhaupt gar nichts von dem Choleragifte zu fürchten, so lange dieses den Eingangsweg in den Magen nimmt, weil es dort neutralisiert wird. Wir resümieren hiemit unseren Mahn« und Warnruf noch einmal: Man treffe unverzüglich alle nöthigen Vorsichtsvorkehrungen gegen die Seuche in der Gemeinde wie im Privathaus?, man rüste sich für den Fall, dass dieselbe einbrechen sollte, um ihr in voller Wehr und Waffen entgegentreten zu können; ist dies geschehen, möge man aber auch das volle Vertrauen in die Wirt- Jeuilleton. Der Sohn. , In. H„ Von Einest D a u d e l. ^u A^st ^ '" "efster Zurückgezogenheit ^.Wq ei«?/ "'>' beute fchon vergessen, obgleich ln 's gebär" ^ ben Königinnen der Gesellschaft in ^ ^uren e A""' A'«""'' F^raud, für ihre Freunde 2 tragisch^ N c"^ plötzlich verschwunden infolge U" au '^"i Dalles, der durch ihren Tod jetzt b" wich ^ stunden der Vergessenheit entrückt ^" Beam^" ^ "nter dem zweiten Kaiserreich ein d^ich ar s?","" 15 Jahre alt, als er starb. °," dieNcam« ^ s,e doch immer in Luxus gelebt. ? "ich allp!'^"5 ^°9e hatten große Vorzüge. Aber es b T°chter «e/ '"«?lus darauf, und so blieben Witwe di^" ez ai-n. vermögen zurück. Man machte aber, t^^N««"? bem Budget eine kleine Pension t>ie 'selche d?^^ ^ Hinterbliebenen Frauen zureiche «.,." Kmser aus seiner Privatschatulle um ^ ei« I "die Damen ein Einkommen, das für! <ö^t Ib^. ^" beutet hätte, für die beiden, in V"". S? c. ^^lillheiten, beinahe dem Elend ^3- Ws «„ Mosscn ^n^ch im Vordergrund zu ^.^lt di^!!""" ^ Jahre war, nahmen sie in N^ Es n^^ellung ein, wie zu Lebzeiten des ih^knen N. l ""e wahre Kraftleistung bei ihren " H^de '"e"' und oft genug nur auf Kosten möglich. Die junge Dame verlor viel an Reinheit des Herzens bei d.esem Kampfe. Aber W Eh ge stachelte sie. hoch zu steigen. - Trotz alledem-und .um jeden Preis- war dama s ihre Dev.se. Gegen das Ende des Kaiserreichs war sie überall zu sehen, w den Tuilerien. bei den Rennen, den Premieren m den Bädern Da ihre Schönheit dafür Sorge trug, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken folgte ihr natürlich auck der Klatsch, und man erzählt sich Abentener von ibr welche Wandere unmöglich gemacht hätten. S.e aber Mhte der Name ihres Vaters Ms aber das Kaiserreich gestürzt wurde, war Laurence aus eben diesen Gründen noch uuverhclratet. Nun fiel noch die kaiserliche Privatunterstützmig weg. und d,e Damen waren auf die Hälfte chres früher schon ge-rinaen Einkommens angewie en. Das war hart fur La^ beschloss sie. zur Bühne zn gehn Sie besaß eine wunderbare Stimme und große künstlerische Gaben. Während der Belagerung h.eß es sie werde von der «Comidie Fran^se- engagiert "^en^ ^ ^kommen war. heiratete sie vlühlich den Hellenisten Amable Firaud der seither Atad miker geworden ist. Fe^and war bei Bourget Awer verwnndet. dann in einer Ambulanz von Laurence acvflcat worden nnd hatte sich m die schüne Pfle-a?i "ebt. Als Sohn eines Holzhändlers besaß d G ehrte eine Rente von 60.000 Francs. Er legte sie Amt einem Namen der Geliebten zu F^l n, wie er sagte, dcm Tode entrissen hat . A 9« ^ ihr Jawort, ohne sich lange b tten u m,^ ^^m lo^.^ reichs hatte den Credit ihrer Freunde erschüttert und sie fürchtete, sitzen zu bleiben. Zehn Jahre lang gab die Ehe Firaud leinen Stoff zum Reden. Die Mutter Laurencens war kurz uach der Hochzeit gestorben. Glücklicherweise tröstete die Geburt eines Sohnes die junge Frau bald über ihren Verlust. Sie beschloss, zurückgezogen zu leben, zufrieden mit dem bürgerlichen Haushalt, welchen ihr der Wohlstand ihres Gatten zu bieten vermochte. Wenn die Journale den Namen Fe'rauds nannten, so war es auf Grund der Arbeiten des Hellenisten und nicht wegen seiner schönen jungen Frau. Er galt für einen glücklichen Menschen, und er war es. Was sie brtrifft. so hätte sie sich als die unglück-lichste aller Frauen betrachtet, wenn sie nicht vom Tage ihrer Hochzeit au gesucht hätte und bereit gewesen wäre, die erste Gelegenheit zur Durchführung ihrer Pläne zu ergreifen, auf welche sie gegen allen Schein niemals verzichtet hatte. Sie wollte in der Gesellschaft glänzen, sich einen Hof schaffen, eine von denen werden, die man bewundert, beneidet und fürchtet. Die Gelegenheit bot sich mit dem Grafen Elzöar de Cha enay. einem der verführerischesten Manner der Pariser Gesellschaft, wie g schassm zum Frnmde einer ehraezigen Frau vom Schlage der Madame A aud. Er war Millionär, hervorragend thätig im Staatsdienste, sehr modern und voller verwegener Ideen. Sie sahen sich, näherten sich und verstanden einander ohne Wort. Sie verstanden sich so gut, dass bald darnach der Gras von Chatenay der intimste Freund ihres Gatten und Genosse des Hauses wurde, wo stets ein Convert ftr ihn gedeckt war. Von dieser Znt begann der Name Laibachll Zcitung s ei reits im Jahre 1886, als er in Rustschuk Dr°^ des russichen Generalconsuls war, viele AbschM" auf Bulgarien sich beziehenden geheimen Sch"M gemacht, dies bis I89l in Bukarest fortgesetzt uno»« vor seiner Abreise folgeude Originale aus dem u,-Archive entwendet habe: Originale mit der Umer^ > Kaulbars' und Hitrovo's, chiffrierte, zwischen der a schen Abtheilung der russischen Votschaft M ^'' tinopel und den Gesandtschaften in Belgrad uno ^ karest gewechselte Briefe und Telegramme, s"M Chiffrenschlüssel und das Verzeichnis aller St'M ^ Sammlung, mehr als 230 Stücke. Iakobsohn er^ ferner, auf feiuer Reife von London nach ^^^ ^, voll zwei russischen Geheimpolizisten verfolgt w welche ihn in Serbien zu verhaften gedachten. ^ (Die Territorial-Armee in ^" reich.) Der französische eifrig bemüht, die verschiedenen Bestandtheil? ?" « ^ aneinander anz» passen. Gegenwärtig wird dle ^ rialarmee, die unserer Landwehr entspricht, ' ,^ gedehnter Weise den Uebungen zugezogen, Die ^" ^h armee formiert alle Truppenkürper wie die ^w ihre Stärke wird mit 1,700.000 Mann angegede,^ Reserven (unserem Landsturm ersten Aufa/Mes sprechend) zählen !)00.000 Mann. Die Terr'.tor'm^ gimenter werden uuu für die Uebungen "kra, ^ miert, dass ein Drittel derselben aus MannM^'^. Linie bestanden. Wie nun Freycinet bei """" "^. mahle, das in Montmorillon abgehalten w»noc, , ^ stellte, ist der Versuch der Betheiligung der Terr^ ^ truppe» an den Manövern der Linie gelungen u .^ im nächsten Jahre in ausgedehnterem Maße ni"" werde». ^ .l^l) (Zur italienischen Wie italienische Blätter melde», hat Comm^ ^ Miraglia sowohl dem österreichischen als aun»^ ungarischen Handelsminister ein Memorandum ^ reicht, in dem er folgende Forderungen strut: -/^ Quote des trockenen Extractes möge bei den ^, Weinen von 16 auf 14 Gramm und bei den . ^ von 25 auf 23 Gramm reduciert werden. ^)^-chemifchen Analyse möge das deutsche statt des " ^> schen Systems angewendet werden. 3.) Die ^ dung, ob der Wein süß ist oder nicht. "ögeH ^ den Zollbeamten überlassen bleiben. 4.) o" ^ ^ Verbot der Mosteinfuhr uach Oesterreich aus^ ^ halten bleibt, so möge wenigstens das M!" Mostes näher fcstgefetzt werden. , Oel" (Ein katholisches Bisthum "'be" b i e».) Zwischen dem Vatican und Serbien ^ ^,Z zur Zeit Verhandlungen wegen ErrichtnW ^ römisch-katholischen Bist'hums in Serbien. ^" ^ch thnm dürfte in Belgrad ernchtet werden "N D dasselbe die serbischen Katholiken von der M"" ^m des Djakovarer Visthums losgelöst werden- ^ Bischof von Serbien ist ein Hauptfunctionär ver schen Propaganda ausersehen. ^ W"^ (Nussland und Frankreich.)D" " ^ ard» erfährt aus angeblich zuverlässiger "Ue ^, Hauptzweck der jüugsten Conferenz Giers nn ^ und Freycinet habe die Revision der Kroi'M ^ machungen im Hinblicke auf den Eintritt ve» ^> steriums Gladstone gebildet. Ein Zusatz wnro^- Araud als der eines Mitgliedes aller möglichen einflussreichen Körperschafteu genannt zu werden. Man wusste auch bald, dass ihn seine Frau unter der Leitung Chatenay's in allerlei finanzielle und industrielle Unternehmungen verwickelte. In Wirklichkeit suchte sie nur in seinen und anderer Leute Augen die langsame» Veränderungen in ihren: Hauswesen erklärlich zu machen, die von da ab begannen. Die alte Wohnung wurde verlassen und ein neues, prunkvolles Hotel i» der Avenue de Messine bezogen. Dort empfieng Laurence bis in die letzten Jahre wul, Paris und machte ihren Salon zum Mittelpunkt der Eleganz und des Efprits. Sie lebte auf dem Fuße von 200.000 Francs per Jahr. «Wie macht ste es uur?» fragte man sich manchmal. «Zeh» Diener, vier Pferde, offene Tafel, Toiletten, Juwelen — dazu reichen die Einkünfte des Mannes nicht.» — «Ah, Chatenay hält sie aus.» — «Weiß der Gatte davon?» — «Aber dann wäre er ja ein Schurke.» O, der Arme, sicherlich wusste er nichts davon. Diese Gelehrten habe» so we»ig Verständnis für das praktische Leben. Er allein wusste nichts von der Quelle des Luxus, der ihn umgab. Und diese Unkenntnis äußerte sich so rührend, dass niemand seine» Salon mied, auch als es stadtbekannt war, dass Chatenay der Spender des ganzen Luxus war. Unterdes war der Sohn herangewachsen. Er war jetzt ein hülischer Junge von 17 Jahren, intelligent, geistvoll, fleißig. Soeben verlieh er das Lycö'e und dczog alb Student der Rechte die Universität. Die Eltern präsentierten ihn schon in der Gesellschaft, nicht oyne emen gewissen Stolz, denn dieser Sohn hatte alle ihre Erwartungen übertroffen. Er ähnelte dem Vater in dem raffinierten Geschmack, in Dingen der Wissenschaft und Kunst, der Mutter in natürlicher Eleganz und stolzer Schönheit. Eines Abends war großes Diner im Hotel Fe'raud. Um dreiviertel 8 Uhr warf Laurence, eben im Begriffe, zu ihren Gästen hinabzugehen, noch einen Blick in den Spiegel. Das Glas zeigte ihr ein Antlitz von antiker Schönheit auf prachtvoll geformtem Körper. Ein Lächeln der Befriedigung glitt über ihre Lippen, als ihr Sohn eintrat. Er war sehr bleich. Der Zorn verdüsterte seinen Blick. «Was hast du, mein Kind,» fragte sie erstaunt. »Warum bist du noch nicht angekleidet?» — «Ich habe mit dir zu sprechen, Mutter.» — «Ich werde dich später anhören. Unsere Gäste sind gekommen.» — «Sie werden warten und du wirst mich jetzt anhören.» Mit einer gebieterischen Bewegung, die sie an ihm nicht kannte, bannte er sie auf einen Sefsel. Sie stammelte: «Aber was gibt es denn?» — «Beim Verlassen des Collegs hat ein Kamerad mich insultiert und dich mit mir. Ich habe ihn geohrfeigt, und wenn er gelogen hat, werde ich ihn todten. Aber erst will ich von dir wissen, ob er gelogen hat. Das Gesicht der Mutter verlor alle Form. «Was hat er gesagt?» — «Er hat gesagt, ich sei der Sohn einer ausgehaltenen Frau.» Sie hielt sich nicht länger. Sie wollte widersprechen, aber die Zunge stockte ihr. Dann erhob sie sich mit ausgebreiteten Armen. Aber ihr Sohn stieß sie zurück, und nun, seine Selbstbeherrschung wiedergewinnend, begann er: «Ich weiß von meinem Vater, wie hoch sein Einkommen ist, und ich weiß auch, dass wir dreimal so viel ausgebe" bezahlt die Differenz?» ^ W>' Diesmal brach sie aus: «Ich glaube, ^.^ ^. mich an!» — «Antworte, antworte doch,' „^ Und als sie schwieg, unfähig, fo schne« eine ^« ^b zubereiten , die auch den Schein der Wahry' "F" hätte, stöhnte er: «Es ist also wahr . - - "^lel'l"° Vater!» — «Schweig, unglückliches Kind, vr ihn nicht! ...» floh vl»' Sie konnte nicht fortfahren. Ihr Soh« ^e. A ihr mit dem Ausdruck des Entsetzens im ^i^^M diesem Moment erschien der Haushofmeister, «^ zl> Fe'raud im Namen ihres Gatten zu den ^ette^ bitten. Sie stieg hinab, fchwankend und so 5"^ M" dass die Gäste glaubten, sie sei dem Tode n",^ s>5 10 Uhr, als man vom Tisch aufstand, entsag zitternd um das Schicksal ihres Sohnes. ^" ^ Auf allen vieren kroch sie die zwel T"^ ^ auf zu seinem Zimmer. Fiebernd stieß 1'e .^,g e> auf und rief seinen Namen. Aber plö'tzM Ochei" markerschütternder Schrei durch die Nacht, ^^eb"", einer Kerze, die auf dem Kamin fast v"" ^er "" war, erkannte sie den Körper ihres Sohne», Baldachin seines Bettes hieng. ,.,^ i" f,,. Infolge jener Katastrophe, die mir/ ' A Blätter» angedeutet wurde, verschloss ''^^2 für immer. Der Vater überlebte nicht den " >sA""belsvertrag mit S e r b i e n.) Gegen- l'egend n W°^"' " der ausländischen Presse vor-in M^^.ngen, wonach die serbische Regierung delsvlWis^,' "k unternommen habe, um ein Han-inforn ie./."? Zu vereinbaren, wird aus Belgrad von Serbien« »-'^ '^5 S"^ versichert, dass Seitens Rchung /^ wie immer gearteter Schritt in dieser Heeres ^U^t nunmehr bestimmt die Kosten der ßi an?""^ "it 65 Millionen; sür deren Aufbringung Tllbal m' Erhöhung der Einnahmen aus der lUNa ^« m ""^ der Wrsensteuer auch eine Aende- u oes -Urantweinsteuer-Contingentes beabsichtigt, ^llenwättm ," ^reinigten Staaten) finden welchen V sogenannten Staatswahlen statt, in Äbal^n. ^^^" Beamten und die Congress-^^""en der Einzelstaaten gewählt werden. Tagesnemglciten. "»Ar^, ^'stät der Kaiser haben, wie das sch^ic, 3 m "^latt meldet, für die durch Brand ge-lnitv N? ^"vohner von Krllemes ^00 fl. - für die lecs M?^? 6euerwehrvereine von Dubkuva, Luli, Zar-'" h2p ^ c""d Sütony je 50 fl.; für die Schule ^u?e i^ ft., f^ hie Schulen in Dereske, G^'r-stlbisH- t^' ^ "^ ^"wie für die griechisch-orientalisch l^ «lrche in Lore je 100 fl. zu spenden geruht don d^^ ^ nzemünzen.) Nach dem Münzgcsetze sind lu,d ^iv»:' ""'chischen Regierung Bronzemünzen zu einem l'°nen Kr " im Maximalbetrage von 18 2 Mil-du» 3,0^" auszuprägen. Hiesür ist die Anschaffung gicrunss l^' . Kilogramm Vronze erforderlich. Die Ne-z>l deöen ^ """ daran, einen Thril ihres Vedarft».? ^ogramm « ^"'^ die Lieferung von einer MiNio,, ürc»!,^ /" ^"nzeplättchen aus: es sind 500.00N Kilo-zu liefe... ^"' ^^uger selbst beizustellendem Metalle "'""zn, wiü. ^^W0 Kilogramm aus alten Kupfer- ^ ?M f d" Imanzverwaltung abgibt, ^"ntrn ^ ^' ^° ^ ene Blume n.) Etwas, das den sieden , l!^"^ * Lichts Neues unter der Sonne» cnt-^stMlnsler ^"?" ""^' 'st '"l Royal Aquarium ^ysnntlien ^" ^"'' ^ eine Ausstellung prachtvoller ^'«'plclren s" ^"^ ^" ^l)l' Neben den einheimische» ^llliueu aua n ""'"^'^ ^°^ '" Ncu-Sceland gezogene '"Uldett Bis?' die im Eis, gefroren, herübergebracht ""'es Viitt l ^ ^^^" die englischen Zlichter lein ge-b" den A«.- ?" ^ zu überzeugen, was ihre Brüder t kam ein ^ " '" der Chrysanthemumzncht leisteten, '^"sten Nl """" auf den guten Einfall, einige seiner Vier tvurdp /" 5" den Fleischgefrierwcrken z» tragen, fttzt und » '" dünne, wasfergefüllte Blechbüchsen l ^ Man ^ ^. W"lser zum Gefrierpunkt gebracht, ^ in jed^"" die Büchsen in. Aquarium öffnete, fand '^" VZitt. ^," ^°^" ^block durchsichtigen Eises, der in ^ Nlume " ""«ebettet in pures Krystall eine Pracht' 'llh mit den k s ' die, vollkommen in Form und Farbe, ^gleichen fa '^" '" England gezüchteten Exemplaren ___________________ - — (Ein Krankheitsfall.) Vorgestern langte der Nezirlshauptmann von Pola, Herr Albert v. Conti, in Trieft an, um in der Abtheilung des städtischen Spitals für Nervenkranke einer, hoffentlich nur kurzen Beobachtung unterzogen zu werden. Herr v. Conti hatte nämlich, entgegen einem bezüglichen ärztlichen Abrathen, eine etwas zu strenge Kaltwassercur durchgemacht und sich infolge derfelben ein so hochgradiges Nervenleiden zu« gezogen, dass er seiner amtlichen Thätigkeit nicht mehr nachkommen konnte. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass die ärztliche Kunst das ihrige dazu beitragen wird, das übrigens in mildester Form auftretende Leiden das Kranken binnen kurzer Zeit zu beseitigen. Die Leitung der Bezirks-Hauptmannschaft Pola wurde inzwischen dem Herrn Bezirks-Commissär v. Rubelli übertragen. — (Im Irrenhause in Vion) spielte sich in einer der letzten Nächte eine schreckliche Scene ab. Eine Frau, welche am Tage vorher auf das Beobachtungszimmer gebracht worden war, wurde abends mit der Zwangsjacke bekleidet und ans Bett gefchnallt. Infolge einer ganz übernatürlichen Kraft, welche diese Kranke besitzt, konnte sie sich ihrer Fesseln entledigen, worauf sie zu einem zweiten im selben Zimmer befindlichen Bett eilte, an welches ebenfalls eine Tobsüchtige angeschnallt war; diese Unglückliche erwürgte die Rasende, worauf sie ihr mit den Füßen die Rippen einfchlug. Den herbei-gecillen Wärtern gelang es leider zu spät, die Tobsüchtige wieder unschädlich zu machen. — (Selbstmord eines Reserve-Lieutenants.) Im Ueszögher Walde bei Fünflirchen fand Samstag morgens ein Zigeuner den Leichnam eines Artillerie-Lieutenants. Der Selbstmörder heißt Gabriel Schein berger. Er hat den Selbstmord schon am Montag vor den Kaisermanövern vollbracht, indem er sich mit seinem Revolver in die Schläfe schoss. In seiner Tasche fand man einen an seinen Vater gerichteten Brief, worin er demselben mittheilt, dass er die Absicht hatte, sich activiercn zu lassen, dass aber seine Prüfung nicht gelungen sei, weshalb er zur Waffe gegriffen habe. — (Auf dem Bicycle von Budapest nach Tunis.) Der ungarische Schiffscapitän Alexander Ger -denits tritt heute von Budapest aus eine Reise mittels Bicycles nach Tunis an; sein Weg geht über Oesterreich-Ungarn, Italien, Frankreich und Spanien bis Gibraltar. Von dort begibt er sich mit dem Schiffe nach Tanger und setzt dann die Reise anf dem Velocipede nach Tunis fort. Sein Gepäck ist 17 Kilogramm schwer und enthält auch ein Zelt, da er stets im Freien übernachtet. — (Räuberuuwesen in Italien.) Aus Trieft wird gemeldet: Bei Palombara in der Romagna wurde ein Händler von maskierten Banditen überfallen und seines Geldes und der Waren beraubt. In Vicovaro wollten Carabinieri einen berüchtigten Räuber verhaften, wurden jedoch von der gesammten Einwohnerschaft angefallen, welche dem Verhafteten zur Flucht verhalf. In Nicosia bei Catania wurden neu» Banditen, darunter die Mörder des Gutsbesitzers d'Alessandro, verhaftet. — (Zur Christenverfolgung in China.) Ein Telegramm der «Times» aus Shanghai stellt ihre frühere Meldung über in der Provinz Shensi erfolgte Mißhandlungen von zum Christenthum übergetretenen Eingeborenen dahin richtig, dass einige französische Missionäre verwundet worden seien. Die Theilnehmer an den Ausschreitungen seien strenge bestraft worden. Gegenwärtig herrsche wieder völlige Ruhe. — (Diebstahl.) Wie aus Brüssel telegraphiert wird, wurde in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus dem Palais des Grafen von Flandern, des Bruders des Königs der Belgier, der sich gegenwärtig in Italien aufhält, Silbergeräthe im Werte von 10.000 Francs gestohlen. — (Tod eines 1I0jährigen Generals.) Wie man aus Constantinopel meldet, ist daselbst am 14. d. M. der älteste General der türkischen Armee, Marschall Namik Pascha, im hundertzehnten Lebensjahre gestorben. Der General wurde mit großem militärischen Pompe in Skutari beerdigt. — (Unglücksfall bei einer Jagd.) Aus Nordhausen wird gemeldet: Gestern tödteten auf der Breitenbacher Flur im Eidsfelde dem «Nordhäuser Courier» zufolge Jäger beim Hasenschießen das jüngste Kind und die sechzehnjährige Tochter des Arbeiters Gode-hard und verwundeten vier andere Kinder desselben. — (Dalmatinische Weine.) Wie aus Spalato gemeldet wird, haben die Franzosen alle Weine der dortigen Gegend und der benachbarten Inseln angekauft, fo dass die dortigen Wirte schon im November gezwungen sein werden, Weine aus dem benachbarten Italien ein« zuführen. — (Ein freundlicherWirt.) Gast: «Sie, Herr Wirt, vor zehn Minuten war mein Rock noch da und jetzt ist er verschwunden!» — Wirt: «Wären S' halt fort'gangen, so lang er noch da war!» Local- und Provinzial-Nachrichten. Krainischer Landtag. Zweite Sitzung am Ib. September. (Schluss.) Namens des Finanzausschusses referierte Abg. Hribar über den Rechnungsabschluss des Landesanlehenssondes für das Jahr 1891 und über den Voranschlag desselben Fondes für das Jahr 1893. Die Gesammtbedeckung ift im Entgegenhalte zur Präliminarposition um 3270 fl. 80 kr. deshalb geringer, weil der größte Theil der An-lehens - Obligationen schon bis Ende des Jahres 1890 verlauft worden ist. Es ist daher nicht nur der Erfolg der Verzinsung, sondern auch der Erlös für verkaufte Obligationen geringer, weil nicht mehr so viele disponibel waren, als man bei der Präliminierung gedacht hatte. Das gesummte ordentliche Erfordernis ist im Entgegenhalte zur Präliminarposition um 781 st. 12 kr. deshalb geringer, weil die Erfolge «Verschiedene Ausgaben» überhaupt veränderlich sind, das außerordentliche hingegen um 1767 fl, 73 kr. deshalb größer, weil bei der Localcommission in Rabmannsdorf eine größere Anzahl von Verhandlungen in Grundablösung durchzuführen war, und infolge dessen waren große Auslagen an Reifekosten für Sachverständige und Beamte, theils aber auch deswegen, weil für die Abfuhren der Ueberfchüsse an den Landessond nicht prä-liminiert wurde, denn diefe Ueberfchüsse, d. i. Erlös für verlauste Obligationen, waren nur zufällige und werden künftighin nicht mehr vorkommen. Wenn von dem größeren außerordentlichen Erfor« dernisse per 1767 fl. 73 kr. das geringere ordentliche Erfordernis per 781 fl. 12 kr. abgeschlagen wird, zeigt sich das factische unbedeckte Erfordernis mit 986 fi. 61 kr Vergleicht man die vom Landesfonbe erhaltene Dotation per 81.861 fl. 7 kr. mit den abgeführten Ueberschüssen ^w«„ °"""is ö" Vosenpassage, «US dem Leben von vrmanob Vandor. 'Es a'k. ^ Fortsetzung.) ^lick nack ^ "^ "u Gewitter,, sagte er mit einem s5"nnnat m. ,c ""l, an den, die silberbliheude ''"tt be» "' ^loschen war und dunkle Wollenschlcier s, Irancis^^!? durcheinander schwebten. ''""Ml s,,H^. achtete nicht auf seine Bemerkung; ^ 'Ich^'W Augen den Rasen. )-"" s'e vlä^''^""^ abzubitten, Wilhelm., bc-^8 in A m ^"nnerst du dich noch jenes letzten l^ du mir l . "^"Passage, jener Mittagsstunde -,^ort di. -V A' ""d der herzlosen, unbedachten ?. "ich'anf 'A?" aab? Eine Stunde später machte "s mit und erfuhr, dafs du be- i,' 'Nie? M 3"?^ "ah Bremen abgegangen feiest.» ^' ""her si^ I^st du, Francisca?. rief Wilhelm k, wärest ^f >^" ^"^ mich aufsuchen wollru? niir sagen"!. ^"' Schiff gewesen. Und was wolltest l"gen'.^ "Me dich um Verzeihung bitten uud dir Ui'' damals^f.^ ^"^ sie denn aussprecheu, was sie ^/^ wollen? Dass sie ihn lieb!? "^7« UH den Stich durchs Herz? Was wallte t)i^^liw' ^"d heiß und schmerzhaft empor? 3 trat e^n e Wilhelm, was ^'e bewegte? Ganz Ä,. Haute 's" ' ^""' l^le ihre beiden Hände ""gen. ")r nut einem seltsamen Blick tief in die 'Nist k " du glücklich. Francisco?, fragte er. Sie prallte zurück. ., , . „ , ,. «Warum sollte ich es nicht sein?» gab fte verwirrt zurück. «Ich habe ja alles!» «Alles was du dlr einst m deinem thörichten Kinderwahn' erträumtest,, vollendete er, «aber wiegt das Opfer, welches du brachtest, das Erhaltene auf, Francisca?» ^. . .. «Das Opfer?» wiederholte Francisca, tief erbleichend. «Warum glaubst du, ich habe ein Opfer gebracht, als ich meinen Gatten heiratete?» «Liebst du ihn?» . ,. ^ „ Eine tödliche Angst schnürte chr d»e Brust zusammen, aber in seiner Stimme lag etwas, was sich Wahrheit erzwang; sie konnte nicht «ja. antworten!» ,. ,.^ „ ^.^ . «Du opfertest dem erbärmlichsten aller Götzen, dem Mammon, dein küstlichstes Gut!» sagte Wilhelm grollend «Du opfertest ihm dein Ich, deine Freiheit, auf die du so eifersüchtig warst. Du wolltest nicht dlenen, und du dientest dem niedrigsten aller Herren, dem Golde!» . ^ ^ c ,. «Und du?» rief Francisca, den Kopf m den Nacken werfend. «Was thatest du? Machtest du es besser? Hast du nicht auch die goldene Kette einer enorm reichen Heirat um deine Füße geschlagen? Durch deine Ehe, die dir Reichthümer brachte?» «Nein. Francisca, das habe ich nicht getha,i^ versetzte der junge Maun, wehmüthig lächelnd. '^ > ^ mir durch glückliche Speculatlonen be^. s >n I' d " ein Vermöge» erworben als ich mcmc Mttn hen Sie war die einzige der mein Freund war, für sie zu sorgen. Sie liebte mich schwärmerisch; ich liebte sie mit einer Art zärtlichen Mitleids, wie eine Schwester, und da--------mich nichts zurückhielt, heiratete ich sie und ...» Eine schallende Fanfare verfchlang feine letzten Worte. «Das Souper beginnt.» fagte Francisca hastig, «ich mufs gehen--------leb' wohl!» Sie gaben sich die Hände. Eine Secunde standen sie noch Aug' in Auge einander gegenüber, eine Secunde, während der die sie umgebende Schwüle sich in ihre Gemüther hineindrängen zu wollen schien. Und um sie her nickten die weißen Rosen, und die süßen Düfte woben unsichtbare Kränze um ihre Häupter . . . Fünfzehn Minuten später bot der Platz vor der Terrasse und diese selbst ein farbenprächtiges Gemälde. Der Senator hatte Prinzessin Irma zu Tisch geführt, Prinz Raimund Francisca. Die Neuvermählten tanfchten glückliche Blicke aus. Dann und wann drohte die nmae Frau wohl mit einem heimlichen, runzeln ihrem Gemahl, wenn dieser gar zn lange se.n«, A aen au dem Profil seiner Tischnachbar.n der re.-e den M rchenfee des McirchenMs, ruhen ließ, aber n Wahrheit wär ihr nicht im germgsten beklommen bei diesen bewundernden Blicken. Leuchteten seme Augen doch jedesmal zärtlich auf, wenn s,e hinüber zu seiner Gattin sahen. Irma wusste sich geliebt, und die M der Prüfung war vorüber; sie wusste, dass weder Engel noch Dämonen ihr das Herz ihres Mannes je abspenstig machen konnten. Prinzessin Irma war aMlich Prinz Raimund nicht minder. (Fortsetzung solgt.) L«U»«cher Zeitung «r. 214 ibbO 20. September l8s? des Anlehensfondcs per 1440 fl. 36'/, kr.. so zeigt sich die factische Dotation per 80.420 fl. 70'/, kr,, mithin im Entgegenhalte zur Präliminarposition per 77.982 st. 43 kr. größer um 2438 fl. 27'/, kr. infolge der minderen Einnahmen als präliminiert wurden. Vergleicht man schließlich das gcsammte Vermögen per 9701 fl. 57 kr. mit den Gesammtschulden per 3,917.888 fl. 47 kr., zeigt sich eine reine Schuld per 3,906.186 fl, 90 kr., welche sich im Vergleiche zu jener des Jahres 1890 per 3,943.49? fl. 37 kr. um 35.310 fl. 47 lr. vermindert hat. — Das Gesammterforderuis des Landes-Anlehcns-fondes pro 1893 beträgt 210.740 fl., die Bedeckung 127.227 fl. Im Vergleiche mit dem Erfordernisse zeigt sich fomit ein Abgang per 83.410 ft., welcher aus dem Landesfonde zu decken ist. Der Nechnungsabschluss sowohl wie der Voranschlag wurden vom Landtage genehmigt und gleichzeitig eine Resolution angenommen, wornach die t, k, Regierung zu ersuchen sei, dieselbe möge die Landescommission für die Grundentlastungablösung beauftragen, durch Vermittlung der Localcommissionen die Rückstände strenge einzutreiben. Abgeordneter Hitnik berichtete namens des Finanzausschusses über die Petition mehrerer Insassen von St. Martin bei Littai und anderer um Zuerkennung einer Entschädigung aus Anlass der Umlegung der Wagensbergstraße. Den Petenten sei bei der Umlegung der genannten Straße ein nicht unbedeutender Schade zugefügt worden, indem Obstbäume gefällt und Weinreben entwurzelt werden mussten. Ueber Antrag des Referenten wurde beschlossen, die Petition dem Landesausschusse behufs Constatierung und Vergütung des Schadens abzutreten. Derfelbe Abgeordnete referierte fchließlich über die Petition des Schubführers Karl Novak Edlen von Oiftberg in Laibach um Gehaltsaufbesserung. Es wurde beschlossen, dem Petenten sein Gehalt von 360 auf 400 st. zu erhöh n, falls der mitinteressierte steirische Landtag hiezu seine Zustimmung ertheilt. Sodann wurde die Sitzung geschlossen. Die nächste Sitzung findet am Mittwoch statt. __________ — (Die Cholera in Oesterreich.) Die betrübenden Nachrichten von dem Erscheinen der Cholera in Podgorce-Krakau haben einen bedeutenden Eindruck gemacht. Die Bevölkerung hatte infolge der energischen Mahregeln unserer und der deutschen Reichsregierung, denen es gelang, die mächtige Epidemie in Hamburg sozusagen zu localisieren, wieder eine zuversichtliche Stimmung gewonnen und an den russischen Herd der Krankheit beinahe vergessen. Da erscheint sie plötzlich und, wie eine Ironie, von einem Diener der öffentlichen Sanität verschleppt, in Oesterreich. Es ist nämlich ausgemacht, dass dieselbe durch ein Individuum, welches die Des-infeclion der Waren in Oswiecin zu besorgen hatte, aber selbst nicht gehörig desinficiert war, nach Podgorce gebracht wurde. Dass es asiatische Cholera ist, unterliegt leider keinem Zweifel, Professor Weichselba um hat die Thatsache in fünf Fällen constaliert. Die Regierung ergriff die energischesten Mittel zur Localisierung der Epidemie. — (Professor Felix Glowackif) Der am 14. d. M, zu Tarnopol vom Schüler Johann Schred in meuchlerischer Weise erschossene k. l. Gymnasialprofessor Felix Glowacki war nicht, wie man nach dem polnischen Klänge seines Namens zu glauben geneigt wäre, ein Galizier, sondern ein Landeskind Krains. Als Sohn des damaligen k. k. Hüttenverwalters Glowacki im Jahre 1859 zu Idria in Krain geboren, besuchte er die Volksschule seiner Vaterstadt lind später in den Jahren 1871 bis 1874 das t. k. Gymnasium in Görz, an dem er die untern vi>r Clnsseu absolvierte und zwei derzeit in Laibach wirkende Professoren zu seinen Lehrern zählte, die sich des schr fleißigen, wohlgesitteten und bildhübschen Gumnasiaste» Glowacli noch lebhaft erinnern. Später zog er zu seinen Verwandten nach Galizien, absolvierte die weitern Gymnasial- und Uniuersitätsstndien zu Krakau, wirkte zuerst als G^maiüst am polnischen Gymnasium bei St. Anna in Kratan nnd sei» 1889 als definitiver t. t. Gymnasiallehrer zu Tarnopol, wo den jungen hoffnungsvollen Mann ein fo tragisches Geschick ereilen sollte. Ein älterer Bruder des Verewigten ist am landschaftlichen Obergymnasium in Leobcn schon mehrere Jahre als Professor angestellt. * (Tivoli.) Die Holzgewächse unserer Tivoli-Parkanlagen erhielten in letzterer Zeit Täselchen nnt lateinischer Namensbezeichnuiig. Eine Aenderung der Ne-namsung empfiehlt sich nur am untersteil Parkwege, wo die Schwarztiefer als gewöhnliche Föhre angeführt erscheint. Bei der Umsicht, welche der Instandhaltung den Park- und Waldwegen zugewendet wird, ist zu hoffen, dass bald auch die Pfade und die Treppen unmittelbar unterhalb des Schwcizerhauses Beachtung finden, namentlich der kurze Waldweg, der nördlich vom Gärtnerhause einen leider durch Abfälle und Dünger erfüllten Waldgraben streift lllld dann über Grün zur Schweizerei führt. Die beiden dort parallel aufwärts ziehenden Waldschluchten empfehlen sich übrigens sehr für neue Weganlagen. ^ — (Theaterlogen . Licitation.) Gestern sand ,m neuen landschaftlichen Theater die Licitation der TlMerlogen sür die deutsche Vorstellungen in dcr mit 1. October 1892 beginnenden und mit Palmsonntag 1893 endenden Saison statt. Der Ausrufspreis für 41 Logen betrug zufammen 5150 fl., hiefür wurde ein Gefammt-licitationsergebnis von 9662 fl. erzielt. Diefes vertheilt sich in nachstehender Weise: für 2 Profceniumslogen im Parterre (Ausrufspreis je 200 st.) 700 st ; für die übrigen 10 Parterrelogen (Ausrufspreis je 130 fl.) 2322 st.; für 19 Logen des ersten Ranges (Ausrufs-preis je 150 fl.) 5615 fl,; für 10 Logen im zweiten Range (Ausrufspreis je 90 st.) 1025 fl. Das Licilations« ergebnis muss als ein besonders günstiges bezeichnet werden. Heute nachmittags um halb 4 Uhr wird die Logenlicitation sür die slovenischen Vorstellungen ebenfalls im Theatergebäude vorgenommen werden. * (Von unseren k. k. Vildungsanstalten für Lehrer und Lehrerinnen.) Zum Eintritte in den ersten Jahrgang der k. k. Lehrer - Bildungsanstalt meldeten sich 27, in den zweiten Jahrgang 1 Schüler. Die schriftlichen Aufnahmsprüfungen fanden am 16.d.M. statt, die mündlichen begannen am Samstag nnd wurden gestern fortgesetzt. Für den Kindergärtnerinnen - Curs an der k. k. Lehrerinnen - Bildungsanstalt wird das Interesse von Jahr zu Jahr ein regeres. Diesmal meldeten sich zum Eintritt in denselben — der Curs ist einjährig — zwölf Fräulein. In die restringierte Lehrerinnen-Nildungs-anftalt, die heuer aus dem zweiten und vierten Jahrgang besteht, werden erst im nächsten Schuljahre wieder Zöglinge aufgenommen werden. An den k. k. Uebungsfchulen begann der regelmäßige Unterricht mit dein gestrigen Tage. ^ — (Ein verdächtiger Krankheitsfall.) In der Station Fraßlau-Heilenstein der Localbahn Cilli-Wöllan langte jüngst ein Transport Wildhäute aus Güns-burg in Aaiern an. Ein bei der Abladung der Häute thätig gewesener Conducteur Namens Osoinig erkrankte unter verdächtigen Symptomen und wurde in das Cillier Isoliersftital gebracht. Die Bezirkshauptmannschaft Cilli erstattete hierüber die Meldung an die Statthalterei und entfendete den Bezirtsarzt zur Desinficierung der Häute nach der genannten Station. — Wie telegraphisch gemeldet wird, ist im Befinden des Conductcurs Osoinig eine entfchiedene Besserung eingetreten. — (Waldschnepfen.) Wir erhalten folgende Mittheilung: Wessen Iägerherz klopft nicht schneller, wenn er die Langschnabler nennen hört? Wie wird der Tag der Ankunft derselben ersehnt! Mancher Tag wird der vergeblichen Suche nach diesen: gesuchten Vogel gewidmet, bis endlich die erste Schnepfe im Triumphe erbeutet wird. Viel beneidet wird der glückliche Schütze, dem es gelungen, die erste zu erlegen; heuer war Herr Regorschek schon vergangenen Freitag vom Glücke so begünstigt, die erste Waldschnepfe in der Saison geschossen zu haben. Wenn deren nur noch viele nachkommen würden! — (Ruhr.) Ueber Erkrankungen an der Ruhr sind uns Nachrichten aus Ober- und aus Unterkrain zugekommen, laut welchen diese Krankheit in der Gemeinde Naklas in» Bezirke Krainburg sowie in der Ortschaft Vino nächst St. Marein epidemisch auftritt. Zu Nallas und in den zunächst benachbarten zwei Ortschaften liegen gegenwärtig 27 Perfonen und in Vino 7 Personen krank darnieder. Bereits gestorben sind in Naklas zwei Kinder und in Vino ein lOjähriger Knabe. * (Schadenfeuer.) Am 17. d. M. circa 3 Uhr nachmittags entstand im Streuschupfen des Besitzers Johann Zebovc in Podhrusto ein Feuer, welches derart schnell um sich griff, dass in der Zeit von einer Viertelstunde das Haus, die Stallung, die Dreschtenne, die Futtervorräthe sowie die Wirtschafts- und Hausgcräthe eingeäschert w«rden und Hebovc einen Schaden von 3000 fl. erlitt. Zcbovc war auf 400 fl. versichert. Am Brand-Platze erschienen die Ortiinsassen von Vir, Mitterdorf und L >ke, welchen es gelang, das Feuer gegen 10 Uhr nachts zu löschen. — (Oemei nd ew ahl in Sagraz.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Sagraz im politischen Bezirke Rudolfswert wurden gewählt, und zwar: zum Gemeindevorsteher Johann Ferlin in Ga« brobka, zu Gemeinderäthen Iofef Papej in Telcane, Josef Adler in Gabrovka und Iofef Vidmar in Walitschen-dorf. — (Großer Brand.) Zu Maglern in Kärnten find vorgestern zwanzig Hänfer fammt Vorräthen abgebrannt. Zwei Häuser wurden gerettet. Der Schaden beträgt 80.000 fl. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Original-Telegramme der ,.Lnibacher Zeitung". Wien, 19. September. Nach einem Telegramme des Professors Weichselbaum ist dcr Bestand der asiatischen Cholera in Krakau-Podgorce sichergestellt. Dcr erste Todesfall erfolgte am 9.'September;' seither sind drei Todesfälle zugewachsen. Prag, 19. September. Das Wahlciimite' des verfassungstreuen Großgrundbesitzes beschloss, den Wählern b^i den jetzigen Landtags-Nachwahlen des Großgrundbesitzes di? Wahlenthaltnug auzuempfchlen. Prag, 19. September. Das Strafgericht hat B den jungczechifchen Landtags - Abgeordneten P°M/ anlässlich der Reden, welche' derselbe in Nancy gelMm, die Untersuchung wegen Hochverrathes eingclelte», Teschen, 19. S.pteinbcr. Das LcichenbegaW' Demels erfolgte auf Stadtkosten und gestaltete M« einer großartigen Trauerfeier. Viceprä'sioenl ^..^ii mecly hielt vor dem Trauerhanse einen "'gw?e > Nachruf. Dcr Landespräsident, die Civil-, ^'lM-" Communalbehörden sowie Vertretungen ganz Schl i ' waren anwesend. ^ Krakau, 19. September. Der Pers"""'^"" zwischen den Stationen Podgorce-Krakau und «"' Vouarka wurde von heute bis auf weiteres "I ,^ Laut hiesiger Privatnachrichten wurden bis 9^'.^ Krakau 10 Todesfälle au c>w!c^ a.^lic" "Ni .' . Berlin, 19. September. Deu Abendblätter.» M^ wurde bei zwei aus Hamburg zugereisten, w . Moabiter Lazarett) gebrachte» Personen asiatische ^i" constatiert. «. ..^ Hamburg, 19. September, Gestern 24l 6" knngcn und 115) Todesfälle an Cholera "''ge""' ' hievon sind 72 Erkrankungen nnd 83 Todesfalle ^ früheren Tagen uachgemeldet. Die Krankentran^ ^ haben gestern um 15, die Leichentransporte um abgenommen. ^.^-^ Verstorbene. ^. Den 1 7. September. Stefan Poaacim, ^ '^ 54V, I-, Franciscancrgasse tt, allgemeine Wassersucht- ^ ^g, Iebaöin, Stadtarme, 7.'! I., Karlstädterstrahe 7. Mgenem« ,, Den 18, September, Varthclmä Aran^, "^ Oberlehrer, 62 I., Pfalzgasse 4, Altersschwäche. ^ ^», gorelc, Photograph, 54 I., Kuhthal 11, Auszehrung' <,. M. Den 1 9, Septembcr. Maria Noji?, iwisch-e"'^ !1 Moil., Schwarzdorf l.'l, Bronchitis. Im Spitale: . ^,. ^,,,Ft^' Den 1 7. Teptember. Maria Zurc, Wagen»« Gattin, 5? I,, Krebs. ^.^ z ^ »k l« '" "'" -k P U7M^"?39 ? 14^' "M'M^as sewiN^ ^ Ii).2.N. 7388 19-8 O. schwach theilw. bew. 8 . Ab. 740 U 148 O. schwach bew>M >,, be'"'""' Morgens Nebel, tagsüber ziemlich heiler, "beno" ^ — Das Tagesmitlel der Temperatur 1« 4», um 2« Normale. ____— ________Verantwortlicher Redacteur: I, N a g l i i.^^^ü Die Buchhandlung ' lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberö I_.ai"ba,cli ('oiiyrettNpltttz fir. ti empfiehlt ihr vollständiges Lag@r n sämmtlicher in den hiesigen und ausw»r ul)J Leliranslallen, insbesondere im k. k. 0»er- ,ß k. k. Untergy.nnasi.im, der k. k. 0herr?, jj,ngs-I und den k. k. Lehrer- und Lehreririnen-"1'^ t,nd I anstalten dahier, den Privat- wie den Volk«' Bürgerschulen eingesiilirlen | Schulbücher in neuesten Auflagen, geheftet und '" 'jje"" I haften Schulbänden, zu den billigste» *J ^1)1" Die Verzeichnisse der eingesülirlcn g—.g bücher werden gratia abgegeben. (4^"j Danksagung. Für die überaus zahlreichen BrilridsbezH"^^/, die uns von Seite der Freunde und »"" ^,,. während der Faulheit «nd anlMich veo ' ^, scheidens unseres theuren, iuniMeliebte!' V"^ ' ziehungsweise Bruders und Onkels, des Herr» Stefan Pogaönik Hausbesitzer, Gastwirt und Biilger iu so wohlthuender Weise zugekommen, s"r ^'/.^'z'"' Kranzspenden nnd fiir das zahlreiche f"". ^dcn' lrftten Ruhestätte des Verblichenen, 'N^'' d^ seitens dcr ^rnosscnschafl dcr Herren lw't'"' ^^,.„ (^cineindcporstandes von Uulerschischl", der ^sjchl'" Cilalnica. dcr IMlichcn Feuerwehr und deo ' , ch' Vcteranencorp?, sowie dem löblichen laty"'!^^» scllenvcreine für den erhebenden Trauergesana., ,^ wir hiemit den herzlichsten Dant a»s. ^ Die trauernden Hiuterbliebcl^ _5?!^^Zeitung Nr. 2l4 1851 20. September 1892. Course an der Wiener Börse vom 19. September 1892. «««dm. 0^««, «°ursblatte «,. . <»elb Wars z,^ Ilaals-gnlthtn. 2!lbtVm"^^"°WN«ttn 9« 7«. W S.< >»5^l4c,/ ss,. - - . . , 98 »u 9L 6» >Wer 5»° ^"'"° mährische......—'— —'— b°/n Krain und Küstenland . . — — — — 5°/, nieberösicrrelchlsche . . . 109 75 — — K°/« sieirische......—-— —'— b°/n lroatlsche und slavonische . 10» 10« — k°/„ sirbenbuigische ....---------— — b°/„ Temeser Nanat .... — — — -b°/n ungarisch,......94 10 95 — Andere üssenll. Anlehen DonaU'Meg.Lose 5°/„ INN ft, . 1«, «. ,«3 l." dlo. «nleibe l»?8 . . 106 - »00 <^ «nlehen der Ttabt V«rz . . ,09 — !10 ^ «nlehn, d. Vtabtgemelnd, Wien 105 — «a« Piüm-Nnl, d. st >btgem. Wien lN, t<» 1«L «l> Völlsnba,!'«lnlehl derlo«. b"/^ 99' ------- Pfandbriefe (f«l llX) ft.). «obcnrr. all», «st. 4°/n «. . 11? «1 1l<< l><. dlo. dto. . 4Vc, . . 9«15 Wkli d»°. Prüm.'Schuldoerschr, 8°/° N1 /6 1!« »5 vest. Hypnlhelenbanl l0j. b»°/<. 98 80 99 l>0 vest »ung, V°nl derl. 4'/»°/° - 100 7b 10, ?l> bctlo » 4°/, . . 99 70 100 »0 betto l»Ojahr. » 4»/« . . 99-70 100 »s> Priorllät«.Vbligalion<» (fl!r 1<»> sl,), Ferdinmldz Norbblll,!! ltm,««»« »8«^ 9« «5> »aUzljche ltarl.lludwl« «ay« 2m. l««i 500 si. V. 4'/,"/o . —'— —'— »eld >««l» Oefierr. Nordwestb»!,n . . . l0? lil l08 <ü Vlaatlbahn....... l85 l,"'8«-'.<> Vüdbahn ll ,»/...... ,48 Lb l49 üb » k !»»/„..... l», — I^ie 9" Un«.»<,»s v »ahn..... ,o,b<»l03bi Divers« Loft (per Stuck). IredU'ost INN fi...... i«« 7Ü <90«> Ilary iiosf 4N N...... b4— ««> 4»/, Donau.Dampfsch. 10« fi. . l<«' - ll? - Lalbllcher Pr«m..«nleh. »N fi. «- »«< vftner Lose 40 fi..... b4 — i» - Plllff», llose 4N fl...... H» - "'- N°then »reu,, «fi. «es. v , lO fi. «?" 17 9<» Nud°Iph Lose ,<> fi..... »4 ?b »5'7° Lalm-Lose 4« fi...... b» »< 6» - Gt.'Vtnoi» Lose 4l» fi. . . . N5 6« S3 bl» waldste°/« 3b8- 37»'- «lrdt.-Nnst. f. Hand, u, «. lSUfi. «3 «» 3^ 9«, «rebltbanl, «lla. ung,, »W fi. . 3Ü8 - 358 l»<1 Depofitenbanl, «lla., »UN fl. , »05 — »07 — li — »Ib - G«lb ware Hypothelenb.. »ft. »00 fi. i«ü»/.«. 73- 7K - Landerbanl, »ft. «no fi, ». . . »zz z < »34 i,» 0efterr.«ung. «anl Sftl> «l. . . 9»z - z,9ß.— Unlonbanl »00 fi...... »43 5>i »:4 — «erlehisbanl, «llg., 140 . . iS« LÜ l«A ?b Altlen «on Zr«n»p»rt» Mnlernehmnngen (pei stück). «Nbrecht'Nahn »00 fi. Vilber . 9l/6 s» 25 «ltelt-ssiuman. Nahn »ON fl. E. «<»o „i »00 ?z Vühm, «ordbahn ,50 fi. . . I85-- 18« - » Weftbahn »00 fi. . . 338 - 3li9 5» Nuschtiehrader <»«s., 0tsterr.b00fi.IVl. . . .8»». 3»l — Drau.«l. (V.'l»°..Z.)»00fi. V. 199'/5 »NO« Dul.«od,nb..E!!..». »00 fi. L. -- — - Flrblllanb«Nordh lOocfiLM. »8l5 »82i Gal. «arl.Lubw. U.A»0fi, IM. »<5 b» »lü 7Ü Lemb. > ««rno». > I«ffy. «isen» l «chnHstllsch. »00 fl. G. . . »48 - »44- >yd,«st.»»«!» »8»^ VtaaUeisenbahn »ON fi. Vllb« 29« 5<> »97 -- südbahn »00 fi. Silber . . 98 »b 98 ?b ßÜb«««bb.»erb.'V.»O0fi.«e<.,«»r.,1?ofi.«.». »38 ü>, ,3» bo » neu« «I., PrioriUlt». «crlen 100 fi...... 94 - 9i — Ung.^allz. Vljenb. »00 fi. Vllbtr 199 7ü 400 25 »eld »are Una. Norbostbahn »00 fi. Silber 19?--- ,»73N Una.westb.(«aab-«iaz)»0Ofi.S. 19^ »b l.nv- . zndustrte>Aetlen (per Stück). Vau»es.. »ll«. vest., 100 fi. - "«'^ l"» — «gybier ü^ .«lbemühl» Paplerf. u. «..«. b» «» « «, Llesinaei Vrauerei 100 fi. . . "'< «!i »"»'- Montan > Vesell. »slerr.. alpine «^ " «?'«> Präger «isen Inb. "» «» Salao-Iarj. Eteinlohlen 80 fi. «0- ««'- .O7 - ll»llfftns-G.0eft.inW der an de» «ohreok-islle a^frichh .'eses L»8ters leidet, l^Uoh SLlleci1 Belehrungen retten U0(le- Zu } endevom «loheren ^¦•fca*« • hen (lurch da5> Vor" Sai>kt Kr a?a in LelP*l*, Neu-^l,UlK r*4> sowie durch jede Bucli- ^_____(df>ll) 3Ü—5 l0.. . Nr. 26I4, 26,5. ^ ^uratoisliestellung. t^ I°ham/^l Eppich von Ebmthal ,"'Uw N L??le von Laknern, „nbc-?" "nb 1.">"es, sowie dessm allfäl-^nut " '"'" Nechtsnachfolq.rn wird pst Ka ? ^s dass Se. Durchla.icht ^ l>?^8 Ä' k'k- Notar in Seiscnwg) ^^'25. August 1892, Z. 2614 l ^erjäbr,n ^^^'» allf Ancrkennunq >.gen v ""9 i!"d Löschnng von For-^" l ^?'«5 kr. s.A.. bezüglich ber d^ ^/'"'gebracht hat, dass hie-^^"" auf d "U"' ^ sunllnarischen l^. ' September 1892 Vbm Ü.' Uhr angeordnet ^ »''^^lun ^"'^ Kaufmann in ^^gus^'H"^^ Seisenwrg an, Zur Ausgabe ist gelangst: Band I, II und III von Levstikovi zbrani spisi. Uredil Franöisek Levec. Levstiks gesammelte Schriften werden 5 Bände umfassen, und zwar: Band L: Pesni — Ode in elegije — Sonetje — Romance, balade in legende — Tolmaè. Band n : Otroßje igre v pesencah — Razliène poezije — Zabav^ice in puSice — Ježa na Parnas — Ljudski Glas — Kralje-dvorski rokopis — Tolmaè. Band IU.: Povesti, pravljice in pripovedke — Potopisi - Zgodovinski spisi — Književno-zgodovinski spisi. — Tolmaè. Band IV.: Kritike in znanstvene razprave. Band V.: Doneski k slovenskemu jezikoslovju. Subacriptionspreis für alle ö Bände broschiert ö. W. fl. 1060, in Leinen gebunden fl. 13 60, in Halbfranz fl. 14 60, in Kalbleder, Lieb-hahereinband, fl. 16 60. 39 Subscriptionen nimmt entgegen die Verlagshandlung lg. v. Kleinmayr & Fed. ßamberg In Xjaä"ba.c:h.. (3931) 3-3 St. 6136. Oklic. Neznanim dedièem in pravnim naslednikom tabularnih upnikov Ja-neza Verderberja, Antona Deschmana, Mali je l'elrisia, Tere/ije Sihrl, Jovane Siherl, (Jregorija Jurce, ml. Marije Milavc in neznano kje v Gradcu bi-vnjoèi Anloniji Milavc, Jovani Süller, Marijani Soller ia tvrdki Gollob & Juscheg imenoval se je gospod Karol l'uppis v Cerkovski Vasi skrbnikom za sin. C. kr. okrajno .sodiäce v Logatci dne 31. julija 1892. __ (4070)3—2 Nr. 7080. Curatorsbestelluttss. Josef itusold uon Ncsselthal Nr. 20 wurde mit Entschließung des k. k. Krcls-gerichtcs Rudolfswert vom 12. Inl, 1892, >;. 977, ob Wahnsinnes unter Curatcl gestellt und zu dessen Curator Mathias Wüchse von Nesselthal ernannt. K. l. Bezirksgericht Gottschcc an, 28sten August 1892. _____ (4017)3-3 St 5141. Razglas. Jarneju in Uršuli Božiè \z Pod-tabora in Anlonu Huau iz Pake ne-poznatih pravnih naslednikov postavil .se je gospod Anton Oražem iz Tržièa skrbnikom ter se mu vroèil dražbeni odlok z dne 12. avgusta 1892, At. 4472. C. kr. okrajno sodišèe v Kibnici dne 2. seplembra 1892. (4149) 3—1 Nr. 8266. Euratorsbestellung. Dem unbekannt wo, angeblich in Graz befindlichen Michael Lasbeth aus Laibach wurde zur Wahrung seiner Interessen im Gegenstände des diesgerichtlichen Ta-bularbescheides vom 16. Juli 1892. Zahl 6597, betreffend die Pfandrechtslbschung für seine Forderung per 97 fl. 50 kr. s. A. bei der Realität Einl. Z. 95 »