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Ist «in solcher Staat noch neutral? Deutschland hätte in die'em Falle ein Recht gehabt, über Verletzung der Neutralität zu klagen. Aber aus solche Erörterungen verzichtet man. Man hat ja auch die sonderbare Neutralität Portugals lange Zeit hingenommen und ist erst zum äußeisten geschritten, als Portugal glaubte, stiaflos deutsche Schiffe stehlen zu lönnen und sich dabei »och strenger Neutralität in diesem Weltkrieg zu rühmen. Holland ist von England be-reit« wirtschaftlich geknebelt worden und so ist der Vertrag, den die Holländer mit den Engländern wegen der Einfuhr geschlossen haben, der Schritt vom Wege gewesen, der jetzt die Engländer und deren Verbündeten ermutigt, noch weiter zu gehen. Schweden hat es rundweg abgelehnt, über einen Vertrag, wie ihn Holland bereits abgeschlossen hatte, auch nur zu beraten. Man hat e« an Drohungen in Stockholm uicht schien lassen und an Völkerrechts» Verletzungen zur See, die die Schweden mürbe ma-chen sollten, hat eS nicht gemangelt. Trotzdem ist Schweden festgeblieben. DaS bat sich ihm gelohnt. Denn von allen den Staaten im Norden hat bis Augen angstvoll ausgerissen, die Hände abwehrend ausgestreckt. «Großer Gott!" Nun ward« im Hause lebendig; von allen Zel-len und Gängen kamen sie hervor, die entsetzten, fchreckblrichen Frauen und rannten atemlos in da« Zimmer der Oberin, daß die schwarzen Talare flat-tert^n und die Rosenkränze klirrten. „Die Kosaken kommen!" klang« schreiend von Zelle zu Z'lle. Endlich waren alle Nonnen beisammen und umdrängten mit angstvollen Fragen die lailose Oberin; wie ein Schwärm ausgescheuchter Tauben statte,teu die weißen Flügelhaubrn um die Herrin. Die hager« Schwester Pfönn rin streckt« ihr mit zitternder, w«i-her Hand l>r» großen Torfchlüffel entgegen; Schwe» ster Viola griff mechanisch darnach. „Schwestern!" konnte sie endlich hn vorbringen, „gehen wir in den Kapitelsaal und warten. Goit stehe ur« bei mit seiner Gnade und di« heilige Jungfrau bitte für uns!" „Am«n!" zittert« e« im Ehor. Sie traten in den Kopit«lsaal. „Wo ist Schwester Eveline, daS Sind?!" fragt« Viola plötzlich. Erschreckt sta-rttn die Nonnen cinan-der an — Schwester Eveline var nicht unter ihnen. „Allmächtiger! Dort drüben am Brünnl«in sitzt sie und stngt! Hört Ihr?!" Eine Nonne hatt« e« gerufen und deutete nun 41. Jahrgang. jetzt Schweden noch am besten abgeschnitten. E« hat seine volle Unabhängigkeit zu wahren gewußt, e« bat sich in keine sogenannt« gütliche Auseinander» sctzungen mit den Engländern eingelassen, es hat keine Verträge über «in« angebliche „Regelung" fti« ne« Verkehre« abgeschlossen, die ihm «n« Unterbin« dung seines Verkehres hätte bringen müssen und so hat sich Schwede» damit noch die beste Stellung un-ter allen nordischen Reichen gesichert. Es ist sür die Neutralen noch nicht zu spät, sich eine« Besseren zu besinnen und selbst au« den Fesseln zu kommen, in die England sie jetzt schon gelegt hat. Wenn sie ihr Verderb«» erkennen wol« len, in dem Falle Holland« habrn st« Gelegenheit hiezu. Der muß ihnen zeigen, wohin großbritau-nische Politik in diesem Kriege führt und waS eS heißt, mit England als neutraler Staat Berti äge zur Aushungerung Deutschland« abzuschließen. Dah die Mittelmächte mit der Aushungerungspolitik nicht so leicht zu treffen sind, als man sich e» zu Kriegt-beginn in London gedacht hat, ist durch einen zwa«» zigmonatlichen Krieg wohl zur Genüge bewiesen. Wohin aber solche Verträge in d«r Folg« sür den vertragschließenden neutralen Staat führen, hat Belgien vollends gezeigt, beweist Griechenland und kann Holland jetzt an sich selbst erkennen. Tatsachen, au« denen gelernt werden kann, sind genug vorhandrn. Und Zeit zu letzter Entschließung und Umkehr ist noch gegeben. _ Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Ruhland. Die Berichte deS österreichischen Generalstabe«. 5. April. Amtlich wird vrrlautbart: K«in« besonderen Ereigniss«. Der Stellvertreter dc« Ehes« de« Generalstabe«: v. Höser, Feldmarschall-Leutnant. Die Berichte der Deutsch«» Oberste» Heeresleitung. ö. April. Keine besonderen Ereignisse. I« Frontabschnitt zwischen Narocz- und Wi«zniewsee vtrstirit« di« russisch« Artillerie ihr F«u«r. nach d«m Garten. Die Nonne» liefen zum F«nprr. — Wahrhaftig! Schwester Eoeline saß einsam »nd sorglos am Brunnen im hellen Sonnenschein! Bon der anderen Seite de« Garten« klang Pferdegetraittpel, das näher und näher kam! „Eveline!" fchrieen die Nonnen auf — ei» zitternder, schriller Schrei. Diese weiße Flitgelhaub« drüben wandt« sich und von dem dunklen Gewände löst« sich «in feinel, schneeiges Händchen, da« grüßend herüberwinkte und wie ein v«rirrt«r Glockemon klang daS leise Lache» herüber . . . Schreiend drängten die ratlosen, angstvolle» Fraue» durcheinander, sanken jammernd in die Kni« und betrtkn laut mit hoch«rhob«nen Händ«n. ..Holet daS Kind! Wer holt mir da« Kind?!" rief Schwester Viola verzweifelt — aber der Lär» der Nonnen verschlang die zitternde Frage. Ganz nah« schon tönt« der Husschlag der Roste. Jetzt hielt «r still. Di« Frauen lauschte» atemlos. BummZI — Ein Gewehrkolben schlug an« Tor. Dle Frau«» schrien aus und starrtrn hinau«. Da — üb«r die hohe Mauer sauste ein Reiter! Sin Ruck u»d da« Pferd stand still mit fliegende» Flanke». Der tollkühne Reiter schwang sich vom Pferde und drang durch dir Hauiiür«; mit klirrrndrn Spo-r«n und raffelnden Säbel ging er dröhnenden Scheit-teS durch den langen, steinernen Gang. „Heda!!" c-eue 2 7. April. Südlich de« Narocz-See» wurden örtliche, aber heftige russische Angriffe »um Schein ter» gebracht. Die feindliche Artillerie war beider-seit« de» See» lebhast titig. Oberste Heeresleitung. Gegen Frankreich. Großes Hauptquartier, 5. April. Die Artil-leriekämpfe in den Argvnnen und im Maasgebiete dauern in unverminderter Heftigkeit fort. Die Lage ist nicht verändert. Links der Maa» hinderten wir die Franzosen an der Wiedrrbrsetzung der Mübl« nordöstlich vcn Haucour«. In der Gegend der Feste vcuaumont sind auch heute »or unseren Linien süd-westlich der Feste und unseren Stellungen im Nord-teile deS Caillettewalde« wiederholte Gegenangriffe de« Feindes blutig zusammengebrochen. An der lothringischen und elsissischen Front führten unsere Truppe» mehrere glückliche Patrouillen-Unternehmun-gen durch. Ergebnis der Luslkämpfe an der Westfront im März: Deutscher Verlust: Im Lustkamps 7 Flugzeuge, durch Ab chuß von der Erde 3, vermißt 4, im ganzen 14 Flugzeuge. Französische und englische Verluste: I« Lustkamps 38 Flugzeuge, durch Abschuß von der Erde 4 Flugzeuge, durch «»freiwillige Landung innerhalb unserer Linien 2 Flugzeuge, im ganzen 44 Flugzeuge. 25 der seind-lichen Flugzeuge sind in unsere Hand gefallen. Der Absturz der übrigen neunzehn ist einwandfrei be» »dachtet. K. April. West.ich der Maa« verlief der Tag zunächst durch das VorbereitungSseuer. da« wir aus die Gegend von Haucourt legten, sehr lebhaft. Am Nachmittage war auch die Tätigkeit unserer Znsan-terie rege. Sie stürmte da« Dors Haucourt und eine» start ausgebauten französischen Stützpunkt öst-lich be« Orte«. Abgesehen von sehr erheblichen blu-tigen Verlusten, büßte der Feind 11 Offiziere, 531 Mann an unverwundeten Gefangenen, die zwei verschiedenen Divisionen angehören, ein. Aus »em rech-te« Maa«user wurde ein erneuter Angriffsversuch der Franzosen gegen die von un« im Caillettewalde und nordwestlich davon am 2. v. genommenen Stel-l»«ge« schnell erstickt. 7. April. Durch einen sorgfältig vorbereiteten Angriff setzten sich unsere Truppen nach hartnäckigem Kawpse in den Besitz der englischen, jetzt von kana-bischen Truppen besetzten Trichterstellungen südlich von St. Helot«. In den Argvnnen schlössen sich Nördlich de» Four de Pari» kurze Kär,pse an. Der ««ter Einsatz eine« Flammenwerfer» vorgedrungene Feind wurde schnell wieder zurückgeworfen. ÜJfehr-fache feindliche Angriff«verfuche gegen unsere Wald-stellungen nordöstlich von Avokourt kamen über die ersten Ansätze der vergeblichen Teilvorstöße nicht hinau«. Auch östlich der Maa« konnten die Iran-zosen ihre Angriff«absichten gegen die fest in unserer Hand befindlichen Anlagen im Caillettewalde nicht dnrchführen. Die für den geplanten Stoß bereitge-stellten Truppen wurden von unserem Artillerieseuer wirkungsvoll gefaßt. Heutjuxe flacht Der fünfte geppclinbesuch in England. Da« Berliner Wolffbureau meldet; Marineluftschiffe haben in der Nacht vom 5. :,urn 6. April ein große» Eisenwerk bei Whitby mit Hochösen und ausgedehnten Anlagen zerstört, nachdem vorher eine Batterie nördlich von Hull mit Sprengbomben be-legt und außer Gefecht gesetzt war. Ferner wurden die Fabriksanlagen von LeedS und Umgebung sowie eine Anzahl Bahnhöfe de« Industriegebietes ange-griff «, wobei sehr gute Wirkungen beobachtet wur-den. Die Luftschiffe wurden heftig beschossen; sie sind alle unbeschädigt gelandet. Der Chef deS Admiralstabes der Marine. Der Krieg gegen Italien. 4. April. Amtlich wird verlautbart: Ereignisse zur See. Die Besuche der italienischen Flieger in Laibach, AdelSberg und Trieft wurden am 3. April nachmit-tag« durch ein Geschwader von 10 Seeflugzeugen in Ancona erwidert, wo diese Bahnhof, weiter Gaso» meter. Werft« und Kasernenviertel der Stadt mit verheerendem Ersolg bombardierten und mehrere Brände erzeugten. Die Gegenangriffe zweier seindli-cher Abwehrflugzeuge wurden mit Maschinengewehr-feuer leicht abgewiesen. Im heftigen Feuer vou drei Abwehr baiterien wurde emeS unserer Flugzeuge durch Schrapnellvollireffer zur Landung vor dem Hafen gezwungen. Ein zweite« Flugzeug, gesührt vom Fliegermeister Molnar, ging neben ihm nieder, über-nahm die beiden Insassen, vervollständigte die Zer-störung de« getroffenen Apparate». konnte jedoch in-folge einer Beschädigung bei Seegang nicht wieder ausfliegen. Ein feindliches Torpedoboot und zwei Fahrzeuge fuhren aus dem Hafen, um die befchä dizien Flugzeuge zu nehmen, wurden jedoch von einigen Flugzeugen mit Maschinengewehren und Bomben zum Rückzug gezwungen, woraus eS zwei Flugzeugen, gesührt vom Seekadettcn LamoS und Liniensch>ff«leutnant Stcnta gelang, alle vitr In-fassen zu bergen und da» havarierte Flugzeug zu verbrennen. Dies« Rettungsaktion vollzog sich u»ter Maschinengewehrseuer und den Bombrnwürsen von italienischen Seeflugzeugen, die in nur 100 Meter darüber kreisten. E» sind somit zwei Fluz,euge ver-loren gegangen, alle übrigen aber und alle Flieger unversehrt eingerückt. Flottenkommando. 6. April. Au? der Hochfläche von Doberdo wurden östlich Selz die unlängst vom Feinde genom-menen Gräben vollständig gesäubert. Italienische Gegenangriffe scheiterten. Zm Ledro- und Judikarien-abschnitt unterhielt die feindliche Artillerie ein leb-haste« Feuer. Angriffe schwächerer italienischer Kräfte gegen unsere Stellungen nordöstlich des Ledro-See« und im Daonetale wurden abgewiesen. Sonst beschränkte sich die Kampftätigkeit auf mäßige» Ge> fchützfeuer in einzelnen Abschnitten. 7. April. An der küstenländischen Front unter-hielt der Feind gestern nachmittag» ein lebhaftere« Artillerieseuer, da» gegen den Tolmeiner Brücken- Er stand in der Türe deS Saale«. Seine kraft-»olle Erscheinung, die wildblitzende« Augen, der strupf pichle Bart fiöste den Frauen namenlost Angst ei«; zitternd wichen sie zurück. Er lachte voll Spott. „Wo ist Eure H«n»?* fragte er hart und barsch. ..Hin!" Die ehrwürdige Mutter ward vorgeschoben. Al» ver Kosak diese« verstörte, verängstigte, ruudliche Weibchen sah, lachte er lau». „Rasten wollen wir und essen und trinken! Dann suche sie ihr gehäufte« Gold und Geschmeide zusammen. Da» gebe sie uns mit i Und da» schönste ihier Iungfräulein mag mir den Tisch bestellen und de« Wei« kredenzen — sonst l" Ein drohender Blick ergänzte die herrische Rede. Schwester Biola hatte stch wieder gefaßt. „Wir wollen Euch dienen, Herr, denn e» steht geschrieben: Du sollst den Durstigen tränken und den Hungrigen speisen I Aber wir haben nicht Gold noch Geschmeide, Herr I Wir sind arm! Die wenigen Wertsachen unserer Kapelle sind feit Sriegtbrginn in bischöflichem Gewahrsam I" ,.Klatscht sie nicht!" donnerte der Kosak, „und «acht sie fertig!" Sporenklirrend wandte er sich um und rief fei-»en Troß. Da» große Tor ward eingerannt, ehe Schwester Psirtneri« mit dem Schlüssel kam. Zwti der «»tigsten Nonnen «achten die Spei-se» zurecht und deckte« den langen Tisch, worauf sie eilend« zurückkamt» und sich im Kapittlsaal mit den andern einschlössen. Die Kosaken durcbstöberten lärmend da« ganze Hau» und polterten wild in Küche und Speisesaal. S'e fluchte«, da sie keinen Wein sanden und keine Kostbarkeiten. Der Führer kam in den Kapilelsaal. Wild suhr er die Oberin a«: „Wo hat sie ihre schönste Maid? Gebe sie mir die tint sür all die andern! Sie kredenze mir den Becher!" Weinend sanken die Frauen in die Knie. Die Oberin stammelte: „Wir alle sind de» Herrn I Er wird un« be-schützen — möge er Euch vergeben!" Der Führer fluchte wild und wandte sich um, seine Soldaten zu rufen — Da — stand eine junge Nonne in der Türe; Schwester Eveline, da» Kind. Sie hatte noch da« Gewand der Novizen und unter der weißen Flügel-Haube quoll reiche«, lichte» Goldhaar hervor um ein feine«, rosige» Kinbergesicht, auS dem große, dunkle Ku.deraugen blickten. Fragend schaute sie vo« den knieenden Frauen auf den wilden Krieger, der stumm in ihre Schön-heit versank . . . „Schwester Biola?!" Wie ein Silberglöcklein klang die Frage durch den stille« Raum. Plötzlich ging» wie ein Ahnen über da» Kin-dergeficht; und mit ausgestreckten Händchen ging sie aus den Krieger zu: Nummer 18 kops auch nacht» anhielt. Der Nordteil der Stadt Görz wurde wieder aus schweren Kalibern beschos-sen. Ueber AdelSberg kreuzte» zwei italienische Flie-ger. von denen einer ersolgloS Bomben abwarf. I« Tiroler Grenzgebiete kam eS an mehreren Stelle» zu kleinen Kämpfen. Am Rauchkofelriicken nördlich des Monte Christel!» war e» einer seindtiche» Ab-teiln,ig in den letzt»» Tagen gelungen, sich auf einem Sattel festzusetzten. Heute nacht« säuberten unsere Truppen diesen von Feinden, nahmen 122 Italiener, darunter zwei Offiziere gefangen und erbeute-ten zwei Maschinengewehre. Nördlich de» Sugana-tale« griffen starke italienische Kräfte unsere Stel-lungen bei St. Oswald an. Der Feind wurde zu-rückgeschlagen. Er erlitt große Verluste. Dasselbe Schicksal hatten seindliche AngriffSversuche im Ledro-talabschnitte. Nördlich des TonalepasieS wurden einige neu angelegte Gräben der Italiener heute durch Minen zerstört. Der Stellvertreter de» Chefs des GeneralstabeS: v. Höser, Feldmarschall Leutnant. Türkischer Kriegsbericht. Mitteilungen deS türkischen Haupt-quartier«: 5. April. KaukasuSsront. Scharmützel zwischen Erkundungsableilungen. Ei» seindlichtr Kreuzer feu« erte wirkungslos 300 Schüsse auf die Küste von Egindzik westlich von Negri. Am 3. d. beschoß unsere Flotte mit Erfolg di« feindlichen Stellungen an der kaukasischen Grenze. Der durch diese unerwartete» Angriffe überraschte Feind flüchtete in Unordnung au» seinen Stellungen und ließ eine Menge Toter und Verwundeter zurück. Am gleichen Tage steckte unsere Flotte ein russische» mit Munition beladen«« Schiff in Brand und versenkt« eS. Zn der Nacht vom 3. zum 4 d. versenkt« der Kreuzer „Midilli" ein großes mit Kriegs- und anderem Material be» ladenc» seindliche» Segelschiff und nahm dessen Be« satzung gesange». Am 4. d. mittag« stieß die „Mi» dilli" aus eine russisch« .ilotte, bestehend au» einem großen Kriegsschiff vom Typ der.Jmperalrica Ma-ria", einem Kreuzer und drei Torpedobooten, die sich damit begnügten, die „M,dilli" au» der Ferne u»-wirksam zu beschießen. Aus SlM und Land. Der gusammenschluh der Deutschen. AuS Wien wird gemeldet: Nunmehr hat auch der Deutsche Nationalvcrband in seiner Gänze seinen grundsätzlichen Beitritt zu dem von den deutsche» Volk« äten der österreichischen Kronländer und von dem Deutschen Klub in Wien im vorigen Jahre au«-gearbeiteten Programm erklärt, das die Forderungen der Deutschen Oesterreichs bei der Neuordnung nach dem Krieg« umsaht. Diesem Programm hatte» sich di« Deutschradikal'n vor einigen Woche» angeschlos- „Soldat!" lispelte sie bittend, „wir sind nur schwache Frauen und können uo« nicht wehren, wenn Ihr uns etwa« zuleide tut! Gedenket Eurer eigene« Frauen und schonet unser!" Fast wollte die rührende Bitte des Kinde» de« verwilderten Krieger erweichen. Aber er lachte rauh auf. — „Ha!--Sie biitet lieblich, schöne» Kindl Wie »u«, wenn ich der Schwester« schone — um Deinetwillen? Wirb sie, kleine Heilige, damit ein» verstanden sein?!" Evelinen» Hände legten sich sanft aus die zarte, pochende Brust „Wai wünschet Ihr, Herr, von Schwester Eveline?!" Der Kos >k »rat einen Schritt zurück, dann sagte er hart, mit zuckender Lippe: „Du sollst mir dienen, meine Magd sei« — verstehst Du da» ? I" Die schönen Augen schloffen sich, da» Gesicht» chen senkte sich. Eveline kniete nieder und neigte sich lies. - „Ich diene Dir, Herr! Befiehl!" „Die weiße Flügelhaude löste sich und fiel j« de» Kriegers Füßen, so daß Evelinen» Goldhaar fast den Boden berührte i« seiner reichen Fülle. Wieder trat der Kosak e.nen Schritt zurück; wie gebannt schaute er aus das schöne Bild; seine Brust atmete schwer; seine Stirne senkte sich und wie Ksmps und Sturm ging es über die düstere» Züge- — «intimer 28 sen, Nunmehr ist ihm »er Nalionalverband beigetre-ten. Wi« schon der Anschluß der deulschradikalen Par-tct einige geringfügig« '"endeeungen zur Folge hatte, so ergab sich auch aus dem Beitritt? des National-verbände» die Notwendigkeit «tue? Verhandlungen Über den einen oder den anderen Punkt, die aber demnächst bereit« zu einem günstigen Abschlüsse süh-ren dürften. Damit wäre die Einigung der Deutschen in Oesterreich, sowohl der Sudetenländer al« auch der Alpenländee. in den parlamentarischen wie in ihren politischen Vertretungen auf ein einheitliches Programm vollzogen. Soldatenbegräbnis. Im hiesigen Garni-sonSspitale ist der Korporal Gottlieb Chwala deS IN. Nr. 102, einer Verletzung, die er im Felde er-litten hat. erlegen. DaS Begräbnis sand am 3. d. am städtischen Friedhose statt. vierte Kriegsanleihe. Die Sparkasse der Etadtgemeinde EiÜi hat bei der hiesigen Filiale der Böhmischen Union Bank eine Zeichnung von 1'/, Millionen Kronen aus die vierte Kriegsanleihe zur Voranmeldung gebracht. Spenden. Für daS Rute Kreuz liefen in letzter Zeit nachstehende Spenden ein: Aus der Sammelbüchse im Case Meikur 51 41 K, aus der Sammelbüchse in der Trafik Hausmann 40 97 K, Sammlung Perechlin (Amerika) 238 K, Agnes Ec<» pinschek (Sühnebetrag) 10 K. Walter v. Bieu und Herla Klemenischitjch (Fundgeld) 3 40 K, Karl Teppey (Sachverständigengebühr) l0 K. Anna Gro-belnik (Sühnebetrag) 10 K, Ungenannt 8 K, vom Lehrkörper der Lnabenvolksschule i 7 K. Für den Rtservistensamilieniond wurden ungenannt 4 K gespendet. Wohltätigkeitskonzert im Stadtpark. Sonntag den 9. April um die Mittagszeit findet bei günstiger Witterung das erste diesjährige Wohltätig-keitikonzert der Musikabteilung des. E-satzbataillonS des I R. Nr. 87 im Stadtparke statt. Beginn 11 Uhr. Lude halb 1 Uhr. Eintritt 20 Heller. Kinder unter 10 Jahren frei. Diese Wohltätigke'ts-parkkonzerte unserer ganz ausgezeichneten Musikab-teilung erfreuten sich schon im vorigen Jahre der größten Beliebtheit. Die Güte deS Gebotenen und der edle vaterländische Zweck, dem der Ertrag der Konzerte zugewendet wnd, fanden in der Bevölkerung freudige» Verständnis und führten so dem guten Zwecke ganz bedeutende Summen zu. So erachte;» wir uns verpflichtet, den Veranstaltern der Konzerte an dieser Stelle namens der Oeffentlichkeit wärm« sten Dank und begeisterte Anerkennung auszusprechen. Militärkonzert zugunsten der In-validenstiftung des dritten Korps. Neuer-lich machen wir daraus ausmerksam, daß die Ka> pelle unsere» Hausregimentes am 13. d. um 8 Uhr abend» im hiesigen Siadttheater ein Konzert zugun-sten der Jnvalidenstifiung des dritten Korps veran-staltet. Die bereits angeschlagenen Plakate verkünden eine reichhaltige und erlesene VortragSordnung. ..Steh auf I" stieß er endlich dumpf hervor, „und folge mir!" Mit raffelndem Säbel ging er ihr durch den steinernen Gang voran in eine Zelle. Lautlos, er-geben, folgte Eveline. Er schloß die Türe, ließ sich auf einen Stuhl nieder und streckte ihr einen Fuß hin. „Hab eine Wunde am Bein, die sollst Du mir waschen und verbinden!" Au» seiner Gürteltasche holte er das nötige. Eveline kniete vor ihm hin, zog den Stiefel ab, wusch die Wunde und verband sie. Als sie fertig war. blickte sie. knieend, voll zu ihm auf. Alle Anmut der Zuzend umspielte die Wangen ihre» kindlichen Gesichichen», und die ganze Reinheit ihrer jungen Seele leuchtete daraus. Da zog» wie ein Beten durch des Krieges Brust; schwei-gtnd und regloi blickte er herab auf oie Knieende. Und in di» weichen Züge de« Kindergestchichens trat nun ein innige» Flehen, die Augen wurden dunkel und feucht, und Eveline begann plötzlich zu sprechen: „Herr!" lispelte sie bittend und hob die verschlungenen. zarten Hände. ..Herr I Nimm mich mit Dir! Mir ist so bang in diesem stillen Hause und bei den ernsten Schwestern! Ich möchte in der Welt leven und arbeiten und schaffen, wie die .inderen Menschen da draußen, und möchte--o Herr! Nimm mich mit!" Staunend hörte der Krieger deS Kinde» Bitte. Und dann wallte e» heiß und gewaltig in ihm em-por für diese reine, junge Seele, die glaubte an ein Wacht Jeder, der durch den Besuch de» Konzerte» sein Scherflein für die Stiftung der heldenmütigen und ruhmbedeckten Invaliden beisteuert, wird dafür *urch einen außergewöhnlichen künstlerischen Genuß belohnt werden. Vor allem sollte sich jedermann vor Augen halten, daß wir gerade den Invaliden, die für uns «ekämpst haben und j'tzt für uns leiden, heißen Dank schuldig sind. Es ist sicherlich das allerge« ringst?, was wir tun können, daß wir ein Konzert zugunsten dieser Helden in Massen besuchen. Der Kar«envor»erkauf findet in der Buchhandlung Fritz Rasch statt. Theaternachricht Am Mitiwoch den 12. d. gelangt zum erstenmale die Lustspielneuheit von Hella, ..Die Steiner Mädeln", am Freitag den 14 d. .Der dunkle Punkt" Lustspiel von Kadldurg und Presler zur Ausführung. — AlS Abichiedsvorstel» lung der heurigen Spielzeit wird am Montag den 17. d. das Altwiener Lustspiel von Schönthai« und Koppel-Ellfeld „Komtesse Guckerl" gegeben. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet in der Ehristuskirche um 10 Uhr vormittag? ein öffentlicher Gottesdienst statt. Spende. Die durch ihre Herzensgüte be-kannte Frau Majorin E. v. Gasparotti spendete in mütterlicher Fürsorge sür arme evangelische Kinder 50 K. Es sei ihr auch an dieser Stelle herzlichst gedankt Städtische Lichtspielbühne. Samstag und Sonntag bringt unser Stadtkino einen Kriegs-belicht mit den neuesten Aufnahme» von den Krieg»» schauplätzen, ferner das Detektivdrama „Der Bär von 'i'askerville" und den dreiakt gen Schwank „Der Barbier von Filmeridors". Am Montag und DienS-lag wird eine ganz neue Bilderreihe vorgeführt und zwar zum Eingeleite ..Oesterreichischer Kriegsbericht", dem ..Frühling im Wienerwalde", serner „DaS schöne Fischermädch n*. ein wunderbares Schauspiel, schließ-l'ch der Schwank „Hampels Abenteuer" in vier Akten. An den Wochentagen finden zwei Vorstellungen statt, und zwar von jetzt an von 6 bis halb 8 und von halb 9 bis 10 Uhr; an Sonntagen von halb 5 bis 6 und von 8 bis halb 10 Uhr. Teilweife Einstellung des Privatfeld' postpaketverkehres. Zusolge Erlasses desHan-delsmmistenum« vom 3. April wird die Annahme von Privatfeldpostpaketen zu den Feldpostamtern 8. 20, 32, 48. 53. 60, 61, 64, 65, 69. 73. 79, 88, 93. 98. 106. 112. 113. 123. >53. 157.200. 217, 218, 221, 223, 224, 241. 242, 302, 3u4, 323, 502 und 620 fortab eingestellt. Die Sendungen von Postpaketen an unsere Kriegsgefangenen. Obwohl wiederholt daraus aufmerksam gemacht wurde, daß eS verboten ist. in Postpakete an unsere Kriegsgefangenen Briefe oder Druckiorten zu legen oder darin zu verstecken, bleibt dieses Verbot dennoch häufig unbeachtet. E» wird daher dringend gewarnt, den Postpaketen Karten. Briefe, Zettel oder Druckiorten, welcher Art immer, beizulegen. Uebertretungen dieses Verbotes könnten zur Folge haben, daß sowohl unsere Behörden, al» auch jene der seindlichen Staaten die Zulässigkeit der GuteS und Edles in der Brust de« wilden Krieger», die ihm vertraute, sich in seine Hände gab! „Steh auf!" sagte er endlich zum zweitenmale, diesmal mit w« cher, bewegter Stimme ..Es geziemt der Schönheit nicht, vor der Häßlichkeit zu knien — noch yeziemt e« meiner künftigen Herrin! — Zch will Dich, edles Kind, meiner Mutier bringen, sie wird Deiner pflegen, bis ich heimkehre vom Kriege; und kannst Du mich dann lieben, so werden wir ein»!" Die Nonnen lagen lautbeiend noch immer auf den Knien. Hie und da flüsterte eine zur andern: „Sie ist ihm gar zu schnell gesolgt. die arme Eoe-line . . ." Und manch eine dieser einsamen Frauen starrte stumm vor sich hin in Sehnsucht und Qual und Weh . . . Lachend öffnete Eoelin» die Tür. „Schwestern — lebt wohl! Eveline geht in die Welt!' Sie ward umringt, angestaunt, befragt, geherzt, geküßt. — Schwester Viola blickte ihr lange in die Augen. ..Bleib ein Kind, Eveline I" Lärmend schwangen sich die Kosaken auf die Pferde; der Führer hol» Eveline auf lein eigen Roß. iachvkm er den Sattel sorgsam ausgepolstert, und griff, nebenhergehend, in die Zügel. So ritten sie durch» Gittertor hinan» in da» weile, rotblühende Heideland, über da« die Septem-ber,onne ihr goldene» Lichlmehr auSzoß. Jauchzend Seiie 3 Sendung von Postpaketen ausheben, wodurch nur nn-sere Kriegsgefangenen zu Schaden kämen. Die Heranziehung von Gerste zur Streckung der Mehlvorrate. Mit einer soeben ergangenen Verfügung hat da» k. k. Ministerium de» Innern auch die Heranziehung der von der Krieg»-getreideverkehrtanstalt aufgebrachten Gerste zur Sirek-kurig der Mehlvorräte angeordnet. Außer sonstigen Ersatzstossen (Kaitossrln u d Maismehl) kann daher künftighin auch Gerstenmehl zur Beimengung bei der Brolerzeugung vei wendet werden. Der Großabgade-preis der KriegSgetttideverkehrsanstalt für da« neu herzustellende Geistenmehl ist von der Mühlenstatio» ab mit 42 K für den Meterzentner festgesetzt. 6c ist also gleich jenem für Weizenbrotmehl und für Maismkhl. Dieser Abgabepreis gilt für die Zuwri» sung an die Mehlverteilung»stellen. Der Abgab prei» der Mehlverteilungsstellen erhöht sich um den sür diese zugestandenen Kostenbeitrag. Wie schon jetzt ge» sagt werden kann, dürften übrigens beträchtliche Mengen von Gerstenmehl kaum in den Verkehr ge-langen. Eine militärische Ueberprüfung der Vorratsaufnahme fllr Getreide. Mahl-erzeugniffe und Hülsenfrüchte in der Be-meinde St. Margareten a. Draufelde. Da sich der Verdacht ergab, daß in der Gemeinde St. Margarethen a. Draufelde größere VorratSver» heimlichungen stattgefunden haben, hat da» «om» mando der Südwefifront eine militärische Nachprü-sung der AusnahmSergebniffe in dieser Gemeinde an-geordnet. Die Ueberprüsung, die unter der Leitung von Offizieren durch Miliiäipersonen vorgenommen wurde, ergab, daß tatsächlich VorratSverheimlichun-aen stattgefunden hatten. 57 anmeldepflichtige Per» sonen wur e» auf Grund der Nachprüfung dem Gerichte wegen Verheimlichung von Vorräten ange» zeigt. Davon haben sich 52 gleichzeitig der Ueber» treiung der VerbrauchSvorschrift schuldig gemocht. Auch in dieser Hinsicht wurden die Strafamtshand» lungen eingeleitet. Eine Schachtel Zündhölzchen 5 und 6 Heller. Die Marburger Zeitung erhielt folgende Zuschrift: „Die provisorische Vereinigung der Mar» burger T^baklrafikanten hat in ihrer am 30. März stattgesundenen Zusammenkunft beschlossen, Schwedische Zünder vom 5. April an nur mehr um fünf Heller die Schachtel zu verkaufen, da diese im gro-ßen bereits 3 v0 K bis 3-90 K kosten; Solozünder werden um sechs Heller die Schachtel verkauft." Dekorierung in Rohitsch Sauerbrunn. Vor dem festlich gefchmückien Säulengang des Kur» Hause» in Rohitsch Sauerbrunn nahm der Militär-stationskommandant Oberst Joses Haberditz- Szar» to>y am 23. März die Dekorierung des Haupt-mannes Karl Schubert mit dem Militär verdien stkreuze mit der LriegSdekoratioa im Beisein der Offiziere und der Honoratioren de» Kurorte» vor. Hauptmann Schubert stand acht Mo» naie ununterbrochen an der Jsonzosront und hat am 20. Oktober 1915 bei Slobna mit geringen Per» lusten den angreifenden Gegner vernichtet. Am streckte Eveline di« Hände gegen den blauen Himmel: „Nun kommt das Leben, da« Leben!" Schweigend gingen die Nonnen in ihr stille» Hau« zurück. Evelinen» Lachen war hier aus immer verklungen. Aus Marie vo» ßvner-ß chenöachs „Aeittosem Tagebuch". Im neuesten Hefte von „Westermann« Monats» heften- (April 1916) setzt Oesterreichs greise Dich-terin Marie von Ebner-Eschenbach die Beröffent» lichungen aus ihrem .Zeitlosen Tagebuch" fort, und wieder fühlen wir uns bei diesen Bekenntnissen einer Achtzigjährigen, die zeit ihre« Lebens immer nur mit den edelsten Gaben des Geistes Umgang ge» pflogen hat, als Gäste an einer mit Weisheit, Güte und Milde, aber auch mit charaktervollem Ernst reich bedachten Tafel. Mit Erlaubnis de» Verlage» von George Westermann in Braunschweig geben wir hier einige der kürzeren Auszeichnungen wieder: „Von den Engländern kann man nicht» Gute» sagen, ohne zu sündigen", behauptete ein Burgunder im 15. Jahrhundert. Was damals einer au»gesprochen hat, wird heute von Tausenden und aber Tausenden wiederholt. * „Ich bin die Mächtigste", sprach die Natu r und — die Mode lachte: „Komm dn nur in mein» Seite 4 Schlüsse der Dekorierung wurde von allen Anwesen-den ein begeisterte» Hoch aus St. Majestät dem Kaiser ausgebracht, woraus die zur Feier erschienene Kapelle de» f. u. f. Ins.-Reg. Nr. 87 die Volk«-hymne und daS „Heil dir im Siegerkranze" into-«ierte. An die Dekorierung schloß sich eine Mittags-tafel, bei welcher die Kapelle deS f. u. f. Jnf.»Reg. Nr. 87 konzertierte. Stationskommandant Oberst Haberditz toastierte auf den dekorierten Hauptmann Schubert, weiters brachte derselbe auf den Direktor Dr. "franz Mulli. welcher sich um die Errichtung des Off>zierS«RekonvaleSzentenheimS und der Heil-anstalt vom Roten Kreuz verdient gemacht hat, ein Hoch au«. Landrat Direktor Dr. Mulli erhob sein GlaS auf da« gute Einvernehmen zwischen dem Stationskommando und der Landeskuranstalt Rohüich» Sauerbrunn. Hauptmann Schubert dankte für die anläßlich der Dekorierung gebrachte Ehrung. Rotes Kreuz in Windifchfeistritz. Der Zweigverein Windifchfeistritz vom Roten Kreuz hielt am 23. März seine Hauptversammlung ab. AuS dem erstatteten Berichte war eine sehr rege Tätig« keit zu entnehmen. Insbesondere winde der Tätig-keit im Geiiesendenheime Erwähnung getan und die schönen Heilersolge besonders hervorgehoben. um welche sich der Chefarzt Dr. Murmayr und seine Gemahlin besonders verdient machten. Anerkennung wurde auch der Küchcnleitung, den freiwilligen Pfie gerinnen, dem Fräulein Baumann, für die Muster-hafte Wäscheverwaltung, und dem Mag. Kraeger für die belangreiche Kassesührung gezollt. ES wur-den für das Genesendenheim 60 625 K in der Zeit des Bestände» verausgabt Der Bericht g dachte auch deS kais. Rates Bersvlaiti, der die AustösungSge« fchäsie in klagloser Weise durchführte. Der Verein zählt 74 Mitglieder und es wurden 13 Mitglieder und 10 Nichtwitglieder ausgezeichnet. Außer den vielen Lebensmitteln und Wäsche wurden 3106 K an Spenden aufgebracht. Für die Labestelle Prager-hos wurden 6633 K znstandegebracht. Der Bericht gedachte de» Heldentodes Ernst Grasen von Altem» i» warmen Worten. Da» Dankgefühl wurde auch für die Unterstützungen an Obersten von Majorko-vie» und Rittmeister «rasen Allem» zum Ausdruck gebracht. Mit einer Huldigung aus die verbündeten Monarchen wurde der Bericht geschlossen. In den Ausschuß wurde Bürgermeister Dr. Murmayr ge-wählt. Die Prüfung der Lasse wurde den Mitglie-been Oraisch und Pinter übertragen. Mit dem Be-schlusfe, einen Roten Kreuz Tag abzuhalten, wurde die Beisammlung geschlossen. Die deutsche Presse und der Deutsche Schuloerein. Der Deutsche Schulverein hat sich vor einigen Wochen an unsere Volksgenossen im Felde durch besondere Ausrufe um freundliche Un-terstützung in dieser schweren Zeit gewendet. Diese Bitte des Vereines war bisher von geradezu glan-zendem Erfolge begleitet. Seit der Aussendung der Ausrufe sind dem Vereine über 50.000 K aus dem Felde zugekommen. Da« der Deutsche Schulverein diese planmäßig in« Werk gesetzte Sammlung im Felte überhaupt durchführen konnte, ist das Haupt» I , . - Hände, und wir wollen sehen, wie ich dich zurichte!" * Im hohen Alter, in dem man wirklich daS Recht hätte, zu sagen: „Ich kann nicht mehr warten", wie geduldig wird man da! O Wir Alten find di» Milden und Gelinden, Weil wir im Adschiednehmen uns befinden; Wie könnten wir noch denen grollen, Die wir so bald verlaffen sollen! * Daß sie nicht zu besitzen brauchen, wa« in erster Reihe den Menschen stark, tüchtig und widerstand»-fähig macht: den heiligen Eigensinn de» Fleißes, eiserne Ausdauer, die stolze Kraft des Verzichtenkin» «en», da» ist die Armut der Reichen. Eine wohlgenährt aussehende Frau, «ine Be-«mtenwilwe, kommt in Audienz zu Kaiser Franz und klagt ihm ihre Not Die Pension, die sie genießt, ist gar gering und schützt sie nicht vor Hunger. „Aber, mei liebe Frau", sag« der Kaiser. .Sie fchaun nit danach auS, al» ob S e hungern täten, Sie fein ja ganz rosenfarb und potlett." „Ach, Majestät", erwidert die Frau, „aufs Aussehen kommt« gar nicht an. Majestät haben ge-«iß alle», was sich nur wünschen können zum Essen, bie allerbesten Sachen, und find doch krachendürr," K.»'U«,«qe Haucht verdienst unserer deutschen Presse, die sich bei Ein-leitung dieser Sammlung dem Deutsche» Schulver-eine in entgegenkommendster Weise zur Verfügung stellte. Ein Teil der Zeitungen überließ dem Ver-eine feine sämtlichem Felopostanschristen, ein anderer Teil übernahm ohne Anspruch auf Entgelt selbst die Versendung der Aufrufe in besonderen Brieshüllen, wieder andere erklärten sich bereit, die Aufrufe ihren Blättern beizulegen, um hiedurch ihren Abnehmern die Bitte deS Deutschen SchulvereineS zu übermitteln. Nicht nur die Provinzpresie, auch fast die ganz« Wiener Presse unterstützte aus diese Weise de» Deut-schen Schulverein tatkräftigst. Einige Zeitungen machten ihre Leser durch kostenlose Veröffentlichung deS Aufrufes und anderer Mitteilungen auf die Bitte de» Vereines aufmerksam. Diese allgemeine, selbst» lose Mitarbeit der Presse an dem Werke de« Deut-schen SchulvereineS verdient den herzlichsten Dank nicht nur der Verein»leitung, sondern aller VolkSge-»ojfen. Wenn die deutsche Presse dem Zchulvereine ihre Mithilse »weiterhin so werkiälig bezeigen wird, braucht dem Vereine wohl um die Eisüllung seiner Aufgabe« sür die Zukunft nicht bange zu sein. Einführung der deutschen Sommer-zeit. Bekanntlich erwägt die deutsche Regierung, eine Verordnung zu erlassen, daß vom 1. Mai 1916 an die Stundenzeit um eine Stunde vorgeiückt wird. Danach wird der 1. Mai in diesem Jahre schon am 30. April nacht« ll Uhr beginnen. Maßgebend sür diese recht einschneidende, ^en Schulbelrieb und daS bürgerliche Leben ändernde Neuordnu-g der tägli« chen Uhr ist die beträchtliche Ersp^rung an Beleuch-tungSmaterial. Wenn im kommenden Sommer der Verkehr eine Stunde früher aufhitt und eine Stunde früher beginnt, besorgt die liebe Sonne kostenlos und ohne Kohlenverbrauch die Beleuchtung Die finanzielle Entschädigung der Gemeinden für ihre durch den Krieg verursachten Auslagen. Aus dem 4. schlesi-'chen Städtetag, der am 27. März in Troppau statt-and und zu dem die Vertreter von 23 Städten er-lchienen waren, wurde u. a. auch die Frage der finanziellen Entschädigung der Gemeinden sür ihre durch den Krieg verursachten Auslagen der Eritte runa unterzogen. Aus Grund eines ReserateS des Magistrat»direki»rS Grüner (Troppau) wurde hier-aus die folgende Entschließung einstimmig angenom-men: ,1. Der 4. schlesische Städletag erhebt in Uebereinstimmung mit dem Bunde deutscher Städte Oesterreichs unter Hinweis auf die außerordentlichen Leistungen der Städte sür Kriegszwecke oder aus Anlaß de« Kriege» und auf die schweren Opfer, die ihnen hiedurch erwachsen, die Forderung, daß den Sladtgemeinden ihre Kriegsauslagen vom Staate rückerfetzt werden. 2. Der schlesische Städletag hält es für notwendig und gerecht, daß der Staat zur teilweisen Ausbringung des notwendigen Auswandes auf die Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebe-nen.Fürsorge, aber auch zum Rückersatz der den Stadtgemeinden erwachsenen KriegSauSlagen, vor allem jene Gewinne und kinkommenerhöhungen, die sich auS der wirtschaftlichen Lage während der Krieg» dauer ergeben, durch Sonderbesleuerung heranziehe, und erwartet von der k. k. Regierung, daß sie die-sen Rückersatz an die Städte aus dem Voraussicht-lich reichen Ertrage dieser Sonderstcuern sichere. 3. Ferner rechnet der schlesische Städletag zuve, ficht-lich daraus und er»euert di« aus seinen früheren Tagungen erhoben« Forderung nach Maßnahm«» zur dauernden Gefundung der schon in Frieden», zeiten bestandenen, durch die LriegSverhältnisfe aber noch verschärften finanziellen Notlage der vtadtge-meinden und erneuert insbesondere auch das Ver-langen, daß eine duichgreisende, die Finanzwirtschaft de» Staate», der Länder und der Gemeinden um fassende einheitliche Resorm des Finanzwesens, durch welche den Gemeinden die zur Erfüllung ihrer Auf-gaben erforderlichen Mittel selbständig von Stadt und Land und eine entsprechende Entschädigung sür die von ihnen besorgten Slaatsgeschäfte zugesichert werden, ehestens duichgesührt werden." Der 4. fchle? fische Städtetag ersucht hiebei den Bund der deuisch. österreichischen Slä-te, diese Forderung auch zu der feinen zu wachen. Blutiges Eifersuchtsdrama. Aus Mar-bürg wird vom 6. d. berichtet: Heule vormittag er-eignete sich in Marburg ein blutiges Drama, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Der im I hr« 1870 in Hoch, Bezirk Leibnitz, geborene Johann Wollmuth, der seit 20 Jahren als Portier am Mar-burger Hauplbahnhof angestelll war, halte, obwohl er selbst verheiratet war, und eine l8jährige Tochter und einen 15jährigen Sohn besaß, eine heftige Zu-neigung zu einer BahnzimmermannSgattin gefaßt, die ebenfalls zwei erwachsene Töchter besitzt. In der stummer 28 letzten Zeit soll es wiederholt zu Eifersuchtsszene» gekommen sein und Wollmulh soll gedroht haben, die Frau und deren Töchter zu erschießen. Heute vormittag erschien er in der Wohnung der Frau. Nach einem kurzen Wortwechsel seuerle er auf sie aus einem Revolver einen Schuß ab. Di« Fra» flüchtete in das Nebenzimmer zu ihrer Asterpartei. Wollmuth eilt« ihr nach und feuerte aus sie noch drei Schüsse ab. Alle Schüsse traten und dir Fra« erhielt einen Streifschuß im Genick, einen im Rücke» und einen am rechten Oberarm. Die Angeschossene sowie ihre Afterpartei eilten davon. AIS sie fort waren, feuerte Wollmuth gegen sich einen Schuß ab, der ihn in der Stirne traf und seinen sosoriigen Tod herbeiführte. Man nahm an, daß die Ange-schossene trotz ihrer mehrfachen Verwundung sich in» Allgemeine Krankenhaus begeben habe; telephonisch eingeholte Erkundigungen ergaben aber, daß di«» nicht der Fall war. Ihr Aufenthalt blieb bis mittag» unbekannt. Es ist anzunehmen, daß Wollmmh gei. slig nicht ganz normal war, al» er auS Eifersucht zu dieser Tat schritt. Die Besten trifft es. Und täglich da» dunkelst« Rälsel von allen: Die Besten trifft es. Die Besten fallen. Nicht die Müden, denen keine Sonne scheint, Nicht di« Lau««, ohne Freund und F'ind, Die Halben und Kuhlen und Zagen nicht. Noch die Vergeßnen. um die kein Herze mehr bricht. Nein, die Starken, dir Schaffenden, F-ohen, Die wie lebendes Feuer zum Himmel lohen, Die in harten Herzen ohne Arg und Fehle. Die Gläubigen mit der Kinderfeele, Die Träumeraugen mit dem heißen Warten Aus den neu erblühenden Menschengarten, Die Sänger und Priester, P:ophe«en und Dichter, Die ein Goil gesetzt als weisende Lichter, Daß sie Klarheit fluten ins wirre Leben, Daß st« sieghaste Kraft dem Ringenden geben, Die Krone de» neuen Tage» zu erben — Die fallen und sterben. Wie sollen wir diese Opser tragen Und Scham beHallen und nicht verzagen? Laß uns hosfe», Herr: ist die Saat so fein, Wie muß die Ernte golden und rauschend sei»! Diese» Gedicht stammt au» der Gedichtsammlung von Emil Hadina, welche im Verlage de» Deutschen SchulvereineS, Wien YIII, Florianigasse 39, erschienen ist. Der Prci« des Büchleins beträgt 60 Heller. Kaatgutveschasfung für de» Arüy-jahrsanöau in btetermark. Für daS Ergebnis der neuen Ernte und damit für die weiter« Versorgung de» Landes mit Getreide ui'd Mahlprodukten ist die glückliche Lollcndung de» Anbaue« eine !«r wichtigsten Voraussetzungen. E» mußten daher alle Vorkehrungen getroffen werden, um den Anbau wenigsten», soweit der mensch-liche Einfluß unter den gegenwärtigen Verhältnissen eS v-rmochle, zu sichern. Eine der wichtigsten Maß-nahmen war die Beschajsung des erforderlichen Saat-getreides. Für den heurigen Frühjahrsanbau war »ach dieser Richtung hin besondere Sorgsalt geboten, weil in'olge der ungünstigen Witterung im vergan-genen Herbste, sowie infolge de« Mangels an Ar-beitSkiäilen unv Fuhrwerk der Herdstandau in man-chen Gegenden stark zurückgeblieben ist. Sobald über diesen Umstand einigermaßen ein Ueberblick gewonnen worden war, wurde sosort mit den notwendigen Anordnungen begonnen. Die steter« märkische Zweigstelle der KriegSgetreide - Verkehr»« anstalt hat bereit« Anfangs November 1915 ihre Kommissionäre beauftragt, alle zur Aussaat geeignelea Bestände an Sommerweizen, Sommerroggen, Gerste und Hafer anznkausen. Selbstverständlich wurde da» raus besondere« Gewicht gelegt, daß nur tadellos ge-sunde und trockene Ware übernommen wurde, welche eine mehrmonatliche Lagerung vertragen konnte. Am 10. November 19l5 sand sodann unter dem Vorsitz« seiner Exzellenz des Herrn Statthalter» eine Versammlung sämtlicher Erniekommissäre Steier-markS statt, an der auch die Referenten der Zweig-stelle der Kriegsgelreide-VerkeiirSanstall teilnahmen. Diese Versammlung besaßt« sich eingehend mil den Vorarbeite» für den Arüqjahrsanbau und haupliäch-lich mit der Frage, wie die erforderlichen Grundlage» für die Sicherstellung de» Saatgutes zu gewinnen wären. Es handelte sich darum sestzustellen, wie groß der Abgang an Saatgut in den einzelnen Wirtschaf-ten, Gen^'*^,irken und schließlich politische« Be-zirken v° ich sein dürfte. Kummer 28 Huf Grund de« Ergebnisses dieser Erörterungen wurden die Ernte!ommisfSre von der f. f. steierm. Statthalterei beauftrag», zu erheben und zu berichten, wie hoch da« durch die eigenen Bestände der Landwirte nicht gedeckte Saatguterforderni« in den ihnen zugeteilten Sprengeln voraussichtlich fein wird. Nach den Feststellungen der Erntekommisfäre, welche in der ersten Hölsle Februar im großen und ganzen abgeschlossen waren, bezifferte sich der unge-deckte S«atgutbedarf der steirischen Landwirte für den FrühjahrSanbau auf ungefähr 3740 Zeutner Som« merweizen. 5500 Zentner Sommerroggen, 5000 Zentner Sommergerste un» 960» Zentner Hafer, usimmc» also a»s rund 23800 Zentner, oder 233 Waggons. Währeab Saathafer in Steiermark in au«-reichendem Maße vorhanden war, war es von vorne-herein ausgeschlossen, die Anforderungen an Gerste, Sommerweizen und Sommerroggen auS den stein-schen Beständen zu befriedigen. Namentlich Sommer» roggen stand nahezu garnicht, aber auch Sommer-Weizen in Steiermark selbst nur in sehr gelingen Mengen zur Verfügung. In d:n wenigen Gebiete», wo diese beiden Fruchtgattungen gebaut werden, waren sie für die Ernährung der Landwirte und ihrer Angehörige» nicht entbehrlich. Um aber selbst diese Mengen Sommerweizen und Sommerroggen dem so unendlich wichtigen Frübjahrsanbau zufüh» reu zu können, wurde der Umtausch dieser beiden Fruchtgaltungeu gegen Wintergetreide in die Wege geleitet. Wenn auch von »orneheiein durch eine de»ar-tige Aktion nicht sehr bedeutende Menge» Sommer-weizen und Sommerroggen zu gewinnen waren, so durste bei der gegenwärtig gebotenen äußersten Spar-famkeit mit dem wichtigen Saalgute auch dieser Bei' such nicht unterlassen werden. Die Landwirte hatte» also bei den Gemeinde» ümtern anzumelden, wieviel Sommerweizen, oder Sommertorn sie abzugeben hätten. Diese Anmeldungen wurden von den politischen Bezirksbehörden ge-sammelt und der Zweigstelle eingesendet. Diese hatte sodann die zum Umtausch erforderlichen Mengen wahlfähige» Wintergetreide« an Ort und Stelle zur Verfügung zu stellen. Letzteres gelangte au diejenigen Landwirte, welche sich mit einer Bescheinigung bc« Gemeindeamtes als Abgebe» von Sommerweizen und Sommer logg n auswiesen, zur Berte lung. Um diesen Austausch den Landwirten möglichst zu erleichtern, wurde auch die Vergütung der Zu> und Abfuhren an die Landwirte vorgesehen. Letzlere erfolgt über Antrag der politischen Bezirksbehörde, bei welcher die Zu- und Abiuhrkoften von den Ge-meinden anzuweisen sind. Im Herlaufe dieser Um-tauschaktion hat die Zweigstelle immerhin schon etwa 10 Waggons Wlntergelrelde gegen die gleiche Menge Sommergetreide abgegeben. Da, wie schon e>wähnt, Sommerweizen und Sommerroggen, sowie Gerste im Lande mangelte, mußten diese Fruchtgattungen von andern Kronlän» dern beschafft werden. Den gemeinsamen Bemühungen der k. f. steierm. Statthalter« und der Zweigstelle i>t eS schließlich ge-lungen, für Steiermarl die Zufuhr von 35 Waggons Sommerweizen aus Böhme» und Mähren, 7»/, Waggons Sommerwegen vom niederösterreichilchen LandeSkulturrat, 50 Waggons Saalgerste au« Böh-men und 7 Waggon« Saalgerste aus Oberösterreich zu bewerkstelligen. Unier dieicn Mengen befanden sich ungefähr 27 Waggon» anerkannler, d. i. also höherweitiger Saatweize» und einhald Waggon Ori-ginalsaatweizen. Aus diesem Wege war c» nun möglich, die ein-gelangten Saatgutanmeldui gen vollkommen und zwar beinahe auf den Waggon genau sicherzustellen. Die Zweigstelle versügte also über rund 45 Waggons Sommerweizen, 2 Waggo»s Sommerroggen, 08 Waggons «aatgetste und 108 Waggon« Saalhafer, zusammen also über »und 2:25 Waggons Saal> getreide. Außer dieser Menge waren noch in einzelnen politischen Bezirken an« den eigene» Beständen dieser Bezirke kleineie Saaiguilage, » der Höhe von zu> sawmen etwa 15 Wa, go> S belassen worden, sodaß einem Erfordernis von :iH8 Waggons, eine Bedeckung von rund 240 Waggons g.^cnübei stand. Die 225 Waggl.»» S»aigu' waren, abgesehen von 10 Waggons, welche v^n böhmischen Stationen unmittelbar an einzeln,' fleir-'che Abnehmer abgegan gen waren, im Siadtlag, < l aus Graz, im Lagerhaus Gebrüder Giießler, L>ol»n und im Lagerhause der Firma Karl Scherd«.uw u. Söhne, Marburg, eingelagert. Die Einlagerung «ifolgie selbstverständlich unter Berücksichtigung d>d Li'be, — dein Auge fehlt mir. Mein Herz fühlt so einsam, — gebrochen ist« schier. » Mutterle, komme — und hole mich heim. Willst du dein Evchen nicht? Maß ich den» bleib'»? Mutterle! Heimweh! Dein Kind schreit nach dir. Nimm mich an deine Brust, — öffne die Tür. Mutterle, gelt du bist gut und zurück Bringst mich und schenkst deinem Evchen das Glück. Brav will ich sein und — dich küssen dann wild, Stürmisch, nicht ander« — dein teuerstes Bild! Ist-» E«i'e 6 Nentfch-' 5ürtdit Numwer SB Vermischtes. Eine Heirat aus Wechsel. Eine eigen-artige Ehe würbe vor kurzem in Luffalo geschloffen. Der Man« heiratete nimlich ei« Mädchen, daS er vorher nie gesehen halle, und zwar nur dethalb, weil e« eine» Wechsel von ihm in der Hand halle, in dem er sich »«pflichtete, zu einem bestimmten Termin die Vorzeigen,! des Wechsels zu ehelichen. Der Mann, ein Neiner Schneidermeister au« der Umgegend von Buffalo, war bereits einmal verdei ratet gewesen, hatte aber, da er . cht sehr glücklich lebte, sich einem junge» Mädchen seiner Bekannt» schalt gegenüber veipftichut, c« spätestens 4 Wochen nach dem Tode seiner Frau zu heiraten, und ihm darüber einen Wechsel ausgestellt. DaS junge Mäd-chen erlebte aber den Tag der Einlösung nicht und vetmachle daS wertvolle Pap-er einer Freundin. Diese aber hatte keine Verwendung dasür, weil sie sich anderweitig besser verheiratete, und schenkte den Wechsel wiederum einer Freundin. Diese halle uichlS Eiligeres zu tun, als ihn zur Einlösung zu präsen-tieren. Und so kam e», dah sich zwei Menschen vor dem Altar sanden, die nicht Liebe, sondern ein Pa« pier z» amnienführte. Mehr Höflichkeit — mehr Geld. Die geringe Bereitwilligkeit der französischen Bürger, ihre >m Kriege so dringend vom Staate benötigten Steuern pünktlich und in der geforderten Höhe zu zahlen, neranlaßl das „Journal deS DebalS' zu einem Vorschlage» der seiner Originalität halber wiedergegeben zu werden verdient. Bielleich könnte die Unlust der Sleuerzahler vermindert werden, so meint daS Blatt, wenn man ihnen durch höflichere Abfassung der Zahlungsaufforderungen entgegen kommt! Zur Zc,l des französischen Kaiserreiches zum Beispiel war der Amtsschimmel von berücken» der Liebenswürdigkeit. So wurde das Urteil der Salcerenslrafe in den Satz „dem Kaiser als Slräf-ling dienen" eingekleidel. Und eine Sleueraufforde-rung Halle den Wortlaut: „Sie werden gebeten, es als angenehm zu empfinden, die nach de« Vordrucke »om König angeordnete Steuererklärung abzulegen. Der König hat keineswegs die Absicht. Ihre Finan-zen zu schwächen, aber da seinen Gebote» gehorcht werden muß, rate ich Ihnen, die« zu tun, um so- wohl Ihnen, wie auch dem stets zu Ihren Diensten stehenden unterzeichneten Amte mühsame Unannehm-lichkeiten zu ersparen."' Wie Viktor En,anuel Nikita«Schwie-geriebn wurde AI« ?önig Viktor Emanuel III. noch italienischer Thronfolger mit vem Titel eine« Prinzen von Neapel war. machte die Wahl einer Gattin für ihn, dem königlichen Hause und der königlichen Re-gierung nicht geringe Sorge. Die Tatsache, dah der Papst den König von Italien al« einen Usurpator be» trachtet, machte die Heirat de« Prinzen mit einer der iahlreichen Prinzessinnen au» den Häusern Bombon, Orlean«, Hamburg Lothringen und au« anderen katho-tischen Fürstenhäusern unmöglich. Anderseits konnte keine Rede davon sein, eine Nichtkalholikin Königin von Jt»' lien werden zu lassen. Der Kronprinz Viktor Emanuel löste die schwirrige Frage, indem er seine Wahl aus eine vilhodvxe Prinzessin fallen lieh. Die Prinzessin Helene von Montenegro, der Viktor Emanuel auf sei» nen Mittelmeerfahrten häufig begegnet war un) in die er sich steibtich verliebte, war bereit, dem Prinzen über die Adria zu folgen und in einer apulifchen Kirche ihren alten Glauben abzuschwören und dafür den Rom» anzunehmen. Diele Verbindung eine« savevilchen Prin-zen mit einer ungewöhnlich schönen, aber au« bescheidenern Fürstenhaus« stammenden Prinzessin schien in erster Linie eine Liebesbeirat zu sein, and gewiß war e» nicht nur die Politik, die bti dieser Ebrichliebung eine entscheidende Rolle gespielt bat. Da« hindert nicht, daß volttische Gesichtspunkte dabei ebenfalls mit maß-gebend gewesen sind. <£ri«pi, der zu jener Zeit der Lei ter der italienischen Regierung war und der selbst auS einer Familie albanischen Ursprung« stammte, widmet« sich auf« eifrigste der Wahrnehmung der italienischen J»lere>>en auf dem Balkan und dachte al« Erster an eine solche eheliche Verbindung, die dem italienischen Staate nur >um Ruhen gereichen kotinte. So kam die Heirat zustande, und Fürst Nikolaus, der damal« noch nichi den hochtönende» Titel König führte, und seine Söhne waren häusig Gäste imOuirinal. Da« römische Volk hatte dem fremden Souverän den Beiname» „Zio Rieeola" gegeben, Onkel Nikolaus, ein Beweis für die Popularität, deren sich damal« die Montenegriner auf italienischein Boden erfreuten. Da» End« der Zahnschmerz««. Aui «in auberdentlich einfache» und in verschiedenste» Fällen wirksam»» Mittel, einen Zahnschmerz ohn« eine Behandlung, die die Grnndursache deS Schmerzes beseitigt, sür längere Zeit auszuhalten, macht BataillonSarzt Dr. du Mont in dem nächsten Heft der ,.Deutschen Medizinischen Wochenschrift" aufmerk« sam. Ein glücklicher Zufall führte den Arzt auf diese selbsterprobte BehandlungSweise. Bci äußerst heftigen Zahnschmerzen, die weder durch eine Zahn» beseiiigung noch Jodeinpinselung nachlassen wollen, zog Dr du ®font den Duft Kölnischen WasierS ein, wobei einige Tropfen drr Flüssigkeit bis an die Nasenschleimhaut emporgeiissen wurden. Sosmt wa-ren die Zahnschmerzen dauernd verschwunden. Ein« große Reihe i» der PraxiS ausgeführter Versuche, die «ine Einwiikung r>on Schwefeläther auf die Lchleim'-ciut herbeiführten, hatte« jedesmal den glei» chen Erfolg. Es wurden, um möglichst die Tropfen an die Nasenschleimhaut gelangen zu lassen, erbsen-große Watlepjropsen mit Aether durchtränkt, lose je nach dem Siy den Zahnschmerzes in daS linke «der rechte Nasenlo^i getan, woraus der Patient sich möglichst weit zmückneigt und durch einen lleichten Druck aus die Nase einige Tropsen ouSpreß. Der Erfolg stellt sich bei e> krankten Zähnen, bei Wurzel-Hautentzündungen und rheumainchen Zahnschmerzen unmittelbar ein. tzingtkndet. MTlONTS EINZI8 IN SEINER 1 ANALYTISCHEN I I BESCHAFFENHEIT. BESTES | ALTBEWÄHRT FAMILIENGETRÄNK. 1 Kundmachung:. Kühlzellenvermietung im städt. Schlachthofe. Im städtischen Schlachthofe sind noch mehrere Köhlzellen zu vermieten. Die Herren Gasthofbesitzer und Handelsgeschäftsbesitzer, die eine Kühizelle zu mieten beabsichtigen, werden eingeladen, dies im Stadtamto bekannt zu geben, woselbst auch die Auskünfte über die Mietbedingungen erteilt werden. Stadtamt Cilli, am 4. April 1916. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Neuheit! Neuheit I pfaff - Dähmaschine Unübertroffen im Nahen, Stopfen u. Sticken! Neueste SpezialApparate! Niederlage bei :: Jos. Weren Manufaktur-Geschäft Cilli, Ralhau>gasse Praktisch fürs Feld und Reisen! IRIDSEIFEN in imprägnierter Kartonpackung, zweckmässigste Umhüllung, macht besondere Metall- oder Celluloid-Seifendosen überflüssig; Iridselfe neutral Irid-Lysolselfe Irid-Carbolseife Irld-Cresolselfe = 1 StOck 1 K 20 b. Erhältlich in der Drogerie Fiedler. ===== Einstöckiges Wohnhaus neuge baut, mitGastwirtachaft, Britin t weinst hank. Trafik und Girion in ei um sohen Ort« in umnittelbirer Nihr-roaCiHi ist preis würdig la veskdai'eu. 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Ein langer, zärtlicher Blick streifte seine Ge> stall, wich aber seinem Äuge ängstlich au«. Kurt mußte an seinen Traum der letzten Nacht denken. Beklommen neigte er sich zu ihr herab und bat: .Gräfin — sehen Sie mir doch einmal in» Auge!* DaS Rot, das Elsas Antlitz eben noch bis über die Schläfe gefärbt, wich einer jähen Bläße. „Nur — einmal", drang Kurt heiß und leise. .Ich darf nicht", wehrte sie ab und ein Seuf-zer rang sich aus ihrer Brust. Kurt schauderte. So hatte sie im Traume zu ihm gesprochen. War eS Zufall, daß sie diese Worte wiederholte? Er griff sich an die Stirne, al« wollte er all sein« Vernunft zusammennehmen, die ihm doch zurufen mußte: „Selbem,'ländlich I Ganz na-türlichEine junge Frau, die vor so kurzer Zeit Witwe geworden, die in Trauer lebte l Wie konnte e« anders sein I Wie dreist war sein Empfinden! — Aber der Zauber der Mondnacht und der leise Aus dar Nachtigall im Strauche, da« Flüstern der Baume und der schmeichelnde WindeShauch mischte da« süße Gift und berauschten feine Linne. Er war gekommen, um sie noch einmal zu sprechen nid da»« sür immer zu fliehen, den« sein Leben gehörte dem Vaterland?, dem Volke! Wie weit lag jetzt dieser Entschluß hinter ihm! Er dachte nicht zurück und nicht an die Zukunft, die Gegenwart allein hielt ihn gefangen, einer der schönsten Momcntewar sür ihn ge« kommen, das wußte er und halten wollte er ihn mit der ganzen Macht, die die schöne Frau aus ihn übte. Noch einmal frug er: „Gräfin! Warum cfcr« fen Sie mir nicht in« Ange schauen V" Elsa starrt« in das Gra» zu ihren Füßen und sprach: ..Ein Blick kann gefährlich sein, so gesähr-lich wie cm Wort." „Und wa« nennen Sie Gefahr?" „Daß man verrat, wus verschwiegen d leibenmuß!" ..Gräfin!" rief Kurt leidenschaftlich. „Nicht weiter — nicht weiter — Herr Leutnant", fiel Elsa ein und ihre Stimme zitterte hef-tig. — „Muß man denn alles verraten? Man fühlt und ahnt oft manches und e« ist schön — wunderbar schon. Ader einmal genannt, einmal verraten, steht eS ia greller Deutlichkeit vor un« und wir se-he« nicht« al» die Unmöglichkeit »essen, was uns, al« es noch verschwiegen im Herzen keimte, so b«-zaubert«! ES ist nicht ratsam, den Schleier zu zer-reißen, der so schön verhüllte, wa« wir mit klaren Blicken nie betrachten dürfen." Sie halt« zu Ende gesprochen, ohne ihre Stel-lung zu verändern. Jetzt senkte sie den Kops noch mehr und sügte schüchtern hinzu: „Verstehen Sie mich?' Kurt erwiderte flüsternd: .Ich verstehe Si«." Und er langte mit Zögern nach ihrer Hand. - Sie duldete ,s. aber kopfschüttelnd jagte sie: „Nein, T>e haben mich falsch verstanden. Einesteil« »erstanden Sie recht — aber — andererseits —* Ein Schauder durchlief sie bei« letzten Worte, sie sprach nicht weiter und verhüllte ihr Gesicht mit einer Hand. Die andere hielt Kurt noch in der seine«. Er drückte sie innig. Sie ließ ihn gewäh-re«. — Minuten verstriche» — sie saßen stumm nebeneinander. Pliitzlich richtete sich Elsa aus und frug unvennittelt: „Warum sind Sie heuie in llni. form?" . Wir von kaltem Wasser übergössen, zuckte Kurt zusammen. Die Erinnerung an den heutigen Morgen trat vor seine Sinne. Warum hatte er den Rock heute angelegt? Um sich stet« an seine große, jetzt erste Pflicht zu mahnen! Unwillkürlich ließ er die Hand der jungen Frau lo« und sagte frostig: „Weil ich fort muß — fort will! — Ei» Teil meine» Korps soll in der Nähe ein Gefecht gehabt haben, sobald sie hierherkommen, ziehe ich wieder mit, und kommen sie nicht, so mache ich mich allein? aus den Weg, sie zu suchen." „Also fort I" wiederholte Elia leise. »Darum! — Wie liebe ich die Tracht der schwarzen Jäger" — fetzte sie fast zärtlich hinzu. Kurt sah sie prüfend an, wie sie s, neben ihm saß, ihre Augen rasch wieder senkte, als sie den sei-«e« begegneten, und aufmerksam seine KrlegSkleidung «usterte. Der Trotz, in den er sich eben gesprochen hatte, war geschwunden und ein eigenes, quälende« Empfinden überkam ihn. So ruhig nahm sie die Nachricht seine« Ab-schiedes auf? So völlig gleichgültig konnte e« ihr sein, ob er hier war oder auf dem Kampfplatz?? Zaghaft forschte er weiter: „Wann und ob ich wie-derkomme — wer kann e« wissen? Aber rni liegt daran? WaS liegt überhaupt a« dem einzelnen Manne in solchen Zeiten? Wie viele sind schon gefallen und wie viele Opfer wird e« noch geben? Trifft mich das gleiche Lo«, fo ist die Zahl noch um einen größer — weiter ntch'.S!" «Ich beneide Sie', sagte Elsa und sah schwär-«erisch zum Himmel. „Ich beneide alle Ihre Ka-meraden und die, die schon gesallen sind. Wie schön, sein Lebe« ei«er so edlen, hohen Pflicht weihen zu dürfen — »ie schön I* Kurt schwieg. Er wußte nicht recht, wie er die-je« Weib deute« sollte. Da» Schmerzliche, Quälende i« seinem J«nern ließ nicht nach, aber dennoch sühlte er sich mehr und «ehr gefesselt. War eS Zufall oder war es Schickfal, daß gerade diese Frau, um deret-willen er sich beinahe selbst vergessen hätte, ihn durch ihre Worte unabiichttich an seine Pflicht erinnerte? Elsa nahm von seincm Schweigen weiter keine Notiz. Kje wandte sich gegen ihn und, da« Gesicht wie immer gesenkt, frug sie in ganz anderem Tone als bisher. „Sagen Sie mir Hen: Leutnant, habe» Sie schon viele fallen gesehen? Ich meine Feinde?" „Biete? — Nun nicht viele, aber ich habe schon Feind und Freund fallen gesehen.* „Ich mein« jetzt nur Feinde", fuhr Elsa leb-hast fort. .Besinnen Sie sich genau aus das Bild, wenn einer stürzte?" .Ja", antwortete Kurt zerstreut wie früher, denn die unerwartete Wendung des Gespräches störte seine Stimmung. .Wenn Sie nun so eincn feindlichen Soldaten fallen sahen", fuhr Elsa erregt fort und ihre Stimme wurde klanglos, „wußten Sie auch, ob er von ihrer Hand gelötet wurde?" „Nicht immer", versetzte Kurt. „Ader Sie haben FeindeSblui vergossen?" „Allerding»." „Und hatten Sie nie das Bewußtsein der Greuel« tat? " „Gräfin", rief Kurt, „wer dächte überhaupt so weit I" „Also —Sie grübeln garnicht darüber?" frug Elsa rasch. „Qie haben das Bild der Fallenden nicht ständig vvr Augen?" „Mitunter, Gräfin, aber man denkt doch an nicht», al» an Kampf und Sieg, man wehrt sich feiner Haut, man hat überhaupt nicht Zeit zu über-legen. Wenn nian auch einen blutüberströmt stürzen sieht, «an hält eS für selbstverständlich — und — es ist ganz eigentümlich — andere Bilder müssen eS eben wieder verdrängen. c>ar nun einmal so und da ich villig ohne Vermögen war, denn da» Geringe, waS mein Onkel besaß, kam nur für feine eigenen Kinder in Betracht, mußte ich an da» Glück glauben und willigte ein. Mein Herz war noch immer völlig frei, also verwundete ich Niemand mit diesem Schritt al» mich allein. DaS große Glück blieb natürlich aus. Ein äußerer Wohlstand umgab mich, s»nst nichts. Mehr und mehr lernte ich den Mann kennen, dessen Namen ich trug. Wa» soll ich Ihnen davon er-zählen? Sie haben gewiß schon durch Ihre Eltern manches gehört. Wir verbrachten den Winter in Kassel. Der Graf verlor sein bischen Achtung vor seinem Namen und seinen vorfahren vollstän ig. Die lose französische Gesellschaft, die i« dieser Stadt vorherrschte, nahm ihn ganz in Anspruch, er sah sich als Franzose an, er liebte diese Leute — er liebte auch ihre Damen — zwar was dieS Letztere anbe-langt, war e» ihm gleichgültig, wer sie waren, Sie wissen ja. Kurt, Sie wissen doch Sie hielt inne und sah vor sich in ihren Schoß. „Ich weiß", sagte Kurt zärtli». „ich weiß." „Ich erzählte Ihnen", fing Elsa wieder an, 4 . weil ich will, baß Sie mich begreisen. Sie sprachen von Trauer und davon ist keine Spur. — Es mag hart klingen, aber e» ist so. — Nun kommen Sie nicht mehr daraus zurück." Statt aller Antwort griff Kurt nach ihrer Hand und küßte sie wiederhol». Wonnige Erleichterung hatte den früheren Alp verdrängt. Ja, er gestand eS sich jetzt, er war bi» jetzt auf den Toten eifersüchtig ge-wefen, eifersüchtig auf seine Erinnerung. Jetzl, da er wußte, daß Elsa» Her, immer frei gewesen, daß sie den Mann, der sie sein genannt hatte, nie ge» liebt, jetzt war jedes Hindernis beseitigt, da» ihm bisher die schönen Stunden a» ihrer Seite getrübt hatte. In weichem Tone sprach er ju ihr und sprach und frug und die Worte standen ihm mit einem Male zu Gebote wie noch nie. Sie anlwortele ihm und erzählte von ihrer Kindheit, sie ließ ihre Hand in feiner Hand und Beide hatten die Welt ver-geffen. Die Zeit verstrich. Der M«nd war langst ge> sunkrn, fei» letzter Strahl »oar in grauem Dümmer zerflossen, sie sahen c« nicht. Fern im Osten färbte ein fahler gelblicher Schein den Horizont, sie sahen e« nicht, auch nicht als der Schimmer wuch» und goldene Glut auf den weit entlegenen Hügel das Nahen des anbrechenden Tage» verkündete. Eben frug Kurt liebevoll, aber doch mit jener zarten Schwung, die er immer beivahrt hatte: „So war des Grafen Tod eher eine Erlösung?- Elsa senkte den Kopf noch mehr. „Nein", sagte sie. „Erlösung? — Da« gibt es nicht sür mich " „O. doch", fuhr Kurt fort. Schüchtern legte» den einen Arm um ihre zarten Schultern und fühlte, daß sie leise erbebte. „Dürfte ich?" frug sie mehr sich selber al»den jungen Man. „Ja — warum nicht? Wenn sich mir eine Stunde de» Glücke« bietet, warum soll ich mich nicht tinwiegen lassen, berauscher. betören?" Kurt zog sie näher an sich, mit mädchenhastem Erröten gab sie nach. „Nicht nur berauschen, nicht nur betöre« lassen", wiederholte er, „Sie dürsen sich dem Glücke anver-trauen — wenn — wenn Sie da» al» bescheidene» Glück empfinden, wa» mir da» Schönste scheint, da» innige, süße Jneinanderklingen zweier Seelen —" Er hielt ste um de» Hal» und wollte sanft ihren Kops zu sich wenden. Noch widerstand sie, aber sie hauchte »nit rasch atmender Brust: „Kurt!" ..Elsa", rief er, „Elsa — sieh mich an". Da drehte sie ihr Gesicht ihm zu und er sah ihr zu» ersten Male voll und zärtlich in di« Augen. Schmerz und Glück durchschaurrte ihn bei die- sem Blicke. Diese Augensterne, die in allen Farbe» zu schillern schienen, strahlten ihm mit unerklärlichem Autdrucke entgegen. Heiße Sehnsucht, Angst, knd-liche Dankbarkeit und Liebe wechselten rasch darin. Er brachte ihren Kopf dem feinen näher, er wollte sie küssen — aber mit zärtlichem, säst näckischen Lä> cheln zauderte sie. „Noch nicht", sagte sie. „noch nicht. Jetzt will ich Dich erst betrachten." Sie legte ihre weißen Finger in seine dunklen Locken — da fiel ein Strahl dt» ersten Morgenrotes über ihre Hände und Arme. Mit gellendem Schrei prallte sie zurück. „Blut!" rief sie, „das Blut auf meinen Händen, daS Blut meine» Manne»! Es wird nie-mal» gelöscht werden!" — Ervleichend wich Kurt zurück — eisige Kälte durchdrang bis in» Innerste feinen Leib, entgeistert stand er vor der Bank, iuf der er vor einer Stunde noch im süßesten Selbstvergessen geträumt und starrte aus dat verzweifelte Weib, da» auf de« Rasen lag und ihr Gesicht mit dem »vollenden, blonden Haar verhüll»?. Ein rosiger Schei« vom Himmel, der jetzt ,m Osten wie ein feurige» Meer erglänzte. „Fliehen Sie!" kreischte Elsa, „fliehen Sie von mir!" „Stehen Sie aus, Gräfin", lptach Kurt und wollte ihr behilflich fein. Aber schon fühlt? er mit Schrecken, wie eine innere Macht ihn abhielt, siez» berühren. Elsa richtete sich halb aus, ihr Haar siel zu-rück und ihr Blick richtete sich nach dem roten Schein, der die Wolken und die Gipfeln der Bäume über-strahlte. „Sein Blut — e» kommt über mich", rief sie wieder. «Fortsetzung folg») HcdanKcn. Ohne Alkohol kann die Kulturmenschheit au»-kommen, ohne Musik aber nicht. Da« Individuum und der Staat solle» sich einverständlich gegenseitig durchdringen und damit die« gut geschehe, muß da« Individuum politischer und der Staat ethischer werden. » Die deutsche Sprache soll wieder einmal von Fremdwörter» gereinigt werden; sehr richtig, fall« et sich um überflüssige, nicht naturalisierte äremd-winer handelt, für welche leichthin vollwertige und deutsche Wörter gesetzt werden können. Jedenfalls darf die Sache nicht in FanatiSmu» ausarten, denn dieser entspricht nicht mehr unsere« Zeitgeist (narn non nostri saeculi est). Dr. Paul Musil Edler von Mollenbruck. Nummcr 28 Deutsche ^Jurist Grtle 7 dt« Urleger Im Hfc*rb*«ipt sär Jcdfrnaia bat «ich ftla bMic ichmsrzstülaffdg Eiarslbnag bf! Kxkiltn»gaji Rhcnmatiamaa, Ülckt. Inflnaa», H«l» brüt »m Raok«D«ctaracn ». ». w Dr. RICHTERS uimt. Anker-Liniment. Kmll für Anker-Pain-Expeiltr. riueJu k —m, i-4», r— Za kafcaa I» Apotkuken »dar direkt ea brxiehaa tob Dr. RICHTERS Apotheke .Zum Qnldeaea La»««* Prag, l. KllaiU>«thaira*e a. Maschinschreibunterricht. LehrbefUhigter Maschinächreiblehrer erteilt Unterriebt im Maschiuschreiben and Stenographie za sehr massigen Preisen. Anfragen sind zu richten an Stadtamtssekretär Hans Blechinger. Anmeldungen auf die vierte österreichische • Kriegsanleihe nimmt entgegen Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. H' Emberufungskundmachuiig. Auf Qrund der Allerhöchstes Entschliessuugen, mit welchen der getarnte k. k. und k. u. Landsturm aufgeboten wurde, werden die im Jalire 1898 Geborenen iur Landstnrmdienstlei&itung mit der Waffe herangezogen werden, soserne nie bei der Musterung biezu geeignet befunden werden. Meldung: Alle innerhalb der Zeit vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 1898 geborcuen männlichen Personen, die österreichische oder ungarische Staats-bürger sind, beziehungsweise eine ausländische Staatsangehörigkeit nicht nachzuweisen vermögen, haben sieb bis längstens 7. April 1916 im Gemeindeamts (heim Magistrat) ihres Aufenthaltsortes zur Zeit der Er-lassung dieser Kundmachung zu melden. Die Pflicht zur Meldung erstreckt sich auch aut diejenigen, welche in der Gemeinde ihres Aufenthaltsortes das Heimatrecht besitzen. Die Landsturmpflichtigen haben sich bei der Meldung durch entsprechende Dokumente (Tauf- oder Geburtsschein, Heimatsch in, Arbeitsoder Dienstbotenbucb, Schulzeugnis u. dgl.) auszuweisen; die mit einem »Persons- und Melde-Nachweis* im Sinne der Kundmachungen vom 6. März 1916 beteilten Landsturmpflicbtigen haben dieses Dokument zur Meldung mitzubringen. Die Meldung hat immer mündlich zu erfolgen und kann nur ausnahmsweise in besonders begründeten Fällen auch durch dritte Personen (Eltern, Vorn (Inder) geschehen. Jeder sich Meldende erhält ein Landsturmlegitimationsblatt ausgestellt, das er sorgfältig aufzubewahren und zur Musterung mitzubringen bat. Dasselbe di nt auch als Bestätigung seiner Meldung und .berechtigt ihn zur freien Fahrt auf Eisenbahnen (Schnellzüge ausgenommen) und Dampfschiffen zur Musterung und zurück, sowie auch, falls er bei der Musterung geeignet befunden wird, zur freien Fahrt bei der Einrückung zur Dienstleistung. Die Unterlassung der Meldung wird von den politischen Behörden strenge bestraft. Musterung: Behuts Prüfung ihrer Eignung zum Landsturmdienste mit der Waffe werden d e Obbezeicbneten zum Erscheinen vor einer Landsturmmusie-rungfkonimissHm einberufen. Nicht zu erscheinen haben diejenigen, welche mit dem Mangel eines Fusses oder einer Hand, Erblindung beider Augen, Taubstummheit, Kretinismus oder gerichtlich erklärtem Irrsinn, Wahnsinn oder Blödsinn behati'-i sind, lerner sonstige Geisteskranke, alle diese, wenn ein bezöglieber Nacl weis hei der Musterung vorliegt. Enthoben sind weiters vom Erscheinen zur Musterung diejenigsn, welche -chon dermalen — auch ohne Waffe —, und zwar mindestens seit 1. Jäi ner 1916, Landsturmdienst oder sonst aktiven Militärdienst leisten insola»t!« si«* in diesem Verhältnisse stehen. Mitglieder landstnrmpflichtiger Körperschaften haben zur Musterung tu er«, b inen. Di- Landsturmmusterungskoramissionen werden in der Zeit vom 14. Apr>l l is 1. Mai amtshandeln. Ort, Tag und Stunde der Amtshandlung wird durch besondere Verlaut! an,ng kundgemacht. Stadtamt Cilli, am 30. März 1916. An welche Kommissionen der einzelne Musterungspflichtige gewiesen ist, richtet sich nach der Gemeinde, in welcher er sich zufolge seines Aufenthaltes zu melden hatte. Diejenigen, welche am Erscheinen an den für sie in Betracht kommenden Musterungstagen durch unüberwindliche Hindernisse abgehalten waren, haben sich vor einer Nachrausterungskommission vorzustellen. Wann und wo die Nachmusterungskommissionen funktionieren werden, wird besonders verlautbart weiden. Das Nichterscheinen zur Musterung unterliegt der Bestrafung nach dem Gesetze vom 28. Juni 1890, R. G. BI. Nr. 137, über die Bestrafung der Nichtbefolgung eines Militäreinberufungsbefehles und der Verleitung hiezu. Einrückung: Wann und wohin die geeignet Befundenen einzurücken haben, werden sie bei der Musterung erfuhren. Die bei der Nachmusterung geeignet Befundenen haben binnen 48 Stunden nach ihrer Musterung einzurücken. Auch die Unterlassung oder die Verspätung der Einrückung wird nach dem oben bezeichneten Gesetze bestraft. Begünstigungen: Diejenigen, welche die nach dem Wehrgesetze für die Begünstigung des einjährigen Piätfenzdienstes festgesetzte wissenschaftliche Befähigung bei der Musterung nachweisen, wird die Bewilligung erteilt, das Einjährig-Freiwilligenabzeichen während ihrer Landsturmdienstleistung zu tragen. Allen bei der Musterung geeignet Befundenen steht es auch frei, in das gemeinsame Heer, die Kriegsmarine oder in die Landwehr auf Grund des Wehrgesetzes freiwillig einzutreten, und zwar auf die nach den Bestimmungen des letzteren Gesetzes über den freiwilligen Eintritt abzuleistende Präsenz- und Gesamtdienstzeit. Bezüglich der Wahl des Truppenkörpers gelten die in dieser Beziehung erfo gteu allgemeinen Einschränkungen. Nach erfolgter Präsentierung ist der freiwillige Eintritt jedoch in allen diesen Fällen nur bei dem Truppenkörper zulässig, za welchem der Betreffende als Landsturmmann zugeteilt worden ist. Einberufung und Musterung der bosnisch-herzegowinischen Landesangehörigen : Es wird bekanntgegeben, dass auch die im Jahre 1898 geborenen, in der Evidenz der Reserve dienstpflichtigen bosnisch - herzegowinischen Landesangehörigen zur Dienstleistung mit der Waffe einberufen werden. Soweit sieh diese in Oesterreich aufhalten, haben sie sich bis 7. April 1916 beim Gemeindeamte (beim Magistrat) ihrer Aufenhaltsgemeinde unter Mitbringung der in dieser Kundmachung genannten Dokumente zu melden, wo sie ein sorgfältig aufzubewahrendes Legitimationsblatt erhalten, mit dem sie ehestens beim k. u. k. Ergänzungsbezirskomraando, in dessen Bereiche ihr Aufenthaltsort liegt, zur Musterung zu erscheinen haben. Den Dienstpflichtigen in der Evidenz der Reserve wird auf Grund des Legitimationsblattes die freie Fahrt aut Eisenbahnen (Schnellzüge ausgenommen) und Dampfschiffen zum nächsten k. u. k. Ergänzungsbezirkskommando und zurück gewährt. Der Bürgermeister: Dr. Heinrich v. Jabornegg. Seile 8 ' uaimcr 28 Ächtung! Militär and denn Angehörige! Wegen Abschluss einer Kriegsanfall-Versicherung (Versicherungssumme 1000 K, wofür eine Jahresprämie von 24 K auch in 4 Katen zahlbar) verlangen Sie Besuch oder Prospekt vom Inspektor Leo Staudinger „Kosmos" derzeit Cilli, Hotel Mohr oder Graz, Jakominiplatz Nr. 11. Ortsvertreter Herren und Damen gesucht. 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