Nro. 8c>. Lalbacher M ^> Ztltung. Freytag den 7. Weinm. Inländische Nachrichten. , N)ien den i. rvcinm. Se. Maj. der Kaiser und der Erzherzoge KK. HH^ fahren fcrt , die Merkwürdigkeiten Von Prag in Augenschein zu nehmen. — Nach Briefen aus Piliniz hat der Kaiser dem . Könige in Preußen den ruhigen Besiz von 'Schlesien garantirt , und dieser hat dagegen dem Sohn des Kaisers, Ercher-zog Franz, seine Stimme bey der künftigen Wahl eines römischen Königs gegeben. — Se. Maj. haben das Karolische Infanterie Regiment dem Erzherzoge Johann verliehen. — Der vor einigen Mo-l'aten wegen Verfälschung der Bankozettel gerichtlich eingezogene Uhrmacher ist von 5er Behörde zur dreißigjährigen Gefang- . Nißstrafe verurtheilc worden. Da er in seiner gerichtlichen Aussage fich äußerte, daß er bloß «u dem Eüd-wecke dieses Verbrechen begangen, um sich Mittel an die Hand zu schaffen, seiner Kunst in Erfin« bung einiger Maschinen größern Schwung zu geben / so wurde dieser Erklärung gemäß dem Fesiungskommandanten zu Kuf-siein der Befehl ertheilet, diesem Unglück« lichen alle Gattungen Instrumente zu diesem Behuf beykommen zu lassen, daß auf solche Art dem Staate durch die Talenre dieses Künstlers genützet, aber fernerhin nicht mehr geschadet, werde. — Berichten aus der Wallachey zu Folge besteht der Fürst Potemkin ( welcher nächstens Hieher kommen wird) fest darauf, daß ausser der Ablrettung von Oczakow und der Streke zwischen dem Bog und Dniesier, folgen« de Punkte, als unabänderliche Fri.dens-bedingnisse eingeleitet werden : Erstens, daß die Festung Choc;im geschleift werden soll; zwentens, daß Bender und Akierman in dem itzigcn Zustande gelassen , und nichts mehr daran befestiget werde; drittens, daß die Pforte den einmal.ernannttn Fürsten von der Moldau nicht willkühr-lich absezen könne, sondern, wenn ja eine Anklage gtgen ihn Statt haben sollte, selbige vor dem versammelte:! Divan des Landes, in Gegenwart des rußischm Konsuls, entschieden werden müsse ; viertens daß alle rußische Gefangene ohne Lösend herausgegeben werden ; fünftens , das Rußland nicht gehaltn ftyn soll, den türki' schen Unterthanen Sal-, aus den Salinen bey Kinburn zu überlassen: sechstens, daß die Pforte die Scbuzgerechtigkeit Rußlands über Georgien , Min^reli?n und In^irette, dann über die längs dein Gebirg? Kaukasus wohnhaften Völker , die sich dem rußischen Zepter freywiilig unterworfn! haben, erkennen soll; siebentens, daß den aus dem schwarzen Meere komcnden rußi« schen Kriegsschiffen die Fahrt durch den Kanal bey Konstantinopel, wenigstens jenen von 36 Kanonen , erlaubt werde; achtens, daß Rußland in allen Häven des türkischen Reichs Handlungsvorsteher, auch ta, wo vor dem Kriege noch keine waren , anstellen könne, neuntens, daß die lußischen Produkte in den osmanischen Staaten blos 5 Prozent an Konsumo, «nd 2 an Durchfahrtszoll bezahlen dürfen. Diese Forderungen sind hinlänglich / um daraus mit aller Wahrscheinlichkeit zu schließen, daß die Unterhandlungen darüber sich noch sehr in die Lange ziehen können. Prag den 20. Herbstm. Aus Deutschlands Nachbarschaft gieng jüngst ein Schrei-ben ein, worin nicht nur die schon vor einiger Zeit verbreitete Sage von einer Allian; zwischen Oesterreich und Preußen als zuverlaßig bestattiget, sondern vorläufig auch die Bedingungen , worauf diese Verbindung beruht , angegebeu werden. Was die letztern betrifft, so scheint es der Klugheit gemäß, ihre Bewahrung noch Von andern Berichten zu erwarten. In- dessen wird in diesem Schreiben Folgendes mitgetheilt: "Uiber diese Allianz sind besondere Urkunden abgefaßt, die eine vom 20 August, welche ;u Wien von dein Herrn Fürst und Staatskanzler und dem dermaligen Generalmajore , Grafen von Bischofswerder, ultterzeichnet wurde; und die andere von Pillnitz, vom 2^. August, mit. der cigeiihältdigen Unterschrift des Kaisers und des Königs. D e erstere ist im ' Grunde nichts, als ein gegenseitiger Freundschaftstraktat , wodurch beide Mächte zu Verhütung alles künftigen Mißverständnisses , und der unglücklichen Folgen, die bisher nur zu oft daraus entstanden, einen immerwahrenden , auf beyderseitige Nachfolger übergehenden aufrichtigen Freundschaftsbund errichten, wobey sie aber zugleich einig geworden sind, ihre andern auswärtigen Verbindungen, in so wtit sie ein jeder Thttl seinem besondern Staatsinteresse zuträglich findet, beyzubehalten, und in der Folge über die allgemeine Wohlfahrt Deutschlands sowohl, als über ihre besondern Staatsangelegenheiten nähere Verbindungen zu treffen; zu welchem Ende sie sich ihre beyderseitigen dermaligen Besitzungen zu verbürgen, und gegen jeden Angriff sowohl von Innen als von Außen zu vertheidige« sich wechselweise verpflichten. Die zweyte Urkunde von Pillnitz bezieht sich auf die erstere , und begreift insbesondere die Nothwendigkeit in sich , zu Handhabung der mit Frankreich bestehenden Friedensschlüsse, und ;ur Unterstützung der bereits gemachten und noch zu machenden Vorstellungen die kräftigsten Maßregeln zu ergreifen , und m dieser Absicht die sammcnt-lichen Reichsstande auf den Fall einzuladen , wenn der Versuch mit gütlichen Unterhandlungen fruchtlos ausfallen sollte. Iweytens haben beyde hohe Theile einstimmig beschlossen, sich wegen der Thron- folge in Pol/en, ?u Gunstm des Khur- fächsischen Hauses, frnnldschaftlich und bal-dlgst um ein glei^l) einhelliges Verständniß bey dem Petersburger Hofe ;u bewerben. Drittens setzen sie auch dte Bedingung sest, den einen oder den andern Theil ihrer itzigen oder künftigen Besitzungen nach Gefallen verrauschen zu können , sobald dabey eine Gleichheit der Einkünfte, und reichsverfassungbmäßige Ordnung beobachtet wi d; zu welchem Ende beode hohe Theile sich vorbehalten, sowohl unter einender als mit dem Besitzer sich gütlich zu vergleichen, so wie viertens wegen Ver-nundcrung der beiderseitigen Kriegsmacht, wenn ihre Verhältnisse gegen auswärtige Mächte es gestatten, Abrede zu nehmen. Fünftens versprechen Se. Maj. der König , von Preussen, die künftige römische Königswahl mit Dero Stimme zu unterstützen , auch der Besorgung des einen oder andern Erzherzogs, wenn selbige auf eine reicksverfassungsmaßige Art geschieht, nicht «Ntgegcn zu seyn, sondern die Sache nach Möglichkeit befördern zu helfen. Sechstens, dagegen wollcn Se. Maj. der Kaiser Ihre guten Dienste, zu Gunstcn des preußischen Monarchen, bey dem Hofe von Betersburg und der Republik Pohlen verwenden; so wie siebentens Se. preußische Majestät, wegen einiger gewünschten Veränderung des Vertrags vom Haag, auch bey England und den Geueralsiaaten ein gleiches zu thun angeloben. Von einigen andern Artikeln, die gleichfalls im Traktate enthalten seyn sollen, ist nichts bekannt geworden. lemberg den 2 z. September. Hcu-te ist eine Division von Lobkowstz Uhla-Nen hier in Lemberg angekommen. Si? halt Rasttag, und übermorgen setzt dieselbe weiter den vorgeschriebenen Marsch nach. Un- garn , in die Gegend, wo alle 6 Divisis onen der Uhlanen zusammen kommen. -" Gestern haben zwey Bataillonen von De-vins in Feuer exerziert, wobei sich abermal der Herr kommandirende General von Wurmser mit der übrigen Generalität und andern vielen Staabsoffizieren einfanden. Belide Bataillons, besonders das Leibbataillon, welches vor einigen Tagen aus Stanislaw hier eingerücket ist, haben zur vollkommenen Zufriedenheit der hohen Anwesenden überaus gut gefeuert, wofür auch >der Hr. Major von Vellhorn vor der Front belobt worden ist. Aus dem * * Kreise wird untern 12. Hcrbstm. nach Lemberg geschrieben: " Bey " der milden stillen und ruhigen Regie-" rung des Kaiser Leopolds haben wir " Kreisbeamte gute Tage. Sie wissen doch " ohne Beweise daß ein Kreisbeamter, " wenn es recht darunter geht, das ge-" schornste Thier von der Welt ist. Er " hat mit feinen Kreisdragonern, gleich " vollkommenes Loos. Nur in der Art " der Plagen liegt der Unlerschied. Da-" für aber, haben wir auch zum Besten, " daß man nur in unseren Aemtern den " besten Barometer der Gesinnungen des " Volks haben kan. Dieser zeigt uns unver-" läßlich , ob die Vaterlandsliebe des " Vasallen und Unterthan steigt oder fallt. " Heut sieht er sehr auf guten heitern " gesunden Wetter. — Der Ton geht " von oben abwerts bis auf den letz-" ten Bauer. Seit dem Leopold regiert, " kann ich ihnen leine Beschwerden von " den Unterthanen unsers Kreises aufzah-" len. Der Edelmann plagt uns nicht " mit leidlichen Vorstellungen wider einen " höchsten Erlaß ; der Bauer belästiget " uns nicht mit Beschwerden wider seinen " Grundherrn. — Uiberall herrscht bey " uns — und so ist es auch in anderen " Kreisen — die erwünschte Ruhe. La- " stige odiöse Kommissionen, kostspielige ^ Untersuchungen, die den Unterthan noch " mehr entwerfen, haben izt ganz aufge- ^ hört. Ein jeder giebt Gott, was Got- " tes ist, und dem Kaiser, was des Kai- " sers ist. — Aus unserer Nachbar- " schaft haben wir folgendes vernommen. " Als man nach Warschau überbrachte/ " daß man den Pohlen ihre Konstituzion " von 3. May bloß unter der Bedingung " garantiren wolle, daß sie Danug und " Thorn an Preußen abtretten / und diese " ziemlich verlaßliche Nachricht an den ^ Fürsten S—. und Wovwoden K—. " kam, so sollen sich bende über die mas- " sen entrüstet und beyde beym König " über anderthalb Stunden Audienz ge- " habt haben. Ausländische Nachrichten. Deutschland. Aus der Schweiz wird von einem Reisenden unter dem 6. Herbstm. geschrieben : " Seit meiner Ankunft in der Schweiz Vor ungefähr 3 Monaten sieht es ganz kriegerisch darin aus. Ich habe vier Lager um mich herum. Eins von 10,000 Mann befindet sich in der Gegend von Bern, tins von 8oOO bey Chilon an der Savoyi-schen Grän;e, eins von 4820 bey Payerne, und das letzte von 3OOO Mann in der Nachbarschaft von Kolle, an der französischen Gränze. Ich habe selbst diese Truppen gesehen, und sie sind gut gerüstet. Was haben aber alle diese Anstalten für einen Zweck? Jene, von denen ich hier spreche, gehören noch allein bem Amton Bern; indessen werden aber auch in den übrigen Kantonen dergleichen Anstalten getroffen. Pohlen. Eine Nachricht aus Warschau liefert unter andern folgendes: In den Ruhetagen der durchlauchten Stande bis mm is. Herbstmonat/ an welckem Tage die Sitzung dcs Reichstages wieder ihren Anfang nahmen, haben sich Gegenstande von grosser Wichtigkeit gesammelt, welche die Thätigkeit der Stande hinlänglich beschäftigen können. Die Gegenerklärungen wider die neue Verfassung vom 3. May , die seitdem an den König eingegangen sind ; die Sache der Jesuiten, die auf eine grosse Anzahl Stimmen rechnen können; noch mehr aber die unbestimmte Antwort des Hrn. Kurfürsten von Sachsen auf den Antrag der Republik Pohlen, wegen dieser Krone, die Ihm und seinen Erben zu Theil werden soll: dann noch einige wichtige Vorfälle, die sich im Lande zugetragen haben; endlich die hohe Versamlung in Pillnitz, .Wels che wahrscheinlich in ganz Europa Aufsehen erregen wird, das sind Gegenstände, wel« che im grossen Rathe manche Verathschla-gung veranlassen werden. Die Allianz zwischen Oesterreich und Preußen kann unser« Grossen am wenigsten unbekannt seyn ; denn es wird anch schon in der Stadt allenthalben davon gesprochen, und das Volk ist der neuen Konstituzion wegen sehr besorgt, indem die benachbarten Mächte sich noch nicht verbürget haben. Man sagt öffentlich, daß es für einen gewissen Hof eine wichtige Abtrettung gelten werde, wenn wir dessen Gewahrleistnng wünschen. Sollten auch die übrigen Mächte einen Preis für ihre Zusage verlangen, so werden wir bald fragen können : Was gewinnen wir durch die neue KonstiluM? A n h a n g^ zur Laibachcr - Zeitung 1^0. 8o. T 0 d t e n v e r z e i 6) n i ß. D n 4. Oktob. Elisabeth Neymeisterin, Schneiders Tochter, alt 7. TäZ, auf dem Plaz Nro. 202. ^. _____ Georg Lauritsch, Bauern Sohn alt 1 Jahr, auf der St. Peters Borstadt, Nro. 63. ____>_ Margaretha Warlanka, Wittwe, alt 63 Jahr, in der Krakau , Nro. 64. Joseph Melzer Marktpreis des Getraides allhier in Laibach den 5. Oktob. 1791 (Theuersi.) (Nitter.) (Mindester) Ein halb Wienermetzen. ^^^^7^^^^ fiTW S kr., H.^kr. Waitzen 5 Wiener Metzcn - pr. 135 132^ 1.29 Schorsitzen detto - - pr. 1 3 ^ --!—^57 Nocken delto - ^- pr. — 5^ — 5<), -^ 49 Hirsch detto -- - pr. — 57 — 56^ — 55 Gersten delto - - pr.------------------------------ Weißgemifthet detto - - pr.------------------------------ Schwarzgem. detto ^ - pr.-----------------------------> Haidm detto - - pr. — 48 — 45, —- 42 Haber detto ^ - pr. -" 3^ —- 33> ^ 30 Edikt. Von den k. k. vereinigt Kärnt- und Krainerischen Landrechten wird durch gegenwärtiges Eoikt allen jenen , denen daran gelegen, an- z> mit bekannt gemacht- Es seye von dem Gerichte in die Erösnung ^ eines Konkurses über das gesamte im Lande Krain befindliche beweg- ^ liche, uni) unbewegliche Fürst Bischöfliche Karl Grafv. Herderstei/nsche ^ Verlaß Vermögen gewilllget worden. Dahero werde jedermann, i der an erstgedackte verschuldete Bcrlaffenschaft eine Foderung zu ^ stellen berechtiget zu seyn glaubet, anmtt erinnert / bis auf den 4ten f November w. F. die Anmeldung seiner Forderung in Gestalt einer förm- l lichen Klage wioer Dr. Ioh. Morak, als Vmretter dieser Kon- k kursmasse bei diesem k. k. Landrechte alsogemiß einzureichen, und ^ in dieser nicht nur die Richtigkeit der Forderung/ sondern auch das e Recht/ kraft dessen er in diese, oder jene Klasse gesetzt zu werden ver- r langte/ zu erweisen, und auszuführen/ als im widrigen nach Ver- e fiiessung des erst bestimmten Tages niemand mehr angehöret werden, k und jene, die ihre Forderung bis dahin nicht angemeldet haben , iu - ß Rucksicht des gesammten im Lande Krain befindlichen Vermögens l des Eingangs benannten verschuldeten ohne Ausnahme auch oann k abgewiesen seyn sollen, wann ihnen wirklich ein Kompensationsrecht U gebührete, oder wann sie auch ein eigenthümliches Gut von der Mas- « se zu fordern hatten, oder wenn auch ihre Forderung auf ein liegen- U des Gut des verschuldeten Verlasses vorgemerket wäre: also daß der- I lei Gläubiger vielmehr, wann sie etwa in die Masse schuldig seyn e sollten / die Schuld ungehindert des Kompensations Eigenthums, » oder Pfandrechts, die ihnen ansonsten zustatten gckommen wäre, ab« U zutragen verhalten werden würden. Wornach sicb jedermann zu l achten, und vor Schaden zu Hütten wissen wird. Dann hierinnen U bestehet das für die k. k- Erblande bestimmte Gesetz. » Laibach den i. Oklober,179'. » Nachricht. » . Es ist ein falsches Zwanzgerstük mit dem Brustbild der höchste W seel. Kaiserin Maria Theresia, und der Iadrszahl 1772. in Vor- W schein gekommen, welches nebst der auffallenden Ungewichtuckeit so- » wohl aus den ober dem Kopfe des Brustbildes ineinanoer gcschlun- W genen Zweigen, deren Ende zu gerade und zu viel ausgebreitet ist, M als überhaupt aus der Grobheit des Gepräges und dem blechernen U Mißklange leicht zu erkennen ist. Da es Mn doch immer zu besor- » gen steht, daß vielleicht mehrere derlei falsche Münzen geprägt still und m Umlauf gebracht werden könnten, so wird Jedermann vor diesfättige Annahme gewarner, uno die Anzeige der allenfalls noch ein derlei falsches Slük zur Auswechslung bringenden und ertappt werdenden Person gewärtiget. KlaZenfurt den 21. Sept. 179 s. Kundmachung. Von der Grundherrschaft Neudegg inUnterkrain, als AbHand-lungsmstanz wird auf mündliches Ansuchen der Agnes Sperperin gebohrnen Langerin , dem diesseitigen Erbholden Joseph Lauger, welcher vor ungefähr 3 Jahren, unwissend wohin , entwichen ist, hiemit bekannt gemacht: es feie nach Ableben seiner Mutter Gertraud Langerin ans Lerchendorf, ein Bermögenobctrag von 79 si. 49 kr an Grundstücken und Fahrnüssen, mittelst hervorgekehrten Inventur vorgefunden, und die Obsorge darüber einstweilen seinem Schwager Joseph Sperper gegen hinlänglicher Sicherstellung anvertraut worden. Um nun diesen Verlaß gehörig abhandeln zu können, wird er Joseph Langer mit gegenwärtigem Edikte dergestalt vorgerufen, daß er sich binnen ein.em Jahre, 5 Wochenund 3 Tägen von heute an um so gewisser Hieher stclle, als in widrigen nach Verlauf dieses Termins dessen Erbtheil seiner obbenannten Schwester Agnes verehr lichten Spetperin übergeben, er selbst aber nicht mehr angehöret werden wird. Herrschaft Neudegg den 29. September »791. Einberuffung des Adalbert Badon. Von dem k. k. Kriminalgerichte zu Visniz wird mittelst aegen-wattigen schon wiederholten Eoikts kund gemacht. Es sey der Adal-bert Badon Unterthan der Herrschaft Anorychad Mysleui.er Kreises, wegen eines zu Maly Czanice im besagten Kreise b,i dem Juden Jakob Kryzoc in Gesellschaft der Gebrüder P^cr, Tbadä und Bartholme Mrzyglody den i8ten August 1792 nächtlicher Welle durch Auskeblmg des Fensters und nach sodann mit angezündeten Fqkeln und bei sich gehabten Prügeln geschehenen Eintritt in das Scl-iMe-mach durch Äufbrechung der Kästen, dann Entfremdung eimger auf 371 fi. 38 kr. geschätzten Hadseligkeiten ausMbten Raubes bei diesem Kriminalgericht beinzichtiget, und dieses Verbrechens / theils durch die Aussage der Mitschuldigen , theils durch Inzichten für überwiesen befunden , auck gleich nach vollbrachter That ftüchtlg geworden. In Gemäßheit also des i<>ten Hauptsiückes der sür famment-liche k. k. Erbländer vorgeschriebenen allgemeinen Gerichtsordnung wird dieser beinzichtigte Vadon durch gegenwärtiges schon Meim^ liges Edikt ermannet, daß er sich dinnm äQ Tagen vor diesem Kriminalgerichte persönlich stellen solle, widriges derselbe dieses ihnie zur Last gelegten Verbrechens schuldig, und als. geständig erkennet) -sofort abgeurtheilet werden würde. Von dem k. k. Kriminalgerichte zu Visniz den 18. Iuny 1791. Pacht-Versteigerung. Den 28ten dieses Monats Okrober von 9. bis 12. Uhr, und Nachmittag von 2. bis 6. Uhr werden in der Amtskanzlcl dcs k. k. Staats-Guts Thurn bei Laibach sammentliche zu diesem St^ais/Gut eigenthümlich gehörige Aeker Abtheilungsweise durcb Versteigerung auf 3 oder mehrere nacheinander folgende Jahre dem Meistbietenden gegen halbjahrige Vorhineinzahlung in Pacht hindanngegeben werden; Alle (Titl) Hrn. Pachtlustige werden demnach hiemit an obbestimmten Tage hiezu zu erscheinen, höflichst vorgeladen. Nachricht. Von Seite des ständischen Ausschusses wird hiemit bekannt ge. macht, daß das vormalige Normalschulhaus nächst dem ständischen '. Redoutensale, wo in den lezten 2 Jahren wahrend des Faschings ' die Traiteurswohnung war, nun abermal vom Uen Novemocr dieses Jahrs bis letzten Oktober 1792. gegen einen Zins von 120 ss. welche aiuicipate halbjährig in das Generaleinnehmeramt abzuführen sind, zur Miethe verlassen werden wird. Noch vorläufig wiro zur Bequemlichkeit des Unternehmers eine geräumige Küche errichtet, ein Speißgcwölb ausgewiesen, ein Platz zur Holzlege bestimmt, und der Kommunikazionsgang zwischen diesem Hause, und dem Redoutensale hergestellet werden. Diejenigen also, welche diese Traiteurswohnung, und gute, reinliche Bedienung des Publikums auf sich nehmen wollen, haben sich wegen der einzugehenden Bedingnisse an Herrn Hubert Grafen von Barbo k. k. Kreiskommiffar am i?ten dies und folgende Tage zu verwenden. Laibach den zten Oktober 1791.