^3^___________________Freitag, 18. November 1898._________________Jahrgang 117. Aibllcher Zeitung. ^^-^_______" ^^^//' Wbi«b^,^°stverle!>bun8: ganziühria fl. lb. halbjährig fl. 7 50. Im «lomutoii: ^^^c<«l bi» ...",2/l. b'5U. ssür die ftustellu»!, in» Hau« nanzjährig fl. 1, - Insertlonsgebür: Mr "^^^^^° » gellen Äb lr,, größere per Zrile 6 lr,; be, üfleren Wledc»holuüge,i per Zeile ll lr. D!« «Laib. Zta.» rrlllieint täglich, mit Ausnahme der Sonn» und Feiertage, Die UhmlnistraNon befindet ftch Congrelsplah Nr, 2, die «edactlon Varmherzigergassc Nr, 15. Sprechstunden der Redaction v°n « b!« ll Uhr vor< mittags, Unsranlierle Briefe werbe» »icht angtnoimnen, Vlaiiuscriple nicht zurückgestellt. l "sämtlicher ^eil. < ^ ^us Iunctim. - '^ht^^ "gentlich dieses Iuncti.n. ^ ^lich.^"wahrend die Rede ist? Das so un- l 'Z^ Ütü ' ?°" '^ ^""ch sehr leicht zu - tzs'^vp ^""'"^ """ dem lateinischen ' ^! 'lllii'^lulgen und bedeutet soviel als ein ^'Nein H..^ "Uige miteinander zu verbinden, sie ^!' ""t d n n^" "'«schließen. Als das Cabinet 5?' bcua,,, ""gärn über den Ausgleich zu ver- ^?">'ltr ?'c lt""d es vom Anfang an auf dem ' ^ ! platzt"?'" eme Herabsetzung der österreichischen . Zu diesem Zwecke belM ,^e,ehe e' s ^"deni das Recht vor, die Aus- ! ^N ^lveder dann dem Parlamente vorzulegen, K >, den m ^"lschen den Quotendeputationen oder tiH liefri^ gerungen eine die österreichische Ne- ,5,!ein iy^llde Vereinbarung über die Quote V zlvisch'' ^" hatte es also hier mit einem 5ü, lNWa, ben Ausgleichsvorlagen und der "h "gs- U zu thun. Das war das sogenannte ^>^erkm!'c'^'" ^ "ne zweifellos logische 7B. "Up>ung zusammengehöriger materieller ^^tUct3n^^'Iuuctim gieng in der Sintflut >i?^reich^^ lpurlos unter. Die Ungarn benutzten iejkk b'NeF ^^Obstructionschaos, unl deu Vorbehalt ^ ^r gi^"^,l, wonach die übrigen Ausgleichs-^»' ^ brw!?^^ig mit dem Quotengesetze vorzulegen ^ baz ^^3en und die Vorlage dieser Gesetze ^ "e si ^"otengcsetz bis zu einem bestimmten 'V^da^" iu^ durchzusetzen. Damit war ^s.^r lluci" !"lgs-Iunctinl begraben, damit hatten Äf " ^"^ durch die Schuld der Obstruetion die ^ ^'A ^^^ Verbesserung der Quote zu Gunsten ^ ^Usam ? verschlechtert. All dies geschah H ^retten ^ ^ jetzigen Regierung. Diese, cheV"ctlin, das heißt sie behält sich . ^te^^rllnlpfung der Ausgleichsvorlagen mit V"" lira? ?'" Schlüsse der ganzen Action vor. !^Ic> '^h v> ?" "' Urzeit bekanntlich noch gar kein Ä ki" 'no,'.."^ ^ ist so gut wie sicher, dass Obstruierung des Ausgleichs ^^>^dle EntsHciduna über die Quote auch heuer durch die Krone wird erfolgen müssen. Schon darum kann im gegenwärtigen Augenblicke von einem Iunctim überhaupt nicht die Rede sein, denn es wäre doch ein Act politischen Wahnsinns, der Krone durch ein Iunctim vorschreiben zu wollen, wie sie zu entscheiden habe. Sollte man es nun für möglich halten, dass dieser Wahnsinn wirklich Schule macht? Der Abgeordnete Kaiser hat im Subcomite' des Aus-gleichs-Ausschusses die Aufnahme des Iunctims in das Gesetz über das Zoll- und Handelsbündnis beantragt und — auch der Wahnsinn ist einer Steigerung sähig — der verfassungstreue Großgrundbesitz stimmt nicht nur diesem Antrage zu, sondern bezeichnet ihn nachträglich in seinem Organ als eine politische Plattform, worauf die Linke Posto zu fassen gewillt sei. Aus der politischen Paralyse in die Sphäre des gesunden Menschenverstandes übertragen, heißt das, dass das Zoll- und Handelsbündnis erst gleichzeitig mit dem Quotengesetz m Kraft treten folle. Da nun aber, wie bereits erwähnt, aller menschlichen Voraussicht nach heuer kein Quotengesetz zustandekommen, die Krone vielmehr die Quote bestimmen wird, so bedeutet dieses Iunctim die bewusste Vereitelung des Zoll- und Handelsbündnisses, desselben Bündnisses, das die Opposition selbst im Ausschuss als das verhältnismäßig beste Ausgleichsgesetz bezeichnet hat, das wichtige Verbesserungen gegenüber dem jetzigen Zustande enthalte und das, wle jedes Kind weiß, eine Staatsnothwendigkeit allerersten Grades ist. Was soll man aber von einer Staatspartei sagen, die Staatsnothwendigleiten zielbewusst vereiteln will? Nur darum aber kann es sich handeln. Denn das Vüudnis hat mit der Quote gar nichts zu thun. Das Bündnis ist eine absolute Lebensbedingung der Monarchie, und genau so wie derjenige, der einem Schwimmer statt eines Schwimmgürtels einen Centner-stein um den Hals hängen würde, ein schweres Vergehen gegen dle Sicherheit des Lebens begienge, so sündigt gegen die Daseinsbedingungen des Staates, wer das Bündnis mit dem Quotenjunctim beschweren will. Das Quotenjunctim hat ein so precäres Dasein, dass man es, wenn überhaupt, so höchstens an ein Gesetz anhängen darf, defseu Zustandekommen man eventuell sogar vermissen kann, niemals aber an eines, das, wie das Zoll- und Handelsbündnis, den Lebensnerv der Monarchie berührt. Darum muss diese Action der Linken als die denkbar schädlichste und gefährlichste bezeichnet werden. Wir bestreiten nicht das natürliche Recht jeder Opposition, alle gesetzlich erlaubten Mittel zum Sturze der Regierung anzuwenden, wir begreifen es auch, dass eine politische Agitation nicht immer die besten und tauglichsten Mittel zur Hand hat. Dass aber die politische Bauernfängerei so ungeschickt betrieben würde, wie jetzt, dass man sich auf einen Gegenstand werfen würde, dessen Haltlosigkeit und Schwäche auch dem blödesten Auge erkennbar ist, das haben selbst wir, die wir doch gegen politische Ungeschicklichkeiten der Oppositionsparteien einigermaßen abgestumpft sind, nicht erwartet. __________ « Die Thronrede König Humberts. Die Thronrede, mit welcher König Humbert die parlamentarische Session eröffnete, gedenkt der bedauerlichen Störungen der öffentlichen Ruhe in verschiedenen Theilen Italiens, zollt der Armee für ihre bei diesem Anlasse bewiesene Haltung vollstes Lob und appelliert an die Nation, zur Verhütung der Wieder« kehr solcher Vorfälle im Vereine mit dem König und der Regierung zu wirken. Die Thronrede fährt dann fort: Unfere Beziehungen zu allen Mächten sind sehr herzliche, wofür die Art, in welcher die Initiative er-widert wurde, die meine Regierung in einer den Frieden und die Ruhe der bürgerlichen Welt in hohem Maße berührenden Frage ergreifen zu sollen glaubte, einen Beweis liefert. Die Regelung der tretensischen Frage befindet sich auf dem Wege zur befriedigenden Lösung. Die Thronrede erwähnt der demnächst in Rom zusammentretenden Conferenz zur Berathung von Maßnahmen gegen die Anarchisten und erwähnt hicbei in warmen Worten des an weiland Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth verübten grässlichen Verbrechens. Die Thronrede betont den festen Entfchlufs der Regierung, in Afrika die Politik des Friedens weiter zu verfolgen, kündigt verschiedene Gesetzentwürfe, theils wirtschaftlicher, theils focialer Natur an und sagt, dass unter steter Bedachtnahme auf das Budget schrittweise für eine der geographischen Lage und den maritimen Interessen des Reiches entsprechende Erhöhung und Verbesserung der See-Streitkräftc werde vorgesorgt werden muffen. Die Thronrede fchließt: Unsere Action im Concerte der Mächte ist im Einklänge mit derjenigen unserer Verbündeten auf jenes hohe Ziel gerichtet, das nach der allgemeinen Ueberzeugung in der Erhaltung des Friedens besteht: Mit Vergnügen haben wir uns deshalb der hochherzigen Initiative Feuilleton. , ^r Lebensretter. «»z ^ ^.nwreste von U. Ladvocat. "Mischen von Dagm. Romanow. ,V.gibt Q.. . I- l >^°ch i^""t"nen, die uns Pflichten auf-X "Kr w c ^ die meinigen leider nicht stets ,V? ^ "icise erfüllt und mir oft Vorwürfe ^S")u^'.dennoch hoffe ich, dass man in h/detche ""Mem guten Willen Rechnung tragen :„ ^ ^nN"'de in Betracht ziehen wird. ^t 'ch v .mntnis: ^„ Itt^ r fünf Jahren einmal bei Tagesgrauen tt ^>'in7"m Mierte, sah ich plötzlich einen lX'iN bcm "ller springen. Anstatt mich an N h>h. ?.7wi: «Des Menschen Wille ist sein «^ig z,, d es dem Betreffenden zu überlassen, X'^tI^ ertränken, veranlafste mich ein un-^?eigell" ,' lh'" nachzuspringen und den Un-« ^Nwl s "^3^hr zu retten. Dann brachte «X ^lch ..^" in das nächste Restaurant und N,>^eder ^" ^mch Reiben und Bürsten seiner M" die ys ä"'" Ueben zu erwecken. Endlich ^ ' sichle? ""f' aber er schien sehr un-^der im Reiche der Lebenden zu '^'^^3^Zl derjenige, der mich aus dem ^l,.>^"' begann er. «Ich glaube mich «Na, da haben Sie was Schönes angerichtet! Mit welchem Rechte mischen Sie sich in meine Angelegenheiten? Mit welchem Recht, frage ich? Wenn ,ch mich ertränken wollte, hatte ich vermuthlich meine Gründe dazu. Wie kommen sie nun dazu, sich einen derartigen Eingriff in meine individuelle Freiheit an-zumaßen? Geschah es aus Eigenliebe, aus Ehrfurcht, oder um die Rettungsmedaille zu verdienen? Jedenfalls haben Sie durch diese Rettung wider meinen Willen eine schwere Verantwortung auf sich aeladen.» In diesem Momente gewahrte er seine entblösste Brust und nackten Arme. «Wenn Sie mich herausgezogen haben, um mir zu einem Lungenkatarrh zu verhelfen, hätten Sie sich die Mühe lieber sparen können,» bemerkte er ironisch. Das sah ich ein und beeilte mich, ihn mit meinem eigenen trockenen Rock und Weste zu bekleiden, die ich vor dem Sprunge ins Wasser abgeworfen hatte. In meiner Westentasche steckte meine Uhr, die lch wieder an mich nehmen wollte, allein der Unbekannte machte eine abwehrende Bewegung: .^ , , .- «Lassen Sie sie nur,, sagte er, «ich habe dle meine verloren .... durch Ihre Unge,chicklichkelt iedenfalls Sie haben mich so brutal angepackt und dabei höchst wahr,cheinlich meine Kette losgerissen.» Ich neigte den Kopf. Die Eonsequenzen meiner Landlungswelse begannen mir aufzudämmern; ich sah ein dass es in der That unvernünftig gewesen, einen so artigen, höflichen Mann zu verhindern, sich belleb.g zu ertränken. Am nächsten Tage suchte Thomas Niboustan, der Gerettete, mich in meinem Comptoir auf und bat um eine Unterredung unter vier Augen. «Es scheint mir nothwendig, unsere Situation zu präcisieren,» begann er. «Es darf kein Missverständnis zwischen uns walten. Ich wollte sterben; Sie haben mich dem Leben zurückgegeben. Dadurch sind Sie mein zweiter Vater geworden und haben mir gegenüber alle Verpflichtungen übernommen, welche die Vaterschaft bedingt. Ich bin kein hirnloser Thor, der ohne Ursache ins Wasser springen wird, Sie werden daher begreifen, dass mich schwerwiegende Gründe zum Selbstmorde getrieben. Wenn Sie sich demselben widersetzt haben, geschah es natürlich in der Absicht, besagten Gründen abzuhelfen. Wie wäre Ihre Intervention sonst wohl erklärlich? ... So vernehmen Sie denn — Sie haben das Recht dazu, — warum ich entschlossen war, mein Leben zu enden. Ich liebe ein lunges Mädchen, deren Eltern mir ihre Hand verweigern, weil ich kein genügendes Vermögen habe; sie uerlangen, dass ich mindestens zwanzigtauscnd Francs ln die Ehe bringe, und die besitze ich nicht. Sind Sie geneigt, sie mir zu leihen?» Ich machte eine unwillkürliche Bewegung, die er als Ablehnung aufzufassen fchien, denn er erhob sich voll Würde und langte nach seinem Hut. «Es ist gut,» bemerkte er, «ich war auf eine derartige Antwort gefasst und weih, was ich zu thun habe. Ich muss eine zweite verbesserte Auftage folgen lassen — das ist alles!» Laibacher Leitung Nr. 263. 2120 18. November^^ eines befreundeten Herrschers angeschlossen: auf einem europäischen Congresse die Möglichkeit einer Abrüstung zum Gegenstand eines Studiums zu machen. In Erwartung der Lösung dieses ernsten Problems wenden wir voll Zuversicht den Blick in die Znlunft. Italien bedarf des Friedens nach innen und außen, um sich weisen und gerechten Reformen für das Wohl seiner Sühne widmen zu können. Die Thronrede wurde wiederholt von lebhaftem Beifall unterbrochen. Die auf das Attentat in Genf bezügliche Stelle gab zu einer erhebenden Sympathiekundgebung Anlass. Das Königspaar und die königliche Familie wurden überaus lebhaft acclamiert. Politische Ueberficht. Laibach, 17. November. Die österreichische Quotendeputation hielt gestern abends im Beisein des Ministerpräsidenten und des Finanzministers eine längere Berathung ab. Hofrath Dr. Veer referierte über die letzte Phase der Ausgleichsverhandlungen und besprach eingehend alle Theile des ungarischen Nuntinms. Der Referent bedauerte, dass die Verhandlungen der beiden Quotendeputationen zu keinem Ergebnis und zu keiner Annäherung geführt haben. Die vom Redner vor« geschlagene Antwort auf das ungarische Nnntium wurde einhellig angenommen. Zugleich wurde beschlossen, den Berichterstatter zu beauftragen, einen gleichlautenden Bericht an beide Häuser des Reichsrathes auszuarbeiten, der eine Darstellung des ganzen Verlaufes der Verhandlungen mit der ungarischen Quotendeputation enthalten soll. Behufs Entgegennahme dieses Berichtes wird sich die Quotendepntation noch einmal versammeln. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes, betreffend die Zulässigkeit der sloveni-schen Sprache bei den Plaidoyers des Oberlandesgerichtes in Graz, wurde, wie das «Fremden-Blatt» meldet, in einem Plenarsenate unter dem Präsidium Dr. von Stremayrs gefällt. Die gegentheilige Meldung, wonach diese Entscheidung in einem Plenarscnate in Anwesenheit aller Hofräthe und Scnatspräsidcnten außer dem erkrankten Präsidenten Dr. von Stremayr gefällt worden sei, trifft also nicht zu. Im ungarischen Abgeordneten hause erklärte gestern in fortgesetzter Tagesordnungs-Debatte nach den Schlussreden der Antragsteller Ministerpräsident Baron Vanffy, die langwierige Debatte zeige die traurige Erscheinung, dass bewusst oder unbewnsst der parlamentarischen Arbeit Hindernisse in den Weg gelegt wurden, welche zu einer ernsten Gefahr führen können; der Kampf, obwohl gegen die Person des Ministerpräsidenten gerichtet, könne zu einer Erschütterung der Verfassung führen. Die Opposition unterbrach mit stürmischem Lärm den Ministerpräsidenten. Der Ministerpräsident suchte die Rede fortzusetzen; seine Worte sowie die des Präsidenten verhallten ungehört im Lärm. Der Ministerpräsident erklärte schließlich, er habe nicht gesagt, dass der Kampf gegen die Verfassung gerichtet sei, sondern er betonte nur, dass dieser Kampf gefährlich sei und dass eine zu weit gehende Action gewiss eine Gefahr enthalte. (Lebhafter Beifall rechts.) Der Ministerpräsident trat für die Annahme des Antrages Oerley ein, wonach die Indemnitätsvorlage auf die Tagesordnung der folgenden Sitzung gestellt werde, und lehnte den Schlussantrag ab, welcher die Regierung zur Aeußerung über die Ausgleichsfrage veranlasst, bemerkte, die Regierung könne heute nicht mehr sagen als früher: dass sic ans die rasche Erledigung der Ausgleichsvorlagen, welche auch in Oesterreich günstig erledigt werden dürften, großes Gewicht lege. Die Regierung stehe aus dcm Standpunkte, dass die Zollgemcinschaft solange aufrecht zu erhalten sei, als sie mit den gesetzlichen Vorschriften und Vortheilen Ungarns vereinbar sei. (Lebhafter Beifall rechts.) Bei der Abstimmung wurde der Antrag Parabas, die Indemnitätsvorlage auf die Tagesordnung der Dienstagsitzung zu stellen, abgelehnt. Das Verlangen der Opposition, über den Antrag Oerleys namentlich abzustimmen und die Abstimmung auf morgen zu vertagen, wurde angenommen. Nach einer aus Athen zugehenden Meldung hat in dortigen panhellenistischen Kreisen die letzte vom Präsidenten des kretischen Executiv - Comites, Dr. Sphakanaki, erlassene Proclamation an die Christen, in welcher der Nachdruck anf den Umstand gelegt wird, dafs Kreta «sich selbst zurückgegeben wurde», eine tiefe Verstimmung erzeugt. Man erblickt nämlich in dieser Erklärung des tonangebenden kretischen Politikers eine kategorische Absage an die annexionistische Idee, die so lange auf der Infel vorgeherrscht hatte. In Manchester sprach vorgestern der Colonien-minister Chamberlain über die Politik des Inselreiches. Er führte in feiner Rede unter anderem aus, auf den Rückzug Marchands ausFafchoda müsse natürlicherweise die Räumung aller jener Posten folgen, welche Marchand auf den früher zn Egypten gehörige!, Territorien errichtet habe. Wenn Marchand jedoch lediglich als Sendbote der Civilisation betrachtet werden könnte, dürften die Schwierigkeiten, welche Englands freundschaftliche Beziehungen zu Frankreich bedroht hätten, als gänzlich behoben angesehen werden. Es sei zn einer vollkommenen Verständigung nothwendig, dass die französischen Politiker endlich die Taktik aufgeben, der englischen Politik in allcn Theilen der Welt Schwierigkeiten zu bereiten. England habe ein derartiges Vorgehe.: von einem Staate nicht erwartet, mit welchem es freundliche und herzliche Beziehungen aufrechtzuerhalten wünsche. Ueber die Beziehungen zu Amerika äußerte sich Chamberlain dahin, dass in der Vergangenheit zwei Differenzen zwischen England und den Vereinigten Staaten bestanden, jetzt aber wisse das amerikanische Volk, dass bei den jüngsten Kämpfen Amerikas die englischen Herzen ihm entgegcn-schlugen. Diese freundlichen Gefühle wurden auch vun den Amerikanern erwidert. Er spreche die Hoffnnng aus, dass beide Länder imstande sein werden, den Frieden und die Civilisation der Welt zu sichern. Die Muhamedaner in Kanea, Kandia, Rethymno und anderen größeren Orten Kretas haben Comitös ernannt, die dem Prinzen Georg beim Antritte seiner Stellung Huldigungsadressen im Namen der muselmanischen Bevölkerung überreichen sollen. Von Kanea aus, wo der Prinz am 22. d. M. eintreffen dürfte, wird er eine Proclamation an das Volk erlassen, in der er den Grundsatz gleicher Pflichten und gleicher Rechte für alle feierlich verkünden wird. Der Obercommissär wird nach erfolgter Vildnng der ------------------------------------------------------^ Miere"' Centraladministration eine Rundreise ms ^ treten. öanea'' ^ Die «Agence Havas» meldet aus " ^ Bataillon italienischer Truppen ist von ^ ^ ^, und wurde von den Christen bis Sud" "^M ' christlichen und muselmanischen ^tadc n,.^E Sithia eine Versammlung ab, ein aufrichtiges Einvernehmen zutage tra -manen suchen wieder ihre Heimstättenal^^ Tagesneuigleiten. . — (Das Kriegerdenkmal l" ^viA Der «Pester Lloyd» meldet, an die T"/^s,'e"'" «< Corps ist folgender Eorpscommandobefehl ei ,^ ^ «Budapest, 16. November. Nachfolgend ^j^ meine Person ergangene ReichstriegsnuMI« ^ B' 10. d. M. zur sofortigen Bekanntgabe an ^ ^ stehenden Officiere und Soldaten vollMya ^ ^ ">, bart: >Ich beehre mich, Eurer Durchlauf ^ii' gerichtete Allerhöchste Vefehlsschreiben s"^l^ bringen: Da die Regulierung des St. hesi^^ü Budapest, auf welchem sich jenes Denkn" ^ Ich den bei der Vertheidigung der 6^" «^it l^ Soldaten errichten ließ, demnächst M^ f^ g^ «: begonnen werden muss, als Meinen, Wnn^ ^> in Budapest entstehende Monument bmv /^ Kaiserin und Königin Elisabeth zur Ausp ^ü' wird, finde Ich in Wahrung der p'""""" ^ .. des bezeichneten Kriegerdenkmales zu ", ^,B Kriegerdenkmal ist in den Garteu ^B^ Cadettenschule zu Budapest zu übertragen n> ^ ^ Restaurierung wieder und derart auszunY,^M selbe über eine Gruft zu stehen komme, zMeii ^ Gebeine der betreffenden Gefallenen 3" " ^B^i Mit der Durchführung werden Sie den Eorp" ^ g)M. des 4. Corps und commandierenden Geim ^, ^ Prinzen Lobkowitz beauftragen. Alle " ^ stehenden erforderlichen Arbeiten crwaa),' .^ m , werden aus Meiner Privatcasse, deren " ^M> bezügliche Weisung gebe, zu bestreiteu P , ^ ^ diesem Allerhöchsten Befehle beauftrage »^ ^ ^ , taucht nunmehr mit der Durchführung ^Mt"V Majestät huldvollst angeordneten Dent' ^ici^ Eure Durchlaucht haben den unterstehen^ ^s '^ Soldaten die hochherzige Entschließung ^ höchsten Kriegsherrn sofort bekanutzM" .^ hF ^ Seiner k. und k. Apostolischen MB" ^. Anerkennuug heroischer Pflichterfüllung ^^thig" ^ errichtete Denkmal, welche bei der ye^' si»v.^ theidigung Ofens im Jahre 1649 M" ^ so>M,5 nunmehr auf eine Stätte übertragen, " AiesH Angesichte des Schauplatzes jener v"" ^M ^ verbleibt, als auch der heranwaMN^ ^ 5H^ Iugeud als unvergängliches Wahrzettye" ^ ^ ^ und Treue immerdar vor Augen M/, OMF Seiner Majestät werden die allcrgnMg, ^1"^ stets als erneuten Ausdruck ehrender M,^,,, ^. Tugenden in dankbarem GedächtmM ° ^ V Hammer, G. d. C.< Dieser VefeY " hes Commandanten, Truppen und AnM ^ bereiches. Lobkowitz, Feldzeugmeister.' ^"25 -(DieBeeidigungdesOraö d^ mcisters.) Am 16. d. M. vormittags yilH^ eidigung des ueugewählten KeNotrop bluten. Roman nach dem Französischen voll Ludwig Wechsler. (39. Fortsetzung.) Schnell brachte sie ihren «goldenen Schatz' auf einem abgenutzte» Fauteuil unter, und mit flinter Zunge und einer Beredtsamkeit, die keinen anderen Zweck hat, als Zeit zu gewinnen, begann sie: «O, mit tausend Freuden, lieber, guter Herr Chevrier, denn nicht jeden Tag wird einem das Glück zutheil, einen so wackeren, ehrenhaften Gentleman in seinem bescheidenen Heim begrüßen zu können. Welchem Umstände habe ich diese große, diese seltene Auszeichnung zu verdanken? Hoffentlich liegen keinerlei Unannehmlichkeiten vor? Für Sie, meine ich, denn bei mir ist, gottlob, alles in bester Ordnung. Vordem hatte ich allerdings viele Unannehmlichkeiten, nicht mit Ihnen, der Sie, wie ich mit Freuden constatieren kann, ein echter Gentleman sind, sondern mit Ihrem Vorgänger, der nichts Besseres verdiente, als was ihm zutheil wurde: dass er entlassen ward! Außerdem war er schon alt, und junge Leute, wie wir, verständigen sich doch viel leichter, nicht wahr?» Chevrier machte eine sehr saure Miene, wie jemand, der in eine süße Frucht beißen wollte und unversehens eine unreife Citrone erwischte. Der Gedanke, dafs auch er «so jung» sei, wie dieses alte Frauenzimmer, welches in einer Weise lächelte, dass man für alle Zeiten einen Abscheu vor jedem Lächeln bekommen konnte, riss ihn beinahe zur Heftigkeit hin. Er erwiderte indessen lein Wort, sondern blickte die Schwätzerin nnr fest all und sprach gebieterischen «Das Buch!» «Was für ein Buch?» fragt die «junge» Finette unfchuldig. Dann aber begann sie zu lachen und fügte hinzn: «Mein Gott, wie unerfahren ich doch noch bin! Sie meinen jedenfalls das Buch, in welches meine Mieter ihre Namen und ihre Beschäftigung eintragen, nicht wahr? Dies ist ja Ihre Amtspflicht, lieber, guter Herr Chevrier! Vorhin noch erst hatte ich es in Händen. Du hast doch nicht meinen Schlüssel verschleppt, meine treue kleine Kora, mein zuckersüßes Täubchcn?» «Sie haben den Schlüssel offenbar iu der Tafche, in die Sie vorhin gegriffen haben», fagte Chevricr trocken. «Wie Sie das errathen haben!» rief die kleine Dame strahlend. «Wirklich! Aber offen gestanden, ich wusste gar nicht, dass ich ihn in die Tasche gesteckt hatte. Ich hatte es ganz vergessen. Und da ist er wirklich! Gleich sollen Sie bedient werden!» Damit näherte sie sich einem kleinen Kästchen, in welchem sie ihr Geld verwahrte. Dort angekommcn, wandte sie sich indes wieder zurück und sagte süßlichen Tones: «Doch, im Ernst gesprochen, was liegt eigentlich vor? Wer hat mich verleumdet. Ganz gewiss das Stubenmädchen, welches ich von der Straße auflas und aus dem Kehricht zog! Was hat sie geklatscht? Sie hätte besser daran gethan, zu schweigen, denn wenn ich berichten wollte, was ich von ihr weiß, so käme sie in eine arge Sauce. Wie denn auch nicht, Herr Commissär, uachdem diese Person —» «Ihr Buch will ich sehen, nicht aber Ihre Angebereien hören!» unterbrach Chevrier sie scharf. «Sie war es also nicht«?' ließ l^ ^ ^ gar nicht beirren. «Aber, bitte, "" ^ «Gar nichts ist es!» sprach ^hl n"^ «Gar nichts? Sie scherzen '^^ ,»H ^ Sehen Sie, mein schöner, sich jetzt zu Arthur, «der Herr CM ^e ^ mit mir scherzen! Nichts? Als Mne ^ . '^. und wieder nichts hiehergekonilnen- ^ ^F man aber keine Kirschen essen. ".^lM^ so scharf wie das eines Adlers- ^ h^e "M präfect werden, ja, noch mehr! ^ M^,ii' gesagt. Wäre Anselm, "ein Ue^ ^ ' ^ hier, so könnte er Ihnen bestätige, ^6^' von Ihnen spreche, mein lieber I Ae" ich immer sage — Nun, nun, »""" hM böse! Hier ist das Buch ja scho" -' gett ""M Chevrier nimmt das Buch e«M ^ ^> blättert es zwei-, dreimal, als "" sie Finette auf die Folter sp"" ftagt - , hiec'^ Geschwätzigkeit zu bestra en, ehe " ' ^.^l >' z-«Seit wann ist diese Adele MM ^l- « Sicher ist, dass die Nennung dM^, "^ wackere Finette vollkommen bcrMM,^ z" ? ihr herrliches Gebiss zeigt, welches ^7',^ ist, als dass es echt sein könnte, r"' ' he« c^ -Die liebe Adele? Seit waM ' ^ z,, ' Seit einem Jahre schaffenste Mädchen von der WM - - M' ^ wirtliche Lectionen ertheilt ""d ".,, ^gt haften, ruhigeu Lebenswandel fuyV'^?. ,F " «Lectioneu? Wirtliche Lect'^B' Commissär. ^ _________________________________________^________________________________ 18. November 1898. » ">nieis,er " ^"'Mls Bacquehem begrüßte den " 3^" ein.." ./"^ darauf hin. dass Dr. Graf die « ^ tr^ f, Unites ohnehin kenne und auch wisse, ' ?^ie st" ^ln diefen Pflichten enthalten fei. In-' ^>de ^, ' "U)e Verwaltung dabei mitzuwirken berufen i' ?'^ Durl? ^^"'öeit gerne bereit fein und die ge- ^ttinej^ ^'"hrullg der fchwierig.cn Aufgaben des ^ >?1 bliche»? <^ Gemeiuderathes fördern. Bei -^ Gew ?"l°sie wolle Redner dein Bürgermeister Mche ^"'berathe auch besonders ans Herz legen, 3^ Wcae,^ "'^ patriotischen Sinn wachzuhalten ' l> gleich.''..'""l diefe das einigende Vand feien, '^ 'I ^^genn'?^ "lle Volker des Reiches mnfchließt. " ?^" wick "' ""^ der Gemeinderath mögen ihre ' ^°°"sfiiht7 llell Aufgaben ill zweckentsprechender ' ^"aus " ""d fie können des Dankes aller gewifs ! ^"(Ei. ^ die Eidesabnahme. ' l.^ediiH '"terefsanter Fall von Verlust ^ '2'"Wtw lV^^' "°bei aber die Fähigkeit, zu l ^v^eitsH c, '^' '"cd in einer franzöfifchen niedi- H,' ^ ein, ^'"^"l>"lt. ^ül zweinnddreißigjähriger ! ^>r nack?r?^ Hirnhautentzündnng durchgen.acht V^ vo>, ^ ^"l der Krankheit vollständig das . ^j ^"te w,.l^ "' "^ vor der Krankheit fich er- >^' i>>e je<,^^. er nichts mehr, nnd auch die Ein-' Halten Q? feinen Geist wirken sollten, blieben i ^?^'» bei^ barerweise "bcr war die Rechenkunst ii^te ^ 'hui erhalten; er kannte alle Zahlen und ' '<^t ^ -^ " es in der Schule gelernt hatte, '>' V bei >>'" ^efem Punkte durchaus keine Ver-! l'tz^tze hi °"" Patienten vor fich gegangen. Im ' ^t-^ da, ' dafs man nur mit der grüßten - ^^ns",^"ngen konnte, die gelvühnlichstcn '' '<">' V ' ^s Lebens zu erkennen und an-,' ^. °" tt»^ ^""2 einigerniaßen, während das Er-l "^/"an und Kindern ihm ganz und gar ver- ! ^°^h/, photographierte Quittung.) . «Staate« ) der neue Schatzmiuister der Ver- < ^?^delddi ^^" lMs Roberts, den Schahbestand ' ^il ^Mts," "bernonlmen und stellte hiebci eine ' ' V "°ctio„ i ?^gwphiert und als Beleg an die ' l^^^_?°" Irancisco gesendet. ! t,^l^"^ Provinzial-Nachrichten. ^ ^!^g^iiumsmedaille für einjährig. ' ^O^ieas^ ""' Anfrage hat l V^>,de ^'"unsterium entfchieden, dafs die im ' ^leis. halbi^ ^" einjährig-freiwilligen Mediciner, ^ ^ habe,, ^'^^" Präfenzdienft in, Soldatcnstande < ^h^^^, ' «ach den präcisen Bestinunuugen der j . ^ h«l,^ ^"biläums-Erinneruugsmedaille keinen ' ^ ^ekh,./ " ums. Stiftunge tt.) Die Handels- ^ X'! treibt für das Jahr 189« ' ^s^ige G,, ^°sef-Stiftungen mit je 25 fl. für er-« ^tiftu,, ^treibende "' Krain aus. Bewerber ' ^ > 189^ ^. haben ihre Gefuche bis zum 30stcn ' ^>l>» '^ ein » der Kammer zu überreichen. Dem i ^ ^ Zeunn-/"! Pfarr- und Gemeinde-Amte aus- ' ''" itk! l'ber beizulegen, aus dem zu erfehen ist, ' ., uerbä/"c bewerbe felbstäudig betrieben hat, ?^^"> c., llung avancierter Unter- "'!l°» bserti^, weiterer Erläuteruug der hinsichtlich , ^ ^ , '3 für Uuterofficicre crgangenen Vor- ! V^ienenV^^ angeordnet, dafs die Abfer- ^ >> ^"""hrer» "fficicrc erhallen, die zu Lieuteuaut- ! lll^e^^vstdienste.) Am 16. d. M. traten He^ber ^'politischer Vczirk Gottfchee. und in bezirk Littai, neue Post-^>. "tch '"'"leit; erstere ist mit dem Postamt in ^li^ ^ln ^v'? wöchentlich zweimaligen Botengang, i. ^7 ^Dten ' "^ iu Littai durch einen wöchentlich !/>>>^^>'ä verbunden. -o. 5" ^.' dcto/'" k. t. Stadtschulrath e.) Ueber i'^ Mlilr^s" abgehaltene ordentliche Sitzung des 'Hi^M ^s^s haben wir nachstehenden Bericht er-?^Ei^ der Bcschlussfähigkeit und ^ "ot bic in ^ '"le"s des Vorsitzenden lucrdcn vom ^^agen ""entcn Wege erledigten Gefchäfts-^ ^^brnos, ""d zur Kenntnis genommen. Dem -^?^ 3 Andreas Znmer, den. städtifchen >>1.7">ic nn^ m'^ Maier, den städtifchen Lehrern ^«!>l ^s^lentin Kumer wird die V. Dienst-^ d > in. 3^""ge von 40 st, sowie die Er-?^' d,^«" die 11. Dienftaltersznlage in, V»^dd ^st-' her städtischen Oberlchrerin <)! l,^'° tV. Di! . ^^eu Lehrerin Friederike Konschegg '- h^/'e ^raä" "Zulage inl Iahrcsbetrage von !, A 1. ^"öungszulagc im Iahrcsbetrage von ^Wch,,/"'ber an. Der Iahreshauptbericht ^'"nspectors Johann Benda über den Zustand der deutschen Volks- und Bürgerschulen Üaibachs im Schuljahre 1897/98 wird zur Kenntnis genommen, uud es wird gleichzeitig beschlossen, diesen Bericht dem hohen k. k. Landesschulrathe behufs endgiltiger Genehmigung vorzulegen. Die geprüfte Lehramtscandidatin Helene Tekavcic wird zur Volontärin an der städtifchen dentfchen Mädchenvolksfchule ernauut. Schließlich werden mehrere Gesuche auswärtiger Schüler und Schülerinnen um Auf« nähme in städtifche Schulen, fowie Gefuche hiesiger Schüler und Schülerinnen um Befreiung von« obligaten flovenischen Unterricht, erledigt. — (Die Perfonal - Einkommensteuer > Verufun gscommiffion für Krain) hat ili ihrer ersten Sesfionsperiode vom 7. bis 15. d. M. 730 Berufungen aus 7 Schätzuugsbezirlen in Verhandlung gezogen. Es wurde dcu Berufungen von 188 Parteien ganz und von 231 Parteien theilweife Folge gegeben, 285 Berufungen wurden zurückgewiefen und 20 zur Ergänzung der Erhebungen zurückgestellt. Im December wird die Eommission ihre Arbeiten fortfetzen uud die diesjährige» Verhandlungen beenden. — (Lieferung für die k. k. Landwehr.) Das Ministerium für Landesuertheidigung beabsichtigt mehrere Betleidungs- und Ausrüstungsgcgenstände bei Kleingewerbetreibenden zu beschaffen. Zu liefern find Blufen, Pantalons, Höfen, Schuhe, Riemen, Tafcheu u. f. w. Die mit 1 15 - Stempelmarke versehenen Offerte haben spätestens bis 15. December 1898, 12 Uhr mittags, beim Ministerinn« für Landesvcrthcidigung einzulangen, Die Kundmachung mit näheren Daten kann auch in der Kanzlei der Handels- und Gewerbekammer in Laibach cingcfehen werden. Auch wird die Kundmachnng auf Wunfch ciugefendet. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 6. bis 12. November kamen in Laibach 23 Kinder zur Welt, dagegen starben 16 Personen, und zwar an Typhus 1, Diphtheritis 1, Entzündung der Athmungs-organe 3, infolge Unfalles 1 und an fonstigcn Krankheiten 10 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 5 Ortsfremde und 8 Personen ans Anstalten. Infections-krankheiten wurden gemeldet: Scharlach 1, Typhus 3 und Diphtheritis 3 Fälle. * (Eine Zigeunerbande aufgegriffen.) Aus Tfcherncmbl wird nns berichtet: Eine aus drei Männern, zwei Weibern und mehreren Kindern bestehende Iigeunerbande, die eines in der Nacht vom I. auf den 2. d. M. in Potisavec, Gerichtsbezirt Ncifnitz, verübten Einbruchdiebstahlcs dringend verdächtig ist und von der Gendarmerie verfolgt wurde, hatte ihren Weg über Nesfel-thal gegen Tfchernembl genommen. Hievon verständigt, beorderte das k. k. Gendarmerie-Postencommando in Frei-thurn in der Voraussetzung, dass die Zigeuner die Richtung nach Kroatien einschlagen würden, eine Patrouille mit deren Verfolgung. Durch diefc Patrouille wurde cr-hobeu, dass die Zigeuner am 6. d. M. bei Grüble den Kulpastuss überfetzt und in Svacak im Gasthause des Ivau Souvan mehrere Fünferlloten gewechselt haben, worauf fie den Weg in der Richtung gegen Karlstadt eiufchlugen. Bci der Weitcrverfolgung der aufgefundenen Spur vereinigte fich die Patrouille mit einer zum gleichen Zwecke ausgcfandten Patrouille des lroatifchen Gendarmerie-Postens Modruspotot, und es gelang den vereinigten Patronillcn in der Nacht auf den 10. d. M, die ganze Bande mit Ausnahme eines Mannes, der in der Finsternis entkam, festzunehmen. Die Mitglieder der Bande, nämlich der 26 Jahre alte Paul Ambcrger aus Horn in Niederösterreich, dcr 18jährigc Christian Legar aus St. Martin bei Villach, die beide Zitherspielcr sind, dann die ans Kärnten kommenden Zigeunerinnen Theresia Hcrzeubcrgcr und Regina Hcgerin, je mit zwei Kindern, wurden sodann dem Strafgerichte in Karlstadt eingeliefert, l- * (Versuchter Raubanfall.) Am 30stcn October gegen 8 Uhr abends kam der 55 Jahre alte Grundbesitzer Johann Sladic, vulgo Ianezov, aus Lukovk, politifchcr Bezirk Nudolfswert, zu der im Weiugebirge in Qipnik obiger Gemeinde gelegenen Kaische der 76 Jahre alten Auszüglerin Maria Pate, polterte vor der bereits versperrten Vorhausthüre uud forderte die fchon der Nachtruhe pflegende Auszüglcrin auf, aufzumacheu. Da dem Sladic der Einlass nicht gewährt wurde, schlug er das einschcibige Fenster ein, laugte mehrmals mit einem Rebenpfahl durch dasfelbe in die Stube, um die Auszüglcrin, die er im Bette vermuthete, damit zu erreichen nnd bedrohte diefelbc. Dieses Treiben setzte Sladic solange fort bis der Grundbesitzer Iohaun Rezck mit den Bc- itzerssöhnen Franz Derjan uud Josef Ieuniker, sämmtliche aus Lutovk, welche, von Lipnil heimkehrend, etwa zchn Minuten vom Thatort entfernt waren uud die .Hilferufe der Alten vernahmen, herbeieilten. Die Alte äußert sich dahin, dass Sladic ihrer Meinung nach sie wahrscheinlich berauben wollte, weil er bci ihr Geld vermuthete sowie dass Sladic damals sehr betrunken war und auch sonst geistig nicht ganz normal zn sem scheint. Dcm compctentcn Gerichte wurde die Strafanzeige "^""'(Nächtlicher Ueberfall.) Am 2. d.M. aeacn 11 Uhr nachts haben die Grundbesitzersföhne Franz und Johann Mozina ans St. Helena, politischer Bc- zirl Rndolsswert, jeder mit einer Zaunlatte versehen auf dcr Straße vor dem Hause des dortigen Krämres Josef Solar die Grundbesitzersföhne Alois Habinc und Franz Kolenc, beide aus der Gemeinde Neudegg, welche nach Haufe zu gehen im Begriffe waren, ohne irgend eine Veranlassuug tückisch überfallen. Habinc erhielt von rückwärts einen derart heftigen Hieb über den Kopf, dafs er bewufstlos an Ort und Stelle liegen blieb, während sein Geführte Kolenc noch rechtzeitig entlaufen konnte. Habinc erlitt eine Hiebwnnde und am Hintertheile des linken Ohres eine bedeutende Contusion. Als nun die beiden Burschen den beschädigten Habinc regungslos am Boden liegen sahen, entfernten fie fich eilends aus Neudegg. Der Arzt coustatierte die Verletzung als fchwere. Das Gericht wurde hicvon verständigt. —r. — (Gemeindevorstands-Wahlen.) Bei der stattgehabten Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Iurjovic wurde der bisherige Gemeinderath Johann Lovsin von Friesach zum Gemeindevorsteher und der Ausschussmann Johann Ambroziö von Friesach zum Gemeinderathe gewählt. * (Eiubruchdiebstahl.) In der Nacht vom 7. auf deu 8. d. M. brachen nubekannte Thäter mittelst eines Wagenbaumes, den sie in der Drcfchtenne des Andreas Sirca von Zagon sich angeeignet hatten, das Gitter eines Fensters des Hanfes des Gastwirtes Max Vidrich in Zagon aus und entwendeten aus der Wohnung dcsfclbcn Schmuckfachcn, Kleidungsstücke nnd sonstige Effecten in« Gesammtwerte von 225 fl. Von den Thätern, nach denen eifrig geforscht wird, fehlt vorläufig jede Spur. —r. — (Zolleinh eb uu g in Brasilien.) Infolge eines der Handels- und Gewerbetammer zugekommenen Handclsminiflerial-Erlaffes beabsichtigt die brasilianische Regierung in it Beginn des nächsten Jahres die EinHebung von 10 pCt. der jeweiligen Zollgebüren in Gold anzuordnen. Diese Maßnahme würde einer Zollerhöhung von ungefähr 20 pCt. gegenüber dem heutigen Stande entfprechen. Weitere Mittheilungen der genannten diplomatifchen Vertretung find in Aussicht gestellt. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 15. auf den 16. d. M. wurden fechs Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei' wegen Herumftrcifcns in der Stadt, eine wegen Truukenheit, eiue wegen Bettelns, eine wegen Uebertretung der boshaften Aefchädigung fremden Eigenthums uud eine wegen Uebertretung des 8 320, lit. 6, des Strafgesetzes. —r. — (Brand.) Beim Fleischhauer Scheuer in Gurtfeld brach vorgestern ein großes Feuer aus. Die Gefahr, dafs fich dasfelbe weiter verbreite, war fehr bedeutend, doch gelang es den gemeinschaftlichen Bemühungen der Feuerwehren von Gurkfeld, Haselbach, Vidcm und Neichenburg, den Brand auf die Objecte des Herrn Karl Scheuer zu localisieren. Der Schaden beträgt gegen 10.000 fl. * (Deutfchc Bühne.) Ueber der gestrigen Aufführung des unverwüstlichen «Zigeunerbaron» waltete ein gntcr Geist: sie gehörte zn den besten Darbietungen der Operette. Solisten, Chor und Orchester widmeten sich ihrer dankbaren Anfgabe mit einem Eifer, der den lebhaftesten Anklang beim Pnblicum fand und die beste Stimmnng weckte. In erster Reihe gebürt Frl. Jelly für die temperamentvolle Leistung als Sa ffy die vollste Anerkennung; sie beherrschte gestern gesanglich und schauspielerisch die Situativ» und fand an Herrn Lenoir, der zwar etwas indisponiert war, einen würdigen Partner. Frl. Jelly fand raufchcnden Beifall; dcr schöne Zwiegcsang im zweiten Acte musste wiederholt werden. Herr Schwabl gestaltete dcn Schweinezüchter mit gesundem Humor auch gesanglich sehr brav; anch er erfrentc sich verdienter Anerkennung. Fränlein Grub er charakterisierte die alte Zigeunerin trefflich, Fräulein Grafen-berg sang die Arscna sehr hübsch, Herr Mahr war ein gediegener Homolay, Herr Güttler und Fräulein von Schweickhardt hatten die Lacher auf ihrer Seite. Für die lebensvolle Ausführung des Zigeunerlebens gebürt dem Chore besonderes Lob. Herr Kapellmeister A n e r dirigierte die Operette mit Schwung und Umsicht. Das Theater war gut besucht. ^- — (Aus dcr Theaterkanzlei.) Morgen wird L. Anzengrubcrs lustiges Volksstück «Die Kreuzel-fchreibcr» aufgeführt und gibt sich für diese Vorstelluug lebhaftes Interesse knud. Moutag geht in neuer glän-zender Ausstattung zum Vortheile des Regisseurs Erust Mahr die Operette «Nanon, die Wirtin zum goldcuen Lamm,» in Scene. Vorbereitet wird der lustige Schwank «Anonyme Briefe»._______________________________ Merarisches. (Für Mufikfreunde.) Wir hatten im vorigen Jahre Veranlaffnng, auf den «Wegweiser für die mufikalifchc Welt», dcn das Musilalieuvcrfaudthaus von Arno Spitzucr, Leipzig, Turuerstr. 1, herausgab, empfehlend hinzuweisen. Die rührige Firma versendet dazu in diesem Jahre gratis uud franco einen Nachtrag für 1898/99, der bei gleich fchöner äußerer Ausstattung abermals eine Fülle der besten neuen Publicationen aus lleu Gebieten der musikalischen Literatur nachweist. Eine wterchcmtc uud zweifellos willkommene Beigabe enttM Laibacher Zeitung Nr. 263. 2122 18. NomnW^s^ das Vä'ndchen in einem vortrefflichen Bilde der alt-berühmten Leipziger Thomaskirche und -Schule, an welchen bekanntlich der große Ioh. Seb. Bach bis zu seinem Tode als Cantor gewirkt hat. Mes in dieser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr & Fed. Bam berg bezogen werden. Neueste Nachrichten. Kitzung des Abgeordnetenhauses am 17. November. (Original-Telegramm.) Der Ministerpräsident beantwortet eine Interpellation der Abgeordneten Hictar, Berts, Robic, Gregory nnd Genossen wegen der Veröffentlichung des kaiserlichen Manifestes vom 16. September d. I. in Cilli nnd Marburg nur in deutscher Sprache. Der Herr Ministerpräsident erklärt, das bewusste Manifest wurde von der Statthaltern in Graz sofort in Placatform vervielfältigt und behufs rascher Verlautbarung den politischen Behörden erster Instanz übersendet. Die Vezirkshauptmannschastcn in Untersteiermark erhielten Placate mit deutsch--slovenischcm Texte, die Städte Marburg, Cilli und Pettau deutsche und slovenische Placate. Die deutschen Placate waren früher im Drucke fertig und wurden, um jede Verzögerung der Verlautbarung zn vermeiden, früher versendet, während die slovemschen, respective die doppelsprachigen, infolge des für die Uebersetzung nöthigen Zeitaufwandes zwei Tage fpätcr zur Vertheilung gelangten. Deshalb gelangten in Marburg uud Cilli die deutsch-slovenischcn Placate später als die deutschen zur Publication, bei welchen übrigens die üblichen Publicationsformen in vollem Umfange beobachtet worden sind, wie dies der Statthalter anlässlich der an ihn gelangten diesbezüglichen Beschwerde zu constatieren in der Lage war. Auch die Bezirtshauptmänner von Marburg und Cilli ließen an dem im Stadtgebiete der genannten Städte gelegeneu Amtsgcbäude doppelsprachige Placate anbringen. Der Statthalter hat über die an ihn gelangte Beschwerde sofort die' geeignete Verfügung im eigenen Wirkungskreise erlassen. Der Ministerpräsident hat daher keinen Anlass, eine weitere Verfügung zu treffen. Der Herr Ministerpräsident antwortet fodann auf eine Interpellation des Abg. Spindler, betreffend die Verbreitung einer gedruckten Proscrlptionsliste in Turn bei Teplitz zur Boycottierung der böhmischen Parteien, welche um die Errichtung einer böhmischen Schule in Turn angesucht haben. Der Herr Ministerpräsident weist auf das bedauerliche Uebergreifen des nationalen Kampfes auf wirtschaftliches Gebiet hin und sagt, die Regierung, welche diese Bewegung schärfslens verurtheilt, widme ihr ihre volle Aufmerksamkeit. Dieselbe ließ diesbezüglich eine strenge Weisung au die Obcr-behörden ergehen. Die fragliche Druckschrift wurde mit Beschlag belegt. Die Behörden werden allcs aufbieten, um solche das humanitäre Empfinden tief verletzende Erscheinungen möglichst hintanznhalten und eventuell entsprechend zu ahnden. Der Herr Ministerpräsident beantwortet hierauf eine Interpellation des Abg. Schönerer wegen des von einem Schulleiter in Hawian an die Schulkinder er-gangenen Verbotes, sich mit «Heil!» zu begrüßen, uud sagt, die Begrüßung mit «Heil!» und «Heilo!» wurde thatsächlich untersagt, auf Grund eines Erlafses des Aezirksschulrathes iu Brüx. Diese Maßregel, welche aus reiu pädagogischeu Gründen getroffen wurde, ist vollständig gerechtfertigt, da es sich nicht geziemt, dass Schulkinder der im öffentlichen Leben zuweilen gebrauchten Losungsworte sich bedienen, oder sich überhaupt auf den Gaffen lärmend benehmen. In fortgefctztcr Debatte über den Antlageantrag sprach zunächst der Iungczeche Pacak, welcher erklärte, er habe das Wort ergriffen, um eine Ehrenpflicht gegen Vadeni zu erfüllen. Äadeni sei ein Ehrenmann im besten Sinne des Wortes, ein Staatsmann, welcher Oesterreich seine ganze Kraft widmete und den Frieden zwifchen den Böhmen und Deutschen anstrebte. Das, was die Obstruction im November des Vorjahres getrieben, falle mehr unter das Strafgesetz als das, was die Majorität als Nothwehr gegen die Gewaltacte angewendet habe. Socialdemokrat Heger erklärt, die Majorität möge stimmen, wie sie wolle. Die Abstimmung trage vor dem Volke den Stempel eines Schachers. Dr. K athrein (tathol. Volkspartei) führt aus, iu der vorigen Sefsion wurde der Anklageautrag der Linken gegen Badeni einem Ausschusse zugewiesen, welchen Erfolg die Linke der katholischen Vullsparlei verdanke. Mit diesem Erfolge der Linken sollte es aber sein Bewenden haben. Wozu heute noch die Minister-nntlagcn? fragt Redner. Lassen wir die Vergangenheit ruhen! Beginnen wir thatkräftig zu arbeiten uud verzichten wir auf eine unfruchtbare Obstruction. Das sei die Ueberzeugung der katholischen Vollspartei. Mit kchr Ueberzeugung werom die Mitglieder dieser Partei stehen oder fallen. Deshalb werde die Partei des Redners gegen den Anklageantrag stimmen. Abg. Zalinger (contra) erklärt, da durch die fortgesetzten Ministeranklagen das Haus an einer pro« ductiven Thätigkeit gehindert werde, wird Redner unter voller Aufrechterhaltung seiner bekannten Anschauung in der Sache selbst gegen diese Anklage stimmen, welche kein praktisches Resultat haben würde. Generalredner Prade sagt, die Schuld für die traurigen öffentlichen und parlamentarischen Verhält nisse treffe die Regierung und die Majorität. Die Deutschen in Böhmen seien überall auf die Gnade des Feudaladels und der Czechen angewiesen. Die Großmachtstellung Oesterreichs ist nur unter der markanten Führung der Deutschen in Oesterreich aufrecht zu erhalten. Es folgt eine Reihe thatsächlicher Berichtigungen. Der Anklageantrag wird mit 193 gegen 174 Stimmen abgelehnt. Dafür stimmten: die Fortschrittspartei, die deutsche Volkspartei, die freie deutsche Vereinigung, der verfafsungstreue Großgrundbesitz, die Socialisten, die Christlichsocialen, die polnische Volkspartei, die radi-calen Ruthencn, die Schönerianer, ein kleiner Theil der Italiener sowie die Abgeordneten Cena und Sto° jaolwski. Dagegen die Polen, Czechen, der slavischchristliche Verband, die katholische Volkspartei, der böh-misch-conservative Großgrundbesitz. — Nächste Sitzung Dienstag. Zum fiinfjigjährige» Negierungs-Jubiläum Seiner Majestät des Kaisers. (Original-Telegramm.) Wie», 17. November. Ein Communique' besagt: Ueber Einladung des Präsidenten Dr. Fuchs versammelten sich die Club-Obmänner des Abgeordnetenhauses und nahmen den Antrag des Präsidenten entgegen, am 25. d. M. anlässlich des Regierungs-Iubiläums eine besondere Sitznng abzuhalten, worin der Präsident eine Ansprache an das Haus halten und einen Beschluss veranlassen wird, demzufolge das Präsidium ermächtigt wird, Seiner Majestät dem Kaiser die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche des Hauses zu uuterbreiten. Es wurde beschlossen, in der Sitzung im Festtleide zu erscheinen. Freitag den 25. November wird das Herrenhaus eine außerordentliche Sitzung abhalten, nm ausschließlich anlässlich des bevorstehenden Gedenktages der fünfzigjährigen Regierung Sr. Majestät des Kaisers eine Huldigungstundgebung zu votiereu. Am darauffolgenden Tage findet eine Plenarsitzung statt, deren Tagesordnung schriftlich bekanntgegeben werden wird. Hnldigung. (Oria,i»al'Tcleg,ramm., Budapest, 17. November. Anlässlich der 25. Jahreswende der Vereinigung der Städte Ofen und Pest überreichte heute eine Deputation der Hauptstadt unter Führung des Oberbürgermeisters Markus Sr. Majestät dem Kaiser eine prachtvoll ausgestattete Dank- und Huldigungs-Adresse, wobei Oberbürgermeister Markus an den Kaiser eine Ansprache hielt. In der Antwort au die Deputation der Hauptstadt sagte Se. Majestät der Kaiser: «Ich erblicke in Ihrer bisherigen Thätigkeit die sichere Gewähr des Aufblühens dieser Stadt. Die Vereinigung der drei Städte, welche die Bestandtheile meiner jetzigen Haupt-und Residenzstadt bilden, hat heilsame Früchte getragen. Die Fürsorge meiner ungarischen Regierung und der Legislative hat mit immer neuen Banden die beiden Ufer der Donau miteinander verknüpft, Auf Grund der bisherigen Erfolge hoffe und glaube ich, dass Ihre einträchtige, friedliche Wirksamkeit auch in Zukunft treffliche Refultate bringen werde. Ich glaube und wünsche, dass das Emporblühen der Hauptstadt infolge der sich über alle Stadttheile erstreckenden intensiveren Thätigkeit dauernd sein wird. Für Ihre dahin gerichtete heilsame Thätigkeit erflehe ich den Segen von der Vorfehung! nnd Ihren Sendern überbringen Sie meinen herzlichen Gruß.» Ungarisches Abgeordnetenhaus. Budapest, 17. November. (Vllginlll-Ttleglllmm.) Vor Uebergang zur Tagesordnung befragt Kossuth die Negierung über den Gegensatz zwischen der sams-tägigen Rede des Ministerpräsidenten Banffy und dem gestrigen Corpscommandobefehl bezüglich des Hentzi-Dentmales. Ministerpräsident Banffy erwidert, er wolle gegenwärtig nicht das Meritum der Sache berühren. Er erklärte, dass der von Kossuth behauptete Gegensatz zwischen seiner Rede und dem Corpscommandobefchl nicht besteht (Großer Lärm aus der äußersten Linken.) Der Ministerpräsident wiederholt, das Armeeblatt habe keinen officiellen Charakter und sei weder mit dem Kriegsministerium noch mit dem Heere in Verbindung. (Lärm links.) Nachdem mehrere Redner gesprochen, wobei es zu stürmischen Scenen kam, ergriff Landesvertheidigungs- minisler Baron Fejervary das Wort. ^>,^Z^ es sei Pflicht des Kriegsministers gwcs"'' M' des bekannten Allerhöchsten Handschreibens o ,^ ,^ Verfügungen zu treffen. D.e Angel^enhe ,,,,,^ den ausschließlichen Wirkungskreis des itl>^"^ die Regierung hatte von 'der VerordMlU^,^ <:' keine vorherige Kenntnis und hat es >"' ^M achtet, für den Erlass Stellung zu neh""'-^ ^ mung rechts, großer Lärm links.) ^', stßchlilü Armee sei auch der Geist des Königs, «' ^ Denkender konnte voraussehen, dass d'ew Hhl o^ die ungarische Pietät, das ungarische Scw ^ ^,> ^ den ungarische» Stolz zu verletzen. ^"!5 lei» M sitiv, dass der Erlass, dessen einzelne G" ^ dings glücklicher Hütten concipiert ^lpM' (Bewegung), vom Kriegsminister nur '" ^i!^ werde, dass das Denkmal ausschließlich z" ^^ der militärischen Jugend, des Treue diene. (Unruhe auf der äußersten ^ M Minister constatiert, dass die Dentjaule ' ^F Hentzi, sondern allen in der Pflichterfüml"g ^ gewidmet sei und dass Hentzi kein UnM, ' ^M Schweizer gewesen sei. Politische Motive ,^. niemals, cmch jetzt nicht in diesen, 6"^' ^ >M sprach die Hoffnung aus, das Haus uiw ^ werde seine Aufklärungen mit Befried,« .^ , nehmen. (Lebhafter Beifall rechts, Lann ,^ Nach einigen persönlichen BemerMM' ^, ^ Haus zur Tagesordnung über und lM ^.^ gegen 50 Stimmen den Antrag M "'^, M, Handlung der Indemnitätsvorlage aus ^^ dem Schlnss der TagesordnunaMM" ^ Wochentag anzuberaumen. , ^,,,.., del'' Uebermorgen beginnt die Verhanol" u ocmnitätsvorlage. ^ Budget ausschuss. ^ale,e.r°m^.^ Der Nudgetcmsschuss nahm die restlich"'^/ graphen des Dienergesetzes unveranocu .^„g wurde dieses Gesetz iu der Ausschuß lcdigt. _____^ Die Grienlreise des deutsche« B"' (OnamabTeleMMMt). ^ «M j Syracus, 17. November. Die ^ "^ ' < zollcru» mit dem deutschen Kaiserpaar " . ,^' heute um 3 Uhr nachmittags hier eM einige Stunden vor Auter bleiben. ^ ,sf>sche A",^ Berlin, 17. November, DasMlss'^ ^ meldet aus Malta vom heutigen: ^FMhM^ lichen Theile des Mittelmeeres ^'U^..M,idI)^l Temperatur eingetreten ist, welche " S > ,, ,^ Beziehung die directe Rücklehr der" '^M,^ bedenklich erscheinen lasse, wird "ver ^ ^ Wunsch, möglichst bald zurückzukehren, über Pola angetreten werden. Die Affaire Dreyfus. ,,„ Paris, 17. November, Aduocat ^.^ heute die Ermächtiguug, mit P"^" A ^ch," Die Besprechung wird wahrscheinlich ^, stattfinden. . .-, M""''', l' Paris, 17. November. Me d c Agchl^ meldet, hat entgegen den verbreitenn ^ p Cassationshof die geheimen ActensM^ ^ Ministerium bisher noch nicht abverlm^ ^ ^ Paris, l?. November. D" Hcs sF meldet: In den Conloirs des liaslww' ^''s^ ^ allgemein der Eindruck, dass der ^"'^ill^F, stens die Uebersührung Dreyfus nay ^., de" ,F> ordnen wird. Es wäre in der Tya '^'gmH^ tionshof nnmöglich, mit Wege zu verkehren, da die Telegr"^,,^ ' ^ und zu kostspielig wären. Anders ^,h. diesem Wege vermittelten Antworten ^'^ ^ richtlichen Standpunkt aus keine gemu für die Authenticität bieten. Wien, 17. November. (OM-AHe ""/.. t>^ Magnificus tüudet am schwanen ^.^larlt^h»^ Ruhestörer vom letzten Samstag ol^del^^, delt werden; er gibt den Äummel un.^^ ,,„ strengster Ordnung frei "«d ip""^ chwitt^te, l< die bedenkliche Erregung werde ver,"^,, M^ zu strengsten Maßregeln gegriffen !v ^ O^ , l Berlin, 17.November,(^ comitc der Katholiken Deutschlands ^ ^ ^ Katholiken Deutschlands einen M - ^f ^ 5.» Zwecke des Baues einer Marienw^ ^,^, Vierte». . ^l. ^,,,el>' " Rom, 17. November. (O"s^gB0""' heute wurde die Präsidentenwahl " ^ Präsidenten wurde Zanardell, gewnv ^^öeitung Nr. 263. ________________ 2123___________________________________________18 November 1898. "Ngelomnlene Fremde. ^ Hotel Elefant. N"°" ^ i, W°^"ber. Graf Thurn, Gutsbesitzer. ^Lesü n, ."llowsly, Privatier; Kollie, Weiß, Henkel, H'"^sn> N^ w"^' Weiß, Nbeles, Kflte., Wien. ?"' ^P^iaI ^^"'' " M°uer, Vchtzer, Logoye. -^'I^H?,"/ Kflte.. Trieft. -Kotnil, Private; Lenarök', ^',^l>hl. 5^""b Realitätenbesitzer, Oberlaibach, -^'z!°. ^. k ^ealitätenbesiher, Sagor. - Havas, Kfm,. l?' 7 Toll.. ?.'?"' ^'fln - Vrnuan. - Goldstein, Kfm.. ^'Wionn ^"' s. Gemahlin, Krainburg. — Victor, ^'.^le. ^" Hebbinger, Kfm., Sollingen. — Glück, ll'3"' ^ogenw^ ^ ^^"' Kfm., Fiume. - Roßmann, >' ' ""d N" «^ 3'scher, Kfm., Budapest. - Lavrenöiö, ^'Ibria '^delsberg. " I°"°ns, t. k. Oberhütten-^ 3' beli^e ^ ^r°bmann, Kfm., Barmen. — Hertmann, -^»»Seehöbe 306-2 m. t z « r^-----—------------------------------------------- °«>^b. ?ts^s'9-4 S. «chwach bewöllt ''^^Ä7() NO. mähig bewöllt ^tageim!..^ b^l ^^big ! bewölkt ,03 >^del,^el der gestrigen Temperatur 7 3°. um «edacteur: Julius Ohm-Ianuschowslv >>^^ «ilttcr von Wissehrad. Verstorbene. Ami 5. November. Agnes Legan, Inwohnerin, 99 I., Floriansgasse 42, Lanßraine «enilig. — Anna Korene, Ma« schinenmeistersgattin, 34 I., Wienerstraße 8, Tubercular. Im Civilspitale. Am 14. November. Johann 6il, Handlungscommis, 33 I., chron. Gehirnhautentzündung. — Franz Krivic, Bahn» albeiter, 25 I., Lungentuberculosc. Volkswirtschaftliches. Laibach, 16. November. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen : 4 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, 34 Wagen und 2 Schiffe mit Holz. DurchschuitlS-Preise. Marlt.Prriö Marlt-Preis von bis von bis fl,^ sl.!l^. fl, tr' 'ff, tr^ Weizen pr. 100 kß 10 50 11 — Butter pr. Kilo. . — 90------- Korn » U— 9 — Eier pr. Stück . . — 4------- Gerste » 7 50 8 — Milch pr. Liter . . — 8------- Hafcr » 6 50 6 50 Rindfleisch pr. Kilo - 64 —!__ Halbsrucht » —'------->- Kalbfleisch » —62—! — Heiden » 9—950 Schweinefleisch > —60 — — Hirse » 8—7— Schöpsenfleisch » —36------- Kuluruz . 6 50 6 30 Hähndel Pr. Stück —,40------- Erdäpfel » 3-------^—Tauben » —15------- Linsen Hektoliter 12-------— Heu pr. q . . 178------- Erbsen » 8-------!- Stroh ...160------- Fisolen » 8-------!— Holz, hartes pr. > Rindsschmalz Kilo — 94-j— Klafter 7,----------- Schweineschmalz » 76------ — weiches, » 5----------- Speck, frisch » -65------Wein,rolh.,pr.Hltl. —,— 24 — — geräuchert » —>70 — —weißer, » —^—30 — Mode. DaS bekannte Seidenstoff - Export - Haus Schweizer -Apotheke des M. Leustek, Laibach. Telephon Nr. 68. Umgehender Postversandt. Course an der Wiener Börse vom 17. November 1898. «<>« dm. Mc^en Tou^i«»«. H^N'eh.«^ ""b Ware '^lle^ <5t!!s,s - . . l0l> 85 lu, ttü ^^ '^ «a . '""st' »65. -'U« 5» > ', "l»I<>,e""Mel lo<) ss lk,«7!>!l>9?!> ^'^ ' ' ^" st. >9«!>0l!17 5« » ^bf, ^- Ü0fl. ,9s ü0l«?k.N ^, "' . . 9, - Ul'LO ^«Il.j «Ohn 11' «, 4°/ l!g ö(l lL!» Ü0 ',',?,„ ' . ' 99 2z wo 2ü HMD«-«" "->^^l>.» >'-' v" Elisabethdah», M 4"/n . . . !19'— l>" <" sslü»z Iusej Ä., Em, 1884, 4«/, »" '" '"" " diver e Elilile 4<>/„ , . , . »» »^ 99 8^ lljorarlbergei Uahn. Em. «884, 4"/«(dlv,Lt,)T,,f. 100 fl, «, »» l^ l?0- Ung. Goldrente 4°/» per «lasst "9 ?5 "U »i> d»°. dt°. per Ultinw . . . ,19 75 119 9 dto, Reilte in ttroücüwühr., 4"/.^ steuerfrei für 2«u ttrolien Now. V?«» VN'— 4"/„ dto, blo, per Ultimo . . «?'?t» 97 95 bto St.L,«l,Ould,l»« dlo. dtu. Silber 1— i»l-- bto, 4>/,"/nSchanlre«al-Abl.'Obl l«0 — 1"N S,' bto, Prüm-Anl, k 1U0 ll. «. W, »5»-^ 159 50 bto, dto. k 50sl. ü, W. 1ü» ö0 lb» k>« Theih-«e«..L°se 4°/c> 100 fl. . 138 -'»6-5« Grundenll.»Gbllgationen (für 100 fl. CM.). 4«/„ miglliische (l00 fl, «. W.) . 05-75 !'« 75 4°/„ lroatifche und slavonische . ^'" "'- Andere äffen«. Anlehen. D°NllU°«t2.idt Wr» . . 113- — ^ Nnlehen b. S»adl,,e>M'mbe Wien 104 — INi so Nnleuen b. Stadt^'mnüde Wien (Silber ober Gold) . . . . izz?ü 2N-75 Präüllen A»I, b. Otadtgm.Wien i?4!ii> l?i» — Görfeliau-Anlehen, derlosb, b"/, 00 35 101 2^ 4°/, «rainei 2«nbe«-N!ll«h«n . > 98 b«l W zn «,-— 9» — bto. Prüm.'Ichld». 3°/<>, l, Em. llU-bO 1^0 .',0 bto, bto, U"/«, U Lm, ii7 5,i 118 2b N 'üstrrl, Uanbeschyp,-A»st, 4°/, W 80 l00 »0 Oest, u»g. Bant verl. 4«/„ . . w0 iu lUl-iu dto, d!o, l>Njähr, .. 4°/„ . . lua 10 l«>!-10 Sparcasfe.I.öst, 3a I.b>/,»/,vl. ioü-zo -- PrioritätL'Gbligationtn (für 100 fl,). fferblnands Norbbahn 'st,,8uafl,E.4l>''/, 444 - 44650 cr, 2N0fI. 25H-- 257 5,^ HypoÜirlb., Oest,, 200 fl,25"/« E. «3- »4 5« Ländclwnl, Orst,, 2U0 fl. . . 220-75 22l-«!> Oeslerl-ungar. Vanl, «00 fl. . 909 — »12 - Uniunlianl 200 fl..... 2»0 —«»1 — Verlehisbanl, M», t« ll. .< 1—!i?« — «eld «are Attien von Graneporl-Knlernehmungen (per Stück), «iissig Tepl. Eisenb. 300 f>, . >S«0 >«»>' Whm, Nordbahn 150 fl, , . »55-^55 7ü Vufchtlehraoer 00 sl, EM, . . <« - »42-- D»xVodc»bache»«i, Ä,^ufi,S. ?l-, 7,— Ferdinand« «urdb. NXwslllM. ^470- i»480 Le»ll>,'(lzernuw, Iassy - Eilenb,» Vesellschasl 200 fl. T. . . »91 —»»»'-! Lloyb. Oest,, Iriest. 5«U fl.CM. ^22 — 42«-—^ vesterr. Nurbwestb, 200 fl. D. «^5 24»>ü0 dto. dto, (!lt. L) 200 fl. S. 257 — «5» — Prag Duxer Elienb. 150 fl. E.. ""'-" «^ "» Staatseisenbahn 200 fl. E. . »'« »5 353 6 Sübbahn 200 fl. S..... 6»'?5 70 25 Cllbnordb. Verb..«. 200 fl, CM, 20? <0 208-40 Tramway-Ges.,Wi,,l?ufl.s,W. ^'^ -'— dto. Em. 1887, 200 fl. . . 547 — 549' -Tramway Ves,. «eueWr,, Prio- litills-Äctien 100 fl, . . . 10» — »10 Ü0 Ung.^aliz, Vifenb, 200 fl. Silber 214 — 2I4-Ü0 U»!,-Westb,(NaabÜ!raz)200fl,O. »14— »15-- Wiener Vacalbahnen» nct.-Ges. — — »»'— Industrl«'Hctitn (per StNlt). Vanaes,, Nll«. öst,, 100 fl, . . "?'— ^"'50 «gübicr unb Stahl'Inb. l» Wie» 100 fl..... 8s 50 83 50 Elsenbahnw,-Leilig,, Vrsle, 80 fl. 135 — 13« 50 „Elbemühl", Papierf. ». B-V. 90— 9,'- UiesiiMr Ärauerr! 100 fl. , . l«5 50 I«? 50 Monlan Gl-Iclllch,, Oest, -alpine ?6 95 «7? 45 Präger Ellen-Ind-Vef. 200 sl. >3«8-—«72 — Ealao^Iarj, Sleinlolilen N0 fl. 800 — sc>4 — „Schlbglmubl", Papicrf. 200 fl. «08 — 210 — „Steyrer»/', Papierf, u. »,.». 168— 6S — Veld W»,e Trifailer Koblenw.'Ges, 70 fl. "a-" '^2 — Waffenf.O,.Oest,in Wien,I00fl. <9«'^ '»"'?" WaggonLelhanst,. ANl,,, inPest, 80 fl......... «'32 - «»» — Wr, Vau«csellschllst 100 f>, . . »08 - W8 7-» ilüienerberger Ziegel «clie» Vej. »68 — »7li' - Diverse Lose (per Stült). Budapest-Allslllca (Dombau) . «?0 ?-— Credltlose 100 fl...... »02 5<» ll>)5-— Clarti-Luse 40 sl. CM, , . . «t-- S»-— 4>,„Donau.Dampfsch, 100fl,LM. 170-— l8<> — Osoner Lose 4» f>..... «3-«l> U4-»ü ^cilffy^ule 40 fl. TM, . . . ö28» «l« »,^ »lullirnNn'nz, Oest.Ees,v,,10fl. iu «ü ,975 »lullien Nreuz, Ung. Oes, U., 5fl. 10«0 11'»0 »i„du,pl).«use 10 sl..... 24b» 25-bU Cnü» Lu!e 40 fl. CM, ... 8ll - 84'— Sl'OenoisLose 40 fl, CM. . »2 — 83 — iW.iIdstelü.Luse 20 fl. «M. . . S0— —'— Vrwixstlch. d, »'7n Pr,Sch»lbd. b, «Uobencrebllanstalt. l.