Striftleitunß: «atba»S«affe Skr. » (M,«»e« H»»«.> «»rechst»»»«! Ti«l>ch i»ll » r 60*». fttirr-tat«) »in 11—1* Stt MC«. 6»-'rrHlitlc» mat deitisfichli,!. >»tl»ti|»ng(» auunt tu Pnnr«lt»nj ,«,?» etttttttn« tn »iU«st (r(t-KflfOtfn •etll^it» mtfffrit. — »« an» V«stI»»rl»ffk».»»»I» »o.|»o »fTOrltimg: W«tfcau«flaiTt Wr. « »fjnstrttÄimiMjni: Darch »k V»« tt\o^fnt ... U |-rs £iD»mrit . . . K «<• 4Matflfert|) .... * I»x i>S» (l(f| mit X&fUDnBfl ir« {Ml; rieiuCnS . . . , K , , »eruijaüri, . . , K s*— tHHÜDiill ....Kr ®«aj|4»tiä . s . . I if- §Bt« «ullan» crijafcca sich »,< »«»,« Wenn *i«i)«leilttc ■»oniuiiKai« «'»«» M« in . Ar. »4. AM, Sonntag. 25. Aovemöer 1906 31. Jahrgang. per österreichische Thronfolger. Unter dem Titel .Der österreichische Thron, folget" schreibt die Berliner .Boss. Ztg.« : E« ist kein be«eiden«werteS Schicksal, als Erve eine« großen Reiche« tatenlos zusehe» zu müssen, wie dessen Einhrit durch die Sonderwünsche unzufriedener Nationalitäten erschüttert wird, wie seine Klammern sich bei der Bermorschung der Stützmauern lockern. Der österreichische Thron, seiger Erzherzog Franz Ferdinand ist jetzt 43 Jahre alt und wohl mag ihn Sorge vor der Zukunft beschleichen. wenn er die jetzigen unga. nsche» Minister seine« kaiserlichen Oheim«, Kossuch und Apponyi, mit dem Programm an der Arbeit sieht, die völlig» staa»«rech«liche Tren. nung Ungarn« von Oesterreich zu erwirken. Wird die katholische Kirche diese Entwicklung aushalten können? Schwerlich — steht doch nahezu dir gesamte jüngere ungarische Geistlichkeit auf dem streng nationalen Boden eine« selbständigen ungarischen Staate«. Jedenfall« ist da« Aueen. merk de« Thronfolger immer «ehr auf Armee, fragen gerichtet. Begreiflich, daß der Thron-folgn die gegen Ungarn in ten militärischen Fragen geübte Nachgiebigkeit al« Fehler an. ficht und denjenigen Männer abhold ist, deinn er die Schuld gibt, «aiser Franz Josef schwächlich beraten zu haben. Nun aber war seit dem Tode de« Erzherzog Albrecht, de« Sieger« von Custozza, der Gen»ralstab«chef der bewaffneten Macht Friedrich v. Beck in den Armeefragen die einflußreichste Person, wa« sich besonder« stark au«drückte, al« Beck vor vier I hren die Ernen-nung feine« langjährigen Stellvertreter« General« v. Pitreich zum Krieg«»inist»r durchsetzte. B>ck war ein sachkundiger, unterrichteter und umsichtiger Ehes de« Generalstab«, dabei von un» bedingter Unterordnunq unter die Wünsche de« <ÄS HH» Ha! teine ch.mische Liebes- und Leidensgeschichte. Von t£m. Klobaffa, Obervellach. Ruhig und unbewegt von Seelenkonflikten ichlief ich im dunklen Schloß der mütterlichen Erde und — träumie. Nicht« vermochte die gtaite Oberfläche meiner Eigenart zu kräuseln oder irgend uchlbar« Spur zu hinterlassen und so war mein bi«herige« Leben ein duftiger, atemloser Trau«. Al» einst — (entfchuldipe, lieber Leser, daß ich »ich noch nicht vorgestellt habt, ich heiße .Cal-ciuni*) — die rollende Erde stanv gerade auf de« Kopse, ein fröstelnde« Gefühl mich erwachen ließ, sah ich, wie eine etwa« rundlich gebaute. gla«helle Fee, namen« an meinem Körper hinab- glitt und erspähte zu meinem Entsetzen, daß «ein Dasein al« Junggeselle in Frage stand; denn der allzu neugierigen Fee war e« gelungen, einen kleinen, winzigen Eindruck auf mein stahlharte« Herz hervorzurufen. Noch größer war aber mein Schrecken, al« ich bemerkte, daß meine Kopshaare anfingen dünner und dünner zu werden und end-l>ch mein glänzender Schädel, bloß und unbedeckt, den sengenden Strahlen der Sommersonne schutzlo« prei«gegeben war. Nicht lange danach bohrte und zwickte mich etwa« an «einem Körper und die« unerträgliche Kaiser« erfüllt, dem er jede Unamnehmlichkeit er-sparen, jeden Konflikt au« dem Weg schaffen wollte. Nicht« lag ihm also ferner, al« mit dem Einsatz seiner Persönlichkeit und seiner Stellung für die Einheit der Armee einzutreten; er vermittelte und glich lieber au«, gab in wichtigen Punktin nach, worin ihn sei» Gehilfe und Freund Pitreich auf« gewandeste unterstützte. Pitreich war al« Krieg«-minister mehr Diplomat al« Soldat, hielt in der ungarischen Delegation Reden, in denen er den Wunsch nach nationaler Ausgestaltung de« unga-rischen Teile« der Armee für berechtigt erklärte, teilte dort kleine Geschenke au« und versprach noch größere; am Tag daraus ging er in die österrei-chische Delegation, stellte die an Ungarn gemachten Zugeständnisse al« »»wesentlich hin, warf sich in die Brust al« Verteidiger der Einheit der Armee und versuchte aus diese Weise, sich so zwischen den widerstreitenden Prinzipien durchzuschlängeln. Da« war e«, wa« den Erzherzog Fr«nz Ferdinand gegen ihn und Bck einnahm und im Sommer diese« Jahre« kam e« darüber zum Bruch. Der Kaiser mußte infolge seine« leidenden Zustande« den Erz-Herzog al« seinen Stellvertreter zu den Manövern nach Schlesien und Dalmatien senden, und hier sprach sich der Thronsolger rückhaltlo« und scharf gegen eine Reihe von Anordnungen au«; dem gerade damal« in den Grasenstand erhobenen GeneralstabSches B>ck bezeigte er mehr alS einmal feine Unzufriedenheit. Dem Grafen Beck. der feinem 60jährigen Dienstjubiläu« entgegenging und al« 76jährig,r Mann sich mit Rückiritt«gedanken trug, schien e« am klügsten, weiteren Konflikten durch Niederlegung seine« Amte« au« de« Weg zu gehen. Al« er mit hohen Ehren zurücktrat, gab gleich» zeitig auch Ritter von Pitreich seine Demisston, nichi, wie man behauptet ha», weil er mit den Ungarn nicht mehr zu einem neuen Au«gleich kommen konnte. sondern weil er dem einmütiflen Urteil der Gefühl vrrmehrte sich zu enifetzlich-n Qualen, die damit ihr Ende fanden, daß ich unter donnerShn-lichem Krachen und nachhaltendem Gepolter erzitterte, tmpornehobtn wurde und zuletzt, alle« z-rmalmend, am Fuße meine« einstigen Aufent-halte« niederstürzte und mit wahre« Katzenjammer hinausschaute. So «uß e« einem Studenten zu Mute sein nach einem nächtlichen Gelage, oder eine« ar«en Werber, der von semer steinreichen Angebeteten einen riesengroßen Korb bekommen hat. Zum Glück lag ich aus dem Rücken, sonst wäre «ir der Aiem au«gegangen. Nach manchen Fährnissen und Gefahren wanderte ich in einen amphi.heatralischen Raum. Unterweg« verlor ich nicht bloß Schuh» und Strümpfe, Hut und Nacht-Mütze, Hosen, Rock u«d West», sondern auch mein arme« Fleisch, so daß von meiner einstigen Herr-lichkeit nicht viel zu sehen war. Doch noch nicht genug daran. E« sollte noch besser kommen. Früher konnte sich die holde Weiblichkeit ,H'0" niemal« rühmen, je einen Eindruck aus mein arme« Herz gemacht zu haben, ich war vollkom-men unempfindlich dagegen. Kam einmal ein säuerlicher Gedanke an da« Heiraten in Form von IX)' mir in die Nähe, so tonnte ich höllisch ausbrausen! Ich war eben in den Flegeljahren. Aber jetzt!?! Meine Biüver lagen n«ben und über «ir; ich konnte mich gar nicht rühren. öffentlichen Meinung in Oesterreich, da« durch den Mund de« Thronfolger« deutlich zu« Au«druck gebracht wurde, weichen «ußte. Indessen gaben die bi«her einflußreichsten Ratgeber de« Kaiser« ihre Sache nicht verlöre«. War Pitreich auch in feiner politisch exponierten Siillung al« Krieg«-minister nicht mehr zu halten, so schien er doch in der rein sachlichen Stellung de« Generalstab«-ches« möglich. Seiner Kanbidalur jedoch steht der Erzherzog, wie behauptet wird, bestimmt entgegen und er empfiehlt Den General Konrad von Hötzendorf, dessen Umsicht und soldatische Energie in der Armee allseitig rühmend hervorgehoben werden. Noch ist die Entscheidung nicht gefallen und während die Neubesetzung de« Krieg«mlni»te-riu«« sofort und klaglo« durch die Ernennung de« Fe!d«arschalleulnant« Schönaich von stalten ging, findet inbezug aus den Posten de« General-stabSchrfS seit Wochen in den höchsten Kreisen ein hartnäckiger unv, wie e« scheint, bisher noch nicht entschiedener Kampf statt. Der Kaiser lreunt sich, wie ei heißt, nicht leicht von seinen langjährigen Berater« und möcht» auch den Thronfolger nicht verletzen. Es ist möglich, daß die Krise noch »in neue« Opfer fordert. D»r Gkntraladjulant de« Kaiser«, Bolfra«, setzt sich für General Konrad v. Hötzendorf ein und e« könnte wohl sein, daß, wenn er nicht durchzuringen vermag, auch fein Amt einer anderen Kraft übertragen wird. Der Stein ist in« Rollen gekommen und immer schärfer hebt sich die Gestalt d»« Thronfolger« von tem politischen Hintergrund ab. eine« Mann»« von starkem, fast l»id»nschafilich»m Wollen, einer nicht ganz vorurteil«losen, aber kräftigen Persönlichkeit. Seit der Abfassnag diese« Aussatze« ist die Nachfolge bereit« geregelt worden. FML. Konrad v. Hötzendorf ist Chef de« Generalstab« geworden und FZM. o. Bolfra« bleibt. Beck und Pitreich flnv endgiltig ausgeschifft. Ob auch ihr Kur«? Jm«er wärme' und wärmer wurde mir ums Herz, ja ich kam förmlich in WerßglühHitze und mein einsames Leben freute mich nicht mehr. Ich wollte irgend jemand haben, der «ir «einen Morgentrunk zu« Bette trüge, «eine Knöpfe annähte, «ir Gesellschaft lkisten, «ich fch«eichel« und heaen könnte. Kurz und gut. «eine Anßchlen hatte» sich gänzlich geändert. Mein kohlensäuerlicher Hagestolz hatte «ich v»rlass»n. Ich war sehr stark verändeit; ich ging nicht mehr so st>aff, war weich und mein Herz bröckelte immer mehr ab; ich braust» auch nicht mehr au» und schluckte begierig die Liebe«-blicke der ein. Nun war ich geeignet, «ich mit der besseren Hälft« zu verbinden. Nach einer nochmaligen weiten Wandernag ka« ich auf »inen großen hos; in eine« weißgeiünch»»«. niederen Zimmer (sem Stande«am>) sollte ich vermählt werken. Bald ka« die Brau» mit ihren Angehö-r>gen und ich Halle aufgehört, Jnnggesllr zu fe,n. Ganz ohne Sch«erzen ging et aber doch nicht ab. Besonders al« ich die Schwieger«ntier sah, die (nach kärntnerischer Sine) eigentlich nicht« dabei zu tun hatte, zischte ich gewaltig und rauchte surchtbar und säst zersprang «-in glasharte« Herz, aber nach und nach wurde ich ruhiger und ruhiger, mein ätzender Spott enifloh, ich zerbröckkli» immer mehr und mehr unv war der bravste Ehemann, 3:it: 2 .F5»t?chr K«chi Nummer 94 Z>er deutsche Atock. Je weiter die Beratung der Wablreform vor« schreite«, u« so dringender tritt die Notwendigkeit, für einen gewichtigen Einfluß de« Deutschtum« im zukünftigen Hause de« allgemeinen Wahlrechte« vor« zusorge». an die deutschen Parteien heran. Man kann «it Genugtuung feststellen, daß die Bestre-bungtn, die nationalen deutschen Fraktionen künftig im Parlamente zu einem einzigen deutschen Block aus der gemeinsamen Grnndlag» der entschiedensten Wahrung aller nationalen Interesse» de« Deutsch-mm« in Oesterreich zusammenschließen, aus allen Seiten volle« Verständnis finden und daß überall der gute Wille besteht, den Zusammenschluß mög. lich zu machen. Daß e« angesichts der bestehenden Partei- unv Programmunterschiede nicht über Nacht möglich ist. die Einigung der Fraktionen in ein Ganze« durchführen und so manche Antipathien mehr persönlicher oder örtlicher Natur au« der Welt zu schaffen, ist eine ganz natürliche Sache und schadet am Ende auch nicht viel, da die künftige Parteiorganisation um so fester sein wird, je «ehr schon bei den ersten Versuchen ihrer Bildung daraus Rücksicht genommen wird, daß den zu »er« einigenden Gruppen der deutschen Agrarier, der deut-schen VolkSpariei, der Fortschrittliche» und der Frei» allveutfchen Bewegungsfreiheit innerhalb de« großen RahmeaS gewahrt werden muß. Da die Einigung«, frage am wichtigsten, aber auch am schwierigsten für Böhmen ist, so muffen e« naturgemäß die deutschböhmischen Parteien sein, welche zuerst da« Problem zu lösen haben. Die Parteileitung der deutschen VolkSpartri in Böhmen hat bekanntlich die EinigungSfrage aufgerollt und ihr Antrag ist bereit« in einer Reihe von Parteikonferenzen einer eingkhenden Erörterueg unterzogen worden, wobei Fortschrittspartei und Agrarier ihre Zustimmung auSfprachen, während bei den Frtiall"eutschen trotz der grundsätzlichen Anerkennung der Notwendigkeit ve« Zusammenschlusses im künftigen Parlamente sich ein Widerstreben gegen die Einigung schon vor den Wahlen, deren politische Wirkung zweifello« sowohl für die allgemeinen B»rhSltnifle wie sür die Wahlen selbst eine starke und günstige wäre, gel-tend machte. Dieses Widerstreben kam auch in der kürzlich abgehaltene» fretalldentsche» Parteiversami», lung in Prag dadurch zum deutlichen Ausdruck, daß die Freialldeutschen bereit« mit einer selbftia-digen Kanvidatenlifte auf de» Plan traten, welche allerdings wieder dem Einigung«geva»ken soweit Rechnung trägt, daß sie ausdrücklich die Unter» jtützung von Kandidaten der anderen deutschen Parteien auSspricht. Im Abgeordnetenhaus» fanden darauf von den Freialldeutfche» einberufene Besprechungen der Abgeordneten der deutschen Bl«ckparte>»n statt, in denen die Grundsätze noch scharf zu Tage traten, aber sich doch so weit ab-schliffen, daß man beschloß, »inen Ausschuß ein» zusetzen, welcher die nötigen Vorarbeite» zu machen und geeignete Vorschläge zu erstatten haben wird. Die verfassungstreuen Großgrundbesitzer werden in die Aktion miteinbezoge» und demnächst ihre Ver treter bekanntgeben. Ein Teil der heutigen Mit glieder deS vMsaffungSireuen Großgrundbesitzes wird ja künftig der deutschen Agrarpanei anaedSr»» den »S geben kann, denn ich ging ganz tn ,H'0" auf und halt» keinen »igrn»n Willen mehr und auch keine Worte. Die Verbindung war vollzogen und da» Resultat derselben — ein Kalkbrei! So betete einmal ein Kavsöurger. Au« de« Gebetbuch« deS «enschensreund lieben «aiser« Josef II. bringen wir h»ut» sein Toleranzgebet, da« a« 7. Februar 1905 in den .Münchener Neuisten Nachrichten" erschien. ES lautet: „EwigeS, unbegreifliche« Wesen ! Du bist ganz Duldung und Liebe, Deine Sonne scheint ve« Ehristen wie dem Gottesleugner, Dein Regen de-feuchtet die Felder de« Jrrenoen wie jene deS Rechtgläubigen und der Keim zu jeder Tugend liegt auch in den Herzen der Heiden und K.tzer. Du lehrst mich, daß Verschiedenheiten der Meinung Dich nicht abhalten, ein wohltätiger Bater aller Menschen zu sein und ich. Dein Geschöpf, soll weniger duldend fein, soll nicht zu-geben, daß jeder meiner Untertanen Dich nach setner Art anbei«? Soll sie verfolgen, die anders denken als ich und Irrende durch» Schwert be« In den Alpenländern ist die Einigungsfrage insofern» «inder schwierig, al« hier «it wenigen Ausnahmen die deutsche Volk«partei bereit« al« große, die einzelnen Lündergruppen um>ass on der serbt-schen Regierung bezahlter bosnischer Fahnenflücht-linge stehen. Da» Kabinett Pasic hat den Obmann des sür die Borbereitung de» boSntichen AufstandeS eingesetzten Ausschusses, Eelooic, verständigt, daß sofort nach dem Abschlüsse der neuen Anleihe in Pari» dem Ausschüsse neuerdingS 200.000 Franken werden zur Verfügung gestellt werden. — Im Zusammenhange damit steht auch die Demonstration einer großen Anzahl südflavifcher Gtuden- kedr»n i Nein ! Allmächtige» und mit Deiner Liebe allumfassendes Wesen, die« sei serne vor mir. Ich will Dir gleichen, soweit ein Geschöpf Dir gleichen kann, will duldend fein wi« Du. Von nun an fei all«« Gewissenszwang in «einen Staaten auf^e-doben. Wo ist eine Religion, die nicht Tugend üben, nicht da« Laster oeradscheukn l»drt»? J»b«r fei also von «ir toleriert, jev«r bete Dich, ewiue« W«skn. nach der Art a», die ihm die beste dünkt. Verdienen Irrtümer de« Verstanoe« die V«r-dannung au» d«c Gkslllschast. ist Strenge wohl da« Mittel, die Gemüter zu gewinnen und Irrende zu bekehren? Zerrissen seien von mir die ,chänd-lichtn ketten der Intoleranz. Dafür ottttn» da« süße Band btt Hoffnung. Duldung und Bruder-liebe «eine Unterta»en aus im«er. Ich weiß, daß ich der Schwierigkeiten viele werde zu überwinden habe» unv daß die «eisten von denen kommen, di« sich Deme Priester nennen. Verlasse mich aber nicht mit Deiner Macht, stärke mich mit Deiner Liebe, ewige«, unerkläibareS W»s»n, auf daß ich all» diese Hindernisse glücklich üdkisteig« und daß daS Gesetz un!«r»S göttlichen Lehrers. Da* kein anderes al« Duldung und Liede ist, durch mich erfüllt werd«. Amen." ten vor d«m ReichSsinanzministeriu«. Die Ursache der Demonstration war die, daß in der l-tzten Zeit au« Bo«nien einige Führer der Serben ausgewiesen worden waren. Auch au« Ragusa wurden ein Serbensühr^r und ein Student auSg wiesen. Serbische ?U»üe. Ueber die Wühlereien Serbien« gegen Oesterreich-Ungarn berichtet die „Vossische Zeitung-, welcher die Aeußerungen eine» Diplomaten in Belgrad mitgeteilt werden: Der österr«ich>sch-ungarifche Gesandte Czikann ging auf Urlaub und kommt wahrscheinlich solange nicht zurück, al« da« Ministerium Pasitsch am Ruder ist. auch wird fein Posten nicht durch einen anderen Gesandten besetzt, so lange die geg nwärtige Regte« rung besteht. Mit SiaatSmitteln wird eine maß-lose Agitation in Bo«nien, Dalmatien, Makedonien, sogar in Südungarn betrieben. Ebenso wird von 6er Regierung durch einen Teil der Belgrader Presse gegen Oesterreich-Ungarn gehetzt. Die Mitglied»? dtr serbischen Regierung äußerte» sich witderholt rücksichtslos btltidigtnv geven die Monarchie unv tvre Diplomaten. Am nächsten Sonntag wird von dem Journalist'nveretn eine Versammlung in Belgrad veranstaltet, aus der die bosnischen Verhältnisse kritisiert werden solle». Auch zu dieser Versammlung gab die Regierung den Anstoß und log« die erforderlichen Mittel. Äus Stadt und Land. giftet Gemeindest. Der Borsitzende Bürgermeister Dr. Heinrich Jabornegg v. Altensel« eröffnet nach festgestellter Beschlußfähigkeit vie Sitzung und e« wird sogleich zur Erledigung der Tagesordnung geschritten. Die Eingabe der Mitglieder der städtischen, SicherheitSwache um Bewilligung einer Erhöhung ihrer Bezüge wird der »ertraulichen Sitzung vor-behalten. Für den UnttrrichtsauSschuß berichtet dessen Obmann KlemenS Prost über «ine Eingabe de» Stadtfchnlrate« Eillt weg-n Anschaffung von Lehrmittelgegenstänven zur Ergänzung der Lehr-mittelfammlung der städtischen Knabenoolk«fchnle in Eillt u»d verliest da« Verzeichni« üver die al« notwendig bezeichneten Levr«ittel egenstände. die einen Gesa«mtkostenaufwand von 497 ^ 50 d erfordern würden. Der Berichterstatttr erklän, i'aß dit't Ergänzung der Lehr«itielsammlu»g al« not-wendig erkannt werden müsse, daß jedoch auß-t dem Kosten preise auch einige kleinere Auslagen sür Aufspannen der Bilver u. f. f. werden notwendig werden; der Unterausschuß 2 stellt deshalb den Antrag: ES werde der Leitung der städtischen KnabenvolkSschule zur Anschaffung der Lehrmittel nach dem vorgetragenen Verzeichnisse ei» Betrag von 500 X bewilligt, welcher Betrag in den Vor-anschlag der Eiadtgemeinde für daS Jahr 1907 einzustellen fei. Dieser Antrag wird ohne Wechs»lr»de stimmeneinhellig angenommen. B richte deS Buuau«,chusseS. für welchen dessen Odman» Dr. Josef K o v a t s ch 11 s ch de-richtet. Karl Teppei, DampssägewerkS-Besitzer und Kaufmann in Cilli ersucht um die Bewilligung, seine im Ried »Langenfeld* gelegenen Grundstücke nach dem vorliegenden Plane in Baustellen abteilen zu dürfen. Der Berichierstatter teilt «It. daß i« Ganz.n »4 Baustellen geschaff n werten sollen, von welche» die größte «in ArSmaß von 1176 Geviert«»!« und die kleinste «in solche« von 628 besitzen soll. Der BauauSfchuß ist zu ver An-ficht gelangt, daß t» dt»se« Stadtteile die ge-schlössen« Verdauung «inzutretkn hab» und daß von dem früheren Plane, die v'lltnartig» Bei-bauung platzgreifen zu lassen, abzugehen ist. Der Bauausschuß stellt folgende Anliäg«: E« sei dem Karl Teppe» aus Grund der §§ 3. 29. 38, 138 und 142 der steiermä kiichen «ö uoibnu g die Widmung stintr Gtuncstucke in Leingenftl» zu Baustellen unter folgen tn Bedingungen zu bewilligen: I. Jeder Straßenzug hat di« Br«it« von 12 m zu et balten. 2. An jeder ntuploj liierten Siraße einichließlich der Äijelastraße ist ein Vorgarten in der Biene von 5 w unverdaut zu laffen. 3 Vor jedem Odj.kte ist unter Ausschluß von Vollmau rn eine gefällige Einfriedigung (Eilen- oder Holzgitierzau«)^ auf einem st'mauerten döchnens l m hohen Sockel stehen» in Au«füvrun», zu bringe». 4. Die Bütgersteige haven. w nn nichts ander » bestimmt werd, eine Breiie von 1.5 w zu erdal -». 5. Au» dem Innren v«< Baustelle surf n nur die Dach-»aufm und M»teotwäss»r nttttritöifch auf die Nummer 94 Sette 3 Straße geleitet werden. 6. Bi« zum Zeitpunkte »er Kanalisierung dürfen Verscnkuag«gruben zur Ausnahme der aus dem Wirtschast«beiriebe Kammenden Schmutz- und Absallwäfser zur Au«- ' fiibrnng gelangen. 7. Risalite i« Höchstmaße von 0.6 in werden zugelassen 8. Die Auistellung von Lusthäufer» in den Vorgärten wir? gestatte«. 9. Asch«nb«häl>er sind in alle» Objekten herzu-stellen. 10. Die Herstellung von Dachwohnungen, wenn dieselben seuerslcher angelegt sind, wir^ gestattet. II. Die Gebäude müssen mindesten« I Stock hoch hergestellt werden. 12. Wird weiter» bedungen, daß der an da« Straßennetz zur Au«-scheidung kommende Grund unentgelilich in da« Semeindeeigenium zu übergeben ist und die grundbücherliche Einverleibung aus Kosten de« jeweiligen Grundeigentümer», beziehungsweise ©au» werbet« zu erfolgen hat. Ueber vie!t Anträge • ntfp ntti sich eine längere sehr eingehende Wechselreve an der der Reihenfolge teilnehmen die E. «. Max Rauscher, Franz Donner, Edmund Unger Ullmann, Hust >v Sttger unv der Bürgermeister«Slelloertreter Dr. Gregor Jesenko. sowie der Beiichterstatter. Nachdem G.-A. Edmund Unger Ullmann seinen gestellten Antrag auf Verringerung der Borgartenbreile aus 3.5 bzw. 4 w im Lause der Wechselnde wieder zurückgezogen bat. werden bei der erfolgten Abstimmung die Anträge de« Bau-au«fchusse« angenommen. Ferner bericht,t der Obmann de« Bauautschusses, daß die Eillier Eiadtmühle vor längerer Zeit ein Projekt auf Herstellung eine« Elektrizität«« wer?»« nebst einem Vertrog«en>wurse vorgeleat habe. I» diese Angelegenheit könne aber heute nicht ein-gegangen werden, weil auch ein Projekt, welche« vom VerwaUung«au»schusse de« städti>chen Schlacht-hause« au«gehe, zur Verhandlung gelangen wird. E« wird der Gegenstand daher von der heutigen Tagesordnung abgefetzt. Ueber die«fall« vom Bürgermeister gestellte Anfrage erklärt der Obmann de« Verwaltung««»«-schusse« de« städtisch«» Schlachthaus«« Karl Teppei, daß da« Projekt so weit fortgeschritten fei, daß eine Erörterung de«selben stattfinden kann, worauf der Bürgermeister erklärt, daß er diese Borberatung nächste Woche stattfinden lassen werde. Hinsichtlich eine« vom Stadtbauamt« in einem bezüglichen Ami«berichle angtregten Au«tausche« eine« Grundstücke« am Wokautiplatz« zwischen der Siadlgemeinde und der Braueret Gebrüder Reining-hau« stellt der Bauau«schuß durch seinen Obmann Dr. Joses Kowalschitsch den Antrag auf Ab-lehnung, weil der Wert de« Grundstückes der Stadt-gemeinde «in unverhältnismäßig höherer fei al« zener de« zur Euttaujchung beantragten Grundteile«. Dieser Antrag wird angenommen. Für den Finanzau«schuß berichtet dessen Ob-mann Max Rauscher. In einer Eingabe suchen die Lehrer der städtischen Knab«nvolk«schule Jakob Gorjup, Josef Horwaih, Ferdinand Porsche und Ferdinand Wolf um die Bewilligung eine« Woh-nu»g«geldbeiirage« an. Der Berichterstatter verliest die Eingabe vollinhaltlich und stell» sür draFtnanz-au«schuß den Antrag: Der Gt'p«indeau«schuß findet da« Ansuchen der Herren Lehrer ob der tatsächlichen Teuerung«-Verhältnisse sür gerechtfertigt, kann aber mit Rück» jicht auf dte «norme Belastung der Post .Schule" im Voranschlag« dem Ansuchen leider nicht ent-sprechen. E« wird jtdoch der Bürgermeister ersucht, unier Würdigung der Verhältnisse »besten« Schritt» beim sttiermärkischcn »inde»au»sch>.ss« zu unter-n«hm«n, damit »on Stile de« Lande« den L»hr»rn der angestrebte Wohnung«beilrag gewährt werde. (Dieser Antrag wird mit Stimmenmehrheit ange-nommin.) Hieraus übergibt d»r Bürgermeister d«n Vor-sitz an den Bürgermtister-Stello«rlr«ttr und e« gelangt die Gemeinderechnung für da« Jahr 1905 zur V»rHandlung. Nachdem der Berichterstatter Odman deS Ftnanzau«schusse« Max Rauscher den Rtchnung«abschluß in seinen einzelnen Posten sowohl hinsichtlich der ordentlichen wie auch der außerordentlichen Gedahrung und auch btzüglich drr einzelnen Fonds zu« Vortragt gebracht hat. brzitht er sich auf diesen seinen Bericht und weist darauf hin, baß au« drmstlbtn zu entnehmen ist, daß der Reingewinn an« der ordentlichen Gebah-rung 52.824 K 04 h beträgt, dem eine noch nicht beglichene Post von 37.931 K 76 b sür rückständige Schuldzinsen an die Spa> lasse der Siadigemtindt Eillt gegtnübtrsttht. Ditse Post hätte jtdoch lticht b»zahlt werden können, wenn nicht notwendig gewordene Au«gaden in der außer-ordtntlichen Gedahrung i« Beiräte von 27.127 X Ol h au« der ordentlichen Gedahrung hätten de-zahlt werden müsst». Selbstredend cikdübre der Siadtkasse der volle Ersatz dieser 27.127 KOI h in die ordentliche Gedahrung, wodurch sie den Ver-Pachtungen der Sparkasse gegenüber nachkommen können wird. Nachdt« jedoch der ganze Beirag zur Deckung nicht notwendig erscheint, sondern nur ein Betrag von 16 341 K 3G h erforderlich ist, so stellt der Finanzau«jchuß den Antrag: E« sei ein Betrog von 12.000 K. au« der Spar- i lasse der Stadtgemeinde Cilli auszunedme» u»s> zur Deckung der restlichen Zinsenschuld für l905 zu verwenden und der Reu von 3319 K als K^ssa-reft sür 1905 in die Sparkasse einzuleven. Dieser Anirag wird angenommen. Weiter« wird über den vom Büraermeister einpeh'na begründeten und ge-stellten Antrag beschlossen, ein Darlehen »on 12.665 E 66 k zur Deckung der sür da« Hau« Murko, da« Munitionn Antrag: Es sei dieses Ansuchen abzuweisen, weil aus d>« Haupivlatze der ersorderliche R^um nicht vorhanden sei. Dieser Antrag wiro einstim»'g ana»ri»wmen. worauf der Vorsitzende lie öffentliche Sitzung sür geschloffen erklärt, oer »ine vertrauliche folgt. K»a»gelische Gemeinde Killi H.ule, Sonntag, vormittag» 10 Uhr findet in der tvang. Kirche die Feier de» Totenfeste» unter freundl. Mitwirkung eine» Hörnerqu »rteteS statt. Die Predig« hält Psarrer May. In Anschluß an den Predigtgo»e«dieast wird auch da« heil. Abend-m a l au«getttll w-rden. — Der Kind er-golie«dienst sälli die«mal au«. Hnangelisch er Anmilienavnld. Letzten Donners, tag fand im Hotel „Stadt Wien" ein von der hiesigen Ortsgruppe des Deutschevangelischen Bunde« für Oesterreich veranstaltetet Familienabend statt, zu dem mit aufrichtiger Freude begrüßt, auch der alt katholisch« Psarrer, Herr Ferk, aus Graz erschienen war. Herr Buchhändler Georg Adler hieß die Erschienenen, unter denen sich auch diele katholische Freunde der deutschevangelischen Sache befanden, als Obmann der genannten Ortsgruppe herzlich will-kommen, verwies auf die hehre Aufgabe, den be-drängten Brüdern in der Ostmark Licht und Wahr-heit zu bringen, die sich der Deutschevangelische Bund gestellt habe, nannte ihn eine Sammelstelle, in der die Angehörigen aller freiheitlich«! Parteien sich zu einträchtigem Wirken zusammenfinden können und schloß seine markigen Worte mit dem Hinweis auf die mächtige Bewegung der Geister, die durch den Ruf „Los von Rom" gekennzeichnet fei. Beifälligst begrüßt ergriff nunmehr Herr Pfarrer Ferk das Wort. Er erklärte, gerne der Einladung der evangelischen Freunde in Cilli gefolgt zu sein. In feiner ursprünglichen Absicht fei eS gelegen, einen Vortrag über den Aberg auben im 20. Jahrhundert zu halten, worüber er, der so viele Jahre die Kutte des FrarziskanermöncheS getragen habe und fozu-sagen ein Agent des Aberglaubens gewesen sei. wohl am besten sprechen könne; er habe sich aber ent-schlössen, an diesem Abende lieber die Gründe zu erörtern, die zum Austritt auS der Romkirche ver-anlassen. Nachdem er die religiöse Seite der Ueber-trittsbewegung und deren sittliche Berechtigung erörtert und nachgewiesen hatte, kam er auf st? als einer Forderung des Fortschrittes zu sprechen. Seiner tief-duichdurchdachten Rede lag daS Wort zu Grunde, daß die Geschichte der Menschheit eine Geschichte deS Fortschrittes und der Freiheit fei. Diesen ewigen Forderungen der Menschheit verschließe sich die Rom-kirche und deshalb werde die aussteigende Entwicklung der Menschheit über sie hinweggehen. Wohl habe schon eine stattliche Zahl der Romkirche den Rücken gewendet, doch stehe man noch immer in den An-singen der „Los von Rom"-Bcwegung. In seinen weiteren Ausführungen kommt Redner aus die Geschichte der Päpste, auf die Liguorimoral, die so verderblich wirken müsse und auf den Reform- katholizitmuS sprechen, der leider an der Unsehl-barkeit der Päpste scheitern müsse. Reicher Beifall lohnte die fesselnden Ausführungen. Herr Pfarrer May sprach dem Redner im Namen aller Anwesenden den herzlichsten Dank für seine lichtvollen Ausführungen auS und feierte ihn al« einen Mann der Tat, der sich unter den schwierigsten Verhältnissen zu seiner Ueberzeugung bekannt hab«. Seine weiteren Worte galten dem großen Sohne de» deuischtn Volke« „Luther* Ein zur Ver-leiung gelangte» BegrüßungStelegramm de« Post» offizialS, Herrn Pogatschnia ward mi« lebhafte» Htilrufen ausgenommen. I« Anschlüsse an feine Rede gab Herr Psarrer Ferk einige Erlebnisse alS Franziskanermönch zum Besten, die ein«n heiteren Wes«n»zug trugen, aber doch zugleich ungemein bezeichnend sür den Geist sind, der in dir Rom-kirche zu Hause ist. Reicher B>i all lohnte auch dies-n Teil seiner AuSfüvrungen. An dem Abend« bracht« auch H«rr Borg lt, «in b«gabt«r Musiker, einige Solostücke sür Horn zum vortrage, denen lebhafter Beifall zuieii wurde. Die Begleitung der Scharlieder auf dem Klavier« hatt« in lt«b«n«-würdig» Weise und mil rühmlichst bekannter Fertigte» Herr Jnterberg«r besorgte. Kodesfall. Am 20 b. M. starb in Oplotnitz Frau Antonia Kriechbaum nach langem schweren Leid«» im 61. Leben«>ahre. Z>ie Aortrage und Experimente de« Herrn Pros. Hermann tn Wachsvggestion und Gedankenlesen sind im hohen Grade fesselnd un» e« begeht jeder «ine Uni»rlassung«sünd«. der diesen Vortrügen fernbleibt. Wie wir hören, ist der Versuch unier-nommen worden. Herrn Pros. Herrmann zu ver-anloss.n, noch am Sonniaq «in« Vorstellung zu gtden. doch konnte eine bestimmte Zusage von ihm nicht erlangt werden. Z>er Männer gefangn er ei» Liederkranz giebt Sonniaa, den 2. Dezemder eine Ltedertasel, deren reichhaltige und erlesene Vo:trag«solge einen genußreichen Abend verbürgt. Zffermihtnng. Herr Otto Schalster, k. u, k. Oberleutnant im Jnsanterie-Regiment Nr. 87, ha» sich am 22. d. M. mit Fräulein Helene Keppa, Tochter de« Ober-Beztr«arzi»« Herrn Dr. Andr. Keppa vermählt. Den Neuvermählten unsere Glück-wünsche. Fheater Zlachricht. Dienstag den 27. d. M. gelang, Lortztn,.« lomantifche Märchenoper „Undine' zur Aufführung. Da« Wert hatte bet der Aufführung in Laidach «inrn großartig«» Erfolg uns dürfte gewiß auch hier große Zugkraft au«üben. Die Hauptpartien befinden sich in den Händen der Damen Schulz und Pola und der Herren Kant, G«ißler, Malten. Hermann und Bankwardt. Die nächst« Vorstellung findet am Sam«iag statt. Ge-geben wird di« hochinteressante Neuheit .Drei Er» lebnisse eine« englischen Detektiv«" von Franz von Schöntdan. M«ftt»erein i« Kill». Mittwoch, den 28. d. abend« 8 Uhr finde« t« Konzertsaale de« Hoiel Mohr der I. Ka«mermusik'Adend. veranftaliei ro« Lehrkörvtr der Schule unter gesälliger Mitwirkung de« Herrn cand. med. Max Hesse au« Graz (Cello) statt. Die Voitrag«ordnuna ist folgende: I. L. v. Beethoven, Kt>,Vier-Trio c»molI. Allegro con brio — Audante con Variation!. — Menuetto — Finale. Klavier: Fräulein Anna Prasch Violine: Herr Kapellmeister Moritz Schachenhoser. Cello: Herr Max Hesse. II. Ed. Schütt. Sonate für Klavier und Violine op 26 g-dur. Allegro risoluto. — Poco Andante. — Po«o Allegro tnoderato. — Klavier: Fräulein Anna Prasch. Violine: Herr Kapellmeister Moritz Schachenhoser. III. P. Tschai» kow»th Klavier-Trio op 50 a-moll. I Satz: Moderato assai. (Pezzo elegico.) II. Satz: Andante con moto (Thema con Yariazioni) Finale. Klavier: Fäulein A»na Prasch. Violine: Herr Kcipellmeiiter Moritz Schachenhoser. Cello: Herr Max Hesse. Aeri«der»»ge» im A»ltitdin,st. In de» dauernden Ruy.fttlNZ .trat der Oifiz>al bei der Staat«anwal,schast in Cilli, O«walv Werlotschnig. O'fizial wurde der Kanzlist Johann Krek in St. Leonhard in W.-B. — Der Rechnun. «unterosfizter Karl Coeiko ist zum Kanzlisten in Drachenrurg ernannt worden. Ueversetzt wurde der Kanzlist Franz Schigart vom Bezirk«ger>cht in Drachendurg nach Windisch-Feist'itz. Aom ?okbie»ke. Der Postosfizial Eduard Urban in Steindruck wird am 1. D zember nach Pragerhos exponiert und mit der Leitung de« dor-tigen Bahnho>postamte« betraut. Gelle 4 m*ai» * stummer 94 Air hie Zlismartmarte. An Spenden sür die B>«mark«arte sind neuerding« eingelaufen: Sammlung durch Herrn Peer in Stor6. Frl Franzi Hünneemann l Bit < 1 K 18 h, Familie I.10 K, Familie Pfeiffer 5 K, Familie Dtetz 2 X, Familie L. 2 K, Familie Kinast 2 K, Herr u. Frau Höhl 2 K, Herr ii. Frau Peer 5 X, Herr Zwetko I X, Herr Heger 1 X, Herr <8. 1 X, Herr Rabilseb 1 K, Herr Herr»an» 2 K, Herr Schwagel 1 K, Herr Zwengg 2 K, Herr Hadert 2 X, Herr Baier Union 1 X, Herr Franzl 2 X, Herr Bozos«ky 1 K, Herr Jarosch Anlon 1 X. Herr Kottlied 1 X, Herr Schen 1 K, Herr Petienau 2 K, Herr Sqro-roUfa 1 K. Herr Franz Alberlini in Alpen P. Viklrinq 4 X, Verband deutscher Hochschüler in Cilli 50 K, Herr Thoma« Gög, Marburg. 20 X, Herr Skallak Hubert in Steindruck 10, Herr Ge-orq Fisch« 3 K. Ungenannt I K, Sammlung anläßlich ver Sedanfeier 30 X 50 K, ein Eillier aus der Reise nach Nordböhmen 55 X, Deuischer Sport» v rein und Deutsche Fußballverernigung 30 K, Gemeinderal Keller in Wien 2 X, Herr Pauseit in Wien 2, Herr Hermann Neugedauer in Wr »Neu» stadt (Sammelbogen) 14 K. Herr Adolf Belada in Wien 10 It. Brüder Reininghau«, Graz 10 X, Füselier-Baiaillon 4. Garde-Regim. z. F. in Berlin IX 64 h, Herr Moritz Stallner. Lande« >uS-schußbeisitzer 20 X, Herr Karl Siebeneichler in Neumarkt (Sammlung unter GtsinnunzSginofsen) 16 X 50 I,. Herr David Morris, Portmadoc, England, 5 X. Gesamtsumme der biSher eingegangenen Spenden 3485 X 21 h. Aeamteu Hterbekasse in Hr«z. Der neu-gegründeten BeamtenSterdekaffa wird au« Be» amienkreije» reget Jnieresse entgegengebracht, was die zahlreichen Anfragen und Anmeldungen de» weisen. Et wird aufmerksam gemacht, daß die Aufnahme ohne spezielle ärztliche Untersuchung nur noch bid Ende diese« Monate« möglich ist. An» Anmeldungen werden in der VereinSkanzlei: Graz, Han« SachSgaffe 3, 2. Siock, täglich entgegenge-nommen, woselbst auch etwaige Ausklärungen gerne erteilt werden. Alle mit festen Beugen angestellte, deren Evefrauen und auch Beamtinnen können Mit« glieder werden. Selvlimard ober Zluglücksfass. Seit Dien«-lag war der in der Etsenhandlung de« Peter Maj» d«c bedienftele Handlung«gehilse Johann Koncan verschollen. Am Do»ner«iag Nachmittag enid'ckte der Zeltelau«trägtr Max Wretscher beim Fischen in der Sann zwischen dem „Franzlwm* und dem Gasthaus« „Zu den drei Tauben" seinen an da« Ufer geschwemmten Leichnam. Herr Wretscher ver« ständig»«, nachdem er den Leichnam vollständig an« User gezogen hatt-, sofort die Polizei der Um» gebung«gemeinde. ftoncaii lieble den Trunk und war auch dem Spielteufel verfallen. In der letz'en Zeit halle er im Spiel große Verlust' zu beklagen. Der Umstand, daß er seine Brieftasche und feine Uhr zu Hause ließ, läßt auf Selbstmord schließen, doch ist auch nicht »»«geschlossen, daß er wsolge Trunkenheit veru«glückie. Bemerkenswert erscheint, daß auch die Schwester ve« Toten durch Selbft-morv geendet hat. Koncan. der seinerzeit in Kram ein eigene« Geschäft hatte, stand im 43 Jahre und war Ausschußmitglied de« sl»venifchen Kaufmann* vereine«. Ki« beutscher uutersteirischer -5ehrer,erei«. Ja Ers,äniung zu dem von un« über die Beratung der Lehrer gebrachten B.richte geht un« noch sol-gender Nachtrag zu: „Nach der «blichen Begrüßung der Erschienenen, insbesondere ver Aml«ge»ofsen von auSwärt«, setzte L.-B.-L. Herr Aistrich den Zweck und die Ziele de« zu gründende» ver-eines auseinander. Der Verein soll nicht ein päda-logischer sein, ein sür die Schulerhalter billige« Anhängsel der BezirkSlehreikonferenzen, er soll ein Vtrein zur Förderung der Stande«inter« Unierland» von Bedrängern umgeben ist und bi« jetzt fast immer auf seine eigene Kraft angewiesen war. Mancher Kollege hat sich, eingedenk dieser Tatsache, vom völkischen Kampfe zurückgezogen, im Bewußtsein, daß ihm im Fall« der Not niemand helseno bei» springen würde. Kein Berus«mensch kann jedoch für sein Volk so viel tun, wie eben der Lehrer. W>r dürfen aber nicht auf Impulse von außen warten, wir müssen selbst daraus unser Sinnen und Trachten richten, wie unserem Volk«tume im Unierlande am besten und wirksamsten geholsen werden kann. Redner verweist auf die mächtigen Lehrerorganifationen in Deuischböhmen, Mähren uno Schlesien, aus deren große Erfolge und auf die Tatsache, daß dort da« völkische Schaffen ohn« die Lehrerfchast niemal« die heutig« Lebhaftigkeit hätt« erlangen können Demgegenüber find die Alpenländer noch weit zurück und die Hauptschuld an diesem Uebelstand trägt die wenig wirksame bi«heriie Organisation d«r deutsch«« Lebrerschaf». Unsere Aufgabe muß e« also fein, hier Wandel zu schaffen, indem wir in die Lande«organ>sation al« «in etwa« lebhafterer Zweig» verein Schaffen«freude und Zuversicht bringen. Ein wichtige« Gebiet nnsere« Schaffen« wird die Au«» gestaltung de« deutschen Schulwesen« de« Unter» lande« sein, sowohl wa« die bestehenden Schulan-stalten aetrifft, al« auch Nengründnngen anklangt. Mit jeder neue» Schule entsteht «ine neue Festung sür unser Volk und auch unsere Kämpferzahl wird größer und unser Einfluß stärker. Redner kann nach nenauer Ueberlegung aller Umstände den werten Beruf«genossen nur auf« beste die Gründung de« Vereine« empfehlen. Die mit ersichtlicher Ausmerk» famkeil aufgenommenen ?Iu«sührungen de« Einde« rufet# fanden einhellige Zustimmung. Fiiffer. (Zwei Pferde ertrunken.) Al« am 19. o. M. in den ersten Nachtstunden drei Fuhrknechie mit leeren Wagen von Römerbad nach Gairach fuhren, scheute da« mittlere Pferdepaar vor einem Blitze und svrang in die hochange-schwollen«» Fluten cer Sann. Der Pferdeknecht, der den Wagen begleiiele, konnte da« Gespann, da« der Herrsch«?« Gairach gehörte, nicht retten. Bi« zum Morgen de« nächsten Tage« fand man weder Pf rde noch Wagen. ?r«gerh«f. (Un glück« fall.) Am 20. d.M. verunglück«? der al« Taglöhner bet der Herrschaft Glantschnig im Schlosse Pragerbos bedienftele Stefan P-perko beim Aufladen de« Heue« vom Heustalle, indem er vom Waaen siel und sich eine schwere Verletzung de« linken Hüitengelenke« zuzog. Uletr»«itsch. (Die Gemeindewahle n.) Die klerikale Presse wollte anfänglich glauben machen, daß der Sieg der klerikalen Partei ein leichter war und die Gemeindewahlen in aller Ruhe vor sich giengen. Tie Wahrheit ist jedoch, daß die neue freisinnige „Volfipctrm" den Schwarzen fehr viel zu schaffen «ab, da sie auch di» Unter» stützung der Stajercleute de« Orte« sand. Nur wenige« hat gefehlt und der Sieg wäre den „Reinen" geworden. He»ewber«tsw«ßl i« Marburg. Bei der am 21. d. M. vorgenommenen Wahl au« dem dritten Wahlkörper in den Marburger Gemeinderat drangen sämtliche demschsortschrillliche Wuhlwerber mit großer Mehrheit durch. Gewählt wurden di« Henen: Bürgermeister Dr. Johann Schm>derer, Wilhelm Abt, Christoph Futter, Josef Haupt, Paul He ritsch ko, Franz Kral. Dr. Ariur Mally, Franz Neger, Johann Sauer und Josef Schmiderer, Me-chaniker der Südbahn. Die Lifte der Sozialvemo-kraten und Christlichfozialen unterlag. Die Wahl-bettiligung war eine äußerst rege, sie betrug 80 Pro« zent der W chlberechiigten. y chöakei« (Anerkennung.) Der sreiwil-ligen Feuerwehr in Schönstein ging zu Handen de« Wehrhaupimanne« Herrn Joses Werdnicig ein An-erkennung«schreiden de« Regierungtkommissär«. Herrn Dr. Zoffal zu. in welchem da« verdienst volle, auf-opfernde Verhalten der Wehr heivorgehoben und zugleich ausgesprochen wird, daß e« ihrem ziel-bewußien Eingreifen zu danken ist, daß der Markt Schö«ftein vor dem drohenden Unglücke bewahrt wurde. Der Regierungskommissär Hit weiter« der Feuerwehr Schönstein al« Beitrag zur Nachschaffung notwendiger Löjchreqmst!en au« der Gemeindekasse den Beirag von hundert Kronen überwiesen. Nie ev««gelifche Aew,g««g i« SteiermurK. In Sieiermart sind in den ersten zehn Monaien diese« Jahre« 570 Personen von der römischen zur evangelischen Kirche übergetreten, seit Beginn der Lo« von Rom-Bewegung nahezu 5000. $«««. (Hauptversammlung de« Deutschen Turnvereine«.) Der hiesige Deutsche Turnverein hielt vor einigen Tagen seine die«jährige Hauptversammlung ad. Nachdem Tätigkeit«- und Rechenschaf>»?etichi zur desne-dig.nden Kennlni« genommen worden war, wurde zur Neuwahl geschritten, die aus nachstehende Herren fiel: Obmann und elfter Sprechw.irt Rechl«-anivalt Dr. Han« Janefch, zweiter Sprechwart Franz ka»kow«k>z, erster Turnwart Ernst Sl.miedt, zweiter Turnwart Gustav Paidafch, Schrififüvrer Karl Schallen, Zeugwaci Richard Kniewaffer. Zu Rechnungsprüfern >ür da« heurige und für da« kommende Jahr wursen die Herren Skoflek u»z Aischer gewählt. Der Verei». ver kaum ein Jahr besteht, hat im adgelauf-««» Verein»ja»re zur Ge» nüge bewiesen, »ie sehr er bestrebt ist. da« na>io-nale Bewußtsein in der deutschen Siadt Rann zu fördern. Wir geben un« aber der Hoffnung hin, daß der Verein in Hinkunft nicht erladmen wird, noch viel «ehr zu leisten, umfomehr. al» ihm ja von »er deutschen Bewohnerschaft Rann« die tat-kräftigste Unterstützung zuteil wird. Heil ihm und vem n-uen Turnrate l Aerei« Süd mark i« Hraz. Au«wei« über erhaltene Spenden auS der Sieiermark sowie qe-gebene Unterstttzungen und Darlehen in der Zeil vom 8. bi« 21. November 1906. Spenden liefen ein: C. Miller o. Hauenfel« in Graz 12 X (Kranzspende sür Karl v. Siarck); M.-O.-G. Kapsenderg (Festerlrag) 200 X; „Sannecker Burg-grasen" in Cilli für den deutschen Kindergarten in Brunndors 10 X; A. R. in Graz 6 X; Einige deutsche Hörer oe« Aditurientenkurse« in Graz 10 K; O.-G. Trofaiach (Spendenergebni« zweier Kegelabende) 5 X 18 h; Akad. O.-G. Leo den (akad. Verbindung „Cruxia" statt Kranzspende für Ludwig Kamp^) 20 X; O.-G^ FlvridSdors (für Bi«marckturm in Cilli) 40 X; Dr. Ottokar Beiz« in Graz (anläßlich de« Tode« seiner Gattin) 200 X ; Jng. Reiser in Picketn (statt e ner Kranz-spende sür Frau Marie E. v. Schmidt) 10 K; H. T. in Mureck 2 R 60 h; Akad. O.»G. Leoben (Lederfprung) 110 X; O.-G. Trosaiach (Sammlung de« Herrn Siud. Pail. Ehrlich 15 X. de« Herrn D. Kneschaurek 12 X ) Au« den Sammet-düchsen: Akad. Tu noerein. Graz 5 X 18 h; O -G. Trofaiach (d« M»tl) 21 X 85 h; Akad. O.-G. Leeben (Verein „Erz*) 20 X; Akad. Bur-fchenschaft .Carniola' tn Graz 9 X 48 h. Gründer : Dr. Adalbert Heinrich in Fürftenfeld 50 X; Kajetan Pierschy in Für enfeld 50 X: Billard-partie Hengl-Pserschy tn Fürstenseld 50 X; Grazer Burschenschaft „Allemannia" 100 X. Spenden er-hielien: Ein »indergarien in Untersteier 220 X; eine Schule in Untersteier (Weihnachi«spende) 50 K; ein deutscher Kindergarten in Untersteier (Weis-nachtsspende) 40 X; eine Schule »bendort 5 X: weiter« wurden an Siudienunierstützungen 180 X ausbezahlt. $i« Wsrt für die Spruche». Au« unserem Leserkretse geht un« folgende Zu'chrlft zu: Al« ich vor etlichen 30 Jahren in Rußland meiner Lehr-täiigkeil oblag und e« sich dann und wann ereig» neie, daß irgend ein Anwesender bei gesellschasl» lichen Znsammenkünfien keiner fremden Sprache mächiig war. so bekam ich nicht selten zu hören: Oh raais voili un komme sans toute öducation! (Da« ist ja etn Mensch ohne jegliche Bildung!) Da« war so die ge>rölznliche An'chauu»g von Leute« au« dem barbarisch'n Zarenreiche, da« der anderen zivilisierten Welt mindestens um d0 Jahre zurücksteht! Ich konnte mich deshalb eine« Lächeln« nicht erwehren, al« ich kürzlich in der Zeitung .zu unseren Mädchen" also sprechen hörte: „Wa« nützt euch da« französische und eng» tische Schwätzen! thr sollt wisse», daß fremde Sprachen nicht Bildung sind!" Wer von den Beiden hat nun Recht, der wilve Russe ooer der ztoili-sierte Oesterreich«! Diese aniiponschen Auffassungen de« oielbed u enden Worte« „Bildung" Hai mich veranlaßt einen Rückolick zu wersen in mei« eigene« ersahrungSriiche« Leben und auf m-ine Wanderungen durch bald Europa! Auch an meiner Wiege stand e« nicht geschrieben, daß ich etnstenS den größten Teil meine« Lederi« im Au«lande verbringen iollie! Ader wie gut war e« sür mich, daß ich mit Sprachkenntniffen wohl ausgerüstet in die Fremoe ziehe» konnte! DaS Au«beute>^ilem auf Reifen, in den Hotel« un? Geschäften, dem so viele Sp>.>ch«ntunvlgi zum Opser sallen, prallte an mir Fremden erfolglos ad. ungehindert tonnte ich alles genießen wie in der Heimat, in jecr« Muient mpel konnte ich mich ergötzen an allem Schönen und Ervab-nen und ni mand konnte mich ve>raien und vtrkaufen! DaS sind gewii, nicht zu unterschätzende Vorzüge für einen sprachlich ge» bildeten Menfchen und wollen wir auch den Nutzen in Anbetracht züden, so geben wir in die Grvß-stadt und besuchen wir ein.« der vielen Plazie» rungSlnstiiute! Wie viele Frauen und Madchen sitzen tori, die einst,«« im Wohlstand gelebt vaden und nun den einzt»,en Schätz zu verwerten suchen, den sie au« d-m Sch'ffbruch de« L-ben« gerettet haben, ihre Kenniniffe in den moderne» S. räche«! Diese muffen wir vorerst f>aaen. wozu ihnen nun da« französische und lNglijche Schwätzen nutzt? Wie glücklich sind sie nun. daß sie sich damit über Wa>jer halien tö.inen! Bedenken wir auch noch, wie hoch die Aofordetunge« an da« menschtiche Nummer 94 Seite Wissen htuizutag« gestellt sind, so gilt vor alle« da« Losun»awort: et lm Busen trägt, ward oou Herrn Mcihr mit vorzüglicher Charakteristik gegeben. Besonder« b«rvorzuheben sinv noch di« Dtimen Hold, Boecker, Ri»r«l und Ernotti. sowi« die Herr«» Vastat«. Hölzer «nd Mollik. Die Ins-zenierung durch Herrn Weißmüller war rtcht g«» wissenhaft. DaS Lokal-Museum. Zl»ser a» Kriuaer»age« aa die Pömerzeit ft iiverreiches Museum ist a« Vouuerstagea und f ouutage« »«» 9—1 Zlhr gessiuet, «« audere» a-e» der Noche vo« 1«—12 Ahr. ?ie Kiu-triltsgeöühr beträgt 29 Keller. vermischtes. Zu» Schwei»eschl«chte». Wenn man um diese Zeit, wo da« Schweineschlachten bei den Privatleuten wieder seinen Ansang genommen hat, da« jammervolle Geschrei der Tiere anhört, so drängt e< den Tierfreund, alle «iehbcfitzer, welche Tiere schlachten lassen, zu bitten, doch den Tieren da« Sterben zu erleichtern. Eine Betäubung der Tiere durch wuchtige Beilhiebe auf den Kopf ist überall möglich. Sicherer freilich wirkt da« Erschießen. Ein Knall, und da« Tier ist tot; die Mühe und Ver. drießlichkeit de« Totmachen» fällt dabei ganz fort, da« Ausbluten gelingt ebenso, und im Gewissen des Schlachtenden bleibt keine peinliche Erinnerung zurück. Wir sagen: Wenn es möglich ist. die Tiere ohne grohe Schmerzen zu schlachten, dann gilt dies sür human denkende Menschen auch al« Pflicht Und wer nicht selber schlachtet, soll da» Seinige «un, indem er di« andern, welche noch so quälerisch schlachten, entsprechend belehrt. Aeetho»«» wurde früh von feinen Eltern zur Musik bestimmt und fetzte schon in seinem achten Jahre die Zuhörer durch sein Biolinenspiel in Erstaunen. In einem Winkel Ut Dachstübchen», wo er sich gewöhnlich übte, bemerkte er eine große Winkelspinne, die, sobald er zu geigen anfing, ihr Gewebe verließ und ihm näherkam. Nach und nach wurden Spieler und Zuhsrerin so vertraut, daß diese an» ihrem Winkel auf bat Palt, vom Pulte auf den Künstler und endlich auf den Arm kam, der den Bogen führte. Da« Interesse de» Knaben trug nicht wenig zu seinem Fleiß und mithin zu seinen Fortschritten bei. Eine« Tage« kommt feine Tante, die Mutterstelle bei ihm vertrat, und führt jemand in da« Stübchen, um de« jungen Geiger« Talent zu beobachten. Er spielt, die Spinne bleibt nicht au», geht endlich bi« auf seinen Arm. Da fährt die Tante augenblicklich hervor, schleudert die Spinne mit dem Pantoffel zu Boden und zertritt sie in demselben Moment. Bor Schrecken sinkt der junge Beethoven in Ohnmacht. »25.009 Mark für ei» St»» Ar«t Bor achtzehn Jahren sah ein kleine« Mädchen, da« mit anderen Kindern auf der Straße zu Eardiff spielte und dabei ein Butterbrot aß, einen jungen Mann mit gierigen Augen da« Brot betrachten. Al» er sich beobachtet sah, bat er da« Kind, ihm einen Bissen abzugeben, d, er sehr hungrig sei. Da« gutherzige Kind schenkte ihm sein ganze« Brot Von diesem Manne ist jetzt an die Zeitung „South-Wale« Echo' die Bitte gelangt. au«findig zu machen, wo eine Dame namen« Nellie Hawkin» lebe. Diese Dame ist da« junge Mädchen, da« auf sein Butterbrot verzichtete. Der Briefschreiber, d«7 in Australien lebt, teilt in seinem Briefe mit. er sei reich geworden, kehre nach England zurück und wollc seiner kleinen Helferin von damal» seine Dankbarkeit in Gestalt von 16.000 Lstrl. zu erkennen geben. Da« Mädchen lebt mit ihrer Schwester in Cardiff. Ei« ent-sinnt sich genau de» Fremden, aber nicht mehr de» Umstände», daß sie ihm ein Butterbrot gab. Frl Hawkin« behauptet, ihn mehrfach gesehen zu haben. Der reich gewordene Mann heißt Harold Swadolf und soll deutscher Abstammung sein. — Wenn e« nur nicht bei der Dank-barkeit au« der Entfernung bleibt: e« gibt ja Käuze genug, die auf jeden Fall von sich reden machen wollen. Schwurgericht. Kindesmord. Vorsitzender L.-G.-R. Dr. Schaeftlein. Die 26jährine ledig« Di«nflm,av Antonio Planinsek. zuletzt bei Herr» Georg Skob«r»e in Eilli devienste». steht unter der Anklage, in der Nacht vom 2V. aus den 21 Okiob'r d. I in d«r Absicht, ihr ^iußer. eheliche» Kmd zu töten. d«mselb»n bei drr Sel>u:t dir AimungSweg« abgesperrt zu daben, so vaß «« an Erstickung starb. Die Beschuldigt« behaupt«, hu« Kind had« nach d-r Geburt einige Atmung«-hew«sUtg«n gemacht, sei aber bald daraus ohn« ihr ,£umn gestorben. Durch da« Bewet«o«rfahrrn ließ sich nicht f«ststell-n. ob dies, Verantwortung richtig fei, wohl aber gesteht die Beschuldigt«, daß su die Ad« ficht hatt«, ou« Furcht vor ihr«n Eltern die Äeduri zu o«rh«>mlichen. Nach d^m Gutachten d«r A«rzie ist der Tol> de« Kinde«, w-lches nach der Geburt auch gelebt dat un» leben«fähig war. «»folge Erstickung vurch Absverrrung der Aimuna«we»e g«st»lben; Merk-male, welche aufklären könnten, in welcher Weise di« Beschuldigte ihr neugeborene« Kind erstickt«, konnten an der Kind«sleich« nicht gesunden werve». Dir absichtlich Unterlassung des nötig«« Beistandes intelligenter junger Mann beider Landessprachen mächtig, zum j Inkasso und Kundenbesuch geeignet, wird für Cilli gesucht. Kaution oder Bürgschaft für 200 Kronen Bedingung. Einige kaufmännische Kenntnisse erwünscht. Anträge anten „S. M. C. 12Ö47" an die Verwaltung dieses Blattes bis sp&testens 25. November. 12647 Patente Starken- und Musterschutz aller Länder erwirkt, Patente ans t?rsi«d«ug verwertet Ingenieur M. Gelbhaus vom l. !. Patentante ernannter und beeideter Patentanwalt in Wien, 7. Bez., Gied,«sterngasse 7 (gegenüber Dem k. k. Patkntamte). Vertreter und «orres»»ndenten «»: ■HUtfr. 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Die Sromler sollten bald Gkltpendeit finden, ihrer frindselia«» Gefin-nung gegen die Zvoler unmittelbaren Au«druck zu geben. Am Nachmittage de» 10. Juni waren in der Buschenschente de« BrennuS Simonis»! di» oanze Kamille Bahcic und noch andere Zdoler versam-mel«, al« zehn Sromljer Burschen, an ihrer Spitze Franz Petan und der 24jädrig» GrunddesitzerSsohn Max KroSI dorihin kamen. Al«bald suchten die Eromljer. uamemlich Franz Peian. mit den Zdo-lern Händel und Petan versuchte mehrmal« mit Johann Bahcic anzubinden, beschuldigte ihn, daß er ihn über die Stiege g«st«ßen habe und e« wäre dort schon zu einer Schläa«rri gekommen, wenn sich nicht die andern in« Mittel gelegt hätten. Pe« tan drahie bei dieser Gelegenheit wiederholt, er werde den Franz Bahcic schon „erwischen und er werde ih« doch nicht au«kommen-. Al« sich dann die Familie Bahcic und Joses Ban aus den Heim-weg nadj Zdole machten, solgten ihnen Franz Pe> «an und Max Rrosl in einiger EnNtruung nach. Bei der Behausung de« Franz und der Maria Bahcic ginoen alle Zdoler in da« Hau« und blieben d»t über Nacht, weil fie fürchteten, «us de« Heimwege von den Sromljern übersallen zu werden. Johann Bahcic war aber allen vorau«ii»gangen u»d daite vor sich hinsingend den Weg vom Bah-c>c'sch«n Anwesen b singen? sie hörte auch noch wie er rief: .Hopp! Fautje pojdite!• (Hopp! Burschen kommt!) woraus sie einschlies. Am anderen Morgen wurde Johann Bahcic 35 Schritte von der Behausung der Pleter«ky hinier eine« Wein» gartenhause todt ausgeiunden. Einige Schritte ent-fernt von ih« lag sein Hu«; Schirm und Siock wäre» am W«mgartenhaus« angelehnt. Der Er-schlagen« mußte in geradezu bestialischer Weise be-handelt worden sein. Außer einem zweifachen Bruche der Schädtld-cke wie» die Leiche den Bruch von sechs Rippen, »ine Zerreiß»' g der Leb»r, »in»n Bruch de« rrchtn Zeigefinger« und noch zahlreiche andere schwcht«hose« k. k. L.» G.-R. Dr. S«olle. Ankläger Staatsanwalt Dr. Bayer. Am 11. August d. I. waren im Hoiko'jche» Gasthause zu Bo«no viele Gäste, die sich gemütlich unterdielten. AI« »ine Gesellschaft gegen 8 Uhr abend« da« Gasthau« verließ, drohte Johann Ker-zan au« einem nicht seit.,«stellten Grunde dem Franz Sodic mit Schlägen. Die Begleiter de« Sodic nah-men sich seiner an und drängten den Kerzan zurück. Die« sah der Freund de« Kerzan, der be« schuldigte 40jädrige Taglöhner Franz Novak. Er zog den Rock au« und lies d.n Vorausgehenden, sei, große« Taschenmesser schwingend und Dro-hungen autstoßend, nach. Die There'ia Rozmann, die ihm entgegentrat und bat, da« M'sser wegzu-geben, stieß er zurück und fiel dabei aus fie. wobei er ihr ihm Fallen die Schürze zerschnitt. Andere kamen hinzu und befreiten eie Rozmann von ihm. Kaum stand Nowak aus den Füßen, so fuchtelte er wieder mit dem Messer herum und verletzte hiibei den Michael Rozmann am >rm. Al« Rozmann sich darüber aufhielt, gieng Nowak direkt aus ih» lo«. Rozmann wich Schritt sür Schritt zurück und wehrte sich durch Auf- und Niederschlauen mit dem Stocke, wobei er sein m Angreifer aus den Kops schlug. Rozmann war aus diese Art eiwa zehn Schritte zuiückgeganien, al« ibm Novak sein Messer mit voller Wucht in den Hal« stieß. Rozmann. dem die Hal«schlagader durchtrennt wurde, stürzte zusammen und gab, ohne einen Laut von sich zu geben, seinen Geist auf. Nowak leugnet seine Tat und behauptet, von nicht« zu wissen. Er sagt, er sei Epilepitker uns leid« an von Zeit zu Zeit wieder-kehrenden Anfällen. Am Tage der Ta« habe er in mehreren Wirt«häusern Wein getrunken und von dem Momente an, al« die Szene zwischen Sodic und Kerzan im Hotko'ichen Gasthaus» stattfand, wisse er von nicht« mehr. Bon seinen Ang»höriae» uno mehreren Zeugen wird zwar zugegeben, daß der Beschuldigte zetiweiie epileptisch» Ansäll» habe, doch kann nicht festgestellt werden, daß »r zur Zeit »inen solchen gehabt habe und wird die« von th« selbst nur nichi behauptet. Die Beschuldigten bejahen die Schuldsraa» wegen Totschlage» einstimmig und verneinen die Zusatzsrage, ob der Beschullugte im Zustande vorüd»rgeh»nd»r S n»e«oerwirrung g»-handelt habe, mit zehn Summen. Dj« Urteil lautete aus zwei Jahr« schweren und verschärfte» Kerker unter Anwendung de« außerordentlich«» Milderungörecht««. ----- BESTEINGERICHTETE = BUCHBINDEREI IM HAUSE HERAUSGABE u. VERWALTUNG der DEUTSCHEN WACHT "be^te^Insertions-obgah für =^_PIünterstkiermark;- VEREINS-RUCHDRUCKEREI CILLI ft Ratbausgasse 5 CELEdfl ft CILLI Rathausgasse 5 SPEISEN- und GETRÄNKE-TARIFE. KELLNER-RECHNUNGEN, MENUKARTEN, ETIKETTEN, * PREISKURANTE. FAKTUREN. BRIEFPAPIERE. STATUTEN. JAHRESBERICHTE, LIEDERTEXTE. TABELLEN, TRAUUNGSKARTEN ANSCHLAGZETTELN. KASSABÖCHER. WERKE. BROSCHÜREN, EINLADUNGEN, STERBEPARTE, ZEITSCHRIFTEN. FACHBLÄTTER, KATALOGE, KUVERTSAUFDRUCKE, ZIRKULARE. DIPLOME. MEMORANDEN, PREISLISTEN 4 A Belehrendes, Unterhaltendes, Heiteres etc. laanaisssesiis ssss°ssss»«>>« !»ss -sss» Warnung. Von Karl Pröll. Di« Fluren werden so sahl und kahl Und «eil« Blatter ohn« Zahl Zur Mutler Erd» sinken. Siel« früher da» Dunkel bricht herein Im Regensturm, nicht Sternenschein Und Mondetstrahlen un» winkn. Ihr Ostmarkdeutschen, die witder bereit Zu opfern di« «rast d«r Einigkeit. Gedenkt d«r .Sieben von Theben"! Ten Bruder durchbohrt die Bruderhand, Verwüstet wurde da» Baterland, Di« Toten sich nimmer erheben. Und trübe Märe dringt an mein Ohr Vom Bolke. da» sich den Fluch erkor. Nicht Feinde eZ haben bezwungen. Gebeugt nicht !»at e« da» schwere Geschick. Bon «itlrr Herrschsucht, Parteipolitik Nur ward e» zu Boden gerungen. Heimpflicht. Di« Nacht »i«ht über die Gipfel Und über die Wasser der Traum; Ganz lautlos starret der Wipfel Vom knorrigen Eichenbaum. Es rastet des Lichtet Weden, E» ruhet das Schattenspiel. — Nein, an der Erd« kleben, Ist nimmer da» höchste Ziel. Doch meine» Volke» E««l« Sich liebend an mich schmiegt: „Ein bessere» Land erwähle Erst, wenn Du die Heimat besiegt!" In« Album. Wer jeder Tat sich untersängt. Der kommt zu keinem Rat, Wer jeden R't beraten will. Der kommt zu keiner Tat. * Nicht der Menschen Achtung allein Ist da» Höchste im Leben; Ntin! Bor dir selber geachtet zu sein. Sei dein ewiges Strebe». • • D«r Verstand ist im Menschen zu Hau». Wir der Funken im Stein? Er schlägt nicht von sich selbst heraus, Er will herausgeschlagen sein. Rückert. Nickelsacheu aufz^frlsche». Um Nickeigegenstände, welch« infolge Tempera-turwechsel» oder and«r«r Einflüss« gelb geworden sind oder Flecken bekommen haben, leicht wieder auszufrischen, ist folgende« Verfahren sehr zu empfehlen. Man nimmt 50 Teil« rektifizierten Spiritus und se»t einen Teil Schwefelsäure zu. In dies« Flüssigkeit legt man die aufzufrischenden Gegenstände während einer Dauer von 10 bi» 15 Sekunden, und damit sie ja nicht länger darin liegen bleiben, wa« den Gegenständen schädlich fein würd«, legt man nur wenige aus einmal hinein, um dieselben rechtzeitig hexausnehmen zu können, hieraus taucht man si« in r«in«s Wafler und spült sie tüchtig ab, woraus man si« noch kurz« Z«it in g«r«inigt«n Spiritus legt. Die gereinigten Gegenstände werden dadurch im Aussehen wie neu, auch der Schliff leidet nicht, wenn die-selben mit weicher Leinwand abgetrocknet werden, Einen guten Kitt sür Gla« erhält man durch gelind«» Auswärmen Neing«-schnittener Stück« farbloser Gelatine in wenig Essigsäure, Di« erhallen« Lösung trägt man mäßig warm aus di« Bruch, stellen aus, preßt si«, wenn tunlich, gut zusammen uud läßt den gekitteten Gegen-stanv an einem trockenen Ort einen Tag ruhig liegen. Wie entf«rnt man Tabakflecke in weißeu Taschentücher». Man reibt die Fl«ck«n der wi« gewöhnlich gewafch«n«n Taschentücher mit Eierdotter und Spiritu» ein. läßt si« eine halbe Stunde w«ich«n, wäscht sie daraus «rst mit Branntwein und dann mit heißem, klarem Wasser aus und spült die Tücher mehrrre Male tüchtig durch. Zeine, weiße, wollene Tücher zu waschen. Man nimmt Seifenwurzeln, schneidet und kocht sie mit Regenwasser. In dieser Brüh«, die man gut lauwarm anwendet, werden die Tücher oder ander« wollene Gegenstände gewaschen. Zu l Liter Wasser wird ein Lot Seifenwurzeln ge» nommen. Die Tücher, besonder» die ge-strickten, werden in der Wäsche schön weiß, nicht gelb wie von Seise, und gehen nicht ein, Lose gewordene Nägel beseitigt man, ohne in die Wand «in neues Loch zu schlagen, sehr gut, indem man Watte in gelöste Gipsmasie taucht, und damit den Nagel so frst umwickelt, daß die Oessnung wied«r aufgefüllt ist. Seife, um Wolltücher und andere Zeuge .vasserdicht z« machen. Man gibt filirierlen Lösungen: I.von ISGramm Hausendlase in »0 Gramm Wasser, 2. von 80 Gr. Alaun in »0 Gramm kochende» Wasser, S, von 30 Gr. weißer Seife in V, Liter Wasser zusammen in ein Gesäß, welches man über Feuer stellt, läßt die Mischung aufwallen, nimmt sie dann vom Feuer, taucht eine Büiste hinein und überfährt damit da» Zeug auf drr Kehrseite. Ist da» Zeug trocken, so bürstet man «« gegen den Strich und später mit einer in Wasser getauchten Bürtt«, um d«n Glanz zu rntl«rn«n. Tann läßt man den Stoff drei tag« lang trocknen. Bei dünnen Woll-zeugen, sowie bei Seiden- und Baumwoll-zeugen nimmt man nur halb so viel Wasser und weicht die Stoss« in d«r Flüssigkeit «in. Neugeborene Hunde und Katzen. Nur die wirklich schönen nnd kräftiger, Tierchen laffe man leben und auch nur die, sür welch« man sicher einen guten Abnehmer weiß. Nicht wahllos jortschenken! Dadurch schafft man nur tierisches Elend, dem man deiTötung hätt« vorbeugen können. In vielen Fällen sind di« Ti«r« den neu.n Besitzern bald ein« Last und dann haben si« «s schlecht, w«rd«n vernachlässigt, herum-gestoßen und geschlagen. Aber das Töten darf nicht durch Ersäufen oder L«d«ndig-Eingrabkn oder auf sonstig« quäl«ade Weis« gelchehen. Ein tüchtiger Schlag aus da» Köpfchen, und das unangenehme Werk ist getan, Kinder und roh veranlagte Er-wachfene soll man mit dem Töt«n nicht betrauen. _ Eine amüsant« Szene spielte sich jüngst vor einer Pariser Strafkammer ab. Ein RechtSanwalt. der einen Weinfälscher zu verteidigen hatt«, sagt« in d«r Bei» teidigungsrede pathetisch: «Rein, mein Klient hat den Wein nicht verfälscht, sein Wetn ist echt. Diese Rechnung hier de-weist, daß er aus frischen Trauben herge, stellt ist Diese Rechnung ist gewissermaßen die Geburtsurkunde de» Weines —— .Haben Sie den Tausschein auch hier?" sraqte der Präsident unter schallender Heiterkeit. Sleflgnation. .Deine Schwester scheint sich endlich darein ergeben zu haben, daß sie keinen Mann kriegt . . . jetzt feiert sie fogar ad und zu wieder Geburtstag." MM. Nlättrr zur Unterhaltung und Selrhrung für Haus und Familie. H«n«tagsbeilage der .,Z>n»tsche« Macht' in Killi. Dr, 46 .Die Südmarl" erscheint jeden Sonntag al« unentgeltliche Beilage für die Leser bet .Deutschen Wacht". — 0iii#eln ist «Die SAbmatl" nicht läuflich. 1906 „Aachvarn". Bon C. D reffet. (,tortfe&utia1 Dennoch, Marie DiuiuS und er, — die Mittagshöhe des Lebens hatten sie überschritte», sollte sich da nicht alles wünschen und Begehre» lediglich ^aus einen stille» Abendfriede,» richten? Sollte man nicht ganz zu srieden sei», wenn ein wenig freundwillige» Entgegen-kommen diese schöne abgeklärte Ruhe sichern half? Für sich selber zum mindesten konnte er einstellen. So sturmlos. wie sein geregelte», einfache» Leben ver-lausen war, so ,venig hatte er leidenschaftliche Exzesse gekannt. Und da» Maßhalte» war seiner Natur so durch au» eigen, daß die Annahme, er könne noch in reifen fahren einem Weib mit erregten Wünschen und Heiken Sinnen gegenübertreten, völlig ausgeschlossen schien. Nun, und Fräulein DiniuS, die eine so zarte sympathische Erscheinung war, iah bei der Charakterfestigkeit ihres WeieuS wahrlich nicht darnach aus, als ob ihr noch daran gelegen sei. »inen Mann zu angeln. Gerade dies verständige Mädchen mußte eine ideale Freundin sein können. Nur ein» däuchte ihm noch Von nöten, die» schöne Bündnis zu schließen. — sie mußte natürlich musikalisch sein, und doch hatte er in ihrer Wohnung weder ein Instrument, noch sonst irgend welche sichtbare Beziehung zur Musik bemerkt. Deshalb fragte er jetzt einigermaßen gespannt: .Fräulein DiniuS, mein Klavierspiel — stört Sie da» beim Arbeiten?' Sie schaute ihn verwundert an. .Aber par nicht. ES gab freilich vor Jahren eine Zeit, wo mir >eder Ton schmerzhaft war. aber diefe Nervosität hab« ich längst bekämpft, und Ihre gute, ernste Musik höre ich sehr gern. Sie spielen wunderschön, Herr Organist. Man merkt, daß Sie Ihrem Beruf mit Liebe anhängen." „Die Musik ist meine Welt/ nickte er. und seine Augen leuchteten. »Wie Sie aber mit Ihrer heiligen Kunst in diesem lärmende» Proletarierviertel hausen mögen, begreife ich eigentlich nicht. Hier ist doch wohl nicht der rechte Platz für Sie.' .Ja nun, ich bin eben doch Organist der Borort« kirche, halte nichts von weiten zeitraubenden Wegen und wohne hier zudem erheblich wohlfeiler al» in der Stadt, deren Hasten und Treiben mir »och viel mehr aus die Nerven siele. Wach der großen Welt trage ich Einsiedler im übrigen auch gar kein Verlangen, Könnte ich aber nach Gesallen leben.' fuhr er redselig fort, .so müßte e» etwa in einem schönen Rheinstadtchen sein, in dem es einen herrlichen alten Don, mit einer prachtvollen großtönigen Orgel gäbe. Dort en» Häusern zu eigen haben mit einem Garten» an dem der grüne Märchen-ström vorübersiutete, und in diesem Poetenwinkel nach Herzeuslust konlponieren dürfen, — ja da» wäre ein köstlicher Traum Es ist aber eben leider nur ein Traum---* .Der sich ganz gut mal erfüllen könnte " .Nur daß 10 mancher andere das Gleicht wünscht, und vielleicht mit größerer Berechtigung,' entgegnete er bescheiden. „Nun, es geht auch ohne dem. Ich bin kein ehrgeiziger Streber, meine geringen Bedürfnisse sind leicht zu 'befriedigen * .Da» ist aber nicht recht," eiferte Fräulein DmiuS dagegen. .Ein Mann sollte sich nicht so billige» Kauf» begnügen, ihn müßte vielmehr der Wettbewerb um so hohen'Preis reizen. Halten Sie doch ernstlich Umschau, ob nicht solch' eine Ihre Kuns» fördernde, herzerfteuende Stellung zu haben ist, und dann bemühen Sie sich hübsch darum." .Wenn Sie eS wolle».' rief er angeregt. Marie Diniu» lachte unbefangen .Ich? Was habe ich tamit zu schaffen? Aber Sie scheinen wirklich ein weltfremder Träumer zu sein und nicht zu Ihrem Besten. Vielleicht wäre ti ganz dienlich, wenn jemand Sie ein bißchen aufrüttelte." schloß sie mit einem kleinen schall-haften Lächeln, das ihr merkwürdig gut stand. »Tun Sie es nur, ich bin ein blöder Lebens» Wandler," scherzte auch er. .Aber ich fange schon an, um mich zu schauen, und merke, daß es viel Sehens-werte» gibt, an den, ich blind vorüberging. Doch zunächst Sgeu Sie mir noch, ob Sie selber mnsikalisch sind, räulein Dinuis.- .In jüugereu Jahren spielte ich viel und eifrig Klavier und hätte es nicht für möglich gehalten, jemals ohne meine geliebte Musik auskomme» z» müssen " Sie seuszte leise. „Ja. ja. da» Leben spinnt sich wohl meist anders ab, als wir jungen Menschen denken, Run bin ich schon viele, viele Jahre ohne-ein Instrument und meine einst so geschmeidigen Klav>ers,nger müssen den Retouchierpinsel führen. Vielleicht erzähle ich Ihnen ein andermal, was mich von meinem lieben schönen Flügel trennte." Demnach schien auch sie eine Fortsetzung der Be-kanntschaft anzunehmen .So darf ich wiederkommen?' fragte er in beredter Dankbarkeit. .Weshalb nicht? Wir sind Flurnachbarn und fleißige gesetzte Leute, warum sollten wir un» da nicht hier und da ein Plauderstündchen nach getaner Arbeit vergönnni? Es freut mich, Sie. den einzigen mir frem-deu Hausgenossen, nun kenne« gelernt zu haben. Spreche», Sie also ruhig bei mir vor. wenn Sie mögen, die andern tun e» ja auch ' Und diese erfreuliche AnSs'cht «ahm Johanne» Rösstng in feine einsame »laufe hinüber. Später horte er drüben wiederholt die Klingel gehen, junge lärmende Fiiße die Treppen hinaufstolper» und iu Fräulein DiniuS saubere» Zimmern mit leisere,« Tritt verfchwinden. Sein« Aufwärterin, welche auch dort die grob« Arbeit versah, hatte ihn, gelegentlich erzählt, daß die Arbeitertochter bei dem Fräulein allerlei nützliche Handarbeit lernten ohne einen Pfennig Stundengeld, und doch wäre eö sicher leine geringe Mühe, die oft trägen, ungeschickte» Mädchen an Fleiß und Ordnung zu gewöhnen. Und wäre mal eins krank, sorgte sie sich drum wie eme Mutter. Deshalb dürfe sie sich auch mal ein Wort nebenher erlauben und auch den älteren Leuten mit-unter inS Gewissen reden. Ein bischer, strenge Ansichten habe sie wohl, aber sie fei auch gerecht. Und weil sie selber so ordentlich und fleißig fei und, obwohl sicher von feiner Herkunft, — die sähe man ihr ja sofort an — immer freundlich und gefällig, habe auch die ganze Nachbarschaft Vertrauen zu ihr. All des erinnerte sich jetzt der Organist, uud dieS Lob der werdenden Freundin freute ihn, als habe man von ihm selber Rühmliches geredet. Dann, als die Mädchen die Treppe wieder hinab« gestürmt waren, setzte er sich an den Flügel. Aber er spielte nicht für sich. Er wollte Marie DiniuS erfreuen, ^hr Tagwerk war nun wohl geleistet. Vielleicht lauschte f»e, den feinen braunhaarigen Kopf an das alte steife Sofa gelehnt, den Melodie?,- die er sür sie erdachte, die ihr irgend etwas Gute« und Schönt un° Tröstliches bringen sollten. Dennoch ließ er mehr als eine Woche verstreichen, ehe er den zweite» nachbarlichen Besuch machte. Wie eS natürlich ist, hatte der gewohnheitsmäßige Hang zur Einsamkeit und die Jungg«>ellenbequemlichkeit, du sich vor weiblichen Einflüssen scheut, im Streit qeleaen mit dein neuen Interesse, bis dann doch die Sehnsucht nach dem trauten Nachbarhcim und einem verniinftiqeil Wort mit seiner Bewohnerin den Sieg davongetraäen und den Einsiedler hinllbcrtrieb. Doch 'trat er mit nicht ganz freiem Gewissen bei Marie DiniuS ein und war gespamit, ivie sie den Säumigen empfangen werde. Sie tat es mit harmlos heiterer Miene. Zu den durch geselligen Verkehr verwöhnten und in Anspruch genommenen Damen gehörte sie ja nicht, und so zeigte f?ne Spur von Befrcmdung oder Empfindlich, keit über seinen verzögerten Besuch. Wie das erste Mal waren sie bald in lebhafter Unterhaltung begriffen. Diese beiden Menschen, welche nach Bildung und Herkunst wenig passende Bewohner deS ProletarierhaufeS waren und inmitten deS unruhigen muten BolksgetümmelS so seeleneinsam lebten, alS feien sie auf eine stille verlassene Insel verschlagen, verstanden einander merkwürdig gut. Sie fanden so viel Ber« g>:ugeii und Anregung an den, wechselseitigen Gedankenaustausch, daß sich in der Tat eine werdende Freundschaft zwischen ihnen zu entwickeln begann. Und etneS TageS löste ihm Marie DiniuS auch da» Rätsel ihre» traurigen AlleinftehenS, ihrer mühevollen, freudearmen Tage in einer Umgebung, in der sie der weiße Rabe war. Sie erzählte: „Mein Bater war Gymnasialdirektor. Wir lebten in geordneten behaglichen Verhältnissen, waren eine ge. fünde, normal veranlagte Familie, und so durst« ich eine wahrhaft goldene uinöheit neben zwei fröhlich auf« wachsenden ^-cschivislern verleben. Leider verloren wir Miseren lieben Vater allzufrüh. Wir hatten ihm eine sorgfältige Erziehung zu danken, aber zur Zeit seine« Ablebens noch leine Selbständigkeit erreicht, und so standen wir. da er kein Vermögen hinterlassen konnte. mit leeren Hände« und zagem Herzen vor den Toren des Leben». Wir bejaßen weder den goldene» Schlüssel, noch die Macht des Wissens, um Eingang zu finden. Nur die ältere Schwester vermochte noch ihr Ziel zu erreichen. Als Vater starb, war si» »m Begriff gewesen, daS Lehrerinnenexamen zn machen. Sie kam glücklich durch undnahm dann schleunigst die erste beste Stellung als Erzieherin an. Das Geschick führte sie nach Nußland, wo st« sich auch fpäter v«rhe>ratet hat. Aber es blieb eine Trennung auf LebeiiSzeü, ein Wiedersehen hat sich nie ermöglichen lassen, wie da? so geht, wenn das Können nicht dem Wollen entspricht. Der Bruder dagegen '^tte eben erst di« Universität bezogen, während es mir. der siebzehnjährigen Jüngsten, die ich im stillen gehofft, mein kleines MusiktaleiU nutz« bringend fortbilden zu können, einstweilen zugesalle,i war, die schwächliche Mutter im HauSweje» zu Uiiterstützen. Deshalb durft« ich gar nicht daran denken, sie jetzt um des eigenen besseren Fortkommens willen zu verlasse«. Außerdem war meine Ausbildung ja auch keineswegs so abgeschlossen, um mir einen lohnenden Srwerbsberuf zu eröffnen. So hieß denn meine nächste Lebensausgabe: die Pflege der Mutter. Und wenn ich ihr den Geuuß der' nur schmalen Pension verkürzte, ersetzte ich doch andererseits das Dienstinädcheu, dessen Entlassung die so traurig veränderten Verhältnisse bedingt hatten, und das rechnete immerhin mit. Unter diesen Umständen war Fritz natürlich bereit gewesen, dem Studium zu entsage« und eine« Beruf zu ergreifen, der bei geringen AuSbilcuugSkosten und weniger Zeitverbrauch ihn schneller selbständig machte. Aber mnsu» iiirfi« davon boren, Wie es fein eigener heißer Wunsch gewesen, dereinst einen Lehrstuhl zu er-riiiaen, hatte auch sie in dem Gedanken gelebt, de« -ümaen Sohn in seines VaterS Fußtapfen trete« zu h ., Sie beschwor ihn. auszuharren, sie war zu 1«d«m *-Wer iahig. ihn der akademischen Laufbahn zu erhalteiu „n hob in unserem bis dahin so sorglose« Uno da». ,en unj, Entbehren an. von dem nur HauS ein spa. .. kann, der AehnlicheS durch« der eine Vorstelln,.,/ gemacht. • In dieser otourntistv- Zurückgezogeuheit sind aus der Hand geglitten meine jungen Mädchenjahre utt» -'^zeichen freudiger w.e nnnenbes Waffer. Ich habe ^ blühende Erinnerungen und wurde alt, i Bruder J"g-"d g-kannt zu haben. Al£ . »X " n Jte? am« mit schwärmerischer Liebe und trug . « doch selber selige klanglose Dasein ohne Klage. „ wahrhaft nicht leichte Tage und beichränkte sich >. .>VtDiuttüfu um warwuische» Anspruchslosigkeit auf das V ^Yii fröhlichen die Mutter zu entlasten Von der sei, 1 tt hlutwema Poesie ungebundener Studentenfreiheit hat ^ versteckten gekannt. Er schloß sich, den offenen un» qab ohn« «siott nicht achtend, keiner Verbindung an. Privat-Rücksicht auf Ueberaustreilgung möglich,, viele .gn der stunde» und durcharbeitete die Nächte mid hat so t 0U«n überschäumenden Genußfreude der Jugend, ihrer st heiteren Lebenszuversicht nie etivaS erfahren. St Solch heroisches Kämpfen, eine fo auk«rordentlic< -Anspannung aller Xräfte, die energlscheUeberwindung jeder jugendlichen Genußbegierde ist mir unter den Arbeiten» sehr selten vorgekommen." unterbrach sich hj«r Marie DiniuS, „und doch herrscht gerade in diesem Stand eine murrende Unzufriedenheit, di« immer sicher ist, nicht un-gehört zu verhallen.' Rossing nickte zustimmend. .Das ist leider so. Wer Viel leistet, von dem wird »och mehr gefordert. Und nur wer schreit, wird gehört. Die stille« Dulder sind immer des Lebens Märtyrer. Aber Ihr Bruder, er er-reicht» doch sein hohes Ziel, nicht wahr?* Ihre Äuge» wurden starr, .Ja/ sagte sie tonlos — »n eaetthu eS, — doch ohne den PveiSgemch zu haben. Er »räch sm Ziel zusammen ^ In RTfsingS Zügen arbeitete schreckvolles Mitgefühl. Sieachtets Vkscn nicht und sprach mlide weiter: „Er machte glä»z«nde Examina und wurde darnach provisorisch angestellt DaS heißt, das übliche Probejahr ohne Gehalt lag vor ihm, und die Entbehrungen, die seine in der strengen Studien- und Hungerzelt arg mitgenommene Gesundheit sehr geschwächt, nahmen ihren Fortgang. Aber auch dieS qualvolle Jahr wurde noch absolviert. Dann ging er mit Glück durch daS Oberlehrerexamcu. welche» endlich Anwartschaft auf feste Anstellung gibt, und hoffte nun bald im eigenen Heim der Mutter und Schwester ein friedvolles Ausruhen nach allein Kampf bereiten zu dürfen. DaS Schicksal fügte eS anders. Anläßlich dieses letzten ausgezeichneten Examens hatten ehemalige, idm näher getretene Studiengenossen eine kleine Feier veranstaltet, der er sich nicht «nHehen mochte. Die natürliche Feststimmuna. welche die nahe AuS-sich» auf einen guten Lehrerposten noch steigerte, löste den Bann der Enthaltsamkeit, den ihm die Zwangslage der vorhergehenden Jahre aufgenötigt, und riß ihn in die Frohlaune der Zechgcwohnteii hinein. Der seltene Weingennß erregte ihn aver ungemein, und eS war ihm nichts weniger als dienlich, daß er den Herren, die ihn durch Trinksprüche zu ehren meinten, des öfteren Be» scheid tun wußte. In dieser ungewöhnlich animierten Stimmung ging er aus Erörterungen ein. die er sonst jedenfalls vermieden hätte. Mai» kam auf politische Dinge zu reden, die eine heftige Meinungsverschiedenheit entfachten, welche schließ-lich in tätliche Beleidigung ausartete. Die Herren ent-stammten verschiedenen deutschen Provinzen, und die langst überwundene Kleinstaaterei spukte wieder einmal m den erhitzten Köpfen, „ . , , Und da soll nun mein Bruder, der sonst so maß-volle friedfertige Mensch, einen Krakehler derartig verletzt haben, daß em wochenlanges Krankenlager die Folge war und der Mann gegen Fritz Strasantrag stellte, ES zeigte sich dann freilich, daß eS sich im Grunde nur um einen leichten Stoß der Abwehr handelte, dem lediglich ein Ungefähr verhängnisvoll geworden war. Die scharfe.»ante eines Ringes, den Fritz als Vermächtnis des BaterS trug, hatte dem Gegner ein« völlig unbeabsichtigte und dennoch leider bedeutende Stirnvertetzung zugefugt. Trotzdem erkannte das «Äericht aus die hohe Äeldbug« von fünfhundert Mark, die im UnvermögenSsall m ent. sprechende Hast umzusetzen war. Wie aber hätten wir Armen diese Summe erschwingen sollen. Die besseren Stücke ihres einst so stattlichen HauSratS hatte Mutter bereits in jener Zeit, da sie ge-nötigt war. sich kleiner einzurichten, verkauft Manch anderes, dessen sie noch entraten zu können glaubte, war ihm im Laus der letzten Jahre gefolgt, und iva» fie noch besaß. — nur daS Einfachste und Notwendig!» war es ja. — dafür hätte der Ailhändler, wurde N« selbst daS noch hergegeben haben, nicht den zehnten Terl ,eneS erforderlichen Geldes gezahlt. Und eS fand sich auch niemand, der sie uns ohne Bürgschaft geliehen hätte, nahm doch all« Welt ohnehin an, daß der Unglücklich« sich nicht wieder rehabiUtirr«n könne, daß e», in Deutschland wenigstens völlig aus st, mit seiner Karriere. Und da auch die Schweitcr nicht einspringen konnte. — sie lag in lener Zelt krank in einem Hospital und war somit ohne Stellung und Ein-nähme, — so nahm daS Schicksal seinen Lauf.' Marie verstummte. Ihre Hände schlangen sich krampfhaft ineinander, und große Tränen rannen ihr über daS leichensahle Gesicht, 3 .Barmherziger," rief Rössing, heiser vor Erregung, ..sagen Si« daS nicht. Irgendwer trat «in im letzten Moment, nicht wahr, um dem Unseligen, dem schuldlos Schuldigen, die Zukunft zu retten?" Sie schüttelte heftig den Kopf. „Niemand — ni«. mand", schluchzt« si«. „Di« entehrende Sttase trat er freilich nicht an." fuhr sie finster fort. .Ich kam binzu in dem Moment, da er mit der Pistole ein Verzweifeltes Ende machen wollte. Mein Entsetzen, meine flehenden Bitten, der armen Mutter nicht das Furchtbare anzutun, trieben ihn dann aus einen andern Ausweg — zur Flucht nach einem fernen Erdteil. Er ging nach Australien als Zwischendeckpassagier, und der Erlös meines Klaviers ermöglichte es Noch Jahre darnach habe ich keinen Ton Musik hören können, ohne dieses verzweifelten Abschieds zu ge-denke», der uns völlig niederwarf." Erschüttert drückte Rössing die Hand deS verstörten Mädchens. .Drüben nun hat er sich ein« neue, besser« Zukunft erobert, so tüchtig und kenntnisreich, wie er war/ sagte er dann gespannt. .Nein/ versetzte si« matt, .dort ist er gestorben, — jung gestorben. Im Lande der rücksichtslosesten Handels-konkurrenz und der brutalen physischen Obergewalt war er alS deutscher Gelehrter nicht am Platz, Auch ver-wand er eS nie, ein Geächteter des Vaterlandes zu sein, dem er feines Gerste» beste Kraft, sein volles reines Streben zu widmen gehofft, und sein wundes Herz.brach in verzehrendein Heimweh. Die Mutter überlebte seinen Tod nicht lange, Ä-chon seit jener entsetzlichen Flucht diese» einzigen, so innig ge-liebten und wahrhaft verehrten Sohnes war sie >a «in« langsam Sterbende gewesen, und so bedeutete das Ende nur ein« Erlösung fixe sie. Ich aber stand nun ganz slQem Die Schwester...' fiel ihr Rössing hastig in'S Wort. "Sie hatte sich inzwischen verheiratet. Mann und Kind hielten sie im fernen Rußland zurück, und die Ver-hältniss« lagen nicht so. daß sie mich hätte nnterstützen oder zu sich rufen können. S>« schrieb freilich lieb«, tröstliche Bries«, sie sorgte sich um meine Einsamkeit, aber waS hals mir da». Ich war und blieb aus mich selbst.geste ^ .fl slU(^ wahr? Sie habe» sich so tapser. so tüchtig und arbeitsam durchgekämpft,' rief er in feuriger Anerkennung. Sie seufzte leise und sagte mit «inem müden Lächeln: .Ich will mcht renommieren, denn «s war «in Sieg, bei dem meine Seele aus tausend Wunden blutete. Denken Sie doch, ich hatte nie zuvor den Schutz des Elternhauses verlassen, und ich hatte auch nichts' gelernt, al» ineine liebe krank« Mutter zu pflege« und aus alle Jugendlust zu verzichten. Ach, und die Welt ist so grausam gegen den hilflos Alleinstehenden und der Kampf um die'Existenz so zerfleischend sör dm Unge-stählten. Aber der Hunger ist andererseits ein «ächtiger Sporn für den wankenden Mut und so tat ich da» Möglichste, uuch durchzuschlagen. Zunächst versucht« ich «S mit gewöhnlicher Handarbeit, nähte und stickte für Geschäfte und g«»ann hiermit kaum daS trockene Brot, wahrend ich dazu mein« Gesundheit einbüßt«. Vielleicht wäre eine Stellung al» Haussrauensiütze in mancher Hinsicht ratsam« gewesen, wenngleich ich eigentlich über die erforderlich« Jugend schon hinaus war. aber im Falle eines derartigen Engagements hätte ich mein klein«« mütterliche» Erb«, die "wenigen Möbel, preisgeben müssen, und da» wär« mir sehr schwer gefallen. ..Deutsche Wacht MinirnnTmio^^iiMMiiiiiHiiiESiTii TB! T Popoff vornehmste •11111 Russische Tlieemarke.i Blousen-Seide o. «r> «t. d>, fl. II.« ». Rrt. — IrljU Nk»»NIc»! — ftteale un» schon vrriallt in« H»»« je* liefet:- «rich» »»ged-vd Nrldril- Fwbrlkt. Ilriinrbrrt, Zurleh. BESTE zahn-CREME erhält die Zähne "rein, weiss, gesund.! gitt So»derli»g. Der schwedische Theologe Oedmann brachte den größten Teil seines Leben» im K«tt« »u — in beständiger Angst vor Kälte und Tod. Nachdem ihn einst ein Fieber da« Bett ,u hüten genötigt hatte, befand er sich in demselben so wohl, daß er während seine» übrigen langen Leben» liegen blieb und nicht zum Ausstehen >u bewegen war. Selbst al? einmal da» Nachbarhau» brannte, ließ er sich in seinen Kissen auf die Straße tragen. Wenn die Studenten ihre schriftlichen «rb:iten brachten, wurden sie erst aus dem Ofen durchwärmt. Die Fenster feine« Zimmer« wurden niemals geöffnet, fein Schreibepult hatte er auf dem Bette, und Teller, Töpfe und Eßgefäße standen überall umher, wie st»'« traf. Seine Wärterin war eine taub-stumme Tochter. Im Winter geschah e« einst, daß ein Bauer fehlging und mit beschneitem WamS, Bart und Haar ,u Oedmann in» Zimmer trat, der ihm sogleich fortzugehen befahl. Der taube Bauer trat statt dessen noch näher und Oedmann wurde von solchem Schreck befallen, daß er nur wenige Tage darauf starb. Die A«rte aus dcm Aeoseits. kürzlich kam in Wien ein Briefträger ju der Witwe Frau Katarina Kenj, deren Gatte, ein Reifender, vor etwa dreiviertel Jahren verstorben war, und überreichte ihr mit den Worte«: „Eine Karte au« dem Jenseit»" eine Korrespon-denzkarte. Die durch di» eigenartige Bemerkung des Briefträger» ohnehin schon etwa» erregte Frau entsetzte sich, al, fie in der Tat bie Schrift,üge ihre« verstorbenen Manne« erkannte. Datiert war die Karte vom 13. Mär» 1903, fie war also dreieinhalb Jahre alt uad, wie ein von der Post beigefügter Veimrk ergab, bei der Ausbesserung eine« Bahnpostwagen« «orgefunden worden. So war fit nach so langer Zeit und nachdem der Briefschreiber auch schon lange im Grabe ruhte, in die Hände der Adressatin gelangt. Z>e? I>e»tsche ab In der englischen Wochenschrist .AnSwer«" finden wir folgend« Bemerkung, die den deutschen Ehemann in englischer, für ihn sehr günstiger Beleuchtung »eigt: „Frau B. »ufolge gibt e« keinen Ehemann auf der Welt, der mit dem deutschen Ehemann verglichen werden könne; und da unsere GewährSmännin cine Engländerin Ist, sollte ihre Meinung Gewicht haben. .Dem Deutschen', sagte si«, „geht die eigene Frau üb«r dir ganze übrige weibliche Welt. Er behandelt sie mit unwandelbarer Herzlichkeit und Verehrung und bezeigt ihr alle jene kleinen Aufmerksamkeiten, die die Frauen lieben; er macht sie zu setner Bertrauten und Gefährtin, teilt seine Fi«ud«n mit ihr und befragt 'ie in GeschäftSangelegenheiten. Er hat fast nichts in einem Leben, da« ihr fremd bleib«, fund ist gewöhnlich meiner Meinung nach und der von taufenden andern deutschenI Ehefrauen jene« wund«rseltene Wesen: der Ideal-Ehemann." — Na also! .* GS! WH verbessert den Geschmack von Suppen, Saucen usw Zu haben in allen Delikates»- u. Kotonlalwarenhandlangen sowie laoai Drogerlen. Seife ist die Beste! Geh zum Waschen wie zum Reigen, Brauche keine Kraft zu zeigen. Soifo habe ich von Sohioht, Schwere Plage gibt's da nicht. - ^ AUCH EINE X. (It 1BOOO. Kronen lil ttr Spiis&Fen Die näheren Bedingungen der CERES -PKEISKON KlIRRENZ »Ind du'Ci Jed«n fetteren Kaufmann ui;nl □ seitlich iü bi e • PREISKONKURRENZ FÜR KOCHREZEPTE verdienen möchte. ZI. 1284» Kundmachung. Vom Stadtaoite Cilli als politische Behörde erster Instanz und Gewerbebehörde wird auf Grund des§54darGewerbegeset&noveUevom 15. Märzl883, K.-G.-Bl.-Nr. 39 verordnet: Die Sperrstunde für alle ioi Stadtgebiete Cilli betriebenen Hranntweinschänken wird für Wochentage mit 8 Uhr abends, für Sonn- und Feiertage mit 12 Uhr mittags festgesetzt. Von diesem Zeitpunkte an müssen die Schankräume bis 6 Chr morgens des nächsten Tages geschlossen gehalten werden. Diese Verordnung findet auf Gast- und Schankgewerbe, welche die Bewilligung zum Ausschanke gebrannter geistiger Getränke in Verbindung mit anderen, im § 16 lit. a, b, c und f der Gewerbeordnung bezeichneten Berechtigungen verliehen worden ist, und welche den Brannt-weinschank nicht in einen eigenen Lokale betreiben, dann auf das Zucker- und Mandoletti-bäckereigewerbe keine Anwendung, wenn der Ausschan k in diesen Geschäften nur nebenbei betrieben wird. Diese Verordnung tritt am 1. Dezember 1906 in Kraft. üebertretungen dieser Verordnung werden nach den Straf bestimmungen der Gewerbeordnung geahndet Stadtamt Cilli, am 17. November 1906. Der Bürgermeister: Dr. v. Jabornegg. Keil's Zluköodenlack ist der vorzüglichste An-strich für weiche Fußböden. Der Anstrich ist außer-ordentlich Dauerhaft und trocknet sofort, so daß die Zimmer nach einigen Stunden wieder benutz« werden tonnen. Keil'S Fußbodenlack ist bei Äustao Etiger unv bei Victor Wogg in Cilli erhältlich. MM änderten von Jahren bewihrt in all Heilquelle aeit Hunderten allen Krankheiten der Athmung«» und V«r-dauungsorgane, bei Sicht. Maln- und Blasen- Katarrh. Vonnglieh für Kinder, KecenTaleaeeiitea und wihrend der Gravidität , Bettes dlltetlscbes nnd Erfrlschnnts-fletrlnlL „JUUr" Schuymork: Liniment. Capsici comp., WM »> Hnkcr-Palti'Expeller ist al» vorzüglichst« sitourrzftvllesd« un» (j-tnrcthuag d«> Erkältung«« usw. allgemein anerkannt, zum Preis« Don HÖH.. » 1.40 und 2 R »oTTotifl in «llen Apotheken S?«im Einkauf diele» überall veli«bten Hausmittels nehme man ritt Criguia Istalchen i* Schachlein mit unsrer gchujmarti „Unter" an, dann iß man sicher, »es vrigin aterzengni» erholten «u haben Dr. ZilitnS Ssslhck i»» .llUrifl 85»fi iu Prag. EIisab«thkr»h» *t i B«rs»»b «t>Iich Franz Nemelschke & Sohn k. u. k. Hoflieferanten 12321 Klavier-, Harmonium-Etablissement und Z-ieilianstalt = Eegröndet 1841. WIEN I.Rackerstrasse7 Telephea 11914. ßegrüntfet 1141. 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Publikum von Cilli nnd Umgebung die Mitteilung zu machen, dass ich mit 1. Dezember 1906 das Fleischergeschäft des Josef Banmann, vorm. Tollgruber, Cilli, Grazerg&sse käuflich erworben habe und dieses als Filiale neben meinem Hauptgeschäfte Bahnhofgasse 9 führen werden. Indem ich in beiden Geschäften nur prima M&stochaenfleiscb, bestes Kalb- und Schweinefleisch zum Verkaufe bringen weide, bitte ich um geneigten zahlreichen Zuspruch • Hochachtungsvoll Anton Seutschnigg 12569 Kleiachermeiater. Beamtensterbekasse in Graz. Verein zm- Unterstützung in SterbeKUen. Die Kanzlei dieses Vereines befindet sich Graz, Hans Sachsgasse 3. II. Stock woselbst Auskünfte erteilt und Anmeldungen entgegengenommen werden. Die bisher Angemeldeten werden höflichst ersucht, ihre Beitrittserklärungen ehestens einzusenden, da sich die mit 1. Dezember 1906 Eintretenden schon der ärztlichen Untersuchung unterziehen müssen. 13er AiiHHchuKs. 12568 Pcrsottalkrcdir für Beamte, Offiziere Lehrer x. die selbständigen Spar - und Vor- | schubkonsortien des Beamten-Vereines erteilen zu den mäßigsten Bedingungen auch gegen langfristige Rückzahlungen Personal-darletien. Agenten find auSge,chlossen. Die Adresse der Konsortien «erden toste»- , lo» mitgeteilt von der Zentralleitung das Beamten-Bereines, Wien. L Wipplinger st ratze 25. 18432 Hasen- und Rehfelle kauft zu höchsten Preisen Max Slössl, Cilli, Graiergasse&l Lederniederlage und Rohlederhandlung. 125W lebeneinkommen bietet sich durch Uebernahme der Rechnungsfiihrerstelle bei der vereinigten untersteirischen Bruderlade mit dem Sitze in Cilli. Jahresgehalt K 600.—. Beansprucht wird Gewandheit im Rechnungswesen, Kenntnis der einfachen Buchhaltung und der slovenischen Sprache in Wort. Nachdem täglich nur 2 — 3 Bureaustunden zu halten sind, würde der Posten sich für einen Pensionisten eignen. Ungestempelte Offerte bis 30, November an das k. k. Revier-bergamt in Cilli. 125s» Hiednrch geben wir bekannt, dass wir mit dem Lokalverkauf wieder begonnen haben und nnsere Kohle in bester Qualität zi nachstehenden Preisen gegen Kaarzahlnng abgeben: Stückkohle per 100 kg K 2*10 Grobkohle „ „ „ K 2*— Nusskohle „ „ „ K 150 Für Zustellung ins Hans erhöben sich obige Preise not 15 Heller pro 100 kg. Bestellungen für den Lokalverkauf sind an die Betriebsleitung unseres Konstantia-Schachtes in Petschounig bei Cilli zn richten. c/> O SS o 12500 tiraz, Annenstrasse 22. Direktion der Bohemia-Gewerkschaft. Bnltgii und ^krau««ede, Vneintduchdnidei .Eeleio" m LiUi. Ve»»plworilicher Eckristleiter- Taniel Waller. Druck der LereinSbuchdruckerei „(£el«ia" in Eilli,