Nummer 36. Pettau. fern 6. September 189«. V1I. Jahrgang. PettauerZeituH erscheint jeden Sonntag. Prei« für Pettau mit Zustellung in« HauS: Vierteljährig fl. 1.20, halbjährig fl. 2.40, ganzjährig fl. 4.«0, mit Postversendung im Inlande: Bierteljährig fl. l.<0. halbjährig fl. 2.80, ganzjährig fl. 6.60. — Einzelne Nummern 10 ft. Schriftleiter: Josef FelSuer, Bllerheiligengasse 14. — Verwaltung und Verlag: W. Blanke, Buchhandlung, Hauptplatz Rr. 0. Handschriften werden nicht zurückgestellt. Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längsten« bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Schatten. ES ist als ob die Böller Österreichs nimmer zur Ruhe kommen sollten! Nimmer! Sobald sich daS Reich erhebt auS irgend einem Sumpfe, in den es der Unverstand um nicht zu sagen der Blödsinn einer Partei gestoßen, welche, obwohl p«r»vim gratissima nach oben, nach unten deniioch verachtet ist, trotz ihrer schein-baren Popularität, weil daS Volk entnervte Wüstlinge und halbbldde Grandfeigneur« wohl eine Zeitlaug in der Meinung läßt, eS beuge sich vor ihnen, während es in Wirklichkeit ihre Laster ausnützt und die Reste der Tugend bewitzelt, die ihnen noch geblieben sind, erhebt der alte Wider-sacher sein Haupt und beginnt sein Werk der ©er-läumdung alles dessen, waS wackere Männer, die den Idealismus der Vaterlandsliebe im Herzen tragen, geschaffen haben, in der kurzen Zwischenzeit. ES ist ein wilder Kampf zwischen Finsternis und Licht, zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen dem blinden Fatum und der Erkenntnis, dass Gott uur dem hilst, der selbst dazn thut, dass er nicht versinke. Fast regelmäßig kehren diese Periode« wieder, in denen Österreich nicht durch die unberechenbare» Launen des Schicksales, sondern durch planniäßige Unterwühlung seiner Grundveste», „Freiheit" und „Bildung*, wieder dahin hinabsinkt, wohin e« Herrschsucht und Ignoranz am liebsten liegen sieht, im Sumpfe der Knechtschaft und Dummheit, weil uur «»echte zu beherrschen sind und nur Dunime sich die Präpotenz arro-ganter Ignoranten sich gefallen lassen. Nach der Finsternis der Dreißiger Jahre kam 1848. Nach der Herrschaft von Weihwedel und Schwert kam 1869. Und nach der Herrschaft hochfeudaler Ignoranz kam 1866. Damals schien der finstere Bann gebrochen und die Grandseigneurs schienen eingesehen zu haben, dass sie abgewirtschaftet hätten für alle „Frisches Wasser gefällig?" >g„ls«»ung) DaS eine Project beruht auf dem System der Tiefquellen-Wasserversorgung. das andere auf dem Systeme der Hochquelleuzuleitung. Beide Systeme haben sich anderSwo bewährt und beide habe» ibre Vortheile. Die Tiefquellcnleitungeu müssen jedenfalls in einem Terrain zur Anwendung komme», wo Hochquellen nicht oder nicht in genügender Wasser-ergiebigkeit leicht gesunden werden können, oder wo sie erst auf Entfernungen zu finden find, welche die Zuleitung von Hochquellen zu kost-spielig macht, wie in Städten, welche wasserreiche Gebirge nicht in der Nähe haben. Jedenfalls er-fordern Tiefquellen-Leitungen eine Reihe von maschinellen Anlagen. Die Errichtung solcher, deren Instandhaltung und deren Beaufsichtigung und Bedienung vermehren natürlich die Kosten der Anlagen und wenn dann die Ergiebigkeit der Tiefquelle außer Frage steht, die Anlage selbst derart durchgeführt ist, dass Betriebsstörungen soviel wie möglich ausgeschlossen sind und, was eiten. Sie zogen sich zurück in ihre finsteren urgeu und überließen eS der Intelligenz des Volkes, den verfahrenen, im Sumpfe steckenden StaatSkarren wieder aufs Trockene zu bringen. Aber ungleich edler alt sie selber es jemals gewesen, lud sie die Intelligenz des Volkes zur Mitherrschaft ein. Sie meinte, dass diese Stütze» des Thrones aus dem Lehren eines halben Jahr-huudertS einsehen gelernt hätte», dass eS dort keine Stützen geben könne, wo der seste Untergrund fthlt. ES war eine irrige Voraussetzung! Mit-ziehen? — Wie dumm! — Zum Ziehen ist das Volk da! der „geborene Herr" spannt sich niemals in das Joch, der geht nur nebenher und hält die Zügel und schwingt die Peitsche. Und sein Ver-bündetcr lehrt salbungsvoll dem Volke: „Bete und arbeite!" — auf dass es nicht unwillig in die Zügel knirrsche und über die Stränge schlage. WaS nützen alle Errungenschaften der Neu-zeit, aus welche sich die Idealisten so viel zu Gute thun? Am alte» Sitze des Primas von Deutsch» land fanden sich die VerHndcte» jüngst zusammen und sie beriethen über oi beste Art. die Zeit zurückzuschrauben die sonne der moderne > VolkSousklärui'i mit Kutte» und appenröcken zu verhängen! Und das Volk? — 0er große Volks-freund Lueger schickte ein warmeS BegrüßungS-telegramm dahin zum fröhlichen Beginnen! Es dunkelt wieder in Österreich! Wochenschau. Dir Kaisrrrrisr nach Galyirn. Der Monarch ist am 31. August zu den großen Manövern in Galizien abgereist und verließ den Zug am Ärodeker Bahnhose, wo der Statthalter und der Laudmarschall von Galizien, der Commandant deS 10. Armee-CorpS. die Spitzen aller Behörden, die Geistlichkeit aller Confejsionen, der Adel und die ja die Hauptsache ist, daS Wasser sowohl vom sanitären Standpunkte, sowie auch in Bezug auf Frische und Geschmack nichts zu wünschen übrig läßt, dann wird die Entscheidung darüber, ob die Wasserleitung eingeführt werden soll, »och immer von der Erwägung beeinflußt werde», ob sich das Anlagecapital verzinst. In raschaiifblühende» Städten, wo die Reu-baute« oft wie Pilze aus dem Boden schießen und in wenigen Jahren ganze Gassen neu ent-stehen, wo Kasernen, Spitäler, Fabriken, große ZinSburgen und andere Bauten geplant sind, welche man Großconsnmente» für Trinkwasser nennen könnte, ist die Verzinsung deS Anlage-Capitals eher gesichert, als in Städten, wo diese Bedingungen nicht vorhanden sind. Hier ist die rage: Die Beschaffung gesunden und billigen rinkwafferS, die Hauptfrage. Denn hier sträubt sich die Bevölkerung, die, freilich ohne viel Rück-ficht ans gesundes Triukwasser. an den unentgelt-lichen Bezug seit altersher gewohnt ist. dagegen „sogar daS Wasser bezahle» zu müssen", obgleich es Hunderte von Orte» gibt, wo das Trinkwasser und oft recht schlechtes das ganze Jahr wirklich Stadtvertretuug. sowie zahlreiche Laudlente sich zum Empfange eingesunden haben, nud Se. Majestät mit stürmischen Zurufe» begrüßten. So« dann fuhr der Monarch »ach dem Schloße deS Grasen LanchorouSki in Chlosig, wo das Allerhöchste Absteigquartier ist. Fiirst Lobanoui plötzlich gestorben. Fürst Lobanow, der russisch« Minister des Äußeren, welcher das Carenpaar auf der Rückreise vom österreichischen Hose nach Kiew begleitete, ist in der Nähe der Station Kazatine plötzlich gestorben. Vom Ltsnche des russischen Saiscrpaarcs. Car Nikolaus II. hat dem Oberst des Infanterie-Regimentes Nr. 2 Kaiser Alexander I., dessen Inhaber er ist, den russischen Annenorve» in Brillanten verliehen. Die Regimentsmusik erhielt 200 Dukaten und die zur Parade ausgerückte Mannschaft deS Regimentes pr. Mann 3 Rubel als Geschenk. Nkichsrath. Nach dem „Frcmdenblatt" und der „Presse" dürste der ReichSrath gegen den 1. Oktober wieder einberufen werden. Veutschmriker'Zllbiläum. In den Tagen vom 4. bi« 7. September findet in Wien das 200-jährige Jubiläum deS Wiener HanSregimenttS „Hoch- und Deutschmeister Rr. 4" statt. Zur Feier des 200-jährigen Bestehens dieses ausge-zeichneten Regimentes sind große Vorbereitungen getroffen worden, unter deue» das Exercieren wie es seit 1696 b>S 1896 bei den Fußtruppe» der k. u. k. Armee vorgeschrieben war. jedenfalls der interessanteste Theil werden dürfte, da die ein-zelnen Abtheilungen auch in den jeweilige» historischen Uniformen ausrücken. Vom Regiments-Commando sind alle „alten Deutschmeister" zu diesem Feste eingeladen worden. ver Aufstand in Lonslantinopel nimmt die scheußlichsten Forme» a». ES ist erwiese», dass die Bombenattentate von Türke» und nicht von Armenier» inscenirt wurde», blos um eine» Grund gekaust und in der trockenen Jahreszeit sogar sehr theuer bezahlt werde» muß. ES gibt auch in Oesterreich Städte, wo die Wasserverkäufer bessere Geschäfte mache», als die WirtShäuier und wo man im Sommer ein Glas frischen Wasser* gerne so theuer bezahlen würde, als ein GlaS guten Weines, wenn es nur zu haoeu wäre. Wer sich längere Zeit im Karstgebiete und in den User-städten daS Litorale von Trieft bis Cattaro hinab aufgehalten hat, zu einer Zeit, wenn die Cisternen versiegen und das auS localeu Wafferleitunaeu in die öffentlichen Brunnen geführte laue und kalkige Wasser trinken mußte, wird davon ein Lied zu singe» wisse». Doch zu dem erste» Projecte einer Tief-quellenleitung zurück. Die Grundidee dieses Projektes ist ei» Tiefbrunnen von 2'/, Meter Durchmesser auf der städtischen Schießstatt-Realität, aus dem das gewonnene Wasser durch ein Pumpwerk »ach Oberpettau in ein Hochre-servoire mit circa 500 Cubikmeter FassungSraum gepumpt und von dort wieder in die Stadt zurück-geleitet werden soll. Dieses Reservoir hätte eine Reihe öffentlicher AuSlaufbrunnen in der Linie QtlftgTtl »ir Btrfolgung oder besser ©crtilgitnj der Armenier zu haben. Dem entspricht auch die Tatsache, dass dir Polizei dem mohamedauifchen Ge-find^^iicu Wink gab. sich zur Verfolgung dcr A e,t ,vu halten, lva» natürlich prompt .iR Wdc. Wer Armenier ist, ist vogelfrei und tvi^vUbestialijche Weise ai» hellen ln.\t und sln^PfT^ier Strasse ermordet. Da die Unglück-lichep' in die von andere» Fremden bewohnte» Vorstädte fluchte», sind onch die Bewohner dieser Vorstädte ihres Lebens nicht mehr sicher. Die bisher gemordeten Opfer belaufe« sich auf Tausende, den» von einer genaue» Zähluug kau» keine Rede fein, da die Erschlagenen einfach ins Meer ge-worse» werden. Richt nur dcr Pöbel mordet, sondern auch die dienstfreie» Soldaten betheiligeu sich an Mord. Raub und Plünderung. Und dazu hat der tüikische Kriegsminister noch die Unver-frorenheit. vvn dem Boifchaftcr zu verlange», dass ilii'c Landslcute die a» ihre» Häuser» anSgestcckten Ralionalitätsflagge» einziehe» und die polizeiliche Tnrctiiuchnug dieser Hänser gestatten. Es wird geweidet, dass die ausgerückten Truppe» ihre Schuldigkeit tl»>». Na, we»n das der Fall wäre, so lönnlen doch die Mvrdseene» auf offener Strasse nicht vorkommen. Pettaucr Wochenbericht. <^I>schikZ>gabt»i>.) Ein großer Kreis periön-licher Frennde des Dircclors unserer Ä.>tnsiksch»le, Herr» Paul Schmidt und eine Anzahl offiziell erschienener Persönlichkeiten, die ebenfalls Ver-ehrer der Kunst des Scheidenden sin", saud sich vorgestern im Schweizerhanfe zu ciiiciii Abschieds-abend« zusammen, der i» seinem Verlaufe Zeug' »is von der -.jrofi.'n Beliebtheit gab, welcher sich Herr Schnilöt in Pettau erfreut uud auch des Bedauerns über sei» Scheide». Unter de» An-tveseuden waren der Herr Bürgermeister, der Vorstand des Mnsik- und MäunergesangvereineS. de» VerschönernuaS- und Casiiw^VereineS. der Herr Tirector Tschanet vom Gymnasium und Vertreter des Turn- und FeuerwehrvereineS, dann die Vertreter zweier Tafelrunden, denen der Scheidende angehörte. Ein vom Herrn Lehrer Metzmger dirigirtes Streichorchester brachte die richtige Stimmung unter die Versammelten und »ach dem Toaste des Vorstandes des Männer-aesangvereineS that mich eine Schaar Säuger das ihre znr Verherrlichung des Abende«, der äußerst animirt verlief. Den Scheidende» feierte Herr Präses des Mnsikvereines, V. Schnlfink. als tiich-tigcn Künstler »nd pflichteifrigen Lehrer. Herr Bürgermeister als den schwer zu ersehenden Direktor und als Man», der sich rasch die all-gemeinen Stmipathien erwarb in Pettau. Herr Vorstand Äroßauer des MönuergesangvereinrS gedachte der Verdienste deS Herr» Direktors um dcu Männergejangverei». Toaste i» gebundener Hcrieu-Thcalcr-Kirchgasse-Floriamplatz-Floriani-gasse und eine Reihe in dieser Linie gelegener Hydranten (für de» Fall einer FeuerSgefahr) zu speise». Die Nebengasse» der Herrengasse, die Bahuhofgasse »nd in ihrer Fortsetzung der Spar-kassagebandeplatz. die Ungartho^gassc :c. könnten »i das Netz eiiibezoge» werde». Ohne diese doch «»bedingt nothwendigen Abzweigungen lvllrde die Leitung den Kostenbetrag von rund 48.OCX) fl. erfordern. Ohne diese Abzweigungen, a» denen gerade die am zahlreich bewohntesten Banten liege», die kleine »nd große Kaserne, die großen Zinshänjer dcr Ungarthorgasse und dcr Bahnlws-gassc bis zum Sparkaffagebäude, Volksfchule. Hotel WoiSk ic. Dabei käme der Brunnen mit der Sau gleit »iig ans ca. 4500 sl. das Maschinen-und Kessell)a»s neben dem Brunnen auf circa 15000 fl., die Druckleitung ans rund 11000 fl.. die Pumpen« »nd Maichinenanlage» auf r»»d 13000 fl.. das Hochreiervoire im Keller deS Schlöffe» Oberpettan auf ca. 6(X)u fl. zu stehe». Da wir u»s nicht berufe» fühle», eine rein fachmännische Abhandlung zu schreiben, so wollen wir uiiS blos an allgemeine Fragen halte». Dass — 2 — Rede brachte Herr Direktor Tschanet und Herr Klerr gab Pantomime» und Dialektvorträge zum besteii. Beiden Herren wurde jedesmal heller Beifall zuthetl. Zweimal dankte der Scheidende für die feiten herzlichen Abfchiedsreden und dauu wechselten MusikoortrÄge, wilde Toaste und G>^ sangSvorträge, bis man ziemlich lange nach Mitternacht an'S Heimgehen denke» mußte und unter noch vielen lierzltchen Prosits für Herrn Schmidt sich argettfeitig verabschiedete. (Dom Dolköfeltr.) In der Sitzung des Ge-sammt Comites für daS am 13. September abzuhaltende große Volksfest, zu welcher auch die dermalen auf Ferien daheim weilenden Studenten geladen waren, constituirte sich die junge akade-mische Bürgerschaft zu einem besonderen Comite. ivelcheS die Veranstaltung einer ganzen Reihe von ganz aparte» Vergnügungen ans sich genommen hat Dass dabei der Ulf reichliche Blüte« treiben wird, ist selbstverständlich und wir begrüßen de:> Entschluß der junge» Musenföhne, die, von deS Gedaiikeiis Blässe noch »icht angekränkelt, dem Hiimor und der Fröhlichkeit eine breite Gasse bei dem Feste bahne» werden, mit lebhafter Freude. DaS Studenten-EoniilS hat die Errichtung eines Prachtbaues beschlossen und die Ausführung der Firma „Ulk & GichnaS" übertragen und soll darinnen daS „internationale Post» »nd Telegrafen-Amt von Nabeldorf", eine Bildergalleric für plain air und Quatschmalerei und ein Theatre varietö du vourstel untergebracht werden. Man sieht, die Sache wird sich mache». «Unrntgcltlichrr iSlaliknntrrrid)!.) Wie verlautet, plant der Pettauer Musik-Verein schon im nächste» Schuljahre die Aufnahme von Knaben an» der nächste» Umgebung der Stadt in die Mnsik-schule, in welcher sie unentgeltlichen Unterricht für BlaSiustrumente erhalten sollen und blos für die Beschaffung deS für fi.' geeignetsten Instrumentes zu sorgen hätten. Eine solche Neuerung wäre nicht nur im Interesse der Heranbildung vou Musiker» für die Bereiuskapelle. sonder» noch mehr im In-teresse der Zöglinge selbst gelegen, denen die Gelegenheit geboten wäre. sich an einer staatlich mit dem Osfeiitlichkeilsrechte ausgestattete» fachmännisch geleitete» Schule zu guten Musiker» heranzubilden, was ihnen während ihrer späteren MiUtärzeit cut» fchieden Vortheile, im bürgerliche» Lebe» aber ein gutes Nebeneinkomme» sicher» würde. (Dir Grsuni>hrilsvkrhäll»ij?k Prlla» s) sind dermalen trotz der abnormen schlechte» Witteruugs» Verhältnisse in den letzten Monaten so günstige, dass während des ganze» Monates August kein einziger natürlicher Todesfall vorkam. «Während Dir großen Manöver.) dir Heuer vom 0 bis 2ö. September in unserer Gegend zuerst divisionSiveife, dann corpSiveife und endlich Corps gegen Corps (III. Armee-Corps Graz) gegen das XIII. Armee-LorpS Agram) abgehalten werden, wird nnfcr hiesiges k. n. k. Pioniiier- die Einbeziehung der vorstehend genannten Gaffen-zäge. in denen >vie gesagt gerade diejenigen Bauten liegen, ivelche verniöge der Bewohnerzahl mehr Wasser konsumieren würden als die Häuser au der Haupleituug, welche doch zumeist Familien-Häuser sind, noch weitere Tausende vvn Guldt'n koste» würden, ist selbstverständlich Ob da»» das Hochreservoire mit f>00 Eubikmeter Wasser ausreichen würde, mögen Fachleute ausrechnen. Denn am Eude haben auch die Bewohner der Kauifcha-Vorstadt joivohl an der Radkersburger-, wie an der Friedaner-Strasse das Recht auf das, wie angeuommeii werden muß. gesunde Tiefquelleu-wasser ans dcr Leitung. Ob der Druck von 500 Eubikmeter Wasser im Hochreservoire bei einer Höhendifferenz von 220 4 in am Pump-werke zu 274 2 in des HochrcserooirS. (Unterschied »3 722 rn) ausreicht, um daS LeituugSlvc f' bis zum Viehmarkt einerseits und die LaudeSü. .Uen i^rankcii» und SiecheuhauS) und noch weiter bis iu die obere Etage zu drücken, ist nicht gesagt. Immer angenommen, dass das aus der Tief-gncllenlcitnng gcivonnene Trinkivasser gesund ist (und das mußte eS fein, weil ja fönst der cigcnt- Bataillon getheilt, so dass das erste Halbbataillo» (l. und 2. Compagnie) dem III. Ariuee.CcrpS. das zweite Halbbataillo» (3. und 4. Compagnie, dem XIII. Armee EorpS zugetheilt werde». Die 5. Compagnie bleibt zum GarnisonSdienst in der Stadt Die Commandanten, Herr Major Fitzner dem III. Corps zugetheilt und Herr Hauptmann Remcth dem XIII Corps zugetheilt, sind bereits Nt den betresfcndeu Corps-Coniinanden abgegangen. Die uirückbleibende 5>. Compagnie, welche bereits die FestnngSmanover i» Olmütz mitgemacht hat, cvmmandirt Herr Hanpluian» Hlawa. i^nlille blinde ürt pcllau. > Das dritte Heft deS diesjährigen BandeS der „Mittheilungen der k. k Central Commission zur Erforschung und Erhaltniig vv>, Baudenkmälern" in Wie» enthält eine» Bericht des Professors Gnrlitt über die Ausgrabungen auf dem Gebiete des alte» Petovio bei Ober- und Unter.Haidin, wahrend einer Dauer vvn fechs Jahren. A»S diese» Grabuiigcn hat daS steiermärkische LandtS Museum gewouiieii einen Zuwachs von 23 Inschriften, 41 Stein sculpturen. 5» Mosaikfußböden und 3441 kleineren Gegenständen aus Thon, Metall, Glas, Bei», Bernstein und 033 Münzen erhalten. Die Funde stammen zum größeren Theile auS eiuer Rekropole. van dereu Gräber nicht weniger als 178V aufge-deckt worden sind. Von diese» sind 1716 Brand-gröber und 73 Skeletgräber. Die Brandgräber sind verschieden, bald bestehen sie nur aus einer Erdgrube, in die der Leichenbrand einfach hinein-geschüttet ist, bald ist die Asche von einem be sonderen Behälter umschlossen, bald die Urne auch vou einer Ziegel- oder Steinsetzung umgeben; nur selten ist eine regelrechte steinerne llmmauerung der Grube vorhanden. Der einfachsten Art der Braudgräber entspricht dcr einfachste TypnS der Skeletgräber, indem der Leichnam fdireet in die Erde gebettet ist. Sonst sindeii sich hier auch Ziegelgräber und vorwiegend große, aber meist »»verzierte Sarkophage. Die Beigabe» sind zahl-reicher in den Brandgräbern, als in den Skelett gröber», die gefundenen Münzen stammen zumeist ans dem erste» Jahrhundert »ach Christi, nur in de» Skeletgräber» erscheine» auch spätere Münze» ans der Zeit deS Constanti» und ValeuS. Außer den Gräber» sind Gebäudereite aufgedeckt worden, Häuser mit reichen Mosaikfußböden. Heiz-a»lage» u. f. w.. endlich ein Heiligthum der RutriccS Auguste, sowie vermuthlich des LareS Augusti, mit zahlreiche» Weihreliefs uud Inschriften. Auch topograsisch sind die Funde vo» Wichtigkeit, da sie die Lage deS römische» Poe-tovia am rechten Ufer der Drau bei den Dörfern Unter- und Oberhaidin sicherstellen. Ans diesen Daten geht unzweifelhaft hervor, dass dcr Bestand deS vom hiesige» Musealvereiue gegründeten Local» MuseumS, welche» iu der sehr k». zen Zeit voll zlvei Iahren eingerichtet worden ist und eine be-rrits sehr reichhaltige Sammlung vo» antiken liche Zweck, Pettau mit einer genügenden Menge gefunden und schmackhaften Wassers zu versorgen, verfehlt wäre), dass eS auch bei Hochwasser oder Überschwemmung mit Drauivasfer nicht in Be-rühruiig kommt und dass sich der Gutsherr von Oberpettan dazu versteht, das Hvchrefervoire im Schloßkeller installieren zu lassen, wird die I»» standhalt»ng der nöthigen Baute» und Maschinen, die Bedienung der letzteren und die Erhaltung der ganze» Anlage bedeutende Geldmittel» er-fordern, welche mit dcr Lösung anderer communalcr Fragen z. B. der Beleuchtungsfrage. doch nicht in Einklang zu bringe» sind. Der Gemeiuderath hat daher auch andere Firme» für Wasserversorgung cingcladc». Projekte vorzulegen und darunter hat die Firma Knnze unlängst einen Ingenieur hieher gesendet, dcr Studicn für eine Hochquellenleitung vornahm. Wir werden über die Erfolge in der nächsten Nummcr berichten. (Sdiiul* loljt.) ObjMen in Münze», Metall, GlaS, Thon und Steinobjcctcn besitzt und von Fachmännern, da-runter f. (. Conjcrvator Herr Bcrgrath Äticdl wiederholt als hochintcrcssant und lehenswürdig benrtheilt worden ist, umsomehr gerechtfertigt ei' scheint, als im Loeal Museum außcr den antiken Objecten ans dem alten Poetovio auch Objecte aus Pettau» späterer Geschichte. Urkunden der Stadt selbst, dann wertvolle Objecte aus dem alten JnnungS- und Zunjtivejen PettauS. Waffen »nd Embleme der alte» Pel tauer Bürger- und Natioualgarde u. bisher auö- und ausgestellt waren, die schon zum Zwecke deS Studiums der Localgeschichte Pettaus, welche nicht nur eine uralte, sondern auch eine wahrhast glänzendere als die von hundert anbeten Städte» des Contiiicutcs ist. beisammen zu bleibe» verdie»e», daS erfordert iu erster Linie die Pietät und die Liebe zur Heimatsstadt, welche sich ihres Local-Museums wahrlich uicht zu schämen braucht iHanpt-Kapport der freiwilligen /riuruirljr.) Sonntag de» '10. August fand im Hofe des Spritzendepots tkr diesjährige .Hauptrapport der Peltauer freiwillige» Feucnvehr statt, zu dem 46 Maiin in voller Rüstung unter Commando des Herrn Wehrhauptma tneS Johann Strudle in zwei Züge» mit den Gerathen sammt dem neuen Rüstwagen ausgerückt waren. Um 2 Uhr nachmittags erschien Herr Bilirirmeister Joses Ornig in Begleitung des Herrn Gmiauberatbes H.inrich Stnrlj. Herr ZugSsührer Laurentschitsch erstattete sohin den AnsrnckungS Ropport an den Herr» Wehrhauptma»», der den Rapport a» den Herrn Bürgermeister erstattete und ihn zur Juspi'cirrniig einlud, die sowohl bei den Wchnnännern, wie an den Gerathen eingehend vorgenommen wurde. Sohinn begann der I, Zug unter Commando seines ZugSführers Herr» Laurentjchitich Angriffs-Übungen mit der Kerurcuthcr'jchcn Fahrspritze »nd dem neue» Rüstwage». aus das dritte Stockiverk des SteigerthurnieS vorgenommen, die durch ihre Rafchheit und Präcision bei den Znseherii leb-Hasteste Anerkennung hervorriefen, denn von der zur Arbeit, Fertigstellung der Geräthe gerechnet, war daS Wasser in nicht ganz zwei Minuten im dritte» Stockwerke zur Berivendung bereit. Nach der Übung, dcr eine zahlreiche Menge von Zu-sehern auch auS den Kreisen der Garnison bei-wohnten, wurde im Depot angetreten uud hier richtete der Herr Bürgermeister Worte des Dankes und dcr lebhaftesten Anerkennung an die Feuer-wehr, ihre Opserwilligkeit und ihr strammes Pflichtgefühl anerkennend und ihrer vorzügliche» Schulung ivarmcs und auch wohlverdientes Lob spendend. Der Herr Wehrhanptmann dankte sohin dem Stadtoberhaupte für die Anerkennung, ihm aber »nd dem ganzen Gemeinderath« ganz besonders für daS Wohlwolle», das die Stadtgenicindever-tretung der Feuerwehr jederzeit e»tgege»bringe. Damit war der offizielle Theil vorbei und die Feuerwehr marschierte in den Volksgarten ins Schweizerhaus, um im regen Beisammensein einige heitere Stunden zu verbringen. lkandtagöivahl.) Bei der am 2. September in der Gemeinde Rann bei Pettau stattgefundenen Wahl der Wahlmänner zur LaudtagSwahl wurden Herr Franz Leskofchegg. Herr Joses Pogatschnig und Herr Blas (ircpinko als Wahlmänner lLaudrs Unlergymnaliom in prltau.) Für das Schuljahr 1890/7 findet die weitere Anrnel-dung der Schüler für die erste Classe am l6. September von 10 bis >2 Uhr in der Directionskanzlei statt. Die AufnahmZprnfuug be-ginnt am selben Tage um 2 Uhr. Die sich meldenden Schuler habe» sich in Begleitung der Eltern oder der Stellvertreter derselbe» eiiizu-finde», de» Geburtsschein als Beleg für das schon vollendete oder noch in diesem Kalenderjahre z» vollendende zehnte Lebensjahr »nd die eigens für diese» Zweck (Ausnahme in eine Mittelschule) ab-gefaßte» Schnlnachrichtc» mit je einer Rote für Religion, deutsche Sprache und Rechnen oder ei» Abgangszeugnis der Volksschule beizubringen, ferner eine Aufnahmstaxe von 2 fl., einen Bibliothek»- beitrag von 30 kr. und ein Tiutengelb von 30 kr. zu entrichten, welche Beträge im Falle des Mijj-lingeus der Anfnahms Priisung zurückgegeben werden. Die Ausnahme der Schüler in die 2.. 3. »nd 4. Classe wird am 17. September vou 4 bis znngSperiode 1H97 durch die Gcmcindeämler. BezirkSvertretunge» oder direkt beim steiermär-kischcn Landesansschusse selbst gemacht werden, da derselbe für die Pflan^ungSperiode 1897 in der Lage ist, große Q»a»titäte» Schnitt- und Wnrzel-rebe» und auch bereits veredelte Reben abzugeben. Die Preise sind per Tausend für Schiiittrebeu mit 3 fl.. für Wurzelrebe» mit 10 fl., für ver edelte Rebe» mit 80 fl. festgesetzt und habe» dic Abnehmer, wenn dcr Transport dcr gekauften Reben per Bahn geschieht, die Verpackungs- und Bahnauslageu ebenfalls zu tragen. DaS Ersucht» um Bonuerkuug aus Reben aus de» LandeSa». läge» ist bis läiigsteuS Ende Oktober 1890 im oben angedeutete» Wege z» stelle». Bei Bestellung amerikanischer Schnitt- uud Wnrzelrebeu ist die gewünschte Sorte genau anzugeben, bei veredelten Reben die Sorte der gewünschte» Unterlage und der Edelreiser zu bezeichnen. Die Besteller haben in der Bestellung anzugeben, iu welcher Orts gemeinde der Weingarten gelegen ist. Wurzelrebe» und veredelte Reben werden ans Wunsch der Partei gleich nach dem AuSheben im heurigen Jahre 1H96 erfolgt »nd zwar a»s de», Grnnde, dass die Besitzer die Reben im Frühjahre gleich z»r Hand haben. Der Betrag ist bei Übernahme der Reben an das landschaftliche Organ zu be-zahlen uud werden Reben aus den landschaftlichen Anlagen nur an steirische Grundbesitzer abgegeben uud sind Rebeichäudler vom Beznge ans de» LaudeSanlage» ausgeschlossen. (3ur Ärbritsvrrinilllnng.) Mittwoch de» 2. d. M. kam der Sekretär der Handels- und Gnverbekainmer in Graz. Herr Dr. Zwiedinek v. Südenhorst, nach Petta». um mit den hiesigen Gewerbetreibenden sich behufs der geplante» Ein» führung der amtlichen Stellenvermittlung ins Ei»-vernehmen zu setze». Die Versammlung, z» welcher Vertreter der verschiedenen (venosseuschasten, dann des HandelSgreiniuinS von Pettau erschienen waren, fand im Bureau des Herr» Bürgermeisters im Rathhause statt. (^eurrb ereil schaff dcr freiwilligen .5e»rr-wehr.) Für die laufende Woche hält der II. Zug und die III. Rotte Fenerbereitschaft. ZugSsührer Laurciitfchitsch, Rottführer Prantner nnd acht Mann. Fkuerineldnnge» sind ans der Central» station in der SicherheitSwachstube im Rathhaus zu machen. iGcfuudrncs Gcld) Am 26. August zwischen 9 und 10 Uhr Vormittag fand Herr A. Streichen« wein in seinem (Yeschäftslocalc einc Zehngulden» note und übergab dieselbe der SicherheitSwache. Am 30. August gegen 1 Uhr nachmittags fand Herr Johann Wesiag, ^liusiker aus St. Urbani. ani Fußwege vor dem Gasthause der Frau Walburga Weiß in der Balmhofgafse ebenfalls eine Zehnguldennotc. die er bei der SicherheitSwache deponirte. Beide Funde können beim hiesigen Stadtamte gegen Abzug des gesetzlichen Finder-lohncs vo» den Verlnstträgem behoben werden. lThierfeuchcn Äuswcis mit l. September.) l. Ma»l- und Klauenseuche: Gemeinde Haidiu: Lagerhof; Gemeinde St. Johann am Draufelde: Golldorf mit 38 Gehöften: Gemeinde Jnrowetz: Markldorf mit 1 Gehöft; Gemeinde Lanzendorf: Lanzendorf mit 5 Gehöften: Gemeinde Pobrcsch: P obre Ich mit 2 Gehöften; Gemeinde Ternovetz-Sela: l. Sela mit 4 Gehöften, 2. Ternovetz mit 2 Gehöften; Gemeinde Windischdorf: l. Gers-dors mit 2 Gehöfte», 2. Siebendorf mit 5 Gehöfte». 3. Skorba mit si Gehöften. 4. Windisch-dorf mit 28 Gehöfte». — 2. Schweinepest: Ge- meinde Monsberg: Sovinsko mit 1 Gehöft. — 3. Schweinrrothlaiij: Gemeinde St. Rochus bei Rohitfch: Terliüno mit l> Gehöften. Vereinsnachrichten. (illiifralorrsin.) Dcr Musealverci» in Pettau hält am 7. September um 8 Uhr abends im Saale des Herr» Reicher eine außerordentliche Hauptversammlung ab. Aus der Tagesordnung stehen: l. Bericht des Obmanne« Herr» k. k. Professors Franz Ferk über die Neugestaltung des Local- nnd des städtischen FerkmuieumS. 2. An-trag des BereinSanSschusjes aus Vereinigung des LocalmuseumS mit dem städtische» Ferkmuseum. 3. Beschlußfassung bezüglich der Grabnngen in Haidin. 4. Anfällige Anträge. Die VereinSleitniig ersucht u»S, mitzutheilen, dass die AufstellungS-arbeiten in den beiden Museums nunmehr beendet nnd daS Loeal-Mufeurn, sowie das städtische Ferk-museum von heule au wieder eröffnet sind. Vermischte Nachrichten. tainmcrsprengels bestimmten AnSzeichiiunge» seitens des k. k. HandelSmini-steriums uuiimehr mit dein Ersuchen übermittelt, dieselbe» den prämiirtcn Aussteller» zukommen zu lassen. ES sind dies: Die landschaftliche Brunnen-Verwaltung in Rohitsch- saucrbrunn. die Fabrik chemischer Produkte in Hrastnigg. Herr Gottlieb Gerlitz, Inhaber dcr orthopädischen Heilanstalt in Graz, Herr Bolksschnldirector Joses Petz in Graz und Herr Schlosfermeister Wenzel Wlöek in Graz. Gedenket bei wetten, Spielen und Telia-inenten des pettaucr tlerschöncruugs- und /remdeuverkehrs-Vereiues. /frr , " ffV ; )f \ . »1 /) Als vmIhtllhafittttr^llssetZusah empfahl,n: iZc^teUetae^affee von. Dr.^osa'Lalsam kill! Illl für den Magen an» iIit Apotheke (Jen B. FRAGNER IN PRAG isl (-in seit mehr als !I0 Jahren allgemein bekannte* Hausmittel von einer appetitanregenden. verdau iingshi1 fordernden und milde abführenden Wirkung. j| arnungl Alle Theile der Kmlmliage tragen die / nebenstehende gesetzlich deponirt« Schutzmarke. Vn Hauptdepdt: Apothefce d. B. FRAGNER „i schwarz. Adler'1 Prag, klein.seit«'. Kckc ilur SfHminnsasse. Qrono Flaache I st., kleine 50 kr., pr. Post 20 kr. m«5r. Poetveraandt tätlich. In tt+H A/HfthrkrH Ontrrrrieh- titf/nrn*. 100 bis 300 Gulden monatlich kfinnen Personen jedfn Standes In al'en Ort-schafton sicher und ehrlieh ohne Capital und lliaioo verdienen, durch Verkauf gesetzlich er- lauhler Staatspapiere und Lose. 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Alle Theile der Emballage tragen die nebenstehende ge-tetzl. deponirte Schutzmarke. * Hauptdepit I B. FRAGHER, Apotheke „zam schwarzen Adler" PRAG, Kleinteite, Ecke der Spornergasae aoj. Jfrptit iu tlrtt Avuthrkeu iMrvrrleh» duf/tint*. i}itfriiiiu!cammnnuyn»iMiiitu»tthii Nebenverdienst 150—200 (1. monatlich für Personen aller Bn-rufsclassen, die sich mit dem Verkaufe von gesetzlich ge launten Losen befassen wollen. Offerte an die Hauptstädtische Wechselstuben-Gesellschaft Adler &. C-»"1'»- Budapest. Gegründet 1874. Kundmachung. Bestellung auf amerikanische Heben aus den Landes-Reben-anlagcn in Leibnitz, Luttenberg, Ankeiistein bei Pettau und Pischätz bei Kann. Die Weingartenbesitzer werden hiermit aufmerksam gemacht, dass der Landes-Anssehuss in der Pflanzperiode 1N97 «rosse (Quantitäten an amerikanischen Reben und zwar sowohl Schnitt- nnd Witrzelrebeii, als auch bereits veredelte Reben abzugeben in der Luge ist. Die Preise sind für Schnittreben mit 3 fl., für Wurzelreben mit 10 tl. und für bereits veredelte Reben mit SO fl. per 1000 Stück festgesetzt. Falls die Reben pr. Hahn transportirt werden, sind die Verpackungskosten und Hahnauslagen von den Parteien zu tragen. Das Ersuchen um Vormerkungen auf Reben aus Landesanlagen ist bis längstens Knde Oktober 1896 entweder im Wejtc der (Gemeindeämter oder der Bezirks-Ausschüsse an den Luiidcsausschuss zu leiten oder direct bei diesen anzusprechen. Bei Bestellung von amerikanischen Schnitt- oder Wurzelreben ist genau die gewünschte Sorte, bei veredelten Reben Unterlage und Edelreis anzugeben. Die Besteller haben in der Bestellung zu vermerken, in welcher Orts-gemeinde der Weingarten gelegen ist. Bemerkt wird, dass Wurzelreben und veredelte Reben schon gleich nach dem Ausheben im Spätherbste 1H90 auf Wunsch den Parteien erfolgt werden und dies aus dein ({runde, damit die Besitzer gleich im Frühjahr die Reben zur Band haben. Der für die Reben entfallende Betrag ist bei der f hernähme den landschaftlichen Organen zu erfolgen. Reben werden nur an stcirische (Grundbesitzer abgegeben und sind die Rebenhändler vom Bezüge der Reben aus Landesanlngen ausgeschlossen. (GRAZ, im August 1896. Vom steiermärkischen Landesausschuss. Behördl. conc. Musikschule des Pettauer Musikvereines. Das Schuljahr 1890/7 beginnt nm 14. September 1890. An diesem Tage, sowie Dienstag den I 5. September findet vormittags von 10 bis 12 Uhr im Lehrzimmer I die Aufnahme neuer Schülcr statt. Hei der Anmeldung haben solche Schüler, welch» der Anstalt noch nicht angehörten, eine Einschreibegebühr von 2 II. zu entrichten. Belreiungsgesuohe sind auch von solchen Schülern, welche im verflossenen Schuljahre beireit waren, bis längstens 14. September, 12 Uhr Mittags, einzureichen, spater vorgelegte werden nicht berücksichtigt. Der Stundenplan wird Mittwoch den 16. September nachmittags 6 Uhr bekanntgegeben werden, um welche Stunde sich sammtliehe Schüler im Lehrzimmer I ein- zuflnden huben. Her Unterricht beginnt Donnerstag den 17. September. Das Unterrichlshonorar für das Schuljahr 1890/7 beträgt: a) für Vereinsinitglicder: Im Ciavierspiel 38 fl., in den sonstigen Instrumenten 22 fl. b) für Nichtniitglieder: Im ('lavierspiel 48 11., in den sonstigen Instrumenten 34 11. c) für Jene, deren Eltern iu Pettau nicht an- sässig sind, laut Tarif A. Das Unterrichtshonorar kann auf Wunsch in 11 Monatsraten bezahlt werden. Die Enthebung von der Zahlung tritt nur durch Austritt ein, bei Krankheilslilllen oder sonstigen Umstünden ist das Honorar zu bezahlen. Pettau, am 4. September 1890. Die Direction. — 5 — Alle Maschinen für Landwirtschaft Preise abermals ermässigt! Trieure ((;etreidereini#un>.'s - Maschinen) in! exacter Ausführuug. 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BHÜNN ist die erste der Welt, welche Muster ihrer Erzeugnisse in DamenlodenstolTen auf Verlangen pralis und franco verschickt und die Waaren meterweise verkauft. Wir umgehen den die Stoffe so schrecklich verteuernden Zwischenhandel und kaufen daher unsere Kunden um wenigsten» Hi'/» billiger, weil direct von der Fabrik. Wir bitten, sich Muster kommen zu lassen, um sich zu überzeugen. SchaswollwAarcnfabrik ton JuIIub Wieaner & Co. RRCNN. Zollhausglacis 7. Direct aus der Fabrik. BÖT Spenden "MEZ an Naturalien kür das am 13. September statt- äJbl findende grosse ^VolksPest-Jg bittet das Comite und zwar: Getränke an Herrn Caffttier Ignaz Rossmann, Esswaren an die Firma Brüder Mauretter gelangen zu lassen. Das Comite. Schuhwaren-Niederlage Brüder Slawitsch, Pettau. Sämmtliche noch lauernden Sommer-Schuhwaren werden zum Selbstkostenpreise abgegeben. Mitte den Celegenheitskaul nicht zu versäumen, solange der Vorrath reicht. Danksagung. Tiefgerührt über die vielen herz-lichen Beweise aufrichtiger Theilnahme, welche uns anläßlich des tragischen Endes unserer lieben, unvergeßlichen Tochter Louise Pinterie allseits entgegengebracht wurden, dann für die viele« Kranzspenden und ftir die Begleitung zur letzten Ruhestätte sprechen wir hiermit allen unseren besten und tiefstgefühlten Dank aus. Pettau, am 30. August 1890. Die trauernde Familie. Zu vermiethen. Ein kleines Haus, bestellend aus 3 Zimmern, 2 Küchen. Speis, Keller, Feld und Garten in der Kaniscba-Vorstadt Xr. 44 ist vom 1. November an nnd eine W o h n u n g in der Kanischavorstudt Xr. 72, bestehend aus 3 Zimmern, Küche, grossem Keller und Garten vom 1. Oktober an zu vermiethen. Loden - Anzüge in alle» Farben fl. 16, Kameelhaar » Hav c-lock fl. S. mit ganzem Krage» fl. 13. Über-zieher fl. v, stetS vor-räthig bei Jacob othberger, k. u. l. Hoflieferant, Wien I., ÄtefanSplatz 9. Provinz - Auftrüge gegen Nachnahme. 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Blanke. Pettau. Wsitage zur ]0ettaitct; Leitung IParum ich unvermählt blieb! Xcr Wirklichkeit nacherzählt von ft. Labocher. ((}orl(«»une.) ]ie erlaubt» sich zu viel in Ihrer Stellung!" erwiderte Walter mit zürnender, metallharter Stimme. .Wün« schen Sie sich selber Glück und »war dazu, daß Ihnen die gutmütige und allzu zartfühlende Herrin dieses kaufe* nicht öfter und deutlich Ihren eigentlichen Standpunkt klar macht I" Ludmilla lachte kurz und heiter auf. Und als Walter das Haus verlassen hatte, schlug sie das Thor heftig hinter ihm zu. Mir hatten LudmillaS höhnende Worte einen neuen Stachel in die Seele gedrückt! Um meinen Gedanken zu entrinnen, flüchtete ich hinein zu Mama, die eben die Karten in ihren Strickbeutel schob und dabei schon recht müde und schläfrig aussah! Ich um-armte sie unter dem lauten Ausruf: .Mutter, ach Mutter. Gott fei dank, daß ich wieder ausgesöhnt bin mit Walter! Ich möchte nicht viel solche Tage verleben wie den heutigen und gestrigen!' .Ich meine, Du hättest wenigstens nicht gar so rasch und bereit-willig nachgeben sollen!" sagte sie ziemlich gleichgültig, .Die Männer treiben Mißbrauch mit allzu gehorsamen Frauen. Aber das ist Deine Sache, wie Du Deinen künftigen Gatten haben und erziehen willst. Ich werde mich von nun an grundsätzlich nicht mehr in eure Händel einmischen. Ich könnte ja doch selbstverständlich uur auf Deiner Seite stehen, müßte also auch Deine unvermeidliche Niederlage mit tragen helfen. Und dazu habe ich meinem Schwieger-söhn gegenüber keine Lust!" Da hatte ich nun auch von dieser Seite meine Lektion empfangen. Zwar bereute ich mein Nachgebe» noch nicht, ich empfand eS aber doch recht bitter, daß eS mir als unentrinnbare Notwendigkeit auf-gedrängt worden war. Ludmilla kam ins Zimmer und streichelte mir zutraulich das Gesicht. .Wie heiß und rot diese runde» Wangen sind, vor lauter Glück, daß man den Bräutigam wieder sicher am Rockzipfel gefaßt hat. ES ist wirklich rührend, dir Thorheit und Schwäche so eines jungen verliebten Herzens mit anzusehen." .Ich denke, die Thorheit habe ich gerade heute abgelegt!" sagte ich kalt und ernst zu ihr. .Und so Gott will, werde ich auch nimmer wieder damit zu thun haben." .Um Gotteswillen, fangt ihr beiden nicht auch noch an, euch zu zanken und zu sticheln! rief meine Mama, während sie sich von ihrem Stuhle erhob. .Ich habe gerade genug an dem Unfrieden der letzten Tage." .Oh, von einem Zank mit Fräulein Ellh kann in meiner Stellung nicht die Rede sein!" betonte Ludmilla scharf. .Und seit ich ein-gesehen habe, wie überflüssig meine wohlgemeinten Ratschläge und liebevollen Bedenken geworden sind, bin ich fest entschlossen, nicht mehr damit beschwerlich zu fallen. Obwohl — obwohl es mir wehe thut, das süße Kind, welches so vielversprechend neben mir aufwuchs, einem so bösen Omen schutzlos verfallen zu sehen. Ich nehme zu vielen Anteil an Ihrem Lose, liebe Elly. das ist mein einziges Verbrechen," Sie zog ihr Taschentuch hervor und trocknete sich die Augen, Mir ward weich und weh umS Herz beim Anblick ihrer Thränen, Ich zog ihr die Hände vom Gesicht und sagte mit zitternder Stimme: .Ich weiß ja, daß Sie gut sind und mich lieb haben! Aber Sie dürfen mich nicht noch thörichter nnd kindischer machen, als ich ohnehin schon bin. Walter hat recht, vo» feiner künftigen Frau ein gesundes, vorurteilsfreies Geniüt z« verlangen. Und ich bin stolz darauf, daß es mir endli.h gelungen ist, meine abergläubische Furcht vor dem Freitag zu bezwingen." .Aber in Ihrem Innerste» ist doch ei» Teil davon hartnäckig sitzen geblieben!" erwiderte Ludmilla. „Und ich bedanre Sie auf-richtig wegen der bösen Stunden, die Sie noch nachträglich habe» werden Ihres schlechtgewählten Hochzeitstages wegen. Ich keime das. Man kommt nicht los davon. Man fordert nicht ungestraft so mutwillig das Schicksal heraus. Auch Herr Walter wird's »och eingeftehen müssen, daß doch etivas Wahres ist an den alten Ammen-märchen. Oh ich wiirde es den, hochnäsigen Herrn Doktor ja gönne», wenn Sie nicht in da» Unheil verstrickt wiirde», meine liebe, arme Elly!" Mir drohte der Herzschlag zu stocken. Hilfesuchend blickte ich auf meine Mutter. Die aber nickte nur stumm nnd beifällig mit dem Kopfe. Ihre so oft betonte .höhere Abkunft und Bildung" hinderte sie nicht, in Bezog anf grosse» Aberglauben gemeinsame Sachen mit dem niedrigsten Weibe aus dem Volke zu mache». .Wen» ich Ihnen wenigstens Gewißheit darüber schaffen könnte, ob daS UnglückSomen Ihrem ferneren Leben wirklich eNvaS scha-den wird," fuhr Ludmilla immer im gleichen gedämpften Mitleids-tone fort. .Das ärgste in allen Verhältnissen sind Zweifel nnd unbestimmte Befürchtungen." Ich sah sie fragend an. Woher sollte mir diese Gewißheit kommen, die ich ja wirklich heiß ersehnte? Ludmilla wandte sich an meine Mutter. .Wie wäre es, wenn wir Elly unseren Sitzungen beiziehen würden? Wenn wir eS wagte», eine Frage an die überirdische» Mächte zu stellen?" Mama blickte überrascht nild mit lebhafter Anfnierkfamkeit empor. Sie sah mich zweifelnd, prüfend an. .Aber das Kind ist ungläubig," murmelte sie endlich, „Und Sie sagten doch, Ludmilla, baß nur völlig von frommer Ueberzeugung durchdrungene Px» sonen einer übersinnlichen Offenbarung gewürdigt werden?" .Die Geister lieben es anch oft, Zweifler zu bekehren," betonte Ludmilla feierlich. „Und das liebe Kind da vor n»S ist nicht im Unglauben verhärtet, nein, sie wnrdc »nr verführt, verleitet. Ver-suchen könnten wir eS immerhin, ob dic Geister nnS Rede stehen wollen." .Die Geister!" ES dnrchschanerte mich eisig. Dennoch bezwäng ich mich so weit, um in freilich recht unnatürlichem Scherztont zn rufen: .Ach, Thorheiten! Sie spotten meiner wohl. Lndmilla, nnd haben es darauf angclegt, mir bange zn machen? Keinem Menschen ist es gegeben, die Geheimnisse zu durchschauen, welche außerhalb der materiellen Welt liegen mögen." .Frevle nicht durch Drin« Zweifelsucht, Elly!" fiel da meine Mutter, von innerem Grauen dnrchzittert, ein. „Ich habe durch Ludmillas Beihilfe mit Deinem Bater gesprochen." Ich sah die beide» Fraue» daraus hin a», ob sie nicht ganz plötzlich dir Herrschaft über ihre Vernunft verloren hätten. Etwas wie ein Lächeln mnß über mein Gesicht gehxscht sein, denn Lud-milla sagte gereizt: »Ich sehe schon, daß Sie sehr dem unglättbige» Thomas gleichen, der auch nicht eher die Wunde» anerkennen wollte, als bis er sie betastet hatte mit eigenen Händen. Znm Glücke kann ich Ihnen die vollste Ueberzeugung verschaffen. Es fei denift daß Sie vorsätzlich nicht höre» und sehen mögen. Dann freilich würde» Sie anch das Schauen Ihrer eigenen Angen »och bekritteln und verleugnen." Krankhafte Nengierde entzündete sich nnter Lndmillas Reden In meinem empfänglichen Herzen, jener Trieb, das jedem Menschen-(leiste Unfaßbare dennoch zu enthüllen und zu enträtseln. Ich hatte nicht die Kraft, die Berfnchung von mir zu stoßen, welche i» dem lockenden Anerbieten lag. Mit überirdischen Wesen zu verkehren, wer hat sich diesen Wnnsch nicht wenigstens einmal so lebhaft, zwischen Furcht »nd 91riigicii>c sriuoankeiid, ausgemalt? Auri» ich erlag dem geheimnisvolle» Zauber, der mit «»sichtbarer, aber uu-lrugbarer krast iuinirr wieder i» unser iiiiditeme«, tiiglidir» Lebe» hereiugreist. Anrii ich widerstand den» verlangen nicht, nur eine» einzige» Blick hinter den dunklen Bvrhaug zn thun." Erschüttert kniete ich »ebe» niciiter* Mutter nieder imd| lehnte iiiciiii* heiße Stirn an ihre Brust. „Dn — Tu hast wirklich ein Zeichen erhalten an» — ans der andere» Weit?" Ohne Zögern, i»i vollen Tone der Ueberzeugung entgegnete sie: .Ludmilla verschaffte mir den unschAtzbaren Trust, an dic geistige Nähe Trine» Baters glauben zn dürfen. Er antwortete meinem Rufe, er hieß mich, meinen Schmerz mäßige» nnd zn hoffen ans ein Wiedersehen, Haft Tu es nicht bemerkt, daß ich ruhiger nnd heiterer war während der letzten Zeit?" Zagend blickte ich zn Lndmilla hinüber. „Nnd es ist jedem gegeben, eine Frage z» richten, an dir — übernatürlichen Mächte? Könute anch ich in Verkehr treten mit meinen! Vater?" „Dies dar? ich weder bejahen »och verneinen," sprach sie ernst. „Ich bitt nur ein willenlose» Werkzeug überirdischer Ärüste. Ich kaun höchstens den Wunsch wagen, ob sir mit ihrer höheren Ein-sicht, einem armen, gequälten Mcnscheiikindc beistehen mögen." „Und wann dürsten Sir diesen Bersnch machen?" fragte ich, schon ergriffen von ungesunder, zitternder Begierde. Ihre Entscheidung lautet: „Am frühesten, inorgen abend um die zwölfte Stunde. Bis dahin müssen Sie i» Ihrem Zimmer ein-geschlossen bleiben nnd dürfen mit gar niemanden sprechen." „Auch nicht mit Walter?" „Der Freigeist langt am wenigsten in Ihre Nahe, er würde den magnetische» Strom störe« und unterbrechen." „Nun ja, th«» Sie was «ölig ist." entschied ich rasch. ..Sie haben mir zu viel verheißen, als daß ich jetzt »och verzichten »»d zurücktrete« könnte." Und dabei blieb es Meine Mama zog sich ins Zimmer zn-riick. Ich aber müßte de« Rest der Nacht wachend mit Lndmilla verbringe«, bis ich vor Müdigkeit einschlief. Da führte sie mich auf mein Zimmer, wo ich bis zum Mittag iu tiefem Schlafe auf meinem Bette lag. Nachmittag? kam Walter. Seine tiefe, iniiunlich klangvolle Stimme drang in meine Abgeschiedenheit. Mir klopste das Herz zum Zerspringen hestig. Ich sprang ans. wie um hinauszueilen, in seine Arme. Es war aber Ludmilla bei mir, dir mich mit rnt» setzter Miene am meine« Stuhl zurückdriickte. „Sind 3ii* denn vou Sinne», Ellu? „Wollen Sie Ihre Mama Lügen strafe», dic den« Doktor gewiß schon gesagt hat, daß Sie fiel» nicht zu Hailsr befinden?" Srnfzend ergab ich mich in mein Schicksal. Dumps vor mich hinbriitend erwartete ich den Abend, die Stunde, die mir heiß ersehnte Enthüllungen, Beseitigung oder Bestätigung meiner abergläubischen Zweifel bringen sollte. Lndmillas Freuudiuue», drei kümmerliche, verblühte Frauen-gestalten, fanden sich nach uud »ach ein. Ich hörte sie mir Mama plaudern beim Kaffeetrinken. Anch mir brachte Ludmilla eine Tasse vo» dem heiße», nervenrrrrgenden Getränke, damit ich dem Schlas widerstNien kö»»r. Mir klopstr» ohiirhi» dir Pulsr so lirslig: durch drn Genuß des starken Mokkatrankes gerirt ich vollends in einen exaltierten, uu-natürliche» Zustand. Run wnrde ich vvn Ludmilla i« drn Salon geführt, welcher vollständig grränmt war, allr überflüssige» Möbel samt dem »och gedeckte» Uasfrrtisch hatte man ins Nebenzimmer gerückt. Fenster-laden nnd Vorhänge sah ich sorgfältig geschlossen, zwri Wachskrrzr« brannte» düster auf dem Lfengesimsr. Ein klrinrs, rnndrs Tischchr» »ahm dir Mittr drs Grniariies eiu uud darauf lagrn mehrere Bögrn wrißrs Jchrribpapier, rin höl zrrnrs Dreieck nnd ein roter Bleistift. Als ich näher hinsah, gr-wahrte ich. daß in dir Platte drs Tisches Buchstaben. Zahlen nnd Zeichen eingeschnitien waren nnd daß rin langrr Trahtsliit das Drrirck lose daran brfrstigtr. „Wir können brginnrn," sagte Lndmilla. Gleichzeitig erhob sir sich, rückte die Wachslichter weiter zurück und machle das Zeiche» drs Kreuzes übrr »iis hi». Da»» srtztr sie sich wieder «eben mich. . rrfaßtr meine rrchtr Hand, währrnd meine aiidrrr Nachbarin »ach der linsen griff »»d dieselbe i» fester Hast behielt. Meine Mama rückte das Tischchen so. daß wir im Kreise hcrnmsaßrn und »ahm hieraus ihrr« eigenen Platz ein. Was nun folgte, war damals rätselhaft, ungeheuerlich, nner-klärlich für mich. Heute freilich kau« ich besser Besriirid dariibrr grbr». Wir wäre» keine zrh» Miniltr» »ubriorglich imd schwei gr»d geiessen in dem grsprustigen. vom trübe» Flackern der dünnen «erzen »och düsterrr grmachten Halbdmikrl, als das hölzrrnr Drrirck sich znrrft langsam, dann etwa» raschrr im .Ureise zn drehen brgann nNd rndlich wieder stille stand vor einem drr Buchstaben. Lnd niilla notierte diesen Buchstaben, woran» sich das Dreieck soglrn wieder in Bewegung setzte. Nach wenige» Sekunde» konnte Lud niilla eine» nrueu Bnchstabrn aufschreiben. Und so ging rs son. wohl eine Birrlrlftuude lang, bis Lndmilla nns den vollendeie. Satz vorlas: „Ich bin gegenwärtig: was wünscht meine Tochter von ihrem hittgeschirdeueu Bater?' Ein Uranf0ubcf11d?. ________5 r c t »ach dt in J10 n j 9 f I f ch c n. MW ail könntr ein Bnch schreibe» über die seltsame» Einbildmige» ÄW.V Irrsinniger »nd über dic Zähigkcit nnd Schlauheit, mii welcher ste dir Idrrn lind Phantasien ihres gestörten Geiste» ans führen" — heißt es im Tagebnche eines Pariser Arzte». — „Hier nur ei» Beispiel: Wenige Tage nachdem ich mich in Pari» als Slr.it niedergelassen hatte, rbr» als ich im Begriff stand, mein Logis zn verlasse» und mich zum Abendesse» nach einem Restaurant zu be geben, wurde hritig bei mirgrfchrllt »nd unmittelbar darauf meldete mir mein Diener eilten Man», der mich zu spreche« wünsche. Ich trat iu das Sprechzimmer «nd fand dort den Fremden am Kamin stehen. E» war eine hohe, kräftige Gestalt mit mächtigrn, schwarzrni Bari. „Fall» Sir Zrit habrn. Hrrr Doktor," — sagte er, — „bitte ich Sie, mich zu brglritru ... nur einine Häuser weit." Ich griff «ach Hut nnd Stock uud folgte ihm. E» war da» erste Mal, daß mau mich iu Paris iu meiner Eigenschaft als Arzt hol?» ließ. Ter Man» ging schnellen Schrittes voran», so daß ich ihm kaum folgen konnte nnd beantwortete keine meiner Fragen. In einer Hauptstraße trat er in rin elrgante» Hans, stieg eine Etage hinaus, öffiirtr mit rinrni Schlüsse! die Saalthür »ud führte mich iu riu mit Bildern geschmücktes, behagliches Zimmrr, in wel chein Bücherregale mit den verschirdrnstrn Werken angefüllt standen. .Srtzrn Sie sich an de» Kamin, e» ist risig kalt, Hrrr Doktor," sagtr mein Fiihrrr, „ich kommt sogleich zurück." Ich that, wozu er mich ausgcsordrrt. nnd hörtr, ohne mich umz» sehr», wie er sich hinter meinen« Rücken der Thiirr nährrtr. Plötzlich fühlte ich, wie mir mit großer Schnrlligkrit die Händc gebnndrn wurden und ein Tnch über den Mund geworfen, ohne daß ich es verhindern konnte. Nachdem da» geschehen, trat mein Begleiter vor mich hin uud beobachtete aufmerkiaiu meineBrrsnchr, mich zu besrriru. „Nicht wahr, drr strick ist frst?" sragtr rr. — „Jrtzt aber vrr-halte» sie sich ruhig und vrrnrhmr» Sir, wa» ich twu Ih»r» begehre." Er »ahm ans einem Eckschranke drs Zimnirr» riu laugrs Messer »nd prüste Spitze und Schneide desselben, währrnd er ganz srenndlich mit mir redete. „Seit Jähern," — hnb rr an, — „habr ieli dir Kunst des Er-rate»» studiert, »»d rrratr jrtzt allr». Drr Stuhl, ans drin Sie sitzen, ist »iri» Erratestuhl Ganz gerne teile ich anch andrrrn meine Wissenschaft mit. Jrtzt hören Sie abrr. was ich von Ihnrn will. Ich wollte rs Ihnrn zwar erst rrratrn lassrn; rs ist mir aber rnoa» Besseres ringesaUen." Sein Messer schien ihm spitzig genug zu sei«, uud im Zimmer ans nnd nieder gehend, erzählte er mir von dem Znstande der Welt, wobei er häufig die Knust de» Erraten» einslocht »nd da»» immer strhrii blieb. ..Habe» Sie diese Kunst jrmal» studiert, Doktor?" fragte rr. „Rriu, «ein! Ich weiß ja. daß ich drr rinzigr bin. deesirzuriurr Wissenschaft erhoben hat. Seit ich meine rdlen Beteranen verlassen, habe iri) mich ganz dieser Kunst gewidmet, nnd jetzt will ich Sie in ihre Geheimnisse rinioeihrn, wenn Sie dessen würdig sind." Ruhig ftaud er vor mir da. uud irij sürriitrtr nicht, daß rr mir ruva» zu leibe zu thu» beabsichtige; als ich ihm jedorii in die Auge» blickte «„d darin da» kranrhaste, nnheimliche Fener gewahrte, da rrkanntr iri» nur zn gut, daß ich inirii in einer äußerst vrrzwrifrltru Lage befand. „Irii muß sie anf die Probe stellen!" begann rr wirdrr. „Bevor ich viel Zrit an Sir vrrschwende, mnß ich prüsr». ob Sir von Natur brgabt sind odrr nicht. Wollen sie meine Frage beantworten?" Irii »icktc bejahend. Taranf löste er da» Turi» vou meinem Mnnde. „Niiii, mein bester Doktor," sagte er jetzt, — „Sie sind ein mir völlig Fremder. Sir dagrgen werden vou mir schon hänfig gehört haben. Demnach wird r» riur schwirrigr Aufgabe sei», mriuru Namen vo» dr»r» drr viele» anderen jetzt lrbriidr» große» Mäuuri zu »utrrscheidr». sir sollen ihn erraten, Doktor! Wrr bin irii?" Er hatte mir sein Gesicht so nahe gebracht, daß ich seinen heißen Atem fühlte. Die scharfe Messerklinge hielt rr iibrr mich. „Raten Sie!" rief er. — „Sobald Sir sich irren, haben Sir Ihr lrtztr» Wort aus dieser Welt gesprochen!" Iri» befand miri» in einer entsetzlichen Lage: Da» blinkende Messer vor mir, wagte iri) niriit, um Hilse zu rnsen. Fliehen konnte irii anch nicht, denn ich war au den Stuhl grbnndrn. Wa» sollte iri, thun? -•"+ 1-43 3 EBB - '--V : ' ^WWWD M • • v;' v* w-tobfe „•««5'vyw: . '''' Ttr Ptioloqrapl, auf tocm üniiSc. P»» T I, -chmidl. <«t> Iri^ «'^rclNsi bwn ,> V a n ) H «III sl« „a I, ■JNiinrticit.) 144 „(ia ist ei» schwere» Rätsel!" — sagte er. — .Ich gewähre Ihnen drei Minuten zur Lösung." Ich raffte meine ganze Geistesgegenwart zusammen, schaute ihm fest in» Auge und erwiderte: „Ich kenne Sie recht wohl, mein Herr! Wozu mich also raten lassen? Ich hab« Sie auf dem Schlachtfelde gesehen, wie Sie Ihre Heere zum Sieg? geführt habcn. Ich sah. wie Sie mit eigener Hand so manchen Feind unschädlich machten und wie Sie ein ganze» Regiment in die Flucht schlugen. Ich kenne Sie. wir jedermann Sie kennt, und habe Ihren Namen auf der Zunge." Ich erinnerte mich, daß er davon gesprochen, »ie er seine Bete-ranen angeführt habe, und hatte versucht, ihn durch meine Worte vvn seiner Idee abzuleiten. „Ja, ja, Tvktor!" versetzte er. — „Aber wer bin ich? Wie ist mein Name? . . . Noch dreißig Sekunden!" (kr hob sein Messer höher und hielt die Hand zum Stich bereit, während e» mich wie Todesschauer eiskalt durchlief. „Noch zehn Sekunden!" mahnte er. „Wer bin ich?" Jetzt blieb mir nicht» übrig, al» aus das Geratewohl zu raten. Daß er an Größenwahn litt, stand fest. Viele Namen unserer Helden schwebten mir aus den Lippen. Mein Leben hing vom Erraten de» Namen» ab, Da platzte ich in meiner Todesangst end-lich heraus: „Kaiser Napoleon!" „Richtig l" bestätigte der Irre, warf sein Messer weit weg und be> freite mich vo» dem Stricke. „Sie ha-be» wirklich Talent, Doktor. Ich irrte mich in Ihnen! Da» war Ihre erste Lektion! Kommen Sie fortan jeden Abend um diese Stunde zu m »nd ich will Ihnen die schöne Kunn rr-klären und den Weg zur sterblich-feit weisen!" Als ich mich aber bebend vom Stuhle aufrichtete, wnrde leise die Thüre geöffnet, und herein traten vier kräftige Männer, die sich sogleich des Wahnsinnigen bemächtigten. Ich eilte nach Hause von meinem Patienten, froh, keine zweite Lektion im Raten bei ihm zu erhalten. Hoffentlich werde ich zu keinem solchen Kranken wieder gerufen. .Da» ändert folgt nach Ablieferung bet Bilder/ versichert der edle Dorf, dewohner mißtrauisch — den» Ihn hat schon einmal et» solcher Photogro! domisch ang'fchmiert." Er hatte zum Schluß kein Geld nnd keine Bilder — und so etwa» merkt sich der Walbhofbauer, 8. Ct. n S»i,derd,re« Weinmaß. Die Bürgerschaft zu Ulm hatte i« Jahre 137(1 der Zeit ihrer grdßten Blüte, eine Orgel, in deren größte Pfeife »lü «aß «ein gingen. Hl» die Orgel fertig war und bei der Probe allgemeinen Beifall fand, schenkt c der Magistrat dem Erbauer neben dem au« bedunginen Lohne 315 Rah von dem besten Wein, der In Ulm zu haben war und noch aber, die» 900 OJulben, eine Freigebigkeit, welche für den damalige» Reichtum der Stadt bürgt Äut eingeführt. .Sie kommen gewiß wegen der zu besetzenden Dlenerstelle?* — »Ja wohl, Herr Baron!• — .Ist sonst noch jemand Im Bvrzimmer anwesenb?" — .Rein, Herr Baron! E» war noch ein Herr mit ei-ner Rechnung draußen — den hab' ich aber gleich hinau»ge«orfen!" Sntgegt»k»««r»». Dichter: .Herr Direktor, Sie haben sa wieder «eine halbe Zragbbie blau durchstrichen —" — Dhea-terdirektor: „®ut — werde ich bei ber anbern Hülste den Rotstlst nehmen!" «»((•mtl. „jJtäBUtn, Da* (Jener Ihrer Ichine» Knotn Mrzchrt mich!» -fistlifiviif kein» flitflft. junget Mann, grüne» Holz brennt »ich«!- ei der waidenden Herde Im stillen Wiesenthal, Blühten viel tausend Blumen Wie leuchtende Sterne zumal. Da saß der Schüserknabe Singend am wehenden Bau», Und Glockengeläute ertdnte Weil hin durch den stillen Raum. 9. »Snig. Sr «and einen Kranz von Blume», Sie waren so wniwerblau, Die schmückte bei «ach« ber Himm?l Mit seinem silbernen Tau Den hatte er sinnend geflochten In'» wild« Haar sich hinein, — Hoch oben weht e» Im Baume Und lächelnd schlummert er ein, Mathilde Walker, Der Photograph aus dem Linde. Heute ist der Photograph selbst ans dem Lande, keine Seltenheit mehr, seit man den Herren Amateuren auf Schritt >>«d tritt begegnet, dir überall mit ihren Apparaten lauern und sich weder eine Raturschkcheit. »och ei»e interessante Bolk»thp« entgehen lassen, vor wenigen Jahre» noch war bie Ankunft eine» Photographen im Dorfe ei» Er> eigni». Nicht selten wurde diese» von Semeindediener durch Drommelschlog kundgetha» und der .Künstler" seldst mit gewissen Ehren empfangen. Unser heutige» Bild stellt eine Aufnahme eine» solchen fahrende» Photographen auf dem Land« dar. bewundert vo» der gesamten Jugend de« Dorfe», Der reiche Waldhofbauer Im Sonntaglrock. mit der silberbeschlagenen Meerschaumpseise, neben ihm da» älteste Enkelkind, sodann die Schwiegertochter, seine grau, die Großmogd mit dem Jüngsten am Arm, und da e» schon .a Seid kost" — so dürfen die Schwester der Schwiegertochter und deren Bruder gieichfaUe mitthun. E'i» a Nederraichung für den Loh» de» Waldhofbauer«, der sich ge-rade zur letzten Waffenüdung in der Stadt befindet. Der Jüngste hat sich zwar ganz gewaltig gegen de» Abklatsch seiner holden geblattet, s, baß nur ein Dell be» Stiele» bleibt, nnb in gnt zu gießende Reihen gestellt. (««Igcin. pr Mitteilungen ll. Hau»»irtich> Die Mottenpflanze stammt vom «ap der guten Hoffnung und sie gebeiht im Zim-mer so gut wie bie Geranie» und Fuchsien, dabei fast fortwährend in schönen blanen RI»pen blühend Die frischen wie trockenen Blätter riechen sehr fein nnb angenehm, citronenartig, vertreiben aber durch ihren Geruch die Motten, e» werden de»halb die trockenen Blätter in die Tieryelze, Muff« x. gelegt- Ist eine solche Pflanze I» Zimmer a» genster aufgestellt, so ver-schwinden sofort die Stubenfliege», denn den eigentümlichen Geruch ber Blütter kdnnen sie dnrchau» nicht ertragen. In Frankreich bereitet man an» ben Blül> tun da« gerühmte Patschuli.ParsSm, Dies» Pflanze sollte in jebem Hanse ,n treffen sein, sie ist bnrch Ihr« schdnen großen Blütter nnb aznrblanen Blnmen. rHpen allein schon zierend, ftriftig erzogene Pflanzen liefert A. Fürst in Schmalhof. Post Billhofen, Riederbahern Kryptogramm. A A a(| A B E K k|e Kl K fTj « 0 a I H [ 1 f]| t| l, L l M | N | N | N II N | N 0 rt R|R | R 1 R | S || 8 T T T T U u C| V VrottaM Nr. 189. Soo T. tt. Clart Schwarz IM «ie Buchs, so zn oebi laben In »otstchtnlxt Figur I nen. daß sech» sich kreuzende esötttl Zrter in den verti- Mörter entstehen. TteW taten Reihen bezeichne»! >> «mertkantsche» I !S»nc^e»ftaa». ««»»gezeichneterAstronom. Phyilte» und techntker I> Wtrttembeegi-Ichet Staatömann. Tie WOrter i» den Hort-toitlalen Reihen bezeichnen - I) Stadt in Holland. 1) (erioatum. S) «ladt in Sachsen mit Uhtenfabtikatioi, Paut «lein. irrn 41J ■V aH ■■ 1 B*B B*B ■ ■ n ■ ±S2 BiH a A U C D E Weiß Blatt in » .Hfl(icn. KUH Auslösungen au» poriger «Hummer: de» Anagramm»! Rhone, chtt»; — de» Homonym»! — da» be» Loao-«riphl: «la»». Hand. «and. Sand! - de» «ilderrütirt»! ««miß am besten Yr-fehlen wird der. ber am besten gehorcht hat. ^—-j».— «Be Ig»chte »°e»eh«tten. Serlag von W, Blanke in Pettau, Rcdaklion von ikrnst Pfeiffer, «edruckt und Iietau»gegeben von «»reiner «d Pseisfet i» Stuttinrt