H^38._________________Dienstag, 17. October 1899. Jahrgang 11«. Laibacher Zeitung. «"Mbrig" °"^')5i,. ^lt P ° stver, e „ duna: ganzjllhrlll sl. lb, halbjHhl!» ,l. ? bl>. Im « ° mft ° < r: ^ Dlt «Laib. «lg., trlchtlnt ««lich. mlt «ulnahme der V°nn° unb Feiert»«». Dle «b«l»iftr»N«« befindet ftch """ Inletal, ^."/ .V..^'^' 3"l die Zustellung 3""" ^ ""b k. Apostolischen Majestät die l. und , <^?. ^' ^tober geborenen Sohnes Ihrer herzoas ^°^" bes durchlauchtigsten Herrn Erz-^ Frau F.,/ ° " z Salvatorund der durchlauchtigsten würdign ^i°^" Marie Valerie durch den hoch. Vlayer si^"'^"."b Vurgpfarrer Bischof Dr. Laurenz die Naw-« ^. ? ^"^cher der neugeborene Erzherzog. 3teali?" Theodor, Salvator, Petrus,! hielt. ' Maria, Josef, Ignatius er- Kar?M"he "ar Seine königliche Hoheit Herzog Seine z ^odor in Vaiern, Höchstwelcher durch' Erzbttln/n k. Hoheit den durchlauchtigsten Herrn' ""zog Leopold Salvator vertreten wurde. ^erhA^/^und l. Apostolische Majestät haben mit dormali? , K^lleßung vom 13. October d. I. den. Edlen v?«,^'"W, Geheimen Rath Dr. Ignaz Arjchtg " u t, ^ ^ ^"u Senatspräsidenten des Obersten geruht. Cassationshoses allerynädigst zu ernennen Klndingerm. p. ^"^Mer'ixH.l ^s^Usche Majestät haben mit Aerrechn . 7"tschlirßung vom 6. October d. I. den director i"l!srath 3^"z Nesla zum Rechnungs-^chreckn.. /^"l°""lslande der Rechnungs- und ^eran^"M° Departements des Finanzministeriums "lgst zu ernennen geruht. Kniaziotucli m. p. ^lleMH^, l. und k. Apostolische Majestät haben mit Entschließung vom 3. October d. I. dem University "^ pathologisch, anatomischen Institute der ^llbreH. '" Vwn, Privatdocenten Dr. Heinrich ^eranii?i^ ^ goldene Verdicnstkrenz mit der Krone ^^gst zu verleiben c,.r„l,t Seine t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 9. October d. I. dem Bezirlssccretär Josef Skubitz in Pettau anlässlich seiner erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljahrigen treuen und ersprießlichen Dienstleistung das goldene Verdienst» kreuz allergnäoigst zu verleihen geruht. Nach dem Amtsblatts zur «Wiener Zeitung» vom 14. und 15. October 1899 (Nr. L8» vom 2ten October 1899. Nr. 273 «vxiennilc pol»ki» vom 2. October 1899. Nr. 40 ""d dann sanken die. beiden gelben Derber m die Arme. lln Ws d " V^ 2» ward zur schwarzen Nacht. ""schen wi^ ?," "wachte, da waren Wald und Das!/> l gelb. K>' ward"ei',°^ b" der gelb-rothen Sünde ent-. „"e und ^5. U?^' runzeliges Männlein, welches "'Uerlein w!r^ "^ sp"er ein - roth.gelbes Schrift. ^ bn "mue,?^ "°?den hungrig in der Straße. d. W leinerl'i ^^"""6 über Strahenreimgung ^ Etadt 3' "bf«Ne in den Rinnen und Gossen * Nimmt-« .^balAen ^r auw, alten Zeit, und ne traurig, denn beide waren hungrig. Da bogen um die nächste Ecke zwei Arbeiter-linder. Jedes von ihnen trug einen Topf voll Mittagessens für den arbeitenden Vater. Pix und Fox sahen die Straße hinauf, Pix und Fox sahen die Straße berab. Kein Lebewesen war zu sehen. Sie verständigten sich in einem Blicke, nahmen die Flanken der Straße und übersielen die Kinder. Pix war an John gerathen; der schrie und lärmte, ließ aber, fobald er die schweren Tatzen Pix' auf seinen Schultern fühlte, den Tops fallen und lief heulend davon. Anders bei Fox. Der hatte es mit Will, dem jüngsten aber strammsten Gasfenjungen, zu thun. Hoch hielt der den Topf in seiner Linken, und ob ihm auch bei jeder Bewegung die heiße Brühe den Arm herunterrann, so wehrte er sich doch gewaltig und bearbeitete die Feinschmeckerschnauze Fox' mit tüchtigen Fausthieben. Fox sprang ab, um neue Kraft zu fammeln. Inzwischen eilte Pix, der Eroberer, seinem Freunde zu Hilfe. Will war nahe daran, zu unterliegen, da stand sein Vater vor ihm; er stieß Pix zur Seite, nahm Will den Topf aus der verbrühten Hand und fchloss den Tapferen an sein Vaterherz. Pix erholte sich bald; dann sah er sich nach Fox um. Cr wollte das theuer erkaufte Mittagessen mtt ihm theilen. ^ . ^ <.,.».»« Doch Fox war nirgends, und der Inhalt des zerbrochenen Topfes war mit Fox zugleich verschwunden. Leser, bist du P,x? Bist du Fox? III. Sie hatte für die alte Dame jene Gefühle, die man sUr die Mutter des zutimsligen Gatten hegt. Sein plötzlicher Tod verwandelte die Ehrerbietung in Liebe, die Achtung in Zärtlichkeit. Die gemeinfame Trauer schmiedete einen unlöslichen Ring um ihre Herzen. Im fremden Lande, mitten im Arbeitslampfe hatte der Tod ihn plötzlich überrascht. Wie sehr sich auch Mutter und Braut beeilen mochten, sie fanden nur mehr ein frisches Grab. Der Todtengräber hatte ihnen auf ihr Befragen in einer langen Reihe nen-aufgeworfener Hügel ein Grab bezeichnet. Da standen die beiden Frauen, blickten auf das Fleckchen Erde und weinten . . . Dann begannen sie die Stätte zu schmücken; der Erdhügel wurde in ein Gärtchen umgewandelt. Dunkle Cypressen murmelten ihr trauriges Lied. ein Rosenstock aus der Heimat hielt seinen Platz im Herzen des Grabes. Lieblich-süße Blumenhäupter durchzogen den Rasen und raunten von Liebe und Treue. Der Tag kam, da es hieß Abschied nehmen von dem Letzten, das ihnen auf Erden von chm ge- blieben war. - .. ... Erschüttert sanken die Frauen einander m die At me Müde lehnte die Mutter ihr greises Haupt amen das neuerrichtete Kreuz, das feinen Namen trug — wie bewusstlos hieng sie daran. In leidenschaft-lichem Schmerze warf sich das Mädchen nieder, küsste die Erde und flülerte heiße, schmerzliche Abschiedsworte hinab zum Theuren . . . Vieltausend Thränen und Grüße flogen aus der Heimat zum einsamen Hügel im Norden, wehmüthig gedachten die beiden Frauen des theuren fernen Grabes . . . Darmüer aber ruhte — em anderer! Laibacher Zeitung Nr. 238. 1884 17. October 1899. Politische Ueberftcht. Laib » ch, 16. October. Die Brünner «Lidovs Noviny» melden: Der Kaiser äußerte sich zu einem hervorragenden activen Staatsmanne, welcher in den letzten Tagen in Audienz empfangen worden ist: «Ich bin dem böhmischen Volle gewogen. Alle Mittel zu seiner Entwickelung sollen ihm zugebote gestellt werden.» Wie die «Neue Freie Presse» erfährt, wird die Eröffnung der Parlamentssession auch diesmal wieder ohne Thronrede erfolgen. Dagegen werde der Vorsitzende des Ministerrathes Gras Clary mit einer ausführlichen Erklärung über die Mission und das Programm des Ministeriums vor das Abgeordnetenhaus treten. Das Schwergewicht dieser Erklärung werde in den Ausführungen über die Sprachenfrage liegen. Graf Clary wolle diese Gelegenheit benutzen, um darzulegen, dass die Regierung im Interesse des Staates entschlossen sei, an die gesetzliche Regelung der Sprachenfrage zu gehen, und dass die bedingungslose Aufhebung der Sprachenverordnungen und die Herstellung des »taw» czuo, der vor der Badenischen Sprachenverordnung bestand, als der erste Schritt zu diesem Ziele anzusehen sei. Gleichzeitig solle die Vorlage eines Sprachengesetzes angekündigt werden. Die Erklärung der Regierung werde auch die Frage des 8 14 berühren. Die Regierung habe überhaupt nicht die Absicht, von dem § 14 Gebrauch zu machen, und sie wolle im Falle der Nothwendigkeit den H 14 in der von der Verfassung selbst festgestellten Einschränkung auslegen und in diesem Sinne eine Erklärung abgeben. Die Regierung werde neben den zahlreichen Indemnitätsvorlagen und der Vornahme der Delegationswahlen insbesondere noch die Bewilligung eines Budgetprovisoriums, die Erledigung der Vorlage bezüglich der mit Ungarn vereinbarten Ueberweisung der Verzehrungssteuern nach dem Consum, des Gesetzes über die Gehalte der Staatsdiener und des Gesetzes zur Linderung des Nothstandes verlangen. Die Ziffer des Nothstandscredites sei noch nicht festgestellt, da die entscheidenden Berichte einzelner Landeschefs noch ausstehen. Das erweiterte Executiv'Comiti der Rechten im Abgeordnetenhaufe verfammelte sich am 14. d. M. Es hatten sich eingefunden die Abgeordneten: Ritter von Iaworsti, Dr. Ritter von Bilinsli, Graf Dzieduszycki, Dr. Pacäk, Dr. Stransly, Graf Palffy, Graf Haugwitz. Treuinfels, Dr. von Fuchs, Dr. Fer-jancic, Povöe, Ritter von Vulovit, Lupul und Doctor Zurlan. Die Conferenz währte zwei Stunden. Die Debatte und die gefassten Beschlüsse wurden für streng vertraulich erklärt. Zur Besprechung der Abgeordneten Dr. Starda und Dr. PacHk mit dem Cabinetschef Grafen Clary theilen die czechischen Blätter einen Nachtrag mit, worin versichert wird, die beiden Abgeordneten haben keinerlei concrete Forderungen in Bezug auf den factischen Zustand nach Aufhebung der Sprachenverordnungen formuliert und demgemäß habe auch Graf Clary keme ablehnende Antwort ertheilt. Da ferner behauptet wird, dafs die czechischen Abgeordneten in einem bestimmten Falle bereit wären, bei einer Regelung der sprachlichen Zustände mitzuwirken, so möge constatiert werden, was vordis expro»»»» von den beiden Delegierten vorgebracht wurde. Nachdem Graf Clary auf die Frage, wie er sich den factischen Zustand nach Aufhebung der Sprachenverordnuligen vorstellt, die Antwort ertheilt hatte, er wisse dies nicht, wurde von den beiden czechischen Delegierten betont, dass, falls nicht der gegenwärtige, den Gesetzen entsprechende Zustand aufrecht bleibt, eine Verwirrung eintreten wird, wobei sie bemerkten, dass bei Fortbestand des »taw» über die weitere Regelung der Sprachenfrage die Rede sein könnte. Im entgegengesetzten Falle sei eine Auseinandersetzung über eme Neuregelung gänzlich ausgeschlossen und es könne mit niemandem darüber verhandelt werden. Ueber irgend eine Modalität einer Rücksprache mit Grafen Clary felbst für den Fall der Aufrechthaltung des factisch bestehenden Zustandes war leine Rede. Eine Meldung aus Rom versichert, dass die jüngst stattgefundene Zusammenkunft des Ministerpräsidenten Pelloux mit dem Abgeordneten Baron Sonnino in Turin eine ganz zufällige war und dafs fämmtliche anlässlich derselben verbreiteten Ge« rüchte, welche die angeblich beabsichtigte Auflösung der Kammer, eine partielle Ministerlrise und eine geplante Verständigung der Majorität mit der Opposition betreffen, der Begründung vollständig entbehren.— Wie des weiteren ebendorther berichtet wird, beschäftigt sich der Ministerrath gegenwärtig in wiederholten Sitzungen mit dem parlamentarischen Arbeitsprogramme. Ueber die Person des Regierungscandidaten für das Kammerpräfidium ist noch lein end-giltiger Beschluss gefasst worden. Als Candidat der constitutionellen Opposition wird jetzt der Deputierte Coppino genannt. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Rom zugehenden Meldung ist es in dortigen politischen Kreisen sehr bemerkt worden, dass die Clericalen sich von dem gegenwärtig in der italienischen Hauptstadt tagenden Internationalen Orientali st en-Con-gresse ferne halten, und zwar eingestandenermaßen aus dem Grunde, weil König Humbert als Protector des Congresses fungiert. Man erblicke, wie un-fere Meldung betont, in diesem an sich unbedeutenden Factum ein neues Symptom für die immer deutlicher im kirchlichen Lager zutage tretende Strömung, welche auf eine Verschärfung des Kampfes gegen den italienischen Staat abzielt. Tagesneuigleiten. — (Ein bestialischer Vater.) Aus Baja in Südungarn wird dem «P. Ll.» berichtet: Der hiesige Einwohner Adam Dosenberg tödtete gestern nachts sein zwei Monate altes Sühnchen auf bestialische Weise. Er sprang aus dem Nette, um dem weinenden Kinde den Mund mit einem Fetzen zu verstopfen. Die erschrockene Mutter wollte ihn abwehre«, da ergriff er das Kind und schleuderte es mit aller Wucht an die Wand, so dass dem Kinde der Kopf barst. Auf die verzweifelten Hilferufe der Frau erfchienen fogleich die Bewohner des Hauses und der Nachbarschaft, die den Mörder lynchen wollten. Nur dem Einschreiten der Polizei gelang es, ihn von der erbitterten Menge zu befreien. Bei der Polizei rechtfertigte er sich mit der Angabe, er habe das Kind nicht für sein eigenes gehalten. Er habe seine Frau im Verdachte, dass sie ein sträfliches Verhältnis unterhalte. — (Eine Scene vor dem Traualta^ Eine sehr dramatische Scene, die ihren Grund in ell>e>» weit verbreiteten und leider auch bei uns vorkommet kindischen Aberglauben hat, spielte sich oieserlage Belgrad ab. Da trat ein junger Schlosser Name' Dusan Dimitrijevtt in eine Belgrader Kirche gluckstrchen mit seinem neunzehnjährigen Nräntchen Zorla vor Altar, um sich zum ewigen Bunde zu verbind,!,'. ^ holde Braut aber gedachte der Mahnungen der ersah«" Mutter, wie sie am besten die Herrschaft über ch« Mann gewinnen lünnte. Dreimal — so sagte die ""« Mama — soll sie dem Bräutigam bei der Trauung ^ bell Fuß treten und er wird dann folgen, wie c Lamm . . . Dieser Aberglaube hätte ihr fast ° Bräutigam geraubt. Kaum hatten die Trau-Cerenionl begonnen, da trat Zorla, noch etwas unsicher, ihm erstemal auf den Fuß. Der nichlsahnende AräuW lächelte über die Ungeschicklichkeit seiner Graut und l>U^ sie vergnügt an. Ein zweiter Tritt gerade aus Hühnerauge brachte eine schmerzliche Grimasse im GeM des Verliebten hervor und der Spass schien ihm '"^ angenehm zu sein. Doch ein dritter, weit kräftige Tritt wieder aufs Hühnerauge ließ ihm ein Lichts gehen und nun brach's los. Heftig rifs er die v° von jener der Braut los und fchrie sie zornfunlelnd °' «Was tratest du mir auf den Fuß? Ich 5^°, eins auf den Schädel, oafs dir der Kürbis fofort entj^ geht!» Die Braut erglühte vor Scham; die HochM gaste sahen einander erschreckt an; die SchwiegernW machte sich endlich entrüstet Luft und nun gab es »° hin und her. Der Priester aber, der auch nicht "^ überrascht war, befahl dem Brautpaare, sich zu entfel« ' denn wo schon am Traualtar Streit und Prügel droy ' da kann von einer Trauung leine Rede sein. 3lun» stand die praktische Schwiegermutter ihre heimlichen ^ schlage ein und gebrauchte alle Ueberredungslünsie, den Bräutigam zu besänftigen. Er ließ sich auch rw' besänftigen und im Vereine mit den sämmtlichen ^ ,^ zeugen gelang es auch, den Priester zu bewegen, , Trauung zu vollenden. — Darum, o Mägdelein, t nicht dem Bräutigam auf den Fuß, er lünnte M" äugen haben ... ,,l — (Die Hauskatze als Nährmul' eines Rehlihes.) In dem Reviere des He"" in Voitsberg wurde von Seite des Jägers, outgo Wag ^ Hans, im Mal dieses Jahres ein erst einige Tage a Rehkitz eingefangen und der häuslichen Pflege "lMl Im Hause schloss sich dem Rehkitze sofort die Hau-^ als Gefährtin und Beschützerin an, welche Mutler " Kätzchens war, das sie aber einen Tag vorher dulH ^ Tod verloren hatte. Die Katze legte sich sofort i«" 7^. des Kitzes, um demselben die Saugwerlzengc leich ^. gänglich zu machen, welche das Rehlitz auch s"s"l ^ nahm. Bei dieser Pflege seiner neuen Mutter, "» diese Procedur dann täglich mehreremale wiederhol"/ ^ dieh das Rehtitz recht kräftig und war bald der U«" ^ aller Hausbewohner. Katze und Rehlitz hatten eine" h timen Freundschastsbund geschlossen und blieben l ^ unzertrennliche Genossen. Wer beschreibt aber nicy ^ Enttäuschung der Nährmutter Katze, als eines ^^ ^ sorgfältig gepflegte Rehlitz durch Verlaus ihrer lN« ^ lichen Obsorge und Pflege entzogen wurde. Sie ge^ ^ sich durch zwei Tage ganz wild. suchte alle ^«"5^". und außer dem Hause ab, um ihren Pflegling zu " ^, allein alle Mühe war vergebens, ihr Ziehlind n^l^ Fie Marquise. «oman von »mile Mchebonrg. Autorisierte Vearbeitung. (b6. Fortsetzung.) «Nun, so erzählen Sie mir ihre Geschichte!» forderte sie ihn auf. Und Renard, welcher jede Einzelheit nur zu genau wusste, that das und bekannte, dass auf den Befehl des Marquis de Saint'Albans alles geschehen sei. Hierauf sprach er von der Geburt des Kindes sowie davon, dass Blaireau dasselbe geraubt, dass er es auf der Straße nach Melun ausgesetzt, dass dann ein junger Mann sich des Knäbleins angenommen und dasselbe zu sich aufs Pferd genommen habe und mit ihm fortgeritten fei. Immer verwunderter lauschte Mutter Lebrun diesen Auseinandersetzungen, bis sie bei den letzten Er-llärungen Jean Renards in lauten Jubel ausbrach, denn durch dieselben wurde es ihr ja zur Evidenz klar, dass die Abstammung Franzens jetzt keinem Zweifel mehr unterliege. So weit es möglich war, erklärte sie nun auch Renard die Situation und hieß ihn dann nach Hause gehen, wo er ihre weiteren Anordnungen abwarten solle. Für seinen momentanen Lebensunterhalt händigte sie ihm fünfzig Francs ein. Kaum war sie allein, so wurde von neuem an ihre Thür gepocht. Diesmal war eH der Maler Aime Psrin, welcher von chr mtt Freuden begrüßt wurde. Erregt theilte sie ihm mit, wie sie ihre Tochter gefunden, und erzählte ihm sodann von den wunderbaren Enthüllungen, welche auf Franz Bezug hatten. Er hingegen berichtete ihr was er von Olga Decasse und von der Marquise de Saint-Albans wusste. «Und die Marquise will jener armen Frau, deren Leben durch ihren Gatten vernichtet worden ist, wirklich nichts Böses thun?, forfchte Selma. «Im Gegentheil,» versicherte Perin, «ich kann beschwören, dass Sidonie Macconnay keine treuere, ergebenere Freundin auf der Welt haben kann, als die Marquise de Samt-Albans!» Da gieng die Thür des Nebengemaches auf und Ida stand am der Schwelle. «Ich habe alles vernommen, Mutter,» sprach sie, während Thränen über ihre Wangen perlten, «und danke dem lieben Gott um Franzens willen, dass es jetzt an den Tag ist, wer er ist — und dass ihm noch eine Mutter lebt!» Als Aims' Perin nach Hause kam, fand er einen Brief von Franz vor. Er öffnete denselben und las in steigender Bestürzung: «Mein lieber Aimi! Ich schlage mich mit dem Sohne des Marquis de Saint'Albans. Die Begegnung wird um 4 Uhr im Wäldchen von Vincennes stattfinden. Meine Beschützerin weih nichts davon, Madame Lebrun ebensowenig. Ich habe Sie nicht gebeten, mein Secundant zu sein, denn — ich habe Ihr Geheimnis errathen. Sie lieben die Schwester meines Gegners. Ida ist noch immer nicht gefunden. Wenn es im Rathe der Götter beschlossen ist, dass ich die Geliebte nicht wiedersehen soll, dann mag gleich heute " letzte Stunde schlagen. Ihr unglücklicher Freund , FraNj' ^ Der junge Maler hatte Mühe, seine Fasfu^ behaupten. ^K «Die Unglücklichen!« rief er aus. «Dlejes ^ darf — darf nicht stattfinden, denn zwei Vruder ' ! es za, die darin einander als Gegner gegenüber! ^ Aber wie es verhindern? Wie sie finden, bevor/ ^ spät ist und — allerbarmender Gott — ein «^. dem andern das Kainszeichen auf die Stirn t»r" ^- Oaiüt' Das Duell zwischen dem Vicomte von "^ Albans und Franz resultierte aus Aeußerungen, Ho der erstere über den Günstling der Gattin des " ^ Bauunternehmers Decasse verlauten lassen hat"- ^, den ersten Blick hatte der Vicomte nämlich den l i,i Mann wiedererkannt, mit dem er jenes iltencon ^ La Charmeuse gehabt, bei welchem er so schmäh"^»' Kürzeren hatte ziehen müssen. Was lag b" ' A? niederen Charakter näher, als dass er jetzt "" ^ sinnungsgenossen sich in einer Weise über seine" " ^e von damals aussprach, welche diesem "in " O? Wahl lieh: Satisfaction von dem Urheber so^h^ redes zu fordern und so das Duell herbelzUs ^ welches, ohne dass beide es wussten, zwei Vruoe ander gegenüberstellte. ^ Aims Perin kannte diese Einzelheiten zwar ^c er sagte sick aber kurz entschlossen, dass er "'^, Entschiedenheit sofort um jeden Preis handeln lIvllsezuug solgt.) ____________________________________l885___________________________________________17^ Ottobsr 1699. A. "en. Die Katze nahm durch vier Tage leine Nah-Leben« '?^' ganz im Gegensahe zu ihrer früheren in, 'Gewohnheit, gebrochen, trauernd und immer suchend niittl.« >, Waidmannes umher. Das Rehlih ist bere -"?. ^"a. zahm und possierlich geworden und '«lte^semer Besitzerin viel Vergnügen, neues ml 5° b') Hans: «Hurra, wir haben ein br/uck.^ z^W!' ^ Mariechen: «Und wir ^^en gar leins, wir haben jetzt ein Piano!» Vocal- und Provinzial-Nachrichten. Vie Einziehung der Slaatsnoten. (Fortsetzung.) ^nlveisl n ^" ^aatsnoten wurden die Partial-Hypothekar-^esamm^" ^""" " Verbindung gebracht, dass die Partial 3^ ^ ^" circulierenden Staatsnoten und beziebun^ ./""^"^isungen den Betrag von 400, durfte ??k "2 Millionen Gulden nicht überschreiten Aweisun b" Umlauf der Partial-Hypothekar- wurde?^""" ^" gesetzliches Maximum sinken, so Ausaab/' "'"5"zlnwister ermächtigt, den Abgang durch be" M°^°" ftaatsnoten zu ersetzen, welche natürlich in «lalle -in eingezogen werden mussten, als im «eseblich. "m^"^"'^^" Nachfrage — innerhalb der Wotbe«. «/^'w'°lgrenze — der Umlauf der Partial« Z?""n"eisungen gestiegen war. Ahr?^.t>es Artikels XIX des Münz. und 24-^uli i«^ 2^ vom Jahre 1892 wurden am ^derlei i/^^ ^ehe promulgiert, deren erstes die lumens - s. ^"i"' zu" Abschlüsse eines Ueberein-Gulden in?.^ ^ Einlösung von 200 Millionen ^nisler "z "Knoten ermächtigt, das zweite dem Finanz-^ahrunn " °^ "' Lanocsgoldmünzen der Kronen-Her°bmi^ ""b das dritte den Finanzminister zur byftotbe,«. 3"U b" schwebenden Schuld in Partial-dulden P^ ^^^""sen auf den Netrag von 70 Millionen «ermächtigt. bieserdr,^? Uebereinlommen, welches laut des ersten °ls der T ^ ^schlössen wurde, ist der 2 4.1uli 1 8 9 4 2tsetzlich,ntt " Kundmachung und des Beginnes der Nit "^lt desselben vereinbart worden, ber El« ?!^'^ Tage hat die Einziehung n^"noten begonnen. die Staatsnoten zu 1 fl. ein-^aren 57 n»,^ ^s Beginnes der Einlösungsoperationen Ulnlause. p« ^"ck in Eingulden - Staatsnoten im ^tegori!« ' "'"'^kn daher noch Staatsnoten anderer '""ben um ». °2e von 142,116.639 fl. eingezogen dulden'.,. .? ^efammtquantum von 200 Millionen ^ »u erreichen. verenden ß^ ^"lösung des nach Abrechnung der circu-""" 142 ,1?^"°^" zu 1 st. verbliebenen Restbetrages ""^uniitb w ^ "' Staatsnoten zu 5 und zu50ft. über dieaes^I ""^" 142.116.640 fl., d. h. ein Gulden "lch Ei«! ^"""^"e Grenze eingelöst, und zwar nicht dtN Etaatsc"s?"'^ ^"" in der Weise, dass die in ^atsnot!> vorhandenen oder in dieselben einfließenden ^"stehenden m ^ "'^ ^" ^^ ll' ^is 3«r Erreichung des entwertet ,,„>> "^ nicht mehr ausgegeben, sondern bas Ueberei., ^"^gt abgeschrieben wurden. Obwohl "eser lg°st '"^" ^"' Endtermin für die Durchführung '"" diesel?'"!""?en auf den 31. December 1897 festsetzte, "l Ct ' a. ^«sichtlich der Einlösung des Contingentes ^96 r,/""en zu 5 und zu 50 st. schon am 30. Juni ^22bi6 ^ ""^ gleichzeitig waren auch bereits .' Seitber ^"Staatsnoten zu 1 st. eingezogen. "' weiter« c»e ^ bis 30. September 1899 — ! sl. ein/.. "^ "°" 181.528 si. in Staatsnoten zu ^9.3i7 Mgen, lo dass am 1. October 1899 noch ^" "ach d/w . " Staatsnoten im Umlaufe verblieben. Maates ,"^ ^.December 1899 jede Verpflichtung des "ach dz^^ Emlösung derselben erloschen ist, sind die ü,"^" zu 1 tt V eventuell noch circulierenden Staats-Men, si, 7 "a we^ ^ch^. Der Betrag, zu ^n, ist »i«n."^"' Zeitpunkte noch ausständig sein , ^altunao" ^"M". welcher den beiderseitigen Finanz-lvlnnlt. " " "°ch dem Verhältnisse von 70 : 30 zugute ?"den"in ^^""U ^ses Betrages von 200 Millionen ^ und 1 tt^ "^" "urden vor allem in den Jahren ^ ^ Mm ^e 40MillionenCinkronenstücke ^et. U°""l Kronen -- 40 Millionen Gulden ver- ^cessive j« ^ rigen 160 Millionen Gulden waren "Österreichs "'" ° «ö iglronen st ücken bei der . ^ ^ahc>«s.o ^"^^" Vank zu erlegen, wofür die letztere «Nd S« " der vorhandenen Guthaben Banknoten langen In?^?/"ltücke den beiden Finanz- °^' N G ^ Verfügung stellte. (Gesetz vom 9. Juli "tllei XXIV ^^ ^ ^^^. bezw. ungar. Gesetz- ?^n vyu V,!"" cZ°h" ^94.) Seit dieser Zeit b '242.000 ss . ^kgierungen (in runden Summen) lUaen 38tl«l!^I" Zwanziglronenstücken erlegt und "'487.000 sl: ^' ^" Silber-Courant-Münzen und ft- in Banknoten ausgefolgt. (Schluss folgt.) — (An Briefmarkenfammler.) Von verschiedenen diplomatischen Missionen sind in Wien Berichte eingelaufen, in denen über die Belästigungen seitens der Briefmarkensammler Klage geführt wird. Wenn mitunter Kinder an hochgestellte Personen Briefe richten, um ihnen ihre Wünsche nahezulegen, so nimmt man das der Einfalt gewiss nicht übel, dass aber erwachsene Personen von den Aufgaben der diplomatischen Missionen eine so verschrobene Vorstellung haben, dass sie sich an diese Behörden wenden, sie mögen ihnen zur Erlangung von Briefmarken behilflich fein, sollte man doch im Zeitalter der Aufklärung nicht für möglich halten. Man mufs eine solche Zumuthung wohl für mehr als lindlich, für kindisch halten. Sie kommt aber durchaus nicht selten vor. Es vergeht kaum ein Posttag, ohne dass unsere diplomatischen Missionen in den überseeischen Staaten mit Briefen und offenen Postkarten belästigt werden, in denen keine andere Bitte, als die um Uebersendung von Postmarken des betreffenden Landes gestellt wird. Warum nicht auch die Bitte um Ansichtskarten? Die diplomatischen Missionen könnten ein eigenes Bureau für die Erfüllung derartiger Bitten einrichten — wenn sie nicht beforgen müssten, dann von Marken- und Ansichtskartensammlern wegen Erwerbsstürung belangt zu werden. Diese Bittsteller haben wirklich keine Vorstellung von der eigentlichen Aufgabe der diplomatischen Missionen. — (Militärisches.) Das Beiblatt zum Ver-ordnungsblatte für das l. u. k. Heer vom 13. d. M. enthält einen Erlass, demzufolge die Bewerber um Beamtenposten im Kanzleidienste der l. l. Finanz-Procuraturen während einer fechsmonatlichen Probedienstzeit bei einer l. l. Finanz-Procuratur darthun müssen, dass sie die für einen folchen Posten erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzen, oder dass wenigstens zu erwarten steht, dass sie dieselben bei entsprechender weiterer Ausbildung erwerben werden. Die Ansprüche derjenigen anftellungsberechtigten Unterofficiere, welche ihre Qualification bereits vor dem 1. April 1898, oen bestehenden Vorschriften entsprechend, erworben haben, bleiben denselben jedoch gewahrt. —0. -- (Zur Gründung eines katholischen Gymnasiums in Laibach.) Wie wir dem am jüngsten Sonntag in den Kirchen der Laibacher Diöcese verlesenen Hirtenbriefe entnehmen, ist das Project der Gründung eines katholischen Gymnasiums in Laibach der Verwirklichung um einen Schritt näher gerückt, da bereits sechs junge Diöcesangeistliche nach Wien und einer nach Graz entsendet wurden, um sich dortselbst philosophischen Studien zu widmen und die Lehr-befähigung für Mittelschulen zu erwerben. Wie wir erfahren, sind auch die Pläne für die aufzuführenden Gebäude der Baubehörde zur Genehmigung bereits vorgelegt worden und foll mit dem Bau selbst im kommenden Frühjahre begonnen werden. Die Pläne wurden vom Architekten Vancas in Sarajevo ausgearbeitet. Außer dem Gymnasium sollen ein Seminarium und ein Convict ins Leben gerufen werden; das erstere ist für jene Jünglinge bestimmt, welche sich dem geistlichen Stande widmen wollen; im letzteren sollen Jünglinge ihre Erziehung erhalten, die sich für irgend einen weltlichen Beruf vorbereiten. Beide Abtheilungen sollen das Gymnasium gemeinsam besuchen, im übrigen aber vollständig getrennt sein. Gleichzeitig wird die Errichtung eines Diöcesanfondes zur Erhaltung dieser Anstalten geplant. Die Gebäude für oiefe Anstalten fowie für das katholische Gymnasium sollen aus dem fürstbischöstichen Meierhofe nächst der St. Peterskirche aufgeführt werden. — (Wandervorträge im politischen Bezirke Littai.) Von dem der k. k. Vezirkshaupt-Mannschaft Littai zugetheilten Herrn l. k. Bezirlsthierarzte Theodor Schaeber wurden die diesjährigen thierärztlichen Wandervorträ'ge in nachstehenden Orten abgehalten: In Kreßnitz, Gerichtsbezirl Littai, am 10. September, in Obergurl, Gerichtsbezirl Sittich, am 17. September, in Sittich am 24. September und in Kolovrat, Gerichtsbezirk Littai, am 8. October. Die Vorträge umfassten die Belehrung über die Thierseuchengesetzgebung, über die besonders wichtige Verwendung des Viehsalzes als Beimischung zum Viehfutter, über das Wesen der Rothlaufseuche und der Schweinepest nebst Erklärung der einschlägigen Tilgungsvorschriften. Sehr eingehend wurde die Schweinezucht besprochen', und zwar zunächst die Bedeutung und Rentabilität dieses Wirtschaftszweiges für Unterlrain hervorgehoben, serner aber die Mittel zur Hebung derselben erörtert wurden. Weiters erstreckten sich die Vorträge auf die erste Hilfeleistung bei Thierkranlheiten und Demonstrationen von Hilfsinstrumenten und deren praktische Anwendung bei Unglücksfällen. Die Anzahl der Zuhörer an den einzelnen Vortragsorten schwankte zwlfchen 80 bis 100 Personen. Dieselben bekundeten durch Fragestellung ihr offenes Interesse an den zum Vortrage geangenden Gegenständen und nahmen die ^ ^ mit besonderem Danke entgegen wobei °"« d" Wm,sch geäußert wurde, es möge nicht nur d,e Beibehaltung solcher für den Landwirt ilberaus wichtlger Vorträge, sondern auch deren Vermehrung erwirkt werden. —'k. — (Eruiert.) Laut einer Mittheilung der l. l. Oezirlshauptmannschast Krainburg wurde die seit 15ten September l. I. abgängige Nesitzerstocht« Marin Nova! aus Stefansberg, Gemeinde ZirNach, am 2. 0. M. in Robica, Gemeinde Iarse. politischer Bezirk Stein, auf-gegriffen und in ihr Domicil zurückbefördert. —ik. * (Stellungspflichtige Auswanderer verhaftet.) Aus Franzdorf lommt uns die Meldung zu, dass am 3. d. M. um 11 Uhr vormittags aus oem Bahnhöfe drei der Auswanderung verdächtige stellunas-Pflichtige Burschen, und zwar: Franz Ianezic aus Ze-limlje, Anton Gliha aus Malolivlje und Josef Pucelj aus Seisenberg von der Gendarmerie verhaftet und dem t. l. Bezirksgerichte in Laibach eingeliefert wurden. —e. — (Concurrenz-Verhandlung.) Durch die Blitzschläge am 10. September l. I. wurden, wie bereits mitgetheilt, am Kirchengcbäude und am Psarrgebäude in Heiligen Berg arge Verwüstungen angerichtet, so dass sich mehrfache dringende Reparaturen als nothwendig erWeifen. Infolgedessen ist das Pfarramt zur Behebung des schadhaft gewordenen Vauzustanbes an den erwähnten Baulichkeiten um technische Erhebung desselben eingeschritten. Die diesfallige Concurrenz-Verhandlung findet am 14. November d. I. um 11 Uhr vormittags statt. —i^. — (Oem ein be vor stand s-Wahlen.) Beider am 21. v. M. stattgehabten Neuwahl des Gemeinde-Vorstandes der Ortsgemeinde Langenthon wurden Franz Kraker in Langenthon zum Gemeindevorsteher, Johann Schauer in Oberwarmberg, Josef Kraler in Langenthon und Josef Schauer in Oberwarmberg zu Gemeinoeräthln gewählt. — Bei der am 23. v. M. vorgenommenen Neuwahl des Gemeinbevorstanbes der Ortsgemeinde Altlag wurden Matthias Eisenzopf in Altlag zum Gemeindevorsteher, Johann Högler in Winkel, Josef Mausser in Altlag und Franz Samide in Hohenberg zu Gemeinde-rathen gewählt. — (Abgestürzt.) Am verflossenen Freitag stürzte der beim Besitzer und Lederermeister Anton Pregelj in Vernel, Gemeinde Hötitsch, mit der Reparatur des Daches beschäftigte Dachdecker Johann Nalentincit aus dem Bezirke Bischoflack vom Dache und fiel hiebei so unglücklich, dass er, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben, wenige Minuten darauf starb. Ein Verschulden am Tode trifft den Genannten selbst, da derselbe jede Sicherheitsvorlehrung außeracht gelassen hatte. —ik. — (Aus Gottschee) wird uns über den derzeitigen Gesundheitszustand im dortigen Nezirte berichtet, dass die Masern neuerdings an Ausbreitung gewonnen haben und nun auch in den Gemeinden Struge, Groh-pöllano, Mitterdorf und Soberschitz auftraten, doch in den meisten Fällen leichter Natur sind. — Im Stande der Trachomkranken ist in letzterer Zeit lein Zuwachs vorgekommen; der Gefammtlrankenstand beläuft sich aus 115 Personen. —0. * (Feuerschaden.) Am 11. d. M. gegen 2 Uhr nachmittags brach im Stalle des Kaischlers Franz Strulelj in Petsch, politischer Bezirk Stein, Feuer aus, welches den Stall sammt dem darauf befindlichen Dreschboden und den Futtervorräthcn in zwei Stunden vollständig einäscherte. Dass vom Feuer auch das mit Stroh gedeckte, kaum fünf Schritte entfernte Haus desselben nicht ergriffen wurde, ist nur dem Umstände zu verdanken, dass zur selben Zeit windstilles Wetter herrschte und die Hilfeleistung seitens der Ortsinsassen aus Petsch sogleich vorhanden war. Das Feuer hatte ein vierjähriger Knabe des Beschädigten mittelst Zündhölzchen verursacht. Franz Otrutelj erlitt einen Schaden von ungefähr 500 fl., welchem eine Versicherungssumme von 200 fi. gegenübersteht. —s. — (Nächtliche Ruhestörer.) Im Markte Watsch, Gerichtsbezirl Littai, sind nächtliche, durch heimische Burschen verursachte Ruhestörungen etwas ganz selbstverständliches. In der Nacht vom 8. auf den 9. d. M. wurde der Kukuruzacker des Besitzers Varthlmä Mal faft sämmtlicher, noch in halbreifem Zustande befindlichen Kukuruzlolben beraubt. Die Burschen brieten sie sodann in einer dem genannten Besitzer gehörigen Dörrhütte, woselbst sie Feuer angemacht hatten, und begaben sich hierauf in den Markt zurück. Durch fortgesetztes Johlen wurden nahezu alle Marltbewohner aus dem Schlafe geweckt. Als der Hausbesitzer Franz Laufer vom Fenster seines Hauses aus die Burschen zur Ruhe ermähnte, hob einer derselben, der als Raufbold bekannte Josef Maidtt, einen viereinhalb Kilogramm schweren Stein vom Boden, schleuderte ihn durchs Fenster ins Schlafzimmer des go nannten Besitzers und traf hiebei die Gattin desselben an der Stirn, so dass sie besinnungslos wurde und laut ärztlichen Gutachtens eine schwere körperliche Verletzung erlitt Es wäre wohl zu wünschen, dass solchem Unfug ein Ende gemacht würbe und dass der Gendarmerie-Posten, dessen Aufstellung bereits für den I.October l.I. genehmigt, jedoch mangels an passender Unterkunft in un-absehbare Ieit gerückt wurde, je eher desto besser daselbst seine Errichtung fände. —ilc. * (Aus dem Poltzeirapporte.) Am 11. d. M. wurden drei Personen in Haft genommen, und zwar eine wegen Excesses, eine wegen Diebstahles und eine wegen Verdachtes des Verbrechens des Raubmordes. — Am 11. d. M. wurden zwei Personen verhaftet, und zwar eine wegen Trunkenheit und eine wegen herum-swi^en«. —». Laibacher Zeitung Nr. 238. 1886 17. OctoberM^ — (Errichtung eines neuen Gendarmerie-Postens.) In St. Narthlmä, Bezirk Landstraß, wurde mit Anfang October ein neuer Gendarmerie-Posten errichtet, lvelchem die ganze Ortsgemeinde Sanct Barthlmä als Ueberwachungsrayon zugewiesen wurde. Ter Posten besteht aus zwei Mann und hat seine Thätigkeit mit 1. October begonnen. —c — (Aus dem Vereinsleben.) In Brunndorf, Bezirk Laibach Umgebung, ist die Gründung eines Vildungsvereines «lAodrüöevkliio äru^tvo ua, I^u» im Zuge. Die betreffenden Statuten wurden behördlich bereits genehmigt. —o. — (Eine Totalansicht von Laibach.) In der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr ^ große öffentliche Versammlung zu dem A"^ M< der Regierung die Zustimmung der City s".. ^ hel afrikanischen Politik kundzugeben. Die MUgNew > Börse zogen unter Vorantragung der englMn 6 ^. l und unter Absingung der Lieder «Kulo tin ^ >und «Ooä »uvo tk« Hu66no» nach Guildhall. .^ wurde ein Beschlussantrag angenommen, m ^ ^ das Bedauern über den Krieg ausgedrückt "' .^n Regierung die kräftige Unterstützung in dem ^«sse» angeboten wird, gleiche Rechte für alle weOen .^ zu verlangen. Während der ganzen VeNam ^ 'herrschte großer Enthusiasmus. Eine AbM»' Resolution wurde an Lord Salisbury avgchnor.^ > Pietermaritzburg, 16. October. z. ^Extraausgabe des Amtsblattes proclanmrt 0"»" .^, , recht für die Bezirke Newcastle, Dundee, tt'^M l Umsinga und Uppa Tugela. Das Amtsblatt r ^ es sei Grund zur Annahme vorhanden, dajs .^ ^ von Natal den Feind unterstützt und ftch "' ^e ^Fällen demselben angeschlossen hätten. .^ ^M« ^ Ausgabe des Amtsblattes erinnert die brittM n ^ thanen an ihre Pflichten gegenüber der K0" U e" warnt sie vor dem Geilehr und den Handelsvez'^ mit Transvaal und dem Oranje-Freistaat. . He Durban, 16. October. ^Reuter-Meld" A ^z Streitträfte der Buren bei Newcastle A ,^Flei-Commandos von Transvaal und des A"^ j^ staates und 400 Holländern. General 3""" ^ sich in Laings-Nect, das befestigt wird, befmoe' >^„ einem Telegramme aus Glentol passierten "'r ^« auf dem südlichen Vormärsche Ingagaen, M" südlich von Newcastle. ^ ,. „. 1 B Durban, 16. October. amtliches Telegramm des in Ladysmith ' ^sche commandierenden Generals meldet, dass ole ^„ Streitmacht, welche Freitag die Stellung oer ^ am Fuße des Tintra.Passes bei Olivlersh^ ^ gelundschaftet hatte, wieder in ihr Lager gelehrt sei. Gec" leiten überwunden sein werden, welche >^ sM'. baue des allgemeinen Krankenhauses entgegei'' ^^ Wien, 16. October. (Orig.-Tel.) ^". Wt^ Abendpost, zufolge erklärte das Eisenbahn h^v' anlässlich einer an ihn gestellten Wfrage,^^' k. k. Staatsbahn-Directionen als staaMye anzuerlenllen seien. ^rre!^, Wien, 16. October. (Orig.-Tel.) Der ^ ^ z ungarische Botschafter Graf Unterzeichnung der Conventionen der Fneo nach dem Haag begeben. ^ MN" ^ Vrünn, 16. October. (Orig.'Tel.) H ^' ", heit des Statthalters Freiherr« v. Spe« »^ ^ je , zahlreicher Ehrengäste fand heute vormlttag^^d liche Grundsteinlegung des Techniterhelins '^iel^ die Gemeinde Brunn aus Anlass des ^ ^»s^ Jubiläums Sr. Majestät des Kaisers "w^ l> jährigen Jubiläums der Tcchnil die ^ ' spendet hat. ^^e^ Zeitung Nr. 238.___________________1887___________________________________________17. October ,899. Rennelmg-SMe Lelmarx, ^ois8 und farbig v°n 45 ks. bis 1l. l4 - 65 p« Mclcr — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Damaste lc. (ca. 240 vcrsch, Qual und 2000 vcrsch. Farben, Dessins ?c.) (45) 15-13 Zq Roben n. Blousen ab Fabrik! An Private porto- g. zollfrei int Haus. Muster umstehend. ^Uur echt, wenn direct ab meinen Fabriken bezogen! Xo^cltcä iöiicfporto nnrf) bet Scfyüei^. • G, Hennebergs Seidenfabriken, Zürich (k. u. k. Hoflieferant). Verstorbene. ^ster"^'^«!"^^ I'llia Ursula Drenil. barmherzige ___^ ' " I'- litlldrhlystraße 11. Miliarluberculosc. Meteorologische Beobachtungen iu ^jaibach. j ^^^S«lMe306.2 m. Mittl. üustdruck 736 - 0 mm. ! » °D" L^ d»« Himmel» L8Z ^^m"?!?^ ^ NO.wiißla bewMN ^N^'~~ ^ windstill bewollt ^tg.j 739 6, b 1 , SO. schwach , fast bewüM 19 "'ale^^aesmittel der gestrigen Temperatur <> 8 °, Nor< ^^"antwoitlicher Redacteur :Nnton Funte». Onlllchendes,jungesEesicht !"l''Ne/'M^.,?^'^,'"^lanbschllsl im Sounenschein. Manch lach- .^ ^n i»c>^ ^ "^ "^'" "'°cl)t die nrüßteu Vluftreuguugen, »chadha«.'^.,''ut g^chlussvueu, Mundc anzuncwlihnen. nur um '^" u,,,,»,!^"^'" ^" verbergen. Dieses traurige Äemühen "^npflea,' . . »"'" rechtzeiti« sür gründliche Mund- uud, ^,"»t wli,k "'"'"'dung von Kl»ümin.^unli>V!^»er !/'^ krait a!'' '"^ ^'^es die Mundhöhle deöinsicicrl. das Zahn« "iilge I»i^ ','/'° "k Zähue cvuserviert. Dank dilsrr ausfälligen u ^u815,, ^ anderen Präparaten vorgezogen. ^ M»"" «nb Varln«'"""' «"°rricht»b, erhältlich in «polyeie». besseren Dro """»asse /"'"werin,, General ° Neprälenlaiiz: ^Slriwan. Wie,, IX,, vo& *h der modernen Therapie wird Oeb A«zten immer mehr der ^ *auoh natürlioher Mineralwässer, «ater besonders das in seiner Art J^Pranz Josef-Bltter- ^*SSer empfohlen, welches über- H0^ ala das einzige, angenehm zu **ft v de aiatürliohe Abführmittel r*attnt iat Ueberall erhältlich. H^c^M^^ Ver Klomn Klom»« aus «Nslch. 8°, 315 Selten, erels brolcdlest 3 !l. gebunsen 3 ll. 60 lls. Vossstblg del Äg. v. Ikleinma^r ^ M. Vamberg ! M^ (2231) 25-19 ^ Xüsslüll ^jeM l le5kovic, lMcl». Chemische Farben für Zimmcrmaler, Erdfarben für Maurer, ssrößtc Auswahl, billisisle Preise, bei Nrüder Vberl, Laibach, Franciscancr« gasse. Nach auswärts mit Nachnahme. («89) 11—7 Kriider Eberl^ Schriftenmaler, Kau- und Wöbel-jlnstreichelf Gelfarbcn-Hcmdlung. Anlässlich der nahenden Ullerheiligen »Keicrtage erlauben wir uns, den P, T. Kunden nnscre Dienste für Unstreicher-«rbeiie« am Kriedhose cr^ebrnst zu offerieren und vcisichern bei billialte» Prrisen die befte Aussührunt,. W»2) 13-7 , w dös Apothekers _«PiiwU. ^% Piccoli ii Laibacb ^^Jmmr % ^T \cjfc£?5šBp ^1^ Aerzten \ ^^SvT (Jf^^vSSp prproht, win! ; ic von „. "^ ^^^^Smrn^ drr.felljf«n alsmageiiHtilr- ^ ^ "^, iraS^ ' kendeSjEssInBterregwndes, fei. "^ "^- ^* Verdanniiff und L»it)e&öffnnng [^Bl °om Vtaate zur Zahlung übernommene (Nsenb.Prlor.' vbll»n««. «lilabethbol,!, «0<» ». 3000 N 4'/, ab ll»"/« lt. T». . . . U»'?l»1»«>!i» «lllabelhbal»!!. <00 ». 2000 M. »oo M, 4«/,...... l,5-kl!l,z'- Frlliiz.I°It<.N,, Uubw!« > Vahn, dldl4se Glllcle 4»/, , . , . 9S'6<> W S!' Vorarlberg« Buhn, ltm, <«N4, 4°/.(biv.St.)«.,l. l sl. U. 9ü'öl »7- Un«. «oldrenle 4"/« per llasse ««»«llü«!, b»o. b»o. per UMmo . . . . lib ^ li5 6,^ btl», »ieüte lil ssroüenwühr,, 4"/„, steucr1icN!NN. S4 0! «4 85 4°/« dto, dto. per Ultlmu , . »4 «5 »4 ll' bl° E!,0fl,,4>/,°/„ g« j,l, gg.7„ dlu, dto. Gilb» I fl,, 4'/,°/» «s i!« »« «« tzto, Llaal« Odli«, (Ung, Oslli.) v, I. l»78. ü<>/,..... ,1» - l,» «>> dt°,4'///<,Schal!»s<'nnlÄbI,.Ok!l. h«.^ g» 3" bto. Präm »«lnl, l^ wo ll. t>. W, ,«o ?i !«''?!> b»o dto, ^ Ü0sl. N. W. i»l—ls» — Ih«<ß<«e«..üole 4«/, l00 sl. . l,/ W fl. CM,). 4«/, ungarüche (,UN »o0 «nlehen der Clnbl ««rz . . -'— —'^ «nlrhe» b. Swdl^mi'Iüdr Wien ll>2 »5 lN3 so «»leb!'!, d, Ota5!iK'mn . — - W «' «elb «»« Psündlillts» «üi n»c ^ Vc>nl «rl, ^'/„ - - 9»'»ö «X»>?> blo. dto. bl»jilhr ,, 4"/n . , »»'«!«> 20 bparcasje, l. öst., »u I b'/,°/i. vl, 9„ ,c» tva ^ ßlillrllälbchdllgalionen (für 10U U-). sserbinandj '.>illrdl,al>n l0?'» Vtaa<«l>ll^,»V„llssr.«,5>«op,3l, ^-_ _>^ Südbahu 3'V„ ^ ssrc«, 50« p «t, ,«z,z ,,4 z,z d) - HanKAliltN (per Stück). «lnalo-Oest, «ani 200 sl. «»"/<.» l49'»t» ,4» «> »antverew, Wie"". !<»<> l>, - »»» ?° »63 e» U°btt..A»sl,.Os!!,.ü«<'flT^'"^ """ "i'. WHUW MRWU ««»»hl«b»nl. «lll«.. »« ll. > '^ » fl. . i>9? —S0l — Douou ' Damftflchislahrts - Ges., VeNerr.. »N« sl, «M . . ««,1 — «?x -Dux Vodenliacher!l,s. ll/i-— z?» .. Ferdinand« Nurdb, U»U»!l ll^ «>90' «lv Lcmb-Ezsroow,»Iassn Eijiüb.» OsftNjchnft 2<^> sl, S, . . «7» - »81--lllohv. 0esl,, Irirst, zs'l,fl, -Oeslerr. Nordloeslb, L«l> fl. S, Wü b0 !i»9-t»< dlo, bto, ^lil, U) 2lX> sl, H, «4» — »»(»>— Prag Duzer Mwlb. I^U sl, V. . »« — «8 -Vlnatzeilrnbalill 30l) sl, T. . 3«/» — 3«z <» Gsldbahn <««) sl, ß.....«». - «»-»> Silbnorbd, Verb,.». 200 fl, «M l»8 »0 i94-i« tramway VeI,,Wr.17U ll,e,W, — — — - blo, Em, t««7, ÜM> sl. . . 4ll?'. - 4«-»i lramway Grs,, NearWr,, Pr rit«t« «rüsn 1<»«' fl, , , . N» 50 N4 -U»a,.l,allz, sl, Silber 2«/— »ustrit.Acl 60 «00'lio »a^isr ltljs»' »»b Siahl Inb. iii Wien ««» sl..... „».,-, yc»-— Viseiibnunw, Ueiftn , Ersle, W s>, l ..Gll'smühl", Papiers, u. V.O «2 ?b «3 liu Uiestnner Blauere! KW sl, , , ,7? — l?» Vlonian »esMch , vest, >alv!n<- ««4 3» !«»!ä »b Praner «ilci, >N,b, Wes, ««<» !« ,37b' «7? Lalao lari. Slelnlvyie» k<> i! z,2 —»tü- .,Vchlö«lmülil", Papiers, -i<»<> f, .??-. . Ig« - „Si«»«?».", P«P>«rs. ». «,^» 4-- !.b« — lrüaller Kuhlc,!w, e>. 7N sl. l«l» 7» «u »'^ Wasfcns,.,,Oeft,!i! Wic„.«»0sl. s4 — «l»?- > WaanoN'Lelhmist,. «lllg,. in P,^ wi, Vllua'eselllchast' ,ü ""» ' >» 40 sl, VM, . , , «,.. W.- ^, Oss!«»!'s,v,,1<>!l j^,zz 5>.lw z, U„a, Ves, v.,l>f> ,0 _ zo'l,« „,^,,,.„ ^c,!c <<> !l..... , sl, », w-b<» Wnlt'üei» L°!s i!» f> UM, , . g,_ «-. «lewinsOch, d, s!l<>chc Plühe...... z» «ll l>9 L». Limbo»........ «»« «« ,«> «s> Pari« ........ 47'?ü «75« Kl, Peter»bur« ..... ^ .., ^.». Valuten. Ducalen........ 5?» b?4 «c ssranci Ltiicle .... . »»?, »-ÜK, Ds>, l»8 l<^ Italienischs Äaiiloote» ... 444« 44'5U «ap!cr.U!,!l,el ...... L?^, /8,^ 1 («,,„ »'«•iI,Bl'//1U".hrl*'s*"1' »*rl€..-liftien. Arllrii. J^^O "*•. nrrliiu und V»lul»n. B-.aa.3c- und T7^eclxslex-<3-escls.&ft ...J5IÄ3Ä1______ Privat-Depot» (Safe-Depofiit») ! VerzlRtung von Bar-Einlagen Im Unntt-Cirrent- m< auf filri-DwH,