€d)riftlfihntfr ?k«thaaSgafse Nr. 3 («auo-Mr« H»a,.) «» ech»aa»,l ZSzI.ch smit ■HMhW »„ »SU». ». KkX». im«; *•« li—19 tu» wdi. H»»»Ichrei»«a »ftboi aicht J»Tia^mr!xi, n«airal»(f a». fntoBgca »ich» »krilAichlijl. »>»»» >w Ctnonltanj afflfa Srrtchnaaa 6ft dillt,» fr». tcfcUoi detUftttn nüH|en. — Jki OnS«tl|ssttitne« »cchUt. ®i1 «ach,» ftfchHnt IrteaCfBBMgank £«mtnl>ag »»»»«»«. 8MJC0. vm»altm>g: RathauSgasse Str. 5 SPirrttll£t)Tig . , , E t-to S-Idj«dri, . . . K « 40 aiuiaöisj . . . K it-M tjlh (XIII« mit ü3f)«9uBg M (Mit «»»atlich . . . , K 11S . . . K »•_ H-ldj-dn« . . . . K •>— «aPlld^tij ■ . . , K ir— 8it« KiHllI nh Sdrn st» Me t]B«l((ta«Tti am tut d^tzrn» »rrft»6aim*.«Nli«*Kn. «i»8flfit(it IboannnnM Itltta bi« i« XbbcfeOiB«. Ar. 7 GiM, Donnerstag, 22. Jänner 1903. 28. Jahrgang. Die Intwort. Man hat un« Deutschösterreichern von Seite der Reich«deutschen den Vorwurf gemacht, daß wir um impotente Raunzer seien, daß wir es nur ver« stünden, die Steine, die aus uns niederfallen, zu-sammenzutragen zu« ewigen GedächiniS, daß unsere Begeisterung eine Eintagsfliege wäre und wir dem ruhmresigen Worte nur selten auch die Tit folgen ließen. Wenn auch ein Körnlein Wahrheit in diesen Worten steckt, diese Klageweiber sind wir denn doch nicht. Seitdem haben 35.000 romfreie Deutsche es bewiesen, daß sie den zum Himmel stinkenden Volks» verrat der deutschen Klerifei mit entsprechender Münze heimzuzahlen ve,stehen. Die Teutschen der Unterfleiermark sind in diesem rühmlichen Kampfe gegen die schwarzen Deutjchseinde nicht zurückpeftanoen, für ste ganz besonders war die „Los von Rom'-Bewegung eine natürlich« Reflexbewegung, eine nicht anders zu er-wartende Aeußerung ihres politischen Lebens, denn sie hatten sowohl nach der teutschklerikalen als auch der slooenischklerikalen Front hin Stellung zu nehmen. Teutschklerikaler Volksverrat hat im Abge-ordnetenhause jenen Tag von Cilli herbeigeführt, an dem die Slovenensührer nach Haufe drahten konnten: Mi smo zmagali — Wir haben gesiegt l Damals dröhnten von den Berten, die Cilli um-lagern, und zwar vornehmlich von den Besitzungen der katholischen Geistlichkeit die Pöller nieder, so unaufoörlich und so ft jrf, als ob man sie bis zum Zerspringen geladen hätte. Stumm reichte man dem Freunde, dem man un'er dem Dröhnen der Pölt,r begegnete, die Hand, stumm würgt« »an Gera. Ein Geschijlchen von G. Hollengg. Tief drinnen in den Karpathen, wo noch der Bär haust und in strenger Wtnierzeit der hungrige Wolf sein schaurige« Geheul ertönen läßt, tauchte vor einigen Jahren ein gefürchteter Räuber auf. Man spiach nur mehr von ihm. fürchtete nur ihn. Juczi Gera war der Schrecken der Reisenden am Tage. Er war der Geg, »stand der Sorgen für Hausherren bei Nacht. Er überfiel den Reisenden im Walde und stahl das Schaf oder Pferd au« dem Stalle. Und wehe dem Weibe oder Mädchen, da« allein in seine Hände fiel. Juczi Gera trat stet« ohne Begleitung auf. Doch war e« gewiß, daß er eine sörmliche Gesell-fchaft befaß. HelserSh.ls'r und Hedler. So dehnte der berüchtigte Räuber den Schau-platz seine« verbrecherisches Wirken« immer mehr au«, gegen die fruchtbare und bevölkerte Ebene herein. Dö fer und Höfe, welche jahrelang in Ruhe und Sorglosigkeit gelebt hatten, sahen sich bald zu Doisicht«maß»egeln genötigt. An manchem häu«-lichen Herde ward ernstliche Zwiesprache gehalten und ma-'che« vergessene Gewehr blank geputzt. Einst und sorgenvoll saßen eine« Abend« Susan und sein Sohn Ludwig beisammen. Sie waren beide große starte Männer, beide mutig und »«»schloss,n. .Ludwig,, e« wird Zeit." »Noch nnchi, Bater." „Er fanim jede Nacht kommen. In Gelacze war er bereit««.' den Groll und den Schmerz hinunter, nur ein Ge-danke beseelte Alle: „Vergeltung I" Und der Zahltag ist für so viele doch noch nicht gekommen l Wir nennen nur noch den Namen de« deutsch-klerikalen Abgeordneten Kaltenegger, dessen Volks-verrat der Volksmund mit einem Ausdrucke der geziemenden Hochachtung für immerwährende Zeiten delobnt hat. Da« waren Deutfchklerikale. Wa« aber die flovenifche Geistlichkeit gegen un« aufführte, das spottet jeder Beschreibung. Ist e« doch soweit ge-kommen, daß selbst dem deutschen Kleru«, dessen Feindseligkeit gegen un« wir soeben festgestellt haben, diese« Treiben zu bunt wurde und daß e« die slo-venische Geistlichkeit der Untersteiermark notwendig hatte, sich in einem Aufsatze de« „Vaterland' zu verteidigen und die Schärfe ihrer Deutschfeindlich-keit als eine geistliche Pflicht hinzustellen. Eine Aufzählung der U bilden, die un« von dieser Seite zukamen, kann bei der größten Au«-sührlichkeit nur lückenhaft sein. Wir müßten ein eigene« Archiv für die Dokumente de« priest er-lichen fanatischen Deutschenhaß«« errichten, in dem die vielen Gerichispcoiokvlle und die in gährend Drachengift getauchten klerikalen Amts, blattet Platz fänden. Wir verweisen da nur auf den nie zu ver-gefsenden Schimpf eines römischen Kaplan« „Deut-schen und Hunden ist der Eintritt verbotent", wir erinnern an den ähnlichen Schimpf, den ein Priester einem deutschfreundlichen Bauer in« Grab nach« rief, wir verweisen aus die rotblauweiß/ Beflaggung der Iosesikirche anläßlich der Sokoltage in Cilli — und nun gar an Abt Ogradi, den ständigen Be-sucher de« Narodni Dom«, der mit dem Verkaufe de« Maximilian-Friedhose« an die flooenische Partei „Von Gelacze zu uns find zwn Tagmäiiche und er bewegt sich sehr langsam vorwäri«. Nicht früher verläßt er eine Gegend, als bi« er sie vollend« au«geplündert, der Keckling.' „Trotzdem bin ich der Ansicht, mein Sohn, daß w r die Wache beginnen." „Uebermvrpen, mein Vater, morgen, wenn du willst; aber noch nicht heute." „Auch gut, mein Sohn." Und sie beschlossen, e« diese Nacht noch sein zu lassen. Aber im Stillen dachten sie ander«. Al« sie ihre in den beiden entgegengesetzten Eckkammern gelegenen Schlafstätten aussuchten, hielt Vater wie Sohn «in kurze« Selbstgespräch: „Guter Vater", sagte zu sich selber Ludwig, „die heutige Nacht darfst du noch ruhig schlafen. E« werden noch genug Tage der Angst und Sorge, Nächte der Unruhe kommen und du wirst alt. Ich werde allein wachen.' Und er nahm au« dem Schrankt sein Gewehr, da« er putz'e und lud und liebkoste wie einen lang entbehrten Schatz. — Der Alte aber stand in seiner Kammer lange vor seinem Fensterlein und blickte in die dunkle Nacht hinau«. „Junge Leute lieb.« den Schlaf", dachte er, „und mein Ludwig ist jung. Mag er noch schlafen, bi« die Not auch ihn zwingt. Einst-weilen will ich allein besorgen, wa« geaen den bösen Juczi Gera nötig ist. Ich bin noch sta>k g--nug, um e« mit ibm aufzunehmen, der noch weni» ger lange die Sonne der Karpathen geschaut Hai, als ich.' Und er lachte still und fröhlich vor sich hin, die Stoß ins Hetz Politik gegen un« Deutfche auf die Spitze getrieben hat. Wa« nützt unser Ausschrei, wa« nützen unsere Bitten und Beschwerden, man hohnlächelt nur über sie. Diesen Fanatikern ist die tiefe Bekümmernis um die Ruhestätte unserer Ahmn nur ein billiger Anlaß zu Spott und Hohn. Befreiend wirken und den Druck von unserer Brust wälzen, kann da nur die Tat. Nur sie flößt Respekt ein und auch nur diese Sprache der Tat ist e«, die einem mannhasten Geschlechte ge-ziemt. Und in diesem Besreierwerke sollten die Frauen, an deren Herzen der Frevel an der Pietät zumeist gerührt hat, vorangeher». So wird maa un« achten und sonst wird man un« noch Schlimmere« zu bieten wagen. politische Rundschau. Mobilistrung. Die Gerüchte wollen nicht verstummen, da« oa« 3. Armeeko>p«, unter dessen Kommando alle Regimenter Steiermark«. Kärnten«, Krain« und Trieft« stehen, zur Mobilisierung vor-bereitet ist. Man könnte, wollte man indiskret sein, zur namhanen Erhöhung der Glaubwürdig, feit auf sehr bestimmte Kreise weisen, von denen die Gerüchte unmittelbar nach dem Wiener Besuche de« Grafen LamdSdorf ihren Au«gang nahmen. Handelte e« sich um gewöhnliche Vermuiun^en, so wären sie gewiß am Wiener Wedstuh.e der so-genanmen öffentlichen Mein ng en,stanzn. Ader e« sind die Rekrutierung»bezirke des 3. Armeekoip«, die der hohen Politik fernl egenden, abg schtedenm Alpentäler, in denen sich bi« zum letzten Rekruten die Nachricht , ngeniftet hat: „Im Fiühjuhr wer-den wir mich dem Balkan spazieren' — während man in Wien auch vor den führenden Parlamen-tariern da« Gevetmni« der rusfisch-öst.rreich,scheu Abmachungen ftrenae hütet. Nur eine Andeutung wäyreno »eine Hand sorgsam uoer den Lauf oe« alten Gewehre« strich, das ein aanzes Leben lang sein treuer Begleiter in vielen Nöten und Fährlich-ketten gewesen. Die Nacht log dunkel und bleischwer über dem Hos,. Kein Blatt regte sich, kaum daß bin und wieder ein leiser Hauch durch die Lü'te ging. Selbst die Tiere t>es Waldes schienen unier dem Banne dieser Stille zu lie. en. Langsam und schwerfällig schlich-n die Stunden dahin. Z ner Teil des G dösieS, welcher dem Walde zugekehrt lag. war von demselben duich einen roden, aber starken Holzzaun getrennt. Schmale Holzüren führten hinaus in das F eie. Bor einer deri'lden lehnte Ludwig, daS Gewehr im Aime, regung«io« wie eine Statue. Beraeflich luchte« seine Auaen sich in, Dunk l zurechizusinven. Er mußte du» Ohr Wache alten lofsen, sei» geü.»eS, d >rch den de» ständigen Aufenthalt im Freien, scharfe« Ohr Länger a's eine Stund, hatte so der treiwillige Wachponen gestunc-en. ohn« »aß ein verdächtiges Geräuich seine Ausmerkiamkeii eriegi däne. Die Gedanken reS j «ngen Mutn,« nahmen allmählich eine andere Richtung. Sie schlich'n hinau«, wett hinau« in die Evene. Don saß ein ichw,ir,äugig Mädchen be« einem alten Onle. D >S Dirnletn haue ihn lieb gebabt und er ite Er haue ihr da« einmal utfagt, abei der Trotzkopi hau«, sich zi ieno nach Mädchenart, ihm ir»« Ge-icht gelacti. Da war der Stolz de« Karpathenlin»,« e wucht. Vun dielet Stunde an ging ,r an ihr vo»ü >»r. ohn ste zu erkennen. Uno sie sah uuch an ihm voibei. Immer bleicher wurden ihre Wangen, und ste>« gtößer die Seite 2 auf diplomatischen Streifen ist unter den Abgeord-tttfcn verbreue»: Kommt e« einmal zu eine« Ein. marsch österreichisch-ungarischer Truppe» aus türkisch«« Gebiet, so haben vo««ie» und die Herrego» vina aufgehört, »okkupierte^ Lände? unter der Hnzeräneiät des Sultan« zu sein. Soll Deutsch« Oesterreich dann von den Slaven nicht ganz er« drückt werden, so muß daß Linzer Programm Leben gewinnen. D« serbische Regierung hat den Kriegsgerüchten durch die eilige Bestellung von <5 Millionen Mauserpatronen neue Nahrung zu« geführt. Die .Zeit" meldet: Es mehren sich die Anzeichen, daß die Bewegung in Makedonien schwerlich de» Frühliug abwarten, sondern schon gegen Mitte Februar losbrechen wird. Z»i« Verständigung kommt nicht vorwär»«. Da« führende Blatt der Junglschechen legt den Konserenzlrrn unverbrüchliche« Festhalte» an dem Etaatsrecht« als oberste Wicht auf. Unier solcher Voraussetzung ist jede« wettere Feilschen und Verhandeln Wahnwitz. Wie letzte Meldungen besagen, ist die Konferenz auch schon beerdigt, da die Tschechen ihren staatsrechtlich«« Staudpunkl in herau«sorderil« der Weise Hervorkehrten. Z>ie tschechische Höstruktiov «nterlege». E« ist gelungen, die Obstruktion der Tschechisch-Radi« kalen durch außerordentliche parlamentarische Mittel, vor allem durch pdysische Ermüdung kirre zu kriegen und zu nichte zu machen. Bergedlich bemühten sie sich, den Schein, unbesiegt hervorgegangen zu sein, ausrecht zu erhalten. Die Bolk«partei hielt an-dauernd 40 Mitglieder im Hause. Die längste Eitzuna währte an 60 Stunden. Hraf und chrüji» Lonyay. Von verschiede« neu Seiten hat man sich beeilt, die Meldungen von einem Ehestreite im Hause Lonqay al« unwahr zu bezeichnn. Et ist sogar zu eiaer gerichtlichen Klage gekommen, dennoch will es nicht gelingen, die in die Oeffentlichkeit dringenden Gerücht« ganz verstummen zu machen. In Ofevpest erzählt man sich, daß sich die Gräfin durch die derben Sitten de« ungarischen Adel« abgestoßen sühlt« und de«-halb Widerstand leistete, in Ösen bleibenden Auf-enthalt zu nehmen, daß sie aber auch Wien ver« schmähte, wo da« gräfliche Paar Etikktteschwierig« leiten begegnete. Die Folge hieoon war ein kost» spieliges Wanderleben. Ein reichsdeutschis Blatt meldet au« K..p Martin von täglichen, heftigen Zwistigkeiten zwischen Graf und Gräfin. Man erzähle ferner, daß der Gras öfter noch Monte Carlo fahre und mit einer Gruppe großer Spieler verbunden sei. Die eingeweihte Umgebung der Gräfin versichert, daß trotz aller Dementi« eine Trennung de« Paare« bevorstünde. Kr»»prwt«sft» Luise. Man will in Ersah« rung gebracht haben, daß die juristischen Vertreter zu folgendem Uebereinkommen gelangt sind: Die Kronprinzessin verzichtet auf sämtliche ihr au« ihrer Eh« zustehenden Titel, Rechte und Würden und nimmt wieder den Namen ihrer Familie an. Der Kronprinz erklärt sich dagegen bereit, ihr ein Jahreseinkommen von 30.000 Mark au« seiner Schallen aus dem Angesichle de« jungen Manne«. Aber stolz eigensinnig und trotzig blieben die ver« liebten Leutchen einander fern, jede« vor der Welt und vor sich selbst den Gedanken einer Annäherung entschieden zurückweisend — und jede« im Stillen Überzeugt, daß noch die Stunde de« Wiederfinden« kommen müsse. So ui_____isten die Wünsche und Hoffnungen Lugwig« da« ferne Haus in der Ebene. Jetzt horchte er aus. Schon einigemale hatte es durch die Luft geklungen, als schlügen die Hunde an — anfangs leise dann immer vernehmlicher. Zuerst tonnte es eine Täuschung sein, dann vielleicht eine zukällige Regung der treuen Tiere. Zuletzt aber mußte sich Ludwig sagen, daß ein Jrnum nicht möglich sei. Es ging ein vesonderes Geräusch durch die Luft. Dasselbe kam vom Walde her. Jetzt klang es wie das Huschen leiser vorsichtiger Tritte, dann wieder wie das Knicken gebrochener Zweige. Nach jedem Knicken trat eine Pause ein, dann wurden die Schritte wieder vernehmlich. Ludwig legte sich zu Boden und das Ohr auf die Erde, es konnte keine Einbildung mehr sein. Keine hundert Schritte vor ihm schlich «was im Walde. Eine Weile überlegt« der Mann. Er wollte herankommen lassen, wa« etwa« gegen da« Gehöft im Anzüge war, dann aber trieb ihn sein Jugend« mut vorwärts. Lautlos öffnete sich das schmale Psörtlein und nach kaum einer Minute stand Lud» wig kampfbereit im Walde. Jetzt war wieder alles stille, totenstille und .ßt.tfch. ».chi» Privaischaiulle auszuwerfen, sowie ihr Heiralsgut, das »ine halbe Million betragt, zurückzuzahlen. Nie Spracheusrage i« Iruuöreich. Im Nordweften Frankreichs such« die Geistlichkeit die dretonisch« Sprache zu neuem Leben zu erwecken, um ste gegen die Republik auszuspielen. Di« Re« gierung verhängte über neun Geistliche, die bceto« nisch predigien, di« Gehaltsperre. Das sind die-selben Franzosen, die über das deutsch« Vorgehen gegen die Polen zetern, obwohl «an sich in Berlin noch lange nicht zu jener Schnridigkeit des Vor-gehen« ouiaeraff« ha», wie in Paris. - gege» die Tscheche«. Di« russischen Behörden haben di« Gründung eines tschkchifchrn Sokolvereines in Kiew untersagt. In Deutschen Reiche dürfen die Sokoloereine ungestört ihr Unwesen treiben. Ins Stadt und Land. Kvangelischer Kde»dgottesdie»S. Nächsten Sonntag findet im eoang. Kirchlein in der Gartengasse anstatt des Morge»gotie«dienst«s ein Abendgotte«dienst von 5—6 Uhr abeud« statt. ßtlkier Hemeiuderat. Am Freitag, de« 23. d. Mi«., um 5 Uhr nachmittag«, findet im Sitzung«saale der Sparkasse der Siadtgememde Cilli ein« außerordentliche öffentliche G«meindeauSschuß» sitzung statt, deren Tage«ordnung die Beratung de« vom Stadtbauamte verfaßten Projekte« für den Bau eine« Hause« zur Unterbringung der Mädchen» Volk«» und Bürgerschule bildet. KMer Hemewderat. Freitag, den 16. Jänner fand eine ordentliche öffentliche Gemeindeau«schußsitzung statt. Der Vorsitzende Bürgermeister Julius Rakusch beginnt mit der Mitteilung der Einlaufe und er» mnert daran, daß am 21. Dezember 1902 eine BesprechungSoerfammlung des Gemeindeausschufses stattgefunden hat, in welcher einige Beschlüsse ge-saßt wurden, di« der nachträglichen conchrist«» mäßige» Genehmigung bedürfen. Die Beschlüsse be« treffen in erster Linie die Gesuche de« Adolf Westen d. Ae , Adolf Westen d. I. und August Westen um Zusicherung der Aufnahme in den Gemeinde« verband der Stadt Cilli nach erlangter österreichi-scher Staatsbürgerschaft. E« wird die dringliche Behandlung dieser An-gelegenheit anerkannt und stimmeneinhellig be» schloffen, den Geluchstellern die Zusicherung der seinerzeitigen Aufnahme in den Stadtgemeindever-band zu erteilen. Weiter« wird beschaffen, den Gemeinderat«« Sitzungssaal, sowie da« Bürgermeisterzimmer nach den vorgelegten Projekten von hiesigen Gewerbe-treibenden ausgestalten zu lassen. Ferner wird zum Zwecke der Verwaltung der städtischen Realitäten und Häuser ein dreigliedrige« Wirlschast«komitee, bestehend au« den Gemeinde-a»«schüssm Georg Ekoderne, Joses Terschek und undurchdringlich finster. Wie in den Boden einge-wurzelte Gespenster standen die riesigen Fichten in Reih« und Glied. Nur ein leise« Klingen, wie au« weiter Ferne kommend, derriet den Ode« de« Walde«. Wohl einige Minuten verHarne Ludwig auf seinem Posten, jeder Nerv gespannt, da« Ge» wehr schußfertig im Arme — denn diese plötzliche Still« nach d«m früheren Geräusche war nun dop» pelt verdächtig. Horch, nun wurde der Wald wieder lebmdig. Weiler drüben knickte ein Zweig. Dann strich e« halblaut durch die Bäume, undeutlich wie da« Rauschen de« Wind?« und langsam wie da« Gleiten einer Schlange. Da« Geräusch zog sich in weitem Bogen gegen seine rechte Seite, so daß Ludwig den Eindruck empfing, al« suche man ihn von dem Hofe abzuschneiden und im Rücken zu fassen. Rasch «ntschlosstn ging er drei Schritte nach der Seit« hin, wo di« Schritte neuerding« vernedm-bar gewordrn. Drüben blieb «« währenddem stille. Dann regte e« sich wieder. Der andere kam offen-bar näher. Reue Pause. Wieder ging Ludwig vor. Abermal« kam da« Geräusch der anderen Seit« näher. Neuerliche Pause aber größer al« zuvor, bi« die Schritte noch näher kamen, ähnlich dem Gebaren zweier Raubtiere, die im dunklen Urwalde sich zu beschleichen suchen. — In großer Aufregung, aber festen Tritte« und entschlossenen Mute« ging Ludwig auf sein Ziel lo«. Noch konnte er nicht« sehen, nur da« Geräusch der Schritte verriet ihm den Gegner, im allmäh-lichen Näherkommen, tauchte e« wie «in leiser Martu« Traimik eingrfetzt. Zu« Obmanne diese« Komitees wurde Georg Skobern« gewählt. ver steiermärtisch» Lande«au«lchuß übeiMlileli das reichsg«richtliche Erkenntniß über die Be-schwerde des Dr. Georg Hrojooec wegen Richt« «rledigung feines in slovenisch-r Sprach« versaßt«» Gesuches um Zuerkennung des H«,matrechte« in der Stadt Cilli. (Wird der Recht«seklio» zur Bor« beratung und Antragstell»»» zugewiesen.) Ein Gesuch de« städtischen Kuijcher« Anto» Kollaritsch um Bewilligung einer Remuneration wird dun Wtnschast«komitee zugewiesen, woraus zur Erledigung der Tag<«ordnung geschritten wird. Für die Bausektion berichtet deren Obmann« Stellvertreter G.-A. Josef König über ei««» Statihaltereierlaß in Angel«g«nheit der Errichtung «in«« Landwehr-Marode«haus«s iu Cilli, erörtert eingehend die Sachlage und berichtet schließlich, daß sich die Baukosten nach dem Voranschlag« des StadtbauamteS auf 33.000 X belauskn würden, wtlch« Bausumme sich mit Rücksicht ans di« vo» k. k. Aerar vorgenommenen Bauveränderungen sich nur mit 3-97 vom Hundert verzinsen würd«, wäh-rend von dem k. k. Aerar seinerzeit eine Verzm« sang vo« 5*6 Prozent zugesichert wurde. Die Sektion stellt daher d«n Antrag: Di« Stadtgemeinde ist gerne bereit, de« Ba» des Lancwehr-Marodenhause» nach dem vorliegen-den Projekte auszusühren. jedoch nur dann, wenn die Baulostensnmme, sowie die Kosten sür den bei-zustellenden, als Erholungsgarten dienenden Grund und Boden mit 5 6 vom Hundert verzinst werden. Dieser Antrag wird allgemein anaenommen. E« folgen hieraus Berichte der Finanziell»», für welche der Obmann Alois Walland referiert. Eine Eingabe des Joses Sucher um käufliche Ueberlassung eines Grundstreifens in Savodna wird vertagt, weil die Bornahme der örtlichen Besicht»« gung notwendig ist. Die Gemeinde Umgebung Cilli ersucht u« Stiftung «ine« Beitrages zur Wiederherstellung de« vom Hochwasser zerstörten .Grenadlersteges" über die Sann. Der Reserent erinnert daran, daß am 9. Mai 1902 eine Lokalkommission stattgefunden hotte, z« welcher auch dee Stadtgemeinde Cilli eingtladni war. Er. Referent, sei al« Vertreter der Stadt« gemeinde Milglie? dieser Kommission ^'iv«!«n und habe daraus hingewiesen, daß die Sladigemeinde ein große« Interesse daran habe, daß an Stelle de« wegaeschwemmitn Gehsteg«« eine befahrbare Brücke hergestellt werde, in welchem Falle die Stadtzem«ind« »inen sehr bedeutenden Beitrag leist« würde. Dies« Aeußerung sei auch zu Protokoll genommen wo:den. Leider hat die Gemeinde Um« gebung Cilli gegen die Herstellung einer besaht-baren Brücke Stellung genommen und im Be-schwerdewege ditsts Projekt zu vkrhindern gewußt. Au« diesem Grunde stellt die Sektion de» Antrag: E« sei zur Wiederherstellung des Ereua-dier -Steg«« ei» Beitrag nicht zu leisten; da-gegen sei dem Gemeindeamt? Umgebung Cilli j» Schauen vor ihm auf. Au« oem Dunkel lösten sich die Umrisse einer hohen Gestalt. Blitzschnell war da« jetzt geschehen. Blitzschnell suhr Ludwig zur Back« und d«r ander« auch. D» vierten Teil «iner Sekunde standen sich die beide» Männer, di« von einander nicht« wahrn-h««« konnt««, al« ihre dunklen Massen, im Anschtqe gegenüber, dann drückte Ludwig lo«. Dröhnend sank sein Gegner zu Boden. I» heftigen Kampfe schleuderte sich die Riesengestalt noch einmal empor. Dann blieb sie liegen, regunzt-lo« — tot. Langsam kam Ludwig näher. Er betastete tont Körp«r und besühlte da« Gesicht. Da fuhr e« ihm plötzlich zu Herzen, er wußte nicht wie und wet-halb. Es ward ihm, al« wäre kein Blut mehr >» seinem Körper, keine Wärme und kein Leben, alt sei er nur Lust. Ein unaussprechliche« Gesthi lahmte seine Glieder, mechanisch machte er « seinem Feuerzeuge Licht — um mit einem Lq-schrei, den der nächtliche Wald in zehnfach« Schaurigkeit wiedergab, zu Boden zu schlagen. Im Irrenhause zu L. befindet sich «in Min, welcher trotz seiner viernuddreißig Jahre d»n Ea-druck »ine« Sechziger« macht. Sein Haar ist gr«, seine Lippen fahl, seine Gestalt gebrochen. Er et> zählt jede» Besucher, daß er von de« Apostlt Petru« dazu verurteilt worden sei, seinen eign« Vater zu erschießen. Dieser Apostel Petru« sei tot anderer, al« der berüchtigte Juczi Gera. Nummer 7 .Oe»,fch- Hli«d>r Seite 3 bedeute», daß die Si ab «gemeinde Cilli für de» Fall, al» eine fahrbare Brücke hergestellt worden wär», «inen ganz bedeutenden Beitrag geleistet hätte. De« Verein „Südmark" in Graz wird für das Jahr 1903 ein Beitrag von 100 K ohne Wechselred» und einstimmig bewillig«. Für di» Gewerdesek'ion berichtet deren Ob-«annstellvertreter G.-A. Fritz Rasch über einen Amt«vortrag, mit welchem da« Ansuchen der Maria Koschull um Bewilligung eine« Standplatz«» zum verkauf« von Hafnerwaren an Wochenmarkl- uud Jahrmarkllagen am Kirchenplatze nochmalt vor-gelegt wird. Der Referent stellt nach erschöpfender Erörterung der gegenständlichen Sachlage für die Sektion den Antrag: E« sei mit Rücksicht darauf, al» di« Gesuchstellerin mi« dem Begehren wegen «angelnden Lokaldedarse« schon dreimal abgewiesen wurde, mit Rücksicht darauf, daß sich die Lokal Verhältnisse seither nicht geändert haben, und end-lich im Hmblicke auf den § 67 der Gewerbe« Ordnung, nach w«lchem in der R»g«l nur d«n in der Gemeinde selbst wohnhaften Gewerbetreibenden rückiichtlich der Gegenstände ihre» Gewerbe» da» Feilhalten gestattet werden soll, da« Gesuch aber «al» abzuweisen, welcher Anirag angenommen wird. Al» dringlich aus die Tagesordnung wird ge stellt eine Enljcheidung der k. k. Beznk«vaupimann-fchaft in Cilli, durch welche die am 24. Mai 1902 vorgenommene Wahl der Miiglieder in den Kirchen konkurrenz-Ausschuß der Stadipfarre Cilli bestätigt wird. E« wird im Sirine de« Seltion«antrage» die Eirtbriigung de» Rekurs«» beschlossen. Der öffertl che» folgte eine verirauliche Sitzung. Kheater»achricht. Nächsten Sonniag gelangt di« Slrauß',che Operette „W aldm elfter" zur Aufführung. Die Muse Sirauß' verschönt darin da« LiebeSglück eine« G ünrock«» Tymoleon o Geriu«. während ein Era»mu« F.i.drich Müller ein sächselnder Professor die Unterhaltung bestreitet. Da» Siück verheißt einen guten Besuch, schon au» dem Grunde, weil man den Genuß de» Schau-spiele« eine ganze Woche hindurch zu entbehren Halle. Aol»ttsammku»g des Wiuuergesaugver-eines Kill». Di«n»iaq abends hielt der Verein im »Ho««l Elefant" die Vollversammlung ab, in der über die Täirgkeit im verflossenen Vereinsjahre be-richtet und die Neuwahlen vorgenommen wurden. Nich einer in herzliche Worle gekleideten Be-grüßungSanfprache eröffnete der VereinSobmann. H-rr Tepp ei, die Versammlung mit einem Ruck« blicke aus da« zu Ende gegangene V'reinSjahr. Er hob zunächst den mit 3. März 1902 ersolgten Bei-»ritt zum Sleiermärkischen Sängerbünde hervor und gedachl» de« glänzend verlaufene» Feste» „Venedig in Cilli" vom 15. März. „Wenn die Sternlein langsam verblassen, Muß ich die traute Stätte ver-lassen," zilierie Herr Teppei mil Humor. Mit diesem L>»d« verließen m früher Morgenstunde die Letzten da» so herrlich verlaufene Fest, da» allen Besuchern wohl in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Für di« Veranstaltung gebühre besonder» Herrn Wehr-hon Heil und Dank. Der Vorsitzend« erwähnt« weiter» die 200jädrige Jub-lseier de» pdilharmoni-schen sßereu e« in Laidach, zu der der Verein eine Abordnung entsandte. Am 27. Juli fuhr der Ver-ein zum 6. deutschen Sängerdunde»sest nach Graz, da« ob seine» großartigen Verlause» wohl unver-geblich bleiben dürste. Den Vera, staltern, besonder» Herrn Ri'ter o. Schmerl, sei Bewunderung au«zu-sprechen. Vor und nach dem SängerbundeSsefie habe man mit lieben SangeSbrüd-rn au» dem Reiche schöne Stundkn verlebt. Die Liedertafel am 20. Dezember habe einen würdigen Abschluß de» Berein«jähre» gebildet. Da« tusflich« Gelinge» d«» Äb nd« fei vor Allem dem unermüdlichen Wirken de» beliebte» Sangwarte« Herrn M a r k h l S danken. In Ergänzung diese« Rückblicke» führt» dann der Schriflwart, Herr Charwat, au», daß die Angelegenhe.ien de» Vereine» in zwei Vvllver-sammlungen und si ben V«r«in»l»itung»sitzungtn ihrer Erlevtgu»i zugesagt wurden. Wa» Veranstallun-gen andrlang», so erübrige ihm noch, der Li»d»r-tafel im Wald Hause, die am 20. Juni stallfand, sowie der Beteiligung an dem Autfluge de« Zum-vereine« nach Tüffer zu gedenke». Weiter» lenfie der Schrii«wart die Erinnerung auf da» Schloßbergfest de« hiesigen Gewerbedunde« und aui da« KreiSlumfest in Cilli zurück, an welchen Festen sich der Verein beteiligte. Auch traurixe Pflichten habe der Verein zu erfüllen geh bl. So tei durch eine Abordnung an dem Grab« de» in Graz verschiedenen Sange«druder» Verein an dem Leichenbegängnisse vollzählig be-leiligt. e« sei an dem Grab« ein Kranz niederge-legt und zusammen mit de« Bruberverein „Lieder-kränz" ein Trauerchor abgesungen worden. Nach-bem der erschöpfende Beucht de» Schriftwarte» mit Dank zur Kenntnis genommen wurde, erstattete der Säckelwart, Herr Wambrechtsamer, feinen Kassenbericht. Au» demselben geht hervor, daß der Verein an 2191 K 74 h vereinnahmte, welchen Einnahmen 2152 X 32 h Au»gaben gegenüberstehe», so daß eine Barschaft von 39 X 42 h er-übrigle. zu welcher noch ein Sparkassbuch mit 400 X Kinzukomme, so daß da» Verein»vermögen sich mit Ende de« Jahre« auf 539 K 42 h be-ziffere. Di« Rechnungsprüfer, Herr Direktor Mraulag und Herr Egg«r»dorf«r, haben nach eingehender Prüfung die Gebarung für richtig befunden, worauf dem Säckelwarle die Lossprechung mit dem Au«drucke de« wohlverdienien Danke« er-teilt wurde. Herr Teppei knüpfte hieran noch einige besondere Danke»worle. in welch.« er die große Mühewaltung de» Herrn Wambrechtsamer rühmend hervorhob und ihm al» ein kleine» Zeichen dank-barer Anerkennung ein Paar Rehkricktl al» Zimmer, schmuck überreichte. Dem Berichte de« Aichivar«, Herrn Kaiser, war zu entnehmen, daß man in weiser Sparsamkeit die Befände von 405 nur auf 409 Chöre erhöht habe. Auch ihm wurde der ge-ziemende Dank abgestattet. Der Vorstand, Herr Teppei, dankte sodann den Herren de» Verein«au«» schusse« für die ihm zuteil gewordene Unterstützung, allen SangtSbrüdern für da» ihm geschenkie Ver-trauen und entbot allen Freunden und Gönnern de« Vereine» besten Dank und treudeutscht» H il, worauf er seine Obmannschaft niederlegte. Tie nunmehr mit großer Einmütigkeit erfolgte Neu-wähl änderte al» einem Zeichen de» Vertrauens nicht« an der Zusammensetzung de« Au»schusse», wonach gewählt erscheinen: Vorstand Herr Teppei, Vorstandstellverlreler Herr Wehrhan, Smgwart Herr Mark hl, SangwarlstrUvertreier Herr Frei-b erger, I Sangwan Herr Rauscher, II. Sang-wart Herr Wolf, Säck^lwa« Herr Wambrecht-samer, Schristwart Herr Charwat. Notenwart Herr Kaiser und Fahnenjunker Herr Pinter. Al» Rechnungsprüfer wurden die Herren M r a u l a g und Egger»dorfer bestellt. Die Herren er-klärten, die aus ste gefallene Wahl annehmen zu wolltn und Herr Teppei betörn« nur noch, daß er auch als einfacher Infanterist mit der gleichen Liede für den Verein gearbeitet haue. Sangwart Herr Markh 1 dankle in seiner Eigenschasl sür die ihm geworden» Unterstützung bei den Proben und Ausführungen im abg»lauf»nen regsamen Verein«» jähre, welche Unierltützung für die Zukunft noch schöne Erfolge verheiße. In warmempfundenen Worlen hob e? da» ko«zilian,e und splendide Wesen de« Vorstände», Herrn Teppei hervor und forderte zum Zeichen de» Dank,» für ihn zum Erheben von den Sitzen auf. welcher Aufforderung man mit Be-g'isterung nachkam Den Schluß bildeie die Be-sprechung inlerner Verein«angelege»heilen. Aastusverein. Die Verein»l«l>ung gibt be-kannl, daß der sam»tägige Familienabend au«-schließlich dem Tanzvergnügen gewidmet erscheint, wa» die Damenwelt wohl freudigst begiüß>n wird. Zlattthattmtgsabtad der Kandelsangeste?. ten. Der Zweigverein Cilli der Handel»angestell-ten veranstaltet Sonnabend den 31. Jänner in Den unteren Räumlichkeiten deS „Hotel Elefant' einen Unterhallung»adend, an den sich ein KoflümkrSnz-chen anschließen wird. Wir zweifeln nicht, daß Frohsinn und Heiterkeil über die Besucher ihr Szepier schwingen werden, da der Vergnügung», au»schuß de» Vereine» sich noch immer glänzend bewähr« hat. Veteranen Kränzchen. Am Sonntag, den 1. Fedruar l. I.. finvet da» in der Cillier Bevölkerung schon so ungemein beliebt gewordene Veteranenkränzchen statt. Da» fleißige Komitee, ist mit seinen rührigen Händen schon lange an der Arbeit, um auch da» diesjährige Ballfeft, de» sich in allen Bevölkerungsschichten der größien Achtung erfreuenden Vereines zu einem fröhlichen und glän-zenden zu gestalten. Die Einladungskarten sind b«-reit« ausgesendet worden; da «S bei der groß«» Füllt drr Arbeit wädr«nd der Ausfertigung der Einladungen leicht möglich ist. jemand zu über« sehen, werden alle jene, welche bisher noch nicht in den Besitz einer solchen gelangt sind, gebeten, eine solche beim Verein»- und Komitee Obmann, Herrn Stadtökonom Peter Dergauz, reklamieren zu wollen. Familien, welche gesonne» sind, einen Gast Herrn Sleinböck ein Kranz niedergelegt worden und zu dem Kränzchen mirnehmen zu wollen, mögen b»i hm in legier Zeit «tegttretentn Todesfälle de» 1 dessen Namen und Sland zum Behufe der Au»- der I fertigung einer Einladungskarte, welche allein bei dem in verehrten Altbürgerrmeister» S t i g e r habe sich zum Eintritt« berechtigt, de« genannten VneinSobmana bekanntgeben. Harvisons Al«ter«fsijier»-Kri«zch«». Unter de« hohen Zeichen friedlichsten Uebereinko«men», I herzlichster Ka«eradfchaft zwischen Militär und Zivil vollzog sich am SamSlag, den 17. d. Ml»., ein glänzende» Ballfest in den Sälen de» Kasino», das Kränzchen der Feldwebel nnd Gleichgestellten der Cillier Garnison. Ein Beweis mehr wieder, daß keine trennende Schranke besteht zwischen den Krie-gern im bunten Waffenrocke und den Bürgern im einfachen, schlichten, schwarzen Kleide, beide Söhne de» Volke», beide berufen, tatkräftig einzuspringen, wenn die gemeinsame vaterländische Scholle in Ge-fahr und in Not. Oft macht sich ja in heutiger Zeit ein Unterschied bemerkbar zwischen Krieger und Volk; oft aber wieder ist friedliche» Einvernehmen zwischen beiden BevölkerungSsaktoren erwünscht und erreicht. So hier bei un» in Cilli. Der vergangene SamS-tag sollte un« die» erweisen.- zahlreiche Besucher au» allen Kreisen der Stadlbürgerschost folgten der Einladung der Iieden»würdigen Unlero'sizierc unserer Garnison zu ihrem glänzenden Ballfeste. Krie» gerisch war der allererste Eindruck schon, den wir empfingen, al» wir beu Eingang zu den Festräume« betraten, kriegerisch und doch einladend und freund-lich. Die Wangen de» Treppenaufganges waren verkleidet mil frischgrünen Tannenreisern, aus ihnen traten hervor in regelmäßiger Folg» Embleme de» österreichischen Kriegertum«, Waffen und andere HeereSauSrüstungSgegenstände mii der Büste de« Kaisers am ersten Etiegenplatze. Bei einem Lager-zelte vorbei betraten wir durch den gleichzall« mit soldatischen Charakteren geschmück'en Vorraum, in dem un« die Mitglieder de« Komitees herzlichst empfingen, den Ballsaal, dessen prachtvolle kriegerische Dekoration uns einen AuSrus de« Erstaunen» und der B wunderung entlocken mußte. Sinnige, eifrige und geübte Hände, auserlesener Geschmack und seine» Verständnis für künftlerisch-dekorative Wirkung haben da gewaltet, den Saal zu einem kriegerischen Tempel zu Tyerpsichorea« Huldigung auszugestalten. VerirauenSvvll und mit richtigem Sinne halle das Ballkomitö die Dekorationssache in die bewährten Hände de» Herrn Feldwebel» Pan-gtrz gelegt; wa» dieser rtihrige Mann innerhalb zweier kurzer Tage geschaffen hat, verdient die rückhaltlos« Anerkennung aller Kunstverständigen, welche mit dem Schwulst althergebrachter bieder» metrischer Dekorat,on«macherei längst schon ge-brochen haben; verdient den Dank aller Tanz» lustigen, welche sich zwischen den kriegerischen Emblemen so behaglich fühlten und in voller Sicher» heit bewegten. Mitten au» starrenden Waffeniro» pdäen herau» ragte aus hohem Piedestal die Büste de« obersten Krieg»h«rrn «mpor, deren blendende« Weiß hell abstach gegen den Hintergrund einer goldenen Sonne mit blitzenden Strahlen au» Bayo-neiten alter und neuer Zeit. Die Ränder und Füllun-gen der Bogeneirteilung de» Saale» waren geziert mit Tornistern, militärischen Kopfbedeckungen und Fechtgeräten, während kühner Faltenwurf von Reich»- und Landesflaggen die großen Spiegel um» radmie. Da« war der Rahmen de» Tanzseste», ein glänzender, kriegerischer Rahmen, in dem sich bald sriedlichfröhliche» Leben entwickelte. Von den hervorragenden Besuchern de» Kränzchen» erwähnen wir Herrn BezirkShauptmann Statthalter eirat Freiherrn v. Apfaltrern, Herrn B ü r-germeister Julius Rakufch mit mehreren Herren der Gemeindevertretung, Herr von Goß» l e t h» W e r k st ä t t e n, zahlreiche Beamte der städti-schen Behörden, die lämmtlichen Slab»- und Oderosfiziere der Garnison mit ihren Dame», eine stattliche Anzahl von Vertretern au» der Bür» gerscha't, und von den Vereinen den Anhur Graf Men»iorff.Pouilli-Militär-Beieranenverein mit sei-nem Obmanne, Herrn Peter D e r g a n z an der Spitze. Eröffnet wurde um J/49 Uhr da« Tanzvergnügen durch die latronessen und Vortänzerin-nen Frau Hauptmann Pische ly (geführt von Herrn Büchsenmacher B ö h m), Frau Hauptmann Merz (geführt durch Herrn Feldwebel Panst e r z). Frau Bürgermeister R a k u s ch (geführt durch Herrn Feldwebel B o s ch i t s ch k o), Frau Goßleth von Werkstätten (geführt durch Herrn Feldwebel K o k o i). Frau Hauptmann von H r i l i n g 11 (geführt durch Herrn Feldw. Fritz), Frau Büchsenmacher B ö h m (geführt durch Herrn Major v. Kopfinger), Frau Gend.-Wachtm. Heritz (geführt von Herrn Major P e r e t t i), Fräulein von Schkrowanek (geführt von Herrn Feldwebel P ö t f ch e r), Fräulein S r «-lin «r (geführt von Herrn Rcchnung«unteroffi»i«r Kotschnig), F äul«in von Hornung (geführt von Herrn Feldwebel P r«l o g), Fräulein Seite 4 Nummer 6 Kapla (geführt von Herrn Feldwebel Schnabl). räulem Rak»fch (geführt von Herrn Feldwebel > e d l e r). Fräulein Haa « z von Grünen-waldt (geführt von 4,ertn Feldwebel Breöko) und Fräulem Reppitsch (geführt von Herrn Feldwebel I a « b i n f ch e k). Als Balloffiziere standen de« Komitee in liebenswürdigster und aus-opferndster Weife getreulich zur Seite die Herren Oberleutnante von Schiefner und Fischer. Die Quadrillen hatten Herrn Feldwebel Pbischer zum Arrangeur, unter dessen strammer und fach» kundiger Leitung sie auch tadello« abgewickelt wur-den. Großen Beifall und stürmische Heiterkeit er-rang sich auch Hnr Feldwebel P ö t s ch e r durch feinen gelungenen kostümierten Kotillon. Eine« mächtigen Faktor«, der zu dem Gelingen de« präch-tigen Ballseste« so reichlich beitrug, soll nicht ver-bHseu werden: unserer braven Musiloerein«kapelle mit ihrem Meister Herrn Ludwig Schachtn-hose?.an der Spitze; ihr und ihm gebührt voller und reichlicher Dank all jener vergnügten Elemente, au« Jung und Alt rekrutiert, die dei den bestrickenden Weisen über da« glatte Parkett dahinseglen, bi« daß der junge lachende Tag gebieterisch Ein-halt gebot; aber auch dem so vorsorglichen und rührigen Komitee müssen sie liebenswürdigen Dank sagen. da« au« folgenden Herren bestand: Feld-webel P ö t f ch e r, Feldwebel B o f ch i t f ch k o, Büchsenmacher B ö h m. Feldwedel Pangerz. Rechnuug«unteroffizier Kotschnig und Feld-webel Reichenoater. Aus Wiedersehen im nächsten Jahre denn dei gleichförmiger Vergnügung! Vermählung. Mittwoch den 21. d. M. fand in Plelrowitsch die Trauung de« Frl. Ella Der-ganz mit Herrn Karl H a u « w i r t h. Angeftell-»en de« Hause« D. Rakusch, statt. Heil dem neu-verrräblten Paare! Liederabend Aäger?otpefchuigg. Cilli hat sich in dem üderau« starken Besuche ve« Lieder« abend« der beiden hervorrag-nden Künstler selbst geehrt, indem e« seinen Kunstsinn auf diese Art dokumentierte. Da« Gebotene Übertraf alle gehegten Erwartungen und wird eine kunstverständige Feder die musikalischen Genüsse in den Einzelheiten au«malen. Der Reingewinn, der sich auf die schöne Sum«e von 432 K 01 h beziffert, wurde zu gleichen Teilen dem Cillier Studeniinhei«e und de« Eteiermärkifchen Tuberkulosenheime zugewen-det. Heil und Dank dem edelsinnigen Künstler-paare! 6-schworeueuliste 1903 (Stadt gift.) Haupt-Geschworene: Altztebler Michael, v. Bacho Franz. Bencan Matthia«, Birkmaier Anton. Chiba A»ion, Eichbrger Anton, Filipic Dr. Ludwig, Gollitfch Dr. Eduard, Haubbaum Franz, Hocevar Jos.f, Herzmann Josef. Hrepeunik Matthia«, Janik Binzenz. Jesenko Dr. Gregor JoZt Franz. Kapla Anton, Kolenz Anton, Koroschey Franz, Kovaiik Andrea«. Koß Johann, Lachnit Gustav, Lichtenegger Viktor, Ludwig Jakob, Mahr Franz, Makesch Joses, Mörtl Karl, Medwed August, Pac> chiasio Franz, Putan Luka«. Rebeuschek Josef, Sa-bukoöek Josef, Schwab Dr. Anion. Scheuermann Heinrich, Senitza Max. Skoberne Georg, Locher Karl. Srimc Joses. Tabor Rudolf, Treo Ka«par, Tschantsch Anton, Urschko Martin, Vavken Janko, Vallentschak Joses, Walland Aloi«, Zangger Ro« bert, Zunder Felix. — Ergänzung«-®«-schworen?: Arlt Josef, Bas Lorenz, Costa-Kühn Adolf. Derganz Peter Ferjen Karl, Gaischek Anton, Gregl Anton, Hofmann Johann, Hrasovec Dr. Georg. Hocevar Milan, Jabornegg v. Alten-fel«, Dr. Heinrich, Jarmer Josef, Jossek Johann, Kager Konrad, Kla er Adolf, König Josef, Koro« fchetz Johann, Krell Jofef, Küster Otto, Lang Rudolf, Lonkar Franz, L-Skojcheg Jakob. Makesch Karl. Maloprou Anton, Matii Josef, Moßmann Franz, Negri Dr. Eugen, Pag Anton, Premfchak Dr. Franz. Raonikar Johann, Sabukofchegg Karl, Schribar Franz, Schwab Viktor, Schurbi Dr. August, Sernec Dr. Josef, Saiekal Josef, Zuklje Dr. Heinrich, Strauß Georg, Tabor Josef, Ter-schit Johann, Tratnik Markus, Vanic Karl. Voll-aruber Franz. Vretto Dr. Josef. Wreschagg Josef, Zollner Egydiu«, Zweiko Josef. Z>er Aetigionsuuterricht an der Cillier Lande«-bürgerfchule läßt eine Beaufsichtigung dringend notwendig erscheinen, da e« nicht angehen kann, daß die Gemüter der Knaben vergiftet und mit Haß und Verachtung gegen die evangelischen Christen erfüllt werden- Der Katechet der Bürgerschule tat am Dien«lag sein Möglichste« und noch ein UebrigeS, den evangelischen Glauben in den Augen der Kinder herabzusetzen. E« soll gesagt worden sein, da« wa« die Evangelischen glauben, lasse sich auf einen Fingerhut schreiben, auch soll da« Andenken Luther« geschmäht worden sein. Unter solcher Anleitung verstieg sich denn auch die kindliche Unvernunft der Knaben, al« si« unt«r einander waren, zu dem Spotte: Di« Cillier evangelische Kirche gleiche einem Hühnerstalle. Einer solchen Verhetzung «uß zu-«indes» in der Schule scharf auf die Finger ge-sehen werden. Z>er Iukameutflaudpuukt der Pervaken in der Frage de« slovenischen Gymnasium« findet seinen klassischen Ausdruck in der letzten Nu««er de« Marburger bischöflichen Amt«blatte«, in wel-cher mit wenig Witz und viel Arroganz die Förde-rung ausgestellt wird, da« Untergymnasiu« in Cilli e h e b a l b i g st in «in Odergy«nasiu« zu ver-wandeln. Zum Aale Korgker. Ein neuerlichen Bewel«, auf welchem niederträchtigen Lügengebaufch die De« nunziation Dr. Torgler'« beruht, liefert die „Süd-steirifche Presse", die da« Slooenisch de« genannten Gerichi«herrn bemängelte. Demgegenüber stellt der „Zlajerc" in einer bäuerlichen Zuschrift f.st, daß Herr Dr. Torgler ein den Bauern vollkommen ver» ständliche« Slooenisch sprach. Der Uedermui der Pervaken geht aber schon so weit, daß sie nur die neuslonenische B-B-Sprache al« Slovenifch gelten lassen woll«n. Hin NrügekKapkan als Z>eutfchenfresser. Eine Frechheit und Herausforderung sonder gleta,»» leistete sich der sanatisch slov«aisch-nationale Kaplan von Kölsch. Auf eine listige F aaesteUung. welche von den Schulkindern von ihre» Eltern zur Grün-dungtfeier der Südmark-OrtSgruppe Roßwein mit-genommen wurden, meldeten sich nahezu alle Roß« weiner Knaben m l einem freudigen .Ich, Ich. Ich". Auf da« hin bekam jeder der Knaben je zwei wohlgezählte scharfe Hiebe mit dem spanischen Röhrl über die flache Hand, daß diese anschwoll. Die Anzeige ist erstattet worden. Allenthalben in der Untersteiermark sehen wir die römi» sche Geistlichkeit al« fanatische Deutschenfresser. Die einzig richtige Antwort hierauf ist: ,LoS von Rom!" Die bezahtte Kreuzweg Audacht. Unter der Spitzmark« .Von der Sann- erhielt der.Slovenski Narod" die Schilderung de« folgend«» netlen. kleinen, pikanten Vorfalles: „Unlängst besuchte ich den Kaplan N. Ich mußte zweimal anklopfen, bevor er vom zweiten Zimmer kam und »herein' rief. Der Kaplan lud mich ein, im Zimmer Platz zu nehmen, während er in den Keller ging, um dort eine Flasche Wein zu holen. Ich saß beim Tijche still und allein. Plötzlich hörte ich im Nebenzimmer ein eigentümliche« Geräusch. Vielleicht ist ein Dieb drinnen! Ich trat hin und öffnete vorsichtig ein wenig die Türe und schaute in da« zweite Z>m«er. Meine Augen erblickten eine bekannt« Frauensperson auf dem Divan . . . E« war bi« Frau eine« allgemein geehrten und ge« achteten Besitzer« und Gewerbetreibenden! Ich fah genug! Leise zog ich die Tür wieder zu und seqte mich auf meinen Platz. Nun erschien auch der Kaplan und gab mir ein Gla« Wein. Ich trank e« au«, wollte aber nicht« weiter mehr und ging fort. Au« der „Verkündigung" am nächsten Sonn» tage entnahm ich, daß die rote, dicke Frau auf dem Divan eine — Kreuzwegandacht für die Eltern ihre« Manne« dem Kaplan zahlen gegangen sei. Wahrscheinlich ist der Frau dabei übel geworden, daß sie in da« zweite Zimmer auf den — Divan ging!* Der »Narod* knüpft hieran eine treffende Betrachtung über den Besuch der Kapläne feiten« Frauen und Mädchen und sagt: .Lieber Land-mann, ich sage dir aufrichtig, daß ein andächtiger Seufzer zu Gott in deiner Kammer zuhaust mehr wert ist al« ein Meßopfer mit einer Todsünde und einem Verbrechen. Bete allein zu Gott und ver-lass« dich nicht auf da« Gebet anderer, dein Geld aber verwende lieber für die dir nötigen Sachen." Hegeumineu. Noch hallt die gesamte Unter-steiermark, soweit sie deutsch ist, von Rufen lauter Entrüstung wider, über da« schmachvolle Zuwillenstehen gegenüber slovenischen Na-derern im Falle Dr. Torgler, und schon sind die Pervaken an der Arbeit, den Eindruck diese« auf-züngelnden Volk«zorneS nach oben hin abzuschwächen oder vielleicht gar ein verkehrte« Bild zu erzeugen. Wie gemeldet wird, wollen slovenische Abgeordnete im ReichSrate bezüglich der Richterernennungen in der Untersteiermark eine Anfrage eindringen. Da« ist ja die verkehrte Welt! Militärische Maßnahmen. Zur Beruhigung jener Geschäftsleute, die durch eine etwaige Mobi-lisierung eine große Geschäftsstörung befürchten, erhalten wir von verläßlicher Seite die Mittteilung, daß ältere Jahrgänge überhaupt nicht einberuft« werden. Bor alle« wird zunächst di, i« Dienst« stehende Mannschaft feldmäßig «»«gerüstet werden. Außer den Reserveossijieren dürsten von er«er et-waigen Einberufung nur die erste und zweite Re» fervetlasse betroffen w«rd«n. Kine krenge Winter kätte hat eingesetzt^ Die Quecksilbersäule fiel in der Früh de« vorgestrige» Tage« bi« ans 24 Celstu«grade. Viele Vögtl mußten d«n Frost «it de« L«d«n büß«n. per Amtskalender für das Kerz«ztm» Steiermark wird, so seltsam di.« tlu>g>n mag, nicht in den gewiß leistungsfähigen steikrmärktsch« Druckereien hergestellt, sondern bei einem Linzer Drucker. Nicht minder seltsam n»m«t e« sich auS, daß bei Auszählung der Funktionäre der Cillier Sparkassen durchweg« nur die Slooenen den Titel .Herr' vorgesetzt bekom«en. Wir zweifeln überhaupt an der Notwendigkeit urd noch viel mehr an dem praktischen W«rte, da« Nachschlagewerk doppel-sprachig z» führen. jkn alle Aogelfrennde. Durch den letzten starken Schneefall sind untere kleinen Sänger und befiederten Freunde in urgeNot geraten. Die dicke Schneedecke verhindert sie, ihre ohnehin kümmerlich« Nahrung zu suchen, und viele von ihnen werden dadurch ihren Untergang finden. Auch die streng« Winterkä902 30 Kinder getanst, 18 Eh« paare getraut, 17 Personen beerdigt. Durch Uebertritt wurden 37 Personen (19 männlich, 18 weiblich) in die evangelisch« Kirche aufgenommen (gegen 36 im Jahre 1901). Die Se lenzahl der Psarrgemetnde aus Neujahr betrug 745 (gegen 652 im Jadr« 1901). Aereintgnng der Züchter de» Steirerhnhne». Allen Züchtern und Fr-unden de« Steirerhuhne« steht der SayungSeniwurs besagter Vereinigung zur Vrsügung. Die Satzungen sind roch aban^ilich. Der rechtsseitige Raum wurde bei diesen 'J'O^ag* Atzungen freigelassen, damit jedermann in der *: fei, seine Ansichten und seinen wohlmeinend«» Rat an entsprechender Stelle vorzubringen. Mu 1. F.« bruar wird in dieser Sache die Redaktion y«-schlössen. Die Anzahl der bi« jetzt beigetretenen Mitglieder beläust sich auf 30. Im Laufe diese« Jahre« (1903) wurden acht S-ämme unentgeltlich abgegeben. Ueberdie« zw.i zu billige« Preise ver-kaust. Also wurden im ganzen 10 Sta.ionen ge« gründet. E« gelangen noch einige weiße und sech« kuckucksärbrge Hähne an Mitglieder u. zw. unier gewissen Bedingungen unentgeltlich zur Verteilung. Anfragen sind zu richten an den Verein für Tier-schütz und Tierzucht, Marburg, Parlstraße Nr. 22, Abteilung für Geflügelzucht. Aegründnng der Hesterreichische» Hesell-schaft für Höltverwertnng und Hbflhandel. Am 29. Dezember hielt da« Gründer-Konsortium dieser im Entstehen begriffenen Genossenschaft im Saale de« Niederösterreichischen Gewerdevereine« in Wien eine gut beiuchte Versammlung ab. Die Versam«-lung sprach die Ueverzeugung au«, daß die heutig« Sachlage nur dem Umstand« zuzuschreiben sei, daß di» Angelegenheit iu Interessentenkreisen viel zu wenig bekannt ist. da die Landwirte, alle Obst-züchter, der Großgrundbesitz und die Zuckerindu-stciellen, welche an der Begründung einer auSge-dehnten Obstinduftrie ein hervorragende« Interesse haben, von der in Entstehung begriffenen Begrün-dung säst gar nicht Kenntni« haben. An diese und an die landwirtschaftlichen Genossenschaften, Vereine müßte erst herangetreten werden, darnach gewift der noch fehlende, relativ geringe Betrag gezeichnet werden wird. Alle weiteren näheren Au«künfte erteilt der Herr Obmann, an welchen auch Anmel-düngen von Zeichnungen per Adresse Lechwald, Graz. zu richten sind. E« steht sonach zu hoffen, daß nun die Begründung der Genossenschaft mit dem Schwerpunkt: Organisation de« Odsthandel« und Initiative zur Obstoerwertung ehestens er-folgen wird. Aahttfch, 16. Jänner. (Scharlacherkran« kungen.) Von den die hierortige Volksschule be« suchenden Kindern sind einige an Scharlach erkrankt und hat der BezirkSarzt zur Hintanhaltung der noch weiteren Verbreitung dieser ansteckenden Krank« r~ - _ heil die sofortige Schließung der Schul« aus di« Dauer von neun Tagen angeordnet. In den Lehr« zimmern wird die ausgiebigste Desinfektion vorge« nommen werden. Konzert Kotet „Stadt Min»-. Der glän. zend« Erfolg des EröffnungSkonzerieS ermuntert die Ho«»l!el«ung zur Forifetzung der Konzertabende. De« heute Donnerstag statifindenden Konzerte ist folgende Vortrag«ordnung untergelegt: I. Mit Gott für Kaiser und Vaterland, Marsch von H. EtilpS; 2. .Lockvögel", Walzer von Joh. Strauß; 3. a) Ouonture .Der Geige? au« Tirol", von Gene«, b) .Unser Militär", Marsch von Ludwig «chachenhofer; 4. .Abendlied-, Solo für Hör«, von Ludwig; 5. .Gnadenaiie^ auS der Oper Rc>b«r, der Teufel, von S. Meyerbeer; 6. u) .Serenade «s pagnoli", von Metra, b) .Serou« Brezina", Marsch von Bednarz; 7. Ouveriure .P que Dame-, von S»pp6; 8. .Musitalische Noiizen", Potpourri von Ludwig Schachenhofer; S. „La Paloma". Mexikanisches Volkslied von Hölzl; 10. .Weana Madln". Walzer von C. M. Ziehrer; II. »Husa« irisch». Galcpp von Ludwig Schachenhofer; 12. i «.Donau-Marfch". auS der Operetie Der liebe Schatz von Reinhard». ?on derSüdbahn. Letzten Donnerstag fand eine Sitzung de« Verwallung«rale« der Eü'bahn pali. Unter den VerhandlungSgegenftänden besän« den sich sa > ausschließlich Fragen der GeschäsiSge« dahrnng. So wurde unier anderem befchlosien, dreißig schwere Maschinen zum Preise von 7 4 Millionen Kronen anzuschaffen. LeArerstelle. Am CtaatSgymnasium in Mir« turg komm, mit Beqinn des Schuljahres 1903/4 «ine wirtliche Lehrerstelle für klaisis i« Philologie als Hauptfach, deutsche Sprache al« Nebemach zur Ve^etzung. Bewerber haben ihre Gesuche bis 15. März d. I. bei« k. k. LandeSschulrate für Sieier« mark in G az einzureichen. Jt»ta»sch ,o» ?oklanweisnngsformutare«. Der Verwendung«« und Umtaufch-Termin für Post-anweijungS-Formul ir, n beztevungSw-ts» Poftde-gleitadrefse» «>t Nachnahme-Postanweisung alter Emission wurde bi« 31. Jänner IS03 er-fireck «. 3To8a(fes. Mit 21. d. wird beim Post« und Telegraphenamie in Windischgraz der erweitert« Lmdbriesträgerdienst eingeführt. Schaabühne. „Der lieb« Schatz" scheint e« unserem Setzerkobold angetan zu haben, denn in der Besprechung von voriger Nummer ließ er die „Wirklichkeit von der Phantasie zurücktreten, statt wie e« richtig heißen sollte vor der P^an« taste. E« erübrigt un« heute nunmehr ver Dar-Killerinnen an jenem Abende zu gedenken. Da ist vor allem Krau Wols-Seletzky zu nennen, die > al« Hansi ihr kokettrs Spiel mit den FreierSleuten | trieb. Die Verse klangen schön und sinnlich warm j von ihren Lippen, in dem Liede „Greis zu", in da« sie all ihre Empfindung gelegt haue, erntete sie wohlverdienten Beifall. Frau Werk«Hutter war in ihrer Hosenrolle wieder emmal oll.riiedst. Sie verstand e«. den jungen Fant Ferry, der sich , als gewiegter Mann und HerzmSknicker tiihlt, mit einem köstlich frischen Zauber zu umgeben. Auch die beiden Damen v. E f s n e r und P a u l m a n n, erstere al« Dr. FranziSka Müller, also als eine vom dritten Geschlecht. letztere als die männer« süchtige Baronin Blankenturn. die schon sör«lich schnappte, toten prächtige "-"wogen. Besonders Frl. Esfner machte den Zauber, den sie aus Vater Blackmayr, unseren irrfflichen Humoristen Herrn Lang antaste, recht begr. iflich. Herr Lang war al« Amerikaner uno obenarekn Gesundbeter höchst nnterdaltlich, besonders dann, wenn der Mond ausging. Herr Rochell, der von Glück begün-stigie Buhle um Hansi» panr, ließ sich zu wenig hinreißen, ein etwa» mehr an Feuer hätte seine Aolle warmnlüti^er gestaltet. Herr Lerchenseld suchte al« Morelti jedenfalls fein Bestes zu geben. Recht spaßhast war Herr Reißner, der alS moderner Mann daS schwache Geschlecht zu geben hatte. Herr Walzer ist durch ten Rotstift der Regie leider um die günstige Gelegenheit gekommen, sich besonder« auszeichnen zu können. Kierfchatz «ad Kierzncht. Die von dem Ver« eine für Tierschutz und Tierzucht in Cilli heraus-gegebene Mona>S>chrifl unter obigem Titel wendet fich in ihrer Nr. 1 in einem wa.m empfundenen Aufsätze gegen die wissenschafiliche Tiersolter. die selbst noch ärztliichem AuSipruche nicht allein u n -menschlich, sondern auch nawissenfchaft-lich sei. Der Bildschmuck, der diesem Aufsätze txigegeben ist, sspricht mehr alS dieS Worte ver-möchten, gegen die Grausamkeit der Wissenschaft» lichen Tinfolter. Die Monatsschrift wird den Mit-oliedern des Vereines konenfrei zu »stellt Möchten d«« edelmütigen Wirken de« Vereine« allenthalben Helfer erstehen! Ans dem Hr«zer Amtsbtatte. Kurateloer« hängung über Maria Margui. Grundbesitzerin in Tepina. wegen Verschwendung K k. Bezirksgericht Gonobitz. —Kundmachungin: Gemeindeamt Markt Gonobitz. betreffend die Verleihung der von Jgnaz Nooak errichteten HeiralSauSstat ung ftiflung. Ge« suche bi« Ende November an da« Gemeindeamt Gonobitz. — Oeffenlliche Fahrnisseversteigerung in Madrenberg Hau« Nr. 90 am 20. Januar. — Verst'igerung der LiegenschafiShälfle von E. Z. 35 der ft.'G. Mahre, berg samt Fährnissen am 4. März. K. k. Bezirksgericht Mahrenberg. — Einstellung d»S aus den 24. F.bruar anberaumten Ver-steigerungtoersahrenS hinsichtlich der Liegenschaft E-Z. 54 der K.-G. Novake. R. k. Bezirksgericht Cilli. — VorftandSmitgliederlöschung und «Ein« «raguna bei der Firma! .Wollaner Vorschußkafsen« verein sür die Gemeinden Wöllao, Skali«, St. Andrä, St. Egisi und St. Johann. reustrierte Genossenschaft mit beschränkter Hastung" im Ge« nofsenichas,«r,gister de« k. k. KceiS.ierichleS Cilli. — Beendigungserklärung deS «onkurse« über daS Vermögen de« MatihiaS Gradischnig. K. k. KreiS« oerichi Cilli. — Erinnerungen: EtN?erus>rn„ der VerlassenichastSgläubiger nach dem verstorbenen Georg Zmaoc. Anmeldefrist bi« II. Februar. K. k. Bezirksgericht Mahrenberg. — Einberufung der Erden unbekannten Aufenthaltes nach der ver« ftorbenen Maria Rosa Emich. gek. Nag»). K. k. Bezirksgericht Windisch-Feistritz. — Einstellung deS fu den 21. un1» 22. Januar anberaumten Ver« >ieii,erungSr>elfahrtn« hinsichtlich de« Waarenlagers d-S Johann Konöan. K. k. Bezirksgericht Schönstem. Ilebersehnng i« ^ostdienste. Die Postmei« sterin Anna Ter>chek in Pristova wurde über ihr Ansuchen in gleicher Dienste,genschast nach Rade-gund übersetzt. Todesfall. Ein schwerer Verlust traf den Pettauer Bürgermeister und LandiaciSabgeordneten Herrn O r n i g. Am 15. d. M. bestatte«« man feine Mutter. Frau Marie Ornig, in Marburg zur letzten Ruhe. Honobitz. Bei der am 17. d. M. stattge« hablen JahreS' Vollversammlung der Ortsgruppe der deuischeu Schuloereine wurden zum Obmanne Dr. Asols Radiunig. zu dessen Stello-rtreier Josef Kump, zum Schriftführer Aloi« Weixler und zum Zahlmeister Aloi« Seidler vewäb.t ?ettaner Marktbericht. Schweinemarkt am 14. Jänner 1903. Ausgelrieben wurden 302 Slück Schweine, alle« schöne deutsche Rasse, zum größten Teile au« der Pettauer Umgebung stam« mend. Die Preise im Verhältnisse z»r guten Ware waren sehr billig, und wurde daher auch olle« glattweg verkauf,. Der Fleisch, und Speckmarkl (Specharen) am 16. Jänner war seilen« der Speck« dauern sevr gut beschickt und häite auch, obwohl ziemlich viele fremde Käufer am Platze waren, einer größeren Nachfrage Stand gehalten. Geboten wurde nur P,ima-Wa>e. Preislagen: Prima-Speck (ohne Schwarte) 1*24—1*28 K, Schmer 1 28—1*36 X. Schinken 1 04—1-08 X. Schulter 0 98—1'00 X. Rücken-Fischsteifch 1-40-1'50 L. Wurftfleifch 116 —I 20 X. Nächster Vieh- und Schweinemarkt om 21. Jänner. Fleisch' und Speckmarkt jeden Frei-tag. Eme sehr rege BesHickung ist voraussichtlich und Privaten :c. sehr zu empfehlen. Auskünfte er-«eilt bereitwilligst das städtische Marktkomminariai. volkswirtschaftliches. Lieferung von Leinenkoffen für das k. n. k. Warine Aegleitnagsamt in Zfola. Die Han« delS- und Gewerdekammer in Graz bringt zur Kenntnis, daß daS k. u. k. Hasen-Admiralat in Pola die Lieferung von L e i n e n st o f s e n für daS k. u. k. Marine-BekleidungSamt in Pola öffentlich ausgeschrieben bat. Die auf diese Lieferung Bezug habenden Muster, die OffertauSschreibung, die all« gemeinen und speciellen KontrakiSdediagnisse. sowie da« Off-risormular liegen im Bureau b»r genann-»en Kammer (Neutorgasie Nr 57) während der Amt«stu„den zur E,ns,cht auf. TagesntuigKtltcn. Hroßfener in A«ldhof. Vergangenen Mon« tag entstand im Neubaue der Lande«-Jrrenanstalt Feldhof ein Großfener, daS den Dachstuhl einäscherte. jedoch unterdrückt werden konnte. Die Kranken wurde» so untergebracht, saß sie nichiS von den aufregenden Vorgängen wahrnahmen. Seite K Kroßer SchneideransKand. In Wien haben ungesahr 2900 Schneiderg hilsen die Arbeit einge-stell,. ES kam zu großen Kundgebungen gegen die Streikbrecher. Tie Brotgeber haben einen Mindest, lohntarif al« Unterlage sür die einzuleitenden Ver-Handlungen angenommen. Weitere HinschrinKnngen der Einwände-rnng »ach den Bereinigten Staate» sind schon für die nächste Zett zu erwartn,. Die AussichiS-behörde hat rämlich darauf aufmerksam gemach«, daß während de« letzten Jahre« die Einwanderung kranker Personen ganz unoerdältni««aßig gestiegen ist. Daher wird der Borschlag gemacht, daß die Dampfergesellichasten, die krank« Personen an Bord nehmen, obgleich sie Mitiel zur ärztlichen Untersuchung vor der Einschiffung haben, zu ein«r ent-sprechend«!, Strafe verurteil, werden sollen, weil sie die Gesundheit de« amerikanischen Volk«« mittelbar dadurch in Gefahr bringen. Diese Muß-rege! würde allerdings sehr einschneidend auf die EinwanderungSoerhälinisse nach den Vereinigten Staaten wirke». Vermischtes. Aeneznela war der erste deuische Ueberfee-besitz. Am 20. November 1530 belehnte Kaifer Kart V. Die Biüoer W«li«r zu Augsburg mit diese« Besitze. Mit drei Schiffen. 400 Mann und 80 Pferden sandten die Wel'er ihren GeschäsiSiräger AmdroS Dalsin»,«?. einen Ulmer. nach Venezuela, der Festungen und Elädte anlegte und Straßen baute. Nach seinem Tode durch den Pfeilschuß eine« In i-ner« zog Barilme Welser mit feinem Freunde Philipp von Hütten selbst in das neue Land, wo sie dem Meuchlerdolch eine« Spanier« 1546 zum Opfer fielen. 1550 zog der Kaifer Venezuela wieder an sich und bildete daraus ein fpanifches Generalkipiianat. Z>ie venezolanische Armee zählt 28 Generale en ch«f, 1439 Generale. 1402 Oberste. 2302 Ma« jore. 3230 Kapitäne. 2300 LeuinantS. 1000 Fähn« riche, Summa 11.733 Offiziere. Die Zahl der Soldaten beträgt nur 5000!!! Die Rangliste ent-hält auch die Namen sämtlicher venezolanischen krieg«minister von 1830 bis 1898, und da« sind nicht weniger al« — 138! Allein da« einzige Jahr 1870 sührt acht Krieg«min,fter auf! Ane gefährliche Aanchernnfitte. E« ist keine Ueber«,eibung, wenn man sag,, daß die Gewohu-heil, Zigarrettenrauch einzuatmen, schneller eme starke Gewalt aus die Leute, die ihr nachgehen, uu«übt als irgend eine andere Gewohnheit, deren Zweck die Befriedigung der Sinne ist. Da« Ein-aimen besteht einfach darin, einen Teil de« Zigar« rettenrauche« in den Mund zu ziehen und dann tief Luft zu schöpfen, wodurch der Rauch in die Lungen gefüd« wird. Dabei kommen die Nikoiindämpse in enge B.rührung mit dem Nervensystem und da« Ergebni« ist eine sofortig« Einwirkung aus da« Ge-Hirn in Form «iner augenblicklich, n Haldlähmung, wenn Jemandem die Gewohnheit roch neu ist. Darau« ergib« sich, daß eine ständige ernstliche Schädigung unvermeidlich ist. Wenn da« Fieber, Rauch einzuaimen, einen Menschen ersaß« hat, so ist der gewöhnlich« L«d«n»genuß gestört. Jede Mahlzeit ist räch d»n ersten paar Augenblicken eine Ausregung, weil dadurch da« Rauchen verhindert wird. In der Mehrzohl der F^lle sind die geisti-gen und körverlichen Folg«n de« übermäßigen Einatmen« von Rauch äußerst beklagen«wert. An erster Stelle befällt eine ständige und qualvolle Nerven« schwäche da« Opfer. Der davon Betroffene befin« bet sich in einem ständigen Zustande d.r Lethargie, die er nicht überwinden kann. Der Pul« wird unregelmäßig, der Appetit nimmt sehr ab und die eing-sallenen Backen und tiefliegenden Augen sind handgreifliche Merkmale, daß schwere Schädigungen vorliegt». Außerdem aber sind die Betroffenen sehr empsänglich sür alle Eikrankunge» der L .nge. Vnsstsch. Ein bekannte« Sprichwort besagt, baß selbst der gebildete Ruffe im Kern seiner Natur ein Barbar sei. Schlimmer noch ste«« natürlich beim Volke, da« an Aberglauben und Rohheit da« Unglaublichste leistet. Die Bestrafung der Pferde-diede gehör« in dieser Beziehung zu den charakteri-stische» Ericheinungen, aber auch die Behandlung der Frau in Ehesachen führt häufi, zu Vorgängen, die den Wunsch nach der Vimichtung de« süßen Pöbels begreiflich machen. Folgendes Sittenbild au« einem russischen Dorfe mag al« Beleg dafür dienen. Durch die Dorsstraße zieht eine sonderbare Prozession: zwei Frauengestalten. ein junge« Mäd« chen und eine Frau, beide dlo« mtt dem Hemde bekleidet, dahinter ein Mann, der eine Peitsche in der Hand hält und ste mi, voller Kraft auf die ©rite 6 H»cntrd,e Wacht' Nummer 7 zum Teil eutblSßten Rücken der beiden Frauen niedersausen läßt. Alt Gefolge ein Haufen jodlen-der Männer. Frauen und Kinder. Da« „Ver-brechen" der beiden Seichändeten? Di» Frau hat sich vor den Mißhandlungen ihre« Gemahl« ge-flüchtet, da« Mädchen vor einer ihr aufgezwungenen Heirat «it eine« ihr verhaßten Manne. Nach der Beendigung der „Prozession* wurde die Frau ihre« Satten übergeben, der sie soson in ein Zi««er sperrte und iu unbarmherzigster Weise «ißhandelte. Ihr Wehegeichrei war dabei so herzzerreißend, daß selbst die Bauern die „Belehrung" zu grausam landen und dem Wüterich da« blutüberströmte Weib entrissen. Da« gleiche Schicksal ttas da« Mädchen, bi« e« versprach, den ihr bestimmen Mann zu heiraten. — Ist ein solche« Vokk reif für eine Ver-fassung? Z>ie hotten riaer Kritigsprechung. Selig werden kann jeder Beliebige. vorau«ge»etz«. daß er gestorben ist und ein tugendbakie« Leben geführt Hot. Da« kostet nichi». Anter« verhält es sich mit dem Heiligsprechen, da« ganz unglaubliche Kosten verursacht, wt» Goupil in der Zeitschiist »Da« freie Wort" berichte«. Die Rechnungen sür Heilig-sprechungen der Jetztzeit sind natürlich höchst ge« hetm gehalten. Aber die Spesen, welche z. B. bei der Kanoniiaion oe« heiligen F?anzi«ku« Taveriu« im Jahre M peil« 162*2 einstanden, find bekannt. Der Papst erhielt bfti» Golnscudi; an Kardinäle wurden 2300 und an Beamie und Diener 2372 Goldscudi und ein halber verteilt, da« macht eine Summe von 5172x/t Scudi. Die« war der Prei« einer Heiligsprechung vor nahezu 300 Jahren, der sich seither wohl stark erhöht hat. Die Kosten «iner modernen Heilig'prechung dürfen aus 150.000 di« 200.000 K ge'chztzi werden. Diese Summe ent-spricht unter den veränderten Eeldverhä kniffen un-gesähr der damaligen. Schrifttum. Königgrätz Von Karl Bleibtreu. Mit Illustrationen »on Ehr. Speyer. Ja farbigem Umschlag 2 Mk., geb. 3 Mk. Verlag von »arl Krabbe in Stuttgart. — Der Verfasser der Schlichtenschildcrungen von Woerth, Gravelotte Metz. Sedan, Pari«. Orleans. Belfort, Amien«—St Quentin, Le Man«, welche in mehr al» 200.000 Exemplaren »erbreitet sind, zieht nun auch die Schlacht von KSniggiätz in den «reis feiner wissen schafllichen Darstellung Die Entscheidungsschlacht um die Vorherrschaft in Deutschland, diese nach Umsang der Streitmassen größte Schlacht der Neuzeit nächst der von Leipzig, führt Bleibtreu mit gewohnter Meisterschaft derartig vor, daß die inneren und äußeren Ursachen des preußischen Erfolge» uns die Schäden de« damaligen österreichischen Heerwesen« ebenso klar her-vortreten wie die ruhmvolle Tapferkeit der Besiegten. Di« Großtaten der preußischen Garde und der Division Franseckp hat der Dichter in glühenden Farben gemalt, ohne dabei der hingebenden Bravour der Oesterreicher zu vergessen. Die qroße Reiterschlacht bei Slresetih zieht plastisch greifbar vorüber und die ganze Dar-steNung faß« wie nie zuvor die Einzelnheilen auf beiden Seiten zu einem erst jetzt vollständig abschließenden ©Übe zusammen. In einer leuchtenden poesiedurchsät tigten Sprache bietet die Dichtung ein panoramische» Schlachtengemälde, wie e« großartiger nicht gedicht werden kann. Ehr. Speyer hat al» Illustrator seine sch«ierige Ausgabe mit vollendeter Künstlerschaft gelöst. „Die Wartburg", da» Organ der .Lo» von Rom"-Bewegung, beginnt soeben ihren zweiten Jahr-gang. Da» Blatt hat tatsächlich einem dringenden Be-dürfni» entsprochen, stellte e« sich doch die schöne Auf-gäbe, da» deutsche Volk und die Regierungen in einer Zeit, wo e< al» höchste Weisheit gilt, in Ehrfurcht vor einem Römer den Rücken zu beugen, auf die furchtbare Gefahr aufmerksam zb machen, die un« durch den immer kühner und rücksichtsloser nach politischer Macht strebenden UltramontaviSmu» erwächst. „Die Wart-bürg" zeigt Mittel und Wege, wie diese unheilvolle Macht, die da» Deutsche Reich wieder zum Knechte Rom« machen will, wirksam und energisch zu bekämpfen ist. Dank der Unterstül ung hervorragender Professoren, Geistlicher und Schriftsteller hat sie in der kurzen Zeit ihre» Bestehen» trotz der wüsten Hetze, die von katho-lischer Seite um die evangelischen Kreise einzuschüchtern, sofort gegen sie inszeniert wurde, rasch eine große Veu breitung und eine entsprechende Bedeutung erlangt. In allen evangelischen Tage»fragen hat die „Wartburg" sofort erergisch Stellung genommen. Dank ihrer Ver-breitung, auch in den maßgebendsten Kreisen, ist e« ihr gelungen, de« öfteren die Aufmerksamkeit auf gefährdete Punkte zu lenken und Abhilfe zu schaffen. Daß die „Wartburg" »ich! verhetzend, sondern in ihrer schlichten Sachlichkeit versöhnend, die Herzen gewinnend wirkt, geht daraus hervor, daß ste nicht nur von Protestanten, sondern auch von vielen Katholiken gerne gelesen wirb, wie ja auch zahlreiche Katholiken ständige Mitarbeiter find. Die ruhige, vornehme Haltung und die trotz de» volkstümlichen Tone« wiss:nschastliche Gediegenheit hat ihr bei Freund und F-ind zahlreiche Leser gewonnen. Wer sich über da» Fortschreiten der evangelischen Be-wegung auf der ganzen Welt unterrichten, wer die Trieb-kräfte de» UltramontaniSmu» und die wahren Absichten de» politischen KetholiziSmu» kennen lernen, die geschicht« liche Entwicklung der Reformbewegung und di« Heil«-wahrheilen drS evangelischen Glauben« in ihrer ganzen Reinheit und Tiefe erfassen will, dem können wir da« Abonnement der .Wartburg" besten« empfehlen. Der Prei» beträgt im Vierteljahr nur eine Mark, wa» bei dem reichen Inhalt und der schönen Ausstattung ganz erstaunlich billig ist. „Hellerreichische ZkpevPost". Innsbruck-Wilten. A. KoppelstätterS Verlag. Endlich ein wirklich schöne» und vornehm ausgestaltete» Blatt, da» im Alpengebtete selbst erscheint und mit feinem grünen Heftumschlage bald heimisch werden wird im In- und Auslande, so weit man sich sür Land und Leute der Alpen inter-essiert. Die »Oesterreichische Alpenpost- (nicht zu ver-wechseln mit ähnlich benannten Blättern) enthält in ihrer ersten Nummer 14 Illustrationen, darunter nicht weniger al» fünf sehr schöne Vollbilder, und hat im übrigen folgenden Inhalt: „Alpen Heimweh", Gedicht von Rup. F«l», .Der Stieg«! Bader", Erzählung von Rudolf Grein», .Winter'. Gedicht von Angelika v. Hör-mann, „Im Lastd« ob der Enn»", von Landesarchivar Dr. Krakowiczer, „Kinder NeujahrSsingen in Tirol", von I. E. Platter, „Rosengarten", Gedicht von Paul N. Greußing, .Am Bergsee", Plauderei von Rich. Strohschneider, „Bilderfchcu", Begleittext zu deu Illustrationen bezw. Vollbildern: Bludenz mit Piz Buin, Simon della Pala, Ober TarviS in Karnten, Auflee in Steiermark und Salzburg .Ostalpen-Chronik', Mit-teilungen aus Tirol und Vorarlberg-Liechlenstein, Salzburg und Obrrösterreich, Kärnt«n und Steiermark, „Ver» kehr»-Nachrichteii", „Sport und Touristik" und „Kunst und Literatur" (mit Porträt de» Dichter» Hermann von Gilm). — Wi« man sieht, bietet die „Oester-reichisch« Alpenpost", redigiert von den Schriftstellern I. C Platter und Paul R. Greußing in Innsbruck, reiches Lese- und Blldermaterial nicht nur au« Tirol sondern auch au» den übrigen österreichischen Alpen-ländern, so daß ste ihrer Aufgabe, ein« .illustriert« Zeitung au« d«n Ostalpen" zu bilden, vollauf entspricht. Die Ausgabe d«r „Oesterreichischen Alpenpost" erfolgt zweimal monatlich nur in A. KoppelstätterS Verlag in JnnSbruck-Wilten, Müllerstraß« Nr. 2. Der Bezug«-preik beträgt ganzjährig 8 K, und da dem Blatte jetzt schon auch im Ausland eine bedeutende Verbreitung ge-sichert ist, so eignet sich dasselbe auch zur Einschaltung von Inseraten aller Art. Sollen sich Frauen am politischen Leben beteiligen? Diese interessante Streitfrage wird den Abonnenten der „Pieaer Kansfranen-Zeitung" in Nr. 2 des diesjährigen Jahrgange» vorgelegt und hat die Redak-tion de» beliebten Blatte» als Prei» für die beste Be-antwortung der Frage einen kostbaren Stahlstich in Rahmen bestimmt. Außerdem enthält die genannte Nummer noch: Verwahrloste Kinder. Von M. v. Weißen» thurn. — Mehr Sauberkeit. Von Dr. I. Strinhardt. — Au» der Frauenw«lt. — VereinSnachrichten. — Offener Sprechsaal. — Fragen und Antworten. — An unsere Leser. — Korrespondenz der Redaktion. — Praktischer Ratgeber für moderne Frauenarbeiten. Von Gabriele Soika. — Graphologischer Briefkasten. — Hygienische Briefe. — Bon Dr. H. K. — Eingesendet. — Für Hau» und Küche. — Speisezettel für ein bürgerliche» Hau«. — Für unsere Kleinen. — Allerlei Anfschten.— Album der Poesie: Wa« ist die Liebe? Von Eberhard v. Welttenhiller. — Litteratur. — Schach-Zeitung. Redigiert von Karl Schlechter. — Rätsel-Zeitung. — Liebespflichten. Von C. Ernst. — Feuilleton: Friedl. Von Benjamin. Kleine Theaterplaudrreien. Von Ben> jamin Schier jun. — Inserate — Prei» halbjährig I 4 X für Wien, 5 X für die Provinz. Man verlange ' Gratitprobeblätter von der Administration, Wien, I. Wipplingerstraße 13. Briefkasten der Schriftleitnng. Kern» S. Selbstverständlich können Sie Einspruch erbeb n, sobald d«e Gradstelle für ewige Zeiten gekaust wurde. Kerr« Z>r. Zt. Gestatten Sie, daß wir Ihr Entrüstungsschreiben zum Abdrucke bringen. tlle Ml Südfrüchte and reineo Hooig SassrahB-TlreefcBtler b. l/pefl-Riadsdiinalzl Markanter Doppelnill-Mebl und Presshefe, dirtit importierten feinsten ross. 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B. bei Hühnerfcng«!!, Leichdornen oto. indem es nach Yor&usgegangener Reinigung der betreffenden Stellen, auf Täffet ode* Leder gestrichen, aufgelegt wird. 1 Schachtel 80 h, 1 Dtxd. Schachteln K 7.—, 5 Dutzend Schachteln K 30.—. 7*281 Zum Zeichen der Echtheit befind*t «ich auf den Emballagen da* Wappen der Marktgemeind« Xmkircb«! (neun Kirchen) abgedruckt. Durch ullü Apotheken zu beziehen. Wo licht erhältlich, direkter Versandt. Peiierliito. Tu, Ede, ich glaub,, dort guckt der Inspektor Herüber. Deutschvölkische Stellenvermittlung in Cilli. Geschäftßstunden jeden Sonnabend «fr 8 Uhr abend« im Gasthofe „zum Enqel". fal der Umgebung wolle man sich behus« Bermiulu ß von Arbeitern schriftlich an Franko He». Schrii«setzer. wenden. Deutsche Arbeiter verschiedener Gewerbe könn« Stellung finden d«rch Vermittlung. Die Vermittlung erfolgt sowohl für Arbeit» geber, als für Arbeitnehmer unentgeltlich. 9m mm er 7 »tratst# Wwcht- 2 Wärter -werden mit 15. Jänner 1903 im Krankenhause an Cilli aufzunehmen gesucht. — Anzufragen bei der Krankenhaus-Verwaltung. 7«03 I -_ Vorsfgllehe Speisekartoffeln , per Schaff K 1*20 in« Hau» gesteltt offeriert Friedrich Jakowitsoh, Cilli, Bathansgaas« 21. 7882 [ Geschäftshaus I im Kohlenreviere Bnctiberg bei Cilli i»t ■ehr preiswürdig in verknusen. Darauf wird Bier- und Welnscballk betiiebcn U»d i*t auch eine Tabaktrafik darauf, Za deo -. «elbeo gebort auch ein Wein garten und andere Grandji&cke. Antrag.u sind an Josef Tori, Buchberg 18» zu richten. Seite 7 Ein Mann , «acht eine Austeilung als Aints-| dien er, Platzmeister oder Wirt-I achalter, kann sich mit langjährigen I Zeugnissen ausweisen. Nachzufragen i in der Verwaltung des Blattes. 7876 An der Landes - Winzerschale in Silberberg bei Leibnitz, gelangen am 4. Februar 1. J„ Beginn 10 Uhr vormittags, 35 Hektoliter Gamser (bei Marburg), 30 Hektoliter St Peterer (bei Marburg), 18 Hektoliter Rittersberger (bei Wind.-Feutritz) und 90 Hektoliter Silber-berger, gut sortierte, bereits zweimal abgezogene Sortenweine, vtfn Kleinriesling, Huländer, Wälschriel-ling, Sylvaner, Traminer, Moslar, Ortlieber, Muskateller, Damascener, Muskat, Blaufränkisch. Schilcher etc., Lese 1902 zur Versteigerung. Die Erstehungssummen sind, die Hälfte sofort und die zweite Hälfte bei der Abholung zu erlegen. Bie erstandenen Weine müssen innerhalb 10—14 Tagen vom Erstehungstage an, abgeholt werden. Nähere Auskunft erteilt der Landes-Wein- und Obstbau-Kommissär Anton Stiegler, Graz, Landhaus. Graz, am 15. Jänner 1903. 7»24 Vom steierm. Ludes-Aissctiosse. S5SOT 4 ist die erste Wiener ca£eszeitun£ grossen Stils, di« zwei wichtige Vorzüge vereint: allseitige finanzielle "ilnabhhängigkeit und einen weltumfassenden sso»s»s««s mmm*m Jfachrichtendiensl. m« zera ߣ_ Z6IT „PE TROLIN" icherstes Mittel gegen Schuppenbildung, Haarausfall, Kahlköpfigkeit ^ ^ . und ror Erzeugung neuen Haar- und Bartwuchses. Dargestellt aas chemisch reinem, d. h. entharztem, entgastem, von üblem jDemche befreitem Petroleum, mit nervenanregenden Präparaten. Ächon nach kuriern 1 "Gebrauche wird jeder krankhafte Zustand de« Haare« gehemmt, d'e Gesundheit der ™!opfhant und gana besonder» da« Neowachntam der Haare befördert, nnzÄhlige kleine [Archen erseheinen, die bei weiteren Gebrauche dicht und stark werden. Das in 'etroleumratfinerien beschäftigt« Personal gab längst schon Beweise durch seinen aff&lltg üppigen Haarwuchs; die allgemeine Anwendung wurde nur durch den üblen Jeruch de» Petr«' ums gehemmt. — Zeugnisse Ober die beiden Erfolge liegen fu 'edeniKiua lur gefälligen Einsichtnahme auf. „Petrolin* ist ein wohlriechende« Mittel zur Haarpflege, das bis heut« an iüte unerreicht ist. — „I'etrolia" ist zu beziehen beim Erzeugen 7809 P. Schmidbauers chemische» Laboratorium, - Salsbarc, Bahnhof Kr. Sö (Villa Stranakj). FrolM 4»«?** grosse Fliwuhu K 3, Icloiuts Flasche K 1.ÖO Verk;auf*d*pot in CiHl bei: Otto Schirnril t C#„ Apotheke „zur " Kariihnf". In Marburg bei Kar! Wolf, Drogoerie ,.*oin ««»warten Adler*. Xb Graz bei F. D i n 111, „Adler-Apotheke", Haoptplatz 4. Danksagung. Für bie liebevolle Teilnahme während der Krank- heil und anläßlich deS MlebenS unserer unvergeßlichen Mutter, beziehungsweise Groß- und Schwiegermutter 3"$^'iBDpn/sX ssißTf^ Johanna Krall sowie sür die dielen Beileidskundgebungen, die prachtvollen Kranzspenden und die zahlreiche Beteiligung an dem Leichenbegängnisse sprechen ihren tiefgefühlten Dank aus Z>ie trauernden Kinterötievenen. '.925 .Ju Polize i wa chfü h rer welcher zugleich die Schreibgeschäste der Gemeinde zu besorgen hat, wird sofort aufgenommen. Gesunde kräftige Bewerber deutscher Nationalität, beider Landessprachen in Wort und Schrift mächtig, wollen ihr eigenhändig geschriebenes Gesuch an das gefertigte Amt einsenden. Pensiouiert« Gendarmerieposfcen-fQbrer werden bevorzugt. Marktgemeinde Rohitsch, am 15. Jänner 1903. Der Bürgermeister: 7014 Fereehnig m. p. cind Ball- nnd Ko-tün-Aufnahmen nur möglich bei elektrischem Lieht« im Atelier „Sophie'4, Grae Kaiser Josef-Platz 3. Zur näheren Aufklärung diene, dass auch während de» Tage» Aufnahmen mittelst elektrischen Liehtcs gemacht werden können. Aufnahmen, welche nach 6 Uhr stattfinden sollen, müssen vorher angemeldet werden. Telej>lion N3S. 7869 In der Nacht h| rjj SPARGASSE der Stadtgemeinde Cilli. 1. Die Cillier Gemeinde-Sparcasse befindet sich im eigenen AnstaltBgebäude, Ringstrasse Nr. 18. 2. Die Spareinlagen werden mit 4#/0 vereinst; die Renten-Steuer trägt die Anstalt. Der Rinlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1902 K 9,806.299*18. 3. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5°/0, Wechsel Darlehen mit 5 '/, % und Pfand-Darlehen gegen 5°/0 Verzinsung gegeben. 4. Die Sparcasse vermietet eiserne Schrankfacher (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; übernimmt aber auoh offene Depots. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeindo»Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse ans Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden Ober Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Bank. 7. Der Credit- und Vorschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechael-Darleher gegen 5'/i% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis ans Widerruf festgesetzt. 5946 Die Direction. Seite 8 „»cKtrft* »>»»- Kummer 7 Die Kohlengewerkschaft des Berg- und Hüttenwerkes in Store liefert franko ins Hans die beste und billigste Kohle 7845 Bestellungen sind zu richten an Franz Zangger in Cilli. Wohnung bestehend ans Zimmer, Küche und Zuge-bOr, eventoell zwei Zimmern, wird mit 1. MUrz oder l. April tod einem kinderlosen Ehepaar gesucht. — Antrilge werden unter 200 M. un die Verwaltung de« Blatte» erbeten. Besitzverkauf N&chst der Bahn angrenzend an die ehemisch«! 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Allen denen, die sich d^rch KriSItung oder Ueberladung burd) Gcnub mangelhafier, Ichwer verdaulicher, >u heißer oder zu Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenteiden, wie: deS Magenj, »tter Trifailer Kohle erhalt man jedes Quantum und jederzeit am Holzplatze des Herrn Karl Teppei gegenüber der »Grünen Wiese* u. zw. von 10 Meterzentner aufwärts zum Hause gestellt: 7848 Die Stückkohle mit K 1.72 \ 1im „ Nusskohle „ K 140 I "" 100 Mag-nkatarrK, Maq,nkra»apf, Magen-sckmerzen. fckwer, Vervauung oder Verfcdleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzüg-iiche Wirlunaen scbon leit vielen Jahren erprobt sind. 9* ist dies das bekannte ^erdauungs- und Airutrewigongsmittef, der Hubert Ullrich'schr Kräulrr-Wrin. I«ie»«r RrRuter-Wein ixt ana vor«5glichen, heilkräftig befundenen KrUuN-rn mit gutem Wein bereitet nnd atltrkt und belebt den VerdannngaorgmiiomuH de* Sienachen, ohne ein Abführmittel zn »ein Krünterwein beaeitigt Stttrnngen In den Blntgnf&aaen, reinigt daa Blut von verdorbenen, krankmachenden Stoffen un l wirkt flirde> nd auf die Neubildung gesunden Bluten. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-WeinS werden Magenübel meist schon im Keime erstidt. Man sollte also nicht läumen, seine An-Wendung anderen scharten, ätzenden, Gesundheit zerstörenden Mitteln vor;u> ileben. Symptome, wie: S»vsschmer,k», fcobbttnntn, dUfenngti, Irbrltcit mit Erbreche», d>, dei chronische« jveralieiei») Maßeolridni um so heiliger aujireien, werden osl nach einigen Mal Trinken beseiiigt. GStithlncrstrtnfittirt und deren unangene me folgen, wie VtNe»»ll«z. «?lU^iI>ttflvplUlIA ltolikschmerzeu, HnzU»»ft», OchlOsloükirit. Iowie Bluianliauui-aen in Leber, M>l» und Psonaderiyste» lHamorrvoidalleidei) werden durch Kräuler Wein osl laich beieillgt. — Kräuter Wein dehedt Unverdaulichleit. verleiht dem BerdouunaSsyitem einen Ausschwung und «ntseriU durch einen leich.en Stuhl untaugliche Stosse auS dem Magen und Gedärmen. H.igeres, bleiches Äussehen. Slutmangel, GntkrSftung sind meist die Aolge schlechter Verdauung, manatlbaster Blutbildung und e>neS krankhasten Zustande« der Leber. Bei Arsknilllsinlrit, unter aerviirr Abstammung und GemüthSverstimmung. sowie hauftgen Kivsschmerze», schlaf-losen Nächte«, siechen oft solche Penonen langiam da Zin. Krauter - We,» giebt der ^e^chirächlen Ledenekalt einen irischen Jmpul«. tfif Kräuter Weil steigert den Appetit, besorderi Verdauung und Ernähiung. regt den Stoff. Wechsel an. dochleunigt die iMulbilbung, beruhigt dte erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreiche Aneriennungen und Dantschreiben be> wellen dieS. Kiaaler-Weln ist >u baden in jtlalchea k I. 160 in» fl. 2*— ia »ea »voihete, aaa , «bau JJru&nu», Blak.'l'aa»4»tt|, Ü9ia» .jjiiftrt«, Saaodl«, Rahlilch, StaaiMfnL natkaig, ktllai, (SarrttU, «aaa, j!al»ach a. |. Iowie ia eieiernuct an» gas, Criierreich- Uayata ta den »»»ii>. len. Auch »eilen»«« di« »»oi»e»«n la Tilli » aa» »e^e Flaschen »rilatenariu ,» Oriq-n^. »>«i«n na« allen Qitea Lrsteieelch-llniara« TtM Vor ^iuuliultnaiitairen wird gewarnt! -DWG Maa aetlaag« -»«»lilcklich Hubert (711* lel>*»el>eii *^| Kränter-Wein, i-nou#g«ber und Verleger.-»BereinSb 'chdruckere, tZeteja in SMi. Verantwortlicher Schnstleiler Daniel Zeischka. Druck der 'Seretnsbuchdmckerei «eleja i» WU.