.l^ 33. Montag am K«. Februar R8KR Die Laibacher Zeitung" erschnnt. »lit Ailsitahme dcr Sonn- u»d F.leitag.-. täglich, und foi^t sammt ben Veilage» im Comptoir ganzjährig N ft., halbjährig 5 jl. 30 kr/mit st'reuU'and im Comptoir qanijahric; 12 st., halbiährig onsßämpel" noch w fr. für eine jedesmalige Üinschaltn ng hinzu zu rechn.». Aenltlicher Theil Am 13. d. M. wird das III. Stück, III. Jahrgang 1851, des Landesgeseh- und Regierungsblattes Mr Krain ausgegeben lind versendet. Laibach, den 8. Februar ,85 l. Von, k. k. Nedactionsbureau des Landei-gcsetz-blattes für Krain. Kundmachung. Die vom Patronate des kram. Religionsfondes abhängende und durch freie Resignation des Local-caplanes Anton Schasser in Erledigung gekommene Localie Grahovo ist dem Stadtpfancooperator ln Idria, Anton Gertschar, verliehen worden. Laibach, am 29. Jänner 1851. Gustav Graf v. Chorinöky m. P. Statthalter. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 2. Februar d. I. dem Pfarrer von Schemnitz, Ioscph Szchm, die Titulavprobstei U. !Vl. V. lw '1'Iml'<'>cx allergnadigst zu verleihen geruht. _____ Se. Majestät h.ben mit allerhöchster Entschlie-ßung vom 28. Jänner d. I. ^, sector am Groß-wardciner griechisch-katholischen Domcapitcl, Johann Pär, die erledigte ^ttularabtei U<,,^ ^ut^ aller-gnädigst zu verleihen geruht. Am 3,. Jänner ,851 wird in der k k Hof-und Staatsdruckere. in Wien das XXV 1l Stück des allgemeinen Reichsgesetz, u.id m ,,l . vomIahre 1850, welches^' ^!^'^""' läufig bloß in der deutschen^ '^^ der böhmisch^deutschen Dopp,^ ^ "°^^""" -^ in den übrigen a ch t Dopp^A ^ "^ und versendet werden. '^gaden ausgegeben Dasselbe enthält uittcr Nr, 8,, Dos l,n!»,lch°P.,..„,^,^ l°7^' 7 7'»^" ^'°"""' "'"lschen Obri«. kelten ln den Kronlandcrn v^ ^,., Sch,°ss.n bish. ».««^, '^^"^ „).n«,w,llch< m,° b.rgp„,i^,,^ '^ ^„.?, w»,«.,'g ,md d.e v«„ »!,«„ ^^ ^,,„ ,,^, st.IIt'N B«ggis,elbe enthält unter Nr. 24. Das kaiserliche Patent vom 25. December «850, womit die im kaiserliche-' Patente vom 2. December 1849 vorbrhaltenen, mmmehr erfolgten Erweiterungen der Statuten des kaiserlichen Franz-Ioslph-Ordeiis hinausgsgcbtN »verden. Nr. 25. Die kaiserliche Verordnung vom 25. December 1850, womit die Statuten für das mit a. h. Entschließung vom 16. Februar 1850 ge-gründete Civil.-Verdienst'Kreuz hlnausgegcben werden. Nr. 2«. Den Erlaß des Ministers des Cultus und Uttternchts vom 24. Jänner l85l, betreffend die definitive Anstellung von Gymnasial-Directoren und deren Gehalte. Nr. 27. Den Erlaß des Justizministeriums vom30i Jänner ,85l, wodurch die Nummern 24 und 25 des organischen Gesetzes für die Gerichtsstcllen vom 2 8. Juni 1850 erläutert werden. Gestern, den 5. Februar ,85! wurde das am 15. Jänner 1850 vorläufig bloß in der deutschen AlleiN'Ausgabe und am 6. Mai 1850 iiz der böhmisch.- und polnisch deutschen, am 14. October I850 in der sloucnisch'deutschen und am 3l. December l850 in der italimisch.deutschen Doppel-Ausgabe erschienene VIll. Stück des allgemeinen Neichsgesetz-und Regierungsblattes vom Jahre 1850 in der ma-gyarisch-deutschen Doppel Ausgabe ausgeglben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. ll. Das kaiserliche Patent vom 3l. December 1849, wsdurch die Landesverfassung für das Her. zogthum Ober- undNicderschlesien sammt der da.- zu gehörigen Landtags.Wahlordnung erlassen und verkündet wird. Wie», den 5. Februar l851. Vom k. k. Nedactions-Bmeau des allgemeinen Rcichsgesetz- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. Zur 3 r» l l f r a g e. Laibach, 8. Fcbruar. - i — Der Zollcongreß hat eine schwere Auf. gäbe. Die Handelskammern verlangen von den De.-putirten die höchste Verwahrung der industriellen Interessen, das heißt, den möglichst höchsten Einsuhrs-zoll; die Regierung verlangt aber von den Industriellen den Fortschritt der Industrie, und glaubt nur den Fortschritt dadurch zu erreichen, daß sie fremde Concurrenz zukommen läßt ^ « .^ Im allgemeinen Interesse sur Oesterreich muß man an die Seite der Regierung treten. Der Schmuggel besteht bei jedem Prohlbitivsystem oder beim hohen Zolltarif in seiner größten Ausdehnung; dadurch verlieren ebenfalls die inlandischen Fabriken, der redliche Handelsmann, und den Finanzen ent-acht der Gewinn , der nur dcm Schmuggler und dem unredlichen Handelsmanne zufließt. Daß das Publikum in ganz Oesterreich fremde Fabrikate um jeden Preis wünscht, und daß die inländischen Fabriken mit ihren Fabrikaten noch zurück sind, beweist eben der großartige Schmuggel, der überall getrieben wird. Oesterreich hat lange genug, ja zu lange, den Schutz der inländischen Industrie zugewendet; dieselbe wußte entweder nicht diesen großen Vortheil zu berücksichtigen, oder. Oesterreichs Agricullur gibt eher noch einen sickeren und reelleren Vortheil als die Industrie. Ist diesss Letztere der Fall, so ist jetzt die Zeit, und sie war es auch immer, daß Oesterreich mit fremden Fabrikaten sich versieht, weil es richtig ist, daß man »her 34 Millionen Menschen für ihre Bedürfnisse, als 2 Millionen für eigenen Vortheil berücksichtigen muß. Es ist richtig, die inländisch« Industrie kann uns das nicht lmten, was uns das Ausland bietet; mit welchem Rechte können Einige fordern, man dürfe Dieses und Jenes für sein Geld, in guter Qualität, gegen mäßigen Zoll, nicht vom Auslande beziehen, sondern man müsse das schlechtere Inländische nehmen? Warum kann aber die inländische Industrie bei uns noch nicht zur höheren Blüthe steigen? Die Antwort ist leicht/ Der Grund und Boden ist bei uns noch zu billig, unsere Capitalien rentiren uns viel sicherer darin; es ist bequemer, unterliegt keiner Mode, keiner neuen Erfindung, ist dauernd und leicht verpachtet. Da^ her bis jetzt kein Kunstmittel noch half, unsere Industrie auf eine glänzende Höhe zu bringen. Jeder Capitalist zieht vor, 4 — 5 Perc. sichere Interessen vom Grund und Boden, als zu höhern Interessen sein Capital den schwan'enden Fabriken anzuvertrauen. In England und der Schweiz tragt der Boden kaum 2 Pere.; wenn einmal in Oesterreich so große Capitalien sich anhäufen, daß man sich begnügen wird, mit 2 Perc. Rente Grund und Boden zu kaufen, dann wird die inländische Industrie sich heben; man wird gerne wagen, einen Theil des Capitals auf die Industrie zu werfen und höhere Renten zu erzielen. Ein mäßiger Zollsatz dürfte auch zum Fortschritt die inländische Industrie wenden; es werden dadurch aNe ausländischen Fabrikate im Inlande bekannt, die zur Nachahmung anspornen , und wenn ausländische Fabrikate selbst ge. gen e nen Zollsatz doch großen Msatz nach Oesterreich finden, so werden diese auch ihre Fabriken nach Dlsterrcich vorlegen, um den Zollsatz zu ersparen, um sich größere Ausdehnung zu verschaffen. Jedenfalls gibt es wieder in Oesterreich Fabri-ken, die niemals jenen Aufschwung erreichen können, als das Ausland, da die Natur nicht diese Begünstigungen gab, als wie z. B. Eisen. Dieses Fabrikat muß einen Zollsatz haben, der Englands Steinkohlen Reichthum berücksichtiget. Wenn man einen Zolltarif macht, so muß er mäßig seyn, weil sonst der Schmuggel nicht auf« hört; d,r inlandischen Industrie schadet aber eben so sehr der Schmuggel. Nur mit einem maßigen Zolltarif können Oesterreichs Finanzen sich Heden; die Zolleinnahmen sind in allen großen Staaten die wichtigsten, Der Zolltarif hebt den Handel mit tausenderlei Warensorten, der Handel aber ist die Seele des Wohlstandes und des Fortschrittes. Laiback, 9. Februar. — l)r. X. — Heute fand die feierliche Decoration des Corporalen Iamnig, und der Gensd'arrnen S e i d e n a d e r und Wontfchina vom II. Gensd'armerie - Regimente, die bei der Affaire in Weirelberg sich durch ihr muthvolles, unerschrockenes Benehmen bei der Ausführung ihrer Dienstpflicht ausgezeichnet hatten, Statt. Zur Verherrlichung der Festlichkeit rückten ein Bataillon des vaterländischen Regimentes Prinz Hohen lohe, eine Division des Regimentes Erzh. Stephau, eine Escadron l>6 Gensd'armerie-Regimentes Nr. II. die GarnisonS-Artillerie, die Zöglinge des Militar-Erzithungshauses, und die brave Musikkapelle unserer Nationalgarbe aus. Nach einer vom Hrn. Fclbpater des Regimentes Hohenlohe in der Kirche der W. W. F. 3- UrM-nerinnm cclcbrirten Messe, welcher der H"r Statthalter Graf Chorinsky, der He" Militarcomm. GM. Gr. Deym, derHr. Obrist und Commandant des Gensd'armerie. Regimentes Nr. ", Herr Anton 3 56 Edler von Valenzhizh, Herr Hosrath Gras Hohenwart, der Landesgerichts - Präsident Herr von Pettenegg, der Kreisrath Herr Ritter von Kreizberg, der Bezirkshauptm. Herr Glantsch-nig, nebst andern Civil- und Militär.-Autoritäten beiwohnten, bildete die anwesende Mannschaft auf dem Congreßplatze ein Quarree. Nachdem der Gensd'ar-meric - Commando-Adjutant, Herr ^ieut. Ienko, das bezügliche a. h. Dccret vcrlesen, wurden die Genannten einzeln hervorgerufen, und der Militär. Commandant Herr GM. Graf Deym heftete die ehrenden Auszeichnungen, und zwar dem Corporal Iamnig das silbern« Verdienstkreuz mit der Krone, dem Seidenader die silberne Topferkeits-Medaille erster Classe und dem Wontschina das silberne Verdienstkreuz unter freundlichen Worten der Belobung 'und Aufmunterung an tie Brust, wahrend jedesmal die Militärmannschaft da? Gewehr präsen-litte. Nach der Beendigung hielt der Herr Statthalter folgende Ansprache: »Der Beruf der Gensd'armerie ist ein ernster und wichtiger, und erheischt eben so viele Ruhe und Mäßigung, als dort, wo es gilt, Muth und Entschlossenheit. Daß Sie denselben mit wahrer Hingebung und Aufopferung zu erfüllen wissen, dafür gibt die That, jür welche Sie so eben die Ihnen von Seiner Majestät unserem allergnädigsten Kaiser verliehene Auszeichnung aus den Handen unseres verehrten Heim Generals empfangen haben, einen glänzenden Nelcg. — -^ Tragen Sie daher das Ehrenzeichen, welches nunmehr Ihre Brust schmückt, mit dem erhebenden Bewußtseyn streng erfüllter Pflicht und der Ihnen dajür zu Thcil gewordenen kaiserliche» Gnade, und erblicken Sie und Ihre wackern Gefällten hierin fortan einen neuen machtigen Sporn für Ihr ferneres ersprießliches Wirken zum allgemeinen Besten. Bei diesem erfreulichen Anlasse fühle ich mich ader auch zugleich verpflichtet, Ihnen, verehrter Herr Oberst, ft'ir die unermüdete und erfolgreiche Thätig' keit des unter Ihrem Befehl stehenden Gensd'armerie-Regiments zur Aufrechthaltung der öffentlichen Ruhe, Ordnung und Sicherheit in dnsein Kronlande meinen wärmsten Dank mit der Versicherung auszusprechen, daß sich mit demselben die allgemeine Stimme der lebhaftesten Anerkennung vereinigt." Hierauf wendete sich der Herr G. M, Graf Deym mit folgenden Worten an die Soldaten-. Soldaten! Nehmt auch Ihr Euch ein Beispiel an diesen braven Cameraden, denen durch ihr entschlossenes Benehmen das Glück zu Theil wurde, die Zufriedenheit und Anerkennung Seiner Majestät unseres aller-gnädigsten Kaisers zu erlangen, welche zu verdienen uns Allen stets das eifrigste Bestreben seyn wird. Seht, wie unser gnädiger Kaiser jedes Verdienst zu belohnen weiß. Dieß legt uns die Pflicht auf, mit doppeltem Eifer und ganzer Hingebung ihm zu dienen. Unser vielgeliebter Kaiser sieht mit Stolz auf sein tapferes und treues Heer, welchem Er auch fest vertraut. Er kann es auch, denn die Stürme mögen kommen woher sie wollen, sie werden stets einen festen Damm finden, an der unerschütterlichen Treue Seiner Soldaten, welche alle mit gleicher Begeisterung rufen: »Unser vielgeliebter Kaiser lebe hoch!" Ein dreifaches Lebehoch dem allgclicbten Monarchen erschallte aus den Reihen der Krieger, und der trotz der ungünstigen Witterung sehr zahlreich versammelten Menge. Der Herr Gensd'armerie-Com-mandant dantte hieraus in kurzen Worten dem Hrn. Statthalter und dem Hrn. Militär-Commandanten, sowie dem Hrn. Nationalgarde. Hauptmann K o-schier für die Ehre, daß sie mit ihrer Gegenwart das Fest verherrlichten. Nun desilirte zwei Mal die ganze Mannschaft vor den Decorirten, die bei den oberwählttcn Autoritäten in der Mitte sich befanden. Möge dieser feierliche Tag ein Sporn in Ausübung treuer und gewissenhafter Dienstpflicht seyn! Slavische Nundfchau. * Lemberss. Vom 19. Februar angefangen erscheint hier eine neue polnische.Wochenschrift unter dem Titel: „rrxv^ißl llomow^" (der Hausfreund), dessen Programm Folgendes zu liefern verspricht-. Uebersicht der Weltereignisse; die Fortschritte der kath. Kirche; kirchliche Gebräuche alter und neuer Völker; Biographien berühmter Männer; geschichtliche Erinnerungen ; einen historischen Kalender und hauswirth-schaftliche Notizen. Der Preis dieser Wochenschrift ist halbjahrig 1 fi. 50 kr. Als Redacteur wird Herr Hipolit Stupnicki genannt. * Der Neg'ltlungs.-Commissar, Herr Stephan Kapy, ist am 26. Jänner zu Zemplin (in Un. gärn) eines plötzlichen Todes gestorben. * Wie der „Czas" mcld,t, haben die Posener Drputl'rten der preußischen zweiten Kammer bei der Wahl des Präsidenten dem Abgeordneten Lensing aus dem Grunde ihre Stimmen gegeben, weil er unter allen zu Präsidenten vorgeschlagenen Deputirten der einzige Katholik war. * Der in Posen erscheinende »Lonise« bringt eine aus Paris datirte, mehrere Spalten ausfüllende Reclamation, worin die Politik des Fürsten v. Czar-toryski in der polnischen Sache gegen mehrere in den Journalen erhobene Anschuldigungen zu vertheidigen gesucht wird. Die Rechtfertigung ist namentlich berechnet, das Benehmen des zum Islam übergetretenen Czartoryski'schen Agenten Czajkowski zu Constantinopel als »in ganzlich freiwilliges und durch den Fürsten durchaus nicht beeinflußtes darzustellen. Oesterreich. * Wien, 6. Februar. Von Mund zu Munde gehen die schönen und wohlwollenden Aeußerungen, womit Se. Durchlaucht der Herr Minister.Präsident die Deputation des hiesigen städtischen Gemeiüderathes entließ, welche ihm die Dankadresse wegen Erhaltung des Friedens in Deutschland überreichte. Derselbe versicherte, das Ziel der österreichischen Politik sey nach Außen die Bewahrung dcs allgemeinen Rechtszustandes, die Sicherung des conservativen Princips. Wenn sl'ch die Welt überzeugt haben werde, daß Oesterreich vor Allem uneigennützig zu Werke gehe, und Nichts zu einseitigem und ausschließendem Vortheile begehre, so werde es das Zutrauen des Auslandes zuverlässig erringen. Nach Innen sey es stets das Bestreben des Cabinets gewesen, Ordnung zu erhalten und angemessene Institutionen zu gewährn. Damit das große Werk der Neugestaltung Oesterreichs gelinge, sey es, jedoch vomwthen, daß die Regierung Vertrauen zu den Völkern, die Völker Vertrauen zu der Regierung hegen. — Nach der neuen Organisation der Sanitäts-Verwaltung in Ungarn erhält dieses Kronland bei dcr Statthalterei eine beständige Medicinal« Com-mission ohne Gehalt; bei den Districts - Gespann-schaften je einen Kceismedicinalrath mit einem Gehalte von 1500 st. und einem Rciscpauschale von 400 fi.; in den 45 Comitaten je einen Comitatsarzt mit einem Gehalte von 600 fi,, 500 fi. und 400 fl. und einem Reisepauschale von 400 fl., 300 fi. 250 fi. und 200 si. In jedem der 265 Stuhldezirkc des Landes wird ein Stuhlbezirksarzt mit einer Be-stallung von 200 fi. und einem Neiscpauschale von 100 si , und eine Stuhlbezirkshebamme mit einer Bestallung von 80 fi. angestellt. Ferner erhält das Land 14 Thierärzte mit einer Bestallung von 300 fi. und einem Reisepauschale von 200 fl. Die Stellen der frühern zwei Landcs.-Augenärzte werden nicht wieder besetzt; dagegen werden in Zukunft alljährlich Prämien (vier in jedem Districte) im Gesammt-betrag« von 4000 fi. an solche Aerzte vertheilt werden, welche sich über ihre ersprießlichen Leistungen im Gebiete der Augenheilkunde ausweisen. ^ Wie man hört wird im Personalstand der Ministerialdeamten eine Reduction beabsichtigt. ^_ Der «D. 3. a. B> wird aus Wien geschrieben; daß Minister Gras Thun seine Entlassung bereits eingereicht hat, und daß Freiherr v. Baum, gartner zu seinem Nachfolger ernannt sey. — Die ganze k. k. Armee, mit Ausnahme der italienischen und der in Deutschland opcrirenden Truppen, wird auf den Friedensfuß gesetzt. Die Offiziere, vom Hauptmann und Rittm ister abwärts, erhalten sür den Ausfall der Kriegsgebühren eine bleibende monatliche Zulage von 4 fl. CM. — Das hohe Handelsministerium hat den von der Prager Handelskammer präliminirten jährlichen Voranschlag des Ausgabenbudgets von 8000 fl. auf 6700 fl. reducirt. Dieser Betrag soll auf die Wahl. berechtigten des Kammerbezirkes auf Grundlage der Erwerb- und Einkommensteuer umgelegt werden. — Die meisten der größeren Tabak-Fabrikanten Pesth's und Ungarns überhaupt haben ihre Vor. rathe bereits dem Aerar übergeben. — AIs ein Beispiel der in Pesth herrschenden Intoleranz meldet die „Preßb. Ztg.,« daß einem dor-tl'gen israelitischen Chirurgen, Inhaber einer Officin in der Leopoldstadt, dieser Tage untersagt wurde, christliche Subjecte in der Barbierstube zu halten. — Einem Briefe aus Constantlnopel zu Folge wird dort die Lcbensgeschichte B e m's in türkischer Sprache erscheinen. — Einem Privatbriefc entnehmen wir, daß noch im Laufe dieses Monats in Hamburg ein Werk unter dem Titel: »Die Szekler Nation« erschei' nen wird. — Am 4 Februar wurden abermals 20 der verurtheilten Maigefangenen unter starker Militär-bedeckung auf der Eisenbahn von Prag nach Pardu. vitz transportirt. — Aus Iaiww (Galizien) wird gemeldet: Vor einigen Tagen drang ein Wolf in einen Bauernhof ein und schickte s,ch an, über eine im Stalle befindliche Kuh herzufallen. Das Weib des Bauers trat aber dem Naubthicre muthig entgegen und erschlug es mit einer eisernen Schaufel. Wien. Der ..Lloyd" schreibt unterm 5. d.: Morgen werden im Zollcongresse die wichtigen Debatten über die Zollsätze bei der Einfuhr von BauM' wollcnwaren beginnen. Sowohl Spinner wie Weber verlangen eine Erhöhung des Zolles, die letzte, ren unzweifelhaft mit vieler Berechtigung. Wir befürworten gerne eine Erhöhung des Zollsatzes zu ihren Gunsten von 20 fl auf 40 fl. Von den ge. gründeten Ansprüchen der Spinner auf eine Zollerhöhung halten wir uns nicht in gleichem Maße überzeugt. Die Erkundigungen, welche wir aus sehr guten Quellen eingezogen haben, bestärken uns in dem Glauben, daß die gröbere Gattung der Garne bis zu Nr. 40, aus welcher bekanntlich der beiWci^ tem größte Theil der im Lande consumirten Wareil besteht, durch den Zoll von 6 ft ausreichend geschützt ist. Anders verhält es sich mit den feineren Garnen; wir hatter» nichts gegen einen höheren Zoll aus dieselben einzuwenden, vorausgesetzt, daß derselbe nicht auch den gröberen Garnen zu Gute kommt. Es ist erfreulich zu bemerken, daß bisher die Regierungs-Commission im Zollcongresse im Stande gewesen ist, einen größtentheils maßgebenden Ein. fiuß auf die Verhandlungen zu nehmen. Ihr ist es bisher gelungen, jenen Körper zu überzeugen, daß die Zollsätze nach den gründlichsten und umsichtig sten Untersuchungen festgestellt wurden. Die Rechenschaft, wclche die Herren Baum. gartner, Hock und Kleyle von der Wirksamkeit der Regierungs Commission abgelegt hat, ist eine durchaus befriedigende und Zutrauen einflößende gewesen. Sie haben bisher der schweren Aufgabe qe-nüat, das Wahre vom Falschen zu sondern, und auf leine Masse von Zeugnissen gestützt, welche von den ^ Vertretern der verschiedenen Interessen abgelegt wor< den, Meinungen zu begründen, die zur Feststellung des Tarif-Entwurfes geführt, und die m bet Wel. tem den meisten Fällen als unwiderlegbar gelten müssen Es ist sehr wahrscheinlich, daß auch bei den ferneren Verhandlungen das unparteiische und geläuterte Urtheil der Commission dieselbe Geltung 133 im Zollcongr«ssc behaupten wird, wie dieses bisher der Fall gewesen. * Innsbruck. Am !. d.M. trafen die irdischen Uebcrreste der bei Goito gefallene!» drei Helden des tirol'schen Kaissr°Iäg.'rregiment5, Knecicz, Hofcr und Gasteiger hier ein, deren Särge einstweilen in der Capelle des Landhauses deponirt wurden, von wo ihre Uebertragung in die Hoskirche am 20, d. M. Statt finden soll. V e u t s ch l a n d. Berlin, 3. Februar. Die Verhandlungen zwischen dem dänischen und preußischen Cabinet, welche der Graf von Sponnek hier persönlich eingeleitet U"d geführt, kaben gewissermaßen erst zu einer Uebersicht der großen, viclumfassendcn Schwierigkeiten verholfen, welche noch in dieser Angelegenheit ent. halten sind. An einen dcsmitiven Abschluß dieser Verhandlungen ist vor der Hand natürlich kaum zu denken und man glaubt hier, daß Oesterreich und Preußen augenblicklich eine provisorische Feststellung vorziehen wurden, während das dänische Cabinet auf einen positiven Abschluß über alle noch obfchwcben-den Streitpuncte zu dringen und zu diesem Zweck unter Uebereinstimmung der österreichischen und preußischen Regierung am liebsten mit einer Versamm.-lung von Vertrauensmännern verhandeln zu wollen scheint. Von der Emberufmig einer solchen Ve» sammlung ist schon früher die Rede gewesen und würde dieselbe dann aus Dänemark, Holstein und Schleswig nur mit dem Unterschiede gewählt werden, daß die Vertreter Schleswigs in einer größeren und überwiegenden Anzahl vorhanden wären. Der Plan, welchen Se. Majestät der König von Dänemark dieser Versammlung zur Beschlußnahme vorzulegen beabsichtigt, ist in seinen Einzelnbciten noch nicht na> her bekannt geworden. Die Eröffnungen, welche Graf Sponnek hier machte, betrafen, wie wir glauben, nl»r die Präliminarien, die allerdings erledigt werden müsset,, ehe jener Weg eingeschlagen werden könnte. Es handelt sich dabei vornehmlich um die Ausdeutung des Nundesbeschlusses vom l7. Sept. 1846 und zugleich um die Anwendung der dänischen zu Recht bestehenden Ncichsverfassung vom 5. Juni 1849. Die Vermittelung der durch diese beiderseitigen Stellungen bedingten Ansprüche scheint die Hauptabsicht der Unterhandlungen und Versuche, die Gras Sponnek hier unternommen, gewesen zu seyn und scheint der dänische Minister vornehmlich accentuirt zu haben, daß der deutsche Bund mit der Feststellung aller Schleswig betreffenden Verhältnisse nichts zu thun habe, daß jcnrr Bundesbeschluß nur auf die innere Seite der holstein'schm Angelegenheit Anwendung erleide, und daß die dänische Rnchsver.-fassung selbst jener engeren Verbindung Schleswigs mit Holstein entgegtnstche. Es sind dabei durchaus verschiedenartige und entgegengesetzte Auffassungen hervorgetreten, die im Einzelnen sich besonders aus zwel Puncten zuspitzen, nämlich: in der Rcgulirung ver Gränzen zwischen den beiden Herzogthümern, wovn es stch vornehmlich auch um die Zugehörigkeit und Friedrichsort zu Schlesw.g handeln würde, und ^ ren pol.t.schen Beziehungen der beiden Herzogt!)«-mer zu einander. ° ^ Bietet die vollständige Erledigung der schles-wig-holstem'schen Angelegenheit noch beträchtliche staatsrechtliche und diplomatische Schwierigkeiten dar so hat hier in einem einflußreichen Kreise eine eigenthümliche Schwenkung in dieser Frage Statt gefunden. Diese Schwenkung besteht darin, daß man überhaupt die Anwendbarkeit der damalen bestehenden dänischen Reichsverfassung bestreuen oder sie vielmehr nicht als geeignetes Regulativ zur Ordnung der politischen Verhältnisse der Herzogthümer anerkannt sehen möchte, weil man in dieser Versassung das demokratische Element incarnirt sehen will. Man spricht hier wieder von verschiedenen einflußreichen Personenwechseln in der Diplomatie. Die Ersetzung des Grafen Bernstorff in Wien durch den Grasen Arnim, der im Jahre ,849 Minister der auswärtigen Angelegenheiten war, steht unter diesen neuen Combinationen oben an (W. Z.) S ch w e i;. Die „F. O. P. A. 3« meldet: Die radicale Partei im Canton Bern scheint entschlossen zu scyn, in keiner Weise cine Transaction mil ihren Gegnern eingehen zu wollen. Sie beginnt sich neu zu orga-nisiren und entwickelt wieder cine große Thätigkeit, um einen neuen Kampf und, wie sie hofft, mit größerem Erfolge als bisher, mit dem jetzigen Regierungssystem zu wagen. Der Organisationsplan ist folgender: In allen Amtsbezirken sollen Comites eingesetzt und in jeder, auch der kleinsten und entferntesten Gemeinde ein oder zwei Männer bezeichnet werden, welche den Auftrag erhalten, die Corresponde^z mit dem Amts-comity zu führen und die liberalen Zeitungen selbst gratis zu verbreiten, Unterschriften zu sammeln, um auf diese Weise zu erfahren, wer sich noch zum Ra-dicalismus bekenne und so die Stärke c>tr Partei kennen zu lernen. Die Amtscomitüs correspr-ndiren mit dem Centralcomilö, welches alle Fäden des Kampfes in der Hand hat und das Ganze leitet. Durch Subscription wird Geld gesammelt und ei»e Casse gegründet, um liberale Zeitungen, Flugschriften :c. gratis im Volkc zu vertheilen und die Preßpro-zesse zu bezahlen. ! Italien 5 Rom, 29. Jänner. Die Staatsconsulta ist gebildet, Consolius zum Vice-Präsidenten derselben ernannt worden. Die Ernennungen der Delegation sind bevorstehend. Ein Edict deS Cardinals Antonelli enthält specielle Bemerkungen über die Einrichtung der Municipalität der Stadt Rom. Graf Spaur, königlich baierischer Gesandter, ist hier eingetroffen. * Neapel, 28. Jänner. Provenienzen aus Griechenland werden als vollkommen frei von der Quarantäne erklärt. ^ Tnriu, l. Februar. Die Debatte über das Budget des Justizministeriums ist mit einer Nebe Cavour's eröffnet worden, worin der sauoycn'schc Rich-terstaiid gegen die Angriffe einiger Dlputnten der ! Linken in Schutz genommen wurde. -— Gestern ward die Dotation für den ersten Cassationshof von 22.000 auf 15.000 Lire reducirt. Heute ward die Generaldebatte geschlossen. Herr Farina stellte den Antrag aus eine Tagesordnung, worin das Vertrauen zu den Versprechungen des Ministeriums ausgesprochen wurde. Ungeachtet der Bemühungen der Linken sind die drei ersten Absäge des Gesetzentwurfes votirt worden. Fr „ u k r e i ch. — Am 30. October I796 wurde Joseph Lesur-ques wegen Raubmord hingerichtet. Kurz darauf er-hielt man Beweise seiner Unschuld, welche trotz wi> verholter Bemühungen seiner Familie noch nicht durch Urtheilsspruch wieder hergestellt worden ist. Eine solche Petition liegt neuerdings der Assembly vor. Die Bittschriften.Commission schlägt vor: »Die Assemble ernenne eine Commission von 15 Mitgliedern, welche den Prozeß des Joseph Lesurques zu revidircn und zu berichten habe, auf welche Weise, wenn's thunlich ist, die Reparation geschehen könne." Den französischen Nachrichten vom 3. Februar zu Folge wurde an diesem Tage das Dotationsaiv suchen in der Legislative eingebracht. Es beträgt »,800.000 Fr., hiemit 360.000 Fr. weniger als das vorjährige. Mit dem dem Präsidenten überhaupt zugewiesenen Einkommen von 1,200.000 Fr. beliefe sich dadurch die Dotation für 1851 auf 3 Millionen Fr. Die Vorlage des Ansuchens geschah mit einigen kurzen Zeilen des Finanzministers, Herrn von Germing, welche sich auf die vorjährige Begründung bezog. Die Aufnahme in der Legislative war kalt. Man will berechnen, daß das Dotationsansuchen mit ungefähr 400 Stimmen verworfen werden dürste. Das Elyfte ist darauf gefaßt und soll die weiteren ^ Schritte bereits berathen haben. Die Legislative hat die Errichtung öffentlicher Bäder und Waschanstalten mit liiier Majorität von 100 Stimmen genehmigt, wobei sich die neuerliche Coalition gel. tend machte. Allem Anscheine nach wird die Legislative die Autorisation zur gerichtlichen Verfolgung des Herrn de Ia Moskowa wegen einer im Elys«e selbst Statt gehabten Beleidigung des Herrn Ramond de Croi-sctle ertheilen. Bei den Wahlen in den Bureaux wurden von 15 Präsidenten und Secretären »0 der ersteren und 9 der letzteren aus der Coalition des l8. Jänner entnommen. Großbritannien und Irland. — Die antikatholische Agitation gewinnt immer mehr Bedeutung und man spricht ernstlich von einer Alifiösu'ig des Parlamentes, für den Fall, daß es die Politik der Minister in dieser Frage nicht gutheißen sollte. — Nach dc>n „Morning - Advertiser" ist die Slclle in der königlichen Thronrede zur Eröffnung des Parlaments, welche sich auf die päpstlichen Einrichtungen bezieht, sehr kurz und enthält bloß zwei oder drei Sätze über den Entschluß: »Die königliche Suprematie gegen die fremde Usurpation ausrecht zu halten und die Staatsreligion zu vertheidigen. Portugal. Die Regierung hat die Ausfuhr von Silber in Barren oder Münze verboten. Niederlande. — Einem Gerüchte zufolge beabsichtigt der Papst auch in Holland eine katholische Hierarchie einzusetzen. Der Bischof v. Lüttich, Monsignor Van Bommel, soll zum Erzbischof von Amsterdam ernannt und. mit der Organisation der Diöcesen betraut seyn. Türkei. Man schreibt von der bosnischen Gränze, 3l. Jänner. Kavas Pascha hat, glaubwürdigen Nach. richten zufolge, Unterwerfungsvorschläge gemacht-, dcr Seraskier will jedoch unbedingte Unterwerfung, wozu er acht Tage Bedenkzeit verspricht. Im be. inenden Falle werden nur vier reguläre Tabor in die Herzogovina marschircn, im entgegengesetzten Falle aber würde der Seraökier mit dreizehn Tabor nebst 3000 Mann von Skanderbeg dahin aufbrechen, und zwar nach hergestellter Ruhe in Bosnien. Was Kavas Pascha beschlossen, ist noch nicht bekannt; indessen ging er mit 4000 Mann den Regierungstruppen entgegen und ließ eine Kanone nach Lipota übertragen. Aus Caplina und andern Orten kommen noch immer Türken dem Kavas Pascha zu Hilfe. Hl m e r i k a. — Die Provinz Yukatan hat sich von Meriko losgerissen und für unabhängig erklart. Neues nnd Neuestes. Telegraphische Depeschen. ^- Verlin, 6. Februar. Erzherzog Leopold ist gestern eingetroffen; ihm zu Ehren ward heute eine glänzende Revue unter den Linden veranstaltet, welcher Se. Majestät der König beiwohnte. Auch Herr v. Prokesch war zugegen. — Hamburg, 6. Februar. Die gestern mitgetheilte Nachricht von der Besetzung Friedrichsort'S durch die Dänen, wird von anderer Seite als verfrüht bezeichnet. — Paris, 5. Februar. Die Dotations Commission ist dem Projecte feinblich, ,3 Stimmen ge-gen 2 haben sich für Ablehnung ausgesprochen. E'nige wollen Vertagung der Dotation bis zur O"^g t'nes definitiven Ministeriums. ^,cht — London, 4. F,br. Die Tb"«"^ '^, s'ch mäßig gegen die Katholiken aus. " ^ des holstein'schen Krieges wird b^" . ^ ^ Bundestag werde hoffentlich die Unab^ng g Einztlstaaten berücksichtigen. <^^4?A«Ws?tz ^W" /<«^^^^^^>^^^^F^?I"A^N«' Telegraphischer <3ours - Vericht der Staatspapierc voin 8. Februar 185 l. Staatsschuldverfchrcilnlnge» z» Z Ml. (in l5M.) t)s»15/l ll Darlehen mit Vcrlrniilg v. I. 18ZN fiir 2')0 fi. 29.', ^^/l!lnssi!,'!l nut Priorität zil 20N ft. (5. M. 1 ^2 ft. in C. M. Wechsel-Cours vom 8. Februar 1851. Amsterdam, sir 100 Thaler Current, Nthl. 177 l/2G. 2 Mnxat. NmMiira,, für <«0 Guide» Cur., Gnld. 1!!0 ^ Bf. «so. Fw,,fs»rt a.M., ( fur 120 ft. sudd. Acr- eins-W.ihr. i», 2^ l/2 f!. ssnsi, Giild.) «2» 3 Mmml. G.ÜM1. für 3«U „cue Picnwnt. Lire, Gold, l.^0 Bf. 2 Monat. Hambnrg. für <00 Thaler Vaiieo, Ntül. l'. 1/i Vf. 2 Mo,i.it. Lundon/siir l Pfnnd Sterling Glilden 12-:U»Vf. .'i Monat, ^arit', für 3l)0Fra»tm . . G»!d. l.il !/^ 2Mmmt. Gild-^gia uach d'»l ^llla^d" »wm i?. LVliruar 1^31 Brief. Weld. Kais. Mn,,z-D»catcn Aqi.' .... ^ 323/^ detki Rand- dlo „ .... 32-V^ 3^-/2 !)iapl' Silbcra^io ........ 2!» l/2 2N >» Leipzig erscheint. Die in allen Buchhandlungen zur Ansicht zu erhaltenden ersten Hefte zci^n die bedeutenden V^'^fs rlingen und Ber-mel)lunc;cn dieser neuen Auflage des bekannten Wn'ks, sowie 5ie sorgfältige äußere Auöstattunl,. Bninrn drei Jahren soll »'s beendigt styn, und dio voUstandige Lieferung in 12« .Heften wird ausdrücklich garantirt. Monatlich werden in der Negel drei Hefte von 6 — 7 Bogen ausgegeben. Ferner sind daselbst ;n haben: Etamvel- uno Gebühren-Alizeiger, voll' ständiger, auf ^rilüdlage des P^teittes v^n 9. Fe- dnlar 18 50, für allc im biii'^'iliche» Leben, so- wohl im Prwat^erkehr als im Verkehr mit öffe»t lcheii Aemtern vortoimnendei, Geschätte und Amts- ?"s ""^'"- Ei„ u»embehvl,ches Hans- u»d 9iach' ,ch!^ed^ch fü> B^>ine,K.,ifieitte ic^. bearbeitet M1^ in ' ^N7^' ^'"n"', «eb'acht, Wie» .851. 20 kr. derselben. ^^"' ^'""mmg Thürmer, D.'. Ueber das'Verhältmß des ge.st.'gen Lebens ,um t^er.ich.,, od^ die ^Grn. d begriffe der Anthlop.k. Wie» 1850. 20 kr Thurnberg , Marie v, Novellen und Er- ^h!ungen. 2 i^nde. 2. A^fiagc. Wie,, l85, , a Trost im Altec. Eln kathollschcs Gebetbuch für Iedernmnn, lind znnachst fur bejahe ^e,,^ l8. ?lufiage. Eiüstedeln 1850. .^a tr. Z. l25. (3) In dcr Buchhandlung von in Lail) a ch ist zu haben: Die neuesten Entdeckungen und Forschungsresultate im Gebiete dcr gesammten M illeralsgie seit dem Jahre »8>3 Gin Nachtrag zum Handbuch der Ältilleralogic von (5. Hart» mann, sowie zu andern ähnlichen ilchrb« cheru. Mit 4 lith. Fol. Tafeln A. u. d. Titel: Hartmauns Handb. der Mineralogie :c 3. Vand.gr. 8. Ilmenau H^24.H< Das iin Jahre 1843 i„ 2 starken Bai^eii er-schienen, ,,Handbuch der Miü,rteressa»te Wiffei,schift. Der berühmte Mineralog Qbei'bergrat!) Hai ding er in Wieil „eiü't es einen „milieralog'schen Coder". Neue,!ich ^nüde es n» Eng-land U! dein besten mineralogischen WerrV' d,efe^ Landes sehr stark benutzt, so d^ß dasselbe als eine auszugsweise llebersetzmia, deZ H^rcinaüü'sch^n ange!chen werden kaim. — Es nuis; daher den zahlreiche» Besitzern des vollständigen inineralogischcn Handbuchs und dein mineralogischen Publikum überhaupt sehr erwünscht seyn, sich durch diese vollständige ZnsamnienlteUuna, der neuesten Forschuügen und Entdeckungeu seic den letzten 7 Jahren >m Fortschritt mit der Wissenschaft ^u er-halcci,. Bei gucer ^liifuahine soll "ach einigen Jahren ein nerer Erganznugöband dieses Werkes folge,,, Zkeues Taschenbuch für Natur-, Forst- und Jagd freunde. Äugefangen von (3. v. Schultcs, seit dem 8. Jahrg. fortgesetzt Von I. (5. L. Schnitze, herzogt, brannschw. Forstsecretair l«ter Jahrg. auf d. I. « 85 N Mit H culorirt-u. K schwarzen Vildertafcll». l 2. in sinnigem sehr elegant. Umschlag. Obds » M. » 5 ^ od. Dieser Jahrgang wiid eröffnet durch eine etwas pikante mid scharfe Polcinik gegen den Hrn. Ober.-fcrsti'ath Pfeil; es folge» dann gegen 30 Abhandlungen , Aussäße n Erzählungen aus dem Gebiete der Jagd ii. des Foistwesens, sowohl ernster imd lehrreicher a>s m'teihaltender, humoristischer und scherzhafter Na-rnr. Eine soeci.le Anzahlung winde die Aiifmerksam-keir sehr spannen u. diesen Jahrgang ivesentlich em-pfehleu, nur fehlc dazu auf diesem beschränkten Naum leider der Platz. Zur besondern Zierde gereicht dem dicßmaligen Iahig, der reiche, Bilder - n. Caricaturei,-schinueks der seine komische n. aufheiternde, Tinwirkimg anf den Lesel'- nicht verfehlen kann. Um die Anschaffunq comolet?l O^emplare zu erleichtern, so l'llil't der Prris der ersten 8 I^drge., der 9 Rlhlr. 2o Sgr. >var, noch ttir di? Dai,>-r d,.s>,-s Jahres n»f/^ Rtdlr. h,rabc,ss,tzt, nnd kö»>,e,i sie dafür, ü'doch „ur lv^n» sie zulammengenommcn werde», durch a!^!e Niichh^ndlungcü l'iv^og«>n werden. P. Schaller, der wohlunterrichtete IsegleV oder ausführliche Anleitung zur Verfertigung aller Arten von Mkaner-, Dach-, Formziegeln u Fliesen Ätebst Belehrung iib. Vestandtheilc, Prüfung u. geologisches Vor komme,, d. Thon-n ilehmarten; iib. die Ve nutzung u. Kostenverhältuisse der verfchie denen Vrenumaterialien u a. m. Dritte, durch Vauiuspector Hertel in Naumburg sehr vermehrte «. verbesserte Auflage. Mit , 3 lithg Tafeln in Quart. 8. 2 fi. IH kr. rhn ^Pild.t aiolli 0en Z^Vl". deb Schauplatzes der Küüst? u. Handwerke.) Nachdem dieses Handbuch bereits schon in der 1. Aufl. o. 1828 alö das Beste in seiner Ari anerkannt war, gewann eö schon durch die fleißig Bea>beitu„g d. ^. Aufiage (184!) durch den in^wischeu verstorbenen Bau-meist/r Matthaey an Werth und piact, Brauchbarkeit. Die gegenwärtige 3. Aufl. ist durch d. vieljähr. pract, Erfahrungen, du>ch d. Kenntnisse u. d Sorgfalc deö Hru, Herrcl (Heiansg. der populären Bauleitung) sc> schr^reivollkommnet, bereicheit u. von Gllind aus uingearbeitet worden, das; sie als ein ga»z neues Bnch gelten u. selbst den Besitzern der beiden ersten Auslagen noch nützliche Dienste leisten kann. Schwerlich wird irgend ei» technisches Gelverbe ein so vortreffliches Lehr.-buch wie dieses aufzuweisen haben. Der Bearbeiter dieser 3 Aufl. hat vielfältige Gelegenheit gehabt, die Mängel li. Mißbrauche d, Ziegelbetriebes kennen zu lernen, da er theils viele Jahre d. Beaufsichtigung von Ziegeleien amtlich übergehabt, theils bei größern Bauleitungen häufig mit der Lieferung von geringer Ware zu kämpfen hatte, d. auf Mittel znr Abhilfe führen mußte. F. Kaiser, Prof. au d. Universität zu Lenden, das Sonnensystem «. die Gesetze sein >r V.weguug populär dar gestellt. Deutsch von Z>,.. Tröbst, Profes sor am groscherzogl. Gymnasium zu Wei mar. Gros? Duodez. Geheftet. Ebendaselbst. »O 5/)) oder 3<5 a^ Wie der bcmhmre Prof. Kaiser in Leyden die Wissenschaft der Astronomie durch Geist, Fleis; u. Be-harrüchkeic in verdienstlicher populärer Weise überhaupt auch grostem Kreisen zugänglich gemacht hat, so hat er namentlich durch dieses kleine kernhafte Compendium die Verbreitung astronomischer Kenntnis; im Volke wesentlich befördert Kein Gebildeter darf !» der, Erscheinungen des l!„s Allci, aiigehörigeii Firmaments gan; fremd bleiben, schor, defchalb nicht, um in gebildeten Kreisen über die erhabensten Gegenstände der Weltre--gienma, e>n Wort mitreden zu können. Deßhalb wird dieses Büchlein in Deutschland denselben Beifall flüden, dessen es sich in Holland erfreuce. Der wahrhaftige feurigcDrachc oder Herrschaft über die himmlischen u. höl tischen Geisterund über die Mächte der <3rde und ituft. Mit dem Geheimniß, die Todten zum Sprechen zn bringen, die Anrufnng Lu risers, (fitirung der Geister; der Verträge mit den Geistern und der dazu erforderlichen Tinte, der «Herrschaft nber denAauborschl,issel, den Geheimnisscn der N3ünschelruthe, des SOuuderstabcs, der Wiederbelebung, der Ve« zanberung der Aeuergewehre, der Znrückle-gttng von sieben Meilen in einer Ttnnde, der Unterredung mit Verstorbenen, Verwandlung des Bleies in Gold, der Verwahrung gegcn Pest, Seuchen, Gewitter, tolleit und giftigen Vift; ^ der Herstellung des Steins der Weisen und des cabalistischcn Kreises, der Verfertigung der V5üuschelr« the, des Prophetenstabcs, des Vlinges des Unsichtbavntttchcnö n«d des Salomosiegels. — Fcrner, wie mau glühendes Mseu anärei^ fe«, gewissen weiblichen Personen Liebe ge-gen sich einflöften, ihre Untreue verhindern und die Verlorne Mannskraft wieder her stellen kaun. Älebst den geheimen Mtitteln, sich die schwarze Henne mit den goldenen <3iern zu verschaffen, bei jedem Satz ,« der Lotterie zu gewiunen, des Kalenders bevorstehender Glucks oder llllglüclstage und mit aller H«5elt lu frieden zu leben. — Nach einem in Frankreich aufgefundenen Mann script von «52H. Ädebst einem I>«8t»««-i,»> tu»n aus dem groszen Vuche vom König ^alomo, mit einigen köstlichen Necepte», gefunden bei Peter Michel, dem letzten Karthäuser zu Grfnrt. Mit Holzschnitte«. «H. broch. Preis »N kr rhn. Seic 50 Jahren hat dieses Buch in Frankreich alljährlich »eue Ausiagen erlebt. I» Deutschland erscheint eS hier zmn ersten Mal. Iuhaltöschwer ist es, denn eS unn'aßt die Gesammtheit vo„ 20 ungeheuern Folianten. Kein Buch der Weltgeschichte hat so merkwürdige Schicksale erfahren als dieses, wiewohl es sich gar nicht mit Ansichten, sondern „ur mit dem Glauben beschäftigt, mit dem Glauben an einen innersten, geistige» Zusammenhang der Bewohner aller verschiedenen Thelie des Weltalls, an eine Welthierarchie geistiger Geschöpfe; endlich an das Vorhandenseyn geheimiußvollcr Kräfte n„d mystischer Gewalten. Die Kostbarkeit seiner Ne-cepte beurkundet die Uneigennützigkeic seiner Herausgeber. Wir können nicht Alle nach C^lifornien wandern- da-'ixn mo^e die Magie, den Zurückbleibenden einen Theil seiner Schätze in das Haus zaubern.