Laibacher Heitung. .»/ H8«. Tamstag am z»r Tonn- nil» Fciertagt, täglich, »nd losstt ,'limmt d,n Bcilaqen !,,l (l o „I.v t l> ir ganzjährig ll ft., halbjährig 5 fl. 30 lr. »lit Dl, „Lailachcr 3t't,mg' er,ch,»'t, ,n>t ""«""""'^ ft ^ ball'jählic, »l st. Für die Znil,ll»ng >,,'s Haus und balbjäbrig 3U lr. melir zu entrichten. Mit der >ltoi! Porto-Kreujl'and >m ^"'""^^ ^""^" ^ >,^,.^i/r Adress, l5 ,1., halbjähric! 7 si. HO fs. — I» seratio» s^,b ül, r un- ei», sralle»z,il« l'der de» Nam» oen'tll't». für ,»>. frei ga»a,, "»tei ,'tltlljdani' >° ^ ^ ..^ ^^,,,^,.^^ 7, ^ (5 ^ I»snat, l'i« l2 3eil,u loNeu l il. snr 3 Vi»!. 50 sr. s.ir i Mal und ^0 kl. ,'N' l M.i! ti»j..,chattr». ,»a!iq. (5imch>illil»g ^ >r.. !>'» i"'""",.^' ,.^ „ '(«..setz,, vom ,r ei«, j.d<-S»>»,»> zu rech',<>l. I» dis'tn (^ebuhrc» lN »ach dc»! „vri,vuv ,_________________________________________________________________________^____________________________________^ __^_______________ Amtlicker Theil. 3^aS Ministerium des Innern hac den Carl Grafen Eoronil, l zum Secretär zweiter Classe be, d« Statthaltern in Dalmacien ernannt. Äm l>. December 18i'i3 wird in der k. k- Hof-und Staatsdruckerei in Wlen das I.XXXIll. Stück des NeichsgesepblaiteS ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 2^l. Das kaiserliche Patent vom 10. October 1863, wirksam für das Großfürstenthnm Siebenbürgen, womlt für dieses Kronland ei"« neue Ad-Vvscnen-Ordnung c,lassen, und vom 1. Jänner 1854 an in Wirksamkeit gesept wiid. Wien, 3. December 18"i3. Vom k- k. Redactiono»Bnrean deS NeichSgeschblatceS. Am tt. Decrmber 18^3 wird in der k. k- Hof« und Staatsdruckeret in Wicn daS 1 XXXlV. Stück des NeichSgeseyblattes ausgegeben nnd versendet werden. Dasselbe enthalt nnter Nr. 2.')2. Den Erlaß des Ministers für Cultus nnd Unterricht vom 27. 9lovember 18.'>3, wodnrch, in Folge a. h. Entschließung vom 8. ??ovemb. 18!i3, ein neuer Lehrplan fnr das Magisterinm der Pbcir-macie an den Unireisicaten iü Wien, Piag, Pestl) nnd Krakan. nnd nach eben diesnn i.'el)rrla»e dae pharmaceutische Stlioin,,» a» den U»i>.'elsitat>,'!, i» Gray, Iuuobrnck nnd Weinberg eingeführt wird. Nr. 2ll3. Die Verordnung der Ministenen der Instiz, der Finanzen m>d des Cnltuo und Unterrichts vom 28. November 18l'»3, wirksam für die Kronlander ob und uncer der Enno, Salzburg, Böhmen, Mahren, Schlesien, Eteiermalk, tarnten, Krain, Tirol ni'd Borailberg, Gorz, Gradiska, Istrien und Tnest, über den Umfang der, den StaalS: buchhaltnnqen dnrch die Verordnung vom 8. November 18.»l) bei der Eiichebnng nnd Verrcchmnig der Normalschnlfondübeitrage zugewi^selle» rll, und über dic Eiinichtnug der voi, del« Gerichlen den Stacusl)»>chl)alll!!,a.e!l diesisallc^ mitznlheilendcn halbjährigen Verzeichnisse. Nr. 2'i4. Di.' Kundmachung der Ministerien d«> Finanzen und des Handels vom 28.Norember 18^3, die Änfhebnng dcr ^tebenzollamter U. ßlasse-. Schenkenhahi,, Friedrichöthal, ^lebenau und Petersdorf bei Senfcenberg bltreffend. Nr. 2K5 Die Verordnnng deS Justiz »Ministeriums vom 36. ^tooember 18!i3, zur Erlautcrnng der kaiserlichen Verordnnng vom 16. März 1851, Nr. 67 des Reichr'gesl'yblattes, wegen Ansfertignog voi> Landtafel ooer Grnndbnchs-^luozügen nnd Abschriften von den in die Uiknndenbücher der Landlafel und Grundbücher cingelragenen oder in der Ulkun-de»-Sammlung hinte>legten Ulknnden. Nr. 266. Die Verordunng d<0 Iustlz»Ministeriums vom 30. November 18.'i3, wi'fsam für das Groß-berzogthlim Krakan. über den Vollzng der Erkennt-, nisse und Er«uc>ollS.VewiU'>4-. (Fortsetzung und Schluß.) §. 8. Die Fabllkaiiteu und Gewerbelreibtnden, welche zur Anestellnng (^egcustlinde zu llefcin wünschen . haben ihre Abslchc tcr Hand'lokammer ihres Bezirkes micznlhellen, uud lhrer ^lnnuldling eine Ve. schreibung nach Foimnlar l. in n rrel« chlM er gelegen, beigesngt wl'Mas,!g geringen Raum einnehmen, genügt es. wenn der elfordeillche Boden,, Tisch» nnd Wandsiachcn-vaum nicht für jede» einzelne» Arcikel, sondern nnr für die Gesammcaufstcllung deS ^lusstelllls angegeben wird. Scllen Gegenstande u, Kästen oder Schranke» anfgesteUl werden, so ist dic Tiefe als Bodenraum, die Hohe als Wandraum in Anschlag zu bringen. Zu Spalce 7. 8 und i). Die Angabe deS Ver» k>infspreiseö der Gegenstande, namenllich i» Bezie» hung auf die Angabc in größeren Quantitäten, wird düngend gewünscht. Die Annahme der angemeldete» Gegenstände soll zwar hieoon nlcht abhängig sein; es mnß jedoch aufmerksam gemacht werden, daß die Veurtheiluug der Preiswürdigkeit der ausgestellten Gegenstände sehr wesentlich dnrch die Preisangaben bedingt erscheint. Dcm Wunsche wegen GtheimballlMg der Preisangaben wird gewissen ha ft entsprochen werden. Zu Spalt« 10. Die eingesendeten Gegenstände rrerden vom Tage der Uebernahme von Seit« der Ansstellungscommissou in München bis znr festge» seßten Wegnehmung aus den AuSsttUungsrüumen nach ibrem angegebenen W,rth« g«g«n Fen tigen und nach den iu Vorstehendem angegebenen Grundsape» über deren Zulassung oder Abweisung mit Sorgfalt nnd Unparteilichkeit zu entscheid,,,. Diese Gegenstand« suil) an den Sip der Han» delskammer einzusenden. Dic Einsendungen sind mit «iner Factur zu be» gleiten, welche mit der Anmeldung leicht zu verglei« chcn ist, und deutlich mit dem Namen od«r d«r Fir» ma des Ausstellers, kann m>c drm allgem«in«n In« halt« der Sendung — ob Rohstosse, Maschinen, Ge» werbserzeugnisse, Kunstwerke lc. — zu bezeichnen. Im Falle daS Anmeldnngsverzeichillst eine Au» gäbe über die (5olli nicht enthält, ist solch« in di« Factur speciell aufzn»ehmen. Der Termin für di« Einsendung an die Han. delskammer ist mit Beachtung der im Z- 16 enthal» ten«" Bestimmung«,, zn bemess," und ron der Han. dtlstammtr rechljtitig bekannt zu mach«u uud auch R15V in die Anmeldungsformulare vor deren Ausfolguug an die Aussteller (und zwar in die Bemerkungen auf der Nückseice) einzusetzen. Del- Einsender trügt die Kosten der Einsendung der Prooucce an die Prüfungscommission, so wie die Kosten der Zurücknahme zurückgewiesener Artikel. Die Ausstellungsgegenstände stich in der Negel an den Sch der Piüfungscommission (Handels« und Gewerbekammer) einzusenden. Von dieser Einsendung kann mit Zustimmung der Prüfungscommission Umgang genommen werden: bei sehr großen nnd umfangreichen Gegenständen, über deren Zulassung kein Zweifel stattfindet, und dtten Einsendung an den Ort der Commission mic großen Schwierigkeiten und Kosten verbnnden sein würde, dann bei den Producten solcher Fabriken, de« ren ausgezeichnete Leistungen der Commission ohnehin bekannt si»d. Es muß in solchen Füllen jeder» zeit von der Handels: und Gewerbekammer, in deren Bezirk das Gewerbe oder die Fabrik betrieben wird, die Znstimmnng, daß die gedachte Einsendung an ihren Sip unterbleiben könne, zugleich aber auch die Weisung, wohin und von wo 'die Sendung zur Wei» terbeförderung nach München zu richten sei, von hier eingeholt und hierbei eben diese Sendung in der vor-' gezeichneten Art znm Behufe der Eintragung in daS Hauptoerzeichniß angemeldet we,den. H. ll). Nach entschiedener Annahme oder Zn« rückweisuug wird dem Emseuder das oue Eremplar deS Anmeldungsverzeichnisses, ersteren Falles mit Em» psangsbescheinignng versehe», zurückgegeben. Werden Gegenstände nicht für zulässig erachtet, so wiid hierüber dem zurückzugebenden Verzeichnisse die nähere Anmerkung beigefügt. H. 11. Ueber die zur Ausstellung zugelassenen Industriegegeustande stellt die Prüfungscommission aus den AnmeldungSverzeichnissen nach Formular ll. ein vollständiges Hauptverzeichniß her. Zu diesem Hauptverzeichllisse ist zu bemerken: Zu Spalte 1. Jede der fortlaufenden Num» meru bezieht sich auf je einen AnSsteller. Zu Spalte 3. Kann über die Colli znr Zeit der Absenduna, der Verzeichnisse eine Angabe nicht gemacht werden, so bleibt diese Spalte unauogefüllt. Zu Spalte 4. Diese Spalte bleibt offen zur Aufnalime der Bemerkung der Ansstellunqscommission in München über den Empfang der Colli. Zu Spalte l». Diese Spalte enthält die An» gäbe der zugelassenen einzelnen Artikel und der Art derselben. Zn Spalte 6. Diese Spalte wird znr Aufnahme der Bemerkung der AusstellnugScommission in Müncben über den wirklichen Empfang der in Spalte 6 verzeichneten Amkel offen gelassen. ' Zu Spalte 7. Hinsichtlich des für die Auf-stelllmg der Gegenstände erforderlichen RaumeS wird auf daS oben unter Ziffer !l Gesagte Bezug genommen. Zu Spalte 14. In diese Spalte wird die PlüfunstScommlssion das Wesentliche der von den Anostellern in den AnmeldnngSverzeich'.nssen angegebenen Notizen aufnehmen. Haben Aussteller deS Kreises sich um die Industrie besondere Verdienste erworben, so lst m dieser Spalte auch hierüber ausdrück» liche Erwähnung zu machen. Sollte die Spalte zur Aufnahme dieser Notizen nicht ausreichen, so können solche in eine besondere Beilaqe niedergelegt werden. Dieses Hauptverzeichniß (Formular II.) ist vollständig ausgefüllt in i>»pIo spätestens bis zum 1. . April 18Ü4 an das Cenlralcomit« in Wien durch die Pust einzusenden. Dieses wird die von den einzelnen Commissionen eingelangten Verzeichnisse sammeln, znsammeu-stellen und spätestens bis zum i. Mai 4864 an die AussteUungScommission in München durch die Post einsenden. §. 12. Die Handelskammern besorgen die rich» ' tige Einsendung aller ihnen zugekommenen Gegenstände. Die Handelskammern in Wien, Linz, Salzburg, Plag, Eger, Pilsen, Rcichenbcrg, Brunn, Olmül), Gray, Laibach, Klagenfurt, Triest, Innsbruck. Vre-genz, Feldtirch. Mailand. Venedig und Verona senden dlc Ausstellungsgegenstände unmittelbar an die k. «uSsteUungScommission in München. Die ubr,gen Handelskammern senden die ihnen zugekommenen Gegenstände an jene der vorbezeichneten Kammer, welche ihnen, je nach der Richtung des Warenzuges, nach München die günstigste Gelegenheit darbietet. u ' u> ^ Die vorbezeichnelen Kammern sammeln die an fie von den Handelskammern überwiesen«, Gegenstände und besorgen deren gemeinsamen Transport nach München ohne Vornahme einer neuerlichen Prüfung oder Umpackung. Diejenigen Handelskammern, welche eine Sen., dung zur Weiterbeförderung an eine der erstgenannten Handelskammern richten, haben dieses in dem Hanpt-verzeichnisse II., Z. 13, anzugeben, und der bezüglichen Kammer gleichzeitig zu avilnen. Z. 13. Die nach München abgehenden Sendungen werden an die k. baier','che Au^stellungs - Commission in München avrissirt, als Gegenstände für die Industrie-Ausstellung in München bezeichnet, und mit einer mit dem an das Centralcomit«' eingesendeten Hauplverzeichllisse leicht vergleichbarer Factnr begleitet. Die Gegenstände rder Packele werden deutlich mit dem Namen oder der Firma des Ausstellers und mit dem allgemeinen Inhalte der Seudung — ob Rohstosse, Maschinen, GewerbSerzeugnisse, Kunstwerke :c. bezeichnet. Ist in dem Hauptrerzeichnissc der zugelasseueu Gegenstände (Form. ll.) eine Angabe über die Colli nicht enthalten, so ist solche in die, Faccur aufzunehmen. Wo möglich sind alle Products in einer Ladung oder ln mehreren Ladungen zugleich abzuschicken. Der Ausstellungscommisslon in München ist über tie Zeit des Abganges der Hauptseudungcn von den hiezu berufenen Handelskammern bei Abgang derselben Nachricht zu gebe». Der Abgang der Sendungen muß so eingerichtet werden, daß sie spätestens bis zum I". Juni in München eintreffen. Nach diesem Termine werden Sendungen über» Haupt daselbst nichc mehr angenommen. Hiernach werden auch jene Handelskammern, welche ihre Sendungen au eine der im Absatte 14 bezeichnete!, Handelskammern zu richten haben, den Abgang ihrer Sendungen bemessen. H. 14. Hmsichllich des Transportes jener Gegenstände, welche für die Ausstellung angemeldet und von den einschlägigen Prufnngscommisslonen hierzu geeignet erkannt worden sind, hac die k- baier'sche Regierung die gebührenfreie Beförderung auf den k. baier'schen SlaatSeiscnbahuen, dann auf den Schiffen rer k. baier'schen Donau - Dampfschifffahrt, und die Befreiung ron den Canalgebühren auf dem LudwigS-Donail-Main-Canale — so wie für den Hin- als Rücktransport, für leltteren jedoch nur in dem Falle zugestanden, wenn die Gegenstände, ohne daß sie verkauft sind, oder darüber sonstige Disposition getroffen «st, wieder direct an den Aussteller zurückgehen. Unter der gleichen Bedingung wird diesen Sen-dungeu der freie Transport auf dcu k. k. Staatsei« senbahnen zugestanden. Die Handelskammern haben die Einsendung da, wo die im vorigen Alisafte bezeichneten VerkehrSan-stalten benüyl werden können, durch diese außerdem in gewöhnlicher Fracht zu bewerkstelligen. Di« durch leprere auflaufenden Rosten sind rou den Einsendern z», tragen, und demnach bei gemeinschaftlichen Sendungen von den Handelskammern auf diese velhaltnißmäßig zu repaniren. §. li». Die ElNpfanguahme, AuSpackung und Aufstellung der eingesendeten Auostelllingsgcgcnstände wird durch die k. AnSstellungScommissio» in München besorgt, welche hierbei unter genauester Verglci-chung deS HauptverzeichuisseS die wirkliche Einlieferung der angemeldeten und zugelassenen Gegenstände in Spalte U des Form. ll constatirt und bestehende Mängel vormerkt. Das eine Eremplar deS hiernach ergänzten Hauptverzeichnisseö wird in dem Falle, wenn kcin An. stand besteht, mit der Empfangsbestätigung zurückgegeben. Obwaltende Anstande werden von dem Cen» tralcomit«' der betreffenden Handelskammer sofort mitgetheilt, damit sie deren schleunigste Beseitigung unverzüglich bewirken können. ^,. Ki. Aussteller, welche Maschinen oder Ma-schiuentheile während der Ausstellung durch Dampfoder Wasserkraft in Bewegung gesent wünschen, haben ihre Absicht unter genauer Angabc der benölhig-teu Dampf- oder Wasserkraft durch dle betreffende PrüfuugScommission spätestens bis znm 1. Februar 18!N zur Kenntniß deS Centralcomit<''s bringen zu lassen. Die näheren Bestimmungen über diesen Punct bleiben vorbehalten. Die Emzclnanfstellung und Behandlung der Gegenstände wird so viel wie möglich mit Berücksichtigung der besondere»» Wünsche deS Ausstellers stattfinde«. Alle Gegenstände haben bis nach Schluß der Ausstellung in dem AuSsteUuugSgebäude zu verbleiben; werden Gegenstände während der Ausstelluug verkauft, so können solche gleichwohl erst nach Beendigung derselben auS den Ausstellungsräumen abgegeben werden. H. 17. Nach dem Schlüsse der Ausstellung werden die Ausstellungsgegenstände iuuerhalb eiues vier-zehntägigen Zeitranmeö nach einer besonders zu be» stimmenden Reihenfolge gegeu Empfangsbescheinigung an die Al.ssteller oder deren Bevollmächtigte loco München abgegeben. Mit dieser Angabe hört jede für die Dauer der Ausstellung übernommene Haftung auf; die Haftung bezüglich jeuer Gegenstände, welche innerhalb deö vierzchntägigen Zeitraumes, vom Schlüsse der Ausstellung an gerechnet, nicht zurückgenommen worden sind, erlischt mit dem Ablaufe dieses Zeilranmes. Di« zurückgebliebene» Gegenstände werden eiuem verlüssige,, Spediteur zur Uebermachnng an den Aussteller, auf dessen Kosten und Gefahr übergeben. In so ferne nicht die dsterreichischrn Aussteller es vorziehen, selbst oder dnrch ihre eigenen Bevoll' »nächtigten die von ihnen ausgestellten Gegenstände in München znrückznnchmen, oder sonst eine Verfügung mit denselben zu treffen, wovon sie jener Handelskammer, bei welcher sie die Gegenstände znr Eiü-sendung aufgegeben, rechtzeitig Meldung zn machen haben, wird die Uebernahme uud Rückbeförderung der eingesendeten Gegenstände bis an den Sil) der bezüglichen Handels- uud Gelverbekammern , bei welchen die Aufgabe zur Hinsendung rrfolgce, dnrch die von der k. k. Regierung znr Ausstellung in München delegirtt» Organe veranstaltet werden. Die an den Sip der als Prüfuiigscommissiou fungirenden Handelskammern cmgelangttu Gegenstände sind sodann den Ausstellern oder ihren Bevollmächl ligten gegen Rückstellung des ihnen eingehändigten EmpfangscheineS, Absal) 10 zu verabfolgen. H. 18. Die Korrespondenz zwischen der königlich baier'schen Industrie - AusstellungS - Commission in München, dem Centralcomit«' in Wien, den als Prü< fungscommissiou fnngirenden Handelskammern und den k. k. österreichische» und k. baier'schen Behörden ist portofrei; für alle voi bezeichneten Correspoudenzen ka»n jedoch die Portofreiheit nur dann angesprochen werden, wenn solche ausdrücklich als „Industrie»AuS, stellnngscorrespondenz" auf der Adresse bezeichnet und mit dem Siegel einer landeofürstlichen Behörde oder der Handelskammer geschlossen ist. Die Corresponds von Seile deS Central-Coll, it«''s wird unter dem Siegel des k. k. Handelsmi» nisterilimS besorgt. Für Correspondenzen der Auostcller an die Prü» fnugs-Commissionen und das Central-.Comitt' findet eine Postporco-Vefreiung nicht Statt. Alle erforderlichen nnd gewünschten Aufschlüsse werden den Ausstellern durch das Central-Comit^ in Wien und die einschlägigen PiüfungScommissionell ertheilt werde» ; eine unmittelbare Correspondenz der Aussteller mit der Auöstellnilgscommission in Mün» chen findet nicht nicht Statt. Vom k. k. Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Banten. Wien, den 1. December 1863. Nichtamtlicher Tbeil. Hur russisch türkischen Differenz. Die nunmehr feststehende Thatsache, daß Frankreich, England, Oesterreich und Preußen aufs Neue sich verständigt haben, um durch gemeinsame Schritte das Zenvürfnlß zwischen Rnßland und der Türkei zn euier befriedigende!» Losung zu bringe,,, ka»., vo„ den conservative» und patriotische» Männern aller Länder nur mit großer Befriedigung vernommen wer« den. Die weit verbreiteten Besorgnisse, es könnte der Krieg im Oriente in seinem weiteren Verlauf« auch den allgemeinen Frieden Europa'S bedrohen, müs->en in den Hintergrund treten, nachdem die Uebereinstimmung der vier Großmächte vor aller Welc die Ueberzeugung der Cabinete constalirt, daß die großen nnd übern'iegeuden Interessen Europa's allen Staaten gemeinschaftlich sind, und zu ihrcr Erhaltung und zu ihrem SchlMe eme nothwendige, in der Natur der Verhältnisse begründete Solidarität besteht. Eben so ist deßhalb daS erneuerte gemeinsame Vorschreicen der vier Machte nicht nnr eine Bürgschaft für die Erhaltung des Weltfriedens überhaupt, sondern zugleich eine Darle« gnng der aufrichtigen und freundschaftlichen Gesinnnn» gen der vermittelnde» Höfe gege» die beiden kriegführenden Mächte. Entsprechen diese nun — wie wir hoffen — dem an sie ergangenen Ansinnen, so werden die zur Verhandlung deS Friedens von ihnen zu, ernennenden Bevollmächtigten ihre schwierige Anfgabe, durch die ans Versöhnung und Ausgleichung gcrich» men Bestrebungen der vermittelnden Machte, leichter und befriedigender lösen könne». Der Erfolg der ein« geleiteten Unterhandlung liegt — wie alle Dinge — in der Hand der Vorsehung und wir maßen unS nicht an, ihn als gewiß vorauszusagen. Daß aber die Bemühungen Europa's nicht nur im Zwecke, son» dern a»ch in der Wahl der Mittel »unmehr wieder gemeinschaftliche sind, dürfen wir immerhin schon jeyt als ein günstiges Omen begrüße». Qricutalischo Angelegenheiten. I Die „Patrie" sagt am Schlüsse ihres die ge» gegenwärtige Sachlage zwischen den kriegführenden Mächten im Osten erörternden Leitartikels: „Die Waffeustillstandsgerüchte scheinen nns kein Vertrauen zn verdienen. Die Frage ist stärker alö je zwischen Rnßland und der Türkei entbrannt- Nach unserer Ansicht ist eS fast unmöglich, daß dieselbe durch sie selbst im friedlichen Sinne gelöst werde. Ohne die officiöse Vermittlung der Mächte vermöge» sie in diesem Augeubllcke nichts. Sie stehen sich gegenüber, sie sind zu Thätlichkeiten gekommen; »ichtS als daS Elnoernehlnel, der europäischen Höfe kann unter den Migen Umständen den Frieden und für die beiden kriegführende» Parteien eine Lösung annehmbar mache», welche ihren gegenseitigen Rechten genuglhut. AUe Hoffnung des Füedeuo beruht somit auf der Diplomaue; wir sind a/wiß, das; sie aUe ihre An-strengungeu aufluelec, um diese Hoffuuug zu verwirk-liche», uud mic Grund darf man glauben, daß eS lhr endlich gelingen wird, dieses lange Zerwürfnis; zu beendigen, welches ganz Europa aufregt uud beunruhigt." I Die „Temeev. Ztg." vom 3. d. M. schreibt: Directs uud auf außerordentlichem Wege hieher gelangle Berichte aus Bukarest melden, daß die kleinen Bor» posteugefechce sich täglich erneuer». Eiu Donauüber-gang ist von den Türken auch bei Pioa Petri, unterhalb Hirsova, wo die Ialom»wa iu die Donau mündet, vor einiger Zeit durch ein Corps bewerkstelligt worden. Wie verlautet, wareu die bisherigen Versuche, «5 wieder über den Strom zurück zu treiben, >»och uicht gelungeu. — Es beißt, daß die ganze walachlsche Mll>; uach Braila ma>schireu soll, mit sammt ihreu Kanonen. — Fürst Gonlchakoff hat dem Reglerungo.Departement den Befehl zukoM' meu lasseu, mehrere tausend Vage» iu Bereitschaft zu halten, um die kranken Soldateu uach Trebutsch ln der Moldau zu tra»eporlire» , wohin anch die (5ontral)enceu für die Spitäler lhre Lieferungen zu senden haben werde». - Deu Professoren des Gym-uaslumo i» Bukarest ist bedeutet wordeu, das; sie deu Sludcuten uiuersageu sollen, über Politik zu sprechen, widrigenfalls dasselbe geschlossen werden würde. — Auch die „Deutsche Bukarester", so wie die „Walachische Zeituug" sind nun der (5e»sur uu» lerzogen worden. j Wien, 7. Dklsmbcs. Ueber daS schwebrnte Vcrmiitlungsvrojlcl eriählt mal» heute einige be stimmlere Andeulungen, wornach lein neuer Vnt. wurf ausgearlkiiel, sondern der ältere Vermillluugs eutwurf, den t!crd Rtvcliffe Ende ^October vorgelegt halle (der aber beseiligt wurrc, weil der an Omer Pascha abgegaog'ne Courier mit dem Auslraqe, oie HeindsrligtVittn nicht zll beginnen, zu spat tani), nur iu blstimmte Gränzen gebracht wurde. Der Pforte wirt) Alles zugesicherl, was uur ein glücklicher Fell). i»g erlü'.qell köuutc. Den Forderuugtu Rußlaudv wi,d mit Berücksichtigung der türkischen Modifl a^ lionsvorschlage Rechnung getragen. Das Wichtigste ist, dal) die Wieoer ^onsercnzcu der letzten Tage, wclche zwischen dcn Millistcrn von Oesterr.i d. FrlN,k> reich. Ongl.l»d und Preußen stlittsaudc», zu einer vollen zUcsstcinc-lglliig drr velheiliglel« Mächte ge> führt haben. Ble Diplomatie gidt sich mit Sichcr--hcit der Hoffnung hi», daß di<ßmal der Wlg zum Frieden nicht verg>d guten Wille» habe, bci Äerüctsichtiguilg ihrer Mc" disications^uträge '» ,»cue Unterhandlul,ge. ?il»cl) Hc>r Bar.iglla») d Hilller» !>>>t dc>u Sultan eiligeralhei!, die zu erwartenden Vermitilungs-vvrs.iläge zu bchcrzigeil, N.,ch dem Eintreffen der. stlden ^etwa am l5) wird erst über den Antrag C"glancS in Betrcff des Abschlusses eines Waff.l^ stlUstandes entschieden werden. ! Wie verlautet, hat das kaif. s Baku über 60 Meilen lang. Mos. dok im Mitlelpunct der Kuban- und der Tereklinie ist über Wladikawkas und Tisiis von Eriwan, der südlichsten russischen Hauptstadt, über 50 Meilen entfernt. Dcr Kauka>ns dehnt sich von dem Nord. Westen nach Süoosten, von Anapa bis Baku, »50 Meilen lang aus. Dcr am meisten östlich gelegene befestigte Punct in Türkisch Armenien nach der russischen Gränze zu ist Baj.izet; lli Meilen iu gerader Nichtnng nordwestlich von da liegt Toprack Kale; von da elwaS über l l Meilen nördlich das stark ^festigte Kars am Flusse gleichen Namens, das im I. I828 zum ersten Mal genommen wurde; von da 9 Mlilen nöidlich Al0ag.n> am Kur; von da ? Meilen westlich Ard^nudsch; von da 8 Mulen nord. westlich endlich Balum, dcr feste lüikifä'e Has.n am schwarzen Mcer, von wo das von den Türken ge. nommcne russische Gränzfolt St. Nicolai 5 Mnlen ciitserlit ist. Das ist ei» Gürtel von festen Platzen der Türkei gcgen Rußland, ^ajezet ist von iüalum ^ entfernt etwa so we,t wie Cassel von Berlin. Er^e-llim, die noch von den Türken behauptete Haupt, stadt von Großarmenien, eine Stadt von 80.000 C-ülwohoer", schon zu Römeizeiten eine Ftstuoa,, ist voll i^alum 26 Meilen, »^i Kars »8 Mnlen. l>riwan, das die Russen eist in dem PaSkewitsch Fciozug von 1828 2'» clodcrtcn, ist von Tisiis, der Hauplstact von Georgien nnd dcm Litz d«r taula. ftlchcu Negiciung, dein Hal,p!!NlUNlionömagazi»e m>l Zeughaus, Arliellelie. und anderen mililäiischen Werk stallen, 2"l Meilen entfer»t. Achalzik, die bedeuteode Festung von tlw,l 12,000 Einwohnern, die Paske. wll^ä' l8,ift uahm uud oie im Fiievrn vox Adria >N'ft.l an .'>iußla„d adg'lreten werden mußte, ist 21 'Mil,» von Tlftii, ll,llcllU, Ninnut »nan oiest Zah leu zum Anhalt, so wird man eine Vorstellung von 0cm Terrain bekommen, dab der Schauplatz des ge-genwältigen asiatisch^allüasischen Krieges ist. I Die „Trieste: Zeituug" bringt unter Anderm folgende neueste Nachrichten aus der Levante mittelst des LloyddampferS „Australia". Äm 22. halle s«ch Loib Stratford de Retclisse, begleitet vou dem Admiral DundaS und samnulichen Befehlshabern nebst vielen höheren Officierell der bri» tischen Schiffe, an Bord des Dampfere „Infterible" vou Therapla nach dem Palaio vou 3scheregan bege-. beu, um deu Admiral u.id seinen Stab dem Sullas oorzusteUen. Lord Stratford sprach bei diesem kn« lasse: Indem ich Ewr. Maj. den Admiral uud di, Hauptleuce des Geschnaders rorsteUe, welches meine guädlge Mouarchiu auf den Wunsch Ewr. Majestät uud im Eliiklang mit dem Kaiser der Franzosen, dem mächtigen verbündeten Ihrer britischen Majestät, gesendet hat, um die Rechte und dle Unabhängigkeit dieses befreundeten Reiches zu schilpen, elfüUe ich eme ebeu so ehrenvoUe als erfreuliche Pst'chc für Sie u»d mich. Ihre Gegenwart bei einem so außerordentlichen Anlasse zeigt, wie weislich Ew. Majestät und Ih'e Regierung die Freuüdschast der brit. Nanon gewürdigt, uud auf deren Sympachie gerechnet haben-Solche etelmülhige Gesinnungen, die zugleich so eifrlg dahiu strebeu, di« Fieundschafc belder Staaieu uoch mehr zu befestige», mnssen uoch ln hohem Grade durch daS gerecht« u»d tlltlichtete Wohlwolle» , das in dcr Verwaltuilgspolltik Ewr. Vaj. so sehr hervor» tritt, gesteigert werden. Die brilisclie Regierung wird uichl nul ,n der erfolgreichen Anfrechlhalcung eincs großen europäischen Princips deu Lohn für so vigend eine andere Macht, die Hoheit?' rechte Ewr. Majestät und die Unabhängigkeit Ihres Reiches feststellen würd,. EiütN solchen Frieden so-bald als möglich zu erzielen, ist, wie ich vorausseNeu darf, der lebhafte Wuusch Ewr. Maj., so wie er der aufs Eifrigste von Ihren Verbündet««» empfohlene Punct ist. Ich würde glücklich seiu zu vernehmen, daß dieser Gegenstand bei den Ministern Ewr. Maj. im Geiste einer beständigen Mäftigung gebührend gewürdigt uud lebhaft ermuntert wmde. Der Sulla» sprach hierauf Euglaud deu Dauk für die vielen Beweise des WcchlwoUeue aus. „Wao deu Friedeu bel'iffc", sagte er. „so wünscht meine Regieruug «hu ebeu so sehr, wie jede andere, wen» er ehrenvoll und verträglich mit memeu Hol)eil5recl> teu sei» wird." Die Audienz dauerte über e«»e Stuude. Zugegen wareu der ?^inister des Äuswäll tlgeu, dcr Dragomau des Divans und der Eluführer der Botschafter. Der engl. liontreadmiral Sir Edmund Lyons «st am 24. Nov. an Bord des Dampfers „Terrible" in Constautinopel eingetroffen. C> e "j.27^ Seelen auf l6 Quadratmeile». Das Küsteuland blldec deu Sprengel eines Ober: landesgerichtS in Triest, welchen baS Laudesgericht zu Triest, dae. Ha»delS» Uüd Seegericht in Triest, dl« Kreisgerichce iu Gdrz uud Noviguo unterstellt werden. Der Spreugel des LaudeSgerichtS zu Trieft um» f.ißl die Sladc Tri.st mit ihrem Gebiete, dann die, Bezirke Sessana, Come» im Gorzer Kreise, uud die Bezirke Capo d'Istlia, Pirano, Casteluuovo u»d Vo« loeca >m Istrianer Kreise. Das Hanoelvgericht zu Triest hat als solches den gleiche» Sprengel, w»e das Laudeogerichc zu Triest. als Seegelichc erstreckt fich seine Gerlchlsbaikeil über das ganze Küfteülaud. Die Klosgerichle zu Görz und Novigno sind zugleich Haudelsgerichte für rz ge» höre» dle Bezirke Görz (Stadt und Umqebuuq), Flltsch, Tolmein, Kirchd«im. Canale, Haideoschafl, Hormons, Gradisca, Cerplguano und Moufalcoue. ?um Spreugel des KreisgerichteS zu Roria.no gehöre» die Bezilke Rovlguo, Pingueute, Pola. Vl'ou» toua, Blije, Pareozc», Diguano, 'Alboua, Pljnw, Cheiso, Veglia und Lussi». Da i>n Gorzer uud Istiiauer Kreise keine eige, ueu Untersuchuugsgerichce über Verbrechen und Ver« geheu bestellt werden, so hat jeder GerichcSbof nur für deu Umfang sel»er städtisch delegirten V>zlltege» richte, sonst jedes Bezirksamt als Bezirksgericht für seiueu Bezirk diese Uucersuchungeu zu pflege». HOien, 6. Deconder. Se Maj. d<>r Kais,r h''t ciucn »euen StudlelipUin für dlis M^gist ,iulN d.r Pharmacie an oen Universitate» >n Wien, Pra><, Pesth u. Kiakau geneh'nigl. Nach d.mseld^n ist zuul ^sintlittc in d.,s pharm^ceutiichc Sluci^m, «im das Magisterium z« erlangen, ein gutes Zeugniß übcr die an eiritni Unler^vmn^ssum adk'!vi»l.n Studl.N erforderlich. Ueberbieß muß dir Eintlelendl ein,» iiehldlief über Phalmacit nach der Gr.mial.Or0' inmg besitzen und zwe, I.ihle in em.r Apolhek.» als Gthilf, gtdilnt h,l>^n. Der Stutiencurs dainrr zwei ahre. De, (i.odidal hat drei strenge 'prüiunMi zu beslehe». Ph.nmaccullN, welche den iitlnculs im I. l852 und l8>3 vollendet !>,ben. löonrn die Prü. fl,ng»>n noch nach den irühein Bestiinnnmgen ab« lege». — Das Ilistizministeiium hat anczeordnet, daß Auszüge aus d»n Üaudt'Neltl u»0 Grundbüchern, u»d koschriiten der in die Uikuudenbucher cm„tl>a, a.encn oder in den Sammlungen ausbewahlten Ur-kuüden, in su weit sich dieselbeu auf d.,s Eigenthum, den Uisilz- oder llastenstand beziehen und zur wrulld. >age einer cnundöüchcrlickcn llöschluig ode< Eiolra^ auiig gedieut h^ben, auch über ein bloß mündlich bei dem Director der Ülindlalel oder dem Grund» buchsiührer gest.lltes B.g.hren au5zufeltlg»n j»nd. — D>e Mannschaft des in unserem Diustagblatte erwähnten grlichlschen Schooners „Ira" halt« fich m d,e Bucht vou S- Vorlolo. iu d«r Nähe oon liapo« dlstria. gerettet, wo sie bei Fischern d,e gastlichste Aufnahm, faud. Mittlerweile hatte das s. t. Hafen« amt , Statt — Aus Anlaß der Rrgulirung der Zollämter an der böhmisch, preußische» Gränze wuroen nun auch, und zwar mit l. Ianurr 1854, die Zollämter Scheokenhahn, FriedrichSthal, Liebmau uud PelelS-dorf ansgelöSl. — Zwischen Preußen und Rußland werden in diesem Augenblicke Verhandlung'» sttpsioge". die den Eiftnbahnan,chluß bet^ess.n. Die Ü850 zusammengenommen, haben von dem unterirdischen Lame der Poik im Ganzen 2765 .Nlalter. das ist über l^ Meile, kennen ge> lehrt. Leider ist dieß aber noch keine ununterbrochen zusammenhangende Strecke; von der Einmündung der Poik bei Adrlsberg bin ich 500 Klafter vorge- dnmgen, in der Piuka Iama 555 Klafter, von Planina dem Flusse aufwälts !7lO Klafter. In der 'Piuta Iama ist auf» oder abwärts kein weiteres AurdtMstn, möglich, weil die Fclsenwände tief unter den Wasserspiegel herabrcichcn. An den Endpuncten der Fahrt von Adelsberg und Planina ist vielleicht del außerordentlich kleinem Wasser es möglich noch welter i" kommen, weil ich die Decke nicht ganz auf dm, Wasserspiegel aufliegend fand, obschon so tief hcrabre.chend, daß Verhältnisse beschranken. Nach meinen Baromctcrmessuna.cn (welche Herr Ln° cas, Assistent der k. k. meteorologifchkn Central-All' stall, zu berechnen die Güte halte) ergeben sich fol« gende Seehöhen: Altenmarkl..........1823 Schncberqer Thal (Wasserspiegel dls Oberch bei der Schneedcrgcr Mühle) .... l?87 Zirknitzer Thal.........»750 St. Kanzianer Thal ^.......l584") Planina...........»450 Oder. Laidach.......... 889. Der ununterbrochene Fall der Becken von Pod> laas und Laas, Altcnmarkt, Schnccblrg, Zirknitz, St. Kanzian, Planina bis Laibach, ist außer allem Zweifel, und die Niveau Verhältnisse sind zum Theil sehr bedeutend verschieden. In früheren Zeiten widmete man leider den Gipfel» mehr Aufmerksamkeit als dm Uebergangsplmctcn der Gebirge und den Thalern; von ersteren haben wir Messungen genug, von letzteren viel zu wenig und so ist mir denn auch vom Schneeberger Thalc keine frühere bekannt ^*). In dcr Gcgcnd selbst zweifelten Viele sogar, ob das Thal höher liege als der Zirknitzer See und meinten, das Gewässer finde unter drin Schncebcrge hin seinen Abfluß (!) Mcine Messung crgil't eine Niocau-Differenz von 37 Fuß zwischen beiden Thälern, und die Korrespondenz des ooen verschwindenden Obcrch-u»d drs unten hervorkommenden Seebachcs ist gar nicht zu bezweifeln. 166 Fuß fällt das Wasser dann unter dcr Erde aus dem Zirknitzcr.Sec, bis es im St. Kaziancrthal hervorbricht. Von do bis Planina wieder l-14, von hier bis Ober-Laibach aber 5tll Fuß. Der Fall ans dem Echneebergerthal bis in das Laibachcr betragt demnach nicht weniger als 908 Fuß! (Schlusi folgt.) Theater. In den verflossenen Abenden wurden uns zwei Novitäten vorgeführt. Zum Vortheile des Frl. Galliano „Die M är ch c n dcr Königin v 0 n N a-uarra", nach dem Französischen des Scribe bearbeitet von B. Daoison. Leidet auch dcr erste Act a« einigen Längen, so sind dic folgenden doch reich an äußerst pikanten Situationen, und die feinangelegten nnd gut durchgeführten Hofintrigucn erinnern an das »Glas Wasser«, obwohl wir den „Märchen" noch den Vorzug gcbcn würden. Die Titelrolle gab d,c beliebte Bcncftciantin Frl. Calliano mit der ihr .igenen Liebenswürdigkeit und Anmuth, die an die sem Abende Alles ausbot, sich der ungetheilten Gunst des Publicums auch würdig zn zeigen. Der freundliche Empfang beim ersten Erscheinen der belicbtcn Künstlerin steigerte sich von Scene zu Scene; reicher Beifall, mehrmaliges Hervorrnfen, und znm Schlüsse eine Menge Blumenkränze nach wiederholtem Her-uorruf bildeten einen wahrhaften Triumph, de« dai Publicum seinem Lieblinge Frl. Galliano für die ausgezeichneten Leistungen darbrachte! — War aucl) Hr. Stephan als Carl V. etwas zu ältlich; — denn Carl zählte nach der Schlacht von Pavia erst 25 Jahre, — so müssen wir uns mit seiner Darstellung im Ganzen doch einverstindrn, und dieselbe *) Diese Messung nach einer gefälligen Mittheilung des Herrn Ober-Ingenieurs Wcl'er zu Mcumil). **) Senuner, Zusammcnsicllimg der bisher gemachten Höhlii-messiiüg.'u ii, Krai» n., Jahrbuch der gculogischcn Ncichiü-_______cmttalt lt<5l. S. «4. als eine gelungene erklären, und der ihm gezollte Beifall war ein verdienter. Auch Frl, BIum lach-ner gab die „Eleonore", diese zarte Weiblichkett, mit liebenswürdiger Naivetat und Anmuth, sowie Frl. A dels heim als »Isabella« befriedigte. Nicht min. der gelungen gab Hr. Mayer die zwar kleine, aber heitere und markirte Parlhie des „Babiec^a«. — Hr Kleemann hatte leider den „Franz 1.« vollkommen vergriffen Franz ist uns zwar aus der Geschichte als ein aufbrausender Charakter bekannt, doch bleibt er stets ein französischer König, und zwar eben derselbe König, der zu dem verfeinerten Hof» staate in Frankreich den Grund legte; Hr. K l e e^ mann machte daraus einen polternden, lärmenden »Mann aus den untersten Schichten des Volkes", weßhald eine nähere Beleuchtung dieser Vorführung uns überflüssig scheint. Die historische Persönlichkeit Franz I., dlr seinem ritterlichen Wesen nach dem scheid denden Mitlelaltcr angehörte, während seine Liebe für Kunst und Wissenichasl ihn an die Spitze der hereinbrechenden neuen Zeit stellte, ist Hrn. Klee» mann jedenfalls gänzlich unbekannt. Hr. Graube konnte als »Qualtinara" ebenso wmig genügen, als feiner Zeit als »Bolingoroke«; dassl lbe gilt vom Hrn. Fels. — Das Haus war stark bejucht, und das Pul'Iicum ließ sich durch dic letzlgcilanntcn unbefrie» di^endcn Leistungen nicht störcn', dm Erstgenannten verdienten Beifall zu widmen. Ein.» abermaliqr Production cürfte trotz der gerügten Mängel sich eines zahlreichen Bcsliches «rfrcuen. »Die drei Eichcn" von F Kaiser sind eine freie Bcarbeilimg dcr gleichnamigen Novelle des zu früh verstorbenen Novellisten Lcntncr. Die Zeich, nnng der (ihal^ktere, die Handlung salbst, die Grund» idee, sowie eine Fülle schöner Gedanken znchnen die» ses Stück vortheilhaft aus, und die Darstellung kann eine befriedigende genannt werden. Vor Allen war Hr. Mayer (Volkncr) ausgezeichnet. Die Ge, müchlichkctt, das tiefe Gefühl und die reine Natnr» licbknt dieses Charakters wlnden mit ergreifender Wärme und vollster Lebensfrische von diesem treff. lichcn Schauspieler vorgeführt. Die komische Würde des Orts'ichtcrs und die erheiternde Laune des stets durstenden, al'er ehrlichen und gemüthlichen „Streng, mann" fand in Hrn. S cho l z cincn wackeren Darsteller. Hr. Bl u m la ch ncr, der als ein fleißiger und strebsamer Schauspiclcr bekannt ist, befriedigte sicherlich als „Kurzclbach," wenn wir auch manche Scene mit geringerem komischen Colont vorgeführt sehen wünschen. Hr. Stephan und Hr. Fels, sowie Fr. Vanini und Frl. A d e lsh c in, aenüglen ; wcnn anch hic und da ei» zu schwaches Mcmoriren demtrkdar war. Hinsichtlich dicscs Pnnctcs werden wir bci nächster Gelegenheit auslühilich^r spn'chen, — das Memm iren ist oaö AB (^ der Darstellung. — Im G.m. zcn war >nan mit dcr Produ tion zusrn'den gestcllt. AIs der Theaterzettel Gntzkow's „Uriel A cost a« ankündigte — wir sprcchrn es offen aus — h gten wir keine erfreulichen Erwirtungcn. Nach den mei» stcn dcr bisherig n Lcistlin^cn des Hrn. Klcema» n, und insbesondere scit seinem „Franz l.« im obigen Stückc, waren die ErwartlMgei, grwiß sehr herab-gestimmt. Desto angenehmer ist cs uns zu sagen, daß Hr. Kleeman» als »Acosta« mehr geleistet hat, als wir erwarteten, War scine Darstellung auch keine den höheren .»lnfordernngcn der Kunst entsprechende, so befriedigte sie doch die bescheidenen, und einige Scenen waren wahrhaft durchdacht. Ain Schlüsse des vierten Actes wurde er durch Hervor-rnf ausgezeichnet. Es gereicht uns in der That zu wahrer Befriedigung, e noch übrigen Mitspielenden, welche zwar nur secun> däre Nolle» batten, entspracheil ebenfaNs nicht. Da jedoch dic Hnlpsp'irthien den bescheidenen Aüsprüchen genügten, so können wir cs wiederholen, daß diese Vorstellung unsere Erwartungen Übertrossen hat. Dr. li. . - Drnck und Verlag vou I. v. Kleinmayr und F. Vawberg in «aibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: I. v. Klein„»ayr m^ F. Vamverg.