Nr. 91. Samstag, 23. Apnl 1898. Iahlganz 117. OMllcher Leitung. °,n.^ """ionspreis: Mit Pllstverstndung: ganzjährig fl. 15, halbjährig fl. 7 50. Im Comptoir: l,.i 2F' "' halbjährig fl. 5-5U. Mr die Zustellung in« Hau« ganzjährig fl. i. — InsertlonSaebür: Für """e Instate b!s zu 4 Zeilen «5 tr,, größere per Zeile L lr,- be! öfteren Wiedel!,o>»Nssen per Ze,le 3 lr. Die «llaib. Zig.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage, Die «b«lnlftr«ti,n befinbtt slch Congrcssplah «r, ^, die Redaction Narmherzigeraasse Nr. 15, Sprechstunden der Redaction von 8 bi» !l Uhr vor« lnülaas, Uüfrlixsierle Briefe werben nicht angenommen, Manuscripts nicht zurNckgeftellt. Amtlicher Theil. y„ Seine k. und t. Apostolische Majestät haben mit "^höchster Entschließung vom 9. April d. I. dem " der Vczirkshauptmannschaft Teplitz als Steuer-Ment in Verwendung stehenden Finanzrathe Io- Mnn Wrzal das Ritterkreuz des Franz-Iosef-Ordens '"ergnädigst zu verleihen geruht. y Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. April d. I. dem ^o.llzei-Official der Wiener Polizei-Direction Wendelin in^ hässlich der von ihm erbetenen Versetzung vi?r? dauernden Ruhestand in Anerkennung seiner ,'Mllgen, pflichttreuen und zufriedenstellenden Dienst-^ Ulng den Titel und Charakter eines Hilfsämter-ectlons-Adjuncten allergnädigst zu verleihen geruht. Thun m. p. "erorduung des k. k. Finanzministeriums vom ^. 19. April 1898, best, ^' den Monat Mai 1898 das Aufgeld »unlnit wird, welches bei Verwendung von Silber öur Zahlung der Zollgebüren zu entrichten ist. 25. n?^ Bezug auf Artikel XIV des Gesetzes vom ,^' -Uicu 1882 (R. O. Bl. Nr. 47) wird im Einver-siir?" '^ ^'" tönigl. ungarischen Finanzministerium für ? Geltungsbereich des erwähnten Gesetzes und denie,' ^"lM Mai 189« festgesetzt, dass in und ^/? Fallen, in welchen bei Zahlung von Zöllen statt ?^ebüren, dann bei Sicherstcllung von Zöllen k»,., ^ Goldes Silbermünzen zur Verwendung "Ur ck?' -'" Aufgeld ""n 19 5 pCt. in Silber zu ^" lst. __________ Kaizl m. p. drucks? ^' AP"! 1898 wurde in der l. l. Hof. und Staats-Nusaal.. 6 XVlI. Stück des Reichsgeschblattes in deutscher "^' «usgegedeu und versendet. Hl. 55 Z"be enthält unier u»e ^erordnullg der Ministerien der Justiz, der ssi. nnzen und des Handels im Einvernehmen mit dem ^"'len^echmmgshofe vom 15. März 1«W, womit für lekt ^^ und Sleuerämtcr (Finauzcasseu), insofern ^j^" "le deposilennmtliche oder die depositen- nnd Waisen« 5?,.. , Cassegcbarung besorgen, der Vorgang bei der "Zerlegung ciuilgerichtliäier Depositen und bei Ein- u"v""seniu die gelneinschaftlichen Waiscncassen festgesetzt !n d ?^ ^"fnhreu hinsichtlich der verschlossen einlangenden Wertsendungen geregelt wird. Nichtamtlicher Theil. Der spanisch-amerikanische Conflict. Der spanisch-amerikanische Conflict wird in allen Wiener Blättern eingehend behandelt. Ueber den spanisch-amerikanischen Conflict äußert sich das «Fremdenblatt» dahin, dass Spanien nunmehr um seiue Ehre kämpfe und keine weiteren Zugeständnisse machen könne. Welche Rückwirkung der Krieg auf die inneren amerikanischen Verhältnisse haben werde, lasse sich nicht ermessen. Einen demokratischen Freistaat von der Größe und Macht der Vereinigten Staaten habe es noch nicht gegeben. Es fehle daher jede auf Erfahrung basierte Berechnung, welche Folgen es nach sich zieht, wenn ein solches Staatswesen die Bahnen kriegerischer Politik betritt. Es sei zu bezweifeln, dass sie für die inneren Angelegenheiten vortheilhaft sein werden. Das «Vaterland» schätzt die Chancen des Krieges ab, der nun unvermeidlich geworden sei und meint, für den Anfang sei die Uebcrlegenheit Spaniens zu Land und znr See kanm zu bestreiten. Erst bei längerer Dauer des Krieges wiege die größere Macht und die finanzielle Kraft der Union entschieden vor. Spanien sei nicht imstande, die Verluste, welche der Krieg unter allen Umstünden mit sich bringt, rasch wieder zu ersetzen, während die Union dies mit Leichtigkeit thun kann. Aber trotzdem sei der Kampf für Spanien nicht hoffnungslos. Trotz der Scheu, welche jetzt die europäischen Großmächte vor der Union zeigen, können Umstände eintreten, wo vielleicht doch Spanien nicht mehr allein steht im Kampfe um sein gutes Recht. Die «Reichswehr» vertritt die Anschauung, dass eine allgemeine europäische Intervention berechtigt gewesen wäre, da es sich nicht um eine Streitfrage zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten handle, sondern die Angelegenheit ganz Europa betreffe, gegen Welches Amerika den schwersten wirtschaftlichen Kampf schon feit Jahrzehnten führe. Eine einmüthige europäische Intervention, die auch ein wenig die eiserne Faust gezeigt hätte, würde in Amerika gewiss Eindruck gemacht haben. Die «Wiener Allg. Ztg.» schreibt u. a.: Schon die Natur des Seekrieges macht diesen langwierig; erwägt man dazu die oben dargelegten Stimmungen und den Charakter der zwei streitenden Nationen, dann wird man erkennen, dass die Welt vielleicht für eine lange, bange Zeit hinaus oft und oft von traurigen, blutigen Scenen vernehmen wird. Zahlreiche irreguläre Truppen werden da und dort kämpfen, Freischaren und Corsarcn werden mitwirken — man kennt die fürchterlichen Schrecken, die von solchen Horden zu erwarten stehen. Kein Krieg im alten Stile wird dieser spanisch«amerikanische sein, sondern etwas fast ganz Neues, ein Guerillakrieg mit allen «Errungenschaften» der jüngsten Technik, ein Krieg modernster Art, aber mit all der fürchterlichen Indianer- und Flibustier-Romantik, die man aus vergangenen Zeiten kennt. Nur noch wenige Tage trennen uns von dem Ausbruche der Feindseligkeiten, in deren Verlauf man sich auf die merkwürdigste» und schrecklichsten Ereignisse gefasst machen muss. Die «Neue Freie Presse» bemerkt zur spanischen Tronrede: Die spanische Tronrede ist eine von einem starken patriotischen Zug durchwehte Antwort auf die Washingtoner Congress - Resolutionen und den anscheinend geflissentlich beleidigenden Ton, welcher darin angeschlagen wurde. Sie sagt deu Amerikanern ernste Wahrheiten über den Vorschub, den sie dem cuba-nischen Aufstande durch die Frcibeuterzüge geleistet haben, und bekundet den unerschütterlichen Entschluss, zur Vertheidigung der Ehre und Integrität Spaniens die äußersten Opfer zu bringen. Positive Vorschläge bietet die königliche Botschaft nicht. Die Dinge dürften ihren Verlauf gehen, und fo stünde denn die Welt am Vorabende eines Krieges, der, wie er auch enden möge, beide Theile mit schwerer Verantwortlichkeit vor der Geschichte belastet. Ist Spanien gewiss nicht von tragischer Schuld freizusprechen, so kann anderseits die amerikanische Union nicht von der sittlichen Schuld einer Kriegspolitik gereinigt werden, welche jedes idealen Zuges entbehrt. __________ Aus Kanea. Man schreibt aus Kanea: Die Admirale und der Gouverneur der Insel haben einen Versuch unternommen, eine Annäherung zwischen der christlichen und muselmanischen Bevölkerung herbeizuführen. Die Admirale und Ismail Pascha begaben sich an Bord Feuilleton. 3er Graun, votn Ool'öe. Roman von vrmano» Vandor. Hanchi^ '^"le des Patriciers Senator Vartholby in ""fgereatss ^c ^^ den frühen Morgenstunden ein ^"schich i,'""^" ""d Treiben. Das ganze, große, freund^ ^m?""s "ar voller Gäste. Sogar die ^tübchcn i, ^""sarden ""^ die vielen altmodischen Gericht«/ Huttcrhause waren zu Fremdenzimmern °er 3üu,^s""r Scharen der von allen Richtungen ^hdeni w ^beiströmendcn Gäste zu fassen. Und H°l emquXrt"rdm.^ °"'' ""^ "" H""rg" ^ch von^n^. des schönen Hauses, das sich sonst ^bartiae ?? Einfachheit auszeichnete, war iu eine Aschen m„s""gcrle verwandelt. Guirlanden au« !M die 3? 2M" sich von hüben nach drüben, ?lchthum . ^r ""d Boudoirs glichen in ihrem Autnendec.^!- herrlichen Bouquets und anderen ^^)nenst^ ^"" den Empfangszimmern großer ^ Und^.A ^"'k" und Osficiersburschen rannten tappen '°"; gliche Kammermädchen huschten die ^igen N'""d hinunter, und bei all dem ge- ^' betäubiX Ml'", ""uhigen Getriebe lag in der ^ r"s so ./"e," V utcndu ten durchsetzten Atmosphäre 5Zs sich cw„5^"^ - man fühlte gleichsam, ^MM "tw"s vorbereitete, irgend etwas Grches, ' "was von schwerwiegender Bedeutung. Dem war in der That so. Die einzige, schöne, vielumworbene Tochter des Senators Bartholdy zweiter Ehe verheiratete sich heute mit dem Premierlieutenant Grafen Satten — Grafen Botho von Satten — dem Adjutanten Sr. Majestät des Kaisers. Senator Julius Bartholdy hatte aus seiner ersten Ehe zwei Sühne und eine Tochter. Der älteste Sohn, Ferdinand Vartholdy, war, der Tradition des Hauses folgend, Kaufmann geworden und bereits als erster Procurist der Firma thätig. Der zweite Sohn, Theodor, hatte studiert, in München seinen Doctor-und später den Professortitel erworben. Die Tochter war seit Jahren an einen Bremer Handelsherrn verheiratet. Das Haus Vartholdy hatte einen Weltruf. Es beherrschte iu mancher Beziehung den Weltmarkt. Es hatte seine Filialen in London, Paris, Newyork, Bucnos-Aires, Sansibar, Kalkutta und Nagasaki. Die erste Gattin des Senators war eine Hamburger Patricierstochter gewesen. Die Herkunft der zweiten Frau war der Welt dunkel geblieben. Er hatte das schöne junge Weib von einer Reise aus Indien mitgebracht. Einige behaupteten, sie sei die Tochtev eines iudischen Fürsten. Andere wollten wissen, sie sei in einem Modewaren-Geschäft in Kalkutta als Ladenmädchen angestellt gewesen. Die letztere Behauptung gehörte allerdings m das Reich müßiger Phantasien. Sie hatte nichts von cmem Ladenmädchen an sich, die wunderschöne, graziöse Frau, die fast den ganzen Tag, in kostbare mdlsche Stoffe achüllt auf ihrem Diwan lag und vor sich hinträumte. Die sanlmetdunklcn, verschleierten Augcu, in denen immer eine Frage zu liegen schien, gehörten sicherlich keinem Wesen an, das einst selbst in den Schranken des Daseinskampfes gestanden hatte, und die weichen, mattgclben, schmalen Hände hatten gewiss nie etwas anderes gethan, als Blumen gebrochen und den Fächer geschaukelt. Du lieber Gott, was war das für ein Aufruhr in der Familie gewesen, als Julius Bartholdy diese Indierin heimbrachte! Wie hatten sie die Hände über den Kopf zusammengeschlagen, die Hambnrgcr Verwandten und die damals bereits erwachsenen Kinder, und gezetert über solche Frau Bartholdy und solche Stiefmutter! Die Frauen der Bartholdys waren von jeher nicht nur vornehme Repräsentantinnen des Patricier« Hauses, sondern auch tüchtige Hausfrauen nn wahren Sinne des Wortes gewesen — Hausfrauen, die sich nicht scheuten, selbst nach dem Rechten in Küche und Keller zu sehen, die genau Buch über Ausgaben und Einnahmen führten und die das Soll und Haben in ihrem engen Kreise ebenso correct und sorgfältig überwachten, wie die Herren in ihren Comptoiren. Und nun dicfe Indierin in das alte Patricier« haus! Diefes träge, schläfrige Wesen, das fast nie die Schwelle ihres mit orientalischer Pracht ein. gerichteten Gemaches überschritt, das sich um nichts, aber auch gar nichts kümmerte, das nichts anderes that, als sich baden und ankleiden und von der morgenländischen Dienerin, die sie mitgebracht hatte, auf der Laute vorspielen und fremdtönige Lieder dazu spielen ließ. Was wäre wohl aus dem geordneten Haushalt geworden, wenn Mathilde, die ersteheliche Tochter des Senators, nicht dagewesen wäre! Das war eine echte Vartholdy, haushälterisch und schaffensfroh, eine Patriciern: und zugleich eine fupertüchtige Hausfrau. (Fortsthung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 91. 720 23. April 1898. des «Camperdown» nach Kandia, um die dortigen christlichen Insurgenten zu bewegen, dass sie von den Bergen herabsteigen und sich wöchentlich einmal mit der muhamedanischeu Bevölkerung auf dem Markte begegnen, wo ein wechselseitiger Warenaustausch stattfinden könnte. Hiedurch ließe sich wohl auch allmählich eine Versöhnung der feindlichen Elemente bewerkstelligen. Ismail Pascha gab vor den Admiralen die Erklärung ab, dass die Muselmanen zu der Begegnung herbeikommen werden. Als jedoch am bestimmten Tage die Christen, begleitet von einer englischen Escorte, mit ihren Waren auf dem Orte der Zusammenkuuft ein« trafen, hielten sich die Muselmanen fern. Später haben sie sich auf den Hügeln oberhalb Kandia gesammelt, ohne jedoch eine Annäherung zu wagen. Zweihundert von ihnen, unter den Notabel« ausgewählt, näherten sich schließlich nach gewissen Versicherungen Ismail Paschas den christlichen Insurgenten, wobei es zu wahrhaft rührenden Scenen, gegenseitigen Umarmungen und Austausch von Freuudschasts-Erklärungen kam. Wenn man auch dieseu Thatsachen keine große Bedeutung beilegen will, kann man doch hoffen, dass sich auf diese Weise eine wahrhaftige Versöhnung der beiden Elemente anbahnen liehe. Bei dieser Gelegenheit haben die Admirale im Einvernehmen mit den türkischen Behörden einige wichtige Anordnungen getroffen. Es wurde bestimmt, dass der Eordon der Vorposten ringsum Kandia künftig ausschließlich von regulären türkischen und englischen Truppen mit Ausschluss von Baschibozuks, welche stets Conflicte hervorriefen, gebildet werden soll und ferner, dass die Baschibozuks überhaupt heimgeschickt und eine neue türkische Gendarmerie gebildet werden soll. Politische Vleverstcht. Laibach. 22. April. Die Ausgleichs - Vorlagen werden von den Blättern eingehend besprochen. Das «Vaterland» beschränkt sich vorerst über den Inhalt der Vorlagen nur zu sagen, dass ihm daran mancherlei gar nicht gefallen wolle, aber der Inhalt trete einstweilen zurück, so lauge das Abgeordnetenhaus nicht Miene mache, die Vorlagen ernstlich in Berathung zu zieheu. Die Situation sei jetzt die, dass durch die Einbringung der Vorlagen den Ungarn die Möglichkeit geschaffeil wurde, dns Ausglcichs-Provisormm auch noch in das nächste Jahr hinein zu verlängern. Dauere die Obstruction fort, so bleibe der bestehende Ausgleich mit all seinen Ungerechtigkeiten noch im nächsten Jahre aufrecht. Es sei nun die Frage, ob die Parteien der Rechten oder ob die Obstructiousparteien die von beiden Seiten behaupteten Ungerechtigkeiten des bestehenden Ausgleiches länger zu ertragen vermögen. Die Ungarn seien auf alle Fälle gedeckt. Das «Wiener Tagblatt» macht auf die Opposition aufmerksam, welcher der Ausgleich im ungarischen Parlamente begegnet, namentlich seitens der Kossuthftartci, welche behauptet, dass Ungarn durch den Ausgleich belastet werde. Wahr sei es, dass der Ausgleich der Bevölkerung beider Neichstheile schwere Opfer auferlege, allein wcnu der Ausgleich uicht zustande käme, wenn Oesterreich und Ungarn selbständige, durch eine Zollinie getrennte wirtschaftliche Gebiete bilden würden, wenu die Einheit des Geldwesens auf- hört, Oesterreich und Ungarn getrennte Centralbanken uild Notenemissions-Institute einrichten, glaube man, dass in diesem Falle die Steuern in Oesterreich und in Ungarn leichter werden könnten, glaube man denn, dass es dann in Oesterreich und in Ungarn nicht zu eiuer drückeuden Erhöhung der Bier-, Zucker« und Spiritussteuer kommen werde? Auch bei einer wirtschaftlichen Trennung der Monarchie werde dies ohne allem Zweifel geschehen. Nur werde die Last bei dem wirtschaftlichen Niedergänge beider Theile noch viel schwerer auf die Bevölkerungen drücken. Im Ab geordneten hause beantwortete gestern Seine Excellenz der Herr Iustizminister die Interpellation des Abgeordneten Pradc, betreffend die angeblich ungesetzliche Linmengung des Justizministeriums, durch welche die Unabhängigkeit der Rechtspflege und des Nichterstandes gefährdet worden fei und constatiert, oafs er anlässlich des Falles, in welchem beim Kreisgerichte Neichenberg der Gebrauch der böhmifchen Sprache bei der mündlichen Verhandlung einer Wechselklage mittels Senatsbeschlusses unstatthaft erklärt wurde, au dieses Kreisgericht ciuen Erlass gerichtet hat, welcher jedoch in keiner Weise das Meritum des erwähnten Beschlusses berührt. Er halte es für feine Pflicht, im Interesse der Wahrung der Unabhängigkeit des Richterstandes denselben nach jeder Richtung hin von nationalen und politischen Kämpfen fernzuhalten. Zur Erlassung derartiger Weisungen hält sich der Minister aus Grund des Gerichts-Organisationsgesetzes und anderer Bestimmungen bc rechtigt. Das ungarische Abgeordnetenhaus lehnte gestern mit 151 gegen 22 Stimmen die Anträge Oley, dass die Ausgleichsvorlagen verlesen werden, ab. Dieselben sind an die Seclionen und all den Iustiz-ausschuss zu leiten. Die Nationalpartei und die Volks-partci stimmten mit den Liberalen. Ministerpräsident Banffy erklärte im Laufe der Verhandlungen, die Regierung lege Gewicht auf die dringende, rasche und gründliche Verhandlung der Vorlage. Er ersucht das Haus, keine unnöthigen Schwierigkeiten zu machen. Sodann wird die Berathung des Gesetzentwurfes über das Einkommen der Seelsorger fortgesetzt. Hierauf wird die Sitzung vertagt. Der dem deutfch en Reichstage zugegangene Nachtrags-Etat beziffert sich insgesammt mit 7,767.885 Mark, darunter befinden sich 5 Millionen zur Verwaltung des Gouvernements Kiautschau und eine Million Mark zur Unterhaltung der Postoampfer-Verbindungeu mit Ostasieu und Australien. Man schreibt aus R o m: In parlamentarischen Kreisen hat man diesertage von Unterhandlungen gesprochen, die zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Deputierten Baron Sonnino über dessen even-tuelleu Eintritt in das Cabinet stattgefunden haben follcn. Diese Gerüchte klingen jedoch ganz unwahrscheinlich, denn die Regierung würde selbstverständlich nur dann Anlass haben, sich um die Uuterstützung des geuanuten hervorragenden Parlamentariers besonders zu bemühen, wenn ihre Stellung in der Kammer irgendwie bedroht erschiene. Die Situation ist jedoch durchaus keine derartige, dass das Cabinet Rudini sich ängstlich nach Bundesgenossen umsehen müsste, seine Stellung ist vielmehr eine so feste, dass selbst diejenigen oppositionellen Blätter, die im Erfinden von Kriscngerichten unerschöpflich sind, gegenwärtig dieses uutzlose Spiel nicht treiben. Und so launenhaft sich auch die parlamentarischen Parteien in Italien manchmal zeigen mögen, brancht die Regierung allen Anzeichen nach doch nicht zu besorgen, dass in der Kammer irgendeine unvorausgesehene Verschiebung zu ihren Unguusten eiutreten könnte. Die Budgetdebatte wird sich allerdings, wie dies ja in allen Volksvertretungen regelmäßig der Fall ist, lebhaft gestalten, die Gegner der Regierung werden bei diefer Gelegenheit selbstverständlich alleil Tadel, zu dem sie Anlass zu haben glauben, und alle Verbesserungsvorschläge, die ihnen als zweckmäßig oder gar unerlässlich erscheinen, vorbringen, aber der inneren Lage wird durch diese Dis-cussionen, mögen sie einen noch so erregten Verlauf nehmen, kaum etwas ändern. Ende dieser Woche wird übrigens eine ungefähr zweiwöchentliche Pause in den Arbeiten der Kammer eintreten, welche durch die bevorstehenden Festlichleiten in Florenz, beziehungsweise in Turin bedingt wird. Insbesondere den nationalen Feierlichkeiten in der letztgenannten Stadt wird eine überaus große Anzahl von Deputierten beiwohnen, da in Turin außer der Eröffnung der Ausstellung, dle am 1. Mai stattfindet, auch das Andenken an die vor 50 Jahren erfolgte Eröffnung des ersten italienischen Parlaments am 8. Mai in festlicher Weise begangen werden wird. Das Königspaar, das diesen Feierllch-leiten anwohneil wird, beabsichtigt, bis Mitte Ml M Turin zu verweilen. In Paris fanden gestern nachmittags Confer e n z e n von Functionären verschiedener Ministerlen statt, um betreffs einer Neutralitätserklärung im spanisch-amerikanischen Conflicte zu beschließen und die eventuelle« Folgen zu erörtern-Es verlautet, die italienische Regierung ha^ die Initiative ergriffen zu einem Gedankenaustausch zwischen den Mächten zwecks einer Neutralists-erkläruug. Aus Belgrad berichtet man vom 21. W"l' Die gestern an competenter Stelle bestrittene MeldlW einer gerichtlichen Untersuchung gegen Nikola P"," stellt sich als richtig heraus, indem Pasii eine ""-laduug vor das Gericht erhielt, um wegen P^I^ Vergehens vernommen zu werden. ... Die Agence Havas meldet zn den jiilM" Vorfällen zwischen türkischen und fra"V fischen Soldaten in Kanea, eiu tünG' Soldat hatte mit einem französischen einen Naufh""^' aus welchem sich uahezu ein Handgemenge ^^ Türken und Europäern entsponnen habe. Durch Kaltblütigkeit eines Sergeanten, der den beimchl"^. Posten commandierte, wurde dies verhindert und y die Affaire weiter keine Folgen. - Es verlautet, ^ Polizeidienst in den von internationalen Truppen setzten Orten werde durch europäische Oendarmene sehen werden. Tagesneuigteiten. — (Entscheidung des Reichsgerichts Das Reichsgericht wies die Beschwerde gegen "^,, ^„ bcrusung Löbls als Landtagsabgeordnetcr von ^^"' .',,,tcn nach Ungiltigkcitscrtlärung der Wahl des Abgco" Payer, weil der Laudmarschall des uiederösterrelch' ^ Landtages durch die Einberufung Lübls keine a".^ strativeu Maßregeln traf, sondern lediglich cincn ^H^e des Landtages ausführte, der keine admimstratiuc -o ^ ^., in dem Siuue sci, dass gegen ihn die Iudicatt Reichsgerichtes angerufen werden kann, ab. MtN seinetwillen Roman von M. Lichtenberg. (Schluss.) «Also liebst du Bruno wirklich uicht?» klang es leise wie ein Hauch von Scraphines bebenden Lippen. «Wirklich und wahrhaftig nicht, Mutter!» betheuerte Lilly mit stürmischer Heftigkeit. «Weil ich aber Enrico von ganzer Seele liebe, so haben wir unser Geschick in des Grafen Steinfcls Hand gelegt und er hat mir mit taufend Freuden meine Freiheit zurückgegeben. Denn ich weiß jetzt, dass er mich nie geliebt hat, sondern dass du, um mein Leben zu retten, ihn vielmehr dazu vermochtest, eine eigene, endliche Vereinigung mir zum Opfer zu bringen!» stieß das junge Mädchen impulsiv aus, ihr Haupt lautschluchzcnd an Seraphines Brust vergeud. «War das deuu nicht meine heiligste Pflicht?» erwiderte Scraphine, mit weichem, thränenfeuchtem Blick ihr Kind an sich ziehend. «Aber von wem weißt du denn das alles, Lilly?» «Von Bruno felbst, der hier ist und als er mir meine Freiheit wiedergab, es frei und offen eingcstano, dass es in der ganzen Welt nnr eine Frau gäbe, welcher er sein Herz für immer zu eigen gegeben habe — dich, du meiue über alles geliebte, schöne Mutter!» Und stürmisch umarmte sie die bleiche Frau, der ?« >^«.^ "e unvcrhMe Freude eine leichte Nöthe in die Wangen tr^eb. ^ «Bruno hier?» brach es sich, fast unbewufst, von ihren Lippeu. «Ja, hier, ganz nahe bei dir!» rief Lilly, indem sie dem längst unhörbar eingetretenen und jetzt dicht neben dem Sofa stehenden Grafen Platz machte und zu Enrico eilte, welcher eben an der Thür erfchien. «Für immer und ewig bin und bleibe ich jetzt bei dir, mein heldcnmüthiges Lieb!» flutete es im überströmenden Freudenjubel von Graf Steinfels' Lippen, während er Seraphine wie ein Kind auf seinen Armen emporhob und mit leidenschaftlicher Zärtlichkeit an seine Brust schloss, ihr Antlitz geichsam mit seinen Küssen bedeckend. Seraphine aber war bei dem plötzlichen Klang der geliebten Stimme schneebleich geworden und ruhte mm halb ohnmächtig, nut geschlossenen Augen, in des Grafen Armen, während der kleine Fernando, welcher sich bei Lillys Eintritt mit seinem Märchenbuch in eine Feusternische zurückgezogen hatte, plötzlich den Vater erkennend, mit hellen Iubcllauten auf diefen zusprang und sich kindlich zärtlich an ihn schmiegte. Aber kaum einen Blick hatte Bruno für feinen Knaben. Tödlich erfchreckt dnrch Seraphines jähe Leblosigkeit ließ er die zarte, durch das Uebermaß der Freude völlig übermannte junge Frau mit sanfter Hast auf das Sofa zurückgleiteu, kniete vor ihrem Lager nieder und flüsterte voller Angst ihr zu: «O, so öffne doch deine fußen Angen wieder, über alles Geliebte, damit ich nicht fürchten muss, meine zarte Blume durch meinen wilden, leldei!^ lichen Ungestüm getödtet zu habeu!» «s^emM Da hub Seraphines Brust ein tiefer » °,„d die fanften, weichen Märchenaugen öffneten l / ^„ ruhteu mit ticfiniger Zärtlichkeit auf dem !1 ^lu Manne und dessen Knaben und mit strahlendem^ ^ ihre gesunde Rechte liebkosend auf den locklgen ^ des Kindes legend, flüsterte sie: ., M jetzt «Fürchte nichts, mein geliebter Bruno, H" unsäglich glücklich, und das Glück tödtet nlcht-'^tc «O, gebe der Himmel, dass ich dir d^^ „,jt tausendfach zu vergelten vermag!» rief der . ^lid-Inbrunst, sich voller Zärtlichkeit über «" " "fM «Und diese mir unendlich theure, kleine H"U"- ^a-er fort, die in fchwarzcr Binde ruhende ^ni ^,^ phines küssend, «welche so heldenkühn ""N^ ich ^ Leben rettete, mein ganzes Dasein hindurch w ^Z als mein höchstes Gut lieben und verehren! ^ ^,d hat sie und was hast du überhaupt alles ern^^.^ erdulden müssen um deiucr Liebe willen Liebe willen für mich?» 'kvenAugc" Ein ganzer Himmel leuchtete ihm aus ly" entgegen. flüsterte s" «Mir ist es alles wie ein Traum,» "' .^ ^, ihm zu, «all die Jahre, all das Leid, "' ^ichsa"' Nichts versinkt es alles vor dem einen "^ « ,,idcü, zu dcu Sternen, zur Sonne eiupor>cy" ^^^' überseligen Bewusstsein: Für dcu Gelu'"" ^gcn ich alle Opfer, und was ich auch darum s ^M-hatte — es war um feinetwillen — willen!» k Laibacher Zeitung Nr. 91. 721 23. April 1898. ^- (Die italienische Colonie in Wien.) "m man aus Rom schreibt, ist einem vom Leiter der ^onjularkanzlei der italienischen Botschaft in Wien, Herrn ^annoni, an das Ministerium des Aeußern erstatteten Gerichte über die italienische Colonie in Wien zu ent-nehmen, dass dort über 2000 Italiener leben. Die Mehr-M derselben stammt aus der Lombardei und Venedig "no unter ihnen befinden sich an 95 Procent Arbeiter, le zumeist in den Bezirken Mariahilf und Favoriten wohnen. «. ^ (Erdrutschungen.) Aus Prag wird vom - d- M. gemeldet: Seit einigen Tagen sind infolge des "genreichen Winters und der häufigen Niederschlage in . " Ortschaften Habern, Niederwässig, Nahgen und Zierde ^. bezirke Leitmeritz Erdrutschungen eingetreten. In eumeritz ist das unterhalb der evangelischen Kirche und Mrre gelegene Terrain, welches 23 Joch umfasst, ins u^chen gerathen und befindet sich noch in fortwährender z»?,^""g, wodurch Culturen, Hopfengärten und Wege N k ""^ v"1chvben wurden. In Niederwässig nnd ^ Mn sind gleichfalls mehrere Joch Hopfengärten und i Arund in Bewegung. Die größten Rutschungen sind w, .^^ eingetreten, wo viele Wiesen nnd Ackergründe "ermchtet wurden. m .^" (Socialistische Demonstrationen in iH ^apest.) Der Oberstadthauptmann in Budapest ver- I ntllch^ ein Conllnunique, worin das Eingreifen der sm ^ gegen die socialistischen Demonstranten gerecht-Vei5 s lmo ausgeführt wird, dass ein großer Theil der . yasteten lauter arbeitsscheue Individuen wären, welche ben ^" ^^ socialistischen Partei ausgeübten Tcrrorismus zu ^-- ' "^ unlautere Händel zu führen und Unruhen Melk "' ^^^ Communique bezeichnet die Blätter-,^,^ungen, dass bei dem Zusammentreffen der Polizei . den Denionstrantcn Passanten verwundet wurden, ges "gichtig, und führt aus, dass die Polizei mit allen Die U Mitteln weitere Unruhen verhindern müsse. insol"UsweislM6 der Socialdemokraten wurde nothwendig Leae^l^ Terrorismus der socialistischen Parteileitung u'nuder den anderen Bevölkernngsclassen. der w ^^ Frau des Präsidenten Dole) lina ^^^^ Hawaii ist Amerikanerin und ein Abkümm-6rli?s Präsidenten John Adams. Sie erhielt ihre eines N 6 "^ ^"' Normalschule zu Castine. Während hervor "^^ ^ ihrein Onkel Edward Adams, einem Dole !"^"bm Kaufmann in Honolulu, lernte sie Sandford von 5" ^1" "ncs Missionärs und jetzigen Präsidenten Hawaii, kennen und verheiratete sich 1873 mit ihn«. Nie,7^s.^l.auen "ls Krankenpflegerinnen.) don >,' ^ ^ Kenntnis einer rationellen Krankenpstege Welch/" ^"""l erachtet wird, zeigt die große Zahl derer, selben "^""o des letzten Jahres einen Cursus in der-Londy,, "^'""chen wollten. In einem der großen "'ehr a^ Hospitäler sind während des letzten Jahres die Abts"'^^^ Gesuche von Frauen eingelaufen, die in ^"zutret "^ ^" Ausbildung von Krankenpflegerinnen ^ankei s^ wünschten. In einem anderen Londoner z>vei M ^ wurden in diefem Jahre im Zeitraum von "conatcn mehr als 600 Gefuchc eingereicht. Nes^^^ue Schreibmaschine für Chi-^lliche ^" ^tissionär in China ist auf die höchst son-sttein ^ gekommen, eine Erfindung, die so recht un-^^hue v''^bigen Westen angepasst ist, anch für die balite ei ^^'"^lischen Reiches nutzbar zu machcn. Er Nicht ln>, ^^"'ibmaschine für chinesische Schrift, die nun Ersty»,' "'uerhalb seines Missionskreises das größte l"ngen l^""^' Diese in den neuesten chinesischen Zei-^ Palp. ^?^'^ Vtaschinc ist nach einer Mittheilung ^ss di "bureau I.Fischer in Wien derart beschaffen, Zahl. an k "' °^"' pichen, nngefähr 4000 an der ""Ml» " Bändern von Rädern angebracht sind, die find notln?"? ^"^ "" Durchmesser haben. 25 Räder der Schr? U' "'" "lle diese Zeichen aufzunehmen und druck ei..,I » ""^ s"" Tasten anschlage!,, unl den Ab-l"ird da? F"chens zu erhalteu. Durch die erste Taste leiten wl >. ^^t und durch das Anschlagen der Elches da ^ ^" ^"" betreffenden Zeichen festgehalten, ""s Pai,^" ?"^^ eines sinnreichen Mechanismus auf ^^ vier gedruckt wird. ^ocal- und Prouinzial-Nachrichten. ^ebnisse der Arbeiter-UnfaUversicherung. weiter/n ^ lMMchlichsten Gebarungs-Ergebuisse der .'"gen d,>'^t!^"lmgs-Anstalten im Jahre 1897 ^ Innern ^'"^chen Nachrichten des k. k. Ministeriums - ^llen.m^s'^ sw'v ^^ Nnsall-Versicherung und die !3"unenstcll„ ^"'""6 der Arbeiter» eine vorläufige Zu-^Mgens D<^^' spende Daten bezüglich der Ahnten sind ""^ ""^ b" Unfallstatistik zu ent- Salzburg m'"^" Unfall-Versicherungs-Anstalten (Wien, ^lich d5v s' Vrünn, Graz, Trieft, Lemberg) ein- 3'Hschen ? c berufsgcnossenschaftlichen Anstalt der öster- ""ah,ncn ^""' betrüge« im Jahre 1897 die «"Zinsen ^V'^sicherungs-Beiträgen 8,405.469 fl., ^^llabcn ^'^ fl-, an Strafgeldern 19,020 fl., die Entschädigungen 3,959.837 st., sür Unfall-Erhebungskosten 154.074 fl., für Schiedsgerichtskosten 42.372 fl.. für laufende Verwaltungs-Auslagen 700.437 fl. Die Zahl der Unfallsanzeigen ist mit 69.933 angegeben. Von diesen Unfällen hatten zur Folge und werden voraussichtlich zur Folge haben 882 den Tod, 5018 die dauernde Invalidität, 54.013 die vorübergehende Erwerbs-Unfähigkeit von mehr als vier Wochen. Die tödlich Verwundeten hinterließen 501 Witwen, 916 Kinder, 53 Ascendenten. Mit Schluss 1897 standen im Genusse dauernder Renten 2988 Witwen mit einem Renten-Iahresbezuge von 242.910 fl., 5039 Ander mit 264.539 st., 423 Ascendenten mit 24.454 fl., 1368 dauernd gänzlich Invalide mit 337.529 fl. und 17.070 dauernd theilweife Invalide mit 1,375.419 fl. Was speciell die Unfall-Versicherungsanstalt in Wien anbelangt, so hatte dieselbe im Berichtsjahre Einnahmen an Versicherungsbeiträgen 2,199.739 fl., an Zinfen 252.694 fl., an Strafgeldern 5461 fl.; Ausgaben für geleistete Entschädiguugen 1,027.596 fl., für Unfall-Erhebungskosten 44.910 fl., für Schiedsgerichtskosten 18.453 fl., für Verwaltungsauslagen 203.773 ft. Von den zur Anzeige gebrachten 27.023 Unfällen hatten zur Folge und werden voraussichtlich zur Folge haben 150 den Tod, 2100 die dauernde Invalidität, 3200 die vorübergehende Erwerbsunfähigkeit von mehr als vier Wochen. Die tödlich Verwundeten hinterließen 84 Witwen, 172 Kinder, 10 Afcendenten. Im Genusse dauernder Renten standen 537 Witwen mit einer Iahresrcnte von 54.834 st., 892 Ander mit 58.354 fl., 94 Afccn-denten mit 6921 fl., 228 dauernd gänzlich Invalide mit 68.714 fl., 4768 dauernd theilweise Invalide mit 413.613 st. — (Rückkehr Sr. Excellenz des hoch-wnrdigstcn Herrn Fürst - Erzbischofs.) Seine Excellenz der hochwürdigste Herr Fürst - Erzbischof Dr. I. Mifsia ist von Wien nach Laibach zurückgekehrt. — (Entscheidnng.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat das k. k. Reichsgericht die Entscheidung getroffen, dass im Sinne des § 1, lit. ä, des Abschaffungsgesetzes vom 27. Juli 1871, R. G. Bl. Nr. 88, eiue mit verhetzender und aufreizender Tendenz betriebene, unausgesetzte agitatorische Thätigkeit ebenso geeignet erscheint, die Sicherheit der Person nnd des Eigenthnms zu gefährden, wie ein thätlicher Angriff. —o. — (Licit at ions - Ausschreibung.) Das k. k. Handelsministerium theilt der Haudels- uud Gewcrbe-tantmer mit, dass das fürstlich bnlgarifche Kriegs-ministcrium in Sofia für den 2. Mai l. I. a. St. um 10 Uhr vormittags eine Licitation wegen Lieferung von Medicamenten, Apothekerzubehör, chirurgifchcn Instrumenten und Verbandstoffen im Werte von circa 50.000 Francs für die Sanitätsdepots der Infanteriedivisionen ausgeschricbeu hat. Die Bcdingnisse nnd Verzeichnisse sind in der Sanitätsabtheilung des gedachten Ministeriums einzusehm. — (Die Regelung der Zolltarifs-Vorschläge.) Die «Wiener Abendpost» constatiert, die in der Regieruugsvorlage, betreffeud die Regeluug der Zolltarifsvorschläge, vorgefeheue Erhöhung des Roh-petroleumzollcs kann für die Vertheuerung des zum Beleuchtungswesen dienenden raffinierten Petroleums, fomit für die Belastung der Bevölkerung keine Folgen haben, da die Preise des raffinierten Petroleums im Inlande von dem Zollschutze abhängen, letzterer aber durch die Zolltarifnovelle nicht alteriert wird, fondcrn in der alten Form belassen wird. — (Schonungsvolle Behandlung des Reisegepäckes.) In der letzten Sitzung des Sauitäts-bahnrathes wurde über häufig vorkommende Fälle von schonungsloser Behandlung des Reisegepäckes Beschwerde geführt, wodurch dieses bei der Ein- und Ausladung, insbesondere aber bei der Umladung in den Abzweig-stationen, vielfach Beschädigungen ausgesetzt sei. Angesichts der bevorstehenden Reisesaison wurden die Bahnvcrwal-tnngen angewiesen, der Gepäcksmanipulation ein besonderes Angenmcrk zuzuwenden und Verfügungen zu treffen, damit derartige Anstünde thunlichst vermieden werden. Bei constatiertcn Beschädigungen von Gepäckstücken, welche sich auf ein Verschulden der Bahnorgane zurückführen lassen, sind diese strenge zur Verantwortung zu ziehen. — (Officierc des Ruhestandes oder mit Wartegebür) haben bei ihrer Aufnahme in eilt Militärspital oder Marodenhaus für jeden in dieser Anstalt zugebrachten Vcrpflegstag eine Pauschal-Vergütung zu leisten, welche bei den alls die Minimal-pension angewiesenen Officieren fast die Hälfte ihres empfangenen Ruhegehaltes (Wartegebür) betrug. Das Kricgsministerium hat nun diese Pauschalvergütung herab-aescht so dass die Officierc mit einer Pension bis 180 Gulden täglich 15 und die mit einer Pension (Warte-gcbür) bis 300 Gulden täglich 20 Kreuzer Vergiitung zu leisten haben. — (Anstellung von Unterofficiereu und Bet Heilung mit Anstellungs-Certi-ficaten.) Wie die «Reichswehr» meldet, wurden im ersten Quartale des laufenden Jahres 215 certificate Unterofficiere im Staats- oder diefem gleichgehaltenen Dienste angestellt, und zwar 139 als Beamte und 76 als Diener. Im gleichen Zeiträume wurden 149 An-stellungscertificate an Unterofficiere ausgegeben, und zwar die Certificate Nr. 16.756 bis 16.904. Von den betheilten Unterofficieren gehören 28 der jenseitigen und 121 der diesseitigen Rcichshälfte an. * (Philharmonisches Concert.) Heute findet die Generalprobe zur morgigen Aufführung «Der Jahreszeiten» von Hayn statt, dieses unvergänglich schönen Werkes, voll erquickender Herzlichkeit und Natürlichkeit, gepaart mit geistvollem Humor, Ernst und Würde. Der stimmeukräftige Chor zählt gegen 120 Sänger und Sängerinnen nnd wir können nach den bisherigen Proben versichern, dass der Eindruck der Chöre überwältigend ist. Herr Director Zöhrer hat in eingehenden zahlreichen Proben das Oratorium bis in die Neinstell Einzelnheiten aufs sorgfältigste vorbereitet und die Aufführung wird daher vollendet sein. Auch die Leistungen der Solisten werden von besonderem künstlerischen Interesse sein^. Die Concertsängerin Fräulein Katz m ayr aus Wien hat nach dem übereinstimmenden Urtheile der Wiener Kritik in jüngster Zeit die Solopartien in den «Jahreszeiten» und in der «Nissig, solenn!»» mit großem Erfolge gesungen und es werden ihre künstlerischen Eigenschaften in schmeichelhafter Weise hervorgehoben. Herr Dr. üier-h a mm er und Herr August Kraemer stehen im besten Angedenken unserer Kunstfreunde. Beide sind Sänger, die mit fchönen Stimmitteln den edelsten Vortrag verbinden und geistvoll das Werk dem Zuhörer vermitteln. Der Zutritt zur heutigen Generalprobe ist nur gegen Vorweisung von Eintrittskarten zulässig. Gegen Zahlung einer Gebür von 1 fl. ist die Generalprobe, die um halb 8 Uhr abends beginnt, jedoch nur den Besitzern früher gelöster Sitzplätze, zugänglich. — Das Concert beginnt am Sonntag ebenfalls um halb 8 Uhr abends. Der Wortlaut der Dichtung ist bei Herrn Karl Karinger und abends an der Cassa erhältlich. Preis eines Exemplares 20 kr. Preise der Plätze: Cercles 1. nnd II. Reihe u 3 fl., III. bis inclusive X. Reihe a 2 fl., alle übrigen Parterresitze ^ 1 fl.; Galleriesihe 1. Reihe ä 2 fl., II. Reihe ^ 1 fl.; Parterre- und Gallerie-Entrie k 60 kr.; Studentenkarten » 30 kr. Vormerkungen für Sitze nimmt der Vereinscassier Herr Karl Karinger (Rathhausplatz) entgegen. — (Elisabeth-Kinderspital.) Dienstag, den 26. d. M., um 4 Uhr nachmittags findet im ge-meiuderäthlichen Bcrathungszimmer, einst Gallisches Haus, 2. Stock, rückwärts, die 35. Generalversammlung der Schutzfrauen, Gründer und Wohlthäter (nach H§ 6 und 3 der Statuten) des Elisabeth-Kinderspitals mit folgender Tagesordnung statt: 1.) Bericht über den Nechnungs-abfchlufs dcs Jahres 1897; 2.) Bericht über das Prä-liminare für das laufende Jahr; 3.) Wahl von Schutz-frauen ^nach 8 10 der Statuten^; 4.) Wahlen snach § 10 der Statuten^: a) eines Obmannes, d) eines Cas-siers, o) dreier Verwaltungsräthe, ä) des Secretärs, o) zweier Rechnungsrevisoren; 5.) Berathung wegen Uebernahme einer Stiftung; 6.) allfälligc Anträge. — (Schul sperre.) Wegen einer im Schulgebäude zu Moräutsch aufgetretenen Erkrankung an Diphtheritis musste dortselbst der Schulunterricht sistiert werden und wurde die Schulsperre vorläufig bis zum 28. d. M. angeordnet. —o. — (Die städtische Sparcasse inGott-s ch ee.) In der Sitzung vom 25. Fevrnar d. I. hat der Verwaltungsausschuss der städtischen Sparcasse in Gott-schee unter anderem auch auf die Gründung eines Pen-sionsfoudes für ihre Beamten den Befchlufs gcfafst, welchen: Fondc alls den Geschäftserträgnissen dcs Jahres 1897 ein Betrag per 2000 fl. zuzuweuden wäre. Wie uus mitgetheilt wird, wurde dieser Beschluss seitens der t. k. Landesregierung genehmigt. —o- — (Strohflechtcurs.) An dem am 16. d. M. geschlossenen Strohflechtcursc in Stein betheiligtcn sich im ganzen 37 Frequentantcn. ^- * (Selbstmord.) Wie man aus Adelsberg mittheilt, wurde am 12. d. M. der 60jährige Inwohner Jakob Krizaj von Hrasche an einem Baume iu der Nähe voll Hraschc erhängt aufgefunden. Krizaj, der mit seiner Frau in fortwährendem Unfrieden lebte und bereits im Februar d. I. einen Selbstmordversuch uuternummen hatte, hat sich ohne Zweifel aus Verzweiflung über seine unleidlichen Familicnverhältnifsc selbst das Leben genommen. Da ein Verbrechen ausgeschlossen erscheint, wurde die Leiche abgenommen und am 13. d. M. be« erdigt. —r. — (Ein Kind ertrunken.) Am 8. d. M. nahm der Besitzer Johann Mulc aus Otot, Gerichtsbezirk Laas, seinen dreijährigen Sohn Johann in das Sch'.ff mit, mittels welchem er und fein Onkel Jakob Ianejit das Getreide zu Wasser nach Gori ica in die Mühle führteu. Das Kiud schlief ein, Mulc weckte es nicht und trug mit seinem Onkel das Getreide aus dem Schiffe in die zwanzig Schritte entfernte Mühle. Als die beiden kurz darauf zurückkamen, fanden sie den Knaben nicht im Schiffe. Sie suchten nach demselben und fanden ihn circa vierzig Schritte entfernt in einem Sumpfe erstickt. Der Laibacher7ZeitunglNr. 91. 722 23. ApriM898. Knabe gieng aus den: Schiffe vorerst auf Trockenem,, sodann aber durch das Gebüsch, wo er ins Wasser siel. T)er Jammer des Vaters war unbeschreiblich. — l. — (Ernennung.) Der Commandant des Landes-Gendarmerie-Commandos Nr. 12 in Laibach, Herr Major Adolf Smolc, wnrdc zum Oberstlieutenant ernannt. — (Von der Erdbebenwarte.) Der Erdbebenwarte an der t. l. Oberrealfchulc in Laibach kommt erst heute aus Italien der Bericht zu über das Veben vom 17. d. M. Professor Vicentini war durch längere Zeit abwesend, da er an der Centrale ill Rom seinen Mikroseismographen aufstellte. Aus den« ausführlichen Berichte entuchmen wir, dass in Padua das letzte Beben bedeutend schwächer registriert wurde, als jenes vom 15. Juli vorigen Jahres. Um alle Zweifel über die Stärke dieses Bebens und jener vom 5. Februar und 17. April l. I., die in den letzten Tagen laut wurden, zu beheben, genügt es, die präcisen Zahlen der Beobachtungen in Padua anzuführen. Am 15. Juli v. I. betrug die Ausschlagweite am Mikroseismographen in Padua 20 min; einzelne Personen haben dortselbst die Bewegung gespürt. Am 5. Februar l. I. tonnte um die Zeit 2 Uhr 53 Minuten nachmittags am selben Instrumente taun: noch eine seismische Störung nachgewiesen werden. Diesmal (am 17. April) hatten alle Instrumente (um 11 Uhr 50 Minuten) eine seismische Bewegung angezeigt. Der Mikroseismograph gab einen Maximalausschlag von 15 mm. Es decken sich somit die Beobachtungen hier an Ort und Stelle auch mit jenen, die in Padua gemacht werden und wurde die Stärke der zwei letzten Beben schon im ersten Berichte verglichen. Eine Vergleichung ergibt eine vollkommene Analogie mit Padua. Demgemäß war auch die Verbreitung der letzten Beben gegen Osten hin (Unter-steiermart) eine nachhaltigere, während sie gegen Norden zu vom Gebirge aufgehalten worden ist. — (Eine selten eSchauspielerovation.) Aus Agram wird vom 21. d. M. berichtet: Eine seltsame Ovation ist dem Schauspieler Andreas Fijan zu-theil geworden. Fijan begieng gestern das Jubiläum seiner 25jährigen Thätigkeit als Charakterdarsteller am hiesigen Theater. Unter den Gratulationsdeputationen erschienen auch auf der Bühne zwanzig Bauern aus Schestina bei Agram, ehemalige Schüler Fijans, welcher, bevor er Schauspieler geworden ist, in Schestina Dorfschulmeister war. Die Aaucrndeputation, welche einen mächtigen Lorbeerkranz überbrachte, wurde von dein vollbesetzten Hause stürmisch bejubelt. — (Ein prachtvoller Mosaikboden) aus der Römerzeit wird gegenwärtig auf einer Ackerparcellc des Gutes Töltschach bei Zollfeld zutage gefördert. Beim Ackern des Feldes brach nämlich ein Ochs ein und man fand an der Stelle Bruchstücke von Mauerverziernngen und Wandmalereien. Bei Wcgräumung dieses Schuttes kanl mau sofort auf Mosaik. Die Anlage desselben ist vollkommen symmetrisch und dürfte der Zeichnung nach (es sind nun auch Theile einer Figur sichtbar) die Fläche ziemlich groß sein und von einem vornehmen Saale oder einem Tempel herrühren. Im Interesse der Alter-> thumsforschcr müsste es nun liegen, dieses Kunstwerk zu heben.! — (Sa a ten st and s-Bc richt.) Was dem! Boden all Wintcrfcuchtigkcit gefehlt hat, ersetzte das Frühjahr, und es liegen daher nur vereinzelt Klagen über Mangel an Bodenfeuchtigkeit vor. Die Wintersaaten haben trotz des Umstandes, dass sie zufolge der Ungunst des Wetters beim Herbstanban zumeist sehr spät untergebracht werden tonnten und im Winter der schützenden Schneedecke größtentheils entbehrten, doch ziemlich gut überwintert und es zeigen namentlich srühgesüetc Winterungen überwiegend eilten befriedigenden Stand. Die Obst bäume haben fast durchwegs sehr reichen Blütcn-ansatz und erhofft man, falls teine Spätfröste eintreten, ein gesegnetes Obstjahr. Der Winterlein hat in Kram durch Schneemangel etwas gelitten. Die Weingärten blieben den Winter über ebenfalls recht gut erhalten und haben befonders jeue Neben, die von der Peronospora verschont blieben, wenig gelitten. Die Triebe zeigen sich kräftig und vielversprechend. Gescheine zeigt sich noch wenig, und ist überhaupt die Entwickelung des Weinstockcs gegen das Vorjahr etwas zurück. — (Roman-Feuilleton.) Heute beginnt ein neuer Noman «Der Traum vo m' Golde» aus der Feder des beliebten Schriftstellers Ormanos Sandor, ein Familien-Roman im besten Sinne des Wortes, gediegenen, spannenden Inhaltes, fesselnd geschrieben; er dürfte allgemeinen Anklang finden. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 21. auf den 22. d. M. wurden vier Verhaftungcu vorgenommen, und zwar drei wegen Herumstrcifens in der Stadt uud eine wegen Bettelns. _______ —r. Illusion. »a.or». Sonntag, den 24. April (Heiliger Georg) Hochamtin der Domkirche um 1 0 Uhr: Messc in ^ <1ur von Dr. Johann Benz; Alleluja und Vcrfttel von A. Foerstcr; Offertorium vou G. Wesselak. ««. 3." «." Stadtvsnrrtirche zu St. Jakob am 2 4 Avrrl hocha „» tun, U Ul, r: Messe vun l Merarisches. Gaudeamus, Alütter und Bilder für die studierende Jugend. Wien, V11/1, Verlag G. Frey tag Jubiläumsfeier in Dresden. (Original'Tclegillmm.) Dresden, 22. April. Die Ausschmückung d" Stadt ist volleudet. Heute vormittags trafen ein-Herzog vou Genua, Herzog Albrecht von Württemberg. Fürst von Hohenzollern, Kronprinz von Schweb' ^ Norwegen, Großherzog von Hessen, Erbgroßherzog v" Baden, Herzog Christian von Schleswig - Holst"''' Sonderburg-Glücksburg, Erbgroßherzog von SacM'. Weimar-Eisenach, Prinz Bernhard Heinrich " Sachseil-Weimar-Eiseliach, Erbgroßherzog von Olve» bürg, GroMrst Paul Alexandrowitsch von RB"^ Herzog Albrecht von Mecklenburg-Schwerin, ErbP"'" von SachseU'Coburg-Gotha, Prinz und Prinzessm v" Sachseil-Altenburg. Um 12 Uhr mittags traf Pu" Regent Luitpold vou Vaieru mit Gefolge ein. o^,, Empfange des Prmz-Negenten waren der König w^ und die Prinzen des königlichen Hauses "M" . Die Königin begrüßte den Prinz-Regenten im Sch"»' Spanien und Nordamerika. (Origliial'Telegramms.) ^ Alle Beziehungen zwischen den beiden ^"^l silld abgebrochen uud der Krieg, obwohl noch ^ formell, steht bevor. Die heute vorliegenden D^N^ melden auch schon den Beginn der Feindselig"^ Das atlantische Geschwader der Vereinigten St"l ist bereits von Keywest ausgelaufeu, um H"^""/^» blokieren, das sogenannte fliegende Geschwader !)"<.„ nämlicheil Vefehl' erhalten, und von den 6"p""2ii-Inseln ist die spanische Flotte nach dem Kriegs platze abgedampft. Newyorl, 22. April. Wie der «^H', Herald» wissen will, wird Capitäu Sampson, w' ^ die Ermächtigung erhalten hatte, seine 3l"-U^.sti-Contreadmiral zu hissen, nicht die spanischen ^,.^, gungen bombardieren, sondern jedes spanische' ^ ^> schiff, das ihm in den Weg kommt, abzufang"' ^p zu vernichten snchen. Aus dem Fort M""'^ , gemeldei, dafs das fliegende Geschwader noch dort verweilt. . hcl' Washington, 22. April. Die Truppen nach Mobile und Neworleans ^ <^ M rufen; dieselben follen sich vielmehr in ChickMl" ^,„ centrieren. Vor dem weihen Hause wird seit eiu'E. ,-Mß-eiu Posteu aufgestellt. Es wurden alle VorM regeln zum Schutze des Präsideuten getroM->^ld' Newyort, 22. April. Der meldet: Eiucr Depesche aus San Juan de -p" ^„f zufolge ist im Distriete Pouce auf Pnertonco r ^ ^ stand ausgcbrochen. Auf der ganzen Insel ta Uuruheu. . .^,, d^ Havanna, 22. April. Eine Proclama ^ Generals Älaneo fordert die Einwohner ""' iB anf, einen fremden Einfall mit Wafsengewa" s zuweiseu. " glaubt, die Köuigiu-Regentiu werde heute a^^iicle" Hliiuisterpräsidentcn Sagasta ihr Vertrauen au g)^ Sagasta wird alles thuu, dass alle gegen"" ^,^ich, uister ungeachtet der zwischen ihueu bestchcnocl . ^,. kcit die Portefeuilles beibehalten. Es lst '""^slfahl'''' sämmtliche Minister den Wüuschen Sagastas ' ^^ii Die Botschafter Oesterreichs, Deutschlands " ^^!)' reichs sowie der englische Geschäftsträger ya" ^iF, Befprcchungen mit dem Niiilister des Nc"^ ^, ,l)u Alle europäischeu Contiuentalmä'chte uei" ^^' Sympathien für Spanien. Depesche H^ luelden, dass die Arniee uud die F"iwH,M^ seien, einen amerikanischen Einfall M ^>Bl Wenn amerikanische Schiffe sich, selbst ""e ,^jttel ' tärcm Vorwande, z. B. der Senduugvon" ^,pfang' zeigen sollten, werden sie mit Kanonenschuß'^ gl0p werden. In letzter Nacht fanden m pav ^ patriotische Kuudgebungcn statt. „in'rtcnka^ Madrid,21.April.InderDePUtt"^ ^ richtete der Präscct die Ausforderung " ^Ml^. samlnlllng, sich sobald als möglich z" ,^. FaY damit sie' die Ehre dcs Vaterlandes uno, ^^ i>. vertheidigen könne. Die Kammer ^'ga ^ss , dev Wahl der Commissionen. Mal' alal ,^.^ .^ Constituieruug bis Sanlstag vollzogen .^^.„ cu^ dell Couloirs äußerten sich du' Dcpu fM', ^^ Parteischattierullgell, der «Ageuce 3""d,n ^'''p,', müthig dahin, dass es nothwendig iu, sny' l den Vcrciuigten Staaten bis aufs aupei, ^^^^ HlbacherMitung Nr. 91. 723 23. April 1898. ^.Madrid, 21. April. Etwa 6000 Personen Hogen abends mit Fahnen die Hauptstraßen der ^ hunter Hochrufen auf Spanien, die Armee und ^.-".anne, sowie Rufen: 'Nieder mit den Yankees!» «."Militärclub begab sich ein Theil der Mantis " äM französischen Botschaft, wo eine Sympathie-z/^dung veranstaltet wurde, während sich ein Theil M"! ^""'schen Theater verfügte. Hier hielt der enms l, ^"k Ansprache, in welcher er der Menge gH ' ^^' d" sie ihren Gefühlen bereits Ausdruck F ^' zu zerstreueu. Der Präfcct wurde vou der lych? acclamiert. Die Manifestanten durchzogen jedoch Ä^, '^ Straßeu unter den Rufeu: «Krieg deu ^kees! Es lebe Spanien!-^ Madrid, 22. April. (Meldung der Agence lieb/ > ^^ Consuln der Vereinigten Staaten ver-^ lhre Confulate und übergaben die Docmnente tick Machen Consul. — Eiu königliches Decret be-^ie «n c?^ Reservisten der Altersclasse 1897 unter Waffen. Neu5^west, 22. April, 2 Uhr 35 Min. morgens, i^kl-Meldung.) Die Kriegsschiffe nähern sich an-j^"end dem Flaggenschiffe. Zwei Schiffe verlassen fM^n Hafen. Man glaubt, dass die Flotte heute v ^segeln werde. 45«3^west. 22. April. Die Flotte ist um 5 Uhr Knuten früh abgedampft. !che,,^ywest, 22. April. (Meldung des Reuter, ^ei ^^^us.) Zwei Monitore, ein Kanonenboot, ^,7^uzer, ein Avisodanipfer und drei Torpedo- ^ bleiben hier. »ei'l^ndon, 22. April. Einer Nachricht des «Reu-ZH? Bureaus, aus Washington zufolge bereitet das ^l^ ^partemeut eine Proclamation vor, welche die e von Havanna ankündigen soll. ^/"don, 22. April. Reuters Office meldet aus ^llüll - ^? Kapitän Lee vom königlichen Militarists '^ Kingston von der englischen Regierung den jll l,^ erhalten habe, sich Samstag nach Washington ^»bn ' "'" ^^ "''" amerikanischen Truppen nach ^ll,,^^ äehen und daselbst den militärischen Be- ^Zen beizuwohnen. ^ s7^.^s, 22. April. Die «Agence Havas» meldet: ^ vll ^^^ Colonie in Paris nimmt fortdauernd an Heil ss' spanischen Botschaft eröffneten Subscription ^ncs spanischer Finanzmann zeichnete 250.000 llii^om, 22. April. Die «Agenzia Stefani. er-^llsu, ^^dnng, dass die Mächte über die Ein-^^un^ . ^^' internationalen Konferenz bezüglich Aschen ^^ Neutralitätsfrage während des Krieges begrii^ Spanien ""o Amerika verhandeln, für un- Tp^'vm, 22, April. Der «Italic» zufolge drückte ^titre? ^" Wunsch ans, dass Kohle nicht als Kriegs-^ ?^ betrachtet werden möge. Die «Italic» stsiillt'"" Wunsch könne mit mehr Wahrscheinlichkeit '^leff? ' ^^)" ^ s)6) ber Pariser Convention '> ber Kaperei anschließen würde. Tel'egratnnre. ^is°,"Fen, 22. April. (Orig.-Tel.) Seine Majestät ^sden ^°?'z Josef ist um 9 Uhr abends nach Ms ^.abgereist. Prinz und Prinzessin Leopold, l W. ? h und Gemahlin sowie Herren und Damen schied.^Mst waren auf dem Bahnhofe zur Ver-^ Nr,V "schienen. ?^ter "' 22. April. (Orig.-Tcl.) Die Abendblätter, 73tki^?^ ^ «Nordd. Allg. Ztg.», melden, dass ^lnA Fehlen ^^ ^" ^' ^""^ " Aussicht ^^3,^ 22. April. (Orig.-Tel.) Die Civiltrauung ^tandv-i. ^^'lstian von Dänemark mit der Herzogin iV'b.zw s. ^" Mecklenburg-Schwerin findet am ^r ^'!!^- Hierauf erfolgt die kirchliche Trauung >^/-"1chcn Kirche. Angekommene Fremde. ., y, Hotel Stadt Wien. »iKn. yjj7^ "pril. Oräftn Varbo, Private, s. Kammer-'°!,M> Kf„. ^7 Wülher, Director; Haselstcincr, Bildhauer,-^3^«dt ^' ö' ^ lDbach, Director, Iosefsthal. — Va-^ ,! ^",ch„:"°^ Echwamberger, Director, s, Frau; Kramar. Vch, °N, N^/.^"telNll, MüNer, Stagle. Eiseubergcr, Simreich, ^'ltflt. N"'", Polatschck, Latzto. Mü^, Grünwald, ^ ^"da^-l""»- - Venuzzi. Kfm.. Trient. - Schwarz, ^^^^- ^- Vauer, Kfm., Briinn, ^ ^^ Verstorbene. /^Mest^' ^lvril. E.mlie Zajc, Weberstochter, 14 T., ?t,l. "N, ^ ' "^ln^ neonawl-um. ^ ^l«as,e "' " V r i l. Rudolf Plrslo , Arbeiterssohn, 3 T.. ^ ^tabt^/.F"lfen. — Marianna Nitenc, Arbeiterin, ^ici?", 2i V"s" 6, Lungenlähmung. Zicl'" i. H Hplil- Valentin Susnil, l. l. HanptMamts-^?^ra,n ^ ^' Veaanaffe 1U. Lungenentzündung. — ^l>lQ V. ^H ^"motivführcrssohn, « T., Maria-Theresien. l'trsuiht^^^n. ^ Agnes Knez, Köchin, 60 I., Domplatz 9, Im Civilfpitale. Am 19. April. Johanna Zimnovc, Schuhmacherstochtcr, 2 I., chron. Darmlatarrh. — Vardara Videtiö, Kaischlersgattin, 48 I,, Lungenentzündung. Im Siechenhause. Am 2 0. April. Francisca Zele, Weichenwachters-Gattin, 47 I., Hpaplexill eerebri, Deinentia. Meteorologische Bcouachtungell in ^!aibach. Seehühe 306-2 m. 2«, 2U.N. 7299.148 NO. schwach theilw. heiter " 9 » Ab. 728'9>11-6 N. schwach bewüllt 23,l?U.Mg. 728 4,11-1, NO. schwach , lewöitt l^3'3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10'8«, über-einstimmend mit dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. 2^ « . 2U Frühlingscur. Die ersten Frühlingswochen sind gewöhnlich die Zeit, in welcher nach einem Correctiv für die durch die Lebensweise im Winter häufig hervorgerufenen Störungen in den körperlichen Functionen gesucht wird. Für diesen Zweck ist sowohl zur selbständigen Hauscur als namentlich auch zur Vorcur für die Bäder: Karlsbad, Marienbad Franzensbad und andere Curorte von ärztlicher (VI.) Seite besonders empfohlen. (1560) 1 In Laibach zu boziohcn durch allo Apotheken, grössere Spezerei-, Woin-und DelicatesBen-Handlungen etc. Jf Gars fiir Hochstickerei. ^53 Die neuesten Stickereien, welche bisher bei den Herren Grliar & Mejaö, Prešerngasse, ausgestellt waren, sind vorläufig am Rathhansplatz beim Kaufmann Lozar zu besichtigen. (1584) CAFE MAYB. Neuer, renovierter, vergrösserter Concert-Saal. Samstag, den 23., und Sonntag, den 24. April Wiederauftreten der "V^lener Sänger Franz Meier und (1576) Elise Hofer. Anfang 8 Uhr. Entree 40 kr. Heinrich Kenda, Laibach grössten Lager und Sortiment aller Crayatten-SDßcialitäten. (2144) 50 Fortwährend Cravatten - Neuheiten- Zwei sehr schöne Wohnungen, eine mit fünf Zimmern ftnblcgasse Nr. 3 und eine mit vier Zimmern Maria Theresien-Strawe Nr. 4, beide mit complet eingerichtetem Badezimmer, sehr geräumigem Zugehör, Gartenantheil und elektricher Beleuchtung — Nähere Auskunft beim Hausmeister im betreffenden Hause. 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