K. k. Staatsgymnasium in Marburg a/D. JAHRES-BERICHT iiber das Schuljahr 1915—1916. Veròffentlicht durch den Direktor Dr. Josef Tominšek. INHALT: A) Chronik des Kriegsschuljahres 1916/16. Vom D i r e kt or. B) Nekrologe: •}* Rudolf Wagner, f Dr. Thomas Schuschnig, f Johann Kisvarday. — Vom Direktor. C) Schulnachrichten. Vom Direktor. MARBURG a/D., 1916. VERI. AG DES K. K. STAATSGYMNASIUM S. Druck von Josef Mostbock & Co„ Marburg a. D. * MARIBOR * v* A) Chronik des Kriegsschuljahres 1915/16. (Vo m Direktor.) Aus den Kriegsereignissen. Infolge des „Treubruches, dessengleichen die Geschichte nicbt kennt", hatte an unserer Anstalt das Schuljahr 1914/15 binnen wenigen Stunden geschlossen werden miissen. Doch das Schicksal schritt unerbittlich iiber den Verrater liinweg; an den harten Felsen und ehernen Herzen unserer Grenzwehr zerschellten alie seine Anstiirme. Sie brachten dem Verbiindeten im Norden keine Hilfe: ani 5. August 1915 fielen die Festen iwangorod und Warschau . . . Auf dem Balkan, wo sicli Italien im Laufe der Jahre einen groBen EinfluB erschlichen batte und wo es kampflos die Hegemonie an sicli zu reifien boffte, bereiteten sich groGe Ereignisse vor. Am 20. August 1915 sah sich Italien genòtigt, an die Tiirkei den Krieg zu erklaren; einen Monat spater, am 19. September, wurde von den Mittelmachten mit un-geheurer Wucht die Offensive gegen Serbien wieder aufgenommen. Am 6. Oktober war der denkwiirdige Obergang iiber die Donau und Save er-zwungen, zwei Tage spater Belgrad ersttirmt und eine Woche nachher, am 14. Oktober, erklarte sich Bulgarien ais im Kriegszustande mit Serbien befindlich. Damit batte der Vierverband auf dem Balkan die entscheidende Niederlage erlitten; seine Kriegserklarungen an Bulgarien (England am 16. Oktober, Frankreich am 17., Italien am 19., zuletzt RuGland am 21.) sind nur Bestatigungen davon. Nach Ablauf einer Woche, am 27. Oktober, vereinigten sich osterreichisch-ungarische, deutsche und bulgarische Truppen das erstemal bei Kladno: das Rad der Weltgeschichte vollzog mit einem Ruck eine ganze Drehung ! Ein Monat spater, am 28. November, konnte der ganzen Welt mit unerbittlichen Worten ernst verkiindet werden : Serbien ist vòllig besiegt, fast die Halfte seiner Heeresmacht gefangen, die andere Halfte tot oder iiber die Grenze gefliichtet. Zu Beginn des neuen Jahres, am 9. Janner 1916, raumten die Eng-lander und Franzosen die Halbinsel Gallipoli; das Dardanellenunternehmen fand ein trauriges Ende, die Verbindung der Mittelmachte mit Konstantinopel und Bagdad war gesichert. Schon zwei Tage nachher, am 11. Janner, meldete der osterreichische Generalštab: „G1anzender Sieg der k. u. k. Armee in Montenegro, der Lovčen ist genommen." Am 14. Janner wurde Cetinje besetzt, am 17. Janner trat die Meldung ein : „Der Kònig von Montenegro und die montenegrinische Regierung haben am 13. Janner um Einstellung der Feindseligkeiten und Beginn der Friedensverhandlungen gebeten. Wir antworteten, dafi dieser Bitte nur nach bedingungsloser Waffenstreckung des montenegrinischen Heeres entsprochen werden kònne. Die montenegrinische Regierung hat die von uns gestellten Forderungen bedingungsloser Waffenstreckung angenommen.“ — Am 25. Janner wurde die Waffenstreckung vollzogen. Montenegro war unterworfen! Unaufhaltsam drangen unsere Truppen vor, Skutari wurde besetzt, am 27. Februar fiel Durz (Durazzo), wo sich Italien bereits als Herrscher gefiihlt hatte. Albanien ist frei, unsere Kanonen stehen vor Vlora (Valona). Am 9. Marz sah sich Deutschland gezwungen, an Portugal den Krieg zu erklaren. (Es ist die 26. Kriegserklarung in diesem Weltkriege !). Audi Òsterreich brach die diplómatischen Beziehungen mit diesem Vasallenstaat Englands ab. Im Mai 1916 riistete sicli Italien zur Jahresfeier seines Treubruches. Da erdrohnten an der Siidtiroler Front unsere Kanonen und zum Jahres-tage der treubriichigen Kriegserklarung Italiens, zum 23. Mai, wurde aus unserem Kriegspressequartier gemeldet: Feldmarschall Erzherzog Friedrich hat folgenden Armeeober-kommandobefehl erlassen : „Heute vor einem Jahre hat Italien seinen langgeplanten und sorg-faltig vorbereiteten Verrat an der Monarchie durch die Kriegserklarung gekrònt. Ober eine halbe Million Feuergewehre stark, den Kraften unserer Verteidigung achtfach uberlegen, stand damals das feindliche Heer drohend an unserer Grenze. Mit vermessener Ruhmredigkeit versprachen die ftìhrenden Manner drtiben dem betòrten Volke einen leichten und sicheren Sieg; im raschen Ansturin soliteti die italienischen Waffen iiber die unerlòsten Gebiete hinaus bis in das Herz unseres Vaterlandes getragen werden und mit dessen Zertriimmerurig den Weltkrieg entscheiden. Die furchtlosen Verteidiger aber geboten dem verhaBten Gegner liberali Halt, wo es meine Befehle bestimmt hatten. Unser Siegeslauf im Norden ward durch den heimtiickischen Rtìckenangriff nicht gehemmt. Allmahlich vermochte ich danti unseren schwachen Grenzschutz durch frei gewordene Truppen zu stiitzen, wenn es die Lage forderte. Vier Schlachten am Isonzo, zahllose Gefechte an der ganzen Front, vom Stilfserjoch bis zum Meere, haben mein Vertrauen in die Kraft unserer Abwehr glanzend gerechtfertigt. Wahrend dieser Zeit wurde ein weites feindliches Gebiet in Besitz genommen, Serbien niedergeworfen, Montenegro und Albanien erobert. Bis vor kurzem vermochten nur unsere tapfere Flotte und unsere braven Flieger Schrecken und Verwirrung auf italienisches Gebiet zu tragen. 5 Fast ein volles Jahr muBten wir uns gedulden, ehe die Stunde des Angriffes, der Vergeltung schlug. Endlich ist die Stunde gekommen. Schon unser erster Ansturm brach eine gewaltige Bresche in die feind-liche Front. Viel ist getan, mehr noch bleibt zu tun librig. Ich weiB, icli fiihle es : Tapferkeit und Ausdauer werden es leisten. Soldaten der Siidwestfront! Vergesset nicht im Kampfe, d a fi Italien an derVerlangerung dieses Krieges schuldig ist; vergesset nicht die Blutopfer, die ergekostet iiat. Befreiet EureHeimat von den Eindringlingen ; schaffet der Monarchie auch im Siidwesten die Grenze, deren sie f li r ih re kunftige Sicherheit bedarf. Meine innigslen Wiinsche, die innigsten Wtinsche all Eurcr Kameraden begleiten Euch ! Erzherzog Friedrich, Feldmarschall." Unter dem Eindrucke dieser Botschaft ging unsere Anstalt an die Abschlufiarbeiten des Schuljahres 1915/16. FesteZuversicht, mutiges Vordringen, geduldiges Ausharren und u n e rsc h u 11 e r 1 ic h e Ei n trac ht werden uns auch indas dritte Kriegsschuljahr begleiten. Schulbeginn. Schon Elide Juni 1915 wurden von besorgten Eltern und Schulern an die Direktion die ersten Anfragen liber den Beginn des neuen Schuljahres gerichtet. Solche Anfragen setzten sich durch die ganze Ferienzeit bis Mitte September fort. Die Aufnahmsprufungen fur die I. Klasse wurden iibrigens am 28. Juni vorschriftsmafiig vorgenommen. Der Schulbeginn fur das nachste Schuljahr lag allerdings vollstandig im ungewissen, da die Anstalt weder liber die nòtigen Schulraumlichkeiten noch iiber Lehrkrafte verfiigte. Die Grundlage fiir die Sicherung des Schulbeginns bot der Erlafi des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 24. Juli 1915, Z. 2268 (k. k. steierm. Landes-schulrat vom 5. August 1915, Z. 3-5382/1), wornach der Grundsatz bekannt-gegeben wurde, es solle der Schulbetrieb im neuen Schuljahre mindestens im AusmaBe des Vorjahres aufrecht erhalten werden, allerdings voraus-gesetzt die Beschaffung der zur Unterrichtserteilung unbedingt nòtigen Raumlichkeiten, wofiir behòrdlicherseits werde vorgesorgt werden, und die Enthebung der unentbehrlichen, dermalen in militarischen Diensten stehen-den Lehrpersonen. Eine Einschrankung des lehrplanmaBigen Unterrichtes wurde mit der Ausnahme gestattet, daB der Pflege der kòrperlichen Qbungen volle Aufmerksamkeit zugewendet werde. a) Die Schulraumlichkeiten. Nach diesen Gesichtspunkten ging die Direktion zunachst daran, die nòtigen Raumlichkeiten zu beschaffen. Das Gymnasialgebaude blieb nach wie vor als Reservespital besetzt und es war auch keine Aussicht vor- handen, dafi das Realschulgebaude geraumt werde. Oberhaupt waren in der Ferienzeit sanitiiche Schulgebaude der Siadt von Seiten des Militars belegt. Ini Hinblick auf diese Sachlage batte dic Direktion ini Einvernehmen mit dem k. k. Landesschulrate bereits die mietweise Aufnaliine einer ent-spreclienden Wolinung in Aussiclit genomnien ; jedocli wurde angesiclits der liiemit verbundenen Auslagen mit der Entsclieidung zugewartet. Es stand einige Zeit sogar die Freigabe des ais Reservespital dienenden Gyinnasialgebaudes in Verliandlung; dodi wurde aus grundsatzlichen Griinden liievon abgesehen und, wenn die Lokalitatenfrage keine anderc Lòsung hatte finden sollen, an die Erbauung einer Schulbaracke gcdacht. Schliefilich gelang es der Direktion durch persònliche Vermittlung bei den in Betracht kommenden Behòrden, am 11. September 1915 das bis daliin militarischen Zwecken dienende Museumsgebaude, Elisabeihstrafie 16, zu gewinnen, welches Gebaude von dem einquartierten Militar bis zum 17. September geraumt wurde. Das Gebaude wurde daraufhin einer griind-lichen Reinigung und zum Teii Restaurierung unterzogen, worauf das Gymnasium unter Beihilfe des Stadtrates die Siedlungs- und Einrichtungs-arbeiten iibernahm. Weil das besagte Gebaude gleichzeitig von der Staatsrealscliule beniitzt werden solite und aus diesem Grunde an den taglicben Nach-mittagsunterricht bei kiinstlicher Beleuchtung gedaclit werden mufite, war die Gymnasialdirektion genòtigt, in samtliche Raumlichkeiten die Gas-beleuchtung einzuleiten, bzw. zu vervollstandigen. Die Einrichtung des Gebaudes mit den Schulbedarfsgegenstanden wurde bis auf die Zeiclien-tiscbsitze vom Gymnasium bestritten und die Schulzimmereinteilung so getroffen, dafi den Bedtirfnissen beider Anstalten Reclinung getragen wurde. Das Gebaude enthalt geniigend Raume ais Lehrzimmer fiir beide Anstalten, aufierdem blieben nodi Raumlichkeiten fiir die Kanzleien und Konferenz-zimmer beider Anstalten frci. Ein Turnsaal fehlt und die Abortanlagen sind fiir den grofien Betrieb unzureichend, das Stiegenhaus und die Gange beengt. Die Verteilung des Untcrricbtes auf die Vormittage und Nachmittage wurde zwisclien den beiden Anstalten in der Weise geregelt, dafi der Unterricht am Gymnasium auf die Nachmittage der drei ersten und die Vormittage der drei weiteren Tage der Woche verlegt wurde. Die Frei-gegenstande und einzelne Pflichtgegenstande konnten, da die Realscliule wegen der geringeren Klassenzahl nicht alie Schulzimmer benotigte, aridi gleichzeitig unterriclitet werden. — Fiir den Gesangsunterricht stand dem Gymnasium auch in diesem Jahre durch das Entgegenkommen des Herrn Barons Pius von Twickel ein grofies Zimmer in der „Burg“ zur Verfugung. — Mit nicht geringen Schwierigkeiten war der Unterricht in den natur-wissenschaftlichen Fachern, zumai in der Physik, verbunden, da sicli die Sammlungen in dem ais Spital dienenden Gymnasialgebaude befinden und die beziigliclien Raumlichkeiten auch nur zum Zwecke der Vornahme von Ubungen und Experimenten wegen haufiger Kontumazierungen des Gebaudes nicht betreten werden konnten, das Ubertragen der Lehrbehelfe jedoch, wenn nicht unmòglich, sa dodi schwierig und zeitraube^id war. b) Die Lehrkrafte. Eine weitere Fursorge der Direktion galt der Gewinnung der nòtigen Lehrkrafte. Da namlich nach dem Erlasse des k. k. steierm. Landesschul-rates vom 28. Mai 1915, Z. 3-3899/15 alle auf die Dauer des Schuljahres 1914/15 enthobenen Lehrkrafte mit Schulschlufi einzurucken hatten, so blieben, da seit Kriegsbeginn zwòlf Lehrkrafte im aktiven militarischen Dienste standen und nunmehr weitere neun einrtickten, zu Beginn des Schuljahres 1915/16 fiir die Anstalt nur sieben Lehrkrafte zur Verfiigung! An eine Durchfiihrung des Unterrichtes in 14 aktivierten Klassen war mit diesem Lehrpersonal naturgemaB nicht zu denken. Um die unbedingt not-wendige Enthebung der am Schlusse des Schuljahres 1914/15 und wahrend der Ferienzeit einberufenen Lehrkrafte zu erwirken, stiìtzte sich die Direktion auf die Bestimmungen des Erlasses des k. k. steierm. Landesschul-rates vom 14. September 1915, Z. 3-6204/44. Trotz aller Bemtihungen lieB sich schon im Hinblick auf das Datum dieses Erlasses die rechtzeitige Enthebung nicht erreichen, so dafi der ordnungsmaBige Schulbeginn auf-geschoben werden muBte. Im Laufe des Monates Oktober wurden die Herren Dr. Alois Bo h m, Franz Bračun, Johann Favai, Alfred Fink, Dr. Adolf Pečovnik und Friedrich K n app enthoben, sowie die Herren Othmar Fistravec und Max Halfter dauernd beurlaubt, wahrend die Enthebung des Herrn Dr. Leopold Poljanec nachfolgte. c) Unterrichtsbeginn. Im Hinblick auf die angefuhrten Umstande konnte sich der Unterrichtsbeginn nur schrittweise vollziehen. Die gewohnlichen Eròffnungsagenden fanden allerdings zur gewohnten Zeit statt; so wurden am 17. September die Aufnahmsprufungen in die erste Klasse abgeschlossen, die Einschrei-bungen von diesem Tage an, sei es persònlich oder schriftlich, vorgenommen, die ordentlichen und auBerordentlichen Wiederholungspriifungen fanden vom 17. September an jederzeit nach Anmeldung statt. Mit dem Unterrichte wurde nur in der VII. und Vlil. Klasse recht-zeitig, das ist seit 20. September begonnen, da die damals vorhandenen Lehrkrafte eben nur ftir diese Klasse ausreichten, die Vornahme des Unterrichtes in den beiden obersten Klassen aber infolge der bevorstehenden Einberufung des Jahrganges 1897 dringend notwendig erschien. Der Un-terricht in diesen beiden Klassen war zunachst allerdings ein Notunterricht, da hiezu nur das im militarisch besetzten Gymnasialgebaude ab und zu zugangliche physikalische Lehrzimmer Verwendung finden konnte und in= folge des kombinierten Unterrichtes der Lehrplan den Verhaltnissen ange-pafit werden mufite. Am 11. Oktober wurde mit den bis dahin enthobenen Lehrkraften in den libri ge n Klassen des Obergymnasiums der Unterricht aufgenommen und in das gewonnene Notgebaude in der Elisa-bethstraBe verlegt. Erst am 15. Oktober konnte an die Eròffnung des Unterrichtes in allen Klassen geschritten werden. Allerdings verging noch eine Woche, bis 22. Oktober, bis die Provisorien durch die endgtiltige Klassenordnung abgelost werden konnten. Ober den Unterrichtsbeginn wurde jeder Schiiler schriftlich verstandigt. Seither nahm der Unterricht in den 14 aktivierten Klassen seinen regelmaGigen Verlauf. Wegen der zu geringen Zahl von Lehrkraften und der Unzulanglichkeit der Schulraum-lichkeiten mufite allerdings der Lehrplan eine geringe Einschrankung an Stoif und an Stundenzahl erfahren, woriiber unten C, 11, 1. berichtet wird. Zur Deckung der Abgange an Lehrkraften wurden fiir einzelne Facher Lehrer der hiesigen Schwesteranstalten gewonnen, und zwar: der Professor an der Lehrerinnenbildungsanstalt Hans Sepperer und die Realschul-lehrer Konrad Fabian und Dr. Emil Sadu, weiters als Religionslehrer fiir die b-Klassen des Untergymnasiums der Realschulprofessor Johann Markošek und nach dessen Ableben der Theologieprofessor Herr Dr. Josef S o m re k. Trotz dieser Aushilfe konnte der Stundenplan nur bei auGerster Inanspruchnahme der dem Gymnasium noch verbliebenen eigenen Lehrkrafte vorschriftsmaGig seine Deckung finden. Das im Laufe des Schuljahres bei den Nachmusterungen zur Einberufung bestimmte Personal wurde im Hinblick auf die Unentbehrlichkeit jeder Kraft samtlich enthoben. Hingegen wurde der supplierende Lehrer fiir den evangelischen Religions-unterricht, Pfarrer Dr. Ludwig Mahnert, bald nach Schulbeginn als k. k. Feldkurat einberufen. Somit verblieben folgende Mitglieder des Lehrkdrpers in aktiven militarisch en Diensten: Dr. Johann Arne iz (als Lehrer beurlaubt und dem Unterrichts-ministerium zugewiesen), Dr. Anton Dolar, Johann Evangelist Kociper, Ludwig Lang, Franz Otto, Johann Leskošek, Dr. Ludwig Mahnert, Johann Mravljak, Josef Pirnat, Dr. Thomas Schuschnig, Karl T ribnik, Dr. Brunno T robei, im ganzen somit zwòlf Lehrkrafte. Kurz vor SchulschluG erlitt Dr. Thomas Schuschnig auf dem sudwestlichen Kriegsschauplatze den Heldentod. (Siehe unten B.). Uber die Allerhòchsten Auszeichnungen der einberufenen Lehrkrafte wurde zeitgemaG im vor-jahrigen Jahresberichte berichtet, tiber die in das laufende Schuljahr fallenden siehe unten C, I. d, 3. Eine Ubersicht iiber die Art der militarischen Dienstleistung bleibt einem spateren Berichte vorbehalten. An dieser Stelle veròffentlichen wir nur 2 Ansprachen, welche der k. k. Feldkurat Jo h. E. Kociper in der ernstesten Stunde an die seiner Seelsorge anvertrauten Soldaten hielt : I. E x h o r t e gesprochen den Krlcgern cines k k. Lir. nach der Fcldtnessc am 22. August 1915 auf dem siidwcstlichen Kriegsschauplatz, vom k. k. Feldkuratcn Johann Evangelist Kociper. „Deo gratias! „Gott dem Herrn sei tausendfacher Dank fiir seine Huld\ so mihsen wir gemali der Aufforderung des heutigen hi. Evargeliums nach dieser langen, iO-stiirdigen Eisenbahnfahrt ausrufen. Dank schulden und wissen wir auch unseren hi. Schutzengeln, denn sie haben uns wahrend der Fahrt vpr allem Ungemach an Leib und Seele beschiitžt und bewahrt, Christlicher Krieger ! Unser aller geheimer Herzenswunsch ist nun in Erfiillung ge-gangen. Von der Nordostgrenze unserer gtofien Monarchie sind wir an die Siidwestgrenze gekommen, von dem sein Wasser trage dahinwàlzenden Dnjeslr an den schonen, liimmel-blauen, vom Dichtermund besungenen Gebirgsflufi Isonzo. Dem uns alien heilrgen Wiilen Sr. Majestat, unseres obersten Kriegsherrn, in waffentreuem Gehorsam folgend, sind wir jetzt da, stehen wir hier an Ort und Stelle. Warum denn hier? Vom Westen und Siidwesten hòrt man bereits drei Monate lang durch dieses paradiesisch schone . . . .tal starken Kanonendonner. Von dieser Seite haben wir ihn nicht erwartet, oder hatten wir ihn nicht erwarten sollen. Wer ist es ? O, es ist der falsche Welsche, es ist der welsche, falsche Nachbar, der im Vergleich mit dem nordi-schen BSren treffend die falsche Schmeichelkatze genannt werden kann ; es ist jener Feind, der Jahrzehnte hindurch die Maske eines treuen Bundesgenossen trug, jedoch in der Stunde der Gefahr nicht nur nicht. wie es seine heilige Pflicht gewesen ware, Schulter an Schulter mit uns gegen den gemeinsamen Feind kampft, sondern zuwartete und im Augenblicke, da er uns erschopft darniederliegend wahnte, uns in den Rticken fiel, in der Meinung, durch einen Seitenhieb uns den TodesstoB zu versetzen. Diese Rechnung war indessen ohne Gott gemacht. Drei Monate lang verteidigen unsere braven Krieger mit wahrhaft heldenmiitiger Ausdauer und Zàhlgkeit die Grenze, so dali der Feind bisher trotz der riesigen Veriuste von keinem Erfolge sprechen kann. Christ-liche Krieger ! Nun sind auch wir da, und zwar nicht als gutmiitige . . .rer, sondern als er-bitterte Feinde, als Racher des nie genug zu verabscheuenden, unerhOrten Treubruches. Ewiger Himmei, du weifit es, ihr gewaltigen Steinkolosse, hort es, wir haben dieses Blut-vergieBen nicht gewollt, sondern in gerechter Notwehr mufiten wir zur Waffe greifen und werden nun auch unseren Mann hinstellen — „die eiserne Wehr am Isonzo !“ Ja, hier sind wir, hier stehen wir, wir Soldaten des grofien Kaisers Franz Josef L, hier stehen wir und sind bereit. unser teures Vaterland bis zum letzten Biutstropfen zu verteidigen, nicht ein Handbreit von der geheiligten Heimatscholle dem beutegierigen Feinde abzutreten. Auf unserer langen Fahrt hatten wir Gelegenheit zu sehen, welch schònes Stiick Erde die gottliche Vorsehung den VOlkern der Habsburgischen Erblande zugedacht hat. Und dieses schòne Land sollen wir nicht lieberf, sollten wir nicht begeistert verteidigen ? „Der Os'erreicher hat ein Vaterland, er liebt es, und hat auch Ursach' es zu lieben." Ja, der Òsterreicher liebt und verteidigt sein Vaterland bis zum letzten Biutstropfen. Und sollten unsere Feinde dies bisher nicht gewufit haben, so sollen sie sich jetzt davon ilberzeugen. Ein .Vorwarts* fur dei Feind gibt es nur ilber unsere Leichen. Im heifien Streit entweder sterben oder am Leben bleiben : ob wir nun sterben oder am Leben bleiben, eines ist gewifi : dieunverwelklicheSiegespalme wollen und werden wirerringen. Mit Lowenmut und Todesverachtung wollen wir dem Feinde entgegentreten. Sollten wir vielleicht den Tod fiirchten? Was, den vielgepriesenen, besungenen Heldentod sollen wir fiirchten ? Nein, dreimal nein ! Hatte ich die Posaune des jiingsten Gerichtes, machtig wiirde ich sie erschallen lassen iiber die mit Heldenblut getrankten Schlachtfelder Galiziens und des karpathischen Waldgebirges : „lhr toten Helden, stehet auf und saget uns aufrichtig : ist es Euch leid, dafi Ihr fiirs Vaterland den Heldentod erlitten habt ? ‘ Freudestrahlend und verklarten Antlitzes wiirden sie unsere Frage beantworten : ,0, kònnten wir, begeistert wiirden wir in Eure Reihen trete n, noch gehorsamer unseren Vorgesetzten, noch geduldiger im Ertragen der grofien Strapazen des Feldzuges, tapfer und opferwillig wiirden wir zur Waffe greifen und den Feind iiber die Grenzen des teuren Vaterlandes werfen und unsere ohnehin schòne Him-meiskrone noch tausendmal verschònern. Mit der Waffe in der Iland kònnen wir Euch nicht mehr helfen, jedoch seid getrost, Ihr lieben Kameraden, wir geben Euch ein nachahmens-wertes Beispiel und unterstiitzen Euch mit der Waffe des Gebetes und der Fiirbitte bei Gott, dem Vater, der die Geschicke der Menschheit leitet. ,,Dulce et decorum, pro patria mori", „suB und ehrenvoll ist es, fUrs Vaterland zu sterben", so rufen wir Euch zu‘‘. Lieber Kamerad ! Vielleicht wirst auch du im heifien Kampfe am . . . . den Tod finden. Fiirchte nichts ! Denn dein Heldentod wird nicht nur hier auf Erden vom Dichter- mund besungen, von Kilnstlern verewigt werden, du wirst vielmehr die unvergleichlich schSne Siegeskrone und ein ewig gliickliches Leben bei Gott und seinen AuserwShlten iinden. Fiirchte also den Tod nicht, denn iiir den christlichen Krieger ist er nur Gewinn. Wohl gibt es einen Grund, den Tod zu fiirchten, nSmlich in dem Falle, dafi man das Gewissen mit schweren Siinden belastet hat. Indessen hoffe ich zuversichtlich, dafi ihr alie in dieser ernsten, schweren Zeit, da man Stunde fiir Stunde dem unerbittlichen Sensen-mann in die Augen schanen mufi, als fromme Gotteskinder im Stande der heiligmachenden Gnade lebet. Solite jemand von euch im Zustande der Todsiinde sich befinden, so hat er jetzt Gelegenheit, durch eine aufrichtige und reumiitige Beichte sein Gewissen zu reinigen und sich mit Gott auszusdhnen. Aber ich will euch auch sagen, wie ihr euch im Notfalle aut den Tod vorbereiten solit. Ihr miifit nicht gerade diese Worte gebrauchen, ein jeder von euch wird es um so besser treifen, je inniger die Gemeinschaft ist, in der er mit Gott ver-einigt lebt. Sprechel also : ('Nun wurde das ergreifende Gebet vorgesprochen). Da ich nun auch die entsprechenden Tugenden und Gefiihle in eurem Herzen er-weckt habe, erteile ich euch die hi. Generalabsolution, das ist die Lossprechung aller Siinden sowie aller Sundenstrafen : Ego vos absolvo ab omnibus peccatis et censuris in nomine f Patris et f Filii et f Spiritus sancti. Arnen. Gehet nun hin, ihr lieben Kameraden, ihr christlichen Helden, an die schwere und blutige, aber heilige Arbeit und pfliicket euch unermiidlich unverwelkliche Lorbeerreiser, euch zur Ehre, dem Vaterlande zum Heil und unserem greisen, vielgepriiften und viel-geliebten Kaiser zur Freude und Verherrlichung und Glorifizierung seines schdnen Lebens-abends ! Die Kraft und der Segen Gottes, die Furbitte Mariens und der Schutz eurer Engel begleite euch Schritt auf Schritt fiir und fiir. Ich sprach’s und Gott walt’s ! Arnen. II. Exhorte, gesprochen den Kriegern eines k. k. Lir. beim Feldgottesdienste am 2. April 1916 an der Tirolerfront, vom k. k. Feldkuraten Johann Evangelist Kociper. „Sei uns gegriist, du Land Tirol, du Land der Helden ! Jauchzend griifien wir dich, du traute Heimat eines Andreas Hofer, der, selBst ein helleuchtendes Vorbild heldenhafter Vaterlandsliebe und fester Kaisertreue, eines felsenfesten Glaubens und unerschiitterlichen Vertrauens auf Gott, auch seine Landsleute zu eben diesen hehren Tugenden entflammte und begeisterte, wodurch sie zu jenen unvergSnglichen und unvergefìlichen Ruhmestaten hin-gerissen wurden, auf welche der màchtige Habsburger-Doppelaar als auf ein goldenes Ruhmesblatt seiner Geschichte bis ans Ende der Zeiten Stolz blicken wird. Wie vor hundert Jahren, so weht und weilt und begeistert die Gemiiter in diesem schdnen, von gewaltigen Gebirgsketten durchzogenen Lande noch immer der Helden- und Glaubensgeist des Andreas Hofer, zumai in der grofien Jetztzeit, da der beutegierige welsche Eibfeind den Grofiteil dieses Kronlandes — die Perle Tirols — an sich reifien mòchte. Volle zehn Monate schon wird an der tirolisch italienischen Grenze um den Besitz dieses Herzkronlandes blutig gerungen. Nun sind auch wir an diesen Teil der òsterreichisch-italienischen Front versetzt und vor eine neue, ebenso ehrenvolle als schwere Aufgabe gestellt worden. Viribus unitis, mit vereinten KrSften, Schulter an Schulter unzerreifibar verkcttet mit den ubrigen dsterteichisch-ungarischen Truppen, wollen wir mit Ldwenmut dem ver-hafiten, falschen Nachbar entgegentreten, ihn iiber die Grenze werfen, ihm den Weg weisen, woher er gekommen und so mit Wafiengewalt den ruhigen Besitz dieses Herzkronlandes dem altehrwtirdigen Habsburgerthron fiir alle Zeiten sichern. Jedoch, im Herrn geliebte Kriegskameraden, sollen wir dieser Riesenaufgabe ge-wachsen sein, sollen wir den Tirolerhelden, die vor hundert Jahren ihre Heldentaten voll-brachten, wiirdig an die Seite stehen, sollen wir in ihre Fufistapfen trcten, o, dann mufi auch uns der Helden- und Glaubensgeist des Andreas Hofer und seiner Krieger beleben und beseelen. Vor dem grofien Entscheiduugskampfe im August 1809 hatte Andreas Hofer folgen-den Aufruf an seine wackeren Tiroler erlassen ; „Setzet euer ganzes Vertrauen auf Golt ! Wir haben ja schon grofie Dinge vollbracht, zum Siaunen des Auslandes, nicht durch Mcnschenhilfe, sondern durch die unverkennbare Kraft von oben. Tugend gibt wahre Kraft und macht den schwachen zum Helden. Jetzt gilt es nicht blofi um Rettung unsercr Habe, sondern auch um die Religion. Halb getan ist nichts getan ; fiir diese haben wir den hi. Krieg begonnen, jetzt handelt es sich um die Vollendung. Darum erhebet euch, ergreifet die Waffen wider den allgemeinen Feind des Himmeis und der Erde! Keiner bleibe weg vom Krieg iiir Gott und Kaiser Franz! Entweder siegen oder sterben !" Mit wenigen Ànderungen gelten Hofers Worte auch fur uns. Ja, iernen wir vom Tiroler Helden ! Die eigene Kraft hat er durch sein festes Verlrauen auf die Hilfe und Vor-sehung Gottes und den Schutz Mariens gestarkt und gestahlt. In schwerer Stunde hatte er ein Gelfibnis abgelegt. „Fiir Gott, Kaiser und Vaterland" war die Losung, die zum Siege fiihrte. — Wie Andreas Hofer, so sotlen auch wir, meine iieben Kameraden, ein festes Selbst-vertrauen besitzen. Ihr Helden ven der Hochflàche von Doberdo, die ihr ungezfihlten blutigen Sturmangriffen der Italiener mutig und unverriickbar Stand gehalten habt, ihr solit da beim Anblicke einer neuen, schweren Arbeit zagen, zuriickbeben, zuriickschrecken ? Nein! Als im Jahre 218 v. Chr. Hannibal, der ebenso beriihmte als kiihne Fiihrer der Karthager, auf seinem Feldzuge gegen Rom bis an den Nordhang der Alpen gekommen war und seine Soldaten die schneebedeckten Bergesriesen sahen, verloren sie den Mut weiterzuziehen. Mit beredten Worlen schilderte ihnen Hannibal die Schònheiten des Lsndes jenseits der Berge und die Reichtiimer desselben. Alles umsonst. „Gut“, schlofi Hannibal, ,,so wisset, dafi ihr mir da hinauf nicht vorangehen, sondern nur nachfolgen solit.11 Und tatsachhch folgten ihm alle ohne Ausnahme, trotz unsaglicher Strapazen. Kameraden, auch vor uns stehen màchtige, schneebedeckte Bergesriesen, liber die wir allerdings unter unsaglichen Strapazen hiniiber scllen und hiniiber wollen. Ihr unerschrockenen Helden von der Hochflache von Doberdo, zaget nicht, lafit euren Mut nicht sinken wie die Soldaten Hannibals, sondern vertraut auf eure Kraft ! Bedenket, ihr seid nicht die ersten, die vor dieser Riesenaufgabe gestelit sind ! Wie uns die Geschichte lehrt, sind des fifteren grofie Tiuppenmassen hinubergezogen, von Norden nach Siiden, um die Wirren, die in der bewegten Geschichte der Apeninnenhalbinsel wie Pilze nach warmen Regen aufzuschieBen pflegten, zu unterdriicken und Ordnung zu schaffen. — Wie Hannibal seinen Soldaten, kònnte auch ich euch erzahlen, wie schon und reich, wie sonnig und fruchtbar das Land jenseits der Berge ist, allein der Allwissende ist Zeuge — das lockt uns nicht. Nicht beute-gierig, sondern herausgefordert durch einen der Geschichte bisher unbekannten Treubruch sind wir in Waffenruslung allhier erschienen. Jenseits dieser Berge ist fur uns ein geheiligter Boden, da gibt es blutdurchtrankte und haBgepfliigte Schlachtfelder, auf denen unsere Vater heldenmiitig bluteten Wir, als wiirdige Sfiline dieser Helden, wollen nach einem gliick-lichen Waffer.gange an der Grenze — Gott segne ihn — hiniiber zu den vergessenen Heldengrabern, hiniiber .... Aliein wollten wir nur auf die eigene Kraft und auf die blutige Waffe in unserer Hand bauen, so ware dieser Pian ohne Gott gemacht und diirfte schwerlich von Erfoig gekrfint sein. Darum wollen wir, wie Andreas Hofer, die eigene Kraft durch ein festes Vertrauen auf Gott stàhlen. Andreas Hofer legte in schwerer Stunde ein denkwiirdiges Gelfibnis ab. Foigen wir ihm darin, zumai da uns unser oberster Kriegsherr, der groBe Kaiser Franz Josef I. als nachahmenswertes Beispiel voranschreitet ! LaBt Euch dies erzahlen! (Der Herr Feldkurat schilderte dann mit begeisterten Worten, wie Seine Majestat am 8. Dezember 19l4 sich, sein Haus und sein Reich dem Allerheiligsfen Herzen Jesu weihte). O wie schfin war die Stunde, in welcher der Monarch dieses Gelfibnis aussprach ! Vergessen wir doch diesen heiiigen Schwur nicht! Das Weiheziel ist: Mit Jesu Herz durch Krieg zum Sieg! Tirol, das kleine, war hierin ein Vorbild. Im Jahre 1796 hat es den Bund geschlossen mit dem Gottesherzen. 1809 hat es ihn zum erstenmal erneuert und wieder zu Beginn dieses Weitkrieges im September 1914. Mit welchem Erfoig? Heldenmut und Edelsinn im reichstem Mafie floB aus dem Gottesherzen in die Tirolerherzen, Das Gottesherz ist fUr Tirol ein Hort geworden gegen den Franzmann und gegen seinen gottfeindlichen Geist. Das Gottesherz hat sein „Landl“ gerettet vor aufieren und vor inneren Feinden. Und fest steht die Hoffnung in jedem echten Tirolerherzen, dafi der Herr auch in der Gegenwart sein Bundesvolk durch Krieg zum Sieg fiihren wird. Damit diese selige Hoffnung auch uns belebe, damit unsere Riesenaufgabe von einem gliìcklichen Erfolge gekrdnt sei, iasset auch uns dies hi. Geldbnis ablegen ! ,Was das Volk Tirols gelobt, Als der Kriegssturm es umtobt, Das geloben wir auf neue : Jesu Herz, dir ew’ge Treue!“ Kricger des Herzens Jesu ! Hort nun und befolget den begeisterten und begeistcrn-den Ruf aus dem erblassenden Munde des hehren Martyrers der Vaterlandsliebe von Mantua, den Ruf, der da tìber die gewaltigen schneebedeckten Bergketten und durch die sonnigen Tdler Tirols in tausendfachem Echo widerhallt: Entweder siegen oder sterben! Mit Jesu Herz durch Krieg zum Sieg !“ d) Die Schiiler. Die Schiilerzahl sank naturgcmafi bedeutend, da eincrseits von der landlichen Bevòlkerung auch die halbwiichsigen Knabcn zu Feld= und Hausarbeiten herangezogen werden miissen und nicht dein Mittelschul-studium zugewendet wurden, und anderseits die weiteren militarischen Einberufungen abermals eine erkleckliche Zahl von bereits eingeschriebenen Schiilern dem Unterrichte entzogen. War die Schiilerbewegung schon in-folgedessen eine lebhafle, so gewann sie an Lebhaftigkeit dadurch, dafi Zuziigler von alien Provinzen Òsterreichs infolge der Obersiedlung oder Transferierung ihrer Angehorigen um die Aufnahme in die Anstalt an-suchten. Es soli hervorgehoben werden, dafi sich die letztgenannten Schiiler in die ihnen ungewohnten Verhaltnisse an unserer Anstalt bald und leicht einlebten. Einberufungen der Schiiler erfolgten bei alien Musterungs- und Nach-niusterungsterminen. Das erstemal bald nach Schulbeginn die Jahrganger 1897, und zwar am 16. Oktober 1915, 34 Schiiler, infolge der Nach-inusterungen atn 16. November 1915 bezw. am 6. Dezember 1915 7 Schiiler des Jahrganges 1895, bezw. 1896. Ain 11. Mai 1916 hatten die fiir geeignet befundenen Jahrganger 1898 einzuriicken, und zwar 3 Schiiler der III. Klasse, 3 der IV, 9 der V., 15 der VI., 6 der VII. und 4 Schiiler der Vili. Klasse, insgesamt 40 Schiiler. Im ganzen hatten also in diesem Schuljahre 81 Schiiler neu einzuriicken. Zu bemerken ist noch, dafi die im Vor-jahre zu den k. k. Freiw. Sclnitzen eingetretenen Schiiler aus dem Ver-bande nicht entlassen worden waren. Die Mehrzahl der im Vorjahre und ein grofier Teil der in diesem Jahre einberufenen Gymnasiastcn diente bereits durch langere oder kiirzere Zeit umnittelbar an der Front und nahm an alien Kampfen der vcrschie-denen Kricgsschauplatze teil. Viele Schiiler sind mit Allerhòchsten Auszeichnungen dekoriert worden, eine nicht unerhebliche Zahl erlitt auch den Heldentod fiir das Vaterland oder wurde ver-wundet; alle oline Ausnahme sind jedoch, sobald sie den Waffenrock angezogen, durchgluht von echter Begeisterung und schneidigem Mut, wie aus ihrer Korrespondenz Tag fiir Tag zu ent-nehmen ist. Ein ihrer wurdiges Gedenkblatt wird nach Beendi-gung dieses gròBten a 11 er Kriege hinausgegeben werden. An dieser Stelle unterbreiten wir der Offentlichkeit nur den Auszug aus 2 ausfiihrlichen Schreiben eines unserer besten, gerade beim Kriegs-ausbruch aus dem Schul- in das militarische Leben und in den Kampf hinausgesandten Jiinglings, des Kadetten in einer schweren Feldhaubitzen-batterie, Heinrich Triebnik. Die Schreiben sind von der Sudwestfront aus an seine in Marburg lebenden Angehòrigen gerichtet. 1. Schreiben: „Standort, 27. August 1915. Teifi noch einmal, das war aber jetzt ein Krach, die ganzen Fensterscheiben klirren noch nach ! Wird dodi nicht etwa ein SchuB in die Ortschaft gefallen sein, in der ich wohne und wo wir unsere Protzenstellung (maskiert mit Fichtenbaumen, Àsten usw. gegen Flieger) haben. Ah, jetzt hòrt man ein Schnauben, Pfeifen, Surren in der Luft, es war der 30 5 Morser, der ungefahr einen halben Kilometer vom Dorfe entfernt an der Waldlisiere aufgestellt ist und soeben eine seiner »Bomben M 11“ auf ein feindliches Werk in machtigem Bogen in einer Flugzeit von iiber eine Minute speit. Und jetzt ein abgesetzteres helleres Schnauben, nach Teilen von Sekunden sich stets wiederholend. Hallo, da schieBen unsere Gebirgshaubitzen. Und so geht’s den ganzen Tag hindurch fort. Ein starker Knall, dann ein Surren, Pfeifen und Schnauben, dessen Echo in den hohen Felsenbergen tausendfach wider-hallt. Man gewòhnt sich sehr rasch daran. Man wundert sich ganz gewaltig, wenn einmal eine langere Zeit dieses Surren und Schnauben die Luft nicht erftillt. Prachtvoll waren die drei Tage auf einem Beobachtungsstand, von dem aus man die Gefechtslage auf einem grofien Teil der Front beob-achten konnte. Die Plateaus von X. und Y. Wir haben damals an einem Nachmittag zwei feindliche Batterien entdeckt und haben sie nieder-gekampft, zum Schweigen gebracht. Du, das ist ziemlich schwer. Man muB eine ganz anstandige Obung haben im SchuBbeobachten und vor alleni gute Augen und ein gutes Glas. Eben fallt wieder eine Granate auf das Werk. Und schon wieder eine. Fast nach jeder Minute eine Granate. Teifi, noch einmal, woher kann denn das kommen? Wo mag nur die feindliche Batterie stehen? Wir versuchen nun dem Schalle nachzugehen, suchen uns aus dem Einfallswinkel des Geschosses die beilaufige Richtung der Flugbahn zu bestimmen und schon suchen wir die Riicken der Berge, hinter denen anscheinend die feindliche Batterie stehen muB, mit unserem Fern-rohr ab, ob wir nicht irgendwo das Aufsteigen von Rauch, der infolge des abgeschossenen Schusses dem Rohre entweicht, bemerken. Lange suchen wir. Endlich sehen wir im Sattel zwischen zwei Bergen ganz wenig Rauch aufsteigen. Hallo! Jetzt kommt SchuB auf das Werk X. Wir warten. Nach 20 Sekunden ein dumpfer Knall in der Ferne, ein Surren und schon steigt eine machtige Rauchwolke vom Deck des Werkes X. auf und nach ftìnf Sekunden kommt der Schall von der Explosion des Geschosses, die weiter keinen Schaden anrichtete. Also wir haben richtig vermutet. Dreimal ungefahr beobachteten wir die auf-steigende Rauchwolke im Sattel der beiden Berge und immer wieder das Einfallen des Geschosses auf das Werk X. Also wir sind sicher. Die Batterie ist entdeckt. Und schon Pian der Gegend zur Hand, mittels 14 Strichtransporteur und Schiefitafel werden die SchuGelemente bestimmt. Und schon telephonieren wir in die Feuerstellung: Hallo! Geschiitz- station! Seite, Libelle, Distanz, Ekrasitgranate, Richtbogen usw. Erster SchuB. Nach einigen Sekunden: „Hallo! Beobachter! Feuerbereit!“ „Ab-geben!" tònt es zuriick zur Geschiitzstation. Schon hort man durchs Telephon einen dumpfen Knall. Und jetzt aufs Ziel geschaut. Eine machtige, schmutzigbraune Wolke zeigt uns den Ort der Explosion des Geschosses. War der SchuB zu kurz oder zu weit, oder rechts, links, so wird korrigiert, bis man im Ziel drinnen ist. Wir waren gewohnlich mit dem dritten Schusse eingeschossen. Die Batterie war bald zum Schweigen gebracht. So geht es den ganzen Tag auf dem Beobachtungsstande zu. Damals haben wir auch tur den 30 5 Mòrser-SchuB beobachten miissen. Hat wirklich tadellose Wirkung. Jetzt kann ich Euch durch drei Tage kaum schreiben, demi morgen gelie ich auf drei Tage auf den Beobachtungsstand „Schiitzen-graben“. „hn Felde, 20. oder 21. September 1915. Entschuldigt, wenn ich im Datum schreibe 20. oder 21. Aber bei Gott, ich weifi es wirklich nicht ; einer von den beiden 1 agen mufi es bestimmt sein. Ich habe da vor mir einen Kalender aufgeschlagen, kann aber trotzdem das Datum nicht bestimmen, da ich nicht weifi, ob es Montag oder Dienstag ist. Ich kann mich nicht mehr erinnern, war es vorgestern oder gestern, als der Kommandant des Stiitzpunktes, von dessen Schiitzengraben aus wir beobachten, sagte: Heute ist Sonntag. Diesmal war es auch wirklich interessant. Ungefahr ein bis ein-einhalb Kilometer von meinem Beobachtungsstandpunkt ostlich steht der Mte...... Auf ihm befindet sich eine Besatzung von uns auf der Spitze, die zum Stiitzpunkt ausgebaut ist. Diese Besatzung wurde nun von den Italienern vollstandig eingekreist und von uns abgeschnitten. Gleich nebenan siidlich in 500 bis 600 Schritten Distanz von meinem Stiitzpunkte, arbeiteten sie sich ebenfalls heran in Laufgraben mit Schaufel, Krampen und Gewehr, um sich auf diese Weise in den Besitz dieses Stiitzpunktes zu setzen. Ich kònnte nicht sagen, wieviel hundert Schrapnells, Granaten, Stinkbomben und Handgranaten wir auf die Italiener in diesem Abschnitte bei Tage warfen; es ist da Sprengloch auf Sprengloch. Aufier uns schossen ferner ungefahr zehn Batterien leichteren Kalibers und eine 30 5 Morserbatterie in den Abschnitt hinein. Unser Stiitzpunkt liegt nun so, dafi die Geschosse aller dieser Batterien in einer Hohe von 10 bis 30 Meter iiber uns hinwegsausten, um dann wenige Hunderte Meter vor uns einzuschlagen. Ich sage Euch, das war ein Pfeifen, ein Tobeti und Sausen mit Donnergekrache ; davon kann man sich keine rechte Vorstellung machen, wenn man es nicht erlebt. Alle zehn Minuten wieder ein Winseln, Weinen, wie etwa von 100 kleinen Wickelkindern oder jungen Hunden, ach was 100, 1000 sage ich Euch ! Es ist eine Bombe M 11 des 30 5 Morsers, die ihr Ziel sucht. Ich kann Euch nicht sagen, wie nattirlich dieses Winseln und Weinen ist und wie laut. Dabei wird man noch selber grofimachtiglich be-schossen, so dafi das Pfeifen der Schrapnellkugeln, das Surren der Schrapnellziinder und das Geklatsche der in und um die Schiitzengraben niedersausenden Granatsprengstiicke gar nie aufhčrt. Daneben hčrt man noch das helle Knattern der Infanteriegeschosse und versucht den Un-terschied zwischen den hellerklingenden kleinkalibrigen italienischen Infanteriegeschossen und unseren herauszubekommen. Vor sich sieht man fortwahrend rotweise Sprengwolken in der Luft ; braune Rauch-wolken verschiedener Gròfie, mit Erde und Steinen und Sprengstiicken vollgestopft, explodieren. So, das ist beilaufig die Situation gewesen, in der ich mich befand. Dabei steht man selbst im Schiitzengraben, hat sein Binocle auf die Brustwehr aufgelegt, guckt ununterbrochen durch, um, wenn man wo anders binscliauen will, das Glas mit Hilfe der Nase nach aufwarts, abwarts und seitwSrts zu verschieben ; bat in der linken Hand am Ohr den Handapparat, um die SchuBbeobachtung sofort telephonisch in die Geschiitzstation weitergeben zu kònnen, hat in der rechten Hand einen Bleistift, mit dem man die Beobachtung in ein vor sich liegendes Notitzbuch, das sich neben einer ausgebreiteten Spezialkarte des umliegenden Terrains befindet, einschreibt. So arbeitete ich den ganzen lieben Tag. Gegen Abend lieB das Feuer nach, unsere Batterie stellte-das Feuer ein. Aufatmend vor Miidigkeit, verlieB ich meinen Standplatz, um mich auch ein wenig im Unterstande, der sich ungefahr 150 Meter riickwarts am feindabwartsgelegenen Hange im Felsen eingesprengt befindet, zu starken und auszuruhen. Sehr scimeli schlief ich ein, um jedoch Punkt zwòlf Uhr nachts vom Stiitzpunkt-kommandanten aufgeweckt zn werden : Nahangriff auf C. ! Noch schlaf-trunken hòrte ich die Gewehrschiisse, die immer heftiger wurden, bald nachlieBen, bald wieder sich verstarkten. Scimeli legle mein Telephonist und ich die Leitung in den Schiitzengraben. Und schon standen wir an Brustwehr in gewohnheitsgemachter Stellung, um die Schusse, deren Richtelemente rasch der Geschiitzstation telephonisch vermittelt waren, zu beobachten. Der Gestank der Stinkbomben, die iibrigens mit einem dem 30'5 GeschoB ahnlichen Gekrache explodieren, tat bald seine Wirkung. Man roch sie bis zu uns. Das Feuer dauerte nicht lange. Bald hòrte man nur mehr vereinzelt Infanterieschtisse fallen. Ich blieb damals die ganze Nacht auf im Schiitzengraben und beobachtete. Die Infanteriebesatzung begab sich wieder, mit Ausnahme von mehreren Posten, in ihre Unterstande. Es war eine wunderschòne, sternenklare Nacht. Von einzelnen Werken leuchteten die Scheinwerfer das ganze Terrain ab. Leuchtraketen machten manchesmal die Finsternis meiner Umgebung zum Tage. Ober unseren Werken im Nachbarabschnitte sali man immer wieder GeschoB-explosionen von feindlichen Geschossen in Gestalt von grellsten, weifi-ròtlich-violetten Lichtblitaen, denen dann nach langer Zeit fast ersterbend nach der Luftreise, trotz der Geschwindigkeit von 333 Meter in der Sekunde, ein kaum merklicher Schall folgte. Die Gedankenkette, die sich in meinen Gehirnzellen oh solcher Eindriicke bildete und in diesem „Tand, Tand ist das Werk von Menschenhand" endete, wurde nur zeit-weilig durch einen Schrapnellschufi gestòrt, der mich immer wieder zwang, von meinem bequemen Sitze auf der Schiitzengrabenbrustwehr hinabzuspringen, um mich zu decken. Stunden schlagen so dahin. Bald hòrten die Scheinwerfer auf zu spielen, bald erstarben auch die immer karger werdenden Schtisse auf dem Nachbarplateau, wir wurden auch nicht mehr beschossen. Ein kaum merkbares Luftel begann sich um mich zu regen. Der Himmel im Osten begann heller zu werden, schon zeigten sich dort die grotesken Umrisse der Felsenspitzen, rasch erblaBten die Sterne am immer heller werdenden Himmel. Der kalte, starker werdende Wind schtìttelte mich aus meinen Gedankentraumereien wach. Ich schauerte zusammen. Neben mir hòrte ich die ruhigen tiefen Atemziige des ein-geschlafenen Telephonisten ; er hatte noch das Kopftelephon am Ohr. Rasch weckte ich ihn auf: »Oswald, machen Sie Leitungskontrolle zu den iibrigen Telephonstationen . . Ich glaube Euch beilaufig ein Bild von diesem Tage gegeben zu haben. Gemein waren jedocli die nachsteu Tage und Nachte bei argstem Nebel und Sturmwind." Der Schreiber wurde mit der silbernenTapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Patriotische und Hilfstatigkeit der Anstalt. 1. Gedenkfeier am 2. Dezember 1915. Um den 2. Dezember ais den Jahrestag des Regierungsantrittes Sr. Majestat unseres Kaisers wiirdig feiern zu kònnen, batte die Direktion rechtzeitig die Voranordnungen getroffen, die sich wegen .Mangels eines ver-ftigbaren groBeren Raumes allerdings auf die Veranstaltung einer kirch-lichen Feier beschranken mufiten, bei der jedocli wenigstens die Teilnahme der gesamten Schiilerschaft moglich war und welche Feier aufierdem der damaligen ernsten und weilievollen Stimmung am ehesten entgegenkame. Aus diesem Grunde wurde alles daran gesetzt, das vor zwei Jahren be-standene Gymnasialorchester ins Leben zu rufen, und es wurde die Auf-fiihrung einer feierlicben Orchestralmesse in Aussicht genommen. Die Be-mtlhungen waren von Erfolg begleitet. Eingeiibt wurde die Adler-Messe ftir 26 Musiker in Verbindung mit dem Mannergesangchor der Anstalt. — Am Festtage wurde die Gedenkfeier in der Aloisiuskirche abgehalten. Das Hochamt zelebrierte in Anwesenheit des gesamten Lehrkorpers und der Schiilerschaft der Religionsprofessor Dr. Anton Medved; hiebei wurde die erwahnte Orchestralmesse zu Gehor gebracht. Nach dem letzten Evangelium hielt vom Altare aus in seinem Ornate der zelebrierende Priester an die Versammelten eine patriotische Ansprache, worauf das ,,Te Deum“ gesungen, der Segen erteilt und schlieBlich die Volkshymne gesungen und gespielt wurde. — Die Festfeier, welche den Charakter der Weihe, Herzlichkeit und gehobenen Stimmung trug, machte in ihrer geschlossenen Abrundung auf die Schiilerschaft sichtlich einen tiefen Eindruck. — In Erganzung der Kirchenfeier wurden im Verlauf der nachsteu zwei Tage in den Klassen geeignete Vortrage und Deklamationen abgehalten, sowie die Sammlung zu Gunsten des steirischen Soldatentages vorgenommen. 2. Zweiter steiermarkischer Soldatentag. An den Sammlungen zu Gunsten des zweiten steierm. Soldatentages nahmen Lehrer und Schiller mit wahrer Begeisterung teil und steuerten auch aus eigenem ein erkleckliches Siimmclien bei, im ganzen 509 K 91 h, so dafi der OrtsausschuB »Marburger Soldatentag 1915“ in einem schmeichel-haften vom 25. Dezember 1915 der Direktion und dem Lehrkorper ftir die „geradezu vorbildlich opferfreudige Forderung" seines menschenfreundlichen Unternehmens besonders seinen Dank aussprach. Es liefen folgende Schillerspenden ein : I a : Altrichter 1 K, Baumgartner 10 h, Hofer 60 h, Kronasser 1 K 10 h, Lukas 2 K, Millner 50 h, Nekrep 20 h, Nozir 50 h, v. Pacher 11 K, Pollak 2 K 50 h, Puschmann 3 K, Sagoda 50 h, Studler 1 K, Tschcbull 1 K, Valentincig Alfred 10 K, Vidovič 30 h, Wald40h, Zbhrer 10 h, Binderhofer 1 K 20 h, Fili 40 h, Hallecker 60 h, Hiersfand 1 K, Valentincig Marie 1 K 20. I. b : Brumen 1 K, Gorup, 22 h, Krulc 1 K, Leben 60 h, Pipuš 40 h, Pucelj 82 h, Pučelik 40 h, Razboršek 40. h. Reicher 10 h, Rojs 24 h, Strnad 20 h, Stumberger 50 h, Uranker 26 h, Vnuk 20 h, Žolek 40 h, Rožič 1 K. II. a: Bedjanič 1 K, Brattkovič 10 h. Čerče 20 h, Einicher 1 K, Gabriel 1 K, Halfter 2 K 40 h, Horaczek 2 K, liger 1 K 40 h, Jančar 40 h, Kaloud 2 K, Kollnig 60 h, Kiinzel 16 h, von Lichem 2 K, Lukas 2 K, Mahnert 1 K 40 h, Marko 30 h, Matzl 20 h, Nerat 80 h, Parzer 30 h, Peheim 1 K, Persche 10 h, Plotsch 20 h, Podlaha 20 h, Podmenik 60 h, Reichsstadter 12 h, Rizzi 30 h, Schifko 2 K, Schoper 20 h, Schuschnigg 2 K, Sever 10 h, Stanzer 40 h, Weifienbòck 40 h, Winter 40, Woschitschko 1 K, Wiirnsberger 1 K, Zeichen 10 h, Zimmermann 1 K, Zwirn 2 K, Pečnik 1 K. H. b : Babič 20 h, Cvetko 20 h, Černčič 54 h, Farkaš 2 K 30 h, Gajšek 1 K 10 h, Germek 40 h, Grobelšek 20 h, Hrašovec 50 h, Hrvacki 10 h, Ivanuša 28 h, Jagodič 30 h, Janežič 40 h, Jurinec 30 h, Kikl 20 h, Kolarič 35 h, Konečnik 50 h, Korže 86 h, Kostajnšek 40 h, Kovač 20 h, Kozinc 20 h, Kralj 50 h, Leskovar 1 K, Lichtenwallner 2 K 10 b, Macuh 20 h, Mlaker 31 h, Mlaker 70 h, Ogorelec 1 K, Peric 30 h, Peršuh 20 h, Pipuš 44 h, Pivec 30 h, Rataj 24 h, Richter 30 h, Rojko 1 K, Rudolf 1 K 30 h, Sever 40 h, Škerjanc 50 h, Soršak 60 h, Stergaršek 20 h, Strmšek 60 h, Šegula 1 K, Valentan 80 h, Verstovšek. 1 K 1 h, Voglar 20 h, Voršič 2 K 22 h, Zafošnik 20 h, Žolnir 12 h, Žunkovič Bogomir 50 h, Žunkovič Vladimir 50 h, Bračič 1 K, Pipuš Mara 40 h, Rosina 1 K, Zemljič 1 K 02 h, Žunkovič Philippine 1 K. III. a: Aicher 1 K 20 h, Buchta 70 h, Cvitanič 1 K 38 h, Družovic 70 h, Fischer 60 h, Frangesch 50 h, Gradišnik 80 h, Graf 1 K 70 h, Grobeljnik 30 h, Guštin 2 K 54 h, Hempel 1 K 20 h, Hronovsky 44 h, Huschak 80 h, Jantscher 1 K, Juterschnik 40 h, KSfer 2 K, Klingberg 30 h, Klobassa 40 h, Koroschetz 50 h, Kotzbeck 1 K, Lah 1 K 20 h, Leinschitz 2 K 50 h, Lovrec 29 h, Mahnert 2 K, Maichen 44 h, Matauschek 1 K 30 h, Mauczka 60 h, Perschinig 26 h, Perme 30 h, Pollak 32 h, Potočnik 77 h, Pungarscheg 2 K, Puschmann 1 K 50 h, Rop 50 h, Sadu 50 h, Seethaler 60 h, Simonič 70 h, Trojner 20 h, Freib. v. Twickel 2 K, Zohrer 40 h, Kavšek 2 K. III. b : Ašič 1 K 20 h, Avsenak 60 h, Beriic 50 h, Cajnkar 50 h, Časi 20 h, Dijak 50 h, Držečnik 20 h, Janžekovič 1 K 20 h, Jug 50 h, Kojc 80 h, Košenina 30 h, Lamut 1 K 30 h, Lovrec 1 K 70 h, Obrul 50 h, Ozimič 40 h, Peitler 40 h, Pesel 60 h, Počivavšek 20 h, Preac 3 K, Pribožič 30 h, Pučelik 40 h, Rosina 1 K, Schnelder 60 h, Simončič 20 h, Stoklas 1 K, Stupan 50 h, Šerbela 20 h, Šijanec 20 h, Tiplič 5 K 50, Tirš 50 h, Tomanič 50 h, Tominšek 2 K 22 h, Uranker 20 h, Vehovar 50 h, Veselko 50 h, Voglar 30 h, Vogrin 60 h, Vrhnjak 2 K, Vrečko 40 h, Žalar 80 h, Živko 50 h. IV. a : Bartošek 20 h, Bedjanič 1 K, Clodi 1 K, Draxler 40 h, Hempel 1 K, Her- manko 1 K, Lozar 10 h, Mitrinovič 50 h, Montag 1 K, Nadler 2 K, Nasko 2 K, Remm 1 K 30 h, Souvent 40 h, Sparovitz 10 h, Stular 3 K, Baron v. Teuchert Franz 2 K 50 h, Baron von Teuchert Friedrich 2 K 50 h, Tredl 1 K, Ullaga 70 h, Verhovšek 10 h, Vider 20 h, Waldhans 70 h, WOgerer 4 K 70 h, Zčihrer 70 h, Irran 1 K 20 h, Prof. Dr. Medved 2 K. IV. b : Babšek 20 h, Bračko 20 h, Črnko 20 h, Domajnko 40 h, Drofenik 40 h, Erker 10 h, Glavnik 10 h, Grmovšek 40 h, Horvat 10 h, Jager 20 h, Jezovšek 20 h, Karba 30 h, Klemenčič 1 K, Kralj 20 h, Kristan 10 h, Lah -0 h, Lašič 10 h, Logar 40 h, Mojzer 15 h, Obesne 20 h, Obran 40 h, Osterc 40 h, Padovnik Josef 20 h, Padovnik Felix 20 h, Peče 1 K, Pečovnik 40 h, Podgoršek 60 h, Pogačnik 40 h, Porekar 1 K, Radšel 30 h, Razboršek 40 h, Rebol 20 h, Repič 50 h, Rupnik 40 h, Sabati 20 h, Serajnik Dominik 20 h, Serajnik Franz l K, Skale 20 h, Skrbinšek 20 h, Slodnjak 10 h, Sluga 40 h, Štebih 30 h, Sunčič 20 h, Šepec 2 K, Štruc 40 h, Toš 20 h, Tratnik 20 h, Trstenjak 20 h, Turk 10 h, Vrbnjak 20 h, Vrečko 20 h, Weran 20 h, Zidar 20 h, Žgank 1 K, Žolnir 30 h, Žunkovič 20 h, Leskovar 1 K- V a: Kietfner 40 h, von Koschin 1 K, Kob 24 h, Kronasser 50 h, Loew 30 h, Matzl, 1 K, Meglič 20 h, Merčun 20 h, Meško 30 h, Mohar 1 K, Nasko 1 K, Prah 20 h, Prebevšek 20 h, Rosina 1 K, Simonič 30 h, Soršak 30 h, Šedivy 10 h, Šijanec 30 h, Verstovšek 1 K, Vertovšek 10 h, Vogrin 20 h. V b: Antolovič 40 h, Bauman 1 K 10 h, Breznik 40 h, Čeh 50 h Epih 20 h, Ferlan 20 h, Franz 60 h, Gajšek 40 h, Godec 40 h, Heric 40 h, Kolbl 50 h, Kovačič 40 h, Krajnc 40 h, Kramberger 50 h, Kšela 1 K, Miglič 1 K, von Radies 1 K, Richter 70 h, Schauritsch 60 h, Schilder 1 K, Spitz 2 K, Vogl 1 K, Weifi 30 h, Scalettar! 1 K, Vlček 2 K. VI a : Bauer 1 K, Engelhart 1 K, Ritter v. Jettmar 2 K, Keifl 2 K, Kònig 1 K, Kovacs 1 K, Krauti 1 K, Kurzmann 30 h, Leskoschek 1 K, Lesnika 50 h, Medvešek 40 h, Pavalec 20 h, Peče 1 K, Radanovič 50yh, Ramšak 50 h, Rožič 1 K, Sattler 50 h, Stabej 50 h, Stefanclosa 10 h, Stumpf 50 h, Šamperl 60 h, Tominšek 2 K. VI. b : Benja 40 h, Breznik 60 h, Fischer 1 K, Goričan 20 h, Kavčič 40 h, Kaukler 40 h, Koprivnik 1 K, Koser 1 K, Lutmann 40 h, Moškon 60 h, Schedivy 50 h, Schwab 50 h, Šega 40 h, Tikvič 50 h, Trogar 20 h, Vauda 10 h, Vokač 60 h, Weber 20 h, Wohlkdnig 1 K, Zmork 1 K. VII. : Borghi I K, Cajnkar 1 K, Gitschtaler 2 K, Hodi 1 K, Pfrimer 5 K, Schrott 2 K, Stanek 1 K, Winterhalter 1 K, Zòhrer 1 K, Krenn 1 K, Kriwanek 1 K, Stadtherr 1 K. Vili. : Bartošek 1 K, Czernitzky 2 K, Jeglič 2 K, Oehm 2 K, Ogriseg 5 K, Živko 2 K, Schlfko 2 K. 3. Rote Kreuz-Woche. Im Rahmen der allgemeinen òsterreichischen Roten Kreuz-Woclie (1. bis 7. Mai 1916) tat die Direktion ihr mòglichstes, um die Schiilerschaft und deren Angehorige zur Verfolgung des edlen Zweckes zu veranlassen und bei dieser Gelegenheit im allgemeinen ftir ein patriotisches und auf-opferndes Wirken zu begeistern. Wir beschranken uns hier auf die Auf-zahlung der hervorragendsten Tatsachen : 1. An der Sammelarbeit, als Verkaufer und als Begleiter der Ver-kauferinnen beteiligten sich eine Reihe von Gymnasiasten und Gymnastinnen an beideri Sammeltagen. 2. Am 6. Mai wurde von der hiesigen Ortsgruppe des Roten Kreuzes ein Huldigungsfestzug der gesamten Marburger Schuljugend zum Denkmal Seiner Majestat im Vorgarten der Militar Oberrealschule veranstaltet. An diesem nahm unsere ganze Anstalt, Schiller und Lehrkorper, teil. Hiebei trat das Gymnasium, entsprechend der militarischen Durchbildung seiner Schiller, auch militarisch auf: die Gymnasialschiiler riickten in Doppel- reihen, in Ziige, nicht in Klassen eingeteilt, aus, mit eigenen Chargen und Hornisten und aus den Geiibtesten wurde eine Ehrenkompagnie auf-gestellt, die mit Gewehr und Patronentasche den gesamten Schiilerzug der Gymnasiasten und somit den Huldigungszug beschlofi und beim Denkmal nach dem Kaiserhoch eine Ehrensalve abgab, uni dann beim Denkmal zu defilieren und sich im geschlossenen Zuge unter vorangehender Militar musikkapelle in die Kaserne zu begeben, wo die Waffen abgegeben wurden. 3. Das Gymnasium gab am 1. Mai 1916 in der Seminarkirche des HI. Aloisius ein òffentliches Wohltatigkeitskonzert, das nach Veranstaltung, Durchfiihrung und Erfolg ein gesellschaftliches Ereignis bedeutete. Vortragsordnung: 1. „Veni creator Spiritus", vertont von Jos. Winterhalter (7. Klasse), gesungen vom Mannerchor der Gymnasiasten mit Orgel-begleitung. 2. „Psalm 111“, vertont von Jos. Winterhalter (7. Klasse), ftìr 4-stimmigen Mànnerchor, Tenorsolo (Verstovšek Zdenko, 5. Klasse), Bafisole (Šamperl Zyrill, 6. Klasse), Streichorchester (Gymnasialschtiler-orchester) und Orgel (KrauB Reinhold, 6. Klasse). Erstaufftihrung mit vorangehender Ansprache des Herrn Prof. Dr. Anton Medved. 3. Rubinstein, rMelodie\ fiir Violine (Emil Ritter von Jettmar, 6. Klasse) und Orgel (Winterhalter, 7. Klasse). 4. Schubert, „Pax vobiscum", Baritonsolo (Šamperl Zyrill, 6. Klasse) und Orgel (Winterhalter, 7. Klasse). 5. Bruckner, „Ave Maria", fiir 3 Violinen (Emil Ritter v. Jettmar, 6. Klasse, Alois Stanek, 7. Klasse, Theodor Tominšek, 3. Klasse) und Orgel (Winterhalter). 6. Ósterreichische Volkshymne. Ober das Konzert brachten die ortlichen, Grazer und Wiener Blatter eigene Berichte. Einer hievon lautet: „Das Wohltatigkeitskonzert der Marburger Gymnasiasten fand am ersten Tag der Marburger Roten Kreuz-Woche statt, am Jahres-tag der grofien Durchbruchsschlacht bei Gorlice. Der glanzende Erfolg ubertraf alle Erwartungen : Die Sitzplatze waren bald samtlich vergriffen, obwohl nicht wenige hochangesehene Persònlichkeiten solche bezahlt und iiberzahlt hatten, ohne sie jedoch zu beziehen; zahlreiche Besucher muflten sich mit Stehplatzen zufriedenstellen. Im gedrangt vollen Kirchenraume herrschte eine angemessene ernstfeierliche Stimmung, auch aus dem Grunde, da die Spitzen der Marburger Behòrden und Vertreter der besten Gesellschaftskreise dieses eigenartige Schiilerkonzert ihres Besuches fiir wert erachteten : Exzellenz Flirstbischof Dr. Michael Napotnik mit mehreren Domherren, der Herr Statthaltereirat Dr. Adam Weifi von Schleufienburg mit Gemahlin, Oberst Holler, Oberst Schinnerer, die Herren kaiserlichen Rate Dr. Artur Mally und Karl Pfrimer, Herr Julius Pfrimer, Frau Baronin Twickel, Frau Oberst Lebar, die Mittelschuldirektoren und Direktorinnen H. Schreiner, Robert Bittner, Dr. Serafine Puchleitner und St. Voh, Herr Ober-finanzrat Ritter von Jettmar, Steueroberverwalter Rudel usw., eine Vereinigung, wie sie die lichten Raume dieser Kirche wohl noch selten gesehen. Die Jugend, die zum edelsten Zwecke ein ernstes Wagnis unternimmt, findet eben stets allseits verstandnisvolle Unterstiitzung und Fòrderung. — Punktlich zur anberaumten Stunde begarin das Konzert. Das Hauptinteresse galt dem vom derzeitigen Septimaner • Josef Winterhalter vertonten Psalm 111 („Selig der Mann .. .“), einer Erstauffiihrung, die ein Priifstein fur den Komponisten und die Aus-ubenden sein mufite. Der kraftig einsetzende Eingang, ein originelles Motiv, das auch ais SchluB wirkungsvoll verwendet wird, zeigte sofort, dafi die Leistung des Tondichters wie der Spieler durchaus ernst zu nehmen sein wird. Mit Spannung folgten die Zuhorer dem weiteren Verlauf des Stiickes und mufiten sich am Schlusse gestehen: der junge Tondichter beherrscht nicht blofi die Kleintechnik mit anerkennenswertem Geschick, sondern versteht auch, was unstreitig Talent erfordert, den Aufbau im grofien ; denn die Verwendung des Orchesters, der Solo-partien, der Orgel und des Mannerchors schmiegt sich nach Komposition und Dynamik feinftihlig dem Wortlaut und Sinn des Psalmes an, bald wuchtig, bald zart, nie aufdringlich, was bei einem jugendlichen Komponisten vermerkt werden will. Die Tondichtung ist sehr melodios — einzelne Teile rufen geradezu nach dem Sanger und Spieler — jedoch nie banal. Gerade leicht ist das Tonsttick iibrigens nicht; umso grofier ist das Verdienst der ausiibenden Sanger und Musiker (16 Geigen, Cello, Orgel), zum grofien Teile Knaben, dafi sie ihrer Aufgabe in einer Weise gerecht wurden, die die Zuhorer das Tonwerk geniefien liefi. Dafi sich bei alledem sowohl beim Komponisten, der auch alie Proben selbst geleitet batte, ais auch bei den Ausiibenden das Jugendliche nicht verbarg, ist eher ein Lob ais ein Mangel ; die Jungen, die gezeigt haben, sie haben was gelernt, sollen auch weiter lernen ! . . , Um den aufieren Rahmen abzuschliefien, wurden der Erstauffiihrung des Psalmes noch vier weitere Nummern angeschlossen (Rubinsteins «Melodie", Schuberts „Pax vobiscuni", Bruckners «Ave Maria" und voti unserem Winterhalter ein vierstimmigerMannerchor), welclie alle eine angemessene Auffiihrung fanden. Zum Schlusse halite die osterreichische Volkshymnc durch den Raum. Das Konzert lohnte nach dem aufiereu und inneren Erfolg reichlich die nicht geringe Muhe einer solchen Veranstaltung. Dcr Gymnasialdirektor kann befriedigt schmunzeln und dem Roteo Kreuze wird eine erkleckliche Zahl von Hundertkronennoten zufallen." So der Bericht. Der Reinertrag des Konzertes betrug 619 K 24 h, welche dem Zweig-verein Marburg des Roteo Kreuzes iiberwiesen wurden. Seine Exzellenz der hochwiirdigste Herr Fiirstbischol Dr. Michael Napotnik begluckte den Komponisten des Psalmes 111, sowie alle namentlich genannten ausiibenden Gymnasialschuler durch die persònliche Widmung je eines seiner uniibertrefflichen Werke. 4. Der Marburger Gymnasialacker. Wegen der erziehlichen Bedeutung der Feldarbeit und iiberhaupt einer produktiven Korperarbeit hatte die Direktion bereits im Vorjahre den Pian ins Auge gefafit, eine Bodenflache zu gewinnen, die den Gymnasial-schiilern zur Bearbeitung Iiberwiesen wiirde, um so die Vornahme kòrper-licher Obungen zu ermòglicheu, die nicht biofi Selbstzweck sind, sondern greiibaren Nutzen schaffen. Aus materiellen Grunden konnte dieser Pian bisher nicht verwirklicht werden. Eine gunstige Gelegenheit hiezu bot sich jedoch zu Begino des Jahres 1916, als vom Kommando der Sudwestfront die energische Anregung ausging, alle gecignetcn unbebauten Flachen in diesem Jahre ertragsfahig zu machen. Ober Einladung von Seiten der h. o. Bezirkshauptmannschaft und des Stadtrates Marburg nahm die Direktion an den vom Vertreter des genannten Kommandos geleiteten diesbeziiglichen Beratungen teil und es gelang ihr, fiir die Bebauung von Seiten des Gym-nasiums einen brachliegenden, von Gestrtipp iiberwucherten und von Steinen und Abfallen bedeckten Bauplatz in nachster Nahe des derzeiligen Schulgebaudes durch Vermittlung des genannten Kommandos zugewiesen zu bekommen. Die Gymnasialdirektion machte sich erbòtig, diesen Platz im eigenen Wirkungskreise mit den Gymnasiasten nach alien Richtungen in Bebauung zu nehmen und alle Arbeiten aus eigenem zu erledigen. Dieser Bauplatz belindet sich an der Ecke zwischen der Bismarck- und Goethestrafie. Wegen der bereits vorgeriickten Zeit — die endgiiltige Beratung fand am 7. Marz 1916 statt — wurde nun unverzuglich auf die Schulerschaft in entsprechender Weise eingewirkt, sich zur Bearbeitung dieses Gymnasial-ackers zu entschliefien. Um die Schuler vor Oberanstrengung und zu grofiem Zeitverlust zu bewahren, wurde die Vornahme der Arbeiten in kleineren Partien zu je bestimmten Stunden in Aussicht genommen. Darauf-hin meldeten sich 251 Schiller, die nunrnehr je nach den persònlichen Riicksichten in Arbeitspartien von 12 bis 80 Mann ani alle Wochentage nach bestimmten Stunden vcrteilt wurden. Weiters wurde auf die Beschaffung der notigen Werkzeuge das Augen-merk gerichtet. Es gelang, von den Pionieren in Pettau 80 verschiedene Ackergerate zugewiesen zu bekommen. Die Gerate wurden am 22. Marz iibernommen und werden von der Gymnasialdirektion verwahrt. Einzelne feinere Gerate wurden von der Direktion aus eigenen Mitteln nachgeschafft. Am 28. Marz wurde an die Arbeiteu, und zwar an das Umstechen des rund 1000 m2 umfassenden Platzes geschritten. Ein Bepfliigen des Bodens war wegen der Lage und der Beschaffenheit des Platzes ausge-sc'nlossen. Die tur Knaben recht schwere Aibeit des Umstechens wurde bis 8. Aprii beendigt. Die Direktion sorgte temer auch tur eine Umzaunung des Platzes und verschaffte sich mit nicht geringer Muhe das nòtige Saat-gut: 250 kg Kartoffeln. Im Laute des Monates Aprii und Mai war das Saatgut in der Erde geborgen und der Acker mit entsprechenden Warnungs-tafeln— auch eine Eigenarbeit des Gymnasiums — versehen. Auch die weiteren Arbeiten des Umgrabens, Jatens, Haufelns besorgte das Gymnasium mit seinen Schiilern und Dienern. Es ist auch Ftirsorge getroffen, dafi wahrend der Ferienzeit eine entsprechende Anzahl von ortsansassigen Schiilern jederzeit einberufen werden kann, um den Acker zu betreuen. Die Frucht — Kartoffeln — gedeiht gegen alle Erwartung ausgezeichnet und verspricht eine ergiebige Ernte, welche dem Militararar zufallen wird. Die Anstalt ist Stolz auf ihren in der schwersten Zeit — wenn auch leider nicht dauernd — erworbenen Acker. 5. Kriegsanleihen. Nachdem sich an den beiden ersten Kriegsanleihen hauptsachlich vermògendere Schiller beteiligt und im ganzen rund 50.000 K gezeichnet hatten, wurde bei der 3. Kriegsanleihe durch Heranziehung einer tunlichst grofien Zahl von Schiilern, die auch kleinere Beitrage einzuzahlen ver-mòchten, ein gunstiges Ergebnis zu erzielen gesucht. Nach einem eigenen Pian wurden bei den Schiilern Betrage von 1 bis 100 K entgegengenommen und auf diese Weise von 234 Schiilern der Betrag von 2534 K gesammelt. Da auBerdem 40 Schuler grofiere Betrage zeichneten, ergab die Zeichnung der 3. Kriegsanleihe unter Beteiligung von 274 Schiilern die Zeichnungs-summe von 22.000 K. Die Verwaltung der Zeichnung der kleineren Betrage mufite naturgemaG von der Anstalt selbst iibernommen werden. Jeder Schuler erhalt eine Zeichnungsbestatigung iiber den von ihm eingezahlten Barbetrag, mit dem auf diesen Betrag umgerechneten Couponanteil. Die Zeichner gròBerer Betrage erhielten die Obligationen personlich ausgefolgt. Die vi erte Kriegsanleihe wurde nach den vom k. k. steierm. Landes-schulrate zur Durchfiihrung anempfohlenen Vorgange der Anglo-òsterreichi-schen Bank bei unserem Gymnasium (als der Sammelstelle 3) mit Hilfe der zur Verfugung gestellten Drucksorten und bei lebhafter Agitation ge-zeichne,t. 103 Zeichner unserer Anstalt zeichneten im ganzen 31.100 K, durch Vermittlung der Studierenden zeichneten deren Angehorige bei den h. o. Zeichnungsstellen soweit ermittelt werden konnte, 70.000 K. Die Anstalt zeichnete in diesem Schuljahre somit im ganzen 101.100 K; auf die von ihr ausgegangene Anregung zeichneten die Angehòrigen Betrage, die die genannte Summe noch iibersteigen. 6. Suppen- und Bekostigungsanstalten. Der Anregung des k. k. steierm. Landesschulrates unter Z. 3-2281/13 1916 folgend, wurde unter der Schulerschaft zum N'utzen des allgemeinen Suppenfonds eine Sammlung veranstaltet, welche nach der folgenden Liste 84 K 56 h, ergab. Es spendeteti : I. a : Baumgartner 20 h, Hofer 50 h, Lukas 1 K, Nekrep 20 h, Nozir 20 h, Pacber 1 K, Pollak 40 h, Puschmann 60 h, Studler 1 K 80 h, Trogar 10 h, Vidovič 10 h, Wald 20 h, Binderhofer 1 K 20 h, Fili 20 h, Hallecker 40 h, Hierstand 50 h, Valentincig Marie 2 K 40 h. I. b : Leben 20 h. Krulc 20 h, Osim 20 h, Pipuš 1 K, Šijanec 6 h, Tušek 40 h, Vnuk 20 h, Dolar 50 h. IL a : Bedjanič 20 h, llger 38 h, Jančar 20 h, von Licheni 20 h, Mahnert 1 K 26 h, Schuschnigg 20 h, Weifienbock 10 h, Wiirnsberger 14 h, Zeides 41 h, Zwirn 10 h, all-gemeine Sammlung 3 K 28 h IL b : Bračič 1 K, Gajšek 10 h, Hrašovec 10 h, Ivanuša 12 h, Kovač 10 h, Korže 20 h, Lichtenwallner 10 h, Mlaker 20 h, Ogorelec 10 h, Peric 10 h, Pipuš 60 h, Rataj 12 h, Škerjanec 50 h, Soršak 30 h, Voglar 10 h, Voršič 10 h, Pipuš Maria 1 K. III. a : Buchta 20 h, Gradischnik 10 h, Guštin 1 K, Hempel 20 h, Huschak 20 h, Jantscher 50 h, Kafer 20 h, Klobassa 10 h, Kotzbeck 10 h, Mahnert 20 h, Maichen 10 h, Matauschek 10 h, Polak 20 h, Potočnik 30 h, Puschmann 10 h, Rop 10 h, Twickel 56 h, Vatovec 20 h. III. b : Ašič 50 h, Ausenak 40 h, Cajnkar 40 h. Časi 20 h, Dijak 20 h, Držečnik 10 h, Janžekovič 20 h, Kojc 20 h, Košenina 10 h, Lamut 50 h, Lovrec 50 h, Obrul 30 h, Ozimič 10 h, Peitler 40 h, Počivavšek 30 h, Porekar 20 h, Preac 20 h, Pribožič 40 h, Schneider 20 h, Simončič 20 h, Stoklas 20 h, Stupan 50 h, Tiplič 2 K, Tirš 20 h, Tomažič 40 h, Tominšek 20 h,v Uranker 20 h, Vehovar 10 h, Veselko 30 h, Voglar 10 h, Vrečko 10 h, Vrhnjak 30 h, Žalar 20 h. IV. a : Bedjanič 1 K, Clodi 1C h, Hermanko 60 h, Montag 60 b, Nadler 1 K, Nasko 1 K 20 h, Remm 30 h, Schinneter 10 h, Souvent 10 h, Spitz 2 K, Baron Franz Teuchert 2 K, Baron Friedrich Teuchert 2 K, Tredl 60 h, Ullaga 1 K, Wbgerer 40 h IV. b : Črnko 20 h, Leskovar 1 K, Logar 60 h, Peče 1 K, Podgoršek 40 h, Radšel 26 h, Sluga 20 h, Slruc 30 h, Vrečko 4 h. V a: Kiefiner 40 h, Koschin 30, Loew ! V, Matzl 40 h, Meglič 10 h, Mohar 40 h, Nasko 1 K, Prah 30 h, Simonič 20 h, Štancer 20 h, Šijanec 20 h, Verstovšek 1 K, Vogrin 10 h, Zorec 20 h. V. b : Godec 20 h, Franz 20 h, Miglič 1 V, Schauritsch 20 h, Zollneritsch 40 h VI a : Bauer 40 h, Freih. v Eder 1 K, Engelhart 20 h, Ritt. v. Jettmar 1 K, Keifl 1 K, Kovacs 20 h, Konig 60 b, KrauC 50 h, Medvešek 20 h, Pavalec 20 h, Peče 1 K, Radanovič 20 h, Ramšak 50 h, Rožič 40 h, Sattler 20 h, Stabej 40 h, Stumpf 20 h, Šamperl 60 h, Tominšek 40 h. VI. b : Berdnik 50 h, Fischer 20 h, Kaukler 20 h, Kavčič 20 h, Koprivnik 40 h, Kosér 20 h, Lutman 20 h, Moškon 20 h, Petmuš 40 h, Rudi 30 li, Schedivy 10 h, Schwab 10 h, Šega 20 h, Tikvič 40 h, Verlič 20 h, Weber 20 b, Wohlkònig 40 h, Zmork 40 h. Vii : Borghi 40 h, Cajnkar 1 K, Plrimer 1 K, Schrott 1 K, Stadtherr 60 h, Stanek 50 h, Zóhrer 50 h. Vili. : Ogriseg 30 h. 7. Militarschuhe. Wegen der grofien Teuerung der Lcderwaren und der Schwierigkeit in der Beschaffung von starken Scluthen, wodurcli besonders die Vornahmc von militarischen Obungen beeintrachtigt erschiene, machte die Direktion von einem vom k. k. steierm. Landesschulrate untemi 17. Dezember 1915, Z. 3-8136/2, ausgehenden Anbot der Beschaffung von starken M ili targo hu ben um einen angemessenen Preis ausgiebigen Gebrauch, indem sie durch das k. u. k. Monturdepot in Gòsting fiir die Schtilerschaft unserer Anstalt 110 Militarschuhe, beziehungsweise Militarstiefel, um den Einheits-preis von 20 K pro Paar bezog, wovon 25 Paar fur arme Schuler aus dem Unterstutzungsfond bezahlt wurden. 8. Herstellung von warmen Kleidungsstucken. Anerkennung. Das Ministerium tur Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 29. Juli 1915, Z. 1994, dem k. k. Landesschulrate (7. August 1915, Z. 3-5113/81) erdffnet, Seine k. u. k. Apostolische Majestat babe mit Allerhòchster EntschlieBung vom 26. Juni 1915 den Herrn Minister ftir Kultus und Unterricht allergnadigst zu ermachtigen geruht, allen jenen, welche an der gedachten Fiirsorgeaktion in besonders opfervvilliger, arbeits-freudiger und erfolgreicher Weise mitgewirkt, den Allerhòchsten Dank fiir ihre Leistungen bekannt zu geben. — Letzteres ist mit besonderem Dekret geschehen. 9. Kaisergeburtstest. AnlaBlich des Geburtsfestes Seiner Majestat wurde in Marburg am 15. August 1915 von eisem besonderen Ausschusse ein im grofien Stile gehaltenes Parkfest zu Kriegsfursorgezwecken veranstaltet. Sowohl an den Vorbereitungen als bei der Durchftihrung dieses Festes nahmen dìe in Marburg wohnhaften Gymnasiasten als Ordner, Helfer usw. den tatigsten Anteil und die Direktion stellte verschiedene Geratschaften und anderes zur Verfiigung. 10. U-Boot. AnlaBlich des Lissa-Gedenktages wurde von der Ortsgruppe Marburg des Fiottenvereines eine alle Kreise umfassende Sammlung zugunsten der Anschaffung eines U-Bootes veransaltet. Unser Gymnasium beteiligte sich an der Sammlung mit solchem Eifer und Erfolg, daB ihm von seiten der genannten Ortsgruppe ein besonderes Dankschreiben zugekommen ist. 11. Sammlung von Altpapier. Wegen der drohenden Papiernot erklarte sich die Direktion auf eine von der k. k. steierm. Statthalterei im Wege des Stadtrates Marburg ihr zugegangene Anregung sofort bereit, im Gegenstande das Nòtige anzu* ordnen : 1. Durch ein Rundschreiben wurden die Schuler zum Einsammeln und Abliefern von Altpapier aufgefordert. 2. Im dermaligen Schulgebaude wurde zur Aufnahme von Altpapier ein Raum bestimmt. 3. Die Direktion Deferte selbst aus den bisherigen Papierabfallen den verfiigbaren Vorrat und hat Vorsorge getroffen, daB die Sammlung sowohl ihrerseits als von seiten der Schuler auch in Hinkunft fortgesetzt werde. 12. Woll- und Kautschuksammlung. Im Sinne des Erlasses des k. k. Ministeriums ftir Kultus und Unterricht vom 4. November 1915, Z. 3522, und weiterer vom k. k. Landesschulrate ausgehender Erlasse fòrderte die Anstalt nach Kraften das Sammeln von Woll- und Kautschukmaterialien, 13. „Gold gab ich f il r Eisen.“ Die unter diesem Schlagworte unternommenc Aktion unterstiitzte die Anstalt zunachst in privaten) Wege durch Abgabe von Goldgegenstanden bei einem Ortsausschusse, sowie spater fallwcise durch Umtausch soleher Gegenstande unmittelbar im Wege des k. k. Hauptmiinzamtes in Wien, welches einer Reihe von Schiilern Dankdekrete ausstellte. 14. K r i e g s m e t a 11 s a m m 1 u n g. Auf mehrere Erlasse der vorgesetzten Behòrde hin (Ministerium fiir offentliche Arbeiten vom 15. Oktober 1915, Z. 58.512, uud vom 8. Apiil 1916, Z. 68.671) lieferte die Anstalt aus den vorhandenen Altmaterialien und sonstigen Vorratcn sowie aus Sammlungen von Schtilern alle entbehrlichen Gegenstande bei den legitimierten Sammelstellen ab. 15. Versorgung von kriegsinvaliden U n t e ro ffizier en. Auf eine Zuschrift des k. u. k. Erganzungsbezirkskommandos Marburg, betreffend etwa freiwerdende Stellen fiir die Versorgung von kriegsinvaliden Unteroffizieren, slellte die Direktion dem k. u. k. Militarkommaudo in Graz cin entsprechendes Anbot zu. 16. Bticher ins Feld und fiir Gefangene. Um die Aktion „Biicher ins Feld“ zu unterstutzen, wurden die Schiller aufgefordert, bei ihren Angehòrigen Unterhaltungsbiicher, Zeitungen und Zeitschriften zu sammeln und sie als Lesestoff fiir die im Felde stehenden Soldaten abzugeben. Solche Biicher sind bis zum SchulschluB der Direktion eine ziemlich groBe Zahl abgeliefert worden. Im Zusammenhange damit wurde den Schiilern am Schulschlusse nahe-gelegt, Schulbiicher, die sie nicht mehr benòtigen, zumai altere unbrauch-bare Auflagen, der Direktion zur Verfiigung zu stellen, auf daB sie im Wege des Roten Kreuzes den Gefangenen im Feindesland als Lesestoff iibersendet werden. 17. Ernteurlaube. Laut Ermachtigung des k. k. Ministeriums fhr Kultus und Unterricht vom 31. Mai 1916, Z. 10.088 (Landesschulrat vom 16. Juni 1916, Z. 3-20 128) wurde an solche aus den Landgerneinden stammende Schiller, deren Mit-hilfe bei den Feldarbeiten zumai bei dei Heuernte erwiesenermaBen dringend benotigt wurde, der entsprechende Urlaub gewahrt und Vorsorge getroffen, dafi die Schiiler in ihrem Studienfortgang voraussichtlich keinen Schaden erleiden werden. Um einen solchen Urlaub bewarben sich ftir langcre Zeit sechs Schiiler, fiir kiirzere Pristen wurden mehrere fallweise vom Schul-besuche befreit. 18. Requiem ftir die gefallenen Soldaten. Zu Ehren der im Kampfe gefallenen Helden unserer Armec und zu-gunsten der Soldaten und ihrer Familien wurde vom Philharmonischen Verein in Marburg am 10. Marz 1916 Mozarts „Requiem“ aufgeflihrt. Hiebei wirkten auch die Mitglieder unseres Gymnasiastenrnannerchores mit, 19. Schutz vor Verwahrlosung der Jugend. Die Verordming des k. k. Statthalters in Steierinark vom 28. April 1916, Z. 4-511/3, L.-G.-BI. Nr. 41, betreffend die Mafinahmen zum Schutze der heranwachsenden Jugend vor Verwahrlosung, wurde an sichtbarer Stelle im Schulgebaude angeschlagen und durch ein Rundschreiben auf die wichtigsten Punkte der Verordnung, besonders auf das Verbot des be-schaftigungslosen Herumtreibens, des Tabakrauchens, des Besuches von Gast- und Schanklokalen und kinematographischen Vorstellungen eindring-lich aufmerksam gemacht. * ❖ :*c Anerkennung. Mit Zustimmung des k. k. Ministeriums fiir Kultus und Unterricht vom 14. Oktober 1915, Z. 28.138, sprach der k. k. steierm. Landesschulrat mit dem Erlasse vom 18. November 1915, Z. 3-5529/112, der Direktion und dem Lehrkorper fiir die besonders ersprieGliche Tatigkeit auf dem Gebicte der Kriegsfiirsorge Dank und Anerkennung aus. Religiose Ubungen. Der regelmafiige Schulgottesdienst wurde in der Aloisiuskirche fiir die Schiiler aller Klassen gemeinsam abgehalten. Die heilige Messe las und die Exhorte hielt ausschlieBlich der Religionsprofessor Dr. Anton Medved. Fiir Festmessen und Seelenamter wurde in einzelnen Fallen vom ehrwiirdigen Franziskanerkonvent die Franziskaner-Marienkirche iiber-lassen, die hi. Beichte und Kommunion fand auch in der Domkirche statt. — Die hi. Saldamente der BuBe und des Altars empfingen die Schiiler zu Beginn und am Schlusse des Schuljahres, in der Fastenzeit wurden sie auf den wiirdigen Empfang der hi. Sakramente durch geistliche Ubungen vor-bereitet, die Exhorten dabei hielt der Religionsprofessor Dr. Anton Medved iiber das Thcma : „Der Kampf und der Sieg eities guten Christen." — An der Fronleichnamsprozession nahm die gesamte Anstalt teil. — Die patriotischen Feiern wurden festlich begangen und regeltnaBig mit gottes-dienstlichen Handlungen verbunden; aniafilich der Roten Kreuz-Wochc wurde (siehe oben Seite 18) von den Gymnasiasten am 1. Mai 1916 in der Aloisiuskirche ein groGes Wohltatigkeitskonzert gegeben, wobei unler anderem das Tonwerk des Septimaners Josef Winterhalter, „Psalm 111“, vom Gymnasialmannerchor und vom Gymnasialorchester zur Erstaufftihrung gebracht wurde. Todesfàlle. Am 19. Februar 1916 starb der Septimaner Josef Ben j a in Zakot bei Rann nach langem Siechtum. E:ne Reihe von Mitschiilern in Begleitung des Professors Dr. Anton Medved gab dem verschiedenen braven Stu-dierenden vom Trauerhause bis zum Grabe in Rann das letzte Geleite. — Am 26. Februar wurde fiir den Vetewigten in der Franziskanerkirche unter Beteiligung der ganzen Anstalt vom Herrn Dr. Medved das Seelen-amt gelesen. Am 11. April 1916 erlag der ais supplierender Religionslehrer an unserem Gymnasium in Verwendung stehende Realschulprofessor Johann Markošek nach kurzem Krankenlager einem seit Jahren mit heroischer Geduld ertragenen Leiden. Der Verewigte, 1873 in Pečovje bei Tiichern geboren und seit dem Jahre 1911 ais wirklicher Religionslehrer an der h. o. Staatsrealschule angestellt, unterrichtete an unserer Anstalt in Ver-tretung des als Feldkurat eingeriickten Professors Johann E. Kociper in den b-Klassen des Untergymnasiums die katholische Religion und verstand es, sich durch sein tiefes Wissen, sein echt religioses Leben, sein bescheL denes, ernstes Auftreten, durch seine unermiidliche Pflichterfullung und wahre Herzensgiite bei Kollegen und Schiilern die grofite Achtung und Wertschatzung zu erwerben. — Die gesamte Anstalt nahm am Leichen-begangnisse teil und ehrte sein Angedenken in einem vom Religionslehrer Dr. Medved gelesenen Seelenamte. * * * An dieser Stelle sei mit einem Worte auch des unvergetìlichen Hof-rates im Unterrichtsministerium, Dr. Johann Huemer, gedacht, der seit dem Jahre 1891 als Mittelschulreferent die personlichen und padagogischen Geschicke der Mittelschule und ihrer Lehrerschalt geleitet hat, schopfend aus der Falle seines Wissens und seiner Erfahrung, aus der Tiefe seines Herzens und der Hohe seines Idealismus. Geboren 1844, erlag er am 20. September 1915 einem Leiden, das er sich durch Oberarbeitung geholt. — — Der Direktor hat dem Verewigten im Jahrgang 1915 der „Zeitschrift tur die òsterr. Gymnasien“ einen schlichten Nachruf gewidmet. B) Nekrologe. (V o m G y m n a s i a I d i r e kt o r.) t Rudolf Wagner. Aiti 26. Dezcmber 1915 starb nach langerem Siechtum der langjahrige Gesangslehrcr Rudolf Wagner, der seit 1897 — neben seinem Amt als Domorganist — an unserer Anstalt wirkend, innerhalb der zwei Jabrzehnte ganzen Geschlechtern von Gymnasiasten die Anfangsgriinde der musikali-schen Ausbildung vermittelt hat. Der bescheidene, stille Mann schien mit unserem Gymnasium verwachsen zu sein. Man fand es wie selbstverstand- lich, da!3 er den Gesang leitete und bei den Schulmessen die Orgel spielte. Die Jugend fiihlte, was fiir eiu warmes Herz der geduldige Mann, der niernals bòse werden konnte, besaB. Sie mag seine Giite ab und zu mifibra ucht haben, weh’ getan hat sie ihm nie, weil sie ilin wirklich liebte, wie er sie. Erst nachdem wir ihn verloren, werden wir uns bewufit, was wir an ihm verloren liaben. Es ist ewig schade um seine improvisierten herrlichen Praludien auf der Orgel. . . Er war in den letzten Jahren nie recht gesund, man sali ihm die Anstrengung an, die ihn der Weg zur Pflicht kostete. SaB er einmal bei seiner Orgel, da schien er aus sich sclbst herauszutreten und sich und seine Schwache zu vergessen. Wie verwachsen war er mit dem Instrument und entlockte ihm Tone von einer stili jauchzenden Art, die jedermann, der darauf horchte, ergreifen muBte. In di es er Gestalt lcbt der Gesangslehrer und Organist Rudolf Wagner in der Erinnerung unseres Gymnasiums. Seine weitere Wirksamkcit, als Komponist, Dirigent, Kapellmeister, gehòrt der Musikgeschichte an. — Dem kiluftigen Verfasser seiner Lebensbeschreibung geben wir fol-gende Belege aus seinem Leben an die Hand: Geboren ani 30. August 1851 in Wien, besuchte er dort die Volks-schule, dann zwei Klassen der òffentlichen Privatrealschule im VII. Bezirk und erhielt seine musikalische Ausbildung vom Regenschori der Schotten-felderkirche, Florian Pamnier, dann am Wiener Konservatorium und spater durch eigenen FleiG. Das Militarjahr fiihrte ihn 1870 als Soloflotisten zu der von C. M. Ziehrer geleitcten Kapeile des 55. kifanteriercgiinentes. Ziehrcr stellt ilitri ani 31. Dezember 1873 folgendes Zeugnis aus: „Ich bestatige hiemit, daB Herr Rudolf Wagner, k. k. Feldwebel, unter tneiner Direktion als Soloflotist im 55. Infanterieregiment gedient hat, und zwar in den Jahren 1870—1873. Herr Wagner ist ein vorziiglicher Kiinsiler auf seinem Instrument und leistet cbenso in der Komposition wie Instru-inentation nur Anerkanntes. Audi als energischen Dirigenten kann ich ihn ftir jeden Musikchor bestens empfehlen." Wir sehen daraus, daB der Flotist — als solcher batte er zunachst ani Hofburgtheater gewirkt — hoch tiber seine Aufgabe als ausubender Musikcr hinauswuchs. Wie er sich bemiihte, sein musikalisches Wissen zu erweitern, das bežeugt auch das Zeugnis, das ihm am 6. Oktober 1874 vom Hof-theaterkapellmeister ausgestellt wurde, das da lautet: „Ich bestatige hiemit, daB Herr Rudolf Wagner mir als tiichtiger, gut geschulter Musiker, welcher frUher Flotist und als solcher im Orchester des k. k. Hofburgtheaters engagiert war, bekannt ist. Derselbe hat auch anderweitige musikalische Sludien, wie Kontrapunkt, Kompositionslehre, Instrumentierung gemacht, und ich halte denselben dalier ftir vollkommen befahigt, eine in diesai Wirkungskreis einschlagende Stellung mit Erfolg cinnehmen zu kònnen." Das nachste Jahrzehnt ist ausgefullt vom Wallen und Wandern eines echten Klinstlers und Musikanten. Wagner war Theaterkapellmeister in Budapest, Olmutz, Kronstadt, Hermannstadt, Arad, Iglau, Bukarest, Bozen- Meran und Militarkapellmeister in Trient, Mostar, Plevlje, Triest. Uber sein Wirken in diescn Stcllungen licgcn uns folgende Belege vor: Friedrich Dom, Theaterdirektor in Bukarest, stellt Wagner am 8. Janner 1875 folgendes Zeugnis aus: „Detn Herrn Rudolf Wagner be-statige ich mit Vergniigon, daB derselbe seit zwei Jahren bei meinem Theaterunternehmen ais Kapellmeister fungiert und sich wahrend dieser Zeit als fachmannisch gebildeter Musiker und tilchtiger Kapellmeister er-wiesen liat. — Herr Wagner hat sich durch Kompositionen sowie Arrange-ments von Musikstiicken bedeutende Erfolge errungen und hat auch als Dirigent sich bestens bewahrt." Ebenso anerkennend lautet das Zeugnis, das Karl Ludwig Zwerenz, Direktor der vereinigten Theater Božen-Meran, Bad Hall, unter dem 1. Februar 1879 Wagner, der seit Oktober 1878 dort als Kapellmeister und Komponist tatig war, ausstellt. Im Zusammenhange damit wird Wagner auch vom Stadtmagistrat Božen unter dem 19. Februar 1879 fiir die Wirksamkeit als Theaterkapellmeister wahrend der Saison 1878/79 volles Lob ausgesprochen. Ober Wagners Tatigkeit als Militarkapellmeister haben sich folgende Zeugnisse erhalten: I. F. Wagner, Kapellmeister im 47. Linieninfanterieregiment in Triest, schreibt unter dem 20. Februar 1879: „Ich bestatige hiemit, daB Herr Kapellmeister Rudolf Wagner ein vorziiglicher Instrumentist, Dirigent und Komponist ist, daB er durch eine Reihe von Jahren in einem Militar-orchester mitgewirkt und in letzterer Zeit als Theaterkapellmeister engagiert war. Er ist daher vollkommen geeignet, in jedem Militarorchester als Kapellmeister zu fungieren.” Vom k. k. Linieninfanterieregiment Erzherzog Albrecht Nr. 44 wurde Rudolf Wagner am 1. Janner 1881 von Triest aus folgendes Zeugnis ausgefolgt: „Zeugnis, womit bestatigt wird, daB Herr Rudolf Wagner in der Zeit vom l.Juni 1879 bis 31.Dezember 1880 in den Garnisonen Mostar, Plevlje und Triest bei obigem Regiment als Kapellmeister tatig war. Derselbe war auch unter den schwierigsten Verhaltnissen — im Okkupationsgebiet — bemiiht, die Musik nach besten Kraften auszubilden, hat bei Heranbildung junger Krafte stets regen Eifer und als Kompositeur entschiedene Begabung gezeigt." Das unruhige Wanderleben beschloB Wagner in Marburg, wo er sich 1881 als Theaterkapellmeister einfuhrte, 1882 in die Reihen des Marburger Mannergesangvereines eintrat und in diesem Verein durch ein Meuschenalter die gròBten Triumphe feierte (das „Wagnerstiiberl“ ist ein aufieres Kennzeichen dafUr), sich als Domorganist eine gesicherte Stellung errang und 1883 bis 1885 als Hilfslehrer des Musikunterrichtes an der k. k. Lehrerbildungsanstalt tatig war. Durch letztere Stellung wurde er angeregt, sich dem Berufe eines Gesanglehrers fhr die Jugend zu widmen. Aus diesem Grunde mufite er sich die formelle Befahigung erwerben und legte in vorgerticktcn Jahren die Lehramtsprtifung aus dem Gesange vor der k. k. Prlifungskommission fur das Musiklehramt an Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten in Wien ab, und zwar die miindlichen am 25. Aprii 1895. Priifer waren : Hofrat Dr. Hanslick, Professor Dr. Gansbacher und Professor Krenn. Das Ergebnis war durchaus „gut“, a vista Vortrag eines Liedes mit Klavierbegleitung „sehr gut“. Daraufhin konnte er als Gesangslehrer an uuserer Anstalt angestellt werden. — Marburg wurde ihm zur zweiten Heimat. Sein Festchor: „Griili Gott ini grtìnen Steirerland!“ wurde von Seiner Majestat mit Allerliòchster Entschliefiung vom 26. September 1883 der Aufnahme in die Familien-fideikommisbibliotliek gewiirdigt. — Eine Wurdigung Wagners als Ton-dichter ginge iiber den Ralimen dieser Gedenkworte hinaus. Er war ein braver, guter, nur zu guter Mensch, eine verborgene Perle. Durch seine Giite wirkte er aucli als Lehrer. t Oberleutnant Dr. Thomas Schuschnig. (Vom Direktor.) Gleich nacb Kriegsausbruch rtickte unser Thomas, kraflstrotzend und jugendlich heiter, wie er immer war, als schneidiger Reserveleutnant zu seinem, dem 2. b. h. Regiment ein und wurde bald zum Oberleutnant be-fòrdert. Bis zur Kriegserklarung Italiens wurde er in verschiedenen Stel-lungen hinter der Front verwendet und gab sich in vollen Ziigen dem wechselvollen Soldatenleben hin. Denn der Soldatenstand war fùr ihn, dem Strapazen nichts anhaben konnten, ein heiterer Stand und der Gefahren lachte er. — Den Schulmeister batte er ganz ausgezogen. Der Grenzschutz gegen den verraterischen Welscben rief ihn un-mittelbar in den Schutzengraben. Er machte einige schwere Kampfe, zumai am Gorzer Briickenkopf mit, holte sich ein Augenleiden, ging aber sonst unversehrt aus den gefahrlichsten Lagen hervor. Als er zur Heilung seines Leidens auf kurze Zeit beurlaubt wurde und seine Bekannten besuchte, sprach aus jedem seiner Worte die heiterste Zuversicht. „Ach was, der Kampf ist schrecklich — aber lustig !“ Schrapnells und Granatensplitter nannte er in seinen Feldpostkarten „Zuckerl“. Seine Stimmung spiegelt sich in alien Karten wieder, die er mir regelmatìig schrieb, sobald in seinem Dienst eine Ànderung eintrat. So am 20. Janner 1916: „DrauCen prickelt das italienische Gewehrfeuer, ab und zu ein paar Geschutzsalven ; Leuchtraketen steigen auf, die Soča rauscht an uns voriiber, meine zwei Leutnante sind jeder in seiner Deckung, zweimal nachts mache ich die Runde — ganz ungedeckt — und einmal wird es mich wohl haben. Sonst sind die Welschen ruhig, bei Oslavija und Zagora, da war’s schlimm." — Am 24. Aprii 1916: „Wir fiihren nun jetzt die 5. Woche eigentlich ein idyllisches Leben. Seit 3 Wochen im Wald. Meine Kompagnie ist zerstreut in Sttitzpunkten und ftihlt sich wohl und schaut aus 1200 m hinunter ins italienische Tal, das in schonster Bitite prangt. Hier gestern V« ni Schnee gefallen; ein Teil meiner Leute unten im Tal vorgeschoben und branche ich zwei Stunden hinunter. Wir haben Polentamehl von jenseits des Flusses und Speck und guten Wein aus verlassenen Ortschaften geholt; aber etwas gefahrlich ! Hier oben nur Granatsplitter von einem Werk.“ Vom 17. Mai 1916: „Wir verlassen wieder nach 14 Tagen die Um-gebung einer historischen Stadt.... Wunderhiibsch hier und Kirschen werden schon rot. Jetzt geht es wieder zuriick, wo wir frliher waren, ganz vorne, wo wir uns aber doch auch wohl fiihlten. Auf einige Granaten kommts uns ja nicht mehr an ; aber jetzt grollt’s ganz gewaltig da vorn, und wenn wir Gliick haben, schreibe ich Interessanteres als der Alltag einer stehenden Front und in Retablierung. Momentan spielt unsere Regi-mentsmusik vor unserer Menage und alles ist schon sauberlich geputzt.“ So kiindigte sich der Gewittersturm in Stidtirol an. Ani 12. Juni erhielt ich eine vom 4. Juni datierte Karte mit den vielsagenden Worten: „Fiir die letzte Karte meinen herzlichsten Dank .... Schreibe am Lagerfeuer unter Fichten und italienischen Zeltblattern, nur 1600 m hocli und doch frischer Schnee gefallen und ist Winter im italienischen Hochgebirge. Wir rasten kurz von siebentagiger Verfolgung des Feindes, immer in Hohe 2300 ni bis 1700 m. Seit in Italien, fort Schnee und Regen. Fing am 30. Mai auf . . . 47 Italiener ohne jeden eigenen Verlust; ist viel schòner als Doberdo. Waldkampf und nur Schneewasser.“ Ich konnte mir lebhaft vorstellen, wie sich der mutige und gutmiitige Offizier mit breitem Behagen tiber seinen Erfolg freute, und es wurde mir warm ums Herz. Da traf am folgenden Tage, am 13. Juni, folgende Nach-richt vom Feldkuraten Herrn Dr. Ludwig Mahnert ein: „Ich iliache llinen die traurige Mitteilung, dall Herr Oberleutnant Schuschnig ani 7. d. M. abends den Heldentod fiir Kaiser und Vaterland gefunden hat. Ich spreche dem Lehrkorper des Gymnasiums anlafilich des Hinscheidens des prachtigen Menschen und selir braven Offiziers meine aufrichtige Anteilnahme aus. In Feindesland 9. Juni 1916.“ Solite man nicht erschiittert sein, wenn man seinen Liebling verloren hat? Denn er war ein Liebling unserer Anstalt . . . Nichts kennzeichnet den Verewigten mehr als folgende am 5. Juni, zwei Tage vor seinem Heldentod, auf die Riickseite seiner am 14. Juni hier eingetroffenen Juniquittung mit Stift in Eile hingeworfenen Worte, die da lauten : „Viele herzliche Grulle! Am 5. Juni 1916, um 5 Uhr vormittags. Neuschnee und gefroren. Unter Tannen und italienischen Zelten 1600 m hoch in den italienischen Bergen. Gefangene Bersaglieri mit blauen Stahlhelmen tragen unsere und ihre (!) Verwundeten zum Hilfsplatz. Die Mannschaft kocht den Schwarzen mit Schneewasser in Menageschalen, ist lustig und singt, besonders da eine ganze Kompagnie unverwundeter Italiener voriiberhatscht. Wird lustig kriti-siert. Seit neun Tagen war fort Regen und Schnee und litten wir nicht wenig, aber es war immer vorwarts. Jetzt kommt hoffentlich schònes Wetter und Frtihling statt Winter und in ein paar Tagen sind wir auch wieder bei Hausern Um 6 Uhr geht es wieder vorwarts. Mich warmt ein guter Pelz, den mein lieber Gegner samt Mantel, Pistole und Kappe am Platze bell — vor unserem tiberraschenden Hurra! Die ganze Kompagnie batte die Rucksacke gelassen und naši momci imadu sada fini friški Wasclie1 * 3 *); 47 konnten uberhaupt vor Schrecken nicht mehr laufen und blieben uns. Eto to ni fini rat?'J) Viele Grii6e.“ Das ist der ganze wackere, liebe, kindlich naive Schuschnig! Welcher Wertschatzung er sich in seinem Regimente erfreute, beweist die Zuschrift des Kommandanten an die Schwester des Gefallenen. Der Herr Oberstleutnant Duič schreibt: „Unser lieber Freund, Oberleutnant Schuschnig, ist am 7. Juni gegen 8 Uhr nachmittag am Felde der Ehre gefallen. Als das Regiment den M. Meletta ersturmt batte, fiel unser Freund an der Spitze seiner Kompagnie als Held und Sieger — zwei feindliche Schiisse in Hals und Brust fiihrten den sofortigen Tod herbei. Im Namen meines heldenhaften Bataillons versichere ich, dafi wir unseren tapferen Kameraden, dem das Regiment einen seiner schonsten Erfolge mit zu verdanken hat, innigst beklagen, wie wenn er unser Bruder gewesen ware. Sein Name wird in den Traditionen des Regimentes einen Ehrenplatz haben. — Seinen toten Kòrper habe ich bei der Finanzwachkaserne Campo Mulo an der StraBe Asiago-Mga. Mandrietta bestatten lassen, wo sich auch zwei unserer Kameraden der Heldenruhe hingegeben haben.“ Eine genaue Beschreibung der Ruhestatte (Grab Nr. 23) unseres Helden verdanken wir dem Herrn Feldkuraten Dr. Ludwig Mahnert. Ober das tragische Ende berichtet ein Augenzeuge noch folgendes: Eine halbe Stunde vor dem Angriff kochte ihm sein Bursch auf zwei Kerzen einen Tee. Schuschnig, der den Burschen sehr lieb hatte, sagte ihm dann : „Folge mir ja nicht nach!“ Beim Angriff stiirmte er alien voran, die Italiener flohen, er ihnen nach. Da er zu weit vorgelaufen war, wandten sie sich zum Gegenangriff um und schossen nach ihm. Nacheinander trafen ihn 2 Kugeln, ein „Ach!“ und er fiel tot nieder. Die Gegner konnten ini Gegenangriff noch iiber seine Leiche herfallen und sie auspliindern, mutìten aber nach kurzer Zeit wieder die Flucht ergreifen, so dati der Leichnam geborgen werden konnte. So endete dieses Soldatenleben. — Geboren ist Dr. Thomas Schuschnig am 21. Dezember 1883 in St. Margareten im Rosentale in Karnten. Er besuchte das Gymnasium in Klagenfurt und widrnete sich dann den historischen Studien an der Università! in Wien, wo er atn 29. Janner 1910 die Lehrbefahigungsprufung aus Geographie und Geschichte als Hauptfach ablegte8) und wo er sich das philosophische Doktorat erwarb. Sofort nach erlangter Lehrbefahigung, am 15. Februar 1910, trat er in den Lehrkòrper unseres Gymnasiums als Probekandidat ein, ubernahm im Herbst desselben Jahres hier eine Supplentur und blieb bis zum Kriegsausbruch oline Unterbrechen im Dienste unserer Anstalt. ') „Unsete Burschen haben jetzt teine frische Wiische“, — Kroatisch vermengt mit Deutsch. Das Regiment bestand fast ausschlieBlich aus Kroaten. -) ,,Kruzi, ist das nicht ein feiner Krieg!“ 3) Nachtraglich meldete er sich auch zur Priifung aus dem Slowenischen als Neben- fach ; er kam jedoch tiber die Vorarbeiten zur Hausaufgabe nicht liinaus. "V- ii « Den biederen Khrntner verleugnete er nie. Die ehrliche Gemiitlichkeit lieB ihm ebenso alle Herzen entgegenschlagen, wie ihm sein — bei aller Heiterkeit — tiefes Gemiit die Kollegen zu echten Freunden und die Schiiler zu anhanglichen Kindern gewann. Durch seine Unverdrossenheit und die kraftvolle Aufierung seiner Personlichkeit ubte er auf die Schiller einen sehr wohltatigen Einflufi aus. Obwohl er es liebte, den Studenten auch vertraulich nahe zu treten, namentlich auf den haufigen Ausfliigen, die er mit ihnen unternahm, so wufite er doch stets den nòtigen Abstand zwischen Lehrer und Schiller zu wahren. — Er war auf dem besten Wege, ein ttichtiger Lehrer zu werden, als er zu den Fahnen gerufen wurde. Nunmehr ging er ganzlich im Soldatenleben auf und gestand, es bleibe ihm dermalen fiir die Schule kein Interesse tibrig. — Oberali ein ganzer Mann ! Wir ehrten sein Andenken mit den uns jetzt zuganglichen Mitteln. Am Aloisiustage hielten wir fiir ihn die Seelenandacht, ein Ehrenplatz wird ihm in unserer Anstalt und in unseren Herzen bewahrt bleiben, auch dann, wenn die Lettern unserer amtlichen Todesanzeige verblast sein werden, die da lautet: „Der liehrkSrper des k. k. Sfaafsgymna[iums in ITlarburg gibt, fchwerbetroffen, Kunde, dafj tein Iiebes, feures ITlifglied, Serr Dr. Chomcis Schufchnig, fupplierenckr Cchrer und k. u. k. Oberkutnant in einem Infanterk-Regimente, dekorkrt mit dem signum laudis, an der Spifje feiner Kompagnie fiegreich gegen den Erbfeind fturmend, am 7. 3uni 1916 den Beldenfod fiir Kaifer und Vaferland gefunden hat. Der im 33. hebensjahre ffehende hehrer, ein Illonn uon Kraff und Semiit, feit Kriegsausbruch mit iieib und Seele Soldat, wie er in Friedenszeiten in der Furforge fiir das WohI und Wehe feiner Schiller aufging, verftand es, Jeder Lebenslage eine gute Seife abzugewinnen, und war ais Kollege und ais Kamerad ein hiebling aller. £r ruhe fanft im Beldengrabe im Feindesland !" t Major Johann Kisvarday. (Vom Direktor.) Am 29. Juni 1916 traf ihn, den nimmermiiden, heldenhaften Truppen-filhrer auf dem stidwestlichen Kriegsschauplatze die feindliche Kugel. Er er-lebte nicht mehr die auBertourliche Befòrderung zum Major. (Mit 11. Juli 1916.) Fiir unsere Anstalt ist er der unvergefiliche «Hauptmann Kisvarday“, kurzwegs: „der“ Hauptmann, „unser“ Hauptmann. Welche ausgezeichneten soldatischen Eigenschaften den heimgegangenen Helden zierten, das zu be-urteilen ist nicht hier der Platz. DaB er in diesem furchtbaren Krieg zuerst auf dem nordlichen, dann auf dem sudlichen Kriegsschauplatze AuBerordent- liches leistete, beweisen, wenn man ihn auch nicht kennen wiirde, seine Auszeichnungen : bei der Abwelir des ersten Ansturmes der Russen erwarb er sich das Militàrverdienstkreuz, fiir eine hervorragende Tat ebendort wurde er durch den Eisernen Kronenorden 3. Klasse belohnt, seither wurde ihm fiir tapferes Verhalten vor dem Feinde in Sudwesten zweimal die Aller-hòchste belobende Anerkennung ausgesprochen und schliefilich die Befòr-derung zum Major — ein so hoher Plug konnte nur einem Hauptmann Kisvarday beschieden sein! Unser Gymnasium war mit dem Hauptmann Kisvarday auf das innigste verkniipft. Ais die Direktion vor fiinf Jahren daran ging, die militarischen SchieBiibungen — eine bis dahin ganz fremde Einrichtung — einzufiibren, da war es im vorhinein klar, dafi die Erzielung eines giinstigen Erfolges in erster Linie von dem zu gewinnenden Instruktionsoffizier abhànge. Ais solcher wurde vom damaligen Herrn Obersten Schònauer der Hauptmann Kisvarday ausersehen. Schon der erste Eindruck entscbied: der Direktor schloB den schneidigen und doch so bezaubernd Heben Hauptmann sofort auch in sein Herz, der Bund war geschlossen, geschlossen bis ans Lebens-ende — beider. Mit welchem Feuereifer und hervorragendem, padagogischem Geschick Hauptmann Kisvarday seiner Aufgabe ais Leiter von SchieBiibungen, von Felddienstiibungen, ais Vermittler der soldatischen Tugenden an unserem Gymnasium gerecht wurde, das konnte und kann jedermann aus den jahr-lich gedruckten Jahresberichten unserer Anstalt seit 1912 entnehmen; es wuBten das auch alie Kreise der Stadt, die oft die marschierenden Gym-nasiasten — Hauptmann Kisvarday mit ihnen hoch zu RoB — bestaunten und an den alljahrlichen Preisschiefifesten teilnahmen. Noch mehr wufiten das alle die jugendlichen Teilnehmer an den SchieB- und sonstigen militarischen Obungen, jene jungen Studierenden, die ihrem Hauptmann zuliebe alles zu tun bereit waren und waren, sowie der Herr Hauptmann fiir die Jugend alie seine Fahigkeiten, Zeit und Kraft, aufopferte; und es wuBte alles dies mit innigstem Dank der Direktor .... Den an unserem Gymnasium gemachten Erfahrungen konnte Hauptmann Kisvarday die weiteste Geltung verschaffen, ais ihm die Aufgabe zufiel, in einem Ferialkurse, der in Marburg organisiert wurde, Offiziere, namentlich Reserveoffiziere aus dem Kreise der Mittelschullehrerschaft, in der Leitung der SchieB- und militarischen Obungen an Mittelschulen zu instruieren. Der Verlauf und Erfolg dieses Instruktionskurses war ein glanzender. Der Krieg! Wie flammte da Hauptmann Kisvarday auf! Sein Feuer ziindete bei jedermann, der das Gltick seines Umganges genoB. — Un-vergeBlich bleibt mir der erste Abmarsch seiner Kompagnie ! Um 2 Uhr nachts marschierte sie auf. Und wie! Solche Kampfer und solche Ftihrer — lieb Ósterreich, magst ruhig sein ! Die mufite ich zum Abschied sehen ! Eine Bruderumarmung, und der Zug setzte sich in Bewegung. Einige Monate spater noch eine Umarmung — beim kurzen Urlaub — und dann die letzte Karte, geschrieben am 24. Juni, 5 Tage vor seinem Heldentod, in meine Hande angelangt 5 Tage nach dem Heldentod. Sielautet: „Nach langer Zeif aus der Kampffront meldet sich einer aus vveiter Ferne und entbietet — nach aufierst schweren und mit groBem Erfolg gekronten Tagen — bereits tief im Feindesland, wo die Zitronen bltihen, eingedrungen, seinem lieben Schulmeister ... die herzinnigsten GriiBe . . . Kisvarday.“ — Es wurde mir bei dieser Karte schwer — wie sagt man? — ein Mann zu bleiben . .. Sei herzinnigst gegriiBt iiber den Sternen, Du unvergeBlicher Wahl-bruder! C) Schulnachrichten. Zusammengestellt vom Direktor. Aus dem k. k. steierm. Landesschulrate : 1. Seine k. u. k. Apostolische Majestat haben mit Allerhochster Ent-schlieBung vom 17. Februar 1916 den Referenten ftir administrative und okonomische Angelegenheiten beim Landesschulrat ftir Steiermark, Statt-haltereirat Otto Flori a n, zum Referenten fur die gleichen Angelegenheiten beim Landesschulrate fiir Mahren allergnadigst zu ernennen und demselben gleichzeitig den Orden der Eisernen Krone III. Klasse taxfrei huldvollst zu verleihen geruht. 2. Seine k. u. k. Apostolische Majestat haben mit Allerhochster Ent-schlieBung vom 24. April 1916 den Referenten fiir die administrativen und okonomischen Angelegenheiten beim Landesschulrate ftir Tirol, Hofrat Dr. Wilhelm Freiherrn von Schwind, zum Referenten fur diese Angelegenheiten beim Landesschulrate ftir Steiermark allergnadigst zu ernennen und demselben gleichzeitig das Ritterkreuz des Leopold-Ordens taxfrei huldvollst zu verleihen geruht. I. Der Lehrkòrper. 1. Verànderungen im LehrkOrper. a) Aus dem Lehrkčrper schied: 1. Der Religionsprofessor an der k. k. Staatsrealschule in Marburg und supplierende Religionslehrer an unserer Anstalt, Johann Marko še k, der am 11. April 1916 starb. (Siehe oben Seite 26.) 2. Der in Nebenverwendung gestandene Professor an der Landes-lehrerinnenbildungsanstalt in Marburg, Alphons Vales. Die zur aktiven militarischen Dienstleistung einberufenen, nicht enthobenen 10 Lehrkrafte (siehe oben Seite 8) verbleiben alle im Stande des Lehrkòrpers weiter angestellt, bezw. bestellt. 3. Am 7. Juni 1916 erlitt der supplierende Lehrer und Oberleutnant Dr. Thomas Schuschnig den Heldentod (Siehe oben S. 30). 4. Am 26. Dezember 1915 starb der Gesangslehrer, Domorganist Rudolf Wagner (siehe oben Seite 27). b) In den Lehrkčrper traten ein: 1. Der Theologi eprofessor Dr. Josef So m rek als Religions-lehrer in den B-Klassen des Untergymnasiums, an Stelle des verstorbenen Realschulprofessors Johann Markošek. (K. k. steierm. Landes-schulrat vom 29. Mai 1916, Z. 3^). Weiters, fur die einberufenen Lehrkrafte, soweit deren Lehrver-pflichtung nicht unter die Lehrer der eigenen Anstalt aufgeteilt werden konnte: 2. Hans Sepperer, Professor an der Landeslehrerinnenbildungs-anstalt in Marburg, 3. Dr. Emil Sadu, supplierender Lehrer an der k. k. Staats-realschule in Marburg, beide mit dem Erlasse des k k. steierm. Landes-schulrates vom 30. Oktober 1915, Z. 3^; 4. Gustav Nahrgang, evangelischer Vikar in Mahrenberg, als supplierender evangelischer Religionslehrer, an Stelle des einberufenen Pfarrers Dr. Ludwig Mahnert. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 5. Janner 1916, Z. 3-^). c) Weiterbestellt wurden: 1. zu supplierenden Lehrern mit voller Lehrverpflichtung, fiir das ganze Schuljahr die Herren : Franz Bračun und Johann Favai; weiters in Nebenverwendung auf die Dauer des Bedarfes: der Realschulprofessor in Marburg, Joh. Markošek, und der supplierende Lehrer ebendort, Konrad Fabian, samtliche mit dem Erlasse des k. k. steierm. Landesschulrates vom 30. Oktober 1915, Z. 37^; 2. zuNebenlehrern fiir freie Lehrfacher, und zwar: Professor Franz Voglàr fiir slówenische Sprache, Professor Dr. Johann Mtihlbacher fiir franzòsische Sprache, Schulrat Franz Jerov-šek fiir die deutsche Stenographie, samtliche mit dem Erlasse des k. k. steierm. Landesschulrates vom 20. Nov. 1915, Z. 3-2°-; der Gesangslehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Marburg, Heinrich Druzovič, ftir den Gesangsunterricht (K. k. steierm. Landesschulrat vom 18. Janner 1916, Z. 36f ) ; der supplierende Lehrer an der Staatsrealschule in Marburg, Franz Zóhrer, fiir darstellende Geometrie. (Erlafi des k. k. steierm. Landesschulrates vom 25.Februar 1916, Z. 3-^). Fiir die italienische Sprache blieb Schulrat Franz Jerovšek, fiir das Freihandzeichnen (Oberklassen) Professor Othmar Fistravec in Weiterverwendung. (Erlafi des k. k. steierm. Landesschulrates vom 20. November 1915, Z. 3-^). 3. Die zum aktiven Militardienste einberufenen Lehrkrafte verbleiben ohne Unterbrechung im Standè des Lehrkorpers (siehe oben a). d) Sonstige Ernennungen, Befòrderungen, Auszeichnungen. 1. Ernennungen: 1. Der Professor am Staatsrealgymnasium in Graz, Ladislaus Paz di re k, wurde mit den Funktionen eines Fachinspektors f ti r den Zeichenunterricht an den Mittelschulen sowie an den Lehrer-und Lehrerinnenbildungšanstalten in Steiermark, Kamten und Krain, fiir die Schuljahre 1915/16, 1916/17, 1917/18 betraut. (K. k. Ministerium ftir Kultus und Unterricht vom 13. Dezember 1915, Z. 20228; k. k. steier-markischer Landesschulrat vom 20. Dezember 1915, Z. 3~). 2. Der wirkliche Gymnasiallehrer Karl Tribnik wurde definitiv im Lehramte bestatigt und ihm der Titel „Professor“ verliehen (Rechtswirksamkeit vom 1. November 1915; k. k. steierm. Landesschulrat vom 2. Oktober 1915, Z. 3^). 3. Professor Dr. Johann Mtihlbacher wurde fiir die Jahre 1916, 1917 als administrative Hilfskraft des Direktors weiter-bestellt. (K. k. steierm. Landesschulrat vom 20. Dezember 1915, Z.3^°-). 2. Befòrderungen: Die Professoren Dr. Johann Ar n e iz und Friedrich Knapp wurden mit Rechtswirksamkeit vom 1. Janner 1916 in die Vili. Rangs-klasse befordert. (K. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht vom 28. Dezember 1915, Z. 35558; k. k. steierm. Landesschulrat vom 19. Janner 1916, Z. 32-f-8). 3. Auszeichnungen. L Seine k. u. k. Apostolische Majestat haben mit Allerhochster EntschlieGung vom 7. Februar 1916 den Professoren der VII. Rangs-klasse an unserer Anstalt, Franz Jerovšek und Karl Zahl-bruckner, den Titel eines k. k. Schulrates taxfrei zu verleihen geruht. (K. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht vom 29. Februar 1916, Z. 509/M. K. U., Statthalterei-Prasidium vom 11. Mai 1916, Z. Praš. 7-^d ). 2. Folgenden einberufenen Professoren, bezw. Supplenten wurde die Allerhòchste belobende Anerkennung ausgesprochen : Dr. Anton Dolar, Ludwig Lang (neuerlich !), Johann Leskošek, Johann Mravljak, Dr. Thomas Schuschnig. — Dem Feldkuraten, evangelischen Pfarrer Dr. Ludwig Mahnert, wurde das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. 2. Status des Lehrkòrpers im Schuljahre 1915/16. a) Direktor. Dr. Tominšek Josef, Ritter des Franz Josef-Ordens, Besitzer der silbernen Ehrenmedaille ftir Verdienste um das Rote Kreuz, Mitglied des steiermarkischen Landesschulrates, Fachinspektor des Turnunterrichtes fiir Krain, das Kiistenland, Dalmatien und den italienischen Teil von Tirol. — (Unterrichtete; Latein I.b, Slowenisch I.b; 10 Stunden.) b) Professoren und wirkliche Lehrer (alphabetisch): 1 ' Name und Charakter 11 *> Lehrfach und Klasse Wocli. Stund 1 Dr. Arneiz Johann, k. k. Professor der Vili. Rgkl. 1 Beurlaubt und dem k. k. Ministerium fiir Kultus und Unterricht zur Dienst-ieistung zugewiesen — 2 Dr. Bò h m Alois, k. k. Professor Vl.b Geographie und Geschichte V. a, V. b, VI. a, VI. b, VII. und Vili. 25 (24) 3 Dr. Dolar Anton, k. k. Professor der Vili. Rgkl., Kustos der Schiilerbibliothek (slow. Abt.) Steht seit der Mobilisierung in aktiven militarischen Diensten. — 4 Fink Alfred, k. k. Professor der Vili. Rgkl., Kustos der Unterstutz.-Bibliothek I. a und IV. a1 Deutsch I. a und IV. a Latein I. a und IV. a Griechisch IV. a 24 5 Fistravec Othmar, akadem. Maler, k. k. Professor, Kustos der Zeichensamtnlung i j ! Zeichnen l a, 1. b, II. a, li. b, III.a, III.b Geographie II. a und II. b Kalligraphie I.a und I.b 16 6 Dr. Haid Max, k. k. Professor der Vili. Rgkl. VII. | 1 Latein VI b Griechisch V. a und VII. 16 7 Halfter Max, k. k. Turnlehrer — Turnen (militarische Ubungen) I.—Vili. 17 8 Jerovšek Franz, k. k. Schulrat und k. k. Professor der VII. Rgkl., Kustos der archaol Lehr-mittelsammlung — Slowenisch V. a,b, VI. a, b, VII. u. Vili. Latein VII. Griechisch VI. b 18 9 Knapp Friedrich, k. k. Professor der Vili. Rgkl., Kustos der Lehrerbibliofhek und Programm-sammlung III. a Deutsch V. a, b, VI. a, b, VII. u. Vili. Late in III. a 24 10 Kociper Johann Ev., k. k. Professor — Seitdem Ende d. vorigen Schuljahres abermals als Feldkurat eingerlickt 11 Lang Ludwig, k. k. Professor, Kustos der Schiilerbibliothek (deutsche Abt.) Eingeriickt wie Nr. 3. 12 Dr. Medved Anton, f.-b. Geistlicher Rat, k k. Professor der VII. Rgkl., Exhortator, Kustos der Paramentensammlung — Katholische Religlon I. a, IL a, III. a, IV. a, V. a,b, VI. a, b, VII. u. Vili. Geschichte IV. b, (Exhorte) 24 (26) 1,3 Dr. Mtihlbacher Johann, k k. Professor, Hilfskraft d. Direktors II. a und VI. a Deutsch IL a Latein IL a, VI. a Griechisch Vili. 21 H I Otto Franz, | k. k. Professor der Vlil. Rgkl., Kustos des Geographlschen Kabinettes — Eingeriickt wie Nr. 3 - -1 n Name und Charakter N Klass.-' Vorst. | Lehrfach und Klasse Wóch. Stund. 15 Dr. Pečovnik Adolf, k. k. Professor V. a Mathematik III. b, IV. a, V. a, VII. Naturlehre III. b Propadeutik VII. u. VIII. Geographie und Geschichte III. b 22 16 Dr. Poljanec Leopold, k. k. Professor d. VIII. Rgkl , Kustos des Naturhistorischen Kabinettes | I. b. Naturgeschichte I b , 11. a, b, V. a, b, VI. a, b. Deutsch I. b Geographie I. b. 24 n ; T r ib ni k Karl, k. k. Professor — Eingeriickt wie Nr. 3. — 18 Dr. Verstovšek Karl, k. k. Professor der Vili. Rgkl., LandesausschuBbeisitzer - Als Reichsrats- und Landtagsabge-ordneter beurlaubt ! 19 i Voglar Franz, k. k. Professor, stellv. Kustos der Schlilerbibliothek (slow. Abt.) 11. b und UL b Slowenisch JI. a, b, und III. a, b Latein II. b und III. b Griechisch III. b und VI. a »! ! 2o Zahlbruckner Karl, k. k. Schulrat, k. k. Professor d. VII. Rgkl., Kustos des Physikalischen Kabinettes Mathematik VI. a, b, und VIII. Naturlehre VII. und VIII. Physikalische Ubungen (2 Stunden) 17 (18) 21 Žagar Nikolaus, k. k. Professor der VII. Rgkl. Vlil. Deutsch III. b Latein V. a, b und VIII. 19 c) Supplierende Gymnasiallehrer. 22 Bračun Franz, suppl. Gymnasiallehrer Mathematik I. b, II. b, IV. b u. V. b V. b Naturlehre III. a, IV. a u. IV. b Geographie I. a und III. a 24 r 23 Fabian Konrad, | suppl. Lehrer an der k. k. Real-schule in Marburg 1" Deutsch III. a, IV. b Mathematik III. a Naturgeschichte I. a ^ 11 — 24 Favai Johann, suppl. Gymnasiallehrer Deutsch II b 1 ry . j Slowenisch IV. a, b : Latein IV. b ; Griechisch III. a, IV. b u. V. b 25 25 Leskošek Johann, suppl. Gymnasiallehrer || — Eingeriickt wie Nr. 3 26 Dr. Mahnert Ludwig, evang. Pfarrer — Seit 20./XI. 1915 eingeriickt. II J ! ; 27 f Markošek Johann, j Professor an der k. k. Realschule in Marburg II |j Kathol. Religion I. b, II. b, III. b, IV. 1 (Gestorben am 11. April 1916) 5 8 Zahl Name und Charakter ir Lehrfach und Klasse iWOch. ; Stund. 28 Mravljak Johann, suppi. Gymnasiallehrer | I Eingeriickt wie Nr. 3. 29 Nahrgang Gustav evangel. Vikar in Mahrenberg Evangelische Religionslehre (Seit 1./XI1. 1915) 6 30 Pirnat Josef, suppi. Gymnasiallehrer — Eingeriickt wie Nr. 3. i 31 Dr. Sadu Emil, suppl. Lehrer an der k. k. Realschule n — Ij Mathematik l. a und II. a 6 32 tDr. Schuschnig Thomas, suppi. Gymnasiallehrer Eingeriickt wie Nr. 3. (Heldentod am 7. Juni 1916) _ : 33 Sepperer Johann, Professor d. Vlil. Rgkl. a, d Landes-Lehrerinnenbildungs-Anstalt !! ii Geschichte li. a, b, 111. a Geographie u. Geschichte IV. a 10 34 Dr. S o m r e k 'Josef, Theologieprofessor in Marburg — Seit 20./V. 1916: Katholische Re-ligion I. b, II. b, III b, IV. b 8 35 Dr. Trobei Bruno, suppi Gymnasiallehrer Eingeriickt wie Nr. 3. — d) Nebenlehrer fùr nichtobligate Gegenstànde. 34 Druzovič Heinrich, Gesangslehrer an der k. k. Lehrer-bildungsanstalt in Marburg _ Gesang in 3 Abt. (7 Stunden), seit l./l. 1916 in 4 Abt. 9 : 1 | 35 vgl.S Fistravec Othmar, akad. Maler und k. k. Professor I | Freihandzeichnen fiir die oberen ! Klassen o 1 i 2 . i 36 vgl.S Jerovšek Franz, k. k. Schulrat und k. k. Professor der VII. Rgkl. — a) Italienisch, I. Kurs b) Deutsche Stenographie, I Kurs: 2 Abt. i 2 i 4 | 37 vgl.K Dr. Miihlbacher Johann, k. k. Professor i FranzOsisch I. u. II. Abt. 3 t 38 t Wagner Rudolf, Domorganist 1 Gesang III. Kurs (am 26/XII. 1915 gestorben) I j . (3) 39 Zo h r e r Franz, ! suppl. Lehrer a. d. Staatsrealschule Darstellende Geometrie, I. Abt. (Seit 16./I. 1916) 2 Diener. Seme Josef, k. k. Schuldiener. Kelbitsch Franz und Sor ko Friedrich, Aushilfsdiener. II. Lehrverfassung. 1. Obligate Unterrichtsgegenstànde. a) Der Lelirplan in den Stammklassen mit deutscher Unterrichts-sprache ist der durch die Ministerialverordnung vom 20. Marž 1909, Z. 11662, fiir Gymnasien normierte. — Fiir die griechische Sprache in der Vil. Klasse wurden mit dem Ministerialerlafi vom 25. Juli 1909, Z. 27146 (k. k. steierm. Landesschulrat vom 17. August 1909, Z. 3-^-) 5 Wochenstunden festgesetzt. — Das Turnen ist seit dem Schuljahre 1902/03 {tir alle Klassen, das Freihandzeichnen (k. k. steierm. Landesschulrat vom 19. Juli 1910, Z. 3-~) seit 1910/11 in den vier unteren Klassen obligat. — Das Slowenisch als Unterrichtsfach ist tur die Slowenen verbindlich. Seit dem Schuljahre 1914/15 wird (Erlafi des k. k. steierm. Landes-schulrates vom 11. November 1914, Z. 3^p) der evangelische Re-ligionsunterricht in 2 Kursen zu je 2 Stunden obligat erteilt. Stundenfibersicht (fiir die Stammklassen). Lehrgegenstande i. ! n. III. .1V- Ì r VI. Vil. vin. ; Summe Religionslehre . 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Deutsche Sprache 4 4 3 3 3 3 3 3 26 Slowenische Sprache . 3 3 2 2 2 2 2 2 18 Lateinische Sprache 8 7 6 6 6 6 5 5 49 Griechische Sprache - — 5 4 5 5 5 5 29 Geschichte 2 2 2 3 4 3 j 1. S. 4 20 Geographie .... 2 2 2 2 1 1 — J11. S. 3 13 Mathematik ... 3 3 3 3 3 3 3 2 23 Naturgeschichte 2 2 — — 3 3 — — 10 j Physik und Chemie . . — — 2 3 — — 4 I. Sem,3 II. - 4 12 (13) Philosophische Propadeutik — — — — — — 2 2 4 Schreiben 1 — — — — — — — 1 Turnen 2 2 2 2 2 2 2 2 16 Freihandzeichnen 1 3 3 2 2 — — — — 10 30 | 30 1 31 31 30 1 31 1 31 ) 30 ! 247 | Anmerkung. In diesem Schuljahre wurde wegen Lehrermangels und aus Riick-sichtnahme auf den Stundenplan die Stundenzahl aus La te in in der L, 2. und 8. Klasse, sowie aus dem Griechischen in der 3. Klasse um je 1 herabgesetzt, das Freihandzeichnen auf die ersten 3 Klassen mit einer um je 1 verringerten Stundenzahl beschrSnkt. b) Utraquistische Parallelklassen. Durch den MinisterialerlaS vom 30. Juni 1889, Z. 4409, wurde mit dem Schuljahre 1889/90 die Errichtung von utraquistischen Parallelabteilungen zu den vier unteren Klassen angeordnet, in denen fiir Religion, Latein und Mathe-matik die slowenisch e Unterrichtssprache eingefiihrt wurde. — Im Schuljahre 1914/15 erfolgte durch den Ministerialerlafi vom 1. November 1914, Z. 41.348 (k. k. steierm. Landesschulrat vom 15. November 1914, Z. 363J3) eine sprachliche Reorganisation dieser Parallelklassen, dahingehend, dafi beitn Mathematikunterrichte in der IV. Klasse sowie bei der Latèinlekttire in derselben Klasse anstatt der bisher gebrauchten slowenischen Unterrichissprache die de ut se he, hiefiir aber beim Geographieunterrichte in der I. Klasse sowie beim naturgeschichtlichen Unterrichte in der I. und II. Klasse anstatt der bisher gebrauchten deutschen die slo-wenische Unterrichtssprache zur Anwendung gelange. — Bezuglich der IV. Klasse erfolgte die Durchtuhrung bereits im Schuljahre 1914/15, in der I. Klasse in diesem Schuljahre, in der lì. Klasse wird sie im Schuljahre 1916/17 in vollem Umfange Platz greifen. — Im Ober-gymnasium ist die Unterrichtssprache fur alle Klassen in gleicher Weise die deutsche, bis auf das Slowenisch als Pflichtfach (flir die Slowenen). Stundenfiberslcht (flir die utraquistischen Parallelklassen, nach der Reorganisation). Summe Lehrgegenstande I. 11. III IV. D s im summe ganzen Religionslehre 2, S 2, S 2, S 2, S — 8 8 8 Deutsche Sprache . . . 4, D 4, D 3, D 3, D 14 - 14 14 Slowenische Sprache 3, S 3, S 2, S 2, S — 10 10 10 Latein. Sprache ( Qrammatik ' 8, S 7, S 3, S 3, S — 21 21 27 F 1 Lekture — — 3, S 3, D 3 3 6 Griechische Sprache — — 5, D 4, D 9 — 9 9 Geschichte . ...... — 2, D 2, D 2, D 6 — 6 6 Geographie 2, S 2, D 2. D 2, D 6 2 8 8 Mathematik i 3, S 3, S 3, S 3, D 9 3 12 12 Naturgeschichte 2, S 2, S — — - 4 4 4 Physik und Chemie — — 2, D 3, D 5 — 5 5 Schreiben 1, D — — — 1 — 1 1 Turnen . . . 2, D 2, D 2, D 2, D 8 — 8 8 Freihandzeichnen 3 D 3, D 2, D 2. D 10 — 10 10 D 10 13 18 24 65 — — 65 Summe S 20 17 13 7 — 57 — 57 im ganzen 30 30 31 31 122 122 Anmerkung. D bezeichnet die deutsche, S die slowenische Unterrichtssprache. 2. Freie Gegenstànde. I. Allgemeine Bemerkung. I. Voti den im Vorjahre wegen Mangels an Schulraumlichkeiten und Lehrern und der Unmòglichkeit, die Stunden im Tagesstundenplan unter-zubringen, aufgelassenen Freigegenstande wurden in diesem Schuljahr folgende wieder aufgenommen: 1. Slowenisch ftir Deutsche (in 2 Kursen). 2. Darstellende Geometrie. 3. Musikalische Or-chestertìbungen. 4. Der SchieBunterricht, im Rahmen der mili-tarischen Jugenderziehung. II. Der Unterricht aus der deutschen Stenographie und der franzòsischen Sprache wurde im 1. Kurse ohne Einschrankung erteilt; der 2. Kurs entfiel bei der Stenographie, im Franzòsischen wurde er mit einer Wochenstunde zu Ende gefiihrt. Ungeschmalert blieb nach wie vor der Unterricht aus der i t a 1 i e nise h e n Sprache und dem Freihandzeichnen. Der Gesangsunterricht trug dank der im Vorjahre erfolgten und heuer in Tatigkeit umgesetzten Erweiterung und Organisation reichliche Friichte. Die Sanger des Obergymnasiums wurden zu einem Mannerchor vereinigt, der neben dem kirchlichen auch den weltlichen Gesang zu pflegen hatte. — Von den Unterklassen hatten die zwei ersten Klassen zunachst die nòtige Vorbildung zu erfahren, um in den weiteren Klassen nach Stimmen und Gruppen zu einem gemischten Chor vereinigt žu werden. Dieser gemischte Chor ist bereits soweit vorgebildet, dafi er ofters auch zum (lateinischen) Kirchengesang herangezogen werden konnte. Mit den reiferen Sangern des gemischten Chores wurden auch die durch mili-tarische Einberufungen verursachten Abgange des Mannerchores gedeckt, so dafi letzterer stets auf der Hohe seiner Aktionsfahigkeit verblieb. III. Der Unterricht aus der slowenischen Stenographie mufite wegen Mangels eines Lehrers, der aus der steiermarkischen Ge-schichte wegen Einstellung der Remuneration fur den Fachlehrer von Seiten des k. k. steierm. Landesausschusses, wie im Vorjahre, entfallen. II. Berichte der Fachlehrer. a) SIowenIsch fur Deutsche. I. Kurs. Lehrtext: Sket-Podboj, Slow. Sprachbuch. Das Wichtigste aus der Laut- und Formenlehre, Vokabellernen, Obersetzungsiibungen an der Hand des Lehrtextes uber die Deklination des Substantivs mit Aus-nahme der weibl. -/-Starnine; Sprechiibungen in Form von Beschreibungen der nachsten Umgebung von Marburg. — Schriftliche Obungen. Unter-richtssprache : deutsch-slowenisch. — Anzahl der Besucher im II. Sem. : 14. II. Kurs. Lehrtext: 1. Sket-Podboj, Slow. Sprachbuch; 2. Sket-Wester, Slov. čitanka II. Durchgenommener Stoff: Kurze Wiederholung der Formenlehre an der Hand der Obersetzungsiibungen des Sprachbuches. Lesen, Erklaren und Nacherzahlen von ausgewahlten Lesestiicken aus dem Lesebuch. — Schriftliche Obungen. — Onterrichtssprache : vorwiegend slowenisch. — Anzahl der Besucher wahrend des ganzen Schuljahres: 9. Fr. Voglar. b) Franzoslsche Sprache. I. Abteilung (wòchentlich 2 Stunden): Lehre iiber die Aussprache; Deklination, Konjugation der Verba auf -er, -ir und -re\ avoir und ètre ; einige wichtige unregelmafiige Zeitworter; Zahlwòrter und Furwòrter; Teilungsartikel ; Lese-, Schreib- und Sprechiibungen nach dem Lehrbuch von Boerner-Kukula. — Im 1. Halbjahr 2, im 2. Halbjahr 3 Schularbeiten. — Teilnehmerzahl : 1. Halbjahr 352; 2. Halbjahr 32'2, II. Abteilung (wòchentlich 1 Stunde, fùr Fortgeschrittene): Wieder-holung und Erganzung der Formenlehre, wichtige Kapitel der Syntax; Lese-, Schreib- und Sprechtibungen nach dem Lehrbuche von Boerner-Kukula. — Aus Souvestre, Au coin du feu: Un interieur de diligence und Le poète et le paysan. — Teilnehmerzahl ini 1. und 2. Halbjahr: 6'2. Dr. Joh. Mtihlbacher. c) Italienische Sprache RegelmaGige Formenlehre; von der unregelmafiigen wurden die im Alltagsleben am haufigsten auftretenden Erscheinungen in Gesprachen iiber bekannte Gegenstande und Verhaltnisse mit den. Schulern eingetibt. Die Orthographie wurde in geeigneten Hausaufgaben geiibt. — Unterrichts-sprache: vorwiegend italienisch. — Teilnehmerzahl : 39. Fr. Jerovšek. d) Freihandzelchnen. Der Freikurs ist tur die oberen Klassen bestimmt; er zahlte zu Beginn des Schuljahres 9 Teilnehmer, am Ende 5. — Zeichnen und Malen nach Modellen, Vorlagen und nach der Natur. — Wecken des hòheren Kunst-verstandnisses. — Individualunterricht. O. Fistravec. e) Deutsche Stenographie. 1. Kurs in 2 Abteilungen. Unter sorgfaltiger Pflege der stenogra-phischen Kalligraphie wurde eingetibt: Wortbildungslehre, Vor- und Nach-silben, Sigei mit AusschluB der Kammersigel, Wortkiirzungslehre und in elementaren Zugen die Satzkurzungslehre. Hausaufgaben von Stunde zu Stunde; Obungen im Lesen und Niederschreiben von Diktaten. — Teilnehmerzahl : 944. Fr. Jerovšek. /) Gesang. A. Unter gymnasium. I. An f anger (I.a- und I.b-Kurs). Einfiihrung in die Notenschrift. Intervallehre. Durtonleitern bis 3 § und 3 b. MusikdiktierUbungen. Rhyth-mische Obungen. Ein- und zweistimmige Lieder. Lehrbehelfe: Wiedemann, Obungstafeln. Kirchl : LiederstrauB (3. Heft). Zack: Steirische Soldatenlieder. Pesmarica (2. Heft). Boos : Einstimmige lateinische Messe. — Wòchentlich je 2 Stunden. Frequenz: I.a 15 (1. Sem.), 8 (2. Sem.) I.b 22 „ 20 II. Fortgeschrittene. (II.a- und II. b-Kurs ftir Knabenstimmen). Fortsetzung des im vorigen Kurse behandelten Stoffes. Zwei- und drei-stimmige Knabenchòre. — Lehrbehelfe: Fiby, Chorliederbuch (1. Teil). Pesmarica: (3. Teil). Messen von Leitner und Plag. Motetten. Tantum ergo. Responsorien. — Wòchentlich je 1 Stunde. (II.c-Kurs ftìr M a n n ers t i m m en). Lehrbehelfe wie unter IL a und IL b. Unterstiinme der Messe von Plag. Messe von Stehle fiir Unisonochor. Wòchentlich 1 Stunde. Frequenz: II. a 27 (1. Sem.), 26 (2. Sem.) II. b 58 „ 52 II. c 32 29 B. Ob ergy mn asiu m. III. Mannerchor. R. Wagner, Flinfte Messe. Adler, Mannerchor-messe. Goller, Zweistimmige Messe. Stehle, Messe fiir Unisonochor. Mo-tetten. Sologesange. Unterstimmen der obangefiihrten Messeli ftir gemischten Chor. — Wòchentlicli 2 Stunden. Frequenz: 33 (1. Sem), 22 (2. Sem.) Gesamtfrequenz: 187 „ 157 Heinrich Druzovič. g) Musìkallsche Ùbungen. (Gymnasial-Schiilerorchester.) In diesem Schuljahre konnten nach einjahriger, durch Einberufungen veranlafiter Unterbrechung geiibtere musikkundige Gymnasiasten wieder zu einem Schiiler-Streichorchester vereinigt werden. Auch diesmal wurde von der Direktion die Organisation nach dem Grundsatze der S e 1 b s t leitung gewahlt, als jene Form, die sich in Anbetracht der Un-verbindlichkeit der Obungen und des an Mittelschulen hiefiir fehlenden auBeren Rahmens als am ehesten zum Ziele fiihrend bewahrt hatte. — Am Septimaner Josef Winterhalter hatten die Schiller einen sie tìber-ragenden Dirigenten, der selbstandig alle Obungen, Proben und Auf-fiihrungen leitete; er besorgte auch durch Monate hindurch, wahrend der Erkrankung der Gesangslehrer, das Orgelspiel beim Schulgottesdienst in der Aloisikirche. Im Orchester wirkten folgende Schiller mit: Dirigent: Winterhalter Josef (VII. Klasse.). Ausubende: III. a : Aicher Karl, Maichen Martin, Zòhrer Josef. III. b: Kojc Martin, Stupan Bogomir, Tiplič Adolf, Tominšek Theodor. IV. a : Raspar Eduard, Sparovitz Hugo, Vider Jakob. IV. b : Grmovšek Felix, Klemenčič Friedrich, Lorger Rudolf, Peče Bogomir, Turk Raimund. V. b: Breznik Franz, Richter Ludwig, Schauritsch Friedrich, Wuga Franz. VI. a: Jettmar Emil, Ritter von, Kraufi Reinhold, Peče Johann, Šamperl Zyrill. VIL: Borghi Robert, P f rim er Gerhard, S tanek Alois. Das Gymnasialorchester iibte in freien Stunden hauptskchlich in einem vom Herrn Baron Pius von Twickel in der „Burg“ unserer Anstalt zur Verfiigung gestellten Zimmer. Es spielte ^inigemal in der Aloisikirche bei den Schulmessen, auch Solostiicke, und legte von seinem Kònnen òffentlich Probe ab beim grofien Wohltatigkeitskonzert am 1.Mai 1916, das eincn glanzenden Erfolg aufwies (Siehe S. 18). Dieses Konzert galt zugleich dem Abschied der Geburtsjahrganger 1898, durch deren Ein-berufung das Orchester einen empfindlichen Verlust an Mitwirkenden erlitt, der erst im kommenden Jahr wettgemacht werden dtirfte. h) Darstellende Geometrie. Der Unterricht wurde nach einjahriger Unterbrechung mit dem l.Kurse wieder eròffnet. I. Kurs. Verarbeiteter Stoff: Punkt und Strecke in den 4 Raumen, Symmetrie- und Koinzidenzebene, Darstellung der Geraden, Schlagschatten von Gebilden aufeinander (Methode der Zuriickltihrung des Lichtstrables), Darstellung der Ebene, Punkt und Gerade in der Ebene (Spurparallele, Spurnormale), Lot zu einer Ebene, begrenzte Ebenen. — Wòchentlich 2 Stunden. — Teilnehmerzahl (zu Beginn) : 10l. F. Z 0 h r e r. 111. Lehrbiicherverzelchnis. (Aui dem Einlageblatti). IV. Absolvierte Lekture. 1. Lateinische Sprache. V. a- K lasse: Ovid (Ausgabe von Sedlmayer): Met. Nr. 1, 2, 3, 5, 6, 17; Fasti; 1, 2, 5, 6; Trist. 8.; Livius: 1. 1—32; 35, 39; XXI. 1—15. — Privatlektiire: Matzl : Caes. B. G. HI. IV., Ovid, Met. Nr. 18.; Schedivy: Caes. B. G. IV.; Verstovšek: B. G. III. V. b-Klasse: Wie in V. a. — Privatlektiire: Čeh, Kovačič, Wuga: Caes. B. G. III.; Antolovič: Caes. B. G. II.; Ferlan und Radies: Ovid, Met. 20; Scalettar i, Richter: Caes. B. G. IV; Spitz: Ovid, Met. 10, Fasti 4; Weifi: Ovid, Met. 7. VI. a-Klasse: Sallusts Krieg gegen Jugurtha ; Vergil (Ausgabe von J. Golling): 1. Ekloge. Aus den Georgika: Einleitung; Lob Italiens ; der Friihling, Lob des Landlebens, SchluBwort. — Aeneis: L, 1—292; 523-73; II, 1—249. — Cicero, Catii. I. — Pri va 11 ekt ii r e : Konig: Verg., Ecl. 5; Keifl: Ecl. 4, aus Georg; Rožič, aus Georg. VI. b-Klasse: Sallusts Krieg gegen Jugurtha. Cicero, Catii. I. — Vergi ls 1. und 2. Ekloge; Georg. I. 1—157; Aeneis 1. und 2. Buch (Auswahl von Golling). — Privatlektiire: Moškon und Koprivnik: Cicero, Catii. II. VII. K lasse: Vergil, Aen. I.—VI., einzelne Stiicke aus dem zweiten Teile der Aeneide. — Cicero, oratio pro Milone, Cato Maior. — Privatlektiire (der ganzen Klasse): Cicero, oratio in Catii. I. VIII. Klasse: Tac. Germ. 1—27. An. I, 1—49. — Horat.: Oden I, 1, 2, 3, 10, 12, 18, 22, 35, 37; II., 1, 3, 7, 13; III., 1—4, 9, 30; IV. 3, 8; carm. saec. ; Epod. 2, 7, 9, 13; Sat. 1, 1, 6, 9; II, 6. 2. Griechische Sprache. V. a-K lasse: Xenophon (Schenkls Chrestomathie) Anabasis, Buch I. c. 1 und 2 §§ 1—4; c. 4 §§ 11 — 19; c. 5, 6, 7, 8; Buch III. c. 1—2. H o in e rs Ilias, 1. Buch. V. b-KI asse. (Schenkls Chrestomathie), Anabasis: I., II., III.; Er-innerungen aus Sokrates I. 1—10. Homer, Ilias I. (mit Auswahl). VI. a-KI asse: Homer, Ilias I, 500 -SchluB; III., VI., XVI., XVIII., XXII. Kursorisch: II, 1—483; IV., XXIV. — Herodot I., 1—5; 23—24; III, 1—3; 119; VII, 1 — 19; 131 — 144; 198—223. Privatlektiire: Homer, Ilias V (Ramšak und Lesnika), VII (Keifl), Vlil (RadanOvič), IX (Tominšek), XI (Stumpf und Šamperl), XII (Stabej), XIII (Bauer und Engelhart), XIV (Sattler), XV (Kurzmann und Leskoschek), XX (Peče), XXIV (Ramšak und Keifl). VI. b-KI a ss e. Homer, Ilias, I. 187—611, II. 1—484, III., VI., XVIII. 369-617; Herodot I. 1—5, V. 35—38, 49-54, VI. 1-31, VIII. 1—26, 40—96. Privatlektiire: Homer, Ilias XIX (Berdnik), VII (Erker), X(Fischer), XVI (Kaukler), X (Koprivnik), IV (Lutmann und Moškon), XXIII (Schedivy), XIX (Schwab und Šega), XVIII, erste Halfte (Tikvič), XVII (Vauda und Verlič), X (Weber), XXII (Wohlkònig), XXI (Zmork), X (Rudi), VII (Lebič). VII. Klasse: Homer, Odyssee: I. V. VI. VII. IX. XI. und XII.; Demosthenes, 1. philippische Rede; Platons Apologie; So p h o k les, Kònig Odipus (unvollendetj. VIII. Klasse: Platon: Apologie (Wiederholung), Kriton und Laches. Sophokles: Kònig Odipus.,— Schneiders Lesebuch aus Platon: A. 1 (die Leugnung einer allgemeinen giiltigen Wahrheii). B. 1 (Die Wahrheit ist in den Ideen gegeben). III. 2. (Tugend ist Wissen). III. 3 (Die Fròm-migkeit). V. 3, 64. (Der Heimgang des Weisen). 3. Deutsche Sprache. V. Klasse: Lesebuch. VI. Klasse: 1. Lesebuch. 2. Shakespeares „ Julius Ciisar* ; Lessings „Minna von Barnhelrn". VII. Klasse: 1. Lesebuch. 2. Goethes „Gotz“ und »Iphigenie auf Tauris"; Schillers „Rauber“, „Wallenstein“, „Maria Stuart", „die Jungfrau von Orleans", »Wilhelm Tell"; Kleists „Prinz Friedrich von Homburg" ; Grillparzers »Ahnfrau" ; Ausgewahlte Partien ais Schullekture, im ubrigen Hauslektiire mit eingehender Besprechung in der Schule. VIII. Klasse: 1. Lesebuch. 2. Goethes »Faust" I. Teii; Schillers »Braut von Messina", Grillparzers »Ahnfrau" und »Sappho" ; Hebbels »Agnes Bernauer" und Ludwigs »Erbforster". AuBerdem las der Fachlehrer Proben aus »Hanneles Himmelfahrt" von Hauptmann (mit umrahmender Inhaltsangabe) sowie Kriegsgedichte aus unserer Zeit vor. V. Themen. a) Zu den schrlfllichen Aufsàtzen am Obergymnasium. 1. Deutsche Sprache. V. a-Klas se: 1. Eine Ferienerinnerung. (Sch.) — 2. Wie konnerì wir im Krieg misere Vaterlandsliebe an den Tag legen? (H.) — 3. ,,Wohl-tatig ist des Feuers Macht“. Schiller (Sch.) — 4. Inhaltsangabe einer Rede-tibung. (Sch.) — 5. Unser Stadtpark im Friihling. (H.) — 6. Ubersetzung aus dem Mittelhochdeutschen : Nibelungenlied XVI. 55—58 (Sch.). V. b-Klasse: 1. Eine Erinnerung aus meiner Kinderzeit. (Sch.) — 2. (== V. a) — 3. Ferro nocentius aurum. Ovid (Sch.) — 4. (-— V. a) — 5. Ein Friihlingsspaziergang in Marburgs Umgebung. (H.) — 6. Obersetzung aus dein Mittelhochdeutschen: Nibelungenlied VII. 61—64. VI. a-K1 asse: 1. Ein triiber Herbsttag. (Sch.) — 2. „Viribus unitis!“ (H.) — 3. ,,Arbeit und FleiB, das sind die Fliigel, So liihren iiber Strom und Hugel“. Fischart. (Sch.) — 4. a) „Fin furchtbar wiitend Schrecknis ist der Krieg“. Schiller, b) ,,Der abenteuerliche Simplicius Simplicissimus11. Inhaltsangabe. (Sch.) — 5. Wohin ich reisen mòchte. (H.) — 6. Inhaltsangabe einer Redeiibung. (Sch.) VI. b-Klasse. 1. Ein sonniger Herbsttag. (Sch.) — 2. (= VI.a) — 3. „Gewisse friunt, versuochtiu swert Sint ze noeten goldes wert“. Freidank. (Sch.) — 4. a) Inhaltsangabe einer Redeiibung. b) Aus der Bucherei eines Lese-freundes im 17. Jahrhundert. (Sch.) — 5. Mein Lieblingsfach. (H.) — 6. Hat der Krieg auch gute Seiten? (Sch.). VII. Klasse. 1. Was ich an der Natur am meisten liebe. (Sch.) — 2. „Der Mann ist wacker, der, sein Pfund benutzend, Zum Dienst des Vaterlandes kehrt seine Krafte“. Riickert. (H.) 3. a) Das Anwesen des Lowenwirtes in Goethes „Hermann und Dorothea.“ b) SeBhaftes Leben und Wanderleben in Goethes ,,Hermann und Doro-thea.“ (Sch.) — 4. a) Der Gedankengang von Schillers ,,Spaziergang“. b) Verlauf und Bedeutung der Begegnungsszene in Schillers ,,Maria Stuart11. (Sch.) — 5. Gedanken beim Einriicken meiner Mitschiiler zum Waffen-dienste. (H.) — 6. Ein freies Thema. (Sch). Vili. Klasse: 1. a) Die Poesie des Herbstwaldes. b) Inwiefern ist des Terenz Ausspruch: „Homo sum, Immani nil a me alienum puto“, ein Wort des Stolzes und der Demut zugleich? (Sch.) — c) Mein Lieblings-buch. (H.) — 3. Tapferkeit. (Sch.) — 4. a) Die Klassiker der deutschen Novelle. b) „Der FluB ist trlib, der nicht durch einen See gegangen, Das Herz unlauter, das nicht durch ein Web gegangen.“ Riickert. (Sch.) 5. a) Soli man ein Drama, dessen Auffuhrung man beiwohnt, vorher lesen oder nicht? Ein Zwiegespriich. b) Inhaltsangabe einer selbstgewiihlten modernen Novelle. (H.) — 6. a) Die Elektrizitat im Kriege. b) „llm, deine Uter sind arm, doch hòret die leisere Welle, Ftihret der Strom sie vorbei, manches unsterbliche Lied.“ Xenien. c) Welche geschichtlichen, geographischen und vvirtschaftlichen Griinde rechtfertigen die Bezeichnung Osterreich-Ungarns als Donaumonarchie? (Sch.) — 7. Reifepriifungsarbeiten. Fr. K na p p. 2. Slowenische Sprache. V. a- und b-Klasse: 1. a) Katere izpremembe v naravi nas opo- minjajo, da se bliža jesen? b) Mičnost jesenske prirode. Slika. (Sch.) — 2. Katerega pomena utegne biti geslo našega presvetlega cesarja, Viribus unitis, za posameznika in pa za človeške skupine? (H.) — 3. Na podlagi slovenskih pravljic je sestaviti mnenje, ki so je imeli naši starodavni predniki o vodi. (Sch.) — 4. a) Selško življenje starodavnih Grkov, kakršno se da posneti po Ovidijevi pesnitvi o Filemonu in Bavkidi. (Sch.) — Z>)Kako si je človeštvo mislilo srečo in si jo še misli ? Razprava na podlagi Sv. Pisma st. z. in pa Ovidijeve pesnitve o čveterih svetovnih dobah. (Sch.) — 5. Iz katerih razlogov imenujemo premog črno zlato? (H.) — 6. Počitnice so potrebne in koristne ; toda gorje mu, ki bi si mislil, da je človeško življenje praznik! (Sch.) VI. a-und b - KI ass e : 1. d) Kako gospodinji z rastlinstvom priroda, kako gospodari ž njim človek? — b) Possunt, quia posse videntur. Vergili Aen. V. 231. (Sch.) — 2. Homerjeve Iliade prvi spev-vzorec starohelenske epske umetnosti. (H.) — 3. d) Kaj daje Homerjevim primerom posebno vrednost? b) Kakovi so bili Rimljani za vojske med Rimom in Jugurto? Po Salustijevem spisu, ki nosi naslov Bellum lugurthinum. (Sch.). — 4. d) Zakaj niti nelepi prizor med Odisejem in Tersitom ne škoduje Homerju ? b) Lirske sestavine v Homerjevi Iliadi. (Sch.) — 5. Kako je pospeševala iznajdba stekla razvoj človeške omike in prosvete do deneš-njega dne? (H.). — 6. d) Slika ahajskega življenja, kakršno je imel pred očmi umetnik, ko je krasil Ahilejev ščit. Po Hom. II. XVIII. b) Obrt in umetnost pri Homerjevih Ahajih. Po Hom. II. XVIII. č) Zakaj se pravi, da spremlja človeka pesem od zibelke do groba? (Sch.) VII. Klasse: 1. d) Kako se izkažem vrednega velike dobe, ki v njej živim? (Sch.). b) Una salus victis nullam sperare salutem. Vergil. Aen. II. 354. (Sch.). — 2. Vergilij - mojster pesniške slike. Razprava na podlagi 1. in 2. speva Vergilijeve Eneide. (H.) — 3. a) Življenje na dvorih ahajskih kraljev. Slika na podlagi Homerjeve Odiseje, b) Kaka je bila uloga ženske v oni napol pravljični dobi ahajskega življenja, ki jo je imel pred očmi pesnik Homerjeve Odiseje? (Sch.). — 4. d) Vergilij - lirik. (Sch.) b) Svobode vreden ni, kdor bratu ne privošči je. (Sch.) — 5. FvdOi oainóv. (H.) — 6. d) IIa^i')p.aTa-p.adij|iara. b) V delih svojih sam boš živel večno. Aškerc, Čaša nesmrtnosti. VIII. Klasse: 1. a) Pravo junaštvo ni omejeno ne po času, ne po kraju, ne po sloju niti po spolu ne. (Sch.) b) Nulla salus bello, pacem te petimus omnes. Vergil. Aen. IX. 362. (Sch.). — 2. d) Ali res tudi obrt razširja omiko in prosveto? (H.) b) Zakaj in kčemu se pečamo s preteklostjo? (H.) 3. a) Zakaj vidimo najimenitnejša selišča ob vodah ? (Sch.) b) Pomen gorovja za duševni razvoj ljudstev. (Sch.). — 4. a) Ali je za obstanek človeške družbe važnejše negovati srce ali glavo? (Sch.) b) Pomen čutil za razvoj duševnega življenja, c) Činitelji člov. napredka. (Sch.). — 5. Debemur morti nos nostraque. Horati Epist. ad Pisones. — 6. a) Et genus et virtus nisi cum re vilior alga est. Horati Sat. II. 5. 8. b) Po katerih načelih si je izbirati svoj stan? — 7. Zrelostne naloge. Fr. Jerovšek. b) Themen zu den Sprech- und Redeubungen. Deutsche Sprache. V.a-Klasse: 1. Josef II. und seine Zeit (Matzl). — 2. Schillers „Rauber“ (Kofi). — 3. Johann Peter Hebel (Nasko). — 4. Triest zur Friedens-, Mobilisierungs- und Kriegszeit (LOvv). — 5. Admiral Tegetthoff (Rosina) — 6. Ferdinand von Schill (Koschin) — 7. Die Germanen (Kro-nasser). — 8. Friedrich Schiller (KieBner). — 9. Die Arpaden (Zorec). — 10. Die Ervveiterung des raumlichen Wissens durch die Griechen (Kautzner). — 11. Steiermark zur Romerzeit (Vogrin). — 12. Zlatorog in Baumbachs und Aškerc’ Dichtung (Verstovšek). — 13. Inwiefern kann die Heimat den Menschen am vollkommensten erziehen? (Makoter). — 14. Napoleon I. (Bruck). — 15. Rildiger von Starhemberg (Meglitsch). — 16. Statistik Bosniens und der Herzegowina (Prebevšek). — 17. Die Seeschlacht bei Fissa (Prah). — 18. Die franzosische Revolution (Simonič). — 19. Óster-reichs Schwert (Merčun). — 20. Welchen Stoff bietet der Krieg der Kunst? (Soršak). — 21. Der gefangene Napoleon und sein Tod (Pliberšek). — 22. Friedrich Leopold Graf Stolberg (Stanzer). — 23. Das Rote Kreuz (Grili). — 24. Wolfram von Eschenbach (Mohar). — 25. Friedrich Wilhelm Weber (Meško). — 26. Maximilian I. (Dietinger). V. b,-K lasse: 1. Allerseelen (Vogl). — 2. Die neuen Kriegsmittel (Schilder). — 3. Prinzregent Luitpold von Bayern (Radies). — 4. Sufi und ehrenvoll ist der Tod flirs Vaterland (Franz). — 5. Deutschland nach dem dreiBigjahrigen Kriege (Antolovič). — 6. Die Welt in Kriegsflammen (Wuga). —• 7. Zum Regierungsjubilaum unseres Kaisers! (Schilder). — 8. Die Entstehung des Unterseebootes (Richter). — 9. Theodor Kòrner (Scalettari). — 10. Kòrners „Zriny“ (Vlček). — 11. Die ersten Kampfe der Germanen mit den Romeni (Schauritsch). — 12. Mein Ausflug nach Idria (Spitz). — 13. Lawinen (Weiler). — 14. Tirols Heldenkampf ini Jahre 1809. (Krajnc). — 15. Karl der GroBe (Gajšek). — 16. Meine Adriareise (Godec). 17. Der russisch-japanische Krieg (Wernhart). — 18. Napoleons Feldzug nach RuBland (Bauman). — 19. Die zweite Belagerung Wiens durch die Ttlrken (Breznik). — 20. Lessings „Nathan der Weise“ (Miglič). — 21. Die Fratizosen in Steiermark (Heric). — 22. Generalfeldmarschall Hindenburg (Čeh). — 23. Die franzosische Revolution (Kolbl). — 24. Die Instrumental-musik und Beethoven (Voglàr). — 25. Der dreiBigjahrige Krieg (WeiB). — 26. Rudolf von Habsburg und Ottokar von Bohrnen (Kramberger). — 27. Gesellschaft von Biicliern, eine Triebkraft zur Bildung des Charakters (Kovačič). — 28. Der griechische Freiheitskampf (Zollneritsch). — 29. Prinz Eugen von Savoyen (Ferlan). — 30. Maria Theresias Verdienste (Kšela). VI. a-Klasse: 1. Sprachkunde ist die Grundlage alles Wissens. — (Stabej). — 2. Die Spuren vorgeschichtlicher Ansiedlungen (Radanovič). — 3. Schillers „Kabale und Liebe“ (Keifl). — 4. Pfahlbauten (Bauer). — 5. Shakespeares ,,Coriolan“ (Peče). — 6. Lessings ,,Emilia Galotti“ (Šamperl). — 7. Maximilian I. (Eder). — 8. Die Seemine (Stumpf). — 9. In den Sanntaleralpen (Engelhart). — 10. Hans Sachs (Tominšek). — 11. Der Mensch als Schòpfer der Kulturlandschaft (Stefanciosa) — 12. Wie die Alten die Zeit mafien (Sattler). — 13. Woraus besteht der Mensch ? (Kònig). — 14. Časar und Napoleon (Pavalec). — 15. Geschichtliche Obersicht uber die Tonsysteme und di» Notenschrift (Jettmar). — 16. Grillparzers .,Ahn-frau“ (Kovacs). — 17. Musikiibung im Altertum (KrauB). — 18. Josef II. (Kurzmann). — 19. Aus der Geschichte der klassischen Philologie (Ramšak). — 20. Goethes „Egmont“ (Rožič). VI. b-KI asse: 1. Goethes ,,Egmont‘; (Koprivnik). — 2. Shakespeares „Macbeth“ (Fischer). — 3. Schillers ,,Turandot“ (Koser). — 4. Prinz Eugens Zug nach Bosnien (Breznik). — 5. Der groBe Kurfurst (Zmork). — 6. Schillers „Kabale und Liebe“ (Schedivy). — 7. Feldmarschall Laudon (Kavčič). — 8. Goethes ,,Clavigo“ (Kaukler). — 9. Mein Ausflug nach Aquileja (Moškon). — 10. „Was du ererbt von deinen Vatern hast, ervvirb es, um es zu besitzen !“ (Wohlkonig). — 11. ,,Unter uns die Graber, iiber uns die Sterne.11 (Vokač). — 12. Schillers „Fiesko“ (Berdnik). — 13. Meine Reise nach Wien (Lutman) — 14. Die Planeten (Erker). — 15. Der hòfische Absolutismus in Frankreich (Troger). — 16. Polens Schicksal (Tikvič). — 17. Das Rittertum in Deutschland (Vauda). — 18. Geschichte des mittelalterlichen Handels (Schwab). — 19. Geschichte der Stadt Cilli (Verlič). — 20. Der HaB der Franzosen gegen die Habsburger (Šega). VII. Klasse: 1. Chemie und Alchimie (Borghi). — 2. Selbstbeherr-schung (Krenn). — 3. Theodor Storm (Stadtherr). — 4. Die griechische Literatur der klassischen Periode (Cajnkar). — 5. Das Unterseeboot (Zohrer). — 6. Krieg und Jugenderziehung (Schrott). — 7. Durchs alte und neue Àgypten (Kriwanek). — 8. Die Luftflotte (Pfrimer). — 9. Grillparzers „Libussa“ (Horvat). — 10. „Hoffmanns Erzahlungen“ (Borghi). — 11. Die Skodawerke (Stanek). — 12. Dichtung und Musik (Winterhalter). F. Knap p. VI. Lehrmittelsammlungen. Wegen ununterbrochener Inanspruchnahme des Gymnasialgebaudes als Reservespital, wodurch die Schiilerbibliotheken, das geographisch-historische Kabinett, der Zeichensaal und der Turnsaal vollstandig, das physikalische und naturhistorische Kabinett sowie die Lehrer-bibliothek teilweise geraumt und nach wie vor vom Militar belegt sind — wobei die Gymnasialdirektion fiir Abgange und Beschadigungen bei der Ubergabe protokollarisch im eigenen und im Namen der beztiglichen Kustoden jede Verantwortung ablehnte — erwies sich auch in diesem Jahre eine ordentliche Geschaftsfiihrung in den Sammlungen umsomehr ais un-mčglich, da die Kustoden beider Schiilerbibliotheken und der geographisch-historischen Sanrmlung seit der Mobilisierung eingertickt und die Sammlungen nur schwer, bei gelegentlichen Kontumazierungen iiberhaupt nicht zuganglich sind. Aus diesem Grunde wurden auch die Neuanschaffungen, abgesehen von fortzusetzenden Lieferungswerken und einigen dringendsten Gegen-stànden, bis zur Rtickkehr normaler Verhaltnisse zuriickgestellt. Es werden dann die Sammlungen ohnehin einer allgemeinen Obersichtung unterzogen werden miissen. Die Neuanschaffungen, iiberhaupt der Zuwachs, betreffen hauptsachlich die Lehrerbibliothek. Lehrerbibliothek. (Kustos: Prof. Friedrich K n app.) aJGeschenke: Es spendeteti: 1. Das k. k. Ministerium fiir Kultus u. Unterricht : a) Zeitschrift fiir Osterreichische Volkskunde 1916; b) Osterreichische botanische Zeitschrift 1916. 2. Die kaiserliche Akademie der Wissenschaften : a) Sitzungsberichte der philosophisch-historischen Klasse ; b) Denkschriften ; c) Archiv fiir Osterreichische Geschichte; d) Anzeiger der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse; e) Almanach. 3. Die k. k. Zentralkommission fiir Denkmalpflege : Mitteilungen 1916. 4. Der k. k. steierm. Landesschulrat : KOrperliche Er-ziehung 1916. 5. Herr Gymnasialdirektor Dr. J. Tominšek: Zum Andenken an den Schul-mann Hofrat Dr. J. Huemer. -6. Dr. G. Sajovic (als Veri.): a) Julij Glowacki; b) Prirodo-pisni sestavki v letnih izvestjih naših srednjih šol. b) Ankaufe: I. Der laufende Jahrgang folgender Zeitschriften : 1. Wochenschrift fiir klassische Philologie ; 2. Bibliotheca philologica classica ; 3. Zeitschrift fiir die oster-reichischen Gymnasien ; 4. Wiener Studien ; 5. Literarisches Zentralblatt ; 6. Zeitschrift fiir den deutschen Unterricht ; 7. Zeitschrift f. deutsches Altertum ; 8. Archiv f. slavische Philologie ; 9. Ljubljanski Zvon; 10. Veda; 11. Mitteilungen der Geographischen Gesellschaft; 12. Petermanns Mitteilungen; 13. Kartographische und schulgeographische Zeitschrift; 14. Die Naturwissenschaften ; 15. Zeitschrift fiir den physikalischen und chemischen Unterricht ; 16. Verhandlungen der zoologisch-botanischen Gesellschaft; 17. Osterreichische Mittelschule ; 18. Zeitschrift fiir das Rea'schulwesen ; 19. Osterreichische Rundschau; 20. Der Kunstwart ; 21. Zeitschrift des historischen Vereins fiir Steiermark ; 22. Stimmen der Zeit. — II. Folgende Werke: 1. Roscher, Lexikon der griechischen und rOmischen Mythologie (Fortsetzung) ; 2. Brehms Tierleben (Forts.) 3. Grimm, Deutsches WOrterbuch (Foris.) ; 4. Katalog der Akademie der Wissenschaften; 5. Philipson, Europa; 6. Krebs, LSnderkunde der Osterreichischen Alpcn ; 7. Decsey, Krieg im Stein ; 8 Liibker, Reallexikon des klassi-schen Altertums ; 9. Thumser- Moril, Reden; 10. Seunig, Kunst und Altertum. VII. Unterstutzungswesen. 1. Ve rein zur Unterstiitzung dii rft iger Schiiler des k. k. Staatsgymnasiums in Marburg. Dieser Verein, der auf Grundlage eigener Satzungen seit dem Jahre 1858 besteht, hielt ani 21. Marz 1916 seine ordentliche H a u p t v e r s a ni m-lung fiir das Geschaftsjahr 1915 ab. Aus dem iiber die Versammlung auf-genommenen Protokoli werden auszugsweise folgende Angaben mitgeteilt: Der Vorsitzende eròffnet die Versammlung, begriifit die Erschienenen und stellt fest, daB der Tod ini letzten Jahre leider groBe Liicken in die Reihen unserer Mitglieder gerissen hat; ani 23. Marz 1915 starb nach langem, schweren Leiden unser ehemaliger Kollege, Professor Georg Pòlzl; am 6. Mai 1915 verschied nach kurzem Leiden der Herr f. b. Rat Alois Haubenreich und ain 7. Juli 1915 erlag einem langen Leiden ein ehemaliges Mitglied unserer Anstalt, Herr Kanonikus Jakob Kavčič; schlieBlich entrili uns der unerbittliche Tod nach dem Geschaftsjahr, am 22. Janner 1916, noch ein verdientes Mitglied des Vercines, Herrn Kanonikus sen. Bartholomaus Voli. — Der Vorsitzende halt jedem der Verewigten einen Nachruf; ztim Zeichen der Trauer erheben sich die Anwesenden von ihren Sitzen. Von der Verlesung des Protokolles der letzten Hauptversammlung wird Abstand genominen und dieses genehmigt. Hierauf wurde die satzungsgemaBe Neuwahl des Ausschusses vorgenominen. Die Wahl des Vorsitzenden entfailt, da nach § 14 der Satzungen der jeweilige Direktor diese Stelle bekleidet. Uber Antrag des Herrn Dr. Medved wird hierauf der alte AusschuB per acclamationem wiedergewahlt. Da jedocli das Ausschufimitglied Herr Hofrat Franz Voušek nach Graz tibersiedelte und deswegen in miindlicher Vorsprache beim Vorsitzenden seine Stelle unter besten Wiinschen fur den Verein und gleichzeitiger Erlegung einer Spende zurucklegte, so wurde an Herrn Oberlandesgerichtsrat Thomas Cajnkar herangetreten, die Wahl in den AusschuB anzunehmen. — Die Gewahlten erklartcn sich bereit, ihre Stellen anzunehmen. Demnach setzt sich der AusschuB aus folgenden Herren zusammen: Gymnasialdircktor Dr. Josef Tominšek (Obmann), Oberlandesgerichtsrat Tliomas Cajnkar, Professor Alfred Fink (Biblio-thekar), Dompropst Mons. Karl Hribovšek (inzwischen ani 15. Mai 1916 gestorben), Prof. Johann E. Kociper (derzeit ini Felde), Domdechant Josef Majcen, Prof. Dr. Anton Medved, Prof. Dr. Joh. Mitili bacii er (Schriftfiihrer), Prof. Dr. A. Pečovnik und Schulrat Karl Zahlbruckner als Rcchnungsprùfer. Hierauf gibt der Vorsitzende einen Tatigkeitsbericht liber das abgelaufene Vereinsjahr. Eingegriffen wurde liberali dort, wo die Not am gròBten war. Ferner gali es, stets Utnschau zu halten, wo dem Vereine neue Wohltater gewonnen werden kònnten. Die Leitung des Geschafts-betriebes liegt in der Hand des Obmannes. Herr Prof. Fink verwaltet als bewahrte Kraft die Bibliothek in mustergiltiger Weise, woftir iliin besonderer Dank gebiihrt. Wahrend seiner Einriickung gingen die Bibliotheksgeschafte wahrend der Ferien auf den Obmann liber. Viele Schuler bewarben sich in dieser Zeit uni Blicher zum Zwecke der Ablegung der Erganzungs-priifung. Beim Schulbeginne iibernahm Prof. Voglar die Bibliothek, bis Prof. Fink enlhoben wurde. Mitgliederzahl: Der Verein zahlte im verflossenen Jahre 1 Ehren-mitglied, 54 ordentliche Mitglieder und eine Reihe von Spendern kleinerer Beitrage. Die Zahl der Mitglieder ist demnach gegeniiber dem Vorjahre um 18 gesunkcn. Gleichwohl sind die Beitrage niclit nur nicht zuriick-gegangen, sondern sogar gestiegen, da einzelne Mitglieder in dankens-werter Weise hòhere Betrage zeichneten. Der Verein gewahrte Unterstiitzungen: 1. Durch Beteilung mit Lehrbiichern. Heuer war die Nachfrage nach Buchera besonders stark, daher wurden auch mehr Biicher angeschafft als sonst. Vielen Schtilern, namentlich Fliichtlmgskindern, wurden alle Biicher gewahrt, um die sie baten. Im ganzen wurden 1530 an 256 Schuler, also durchschnittlich 6 Biicher an jeden Schuler verliehen. Der Stand der Bibliothek stellt sich so: Im Anfange des Jahres waren 2252 Stiick vorhanden. 322 Biicher wurden um 821 K 80 h neu angeschafft, d. i. um 114 K 15 h mehr als im vorigen Jahre. Somit betragt gegenwartig die Zahl der Biicher 2574 Stiick. — 2. Im baren : a) Fiir Arzte- und Apothekerrechnungen........................K 13-87 Hiebei ist zu bemerken, dal3 viele Schuler aufierdem auf Grand eines vom Unterstiitzungsverein ausgestellten Scheines unentgeltlich (oder bei zahnarztlicher Behandlung zu er-maBigten Preisen) behandelt werden ; ebenso gewahren die Apotheken oft einen NachlaB. b) An Schulgeld...............................................„ 48'— c) Fiir Ausbesserung von Kleidern und Schuhen.................„ 30’— d) Als Eintrittsgeld zur Lichtbildervorfiihrung vom siidwestlichen Kriegsschauplatz an 45 Schuler..........................„ 18'— e) Schliefilich fiir Bekleidungsstiicke, namentlich Schuhe. Es gelang diesbeziiglich dem Obmann, durch Vermittlung der Statthalterei vom Montursdepot in Gosting Militarschuhe zum billigen Preis von 20 K das Paar zu erlangen. Fiir 25 arme Schuler wurden die Schuhe vom Verein bezahlt . . » 500’— K 60987 Kassabericht des Obmannes: Einzelheiten hiertiber sind im Kassabuch enthalten. Dieses wurde von den Rechnungspriifern am 18. Marž 1916 gepriift und in Ordnung befunden. Die Ausgaben sind oben angeftihrt und betragen K 1552-56, was gegeniiber dem Vorjahre eine Mehrausgabe von K 589"94 bedeutet. Die Einnahmen betrugen : a) Mitgliederbeitrage...................K 330'— b) Posojilnica Maribor..................„ 50-- c) Hranilno in posojilno društvo v Ptuju . „ 60'— d) Prof. Dr. Medved.....................„ 10O — é) Suppl. Lehrer Josef Pirnat ........ 57 63 /) Coupons der Kriegsanleihe............„ 45674 Es ergibt sich demnach einschliefilich des Kassarestes vom Vorjahre und einiger kleinerer Betrage die Gesamtsumme von K 3643'53. Es veibleibt demnach nach Abzug der Ausgaben ein Kassarest von K 2090 97. Diese Summe bedeutet gegeniiber dem Vorjahre ein Weniger um K 328 54, was seinen Grund in der Grolle der Ausgaben sowie darin findet, daB die Sammlung unter den Schiilern im Jahre 1915 noch nicht vorgenommen wurde, sondern erst im Sommer 1916 stattfindet. Im iibrigen sind dieselben Wertpapiere vvie im vorigen Jahre, darunter die Furstbischof Dr. Michael Napotnik-Stiftung von 1000K. Der Nominalwert der Wertpapiere betragt 10.600 K. Einschliefilich des Kassarestes betragt demnach das Gesamtvermògen des Vereines K 12'690'97. Das gesamte Vermògen ist nutzbringend angelegt. Vorans eh lag: Einen Betrag von rund 1000 K an Einnahmen ge-rechnet, werden an Auslagen veranschlagt : fiir Biicher 600 K, flir Unter-stiitzungen in barem 100 K, fiir Kleider 300 K. 3. Verzeichnis der Mitglieder (Jahresbeitrag mindestens 4 K) fiir das Jahr 1916. (Nach dem Stande vom 15. Juni 1916). a) E h r e n m i t g 1 i e d Se. Exzellenz, Furstbischof Dr. Michael Napotnik b) Ordentliche Mitglieder: Herr Dr. Johann Arnelz, k. k. Gymnasialprofessor im Unterrichtsmlnistetium 6'— „ Baron Richard Basso v. Gbdel-Lannoy ................ IO — „ Thomas Cajnkar, k. k. Oberlandesgerichtsrat ............ . 5'— „ Dr. Anton Dolar, k. k. Gymnasialprofessor . . . . . . 5— „ Alfred Fink, k. k. Gymnasialprofessor . . .....................4'— „ J. Fink, Seelsorger in der k. k. MHnner-Strafanslalt Marburg........ 4'— „ Wilhelm Heinz, Buchhandler........................................................10'— „ Dr. Josef Hohnjec, Theologie-Professor................... ,4 „ Dienstleder Alois, Bankbeamter in Graz ..........................................8'— „ Hranilno in posojilno društvo v Ptuji.............................................60 — „ Hugo Ihl, Kauftnann ..................................... . . . 5' — „ Domherr Rudolf Janežič, Rektor . . . 4-— „ Franz Jerovšek, k. k. Gymnasialprofessor und Schulrat............... 10'— „ Dr. Anton Jerovšek................................................................4 — „ Ed. Ritter von Jettmar, k. k. Oberfinanzrat.........................................4' „ Friedrich Knapp, k. k Gymnasialprofessor 4'— „ Joh. Evang. Kociper, k, k. Gymnasialprofessor .... ... 5'— „ Dr. Anton Korošec, Relchsrats- und Eandtagsabgeordneter...........................4- „ L. H. Koroschetz, Kaufmann................ ............................. .5'— „ Dr. Franz Kovačič, Theologie-Professor............................................4 -- „ Ludwig Lang, k k. Gvtnnasialprofessor ................... .......................4'— „ Dr. Fr. X. Lukmanu, Theologie-Professor........................... . 4 — „ Domdechant Josef Majcen, Religionsinspektor............. 10'— Fiirtrag K 223-— K 11 40'— Obertrag . . K 223 Hetr Domherr Dr. Martin Matek, Kanzleidirektor.........................................4 „ Dr. Anton Medved, k. k. Gymnasialprofessor 10 „ Dom- und Stadtpfarrer Domherr Franz Moravec ......................................5 „ Dr. Johann Miihlbacher, k. k. Gymnasialprofessor 4 „ Franz Otto, k. k. Gymnasialprofessor............................................. 4 „ Dr Adolf Pečovnik, k. k. Gymnasialprofessor............................’ .4 „ Dr. Radoslav Pipuš, Advokat................................................... 10 „ Andreas Platzer, Kaufmann......................................................... 6 „ Dr Leopold Poljanec, k. k Gymnasialprofessor...................................... 4 „ Dr. Franz Rosina, Advokat ........................................................10 „ Karl Scheidbach, Buchhandler.......................................................6 „ Dr. Hans Schmiderer, Biirgermeister von Marburg...................................10 Fraulein Marie Schmiderer, Hausbesitzerin................................................4 Herr Franz Simonič, Dom- und Stadtpfarrvikar............................................ 4 „ Dr. Matthias Slavič, Theologieprofessor . . .... 4 „ Dr. Josef Somrek, Theologieprofessor ............................................ 10 „ Dr. August Stegenšek, Theologieprofessor ......................................... 4 „ Anton Stergar, Pfarrer zu St. Magdalena...........................................4 „ Franz Šegula, Kaplan zu St. Magdalena..............................................4 „ Domherr Dr. Johann Tomažič.........................................................6 „ Dr. Josef Tominšek, k. k. Gymnasialdirektor........................................6 „ Karl Tribnik, k. k Gymnasialprofessor .............................................4 „ Josef Tscheligi, Realitatenbesitzer...............................................10 „ Dr. Paul Turner, Realitatenbesitzer................................................5 „ Vekoslav Vavpotič, k. k. Oberpostkontrollor in Wien................................4 „ Viktor Verderber, k. k. Erster Staatsanwalt .......................................4 „ Dr. Karl Verstovšek, k. k. Gymnasialprofessor, Reichsrats- u. Landtfgsabgeordneter 4 „ Franz Voglar, k. k. Gymnasialprofessor.............................................4 „ Mir. Volčič, Pfarrer in Fresen ...................................................10 „ Nikolaus Žagar, k. k. Gymnasialprofessor 4 „ Karl Zahlbruckner, k. k. Gymnasialprofessor und Schulrat...........................6 „ Prof. Josef Zidanšek, Direktor des f. b. Knabenseminars............................4 L6bl. Bezirksvertretung Marburg........................................................1C „ Posojilnica v Mariboru (Nachtrag zum J. 1915).....................................50 c) die Spender: Summe K 465 — Herr Dr. Alois Bdhm, k. k. Gymnasialprofessor „ Olhmar Fistravec, k. k. Gymnasialprofessor „ Max Halfter, k. k. Turnlehrer.............. „ Josef Trofenik, f. b. Kanzleibeamter „ Johann Vreže, k. k. Religionsprofessor . . d) Schiilerspenden: 3'— 3 — 3-2-3- Summe . . 479'— Die Schiller selbst spendeten folgende Betrage : I. a-Klasse: Baumgartner 20 h, Binderhofer ! K, Fili 1 K, Hallecker 1 K 30 h, Hayd von Haydegg 5 K 70 h, Hierstand 70 h, Hofer 60 h, Kronasser 50 h, Kiinzel 20 h, Lukas 2 K, Millner 40 h, Nekrep 60 h, Nozir 1 K, Pacher 1 K 50 h, Pollak 1 K 40 h, Pouch 10 h, Puschmann 50 h, Tschebull 1 K 40 h, Studler 40 h, Troger 1 K 10 h, Valen-tincig Alfred 40 h, Valentincig Marie 2 K 50 h, Vidovič 50 h, Wald 2 K, Zohrer 20 h ; Summe 27 K 20 h. L b-KI asse: Brumen 50 h, Cvetko 40 h, Čeh 20 h, Golob 10 h, Ivanuša 10 h, Korošec 40 h, Krulc 40 h, Leben > K, Maister 4 K, Osim 40 h, Osojnik 40 h, Podlesnik 1 K, Potočnik Franz 50 h, Potočnik Martin 50 h Pucelj 40 h, Pučelik 20 h, Reicher 30 h, Rojs 55 h, Šijanec 60 h, Špan 20 h, Tušek 1 K, Žolck 1 K ; Summe 14 K 15 h. II. a-Klasse: Bedjanič 1 K, Čerče 30 h, Einicher 1 K, Gabriel 60 h, Ilger 60 h, Jančar 50 h, Kalin 1 K. Kaloud 70 h, Kollnig 60 h, Koren 20 h, von Licheni 1 K, Lukas 50 h, Mahnert 70 h, Marko 10 h, Matzl 10 h, Nerat 26 h, Peheim 1 K, Plotsch 20 h, Pod-menik 10 h. Reichstadter 20 h, Rizzi 10 h, Schifko 60 h, von Schusrhmg 1 K, Sever 50 h, Weifienbiick 10 h, Wosrhitschko 20 h, Zeides 60 h, Zimmermann 10 h, Zwirn 70 h, Pečnik 40 h. Summe 14 K 46 h. II. b-KI asse: Babič 20 h, Cvetko 40 h, Černčič 2i h, Farkaš 20 h, Gajšek 20 h, Grobe'šek 30 h, Hrašovec 20 h, Hrvacki 20 h, Ivanuša 40 h, Kozinc 40 h, Jagodič 20 h, Janežič 10 h, Jurinec 36 h, Kikl 10 h, Kolarič 1 K, Konečnik 10 h, Kos 20 h, Kovač 50 h, Kralj 20 h, Leskovar 40 h, Lichtenwallner 1 K, Mlakar 10 K, Mlaker 40 h, Ogorelec 40 b, Peric 1 K, Peršuh 10 h, Pipuš Zdenko 1 K, Pivec 30 h, Rataj 1 K, Richter 40 h, Rojko 20 h, Rudolf 1 K, Sever 2 K, Soršak SO h, Škerjanc 50 h, Stergaršek 30 h, Strmšek 70 h, Šegula 60 h, Valentan 20 h, Verstovšek 60 h, Voršič 30 h, Zafošnik 20 h, Žolnir 14 h, Gregorevčič 20h, Kostajnšek 10 h, Bračič 1 K, Germek 50 h, Pipuš Maria 1 K, Resina 2 K, Zemljič 2 K, ŽunVovič Bogomir und Vladimir 2 K, Žunkovič Philippine 1 K. Summe : 28 K 65 h. III. a - K 1 a s s e : Buchta 1 K, Cvltanič 1 K 24 h, Družovic 20 h, Fischer 20 h, Frangesch 18 h, Gradischnik 40 h, Graf 1 K, Grobeljnik 20 h, Guštin 2 K 20 h, Hempel 1 K, Hronovsky 50 h, Huschak 1 K 40 h, Jantscher 50 h, Kafer 24 h, Klingberg 20 h, Klobassa, 40 h, Koroschetz 40 h, Kolzbeck 30 h, Lach 40 h, Leinschitz 1 K, Lovrec 10 h, Mahnert 80 h, Maiclien 20 h, Matauschek 60 b, Mauczka 40 h, Perme 60 h, Po'ak 20 h, Potočnik 40 h, Puschmann 30 h, Rop 50 h, Sadu 40 h, Seethaler 24 h, Simonič 30 b, Trojner 20 h, Freih. v. Twickel 1 K, Vatovec 40 h. Summe 19 K 40 h. III. b- K 1 a s s e : Ašič 50 b, Avsenak 40 h, Berlic 20 h, Cajnkar 50 h, Časi 30 b, Dijak 20 h, Držečnik 40 h, Janžekovič 50 b, Jug 40 h, Kojc 40 h, Košenina 20 h, Lovrec 70 h, Ozimič 1 K, Peitler 1 K, Porekar 2 K, Preac 50 h, Pribožič 30 h, Pučelik 20 h, Resind 1 K, Schneider 40 h, Simončič 20 h, Stoklas 20 h, Stupan 30 h, Šijanec 20 h, Tlplič 10 h, Tirš 40 h, Tomanič 1 K, Tomažič 70 b, Tominšek 40 h, Uranker 10 b, Veselko 40 h, Vogrin 20 h, Vrečko 40 b, Vrhnjak 60 h, Žalar 32 h, Živko 40 h. Sumrre 26 K 92 h. IV. a - K 1 a s s e : Bedjanx 1 K, Clodi 60 h, Draxler 40 h, Hempel 1 K, Hermanko 1 K, Irran 2 K, Mitrinovič 1 K, Montag 2 K, Nadler 2 K, Nasko 2 K, Nekrep 20 h, Remm 60 h, Schlnnerer 10 h, Sernetz 20 h, Souvent 20 b, Spitz 2, Freih. v Teuchert 2 K, Tredl 50 h, Ullaga 1 K, Vider 20 h, Wdgerer 2 K. Summe 22 K. IV. b-K lasse: Babšek 10 h, Črnko 40 h, Domajnko 20 b, Horvat 20 h, Grmovšek 30 h, Karba 20 h, Klemenčič 1 K 60 h, Kos 1 K, Kristan 20 h, Kronabethvogel 40, Jager 40 h, Mojzer 20 h, Logar 50 h, Lah 20 b, Lašič 20 h, Obersne 50 b, Osterc 30 h, Peče 1 K, Podgoršek 50 h, Padovnik Johann 20 b, Padovnik Franz 20 b, Razboršek 1 K, Porekar 2 K, Radšel 40 h, Serajnik 40 b, Sabati 40 h, Skale 20 h, Repič 40 h, Slodnjak 20 h, Šepec 2 K, Štebih, 30 h, Tratnik 30 h, Večerjovič 20 h, Vrbnjak 20 b, Vrečko 40 h, Žolnir 30 h, Leskovar 1 K. Summe 18 K 50 h. V. a - K 1 a s s e : Loew 3 K, Matzl 40 h, Mohar 60 b, Rosina 2 K, Verstovšek 1 K. Zorec 30 h Summe 7 K 30 h V. b-Klasse: Čeh 60 h, Franz 1 K, Kovačič 50 h, Krajnc 22 h, Kšela 50 h, Spitz, 2 K, Wuga 12 h, Zollneritsch 34 h, Ungenannt 2 K 2 h Summe 7 K 30 h. VI. a - K 1 a s s e : Bauer 1 K, Engelhart 1 K, Keifl 2 K, Ktinig 40 b, Peče 1 K, Ra-danovič 60 h, Ramšak 50 h, Rožič 50 h, Stumpf 40 h, Tominšek 1 K. Summe 8 K 40 h. VI. b-KI asse. Berdnik 1 K, Erker 50 h, Fischer 1 K, Kaučič 40 h, Kaukler 40 h, Koprivnik 1 K, Kosér 60 h, Rudi 50 h, Schedivy 50 b, Schwab 50 b, Šega 50 h, Vauda 40 b, Verlič 50 h, Weber 40 h, Wohlkònig 32 b, Zmork 1 K. Summe 9 K 52 h. VIL-K lasse: Borghi 1 K, Cajnkar 1 K, Horvat 1 K, Pfrimer 2 K, Stanek 1 K, Wlnterhalter 1 K, ZOhrer 1 K. Summe 8 K Vlil. Klasse: Ogriseg 1 K — Gesamtsumme 212 K 80 h. 4. Den zweiten Platz des II. Andreas Kautschitsch'schen Natural-stipendiums genoB der Studierende Franz Zorec (V. a). 5. Aus der Marburger Gemeinde-Sparkassejubilàums-stiftung wurden laut Stadtratsbeschlusses vom 8. November 1915, Z. 29621, neun dlirftigen deutschen Schulern der Anstalt Unterstiitzungs-beitrage von je 10 K bewilligt. 6. Sehr wohltatig wirken die von den Vereinen unterhaltenen Stu-dentenkiich en : „Studcntenkuche“ und „Dijaška kuhinja". — Audi in mehreren Familien fanden diirftige Studierende unentgeltlich eine teilweise oder ganze Verpflegung. 7. Das fiirstbischofliche Knabenseminar Maxirnilianum Victorium. Dieses Institut bildet schon durch ein Menschenalter, indem es armen und nur wiirdigen Schulern eine Heim- und Erziehungsstatte bietet, cine wesentliche Stiitze des Gymnasiums. — In d ics e m Schuljahre vermochtc es, da das Seniinargebaude seit Schulbeginn militàrischerseits zu Spitals-zweeken in Anspruch genommen wird, seine edle Bestimmung nur durch die Befriedigung der dringendsten Bediirfnisse, namlich durch Zuwendung von monatliclieii Geldunterstiitzungen und Verabreichung der Mittagskost, erflillen, wahrend sich die Zoglinge um Wohnung auBerhalb der Anstalt umsehen mufiten. Die Namen vieler Wohltater entziehen sicli der Offentlich-keit. Die Anstalt spricht diesen und alle n den tiefgefiihl testen Dank aus und empfiehlt die Jugend auch fiir die Zukunft der gl eie h en werktatigen Anteilnahme. 8. S t i p e n d i e n. 41 Schtiler der Anstalt standen im Genusse von 40 Geld-Stipendien im Gesamtjahresbetrage von 9778 K 44 h, 1 genofi ein Naturalstipendium. Dermalen erfolgen die Verleihungen aller Stipendien nur fiir 1 Jalir. (Von der Anlage einer Einzelliste der Slipendien wird wegen Raumersparnis in diesem Jahre abgesehen.) Vlil. Reifeprufungen. I. Im ordentlichen Herbsttermln 1915 und im Februarterniln 1916 wurden keine Reifeprufungen abgehalten. II. Die Abiturlenten des Jahres 1915/16. Die Vili. Klasse zabite 27 offentliche Schiller und 1 Privatistin. 1. Vorzeitige Reifeprufungen. Je nach den in verschiedenen Zeitpunkten erfolgten Einberufungen der einzelnen Geburtsjahrgange und der Beurlaubungen der Eingeruckten fanden im Laufe des Schuljahres fiinfmal vorzeitige Reifeprufungen auf Grundlage des Erlasses des k. k. Ministeriums fur Kultus und Unterricht vom 8. Oktober 1914, Z. 2988, statt. Alle diese Priifungen wurden unter Erlassung sowohl der schriftlichen als der mtindlichen Prufung durchgefiihrt. Den Vorsitz fiihrte in allen Terminen der Gymnasialdirektor der Anstalt, Dr. Jos. Tominšek. Zur vorzeitigen Reifepriifung wurden folgende 22 Abiturienten zuge-lassen und fiir reif erklart: Am 13. Oktober 1915 die Geburtsjahrganger 1897: Brandstetter Franz, Ferk Michael, Fontane Otto, Karo Anton, Kejžar Friedrich, Krall Anton, Kwiatkowski Wladislav, Marschitz Robert, Marschner Ernst, Rat-hausky Herbert, Rudel Rigobeit, Ruhri Franz. — Im ganzen 12. Am 16. November 1915, infolge derNachmusterung: Papež Matthaus und Rautner Vinzenz. — 2. Ani 4. Dezember 1915, infolge der Nachmusterung: Prelog Vinzenz. — 1. Am 27. Marž 1916, auf Grund der zu Prlifungszwecken erfolgten Beurlaubung, nach dem Ministcrialerlafi vom 13. Dezember 1915, Z. 36462: Arzenšek Viktor, Konrad Josef, Paar Johann. — 3. Am 8. Mai 1916 der Geburtsjahrgang 1898 (MinisterialerlaB vom 15. Marz 1916, Z. 1091): Czernitzky Ferdinand, Jeglič Željko, Oehm Hans, Tomažič Josef. — 4. 2 eingeschriebene Oktavaner stehen seit Beginn des Schuljahres ununterbrochen in militarischen Diensten und konnten sich um die Zu-lassung zur vorzeitigen Reifepriifung nicht bewerben. 2. Fflr den ordentllchen Sommertermln 1916 verblieben sonach noch 3 òffentliche Abiturienlen und 1 Privatistin; aufierdem meldete sich 1 Externist. Die schriftlichen Pr lì funge n fanden vom 7. bis 9. Juni 1916 staff; es lagen folgende Themen zur Bearbeitung vor : 1. Deutsche Sprache. Wahlthemen: a) „Es zuckte mancher Wetterstreich, Um deine Wipfel zu zerspalten, Dodi stets in reich’rem Prachtentfalten Hast du dich grofi und stark erhalten." Hermann Lingg, „An Osteireich". /;) Wie wurde Goethes Idee einer Weltliteratur in deutscher Sprache verwirklicht ? — c) Die Bedeutung des Flugwesens im Kriege. 2. Slowenische Sprache. Wahlthemen: a) Pomen Sredozemskega morja za razvoj človeške omike in prosvete. — b) Koliko so prispevali Dolenjci k slovenskemu slovstvu? c) Ostati človek — to bi bodi vzor In smoter bodi tvoj najvišji! Ljub bodi ti obraz človeški In sveta ti človeška čast! — Aškerc, Fakir. 3. Lateinische Sprache: Cicero, de oratore I. 8, 30 bis esse possitis. 4. Griechische Sprache: Homer, Odyssee XVII., 1 — 37. Die mundi ichen Priifungen wurden am 28. Juni 1916 unter dem Vorsitze des Herm Realschuldirektors R. Bittner abgehalten. 111. Unter Zuziehung der Ergebnisse aller vorerwahnten vorzeitigen Reifeprtifungen geben die Reifeprtifungen mit der Oktava 1915/16 folgen-den Gesamterfolg: a2 Name Geburlsort Geboren Vorzeitige Ordentliche Reifepriifung Reifepriifung am am Angegebener Beruf 1 Arzenšek Viktor Marburg 1896 27 111 1916' Bergbau 2 Bartošek Johann Sereth, Bukowina 1897 |28. VI. 1916 Medizin 3 Brandstetter Franz Marburg 1897 13. X. 1915 Philosophie 4 Czernitzky Ferdinand Lemberg, Galizien 1898 8. V. 1916 1 Elektrotechnik 5 Ferk Michael Windischgraz 1897 13. X 1915 Jus 6 Fontane Otto Graz 1897 13 X. 19151 Militar 7 •Jeglič Željko Laibach 1898 8. V. 1916 Jus 8 •Karo Anton Tešova bei Franz 1897 13. X. 1915 Philosophie 9 Kejžar Friedrich Rakek 1897 13. X. 1915 Jus 10 Konrad Josef Ledinek 1896 27. III. 1916! Bahndienst 11 , Krall Anton Spielfeld 1897 13 X 1915! Medizin 12 KwiatkowskiWIadisl. Stanislau, Galizien 1897 13. X. 1915 Bahndienst 13 1 Marschitz Robert Juršinci 1897 13. X. 19151 Medizin Post-; Nr. Name Geburtsort r •8 o Vorzeitlge Reifepriifung a m O/dentliche Reifepriifung am Angegebener Beruf 14 ‘Marschner Ernst Marburg 1897 13. X. 1915 Technik 15 *Oehm Hans Marburg 1898 8. V. 1916 Jus 16 Ogriseg Waldemar Marburg 1897 28. VI. 1916 unbestimmt 17 Paar Johann Marburg 1896 27. Ili 1916 Bahndienst 18 Papež Matthias Trnovec 1895 16 XI. 1915 Jus 19 Prelog Vinzenz Meretinzen 1896 4. XII. 1915 unbestimmt 20 Rathausky Herbert Leibenfeld 1897 13. X. 1915 Jus 21 Rautner Vinzenz St Peter b. Kònigsberg 1895 16. XI. 1915 unbestimmt 22 Rudel Rigobert Mahrenberg 1897 13. X 1915 Militar 23 Ruhri Franz Marburg 1897 13. X. 1915 Jus 24 Tomažič Josef GOrz, Kustenland 1898 8. V. 1916 Medizin 25 Živko Vinzenz St. Martin a B. 1897 28. VI. 1916 Jus 26 Schifko Margaretbe Marburg 1896 Privatistin 28. VI. 1916 unbestimmt 27 Dienstleder Alois G raz 1885 Externist Bankwesen | Anmerkung: Ein * vor dem Namen bezeichnet „reif mit Auszeichnung.“ IX. Kòrperliche Ausbildung. 1. Turnerlsche und militàrlsche Ubungen. Schlefiubungen. Im Grunde 'des Erlasses des Herrn Ministers fiir Kultus und Unterricht vom 2. Juni 1915, Z 533/K. U. M., wurde von der Direktion fiir das Schul-jahr 1915/16 der Plan ins Auge gefafit, die kòrperliche Erziehung der Jugend um jeden Preis wieder in ein aktives Stadium zu bringen, da die durch auGere Umstande erzwungene ganzliche Aufierachtlassung derselben im Jahre 1914/15 wohl nodi durch die Fortwirkung des in den Vorjahren erworbenen siclieren Grundes einigermaBen wettgemacht wurde, ein weiteres Unterbinden der reichen an unserer Anstalt in den friiheren Jahren ge-schaffencn Mòglichkeiten jedoch ohne Frage grofie Schaden zur Folge gehabt hatte. Die fursorgliche Tatigkeit muBte zunachst nach zwei Richtungen ein-setzen: zur Gewinnung eines geeigneten Platzes und eines geeigneten Lehrers. Was den Turnraum betrifft, so mufite auf die Erwerbung eines geschlossenen Raumes verzichtet werden, da auBer der Gymnasialturnhalle audi alle anderen in Betracht kommenden Turnsale nach wie vor zu dau-ernden militarischen Zwecken herangezogen erscheinen ; hiemit entfiel leider die Mòglichkeit eines geordneten Geratturnunterrichtes sowie meistenteils die der Vornahme von Turntibungen zu jeder Jahreszeit und bei jeder Witterung. Es konnte sich darum nur um die Uberlassung eines offenen Platzes handeln, wo zunachst Exerzier- und Freitibungen, mindestens bei gutem Wetter, vorgenommen werden kònnten. Als solchen Platz hatte die Direktion den kleinen Hof im Auge, der sich bei dem von ihr fiir das laufende Schuljahr erworbenen Schulgebaude befindet. Dieser Hof diente allerdings zur Zeit der Aufnahme des Unterrichtes als Zufuhr- und Lagerplatz fiir einen benachbarten Neubau ; doch war vorauszusehen, dafi dieser Bau bis zum Winter soweit fortgeschritten sein werde, um den Hof raumen zu kònnen. So geschah es auch. Mitte November wurden die Geriiste entfernt, worauf von der Gymnasialdienerschaft der Boden geebnet und griitidlich gesaubert wurde, so dafi er zur Abhaltung der vorgenannten Kòrper-iibungen umso eher und ausgiebiger verwendet werden konnte, da der schneefreie und warme Winter solclies begiinstigte. Da mit Mitte November auch der bisherige Turnlehrer Max Hai f ter aus dem Verbande der freiw. Schutzen schied, wurde sofort an die Inan-griffnahme der turnerischen Ubungen ini Sinne des eingangs erwahnten Ministerialerlasses geschritten. Es handelte sich bei unserer Anstalt, die noch ini Scliuljaiire 1913/14 (siehe den gedruckten Jahresbericht 1913/14, S. 77—94) so gut wie alle kòrpererziehlichen Mòglichkeiten zur Betatigung gebracht hatte, lediglieli darum, aus dem fruheren Bestande tunlichst viel auch in das Schuljahr 1915/16 heriiber zu retteli und den militarischen Charakter, der allerdings bereits friilier, wo es angangig war, vorgewaltet hatte, als solchen ausdrticklich zu betonen. Indem wegen Mangels eines geschlossenen Turnraumes an die volle Aktivierung aller Korper-iibungen nicht gedacht werden konnte, wurden die dem erwahnten Minis-terialerlasse beigedruckten „Richtlinien“ im engsten Anschlusse an das Exerzierreglement zur Grundlage des Arbeitsplanes genommen und behufs genauer Regelung des Betriebes ein bis ins einzelne gehender, auch turnerische Ubungen berticksichtigender Pian entworfen. Nacli dem gedachten Entwurf wurden die Schiller aller Klassen seit November 1915 in regelmafiig angesetzten Stunden klassenweise unterwiesen. Die Anfangsiibungen, bis zur Entwicklung der Doppelreihe, wurden ini vorerwahnten Hof des Anstaltsgebaudes vorgenominen ; bei ungiinstigem Wetter, worauf wir im iibrigen nicht viel RUcksicht nahmen, wurde den Schiilern ab und zu in ihren Klassenzimmern der auch im Ent-wurfe vorgesehene theoretische Unterricht erteilt. Nacli Verlauf von drei Wochen wurden die Schiiler zu je ihren Ubungen an verschiedene Platze in der nachsten Umgebung der Stadt oder im Parke bestellt und es wurde dort exerziert und gelegentlich auch Angriffe, mit Aufwerfen von Deckungen, vollftihrt und Àhnliches. Die Ubungen sind nunmehr abgeschlossen. Es mufi bemerkt werden, dafi der gesamte Unterricht, sowohl der praktische als der theoretische, von den Jungen mit grofiem Eifer aufgenonnnen und zu schònen Erfolgen gefiihrt wurde. Die Vervollkommnung durch das Geratturnen ver-mifit man allerdings sehr schwer, da die reinen Exerziertibungen auf die Dauer zu wenig Mannigfaltigkeit bieten. In der schònen Jahreszeit wurde hauptsachlich durch militarisch eingerichtete und gelerete Felddienstubungen in nachster und weiterer Umgebung den Ubungen jene Erweiterung verliehen, die dem militar-erziehlichen Ziele der erwahnten „Richtlinien“ vollauf gerecht wird. — Um die im Entwurf enthaltenen Obungen durch unmittelbares mili-tarisches Wissen zu erganzen und namentlich den an der h. o. Anstalt seit 1912 mit grofiem Erfolg abgehaltenen, unter den jetzigen Verbaltnissen undurchfiihrbar scheinenden Schiefiunterricht doch wieder aufleben zu lassen und um schliefilich den Jahrgangern 1898, denen die Einberufung bevorstand, echt militarisches Wissen zu vermitteln, wurden von der Direk-tion seit der Eroffnung des Schuljahres durch Verhandlungen mit den be-rufenen Stellen und durch Aufbringen eigener Behelfe Mittel und Wege gesucht, um die in Betracht kommende Schiilerschaft in dicses ureigene militarische Gebiet einzuftihren. Dank dem Entgegenkommen aller mafi-gebenden Faktoren wurde schliefilich ein voller Erfolg erzielt. Der Schiefiunterricht wurde intensiv erteilt, wie nur je zuvor: 120 Schiller erhielten die ndtige Ausbildung im Schiefien ! Die gesamte Onterrichts-arbeit vollzog sich jedoch, den Anforderungen der Jetztzeit entsprechend, in stiller Weise, weshalb auch von der Veròffentlichung naherer Angaben dermalen abgesehen wird. Ein einziges Mal traten die Gymnasialschiitzen, und zwar die Ausgewahlten, in der Òffentlichkeit hervor; es war beim Huldigungszug der Marburger Schuljugend am 7. Mai 1916, hiebei aller-dings in einer Art, die vom Konnen der „Gymnasialschiitzen" ein ehrendes Zeugnis ablegte : sie gaben die Ehrensalve beim Kaiserhoch ab. (Siehe oberi S. 18.) Nach alledem vermag die Direktion die Tatsache zu betonen, dafi in diesem Schuljahr die Marburger Gymnasiasten trotz der Ungunst der Verhaltnisse die unbedingt nòtige, nach militarischer Richtung sogar eine gediegene korperliche Ausbildung erfahren haben. Obersicht der gemeinsamen Obungen im grollen. (Unter der Leitung des Turnlehrers Max Hai {ter ) a) Gc f echt sii b u n gen : Von saniti ich en Schtilern wurden deren drei ausgefiihrt, und zwar am 29. Aprii, 6. Mai und 27. Mai 1916. Gegen 300 Schiller beteiligten sich an jeder Obung. — Die Aufgabe war haupt-sachlich : Erkundigung der feindlichen Stellung und der Krafteverteilung. Diese Obungen wurden auf dem grofien Exerzicrplatz (Theseii) aus-gefuhrt. b) Gelandespiele grofieren Stiles wurden drei abgehalten : Am 27. Aprii 1916, I.—V. Klasse, Teilnehmerzahl 110 Schuler. „ 11. Mai 1916, I,—V. „ „ 130 „ 25. Mai 1916, I.—IV. „ „ 150 Aufgabe war: Hissen einer Flagge in der Hauptstellung der Ver-teidigung. — Die gestellten Aufgaben der Gefechtsiibungen sowie der Gelandespiele wurden von den Schulem in rein militarischer Form selir gut gelost. c) Aufierdem nahm das Obergymnasiutn an 10 militarischcn Ubungen in einer Kaserne teil. Der Obungsstoff umfafite nachstehende Einteilung: Bestandteile des Gewehres, die Garnitur, Verschlufi; Gelenkstibungen, Obungen mit dem Gewehre, Reinigen des Gewelires, Theorie des Schiefiens, Zieliiburigen, Lade- und Feuergriffe, Fehierdreieck, Schwarm-linie, Direktionsmarsche und Kapselschiefien nach Sclmlscheibe und Figuren. Die Obungen fanden an folgenden Tagen statt : am 29. Janner 1916 am 18. Marz 1916 „ 19. Februar „ n 1. Aprii » IL Marz n » 8. Aprii am 15. Aprii 1916 n 13. Mai n 20. Mai w 3. Juni „ 2. „Gymnasialacker“, Feldarbelten. Nicht biofi ini Sinne der Kriegsftirsorge zwecks Beschaffung der Nalirungsmittel, sondern aus Griinden der kòrperlichen Erziehung zur Kraftigung, Abhartung und Achtung der Kòrperarbeit wurde die Schlilerschaft an die Bearbeitung des von der Direktion zur Ober-lassung gewonnenen „Gymnasialackers“ gewòhnt. Die Arbeiten auf dem Acker finden gegenuber den iibrigen, nur Ubungszwecken dienenden Korperbetatigungen darum einen besonderen Anwert, weil sie einem un-mittelbaren Lebenszweck dienen und ihr Erfolg — auf dem urbar ge-machten Boden — offensichtlich beobachtet werdcn kann. Diese Arbeiten waren ein ausgezeichneter Prtifstein der Ausdauer und Selbstverleugnung, wie nicht minder der Geschicklichkeit. (Naheres iiber den Acker sielie Seite 20). 3. Ausfluge usw. Aufier den in militarischer Form geleiteten, wòchentlichen Aus-marschen wurden ab und zu in unverbindlicher Weise von einzelnen Klassen und Schulergruppen Ausfluge in die Umgebung, hauptsachlich auf den Bacher unternommen. Zur Veranstaltung von grofieren Berg- und Talfahrten wurde fiir die gesamte Anstalt der 24. Mai freigegeben. Wegen der bestehenden Verkehrsschwierigkeiten mufiten sich die Klassen mit Ausfliigen innerhalb unseres engeren Gebietes begniigen und richteten das Ziel so ein, dafi es durch tiichtige Fufiwanderungen erreichbar war. Bei alien Wanderungen traten zwei Erscheinungen angenehm hervor: das stramine Marschieren und die Sangeslust, welch letztere durch die seit dem Vorjahre durchgefiihrte Neuregelung des Gesangsunterrichtes neu geweckt wurde. X. Schulerverzeichnis*) I. Klasse A (24+6) (Altrichter Hans, Graz) Baumgartner Anton, Glogg-nitz, N.-Ó. ♦Hofer Andreas, Kobenz (Kolienz Walter, Marburg) KronasserWilhelm, Radkers-burg K u n z e 1 Gustav, Triest, Kiisten-land Lukas Herbert, Mahrenberg M i 11 n e r Hans, Gloggnitz, N .-Ó. Nekrep Otto, Pragerhof *Nozir Gottlieb, Marburg Pacher von Theinburg Kurt, Wien, N.-Ó. (Podlipnik Wilhelm, Marburg) ♦Pollak Ludwig, Prag, BOhmen Pouch Norbert, Marburg Puschmann Karl, Planina, Krain (Sagoda Max, Brunndorf) Studler Edgar, Bruck a. M. Troger Christian, St. Jakob in Defereggen, Tirol Tschebull Karl, Marburg Valentincig Alfred, Wien, N.-Ó. Vidovič Stanislaus, Marburg Wald Richard, Brunndorf (Warner Hans, Gorz) Zòhrer Alexander, Brunndorf ♦Binderhofer Herta, Brunndorf, Priv. Fili Erna, Marburg, Priv, ♦Hallecker Irma, Palfau, Priv. Hayd von und zu Haydegg Herward, Wr.-Neustadt, N.-Ó., Priv. Hierstand Margarete, Marburg, Priv. ♦Valentincig Marie, Pola, Kiistenland, Priv. I. Klasse B (36+3). Ačko Ludwig, Marburg ♦Brumen Franz, St. Veit bei Pettau ♦Cvetko Ant., St. Andra, W.-B. Čeh Friedrich,HI. Dreifaltigkeit Golob August, Windischgraz Gorup Josef, Capodistria, Istrien. Gulič Alois, Sessana, Kiisten-land Ivanuša Alexius, Pettau Jager Adolf, Franzensfeste, Tiiol Korošec Friedrich, Unter-Burgstail Krulc Franz, Ober-Pulsgau Leben Stanislaus, Kdtsch ♦Maister Hrvoj.Laibach, Krain Osojnik Johann, Ober-Rad-kersburg ♦Ozim Ludwig, Maria-Rast Perko Johann, Brezovica, Krain Pipuš Iskren, Marburg ♦Podlesnik Vladimir, Wollan Potočnik Franz, Pristova Potočnik Friedrich, Unter-Rotwein Potočnik Martin, Pristova Pucelj Josef, Marburg PuČelik Leo, Marburg ♦Razboršek Ludwig, Rofiwein Reicher Anton, St. Barbara bei Pettau Rojs Ivo, Pòlitschdorf (Stajnko Viktor, Boreči bei Luttenberg) Strnad Johann, Meichendorf (Stumberger Johann, Mar-, burg) Sijanec Milan, Mihalovci Špan Jakob, Wind.-Feistritz Tušek Erwin, Budweis, Bòhmen Uranker Josef, Marburg Vnuk Franz, Jastrebci Zelenko Emil, Triest Žolek Johann, Graz ♦Dolar Nada, Cilli, Priv. Pucelj Dorothea, Marburg, Priv. (Rožič Stefanie, Brunndorf. Priv.) II. Klasse A (45+1). ♦Bartošek Klemens, Mahrenberg Bedjanič Milulin, Sarajevo, Bosnien (Brattkovič Anton, Graz) Čer če Josef, Brunndof Einicher Walter, Hohen-mauthen ♦Gabriel Leopold, Wien Halfter Max, Graz ♦Horaczek Erich, Olmtitz 11 g er Friedrich, Marburg Jančar Viktor, Bad Radein Kalin Alois, Pontafel, Karaten Kaloud Wilhelm, Nagy Ka-nizsa, Ungarn Kollnig Max, Brunndorf Koren Karl, Rotwein Košar Rudolf, Bruck a. d. Mur (Kiinzel Gustav, Triest) Lichem Robert von, Hohen-mauthen Ludvik Zyrill, Pola, Istrien Lukas Ferdinand, Mahrenberg ♦Mahnert Detlev, Marburg Marko Wilhelm, Marburg Matzl Ewald, Marburg Parzer Leopold, Marburg Peheim Alois, Marburg Persche Karl, Oberlesece, Krain Plotsch Viktor, Marburg (Po dl ah a Anton, Diemlach) ♦Podmenik Rudolf, Lechen Reichstadter Karl, Wien Rizzi Rudolf, Božen, Tirol Schifko Alfred, Marburg Schoper Karl, Grobelno Schuschnig Arthur, Edler von, Wien Sever Friedrich, Marburg Stanzer Franz, St. Peter am Konigsberg Weifienbdck Johann, Marburg Win ter Karl, Marburg Woschitschko Wilhelm, Stu-denitz Wiirnsberger Adolf, Marburg Zeichen Franz,Umago, Istrien Zeides Emil, Leoben ZimmermannHermann.Rann ♦Zwirn Othmar, Laibach Pečnik Kornelia, Rohitsch, Priv. II. Klasse B (54+5) Babič Anton, Zween Cvetko Franz, St. Andra bei Pettau Černčič Johann, Obertaubling Farkaš Max, Marburg Gajšek Stanislaus, Dobova Germek Bogomir, Dobravlje Gregorevčič Franz, Malivrh bei Rann Grobelšek Johann, Sveča ♦) Die Namen der Vorzugsschiiler sind mit * bezeichnet, die im Laufe des Schuljahres ausgetretenen Schiller sind eingeklammert. Hrašovec Alois, Nufidorf ♦Hrvacki Franz, Trofin ♦Ivanuša Franz, Polstrau Jagodič Franz, Ober-Pulsgau Janežič Rudolf, Paulusberg bei Friedau J ur in ec Franz, Marburg Kikl Ludwig, St. Leonhard Kolarič Jakob, Luttenberg Konečnik Viktor, Marburg Korže Johann, Cirkovce Kos Josef, St. Georgen Kostajnšek Anton, Marburg Kovač Stanislaus, Cilli Kozinc Max, Žabjek Kralj Karl, St. Peter am Konigsberg Leskovar Josef, Šiška, Krain Lichtenwallner Milan, Maria-Rast Ma c uh Josef, Marburg Mlakar Josef, Kòflach Ml a ker Franz, Marburg Ogoielec Johann, St. Barbara Peric Josef, Volčjadraga, Kiistenland Peršuh Josef, St. Lorenzen am Draufeld Pip uš Zdenko, Marburg Pivec Vinzenz, Kraberg (Prelog Martin, Kleindorf) Rataj Ermin, Trofin Richter Jakob, Neustift bei Oberburg Rojko Josef, Kotsch Rudolf Branko, Gonobitz Sever Josef, Wien ♦Škerjanc Felix,St. Ruprecht W.-B. Soršak Viktor, Ponlgl Stergar Stanislaus, Wurtnberg Stergar še k Anton, Savna Peč Strmšek Vekoslav, St. Peter i. B. Šegula Franz, Klappendorf Va 1 e n t a n Michael, Tresternitz Verstovšek Boris, Marburg Voglar Vladimir, Troppau, Schlesien Voršič Josef, Marburg Zafošnik Gregor, Unter-Neudorf Žolnir Oskar, Maxau Žunkovič Bogomir, St Mar-gareten b Pettau Žunkovič Vladimir, Naraplje Bračič Vera, St. Veit b. Montpreis, Priv. Pipuš Mara, Marburg, Priv. Rosina Tatjana, Marburg, Priv. Zemljič Maria, Cirkovce, Priv. Žunkovič Philippine, Pettau, Priv. (Stajnko Viktor in I.-biiber-getreten) b6 III. Klasse A (43+2). Aicher Karl, Marburg Buchta Franz, Wien Code Ili Karl, Freiherr von Fahnenfeld, Laibach, Krain Cvitanič Georg, Sarajevo Bosnien DružovicFranz, Unterheudoif Fischer Franz, Marburg (Fodor Wilhelm, Marosvasar-liely in Ungarn) Frangesch Viktor, Marburg Gradišnik Felix, Marburg Graf Wilfried, llz Grobeljnik Othmar, Weiten-stein Guštin Josef, Tschernembl, Krain Hempel Karl, Zirknitzhof Hronovsky Bruno, Marburg Huschak Artur, Kolomea, Galizien Jantscher Hubert, Graz Juterschnik Anton, Marburg Kitfer Hans, Marburg Klingberg Josef, Marburg Klobassa Erich, Graz Koroschetz Franz, Windisch-graz Kotzbeck Albert, Marburg Lach Matthias, Warasdin in Kroatien Leinschitz Franz, Marburg Lovrec Rudolf, Marburg ♦Mahnert Hermann, Mahren-berg Maichen Martin. Brunndorf ♦Matauschek Franz, Marburg Mauczka Ervvin.Tarvis, Karm. Perchinig Josef, Villach, Kdrnten Permé Josef, Marburg Pollak Nikolaus, Satteldorf Potočnik Max Marburg Pungarscheg Viktor, Win-dischgraz ♦Puschmann Ernst, Planina in Krain Rop Felix, Marburg Sadu Arnold, St. Egydi W.-B. Seethaler Anton, Klana in Kiistenland Simonič Anton, Gonobitz Trojner Martin, Kartschowln Twickel Heinrich, Freiherr v., Kartschowin b. Marburg ♦Vatovec Franz, Gradisca, Kiistenland ZOhrer Josef, Marburg Fodor Josefine, Marosvasar-hely, Ungarn, Priv. Kavšek Theresia, Marburg Priv. III. Klasse B (43). ♦Ašič Max, Raztez ♦A u s e n a k Franz, Relchenburg Berlic Leo, Gdrz, Kiistenland ♦Cajnkar Štanislaus, Savci ♦Časi Franz, Podhom b. Bočna Dijak Alois, Luttenberg Držečnik Josef, Arlberg ♦Janžekovič Johann, Per-venzen ♦Jug Vinzenz, St Nikolai Kojc Martin, Polstrau Košenina Josef, Marburg Lamut Karl, Tepina ♦Lovrec Friedrich, Olimje Obrul Anton, Čadram Ozimič Wilhelm, Graz ♦Peitler Alois, Kumen Pesel Heinrich, St. Martin Počivavšek Franz, Staravas Porekar Viktor, Kulmberg Preac Josef, Moschganzen Pribožič Peter, Raztez Pučelik Friedrich, Marburg ♦Rosina Fedor, Marburg Schneider Josef, Cesendorf Simončič Franz, Drachenburg Stoklas Alfons. Leskovec Stupa n Bogomir, Cilli (Šerbela Anion, Marburg) ♦Šijanec Franz. Pdltschach Tiplič Adolf, St. Leonhard W.-B. Tirš Ignaz, Nassau Tomanič Johann, Marbmg Tomažič Anton, Gorz, Kiistenland ♦Tominšek Theodor, Krain-burg, Krain Uranker Alois, Marburg Vehovar Johann. St. Peteri. B. ♦Veselko Max, Donawitz bei Leoben Voglar Srečko, Troppau, Šchlesien Vogrin Josef, Zogendorf Vrhnjak Vinzenz, Pameče Žal ar Alois, Grabe Živko Alois, St. Martin am Bacher IV. Klasse A (29+3) Bartošek Norbert, Mahron-berg ♦BedjanlčVratislav, Sarajevo Bukwich Robert, Kloster-neuburg, Priv. ♦C io di Emil, Sarajevo Draxler Albin, Marburg Germuth Wilhelm, Sauritsch Hempel Werner, Frondenberg in PreuBen ♦Hermanko Josef, Marburg Kašpar Eduard, Marburg Lozar Klemens, Gdrz, Kiistenland Mitrinovič Alexander, Prijedor, Bosnien Montag Karl, Brunn a Ge-blrge in N.-O. Nadler Franz, Tarnow in Galizien Nasko Karl, Marburg' Nekrep Franz, Marburg *Remm Wilhelm, Marburg ♦Schinnerer Paul, Wien Sernetz Waldemar, Leibnitz Souvent Fugen, St. Peler bei Graz Sparovitz Hugo, Weiz Spitz Karl, GOrz, Klistenland Stillar Dušan, Triest, Kiisten-land Teuchert Franz, Baron, Marburg, Priv. Teuchert Friedrichi Baron, Graz ♦Tredl Erwin, Heudorf in Wiirttemberg Ullaga Karl, Marburg Verhovšek Adalbert, Brunn-dorf ♦Vider Jakob, Vtìlkermarkt, Kdrnten *W a 1 d h a n s Karl, Marburg Wbgerer Hermann, Marburg ♦Zbhrer Friedrich, Rotwein Irran Wilhelmine, Luttenberg, Priv. IV. Klasse B 161+2) ♦Babšek Franz, Podboč Bračko Vinzenz, Gradiška ♦Črnko August, Lembach *Domajnko Josef, Loče Drofenik Ferdinand,St Peter b. Kbnigsberg Er ker Ludwig, Lichtenwald Glavnik Alois, Ober-Hajdin ♦Grmovšek Felix,Peilenstein Horvat Stefan, Ober-Jabling Jager Karl, Franzensfeste, Tirol Jezovše k Franz, Laze, Krain Karba Josef, Wien, N,-Ò, Klemenčič Miroslav, Kamnik in Krain (Knez Franz, Belovo-Tiiffer) *Kos Stefan, Maria-Schnee Kralj Vladimir, Cilli ♦Kristan Boris, Friedau Krona bet h vogel Stanis-laus, Oberburg Lah Stanislaus, St. Nikola! bei Friedau Lašič Johann, Polslrau Logar Vladimir, Haidenschaft Kiistenland Lorger Rudolf, Kartschowin Mo jz er Anton, St. Lorenzen am Draufeld Nemec Josef, Podgora, Kiistenland, Priv. O ber sne Alois, Divina Obran Adolf, Dolena ♦Osterc Alois, Kokoriči Padovnik Felix, Oberhanau Padovnik Josef, Ober-Heu-dorf Peče Bogomir, Črnagora Pečovnik Konrad, Rottenberg ♦Podgoršek Anton, Ponigt Pogačnik Vinzenz, Laibach ♦Porekar Zyrill, Hum Rad šel Franz, Pameče ♦Razboršek Johann, Rofl-wein Rebol Johann, Marburg ♦Repič Franz, Kutinci Rupnik Karl, Mahrenberg Sabati Anton, Ober-Pulsgau Serajnik Dominik, Friedau Serajnik Franz, Grabe Skale Franz, Žiče (Skrbinšek Stanislaus, Pla-nitzen) Slodnjak Anton, Bodkovci Sluga Franz, Brucki bei Rann Štebih Franz, Grlinzi Sunčič Alois, Bunčani Šepec Radovan, Friedau Štruc Miroslau, Windischgraz Toš Franz, Brengova Tratnik Josef, Oberburg Trstenjak Boris, Hardek Turk Raimund, Marburg Več e r j o vi č Martin, Oslušovci Vrbnjak Alois, Križovci Vrečko Jakob, Ponigl ♦Weran Franz, Hinterstein in N.-O. Zidar Milovan, Nova Cerkev Z ga n k Josef, St. Peter bei Cilli Žolnir Josef, Maxau Žunkovič Franz,St Lorenzen a. Draufeld Leskovar Berta, Dolnja Tuzla in Bosnien, Priv. V. Klasse A (28+2) Bruck Anton, Pettau Kautzner Josef, Sagrado in Kiistenland Kiessner K ari, Wien, N.-Oe. Kofi Hans, Voitsberg K oseh in Erich von, idria, Krain Kronasser Walter, Pettau Loew Wilhelm, Agram, Kroatien Makoter Franz, Cven ♦Matzl Guido, Pettau Meglič Franz Graz Merčun Ludwig, Mannsburg, Krain Meško Josef, Lahonetz ♦Mohar Franz, Lienz, Karnten Nasko Rudolf, Papa, Ungarn Pliberšek Johann, Mlače Prah Vinzenz, Brezovec Prebevšek Alois, Rann Ra uši Anton, Polstrau Rosina Igor, Luttenberg Simonič Johann, Verstje Soršak Vladimir, Nikolsdorf, Tirol Sedivy Johann, Linz, O.-O. Šijanec Anton, Janndorf Štancer Ludwig, Jahringberg ♦Verstovšek Zdenko, Marburg Vertovšek Felix, Drachen-burg Vogrin Anton, Grabonoschen-berg Zorec Franz, Partin D i e t i n g e r Angela, Marburg, Priv. Grili Marie, Klamm, N.-O., Priv, V. Klasse B (31+2). ♦Antolovič Johann, Mihalo-vec Baumann Johann, St. Egydi W. B. Breznik Franz, Maina Čeh Karl, HI. Dreifaltigkeit (Epih Alois, Čadram) Ferlan Alois, Marburg Franz Ernst, Ponigl Gajšek Karl, Gonobitz Godec Božidar, Hrastje Heric Franz, Wogrischofzen Kaukler M'roslav, Krčevina bei Pettau Kolbl Alois, Staragora Kovačič Peter, Kellerdorf Krajnc Josef, Špitalič Kramberger Franz, St Urban bei Pettau K še la Josef, Wolachnetzen Miglič Emil, Reifnig Radics von, Friedrich, Marburg Richter Ludwig, Graz Sajovitz Stanislaus, Marburg Schauritsch Friedrich, Marburg S c h i I d e r Gustav, Trzynietz, Schlesien S p i tz Richard, Gorz, Kiistenl. Vogi Ludwig, St. Johann b. Herberstein Voglšr Bogumil, Wien Weiler Ferdinand, Marburg Weifi René, Marburg Wernhart Franz, Brunndorf Wuga Franz, Leitersberg Zidanšek Jakob, Špitalič Zollneritsch Josef, Brunndorf Seal et tari Nora, Merna bei Górz, Kiistenland, Priv. VI ček Hermine, Wien N.-O., Priv. VI. Klasse A (31+2) Bauer Albert, Budapest, Ungarn Brunner Ferdinand, Vordern-berg Čiček Franz, Wochau Eder Konstantin Freiherr von, Wien, N.-Oe. Engelhart Otto, Mauritzen Gnufi Ludwig, Marburg Ješovnik Alois, St. Ruprecht W.-B. Jettmar Emil Ritter von, Marburg *Keif 1 Gustav, Cilli Kerwina Franz, Unter-Loitsch Krain ♦KOnig Hermann, Gottschee in Krain Kovacs Stephan, Murasentes, Ungarn Krainz Viktor, Marburg Kralj Andreas, St. Georgen a. S.-B. Kraufi Reinhold, Marburg Kurzmann Oskar, Marburg Leskoschek Franz, Marburg Lesnika Roman, St. Anna a Kriechenberg Medvešek Matthias, Ober-Friesach bei Lichtenwald Pahor Leopold, Sptelfeld, Priv. Pavalec Johann, St. Georgen W.-B. Peče Johann. Marburg Radanovič Anton, Slogonsko ♦Ramšak Adolf, Skališ ♦Rožič Franz, Brunndorf Sattler Johann, Ober-Iswanzen Stabej Josef, Preloge Stefanciosa Franz, St. Fiorlan Stumpf Ludwig, Kraljevci Šamperl Zyrill, Kerschbach Twickel Mariano, Freiherr von, Kartschowin bei Marburg Zernec Ignaz, Kanadorf Tominšek Helene, Krainburg, Krain, Priv. VI. Klasse B (35) (fBenja Josef, Sakot, Rann) Berdnik Franz, Rann b. Pettau Breznik Franz, Oberiswanzen Erker Johann, Lichtenwald »Fischer Ernst, HOIIdorf bei Pòltschach Goričan Franz, Selo bei Cilli Kalb Max, Pettau Kaukler Johann, Karčovina Kavčič Alois, Gairach ♦Koprlvrik Johann,Vordern-berg Kosér Tugomer, Pettau Kronabethvogel Heinrich, Oberburg Lebič Georg, Neukirchen Lobnik Jakob, NuBdorf Lutmann Stanislaus, Triest Moškon Stanislaus, Cilli Pelko Josef, Wien Pernuš Vladimir, Laibach, Krain Rataj czak Heinrich, Lemberg Galizien Rudi Franz, Rann Schedivy Franz, Marburg Schuh Karl, Lemberg, Galiz. Schwab Franz, Leitmeritz, BChmen Sturm Paul, Iswanzen Sega Franz, Gladomes Ti k vič Alois, Oblačak Trogar Rudolf, Ravne bei SchSnstein Umek Johann, Pirschenberg Vauda Ivo, Wernsee Verlič Franz, Lichtenwald Vimpolšek Alois, St. Leon-hard Vokač Otto, Brunndorf Weber Lothar, Wien ♦Wohlkònig Ludwig, Marburg Zmork Richard, Mahrenberg VII. Klasse (25+4) Borghi Robert, Triest Brunner Friedrich, Bruck a d. Mur ♦Cajnkar Thomas, Lichtenwald Casi Anton, Podhom bei Bočna Drev Johann, St. Martin a. d. Pack Gitschthaler Johann, Villach Grebenšek Johann, Schbn-stein (Heiser Friedrich, St. Sulpice, Schweiz) HOdl Josef, Abstall Horvat Josef, Oslušovči bei Friedau Kalin Karl, Pontafel, Karnten Lukmann Franz, Krčevina ♦Mihalič Boris, Luttenberg Novak Anton, Kòtsch Osterc Anton, Bunčani Pfrimer Gerhard, Marburg Roth Alois, St. Leonhard W.-B. Schrott Johann, Marburg Sevnik Michael, Kapellen ♦Stanek Alois, Cilli SteinklauberVinzenz, Graz, Priv. Twickel Hubert, Freiherr v., Kartschowin b. Marburg Vertovšek Anton, Drachen-burg Winterhalter Josef, Marburg Witzmann Rudolf, Reifnig Zohrer Wilhelm, Rotwein ♦Krenn Auguste, Marburg, Priv. Kriwanek Marie, Marburg, Priv ♦StadtherrMarie, Triest,Priv. Vili. Klasse (26+2) Arzenšek Viktor, Marburg Bartošek Johann, Sereth, Bukowina (Brandstetter Franz, Marburg) Breznik Johann, Unterburg-stall Czernitzky Ferdinand, Lemberg, Galizien (Ferk Michael, Windischgraz) (Fontane Otto, Graz) Hauser Viktor, Klagenfurt, Priv. Jeglič Željko, Laibach (Karo Anton, Tešova) (Kejžar Miroslav, Rakek, Krain) (Konrad Josef, Ledinek) (Krall Anton, Spielfela) (Kwiatkowski Wladlslaw, Stanislaw, Galizien) (Marschitz Robert, Jurschin-zen) (Marschner Ernst, Marburg) ♦Oehm Hans, Marburg Ogriseg Waldemar, Marburg (Paar Johann, Marburg) (Papež Matthias, Trnovec) (Prelog Vinzenz, Me etinzen) (Rathausky Herbert, Leiben-feld) (Rautner Vinzenz, St. Peter bei KOnigsbergj (Rudel Rigobert, Mahrenberg) (Ruhri Franz, Marburg) Tomažič Josef, Gijrz, Kiistenland Živko Vinzenz, St. Martin a. Bacher SchifkoMargarethe, Marburg, Priv. XI. Statistik der Schuler. XI. Statistik der Schuler.* r K 1 a s s e I. II. III. 1. Zahl. a b a b a b : a) Zu Ende 1914/15 ... 444 54 6 41 2 52 28 2 62 2 j b) Zu Anfang 1915/16 23 6 34 3 451 52 5 41 2 42 i WShrend des Schuljabres ein- getreten 1 2 — 2 2 1 | c) Ira ganzen also aufgenom- men 24 6 36 3 451 54 5 43 2 43 Darunter: Neu aufgenommen, und zwar aufgestiegen 20 6 32 3 7 4 1 1 Repetenten 1 1 — — 3 — Wieder aufgenommen, u. zw. aufgestiegen — — 37 1 45 5 38 2 41 Repetenten oder freiwillig wiederholend . . 3 3 1 5 1 1 d) Wahrend des Schuljahres - ausgetreten 5 2 i 4 2 1 1 Schiilerzahl zuEnde 1915/16: Offentliche 19 34 41 52 42 42 Privatisten 1 — — — -- ~ Privatistinnen 5 2 1 5 2 — Summe , . . 196 34 2 41 1 52 5 42 2 42 2. Geburtsort (Vaterland). Marburg 22 4 1 11 7 2 16 1 6 Steiermaik (auBer Marburg) . 9 2 231 18 1 403 15 33 Bohmen 1 1 — — — 1 Bosnien - — 1 — 1 - I Bukovvina - — — — — - Deutsclies Reich - — — — — — j Galizien — — — — 1 — | Istrien ... 01 — 2 — — — KSrnten — — 1 — 2 — Krain 1 2 2 1 3 1 Kroatien — — — — 1 — Kustenland 1 3 — 2 2 1 Mahren — — 1 — — Niederbsterreicli . 41 3 1 1 — Oberòsterreich - — — — — Schlesien — — 1 1 Tirol 1 1 1 — — Ungarn .... 1 0 1 — Summe . . 196 34 2 41 1 52 5 42 2 42 3. Muttersprache. Deutsch 196 1 36 i — 40 2 — j Slowenisch — 33 2 1 52 5 1 42 Kroatisch - — 1 — 1 — Italienisch — 3 — — 1 Andere .... .... — — — — Summe . 19« 34 2 41 1 52 5 42 2 42 4. Rellgionsbekenntnis. Rdmisch-katholisch 146 34 2 37 1 52 5 391 42 Evang , Augsb. Konfession . 4 — 4 “ 2 i — j Mosaisch 1 — — - 1 — 1 Grlechisch-orthodox — — — — — Summe 19« 34 2 41 1 52 5 42 2 42 » Die Imlexzahlen bezlehen stch auf Prlvalisten, respektive Privatistinnen. K 1 a s s e IV. V VI 1 VII. 1 Vili. 1 Zusammen a b a 1 b 1 a 1 b 1 1 343 45 5 381 37 31 3 31 3 56 2 553+33 291 601 28 2 29 2 29 2 j 27 21 3 21 1 481+29 12 1 1 — 2 2 8 4 1 51 31+5 30 3 1 61 2 28 2 31 2 31 2 35 25* 26 2 512+34 Ì2 i 3 1 1 1 1 — 4 22 2 83+14 6 241 55 2 26 2 27 1 31 1 31 23 2 24 2 402+19 1 3 — 3 01 — — — 21+1 1 1 — 1 — 1 — 18 37+1 29 60 28 30 31 34 25 8 475 2 1 - 1 — 1 ì 7 1 1 2 2 1 — 3 26 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 34 25 4 8 2 :: 475+33 i 91 2 1 1 6 8 2 32 21 79+11 81 50 18 21 181 25 1 181 21 298+11 q 3 01 — — — — 1 5+1 ! 1 2 _ 1 3 1 — 2 — 1 5 — — — — — — — 2+1 ! 1 — — — 2 — 6 [ 3 2 — 21 1 1 19+1 1 — — — — 2 3 2 1 4 1 1 - 1 1' 1 19+3 j — — — — — — 1 21 1 1 1 1 1 1 2 — 17+4 i — 1 1 — — — — — 2 — — — 1 — — — — 3 1 2 — — — — — 6 — 1 1 2 — — — 4+1 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 34 25 4 82 475+33 25 3 112 122 14 11 124 52 186+22 1 2 59 2 17 18 172 22 13 3 279+11 4 ! 1 1 — — 1 — — 4 2 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 34 25 4 82 475+33 24 3 60 2 26 2 28 2 28 2 32 25 3 82 449+31 3 — 1 1 2 2 01 — 19+2 1 1 1 — 1 1 z — — 6 1 29 3 1 602 28 2 1 30 2 1 312 34 1 25 4 8 2 475+33 K 1 a s s e I. II. III. 5. Lebensalter. a b a b a b 11 Jahre 91 5 i 12 73 42 14 5 i 13 22 15 11 161 10 2 H 1 8 81 Ibi 131 12 ! 15 — 2 8 102 11 1 12 16 — — — 4 7 10 17 — — — 1 1 3 18 19 20 21 22 — — 1 1 1 1 1 Nili 3 Summe . . . 196 34 2 41 1 52 5 42 2 42 >. Nach dem Wohnorte der Eltern. Ortsangehorige 102 92 26 1 122 21 2 '13 Auswartige 94 25 15 40e 21 29 Summe . . 19 6 34 2 41 1 52 5 42 2 42 7. Klassifikation. a zu Ende des Schuljahres 1915/16 : 5 I. Vorziiglich geeignet 33 61 6 4 9 12 II. Geeignet 12 1 14 221 38 5 26 25 "S III. Im allgemeinen geeig- net 01 6 1 2 7 2 1—1 IV. Nicht geeignet 3 7 1 6 3 3 V. Die Bewilligung z. Wieder- holungspriitung erhielten 1 — 4 4 1 — VI Ungepriift blieben 01 1 2 1 02 3 VII Aulierordentlfche Schiller _ — — — Summe . 196 34 2 41 1 52 5 42 2 42 b) Nachtrag zum Schuliahre 1914/15: Wiederholungspriifungen waren bewilligt . . . . — 3 — 2 1 — Entsprochen haben . . — 3 — 2 — Nicht entsprochen haben (oder nicht erschienen sind) — — — — 1 — Nachtragspriifungen waren be- willigt 1 1 2 4 — 1 Entsprochen haben .... - — 2 2 — 1 Nicht entsprochen haben 1 1 — 2 — — Nicht erschienen sind . — — — — — — Darnach ist das Endergebnis 1914/15: Zum Aufsteigen in die nachste Klasse waren : I. Vorz.geeign.(m. vorz.Erf.) 4 52 3 10 81 18 II Geeignet . . 26 3 39 3 26 2 29 16 28 2 Ili Im allgemeinen geeignet 8 6 11 6 3 13 IV Nicht geeignet 4 1 4 1 7 1 3 Ungepriift blieben . . 1 2 — — 0i — Summe . 44 4 54 5 41 2 52 28 2 62 2 1 K 1 ri s s e IV. V. VI. VII. Vili. Zusammen a h 1 a b a b 6 i 131 8 1 i 1 + 5 13 1 18 i 19 5 31 7 11 1 7 3 10 i 10 6 1 1 11 7 12 6 2 2 1 i 4 10 9 10 1 4 82 10 1 2 2 1 II 1 1 1 1 1 14- 30- 53- 69- 75- 69- 67- 55- 31 4- 4- 1- -1 -6 -3 | -4 -6 -3 -2 -3 1-3 -1 -1 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 34 82 475+33 153 9 i 112 8 14 1 9 73 51 169- r20 14 51 i 17 22 2 17 1 25 18 i 3 1 306- -13 29 3 60 2 28 2 30 2 31 2 34 25 4 82 475+33 9 12 3 1 4 3 32 1 72- r6 39 1 10 15i 11 i 13 7 1 61 252- H3 2 22 4 1 6 7 — 24- 38- U 2 1 21 4 2 4 25+1 — 31 7 i 3 1 14 1 14 15' 1 i 64+9 — — — — — — — 29 3 3 29 3 2 60 2 35 3 4 27 11 2 1 5 28 2 4 32 i 30 2 3 27 5 3 31 2 4 26 2 25 4 475-)-33 18 16 18+5 12 6 0+5 3 27 i 1 2 32 6 72+5 338+17 60 28+1 56-|-8 37 i 32 2 313 ! 56 2 (I 554+31 K 1 a s s e 8. Geldleistungeii der Schiller: 1915/16 a) Das S eli u 1 g e 1 d haben gezahlt: I. II. III. a b a b a b im I. Semester 18 19 7 13 13 3 im II. Semester 17 13 17 25 18 4 Zur Hadte befreit waren: im I. Semester — — — — — — im Ii. Semester — — — — — 1 Ganz befreit waren: im I. Semester 10 17 38 40 23 39 im II. Semester 9 22 27 32 21 37 J Das Schulgeld betrug im ganzen im 1. Semester K 540'— 570 — 210 — 390 — 390 — 90 — im 11. Semester K 510 — 390- - 510*— 750 — 540'— 135- Zusammen 1050 — 960 - 720- 1140"— 930 — 225 — b) Die Aufnahmstaxen betiugen: 113-40 138 60 21- 21- 8 40 * die Lehrmittelbeitrage tetrugen : 4*— 6 — 78 — 100 — 82 — 86- die Taxen fiir Zeugnisduplikate belrugen: Summe . . . 117-40 144-60 99 - 121 — 90-40 86- 9. Besuch des Unterrichtes in den nlchtobligaten Gegenstànden. Siowenische Sprache . I. Kurs 3 — 9 — 2 — 1 II. Kurs — — — — 8 — Franzòsische Sprache -- — — — - — Fieihandzeichnen — — — — — Gesang 8 18 14 34 11 23 j Deutsche Sienographie .... — — — — — Italienische Sprache 1 2 19 K 1 a s s e IV. V VI VII. j Vlil. Zusammen a b a b a b L 14 1 5 . 6 2 ! 2 5 4 119 i 17 14 24 14 9 9 8 5 194 - - = — — — ! ~ 1 i 16 57 22 25 26 27 20 16 376 15 4/ 6 18 20 21 19 16 310-i 420-- 150 — 240'— 180- 60 •— 60 — 150 — 120- 3570-— 510 — 420 — 720 — 420-- 270 - 270 — 24 0-— 150-— 5835-— 830 - 5.0-— 960 — 600. - 330 — 330 - 390 — 270-— 9405'— j 16-80 12-60 8-40 12 60 8 40 4-20 8-40 373-80 48 — 116- 56 - . 52- 54 — 54- 44 — 40-— 820 — 36-— 64 feO 128 60 64-40 .64-60 I , 54 - 62-40 48 20 | 12-40 122980 j ; i 14 1 — — — — — — —- 9 10 12 1 3 — 61 5 31 J — 39+3 — 3 — 2 — — — 1 5 — 2 1 11 1 4 — 127 18 481 122 161 ! _ - — j — 94+4 ; 2 15 - i — — — i — 39 XII. Einige normative Erlasse. 1. (E inda m mu n g des Zudranges zu den Mittelschulen, auch von H o s p i t a n t i n n e n). Zu diesem Gegenstande wurden vom k. k. Ministerium fur Kultus und Unterriclit mit dem Erlasse vom 31. Juli 1915, Z. 2083 (enthalten im Verordnungsblatt 1915, Stiick XV. Nr. 17) allgcmeine Weisungen erteilt und vom k. k. steierm. Landesschulrate mit dem Erlasse vom 13. August 1915, Z. 3-4184, daran besondere Durchfiihrungsvorschriften gekniipft, die sich auf die Einscharfung strengerer MaGregeln bei der Schùler-aufnahme (Aufnalimsprufungen, Bildungsgrad, Berufszugeliorigkeit, Ver-mògenslage der Angehorigen, Veranlagung der Schiiler, Fernhaltung jedes Werbemittels), auf die sparsame Eroffnung von Parallelklassen und auf die notwendige Aufklarung der Eltern, betreffend die Berufswalil ihrer Kinder, erstrecken. — Hinsichtlich der Hospitantinnen sclireibt der ErlaB vor: „Bei der Zu lassù n g von Privatistinnen zum Hospitieren an den Knabenmittelscliulen wird unter genauer Beachtung der bestelienden Vorschriften vorzugehen und die Zulassung nur bei besonders befahigten Madchen, welche dic Aufnahms- bezieluingsweise Privatistenpriifung mit sdir gutem Erfolge bestanden haben, ausnahmsweise zu gestatten sein. In Orfen, in denen sich ein Madchenlyzeum oder eine andere Bildungsanstalt fiir die weibliche Jugend befindet, ist mit der Zulassung der Madchen als Privatistinnen und Hospitantinnen an Knabenmittel-schulen mit besonderer Strenge vorzugehen." 2. (Hospitantinnen.) Da das k. k. Ministerium ftir Kultus und Unterricht nicht in der Lage war, alle von den einzelnen Direktionen fiir das Schuljahr 1915 16 gestellten Antrage, den eingeschriebenen Privatistinnen das Hospitieren zu gestatten, zu bestatigen, wird in Zukunft vor der m i n i s t e r i e 11 e n E n t s c h e i d u n g iiber Hospitierungsgesuche den A u f-nahmsbewerberinnen das provisorische Hospitieren nicht m e h r zu bewilligen sein. (K. k. steierm. Landesschulrat, 12. November 1915, Z 3^1915.) 3. (Impfung von Schulern.) Das k. k. Ministerium fur Kultus und Unterricht hat mit dem Erlasse vom 5. April 1916, Z. 7641, eròffnet, daG es auf die rechtzeitige Impfung, beziehungsweise Wiederimpfung der die staatlichen Lehranstalten frequentierenden Schulkinder und Zòglinge dringen mtlsse; zur Vermeidung einer sanitaren Gefahrdung seien unge-impfte, beziehungsweise nicht rechtzeitig wiedergeimpfte Zoglinge vom Unterrichte fernzuhalten. Sollten die Eltern trotz einer nachdrucklichen belehrenden Einflufi-nahme die Impfung, beziehungsweise Wiederimpfung ihrer Kinder binnen einer angemessenen Frist nicht vornehmen lassen, so werden diese zur Vermeidung einer sanitaren Gefahrdung der tibrigen Schiiler von der ferneren Teilnahme an dem Unterrichte auszuschlieGen sein. Auf diese drohende Konsequenz sind die Eltern seitens der Direktion gelegentlich der ersten Aufforderung aufmerksam zu maclien. (ErlaB des k. k. steierm. Landesschulrates vom 28. April 1916, Z. 3-^-1916.) 7? 4. (E r g a n z u n g s p r ii f u n g.) Es wird darauf aufmerksam gemacht, daB laut § 21 : 1, dritter Absatz, Wehrgesetz, zu der Erganzungspriifung behufs Erlangung des Einjahrig-Freiwilligen-Rechtes nur offeriti ich e Schiller der in Betracht kommenden Anstalten, keinesfalls jedoch ein-geschriebene Privatisten solcher Anstalten zugelassen werden konnen. 5. (Wiederholiingspriifungen aus zwei oder mehreren Gegenstanden) konnen laut Ermachtigung des k. k. Ministeriums fiir Kultus und Unterricht vom 15. Juni 1916, Z. 18.546, unter den gleichen Voraussetzungen gewahrt werden wie im Vorjahre. (Landesschulrat, 19. Juni 1916, Z. 3-^-.) 6. (Mafinahmen zum Schutze der heranwachsenden Juge n d vor Verwahrlosung), enthalten in der Verordnung des k. k. Statthalters von Steiermark vom 28. April 1916, Z. 4-511/3, L.-G.-Bl. Nr. 41. XIII. Schule und Haus. Der Verkehr zwischen Schule und Haus war ein auBerst lebhafter. Weil die auBerordentlichen Verhaltnisse ununterbrochen neue Fragen aufr rollten, deren Lòsung oft in kurzer Frist erheischt wurde, holtcn sich die Angehòrigen Rat und Hilfe bei der Schule. Auch die ehemaligen, zumai eingeriickten Schiller nahmen in ihrer Bedrangnis oft zur Schule Zuflucht. Die Direktion selbst wurde zu einer Art Auskunftstelle in militarischen und Studienangelegenheiten, nicht bloB fiir die eigenen, sondern auch fiir fremde Jiinglinge; die Korrespondenz nahrn schon infolgedessen einen noch nie dagewesenen Umfang an. Erfolgreich war die Heranziehung der Schuljugend zur Forderung von Wohltatigkeits- und patriotischen Unternehmungen. Die Schiller trugen die Agitation von Haus zu Haus, setzten es bei den Ihrigen durch, dafi trotz der Schwere der ZeitCn immer noch Beitrage gespendet wurden, und ver-standen es namentlich bei den Kriegsanleihen, die Eltern zur Bewilligung der Zeichnung zu gewinnen. Die Voraussetzung zu alledem bildete das Ver-trauen der Elternschaft zur Schule. Von eigentlichen festlichen Veranstaltungen, ahnlich solchen fruherer Jahre, konnten derzeit — wegen Mangels der auBeren Moglichkeiten (Ort, Zeit, Mittel) — unter Heranziehung des wieder ins Leben gerufenen Gymnasialorchesters und des reorganisierten Gesangsunterrichtes nur Feiern in der K ire h e zustande kommen, sei es in Verbindung mit dem Schul-gottesdienst oder ais Konzert. Hieher ist das grafie Wohltatigkeitskonzert vòm 1. Mai 1916 zu zahlen. (Siehe S. 18.) XIV. Kundmachung uber den Beginn des Schuljahres 1916 17. 1. Die A u f n a h m s p rii fu n ge n in die I. KI asse faiiden im Somniertermin am 3. Juli, im Herbsttermin finden sie am 16. September v o n 10 U h r a n s t a 11. Die Einschreibungen zn diesen Prtifungen im Herbsttermin werden am 15. September abgeschlossen ; es geniigt die rechtzeitige Obersendung des letzten Schulzeugnisses und des Geburtsscbeines an die Gymnasialdirektion. — Die im Julitermin in die 1. Klasse aiifgenommenen Schiller bleiben eingeschrieben und erscheinen erst am Schulbeginn wieder. 2. Die Wiederholungs- und Naclitragspriifungen finden am 16. und 17. September, die allgem ein e Seli til eratifn alime am 18. September von 8—10 Ulir statt. Zu dieser allgemeinen Scliiileraufnalime bat sicli jeder Scbiiler mit dem vorjalirigen Jahreszeugnis einzufindeii ; um 10 Uhr wird die allgemeine Scliiileraufnalime abgeschlossen. —■- Ort: Elisabetlistrafie 16. Am 19. September wird das Seliuljahr mit einem feierlichen Hochamt eròffnet. Anmerkung. Diese Anordnungen, auch betreffend Ort und Zeit, gelten nur fiir den Fali, daG sie niclit durch unerwartele Ereignisse behin-dert werden. Naznanilo o začetku šolskega leta 1916/17. 1. Sprejemni izpiti za prvi razred so se v poletnem roku vršili dne 3. julija, v jesenskem roku se bodo vršili dne 16. septembra od 10. ure dalje. Vpisovanje za te izpite se zaključi dne 15. septembra ; dotlej naj se pošlje zadnje šolsko spričevalo (naznanilo) in krstni list gimnazijskemu ravnateljstvu. (Učenci, ki so julija prestali izpit, so že vpisani; oglasiti se jim je šele ob začetku pouka.) 2. Po n a vi j a 1 n i in dodatni izpiti se bodo vršili dne 16. in 17. septembra, splošni sprejem učencev v vse razrede bo dne 18. septembra od 8. do 10. ure. Za ta sprejem naj prinese vsak dijak svoje lansko letno spričevalo; ob 10. uri se sprejemanje zaključi. — Kraj: Elizabetina cesta 16. Dne 19. septembra se otvori šolsko leto s slovesno božjo službo. Opomba. Te naredbe veljajo, tudi glede kraja in časa, samo, ako ne nastanejo nepričakovane ovire. INDEX. (Die Zahlen bezeichnen die Seiten.) Ausfliige, 64-, Erganzungspruf ung, 77. Erlasse, 76. Feldarbeit — Gymmsialacker, 20-21, 24, 64. Freigegenstande, 43—47. Gedenkfeier 2. Dezember 1915, 16. Haus und Schule, 77. H osp i t a n t i n n e n, 76. f Dr. Huemer, Hofrat, 36. Huldigungsfestzug — Ehten-kompagnie, 18. Impfung, 76. Ka bin ette, 52-53. f Kisvarday, Major, 33—35. Kociper J. E., Feldkurat, 2 Exhorten, 8—12. Konzeit der Gymnasiasten, 18—20. Kdrperliclie Ausbildung, 61—64 Kr i e gsa n I ei h e n, 21 — 22. Kriegsereignisse 1915/16, 1-5. Kriegsfiirsorge derAnstalt tSuppen-ans'alten, Militarschuhe, warme KleidungsstUcke, U Boot, Alfpapier, Woll- und Kautschuksammlung, Kriegsmetall, Bticher ins Feld, Ver-wahrlosung der Jugend, Anerkenming) 16-25. K u n d m a eh u ng, Schulbeg. 1916/17,78. 1. eh rb ti c li e r, 47. Lehrkrafte, enthobene 7, einberufene 8, austrelende 37, bestellte 37, aus-gezeichnete 38, Stmd des Lelir-kOrpers, 38—41. Lehrmittelsammlungen, 52—53. Lehrpian, 42—43. LektUre, absolvierte, 47—48. Madchen, 76. f Mar košek Johann, 26. Militarische Ausbildmg, 61—64. Musikalische Ubungen, 46 47. Naznanilo, 78. Paralleli lasse n, utraqulstische, sprachliche Einrichtung, 42—43. Pri vatistinnen, 76 Psalm 111, von Winterhalter, 18—20. R a u m 1 i c h k e i t e n. 5—6. Redeiibungen, 51—52. Reifeprufungen, 59—61 Religióse Obungen, 25. Rote Kreuz Woche, 18—20. SchieCunterricht, 63—64. Schulbcginn, 1915 16, 5—7. Schiiler, einberufene 12 16, 2 Feld briefe von Triebnik, 13—16. SchUlerverzeichnis, 65 —68. f Dr. Schuschnig, 30—33. Soldatentag, 2. steierniarkischer 16-18. Statistik der Schuler, 70—75. S t i pe n d i e n, 58—59. Themen zu den schrlftlichen Auf-satzen 49—51, zu dei Redeiibungen 51-52. T o d e s f a 11 e (Benja, Markošek, Huemer, Rudolf Wagner, Dr. Schuschnig, Kisvarday) 25 - 35. Turnen, 61—63. Untcrrichtsbegi nn, 1915/16, 7. Unterstiitzungsverein, 54 — 58. Unterstiitzungswesen, 54 -59. Verwahrlosung der Jugend, 25. f Wagner Rudolf, 27—30. Zudrang zu den Mittelschulen, 76. ■ ■ ■ ..