Schristlettmig - a ▲ SlathkauSgaffe Str. 5 A A A Watfcb«u«fflfi. »r. • (CBWfT iairt H»«>. M M WM W ■ ^k er Gewalt — alles zur größeren Ehre GotteS» I Gott ist noch nie so sehr gelästert worden, als vom denen, die seinen Namen al« Losungswort im Kcompse für übermenschliche Anmaßung und gegen menschliche Rechte missbrauchen. Unter diesen Rechtem ist wohl keines so naturgemäß und unver-äußerllich, wie da«, sich selbst, dem eigenen Er-kennumgSvermögen entsprechend, deS Glauben» Grenzen zu ziehen. Man hat vergeben» daran ge-schnitt,en, gezwickt, gefoltert und gesengt, die Völker haben sich» immer wieder zurückerobert. Der Kampf wird heute mit anderen Waffen geführt, denen Segeniüber der Widerstand hoffnungsvoller erscheint, llle Mann an Bord! Gestützt fragen sich die Clericalen, woher e» kommtt, das» mit einem Schlage sich alle» gegen ihre Herrschaft erhebt. Lächerliche Frage! Ihr setzt der Ffteideit euere Krallen an die Kehle und fragt, warunm sie nach Athem ring«! Die Freimaurer Heldentod. «lijje < au» dem südafrikanischen Kriege von Sophie Charlotte v. Sell. Wlühend brennt die afrikanische Sonne aus die Feelsenhügel herab. Da« Gra», da» an ein-zelnen i Stellen daraus wäch«t, ist braun gebrannt. Und I soonengebräunt sind auch die Gesichter der Männner, die dort oben hinter der natürlichen Schutz-wehr der Felsen Wache halten — nun schon den ganzen» heißen Sommertag lang. Ulmen am Fuß« de« Berge« windet sich der blaue > Flus». Drüben stehen die Feinde. Ihre Kanonnen donnern von Zeit zu Zeit mit aller Macht gegen > die Felsmauern los, aber die Natur hat so gut ggebaut, das« auch ein wahrer Granatregen denen > nicht viel Schaden zu thun vermag, die sich hinter r den Zacken und Schroffen verschanzt haben. Mehrmval« habe« die Hochländtr in ihr«« bunten Plaid»« und Mützen den Versuch gemacht, über den Flus«! zu dringen. Wohlgezielt« Schüsse au« den Büchsesen der Besatzung deS .Kopse«" haben sie immer» wieder zurückgescheucht. Die glitzernden Wellen drunteien haben schon manchen Angreifer, der eben »och i in Kampfeslust erglüht, in ihrem stillen kühlen Bette e Ruhe finden lassen — tiefe, ungestörte Ruhe. Fast wolkenlos blaut der Himmel auf die Welt herad.d, und über der Ferne flimmert der Sonnen-dunst t.. H Hinter einem Felfenvorfprung stehen ein alter und ctiew junger Bur nebeneinander. Der Alle breit» schultrtrig, kraftvoll, ungebeugt, trotz der grauen Haare.«. Der Jüngere fast noch ein Knabe, und von d der jungen Mannschaft — et sind ihrer etwa zehn i oder zwöls von 16 bis 13 Jahren bei dem Trupppp — entschieden der schmächtigste. Dennoch ist einsne gewisse Ähnlichkeit zwischen den beiden un-verkenennbar. Sie liegt hauptsächlich im Ausdruck Hilli, Donnerstag, 25. Aprit 1901. sind'S, die Thron und Altar zu stürzen suchen, verkünden die Blättrr der Frommen ihren Lesern. Und diese glauben eS, denn sie sind gewöhnt, noch dümmere Dinge zu glauben. ES sind gerade 4 Jahre her, seit der große Betrug Leo TaxilS. dem die ganze strengkatholische Welt zum Opfer fiel, offen-kundig wurde. Leo Taxil gab sich als bekehrter Freimaurer aus, der au» Reue über feine frühere Verworfenheit alle Schändlichkeiten der Freimauerei enthüllte. In einem über 1000 Seiten starken Werke erzählt Leo Taxil den blühendsten Unsinn über die Freimaurer. Dasselbe gieng reißend ab, in Frankreich allein in mehr als 100.000 Exem-plaren. Es waren darin die freimaurischen Ge-brauche beschrieben. .Wenn von irgend einem Werte, so kann man von dem Werke TaxilS sagen, dass dasselbe von der gesammten katholischen Preffe Deutschland», Oesterreichs und der Schweiz auf das wärmste in jeder Hinsicht empfohlen ist." konnten die geistlichen Herausgeber der deutschen Ausgabe mit Recht versichern. Taxil warf der uner-fättlichen Dummheit immer neue Schaudergeschichten in den Rachen. E« wurde alle« ohne Beschwerden verdaut. Beries sich doch Leo Taxil auf die Bulle .ttumaimw genus* Papst XIII., in welcher auseinandergesetzt wird: Die Mensche», welche man Freimaurer nennt, gehören zum Reiche deS Satan» und zu den höl-lisch«» Mächten, sind beseelt von den trotzigen Geistern de» Teufel», eine gottlose Sekte, Vernichter aller Religionen, die Partei de» Bösen, eine un-reine Seuche, zu jeder Freoelthat sähig, verwegene und raffinierte Meuchelmörder, eS gebe nicht» Verworfenere» al« idre Grundsätze, dieselben widerstreiten der Vernunft, ihr Gebahren sei wahnsinnig und scheußlich, sie besäßen Satan» unauslöschlichen Has« und Rachgier, ihr ganzes Wesen sei ein Laster und in der Schande zu suchen, sie wären von unbändiger Treulosigkeit und Verstellung und müssten deshalb entlarvt und ausgerollet werden von den ^.ehrwürdigen Bmdern de» Papstes." Dafür, dass Leo Taxil diese „Entlarvung" so der großen, blauen Augen. ES sind ja auch Vater und Sohn. Sie sprechen nicht viel zusammen. Aber manchmal streift ein Blick de« Manne« die schlanke JünglingSgestalt — ein Blick, in dem eine fast frauenhafte Zärtlichkeit und Sorge liegt. Ein neuer Angriff der Engländer ist abge-schlagen. Die Hochländer ziehen sich zurück. Mit einem Seufzer lehnt der Jüngling die schwere Flinie gegen den Felsen, nimmt den breiträndigen Hut ab und wischt sich den Schweiß von der Stirn. Er ist sehr bleich. Der Alle beobachtet ruhigen Blicke« die Be-wegungen der Feinde, da« bereit« wieder geladene Gewehr in der Hand, ob sich noch einmal Belegen-heit bitte, einen Treffer zu thun. Nichtsdestoweniger entgeht ihm Die augenscheinliche Abspannung seines SohneS nicht. .Denen da unten ist heißer als uns, Paul", sagte «r. Paul« trockene Lippen bemühten sich zu lächeln. „Da» wohl, Vater. Aber — sie haben da« Waffer so nah, während wir hier oben dürsten müssen." „ES sind nur noch wenige Stunden bi» zum Abend. Dann können wir un« im Schutz der Dunkelheit genug Waffer holen." .Lange Stunden noch!" ringt e« sich wie «in Srufzer von Paul« Lippen. Sein Vater zieht die buschigen Braue» zu-sammen. „Ich sagt' eS ja gleich: Du hättest bei der Mutter bleiben sollen!" „DaS hättest du im Ernst nicht gewollt. Vater. Und si« auch nicht. Sie wär' selber gern mit ihren sieben Jungen in« Feld gezogen — wie einst die Urgroßmutter — wenn sie nicht krank wäre." Der Alte nickt, und «in stolze« Lächeln spielt I um seine schmalen Lippen. Ja, seine Großmutter, die mit der Axt in der Hand das Leben ihre« 26. Jahrgang. gründlich besorgte, wurde er vom Papste in Privat» audienz empfangen und ausgezeichnet. 12 Jahre lang setzte Taxil seinen Schwindel fort, bis er end-lich im April des Jahre« 1897 vor einer großen Versammlung erklärte, er hab« die ganze katholische Welt genarrt. Taxil hat aus den Ftlsrn der Thorheit ge-baut und der erwei«t sich al« unerschütterlich, denn heute kehren die Römlinge wieder zum Glauben an die Schaudergefchichten über die Frei-mauerei zurück, mit dein sie vor wenigen Jahren den Strohkranz der Dummheit errungen habe-,. Die« ist nur ein Beispiel sür viele. Und diese Ge» sellschast unternimm« nun einen Feldzug gegen den ProtestantiSmu«, dessen Wesen sie nicht zu erfassen vermag. Da« clericale „ Volksblatt * veröffentlicht an leitender Stelle eine ganze Reihe von Aussätzen, in welchen haarklein bewiesen werden soll, das« der Protestantismus an vollständiger Zerfahrenheit kranke und dass nur in Rom die Wahrheit zu finden sei. Natürlich! Wir wollen uns nun die Sache etwas näher ansehen. Der Katholicismus fügt seinen Lehre» den Zusatz bei, „wenn einer nicht glaubt, sei er im Banne." Wenn auch jemand mit voller Klarheit sieht, dass gewisse Lehren seinen Ansichten wider-sprechen, ganz gleich, er mus» glauben! Wie er da» macht, ist seine Sache. Auf diese Weise ist natürlich in der Theorie volle Einheit der Lehre gesichert. In der Praxi» sieht e» allerding» ander« au». E« ist ganz gewis« nicht zu hoch gegriffen, wenn man sag«, das« die größere Hälfte aller Katholiken nicht alle« glaubt, wa« die Kirche zu glauben vorschreibt, daiS somit die größere Hälfte oller derjenigen, die sich Katholiken nennen, mit Rücksicht auf die For» derung der Kirche, alle« zu glauben, keine Kaiho-liken sind. Da« macht aber nicht», denn nur wenige, die zur Einsicht kommen, das« sie der katholischen Kirche thatsächlich nicht mehr ange» hören, haben die Ueberzeugung«- und Willenskraft, die Folgerungen daraus zu ziehen. Der äußere Galten geschützt hatte .... An seiner Seile hatte sie miikämpsend auf der Wagenburg gestanden, al« die Krieger Moselekatse« sie umringten und sich be-mühten, die um die Räder geschichteten, dornigen Mimosenstämme zu entfernen. Da — al« eine« riesigen Kasser» Speer die Brust ihre« Manne« bedroh« — halte ihre Waffe den Angreifer nieder» gestreckt .... Henrik wusste, seine Johanna hälte e« nichi ander« gemacht. Nur, das« sie seit Paul« Geburt, de« Jüngsten von zehn, immer kränkelte. Vielleicht war ihr „der klein," darum so besonder« an» Herz gewachsen. Vielleicht war er darum ein wenig verzärtelt worden — zu sehr, wie der Bater j.tzl oft meinte. Wo e» irgend ein gefährliche» oder anstrengende» Unternehmen galt, hatte man ihn auf Bitten der Mutler daheim gelassen. Sie. die ihren Mann und die anderen Söhne stet« surchilo» hinausziehen sah, ängstigte sich immer, dass Paul etwas zustoßen könne. Nun aber hat sie kein Wort gesagt, al« auch er fut Vaterland und Freiheit zu kämpfen begehrte. Nur beim Abschied hatte sie ihrem Gatten mit besonder« innigem Blick zuge-flüstert: .Hü»' mir den Paul, Henrik! Bring' ihn mir gesund heim!" Und er hatte geantwortet: „So der Herr will!" . . . Eben tritt Paul von seinem Vater sort. Ein Freund, der einige Schritte von den beiden entfernt seinen Platz halte, rief dem Jüngling etwa« zu, und dieser geht, da er nicht« versteht, näher heran. Im selben Augenblick schwirrt ein sonderbarer, pfeifender Tun durch die Lust. .Wieder ei»S von den Dingern, die nicht krepieren", bemerkt - in Mann, indem er sich gleich» müthig die Pfeife anzündet. „Sie wollen ihre schlecht» Munition loS sein", scherzte ein anderer. „Drum verschießen sie ste." Bisher waren die meisten Geschosse an den Felsen abgeprallt, und die in daS Lager herab« Seite 2 Wacht Nummer ZZ Besitzstand der Kirche, der ihre Macht darstellt, überragt also ihren inneren Besitzstand ganz ge-waltig. Beim Protestantismus verhält sich die Sache ganz ander». Darauf, das» die Glauben«-Anschauungen aller, die ihm angehören, sich decken, macht er überhaupt nicht Anspruch und kann seinem Wesen nach «inen solchen Anspruch nicht erheben. Denn hier gilt da» Wort: „Prüfet Alle» und da» Beste behaltet." Da« Prüfen ist aber dem Katholiken untersagt, er ist verpflichtet, alle» für gut zu halten, wa» ihm vom kirchlichen Lehramt äl« gut bezeich-net wird. E« ist selbstverständlich, das» verschie» dene Menschen, die ihre Vernunft frei gebrauchen, sich verschiedene Urtheile bilden, und doch ist eine» jeden Glauben gut, wenn er sich seine Meinung nach Wissen und Gewissen gebildet hat. Bei der Bemessung seiner moralischen Be-fchaffenheit fällt e» nicht in Betracht, ob er d«r Wahrheit etwa» mehr oder weniger nahegerückt ist, wenn nur sein Streben nach derselben redlich ist. Nicht der Erfolg, sondern der gute Wille ist maß-gebend. Da» Streben nach Wahrheit wird aber durch eine Lehre, welche den Glauben befiehlt, ge-hemmt. Eine solche Beschränkung vermeidet der Protestantismus. Wer ihm deshalb Zersplitterung vorwirst, verkennt sein Wesen, welches die Bestim-mung der menschlichen Vernunft zur freien Bethä-Ihätigunß anerkennt. ES ist ein beliebte» Mittel de» Katholiken, welche den Protestantismus „vernichten" wollen, AuSsprüche Luther« kleinlich zu zergliedern und einer oft f>hr unhaltbaren Kritik zu unterziehen. Besonder» wird gerne darauf hingewiesen, das» AuSsprüche Luther» au» der früheren Zeit mit solchen au» späterer Zeit mitunter nicht »m Ein-klänge stehen. Der Protestantismus hat gar keine Ursache. vaS in Abrede zu stellen, denn Luther hat eben, nachdem er selbst zu prüfen angefangen, den Dogmenglauben abgeworfen, und dann eine Ent-Wicklung durchgemacht, deren verschiedene Stufen sich in seinen AuSsprüche» spiegeln. Luther mag auch hin und wieder geirrt haben; Hai er sich aber je für uns.hlb^r erklärt! Schreiben ihm die Pro»-stauten Unfehlbarkeit zu? Gewiss nicht! Ihm ge-bürt da» Verdienst, die Christenheit aus ihrem vielhundertjährigen Schlafe wachgerüttelt und ihr den Weg zur Wahrheit im Streben nach derselben gezeigt zu haben, wenn er sie auch nicht in deren vollständigen Besitz setzen konnte. Die Wahrheit ganz zu erkennen, wird der Religion ebenso wenig gelingen, wie der Wissenschaft und e» bringt f«inen Nutzen, sich selbst und andere damit zu täuschen, dass man sagt, man habe sie. Lessing sagt so-schön, wenn Gott ihm in seiner Rechten die ganze Wahr-heil, in der Linken da» unermüdliche Streben nach ihr zur Wahl darböte, so würde er demüthig nach seiner Linken langen, denn die Wahrheit «st nur allein für den ewigen Vater. fielen, explodierten nicht. Diele» aber senkt sich im Bogen. Sand und Steinfplitter fliegen. Und dann sieht Henrik seinen Jüngsten neben seinem Freunde am Boden liegen. Blut riefelt über die erdfarbenen Joppen .... Auf seinen Armen trägt Henrik Paul nach der anderen Seite de» Hügel», wo man bereit» zwei Verwundete gebettet hat, und bereitet ihm auf dürrem Gras ein möglichst bequemes Lager. Man legt dem jungen Mann einen Noihoerband an. Leise ächzend öffnet er die großen, blauen Augen. „Wasser, Wasser!" „Ja, mein Junge. Sollst gleich welches haben." Henrik begibt sich zum Commandanten der Ab-theilung. Derselbe soll ihm erlauben, für den Per-mundeten Wasser zu holen. Der Felfenkegel, auf dem sich da« Häuflein Buren verschanzt hat, tritt an einer Stelle bis dicht an da» Flus»beu heran. E» scheint Henrik au»sührbar, von einem etwa auf halber Höhe überhängenden FelSoorfprung ein Seil mit einem Eimer in den Strom hinabzulassen und wieder heraufzuziehen. Der Commandant nickt bedächtig. Ja, da» ist möglich. Aber um bi» zu dem Vorsprung zu gelangen, mus» man eine steile Wand herunter-klettern, an der man dem Feuer der feindlichen Kugeln zur Zielscheibe dient. „Schießen und treffen ist zweierlei", schmunzelte Henrik. Der Andere lacht kurz aus. „Und wie willst du mit dem gefüllten Eimer herauskommen?" fragte er dann. .Der wird von oben die Wand emporgezogen. Mit Hilfe einer Wagendeichsel und Stricken leicht gemacht. Die Leute werden dabei nicht einmal be« sonder» gefährdet fein. Sie fehen ja. wenn die | drüben schießen und können sich ducken." Das Gesetz betreffend die Gebüren von Vermögensübertragungen. Veräußerungen unbeweglicher Gegenstände unterliegen in Preußen einem Wertstempel von 1 Percent, dagegen sind EigenthumS-Uedertragungen von Eltern an Kinder, auch wenn sie entgeltlich sind, ganz befreit, und ohne Rücksicht auf die Ver-wandschaft unterliegen auch Uebertragungen im Erbwege und Schenkungen unter Lebenden keiner Jmmodilargebür. sondern nur der allgemeinen Be-reicherungSgebür. Im schärfsten Gegensatze zu dieser schonenden Behandlung dcS Realbesitzes standen die in Oester-reich bisher geltenden Bestimmungen. Bei entgtlt-lichen Uebertragungen waren 3'///„. sammt Zu-schlag 4*/g%' b" unentgeltlichen Uebertragungen, (wo sür den reinen Wert die BereicherungSgebür mit 174 bi» 10% dazukommt) 1'/, %» sammt Zuschlag l'/g0/# an Jmmodilargebür zu entrichten. Allerding» ermäßigte sich die Jmmobilargebür, wenn seit der letztvorangegangenen Uebertragung ein kürzerer Zeitraum vorangegangen war. Da die Jmmobilargebür von dem Werte der Sache ohne Abzug der Schulden erhoben wird, so kam eS vor, dass der angehende Bauer für ein ganz verschul-deteS Gut mehr Gebür zu zahlen hatte, als für ein schuldenfreie». War zum Beispiel das vom Vater ererbte Gut 10.000 fl. wert, aber vollkommen verschuld«, so galt die Erwerbung sür ein entgeltliche» Rechts-geschäft und die Gebür betrug 3'/,"/» sammt 25°/„ Zuschlag, da» ist 437 fl. 50 kr. War da» Gut aber schuldenfrei, fo war nur eine Jmmobilargebür von 1'/,"/» fammt Zuschlag und eine BereicherungSgebür von l°/0, sammt Zuschlag zusammen aljo 332 fl. 50 kr. zu ent-richten. Nach preußischem Gesetz wäre in diesem Falle nur die BeieicherungSgebür, im ersteren Falle gar nichts zu zahlen gewesen. Durch das Gesetz vom 31. Mai 1390, R.-G.« Bl. Nr. 53 wurden für felbstbewirtschaftete, bezie-hungSweife selbstbewohnte- Liegenschaften bei der Uebertragung zwischen Eltern und Kindern und zwischen Ehegatten gewisse Erleichterungen geschaffen. Bei Schenkungen und Erbsällen im Werte bis 500 fl. fiel die Jmmobilargebür weg, bei solchen im Werte bis 4000 fl. fiel der 25percentige Zuschlag zur Jmmodilargebür weg, bei entgeltlichen und unentgeltlichen Rechtsgeschäften in den genannten VerwandschastSgraden wurde die Jmmobilargebür mit 1V«°/o fammi Zufctlag für Realitäten im Werte d»S 3000 fl. festgesetzt. Diese kleinlichen Er-leichterungen waren nur sür den ganz kleinen Grundbesitz von einiger B.deutung. Nachdem im neugewählten ReichSrathe weiter-gehende Anträge aus Gebürenerleichterung von den Abgeordneten Tschernigg, Wernisch, Rigler, Peschka und Anderen eingebracht worden waren, legte die Regierung im Jahre 1898 selbst ein Gesetz vor, „Wenn die Anderen dir helfen wollen — ich will'S nicht verbieten." .Danke", fagt Henrik kurz uno geht, einige Helfer zu werben, die sich sogleich bereit finden lassen. Nur sein ältester Sohn, ein stattlicher Dreißiger, macht ihm Vorstellungen. .Las» mich 'runter-klettern, Vater. Ich bin jünger und —" „Nein", unterbricht der Alte in entschiedenem Ton. „Du magst da» Aufbinden besorgen, Pieter. E» ist recht, das» der Vater den gefährlicheren Theil übernimmt." Und so geschieht e». Vorsichtig, mit einer für seine Jahre bewunderungswürdigen Gewandtheit steigt Henrik die Felswand hinab. Staunend sehen die Engländer das Beginnen des kühnen Mannes. Ihren Augen erscheint eS geradezu wunderbar, wie er an der steilen Mauer nur Platz findet, die Füße aufzufegen. Anfangs glaubten sie, eS würden ihm noch andere zur Ausführung einrS kriegerischen Zweckes folge», und ei» Hagel von FlitUenkugeln ergießt sich in feiner Richtung. Aber die Buren sind nicht faul in der Erwiderung, und da die eng-lifchen Schützen fo gut wie gar keine Deckung haben, so kostet dieser Kugelwechsel ihnen noch manchen Mann. Unentwegt klimmt Henrik weiter. Der Schweiß perlt ihm von der Stirn, seine Hände bluten von de» scharfen FelSzacke», feine Hände zerreißen. Seine kraftstrotzenden, fehnigen Glieder sangen an zu zittern von der furchtbaren Anspannung. Er achtet eS nicht. Jetzt — endlich! — hat er den Vorsprung erreicht — befestigt da« Seil, läfSt den Eimer herab. Die Feinde hören plötzlich aus zu feuern. In athemlofer Spannung verfolgen Hunderte von Augen jede feiner Bewegungen. Und ruhig, als verrichte er da« Geschäft am 1 Ziehbrunnen seiner Farm, füllt er den Eimer und | zieht ihn vorsichtig wieder nach oben. Sein Hut welche« sie durch kaiserliche Verordnung im Zlq 1899 in Wirksamkeit setzte. Nach diesem Gesetze bleibt die Bereichere gebür unberührt, bei der Jmmobilargebür M! 25percentige Zuschlag weg, ebenso fallen die (äffe (bei kurz vorhergegangenen UebertraguacM weg. Die neuen Sätze der Jmmodilargebür « 1. Bei entgeltlicher oder unentgeltlicher Uebat» gung zwischen Eltern und Kindern oder zviitz Ehegatten a) bei einem Werte bi« 20.000 X. . 1*/, d) „ „ , über 20.000 . . . !»/,%. 2. Bei unentgeltlicher Uebertragung a« aix Personen a) bei einem Werte bis 20.000 X . . I1/,'/, ä b) „ „ „ über 20.000 „ . . 2% I 3. Bei entgeltlicher Uebertragung an andere Peil» a) bei einem Werte bi« 10.000 K . . 3% 1 b) . » „ „ 40.000 „ . . 3',,^ o) „ „ „ über 40.000 , . . Eine weitere Ermäßigung findet daim ti wenn der Gegenstand der Uebertragung ei» idtfc bewohntes Gebäude oder ein vom EigenilK» selbst bewirtschaftetes Gut im Werte von »ch mehr als 5000, beziehungsweise 10.000 Kr» bildet. Findet in dielen Fällen die UederirW zwischen Ellern und Kindern oder zwischen itz galten statt, so entfällt bei einem Wer» ti 5000 Kronen die Jmmobilargebür, bei ei» Werte von 5000 bis 10.000 Kronen beträgt!« '/»"/»- Findet die Uebertragung an andere statt,» daS Hau» oder Grundstücke wieder selbst deiätzi oder bewirtschaften, so beträgt die JmmobilarM bei einem Werte bi» 5000 Kronen die Hälft« te oben unter 2 und 3 angeführten Sätze, bn -in» Wert« zwischen 5000 und 10.000 Krone» ta Viertel. Endlich wird noch bestimmt, das» der La de» Ausgedinge« nur mit dem Fünffachen der \i» lichen Leistung zu veranschlagen ist. Mit Zugrundeleguntz der Bemessunge« » das Jahr 1896 ergibt sich folgende» finanziell« fo grb-ii«: 1. Die Jmmobilargebür?» für die Uebertragung» zwischen Eltern, Kindern und Ehegatten ergaben bi«her................. 4,500.746 l Diese werden künftig ergeben..... 2,445 443, E» beträgt also die Erleichterung^. 2,055.M,^ 2. Die unentgeltlichen Uebertragungen Misch« anderen Personen ergaben bisher ..................656 4451 Diese werden künftig ergeben..............399.910 . Die Erleichterung beträgt demnach ... 256.536 , 3. Die entgeltlichen Uebertragungen zwischen antaa Personen ergaben bisher................. 13,572.571 jt Davon ergibt sich in den Werten bis k0.000 Leine Erleichterung von 1.436.711 , fällt ihm dabei vom Haupte und rollt in eine jfrtf« spalte hinab. Er wendet nicht einmal den Äojrf darnach. Die Sonne brennt auf feinen graim Scheitel. Nun beugt er sich vor und hebt na starker Hand den Eimer über den Rand der »««-lichen Felsenbrüstung zu sich in die Höhe, lind dann steht er einen Augenblick regungSlo» und btxä mit den falkenscharfen, ungeblendeten Augen iba die Ebene jenseit» de« Flusse«, über die Stell»»! de« Feinde« mit ihren auf ihn gerichteten Äanoca-röhren hin bi« in die blaue, im Sonnenglast fl» mernde Ferne. „Wenn er nur nicht zögern wollte!" brurat Pieter oben zwischen den Zähnen. Augenscheinlich erbitterte Henrik« Kaltblüch-seit den Feind. Wieder fliegen die Kugel» u« ife als er mit seiner Bürde der FelSwand naht in) sie mit oller Sorgfalt an dem inzwischen von rta herabgelassenen Seile befestigt. Er scheint wie gefeit Wieder eine Salve der Buren . . . . ul drüben fallen ein Kanonier und zwei Hochländer. Dann wird e« wieder still. Der Eimer schvel» langsam aufwärts. Mit einem Freudenruf wird seine glücklich« An« kuiift oben begrüßt. Und nun klimmt auch da grauhaarige Mann langsam empor. Mühsam, sehr mühsam, aber stetig, mit eiserner Energie zwniK er die oft fast versagenden Glieder. Ein Fehlma kann verhängnisvoll werden. In jedem Slugenbluf kann ihn die tödtliche Kugel treffen. Aber fei» Fuß strauchelt nicht und sein Auge bleibt klar. Jetzt hat er daS Ziel fast erreicht. Pieter nb einer feiner Kameraden strecken ihm schon die Amt entgegen, um ihm die letzte Strecke herauszuheben. Da fällt »och ein Schus« , Ist Henrik getroffen? _Die jungen, fröfrinen ««■> hi» fah». Nummer 33 In den höheren Slufen dagegen wegen de» Wegfalle« der Nach-lasse eine Mehreinnahme von... 3,502.111 fl. ES sinkt daher da« Gefammt-Er-trägni« der Jmmobilargebür von 13,729.763 „ nur auf...................... 18,433.315 „ Der ganze Ausfall hätte also nicht einmal 390.000 fl. oder 600.000 Kronen ausgemacht. Nun hat aber der Finanzminister dem Drängender städtischen Vertreter nachgegeben und für Neubauten einen theilweifen GebürennachlafS wieder zug«-standen. Hiedurch steigt der Autfall auf jährlich 1,350.000 Kronen. Der Wert der Reform soll, obwohl daS Opfer feiten« de« Staate« nicht beträchtlich ist, durchaus nicht unterschätzt werden. E« gibt zum Beispiel jährlich 90.000 UebertragungSfälle zwischen Eltern, Kindern und Ehegatten bi« zum Werte; die meisten fallen unter die besondere Begünstigung und zahlen »unmelir keine Jmmobilargebür? im Ganzen werden von dieser Kategorie nur mehr 28.500 fl. entrichtet. In dem oben angeführten Beispiele von der Ueber-tragung eine« vollständig verschuldeten Hose« im Werte von 10.000 fl. hat der Uebernehmer anstatt 437 fl. 50 kr. nur mehr 100 fl. zu entrichten. Wir haben e« also mit einer immerhin danken«-werten Erleichterung zu thun. Da« darf un» jedoch nicht abhalten, da» jetzt Erreichte nur al» eine Ab-schlagSzahlung zu betrachten und bei der ersten sich wieder darbietenden Gelegenheit die vollständige Befreiung für den Uebergang landwirtschaftlicher Besitzungen innerhalb der Familie anzustreben. politische Kundschau. Jfie Uebernahme des ?r»tectorates de» Katholischen Schuloereine« durch den Erzherzog Franz Ferdinand von Este hat namentlich in Un-garn ei n« lebhafte Unruhe hervorgerufen. Die Cleri-calen nvisseir sich im Freudentaumel nicht zu fassen «ad ve«langen geradezu die Aussetzung eine« Schuss-gelbe« aus die Protestanten. In Wien haben cleri-cale Demonfiraiionszüge stattgefunden, an deren Spitze !die Gemahlin de« Erzherzog«, die von den Tschechien so begeistert für sich reclamierte Gräfin Chotek,, einherschritt. Die DemorstrationSzüge von Kirche zu Kirche wurden al« Huldigung«züge für da« Obvtrhaupt de« Kirchenstaate« ausgegeben. Mit Rücksicht auf die Haltung de« Erzherzogs von Este haben wie Socialdemokraten dringend beantragt, das« die Beleidigungen von Mitgliedern de« Kaiserhauses als strraflos erklärt werden mögen. Die Abge-ordnetet« Walz und Dr. Sylvester haben in einer An-frage am den Ministerpräsidenten verlangt, dass es nicht m#t dem Erzherzog von Este, sondern auch den übrigen, Angehörigen der Armee verstattet sein solle, poluischhen und nationalen Vereinen al« Mitglied anzugrthören. ersa>«t.. Man zieht ihn zur Höhe hinaus. Er ist geborgten. Von allen Seiten drängen sich die Lands-leute hhrrzu. Da ist auch der Commandant und streckt tdem Tapferen die Hand hin. Henrik macht einen Wchritt auf ihn zu. Sein Gesicht ist von der Anstrenngung gerathet. Schweißtropfen rinnen über die Stinrne. Aber ein gleichmüihige« Lächeln spielt «m feinnen Mund. .Meiner Zufall, wenn die 'mal treffen? Wa«, Commaaadani?" JtZn diesem Augenblick überzieht eine sahle Blässe Henrik»!? Züge. Er wankt. Pieter sängt ihn in seinen SArmen aus. Man reißt ihm den Rock auf.... da sickekert Blut au« einer Wunde in der Brust .... E£« ist endlich Abend geworden. Im Westen >ft eine e dunkle Wolkenwand aufgestiegen und manch-mal zuckcki am Horizonte ein bläulicher Schein auf.... WtUerlrlkuchlenI Ueber den Felfenhügeln aber glänzen die Siettrne mit mildem Licht. Lagerfeuer flammen hüoen > und drüben. MLin dem Eintritt der Dunkelheit sind Ver-siärkunxigen eingetroffen und haben Proviant. Wasser, Munitiiiwn und Postsachen mitgebracht. Ein junger, deutscherer Arzt begleitete sie, der nun beschädigt ist, bL' Verlmvundeten zu untersuchen. Hehwnk hat seit Stunden regungslos gelegen und teikein Zeichen veS Bewusstseins von sich gegeben. AIS deber Arzt zu ihm tritt, öffnet er die Augen. »E.Aib dir keine Mühe mehr mit mir, Docior', ja^t« er er mit schwacher Stimme. „DaS nützt doch nicht«, i. Mein Junge — ?" ,?,Den haben wir schon besorgt. Er wird morgen stu) in< tn« Lazareih nach K . . . . gebracht, wo wir ihn hoshch.mlich in einigen Wochen gesund pflegen werden.«it.* Ei>E»> glücklich.» Lächeln fliegt über die Züge de» St öierdenden. „Johanna!' flüsterte er. Und dann n «jeder kurz und rauh: »Las« mich doch in in &rt«hAti Mir Kau___ü_ „Deutsch- Wacht' Z>ie deutsche Staatssprache In der Dien«tag> sitzung de« Abgeordnetenhauses brachte Abgeordneter Schönerer einen Antrag auf Festlegung der deutschen Staatssprache ein. Der Antrag lautet: Mit Rück-sicht darauf, das« in der Thronrede vom 4. Fe-bruar d. I. ueuerlich darauf hingewiesen wurde, das« sich die gesetzliche Behandlung der Sprachen-frage empfiehlt, und das« die Einheitlichkeit der Sprache (da« ist die deutsche Sprach«) in der Ver-waliung erhalten bleiben soll, dann in der Er-wägung. das« die wohl anerkannte, aber gesetzlich nicht gewährleistete Gleichberechtigung hinsichtlich de« amtlichen Gebrauches der in den Ländern üblichen Sprachen insofern naturgemäß besonderen Vor-schristen unierliegen mus«. al« dies die Einheit Deutsch-Oesterreich« sowie die praktische Möglichkeit dt« Regieren« und Verwalten« und eine pünktliche Justizpflege nothwendigerweist erheischen; ferner in der Erwägung, das« e« im Interesse de« Zusammen-halten« der ehemaligen deutschen Bundesländer Oesterreich« gelegen ist, das« die deutsche Sprache die Sprache des Heere», dann der Vertretung»körper und der öffentlichen Aemter fei, und dass niemand eine Staatsanstellung noch sonst ein öffentliche« Amt bekleiden könne, der nicht der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig ist und in der Erwägung, das« als unerlässliche Voraussetzung sür die gesetz-liche Regelung der Sprachensrage vorerst die deutsche Sprache als Staatssprache in gesetzlicher Geltung erhalten. bezw. festgesetzt werden mus«, wird bean» tragt: Da« hohe Hau» wolle beschließen, die k. k. Re-gierung wird aufgefordert einen Gesetzentwurf vor-zulegen, durch welchen die deutsche Sprache al« Staat«sprache (Amt«-, Verkehr«-, Parlament«- und Heere«sprache) festgehalten und gesetzlich derart sicher-gestellt wird, wie die« in Ungarn, beziehungsweise der ungarischen Staatssprache der Fall ist. Für Dal-matien, Galizien und Lodomerien und Krakau sowie sür die Bukowina werden Ausria IimSbestimmungen in Bezug auf die Geltung der deutschen EtaatS-spräche festgesetzt. In formaler Beziehung wird be-antragt, diesen Antrag einem auS 40 Mitgliedern bestehenden StaatSsprachcnauSschusse zuzuweisen. Deutscher Kolkstag. Die Tagesordnung für den am 5. de« Maien l. I. zu Wien stattfindenden IV. Deutschen VolkStag wurde folgendermaßen fest-gesetzt: 1. „WaS heißt alldeutsch?" Redner Herr ReichSrathS- und LandtagSabgeordneter Karl H. Wolf. 2. Die LoS von Rom-Bewegung. Redner Herr ReichSrathSabg. Rud. Berger. 3. Steuerdruck und Steuerreform. Redner Herr ReichSrathS- und LandtagSabgeordneter Karl Jro. 4. Wahlfreiheit und Wahlrecht. Redner Herr ReichSrath«- und LandtagSabgeordneter Rafael Pacher. 5. Durch-führung der antisemitischen Forderungen. Redner Herr ReichSrathS - Abgeordneter Dr. Anton Schalk, sowie ReichSrathS- und LandtagSabgeord-neter Franz Stein. 6. Schlusswort. Die Einladung, Pieter wechselt einen besorgten Blick mit dem Arzt. Der nickt sehr ernst und tritt zurück. Sein Wiffen ist machtlos. „Pieter, bist du da? Sag', haben wir gesiegt?" „Der Feind ist von allen KopjeS zurückge-schlagen." „Gott ist mit unS*, sagt der Alte in stärkerem und zuversichtlichem Ton. Und die Umstehenden nickten ernst. .Vater", beginnt Pieter nach einer Weile, .ich habe Nachricht von zuhause. Mein Weib hat mir am fünfzehnten Zwillingssöhne geboren.' „Gott ist mit uns", wiederholte Henrik. .Zwei junge Kämpfer für einen alten .... Unsere Väter hofften auf dich, und da sie hofften, halfst du ihnen . . . Der Herr wird feinem Volke Kraft geben . . . ." Der Rest verliert sich in unverständlichem Murmeln. Da tönt auf einmal durch die Stille der Nach« der ferne Gesang von Männerstimmen herüber vom nächsten Kopje. Und nun trägt der Nachtwind auch au« anderer Richtung — von einem weiter eni-sernten Felsenhügel — dieselben Töne herzu. Die Männer entblößten ernst die Häupter. Pieier kniet neben dem Lager seine« sterbenden Vater« nieder. Auch au» seiner Brust ringt sich der Gesang, und die Stimmen der Anderen fallen kräftig ein: Run fallet die Hände, TasS anndig nch wende Uns Männern das EchlachtenloS! Und ob wir sieqen, Und ob wir erliegen: Vertraut! Die Saat geht aus Und wächst zu Häuf' In Gott war sie gebaut. Seite 3 an diesem Volk»tage teilzunehmen, ergeht hiemit an alle Parteigenossen Oesterreich». Die Berathung beginnt punkt '/,10 Uhr vormittag». Am Tage vorher, Sonnabend de» 4. de« Maien d. I., findet bekanntlich ein Parteitag, d. h. eine gemeinsame Berathung der einzelnen Provinzparteileitungen im Vereine mit dem Vorstande de« Demschnaiio-nalen Vereine« für Oesterreich statt. Diese Tagung ist al« § 2-Versammliing gedacht und werden hiezu auf Namen lautende Eintrittskarten den Theil» nehmern zugeschickt werden. Z>ie Iungtscheche» auf Abwegen. Da« Peter«-burger Panslavistenblait „Nowoje Wremja" bringt neuerlich einen Leitau'satz, in welchem die Jung-tschechen wegen Einstellung ver Obstruktion ange-griffen werden. Der Aussatz führt die Ueberfchrift: „Die Tscheche« auf Abwegen.' In demselben wird unter anderem au«gesüdrt: .Der neue Cur« der tschechischen Politik berührt nicht bloß die Tschechen allein, sondern daS gesammie österreichische Slaven« thu«, al« deffen Wo tsührer sich die Tschechen in den letzten Jahrzehnten gerirt haben. Es wird nur die Schuld der geänderten Taktik de« Jungtschechen-club« sein, wenn die slavenfeindliche centralistische Verfassung zu neuem Leben erwacht. Die Jung-tschechen haben jetzt selbst die Bahn der feigen alt-tschechischen Brosamen-Politik betreten. Der slavi-scheu Welt bleibt nur die Hoffnung übrig, das« die vom Abg. Fort geführte Minorität bald zur Majo« rität werden wird. Vor zehn Jahren hat ein Siurm nationaler Entrüstung die Alttschechen hinweggefegt. Jetzt ist die Reihe an die Jungtschechen gekommen, welche, allen Anzeichen nach, frühzeitig gealtert sind." — Man kann auf die Wirkung gespannt sein, welche diese fortgesetzten panslavistischen Hetzereien üben werden. Schwarz ist in Oesterreich Frumps. Der „liberale" Unterrichismimster Hartel hat sür Wien zwei neue BezirkSschnlinspectoren ernannt, den Hauptlehrer Rauch und den Bürgerschuldirector Kundi. Beide find Clericale vom reinst-n Waffer. Herr Rauch lenkte kürzlich die Aufmerksamkeit ge-wiffer Kreise dadurch auf sich, das« er sich in auf-fehenerregender Weise sinnen ließ, unsi Herr Kundi ist einer der eifrigsten Führer der clericalen Lehrer und christlichsocialer Gemeinderath. In der frei-heitlichen Wiener Lehrerschaft herrscht über diese Ernennungen, die wie so viele vorangegangenen den „liberalen" UnterrichiSminister kennzeichnen, große Erregung. alldeutsche Ztede Björns»«». Der nor-wegische Schriftsteller Zvjörn,on weil« gegenwärtig in Berlin, woselbst ihm am DienStag den 17. d. ein Festabend seitens der Presse-Club« gegeben wurde, bei dem Schriftleiter der »Berliner Volks-zeitung' Karl Vollrali, einen Trinkspruch au«-brachte. Björnfon erwiderte hierauf mit einer kurzen . Rede, die tiefen Eindruck machte. Er dankte für alles, was ihm in Berlin geschehen. „Mein Blick aber', fuhr er fort, .schweist in die Zukunft. Wir haben jeden Sommer den B«f»ch von großen, prächtigen deutschen Schiffen aus unseren Fjorv«, sie finden dort ein stille«, tief.« Fahrwaffer und haben um sich eine herrliche Naiur. Und jeden Sommer denke ich: Möchten wir einmal einen noch größeren Besuch bekommen, möchte der ger * manische Geist so viel Muth und Größe zeigen, dorthin zu gehen, wo die herrlichst.» Ziele de» deutschen Gemüths und die Träume seiner Lieder in größler Schönheit ruhen: Die Vereinigung der ganzen deutschen Rocel Ich bin Pangermane. ich bin Teutonel Ich möchte, dass alle Völker sich zusammenfänden. Das ist mein größter Gedanke und meine höchste Hoffnung. E« ist auch daS edelste Ideal deS Christenthum«: der Welifnede, indem sich Nord- und Südgermanen zufammensinden sollen und werden. DaS ManneSiveal der Kriegsmoral ist nicht daS Höchst«, da» Ideal ist die Freiheit, au» der die Gerechtigkeit fließt. Größere Menschen, die sich brüderlich vereinigen, werden diefeS Ideal realisieren! Hier von Berlin, von wo die deutsche Einigung auSgieng, wird auch hoffentlich dereinst die Einigung aller, aller Germanen ausgehen, unv diese» starke, geschlossene Germanemhum wird der Welt auch den Frieden dictieren können. Hier in Berlin wird und mus» der Traum in Handlung übersetzt werden können: Freiheit. Gerechtigkeit und Friede — da» sollen die Menschheitsideal« sein, und diesen wollen wir unser GlaS w«ihen." — Siürmischer Beifall folgte diesen Wcrren. E» ist nur bedauerlich, das» Björnson bei anderen Gelegenheiten sich ebenso begeistert als Franzosen-freund, als Slawophile und als Philofemit erklärt hat. Man weiß also nicht, welches feine wahre Gesinnung ist. Hegn» die clericale Agitation in der fran-zösifchen Armee wendtt sich ein eben^ erlassener Be- Seite 4 zeitig veröffentlicht da« Pariser Blatt .Bloc* eine Reihe von Fälle«, aus denen deutlich hervorgeht, in welch unglaublicher Weise seitens der Jesuiten daran gearbeitet wird, die Armee mit ihrem Geiste zu durchdringen. 3>i< «e»e Dtrfassuug Serbiens ist am 19. d. in Belgrad feierlich in Geltung gesetzt worden. pie aaticlericale Bewegung in Spanien gewinnt immer mehr an Ausdehnung, Für Sonntag war Ml Ballspielhause in Madrid eine grobe Volk»-Versammlung einberufen, die gegen die Clericalen Stellung nehmen sollt». Der spanische Lehrerverdand hat in einem Gesuche an die Reich«vertretung die Abschaffung der Vorrechte der geistlichen Lehr-anftalten verlangt. An Portugal geht e« den Clericalen gleich-sall« scharf au» den Leib. Da« königliche Teeret betreffend die Unterdrückung der religiösen Congre-gationen in Pvttugal ist bereit« veröffentlicht worden. Nur den geistlichen Wohlthätigkeit«- und Erziehung«. „Aetttfche Macht- anstalten soll eine sechsmonatliche Frist zur Säku-larisierung eingeräumt werden. Die Franziskaner-, Jesuiten» und Benediktinerklöster werden sofort ge-schloss'«. Z>ie vereinigten Staaten beschäftige« sich mit der Verwirklichung eine« Plane«, welcher die amerikanische Macht zur See im großartigsten Maß-ftabe festigen soll: e« sollen für die amerikanische Flotte rund um die Erde Kohlenstationen geschaffen werden. Mit Portugal, Holland und Ecuador finden Verhandlungen in betreff der Abtretung von hiezu benöthigten überseeischen GebietStheilen statt. An Südafrika scheint e« mit der Sache der Engländer dauernd schlecht zu stehen. Eine Ab-theilung de« 9. englischen Lancier-RegimentS wurde von den Buren gefangen genommen. Präsident Etejn wurde al« Staatsoberhaupt des Oranje-Freistaate« von den Buren-Abgeordnete« einhellig wiedergewählt. Ein Zug mit Vieh und Kohlen-vorräthen ist von den Buren weggenommen worden. Nummer 3Z Aus Stadt und Land. Z>ie ßillier PeichsrathswaHl »or dem Aeich gerichte. Die windischen Hetzer haben ihr Gchi von den »Ungerechtigkeiten" anlässlich der Ich Reich«rath«wahl in die That umgesetzt. Allere vermochte die flovenische Preffe nur einige na solcher .Fälle" zu ersinnen und wir haben diese Zi seinerzeit gebürend gewürdigt. Am Dienstags nun Dr. Decko seine Bedeutung vor dem Reu» gerichte in Wien leuchten lassen. Diese« verhati über die Beschwerde mehrerer Einwohner der Ä»l gemeinde Tüffer, welche in die Wahlliste nicht ob genommen wurden, weil sie auf einem Terrimt» wohnen, da« infolge der administrativen BersizW au« dem Jahre 1886 vom Markte Tüffer Ich trennt wurde: ferner eine Beschwerde mehrerer t> wohner Cilli« wegen Nichtaufnahme in die Sch listen; endlich eine Beschwerde de« Gemeindest«» Perc, der. al« er im Wahllokale erschia, » Wahl nicht zugelassen wurde, weil ihn die ®«ei Hauptmannschaft, da er nicht im Gebiete der -itt Cilli. sondern in demjenigen der Umgebung M citiert, 24 Stunden vor dem Wahlacte an« n Wahlliste gestrichen hatte. Die Entsch-iduuff j» diese Beschwerden wird Doi,n«r«tag pudlicien wert» Kvangetischer Iamttienabend. Heu» ZI» woch abend« ^ Uhr findet wieder im Sonders»« de« Hotel« „zur Krone- ein öffentlicher Fa»ili» abend mit Vortrog über die Gegenresormatim^ Frankreich statt. AamMeanachricht. SamSiag «achmittaHta 5 Uhr fand in Marburg die Trauung de« He^ Dr. Max Reiser. Gericht«adjuncten in und SohneS de« ehemaligen Marburger Büq» meister« Dr. Reiser mit Fräulein A. Halbätth h» Z>er blamierte Schnorrer. Die ungarischen Z»» haben eine eigene Zeilung«industrie gegründet, «Ich den einzigen Zweck hat, auf beschränkte Geister»» dem Kitzel der Schmeichelei einzuwirken u»d^ von eingebildeten Tröpfen eine Steuer für « Dummheit einzuheben. Die Sache wird so gratifc: In einem hiefür bestimmten Blatte — nationale Blätter' usw. — erscheint ein Sifich in welchem irgend eine Persönlichkeit maßlv« »» sungen wird. Die Fassung de« Aufsätze« ist « solche, das» man auf den ersten Blick erkennt, Cd hier eine Schablone vorliegt, die durch bloße 6» schaltung deS Namen« auf da« .Opfer' geach wird. Da« Blatt mit dem «ehrenvollen wird dann dem „Geehrten" eingesendet und dick ersucht, durch Einsendung der .Abonneme»Uzetm von 20 Kronen" da« Blatt zu fördern. Jieie plumpe Schwindel ist zwar in allen Blauer« sch» eingehend besprochen worden, allein die Itmm werden eben nicht alle. Nun hat aber ein Spu'* vogel die Schnorrer gründlich ausfitzen lass,», b. Budapester „Internationalen Blätter* vom 21. April bring«« unter der Ueberschrist,Li« vornehmen Kreisen" einen solchen Hifft über den — Bauzeichner de« C>ll,er Staiib» amie«. Ja dem Artikel, der unser» Leser sicherlich erheitern wird, heißt e« u. a.: „Ein solcher G-afe man in der schönsten Bedeutung de« Worte« a der hochverdiente Herr Otto v. Sonnenbirz. Ober-Jngenieur in Cilli und wir löma ohne Uebertreibung behaupten, das« die Werischäp^ welcher er sich in allen Kreisen erfreut, da« Reiolui einer vieljährigen gemeinnützigen aufopfernd«» Lad famkeit ist und, wenn e« überhaupt Menschen M die keine Gegner und Neider besitzen, er z» da wenigen Beneidenswerten zählt. Jeder, der mit t« Genannte« zu verkehren Gelegenheit sind«, Di überrascht von dessen Leuiseligteu, Herzen«gm» u» Jovialität; dabei besitzt er ein warmi»hle»d«I Herz für fein« hartbedrängten Miimensche» iu» zahllo« sind die Handlung»« reinster Nächftniliek welche er direct und indirect verübt, ohne Jemand de« hochherzigen Spender« Name nfüh» Die Bescheidenheit, welche seinem edlen Charl?» da« wahre Relief verleiht, ist ihm zur jwem Natur geworden und zahlreiche schöne HanMuqa au« dessen Leben könnten wir hier anführe», iwn e« der Raum gestatte« würde; da« wolle» m jedoch nächsten« nachholen, bei welcher G«lego»tt>l wir auch da« Portrait und die 8i» graphie diese« Gentleman'« unsern Lesern bieten werden." Herr v. Sonnenburg wird« ebensall« um die 20 Kronen angeschnorrt, ha» abn die Einsendung de« Betrage« unterlassen. Hin turnerischer Gedenktag. Am 24. äjti. d. I sind e« 40 Jahre, seitdem der Turnunterricht in Cilli ringt führt ist. In dem un» von lieben«-würdig«? Seite zur Verfügung gestellte« .Progra», de« k. k. Gymnasiums in Cilli' vom Jahre 18J1 l«s«n wir unter den vom Director Josef Pre»r» erstatteten Schulnachrichten: „Am 24. April wurde der Turnunterricht eröffnet. Die @nidiiMMJifl_ Zwei stovenische Aersammtungen in St. Warein am 22. April 1901. Clericaler Bericht: .Slovenec": Politische Bewegung in Steier-mark. Die Gründung«versammlung de« katho-lisch'politischenundvildungSvereine« in S». Marein verlief gestern stürmisch. Un-mittelbar zuvor tagte in demselben Raume der liberale Bauernverei». Bei der erste« Versammlung sprachen Ober-lehrer Stermschek und Jurist Zabukoschek. Die Zuhörer, meist Kinder und Weiber, ver-ließen die Versammlung baldigst wegen Langweilig-keit der Redner. Nur einige getreue Anhänger de« Zabukoschek au« Ponigl blieben anwesend. Au« Laibach kam der Führer der dortigen Liberalen, Herr Polizeirath Podgorschek. Mit allerlei Getränke» bereiteten sich die Liberalen auf unsere Versammlung vor. Bei unserer Versammlung war e« zum Er-drücke» voll von Landvolk. Al« der Vorsitzende Herr Krochne die Ver-sammlung eröffnete, entstand feiten« der Liberalen ein furchtbare« Pfeifen und Schreien. Die Schreier leitete Hcrr Tantschitsch, Schnap«händler in Marein. Er berieth mehreremal mit Podgorschek. Tantschitsch verwirrte mit feiner Garde den Vorsitzenden de« ö'teren. Al« der Großgrundbesitzer Mlakar auf-trat, entstand neuer Sturm mit verdoppelt«? Kraft. Unsere Bauern verlangten die Entfernung Tant-fchiisch'«. E« entstanden stürmische Scenen. Mlakar sagte Folgende«: Wir wollen Bauern bleiben, wir wollen aus unserem Boden selbständige Herren fei». Wir wollen national überzeugte Slovenen fein (Zwischenrufe bei den Liberalen, Tantschitsch und Genossen schreien), treu unserer Nationalität. Wir wollen der heiligen katholischen Kirche treu bleiben, wir haben keinen Grund, der Geistlichkeit entgegen zu arbeiten. (Lauter veifall folgte de« entschiedenen Worten.) Herr Präfect K oro S ec (der bekannte „Gofpodar"-Redacteur. An«, der .D. W.") sprach über den L>berali«mu«; seine Grundsätze ieie» daran schuld, das« der Bauer heute so geknechiet und arm ist. Wir zeigen dem Volke den Weg. auf welchem e« sich wirtschaftlich befreie« und entwickeln kann. Wir verscheuchen die Finsterm«, mit der die Liberalen bni Volk blenden. Die Rede war von lauten Bei-fall«- und Abneigungberali«mu«. welcher olle« Theuere, Edle und Gute im Volke eriödie. Al« Beispiel wie« er aus die Rohheit hin. die in St. Marein den Liberali«muö begleite. Un-beschreiblicht« Gejohle und Geschrei folgte feinen Worten. Die liberale Compagnie schrie un« ihr Leiblied oor: ,Vs«zapijemo,mzalumpamol* (Alle« versausen wir. alle« verlumpen wir.) Unter diesem Lärm wurde die Wahl de« katho-lisch«! Au«fchusse« vollzogen. Unsere Gesinnung«genossen sind ongesicht« de« wilden Auftreten« der Gegner in ihrer katholischen Ueberzeugung gestärkt worden. Da« Telegramm de« Dr. Schusterfchitz wurde mit lautem Beifall aufgenommen. Diese Versammlung wird allen, die bisher Staubten, eS gäbe in Steiermark noch die alte inigkeit, die Augen öffnen. Nach der Versamm-lung hieß e« allgemein: Katholisch.nationale Mäiiner in Steiermark, organisieren wir un«! Bericht der Fortschrittlichen: „Narod': S t. M a r e i n b. Erl. 22. April. der konstituierend«» Versammlung de« .Slov. Bauern-vtitine«" peitschte der Bauer Wretschko da« Auf-trete« Dr. Ploj't gegen Dr. Tautscher und die anderen fortschrittlichen slovenischen Reich«rath«ab-geordnete« und beantragte folgende Resolution: «Die heutige gründende Versammlung de« .Elov. BauernvereineS" für den Gerichi«bezirk Et. Marein verurtheilt aus da« allerentlchiedentste da« Auf-treten de« Abgeordneten Dr. Ploj gegen die fortschrittlichen slov. Abgeordneten, weil er eS mit seinen Ränken dahinbrachte, das« vier slov. fort-fchrittliche Abgeordnete au« dem croatisch-slooe-nischen Club «»«getreten sind, und dieser Club mit Rücksicht daraus viel von seinem Werte verloren hat." Die Resolution wurde einstimmig ange-nommen und einstimmig wurde auch da« Mis«-trauen votiert. Da« Volk rief: Dieser Beamte be-sitzt die Eignung zum Abgeordneten nicht, unser nächste Abgeordnete muj« ein Bauer sein! St. Marein b. Erl. 22. April. Die Grün-dung«versammlung de« „Slovenischen Bauernver-eine«' verlief in allerglänzendster Weise. An 1200 (zwölf hundert) Bauern waren herbeige-kommen. Der Bauer Jakob Wretschko au« Ponigl und Aloi« But au« Kostreinitz verurtheilte« die ' geistliche Herlschsucht auf« Schärfste. Der Ober-I lehrer Stermschek besprach die Lage de« Bauern-stände«. Die Begeisterung war großartig. Ueber 300 Bauern schrieben sich in den Verein ein. Geistlicher war keiner in der Nähe. I« den Aus-schuf« wurden ausschließlich nur Bauern gewählt. Obmann ist der allermusterhasteste Bauer de« ganzen Bezirke«, Jakob Zdolschek, vulgo Schutz von Ponigl. Dem R«ich«rath«abgeorbn«t«n d«« Mareiner Bezirke«. Hofraih Dr. Ploj sprach die Versamm-lung da« Mißtrauen au«. Die Versammlung de« .katholisch politischen Vereine«" ist verunglückt. Zu dessen Versammlung erschien die Hälfte der Mitglieder de« .Slove-nischen Bauernvereine«", die dabei Lieder sangen, fortgesetzt dareinsprachen und damit Obstruction machten. Die Geistlichen waren wüthend, weil ihre Reden von Niemand verstanden werden konnte«. Al« Redner traten Geistliche auf und zwei au« anderen Gegenden erborgte Redner. Die Bauern pfiffen sie au« und widersprachen ihnen heftig. Wegen de« Lärmen« und Singen« mus«te die Versammlung geschlossen werden. Al« die Kapläne und Pfarrer mit ihrer erkauften Bauern-garde abzogen, riefen ihnen die Bauern nach: „Hiaau« mit den Pfaffen (farje). Abzug l Schande über euch, das« ihr unter den Bauern Zwiespalt stiftet." Die Geistlichen wus«ten e« gut, das« die Mitglieder de« .Slov. Bauernvereine«' dem Hof« rath Dr. Ploj da« Mis«trauen ausgesprochen hatten, sie unt«rli«ßen e« aber wohlwei«lich, auf ihrer Versammlung für diesen Mann da« Ver-trauen zu beantragen. Nummer 33 Turnschule ward hierorts nur dadurch möglich, das« der Herr Gemeinderath und Baumeister Maxi» «ilian Stepischnigg mit seltener Opferwilligkeit ei» Stück seine« Garten« zu diesem Zwecke dem Gymnasium überwies und überdieß nicht blo« die Ein-plaukung auf seine Kosten übernahm, sondern sogar die für den ersten Anfang nothwendigen Apparate beistellte. Die übrigen mit der Errichtung der Turn-schule verbundenen Auslagen wurden au« den Bei-trägen bestritten, welche mehrere der hiesigen Herren Beamten und Bürger zu diesem Zwecke großmüthig gezeichnet haben. Auf diese Weise wurde einem lange gefühlten Bedürfnisse abgeholfen, und der Jugend die Gelegenheit geboten, wenigsten« während de« Sommersemester« die zur harmonischen Ent-Wicklung und Kräftigung de« Körper« so sehr noth-wendigen gymnastischen Uebungen vorzunehmen. ES ist übrigens ganz gegründete Hoffnung vor-Handen, das« diese Uebungen auch während de« Winter« keine Unterbrechung erleiden werden, nach-dem die löbliche Gemeindevertretung in der am 3V. Juni l. I. abgehaltenen Sitzung über An-reguag de« Berichterstatter« diesem wichtigen Gegen-stände ihre Ausmerksamkeit zugewendet, und bereit« die geeigneten Schritte zur Errichtung einer Turn-Halle eingeleitet hat. Den Turnunterricht übernahm der Professor Gustav Lindner und leitete denselben mit einer so unverdrossenen Ausopferung seiner Muße und Mühe, mit einer so liebvollen Sorg-fält umd Geduld, mit einer so methodischen und pädagogischen Umficht, das« die von ihm unter« richtet«» Schüler in kürzester Zeit erstaunenswerte Fortschritte machten." Dieser erste Cillier Turnplatz befand» sich aus dem Grunde, wo heute daS Cyppl'sche Hau« in der Ringstraße steh». Prof. Lindner ist der bakannie Autor der philosophischen und pädago-gischem Schullehrbücher und war später Professor an deir Universität in Prag. An dem Turnunter-richte im Jahre 1861 betheiligten sich in zwei Gruppen 80 Schüler durch wöchentlich 4 Stunden. Ter Sillier Turnverein wurde ein Jahr hernach, im Fftühjahre 1862 gegründet. Räch Graz war Eill» Idie e.'ste steirische Stadt, in welcher der Turn-unterrricht eingeführt wurde. Südm«rk Aolksvucherei. Am 1. März d. I. würd« die hiesige Süvmark-VolkSbücherei, welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umsasSt, eröffnet. Die Bücherei ist im Stiadiamle (Eaffe) untergebracht. Die Auöleih-stundet ist vorläufig auf jeden Montag zwischen 1 undd 2 Uhr nachmittag sestgesetzt. Jeder Entlehner hat mnoix-tlich den Betrag von 10 Hellern und außertdem für jede« entlehnte Buch einen Betrag von 22 Hellern zu bezahlen. Die Bücher müssen innerhhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. Da« auSfülthrliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellllern erhältlich. Die Bücherei kann von j e d e m D eu lisch t n benutzt werden. Infolge deS großen Zudraange» wird nun auch an jedem Freitag nach« mittaggS zwischen 1 und 2 Uhr eine AuSleihstunde abgehchalitii. gKoucerte der Alageufurter Stadtcapelke. Die a av« 36 Mann bestehende Klagenfurter Stadt« capellÄe gab Montag und Dienstag im Saale det Hotels Terschchek zwei Concerte, welche den wackeren Musikern auS d der strammdeulschen kärninerischtn LandeShaupt-stadt i und deren Leiter. Herrn Capellmeistkr Stapf reiche e Ehren eintrugen. Die Capelle verfügt über hervoiirragende Solo- und Orchtsterkräste und hat nicht t nur aus dem Boden der classische», sondern auch i aus jenem der „leichten" Musik geradezu Glänzuzende« geleistet. Leider haben eS die Klagen-surter er außeracht gelassen, für die rechtzeitige Be-kanntmlmachung zu sorgen, so das« erst daö zweite Conceuert einen der Darbietungen würdigen Besuch auswime^. Heult Mittwoch hat die Capelle von ihrer untersnsttirilchtil Kunslreise die Heimfahrt nach Klagen-fürt t angetreten, wird aber am Abend noch ein AbschichiedSconcert in Marburg geben. Die Musik« «ögengei in der Ueberzeugung scheiden, dass sie als Verir«lrtter von Klagensurt bei den Deutschen deS sttiriscrischen Unterlandes die wärmsten und herzlichsten Eymp«k>athien gesunden und geweckt haben. JnSbe« sondevdtie hat auch daS nette Auftreten und die tadel-lose 5e Disciplin bei unserem musikalischen Publikum »inen ra sehr angenehmen Eindruck gemacht. ' Kam», 22. April 1901. (Concert im Deutlichen Heim.) Das Concert, welches am EamÄ«j»ag abend« im prächtigen Saale de« Deutschen Heimsims in Rann zugunsten desselben staltfand, muss als mi «usilalischeS und nationale« Ereignis von nicht zu m iliUerschätzrnver Bedeutung bezeichnet werden. E« hit hat unsere begeisterte Bewunderung wachgerufen, das« «a!» H fernab vom großen Strome de« deutschen Kuustii-ihledtn» gelingen konnte, ein« musikalische Ge-««indiinide in» Leben zu rufen, die den Geist und da« herzeviiierdedende Wesen deuischer Kunst an der Grenze i —c. .il .r.......r.ij.__n:.c.___w cni.Ise». schaft hochhält. Wir meinen da« Hau«orchester de« Deutschen Lesevereine« in Lichtenwald und nament-lich deffen Leiter Herrn Dr. Rojic. Herr Dr. Rojic hat überhaupt, sagen wir e« frei herau«, dem ganzen Abend die Signatur gegeben. Bald sahen wir ihn am Clavier al« einsinnigen Begleiter, bald sprach er al« Componist zu un« in einer Sprache, welche unsere Herzen mit sich ris« und dem Kenner die freudige Ueberzeugung aufdrängte, das« wir hier eine musikalische Individualität vor un« haben, au« deren tiefer Empfindung die reizendsten Motive frisch und reich hervorquellen, Motive die im Ge-wände meisterhafter Technik sich zu einer wahrhaft bedeutenden Wirkung verdichten. „Gesang de« FrühlingSsturme«" z. B. ist eine prächtige Ballade, deren Naiurmalerei un« ebenso gefangen nimmt, wie die mächtige Andacht, die sie dem Zuhörer auf« zwingt. Allerding« stellt diese Ballade an den Sänger ganz bedeutende Anforderungen und sie hätte wohl den Eindruck verfehlt, wenn nicht ein so hervorragender Balladensänger, wie e« Herr Jng. Weber au« Leibnitz, ein Schüler Plüdde-mannS, ist. mit seiner enormen Stimme den „FrühlingSsturm gesungen" hätte. Der Componist Dr. Rojic war »och verirrten in einer innig« empfundenen „Romanze" und der mit glühender Leidenschaftdahinbrausenden„UngarischenRhapsodie". Wir zweifeln nicht, dass insbesondere der „Gesang deS FrühlingSsturmeS' (auS Julius Wolff« „Der wilde Jäger") auch in weiteren Kreisen lebhaften Anklang finden wird. In der „Romanze" wirkte auf der Geige Herr V i l l e f o r t und am Cello Herr D. Wienerroither mit, in der Rhap« sodie auf der Geige Herr V i l l e f o r». Reben Herrn Dr. Rojic war Herr Weber der Träger de« Abend«. Die Balladen, die er außer der er« wähnten noch vortrug, u. zw. „HannS Euler" von Klos«, „Dk Röck" von Löwe und »Jung Dieterich" von Plüddemann, waren zweifellos Glanznummern und enis.sseltt» einen wahren Sturm von Beifall. Die kunstvollendete Technik, mit der sie vorgetragen wurden, rechtsertigte vollauf den vorzüglichen Ruf, den Herr A. Weber in Grazer und Wiener musikalischen Kreisen genieß». In den Rahmen, welcher einen so hochkünstlerischen Hintergrund umschloss, traten mit würdigen Gaben zwei Damen, die ihr« prächtigen Stimmitttl der guten Sache ebenso vol-(endet wie liebenswürdig zur Verfügung gestellt halten: Fräulein Mizi Rosa Krenn, die un« nicht nur mit ihrer zarten, am Wiener Conservalorium meisterlich geschulten Stimme, sondern auch mit herrlichen Claviervorträgen entzückte, und Fräulein Wogrinz, die mildem glänzenden Bortrage von Gounod« „Faust, Gretchen-Walzer" und Schubert-scher Lieder lebhaftesten Beifall erntete. Die vor-züglichkn Leistungen der Solisten des Lichtenwalder HauSorchester« kamen namentlich in dem Einleitung«-stücke. Mendelssohns „Hochzeit« marsch auS dem SommernachlStraum" prächtig zur Geltung. ES waren die» die Herren Vill«fort (Geige), ein in der ganzen deutschen Gesellschaft von Uniersteier-mark rühmlichst bekannter Violinvirtuose, ferner Dr. Wienerrother (Cello) und Seikowitsch (ComrabasS). Einen hervorragenden Platz in dem eiwaS an Uebersülle leidenden Programme nahm Rossini« „Tell Ouverture" ein, in welcher die Herren Dr. Rojic und Billefort auf Clavier und Geige ein glänzende« Zusammenspiel und eine bi-wunderung«würdige künstlerische Auffassung entwickelten. War durch die überreichen Gaben der ernsten Muse im Publicum, welche« sich in erfreu-lich großer Zahl nicht nur au« Rann sondern auch au« Lichtenwald und Cilli zusammengefunden hatte, eine kleine Ermüdung eingetreten, so sollte dieselbe durch eine zwerchsellerschütiernde Soldatenscene, „Die Landmiliz von Blascwitz" bald wieder wettgemacht werden. Eine stattliche Zahl hervorragender Mit-glieder de« Vereine« »Deutsches H-sch«n Huhne«, aus da« wir stolz sein können. — Broschüren über da« steirische Landhuhn sind gegen Ersatz der Druckerei- und Expedition«au«gaben von 25 h durch obigen Verein oder durch den ersten steiermärtischen Geflügelzuchtverein Graz erhältlich. — Broschüren über Aufzucht und Fütterung de« Geflügel« — der Fasane und der Hunde — sind zum gleicht« Pr«is« vom Verein« für Thi-rschutz nnd Thierzucht Cilli erhältlich. AaHr- uud Siehmärkte in Steiermark. Am 1. Mai: Heiligen Drei König. W.-B., Bez. St. Leon-hard, V. — Felddach. I. u. V. — Si. Filipp bei Weratsche, Bez. 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Wenn wir den ganzen Tag körperlich oder geistig gearbeitet haben, war der Sauerstoff-verbrauch so groß, das« wir sech« bi« acht Stunden völliger Ruhe, also Schlaf brauchen, um da« nöthige Gleichgewicht wieder herzustellen. Wenn wir eine starke Mahlzeit gegessen haben, wird bei der Ver-dauung«lhäiigkeit ein so starker Mehrgebrauch von Blut in den Blutgefäßen der Berdauung«werkzeuge erfolgen, das« andere vorübergehend blutleer werden, darunter auch da« Gehirn Daher die Müdigkeit nach jeder größeren Mahlzeit. Die Frühjahr«-»üdigteit kommt nun daher, das« sich unter dem Einflüsse der größeren Wärme und der milden FruhlingSlüjte unsere Hautgefäße stärker mit Blut füllen; da« können wir u. a. daran merken, das« un« im Frühjahre unsere Schuhe und Handschuhe plötzlich ansangen, eng 4« werden. Da« Mehr von Blui in den Hautgesäßen bedingt ein Weniger in den arideren Körpenheilen; und wieder ist e« da« Gehirn, da« blutleerer, fauerstoffärmer wird und un« eine mehr oder weniger starke Müdigkeit em-pfinden läf«t. Aber auch die meisten anderen Theile de« Kö per« werden blutleerer und flüssigkeit«ärm«r; und dies,« bedingt in Verbindung mit der in den warmen Frühjahr«iagen beginnenden stärkeren Au«-dünstung da« auch sehr auffällige Zunehmen de« Durste«. Gingesendet. Löbliche Schnstleitung der „Deutschen Wacht!" Ich bitte um freundliche Aufnahme folgender Zeilen: In der letzten Hauptversammlung de« Cillier S>adtoerschönerung«vereink« hat dessen verdienstvoller Oekonom Herr Josef P a l l 0 « darauf hingewiesen, daf« sich der Verschönerung«verein in erster Linie die Verschönerung der öffentlichen Plätze im Stadt-gebiete leldst angelegen fein läs«t. Diese sehr begrüßen« w rihe Tendenz hat bei allen Freunden uni-rer fchinen Stadt warm» Anerkennung gefunden und freien« schöne Früchte getragen. E« wäre nur zu wünschen, das« auch alle Privatpersonen sich dir,« Tendenz zu eigen machten. Zum großen Theile ist die« zwar ohnedie« der Fall, weil sich ja die meisten Cillier Bürger ihrer Pflichten gegen die Stadt bewusst sind. Ich möchte aber doch aus einen crasfen Fall aufmerksam machen, in welchem von einem local-patriotischen Schönheitssinne nicht« zu verspüren ist. Ich meine jenen elenden, baufälligen und geradezu gemnngesährlichen Bretterzaun in der Brunnengasse gegenüber dem Brunnen. Seitdem die Pflasterung dieser Gasse durchgeführt ist. bittet sie ein freund-liche«, nette« Bild; nur besagter Bretterzaun erweckt den Glauben, daf« man durch ein ungarische« Zigeunerdorf geht. Dieser Schandfleck ist mit ge-ringen kosten zu beseitigen; hoffen wir. das« die« recht bald geschehe. Ein Freund der Stadt Cilli. Am College»! 5. März l. I. hat sich die Gründung de» Reich«?ereine« sür Hils«beamien in k. k. Aemtern angeblich ohne politische Fußung vollzogen. Obwohl sür da« einheitliche Borgehen in unserem gemeinsamen Kampfe um die Existenzfrage höchst bedauerliche hätten wir hievon keinerlei Notiz enommen, wenn nicht au« dem un« zugekommenen rotokolle de« erwähnten Vereine« die nunmehrige Bast« unserer Forderungen, respeuive die in den bewuf«ten Gesetzentwürfen gestellten Postulate über den Hausen geworfen worden wären. Indem wir am Principe der Jnteresfenförde-rung mit Ausschluss jeden partei-politischen An-klangeS festhalten, wenden wir unS deshalb einer ausschließlich sachlichen Kr'tik der gegenwärtigen „Forderungen' diese« Vereines zu. Obmann Reisinger gab nämlich laut Ver« sammlungSberichieS folgende Anschauung über die Stellungnahme z^r Regulierungsfrage kund: „Wir wollen jetzt der Regierung freies Spiel lassen, keine besonderen Forderungen stellen, und keinen Betrag fixieren; wir wollen nur die Regie-rung bitten. Gib unS, wa« du sür opportun be-findest, nur eine Basi« wollen wir haben, aus der wir unsere weiteren Forderungen ausbauen können." College« l Da« heißt die Vortheile einer viel» jahrelangen und durch unsere Stellung doppelt erschwerten Thätigkeit vernichten, die Gesetzentwürfe al« alleinige Interessenten ignorieren, e« heißt, un« auf Gnade oder Ungnade der Regierung überant-wortin, unsere Rechte aufgeben und un« dem Ge-spotte jedi« Denkenden preisgeben. Wir fühlen un« deshalb zum schärfsten Veto gedrungen, damit nicht competenterseit« der Ansicht Raum gegeben werde, das« diese Intentionen den Ausdruck de« Gesammtstande« ver HilfSbeamten-schaft involvieren. Die Auffassung, tas« wir statt der un« mit Recht durch die Art der Dienstleistung zustehenden Forderungen bi« zum Almosen kommen sollen, zwingt un« zu einem flammenden Proteste gegen diese höchste Naivetät; e« war ein einstimmiger Schrei der Entrüstung im Lande, al« diese Art von „Forderungen" bekannt wurde. Collegen! Dazu hätten wir weder der Gesetz-entwürse noch eine« Abgeordneten mit „immensen Verdiensten", noch der Agitationen bedurft. College»! Erinnert euch der verschiedensten Regulierungen, die vorgenommen wurde»! Noch hat sich kein einziger Stand mit halbem Werke zufrieden gestellt; jeder verlangte gerechte, volle und den Verhältnissen angemesse Entlohnung! Und wir, die wir 30 lange Jahre in Knecht-schaft gestanden, innerhalb welcher Zeit taufende von Familienleben durch die vorsorglich-väterliche Liebe der Regierungen zerstört wurden, sollen nach Almosen lechzen und den zahllosen Opfern diese« „Systeme«" noch weitere folgen lassen? Collegen! Unsere Postulate sind au« unserer Mitte hervorgegangen und bilden deshalb die mit unserer eigenen Unterschrift beglaubigten Bekehren. Wir verwahren un« deshalb solidarisch und mit dem allerschässten Nachdrucke dagegen, das« I. mit unserer höchsternsten Sache politische Propaganda gemacht und 1. das« mit den von ur« Allen ausgestellten Punctationen ein Spiel getrieben werde. Noch nie sind den unteren Schichten ohne Kamps, ohne die allerschärfften Agitatiioen gerechte Zugeständnisse gemacht worden. Deshalb ist e« an un«, die vollste Thätigkeit zu entfalten, die Presse zu benützen und den Abgeordneten durch strammste Organisation bei einheitlichem Verlangen den Rücken zu decken. Wenn jemal« da« Sprichwort: Mensch, hilf dir selbst, dann hilft dir Gott, seine Richtigkeit be-kündet, dann trifft die« bei un« zu. Collegen! Las«! euch durch nichtssagende Schlagworte, wie: Undurchführbarkeil etc. nicht irritieren; gerade jetzl, zur kritischen Zeit, müssen wir in voller Eintracht in den Kampf ziehen, damit dieses brutale Schandfystem für immer weiche. College»! Lasst den Ruf euerer Leiden«ge-»offen nicht verhallen. Verkündet unerschrocken, wie wir Hierland«, öffentlich die ..Rtchi«stellung". die wir im eigenen Vaterlande einnehmen, rufet durch die Lande, das« wir weitere Knebelung zugunsten einer einzigen Beamlenkategori» nicht dulde» 1 den seit Decennie» getriebenen Barbar,»««» oßw lich brandmarken werden, das« wir aufhöre» 1 auch fernerhin die Citrone zu bilden, al« sungSmedien zu dienen. Wir betteln um feine Almosen, um Wohlthat, nein, wir fordern da« un« ooteil halten» Recht. Am allerwenigsten rcnta wir aber vor dem Kampfe die Segel iimH» Scharet euch um die Fahne de« Ob, Markitsch, Wien IX/3, unterstützt feine T?auD seine gesunden Ideen und wohl durchdachte. pü» mäßig» agitative Thätigkeit, durch welche r bei un« accrrditirrte. Unser Proteclor aber, tz sessor P 0 m m e r, ist der Mann, welcher im« Aufgabe gewachsen und üderdie« da« huz» 1 dingt nöthige Ansehen genießt, um bei de» 'ftp» rung«-Organen, wie im Parlamente best« einwirken zu können. Unsere Devise ist nach wi» vor: Entvikf P 0 m m e r! Heil und Sieg! Die Hilftbeamten Tirol« und Vorarlbergs. Innsbruck, am 4. April 1901. Kilt- Huiaoii ! AlDtS WällHQd, Cilli BatUauian •enpfli* I; das anerkannt krlftige Marburger-Oampfmel)l| OO »prricll Moppel-\ull OO C. Scberbanm & Söhne zn Original-Preisen pasteurisierte Sliasrahm -Theebntter Alpen-Rindsehmalz and reinen Tropf-Hi r.in «ehOnste Rosinen, Zineben. Weinbeer . „ Mandeln. 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April, um 9 Uhr sriih, in der Teutschen Kirche gelesen. 5935 Rosa und Mori; Rauch. ?«»»»>» ftrttn Brt>rn nicht »«»gkgkd«». ». m Grosses Lager 4. £eere Jjutformen Wl» Strohhüte s* al ©1 al der kais. n. kCn. R»f-Stz*hhit-Faknk&at«a P. lidstätter k Sohne in Graz bei Franz Karte Cilli. ÜruxerNlrantM*. I * * Kaiser Franz Josef-Bad Markt Tüffer an der Südbahn (Eilzug-Starion) 7 Stunden von Wien. Heißeste Therme Striermarls, C. Gleichwirkend wie Gaftein und PfäfferS in der Schweiz. — Größter Comsort. Elektrische Beleuchtung Zwei Tennisplätze. _ V«r/iljjliolic Cui-muMllc. - Bedeutende Neuerungen und Verbesserungen. Kodlrnsäure-Bader. Vorzügliche Lege sür Sauttvader Curarzt: Metl. TTniv. Ur. Kuilolf llndk. Besitzet: Tln»oHIII(UIIIIIIMieiIIIMIIIIIIIIIIIIIIIia Dermal "WA trittst man nur Jherinalwasser f aus den Quellen deS ttaiser Franz Joses Bad«« Bestes und billigstes Erfrischung«? Getränt. Ueberall erhaltlich. 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