Nr. 285 Mittwoch, 13. Dezember 1911. 130. Jahrgang. Mllllcher Zeituna M?«lunrel«: Mit Pottv<-> 1< "0u»^: ^anzial,r,n »u k, lxubialir!« >b X, Im Nuutor: „unzM'ig ^ Tie «^ailxMits ^cniing» e^lcheilu täglich, mil Autnahni, b>°r Sviül- und ^«r««!,'. Dir Adunniftralwn dlßn»«, <» ll. b»»l»jäl»cig 1 l k. ssür die Zultellnn^ in^ « i,«l!zjähli<, « ^. — Inlrrtionsfirbüllr: ssür Ne!„e Inleralt ^ sich Millnii» ttruir Nr, !i01 dir ArdnMion MiNoöicsliohr Nr, iiU, Ep« ll, gröhcre ver ^e,le l2 »> i bei öfteren W^derlivlungen prr ^eile » d. V r,r»ittag«, Nnfi«»lie»l<- Vricf,- wrrden nicht anzrn«««^, Vionujtiwte nicht zurü9»r. der Uedaltwn 52. AichwtnMcher Geil. Österreich-Ungarn, Italic» und Deutschland. Abg. Dr. Otto Steinwender erklärt im „Neuen Wiener Tagblatt" in einem Plaiduyer für die Vewil° ligung der italienischen Nechtsfakultät durch die Dent-schcn: Wenn man heute mit Italien wegen der Expedition nach Tripolis unzufrieden sei, so möge man sich erinnern, daß es keine einzige europäische Macht gibt, die Kolonien hätte, wenn sie immer innerhalb der Gren° zcn des Völkerrechtes geblieben wäre. Ganz ohne Sinn sei aber die Meinung, daß es zwischen uns und Italien doch einmal znm Kriege kommen werde, denn was der eine oder der andere Teil dabei gewinnen könnte, steht außer allem Verhältnis Zum Einsah. Das Bündnis zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn wird nnr dann iil der Wellpolitit eine führende Rolle einnehmen, wenn dieser Zweibund sich mit anderen Staaten mög» lichst gut stellt, wenn also auch Italien als Dritter seine Interessen in dieser Verbindung am besten gewahrt weiß. Die „Montagsrevue" weist darauf hin, daß in ita» lienischen Blättern immer wieder das Schlagwort von der österreichisch-ungarischen „Kriegspartei" auftauche, die eine bewaffnete Auseinandersetzung mit Italien an-strebe. Talsächlich befinde sich aber Qsterreich-Ungaru gegenüber Italien seit Jahrzehnten politisch wie militärisch in einer Descnswstcllung. Wir wollen von Ita» lien kein Stück seines Bodens, kein Opfer materiellen oder moralischeil Besitzes. Wir wollen nur Ruhe im un» mittelbaren Verhältnisse der beiden Staaten und loyale Achtung unseres Ruhebedürfnisfcs in betreff der Balkan» Politik sowie unseres Anrechtes auf eine der geography schcn und Machtstellung der Monarchie entsprechende Mit. Wirkung bei der internationalen Behandlung von Fragen des nahen Orients. Wir verfolgen daher absolut keine Zwecke, zu deren Erreichung wir jemals einer bewaffne» ten Auseinandersetzung mit unserem heutigen Verbü'n-deten bedürfen würden. Korrektheit und Aufrichtigkeit werden stets ihren Lohn durch herzliches Entgcgenkom« Men finden. Zweideutigkeiten könnten jedoch auch bei unserer öffentlichen Meinung jenes Mißtrauen erzeu» gen, von Welchem man sich in italienischen Volks- ndn politischen Kreisen ohne jeden triftigen Grund beein» flussen ließ. Feuilleton. Richard Wagners Mein Leben». (Fortsetzung.) Widersacher! Deren gab es in Wagners Leben auch genug! Er war viellcicht der bestgehaßte, meist» verhöhnte und bitter befehdetste Komponist aller Zeiten, der den Kampf mit einer Welt von Widerständen her» aufbeschwor und diesen Kampf zuletzt auch siegreich führte, vorher aber oft mit einem mündlichen Miß-gcschick behaftet schien. Wagner »var ein guter Hasser ^ und läßt in beiden Bänden seine Medisance in recht l ungehinderter Weise spielen. Allerdings ist sein Bericht über seine Kämpfe mit reichlichem Humor durchsetzt. Grotesk sind z. N. die Schilderungen der musika» lischcn Fähigkeiten bei den Leitern der größten Musik» anstaltcn in Wien, Paris und London. So heißt es von dem Londoner Anderson: „Jener Anderson hatte sich durch die Protektion eines Leibkutschcrs dcr Königin zum Direktor der k. Privatkapelle (,Queensband') auf» zuschwingen gewußt, war aber selbst so gänzlich ohne alle musikalischen Kenntnisse, daß das alljährige Hofkon-zert, welches er zu dirigieren hatte, stets zu einem Feste der Lächerlichkeit wurde, worüber ich denn auch Drol» liges erfuhr. Auch drang es bei Gelegenheit dieser Zer» Würfnisse in die Öffentlichkeit, daß Madame Anderson, tvclche ihrer kolossalen Leibcsbeschaffcnheit wegen ich ^ .Charlemagne' getauft hatte, unter anveren die Stelle und den Gehalt eines H o f t r o m p c t e r s sich angeeig» net hatte." — Dieser weibliche Hoflrompeter mit gewal- ! Die „Osterr. Voltszeitung" weist unter Bezug» nähme auf die Konferenzen, die in Paris zwischen eng. ^ tischen, französischen und russischen Staatsmännern ge° ! führt werlxn, darauf hin, die Tripclentente, dicfcr g» ^ wattigste Staatenbund, der je bestanden habe, wirke wie eine Beklemmung. In dieser Zeit der Gefahren sind unsere Monarchie und das Deutsche Reich fast auf sich allein gestellt und eben diese Zeit voll Gefahren mag sie lehren, wie wichtig es sein muß, den ganzen Dreibund, wenn auch in seiner oft so wenig festen Form, und neben diesem Dreibund die Beziehung zu Rumänien und zum Islam aufrechtzuerhalten. Die Lage in Mazedonien. Aus Sofia wird berichtet: Nach einer Änßerung des Ministerpräsidenten Ge^ou werden die Attentate in Istib von der bulgarischen Regierung tief bedauert, weil sie von denselben eine schlechte Rückwirkung auf die türkisch.bulgarischen Beziehungen befürchte. Wie ver« sichert wird, hat auch der Gesandte in Konstantinopel, Herr Sarasov, dieses Bedauern der Negierung aus» gedrückt. Von einer Gruppe der in Sofia lebenden mazedoni. scheu Revolutionäre ist die Nachricht verbreitet worden, daß die Islibcr Vombenattentate das Werk der maze» donischen Inneren Organisation seien, die schon vor Monatsfrist in einem Memorandum an die Großmächte den Kampf mit allen Mitteln gegen das türkische Regime angekündigt habe. In den bulgarischen politischen Krei» sen sind aber diese Attentate, deren Wirkungen viele Unschuldige zum Opfer gefallen sind, auf das schärfste ^ verurteilt worden. Diese Kreise sind auch überzeugt, daß! es sich, wenn die Behauptung der mazedonischen Revolutionäre auf Wahrheit beruht, nur um die Tat einzelner verzweifelter Elemente handeln könne, die nichts Zu der» lieren haben und daher um jeden Preis Unruhen in Mazedonien hervorzurufen suchen. Die bulgarische Be» völkcrung Mazedoniens sympathisiere nicht mit diesen > Leuten und auch die Mehrzahl der Revolutionäre könne ! terroristische Taten nicht gutheißen, die ganz zwecklos !sind und überdies unschuldige Opfer fordern. Die in Sofia erscheinenden mazedonierfreundlichen Blätter versuchen die Attentate zwar als eine durch die Lage in Mazedonien hervorgerufene Wiederaufnahme der revolu» tigcnl Leibesumfang, „wo faß' ich dich, unendliche Natur", entspricht übrigens völlig ähnlichen musika» lischen Größen in Wien und Paris, von denen hier des Sängers Höflichkeit schweigen möge; man wolle im Original lesen. Das Genie betrachtet eben die Welt anders als ein gewöhnlicher Mensch und Wagners Urteil „über unser Theater im allgemeinen und die Oper im beson-deren" stand eben fest. Einem solchen Urteil unterlagen dann auch Erschei« nungcn, wie Deutschlands größter Dramatiker der nach» klassischen Periode, Friedrich Hebbel, über den sich ^ Wagner in' seiner sarkastisch-bushaften Weise wie sulgt 'ergeht: „Die Wahrnehmung der großen Schwäche seiner Dichtungen, welche ich namentlich in der Unnatürlichkeit der Konzeptionen sowie des zloar immer gesuchten, mci» stens aber gemein bleibenden Ausdruckes derselben er» kannte, schreckte mich sür jetzt nicht ab, meinen Vorsatz (näherer Vertraulichkeit) auszuführen. Ich habe ihn nur einmal (in Wien) besucht, und bei dieser Gelegenheit mich auch nicht sonderlich lange mit ihm unterhalten: die exzentrische Kraft, welche in den meisten seiner dra-malischen Figuren explodieren zu wollen scheint, fand ich in der Persönlichkeit des Dichters in keiner Weise ausgedrückt; das, was mich hieran unangenehm befrem» dcte, fand ich Plötzlich erklärt, als ich wenige Jahre nachher erfuhr, Hebbel sei an einer Knochenerweichung gestorben. Über das Wiener Theatcrwescn unterhielt er sich mit mir in der Stimmung eines vernachlässigten, seine Angelegenheiten aber dennoch geschäftsmäßig bc-treibenden Dilettanten. Ich fühlte mich nicht besonders, angeregt, einen Besuch bei ihm zu wiederholen, namcnt» > tionären Bewegung darzustellen, und benutzen die Go legenheit, um gegen das türkische Regime zu hetzen und > die bulgarische Regierung zu einer aggressiven Politik ' gegen die Türlei aufzufordern; die maßgebenden Fakt» ren beurteilen aber diese Vorgänge mit aller Ruhe als vereinzelte Handlungen von Terroristen, die nur ge» eignet sind, das bulgarische Element in Mazedonien falschen Verdächtigungen und Repressalien auszusetzen. Politische Uebersicht. ^ aibach, 12. Dezember. Das „Fremdcnblatl" bemerkt zu dem Scheitern der Verhandlungen, welche der ungarische Iustizminister in der vergangenen Woche mit der Opposition geführt hat: Man könne mit der Obstruktion nicht Frieden machen, wenn die Friedensbedingungen der obstruierenden Grup» pen einander ausschließen. Aus diesem Dilemma könne die Opposition nur durch die patriotische Entschließung herauskommen, dle Wehrvorlagc freizugeben. Vorlagen, bei deren Erledigung sich in Ländern mit einem starken und gesunden Parlamentarismus alle staatserhaltenden Parteien vereinigen, können auch in Ungarn von Par» teien, die auf Negicrungssähigkeit Anspruch erheben, nicht als Gelegenheit ausgenützt werden, um ihre osse» nen und latenten Differenzen auszutragen. Der bulgarische Finanzministcr, Herr Th. Teodo» rov, hat, wie- man ans Tofia schreibt, anläßlich der Einbringung des Siaatsvoranschlages sür das Jahr 1912 ill einem längeren Exposö die Lage der Staalsfinanzni als ausgezeichnet erklärt und einen Überschuh von min> destens zehn Millionen Franken für das nächste Jahr in fichere Aussicht gestellt. „Unter diesen günstigen Um» ständen" — führte der Minister aus — „wird Bul-garien, wenn es sich mit den vorhandenen Eisenbahnen begnügt, leine Anleihe benötigen. Sollte sich jedoch sür die Regierung eine günstige finanzielle Konjunktur zur Aufnahme einer Konversionsanleihe ergeben, welche, ohne den Staatsschatz noch mehr zu belasten, Bulgarien Mittel zur Ausgestaltung seines Eisenbahnnetzes bietet, so kann eine solche Kunoersion unternommen werden. Auf jeden Fall würde die jetzige Regierung die auf diese Weise erzielten außergewöhnlichen Einnahmen bloh sür produktive Zwecke verwenden." lieh seit er den bei mir verfehlten Gegenbesuch mir durch eine Karte notifizierte, auf welcher er sich als Ilodbol, ^ ^i derartige Gewehre vom Kriegsminister Mahmud Schcf» ! ket Pascl)a vorgelegt worden sind, hat sich zum Direktor der genannten Fabrik über das Ergebnis der Arbeiten! sehr befriedigt geäßert. Bekanntlich ist es die Waffen-fabrik in Sleyr, welche die Läufe für diese Gewehre und , anderes Zubehör für die UuNvandlnng liefert. In mili« tärischen Kreisen werden die Qualität dieser Gegen« stände und die Pünktlichkeit der Lieferungen lebhaft an» erkannt. Aus Paris wird gemeldet: Bei Beratung des Marincbubgets erklärt Abg. Painlcvc, eine Organisa» tion des Oberkommandos eristiere nicht. Marincminislcr! DelcaU erwiderte, dcr Oberlommandant der gesamten! Seestreitkräslc sei bereits gegenwärtig designiert, und zlvar in der Person des Obertummandanten der beiden! M!tlelinecr°Gcschwader. Das dritte Geschlvader würde! sich bei einer Eventualität, die Frankreich beschäftigt, sofort mit diesen beiden Geschwadern vereinigen. In Er» widerung auf die Ausführungen mehrerer Vorredner, die dem Wunsche Ausdruck gegeben hatten, daß die Gc° schwader nach den nördlichen Gewässern gehen mögen, erklärt der Marineminister, wenn nicht etwas unsere Pläne durchkreuzt, werden die nächsten großen Manöver im Norden stattfinden. Die Proklamation der persischen geistlichen Chefs weist auf den Angriff der Italiener aus Tripolis und die englisch°r»ssischc Aktion in Persien hin und betont, daß die Fremden die Vernichtung des Islams beabsichtigen. Es sei daher heilige Pflicht dcr Mohammedaner, sich zur Verteidigung des Islams um die mohammeda-nischen Negierungen zu scharren. Von einer „genau informierten Persönlichkeit" wird in der „Neuen Freien Presfe" ausgeführt, daß in China nur cin^ monarchische Negierung möglich, eine Föderativrcpublik aber gefährlich und unmöglich sei. Wenn die gegenwärtige revolutionäre Bewegung nur politische Tendenzen habe, müsse sie jetzt aufhören. Würden die Revolutionäre den Aufsland fortsetzen, so wäre dk's wirklich ein Ausstand ohnc Berechtigung, dessen Urheber nur zu handeln scheinen, um Plündern zu können und die verworrene Lage für ihr politisches Interesse auszunützen. TlMsilcmjMcn. — (Der dankbare Defraudant.j Vor zirka sünf Jahren sandte ein Geschäftsmann in Graz seinen Vureaudiener mit 40.000 Kronen auf die Post. Der Flüchtiges Glück. Roman von Marissa AoHde. (1. Fortsetzung.) ^albdnnl oerlwtri!., Wie ein leises Rauschen geht es durch die Kirche. Jeder richtet sich ein wenig höher auf, schaut ausmcrk» samer hin, und während alles Mitgefühl sich den Neu» geweihten zuwendet, freut sich das Auge doch dcs lieblichen Bildes, das sich dort vor dem Altar entfaltet. — Besonders eine der jungen Kranzjungfern erregt allgemeine Aufmerksamkeit. Mehr Kind noch als Jung-frau erinnert fie in ihrem holden Liebreiz mit den großen feuchtschimmernden Augen, dem feines klassischen Profil, der Fülle goldbraunen Haares, das ein Rusen-kränzlein ziert, in ihrem weißen leicht an die zarten Glieder sich anschmiegenden Gewände, an jene lichten Engelsgestalten, wie fie die großen Meister des oinyno Jahren in Betrieb. In dein benach« harten Verawerke Fraterville wurden bei der Ezplo» sion im I<»hre 1902 gleichfalls 200 Arbeiter getötet. Die bei Knoxville verunglückten 200 Bergarbeiter' stellen beinahe die vollständige Velegeschaft des Bergwerkes dar. Wal- und Promnzial-Nachlichtcn. Die Entwickelung des deutschen Bühnenwesens in Laibach. Kulturbilder von P. v. Madics. l9«rtsetzung.) l'^e Nrcht» vurbthalten,) Nach dem Tode des Direktors Funk führte die Lei. tung Frau Direktor Funk, die Regisseursstelle hatte, wie schon envähnt, der Charakterdarsteller Herr Noulet inne. Von hervorragendem Interesse für die Theater» geschichtc Laibachs aber auch im weiteren Sinne ist es, daß zur Zeit unserer Bühne als Mitglied Herr Josef Weil angehörte, der später als dramatischer Dichter, Professor an der Schauspielschule des Wiener Konservativ riums, und namentlich auch als Redakteur des Krön» prinzenwertes Österreich-Ungarn in Wort und Bild be» rühmt gewordene Hofrat Joses Ritter von Weilen. Als Schauspieler gehörte Weil vom Jahre 1846 bis 1850 mehreren Provinzbühnen Österreichs an und hat derselbe, nach gütiger Mitteilung seines Sohnes, des gegenwärtigen Wiener Universitätsprofessurs, des Theaterhisturikers nnd Thealertrititers der kaiserlichen „Wiener Zeitung" Dr. Alezander Ritter von Weilen, auch »n der oben angegebenen Zeilfrist am Wiener Iosefstädtcr Theater mit Iungwirth zusammen gespielt. Seine Tätigkeit in Laibach begann aber in der Spielzeit 1848/1849 und finden wir als sein erstes Auftreten als Student Müller in Plötzls Schwank „Der verwunschene Prinz" am 6. November 1848, von da an wurde Weil im November allein noch zehnmal beschäftigt, namentlich in Stücken der Virch-Pfeiser „Die Günstlinge" als Graf von Priest, ein französischer Emigrant; in Kaisers „Städtische Krankheit und ländliche .Kur" (Fridulin); in Holteis „Perlenschnur" als Schullehrer Reinhold; in Guhlows „Zupf und Schwert" (General Uon Gumbkuw); in „Ven David, der Knabcnräuber" nach Spindlers Jude (Gerhard von Hülshosen); in Schikks „Nina uder die Wanderung nach einem Mann" (Herr von Blitz); in Hells „Die beiden Galeerensklaven" Maude, ein Bauer); in Bäuerles lokalem Lustspiel „Die schlmune Liesel" (Regimentsfeldscheer Winter); in Hopps köstlicher Posse „Dr/ Fansts Hauskäppchen" (Der schlvarze Wols, Anführer der Wegelagerer). Im Dezember hatte Weil w der Virch-Pst'ifer „Der Glöckner von Notre Dame" in drei Tableaux zn tun. Erstes Tableau: Der Narren-könig: Student Pierre Oringuire, drittes Tableau: Asyl in Notredame, als derselbe, sechstes Tableau: die Wiedergefundene, zweiter Soldat. Nach den ersten zehn Vorstellungen gab der Lokalkriliker über Josef Weil das günstige Urteil ab: Herr Weil, zweiter Liebhaber, hat ein entsprechendes Exterieur und wird sich, wie es scheint, in sc'inem Fache behaupten.'-'- Der fleißige junge Schauspieler erhielt sein Benefize am 13. Jänner 1849. Wir lesen nämlich im „Illyrischen Blatt" vom 9. Jänner nachstehende Anzeige: Künftigen Samstag findet die Benefize-Vorstellung des Schau-spielers Herrn Josef Weil statt. Er hat sich selbst ein Stück geschrieben. Dasselbe heißt: „Die Revolution des 24. Februar in Paris oder Ludwig Philipp von Frank» reich", geschichtliches Gemälde ans dem Volksleben mit Gesang in einem Akt. Ferner wird ein lyrifch-roman» tisches Gedicht: „Josef Jelachich, Banns von Croatien", mit Tableaux von demselben Verfasser zum Vortrag kommen und dem Ganzen ein Quodlibet beigefügt wer» den. Diese Anzeige versah der Lokalkritikcr mit der Be. lnertung: Stück und Gedicht hat Referent gelesen und muß beider lobend nnd empfehlend erwähnen/--' Diese Bemerkung ist um so wertvoller, als leider durch die politischen Zeitverhältnisse wie im allgemeinen in den Theaterreferaten längere Stockungen einzutreten Pfleg» ten, im besonderen über den Ausfall dieses Benefize» Abendes in den heimischen Blättern nichts zu finden ist. Weiters begegnen wir Weil in der lokalen Posse eines hiesigen Kunstfreundes, Ludwig Kantschar, „Des Gastwirts Nachbar Ehrer" als Mangos, in des ge» bürtigen Laibachers und Wiener Schrfitstellcrs Meisl Lukalposse „Herr Josef und Frau Waberl" als Toms, ein junger Offizier, in Schickhs „Die Reise von Graz nach Laibach in der Lohnkulsche" als Leifert, in Carl» schmidts „Der Ewige Jude" nach Eugen Sue als Aigrigny, in Friedrichs „Ein Stunden in der Schule "- Illyr. Blatt, 1848, Nr. 80, S. 320. "- Illyr. Blatt, 1849, Nr. 3, S. 12. als Bäckergesell Hans", in Feldnianns „Der Sohn anf Reisen" als Schulmeister Volkner, in Elmars „Unter der Erde" als Arzt Treufels, in Weihrauchs „Sie lausen davon" als Buchhalter Selnian. Am 21. Mär,', 1849 war es aber dem jungen Mimen vergönnt, neben dem berühmlen Wiener Hoftheaterherus Löwe in dessen ersten hiesigen Gastspiel in Tcinhardsteins „Garrick in^ Bristol" auf den Brettern zu erscheinen, und zwar in der Nulle des Georg Hilds, Bedienter. Löwe enthusiasm mi.'rte dao Laibacher Publikum an vier Abenden nach» einander (21. bis 24. März), uud zlr-ar, wie schon gc» sagt, als Garrick, als Corregio, als Hamlet und als Ficsco. Der Kritiker jener Tage, Lukaldramatiter Vab-nigg, schrieb von diesem Gastspiel bcgeislernngsvull: „In allen seinen Darstellungen stand er da in seiner Kunst als ein vollendeter Mime, umbraust von einem endlosen Veifallslurm und überschüttet mit Blumen» kränzen, welche Liebe, Hochschätzung und Verehrung ihm wand und in der Empfindung höchster Ekstase dem vollendeten Meister zuschickte/-' Die Theaterfreunde gaben dem scheidenden Künstler ein Bankett, bei welchem Schauspieler Weil die hohe Freude genoß, ein selbst» verfaßtes Gedicht als Toast auf den Gefeierten'" vortragen zu können, wofür er vielen Beifall und insbeson-dere herzlichsten Txmt Löwes erntete. (Fortsetzung folgt.) __iMassifitationsierinin für Wiederholungöschüler.j Da der Wiederhulnngsnnterricht an den allgemeinen Volksschulen in allen Schulbezirten auf die Heit vom 15. Oktober bis Ende April verlegt worden ist, hat der k. t. Landesschulrat angeordnet, daß die Klassifikation der Wicderholnngsschüler nnd die damit zusammenhän» gcnde Verteilung der Schulnachrichten an die Wieder« holnngsschüler in Hinkunft zweimal im Schuljahre, und zwar in der lebten Jännerwoche und in der letzten 'Aprilwoche vorzunehmen ist. — jDer Poststempel in der Adcloberqcr Grotte.) Das k. k. Handelsministerium hat angeordnet, daß alle Brief- und Drucksachen aus dem Sammeltasten, der im Tanzsaalc der Adclsberger Grotte eingebaut ist, mit dem Stempel „Postamt Adelsberger Grotte" abgestempelt werden müssen. — lDns Wetterhäuschen in der Sternallee.) Unter den Instrumenten, die in dem Wetterhäuschen ange» bracht sind, besitzt der Barograph für Wettertnndige ein besonderes Interesse. Aus den graphischen Regislrie» rnngeii der aufsteigenden oder fallende» Barometer, stände, die anf der zylindrischen Zeilfläche des Instru» mcntes verzeichnet werden, findet man eine sichere Grundlage für die Witterungsverhältnisse der nächsten 24 Stunden. Es ist selbstverständlich von Wichtigkeit, diese Beobachtungen täglich nach Sonnenaufgang und auch abends zu wiederholen. Freunde und Kenner dieser nützlichen Einrichtung würdigen sie durch ihren täglichen Besuch. Die sinnreiche .Konstruktion des Barographen erfordert eine forgfältige Wartung. Wenn durch einen unliebsamen Zufall das Uhrwert der zylindrischen Zeit» fläche stehen bleibt, wie dies Samstag und Sonntag der vorigen Woche zu beobachten >uar, dann registriert der Farlislist dcs Instruments anstatt einer kuntinuier» lichen Varoflirvc- einen senkrechten Strich, der leider die Barometerschwanlungen von Stunde zu Stunde nicht mehr unterscheiden läßt. Dieser zufällige Mangel des Barographen wird wohl lcichl und bald zu beseitigen sein. — (Zuiei römische Silberbarren vom Deutschen Grunde.) Ende Oktober lansenden Jahres fanden zwei Gymnasialschüler iu der verlängerten Gorupgasse aus einem gelegentlich eines .Kanalbaues aufgeworfenen Erd. Hügel ganz znfällig zwei graue Metallstücke iu der Form von rechteckigen, roh behaucnen Platten. Durch eine Mittelsperson, die in den beiden Stücken römische Wert» einheilen vermutete, wurden sie dem Grabnngsleiler Dr. Waller S ch m i d nach Graz zugeschickt, der sie nun dem bekannten Numismatiker Hofrat Professor Doktor Luschin von Ebengreuth zur wissenschaftlichen Untersuchung anheimstellte. Der Herr Hofrat hielt dar« über am 8. November in der ordentlichen Versammlung der Numismatischen Gesellschaft in Wien einen Vortrag, der nunmehr in der soeben erschienenen Nr. 340 des „Monatsblaltes der Numismatischen Gesellschaft in Wien" (November 1911) veröffentlicht wnrde. Bereits im Jahre 1910 hatte Dr. Schmid neben 50 Goldmünzen neun Silberbarren als Depotfund entdeckt; doch zeigen diese in ihrer Stangcnform keine Spnr von Nearbei» tnng oder Punzierung. Die zwei jüngst entdeckten aber weichen von diesen im wesentlichen ab: beide sind Silber» Platten, rechteckig zugeschnitten nnd mit Kaiserköpfen (die eine Magnentius, die zweite Flavianus) sowie mit dem Stempel des Wardeins (Aquileia) versehen. Das lleiuere Stück stellt einen Pfundbarren dar und ist 319 Gramm schwer (ein römisches Pfund der spätrömi» schen Kaiscrzeit wog 327 45 Gramm), das größere revrä. sentiert ein Doppelpfund (640 Gramm Schwere). Aus dem äußerst interessanten Vortrage entnehmen wir, daß beide Fnndstücke für Österreich Unika sind nnd daß der» artige Barren hergestellt wurden, sobald sich die Notwcn-diyfcit ergeben habe, in kurzer Zeit größere Geldmengen beizustellen, um in dringenden Fällen rasch ein probe» l'" Illyr. Blatt, 1849, Nr. 26, S. 104. '-5 Mitteilung des Herrn Professors Dr. Alexander Ritters von Weilen. haltig.es Silbergeld in größeren Werteinhciten, etwa für Soldzahlungen oder auch zu Beslechungszweckcn, flüssig zu machen. - Allen derartigen Münzsurrogaten sei der Eharaller von Notmünzen gemeinsam. — Beide wert» volle Stücke werden dem zu gründenden Museum Emo» nense einverleibt werden; bisher befinden fich vier spät» römische Silberbarren im Britisch Museum in London und drei im hannoverischen Provinzialmuseum in Denlschland. —«t— — (Öffentlicher Vvrlrag.) Über Einladung des All» gemeinen slovenisehen Frauenvereines veranstaltet Herr M. U. Dr. Antun Schwab aus Eilli heute in, großen Saale des „Mestni dum" in Laibach einen populär-wissenschaftlichen öffentlichen Vortrag über das Thema „Die Mangelhastigleit der menschlichen Sinnesorgane". — (Aus Untcr-KMaj wird uns geschrieben: Unsere Ortschaft lann fich ihrer Einwohnerzahl nach an die Spitze aller Ortfchasten Krains stellen. Bisher wurde jedoch rüctsichtlieh des Zustandes ihrer Straßen nichts getan, was den Einwohnern sowohl als auch den Haus» besitzern zugute käme. Die letzlen Regeilgüsse »nachten ans "der Reichsslraße das ReaMvasser in einer solchen Menge stauen, daß die Wasserfläche tags» und nachts» über einem Teiche glich, die anch in bezug aus ihre Tiefe diese Bezeichnung verdiente. Ein Hausbesitzer, bei dem bei andauernden Regengüssen schon einigemale die freiwillige Feuerwehr ausrücken mußte, um das in seiuen Keller gedrungene Wasser auszupumpen, muh sich in solchen Fällen vor seinem Hauseingange mittelst eines langen Brettes eine Brücke schlagen, nm in seine Behausung zu gelangen. Da die Beleuchtung der Ort» schaft vieles zn wünschen übrig läßt und an den be» treffenden Stellen überhaupt leine Laternen angebracht find, so mag schon so mancher bis über die Knie in die Wassermenge geraten sein. Es mögen daher diese Übel» stände ehestens behuben werden. K. — sGemeindewahleu.) Bei der am 19. November vorgenommenen Nenwahl des Vorstandes der Gemeinde Draöiöi wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher Antou Vajuk in Dra^w, zu Gemeinderäten Matthias Oberman in Vido^u-, Miko Ku^iniö iu Aelezml», Martin Nema» ni5 in Dra^ic-i, Georg Prus in Krma^ina, Martin Ktefaniö in Dra?ic-i und Anton Nemanw in Dra^im. — Bei der am 28. November vorgenommenen Newvahl des Vorstandes der Gemeinde Klanec, wnrden geloählt: zum Gemeindevorsteher Franz Pugac'ar in Klance, zu Ge» meinderäten Joses Lah in Klanee und Johann Kosirnik in Dubrova. — Bei der am 30. November vorgenom» lnenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Schwär, zenberg ob Nillichgraz wnrden gewählt: zum Gemeinde» Vorsteher Josef Trubee, Besitzer in Schwarzenberg, zn Kemeinderälen Johann Ko^ir, Besitzer in Schwarzen« berg; Anton Sova, Besitzer in Schwarzenberg; Johann Dolinar, Besitzer in Sclo, uud Franz Peterncl, Be» sitzer in Schwarzeuberg. — Bei der am 2. Dezember vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Eu^je wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher der Ve> sitzer Anton ^ilc in Slatenek, zu Gemeinderätcu die Besitzer Johann Kos in Su^je, Johann Lov.^in in Su^je nnd Silvester Klun in Slatenek. — Bei der am 4. De-zember vorgenommenen Neuwahl des Vorstandes der Gemeinde Videm wurden gewählt: zum Grmeindevor» steher der Besitzer Jakob Prelesnik in Zdenska Vas, zu Gemeinderäten die Besitzer Franz Mikli«" in Cesta, Andreas Levslck in Ponikve, Johann Drobni6 in Vi» dein, Anton Strumbelj in Zdensla Vas, Johann Zernc in Zdensla Vas und Bartholomäns Hren in Podpeö. '- lUnfnlle.) Der Tischlergehilfe Franz Podrrkar in St. Veit hantierte dicsertage mit einer Fluberlpiswlc so ungeschickt, daß sich diese entlud, wobei ihm das Pro» jektil in die linke Hand drang. — Der lm Grubertanale beschäftigte Schlosser Jakob GabruvZel aus Laibach ver-unglückte dadurch, daß ihm während der Arbeit aus Ver-schulden eines Mitarbeiters ein schwerer Eisenhammer auf den Fuß fiel und ihm alle fünf Zehen zerauetfchte. — Der Besitzer Josef Ponilvar aus Laibach erhielt auf dem türzlich abgehaltenen Laibachcr Viehmartt von einem Pferde einen schweren Hufschlag ins Gesicht und wurde lebensgefährlich verletzt. -- Dem Wasserleilungsarbeiter Johann Kovaöw in Nesseltal, Bezirk Gottschee, flog bei der Arbeit ein scharfkantiger Stein ins rechte Auge, wodurch er schwer verletzt wurde. — Beim Spatzenjchießen schoß sich der 18 Jahre alte Student Josef Hradil ill Gotlschec aus eigenem Ver° schulden in den linken Fuß und zog sich eine schwere Verletzung zu. — Mi der Holzhacke.) Am 8. d. M. kam lx>r Anszügler Josef Eotman aus Nrnnndorf etluas angehei» terl nach Hause und provozierte mit feiner Ehegattin und feiner Schwiegertochter ohne besonderen Anlaß einen Streit, der kein Ende nehmen wollte. Cotman jun. mengte sich deshalb ein und wollte aus seinen Vater beruhigend einwirken. Hierüber erbost, ergriff Eotman sen. eine Holzhacke und versetzte damit seinem Sohnc einen Schlag über den Kops. Er wollte noch einen zwei. te» Schlag führen, doch wurde ihm die Hacke von seiner Ehegattin nnd der Schwiegertochter noch rechtzeitig cnt» rissen. Die Verletzung des Colman jun. ist schwer. — (Eine Zigeunerin als Taschendiebin.j Als die Auszüglerin Margaretha Ieöek aus Podgorica dieser» tage von St. Jakob nach Hause ging, gesellte sich ihr auf dem Wege eine Zigeunerin zu und verwickelte sie im Laufe der Zeit in ein reges Gefpräch. Diese Gelegen» heit benutzte die Zigeunerin, griff unbemerkt in die Nucktafche ihrer Begleiterin und entwendete ihr daraus ein kleines Geldtäschchen mit 7 X. Die Ie^ek nahm den Diebstahl erst nach einer Weile wahr, doch war es schon Laibacher Zeitung Nr. 285. 2724 13. Dezmber l9N. zu spät, da die Zigeunerin bereits verschwunden war. Die Zigeunerin ist 30 bis 40 Ixihre alt, mehr Nein, schwächlich, hat schlvarzc Haare, hinkt und dürfte der Gruppe Levakoviii angehören. ^ ^Selbstmord.) Der hiesige Gendarmericposten ver. ftändigte gestern die städtische Polizeibehörde, daß Mou» tag nachmittags zwischen 2 und halb 3 Uhr ein fünf. zehnjähriges Mädchen nächst Tomaöcvo in den Save» fluß gesprungen und von den Wellen fortgetragen wurden sei. Nach den behördlichen Erhebungen soll die Selbstmörderin mit dem 14jährigen Schülmädchcu Gabriela Inpelj, wohnhaft in der Navnikargasse, identisch sein. * Wn praktischer Geldwechsler.) Als diesertage der 43jährige Taglöhner Franz Tomasin aus Arch in Unter, train bci einem Trödler eine Unterhose erstand, schickte ihn der naive Trödler ein Fünfkroncnstück wechseln, worans der arbeitslose Mann mit drn, Gelde und der Unterhose verduftete. Der ebenfalls sehr naive Taglöhner kam gestern wieder anf den Trödlermarkl, wo er N»n Trödler erkannt wurde. Dieser hielt ihn fest, bis ein Sichcrheitswachmann erschien und ihn verhaftete. Die Polizei lieferte heute den praktischen Geldwechsler dem Bezirksgerichte ein. " lTaschendiebstahl ,„it Musikbegleitung.) Montag abends zechten mehrere kroatische Kanalarbeiter in einem Gasll)ailse in der Bahnhosgasse, wobei sie fleißig den Musikautomat mit Geldstücken speisten. Der 16jahrigc Kroate Lulas kojal aus Sinj saß stets neben seinem Freunde Johann sejola, den er dem Anscheine nach sehr gut unttrhiell. Als der schlaue Landsmann wieder einige lnstige Weisen ausspielen ließ, glitt sehr leise 8ojats rechte Hand in die Rocktasche seines Kameraden, nahm das Geldtäschchen heraus und leerte es aus. Nun umänderte das Geldtäschchen in sejolas Tasche zurück. Der Dieb machte eine Beute von 3 K 80 b. Beim Ver-lassen des Gasthauses entdeckte der Beslohlene den Ab» gang seines Geldes. Er verfolgte seinen lieben Lands-mann aus die Karlstädter Straße und brachte den Vor» fall auf der dortigen Sicherheitswachtslubc zur Anzeige. Der tatvcrdächtige Bursche wurde verhaftet und gestern nachmittags dem Bezirksgerichte eingeliefert. — lDiebstahl.) Am 6. d. M. wurden dem Gast° Wirte Anton Kuloviö in Sela bei Großlupp aus seiner unversperrlen Wohnung ein dunkler Stosfanzug, ein schwarz gestreifter Stoffrock, cine noch fast neue Knaben» hose, eine silberne Taschenuhr, an der der Sekunden» zeiger sehlt, 6 Stück Jubiläumskronen und mehrere alle Münzen entwendet. Talverdächtig ist ein gegen 30 Jahre alter, llriner nnd untersetzter Wanderer, der am be-treffenden Tage mit einem Bündel vom Hause des Ko> lovi^ gehen gesehen wurde. Er war mit einem dunklen Anznge bekleidet und lrng einen schwarzen Hut nul breiter Krampe - sNäuberischer Überfall auf der Unterkrainer Straße.) Sonntag gegen 6 Uhr abends wurde der 66jäh» rige Taglöhner Josef Erbeinik auf der Unterkramer Straße in der Nähe von Kroiseneck von cinem cllva 40 Jahre allen, großen, grau gekleideten Manne mit Vollbarl und schwarzem Hute überfallen. Der Fremde brachte ihm mit einem Knüttel eine bedeutende Verlet» zung bei und raubte ihm einen kleinen Geldbetrag sowie' ein mit den Buchstaben S. D. gemarktes Taschen» tuch, worauf er sich in der Richtung gegen die Stadt, flüchtete. Sofort nach der Tat kam eine Dame vorbei, die dem vor Schreck und Schmerzen fast gelähmten Manne beim Ausstehen behilflich war. Die Dame sowie alle jene Personen, die über den Vorfall irgend eine Auskunft geben können, werden gebeten, sich bei der städtischen Polizei zu melden. Auch jene, die einen dem beschriebenen Täter ähnlichen Mann kennen sollten, wer« den ersucht, hievon bei der Polizei Mitteilung zu machen. * ihn fest uud führte ihn auf die Zentralstchcrheitslvacht» slube. Der Verhaftete nannte sich Jakob Suschnig aus Leulschach und gab an, krankheitshalber von seinem in Cilli dislozierten Negimente Nr. 87 desertiert zu seiu. Dic Zivilklcider habe er sich in Cilli gekauft. Der Vcr. haftete, der einen Gcldbelrag von 21 X bci sich hatte, wurde einer Militärpatrouille übergeben. Mr meine Lieben ist mir nichts gut genug,) so sagt sich in diesen Tagen der sorgsame Familienvater, der s'ch auf der Suche nach passenden Weihnachtsgeschcn-len für scine Angehörigen befindet. Hat er nun Wünsche nach einer Nähmaschine zu befriedigen, fo möge er seine Schritte nach der hiesigen Niederlage der Singer Co. Petersstraße 4, lenken, dort wird er vom Guten das Beste fmden und durch eine Auslvahl seinen genannten Ausspruch durch die Tat wahr machen können. Die Nähmaschinen der Singer Co. genießen s^it Jahren eincn Wellruf und die Produktion nimmt von Jahr zu Jahr zu. Eincn Begriff von der Vielseitigkeit der Singer-Maschinen erhält man in der bereits erwähnten Niederlage, die speziell für Weihnachtscinkaufc bestens vorbereitet ist. Eine präch. tige Maschine ist z. N. die „66".Maschine, die vollkum. menste Singer-Familien-Nähmaschine, die bisher er> stiert hat. Mit den neuesten Errungenschaften der Tech. nik ausgestattet, stellt sie das Ideal eincr Nähmaschine dar. Sie liefert nicht nur die kunstfertigsten Stickereien, sondern auch mit dem „Singer.Stopfer" die feinste und weichste Stopsarbeit. Die Hand vermag es nicht, eincn Strumpf, Unterzeug oder Tischwäsche fu sauber und fast! unsichtoar zu stupsen, wie d,e „66"»Maschine mit dem „Singer-Stopfcr" es vollbringt. Der Apparat ist ebenso leicht anzubringen, wie zu handhaben — im übrigen wird jede Dame bereitwilligst mit den leicht und in kur-zer Zeit zu erlernenden Handgriffen vcrtrant gemacht. — lKinemalograph «Ideal".) Das Nachmittags-Programm ist sehr abwechslnngsreich. Zu erwähnen wäreu besonders die Naturaufnahme „Moderne Übungen der italienischen Kavallerie" sowie das amerikanische Drama „Das Halstuch" und die drei komischen Bilder. ! — Im Abendprogramm zeichnet sich „Die Macht der ^ Liebe", ein Kunslfilm der Nordistfilm Co., besonders! aus. Freitag Spezialabend mit schönen Bildern. Samstag großes soziales Drama „Gespenster". In Vorbereitung „Gretchens Liebcsroman" (der längste aller bisherigen Films, Länge 1500 Meter). Thrater» Kunst und Literatur. — lSloveuisches Theater.) Gestern ging Lehärs Operette „Der Gras von Luxemburg" in der laufenden Saison zum erstenmale in Szene. Am Dirigentenpulte saß Herr Kapellmeister Talich, dessen Kunst sich so» sort dem Orchester mitteilte und sich iu keck gebrachten Akzentuierungen der glitzernden Instrumentation, in deren trefflicher Ansarbeitnng und vorteilhafter Nuan» cieruug äußerte. Die Operette bewegte s,ch in einem flotten', frischen Tempo, so daß sie stch gewissermaßen neu repräsentierte. Auf der Bühne fclbst gab es einige Neubesetzungen, unter denen die der Angöle durch Frau von Foedranspe r g in erster Reihe zu nennen ist. Frau von Ioedransperg halle nun einmal eine Rolle, worin sie ihr nicht unbeträchtliches Können bctätigcn konnte. Sie lvar allerdings noch nicht frei von Ve° fangenheit, aber sie meisterte den gesanglichen Teil mit ausgesprochen geschmackvoller Verwertung ihrer angenehmen Stimme, die namentlich iu der Miltellage durch Schmelz und Wohllaut bestach,' das Spiel entbehrte nicht eines wohlangeln achten charakteristischen Gepräges, das nur hie und da eine wärmere Färbung vermissen ließ. Dic äußere Erscheinung der Frau von Foeoranspcrg war gewinnend; es war dies einmal eine Bühncnsignr, ! wie sie der Angölc zukommt, elegant und mundän so« ! wie schick in der Toilettenwahl. Die anerkennenswerten Qualitäten der Frau von Fuedransperg lösten einige« ! male lauten Beifall aus. Neu beseht zoar ferner die ^ Rolle des Vrissard, um die sich Herr Horsky mit! beträchtlichem Erfolge bemühte, ohne indessen seinen i Vorgänger ausslechen zu können. Die Tilelpartie gab, wie im vorigen Jahre Herr Iliöi« mit weltmänni» scher Gewandtheit in Spiel und Haltung, wobei ihm auch der gesangliche Teil iu der .Hauptsache wohl gelang. Nur wäre lhin eine sorgfältigere Rücksichtnahme auf die Modulation seiner sonst sympathischen Stimm» mittet anzuempfehlen, denn die Übergänge aus dem Forte» in den Piemogesang erfolgten sehr oft zu abge-hackt und abgerissen; es fehlt Herrn Ili<-i6 eben vorder» I)and noch zuweilen an der Ausgeglichenheit der Brust» ! nnd der Kopfregister. Er bildete mit Frau v. Foedrans-perg ein elegantes Paar, das in vielfacher Beziehung von seitler Umgebung z» seinem Vorteile, aber zum! Nachteile der letzteren abstach. Mit sprudelnder Laune nnd frischer Anmut spielte Fräulein Thalerjeva die Juliette; sie entwickelte in erhöhlerem Maße als iu der vorjährigen Saison suubrettcnhastes Temperament, so daß sie bedeutend in den Vordergrund rückte und ihre, Positiou mit Gewandtheil und Glück behauptete. Herr P ovh 5 gab den Fürsten mit großer Beweglichkeit und brachte unterschiedliche humoristische Pomten an; ,n> dessen trug er znweilen zu start auf, wodurch er die von ihm dargestellte Figur auf das Niveau des Lappischen, ja mitunter des Tölpelhasten herunlerdrnckle, welche Eigenschaft dem Fürsten trotz seiner lächerlichen Ver-lic'blheil denn doch nicht anhaftet. Die Ensembleszenen gestalteten sich im allgemeinen bewegt, obwohl darin 'stellenweise überschäumende Lebenslust zu vermissen war. Der Maskenlrubel im ersten Akte zeigte genügend bulMneartigc Laune, aber wc Gesellschaft im Mi-ten Akte war zu steif, zu wenig^ bei der Sache und von zn wenig glatten Manieren. Iu der Ausstattung der Operette llcß der erste Akt zu wunscheu übrig; das Maleratelier repräsentierte sich be, aller Beschränktheit der der Bühne nnd dem Maler Vrissard zur Verfügung j slehendenMiltel zn öde,weil es einer gewisjen malerischen Unurdnung entbehrte, für die Masten hätten sich viel» leicht in der Garderobe einige noblere Stücke aufstöbern lassen. Die Hauptnummern'der beiden ersten Akte fan-den reichen Beifall auch auf offeuer S^ene und mußten zum Teile wiederhol! werden; der Erfolg dürfte fohin auch dem Schlußakte treu geblieben sem. —n— ** Miser Franz Joseph-Iubiläumstheatcr.j Vor nahezu ausvcrlauflem Hanfe ging aeslern Suder» manns Schauspiel „Johannisfcner' in Szene, das vor nngefähr 12 Jahren seine Erstaufführung in Laibach erlebte. Ein Jahrzehnt läßl das moderne Drama, das j die Spureu einer gärenden Literalur-Zeitepoche nicht verleugnet, nicht unberührt; trotzdem verfehlte die Dich-tung dauk einer tüchtigcu, fleißig vorbereiteten Wieder, gäbe auch diesmal nicht ihre Wirkung. Ein näherer Bo richt folgt. — Die Vorstellung beehrten Herr Landes» Präsident Baron Schwarz und Gemahlin mit ihrem Besuche. «^ Biichcrucllheitcn. I — l„Ein junger Mann von Welt.") Roman von Friedrich Werner van Oest 6 reu. — Geh. 4X 20K, geb. 6 K. — Icdc Zeitepoche hat ihren besonderen Typus des jungen Mannes von Welt, dessen Leben sich um das Weib dreht. Den jungen Mann von Welt unserer Tage zu zeichnen, seine Gefühls- nnd Gedankenwelt erbarmungslos Ilarzulegcn und eincn Ausschnitt aus sei» nem abenteuerllchen Dasein zu geben, Hal nun Oestenn unlernommen. Die Gefahr, einen durchaus erotisch'gefärbten Roman aus diefem Thema zu gestalten, lag nahe. Wenn der Autor auch keineswegs mit unkünftleri. scher Prüderie dcu Schilderungen der Liebesabenteuer eines Helden aus dem Wege ging, so hat er doch dank seinem moralischen Ernst, seiner geistigen Überlegenheit und seiner Vertrautheit mit dem Leben der großen Welt das Wertvollste, das sich ihm im Stoff bot, voll zu er» fafsen vermocht und mit seiner eminenten satirischen Be» gabung zur überwiegenden Note des Werkes gemacht. — l„Heinz Henning.") Roman von Emil Mar. riot. Geh. 4 X 80 l», geb. 6 X. -- Emil Marriols neuestes Buch „Heinz Henning" reiht sich den früheren Werken dieser feinsinnigen Wiener Schriftstellerin wür» dig und ebenbürtig au. Gleich diesen zeichnet es sich durch eindringliche, lebenswahre Schilderung von inter» essantcn Charakteren sowie durch psychologische Tiefe der Lebens» und Schicksalsbelrachtung aus. Es ist ein Künstlerromau, der die Beziehungen eiucs glänzenden Schauspielers zu drei grundverschiedenen Vertreterinnen der Frauenwelt und die sich daraus ergebenden Konflikte zum Vorwurf hat und abwechselnd in Berlin, Wien und Hamburg spielt. Die hier besprochenen Buchn sind durch die Buch. Handlung Iq. v. Kleinmayr K Fed. Namberg in Laiiach zu beziehen. Telegramme des k. l. Telegraphen-Koriespondenz-Bureous. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 12. Dezember. In fortgesetzter zweiter Lesung des Vudgelpruvisuriums ergreift Finanzmiuister Ritter von Z aleski oas Wort und erklärt, er könne nicht nmhin, das erstemal, wo er als Finanzminister das Wort ergreife, jener hervorragenden Staatsmänner zu gedenken, welche vor ihm in so glanzvoller Weise sem Ressorl vertreten haben. Er sei sich bewußl, w,e viel ihm mangle, um sich jenen Männern an die Seite stel» len Zu können. Als Finanzminister müsse er sagen, er hoffe, bald in die Lage zu kommen, hier eine Reihe von Sleuervorlagen. die von feinem Amlsvoraünger einge» bracht wurden, zu vertreten. Es sei begreiflich, daß ein Blick in die Lage nnsercr Finanzwirtschaft dem Minister schwere Sorgen bereite. Der Minister c-ntwirft eine Betrachlune, über die Laae unserer ssinanzcn und verweist zunächst aus dcis rapide Steigen unserer Ausgaben, die Nlmmelir be-reits in die dritte Milliarde hinein» reichen. Im Icihre 1907, diesbezüglich dem wichtigsten Jahre in unserer Finanzgeschichte, steigen die Ausgäben plöl;l,ch um 262 Mtllloncn. Es folgen dann in den'näch. slen Jahren Steigerungen um 257,' l?4 und 100 Millio-nen, während wir bei dem vorliegenden Budget mit einer Erhöhung von 35 Millionen uns begnüge», müssen. Das laufende Jahr sei zluar kein schlechtes, gebe aber zu be-sonders glänzenden Erwartungen keinen Anlaß. In dcm letzten Dezennium war die uatürliche Expansion der Steuerleistungen eine befriedigende und wir ivaren, ab-gesehen von den Verstaatlichungen und den anßerordent. lichen Ansgaben in der Lage, uuscren normalen, stets steigenden Bedarf aus der Steigerung der Einnahmen aus den Steuereingängen zu dccien. Hie Expansiun des Budgets ist eine universelle Erscheinung. Ihre Ursachen liegen einerscils in der Zunahme der Bevölkerung, anderseits stellt sich die Expansion als eine spezifische Erscheinung des Parlamentarismus dar, indem die Wäh. ler es als'die vornehmste Aufgabe ihrer Vertreter an» sehen, daß sie möglichst viele Vorteile nach .Hanfe brin-gen, wobei fie sich selbstverständlich gleichzeitig gegen ^ede wie immer geartete Belastung verwahren. Die Ab» geordneten sollten aber nicht bloß Volksvertreter, son» dcrn auch Nolksführer sein, damit das Volk vor jenen Katastrophen beschütü werde, welche mit der Unordnung in der Finanzwirtschaft das Volk selbst treffen müßte. Der Minister erklärt, daß wir auf vielen Gebieten noch sehr rückständig seien, so im Hoch- und Miltelschulwesen, im Eisenbahnwesen, in, Baue der Slraßen und Brücken, Flußregulierungen, Post. und Tclegraphenwcsen, Ge-werbesörderung, öffentliche Sanilätspflege. Auch im Budget des Ackerbauministeriums sei keine Pust bcfrie. digend. Der Minister verweise außerdem auf die un< geheuren Lasten, welche durch die Verbesserung der materiellen Lage der Staatsangcstellten, durch die wasserwirtschaftliche Vorlage sowie Erweiterung des Lukalbahnnetzes erwachsen werden. Aber die Regierung und auch das Parlament würden ihre vnmitivste Pflicht gegenüber dem Gemeinwohl vernachlässigen, wenn wir angesichts der Finanzlage anch nur einen Schrill weiter, gehen, der mit neuen Auslagen verbunden ist. Vorerst die Bedeckung uud dann erst neue Auslagen. Wenn auch das Budget'nicht für alles ausreiche,' seien doch die Kräfte des Staates gnnz gut, aber es muß die Finanz-wirtschaft derart eingerichtet werden, daß wir in die Lage kommen, durch eine intensive Wirtschaftspolitik die Leistungsfähigkeit des Staates noch mehr zu stärken uud zu entwickeln. Um keinen Preis darf man riskieren, daß etwa kriegerische Zufälle die Entwicklung stören Laibacher Zeitung Nr. 285. 2725_______ 13 Dezember 1911. konnten und daß alle Arbcit unter namenlosen Kata-strophen zusammenbricht. Diese Lasten, die wir für die Armee zahlen, sind mit einer Versicherungsprämie zu veraleichcn, die jeder, der sein Gut zu schützen hat, gerne zah'll um sich vor mworhcr^'schenen Katastrophen zu sichern. Aus allem, >oas ich lusher err Abgeordnete Dr. Koro^cc beantragte hier 12 Millionen zur Verhinderung der Deprivation. Es ist eine schr niihl'che Absicht. Ich erlaube mir jedoch, daran zu erinnern, t>ah wir erst vor zwei Jahren für analoae Zwecke einen Fonds gegründet haben, welchem iälirlich 6 Millionen zufließen, die normalerweise aus den laufenden Einnahmen bcftritten werden und dem-nack ihre Bedeckung finden. Jede Kreditermächtigung ist für die Regierung bis zu einem gewissen Grade ein Beweis des Vertrauens. Aber der Herr Abg. Dr. Ko» -rosec hat mit einer Hand ctwas gegeben, mit der ande» 7-en zieht er ein bißchen zurück. Ahnliches, was ich früher über die Bedenken, welche gegen den Antrag KoroZec sprechen, gesagt habe, muß ich in noch höherem Maße von den Anträgen der Herren Abg. Seih, Waldner und Pacher sagen. Ich begreife vollkommen die beachtenswerte Tendenz, die Vezüge der Lehrer der Volts- und Bürgerschulen zu bessern. Wollen Sie aber doch bedenken, baß nach unserer Verfassung dirse Aufgabe nicht dem Reichsrate, sondern den Ländern zufällt. Das Paria, ment muß demnach den Landtagen die freie Beschluß, fasfung, in demjenigen Wirkungskreis überlassen, welcher ihnen verfassungsmäßig zukommt. Insoweit es sich aber darum handelt, durch Zulvendungen aus Staatsmitteln zur Sani nungsprotlamaiion durch den Herold, während welcher der König und die Königin vor ihren Thronen standen. Lord Hardinge kündigte dann eine Anzahl von Gnaden» beweisen an, darunter eine Spende von 5 Millionen Rupien zum Zwecke des Volksunttrrichtcs. Delhi, 12. Dezember. Kurz vor der Beendigung des Durbar verkündigte der König, daß der Sitz der Regierung des indischen Reiches von Kalkutta nach Delhi verlegt werden wird. Roosevelt. Washington, 12. Dezember. Wie mall hier in Er-sahrung gebracht hat, ist eine von den Anhängern Noose« oelts vereinbarte Aktion ins Werk gesetzt worden, um die Aufstellung Noosevelts als republikanischen Kandi. daten für die nächstjährige Präsidentenwahl durchzu» setzen. ,,^!>! treffend die Einberufnng der Delegationen zur Vehand» lun3 ^.Z" ß^Z «>,. Ansicht !^HZ ^ s^F Z" !___________________^-5 < 1 ^"ü7N^ 729'3"^^l)^G7^chwllch > »team I 9U. Ab. 728 3 4 7 NO. schwach bewLlkt 7 U F. 727 0 "b 0 TW. schwach Negen 12 2U.N.' 730 9 4 4 S3W. schwach » 23-8 9 U. Ab. 734 6 4 0 NO. schwach > teilw. heiter 131 7 U. F. l73?8s 1 4 32W, schwach! bewöllt s 6-2 Das Tagesmittel der Temperatur vom Montag beträgt 2 6», Normale -11°, vom Dienstag 4 b«, Normale -13°. Wien, 12. Dezember. Wettervoraussage für den 13. De» zember für Steiermarl, Warnten. Krain und Küstenland: Zeitweise bewüllt, zeitweise Niederschläge, etwas tälter, östliche mäßige Winde. Für Ungarn: Vorläufig unbedeutende Tem» per 'turäuderuna., an rnclm Orten Niederschlage voraussichtlich, später bei lebhafteren Winden veränderliches, kühleres Wetter wahrscheinlich. Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Pro« spelt über eine Auswahl wertvoller, wohlfeiler Kinderbücher und Iugendschriften bei und empfehlen wir diesen einer gefälligen Durchsicht. Die angezeigten Bücher sind in Lailach von der Buchhandlung Jg. v. Kleiumayr K Fed. Namberg zu beziehen. VefteS WeihnachtHgeschenl. Wohl kaum etwas findet solchen Anwert als Weilinachtsgrscheut wie ein photographischer Apparat. Denn ein solcher dient ja nicht allein der Unterhat» tung. sondern bietet fortgesetzte ernste Anregung und wirkt dadurch eminent bildend und erziehend. Abcr auch wenige Geschenke erfordern soviel fachmännischen Nat, wie ein photo» graphischer Apparat, wenn man nicht mehr Geld ausgeben will als nötig ist. Es empfiehlt sich deshalb bei einem Fach» mann einer großen, vertrauenswürdigen Photoliandlung. der die Vorteile und Nachteile der bestehenden Kameratypen aus eigener Erfahrung kennt und deshalb in der Lage ist, für jeglichen Bedarf das Geeignete zu empfehlen, vorerst Rat ein» zuholcn. Das Gleiche gilt tiei Wahl von Slioptitons. bei denen Optik und Lichtquelle viel Erfahrung erfordert. Die l. u. l. Hof Manufaktur R. Lcchncr (Milh. Müller). Wien I. Graben 30 und 31 verfügt über cin fachmännisch geschultes Personal und ist es lohnend, die l>ei ihr ausgestellten, in eigener Fabrik hergestellte» Apparate und solche fiemdec Provenienz zu be» sichtigen. Preisverzeichnisse werden gratis und franko versendet (4956 ») Heilmittel ^oßcm «ussiise^y lirluillueit uuä Llutkrmut. ^8 Ni-fl-inolllNlFL- unä 6ouuljßotrimll unüliyrtr«ttlic>,ll. D»>» 5lt -«Vstn. 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Hi to V lUWdtti & Wit-Mi i hi nnd fiart j-bv- OTtom; llneiirdrei; Virwalticj iri I QinQrh #8sS3 C.an7 Inoof QtraRo Mi* Q •iilajio mr. Einlaoitlcker i.la Iiolt M 8i»tti. Safi-Deiisltt all. (1750) »« LcUUcH/ll *^F ' ranZ-JOSei-öiraDe Hr. il. Itrrti»; M4li»ir-tTeira1slia Hurüe an der Wiener Börse vom 13. Dezetnber 1911» Si bhißknr» ^tild | Ware All*. Staatsschuld. Pmr. s j(Mai-NoT.)p.K.4 »1 20 91-40 e ¦*•/• I i. ,. P- U-* 9'*° 9r 2 *»»/^i.W.»lot.F«b>ng.v.K.4-a 94Ö6 9<-«/> .c 4 »•/, „ ,, „ ,, p.A.42 9<6e 9<«r •5 4 8»/t „ 6Ub.Apr.-Okt.v.K.4--i 9«C6 9<-*f WU"8*/, „ ,, ,, „p.A.42 94-66 94-Sf L«NlT.J.lM0zub00(l.Ö W.4 /606 1666 L#ecT.J.186OzulOOfl 0.W.4 4ID— 441- L»««T.J.18*4zul00fl ö.W.... e/j eo 6?»et L«e«T.J.1804m Mfl.ö.W.... 80s- 3W- S4.-»»«ä» -Pf. i20fl.800F.& f*7«i/ r«.Q/ic. tc»t«rr. Staatsschuld. ©eut.Staatfcnchatzseh.stfr.K.4 S9SC 100- •«»it.Goldr.Btsr.Cold Kasso. .4 114-76 ii4-9t „ ,, ,, ,, p.Arrgt. 4 114 It ii4'S" ••at.JUntei.K.-W.stfr.p.K. .4 9iit 9rat f. M » » >i „D..4 9111 9l»t ' ••8t.lBTest.-Kent.Btfr p.K.a'/j So-ot 8021 Fru2 JoEeseb. i.Kilb.(d.S.)5V< ns t0 '"'*> Galiz. KarlLudwigeb.(d.St.)4 ftiSO 92 «t Ncrdwb.,ö.u.fltidnd.Vb.(d.S.)4 918c 9fii Ra 93 7* Nordwb., Oeet. 200 fl. Silber 6 102-4* 108-46 '»to. L.AE. 1903(d. S.)K3'/, MS» «<-fle Si lilnllkurs CivU' | Ware I'm*. Nordwb.,Oe6t.L.H.200fl.S.5 /or«/ /o*-«c f Liiig.-gal.E.E.18S7 200SiIb(-i-4 »2 70 sa/(, Un^. StaatHschnld. Ung.StaatskasftnBch.p.K^1/, 99 *"» sp«« Ung. Rente in tiold . . . p. K. 4 //0-"0 t;ü7t Lng. Rente i.K.Btfr.T.J.1910 4 902C 90-40 Uug. Rent« i. K 6tfr. p. K.4 90 30 so-so IJrp. Priimieri-Anlchen i lOOfl. 431- 448--U tbei8B-R.u.Sztp.Prm.-0.4 297— !«¦-LUinindenUaBtg.-Oblg.o.W. 4 90 70 9J-7c Anders oflVntl. Anlehen. Bs.-berz. Ei8.-L.-A.K.19oa 41/ gsso $9-30 Vr.Vetkuhrsanl.-A. verl. K. 4 9/-#» »2-*e dto. >m, 1900 verl. K . . .. 4 91-66 9S6t (•alizinches v. J. l8i»H verl.K. 4 93-- 94-- Krain.L.-A.v.J.1888o.W. .4 9226 98-Zt Mahri^cheBV. J. 189OT.Ö.W. 4 9340 94.41 A.d.St.Rodap.v.J. 1903 v K. 4 S9S6 90-86 W icn (Elckw T. J. 1900 v. K. 4 9f7* 92-7b V ien(lnyeßt. v. J. 1902 v.K. 4 S3-- 94-- WVn v. J.190^ v.K.......4 92 60 98-60 HuKB.St.A.l9(l6f.l00Kp.U. b 103-26 103-71 Bul.Ht Gold»n!.m07100Ki»/i S4-W 96-1C Flan«ll)ri«'te und Kommunalobligationen. Hodenkr.-A. öst., ftoj. o. W. 4 9f66 93-gr Bodenkr.-A.f. Dalmat. v.K. 4 99-60 ioo-6t Biibm.Hypothekenbank K . . 5 1OO'76 10176 dto. Hypothbk., i.67 J.v.K.4 94-60 9490 dto. Lb K.-SchnldBch..f>0j.4 9Sm— 94- dto. dto. 78 J. K.4 93-- 94-- dto. E.-Scboldsch. 78 J. 4 91-- 94-— ^^^hll)^kur^ /i 7-s» Ccntr.Hyp.-B.ung. Spark. 4Vj •"*¦'* •"•«•2» Comrabk.,Pest. Ung.4l J. 4'/> 9*"7* »»'76 dto. Com. ü. i. öl)'/;, J. K 4'/j 9*-- -q9- Hcnn.B.-K.-A.i..r.0J.T.K41/t 9«<'ü »9*0 Siark.lnuerst.Bud.i.öOJ.rUVs 9*f- 9s- dto. inb.!äOJ.v.K.....4V< "- fl«J- Si'ark.V.P.Vat.C.O.K . 4'/2 »*"- W-- üng. Hyp.-B. in Pest K . .. *V8 -g*'»P »*•« dU). Kom.-Sch.i. 50.1.7.K4>/> !'*'*° 9»W Eisenbahn -Prior.-Oblig. 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Herg-u.Hüttw.-fi. öst. 400K 9M7-— 991 Hirtoi)bt>r);P.,Z.u.M.F. 400 K 1230— l28tr- Können.Zement-Fabrik 400 K 373- 877- l-engeiilelderP.-C.A.-G. 260 K 260- 263-Mont8HKe3..österr.-alp. lOOfl. #62-26 *63-2' OH. 674 « 970 tt -algo-Tui-i.Stk.-B.....100H. fi«*' «74 — Sk.xJawnrke A.-G. Pila.SOOK 676 7» «77 7« Wi»fl6n-F.-G..**>t«rr. . . 100H. 7«*— 77»- Wtstb. BersbanA G. 1*08 «7V- *7l — DfTisea. Kirs« 8i«kt«B iai S«kMk». Dentüch« Bankpl-itze....... It7 76 »?•»» lUheiiisclie liankpUt/.e..... 94 7» MH Lorid«»................. 240-80 141-1» Paris ................... »» 4X* »i¦$*> YlllttB. MünzdakaUi)............ H'37 tlt» üO-Francg-^tücke.......... 1911 191* i'O-Mark-St«cke........... 1t «4 a*ti I>ent»che Roiohsbanknotan .. //771'» »/7»1 Italienische Bnnknot«n..... 9*'76 »«•— Kubel-Not«n . ............ 2-»4 *M7- Ltkalpapiere nack Piivatiotier. d. Filiale*. K.K. priT.Octit.CrMlit-AnsUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 228-- ttt- Hotel Union ,, 600 ,, 0 —••- —¦-¦¦• Krain.Banges. „ 200,,12K 200'- ll