Nr. 250. Mittwoch, ÜU. Oktober 1907. 126. Jahrgang. Mbacher «L lc, ^«/bjährig ll X. lfür dic Zustellung int HauH (»lnzjähriß »X. - Iusirlionslllbübr: stilr lieinc Inserate bil ^u 4 Zeilen 50 b. yrömre pe: Zeill 1^ !'^ bei öfteren l^dc^dvlaugcn rn >leile !i ti. Lie «Laibacher Zeilung» erschein» lüglich, irii! A»«n«:hme der Lrnn- und Feiertage. Die Ndminiftration beNlch«! sich ttongrekflah Nr, L, die «tdaMon Talmntinnasse Nr. 50. Lrrechsnmden der Ncdaltion von 8 bis IN Ubr no:- mitlcgt. Unfranl,etle Vliese werden nichl anntüommci,, Manv!lrivte nicht zurüclgeslellt. MchtclmMcher Teil. Serbische Antwortnote anf die Kundgebnug der Ententemächte. Alls Belgrad geht der „Pol. Korr." der Tert der ain 24. d. M. an die diplomatischeil Vertreter Österreich-Ungarno lind Rußlands übergebeueil und am 25. d. M. den, diplomatischen Vertretern der übrigen Großiilächte mitgeteilten Autwort der serbischeil Regierung anf die Verbalnote der Enten telii ächte bezüglich Mazedoniens zu. Tie lautet, wie folgt: Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit dos Gegenstandes hegte die serbischc Regierung den Wunsch, auf ihn zul-nckzlikommeu, obschon der serbische Mi' uister des Äußeru gelegentlich der Übergabe der Verbalnote eme diesbezügliche Erklärung schon mündlich abgegeben hat. In erster. Liuie dankt die serbische Regierung den Ententemächten fiir deren Fiirsorge um die Vessernng der Lage der Christen m den drei Vilajeten der eliropäischcil Türkei uild deren Gleichberechtigung. Die serbische Regierliug, lvelche stets cine friedfertige Politik verfolgte, schließt sich mit der grössten Befriedigung dem Wunsche der Ententemächte an, der Bandenbewe gung entgegenzutreten. Te serbische Regierling bedauert gleichzeitig, daß die (Großmächte die Loyalität der Serben in diesen, (legenden nicht beachteten, welche diese revolutionäre Aktion weder begannen, noch eine bewaffnete Propaganda trieben, sonoern sich bloß in der Lage der gerechten Notwehr be-fanden. Die serbische Regierung toilt nicht die Anficht der Ententemächte, daß diese Banden ill folge un. nchtiger Auslegung des Artikels A des Mürzsteger Programms aufgetaucht sind- sie ist vielmehr der Überzeugung, daß dieser Erscheinung eine andere Ursache zugrunde lag. Ehronologifch kann festgestellt werden, daß bulgarische Bauden auch vor der Aufstellung des Mürzsteger Programms be standen haben. Die bulgarischen Bauden tauchten Ml Sommer MM auf, das heißt vor dem Mürz-fteger Programm, welches erst im Oktober des-selben Jahres ausgearbeitet wurde. Diese b»f gai-ischen Bandeu hatten nach einem vergeblichen Versuche, das Volk, welches sich tatsächlich ziemlich indifferent dein kriegerischen Aufrufe gegeuüber ver-hielt, zum Anfstanoe zu bewegen, die Absicht, es durch Terrorismus zu zwingen, sich der revolutionären Bewegung anzuschließeu. Auf Gnade und Ungnade den bulgarischeil Banden überlassen, hatte die mazedonische Bevölkerung keine auderen Mittel, sich der Gewalttätigkeit zu erwehren, als ihr mit der Waffe in der Hand entgegenzutreten- auf diese Weise entstanden die serbischen Banden, deren einziges Ziel die Verteidigung des Lebens und des Eigeutums der bedrohten Serben war. Die ser-bischen Banden, deren Eharakter ein rein abwehrender, war, konnten nicht infolge einer unrichtigen Auslegung des Mürzsteger Programms entstanden sein. Dies wird noch offenkuudiger, wenn man die Tatsachc in Betracht zieht, daß die ersten serbischen Banden auf dem mazedonischen Terrain erst Ende 1W4 formiert wurden, demnach ein vollem Jahr nach den: fertiggestellten Mürzsteger Programm. Ill der Verbalnote der Ententemächte wurde betont, daß die Feststellung der Grenzen zwischen deli verschiedenen Nationalitäten „auf das Prinzip des Status quo ante und anf enlste und vollkommen unabhängige Erforschnngen gegründet sein werden, lvelche anf dem Terrain selbst werden vorgenommen werden." Die serb. Regieruug fürchtet in erster Reihe, daß der Artikel ^ des Mürzsteger Programms durch solche neue Erläuterungen an seiner Deutlichkeit Einbuße erleidet. Tchon seit längerer Zeit war anf dem Territorium, auf welches sich die Reformeu erstrecken - und welches, uebenbei erwähnt, weder dem geographischeil noch historischen Begnffe Mazedoniens entspricht, da es auch einen, von Altserbien unzertrennlichen Teil nmfaßt — nichts beständig lind nicht? unveränderlich' die Lage änderte fich vielmehr jeden Augenblick uach dem Übergewicht der einzelnen Propaganden der-art, daß es schwer wird, von einem Status zu sprechen, nn,d daß es unmöglich erscheint, einen solchen Status als Basis für die Abgrenzung der Nationalitäten zn nehmen, wenn nicht hiebei den wissenschaftlichen Prinzipien, auf Grund deren die Grenzen der Nationalitäten bestimmt werden könn-tell, Rechnuug geirageu wird. Die serbische Regierung, lvelche in den Reformen ein Unterpfand für eine bessere Zukunft der Ehriften ill! der Türkei erblickt, würde sehr wün scheu, daß diese Reformen auch auf die Sandschaks des Vilajets Kosovo ausgedehnt werden, lvelche bisher in die Reformaktion der, Großmächte nicht einbezogen sind. In diesen Tandschaks ist die Lage, im Vergleiche mit jener in den Sandschaks anderer Vilajete bedeutend trauriger uud uuerträglich und die Serben, das christliche Element in dieser Gegend, sind der größten Bedränmns ausgesetzt, ihr Leben mehr als irgendwo anders bedroht. Nachdem die Großmächte schon, befchlossen haben, daß sich die Reformen auf Mazedonien uud selbst einen Teil Altserbiens erstrecken, glaubt die serbische Re gierung, das; die Großmächte mit Rücksicht anf die unerträgliche Lage ill Altseruien nm so weniger die übrigen sandschaks Altserbiens aus dem Reformgebiet ausschließen werden. Durch die Ausdehuung der Reformaktion auch auf diese Sandschaks ill 'Altserbien werden die Großmächte ein doppeltes Ziel erreichen: sie werden erstens ein humanes Werk vollbringen und außerdem bei der christlicheil Bevölkerung das Vertrauen in die Unparteilichkeit der Großmächte imo in die Effikazität der Reformen stärken. Die serbische Regienmg muß hinzufügen, daß die Ausschaltung mehrerer Sandschaks Altserbiens aus dem Gebiete der Reformaktiou den Bestand Altserbiens, der Wiege des alten serbischeil Staates, ail welchen, uns so viele ethnographische und historische Bande bindeil, in Frage stellen würde. Die vom 22. d. M. datierte Antwort ist vom Ministerpräsidenten und Minister des Äußern Nikola Pasi<" unterzeichnet. Politische Ueberlicht. Laib ach, 29. Oktober. Die „Reichspost" erobert die Bedeutung der Valuteukla u sei i m A u s g l e i ch; sie findet sie unzureichend, da ihre Wirkuug sich nur auf die staatsfinauzielleu lind nicht auch auf die allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse erstreckt. Die Regierung scheine sich in der Fraa,e „Bankgemeinschaft oder Banktrenuuug" einem Optimismus hingege beu zu haben, dessen Berechtigung zweifelhaft ist. Gerade in diesem Belange sind aber, die Bestim- Feuilleton. Die beiden Alten. Von Willn Zoerfter. (Nachdruck verboten.) In ihrcm Mansardeuzimmer hing über dein zerschlissenen Sofa ein Bild in goldenem Rahmen. Dav Porträt eines juugen, Mädchens mit der kleidsamen Scheitelfrisnr der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderte. Ein sehr schönes Bild. Das feine Gesicht, die lachenden Augen, der schelmische Mund, der schlanke Hals und die blühende Büste, das weiße Mnllkleid mit den Puffärmeln und der Spihenrüsche um den tiefeil Aufschnitt — da5 alleo war mit der peinlicheil Sauberkeit und Glätte jei'.er '>l'unstepoche von begabter Hand gemalt. 3obald man in das ärmliche, modrige und leider auch recht unsaubere Zimmer hineintrat, mußte man das Bild sehen. Es war so auffallend wie etwa eiu Diadem auf dem Schlapphut eineo Mausefalleuhändlers oder wie ein Strauß von Viarechal Niel in einer Armsünderzellc. ^. Wenn 5enu Fräulein Weißbach mit zitterndem ^Ula^r darauf hinwies uud mit ihrem dünnen ^iunnchen die stolze Versicheruug zirpte: „Da5 "Ul ich!", 5am, war es schwer, die ivassuug zu bewahren. . Meiue Mutter hatte mich zu dcr Einsamen ge-ichickt, die leicht, ertrankt war, damit ich nach ihren Bedürfnissen fragen sollte. Ich kannte ^räuleiu Weißbach von ihren Besucheil in meinem Eltern-Haii5. Sie kam nnr, wenn mau sie berief. Das ge fchah mit wochenlangeu Pauseu uud immer für eine Stnnoc, ill der sie meinem Vater nicht begegnen konnte. Er fand sic entschlich schmutzig und unappetitlich uild wollte nichts mit ihr zn tuu habeu. Er halte recht. Sie trug eine Zwiruverrücke wie die Weichseliüdiuuen, die iu zehn Farben spieltc und scholl ganz speckig geworden war. Ihr spilzes Vogelgesicht war von einer dicken Puderschicht be deckt, durch die auo irgend einem Grund die,^aut bläulich hindurchschimmerte. Auf Wangen und Lippen war grelles Rot aufgesetzt. Wenn sie lächelte, kamen guitteugelbe Zähue von erstaunlicher Länge zum Vorscheiu. Der überaus magere Hals zeugte vou einer bedenklicheu Wasserscheu. Dasselbe galt von den Händen, die langfingerig aus gestnckten Puls wärmern herausstrebteu. Die >ileiduug des alten Mädchens zeichnete sich zu jeder Jahreszeit durch eine verblüffende Vielfältigkeit ans. So viele Hüllen im Laufe des erhitzenden Gesprächs Fräulein Weißbach auch ab streifen mochte, es blieb immer noch eiu Jäckchen, ein Tuch oder ein „Seeleuwärmer" übrig. Da mau bei solcher ^-ürsorge für deu Schutz de5 >törpero zu der Anuahme gezwungeu war, daß unter dem Hanptgewand eine ähnliche Abundanz an Bekleidungsstücken beliebt sein mußte, ergriff jedeu uur einigermaßen mit Phantasie begabten Beschauer ein wahres Entsetzen vor dein Iwirnfadenvolmnen des jungfräulichen Leibes. Ich war also gekommen, um im Namen nreinor Mutter der >traukeu irgeud eiue Gefälligkeit zu er-weiseu. Vielleicht war, ich noch nicht wohlerzogen genng, um meine vergleichenden Betrachtungen des thönen Bildes nnd der Ruine femes Originals ill mitleidiger Heimlichkeit austeilen zu köuuen. Jedenfalls schien Fräulein Weißbach den kräukeuden Zweifel ill meiuer mißtrauischen Iuugenseele zu lesen, denn sie vergaß fnr geraume Zeit ihre Leideu, um mich aiK'führlich über die Tage der Rosen aufzuklären, ill denen ihr Porträt entstanden war. „Ja," sagte sie, „so habe ich damals ausgesehen. Ich war siebzehn Jahre alt. Ja, ja — ich war eben, zum Theater gegangen. Ich hatte ein großes Talent in meiner Jugend. Weuu ich nicht immer so bescheiden gewesen wäre und mir nicht alle Rollen hätte wegiutriguieren lassen - wo wäre ich hellte! Das Bild da hat ein großer Meister gemalt. Den Namen habe ich vergessen. Aber ich weiß, daß es .'ll)M Guldeu Kouveutionsmiiuze ge-kostet hat. Eiu schwerreicher Mäeen. der mich sehr bewundert hat, hat es malen lassen, lind mir dann geschenkt. Ja, ja — ich bin, ich kann wohl sagen, allgebetet worden, junger Herr. Der Graf >tra minski, der hat sich meinetwegen erschießen wollen. Da stauneu Sie, nicht wahr?" Ich fürchte, daß mein Staunen nichto an Lebhaftigkeit, aber recht viel an Höflichkeit hat vermissen lassen. Fräulein Weißbach wurde sehr ner- Laibacher Zeitung Nr. 250. 2316 80. Oktober 1907. inungen dos nenen Ausgleichs, der ja bei Ausschaltung der Vankfrage eiller Gleichung mit eiller Nn-bekannten ähnelt, lückenhafter, als notwendig gewesen wäre. Handclsminister >^o ssuth empfing am ^7. d. eine Deputation seines Wahlbezirkes Tzegedin, die erschienen war, um ihrenl Abgeordneten das unverbrüchliche Vertrauen seiller Wähler auszudrücken. Der, Minister, der derzeit kraul ist, empfing die Deputation im Vette nnd erwiderte auf die An spräche der Deputation: „Es ist wahr, das; die Lage unserer Partei schwierig ist, denn die Unabhängigkeitspartei gelangte früher zur Majorität, als die Logik der (beschichte die Lage hiefür gereift hatte. Wir können nichts anderes tun, als die verfassungsmäßigen Pflichten der Majorität erfüllen: die bestehenden (besehe in Ehreu zu halten, ein Negieren in diesem Tmue möglich zu machen und zu trachten, das Land ohne Erschütterungen ill der Verwirklichung ihrer Prinzipien vorwärts zu bringen. In Anbetracht des gegenwärtigem Kräfteverhältnisses nnd der wirtschaftlichen Lage hätten wir, wenn wir als völlig unabhäugiger Ttaat nnt Österreich einen Vertrag geschlossen hätten, keinen besseren Ausgleich schließen können. Wir müssen jetzt trachten, daß wir auf dem Gebiete, welches wir für das Land gesichert haben, während der nächstfolgenden, Jahre uuser Vaterland stark machen, damit wir im Jahre 1917, wo wir vor einer Tabula rasa stehen werden, imstande sein werden, alle unsere N echte geltend machen zn können. Wir wünschen hellte nnter den jetzigen Umständen, sowie auch später, wenn wir als vollständig selbständiger Ttaat nut Österreich einen Vertrag schließen, das freundschaftliche Verhältnis zu dem benachbarten Ttaate anfrecht zu erhalten, denn wir sind nicht von den Gefühleil durchdrungen, denen der Bürgermeister der Ttadt. Wien in, so uugewählteu und zügelloseil Worten Atisdrlick gegeben hat. Ich werde in dieser Richtung, solange ich Minister bleibe, meine Pflicht tun. Schließlich erklärte der Münster: Es ist unsere Pflicht, die Geschesvorlage, betreffend das allgemeine Wahlrecht, möglichst bald vorzulegen. Der Oberste MarineNat iu P a r i s erörterte das F I o t ten p r o g r am m , das der Marine-Mimster der Kannner vorlegen wird. Es handelt sich, den Blättern zufolge, hauptsächlich lim die in den Jahren 1!)W lind 19l<> zu erbauenden Panzerschiffe. Im Jahre «909 soll der Van von sechs Panzerschiffen von W.OOl) bis 21.Ml) Tonneu in Ailgriff genommen werden, die auch ill betreff der Tchiffsausrüstungen das englische Pauzerschiff „Dreadnought" übertreffen sollen. Die im Verhältnisse Ä g v P t e n s zu Eug land und iu den englisch türkischen Beziehungen eingetretene Erwärmung hat, wie ans .U'airo berichtet wird, neuerlichen Alisdruck in einem Artikel des „Journal de Eaire" gefunden, in welchem ausgeführt wird, der Khedive sei voll sehr versöhulicher (Besinnung England gegenüber erfüllt uud entschlossen, aufrichtig zu dessen ill Ägypten übernommener Mission lnitznwirken. Auch soust fehlt es nicht an unverkennbaren Tymvtomeu der in der Gesinnung Abbas Hilmi lt., insbesondere seit seiner letzten Neise eingetretenen Veränderung. Wenn aber ein Gerücht bis zur Vehauptuug geht, daß der Tituatiouowechsel auch in einein Wechsel der Person des türkischen Oberkommissärs zum Ausdrucke gelangeu soll und man iu Kairo von Ghazi Mukh-tar Paschas Ersetzung durch den ottomanischen Kommissär ill Tofia, Tadik Pafcha, zn fprechcn beginnt, wird doch wohl erst eine Bestätigung durch die Tatsache abzuwarten sein. Tagesneuigteiten. — (Ein Pistolenlampf zwischen Mädchen.) Aus Lemberg, 28. Oktober, wird ssemeldet: Zwischen den bei der hiesigen Zweiganstalt der Wiener Speditionsfirma Karl und Iellinel angestellten Praktikantinnen, der 20jährigen Auguste Neiter und der 19jährigen Marie Manna, fand gestern in einem Wäldchen ein Pistolenzwei-lamftf statt, Veim ersten Kugelwechsel erhielt die Manna eine leichte Verletzung an der Stirne. Neim Meilen Kugcl-wechsel erhielt die Reiter einen Pistolenschuß in den Kopf, wobei sie derartige Verletzungen erlitt, daß sie bald darauf starb. Die Ursache des Zweilampfes war folgende: Beide Mädchen hatten gegenseitig, ohne davon Zu wissen, Beziehungen zu einem und demselben Offizier angeknüpft. In den letzten Tagen kamen nun die beiden Mädchen darauf, daß sie von dem Hauptmann. der beiden ein Eheversprcchcn gemacht hatte, betrogen wurden. Sie gerieten in Streit, beleidigten sich gegenseitig und forderten stch schließlich zum Zwcikampf. — (Der Herr S ch u l r a t.) In einer nassauischcn Dorfschule hielt kürzlich der Schulrat Revision, wobei er den Lehrer ermähnte, die Kinder mehr zur Höflichkeit zu erziehen. So sei eZ geziemend und recht, daß sie den Antworten die Schlußformel anfügten: Herr Schulrat. Da nun der Schulrat am nächsten Tage die Schule eines Nachbar dorses besuchte, machte der getadelte Lehrer seinen Kollegen darauf aufmerksam, er tue gut, vor Ankunft des Schulrates seine Kinder entsprechend zu instruiern,. Das geschah. Der Schulrat kommt und revidiert, und prompt erfolgt jedesmal als Refrain: Herr Schulrat, Da kommt die Geschichte von dem Sündenfall daran. Er fragt: Mit welchen Strafworten wendete stch Gott an Adam? Die Antwort lautet: Die Erde sei verflucht um deinetwillen, Herr Schulrat. Nm den niederschmetternden Eindrnck der Antwort zu verwischen, fragt der Gestrenge flugs: Was sprach Gott zur Schlange? . . . Auf deinem Vauche sollst du kriechen, Herr Schulrat. Schnell winkt der Schulrat ab und wendet sich an einen anderen Schüler, daß er die Strafworte vollende. Dieser antwortete: Du sollst Staub fressen, dein Leben lang, Herr Schulrat . . . Dem Schulrat grauste es ob solcher Höflichkeit, und eiligst suchte er das Weite. — (Die Darstellung fester Luft,) Dem Professor Dr. H. Erdmann ist es gelungen, aus flüssiger Luft Kristalle zu gewinnen. Anläßlich der jüngst erfolgten Eröffnung des anorganisch-chemischen Institutes der Königlich technischen Hochschule in Berlin teilte Professor Dr. H. Grdmann mit, daß, wenn man trockene lohlensaurefreic Preßluft in einem besonderen von ihm jedoch fiir andere Zwecke schon früher konstruierten Kühlapparate verflüssig« und dann in ein Vakuum bringe, diese zu einem Kristallbrei erstarre. Die weitere Untersuchung ergab, daß die Kristalle reiner Stickstoff waren. Somit war eine von der bisnnn üblichen Frattioniermethode verschiedene Methode zur Trennung von Sauerstoff und Stickstoff gefunden. Die Trennung ist eine viel vollkommenere, da die Schmelzpunkte von Sauerstoff und Stickstoff weiter ausnnanderliegen, als ihre Siedepunkte. Je reicher die verwendeten Hochgasgemische an Stickstoff sind. desto beträchtlicher sind die Kristallausscheidungen, geht man von käuflichen Stickgasen aus, so erhält man prachtvolle große Kristalle, welche sich leicht von der anhaftenden Mutterlauge trennen lassen und durch Schmelzenlassen derselben kann man Stickstoff aus Luft gewinnen, was bis nun nicht möglich war. Technisch haften dem übrigens bereits gesetzlich geschützten Verfahren noch einige Schwierigleiten an, die jedoch bald überwunden sein dürften. — (Der zerstreute Dichter.) Aus Brüssel wird der «Voss. Ztg." geschrieben: Die Aneldotenquelle. die sich aus Anlaß der Enthüllung des Denkmals für den flämischen Dichter Manuel Hiel geöffnet hat, sprudelt lustig weiter. Eine der drolligsten Geschichten, die jetzt die Runde durch die Presse machen, ist folgende: Als Manuel Hiel eines Tages mit einigen seiner flämischen Freunde in der Stadt ftin Mittagbrot einnahm, ließ er sich von der Unterhaltung, die sich wie meist um flämischnationale Fragen drehte, so sehr fortreihen, daß er darüber ganz vergaß, daß er im Konservatorium um 3 Uhr eine literarische Vorlesung zu halten hatte. Die Uhr hatte bereits die dritte Stunde verkündigt, da fiel dem Dichter sein Versäumnis ein. Ganz erregt nahm er Abschied und Hut. stolperte durch die Tür auf die Straße und stürzte, indem er mehrere Vorübergehende anrempelte, in einen gerade vorüberfahrenden Fiaker, dessen Kutscher er das Ziel und das Versprechen eines doppelten Trinkgeldes zurief. Fünf Minuten später stieg er, aufgeregt wie ein Jüngling, der sein erstes Rendezvous zu versäumen fürchtet, aus dem Wagen, eilte in den Lehrsaal und begann dort seine Vorlesung. Er war so sehr mit seinen Papieren beschäftigt, daß er gar nicht daran dachte, sich umzusehen. Als er zum erstenmal aufsah, war er einen Augenblick starr vor Staunen. In dem ganzen Lehrsaale befand sich ein Mensch, ganz im Hintergründe, der allerdings mit sichtlichem Interesse zuhörte. Ein freundliches Lächeln grüßte den einsamen Zuhörer. Hiel setzte seine Vorlesung fort. Mit hinreißender Virtuosität deklamierte und kommentierte er das erste Gedicht einer flämischen Trilogie und geriet dabei so in Begeisterung, daß er, als die Glocke das Ende der Vorlesung anzeigte, sich an den Zuhörer wandte und sagte: „Nenn es Ihnen recht ist, gehe ich zum zweiten Gedicht über." Das Gesicht des Hörers drückte die lebhafteste Zustimmung aus. „Bitte, Herr Professor, fahren Sie fort, ich habe leine Eile." Hiel sehte seine Vorlesung fort. Abermals war eine Stunde vorübergegangen und der Eifer des Dichters war nicht geringer geworden. Mit einem Ton, in dem Unruhe und Dankbarkeit zitterten, wandle er stch wiederum an seinen wohlwollenden Zuhörer: „Wenn ich Sie nicht zu ermüden fürchtete, würd/ ich jetzt mit dem dritten Gedicht beginnen." — „Bitte, Herr Professor, fahren Sie fort. ich habe leine Eile." Und Hiel las weiter. Ihn störte weder die Leere des Hörsaales, noch ermüdete ihn die Dauer der Vorlesung. Mit seiner klangvollen Stimme las er die schönen Verse des heimatlichen Dichters--------------bis zu Ende. Der einsame Hörer im Hintergrunde hörte geduldig zu. Die dritte Stunde war vorüber, da wandte sich Hiel wiederum an seinen aufmerksamen Schüler: „Entschuldigen Sie. lio^w vi-icnd." sagte er, „daß ich Ihre Aufmerksamkeit mißbraucht habe, indem vös und versuchte meinem Unverstand klar zn machen, daß eine Neihe von Torgefahren nicht spurlos an einem Menschen vorübergehen könne. Mitten in ihren temperamentvollen Ansfub rungen wurde sie durch eiu Klopfeu au der Tür unterbrochen. Ein altes Männchen trat ein, ein ganz verwittertes nnd verhülltes Kerlcheu mit, kahlem Schädel, ill, sich zusammen gekrochen, einen dicken Wollshawl um den Halo gedreht und eineil graneil Plaid über dem schäbigeil Nadmantel nm die Schnltern gelegt. „Gnten Tag, liebe ^reundiu!" sagte der kleine mit dlmuer Et im me. „Wie gut, daß Tie kommen!" begrünte ihn Aräuleiu Weißbach. „Tagen Tie, lieber freund, habe ich so ansgesehen?" "Dabei deutete sie mit einem züchtig verschämten Augeualifschlag anf das von mir bezweifelte Porträt. „Viel, viel schöner waren Tie!" bestätigte der Besucher mit einem melancholischen Kopfnickeu. Dann drehte er sich langsam nm sich selbst und ließ die grauen Aligen forschend im Zimmer kreisen. Plötzlich, wie a>us der Pistole geschossen, lief er auf die alte Kommode zu und drückte eine offenstehende Tchublade hinein. „^ühleil Tie denn nicht, wie das zieht?" fragte ^ vorwurfsvoll, ,,^'ein Wunder, das; Tie innn^v erkältet sind!" (Schluk folgt) Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl Muusmann. Berechtigte Übersetzung aus dem Dänischen von Bernhard Mann. (5. Fortsetzung.) (Nachdruck verböte».) Die schicksalschwangere Ttunde rückte indesseu mit Niesenschritten heran. Der alte Werner war am W. Teptember 1t>^ gestorben, nnd an demselben Tage des Jahren !8N1, mittags 12 Uhr, »nichte sein Neffe verheiratet seiil oder den Gutshof räumen. Hans Voß stellte ihm oft vor, das; er- doch vielleicht eiues Tages den Verlust des schönen (^utes schmerzlich bereuen möchte. Aber Holger Werner hörte ihm nur lächelnd zn nnd bat ihn, anf seme Kartell zu achteil. Denn das Whistsftiel und die Patiencen waren die einzige Nnterhaltnng, die den Einsiedler auf ^'Nidenlund zerstrenen könn-teil. Jeder an seiner Teite des Spieltisches — Hosger Werner mit einer Zigarette, Hans Vos; nnt seiiler langen Pfeife im Mnnde — saßen die beiden freunde au eiuem späten Inuiabeud zusammen nnd spielten einen Whist mit zwei Blinden. Holger Werner war vollständig vom Tpiel in Anspruch genommen, während der andere hin und wieder ein leichtes wähnen unterdrückte. Draus'.en sammelten sich die Wolken und zogeu ill dichten Hallfell über das Himmelsgewölbe, den matt glitzernden Moud verhüllend, der nur voll Ieit zu Ieit durch die dicke Wand zum Vorscheiu kam. Die Wolken saßen voller Negen, der tropfenweise durchzusickern begann, bis die schwebende, sackähnliche Masse mit einem plötzlichen brache barst und sich mit einem klatschenden Tturzbad gleich über die Erde ergoß. (Grelle Blicke durchzuckten mit Polterndem Donnergetöse die unheimlich schnulle Luft. Hans Voß blickte mehreremal zu dem großartigen Naturschallspiel empor, das wohl geeignet schien, ein ohnmächtiges Menschenkind zum Nach-denkeil aufzurütteln, während Holger Werner uur !Tiun für das Tpiel hatte. Die Luft wurde frisch, eine angenehme Kühle drang von draußen iu das Zimmer. Die Plitze wurdeu häufiger und der Tonner folgte ihnen schneller. Jetzt war das Gewitter ganz nahe. Plötze lich erdröhnte ein fürchterlicherKnall, der sich voll den übrigen nnterschied. Mit einem eigenartig schnarrenden, zischenden Lallt dnrchschnitt er die Luft wie eine Niesensäge-, dann ging es zu eiuem hüpfenden Krach über, als werde ein Plötzlicher Widerstand überwuuden, und schließlich eudiqte es iil einem langen, befreienden Nollen, das in einem sich mehrmal5 wiederholenden Dröhnen ansklang. Halls Voft erhob sich uuo legte die Karten auf deil Tisch. (5r war etwas blaß geworden nnd sagte nur: ,M hat eingeschlagen!" „Wo?" „Hier anf dem Hofe. Davon bill ich über-' Mlgt." Laibacher Zeitung Nr. 250. 2317 30. Oktober 1907. ich meine heutigen Vorlesungen über das Matz verlängert habe." — „Aber bitte sehr. Herr Professor, wie ich bereits die Ehre hatte Ihnen zu sagen: Ich bin durchaus nicht pressiert. Aber da Sie jetzt fertig sind — ich bin nämlich der Kutscher, mit dem Sie vorhin hergefahren sind." — (Ein Preis für friedliche Ehepaare.) Eine 400jährige englische Sitte, die nach nunmehr fast 100 Jahren wieder einmal zur Anwendung kam, bestimmt, daß Eheleutc, welche sich ein Jahr und einen Tag nach der Hochzeit Weber gezantt hätten, noch auscinandcrgegangcn wären, vom Grafen von Essex als Belohnung ein fettes Schwein und ein Faß Bier Zu beanspruchen hätten. Dieses Benefiz haben sich in den 4 Jahrhunderten bisher nur vier Familien zunutze gemacht, und zwar im Jahre 1510, 1777, 1826 und nun wieder im heurigen Jahr, trotzdem eigentlich ein fettes Schwein bei den Lebensmittelpreiscn der Jetztzeit ein mächtiger Ansporn sein mühte. Es muß also doch nicht so leicht sein in der Ehe. — (Eine ergötzliche Geschichte) wird aus Königstein in Sachsen belannt. Dort wurde in einer Druckerei eine Grablranzschleife bestellt mit den Worten: „Nuhe sanft! Auf Wiedersehen!" Telegraphisch ging dann noch der Auftrag ein: „Nach Auf Wiedersehen beizufügen im Himmel, wenn noch Platz ist." Und richtig druckte der helle Sachse auf die Schleife: „Ruhe sanft! Auf Wiedersehen im Himmel, wenn noch Platz ist." — Das erinnert an einen ähnlich tragilomischen Vorfall, wo es sich um die Bestellung handelte: „Nuhe sanft!" auf beiden Seiten der Schleife zu drucken. In diesem Falle stand auf der Schleift zu lesen: „Ruhe sanft auf beiden Seiten." — (D i c Strafe Adams.) In dem neuesten Heft des „Heimgarten" schreibt Peter Roscggrr: „Mit einem Katecheten sprach ich über die lindliche Vibclauffafsung der Schulkinder. In der Religionsstunde fragte er einen Knaben: „Wie hat Adam im Paradiese gesündigt?" Antwort: „Der Adam hat im Paradiese gesündigt, weil er einen Apfel gegessen hat, der gottverboten war." Frage: „Wrr hat den Adam zu dieser Sünde verleitet?" Antwort: „Die Eva." Berichtigung: „Die Eva eigentlich wohl nicht, mein Kind, vielmehr die Schlange. — Und wie hat Gott den Adam bestraft?" Antwort: „Gott hat den Adam bestraft, weil . . .", da stockte der Knabe. Aber ein achtjähriges Mädchen hob die Hand aus: „Vitt, Herr Katechet!" Katechet: „Nun sage du mir's, welche Strafe Hai dec gerechte Gott über den ungehorsamen Adam verhängt?" „Er hat die Eva heiraten müssen", antwortete das Mädchen. LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Aus der Chronik der Adclsberger Grotte. I. Adclsberger Grotte! Wer kennt nicht dieses Weltwunder Krams, wenn schon nicht aus eigener Anschauung, so doch zum mindesten aus den ungezählten Beschreibungen und Abbildungen? Es verfolgt daher der Verfasser dieser und der folgenden Aufsätze durchaus nicht den Zweck, eine topographische Beschreibung der weltberühmten Adelsbcrger Grotte, der wunderbaren, märchenhaften Tropfstcingebilde, der hochinteressanten unterirdischen Fauna zu liefern, wohl aber teils auf Grund vorgefundener Aufzeichnungen, teils auf Grund eigener Erfahrung interessante Bruchstücke aus der Chronik dieses Zauberreiches zusammenzustellen, wozu sich der Verfasser für berechtigt erachtet, da er selbst durch viele Jahre an den wechselvollen Schicksalen dieses Weltwunders mitgewirkt und manchen herben Schlag, der es getroffen, mitgefühlt und mitempfunden hat. Bevor jedoch die nachfolgenden Zeilen der Oeffentlich-leit übergeben werden, erfüllt der Verfasser nur einen Att der angenehmsten Pflicht, wenn er der Tatkraft und unbegrenzten Opferfreudigkeit des gewesenen Grottenvorstehers, derzeitigen l. t. Rcgierungsrates A. v. G.. der dieses Juwel wie seinen Augapfel behütete, rühmend und dankbarst gedenkt — eines Mannes, der sich durch sein mehr als 22-jähriges Wirken als Vorsitzender der Grottenlommission unvergängliche Verdienste um die Adelsberger Grotte erworben, so daß er mit Fug und Recht der zweite Entdecker dieses Weltwunders genannt werden kann. Der hingebungsvollen Tätigkeit dieses in unvergeßlichem Andenken stehenden Mannes ist es zu danken, daß es möglich ist, eine Chronik der Adclsbcrger Grotte zusammenzustellen, da er während seiner langjährigen Tätigkeit alle wichtigen Vorkommnisse gewissen-haft verzeichnet und diese Aufzeichnungen bei seinem Scheiden aus Adclsbcrg mit einem ebenso herzlichen als tiefempfundenen Abschiedsschrciben übergeben hat. Einige interessante Kapitel mögen hiemit aus diesen Auszeichnungen der Oeffentlichkeit übergeben werden. II. Jener Teil der Adelsberger Grotte, der jetzt der „Dom" heißt, und jene nun nicht mehr besuchte Abzweigung, die sich von der ersten Naturbrücke gegen Süden zieht und die alte Grotte heißt, war seit jeher bekannt: wenigstens sind darin Inschriften aus dem XVI. Jahrhundert noch jetzt an den Wänden deutlich zu sehen und Franz Graf Hohcnwart soll sogar solche im Jahre 1829 aus dem XIII,. XIV. und XV. Jahrhunderte aufgefunden haben. Im Jahre 1748 beschrieb I. Nagel die natürlichen Merkwürdigkeiten Krams und darunter auch die Adclsberger Grotte. Dieses Manuskript erliegt in der l. l. Hofbibliothel in Wien. Im Jahre 181 s> verfaßte der deutsche Dichter Fellinger ein Gedicht an die Adclsberger Grotte. Der Dichter lehrte in gedrückter Stimmung aus der Adelsberger Grotte zurück, was infolge seines leidenden Zustandes begreiflich war. Von Todesahnungen umfangen, lieh er dieser Stimmung Ausdruck. Die letzte Strophe dieses Gedichtes, offenbar bic schönste, möge zum Andenken des Dichters hier Platz finden: „Du Verg mit deinen Wundern wirst versinken, mein Ich wird schweben über dem Ruin, und aus dem Born des Lichtes Vollendung trinken, und jubelnd fassen, was ihm Wunder schien; dann, wenn die Tiefen aufgehellt mir winken, wenn ich begreife, was ich war und bin. dann soll mein Sang dem Schöpfer jedes Schönen den Preis in himmlischen Alkorden tönen," Fcllingcr fand seine letzte Ruhestätte auf dem Orts-friedhofe in Adclsberg; eine Marmortafel, eingemauert in der Front der Friedhofslapelle, bezeichnet die Stelle der sterblichen Uebcrreste. Die Inschrift ist im Laufe der Jahre gänzlich verblaßt^ ein ungelannter Verehrer des deutschen Dichters, der in der trainischen Erde seine letzte Ruhe gefunden, unterzog vor einigen Jahren die Marmortafel samt Inschrift einer gründlichen Renovierung. .Maubst du? Nun, daim werdeu wir es ja auch uoch rechtzeitig erfahren." >?ans Vost betrachtete ihn ärgerlich. Er hatte eiue bissige Bemerkung auf den kippen. bezwang sich indessen, .^taum hatte er aber das Fenster ei> reicht, als er das Werfen von Türen und das klappern von Ho laschn heu auf dem Hofe hörte. Tie Unruhe Wuch5, der Kettenhund heulte, und die Pferde iiu Tiall suchten sich loszureißen. Da ertönte plötzlich der Nuf: „^ener! ^euer!" Man hörte Schreie, Tchelten und Konnnando-rufe. Hans Vos; eilte durch das Zimmer der Treppe hinab, ergriff seine Tvortnu'che, die im Flur au einem )1iiegel hiug, und lief in den Hof hinaus. Niemand wlchte, wo der Tchliissel zum Spritzenhauszu finden war', eiuige suchteu umher, während audere Austalt machten, die Tür zu sprengn. Der Verwalter erschien in hohen Stiefeln mit einem Ttock in der Hand. (5r war verdrießlich, weil mau ihn aus der nach den Anstrengnngen des 3ages wohlverdienten Nuhe geweckt hatte. 3er grelle Feuerschein, dcr jetzt aus den Fenstern des "neu Seitenflügels drang, m dem die Dienerschaft Wohnte und die Meierei lag, elektrisierte indessen "Ue. Tie Spritze wurde herausgeholt uud mit Dumpfem (Gerassel über das holprige Pflaster des '0oses gezogen, wahrend der Schlauch iu deu graben gelegt wurde uud alle Mauu zugriffeu. Das Nasser quoll aus dein knochentrockenen Gummi liberal! iu dicken Strahlen hervor, so daß nnr ein ^ geringer Teil bis Mn Mundstück gelangte. Die langen Leitern und Feuerhaken wurden von ihren siegeln gerissen, au denen sie im ^aufe der Jahre fostgerostet waren. Die Pferde wnrden in aller Eile vor die Schleifen gespannt, anf denen Tonnen und alte Bierfässer angebunden lagen. In fliegender Eile sprengte man davon, um die Ve Halter mit Nasser zn füllen, llud iu vollem (salopp giug es zurück, als säsze das gelier deu Pferdeu anf den Fersen. Tnbei wurden die Tonnen so heftig hin uud her geworfen, daß der größte Teil des Wassers schon auf dem Wege zur Vraudstätte verloreu giug. Die .Biaben schleppten das Wasser in kleinen lEimern herbei. Sobald sie mit ihnen ankamen, fand sich eine bereitwillige Hand, die sie ihnen abnahm und den Inhalt durch eins der Fenster oder liegen das Haus goß. Nur selten wurde aber etwas anderes damit erreicht, als daß das Wasser die (Gegenstände verdarb, die Feuer uud Rauch bis dahin uoch nicht vernichtet hatten. Iuzwischeu breitete die Flamme siel, im Innern des (Gebäudes aus. Zeitweise war es gan,', dunkel, !so daß mau nichts von dein Feuer sehen konnte. Dann brach es aber wieder mit seiner roten, rußigen Zunge hervor, die für einige Augenblicke aus dem Rauch aufschaute, um ebenso schnell wie der von ihm erstickt zn werdeu. (Fortsetzung folgt.) In diesen Zeiträumen haben die Adelsbergcr Grotte in nachstehenden Werken mit längeren oder kürzeren Auf fätzen erwähnt: Hacquet in seiner Oryctographia Carnioliae (1777), Grubcr in seinen Hydraulischen Vriefen vom Jahre 1780, Roßmüller und Tillcsius in den Höhlenbeschreibungen (1805). Im Monate April 1818 wurde die damals bekannte Grotte (der „Dom") zum festlichen Empfange des Kronprinzen Ferdinand hergerichtet. Bei dieser Gelegenheit kletterte ein gewisser Lnlas l>5 auf einen hohen Felsen, mn dort Lichter aufzustellen. Oben angekommen, verschwand er und kam über eine halbe Stunde nicht mehr zum Vorschein. Die übrigen in der Grotte beschäftigten Arbeiter wähnten ihn schon verloren, als er plötzlich aus einer Oeffuung oberhalb des Felsens hervorbrach und jubelnd ausrief: ..Hier ist eine neue Welt, hier ist das Paradies!" Er kam herab und erzählte, daß er eine neue Grotte entdeckt habe, deren Ende er jedoch nicht erreichen habe können. Er sei weit hinein gegangen und, um wieder den Rückweg zu finden, habe er abgebrochene Tropfsteine so legen müssen, daß ihm deren Spitzen den Rückweg gewiesen haben. Noch in diesem Jahre wurde die Grotte auf Befehl des Kreisamtes gesperrt und für jeden Besucher der Eintrittspreis auf 1/2 Gulden per Person festgesetzt, , Es wurden Stiegen. Wege, Brücken und andere Adaptierungen vorgenommen, um die Besichtigung möglichst praktikabel und gefahrlos zu gestalten. Hicfür erwarb sich namentlich Ritter von Löwengreif, k. k. Kreiskassicr, das Hauptvcrdienst,- eine Gedenktafel am Einlange in den Tanzsaal wurde zum dankbaren Andenken an diesen ersten Entdecker angebracht. Alle Herstellungen ordnete der vorbenannte l. l. Beamte an nnd überwachte persönlich deren Ausführungen; desgleichen oblag ihm die Rechnungsgebarung bis zum Jahre 1823. Die Einnahmen betrugen in diesem Zeitraume 920 fl,, denen die Ausgaben per 1024 fl. gegenüberstanden, so baß Löwengreif noch eine Forderung von 104 fl. an die Grotte zu stellen hatte. Im Jahre 1824 wurde eine Grottenlommifsion ins Leben gerufen und ein umfangreiches Grottenstatut aufgestellt, woraus nur einige interessante und für dic spätere Entwicklung der Grotte bedeutungsvolle Bestimmungen hier Aufnahme finden mögen. Die Kommission bestand unter dem Vorsitze des l, l. Kreishauptmannes aus dem über Vorschlag des Krcishauftt-mannes vom k, f. Landespräsidium hiezu bezeichneten Kreis-tommissär, dem t. l. Krcislassicr, dem Bezirkskommissär und Kameralverwalter der Staatsherrschaft Adclsbcrg, dem jeweiligen Oberrichter der Hauptgcmeinde Adclsberg und einem über Vorschlag des l. l. Nezirlslommiffärs der Kommission zu wählenden Mitgliede der Gemeinde Adelsberg als täglicher Kassier. (Fortsetzung folgt.) — (Seine Majestät der Kaiser) machte gestern mittag einen halbstündigen Spaziergang in den beiden Galerien und begab sich sodcmn in den sogenannten Kammergarten des Schönbrunner Parkes, wo er 20 Minuten promenierte. Nach dem Spaziergang im Garten ruhte Seine Majestät der Kaiser kurze Zeit aus und machte hierauf abermals einen cinstündigen Spaziergang in den Galerien. Die Promenaden taten dein Kaiser außerordentlich wohl und übten auch auf den Appetit den besten Einfluß. — (Das höhere V i l b u n g s w e sc n in Krain,) Dem „Slovcnec" wird aus Wien außer der Ernennung des Professors Dr. Po/.ar zum Direktor des hiesigen I. Staatsgymnasiums folgendes gemeldet: Die Regierung hat sich entschlossen, die vier unteren deutschen -«-Klassen des I. Staatsgymnasiums in Laibach unter eine selbständige pädagogisch-didaktische Leitung zu stellen nnd sie in das Waldherrsche Haus zu übertragen. Zum Leiter dieser Klassen wurde Professor Alexander Pucskn ernannt. Die administrative Leitung verbleibt in den Händen des Direktors des I. Staatsgynmasiums. — Die Regierung will das 7. und II. Staatsgymnasium in Laibach sowie die Gymnasien in Krainburg und in Nudolfswert allmählich, und zwar in der Weise slovenisieren, daß die slovenische Unterrichtssprache auch auf die höheren Klassen erweitert werde. Nur Deutsch. Geschichte, Geographie und Mathematik sollen in den oberen Klassen auch fernerhin in deutscher Sprache gelehrt werden. In Hinkunft sollen nur solche Lehrkräfte angestellt werden, die auch auZ dem Slovenischen als Unterrichtssprache geprüft sind. Alle genannten vier Gymnasien sollen fortan als ausschließlicher slovenischer Besitz gelten. Es besteht die Absicht, aus den selbständigen deutschen a-Klassen allmählich, mit dem Schuljahre 1908/1909 angefangen, ein selbständiges III. Staatsgymnasium zu errichten. — Einer weiteren Meldung des „Slovenec" zufolge, sprach gestern eine Deputation des „Slovensli llub" bei Seiner Exzellenz dem Herrn Ministerpräsidenten sowie bei Seiner Exzellenz dem Herrn Minister für Kultus und Unterricht in Angelegenheit der slovenischen höheren Handelsschule in Laibach vor und erhielt von beiden Ministern die Zusicherung, die Regierung werde von ihrem Standpunkt aus, so weit dies bei ihr stehe, alles tun, damit schon zu Beginn des kommenden Schul- Laibacher Zeitung Nr. 250. 2316 30. Oktober 1907. jahres der Unterricht an der slovenischen Handelsschule in Laibach aufgenommen werde. Die Negierung sei bereit, die Schule, falls diese vom Lande errichtet werde, ausgiebig ',u subventionieren und zu unterstützen. — Auch hinsichtlich der Verstaatlichung der K o m m u n a l r e a l sch u le in Idria gaben die beiden Herren Minister derartige Erklärungen, daß die Verstaatlichung der genannten Realschule im Schuljahre 1909/1910 zu erhoffen sei. — (Aus dem November-Avancement.) Ernannt wurden beim Landwchrinfanterieregimente 27 Lai-bach der Hauptmann zweiter Klaffe Ioh. Schwenk zum Hauptmann erster Klasse, der Oberleutnant Franz Dob-nik zum Hauptmann zweiter Klasse, die Kadettosfiziers-stellvertreter Franz Korai-in. Alois Wavken und Josef Ne sch mach zu Lentnanten, ferner der Rechnungsfühler-Stellvertreter Johann Chmelic zum Leutnantrechnungsführer. — Der Leutnant Philipp Neya Edler von C a st e l e t t o des Landesgendarmerielommandos 12 in Laibach wurde zum Oberleutnant ernannt. * (S t a a t s s u b v e n t i o n.) Seine Exzellenz der Herr Ackerbauminister hat zu den auf 15.500 X veranschlagten Kosten zur Herstellung einer Wasserleitung in der Ortschaft Go<"e, politischer Bezirk Adelsberg, einen Staatsbeitrag von 6200 X bewilligt. —>-. * (Aus dem Vollsschuldienste.) Der k. l. Landesschulrat für Kram hat die definitive Lehrerin an der achttlassigen deutschen Mädchenschule in Laibach Fräulein Franzista Illcrschitsch zur Oberlehrerin an der vorgenannten Schule ernannt. — Ferner wurde der provisorische Lehrer an der Volksschule in St. Veit bei Sittich, Herr Leo Pibrovec, zum definitiven Lehrer und Leiter der einllassigen Volksschule in Afriach, und die provisorische Lehrerin an der Volksschule in Obergurk, Fräulein Marie Strauß, zur definitiven Lehrerin auf ihrem gegenwärtigen Dienstposten ernannt. — In den bleibenden Ruhestand wurden auf eigenes Ansuchen der Oberlehrer an der Volksschule in Aßling .Herr Josef Medic und die definitive Lehrerin an der Volksschule in Ober-Tuchein, Fräulein Pauline Rus, versetzt. —r. * (K. t. Fachschule in Gottschee.) Seine Exzellenz der Herr Minister für Kultus und Unterricht hat den Fachlehrer an der Knabenbürgerschule in Littau (Mähren) Herrn Stanislaus M o st c c l h mit der Nechts-wirtsamkeit vom 1. November 1907 zum Lehrer der zehnten Rangsllasse an der k. l. Fachschule für Tischlerei in Gottschce ernannt. —r. — (Todesfall.) Gestern abend verschied der in Laibach allgemein bekannte Stadtzimmcrmcister Josef Lehner im Alter don 59 Jahren, Dem langjährigen .Herzleiden-machte der Herzschlag ein jähes Ende. Das Leichenbegängnis findet Donnerstag um 3 Uhr nachmittags statt, * (Ausschreibung von H e i r a t s a u s st a t-tun gen.) Der Zentralausschuß des Kaiser-Iubiläums-Wohltätigleitsvereines für Töchter von Bediensteten der Staatseisenbahnverwaltung hat beschlossen, auch heuer, und zwar am 2. Dezember 1907, als dem Erinnerungstage an das Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers, an Töchter von Bediensteten aller Kategorien 15 Heiratsausstattungen zu je 500 Iv zu verleihen, deren Ausschreibung hiemit erfolgt. Gesuche müssen bis längstens 20. November direkt dem Zentralausschusse eingesendet werden. Nähcrc Bedingungen sind im Amtsblatte des k. l. Eisenbahnministeriums 1.1. Stück vom 26. Oktober 1907 ersichtlich. —,-. * (G r a f E n g e l h a u s e r s ch e S t i f t u n g.) Bei der Hans Adam Graf Engelhauserschen Stiftung ist ein Platz mit dem Iahresertrage von 979 X mit dem 20. September 1907 in Erledigung gekommen. Zum Genusse dieser Stiftung sind arme Adelige weltlichen Standes berufen, deren Vor fahren Herren oder Landleute in Krain waren und welche in der Armee oder im Hof- oder Zivilstaatsdienste diene!., bezw. gedient haben; vorzugsberechtigt sind Angehörige der Familien Räuber und Gall. Die nach obigen Andeutungen instruierten Gesuche sind bis zum 20, November bei der l. l. Landesregierung in Laibach einzubringen. —r. — (Be sitz Wechsel.) Frau Christine Petri5 hat ihr Haus Nr. 5 in der Nohoric-gasse in Laibach an die Vrauercigesellfchaft Dreher verlauft, die daselbst eine Vierniederlage zu errichten beabsichtigt. O. — (Die Handels- und Gewerbelammer für Krain in L a i b a ch) hält morgen um 2 Uhr nachmittags im städtischen Magistratssaale in Laibach eine außerordentliche öffentliche Sitzung ab, Auf der Tagesordnung steht: Die Ncißlrainer Eisenbahn. — (Im Panorama International) Unter der Trantsche sind diesmal sehr interessante Ansichten aus Mexiko zu sehen. Davon verdienen ganz besondere Beachtung der Dom, der Regierungspalast mit dem großen Saal. das Schloß mit den herrlichen Gartenanlagen, die Bibliothek, das Grabmal des Präsidenten Juarez, der Friedhof in Mexiko, der Dom in Oaraca, die Mumien in Guajanato. die Kirche in Zaragoza, das Rathaus in Leon und zahl-reiäie andere sehenswerte Objekte. Der Besuch dieser Ausstellung ist sehr lol),«nd. — Nächste Woche: Die Kaiser-bcc^cgnuna, in Swwemünde. — (Das P a n o r a m a - K o Z m o r a m a) am Vurgplatze zeigt bis Samstag recht schöne Ansichten aus den asiatischen Reichen Anam, Siam und aus Süd-China. Besonders sehenswert sind die naturgetreuen Bilder von den vielen hohen, mit allen möglichen Zieraten überladenen Tempeln in Bangkok samt Umgebung, ferner Ansichten von Nanking, Schanghai und Kanton, durch welche das Religionswesen, die Lebensweise und die Gewohnheiten der Eingeborenen veranschaulicht werden. Diese Vilderserie verdient einen recht zahlreichen Besuch. — (The American B i o s c o p.) An der Rcssel-strahe im Hause Nr. 8 wurde am verflossenen Samstag ein neues lincmatographisches Unternehmen eröffnet, das durch die Qualität seiner Vorführungen geeignet ist, mit den bereits bestehenden beiden ähnlichen Unternehmungen erfolgreich zu wetteifern. Die Bilder sind von hervorragender Reinheit und werden auf eine große Fläche projiziert: unter den bis heute vorgeführten Films bot namentlich die Bilder-reihe „Der Traum eines Feinschmeckers" eine verblüffende Vereinigung von linematographischen Tricks, während die sonstigen Aufnahmen durch ihre Natürlichkeit lebhaftest interessierten. Wöchentlich zweimal (Mittwoch und Samstag) tritt ein Programmwechsel ein. — (Todesfall.) In Agram starb vorgestern der bekannte kroatische Schriftsteller Senator Gjuro De 5 eIi 5 im 70. Lebensjahre. Er hatte die erste populäre Sammlung kroatischer Volkslieder herausgegeben, sich aber auch als Romancier und Uebersetzer sowie als Journalist bekannt gemacht. Deöeli5 war ferner der eigentliche Organisator des Feuerwehrwescns in ganz Kroatien. '" (Sanitäres.) In der Ortschaft Pölland, politischer Bezirk Krainburg. sind 4 Kinder, in der Ortschaft Dobje 1 Kind. in der Ortschaft Vovc-a 3 und in der Ortschaft Podobeno 4 Kinder an der Diphtheritis erkrankt. Ein Kind aus der Ortschaft Podobeno ist gestorben. Behufs Hintanhaltung der Weitervcrbreitung dieser Krankheit sind sanitätsftolizeiliche Maßnahmen getroffen worden. Laut Mitteilung des l. u. k. Sanitätschefs des 3. Korps ist ein aus der Örtschaft Velika Studenla, politischer Bezirk Nu-dolfswert. zum k. t. Landwehr-Infanterieregimente Nr. 27, in Laibach und einer aus der Ortschaft Podcerlev. Politischer Bezirk Loitsch, zum l. u. k. Divisionsartillerieregiment Nr. 8 in Görz eingerückter Rekrut an Typhus erkrankt. Ersterer wurde in das hiesige Garnisonsspital und letzterer in das Truppcnspital in Görz abgegeben. Die amtlichen Erhebungen über allfälligc Neuerlranlungen in den oberwähnten Ortschaften sowie die gründliche Desinfektion der Wohnungen der beiden Rekruten wurden angeordnet. —r. — (Naubanfal l.) Am 25. d. M. gegen l> Uhr abends ging die 35 Jahre alte Maria Mejaerrui08. siulin. A'andestlieater in Laibach. 17. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Mittwoch den 3ft. Dltober »»07 znm zweitenmal Luftige Ehemänner. Schwank in drei Alien von Antony Mars und Albert Barre. Deutsch von Max Schönau. Anfang halb 8 Uhr. ________Ende '/,10 Uhr. DM^ Hinweis. "Wy Der heutigen Nummer unserer Zeitung liegt ein Prospekt der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr ck Fed. Vamberg in Laibach über Moderne Kunst bei, der besonderer Beachtung empfohlen wird. Diese Zeitschrift zeichnet sich durch den überaus reichen Vilderschmuck aus, bietet aber auch in textlicher Hinsicht außerordentlich viel und Interessantes. Ganz besonders tiervorzuheben sind die Viel-farbendrncke der «Modernen Kunst», die anderwärts in gleicher Vollendung nicht geboten werden und in Anbetracht dieser Prachtlcistüng ist der Preis der Hefte ein außerordentlich billiger zu nennen. (44^1) Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W« 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. yq 2Ul^l. !?29 2 13'3^VW. mäffig teillv. heiter ' 9 U. Ab., 730 0 ' 10 1! NO. schwach bewölkt 30.j 7 U. F. , 728-9 ! 96, NNO. mäßig ^ Regen ! 23 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 10-6", Nc>i. male 7 8°. ^ W ettervorausjsaa, e für den 30. Oktober für Steiermart uud Kärntcn: Zunehmende Bewölkung, schwache Winde, Temperatur wenig verändert, später Trübung; für Krain: Zunehmende Bewölkung, schwache Winde, nuchig warm, gleichmäßig anhaltend; für das ttnstenland: Wechselnd bewölkt, schwache Winde, kühl, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Schmerzerfüllt gibt Magdalene Lehner im eigenen sowie im Namen ihrer Kinder Paula, Erna und Pepi allen Verwandten, Freunden und Bekannten die tieferschütternde Nachricht von dem Hinscheiden des besten, innigstgeliebten Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers, Herrn Josef Dehner Stadtzimmermeister, beeideter Schatzmeister und Hlmölicsihcr welcher nach qualvollem Leiden, mit dm Tröstungen der heil. Religion verschen, heute um halb 6 Uhr abends Plötzlich in seinem 59. Lebensjahre selig im Herrn entschlummerte. Das'Leichenbegängnis findet Donnerstag den 3t. Oktober nm 8 Uhr nachmittags vom Trauer» hause Wieuerstraße 60 aus auf den Fricdhof zum Heiligen ltreuz statt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren I Kirchen gelesen werden. ! Laibach, den 29, Oktober 1907. Leicheuwstattuna.sanstalt dcö Franz Doberlet. Filiale der K K. priv. Oesterreichischen Credit- Aktfenknpital K 120,000.000- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach P^$t>*asfi»e EWVm £>• Keservefond *C 03,000.000- (ms) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. - Safe - Deposits. - Verwaltung von Depots. — Weohselstabe. Kurse an Äer Wiener Dime ^< »6-ic betto (Iän.-Iuli) per Kosse »o«l ?b -4 2°/„ü. W.Nulen Febr.-Äug) per jiasse......97 ll< !7'50 ^ 2 "/<> i>. W. Silver («Ipril-Vlt.) per Kasse......9? 4> «7 ^ ^»bver Staatilosc 500 fl. 4"/„l li4 25 ^fterr. «ente in K^onenw. stfr.. », per Kasse. . . 4°/« ib9l «l^ü . oetlo per Ultimo . . 4!i'Zl»al,l G., steuerfrei, zu in.oou fi. , . . 4«/« —'- --. "lanz Io!el-Vah» in Silber ^. (did. Et.) . . . b'/."/<, NU Kb ,^-sb ««!. Nail Ludwig-Vahn (dlv. Stücke) Kronen , . 4"/n Vö'/i- l 7b LS?f «orailbcrgtr Bahn, steuerfrei, «»o Kronen . . . 4°/, W 75 U6?i, ^" At»°t»!chnlo»llsch«ll,nn»ln »»»ennuplil» Kii»ubi,h».AK>1lN ^Uabrth-B. !i!,"il.ztW.o^°/, v°n 4«<) ^„nen .... »HU - 4«1 -"'k° l>inz.Uudwei« 200 fl. °«t« ElllzbxrgTlrul 200 ^^W- L- b°„ . . . . 42,'b!' >-<2'- Neid Wove Do« ztllllt» M Znlzlnnz üb«» nomn«» Gilenbahn>3li«r^lli»< pbligatienen. Böhm. Weslwyl,, Em, 18UK, 4Nl> Nroncn 4'/<, , , . 96's> »? i!l! (Nifabcthbahn »i00 und 30N0 M. 4 ab lo«/„......114 — liö - Eliiubetbbalin 400 und ««no M, 4.,.........li4- lib- ssranz Ioief-Ällhn <5m. 1»»4 . 4°/„ . . b? - W--lßalizifchc liarl Ludwig'«ah» ldiv. Ct.) Eilb. 4°/, . , 95 ?b «6 7b Unss.-naliz. Vllhn 200 fl. S. 5"/« 10« »i> l«?'^> Vorarlberner Bahn Em. 18»4 ldiv. Tt.> Lilb. 4°/. . . »L'b< 9? b> Staatsschuld der liäuder der ungarischen llrone. 4"/, ung. Goldrmte per kllsje 109 Ul ll!) s!f 4'/^ dctto per Ultimo 189 95 no i"> 4°/^, un«. Nrntc in ilroucli- »ähr. stfrei per 5ta,^f . . »2-l.b 92 ?b 4°/ detto per Ultimo »2 7 2° t»4 « Ihe <44->" 4°/« ungar. Vnmb«ntl.»Ol>lig 52 0^ 9«bu 4°/^lro<,t. u. slav. Vlunbentl. Oblil,........93«l> 8i8» Andere össentllche Nnlehen. Uc>«n. li«,nde«.?lnl. (div.) 4°/« »0 ?b 81 7i> woLn.-h^ceg. liisenb.-liandei' Nnlrhen (div.) 4>/,°/o > ^20 !,9 ZU 5°/o Lonau°3ieg.«Änle4 - Wiener Perlehrii-Anlcihe 4"/. 9ü S0 »« zo detto 1900 4"/« 9L'«> VS »0 «nlehen der Stadt Wien . - lUl 4l> ,«z, 4!, detto (S. ob. V.) . . 1'« 7^ !^ ?2 detlo (1694) .... "?l> 957b detto (1898) .... lU'?b «77, detto (1900) ... 9625 9,-55 detto Inv.'-«.) 1U02 . 9Kbl, «7 üu Äörlewu.Aulelien UcrllXb. 5°/« »d'.'> l!6 V« Bulg. Siaalselfenb.-Hyp.'Anl. 1l<89 Gold . . . . «»/, l18'f» lXO«!' Vulg. Etnat«. Hypothelar Anl, 189».....«°v ll? »» <15 «>, Veld Ware Pf«nddriefe ,c. Vobenlr.,allg.öst.inbnI.vl.4°/, 9b ö» 3«^ü Böh»i. Hvpotbelfühanl oerl. 4<"„ 3?I< ng c« Zentral'Vob.°ltted.-Al., üsteri-., 45 I. verl. 4'/,°.» . . . 101'« —--HentralVov..»red.»Bl., bsterr., 6K I. verl. 4°/,) .... 9? 2t> 932! ltrkd.-Inft.,österr.,l.«eri..Unt. u.üffentl.Arb.ttat.^nl.4"/« 95 25 i>6 2z Landeih. d. Kön. Ealizien und Lodom. 57',, I. ructz. 4°/„ t>4'ü, N5'b« Nähr. Hypotticlmd. °erl, 4°/, 9b 9^ 96 vb N.'äNeii,Lnnde2.Hyv.>'/!nst.4''/v 9?'- 9»-- bctto iiiIl.2'V«ü)i. verl. »>,,»/<, 88'n» 8« ü><, drtto»..Schl>Idfch.vell.»'/,°/, «8-2i> l,«^5 dctto verl. 4°/„ 96b< 9? i>o Ostcrr.'ungar. VanI 50 jühr, rerl. 4°/« ö. N.....9/'7i 9»?» detto 4'v» »r.....9»'b« 9»'5ü Sparl. 1. öst., S0 I, ven. 4'/« 9S'ib 100 2l> Eisenbahn-Priorität«-Obligationeu. Ferbinanb«.Norbb«hn Em. 188ß —'- —'- detto Lm. 1904 —-- —'— ONeii. Nordwestu. 900 fl. L. 10'«'d0 10»^° Etaatsbahn 500 ssr..... 4»'0 - 404 - Südbahn ^ «"/» Jänner»Juli 500 Fr. (per 2l,. . . , ll9U-- LÄ2 — Eudbahn ^5°,...... 120 bi) 121 50 Diverse Los< >per Etäcl). V»r,ln,l< 103 ?l> Aluierzlinllcht fose. Vudap..Bafilila (Dombllu) ä II. 10'Vb 21 ?ü Nredltllise 100 fl...... 43? - 44«-- Llaru.j'ofe 40 fl. N. Vi. . . 154-- 16" - Ofener Lose 40 fl..... »«»'- — — Palssl).Losc 40 fl. K. M. . . IVb l>« iu»-5 4« 50 Roten Nieuz, »m«. Vef. v., 5 fl. 2» - 2»— Wuoolf.Lolc iu fl......68" 72 - Salm.Äole 40 fl. K. «ss. «2»— i3»'- zlnterne!lWnnzln. «ufsta Orf., 1,, l, l. prlu., 5uo fl. «M, 100? — 1012'-Duz.Aodenbacher Eifb. 400 Kr. 545'— bl>< -^sldiiiandl.Nordb.iooafl.KM. 5265- »355--Uemt>,.Czern..Iaftn.Glfenbahn» Gelellfchaft, 200 fl. T. . 5^7 20 559 -Llol,d.österr.,lriest.,bN«ll.«M. 411- 415--Österr. Nordweftvahn 200 fl. <2. 4»s — «g-— detto lllt, U.)20«fl.G. P.Ult. 423- 4«5-Praa.Dü^erEifenv.ioofl.abgst. »<2-— »i4-TtaalLeifb. 2s>,3. per Ultim «!>2 - «i.» -Lüdb. 200 fl. Silber ver Ullim 148 50 149 50 Südnorddeutlchr Verbinbunnsb, 200 fl. NM......390— 392- Tramway »Ges., neue Wiener, Prloritüte.NNien 100 fl. . — — - -Ungar. Weftbal,» (Na«b.«r!»z) «00 fl. T.......40s'— 40d-- Nr. «olalb.'«lMen.«ks. »00 fl z^o- - 240 - N«nlen. Anglo.Österr. Äanl, l»U fl, . . 39l öü 292 50 Bantvtrein, Wiener, per Kasse — — - — detto ptr Ultimo . . . b«4 — 5«5 — V°denli.<«i>st. esterr.,20n fl.O, lao5— wot.'- gmrr.'Aod.'Kredv, «st,, 200 fl. 5«0 — 532 -ssreditanstalt für Handel und Gewerbt, i«o fl., per Kassc —-— —-- dett» per Ultimo «33 5.».' e«! zo K>reditbanl allg. »mg,. 200 fl. . 741 i»<> 7^2 ü« Deposltenbanl, allg., 200 fl. . 461 — 462 -«kslompte. «efelllchast, nieder» üstrrr,, 400 Kronen . . . bü3 — l^8 -Giro» und Kassenuercin, Wiener, 200 fl........ 448— 4bs- — Hypothelenbanl, österreichliche, 200 « d°/u n 53Ä 50 Serlel,r«b«nl, all»., 140 fl. , 3Lff!tt»n»l>«nnzln. Haüssrs., allq. lsterr., in» fl. . Hl- 114 5" ^riixer ssohlnlbergb.^Oes.iao fl. 72«— ?H,i 50 3>sf!ibawiu>.'^elhg., erste, 100 fl. 197- 1 . 4«?' - ketlu internal,, 200 fl. 585'— 5«9 -Hirlenberger Patr.>, Zündh. u. Mtt.«ssabril 400 »fr, . . 9«H — i»««« lllrsinger Araucrei 100 fl, . . 2«4 — 2«>: 5» Monllln.Oelrlllch.üsterr.»alpine Niiü5 6«>z 25 „Poldl.Hütte". Tiegelguhltahl. ss..U..O. »00 fl. . . . 402- 4<>» -Lragrr Eisen.Ind..Ges. «m. 1905, 200 fl...... 2645 - 2S5i» - »iima.Vturanv,. 2algo>Tllrjaner Gisenw. 100 fl..... 543 50 544 50 Valao.I«rl. steinlohlen 100 fl. 55i- 5S'» — „Echlüglmühl",Paplerf.,za«fl, 300- 51V-..Schobnlca". «l..V. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... 476 — 4»S' — „2teyrer»2hl", Paplerfabril und«..«...... 4«9- 44,- Trifailer Kohlenw.'V, 7» fl. . 253-— 25« -lürl, tatmlrezlt.Ges. «00 Fr. per Kasse . —- - — - dettn per Ultimo 404 b« 4^6 -Waffenf..««!.. »fterr.. in Men. 100 fl........ 4SU- 4«4- Wagaon.Ueihanftalt, allzem., in Pest, 4ou Kr..... —-- ^ ' Hr. Vaugcfellschast IM) fl. . > 144— <^>l' ' Menerbtraer Zie,els.-?ltt..P^. ,00- ?"^ ' Detzijeü. Kurz» Hlchtnl nn> Icheck». ^ Amsterdam....... 1»K-4u i9v6^ deuttchr Plätze...... 117'20 N? ^0 London........ z4ll»2» 2408!) Italienische Vanlplstze . gz-g?» Hz„z Paris......... »z ?o 95 8z» Zürich und «asel..... 9b 47» 95^0 Valute». Dulaten....... ,13» 11^ 20°ssranlen-Htü«le..... lg l,,' 10^1 20.Warl'.Ltülle...... ^»4« ^^.^.^ Deutsche Rclchsbantnote,! . . ll? ^,) >i?4„ Malienlfche Vanlnoten ... Sä — 9« 20 »iubel-Not«» , . . »'b!«l" z>>>4:n l«n, Pfandbrief«!!, Prioritäten, Aktien, iHCu etc, lui«'ii. Loa-Vfirslcherung. *M. Co Ilayer i Ba.oa.lc- -u.rL«ä. "^7"ecli.slergresc3a.aft : I,»ibu<->i, StrilHrtciiMHA'. ; Privat-Depots (Safe-Deposits) I i 'O'xi.tmx mi.gfXLmxa.-VmxmcJB.l-u.mm &mx E»«,rt«5.. I VerzlBiunB von BirelRlageo InTKÜntc-Xorreiit ill auf fllrs-Kinte I