Nr. 296. Samstag, 28. Dezember 1912. 131. Jahrgang. Ombacher MUM Vl»numtr«tion«prii«: Mi! 'Lollvclj^!,b!ii!si: qüiizjahlig 3l»^. bnlbjäliriss lbll. Im NmKor: nlliizjnlilig « X halbiühiig 1t k. Wr dic Zustellung ins Haut ganzjährig ^ ^ — Inlirtionsgrbühr: Für lleine Injrrate bis zu 4 Zcilr» 5,0 d, arohcrc l>cr Zeile 12 n; bli öfteren Wicdrrliolungri! per Zeile 8 d. Tir «Laibacker Zeitung» ersckieim tägliä,, niit Ausnalime der Eoim- und Feiertage. Die Administration befindet sich MillMöstraße Nr. li<>; die Nrdalltion MilloZiöstrahe Nr, 20, Cprrckslunde» der Neballwn von « bi« 10 Uhr uorniittüg«, Unfranliertr Briefe werde» nickt angenommen, Mamillripte »icln zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Seme k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Dezember d. I. den Sektionsräten im Ministerium für öffentliche Arbeiten Dr. Johann Waygart und Franz Per gelt den Titel und Charakter eines Ministerialrates mit Nachsicht der Taxe allergnädigsl zu verleihen geruht. Trnka ni. i>. Scine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Dezember d. I. dem Nezirksförster Adolf Melliwa in Laibach das Silberne Verdienstkreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Der Ackerbaummister hat im Stande des technischen. Personals bei den agrarischen Operationen den Agrar-Oberingeuieur Johann Preset zum Agrarinspektor ernannt. Der Minister des Innern hat die Ministcrialviz» sekretäre Rudolf Edlen von Horrak, Heinrich Ochs-ner, Artur Grafen Wa l d st e i n . W a r t e n b erg und Ignaz Freiherrn von N u b e r zu Ministerialsekre. tären inl Miiusterinm des Innern ernannt. Der Minister des Innern hat die Bezirkskummis. säre Dr. Josef Ferjan <"? i 5, Dr. Adolf R a p p « und Wilhelm Lorenz zu Ministerialvizesekrelären im Mi. nistcrium des Innern ernannt. Der Eisenbalinminister Hal die Ministerialvizcsekre. tare Dr. Emil Novutn y und Dr. Guido G erhold zu Ministerialsekretären, ferner die Ministerialkunzi. pisten Dr. Wulfgang Waniek und Dr. Heiinich Grünebau m Edlen von Bruckwall zu Ministe, rialvizesekretären im Eisenbahnministerium ernannt. Heu 24. Dezember 1912 wurde in der t. l. Hof- und Stlllltsdruckerei das XLVII. Stüct des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. De» zember l912 (Nr. 29b) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 114 «8I«bo», I^uco r«publje»u»,> vom 24. November 1912. Nr. 3 «^outi-a^orrouto» vom 30. November 1912. Die Bücher: «Notan. (>ou Is. m»no uini8tra. ,. ^lillluo 1911» und «Notari. Ifoi (^2.8», eclitric« 6i ^vuu^ulirdig,. ^lililun 1910.» Druckschrift: «lioönic^k^ Kurs. 3vll2ell II. V^IIlg, dlil.üu. N»p8kl V».el8,v I^rvLl. ^illilll^om «HLOpi»« «KI1»,ä6 ?roucl^>, Nr. 2b «öesk/ i-Lmsslnik» vom 17. Dezember 1912. Vcilage zur Nr. 348 <1'lll/8ll/ jlluLtrnwuu)' Iiur/r» vom 17. Dezember 1912. Nr. ^48 v^ääui» vom 19. Dezem' ber 1912. Nr. 18 <(^ep» vom 20, Deznnber 1912. Nr. 349 »I>nlnvo uovin)« vom 19. Dezember 1918- Nr. 1b0 «rroloM» vom 19. Dezember 1912. Nr. 51 «2^m>' textiluilin» vom 19. Dezember 1912, Nr. 273 «llll^cLllu^u» vom 17. Dezember l912. Broschüre: «Mg« exug n «vietle oibliju^m». Nr. 939 «?i-?Il»rM8li^» Iiu8» vom 16. Dezember 19>2. Nr. 89 «?rL«Fl»ä kr^om^nki« vom 14. Dezember 1912. Nr. 344 und 346 «('ni-rioi-o cieli» 8c?ru» vom 11, und 13. Dezember 1912. MchtatnMcher Heil. Die internationale Lage. Aus London erhalt die „Pol. Korr." folgende Mit» teilung: Der Verlauf der Fricdensvcrhandlungen und die fortdaulH'nde Schroffheit gelvisser Gegensätze zwischen der Türfei und den verbündeten Vallanslaate» werden in den hiesigen politischen kreisen mil sehr lebhaftem Bedauern betrachtet, da hier das Verlangen nach einer baldigen vollständigen Befreiung Europas von der jetzigen Krise aufs tiefste empfunden wird. Das Gelingen der Verständigung würde, obgleich das Londoner Ka» binctl die ^riedenslonferenz nicht geradezu unter feine Patronanz genommeil l)at, doch den Engländern auch eine spezielle Genugtuung bieten. Man steht in London in solchem Maße unter dem Einflüsse des Friedenswun-sches, daß man den Gedanken eines Wiederausbruches des Krieges, so oft auch von den Unterhändlern ans diese Möglichkeit hingewiesen wird, weit von sich wegweist. Ermutigung zn günstigen Enuartungen für die Gestal. lung der allgemeinen Lage in der nächsten Zukuuft schöpft man besonders aus dem Erfolge der Bolschafterrennion, in der sich die Einmütigkeit der Kabinette im Willen zur Lösnng wichtiger Probleme im Sinne des europäi-schen Friedensinteresses geoffenbart hat. Den europäi. schen Völkern, die unter dem Drucke der durch das Auf-Irelen Serbiens verursachten schweren Spannung stau» den, wnrde durch die Feststellnng der Übereinstimmnng der Mächte im Plane der Schaffung eines selbständi-gen Albanien nnd in bezug auf die Einräumung eines lediglich kommerziellen Zuganges für Serbien an die Adria ein leichteres Atmen ermöglicht. Ohne mit dein Einvernelimen ill diesen Punkten schon das angestrebte Endziel erreicht zu haben, ist man dadnrch doch bei einer schr wichtigen Etappe aus der ^ahn der Friedensstche> rnng angelangt. Die politischen Kreise Englands leben in dem Glauben, daß es dev Eintracht der Mächte wohl gelingen werde, auch die nicht unerheblichen Schwierig, feiten zu bewältigen, die der Diplomatie bei der Ncge« long verschiedenartiger und heikler Fragen noch harren. Hervorgehoben wird dabei die unerläßliche Pflicht Ser» biens, seiiler Haltung bei der Auseinandersetzung mit Üsterreich.llngarn in minder zögerndem Tempo nnd in ausgesprochenerer Form als bisher das Gepräge guten Willens zu geben. Werden diese Bedingungen erfüllt, dann werde der Hoffnung auf Entfernung aller ernsten Momente an^, der europäischen Sitnalion nnd ans eine vollständige Beruhigung einflößende Neuordnung der Dinge auf der Balsanhalbinsel die Verwirflichnng in naher Zeit nicht versagt bleiben. Politische Ueberlicht. Laibach, ^7. Dezember. Aus Sofia wird gemeldet! König Ferdinand hat einen Armeebefehl erlassen, worin angeordnet wird: Stritte Einhaltung aller von der Sanilätsinspektion zur Besserung de^ Gesundheilsznstandes der Gruppen getroffenen Maßnahmen- Abhallnng täglicher Übnngen, verbunden mit Vortragen über die militärischen Opera« lionen der Nnlgaren und Türken; Veranstaltung häufi« ger Unterhailungen nnler Heranziehnng der Mnsikkapel. Feuilleton. ^ ___ Kultur und Männertracht. Von Hludotf Alein. (Schluß.) Im übrigen stammen die einzelnen Bestandteile der modernen Männertracht aus verschiedenen, oft weit aus» einander liegenden Epochen. Der Frack selbst geht zwei-sellos aus die Soldatenmode des 18. Jahrhunderts zu» rück; das beweisen die Aufschläge — Nevers heißen sie in der Schneidersprache — die anno dazumal geradezu ungeheuerliche Dimensionen hatten, aber kleiner und kleiner wurden, bis sie in den Siebziger Iahreu des vorigen Iohrhnnderts zu winzigen Rudimenten ver-lümmert »varcn. Nun wachsen sie ja wicder auffallend, lallen sich jedoch — wenigstens vorläufig — in den Grenzen des guten Geschmacks. Die Weste stammt da» gegen jedenfalls aus der galanten Zeit des Notoko, wäh. rend das Jackett, bezw. der Gehruck ein direkter Nach. komme des scheußlicheil Schnxinzsrack-Ungelums der In« cruyable-Epoche ist. Die Farben unserer Männerlracht, die, nebenbei bemerkt, nicht so sehr „Tracht" als „Bekleidung" ist, weil sie weit welliger malerische als praktische Zwecke im Auge hat ^ die Farben dieser „Velleidnngstracht", wenn ich so sagen darf, haben sich zu einer gegen früher geradezu spartanischen Einfachheit gedämpft. Tos Vnnte, Leuchtende, Abwechslnngsreiche ist Privilegium der Franenmode geworden, der Mann begnügt fich mit dis» kreten Tönen von gran, brann, schwarz oder blau. Aber auch das Material der Männertracht hat sich geändert. Seide und Samt, die frühere Zeiten bevorzugten, hörten längst ans, für den Mann modern zu sein. An ihre Stelle traten schlichte gewebte Stoffe, wie Cheviot, Kammgarn und Tuch. Ebenso stieg die Mode der Kopf» betleiduug zu einfacheren Formen herab. Der prätentiöse Dreispitz findet sich zum Beispiel uur »och in küm» merlichen Resten in der Vedientenlracht »nd sogar der Zylinder scheint, wenn nicht alle ZeiclM trügen, ans dem Ansslerbectat zu stehen. Dies alles zusammengenommen hat Zustände be-wirkt, die noch vor verhältnismäßig kurzer Zeit undenk-bar gewesen wären: der Arbeiter im Sonntagsstaat unterscheidet sich kaun« noch vom Grasen, so daß der Triumph der Demokratie uirgends ein so vollständiger wie aus dem Gebiete der Mode ist. Die Erkläruug hie-für liegt auf der Hand. Der moderne Mann, auch der Graf, hat leine Zeit, nm für seine Toilette mehrere Stunden zn verwenden, wie es ohne Übertreibung bei einem Stutzer iu der Epoche Louis XV. oder in der späteren Rokokozcit gang und gäbe war. Im heißen Exi» stcnzkamps des Lebens stehend, kann er sich nicht erlau-ben, funstvolle Toupets aus seinen Scheitel türmen zn .lassen, endlose Knopsreihen schließen oder öffnen zu müssen, lange seidene Strümpfe an- nnd auszuziehen usw. Die Gegenwart erfordert vor allem anderen Raschheit in allen Dingen, im Denken nnd Handeln sowohl wie bei der Körperpflege, beim An- und Auskleiden. Einenl Romauschrislsteller des 18. Jahrhunderts ist es niemals eingefallen, von seinem Helden zu sageil: „Er »varf sich schnell ill seine Kleider" oder „Er schlüpfte in seinen Überrock". So schnell ging das eben damals nicht, denn die Leute hatten ja Zeit. Uns Späigeborenen aber fehlt es daran und so ist denn in unsere Tracht dieses gewisse Zweckmäßige nnd Uniforme gekommen, das ästhetischen Ansprüchen vielleicht nicht immer entspricht, dafür aber andere, nicht zn unterschätzende Vorzüge lM. So werden wir nns wohl noch ans viele, viele Jahre hinaus so klei» den »vie heute, obwohl schon laNge eifrige Reformer am Werke sind, die besonders mit der gestärkten Wäsche, dem steifen Kragen und dem allgemein getragenen Binde» schlips einen erbitterten Krieg führen. Alle in dieser Richtung liegenden Versuche sind jedoch bis jetzt ohne. greifbare Resultate geblieben. T phieren die falschen Tunken, die Fleischextrakte, die man in Chieago ans tuberkulösem Ochsenfleifch, vergiftetem Hammelfleisch und ab und zn auch aus menschlichen Kör« perteilen herstellt, die dnrch Maschinen geschickt zcrmah-len und durcheinander gemischt worden sind. Wir wollen keine dekorativ wirkenden Entremets, die aus Gelatiue, Kohle, Anilin und Fischleim bereilet werden . . ." Eine schwerwiegende Beleidigung sür die französischen Koch» künstler! Kann man es da dem Kochredakteur oder Re° dattenrlochc des Leibblattes der französischen .Köche, des „Carnet d'Epieure", verdenken, daß er das Kriegsbeil ausgegrabcn hat? In einer gelvalligen Versammlung der Pariser Köche beschloß man einstimmig einen scharfen Protest gegen die Äußerung des Akademikers Mareel Prevost. Damit aber noch nicht genug! Die so in ihrem Heiligsten beleidiglen Pariser Köche haben auch noch ein Rundschreiben an alle ihre Kollegen gerichtet, in dem sie von ihnen verlangen, an ihrer Seite dafür zu kämpfen, daß Mareel Prevost ans de» Reihen der Akademiker ausgestoßen werde! — stehen konnten. Ich habe zu hoffen gelvagt, daß es anch für mich noch ein Glück aus Erden gäbe — ich habe zn lieben gelvagt uud den Wunsch gehegt, daß rm'ine Liebe Erwiderung finde. Sie lächeln über meine Torheit?" „Ich wußte nicht, daß ich lächelte," sagte Julie. „Ihr Wunsch nnd Ihre Hoffnung luaren ja nur natür-lich." „Aber, Fräulein Sand, gesetzt den Fall: ich hätte es gewagt, Sie selbst zu lieben, hätte die törichte Hoff» nung gehegt, Ihr junges, unberührtes Herz könne sich mir in Liebe zuneigen, hätte Ihnen von meinen Gefüh-gen gesprochen, Ihnen mein heißes, sehnendes Verlangen nach Gegenliebe dargelegt. Was wäre Ihre Antwort gc° Wesen? . . . Ich hätte sogar Ihre Achtuug eingebüßt. Nein, ich sehe meine Torheit ein lind ertrage mein Los in Geduld." Juliens Herz klopfte zum Zerspringen. Eine unbc-schreibliche Glückseligkeit lvar darin eingezogen, und es drängte sie, die langen Zweifel des geliebten Mannes mit einem Worte in Glück Zu verlvandeln; aber sie fand keine paffende Antwort auf feine indirekte Frage. „„Sie schweigen," fuhr Hermann Templeton fort, „Sic glauben mich von Sinnen. Ich fürchte, ich bin es auch. Aber ich weiß, daß Sie mitleidig, daß Gie aufrich» tig sind. Von Ihren Lippen möchte ich hören, >lx,s wohl meine Antwort sein würde, wenn ich Zu Ihnen als dem Gegenstände meiner innigsten Neigung sagen würde: Mein Glück oder Unglück rnht in deiner Hand, willst du das Herz annehmen, das ich dir biete?'" Ein helles Lächeln breitete sich über Juliens schönes Antlitz. „Sie bringen uns beide in eine ungeschickte Lage, Herr Templeton," sagte sie leise. „Wenn ich nun Ihre Frage ernsthaft nähme nnd mit ,Ia' beantwortete?" Hermann hatte mit verzehrender Unruhe in ihren Zügen geforscht. Jetzt stürmte er an ihre Seite nnd ergriff ihre beiden Hände. „Darf ich wirklich auf so viel Glück hoffen?" riej er aus. „O Julie, mein süßes Lieb, wende deine treuen Angen nicht von mir weg. Ich kann sie lesen wie ein Buch. Laß mich noch einmal in ihre Tiefen blicken, uud ich werde zufrieden sein!" Julie erhob ihre klaren, ernsten Angen zu den sei» nigen; in dem nämlichen Augenblick erscholl aus den oberen Räumen ein gellender Schrei, der noch einmal das Echo des alten Gebäudes erweckte. Erschreckt sprang Inlie auf, aber Hermann umschlang sie zärtlich mit bei» den Armen. „So lvar es denn keine Täuschung, daß ich hier mein Glück finden würde," jubelte er laut. „Endlich, endlich darf ich meinem Herzen Luft machen, darf ich dir sagen, lvic heiß, wie innig ich dich liebe!" Wieder ein gellender Schrei, der sich rasch nachein-ander wiederholte. Inlie suchte sich aus Hermanns Armen zu befreien. „Wir sind glücklich," hauchte sie leise; „laß uns nun ail andere denken — laß mich gehen!" Hermann drückte einen Knß anf ihre Stirne und gab sie frei. Inlie eilte in großer Angst ans dem Zim-mer. In der Halle tras sie Fräulein Megitt, Hanna und Susanne versammelt; aber sie lvartete nicht, lvas diese zu sagen hatten, sondern winkte der letzteren, ihr zu folgen, nnd lüftete die Treppe hinauf. Die Schreie schienen aus dem Zimmer zu kommen, das sie vor kurzem erst verlassen hatte, und als sie die Tür öffnete, erblickte sie Fräulein Butler, von Herrn Mohr und Robert Weston gestützt, wie in furchtbaren Krämpfen sich windend und dabei wilde Schreie aus-stoßend. Julie blickte besorgt auf den Leutnant. Diefer hatte sich halb aufgerichtet, seine unnatürlich glänzenden Angen folgten der Tochter, er dentete mit dem Finger nach ihr. „In ihr trifft mich der Fluch!" rief er nnd sank zurück. Schaudernd verließ Julie das Gemach. Offenbar hatte sich Fräulein Butler zwischen dem Gerumpel versteckt gehalten und so das Bekenntnis ihres Vaters b> lauscht. Von heftigen Krämpfen befallen, lvar sie nur mit vieler Mühe ans ihr eigenes Zimmer zu schaffen; dort überließ man sie Juliens Sorge. Wcston hatte von Julie nur in flüsternden Worten die Kunde erhalten, daß sein Frennd von den Vorgängen im Hause lvissc, und verließ nach cllva einer halben Stunde, als das Schreieil allmählich schwächer wurde, das Zimmer. Auf den, Gange brannte eine Lampe, und bei deren mattem Scheine erblickte er den Freund eben an der Treppe, die Arme über das Geländer gelehnl. Robert trat rasch auf ihn zu und streckte ihm scinc Hand entgegen. „Hermann", sagte er herzlich, „heute abends hast du dich als Nxchrer Christ gezeigt. Gott wird es dir lohnen." „Gott hat es mir schon reichlich, weit über mein Verdienst, gelohnt," versetzte Hermann feierlich. „Ha!" rief Robert; „ist es also schon so lueit, wie ich hosfte und wünschte? Julie Sand ist des besten Man» nes würdig; beweise, daß du eineil solchen Schatz verdienst. Sie kniete am Sterbelager jenes Elenden und betete mit ihm und für ihn. Jetzt wünscht er sehnlichst von deinen Lippen, Hermann, ein Wort der Vergebung zu hören; er glaubt, dann eher auf die Vergebung des Himmels hoffen zn können. Schlage ihm seine Bitte nicht ab; er hat nur noch wenige Minuten zu leben und el ist von der tiefsten Neue erfüllt." (Fortsetzung folgt.) Lascher Zeltung Nr. 298. 2895 28. Dezember 1912. lEin heiliges Vuch von 1 <> Pjnno.j Dtah-Gyur", das heilige Vuch der Tibetaner, umfaßt nicht »oeniger als 1U8 Bände. Jeder davon Hal eiil Forinat von 20mal 65 Zentimeter, ist 20 Zentimeter dick und nnegt ctlva fünf Kilogramm, so daß das ganze Werk 540 >rilo, 1080 Pfnnd, lvicgt, und eigentlich eine kleine Bi-bliothek für sich bildet.' Die Holzplatten, mit denen es gedruckt ist, iverde» sorgfältig anfbeivahrt und nehmen ein ganzes Gebäude ein. Wir viele Exemplare es von diesem Vnche gibt, läßt sich nicht feststellen. Ein italienisches Blatt, das über das „Kcch-Gynr" berichtet, ver^ sichert aber, ein Mongolenftamm habe ein Exemplar des heilige» Nnches mit 7000 Rindern befahlt. Das Buch allein ist übrigens nach diesem Bericht ziemlich wertlos, denn der Text ist ohne Kommentare nicht verständlich. Diese mnsaffen weitere 225 Bände. — lIin zum Transport zerschnittenes Hans.) Ganze Häuser sind in Amerika schon wiederholt an einen an° deren Platz trauspurliert wordeil. Kürzlich wollte nnn in Jersey City ein „House Mover" lHansbeweger) einen l solchen Anslrag ausführen, es stellte sich aber heraus, daß das Gebände zu groß ux>r, um eine Straße, durch die der Weg führte, passiereu zu tonnen. Mail beschloß daher, das Hans — es ist zweistöckig — vorher in senkrechter Richtung in zwei Teile zu zerschneiden, und dieser Trick des Hausschiebers wurde prompt ausgeführt. Die beiden Hälften ginge» nun getrennt ans die Reise, um an ihrem neuen Bestimmungsorte wieder sein säuberlich zusammengefügt zu werden. » Lotal- und Prllvinzilll-Nllchiichtcn. — ^Fachmännische Laienrichter im Bergbau.) Vom Instizminislerium wurden der Vergdirektor i. R. Fer-dinand Schüller nnd der Oberbergsommissär Vin-zcnz Strgar in Laibach als Laienrichter für Laibach bestellt. — l e r als Ersatzmann des PrüfnngSkominissärs. Die Prü-sungstaxe beträgt 20 X und ist vom Prüfuilgswerber zugleich mit dem Gesnche um Ablegling der Prüfung an die k. k. Landesregierung in Laibach einzusenden. Außerdem hat der Prüfungs'werber für die Vei° uud Bereitstellung des für die Praktische Verwendungsprobe erforderlichen Lokales, Projektionsapparates, elektri-schcn Stromes uud sonstiger Behelfe anf seine Kosten selbst vorzusorgen. Zeit und Ort der Prüsung »vird dem ! Kandio ^ sVom Volkc'schnldienste.j Der t. k. Landesschul- ^ rai für Krai» Hal die Znsammenziehung der Alltags-nnd Wiederholnngsschüler beim Religionsunterrichte an der Volksschnle in Suchen im Schuljahre 1912/13 be-willigt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Loitsch hat die bisherige provisorische Lehrerin in Grahuvo Anna Prudio zur provisorischen Lehrerin an der bewilligten Parallelabteilung zur ersten Klasse an der Volksschule in Zirknitz nnd die gewesene Supplenlin in Prem Ärmelia Sirok zur provisorischen Lehrerin all der Volksschule in Grahovo ernannl. - lEhrnng.j Aus Anlaß der Ernennung des Chess 5es Heizhauses der Südbahn in Laibach, Herr» Maschi-»enoberkommissärs Ingeuicnrs Ignaz sega, zum In» speltor versammelle sich am Montag eine zahlreiche Deputation von UiUergebenen in der Kanzlei ihres Chefs um ihm in spontaner Weife ihre Glückwünsche darn,.' bringen. Im Rainen aller richtete der Chef-Stellvertreter, Herr Maschinenkommissär Ingenieur I „ r ni a n u an den Gefeierten herzliche Worte und pries ihn als einen gerechten und humanen Vorgesetzten, der, gewissen» haste und strenge Pflichterfüllung von seinem Personale fordernd, anch stets für dessen Wohl und Wehe ein luar-»nes Herz entgegenbringt. Sichtlich ergriffen, dankte -Verr Ingenieur 5ega für diese Kundgebung nnd versprach, auch fürderhin im Interesse der Süd'bahugesell. schaft und lhres Personales in gleicher Weise wirken zu »vollen. — iToocsfall.j Gestern nachts ist in Laibach Herr ^aniiätsinspektor Dr. Friedrich Seemann nnver» hossl gestorben. Der nunmehr Verblichene, der erst im 44. Lebensjahre stand, erfreute fich in allen Gesellschasls-freijen unserer Stadt der größten Wertschätzung nicht nur ivegen seines reichen fachmännische Wissens, sun° dern anch wegen seines liebenswürdigen, kunziliantenWe-sells. Das Leichenbegängnis des allzeit pflichttreuen Be-amten wird morgen um 4 Uhr nachmittags vom ^rauer-hause, Auerspergplatz 6, aus erfolgeu. Um das Aildenlen des so plötzlich dahingegangenen treuen Hol» legeil zu ehren, hat der „Verein der Ärzte in Krain", einem alten Branche folgend, beschlossen, an Stelle eines Kranzes den Betrag von 40 X dem Witwen» und Waisenpensionsinstitute'des Vereines der ÄrZle zuzuwenden. — Ans dem gleichen Anlasse spendeten die Laibacher Apotheker an Stelle eines Kvanzes den Betrag von 4s) X dem Landeshilfsverein sür Lungenkranke in Krain. — men wollen. — Die Laud-kartc der vo,, den Slovene» bewohnten Gebiete liegi zwecks Korrekturen und Vorschläge in der Vereinslanzlei zur allgemeinen Einsichtnahme auf. — Die „Matiea" anerkennt den Wert der historischen Grammatik der slo-uenischen Sprache, die in viele» Partien vom verstorbenen Pros. Dr. .^lrelelj fertiggestellt wurde, glaubt je-dvch, daß sich dieses Werk am besten in die'Editionen der Südslavische» Akademie der Wissellschafte» i» Agram einfügte. ^ Hinsichtlich der oon Prof. Mantel ausgeführten Illustrationen zn Trdinas „Bajke" wird prinzipiell die Resolution angenommen, daß die „Maliea" die sluvenische bildende Kunst pflege» will. -^ Die Wisse»-schasl ist i» de» heurige» Publikationen schwächer als die Belletristik vertreten; dies hat seinen Grund darin, daß die .Herausgabe der Volkslieder nach dem Tode deren Redakteurs unterbleiben und die Bibliographie lin den lchlen Itwa 14 Druckbogen). 3.) Volkslieder. 4.) „Zabavna knjixnica" lmit Fnnteks Drama „Tekma"). 5.) „Knezova knjixniea" lllit belletristischem InHalle. 6.) „Hrvatska kuji^niea" lgemeinsam mit der „Matica Hrvatska"): Illustrierte Ausgabe des „0enc,i6.aga". In Betracht wurden auch die serbokroalische» Volkslieder gezoge». 7.) Me»eingers gesammelter Schriften II. Band. — Gebilligt wird die Absicht der „Maliea Hrvatska", für das Jahr U1l3 eine Auswahl der Gedichte von Wkere in der Redaktion von Dr. A. Bazula heranszugebe». — lIahrwendfeicr.) Der Laibacher Dentsche Tnrn-verein veranstaltet Dieilstag, den 31. d. M., uln 8 Uhr abends im große» Saale des Kasi»overeincs unter ge-fälliger Mitwirkung der Säugerrunde des Vereines lge° mischler Chor) und der Musikkapelle des t. u. l. 2?' Ii,. fanterieregiments die übliche Iahrwendfeicr Vortra^gs-orduung: 1.) Gemischte Chöre: i,) Mai Reger- "ieb'es-lied «Madrigal nach G. G. Gastoldi); d) August Söder-lnann: Schwedischer Hochze-itsmarsch; <-) Robert Fuchs' Ich liebe, was sein ist; ) Ab. schied. 2.) Männer-Chöre: l») Niax Yon Weinzlerl: Toilailsage sniil Nas^Einzelgesang und Klavierbeglel» tung); >') Johann Stranß: Wein, Weib und Gesang, Walzer (mit Klavierbegleitung). 3.) Turnerische Vorführungen. 4.) Heitere Vortrüge. 5.) Weihespruch zur Jahreswende. Hernach ein Tauztränzchen. Eintritt «Kr die Person) eine Krolle. Der Zutritt ist uach elf Uhr uichl mehr statthaft. Mne Tilvcsterfcierj wird vom Herrn Südbahn-restaurateur I. Schrey unter Milwirtimg der „Slo. ve»ska Filharmonija" «Dirigent Herr Kapellmeister C. M. H r azdi r a) veranstaltet werde». ^ sTilvesterfeier.l Der Verein der Laibacher Tisch, ler n»d verivaodter Fächer l,iul)I.i!N!«kill nii-/.«r^v in ^orociniir 8t,'o1<) veranstaltet Dienstag, den 31. d. M., im Hotel „Tivoli" seine 17. Silvesterfeier mit reichem Programm, das durch ein Tanzvergnügen abgeschlossen werden wird. Anfang um 8 Uhr abends; Eintriltsgebühr 50 l,. sammen. Nach dem Verleseil des Protokolles der letzten Sitznng wnrde zur Wahl voa süns Mitglieder» u»d sü»s Ersatzmännern in den städtischen Ortsschnlrat geschril. ten, an der sich sämtliche Gemeinderäle der Stadt Ru» dolfswert und zwei Vertreter der Gemeinde Pre9II, der 17.304 I< beträgt. Davon wird im Sinne der Eparkassevorschriften die Summe von 6000 Kro»e» sulgendermaße» besliunul: für den Beamten, penfionsfonds 800 K, siir deil ,^a»alban 270l) K, für den Van des neuen Friedhofes 1150 K, für de» Armen» fonds und Lehrmittel je 500 X, für die Feuerwehr und die städtische Musikkapelle je 250 X, für die Gewerbe» schule und die Rndolfswerler Hochschüler je 300 K, jür die Studenlenlnche 400 K, für de» Unlerslützungsverei» des k. k. Gymnasiums und die Verschönerung der Stadt je 200 X, für die Nollsbibliolher und das' Schulkura-torinm je 150 K, sür den Kinderschutzverein 10l! K uud siir de» Vinzenzverein 50 X. — In den Nauausschuß der projektierte» Eise»bahilli»ie Ra,l»-Rlidolfs!vert wurden der Bürgermeister »nd desse» Stellvertreter e»t. sendet. — Nach ei»er kurze» Pause giug der Gemeinde, rat zur Verhandlung über den Iahresvoranschlag sür 1913 über. Den Alisgaben im Netrage vo» 55.176 l< stehe» die Einnahme» im Betrage vu» 43.497 1< gegen-über; es ergibt sich also ein De'fizil von l l.697 I<,'das dnrch Znschläge im Ausmaße vo» M.000 K, dlirch die Assanaliun von 270l» K, die Huudesteuer von 250 l< nnd den Beitrag für de» Friedhofbau von 1150 X gedeckt ivird, so daß ei» Kassarest von 2421 K zu gewärtigen ist. sDie städtische Sparkasse in Rndolfswertj wird vom 1. Jänner 1913 all den Zinsfuß bei Eiillagen aus 4^2 ^ und für Darlehen auf Grundstücke auf 5A V2 er-höhen. — sDer <3itlllnicaverein in Nndolsswertj veranstal. tet uilter Mitwirkung des Rudolfswerter Salunorche-sters, des Vereines „Doleujsto pevsko drn^tvo", der Di. leltanten »»d der Musikkapelle der Nürgergarde ei»len Silvesterabend mit interessantem Programm. sZwei verwegene Einbrüche.)'Man schreibt uns alis Gulischee: Am 22. d. M. ftxit abends kam ein an-ständig gekleideter Fremder ins Wirtshaus des Herrn I. Schneider in Seele, trat ins Extrazimmer, ivo der Wirt Zigarren, Tabak ultd seine Geldlade aufbennhrle, uud bestellte Esse» und Trinken. Nach einer Weile, als jemand i» der großen Stube Zigarren verlangte, wollte sie der Wirt holeil, fand aber das Extrazimmer zu seiner Überraschung versperrt. Er drang mij Gewalt ein und en»deckte, daß die Geldlade leer, das Fenster aber offen uild der noble Gast verschwunden war. Von der Ver. > ivegenheit des Diebes kann man sich eineil Begriff ma« chen, wenn man hört, daß in der großen Stube auch mn Gendarm saß. Eine unmittelbar eingeleitete Verfolgung halle kein Ergebnis; der Schaden beträgt ungefähr 70 X. Am 24. d. M. nachts wurde der Wirt Al. Stalzer in Bnchel bei Nesfelta! von vier als Weiber verkleideten ^mbacher Zeitung Nr. 298. 2896 28. Timber WI^. Strolchell in seinem Zimmer überfallen und tätlich bedroht. Er hatte in der Stadt Heu verkauft, wurde schon am ^iachmillag zurückerwartet, versäunile sich aber und die Einbrecher wußten unterdessen leinen besseren Zeit» vertreib, als sich zu belrinte», Gesten Mitternacht dran« gen sie belvassnel bei ihm ein- mit Hilfe seines Hnudes sonnte er sich ihrer jedoch so weil erwehren, daß es ihm gelang, die flucht dlirchs Fenster zu erqreifeu. Hiebei wurden ihm sieben Schlisse aus Revolvern nachgeschickt, deren einer ihil am Kopfe streifte. Die Verdächtigen hat» te sich den ganzen Tag im Dorfe aufgelMen und sich, um die Gelegenheit auszuluudschafteu, für Schweine» Händler ausgegeben. Um das Pertranen der Leute zu gewinnen, boten sie übertriebene Preise, wollten jedoch unter allerlei Ausflüchten einen Handel nicht abschließen. Auch von ihnen fehlt jede Spnr, man vermutet nnr, daß es Italiener gewefen sein dürften, von denen der eine geläufig deutsch und slovenisch sprach. ^' übergeben, den sein verstorbener Vater, Herr Valentin ttrisper, Privatim in Laibach, für die Stadt» armen iesli.erl halle, x- ** ,bends den Lichterbaum au, so ist's in England, Franlreich und Spanien ersl 5 Uhr, die Ncwyorler speisen erst zu Mitlag, bei ihnen ist 12 Uhr, in San Fran-zisko abcr sitzen die Leute sogar noch am Frühstücllisch, ihre Uhr zeigt 9. Anders ist es, wein, wir die Vlicte ostwärts wenden! in Indien haben die Christen „um 6 Uhr abends" beschert, als es bei uns noch 10 Uhr vor-mittags war, auf Samoa, Neu°Guinea, in Kiaulschau usw. liegen sie im tiefsteil Schlafe, 2 Uhr nachts zeigt ihre Uhr. Wenn wir uns am Heiligeu Abend schlafen legen, stehen sie auf und feiern bereits den ersten Weih» nachtstag. — So wandert die Weihnacht um die Erde herum wie die liebe Sonne, und den ganzen Tag lang läuten die Glocken rund um die Well. — ^Preiserhöhung für Toilettcseifen und Pars»' merien.) Die Toileltescifeu. und Parsumeriewarenfabri-kanten haben durch ein gemeinsames Zirkular an die Händler mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die in den letzten Jahren bekanntlich eingetretene kolossale Verlene--rung der Fettstoffe und der übrigen zur Herstellung der einschlägigen Produkte uoiweudigen Malcrialen mit 1. Jänner 1913 in den Kommerznxn-rn eine Preisregulierung durchgeführt wird uud vom geichen Termin auf alle Waren, ' also sowohl Kommerz- wie Luxnsseifen, Parfums, Zahnpasten und Kosmetita usw. c-in öliger Preisaufschlag in Kraft tritt, welcher den Endsummen der Fakturen zugeschrieben werden wird. — lMc städtische Sparkasse in Krainburg) beschloß den Zinsfuß folgendermaßeu zu erhöhen: für Sparkasse-ein lagen au^ 4'/2 ?o, für Hypolhekardarleheu auf 5^2 ^, für Gemeindedarleheu sowie für Darlehen an öffentliche Korporationen um V2 A>, für ueuc derartige Darlehen auf 5 «5, für Darlehen auf Wertpapiere auf 6 A> und für Wechsel auf 7 ^. —F. - Wnbruchsversuch.j Wie aus Tschernembl berichtet wird, versuchte vor turzem gegen 1 Uhr nachts ein bisher noch nicht eruierter Täter iu die Baracke des Akkordauten Johann Chudiua iu Preloge einzudringen, "vermutlich um den Besitzer, der am selben Tage 6000 X samt anderen Wertsacheu bei sich hatte, auszurauben. Hiebci ging er folgendermaßen vor: Er bohrte die Dop. pelbrc'ttcrlvand der Baracke an jener Stelle, wo die Wirtschafterin des Besitzers schläft, durch uud steckte durch das Loch einen .Nautschuckschlauch, der an der Außenseite in Verbindung mit einer blechernen Wasser, lanne, gefüllt mit zirka vier Kilogramm Äalziumkarbid, stand. Das Azetylengas drang nun durch den Schlanch in das Wohnzimmer, weshalb jedoch die Wirtschafterin enuachle und um Hilfe rief. Das Zimmer !var bereits »lit Azelylengas gefüllt und es bestand die Gefahr des Erstickens oder Erplodierens des Gases. Der Täter er-griss die Flucht; nach ihm fehlt jede Spur. — lEsfcklendiebstahl.j Während die Hausleule des Besitzers Franz Tem^ar in Volc-a, Gemeinde Pölland, an eiueiu der letzten Abende beim Nachtmahle saßen, schlich sich ei» unbekannter Dieb in ein Nebenzimmer ein und entwendete daraus eine goldene Aukerremou« loiruhr mit Doppeldectel und arabischen Ziffern samt eiuer goldnen Uhrkelle mit langen, flachen Gliedern nnd einem Medaillon als Anhängsel, in dem sich eine Photographie befindet, eine silberne Zylindernhr mit durch, brochenem rückwärligem Deckel, eine silberne Panzer-kette, einen schlvarzgestreiften Halbslosfanzug, einen grü. neu nnd schlvarzgestreiften sowie einen grünen nnd blau» gestreiften Sloffanzug, einen ^toffrock, zwei Weste», eiuen grauen Hawelock, einen grancn Filzhnt, ferner eine größere Anzahl von Wäschestücken nnd 111 X Bargeld. Der Gesamt schaden beträgt 413 K. _____ — (Boshafte Beschädigung.) In einer der'letzten Nächte hat ein unbekannter Täter dem Besitzer Georg Ccrkovnik in Log im Obstgarten eine größere Anzahl junger Ovstbäumcheu teils abgebrochen, teils durch Abreißen von Ästen beschädigt. — (Zwei Widder gestohlen.) Dcm Besitzer Josef Povimar in Ol>ertanter wurden aus dem unversperrten Stalle Mei große weihe Widder gestohlen. Theater, Kunst und Literatur. — sAns der deutschen Theatertauzlei.j Morgen ge» langl die beliebte Operelle „Die Dollarprinze^sin" in der lausenden Spielzeit zum erstenmale zur Aufführung. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Damen K r a m e, r , Lamba u er, Traudafir lind Fal» kenstein sowie der Herreu Hilde, Verl 0 , Fe. l i 1. und T w e rd y. — Sonntag nachmittags wird als Schülervorstelluuss Shakespeares „Kaufmann von Vene» dig" gegeben werden; abends geht die zugkräftige Ope» re'tlcnnenheit „Hoheit tanzt Walzer" zum fünftenmale in Szene. — Weiterer Spielplan: Dienstag, den 31. De» zemver: „Vnnler Abend", „Frühere Verhältnisse"; Mittwoch, den 1. Jänner: nachmittags „Eva" lDas Fa« brilsmädel), abends „Die Fledermans"; Donnerstag, den 2. Jänner: „Der Kuhreigen"; Samstag, deu 4. Iän-uer: „Der Traum ein Lebeu". — Iu Vorbereitung: „Die Musterweiber", Operettenneuheit von Franz Wer. ther. — lslus der slovenische» Theaterlanzlci.j Heute (uu-gerader Tag) „Hofsmanns Erzählungen". Sonntag nach» mittags lanßer Abonnement, sür Logen ungerader Tag): „Der Vogelhändler"; abends gelegentlich des Anlialk» lioll'ongresses: „Der Totschläger", und zwar um 7 Uhr damit die außerhalb Laibachs wohnhaften Theaterbesu° cher uoch die Abendzügc uach der Vorstellung benutzen lönuen. — In Vorbereitung: „Der Slurm auf die Mühle" und Slrindbergs „Gläubiger". — lErmanno Wolf»Ferrarij hat vor kurzem die Komposition eiuer ucueu lomischeu Oper vollendet. Die Oper führt deu Titel „Der Liebhaber als Arzt", uud der Stoff ist Molares Lustspiel „L'amour mcdeein" enl° nummen. Die Uraufführung dürfte fchon im Frühjahre stattfinden, wenn es dem Komponisten gelingt, die Instrumentation rechtzeitig fertig zu bringen. — lGocthes „Faust" in Paris.j Im Parifer Odeon lvurde Goethes „Faust" in einer sehr freien französischen Bearbeitung von Emile Vedel aufgeführt und erzielte dennoch die mächtigste Wirkuug. JPetersburger gummischuhe ifNERRErCHf AH H^ltB ARKEIf 111. Verzeichnis des bisherigen Sammlungsrrgebmsses fiir Weihnachts» nnd Nrujahrsgabeu zuguustcu der au der Neichsa.reuze liegenden Sol'XUeil der t. und l. Armee. Dr. Artnr v. Wurzvach 4 X, Michael Kastncr 5 X, P. Kirbisch 5 X. O. Eetidl 5 X, A. Persche 10 X. Ant. Cerer-Mildner '-' l<, Viktor Nanth 4 t<. ^d. Voltmau 5 K, Honig ^ Iv, Josef Schneider l> K. O. I. Vcroväet 5, K, .<»l. Müller :^ K, Jar, 5 K, Th. '.'covotny 2 K. Antotl Etaclll ^ K, Marie dosier 20 K, ^i. N. 4 X, Thessa ^'eilberger 10 X, Josef Schrey 10 l<, itrainischc Vau-gesellschaft 50 X, Medica 2 X' A. Wagner 2 X, Fiedler. 2 X. Alexander Gräber 1l) X, Franz Drofenig l0 X, N. Su^nit 10 X, Luise Lassnik 10 X. Dr. Otto Vallcn-tschag 20 X. Josef Mayr, emcr. Apotheker. 10 X, Dr. Jos. I. Älejedli 20 X, Hans Nögcr 25 X. Marie Wettnch ^, X. Baron und Baronin Vaillou 50 X, Dr. Swoboda 5 X, Baron uud Baronin Liechlenbcrg 50 X, Dr. Fritz Lucl-mann 5 X, Hanna v. Zhubcr 5 X, .^läthe Aunani^- 5 X, Baroll liild Baronin Iois 10 X, Franz Hierschc, Pfarrer in Ralschach bei Steinbrück, 5 X, Anton Luv^in 5 X, TI>elIa Scköbl. Hofrats-Witwc. 5 X, >larl ^»meiner, Pfarrer, 5 X, Dr. Mastnak. l. Z. Nolariatstonziftist. 2 X. Janlo Simonöi^, Sekretär, 2 X, Jak. Mi^nar, Gemeindevorsteher, 1 X. Dr. Franz Illncr. Polizciarzt, ^ X. Dr. Iv. ttav^ic, f. k. Auskultant, 1 l<< Kajetan v. Pre-lnersteiu, k. k. Auskultant, 2 X, Frieda v. Tornago 5 K, Franz Breskvar 1 X, Marie F. Binder 1 X. K. Vajec 00 I,. L. Wölfling 1 X, Familie Loiwar 5 X. Eise Hitzl 1 l<. Fritz Kaväi<: 1 X. Panla zwvatfch 00 li, Theodor Korn 2 X, Marie Mozcti^ 1 l<, M. König 2 X. Schantel 1 X, Alfons Graf Aucrsperg 2 X. Gcrstner ci K. Fr. Doxie, Photograph, 1 X, M. Dworsä^t I X, M. Aleäovcc 1 X, M. Jurasek 1 X. Marie Dolenc l X. Icnnl) Kauöi^ 2 K, Anila v. Tornago 10 X, Marie Achtschiu 4 X, Landeshauptmann Dr. äusterin^ 50 X, Dr. Val. Krisper 40 X, Dr. I. Fnrlan 20 X, Dr. B. Vodu5ck 10 X, Dr. Pogaänit 10 X, Vencajz 20 K, Schiff-rer ^0 X. Th. S. I X, M. Hafner W X. I. K. 5 X, Alexander Götzl 1 X, Dr. Bronislnv Fiöer 2 X, Ivan Mikn^ 2 X. Gustav Pirc 5 X, Zupan 2 X, Ing. Jan. Rataj « X, Dr. Lovro Poga^-nik 2 X, Ioscfine Kle--uicnc 1 X, Iva Jager 1 X, Franz Hajc, Finanzrat, 2 X, Ungenannt 2 X. Dr. Ivan Zajec 5 X, Dr. Lampe 10 X, Ungenannt 1 X, Drenik 1 X. Pogaänit 1 X, Mitu5 2 l<, M. Podkrajöek 2 X. Ivan Tomaxiä 2 X. (erne 5 X. Vre^ar 1 X, L. Tomaöic 1 X, Valentin nnd Sophie Furtii: 2 X, Simon Toma^io 2 X, Marko Kostanjevec 1 X, Franz Kerhue 2 X, K. D. 5 X. I. C. l l<, itlo-var 1 X., I. Wofchnit 1 X. ^erne 5 X, Overbaurat Klinar 5 X, Jug. Zicha 2 X. Ing. Otahal 2 X, M. Krajc 2 K. M. Kasal 2 X, Mayerle 1 X, Ing. L. Mencinger 2 X, Ing. Cyrill Pirr 1 X, I. Ebrizaj :^ X, Dr. Jenw 4 X, Dr. Fr. Tuplak 2 X, Dr. Derganc 5 X, O. Sel,dl W X, Frisch 20 X, Mimica Lcgvnrt 5 X, Instina Doktor Poxar 10 X, Hofrat Inlins Polec 10 X. Maria Ma-thinn 50 X, Gabriel Jelovict, Overlnivach. W X. Dr. Janlo Laibacher Zeitung Nr. 298. 2897 28. Dezember 1912. Mnrolt, Obrrlaibach, -'> K, Abgeordneter Fran,^ Poo.^e 25 X, zfanonitus äi^ta 10 X, Ed. Glmizmcmu >i Gauner, Ncumarktl, 50 K, (^ymnasialdirettor ^ajdiga, Kraiuburg, N) X, Dr. Franz Papex 5 K, LudmiNa Dolcnz. Krain. bnrg. 10 l<, Dr. Franz Perne, Krainburg. 4 K, Reichs. rats-Vizepräsident Ritt. o. Pogac-nil 10 X. Otto Baron 'Apfaltrern 40 X. Dr. Josef deroenu. Zirtnih, 2 X. Dot. tor Karl Freih. u. Vorn 1W X, Techant Juan Laorcnäiü. Stein, 20 X, Albert Kette, Veldes. '20 X, Ritt. u. Gutmannsthal, Schloß Weinstein, 20 X, Dr. Gregoric. III.-Fcistrih. 10 K, Landesgerichtsrat Karl Mulet), Oberlai-bnch, 10 X. Johann Kulauic, Podgrnd, 1 X. Maria Orc-hel, Podgrad, 1 X, Franziöka (^escnj. Podgrad, 1 X, Andreas Oescnj. Podgrad, 5 X. Anton Lou^c, Podgrad. 1 K, Joscfine Inanc, Podgrad, 1 X, Gertrud und Fran-zista Lainpi^, ll!rnuc:c, 1 X, Agnes Vilfan, <.'rnuce, 2 X, Nikolaus Etazinsti, (l!rnu^c, 8 X, Pfarramt St. Veit bei ^irlnitz, 49 X, Pfarramt Äillichgraz 44 X, Pfarramt Iexica W X. Pfarramt Franzdorf l> X, Pfarramt Nie-derdorj bei Neifnih 15 X, Sammeltumitee Kandia bei Nudolfswcrt 20 X, A. Paulin, Virlendorf bei Podnart, 20 s<. die in Laibach dislozierten Offiziere des t. k. Land. wehrinfantcrieregimc-nts Nr. 27 50 X. Oberst Georg Mar-janovi«) 10 X. Oberstleutnant Wilhelm Ncichcnauer 5 X, Major Felix Nitthiers 5 X. Major Aichclburg 8 X, Leutnant Geyr-Mularousty 2 j<, Leutnant Erwin Nitt. von Mehlem 2 X, Oberleutnant Leo Snppantschilsch 2 X, Leutnant Wilhelm Topfte 2 X, Leutnant Stilloh 2 X, Hauptmann Karl Handel 5 X, Obcrtierarzt Nofenberger 2 X, Leutnant Winter 2 X, Akzessist Franco, 2 X, Fähnrich Werner Erich Wolff 2 X. Fähnrich Praschniler 2 X, Leutnant Theodor Drcnnig 2 X, Hauptmann Franz Loh 8 X, Hauplmaun u. Weihs 5 X, Hauptmann Friedrich Scholz 5 X, Oberleutnant Theodor Tautscher 2 X, Leutnant Hermann Knnstl 2 X, Oberleutnant Rudolf Andcrle 2 X, Oberleutnant Himnial 2 X, Hnuptmann Pittncr 8 X. Rittmeister Alfred Lelleck 3 X, Oberleutnant Philipp von Rcya 2 X. Oberstleutnant Äohnslau Edwin öirovnickh 5 X, Oberleutnant Alois Fischer 2 X. Oberleutnant Bernhard Ritt. v. Vahltamps 2 X. Oberleuwantandilor Doktor Friedrich Simak 5 X, Major Isidor Hra^ovec 5 X, Major Cerauiö 2 X, Hauptmannrechuungsführer Glaser 2 X. Hanptmaun v. Medritzcr 2 X. Major Drenigg 2 X. F. I. Mitlitsch 50 X, Alois Kliment, t. l. Hofrat, 10 X, Josef Dobida. t. t. Hofrat. 10 X, Franz Gerstcnmayer, Finanzrat, 2 X, Dr. Erich Mühleisen, Finanzsetrctär, 2 X, Dr. Ernest Moönik, Finanzkonzipist, 1 X, Anton Lenarcic. t. t. Obcrfinanzrat, 5 X, Paul Ierovec, t. t. Finailzrat, 1 X, Angelo Savnit, t. k. Finanzsekretär, 1 X, Dr. Johann Sterbenz 1 X, August Reich, t. f. Finanzrat, 5 X. Max. Kostanjc'vcc, l. k. Finanzrat, 1 X, Dr. Anton Ianež.i^, f. k. Finanzsctretär, 2 X, Max Dcbcvcc, k. k. Finaliztummissär, 2 X, Paul Lcnaräiö, t. l. Finanzkonz.-Praktitant, 1 X, Dr. Robert Tom^i^, t. k. Finanztonz.-Prattikaut, 1 X, Ferdinand Avian, t. k. Oberfinanzrat, 5 X. Dr. Ivan Rupnit, i. l. Finanzrat, 1 X, Johann Stuiict, SlolN'rllistratur, > X, Vladimir ^euieusti, Evid.-Haltungödirektur, < X, Anton Svetet, Finanzlonzipist, 1 X. Mnpftenarchiv 2 K, Adolf Laugof, l. f. Olx'rrechn.-Rat, l» X, Johann >lova>I-, t. f. Rechnungsrat, 5 X, Josef Iuh, k. k. Rcchnungsrcvidcnt, 2 X, Max Äradaöka, t. k. Rcchnungsoffizial, 2 X, Karol Gruber, k. t. Rechnungs-offizial, 2 K. Alfred Biber, t. k. Steuerprattikant. 2 X, Oswald 2i^tousty, t. l. Steuerprattilaut, 1 X, Ivan Jerman, t. t. Rcchnungsrat, A X, Iofef Kosem, t. t. Rcch-nuugsrevident, 1 X, Franz Papex 1 X, Iban Ro»tan 1 X. I. Pezdic- 1 X. Richard Schumi 1 X, B. Götz, f. k. Rechnungsral, :l X, Antun Pctrov^i(-, t. t. Rechnungsrat, 1 X. Albin Zajce 1 X. Franz Goritschnigg 1 X, Franz Lcnnrc-ic- 50 li, Janku Mati<',ö 50 l,, Johann Fink, l. k. Hilfsämterdirektor, 1 X, Johann Eisner, t. t. Finanz-lanzlcioffizial, 1 X, Max Lchmanu, Kanzlcioffiziant. 00 K, Maria Reich, Kanzleioffiziantin, , Anton Lokar 60 K, Johann ?.agar 60 I,, Rudolf Vesel, t. t. Zahlmeister, !6 X, Emanuel Josin, k. t. Kontrollor, 2 X. Alcxntider Ingliö, t. k. Kassier, 2 X, Janto Gogala, k. f. Kassier. 1 X, Heinrich Kittag. Iinanzrat, 2 X. Karl Bihlmcier. Finanzsckrctär. 1 X. Martin Spiudler. Finanzsekrctär, 1 X. Dr. Rud. Märn, Finanztonzipist. ! X, Franz Drobniä, Kanzlist, 1 X, Viktor Damijan, Steuerassistenl, 1 X. Emilie ^ajc, Kanzlei-offiziantin. > X. M. Grahek. Zollinspektor, 1 K. H. Dras-sal, Zollrevident. 1 X. Karl Eberwcin, Zolloffizial, 2 X, I. Pi^-ailec, ^ollrevidcnt, 1 X, Frz. Garbas, Mlrevidc'ut, l X, Johann Ml,8>^, Steuerobcrverwalter, 2 X, Richard Debclak. Steurrvcrwaltcr. 1 X, Matth. Wrinstele, Steuer-offizial. > «, Janto Jan. Steucroffizinl, I x, Johann Pibcrnil, t. I. Steueroffizial. 1 li. Ignaz Viahorciö, k. t. Stcucrverwalter. 1 x. Josef Jerman. Steuerverwalter, « X, Alexander Gjud <> X, zusammen . . 2604 X W n hiezu die Summe aus den Verzeichnissen ! und II mit...........5583 ., 20 „ Summe . . 8188 X 101, Berichtigung des >l. Verzeichnisses.- Herr Anton Luck-mann in Laibach hat richtig 50 X, nicht 14 X 50 li ac-spcndet. Telegramme des k. l. Telearaphen-Korrespondenz-Nureaus. Veränderungen in der Generalität. Wicu, ^7. Timber. Wie die „Militärische Kuv^ respondc».'," erfährt, hat Seine Majestät der Kaiser die Eillhedlinss des Kommandanten des 9. Korps in Leit. meritz General der Infanterie N u m m c r von N ii m° m ersh o s angeurdnet und zum Ämnmandanten bie° ses Korps den disheriqen Konunandanten des 16. 5torps iit Raqusa Geilcral der Infanterie (5d!cn von Hort-sl e i n ernannt. Der frühere Chef des (^eneralstabes schein na ».nnde mil der Führung des 16. Korps in Nacuisa betranl. Ter frühere Präsident des technischen Militärlmnilecs Feldmarschall'Lenlnant Z ednik Edler von ^ eIde ^ q wurde mit Wartegebühr beurlaubt. Der frühere Kriegsminister Nittcr von A u f f e n b e r g wurde ,',!>m Ärmeeinspeltor ernannt. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 1^7. Dezember. T^s .Hans seht die General» debatte über die Tienstpragmatik fort. Nachdem die Ge-neralredner V » rir» al nnd M a < a k > e w i e z gesprochen hatten, wird nach einigen tatsächlichen Berichtigungen das Eingehen in die Spezialdeuatle beschlossen. Es sprechen hieraus die Minoritätsberichterstattcr. Die ganze hcntige Sitzung is< der Beratung der Tienslprag» üiatis für die Beamten »nd Diener gewidmet. Um 8 Uhr abends begann die Abstimmung über das in der Fassung des Herrenhallsbeschlusses vorliegende Gesetz und die hie-zu gestellten zahlreichen Abändernngsanlräge. Bei tz l lAusjellung der Beamten) wird ein von den Sozialdenw-lraten beantragter nenei Znsatz, nwnach politische, nationale oder lonfesswnelle Gründe bei der Anstellung eines Beamten feinen Einflnß ausüben dürfen, mit 188 gegen 149 Stimmen abgelehnt. Bei 5 24 ratuug des Finanzplanes einberufen. Das Plenum soll Ende Jänner zusammentreten. Am 6. Februar soll die Tagung der Landtage beginnen. Wien, 27. Dezember. Im Seniorensonvenl erllärte der Ministerpräsident, die Negiernng sei bereit, den Wünschen der Mehrheit, das; der Monat Jänner und die ersten Tage des Februar der Behandlung der Fi° nanzreform nnd anderer vulfswirtschftlicher'wichtiger Vorlagen gewidmet werde, entgegenzukommen, soferne noch vor der Osterpause den Landtagen eine ausreichende TagnngsZcil gesichert sei. Erzherzog Eugen. Trieft, 27. Dezember. Erzherzog Eugen begab sich gestern nachmittag im Automobil nach Schloß Mira» mor, um der Fürstin Elisabeth Windischgrätz einen Ve° snch abzustatten nnd kehrte hieranf ins Hotel zurück. Heule vormittags unternahm der Erzherzog im Automobil eine Rundfahrt durch die Stadt. Bischof Dr. Flapp ^. Trieft, 27. Dezember. Der Bischof vo» Parenzo-Pola Dr. Johann Bapt. Flapp ist ohne vorherige Krankheit heute früh nm 6 Uhr von seinem Kammerdiener entseelt im Bette aufgefnnden worden. Der ver° blichene Kirchenfürst hatte ein Alter von 66 Jahren und war seil 1881 Bischof von Parenzo-Pola. Munsignure Dr. Flapp lvar Ritter des Ordens der Eisernen Krone zweiter Klasse. ?ic albanische Fragc. Petersburg, 27. Dezember. In einem Artitel der „Novoje ^reinja", der die Überschrift „Ein zweites Monaco" trägt, wird die albanische Frage besprochen und ausgeführt, die russische Diplomatie müsse die Idee der türkischen Sonzeränital unterstützen. Hinsichtlich Alba» niens sönne weder Italien noch Österreich in ein Kom» promiß einwillige». Tie Neulralisierung Albaniens sei daher der einzige Answeg. Die ^lenlralisierung Alba-niens sei auch für Serbien wünschenswert, nachdem es die Möglichkeit eines Ausganges zum Adrialischen Meere verloren habe. Ein ueutralisiertes, von den Mächten ga> rantiertes Albanien sichere Serbien einen Ausgang nach dem Westen. Die Friedensvcrhandluusscn. Tofia, 27. Dezember. Der „Mir" schreibt! Die Ac. dingnngen des Balkanbundes sind klar und kategorisch formuliert. Wir envarleu ruhig deu morgigen Tag, an dem die türkischen Delegierten auf die Vorschlage er> widern sollen. Die Türken hatten hinlänglich Zeit, um das, lvas sie durch die Annahme dieser Bedingnngen gewinnen sonnten, zn würdigen, damit sie nicht später» hin Rene empfinden, wie sie jetzt ihre Halsstarrigkeit bereuen, mit der sie vov dem Kriege die identischen Noten der verbündeten Ballanstaaten znrüclgewiese» haben. Tofia, 27. Dezember. Die bulgarische Telegraphen, agenlnr dementiert in der kategorischesten Weise die Mcl» dung, wonach General Savov in Kunsiantinopel ein» getroffen sei und mildem Großwesir über Fragen, deren Gegenstand die Friedensverl)andlnngen bilden, eine län. gere Unterredung gehabt habe. Diese Meldung, erklärt die Agentnr, ist eine abgeschmackte Intrige, da die bulgarische Regierung in keinem Angenblicke besondere nnd geheime Verhandlungen mit der Türkei ins Ange gesaßt habe. ^cach einer der „Pol. Korr." aus Paris zugehenden Meldung sind alle Mächte in dem Standpunkte einig, es sei der Psorte der Ratschlag zn erteilen, daß sie es wegen der Frage der Abtretung von Adrianupel nicht znm Al> bruch der Friedensverhandlnngen kommen lassen sollte. Schwerer Unfall infolge eines Sturmes. Lübeck, 27. Dezember. In der Nacht zum Donnerstag brach infolge des orkanartigen Sturmes auf dein Hochosenwerle ein Verladelran znsammen uud begrub unter seinen Trümmern ein Häuschen, in dem sich sieben Arbeiter befanden. Einer von ihnen wnrde gelölet, die übrigen schwer verlel.'.!. Ein Schiff in Not. London, 27. Dezember. Ter der Peninsular and Oriental 2. ^. lind Company gehörige Dampfer Narrong, der mit 24dl Passagieren von London nach Sidney unterwegs war, ersuchte gestern nachmittags durch Funtensprnch uun Quesaut aus um Hilfeleistung, da er im Schiffsraume, viel Wasser habe. Er fuhr nach London zurück, wobei er, da er mit zehn Knoten Geschwindigkeit dampfte, heute früh auf Hilfeleistung verzichten lonnte, weil sich das Wetter inzwischen gebessert hat. Brand. Kiev. 27. Dezember. In der lehten Nachl zerstörte ein Brand die ausgedehnte mechanische Abteiluug der hiesigeu südrussischcn Maschinenbauanstalt. China. Mulden, 27. Dezemlnr. Offiziell wird eine weit. greifende Propaganda für die Wiederherstellung des Mandschnreiches bestätigt. Diese Idee wird nicht uur von den Mandschus, sondern anch von den konservativen Ehinesen nnd selbst in behördlichen Kreisen nnd in der Armee unterstützt. Anch unter den Ehnngnsen hat sie Anhänger. Die Regierung in Peking hat den, General-gvuverneur den Befehl erteilt, die geplante Revolte auf das Energischeste zu unterdrücken. Die Bewegung ist be> sonders stark in den Provinzen Mulden und Kirin. Die nationalistische Presse ist der Meinung, daß die Ja-Paner die Bewegung fördern. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. pte"e-"öerteDc. mit gezogenem jCkuchtdraht, um&rtyrechlich. (3955) 25-16 Laibacher Zeitung Nr, 298, ____________________________2838 ____________ ^ ___ 28, Dezember 1912, Mit 1. Jänner IN.; beginnt ein neues Abonnement auf dic ' Uaibacker Teilung. Die P r ä n n in c r a t i o n s - V e d iu g u n g e n bleiben! unverändert nnd betragen: mit ynstuersendung: für Kaibach, abgeholt: gänzjährig . . :tO X — !i ganzjährig . . 22 I! — d halbjährig . . l» » — » halbjährig . . »I » — » vierteljährig . 7 » litt , vierteljährig . l» » 5<> » munatlich. . . 2 » HU » monatlich. . . » » 85 , Für die Zllstellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Prälmmcratiullsbcirag fiir die -Laib. Zeitung> stets rechtzeitig und in vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung uhnc weiteres eingestellt wird. An jedem Samstag ist der ganzen Auflage unseres Blattes ein Illust: iertes Unterhalt« ngsblatt >, achtscitig, uhne Ändernug der Bezugsbedingungen, angeschlossen^ worauf wir die P. T. Leser besonders anfulcrksam machen. WW- vie Pränumelation5 Nettiige wollen poltolrel «ug«enael weraen. Jg. u. Meimnayr ^ Fed. Zambery. Gedankenlos schickt man das liebste fort, hinaus in Wind und Wetter, wenn es kann, Tag ge' worden ist, nnd so ein Schulgang bei schlechtem Winter»! wetter ist eine Häufung ernster befahren für ein lleincs Menschenkind. Parum lassen öic sich raten, verehrte Hausfran und Aintter: Geben öie den Kleinen immer ein paar Fays Sodener Vlineral'Pastillen mit auf den Schulweg, die erfahrungsgemäh auch als Schutzmittel die denkbar besten Dienste tun. Die Schachtel, die nur !< 1 2b lostlt, reicht eine ganze Woche und ist überall erhältlich. 5212 2-2 ^lcrueucrnährunq. Ein new's Präparat geqeu Nervosität erreqt ,',ur Zeit berechtiglcs Aufsehen. Vewuut. lich wird dao Lezithin seit Iahreu von den Ärzleu zu einer ralionelle», Nervenernähruua. verordnet, da die Nerveusubstauz, und besouderZ das Gehirn, große Me>i° geu Lezithin zur Verarbeitung beuütigeu. Die betaun» testen Nevvenftväparate enthalieu ober so gringo Men-qeli Lezithin, daß die Zufuhr großer Quantitäten solcher Präporalc erforderlich Nxir, um den Ncrveu das zur Ernährung und zum Ausbau erforderliche Lezithin zu er-sehen; denn unser Nerveuanfwaud au Lezithin isl bei der Überanstrengung des Geistes und der Ersülluna, der be» ruflichen Pflichten von heule eiu viel größerer als die Lezichin-^nsiihr durch die täglichen ^l'ahrnnqslniltei. Die ueuesle (irrungenscl^afl besteht nnu darin, daß die Firmo Gebr. Hiller, Ges. m. b. 5^). in Tclschen a. E.. ein 70^. tia.es LezithiN'Präparat »nit Natrium amul. Phosphat, uüter dem gesetzlich geschulten Namen „Nervocvue" in den 5Mildel bringt, während die anderen besten Ncrveu» Präparate in den günstigsten fällen uur bis zu 10 A Lezithin enthalten. Außerdem ist das im Nervocyne ent» haltene Lezithin voll und ganz assimilierbar. Tas ist sehr wichtig! Ärzte uud Publilnin bringen dieser neuen Erfindung lebhaftes Interesse entgegen uud man sagt von dem Präparate, daß es eiue der grüßten Ersiudnngen des Jahrhunderts wäre. s5444n) Mn HauHlinltungslluch als Gvatioveilage für die Abonnenten der „Lailmcher Zeitung". In den ersten Tagen des Jänner werden wir allen Abonnenten der „Kaibacher Zei-tung", den answiirtigen gegen Ginsendnng der Vortuanslagen von 20 Heller in ^rics-marken, das Laibacher Haushaltungsbuch Unentgeltlich als Beilage nnserer „Katbacher Zeitung" liefern, worauf wir schon jetzt anfmerksam machen. Jg. V. Kleinmayr H Led. Zamberg. Technische Lchranstali (Technikum) Vodenbnch n. d. Elbe. Diese von der Stadtgcmeinde fubventionierte Lehranstalt wird nllon jnngou Leuten, die sich einem technischen Berufe znwcndcn wollen, auf beste empfohlen. Unter den gegenwärtigen industriellen Verhältnissen ist erfahrungs-gcmätz der Beruf des Technikers am aussichtsreichsten, er führt am schnellsten znm Ziele, zu einer gutbezahlten Lebensstellung alü Ingenieur, Architekt usw. Die Lehranstalt ist nach reichsdcntfchem Muster eingerichtet und besitzt Abteilungen für Maschinenbau, Elektrotechnik, Hoch-, Tief-, Eiscnbctonbau nnd für Heizung und Lüftuug. Als Vorbildung genügt al'folvierte Bürgerschule oder die Unterabteilung einer Mittelschule. Im abgelaufenen Studienjahr war die Anstalt von 250 Studierenden besucht, darunter sehr viele Ausländer. (5471 z) klisleulos erhält jedermann iu allen Schnhwaren- und , Lcderhandlnngen den künstlerisch vornehm ausgestatteten Bersun-Wandkalcnoer, den die Fabrikanten der berühmten Verson-Glnnmial'säke ihren P. T. Kunden als Neujahrs- gruf; widmen, ueralireichl. (5471 l>) Iu den erste» Woche,, des Monats Jänner gelangt das rühmlichst l'otannte Spczialbier der Pschorrdraucrci in München dic Originalmarke „Auimatur" zunl Ansstoh nnd ist alsdann in allen Ansschankstellcn. in denen Pschorr-l'räu abgcgel'eu wird, erhältlich. Durch seinen guten Geschmack nnd grosse Beto'mmlichfcit erfreut sich diefes Stark-dier allüberall fei! Jahren gros;en Zufprnchs im In- und Äuölande. <54bi)ll) Aiscl - Franz - Hllfciih - WiUMHcckl in Wch Heute Vamötag den 28. Dezember 1»12 67, Vorstellung Logen-Abonnement ungerade Neu einstudiert: Die Dollarprinzessiu Operette in drei Akten von A. M. Mill„er und F. Grünbaunl Morgen Sonntag den 2l». Dezember 1912 W, Vorstellung Logen-Abonneinent gerade Nacnmittag 3 Uhr bei ermäßigten Preisen Der Kaufmann von Venedig Lustspiel in fimf 'Auszügen nun William Shakespeare Abends halb 8 Uhr 69. Vorstellung Logen-Abonnement ungerade Hum fünftemnale: Hoheit tanzt Walzer Operette in drei Akten von I. Braminer und A. Gnumiald ztillematournpl» „Ideal". Programm vou Samstag liis Monlag: Scusntions-ilriegsfilm mit Gefächtsszcnen lVahonettangriffe, explodierende Schrapnells inmitten des Kampfes, Soldaten, Hinfallen der Toten und Verwundeten). Der Simplon (herrlicher Neisefilm). Das verhexte Zweirad (komisch). Die Goldene Hochzeit (dramatisch). Gaumont-Woche (ueuestes, Spart, Mode, — erscheint von nun au jeden SaMstag). Ein grohcr Herr (glänzende Komödie). Das Weib ohne Herz (drei Akte, Sensations-schlagcr, selbständiger erster Teil. Fortsetzung, zweiter Teil, Samstag den 4. Jänner. — Nur abends). Telephonische Verbindung (Max Linder. Komischer Schlager). (5482) Das könnte noch fehlen, das; cs heute noch Frauen und Kinder gäbe, die über schlechte Verdauung Nagen und an Körperschwächc leiden. Ein knrzcr Genns; von Nurleinmchl „Lavocat" oder Vistnits „Supra Lavocat" und ein vorzüglicher Appetit mit tadelloser Verdauung stellt sich schon in einigen Tagen zuversichtlich eiu. Es ist eine Freude zu sehen, wie sich speziell die Kinder rasch nach diesen Nährmitteln, nnd zwar gründlich erholen. „Lavocat" ist in allen Apotheken zu haben. Prospekte sendet gratis „Nuclein", Ges. m. b. H., Wien, 1., Stephansftlatz 5. (5463) VortreSSieheä Schutzmittel L ^~——¦""^ ^OTsassam j •g (ßSBSk Sögen alle Intecdons-g 1^: H« Krankheiten; g |o =fl dem reinen S f 5 t§| Granitlelsen W l^^ entspringend. Bei vielen Epidemien glänzend bewährt. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner, Peter Lassnik uud A. Šarabon iu Laibaoh. (552) 9-9 Dr. Wartin Nravncr, k k Oberlan- des^erichtsrat in Laibach, gibt im eigenen uud im Namen seiuer Kinder die ihn tief-betrnbende Nachricht von dem Hinscheiden seiner einzigen, inuigstgeliebtm Tochter welche am 26. Dezember nachmittags 4 Uhr im 25. Lebensjahre nach langem quäl- nnd tummervollen Leiden, uersehcn mit den heil. Sterbesakramenten, ihre edle Seele ausgehaucht hat. Das Leichenbegängnis der allzufrüh Dahingeschiedenen findet Samstag, den 28. Dezember, um V2<5 Uhr nachmittags vom Sterbehause Unter-Schischka Nr. 26 auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt, woselbst die Beisetzung der Leiche im Familiengrabe erfolgt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. Unter-Schischla, am 26. Dezember 1918. Erste lrainischr Leichenbestattmigsaustalt Fr. Doberlet. Fran Fritz» Seemann, geb. Ziegler, gibt im eigenen und im Namen ihrer un« mündigen Kinder Tilde und Fried! und der Unterzeichneten die tieferschüttelnde Nachricht von dem unerwarteten Ableben ihres innigstgeliebten Gatten, Vaters, Sohnes und Brnders, des hochwohlgcborenen Herrn Dr. med. Friedrich Seemann k. k. Landes-Kanitiitsinfpektor welcher hente nacht um ^/« 1 Uhr sanft im Herrn entschlafen ist. Die entseelte Hülle des teuren Verblichenen wird Sonntag den 29. d. M. um 4 Uhr nachmittags im Tranerhanse Auerspcrgvlatz Nr. 6 feierlich eingesegnet und auf dem Friedhofe zum Heil. Kreuz zur letzten Ruhe bestattet werden. Die heil. Seelenmessen werden in der Domkirche Montag den 30. d. M. nm V< 10 Uhr vormittags nnd in der Kirche zu Maria Verkündigung Dienstag den 31. d. M. um 9 Uhr gelesen werden. ßawach. den 27. Dezember 191^. Vaul Seemann Wathilde Seemann Marie Trnden, geb Seemann Hans Seemann Mutter Mathilde Seemann Brüder. Schwestern. Georg Mtter von Nhaa Mia Gdle von Thaa l, I, Statthllllelci-Obrriüstemrur Auttk SetMaNN Schwager. Schwägerinnen, 5480 Erste lrainische Leichenbestattungsanstalt Fr. Doberlet. ^