v rotoviif Preis Din 1*50 71. Jahrgang irscheint wöchentlich siebenmal. SchrlftleRutig (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurciceva ul.4. Brief!. Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returniert yMl'/ mIWM. äiö Nr. 140 Donnerstag, een 28. SVlai 1931 Inseraten- u. Abonnements-Annahme In Marlbor: Jurciceva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din» Maribmer fteitmw Machen der Wirtschaftskrise Eröffnung der Prager Internationalen parlamentarischen Konferenz Mittel für die Bekämpfung der Not Ehequers das Weekend des britischen Premierministers Die Einladung nach Ehequers, nach dem Landsitz M a c d o n a l d s, die an die Staatsmänner Deutschlands ergangen ist, tückt dieses wunderschöne Landhaus wieder einmal in den Hellen Lichtkegel allgemeiner Aufmerksamkeit. Mer Ehequers blinzelt Nicht, zuckt mit keiner Wimper, es ist ge svohrit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, Btt Brennpunkt des politischen Geschehens, äu stehen. Oftmals schon- waren seine Zim 'her und sein wunderschöner Garten Zeugen °°Tt Besprechungen und Beschlüssen, die den ®ang des politischen Lebens beeinflußten, ^ic Existens und das Aussehen von Che ^iuers ist an und für sich ein wichtiges Kantel, weil es Einblick gewährt in die Eigensten des englischen, politischen Lebens und Aufschluß gibt über die wesentlichen Unter« vhiebe zwischen dem öffentlichen Leben in England und in den anderen Staaten am Kontinent. ^ Der enge Kontakt, den der englische Staatsmann mit der Öffentlichkeit unterhält, hat nichts mit Popularität zu tun oder J^uß zumindest nichts damit zu tun haben, denn jedem englischen Staatsmann, abge-styen bon seinen persönlichen Beziehungen Mt Allgemeinheit, bringt der Engländer ein ^uß konventioneller Ehrerbietung entgegen, ^ sieht in dem Staatsmann seinen Vertieft, er will, daß er repräsentiert, daß er lebt, j&je der Einzelne gerne leben würde. Diesem ^esenszug des Engländers, der in all den etzten Jahrhunderten bestanden hat, ent» Wicht auch die Existenz von Ehequers, denn telet Landsitz, der aus dem zwölften Jahrhundert stammt, seither natürlich moderni-ausgebaut und vergrößert wurde, ist We Stiftung. Ein Lord Lee hat diesen gan-®eu Besitz käuflich erworben, in eine Stiftung ^gewandelt, mit der -Bestimmung, dem je-Plltgen Premierminister Englands als ■dir “ ^kend, als Landsitz zu dienen. Ehequers liegt ganz nahe der Hauptstadt, Um sechzig Kilometer entfernt, was, ange-des ausgezeichneten Zustands der eng* pichen Straßen, namentlich jener im Um* ^ e,3 von London, keine Distanz darstellt, Jutioch aber trägt es alle Merkmale des ^chen Landes. Es bietet den Reiz der Land* ijhuft, liegt in der Nähe der Residenz und »torischer Boden. Viele, die London be-t haben, kennen auch Ehequers, den gro-Park, der in den weiten Wiesen der yjugeßung seine natürliche Fortsetzung zu te en scheint und mit den sanften Högelket-. u am Horizont jene merkwürdige Ätmos-j* r? der Entspannung schafft. Oft sind hier die Nerven des jeweiligen Herrn von [V^lluers und damit die Nerven d"s politi-sj/ert Großbritannien beruhigt worden. Zwei Ith hat der Stifter, Lord Lee, an diesen ^uubfitz gestellt: erstens die Schaffung ^^ruhigung, zweitens die Erweckung ne vmt-ereffeg für das flache Land, als Ge-i>ie 8hcto'A,t gegen die Interessen der Stadt, ?iwr Staatsmann stets umgeben und Be* |tQJ ufcn. Nach fünfundetnhalb Tagen Groß in,a' toenigstens einundeinhalb Tage fla- va,nb- tat . tandschaftlichen Reize dieses stol-ten ^onaissancebaues, mengen sich die Schot* teJWfce. und europäischer Geschichte, ■fojen ®ne Materialisation der engli- ein Museum für den Pri-tai,ch; zwischen dem Waffensarnrnlun- P r a g. 27. Mat. Die 17. Internationale parlamentarische Konferenz, die diesmal in Prag tagt, wurde de« Außenminister Dr. B e n e § mit einer längeren Ansprache eröffnet. Redner betonte hiebei, daß man alle Kräfte anfpannen müsse, um die Wirtschaftskrise, die bereits die ganze Welt in ihrem Bann halte, soweit als möglich zu lindern. Die Wirtschaftskrise besitze einen doppelten Charakter: einen pro visorifchen und periodischen und dann einen organischen. Die jetzige Krise fei durch die sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen heroorgerufen und habe einen organischen Charakter, weshalb ihre Bekämpfung sehr erschwert sei. Ter Kampf gegen die Wirtschaftskrise könne nur auf internationaler Grundlage und im einträchtigen Zusammen arbeiten von ganz Europa geführt werden. Der Führer der deutschen Delegation, der gewesene Finanzminister Dr. H i l f e r-d i n g, erklärte in seiner Ansprache, daß die Bekämpfung der Wirtschaftskrise die Organisierung des Friedensgedankens bedeute. Weitere Erklärungen haben auch die Vertreter Frankreichs, Englands und Italiens abgegeben. An der Tagesordnung der Konferenz stehen verschiedene wichtige und einer dringenden Lösung harrende Fragen, wie des internationalen Handels, der Bekämpfung der Wirtschaftskrise, die Vereinheitlichung der Transportbestimmungen usw. Um das umfangreiche Verhandlungsmaterial rascher be wältigen zu können, wurden zwei Kommis- Sanierung im Gange Ruhigere Beurteilung der Lage der Kreditanstalt -- Ausländische Stützungsaktion In den letzten Tagen haben eingehende Verhandlungen zwischen der Finanzverwaltung, der Nationalbank und den Vertretern der Kreditanstalt stattgefunden. An einzelnen Besprechungen haben auch ausländi -s ch e Geschäftsfreunde und Gläubiger der Kreditanstalt teilgenommen. Man stellte genaue Berechnungen an über die AuÄandsver schuldung der Bank. Es wurde neuerlich darauf hingewiesen, daß es von allergrößter Bedeutung wäre, wenn die Auslandsgläubiger ihre Kredite nicht zurückzögen. Der holländische Sachverständige van Hengel ist wieder abgereist, um mit ausländischen Geschäftsfreunden Fühlung zu nehmen. Die österreichische Finanzverwaltung und die Nationalbank unterstützen die Hilfsaktion für die Kreditanstalt tatkräftig, zunächst in der Weise, daß die österreichische Regierung ihre politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Ausland für die Bank ausnützt und das Ersuchen stellt, der Stützungsaktion keine Schwierigkeiten zu bereiten. In Berlin fand eine Sitzung des Kabinetts statt, in der die finanziellen Schwierigkeiten der Kreditanstalt und die Frage der Auslands-Hilfsaktion erörtert werden sollen. Auch am Quai d'Orsay befaßt man sich mit diesen Angelegenheiten. An sich würde die Hilfsaktion nicht auf die geringsten Schwierigkeiten stoßen, wenn es sich darum handeln würde, der Oesterreichischen N a-tionalbank Kredite zur Verfügung zu stellen. Die Kreditanstalt hat bei ihren Verfügungen über die Gelder auf die Abhebungen Rücksicht nehmen müssen, die bei ihr erfolgt sind, ferner auf die Finanzierung der ihr nahestehenden Industrien. Diese Erfordernisse sind gedeckt worden. Wien, 2y. Mai. Die- Bank von England und amerikanische Geschäftsfreunde sind bemüht, die ausländischen Großgläubiger zu bewegen, ihre Guthaben weiter dem Institut zu belassen. In der City wurde ein Komitee unter Leitung Lionel Rothschilds gebildet, in welchem sich die Bemühungen der englischen Freunde der Kreditanstalt konzentrieren. Das Komitee ist bemüht, die Kündigung kurzfristiger Kredite bei der Kreditanstalt von seiten der Londoner City fernzuhalten. In Bank- und Börsenkreisen wird die Lage der Kreditanstalt heute schon günstiger beurteilt, indem es gelang, sämtliche Ultimoverpflichtungen des Instituts sicherzustellen. Es handelt sich hiebei um kurzfristige Leih-gelder, die hauptsächlich aus amerikanischen Quellen stammen. Durch die Intervention der Regierung in Berlin und Paris ist es gelungen die notwendigen Beträge als bankmäßige Kredite aufzubringen. Der Wunsch der Nation G»nz Frankreich ersucht Briand, dessen Außengeschicke weiter zu leiten. — Eine definitive Entscheidung noch nicht gefallen. P a r i s, 27. Mai. Die Frage, ob Außenminister Briand in seinem Ernte verbleiben wird, steht noch immer im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses der Oesfentlichkeit. Die gestrige Mel düng, wonach Briand bereits seine Zustimmung zum vorläufigen Verbleib im Amt gegeben haben soll, dürfte etwas verfrüht fronen eingesetzt, die heute zusammentraten. Tic eine Sektion befaßt sich mit den Mitteln für die Bekämpfung der Wirtschaftskrise n. die andere mit der Aufteilung des Kapitals. In der ersten Kommission berichtete der gewesene französische Handelsminister D u-rand über die Lage und empfahl als raschestes Mittel zur Linderung der Wirtschaft krise einen stufenweisen Abbau der Zollschranken, die obligatorische Einführung der vorsichtigen und sparsamen Steuerpolitik «. a. m. An der Debatte beteiligten sich die Delegierten Deutschlands, Englands und Polens. In der zweiten Kommission erstattete der gewesene französische FinanzministW Germain Martin einen ausführlichen Bericht über dringende Maßnahmen. sein. Im Laufe des gestrigen Tages haben zahlreiche politische Persönlichkeiten beim Außenminister interveniert. Einige hundert Telegramme von Friedensgesellschaften, Frontkämpfern und Frauenvereinigungen aus ganz Frankreich sind bei Briand eingelaufen, in welchen er ersucht wird, im IInteresse des ganzen Landes im Amte zu verbleiben, um die Kontinuität feiner Friedens bestrebungen wieder herzustellen. Welchen Entschluß Briand gefaßt Hat, dürste nur Ministerpräsident Laval wissen, der gestern abends eine einstüudige Unterredung mit dem Außenminister hatte. In der Presse kommt die Ansicht zum Ausdruck, daß Briand dem Wunsch der Nation entsprechen und seine Demission zurücknehmen wird. Wiederaufnahme der österreichisch-jugoslal' wischen Handelsvertragsverhandlungen. Wien, 27. Mai. Wie die „Reichspost" mitteilt, weredn itt der nächsten Woche in Beograd die Handels Vertragsverhandlungen zwischen Jugoslawien und Oesterreich, die unlängst unterbrochen wurden, wieder ausgenommen werden. Man hofft, daß die Besprechungen dies mal einen glatteren Verlauf nehmen werden. Börsenbericht Z ü r i ch, 27. Mai. Devisen: Beograd 9.13, Paris 20.24, London 25.155, Newyork 517.10, Mailand 277.07, Prag 15.34, Wien 72.70, Budapest 90.30, Berlin 122.80. L j u b l j a n a, 27. Mai. Devisen; Berlin 13.4725, Budapest 989.87, Zürich 1096.20, Wien 796.94, London 275.81, New York 56.59, Paris 221.87, Prag 168.16, Triest 296.60. gen und Gobelins, zwischen den kostbaren Möbeln und Gemälden, sieht man Erinnerungen großer Männer, wie Cromwell, Nelson. Einem Besucher, der Zutritt ist nicht leicht zu erwirken, der die englischen Sitten nicht kennt, fällt ein eingerichtetes Schlafzimmer auf, das nicht in Benützung steht, es ist für den König reserviert. Es gilt als Tradition auf vornehmen englischen Landsitzen, daß ein eingerichtetes Schlafzimmer für den König existiert, um den hohen Gast, im Falle des Besuches, würdig empfangen zu können. Auch in Ehequers gibt es ein solches Zimmer, das vielleicht ein wenig mehr Aussicht auf Realisierung seiner Bestimmung hat, als sonst auf einem ändern englischen Landsitz- Lord Lee hat aber bei Errichtung der Stiftung an nichts vergessen. Zu einer Zeit, da es noch als Selbstverständlichkeit galt, daß nur reiche Mitglieder der hohen Aristokratie die Geschicke des Landes leiten, zu einer Zeit, als es vollkommen ausgeschlossen schien, daß einst Mitglieder der Labour Party Gast und zugleich auch Herr von Che-quers werden könnten, hat der Stifter dem Landsitz auch einen Fonds beigestellt. Dieser Tonds bietet dem jeweiligen Premier für das einzelne Wochenende einen Betrag von etwa dreihundert englischen Schillingen, um dadurch die Gewähr zu bieten, daß auch ein Premierminister aus bescheidenen Verhältnissen, der über kein Privatvermögen verfügt jenen traditionellen Pflichten (recht bedeutende Trinkgelder an das -Personal, die die Tradition vorsieht) Genüge leisten kann. Ehequers war oft schon Zeuge großer Geschehnisse, vielleicht zieht es nunmehr durch die Besprechungen in die Geschichte einer uropäischen Friedenspolitik ein und nimmt dort einen würdigen Platz ein. Dr. H. K. XI.Ljubljanaer vom 30. Mai bis 8. Juni 1931 Größte einschlägige Veranstaltung im Staate. 40.000 nr Ausstellungsfläche. 10 Ausstellungobjekte, über 750 Aussteller aus dem In- und Auslande. Fabrikspreise bei aller Art Ware. Spezialabteilungen: Allerart Maschinen für Gewerbetreibende, landwirtschaftliche Maschinen, Möbeln, Automobile, Textil, Leder u. Papierwaren. Wohnungen stehen zur Verfügung. Umfangreiche Vergnügungsparke. 50% Ermäßigung auf der Eisenbahn. Legitimationen zu Dinar 30.— sind erhältlich bei Geldinstituten, Eisenbahnstationen, Handels- und Gewerbeorganisationen und beim Messeamt. Besuchen Sie die Messe. Es lohnt sich. Rettung des Volakforfchers (Eourteimr Während das Schicksal des deutschen Polarforschers Prof. Wegener sich bereits erfüllt hat, konnte der französische Polarforscher Courteaux zusammen mit dem Leiter der Rettungsexpedition W a d k i n s gerettet und auf dem Luftwege nach der Grönlandküste gebracht werden. Der schwedische Flieger A h r e n b e r g, der die beiden Männer mitten im Polareis von seinem Flugzeuge aus entdeckte, nahm sie auf und beförderte sie zur nächsten Küstensiedlung. Courteaux sah elend aus. In dieser abgemagerten Gestalt, an der nur Haut und Knochen zu sehen waren, konnte man kaum den lebensfrohen, vor Gesundheit strotzenden jungen Mann erkennen, der vor fünf Monaten die Forschungsreise nach Nordgrönland unternommen hatte. Fünf Monate lebte Courteaux das Leben eines wilden Tieres im Polareis. Er hatte weder Brot noch andere nahrhafte Fettprodukte, die die Polarforscher mit auf die Reise zu nehmen pflegen. Die einzige Nahrung dieses nördlichen Robinsons bestand aus Fleisch- und Gemüsekonserven, mit denen der im ewigen Eise vereinsamte Mann sehr sparsam umgehen mußte. Eine Büchse mußte vier Tage reichen. Es wirkt beinahe wie ein Wunder, das Courteaux nicht erfroren ist. Durch schnelle Bewegungen und Turnen auf der Eisfläche versuchte ex sich stets vor dem Erfrieren zu schützen und seine kalten Glieder zu erwärmen. Er mußte eine übermenschliche Willenskraft aufbringen, um seine Muskeln, die von der mangelhaften Ernährung erschlafft waren, in Bewegung zu setzen. Das fünf Monate lange Leben unter solchen fürchterlichen Verhältnissen konnte die eiserne Gesundheit des Forschers zwar angreifen, aber nicht brechen. Beim Ausstcigen aus dem Flugzeug begrüßte Courteaux die Mitglieder der Rettungsexpedition und erklärte lächelnd: „Ich fühle mich glänzend. Nach 24 Stunden Schlaf in einer warmen Stube wäre ich bereit, d?n Rückweg anzutreten". Anleiheprojekt für Deutschland Berlin dementiert — Schwarze Tage an der Börse B e r l i n, 27. Mai. Die gestern im Ausland verbreiteten Mel düngen, daß die Großmächte Deutschland eine Anleihe von etwa 100 Millionen Pfund oder rund zwei Milliarden Mark zwecks Ermöglichung der Reparationsleistungen gewähren wollen, riefen in der Oefsentlichkeit das größte Aufsehen hervor. In politischen Kreisen werden die englischen Versionen über eine Reparationsstützungsanleihe entschieden dementiert. Man lehnt eine Anleihe schon deshalb ab, weil man damit Reparationen zu zahlen hätte. Durch Gewährung einer noch so großen Anleihe sei weder Deutschland zu sanieren, noch der Doung-Plan aufrecht zu erhalten. Dieser Weg würde nur eine jener Scheinlösungen bedeuten, die Deutschlands wirkliche Leistungsfähigkeit verschleierten und mit geliehenem Geld vorübergehend eine Zah-lungssähigkei. aufrecht erhalte, die in diesem Maße gar nicht mehr vorhanden sei. In maßgebenden Kreisen wird hingegen eine Herabsetzung der Reparationen mit Rücksicht auf den allgemeinen Preissturz und die Erhöhung des Goldwertes gefordert. Zwar ist in Deutschland bei den zuständigen Stellen die Reparationsfrage noch nicht zur Diskussion gestellt morden, doch wünscht es die Reichsregierung nicht, daß über die Revision der Reparationssrage im Schöße des Völkerbundes verhandelt werde. * * * B e r l i n, 27. Mai. Die Berliner Börse hatte gestern einen schwarzen Tag. Infolge der fortdauernden allgemeinen Verflauung der Weltbörsen und erheblicher Verkaussaufträge gab es Kursstürze bis zu 10%. Die geringe Erholung, die sich im Verlauf des Börsenverkehrs bemerkbar machte, war zum Börsenschluß wieder vollständig verschwunden. Die Friedensverträge Kriegsminister Maginot über deren Heiligkeit und Unantastbarkeit — Französische Offensive gegen die revisionistischen Tendenzen Der französische Kriegsminister M a g i-n o t fungierte als Vorsitzender der 13. Kongresses der belgischen Frontkämpfer. Bei dieser Gelegenheit äußerte sich Maginot über die Verteidigung der Friedensverträge in einer Art und Weise, der im Hinblick auf die letzte Ratstagung des Völkerbundes und die Präsidentenwahlen in Frankreich eine besondere Bedeutung zu kommt. Maginot erklärte u. a.: „Uns Franzosen und Belgier vereinigte am heutigen Tage hier nicht ein gewöhnlicher Zufall. Wir wissen das sehr genau. Viele ver suchen es heute schon, den Glauben unS das Vertrauen in die Friedensverträge zu erschüttern, die unserem Siege gefolgt waren. Wir werden diese Verträge verteidigen, weil sie unsere Entschädigungsrechte enthalten und eine Garantie für unsere Sicherheit dar stellen. Wir behaupten gar nicht, daß diese Verträge unantastbar seien, kein Menschenwerk ist unabänderlich. Wir fordern jedoch, daß sie solange als heilig betrachtet werden, solange durch die Verträge selbst nicht die nützlichen Bedingungen unserer Sicherheit geschaffen sind. Wir können aber in keinem Falle zulassen, daß von welcher Seite beliebig die Revision dieser oder jener Grenze vorgeschlagen wird. Die Friedensverträge sind von allen Signatarmächten unterzeichnet worden. Die Revision kann nur durch dieselben und deren gemeinsame Aktion erfolgen. Wir sprechen jetzt viel vom Frieden. Das ist unser Recht. Wir haben für den Frieden die größten Menschenopfer gebracht. Die erste Bedingung- für die Erhaltung des Friedens dünkt uns jedoch die Achtung der aus d. Friedensverträgen hervorgegangenen B r ü s s e I, 27. Mai. Verpflichtungen. Dies gilt für alle internationalen Verpflichtungen, sowohl die vergangenen als auch die kommenden." Die Blätter beschäftigen sich in zahlreichen Kommentaren mit dieser Rede des französischen Kriegsministers, da sie offensichtlich die Einleitung zu einer großen Offensive Frank reichs gegen den offenen und verkappten Revisionismus in Europa darstellt. Schweres Eisenbahnunglück in Paris Auf dem Lyoner Bahnhof in Paris stieß dieser Tage ein vollbesetzter Personenzug in> folge falscher Weichensteslung kurz vor der Einfahrt mit einer Güterzuglokomotive zu- sammen. Trotz der schweren Beschädigungen der Wagen, gab es nur 50 Verletzte, glücklicherweise aber keine Toten. Der Nestor der europäischen Staatsmänner Zum 85. Geburtstage des Grafen Apponyi am 29. Mai. Der Genfer Schnellzug rollt in die Halle des Budapester Ostbahnhofes. Einem Abteil erster Klasse entsteigt ein hochgewachsener, schlanker Greis mit wallendem weißen Bart. Mit jugendlich-elastischem Schritt geht er durch die Bahnhofhalle und besteigt die nächste Trambahn, um nach Hause zu fahren. Jeder Ungar kennt diesen alten Herrn: es ist Graf Albert Astpony f. Ungarns Delegierter zum Völkerbund, derselbe Apponyi, der heute sein 85. Lebensjahr vollendet. Apponyi ist der geborene Polit'ker. Er hat die Liebe zur Staatskunst von seinem Vater geerbt, dem Führer der konservativen Magnaten im Reichstag von 1843. Schon mit 26 Jahren zog der junge Graf in das Abgeordnetenhaus ein und wurde nach sechs jähriger politischer Tätigkeit an die Spitze der Partei der gemäßigten Opposition berufen, der er später den Namen „National-Partei" gab. Im Jahre 1899 ging Apponyi mit seinen Getreuen zur Regierungspartei über und präsidierte von 1901 bis 1903 dem Abgeordnetenhaus. Mit der Regierung unzufrieden, rief er im Jahre 1904 wieder seine alte Nationalpartei ins Leben und schloß sich zunächst dem Kartell der Oppositionsparteien, später der Unabhängigkeitspartei an. Apponyi war die markanteste Erscheinung des alten ungarischen Parlaments. Wenn er seinen Platz verließ, um die Rednertribüne zu besteigen, füllte sich der Saal, und wenn eine seiner großen Reden angekündigt war, so gestaltete sich die Sitzung oft zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Jeder, der etvas auf sich hielt, wollte dabei seist, wenn sein scharfes und wohlklingendes Organ die Stille des Saales durchbrach, wenn seine leidenschaftlichen Worte alle Argumente des Gegners niederzufchmektern schienen. - Im Jahre 1906 trat Apponyi in das erste Kabinett Wekerle ein. Er übernahm das Kultusministerium, das er vier Jahre lang verwaltete. In dieser Zeit hat er sich — besonders durch seine Schulgesetze — viele Feinde gemacht. Die Demokraten und Sozialisten betrachteten ihn von Anfang an mißtrauisch; ihnen erschien er schon durch seine Erziehung im Jesuitenkloster verdächtig. Zweifellos hat sich Apponyi als Kultusminister große Verdienste erworben, besonders durch die Einführung 'des unentgeltlichen Volksschulunterrichts. Im Jahre 1917 hatte er für kurze Zeit das gleiche Ressort in den Kabinetten Esterhazy und Wekerle inne. Dann kam der unglückliche Ausgang des Krieges und der Umsturz, der auch Ungarn einschneidende Veränderungen brachte. Die Lostrennung von Oesterreich mag Apponyi, dem Erzungarn, für den die Interessen seiner engeren Heimat von denen Oesterreich-Ungarn immer den Vorrang gehabt hatten, nicht so sehr schwer getroffen haben. Aber im Vertrag von Trianon verlor Ungarn wertvolle Gebiete. Krieg, Revolution, Räterepublik lösten einander ab, es schien kaum möglich, aus dem Chaos wieder zu geordneten Verhältnissen zu kommen. Kaum einer dürfte den Niedergang seines Vaterlands so bitter empfunden haben wie Graf Apponyi, der stolze Magnat. Aber trotz seines hohen Alters kehrte Apponyi der Politik nicht resigniert den Stuften. Im Jahre 1920 führte er eine ungarische Friedensdelegation nach Paris mußte allerdings unverrichteter Sache wieder zurückkehren; an eine Revision des Vertrages von Trianon war nicht zu denken. In der konstituierenden Nationalversammlung und im neuen Parlament verfocht er leidenschast lich das legitimistische Prinzip. Sein erster großer Erfolg war die Annahme des Artikels 1 der neuen Verfassung in der Nationalversammlung, der der revolutionären Epoche ein Ende machte und Ungarn dir uralte monarchistisch! Staatsform, wenn auch ohne König, wiederbrachte. Man hat einmal gesagt, Apvonyi sei ein Greis geworden, aber kein alter Mann. Und das ist gut so für seine Landsleute. Apponyi ist ein Stück Ungarn, das man sich ohne den Grafen im wallenden Bart kaum noch vorstellen könnte. Konflikt zwischen Spanien und Vatikan M a d r i d, 27. Mai. Der Primas von Spanien, der Erzbischof von Toledo Kardinal S e g u r a erschien vor seiner Abreise nach Rom beim Ministerpräsidenten Z a m o r a und erklärte ihm im Namen des Vatikans, daß der Papst Kardinal Erzbischof S e g u r a. nicht eher die Beziehungen zur neuen fst® nischen Republik aufnehmen werde, bov nicht die für die Kirchen- und Klosterbra verantwortlichen Personen bestraft ü Schadenersatz geleistet würde. Man 9Ia J daß Kardinal Segura von Rom nicht nt nach Spanien zurückkehrt. - j Kardinal-Staatssekretär P a c c e richtete an die spanische Regierung eine ^ pesche, worin er mitteilt, daß der Pntzl ne sehen möchte, daß der neue Botscya, beim Vatikan Z u l u e t a, ferne nicht antritt, da er lehr mit dem Freima Donnerstag, Dert 28. Mai 1931. „Mariborer Zeitung" Nummer 140. rnimam rertum sympathisiere. Dieser Diplomat habe nämlich seinerzeit eine Studie veröffentlicht, in welcher er sich über die Macht des Papstes skeptisch ausdrückt. Da jedoch der Botschafter bereits ernannt ist und sein Erscheinen beim Vatikan zu einem Streit führen könnte, besteht die Absicht, die Ernennung aufrecht zu erhalten, doch soll ein Botschaftsrat den Diplomaten vertreten. Zulueta selbst würde nach einiger Zeit seiner Stelle enthoben werden und einen anderen Posten erhalten. Tragische« Schicksal eine« Künstler« In den Pariser literarischen und künstlerischen Kreisen erregte der Selbstmord des Künstlers Robert Rotte, der im Bou-logner Wäldchen seinem Leben durch Erhängen ein Ende bereitet hatte, großes Atif-l'ehen. Es gibt Familien, die von einem tragischen Schicksal verfolgt zu werden scheinen. Vor etwa drei Wochen brachten die Pariser Zeitungen die Meldung, daß der Schädel des Onkels des Künstlers, des 1870 im Kriege gefallenen Viktor Ro-ire endlich seine letzte Ruhe gefunden hätte. 15 Jahre nach seinem Tode wurde die Leiche nach dem Pariser Friedhofe Pere Lachaise überführt. Der Bruder des Toten, der Pariser Roman ichriftstellcr Louis Noire, der den Verstorbenen abgöttisch liebte, trennte den Schädel von der Leiche ab und bewahrte ihn 45 Iah re lang unter einer Glasglocke in feinem Arbeitszimmer auf. Rach seinem Tode gelangte der Schädel in den Besitz seines Sohnes Robert. Der letztere litt an einer unheil baren Krankheit und faßte den Entschluß, aus dem Leben zu scheiden. Bevor er aber den Selbstmord ausführte, wollte er den Schädel seines Onkels beisetzen. Exkönig Alfons kauft ein Schloß auf Abzahlung Der spanische Exkönig Alfons, der vor kurzem aus England nach Frankreich übersiedelte, wohnt zur Zeit mit seiner Fa-vtilie in Fontainebleau in der Nähe von Paris. Er gab bekannt, daß er für sich und seihe Angehörigen ein Schloß an der französischen Riviera zu kaufen beabsichtige. Unter den vielen Angeboten, die der spanische Exkönig erhielt, befand sich auch das Ange-bot einer gewissen Mrs. B r a s e, das dem ^htthronten Herrscher am besten zusagte. Palais der alten amerikanischen Dame befindet sich in Nizza. Es ist ein ziemlich großes Gebäude und enthält etwa 40 Räu-jhe. Vor zehn Jahren kaufte Mrs. Brase bas Palais für 50 Millionen Franken. Da bie finanzielle Lage der Amerikanerin infolge des großen amerikanischen Bankkrachs och sehr verschlechterte, war Mrs. Brase gelungen, das Palais zu verlassen und eine -hrivatwohnung in Nizza zu mieten. Interessant sind die Bedingungen, zu Welchen sich die Amerikanerin bereit erklärt butte, ihr Palais dem spanischen König ab« ^treten. Obwohl sie selbst für das Besitztum 0 Millionen Franken in bar. bezahlt hat-wachte sie dem Exkönig den Vorschlag, a§ Palais auf Abzahlung zu übernehmen. 5*° sie alt und alleinstehend sei, möchte sie °r allen Dingen ihre letzten Lebensjahre in Zuhe und Sicherheit verbringen. Sie habe 16 größte Angst vor den Banken, die ihr ^hoßes Vermögen verschlungen hatten. Aus (l.efcn Gründen sei sie geneigt, voin Kö-üg für das abgetretene Palais monatliche ZUhlungsraten in Empfang zu nehmen. Mrs. qZche schlug folgenden Zahlungsmodus vor: "0.000 .Franken als Anzahlung und 75.000 öranfen monatlich bis zu ihrem Lebens-e- Nach ihrem Tode soll das Palais Ei-Jfntittn des Königs werden. Da die Ame-'kanerin 72 Jahre alt ist, hat Alfons XIII-t ® beste Aussicht, mit geringem Geldauf-°ude sich oine neue Residenz zu verschaffen. Witz und Humor ^Ueber eine Wiese ging der Sommerfrisch- Plotzlich tauchte vor ihm ein Bauer auf. ber r mt*' elendiglicher", drohte er mit ba* r r' "toetm Sw nicht sofort machen, sn„ e ^ l>ier rauskommen, schlage ich Ihnen v Knochen kaputt". ^Sommerfrischler stammelte: iw rua ~ ich wußte nicht —, daß BrSü gehen darf", ez % ,e ber Bauer: „Deswegen habe ich, lu QUc£r 0K> % Guten gesagt", j Sagreber Fluglage Große nationale und internationale Veranstaltungen zu Pfingsten Beachtenswerte Leistungen der heimischen Piloten Begünstigt von prächtigstem Frühlingswetter wurde Sonntag und Montag das gro ßeinternationaleFlugmee-t i n g auf dem hiesigen, mit den Flaggen der auswärtigen Gäste geschmückten Flugfel de B o r o n g a j durchgeführt. Schon am Samstag waren die meisten auswärtigen Wettbewerbsteilnehmer und Delegationen in Zagreb eingetroffen. Am Pfingstsonntag fand um 12 Uhr die Taufe dreier neuer Flugzeuge des Zagreber Aeroklubs statt. Hiezu hatten sich zahlreiche Gäste mit dem Vertreter des Protektors der ganzen Veranstaltung, des Prinzen P a v-l e, die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden, die auswärtigen Delegationen der Oesterreicher, Engländer, Polen, Tschechoslo-waken und Franzosen eingefunden. Erzbischof Dr. Bauer nahm bie Weihe der drei Sportflugzeuge vor, während die Taufpatinnen, die Gemahlin des Bonus P e-r o v t 6, die Gemahlin des Präsidenten des Aeroklubs S e ß l e r und die Gemahlin des Armeekommandanten Mari 6, am Bug der Flugzeuge je eine Sektflasche zerbrachen. Am Nachmittag begann das n a t i o n a leFlugmeeting, dessen reichhaltiges Programm von den jugoslawischen Luststreikkräften bestritten wurde. Die Vorführungen umfaßten Ballonabschießen, Abwerfen und Auffangen von Meldungen, Luft-bombavdement, militärische Produktionen, Staffelgeschwaderflug usw., die zuweilen von 10 bis 15 Flugzeugen auf einmal vor- Z a g r e b, 26. Mai. geführt wurden. Das Publikum, ca. 10.000 Personen, nahm lebhaftes Interesse an den Vorführungen, die ohne den geringsten Zwi schenfall verliefen. Den Höhepunkt des nationalen Meetings bildeten die a k r o b a-tischen Vorführungen der Piloten B a j-d a k, S i n t i 6 und N i k o l i v. Diese drei Flieger leisteten Erstaunliches an Loopings, Truddeln usw. Es wurden auch S e-gelflugversuchemit Autovorspann unternommen. Am Pfingstmontag begann das internationale Meeting. Als Konkurrenten starteten die Engländer, Polen, Tsche-choslowaken, ein Franzose und ein Jugoslawe. Beim ersten Punkt der Veranstaltung, der Ziellandung, beteiligten sich etwa 15 Flugzeuge. Im Geschwindigkeitswettbewerb auf 78 Kilometer errang der jugoslawische Hauptmann G r a d i 8 n i k den ersten Platz, als zweiter und dritter kamen die Engländer, darunter die berühmte Langstreckenfliegerin Miß S p o o n e r, an. Der interessanteste Teil der Veranstaltung war die A k r o b a t i k. Es starteten 10 Flugzeuge. Nach dem vorläufigen Ergebnis placierte sich der polnische Kapitän B e j a n als Erster, der in der kurzen Dauer von 5 Minuten 13 schöne und einwandfreie Figuren in nicht beträchtlicher Höhe ausführte. Den Abschluß des Meetings bildete ein im Hotel Esplanade zu Ehren der ausländischen Gäste vom Zagreber Aeroklub gegebenes großes F e st banket t. CMerons Erdenwallen Zum 250. Todestag des spanischen Dichtergemes am 25. Mai Kein geringerer als Goethe hat dem großen spanischen Dichter Pedro Balder btt de la Barca die deutschen Bühnen geöffnet. So ging 1811 in Weimar „Der standhafte Prinz" über die Bretter, um bald danach in Berlin aufgeführt zu werden. Allerdings verkannte auch Goethe nicht, was wir als tiefer und schwerer veranlagte Menschen bei Calderon empfinden. „Seine Stücke", sagt Goethe, sind durchaus geistreich und in gewisser Hinsicht vollendet, allein es fehlt ih nett ein spezifisches Gewicht, eine gewisse Schwere des Gehalts. Sie sind nicht derart, um im Gemüt des Lesers ein tiefes und nachwirkendes Interesse zu erregen, vielmehr berühren sie die Saiten unserer Inneren nur leicht und vorübereilend." Diese gewisse Oberflächlichkeit versagte allen Versuchen, Calderon auf den deutschen Bühnen heimisch zu machen, in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts den vollen Erfolg. Erst die Uebersetzungen des Strauß'schen Opernlibrettisten und neuromantischen Dichters Hugo von Hofsmannsthal führten Hand in Hand mit der Bevorzugung leichterer Kost dazu, daß heute Gal-derons bewundernswerte Kunstfertigkeit, sein Witz und seine raffinierte Komödientechnik starke Beachtung der Bühnen finden. So gehören vor allem „Das Leben ein Twum", „Der standhafte Prinz", „Dame Kobold" und „Der Richter von Zalamea" zum eisernen Bestand unseres Komödien-und Schauspielhaus-Repertoires. In Summa allerdings find es mehr als zweihundert Werke, die Pedro Calderon de la Barca verfaßte. Das erste Schauspiel konnte er bereits 1614 als Vierzehnjähriger veröffentlichen. Seinerzeit besuchte er nach vierjähriger Unterweisung in einem Jesuiten-Kollegium die Hohe Schule von Salamanca und beschäftigte sich ganz gegen den Wunsch seiner frommen Mutter — er sollte Priester werden — mit juristischen, philosophischen und mathematischen Studien. Nebenbei bildete er auch sein poetisches Talent aus. Und das letzte Stück schrieb Calderon als Einundachtzigjähriger, vollendete es, kurz bevor der Tod am 25. Mai 1681 sein Schaffen beendete. Dazwi-schen lag ein reiches, teils wild schäumendes, teils geruhsam ergebenes Leben. Für die Seligsprechung des heiligen Ist-dorus im Jahre 1620 war ein öffentlicher Dichterwettstreit in Madrid ausgeschrieben. Pedro Calderon de la Barca (auf IDeuTch heißt sein Name, wenn auch etwas weniger klangvoll: Peter Kessel vom Kahne) beteiligte sich erfolgreich daran, erntete gleichzeitig klingende Münze und erwarb sich einflußreiche Freunde am spanischen Königshofe. Fünf Jahre konnte man ihn hier halten. Dann zog es den ungestümen Menschen nach den Schlachtfeldern bei Mailand und in den Niederlanden. Philipp der Vierte aber rief Calderon 1635 an den Hof zurück und ernannte ihn zu seinem maitre de plaisir. Die Leitung des königlichen Theaters im Lustschloß „Buen Retori" wurde dem Dichter übertragen, die Anordnung aller Feste und Lustbarkeiten lag ihm ob, und gleichzeitig wurde er zum Ritter des Ordens von Santiago erhoben. Im Aufträge des Königs entstanden damals einige Schau spiele. Calderon aber fühlte sich bei alldem nicht recht behaglich. Er hatte sich in allerlei Liebeshändel eingelassen, trug in einem Eifersuchtskampfe eine Wunde an der Schläfe davon, wurde in einer Rauferei Bei der Probeaufführung eines seiner Stücke beträchtlich verletzt und zog es nach seiner Wie derherstellung vor, mit dem Heer der spanischen Ritterorden gegen Katalonien zu eilen. Ruhmbedeckt kehrte der lebens- und tatenfrohe Dichter wieder nach Madrid zurück. König Philipp war hocherfreut darüber, überhäufte Calderon mit Auszeichnungen und mit künstlerischen Aufträgen für Palast und Kirche, setzte ihm eine hohe Pension aus und ließ seine Stücke mit größtem Pomp aufführen. Allmählich aber trat im Wesen des nunmehr Fünfzigjährigen eine starke Wandlung hervor. Ein Hang zum Mystizismus wurde spürbar und verdichtete sich so, daß Calderon sich 1651. als Priester ordinieren ließ. Schon zwei Jahre später wurde ihm eine Kaplanstelle in der erzbischöflichen Kirche zu Toledo übertragen. Philipp mochte den Dichter jedoch nicht entbehren und berief ihn zum. Kaplan an die Hofkapelle in Madrid. Während all dieser Zeit hatte Calderon sein poetisches Schaffen den Autos sacra-mentales, den Weihespielen, gewidmet. Sie bildeten damals schon Jahrhunderte hindurch eine Lieblingsunterhaltung der Menge. Calderon, der ihr Genre durch Tiefe n, Auffassung, Feinheit der Durchführung und Pracht der Diktion in eine wahrhaft künstle rische Sphäre hob, verstand ihre Wirkung dwch Ar renburtg von Musik und Maschine- I Unsere echte Kellner Zichorie! rien noch zu steigern. Und er erntete mit seinen herrlichen geistlichen Schauspielen noch weitaus größeren Ruhm, als er vorher schon besaß. Von Granada, Madrid, Toledo, Sevilla und anderen ersten Städten des spanischen Reiches wurden ihm zahlreiche ehrende Aufträge zuteil. Die angesehene Brüderschaft von San Pedro zu Madrid ernannte ihn zu ihrem Mitglied und später selbst zum Capellan Mayor. Calderon war hocherfreut ob dieser Auszeichnung und vermachte dem frommen Verein der Petrus-Brüder sein ganzes beträchtliches Vermögen Von den Schöpfungen des vielseitigen Dichtergenies.. die sich in Wunderkomödien, in tragische Schauspiele, Konversationsstücke, mythologische Festspiele, Ritterspektakelstück?, historische Dramen und romantische Schauspiele gliedern lassen, sind nachweisbar echt 108 Schauspiele (Comedias), und 73 Autos sakramentales, während von seinen etwa 100 scherzhaften Sainetes nur wenige vorhanden sind. In der Wüste verschmachte» K a i r o, 26. Mai. Zugleich mit der Nachricht, daß der Leiter der Vermessungsabteilung in der Wüste, C l a y t o n, für die Verdienstmedaille vorgeschlagen worden ist, werden Einzelheiten einer schrecklichen Tragödie bekannt. Ende Februar fand Clayton in der Wüste eine Gruppe völlig erschöpfter Beduinen, die ihm erzählten, daß sie bei der Besetzung der O a s. e K u f r a durch die Italiener geflüchtet und nun schon vier Wochen in der wasserlosen Wüste umhergeirrt seien. Noch weitere Gruppen von Beduinen seien unterwegs. Nachdem die Flüchtlinge nach Wadi Halsa gebracht worden waren, machte sich Clayton sofort mit drei Automobilen auf die Suche. Er fand noch 3 Gruppen von Flüchtlingen, die er in Sicherheit brachte. Wieviel Beduinen in der Wüste zugrunde gegangen sind, steht noch nicht fest. Die letzte Gruppe von Geretteten hatte ursprünglich aus 42 Personen bestanden, die auf 19 zu-sammengeschrumpft sind. Die anderen waren unterwegs liegen geblieben u. verschmachtet. £mmmg auf einer B ücke Eine originelle Trauungszeremonie fand vor einigen Tagen auf der Grenzbrücke zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada statt. Ein gewisser Reginald Grube, amerikanischer Staatsangehöriger, der von seiner Frau geschieden war, faßte den . Entschluß, eine junge Schottin, die in Kanada wohnte, zu heiraten. Die Ausführung dieser Absicht stieß aber auf besondere Schwierigkeiten Die Scheidung des Amerikaners von seiner ersten Frau wurde in Mexiko vollzogen. Kanada anerkennt aber die nach amerikanischem Gesetz vollzogenen Scheidungen nicht an und somit war keine Möglichkeit vorhanden, auf kanadischem Territorium eine zweite Ehe einzugehen. In den Vereinigten Staaten werden zwar mexikanische Scheidungssprüche als gültig anerkannt, die Braut konnte aber unmöglich nach U. S. A. kommen, da sie als Schottin dem amerikanischen Emigrantengesetz unterworfen war und kein Einreisevisum nach den Vereinigten Staaten erhalten konnte. Die Lage schien hoffnungslos zu sein. Da kam Mr. Grube auf eine wahrhaft geniale Idee, die den ganzen gordischen Knoten der territoalen und internationalen Schwierigkeiten mit einem Schlage durch« schnitt. Mr. Crude ließ seine Braut an die Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten kommen. Die Zusammenkunft des Brautpaares fand auf der Grenzbrücke statt, wobei jeder der Brautleute mit beiden Füssen auf dem Gebiete seines Staates stand, der Bräutigam auf dem amerikanischen Territorium und die Braut auf dem kanadischen. Der amerikanische Standesbeamte willigte in diese einzigartige Trau-ungszeremvnie ein. Im entsprechenden Moment reichte die Braut vom kanadischem Territorium dem Bräutigam auf das Territorium der U. S. A. den Finger. Nachdem die Ringe ausgetauscht waren, vollzog der Standesbeamte den Tranungsakt und reichte das Formular den Brautleuten zur Unterschrift. In diesem Augenblick ist die schottische Emigrantin aus Kanada zur Staatsangehörigen der Vereinigten Staaten von Amerika geworden. Als solche hatte sie nun das volle Recht, das Gebiet ihrer neuen Heimat zu betreten. Sie wurde von dem glücklichen Ehemann heimgeführt . Vurg-Tonkmo: Der schönste und größte Tonfilm der Saison „Marokko" mit Marlen Dietrich. Ein i00%iger Prachtionfilm in englischer, französischer und deutscher Sprache. Das größte Werk der neuzeitlichen Filmindustrie. Union-Tonkino: Der erstklassige deutsche 100 prozentige Sprech- und Tongroßsilm „Der Weg zum Glück" mit Jenny Fugo Fritz Schulz, Szöke Szakal und Albert Paulig. ÜRabio Donnerstag, 28. Mai. Ljubljana, 12.15 und 13 Uhr: Reproduzierte Musik. — 18: Konzert. — LOM: Wendmusik. — Beograd, 17: Vokalkonzert. — 2N50: Klassische Musik. — Wien, 31.30: Kammermusik. Mühlacker, 21.30: Tymphoniekonzert. — 23.20: Tanzmusik. — Bukarest, 21: Vokalkonzert, — 21.30: Symphoniekonzert. — Rom, 20.55: Violinkonzert. — Prag, 21: Populäres Konzert. — 22.30: Orgelkonzert. — Mailand, 20.45: Orche-sterkonzert. — Budapest, 19.30: Mozarts Oper „Ton Juan". Danach: Zigeunermusik. — Warschau, 20.30: Orchestermusik. — 23: Tanzmusik. — Daventry, 21.35: Symphoniekonzert. — 22.45 Tanzmusik. * Bei Grippe, Bronchitis, Mandelentzündung, Lungenspitzenkatarrh sorge man dafür, daß Magen und Darm durch Gebrauch des natürlichen „Franz-Josef"-Bitterwassers öfters gründ lich gereinigt werden. Aerztliche Fachwecke führen an, daß das Franz-Josef-Wasser auch die Schwellung der Leber behebt, die Gallenabsonderung erhöht, die Harnausscheidung steigert, den Stoffwechsel belebt und das Blut erfrischt. ÜÜlEllMÄBAD“ wart der Weit Man badet in der Quelle selbst. 67° C heiße Schwefel-Schlammbäder, verbunden mit Großhotel THERM1A, Mittelstandshaus CYRILL. 5000 Zimmer im Orte, billige Lebenshaltung, Sport und Vergnügungen aller Art. Auskünfte: Drogerie Gregorii, Ljubljana. PreSernova 5. 4833 SPORT Die Tennismeisterschaften des Draubanaw Die anheimelnde Tennisanlage des SSK. Maribor war zu den Pfingstfeiertagen der Schauplatz des bisher großzügigsten und bestbesuchtesten Turniers um die Tennismeisterschaft des Draubanats. Die Kämpfe versammelten eine wahrhaft auserlesene Konkurrenz mit einem starken auswärtigen Aufgebot aus Zagreb und Ljubljana, sodaß unsere Spieler wirklich eine schwere -Probe zu bestehen hatten. Und wenn man so Rückschau hält, sieht man erst mit welch schönem Erfolgen unsere heimische Gemeinde trotz des verhältnismäßig kurzen Trainings die Reigen der Kämpfe beschließen konnte. Karl H i tz e l, der große Endsieger im Einzel- und gemischten Doppelspiel, wurde mit seinen Gegnern wiederum in ganz großem Stil fertig. Sein Sieg gegen Freudenreich von 6:0, 6:1 war recht verheißungsvoll. Ueber welche seltene Energie Hitzel verfügt erleuchtet sein Kämpf gegen A n t o l k :• v i ä- Der Zagre-6er lag bereits mit 5:0 i., Führung, als sich Hitzel plötzlich zusammenraffte und den Satz nach härtestem Ringen mit 8:6 an sich bringen konnte. Antolkoviä holte sich später den zweiten Satz mit 4:6, doch fiel der entscheidende dritte Satz mit 6:2 wieder an Hitzel. Auch im Finale gegen K u k u l j e v i c bewies der neue Meister seine großen Fähigkeiten. Eine ausgezeichnete Leistung bot wieder Willy S e t) t e t. Sein Gieg gegen den vorzüglichen Zagreber Hagenauer von 6:0, 6:4 war recht eindrucksvoll, zumal sich Hagenauer sehr gut zu wehren verstand. Leyrer ließ hierauf noch den Ljubljauaer Spitzenspieler K m e t mit 6:0, 6:0 zurück, um dann gegen Kukuljeviä um den zweiten Platz zu kämpfen. Kukuljevio eroberte sich nach härtestem Kampf den ersten Satz mit 6:4, doch kam Lehrer erst jetzt so richtig in Schwung. Nach herrlichen Punkten am Netz und effektvollen Schmetterbällen zog er unhaltbar mit 6:3 davon. Mit besonderem Nachdruck begannen beide Spieler den dritten Satz. Kukuljevio hatte zwar bald einen Vorsprung, doch holte Lehrer prächtig auf. Mach einem äußerst anregenden und schönem Spiel, in welchem aber Leyrer von großem Mißgeschick verfolgt war, fiel der Satz an den jungen Zagreber. Von den übrigen Spie lern bot M a st e k auch diesmal einen schönen Widerstand gegen Freudenreich. Bemerkenswert ist der schöne Sieg Hoffers gegen Z a j c. Vorzüglich hielt sich Graf Bombelles gegen Hagenauer und konnte insbesondere in den Doppelspielen schöne Erfolge ernten. Ing. N o v a k und K m e t fielen durch ihr sicheres Spiel auf. Eine ersprießliche Leistung bot B e r-g a n t im Kampfe gegen Kukuljevio, doch nahm er das Spiel auch diesmal viel?" defensiv auf. Holzinger kam erst in den Doppelspielen in Schwung. Desgleichen war v. Pongratz im Doppel ausgezeichnet. Einen äußerst interessanten Verlauf nahm die Juniorenkonkurrenz, in der Z i v i c und B a n k o am erfolgreichsten waren. Äuch die Wettkämpfe der Damen gestalteten sich zu einer äußerst spannenden Angelegenheit. Die Siegerin Frau S ch w e i ck-h a.r d t fiel auch diesmal durch ihre große Sicherheit und Routine auf, sodaß ihre Siege überzeugend waren. Frau Dr. R a v n i k zeigte auch bei dieser Konkurrenz ihre große Form. Ihre Ausdauer und Gewandtheit brachten auch ihr eine Reihe von schönen Siegen ein. Eine schöne Ueberraschung bot auch Frl. Emmy L i r z e r, die sogar der Endsiegerin einen Satz abnehmen konnte. Frl. Breda H r i b a r hatte gegen Fräulein S ch w e i ck h a r d t schwer zu kämpfen, um dann noch gegen Frau B a b i ö siegreich zu bleiben. Frau Babie war in den Doppelspielen sehr erfolgreich. Eine angenehme Ueberraschung bot auch Frau von P o n g r ü tz, die insbesondere in den Zweierspielen durch ihr rasantes Spiel auffiel. .Einen schönen Fortschritt verzeichneten auch Frl. Gocki H olziuger und Frl. Maria B a l e n t i n c i g. Die Durchführung der fast unzähligen Spiele — es waren derer fast hundert — ging diesmal äußerst glatt vor sich. Hiefür sowie überhaupt für den ungezwungenen Auf enthalt der zahlreichen Gäste machte sich vor allem der unermüdliche Kassier und Sekretär der Lawn-Tennissektion Herr G i l l y verdient, der nichts unterließ, um allen Wünschen gerecht zu werden. Tie wichtigsten Resultate werden wir noch veröffentlichen. Theater und Kunst Otationaltbeafer in Maribor Repertoire Mittwoch, 27. Mai: Geschlossen. Donnerstag, 2S. Mai, 15 Uhr: „D«r verzauberte Frosch". Kindermärchenvorstellung für die Umgebungsschulen. — 20 Uhr: „Ein Ereignis in der Stadt Goga". Ab. B. Kupone. Letzaufführung. Freitag, 29. Mai: Geschlossen. Samstag, 30. Mai, 20 Uhr: „Labyrinth". Uraufführung. Abonn. A. : „Edelweig 1900". Freitag, den 29. Mai um 20 Uhr Ausschußsitzung im Klubheim bezüglich des Sommerfestes. Erscheinen wichtig. — Der Vorstand. Aus Echt c. Unfälle. Samstag um 5 Uhr früh, verließ die 53jährige Wirtschafterin Agnes O g r a d i die Kapuzinerkirche und stürzte auf den Stufen, wobei sie sich das linke Bein brach. Sie wurde mit dem Rettungsauto in das Krankenhaus gebracht. — Der 54jährige Aufseher Karl V i d i c aus Gaberje stürzte und beschädigte sich erheblich am Kopfe und an den Rippen. — Am Pfingstmontag stürzte in Sv. Jurij die 14 jährige Franziska M a j e s und brach sich das rechte Bein. c. Messerstecherein. In Podsreda versetzte ein Unbekannter dem 26jährigen Holzfäller Alois R u n t a s zwei Stiche in den Bauch und in den Rücken. — In Petrovoe wurde der 29jährige Besitzerssohn Viktor K o s t o-m a j überfallen und mit einem Messer am rechten Bein verletzt. — Beide befinden sich im Krankenhaus in Celje. c. Unfall beim Steinsprengen. In letzter Zeit mehren sich Unfälle beim Sprengen in Steinbrüchen. Am Pfingstsonntag sprengte der 26jährige Bergarbeiter Karl P o 2 u N aus Glisice bei Konjice. Eine Dynamitpa-trone explodierte zu früh und zerschmetterte ihm die linke Hand. Er wurde in das Krankenhaus nach Celje gebracht. * Größte Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen und Werkzeuge. Die vorjährige Ausstellung verschiedener Maschinen auf der Messe in Ljubljana wird in diesem Jahre noch überboten. Zur Ausstellung gelangen verschiedene, Arten von Wirtschaftsmaschinen, von der einfachsten bis zur besten Ausführung. Besonders groß ist das Angebct an Bodenbearbeitungsmaschinen und Apparaten für die Milchwirtschaft. Der größte Teil der Maschinen, die auf einem Raunte von cca. 2000 m2 ausgestellt sind, wird in Betrieb zu sehen sein. An der Maschinenausstellung nehmen folgende Staaten teil: Tschechoslowakei, Oesterreich, Deutschland, Ungarn, Frankreich, Amerika, Schweden Dänemark. bei Kranzablösen, Vergib eben und ähnlichen Anlässe8 der Antituberkulosenliga 0* Maribor! ----- Harald Bernkovens blondes Modell Roman von Gert Rothberg. Copyright by Martin Feucbtwanger, Halle a, d. Saale. 36. Fortsetzung. Sie selbst litt nicht unter den veränderten Verhältnissen, denn ihr Mann gab ihr mit vollen Händen Geld. Daß Theo, der sich in seiner veränderten Lebensstellung sehr unglücklich fühlte, heimlich davon mit abbekam, kümmerte Bernkoven nicht. Mochten sie doch! Sie waren beide zu bedauern, daß ihnen kein besseres Erbe mit auf den Weg gegeben war, als die Sucht,' sinnlos eines anderen Geld zu vergeuden. Es ging ja doch alles nur bis zu einer gewissen Grenze! Um seines Jungen willen zog Bernkoven diese Grenze. Für ihn schaffte er, und für ihn mußte so viel bleiben, daß er einmal nicht Not zu leiden brauchte weil seine Eltern ihr Geld sinnlos vertan hatten. Und immer fremder wurden sich die Gatten. Bernkoven hatte vor kurzem das erste Mal wieder ein größeres Werk vollendet. Einmal wollte er ins Kinderzimmer gehen, um nach Hans-Karl zu sehen. Er hatte den ganzen Tag gearbeitet und freute sich, nun noch einige Stunden mit seinem Jungen verbringen zu können. Als er das Verbindungszimmer durchschritt, Hörte er Stimmen. Die Tür mochte nicht ganz geschlossen sein, und durch die Portiere hörte er nun jedes Wort. Es lag ihm fern, zu lauschen; doch Theos näselnde Stimme erklang deutlich: „Du willst mir also nichts geben. Helge?" „Nein, denn du spielst, und da ist immer Hopfen und Malz verloren", sagte sie kalt. „Zudem muß ich um jede Mark an meinen Mann herantreten, was mir selbst schon lange nicht paßte, und um deinetwillen tue ich es schon gar nicht — daß du es weißt!" Theo hüstelte; dann sagte er: „Das ist dein letztes Wort?" „Mein letztes Wort, Theo! Ich kann dir nicht aus deinem ewigen Gelddilemma Hel sen, und ich will es auch gar nicht." „Siehst du, holdes Schwesterlein, heute bist du wenigstens einmal ehrlich. Du willst nicht! Hm! Du bist aber sozusagen dazu verpflichtet." „Ich wüßte nicht. Arbeite und bringe es zu etwas im Leben! Harald Bernkoven ist ja auch ein wohlhabender Mann geworden, ohne väterliches Riesenvermögen. Derselbe Weg steht dir jetzt offen." „Recht herzlich bist du, mein Kind. Wenn ich aber nun Schweigegeld verlange?" „Wofür? Ich wüßte wirklich nicht» wofür ich es dir zahlen sollte", sagte Helge ungeduldig, „So? Nun,, ich könnte meinem holden Schwager ja einmal erzählen, wie dein Selbstmordversuch zustande kam. Mit dem Popanz haben wir ihn geschreckt, bis er anständig genug war, zurückzukommen. Hast du denn das alles vergessen? Glaub' ich nicht! Dein Gedächtnis war eigentlich immer recht gut. Also? Werde ich jetzt einige Mark bekommen?" „Ich habe jetzt nichts." „Traurig genug! Nun, ich kann mich gedulden. Dann also sobald wie möglich. Es sind Ehrenschulden. Hoffentlich hast du in deiner bürgerlichen Atmosphäre noch nicht vergessen, was eine Ehrenschuld ist. Ich —" Ein schneller Schritt erklang. Bernkoven stand vor den Zurückweichen-Len. „Unbesorgt, wir wissen hier recht gut, was wir der Ehrenschuld eines nahen Verwandten schuldig sind", sagte er mit einem Lächeln, das ihnen Furcht einjagte. „Nehmen Sie es doch nicht tragisch! Ich brauche Geld. Was ist natürlicher, wenn man in Not ist, als daß man sich an seine Schwester wendet und sie um Geld bittet?" „Eben! Ich verstehe ja auch vollkommen, trotzdem ich nur ein Bürgerlicher bin. Also werde ich mir daraufhin erlauben. Ihnen diesen Scheck zu überreichen. Ich denke, daß es reichen wird. Ich möchte aber gleichzeitig bemerken, daß es das letzte Geld ist, d«3 Sie von mir erhalten. Wenn es Ihnen W Ihrer jetzigen Lage durchaus nicht gefällt-dann gehen Sie doch nach Australien, 3$ besitze dort einen Freund, der Sie gewiß gern bei sich aufnehmen wird. Allerdings er ist arm nd mittellos vor Jahren dorchisi ausgewandert und hat schwer arbeiten nrüll sen Für Spielleidenschaft wird er kauw Interesse haben." Mürrisch blickte Theo vor sich hin, w* der Spitze des eleganten Lackschuhs auf &eIt Fußboden klopfend. , „Dann bleibe ich doch lieber hier. 3$ sehe nicht ein, weshalb ich mich ins Au^ land abschieben lassen scll", erklärte er enw „Ganz wie Sie wünschen! Sie haben den Scheck und brauchen also vorläufigAew Erpressungsversuche weiter an Ihrer ster auszuüben. Zudem wußte ich schon v . her, daß der angebliche SelbstmordnerjU^ Helges nur erfunden war. Helge hat 39^ Vater lediglich wilde, eigensinnige aufgeführt, die den alten Herrn zermüro ' bis er schließlich zu mir kam und mich du die Lüge zwang, mit ihm zu kommen- ? J was war dabei! Es ist gut so. Zwei 5er'jLa Menschenschicksale sind eine Kleinigkeit, und Eigenwille hingegen alles. Sie ^ schuldigen mich bitte jetzt! Habe ich Ehre, Sie zum Abendbrot begrüßen zu nen, lieber Schwaaer?" Lokale Chronik Mittwoch, Den 27. Mai Nächtliches Autounglück Der Straßengraben rettet die Insassen — Geringer Schaden Die Trzaska cefta war heute nachts Ser Schauplatz eines aufregenden Autounglücks, das wie durch einen Zufall einen glimpflichen Verlauf nahm. Am gestrigen Abend waren der 22jährige Elektromechaniker Mir ko T r a b i und der 26jährige Mechaniker Karl M a l l y mit der Reparatur des Kraftwagens 2—661 des hiesigen Handelsreisenden Herrn 6 i n i c beschäftigt. Die Arbeit zog sich lange hinaus, so daß es schon finstere Nacht war, als beide den Wagen ausprobieren wollten. An der Fahrt nahm der zurzeit auf Urlaub, sonst irr No-visad stationierte Militärflieger Johann K o r e n t teil, der am rückwärtigen Sitz Platz nahm. Der Wagen funktionierte vorzüglich, sodaß gegen halb 1 Uhr nachts Trabi seinen Mitarbeiter Maßt) nach Tez-no nach Hause bringen wollte. Als der Wagen die TrLaska cefta in flotter Fahrt passierte, platzte plötzlich am rech- ten Vorderrad die Pneumatik. Trabi versuchte zwar, den Wagen in der Richtung zu halten, doch verriß es ihn im nächsten Augenblick nach rechts. Durch den plötzlichen Ruck überschlug sich der Wagen, wobei Somit vom Sitz geschleudert wurde, während Trabi und Mally unter dem Fahrzeug begraben wurden. Der zwei Meter breite Wa gen bot den Mechanikern die Möglichkeit, daß sie unversehrt unter dem Wagen hervor kriechen konnten. Nur Korent erlitt beim Sturz eine Prellung des linken Armes und kleinere Verletzungen am Kopse. In wenigen Minuten erschien die Feuerwehr an Ort und Stelle und konnte das Auto bald wieder aus die Straße bringen. Der Kraftwagen, der nur an den Kotflügeln und am Kühler verbogen ist, konnte nach Auswechselung des defekten Rades die Fahrt wieder fortsetzen, während Korent ins Krankenhaus überführt werden mußte. Großmeister ©pielmann in Maridor Wie schon verlautet, wird morgen, Donnerstag, der österreichische Schachmeister Rudolf Spielmann im großen Kasinosaal ein Simultanspiel absolvieren. Großmeister Spielmann wird den Kampf gegen die 50 stärksten Spieler aus unserer Stadt aufnehmen, sodaß die Veranstaltung an Großzügigkeit nichts zu wünschen übrig lassen wird. Mehrere Bretter sind noch frei, Interessenten mögen sich unverzüglich beim Obmann des Schachklubs Herrn Kramer im Cafe Central oder beim Leiter der Mittelschülerriege Puöenjak melden. Beginn der Veranstaltung wird um 20 Uhr erfolgen. tinfer Draubad auf Der Mariborer Insel Aus Leserkreisen werden wir darauf aufmerksam gemacht, daß das Radfahren und Motorfahren auf dem Wege von der Schot tergrube bis zur Insel verboten ist, was man auch aus den Warnungstafeln am Beginn und am Ende des Weges ersehen kann. Die städtische Polizei nimmt das Verbot sehr ernst und bestraft jene Personen., die das Verbot übertreten. Man warnt daher, diesen Weg zu befahren. Gleichzeitig kommt uns auch eine Anregung für die Badeverwaltung zu. Um bas. große Gedränge bei den Kästchen zu vermeiden, das entsteht, wenn sich zehn Personen gleichzeitig entkleiden, mögen die Badekarten für die Kästchen aus die Weise ausgegeben werden, daß int-wer nur fünf Personen hintereinander in eine Koje kommen. Werden zuerst die Kästchen 1 bis 5 ausgegeben, dann 11 bis 15 usw. und erst nach einer halben Stunde die Kästchen 6 bis 10, resp. 16 bis 20 usw., dann ist das Gedränge vermieden. Für die Badevevwaltung handelt es sich dabei um ei Ue einfache Reform bei den Ausgabekassen. Totschlag Bor dem Dreiersenat des Kreisgerichtes w Maribor kam heute ein ungewöhnlicher krall von Totschlag zur Verhandlung. Bor Richtern stand der 25jährige Knecht »ranz Kokol aus Grajena, der angeklazt % am 23. November den Besitzer Josef Iod a erstochen zu haben. Der Fall spielte "ch folgendermaßen ab: Am erwähnten Tage zechten Burschen im ^asthause Gregorecin Grajena. Wie ws bei erhitzten Gemütern so oft der Fall * ’ gerieten zwei Hitzköpfe in Streit und , achten Miene, einander in die Haare zu ahren. Der Gastwirt wußte recht wohl, daß ° chen Raufereien gewöhnlich auch unschul-2®e Tische und Stühle zum Opfer fallen. , e^halb setzte er kurz entschlossen die Strei- tend en an die frische Luft. Die ob ' einer solch derben Behandlung be-^migten Burschen bereiteten sich nun auf $ tn .Angriff auf das Gasthaus vor. Der Und ^egorec, der Angeklagte Kokol Bit n* a traten plötzlich ins Freie, um die Sten n Kreits einen Steinhagel ge- as Haus eröffnet hatten, gebührend zu empfangen. Sie zerstreuten sich, um den Raufbolden erfolgreicher entgegentreten zu können. In der Dunkelheit trafen nun Voda und Kokol zusammen. Erstem glaubte, einen der Angreifer vor sich zu sehen und versetzte ihm mit einem Ochsenziemer einen derben Schlag. Kokol dagegen war überzeugt, daß ihn die Raufbolde angegriffen hätten, weshalb er sich rasch umwandte und Voda einen Messerstich in den Rücken versetzte, an dessen Folgen der Mann zwei Wochen später starb. Der Angeklagte gab die Schuld zu, erklärte jedoch, nicht die Absicht gehabt zu haben, jemand, am allerwenigsten jedoch Voda zu töten. Er habe sich in Notwehr befunden und habe unter dem Schmerz, den ihm der heftige Schlag mit dem Ochsenziemer verursacht worden sei, ohne Besinnung losgestochen. * Der Senat setzte sich aus dem Vorsitzenden LGR. Z e m l s i L und den Kreisgerichtsrichtern A s ch m a n n und K o l s e k als Votanten zusammen. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Zorj a n, während die Verteidigung in den Händen des Rechtsanwaltes Dr. R o s i n a lag. Nach längerer Beratung wurde der Angeklagte zu dreiJahren schweren Kerkers und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. m. Evangelisches. Mittwoch, den 27. d. um 20 Uhr wird im Gemeindesaale ein Vor trag mit 52 Lichtbildern über das Thema „Der Kampf der Sowjets gegen die Kirche" stattfinden. Sachlich und bitter-ernst sprechen Bilder und Text von dem tollkühnen Experiment des Bolschewismus, mit den skrupellosesten Mitteln den neuen Typus des „Kollektivmenschen" heranzuzüchten. Je bemann ist herzlichst eingeladen. Der Eintritt ist frei. Die Teilnahme des Herrn Bischofs Dr. Th. Zopp am Vortragsabend ist wegen dringender anderwärtiger Jnanspruch nähme telegraphisch abgesagt 'worden. m. Tie feierliche Installation des neuer-nannten Domherrn Dr. Josef Mir: wird am 1. Juni Fürstbischof Dr. K a r l i n per [önlich vornehmen. m. Dr. Korosec in Maribor. Der ehemalige Ministerpräsident und gegenwärtige Professor an der Universität in Beograd Doktor K o r o s e c verbrachte die Pfingstfeiertage in Maribor. Dr. Korosec beabsichtigt im Laufe des heutigen Tages wieder nach Beograd zurückzukehren. m. Fortsetzung der Kaufmannstagung. Die diesjährige Hauptversammlung des Ma riborer Kaufmännischen Gremiums, welche schon zweimal vertagt werden mußte, wird heute, Mittwoch um 20 Uhr im kleinen Saa le des „Narodni dom" zu Ende geführt. Angesichts der Wichtigkeit der noch restlichen Tagesordnung ist die vollzählige Beteiligung der Mitglieder sehr erwünscht. m. Vermählung. Am Pfingstsonntag wur de in Guötanj der Kaufmann Herr Albin 6 e h aus Maribor mit Frl. Mimi L e s-j a k aus Gustonj getraut. Beistände waren Chefredakteur Franz Schauer aus Celje und Besitzer Georg L e s j a k aus Gustanj. Unsere herzlichsten Glückwünsche! den 31. Mai der Banalverwaltung, Abt. 7, vorzunehmen. Die pauschalierte Steuer ist bis 30. Juni zu bezahlen. Ansonsten beträgt die Steuer pro Kilo 25 Dinar, ohne Rücksicht auf alte oder neue Reifen. m. Eine große Musikakademie veranstalten heute, Mittwoch abends im Saal der Zadrurna gospodarska Santa die Kandida- (Jür xjnren ^ rzarien<3eint ist richtige Hautpflege erstes Gebot. Wie wunderbar ist das Gefühl des frischen, jugendlichen Aussehens! ELIDA FAVORIT SEIFE gibt Ihnen den glatten, pfirsichzarten Teint der Jugend. Ihr milder, zart duftender Schaum wirkt auf die Haut erfrischend. Ständiger Gebrauch von ELIDA FAVORIT SEIFE ist Voraussetzung für eine klare, feine Haut, das erste Gebot der Schönheit: © ELIDA V m. Trauung. Am Pfingstsonntag wurde in der hiesigen Marienkirche der Maschinenbauingenieur und Fliegerleutnant i. R. Herr Herbert Stermann vom Eisenwerk Store mit Frl. Emmy Sima aus Polj-kane getraut. Trauzeugen waren für die Braut deren Bruder, der Kaufmann Herr Karl Sima aus Poljoane, für den Bräutigam dessen Onkel, der Rentner Herr Franz Stermann aus Graz. Ten Trauakt vollzog der Bruder von Frau Christina Sima, der jetzigen Hausfrau des altbekannten Patrizierhauses Sima, Prof. Dr. Josip I e-r a j. Dem Neuvermählten Paar ünsere herzlichsten Glückwünsche! m. Ein Siebziger. Im Kreise feiner Familie und zahlreicher Freunde feierte dieser Tage der bekannte und allseits geschätzte Ma riborer Kaufmann Herr Johann B re gar seinen siebzigsten Geburtstag. Dem noch immer rüstigen und allseits geschätzten Mitbürger auch unsere herzlichsten Glückwünsche! m. 859 Firmlinge wurden heuer zu Pfing sten in Maribor gezählt. Trotz der großen Anzahl ging alles glatt vor sich. m. Eine Topographie der Dechantei Celje wurde dieser Tage vom hiesigen Ge-schichtssorschungsverein herausgegeben. Das Buch stammt aus der Feder des Historikers Marian M a r o l t. m. Wichtig für Automobilbesitzer! Die Sektion Maribor des Jugoslawischen Autoklubs teilt auf diesem Wege allen Mitgliedern mit, daß es ihr gelungen ist, bezüglich der Verzehrungssteuer auf die Gummiberei fung (Verbrauchssteuer) namhafte Erleichterungen zu erzielen. Um den Verkehr nicht zu gefährden, wurde nun bewilligt, die Steu er mit einem pauschalierten Betrag zu belegen. Für 1931-32 stellt sich dieser bei Personenwagen auf 500, bei Kraftlastwagen auf 2000, für Autobusse auf 2000, bei zweirädrigen Anhängewagen auf 1000 und für Motorräder auf 100 Dinar. Die diesbezügliche Anmeldung hiefür ist bis spätestens tinnen der hiesigen Lohrerinnenbildungsanstalt. m. Der Mariborer Fremdenverkehrsverband hält Montag, den 1. Juni um 15 Uhr im Hotel „Meran" seine diesjährige Jahrestagung ab. m. Der Rekurs der Mariborer Bäckermek ster zurückgewiesen. Das Kreisgericht hat dieser Tage das erstinstanzliche Urteil im bekannten Prozeß gegen 21 Mariborer Bäk-kermeister bestätigt. m. Die Mariborer Naturfreunde veranstalten am 31. d. einen Ausflug über das Hügelland der Slovenske gorice nach Bürberg. m. Noch immer Mohorko. Die umfangreiche Untersuchung der Greueltaten des Massenmörders Mohorko wird eifrig fortgesetzt. Im Zusammenhang mit den Nach forschungen des Mordes in Zober wurde seinerzeit auch der Arbeiter K l a n 5 r. t f festgenommen. Dieser Tage wanderte nun auch dessen Gattin Marie hinter die Mauern des Kreisgerichtes. m. Wetterbericht vom 27. Mai 8 Uhr: Luftdruck 738,' Feuchtigkeitsmesser 0, Barometerstand 734, Temperatur +25.5, Windrichtung NW., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Nasch gelöscht! Im Arbeitsraum dek Firma Arbeiter in der Usnjarska ulica entstand gestern abends bei der Fetzenzerkleinerungsmaschine ein Feuer, daß aber vom Personal wieder rasch gelöscht werden konnte. * Badeanzüge und Sommerkleidung für Damen, Herren und Kinder preiswert bei der Strojno pletarno 8 e g u l a. TomZi-Lev drevored 231. 6424 Das Waschen mit dem neuen Waschkom-pressor wird noch vorgeführt. Vorträge täglich um 16 Uhr in der Preäernova ul. 19. Hausfrauen, bringet schmutzige Wäsche mit damit Sie sich ühpxzeugen. ^MMösrer ysrmwg* «■h'wihitwt-------- ÄMMNSt 14st. .: üU’iKVC CPU 2s :-s Mai 103!. ^sssusssssmsssso Exportpolitik — Präferenz — Prämien $§ ist vicht ig, daß die „Exportpolitik" ein Htiger Begriff des modernen Wirtschafts-Mens ist, aber leider ist sie zu einem Schlagwort erstarrt, man spricht unglaublich viel davon, man rechtfertigt jode beliebige Maßnahme, jeden Eingriff, berechtigt oder unberechtigt, mit Exportpolitik. Tatsächlich klingt dieses Wort so überzeugend, so Respekt einflößend, daß man, mindestens in den ersten Minuten, nicht zu widersprechen wagt. Die Wege, die eingoschlagen wurden, um Exportpolitik zu führen, sind natürlich verschieden, es gibt Prämien, die ein Staat für die Ausfuhr bestimmter Produkte bietet, weil diese Erzeugnisse besondere Schwierigkeiten oder besondere Depressionserscheinun gen aufzeigen. Beispiele dafür bieten die Exportprämien der Tschechoslowakei für Getreide, desgleichen auch die Prämien Polens und Ungarns. Auch hierin gibt es, so zu sagen eine schärfere Form, nach der dem Exporteur tatsächlich ein Betrag eingehändigt wird und eine mildere Form, nach der dem Exporteur ein Papier gegeben wird, das ihn zur Zollzahlung mittels dieser Anweisung ermächtigt oder zu sonstigen Leistungen an den Staat. Eine weitere namhafte Maßnahme zur Belebung des Exportes sind Uebernahmen von K r e d i t h a f t u n g e n oder sonstige Garantielei st ungen, die dem Exporteur eine erhöhte Ausfuhr und eine erhöhte Kreditierung ermöglicht, weil der Staat, die Gemeinde oder sonst irgendeine öffentliche Körperschaft einen Teil seines Risikos auf ihre Schultern nimmt. Beispiele dafür sind die Rußlandhaftungen in Deut schland und Oesterreich. Diese exportpolitische Hilfsmaßnahme findet natürlich nur für industrielle Exporte Anwendung. Als solche exportpolitische Einrichtungen kommen dann noch Schaffung von bevorrechteten halbstaatlichen Unternehmungen in Betracht, wie beispielsweise die Privilegierte Landesproduktengesellschaft I u g o s l a -w i e n s. Es ist sehr wichtig, daß man scharfe Grenzen zwischen einem solchen Unternehmen und einer Monopolstelle zieht u. dies ist Jugoslawien auch gelungen. Es soll sich nicht auf eine Ausschaltung des Privaten Handels ausdehnen, sondern es soll lediglich ein Apparat existieren, der es der Regierung ermöglicht jederzeit in die Bresche zu springen, um den Preis zu halten oder selbst als Exporteur aufzutreten. Man müßte sich darüber wundern, daß es überhaupt möglich sein soll, daß der Preis erst gestützt werden muß, aber es ist so, wir haben dies in Jugoslawien und zuletzt auch in Polen gesehen. Der internationale Wettbewerb aus dem internationalen Getreidemarkt, hervorgerufen und zugleich auch gesteigert durch die Ueberproduktion hat, im Grunde genommen, bei allen Staaten Dumpingerscheinungen hervorgerufen. Begonnen hat es mit ganz kleinen, geringfügigen Unterbietungen, die bann zu Preisstürzen geführt haben. Diese Preisdifferenzen, die in Wirklichkeit Verluste sind, trägt der Inlands« markt. Dieser ist dem Wettbewerb durch hohe Zolle entzogen, da kann natürlich mehr verlangt werden und hier muß das heremgebracht werden, was man durch die Ausfuhr und die gewährten Konzessionen verloren hat. Ein ganz besonders extremer Fall liegt bei P o l e n vor, das Dumping, gestützt durch hohe, sogar enorm hohe Inlandspreise und Prämien, unterbietet die konkurrierenden gleichartig eingestellten Exportstaaten. Die Staaten empfinden dieses Vorgehen als nicht richtig, ja, als gegen die Wirtschaftsgemeinschaft der Staaten ver- stoßend, das geht daraus hervor, daß sie sich zu rechtfertigen suchen. Unter den Entschuldigungsversuchen nimmt die erste Reibe stets der Hinweis ein, man müsse Kapitalien ins Land bringen und anders als durch solche Verkäufe sei dies augenblicklich nicht zu erzielen. Das ist aber unrichtig, denn wenn man Prämien, Verluste und Preisdifferenz zusammenzählt, dann ergibt sich ein Betrag, der einen Zinsfuß von solch enormer Höhe darstellt, daß man um dessen Bruchteil Anleihen erhalten kann und frem de Kapitalien ins Land zu bringen vermag. Es soll zugegeben werden, daß dies für Exportstaaten landwirtschaftlicher Produkte schwieriger ist, als für Industriestaaten, weil jedes Fertigprodukt noch immer zu besseren Bedingungen, das heißt, mit relativ besserem Verdienst, ausgeführt werden kann, als ein Rohstoff. Es soll aber damit nicht etwa eine Empfehlung gegeben werden, die Ausfuhr von Fertigerzeugnissen an Stelle von Rohstoffen zu forcieren. Im Gegenteil, nur eine zunehmende Spezialisierung der Pm« duktionsstaaten, kann zur Besserung führen, weil der verringerte Wettbewerb weniger Preisdrückend wirken wird, Es gibt noch viele andere bekannte Mittel der Exportpolitik, wie Sondertarife der -Bahnen und ähnliches, aber ein wirkliches Mittel liegt in der Produktion selbst, in der Qualität der geschaffenen Produktes. Mai« senware wird restlos dem Preisverfall preis gegeben werden, für edle Sorten hat der Produzent und der Exporteur noch immer Preise erzielen können. . . Es handelt sich dabei aber nicht allein um die Qualität des Produktes, sondern auch um die gleichbleibende Güte, kurz, um die Standardisierung der Ware. Wir haben leuchtende. Beispiele dafür in manchen Agrarprodukten Jugoslawiens. Es soll die Ausfuhr nicht um jeden Preis gesteigert werden, sondern es soll best er produziert werden, denn Markenware wird nicht so mitgerißen, wenn die Preise stürzen. Dies wäre wohl die produktivere und gleichzeitig, auch gegen die anderen Staaten weniger agressiv gerichtete Exportpolitik. Die Krone jeglicher Exportpolitik bleibt aber die Idee der Präferenz, denn sie erspart durch individuelle Verträge den harten Kampf, sie lindert das konkurrierende Ringen durch die Gewährung der Kontingente. Wir haben Hunderte Projekte auftauchen gesehen und sie sind alle schneller, als irgendjemand geahnt hätte, den Weg all"s Irdischen gegangen. Teils sind sie in aller Stille gestorben, teils hat man sie feierlich bestattet, indem man sie irgendeiner Unterkommission zugewiesen hat, teils liegen sie in andauernder Agonie, da sie stets auf die Tagesordnungen künftiger Konferenzen gesetzt werden. Die Präferenz hat alle diese konkurrierenden Projekte überlebt, in einigen, wenigen Verträgen ist sie auch schon zur Anwendung gekommen (Jugoslawien — Tschechoslowakei; Ungarn—Italien; Ungarn —Oesterreich). Daran, daß dies nicht in wei terem Rahmen geschehen ist, trägt sie keine Schuld, die wirklich Schuldigen werden wir selbst, unsere, politische Schwäche und unsere wirtschaftliche Trägheit. Dr. H. K. X Nutzviehmarkt. Maribor, den 26. Mai. Der Auftrieb belief sich auf 139 Ochsen, 15 Stiere, 354 Kühe, 35 Kälber und 27 Pferde. Der Handel war mittelmäßig; verkauft wur den 224 Stück, davon 16 nach Oesterreich. Es notirten für das Kilo Lebendgewicht: Mastochsen Din 5.50—7.70, Halbmastochsen 4.25—5, Zuchtochsen 3.50—4.50, Schlachtstiere 4—5, Schlachtmastkühe 3.25—5, Zucht kühe. 3—4, Melkkühe 4—5, trächtige Kühe 4—4.50, Beinlvieh 1.75;—2.50, Jungvieh 4.50—7. Fleischpreise per Kilo: Ochsenfleisch 9—20, Kalbfleisch 12—35, Schweinefleisch 14—25. ' . X Besuch deutscher Industrieller. Auf der Studienreise durch Südosteuropa, welche vom Leipziger Messeamt veranstaltet wird, kommen am 1. Juni zwölf deutsche Großindustrielle nach Ljubljana. In Ljubljana verbleiben sie bis Dienstag und reisen nach Besichtigung der Messe nach Bled und Jese-nice weiter. X Plenarversammlung der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie. Die Kam- mer für HGJ in Ljubljana hat für den & Juni 9 Uhr ihre Plenarversammlung ausgeschrieben. Auf der ^Tagesordnung stehen u. a. Referat über die 'Paufchalumsatzsteuer, Hausierwesen, Handelsverträge, Gewerbebetrieb ohne Gewerbeschein und über das Ex« Portförderungsinstitut. Den Schluß bildet eine Geheimsitzung. X Ende der Getreidekonserenz. Die Ge« treidekonferenz in London hat ihre Arbei« ten beendet. In einer Entschließung wird die Schaffung eines ständigen Ausschusses festgelegt, in dem jeder Staat einen Vertreter, haben soll. Der Ausschuß soll weitgehende Vollmachten besitzen und auch den End« vorschlag für die Einrichtung eines Abrechnungsamtes (Clearing Hause) erstatten. Er ist auch bevollmächtigt, die nächste Beratung einzuberufen. Der Konferenzvorsitzende Ferguson erklärte, auf der Tagung sei es nicht zu den mindesten Unstimmigkeiten zwischen den Delegierten gekommen. X Der Umsatz des ung. Außenhandels 1930. Agr. Budapest. Der Wert der eingeführten Waren betrug im Jahre 1930 832.2 Millionen Pengö, b; i. um 230.8 Millionen Pengö weniger als im Vorjahre. Der Ausfuhrwert belief sich aus 910.4 Millionen Pengö, was einer Verminderung um 128.1 Millionen Pengö gleichkommt. Die Bilanz des Außenhandelsgeschäftes schließt daher mit einem Aktivum von 77.5 Millionen Pengö, gegen einem Passivum von 25.2 Millionen Pengö 1929. Die Wertherabsetzung des Exportes ist in dem Sinken der Preise für landwirtschaftlichen Produkte zu sehen. An erster Stelle der Einfuhr steht Holz, doch hier läßt sich mit Rücksicht auf die geringe Bautätigkeit eine Verminderung feststellen. Die Textileinfuhr ist um 36.5 Millionen Pengö gesunken und beträgt nur noch 21.18 Prozent. der Gesamtimporte. Die Papiereinfuhr sank um 5.5 Millionen Pengö, die Maschineneinfuhr um 10 Millionen Pengö. Ter Hauptausfuhrartikel war Vieh, das gemeinsam mit der Geflügelausfuhr 26 Prozent der gesamten Ausfuhr gegenüber 18.5 im Vorjahre ausmachte. Die Rindviehexporte erhöhten sich um 53 Millionen Pengö, während die Schweineausfuhr um 17 Millionen Pengö sank. Die Weizenexporte sanken um 1.4 Millionen Zentner im Werte von 53 Millionen, die Gersteausfuhr um 10 Millionen, die Mehlausfuhr um 23 Millionen Pengö- : X Kupfer billig wie noch nie. Newyork. Bei den Verkäufen von Kupfer wurde ein Preis von 8.75 Cents je Pfund erzielt, eine bisher noch nicht erreichte Tiefnotiz. Iw Frühjahr 1929 stellte sich der Preis auf 24 Cents. X Messe in Ljubljana. Für die in der Zeit vom 30. Mai bis 8. Juni stattjindeudr Messe in Ljubljana Haben folgende Staaten Fahrtbegünstigungen erteilt: Oesterreich, Bulgarien, Tschechoslowakei. Griechenland, Italien, Ungarn, Deutschland, Polen, Rum! nien, das Saargebiet und die Schweiz. Die pauschalumsahsteuer Damit die Abteiluna den auf das Gas entfallenden Paufchalsteuerbetrag genau feststellen kann, ist das Unternehmen verpflichtet, vor der ersten Liftenübergabe an die Abteilung in den Listen genau den Betrag anzugeben, der für den Gasverbrauch von dem einzelnen Verbraucher verlangt wird. Die Abteilung wird dann die Kontrolle bei den Verbrauchern auch hinsichtlich her Pauschalsteuer vornehmen. Gemeinden zahlen keine Pautchalumiatzsteuer für jene Gasmengen, die sie für die Beleuchtung von Städten verwenden. Bei der Einfuhr wird bei den Zollämtern die Pauschalumsatzsteuer für alle eingeführten Mengen von Gas eingehoben, ohne Rücksicht auf die Verwendung des Gases, u. zw. gemäß den allgemeinen Vorschriften für die Einhebung der Pauschalsteuer. Spiritus. Me Paufchalsteuer auf Spiritus ist bei den Fabriken und privaten verzehrungssteuerpflichtigen Lagern für Spiritus einzuheben. Das Organ der Finanzkontrolle, welches die Abfertigung von Spiritus vornimmt, hat gleichzeitig auch die Pauischalsteuer zu verrechnen und .den Zahlungsauftrag zu erteilen. Die Grundlage für die Berechnung der Paufchalsteuer ist der Fakturenwert des Spiritus, erhöht um die übrigen Spesen, schrate diese in der Faktura gesondert eingestellt sind, doch wird die staatliche Verzehrungssteuer in die Grundlage nicht eingerechnet. Jene Spiritusfafiriken. die Spiritus nicht raffinieren, sondern ihn in rohem Zustande in Rafflnerien oder andere Spiritusfabriken zwecks Raffinierung schicken, zahlen für diese Spiritus- mengen keine Paufchalsteuer, vielmehr wird diese eingehoben, wenn der Spiritus aus der Raffinirie in den Verkehr und Verbrauch gefetzt wird. Ausgenommen ist der Fall, daß Fabriken Rohspiritus für industrielle Zwecke in denaturiertem Zustande verkaufen; diesfalls wird auf solchen Spiritus die Pauschalsteuer nach Satz in T. Nr. 136 der Verordnung erhoben. Jene Fabriken, hie die staatl. Verzehrungssteuer im Verrechnungswege entrichten, zahlen ebenso die Pauschalsteuer in Verrechnung und das Kontrollorgan berechnet gelegentlich der Verrechnung der staatl. Verzehrungssteuer auch die Pauschalsteuer. Zwecks Verrechnung der Pauschalsteuer erteilt das Kontrollorgan dem Unternehmen einen besonderen Zahlungsauftrag und stellt _ überdies der zuständigen Steuerverwaltung einen Bericht über die Höhe des berechneten Pauschalsteuerbetrages und die Frist zu, innerhalb welcher das Unternehmen diese Steuer zu zahlen hat. Der Verkauf von Spiritus ohne Zahlung der staatlichen Verzehrungssteuer für welche Zwecke immer, befreit das Unternehmen nicht auch von der Entrichtung der Pauschalumsatzsteuer, vielmehr ist diese Steuer gemäß der vorstehenden Anleitung zu berechnen und einzuheben. Für denaturierten Spiritus für Brenn- und industrielle Zwecke wird die Umsatzsteuer bei jeder Abfertigung berechnet. Die Grundlage für die Entrichtung der Pauschalsteuer auf denaturierten Spiritus bildet der um die Nebenspesen' — soferne diese in der Faktura gesondert angeführt werden — erhöhte Verkaufspreis. Am Ende eines jeden Monats wird das Verkaufsregister abgeschlossen und dem Unternehmen ein Zahlungsauftrag zur Entrichtung der Pauschal- steuer erteilt, mit der Anordnung, das; die Steuer längstens bis zum 20. des folgenden Monats zu entrichten ist. Unter einem teilt das Kontrollorgan der zuständigen Steuerverwaltung den Pauschalsteuerbetrag und die Frist mit, innerhalb welcher dieser zu entrichten ist. Auf Spiritus, der aus der Fabrik zwecks Erzeugung von Essig, Seife oder anderer Jndu-strieprodukte nichtdenaturiert hinausgegeben und am Empfangsorte denaturiert wird, wird die Paufchalsteuer nach Satz T. Nr. 136 der Verordnung erhoben, doch, ist dieser Umstand in der Verzehrungssteuerrechnung hervorzuheben. Auf Spiritus/der in sine Anlage zwecks Denaturierung mit allgemeinen oder Spezialmitteln geschickt wird, wird keine Paufchalsteuer erhoben, was in der Verzehrungssteuerrechnung hervorzuheben ist. da die Pauschalsteuer gelegentlich der Abfertigung aus der Denaturierungsanlage eingehoben. wird. Die Entrichtung der Pauschalsteuer, auf reinen Spiritus schließt jede weitere Umsatzsteuerzahlung auf alle aus diesem Spiritus erzeugten Produkte aus. Bei der Einfuhr aus dem Nuslande wird die Pauschalsteuer auf Spiritus, sei es reiner oder denaturierter, beim Zollamte eingehoben. Als Grundlage für die Einhebung der Pauschalsteuer wird der um den Zollbetrag und die übrigen Nebentaren u. Spesen erhöhte Fakturen vreis, jedoch ohne die staatliche Verzehrungssteuer und die Verzehrungssteuer der Selbstverwaltungen, genommen. Hefe. Die Pauschalumsatzsteuer auf Hefe wird in den Hefefähriken und bei den Verarbeitern von Hefe gemeinsam mit der staatlichen Verzehrungs steuer eingehoben. Als Grundlage für die Berechnung der Paufchalsteuer gilt der fakturenmäßige Warenwert, erhöht im» Zf« Transport- un'd andere Spesen, jedoch ohne die staatliche Verzehrungssteuer. Die Pauschalsteuer ist ft? jede Sendung besonders zu berechnen. Alle dieft Rechnungen unterliegen der Zensur (der Steuer« abteilung). Obst- und Weinschnaps. Die Pauschalumsatzsteuer auf Schnaps iviiö an jener Stelle und zu jener Zeit wie dir staatliche Verzehrungssteuer eingehoben. Wenn der Schnaps auf dem Markte oder sonst von seiten des Produzenten verkauft wird, K rechnet das Organ der Finanzkontrolle gleich !** der Verrechnung der staatlichen Verzehrung-« steuer auch die Pauschalumsatzsteuer. In 5^ Zahlungsauftrag für die Entrichtung der Ws1, schalsteuer hat das Organ den Verkaufspreis, d: Steuergrundlage und ' den Paufchalsteuerbetrag klar anzuführen. Als Grundlage für die Berew« nung der Pauschalsteuer wird in diesem Fow der um die Nebenspesen erhöhte Verkaufspreis' ohne die staatliche Verzehrungssteuer, genommen doch darf auch dieser Verkaufspreis nicht niedr.i« ger sein als der durchschnittliche Schnapspre'/ in dem betreffenden.Ort zur Zeit des Verkauf' Wenn der Schnaps von einem privaten Lp« ger verzehrungssteuerpflichtiger Waren verkmw wird, oder von einem für den Handel arfeiW’j" den Schnapsproduzenten bezw. einem Produze'^ ten, der aus gekauften Rohstoffen für den Hau« bedarf kocht, so berechnet das Kontrollorgan welches die staatliche Verzehrungssteuer verrecu net, gleichzeitig auch die Paufchälumsatzsteucr erteilt den Auftrag zur Entrichtung der Pa>>« schalsteuer. Solange der Verkäufer die Pauschal« steuer nicht zahlt, wird ihm die Ware nicht tl!* freien Verfügung überlassen. Bei der Einfuhr von Schnaps aus ' ein 1 ■ • ‘ •• ~ .... bei den SW* lande wird die Paufchalsteuer ärrtern eingehoben. Fortsetzung iuiCZ :v. .viiiietsiag, ov-it ~J. luui, BgseagwBgr^r' «ttv.-a -ara Rätsel-Ecke Zlustriertes Kreuzworträtsel Die in die waagerechten und senkrechten Felderreihen einzutragenden Wörter sind aus den bildlichen oder geographischen Darstellungen zu erraten. Die Wörter der waagerechten Reihen sind in dem oberen, die der senkrechten Reihen in dem unteren Teil des Bildes zu suchen. Zur Erleichterung sind auch einige Felderreihen und die entsprechenden Bilddarstellungen mit gleichen Zahlen versehen. 6ilbenrälfel Aus folgenden 58 Silben: a, an, an, attch, Bel, Ben, ber, chi, ei, ei, eu, eur, fan, gas, ge, ge, gie, go, grim, gru, gru, ha, Ham, i, in, in, fern, ko, la, la, le, ma, ma, mon, ni, ni, ni, ni, not, o, o, pard, rei, rie, ry, se, se, seit, sen, st, tze, te, the, ting, tut, xa, xyd, zen sind 15 mehrsilbige Wörter zu bilden, deren erste und letzte Buchstaben, beide von oben gelesen, einen Sinnspruch ergeben. — 1. Chemische Verbindung, 2. Sonntag, 3. explosibler Stoff in Bergwerken, 4. Truppengattung, 5. Zauberkünstler, 6. ägyptischer König, 7. Industrieunternehmen, 8. Fabelname, 9. englische Grafschaft, 10. Oper von Weber, 11. technischer Beruf, 12. russische Stadt, 13. kostbare Holzart, 14. österreichischer Dichter, 15. Wildkatze. Kreuzworträtsel: Wz Waagerecht:!. Edelrost, 5. kurzer Windstoß, 7. bekannter Pianist, 9. französischer Staatsangehöriger, 11. Singstimme, 12. südamerikanisches Säugetier, 13. römischer Kalendertag, 14. Stadt in Marokko, 15. Elend, 18. griechischer Wald- und Weidegott, 19. Getränk, 20. Baum. Senkrecht:!. Stadtteil von Konstantinopel, 2. Wagnersche Operttfigur, 3. 'sttadt in Frankreich, 4. Landschaft, 6. Fluß in. Sibirien, 8. Münze, 10. Wirbelsturm in chinesischen Gewässern, 16. Musikwert, 17. chinesische Münze. Gedankentralnlng ,Zahieir beweisen" (1— 7 t—4 4 i— i -1 8 >—4 5 i—< 6 3?[ 2 3 6 7 2 3 6 3 4 9 8 3 2 9 8 3 6 1 ' 4 5 8 5 4 y \ ' 7 6 ?" 6 1 8 9 4 1 1 4 5 j i— 3 )•——4 8 — 3 —i 2 — 5 Diese Zahlen sollen Ihnen beweisen, ob Sie geschickt sind oder nicht, ob Ihr Sinn für Zusammenhänge gut oder schlecht aus-gebildet ist. Versuchen Sie in einem Zuge (also ohne abzusetzen!) entweder die ungeraden oder die geraden Zahlenfelder über die runden Eckpunkte hinweg miteinander zu verbinden. Wollen Sie es mit den geraden Feldern versuchen, so dürfen Sie kein ungerades Feld berühren; wollen Sie die ungeraden Felder miteinander verbinden, so dürfen Sie kein gerades Feld berühren. Aber weder in dem einen noch in dem ändern Falle dürfen Sie ein bereits verbundenes Feld zum zweitenmal Beruh ren. Je mehr Zeit Sie zur Lösung der Auf gäbe gebrauchen und je öfter Sie Ihren Versuch erneuern müssen, desto weniger ge schickt sind Sie bzw. desto weniger gut ist Ihr Sinn für Zusammenhänge ausgebildet. Es gibt mehrere Lösungen. Namenrätse» a f i k l n n r — Erfinder des Blitzablei ters (* 1706), eirs — Erfinder des Tele vhons (* 1834), aaimt — Geigenbauer (* 1530), chiikns — Konzertdirigent (* 1855), giiln wz — schweiz. Reformator (* 1484), aehnpst = Deutscher Reichspostmeister (* 1831;, achimoss — Dichter (* 1781), adhlnu — Dichter (* 1787), bciklnö — Maler (* 1827), aceh mrs — Chirurg (* 1823), achru — Bildhauer (* 1777), aegort — indischer Dichter (* 1861). — Die Buchstabengruppen sind so zu ordnen, daß man die gesuchten Wörter erhält. Richtig gelöst, nennen die Anfangslettern einen berühmten Liederkomponisten. Kreuzworträtsel Von oben nach unten: 1. Tierpark (Abkürzung), 2. Beamtentitel, 3. hei- OtätW Wie ungleich handelt doch die Welt! Man liebt mich zwar am feinsten Tisch, Solang ich saftig bin und frisch; Doch wenn ich den Geschmack verlor, So wirft man mich den Tieren vor. Erschein' ich aber umgestellt, So nimmt man mich mit freud'gem Sinn, Auch wenn ich ganz „geschmacklos" bin. Auflösungen aus der letzten Rätsel-Ecke Auflösung des Rätsels „P a-r a d o x": Die Nase. Verwandlungsaufgabe: Angel, Lachs, Eichel, Xenie, Asche, Nonne, Deckel, Esel, Ruder, Dorn, Uhr, Maus, Alster, Sack. Alexander Dumas. Der Unzertrennliche: Schatten. Kreuzworträtsel: Von oben nach unten: 2. Del, 3. Siam, 4. Ast, 6. Bad, 7. Tee, 8. Abend, 9. Jnful, 10. Liebe, lj. Ren- te, 13. Ala, 15. Sie, 19. Eid, 21. Jll, 22. Meer, 24. Uhu, 25. Luv. Von links nach rechts: 1. Kosak, 5. Eis, 6. Blatt, 9. Ja, 12. Bande, 14. Reise, 16. elf, 17. ein, 18. Nauen, 20. Tibet, 23. Duell, 26. Heu, 27. Kurve. Kreuzworträtsel: a J S10 Dl 0 M J r A u E IT \ LE N fl $ E fl 1 N fl R O fl AR • RO rr O fl u isieis r E 1 iN O T rn s T V N fl S L i N fl o e 1 B 1 R £1 B eJ n Auflösung des Zahlen-Rätsels: Tessin, Siegen, Stettin, Genf, Perne, Neisse: Pfingsten 123456789 A r i t h m e t i s ch e Scherzaufgabe: a — Stall, b — All, c — Teich, d -----Orchidee, e — Idee, f — Esther, x = Streichorchester. Auslösung des letzten Wochenpreisrätsrls Die letzte Wochenpreisaufgabe hat unfern Lesern sehr viel Kopfzerbrechen verursacht Die Zahl der falschen Lösungen ist reichlich und es gibt kaum eine Grenze in Europa, die die findige Kriminalpolizei nicht hätte übertvachen müssen, wenn sie dich nach dem falschen Lösungen richten müßte. Ein Löser schlug sogar die Hfntsen-dung eines „Luftstreiskorps" vor, weil die Rauschgifthändler wahrscheinlich nur per Flugzeug reisen. Ein anderer Löser meint lakonisch: Al Capone verhaften — scharfem Verhör unter ziehen — eventuell Braut als Geisel festnehmen — alles weitere kommt von selbst. Also soviel wird sich für die Lösung unserer Preisfrage ja doch nicht unternehmen lassen. Immerhin ist die Zahl der richtigen Lösungen auch ganz erheblich. Aus den eingegangenen Lösungen wurde die Einsendung Frau Vilma Pleterski, Kreevina, Praprot-nikova ulica 134 verlost und mit dem Buchpreis beteilt. Tieferstehend bringen wir tummelst die richtige Lösung: Jagd auf Rauschgifthändler. Liest man den Zettel genau durch und befolgt man den im ersten Satz ausgesprochenen Rat, d. H. achtet man genau daraus, wo die. Verbindungen (zwischen den einzelnen Buchstaben eines Wortes) abgebrochen sind, so findet man, daß in dem Worte „Bromberg" die Buch staben „rom" für sich allein stehen. Der Ort der Zusammenkunft und der Verhaftung war also die italienische Hauptstadt und die zu überwachende Grenze die italienische. Ans der Trennung im Wort „ent zweiten" ersieht man, haß die Zusammenkunft für den Zweiten des nächsten Monats vereinbart war. ßes Getränk, 4. Leuchtmnttel, 7. Ische chische Hauptstadt, 8. Stadt in Württemberg, 9. Nahrungsmittel, ll. Monat ,12. Paradiesgarten, 13. metallhaltiges Mineral, 14. Schneeschuh, 19. Taufzeuge, 20. Waldbewohner, 21. Zahlwort, 22. Winkel, 26. sibirischer Strom, 28. Dürftigkeit, 29. juristischer Begriff, 30. Göttin der Morgenröte, 31. großes kirchliches Gebäude. — Von links nach rechts: 1. russischer Herrschertitel, 3. Zeitmaß, 5. Spielkarte, 6. Musikoorzei-chen, 7. staatliche Einrichtung, 10. Rauchfang, 13. Winterprodukt, 15. Monat, 16. Metall, 17. griechischer Buchstabe, 18. gedörrtes Gras, 23. Autoschuppen,'24. Hansestadt, 25. Teil eines Grundstückes, 27. Schwimmvogel, 30. Planet, 31. Eselruf, 33. Fluß in Italien, 34. Lebensabschluß. 35. Sohn des Noab. Bücherschau Buch der guten Werke 1914-1918 Heber den Greueln der Kriegsjahre 1914— 1918 wollen wir nicht der zahlreichen Taten edelster Menschlichkeit vergessen, die unter Gefahr des Lebens und ohne Rücksicht aus Uniform und Kommando von Feind zu Feind geleistet wurden. Diese Großtaten der humanen Krieger — im Schützengraben, am Drahtverhau, auf dem Verbandsplatz oder in Gefangenschaft — verdienen mindestens den gleichen Nachruhm wie die Leistungen der patriotischen Aufopferung. Nach der Methode der Abschreckung soll mit der positiven Methode der Versöhnung der ehemaligen Kämpfer begonnen werden durch ein „Buch der guten Werke 1914—1918". Hier sollen aus allen Ländern und ohne Ansehen der nationalen Einstellung die Botschaften der Menschlichkeit von Feind zu Feind gesammelt werden. Einsender ist jeder, der im Krieg von 1914— 1918 durch einen Feind eine hervorragende Tal der Menschlichkeit an sich oder seinen Kameraden erfahren hat. Einsender ist ferner, wer von der Opfertat eines Kameraden für einen Feind zu melden weiß. Zur Glaubhaftigmachung seiner Schilderung ist der Name des Mannes und nach Möglichkeit Ort und Datum, auch Rang und Truppenzugehörigkeit anzugeben. Der Bericht soll im allgemeinen zwei Schreibmaschinenseiten nicht überschreiten. Der Herausgeber behält sich das Recht vor, die Berichte zu kürzen oder in neuer Form zu erzählen. Doch wind der Name des Einsenders aus selben Fall erwähnt. Für Rücksendung ungeeigneter^ Beiträge wird Rückporte erbeten. Als Gegenleistung erhält jeder Einsender angenommener Beiträge ein besonders ausgestattetes, mit Namenstafel versehenes Exemplar des „Buches ber guten Werke", das in dieser Form im Handel nicht erhältlich ist. Besonders gelungene Schilderungen, die der Herausgeber vor Erscheinen des Werkes als Vorabdruck veröffentlicht, werden außerdem honoriert. Alle deutschen Einsendungen sind bis spätestens 15. Juni 1931 zu richten an den Heraus« ;eber: Dr. Bernhard D i e b o l d, Berlin N 65, Ldinburger Straße 19/2. b. Schmetterlinge lebhaft — Käser löst« los! Ein eigenartiger Tendenzbericht der Berliner Jnsektenbörse, die zweimal jährlich in Berlin tagt und nur wenigen bekannt sein 'dürfte. Der „Häusliche Ratgeber" ini Verlag Otto Beyer, Leipzig, wöchentlich erscheinend, berichtet darüber ausführlich in Wort und Bild — ein Beweis für die Vielseitigkeit dieser Zeitschrift. Romane, Novellen, Aktuelles und zahlreiche Bilder bieten dem Leser abwechslungsreiche Unterhaltung und Hausfrauen wird besonders ber reichhaltige Mode- und Handarbeitsteil will kommen sein. Hauswirtschaftsecke mt wertvollen Anregungen, großer Schnittbogen, Preis des Heftes 40 Pfg. Frau Kulicke und Frau Spinatblau sind' auf einer Autofahrt, die sie gemeinsam mit ihren Gatten unternommen hatten, schwer verletzt worden. Die Gatten dagegen hatten weniger Schmerzen auszustehen — sie waren beide gleich tot! Die Witwen begegnen sich auf der Straße. Sie sind gerade aus dem Krankenhaus entlasten und sehen noch recht leidend aus. „Wieviel Schadenersatz haben Sie bekommen?" fragt Frau Kulicke, „ich habe 17.900 Mark von der Versicherung erhalten." „Soo", sagt Frau Spinatblau, „ich habe 24.000 Mark bekommen!" „Nanu", wundert sich Frau Kulicke, „wir haben doch im selben Auto gesessen!" „Ja", sagt Frau Spinatblau mit leidendem Gesichtsausdruck, „mein guter Mann hatte noch die Geistesgegenwart, mir vor seinem Ableben noch rasch die Zähne einzu-ischlagen" Donnerskag, b'en 23. Mai 1951'. ------- Soeben erschienen! Volkswirtschaftlicher Roman von Georg Murthaler Zeitgemäß! Aktuell! Zu haben im Verlag der Mariborska tiskarna und in allen Buchhandlungen JCieiaec A .(AAAAAAAAAAAAAAAAAA4 Verschiedenes rrrnn»»»?mTmTi Wer verrichtet mir einige Eingriffe bei Bienen? Pucher. Gosposka 19. «3821 Amateure! 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Mai 1931. Gustav Hrubesch, gräfl. Thurnscher, Industrie-Direktor, Gatte; Maria Hrubesch, Lehrerin, Tochter; Franz u. Genovefa Fuchs, Eltern: Marianne Guggenberger, geb. Fuchs. Schwester; Leo Guggenberger, Schwager; Josefine Hrubesch, Schwiegermutter. und füj die Redaktion verantwortlich: Udr KASPER. —> Druck der »Maribo-sko tiskarna« In Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwort)' DiiwAMtHMko^VHTN-A. —• wohnhaft In Merino;«