Nt. 2ß7. Donnerstag, 19. November 1«9tt. IllhlMg 115. Aibacher '"Mt!n n I,"'',"": Mit Post» er! en dun«: ga»zjährla st, ,5, lialbjiibllg ft. 7 50, Im llomploir: ^^ ^">ewn ^» ^^lich der von ihm angesuchten Versetzung Lh "^ bleibenden Ruhestand taxfrei den Titel und geiM ""^ Hofraths allergnädigst zu verleihen ^' Gleispach m. p. w»^. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Y^Msw Entschließung vom 10. November d. I. dem ^'lisvlcar und Dechant in Vlatna Josef Pelärel M..^ldene Verdienstlreuz mit der Krone aller-"M zu verleihen geruht. Älle^ ^ ""d k. Apostolische Majestät haben mit Ka»,,',' ^" Entschließung vom 8. November d. I. dem ^ an erster Classe der Dampfschiffahrts-Gesellschaft Lloyd Peter Mersa das goldene leihen '"""i "" der Krone allergnädigst zu ver« kes ^nn^^"präsident als Leiter des Ministeriums hijchft,/^" ^?t im Grunde des § 3 des mit Aller« Or,«'>l .. 'chl'eßunq vom 9.November 1894 genehmigten s^?"l'atwns.Statuts des k. k. Archivraths den Vor-o^bes Instituts für österreichische Geschichtsforschung, ^milchen Professor an der Universität in Wien, Engelbert Mühlbacher zum ordentlichen Mit-^b, ^^ k. k. Archivraths auf die Dauer von fünf "9"n ernannt. ^c°?"nAckerbauminister hat den Forstpraktikanten ^llln^ .^^^i ewicz zum Forst - Inspections-^tw^ "" Stande der Forsttechniker der politischen ""uung ernannt. ^"sete? !I^°^ber 1896 wurde in der l. t. Hof. und Staats-> polni^ ^^lV. Stück der böhimschr», das I.XXV. Stück ^nisch»',^" und ruthenischen nnd das I.XXVI. Stiick der sendet ""sgabe des Neichsgcschblatts ausgegeben und Nichtamtlicher Theil. Verhandlungen des Abgeordnetenhauses. An die Neichsrathsdebatle, betreffend das Zoll-und Handelsbündnis mit Ungarn, knüpft das «Fremden-vlatt» folgende Bemerkungen: Das Abgeordnetenhaus wurde bemüssigt, eine Debatte über das Zoll« und Handelsbündnis mit Ungarn und auch über ungarische Verhältnisse über sich ergehen zu lassen, deren praktische Nothwendigkeit sehr in Zweifel gezogen werden kann. Schon aus früheren Aussprüchen der Regierung lonnte ja die Gewissheit geschöpft werden, dass eine stillschweigende Hortdauer des gegenwärtigen Zoll« und Handelsbündnisses von keiner Seite in Aussicht genommen war. Eine rechtzeitige Kündigung für den Fall, als ein neues Bündnis nicht geschlossen würde, war unvermeidlich. Wer in dieser Hinsicht sich einer Befürchtung hingab, der lud sich eine überflüssige Sorge auf, oder er trug eine Besorgnis zur Schau, die kaum tief wurzelte. Aber Dr. Pattai und seine Freunde wiren trotzdem von der Angst geplagt, der österreichische Handelsminister könnte die Kündigungsfrist versäumen und das geltende Bündnis für weitere zehn Jahre in Krafts treten lassen. So brachten sie denn einen Dringlichkeits«, antrag ein, um die Regierung möglichst laut und — auf das kommt es auch an — vor aller Welt an ihre Pflicht zu mahnen. Sie setzten diese Mahnrufe fort, selbst nachdem Baron Glanz namens der Regierung die bindende Zusage ertheilt hatte, dass die Kündigung noch rechtzeitig vor dem Ende dieses Jahres vorgenommen wird, dass jede Gefahr eines Verfäumnisses ausgeschlossen erscheint. Ja, nach dieser Erklärung be-gannen die neuerlichen Warnungen und Mahnungen erst recht. Es macht immerhin einen eigenartigen Eindruck, wenn mau einen Ueberzeugten noch überzeugen will und jenem zuspricht, der sich mit dem Begehren, das an ihn gestellt worden ist, sofort ganz einverstanden erklärt. So ergieng es dem Baron Glanz. Seine bestimmte Zusage, er werde das Bündnis rechtzeitig aufsagen, schützte ihn nicht vor dem Schicksale, noch viele Reden anhören zu müssen, die ihn dazu recht energisch aufforderten. Aus dem Inhalte dieser Reden wurde es indessen klar, dass den meisten Rednern die politischen Interessen weit näher giengen, als die wirtschaftlichen. Die Antragsteller suchten vor allem die Gelegenheit, ihre Ansichten über Ungarn auf den Markt zu bringen, und selbstverständlich auch ihre Anschauungen über die ungarischen Wahlen. Wir wollen dem Streben, die Stimme der österreichischen Reichshälfte möglichst deutlich zur Geltung zu bringen, nicht die Berechtigung bestreiten. Wenn Dr. Pattai die Meinung aussprach. Oesterreich könne nicht bloß nach den Wünschen und den Interessen der jenseitigen Reichshälfte geführt werden, so hat er damit eine zum Gemeinplatze herabgesunkene Wahrheit vertreten, die selbst in Ungarn nicht in Zweifel gezogen wird. Die Leidenschaftlichkeit jedoch, von der die meisten Redner erfüllt waren, und die Ostentation, mit der Dr. Lueger mit seiner Aversion gegen Ungarn prunkte, stand jenen schlecht an, welche als die Beschirmer österreichischer Interessen auftreten wollen. Im Zuge von Vertragsoerhandlungen, die bereits so weit gediehen sind, dass die meisten streitigen commerziellen Fragen einem formalen Abschlüsse nahe waren, über den anderen Compaciscenten herzufallen, verräth nicht allein wenig Takt. fondern auch sehr geringe Lebensllugheit. Und überdies verfehlten all diese Ausfälle gegen Ungarn heute bereits jeden Effect. Sie wiederholten ja zum Ueberdruss all das, was bei ähnlichen oder unähnlichen Anlässen dem Hause ge< boten wurde. Es ist immer dieselbe Melodie mit ^ kleiner Variante im Texte, die diesmal Herr Dr. Lueg/r besorgte, das erforderliche spärliche Material aus ^ungarischen Zeitungen zusammenraffend. Auf Sachlich-keit wird dabei keine Rücksicht genommen. Die ungarischen Wahlen scheinen Herrn Dr. Lueger weit mehr zu beschäftigen, als jene kaum übersehbaren ökonomischen ! Interessen, die bei jeder Gefährdung des Zoll- und ^ Handelsbündnisses mit Ungarn der tiefsten Erschütterung ausgesetzt sind. Aber freilich haben die Herren von der agitatorischen Partei mit den productive« Interessen der Bevölkerung nur lose Beziehungen und stehen derart außerhalb ihrer Kreise, dass sie leine Schranken sich auf einem Gebiet auferlegen, das wohl großen Nachdruck und Selbstgefühl, aber auch viel Vorsicht und einen tiefen Einblick in das Gewebe des gemeinsamen wirtschaftlichen Lebens erfordert, Diefer Empfindung entsprechen auch die Worte des Ministerpräsidenten Grafen Vadeni. welcher dem leidenschaftlichen und angesichts der Erklärung des Ministers Glanz überflüssigen Pathos der antiliberalen Redner mit ernsten Worten entgegentrat und dadurch seinerseits bewirkte, dass die Sitzung unter einem würdigen und der Sache entsprechenden Eindrucke schloss. Dabei wies er die auf den parlamentarischen Boden verpflanzte Agitation gegen die ungarische Reichshälfte in die entfprechenden Grenzen zurück und unterließ es nicht, auf eine eventuelle Rückwirkung auf die Nusgleichsverhandlungen mit Ungarn zu verweisen. Graf Badeni sprach es sogar offen aus, das Motiv des Dringlichleitsantrags sei in dem Bestreben zu ^ Feuilleton. Vaunerfest des «Laibachcr Bicycle-Club.. ^>ge!s^^!p"rt gehört zweifellos zu den großen «t> unV ^" des Jahrhunderts der Erfindungen, ^ens "5"^ ist sein Einfluss auf alle Gebiete des . >b'e spi ü? jedoch an dieser Stelle nicht unsere , ' alle« m'l- """välzungen zu schildern, die er >' dass s,i« ^r hervorgerufen, es genüge, zu be-2 9eschäftli^ ^ Einfluss auf das gesellschaftliche ?lete?'^ ^ven längst anerkannt ist und alle W> RadN^^ Gesetzgebung sich sehr eingehend L daher N^w^^üftigeu ""ssen. Folgerichtig V oder wi ^ Radfahrer-Vereinigungen. Bicycle» beigere A,.c ^ alle heißen mögen, eine bei weitem d, AlusjA"^ als anderen Vereinen zu, die nur w sich iln ""3 b""en. und es gebürt den Radfahrern, ^"Nll „A"U>ble Welt erobert haben, die vollste <"^ch die N'n- bMng ihrer Thaten. Wir glauben ^""d wer '"!?""3 aller Freunde des edeln Sports !e3 Wir un« ." heute nicht mehr? - zu finden, hMen Erei.5?^ ausführlicher mit dem jüngsten Vsen, da Ä 'I^ lm Laibacher Bicycle-Club be-^ "9 seinp/ ^" durch zielbewusstes Streben unter ht!?hy aeli.« """""blichen Obmanns Dr. Oskar "e auf "sangen ist, die Aufmechamkeit weiterer Seit der Gründung des Laibacher Vicycle-Club im Jahre 1885 bemühten sich dessen Ausschüsse, sowohl das innere Clubleben zu entwickeln, als auch nach außen durch sportliche Leistungen dem Club einen angesehenen Namen zu erringen. Beides gelang in der erfreulichsten Weise; denn der L. A. (5. zählt derzeit über siebzig ausübende Mitglieder, welche fest und treu zusammenhalten und sich im Sommer durch eifriges Particnfahren, im Winter durch rege Pflege geselligm Verkehrs im engeren und weiteren Sinne am Clublebm betheiligen. Deshalb genießt auch der Club einen aus» gezeichneten Ruf in allen Kreisen Laibachs. Das Jahr 1896 verzeichnet einen neuen Forlschritt in der Ausgestaltung des Clublebens durch die Schaffung einer eigenen Clubkapelle und die Erwerbung des prächtigen neuen Clubzimmers im Casinogebäude, welches, in altdeutschem Style gehalten und eingerichtet, unter wn Clubheims Oesterreichs und Deutschlands einen hervor-ragenden Platz einnehmen dürfte. An sportlichen Leistungen nach auß^n verzeichnet die Clubchronik sowohl die Theilnahme an Rennen und Sportfesten in Graz. Görz. Trieft und anderen Orten; in Abbazia veranstaltete der L. B. C. 1892 das große Sportfest vor Ihrer k. u. k. Hoheit Erzherzogin Stefanie, wofür ihm Höchstihr Lichtbild mit eigenhändiger Unterschrift zur Auszeichnung zutheil geworden ist; weiters leitete der Club als Führer d?s Karstgaues vom Bund? deutscher Radfahrer Oesterreichs seit 1890 die Gauwettfahren in Adelsberg. Sessana und das große internationale Rennen 1894 um den Veldeser-See, welches von berühmten Rennfahrern und zahlreichen Sportgenossen von weit und breit besucht war; damals wurden von allen fremden Sportgästen die glänzende Durchführung des Festes, die prächtigen, höchst wertvollen Ehrenpreise und die kameradschaftliche Gastfreundschaft des Laibacher Vicycle-Club rühmend in der ganzen Sportwelt bekannt gemacht. Ein Jahr darauf fchuf der Club den «Wegweifer durch Krain und Küstenland für Radfahrer», welches Werk durch seine genauen Streckenbeschreibungen und den reichen Bilderschmuck von der Sportpresse Europas als mustergiltig und einzig in seiner Art gerühmt wurde; da der Club damit aber auch eine patriotische That zur Hebung des Fremdenverkehrs nach Krain. zur Bekanntmachung seines Heimatslands in den reise-lustigen Radsportlreisen schaffen wollte, spendete er an alle 2517 deutschen Radfahroereine von Oesterreich und Deutschland je ein Buch als Festgeschenk. Ein ehrendes Zeugnis der Anerkennung für den «Wegweiser» seitens der berufenen Kreise waren die Dankspenden des Deutschen Radfahrer-Bundes — ein Prachtpokal in Silber und Gold — der Union, des B. d. R. Oe., des fächsischen R. B. und über tausend Dankschreiben der Clubs. Von Allerhöchster Seite aber wurde der Club durch zwei in der Geschichte des Radsports einzig dastehende Auszeichnungen geehrt, denn S e. Majestät Laibacher"Zeitung Nr. 267. 2282 19. November1896^ suchen, wieder einmal eine Debatte über ungarische Verhältnisse im österreichischen Parlamente zu inscenieren. Er warnte ernsthaft vor dem Spiele mit dem Ansehen und der Ehre der mit uns befreundeten und so eng verbundenen Reichshälste. Diesen Worten wird die Wirkung hoffentlich nicht versagt bleiben. Es ist des österreichischen Parlaments unwürdig, sich Gerüchte, umrwiesene Behauptungen vorsetzen zu lassen, um Anklagen von Anklägern zu vernehmen, deren Objecti-vität keineswegs unzweifelhaft ist. Graf Badeni konnte sich deshalb nicht enthalten, sein Bedauern über eine Debatte ausznsprechen, die nicht geeignet war. die noch nicht vollkommen zum Abschlüsse gebrachten Verhand» lungen mit Ungarn zu fördern, obwohl der baldige Abschluss des Ausgleichs das Ziel eines jeden Patrioten bilden muss. Bei diesem Anlasse hob Graf Badeni neuerlich die Loyalität hervor, mit der die ungarischen Minister bei den Ausgleichsverhandlungen vorgegangen sind, wodurch allein es möglich gewesen, sie der Finali-fierung so nahe zu bringen. Die Kündigung des Zoll- und Handelsbündnisses ist insoferne ein ausschließlich formaler Act, als beiderseits der feste Wille besteht, an der Gemeinschaft der wirtschaftlichen Interessen festzuhalten. Es bleibt immerhin bedauerlich, dass diese Formalität nicht vermieden werden konnte. Es wäre weit wünschenswerter gewesen, den neuen Ausgleich noch vor dieser Fallfrist legislativ festzustellen. Die Gründe, welche dieses Streben vereitelt haben, sind von uns mehrfach schon erörtert worden. Sie sind vor allem in dem Erlöschen des Mandats des früheren ungarischen Reichstags zu suchen. Aber immerhin ist es von Wichtigkeit, wenn man neuerlich inne wird, dass man es hier bloß mit einer unverlässlichen Formalität zu thun habe und dass nach den Versicherungen des Grafen Badeni und des Freiherrn von Glanz die namhaftesten Schwierigkeiten gegen da« Bündnis überwunden sind. Umso ängstlicher sollten unberufene Hände sich hüten, an den Fäden zu zerren, die bereits gesponnen sind. Man darf doch nicht übersehen, dass Ungarn wie Oesterreich auf den Ausgleich gleich stark angewiesen sind. Die österreichische Industrie ist durchaus nicht geneigt, die Kriegskosten für die anti>ungarischen Gelüste des Herrn Dr. Lueger und seiner Anhänger zu bestreiten. Dass auch die österreichische Regierung diesen Standpunkt theilt, das erhellt deutlich aus den heutigen Aeußerungen des Grafen Badeni, die ja klar genug andeuten, dass parlamentarische Scherze von der Art der heutigen durchaus nicht ganz harmlos sind. Politische Ueberficht. Laib ach, 18. November. Die politische Commission des Herrenhauses des Reichsraths hat die Berathungen über die Gesetzesvorlagen, betreffend das Recrutencontingent für 1897 und betreffend die Novelle zum Heimat-gesetzt abgeschlossen und beantragt, beiden Entwürfen in der vom Nbgeordnetenhause beschlossenen Fassung die verfassungsmäßige Zustimmung zu ertheilen. Der Wahlreform« Ausschuss war für gestern abends zu einer Sitzung einberufen. Auf der Tagesordnung standen Berichte über die Regierungs-Vorlagen, betreffend die Abänderung von Bestimmungen des Anhangs zur Reichsraths-Wahlordnung für Salzburg, Krain, Görz, Böhmen, Dalmatien, die Bukowina und Galizien. Wie das «Vaterland» meldet, find die Con-ferenzen des bischöflichen Comites vor« gestern nachmittags geschlossen worden. In der gestrigen Sitzung des deutschen Reichtags kamen der Fall Brüsewitz und die Inter« pellation wegen Abschaffung der Duelle zur Sprache. Der Reichskanzler gab eine Erklärung ab, in welcher er unter anderem sagte, dass der Kaiser das Zusammentreten einer militärischen Commission angeordnet habe, mit der Aufgabe, über die möglichste Einschränkung des Duellwesens und namentlich eine gründliche Aenderung des ehrenräthlichen Verfahrens zu berathen. Auch die Bestimmungen des Strafgesetzbuchs über das Duell sollten verschärft werden. In Bezug auf die kaiserliche Begnadigung der wegen Duells Verurtheilten erklärte der Reichskanzler, dass die Begnadigung eine Prärogative der Krone sei und nicht vor das Forum des Reichstags gehöre. Sodann sprach der Kriegsminister Goßler. Er erklärte, niemand bedauere den Vorfall in Karlsruhe mehr, niemand empfinde ihn peinlicher, als eben das Officierscorps. Er hob hervor, dass Vrüsewitz als ruhiger Mensch bekannt war, während sein Gegner ein notorischer Raufbold war. Der Minister zählt die Fälle auf, in denen Officiere von Unbekannten in der ärgsten Weise beleidigt wurden. Ein Officierscorps ohne berechtigtes Standesgefühl und militärisches Ehrgefühl sei wert. aufgelöst zu werden. Davon hänge die Kriegstüchtigkeit der Armee ab. Die Ehre des Künigs-rocks und die Fahnenehre, sagte der Minister, sind militärische Begriffe, von denen wir uns nie trennen. Das Recht der Nothwehr darf dem Officierscorps nicht genommen werden. (Unruhe.) Er bedauere die Angriffe auf das Officierscorps und hoffe auf eine objective Beurtheiluug der Verhältnisse. (Beifall rechts, Zischen links.) In der an die Ausführungen des Ministers sich anschließenden Debatte führte Abg. Graf Stollberg (conservativ) aus, er wünsche bei aller Hochachtung der englischen Armee nicht, dass die bezüglich der Duellfrage dort geltenden Grundsätze auf das preußische Heer übertragen werden. Nachdem die Abg. Bachem und Bebel gesprochen, Landescommissär Meldegg eine Erklärung bezüglich der baierischen Gerichtsordnung abgegeben und Kriegsminister Goßler repliciert hatten, wurde die Debatte auf Donnerstag vertagt. Die «Agenzia Stefani» erklärt die Meldungen des «Newyorl-Herald» über die Beilegung der zwischen Italien und Brasilien bestehenden Differenzen als unrichtig und verfrüht. Die betreffenden VerHand> lungen dauern fort. Die französische Kammer hat den Gesehentwurf, betreffend die Aenderung des Modus der Wahl der Senatoren, mit 297 gegen 238 Stimmen angenommen. Dep. Iourdan interpellierte die Regierung dahin, ob sie den Entwurf im Senate unterstützen werde. Ministerpräsident Meline protestierte gegen eine solche der Negierung gemachte Vorschreibung und erklärte, die Regierung kenne ihre Pflicht und werde in loyaler Weise den Entwurf dem Senate unterbreiten, mit welchem sie sich zu verständigen suchen werde. (Beifall) Der Ministerpräsident verlangte schlichlich unter lebhafter Bewegung des Hauses die einfache Tagesordnung, welche mit 311 gegen 241 Stimmen angenommen wurde. (Beifall) Die englischen Blätter besprechen die Er» llärungen des Fürsten HotMlohe und des Staats-Secretärs Marschall. Die «Times» führen aus: «Es wurde nichts gesagt, was nicht schon allgemein bekannt war. Nachdem nunmehr jener unsinnigen und vielleicht sogar böswilligen Erfindung von englischen Einflüssen auf die deutsche Politik so kategorisch von der deutschen Regierung widersprochen worden ist, können wir hoffen, dass man davon nicht wieder hören wird, oder dass sie jedenfalls bei Leuten mit gesundem Menschenverstände nicht länger GlM finden wird. Die Debatte bildet, was sie °ucy'^ bewies oder unbewiesen lassen mag, den bündigen ^ « für die Festigkeit der Bande, welche den Dtt'M" knüpfen.» Reuters Office meldet aus Washington, Aus sicherer Quelle verlautet, dass Span«" <" General Weyler dränge, die Operationen M" cubanischen Aufständischen mit Nachdruck 5« 'w. Man glaubt hier, General Weyler werde wahr»ch"2 wenn er nicht noch vor Zusammentritt des E^g"!! der Vereinigten Staaten am 7. December ewe« r scheidenden 'Sieg erfechten sollte, abberufen wer , Sollten die Spanier erfolgreich sein, würde P^>' ^ Cleveland bei seiner Nichteinmischungspolitil M cubanischen Streitigkeiten verharren, sollte aber V"'' , Weyler geschlagen werden, würde der ^^M möglicherweise nicht länger zögern, in der dem""" erscheinenden Botschaft an den Congress die Anerlenm » der Aufständischen als kriegführende Macht anzura^ Tagesnemgleiten. — (Oesterreichischer «"h nen.veH Vom Ausschusse des österreichischen BühnenvereM» ^" eine Petition ausgearbeitet, dahingehend, das öfterttl°), Abgeordnetenhaus möge sich mit der gesetzlichen meg, der Schaulpielervertlilge besassen. Dle Petition I«?' ^ in aussuhllicher Weise die traurigen VertMmIle kleineren Schauspieler, welche durch die bisher'gen. träge ganz den Händen des Directors ausgeliefert ">^ Die Schrill weist weiters daraus hin, dass '"^.^ gehörige jede« arbeitenden Standes Alters- und " .^ Versicherungen geschaffen find und verlangt d^ ^ für die bisher rechtlosen Schauspieler. Die beta"' ^ Forderungen des österreichischen Vühnenverelns tv" ^ Comity ausarbeiten, dem unter anderen Prof. ^ ^ und der Director de« Hc»fburgtheaters He« ^ ^ Vurckhard angehören. Die eben besprochene Petition , durch Abgeordneten Bareulher dem R-ichsrathe v°» .^ werden. — Aus dem österreichischen Vahnenve"'' ^ weiters zu melden, dass der bisherige Viceprästden ^ Martinelli privater Verhältnisse halber von 5^" M zurückgetreten ift. An seinerstatt ift nun Herr Vau'" Vicepriisident des Vereins. hl« — (Eine Studentenschlacht.) M ^ «Kölnische geitung. aus Vonn meldet, l°« MlN 17. d. M. um 11 Uhr abend« zwischen drei "Mgl ^ der Burschenschaft «Alemannia» und einigen i ^, Mitgliedern der katholischen Studentenverbindung «^ ^ zu einem Zusammenstoße, wobei ein M^l l!"d «Alemannia» lebensgefährlich verletzt wurde. ^" ische» der betreffs dieses Vorfalls eingeleiteten °"°' ^ Disciplinaruntersuchung wurde die «Nlsatia» '^^«1 — (Vogel-Massenmord in 3^^' Drei Vogelsteller haben, wie aus Mailand ge"" ^. im Passe von Montegrade, einem Strichpunlte ' ^ Vögel, in eine« Tage nicht weniger als 300 " ^»l Schwalben durch Netze eingefangen. Sie schlug ^ hei' die Thiere todt und brachten fie nach ^"" ^ Ptt^ Markt, wo diese als bevorzugte Delicatesse y"" erzielten. > Al — (In der Narkose ge^'b^ 30jährige Oberförster der Erbödy'schen DoM"' ^<,tl0" lolcz, Ignaz Poszil, ist im Spitale bei etner während der Narkose gestorben. del Kaiser geruhten allerqnädigst den «Wegweiser» in die k. l. Familien-Fideicomnnss-Bibliothel aufnehmen zu lassen und Ihre k. u. k. Hoheit Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie geruhten ebenfalls das durch den Clubobmann Dr. Oskar Gratzy in Audienz zu Laxenburg überreichte Exemplar in Worten huldvollster Anerkennung entgegenzunehmen und den Club durch die Spende eines silbernen Lorbeerkranzes mit Goldschleife und Inschrift und den Initialen Höchst-ihren Namens auszuzeichnen. So war das Jahr 1895 für den Club höchst ehrenreich und nur der Ausfall des geplanten großen 10jährigen Gründungsfestes infolge des Erdbebens warf einen leifen Schatten auf den Glanz sportlicher Erfolge. Weiters wollen wir nicht verschweigen, dass der L. B. C. sein Ansehen noch dem Umstände verdankt, dass er an dem Rechte seiner zollfreien Einfahrt nach Italien, in vornehmer Auffassung von Sportkamerad-schaft, auch Mitglieder anderer Clubs, welche darum ansuchen, theilnehmen lässt. Von dieser sonst nirgends so bereitwillig geübten Kameradschaftsgefälligkeit haben bis nun schon über 300 Mitglieder von Clubs aus Oesterreich und Deutschland Gebrauch gemacht und liefen durch ihre Clubs dafür an den L. V. C. fehr schmeichelhafte Dankschreiben ein; darunter auch vom Münchener VelociVed'Cluv für seinen ersten Schrift« wart Herrn Franz Brand!, welcher bald nach dem Erdbeben über Laibach nach Italien eine Radreije gemacht und dabei die Stadt sowie den L. B. C. kennen gelernt hatte. Die gastfreundliche Aufnahme im L. B. C. sowie die Ueberlassung der Clublegitimation für die zollfreie Einfahrt nach Italien, blieben Herrn Vrandl in bester Erinnerung und veranlassten diesen allseits hochgeschätzten Sportsmann die Frage in seinem Club aufzuwerfen, ob nicht seitens der Vereine Deutschlands, speciell des Deutschen Radfahrerbundes, dem L. B. C. ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für fein sportliches Wirken zu fpenden, am Platze wäre. Da der Ausschuss des ehrenfesten Münchener Velociped-Club von 1869 diefe Frage sofort lebhaft aufgriff und es als Ehrenfache des M. V. C. erklärte, hierzu die Anregung bei den deutschen Radfahrervereinen zu geben, einigten sich die Herren vom M. V. C. darüber, dass sowohl die Anertennungs-spende ein Ehrenbanner werden solle, als auch damit dem L. B. C. eine Ueberraschung, welche trotz ein» jähriger Durchführung der Idee dem L B. C. geheim geblieben ist, zu bereiten sei. So haben wir nun die Vorgeschichte der Vanner-stiftung in der Erörterung der Umstände, welche dem L. B. C. in der ganzen Sportwelt so viel Ansehen, Hochachtung und stammesbrüderliche Zuneigung erworben hatten, verzeichnet. Ueber Aufforderung des M. V. E. wurde von Seiten der Radfahrervereine Deutschlands nun ein die _______,. Tw-de Stiftung eines prachtvollen Ehrenba'Nlers ^hM Betrag gespendet und dem M. V. C^ d«e AA M der Stiftung sowie die Uebergabe des «i« , eB tragen. Der künstlerische Entwurf l«!««" ^fe Eh?enmitgliede des M V. C„ dem kömgllch^ ^ an der Kunstakademie in München, ^„ners"^ Widnmann. der auch die Arbelt der ^chte überwachte; die schriftlichen Arbeiten """ suchte er einem Theile seiner ElMw ^ Ohl"^ einstimmig? Ernennung derselben i" lowers gliedern in der außerordentlichen V" ^ «^e vom 22. October aerecht zu werden. . hie '^»e Der M. V. C. beschloss weiters ° ^ e>n t>e" Uebergabe noch dadurch zu erhöhen, o« ^„ 3^ ^, von fürstlichem Range, durch d'/,, ^^si"" "> ausgezeichnet und von sportfreundNcye ^^^,,i> die Ehrenstelle als Äamlelpathinzu u" ^c'^eg' Bitte seitens Ihrer DMwcYl etz Alexandrine zu Wind,sch.^e e"' neigte, allen Clubs hocherfreullche ^' .-------- .jacher Zeitung Nr.^267. 2283 19 November 18W kocal- und Provinzial-Nachrichten. Andels- und Gewerliekammer in Dnibach. v,„ (Fortsetzung.) , . ^lV KR. Alois Len del berichtet, dass das En Handelsministerium nachstehenden Erlass mit de« ü«,?^ ""es Gesetzes, betreffend die herkunfts-H"ungen im Warenverkehre, der Kammer über« ewo-A" denjenigen, im geschäftlichen Verkehre vielfach ^bürgerten Missbräuchen, behufs deren Bekämpfung lilnw ^" bereils bestehenden gesetzlichen Be-aiinl« "^" ^egen unlauteren Wettbewerb eine Er. u "Mg erheischen, gehören die falschen Herkunftsbezeich-^M'm Warenverkehre. WH ^^ ^ bie wirtschaftliche Moral gebietet, dass, M^" Beispiele der meisten Culturstaaten, die >MUche Angabe des Ursprungsortes einer Ware ?n ^"^ sei, wie die fälschliche Bezeichnung der-M j^'t, einer Firma oder einer geschützten Marke, teress >> "^"chntt °uf wichtige wirtschaftliche In-licb/n m Mimischen gewerblichen und landwirtschast-c>?« ^"duclion verlangt das Einschreiten der Gesetz-^u^ auf diesem Gebiete. die n "<^ die gewerblichen und nicht minder für h,:^"Producenten bestimmter geographischer Gebiete« zeum,'« ausschließliche Befugnis, ihre Industrie»Er-IiH?n ^ ^" 'hre Rohstoffe mit dem Namen des wirk-dem. H^kunftsorts zu versehen, in Verbindung mit diese l Strafsanction stehenden Verbote, dass andere , > wcalen Bezeichnungen im Warenverkehr«: anwen- ' Umerhin zu einer Frage ihrer Existenz, diel?« ^ ""^ bass der oft mit schweren Mühen und do> ss ^l! erworbene Ruf eines Productionsmts deg s^°ncurrenten, die sich für ihre Waren ohne Fug die s scl"" bedienen, ausgebeutet wird, falls die Ware, biete n^ "^ aus einem bestimmten örtlichen Ge< lverti .s^^^nb ausgegeben wird, thatsächlich minder« aänl!^^' ^ ^lrd dem Renomme' dieses letzteren ein I'cbe - "verdienter, unter Umständen sehr empfinb-H ' la unwiederbringlicher Schaden zugefügt. Welche derl n, H ^^ Provenienzbezeichnung und dem Schutze für 5. - !"sbesondere für zahlreiche Naturstoffe, z. B. VN« ^ und andere Quellenproducte, für Cultur-^""zen, wie Hopfen oder Tabak, für Obst, Wein ^."'zukommt, ist allgemein bekannt. Aber auch der Hu/, tt - ""ö ^ Gedeihen einer geachteten nationalen Na? ^"^ l" vieler Hinsicht wirkungsvolle Maß. aussetzn/^" ^^ Provenienzbezeichnungen zur Vor. solcben ° 3"^ ^e inländische Production, zumal in St»s- 5."^?6k"' welche eine verhältnismäßig hohe "fr oer Entwickelung erreicht haben, durch die Ge. «oynytlten des Zwischenhandels unterstützt, fortfährt, ^e Fabricate als französische, englische, amerikanische .UUzeiM, dient jeder Forlschritt auf dem Gebiete Iän?c ^mischen Gewerbe nur dem Rufe des aus« fischen Erzeugnisses und dem in- und ausländischen Aumcum wird die Erkenntnis, dass das inländische . zeugms den Vergleich mit dem ausländischen aus» verm -"",. ^ es unrecht habe, dieses wirklich oder M l!, ^ ausländische Product vorzuziehen oder für Nnl^ ^e" Preise zu bewilligen, geradezu un» h U"ch gemacht. Erst wenn die falsche ausländische bol^M'Mezeichnung auf inländischen Producten ver-^ndutt'HM"" wird, werden die in Betracht kommenden sein k " sowohl in der Lage als auch gezwungen llhs/^en Waren unter der wahren Angabe ihrer Her- ______ Endlich aber fordert auch der positive Inhalt des zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche am 6. December 1891 (R. G. Vl. Nr. 23 ex 1892) abgeschlossenen Uebereinkommens die Erlassung eines Gesetzes gegen die auf Täuschung gerichtete Bezeichnung von Waren mit unrichtigen Angaben über deren Her. kunft. Nach Artikel VIII des genannten Staatsvertrags haben sich die beiden Staaten verpflichtet, Bestimmungen gegen den Verlauf und das Feilhalten solcher Waren zu treffen, welche zum Zwecke der Täuschung im Handel und Verkehr mit Staatswappen des anderen Theiles oder mit Namen oder Wappen bestimmter, in den Gebieten des anderen Theiles gelegener Orte oder Bezirke behufs Bezeichnung des Ursprungs versehen sind. Nachdem das Deutsche' Reich dieser Verbindlichkeit bereits im ß 16 seines Warenzeichengesetzes vom 12ten Mai 1894 nachgekommen ist, erübrigt unserem Staatsgebiete die in Rede stehende Verpflichtung auch seiner» seits zu erfüllen. Den zur Einlösung dieser letzteren und mit Bedacht auf die vorstehenden allgemeinen Erwägungen ausgearbeiteten Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Herlunftsbezeichnungen im Wa renverkehre, beehrt sich das Handelsministerium der geehrten Kammer mit der Einladung zu übermitteln, denselben einer fachmännischen Begutachtung zu unterziehen. Hiebei wolle sich die geehrte Kammer vor allem! als Ziel gegenwärtig halten, dass, immer un»! beschadet der durch den vorliegenden Entwurf zumGrundsatz erhobenen Wahr« heit der geographischen Bezeichnung im Warenverlehre, die legitimen Interessen des inländischen Verkehrs und insbesondere auch des Exvorts nach äußer« ster Thunlichkeit geschont und berück» sichtigt werden sollen. Wie nun jeder Zweifel darüber, dass die Ver» Wendung von zu Gattungsbezeichnungen gewordenen Ortsnamen (z. N. Kremser Weiß, Kölner Wasser, Cognac, Neutitscheiner Wagen u. s. w.) unter die §8 1 und 2 dieses Entwurfs nicht fällt, durch die aus' drückliche Vorschrift des § 3 zerstreut werden soll, so mag es noch andere Kategorien von Bezeichnungen geben, die ihrer etymologischen oder sonst ihrer ursprünglichen Bedeutung nach eine Angabe localer Natur enthalten, aber nach den speciellen Gewohnheiten des Verkehrs als Hinweise auf die örtliche Herkunft einer Ware nicht in Betracht kommen. Derartige concrete Fälle wollen vom Standpunkte der realen Bedürfnisse ohne Rückhalt erörtert und allfällige, als wünschenswert erscheinende und mit der Aufrechthaltung des oben gedachten Grundsatzes uereinbarliche Ergänzungen der vorliegenden Formulierung des in Rede stehenden Paragraphen in Vorschlag gebracht werden. Bei diesen Erwägungen zu § 3 wolle auch auf^ den diese letztere Vorschrift berufenden § 5 des Entwurfs Bedacht genommen werden. Im zweiten Absätze des § 5 wird nämlich an solche Zusätze zu den er-wähnten, aus Ortsnamen entstandenen Bezeichungen gedacht, die den Gattungscharakter der letzteren parali-sieren und die originäre locale Bedeutung des Wortes restituieren (z. B. echtes Kölner Wasser, natürliches Karlsbader Salz ?c.). Der eben citierte Paragraph des Entwurfs fasst übrigens, während der Entwurf im allgemeinen die Bezeichnung einer Ware mit der Angabe ihrer Pro« venienz für facnltatio erklärt, also lediglich die Un-^ richtigkeit einer Herkunftsbezeichnung, nicht deren Fehlen für strafbar erklärt, Fälle ins Auge, wo das Interesse eines bestimmten Zweiges der Industrie oder der Ur-production die obligatorische Bezeichnung von Waren mit der wahren Angabe ihres Ursprungs verlangen mag.» (Fortsetzung folgt.) — (Personalnachricht.) Seine Excellenz der hochwürblgfte Herr Fürstbischof Dr. Jakob Missia ist gestern von den bischöflichen Lonserenzen in Wien nach Laibach zurückgekehrt. — (Militärisches.) I« Einvernehmen mit den betheiligten Ministerien hat da« l. und l. Kriegsmini-fterium bestimmt, dass als Nachweis über die Vollendung der medicinischm Studien im Sinne de« § 27 (vierter Absatz) des Wehrgesehes von den betreffenden Einjährig» Freiwilligen das Nbsolutorium, bezw. eine Abschrift be»> selben beizubringen ift. —o. — (Stempelpflicht der Fahr«Legitl» mationen für Radfahrer.) Das Finanz. Ministerium hat aus Anlass der wahrgenommenen Un» gleichmäßigkeiten in der Praxis inbetreff der Stempel» Pflicht der Fahrlegilimationen für Radfahrer und der Gesuche um deren Erlheilung Nachstehendes bekannt-gegeben: Fahrlegitimalionen, welche von landesiürftlichen oder von Gemeindebehörden an Radfahrer zu« Zwecke der Anerkennung ihrer Befähigung zum Vefahren üffent» licher Straßen und Plätze ertheilt werden, unterliegen bei der ersten Ausfertigung sowie bei jeder Verlängerung der Viltigleilsdauer der Stempelgebür von 1 st. vom ersten Vogen. Der gleichen Gebür unterliegt auch die behörd« liche Vidierung der vom Vorstände eines Radfahrer» Vereins ober von anderen Sachverständigen ausgestellten Fahrbefähigungszeugnifse, bann der Mitgliederlarlen von Radsahrervereinen, wenn diese Vidierung die Anerkennung der Befähigung zum Radsahren aus öffentlichen Straßen und Plätzen in fich schließt. Müssen zum gwccke der Er» langung einer behördlichen Fahrlegitimation Bestätigungen oder Zeugnisse vom Vorstande eines Rabsahrervereins oder von anderen Sachverständigen beigebracht werden, so sind diese Bestätigungen oder Zeugnisse gebürensrei. Alle anderen Bestätigungen oder Zeugnisse von Rad-fahrervereinen ober anderen Sachverständigen über die Schulung von Radfahrern oder die Beschaffenheit von Fahrrädern sind dem Zeugnisftempel von 50 lr. von jedem Vogen unterworsen. Schriftliche ober zu Protokoll genommene mündliche Gesuche um Erlheilung der Fahr« ! legitimationen und Vidierungen unterliegen dem Stempel von 50 lr. von jedem Vogen nach Maßgabe der Anzahl der Vewerber. Von einer Beanstandung der bezeichneten amtlichen Ausfertigungen, Bestätigungen und Zeugnisse l wegen unterlassener oder ungenügender Vtewpelung ift Umgang zu nehmen, wenn bis längstens 31. December 1896 die entfallenden Stempelmarlen auf denselben nachträglich befestigt und amtlich überstempelt werden. — (Neue Uniformierung der Infan« lerie.) In Agram wurde eine Compagnie des Infan. lerieregimenls Nr. 101 behufs Erprobung der prallischen Vortheile mit einer neuen Uniform bethellt. Sie besteht in einer bunlelblauen Blouse mit Kragen und Achsel» llappen in den Farben des Regiments, ersitzt den Waffen« rock vollständig und ift etwas länger als dieser. Die neue Vloufe hat Taschen und der innere Theil ift in der Vrustbreite mit dem gleichen Stosse gesültert. Die Hose hat denselben Pumphosenschnitt wie die der bosnischen Infanterie und endet vom Knie abwärts in Gamaschen-sorm. In der Farbe weist sie eine lichtere Nuance aus als die Vlouse. Unerbittlich Oericht. Roman von F. Klinck. (42. Fortsetzung.) Ttok^th hatte noch einen Augenblick geschwankt, einer ? - W' Man^ der Stempel des Elends und ^cht« s?'?"^nswerten Armut aufgedrückt stand, dcls A«!!? ^ in seiner Erscheinung etwas bemerkbar, ^°tte ! «!'A ""s aewisse Rücksichten erhob. Die letzten "?b er c ' °en aber ließen sein Bedenken schwinden, ei, d- >^9le ihn, ob eine kleine Geldsumme imstande hwennli^ des Fremden zu verbessern. In über-^ iun?"c>.W°"en „folgte hierauf ein Dank, der leine N Freiherr« peinlich berührte. Er griff in' >niebr , "b" indem er dem Bettler — denn' Mensch»« °""^ er nur noch einen folchcn in diesem "'cht iinl m^tl — ein Geldstück hingab, konnte er n. Hi s ?e des Widerwillens unterdrücken. ?^anu,,/ "°en! Schritte entfernte Heinz sich. Die 'lch ihn, 5 ^ '^ unangenehm. Unwillkürlich drängte ^niesen »^ Vochellung auf, wie peiulich es für Lora lessen. ' ""de, diesen Menschen hier allein zu ^ ann^ trat ihr Bild wieder vor seine Seele, fetzen! N l"'M Ding! Wie bleich hatte sie aus-"liillt .em«? Elchen grenzenlosem Schmerze musste sie ^'utM sein! ^vr2 war einerseits geneigt, es als eine große "u«lt zu betrachten, dass man üora über das traurige Ende ihres unglücklichen Vaters nicht rechtzeitig aufgeklärt hatte; anderseits fand er das Verlangen einer Mutter, ihrem Kinde einen großen Schmerz zu ersparen, nur natürlich und war empört über Gruners Unvorsichtigkeit, durch welche dieses junge Geschöpf fo Plötzlich und unvorbereitet aus einer glück» feligen Unwissenheit gerissen worden war. Unter derartigen Betrachtungen hatte er Hohen-landau erreicht. Er stand schon im Begriff, die Freitreppe hinan-zuschreiten, als ihm plötzlich einfiel, dass er dem Inspector Braunau noch eine Mittheilung bezüglich eines Verkaufs von Roggen zu machen habe. So umgieng er das Haus und betrat einige Augenblicke später die Inspectorwohnung. Er fand Braunau anwesend. Nachdem das Ge» schästliche erledigt worden war, fragte er plötzlich: «Erinnern Sie sich eigentlich noch der näheren Umstände bei dem grässlichen Tode unseres Nachbars, lieber Vraunau?^ «Ohne Zweifel, Herr von Hohenlandau. Derfelbe war zu furchtbar, als dass man ihn jemals vergessen könnte.» «Es ist doch eigenthümlich, dass der Mörder nicht entdeckt worden ist!» Der Inspector zuckte die Achseln. «Soviel ich mich erinnere, sind die denkbar möglichsten Anstrengungen gemacht worden, die Spur des Verbrechers ausfindig zu machen. Man entdeckte auch eine solche, aber leider verlor sie sich in Hamburg. Jenes Weib, welches wenigstens einen Theil des Geldes, das Friedrich Hartner geraubt worden war, dort wechselte, hat in Hamburg ein Billet über Uelzen gelöst. Aus welcher Station sie den Zug verlassen hat, wer mag es wissen? Die Frage ist oft genug auf» geworfen worden, hat aber leine Beantwortung finden können.» «Das Weib hat den Mord nicht verübt; das ist nicht anzunehmen. Sie ist ohne Zweifel nur Helfers» Helferin gewesen.» «Diese Annahme herrschte immer vor. Man war überzeugt, dass der eigentliche Mörder jener Greiling gewesen sei, in dessen Wohnung man Herrn Hartner ! ermordet gefunden hat.» ! Eine Pause trat ein. Erst nach einigem Nachdenken sagte der Freiherr weiter: i «Es ist doch seltsam, dass man dieses Greilings nicht wieder habhaft geworden ist, dass man überhaupt keine Spur von ihm gefunden hat!» «Er wird ins Ausland entkommen fein. Oder auch der Verbrecher hat Hilfe gehabt und sich zunächst einige Zeit in Europa aufgehalten.» «Hartner und fein Onkel in Newyork standen lange Zeit in keiner Verbindung?» «Allerdings, so erzählte man. Er hat sich aber wahrscheinlicherweise mit dem Onkel versöhnt, der ihm dann das Geld zugewendet hat, welches ihm zum Ver» derben würd?.» (Fortsetzung sohl.) Laibacher Zeitung Nr. 267. 2284 19. November 189S. — (Die Eröffnung des neuen Post-gebäudes.) Samstag, den 21. November d. I., um 11 Uhr vormittag«, findet die seierliche Elöffnung des neuen Postgebäudes ftatt, und werden von Montag den 23. November ab sämmtliche Abtheilungen dieses Post-und Telegraphenamts im neuen Postgebäude amtieren. — (Großmüthige Spenden.) Dem hiesigen Elisabelh-Kindetspillll find von Fräulein Jenny Recher und Herrn Victor Recher zweihundert Gulden, ferner vom Herrn t)r. Rudolf Thomann, l. l. Landes« gerichlsadjunct fünfzig Gulden zugekommen. — (Fremdenverkehr.) Im Lause der heuligen Sommerzeit find in Wocheiner - Feiftrih 40 Parteien mit 44 männlichen und 7 weiblichen, zusammen 51 Personen angclommcn. Von denselben waren 18 aus Klain. 18 aus andern österr. Provinzen, 1 aus Ungarn, 9 aus Deutschland. 2 aus Frankreich, 2 aus Italien und 1 aus Russland. —0. — (Eanität«. Wochenbericht.) In der geit vom 8. bis 14. November lamen in Laibach zur Welt 17 Kinder, dagegen starben 15 Personen, und zwar an Tuberculose 1, Magenkatarrh 2. infolge Schlagflusses 1 und an sonstigen Krankheiten 11 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 5 Ortsfremde und 7 Personen aus Anstalten. Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Typhus 1, Keuchhusten 4, Diphtheritis 6. Schafblattern 1 und Trachom 1 Fall. * (Deutsche« Theater.) Da« bedeutende Werk «ine« hochbegabten jungen Wiener Dichters übte gestern auf eine recht zahlreich versammelte Kunftgemeinde liefen Gindruck aus und verschaffte ihr einen besonders genuss« reichen Abend, den auch ein kurzer unangenehmer Zwi« schenfall, mit dem wir uns noch weiter beschäftigen werden, nur vorübergehend trüben lonnte. Die Glanzzeit Nlhens, die Kämpfe zwischen den beiden Nebenbuhlerinnen Athen und Sparta, die Verherrlichung des verfeinerten Hetärenthums. dem eine Nspafia entsprossen, bietcn dem Dichter eine schier unerschöpfliche Fundgrube, und es be-dlllf nur einer geschickten Hand, um «it kühnem Griffe Gestalten aus de« blühend sinnlichen Leben des classischen Alterthum« zu zaubern, Gestalten voll Leben, Geist, Anmuth und Feuer. In der dramatischen Dichtung < Die Athener in» von Ebermann finden wir nun vor allem eine gewisse Nehnlichleit mit der großen Meisterschaft Grillparzers, mit wenigen Perfonen und wenigen Mitteln große Wirkungen zu erzielen. Was aber den Weg zu aller Herzen findet: Der Ausstuss einer relngeftimmten Poetennatur, unverfälscht durch klügelnde Tendenz, geboren aus jugendwarmer Empfindung, sehen wir in der Dichtung in überreichem Maße ausgeprägt. Mag die Kritik in der Hetäre Phryne eine gewisse Aehnlichleit mit den französischen Eameliendamen, die «der Liebe selbst die Treue nie gebrochen», erblicken; zugegeben, die Geschichte der Reinigung von Sünde durch wahre Liebe sei ein schon oft behandeltes Thema: auf jeden Fall hat es der Dichter verstanden, der alten Geschichte ein neues, glänzen» des Gewand umzuhängen, seinen Gestalten Fleisch und Vlut, seinen Iamben echte dichterische Vegeisterung einzustoßen. Wir lönnen leider nicht weiter in den Inhalt des Dramas eindringen, das hoffentlich nicht das ge« wohnliche Schicksal der meisten hier ausgeführten Neu« heilen theilend sich mit einer Aufführung begnügen wird; die ungemein günstige, von stürmische« Veifalle begleitete Aufnahme sichert dem schönen Werke zweifellos noch mehrere Aufführungen, die gewiss ohne jegliche Störung vor sich gehen werden. Die Wiedergabe des ersten und zweiten Actes kann als trefflich bezeichnet werden, und es lieferten ausnahmslos alle Darfteller, wie bisher, den Veweis, dass sie Fleiß mit schöner Vegabung verbinden. Fräulein Horal spielte die Phryne mit Geist und Anmuth, versinnlichte glücklich die feinere Seite des edleren Helärenthums und entwickelte in den Ausbrüchen der Leidenschaft eine überraschende Gefühlswärme. Die Hetäre Lyfion kam durch Fräulein Vrauer schall-haft'charalteriftisch zum Ausdrucke, wobei die deutliche Declamation der jungen Dame lobend hervorgehoben werden soll. Herr Landa zeigte sich in den zwei ersten Acten als denkender, strebsamer Künstler, der seine Aufgabe mit allem Ernst auffasst. Lr ge« staltete den Spartaner Agis mit edler, kraftvoller, trotziger Männlichkeit, liebevoll-ausopsernt) in den Bandln der gärtlichleit und fand erfchüllernde Töne in den Nämpfen des Stolzes mit der entnervenden Liebe. Vevor wir nun des fonderbaren Iwifchenfalls i« dritten Acte "wähnen, müssen wir aus eine von uns anlässlich der Ausführung des Lindau'schen Schauspiels «Die Erste» zum Ausdrucke gebrach!« Vemerlung hinweisen. Wir sagten damals, dass sich die deutsch, Bühne nicht mit ein und demselben Stücke längere Ieil b'fafsen kann, die rmisttn Novitäten über eine Aufsührung nicht hinaus« lvmmen, das schnell wechselnde Repertoire sich nicht ver« meiden lasse und der Theaterleiter sowie die Künstler ihre Kräfte daher zersplittern «üssen. Das» es jedoch den Künstlern nicht an Fleiß mangle, haben die bisherigen Ausführungen btwiestn, denn wie viele Ncuausführungen hat die bisherige Spielzeit gebracht! Das Publicum un», die «lit« ware nach der prächtigen Leistung ^. b?" ^°"b° im «ft«« und zweiten Acte d«,,« ftch«Uch «m d,« «ünftl«r nicht zu strenge zu Gericht gegangen, wenn ihn im dritten Acte in der großen, schweren und aufregenden Rolle das Gedächtnis im Stiche gelassen hätte. Die plötzliche Kundgebung des Herrn Landa, zu der er sich hinreißen ließ, war daher zum mindesten höchst überflüssig, auf jeden Fall aber un-gchöcig und lässt sich nur durch seine groß« Aufregung entschuldigen. Da jedoch das Publicum, dem die V-r« hältnifse der Vühne genau bekannt find, den Schmerzen«» schrei einer gsquälten Künftlerseele in dcr liebenswürdigsten Weise aufnahm und dem sonst so braven Darsteller nachsichtig und großmüthig Trost durch lebhajlrn Beifall spendete, fühlen wir uns nicht bewogen, grausamer zu sein, und erachten die Angelegenheit in der Voraussi t als abgethan, dass sich dergleichen nicht mehr wiederholen wird. Sehr gelungen spielte H.rr Am an den Oenussmenschen Thrasyllo«, gemülhlich'h'iter H>rr Felix b,n Philosophen Epilur, schneibig'spartanisch Herr Trautmann den Terpander. Das Publicum ries die Darsteller bei offener Scene und ungezähltemale nach den Actschlüssen. Die Regie waltete geschickt ihres Amte« und sorgte verständig für malerische Gruppierungen. Etwas auffällig war der magyarisch aufgewichste Schnurrbart eines edlen Spartaners, unpassend erschienen die goldenen Armspangen des Spartaners Agil. Ganz unrichtig und dem Sinne der Dichtung widersprechend erscheint die eigenmächtige Aenderung des Schlusses des Dramas. Phryne (llharys) gibt sich nicht den Tod, sondern wirft sich nur klagend an der Leiche des Geliebten nieder. Der Dichter überlässt es sodann der Phantasie de« Zuschauers, sich das weitere Schicksal der schönen Hetäre auszudenlen; wahrscheinlich lehrt sie zu dem geliebten Wohlleben zurück. Sei dem wie immer, ihren Selbstmord hat der Dichter nie und nimmer aus dem Gewissen. »s. — (Postdienst.) Da« l. l. Handelsministerium hat den Postcommissär Franz Knotet über sein Ansuchen nach Prag überseht. — (Cäcilien«Verein in Laibach.) Heute findet die Jahresversammlung des Cäcilien-Vereins im Saale de» fürfibifchüslichen Palais ftatt; derselben geht ein Hochamt in der Marienllrche voran. Um 2 Uhr nachmittags wird in der Ursulinen-Kirche bei der Adoration des Nllerhelligften und beim Segen der Chor der ehrw. Klosterfrauen eine Anzahl von kirchlichen Com-pofitlonen hervorragender Meister auf dem Gebiete der Kirchenmusik vortragen. * (Aus dem Pollzelrapporte.)Vom 17. aus den 18. d. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar vier wegen Vacierens und eine wegen Ver« gehens nach § 45 des Wehrgesehes (unerlaubte Aus« Wanderung stellungspstichtiger Personen). Ob dieses Ver« gehens wurde Anton Vulovec, Arbeiter aus Ljubno, politischer Nezirl Rudolfswert, in Haft genommen. Vei der Personsburchsuchung desselben fand man einen Wibmungs-fchein, lautend auf den Namen F. Aufec, und es besteht die Vermuthung, dass sich der Verhastete eines fremden Reisepasses bedient habe, um nach Amerika auswandern zu können. —r. — (Ueberfall.) Die Kalschlerssöhne Matthäus und Josef Orel, vulgo Tilnova von Görtschach giengen am 15. d. M. gegen 9 Uhr abends von Presla auf der Vezirlsftrllße nach Hause. Auf dem Wege gegen die Restauration der Papierfabrik in Görtschach wurden sie von zwei Individuen, von denen eines mit einer Mistgabel, das zw:ite mit einer Sense bewaffnet war, plötzlich überfallen. Matthäus Orel erhielt hiebe» mit der Schneide der Sense einen Schlag auf den linlen Oderarm und einen zweiten aus die Schädeldecke, so dass er schwer verletzt an Ort und Stelle bewusstlos liegen blieb. Dem Josef Orel gelang es, durch rasche Flucht der drohenden Gefahr zu entrinnen. Die Thäter find noch unbekannt, -1 Neueste Nachrichten. Budgetausschuss. (Orlglnal'Telegiamme.) Wien, 18. November. Der Budgetausschuss erledigte den Titel «Een« trale» des Handelsministeriums und den Titel «Post sparcassen». Handelsminister Freiherr von Glanz erklärte auf eine Anfrage wegen der legislativen Ordnung des Cartellwesens, er sei weder Ankläger noch Vertheidiger der Cartelle, denn es gäbe schädliche und nützliche Carlelle. Die Bekämpfung der Cartelle erfolge am wirtsamsten durch die Cartelle selbst. Bis jetzt sei die Cartellfrage noch nirgends befriedigend gelöst worden. Die Cartellfrage stehe bei der Regierung in Erwägung. Der Minister theilte sodann mit, dass die Geschäfte der Postsparcassen in acht landesüblichen Sprachen erfolgen. Sobald es thunlich sein werde, werde bei den Postsparkassen auch ein Reescompt eingeführt werden. Der Budgetausschuss nahm eine Resolution an, in welcher die Regierung aufgefordert wird, sie möge unter Aufrechthaltung des Princips der Sonntagsruhe bei Ausführung desselben empfindliche Härten beseitigen, ferner einen Resolutionsantrag, betreffend die Schaffung einer Gewerbestatistil. — Nächste Sitzung morgen. Wien, 18. November. (Orig,-Tel.) Herzog M kolauö von Württemberg ist hier eingetroffen. . Wien, 18. November. (Ölig.«Tel.) Se. »M der Kaiser stattete der Herzogin Akxalldrine m,d oem Herzog Nikolaus von Württemberg einen Bch'ch "". um ihnen sein Beileid anlässlich des Hinscheidens lyre» durchlauchtigsten Bruders auszusprechen. . s.... Wien/ 18. November. (Orig Tel.) Se. M^M derKaiser besuch'e heute die Ausstellung im Künstler' hause, verblieb dortselbst zwei Stunden und sprach <-'"e Befriedigung über das Gesehene aus. , , Wien, 18. November. (Orig.-Tel.) Heut? erfolg« die Beisetzung des verstorbenen FZM. Freiherrn von Sukcevit. Derselben wolinten bei: Se. k. u. k. HoYw Herr Erzherzog Eugen, Kriegsminister von Kr«eg' Hammer, Generalstabschef FZM. Freih. von Beck «no zahlreiche Generale. , ^ Trieft, 18. November. (Orig.-Tel.) Der Llw dampfer «Maria Theresia» ist gestern von Oonstantmope» nach Trieft abgegangen und der Lloyddampfer «v"i» bürg» heute mittags von Alexandrien hier eingetroffen- Verlin, 18. November. (Orig.-Tel.) Die Ratlstca tionen des am 4. April zwischen dem deutschen Neln) und Japan abgeschlossenen Handelsvertrags lvuroen heute zwischen dem Staatssecretär Freiherrn vo, Marschall und dem japanischen Gesandten au» gewechselt. Rom, 18. November. (Orig.-Tel.) Die Agenzm Stefani meldet aus Gibuti: Nachrichten aus Adljatie^ zufolge werden ungefähr 200 italienische Gefangen am 20. d. M., dem Geburtstage der Königin vonItalM'. als Huldigung für dieselbe nach Zaila abgefeno" werden, ohne dass die Ratification des Friedensoertrau abgewartet wird. Major Nerazzini verließ Ad'saveo am 3. d. M. und wird am 22. d. M. in Harrar ei" treffen. Es bestätigt sich, dass Nerazzini sehr gut au, genommen wurde. ^:, St. Gallen, 18. November. (Orig.-Tel.) ^ Regierung des Cantons St. Gallen beantragte ' großen Rathe die Ablehnung des Antrags, wonach °. Wahl der Vertreter der Cantone in die Verwaltung" rathe der Eisenbahngesellschaften durch den großen !"">, anstatt durch die Regierung erfolgen soll. i Paris, 18. November. (Orig.-Tel.) lKa"" ^ Auf der Tagesordnung steht die Interpellation Cast"«" betreffs Angelegenheit deS Ex«Capitiins Dreyfus. ^ . Kriegsminister verliest eine Erklärung, in der er M« ' hinweist, dass Dreyfus mit StimmeneinhelllaM " urtheilt wurde. Die Regierung fordere die Kamn auf, eine Debatte zu vermeiden, welche sch^^.g) zulümmlichleiten zur Folge haben könnte. (VeN^ Dep. Castelaine fordert die Regierung auf, energy Maßregeln zu treffen, um eine Erneuerung ^ Campagne zugunsten Dreyfus' zu verhmdern. ^, erinnert an das Gerücht von der Flucht ^'^, und verlangt die gerichtliche Verfolgung derlei"«» welche, deu Blättern zufolge, die Mitglieder ^ Kriegsraths einzuschüchtern oder zu bestechen ^ suchten, um Dreyfus bei der Ankunft "La^" zur Flucht zu verhelfen. Ministerpräsident 3^lm ^ klärt, dass die Regierung leine Ursache yao^ ^ Debatte wieder zu eröffnen, da es sich ""^'ldiael' ^uljicnla handle. Wenn die Regierung die Ml yu ^ finden werde, werde sie ihre Pflicht thun. Oel^ .^ Debatte wurde hierauf geschlossen. — Dep. ^"1" ^e beantragt eine Tagesordnung, welche b^ ^ ^ Kammer, einig in ihrem patriotischen Gefühle ",^en trauend auf die Regierung, dass sie NaM^UilunS pflegen werde, ob anlässlich und seit der Veru"^ ^, des Verräthers Dreyfus jemanden irgendwely ^ antwortlichkeit treffe, geht zur Tagesordnung ""^lbe Regierung acceptiert diese Tagesordnung uno wird einstimmig von der Kammer angenolmne«. ^t) London, 18. November. (Orig.-Tel.) ^1"^, in seiner Rede in Rochdale hervor, cs s" ""^neniel lich nothwendig, dass, wenn etwas für d,e ^sse. geschehen solle, dies durch ganz Europa 9^ ^„ der Das Hllllpchindernis einer gemeinsamen "^ Es sechs Großmächte sei der Argwohn geg" ^ Elirop^ sei für England unmöglich, gegen den ^" Hrnie"^" einen Kreuzzug auszuführen, welcher den ^u^e nichts nütz-n, England aber vielleicht eme Verantwortlichkeit auferlegen würde. , M^ Belgrad, 18. November. (Orig.-Tel.) "<" ^,Z des der reist Freitag abends nach Wien ab. " ^ Wv Kaisers Franz Iofef wurden ihm Generaun > .^ ^ und der osterreichisch-ungarische Milltarata'^.^ grad Major Herdliczka als Ehrenb'enst M ^geM' Der König spendete für die überschwemmte» 10.000 Francs.__________^________^ Verstorbene. ^sH Am 1», November. Katharina M"l,t,H^beo"' Quergasse 4, Cholemie. — Vogoslava Pel"", ^ Tochter, 11 I., Deutsche Gasse 8, Mening'"'- Im Eivilspitale. ^r^ ' Nm 14. November. Maria Toca, 5"" 56 I., Ump!»v««m», vitium eoräi». ^^«Ieitung Nr. 267. 2285 19. November 1896. Volkswirtschaftliches. lchlenen'^m.^ ^°vember. Auf dem heutigen Marlte sind er. ll Na.« ^°3^ "it Getreide, 7 Wagen mit Heu und Stroh, ^___ DurchschnittS-Preise. N°!,._, ^ fi-!«r. st.jlr. st,! ll. fi. tl, ^"pr.Mrctr. ^-ssÄ) Nutler pr.Kilo. . ^80^^ leiste ' 6,50 li 50 Eier pr. Stück . . — 3------- ^fer ' 5,20 6 — Milch pr. Liter. . -10------- bWsruHl ' ^^ ^50 Rindfleisch pr. Kilo — ft4—!- beiden ' —!----------- Kalbfleisch ' -60------- hicsc ^ 7^20 8— Schweinefleisch » - 60------- kuturu» ' blw l;— Sckijpsensleisch » -36------- ^M is^' ^., 5,30 5,80 Hahndel pr. Stück - 3i>------- 2 20-- Tauben . 15-- ^e/l- b'"°ltt. 10----------- Heu pr. M.-Ctr. . 2,50 - - Kien ' ^----------- Stroh » . . 2 25------- ^lAllw,«, ' ^----------- Holz, hartes pr. ßHX^o -90-- Klafter 7,30-- ^ N"'°'l ' - ?0 - - - weiches, . 5---------- ^ aN^ . ' - li6------ Wein,roth.,100W.------24 - «erauchert . ~ ?0 - - - weißer, . - - 30 - Lottoziehung vo« 18. November. Vrünn: 12 47 73 44 71. ^eorologische Beobachtungen in Laibach. " Z 8Z^ ß" '""" de« Himmel« K^V ^ 9 .'^ ^3 "4-'7 ^S7schwach bewöll?""""^ ^' ?U^^—-^ -^ ^ _S. schwach bewttllt________ ">"cg. >?35.^ 2-^, NW.mäßia, Regen > U 8 ^4°^.^agesmittel der gestrigen Temperatur 3 4". um ^^ oem Norinale. "nNvortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianuschowslv ^ «itter von Ntssehrab. 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Ungerader Tag. Abends halb 8 Uhr: Her Vogelhändler. Operette in drei Aufzügen von Karl Zeller. Deželno gledališèe v Ljubljani. Šl. 19. Dr. pr. 743. Nova opera! V proslavo godu NJe Vellèanstva oesarloe Ell-zabete ob aveöanl razsvetljavl gledalisöa. V èetrtek dne 19. novembra Prvi nastop tenorja gosp. Ivana RaSkovièa iz Zagreba. Rigoletto. Opera v treh dejanjih s predigro. — Po V. Hugovi dram «Le roi s'amuse> spisal F. M.Piave. Poslovenil A. Funtek. Uglasbil G. Verdi. Zaèetek loèno ob pol 8. uri. Konec po 10. uri. Kerner sind ain Imger: Echter FraiiKlirantwein in Orig.-Flacom zu GU kr. und 40 kr., uied. Coguac, in ed. Malaga zu den büligiten l'reisen, von heiter Quftlität, ('Lina«-JHeu-Malaga, MutHtiirkend, Sa^radawcin, abführend, etc etc., Uberhaujit alle in- und ausland. Medic&mente. Die Adler-Apotheke do» Mardetschlaeger, Laibach bei der eisernen Brücke (4615) empfiehlt ihren eigen* 10—4 präparierten 3Xe,.g5 ^i^ !'0ch'gUb""". steu«rfr«! ,»«'70 1»2 W ^blV w"° ">«»te, steuert««---------------- >>t° ^. "^"lttonenvtom. I0l 05, «Ul 25 ^ "°- p» UMm° . . 101 (»5 l01 «b MM — ^«^^^ """ll Ware «o« Staat« »nr Z»U»»> Uber»l>««e»e «liseni.'Pri«.' vili9«tU>»t«. «iülabclhbllhn »00 u. »!>N0 M. Mr »00 W. 4°/»..... ,le 50 1l?^V Umlabcthbllhn, 400 u. »0U0 Vl. »Nli M. 4»/„...... 12a«0llll i!5 ss,an,I°üo im> l)u «alizüchl »ail . Uubwlg. «ahn, «!,lallbtrgrr V»hn,»m. l«84, . 4°/„ (dlv. St,) V., f. ll>» fi, 3l. »» 40 »00-40 U„g, «oldreiite 4°/„ per «ass« lL» il> lL» 3b dto dtn. per Ultimo .... 12215 122 »5 bt». Nrnte ln Krvnfnwühr.. 4"/„, ste»!'rlrellür200Nl!»»'nN°m. 8910 S8-30 4"/„ dto. dto. prr Ultimo . . 8815 8835 dt°.Et.!t.Ul.«oIdIU0fi..4'/,°/° 122— 128'- bt°. dtl>. Gilbll 100 fi., 4'/,°/. 100 80 101 80 bto. Vtllat«-0bli,. (Ung, ONb.) v I. 187«, 5°/«..... 12«'?b 121 ?!> dto 4>/,°/„Nchll»l«gllI.«oI,°Obl. 10010 INI 10 bto. Pläm,'«nl. il 100 fi. ». W. 152 - 153 b<) bto Klo. il »0fi.l>. W. 15>2 —153 — Thtlh°«e«.-L°It 4°/« lN0 fi. . 18S50 137 d0 Hlundtutl.'Obligationen (für inn fi, TM.), 4°/„ lioatllche und Ilavoollche . 87 15 L815 4°/^ »»«arlschf (100 st. ö.W.) . 87 50 98'50 Hnd»l» Vssenll. Anl»h»n. D°nllU.«,g.'Ll>!e 5"/„. . . . 130 — 13U 75 dto. .«ll!lc!l,e 187» . . I08W1U3 10 «nlehen d« Etabt 9» 8b 100 »5 bt«. Vrüm.'Schlb». 8«/^, I. !tm. 115 75 11« 75 bto. dto. 8°/„II. /,»/„ vl, 10» «l — — Vllolitäl»«Pbllg»tion»n «ür 100 fi.). Ftlbinanbs-Norbbllhn »m. !»«« ION 45 101 4!» Oesterr. Norbniestbllhn . . . 110 8!» 111 95 Etlllltlbahn....... 222 — 223 — Südbllhn ^ 8°/,..... 172 40 174 40 dto. K 5»/„..... 127 75 128 75 Ung.«gllliz. Nahn ... , »0? 10 10810 4°/„ Unterlllllner »ahnen . . 99 t>0 100 — Dlv»rft zos» (per Vtllll). «ubllptst'Vastllcll lVombau) . »70 ? 10 ««dltlose 10N fi...... !99'- 2l»c>~. «laru«lll>le 4« fi. «»Iba.l.e'-Lol«...... «?° »u, lassend., Wlenel, »O«»st. ^70 — L?i>— Hypothelb,,0efi.,»OO fi. »K"/»«, »5 50 86 50 Üündeibllnl, 0fft,,»OO fl. , . 244-50 245— Qsfttrr.<»mg»l. Vanl. »00 fi. . 985 — 840 — Unionbünl »00 st...... 29l» — 291 — N»rlthr«banl, «ll»., »40 fi, . 178 75 179 9« Atllln von Glan>pl»l» Dnl»lN»h«ung»n (per Stils), Nlblecht'Nahn 200 fi, Silber . — — — - «um. Norbbahn 150 fi. . , 272 — 27275 Vulchtiebrabee Vis. 50« fi. > 94 75 Vtaatseilmbllhn 200 fi. 3. . . 852 «0 858I0 Vübbahn 2«0 fl. E..... 87'50 U775 Lüdnordb. «8,rb..V. 20« fi. «Vl. 21475 215 75 lramway-el.,ll»r.,170fl.e.U. 458 — 4«o — dto. 3 75 lO4 50 U»«..llllll». »ijcnb. 200 fi. K,lb«r «»? 75 »08 — Ung.WtftbM»»b'»r»z)»l»<»fi.G. »«,50 „D t»u Wien« L»calb«hnn,.Art.'«»!. oi — »4 — Dndnllri«»Altin, -- ,«7 — tristlll« »ohlen».. «ei. 70 fi. 155 50 ,5« 25 W»ffen,..»..0,ft.!n««i,n,10<)fi. 2U3- »8ti — Waggon»Leihanst., «llz.. ln Pest, UO fi......... 51U-— 51« — wr. Vaugejelllchaft 10« fi. . . ,(»,-— l,u... Wlenerb«,er 8-. Dalulllu Ducaien........ 5-7» 57z, 20-Franc« Btücle..... 9 54 95b Deutjche Nslcklbaüliloten . . 58 80 5887, Ilalienl>che Vantnolen . . . 44!»0 44 90 Lapier.«ub»l...... , z,?,^ ,„8 ^^L^gggichnung auf der II. internationalen pharma-Vs^^glAusstellung in Prag, August-Seiptemter 1896. ^'SBnhaltigB Wein" des "Apothekers Piccoli in Laibach enthält in zehn Grammen fünfundzwanzig Milligramme Eisenoxyd, ist von "e*Jr ange&ehmem Geschmacke und wird mit einem Eisenpräparat dar-f«S !i i Welches aucli für den tohwäohaten Magen le loht verdaulich I;1' dalier von grosser Wirksamkeit für blutarme, nervöse oder durch wu« ^rankneiten geschwächte Personen, für blasse, schmacht ige oder kränklich S^SF aussel>ende Kinder ist. % 'nil anri« Dio«er „KisenliftUige ^W«*l**" ist wohl i *'%!!*¦ thewTiS i-eni äh»liohen Präparaten zu verwechseln, welche absolut N n l»nd aii llschen Wert besitzen, und trotz ihres großen Gefol; ;es an Auszeich-V[{ Oooi! ,„ nloh* mehr Eisen als Jeder gewöhnllohe Wein enthalten [% Or ör P w R°färbt sind, wie es sich neuerdings hei der durch geh. Hosrath IL nt*raiir\ reseniua in Wiesbaden am 9. September 1896 vorgenommenen chemi-göf tj nun8 e'nes solchen Weines herausgestellt hat! v lsenhältige Wein des Apothekers Piccoli in Laibach (weit\er fi wird in Flaschen zu '/„ Liter ahgegeben. ^) asche fl. i.__t 4 Flaschen fl. 3-60; 4 Flaschen spesenfrei mittelst Post ^^1^^^^^ gegen Nachnahme von 4 fl. ö. W. 40—36 Gelte Mowpni-Ssiclainii. empfiehlt sich zur Uebernahme von Aus-: stattungen bei billigsten Preisen: Lalbaoh, Kuhthal Nr. 1, I. Stook. (4919) 2—1 Freundliche Wohnung sonnseitig, ganz separiert, aus Vorzimmer, drei Wohnzimmern, einem Cabinet, Küche, Speisekammer und Zugehör bestehend, ist sofort oder mit Februar zu vermieten. Anzufragen: Burgstallgasse Nr. 4, beim Hausbesorger, Im Hofe reohts. (478») 5 (4833) 3—2 Nr. 6025. Curatorsbesteüunss. In der Executionssache der kraimschm Sparcasse in Laibach (durch Dr. Pfefferer) gegen Anton Krajc von Topol Nr. 5 peto. 430 fl. s. A. wurde dem verstorbenen Tabulargläubig'r Flanz ZakrajZel von Strmica Nr. 8 Hrrr Franz Straft, l. l. Notar in Laas, als Curator »ä aotlim bestellt und ihm der dirsgericht-liche Realfeilbietungsbcscheid ddto. 27sten September 1896, Z. 5075, behändigt. K. l. Bezirksgericht Laas am 8ten November 1896. (4724) 3—3 Nr. 6880^ü. 6881. Curatorsbeftellung. Ueber die Klagen des Franz Dolenz von Krainburg gegen den noch nicht an« getretenen Verlas« des Johann Verhunc von Bulovsica Nr. 29 lw sirak». 2. November 1896, g. 6880, pLw. 1000 fl. f. A. wurde dem Beklagten Iosrf Tomazin von BukovZica Nr. 10 zum Actscurator bestellt und wurden demselben die Klagen, worüber die Tagsatzungen im ordentlichen mündlichen Verfahren auf den 2. December 1896, vormittags 8 Uhr, Hiergerichts angeordnet wurden, zugestellt. K. k. Bezirksgericht Bischoflack am 3. November 1896.