Nr. 161. Pl5»nmei«llon»p«e!«: Ä» «lomptoli ganzj, fi. 11, halbj. N. L'üo. FUr bi« Zustellung «n» Hon« halbl. 50lr. Mit der Post g„,,!, sl, ik. H-Ibl. ff.? 5>u, Samstag, 18. Juli. Inse«»!o»»,«b2, : F«, llline Inl»»a«e »l« ,« 4 8««l«n «?i ll,, Flößer« p«l Ztlle « lr,, b«! öltl»«n 1885. Amtlicher Theil. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den «uftftlenten am Staatsgymnasium in Trieft Michael Aavadlal zum Lehrer am Staatsgymuasium in ^iltterburg ernannt. Nichtamtticher Theil. Die Zollvereinigung zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland. Wien. 15, Juli. Es kommt immer mehr Licht in die anfänglich >v geheimnisvoll behandelte Angelegenheit der Zoll-Bereinigung mit Deutschland. Wie wenig klar der Ge-danke diefe« handelspolitifchen Actes selbst dem Urheber Desselben, den man in d,?n Kreisen der ungarischen «Politiker zu suchen hat, gewesen sein mag, geht deut« ^'.^ genug aus dem Umstände hervor, dass bisher die Nchtiye. erschöpfende Bezeichnung für das Verhältnis, welchez zwischen den beiden Staaten construiert wer« uen soll, nicht gesunden w?rt>en konnte. Die Vereinigung WUte beileibe nicht die förmliche Zollunion bedeuten, Ochsten« dass man eine Zollv^remigung gelten ließ, selche den Zweck haben sollle. den gegenseiUgen Vandelsverkehr durch die völlige Beseitigung einer Kotzen Anzahl von Eingangszöllen und die ausgiebigste Deduction der übrigen zu erleichtern, allen anderen bauten gegenüber einen Wall des Hochschutzzolles aufzurichten. Ein fulches Velhällnis besitzt zwar eine verzweifelte Congruenz mit der förmlichen Zollunion, ^Ueii, dazu will man sich durchaus nicht bekennen, und deshalb die Fiction von der Zollvereinigung, welch ehtere bisher keine klar verständliche Definition ge->U"dm hat, so große Miihe man sich jensets der Leitha "uch gegeben, durch weilwendige Umschreibungen den Kern der Sache herauszuschälen. Die Fiction zerrinnt, der Gedanke an die Zoll-vereilljgung, oder wie das Ding sonst bezeichnet wer-°en will, verblasst zur Unkenntlichkeit und die Ueber» Fügung wird allgemein, dass die handelspolitische Arsländigung mit dem deutschen Reiche auf diesem ""ae nicht zu erreichen ist. War eines der leitenden "garischen Organe noch vor kurzem in der Lage, mit lachdruck zu versichern, dass die ungarische Regierung >cyon am 20. Juni der österreichischen ein vollständig "«gearbeitetes Elaborat über die Zollvereinigung mit "lulschland übersendet habe, so kommt nun ein hoch« ministerielles Blatt, „Nemzet", mit der bündigen Er. klärung, dass ein solcher Vorschlag absolut nicht existiert und dass bei den gemeinsamen Ministerconferen« z?n in Wien von demselben auch nicht mit einem Worte die Rede gewesen sei. Viel wurde auch darüber ge» räthselt, wie sich Fürst Bismarck zu dem Projecte der Zollvereinigung wohl stellen dürfte, und so lange sich dasselbe im Mittelpunkte der Discussion in beiden Staaten befand, waren die Optimisten nicht übel geneigt, seine Zustimmung und freudige Mitwirkung als vollendete Thatsachen zu betrachten. Er aber schweigt bis zur Stunde, und in den Organen des Reichs-kanzleramles ist bisher nicht eine einzige Aeußerung zu finden gewesen, aus welcher auf seine Stellung zu dem Projrcte zu schlichen wäre. Die Bevölkerung Deutschlands hat den Gedanken der handelspolitischen Verständigung mit Oesterreich «Ungarn freudig aufgegriffen; man darf darin ein neues Anzeichen dafür erblicken, wie tiefe Wurzel das Gefühl des freund' schaftlichen Einverständnisses, der politischen Zusammengehörigkeit der beiden großen Staaten geschlagen hat, aber es darf wohl auch nicht übersehen werden, dass die Bereitwilligkeit der nich»osficiellm deutschen wirtschaftlichen Kreise, auf die Beseitigung der be« stehend!'!« Zollschranken sirizngehln. die sich manifestierende llnterjchätzlmq der dabei bestehenden Schwierig-keilen der Hauptsache nach zmückzusühren ist auf d'e Erkenntnis, dass die Zollvereinigung mit Oesterreich« Ungarn die Sicherung ungewöhnlicher Vortheile für die deutsche Industrie und den deutschen Handel bedeutet, währeud die deutsche Landwirtschaft dabei kaum irgend eine fühlbare Beeinträchtigung erfahren würde. Die kurze Geschichte der Zolloereinigung zwischen Oesterreich'Ungarn und Deutschland, die. kaum be» gönnen, schon ohne Lösung zu Ende st, schließt dennoch eine Lehre in sich, die nicht ost nenug wieder« holt werden kann; sie besagt, dass die Handelspolitik noch viel weniger als die allgemeine Politik mit Ge« fühlen betrieben werden kann, dass sie ausschließlich von dem Verstande dictiert werden muss und ihre einzig verlässliche Grundlage jener „gesunde" Egoismus ist. dessen Bethätigung wohl nicht angenehm nach außen hin wirkt, aber allein dle materiellen Interessen eines Staates gegen allzu weit reichende Schädigung zu sichern vermag. Wer sich dem Wahne hingibt, dass die Herrschaft der schuhzöllnerischen Ideen in Europa, kaum zur theilweisen Geltung gelangt, auch schon wieder im Schwinden begriffen ist. und dass die frei« händlerischen Theorien ehestens wieder zu Ehre« ge- bracht werden würden, mag allerdings in jedem neuen handelspolitischen Acte, der sich vorbereitet oder voll« zieht, eine Etape zur Verwirklichung seines Ideals erblicken; wer aber nüchternen Geistes die wirtschaft-lichen Gestaltungen verfolgt, wem die Erkenntnis von den das ökonomifche Leben in Europa derzeit und noch für lange hinaus beherrschenden Nothwendigkeiten aufgegangen ist. wird sich in solchen utopistischen Träumereien nicht ergehen, wird längst erkannt haben, dass die Rückkehr zu den Principien der abgethanen Freihandelsschule einfach unmöglich ist und nichts anderes übrig bleibt, als im Kampfe um die Ve» Wertung aller Art von Production durch die Erstar-tung von innen heraus einen ausreichenden Platz zu behaupten und der Fortentw'cklung in wirtschaftlicher Beziehung möglichst großen Raum zu schaffen. Die gedrückte Lage der Industrie wie der Landwirtschaft ist keine auf einen einzelnen Staat befchränkle Erscheinung; sie findet sich in allen Staaten Europas vor, und nachdem der internationale Güteraustausch nicht der höher gezogenen Zollschranken halber, sondern wegen der vorangegangenen Underproduction in allen Zweigen bei stirt reducierter Consumfähigkeit eine s'hr fühlbare Einschränkung dem Umfange wie dem Werte nach erfahren hat. muls sich die wirt« schaftliche Thätigkeit m>t aller Soigfalt auf die intensive Ausnutzung der eigenen, abgeschlossenen Consum-gebiete concentrieren. Wäre es nicht das gewagteste aller Experimente, unter solchen Umständen dem Strom der fremden Concurrenz die Schleusen zu eröffnen, und welcher Culturstaat auf dem europäischen Continent« fühlt sich stark genug, mit der Initiative hier vorzugehen? Man will noch nicht vollständig zugeben, dass es Deutschland gegenüber außer der Zollvereinigung oder der äußersten Retorsion noch einen Mittelweg gibt, der beschulten werden kann, ohne die wirtschaftlichen Interessen beider Staaten, welche gleichzeitig deren wichtigste Lebensinleressen sind, wechfelseitig preiszugeben. Diefer Mittelweg wird gefunden werden, indem man auch bei uns, wi? es in Deutschland schon in völlig zielbewusster Weise geschieht, zunächst strengen Gedacht nimmt darauf, was die Grundbedingungen der Prosperität unserer Industrie, von welcher schließlich im wesentlichen auch das Gedeihen unserer Ur-production in allen ihren Zweigen abhängt, gebieterisch fordern, sich dabei aber nicht von der Lust am handelspolitischen Kampfe hinreißen oder zu Extremen verleiten lässt. Auch Fürst Blsmarck sieht in der streng nationalen Handelspolitik, die er energisch in- Jemlleton. Der Tod einer Kröte. Das Kind ist voller Freude; der Gärtner hat es La»k ' «Gaston, kommen Sie her. Hieher an die arok ^" schnell, ich habe eine Kröte, eine ungemein u "ye - das wird wieder was zum Lachen geben." fangen '" b" That, Baptist hat eine Kröte ge. das i?^ """ Thier, dessen Fuß durch ein Häkchen, "eraps".., .^^e ^ckt. festgehalten wird. bemüht sich sekli^'. ^"kommen; in der Vorahnung einer ent-W'chen Marter sucht es zu fliehen, chen , '^" 'sf hinzugetreten. Baptist nimmt ein Brett« sälm^, « ^ iw" einen Ziegel, den er vorher auf die '^nale Kante gestellt, und sagt dabei dem Knaben: n f.' pht wollen wir sie eine kleine Reise durch die ^«sl machen lassen." — Guston klatscht in die Hände; wtt Wird „ sich dabei so gut unterhalten! ei», w ! unglückliche Kröte wird ganz leicht an das t»«« w k des Breltchens befestigt; ihr Gewicht dmckt "«« Brett nieder; die Kröte berührt den Boden, und fil^/ "^hwendig, damit die Sache gelinge. Baptist Mt mit dem Stiele eines Rechens einen wuchtigen da?^ °uf da« entgegengesetzte Ende des Brettes; w,i. ""' H°H '" die Luft geschleudert, fliegt weit, gan,?"^. "^schlägt sich; Gaston folgt ihm uunz überrascht, strahlend vor Freude, mit den Augen: s"mn wunderschön das istl!" Die K'öte fällt gemalt« e^ dumpfem Tone auf die Erde zurück, bleibt alle« ^ ^"' Rücken liegen, und dann ... da« ist Baptist aber sagt mit einem breiten Lachen: «So, die wird wenigstens keinen mehr vergiften." In diesem Augenblicke wild Gaston zum Essen gerufen; während des Essens erzählt der Knabe hoch« erfreut das Abenteuer der unglücklichen Kröte; der größte Theil der Tischgenossen lacht, und dann spricht man von anderen Dingen. Nach Tisch will Gaston, von grausamer Neugier getrieben, das unglückliche Thier nochmals srhen; ganz allein begibt er sich an den Ort, wo das Thier hin« gefallen; er kniet auf den Kies des Weges nieder und betrachtet sich's. Es ist wirklich todt, und wie garstig es ist! Wie recht hat Baptist gehandelt; es war wirklich zu köstlich zu sehen, wie es sich in der Luft über« kugelte; seine Aeinchen drehten sich in der Luft wie Windmühlflügel! Und wie hoch sie geflogen ist, die garstige Kröte...! Ja, Baptist ist aber auch stark; war das ein Schlag! . . . O, wenn er noch welche fangen wird, wie will ich mich da freuen! Und ich werde Mama dazu rufen, nnd sie wird mit mir lachen ... Plötzlich verstummt das Kind ... es bleibt vollkommen starr... die Kröte hat sich bewegt. O, ganz leise nur. kaum vernehmbar; allein es hat die Aeuglein geöffnet, diese schönen Augen, die glänzen wie Gold und Onyx; diese sanften Augen, die leiner, der sie je gesehen hat, vergessen kann, und die einen tief im Herzen ergreifen können. Diese Augen haben ihren Blick, unbewusst viel» leicht, auf die Gastons gerichtet, der neben der armen Stelbenden kniet; einen Blick von einer solch durchdringenden Weichheit, dass das Kind. einen Schrei ausstohend. langhin auf die Erde fällt. . . . Im Hause herrscht Todesstille, die Vorhänge sind geschlossen, die Vögel in den Käfigen schweigen, sie merken, dass man sie vernachlässigt, der Futternapf ist leer; die Blumen auf dem Blumentische, auch vernachlässigt, lassen verschmachtend ihre Köpfe hängen und bereiten sich zum Tode vor; der Vater Gastons ist besorgt und gibt dem, der ihn um etwa« frag», nur rauhe, kurze Antworten, er, der sonst so gütig, so zuvorkommend ist. Der Mutter Augen sind roth und geschwollen, ihre Haare wirr. ihre Kleidung zerdrückt. Der Tisch steht voll unberührter Speisen, die Uhr im Hausflur ist stehen geblieben, im Vorzimmer liegen die ungelesenen Journale, die Dienstboten gehen auf den Fußspitzen und flüstern nur leise. Im Garten gräbt Baptist gesenkten Kopfes; hinter der Hecke geht des Feldhüters Töchterlein, ein Liedchen summend, vmüber und thut, als pflücke sie Blumen; Verlorne Müh', Baptist hat keinen Blick für sie... sie entfernt sich ärgerlich und gelobt sich, künftighin die größte Gleichgiltigteit zur Schau zu tragen. Ach! und das alles, weil Gaston dem Tode nahe ist. Drei Tage und drei Nächte schon ist seine Mutter nicht von ihm gewichen; sie stirbt vor Kummer fast, und er erkennt sie nicht! . . . Er trinkt Wasser. nichts als Wasser . . . sem Durst ist unauslöschlich. . . Der alte Arzt wech mcht, was thun, er versteht sich's nicht zu erklären; er möchte die andern so gerne beruhige',, und seme e.gene Unruhe gibt sich in jedem seiner Vl.cke. m Zeder semer Bewegungen kund; seine Hand Mert. wenn ei dem armen Kleinen den Puls suhlt. ..Was ist ihm denn geschehen? was ist ihm ge-schehen?" fragt er immer und immer wieder. Laibacher Zeitung Nr. 16l I3«S 18. Inli 1885. augurierte, nicht das Mittel zum Kampfe, sondern das Mittel zur Hebung und Kräftigung der deutschen Volkswirtschaft, und deshalb fürchten wir keineswegs, dass, wenn bei uns das Programm des gesunden, aber vernünftigen Egoismus zur Durchführung gelangen sollte, der handelspolitische Vernichtungskrieg deshalb zum Nusbruch kommt, oder dass wir das Verschwinden des Traumes von der Zollvereinigung zwischen Oesterreich-Ungarn und Deutschland schmerzlich zu beklagen haben sollten. Serbien und Nussland. Der Verfasser des in unserem vorgestrigen Blatte analysierten Artikels im „Videlo" hebt weiter den Umstand hervor, dass den Ausgangspunkt der veränderten Haltung Russlands Serbien gegenüber die Eisenbahnsrage gebildet habe. Die selbische Eisenbahn-Politik war bekanntlich von der Fortschntspartei ur-sprünglich wegen der Alt und Weise, wie sie seinerzeit von den Liberalen inauguriert woiden war, bekämpft worden, und die Verstimmung Russlands steht mit dieser noch von den Liberalen inaugurierten Eisen-bahN'Politil in ursächlichem Zusammenhange. Diese Erkenntnis sei anlässlich der in Serbien gehaltenen sogenannten „macedonischen Meetings" eine allgemeine geworden. Die „Trnovsta Konstitucija" hat die bulgarischen Conservative», welche die Acte der lüonlckeucL ü, tMtro in Wren unterzeichnet hatten, als „Verräther" ge» brandmark». „In kurzer Zeit — sagt das bulgarische Regierungsorgan — werden die serbischen Bahnen mit Salonichi verbunden sein, wodurch Serbien in die Lage versetzt sein wird, einen mächtigen Einfluss in Macedonien auszuüben. Dank der Verrätherischen Politik der Conservaliven, d»e sich fremden Einflilssrn zugänglich erwiesen, sind die bulgarischen Interessen preisgegeben wordrn, so dass Sofia, das nach dem ehemaligen Eisenbahnplane der Pforte den Mittelpunkt der Balka».Bahnen bilden sollte, von Matt' donien völlig losgetrennt sein wird, während Belgrad eine unmittelbare Verbindung mit Salonichi erhält. Diese fehlerhafte Eisenbahn-Politik wird entweder niemals corrigiert werden können oder doch den Bulgaren sehr theuer zu stehen kommen." So sprechen die ungarischen Russomanen, welche offene Feindschaft Serbien gegenüber zur Schau tragen. Die serbischen Nussomanen streben freundschaftliche Beziehungen zu Bulgarien an, und zwar möchten sie diese um jeden Preis hergestellt sehen, wahrscheinlich auf Grund der Politik „der natürlichen Freundschaften". Können die Patrone der „Ustavnost" alles dies realisieren, ohne einen Verrath an ihrem Vater-lande zu begehen? Den Liberalen dürfte das Wesen der russischen Politik, betreffend die Vallanbahmn, bekannt sein. In dieser Richtung liege der Hauptunterschied zwischen Russland und Oesterreich-Ungarn. Nach der Theorie der „natürlichen Freunde" würden die Balkanvölker umso glücklicher sein, je näher sie dem Urzustände blieben, je mehr ihre Politik auf Kirchen, bücher basiert Würde, je geringer ihre Civilisation, je ungenügender ihre ökonomischen Verhältnisse sich gestalten würden und je weniger sie mit dem Weltverkehre und Welthandel in Berührung kämen. Vermögen die Anhänger der Doctrin der „ewigen natürlichen Freunoschast" dies alles vom patriotischen Gesichtspunkte aus zu vertreten? Das „Videlo" schließt den Ailikel mit der ganz richtigen Conclusion, dass sich die Liberalen von ihrem Auftreten leine klare Rechenschaft geben. „Sie schaden ihren Freunden, beschimpfen diejenigen, die sie loben möchten, und untergraben das, was sie angeblich fördern wollen. Sie richten sich elicn nicht — und dies ist die einzige Elklärung für ihre G-snmmthaltung — nach sachlichen Gründen, sondern handeln aus Motiven persönlicher Gegnerschaft." Inland. (Zur parlamentarischen Lage.) Unter Ausfällen auf Lienbacher und Ztillinqrr plaidiert d'e „Politik" für die Vereinigung des Liechtenstein" und Hohenwart-Clubs und sühn aus: Die Bildung eines clericalen Cent'ums hab»' in Oistelivich leine innere Berechtigung. Um was es sich in Oste, reich handle, sei die Versöhnung der Völker durch Erfüllung der gerechten Wünsche der bisher schwer belintlächtiqten Nich'deutschen. Das allem lönnc die Grundlage einer natürlichen Clul'orssanisit'runss bilde». Jene Deutschen, welche im Interesse des Reiches die Versöhnung der Nationalitäten wünsche:«, können i» der Ueberzeugung, dass den Deutschen dabei lein Schaden zugefügt wer» den wird, getrost dem Hohenwarl'Club betreten, welcher der ehrliche Träger diesct Versöhnungs-Idee sei. Die autononnstische Partei habe in den lhten Jahren den clericalen Bundesgenossen alle möglichen Beweise loyalen Entgegenkommens und ausgiebige Unterstützung gewährt. „Aber selbst wenn wir Slaven — sagt die „Politik" weiter — was nicht der Fall ist, auf die conselvativen Wilnsche der Deutsch»Conservative» gar keine Rücksicht nehmen würden, so könnten sich die patriotischen Deutschen doch nicht der Einsicht verschließen, dass die Versöhnung nichtdeutscher Völker ein wichtige««, ja das wichtigste Lebentzinteresse des Reiches ist. Wir finden es gar nicht anstöhic,, dass die Deulsch.Conservativen ihre Parteiwiinsche zu realisiern! versuchen, allein st,' dürfen doch nicht verkennen, dass die Wünsche ganzer, in ihren Rechten beeinlräch. tiqter Nationen den Vorrang haben müssen. Ob in Oesterreich conservativ oder liberal regiert wird, das ist nicht die Hauptfrage. Diese brsteht vklmehr darin, ob mit oder g?«en die Majorität seiner Völker regiert w>rd. Wenn sich die Herren von der Fraction Liechtenstein über dies? Frage ebenso klar sein werden, wie die erprobten Tiroler Autoimmisten, dann werden sie sich wieder vrm Grafen Hor>nwa>t anschließen." (Mährisch . czechische Parleico nferenz.) Der mährische Abgeordnete Dr. Arom berief für gestern die mährisch-czechischen Reichsraths-Äbgeord-neten nach Brunn zusammen, um zu tmalhen, wie die Interessen Mährens am besten zu vertreten wären. (Weichsel. Regul ierun g.) Nach der Meldung des „Kurjer Lwowski" wird auf Initiative Rusölands um 1. August eine österreichisch.russische Commission zusammentreten, um Maßnahmen zur Beschleunigung der W^ichs^Reguliernnq von Krakau bis Zawichost sowie Schiffl,a>machun^ oirst'ö Stromes zu beschließen. Russischerseils sollen an dieser EnquLle theiln.hmen: Lisovsk'j. Ruijan und Mitulinski; östrr-reichischerseits: Setti. Matula. Moraczewtli und Stahl. Die Commission wird den Weichselftrom auf tincm russischen Dampfer befahren. Ausland. (Die afghanische Frage) nimmt urplötz« lich wieder eine bedrohliche Gestalt an. Schon seit lännerem winde berichtet, dass russischerseits sehr eifrig mit del, Rüstungen fortgefahren werde, ganz als ob man sich eines ernsten Kampfes an der strittigen Grenze versehe. Die Truftft?nansammlungen in Merw und Sarakhs seien durch nahezu täglich mit der Eisenbahn Klasiwwodsk K'sil-Arvat cintrifftude kleine Zuzüge allmählich auf nne sehr bedeutende Stärke gebracht worden und dem entsprechend, seien auch die Munilionivorräth»: in jenen, zu einem befestigten Lager umgewandelten Orten vermehrt worden. Kürzlich wurde berichtet, dass gleichzeitig mit einem Eisenbahn-Bataillon, welches den durch Arbeitermangel verzögerten Ausbau der klirrn Bahnstrecke Kisil-Arvat-Aslabad rasch vollenden und den Bau der fertig trucierten Strecke Aska-bad-Merw Sarakhs sofort in Angriff nehmen soll, auch ein vollständiges FMazarelh von Kasnowodsk aus der erwähnten Steppei.bahn n^ch Askabad diiigiert worden ssi. Neuestens nun wird von englischen Blättern von „ueldächtigen" Trupp^nzusannnenziehungen an der russischen Linie berichtet, und Lord Randolph Churchill b^stän^te vorgestern nachts im Untcrhause ans ein Anfrage Lobbocks, dass Oberst Ridgeway, der seit Lumsden« Abreise Chef der britischen Grenzcommission ist, „Kenntnis von Gel lichten" erhalten habe. „wo« nach eine Vermehrung von russischen Streilkräften in der Nähe von Zulfikar stattgefunden habe". Die Größe dieser Vermehrung sn noch unbekannt und es wüiden Erkundigungen eingezogen. Gleichzeitig bestätigte er, dass die englische Grenzcommission die Umgehung von Zulfilar, wo sie sich in einer Art Sommerfrische be» funden hatte, verlassen habe und dass die Cupitäne Peacock und Jäte auf Wunsch der Einwohner vo>« Herat sich in diese Studt begeben haben. Die russischen Truppenverstärkungen auf dew strittigen Grenzpunkte sind zwar kein Friedenssymploni, sie aber als ein K^iegsvorzeichen deuten zu wollen, wäre sehr voreilig. Sie entsprechen den sehr namhaften Rüstungen, wrlche englisch-afghanischerseils in Herat vorgenommen wnrden, welcher Plitz neuerdings in eine ganz respectable moderne Festung umgewandelt worden ist. So wurde den „Times" unterm 7. d. M. aus Mesched gemeldet: ..Die Befestigung von Herat macht Fortschritte, und wenn die Russen im September vor" rücken, werden sie Herat von 15 000 bis 20 000 MalM Truppen, mit Hinlerladern bewaffnet und mit schwerer Artillerie versehen, vertheidigt finden." Diese Garnison wird offenbar aus regulären afghanischen Truppen, die von den englischen Osficieren gedrillt werden, bestehen. Ein Londoner Telegramm meldet, dass vier Regimenter aus Kabul in Herat eingetroffen seien und vier andere bald nachfolgen werden, — Die „Saint James Oa' zette" hält die Sachlage in Centralasien für so drohend wie nur jemals und glaubt, die Russen beabsichtigen einen Handstreich gea/n Herat. Die Loyalität des Emirs sei wema. wert. ..The Globe" sagt, Nusslalld oü'fe keinesfalls in den Besitz Zulfitars gelaM'N, selbst wenn ein Krieg die Folge wäre. (Frankreich in Tonkin.) Eine Depesche des Generals Courcy aus Huc vom 15. d. M. melde«: Die töüigliche Familie ist nach Hue zurilckgekehrt und designierte Thocnan, den Onkel Tüdücs, zum erste" Regenten. Der Rechenschaftsralh wurde reformiert und Der würdige Mann ist ein Freund der Familie; schon bei der Geburt des Kindes war er zugegen, und nun soll er, dessen Haare schon bleich sind, ihm auch die Pforten des Todes noch öffnen? ..Was ist ihm geschehen? Was ist ihm geschehen?! ..." Dies ist die vierte Nacht; die Mutter, die allein wacht, stiiht sich auf das Fußende des Bettes, in dem ihr Kleinod leide«; sie weint still vor sich hin, keiner weiß davon; aNein die Bettücher werden nass, dort an der Stelle, wo ihr tummervolle« Haupt geruht.. . Plötzlich setzt sich der Kranke auf: „Mama. Mama! ... bist du da?!... Gib, dass ich deine Hand fasse. . . nimm mich in deine Arme ... ich fürchte mich! . . . ich fürchte mich! . . . Ich werd's nie wieder thun! nie wieder!. . . Guter Gott, Verzeih' mir! ... es war Baptist... er sagte mir, dass sie böse sei... o, ich werd's ni? mehr thun! Mama, sag' mir. . . bist du hier. . .? o, wie ich mich fürchte! wie ich mich fürchte! Und feine Zähne klapperten. . . Die Mutter drückte das Kind fassungslos an ihr Herz: „Da bin ich, mein Liebling!. . . Ich bin's . . . beruhige dich... was ist dir? Zitt're nicht so, mein ft?« was ist dir, du erschreckst mich. . . Sieh doch. ick bin' ja da, ... sieh. da ist mein Mund, ... da meine A ust - . hi", fühlst du. das sind meine T rä.en; '.. dein Händchen ist kalt. trotz deines Fiebers. . . komm. leg' es her auf meme St.m. fühlst du, wie sie brennt?!. . . Gaston, Gaston sprich doch. mein Kind . . .! bleibe am Leben, für mich, fur deinen Vater! . .. O mein Gott, mein Gott! er fällt Wieder zurück. . ." Allein es tritt große Ruhe ein; das Kind hat seine Augen wieder geöffnet, sein Blick ist hell und sanft wie Sonnenschein... es sucht. . . und findet die Hand seiner Mutter. Es legt sie auf seine kleine Brust und spricht mit matter Zärtlichkeit: „Mama, ich bitte dich. jage sie nicht weg. Sieh, dort sitzt sie, zu meinen Füßen, auf der Bettdecke . . . nein, lasse sie... sie Hut so viel gelitten. Siehst du, wie sie mich anblickt? O, ihr Blick ist so mild, so sanft, dass er mein Herz durchbohrt. . . O, du musst sie ja sehen, nicht wahr, Mama? Nicht doch. sie will nicht, nur mich allein sieht sie an; horche doch, Mama, leise, recht leise; sie spricht mit mir! Hörst du, was sie mir sagt? — Lieber Gaston, warum hast du dich denn so gefreut, uls Baptist mich so grausam marterte? Du bist ja doch nicht schlecht? Ich habe dir doch nichts Böses gethan? Ich weiß wohl, dass ich hässlich bin, allein sag', ist das mein Fehler? Nein, nein, lieber Guston, wohl wissend, wie abschreckend mein Anblick ist, versteckte ich mich schnell unter eine Mohnstaude oder hinter den Bnxbaum, als ich hörte, dass du in den Garten kämest. Du sahst mich nicht, aber ich. unter den Blättern versteckt, beobachtete dich und war froh, dir einen Schreck erspart zu haben. Lieber Gaston, nicht wahr. du liebst die Erdbeeren? Weißt du, die schönen, großen rothen Erdbeeren! Allein wie oft, wenn du heimlich davon pflücken kamst, fandest du gerade bei den schönsten eine hässliche kleine Schnecke; voll Ekel warfst du die Frucht weg, und du giengst Abscheu im Herzen davon. Da sagte ich mir: hier muss man Ordnung machen; und an demselben Tage begann ich einen unerbittlichen, strengen Streifzug dagegen zu machen. Tagsdarauf fandest du die Erdbeeren makellos, ohne zu ahnen, dass ein »"' bekannter Freund sie dir derart aufbewahrte. „Ich hütete mich vor Baptist, denn er ist sin erwachsener Mann und theilt den Aberglauben der Unwissenheit. Wie so viele andere, hält auch er mich für giftig; wäre ich schön und glänzend, würde el wohl kaum glauben, dass ich auch nur im geringste" gefährlich sein könne; ich habe schon viele meinet Blüder unbarmherzig massacrieren gesehen, gerade l" wie mich. als sie von einem nützlichen Streifzuge dur^ den Garten zurückkehrten. „Vorigen Tag nnn, ermattet durch eine lang' wierige Jagd, schlief ich hinter dem Rosenbusch ein» so fand mich Baptist; er hat nicht das Verdienst. M'6 gefangen zu haben, sondern der Zufall war es, del mich ihm auslieferte. Das übrige weist du; ich bi" dir nicht böfe darüber; meine Leiden machten dil Freude; aber als du mich auf dem Pfade wiedel^ fandest in den letzten Todeszuckungen, völlig zerschlagM durch den schrecklichen Fall, umgeben von schmutzig« Schnecken, die sich meines Todes vergewissern wollteW da bebte dein gutes Herz, und mein Blick brachte t"^ Reue in deine Seele; ich verzeihe dir, und du w>l" gesunden. Jetzt aber, Gaston, bitte ich dich, werde d" zum Beschützer meiner armen unglücklichen Brildel' O. wenn du wusstest, wie gut, nützlich und harnM sie sind! . . . Versprichst du mir das, ja? . . ." Das Kind erhob sich plötzlich in seinem Vet^ schlang hsftig die Ae,mchen um seiner Mutter HaW und sie an sich pressend, rief es schluchzend: ^ „Mama, Mama, verbiete Baptist, den Kl^ em Leid zu thun!" « H. Dornbcrg W «albacher Zeitung «r. 161 1317 18. Juli 1885. besteht ,eht aus den früheren, auf Seite Frankreichs stehenden Ministern und mehreren anderen Notablen. Aas Kriegsministerium wurde Champeaux anvertraut, «er neue Regent wird morgen eine Proclamation erlassen, in welcher allen Functionären in Annam und Tonkin vorgeschrieben wird. die Ruhe wieder herzu« stellen, die plündernden Banden zu bestrafen und der französischen Armee behilflich zu sein. Thuyet befindet stch nnt nur 1500 Mann in der Citadelle von Camlo. Der Gesundheitszustand ist ein vorzüglicher. (Nachrichten aus dem Sudan.) Wi^ vorauszusehen war. wird nun von den ..Daily News" "klärt, dass ein Vorschlag wegen Auslösung des Generals Gordon, wie er vom Pariser „Inlransigeant" erzählt wird, niemals der vorigen englischen Regie rung unterbreitet worden sei. Der Kairenser Correspondent des Londoner Blattes hat ein Telegramm von den Missionären, die jetzt Gefangene in El Obeio sind — nämlich Herrn Schrivolder. einem Orster> "icher, und Signori Rossignol nnd Ragnotto. Ila-Ilenern — erhallen. In Omdurman befinden sich fünf ltalirnische Nonnen sowie eine schwarze, und Pater ^ocatelli. ein Priester. Junker. Cassiti und Emin Bey stnd frei in Ladu. Olivier Pain soll infolge der un-uchligen Behandlung einer Krankheit, an der er in Omdurman litt, gestorben sein. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der „Osse» v. Triestino" mittheilt. 200 ft. zur Anschaffung zweier Mocken für die Kirche der Madonna degli Nngeli in Russin Grande zu spenden geruht. -—(Die Flottenmanöver.) Die diesjährigen «lotttnmanöver wurden am 15, Juli beendet. Vor» »estern fand eine Regatta und ein Matrosenfest statt. 3n dem vorgestern erlassenen Marinecommando-Befehl spricht der Marinecommandant sämmtlichen Comman< danten. Schiffsstäben und Mannschaften fllr ihre vorzügliche Dienstleistun, im Namen des Kaisers den Dank und die Anerkennung aus, Gestern verlieh der Marine« commandant mit seinem Stab den Centralhafen. — (Ein verliebter Schuldiener.) In Bergamo ist der Schuldiener im dortigen Institute der englischen Fräuleins plötzlich wahnsinnig geworden und musste an eine Irrenanstalt übergeben werden, Derselbe hatte sich nämlich in eine Schülerin dieses Instituts, die von außerordentlicher Schönheit und auch aus sehr reichem Hause ist. sterblich verliebt, und er verfolgte sie fortwährend mit Heiratöanträgen. Der Unglückliche ist 49 Jahre, seine Angebetete erst 15 Jahre alt. ^- (Ein verurtheilter Advocat.) Der gewesene ungarische Advocat HupanSkY wurde wegen "ersuchten Betruges an der Nodencreoitanstalt in Wien und Falschmeldung zu vierjährigem schweren Kerler und einem Fasttag im Monat sowie zur Ausweisung aus den "ändern des Reichvrathes verurtheilt, — (Die wunderbare Geschichte eines Katers), wie sie in solcher Schönheit nur die Epoche der «sauren Gurke" zu zeitigen pflegt, macht jetzt die Runde durch die Blätter: Es ist allgemein bekannt, so hebt die Geschichte an. dass ein Kater schwer zu ver» treiben ist, wenn er nicht freiwillig geht. Ein merkwür« diges Beispiel von besonderer Lebenszähigkeit eines Katers sollen nun die Schriften der naturforschenden Gesell« schaft in Danzig (Band II, Heft 2. pax. 165) berich« ten Es soll dort wörtlich folgendermaßen heißen: „Im Dorfe Strehlkau besaß ein Ehepaar einen Kater. Weil dieser aber plötzlich umherzugehen anfieng, glaubten sie. er sei toll geworden. u»d beschlossen dessen Tod. Also stellten sie ihn in einen Sack. schnürten diesen zu. ban' dcn einen Stein daran u»d warfen ihn ins Wasser. Am nächsten Morgen nlier saß der Kater wieber behaglich auf der Ofenbank. Er halte sich den Sack (unter dem Wasser!) entzwei gebissen, war ans Land geschwommen und stellte sich an seinem alten Platze wieder ein. Jetzt erschlug man ihn und vergrub seinen Körper in dei Erde Aber am nächsten Morgen war der Kater wiederum an seiner Selle Er war nur betäubt und hatte sich nach oben gearbeitet. Jetzt schlug man ihm mit einem Beile den Kopf ab, d<>r noch auf der Erde sich bewegt haben soll, und seitdem kam der Kater nicht mehr wieder!!!" — (Wertvoller Fund.) Im Walde bei Lepavlna an der IakanUer Linie fanden Hirten einen Topf mit lausend Stück alter Ducaten. — (Die Saure. Gurken - Zeit) Welche Blüten die Reporter-Phantasie in der Zeit der sauren Gurke zeitigt, zeigt daS folgende ergötzliche Prübchen: «Elephanten als Zugmaterial dürfte für die norddeutsche Landwirtschaft die neueste Institution sein. Auf einen, iu der Nähe von Berlin befindlichen Gute hat ein Herr v. S. diese Dickhäuter zum Ziehen der Pflüge in Anwendung gebracht und bei der erhöhten Kraftleislung dieser Thiere gute Erfolge bei der Tiefcultur erzlelt. .." — (Ein neuer Schrecken.) Wie Telegramme aus Lissabon melden, ist in Portugal plötzlich eine Seuche ausgebrochen, die. beiweltem fürchterlicher als die Cholera, unter den Spaniern, die Hieher geflohen, bereits zahlreiche Opfer gefordert hat. Die hlevon Befallenen sterben binnen wenigen Minuten; die Krankheit tödtet so rasch, dass die Aerzte noch nicht einmal die Symptome kennen lernten. Bis nun ist der District von Oliveira de FradeSco am härtesten betroffen worden — (Human.) Rector: „Sie haben nach einer mir zugekommenen Anzeige gestern nachts zwei Nachtwächter geprügelt. Was hat Sie dazu veranlasst?" — Student: „Meine Humanität, denn für einen Nachtwächter wären die Prügel doch zu viel gewesen!" Der Roman einer Cassierin. In einem Vororte Budapests bildet folgende, schier unglaubliche Geschichte das Tagesgespräch: In einem Budapest« Nachtlocal befand sich selt kurzer Zeit ein junges Mädchen als Cassierin angestellt, das durch seine Schönheit allgemein ausfiel. Vor einigen Tagen wurde da» Mädchen brieflich ersucht, in ein hiesiges Hotel zu kommen, wo es ein fremder. auS Paris eingetroffener Herr in einer wichtigen Angelegenheit zu sprechen wünsche. Das Mädchen kam jedoch dieser Aufforderung nicht nach. sondern sandte statt seiner den Geschäftseigenthümer in das Hotel. Der Vriefschreiber. ein ältlicher Herr. nannte sich Graf St Pr. aus Paris. Er war gleich nach sein« Ankunft in Budapest erkrankt und seither gezwungen, das Nett zu hüten. Der Dienstherr des Mädchens vernahm mit Staunen, dass Graf St. Pr. in dem Mädchen seine natllr« liche Tochter gefunden zu haben glaube. Vor 19 Jahren habe er — so erzählte der Fremde — in der öfterrei« chischen Armee als Husaren-Rittmeister gedient und war mit seiner Escadron in einem Dorfe nächst Budapest dislociert. Hier habe er mit der Tochter des Richters ein intimes Verhältnis angeknüpft, das nicht ohne Fol« gen blieb. Bald darauf musste er nach Böhmen abmarschieren und gab zum Abschiede dem Kinde — einem Mädchen — ein Medaillon. daS sein Porträt enthielt. Ein Jahr später starb ihm ein reicher Onkel in Frank« reich, welcher ihn zum Universalerben einsehte, worauf er den Militärdienst quittierte und nach Frankreich über« fiedelte, wo er auch bald heiratete, jedoch schon nach wenigen Jahren Witwer wurde. Von seiner natürlichen Tochter hat er seither nichts gehört, obwohl er sich nach derselben wieberholt erkundigt halte. Vor drei Wochen sandte der Graf seinen Sohn. eii,en 17jähl>gen Jüngling, in Begleitung seine» Hofmeisters zur Besichtigung der Landes - Ausstellung nach Budapest. Eines Abends sel der junge Mann m"den. vier Männer und eine Dame. . Zwei Minuten Aufenthalt, dann fanste der Zug «m lautem Pfiff von bannen, und die fünf Pelfonen °"e°en auf dem Perron zurück. ,l .^6 war ein nasser, regnerilch'dusterer Herbstabend; 'Addend kalter Wind fuhr daher. li<5 - l^ ^ilie Stationsgebäude machte einen schreck» '"> em»«»»?,,, verlassenen Eindruck, ibr k^^" männlichen Passagiere ergriffen alsbald ,^, va"ogepäck und traten hinaus auf den nur matt Dn^^m Platz vor dem Stationsgebäude, nur die Lack! ö"lu6 und wandte sich mit verbindlichem Vab k "" ""^" ^" des Weges daherkommenden c> il."- ^schuldigen, mein Herr, wenn ich mir die ü.n-^ "^""" Sie anzusprechen. Können Sie mir erwart ^'"^'l'"' °b der Wagen von Rosegg mich ,„_ Ae Sprecherin war eine schöne Frau von mitt. t,/u. .. ^' 6"" »"he. leuchtende Augen belebten a/r^ b m selisamer Weise, und ihr Lächeln hatte geradezu etwas Bestrickendes. bip,- "m^"^" "°n Rosegg? Nein, der ist nicht Vl k ^ " S'e übrigens einstweilen im Bureau a/k» "ktMln, gnädige Frau. so werde ich hinaus-men"ist« ""^^"' ob er inzwischen vielleicht gekom- sink»«^. ^be wirklich erwartet, den Wagen hier zu l'nden. Lord RoLegg weih doch, dass ich heute komme," erklärte die Dame etwas verstimmt. «Er ist ein so alter Freund von mir, dass ich wohl berech, tigt gewesen bin. diese kleine Rücksicht zu fordern. Sollte der Wagen inzwischen gekommen sein. so bitte ich Sie, dem Kutscher nur sagen zu wollen, dass Madame von Waldau schon lange wartet." „Der Wagen ist gekommen!" meldete wenige Mi» nuten später der zurückkehrende Beamte, und bald rollte dir elegante Equipage mit der schönen Fremden dem Schlosse zu. Als man sich demselben nahte, gewahrte Madame von Waldau, dass der ga,ne Bau thatsächlich in ein Lichtmeer getaucht schien, und chre Augen leuchteten in freudiger Erwartung auf. ..Ein F st — ein Ball vielleicht," dachte si? lie« friedigt. ,,AH, fürwahr — der 3. Otlober ist der Ge< bnrlslag der lieben Manuela, der Erbin von Rosegg. Sie wird heute siebzehn Jahre. Wie unveraulwortlich von mir, das fast vergessen zu haben! Ich bin neu« gierig, wie der gute Baron mir entgegenkommt u>»d was er seiner Tochter von mir gesagt haben mag. Es muss ihm nicht angnehm gewesen sein. mein Billet zu erhalten; zweifellos wähnte er mich längst «odl !" Sie entstieg, während sie sich im Geiste m>t diesen und ähnlichen Gedanken befasüte, dem Wagen und wurde in der Vorhalle des Schlosses von der ehrwürdigen alten Haushälterin empfangen. «Madame von Waldau, wenn ich nicht irre?" fragte die treue Dienerin, welche förmlich als Iven» tarstück des Hauses angesehen werden konnte, so lange stand sie schon in Diensten der Familie, und die Fremde neigte in hochmiuhiger Bejahung das Haupt. ,.Der Herr Baron haben befohlen, dass ich die gnädige Frau nach d>m für Sie in Stand gesetzten Zmmer geleiten solle und er sogleich von Ihrer An^ lunft in Kenntnis gesetzt werde!" Bei diesen Worten schritt Mrs. Sharp dem Gaste voran nach dem oberen Stockwerk, und eine Thür öffnend, bat sie die Dame, in ein elegantes Gemach treten zu wollen, um dort das Erscheinen des Barons abzuwarten. „Wie wunde>hübsch es hier ist. Sie. meine Beste, sind wohl die Haushälterin? Das gnädige Fräulein, Lady Manuela begeht ihren Geburlstag durch ein glänzendes Fest? Wie angenehm es doch sein muss, erst siebzehn Jahre zu zählen, nrbstbei schön, reich und die Tochter eines auf seinen Titel stolzen Vaters zu sein!" Und Madame von Waldau lachte und dieses Lachen berührte die sensitiven Ohren der alten Haus» hällerin peinlich. ..Lady Manuela ist wohl sehr schön, wie?" „Das gnädige Fräulein ist allerdings hübsch," entgegnete Mrs, Sharp mit sichtlicher Zurückhaltung. „Doch ich wlU mich beeilen, den H/rrn Baron zu rufen; ich bitte einstweilen Platz zu nehmen!" Als die alte Frau das Gemach verlassen, trat die fremde Dame vor den Spiegel und warf einen mu« sternden Blick auf ihre Erscheinnng. „Verwelkt!" murmelte sie halblaut vor sich hin. „Verwellt! Schminke, frai'zösifche Coiffure und alle erdenklichen Tuilettetüoste können doch eine Frau von sielienunddreihig Jahren nicht in e>n zwanzigjähriges Mädchen umwandeln. Aber bedenke ich das Leben, welches ich geführt, — bedenke ich, welch harter Kampf dieses Leben für mich gewefen ist! Ach, wenn ich klug Wäre, würde ich meine Rachegedanken aufgeben, mein Geheimnis bewahren und für alle Z"kunft fried-lich und in Eintracht in Rosegg leben! Ob mich der Baron wohl heiraten würde, wenn ich ihn darum bitten wollte?" ^ « ». c Die Thür öffnete sich, und der Varon stand auf der Schwelle. Madame von Waldau wandte sich um und bückte ihn lächelnd an. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 161 1318 18. Juli 1885. lehrerin und drei Kindergärtnerinnen zur Prüfung, die auch von allen bestanden wurde. — (Schulnachrichten.) Das l. l. Obergymnasium in Rudolfswert versendet sein Programm, welchem wir folgende bemerkenswerte Mittheilungen entnehmen: Die Anstalt war am Schlüsse des Schuljahres von 129 Schülern (gegen 13A im Vorjahre) besucht, Davon erhielten ein Zeugnis der ersten Classe mit Vorzug 11. der ersten Classe 78. der zweiten Classe 13 und der dritten Classe 6 Schüler; 20 Schüler werden zur Wiederholungsprüfung zugelassen; ein Schüler blieb ungeprüft. Der Muttersprache nach waren 125) Slovene«, 3 Deutsche und 1 Serbe; dem Religionsbekenntnisse nach 128 Römisch.Katholische und 1 Griechisch-Katholischer. Der jüngste Schüler war 11. der älteste 22 Jahre alt. Als Lehrer am l. l. Obergymnasium in Rudolfswert fungierten im abgelaufenen Schuljahre für die obligaten Aehrgegenstände die Herren: Johann Fischer (Director), e. Ladislaus Hrovat. ?. Rafael Klemencic. Ioh. Polanec. Anton Nie del, Leopold KoprivZet, Anton Derganc, Raimund Nachtigall, Nicod. Donnemiller, Gustav Stanger, Raimund Pe< ruiel. Dr. Iofef Marinko und Ignaz Fajdiga; für die nichtobligaten Lehrgegenstände die Herren: Anton Riedel (Zeichnen), Johann Fischer (Turnen) und k. Hugolin Sattner (Gesang). Am k. l. Obergymnasium in Rudolfswert war im vergangenen Schuljahre in der I, II. und III. Classe das Slovenlsche die Unterrichtssprache für alle Gegen» stände mit Ausnahme des deutschen Sprachunterrichtes und deS Griechischen. In der IV. Classe war das Slo< venlsche die Unterrichtssprache für alle Gegenstände mit Ausnahme des deutschen und griechischen Sprachunterrichtes, der Geographie und Geschichte und der Mathematik. Am Obergymnasium war das Slovenische nur beim slovenischen Sprachunterrichte Unterrichtssprache, alle übrigen Gegenstände wurden in deutscher Sprache unterrichtet. — Die mündliche Maturitätsprüfung fand am 27. Juni statt. Von den 7 öffentlichen Schülern meldeten sich alle zur Prüfung; vor der mündlichen traten 3 zurück. Das Ergebnis war: Moravec Franz aus Großsonntag in Steiermarl, reif; Munda Johann aus Franlovcen in Steicrmark. reif; Paftez Otto aus Nassenfuß, reif mit Auszeichnung; Stranzar Josef au« Uhanje, reftrobielt auf 1 Jahr. Der Studenten-Unterstützung^ Verein ermöglichte es sehr vielen Schülern dieser Anstalt, dass sie in die erste Classe eintreten, und vielen, dass sie ihre Studien fortsetzen konnten. Vorzüglich war es Sorge des Ver< eines, den Schülern Winter- und Sommerkleider. Wäsche und Schuhwerl zu geben. Für den Winter wurden 26 Schüler meist mit complete« Anzügen, Wäsche und Schuhwerl versehen, im Sommersemcster erhielten 22 Schüler Anzüge, Wäsche und Schuhwerk. Dankend wird ferner hervorgehoben, dass auch heuer wie in den früheren Jahren einer großen Anzahl von Studenten theils im Convente der hochw. r?. Francisraner, theils in Plivathäusern unentgeltlich Kost verabreicht wurde. Der hohe krainische Landtag hat in gerechter Würdigung des edlen Zweckes dem Vereine abermals 200 st. gespendet und der lobliche Sparcasse-Verein 100 si. Für letztere wurden Lehrmittel für dürftige Schüler um den Betrag von 54 ft. 78 kr. angeschafft. 25 si. 22 kr. für Kleider und 20 ft. für Schuhe ausgegeben. Das Programm ist eingeleitet durch eine wissenschaftliche Arbeit des l. k Professors Gustav Stanger: „Die Platonische Anamnesis." — Das nächste Schul, jähr beginnt am 16. September. — (DaS Mädchen« Vrziehungsin st itut im Pensionate zu St. Andrae im Lava nt-thale.) Aus Wolfsberg schreibt man uns unterm 16, d. M : Vor wenigen Jahren übernahm die „Gesell schaft der göttlichen Liebe" das unbewohnte Kloster Maria Loretto zu St. Nndrae und errichtete mit eigenen Mitteln, nachdem das Gebäude vollständig reconstruiert wurde, ein Erziehungsinstitut für Mädchen, verbunden mit einem Pensionate. Für unser Thal war die Er« richtung eines solchen Institutes schon lange ein tief' gefühltes Bedürfnis. da außer der Mädchenschule in unserer Stadt nirgends eine Schule für Mädchen speciell existier». In dem kurzen Zeiträume seines Bestehens hat dieses Institut daS in dasselbe gesetzte Vertrauen nicht allein gerechtfertigt, sondern sogar übertroffen. Wir hatten gestern Gelegenheit, anlässlich der Schul.SchlusS-feier, uns von den Fortschritten zu überzeugen, die in dem verflossenen Schuljahre in dieser gegenwärtig unter Leitung der Schwester Conradine Graßmann stehenden Anstalt zu verzeichnen sind. Das Programm dieser Feier, die mit einem feierlichen Danlamte in der Haus-lapelle eingeleitet wurde, war ein reichhaltiges und man könnte sagen ein kosmopolitisches Vortrage wurden gehalten und Lieder gesungen in deutscher, französischer, englischer und ungarischer Sprache; Clavierpiecen und Mbervortrüae wechselten in rascher Nacheinanderfolge °b und man kann mit vollem Rechte behaupten: Alles, was geboten wurde, ob von Klein oder von Groß zu Gehör gebracht, war durchwegs gelungen, insbesondere die beiden Liederspiele von Petz: „Ein Schultag" und ..Wanderung durch die Heimat". Nach Abwicklung des Programme» hielt der Herr Religionslehrer eine gediegene Ansprache und betheilte die Vorzüglichen mit Prämien, und zwar mit der ausdrücklichen Widmung für vorzügliche Leistung in speciellen Fächern, als: Gesang, Clavier, Handarbeit u. f. w. Die zugleich eröffnete Aus» stellung der ZöglingSarbeiten bot viel des Interessanten und erbrachte den Beweis nicht minder für die Mühewaltung der Lehrerinnen als auch für den Fleiß und den Eifer der Zöglinge. <3..... — (DerWinkelfchreiberLubwigKrzis-nik), welcher heute dem k. k. Landes« als Strafgerichte übergeben worden ist, hat sich — soweit die bisher bei der städtischen Polizeidirection geführte Untersuchung coustatiert hat — zwanzig aus Gewinnsucht vollsührter strafbarer Handlungen fchuldig gemacht, und zwar einmal des Verbrechens des Diebstahls. zweimal der Theilnahme an dem Verbrechen des Diebstahls. zwölfmal des Ver> brechens des Betruges, dreimal des Verbrechens des Diebstahls und zweimal des Veibrechi'ns der Ve»un-treuuug. Beschädigt wurden durch drn Wiülelschreibl'r Krzißnik u.n größere ober geringere Beträge elf Personen. Uebrigens werden die durch die städtische Polizeidirection fortgesetzten Recherchen wahrscheinlich noch andere strafbare Handlungen des Krz>3>,il zutage fördern. — (Ferien-„Reisen".) Der Sohn des hiesigen Zimmermannes Kaspar Azman. wohnhaft Burgstallgasfe Nr. 11. der Schüler Franz Azman. wird seit dem 14. Juli d. I. vermisst — Am 15. Juli ist der Schüler der ersten Gymnasialclasse Alois Jug. Sohn der Magdalena Jug, wohnhast Kuhthal Nr. 15. unbekannt Wohin verschwunden. Schlechte Schulzeugnisse sollen die Ursache der Flucht der beiden Studiosen sein, — (Todt aufgefunden.) Aus Franzdorf bei Laibach wird uns berichtet, dass der Burfche Georg Guste röiö aus Rakitna am 13. d. M. früh erschlagen aufgefunden wurde. Nach den unbekannten Thätern wird invigiliert. — Am 11. d. M. nachmittags wurde die Leiche der 26 Jahre alten ledigen, angeblich feit fechs Wochen irrsinnig gewesenen Grundbesitzerstochter Johanna Nastrau au» Kerstetteu in einem 300 Schritte außer halb Keistetten im Gebüsche befindlichen Wiesendewässe-rungögraben, in einer Vertiefung bei 50 Centimeter im Wasser liegend und am Halse mit einem Messer verletzt, durch Kinder aus Kerstetten aufgesunden. Es ist anzunehmen, dass das Mädchen in einem Anfalle von Irsinn sich veletzt habe und dann ins Wasser gesprungen sei. — (Schadenfeuer.) Am 13. d. M um halb 1 Uhr nachts brach beim Besitzer Michael Studen in Tupalitsch Feuer aus, welches binnen einer Stunde dessen Haus sammt Stallung einäscherte. Der Schade beträgt 3000 si., wogegen die abgebrannten Objecte nur mit 500 st. versichert waren — (Eruierte Diebin.) Die unbekannte Diebin, welche der Bedienerin Maria Tajkar tiirzlich verschiedene Kleidungsstücke und Pfandzettel gestohlen hat, ist nun feitens der Polizei in der Person der An-tonia Silola eruiert und dem Landesgerichte eingeliefert worden. — (Diebstahl.) In der Peterskaserne wurden, wahrscheinlich schon vor einigen Tagen, uu« dem k, l. Augmentationsmagazine des 17. Infanterieregimentes Leder und Sohlen im Werte von 15 si, von unbekannten Thätern entwendet. Aunst und Aiteratrn. — („Führer durch Krain und die Landeshauptstadt Laib ach" von Peler v. Radics. Laibach 1885, Vl-r. lag von I, Giou tini.) Unter diesem Titel ist kürzlich im handsamen Formate ein nett ausgestattetes Vüchleiu in der Starte von 84 Seiten mit Ansichten von Laidach, des Schlosses Tivoli. des Vade^Ortes Vcldes mit dem Stou. des Notlnuciner Wasserfallcs, des Wocheiner Sees, des Wasserfallrs Savica und der Weihcnfelscr Seen erschienen. Das Büchlein enthält in gedrängtester Form die Hauvtmomcüte aus der Landcsacschichtc, eine detaillmtc Vl'schrcibung der Stadt Laibach, der in dcrscl-bm befindlichen Beholds», Anstalten, Institute «., eine Heit» einthcilung bei eintägigem Aufenthalte. Ausflüge in die Umgebung von Laibach, nach Oberlrain, nach Iunerlrain und nach Unterkrain. Dem Büchlein ist ferner ein genauer Plan der Stadt Laibach, ausgearbeitet von Alexander Zhubcr von Olrog, t, t. Militär»Techniker, beiacgebeu. Dcr „Führer" empfiehlt sich insbesondere Reisenden, welche unser Land b> suchen, nicht minder jenen Heimischen, welche Ausflüge in die verschiedenen herrlichen Gegenden unseres a„ Naturschünheiten so reichen Landes unternehmen. Per Preis (für cin broschiertes Exemplar 70 lr.) ist ein mäßiger. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 17. Juli. Die Verhandlungen der Regierung m,l der Nordbahn sind beendet.' Einer Mitte August einzuberufenden auße,0ldklillicheu Generalve» sammluna wild der Antrag auf Annahme des abge« änderte» Nmobahn-Uebereilikommeus vorgelegt werden. Paris, 17. Juli. General Comcy meldet, dass er sich nach Hai'Phong begebe, um mit den Veneralen zu conferieren. und dass er hierauf nach Besicht,', guug der Häfen in Annam nach Hue zuliicklchren werde. London, l7. Juli. „Daily Telegraph" erfährt, es habe kein wirklicher Vorstoß russischer Tiuppen in der Nachbarschaft von Zulfikn Gröden lTirol) über religiöse Sculptur' Arbeiten bei. Auf diese als auch aus d"s ^"M darüber sprechende Inserat werden die hochwürdige Geistllchlelt und die Kirchenvorstände aufmerksam gemacht. Laibacher Zeitung Nr. 161 1319 18. Juli 1885. Course au der Wiener Gsrse vom 17. Juli 1M5. <««« ^ oMenen Cours^m ^ Geld Wai<- Staats'Anlehen. «°!>!Mente.......8820 8235 Sllderrent«.......830b 8320 !»54lr 4°/^ Slaatslole ^50 ft, 128 - 128 75 l»no«5°/o ganze 50N „ 189 50 I4r - l«»«ei 5°/„ yilnftel IUU ,. Kl 50 142 2s, l»«4el Staatslose , . iou ,, !U7 50 188 -^" ,, . . 50 „ le« bo IS? -' «omo.Nentenlcheine . p« St. 4» - 4L-- <>'/° Vest. Golbrente, st »eifrei , inu «o ias-75 "esteri, Notenrente, ftv «ifiei , »» «a 9» 7b Ung. Glllbl.Ue 4 °/a .... 9810 8825 " Papierreni^ Ü N/^ . . . . »2 - 9220 " «istnb,°?lnl, iiia ft.ö,W.S, 149- 149 50 " "ftbahn-Prioritäteil . , 98'L0 9875 .. Staats'Obl. (llng. Oftb,) 128 —------ " » vom I, 18?« 108 « ic»-— »V ..vramle«'««!. «^ inoft. ü,W, li9 «k 118 75 ^y"«'Ne«,.Lose 4«/» I00 st. . . 11» ?ü ilo — Grundeutl.» Obligationen (fllr luo ft. ll..M.), 2°/« böhmlsch«......i««-50 —-- 3/0 »alizlsche......»ci K0 102 25 °°/° mährische......105 25 -- ^/° n,eberösterieichilche . . . 10, 50 I06 2b b /» obeiösterreichische .... wb — - -ü^fteinsche . .'" . . . .104- - — ^°, «°>°"lHt und slavonische . ii/2- 104 -ü°/« fitbenbülgische . . . . . «1 ?l i°» 5y Gelb War, b°/, Temeser Vanat . . , , 101 7b 102 25 5!) st.» Nodencr. allg.österr,4 >/,",<,Volb, 128 75 »24 — dto. in 5» „ „ 4 >/,"/° 1^0 10» 50 dto, in 50 ,, „ 4"/n . 94'0/,»/, , 101 üo 101 80 bto, „ 4°/« . , 99- »U40 Ung. allg. Vodtlicrebit-Nctienges, in Pest in I »83» verl.l,'/,«/«1 9270 Galizischü Karl - Lubwia, «al)N Em, 1881 300 st. S. 4 v,«/o - 100-2!» icc?.'. Ocsterr, Norweftbahn .... 103-50 104- -Siebenbürgel......99 - 992b Geld W«re Etaatsbahu l, ltmission . . . 197-25 ------- Slldbahn k 3"/„...... Ib1-7b 1K2 25 „ ^5«/°...... 127 — 127 50 Ung.-ss.aliz, Valin..... 99-20 !00'?u Diuerle Lose (per Stück) E«ditll,sc ,(,« st...... 173— »78 ?k - Vbncr, Ansl,, Oest.2N0st.S, 40«/<> «24 — 22» - lii«, 2uu fi. . 28? — 287 5« Deposit^a», All,,, i!U0 st. ... 192 50 193 s,u E«co»>pte Ges,,Niederöst.50Uft. 592—«00 — Hyp°!hcfe»I',,öst, !i00fl, «5"/«E. 59'— «1-— Ländcrl'anl, öN, .lNu st, G,b0°/» Verlehredanl M«. l« ft- — —------- Gelb Ware Actien von Transport» Nnternchmungen. (per StNs) Mbrccht'Vahn 20» st, Silber . b9b0 eob0 Ä!fölb— ^ — Westbahn 20» fl. . . .---------------- Vuschtiekrader Eisb, 5.00 fl, CM, — — —-— (IN, U) 200 ff. , —- . ^.— Donau, Dampfschiffahrt««Ges. Oesterr, 500 st. EM. . . , 4b9 — 4«o — Drau-üisVVat^Do.-Z.MOst.S. i?»-— 180 — DuxlbacherE.'N, üO«fl,S,---------------- Llisabeth-Äah» WU fl. EM, . , 2877b 2»8l!b ,. Lin^Nildweist «00 fl, . , ,-----^------ , Salu.-Tirol.II!,s.>»?3200fl.S, 200 50 201 — Ferdi>l,iub« No>»b, ion» st. CM. 2850 rübu ßram^osef Äahn 20!) fl, Silb. 211 — ,11 eu ssünsllrchen»Narcsercrg-^lcrnow,, Eis^n bahn-Gesell. 2U0 ö. W. , , 228 75 2Ü9-50 Lloyb, öst,'ung„Trieft50«fi,EM. k«i>-— b«ü — Oefterr, Norbwcstb, iiU0fl. Gilb. 1S8- . ,«8-50 bto. (M„ N) »00 fi. Silber . 1«b b« 1«« — Prag.Durcr Eisenb.iI>0st.Silb. —-- ------ »tubolf«ahn 1N<1 fi. Silber . . 18« — 18«'ü(< Siebeabllrsscr «öisenv. «no ft. . 1847b 184 25 Staatseifenbah» «00 fi. ü W. . 29« 50 29? — «elb War« Slldbakn 200 fl. Silber , . . IK4-—1»4 bll SUd-Norbd,-«efb..«.w0!l,<«8 «0 InduftrieNctien lper StUck) E^ydl und Kinbberg. Eisen» und Stahl,»« fauste Qualität, cm beliebtes Volls-^auzm amwem, Imttel, I lleiue Flasche 20 tr., 1 große Flasche 40 tr. sammt ausführlichen Gebrauchsanweisungen. 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