Etriftlrilvns, : NUathavSgasse Wr. &. timikn t>t. M, tntcnrtu. • »»r«aftuiu t: S*«lii»f»tt »»«»»odm- »er etnn-b. ttjwl n« 11-1» Ufct ntii. ocrkrti rafit »ttMiHtäd««, romftilclf Si». I t«Mur;;n mit drrl«n>.' Herstellung der „drei, beinigeil" Koalition unter Einschluß samilichcr deut, scheu Parteien nicht möglich ist. Wenn es den Tschechen also mit ihrer jüngsten Erklärung, daß sie ihr Verhalten im Reichsraie nicht mehr von der Gestaltung der böhmischen Landtagssrage abhängig machen, erlist ist, dann werden sie sich also auch an einer einfachen Arbeilemehrheit beteiligen, weil dutch Oswald, er, dem ibre junge reine Liebe galt, der ihr niii jedem Blick, jedem Wort seine Neigung bewiese», Ihn,erging sie? DaS wäre ja Uuireue, Vertat! O, — sie schrie plötzlich ans, wie Schup-peil fiel es ihr von den Augen. — in dem H.iiiS am Biiisenweg wohnt ja dir Lore Scholl! Sie w.ir das schönste Mädchen im Ort, halte aber Feinen giileii Ruf. die OfsijierSbraul nannten die Läster znngen sil . . . Ei» wehe» Ausschluchzen entrang sich Maria. Um e»ieS »olcheii Mädchens willen hatte er sie be° trrgen? Da!»er — jetzt wnßie sie es — hatte er nichi das enifcheidendc Wort gesprochen, aus das sie gehofft mit scheuer, ziiieender Sehnsucht, gehofft und erw.iitet seit jener Siiinve damals, als er ihr die Rose gegeben . . . Er — ihr. Mit bewegter Stimme halte er damals gebeten: „Nehmen Sie die Rose au von mir als Zeichen, dav Sie mich uichl vergessen, nicht irre an mir werden wollen, sollie je die Zeit kom wen. wv mein Hiudeln Jh»en unklar erscheint. . -Schrille, d»? sich dem Zimmer näherten, schrecken Maria aus ihrer Berstöilheit auf. Die Tür ging auf und ihre Mutier irat ein. Sie uug in der Hmid ein wundervolles Bukett vo» Rosen und Granate» und aus dem volle» Weltdamengesichi den Ausdruck tiefer Befriedigung. »Maita — Kiu» das Glück ist da — endlich! Lchou fnrchieie ich. daß es Dir entgleiten würde — man kennt die Männer doch — ...DaS Glück —?" Maria war aufgefprugeu; sie zilterle heftig: ihre Gedanke» jagien wie aufge- eine solche die Frage der Finanzresorm am ehesten von den parteipolitischen Interessen losgelöst und ihrer Erledigung zugeführt werden kaun. Pulitischi' Rundschau. Deutschfeindliches aus Kroatien. In der Gemeinde Ruma (Zyrmieu) soll eine Gemeindrimierrralschnle errichtet weiden. Da Ruma rund 12.000 Einwohner zählt, von denen 65 Pro-zent der deutschen Nationalität angehören, galt e« alS selbstverständlich, daß in der von der Gemeinde zu unterhalieudeii Schule die Unterrichtssprache deutsch sein werde. Die Agramer Blätter, vor allem das Ore>an der kroatischen Rechtspartei, fordern aber >n ungestüme» Ton die unbedingte Einführung der kroatischen Unterrichtssprache und trotz der sonst so streng gehandhabten Zensur in Agram gehen speziell die heftigsten «»griffe gegen das Deutschtum in Kroatien ungehinden durch. „Daraus kann man," so schreibt der „Südunz. G.-A.", „wohl nur zwei -chlüsse ziehen, daß einerseits trotz aller Dementi« die Zeit des Kommissariats zu Ende zu geben scheine, daß aber andererseits die ttialistischen Be. stiebungen, die aus Schaffung eines autonomen Ge» bitte* mit vollkommenem Abschlnffe gegen Westen, besonders gegen das Dentschinm hinarbeiten, wieder »i ungehemmter Stärke »ich geltend machen. Wäh-rett» überall der Ruf nach Einführung des Deut« fchen alS Unterrichisgegenstand erschallt, tritt in Kioatien die umgekehrte Erschkiuiing auf, der beste Beweis, wie recht man iui, wenn vo» deutscher Seite den politischen Vorgängen in Kroatien mit großem Skeptizismus euigegengeireten wird." Ein abenteuerlicher Plan. Die von ungarischen Bläitern gebrachte N.ich» richt, daß der Kriegsminister trotz der ablehnenden scheuchte Vögel — war vielleicht alles nur ein böser Traum gewesen? Der Bnes vielleicht nur ein schlechter Scherz? I» heiße» Wellen strömte ihr das Blut zurück zum Herze», in heißen Wellen die Hoffnung zurück iu ihre Seele. „Das Glück?" wiederholte sie wieder, stam-melud, bebend. „Wer, Mama, wer hat die Blu« meu geschicki? Hierbei griff sie in zärtlichem Ver. langen »ach dem Bukett, da« die Mutter ihr lächelnd knigegeuhielt. «Du fragst noch, Marta? Der Herr Stadt« rat von Wengerseld, versteht sich Aber mein Gott. M^dche», wa« fällt Dir ei»! ?" unterbrach sich die Mmter und ihre Stimme schwankte zwischen Schrecken und Zorn. „Die Blumen liegen am Bode»!? Ist das Absicht oder —." „Du brauchst uichl nach Auswegen zu suchen, Mutter. Absichtlich wars ich die Blumen sort, — was ans jener Hand kommt, nehme ich nicht - Dte Finger der Mutter umklammerten die Hmdwurzelu der Tochter, die fest und entschieden gesprochen. Der Atem der Aeltere» flog vor schwer» belierrschter Erregung. Seelengerne» fchaft halte dieie beiden grnndverfchiedenen Charaktere nie ver« knüpfi Arau Herwig, jetzi Wiiive, hatte einst bei de> Wahl eines Gauen allein der Summe der Ber« nnnji g> ho> chl nnd verlangte nnn von ihrer Tochter ei» gleiches Dieser Oswald Steinach, der ja wohl >» Marias Kvpf spnkie, war ja nichts als ein simpler Ingenieur — daß ihr ein solcher als Schwiegeriolin nicht willkommen, hatte sie Steinach auch zn verstehe» gegeben. Und überdies —! Seite 2 Deutsche Macht Nummer 71 Haltung der beiderseitigen Regierungen in der G:-schützfrage aus eigene Faust bei den Skodawerken die schweren Stahlrohrgeschütze bestellt hat, ist von zuständiger Seite mit aller Entschiedenheit in Ab-rede gestellt worden. Um so mehr Aussehen macht e», daß eine Wiener Wochenschrift von dem Ge-rüchte Notiz nimmt, daß die Skodawerke sich er-beten hätten, die Geschütze vorläufig auf Kredit zu liesern und für die normale Kaufsumme nur die normale Verziusung zu berechnen, und hinzufügt, daß man es dem Kriegsminister al« Verdienst an-rechnen müßte, wenn er bei der ungünstigen Lage des Geldmarktes ein so vorteilhaftes Anbot anneh-men würde. — Da das Wiener Blatt fönst gut informiert ist, könnte man aus seiner Stellung-nähme schließen, daß im Kriegsministerium tatsäch-lich der Gedankt erwogen wird, in der ^Geschütz-frage die verfassungsmäßigen Faktoren zu umgehen, wenn nicht die weitere Anregung der Wiener Wochen-schnst, die aus den Bestellungen bei Skoda an-wachsenden Schulden aus dem Ertrage einer pri-vaten Klasf»lottcrie verzinst und getilgt werden sollen, die Ausführungen des BlatteS in ihrer Ganze als eine publizistische Pnvatleistung erscheinen ließe, an der nichts anderes bemerkenswert ist, als die geradezu abenteuerliche Richtung, in der sich die Erörterungen über den Gegensatz bereit» bewegen, der zwischen den militärischen Bedürfnissen des Staates und seiner Finanzlage infolge der gänzlichen Un» tätigfett deS Abgeordnetenhauses in Sachen der Steuerreform besteht. Die Kriegshetzer an der Arbeit. In Sofia nahm der Nationalkongreß unter großem Beifall eine Entschließung an, welche die bulgarische Regierung auffordert, wegen der angeb-lichen, aus Vernichtung der bulgarischen Beoölke-rung abzielenden Behandlung der Bulgaren in der Türkei die allgemeine Mobilisierung anzuordnen und gleichzeitig von den Mächten zu verlangen, daß sie Mazedonien uud dem Wilajet - Adrianopel eine Autonomie aufoktroyieren, mit einem christlichen Ge-neralgouverneur an der Spitze. Sollte sich die bul-garische Regierung von diesem Nationalkongreß, der augenscheinlich aus lauter gewissenlosen Hetzern be> steht, die sich der Tragweite ihrer Handlungen nicht bewußt sind oder nicht bewußt sein wollen, wirtlich zu einem unüberlegten Schritt gegen die Türkei ver-leite» lassen, so wäre der bulgarisch-türkische Krieg mit allen seinen schlimmen Folgen, die heute noch kein Mensch vorhersehen kann, fertig. Hoffentlich ist die bulgarische Regierung und König Ferdinand besonnener als diese gewissenlosen Kriegshetzer, die das arme Volk in einen Krieg hinein zu hetzen such n, dessen AuSgang für die Bulgaren zumindest sehr zweifelhaft ist. Da« kleine Bulgarien würde iu einem Kriege mit der Türkei höchstwahrscheinlich die gleichen traurigen Erfahrungen machen müssen, wie e« im letzten griechisch-türkischen Krieg Grieche»-land gemacht hat, es wäre denn, was aber höchst unwahrscheinlich ist, daß hinter Bulgarien Rußland Dagegen bot eine Verbindung mit dem Stadt-rat von Wengerseld die besten Chancen. Der wohl-kvniervierte Vierziger war ein kinderloser Witwer, dessen Revenüen so hoch waren, daß man um ihret-willen wohl die etwas hinterhaltige Wesensart deS Besitzers mit hinnehmen konnte. Als seine Frau würde Marta eine viel beneidete gesellschaftliche Stellung einnehmen. Wengerseld machte ein HauS und —." „Ich werde die Blumen dem Herrn Stadtrat zurückschicken — ." Da« dulde ich nnler keinen Umständen! Denn mit den Blumen bittet Wengerseld in einem Begleitschreiben um Deine Hand — morgen wird er sich sein Jawort holen." „Meine Antwort meinst Du, Mama? Und die lautet: Nein." „Marta, besinne Dich, was Du tun willst l Du bist 23 Jahre alt und eS ist der erste Heirat«-antrag, der Dir geworden — vielleicht auch der letzte." Marta durchzuckte es. Gestern noch hätte sie der Mutter geantwortet: Steinach wird um mich werben . . . „ES erübrigt sich." suhr Frau Herwig fort, „Dir von den glänzenden Aussichten, die Deiner warten, wenn Du Wengerseld heiratest, zu reden, denn sie sind Dir bekannt. Dagegen bedenke. Kind, ich lebe nicht ewig. Mit meinem Tode hört die Pension, die ich al« Witwe eines RegierungSrale« erhalte, aus — .* steckt. Rußland dürste aber kaum Lust haben, wegen >er KriegSlnst einiger unverantwortlicher bulgarischer Elemente sich in einen Krieg mit der Türke» einzu-lassen, ;udem auch die übrigen europäischen Groß-mächt« ein Wort mitzureden hätten. So wird auch da» Säbelrasseln des bulgarischen Nationalkongresse« ohne Gesahr für den europäischen Frieden sein. UebrigenS können die kriegslustigen Bulgaren schon aus der Aktion deS Grafen Berchwld erkennen, daß Europa keine Lust hat, wegen den bulgarischen Schmerzen einen allgemeinen Krieg heraufbeschwören zu lassen. Traurig ist es indessen, daß es immer eine gewisse Sorte Leute gibt, die nicht davor zurückschrecken, ihr eigenes Vaterland in maßloses Elend zu stürzen. Ans Sla!>t und Ciiuü. Todesfall. In Adelsberg ist Freitag der vor kurzem begnadigte und aus dem Gefängnis in Marburg entlassene gewesene Advokat und Direktor der verkrachten Glavna Posojilnica in Laibach Dr. Matthia« Hudnik gestorben. Evangelische Festveranstaltungen. An-läßlich des Besuches ihre» Ehrenkurators Justizrat Elze aus Halle a. d. Saale veranstaltet die hiesige evangelische Gemeinde am kommenden Sonntag vor-mittags lt) Uhr einen FestgotteSdienst und abends 8 Uhr im Saale des Hotel Mohr einen Familien-abend mit reichem rednerischen, musikalischen und humoristischen Programme. Jedermann ist dazu herzlich eingeladen. Damen, welch- sich an dem Empfangstheeabend am Dienstag beteiligen »vollen, »verden gebeten, morgen Donnerstag nachmittags 5 Uhr zu einer Besprechung im Pfarrhause sich einzusinden. Aus dem Mittelschuldienste. Der Mi- nister für Kultus und Unterricht hat erledigte Lehr-stellen an staatlichen Mittelschulen verliehen: dem Professor am SiaatSoberrealgymnasinm in Brüx Dr. Robert Mag« eine Stelle am Staatsreal-gymnasium in Graz; dem Professor am Staats-gymnasium mit deutscher Unterrichtssprache in Mäh-risch-Ostrau Gustav Müller eine Stelle an der Staatsrealschule in Marburg; dem wirklichen Lehrer an der Staatsrealschule in J)cia Dc. Johann Pregelj eine Stelle am Ztaatsgymnasium in Kcain-bürg; dem Professor am Staatsgymnasium in K-ainburg A»ton Susnik eine Stelle am ersten Staatsgymnasiuin in Laibach. Der Minister hat ferner ernannt zu wirklichen Lehrern an Staats-Mittelschulen den provisorischen Lehrer Dr. Otto Leitgeb vom Staatsgymnasium in Marburg sür diese Anstalt; die Supplenten Leopold A»dree vom zweiten StaatSgymnasium in Laibach sür die Staats-realschule in Jdria, Johann Krajec vom Staats-gymnasinm in Krainburg für die Staatsrealschule in JZria, Bmzenz Marinko vom zweiten Staats- ,.Dti bist noch frisch und rüstig, Mutter! Im Notsalle —." „Dein väterliche« Vermögen reicht nicht hin, zu einem standesgemäßen Leben." .Im Notsalle verdiene ich mir selbst mein Brot." Die Mutter lachte spöttisch. „Mein liebes Kind, dafür bist Du nicht er-zogen. Das Uuterordnen in fremden Willen, die tausend Nadelstiche deS Daseinskampfes würden Dein sensitives Gemüt verwunden. Du würdest elend werden." „Ich vermag einen Mann nicht zu heiraten, den ich verabscheue. Der Stadtrat mit seinem lauernden und intriganten Wesen flößt mir Wider-willen ein.' Du denkst an den Ingenieur, Marta! Darum hast Du für andere Männer kein Interesse. Dir zur Kenntnis, daß Steinach Dich hintergeht, — er besucht die Lore Scholl am Binsenweg." Marta unterdrückte nur mit Mühe einen Aus-ruf schmerzlicher Ueberraschung. Auch die Mutter wußte davon?! Die Bedeutung der Anklage kam ihr jetzt erst so recht zum klaren Bewußtsein. Die schwache Hoffnung, daß hier Verleumdung wallte, zerrann ihr, nun auch die Mutter die Sache be-stätigte. Aber kein Wort über den anonymen Blies kam über Marias Lippen. Nur die bebende Frage: „Woher weißt Du das, Mutter?" Diese zögerte mit der Antwort. Die Klugheit gymnasium in Laibach sür da« StaatSgymnasium iu Kraipburg, Joses Maru vom StaatSgymnasium in Trieft sür das StaatSgymnasium iu Krainburg, Anton Rabuza vom Siaatsgymnasium in Marburg sür die selbständigen Gymnasialklassen mit sloweni-scher Unterrichtssprache in Eilli, Josef Schweiger von der Staatsrealschule in Laibach für das zweite StaatSgymnasium dortselbst, Johann Tabai vom StaatSgymnasium in Görz für d.ese Anstalt. Franz Voglar vom SiifiSgymnasium in St. Paul für da« StaatSgymnasium in Marburg; zu provisorisch:» Lehrern an Staatsmittelschulen die Supplenten Dr. Otto Lax vom StaatSgymnasium in Gottschee für diese Anstalt und Wilibald Reichelt, Probekandidat an der zweiten Staatsrealschule in Graz, für da? StaatSrealgymnasium in Gurahumora. Abgeordneter August Einspinne? im Tillier deutschen Gewerbebunde. Samt- tag abends veranstaltete der Cillier deutsche Ge-werbebund, der, wie gemeldet, vor einiger Zeit den Führer der deutscheu Handwerker Steiermark«, Herrn ReichsratSabgeordneten August Emfpinner, in Würdigung seiner hohen Verdienste um de» statischen Gewerbestand und um die untersteirische Handwerkersache zum Ehrenmitglied« ernannt hatte, zu Ehren des genannten Abgeordneten einen geselligen Abend, an dem sich auch Abgeordneter Ein-spinner beteiligte. Der Abend sand im Gasthause „Zur Traube" unter überaus zahlreicher Beteili-gung statt. Der Obinann des GewerbebundeS, Herr Josef Jicha, begrüßte die erschienenen Festgäste, insbesondere den Abgeordneten Einspinner sowie auch den Freund und Berater des Cillier deutschen Ge-werbebundeS, Herrn Stadtamtsvorstand Dr. Otto Ambrvschitich. Abgeordneter Einspinner dankte i» längerer, überaus herzlicher Rede für die Begrüßung und legte dar, wie es für ihn von ganz besonder« hohem Werte sei, daß die Handwerkerorganisation der bewährten deutschen Stadt Cilli ihn zu ihre» Ehrenmitglied« erkoren habe. Er würdigte die Bedeutung Eillis von nationalem Standpunkte und insbesondere die Bedeutung der S:adt in der Ent-wicklungSgeschichte des steirischen deutschen Halt!»-werkeS und ermähnte die deutschen Handwerker CilliS, treu auf ihrem Posten auszuharren, ym HandelSkammerrat Karl Mörtl ermähnte die All« Gewerbetreibenden zu reger Mitarbeit an den Auf> gaben deS Deutschen LehrherrenbundeS. Abgeord-neter Einspinner ergriff auch zu diesem Gegenstände daS Wort und legte dar, daß der Deutsche 5!eht-herrenbuud, der sich die Heranziehung dem scheu Nachwuchses im Gewerbe zur Ausgabe gestellt hat, für den deutschen G.'werbestund des Unterland eine gebot ihr, die Quelle, woher sie die Nachricht hatte, zu verschweigen. „Ich liebe eS nicht. Angeberin zu sein", lenkte sie ab. „Mag es Dir genug sein, daß die LUele die beste, ja die allerbeste ist." Es war et»vas in den Worten der Mutter, das Marta aufmerken ließ. Noch hatte sie des an» nymen Schreibers, wer er sei, nicht gedacht. Plöh-lich kam ihr nun ein Gedanke. Im selben Augenblick ging die Haustür. Je-mand trat ein und sprach. Dann kamen schritte die Treppe herauf. Und nun klopfte es an die Türe. „Ein Telegramm an die Frau Regierungsrat," meldete das eintretende Dienstmädchen. Ein Telegramm? Die Gedanken der Mutter irrten — Anver-verwandte besaßen die Herwigs nicht — wer sonnte das Telegramm abgesandt haben und was konnte et enthalten? Maria dagegen achtete nicht darauf. Alle ihtt Gedanken waren bei Stcinachs Untreue. Ein Aufschrei der Mutter entriß sie diesen.— „Was ist?«" „Lie» selbst," hauchte die Mutter mit erblaßten Lippen. — Marta laS: Germania Bank hat falliert. Reh-men Sie mit dem Ausdruck der Teilnahme den schwachen Trost, daß mit Ihnen Ungezählte ihr Vermögen verloren haben. Der Konkursverwaltet. Nrwrm.r 71 Macht Scttt 8 ganz unermeßliche Bedeutung habe. Der Redner zollte dem Deutschen BolkSrate von Unterfteiermark, von dem die Gründung de« Deutschen LehrHerren-binde« ausgegangen ist, für diese bedeutende nationale Tat Worte wärmster Anerkennung, wa« mit lebhaftem Beisalle zur Kenntnis genommen wurde. Neben ernsten Beratungen entwickelte sich heitere, zwanglose Geselligkeit und nur allzufrüh schlug die Stunde, die den in der Stadt Cilli so hoch ge-schätzten Abgeordneten Einspinner wieder nach Graz abberief. Uebernahme des Institutes Haussen-büchel durch den Hausfrauenfchuiverein in Cilli. Der HauSfraunischulverein in Cilli, der sich die Ausgab« gestellt hat, Mädchen, die der Schulpflicht bereits entwachsen sind, Gelegenheit zu bieten, sich in solchen Fächern und ArbeitSzwcigen auszubilden, die zur Führung eines geordneten Haushalte», zur Vervollständigung ihrer Erwerbs« fähigkeit und zur Hebung der allgemeinen Bildung beitragen, war schon seit längerer Zeit bestrebt, durch Schaffung eines eigenen Heimes der Haus-ftouenschule jene notwendige Grundlage zu geben, die alles das in die vorderste Reihe stellt, was für die praktische Berufsautbildung des Mädchens und für die Gesamterziehung von größter Wichtigkeit ist: die erworbenen Kenntnisse in einem eigenen größeren Haushalte ununterbrochen in zweckentsprechender Weise zu verwerten. Den unermüdlichen Bemühungen der Vorsteherin de« Vereine», Frau Leopoldine Rakusch, ist es nun gelungen, das vorzüglich ge« leittie Institut Haussenbüchl, das auf einen fast vierzigjährigen Bestand zurückblicken kann, sür den Haussrauenschulverein zu erwerben. DaS Institut wird mit Beginn des nächsten Schuljahres (September 1912) unter dem Namen: „Mödchenheim de» HauSfrauerifchulvereine« Gilli" seine segensreiche Tätigkeit sortsetzen. Im Heime werden jedoch nicht blv ß Modchrn, die die HauSsrauenschule (bestehend aus der Koch- und HaushaltungSschule, der Weiß« nSlhftube und dem KleideransertigungSkurse) besuchen wolllen, sondern auch Schülerinnen der öffentlichen Ccllffi«, Bürger- und Handelsschule Aufnahme finden. Da das Heim im schönsten Teile der Stadt (Bis-marrckplatz—Ringstraße) liegt, äußerst zweckent-fpreechend eingerichtet ist und vom Ausschüsse des HaiuSsrauenschulvercineS und von geprüften Lehr-kräfficn gewissenhaft beaussichtigt wird, ferner die Stazdt Cilli selbst durch ein mildes, gesundes Klima, burcch eine herrliche, waldreiche Umgebung, durch eine? vorzügliche Hochquell^Wasserleitung, durch ihre Marias Füße zitterten — sie mußte sich setzen. Schiiicksolsschlag aus Schicksalsschlag — da» war zu viel aus einmal! D«nn der Verlust traf speziell sie, ihr > väterliches Vermögen war es, da» verloren war. Nun besaß sie tatsächlich nichts, wenn die Mutltter einmal starb. Nichts . . . Es packte sie wie etwas UnfaßlicheS. Keine Existflenz dereinst? Selbst jeden Pfennig verdiene», um l leben zu können ? Leinen Noigroschen in Ta-gen i der Krankheit oder ds AlierS? Ein dunkles brandidenbes Meer ihre Zukunft — ihr Lebensschiff plötzlich ankerlo» . . . ^ Ihr schwindelte. D>e Wohltat, ein Kapital zu besitzen, wie sie eS g gehab», sich nicht sorgen zu brauchen, um den kommmeiiden Morgen. kam ihr nnn erst so recht zum Bewurußifein. Und welch ein Krasistärker solch ein Kapitital ist; sein Besitz gibt Freiheit, Freiheit des Denkeikti» ttnb des Handeln». — ' Die Mutter hatte sie beobachtet, ihren Kampf geschehen Jetzt trat sie heran: „Ich sühle mil Dir, Sind,d, was Dich getroffen. Aber eS gibt ja gottlob einen n AuSweg. Hier der Brief deS StadtraiS — lies f« selbst. waS er schreibt. So, wie die Sachen jetzt st sieben, wirst Du das Glück nicht abweisen ... Aber r was ist Dir, Kind? Du hörst ja gar nicht, wa« il ich sage —." I (fcs war so. Marta« ganze Aufmerksamkeit konzeiMinme sich in diesem Angenblick auf die Echrlsnisizüge de« Sladtral« ... Wo halte sie ähnliche di doch schon gesehen? unvergleichlichen Sannbüder usw. ausgezeichnet ist, so kann e« allen Eltern wärmstens anempfohlen werden. (Siehe überdies die Ankündigung!) Der Verband deutscher Hochfchitter Tillis veranstaltete am 31. August im großen Saale deS Deutschen Hanse« einen Unterhaltung«-abend, der sehr zahlreich besucht war. DaS reich, haltige Programm, an dem auch in liebenswürdiger Weise mehrere Sommergäste an« Wien mitgewirkt hatten, stellte die Besucher de« Unterhaltungsabend« sehr zufrieden. Wir werden in der nächsten Blatt« folge über den genußreichen Abend ausführlich be-richten. Fuhballwettfpiel. Am kommenden Sonn-tag den 8. d. findet auf der Festwiese ein Fußball» Wettspiel zwischen dem Grazer Aihletiksporiklub 1 und dem Deutschen Athletik>portklub Cilli statt. Ueber da« Können der Grazer Mannschaft zu berichten, erscheint wohl überflüssig, da dieselbe bekannt, die beste und schnellste Mannschaft der Alpenländer ist und jeden ihrer heimischen Gegner noch bezwäng. Da sich, wie bereit« berichtet, der Deutsche Athletik-sportklub auch bei den Pokalspielen beteiligt, ist die-se« Wettspiel sür unsere Mannschaft von besonderer Bedeutung, da von einer solchen erstklassigen Elf die Cillier bestimmt an Wettspielersahrung reicher werden und die« umsomehr notwendig haben, da sie in der Vorrunde um den Herbstmefsepokal mit ihren bisherigen schärfsten Gegnern, den Klagen» furtern, in die erste Runde gelangen. Obwohl der Deuifche Alhletiksportklub Cilli in der Frühjahrs« saison auf ganz gute Erfolge verweisen kann, wird die Mannschaft alle ihre Kräfte anspornen müssen, um den Grazern einen würdigen Gegner abzugeben, und hoffen wir, daß auch jeder einzelne Spieler der hiesigen Mannschaft alles ausbieten wird, um da« Möglichste zu leisten. Die dem Sporte jederzeit gewogene Bewohnerschaft unserer Stadt möge es nicht versäumen und dieses in der Herbstsaison in-tereffanieste Wettspiel besuchen. Amtstage der Bezirkshauptmann-fchaften. Im Monate Seplember finden nach-stehende Amtslage der k. k. Bezirtshauplmann» schaslen statt: Am 4. d. in Mureck, am 5. d. in Wiudischfeistritz, am 11. d. in Oberradkersburg, Fiiedau und Drachenburg, am 12. d. in St. Leon-hard, am 13. d. in Weitenstein, am 16. d. in St. Marein und Lichtenwald, am 18. d. in Mahren-berg, am 25. d. in Schönstem und Wöllan, am 26. d. in Trisail uud Rohitsch. Bundessingen in Pettau. Das dies« jährige Bundessingen der dem Sleirischen Sängerbunde angehörenden untersteirischen Vereine findet Sonntag den 1t). November in Pettau statt. Als Gesamtchöre werden gesungen: „Stehe sest, mein Vaterland!" von L Wegschaider. „Grüß Gott im grünen Sieirerland!" von R. Wagner und „Alm-frieden" von I. E. Schmölzer. Gesetzwidrigkeiten von Amts wegen. Wohl selten dürste sich die Staatsgewalt so demütig Ein Laut entrang sich ihr, ein Laut, indem ein alles lag: Erkenntnis, neue Hoffnung und neuer Glaube an den Einen, Heißgeliebten . . . „Nun, bist Du noch gewillt, den Stadtrat abzulehnen?" sragte die Mutter, lächelte aber siege«, gewiß. Auch Marta lächelte, aber durch Tränen: «Heute abend« sollst Du die Antwort haben, Mutter." Sommn« Abschiedsgruß . . . Würde die neu-ansgeflackerte Hoffnung sterben müssen, wie s,ine Blnmen sterben müssen nach seligen Sonnentagen? Auch Marta hatte solch selige Sonnentage er-lebt und die Eiinnerung ging mit ihr, während sie mit bange klopfendem Herzen dem Binsenweg zuschritt. Dunkle Abendschleier, feucht-herb die Luft, und ein Duft wie von welkrndem Laub. Einförmig tönte das Zirpen der Grillen durch die ruhige Landschaft. Menschenleer lag der Binsenweg da. Bleich trat der Mond am Himmel hervor, wars seinen Silberschein über die braunblühenden Binsen, spie-gelte sich in dem schmalen Wafferstreisen zwiichen Wiese und Binsenweg und schuf aus dem einsamen Häuschen am Wege ein Zauberreich. Unter seinem Dach wohnte die schönste Mädchenrose . . . In diesem Augenblick »rat eine Männergestalt in den Rahmen der Haustür. Ei» Moudstrahl irrte über den Manu hin und über die Gestalt an seiner Seite. unter dem Krummstab gebeugt haben, als jetzt im Zeichen des klerikalen Tam Tam« in Wien. Mit dem Erlaß deS k.k. Finanzministeriums vom 19. August, Zahl 62.366, wird aus Anlaß des Eucharistischeti Kongresses sämtlichen Zollämtern Oesterreich« ange-ordnet, nicht nur die von den ausländischen Kon-greßmitgliedern mitgesührten Fahnen zollfrei zu be-lassen, sondern auch bei der Absertigung de« Reise« gepäck« „mit dem entsprechenden Entgegenkommen und der größten Rücksichtnahme (!) vorzugehen." — Wie man sieht, wird im Klösterreich dem Klerika-liSmuS zuliebe ein förmlicher „eucharistifcher ex lex» Zustand^ geschaffen, selbst auf die Gefahr hin, daß durch eine so weitgehende Romkriecherei die Recht«* sicherheit in diesem Staat auf da« ärgste erschüt» tert werden muß. — Also freut euch, ihr Sacharin-schmuggln! Ihr braucht nur ein klerikale« Ab-zeichen anzustecken und eure Koffer und Kisten bleiben unbehelligt! Nur so fort — die Früchte werden nicht ausbleiben! Die Eröffnungsfeier des gubaues der Dohhiitte im Triglovgebiet am 1. d. war vom Wetter weit mehr begünst gt, al« es von hier auS den Anschein hatte. Au« den Berichten ent-nehmen wir. daß ungefähr 80 Alpinisten sich dort einfand,ii. da> unter Vertreter der Hauptleitung deS D. und Oe. AlpenvereineS aus München, Vertreter aus Innsbruck, dann aus V>Uach und Obeisteier, vor allem selbstverständlich aus Kram und Küstenland ; aber auch auS Böhmen (nämlich Bröx) war sogar eine giößere Anzahl erschienen. Um 1 Uhr hielt der veidienstvoUe Obmann der Sektion Krain. Herr Ludwig, u.rter Pöuersalven die E>öff»u«gsredt mil Begrüßung der Erschienenen und gut» eine Dar» stellung über die Tüiigkeit der Sektion, welche im harten Kam^s mit dem Slowenischen Alpenverein das Deullchtum in diesem schwierigen Gebiet vertei« tig», was von den folgenden Rednern in entiprechen-der Weise anerkennend gewürdigt wurde. Der Ver« treler der Hauptleitung hal dafür auch die weilest-gehende Unlerslützung zugesagl. Bis zum Abmarich gab sich die Gesellichaft in animiertester Stimmung dem erhabenen Anblick der gioleSke» Bergsormen diese« Teiles der Jütischen Alpe» hin und verab« Ichiedelcn sich die Teilnehmer vvtlaus befriedig« gegen den Abei d in herzlichster Wciie. Wir graiul>e>en der eekiion Krain des D. und Oe. AlpenvereineS zu di.s>m lchinen Erfolg. Ausflüge zum Hochstuhl, Triglav und Grintoutz linden, wie fchan kurz gemeldet, anläßlich der H inplversainmluug des Deutschen und Österreichischen Alpenvereine« <» Graz statt, und zwar mit dem Sammelpunkt Klagenjur«. Folgendes Programm wltrde vereinbart: Dienstag den 3. September: Zwanglose Zusammenkunft der auswärtigen Teilnehmer mit den Mitgliedern der Sekiion Klagen» jurt uud des G.iues Karawanken im Hotel Sand» wirt um 8 Ul>r abends. — 4. S ptemder: Vor» mittag» Besichtigung der Stadt und de» Alpinen Museums. Spaziergang zum Kreuzbergl oder Fahrt mit der Elektrischen zum See. A. Abfahrt vom la'la Herw'g» Fuß stockte. Sie sah den Mann und eine Gestalt an seiner Seite; alles Blnt schoß ihr zum Heizen. Plötzlich abe- ebbt« t« zu» rück — deutl'ch erkannte sie j tzt: die Gestalt an Sieinochs Seile war kein Mädchen, es wae ein Mann. Ihr war so erleichlert und doch so ver» wirrt vo» der Entdeckung, daß sie willenlos vor» würtsschrilt, gerade dem Heimke.irenden euigegr». Der halle sich verabschiedet nuv kam jetzt gedankenvoll daher. Blieb dann aber plötzlich stehe», stutzle »nd riß den Hut vom H»ipt: „Fräulein Herwiz — Maria, seh' ich rech'.? Sie sind e»? Welch ein hlück>el>grr Zufall Sie wußte nicht, wie ihr geschal,. Er hielt ihre Hand, und durch daS Grillt»,irp«n hörie sie ihn er-zahlen, mit ticjbewegter und dach so jrendiger Siimine erzählen von der neuen technischen Erfindung, die er gemeinsam mit einem Kollege», der in dem Häuschen am Binsenweg einlvg ert sei. anSge» siihrt, und die sich htnte bei der Probt glänzend bewährt habe. „Nun bin ich ein gemachier Mann," schloß der glückliche Erfinder. „Nnn darf ich meine Hand aiiSstreck.n noch einem geliebte» Leben! Marta Süße, willst Du es mir anvertraue« die« Leben, — willst Du mein sein, mein liebes, liebe« Weib?" Da schwand alles Leid von ihr. Mit tausend Zeichen der Liebe wollte sie ihm abdilleu, daß sie je an ihm gezweifelt, das gelobte sie sich . . . «Sommer« AbschiedSgruß ist süßer »och, al« sein Sonnenschein war . . flustcne sie unter Tränen, während sie ihm selig im Arme lag . . . Seite 4 Deutsche Nummer 71 Hauptbahnhof um II Uhr 52 Min. bis Fnstritz i. R., Ausstieg zur Klagensurterhütte und Nach-tigung. — 5. September: Auf den Hochstuhl, Ab-stieg über das Valvasorhau» nach Scheraunitz. Bahnfahrt nach Aßling. Ausflug nach Beides. Abend» Bahnfahrt nach Moistrana. — 6. September : Durch das Uratatal zum DeschmannhauS <7—8 Stunden). — 7. September: Givßer Trig-lau; Abstieg »ach Uebereinkunft in die Wochein oder nach Moistrana durch daS Kottal. Fahrt nach Klagenfurt (ab Wochein um 8 Uhr 20 Min., ab Leugenfeld um 5 Uhr 47 Min.) und Nächtigung. — 8. September: Fahrt nach Graz (Klagenfurt ab 6 Uhr 154 Min., Graz an 11 Uhr 30 Min., oder Klagenfurt ab 10 Uhr 12 Min., Graz an 1 Uhr 61 Min ). — B. Mittwoch den 4. September: Abfahrt vom Hauptbahnhof um 2 Uhr 30 Mm. nach Eisenkappel, Ankunft um 4 Uhr 17 Min. Wanderung nach Bad Bellach, zwei Stunden. Nach« tignng. — 5. September: Ueber die Nordwand aus den Grintoutz, Abstieg zur Zoishütte und Nach-tigung. 8—9 Stunden. — <>. September: Skuta, Rinkalor, Logartal, Nächtigung im TouristenhauS der Sektion Cilli. 9 »tun>en. — 7. September: Ueber den Pastirksattel nach Eisenkappel. Bier bis fiwf Stunden. Absahrt nach Kühnsdorf um 1 Uhr 40 Min., Ankunft in Graz um 8 Uhr 11 Min. oder Nächtigung in Eisenkappel, und 8. Septem-ber: Ab 8 Uhr 5 Min., Ankunft in Graz 1 Uhr L0 Min. Diese Wanderung erfordert ausdauernde ©«her. Zur Hauptversammlung des D. u. Oe. Alpenoereines in Graz. Die diesjäh. rige Hauptversammlung des D. u. Oe. Alpenver-eines findet bekanntlich in den Tagen vom 8. bis 10. September, also zu einem viel späteren Zeit« punkt als bisher üblich, in Graz statt. Gemäß den Leipziger Beschlüssen ist auch die heurige Tagung eine ArbeilSverfammlung, doch wird die Gastgeberin die Sektion Gra^ für die Teilnehmer einige Fest-lichkeiten veranstalten. Am 8. September abends findet die Begrüßung der Teilnehmer statt, der 9. September bringt die sogenannte Vorbesprechung, die sür den Verlauf der eigentlichen Hauptversamm luug, sür die der 10. September bestimmt ist, von f.roßcr Wichtigkeit ist. Die Tagesordnung der Ber« ammlung wird eingeleitet durch die üblichen Be-richte und Wahlen. In den HaupIauSschuß sind sieben neue Mitglieder zu wählen. Punkt 6 um» faßt den Voranschlag sür 1913. Hier bilanzieren Einnahmen und Ausgaben mit 725.000 Mark. An Unterstützungen für Weg- und Hütttnbauten (Punkt 7) werden im ganzen 360 000 Mark beansprucht. Die weiteren Verhandln« gspunkte stehen in verschiedenen Anträgen. Der erste hievon, vom Haupt-ausschusfe gestellt, befaßt sich mit den Bestimmungen über die Verwendung deS „Fonds sür a»ßeror»ent-lichc Unternehmungen behufs Erforschung von Hochgebirgen". Die salzburgischen und ostbayrischen Sektionen haben einen weiteren Antrag eingebracht, der die Beseitigung der „Hemmnisse, die dem Ge birgswanderer in seinem freien Verkehr in den Al-pen bereitet werd'»-, verlangt. Dieser begrüßen«' werte Anlrag ist jedenfalls durch die unmuterregen-den Weg- und Gebietsabsperrungen im Blünlmch-und Blüntautal im Gebiet zwischen Salzach und KönigSfee veranlaßt worden. Die Sektion JnnS-brück verlangt in einem Antrag den Schutz der freiwilligen Mithelfer an Rettungsunternehmungen durch eine Versicherung gegen Unfall. Der Haupt-auSschuß beantragt hiezu die Ergänzung der Be-stimmungen über alpine Unfallversicherung. Die aka-demische Sektion München hat einen Antrag ge-stellt, nach dem nur solche Sektionen Unterstützungen für Weg« und Hüttenbauten erhaltn, die alle Vor-kehrungen zur Erleichterung der Benützung der Hütten im strenge« Winter tatsächlich treffen. Dieser Antrag ist eine Verschärfung der Beschlüsse der Versammlung von 191 l. Mit dem gleichen Thema befaßt sich auch ein Antrag der Sekiion Braunschweig, der besondere Einrichtungen an den Türe« (horizontale Teilung der Türen) verlangt. Wichtig ist Punkt 5 der Tagesordnung, ein Antrag der Sektion Salzburg, demzufolge der Deutsche und Oesterreichische Alpenverein die Ausbildung der Bergjührer im Skilaus in die Hand nehmen und zu diesem Zwecke Winterbergsührerkurse abhalten soll, deren erster der Sektion Salzburg übertragen werden soll. Unter Punkt 1 j liegt ein Antrag der Sektion Biberach vor, der einen Zuschuß des Haupt. auSschusses zur Deckung von Schäden, die durch ge-wallsames oder unbefugtes Offnen von Hütten ent-standen sind, beantragt. Bisher waren solche Zu-schüsse nur bi» zur Höhe von 300 Mark und nur von 50 Prozent bei Schadens vorgesehen. Als letz- ter Antrag steht noch ei« solcher der Sektion Teplitz (Nordböhmen) auf der Tagesordnung, der eine Er« gänzung der Grundgesetze des AlpenvereinkS in Punkt „Arbeitsgebiet" beabsichtigt, u. zw. soll eine hü!lenbe:itze«de Sekiion das Vorzugsrecht sür alle Weg- und Hüttenbauten haben, die im Umkreis« von drei Wegstunden um ihre Hüllt projektiert sind, wenn bestimmte Forderungen (Anzeige an den Haupt-auSschuß, achlwöchige Frist usw.) erfüllt werde«. Mit dem Punkt 17, Wahl deS Versammlungsortes 1913, schließt die Tagesoidnung. Regensburg ist als nächster Tagungsort in Aussicht genommen. Im Anschlüsse an die diesjährige Haupiversammlung finden eine große Anzahl Ausflüge statt. Strenger Winter, besonders Dezem ber» in Sicht! Wir glauben nicht an den hnn-derijahrigen Kalender, trotzdem er schon wiederholt verblüffende Aehnlichkeiten aufgewiesen hat, z. B 1811 und 1911: heißer Sommcr — gutes Weinjahr. Aber diesmal sind einige „wiffenschastliche" Anzeichen vorhanden, daß der Winter 1912/13 mit feinem weltgeschichtlich berühmten hundertjähri« gen Vorgänger einige Uebereinstimmung haben dürste: Die EiSbcrggesahr im Antlantischen Ozean, die noch selten so groß war wie in diesem Sommer, die bereits Ende Juli aus Russiichpolen, England und Amerika gemeldeten Schneefälle, dazu der auf« fallend kühle und nasse August, lassen schließen, daß^ sich im Norden unserer Halbkugel größere Kälte-' mengen als gewöhnlich angesammelt haben. Aus den metereolozischen Tabellen geht hervor, daß die süns Dezembermonate von 1907—1911 sämtlich zu warm waren, im Durchschnitt um 2'/, Grad. ES steht zu erwarten, daß daS Gesetz des Ausgleiches im heurigen Dezember sich um so sicherer und schärfer geltend niachen wird. Dazu kommt noch eine interessante Erscheinung: Der Jännermonat in Norddeutschland war in diesem Jahr um zirka 2 Grad zu kalt, dagegen in Süddeutschland über einen Grad zu warm; daS ist ebenso auffallend wie selten. EtwaS ähnlich war es auch im Jänner 1879, der im Norden um 2 Grad zu kalt, im Süden normal war; dort solgte einem mäßig warmen Sommer (kühler Juli) ein Dezember, der in Berlin —4 7 Grad, dagegen in Würzbnrg —116 Grad, in München —10 4 Grad im Durchschnitt hatte, hieraus solgte ei» kalter Jänner und Februar. Es ist gut — in Haushalt und Landivirlsch'ft — von einem strengen Winter sich nicht überraschen zu zu lassen. Ein dritter österreichischer Alkohol-gegnertag wird unter dem E:)renvorsitz des Lan-despräsidenten vou Salzburg vom 21. bis 23. Sep-tember in der schönen Hauptstadt deS Salztammer-guteS gehalten werden. Die Leitung hat Hosrat Professor Dr. Weichselbaum, Vorstand des Patha-logisch-anatomischen Instituts der Universität Wien, übernommen. Eine Reihe von Hochschulproiessoren und sonstigen angesehenen Persönlichseilen rufen zur Teilnahme auf. „Alkohol nnd Mililär" und „Trinkerfürsorge" werden, von hervorragenden Referenten behandelt, die Hauptgegenstände der Tagung sein. Ihm werden sich Berichte über den Sland der Alkoholstage in den einzelnen Kronländern gesellen. Die Teilnahme verspricht, wie im vorigen Jahr, eine große und rege zu werden. Liederfest im vurggarten in Graz. Nur wenige Tage trenne» unS von dem Sonntag den 8. d. stattfindenden Liederfelt. für welches sich bereit» in allen Kreisen das größie Interesse kund-gibt. Dies erscheint umso begreiflicher, als schon daS vornehme Bild deS BurggarlenS, in welchem die Stimmen der Sänger erklinge» werden, tem Feste einen ganz eigenartigen Reiz verleiht. Die Proben der sechs Männergesangvereine, welche sich in der uneigennützigsten Weise iu den Dienst der guten Sachen gestellt haben, sind in vollem Gange und es bürgen sowohl die Persönlichkeiten der Diri-geilten al« auch das mit besonderer Sorgsalt ge-wählte Programm für einen eiteienen Kunstgenuß. BtiondrrS erfreulich ist die große Anzahl von Frauen und Mädchen, welche dem Dameitkomiiee beigetreten sind und durch ihre Anmut und Liebenswürdigkeit viel dazu beitragen werden, den Besuchern deS Festes die Stunden im schönen Vurggarten so angenehm alS möglich zu gestalten. Der Festausschuß sieht sich veranlaßt, ganz besonders daraus hinzuweisen, daß jede Ausbeutung deS Publikums grundsätzlich ausgeschlossen erscheint und daß daher an die Besucher deS Festes außer der Zahlung des mäßig gehalteneu Eintrittspreises keinerlei weitere Anforderungen ge-stellt werden. I» dieser Absicht werde» auch die Preise im Kaffeehaus, beim Buffett und in der Kon-ditorei sehr nieder bemessen. Vom Grazer Theater. Man sagt, das Theater fei einesteils Kunsttempel, andecnteilS Un> terhal'ungSstätte. Direktor Grevenberg hat in den Eröffnungsvorstellungen beiden Richtungen Rechnung getragen. Im Schauspielhause gab man für die Literaturkenner und Kunstfreunde Hauptmanns „Rat-ten" und im Opernhaus« ging eine tolle Posse, die daS Zeug zu einem Zug- und Sassenstück an sich hat, über die Bretler. DaS ist eine weise Real-Politik des Spielplans, zu der sich der Idealist Grevenberg durch die Macht der Tatsachen bestimmt sühlt. Daß er trotz diese« Zugeständnisses an den Grundsatz „Primum vivere!' den besten Willen hat, feine künstlerische Sendung zu ersülle«, bezeugt die Liste der zur Aufführung bestimmten Siücke. So wird schon in naher Zeit abermals ein Groger im Reiche der deutsche« Dichtung zu uns spreche», werden wir demnächst mit Kleists gewaltiger „Hermannsschlacht" bedacht. — Die GcsangSposse „Parkettsitz Nr. 10", die schon in Wien daS Hans gcsüllt hat, hat auch in Graz eingeschlagen. Das kritische Skalpell des Literaturweisen muß allerdings beiseile ge-lassen werden, sonst verdirbt man sich die Freude daran. E« ist streng genommen nur ein Gemisch von Ver-wechSIungskomik mit de» allen Typen des Lustspiels, der bösen kantippe und seinem Ehegespous, das Zs-hanneStriebe ansetzt und nach galanten Abenteuer» Verlangen trägt, dann dem keuschen Jüngling, d« eine er»aunliche Metamorphose durchmacht, den ver» liebten Pärchen m t den üblichen Torheiten usw. usw. Das sinnliche Element tritt in Zwei- uud Einden-tigkeiten stark hervor. Die Autoren haben eine« ausgeprägten Sinn sür das Hochaktuelle und Zeit-gemäße. Ein Aeroplan saust durch die Lust, es wird gerodelt und ein Geist zitiert, der Cake-ivalk. der^Apachentanz und andere Grotesktänze stilisiert u. dgl. m. Die Sensation ist aber die Einlrituog, die sich im Zuschauerraum abspielt. £» kommt zwischen zwei Thealerbesuchern zur erregten Auseinandersetzung, die mit einer klatschenden Ohrfeige endet, welcbe Szene ahnungslose Gemüter in nicht geringe Ausregung versetzt. Die Musik hat einige hübsche Lieder beigesteuert. Alles in allem ein Stück, das seinen Berus die Lachlust zu errege«, nicht verfehlt hat. Die Darstellung war eine vorzügliche. Ueber alles Lob erhaben war die zwerchfellerschütternde flo< mik des Herrn Alpaffy und auch Herr Koß trug in Maske und Spiel n cht wenig zur Erheiterung »er Zuschauer bei. Fräulein von Schweikhardt ichof eine richtige, vielbelachte „Zanktippt" und Fräulein Lori Weiser war neckisch uud allerliebst wie immer. Auch Fräulein Delorme und Herr Lauter haben sich durch ihr lustiges Treiben in angenehme Erinnerung gebracht. Ansprüche nach tödlich verunglückte» österreichischen Bergarbeitern. Bei ve» Grubenunglück aus der Zeche „Lothringen" ta Bochum am 9. August sind folgende Oesterreicher verunglückt: Franz Bozic, gebore» 5. August 1893 in Raste«, Bezirk Rann; Juri Jamnisek, gebore« 17. April 1874 in Berze, Gemeinde Doberna, Ät-zirk Cilli; Salobir (Vorname unbekannt), geboren 28. August 1378 in Waditze, Gemeinde Schlemitz, Bezirk Cilli; Franz Gobez, geboren in Bezojowiya be» Cilli. Die Hinterbliebenen mögen ihren Aen-tenansprnch möglichst bald beim österreichisch-ungari-scheu Vizekousulat in Dortmund anmelden. Eine gefährliche Einbrecherband«. Aus Lichlenwald meldet man: An der sttlnschen Grenze gegen Unterkrain im krainischen Bezirke Landstraß treibt eine, wahrscheinlich aus ttrvalie» stammende Einbrecherbande ihr Unwesen und fest die dortige Bevölkerung in nicht geringen Schrecken. Am 27. August brandschatzte die Banoe nachts den Ort Heil -Kreuz. Sie drang in das Geschäft det Kaufmannes Josef Äodric ei», bohrte die Werthen», kasse an und ranble daraus das gesamte Bargeld von 2000 K. Außerdem raubten die Diebe beinah« 5aS ganze Lager an Schnitt- und Tuchwaren im Werte von 3500 K. Bei mehreren Besitzern jähr-ten sie außerdem Kleider- und Wäschediebftähle au«. Bei dem jtausmanne Franz Rnper in Schutna ge-lang eS ihnen, die Auslage auszusprengen, die sie dann vollkommen ausplünderten. Als sie gerade beim Kausmanne Joses Jnrkovic an der Albert waren, wurden sie von ihm überrascht. Bevor sie aber die Flucht ergriffen, gaben sie auf Zurtooic zwei Revolverschüsse ab, die glücklicherweise »ich« trasen. Die Gendarmerie ist Tag und Nacht läliz, um die gefährlichen Bursche« dingfest zu mach», leider war sie bis erfolglos. Ein Nachtwächter, der sich die Kon-trolluhr stehlen läht. Am 1. d. zwischen 10 und 11 Uhr nacht», schlummerte der bei der Alpen-ländischen Baugesellschast in Laibach bcdienstete Nachl- SknninrT 71 »vächter Matthias Dusel in einer Baracke auf dem iLodell-scheu Grunde ein wenig ein. Diese Gelegenheil boenützte der ebenfalls bei der genannten Firma be» dnenstete Arbeiter Adolf KalaS aus Rakonitz i. Böhmen umd stahl dem Nachtwächter die Kontrolluhr, die er lmit einem Riemen am Leibe befestigt hatte. Er «wurde dem Gerichte eingeliefert. Windischgraz. Am 2. d. hielt der Turn-Hierein in Riip's Gasthaus eine Sedanlneipe ab, w'elchc in schöner Weise verlies. Der Kneipwart Hierr Dr. Harps eröffnete dieselbe und erteilte dem Turnbruder Herrn Dr. Balogh das Wort, welcher int beredten Worten die Bedeutung des SedantageS fmr die Ostmarkdeutschen schilderte. Herr Dr. Harpf feiierte dann daS Wirken deS verdienstvollen Turn-u'tari'icllvertrcierS Herrn Gutschek, welcher demnächst vom Windischgraz scheidet, und widmete ihm herz-licche Äbschicdsworte, Ein flotteS »Hospiz" beschloß di« schön verlaufene Kneipe. Windischgraz. (Ein Hetz fe st.) Kürzlich famd am Homecberge in St. Martin bei Windisch-gr,az tint sogtnannte „Slomiekfeier" statt. Daß ts dem Veranstaltern dieser Feier weniger darum zu totin war, daS Andenken an den mit der Bischofs-Wivtze geschmückten slowenischen Schriftsteller zu ßeiern, al» wie vielmehr eine Gelegenheit zn finden, wieder einmal ordentlich gegen das Deutschtum zu hetzen, haben sie glänzend bewiesen. Außer der un« »erweiblichen stattlichen Anzahl „geistlicher Herren" fehllte auch der überaus rührige Abgeordnete Ver-?ov»ek nicht. Abgeordneter Berstovsek hat sich schon so manches an blindwütigen Ausfällen gegen das Dewtfchtum geleistet, daS aber, was er sich am Homncberge geleistet hat, übersteigt alles bisher ge-tvteme, Vor der Kirche hatte er seine Rednerbühne aufgeschlagen und durch eine volle Stunde wetterte er (gegen die deutsche Sprache, gegen die deutjchen lloteerrichtSaustalten, die er VerdummungSanstalten muniUe, bezeichnet« die Deutschen als Blutsauger an tdem slowenischen Volke und dergleichen. Solche Aeusserungen klingen wohl sehr merkwürdig aus dem Muinde eines an einer deutschen UnteirichtSanstalt wirkienden Professors, der sein ganzes Wissen nur der ldeutjchcn Sprache verdankt. Berstoviek ließ sich von seinem Furor soweit hinreißen, daß eS selbst den stockslowenischen Bauern zn toll wurde, und viele verließen den Festplatz, nachdem sie vorher durch? laule Zwischenrufe ihrem Unwillen gegen die wenicz erbauliche Bergpredigt Ausdruck gegeben hatten. Rann. (Schadenfeuer.) Am 29. Auaust brach, im Wirtfcha'tSgebäude des Besitzers Joses Wuccujnk in Tiergarten Feuer aus; das Gebäude würd« gänzlich eingeäschert, Wncajnk erleidet einen Schalden von über 4209 K- und ist bei der Ver-sichern^ nur mit 300 K versichert. DaS Feuer dürfte« dadurch entstanden sein, daß ein unbekannter Manu dort Nachtlager nahm und dabei eine bren-nende! Zigarette oder ein Zündholz wegwarf. 'Rann an der Save. (Ungesetzlicher Ausverkauf.) In Rann wurde das Waren-lager des in Konkurs geratenen Kaufmannes Josef Fereneica! unt^r der Bedingung verkauft, daß ein Au^veerkauf dieses Warenlagers zum Schuhe der ansässisigm Kausmannschast nicht stattfinden darf. DaS ^Warenlager wurde in Bausch und Bogen von einem gewissen Lnka« Senica, Kaufmann in St. Marei:in bei Lichtenwald, gekauft, welchem der Glüubbigerausschuß das GeschäfiSlokal solange als Ma^azljin übetließ, bis die Ware verpackt sein wird. Einige« Tage nach diesem Verkaufe wurde die ganze nähere e und weitere Umgebung von Rann mit Flug zetteln t folgenden Inhalte« überschwemmt: „Ach tung! Großer Verkauf, Achtung! Einer geehrten Bewohihverschast wird mitgeteilt, daß von morgen an, d&'Oi ist Mittwoch den 23. August, die Waren aus de)em Konkurse Fereucak in Rann (im Hause des Hexrrn Levak Nr. 7) werden verkauft werden. Der VLerkauf wird tief unter den Fabrikspreisen stattfiuwden, Seiner versäume die günstige Gelegen-heil, dcda der Verkauf nur kurze Zeit dauern wird. KonturSrs Ferencak." Tatsächlich wurde auch mit dem BLerkaufe unter Leitung des Anton Verbic, Kaufmatanne« in Lichtenwald, begonnen. Sämtliche Ranner t Lauflnite, Deutsche und Slowenen, ver-langten » von der k. k. Bezirkshauptmannschaft die EinstellUIvug dieses Verkaufes; im Laufe der Ver-handlunjwgen stellte es sich heraus, daß der Flug-zettel detxr k. k. Bezirkshauptmannschast nicht vorge-legt worvlden ist und daß weder um die Bewilligung zum Beöetliebe eines GcmischtwarengeschäfteS noch um jene ernanes Ausverkaufes — denn nur um einen solchen l handelt eS sich bei Verkaufspreisen unier den FabiabrikSpreisen — angesucht worden ist. ES wäre da daher dem LukaS Senica gar kein Unrecht geschehenen, wenn der vom Reserenlen herausgegebene Deutsche Zwarlft Erlaß aus Sperrung deS Geschäftes vollzogen wor-den wäre. Allein weit gefehlt. Der Herr Bezirks-hanptmanu Walter Graf Attem« liey den Leiter deS Ausverkaufes, Anton Verbic, kommen, dieser meldete eine Filiale in Rann an und auch der Flugzettel wurde gegenstandslos, da Anton Verbic erklärte, der angekündigte Verkauf unter den FabrikS-preisen beruhe auf einem Irrtume. Damit gab sich der Herr Bczirkshauptmaun zufrieden. Wir aber fragen: Warum hat der Herr k. k. Bezirkshaupt-mann nicht die Sperrung des Geschäftes verfügt, da es sich nach dem Inhalte der Flugzettel offen-kundig um einen Ausoerkanf unter dem FabrikS-preise handelt, wozu die Bewilligung der Landes-behörde ersorderlich ist? Glaubt der Herr Bezirks-hauptmann, daß Anton Verbic berechtigt ist, in seiner ihm vom Herrn Bezirkshauptmanne mit Uim gehung der Genossenschaft der Kaufleute bewilligten Filiale die Waren des LukaS Senica auszuverkaufen? Glaubt der Herr BezirkShauptmann, daß ein verschleierter Ausverkauf den Schutz der Be-hörden durch Bewilligung einer Filiale stattfinden darf und daß dieser Vorgang gesetzmäßig ist? Wir hoffen, daß wir in kürzester Frist eine die Ranner Kaufmannschaft befriedigende Antwort erhalten wer-den und ersuchen die Grazer Handelskammer, auch ein Wort mitzureden. Monatsausweis des Einlagenstandes gegen Kassenscheine und EinlagSvüchcr der f. f. priv. Böhmischen Union bank: Stand am 31. Aug. 1912 . K 76,750.623.38 Vermischtes. Deutsche Truppenübungen auf öfter-reichischem Boden. Blätiermelduugen zufolge wurde die Bezirkehauptmamischast in Bilek davon verständig«, daß anfangs September deutsche Truppen, die entlang der österreichischen Grenze ihre Manöver abHallen, die österreichische Grenze übertreten werden. Die BczirkShanpimaunschast hat die Gemeindevor-steh« der Grenzorte hiervon mit drm Bemerken benachrichtigt, daß den Truppen bei ihre» Uebungen aus österreichischem Gebiete keine Schwierigkeiten in den Weg zu legen sind. Aus ..HeimgärtnerS" Tagebuch". Im Septemberheft des ..Heimgarten" läßt sich Peter Rofegger über das Fraueiistimmrecht vernehmen: .Ob die Frau sür Wahlen »nd Parlamente daS Stimmrecht erhallen soll? sragt anch mich ein reichsdeulsches Blatt. Ich denke, daß die deutsche Frau sür die Ehre dankt. Ihr ist es lieber so. wie eS bisher war: Der Mann regiert den Staat und die Frau den Mann." — An anderer Sielle plan-der« der Heimgärtner: „Bürgermeister Lueger wurde einmal zur Rede angelassen, weshalb er die Maria-zeller Wallfahrten so begünstige. Darauf soll er geantwortet haben: „Ich bitt Sie, was woll'n S' denn? El was müssen die Leut doch haben. Sonst lansen s' mir ins Ueberbreltl oder ins Unterbrettl." An diesem Wone hat man Frivolität finden wollen. Wäre es nicht richiiger, man sagte hier anstatt Frivolität — Menschenkenntnis?" St. BnreaukratiuS! Im Amtsblatt der Wr. Ztg. fordert das Bezirksgericht Innere Stadt die Erven des am 14. November lt52 verstorbenen Grafen Franz Palffy aus, dessen Verlassenschast zu beheben, widrigenfalls diese nach der festgesetzten Frist dem Staate anheimfallen würde. Die Ver-laffenschast des Grafen beträgt, wie daS Amtsblatt bemerkt — einen Heller bar. Japanische und chinesische Zeit-r e ch n u n g. Im Anschluß an die Behauptung beim Tode deS japanischen Kaisers, daß die Dynastie deS Mikado bereu» seit mehr als 25 Jahrhunderten über Japan regiere, weist der Mandarin Li Chao-Pe im „PariS-Journal" darauf hin. daß sich historisch genaue Nachweise sür daS Bestehen der japanischen Dynastie erst seit dem dritten Jahrhun-dert unserer Zeitrechnung erbringen lasten; alles weitere verliere sich im Dunkel der Sage. In China dagegen lasse sich die Zeitrechnung 4610 Jahre zurückversolgen und sie finde einen zwingenden Be-weis in den seit diesem Zeitraum vorhandenen Sonnen- und Mondberechnungen Vor etwa einem Jahrhundert wurden diese chinesischen astronomischen Auszeichnungen von europäischen Gelehrten nachge-prüft und durch diese Prüsung der Nachweis sür ihre Richtigkeit und Genauigkett erbracht. Die Seite ö älteste Berechnung geht zurück bis etwa in» Jahr 2200 v. Eyr. und die Astronomen unserer Zeit haben daS Ergebnis dieser Berechnung bestätigt. Henchtssaal. Wegen Diebstahls verurteilt. Der Vagant Josef Grill au« Fraßlau, der vor kurzem die ZwangSarbeitsanstalt in Laibach ver-laffen hatte, wurae nach wiederholler Borbestrafung ob Diebstahls neuerlich wegen Verbrechens de» Diebstahls zu acht Monaten schweren Kerker» ver-urteilt. — Der 33 jährige Taglöhner Anton Bolte aus Franz brach am 13. d. in Schwarzenberg in da» Haus der Maria Kamnik ein und stahl daselbst zwei Zwanzigkronennoten, eine silberne Uhr samt Kette, einen Reoolver und eine Geldtasche mit einigem Kleingeld. Bolle ist seiner Handlung ge-ständig und gi t an, den Dievstahl ans dem Grunde ausgeführt zu haben, weil ihm Kamnik noch elwa» schuldig war. DaS Urteil gegen Bolte lautet aus sechs Monate schweren Kerker, verbunden mit einer Faste und einem harten Lager monatlich. Aufgehetzt. Im Monate Mai bat die BesitzerStochtcr Agnes Cvetko den 17 jährigen BesitzerSsohn Leopold Smech, er soll den Barilmä Vinkovic durchprügeln, da dieser sie angeblich beschimpft hatte. Smech begab sich tatsächlich in die Wohnung des Binkovic, versetzte ihm mit einem Stocke einen Schlag auf dre linke Hand und flüchtete sich dann aus dem Hause. Bin-kovic, über den unerwarteten Ueberfall erbost, folgte dem Zmech nach. Smech ergriff sogleich auf An-raten der Coetko ein Holzscheit und warf dieses mit einer solchen Wucht dem Binkovic in die Schläfe, daß er ohnmächtig zusammenbrach »nd erst nach einiger Zeit wieder zu sich kam. Binkovic erlitt eine Gehirnerschütterung. Agnes Coetko wurde bei der Donnerstag durchgeführten Verhandlung zu zwei Monate« und Smech zu einem Monate Kerker ver-urteilt. Schwurgericht. Totschlag. Am Montag begann die erste Schwurgerichts-Verhandlung unier dnn Vorsitze des k k. HosrateS und KreisgerichtSpräsidenten Dr. Max Bouvier ge» gen den Li jährigen, wegen Verbrechens de» Tot« 'chlages angeklagien Taglöhner Martin Kink auS Beezje. Die Anklage vertrat der Staatsanwalt Dr. Friedrich ©rO>'ii;. Der Tatbestand ist nach der Anklageschrift sol-gender: Am 28 April 1912 kam Martin Kink, nachdem er den ganzen Tag in mehreren Gasthäusern gezecht halte mit Dominik Soln gegen Abend in den Buschenschank des Franz Bobek in Presladol und setzte sich dort an einem Tische, an welchem schon eine Tischgesellschaft Platz genommen hatte, neben Franz Mes öet. Nachdem er dort längere Zeit verweilt hatte, enlstand zwischen ihm und Kranz MeS (et ein Wortwechsel, weil er in seinem ange-heiterten Zustande vermeinte, Mesieek habe ihm den Hut vom Kopse geworfen. Der Zank ging bald in Tätlichkeiten über, indem sich die beiden einander gegenüderstehend mit den Händen gegenseitig bedroh-ten und schließlich auch schlugen. Plötzlich sank äranz Mest> et zu Boden; Kink fiel aber über die Schwelle der KeUeriüre hinaus. Mesieek halte von Kink mit einem starken Taschenmesser einen Stich in die linke Augenhöhle erlitten. Der Stich drang bis in das Hirn und verursachte dort eine Blutung, welche bann eine Gehirnlähmung zur Folge hatte. Der Stich war absolut tätlich. Martin Kink gibt vuS Tatsächliche diese» Vorganges zu, verantworte» sich jedoch einerseits mit Volltrunkenheil und ander-seiiS nach mehrfachen Schwankungen mit Notwehr. Die Bolltrunkcnheit ist aber nach Aussage der Tat« zeugen und nach den eigenen Angaben des Beschul-digten, aus welchen sich fast eine lückenlose Erinne-rung ergibt, nicht erwiesen. Die Behauptung de» Beschuldigten, Franz Mesiöek habe ihn mit einem Prügel über den Kops geschlagen und in einen Zaun geworfen, widerspricht dem Zeugnisse aller jener, welche den Vorfall unmittelbar beobachtet haben; feine leichte Verletzung hatte er offenbar beim Sturze über die Schwelle erlitten. Das Motiv zur €citt 6 D^tchüie Wacht ürrnicv 71 Tat ist demnach nur in der Rauflust zu such««, j welche der Beschuldigte nicht nur an diese» Tage, sondern auch schon öfter zuvor gezeigt hat. zumal in der Hand deS Mesiiet niewand ein Meffer oder sonst ein anderes gefährliche« Werkzeug gesehen hat. Nach durchgeführtem Zengenverhör und nach dem Gutachten der Sach-verständigen stellte der Gerichtshof an die Ge-schworenen die auf sBerbrechen des Totschlages lautende Hauptfrage, welche die Geschworenen ein« stimmig bejahten. Auf den Wahrspruch der Ge-schworenen hin wurde Martin Kink unter Berücksichtigung vieler mildernder Umstände zu sechzehn Monaten schweren Kerker, verbunden mit einer Faste monatlich, verurteilt. Altertei. Kürbissuppe. Um Suppe aus den besseren Sorten zu bereiten, werden genügend große Stücke geschält, in Würfel geschnitten und ausgewallt ; hieraus läßt man sie abtrocknen und treibt sie alsdann durch ein Sieb. Nun wird ein halb Liter Milch gesotten, in diese werden etwa zwei Semmeln eingerührt, der Külbisbrei dazu getan, noch etwas abgekocht und dann die Suppe ange-richtet. Dieselbe muß die Dicke einer ReiSsuppe bekommen. Beim nervösen Kopfschmerz ist Ruhe und Schonung vor Anstrengungen notwendig; grelles Licht ist vom Uebel. Die Diät soll eine kräftige, leichtverdauliche und ziemlich knappe fein, waS Ins« besonders bei dem Kopfschmerz, der auf BerdauungS-ftörungen beruht, sehr zu bemerken ist; außeldcm sind auch eröffnende Klystiere am Platze Bei rhcumotifchrm Kopfschmerz sind warme Umschläge, Einreibungen mit Eensgeist und vergleich n fehr nützlich. Halbseitiger Kopsschmerz — Mig'äne — wird durch Beimeidung aller Ausregunge», Ruhe und Aufenthalt in einem kühlen, dunklen Zimmer bekämpft. Bisweilen sind auch Klystiere, Brause-Pulver und kalte Umlchläge von großem Nutzen. Schrifttum. Prochaskas Illustrierte Jahrbücher. — Illustriertes Jahrbuch der Weltge-schichte, herausgkgebkn von Albin Gcyer. Zwölfter Jahrgang — daS Jahr 1911. Mit einem T'til bilde und zahreichen Trxiillustratiouen. Kartoniert Mk. I ü0. Verlag vo» Karl P>ochaika. Wien, Teschen, Leipzig. — In flüssiger, fesselnder und anregender Schreibweise biet« der Versaffer. ein ge-biegen« Kenner der Geschichte und Politik, mit ein« vortiefflichen Uebersicht über die Weltlage beginnend, eine wohlgeordnete Darstellung Üb« alle wichtigen politischen Ereignisse in den europäischen Groß-, Mittel- und Kleinstaaten und zieht auch, soweit sie sür Europa bedeutungsvoll sind, alle politischen Bor« !^änge in Amerika, Asien und Asrika in den KreiS einer Betrachtung. DaS schön und reich illnstrieue Jahrbuch ist zur schnellen und leichten OUentierung über die politischen Ereignisse der jüngsten Zeiige« schichte vo>züglich geeignet und bildet eine willkom-mene und gewiß allen Ansprüchen genügende Ergän-zung )ii jeder Weltgeschichte. Es verdient die weiteste Verbreitung. Bibliothek für Alle. Illustrierte MonatS-bände für jung und alt. Zeder Band 75 Hell«. R. Lechner u. Sohn, Wien 1., Seilerstätte 5. — Vom vierten Jahrgang dieser i»t«effanten, volkS« tümlichen Bibliothek liegen unS die letzten zwei Bände, 12 und 13, zur Besprechung vor. Auch diese beiden neuesten Bände bringen auf zusammen 384 Seiten einen so umfangreichen Lesestoff unter-hallenden und belehrenden Inhaltes, daß selbst der anspruchsvolle »nd verwöhnte Leser über diese Fülle staunen wird, zumal wenn er den verhältnismäßig sehr billigen Preis in Betracht zieht. Eine ins Auge springende Eigenschast dies«, jedem Buchn« schranke zur Zierde gereichenden Bibüoihek ist die große Sorgfalt, die sowohl aus den geistige» In-halt, wie auf die technische Seite: Druck und Aus-stattung, verwendet worden ist. Auch die zahlreichen intereffanten Illustrationen zeichnen sich dnrch Klar« heit und Schärfe aus und stechen dadurch vorteil-haft von mancher illustrierten Wochenschrift ab. flii« dem wertvollen Inhalt seien nur ein paar Aussähe genannt. Band 12: „Die Menagerie der Bühne" von Otto Ewald, „Die Frau als Kvmponistln" von C. Gerbard, „Alter und nener Hausschmuck" von Oskar Wiener Prag und „Moderne Sporimedaillen' von Hans Herzberg. — Band l3: „Japanische Badeorte" mit 12 interessanten Illustrationen, „Der elektrische Fernschreiber" nnd „Unierbaltungsspiele mit Münzen" von Erich Pofseli. — Daneben e»t-hält jeder Band zwei große spannende Romane von Heinz Hesdin und William Kahn, floti geschriebene Novellen und Humoresken und eine umsaugrciche Humor- und Rätselecke. leb Mg. Sie Wen mli «I i Zeit [W] sich in» Bett JU legen, wnn Sie HaIMmer,e» I bähen oder wenn ein Katarrh Sie quält. Mache» I Sie'S also w e ich: Spüre ich auch »tot die nennjfte I Beschive-de, bann nebwe i LHJ dener Mineral-Pastillen nach Borichriit. Die bade» mir «och immer geholsen und ich babe nichl eine Stund« aus dem Geschäft bleiben müssen, seit ich die keinen Dinger bei mir trage. Lassen Sie stch raten und machen Sie'« ebenso I Sie werden'« ge-miß nicht bereuen. Die Schachtel kostet nur Kr, 1.25, achten Sie aber, daß Sie keine Nachahmung erhalle». Um sichar zu («Hm, verlange man ausdrücklich du weltberühmte HunyadlJänos Saxlehner'» natürl. Bitterwasser. ^ MEINE ALTE Erfahrung ist und bleibt, baß zur Vertreibung vo» Sommeiiprosse» sowie zur gilangung und Srhatiung einer »ane», weichen Haut und ein«« weihen Teint« keine besser« Seife existiert al» die welibe'annte S.eckenvserd - Litienmil, erhältlich in Apotheken, D>»> geri»n, Parfümerie> unb allen einiidtägiaen Geskl äste». . Te»^>eichen bewährt sich Bergmanns Lil>encr»me M a n e i o" wundert»»' jur E>ba tung jailet. weiher Tamenhünbe; in Tuben zu 70 h überall rrtäiiliit WM arci aj. 14t»{«: 4« idien stark nütSefellttllfct. MnmmH r* Vlvteljahf InCiNMlurr tat ]|b fiiJfJ Scilefil, fnlässlich des Hinscheidens meiuer teuren unver-gesslichen Gattia erlaube ich mir allen Freunden und Bekannten, sowie dem Obmann der Schuh-machergenossenscbaft Herrn Jobann Berna für die Teilnahme meinen innigsten Dank abzusprechen. Michael Maeek Schuhmachermeist r und Hausbesitzer in Cilli Mädehenheim des Hausfrauenschulvereines in Cilli (vormals Institut Haussenb üchl). Das H im, das in Veibindung mit der öffentlichen Volks-, Bürger-» Handels- und Hrtusfrauensrbolt» sleh% nimmt Mädchen, die eine dieser Angaben boudien wollen, in voizögliche gesunde Verpflegung, sorßßliic« Riiiehiinir und »h»tt« Beaufsichtigung. Kost- und WohnungsgeU monatlich 70 Kronen. Ausführliche Ausnahmsbedingungeo sieben ko»ien-los zui Vi-iin^uiig. Vi.iii"idereines in Cdli, Piau Leopoldine Hakusch. 18777 *21 ii e u< f i e über die im städt. Schlachthause in der Woche vom 26. August bis l. September 1912 vorgenommenen Schlachtung!», Fahl karten- nnd FrachtsGkeine nach Amerika kCtigL belgischer Pustdampfer der „Red Star Linie von Antwerpen4, direkt nach New-York nnd Boston komm«, tod der höh. k.k. Ssterr. Regierung Man wendo sich wegen Frachten un<: Fahrkarten an die K«*d Nt»r Mnle in Wien, IV., Wirdnergtlitel 6 Julliin l'o|i|»rr in Im ►l'imk, Sfidtwhnfrlraase rmim llolrne / iha< h, UabnhofalraMe 41. sowie die Menge und (Ballung des -inqeiühnen FlelicheS. Name de« Fleischer? C "' «>U-ti ■ N»r, fif'* HUlff kv • * . t &tiiyl?ttil)ited rtlend) in AilOv)tainv | >ü e % U O 5 1 5 « § X tiutickiet Jatob .... 2 _ — — — ^iirdrich Johann . . . — 2 — - • — — — — - — — — —• Junger ........ 1 — 3 — 10 — — — — - *— — — — !S7 — 1 — 1 3 — — - — — — — 28 — koffär Ludwiq .... — - 2 — — — - - — — — — — — — L««toicdet Jatob . . . — 2 — — 5 3 - - — — — — • — — 12 Hrbeu'chegg Joses . . . — 8 - 16 — - — — - — — — - 42S — - 9ieiener Joses..... — — 3 — - 4 - — - — — — — M — ©illal ,\tanj..... — 2 — — 1 — — — — — — - - Lteijer....... 2 — — 4 I — — — — — — — — öuppan....... — 4 — — 8 1 — — — - — —■ — ~ 1 Uiiegg Rudois .... — — — — 1 1 — — - — — — — — HoUgruber gränz . . . 8 — — 3 2 — - — 4 «en und iiu Namen ihrer Kinder Eugunie. Gl*«t rblichen Deberreste de« teuren Verbliebenen werden Freit«;» den 6. d. M. U>n 4 Chr nachmittags vom Sterbehaase Herrengasse 12 auf dem Umgebungssriedhose beigesetzt Die heilige Seelenmesse wird Samstag des 7. d. M. um 8 Dl.r früh in der Marienkirche gelesen weiden. Emil Brandeis Hopfen-Kommissions-Geschäst 3>J" üinberg Städtische Hopfenhalle Nr. 6 empfiehlt sich zum Verkauf von Hopfen zum höchstmöglichsten Tagespreis. Beeile Bedienung. Kniante Bedingungen. Realitäten -Verkehrs-Vermilllung dar Stadtgemeinde Cilli. Ländliches villenartiges Haus mit 2 Wohnungen Z. mmer, Küche aamt Znhehstr; Acker, Oisrten. \V>inhe>keo und Obstbäume. sowie Wirtschaftsgebäude, ausge-zeichnete > rtragslibige Weiufech.ang. 8«br i rciswürdig. Sttadthaus in Cilli, «in- «Nockig. mit Vorgarten und Grnnd-sttficken, die «ich vorzüglich als Itau-«TT0ii. Ziusu.mern, Köctie uud Garten in der unmBittelbaren Nähe von Cilli. n b t Bamogrcnd. ist sofort preiswUrdig an verkrkauten Eine Realität bestehend aus Wolmhan*. Wirtschaftsgebäude und Scheuer mit % J"«h grossem eingetonnten Gemüsegarten sowie I Joch Wiens, 10 Min vom Kurorte Rohitsch-Sauerbrunn entfernt, zu verkaufen. 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