Lchristltilunq: Rathausgasse Nr- 5 1rtrpljait 9it. tl, Intmitbon. CrteARinbc läjliA (nli ■««snttnt bet erntn- n tiflf vo» 11—1» DU' vorm. H»»d!chirib.-n wnbcn nitfi! iumtfgegeben. nimenlof» ®n->e»bnii«ni »ta» deiüSsichligt. S»kiillbigii»gi» MMM! die »kri»»lllli»g gi»e» »rrechnr", ber dilliijft k». ««Oellltn Äcbühren entgegen. — Bei ©ifbtTboluitstit Prel«-HW)i< ®tc .Teatiä* Oo 1t" et «brist lebe» TOitlae® ant €am«U( •beitb«. SoRfjnrtd(it''.*ons» so es«. Verwaltung: RatbauSqasse Nr. 5 Telephen Rr. tl. iilmttbaii. vezuzSdediazunge» Inti» ble Vaft bqtzn, i »»rrtriis&tij , . .1 I8st H-U,iädt><, . ... K 6*40 «anjJ 6-iä . . . . K ft 90 gilt 811(1 mit jllllfBttBq int H»»t: ««IlOll-a . . . . K I I» •itrltlWttig . . . K S — Halb«>»nt . . . K «-— Vanütbrte . . . . K IS.— gilt« SutTaab ethtde» ft« ble S<3agtqebätT(u in ble bitetm #«lfnb«iij»-®ttttl|t™. SiiWlcitrte *bon-emtntl teilen bit jat Hbb<|trSiil|. •Hr 03. Eisst. Samstag» 7 August 1909. 34 Jahrgang. Deutschfreiheitliche Adgr-ardnetenliesprechung. In Marburg a. d. Drau hat dieser Tage eine unverbindliche Aussprache mehrerer deutschsreiheit-licher Abgeordneter aus Steiermart und Kärnten über aftucile politische Fragen stattgesunden. Hier« bei konnte festgestellt werden, daß der von den slo-venischen Obstruktiouisten gebrauchte Borwand der Kmetenablösung in Bosnien, hinter welchem sie ihre wirklichen Absichten verbergen wollten, nunmehr von ihnen selbst sallen gelassen worden sei, indem die slovenischen Abgeordneten in den Versammlungen offen erklären, sie würden die Obstruktion bis znr Erlangung der vollen politischen nnd nationalen „Gleichberechtigung" des slovenischen Volkes fort-setzen. Solche Drohungen können aus die deutsch-freiheitlichen Abgeordneten keinen Eindruck machen. Wenn Regierung und Mehrheitsparteien die Her-stellung der Arbeitsfähigkeit des Parlaments ernst-lich wollen, werden sie diese auch erreichen. Eine schwache Regierung, welche vor den slovenischen Drohungen zurückweicht, wird natürlich die ersorder-liche Kraftprobe nicht bestehen könne». Rechnet die gegenwärtige Regierung noch länger aus die Unter« stützung durch die deutschnationalen Abgeordneten, so dars sie vor der slovenischen Erpressertaktik keines-falls zurückweichen, deu Slovenen, deren Vertreter jede fruchtbringende Tätigkeit des Parlamentes hin» Kritz Meuter. „Zum Tode!" So lautete das Urteil, welches im Jahre 18Ä6 dem deutschen Dichter Fritz Reuter, dessen Erzählung, „Aus meiner Festnngszeit," wir in unserer Beilage „Südmark" beginnen, verkündet wurde. Wofür? Weil er am hellichten Tag aus dem Marktplatz in Jena die Farben schwarz-rot-gold trug, weil er sich nebst seinen Komiltonen für die Einigung Deutschlands begeisterte und mit ihnen mit frischem, fröhlichen Studentenmut daS Lied „Deutsch-land, Deutschland über alleS" sang. „Heute singt eS ungestraft alle Welt," erzählt er in feiner „Festungszeit", ,,nnS verurteilte man damals zum Tode;" wehmütig zeigt er später bei einem Turn-fest in Berlin daS graue Gebäude der HauSvogtei seiner Frau und schmerzbewegt spricht er. ans die vielen schwarz-rot-goldenen Fahnen der umliegenden Häuser weisend, zn ihr: „Sieh Frauchen, das hab' ich alles mitbezahlt." Die Erinnerungen, die die Hausvogtei in ihm lösen, vergällen ihm die Freude am Turnseft und er verläßt mit seiner Frau Berlin. Es sei hier gestattet, ein merkwürdiges Spiel des Zufalles einzuflechteu. Zur selben Zeit, als Fritz Reuter das Todesurteil verkündet wurde, saß am Berliner Stadtgericht ein junger Edelmann als Aus-kultator — Otto von Bismarck, jener Deutsche, dessen gewaltigen Titanengeist die Ideen, sür welche Fritz Reuter und Hunderte von jungen Studenten so schwer büßen mußte», viernuddreißig Jahre später zur weltgeschichtlichen Tatsache führte. Die Todesstrafe wurde nicht vollzogen. Der König von Preußen begnadigte die jungen Bor-kämpfer für das heutige Deutschland. Diese Gnade hieß: „Dreißig Jahre Festungsgesängnis." Ich er« lasse eS, dem Willen des Berjassers der „Festnngs-zeit" folgend, der es ohne Groll und ohne Räch-sucht gegen seine ehemaligen Peiniger verstanden hat, „von Disteln Feigen zu pflücken," hier die seelischen und körperlichen Leiden zu schildern, denen dern, aber auch in keiner Weise entgegenkommen. Mit großem Befremden ist in allen dentschen Kreisen das Verhalten des Finanzministers wegen der Er-richtung einer StaatSgewer beschule in Laibach auf« genommen worden. Vermag die Teilnahme deutscher Vertrauensmänner an der Regierung den verwerflichen UsuS der Gewährung von politischen und nationalen Zugeständnissen an die Slaven nicht zu beseitigen, so entfällt selbstverständlich sür die deutsch-sreiheitlichen Abgeordneten jede Rücksicht und sie werden ihre Haltung darnach einrichten. Eine Par-lamentarisierung des Kabinetts hätte jetzt keinen Zweck, außer den, den Slovenen einen Platz im Kabinette einzuräumen. Die normalen Verhältnisse im Parlamente sind nur durch ruhige, besonnene und kraftvolle Ausdauer der arbeitswilligen Parteien herzustellen. Zu einer solchen Arbeit sind die deutsch, freiheitlichen Abgeordneten stets bereit. Diese im engeren Kreise besprochenen Anschauungen dürsten anch bei der Linzer Konserenz einmütig zum Aus-drucke gelangen. _ Dir windische Agitation für die Dbstrnktion im Herbste. Obstruktion im Herbste! Das ist jetzt das Losungswort im windischen Lager. Die windisch-klerikalen Abgeordneten halten überall Wählerver- | sammlung ab. bei denen sie den Wählern vormachen, daß das iloweniiche Volk unterdrückt werde und daß nur die Obstruktion helfen könne. Namentlich die Portefeuillestreber Sustersic und Krek wollen durch-aus eine Krise haben und bezeichnen sie als „natio-nale Noiwendigkeit". Diese krankhaften Anstrengungen der Windischklerikalen haben weiter keinen Zweck, als über ihre Mißerfolge in der Sommersession hin« wegzukommen. Daß in ihren Argumentationen der gemeinsame Kamps aller Slawen gegen das Ministerium Bicuerlh die Hauptrolle spielen muß, ist selbstverständlich. So schreibt der „Slovenec" in seiner Nummer vom 4. dS.: „Alles deute« darauf hin, daß sich die Deutschen, welche gerade jetzt wieder vollkommen uneinig sind, vor dem geeinten Vorgehen der Slawen im Herbste fürchten. Trotz kleinlicher Differenzen im slawischen Lager hoffen wir, daß die Liebe ;um Slawentum siegen wird. Die geschlagene Regierung!« armee muß im Herbste eine mächtige geeinte Phalanx vorfinden, die eS dem Ministerpräsidenten zeigen wird, daß es in Oestreich unmöglich ist, ohne die Slawen oder gar gegen sie zu regieren." Hoffentlich hat die Regierung nicht jetzt schon ein Zuckerl sür diese Schreihälse bereit, um sie zu beruhigen. _ Politische Rundschau. Jnnland. — Obwohl bisher weder der böhmische Landes-ausschuß noch die deutschen Abgeordnetenkreise hievvn eine offizielle Verständigung erhalten haben, bezeich- diese jungen, hoffnungsvollen Menschen auf den Festungen ausgesetzt waren. Jene von unS, welche sich heute ungestraft der Freiheit unseres schönen, völkischen BannerS, dieses herrlichen Gemeingutes des idealen AlldentschlandS erfreue», werdcn es selbst süh.en können, was unser Dichter und seine Ge führten litten. Sieben Jahre verbrachte er auf verschiedenen preußischen Festungen, bis ihn eine all-gemeine Amnestie erlöste. Erlöste? Bon der Finsternis der Festungshaft ja. Aber sie stieß ihn gleichzeitig in eine andere dunkle Zukunft, die mit all ihrem Schrecken in der Frage: „Was nun?" vor ihn hintrat. „Was nun?" frug ihn sein besorgter Bater. „WaS nun?" frug er sich selbst. Er sühlte sich unter seinen ehemaligen Spiel« und Schulkameraden wie ein Baum, dem alle Zweige abgeschlagen waren, während seine Altersgenossen frisch grünend empor-wuchsen. Er hat Jurisprudenz studiert, aber die Festungshast brach dieses Studium jäh ab; er hatte Talcut zum Zeichnen und Malen. aber in der Festung konnte er sich nicht weiter ausbilden; er hat Lust und Liebe zur Landwirtschaft und wird Landmann, aber es schlt ihm an Geld. Da greift er in seinem Elend zum Posten eines Schulmeisters und gibt Stunden zu zwei Groschen. In dieser Not schickt ihm Gott ein Wesen, das ihn liebt, empor-hält, sein Talent erkennt und ihn sanft durch den ChaoS seelischer Leiden zur Höhe sührt. ES ist seine Frau — sein „laiw Lowising". DeS Abends, nach getaner Arbeit, schreibt er Erzählungen und Gedichte; sie erscheinen gedruckt und zum kargen Entkommen des Schulmeisters gesellt sich das Honorar des Ber« legers. Seine Erfolg: geben ihm Mut, er schreibt größere Erzählungen, nimmt in Neu-Brandenburg seinen dreibändigen Roman, die „Stromtid" in An« griff, welchen er in seiner Villa am Fuße der Wartburg zum glänzenden Abschluß bringt. In diesem Werte offenbart sich seine ganze dichterische Kraft, ersaßt er mit seiner, ihm eigenen vollendeten Kunst sein Miliue, die Welt der Unbeachteten und Kleinen, die er uns in den lebhaftesten und frische-sten Farben schildert. Seine Kunst, selbst aus tragischen Ereignissen, seelischem Elend, verzweiselten Taten, drückender Armut das Komische. Heilere heranszufinden, sührt ihn bald zum Ruhm, Reichtum und Glück. Er, der ehemalige Königsmörder und Deliquent wird ein Freund von Fürsten, ein Freund Bismarcks und stirbt in hohem Alter geachtet nnd geehrt als deutscher Klassiker. Für uns, die wir im steten Kamps um unser VolkStum stehen, ist es von Interesse zu wissen, welcher Gesinnung Fritz Reuter war und es erfüllt unS mit Freude, ihn als einen strammen völkisch Gesinnten bezeichnen zu können. Seine letzten Verse galten uns. Zum Jubelseste der „Lese- und Rede-Halle der deutschen Studentenschaft in Prag" dichtete er solgende Zeilen: Kein Preis Ohne Fleiß, Ohn' Kampf kein Sieg, Kein Fried' ohne Krieg, Drum kämpfet wacker Ihr deutschen Böhmen, Kein Teufel soll den Sieg Ench nehmen. Der Uebersetzer. Der versäumte Kuß. Skizze von Marie Stahl. Der Südwind ging wie leise schwingender Harfenton durch das junge Laub und ein schwerer süßer Faulbaumduft tastete über dem stillen Garten. In einer der versteckten, von wildem Hopsen und Waldrebe umrankten Lattenlauben saß Arnold Heller im leichten Sportkostüm, das Fahrrad hinter einem Lindenstamme verborgen, und spähte mit brennenden Augen den Pfad hinunter, der sich in goldgrünen Blattschatten verlor. wtu — neu tschechische Blätter aus Grund der ihnen von führenden tschechischen Politikern erteilten, aus Re-gierungSkreisen stammenden Jnsormationen den 27. September mit großer Bestimmtheit als den Einberufnngstermin einer dreiwöchentlichen Herbst-session des bölimischen Landtages. Es ist anzunehmen, daß diese Nachricht bald ihre osfizielle Bestätigung erhalten wird. — Das letzte „St. Bonifazins-Blatt" enthält folgende Ausspriichc über die Südmark: Die Zu. geHörigkeit zur Südmark ist jedensalls mit dem Standpunkte eine» Katholiken unvereinbar. Hier ist das Deutschtum nur der Borwand für eine neue Art der Protrstantisterung. Bisher wurden sast ausschließlich reichsdeutsche Protestanten von der Süd-mark angesiedelt. Sowohl die Germauisierung als die Protestantisierung scheint der Zweck der Süd» mark zu sein ... Wir raten zum Beitritte zur „Ostmark". — Berleumdungen, die bereits wider-legt wurden, zu wiederholen, kann sich nur ein so perfides Blatt wie das an den Kirchentüren feilgehaltene „Bonifazius-Blatt" leisten. Ungarn. Nach einer Mitteilung der rumänischen Blätter befinden sich gegenwärtig in dem ungarischen Staats-gcfängnisse in" Szegedin 15 Redakteure nicht-magyarischer Nationalität eingekerkert. Bon diesen sind zehn Rumänen und fünf Slowaken, welche ins-gesamt wegen Artikel verurteilt wurde«, in welchen die magyarischen Gerichtsböfe des Berbrechens der Aufreizung gegen den ungarischen Staat erblickt haben. Deutschland. Die ..Börsenzeitung" meldet aus sicherer Quelle, daß zwischen Rußland und Deutschland ein kleiner Grenzkonflikt schwebt Zwischen Soldaten der russischen Grenzwache nnd einem deutschen Grenzjäger kam es zu einem Zusammenstoß aus deutschem Gebiete, wobei die russischen Grenzsoldaten den deutschen sür einen Pascher hielten nnd entwaffneten. Die deutsche Regie-rung hat durch ihren Vertreter in Petersburg den Borjall zur Keuutnis der russischen Regierung gebracht und gleichzeitig vorgeschlagen, den Fall dem Haager Schiedsgericht zu unterbreiten. Dieser Bor-schlag hat jedoch in Petersburg keine günstige Auf-nabme gesunden. Italien. — Der Dampfer „Jolanda" wurde, italieni-schen Meldungen zufolge, auf dem Bojanofluß in „Wenn sie doch jetzt daherkäme!" dachte er so sehnsüchtig und inbrünstig, daß ihm ivar, als liätte jemand seinen Wunsch laut ausgesprochen. „Wenn sie doch käme! Welch eine Seligkeit, hier endlich einmal mit ihr allein zu sein! O. Gott!" Er seufzie tief aus. stützte beide Arme aus den hölzernen (Karten-tisch und den Kopf in die Hände. „Wenn jetzt ein helles Kleid durch die Büsche schimmerte^— das kurze, malvensarbene, daS die Füße in den Schühchen mit den großen Schleifen frei läßt — wenn sie jetzt singend daherkäme — bei meiner Seelen Seligkeit — ich sagte kein Wort, ich würde nicht erst frage» — ich würde sie in die Arme nehmen — ganz sanft — und immer fester und fester — und oooh! Wie sütz wäre das!--Ob sie böse sein würde? Vielleicht finge sie an zu weinen? Sie ist ja ein solch Kind, solch ein ahnungsloses Kind! O, Gott!" „Barmherziger!" schrie er auf und sprang so jäh empor, daß der Utfch kippte, denn mitten in diesen entzückenden Gedanken hatte ihn eine Hand leicht am Arme berührt. Geraldine in dem sußfreien malveufarbenen Kleidchen, mit den Schleisenschuhchen. stand hinter ihm nnd lachte. Sie war von der anderen Seite über die Wiese gekommen. . ttan jour. monsieur/ sagte sie übermütig, „mir scheint, Sie haben geschlafen." Es Hang ein ganz klein wenig überlegen spöttisch nnd es war dieser sichere Ton, der sie bisher immer wie mit einer unsichtbaren Mauer umgeben hatte, trotzdem er sie für ein halbes Kind hielt. Seltsam, gleich stand die Mauer wieder zwischen ihnen. Er machte ihr eine Reverenz wie im Salon, wenn die Augen von der Mama, der Tante Exzellenz, durch die goldgdstielte Lorgnette, und der strengen ehe-maligen Gouvernante, Fräulein Pseilschütz, vereint auf ihnen ruhten. „Gnädiges Fräulein müssen verzeihen — ich vermutet? nicht — ich dachte — ich sah gnädiges Fräulein nicht kommen!" stammelte er verwirrt, zjemjche Macht Dalmatien zweimal i»n beiden Ufern ou8 beschossen^ Drei Mann des Schiffes wurde« verletzt. Die.Tri--buna" fordert Genugtuung für diesen „Bandilen- streich". England. — An Berliner maßgebender Stelle erklärt-man, eS sei nicht ausgeschlossen, daß der englisch« König in der nächsten Zeit mii dem Uaiser zusammen» treffen wird, «ud zwar könnte diese Zusammenkunft auf der Durchreise des Königs nach Marienbad stattfinden. Wie uns aus Marienbad, 4. August, telegraphiert wird, kommt König Eduard am 12. August uachmülags dortselbst an. Bon einem Be-suche des Kaisers Franz Joses wird in diesem Jahre Abstand genommen. — Im englische» Unterhause erklärte Kriegs» minister Haldane am 3. d. M. in Begründung einer Elatsfvrderung von 78.000 Pfund Sterling behufs Studiums der Luftschiffahrt, daß England binnen kurzer Zeit für die Zwecke der Marine und des Landheeres vier zum Teile bereits im Bau befind-liche große Luftschiffe starren nud nichtstarren Systems zur Bersügung haben iverde. Auch hoffe die Regierung, demnächst in Besitz zweier Aeroplane zu gelangen, mit welchen gleichfalls Versuche ange-stellt werden sollten. — Die geforderten Kredite wurden Ixwilligt. Montenegro. — Wie die „Narodni Listy" melden, werde« es am 14. August 1910 50 Jahre, daß Fürst Nikolaus von Montenegro den montenegrinische» Thron bestieg. In Montenegro beabsichtigte man nunmehr, zur Fe-er dieses Jubiläums de» Fürsten zum König von Montenegro auszurufen. Es sollen bereits diesbezüglich einige diplomatische Berhand-hingen gepflogen worden sein. Bisher sei man nir-gends auf einen Widerstand gestoßen, der die Ber-w'rklichung dieser Absicht unmöglich macheu würde. Spanien. — Die Aauren griffen dieser Tage einen Zug Soldaten ait, welcher gezwungen war. sich znrnck-zuziehen. Eine zu ihrem Schutze ausgesaudte Ab-teilung wurde gleichfalls angegriffen, schlug jedoch den Feind in die Flucht. Auch eine Kavallerie-Abteilung, die angegriffen worden war, zwang die Mauren zur Flucht. Eine Anzahl von Mauren wurden hiebe! getötet. Ein Wagen mit Lebensmitteln und Munition wurde von Kabylen überfallen. Es gab mehrere Verwundete. überwältigt, betäubt und bis ins tiefste Herz er-schrocken über die Erfüllung seines Wunsches. Nur die fatale Maner hatte er nicht dazu gewünscht. „Freilich konnten Sie mich nicht von rückwärts sehen," erwiderte sie lachend, „Sie habe» doch keine Augen im Hiuterkopse! Wo kommen Sie denn eigent-lich her?" Sie setzte sich halb ans einen niedrigen Buchenast, der durch die Latten der Laube gewachsen war, ein Füßchen am Boden, das andere schlenkerte in der Luft. Ihr weißes Gesichtchen war von der Sonne angeglüht und das blonde hochtoupierte Seidenhaar krauste sich über den rosigen Ohrmuscheln und über der Stirne. Sie halte den schlanken Hals, der das Köpfchen so stolz trug, mit einem seinen über Kreuz gesteckten Spitzcnfichu umgeben, ä la Marie Antvinette. Arnold zitterte innerlich vor Wonne, er sand sie zum Fressen. Er hätte so gern gesagt: Ich bin nur um deinetwillen den langen, heißen, ständigen Chaussee-weg ans der Stadt gekommen, nur um dich fünf Minuten oder eine Minute zu sehen und mir den ersten »nß zn holen, von dem ich Tag und Nacht träume, den» ich kanu nicht mehr leben, atmen, essen, trinken, schlasen und nicht sterben, ehe ich nicht diesen Kuß habe! Ich wnßle ja, du mußtest zu mir in den Garten kommen, meine Sehnsucht würde dich herbeiziehen, denn ich kann eS nicht mehr aushalten, dir im Salon steif gegenüberzulrelen und Konversation zu machen! Ich möchte Fräulein Pfeil-schütz, die alte Schildwache, ermorde», die ltilS immer aufpaßt! Sieh, wie herrlich der Frühling blüht! Wie die ganze Natur sich ihrer Jugend und der Liebe freut! Haben wir nicht das erste Recht auf Liebe und Glück? Und hier im Königreiche des Lenzes und der Liebe sind wir frei, hier bist du nicht das hochgeborene, wohlerzogene Fräulein und ich der Heiratskandidat, die gute Partie, der in Frack, Lack und Elaque Papa und Mama um Erlaubnis fragen muß, ehe er sich dir nähert — hier sind wir Türkei. i — Das vom jungturkifchen Komitee organisierte Meeting r» Monastir machte, indem es einen Mivjch gegen Griechenland androhte, dos Kabinett für xxde SchnMerung der Rechte der Pforte auf Kreta verantwortlich. Die Griechen welche gezwungen wurden, an dem Meeting teilznnehmen. werden auch dem am Sou«ag stattfindenden Meeting in Salonichi bei-wohnen. Betreffend der Forderung der Türkei luich Abberuusung der griechischen Offiziere aus Kreta teilte der griechische Gesandte Griparis der Pforte die Antwort der griechischen Regierung mit, wonach die griechischen Offiziere in Kreta nach dem Gesetze vom 30. November 1906 nicht mehr der aktiven Ar»ee angehören. Wanderungen in Hillis Umgebung v. StorS. Diese Ortschaft, mit ftrammdeutfcher Bewohner-schasl, im Wogleinatale liegend und von bewaldeten Bergen umrahmt, ist ei» vielbesuchter Ausflugsort der Cillier. Stor6 ist eine Eisenbahnstation der Südbahn und mit der Bahn von Eilli aus in zehn Minuten zu erreichen. Das Eisenwerk, in der Nähe die Arbeiter. Wohnungen mit kleinen Borgärtchen, gewähren dem oft mit Ranch nnd Qualm erfüllten Talkessel ein freundliches Aussehen. Im BojanSkygraben auswärts liegen die Kohlengruben, welche von der Gewerkschaft betrieben, das Kohleumaterial für das Eisenwerk liefern. Gute Gasthäuser, deren Namen jedem Aus-flügler zur Genüge bekannt sind, sorgen für das leibliche Wohl »üb können selbst verwöhnte Ttäittler hinreichend befriedigen. Gewöhnlich geht man zu Fuß nach Stor6 und fährt mit dem Abendznge nach Eilli zurück. An schönen Tagen sieht man aus den verschiedenen Wegen viele Familien der Ortschaft SwrS zu-wandern. DaS Gehen aus der staubigen Straße ist nicht immer zu empfehlen, da die Atmungsorgane zu viel Schaden leiden. Wir ziehen schattige Wald und angenehme Wiesenwege vor, an denen wir ja eine große Auswahl haben. Wir wandern von der Kapnziuerbriicke aus, gehe» unter der Eisenbahnbrücke !>«rch. woselbst wir UNS am Mauerwerk der Brücke die Merkzeichen der verschiedenen Hochwässer betrachten, gelangen wie die ersten Menschen im Paradiese unier dem Lebcnsbaum!" Statt dessen sagte er: „O, ich mache oft weite Radloure'n und kam zufällig hier vorbei. Es ist heute heiß auf der Landstraße utib ihr Garten ist so schön schattig und kühl. Wir haben wirklich einen sehr warmen Frühling in diesem Jahre." Es war tödliche Verlegenheit, daß er vom Wetter sprach, er suhlte, daß er jetzt ebenso gut eine Pistole aus sich abdrücken könne, als hingehen, sie in den Arm nehmen und küssen. Sie saß da auf ihrem Buchenaste wie eine königliche Prinzessin, die von ihrem ganzen Hofstaate umgeben ist. Es war noch viel schlimmer als unter Fräulein Pfeil-schütz' strengern Gouveniantenblicke. Aber daß er so verlegen war nnd daß diese unsichtbare Mauer höher den» je zwischen ibnen stand, das stürzte ihn in einen Abgrund von Ber. zweiflnng. Denn wenn er hier in dieser märchen-haften Einsamkeit, nicht den Mut zu einer Liebe fand, wo sollte er ihn je finden. „Ja, es ist viel wärmer als im vorigen Jahre um diese Zeit," bemerkte sie und znpfle ein Blatt vom Aste, das sie in Atome zerpflückte. „ES ist fast sommerlich heiß, wir werden bald wieder ein Gewitter bekommen," bestätigte er. „Dann kühlt eS sich ab und wir bekommen vielleicht noch kalte Tage," sagte sie, bog sich zurück nnd streckte die Arme hoch empor, um eine Ranke zu sich herabzuziehen. Es war eine reizende Stellung. Er verschlang sie mit den Augen und dachte, daß es Zeit sei, von etwas anderem zu reden als vom Wetter. Aber sein Hirn war plötzlich wie verschrumpft und vertrocknet, eS fiel ihm gar nichts ein. Es entstand eine Pause, man hörte die Bienen in dem Laubengerank surren und ein warmes, sommerliche» Wehen trug Gras- und Kräutergeruch von der Wiese herüber. Zwei weise Schmetterlinge Blätter zur Unkerhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Havutagsöeilage der „Deutscheu Wacht" iu Killi. „ jlf ,D i, ©cbmar!" «rsckeinl jede» Sonn'.aq at« unenlgeltlicke Beilage für die Leser XüE OI der ..Teutsche» Wackt". — Einzeln ist ..Die Südmart' nicht läuslich. 1909 Aus meiner Kestungszeit. Bon Fritz Reuter, au« dem Plattdeutschen übersetzt von A G r u n d. •WaiMrntf t>ft*otSommer? Ich zerbrach mir nun den Kopf mit allerhand Fragen fand aber keine Antwort und als ich mich auf meinen Strohsack zum Schlafen legte sagte ich zu mit: „Na laß t* mal; ich glaube, aus den schlechtesten Fleck bist du hier nicht gekommen." Den anderen Morgen packte ich meine Habselig-leiten a»S dem Koffer; da kam denn allerhand heraus was sonst reisende Leute nicht in der Welt mit herum-schleppen; eine Waschschüssel, ein GlaS, ein Draht« leuchtet und mein kostbarstes Stück Möbel — eine Kaffeemaschine. Batet Kähler kam und feuerte dm Ofen an, ich fetzte einen kleinen Topf ans Feuer und als daS Wbsser volle Blasen warf holte ich eine Düte mit gemahlenem Kaffee und es währte nicht lange, dann war mein Kaffee fertig. Dann zog ich meinen alten ehrwürdigen Schlafrock an, welcher ans einer Seite häßlich angesenkt war, weil er nicht in einem seuerfesten Schrank ausbewahrt wurde, dazu meine schönen wannen Babnschen; sie waren von Tucheggen zusammengeflickt und hatten blos den einen Fehler, daß sie der Nässe nicht widerstanden; aber was hatte ich in der Nässe zu suchen, ich saß ja im Trockenen, und so war es mir aus meine Art ganz gut zu Mute. Dann kamen beim Auspacken der Reihe nach alle meine Lebensmittel: ein halbes KommiSbrot, ein Stück Ziegenkäse und ein Ende Talglicht. Dieses letzte war ja gerade nicht zum essen, aber es war doch noch zu brauchen nnd deshalb hatte ich es mitgenommen; denn wenn einer mit sünf Silber grofchen den Tag auskomme» soll, so muß er mit seiner Habseligkeit höllisch sparsam sein. — Füns Silbergroschen täglich ist ein großes Stück Geld, macht im Jahre sechzig Taler, aber bei einem armen Teufel von einem Gefangenen, der nicht selbst für sich sorgen kann, machen sich an seinen Einkünften noch andere Leute die Finger blau und et muß es sich gefallen lassen. Bei mit hätte es also schlecht ausgesehen, wenn mir nicht der alte Vater Kähler dann und wann mit einem kleinen Zuschuß unter die Arme gegriffen hätte; aber viel war daS auch nicht und was von dieser Seite kam, kam tropfenweise zugeflossen. Nun wußte auch mein Bater nicht, wo ich in der Welt stack; ich mußte es ihm also schreiben und bis ich Antwort bekam mußte ich mit meinem Staatsgehalt von sünf Silbergroschen auskommen. Der alte Batet Kähler war zwar ein guter Mann, aber so dumm war er nicht, daß er sich aufs borgen eingelassen hätte. Ich schrieb also. * (Fortsetzung folgt.) 4 Belehrendes, praktisches, Keiteres etc. Träume. Von Max Horn er. Bei einer dämmernden Lampe Schein, Im heimlichen, tränten Zimmer, Da sitzt man oft so ganz allein Und träumet immer---- Da kommt die Kindheit mit frohem Schritt Zu uns heraufgezogen; Und wir selbst wieder jung, wir lausen mit, Als schwängen wir Pfeil noch und Bogen. Dann kommt die selige Jugendzeit Mit all ihren lieben Zügen — Dann ist sie fort, so sern, so weit — Ach wär' sie doch ewig verblieben. Und nun rückt des Lebens Ernst heran. Die Nacht ans dunklen Schwingen, Aus finsterer, steiler, mühsamer Bahn, Und möchte den Frohmut uns zwingen. Da löscht man die Lampe und schließt das Aug' — ES ist so schön, so zaubersüß. WaS in dem Dunkel der Blick erschaut. Als wären wir heut' noch im Paradies. Praktische Mitteilungen. Daß Oelsarbenan striche auf Zink schlecht hasten, ist eine bekannte Tatsache. Dieser Uebel-stand läßt sich aber beseitigen, wenn man das Zink vor dem Anstrich mit einer Beize gleichmäßig überpinselt, die ans einem Teil Kupferchlorid. einem Teil salpetersaurem Kupser-oxyd, einem Teil Ammoniumchlorid, einem Teil roher Salzsäure und 64 Teilen Wasser besteht. DaS Zink-blech nimmt nach Behandlung mit dieser Flüssigkeit zunächst eine schwarze Farbe an, die nach Verlauf eines Tages in grau übergeht. Nunmehr hastet jeder Oelsarbenanstrich sest und widersteht den Witterungsverhältnissen des Sommers und deS Winters. Leim zum Ausklebeu von Papierschildchen auf Sta-n i o l nnd andere Metalle. Einen Klebstoff, um Schildchen auf Staniol zu kleben, bereite« man, der „Gr. K." zufolge, auf folgende Weise: Man löse Roggenmehl in ausgelöster kaustischer Soda zu einem Brei auf und verdünne denselben unter stetem Rühren mit Quellwasser; dann er-wärme mau venetianischen Terpentin und gieße diesen in den Klebestoff. Auf ein Viertel Kilo Mehl geniigen einige Tropfen Terpentin. Ein solcher Kleister haftet eifenfest aus allen Me-talleii, Staniol, Glas usw. Will man Stärke verwenden, so wird dieselbe aus gleiche Weise zubereitet, doch bleibt dann der Terpentin fort. Die Stärke-bereitnng auf kaltem Wege bietet den angenehmen Vorteil, daß der Kleister niemals knottig werden kann. Ein hitzebeständiger Kitt. Eine Handvoll gebrannter Kalk wird mit 120 Gramm Leinöl verrührt und znr gewöhnliche» Kitldicke ein-gekocht. Die dehnbare Masse läßt man dann in einer dünnen Schicht an einem Orte trocknen, wo die Sounenstrahlen nicht hinkommt»; sie wird dann sehr hart. Beim Gebrauche hält man den Kitt über daS Feuer oder den Zilinder einer Lampe und versieht die offenen Stellen, die durch Hitze erzeugt wurden, oder kittet die zersprungenen Stücke zusammen. Ueber dem Lampeuziliuder wird der Kitt sehr weich nnd sehr dehnbar, nach dem Erkalten dagegen sehr hart und bindet die verschiedenen Materialien fest zusammen. Heiteres. Aus der Offerte eines stellesuchenden Geschäft S-reisenden: „Nach beendigter Lehr-zeit legte ich mich zunächst auf Stachel-draht, dann reiste ich einige Zeit in Damenbeiukleidern und arbeitete mch-rere Monate in Kinderkleidchen, wo-nach ich drei Jahre lang Filzpan-toffeln vertrat. Nachdem ich daraus ein Jahr teils in Betten gemacht, teils Grabdenkmäler umgesetzt und mich vorübergehend auch aus Glas und Porzellan geworfen hatte, machte ich mich schließlich in Fliegenleim seßhaft. Einfache Abhilse. Junge Braut: „Sie glauben nicht, was ich für Angst habe, feit ich gelesen, daß das Küffen gesnndhcitsgesährlich ist! — Kann man sich denn nicht da-gegen schützen?" — Hausarzt: „Nichts einfacher als daS: Sie nehmen also jedesmal vor und nach dem Kusse ein Wattebäuschchen, das in eine 20-prvzentige Wasseroxydnl-Berdünnnug getaucht ist, bestreichen damit die Lippen drei- bis fünfmal, gurgeln mit einem Eßlöffel Zitronenfänre und trinken schließlich eine Tasse Senne»« blätter-Tee — dann bleibt kein patho-gener BazillnS bei Ihnen!" Wirksam. „Wie hast du nur solchen Kredit bei deiner Wirtin be° kommen?" — „Ganz einfach! Schicke immer Geld per Postanweisung an mich selber ab." DaSVornehme. „Ihr znkünf-tiger Schwiegersohn hat aber gar nicht» Vornehmes an sich." — Kom-merzienrat: „Doch, er hat Schulden wie ein Baron." Nnmmrr 63 Deutsche Wacht über den Wogleinaftrg an der Hartsttinzirgelsabrik vorüber, dem Waldrande des Jvsesibergcs folgend in den Maroschegerwald bis zur JosesSquelle. Hier können wir nun wählen. Entweder geben wir lmkS vom städtischen Friedhose vorüber über einen Wiesen-Hügel und gelangen beim Gasthause „zum steinernen Tisch" ans die Tücherer Straße, die wir bis zur Brücke vor Tüchern benutze». Einige schreiten über die Brücke und gehe» den Weg längs deS Bahn-geleises nach Stor«; andere wählen de» Weg rechts von der Brücke durch die Brettsäge am linken User der Ptoglema über Wiesen und Felder durch den Hos einer zweiten Mühle über eine Brücke aus die Wiese am rechten Wvgleinauser und kommen aus den Fußweg, der längs' des Bahngeleises sührt. Wieder andere gehen im Maroschegcrwalde weiter auf dem weiß-schwarz-weiß markierten Wege, der nach Tüchern führt, auf die Wiese am linken User der Wogleina. Unmittelbar vor der zweiten Mühle zweigt ein weiß-grün bezeichneter Weg ab über einige Anhöhen, durch ei:ic ileine Eichenwaldung und zieht sich in abwechslungsvollem aussichtsreichen Gelände nach Store und mündet beim bestbekannten Gasthaust des Herrn Franzl. Wer Bergwanderungen nicht versteht, der gehe beim Gasthause „Annenhof" den Berg hinan bis zu einem freistehende» Äreuze, bei dem drei Wege zu-samuientreffen. Der linksführende Weg. blau-weiß markiert, müudet in seiner Fortsetzung in den wciß-schwarz-weiß bezeichneten Weg ein. Unterwegs versäume man nicht, sich einen gnten Trunk perlenden Weines im Buschenichank „Mariensitz" einschenken zu lassen. Bon hier aus hat man eine herrliche und lohnende Talaussicht. Born Kreuz a»S sührt der mittlere weiß-grün bezeichnete Weg den Abhang hinab in den Graben ans die Woglcinmvicst zur bekannten oberen Mühle. Der rechts abzweigende Weg, gelb markiert, führt über Ossenitz nnd zeigt reizende Bilder über Weingärten hinweg zur Militärschicßstätte. Dieser sehr empfehlenswerte Weg mündet iu den rot be-zeichneten Weg ein, welcher durch den zweiten Eisen-bahndurchlaß vom Gasthause „Franzl" in Petschounik und der Schießftätte aus dit Anhöhe an einem Mühlsteinbruche vorüber, nächst den Kohlengruben aus die Straße nach dem Eisenwerk sührt. Am Ein-gange dieser Steinbruchhöhle bemerken wir eine in einen Felsen eingehauene kleine Kapelle. Aus dem Felsen selbst wächst ein Baum. ES seien hier noch einige empfehlenswerte Par-tien vom Markte Tüchern ans erwähnt. Das „Edel- tauntelten in neckischem Spiel durch den breiten Sonnenstrom, der in die Laube flutete. Diese Pause war wie elektrisch geladen mit den gewagtesten Möglichkeiten, er hätte jetzt hiuknien können und daS Füßchnl küssen, das da so keck und zierlich in der Lust banmeltc, er hätte nur drei Schrille zu gehen braucht», um diesen graziös zurück-gebogenen Oberkörper in seine Arme zu ziehen von rückwärts, so daß sie hilflos und wehrlos an seiner Brnst lag — und dann hätte er sie küsse» können mit jenem ersten Kusse, von dessen rasender Selig-leit er Ta^ urd Nacht träumte — wenn nur nicht diese niiübcrwindliche Mauer gewesen wäre, die Dressur und Uonvenienz zwischen ihnen aufgebaut! „Was fahren Sie denn für ein Rad?" fragte sie, „ist es Dürrkopp oder Adler? ' Und wieder war es diese kühle Sicherheit dieser jungen Dame von Erziehung, die jede natürliche Regung in Bann und Ketten schlug. „E§ ist ein Brennabor," erwiderte er, schob das Rad hinter dem Baum hervor uud erklärte sachlich seine Borzüge. Sie machte mit Verständnis einige technische Einwände uud er ereiferte sich sür sein Rad. Sie sprachen wie zwei Fachleute, die ein Geschäft machen wollen. Einmal war er nahe daran, die kleine schmale Hand zu fassen, die auf dem Sattel deS Rades lag, und vielleicht wäre es ihm noch gelungen, den Bann zu brechen und die Maner niederzureißen, doch in dem Augenblicke wendete sie den Kops und sagte.- „Ich glaube, ich werde gesucht, ich sehe Fräulein PfeÜschütz von weitem, wahrscheinlich schickt Mama »ach mir — wir wollen heute nachmittags nach Ebersdorf zn ÄerkowS sahren — soll ich wohl Toilette machen. Leben Sie woi'l — — Adieu--" Sie flog ans der Laube, den schattigen Linden» weg hinunter^ und der Name „Pseilschütz" genügte, um ihn in die lncht zu schlagen. Er sprang aus sein Rad, und snhr pfeilgeschwind davon. Bor ihm lag die schnurgerade staubige Chaussee, hinter ihm versank der baumversteckte Garten mit dem süßen tum" Tüchern erhielt durch einen der Eillier Grafen große Rechte und viele Freiheiten. Im Jahre 1537 ist aber die Urkunde über die Erhebung in den Adelstand durch einen verheerenden Brand in Ber-lust geraten. Ferdinand l. hat die alten Freiheiten, die bis zum Jahre 1794 reichen, den Tücherern er-neuert. — Wir steigen in Tüchern die Anhöhe hinauf zu? Kirche St. Anna, anf den sogenannten Annaberg, der 352 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Von hier aus hat man eine schöne Aussicht auswärts ins Sanntal. Eine weiß-grüne Markierung zeigt uns den Abstieg nach Store. Wer weiter ans der Anhöhe bleiben will, hat Gelegenheit, auf einem schönen Wege mit weitrr Aussicht »ach Norden über den mit einer weithin sichtbaren Kirche St. Rosalia geschmückten Hügel, 369 Meter, in etwa drei Stunden nach dem Markte St. Georgen an der Südbahn zn wandern. Der Weg ist rot markiert. Dieser beschriebene Höhenweg ist im Frühjahre, wenn die Obstbäume in Blüte stehen, einzig schön. Zur Rückkehr von St. Georgen wird die Südbahn benützt, da eine Fußwanderung langweilig wäre. Bor St. Georgen, in herrlicher Lage am Waldesrandc gelegen, wird jetzt vom Lande die Schule sür Landwirtschaft und Ackerbau errichtet. P. And äluftt und Land. Gcmcindewnbl in Hochenegq! Freitag fand die Wabl der Gemeindevertretung Hochenegg statt. Die Slowenen blieben der Wahl serne, während sich die dtiitschen Wähler vollzählig an der Wahl beteiligte». Es wurden nachstehende Herren in den Gemrindeausschnß gewählt: 1. Wahlkörper: Moritz Stallncr 8 Stimmen Ignatz Jell 8 Josef Koschntnik 8 „ Johann Po tischet 8 „ 2. Wahlkötpct: Roman Henn 13 Stimmen Heintich Rattey 13 „ Franz Zottl 13 „ Ftanz Sleinschrodt 13 ,. Seite 3 3. Mahlkötpet. Dt. Ftanz Bttfchnik 99 Stimmen Josef T r a t t n i k 98 „ Franz K o c i p e r 99 „ Anton Eller 98 „ Faulbannidufte und den vetschwiegenen Lauben und unwiederbringlich verlöte« eiue Stunde des Glückes. Er hatte das niedetträchtige Gefühl, sich wie ein Tertianer benommen zu haben, nnd mit wildem Grimme dachte er daran, daß sie ihn verließ, um sich sür Ebersdorj zu schmücken, wo augenb.icklich alle drei Söhne, ihre Jugendgespieleu, anwesend waren, um ihr den Hof zu machen! Wenige Tage darauf ereilte ihn die Kunde, daß Geraldinens Vater ein Schlaganfall getroffen. Das Hans, in dem nun Trübsal und schwere Krank-heit herrschten, blieb ihm lange Zeit »nzugäuglich. Später reiste die ganze Familie in einen serne» Knrort und danu las er eines Tages in der Zeitnng, daß G:raldine sich mit einem hohen Staatsbeamten, einem älteren Aristokraten in hervorragender Stellung, verlobt habe. Das Schicksal hatte gesprocheu uud ihre Lebenswege getrennt. Ein Jahr war vergangen nnd der Frühling kam wieder. In Baden-Baden beim großen Blumen-korso sahen sie sich zum erstenmal nach jenem Tete-a-Tete in der Laube. Die Pferde der Equipage, iu der sich Geraldine mit ihrem Gatten befand, wurden scheu, det Wagen geriet an einen Vrellstein nnd b.rach ein Atad. Ein Herr in einem eleganten Selbstfahrer kam ihnen zu Hilfe, es war Arnold Heller. Seltsam! Als er die el^emals so heiß Begehrte erkannte, regte sich nichts in ihm von der alten Liebe uud dem alten Schmerze. Eiue vollendete Welt- nnd Salondame stand ihm gegenüber. In dieser denk-würdigen Stunde schwand der letzte Schatten eines Bedanerns um den versäumten Kuß in der Laube. .Ich weiß jetzt," sagte et später zu seiner geliebttu Braut, als er ihr die Geschichte seiner ersten Liebe erzählte, „warum ich sie nicht küssen konnte in jener herrlichen Frühlingsstunde. Sie halte keine Seele. DaS war die unsichtbare Manet, die zwischen uns stand. Da 5ann man mitten im Allerheiligsten des LenzeS und der Liebe sein, wenn nicht die Seele zur Seele spricht, findet man nie den Weg zu-einander." Aufruf! Das entsetzliche Hagelwetter vom 24. Juli 1909 hat die Bewohner des Fridaner Bezirkes in herbe und schwere Not gebracht Besonders empfindlich leidet nun da« treue deuiiche Krenzstädtchen Frieda» und dessen Umgebung, wo mit einem Schlage der getanen Arbeit schwere Mühe um jeden Erfolg gebrach», die frohe Hoffnung auf den hat erwarteten t-5rtrag zunichte gemacht worden ist Die Felder und Gemü'egürte» sind verwüstet, die Wein- und Obst-gärten arg zerstört, die Frucht ist vernichtet, die Wiesen und Weiden sind vermmi und verschlammt, die Wälder stellenweise gänzlich entlaubt. Allenthalben fehlt es an den noiwcndigsten Nahrungsmitteln, Mensch und Bieh wären dem Hunger preisgegeben, wenn nicht rasch und ausgiebig Hilfe geleistet würde. Das Städtchen Friedau, ein tüchtiges, tapfeies Aor-und Bollwerk deutscher Art und Sitte, sonst ein herzerfreuendeS Bilv deutschen Gemeinsin»s und wackeren Bürgerst, ißes, bol nach der Katastrophe den entsetzlichen Anblick eines von Kriegsnöien grimmig heimgeinchten Ortes, ^.'er es nicht mit eigenen Augrn wahrgenommen, kann sich die Wucht und den Um-fang der Verwüstung gar nicht vorstellen. Woher nun — da alles weil und breit die schauerlichen Spuren der Verwüstung tlägt — die Nahrung«-Mittel nehmen, woher das nötige Geld >ür die »al« dlge Behebung der tiefen Schäden schaffen? Deutsche Volksgenossen I Zeiget auch diesmal, w e ichon so oft, daß ihr weiche Herzen und dienst-willige Hände habt für die Leiden uud Röien eurer Mitmenschen I Seid eingedenk des schönen Wahl» spruckt« der Südmaik: „Den Brüeeru im bedrohten Land, warmfühlendes Htrz, Hilfteiche Hand!" Lasstt eurem innigen Mitgefühle freien Lauf und seyt es ra'ch und ausgiebig um in die hel'cnde Tat! Auch die kleinste Spende wird willkommen fein uii» Herzcusdank finden. Spenden werden in der Ber-waltung des Blattes und vom Bürgermeisteramie Friedau an der Drau entgegengenommen. Richard Marckhl, ReichSratsabgeordneter. Heinrich Wastian, Reichs, ats- und Landragsabge« ordneter, Odmann dcS Vereines Südmark. Liebwerte Volksgenossen! Es ist wohl der hervorstechendste Zug im deutschen Volksraisgedankrn, daß die völkliche Tätigkeit nilt vom Haß gegen den Gegner beeinflußt sein soll, daß nicht der Haß gegen den Feind das Einigende ist, sondern die aufopfernde, in Glück und Leid gleich« Liede zu den Volksgenossen, zum deutschen Edelvolke. Wenn ich mich daher, durch daS Lei trauen meiner uniersteir ich,'» Volksgenossen an die Spitze der Leitung dts Volksrates meintö engsten Heimatlandes gestellt, an mm> heißgeliedits Bolk an Euch, wende, um sür eine immerdar wackere deutsche Stadtgemeinde biulich z» werden, so möge vor allem die Ueber-Zeugung durchdringen, daß ich dies nicht aus eng-herzigem LokalpatriotismuS tue, sondern daß ich viel» mehr nur dem im Volksrote wurzelnden Pflichtgefühl gehoiche, allüberall dort einzugreifen, wo es gilt, deutsche Volksgenossen vor Not und Elend, vor dem völkischen oder wiri'chas'l'chen Untergange zu bewahren. Wenige Minuten genügten, um unsere allezeit Getreueii in Friedau dem Elende preiszugeben: denn diese wenigen Minuten reichten aus. um. wie all-gemein bekannt, durch den fürchte, lichen Hagel'chlag vom 24 v die Dächer zu zerstören, die Fenster zu zentümuier» und sämmtliche Kulturen zu vernichten. Nun lind die sehr großen Kosten der Dachdeckuugen zu bezahlt»; aller Leiensmittel entblößt, gezwungen wegen Futtermangels ihr V>eh zn verschleudern, sind unsere Geiieuen in einer trostlosen !.'age. Deshalb bitte ich Euch, litbe Volksgenossen, durch rungen von dem uns alle beseelenden und in allen Verhältnisse» beglückenden Gedanken des treuen deut'chen Zusammenhalte»«: Haltet Treue um Treue! Uuteistützt Friedau! Es wird Euer schönster Lohn sein, Euren Edelnnn duich die wie bisher bewährte. >o auch weiterhin musterhaste Waffenbrüderschaft der Hrievauer wettgemacht zu sehen! Friedau, l. August 19t)9. Dr. Gustav D e l p i n Obmann des Deutschen Volksrates für Untersteiermurk. Seite -1 Deutsche Macht Nummer t>3 Verband deutscher Hochschüler Tillis. Am 2. d. M. fand im Deutschen Hause die zahl-reich besuchte Vollversammlung teS VerbandeS statt. Der Obmann Herr Dr Stobcrue erstattete den Jahresbericht, der von der Versammlung mit Be-friedigunq - chrerer slovenischer Vereine. Ueber die Todesursache bestehen verschiedene Meinungen. Der „Devnik" gibt als solche Furcht vor dem Einrücken zum Militär? an. Auch sagt man daß seine Familie mit der Selbstmordmanie behastet sei. den vor kurzem erschoß sich sein Bruder, der HandelSaniestellter bei Zanicr im Sanntale war, Maturaseier. Am 4. August fand hier eine Maluraseier der Abiturienten des Cillier Gymnasiums statt, die vor 40 Jahren (1869) die Reifeprüfung abgelegt haben Von den 45 ehemaligen Kollegen waren 1b erschienen. ES sind dies die Herren: Ludwig Stichmann, f. k. RechnungSrat i R., Doktor Michael Bergmann, prall. Arzt in Sachienfeld, Adolf Bramberger. Bmeauchef der Nordwestdahn aus Wien, Dr. Alexander C ppl, k. u. k. Stabsarzt in Wien, Dr. Alexander DekriniS, prakt. Arzt in Ehrcnhausen, Dr. Josef Dernjak, kais Rat. Biblio hekar an der Akademie der bildenden Künste in Wien, MalhiaS Jrece. Pfarrer i. R. in Pletrowitsch, Anion Fischer, Pfarrer in Praßberg, Dr. Johann Kostrnik, Primär-arzi in Agram, Dr. Hans Lichienegger, prakt. Arzt in Schönslein, Dr. Gustav Pommer, k. k, Universi-tätsprofefsor in Innsbruck. Eduard Seidcnsachcr, Gutsbesitzer in Feldbach, Dr. Ferdinand Sluga, prakl. Arzt in Karlsstadt, Georg Sporn. Staatsbahn-Jnspekior i. R. in Bipach und Heinrich Stümpst, Ober-Inspektor der Süddahn in Trieft. Begrüßungs-schreiben sandten die Herren Anton Jnkret, Pfarrer i. R. in Hl Geist bei Loce und Matthias Randl, Probst in Ebernvors. Am Vorabende versammelten sich die Studiengenvssen im Hotel „Zum Mohren". Am Mittwoch wurde um halb 9 Uhr vormittags in der Kapuzinerkirche eine Meffe mit Assistenz gelesen, welcher alle Teilnehmer an der sseier beiwohnten. Nach der Messe machte der Lichtbildner Herr Lenz eine Gruppenaufnahme von den Feslteilnehmern. Zu Mittag sand ein gemeinsames Mittagessen im Hotel „Zum Mohren" statt. Dieser schönste Teil der Ver-anstaltung gab dann Gelegenheit zur gegenseitigen Aussprache. Es wurde da so manche alte Erinnerung aufgefrischt, alte freundschaftliche Bande wieder enger und fester geknüpft, jener gedacht, die bereits die kühle Erde deckt und die wehmütig frohe Stim-mung hielt die Freunde durch mehrere Stunden bei-sammen. ES fehlte auch nicht an ernsten und heiteren Trinksprüchen. Den Reigen derselbe» eröffnete der Einbeiufer Herr Dr. Bergmann. Nachdem er den Dank sür daS zahlreiche Erscheinen zum Ausdruck gebracht hatte, gedachte er der verstorbenen Kollegen und Lehrer und e.-wähnte, daß aus diesem Anlasse die Gräber oer verstorbenen Professoren Huder. Oreschek, Jllußeik und Zolgar in pietätvoller Erinne-ru»g mit Kränzkn geschmückt wurden uud widmete diesen eiilen »hieuden Nachruf Herr Dr Bergmann hob ln sei er Red« hervor, daß die Abiturienten deS Jahres 18^0 des Cillier Gymnasiums sich besonder? durch ihr KollegialitälSgefühl uud durch ihr festes, innige» Freuudichaflvdü»dniS au»,;e;eichnet haben. Er schlov seine Rede mit den Worten: „Wer hätte bei der Zeuguiev Heilung vor 40 Jahren gedacht, da j wir hier so fröhlich zusammensitzen werden, daß wir geachtete Stellungen erlangt haben werden, dem Staate nud der Menschheit g'genüber unsere Pflich-ten erfüllt haben werden. Halten wir wie bisher treue Freudschaf«! Möge der heutige Tag keine Weh-mut hinterlassen, möge, so wie heute die Gläser hell aneinander klingen, auch unsere innige Freundschaft für alle Seiten einen hellen Klang haben." Oberinspektor Herr Stümpst dankte Herrn Dr. Bergmann im Namen der Kollegen für die Ber-anstaltung dieser erhebenden Feier und stellte den Antrag, man möge sich in drei Jahren wieder zu-sammensindt», denn solche Feiern entschädigen reich-lich für die Kümmernisse des Leben« und die Berufs-sorgen. Der Antrag wurde freudigst angenommen. Bon den Ansgrachen sei noch jene des Herrn Lud-wig Aichmann erwähnt, der unter andere» erwähnte, daß es ihm durch 40 Jahre nicht * vergönnt war, Eilli wieder zu sehen und daß er erstaunt war über die Fortschritte, die diese prächtige. Stadt in dieser Zeit gemacht und brachte ihr sein Glas. Der als Gast anwesende Herr Dr. Franz Prem schal d. Ae. brachte noch durch seinen bekannten, zwingenden Humor die richtige Laune hinein und so Verliesen die wenigen Stunden in schänster Weise. Allgemeine An erkennung hat auch Küche und Keller der Frau Skoberne gefunden und dem tadellos zubereiteten lukulifchen Mahle wurde alle Anerkennung gezollt. Wir aber wünschen den Herren, daß sie noch recht oft und vollzählig zusammenkommen mögen. Die Postverhaltnisse in der Gemeinde Umgebung Cilli. Es ist wilklich kein besonderes Vergnügen sich mit den Verhältnissen dieser Gemeinde befassen zu müssen. Nur mit eingener Ueberwindung und nur deshalb, weil wir immer wieder von den bedauernswerte» Bewohnern der Gemeinde Umgebung Eilli ersucht werden, kich ihrer anzunehmen so tuen wir es. Für ihre Interessen einzutreten suhlen wir uns veranlaßt, in diese Verhältnisse, die jeden modernen Staatsbürger mit tiefster Entrüstung erfüllen müssen, hineinzuleuchten. Wer sich der undankbaren Muse unterzieht, die Zusammensetzung der Gemeindevertretung näher anzusehen, der wird sich freilich nicht wundern, daß, bei einer so großen Summe von Unfähigkeit und Unverstand, so ungesunde Zustände herauswachsen konnten. Die Schandver-Hältnisse von Laibach scheinen das verlockende Bor-bild für diese leichtsinnige Gemeindewirtschasl zu bieten und das gesetzwidrige Wirken deS Bürger-meisterS Hribar von Laibach, besten trauriger Ruhm die Welt erfüllt und der schon lange auf die Anklage-bauk gehörte, dürtte hier als Muster dienen Doch, das muß hier klar und deutlich gesagt werden, die Wähler uud Steuerträger der Gemeinde Umgebung Eilli find nicht willens, hier dieselbe brutale Schweine-wirtschaft einreihen zu lassen als es in Laibach der Fall war. Für raublustiges Gesinde! und sür einen Bürgermeister, der feine Pflichten mit Füßen tritt, gibt eS bei unS noch einen Ricdter. Ein Hribar wäre in Rußland einfach nach Sibirien geschickt worden, und dahin gehört auch die Gemeindevertretung der Gemeinde Umgebung Eilli; dcnu die durch sie in der Gemeinde verschuldeten desperaten Zustände gehören noch Sibirien. Greisen wi> aus der Unzahl von Mißständen nur einen Fall heraus, z. B. die rück-ständigen Postverhältniffe, so charakterisiert dies allein schon die Mißwirtschaft dieser Gemeinde WaS geht die Post die Gemeindeverwaltung an? wird ein dummer Hausknecht fragen. Für veraltete oder un zureichende Postverhältniffe ist die Gemeindevertretung verantwortlich zu machen, weil diese verpflichtet ist, dafür Sorge zu trogen, daß in ihrer Gemeinde ent-sprechend den berechtigten Forderungen ihrer Bewohner moderne Postverhältniffe angestrebt werden. Seil Jahren wurden Klagen laut; feil Jahren hat die deutsche . Wacht über Ersuchen der Wähler der Gemeinde Umgebung Eilli bereitwilligst und in ent-gegenkommendster Weise die desolaten und unhaltbaren Pojlverhältnisse einer Kritik unterzogen und die Gemeindeverwaltung an ihre Pflicht erinnert. WaS ist aber geschehen? Nichts und wieder nichts! Der-selbe Schlendrian und dieselbe Schlamperei herrschen weiter! Die Post wird nur einmal ausgetragen, die Zustellgebühr sür Telegramme ist eine unerschwing-liche, der Mangel an Postkästen ist gleich geblieben:c Für Kleinkeuschler in der Koschnitz mögen diese Zustände ausreichend erscheinen, aber nicht sür die an die Stadt angrenzenden OrtSteile, wo sich die großen Steuerträger befinden, wo die Bevölkerung mit vollstem Recht andere Ansprüche erhebt. Die bestehenden Berhältniffe bedeute» eiue schwere Schädigung der vitalsten Jnlereffen der Bewohner der Gemeinde Umgebung Eilli. Zur Unfähigkeit der Gemeindeverwaltung gesellt sich auch noch eine lieder-liche Auffassung von Pstichtersüüung. Eine solche bodenlose Pflichtverletzung ist eine Schande, eine Schande sür die Gemeinde und ihre Vertretung. Aus der windischen Häuslichkeit. Augenscheinlich durch eine slawische Korrespondenz wurde in die deutschen Blätter folgende Nachricht ein-geschmuggelt: „Sonntag den 1. August sand in St. Lorenzen a. D. eine Bersammlung statt, in welcher Dr. «oroschetz seinen Rechenschaftsbericht erstattete. Die Bersammlung sprach den klerikalen Slowenen daS volle Vertrauen aus und forderte sie auf, auf ihrem bisherigen Standpunkt der obstruktionistifcheu Parteien zu verharren; dagegen wurde dem Abg. Hofrat Ploj das Mißtrauen ausgesprochen, weil er seine Volksgenossen im heftigsten Kampfe verlaffen habe." — Selbstverständlich ist dies wieder einer der bekannten windischen TrickS, durch derartige, auf dem Wege von Wiener Zeilungskorrespondenzeu durchgeführte Einspritzungen deutsche Blätter welche die wirklichen Berhältniffe naturgemäß uicht 'o genau kennen, in der Oeffentlichkeit den Eindruck zu er-wecken, als ob talsächlich die Wähler in hellen Haufen zu den Versammlungen der flowenischklerikalen Delparados lausen und aus politischen Verstandes gründen für ihre Politik eintrete» würden. — Vielleicht waren in einem Gasthause einige Knechte und kommandierte Frommgläubige erschienen, eine Tisch-gesellfchaft ohne jeglichen Eigenwillen, die einfach nichts anderes zu tun hat, als eine ihr vorgelegte Resolution zu bejahen, von der sie nicht» versteht und die dem Macher nur dazu dient, der Oeffent-lichkeit etwas vorzumachen! — Ein anderes Bildl: Abgeoidneler Hofrat Ploj erklärt in einem Artikel feines Blattes „Sloga", es wäre gegenstandslos, ob der Klub der südslawischen Abgeordneten noch bestehe oder nicht. Hauptsache sei es, daß die Eintracht unter den Südslawen erhalten bleibe. Ob diese Eintracht dann diesen oder jene» Titel erhalte, sei dann gleich-giltig. Ja. diese Eintracht wünscht Abgeordneter Ploj aus begreiflichen Gründen; sie soll ihm die Möglich keit seiner weiteren politischen Existenz verschaffen, die gegenwärtig eine äußerst problematische und nur an einem Strohhalm hängende ist, da die slowenisch-klerikalen Häuptlinge allesamt gegen ihn mobil machen. Sommerliedertafel des Männer-gesangvereines „Liederkranz". Der wackere Gesangverein „Liederkranz" hält am Sonntag um 8 Uhr abends im Deutschen Hause unter Mitwirkung der vollständigen Cillier MusikvereinskopeUe und unter der Leitung deS neuen strebsamen und tüchtigen SangwarteS Herrn Gustav Fischer seine Sommer-liedertasel ab. Die BortragSordnung ist eine sehr gewählte und verspricht viel Genuß. Die wackere Sängerschar widmet sich recht eifrig der Pflege deS deutschen Liedes und hat uns schon viele schöne Stunden bereitet. Auch diese Liedertafel zu besuchen können wir nur bestens empfehlen. Die Bortrags-ordnung ist folgende: 1. »Itahlgrün", Marsch von I. F. W-gner. 2. Ouvertüre zu „Banditenstreiche" von Fr. Suppe-. 3 „Deutsche Treue", Männerchor von Tschirch. 4 „Mondnacht aus der Alster , Walzer von Oskar Fetras. 5. „Am Aarensee", Männercho: von E. Hellmer (. eop. Wegschaider) 6. „Serenade Solo für Flöte uud Horn; Flöte: Herr Cardinal Horn: Herr Borgelt. 7. „Waldesweise". Männerchor von E. S. Engelsberg. 8. .Wiener Spaziergänge." großes Potpourri von K. Komzak. 9. ,'s Nester l", Männerchor von Hugo Jüngst. 10. „Wohin mir der Freud?", Männerchor von Silcher. I I. „Walzer-träume von OSkar Strauß. 12. „'S Herzklopfen", Männerchor von iioch von Langentreu. 13. „Sei gegrüßt du mein schönes Sorrent", Lied sür Flügel Horn von Waldmann: Solo: Herr Pfeiffer. 14. Kuß-lied auS „Herbstmanöver" von Kalmann. 15. „Neuer Frühling", Mänuerchor von Karl Frodl. 16. „AuS der Liederstadt , Marsch von Jul. Fucik. Zur Brotverteuerung. Wie bekannt hat die Bäckergeuoffenschast von Eilli die Brotaufgabe an Privatkunden aufgehoben, die Prozente an die Weiterverkäufe! auf die Hälfte herabgemindert, da-für aber den Backlohn iu der fast gleichen Weise erhöht. ES ist richtig, daß die Mehlpreife in erschreck-sicher Weise in die Höhe geschnellt sind und wir können es einem Gewerbetreibenden der durch die Verarbeitung und den Vertrieb von Leben. Mitteln seinen Erwerb findet nicht verargen wenn er zu Mitteln greift um anch — leben zu können. Wenn wir aber die Gcwichtsvcrhältnisse des Gepäckes zwischen den Jahren 1903 und 1909 vergleichen, so gehdrt eine eigene Mathematik dazu, die horrend« Verminderung deS Gewichte« und die Verteuerung des MetileS als richtig berechnet zu finden. Im Jahre 1903 wog eine lange Semmel 12 Deka, heute wiegt sie vier- bis fünf Deka Ein halbweißes Brot wog 62 Deka und kostete 16 Heller, jetzt wiegt es 32 Deka und kostet 20 Heller. Noch ein Beispiel: Ein Kornwecken wog im Jahre 1903 75 Deka und jetzt wiegt er nur 45 Deka. Wir überlassen eS der Beurteilung unserer Leserer, ob die Idee — man spricht davon — der Gründung einer Vereinsbackerei uuter diesen Umständen keine verfehlte wäre. Spende. Die langjährige Wohltäterin der städt. Wärmestube, Frau Stefanitsch hat derselben abermals den Betrag von K 20 — gewidmet. Ferner lief als Kassa-Skonto von Frau A. M. K 1.— ein. Herzlich n Dank! Lehrlingsarbeitenausstellung. Für die im September stattfindende Lehrlings arbeitenaus» stellung laufen die Anmeldungen von auswärts ziemlich zahlreich ein. in der Stadt selbst aber scheint sie wenig Interesse zu erwecken. Dieses für die G<* Nummer 63 Seuische |vadjt Seite 5 toerbefördening so hochwichtigen Einführung wird an anderen Orten das größte Interesse entgegengebracht. Es ist uns diese Lauheit von feiten der Meister nicht recht erklärlich und wir können sie höchstens aus dem Umstände zurückführen, daß den meisten das Verständnis für den hohen erzieherischen Wert dieser Einrichtung in handwerklicher Beziehung man-gelt Die Anmeldungen sind bis längstens Mittwoch den 11. d. M. beim Obmanne des deutschen Ge-Werbebundes Herrn Karl Mürtl oder in der Ge-nossenschafrSkanzlei zu machen. Aus späteren Anmeldungen kann keine Rücksicht genommen werde». Wach- und Schliehanstalt. Wochenbericht: Im Laufe dieser Woche wurden vou den Wächtern offen gefunden und gesperrt oder die Cp.rrung ver-anlaßt: 13 Haustore, 11 Einfahrtstore, 4 Garten-türen, 2 Geschäslsfenster, 1 Schreibstube, 1 Gastzimmer und 2 Hühnerstallungen. Wach- und Schliehanstalt. Bisher wurde die Wach- und Schließanstalt von Marburg aus geleitet. — Nunmehr ging dieses Unternehmen in bewährte und vertrauenswürdige Händes über. Die Direktion befindet sich nunmehr in Eilli selbst. Wir anempfehlen diese Anstalt umsomehr, als wir die Ueberzeugung haben, daß sich die Anstaltsleitung bemühen wird, durch strenge Kontrolle und gewissen-haste Dienstersüllung ihren Verpflichtungen nachzu-kommen. Ueber sämtliche Wachorgane werden von Seite des StadtamteS Eilli über das Vorleben genaue Erhebungen gepflogen und es werden daher nur solche Leu e als Wachmannschaft aufgenommen welche von dieser Behörde genehmigt werden Die „Erste Cillier Wach- und Schließanstalt' steht mit dem ähnlichen Unternehmen des Herrn von Bacho, in der Umgebvngsgemeinde in gar keiner Verbindung Spende für Friedau. Auch das Stadt-amt Wmdischgraz hat das Ergebnis einer Samm-lung im Beliogr t'on 193 Kronen 20 Heller der deutschen Schwesterstad: als Unterstützung überwiesen. Petlau und Windischgraz mögen als Beispiel auch den andereu deutschen Siadtgemeiuden der Stcicrmark dienen. Ein roeiher Regenbogen. Man schreibt auS Mahrenberger: Eine gewiß sehr seltene Natur- erscheinung beobachteten am 3. d. einige Mahren-berger. Aus dcm Wege von Wuchern nach Mahren-birg sahen sie, als nach einem heftigen Gewitterregen der Mond wieder hinter den Wolken zum Vorschein kam. einen weiße», ziemlich große» Regenböen im Westen, doch in geringer Entfe nung. Die Erschei» nung dauerte von 10 Uhr 8 Minuten bis 10 Uhr 20 Minuten. Wohltätigkeitskonzert in Tüffer. Die freiwillige Feuerwehr von Tüffer veranstaltet zu Gunsten eines zu erbauenden Rüsthauses ein Kon-zerr der Kurkapelle des Kaiser Franz Josef Bave« in Tüffer — einer Abteilung der Militärkapelle des U7. Infanterieregimentes — im Hotel Henke in Tüffer am Sonntag den 8. August 1909 um acht Uhr abends. Das Konzert findet bei gutem Wetter im Garten, bei ungünstiger Witterung im Saale statt. Eintritt für die Person 1 Krone. Athletik-Sport-Klub ..Eiche", «m 3. August 19"'.» biet» der Eillier Athletik-Sport Klub „Eiche" seine diesjährige Hauptversammlung ad. Der Vorntzende Herr Franz Rebeuschegg eröffnete die Ver'ammlung mit einer herzlichen Begrnßung der anwesenden Mitglieder. Nach der Verlesung der letzten Verhandlungsschrift gegen die nichts eingewendet wurde, wurde der Tätigkeitsbericht erstattet, aus dem wir folgendes entnehmen: Der Verein beteiligte sich an allen völkischen Veranstaltungen, so bei der Syl-vesterfeier deS Verbandes deutscher Arbeiter, bei der Julseier desselben Bereines, bei dem Burschenschafter tage (Festkommers), bei der Sonnwendleier der deutschen Vereine Eitlis, beim Fnckelzuge anläßlich der Ehrung d«s Altbürgcrmeistei s ulius Rakusch Der Berei» veranstaltete auch ein Distan^wettgehen Eleiubrück Cilli (25 Kilometer) Der Vorsitzende widmete auch dcm verstorbenen Schri'tsührer Herrn Koraschetz einen warmen Nachnrf. Der Säckelwart Herr Peiesich erstattete sodann den Kassadericht. Der elbe wurde genehmigt und dem Säckelwarte mit Dai kcsivorte» für seine Mühewaltung die Entlastung erteilt. Die hieraus erfolgte Neuwahl hatte »olgendeS Resultat: Franz Rebeuschegg, Obmann, Alexander Odal, Stellvertreter, Adolf Peiesich Säckel art, Friedrich Maieiitsch, dessen Stellvertreter, Heinrich Findeisen und Franz Krell, AuSbildner, Josef Krell, Schriftführer, Franz Topolschegg und Friedlich Maieritsch, »ludräte. Zum Schlüsse wurde über An-trag deS Herxn Topolschegg beschlossen, am 26. Sep-tember d. Z. ein Radrennen, offen für Cillier deutsche Radiahrer zu veranstalten; mit den diesbezüglichen Vorarbeiten wurde ein Ausschuß bestehend aus den Herren ?opolschegg, Findeisen. Krell und Rebeu-schtgg gewählt. Der Gesangskomiker Lewen gibt heute abenbs 8 Uhr im Hotel „Mohr" und morgen, Sonntag, im Waldhause Vorstellungen. Bad Neuhaus. Die letzte Kurliste weist 385 Parteien mit 708 Perlonen aus. Rohitsch-Sauerbrunn. Die letzte Kurliste weist 2070 Parteien mit 3038 Personen aus. Stikunterrichtskurs. Die Filiale der Singer Co. Nähmaschinen A.-G. in Cilli vrranstaltet vom 2. bis 15. August in ihrem GeschästSlokale, Bahnhofgasst 8 einen unentgeltliche» Stickkurs, zur Hebung bes FrauenerwerbeS und Errichtung einer neuen Industrie. Während des StickkurseS wird auch Unterricht aus der „Central Bobbin"-Maschine erteilt. Unzufriedenheit mit den windischen Landtagsabgeordneten. Unter der slovenischen Bevölkerung am Draufelde und am meisten iu dcm von der Hagelkatastrophe heimgesuchten Gebiet bei Frieda» herrscht große Erbitterung über die windisch-klerikalen Landtagsabgeordneten, welche rs nicht ein-mal der Mühe wert gefunden haben, den Schaden anzusehen, vielweniger aber sich kümmern, daß den Betroffenen wenigstens teilweise geholsen werden möge. ES finden eben in nächster Zeit keine Wahlen statt. Sogar der „Gospodar" begnügte sich bamit, über den Hagelschaden eine kurze Notiz zu bringen. Poftofflzial Pogatschnigg zum Post-Kontrollor befördert. In verschiedenen Blättern war in den letzten Tagen diese Nachricht zu lesen, die all seine Bekannten und Freunde gewiß freudig bewegie. Die „Grazer Tagespost" wies im wahren Erkennen seiner Verdienste aus sein gedeihliches Wirken für die deutsche Sache am bedrängten Adria-strande hin, bedauernd, daß er, der mutige Vor-kämpfer, von StammeSgenossen und Ersahrungen bereichert, sich veranlaßt suhlte, das stille trauliche Heim dem öffentlichen Leben vorzuziehen. Noch schöner, aus der Seele sprechender sind die Worte, die Herr Arischmann in Trieft in dem, in der „Deutsch-österreichischen Post" veröffentlichen Er-innerungsblatte Herrn Pogatschnigg widmet. Kurz schildert er all die Unannehmlichkeiten, die Herr Pogatschnigg als „Vorkämpfer mit offenem Visir" um das Deutschtum erleiden mußte. Erwähnt dann Herrn PogaischniggS begeisternde Reden und schreibt über die Ursache seines Rückzuges wörtlich wie folgt: „Dem, der in seinem VolkStnm sich abge-martert, der seine ganze Persönlichkeit seinen Idealen hingab, dursten Enttäuschungen nicht erspart bleiben gerade dort, wo er am erfolgreichsten gewirkt hat. Freilich sind gewöhnlich nur charakterschwache Männer „allgemein beliebt" und ein unbeugsamer Charakter erzeugt folgerichtig des öfteren Mißgunst. Aber selbst seine politischen Gegner werden eS nicht bestreiken können, daß Paul Pogatschnigg der Bahnbrecher der deutschen Sache am Adriastrande war uud die Er-rungenschasten der jüngeren Zeit, die leichte Ernte der jahrelangen mühevollen Saat PogatschniggS ist. Heil dcm wackeren deutschen Vorkämpfer? A. Die Gemeinde Umgebung Cilli und das Portiunkulafeft. Der B.'such des Portiun kulasesteS läßt von Zahr zu Zahr nach. Dieser Ur-sache ist eS wohl auch zuzuschreiben, wenn das Fest i» diese« Jahre ruhiger verlief Mit Befriedigung können wir diesmal konstatieren, daß unsere Bor-stellungen ihre Beachtung fanbett. Die f. k. Bezirks hauplmaiinjchaft war ehrlich bemüht, bessere Berhält-Nisse herbeizuführen und gewisse» Unannehmlichkeiten vorzubeugen. Wen» ihr guter Wille nicht ble volle Wiikuug erzielte so liegt das wohl zumeist in den eigenartigen BeihÜtnissen der Gemeinde Umgebung Eilli, wo Unverstand und Böswilligkeit den beste» Gedanken erschlägt. D'e Gemeinde Umgebung Cilli ist ihrer Pflicht nicht nachgekommen und hat ihre Aufgabe nicht erfüllt. Wenn nicht der Himmel ein Einsehen gehabt nnd ein rcinigenfes Gewitter über die Gemeinde, gleich einem himmlischen Straf-gericht, würde geschickt haben, so stünde es um die sanitären Bi Hältnisse am Rann jedenialls sehr schlimm, genau <0 schlimm, wie im Ortsteil Gaberje. Um in diese Gemeinde einmal Ordnung hineinzubringen, dazu genügt nicht der sansie Wink deS Bezirkshauptmannes, sondern die rücksichttalose Faust deS Wählers. Es wäre doch des Teufels, wenn es nicht möglich wäre, diese Schandwirtschost auS der Wrlt zu schaff,». Unverstand und Unfähigkeit, Schl»mperei un» Faulheit richten die Gemeinde Um-gebung Cilli zu Grunde. Wenn wir jederzeit und mit größter Energie für die Interessen der verkauften Vewohner der Gemeinde Umgebung Eilli eintraten, so erblickten wir darin nur unsere Pflicht, wir quittieren aber gerne den uns von den Bewohnern vom Rann so zahlreich zugekommenen Dank. Unsere Dewise ist: Es muß besser und anders werden! Du Glückliche. Das „Grazer Tagblatf bringt eine launige Geschichte über den serbischen Nronprizen Alexander, der eben in Rohitsch-Sauer-brunn Kultur trinkt. Es schreibt: Wir berichteten kürzlich, daß der Prinz jeden Verkehr mit den Kur-gästen vermeidet. Trotzdem ist eS einer Dame gelungen, eine „Unterredung" mit ihm zu haben. Daß Prinz Alexander täglich um die gleiche Stunde vom Hotel „Erzherzog Johann" in dic KurhauS-restauration zum Speisen geht, wurde bald bekannt und täglich erwarten ihn nun in den Anlagen die er durchschreitet, neugierige Gruppen. Dieser Tage sah man aus einer dieser Gruppen eine ältere Dame aus den Prinzen zutreten und ihn ansprechen. Er sah betroffen aus, zog dann auS der Westentasche die Uhr und sagte der Dame einige Worte. Freude-strahlend lief diese zu ihren Leuten und erzählte wichtig: »Er hat mit mir gesprochen! Er spricht sehr gut Deutsch. Hab' ich ihn gefragt, wie viel Uhr eS ist, hat er gesagt: Ein Uhr!" — Welcher Rasse die Dame angehörte, braucht wohl nicht gesagt zu werden. Sturm, Wolkenbruch und Hagelschlag in der Umgebung Tilli. Als die furchtbare HagelkatastropSe über die Oststeiermark niederging, da erfüllte neben dem innigsten Mitleid für die hart-betroffenen strebsamen Landleule der östlichen Mark auch ein inniges Dankgesühl für den Schöpfer, daß er unsere Gegenden von dieser Heimsuchung verschont hat. Manch sorgenvoller Blick richtete sich während der letzten Tage des Juli zu dem wolkenlosen, aber sengende Gluth ausstrahlenden Himmel empor. Der immerklarc Himmel und das Ausbleiben der schnelle Abkühlung und Verderben bringenden Winde senkte die Hoffnung in die Herzen unserer Landwirte und Weinbauern, daß die so verheißungsvoll aufgegangene Saat auch die so notwendige gute Ernte dringen werde. Diese Hoffnung war leider eine trügerische! Bereits am Montag abends nmzog sich der Himme. mit drohenden Wolken und kleine Sprühregen, die durch die Nacht und am Dienstag vormittag nieder-gingen, ließen »och immer hoffen, daß sich alles in einen ruhigen Landregen auflösen werde. Am DienS-tag nachmittag erhob sich aber ei» furchtbarer Sturm, dcm ei» wolkenbruchartiger Guß folgte. Die weißlich-grauen, mit einem phosphoreszierenden Scheine um-kränzten Wolken, die sich im Westen Eillis auf-türmten, erfüllten ihre unheimliche Vorhersage. AnsangS mischten sich nur vereinzelte Hagelkörner in die schwere» Regentropfen, dann wurde der Rege» schwächer und der Hagel sauste so dicht nieder, wie wir ihn in dieser Stärke in unserer Gegend zum Glücke nur selten erlebt haben. In der Stadt Cilli selbst bedeckten die Hagelkörner, welche mitunter die Größe einer Wallnuß erreichten, die Straßen durch eine Stunde lang. Zum Glücke trafen dic Befürch-tuugen, die man für die Umgebung hegte, nur zum Teile ein. Der Hagelschlag ging nur strichweise nieder aber dort wo er niederging wirkte er geradezu ver-nichtend. Am härtesten betroffen sind die Gegenden in nächster Nähe von Cilli, Nikolaiberg. LaiSberg, Koschnitz usw. DaS Unwetter zog sich dann gegen St. Georgen hin und richtete surchtbaren Schaden an, namentlich in den Gemeinden Svetina, Tüchern, St. Lorenzen ob Roschin. Auch die Gegend von Tüffer wurde schwer heimgesucht. In manchen Gegenden sieht es troüloS aus. In den Weingebieten in der nächsten Umgebung CilliS wurde mindestens dreiviertel, streckenweise der ganze Rebcnstand vernichtet. Der Schade an den Obstbäumen und Feldern ist ein ebenso enormer. Außer dem Hagel hat auch der Sturm viel Schaden angerichtet. In der Gegend von Store fegte er eine Scheune buch-»üblich weg Mit dem einen Unwetter war eS nicht abgeschlossen, eS folgten ihm innerhalb 48 Stunden noch zwei, die noch des verschonten was übrig ge-blieben war. Landwirte erzählen, daß seit zwanzig Jahren kein so verheerendes Unwetter über diese Gegenden niedergegangen ist. Die Regengüsse wiederholten sich hier in kurzen Zwischenräumen bis heute früh. Zu dem ohnedies großen Schaden kam noch die Befürchtung einer Ueberschwemmung. DaS Sann« tal ober Cilli blieb verschont. Der Schade ist ein ungeheurer, zumal wenn man noch die vorjährige und Ileurige ,>utternot hinzurechnet. Die einzige Hoffnung, ich durch den Ertrag des sonst gutstehenden Reden bcstandeS und der Mdfrüchte zu behelfen, wurde auch hier zu nichte gemacht. Rasche und ausgiebige Hilfe ist auch hier notwendig und so rufen wir den berufenen Behörden zu, sich schleunigst von der Wahrheit dieser Angaben zu überzeugen und wenig-stenS durch nennenswerte Stenerabschreibungen den ohnedies unter der Steuerlast seufzenden hartbe- Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 63 drängten armen Landwirten entgegenzukommen, denn aus einer Citrone läßt sich nicht mehr Saft heraus-pressen als sie hat. _ Aus dem Ilnterlande. Schönstein. (Vom stürzenden Baum erschlage n.) Die Holzarbeiter Deteruik uud Ja-vorschek waren mit Holzfällen beschäftigt, Sie sägten unter anderen einen dicken Fichtmvaum bis ungefähr zur Hälfte tmri und hielten dann, am Waldbvden sitzend. Rast. Plötzlich kam ein starker Windstoß, wodurch der angesägte Baum umstürzte und den Javorschek am Kopse traf, wodurch ihm der Schädel fast zerschmettert wurde und er bald darauf starb. Tüffer. (U n g e w i t t e r.) Am 3. ds. brachen zweimal und zwar gegen halb 5 Uhr nachmittags und um 9 Uhr abends Ungewitter, die mit surchl-baaen Stürmen nnd auch mit Hagelschlag verbunden waren, ans. Während hier der Schade nicht so arg ist, soll er in der Umgebung bedeutender sein. Montpreis. (FünfObjelte und viele Haustiere verbrannt.) AuS unbekannter Ur< sache entstand in der Nacht zum 28. Juli beim Besitzer Jakob Gratschner ein Brand, welchem sünf Objekte, eine Getreideharpfe, zwei Paar Ochsen, mehrere Kühe, vierzehn Schweine, sämtliche Geräte, sowie Futtervorräte zum Opfer fielen. Wenn nicht zufällig der 75, jährige Bater Gratschner ausgewacht wäre, so wäre» sämtliche Bewohner rerbrannt. Hn der Harpfe schlief der 70jährige Knecht Balentk, der sich durchs Feuer durcharbeiten mußte, wobei sich dessen Kleider entzündeten und er schwere Brand-wunden erlitt. Der Schaden beziffert sich auf 10000 Kronen, dem nur eine Versicherungssumme von 2000 Kronen gegenübersteht. Gonobitz. (Familienabend.) Sonntag den 8. August gibt der hiesige Männergesangverein in den Räume» des Gasthauies Werbnig einen Fa« milienabend. Eintritt frei. Ansang 7 Uhr. Freunde des deutschen Gesanges sind höflichst eingeladen. Gonobitz. (Tod essall.) Am 1. August wurde der Schneidermeister Georg Fermeutz, ein biederer deutscher Bürger, zu Grabe getragen. Der Männergesaugvereill trug am Grabe einen ergreifen« den Trauerch^r vor. vtrlwrdrne im Monate Juli 1909. Lorenz Bonha. 56 Jahre alt, Staatsanwalt. Josef Costa, 72 Jahre alt, Fabriksbesitzer. Anton O^ir, 28 Jahre alt, Keuschler. Josef Wallentschak, 41 Jahre alt, Kaminfegermeister. Agnes Großauer, 84 Jahre alt, Private. Im allgemeinen Krankenhaufe: Michael Dergainer, 17 Jahre alt, Taglöhner. Theresia Besgyvsek, 85 Jahre alt, Gemeiudearme. Angela Melansek, 2 Jahre alt, Kind. Franz Turner, 76 Jahre alt, Inwohner. Franz Kolfchek, 52 Jahre alt, Knecht. Jalob Berhoviek, 65 Jahre alt, Taglöhner. Barbara .Mvpej, 76 Jahre ast, Auszügierin. Theresia Beve, 10 Jahre alt, Schülerin. Anna Verbic, 70 Jahre alt, Taglöhnerin. Ätaria Modie, 7 Jahre alt, Gcrichtskanzlistenkind. Ernst Modie, 2'/, Jahre alt, Gerichlssanzlistenkind. Franz Aröan, 59 Jahre alt, Ziegelarbeiter. Georg Stifter, 65 Jahre alt, Gemeindearmer. Marta Modie, 4 Jahre alt. Gcrichtskanzlistenkind. Georg GaberSek. 68 Jahre alt. Inwohner. Baltasar Kottük, 76 Jahre alt, k. k. Grundbuchs- sichrer i. P. Karl Leber. 21 Jahre alt. Hilfsarbeiter. Joses Sivka. 25 Jahre alt. Bergmann. Martin Pere, 18 Jahre alt. Tischlerlehrling. Florian Spraje, 70 Jahre alt, AuSzügler. Blasius Krajnc, 80 Jahre alt, Gemeindearmer. Herichtsst'at'. Eine Berichtigung des Agenten Bayer. Mit Bezug auf die Berichtigung des Agenten Rudolf Bayer im „Grazer Tagblatt" vom 3. ds. zur GerichtSsaalnotiz „Sonderbare Siraferhöhuiig", des Inhaltes „daß er bei Gerich! mit Erfolg be-wiesen habe, dic ihm iu den Mund gelegte, den ReichSratsabgeordneten Herrn Wastian betreffende Aeußerung nicht getan zu haben", verweisen wir auf dic EntscheidungSqründe des k. k. Bezirksgerichtes Cilli vom 9. Juli 1909, UV 308/9, welche ans drücklich besagen: „daß die Behauptungen deS Privatanklägers unwahr sind, hat der Angeklagte Herr Mörtl allerdings durch den Zeugen Heinrich Wastian er-wiesen. Der erste Richter konnte sich nur die Ueberzeugung nicht verschaffen, daß Bayer wissent-lich die Unwahrheit gesprochen habe." Nun darüber sind die Akten noch nicht geschlossen und dic Be-rnsnngsveihandlung wird Gelegenheit bieten zur Auseinandersetzung darüber, ob Herr Bayer gelogen oder im guten Glauben etwas unwahres behauptet hat. Der Verteidiger des Herrn St.. Herr Doktor Zangger hat bei der BernfungSverhar.dlung in der Sache Aistrich-Bayer gegen St. nichts anderes be-Haupte«, als daß Bayer eine krasse Unwahrheit ge-sprechen hat. Diese Behauptung des Herrn Dr. Fritz Zangger befindet sich in Uebereinstimmung mit dem gegenwärtigen Standpunkte der Strassache Bayer gegen Mörtl und die ganze Berichtigung stellt sich daher als eine plumpe Effekthascherei heraus; der Mann will ebeu um jeden Preis von sich reden machen. „Stajere" und der Minoritenquardian. Im deutschsreuudlichen „Stajere" wurde unlängst nenerdings dem bekannten slowenischnationalen Partetgänger Minoritenquardian Banpotic, Pfarrer der deutschen Stadt Penau, ein Aufsatz gewidmet, in dem u. a. in slowenischer Sprache die Worte vorkamen .>lvl»»l ko piasec* (dick wie ein Schwein). Pfarrer Banpotic brachte durch den slowenischen Rechtsanwalt Dr. Brumcu gegen den mrantwortliche» Schriftleiter des „Stajere". >tarl Linhart, die Klage ein, jedoch nicht wegen des gesamten Inhaltes jenes Aussatzes, sondern nur wegen der genannten Aeuße-rung, nnd zwar ob Uebertrctuug des 8 496 St.-G. (Beschimpfung). Bei der darüber vor dem Bezirks-gerichte Pcltau abgesührten Verhandlung wies der Vertreter des Beklagten nach, daß der Kläger einen anderen Text als wie den veröffentlichten der An-klage unterlegte, und zwar nicht den oben zitierten, sondern die Wi)itt prastn* (dickes Schwein). Es sei daher nicht der Tatbestand des § 496 St.-G., sondern jener des § 491 St.-G. (Verspottung) gegeben, für den das Schwurgericht kompetent sei. Der erste Richter pflichtete dieser Auffassung bei und erklärte, das Bezirksgericht sür diesen Fall als inkompe.eilt. Gegen dieses Urteil legte Psarrer Vau-potie Berufung ei», über dic am 5. August vor dem Marburgs Berufungsgerichte verhandelt wurde. Zu der Verhandlung, die um 4 Uhr begann, war der Kläger mit seinem Vertreter erschienen, während den abwesenden Beklagten Herr Dr. Juritsch, Konzipient des Herrn Dr. Mravlag, vertrat. Es wurde festgestellt daß es sich in der ganzen Angelegenheit um die letzte Wahl in dic Pettauer Bezirksvertretung handelt. Pfarrer Baupotie hatte die feste Absicht, bei der entscheidenden Wahl ans dem Großgrundbesitz gegen die Deutschen und sür die Slowenischnationalen zu stimmen. Bor der Wahl habe er einen Brief be-kommen, worin gesagt wurde, daß im ^Stajere" alle seine Liebesbriefe veröffentlich« werden würden, fass er gegen die deutsche Bevölkerung stimmen sollte. Er habe aber trotzdem slowenischnational gewählt, wie Psarrer Baupotie heute stolz angibt. Darauf sei jener Aussatz im Stajere erschienen. Das Ber-haudlungsprotokoll mit Linhart führt an, daß Linhart jenem Briefe fern stehe; die Liebesbriefe des Ouardians seien aber der ganzen Stadt bekannt, und auch er habe solche im Original gelesen. Er übernehme die Verantwortung sür den unter Anklage stehenden Tert, der aber vor das Schwurgericht gehöre. Der Verteidiger gab eine überraschende Erklärung ab. Er erklärte nämlich, die Berufung sei nichtig, weil Dr. Knkovec, der als Substitnt des Dr. Rosina bei jener Verhandlung den Quardian vertrat, dem Verteidiger des Angeklagten unmittelbar nach der Verhaudlung ausdrücklich erklärte, daß er aus eine Berufung verzichte und um Bekanntgabe der Koste» ersuche, die ihm dann auch schriftlich mitgeteilt wurde». Das VerhaudlungSprokokll sei, wenn es die Anmeldung einer Berusung enthalte, unrichtig. Der Gerichtshof beschloß mit Rücksicht auf diese sonderbaren Umstände, den damaligen Ver-Handlungsrichter Sterger, ferner die Advokaten Dr. Mravlag und Dr. Kukovec sowie den Schriftführer jener Verhandlung vorzuladen und die Verhandlung zu diesem Zwesic zu vertagen. Vortreffliches Schutzmittel! • •#.. ^ Ml® I » * L ' ' 3T\ ,.u ; •--v rwT--L__^ ; —«gfj, i L- —I i 2 Kl***«*#: i W «ti» i«i nrs C-: ilJe'-OTJ snUerizrerid. <3 u-j j. Eingesendet. O • J - von ! Bx. 15 iKr SSct« «». !Ui»[bui«u rouarii -oeiue ««n»«*;«. t»»«k«««»««>«>>»«?»»»» IN» Ha«» zklicicrt, iHi-che ttmaclK»»' Melden - t'nbriltl. Iletiftrbrrst Zürich. f.n- vi»]0r, -:U* ij|i. Seit dem Jahre 1868 in Verwendong! Berger's medic. Teer-Seife, durch !>ernorranenbf Aer;te empfohlen, wird in den meist« Staaten Emovas mit <\!ä»;en?(m (Srfoloc angewenzn qezen Hautausschlage aller Art, insbesondere gegen chronische und Echupsenfiechten und pnrasucire tcblö^e sowie gegen Kup.ernaje. ^rostdeu'en, Schweisisöße. Kops- und Bartiktuppen. Verger'« T er» seife enthält 40 Prozent Holzteer un!> unterscheidet sich wesentlich von allen ubcigen Zeeiseifen des Handels. Bei hartnäckigen Hautleiden wende! man och die sehr wirtsame Berger's Teerschwefelseife. 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Du'cli längere Praxis in grösseren Städten bin ich in der Lage, unter Garantie, solide, «lauerhalte Arbeit zu liefern uud bitte daher um tahlreiche geneigte Aufträge. Hochachtungsvoll Aston Koilar Wagnermeister. i Danksagung. F8r di« vielen ehrenden Hr weise aelä-slk-fi ;les Ablebens unsere» iubigftgclieltcn uud unvergesslicben Galten, Vaters uud Onkel-- des Herrn Adam Soukop Pensionist der Südbahn «ag-o wir hiemit allen Verwandten und B kannten, «owi« dem verehrten Veteranenverein Cilli. dem Kommando des k. u. k. Itif.-Reg. Nr. 87, dem Kumma'do des k k. Landwehr-lof.-R?g. Nr. 26, dem hochwOrdigen Herrn P Ko««i und Allen, die ihm auf diesem Wege da« letzte Geleite gaben, den innigsten und wärmsten Dank aus. Cilli—Gaberje, den 7. Aiigast 1P09. • Die trauernden Hinterbliebenen. ist • - . in der Herrengasse Nr. 13 Schöne volle Büste erhallen Mädchen und Frauen Vft jeden Aller« durch Anwendung W*JW meinet neuesten ^t>le»-Crrmt MJtf oder BnlktiZiasskr, nur äubetlich an,uwend«n, einzig sicher wir-( kendeö Mittel, garantiert un- i * schädlich. Preis i! K 5.— i»«3rj und K S —. Dazugehörte Seife 6) SfUer. Perlauf durch yrau Kätlic Menzel, (im II., Praterftraßr 63/0, 2. Stock. 15653 welche der deutschen Sprache mächtig sind, werden für ein grosses Hotel auswärts ausgenommen. Ausrage Gasthof Engel 150&6 Kundmachung. Im Interesse der schönen und nützlichen Stickkunst, zur Förderung und Hebung des Fraucngewerbes sowie zur Anregung der Begründung neuer Industrie veranstalten wir einen vollständig kostenfreien UNTERRICHTS-KURS in = moderner Kunststickerei = auf Mähmaschinen der Singer Company welcher vom £. I»Im 15. iUKimt I1MM» in derZeit von 8 Chr früh bis 12 Uhr mittags und von 2 Chr bis 6 Uhr abends stattfindet. Anme düngen zum Unterrichtskurs oder Anfragen werden mündlich oder schriftlich im Verkaufslokale entgegengenommen. Eintritt frei. Hochachtungsvoll \ Singer Co. Nähmaschinen-Akt.-Ges. Cilli, Bahnhofgasse Nr. 8. ZI. 8332/09. ■■PPPHBiny m «nM SMWMWWWWWWWMM» ^ ^ ' ^ 'V' ' ' ' ' ■' 'X Q-escItn-äfts-IErö£f2rLVLri.g:- Beehre mich den hochverehrten P. T. Bewohnern von Cilli und Umgebung ergebenst anzuzeigen, dass ich mit 1. Juni 1909 eine Schlosserei eröffnet habe. — Ich empfehle mich als alt erfahrener Meister zur Ausführung aller Arten Bau- und Kunstschlosserarbeiten Anfertigung von Gittern, Gittertoren und Grabgittern etc. Uebernahme aller vorkommenden Repararuren sowie Montierungen und Demontierungen von Dampfmaschinen, Dampfheizungen, Dampfkesseln, sowie aller Arten von Maschinen. Bei sorgfältigster und genauester Ausführung der mir übertragenen Arbeiten garantiere ich für kulanteste Preis« und bitte mich mit recht zahlreichen Aufträgen zu beehren. Hochachtungsvoll 14 >15 Jakob Jnkret, Schlossermeister Cilli, Herrengasse Nr. 13. Ueber Befehl des k u. k. Korpskommandos hat jene Mannschaft des Infanterie-Regimentes Nr. 87, welche für den 26. August 1909 zur dreizehntägigen "Waffenübung einberufen wurde, sich bereits am 25. August 1909 8 Uhr früh beim Ersatzbataillonskader Nr. 8i in Cilli zu melden. Stadtamt Cilli am 3. August 1909. IH65S Der Bürgermeister: i V. Dr. Ambroschit8cli m. p. Kundmachung. 15650 In den 1. Jahrgang der Landes-Lehrerinnen-Bildungs-Anstalt in Marburg können mit Beginn des Schuljahres 1909/10 noch 10 bis 14 Zöglinge aufgenommen werden. Die bezüglichen Anmeldungen werden am 16. September d. J. von 3 bis 6 Uhr nachmittags in der Direktionskanzlei der Anstalt entgegengenommen, die Aufnahmsprüfungen beginnen am 17. September um 8 Uhr früh. Die näheren Bestimmungen sind enthalten in der h. ä. Kundmachung vom 29. Mai 1909 Z. IV 22067/2750 die im Anstaltsgebäude (Marburg, Elisabethstrasse 26) eingesehen werden kann. 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Herausgeber: BereinSbuchdruderei .Seleja' m Silli. gilt die Echnjtlettung verantwortlich: C aibo T^idls.