Nr. 217. Dwisiag, 22. September 1908. 121. Jahrgang. Mbllcher Zeitma VrsnumerationSplclK : Mit P ostver I c i, du n«,: „aiizMr«« 30 ll, halbjähnn l5 li. Im Koiüoi: ganzjählia ^ <» «, halbjälilig ll X, ssür dl<> Zus!sN»»a i die Mtdllttlon DalmatiiMsir Nr, 10. Sprechstunden dri Medaltii», nm, « bi« w Ul,r vmmittane. Untraillirrle Vliese werben nicht angenommen, Mnnuürivt? nicht zur^clgestrllt. ttl«phon-Nr. »»r Mtdaltwn 82. Amtlicher Teil. Tome k. und t. Apostolisch.' Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben zn erlasseil geruht: lieber Freiherr von A e h renthal! Ich habe die vom .'lieichsrate auf Grund des l^esetzes volu 2l. Dezember <<^. p. A e h r e, u t h a l m. j>. Lieber Freiherr vou Beck! Ich finde Mich besliinmt, die vonl Reichsrate auf (^rnnd des (Gesetzes vom 2l. December ll><»7 fiir das Jahr lM)^ gelvählte und die vom ungarischen Reichstage auf (^ruud des XII. (^esetzarlikels vom Jahre 1«tt zur BeHand lung der gemeinsamen Angelegenheiten zu eut seudeude Delegation auf den tt. Oktober laufenden Jahres nach Budapest zur Aufnahme der ihrem Wirkungskreise vorbehalteuen Tätigkeit einzu berufen. Indem Ich gleichzeitig Meine Ministerien für geineinsame Angelegenheiten zur Einbringung der verfassungsmäßigen Vorlagen anweise, beauftrage Ich Tie, wegen Einberufung der Mitglieder der Delegation des .R'eillisrates das ElUsprelljende zu veranlassen. Budapest, am >!>. September ll>l)^. Franz Joseph m. p. Vcck in. p. lieber Dr. N'eker l e! Ich finde Mich bestimmt, die vom ungarischen .'lieichotage auf (^ruud de>ö X ll. (^esetzarlilels vom Jahre 18N7 für da5 Jahr 1!)l>^ zur Vehandlnng der gemeinsamen Angelegenheiten zu entsendende und die vom ,'1ieich5rate auf (^rund des Gesetzes vom ^1. Dezember lttll? für dac' Jahr 1!>0tt ge^ lvählte Delegation auf deu !^. Oktobcr laufenden Jahres nach Budapest zur Aufuahme der ihrem Wirkungskreise gesetzlich vorbehalienen Tätigkeit einzuberufen. Indem Ich gleichzeitig Meine Ministerien für g«,meinsame Angelegenheiten zur Einbringung der verfassungsmäsn'gen Vorlagen anweise, beauftrage Ich Tie, wegeu Entsendung der Delegation deo ungarischen .'1ieich5tage5 und wegen Einberufung der Delegationsmitglieder das Eutfprechende zn veranlass-en. Budapest, am ll». Teptember l!»0«. Franz Joseph in. p N e k e r le '». i». Den !!). September 1W8 wurde in der l. l. Hof« und Staats» druclerei das X<^, Ltücl des Reichsgcsehblattcs m deutscher Aus» gäbe ausgegeben und versendet. Den 19. September 1908 wurde m der k. l Hof. und Staat«, druckerei das I.XXVII., I.XXVIII., I^XXIX., I.XXX,. 1.XXXI.. I.XXXI1. und I.XXXIV. Stück der lroatischcu Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 190« ausgegeben und versendet. Den 21, September 1lM wurde in der l. l, Hos. und Staats» bruclerei das I.XX., I.XXI. und I.XXX. Stücl der rumänischen und das I.XXXII. und I.XXXIV. Stück der polnischen Aus-gabc ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblattc zur «Wiener Zeitung» vom 19. und 20. September lWtt (Nr. 21« und 117) wurde die Weiterver» brcitung folgender Preßcrzeugnisse verboten: Nr. 72 «I.'^llriatieo» vom 10. September 1908. Nr. 53 «Ill-nnmäuli^j l>aln8» vom II. September 1908. Nr. 2 «Xi,s)0r ?l-xo0". Nr. 2505 .11 I'opolc.» vom 14. September 190«. Nr. 105 «Vollsrecht» vom 13. Srp!emt'll 1!>08. Mchtamtlicher Heil. Die Zusammenkunft Achrcnthal-Izvoli'ser Monarlliie genies'.t bekanntlich in England anßer ordentliche Verebruug. Was Nns;land b.'lrifft, so isl England demselben durch dci5 vor einiger Zeil hergestellte Einvernehmen näher gerückt, dessen Er-spries'.lichkeit in allen politischen kreisen <^ros;-brilailiiieno anerkannt wird. Eo kann daher in London uur loillkommen sein. wenn die genannten ^,laal5inänner die freundschaftlichen Beziehnngei, zwischen den beiden Mächten, über welche ein leichler Tchatten geglitten war, durch eine ^nsnmmeir lunst lvieder bekräftigen. Die Annäherung, die sich zwischen London nud Peler^bnrg vollzog, birgt, wie wiederholt erklärt wnrde. keine Tpitze gegen irgendeine andere Macht, am allerlvenigsten gegen dac-> seil langer Zeit befreundete Oesterreichs llngarn. Einen Bewei.5 dafür bot auch der Verlauf des Besuchs, den >lö'nig Eduard dem >taiser ^ran'. Josef in Ischl abgestattet hat. Die Ankündigung der ^nsaminenknnfi des ^rciherrn v. Aehrenthnl mit Herrn von Izvol^kij lonrde in .Vondon mit regem und wohlwollendem Interesse vernommen und die nach derselben erfolgte >lonstatiernng. daß die Besprechung in Buchlau vollkommene Ueberein^ flimmnng der beiden Ttaatomänner übcr die ^age in der Türkei ergeben habe, rief iu ^oudon lebhafte Befriedigung be, "n,^ LeuiUewn. Qualvolle Eekuudcn. Autorisierte Übersetzung aus dem Englischen des ft^vec>n von ^nnn^ Fl>art. (Nachdrucl vlibulcn.) (Schluß.) ^>lvei Tage fpäter war dav Ehepaar in der Villa eines Bekannten, des Besitzers eines großen ^ägew^f^ zn (^ast. Während sie gemütlich beim ^affo^tjscho plauderten, machte der Hansherr den Vorschlag, sein Etablissement zn besichtigen. (<»erne lvurde dem entsprochen, und wenige Minuten spä l^' fuhr das elegante .Cabriolet auf der breiteu ^haufs^'. die zum Tagewerke führte. Es war Tonntag. Der ungetrübte, klarblane Himmel bedeckte, einer .ttnppel gleich, das weite Heideland. Nichts regte sich weit nud breit, xiein anderer ^ant lvar zn vernehmen als das Ttampfen ^"' schnell dahinfliegenden Pferde, das knirschen ^'r Kandare in den schäumenden Mänlern nnd das sollen der Räder. Tchon tauchten am Horizonte ^' »nächtigen Tchlole nnd l^ebänlichkeiten des Zie ^' mente stillicg^'uden Werkes stand schon bereit und "Miete den Wagenschlag. Vald waren die Hallen durchschritten. Hier uud da ließ der Fabrikant eine Maschine laufeu, anch die große >ireissäge sehte er in Betrieb. Iu teressiert bcobachtete der Tchriftstcller deren so peiulich genau arbeitenden schm-fen Zähne, die. millimeterweise immer weiter ins Holz faßten nnd so in verhältnismäßig kurzer Zeit die stärksteu Bäume glatt durchschnitten. Doch die kreischenden Töne, die das Drehen der ,'1iiesensäge begleiteten, vermochte die jnnge ^ran nicht zn ertragen. Da erbot sich der ^abri-lant, die Dame in dein znr Fabrik gehörenden (Carlen herumzuführen, während ein Arbeiter dem nn'ß-begierigen (^aste z»lr Hand sein sollte. Ein Druck anf die elektrische Klingel nnd schon kam der Ar beiter. Der Besitzer nnterwies diesen, einen der knorrigen Ttämme dcr Kreissäge vorzulegen' dann verließ er mit der jnngen ^rau den ^abriksaal. Unterdes zog dw' Werkmann einen der Ttämme hervor lind befestigte ihn vor der Tage. Ein teuflischer Zug erschien anf seinem Besicht, als er nun ein C^l ergriff und die darin geknotete Tlhlinge dem ahnungslos cm Werkzeug betrachtenden Dichter um deu Hals warf. Ein .'Ilnck nnd der also Ueberrnmpelte stürzte zu Boden. Ehe er noch wußte, was ihm geschah, lag er gefesselt auf dem Ttainme. Ein >lnebel im Mnnde verhinderte ilm am Tprechen nnd Hilferufen. (Grenzenloses Er stannen Prägle sich in den ^iienen des (^ebnndenen ans; doch lies'.en ihn die Worte des Arbeiters die ganze ^nrchtbarfeit, seiner i^age erkennen. Der Arbeiter sprach: „Da liegst du jetzt. Mörder meines Bruders. Ja, es war mein Bruder, den du vorgestern wie einen Hund niedergeknallt hast. Ttarre nicht so entsetzt. Es ist so. Doch mein ist die liache. Der Zu fall hat dich mir in die Hand gegeben. Nnn mußt dn sterben. Wenn deine ^ran wiederkommt, wird sie sich schaudernd von deinem blutigen, '.ersägten >törper abwenden. Doch vorher wirst du die schar fen Meiallzähne in deinem Körper fühlen. Anch ich will Nache. Man hat mir die Ttelle gekündigt. ?>',, Bruder eiues Einbrechers will man nicht. W!> kümmert's ench Reiche, ob loir betteln müssen. Tter ben wil-st dn, gnalvoll sterben, ^ür alles in der Welt möchte ich nicht an deiner statt hier liegen. Dein ^'»old blinkt jetzt im Tchranke. Was nützt es dir? Und doch hast dn nin seinelwilleiii meinen Bruder erschossen. Doch genng der Worte. Höre lieber der Tage zu." Und der Arbeiter drehte das Tchwungrad an. Tnrrend drehte sich das Blait dcr Tage lind griff dann gierig mit den scharfen Zäbnen in das Holz. Die Blicke des l^efesselten hingen angstvoll an dem Arbiter. Todesfurcht sprach aus ihnen. Doch dieser drehte fich nm nnd stieg eine heiter hinan zum Dache des Raumes, um von dort mis die Arbeit der Tage zn beobachten. Der Gefesselte schloß die Angen. „In wemgen Sl'kundcn ritzen die Tpitzen der Tage meine ^nß-srlilen nnd fressen sich dann hinein in mein fleisch. Wenige Minnten nur noch. Entsetzlich!" Wenn er hätte schreien können, dieses lrium-phierende (^etreisch der Tage zu übertönen. Aber der >inebel hindert ihn. Immer dieses knirschen und 3nrren wie das Hohngelächter von tausend Laibacher Zeitung Nr. 217. 2018 22. September N10K, Ausstände in der Türkei. Man schreibt aus >lonstantinopel: Seit der Wiederherstellung der Verfassung sind hier die Arbeiteransstände soznsagen in Mode gckonnnen, besonders in jenen >iroison. die die Türkei gerne, in immerwährender Unruho schon. Ob Handel und Industrie, die Staatsfinanzen darnnter leiden, darinn kümmert man sich wenig. Die ersten, die in den Streik traten, waren die Angestellten der Fabrik der Tabakregie- sie kehrten nach Annahme ilirer Forderungen ')lir Arbeit zurück. Tann stroik-len die Vorkehrsbedienstoten der TranUvaygesell-schaft uud auch sie ivnrden befriedigt. Seit nahezu drei Vochen drahten die 'Angestellten der Anatoli-schen Eisenbahn mit der Einstelluug der Arbeit und erhoben unzulässige Forderungen, wie die, es sei, dor Goneraldlroktor. Herr Huguomin, abzusehen ?c. Als sie einsahen, das', sie zn iveit gegangen sind, mäßigten sie ihre Wünsche und wnrden nach ziveitägigem streik befriedigt. Nnn treten auch die Ai^gestellton der ^rientbahnen in den Stroik. Die. Streiks anf anderen Eisenbahnlinien in Konstantinopel lind in der Provinz wurden beigelegt, doch sind die Bediensteten der Tramwaygesellschaft in der Hauptstadt neuerdings in den Streik getreteil und verlangen diesmal die Absetzung einiger höherer Beamter. Derzeit sucht man anch in den Staats-institnten Ausstände herbeizuführen, so bei der Schiffahrtsgesellschaft ^iabsnss^ ?e. Die Regierung scheint den Ausbruch der Arbeiterbewegung nicht in ihr Kalkül gezogen zn haben. Jedenfalls sollte sie aber bis znin Zusammentritt des Parlaments suchen, den geltenden Gesehen, die bis dahin nicht geändert werden können, Achtung ^n verschaffen. 2 aibach, 21. September. Die Nachricht von einem im Lanfo des Herbstes bevorstehenden Besuche des italieni-s ch e u >i önig s p a a r es in F rank r e i ch ist, wie man aus Paris moldet, unzutreffend. Ein solcher Bosnch ist in diesem Jahre nicht zu orwarten. Als nicht ansgeschlossen bezeichnet man es, oaß das italienische königspaar im Laufe des Frühjahrs 1!N>l) eine Reise nach Paris unternehmen wird' ein Meinungsaustausch hat jedoch zwischen den kompetenten Stellen hierüber bisher nicht stattgefunden. kardinal Rampolla/der sich bekanntlich vor Vochen infolge seines durch Neurasthenie geschwächten (Gesundheitszustandes nach der Bene-diktinerabtei Einsiedeln in der Schweiz begab, hat sich in befriedigender Weise erholt und wird, wie man aus Rom schreibt, zu Beginn dieser Woche wieder dort eiutreffen. Das Gerücht, daß der kardinal ein päpstliches Sekretariat, das der Kongregation der Konsistoriale oder das der von Pins X. eingesetzten neuen Kongregation dor Sakramente, übernehmen soll, ist unbegründet. Aus M adrid wird gemeldet: Den Blättern zufolge wurde das Programm für die A u s - lauds reise des Königspaares folgen-dermaßon festgestellt: Die Abreise erfolgt am 2li. d. Für den Aufenthalt in München sind der ^. uud 2l). d. iu Aussicht genommen. In Budapest soll das Königspaar am 1. Oktober eimresfen uud bis zum 3. bleiben. Tor 4. und 5. Oktober sind für den Besuch des Königs von Sachsen in Dresden bestimmt. Am laum 5U Zentimeter noch trennen ihn von den fnrchtbaren glänzenden Zähnen. Immer kleiner wird der Abstand, immer kleiner... Der Fabrikant geleitete unterdessen die juuge Frau im (Carton umher. Auf einmal überkam letztere eine seltsame Angst, eine eigenartige Unruhe, die sio nicht bemeistern konnte. Angstvoll richtete sie ihre Augen auf ihren Begleiter. „Meinem Gatten kann doch nichts passieren? Ihr Arbeiter ist doch zuverlässig? Nicht wahr? Ach. mir ist so bange." „Aber gewiß, gnädige Frau," antwortet dieser erstaunt. „Was könnte passieren? — Doch halt,! was fällt nur da ein? Um Gotteswillen! .^om-meu Sie, kommen Sie schnell! Ihr Gatte hat mir erzählt, das; er einen Einbrecher niedergeschossen. Nnn der Arbeiter, dor heute Sonntagsdienst hat, ist dessen Bruder. Ich habe ihm gekündigt." Uud eilend stürmte er ihr voran dem Raume zu, wo die Säge staud. Er riß die Tür auf und sah entsetzt den Gefesselton. Ein Griff, das Zurück-ziohen eines Hobels und still stand die Sago. Dem Tode entrissen und keine Sekunde zu früh! Mit einigen Mosserschnitteu war die Fessel gelöst. Der Gorettote erhob sich und brach dann bewußtlos zusammon. Schluchzend warf sich die junge Frau über ihn. Der Schall eiues Schusses hallte durch den Raum. Oben hatte der vom Durst nach Rack)? Irre-gelenew seinem Leben ein Ende gemacht. Der Weg zum Leben. - Roman von Erich Gdenftein. (61. AortsetzUNg.) (Nachdruck verboten.) „Ja, das ist auch mir ein Rätsel. Entweder machte sio irgendwo Schuldon in großem St,l. odor . . . Fellner trägt die dosten. Er soll nämlich in Amerika Glück gehabt habe», llebrigens be-tvachtet er es wohl nur als Anlagekapital." Sie waren an der Pension angelangt, welche Renate von Nillmann bewohnte. Vor dem Eintritt warf sio dem Bruder einen warnenden Blick zu, dann schritt sie, lächelnd, als gebe es in ihrem Leben nicht dio goringste ^orgo, durch dou Flur, wo meh-rcro Hausnuwchoir schwatzend beisammenstanden. In dem Moment, wo Ronate an ihnon vorübor-schritt. sagte sie laut zu Wolfgang: „Nun werden wir sehen, ob von nnferen liobon Reifenden schon Nachricht da ist, daß sic glücklich in Paris angekommen sind!" Wolfgang zog die Brauen finster zusammen und schwieg. Ihn widerte diese Komödie nnsäglich an. Wozu das? Brauchten sie diesen Leuten Rechenschaft zu geben, und was gingen fremde Menschen sie überhaupt an? Aber was war Renatens stärkste Seite: die Dehors zu wahren. Und dann konnte sie bitterlich weinen, wenn einer ihrer Söhne sie belog. Als ob das in dieser Welt von großen und kleinen Lügen anders hätte kommeu können! Als Wolfgang an Renatens Seite das Wohnzimmer botrat, sprang eine sclHinke jnnge Gestalt aus dom Schankelstuhl, in dem sie müßig trämmnd gelegen, hatte, anf und warf fich stürmisch an seinen .ssal?. Margit. Nie bisher hatte das eine seiner dichten getan, und es berührte ihn wie eine gute Vorbedeutuug für die Zukunft. Ein weiches Gefühl quoll in seinem Herzen auf. „Margit, liebes 5liud! freust du dich, daß ich gekommen, bin?" sagte er horzlicl), sio fest an seine Brust, drückend. Sie brach in Tränen, cms. „Und ob ich mich freue! Sie haben mich ja verlassen, ganz nnd gar verlasseil . . . Mama und Elaudia. Nenn Tante Renate nicht wäre . . . nnd nun du ... oh Onkel, ich bin so schrecklich unglücklich." Er mnßte unwillkürlich lächeln. Glückseliges Alter, wo das noch „schrecklich" unglücklich macht. Donn es war ja nur der Schmerz, daß sie nicht mitgenommen worden war nach Paris, der sie so allerierte. „Beruhige dich, mein Horz," sagte Wolfgang liebevoll, „auch du wirst nach Paris reisen. Später, i:? einigen Jahren ..." „Versprichst du mir dies? Gib mir dein Ehren-wort!" Margit lachte wirklich. Er, hatte ganz richtig in ihrer Seele gelesen, die Aussicht, auch uach Paris zu kommen, tröstete sie über die Bevorzugung Elaudias von feiten der Mama. Es war überhaupt merkwürdig, daß Frau Gretens Einfluß bei den Kindern sich sofort vorminderte, wenn sie ^wacher Zcitmui Nr. 217, __________2019_________________ 22. Scptcmbcr ^08, so wurden die Tiger sanft und willfährig wie nie zuvor. So gelang es der Tierbändigcrin, cine ungeahnte Gewalt üter ihre Tiger zu erlangen, und sie läßt sie nun gefahrlos die schönsten Kunststücke ausführen. Lolal- und Promnzial-Nachrichtcu. Laibachcr Gcmcindcrat. ^. Unter dem Eindrucke der jü'ngsten Ereignisse trat der Laibachcr Gcmcinderat gestern mittags zu einer außer-ordentlichen Sitzung zusammen, zu welcher sich unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Hribar sämtliche Gemeinde-"'^mitglieder im Trauerlleide einfanben. Auf der Tagesordnung befanden sich nur Mitteilungen oc^ Präsidiums. Von diesem altchrwürdigcn Hause sowie auch vom Kastcllturmc — sagte der Bürgermeister — wehen heute Trauerfahnen zum Zeichen der Trauer, weil in den Laibachcr Gassen gestern unschuldiges Blut vergossen wurde. Die Aufregung der letzten Tagc wich einer tiefen Trauer, als man vernommen, daß den Demonstrationen Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Die Schuld an dem traurigen Vorfalle aber trifft diejenigen, welche sorgsam darüber wachen müßten, daß nicht unnötigerweise Menschen-blut fliehe. So viel bis jetzt bekannt, büßten gestern abcndö Zwei Personen ihr Leben ein, die nichts anderes verbrochen hatten, als daß sie den Demonstrationen ruhig zusahen; sieben andere Personen erlitten schwere Verletzungen. Es Preßte mir das .herz zusammen, als ich die armen Opfcr in ihrem Blute tot liegen sah. Gewiß, es haben sich in den letzten Tagen Vorfälle ereignet, die ich aufrichtig be^ dauere, allein diese Vorfälle rechtfertigen nicht das Vorgehen, welchem zwei junge Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Mit Rücksicht auf die allgemeine Trauer ob des traschen Vorfalles beantrage ich. daß das Begräbnis der bedauerlichen Opfer auf Kosten der Stadtgemcindc erfolge, daß der Gemcinderat in <><>rp(N'<> an dem Leichenbegängnis teilnehme und daß auf dem gemeinsamen Grabe der Gefallenen (Rufe: „Der Ermordeten") ein würdiges Denkmal c'.richtet werde, zu welchem Zwecke der Gemcindcrat einen Kredit von 1000 X bewilligen wolle. Der Gcmeinderat, welcher die Anträge des Bürger »nisters stehend angehört hatte, hat den angesprochenen Credit einstimmig genehmigt und beschlossen, daß das Toten-geläute sür die Opfer der Demonstration in allen Laibacher Kirchen auf Stadtlostcn stattfinde und daß diese Trauer-lrndgcbuna. im Sitzungsprotolollc verzeichnet werde. Bürgermeister Hribar schilderte hierauf in längerer Ausführung die blutigen Ereignisse, die sich anläßlich der diesjährigen Generalversammlung des Cyrill- und Method Vereines in Pettau abgespielt haben, wo ruhige Slovenen vom dortigen Pöbel angegriffen und blutig geschlagen worden seien. Die Staatsbehörde habe jede Intervention abgelehnt, obwohl es allgemein bekannt gewesen sei, daß ernste Ruhestörungen vorbereitet werden. Tatsächlich habe der Pöbel sich in seiner ganzen Brutalität gezeigt, so daß jedem Ciovenen das Blut in Aufruhr geraten mußte. In Laibach wurde ob der schändlichen Pcttaucr Vorfälle eine Protest vnsammlung abgehalten, wobei jedoch die Nedner der Volks menge ein ruhiges Verhalten ans Herz legten. Leider ohne Erfolg. Es ereigneten sich Vorfälle, wie sie auch anderwärts bei Demonstrationen üblich seien. Die städtische Po-l>,tti habe alles aufgeboten, was in ihrer Macht stand, um di.' Demonstrationen zu unterdrücken. Persönlich sei nie- lwn ihnen entfernt war. Tie wirkte nur direkt, nie nachhaltig. ^eiin 'Abendessen m'nq 05 noch lärmender ,',u, n.ls gewöhnlich. Friedrich, Konstantin und Emme-i''ch überschrien sich in einem fort, denn jeder wollte ^n Onkel allein die Herrlichkeiten de5 landaus enthalte schildern. Herr Tiraiin zuckte jedesmal ^'sammen, wenn ihn auö Nenatens kalten Augen M: vorwnrfoooller Vlick traf, der ihn verantwort llch machte für daö lärmende (^ebahren seiner Zöglinge. Wenn er ne aber zur Nnhe ermahnie, lohten sie ihm einfach ins Besicht . . . lind Ne uatc sagte dazu kein Wort. Tie verschaffte keiix'iu 5rr .Hauslehrer Autorität, weil sie keine AnUalt »eben sich vertragen konnte. Endlich war das lFssen vorüber und Renate puderte Herrn Timlin anf, die Inngen mil sich s"l't '.li »ehinen. man könne kein verni'mftiqes Wort 'u ihrer (Gegenwart sprerliel,. Der ^lbzug vollzog I'ch wieder lärmend, aber endlich waren dic (>ie-jchNnfter doch allein, denn Margit, die sich in der ^ch'llschaft ihrer Vetter wohl fühlte, war mit 'l'uen hinaufgegangen. „llnd was denkst dn jetzt, das geschehe!, soll?" ^gann Volfgang, indeiu er sich eine Zigarre in '""d statte/ benote zuckle die Achseln. ,,. .."^a, lvenn ich das wüßte! Ich scheue das ''"l!ehu . . . vielleicht reisest du ihnen nach?" (Fortsetzuna folqt,) mandem ein Leid angetan worden und c» sei eine unvcr^ schämte Lüge, wenn die Laibacher Berichterstatter der Gra-zer Blätter (Rufe: „Zigeuner!") von zahlreichen Verwundern faseln, ebenso unrichtig sei die Meldung, daß die Schule des Deutschen Schulvereines demoliert worden sei. E." seien nur einige Fensterscheiben eingeschlagen worden, von einer Demolierung der Schule aber sei leine Rede, Die Demonstrationen haben sich gestern abends wiederholt, Dr. Triller ruft: „Das Militär hat provoziert!" worauf danstauben, wohin sich dieMengc geflüchtet hatte, ausräumen lassen und jedermann mit dcmNiedcrstechen bedroht habe. Für die Abgabe der Salve sei ein zwingender Grui'd nicht vorhanden gewesen, da sich die Menge auf Pfeifen und Johlen beschränkte und leinrrlciGewalttätigleitcn beging. — Auch die Gcmeinderäte Len 5 e und Franchetti ergingen sich i" heftigen Ausfällen gegen das Vorgehen des Militärs. Gcmeinderat Dr. Majaron ersuchte den Bürgermeister um Aufklärung darüber, von wem die Direktiven für das Vm-qchcn der bewaffneten Macbl cmacordncl wur- bcn. deren Folgen sich fo verhängnisvoll erwiesen, worauf Bürgermeister Hribar erklärte, daß Gendarmerie und Militär ohne sein Vorwissen herangezogen wurden und daß er zu den bezüglichen Beratungen nicht zugezogen worden sei. Dr. Majaron erklärte wciters, daß oiescs Vorgehen eine Verletzung der Gemeindeautonomie invnldiere. und bcantragtc die Annahme folgender Resolution: Der Ge-meinderat protestiert auf das entschiedenste gegen die Ver-llhung der Gemcindcautonomie, begangen dadurch, daß das k l. Landesvräsidium im direkten Gegensahe zu den Bestimmungen des 8 3 des Gendarmeriegesehes aus dem Jahre 1894 ohne Wissen des Bürgermeisters und ohne dessen Vohlmeinung eingeholt zu haben die Sicherlieitsmaßnahmen für die letzten Tagc angeordnet hat. welche so furchtbare Folgen nach sich gezogen baben, - Die Resolution wurde einstimmig angenommen, Gemcinberat Dr. T a v < a r jiellie jchließlich an den Bürgermeister die Anfrage, ob es wahr sei, daß angeblich in der Wohnung des Lanbesiegierungsraies Kulavics bei offenen Fenstern applaudiert wurde, als vom Militär die verhängnisvolle Salve auf die Volksmenge abgegeben wor-d n war. Bürgermeister Hribar erklärte, daß ihm hievon n'chts bekannt sei und daß ihm dieses Gerücht nicht glaubwürdig erscheine, da er gebildeten Menschen eine so unwürdige Handlung nicht zumuten könne. Der Vorsitzende gab schließlich bekannt, daß das Leichenbegängnis der unglücklichen Opfer heute ^Dienstag) nachmittags stattfinden werde, und lud den Gemeinderat ,'.ur Teilnahme an demselben ein. Sodann wurde die Sitzung geschlossen. Bericht iiber das stjcwcrbcwescn in Krain. ^Fortsetzung.) Von den im heurigen Jahre in größerer Anzahl inspizierten Bauten muß ein in der nächsten Umgebung von Laibach aufgeführter Bau im Hinblick auf die totale Nichtbeachtung sämtlicher biesfalls erlassenen Vorschriften hervorgehoben werden. Die Laufbrüclen waren sehr steil, ohne irgend welchen Schutz gegen seitlichen Absturz, während den Verkehr in den oberen Etagen nur einzelne schwankende Bretter, die überdies noch mit Baumaterialien überladen waren, vermittelten. Der Ziegeltransport bis in den zweiten Stock geschah mittelst „Schupfens" durch Kinder, welche auf schwachen Leitern ülxreinanber ihren Stand hatten; gegen hcrabfallendes Material war lein Schutz vorhanden. Die im Kellerraum dieses Gebäudes beschäftigten Arbeiter waren überdies dadurch gefährdet, baß die eine Hauptmauer tragende Betongnrte gebrochen war, Behufs sofortiger Behebung dieser Ucbclstünde wurde die Anzeige erstattet. — Was die Nauwinben anbetrifft, so findet man selten eine solche mit Sperrklinle und Sperrad ausgestattet. ? ' mußten öfters die mangelhaft eingerichteten und < ten Mörtel- und Ziegclaufzügc beanständet werden. Einc Beachtung der mit Verordnung vom 7. Februar 1lX)7, R. G. Bl. Nr. 24, für die Hochbauten erlassenen Unfallver-hütungsvorschriften konnte fast nirgends wahrgenommen werden, und war nicht einmal auf einem einzigen Bau der mit dieser Verordnung angeordnete Anschlag der Verhaltungsvorschriften für die Arbeiter vorhanden. Bei den in großer Anzahl besuchten Tischlcrcibetrieben in der Umgebung von Laibach fand man nur in b?n aller-scltensten Fällen eine auch nur den bescheidensten hygienischen Anforderungen entsprechende Schlafstätte für die Hilfsarbeiter. Im allgemeinen diente in diesen fast durchwegs für andere größere Tischlcreifirmen und Möbelhänbler arbeitenden Betrieben das einzige Wertstättenlolal als Schlafraum für die Arbeiter. Die Schlafstellen waren Etagenbetten, vorzugsweise jedoch knapp an der Decke der Nerlstättc angebrachte und schwer erreichbare, nur imt Stroh oder Hobelspänen ausgefüllte Holzleisten, deren Erklimmen oft eine bedeutende turnerische Gewandtheit voraussetzte. Auf die Entfernung derartiger Schlafstellen mußte nicht nur aus hygienischen Rücksichten, sondern auch im Hin-b'.ick auf ihre Fcuergefährlichkeit und die mit ihrer B?nüt-zung verbundene Unfallsgefahr gedrungen werden. Mitunter wurde auch. namentlich den Lehrlingen, nur die Hobelbank oder der Fußboden der Werlstätie alö Liege-stätte angewiesen. Bedenkt man die lange, in diesen Be-tr'.cben übliche Arbeitszeit von 5 Uhr früh bis 8 Uhr ab?nvs, der vollständigen Mangel einer Lüftung sowie den Umstand, daß die Weilstätte gleichzeitig den einzigen Aufcnthal!5-raum für die Arbeiter bildet, fo ist unschwer zu erkennen, wic gesundheitsschädlich einc derartige Unterkunft sein muß. Es darf daher bei solche» Einrichtungen nicht wundernehmlTi, wenn die Hilfsarbeiter im Sommer das Schlafen auf offene:, Heuböden dem Aufenthalt in einer dumpfig» ^<> l statte vorziehen. Nocb immer findet ma» in manchen Mühlen mr ,5>,'n ster der gewöhnlich nur vom Mühlraum aus zugänglichen Burschcnzimmer vergittert; desgleichen kommt auch in !lei-ncren Gerbereien die Unterbringung der G^is^,, i„, Tiocken- und Zurichtraum noch häufig vor. In 8 lleingewerblichen Betrieben fanden w.:, i^k 12 Hilfsarbeiter zur Krankenversicherung nicht ancirm-'l^t Laibacher Zeitung Nr. 217. 2020 22. September 1908. waren. Die ungünstigen Gebarungsergebnisse einer Betriebs-lranlenlafse bei einer Spinnerei und Neberei veranlaßten die betreffende Firma, durch Statutenänderung eine Erhöhung der von den Arbeitern bisher zu leistenden 2-5<^igen Quote auf 3 <^ vorzunehmen. — Seitens eines Baumeisters und einer Ziegeleifirma wurden die von denselben zu leistenden Unternehmerbeiträge auf die Arbeiterschaft überwälzt. Im Berichtsjahre liefen beim Amte 489 gewerbliche Betriebe betreffende Unfallsanzeigen ein. Von den angeführten Todesfällen ereignete sich 1 in einer Sandgrube durch innere Verletzungen infolge niedergehender Sandmassen, während in einer Glasfabrik ein Glasmachermeister bei der Arbeit wahrscheinlich infolge Herz» schlciges tot zusammenstürzte. 2 Todesfälle ereigneten sich in einem Eisenwerk durch Absturz von einem Laufkrane, bczw. von einer hochangebrachten elektrischen stromlos gemachten Leitung beim Reinigen derselben. In einer Dampf-säge wurde beim Ueberschreiten einer Welle im Tran--missionsraume 1 Arbeiter von einem an einem Stellring verstehenden Schraubentopf erfaßt und getötet; 2 Arbeiter in zwei anderen Sägewerken fanden ihren Tod beim Fällen dcZ Holzes durch umstürzende Stämme. Im Baugelverbe e: eignete sich 1 Todesfall durch Absturz von einem 13 Meter hohen, von einem herabfallenden, noch nicht versetzten Gcsimsstein durchgeschlagenen Gerüst und der 2. durch Fall von einer Leiter aus einer Höhe von nur 2 Metern; bei eirer Bauunternchmung wurde 1 Arbeiter von der Lokomotive eines Zuges erfaßt und getötet, während 1 Alkor-dcmt derselben Firma am Wege zur Lohnauszahlung im nahe gelegenen Walde beraubt und ermordet wurde. Beim Verladen von Kisten wurde der Kutscher eines Warenhauses erdrückt und 1 bei einem Holzhändler beschäftigter Auflader gelegentlich der auf dem Bahnhof vorgenommenen Verladc-arbeiten zur Zeit der Zugverschiebung vom Lowry geschleudert und überfahren. Von den 3 im Berichtsjahre vorgekommenen Gruppcnunfällen ereignete sich 1 in einer Dampfsäge bei dem zum Zwecke der Kesselreinigung erfolgten Ablassen des Kesselspeisewasscrs. wobei 2 Personen verbrüht wurden. Bei dem Durchschlag des vorher erwähnten 13 Meter hcl>en Gerüstes stürzte auch 1 Arbeiterin ab. ohne sich jedoch tödlich zu verletzen. 2 Holzarbeiter einer Handelsfirma wurden beim Transport von Stliinü^,! im Walde vom Blitze gestreift. Im Berichtsjahre wurden iü5g^imi l)3 unfallversiche--rungspflichtige Betriebe angetroffen, welche nicht zur Unfallversicherung angemeldet waren. Darunter befanden sich auch mehrere größere Netriebe, wie: 2 Maschinen- und 2 Ringofenziegeleien. 3 Maschinenschlossercien, 2 Dampfsägen, eine maschinell eingerichtete Wäscherei und 2 Warenhäuser mit elektrisch betriebenen Aufzügen. In 2 Ringofenziegeleien mußten Verträge beanständet werden, nach welchen di: Zahlung des ganzen Unfallversicherungsbeitrages von den Alkordanten. bezw. den Arbeitern bestritten werden sollt-. (Forisehung folgt.) Die Ricscngrottc bei Triest-Opöina. Von G. And. Perko (Bischoflack). Der Karst ist wohl einer der inertwürdigsten Länderstriche des ganzen österreichischen Kaiserstaates. Wer ihn nur im raschen Fluge auf der Eisenbahn durchfährt. der kann unmöglich einen Begriff bekommen von der Unzahl von Sehenswürdigleiten und landschaftlichen Bildern, die, unweit der Schienenstrecke liegend, dem Reisenden durch Wald oder durch steile Felspartien verborgen sind. Ganz wri-n i,i(,'nj?nit^ sind die Gegenden um Adelsberg, Diva<"a und die Talebene von Materia-Castelnuovo; das Karstplateau birgt bei Scsana und Nabresina großartige Dolinenbildungen und einzig dastehende Einsturzcrscheinungen. Nur zwei Punlte sind bereits heute zu einer solchen Stufe gelangt, daß sie Tausende von Reisende anzulocken vermögen: die Adels-l'crger Grotte und die St. Kantianer Höhlen bei Divll<'a. deren Name jedem Touristen schon geläufig ist. In Touri-stenlreisen wird von den Wundern des Karstes schon viel gesprochen, und die Forscher, die keine Anstrengung und Gefahr scheuen, um den Reisenden die Karstgegenden auszuschließen, beginnen gläubige Zuhörer und Schüler zu finden. Es naht die Zeit. in der die Karstländer nicht nur zahlreiche Besucher ihrer unterirdischen Welt. sondern auch Touristen finden werden. Denn der Name Karst ist nicht überall wörtlich zu nehmen, und viele Gegenden, die diesen Namen tragen, zählen zu den herrlichsten Landschaften unseres, Vaterlandes. Die Höhlenforscher werden sich einst rühmen dürfen, zur Herbeiführung dieser Zeit in bedeutsamer Weise beigetragen zu haben. Die Arbeiten dieser, Pioniere haben schon die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf die noch zu erschließenden Karstwunder gelenkt und neuestens hat die Grottenseltion des Triestcr Touristenklubs die Riesengrottc bei Ovinna, ein würdiges Seitenstück zur weltberühmten Adelsberger Grotte, dem allgemeinen Besuche übergeben. Die Riesengrotte (Velila Iama, Grotta Gigante) wurde von mir zuerst am 18. August 1890 ganz befahren und späterhin geodätisch genau aufgenommen. Auf meine An-reauna. hin wurde die Grotte im April 1905 vom obgenann-tcn Klub käuflich erworben und nach dreijähriger mühe- voller Erschließungsarbcit gefahrlos zugänglich gemacht. S'.e liegt 2 Kilometer westlich von OpÄna, Endstation dey Zahnradbahn Triest-Opöina, bei der kleinen Ortschaft Vri.^iti, und zwar 350 Meter vom letzten Bauernhöfe entfernt. Sie besitzt drei Eingänge; der nächstgelegene ist eine lange, nicht große Halle, die in einen 138 Meter tiefen Hohlraum endigt. Der zweite, nördlich gelegene ist eine kleine, schmale Bruchspalte, die an der Decke einer 51 Meter hohen Halle fensterähnlich mündet. Der dritte liegt 52 Meter vom zweiten entfernt; er ist der kleinste von allen und durch ihn wurde stets der Einstieg in die Höhle genommen. Die Umgebung zeigt bei den Eingängen der Grotte das charakteristische Bild des wildesten Karstes, einer Verwüstung, die alle Vorstellungen übertrifft. Eine Fläche von einigen tausend Metern im Umkreise, von den nacktesten Kallfelsen begrenzt, enthält fast nichts als Millionen Steine. Viele Tausende derselben sind auf die verschiedenste Art gestaltet. Wohin man blickt, nichts als wüste Zerstörung nur hie und da hat der Fleiß des armen Landmanns mit großer Mühe ein Plätzchen ausgeräumt, um Weizen. Mais oder Kartoffeln darauf zu bauen, und hat es mit den nämlichen Steinen bolllr-crkartig umzäunt. Vom Weiler Vri^iti führt nach Westen ein schöner Karrenweg zu einer schlucht-fönnigen Einbruchsspalte; am Ende dieser liegt im Siidm der erste Eingang. Diese Spalte war einmal selbst eine Höhle, deren Decke vermutlich infolge eines seitlichen Gebirgs-schubes eingebrochen ist; Zeugen davon sind noch die großen Schichtcnplatten am Boden der Mulde. Die Länge dieser Einsenkung beträgt M Meter, die Breite schwankt zwischen 4 und 12 Metern. Die Richtung ist anfangs von Osten nach Westen und bricht fast in der Mitte plötzlich nach Süden ab. Eine bogenförmige Toröffnung, 6 Meter hoch und 8 Meter breit, bildet den Eingang zur Höhle; dieser folgt eine 20 Meter lange und sehr steile Schutthalde, die in einer Doppelhalle endet. (Fortsetzung folgt) — (W arnung vor Straßendemonstra-tionen.) Mit Rücksicht auf die verhängnisvollen Vorfälle anläßlich der Straßendemonstrationen am 20. d. M. hat Bürgermeister Hribar behufs Aufrechthaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung gestern nachstehendes verfügt: Von heute an bis auf Widerruf sind die Haustore um acht Uhr abends zu schließen. Kindern und jungen Leuten unter 10 Jahren ist es verboten, nach 6 Uhr auf der Gasse zu erscheinen und haben die Hausbesitzer und Kostfrauen strenge darauf zu achten, daß diesem Verbote Folge geleistet wird. Gleichzeitig warne ich auf das eindringlichste vor neuerlichen Demonstrationen, weil deren Folgen unberechenbar sein und — wie dies der gestrige Vorfall beweist — auch Unschuldige treffen könnten. — Das „81nvLi,f,I<(i ^i'u^tvo" hat Flugzettel mit folgendem Aufrufe verteilen lassen: Die ganze Gewalt und Verantwortlichkeit liegt von heule an in den Händen unseres Bürgermeisters. In diese Ob-lmt setzen wir unser bedingungsloses Vertrauen. Seid also vollkommen ruhig, damit leine außerordentliche Intervention notwendig sein wird. Zeigen wir, daß wir den Anordnungen dcs Bürgermeisters als des Hauptes der autonomen Sicher-h,'itsbehörde Folge leisten. Es möge nun nach den aufregenden Tagen, die schon unschätzbare Erfolge gebracht, dir ruhige Arbeit folgen, die zum vollen Erfolge führen wird. Jedermann erachte es als seine Pflicht, auf das Publikum beruhigend einzuwirken. — (Die S t r a ß e n d c m o n st r a t i o n e n in Laibach.) Außer den gestern angegebenen Personen, die bei den Demonstrationen in der Nacht auf den Montag getötet, bczw. verwundet wurden, erhielten noch Verletzunqcn teils durch Schüsse, teils durch Bajonettstiche: der 20 Ia')re alte Fleischergehilfe Michael Golav.^et, der 41 Jahre ,ilie Arbeiter Martin cktrutelj. der Finanzwachassistent Antin Adamu'- (ein Vetter des erschossenen Gymnasialschülcr^) und die Kontoristin Albina Traven. — Im Verlaufe d-Z gestrigen Tages pilgerten große Menschenmassen zur Town-l^pelle bei St. Christoph, wohin die beiden Toten gebracht > i-rden waren. Das Leichenbegängnis der Erschossenen els',^gt heute nachmittags um 4 Uhr nach dem neuen Frieo-icse. Auf verschiedenen öffentlichen Gebäuden sowie auf sthr zchlreichen Privathäusern wehen zum Zeichen der Trauer schwarze Flaggen. Fast alle doppelsprachigen Firmatafeln wurden gestern teils von den Geschäftsleuten aus freim Stücken beseitigt, teils gewaltsam herabgenommen, Einzelne Aufschriften sind mit Papier überklebt, andere mit schwarzer Farbe überstrichen. — In den Vormittagsstunden lrurde das Militär sowie die Gendarmerie zurückgezogen und der Sicherheitsdienst wieder an die städtische Polizei ülertragen. — Von kleineren Episoden abgesehen, ereignete sich gestern lein bedeutender Zwischenfall. Auch die heutige Nacht verlief vollständig ruhig, weshalb die aus der Polizeimannschaft und der Gendarmerie zusammengesetzten Patrouillen leinen Anlaß zum Einschreiten hatten. Wohl erfolgten einige Verhaftungen, sie betrafen aber nur die obligaten Trunkenbolde. — Die Wener und die Grazer Blätter haben anläßlich der Demonstrationen ihre Spezial-bcrichterstatter nach Laibach entsendet. — (Demonstrationen in (5 i l i i.) Aus Cilli wird unter dem gestrigen gemeldet: Im Laufe des gestrigen Nachmittages und abend» kam es hier zu mehrfache» Zu- sammenstößen zwischen Deutschen und Slovcnen. Abends zogen die Deutschen vor den „Narodni Dom", woselbst ein slovenisches .Konzert stattfand, warfen die Fenster des Gebäudes ein, ebenso wurden die Fenster der Vorbercitungs-schule im Eillier Gymnasium eingeworfen. Die Demonstranten zogen dann vor das Gebäude der Schulschwestern, wc> gegen die Fenster des Gebäudes gleichfalls Steine gewobn wurden. Die Schilder mehrerer slovenischer Geschäfte wurden herabgerissen. Eine Abteilung des bereitgestellten Militärs rückte aus und sperrte die Zugänge zum „Narodni Dom" ab. Zu größeren Ausschreitungen kam es nicht, da der .;r-wartetc Zuzug von Slovenen aus der Umgebung unterblieb. Im weiteren Verlaufe der Nacht kam es noch zu llei-neren Zusammenstößen, wobei ein Demonstrant eine leichte Verletzung erlitt. Heute früh wurden die in Eilli weilenden fremden slovcnischen Gäste durch Gendarmerie auf die Bahn, resp. aus der Stadt geleitet. Die Nachricht, wonach eine Frau durch einen Bajonettstich verletzt worden sein soll, lst nicht bestätigt. In der Stadt herrscht wieder vollkommene Ruhe. — (Aus dem Volks schul dien ste.) Der l. l. Lcndesschulrat für Kram hat über das Gesuch des Orts schulrates in Horjulj die Einführung des ungeteilten Vor mittagsuntcrrichtcs im Sinne dcs tz W der definitiven Schul-und Unterrichtsordnung in der zweiten und dritten Klasse das ganze Jahr hindurch sowie im Hinblicke auf die große Schülerzahl die Beibehaltung des Halbtagsunterrichtes in der ersten Klasse der nunmehr aus drei Klassen erweiterten Volksschule zu Horjulj genehmigt. — Der l. l. Vezirls-sck,ulrat Laibach Umgebung hat an Stelle des verstorbenen Oberlehrers Herrn Jakob Cepuder die bisherige proviso rische Lehrerin in Dorn Fräulein Angela Cerar zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Birnbaum ernannt und mit der interimistischen Leitung die definitive Letrerin Frau Maria Cepuder betraut. — Der l. l. Stc-dtschulrat in Laibach hat den absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Johann D i m n i t zum Aushiifülehrcr an der III. städtischen Knabenvollsschule in Laibach er-nannt. — Als Lehrerin an der Privatschule mit deutscher Unterrichtssprache in Neumarltl wurde die geprüfte Lehc-cmtslandidatin Fräulein Margar^thu Vortolotti er-ncmnt. __,. — (Jubiläums- und K a i s e r - B c i» -schießen.) Der Triester Militärveteranenverein Kaiser Franz Josef I., mit der Unterstützungsseltion Erzherzog Franz Ferdinand veranstaltet am 27. September und nm 4. Oktober bei jeder Witterung auf der Triester l. u. t. Nilitärschießstätte (bei Vazovicci) ein großes Jubiläums und III. Kaiser-Vestschießen mit zahlreichen locrtvolle^ Ehrenbesten, Preisen und eigens angefertigten Erinnerung^ n cdaillen. Auch die Gastscheiben und der Damenschießstand s'-nd mit Besten reich bedacht. Für Herren und die mäni. liche Jugend vom 16. Lebensjahre an, ist nur das Infcmterie-^epetiergewehr bei stehend freihändigem Anschlag zugelassen. Eigene Gewehre sind ausgeschlossen. Die Schußdistanz üe t:ägt 200 und 300 Schritte. Geschossen wird: am 27. S:o tcmber von 11 Uhr bis 12 Uhr vormittags und von 1 Uh>-bis li Uhr nachmittags; am 4. Oktober von 10 Uhr oiö 12 Uhr vormittags und von 1 Uhr bis 4 Uhr 30 Minuten nachmittags, am 4. Oktober um 5 Uhr nachmittag feierliche P r e i s v e r t c i l u n g. Hierauf Gartenfest, Illu mination. Konzert und Tanz. Um 7 Uhr abends Rückmarsch in die Stadt mit Fackelbeleuchtung und Musik. Am 4. Oktober um 8 Uhr 30 Minuten vormittags Kaiscrmesse mit Musik in der Pfarrkirche von Vazovica, Die Vereinsmusit konzertiert am 4. Oktober den ganzen Tag auf der Schießstätte. — (Ein Fortbildungskurs für Mädchen in Vischo slack.) Wir erhalten folgende Zuschrift mit dem Ansuchen um Veröffentlichung: Eins der notwendigsten Dinge beim Handel ist die richtige Vuchfühnmg. Kleinen-Handelsleute können freilich keine Vuchführer hilten, aber ihre Frauen und Töchter könnten ganz gut einen Buch-führer ersehen, wenn sie in der Buchführung einen Unter richt erhalten haben. Mit der Buchführung in einem Gc schäft könnte auch gar manches Mädchen ihr tägliches Brot vcrdienen. Um solchen Mädchen die Gelegenheit zu geben, sich in der kaufmännischen Buchführung ausbilden zu können, liat der Ursulinerinnenlonvent in Bischoflack mit seiner Bürgerschule einen einjährigen Fortbildungskurs für Mäd chl.n eröffnet, worin alle zur kaufmännischen Buchführung i'nd.Korrespondenz gehörenden Gegenstände gelehrt werden. Ausgenommen werden nur solche Mädchen, die dem schul ! slichtigen Alter schon entwachsen sind. Näheres darüber erfährt man bei der Vorstehung des Ursulinerinnenlonvcnt5 in A'schoflack. — (K. l. W a n d c r u n te r r i ch t zur Förde rung der Korbflechterei und Weibenzucht.) Das l. l. Ministerium für öffentliche Arbeiten hat mit de'u Erlasse vom 31. August 1908. Z. 817 — XXI I>/8769. neue Vorschriften für die Errichtung und den Betrieb staatlicher Lehrwerkstätten für Korbflechterei sowie die Abhaltung von staatlichen Wanderlursen in der Korbflechterei und verwandten Flechttechnitcn genehmigt. Die Oberleitung der staatlichen Wanderlurse untersteht der Direltion der l. l. Lehr- und Versuchsanstalt für Korbflechterc! und vcr- Sai&fltfjer ^eitiiitg «Rr. 217. 2021 22. September 1908. wandte sslcchttechniten in Wicn (früher t. t. Mustcrwerl-statte für Hlorbflcchtcrei und Musterweidenplantagen '.>l Wien), vertreten im mittleren .Urain durch Fachlehrer Josef A a r a n, dcr die staatlichen Wandcrlursc fiir .Norbflcch!<'lei in Dolülo, Dol (Lusttal) und St. Martin unter dem Groß-lahknbcra, mit einer L) VorbcreitunssZ-schiilcr (Haildftrticileitsuntcrricht), I,) ordentlich« Schüler, <.') außerordentliche Schüler (Heimarbeiter), Nähere Aus-lui.ftc ssibt die Leitung in ihrer Kanzlei Aucrspcrgplatz Nr. 4, ,',>r>citcchmler dcr l^ l, Landesregierung intervenieren. —r. "' (Zur Volksbewegung im Landc .U r a i n.) In, Lande .strain mit einer Gcsamtcinwohnerzahl von 508150 fanden im zweiten Quartale des Jahres 1!)0^> 792 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 4477, die dcr Verstorbenen auf 3021, darunter 1N77 linder im Alter von der Geburt bis zu 3 Jahren. Ein Alier von 50 biK zu 70 Jahren erreichten 587, von über 70 Ichren 550 Personen, An Tuberkulose starben, 5lM, au Lungenentzündung 170, an Diphtheritis 40, an .Keuchhusten 12. an Scharlach l!^, an Masern 17, an Typhus 10. durch zufällige tödliche Beschädigung 00, durch Selbstmord 10 und durch Mord und Totschlag 5 Personen; alle übrigen an sonstigen verschicdenen Krankheiten. —?. Theater, Dunst und Literatur. — (Ein Katalog slovenischer Musik a -l i e n) wurde von der hiesigen „.ttatoli^la Vulvarna" her-ausgegeben. Er wird dank seiner Vollständigkeit den sloue-nischen Musikern. Gesaugsvereincn ?c. sehr gute Dienste leisten. Der Katalog ist in der genannten Buchhandlung gratis erhältlich und wird auf Verlangen auch unentgeltlich und portofrei zugesendet. — („Die Erdbebenwarte.") Monatsschrift. Herausgegeben von A. Velar. Inhalt der wummern 1 bis 0: 1.) M. P. Nudzli: Ueber die Bestimmung dyna mischcr Glasiizitätslonstanien. 2.) Dr. I. V. Messer, schmitt: Ueber die Reflexion der Erdbcbcnwellen. 8.) Otto Meißner: Ueber die Geschwindigkeit dcr sogenannten VV,- und 'VV-Wcllcn. 4) A. Velar: Die tätigen Vulkane dcr Erde. 5.) Jelenlo M i h a i l o v i t sch: Die Erdbeben in Serbien im Jahre 1!)00. 0.) G. G r a b'l o v i h: Azimutc und Entfernungen für München. 7.) S. v. Hlasel: Azi-mute und Entfernungen für Tiflis. «) Velar: Was er-zählcu uns die Erdbcbcumcffcr von den Erdbeben. Die Explosion des Pulvermagazins am Laibacher Felde. Zur Erdbebenkatastrophe von Kalabrien im Jahre 175N. 0.) Literatur. 10.) Berichtigungen. — Beilagen: Neueste Erd bcbennachrichte», erscheinen gesondert; 2 Tafeln und 1 Karle, Telegramme des k. k. Teleyraplisn-Karrospondenz-Bureaus. Budapest, 21. September. Seine Majestät der Baiser erteilte vormittags um 10 Uhr in der königlichen "Urg zum erstenmal während seines gegenwärtigen Anfent-Haltes in Andapest allgemeine Audienzen. T r i e st, 2l. September. Im Befinden des zwcikn '"l Infeltionsspital liegenden Pestkranken, das bis gestern abends relativ günstig war, ist insoferne eine Verschling ^cning eingetreten, als sich über Nacht ein Hnstcn einstellte. ^°n den übrige» unter Beobachtung befindlichen Persons, '!^ lein einziger Erlranluugsfall zu melden. Budapest, 21. September. .Heute am Vorabend ^' Eröffnung des Abgeordnetenhauses veranstaltete die sozialbemolratischc Partei in sämtlichen hauptstäd!isn,en ^kznlcn in fünfundzwanzig Lokalen Versammlungen, dic überaus stark besucht waren, Auf dcr Tagesordnung stand bas allgemeine Wahlrecht. UcberaN betonten die Redner, bafl nunmehr die Zeit der Tat herangerückt sei, nnd das; wan nicht mehr mit taktischen Maßregeln, sondern encr N'sch zugreifen müsse. Da die Polizei einen Demonstrations "wzug verboten hatte, versammelten sich die Versammlung^ Mitnehmer nicht an einem einzelnen Platze, sondern zogen V"N jedrm einzelnen Versammlungslokale auf die Ringstraße. Woselbst sie Ruse auf das allgemeine Wahlrecht ausbrachten "/gen hash.> ii^, ^^^, bciläufig 15.000 Sozialisten, wclchc 'Ucht die Fahrstraße, sondern die Fußwege okkupiert hat "'. vor das „Hotel Royal", wo sich bekanntlich das Klub '.lalc der Unabhängiqleitspartci befindet und verstärkten ^'"t die Hochrufe auf das Wahlrecht. Zu eincm ernsten H>oischrnfall kam es nicht. Dann bewegte sich der Zug durch b'c Andrassystraße uud mehrere Kassen dcr inneren Stad!. Auf der Ringstraße wurden sämtliche Geschäftslolale früh zeitig geschloffen uud die Gast- und Kaffeehäuser hatten dir Rouleaux heruntergelassen. Petersburg, 21. September. Die „Novojc Vrcnija" bespricht die Entrevue in Buchlau, der sie große Bedeutung beilegt. Das Blatt erwartet von der Entrevue cine Einigung Oesterreich Ungarns und Rußlands in den Vallanfragen und hofft, daß die Mißverständnisse werben beigelegt werben. Petersburg, 21. September. Bis heute mittag? M'rden 300 neue Cholcracrlranluua.cn und 153 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Kranken l^trägt zur Zeit 1475. Stuttgart. 21. September. Der „Schwäbisch? Merkur" erfährt über die Pläuc des Grafen Zeppelin: In dcr alten Landhalle wird gegenwärtig der Zeppelin Nr. 1 flugfcrtig gemacht, um daun für die Mille Oktober beginnenden Aufstiege i» der schwimmenden Halle untergebracht zu werden, wodurch Raum für den Bau Zeppeline, Nr, 2 (Ersatzzeppclin Nr, 3) entsteht. Die alte Landhalle soll noch bis zum Herbst 1l>09 bis zu der zu erwartenden Fertig stcllung dcr neuen Halle als Nauraum dienen, Auf dcm ncucn Grundstücke sollen zunächst zwei neue Hassen errichtet und durch Anschlußgeleise mit dein Bahnhöfe verbunden norden. Mit dcm Herbst 190!> soll mit dcm Bau im großen begonnen werden. Ueber die Lcistungbfähigleit wird im! Bestimmtheit versichert, daß mit der Fertigstellung von acht Luftschiffen jährlich gerechnet werden kann. Viarrih, 21. September. Dcr berühmte Geigcr Sarasate ist Plötzlich gestorben. Bordeaux, 21. September. Dcr frühere spanische Minister Palmcron ist heute vormittags gestorben. Paris, 21. September. Die Blätter melden aus Lissabon: Während eines Stiergefechtes in Noita öffnete ein unbekannter Ucbeltäter das Tor des Sticrstalles. 5!.' Stiere stürzten in die Zuschauermeuge, wodurch 7 Personen getötet, 40 Personen verletzt wurden. Pittsburg. 21. September. Die verheerenden Waldbräuvc wüten auch in Prnnsylvanicn, wo dcr Ort Eorry ganz in Flammen gehüllt ist, fort. Die anhaltende Dürre hat in Wicstpennsylvanien nnd im Westen Ohios, so-wic im Westen Virginiens den Schiffsverkehr lahmgelegt London, 21. September. Wie die „Times" vom gcstrigcn mclbcn, hat der Schah die russisch-englischc Nolc Sonnabend beantwortet. Das Blatt will auö guter Quelle wissen, daß die Antwort unbefriedigend sei und praktisch auf eine Weigerung hinauslaufe, die Verfassung zu erneuern, solange die Provinz Ässer Beid-Schan nicht bezwungen sei. Verantwortlicher Ncdaltcur: Anton Funtcl. N!nllnl,ln« belM Nohitscher „Styria-» s»!!MM quelle" (Medizmalwasscr). Zu MUUUMU! Wcin, Kugnal ?c. ist „Tempcl-I^^ÜHmi quelle" vorzuziehen. (:l4. September, sscncic, Mannsbura,. ^ Schaf' raucl, Nsd., Iägcrndorf. — Vriat, Pctrinja. — jtllllmann. Nsd,, Nixdorf. — Vobosch. Nsd.. Pwßuil). - Dr. Ritlcr von ükronct s. Sohn; Ritter von Glisigenberger, Generalmajor samt Frau, Graz. — Pollanz. Uomniissär, Villach. — Fuchs, Fabrils-direltor, Friesach. — Äiavincet. Zirtlach. — Dr. Staroccuich, ttialau. — Obleth. Schlmter, ttflte.; Hrünbcrger, Meyer, Rsd.; Krüner, Privat; Nillit, Wien. 2u bezieken clurck lg. v. lllleinmnM ^ ^sell. Vambesgs Nuch-lisnlllung in NaibAch. I Vorzügliches diätetisches Ti seh £,"'1 rank. I Man befrage über die Wertigkeit des Biliners I den Hausarzt. (2798) 29-28 I Erhältlich l»oi Miohael Kastner, Lalbaoh. I SWetcorologifdjc iBcobadjtiincjeH in ^ntbnrfj. Ser&öljc 306-2 m. SHittl. üitftbrurf 73«-0 mm. ^ il U. l»i. 740 7 18 1 SSO. mähig hnt« " 9 U.M. 740 4 N I NW. schwach 22 l 7 U. ss. j 789 1 > 55! SO. schwach Nebel 0 0 Das Tagesnnttel der gestrigen Temperatur 11 5°. Nor< male 14 1°. Wettervoranssaqe für den 22. September für stein» mall, Kärnten nnd Krain: Meist heiter, ftelsenwsise Bodennebel, niäs,igc Winde, liihl, gleichmäßig anhaltend, herrschender WitleruuaMiaruIler anhaltend; fiir Inest: Schönes Wetter, mäßige Winde, wenig verändert, gleichmäßig anhaltend, schönes Wetter. Seismische Berichte «nd Bcobachtnngen der Laibacher Erdbebenwarte (Oll: Gcbcmde der l. l. Staals'Oberrealschllle.) Unae: Nördl.Äiritr 46°<»'i'! Östl.Lnnge vun wreenwich l4'3l'. Ncben berichte: ?lm 20. Septeniber geqen tt Uhr Fcrnbcbcnllnfzcichnung au der Laibacher Warte, die infolge des gerade erfolgten Nandwcchsels nnvollständig blieb. Trieft meldet Beginn 7 Uhr 54 Minuten 20 Sctünden; Maximum von l> Millimetern nui 8 Uhr i! Minuten N Se» lunden, Ende 9 Uhr Ui Minuten 18 Srlnnden. Dic Vodenn uru h c* ist in Nbnnhme begriffen und ist heute am 22, September am 12 Seknndrnpendel und 7.S«» lunocnpcndel «sehr schwach», nm 4.Sctundenftenbel «sehr schwach» bis «schwach». » 3>r B od c n n i, r » >, c wird !» sulnsübe» Siärlsssrnds» NnNifizlet!: ')l„«!chl!« i! MÜlimt!» «jchwnch», vun » bi« 4 Millimtlti» »mtisnn starl», vm> 4 bi« 7 Willimrlrrn »slarl», lw» 7 liie 10 MiNimsls!» »sehr slarl» >,»b librr l0 Milliülslfs »«»her-ordsüUich s!nvl». — »^lllnsixfius Vuds»»»>»l«'» bkdf»tr! n>sich^!>>o auNrelsüd» Das Grail der Kaufleute in Laibach gibt hiemit bekannt, daß die Einschreibung derLehrlinge in dieGremial-Handels-schule am 23., 24. und 25. d. M. von 3 bis 6 Uhr nachmittags in der Gremialkanzlei, Schneidergasse Nr. 5 II, stattfindet. Die Nachprüfung beginnt Sonntag den 27. d. M. um 7 Uhr früh, zu welcher die betreffenden Schüler, mit Bleistift, Feder und Papier versehen, zu erscheinen haben. Den Lehrherren wird bekanntgegeben, daß nach dem 10. Oktober kein Schüler mehr in die Gremialschule eingeschrieben werden kann. 0"") Der Obmann. ! Der Verein der Nnchdrucker Kraius > > erfüllt die traurige Pflicht, seinen Mitgliedern die > I betrübende Nachricht von drm Ereignis, welches > > am Tage seines 40jährigen Wiegcnfeftcs durch einen > > unglücklichen Zufall statlfanb, belaiintzugeben. > > Vorgestern um lj Uhr abmds verschied n«mllch « I unser wackeres Mitglied, Kollege > l Nudolf Wunder > ! Maschincumeifter dcr »Narodna TiSlarna». > I Das Leichenbegängnis des teuren Verbliche. > > nrn sinbrt hcnte nm 4 Uhr nachmitlaa von der » > Totcnlapcllc zn St. Christoph ans auf den Fr,edhof » > znm Heil. »rruz statt. . > > zrollcacn, wir laden Sie höflichst em, dein » > tcurcu Vcrblichriirn vollzählig das Geleite zur > > Ichtcn Nuhcstältc zu gebln. > > Laibach, am 22. September 1808. > I (384?) Dcr Ausschuß. > Laibacher Zeitung Nr. 217. 2022 22. September 1908. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 21. September 1908. Die notierten Kurse verstehe» sich in Kronenwahrung. Die Notierung sämtlicher Nltien und der ,.Diversen Lose" versteht sich per Stück, Geld Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: l°/, tonver. steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kuise . , 9« 30 96'50 bettn (Iami.-Iuli) per Kasse 96!i5 9« 45 4 2»/, ö, W. «oten (Febr. Nug, prr «assc......99 20 99 40 4 »0^ s. W. Silber (Uprtl-Olt.) per «asse......99 20 99 40 1860er Staatilos« boo fl. 4"/^i52 — >56 -1860er „ 100 fl. 4"/n2!7'25 22!'25 >864er ,, 10> fl. . , 260 50ü64'50 l»«4> 292-50 Vtaatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen König» reiche und Länder. Österr, Goldrente steucrfr,, Gold per Kasse .... <"/„>ib 90116 10 üsterr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/« 96 35 96 55 detto per Ultimo . . . 4"/„ 9« sb 965b tft, Investitioi'«-Rente, stfr., Nr. per Kasse . . «'/,"/< 8?-05 87 2b Gistnl>llhn>Zlllllt»schnll>' oerschrtibllngen. Elisabeth Bahn i. O., steuerfr., zu 10.000 fl.....4»/„ —'---------- Franz Iofeph-Bahil in Silber (div. St.) .... 5'/<»/„l 16-45119-45 Valiz. Karl Ludwia-Bahn (div. Stücke) Kronen . . . 4"/„ 9b?b 96 75 Nudolf-Bahn in Kroncnwähr, struerfr. (diu. St.) . . 4"/„ 96 20 9?-2o «orarlberger Vahn. stfr., 400 nnd 2000 Kronen . . 4°/„ 9« 05 9? Ob Hn St»»t»schulil!tlschltiinngtn llligeftlmpeltt Gistnbohn.Aktien «lisabeth-A, 200 fl. KM. 5'///^ von 400 Kr.....460-461 — detto Linz-Budweis 200 fl. 0. W. 3, 5>///<> - - - .43! —434-detto Salzbnra Tirol 200 fl, ü. W. L, 5"/„ . . . ,422'-424'-«remstalVahn 200 u, 2000 Kr. 4"/„.........193 —I!)4- Gelb Ware z»»m Staat» zur Zahlung 2l>er< n»mmtne Eistnba!>n > Pliuritiit» Gbliglltlllnen. Böhm. Wcstbah», Em, I89b, 400, 2000 u. 10.000 Kr, 4"/« 9b'7ü 96 75 EIisabeth«ahn 600 u, 3000 M. 4 ab i0"/„......114 6! ü 565 Elisabcth-Nahn 400 u, 200« M, 4"/n........113 ^ !14'15 Ferdinands-Nordbahn Em. 1886 98 3b 99 zz dellll Em, 1904 98-00 9» 60 Franz Ioseph-Nahn Em 1884 (div. Et.) Silb. 425 «11 4ö 4"/„ unaar. Rente in Kronen- währ. stfr, per Kasse . . 92'öo 93--4"/« dcito per Ultimo 92 80 93 — b'/2°/n detto per Kasse 82-40 «2 6« Ungar. Prämirn.Anl. i^ 100 f>, l8<>'' <«9 -dctto il 5« fl 185 - l«9 - TheihRe«, Lu!c 4"/^ . . . .144 2IÜ48 25 4"/n uxgar. Grunbei'tl,-l)blig. 92 91, u:i'9,'< 4"/nfroat. u. slav. Vrdentl,-Obl. 93 b0 9450 Nndere üffentliche Nnlehen. Äosn, ^aildes-Anl. (div.) 4"/« 90'5b 91 55 ^'llsn,-hcrceg. Eisenb. -Landes- Anlchcn (dw,) 4'/,"/« . . 98^1«) 99 10 5"/„ Donau Reg.-Anleihe 1878 103-- - - Wiener Verlehrs-Anl. . , 4"/„ 9ü'9b »6 9k, detto 1U00 4"/« 96 - 97 - «nlehen der Stadt Wien . . 10« ?o!01'70 dcito (V. oder G.) 1874 ,2»- 12!'- dettu (1894).....93'K5 94'65> detto (Was) U. I. 1898 . 95'9,< 9«'!!0 detto (ltleltr.) v. I. 1W<> 95 75, v«-75 dcttll sI!!U.-Ä.)V,I,1!)02 96 2!' 97-20 Vörseban Äülchen vcrlosb. 4"/„ 9b b' 96 50 Russische Etaatsanl. u, I. 190« f, 100 Kr, p. K. . . ü"/„ Sb 80 9«'l>0 detto P?r Ullimo . . 5>"/„ 9b'80 9e:<0 Vula, Staats - Hypolhelar- il nl, 1892......«"/<, I207512! 7!> Geld Ware Bulg. Staats - Goldanleihe 1907 f. 100 kr. . , 4Vl"/o 87'50 88'b< Pfandbriefe usw. Nodcnlr.,allg,üst. i,50I.vI,4"/s, 95-- 96>— Vühm. Hliputhclcnb. Verl. 4"/„ 97 50 98-05 Zcntral-Äod.-Kred.-Nl.. üsterr., 45I, verl.....4>/i",„ I02-- — — detto «5 I. vcrl. . . . 4"/« 97 2b 98>25 Krcd.-Inst.. üsterr., f.Verl.-Unt. n. üssentl. Alb, Kat, ä. 4"/„ 9560 95-9« Landesb, d, Kön. Galizien und Llldom. 57>/, I. rnckz. 4"/„ 93 75 94'75 Mähr. Hypuihelenb. vcrl, 4"/„ 96 50 97 45 ^l.-Uslerr, Lande« blip.-tti'st.-!"/« 97-- 98-- bettn inll. li"/„ Pr. Verl. 3>/2"/o 8« 25 89 li5 detto K,-Schulbsch. Verl. g'/Z/n 88'2b 89-25 betto veil......4"/« 9N?b 97-75 Österr.-unllar. Banl 50 Jahre vcrl. 4"/n «, W.....9«-bk> 9N-55 dcttll 4"/„ Kr......9^,-80 9!!'8O Tvarl., Erste üst., L0I. Verl. 4"/,: 99» - - - - Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Östcrr, Nordwcstb. 200 sl. S. . 103-25 —'- Ttaatsbahn !00 ssr..... 404- 408-— Südbah» K ü'7„ Jänner-Juli 500 ssr. (per St,) , . , 279-— 251 - Südbahn K 5"/<> ^«0 fl. S. 0. G, 120-60 121-«o Diverse Lose. Perzln»licht f»se. 3"/n Bodenlredll-Lose Em. 188« 267-- 273' detto Ein. 188!) 2«a-kli 2,',n 50 5"/» Dllüllu-Reanl.-i'usc 100 fl 2b?'25 Serb. Präm,-Anl,p. 100 ssr,2«/„ 103-/5 109-75 Z— ->- Palssy-Lose 40 fl. KM. . , . I98-- 208' Roten Krenz, üst. Ges. u. 10 fl. 48-80 52 80 Ruten Kreuz, nng. Ges. v. 5 fl, 26-35 28-35 Rudulf-Lose 10 sl......68'- ?2>- Salm Lose 40 fl. KM, . . . 23<- 241-Türl. E.-V. Anl, Prcim.-Oblia. 400 Fr. per Kc>sse . . . K>-25, i«6'25 dl'Nu per Medio . . . 184-75 <85'7!> Gelb Ware Wiener Komm, Lose v, I. 1874 488 - 498-— Vcw, Sih. d, 3"/„ Präm,-Schuld d. Bodenlr.-Mst, Em, 188N ?^-b0 7b K0 Altien. Gllln«P»lt>zlnmnnllen. Äussiss Tcpliyor Eisenb, 500 fl. 2423'- 2433 - Vüyinischc iliordbahn 150 fl. , 403-50 405-- Vuschtichrader Eilb, 5.00 fl, KM, 29lO'- 2»20- - dctto (lit, Ii, 200 sl. per Ult. !OSü-- 1068'-^ Donau - Dampfschiffahrt« - Mes., 1.. l, l, priv., 500 fl, KM, !0«4>— :00»-- DiixAodenliachcr E.-V. — 569- Ferdinande Nordb. 100« sl, KM. 5130»- 5160 ^ Naschau -Ldcrbrrncr Eisenbahn 200fl. S....... 362-— 366 50 Lcmb.-Czern,-Iassu Eisenbahn- Gesellschaft. 200 sl, T, . . 558-50 55.9-25 ^loyb, üst,, Trieft. 500 fl.. KM, 4!5— 41!!-- Östcrr, Ä.orbwestbal,!! 200 jl, S, 452- 453 50 detlo Oit, l!> UOO sl, S, P, Ult, 45!-- 453 - Praa-Dnr.er Eisen!', 100 sl.aba.st, 223-- 224- Alaatseiscnb, ^0« sl, S. vcr Ult. 69« 25 ,!<>? 2l> Tüdbahn liOO sl, Silber per Ult. ill) 50 120-50 äüdnorddenischc Velbinduiigsb. 200fl,KM...... 401— 403 75 Transport-Oes., inlern., A.-G 200 Kl........ l!4'— 118'— Unnar. Wsstbahn (Raab-Graz) 200 fl. C....... 40?-— 410- Wr. Lolalb,-Vll«en Ges. 200 fl, 205— 21«'— Vanlen. Nnglo-Österr. Vanl, 120fl. , 298- 29!»'— Vanlverein, Wiener per Kafsc - -— > ^ delto per Ultimo 5>7'25 b>8'25 Vubeulr-Aüst. «st,. !!00 Kr. , >070' - «073- tte»>r,-Vlld.-Krcdbt. üst,, 200 fl. 530-- b34--«reditanstall siir Handel n»d Gewerbe, 1U0 sl,, per Kasse «44'— 645'- betlu per Ultimo 644 !>n 64550 »«rcdübanl, nun. allss., 200 fl. ?. Kassenverelii, Wiener, 200 fl........ 455' - 457'- Ht,pu!helc»banl, äst, 200 Kr, 5"/,. 28?'— 28U--Ländcrbanl, österr., 200 fl., per Kasse....... —'— —' - delto per Ultimo 4<0lib 44!'25 ,,Mcrlur", Wcchselstuc>,-«l0<>'- ^stcli.-nnaar. Aa,!l 1><>0 Kr. 1750-— 1760»- <Üeld »liare Unionbanl 2«0sl...... 55350 554 50 Unionbanl, böhmische 100 fl. . 245 — 246 - «erlchrsbanl, allg 140 fl.. , 84>'- 34!-— Indufliit'ZlntlMthmungen. Vannefellsch,, aN„. öst., 100 fl. 138— 140-— Biiixer KohIeiibernb, Wes, lOOfl, 722'- 725'— Eiss!,bnh!,l>ellchls.'Anstalt, ijst,, 100 sl........ 400-- 402-— Eifenbahnw, Lciha., erst«, iNOfl. 210'— L12-— ,,E!bemnlil", Papiers, u. «,-G. 10« fl........ 197 — 198 5« Elel»r,.Ges,. alla, üstrrr,, lioofl. 398-^ 4.)«-— Elcllr.-Gesellsch,, intern. 200 sl, 629- «34-- Eleltr. Gclellsch., Wr, in Liqu. 230 7b 23!'2ü Hirtenberner Patr-, Zunbl). n. Met,-Fabril 400 Kr. , - 944'- 946 — Licsinncr Äilluerei 100 fl, , . 2!<4'— l»9'— Mon<>'M!!hl",Papiers.u,V.G. 433'— 440 — Trisailer K'ohlenw.-G, 70 fl. . 275'— 278'-Tiirl. Tabairegie-Gef. 200 Fr. per Kasse...... —-— —>— detto per Ultimo . . . 395> — 3»8 - Wassc„f,.wes,, österr., 100 sl. . 5N2- 5U6 — Wi. Vannesellschaft, 100 fl. . . 152'-- 15550 Wienerbergr Zienelf.-Alt.-Ges. 714-— 724- Devisen. ßullt Slchltn und 3chlck». 'Amsterdam....... 198-2? il»8'47^ Tcntfche Vanlplähe . . . , !?'!!5 ,!7'55 Italienische «anlnoten . . . 9b 15 9b'35 ,!iubcl-«u>cn....... 2-5l " 2 52'^ !„ * ^.V3" .^ar "^*™*,3^«, *.,?•„ «V« C?» lÄÄÄV«:»» I Privat-Depots (Safe-Deposits) von Kenten, Pfandbriefen, Prlorltttten, Aktien, i i ^t^m m "^u/w ±Mm.^m.^m.^y ^z^>*r. i t \ i / Loien etc., Ilevhen und Valnten. || Ba33.1c- -U.33-d. "^7"e C ll S1 e r g" O S C 3a. & f t ¦o.aa.tar «lganam VaraehliiBa d.«r Fats 1. Los -Versicherung. (34) I