MARBURGERZEITÜNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Martm ^ «. Dtm. Mi. •. Pwaniri Nr IMT, )MS. Ak II Ulu ▼ ■rKrhtlit wcrkUgUch MorgtnMltu« •«nmratf |la T«rtat iUük«fl aoa«Utcfa tM J,10 •l&ichlitBUcfa (lialtch auB« Srnalag) lit dl» tAriftMtuag BU auf Pannif Nr. M-«T arratrhbar Unvarlarigta In»chrirtan wardan IM *pf Fottialtung«(rebühri b«l Llafarung tm Strairbnod luiOoltch Portoi bal Abholtn In dar QatchlMiitBlla rfMki»». i'ti"" •' ?.Mi.^ ®.'? i "<=kpoHo batiuiagan PoiUchackkonto Wtan Nr. 54.WM) RM 1,— AHralch durch Poit monatlich RM 1,10 (alnichi 19,8 Rp. roitieltunfl«g»bübr) imd 3« Rpf luHell- oa«c(i«rtiitH(aB In CIIil. Marktplati Nr 12, Psinraf Nr. T, und In PaMnn. Ungsrtorga«»« Nr j, Pemruf Nr^ W gabOhr Htnialnummam werden Dn( qvgao Voralniandunq dai Elnzolpra *a« und Porloautldgeti i igesendnt Nr. 354 — 83. Jahrgang Marburg-Drau, Montag, 20, Dezember 1943 Einzelpreis 10 Rpf Saalfeger mit Revolver Schlotternde Angst vor Fallschirmfägern Roosevelt erzählt aus Teheran tc Llnsabon, 19. Dezember Bin« deutsche Venchwöning habe in Teheran einen Anschlag gegen das Leben Stalin«, Churchill» und Roosevelta geplant, lo erklärte dei Herr des Wei-fien Hautet auf einer Pressekonferenz in WaihingtoD. Uber hundert deutvche Agenten lelen an dem Anschlag beteiligt gewesen. Der sowjetische Geheim-dlenst habe als erster dieses Komplott •ufgodeckt. Nur deshalb hfttte er, Rnos«-Telt, sich entschlovsen, dem Wunsch Stalins iti folgen und Ih dar sowjetischen OeKandtschaft zu wohnen. Weiter meldet daxu Reuten Die Nord-•merlkaner waren auf der Konferent ■•hr beeindruckt von den starken so-wjetlicben SicherbaitsmaBnahmen. Selbst die sowjetischen Putier, die den Konfo-ranzsaal ausfegten, seien mit Revolrem bewaffnet gewesen. Roosevelt luAerte, dafl durch die während der Konferenz durchgeführten strengen Vorsichtsmaßnahmen Teheran von der Welt völlig abgeschnitten war. Die iranischen Behörden hätten In einer „einfach voll'Mideten Zusammenarbeit mit den sowjetischen, britischen und USA-Exoerten" a'lp Opn-zen gesperrt, Hon Funk'lifnst stilkjeletTt, Telegr«mme nnrh auswäjts zuincktiehdl-ten, «Ilfi Transporte, Fluqreugf und Elsenbahnen gesperrt. Danohnn leJen ■schon einige Zeit vorher scharfe Maßnahmen getroffen worden um jeden Vej-such der Sabotage durch deutsche FnM-schlrmjiger 7u verhindern. NorMnmeri kanische Soldaten hnulen *'chiit-,maiu'in Tor die Schlüsseipnnkte rior ÜSA-Ci'-»andt^chnft, wo Masrhinengpwfhre aufgestellt waren. Ebenso wiirdoii brl iler sowjetischen Botschaft wo Roosevnli wohnte, Masrhlnenpistolensrhützen der roten Armee in die ti.innu' posMert. Alle Mitglieder der Ahoi(lininr/pn wurden streng bewacht, iind nicnuinflen war erlaubt, «Ich Innerhalb einer der Ge- sandtschHften ohne hesotnleren Einlnß-srhcin aufzuhalten. Diese Darstellurtg rler Teheraner Atmosphäre aus erster Quelle zeigt das gar^c schlechte Gewissen der großsprecherischen Kriegsverbrecher. In langen .Fahrcjn des Friedens hat Roosevelt ,.seinen" Krieg vorbereitet und ihn ddnn vom Karair auf mit all seinen furchtbaren .Schrecken gegen den europSi^rhen Kontinent gelenkt. Alt er steh nun auf Befehl Stalins dem Krlegjsc'inuplatz ein wenig nähern mußte, wenn Im'ner auch Teheran noch einige (nusend Kilometer fernab von den Fronton liegt, bekam er das aroße Schlottern. Hieß es nicht Immer, der Nahe Osten sei die ai'sschlleß-liche Machtspbire der Achsengegner? Warum flann diese enfseirliche Angst? Es ist das si blechte Hewissen, das Koo-sevel< und den anderen keine Rub«^ m^hr gibt den; Ein grofler Kreuzer, der wahrscheinlich gesunken ist, fünf Transporter, vier große und zahlreiche weitere Landungsboote. 13 Feindflugzeuge wurden dabei abgo-schossen, während zehn japanische Flugzeuge verlorengingen. Am 16. Dezember unternahmen japanische Luftstreitkräfte noch einen Nachtangriff und fügten dem Feind schweren Schaden zu. Infolge der Dunkelheit wa- VerteidiCungsbereit Rommel am Atlantik dnh Berlin, 19 Dezembet Gereralfeldmnrschall Rommeü, der vom Führer den Auftrag erhielt, die Verteidigungsbereitschaft der Festung Europa zu überprüten, traf nach Abschluß seiner Besichtigungsreise durch Dänemark Im Hauptquartier des Cieneralfeldmarschalls ren genaue Ergebnisse jedoch nicht fest- ! von Rundstedt ein. Im Mitte'punkt des zustellen. . Besuches werden neben Besprechungen Weiter meldet das kalserHche Haupt- [ der Im Kampf gegen die Westmächte quartier, das Marinest-^ei^kräfte, von ungefähr 40 feindlichen Flugzeugen, die versuchten, Rahaul am Morgen des 17. Dozember anzugreifen, 18 Maschinen abschössen Dabei seien zwei japanische Phigzeu'ie verlorengegangen. hochverdienten FeldmarschäUe ausge-d'hnte Beslchtigungsre'sen r.ur Überprüfung der Ahweh'krBft des A/tlantik-wnlles und der Schlagkraft der bereitgestellten deutschen Elnqreifsreserven stehen. Cfii Zeichen «ler IfaJscti Die fjroße Pllj^erfahii der islamischen Welt Von Klaus von MQhlen — Ankara »Siehe das erste Haui, gegründet für die Menschen, war das In Mekka. Ein gesegnetes und eine Leistung für aüe der wegen det jährlichen Verbnngiuiy des »Mshmali« des heiligen Schreins von Kaiio'nach Mekka, traditionsgemäß, Die Faust von Newel Dto karteB Klapfe der letzten Taqa dnb Barlin, 19. Dezember Borolli Mit mehraren Tagen stOrmtan dla Boltchewisten im Raum südlich Ne-wol die deutschen Stellungen, dla wie eine Faust lings der von Süden nach Norden führenden großen Durchgangs-Btrafie In die sowjetischen Linien hineinragen. Mit aller Gewalt versuchen ■le, diese Faust aufzubrechen. Mit Pan-xern, Schütztn-Dlvislonen, Kavallerieverbänden, vor allem aber mit überlegenen Artillerie- und Schlachtfllegerkräften gehen sla unentwegt gegen die deutschen Linien Tor, die Ton Grenadieren und Panzargranadleren, Pionieren und Püil-lleran mit UntaritOtxung tod Panznra, Panxerjägem, Werfern und Artillerie sowie Kampf- und Sturrkampffliegern gehalten werden. WalBe Front Bin« dünne Schneedecke überzog den •rst Mit wenigen Tagen leicht gefrorenen Boden und ein grau verhängender Himmel erschwerte die Tätigkeit der Luftwaffnnverbünde. Schweres Artilleriefeuer, daß sich zu größter Heftigkeit steigerte. ,ging dem Angriff der bolschewistischen Kampfgruppen voraus. Von drei Saiten trieben die Sowjets Ihre aue ■ahlreichen Schützendivisionen und Panier-Brigaden bestehenden Keile vor, von Ottan, von Norden und von Westen. In unwegsamem Waldgelände, in versumpften, noch nicht gefrorenen Mulden nahmen unsere Truppen den Kampf auf und fingen den Vorstoß in den w.'hrend der ▼ergangenen Wochen eingerichteten iweiten Stellungen auf Die Lage verschärfte sich, als die Sowjets versuchten, die Vereinigung der von Nordosten und Südwesten vordringenden Kampfgruppen zu erzwingen und auf diese Welse die deutschen Verb^inde «r>7Uflchneiden, Als es narht« wurde, unternahm der Feind einen neuen Vorstoß Ton Westen har In östlicher Richtung, der dla Rollbahn, das Rückgrat der deutschen Verteidigung, unterbrechen und durch einen nach Norden und Süden eingedrehten Angriff lu operativen Erfolgen führen sollte. Im Nahkampf Denk der Überlegenheit der deutschen Pühning wurde aurh diese Lage gemeistert. Durch ihre Gegenmaßnahmen machte sie den Plan der Bolsrhewiaten Dank und Anerkennung de«? Führers Anläßlich der Zehnjrhrcsfeier »Kraft durch Freude« dnb Berlin, 19 De/emher | durch Freude auch in den härtesten Ta- Reichsleitcr Dr Ley hat aus .Anlaß der bedeutet." Zehnjahresfeier der NS-Gemeinscbaft i Führer hat mit folgendem Tele- „Kraft durch Freude" an den Führer ein Q^amm geantwortet: Telegramm gerichtet, in dem es unter anderem heißt; „Die sozialistischen Leis'unqen unserer NS-Gemein'!chaft haben nicht zuletrt u»i-serem Volk die ungeheuer lebensbejahenden Kräfte gegeben, mit denen es das gegenwärtige gigantische Ringen siegreich bestehen wird. ,Kiaft durch Fieude' tat eine Ihrer Schöpfungen, mein Fülirer, die die Schönhelten des I.ebens und der Kultur allen deutschen Schaffenden fiff-iitate Hiid damit lnsbei«ondere den deutschen Arbeiter von seiner einstigen Entrechtung befreite. Das Wirken von KdP ist gerade jetzt im Kriege noch großer geworden; mit dar kulturellen Truopen-betreuung dehnt »le sich über fast ganz Europa aus. In der Heimat erfahren insbesondere die Volksgenossen In den Luftnotgehleten, welch seelische SfArkung das Wirken der NS-G^melnschaft ,Kraft „Lieber Parteigenosse Dr. Leyl Für die Crüße, die K.c mir von der Ge- ® ^^ne Pfl'rht gegen Allah ni er- donkfeier des zehniiibrigen Resteheiis "eh«uptung, daß eine Unter- unseres großen So7inlwPrkos .Kraft durcl, I Piigpffahr» ei^^e nn^uslösrh- Frnude 'übermittelt h.iben, spreche ich i Sünde -m Leben des Mohamme^^a Welt Und der Menschen Pflicht g.gen aber in kleinstem Rahmen erfolgit Alle Allah ist die Pilgerfahrt zum IlauKe, ' Ülirlgen Pilofir müssen sich mit üblichen wer da d^sn Weg jru ihm machen kann.« ' Verkehrsm'itteln nat h Mekka begeben, Mit diesem Gii)ot in der dritten Sure wr'!l «ich die Eng.An lei nicht in ier Lage des Koran ist die Pilgerfahrt nach Mekka gesehen haben. In den von ihnen aus-— der Hadsch — zu eiuem dei fünf ' geplünderten Nnhoslliindern die Ver|)fle-Pfeiler der Rftllglon der Mohammedaner ' cruno der K.uawanon ^uf ihrem Wege in geworden. \''on jedem gläubigen Moslem I die Heilige ,St)»dt sichei7ustel'«n wild erwartet, daß er mindestens einmal im leben den Weg nach Mekka antritt, um dort mit einem siebenmaligen Rundgang um die Kaaba, das Heiligtum des Ihnen fils dossen Schöp'er und Gestalter meinen besnnderon Dti'ik aus. Ich würdige Iderbei mit großer Am-rkennung die vorbildlicher Leistungen der NS-Gemein-Schaft .Kraft durch Freude' In diesen zehn Jahren auf soclalatn und kulturellem C'iebiet für das ^chft'fenrte deutsche ners d^^rslollt. g^it nur beschränkt Rs gibt m.inrherlel Dispensmöglichkoiten, doch erreicht immerhin die Teilnahme an den jäh'^llchen Pilgerfahrten erhebliche Zahlen, In den l«l/.ten Jahrz»*hnlen besuchten duichachuittlirh 70 000 Gläubige die heilige Stadt in der Pilgerzeil. Volk. Ich bin überzeugt, daß Sie und | ® Beteiligung über Ihre Mitarbeiter auch künftig die mit den schweren Krlegsaufgahen gesteigerte Arbeit mit der gleichen Hingahe und Tatkraft bewältigen werden. ; igiamlgchen Welt nicht llOOOfl Menschen. Diesmal ohne Karawanen Vor uns«rem »auigeklärten« Zeitaltei, Hu Adolf Hitler " * fffber die Zehnliihresfeier von KdF berichten wir auf Seite 2). Neue schwere Schläge Japans Gegen die USA-Landunjjsflotte bei Neu-Britannien dnb Tokio, 19, Dezember . Hauptquartier bekanntgibt. In den Ge-Auf der Insel Neu-Britannlen (Neu- | wässeni bei Kap Mark-is an und haben pommern) landeten am 15. Dezember | Ihm seit dii'Ser Zelt wied'Tholt schwere nordamerikanische Streitkräfte. Japan! «che Besatzungstruppeu griffen sie in der Nähe von Kap Markus an und setzten die schweren Kämpfe mit einem Teil dieser Streitkräfte fort. Marlneluftstreitkräfte die das sich Kap spurlos vorflbergiag, stand der Hadschd. der alljährlich einen Monat vor dem großen Opferfest, ungefähr in der Mitte des mohctmmedan'schen Mondjahres stattfindst. im Mittelpunk,1 des rel'qi^s-••natUchen Lebens O'e hftrhäten Würdenträger der Islamischen Staaten, zuweilen auch die Kalifen seihst, nahmen an ihm neben allem Volke teil Große Karawanen aus allen Teilen der islamischen Welt machten sich nach Mekka auf. um In wochen-. ja monatelangen Schläge beigebracht. Erneuere, Ibn Saud Füt die Tferien übor Mekka und Me^ll-na bedei.:'t''tr' die Pilrtorfdh't stet, fuch eine wii-htice F.',nn-irn,i'quelle des Staates Seit Ibn Snut! du.' rlerrschaft übet Hedsrhis un'l dtmil ü" r die Heiligen Statten übe rmmmon h. ' änderte sich dies nicht f") ■: Het: ' • <'! Ar^ibien hat aber dif? Pilrrerfrihrt n cht nur hIf f'i^in-rielie Antrelegerhe t heh.indelt sondern ist bewußt daran gerjangen dieses Fest der isiatn'srhen Welt auch 7u enem wichtigen Ereignis weltansrhtiulirhpnli-tlftcher Nfltui als einen Ausdruck der Sammlung der Vrtiker de? Isl.=in3 7u entwickeln und dam:r iiich wip-!»r se n<>n ureigensten Sinn ru.uifü^ren Dies entspricht auch tjiny det» r-rv«»« ptp« bfsmus, jener isHri?''hen Pmenerungs-bewegung der^n marht•.■ulle'- V*',-tretet Ihn Saud 'st !md auf de«.^pn Grundlnne *<»'n Relrh sufnebaul wurde F: hat sehr v»l für die Verbesserunn P'lge"^*:^!'pn, den .Ausb.iu dp' T'TitpT-k''nfte und 'iin Re'-nlguna d^r Zeierr.'Tren 'Md'.ch von illem pr''>fan'e'»'r'i-"'n Fieiwfrk Isiamisrhe Sammlucg Das Pilgertreflfen im »nud^srhen Re'cb ;st In den letzien Jahren mmei .utihr über das rein Rp!'gif>se hinaus zu eir.om Element der Sammlung dei slami*chen Welt gewordfin Es hat damt auch in Mä'srhen die Heil.gen Stätten zu eriei-i rhen Die syrische Karawanne und die Insgesamt wurden vor der Landung | ägyptische waren dab.-l Immer die größ- Maße d.e Auf:..erk*^mi.e t mit vollen Ladungen von Tnippen ver- | ten Sie wurden auch im Zeitalter des i Engländer gefunden und es ist ke n senk': Ein großer Transporter, vier kleine ^ Autos und der Eisenbahn au* religiös-Transporter, fünf große und mehr als 50 i konservativen Gründen aufrecht erhnl-andere Landungsboote. , fen. Erstmalig in diesem Jahre mfls*en Markus nähernde feindliche Geleit aus- j Schwer beschädigt wurden, ebenfalls ' sie gänzlich ^ausfallen abgesehen von machten, griffen es, wie das Kaiserliche vor der Landung und ml» Truppen bela- ' einem kleinen Piloerzug aus Ägypten, /)er deutsche U ehrmachtbertchi Höhengelände an der Ädria zurückerobert Durchbruchsversuche der Sowjets bei Kirowograd und südlich Newel gescheitert dnb Führerhauptquartier, 19. Dezember i Im Westabschnltt der südltalienlschen Das Oberkommando der Wehrmacht j Front blieb »s auch gestern ruhig An der «drlatlschen Küste wurde ein wichtiges Höhengeländft von unseren Truppen zu-rürkertibert Gegenangriffe des Feindes gibt bekannit Am Brückenitopf von Cherson brachen ! wiederholte inindliche Angriffe im Ab-Bunlchte und baute am folgenden Tage I wehileuer aller Waffen blutig zusammen. ! W'^urden unter hohen Verlusten für den eine Ahriegelunqsfront auf. die es bis Raimi von Kirowogiad kountea ge- «tern alle Veisuche der Sowjets, unsere Stellungen tum Einbruch der Dunkelheit den vorübergehend Abgedrängten deutschen Kampfgruppen ermöglichte, nach schweren Kämpfen die deutschen Stellungen wieder xu erreichen. Damit war es gelungen, im entscheidenden Augenblick alle Kräfte auf dieser verkürzten Abrie-gelungsfront ru sammeln. Sturmgeschütze und Panzerjäger haben hier in diesen Tagen über 1.10 feindliche Kampfwagen vernichtet, die mit aufge-SMsener Infanterie in unsere Stellungen eingedrungen waren. Panrerjäger und Grenadiere griffen außerdem mit Hafthohlladungen Im Nahkampf die Panzer an und setzten eine große Zahl von Ihnen außer Gefecht Die Bolschewlsten hatten durch den rücksichtslosen Einsatz ihrer Verbände überaus hohe blutige Verluste Nichtsdestoweniger trieben sie immer neue Balalllone und Regimenter in die Schlacht, auch wenn sie von den deutschen Waffen solort niedergemacht wurden. Die Kämpfe im Raum südlich Newel halten an. Sie werden auch vorerst wolil noch nicht verebben, doch den .Ansturm der sowjetischen Massen steh! die entschlossene Abwebrfroni detit -rber Inf.in-te?ie-Divisionon und iiuirn beigeordiu'le.r Pan/erverbande geyeniiijei. :u durchbrechen, vereitelt werden Eigene Gegeuanjgriffe gewanni n weiter Boden. Südwestlich Shlobiin ließ die Kampftätigkölt nach. Hin Örtlicher Einbruch wurde im Gegenstoß bereinigt. Erneute Bereustellungen der Sowjets wurden durch wiiksame^ Artilleriefeuer zerschlagen. Südlich Newel schrlterlen in harten Kämpfen alle Durchbruchsversuche des Feindes. Nordweptlich der Stadt greift er, von itorken Panzerverbänden unterstützt, mit iunehmendor Hettiokeit an. Feind abgewiesen. Die Kämpfe sind noch im Gange. Sicherungsfahrzeuge der Kriegsmarine und BordHak eines Geleits schössen vor der westfranzösischen Küste drei angreifende feindliche Bombenflugzeuge ab. Sechs Sowjet-U-Boote versenkt Das Oberkommando der Wehrmacht gab am Samstag bekannt; Gegen den Brückenkopf von Chersou setzten die Sowjets, von Panzern und Schlachtfiiegorn unterstützt, ihre .Angriffe fort. Sie wurden blutig abgeschlagen Bei Klrowograd scheiterten auch gestern zahlreiche feindliche Angriffe In harten Kämpfen. Eigene Qe-genangrlffe brachen zähen Widerstand der Sowjet« und erreichten die gesteck- Itupv^.n schos- I r,,i,ei wurden 54 feir^dliche T a V '"gl®" ! Pnn/er abgeschossen. dem Femr^ hohe blutige Verluste /.u. In diesen Kämpfen haben »ich die norddeutsche 290, Infanterie-Division unter Puhrnng des Generalleutnants Heinrichs und die pommersche 122 Infanter.e-Divi-sion unter Führung des Generalleuf».iiits Chili besonders bewährt In der Zeit vom 16. bis Ift De/rmber vernirbtete die Luftwaffe f)l Sowjetflugzeiige, Zwei eigene Fiugzeuge werden vermißt Bei den Angrilfskämplen nordöstlich Sfhito-mlr am 9. und 10. Dezember zeichnete sich Leutnant Schumacher Kompanie-fÜhrer ' d f. slüiiuend den Heldentori Unter dem Eindruck der In den Vortagen erlittenen hohen Verluste führte der Feind im Raum von Shiohln nur schwächere .Angriffe Durch wirksames Artilleriefeuer wurden Infanerie- und PanzeransrtTimlungen zersprengt öitllch Kritsthew scheiterten mehrere N'ric htangriffe det Sowjets unter hohen blutigen Verlusten. Im Gegenangriff wuide eine kleine Einbriu hsstelle be-tein'gt. hiidlicb und iiordwestlich Newel rann bltlerlen Kämpfen erlittm die Bolsche-wisten besonders hohe Verluste. Eine Infanteriedivision wies allein in den beiden letzten Tagen .14 Angriffe ab. zerschlug zahlreiche Bereitstellungen und vernichtete 21 Panzer Im Finnischen Meerbusen haben In den vergangenen Monaten Sicherungsverbände der Kriegsmarine sechs feindliche Unterseeboote, die versuchten, in die Ostsee durchztibrerhen, versenkt Außerdem ist mit dem Verlust anderer sowjetischer Unterseeboote durch Ml-nentreffer ru rechnen In den andauern den Kämpfen wurden weitere feindliche Boote schwer beschädigt. An der süditalienischen Front kam es nach den schweren Kämpfen der letzten Tage, in denen der Gegner im Raum beiderseits Venalro und an der adriatl-schen Küste den Durchbruch In Richtung Rom und auf Pescara erzwingen wollte, zu keinen größeren Kampfhandlungen. Bei dieser Abwehr der feindlichen Durchbruchsversuche hat sich SAVssss........Iz KSK» i I at a SSSäT ............. Zweifel, daß m.in im britischen Kol.-mial-amt gern" die Gelegenheit ergr ff mit Hinwels auf den Krieo, die Siryuwirkung der Hadschd nach Mftglirhkeit einzudämmen W.1S die nnhöstlichcn Länder seihst betrifft, so konnte nurh Fnghnd nicht erreif'hen, dafl der Pilgerstrom ein-g«»<'hr8nkt werden kann Gerade der Hadschd des vergangenen Fi'hres hat gezeigt, daß die Pilgeizahl trotz allfr Schwierigkeiten an die d.-'s letzten Friedensjahre« h^ranrefchte Digefi^n haben die Engländer die Ge'eo»nhelt ergriffen, den Indischen Mn^l^ms unter dem Hin weis auf die »gefähr.leten Anfabrtwege über See- von dem PHgr^rtroftpn |n Mekka fernzuhalten Auch n ■-''esem Jahre werden deshalb keine Mohammedaner au' Indien n Mekkri er.srhe.rten können Mdn h.it in London /weifcl'os seine guten Gründe die? nicht ils unangenehm ru empfinden Unter demselben VoTwnnd »gefährdeter Anfahrtswege« wurde s.Tgar eine^ kleinen n-dlfich mohammedanischen Delegation die Teilnahme an einem in Kaim von der lslamlti8cb»»n Zentrahiniversität geplanten Kriltiirkongreß verweigert Inndon möchte vermeiden daß zw srben der Islamlsrhen WeH d^s N ihen Osten* und der Indiens Irgendwelrhe näheren Beziehungen angeknüpft werden können. Politische Gespräch« Die britischen Berichte über die anlaufende diesjährige Pilgerfahrt verraten ebenfall* e;n gewisses Unh. h^gen Die Opposition geoen die englische arabische Unionspolitik vom grumi-iäti-tichen her hat ihren Schwerpunkt so ausgepräat In der Haltung de«! saudisrh-.irabi«!chen Herrschers gefunden, die Parolen Ihn Sauds, daß dfe volle Unabhäng'gkeit aller arablsch-mohnmmedanisc ben Sta.t-ten, elnschließl'ch Paläst nas eine unerläßliche Vorau<'^t^t7ung jeolirh.n Unionspolitik sein muß haben im Vorderen OtHert so einheitlich zugkräftia (lewirkt, daß man Im biitischen Lager offensichtlich fflrfhtet s'e könnten anläßl'ch des großen Treffens Her islamischen Welt Im kreteren berelt'.mg künden, daß et saifcst wihrend Hei Pllgur/eit in Seite 2 * Nr. 354 * Montag, 20. Dezember 1943 MARBtJTlGEl? ZEITUNG Mekka sein werde, »um mit den Gläubl-grn aus aller Welt Füh.ung zu nehmen«. Aut Ägypten hat der Rektor der AI Azhar>Univeisitat — des geistigen Mittelpunktes des orthodoxen Islam im Vorderen Orient — seine Teilnahme an Her Mekkafahrt angekündigt. Er erklärte, disM Gelegenheit zu emem regon Gedankenaustausch über alle die isiamische Weit intrressierendrn Frc^gon benutzen zu wollen Dem diesjährigen Hadbch dürfte also im Hinblick auf ein Sich-Näher-Kommen dei mnhammedfinisrhcn Staaten besondere Redeiitiing zufallen. Der Prüistcrn PavoUni «pracli In Genna dnb Malland, 19. Dezember Der Generalsekretär der faRchlsttschen republlkanisrhen Partei, Mes3''ndro Pasolini, traf am .Samstag In Genna ein um den dortigen FascIo zu inspizieren Br sprach von dem kommenden Einsatz der itallenisrhen Nation an der Seitr des deutschen Verbündeten den er «Is einen Prüfstein für die Freue jedes ein-telnen Faschisten bezeichnete Vielweib^^rci brillscher Offl/Iere In Ägypten tc Ankara, 19 De/.oinber Die Ägyptische Zeilunu »Amaqes« spricht In einem Leitartikel von den AusmaBen, die dl« Vielweibwrel unter den englischen Offizieren in Ägypten •ngenommen hat. Mehr als zweihundert Fülle ■eien bis jetzt bekannt. Diese Offiziere verhelr,r 12 000 Batten zur Ver fürrung Im abgelaufenen J.ihr hoben IRflOOO Rüstunris- und Bergarbeitpi davon Gebrauch gemacht .An allen F i o n t e n Einp der schwierigsten Krie(fsr her" Die Zahl r|pr 'T'otoi; betrug auf seifen der [?evölkerunr) 2.'i. Pefer und Konstantin Was man in Rumänien über England sai^t tf Riilidrrst 19 Dezernbet Die Pieiwjiibp dei beiden Exilko:ugj Peler und Konslanlin qe'ieniiber lilo Wird In der gesamten rumänischen öf-feiithrbkeit als w.iri.e'.du-i Iktiopiel empfunden. Das runicinifiche Volk, dessen KönigshdUö «uwohl mit der lugoaUiWi-•fhen als auch mit der griethischen Dynastie in ndiien verwandtschciftlichen Beziehungen gestanden hnt, sitht hier n den schniähljchstpn Veira', der in der frr4glischen G(-«ch,. hie jemals beg ingen wurde Der reile S nn d»*« rumänischen Volkes verhehlt sich nicht die Talea-che. daß 'n neiden Fallen eigene Schuld und üble Berater be'de Dvnii-.tien ver-anlaftten. ihre Völker in den Krieg gegen Deutschlcind zu fiiiiren Die Draht lieher diese Politik so betonl man ausdrücklich — saRr.'n ied"f h in Ene-land das sich auch in d esem F.die als Beschützer kle'ner Stdalen ^usMab I'mso verwerf!i;cher s"i nun da« Vnrgi-hcn F.rrjlands, d-i« d esc Op'pr hcd'-nkpriios im Stich ließ um sich 'l,)mit das Wf)hl-wollen Stal'nt zu erkaiifen »Ein tapteres Volk ist unnrtt gerweiv» dirch den Krieg und du'ch innerp Kampfe f'ist vernichtet worden-, schreibt in Ausführung dieser Gerbrnken »Po-runci V pmii", »nachdem es um Fnrj-Ifinds fnteresspn wOlPn die vo'-tnM^'ciftpn Vorschläge Deu-schiands -/uriickgewlesrtn hatte und für Fnglands Intpressen 'n den Krieg getreten war Mnn kai^n sich vorstellen, wie PS anderer) Völkern eigphen würde, di^ so na v wH-^pn zu glanb'^n, daß Fngland es au* den Krallen des Bril-Schewismus retton würde « Der Wetf der Ehre Rumänien» Antwort an Hull dnb Bukarest 19 Dezember Der rumänische Krlegsminlstei fiene-ral Pantazi nahm am beutigeu Sonntag anläßlich der Erftllnimg einer Bildernus-stellung rumänischer Kilnstlnr Stpllung lu der an die Adresse Rumäniens gerichteten KapltulflUonsforrlerung des USA-Staatssekretärs Cordell Hull „Auf die Wortoffensive von jenseits des Ozeans, die uns wie eine I ntrrka-stenmelodle zur bedlngungsloson Kapitulation nuffordnrt". so ork'firtn der •scu halx »1 die Arniep imd das rumänische Vf Ik wieder den der Thre be- schritten S^it dem fahre |f)41 kämpfen wir nn der Seite neu''^eh1.uids Wir sind damals in sehr kurzer Zeit an unser Ziel, den Dnjestr gekommet' Man erinnere sii b, so erklärt« der Kriensminister weiter mir an die sowje tischen Angriffe auf die Donau an die Angriffe sowjetisch"! F'ug^euge und an die Pedrohunn unseres l.ebPTis. In dieser schweren Bedrängnis und im Aiig'-n-blick höct'ster mortdiscber Betastung fnnfi"n wir allein di ''iifers'iitznnn Deutscliiands Wir Inben iinm"r erkiijrl, dnß unsere Arruee bis zun Ende kainnit. Oer Iel7te Sifig vvirrl von der |pt/t"n Krrt'treserve gewonnen. Das rumänisclie Vfdk sei si'^h auch dessen bi.-'WuPt sii erklärte der Kriegsminis'pr abschließend, daß alle GröfU' aus (ipleru t(el>oren werde. Rcnesf^bs Anmaßung Vom slowakischen Vol^ /urütk-gewiesen dnl) Preßbiirg 19 De/ember In Sillein tiateri am SanisUig die Ver-trHueusinannei dei slowakischen Vf>lks partei zu einet Kundgebung dnläblich des 25)äbrigc' i Besli^hens flei Pnilei /,u-saninien Im Mitlulpunk' stand eine Rnd(> ftps Stijatspräslde'iten Dr Tiso Zur Außenpolitik bptonlc de» Staatspräsident. flie Slowakei Sf elr akMves Mitglied der europäls'hen Gemeinschaft und werde au. de' selbständige slowakisch'* Staat sei tlr erklärte feierlich »Die slowakische Nation Is» frei, wir sind mit diesem Staat /uf^nden und werden für ihn auch In Zukunft weltei kämpfen, und arbeitnn damit die Freiheit der slow.ik iscb»»-^ Nation für immer fiesiebert ble'bt Im N.imen d- r slowakischen Reglerunn Ohermittrl»c Innenm'nistnr Mach d-e hfi'/tlrfien Grfißo und erktä'^tn unte' dem Beifall der Versammlumj- Bern seh hat das Recbl vei'fcherzt In Namen des sloweVischcii Voll'es zu sprechen Wir Wfd'eii frcv lebon und bip zum Sieoe krimnfeii. Die Herren in England dnb Stockholm,' 19. Daz'jmber D*ie engli;äche Press« beschäftigt «ich mit der starken Erregung unter der eng- lischen Landbevölkerung Ober die rück-slchtfilose Wegnahme von Land, darunter ganzen Dörfern, durch die amerikanischen Truppen, vor allem In Südengland Im Verlauf der letzten Jahre wurdeo Hundertaiisende von Morgtn Land von den '^ruppen regulrltrt. TatiMnd« Land-vrlrte fr Pngland haben Ihr# Höfe verloren Der WirfschaffsblocU Grossostasien Staatsrat Wohltat der Lelltr der deut- sciien Wirl8ch;»ftsdelf(Jation in Oslasien, der au. .'apan komiii'jr.d zu etncjn Besuch in Chinn cinlrnf, fjnb eine ErklR-r!in)i vor der chincsi^chen imd japani-ichen Prc«^«» in Schanghai ab, BczüjjJich d'?r wirtschaMÜchi-n Zusamir.pnarbeit zwi-Fchcn Japan und China führte Slaalsral WoMtat aus da 13 er die Auswirkungen r\v neuen Chinapniitik .Inpans auf seiner Pcisc über Peking, Tientsin und Nanking nach SchaTfjhai hab'.» feststelli-n können Oic Zusammenarbeit aller bcteiliglcn Stellen, insbesondere die der iapanischen und chinevi^chun Behörden, h^be erfreu-lirli'-rwpi?'? weitere Fortschritte f^emacht. I^is Ziel dieser Zusammenarbeit sei, die Versors'unii der RcvftHterunj? mit Nah-runttsmit'cln und Iebenswichtj|Jen Ver-brnurhs{?ütrfk)ri:hen In der lJmget)unq von Con-Rtanza ausgeplündert Es fiel ijei den Untersuchungen auf, daß In diesen Kirchen meistens nirht Kelche und andere Goldgi'genstände fehlten, aber immer die Meßgewänder der Popen. Die Polizei nahm diese Tat-sa' he al» Wegweiser zur Entdeckung des Verbrechers. Den PoMzelagenten fiel bald bei plnlgen Abendver.mstaltxingen eine neue Mode von Abendkleidern auf Die Abendkleider der Damen waren aus benonders hunton und glitzernden Stoffteilen gefertigt Die Behörden stellten lest, daß die Bestandteile dieser Abendkleider aus dem gleichen Material angefertigt waren wie die Meßgewänder Manche Dorfpriestpr erkannten In dem Rücken eines eleganten Damenklejdes die Stola oder einen anderen Teil des Ornats, In dem sie noch vor kurzem den Gottesdienst vor dem Altaf zelebriert hatten Es war nun nicht mehr schwer, den Modesalon ausfindig lu machen. In dem die eleganten Damen ihre prunkvollen Abendkleider bestellt hatten. Die Inhaberin des Salons wurde verhaftet imd gestand, das sie als Material für Ihre Tiestellungen von einer Unbekannten aufgetrerifte Mef^klelder angekault habe. Tn kurzer Zelt wurden nicht nur der Einbrecher. sondern auch mehrere seiner Mittäter verhaftet, die die gestohlenen Kirchengewänder weilet verkauft hatten BLICK NACH SUDOSTEN dz Gedenkpostmarken In Kroatien. Die krrjfltische Postverwaltung gibt Gedenkmarken im Werte von 3,,SO und 12,50 Kuuri zum Andenken an den kroatischen Astr(mf)m«n und Philisophen Rudjer BoschknvitSf h heraus Boschkovitsch war jm Ifl lahrhuiidert an den Universitäten In Paris und London tätig und gründete während «eine'- Aiifentha'tes In ^lalland d e dnrtigp Sternwarte tc Neues iJnnaukabel. In den Donau-sl^idten Giiirgiu und Russe fanden Beia-tuiigen zwisclien dem ruinünischen Ver- kehrsminister Dr ConeUintinescu und dem bulgarischen Blsenbahnminister Pe-trofi statt Im Beisein der beiden Minister wurde ein neue« Telephon und Te legraphenkabel über die Donau gelegt, da« die Verbindung zwischen diesen bei den Ländern und MMtel und Westeuropa weiter ausbauen soll. tc Aul Zypern explodiert. Im Halen von Famagusta auf Zypern Ist ein feind liches Transportschiff mit Kriegsmite rlal explodiert, Schiff und Fruvht gingen verlöten Kriegsbilder Dlt amerlkantachen Journalisten hatten sich über die mangelhafte Vnlerrich-lung der OHentliclikcit über das Kriegs-ycschchen heklagl. Der Ernst des Krieges müsse der Bwölkerung, die nltek zti rosig sehe, nahegebracht werden. Als erste Auswirkang der Bcspre* hangen wurden zwei „WIrklichkeitshiJder" vom Kriegsschauplatz freigegeben. Ein Bild zeigte ein Feld in Sizilien, auf dem eine Anzahl lerfefrler Leichen nardamerikanischer Fallschirmspringer zu sehen war. Das /.weite Bild gab eine Szene aus einem nordamerikanischen Feldlazarett wieder mit einem Soldaten, dem gerade tin Bein amputiert wurde. Die Bilder landet) jedoch bet der Presse eins »ehr geteilte Aufnahme Die meisten Hauptschriftleiter großer Zeitungen gaben zu, daß dieser Versuch einer realistischen Krlegsberlchterstattung zwar einen gewissen moralischen Werl besitze, doch landen sie trotz alledem solche Bilder lür den Leaer nicht tragbar. Das Bild mit den Leichen der Fall-schirmlöger habe zum Beispiel den Zeitungen zahlreiche ablehnende Zuschi Ilten eingetragen, In denen vor allem gellend gemacht wurde, daß solche Bilder eine schwere seelische Belastung bildeten. Das Bild mit dem amputierten Bein wurde von den meisten Zeitungen „aus Gründen des guten Geschmacks und des guten Anstands abgelehnt, vor allem von der Morgenpresse, die traditionsgemäß Rücksicht daraul zu nehmen hat, daß ihr Blatt beim FrOhbtOck gelesen wird. Das Krlegsinlormatlonsamt erwiderte ledoch daraul, daß dem Publikum endlich einmal klargemacht werden müsse, daß in diesem Krieg auch nordamerikanische Soldaten getötet werden und daß dies kein Krieg Ist, den man als Zu-«cAouer, gem>1tllch Im l.ehnstuhl slltend, verfolgen kann. Sprach man nicht einstmals beim Feinde vom „reizenden Krieg" und vom Spaziergang in Hallend Zwei Krieqsbllder sollten den Auftakt für eine realistische Kriegsnnrhrichten-polltlk darstellen. Aber schon das war luvte! für jenes Volk, das Verbrecher In Pefne Bomber setzt Das Eichenlaub zum Ritterkrcui dnb Berlin, 19. Dezember Der Führer verlieh am 10. Dezember 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreur des Eisernen Kreuzes an den #^-Stiirmb«nn-führer Christian Tychsen, Abteilungskommandeur In der -Panzerdivision „Das Reich" Neue Ritterkreuzträger ;lnb Führerhauplguartler, 19. De*/emhei D«r Fülfrer verlieh das Ritterkreuz de« Bisemen Kreiuces anr Major HiMielmtr au« DosMniivlin b«l HeldellMrg, Abttilungskommandeur Ib einem Artlllerle-RegJmenti Hduptmann Jos»f Rcttemcier aus Nl«d«r-I>ol]en, Krell KOln, Kommaiiidvur einer Ponzer-Abted-hmgi Hauptmann Hans Austen aus Mön-ster, Batalllonskomnndeur In elneTn Gr*-nadier-Regiment) Oberleutnant d R. LTlrich Roggenbau aus Hamburg, Kompaniechef in einem Grenadier-Regiment) Leutnant d. R. Heinz Fritzler aus Ragmitz Kreifl Tilsit, Schwadronsfflhrer in einer Aufkläningsabtellung Mafor Richard Hilsheimer, am 29. XI. 1815 als Sohn des B'itrlebsleiters H. In Dotwsnheim, Kreis Heidelberg, geboienj Hauptmann Josef Rettemeier, am 17 IX. 1914 als Sohn des Kniifmanne R. in Nie-dei-Dollen, Kreis Köln, geboreni Haupt mann Hans Austen, am 27 VII. 1918 al« Sohn des Oberstleutnant Hans A. ir Münster, geboroni Oberleutnant Ullrich Roggenbau, am 15 II 1913 im Hamburg geboren und Leutnant d. R Heinz Fritzler, am 7 I 1913 als Sohn de« Bäckermeisters Ewald F. in Ragmitz, Kreis Tilsit, geboren. Der Führer verlieh ferner das Ritter-kreuz an Oberfeldwebel Hormann aus Hamburg, Beobachter in einem Kamnfoe schwader. IJvstnrf Kur%mp f ffijfn ^pr4 tc Die Grippe In England. 1148 Perso-nem starben in den englificiien Städten in der Woche vom 5. bis II. Dezember an Grippe, gibt das britische Gesund-heitsministerium am Samstag bekannt Dieee Ziffer, sn hebt der Sprecher hervor, ist seit Jahren die höchele. dnb Verhaftete Schwarzhändlei, Bei der letzt in verschiedenen norditalienischen Städten eingeleiteten Aktion zur Unteririndung de« Schwarzhandels wurden in Alessanitria in der Nähe von Malland 89 Personen verhaftet. Gegen 347 Personen wurde die Anklage wegen Schwarzhandels eingeleitet. Iu6ge«amt konnten bei diesei Sauherungsaktion 620 Doppelzentner Getreide und eine große Menge von Lehensmitteln heflchlagnahml werden. dnb Aul dem Kriegspfad. Tausend amerikanische Rothäute dienten in der fünften Armee des USA-Generals (3'ark In Hallen, berichtet die englische Wo-chenzeltflchrift »Cavalcade«. Insgesamt stünden In amerikanischen Heer zur Zeil 13 0(10 Rolhäiite, darunter Angehörige bekannter Stämme wie der Sioux, Iroke-wn und Schwflr7fuRindianei dnb r»te »Kleinen r.angster«. Das "n Wesen der »kleinen' Gangster In USA da« neuerdings immei weiteren Hmfann annimmt zeigte sich In Neuvork, wo Straßenbanden mit vorgehaltene^ P'stole In ein großes Warenhaus« der 34 Straße elndranoen und die Kasse mit etwa WOO Dollar rmihten Der Vorfall ereignete sich . zur 7.o|t des <*tärksten Ge schäft«bptr|f5bes, ohne daß e« bisher ge binnen wäre, der D'ehe habhaft zu werden Oiii'k u V 'fido Miirt)iirqflt Vprlati* u nfiifksrsl Op« m t) M - V»r"nnilfl(fiinq Eaon BiiimgflrlnPi n«( k h#lrt» i '-t>ritttpiftni^ ^nlnn M«rbiiro 1 Oroti 2(11 Zell tur Antei'iun dtf "rnUll^lp Ni 3 *oni in April 1"4) fj(llt|(| Aunfnil <1o! LW'teriing Btrtllf* tifli hfthnr»-( Cewul» ndr»i Hi'1riBh*Mnrunq jitil keini-ii Annpriirh ml Rllikrnhiting dn* yvIdM MARBURGER ZEITUNG Montag. 20. Dezember 1943 * Nr. 354 * Seite 3 HtiiMOltidu 1iukdstü4tu Lehre tür den Alltag Dieser Tage hörte ich das Gespräch kweiar Frauen im Milchladen. »Wie konuDon Sl« eigen/tUch mit Ihrem neuen Mi«t«r aus7i fragte die eine. Dl« ander« wl«gt« darauf den Kopf, lächelte «In biO-und tagte: »Ideal ist «r offen- Kctandeo nicht. Wenn ich wollt«, nnt« Ich mich nlle Tage ärgern, iber ich drflcke ein Auge zu, und so geht M ganz gut . . .« Ich fand, d«ß diese Frau eine weise Lebenskünstlerin ist und daß man von ihr l«rn«n kann. Wieviel leichter wär« für manchen da« Leben, wenn wir alle so machten. Wenn wir doch alle Öfter ein Auqe zudrückten. Man kommt mit einander aus, bat sich zusammen eingelebt, und alles geht qlatt. Bei anderen gibt es oftmals kleine Reibereien, Verstimmun-g«n und Ärger, der meist aus den kleinen Dingen des Alltags erwächst Daß manche •o gut miteinander auskommen und b«lde, Vermieter und Mieter, sich dabei wohlfühlen liegt bestimmt nichit daran, daß hi«r f«hlerlo3e, besonders nette Leut« iu»anim«iigetroffen wären, sondern fatt lmm«r daran, daß li« et beide v«rit«h«n, >«in Aug« zu7udrflcken«. Jed«r von un» hat ISgllch Mögllch-k«iilen, sich zu ärgern, Aber es gibt Leut«, di« klug genug sind, die kleinen Mißstimmlgkeiten des Alltags mit einer Handbewegung beiseit« zu schieben, die lieber «Inmal mehr nachgeben, darauf T«r*lcht«n, »Recht tu haben«, und die dafOr «In friedliche» Zusammenleben und Mltelnanderauskommen eintauschen. Am besten tlnd die daran, die von einer guten Fe« die Gabe des Humor» In die Wlecie gelegt bekamen. S!« verstehen e«, ■It WiMm Sch*rz «o manche Mifiitim* ■ung fv T«richeuchen und Aber dl« Kllppm de« hlusllcheo Krachi hinweg-rtbal«iicl«reii. Wenn ei Ihnen wieder fiiiinal gelasg, freuen de sich Im itlllen Md «Ind «ntichlotsen, auch in Zukunft «In Aug«, beide Augen zuzudrücken, wenn es teln mufJ. Und damit habwi sie d«t Spiel gewonnsn. St. Bin« tapfere Fr«ü. Dieter T«t8tte wie #in Mann vertat und ihrem alten Vater bei den •chweren Sriimledearbeiten beistand. Vom Morgen bia mm Abend stand sie in der rußgeschwärzten Werkstatt Er starb für die Freiheit des Unterlandes Der Gauleiter und der Bundesführer bei der Trauerfeier für Max Ranftl in Marburg In wenigen Tagen werden es zwei Mo-nnte, daß WehimunrischaUs-Trupplührer M«z Raoftl im Ciltier Krankenhaus eina Min«r schönsten Stunden erlebte. Er d«r Immai alt Soldat lebte, sah «t alt seine telbsAverttändÜche Pflicht an, »ich alt Pieiwilliger zum Kampf gegen die Banditen zu melden und stand tu durcJi Monate im WehrmanntchaftteinBatz, wo er lieh durch seine besondere Tapferkeit auszeichnete. Am 24. Oktober war et dann, als er durch den Besuch des Gauleitert und Reichüstatthalters Dr. Sig-frietl Uiberreither, der ihm im Auftrage des Führers das Eisern« Kreuz II Klasse überreichte, für seine Tapferkeit und Einsatzfreude belohnt wurde Seit dieser Stunde verfolg'ten Tausende von Unter-steirern, vor allem dber seine Kr L'ihorroiihor df?n Gefallenon, wor^iui auch nmidof^fiiiirpr Steindl SMuen le'/.t'>n H!iinii.iiq'i.lj -iiif die fiischo Erde legte Bald ticikie dns Grab e'i-e Reihe von '■v'ärt;üii. 'i'.s Ab-pchiedsgi uB aller, dent'n der Vor^or-b< ne zum Frru id und lit'b''n K iirT^il'n wurde. Gleich einem Schwei run (.ffon« n Grnb'=' eriich mühsam /.usainmengespart haben. 1 Sie h-ibe«n ihr Gnld auch nutzbringend an dem väterlichen Hof angelegt. Wenn wo ein m'xleiner Stall ge+iaut ieit oen öberrasrhun-gpn Snmftag nachmittag noch r^ne bn-sondere Celegenheit Die schönsten Spieltachen. din manchem ein leirh t i Staunen der Bewunderung aufkommen ließen, wurden ver6tei(,ert. So konnten einige Volksgenossen tür wcn'go« Geld die schönsten Arbeiten mit nach Hause nehmen, die als Spitzenlemtunqen den Ftihiykeifen unserer Jungen und Mädeln ein beredtee Zeugnis ausstellen sollen. So hatte die Deutsche Jugend in Marburg und darüber hinaus im Unterland und im ganzen Reich bewiesen, cliiß sie gewillt Ist, mitzuhelfen am Ends'ig. ^flt ihiem unermüdlichen Flnsatz, der sich auch auf viele andere Gebiete erstref kl, reihrn sich \in«ere Jungen und Mädel würdig in die Frrmt der Sch.iffenden ein, im Herzen den Glaulien. immer bereif zur Tal, als Tiägcr des Dou'scManils von morgen. S. Z. betonierte D^ngerorrrK«, der RauchkÜfhe ein »nnherer Spirherd in der weii3*?n Küche eteh». dann dT Besitzer bestimmt in der Welt dr-ni'^^n und i«t nun henrebt, di(^ F,rlPihrung<^n zu Hause nutz'irinrfiii'l anzuwenden A'uh der zweite Welikrif g luit den Siegersber-gern Gelegeiih-'U zur DewStining geqn-ben. Bei der lefzton Ver*ammlun'.r-^"fne In der Zelle 3t. Anlon ot-nr Sm warten gle rh vier Gienfidiere dem Eisernen Kreuz II Klasse In der eislt.i Heihe. Aurh sonet hnben die Siegorsbe-^gpr Bauern das h.u'e Muß dieses Krleesit/er ihren .-Vb-gabeveipfl!rbturg''n n ich uml spüren in Elch das stolze fiewußl»ein, ciuch "hier-»oit« mitzuhelfen, den Kritq siegreich ru beenden Sichtb.iifr Ausd-^uck d es'M pfllchlbewuftten bäuerlif hen G^i'iein-(ichaft war ein kürzlich -ibgehaltenei .'\n pell in Slegersbeig Der Ridner erläuterte hietbfvi das Progfamm dpr NSDAP als d^n ureigenen Willen de'; Fidirer« Es gelang ihm bald, den Kontukt mit seinen Zuhörern herzustellen Einfach und klai. besonders für den nafiirverbunde-nen Mens^h^n, so veri^fändl^ch, sind die das Boi« h (fes»alfenden Gedanken des Fflhrfrs Die FViuerri hab»»n 2^ Jahre fu-goelawlsche SvslemrHf hinter sich Sie • ind fibenelgt davon, daß der FilhrT 'm Programm der NSDAP auch den »deuio-kTati«rh«n Zuständen der verq.iniien^n juooslawlsch-kap {aHstisrhen 7elt dfMi Kampf angesagt hat funnslawipn Im Prte-ten nicht kcnrite führt d.is Re'rh in «einem härlosten Krieg durch Durch 2"^ Jahre staute sich das Geld In den fTSnden wen'ger, standen 7"hntau-send«» arbelfs'os ab-^eits, während Wene und '^tra.'^en nach Re.Trbeitimg schrien Das war Jugoslawien Nun v/erden 'rot? dp« Mangels an^ ^'■hi'i'skräftpn immer noch Hände gefunden, die aucli die prl mttlvsten Verkehrsmittel der Dorfgonieln sf'haft in*!tandse'7pn. Der Redner kam aurh auf die bäuerlichen Re^virtsclidftung'vo'schriffen 7U sprechen Das llbeiallst'^che Prinzip d'»ß der nur klug «ei. der es veratphe, sirh auf Kc'fiten dpr A'lnemelnheft ru bT**!-chem und sich von k'dem Opfer für die Alloexpeinhelt zu dr'icken, hatte d.-^s Denken und Trachten ' e« rhf'm'O'O'^n lun >-slnw'"n Lebenszweck in der Arb»>lt fü' die Gemehsrhaft all"! Dput'jchpn zu sehen. Die Zellen- und Blurkführer a'no^n nach dlee®m Appnll wir 'pt mtf '1 ""n rnt«icbh n die ihnen anveitrau'e Auf'^ifv^ -ins l'Mn GMuhpn ihrpr Seei»» 7u erfüllen. SleopTsberg hat »einen Platz Im Reich ne^indrn. Wir verdunkeln vom 19. bis 25. Dezember von 16.45 bis 7 Uhr. W eihnachtsireude iür 209 Soldatenkinder Feierstunde m der Landesbauernschaft L)ds bevojsichende Weihnachtslest hat difc! tiijl()ig,-,LUdlt dei Landesbrtuenibchoit Steieinia'^k ^uni Aiildß qeiwjminen, um im Gej.ite einer voroildiichen B» lfiüi>6gn-]ueini( hdlt den eingerücklen Kaineradea und deren Kindern «owie den Kindein gefallener Arbeilskamfctaden eine Freude zu bereiten Duich freiwillige Spenden wuido ein bedeutender Betrag aufge-brachi, der zur Anschaffung von Geschenken, vor allem Spielzeug, verwendet wurde und daniber hinaus spendeten die Geloiqijchattsmitglieder Lebens-uii'trlmar.ken, iim d;e Geschenkpakete für die S'ildaten mit Lllwaten versehen und dtu K.lirlern bei dei Bcscherunqs*-felr>r eine Jfiijsp venbieuhnn zu können. Frauen der Gefolgsrhaff heb^n fernerhin wochenlang iin PinipenkiMide'n u dql. genäht, um d.i« "^r elzeug für die Kinder an«:stnftpn zu können .Am Donnerstiignächmittag fand im grul^cn Scnl des »Sleirerboles« ein« pi ächtige Weifint4(.htsfeier statt, zu der flieh die Kinder der eingerückten Ge-folgschrtftsangehöfigen mit ihren Müttern eingefunden hatten. Nach einem einleitenden Weihnnchtslled und einem Weilrnacht',qedicht richtete Landesbau-enifühiei Hainzl herz'iche Regrüßunga-worte an d'a Miittfr und Kinder, woran «ich sodinn ein buntes, cT'inz auf da« KiTidergeniflf abgestimmtes Unterhal-tunqspro(|riimm «ihlTb, an dem der St. Petnr-Xindnrchor unter der Leitung von nirekfn! Sepp ^fonsberqer und das Kln-dorbnll»!' der Grazer Oper In verdienstvoller Weise mitwirkten Dann erschien drr WpMnr.rhtsmnnn und feilte die Ge-«chenkpflkele au». Hernach überreicht« noch Hauptsfabslelter Dr. Tnq Leltner In V-rtretung dp« Landesbauemführer« dw '^lüttem d"r Kinder gefalleni^r Ka-nw'Taden »owie aurh fflr die Kinder b^ dür't'oer eingerückter Gefolgschaftsmlt-rr"pder SDarhü''her mit Pinlagen In der f|,'.hie von hrw VI P.elch'smark. Ein« n tt'Uüc!!»' K nderlnuae beschloß dl« I Pp'pr, d'e oanz Itt 7p'rben plner Idnlf-n Rr'r'ebsnemelnscbef* nestnnden fn*f»p5amt hri'^en ^nldaten Pririnrx^iTinljrafp olpThf^'l« K!n-,1 r'.-.ifV'pni-n.:»ke'e mi' Snielzeug und V:p"""e folnende Unlerstel-'er ausqe.eiclinet. ff Sturmmnnn Franz Sm ije lus Raientrtl-Stftten, sowie Anton Hohnar aus Anderburg—Trennenberg hpt C II" Keine überflüssige Welhnachtspost senden Minche Menschen haben die Gf!W!)hnbeit bestimmte »Briefschulden* auf die Tan» kur? vor Weihnachton zu verschieben S'e wollen dann den länget fdlliner B.-ief mit einem Weihnachtt-0''er Neulahfsqruö binden Daß dies im fünften k'-iensjahr nicht mehr zeil-gemäP. ist. daian wollen wir alle denken, wenn wir e'wa auch diesmal Lust verspüren solUen, ' gendwelrhe ziemlich belnnq'osen Wpichnnfhtsg''üne zu versenden. Lind wir wollen genau so daran denken, wenn solch" Grürt» ausbleiben, weil tier .Ahsendei In pntürlirhpm Vor-antwcrtung'!hp wußtsein davon Abstand genominer hat. VVe' seine »Bri?fschul-den" Wochen- und monatelanq aufgeschoben hat, der kann sIp ruhig auch norh zwei oder drei weitere Wochen zurüi kstellen und damit zur Entlastung dpr Re'rhsposf hpjfranpn. Wir wollen nie veio^Fsen daß j^de überflüssige Karte, die w't in dpn Knsten werfen, dnz.u bei-fi-äfTt, um d'''n Menschnn die heut# Im Dienste de*- Deutschen Rpichspost ar-t helfen, ene ungeheure Arbeitslast ge-I rad'^ in d' n We-.hnachfstaqen auf dl« ! Srbul1p''n zu leaen, und wollen lieber • f.)l"s tun um sowohl d'e Arb^ilskrüfte w e di'^ Tianspnrtinitlel zu entlasten und f'i; d e krie''''wirhtigen Aufgaben frelzu-stollen Denkt «n die VoqelfOttening liu Wln-ler. Nach Srha'zunqen von Sachverständigen hat die Zahl unserer einhoimi«ch«n Siiiqvöc;el .n de,i letzten Jahrzehnten um mehr al» die Hälfte abgenommen. Bpdenken wir daß allein ein eiiizl^et Meisenpärchen mit »einen jährlich et'wa 18 Juri len eineinhalb Zentner Iniekten oder 150fX)0 mittelgroße Raupen oder 20 V! lll(inen Insekterieier vertilgt Ohn« diese M tarbelt der Vögel müßte der Städter auf m.anrhes Gemüse und manche« Obst verzlch'en, das statt «einer von tierischen Srhadlinaen au'qezehrt würde Darum h'-lft den Vögeln, wenn nun d e Zeit kommt, da^ Schneefall und KMlte einsetzen' Sie brauchen dringend ziisätzlkhe Nahrunq die wir ihnen immer zu bieten vermöqen. Die meisten Sl^idter denken wenn sie den Vögeln ein p.iar Brosamen hinwerfen, meisten« nicht in den grr.Ron Nutzen der grfie-de'-'nn Sänger Der Kleingärtner denkt I schon andprs und wieviel mehr erst der i R.mjp- Neben der Schaffung von Nist-I nele«TPnhe'len und der Winterfütterung I mÜRFen wir dann unsere Aufmerksamkel ihpi fliich ^uf den SrbnV' der Vörjel qe-nen 'hr" feinde Vriken Ff*er7»i nehört vor n em dpr Ka'" n' qpgen alle außer-1 halb ihr"« he«;'•mmtr>n Rprpirtip«^ h' rum-I hmnernd'^n K ''en. Brap<1!'*<^cr hingerichtet Voi der Str:igie tur Arbeitslragen, hrtt mit bfckfinniinrlbstän Rotriehsfühiern inid Ar-beitsbur hpflichtigen, die gegen die Ar-beltsburhvorsrhrittjn verstoPen di» Ein-haltunq der Vorschriften durch Zwangs fleld bis zu ISO Reichsmark erTwinaen Es besteht Veranlassung, Bet! iobsfiih-rer, Unternehmer, selbstär.dige Brtiifs-tÄtigp und Gefolgsrbflflsmiglieder noch mals darriuf aufmrtkscini zu niacbm daft Arbpitsk räfto ohne Arbellsbiirh nitlif mehr tiesrhafliql werden dürten. Außerdem wiid auf genaue Einba!-tiing der binslchtljrh d^r Filhrum der Arbeitsbücher (Erstattnm de! Vr-rän-derungsanzeigen »isw.) ergangenen Vor-•chriften (s. Arbeilsburb S bin- Hfwiesfn, derop 7ewissenhafte nefol-gung Pflicht ist, * Gehührnlsse fOj TunlskÄmpler. Alle Pami'ienangehflriqen von Tuniskamptern. die bereits eine Nachricht aus anierik« Bischer odar englischer Krifgsgefringen-Schaft erhalten haben jedot h weder diese N'.ichriclit noch einen Siichantrag beim nS'-hstnelegpn^n Wehrmeldeamt abgegeben haben, werben gplieten, dies m:i verztigl'ch be'm nrVhst^elegenon Wehr-meldeamt narhmhnl'n, da sonst d'e ÜVierH'eipupg der betre'fend'^n Solda l ^nnlauÄ viel befreiende» Lachen und herzliche Kameradschaft gaben diesem Abend das Gepräge aufrichtiger Eintracht, die dif Männer dieses verantwor-tunnsvollen Berufes besonders auszeichnet. h, j Gesamtleistung zum Punktsleger erklArt. Ludwig Petrls harte rechte Hand machte in der zweiten Runde ganze Arbelt, so I daß der Ringrichter den Jungen Westfalen Knak vorzeitig In seine Ringecke . schickte. Meister Bohler führte mit I sattherer Distanzarbeit gegen den West-: falen Spreitz (Scherlebeck) bereits noch I nach Punkten, als dieser nach zwei Ver-I Warnungen wegen Halten« disqualifiziert j wurde. Auch Heine Heese befand sich I In hervorragender Form und schlug den starken Gladhacher Norek «icher nach Punkten. Die Überraschung des Tages schuf der junge Recklinghausener Neumann, der den alten Ringfuch« Feucht (Ulm) mit einer schweren Rechten In der Schlußrunde k. o. schlug. In Graz schloß ein Fußballfreundschaftsspiel zwischen dem LSV Graz und der SG Graz 2:2 (1:!) unentschieden. In der Bi^relchsklasse Berlin—Mark Brandenburg gab es nach lingetar Unterbrechung am Sonntag wieder einmal ein volles Programm. Hertha BSC verbleibt nach einem 4:0-Sieg über Ta«ma-nia weiterhin an der Spitze der Tabelle vor dem Bereichsmeister Berliner SV 92, der über Blau-Weiß 90 mit 3:0 gewann Ferner spielten Potsdam 03—Wak-ker 04 5-2 Luftha isa Berlin—Minerva 93 4:0, LSV Berl'n—Tennis Borussia 6:1. Wir hören im Kundtunk MoaUg, M D«K«HlMri Rtlchiprogramai ft—8 tS; Zum MSraa und B«-halltn: Von d«r •Stait«« — dtr Treu« und B«-fatrrliehkcii (Gudrua- und Wiclanditf«). II—11.30: KUint* unlerhiltMoli« Knoiart. 11.30—11.40. Und witdtr «ine neu* Woch* 13—12.30; Vcrlrsut« Klinge, )(cipiclt und gttunjcn. 12.35 — 12.45 Dir Rerichl tur Ltj«. 12 16 -14: Muiik der Wtrkptutc mit briitbten SoIikUq, M.IS—15i Kliagendt Kurt-«'•il ton der Hamhuriifr Kapell» Jan Hottmana. 15—Ifti Scbfln* Slimmen und bekannt« Initrun^o-lallitrn. 16—17! Aui^ewähUi UalcrhaUun|(i>DU*ili 17 15— >Diri und dai Iflr «ucb juai SpaB«. td.JO—19: Her Zrilipufrl. 1»-19.15: Prol. Glock-n«r, Gi'Ütfn. »Vom Fhiloiophicraa«. H.I5—19.30i Fmathrrichlc 70.15 22i Fflr i«d«a alwaa. DeeUchlandtcadart 17.15—18.30! Orrhtitar- aad Soliitenmiiatk ron Spohr, Bruch, Brahma, SirauA a. a. 20.15—31: »Dit Wlniarrcita« von Sebubcrt, n. Tail, Kana Hotlar und Micha«) Raucbaiaaa, II—22i Orcheaterkunaart uatar L«ttaa| von B«tt-bold I.«hmjiornen tiaß Apollonia mir noch mein iifignineues Gewand zerreiften würde, ehe Maximilian mich ein «in/iges Mal darin halte bewundern können. So zog ich mich auf die Diele zurück und dort bis zui Treppe, und dann fiel mir ein. laß das IJngebetier draußen, falls es uns umbringen wollte doch kaum vorher solchen Unnland machen würde Durch ein Kellerfenster konnte man ht'quem in das Haus einsteigen, und ich hatte mich sehr gewundert. wenn Apollonia gestern nb<^r wirklich die Kellerfensloi zugemacht hattp Ich fragte sie Ifssns na sie hatte es veigecsen, jessas Und sie brach in Gejammer aus. Aber keine M.uht d"r Welt hätte sie jetzt noch in den Keller gebracht, um das Versäumte nacb7uho-ien. So ging ich halt selber In den Keller, nachdem ich mir Apollonias Latschen ausgeborgt hatte Aus dem einen Kf>l'"r-fenster spähte ich vorsichtig narb dem Menschen dort draußen der zu -m«; hineinwollte. Ich sah aber riir his als p(n Paar Beine,' die bin und her tratrri und anscheinend nicht sejpr standfest wari^n. So kam ich wieder nach ol>f>n und ging gleich in den ersten Stock wo von dem zweiten Zimmer, das wir fürsorglich für unsere 7ukünflig''n Kinder bestimmt hatten, ein kleiner Balkon wie ein win/iger Vorsprung gerade über die llrtustüre ragte. Dorthin schlich ich mich, no'^h mit gebütirender Vorsicht, und spcihte nach unten Ui d wieder erschien r/ur der Mann samt Beinen und nun auch dem struppigen Kopf merkwürdig ' wacklig Ai)ei daß er durchaus nicht von der Tür fort wollte beunruhigte mich j doch Unser Haus war das vorletzte in der Straße bis zum nächsten waren es ' gut fünf Minuten, und d^n begann das I freie I-'elc! — etwas, was mir am Tag I sein gut tat, nachts aber doch etwas un-I hi'imlich war, da nun jemand an meiner Tür herurnschloD Ich fühlte Apollonia neben mir, und dn besann ich mich wieder darauf, daß sie vertrauensvoll erwartete ich wü'de mich und sie reiten Ich rief also noch einmal, der Mann solle aug'^nhllckllch die Tür in Ruhe las-seni aber nun wurde er schon mehr als böse und hieb mit irgend etwas auf das Glas ein Dazu brachte er wieder Liebkosungen aus den Tiefen »eines Herzens hervor, mit deren Anhören ich wohl meinen Sprachschatz bereichern konnte Ich war ratlos, aber Apollonia war es nicht mehr Sie hatte sich davongeschlichen und war nun wi^-der neben mn und was sie annpschlenpt brachte, war recht und scblnf h» der Kohlfneimer, in dem sie grxterri Brikettp Ins nadezlmmer getragen halte Sie waren Sriuberllrh darin aufnes'apeli zrhn Stück wie ich ts ihr gesagt hatto ifnd von dfn zehn Briketts nahm sie das oberste, und mit festem Griff schleuderte sie es In die Tiefe Die n.ichsf^n Sekunden waren wie eine Orgio Der Mann unten sprang u 'iher, Apolinnlas ("Jeschoß hatte Ihn aul don Fuß getroffen Er schimpfte fürchterlich. aber er kam gegen Apollonia nicht auf Wie ein Indianer machte sie sich Mut durch Gebrull, und dabei vergaß sie nicht ihre Waffe, bis der Eimer leer war Hs kliirte und klapperte und schrie und schimpfte daß es eine Lust war — und ich stand atemlos dabei, gespannt wartend, wds geschehen würde in diesem neuartigen Bombardement auf einen wehrlosen Einbrecher Ich hatte nicht > *'t die Energie, meine jetzt furlenhafte Magd zurückzuhalten Ich konnte nur noci) ibscbaue.n. Und obendrein sah ich im hellen Mondlicht fern aul der Straße jemandem daherkommen, von dem ich wußte: Maximillanl Und dann bekam ich einfach das Lachen Ich lachte ebenso laut wie Apollonia schrie und der Mann unten schimpfte, ich bog mich nun vor Vergnügen Und dies Lachen wai es wohl, was das Ungeheuer endgültig von unserer Haustür verjagte „Seid ihr denn verrückt geworden?" brüllte es zu uns herauf Und dann gab es Fersengeld, in Richtung auf Maximilian, um den es einen Haken schlug wie ein verfolgte! Hase Maximilian drehte sich erstaunt nach ihm um, aber dann ging er weiter Er sagte später, es sei ein besonderer Genuß gerade mit mir verheiratet zu sein. Dt>nn als er kam hockte ich auf der Treppe, klamm von der kalt Nachtluft, angetan mit meinem rosaroten llrmdchen und Apollonias Latschen, und überall da schwarz, wo ihre Hände hingekommen waren, und das schien Überall zu sein Da saß Ich und wartete, bis er aufgeschlossen hafte und auf mich zukam und lachte Apollonia aber hatte sich .zurückgezogen Sogar sie hatte nun begriffen, daß ein Betrunkener sich im Haus und in der Tür geirrt hatte. Die Wurfgeschosse holte sie heimlich, während wir schliefen, wieder an den Ort ihrer Bestimmung zurück. II Apollonia heulte. Die standfeste, brikettschleudernde Amazone jener Nacht war nicht mehr vorhanden. I Ich saß vor ihr, kopfschüttelnd und durchaus nicht so weise, wie sie anzunehmen schien Schließlich, nachdem i ihr Schluchzen bedrohliche Formen an-! nahm, fand ich, ich müsse wenigstens irgendetwas sagen. Aber wie das meist so geht, wurde es durchaus nicht tröstlich, es machte alles nur schlimmer ,,Wer war ts denn?" brachte Ich heraus Apollonia wußte zwar, wer es war, I aber es stellte sich heraus, daß das I nichts nütze Dm Urheber aller Not war Familienvater. Mein Kopfschütteln ver-stiirkte sich automatisch, ebenso da» Geschluchze Ich stand suf und sagte. Ich wollte mit meinem Mann darüber sprechen Apollonia wehrte gleichsam mit Hunden und Füßen ab Sie stieß Laute aus, die besagen sollten, sie müsse sich zu Tode schämen Ich dagegen behauptete es sei kein Anlaß dazu. „Aber die Frau'' schrie Apollonia schluchzend Ja, die Frau, Tante Nolten, meine Schwiegermutter Ich zog die Stirn kraus Apollonia war zwar unbestreitbar mir unterstellt, aber natürlich würde sie, lo deren Haus Apollonia zuerst Magd gewesen war, mit der armen Seele sehr deutlich reden „Sie war Ihm grad durchgegangen'" schluchzte Apollonia. Diesmal verstand Ich nicht ganz. Wem war Tante Nolten durchgegangen? Aber Apollonia redete von dem Urheber ihres Sündenfalls, und mit der Durchgegangenen meinte sie dessen ihm vor Gott und den Menschen angetraute Ehefrau. Nun freute ich mich „Ja?" fragte ich hoffnungsvoll. „Er war so allelnl" schluchzte Apollonia Ich ermannte mich und richtete mich nach der Art Tante Noltens. „Auf diese Welse hättest du Ihn nicht gerade zu trösten brauchen" sagte Ich streng. Aber das arme Wesen vor nälr nickte derart überzeugt und restlos geknickt, daß Ich nicht weiter wußte und die ganze Strenge wieder umsonst war „Jetzt werden Sie mich nicht mehr haben wollen!" kam Apollonias größte Serge heraus „Wann wini es denn so weit selaf fragte ich „Jetzt sind es vier Monate", stotterte Apollonia — Natürlich gerade dann, wenn ich sie am nötigsten brauchte. — „Grad wenn Ihr Bub noch so klein sein wirdf „Du weißt ja nicht, ob es ein Bub I wird", sagte ich ungeduldig. Ich dachte ; mir, falls ich nun ein Mädel bekäme — I — man braucht es ja nicht schon vorh«r dadurch beleidigen, daß man «Ich besonders auf einen Buben spitztl Mufl M denn gleich ein Bub «ein? Wir haben doch noch viel vor uns. I „Sieh zu" sagte Ich zu Apollonia, „daß das Essen zur Zelt auf dem Tisch ist Ich fflhre in die Stadl und komme mit meinem Mann zurück Er wird dann schon sayen, was weiter wird." ZE;iUNG alle* H eil Ein armloser Malur. In Tower«ch hei Olmütz lebt rnil seine) Frau und einAKaiiKfj-D> AU I BURG-LICHTSPIELE Heute IS. \1 30 19.45 Uhi Fernruf 22k» MonUg. 20. Deicnber Krltlloa äödetbaum FrKz «an Doogen und Prl^drlcS KdyQlur In eiiiPin ergrellpnd-tfagl»theD nien»chUclien üinzoltrhi(ksii1 Verwehte Spuren Fttr Jugpndllrh» alrhl lugplaciCDl Von DleniUg. 21. bi» einseht Dennefitag. U DexembPi MARfKA RBKK Paul llenk«^li unrt C.e«g Alexander tn «T>rühlfb«n(Jioen Ln»( spiel KAPV'ÄELL POr Jiigendlirfec elrbt lUgaMiicnl ESPLANADE So 11 \y 15, 1^ v» IS.« Uhi Wo 1.1. 10. l® Uh" .rfonleg, IS. Daiemhsr Premiere mit Zatab Lcadrtai Karl Marttll, Theo Liegen. AtUld llArhlon. Mnrt» Bflrd Karl C.ttnther, Weller SIelnbsrk FQt Jugendlirlip nlrhl lugelatteel Sur DIenilag 11 bii einichl Donneittag, tl. D^^frinliui 90 Minuten Aufenthalt mit Hatrv "Icl .Mfianiirr Gollliig. Eist v Mnilcn dnrlf FlUdb''!*. F^gk und Hans Zetrh-Biinol FOr Juqendlt«h» iinl«i 14 latirea nirhl iugpla«tiel* rn|i ........... Hi« eini< hllefllich Donncriiag, den 13 Deiembers niesei mit Wlll> Btrqpl H'liti- W illnei und Paul Wrgt*nei. PBr Jugrnifllrhi- iiigplaülflnt MetToncl>M)t:h^sp''<^le C*lli_ Iii« ulngchllnDllrh Donn«>i»lag, dni U. DPti>nih«r: Der dunkle Tajt Marlt Hiirrell W'My lilrg«l BweiS Balmi MaUe 'Sqer lind Gtrhhctm r'di liigpndiuix. nl< ttt fuq«-laM«>n* Ton-Lichtspielf' Stadttheater P e 11 a u Mnntflg 20 DHrfmbtü lUn.. NleUfi' Ouai' Moll, Paal HArbIgei, Ulli lloli-«i'huh und Woli Albiiih-Rettv in Motiven nach der Opoi ..Die iiisllijpp Weiber von NIrolult Falsfaff in Wien Mnntng um tl W In lugnndvoriitellung mit vollitAndtqixn Pin^rainm LiciifspVlfb<*fft?r Trifatl_ MunUi) 20 Ofipmbpr Die üfroBe Nummer Bin TohiH'f'ilin Hill leiiv Marenhiich Uudall Pracli\ Pdlll Kemp Charlott DaudHrl Miirloa Ried. Wallet Idniien hhw .Spielleitung Karl Anton — MukiIi Friedrlib IrhrArinr — PDf Jnjjfndllfhe tug)'tAii*enl Bit Mnnliie ?e «»Tenibef - der Iwttne PI Im RAU«_AUSDPM lIAUfl MUSm kommt T Amtliche Bekanntmachungen D«r Oharbfirgcrmalster der Stedt Marburff/Drev. SUdtb« trieb« Das Städtische Autobusunternehmen M A R B U R G/Dran. teilt mit, daO ab Montag, den 20. Dezember 1943 bis auf weitere« sämtliche Kurse auf der Linie I, II, III t&gllch ab 17 Uhr abends eingestellt werden. 209 1. A.! Alexander Linninger. T 85/43—4 Aufgebot TOD Wertpapieren Avf Antrag d«« Mathla« M a 11 e 11 e, Lendwiit and Un-sledl«r, woihnbaft im. S«w«net«ln Ni. 11, wird des «ag«bllch 1b Verlust g«rat«n« Sparkassenbuch der Kreksperkaeie Rann (S«w«), HsuptzwelgsteJl« In Ucht«Dwald Nr. 134, lautend «uf den Namen Mathla« Matsali« mit d«m Stand von 1.51150 RM aufgeboten. D«i Inhabar wird aufgaforti^rt, da«««lbe binnen 6 Monstsn vom Tage der Kundmachung das Aufgebotes b«l Gericht vorzuweisen) auch andere Beteiligt« bab«n Ihr« Bln-weadimg«n gegen den Antrag xu arhelben. Sonat wflrd« das SpArkafisenbuch nach Ablauf dieser Frist Qhar neuerlichen Antrag de« Mathias Mnlzelle für kraftlos erklärt werden. GERICHT In MARBURG/Drait, AbU. 5, den 13 Dezember 1943. 207 Schlnss der Hiizftfienflnnaiiinr. 12 Uhr mittags f Dringende Todesanzeigen werden auch weiterhin bl« 16 Uhr enfdegcnjjcnommen Dt« Ans«ig«nl«ltnng der tMARBURGBR ZBTTUNG« Wegen Inventur und Gcfolgschaftsurlauh werden von Donnerstag, den 23. Dezember 1043 bis Dienstag, den 4. Januar heinc Zlcücl ausgefolgtl 5fl9 LEITERSBERGER ZIEGELWERKE, r .|. a . (Inden durrb dl« tM«rburg«t ■ ÄnUlIdl Zeltung* weiteste V«rbr«ituna Kleiner Anzeiger Zint SMcPijejnJkr f^itipaAJkaAjte-! 1^1 ho9lafni trhitUkk DfirreCHnjMEICHSFOJT Je««« Wun koet" t«i Stell«ogipaaMa • Rpt dat fettgeSteckU Wut » KbI (Ol Oetd AeeJIttteeverkebr ir'«(wen Kni'iirpofirkpf Dr F-Tans TOn Dette'bf h tmd iir> i'pn M.^'er und Graphiker P 'rx-s m '"f^nün^^'i T^imher-ger. Nach ''ri-'P' her'Mihen Worten Profe«ior dflpV'p Dr von Dpt'el- bach Ini Nan^"'"! di ■ A.iirn'7prfpr')'ifi''nr1 IpI'pt PI •eher dip prr.je«rnrTpr nnf' T'fir'Tpfnr der Grazer Wls'^pnsrh"'* ni«' T^nlfnr tu oi-niwn qfsellin"Ti Pp- = nrriTnf n'.pin In die RSunr^ der K ■•ttipi lU. b c't M-jopd* fand w Eh'en d" M nnernh-'tis eine P(?er VoTtland de* K iinsth!«torlechen fnatltiite» der Unlvrr^i .i' Grdz, Piolfj^stir Dr Hermann H-.f.-je', ■w le vom Heichs-gau Kärnten m ' diT Rrrlch'unq eint:i KirpfemtichkablT.t'its 'im ilöiimuseura in Klagenfurf beflufttaf i' Prrifi^^eoT F : traut, ♦•A 't.-h vpf ■' 'f" Sw'tl:r-' t - V . k 1..P i ^ -r Fritz Endres: B« let etwa« Wundervolles um elD Arahrb4/t erfülltet Leben) nur wenlqe können lieh nihmen, ee erreicht zu haben. Die schwabische Dichterin Isolde Kurt, die am 21 Dezember Ihr tlnu.ndneunzlgflte« Lebensjahr vollendet, gehört zu diesen wenigen) »le hat den Bereich des Können« qanr und qar durchschritten, und nicht« bleibt Ihr an ihrem Festtaq zu wflnschen iibriq, als das Land, I dem ihre Liebe vor i allem qehört, in Sle-I o'^f.ihnen 7U «ehen. ' Sonel hat sie erlanqt, was s'.e in der .Tuqprtd j «ich erträumen moch-! fp ihr Nnme qilf, und ] ihr Werk wiikt In d'e Nah« und In die I pTne. Nicht al* ob ihr Le-ben In einem spieß-I bürgerlichen Sinn I *c;lücklichii EU nennen ! gewesen wäre. Die ' qel«td!>verwdndte Tochter de« «chwdbl-I sN«uen VCa|{n«r-Forschun)2en«, für deren Hemus-f{abe der Leiter des Inititute« und Archivar des Hausea Weihnfrieä Städtischei Archivdirektor Dr, Otto Skrobel, verantwortlich zeichnet. Im Vorwort des Bandes werden Zweck, bisheri]2e Tätiijkeit und Planunf^en der auf Veranlassung} des Führer« errichteten Forschungsstättc erläutert und in dem anschließenden Ein-fflhrunf^saufsatz des Herausfjebers Ziele und Wetfe der Watf ner-Forschunj in {rundsfttzTicher Weise dar(!elcj2t. Die nach-[olj[endcn wissenschaftlichen BeitrfiiJe '.'.■'.rde an.'*1 i! rnit he-H' l-^chnittfl Hes kiirz-f"\ KarnlnT Mels'ers • =11 «:i;h''n ind ein k,ri-p fhfl« '1' ;i N'irh- f '■ ■! f.. hn h'MiiU'S- phersfblp--*''"hp Trrimn'>Tii*»t Dr. Jo-io( Mu^lol t ' ifi 'Vn K'.rupf D 'm '■)stpn gefaKt- .1. I Licht auch die Scüat- ________________ I ten dos i^asein« kennengelernt, diese Rdckli,". df'n H llSiiuei- Adolf HUfiebrand, ! len- IRfin »FtaMenfschen ErzÄhlun- I aber dank ihrem urge^uiiden Schwa- den Lv^rtyslen Kart Hilleljrund, den j gen* IHsJ'j, »Von F^arumnl.. l;»00, »TJn- 1 bontum unbelrrt)ai durch«i'hiitieni ihrp T7!.ii ',r'.,:cr Uif'odo' iJf.'yiO, den Kuusi , jerr Carlot'a' !<»ni, »Die Stadt de« Le- groPe Leben#,!ijt ksc h ui »Die Pllqetfiih:' thoon . kpr Conrnd Pif-'dlHr gesnrnm..'lt I ben-s- 1!V>2. ^lm Teichen d»^ Steinborke« hrtlten »^men *; ■ früh n.fen. s.. un- 100.«^, .Plornnt.nlsrhe Erinnerungen« n-woh'lirh dufrifhin.'.ih ni n «o ruf;« h !«00 »W^n-Icnage in Hella«« 191.1, »Aus um! i ei fü'.sTliend.-n NI"nRrhp" V"\- * me'iPtn fiinctidla-id« 1o.li und die schon füll t'i; iiiier ri'^m »^-honen SVhf'n ' prw-ihn'p • 'pi 'las hp' jpip und deil>pre S 'in ■!'>; t ehr'Pf; 7u ülifrs^'hen. W'Mn isol.fie Ku'/ ''or dein n"sch'rk, tiiif hein'^ R M intikp- n f,\ A'erden, bp-«o V, e der feine, anregende aber au'h WrtJiM ri"ii»i<.!,,vr Isi. "onn *ip ii.'tscrpr nicht gerade zeitnahe Kreis jener hoch- j hnrien Ci'vimiv.'«;t no'h elwn^ und iwfr ^'"d de« Zuhören« nicht mQde werden, beq.ibfen deutsch florentlnlsrhen Gp«ell- W(-f I'P'^ ru 'nqt'n h tt, w^nn sie das Geechirk preisen, das sie «chaf- srhaft, die «Ich In d u «'ehzlrjer und ' um p" r> m t i»iT^m Wort 7.u «ngen, in *"ii*krflftlg erhalten hat und da« Isolde ai.lit7lqpr Jahren um den Maler Arnold ' d.'i P".'[li lei t w-,r-n Dichhmq und Kurz uns noch weiter erhalten möge. narh dem Hnpi rplch "^ben'. ist ein Ru( h tapicrer Bewtihrunq Nicht nur Mif^quusi und Feindschaft hdben "hr Wer.en und ihr ^Verk bedroh:, nicht nu"- Krankhoit und Tod die .Srhar der licli-itpri Vf-n-flc'ifii flll;:iif nih qpHfhfel: in ilr im !'.(»-q^hiinq selbei loo eine dcf'ihr. Ihre g'"s'vollp tiiter wellfremde M'iltvr phen- 'ilfip'-tihrt nafh d^m Uner-j relrhMchen'. 19,1B. Di« Schwftbin, die Cirirchin, die Florentin"iIn, die Frau vor ftlUm vptirht (lu« ihren, und wer einmal bee '■'i't I'er'ifl. Hndlich ist d ver»'ellt Es l»: ein r nen Duft '■ In leider; V\, wiegt, das I. deutliche') ■ und b rteri Lf von dessen •rhwarze Ad' meieterkreuTP' spShte da'' h auch jenem Oi ■ . nen und au l.n-i jtingm S»ud«? • i srhry«*'i7e F = •. i< n In fi'e VVf;ir nicht d" *. h P' Im Silber-d l * ■ Ii un'.'- mir ,j; • H'?im 'Ii K ■••i'8 I e:!tsf ri ilnr- ri..' hintern ^ 'Mi ■ -.i'-io'Spp l" ije'i pln«*! dei - h id.-' des Ho. ii-rf nP- b r)s »Ml ■ ') Her'/ vei .r'iit ' t'.cVe', TU lie ;e'i i'»- ernst als bhi'-T. kip pen eiiKip " ' -itnitHten n"' b Erinneruii^Jen an ein Königsberg lur UuiveisJtil auforatü und weitfj nach Riga, wo ei in dem machtvollen Backsleindom der Stadt pieditjte und durth die engen Strafien mit den h< heu Patrizierhäusern d-ihm- j Kchntl Wie ich e^ In ein paar Stunden i auch lun wurde, um moine Schritte ' zu seinem erzenen Denkmal tu lenken, Dann werde uh ihn Im Gaiet Dfluao^-wlrts au: d»m R|p««nsegier an die we (t« j Sanilandkrtste und an die wie Schlach-t'-rilAirn donnernde See begleiten, Ober (•ip er elns-t in die Ferne nach Frank-rt--ub fuhr, das Mea von Sehnsucht f)«-sibvvf-ilt, den ersten Rffolgsloibeer auf I S^'rne Vrjn dort lenkte ihn dann d bifVsal geheimnisvoll nach 'flf'hiirq, Blickeburg und Weimar, zu jeiiffi firof.en die aus der von Ihrn ge-sf t-ufpn S'-al die Fr.nte einbrachten Op' Mfitor meiri'^s Rietienvogels don-I f r* iot/t 'iber die weiten Öden FlÄchpn iirt' le'MB''hen Hrde Arm Ut sie, und das niedrige f^uschw^rV kämpft mflh^am uti ( ii h» und Leben doch die ffeiterVeit der ^art schimmemdpn Birken t^'uni--p!i'e t nber alles D'rnkel und lehrt uns n Haltunq, die uns auftragt, uns dein f pI'p-, «1 Qherlassen Indem wir dem f-'ls' vertratien! en deutschtn Dichter Wfir niriil auch Hpidcr loK h goiiAl-ge. i'iil..sf iiloy 'P.iwtij 7,eit:ilteT? Gab riich. .s irw un.je'-tüni' g- niaif N'i'ur ge-i;ieir si»ni ini' (iei seines iT'-utii'es IM-nituin, de- M urns utp' Ob e« sich um i'ine- ncuf; dynamische Ge ichichtsauf-f is'iiir.a neu« Pf rsi hiing'melhoder'übei-h.-iiipt um 'ÜP Rti'kkph: unset^K VolVes zu iioid Schern WeHnefiihl zu unseren *^r)r.ii H'I M'ktJ) tp'n. 7Uri V ilVslied und R.-)'t,vlp"Oiif, 7uni l.ifspruno der 'prarhfs seil)',! liPiif'elte 1) er d e Sihrtnheit des men.schiichen Körp^-rs n«u erkannte oder sich nbnnlhle, den Sinn de« Völ-keroesch'-hr'ns zu erqröndem oh er ein funkelnde;; E^^ny Aber Shakeepea^p rd»r Winrke'menn schrieb ftder das kristallen dur-^bslcbtiae G"bfiude se ner «rdeen Tur Philrsophle der Geschichte der Mpnschhft' mit der Berabunn elnfts TP- hbpnnadeten Architekten errichtete-irnmiT ginn es ihm um das Wesentl'che, Immer strebte er vom hloFen verstan-dpsmÄrt|f|«n Pi'Verinpn Tum Ptannen, rur TipU ruTp ^icblherflntenlassen von den g«n*aitlg«ii Gehedmnleeec de« All«. Nicht, dall er wie ein Phantast anbetend lalll und stammeltl AHqh ungesunde Mystische »st ihm zuwider Aber Hill hellem Trorapetenruf kündet er einen neuen Tag neue großartige Kon-zentlonen löst allem Gebundenen die PHlgel, f\lhrt au« Dumpfheit und Hnge und Tradi'ton und Nacht hinüber in eine neue Zelt deren qlflhender Sonnenaufgang er selbst i*t »Werden« Ut sein Liebllnciiiwort: er strönnl dahin wie «In Rf»ch, und alles V.'iMen wird Ihm zur Tat Soll dieser Seher und Erwef'k^r unserem Volkes im brodelnden Nebel der Zeiten zerflie.'^en? Soll er nicht wieder als Stern e'Sler Ordnung am Himmel unserer erlaurbten Ge s'er dem deutschen Vnlke mit d"n Wpq in die Zukunft we-ien? Mein Fhifireun zieh* in groflen ^pi'a-len zur Frde hernntpr Puronflische Prde, die die Nation gegen den l'nqeist Asien« rerteldigt! l'nd l'-h gedenke der Pronherei'ing Herder« di«^ sich kiirr vor den Torle seinen '.Inp^n ent'ang: Wrihr Ist's wir kamen ',r>^t| desto jflnqer aber find wir Wir haben aii'b noch viel zu t^tn ^T^rrz (von Univ.-Prof Dr, Hans Alfred Grunsky, MOnchen, Dr. Curl v Westernhajjen-Prcetr (Holstein), Prof, Dr. Man Fehr, Winterthur, Dr. Strebet, Dr Willy Kri«-nitz, Mflnchcn, und Oberstudiendirektor a, D. Dr. Au|2uat Caselmann, Bayreuth) bringen anhand reichen, ){roßpnteils bin-her noch unbekannten Materials endgfli-tijj« Aufschlflsse über wichtij{e Sonoer-fratjen, die Wagners Leben und Persönlichkeit betreffen, Starke AufhcHund erfahren außerdem di« »Lehrjahre* (1B73 bis 1876). Zahlreiche erstmals wieder]{e-^ebene Bilder und Handschriftennach-bildunüen (unter ihnen eine hedcutsamr unveröffentlichte Komposition Wajlnera) erhöhen den dokumentarischen Wert des vorbildlich ausgestatteten Bandes, der im Verlaif G. Braun, Karlsruhe, erscheint Unbekannte Werke der beiden Altomonte Im Passauer Stadtarchiv beiindet dch eine Sammhmg barocker Handzeichnun-gen Eine kunsthlstorleche Sichtung hat ergeben, daß *9 sich wahrscheinlich um edne Sammlung au« dem Pamlllcnbeiltz der größtenteils tn Oberdonau schaffenden Barockmaler, die beiden Altomonte, handelt. Sie umfaßt Studien nach dem Modell, Kompositionssklz-ien, blldif!8«»lg gestaltete Blätter, Beilagen zu Werkver-trfigen In verschiedenen Techniken, wie Federzeichnungen farbige Kreise auf gefönten Papier, Hleintiftskizzen usw Fast alle sind als Entwürfe fflr Malereien In Oberdonau fe«tge«tellt worden Martin Altomonte ist mit prächtigen Varlanten seines H-immelf»hrt»-GemS]de« In Wll-herinq und vielen anderen Blflttern «einer Spfltzeit vertreten Von . Al' sner dm Kir-ohentor i!u,tercn1 Ii Ii l!t- d^-r Ton un Icertin Sc!i!:i n.^trl, um ti il-lien Winterabend .c!ir.i li m Dun- kel wucli«. Go J uuJ ' lni.£ u d aller |leiBcrds Prunk tl li- Jisj-n «uf hohen Soclieln waren rn Mit i! ■ wrThpTui.'n Gebärden vom l>a':.iM' h*!' I i ..ur \or dem Hochaltar blu.v':,- in rnlrr Ampel das ewijje I-ichl und vom Cbor herüber klirrte ^eluseen d<*r Klafterperdel der Turmuhr In die kiilte Finsterris. Da lujjt« unterm Mantel*tnm der Gottesmutter ein Aiflu lein hc voi: oder wie •s «um Abfti. (I durch^r f'JÄtterjjtTiink jiitt, «ine richfijje Mhu«, eine hirchcn-maui, unscheinbar, bescheiden, doch »Her klu|{«n Erfahrungen voll So trollt« sie ru'kwala arn niederen Gesims entlarn vn- r i h- altbek innten Dinj{en, dem f osenlrrrF«?: di-r Kreu^wjr-tin, dem 7oll;-t.ib d; s Ki>"-'ipnlinchlers, dem Bnllenfut'rr'1 des Bath^cluisim, vergessenen Din-^^n, d>e . -il Inn^lem ver-({eblich ihrer tlrrr. n hallen Da halt! ^..\n »jl. t.'-r *ichrank. hohe Scheiben! iha; die Weihmchl..krippe! Wie man nur Hj-n I "im nicht rie«-hen konnte! Und im t/runde doch seit .Inh-ren ^ohon eine bekannte Sache, irotr -Jer unijcheuron Wi*i1e des Kitrhrnreich!- Und C- r ni"lii tli)'*ht:m war man seit Jahren daheim Nun kam gar der Mond um die Tunn-«ckf (Tf'ichliehen; rot und lirün fiel srin Strahl durch bunte Ratilenscheiben. lli^d da tfliihlen alte ums holde Kindicin auf, l'pilijc, Hirten und KöniiJ«, in bunten nlten Farben und Flittcrn, daß der Kirchenmaus unterm Pelz fast warm ward. Was die Menschen doch für dumm« Tier« waren, daß sie nichts wußten vom heimlichen Glanz solchcr Winternacht und nur am hellen T.itf und in Scharen der Kirche ruhefenl Dann tobte und dröhnt« die Or-l{el zum wilden Gesanif der Christenheit und die Glocken schwanjjen InutwojJend im Turm, daß bis ins tiffatr Mausloch «in Zittern lief! l'nd überhaupt die Menschen —I Wer sollte sie bo ser kennen nls eine alte Kir-chenm;ius? Kn.ipp einmal kamen sie zur Kirche. Und hatten dazwischen wohl rein gar n'rbls zu tun. Was halte man ihnen hier nicht schon |{eprt;dii}i Und waren die Leute «Innii bcss«T geworden? Hntirn Kisten lind Kasten voll und wachten dar-i'lbcr, ijeizig und grausam, d.ifl ihnen keine iückisclic Fiill (Jt;nu]{ tun konnte, dem nrnif-n .Mäusevolk dis Kreuz abzuschla-Vjcn Würden denn wenii'er leditfe Kindur zur Ab-j,idslunde heim! ch ^ur Taufe |i(-trijjen! Und da '.nh-ilt man noch auf di« l'rtichlbnrkeit der M.iuse — So recht eiyjentlich fromm war freilich auch eine Kirchenmaus nicht, aber immerhin von InndläufitJer Andacht. Msn mied die Messe, um die Weiber nicht zu schreckrn und sehnnte die lleili|ien trotz manchem pochenden Holzwurm. So tat man das Gute Ici Jlich und hatte das Bös« nicht zu filrchten; zum Beispiel den Teufel. Vor dem halle das Menschenpack noch h.'^lbw'Cj^s Anijjst. Aber eine Kir-chenmiiiis? Lächerlich Da krflnimte er sich ja drdbtn unterm Lanzensloß des schimmernden Ritters St. Michael, hilflos und verüchtlich. Man konnte ihm ruhitJ die Zähne blecken — dal Aber! Burrhusch — de j?lommen |« rvk'ci {(rQne Aufl«n hinterm T«ufcl her* Yor aus pechschwarzem Pelz mit lan-j^«m Rintjelschwanz! So la|('« lauernd ije» duckt im Mordlicht Mesnera Kater hinter dem Teufell Aber man erholte sich. Saf) ja hinter dicken Glast-cheiben, in di« nur ({anz vorne das Loch jieschlaiten war, nicht weiter als mausbreit. So konnte man vom Zinnenkranz der festen Stadt Belhlebcm, daran zudem da und dort ein tcKnauz-bS'ti(Jer Kripfjer tapfer vorüberjJiniJ, rulii(( nach dem Greuel spfben. Das lauschte ms weite Dunkel, pelzwarm {lekauert, und wandte di« Spilzohren verd.ichtijj nach jedem Knacks im Gestühl. Wenn man nun aber denn ewijJ konnte man nicht im leeren Bcthlfhem bleiben und daheim hatte man siebi-n nackte .luni^e und seit Jahren sein eigenes Nest, dickwollig aus alten Kirchenteppichen jjenolstert wenn man etwa im tiefslen erhallen lautlos der Wand «ntianij lief bis zur K^inzcl, unter der hinterm letzter Bodenschnörkel das ei|{en« unacheinbare und doch so unermcniich« Reich lajj, so blieb man immerhin noch weit vom Teufel und Kater entfernt, hinlänglich weit, um ^einvn |(ewsltik{en Tatzen mit raschem Husch tu entgehen Aber dal Gab's den Gedankenleser auch unterm verruchten Katervolk? Da litt der Ml.h^warzc Unhold pfotenweich erab auf den nächsten Kirchenstuhl kam auf die Kanzel zuijeschlichen und buckelte die Stufer empor, ein« um die andere bis in die Ecken mÜ iJrÜnen BI. nd-laternen ableuchtend Und saß nun frevelnd auf der Brdstunii, von der aus so manch«« Wort der Liebe und Dutdun|(, von Gnade und Erbarmen verheißen worden. Aber was wußte so ein schwarzer Lasterrammel davon. Der saß auf der Brilstund, den lanjjen Rinjjelschwanz. he-hibif{ unter die Beine tfeschln;0 war auch der letzte We|j verlejl. Sorgenvoll spürten di« hellen Äujilein nach Rettung. Da stietf freilich vom Krin 'isims eine lan^e Kette empor zum Scheitel des KapeMtnbojjens und lief wieder in leichtem Sc'iwunijc hernb zum jteijeniiberlie- f enden Kanzpjpfciler. Aus trockenem mmerfirfin und Seijcnbaumsträußlein war sie gewoben Da und dort war ein Ähren-bü.schel ein((ebunden, ein rotwanjjiläes Äpflein, ein ijoldijelber Malskolben Di« w.-ircn wohl vom letzten Erntefest durch Mesners Nnchl.nssi|;keit (iberschcn und nicht aus(iewcch*!elf worden Da^ Wasser lief einem im Mnul r.urammen bei solchen KoslbarkeMen n ! irter V('ir.((>r'