sir. 181. Freitag, 9. August 1912. 131. Jahrgang. Laibacher Zeitung ^3"u«,vrntionsiprri»: Mit Plislvrrlenoung: ftai,zM,i„ W li, lmllijälirig 1b li. Im Non»°r. llll!,ziährin ^, Nllllijähriu ^I^, ssiii die ZustclllMg ins Haus ganzMiin 8 X. - Inlrrtwnsgrbülzr: Für llci»»'Iuscratr bii zu 4 Zcilr» .'»v t,. ßloherr prr ZcU>' lL ^r, 8»! die Nrdnklion MMoßn-slrake Vir, ^0, Lprechstiinbr» der Niedaltiun vu» « bisio Udr rurmittans, Uüfranlieite Briefe werde» »icht anneiwmmcn, Ma»nitriv!e nicht zurüclsseslellt. Telephon Nr. der Redaltion 52. Amtlicher Geir. Seine k. nnd k. Apostolische Majestät haben >uit ^llcrhüchsl^. Entschließung vom 81. Juli d. I. dem ^."dcsregieruugsrate und Landes-Sanitätsreferenlen ^ei der Landesregierung in Laibach Dr. Franz Zu° panc taxfrei den Titel und Eharalter eines .Hofraies "Ungnädigst zu verleihen geruht. H einold n,. p. «. Dor Iustizminister Hal die Richter Dr. Bruno «."czirz in Arnsels nach Vruck an der Mnr nnd arl Schuiarz in Kölschach nach .Hartberg versetzt, ^"' Nichter des Grazer Oberlandesgerichts-Sprengels ^- Heribert Madile eine Richterslelle in Kötschath ^^chc'n und ernannt zu Nichtern die Auskultanten ^' ^rcmz Kmetitsch sür Arnsels, Dr. Franz H?^a ^. Illyrisch ° Feistrih, Dr. Ferdinand ^.^^chk^' für den Grazer Oberlandesgerichts-Spren» ^l, Dr. Alezander Poznik sür Groß-Laschih und /- Gustav Zigeuner Edlen von Vlumendorf ' ^ klagen flirt. ' lii^llch dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 7. August "2 (Nr. 179) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh« Zeugnisse verboten: Nr. 170 «I/älto ^äiz«. Uom 29.—30, Juli 1912. Nr. 14 «lüioeviöu? rued» vom 31. Juli 1912. Nr. 31 stattet, Funktionäre zu dulden, die Parteipolitik trei. ben und mit dem Komitee an einem Strange ziehen. Selbstverständlich wird die Entfernung solcher Elemente, mit der bereits in verschiedenen Verlvalluugszweigen begonnen worden ist, einige Zeit erfordern. Was die Armee betrifft, ist die Zahl der Offiziere, die zur Fahne des .Komitees halten, im Vergleich zn denjenigen, die sich den Bestrebungen der Militärliga angeschlossen haben, eine verschwindend geringe. Mail darf sich in dieser Hinsicht nicht durch Übertreibungen, die von den Komileeleuten verbreitet werden, irreführen lassen. Ein grelles Beispiel dieser Art war die Behauptung, daß an der Kundgebung aus dem Freiheitshügel über zweihundert Offiziere teilgenommen hätten. Tatsächlich sind aber nicht mehr als dreißig Offiziere zu dieser Demonstration erschienen. Bezeichnend sür das Kräfte» Verhältnis zwischen dem Komitee lind dessen Gegnern isl auch der Umstand, daß die Zahl der Parteigänger, die sich dem Komitee als Fedais, die znr Anfopse» rnng ihres Lebens bereit sind, angeboten haben, nnge» fähr dreißig beträgt, während der liberalen Partei, wie man versichert, Hnnderle von Fedais znr Verfügung flehen. Die Fedais der Liberalen überlvachen die der Gegenpartei, nm sie an der etlvaigen Anstiftung von Unrnhen zu verhindern. Die Fedais des Komitees rich« len ihr Hauptaugenmerk darauf, Attentate der Gegner anf einflnßreiche Komitremilglieder abznwehrcn. Die Regierung hat Vorsichtsmaßregeln getroffen, um Nnhe» störungen, die durch Zusammenstöße der beiderseitigen Fedais entstehen sonnten, rasch zn unterdrücken. Portugal und Spanien. Von portngiesischer Seile wird ans Lissabon ge» schrieben: In den hiesigen politischen Kreisen wird lebhafl gewünscht, daß die Meinlingsverschiedenheil, die zwischen dein Lissaboner und dem Madrider Kabinett in der Frage der aus spanischcm Boden befindlichen portugiesischen Royalisten entstanden ist, bald in freund» licher Weise beigelegt werde. Das Treiben dieser Flüchtlinge läßt die junge porlnMsische Republik sasl seit dem Beginne ihres Bestandes »icht znr Ruhe kommen. Die portugiesische Regierung hat im Interesse der Ver-hütung der sich wiederholende,, Monarchisteneinsälle von Spanien nichls verlangt, als daß die Grenzbehör» den die Pflichten der Nenlraliläl gewissenhaft erfüllen nnd insbesondere die Errichlnng von Wafsenlagern der Royalisten in den spanischen Grcnzgegeuden rechtzeitig verhindern. Es ist jedoch der spanischen Negierun'g nie zngemnlel worden, ein geivaltiges ^rupvenlontingent für die Überwachung der Grenze aufzubieten, Nias auch Feuilleton. Der Herr Professor. Von Josef Aeinz. (Nachdruck verholen ) ., „Tollheiten!" murmelte der Herr Professur, nnd '" scharfes, geistvolles Ange schanle mürrisch, fast seind. ^ '!l dem jungen Manne nach, der ihn eben verlassen ^ue und mis stürmischem, doch leichtem Schritte die ^'k '^'"> deren Enträtselung dem Herrn Professor znr ^^m'fgabe gestellt wäre. Und doch lvar ihm beides, f/'' ^lraßenleben nnd die Malereien am Nachbarhause, h^ "bgültig wie alle die altgewohnteil Dinge um ihn ^li' l^nr Gedanken waren es nnr, die den Mann an dc>nk' ^ " ^l Fensternische festbannten, seine Ge-<>">,i,^' ^k ihm wieder einmal Bilder vor die Seele ^n !^"' ^k er längst vergessen nnd überwunden ha-alten"^^' die aber doch immer wiederkehrten mil der "nd k ^'Ulglichkeit, der alten heimlichen Süßigkeil ^' endlichen schweren, verstimmenden Bitterkeit, ^rin ' ^ ^" fortgegangen, lvar schuld an diesen des '"^'U'n, die doch so nnni'ch, so sinnlos, so gar nicht ^icu, ^'"' lwgen Mannes wert waren! Der junge ^rck >^N des Herrn Professors bester Schüler, ein "llcZ ^'„ uUelligentcr Kopf mit offenem Ange sür Tchj^chüne und Gllte. Er war gewissermaßen sein «uf h N» ben er als treuer Meister begleiten wollte des 9/'! lN'ährlichen Wege zu den Höhen der Ehre und ^vus^ . ''' uild dieser bisher so vernünftig nnd ziel-^'d»n ^''nmoe jnnge Mensch wollte nun eine Ver-^l ^, Angehen, die ihn nur hindern konnte auf dieser ' 1", die ihn in den Kreisen, die zunächst seine Beförderung zu erwirkeu vermochten, für lange Zeit, ja vielleicht sür immer unmöglich machen »mßle. Er wollte eine junge Künstlerin heiraten, obwohl er doch wissen mnßte, daß dieser Schritt manchen Arm, der jeht eifrig bemüht lvar, die Steine anf seiner Rnhmesbahn zu ent° fernen, lahmen mnßte. Und dann, luas wollten die jun» gen Lenü', nnvermögend, wie sie beide waren, denn machen? Hentzutage muß jeder, der aus Ruhm und Ersulg sinnt, eine solide, goldene Basis sein eigen wissen, von der aus er dann seine Sache führen mag, und eine solche mnßte der jnnge Mann mit seiner dummen „Heirat aus Liebe" verscherzen- er >var unsinnig, dieser Plan seines Schützlings, unsinnig, lächerlich, einfach loll! Er, der Herr Professor, hatte ja auch einmal solche dumme Ideen ernstlich in seinem klugen Kopfe erwogen, er hatte auch einmal daran gedacht, sein Herz bestim° mend in sein Leben eingreifen zu lasstu; aber er halte sich besonnen, halle der kalten, klugen Vernnnfl, der besonnenen Lebenserfahrung gehorcht nnd schließlich ihr allein das Steuerruder seines Lebensschifses überlassen. Warum wollte das der juuge Fant uicht auch lun? Wollte er es besser haben wie er? Besser? Lächerlich, wo wäre er jeht, wenn er damals seiner sentimentalen Ingendeselei gefolgt wäre nnd Marie gcheiralet hätte. Freilich damals!--------Er »var damals noch ein junger Student gewesen, eUr»as ernst sür seine Jahre, aber doch auch immer bereit zn frohem, heilerem Lebensgenusse, begierig, den schänim'noen Freudenbecher, den er von den Göttern forderte, bis anf die Neige zn leeren. Ein Freuud, dessen Eltern ein Ritlergut besaßen, hatte ihn eingeladen, einen Teil seiner Ferien bei ihm auf dem Lande zn verbringen, nnd er lvar um so lieber dieser Einladung gefolgt, als ihm die elterliche Heimal nicht allzuviel bieten konnte. Das Leben bei seinem Freunde gefiel ihm bald sehr, gefiel ihm sogar so anßer-ordentlich, daß er den ganzen Rest der Ferien nnd sogar noch einen Teil des beginnenden Schuljahres bei seinem Frennde „die Freuden des Landlebens" genoß und auch in den nächsten Ferien Gast seines Freundes wurde. Die schöue Gegend und die liebevolle Gastfreundschaft der Eltern seines Kommilitonen waren daran wohl nicht allein schnld, anch nicht die juristischen Repetilionen, denen die beiden deni Eramen nahestehenden Studien» genossen mit ziemlichem Fleiße oblagen — ihn zog an» sangs fast uubewußl, dann aber deutlich nnd dentlicher, etwas anderes, viel Süßeres und Schöneres nach dem cinsamen Rittergut, lind das war die schöne Marie, das schmucke Töchlerlein des Dorflehrers. An einem sonnigen Augustnachmittage mil wölken» los blauem Himmel und drückend heißer Lnft lvar es gewesen, als er sich draußen im schaltigeu Herrschafts» >vald auf das grüne schwellende Moos gelagert hatte und aus einem schöngebundenen Büchlein, das er der hcrr» schastlichen Bibliolhek entnommen, Gedichte las' denn der Herr Professor las damals noch Gedichte, und sogar moderne, sehr gerne. Der grüne Waldcszauber und die schönen Verse taten es dem jungen Studenten bald an; es wnrde ihm »varm nms Herz nnd aus der stillen Lek» türe wurde bald eine halblaute, leidenschaftliche Tella-malion, in der er den alten Waldesbänme^ uberzeu-gungsinnig das Lob der vielschönen hohen Fra» ver» kündete. Da plötzlich störte den in seine Tränmereien Ver. sunkenen ein halbunlerdrücktes und doch helles Lachen -— er fuhr aus und - »oar es noch Traum, lvar es Wirt» lichkeit? — vor ihm stand sie, von der er geträumt, sie, die vielschöne holde Fran, schön wie eine Göttin und doppell schön, als sich jetzt vor dem Blicke des jungen Mannes ihre eben noch so schelmisch blitzenden Auqen verlegen sculten und eine tiefe Pnrpurrüte sich über ihr holdes Gesichlcheu ergoß. Schön wie eine Göttin — freilich nur nach der schnell znr Überzengung gcworde» nen Meinung des hastig aufgesprungenen Träumers — ein klassisch richtender Kritikaster halle einwenden kün» nrn, daß die olympischen Damen nach glaubwürdigen Überlieferungen niemals diefe breiten Gretchenzöpfe ge» tragen, die dein holden Mädchen so allerliebst standen, niemals auch solch ein reizendes Stnmpfnäschen besessen nnd anch nichl diese prächtigen roten Wange», die itt't glühlen vor Aufregung und Scham. lSchluß folgt.) Laiöacher Zeitrng Nr. 181. 1744 9, UuM 191L' überflüssig wäre, da eine sorgfältige Tätigkeit der Zivil» behörden znr Hintertreibung von Vorbereitungen der portugiesischen Royalisten für Einfälle in Portugal diirc!)vahrsch.'inlich, daß der Papst im nächsten Konsistorium dieseu anomalen Znstand durch Verleihung des Pnrpurs an einen dentschen Erzbischos beseitigen wird. Mail hebt bei diesem Anlasse hervor, daß die deutschen Katholiken, die in der Politik der Kirche eine Rolle ersten Ranges spielen nnd eine über» aus eifrige Tätigkeit entwickeln, hinsichtlich der Vcrlre» lung im Kardinalskollcgium am ungünstigsten gestellt sind. Während es gegenwärtig bloß einen Kardinal deut» scher Nationalität gibt, hat Frankreich sieben, Spanien fünf, Oslerreich-Ungarn sechs, die Vereinigten Staaten drei Kardinäle. Dies sei eine Anomalie, die sich unter Umständen in einer für die deutscheil Katholiken sehr nachteiligen Weise fühlbar machen tann. In einer Berliner Zuschrift des „Neuen Wiener Tagblalt" wird die Ansicht ausgesprochen, wer in der russisch-französischen Mariuctonvention die Negicrnng von Valtischport erblicke, überschreite deren Ergebnisse im Glauben, daß die Kaiserbegegnung eine Neuorientie-rnng der russischen Politik gebracht habe. Deutschland »nd Nußland hatteu, obwohl sie in keinem Vnndesver-hältnisse zueinander stehen, keine Opfer zu bringen, als sie sich auf dem durch eine alte nnd sichere Tradition geebneteil Wege gnl nachbarlicher Beziehungen wieder einmal trafen; dagegen mögen Frankreich wie Rnßland ihrem uuzweifelhaft festen Bnndesverhältnis doch wohl manche gegenseitigen Konzessionen ^u machen haben, die sonst beiderseits unterbleiben würden. Und wenn in Naltischpurt über die Zuknnst der Türkei gesprochen wnrde, so wird die zweifellos mit konservierender Grund» tendenz gepflogene Auseinandersetzung nichts enthalten l)aben, wcis nicht der traditionellen Orientpolitik der Republik genehm sein sollte, während es allerdings fraglich sein mag, ob Gleiches anch in bezng anf England gesagt werden darf. Die „Neue Freie Presse" bemerkt zur- Meldung der „Agence Havas" über den in den letzten Monaten zwischen Frankreich, England lind Rnßland bezüglich der Orientsrclssl' gepflogenen Gedankenaustausch, man müsse sich fragen, ob bei diesen Verhandlnngcn etlva ein Ab» gehen vom Grnndsatz des Status quo in Erwäguug gezogen worden ist. Premierminister Asqnith hat letzthin bemerkt, daß nicht alle internationalen Fragen gruppenmäßig in Angriff zn nehmen seien- jetzt sehe man, daß über eine Frage, an der Österreich-Ungarn, Italien und Deutschland großes Interesse haben, im Kreise der En» tentemächte besonders verl)andelt wird. Für die Frie» denZstimmung in Enropa ist eine solche Scheidung nach Gnippen gewiß nicht günstig. Was Österreich-Ungarn betrifft, so l)at es die beste Wahrnng seiner Interessen im Orient bei sich selbst zn sucheu. Die Welt weiß, daß wir, als Nachbarn des türkischen Reiches, zu allererst gefragt werden müsfen, daß wir in den orientalischen Fragen die erste Stimme haben. Das Anfwerfen der Meerengcnfrage würde den Prozeß der Erholnng der Türkei auf das äußerste komplizieren. Frankreich und England luaren der russischen Lösung dieser Frage ent» schieden dagegen. Es wäre eine historische Wandlung, wenn Frankreich nnd England Verhandlungen mit Rnßland geführt hätten, welche die Türkei in eine solche Situation bringen würden. Tagcsncmgtcitcn. — «Hin Opfer der Kunst.) AIs 1453 der Hort der alten Knltnr, Konstantinopel, in die Hände der Türken fiel, wollte der kunstsinnige Snltan Mohammed II., ob» gleich der Koran sich sehr ablehnend gegen die Malerei verhält, einen berühmten Maler „zum Bildermachcn" an seinen Hof ziehen uud 1479 reiste, wie Dr. Albr. Wirth in seiner bei der Francthschen Verlagshandlnng in Stuttgart soeben erscheinenden „Geschichte der Tür» ken" lgch. 2 Mk., geb. 2 Mk. 80 Pf.) erzählt, der be-rühmte Maler Gentile Bellini nach Konstantinopel. Trotz scines großen Geistes uud seines lebhasten Knnst» sinncs vermochte sich der Snltan nie von dem Einflnß alttürkischer Grausamkeit freizumachen. Bellini über« reichte seinem hohen Auftraggeber eiuc Tafel, anf der das abgeschlagene Hanpt des Johannes abgebildet war. Mohammc-d ii. sah sich die Malerei an, rühmte die prächtige Farbengebnng, fügte dann aber beiläufig hin° zn: „Aber dieses Stück Hals, das man an dem Kopfe noch feheil kann, entspricht nicht der Wirklichkeit." Der Venezianer Maler starrte, den Sultan erstaunt an, doch der Großherr fnhr erklärend fort: „Wenn jemand ge» löpft wird, verschwindet der Hals vollkommen, weil die Muskeln des Halses sich mit der Hant, den Nerven nnd den Venen srsort in den Kopf und in den Rnmpf zurück» ziehen." Der Malcr antwortete mit einer unbestimmten Handbewegnng. die der Snltan als ein Zeichen des Un» glanbeüs deutete nnd da er seiner Sache sicher war, gab er ,'inen Wink und ließ ohne weiteres einen Sklaven heibeisühren. Vor den Angen des entsetzten Malers wnrde der Unglückliche geköpft nnd dann lenkte Moham» :ned die Aufmerksamkeit des Malers auf die nnbestreit« bare Tatsache, daß der Hals dieses Hingerichteten wirklich verschwunden war. — sKompaszpflanzen.) In den Prärien des fernen Westens findet man eine Anzahl von Pflanzen, die die Himmelsrichtungen so znverläßlich markieren, daß sie verirrten Wanderern als erprobte Wegweiser dienen. Eine Spezies führt deshalb auch den offiziellen Namen „Kompaßpflanze". Sie erreicht eine Höhe von 1 '/-> bis 2 Metern nnd trägt ans der Spitze eine Vlütenkrone von bläulicher Farbe. Ihre spitz auslausende» Blätter besitzen die Eigenschaft der Magnetnadel, ihre Spitzen beständig nach Norden gerichtet zn halten. Anch andere Pflanzen zeigen die gleiche Eigenschaft in ausgesproche-uem Grade, besonders eine in Mexiko heimische Liane, deren Blattspitzen gleichfalls direkt nach Norden gerich« tet sind. Das Phänomen ist anf das beschleunigte Wachs» tum der Zellen der ans der Südseite befindlichen Blätter znrückznführen, die den normen Südwinden mehr ans-gesetzt sind, so daß ihre Zelluloseschicht dort zu dichterer und üppigerer Entwicklung gelangt als auf der Nord« feite. — Mektrizität an Stelle von Speise «nd Trank.) Die „B. Z. am Mittag" berichtet ans Paris: Anf dem Kongreß für den Fortschritt der Wissenschafteil in Ni> mes hat Professor Bergonier ans Bordmnr. die Mit» teilling gemacht, daß elektrische Hochspannungsströme imstande seieil, in einem gewissen Maße die Ernährnng des Menschen durch Speise und Trank zu ersetzen, indem sie die dem Körper sonst aus den Nahrungsmitteln zu« fließende Wärmemenge zuführen. Professor Bergonier behanptet, mit dieser Methode bei Individuen, deren Magenorgane nicht genügende Mengen von Nahrungsmitteln bewältigen könnten, günstige Nesnltatr erzielt zu haben. Bei überarbeiteten nnd geschwächten Individuen seien dnrch diese Ströme allgemeine Nervenabspannnn-gen, Krästeverfall und Gewichtsabnahmen geschwunden. — lDie verkannten Detektive.) Man schreibt au-3 Odessa: Die Gräfin Lorenzo, die bei Odessa eine Sum» mervilla bewohnt, verständigte vor kurzem den Stadt» hanptmann von Odessa, daß sich nachts in der Umgebung ihrer Villa Diebe herumtreiben. Der StadtlMlptmann ordnete daraufhin an, daß vier Detektive znr Nachtzeit Leben heißt kämpfen. Roman von A. Oourths-Mahler. (24. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten,) „Gut — ich Will's versuchen. Sobald ich los kann, reise ich nach L. und suche deine Mntter anf. Vielleicht gelingt es mir, ivas du vergeblich versucht. Bist du nun zufrieden?" „Ich bin's, Onkel Fritz. Und n,xis du in die Hand nimmst, ist schon halb gelungen." „Warten wir's ab, mein Junge." -X» Nommerzienrat Horst Wendellburg nxir trotz seiuer achluildvierzig Jahre noch ein sehr hübscher und statt» licher Mann. Das volle Haupthaar und der Bart Zeig» ten nnr wellige graue Fäden. Sein Gang lvar federnd, die Haltung straff nnd der Kopf mit den scharf geprägten Zügen saß stolz nnd anfrecht alls den breiteil Schultern. Er war ein vielbeschäftigter Mann, ubwohl ihm be» währte Kräfte in der Leitung seines riesigen Unter» nehmens Zur Seite standen. Sein feuriger, rasch zu» fassender Geist behielt doch die Oberleitung. Unter seinen Mitarbeitern bevorzugte er schon seit einigen Jahren Bernhard Geruld. Und dieser verstand es, die Auszeichnung, die ihm zuteil wurde, mit unbefangener, bescheidener Liebens» Würdigkeit aufzunehmen. Und seine Tüchtigkeit war zweifellos, selbst feine Neider konnten sie nicht in Abrede stellen. Ein schweres Darmleidcn halte Direktor Schmal» feldt aufs Krankenlager geworfen, und Wendeilburg be-traute kurz entschlossen Gerold mit dessen Vertretung. Bernhard arbeitete sich anch schnell ein uud rechtfertigte das Vertraueu, das man ill ihn gesetzt. Es lvaren seit Bernhards Besuch bei seinem Oheim drei Wochen vergangen. Bernhard schlenderte mit Horst Wendenburg durch den Wald nach der Villa Anna.s Ein am Nachmittag niedergegangenes Gewitter halte erfrischende Kühle gebracht. Die beiden Herren sogen mit Behagen die reine Luft ein und plauderten von Ge-schäften. Dann erknndigte sich Wendenbnrg nach dem Befinden von Bernhards Mntter. „Sie sagten, Sie hätten sie bei Ihrem letzten Besuch nicht sehr wohl aussehend gefunden?" „Nein, Herr Kommerzienrat, eher das Gegenteil. Ich habe deshalb mit meiuem Oheim gesprochen, er soll Mama aufsuchen nnd sie bitten, sich zu schonen. Ich er» hielt hellte morgen Nachricht von ihm, daß er Anfang nächster Woche zn ihr reift." Wendenburg sah Bernhard nachdenklich an. „Dann ist er ja in uusercr nächsten Nähe. Einmal in L., ist es doch nur ein Kotzensprung bis zu uns. Das lassen loir lins auf keinen Fall entgehen. Den Oheim laden wir uns ein, und wenn er nur cimge Stundeil für uns erübrigen kann. Da hab' ich ja die schönste Gelegeilheil, ihn kennen zu lernen. Also schrei» ben Sie ihm das schleunigst — ich brenne wirklich darauf, ihn zu fehen." Herberts Gesicht strahlte. Sie luaren inzwischen nahe an die Villa hcrangc» kommen. Die Herren sahen zwei junge Damen anf der breiten, mit schöner Sandsteinbrüstung begrenzten Vor» halle stehen. Ein hellblonder und ciu kastanienbranner Mädchenkopf neigten sich über die dichten, hängenden Blumen, welche die Vorhalle schmückten, und zwei Paar schöner Mädchenaugen grüßten, herab. Die Herren zogen die Hüte, und wenige Seknnden später standen sie vor den beiden jungen Damen. Horst Wendenbnrg wurde vou den beiden zärtlich begrüßt, aber auch Herbert wurde ein herzlicher Grnß znteil. Hauptsächlich die schlanke, anmutige Blondine mit den großen, zärtlich blickenden Blauaugen begrüßte ihn ehr liebenswürdig. „Wie lieb von Ihnen, Herr Gerold, daß Sie mit herüber gekommen sind. Ohne Sie wären wir heute abends ganz allein." Er zog ihre feine Hand ritterlich an seine Lippen. „Ich komme nur zu gern, gnädiges Fränlein — das brauch' ich nicht zu versichern," sagte er warm. Dann trat er an die andere junge Dame heran, um sie zu begrüßen. Es loar ein großes, schlankgelvachse' ncs Mädchen mit jugendlich reizvollen Formen. S"' hatte reiches kastanienbraunes Haar und eine klare, weiche Gesichtsfarbe, wie ihn gesundes Blut und vor» zügliche Körperpflege geben. Die guldschimmernden Angen blickten ernst und mit einem leisen, schmerz« lichen Ansdrnck, der zum Herzen sprach. Sie schien in« nerlicher veranlagt als die zarte, fröhliche Gabriele. Nichts verriet gedankenlose Iugendtollheit. Obwohl der Zauber unberührter Ingcnd über Evas Wesen lag, zeugte doch der Ausdruck ihres Ge< sichts von einer großen inneren Reise, wie ihn go< heimer Schmerz verleiht. Bernhard ahnte, n>as oiesc Mädchenseele quälte. Er wußte, daß sie den Vater früh» zeitig dnrch den Tod verloren und, was viel schlimmer Uxir, die Mutter durch das Leben. Desto heißer wünschte er, sie so glücklich „lachen zn dürfen, daß sich der schmerzliche Ansdrnck in den Angen nnd der wehe Zug ltm den feinen Mnnd verlor, obgleich gerade dreser feine, lannl merkliche Schmerzenszug sein Herz am meisten fesselte. Als er zn ihr trat, traf sein Blick eine Se< knnde! mit heißem, sehnsüchtigem Verlangen in ihre Augen. Ein feines Rot flieg K.ngsam in ihre Wangen- Es lvar nur ciu Augenblick herüber und hinüber, und doch schlugen zwei junge Herzen dabei in stünM' schem Tempo. Der Gruß jedoch, den sie tauschten, schien kanm mehr als höflich. Eva Grabow trat schnell wieder von ihm zurück und lrxmdte sich mit einer belanglosen Frage an Wendenbnrg. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 181. 1745 9. August 1912. °'e V,lla beluachen. Drei der Detektive kletterten «ach ^nbruch der Dunkelheit über dos Parkgitter, um sich ''u'enierli auf die Lauer zu legen, pochte» jedoch zllersl uch leise ein der Verandatür an, um die Gräfin von "^Anwesenheit in Kenntnis zu setzen. Die Gräfin ^'überzeugt, es handle sich um die'Diebe, die eNoa "^ehenllich ein Geräusch verursacht hätten, uud tele-r^U'ertr dem Polizeimeister, daß die Diebe im Parke ! len. Der Polizeimeister sendeie unverzüglich mehrere "Mtlene Polizisten ab, die in den Garten eindrangen, "IM die ahnungslosen Detektive stürzten, sie fesselten 'nu derart mißhandelten, daß ein Detektiv schwer ver° um »olirde. Erst ans dem Kommissariat klärte sich der >"rtum auf nnd Polizisten und Detektivs sanken ein-uuocr gerührt in die Arme. In selbiger Nacht soll jedoch " der Villa der Gräsin Lorenzo von unbekannten Tä° "" ein Einbruch verübt worden sein . . . ^ sVerteidiqunqsarbeiten qeqen Vesuvausbrüche.) ^'otz der ungeheuren'Geldmengen, die der trivolitanische ^neg verschlingt, ist, wie der „Eorriere" hervorhebt, da? m ^"^ ""^ imslandr, andere Arbeiten, die für ^ ^alioimlwohl erforderlich sind. ausführen zu lassen, ^.^n ist soeben daran gegangen, die Vesuvausbrüche, "le »uegen der Lavaflüfse eine stete Gefahr für die Dör-'^"'u.^nßo des Vesuvs bilden, zn „bekämpfen", und ^XN' will man große Dämme, tiefe und breite Gräben ^, 'essen, die den Lavastrom schon nicht weit von seiner '""eile anfl)alten werden, bevor er seine verderbeubrin» "^'we Tätigkeit völlig entfalten kann. ^ „7^ Mnc Aderoperation mit Golddraht.j Eine nn° ^, lwhulichc' Operation wurde nillängst in Newyork an , ^'^ Kunsttischler namens Oskar Nielson vorgenom^ ^r's^'rls"'! litt an einer Echwellnng der Aorta, die ^ ms 150 Millimeter im Durchmesser maß: um das >vu k der großen Ader, lvudurch der Tod herbeigeführt H 1^'^ ^""^e, 6" verhüten, lvurde eiue Spirale ans ^ulddrcht in die Wände des Blutgefäßes eingeführt, fch^/^^gen ^inen Bruch schützen sollte. Nielson war zn ^."lch, um narkotisiert werden zu können, es wnrde b )?' "ur lokal Kokain angewendet. Nach der Operation ,. .Achteten die Chirurgen einige Angcnblicke das Blut-»var-^^ ^'"^"' da^, die Ader tat'ächlich sehr gestärkt d> ' ",raus umrde die Wunde geschlosseu. Nielson war ^. llanzr i^>it h^'i Bewußtsein: >nan hofft, daß die Opc "'"N erfolgreich sein wird. ^ /^ forscher untereinander.) Der „Figaro" berichtet ein^ Verhältnis berühmter Forschungsreisender zu» - , ander folgendes Hübsches: Amnndsen fahrt heim, nnd e»Ne weniger glücklichen Rivalen jubelu ihm zn. Shack-etun, der das nun vom Norweger erreichte Ziel so nahe v)' sich sah, spricht von dem rnhmgekröntcn Kollegen !»lt Begeisterung und Bewunderung, nnd seine Frende !")li„t ohne Vorbehalt. Eine solche neidlose Anerlennuug '^visch<>n den Entdeckern unerforschter Gegenden ist nicht Alltäglich und man weiß, daß beispielsweise Stanley ^inem Forschungskollegen Vrazza niemals die in Afrika ^'Machten Entdeckungen verzeihen wollte. Der Zufall Lullte, daß beide Forscher sich in London in dem gleichen Mel trafen und kennen lernten, in dem einen Tag 'pnicr ein großes Bankett zn Ehren Stanleys stattfand, ^er man hatte völlig vergessen, Brazza zu dieser Feier ^nzuladen. Nein, Dessert zog Stanley cineu Vergleich Elchen seiner Arbeit nnd der des französischen For-^rs. „nd diese Parallele luar für den Rivalen sehr ^Mnstig. Ein Freund unterrichtete Vrazza von dem ^o.Nall, uud plötzlich erscheint, zum Erstaunen aller An. ^ttdci, der französische Forscher im Festsaale. Er er-"eyt ein mit Champagner gefülltes Glas: „Ich komme ^"o spät," erklärt er lächelnd, „aber ich möchte Stan-.1. danken für das viel zu reiche und großmütige Lob, ^ er zweifellos meiuen Arbeiten gespendet hat." Und ^" würdigle er in enthusiastischer Rede die Verdienste Nnleys und schloß seinen Lobeshymnns mit den Wor° ^' ..Es >var mir Pflicht des Herzens, diesen großen Ehrten und Forscher zu feiern, der sich selbst ehrte, ÜeK " ^ seinem Nebenbuhler Gerechtigkeit widerfahren Ls^' Allies klatschte anch Stanley, doch ihm mag der '""'pagner bitter gemundet haben ... i^ls "^ kleineil Schulmädchen und Knaben, sondern bückt,? Menschen, die „Pflichten" kenuen und die, ge» 'ic>e>i c?^ 'hre geistige oder körperliche Arbeit, den ein» schcn '"""iag in der Woche, den Sonntag, herbeiwün-tan ^ ausgenommen her Schansftieler, dem der Sonn» die ^ ^^tc Plage briugt — uud Pläne aller Art für NenU -." schmieden, die sich heute fast jeder Kultur-fchcs ' 8°""t. Jeder fiudet die Erfüllung seines Nun» ^^ iw Aperer Form; einer im Bergsteigen, der an» ^'»i l^^sserftlätschern ,^,h wieder emer'in der ruhi° '"'ollchen Einsamkeit. hass^ "Re unter den wenigen, die das Wort Ferien siich x: ^n dieses Wort ungeheures Grauen einflößt, ^chst<>s- Zuspieler. Natürlich nicht die, welche die ^!v°rd ''^' erreicht, die sozusagen Hofstaatsbeamte spiels ^,soudcrn das Heer der mittleren Provinzschau, 'hre sy ^'e an großen Theatern Engagierten haben ja ^- h ^ ""sende Gage oder wenigstens die übliche, ^'edc>5 ^^"lste der Winteraage, und die Allerkleinstm Und c»el.l ^ Wandertruppen, spielen auch im Sommer, ^l das Geschäft auch ein wenig schlechter, sind die Einnahmen geringer, fo fallen anch die Winlerspesen des Heizens nnd Velenchtens fort. Nur der sogenannte Thea» lermillelsland ist übel daran. Der Vorschuß, den die Direktoren, einem uralten Gebrauche folgend, bewilligen, kann doch unmöglich fo groß sein, nm damit vier Monate leben zu können. Sommercngagemcnt findet man nnr in Deutschland, in Österreich hingegen sehr selten. Die in Betracht kommenden Theater können kaum den 100. Teil aufnehmen und haben es auch gar nicht nötig, den kleinen Schauspieler zu engagieren, da sich ihnen erstklassige Kräfte anbieten. Selbst der im Winter in der Großstadt genügend Beschäftigte will nicht feiern, sondern auch im Sommer verdienen. Er trachtet, nach Karlsbad, Marienbad oder Ischl, Nissingen. Naden°Ba-den zn kommen, um gesehen zn werde», nm vielleicht eine noch höhere Stufe zu erllimmen und sich dabei kostenlos den schönen Aufenthalt zn sichern. So zieht der feiernde Künstler, der kein Daheim mehr l)at, Ischl allen anderen Orten vor. Ischl ist überhaupt das Eldorado der SclMlspieler. Aus allen Ländern strömen sie hicher; die Residenz nnd die bessere Provinz kommt hier zusammen, es scheint, als könnte der Komödiant wo anders nicht froh werden als in diesem entzückenden Waldwinkel. Die Nähe des Hofes gibt dem Orte ein vornehmes Gepräge: H^el Elisabeth repräsentiert den höchsten Landlnxus und ist für gewöhnliche Sterbliche unerschwinglich, und in dem kleinen Holzlhealer sieht der Schauspieler sein Heim. Die gesamte Wiener Journalistik hat hier ihre Vertreter, und im Theater auf d.m Freisitz kann mail nie wissen, neben welcher Größe man zn sitzen kommt. Und dann, die Freiheit des Anzugcs ist auch ein Lockmittel: kein Humpelrock oder Spitzentoilelte ist nötig, selbst auf der Esplanade kann man ungeniert im Dirndlkostüm verschiedener Fasson und ohne Hut und Handschuhe — letzteres ist sogar modern — gehen, und die verzärtelt-sten Herren der Kunst lanseu mit uackten, dnrch ihre Weiße weit leuchtenden Knien mit rotkarriertem Buren-jackerl und sein sollenden Nagelschuhen umher uud werden vom Pnbliknm schmachtend angestannt. Denn der Wiener vergöttert das Theater. Der Hofopernsänger Melms, der schöne Mann mit der noch schöneren Stimme, gehl nie ohne Rncksact aus; ob er eiue Partie macht oder nicht, der Rncksact verläßt ihn nie. Da ist die stattliche Frau Helzei, Oskar Strauß, dessen Fran durch di.' verschiedenartigsten Dirndlkostüme die Esplanade anfregl: da eilt Dichter Waldstein mit fliegendem Lo» denmantel dahin, der geniale Jarno promeniert mit seinen Sprößlingen oft am Museutempel ironisch lä> chelnd vorbei: (5arlo Böhm wird schon als Einheimischer behandelt, von Girardi, Wiens vergöttertem Liebling, gar nicht zu reden, der anch hier in allem nnd jedem den Ton angibt, Oskar Vlumenthal, der setzt so Tran» rige, fährt in seinem Automobil seine kranke Fran spa» zieren. Da kommt Jahr für Jahr die größte Wohltäterin der Theaterleute, KatlMiua Schratt, hiehcr, um gleich einer gütigen Fee iu der „Villa Felizitas" zn Hansen; da wird Lewinstys Wohnhaus von feiner Tochter pietätvoll aufgesucht: da hat der erzeutrische Treu» mann in Ischls nächster Nähe seine Villa, und da kom° men noch so und so viele Berühmtheiten der Knnstwelt — wer kennt alle Namen uud Größen? Aber noch mehr Namenlose lause» hier herum, die glücklich sind, iu der Nähe der Berühmtheiten nnr weilen zn können. Es ist ein lockender Zauber nm uud in Ischl, dem der Schan° spieler rettungslos verfallen ist nnd den er nie mehr los wird: sein Hoffen kann hier noch fo viel getänscht worden sein, er kommt immer und immer wieder. Ischl erscheint den Künstlern wie ein wirkliches Theater: die Berge und die grünen Matten, das sind die Kulissen, die Menschen, die da eilen, die nötige Statisterie und sie selbst die Hauptpersonen, auf die sich alles Iuteresse konzentriert. In der ganzen Welt gibt es keinen Ort, der auf den Schauspieler eine solche An. ziehuugslraft ausübte. Es scheint hier ein Bazitlus in der würzigen Luft zu liegen, der Vazillus der künstleri. scheu Arbeitslust, denn hier lernt nicht nur der SclMl. spieler von den vielen Gästen, sundern hier arbeiten Komponisten nnd Librettisten, Dichter und Schriftsteller, und die scheinen wirklich mit der gnten Luft gute Ideen zu haben, denn noch nie fiel eine Operette oder ein Kunstwerk dnrch, das in Ischl geboren worden! Noch nie versagte ein Schauspieler, der in Ischl entdeckt wurde, und nie wurde ein Engagementsabschluß bereut, der hier perfekt geworden. Ischl ist der Zaubergarten Armidas und darum eilen all die großen Kinder herbei, um sich daraus viel. leicht einen Tropfen holen zu können für die Beschwer-den des kommenden Winters uud lächelnd verbringen sie die Ferien in diesem Paradies — der Schauspielerwelt! Lolal- und Provinzilll-Nachrichten. — (Serenade zu Ehren des Ministers für öffent» liche Arbeiten Dr. Ottokar Trnla.j Gestern abends er-tollten plötzlich aus dem ehrwürdigen Veldeser Schlosse 'lovenischc Volkslieder, vorgetragen von acht Posaunisten. Herrlich klangen die Lieder: „Otok Blejski", „Po jezern bliz' Triglavä", „Tam za goro", „O mralu" usw. usw. über den lieblichen See, es ivaren dies Posaunenbläser der „Slovenischen Philharmonie" welche dadurch einc Veranstaltung ankündigten. Um 8 Uhr abends brachte nämlich das vollständige Orchester der „SlovenisclM Philharmon." zu Ehren des Ministers Trnka eine Sere-nade. Im Kurhause versammelte sich der Zug und mar° schierte unter Begleitung der Feuerwehr, welche farbige Lampions trng, mit klingendem Spiel dnrch Veldes zur Villa „Talibor", wo das Orchester vor der Wohnnng des Ministers die Pi(>ee „Po jezern" vortrug. Seine Exzellenz der Herr Minister, welcher mit feiner Fa-milie die Serenade vom Ballon ans anhörte, dankte herzlichst für diese Ovation. Um 9 Uhr abends fand im Saale des Kurhanses ein großes Konzert statt, das ebenfalls das obenerwähnte Orchester uuter Leituug des Kapellmeisters Teply ausführte. Das Programm' nm» faßte vornehme Musikstücke: Krönnngsmarsch ans der Oper „Prophet", Richard Wagners „Götterdämmerung", Smetanas „Verkaufte Braut". Liszts „Ungarische Rhap. sodie" nnd „Mephistopheles" von Arigo Boito. Schon um 9 Uhr füllte sich der Saal des Kurhauses bis zum lelUcn Platze. Seine Exzellenz der Minister für öffentliche Arbeiten beehrte das Konzert mit Fran Gemahlin in Negleitnng des Staatsbahildirellorstellvertrelers Dr. A n r edni 5 e k und bedankte fich in herzlichen Worten dem Kapellmeister Teply für das gediegene Konzert, das auch im Saale rauschenden Beifall fand. Das Konzert nahm einen glänzenden Verlauf: auch der Frenwenver-kehrsvercin in Veldes, dem das Arraugemeut oblag, hat einen schönen finanziellen Erfolg. Seine Exzellenz der Minister spendete den Veranstaltern 10ls K. Nach Schluß des Konzertes entwickelte sich ein animiertes Tanzkränzchen, das bis in die Morgenstunden danerte. — sWechsel des Iütendlnizchefs der 2K. Infanterie-trnppendivision.) Herr Militärintendanl Franz F e st l wurde nnter gleichzeitiger Enthebung von der Stelle als Intendanzchef der 28. Infanterietruppendivifion und Überkompletlführung in der Mililärinlendanlnr mit l. Angnst der Fachrechnnngsabteilnng des Kriegsmini» sleriums zugeteilt. Der neue Inlendanzches, Herr Mili» tärintendant Eduard F ra n k, vorher Intendanzchef der 49. Infanterietrnpvendivision in Wien, ist bereits zur Übernahme der Agenden in Laibach eingetroffen. — iFeststellunq der Gebiete, in denen dermale» Lehrermangel herrscht.! Die gestrige „Wiener Zeitung" enthält eine Verordnung des Ministers für Landesv.r. teidiguug im Einvernehmen mit dein Minister für Kul» tus uud Unterricht, mit welcher in Aufführung des Ge-setzes vom 5i. Juli l. I., betreffend die Einsülirung e!»es neuen Wehrgesetzes, Krain, Görz »nd Graoiska, Istrien, Tirol, Galizicn, Bukowina nnd T-almalien als jene Gebiete festgestellt werden, in denen dermalen Leh. rermangel herrscht. — Die Verordnung tritt sofort in Kraft. — Drundbuchöwesen.j Ein Erlaß des Iustizmini» steriums vom 2. v. M. bestimmt über die Mitteilung von Aussertignngen der Grnndbuchsbeschlüsse an die Evi-denzhaltüngen des Gruudsteuerlalasters solgeudes: „Nach einer Mitteilung der Generaldireklion des Grnndslener!atasters is< die amtliche Behandlung um» fangreichcr Grundliuchsbeschlüsse für die Evidenzhaltun» gen des Grnndsteuert'atasters sehr schwierig nnd zeit» raubend, wenn die Bestimmungen des Grnndbuchsbe» schlnsses, die für die Führung des Grundsteuerlatasters in Betracht kommen, an verschiedenen Stellen eingeslrent sind. Es wird daher angeordnet, daß die Gerichte in den für die Evideuzhaltung bestimmten Ansfertigungen um« fangreicher Gruudbnchsbefchlüsfe seile Stellen mit Färb» stift zu bezcichueu haben, die für die Evidcnzhaltung in Betracht kommen." — Ein weiterer Erlaß des Justiz» Ministeriums vom 16. v. M. verfügt über die Einzeich» ilung von Veränderungen in die Grnndbuchsmapften nachstehendes: „Dem Instizministerinm ist bekannt ge> worden, daß fich bei der Dnrchführnng von Veränderuu» gen ill den Grundbuchsmappen Anftänoe ergeben haben. Die Vornahme der Einzeichnuugen wird dem Evidenz» Haltungsbeamten erschwert, lvenn er sie nicht mit Be» nützung der von ihm bereits angefertigt!!, den Anmel» dungsbogen angeschlossenen genaueu Mappen kopien durchführen kann. Steht dem Evidenzhaltungsbeamten die bezügliche genaue Mappenkopie nicht zur Verfügung, so muß er der Evideuzl)altungsmappe entweder eine neuerliche Kopie entnehmen oder die nenen Parzellen» Negrenznngslinien alls Grnnd der Mannalien in den Grundbuchsmappen erst konstruieren. Schwierigkeiten er» geben sich serner dann, wenn der Grundbuchsführer dem EvidenzlMnngsbeamlen bloß das Verzeichnis der vor» zunehmenden Einzeichnnngen vorlegt und die bezüglichen Akten ans der Urknndensammlung erst herausge,ucht werdeu müsseu damit die Veränderungen gememdewel,c eingezeichnet werden können. Dieses Suchen, Sichten nnd Wiedereinlegen der Altenstücke erschöpft hausig den gro-zeren Teil der dem Evidenzhaltungsbeamten Zur ^m» zeichnung verfügbaren, meist knapp bemessenen Zelt. Dl? Grundbuchsgerichte werden daher angewle,en, den Evi-den'.haltuugsbeamtcu bei Vornahme der Emzelchnung in die Grundbuchsmappen möglichst entgegenzukommen und alle^ n, vermeiden, ivas geeignet Ware, dle rasche Durchführung der Einzeichmmgon aufzuhalten." — lStabsoffizicrskurs.j D,e geplante W,edererrich» tung des Stabsoffizierslurses wurde nicht genehmigt. Das ganze Nesormprojekt ist, ebenso wie die Schaffung der Eharge eines Vizemajors, als abgetan zn betrachten. — lVhrun.q eines Överseckiimpfers.) Wie uns mit-geteilt wird, nahmen gelegentlich des Marsches des dritten Bataillons des Infanterieregiments Nr. 27 von Graz z» den Manövern die Offiziere dieses Bataillons die gemeinsamen Mahlzeiten am 5. August in St. Mar» gareten, Bezirk W,ldon, beim Gastwirte Kumpitsch ein. An der Wand hing eingerahmt eine Korpskom» mandobelobung für das tapfere Verhalten des Wirtes als Velgierzugssührcrs im Gefecht von Qversee. Beim Abmarsch ließ der Bataillonskommandant Major S ch neid e r das Bataillon vor der Wohnung des Kum- Lmbacher Zeitung Nr. 181. 1746 <1. August 1912, pilsch hallen, bat diesen vor die Froilt lind pries i>l ergreifenden Worteil dessen Tapferkeit als ilachahmens. ivertes Beispiel. Der Aufforderung, ein Hoch auf den tapferen Krieger ausznbringeil, tmu die Mannschaft be» geistert nach/Als das Bataillon vor dem Greis defilierte, konnte dieser seine Nühruug für die ihm widerfahrene Ehrung nicht mehr verbergen. — postalisches.) Ernannt wurden: znm Oberpoft-meisler in Donixale der Postmeister Karl H n l h , znr Postmeisterin in Sittich die Posloffiziantin Anna R i h° ter ^ i <", zum Postmeister in Eanale der Poslerpedienl Lamberto G e r b i ^, zu Postoffiziailteu die Aspiranten Martin Bevk für Pola 1, Markus Pofirak für Gurkfeld, Josef Kummer fiir Abbazia und reilwilligst' beantworten wird. — andlung. Die Summe aller Verflegstage be» trug 2255. die durchschnittliche Verpflegsdauer für eine Kraute 12,19 Tage. H. — lNachrichteu aus wottjchee.) Man schreibt uus ans Gotlschee: Die hiesige Posojilniea hielt am 3. d. M. ihre Hanptversalumlnng ab, an der sich 30 Mitglieder, der Mehrzahl nach Gottscheer, beteiligten. Der Nech» nnngsabschlnß mit einein Abgänge von 85.000 X wnrde nicht genehmigt, da der anwesende Revisor des Landes» ansschusses nachwies, daß die Kasfe schon Ende April d. I. init 107.000 X passiv war. Über Antrag des Herrn 57. Bayer wnrde die Liquidation beschlossen. Einige Mitglieder stimmten für die sofortige Anmelduug des Konknrses, der nm so weniger vermieden werden kann, als die freiwillig gezeichneten Beiträge nur 16.000 I< ergaben. In einer anßerordenilichen, sür den 25. d. M. anberaumten Hauptversammlung soll ein Liqnidations-ansschnß gewählt werden. — Am 7. d. M. gegen 3 Uhr morgens begann der Dachslnhl des alten Peter Petsche» schen Hauses zu brennen. Die städtische Fenerwehr n,xir bald znr Stelle und konnte in einigen Stunden, begun-ftigt von der herrschenden Windstille, das Feuer eiu° dämmen. Die Gefahr für die angrenzenden, teils unmittelbar angebauteil, teils kaum fünf Meter entfernten Gebäude, »vie das Ramsche Geschäft, das Kaffeehaus, daö Hotel „Zur Stadt Trieft", Nxir eine änßerst dro» hende, so daß die Feuerwehr für die mit glänzendem Erfolge durchgeführten Löscharbeiten das höchste Lob verdient. T-cis Fener soll wieder dnrch glimmende Zigaretten, die von Knaben beim ^aubenfiitlern nnter dem Dache in di'n Nodenlram geworfen wnrden, entstanden sein. — Herr Ginlio M orte r r a, der als willkommener Gast jedes zweite Iahr Gottschee besucht, um Tanz. unterricht zu erteilen, hat im Saale des Gasthofes „Zur Stadt Trieft" seit 3. August uuter zahlreichem Znsprnch der heraiuvachsenden Ingend eine Tanzschule eröffnet. Herr Mortcrra l)al die neuesten Tänze in seinen Lehrgang allsgenommen, so daß nicht nur Anfänger, sondern anch Geübte sich Gesellscl)aftstänze aneignen nnd ihre Anmnt nnd Gewandtheit zeigen können. — Der Kuopr» ralor Herr Andreas K ranIaild lvnrde als Pfarr» venoeser ilach Ebeutal übersetzt. Er zeichnete sich dnrch leutseliges, gewinnendes Benehme» ans uud erfreute sich großer Beliebtheit. — Der eand. Phil. Herr Franz Perz wnrde an der Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert. Herr Perz ist für moderne Sprachen (Englisch) geprüft. - lTtille Teilhaber der Obsternte.) Der „Kolu. Ztg." wird geschrieben: Jetzt ist die Zeit, wo die lvarme Sommersonne die reifenden Früchte durchglüht und mit lenchlenden Farben schmückt. Pnrpurrol leuchten die Pfirsiche ans dem grünen Laub, die Kirsch? lockt im glänzenden Dunkelrol. Die ersten Apfel nnd Virilen laden zum Pflücken »nd zum Gennß ein. Da lacht das Herz des Obstziichters, nnd mit Leitern, Körben lind Wagen zieht man hi nans ans die sonnenüberslntele Flur, »in den Segen heimznschafsen. Aber es gibt anch ungebetene Gäste, die sich an die verlockende Tafel setzen und mitschmanseu, als sei dies ganz selbstverständlich. Da »lachen sich besonders die kleinen Diebe alls der Vogelwelt unliebsam bemcrkbar. Meister Philipp, der Spatz, hat nnn die erste Brut flügge, uud die Grauröcke streifen in ganzeil Flügen dnrch die Flur. Die reifsten Kirschen werden iniigenommen, wie man vor lnrzem die süßesten Erdbeeren nnd Johannisbeeren anfslöberte, uud wo eiu starker SchMirm eingebrochen ist, brancht man uicht viel Körbe mehr zum Ernten. In den Gärteil, wo die Amsel seil Jahren ein ständiger Gast ist, wird die Gastfrenud. schast des Besitzers auch uach Kräften ausgenützt' Undank ist eben der Welt Lohn. Da hängt ein feiner Pfirsich mit flammend roten Bäckchen. Beim Pflücken muß man leider merken, daß er vollkommen ausgehöhlt ist. Anch eiu Erdbeerfreund ist die Amsel, uud merkwürdig genan weiß dieser. Vogel die Zeit des Kommens uud Geheus des Gärturrs. Stundenlang kann man auf die diebischeil Vögel lauern, es läßt sich keiner sehen. Aber um die Mittagszeit, wenu alles still wird, dann hnscht der schwarze Vogel lautlos über die Garteubeete uud schmaust nnd zansl in aller Nnhe. Es dürfte kaum einen Vogel geben, der solche Verwüstungen in den Gärten anrichtet wie die Amsel. Freund Elarmatz bleibt anch »licht zurück, wo es gilt, etlvas Gutes zu erschuappen. Bekanntlich ist er ein großer Liebhaber der Weintran-ben. Wenn diese Beeren anfangen, durchzuscheinen, ldann verlegt er seinen Sitz aus deu Wiesenebenen an die ,Hänge und ganze Wolken fallen mit großem Geschrei in die Weinberge ein. Was da der Sauerwurm und die Peronospora übrig gelassen, findet eine Stätte in deu hungrigen Mägen der Stare. Da fommt denn der Feld-Hüter uud brennt mit seinem alten Hinterlader mehr» mals in die Starenwulke hinein. Der kleine Dieb ist leicht abzuschrecken. Wenn's einige Male knallt und mehrere grünschillernde Nurscheu am Gürtel hängen, dann ergreift die übrigen ein panischer Schrecken. Lallt schrei» end macht sich alles davon, nud wochenlang läßt sich kein Star mehr in den Weinbergen sehen. Unter den vier» beinigen stillen Teilhabern ist hanplsächlich der Fuchs zu nennen. Meister Neiueke liebt nach einem saftigen Hühnchen eiueu süßeu Nachtisch von Früchten. Anch die» ser Schlaumeier weiß genau, was gut ist. Am Beeren-obst und a» ttpsel und Birnen bei Vuschobst tut er sich gütlich, und sein Vetter Grimbart, der DaciK, leistet lhm getreulich Gesellschaft. Letzterer versäumt sich manchmal etU-xis nnd erhält als Lohn für feme Dieberei eiue auf die Nase, die ihm das Wiederkommen verleidet. Noch ein unliebsamer Gast, der eiu recht harmloses Wesen znr SclM, trägt, Plündert die Gärten. Es ist der Igel. Früher nahm man an, daß er gar keine Früchte ver» speise. Gefehlt! Außer Naubzügen anf das Geflügel nnd auf die Vogelnester liebt der stachelige Vnrsche reifes ^bst außerordentlich. Wenn man noch die stillen Teil-l)aber der Obsterute aus der Spezies Homo 8upimi8 dazu rechnet, daun kaun mau getrost behanpteu, daß die Zahl genügt. Sie alle pflauzen nicht, aber sie crnteu nach dem Grundsatz des bekannten Philosophen: „Eigen» lum ist Diebstahl". Wenn man nicht dabei erwischt wird, mag ja die Sache ihren Neiz haben für die stillen Teil» Haber der Obsternte. " lVerhaftetc italienische Taschendiebe.j Als aM Mittwoch nachmittags der Besitzer nnd Handelsmaim Anton Stare ans Sel^ek bei Litlai in ein Eonp<" dritter Klaffe des von Trieft angekommenen Postznges stieg, drängte sich beim Eingänge ein Manu au ihn heran. Da fühlte auch schou Stare eiue fremde Hand in seiner Rocktasche. Er packte instinktiv den Fremden am Halse und sah gleichzeitig, wie dieser seine mit 120 X gefüllte Brieftasche einem in seiner Nähe sitzenden Manne zn» lvarf. Stare sprang zu letzterem, uahm ihm die Brief-lasche weg und hielt den zweiten Mann fest. Ein herbei« geeilter SicherheitsNxichmann verhaftete die beiden Männer nnd führte sie aus die dortige Cicherheitslvach» stube, wo sie einer eingehenden Personsdnrchsuchung uu-terzogen wurden. Man fand einige silbcrne Taschen» nhren, größere Geldbeträge nebst eiuer nenen Brief» tasche in ihrem Besitze. Der ältere Italiener nannte sich Josef Lombardo aus Eatauia in, Sizilien und Null 44 Jahre alt, verehelicht nnd Magazineur sein. Der jün» gere, angeblich 30 Jahre alt, nannte sich Agalino Privi» lera nnd will auch aus Eatauia stammen. Interessant ist, daß sich die beiden Italiener 'uichl kennen wollten uud bei der Einvernahme anssagien, sie wären uur durch eineil Znfall im Eonp'" znsammengekommen. Die Polizei aber ist der Ansicht, daß die beiden lant der bei ihnen vorgefundenen nnd mit aufeinander folgenden Zahlen versehenen Fahrkarten von Trieft bis Frohnleiten nnr elnen kleinen Abstecher gemacht hätten, um den Passa» giereil ihre Tasche» ein weilig zu erleichtern. Die beiden Taschendiebe würden photographisch nnd daktyloskopisch ausgenommen nnd hierauf dem Landesgerichte einge» liefert. " lVom Tode des Ertrinkens gerettet.) Als gestern nach Mittag der zehnjährige Sodawassererzengerssohn Stanislaus Ieri^ auf der Poljanastraße nächst dem städtischen Schlachthanse baden wollte und ausgezogen »lit einem fünfjährigen Knaben am Ufer stand, kam ein Knabe vorbei lind stieß Ieri<" in den Kanal. Infolge des starken Regens war das Wasser ziemlich ange» schwollen, so daß der Knabe in Ertrinknngsgefahr geriet. Anf die Hilferufe des füufjährigen Knaben eilten Nach» barslente nnd Passanten herbei. Der Schneidermeister Josef Hribar und der Viehhändler Ludwig Schubert spraugeu in den eineinhalb Meter tiefen Kanal lind brachten den bereits ohnmächtigen Knaben ans Ufer. Dnrch fuforl angewandte Lebeusrettuugsverfnche gelang es den braven Männern, den Knaben wieder zum Be» wnßlsein zn bringen, worauf sie ihu iu sein Elternhaus führten. * sPor einem Automobil qeschcut.j Als gestcru gegen Mittag eiil Besitzer alls Hof in Unterkraiu mit seinem Wage» dnrch die Schellenburgaasse fuhr. fcheuteu dic Pferde vor eiuem entgegengenommenen Automobil und sprangen znr Seite. Der etwas angeheiterte Bauer fiel vom Wagen, ergriff aber das Leitseil nnd wnrde einige Meter fortgeschleift. Passanteil eilten ihm zu Hilfe und brachten das Pferdegeschirr in Ordnung, worauf er die Fahrt fortsetzen konnte. " sNeim Holzdiebstahl ertappt.) Diesertage ertappte im Sladtnxilde der städtische Flurenwächter einen Be-sitzer ans Gleinitz, der eben einen Baum gefällt l)atte. Der Mann wird beschnldigt, fchon einr große Anzahl von Bäumen gestohlen zu habeu. — lKurliste.) Iu der Landesknranstalt Nenhans bei Cilli sind vom 24. Juli bis 4. August 103 Persouen zum Kurgebrauche eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — sDer berühmte Bildhauer Veit Stoft) ist lange sür ein Nürnberger Kind gehalten worden. Ein polni' scher Forscher, Dr. Jan Plasnik, weist uuu, wie die „Monatshefte sür Knnstwissenfchasl" mitteilen, darauf hin, daß die erhaltene eigenhändige Eingabe des Mei-ster's aus dem Jahre 1506 an den Nürnberger Stadt' rat einen Stil und eiue Rechtschreibung anfweist, die für einen Nürnberger, ja überlMpt für eiuen Deut« scheu kaum möglich erscheint. Anch schreibt er hier seinen Namen „Feyt Stwoss". Dr. Ptasuik vermntet schlieft' lich, daß Veit Stoß aus dem ehemals noch polnischen Schlesien stammte, daß er also nicht germanischeil, son< dern slavischen Ursprungs »var. — lDrci Kleopatra-Opcrn.j Gegenwärtig sind drel Opern, im Entstehen, die die ägyptische Königin Kleo' palra znr Heldin haben. Das Werk Massenets, das nam einem Bliche von Henri Cain vnd Louis Payen gear» beitet ist, sull bereits feit einiger Zeit vollendet sein-Eine Kleopalra gehört zn deu Plänen, deren Ansarbe«' tung sich Mascagni widmen will. Der dritte Kleopatra-Freier ist Eamille Erlanger, dessen Werk vielleicht uoH i» der kommenden Saison iu Paris zur Aufführung gelangen wird. Schon einmal ist die Gestalt der FrenN' dill des Antonius anf der innsikalischen Bühne ersch>l" neu, nämlich iu dein »venig bekannten Werk eines junge" dänischen Komponisten, August Enna. — Wne Oper von Dalcrozc.j Jacqrcs Dalcro/, der bekannte Direktor der Helleraner Anstalten >'" rhythmische Gymnastik, arbeitet znrzeit an einer Op^ „Promethens". zn der er sich selbst den Ter,l geschrieben l>t. Taleroze, ein Schüler von Anton Bruckner, ist "^ Komponist schou verschiedentlich erfolgreich hervorstehe' ^aibacher Zeitung Nr. 181. 1747 9. August 1912. lein ^'"rcn Kreisen sind sein Violinkonzert in E-Moll, e,„ ^^'!che Suite „Ein Winterabend" und vor allem ^ e reiMden Kinderlieder bekannt geworden. Telegramme "^ k. k. Teleqraphen-Korrespondenz-Vureaus. Audienz. n,i ,^^ ^schl, 8. August. Der gemeinsame Finanz-Tr >!'"^ '^"' ^' Vilinski wurde hente mittags von Ti.' Ä -""i^'stät dem Baiser in Audienz empfangen. Audienz dauerte ungefähr IV2 Stuuden. Prozeß Iukiö. N ^.qram, 8. August. Der Vorsitzende eröffnet die "yandlung nul 8 Uhr. Die Galericn sind gut besetzt. ^awanwalt Dr. V^rkovi.' schreitet zu seinem Plai- sei ^'"'^ !^'^^ ""^ ^"'' Traurigste an dem Attentat Trci '!'' ^'^^' furchtbare Tat von der Schuljugend, der llnd^^" "^ "^^^'^^ Hofsunngen, geplant, beschlossen iasiV ^.'^^'lül)rt uwrdcn sei. Er gibt ein zusammen- ml? ' ^'^ d"' ">'s dem Verhöre und den Zeugcn- di< ?" bekauuten Vorbereituugeu zum Attentat. Auf ^ ^M'üuduug der Auklage übergehend, führte der beke ^''"^ ""''' 2"f>« sei geständig, insbesondere töten ^ ^^' ^^ ^^' ""' ^" königlichen Kommissär zn steb '"'" uulnittelbarer Nähe geschossen l^be. Er ge- tross ""^ "lle Vorbereiluuqen zu dem Attentate ge° Äni n ^ ^ben. Die geistige Zurechnunqsfähigkeit des k,m '^'" ^"ku' sl'i enui^sen. Cdij><^ sei der Milwir- öf,V .?" ^'"l Verbrechen und auch des Verbrechens der ^ / .''chrn Geuxilttätigkeil schuldig. Der StaatsaMvalt Alis, f,^"'^ ^^' Besprechung der falten betreffs des la«,. ^'" ^l'sa^ec, dem Hanptmitarbeiter an der be° i?> ' Neidhardl hat Iuti^ das zur Hcrstelluug der Voins" ^unibo »utloendige Material geliefert und die c>n d ^^'^ '" seiner Wohnung aufbenxchrl und somit ^ ^Vorbereitung des Verbrechens mitgearbeitet. Der ^ 3.laiite Hi.inxilin hat gestanden, von dem Anschlage s^'''unterrichtet gewesen zn sein. Horvatin hat die Ab- > M dcZ Altentäters gutgeheißen und l)at qleichsalls vor- ^/"U"gen, dlirch das Los entscheiden zu lassen, wer das 'UN'ntat aussnhrcu soll. Er l)at ferner Inki^ seinen Ne- s^ux'r gelben. Der Staatsnlrxilt beantragt daher, ^ufjf'. ^^>^. Verbrechens des Menchelmordes und des ^crbrecl^ns der öffentlichen Gewalttätigkeit sowie des s Ergehens gegen die öffentliche Sichcrheit als nnmitlel- ^aren Täter schuldig zu sprecheu, feruer die Angeklagten ^,'Nandlnng wird hierauf auf morgen b^M!- -^ Die Strafauträge des StaatsauUxilts lau'ten ^>l^'^'ch Iuki<^ auf Tod durch deu Straug, bezüglich der /nMaqten Cviji<', Cesarec, Vubli<>, Neidhardt, Hor- ''» »nd Horvat auf Anwendung des 8 137 des Straf- ^',^, d. i. 10. bis 20jährigeu Kerker, bezüglich der ü '.'"en fünf Angeklagten auf Auwenduug des 3 2l3, - Mi. bis füufjährigen schweren Kerker. " Konflikt zwischen Montenegro und der Türkei. Ve< '^^"' 8- August. Die „Köln. Zeitg." meldet an? cva ?"rg: Meratov. der Vertreter Safonovs. betonte ^.^N'i^-r dem türkischen Botschafter Turll)an°Pascha, ^""nd wolle alles aufbieteu, um die Nuhe auf dem si'ir V ,^l erl)alteu uud uicht zu erufteu Verwicklungen leiden''! - ^ "^^c die europäischen Mächte in Mit-ft^s '^ft ziehen könnten, beizutrageil. Der russische wu "dte iu Eetin>> 'vurde telegraphisch angewiesen, der lon^^'mi'cheu ^z^icruug diesen Standpunkt Nnß-nichs ^'^^iteilen soloie daß die Svmp A'"n<ä ^! "Zitieren. Die Verordnung über den Vela-Weis« ^ustond n.nrd von heute abeuds in der strengste» '^handhabt. !^ 'lls?"'"'"^^, ^. August. Authentischen Nachrich. 'slurlns/^ ^"l zwischen den Truppen und den Ma- ""Mnien Kastrati nnd Schula nordwestlich von Skutari au der montenegrinischen Grenze ein Kampf stattgefunden. Wie verlantet, hätten sich die Malifsuren wegen der nnter den Truppeu ausgebrochenen Velocgnng erhobeil. Man glaubt jedoch, daß auch vou seileu Moute-negros unter den Malissoren agitiert wird. Salonichi, 8. August. Meldungen ans Pri>tina be° stätigen, daß die Arilautcn, d^ni Nate ihrer Führer fol-gend, begonnen haben, nach ihren Dörfern zurückzukehren. In' l'lvt'üb uuirden zwei Mitglieder einer Vande sestgenomme», die ein Attentat beabsichtigten und im Beside von Bomben uud Nevolveru angetroffen wurdeu. Der Versuch der Sträflinge iu ÜZlüb, aus deu Gefäng-nifsen auszubrccheu, wurde rechtzeitig durch die Gendarmerie verhindert. Der italienisch-türkische Krieg. Äonstantinopel, 8. August. Die Meldung der Blät-ter über ^riedensponrparlers siud verfrüht. Ein Mit. glied des Kabinettes ermächtigte den Vertreter des k. k. zu der Erkläruug, daß die gegenwärtige Negierung noch nicht Zeit gehabt habe, sich mit der Friedensfrage zu befasseu. Ein schweres Grubenunglück. Bochum, 8. August. Auf der Zeche Lothringen er-rignete sich heute um halb 10 Uhr vormittags eine schwere Explosion. Vis jetzt sind sieben Tote uud sechzehn Schwerverletzte geborgeu worden. Der Umfang des Un> glückes ist noch unbestimmt. Mau uimmt an, daß hun-dert Mann eingefahren sind, von denen 65 ansfahren konnten. Bochum, 8. August. Nach deu Feststelluugcu siud alif der Zeche Lothringen bisher eiuundsechzig Leichen uud fuufuudzuxmzig Verletzte, davon 23 Leichtverletzte, geborgen worden. Über den Herd der Explosion bestehen noch Zweifel. Der Thronfolger von Iapnn. Tokio, 8. August. Der Kaiser von Japan hat be-schlosseil, dem elfjährigen Thronerben eine europäische Erziehung zu gebeil. Der Priuz soll vier Jahre laug eine Schule in England besuchen uud danu uach Paris nnd Berlin gehen, um seine Studien zu vollenden. «eccmttvortlich« Äedatteur: Anton Aunt et. Die Unterzeichneten gebeu schmerzerfüllt die tieftraurige Nachricht vom Hinscheiden ihres innigstgeliebteu, guleu Gatten, edlen, besten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, des hochwohlgeborenen Herrn K. Mel Mtchsel t. t. Landesregierungsrat i. R. Nitter des Ordens der (5iscrucn Krone III. Klasse, Besitzer der Ehrenmcdaillc für 40 jährige treue Dienste :c., Ehrcumitsslied der Gemeinden Fara, Göttcnitz und Lascrbach welcher am . d. M. um >/, « Uhr früh uach langem schweren Leiden, versehen mit den Tröstungen der heil. Religiou, in seiuem 69. Lebensjahre selig im Herrn mtschlafeu ist. Die irdische Hülle des unvergeßlichen Verewigten wird Samstag den N> d. M. um 5 Uhr nachmittags im Sterbehause, Franziskancrgasse Nr. ii, feierlich eingesegnet und sudauu auf den Friedhof zum Heil. Kreuz zur letzten Ruhe überführt. Die heil. Seelenmesse wird Montag den 12. d. M. um 9 Uhr vormittags iu der Kirche zn Maria Verkündigung gelesen werden. Laibach, den 8. August 1912. Franz Gstcttenhofcr Helene Gstettenhofcr Anna Niedl l, u. k, Haufttlllllmi Gattin. Ellll Gstcttclchofer Sohn. - Töchter. Eugenic Gstctteuhofcr, Dr. Franz Niedl Hilde Niedl geb. Schuitzler k. l, Gynmasialdirektor Enkelin, Schwiegertochter. Schwiegersohn. Erste traimsche Leicheilbestattunsssanstalt Fr, Duberlct. (3357) Julius Klein, Kaufmann, und seine Gattin Gertrud geben tieferschüttert allen Verwandten und Aelannten die betrübende Nachricht, dah ihre innigst-geliebte Tochter, bezw. Schwester Gertrude Klein gewesene Tchülerin der V. Klasse der inneren Nollsjchule des Nrsulineu. Konvents im 11. Lebensjahre, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, Donnerstag, den 8. d. M. um '/4^ Uhr vormittags selig nnd gottergeben entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Samstag, den 10. d. M. um V,3 Uhr nachmittags vom Trauerhanse Franziskanergasse Nr. 8 aus auf den Friedhof zum Hl. Kreuz statt. Die heil. Seelenmesse wird in der Pfarrkirche zu Maria Verkündigung gelesen werden. Die teuere Verblichene wird dem frommen An« denken und Gebete empfohlen, Laib ach, den 8. August 1912. Julij Klein, trgovec, in njegova soproga Jerica naznanjata vsa potrta vsem aorodnikom in zuaucern žalostno vest, da je njuna lskreno ljubljena bèi, oziroma sestra Jerica Klein bivia uöenka V. razreda znotranje me-söanske sole uršulinakegra »amoatana v 11. letu sroje starosti, previdena s sv. zakra-menti za umirajoèo, v èetrtek dne 8. t. m. ob 3/ ll.uri dopoldne blaženo in Bogu vdana pre-ininula. Pogreb se vrši v soboto dne lO.t.m. ob 7,3. uri popoldne iz biše žalosti, Franèiškauska ulica št. 8 ua pokopališèe k Sv. Križu. Sv. maša zadušnica se bo darovala v župni cerkvi Marijincga Oznauenja. Draga pokojnica so priporoèa v blag apomin in molitev. Y Ljubljani, dne 8. avguBta 1912. üaibacher Zeitung Nr. 181. 1746 9. August 1912, Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 6. August, v. Schollmaycr-Lichtenberg, Gutsbesitzer u. Domänendirektor, Schneeberg. — v. Raic-Lonjsti, Direktor, Ngram. — Rubesa, Schulinspeltor, s. Gemahlin, Volosca. — Rizzoli, Wertsbuchhalter, s. Familie, Iaucrburg. — Pecml, Postmeister, Woch. Feistritz. — Prohme. Beamter, s. Gemahlin, Karlstadt. — Hackel, Magistratsbeamter; Daniel. Fuchs, Noch-dalek, Rsde.; Dr. Hochsmyer, Advokaturskandidat; Aicher, Ing.. Wien. — Küster, Ing.; Kenda, Kfm., Klagenfurt. — Schaffer, Kfm.. Sittich. — Micich, Kfm,, Pisino. — Chlopac, Kftn.. Prag. — ganger, Poli, Kflte., Görz. — Fogar, Kfm.. Cervignano. — Rybar, Ing,; Kropsch, t. u. k. Leutn. d. R.; Holzer. Rsd., Graz. — Pick, N,d,, Pardubitz. — Neer, Rsd.. Vudweis. — Leucht. Rsd., Friedland. — Hilf, Private, Veldes. — Hamlisch, Rsd., Graz. Grand Hotel »Nnion". Am ?. August. Korn, Merecka, Hugl, Reichcnbach. Bauernfreund, Lubii, Fleischmann, ltiric, Rsde.; Vurckhard, Fabrikant; Ianat, Ing.; Kunz, Privat; Kellermann, Reinitz, Kstte.; Weilay, Monteur; Dr. Kuniy, Wien. — Szalay, Adler, Rsde.; Tornbosli; Adl<>r, Kfm.. Graz, — Mein. Privat; Dom» pieri, Besitzerin; Zagar. Rsd., Trieft. — Kraus, Privat. Gra° disca. — Weis;, Nsd.; Rmberger, Agram. — Herman, Privat; Dr. v. Szerelemtegi, Budapest. — Herol, Inspektor, Innsbruck. — Ritter, Piofessor. Zweibrücken. — Solil, Aduokatcnsgatt., Lemberg. — Gostisa, t.k. Lehrer; Tratnil, Oberlehrer, Idria. — Schrollcr, Rsd., schönberg. — Tosi, Beamter, Rovigno. — Krotta, Lehrer, Äozen. — Iallit, Gutenfeld. ^ Filler. Pfarrer. Dole. — Oghib, Privat, Mailand. — Reimann, Rsd., Mim-chengräz. — Mamt, Rsd., Abbazia. — Dr. Kratochwil, Prof., Morau. — Martit, Pfarrer, Zeleznili. — Cibasct, Pfarrer, Heil. Berg. — Hust. Kfm.. Laibach. — Langcntovic, Privat, Brüssel. — Novak, Privat, Fiume. - Pour, Professor, München. — Lobe, Besitzer, N>'ugradisla. Kinematograph „Ideal". Hcutc Sp^ialabcnd mil follMdcm Programm: Amsterdam sNeisebild); Fritz eilig slumische Szene); Das Herz der Tiero (schönes Drama); Willy sorgt für seinen Vater M)r komisch); Die Kassette (spannendes, koloriertes Drama); Handschuh Nr. 8V>> llomischo Posse). — Morgen: Die Leiden einer Mutter (Drama in Mei Akten). Dienstag: Ellen (Dram« in Mei Allen, Nordiskfilm Co.). ' (3356) Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m, Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. « ,^^ AZ^ A.Z ^,.,„, Ansicht U«Z "^2 U. N/^31^^1^7! O. mähig j halb bew. ! " 9U. 3Ib. 33 4 13-6 NW. schwach i bewölkt z 9l ? U. F. 35^2 i 12' 1 windstill i teilw. heiter 14 Das Tagesulittel der gestrigen Temperatur betragt 16-1°. Normale 19'4°. Gestern nachmittags vorüberziehendes Gewitter. Wien, 8. August. Wettervoraussage für den 9. August für Stciermark. Kärnten nnd Kr a in: Vorwiegend trübe, zeitweise Niederschlage, kühl, unbestimmt, später schön. — Für Trieft: Vorwiegend trübe, unbestimmt, wenig verändert, leb' hafte Winde. — Für Ungarn: Windiges kühles Wetter voraussichtlich, an vielen Stellen mit Niederschlägen. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funtenwarte. «Oegi'undet vim der Krainischen Svarfasjc l«97,) (Ort: Gebäude der l. l. Stallts-Oberrealschulc.'! Lage: Nördl. Breite 46« 03'; östl. Länge von Greenwich l4" 31'- Bo denunruhe: Mäßig start auf den lurzperiodischen Pendeln. Nntennenstörungen: Am 8. August um 19 Uhl III.IV4"*. Am 9. August um 7 Uhr 30 Minuten 112. "» Häufigkeit der Stiwmaeu- ! «sehr selten» jede lb, bis 30 Mi»««! I! «seilen» jede 4. bi« 1«. Minute: Hl «hänsin, jede Minnte 2 bis 3 Störungen: l !V «lehr häufig» jcbt b. bi« 10. Zclmibe Eiltlabünnei!: V «soltdaurnid» fast l jede Netuudc! VI «ununlerbiocheu» zusannnenhünziciibe Grrüujche mit Funlen- I bildüüg zwischen Antemie nnd Erde ober Hausen im Hörlelephon. ! slärlc der Htürmisseiü l «sehr schw.-ch», 2 »schwach», » «mäftig start», l 4 «stall», b «schl starl», ' I Zahntechniker Hermann Peters ', (3325) verreist bis 5. September. 3—3 —i Saxlehner'8 Hunyadi Jänos Natürliches Bitterwasser. Das altbewährte Abführmittel. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf und Belehnung von Vert- papleren; BOrsenordres; Verwaltung von Depots, Safe-Deposits etc. He der K. K. priv. Oesterreichischen zk Credit-nnstalt für Handel and Gewerbe (1835) in Laibach *?P Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Escompte von Wechseln u. Devisen; Geld' einlagen geg. EinlagsbOcheru. Im Konti' Korrent; Militär-Helratskautiooen etc> Kurse an* der Wiener Börse vom 8. August 1912« Sehlußkurs Geld |Ware Allg. Staatsschuld. Pro/.. a f(Mai-Nov.)p.k.4 67-Osi 8726 C *'/o J .. >- P- U* 87-06 87 26 $ k. st. K. (J&n.-Juli) p. K.4 S706 87-26 * \ ,, „ p. A.4 87-06 8T26 3 4-2%».W.Not.Feb.Aug.i>.K.4-2 90'SO 90-40 Ja 4-8% „ ,, „ ,, p.A.4'2 90-20 9040 B 4-2°/o ., e»b.Apr.-Okt.p.K.4-2 90-3H 90-66 wU-a°/o „ „ „p.A.42 90äf>\ 90-66 LOBÖV.J.186Olu50Ofl.ö.W.4 1696 1666 Lo8ev.J.1860zi>100fl.ö.W.4 444 — 466— LoBev.J.1864zul00fl.ö.W.... 611-— 623— Loner.J.1864zu 60fl.ö.W----- si6-~ 321 — St.-Domän.-Pf.lÜ0fl.B00F.6 287— 289-— Qesterr. Staatsschuld. Oeet.StaatsHchatzBch.rtfr. K.4 —'— —'— OeBt.Goldi-.8tsr.Gold Kasse. .4 11270 11290 „ „ ,, ,. p.Arrgt. 4 112 70 11290 Oent.Rentei.K.-W.stfr.p.K. .4 8706 87-26 „ ,, „ j, ,, „U..4 «7-06 8T26 Oest. Ren to i. K.-W. steuerfr. (1918) p. K............ 8T06 87-26 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 87-06 87-26 Oeat.lnte t.-Rent.stfr.p.K.8»/j 76-80 77- Franz Josefsb. i.Silb.(d.S.)5V4 /07-60 108-60 Galir.KarlLudwig8b.(d.St.)4 8660 *17-6O Nordwb.,ö.u.Büdnd.Vb.(d.S.)-i 86-60 87G0 Rndolfab.i. K.-W. stfr. (d.S.)4 86-90 ST90 Tom Stute i. Zahlung übern. Eiienbahn-Priorltkta-Obllg. Bohrn. Nordbahn Em. 1882 4 118 — — •— Böhm.WesUmhn Em. 1885.. 4 87 76 8876 Bohm.We8tb.Em. 1895 i. K. 4 «7*6 88-86 Ferd.-Nordb.E. 1886(d. 3.)..* S4-76 96-76 dto. E. 19O*(d.St.)K____4 93-76 94-76 FranzJosef8b.E.1884(d.S.)S4 89-20 90-20 Galiz.Karl Lud wigb. (d.St.)S4 88-26 8926 Laib.-Stein Lkb. 200 n. 1000 fl.4 92-76 9876 C Schlußkurs Gckl |w»re Pro«. Lem.-Cü.er.-J.E. 18»4)d.S.)K4 88-60 89-60 N r iwb., Oeat. 20O 11. Silber 6 10226 W3-2f< (Un. L.A E.1908(d.S.)K3V» 81-60 8260 Nordwb.,Oest. L. B.20OÜ. S.5 102-26 ioä-26 dto. L.B.E.190!l(d.S.)K8V, 82-- 83-- dto. E.l885 200u.lOO0fl.S.4 89-76 90-76 RudolfabahnE. 1884 (d.S.) S. 4 «7-96 88-96 Staatseiaenb.-G.f)0OF.v.S». 3 36S-— 374 — dto. Er"-'..-Netr5O0F.p.St. 8 363— 367-60 SüduorddoutscheVbdgb.H. S. 4 88-60 89-60 Ung.-gal.E.E.1887200Si)ber4 8660 8760 Ung. Staatsschuld. Ung.Staatskan8ensch.p.K.41/j 98-66 98-76 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 107-86 lOSOS Ung. Rente i.K.etfr.v.J.1910 4 86-80 (!?¦- Ung. Rente i. K stfr. p. K. i 87 — S720 Ung. Prämion-AnlohenalOOfl. 423-60 436-60 U.Theiaa-R.u.Szcp.Prm.-ü. 4 S84-— 296- U.CTUudenUastg.-Oblg.iS.W. 4 86-60 ttf uo Ander« öftentl. Aalehen. Ba.-herz. Eis.-L.-A.K. 1902 4 V» 9680 96-80 Wr.Verkehrsanl.-A. verl. K. 4 «750 86-80 dto. Km. 1900 vorl. K------4 «726 8826 Caliziachea v. J. 1893 verl. K. 4 87-60 88-60 Krain.L.-A.v.J. 1888Ö.W. .4 9360 94-60 MiihrischoBT.J.lSyOv.ö.W. 4 91-26 9226 A.d.St.Bndttp.v.J.19O3v.K. 4 «710 8810 Wien (Elek.) *. .1. 1900 v. K. 4 S8-2o 89-26 V\ien(hrreflt.l v.J. 1902 V. K. 4 90-26 91-26 Wien v.J. 1908 v. K.......4 88-66 89-66 RusB.St.A.19O6f.lOOKp.U. 5 104-40 104-90 Bul.St.-Goldanl.1907 100K4»/i 9426 96-26 Pfandbrief« und Kommunalobligationen. Bodenkr.-A.öBt.,50j. ö. W. i 9130 92-30 Bodenkr.-A. f. Dalmat. v.K. 4 979t 98-96 Bi.hm.Hypothekenbank K . . b 100— 101-— dto. Hypothbk., I.67J.V.K.4 92-26 9S26 Scblußkiirs Geld |Ware Böhm.Lb.K.-SchuldBch.,50j.'l .00 76 91-76 dto. dto. 78J.K. 4 flO-60 91-60 dto. E.-Schnldßcb. 78 J. 4 90-60 91-60 Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......5 110— ¦—•— dto. inh.50j. verl. K. 4V» 97-26 98-26 Galiz.LandeBb.sil'/jJ-v.K. 4J/j 97-60 98-60 rito. K.-Obl.lII.Em.42j. 41/, 96-76 96-76 ltitr. Bodenkr.-A. 36 J.ö.W. 5 100-— 101-— lBtr.K.-Kr.-A.i.62>/jJ-v.K. 4«/2 10O-— 100-76 Mähr. Hypoth.-B.Ö.W.u.K. 4 91-— 92-— Nied.-öst.Lami.-Hyp.-A.65J.4 91-60 92-60 Oest. Hyp.-Bank i.50 J.verl. 4 99-76 /oo-76 OeBt.-ung. Bank60J.v. ö.W. 4 94-7ß 94-76 dto. 50 J. v. K..........4 94-06 96-06 Ccntr. Hyp.-B. ung. Spark. 4Vj 97 — 98-— Gomrzbk., Feat. Ung. 41 J. 4Vi 98-— 99-~ dto. Com.O. i. 5O'/jJ. K4'/i 96-76 57-75 Hcrm.B.-K.-A.i.50j.v.K4'/i 97'— s« — Siiark.lnner8l.Bud.i.60j.K4'/i 97*-- <)*•— dto. inh.öOJ.v.K.....41/* 9r— 92— Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 4'/2 9G-76 97-76 üng. Hyp.-B. in Pest K . .. *V» 97-60 98-60 dto. Korn.-Seh. i.50j.v.K4Vi 98-60 s9-r,o Einenbahu -Prior.-Oblig. Ka8ch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 86-80 STSO dto. Em. 1908 K(d.S.). . .4 86-60 s?-60 Umb.-Czer.-J.E.18848O0S.3-6 SO1— 8r— dto. 300 S............4 ««f-70 87-70 btnatseisenb.-Gesell. E. 1896 id. St.) M. 100 M........8 «7-46 S8-46 •Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2-6 260-60 261C0 UnterkrainerB.(d.S.)ö.W. .4 96-— 9^-— Diverse L»se. Bodenkr.ÖBt.E.1880äl00fl.8X 277-— 289 — detto E. 1889 ä 100 fl____3X 266-— 268'— Hypoth.-B.ung.Präm.-Schv. a 100 fl................4 244-— 266-— Öerb.Präinien-Anl.alOOFr. 2 //6-76 /26-76 Bud.-Basilii;a(Domb.)5ü.ö.W. 31-— 56 — Schlußkurs Geld [ Ware Cred.-AnEt.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. 483--- 496- Laibach.Präm.-Anl.20tl.ö.W 69-60 76-60 RotenKrenz.ÖBt.G.v.lOll.ö.W 62-60 6860 detto ung. G.v. .. 5H.Ü.W. 3.V60 41-60 Türk. E.-A.,Pr. O.4O0Fr.p.K. 238-40 241-40 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 47V— 48S-— (ifiwinstscb. der a"/0 Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst.E. 1880 ßsi-60 62-60 Gewinßtseh. der 30/, Pr.-Sch. derBod.-Cred.-AnBt.E. 1889 74-— 84 — Gewinstsch. dor 4°/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 38— 44- Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1830— 1838-— Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 4830-— 4900— Lloyd, öaterr.........400 K «««•— fi.W- Staate-Eiab.-G. p. U. 200 fl. S. 7/6 26 7/C-25 Südbahn-G. p. U. ... 600Fre. 102 — ios--- Bank-Aktien. Anglo-öBterr. Bank 120 fl. 18 K 334-— 336-— Bankver.,Wr.p.U. 20Ofl.3O „ 688-60 689-60 Bod.-C.-A.allg.öBt. 300 K 64 „ /^02 — 1310-— Credit-Anst. p. U. 320K32 „ 663-90 664-90 Crodit-B.ung.allg. 200fl.42 ,, 860- S61-— Eskompteb. steier. 2O0Ü.82 ,, 6«4-— 6*6-— E8kompte-G..n.ö. 400K88 ,, 7S1-— 783-- L.änderb.,öst.p.U. 2000.28 ,, 637-80 638-60 LaihacherKreditb. 4O0K28 „ 444— 446-— Oei-t.-ungar.B. 1400K 9090 ,, 2070-— 2080-— Unionbankp.U... 200 »1.82 ,, ff/e-60 S/7-60 VerkehrBbank,allg.l4Ofl.2O „ 37360 374-60 ŽivnoBton.banka 100fl.l4„ 2*0-60 2* 24l4-" Paris................... 9f42* 96-61* Valuten. MUnzdukaten............. 11-38 tr*f> üO-Francs-Stücke.......... /90« 19-10* aO-Mark-Stück©........... 23-66 23** Deutsche Reichsbankfloten .. //7 70 //7S» Italienische Banknoten..... 94-40 94-1* Rubol-Noten ............. 264 — 2S6'-" Lokalpapiere uaok Privatnotier, d. Filiale d. K.E. priT.Oest.Credit-AnBtott. Brauerei Union Akt. 200 K 0 28a— 2*6"^ Hotel Union ,, 500 „ 0 —•— —'-' Krain.Baugoa. „ 200„iaK 200— 210— ,, Industrie ,, 1000 „90 „ 2276-— 2360--^ Unterkrain.St.-Akt. lOOsi. 0 70- 9Q-* BankiinafoD 6°/, Die Notierung oämtlicher Aktien und fler . .Üifer&en Loao" versteht aich pw Stflch-