^ »« Sonntag den 12. März I8?ö. Aihrgang. r.c Mnrburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag. Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Zustellung _in« Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 3 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Zeile. AllgtMtint Abrüstung? Marburg, 11. Mär». Allgemeine Abrüstung ist das Losungswort Bieler. Als hohes Staatenziel schwebt auch UN» dieselbe vor — des unermüdlichsten Strebens «erth; wenn aber gefordert wird, die Abrüstung müsse allgemein und gleichzeitig erfolgen, fo heißt dies Unmögliches begehren und der Militärpartei neue Waffen zum Widerstande liefern. Frankreich wird aber eben nicht abrllsten, denn es sinnt auf Rache gegen Deutschland und möchte Elsaß-Lothringen zurückerobern. — Italien getraut sich nicht abzurüsten — aus Furcht vor Frankeich llnd vor der Wiederherstellung des Kirchenstaates. Deutschland bewaffnet sich gegen Frankreich und muß, wie Moltke gesagt, zur Sicherung Glsaß-Lothringens wohl fünfzig Jahre lang „Gewehr beim Fuß" stehen. Rußland will das Erkämpfte behaupten und neue Eroberungen machen, bedarf also noch immer und auf unbestimmbare Zeit hinaus eines großen Heeres. Die Freunde allgemeiner Abrüstung vergessen, daß in all' diesen Staaten die Volksmehrheit nicht abrüsten will, uild daß nur wir es sind, die bis auf eine verschwindend kleine Minderheit uns gegen den bewaffneten Frieden erklären Unter allen Militärstaaten sn^d auch nur wir allein zu dieser Erklärung berechtigt, da nur wir keinen Rachekrieg führen wollen und keinen zu fürchten haben, nicht Eroberer und nicht eroberungslüstern sind — eiil wesentlicher Unterschied, welcher vor Allen: zur Verminderung der Heereskosten ausgenützt werden kann und in der schweren Noth unseres Staates und Volkes ausgenützt werden muß. Zur Geschichte des Tages. In Tirol isi nun trotz der „milden Praxis" der Landtag gesprengt worden. Die ultramontane Mehrheit desselben hat nämlich den Berathungssaal verlassen, nachdem sie eine Erklärung über die Kränkungen des Tiroler-rechtes abgegeben. Bei „korrektem" Vorgang müßten jetzt Neuwahlen ausgeschrieben werden, selbst auf die Gefahr hin, daß sich die Mehrheit dieser Partei uoch größer herausstellt als bisher. Sachs des Ministeriums und des Reichs-rathes aber ist es, auch den Ultramontanen Tirols gegenüber die Verfassung und das Gefetz Oesterreichs zur vollen Geltung zu bringen. Die Krisis hat in einem der industriereich-sten Bezirke Böhmens (Gablonz) schon zur HungerSnoth sich entwickelt. Zu dieser Roth wird sich als treuer Gefährte der Hungertyphus gesellen und mit seinen Riesenarmen ausgreifen zur Verzweiflung des verarmten Volkes. In Ungarn wird die Ueberschwennnling zur weitverheerenden Flut, welche tausende von Häusern einstürzen macht und taufenden von Grundbesitzern die Erntehoffnung raubt Der Sultan zu K o ll st a n t i n o p el versucht es bereits mit unerlaubter Selbsthilfe seinen ersten Würdenirägern gegenüber. Am goldenen Hörne klatscht es von Ohrfeigen, welche einem Rathgeber des Haremlers ertheilt worden — ertheilt wegen Befürwortung der Reformen. Der Schall dieser Ohrfeigen dringt bis in das Lager der Aufständischen. Mac Mahon kann feine üble Laune wegen des Ausfalls der Wahlen nur schlecht verbergen. Daruln hat er — weniger Präsident als Marschall — die National-Versammlung bei der Eröffnung nicht mit einer Botschaft begrüßt, sondern blos durch den Chef feines Kabinetes erklären lassen, was sich übrigens 'von selbst versteht: es soll mit Hilfe der beiden Kammern den Gesetzen gemäß regiert werden. Vermischte Nachrichten. (Die Vereinigten Staaten und der Schutzzoll.) Der Werthzoll in der Höhe von 40 Percent, welchen die Vereinigten Staaten von Kurzwaaren in Gold und Silber einheben, beginnt die beabsichtigte Wirkung zu äußern. Während im Jahre 1874 die schweizerische Uhrenausfuhr nach deil Vereinigten Staaten delt Betrag von 9 Millionen Franken überstieg, verminderte sich dieselbe im Vorjahre auf K.217.000 Franken. Schweizerische wie ^ amerikanische Blätter machen für diese Abnahme ^übereinstimmend weniger den Stillstand der Gsschäste als vielmehr den Umstand verantwortlich, „daß die Uhrensabrikation in den Vereinigten Staaten selbst einen bedeutenden Aufschwung genommen hat". (Neue Gebiete für die Papier-Industrie.) Die Zeit, wo Papier ledigUch zuni Beschreiben und Bedrucken oder etwa zum Packen angefertigt wurde, ist längst vorüber. Seit langem werden aus Papier Hemdkragen, Manschetten, Chemisetten, dann Servietten fa-bricirt. und wenn auch außer sorglichen Hausfrauen altern Styls noch sehr viele andere Leute diesen Papierfabrikaten in der prakti-fchen Anwendung keinen Geschmack abgewinnen A e u i l t e t o n. Kit schVkrstt Schuld. Bon dem Verfasser der neuen deutschen Zeitbilder. (Fortsetzung.) „Pole? Woher wissen Sie, daß er ein Pole ist?" „Alan sagt es doch." „Noch Niemand hat ihn Polnisch reden höreit. Er spricht ein reines Deutsch. Und der Oberst, wenn er wollte, würde uns genali genug seine deutsche Heimath angeben köilnen." „Man versichert es." „Ich weiß es bestimmt." „Jndeß gleichviel. Seine Tochter ist schön ultd reizend, wie man nur je eine Polin sich denken kann." „Aber auch gefährlich, mein lieber Morel. Der arme Delaparte hat durch sie schon das Leben eingebüßt, nnd zwei von unseren Kameraden sitzen um ihretwillen noch hellte ans der Festung." „Nr Geliebter ist mlch lloch nicht da, wie ich sehe." „Er wird nicht ohne seine Dame kommen." „Wenn sie überhaupt konlmen werden." „Parbleu, Morel, ich glaube der Oberst ließe den Zllten morgen stisiliren, wenn sie nicht kämen." „Glauben Sie, Bourquin?" „Können Sie zweifeln? Der Delaparte war sein Neffe, sein Liebling. Der Dienst verbot ihm, Rache zn nehmen. Um so lebendiger lebt das so lange verschlossene Nachegefühl in feiner Brilst." „Ventio-8aiut, Bonrquin, auch wir sind unfern Kanieraden noch die Revanche schuldig. Was meinen Sie? Heute wäre die Zeit —" „Und an wem solleit wir die Rache neh-nleil?" „An der Dame, dent Liebhaber, an Allen, die hierher kolntnen." „All der Daine, Morel? Sie ist eben eiue Dame." „Pah, eine Deutsche! Uild durch sie krnu-keil wir die Andern uin desto empfindlicher." „Freilich die L!an,le des Obersten ist hente, wie man sie nicht besser wünschen kann. „Zum Teufel!" l^örte ich ihn noch vorhin sagen, „diese Deutschen wollten anfangen, von ihrer Freiheit zu träulnelu Akau muß ihnen einmal wieder die streilgen Herren zeigen. Eriliedrigen wir sie heute noch durch nnsere Herablassung. Vivo sollen sie mit uns ruseu. lauter als wir. Vivo äe vain«^ueui do ! Morgen knechten lvir sie. D!orgen Standrecht, Füsilladen, wenn eine Stimme ohne unsere Er-laubiliß laut lvird."" „Also, Bourquin? „Wohlan, Morel! llnd siehe da, gerade kommen sie." Die Thüre des Saales hatte sich geöffnet. Verspätete Gäste traten noch ein: der alte Kra-jewski, anl Arme seiner Tochter Elvire. Beiden folgte der Advokat Rohden. Das Gesicht des Greises war finster wie immer: aber es trug heute noch zugleich den AltSdruck eiitss heraus, fordernden Stolzes. Welcher schwere Druck dennoch auf seineni Innern lastete, das verrietl, die unwillkürlich gebeugte Haltung seiner l)ohen Gestalt. Der Advokat Rhoden zeigle die ernstesten, verschlossensten Gesichtsziige; inan sah den Mann, der unter allen llmständen sich beherrschen. sich aber auch nichts vergeben wollte. Elvire Krajewska hatte sich so einfach gekleidet^ wie sie durste, ohne den Anstand zu verletzen' Sie war in ihrer Einfachheit doppelt schön. Jl)r Gesicht war sehr blaß u,ld sie zitterte, als sie an dein Arine ihres Vaters i,l den Saal trat. Sie erregte dennoch die Bewunderung Aller, die sie sahen. Ein Adjutant des Obersten gab ibr seinen Arm, sie zu ihrein Platze zn führen. An seinem können, so wird doch davon sehr viel erzeugt und abgesetzt. Nun hat ein Engländer, Namens Loder, gar die Erzeugung von Bettwäsche aus Papier in Angriff genommen. Er wurde dazu durch die Wahrnehmung veranlaßt, daß eine Schicht Packpapier zwischen zwei Leintüchern sehr warm hält. Seine gänzlich aus Papier hergestellten Papier« Betttitcher sind in Zwischen» räumen von 4 zu 4 Zoll durchlöchert, um die Ventilation herzustellen, die durch den nicht durchlöcherten Papierstoff aufgehalten würde. Loder soll bereits mit mehreren der großen Londoner Hospitäler auf jährliche Lieserungen solcher Papiertücher abgeschlossen haben. Dieselben sind sehr leicht und halten auch ebenso warm, wenn nicht wärmer wie die bisherigen Betttücher. (Der Streit um den Ostertag.) Die „Schweizerische Handelszeitung" — ein kleines, aber mit ebensoviel Geist als Freimuth und Unparteilichkeit redigirtes Blatt, schreibt: „Da Religionsfreiheit nirgends exiftirt, so hat die Festsetzung des christlichen Osterfestes, namentlich dort, wo die Polizei auch die Heiligung des Charfreitags, des Ostermontags des Himmelfahrtstages und des Pfingstmontags erzwingt, ein öffentliches Interesse. Nun erhebt sich in diesem Jahre ein Streit unter den Gelehrten über den Tag, an welchem Ostern zu feiern sei. Die einen behaupten: es müsse am ersten Sonntag nach dem ersten Frühjahrs-Vollmonde geschehen, und da dieser Vollmond im laufenden Jahre am Abend des 8. April eintrete, so falle Ostern aus den 9. April. „Diese Unwis^ senden," entgegnen andere, „haben nie gelernt, daß irgend ein Papst einmal befohlen hat, daß Ostern nie mit dem jüdischen Passah-Feste zu« sainmenfallen dürfe, und da die Juden in diesem Jahre ihr Passah-Fest am 9. April feiern, so müssen die Christen mit ihren Ostern warten, bis Jene fertig sind, resp. bis zum 16. April." ,»Das ist's nicht," sagen die Dritten; „Vollmond ist nicht, wann Vollmond ist, sondern wann der Papst sagt, daß Vollmond sei. Cyk-lische Berechnung nennt man das, und nach dieser cyklischen Berechnung, welche seit dem 13. Dezember 1775 auch von den Evangelischen angenommen worden ist, fällt dieses Jahr der erste Frühlings-Vollmond nicht auf den 6., sondern auf den 9. April, Ostern also auf den 16. April." Bei diesen: Widerstreit der Meinungen wäre es also wohl die Pflicht der hohen Behörden, in genauer Weise festzusetzen, nach lvelcheil Regeln . . . (folgt eine Stelle, die einen österreichischen Staatsanwalt zu sehr auf- Arme zitterte sie nicht. Da» weiche Mädchen war stark, wenn es sein mußte. „Parbleu, Morel," sagte der Herr von Bourquin, „sie ist schön. Man möchte lieber ihre Liebe, als ihren Haß zu gewinnen suchen." „Sie haßt uns schon, Bourquin, mehr als wir glauben. Nur noch auf Rache für unsere Kameraden kommt es an." „Sie sprechen von Rache für unsere Kameraden, meine Herreil? Sie meinen gewiß die kleine Krajewska? Da bin ich dabei. Der brave Delaparte war mein Freund." Ein Dritter, der zu den beiden Offizieren herangetreten war, sprach die Worte. Er trug ebenfalls die französische Offizierüunisorm, auch die de» nämlichen Regiments, dennoch war er anders als jene Beiden. Man konnte den Unterschied in der verschiedenen Gesichtsbildung stn' den; sie war bei ihm keine französische, sie war eine deutsche. Noch mehr zeigte ihn der Ausdruck des Gesicht«. Auch die Franzosen trugen Uebermuth im Gesicht, aber einen leichten, fri volen, unbekümmerten. Das deutsche Gesicht des jungen Mannes in der Unisorm des französischen Offiziers hatte einen gemeinen, zugleich cynischen und kriechenden Uebermuth. Mit diesen cynischen und kriechenden Uebernmth hatte er die Worte gesprochen. Selbst seine Kameraden sahen ihn mit einiger Verwunderung an. regen könnte und die wir daher lieber nicht abdrucken). Gin beliebiger Kalender ist doch kein Gesetz, und wenn z. B am 25. Mai 1876 irgend ein Bürger Alles thäte, was ihm durch die Gnade der Priester an gewöhnlichen Donnerstagen gestattet ist, so könnte wahrlich kein Richter gewissenlos genug sein, den Betreffenden wegen Feiertags-Entheiligung zu verurthei« len, sobald der Angeschuldigte erklärt, daß er die Himmelfahrt bereits am 18. Mai gefeiert habe." Zum Schlüsse schlägt das erwähnte Blatt zur Entscheidung solch' wichtiger Streit' fragen vor, daß in den civilisirten Staaten ein eigenes Departement fitr religiöse Astronomie errichtet werde. (Landwirthschaftlicher Unterricht.) Der Landesausschuß sür Krain hat an sämmtliche Gemeindevorstehungen und Orts-schulräthe ein Rundschreiben behufs Förderung des landwirthschaftlichen Unterrichtes erlassen. Dieser Unterricht soll der reifern Jugend ertheilt werden, nidcht weder neue Schulgebäude noch neue Lehrkräfte nothwendig, und ist nur als Anhang oder Zugabe zur Volksschule anzusehen. Unumgänglich nothwendig erscheint nur die Beistellung einer Grundstäche von wenigstens 200 Quadratklaftern (700 Quadratmeter) von Seite der Schulgemeinden zur Anlage eines Schulgartens und die Anschaffung einiger weniger Werkzeuge. Da« zu diesem Zwecke geopferte Kapital wird reichliche Zinsen tragen. E« genügt heutzutage nicht, daß der künftige Land-wirth in der Volksschule Lesen, Schreiben und Rechnen lerne, er muß auch in Feld-, Garten-, Weingarten- und Waldkultur, über rationelle Viehzucht und Haushaltsführung unterrichtet werden. Die landwirthschaftliche Fortbildungsschule ist ein dringendes Bedürfniß geworden. Aufgabe des Landwirthes ist es, dem Boden das grrößtmögliche Erträgniß abzugewinnen; um dies zu erzielen, ist es nothwendig, daß schon in der Volksschule darin Untericht ertheilt werde. Um dem Boden eine entsprechende, die Steuerlast ertragende Rente abzugewinnen, muß man heute mehr lernen, als Vieh halten und süttern, den Stall au«misten, Dünger au«füh' ren, Pflug und Egge lenken, Aepfel und Birnen braten. Der Unterricht im rationellen Betrieb einer Landwirthschaft soll nach zurückgelegter Volksschule beginnen, Naturwissenschaften, Bodeil- und Pflanzenkunde, Pflege der Hau«-und Nutzthiere, Ok>stbaum-, Bienen-, Seidenzucht, Kultur der Aecker, Wiesen, Weingärten, Wälder und andere landwirthschaftliche Zweige umfassen und in der Regel in der Winterszeit, „Sie wollen gemeinschaftliche Sache mit uns machen, Herr von Aschersleben? Gegen Ihre Landsleute? „Diese plumpen Westphalen sind nieine Landsleute nicht." „Die Dame und ihr Vater sind keine Westphalen." „Pah, Polen denn." „Auch das wohl nicht —" „Nun meinethalben auch Deutsche. Ich gehöre der großen Nation an. Aber lassen Sie uns zur Sache kommen; hatten Sie schon einen Plan gemacht?" „Noch nicht." „So wüßte ich einen." „Lassen Sie hören, Herr von Aschersleben." „Jndeß, wozu noch erst ein weitläufiger Plan? Die Sache ist sehr einfach und macht sich von selbst. Man fordert die junge Dame zum Tanze auf, tritt mit ihr an, und läßt sie aus einmal ohne alle Veranlaffung in möglich auffalleilder Weife stehen." „Uild wer soll die Rolle übernehmen, Herr von Aschersleben? „Ich bin bereit dazu. Warum nicht? Die beiden Franzosen sahen sich an. „Er ist ein elender Deutscher," sagte der Blick de« einen. wöchentlich zweimal in der Dauer von je zwei Stunden ertheilt und auch in der Zeit vom März bis Ende Oktober fortgesetzt werden. Für die Honorirung des Lehrers wird die Landesvertretung Sorge tragen. (L a n d e s v e r mö g e n) Im Jahre 1861 belief sich das Landesvermögen der Steiermark auf 12,850.000 fl., die Passiva betrugen 3,680.000 fl. Im Jahre 1875 erreichte der Aktivstand die Höhe von 15,120.000 fl. und hatten sich die Passiven aus 3,300.000 fl. vermindert. Die Vermehrung des Landesvermögens beträgt demnach seit dem erwähnten Jahre 2,600.000 fl. Marburger Rerichte. (Lehrstelle.) Am Real-Gymnasium zu Pettau soll mit Beginn des nächsten Studienjahres die Lehrstelle für Geographie und Ge-schichte (mit deutscher Unterrichtssprache) besetzt werden. Die Ueberreichung der Gesuche kann bis Ende Mai stattfinden. (Real-Gymnasium in Pettau.) Der Unterrichtsminister hat dem Landtag erklärt, die angesprochene Erhöhung des Staats« beitrages für diese Anstalt nicht bewilligen zu können. Der betreffende Erlaß kommt nächstens im Unterrichtsausschusse des Landtages zur Vor-berathung. (Schadenfeuer.) Beim Grundbesitzer Anton Tschutschek in Unter-Welitschen brach am 5. d. M. gegen 6 Uhr Morgens Feuer au« und wurden vier Ställe, Dreschtenne, Streu-hlitte und Wagenschoppen, sämmtliches Futter und die meisten WirthschastSgeräthe eingeäschert. Der Schaden beträgt 1500 fl. Die Gebäude waren bis zur Höhe von 1300 fl. versichert. (Franz Keil, -j-) Der bekannte Veopla> stiker, Herr Franz Keil, ist nach jahrelangem, schmerzvollen Leiden hier am Freitag gestorben. (Gegen die ReblanS.) Auf der Tagesordnung der gestrigen Landtagssitzung befand sich auch der Bericht de« Lande«au«schusse«, betreffend Uebernahme jener Entschädigungsbeträge auf den Landesfond, welche Grundbesitzern aus Anlaß der gegen die Verbreitullg der Reblaus durchgeführte!» Maßregeln gebühren. (ZurLandtagSwahl im Wahlbezirke Marburg-Landgemeinde n.) Der Siebnerausschuß, welcher vom Landtag zur Prüfung der Wahlbeschwerde eingesetzt worden, besteht aus den Herren: Dr. Gmeiner, Baron Hackelberg, Baron Konrad, Dr. Wonnisch, Dr. Donnnkusch, Karlon und Konrad Seidl. Bei „Aber er thut es und nicht wir," antworteten die Augen des anderen. — Die Franzosen hatten Siecht. Es war ein elender, einer der elendesten, der verächtlichsten Deutschen, der so handeln konnte. Der elenden, verächtlichen Menschen gibt es viele, in allen Nationen; Deutschlaud hatte ihrer zu jener Zeit sehr viele, und besonder« bekanntlich unter dem Adel. Aber freilich war es frailzösische Nichtswürdigkeit, die an ih>len gearbeitet uild verdorbeil hatte, lange vor dem Jahre 1807 schon an den de»ltschen Höfen, deren schmach-volle Ausgabe es geworden war, die Sittenlos sigkeit des französischen Hofes in möglichst roher Weise nachzuahmen; die französische Fremdherrschaft in Deutschland hatte dann alles deutsche Ehr- und Nationalgesühl systematisch zll unterdrücken und zu vernichten gesucht. Die Renegaten sind überall die eifrigsten Lumpe. Sie werden dafür am meisten voi» denen verachtet, denen sie dienen. „Weiter," sagten die Franzosen zu dem Delltschen. „Das Weitere, nleine Herren, gibt sich gleichfalls von selbst. Der Liebhaber, der Vater werden Gellugthunng sorderil. Man wirst sie heute hinaus, und gibt ihneil morgen Genug-thung. Man ist sie ihnen schuldig." „Ja, man wäre sie ihm schuldig." der Konstituirung wurde Dr. Wonnisch zum Obmann, Baron Konrad zum Stellvertreter, Dr. Dominkusch zum Schriftführer gewählt. (Evang. Gemeinde.) Heute Vormittag 10 Uhr findet in der hiesigen evangelischen Kirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. Theater Dienstag den 7. März : „Maria Stuart" von Schiller. — Vor allem ande« ren sprechen wir dem umsichtigen Streicher des Äückes unseren besten Dank dafür aus, daß er von den Reden der auftretenden Personen so viel übrig gelassen, daß jene Zuhörer, weichen Schillers wirkliche Dichtung Mauer bekannt war. einen leitenden Faden doch gefunden haben. Ueber die Darstellung dieses Stuart-Fragmentes läßt stch nur wenig Gutes sagen. Am meisten befriedigte uns Herr Kainz als „Mortimer". Seine Sprache war älcherst einsichtsvoll sowohl in der Reflexion wie im Affekte, nicht der leiseste Schatten, nicht der immerklichste Farbenpunkt, den der Dichter be« tont haben wollte, ist unbemerkt geblieben. — Diese Art zu deklamiren steht weit über dem Niveau der Alltäglichkeit und würden wir die Darstellung des „Mortimer" ohne Bedenken als eine Kunstleistung bezeichnen, wenn Herr Kainz den Schwerpunkt seines Körpers ebenso gefunden hätte, wie der seines Geistes feststand. Doch waren, fein häufiges Herüberneigen des Oberkörpers, sein öfteres stch Erheben auf den Fußzehen, die unzeitig wiederholten Achter-Bewegungen mit den inlmer zitternden Händen unschön und wird er diese Fehler ablegen müssen, wenn er nicht nur den Beifall der Menge, welcher ihm diesesmal in außerordentlichem Maaße zu Theil ward, sondern auch den der anspruchsvollen, vernünftigen Zuschauer erhalten will. Frau Mathes-Röckel spielte als Gast die „Maria Stuart" und verfiel in den Jrrthum der meisten Darstellerinnen dieser Rolle. Diese „Maria" war eine Königin, die in voller Majestät sich einsam fühlt auf ihrer Höhe und nicht das unglückliche Weib, welches die Wahrheit und Aufrichtigkeit ihres Charakter« mit einer ganzen Seele darlegt, uns auf diesem Wege menschlich nahe rückt Die von Frau Mathes-Nöckel angewendete hyperpathetische Spielweife erwärmte nickt die Theilnahme der Zuschauer, und es wurde der schöne Gegensatz, welchen „Maria" zu ihrer königlichen Schwester Elisabeth einnimmt, »lur äußerst dunkel filhlbar gemacht. Die Königin „Eli sab et h" gab Frau Durmont. Dieselbe war besonnen genug ihr „Und Sie werden dabei sein." „Dabei allerdings." „So wären wir fertig." „Morgen rechnen Sie auf uns." „Da beginnt gerade ein Tanz. Ich gehe die Dame aufzufordern." Er wollte gehen, mußte aber seinen Schritt anhalten. „Was, zum Teufel, ist das? „Der Oberst geht zu der Dame." „Er selbst scheint sie auffordern zu wollen." „In der That. Horchen wir, was er sagt." Der Oberst des Regiments war auf Elvire .^Najewska zugegangen. Er verbeugte sich mit der vollen Galanterie des frailzösischen Offiziers vor ihr. „Mademoifelle, schenken Sie nur die Ehre dieses Tanzes! Sie hatten mir einst verziehen, zeigen Sie den Ernst ihrer Verzeihling." Elvire wurde verlegen. Sie hatte sich fest vorgenommen, nicht zu tanzen. Jedem Anderen hatte sie es ruhig mit der Festigkeit ihres Vorsatzes gesagt. Auf eine Aufforderung des Obersten war sie nicht vorbereitet. Sie erröthete tief. Aber ihr starkes und mnthiges Herz verließ sie auch hier nicht. „Herr Oberst," sagte sie klar und entschie» den, „mein Vater und ich haben Ihre Einladung unter den herrschendeil Uinständen als Vermögen zu berechnen, und so staild sie da in ihrer edlen Art wie eine betagte Königin und wagte, besorgt die Majestät ihrer Würde oder ihres Alters zu verletzen, nicht die kleiiiste jugendliche Bewegung. Auf diese Art konnte von einer richtigen Charakteristik nicht die Rede sein, und mußten wir Alles missen, was vom Teufel und vom Weibe an dieser Königin zum Vorschein kommen soll. Wir haben zu viel Achtung vor dieser mit Grund beliebten Schauspielerin, um sie deßhalb zu tadeln — die Rolle der Elisabeth war ihr ohne freie Wahl zugesellt. — Herr Ichheifer als „Graf v. Leicester" entzieht sich unserer Beurtheilung, da mir seine Reden nicht verstanden haben. Herr Schober lieb sich als „Okell y" die Gelegenheit nicht entgehen, einen gediegenen Unsinn zu sagen. Statt: „Der Stoß ging fehl, der Mantel fing ihn auf, meldete er mit allem Aufwände künstlerischer Hilfe: „Der Mantel ging fehl, der Stoß hielt ihn auf." Das Publikum wollte vor Lachen vergehen; wir aber können uns vor Aerger nicht fassen, daß in einer Schiller'schen Tragödie dergleichen traurige Zwischenfälle besorgt werden. Den strengsten Tadel aber verdient Herr Holdig, welcher den „Burlei g h" von Kunstpause zu Kunstpause durch alle Stadien der Verlegenheit geschleift hat. Eine derartige Geringschätzung der Zuhörer und seiner Pflicht verdient ungemessene Ärafe. — Warum übt das Publikum nicht selbst Gerechtigkeit aus, durch merkliche Zeicheu des -Mißsallens und läßt es geschehen, daß nian seine Langmuth täglich mehr und mehr mißbraliche. Donnerstag den 9. März eröffnete Fräulein Henriette Wieser vom Theater an der Wien ihr Gastspiel als Prinz „Ra fael" in Offenbachs „Prinzessin von Trapezunt". In Gesang, Spiel und Erscheinung gleich anziehend hat Frl. Wieser die Gunst des Pulilikums im Stunne gewonnen und erfreute sich eiuer seltenen, äußerst beifälligeil Allfnahme. Sardou's Drama „Ferreo l", welches am Benefize-Abend der Herren Kainz und Ich-heiser ill Szene gehen soll, ' behandelt einen äußerst interessanten Gerichtsfall; das Stück findet bei wachsender Ttieilnahme des Publi-knmS iln Karltheater zu Wien allabend lich gün -stige Auflmhme. — Das demnächst zur Aufführung gelangende Schauspiel: „Das Kapital" von Frankenhof, ist uns als gediegen bekannt, und dürfen wir davon einen äußerst befriedigenden Theaterabend erwarten. — Mit Herrn Schön- einen Befehl ansehen müssen, dem man sich nicht entziehen dürfe. Tanzen kann ich aber heute nicht. Ich muß Ihnen danken für die Ehre, die Sie mir erweisen wollten." „Wenn ich Sie nun zugleich gerade um Ihretwillen bäte, Mademoiselle? Der schon etwas bejahrte Offizier sah sie wohlwollend an. Sie mußte sich gleichwohl noch besinnen. „Nur eine einzige Tour, Mademoiselle." Sie reichte ihm die Hand. Er eröffnete mit ihr den Tanz. Er tanzte, wie er versprochen hatte, nur eine Tour mit it)r. Dann führte er sie mit seiner ganzen Höflichkeit auf ihre»! Platz zurück. Die drei Offiziere standen noch beisammen. „Was l)at er denn gewollt?" „Hat er einen Eigeilsinn durchsetzen wollen?" „Oder wollte er sich zu ihren« Beschützer erklären?" „Gegen wen?" „Gegen uns. Er war vorher in unserer Nähe, er kann aus unserm Gespräch einzelne Worte ausgesangen, er kann es ans unseren Piienen errathen haben." feld vom Stadttheater in Wien ist ein Gastspiel vereinbart worden. Wie man uns soeben mittheilt, wird noch im Laufe dieser Woche Anzengrubers „Dop» p e l s e l b st nl o r d" aufgeführt. Wir machen auf dieses Stück mit um so größerem Eifer aufmerkfam, als dasselbe sowohl dem Stoffe als der dichterischen Durchbildung nach als ein vollendetes Kunstwerk zu bezeichnen ist, aus Geist und Herz mit gleicher Macht einwirkt. Diese sogenannte Bauernposse, welche die Wiener Kritik einstimmig als Burgtheater fähig erklärt hat, wird am Benefizeabend des Komikers Herrn Lignory in Szene gehen, dessen treffliche Leistungen uus viele vergnügte Abende verschafft haben, webhalb nicht zu zweifeln ist, daß.da» Publikum ihm am Lchlusse der Saison die umfassendste Anerkennung nicht versagt und sich deßhalb recht zahlreich einfinden wird. Letzte Vost. Der Wiener Erzbischof ist zu Nom eingetroffen, angeblich auf Befehl deS Ba-ticanS, um für die Mitwirkung bei den kon-fessionellen Gesetzen (alS Tektionschef deS Kultusministerium«) Abbitte zu leisten. Die türkischen Behi^rden in Bi'Snien drohen, das Etgenthum der Flüchtlinge in Beschlag zu nehmen, wen« diese nicht zurück, tehren. Die Republiken in MittelAmerika wollen stch zu einem Bundesstaat verei-nigen. Eingesandt. An den Herrn Dir. Dietz wird das Ansuchen gestellt, es zu ermöglichen, daß Fräulein Wieser die „Galathe" singe, wodurch dem hiesigen Theater - Publikuni ein lohnender Genuß geboten werden könnte, der Gastin reizendes Spiel und künstlerische Gesangweise im vollsten Umfange bewnttdern zu können. Eingesandt Offenes Wort an Seine Hochwürden, den Herrn Martin Stranjschak, Pfarrer in Kötfch. Am Faschingdienstag Nachts wurde der Gastwirth St. Christoph in Ober-PulSgau wich» rend des Tanzens vom Schlage getroffen ul,d erfolgte der Tod augenblicklich. Der Verblichene war ein tüchtiger, redlicher Geschäftsmann, leutselig im Verkehr, ein ninsterhafter Familienvater, ein sehr eifriges Mitglied des Gemeinderathes und bewies die überaus zahlreiche Leichenbegleitung, welche ÄcHung und Freundschaft dieser Ehrenmann in seiner Heimatgemeinde »nid in deren Umgebung genossen. Das Begräbniß war ein „christliches" in aller Fornl. Trotz alldem haben Sie am nächsteil Sonntag diesen Todesfall zum Gegenstände Ihrer Strafpredigt g-.macht. Christoph habe eine Sünde begangen, sagten Sie: er habe mit dem Teufel getanzt und sei vom Teufel erdrückt worden zur Strafe und zum abschreckeuden Beispiel für Andere. Der Finger Gottes zeige hier, welch' ein fündhaftes Treiben der Tanz sei... u. f. w. Der Herr Pfarrer von Ober.Pnlsgau hat den Todten eingesegnet und Sie lassen dieseni nicht einmal ini Grabe Ruh. Wie reimt sich Jl)re Handlungsweise nnt der Jlires Anitsbru-ders? Kennen Sie nicht die Bedeutung des Spruches: „in Wie end- lich verträgt sich Jl)r Wort und Jt)r Ton aus der Kanzel nnt der Würde Ihres Berufes? Unter Kots ch Ein andächtiger Znhörer. Mehrere tausent^ Stück 2jährige Apfelwildlinge zlt uerkcinseu. Änzusra-^en beim Schuld,.ttrr dcr k. k ^ehrerbildungS.Anstalt. ^297 Auszug au» dem Beobachtungtergist« der mettorologischen BeobachtungSstati«« Weinbauschule Marburg. L -Z 1?7« Temperatur nach CelfiuS 7 Uhr I Z Uhr l 9 Uhr Mrz. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 3 2 8 8 26 S 2 0 -1-8 74 10 2 7 8 11-4 k 4 8-2 S-8 1-8 2-8 40 7-4 10 24 80 1-0 . Luftdruck in Millimetern TageSmittel 787 4 736-8 732 9 750-1 31-1 7243 721.2 Keuch, tigkeit in Pro-centen 83 89 80 86 SA 70 89 Bewölkung 7 Uhr 2 Uhr bewölkt halb bew. halb dem. bewölkt heiter heiter bewölkt heiter kalb bew. bewölkt ganz bew. halb bew. bewölkt bewölkt Summa der Niederschläge vom 4. bi» 10. März: 11 5 9 Uhr heiter ganz bew. halb bew. etwa» bew^ wenig bew. halb bew. bewölkt Anmerkung Abends Regen. Mittags u. Nachm. Mittags starker W.Abend» starker SW Morgens Regen; Regen. Wind. Mittags Schnee. vis »Uvv Vsrvavä- tsll uli6 äis tlöotist kstrübsQäs Xaoti» riedt von äsw Musodsiävl» idror iQvixstxsUsb-ton, ullvsrKssslivlisll ^uttsr, dssivtiullß^svsiss (?rlisö» un6 Letlviöß^srilluttsr, äsr Ürsula ?orl(o gsd 8allol(vr, Klltvi'äli'slltoi'» Rfit««, xvslctis ani 10. <1. Äl. ^1)vQ<1s 8 ^ vom LolilaKs ssiroüöu — im 73. I^odsos^kdro plöte» liod IQ ölll lzvsvsrss ^svgoits »bdsrukev vuräv. Dis irdisvlts Hülls äsr tlisuersv Vsrblivdv-V6N >virä 8c>Qlitk>.A Äsu 12. ä. um 3 Ildr I^avdmittaK, vom Virktmsvr'sodsQ Rauss, lax-pöivkl'plg.t^, 2ur svi^su Üudö dsstatt^vt. Ois Iii. Leslsllmssss vir6 dsQ 13. ü. I»1. um 9 in äsr liissixeu vom- uuä Ltsätpkarricirvbv gslsssa. Ng-rbur^ SM 11. ^är2 1876. vis Lcd^visAsrkölms: Dio Lötms: ^arl kvuter. rrkns! I»erlco. LZu«t»v HVukvttvdvx perkv. l Vis SedwivKsrtüolitvr: ?l»«rvs pvrico xsd. AI»lter. ^nna I'vrico xsd. Hlurauvr. vis löobtsr! vsrvksl. kvatvi-. .ßv^kNN» pvrlt» voroksl. vis Llllcal: ^ttton, Viktvi^ ull6 V»It»r p«rko. Oai l uuäkviiter. Onrl uvä ^nn» p«rli». II. »taivrm. I^oiodsui»akb»Itruvxli- u. LovrSigu»ss-^o»t»It. Ls dst äsm Xllmäedltixsa xskkllva, llsrra k'i'iln^ keil, llipl. ^potkslrv!' UQ<^ l^eoplkstilisi', naeli ^al^relklQKSM getimsi ^vollsu I^oidsQ iQ sia bssssrvL ^sn3vit8 »dsuruksn. Vis I^violls >virl1 8c>rliit»x clsn 12. 6. ^kczdmittag^ 2 Dkr vum l^olcals 6ör runZsanZtalt in äsi' (^rasvrvorst^sÄt. aus, auk äsll ^rieädok üdsrkükrt. vis KI. 8sölsums8sv I^ovtax um 10 I^dr in 6sr Vvmiliroks ß^slssso. kude ssivsr ^seks! Älaiburx am 11. 1876. (296 II. stoivrm. l^oielieQ»ukb»druntx»» v. Vssräljxulixli-^vstttlt. I> s a SKI» I^'ür «^iv vislssiti^s livbsvolls I'dsilnsdms ulul (Iis üdsraus saklisieks ksßlsitung bvi lism I^eivlislllisxiiu^nisse 6ss nun in 6ott rukouclsll llsrrn Ki-vgoi- Ii-ibnilt, Sokul- unit »»usikliii-oktof« In Vlltl, sprsc^dsn im si^susn un6 im t^amsn ^sr ük> ri^SQ Vervantlton ikrsv innigsten, tisLß^eiiidl-tvstsll Vanic aus VVitvs äoit ^Iu»i^^Lov»srv»toriums in >V>vn, liill^sr. oi öio VorllgtSNon-Illlnsilllcapollo Lonvsrtpiöoon vorti'Sgon «iril. Sanivn Größte Auswahl in Gemüse-, Feld-, Grassame» und Kleearten, ferner mehrere Gattungen ausländischer Erdäpfel, sowie ein großes Sortiment von Blumeusame« aus der berühmten Grafl. H. AttemS'schen Samenkalturstation in St. Peter bei Graz, empfiehlt ZI. S24 am Sofien« und am Burgplaß. Im M»Ä«N » werden Ztrohhiite zuln putzen übernommen. Neue elegante Damen- ^ Kinder-Hüte sind stets am Lager. Daselbst werden Damenkleider elegant und billig verfertigt, in Wäsche auch ganze Ausstattungen gemacht. Zugleich empfiehlt ihr Lager in fertiger Herren-, Damen- » Kinder-Wäsche, geftickte Streifen, Spitzen, Sander, Slumen, Federn, Wpfe zc. zc., sowie eine Partie elegante billige Sountnschirme. Achtungsvoll 309) HUsupvtße Zwei eingerichtete Zimmer gafseusritig, sind auch einzeln vom 1. April in der Postgasse HauS Nr. 24 im 1. Stock zn vergeben. t278 Mehrere hundert Stück ^l«r «trSuHker 100 Stück in 10 schön blühenden Sorten 10 fl. 267) Ferner alle Gattungen Äeinitiv» «nÄ find zu haben im ehemals Vanealarische« Garten, Josefistraße Nr. 3. KastanieMume 8 Stück schöne, große sind zu haben. Auskunft im Comptoir d. Bl. (2S7 Eine Wohnung die Aussicht auf den Haupiplap. sonnseitig. bestehend aus 2 Zimmern, Sparhcrdkücht, Holzlage ze. ist bis 1. Mai zu beziehen. Anfrage in der Handlung Joh. Mayr, Hauptplah. (254 >m S........2b Zur Sicherstellung diestr sämmtlicher Schotter-verfülirunn findet am IS. März 1876 Bor-miltag 10 Uhr im hiesigen BezirksvertretungS-Lokale eine Minueitdo-Lizltation statt. Für die Straßen I, II und IV ist der Schotter auS den Marburger Schottergruben, für die Straße III auS dem Zentnrr'schen Stein-bruche in St. Jakob zu verführen. Die Lizitat!onsbedinl;nisse können in der hiesigen Amt?tanzlei eingesel)en werden. Bezirksausschuß Marburg 3. März 1876. Der Obmann: Konrad Seidl. Anzeige. Vom 15. März an k^^stet beim Gefertigteil das halbe Kilo gutcs Ochsenfleisäi kr. „ Kalbflasch ZKQ kr. „ Schiveinflcljch AG kr. Achtungsvoll (A95 Ibomas Kvi8msnn, Flkischhtmer in der Schulgasse. Als Schaffer od. Maier sucht ein vecheirateter MaitN mit guten Zeug-uisstn aus einem Gute oder größeren Wirthschast baldit^es Unterkommen. (307 Näheres bei I. Kadlik in Marburg. . Ein Garten iu der Grazervorstlidt, Blumengasse, als Bauplatz geeigiut, und -ine Dreschtenne in Kärnlnervo'stadt, gut gebaut, sehr leicht in ein Wohnhaus umzugestalten, sind zu verkaufen. NahertS bei Kranz Pichl er sen. in der Grazcrgasse._(248 Dampf'u.Wannkiibad in der Kürntnrr-Vorltiidt täglich 7 Uhr Früh bis 7 lihr Abends. 156 Alois Schmiederer. Ich erlaube mir dem ?. I'. Publikum er, gebenst anzuzeigen, daß ich durch meine vieljährigen Dienstleistungen als Arbeiter mich der vollsten Zufriedenheit zu erfrtuen habe, und werde auch in Zukunft als Geschäftsmann bemüht sein, jede mir anvertraute Arbeit nicht blos solid auszuführen. sondern auch billigst zu bercchntn. 'Zur Bequemlichkeit der Kunden halte ich Musterkarten zur beliebigen Auswahl. Auch werden Repar atu ren bereitwilligst besorgt. (294 Indem ich vielen geneigten Aufträgen mit Zuversicht entgegensehe, zeichne mich mit vollster Achtung ^ f ^ /ranz Iesenko, Herren Kleidermacher. Pfarrhosgass« Rr. ISl (Staudlngerlchei Hau»). Ein GewHlbe mit einem Nebenlokol in der oberen Herrengasse Nr. 146 ist um den jährlichen Miethzins von 120 fl. zu vergeben. _ Zu oermiethen: Virgerilraßt Nr. S02, Kiiserftraße Nr. 190 Wohnnustze«, daselbst auch tiii Keller; Nr. 31 Magdoltiiiorkadt Wohnungen uno ein Gewölbe. Anfrage Poberscheistraße Nr. 28. 226 Rast^ i/^NAIgS. Hill- ^ VörliArck von ötaatZ^ unä Lis6Ql)a1ir»papiersll, krio-ritätell, ptauädrisföu, OrunäslitlastllvKZ-OdliZationvu, I^03Sll, 6v1ä- und Lilksrmiili^sn, aus1älläi3edeii eto. vto. aus Ltaatspapiers, 80^16 Lovsti^s paxioro, in- unä auMnäisvdo I^oss; kilelcziMullF Kanu vaeli Lelislisn auk vßiiinnl oäsr in sitolASQ, allen verloskarvn ?apisrov Kstiort; jeävi' ^er Dauer äor liüclc^alllunA etxva gllt5a11snäs äöm I^iAt'nt^ümor. 263) nlle» Z^lvliunxvn. IM" Ir«Iker /56St't2!6>' 5. ^ c' VivQ, I., voll»r»»strasso 1v. Nr. 2719. Edikt. 293 Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l.D.U. wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des Johann Ferk als als Vormund der mj. Franz und Josef Strauß die freiwillige öffentliche Versteigerung der den leiteten gehörigen Weine der 1875er Fechsung, bestehend aus 20 Halbstartin ohne Faß. bewilligt und zur Vornahme derselben die Tagsatzung auf den März 1376 n. z. Vormittag 10 Uhr bei der Weingarten-Realität in Roßbach und Nachmittag 2 Uhr bei der Weingarten« Realität in GradiSka angeordnet worden. Hiezu werden Kauflustige mit dem Anhange eingeladen, daß die Weine nur gegen sogleiche Barzahlung hintangegeben werde»,, daß für die Weine nach dem Zuschlage nicht mehr gehaftet werde und daß dieselben auf Kosten deS ErsteherS binnen längstens 4 Tage vom Tage der Lizita« tion an gerechnet, abgezogen und weggeführt werden müssen. K. k. Bezirksgericht Marburg l.D.U. _am 25. Februar 1676. Gin Thesenaeker in der Gemeinde Unterrothwein sud Folio 191 aä Magistrat Marburg, im Flächenmaße von 1 Joch 191 Qkl. ist unter billigen Bedinz^ungen sogleich zu verkaufen. (265 Anzufragen bel der Eigenthümerin Johanna Sel'ekowltsch in Marburg, Kärntnervorstadt 18. Gin möblirteS Aimmer, gaffenseitlg, in der Kärntnervorstadt Nr. 16, I. Stock, ist sogleich zu vergeben. (253 Z. 214. Edikt. 257 ißerlimy einer Land-Ncalität. Die Realität Urb. Nr. 7 acl Amthofen bei der Kirche zu Hl. Kreuz, enthaltend 2 Wohn-, dann 1 Wohn- und WirthschaftSgebäude nebst dazu gehörigen Grutldstilck»urs. kin seit Z0 Jahren im besten Betriebe in einer der stequentesten Straßen der Stadt Graz, ist sammt gut arrangirtem Waarenlager ans freier Hand zu verkaufen (188 Anzufragen im Comptoir d. B. VU MdU Nl! UllrSM MNt. vurok 26 ^akrs orpfodt l Anatherin-PrSpWte von Dr. k*oi»x» k. k. Hof-Zlihiiarzt in Wien, Bognergasse 2. Zum Ausfüssen yoyler Zähne gibt es kein wirksameret und beHre» Mittel al« die welqe sich jede Person selbst ganz leicht und schmerzlos in den hohlen Zahn bringen kann, die sich dann fest mit den Zahnresten und Zahnfleisch verbindet, den Zahn vor weiterer Zerstörung schiiht und den Schmerz stillt. (1 Preis per EtuiS S fl. 10 kr. Anat^erin - Mundwasser in Flacons zu fl. 1.40, ist das vorzüglichste Mittel bei rheumatischen Zahn schmerzen, bei Entzündungen, Geschwülsten und Ge-schwüren des Zahnfleisches, eS löst deu vorhandenen Zahnstein und verhindert dessen Neubildung, befestigt^ locker gewordene Zähne dur^ Kräftigun» des Zahn-fleischeS; und indem eS die Zähne und daS Zahnfleisch von allen schädlichen Stoffen reinigt, verleiht es dem Munde eiue angenehme Frische und beseitigt den Übeln Geruch auS demselben schon nach kurzem Gebrauche. ^v»tkvrin-ZL»I»up«»st» Dieses Präparat erhält die Frische und Reinheit des AthemS, eS dient überdies noch um den Zalinen ein blendend weißes Aussehen zu verleihen, nm das Verderben derselben zu verhilteu und um daS Zahnfleisch zu stärken. Preis per Dose fl. I.2S, per Paket öl) kr.^'HW VvKvt»bi>isot»os ^»tlapulver. ^S reinis,t die Zähne derart, daß durch dessen täglichen Gebrauch nicht nnr der gewöhnlich so lästige iZahnstein entfernt wird, sondern auch dle Glasur der iZühne an Weiße nnd Zartheit immer zunimntt. LFD?" Preis ver Schachtel 63 kr. ö. W. ^ Zknltttttiliküti'n für Erwachsene pr. Stiirk 8l) kr. „ für Kinder pr. Stück 50 kr. Depots in: IVlnlduix in tjarivkl »r ^potliolcv, iioi W. Lüllix, ^patkslls Usriatiilk, bvi llvl'ru AI. Nvriü nnd ia 'I'auLltmaQus ; soviö in sammtliodsu ^potlis-l^tzn, l'artumsrioll u. l?alslltsriövaarvlltikvä1unxöii Ltsiernmrks. Warnung! Da sehr oft gefälschte Präparate meiner Erzeug nisse mit meinem Namen, derselben A uSstattung zum Veikaitfe billiger oder zu gleichem Pre'se anögeboten-lverdeii, aber notorisch die nacht heiligsten Fol-gen nach sich gezogen haben oder ganz wir-fnttgSlvK blieben: so bitte ich daS ?. 2'. Publikum geeignete» Kalles mir das gefälschte Erzeugnis per P^'st aus meine Kosten zu übersenden, mit Angabe des Perkäufers, um gegen den Fälscher gerichtlich einsciireiteu zn können. Meine sämmtlicheu Anather i n-Präparnte find iu der gegebenen Form nnd Ausstattuug wie die Flasche. Ä.iosel als Verschluß, des äußeren Umschlages v«i i». k. ?m«Ii ii !!l»rl»il'z von «ßviK Sollten «rlUlnal (141 mit Vsrsotilu»» unö M eoilt »r Mrdurx Luellt kür Ickarbnl'ß^ unä eivev tüektißen «um Verkäufe von l.080N unä ksntv ^eKen wonstlioke 2slilunxen. ReLo-renken er^ünsodt; selir xute Lnxsaxementsbeßai1( 23 »M aas V. I^nokvint 2 Wal monatNvk. ?r6i3 5ür äas Kan-s Viertels'aiir (6 ^oäeuummeru mit 6 lluterlialtuvAs- uaä 6 Leduitt- »kütirliod: Lvvv ()rixiva!-II1u8tk'»tic>vev, 209 Ltiolcsrsi-Vorlkgso, 2<)v Loduittmustsr, voällrcb, uutsi' ösitiieuns viuer klareri Lsssdrsi- « buriA^, äai'ASvtsIlt vveräov: ^IIs >^ktsn ?oilvttö- — -----VM V» —S--* xsxsnstk^ricls knr Oamvn un6 ktinäer, tsrnsi'I^sid-väsvkv kiir vmnen, Horren unä XivÄvr, Kanänr-dsitsn in rsicdster ^usvalil. — l)sr „bsllstrigti-vlzkv l'ksil- bringt nur gt^Ivollo untsrkalteväs lillä dvisdrsnäö dsr ksliedtsstön äsutslztisn LokriftZtsllor un6 künstlvrisok au»xs-tükrtv VriKiukI-Ijlustrstionva. öoiblättvin): 2 K.-Iilarll VaLSvldö. pravktsusgakv mit ^ädrlieli 52 oolorirtou kuxfsru: " 4N.-«!!-lfI(S0^vv. .läkriiok: 2000 Orixinal-IUnsti-ktionsn, 200 Ltioksrsi.Vorlszsvv^ 400 Svdmttmuitor. : III.5adrAavx.Lnvkstnt ä.«RoowWNMa vis iUustl'irts l^oäon^eitunx, eins t>l1!les VolKs-^uv^kdo von „Viotvria- bvrv. ^klsu» uvä VVsIt", ^isdt in ^oäsr liulnmvl' äsn vollstäuÄiKon Innalt. einer ^rvsits-^uinmsr äer dsiäsn 2situnKsu visävr. kxpi^tlitivn «ivi' VieloriA 46, 1^üt20^8trtt88e in Vvriin >v. ^Ilo öuekliaväluvxsu UNÄ?08tämter äs8 In- unä ^u8lauäss nstimvv jväsrivlt övLtsIlllNßsn vutxeKvn unä lisksrn aut VvrlanZ^ prodvnummvrn gratis. (l10 VSSDWS Verstorbeile in Marbura. b. März: Tobitschar Paullue, BrieftriigerStochter, III., Schiizerstraße, Lungentuberkulosei ö.: WaldhanS Rudolf, Siseubahnbohrerssohn, 2 I., Neue Kolonie, Me-ningitl»: Pleuuik Maria, Vahnwächterttochter, 4 Z., Magdalenavorstadt, Morbus Brighti'. Fröhlich Alois, Schriftenmaler, liv I., Herrengaffe, Rippenfellentziinduug; 9.: Ära NN er Annp, BinderStochter, 7 Mo»., Exerciek' platz, Lnnaenkatarrh; 10.: Ribie Luzia, Taglöljner». tochter. I'/^ I.. Kärntnervorstadt, Morbilleni Fridum Jsabella, BahnsattlerStochter, 9 Monate, Nene Kolonie, Fraisen ; Keil Franz, Mag. Pharmac., 53 I., Kärntner. Vorstadt, RückeumarkSschwindsncht; Perko llfsula, Güter« direktoröwitwe, 73 I., Tappeinerplatz, Altersschwäche; 11.: GaiS hofer Maria, Bahnheizerttochter, 9 Mon., Alte Kolonie, Magenkatarrh. Billig zu verkaufen: Eine Handniühle mit 2 Gättgen, mit vurzüi)lichctt 18 Zoll l.'lrile» Bt.ihlsteine.i, solidem Elscngctucbc und schlv>.'Nc!t t'.up.isertieitl Schivunj^« tiZvi und Beutelkasten vclseheti. Eij,nel sich auch aus Wass.rbetricb, da dt^s G«stelle, tMs welchem die Steine ruhrn, „uS soliden starkem Eichenholz«' gebaut ist. 23U Ferner Fortopiano mit luisgezeichnitcr Resonanze, billig. Anfragen wollen gefülligstpor-tofttl an die Out^verlvaltuttg Ebensfeld bei Pettau gerichtet werden. F. G. Mehrere Hundert (169 weiche Sessel sind zu verkaufen. Näheres im Comptoir d. Bl. krlu» Nvillvr Faßbinder, empfiehlt ein großes Lager von zu den billgsten Preis-n. (247 I I o? sj » (k'allsuokt) Iioilt drieLivii ^er 8peoi»IarLt V?. ILtllt»«!», !^eust»6t, Oresäsn ^Lsvliseii). Lereil« liber 8VW mit Krkvix dell«ii?tt. Gemischte Züge. Bon Mürzzufchlag nach Triest: Anknnft 1 U. 49 M. Abfahrt 2 U. ÄS M. Nachm. Bon Triest nach Mürzz Uschlag: Ankunft 1Z U. 16 M. Abfahrt IS U. 48 M «achm.