Nr. 232. Donnerstag, 9. Oktober 1913. 132. Jahrgang. Mbacher Zeitma »2li, halbjährig n ll, Für dis ZiiNeNulig in? Haus ganzjährig i! li — Ins»p«»Vn»,,biUf»: ssür lleinc Inftratr b>« ,» v b, grbhere per Zeile 12 K^ bc< ü«erc„ Wisdslholungcn per Zeile « b. Die «Laibacher Zritlmg» erjchrnil täniick, nn, «utünlimr t'er ^onn- nn'k ^cieriogs. Die A»«<»«ftr»«»»» befmdtl stch Vl!llo«,östtaße Ni,:6: blr P»d»ll««, Millk»«iöftlah, Nl, 1«, T?rechfli,i!d,n der «ednttion von » bii ,« Uhi vormittag«. Unftanlicitt Nrieem Tode dcr Kaiserin-Witwe und des Kaisers wurde Vuanschiklai durch ein Edikt des Regenten abgesetzt und ine Exil geschickt, wo er fast drei Jahre verblieb. Als aber im Ol-t«ber 1911 die Revolution ausbrach, erblickten die Anhänger der Manbschu - Dynastie in dem tatkräftigen Manne, dem auch die von ihm ausgebildeten Truppen ergeben waren, ihre wichtigste Stütze. Er wurde zum Vizelönig von Hukwang ernannt, zögerte abcr, das Amt anzutreten. Erst als ihm unumschränkte Vollmacht zur Wiederherstellung der Ordnung und der Obeibeschl über die gesamten Truppen übertragen worden waren, kam er nach Peking, bildete ein neues Ministerium und veranlaßte den Regenten, den Eid auf die Verfassung zu leisten. Zum Zwecke von Verhandlungen mit de» Aufständischen bewilligte er diesen einen Waffenstillstand unv zeigte sich entschlösse», ihre wichtigste» Forderungen durchzuführen, wie er den» überhaupt alsbald den Übergang zu den Republikanern vollzog. Er zwang den Regenten zur Abdankung und traf ein Abkommen mit den Führern der Revolution, wonach die Entscheidung über die Reichs-vcrsassung der Nationalversammlung überlassen wurde. Diese entschied sich für eine republikanische. Verfassung und wählte am 10. März 1912 ^uanschillai zum provisorischen Präsidenten. Zur Befestigung seiner Autorität trug wesentlich der Umstand bei, baß er unter den chinesischen Staatsmännern das größte Vertrauen im Auslande bejah und die chinesische Republik zur Konsoli- Feuilleton. Ben Alfrouns Erfolg. Von Alfred ^iwi.'. (Schluß.) Halte Gnsw» recht — oder sollte diesmal wirklich die Lächerlichkeit siegend Ben Afroun war nach kurzer Zeit der stänoige Gast der Gräfin Thekla geworden, und wenn man ihn in der den Anhängern Mohammeds eigenen Attitüde maj^ statischer Gelassenheit beobachtete, schien er stets sagen zu wollen: „Hier habe ich meine Zelte errichtet — hier will ich weilen!" Was Prinz Tranes aus uneigennützigem Interesse nie hattc erreichen sönnen, Nen Afroun war es mit wenigen Worie» gelungen, die Verbannung d'Escaieuls. Aber auch Prinz Tn'ncs hatte bald Gelegenheit zu erfahren, daß Nen Afronn ihn ans seiner bcvorzufnrn Stellung bci dcr Gräsin verdrängt hatte. „Ich werde nicht müde," sagte sie eines Abends, als sie zu dreien in Thcklas Salon saßen, „Ven As-rcmns wallende Gewänder zu betrachten. Wie, stecht ihr anderen Männer doch dagegen ab, die ihr durch die Modc z„ solch eincr grotesken Kleidung verurteilt seid." Gaston Tranes lächelte spöttisch: „Liebe Gräfin, um Ihnen zu gefalle», werde ich mich Ihnen nächstens m meinem Schlafrock präsentieren, welcher noch reicher, noch phantastischer ist als Vcn Asrnuns Kleidung." „Sie sind albern, Prinz," unterbrach ihn ' Thclla »»mutig, „und jeden, anderen würde ich es auf das strengste untersagen, in meinem Hanse spöttisch über Aen Afroun zu sprechen. Ben Afroun steht meinem Herzen nahe, ich mache kein Hehl daraus," sie reichte Ncn Asroun die .Hand, welche dieser zärtlich küßte, „und wer ihn be leidigt, beleidigt mich!" „Ich bitte um Entschuldigung, Grafin, wenn ich mich nicht so blumenreich ausdrücke» kann wie dieser würdige Scheich, aber dafür werde ich desto deutlicher sprechen. Gestatten Sie mir nur eine Fragc an Hcrrn Ve» Afro»»: Sagcn Sie mal, mein lieber, haben (H,« schon Antwort auf Ihren Vries an Ismail?" Vcn Afroun, seine gewohnte Ruhe verlierend, sprang schreckensbleich vom Stnhlc aus und Gräfin Glexworth rief ängstlich: „Aber, Prinz, was bedeutet dies?" „Das bedeutet," erwiderte Gaston ernst, „daß ich Sie vor dcr Lächerlichkeit retten, daß ich Sie von cincn, Betrüger befreie» will, falls es noch nickt zu spät ist. Also bitte hören Sic, und Sie, würdiger Scheich, setzen Sie sich ruhig hin, sonst-------" Gaston machte eine nicht mißzuvcrstehende Hand. bewegung, dann zog er cincn Brief ans dcr Tasche u»d begann: „Ben Afroun, Scheich der Hadidi uo» Isinael! Ich bin glücklich, dir mitteilen zu können, daß Allah die Reise deines .Knechtes zu segnen scheint. Ninncn kurzem werde ich mein Ziel erreicht habe» u»d die Be» Itou-»is wrrdc» mir cbc»so Untertan sein wie die Vcn Ha didi. Abcr höre, wie ich dies alles erreicht habe. Man hatte mir gesagt, daß in Frankreich die Frau Sonne, Regen nnd Wind bestimmt. Ich faßte also den Plan, eine solche Unterstützung zu suchen, dic mir auch schneller als ich dachte, zuteil wurde. Unser Freund d'Escaicul führte mich zu dcr Gräfin GIcnworth, zu deren Anbetern der Großwefir von Frankreich gehört. Bald hatte ich die Schwächen der schönen Frau durchschaut. Sie war stolz wie ein Psau. gelehrt wie ein Marabout und eitel wie ein Strauß, kurz, einc Frau wic alle anderen, dic unter einem majestätischen Änftreten alle Schwächen verbarg, die ein Weib besitzt. Ich schmeichelte ihr, ich lobte ihre Talente, ich verglich sie mit den Houris des Paradieses, nnd bald nahm ich d<» bevorzugtesten Platz bei ihr ein. O, mein Freund, wen» ich gewollt häts, ich hätte noch mehr erreicht, abcr ich hatte nur ein Ziel vor Augen, die Unterwerfung der Itounis. Endlich brachte mir die Gräfin die Nachricht, daß es erreicht sei, daß ich in wenigen Tagen die Bestätigung drs Großwesirs erhalte» werde. Dann wcrde ich z» Euch zurückkehren und in den Zelten werde ich erzähle», wie ei» Soh» Afrikas ein europäisches Weib betörte. Meine Erzählung wird die Genosse» ergötze», »nd wen» jemand meine» Worte» nicht Glauben schenke» wird, werde ich ihn a» den Spruch erinnern, baß nicinmid leichter zu betören ist dcn» ein eitles Weib! Als Gaston seine Lektüre schloß, war Ben Afroun verschwunden. „Sie, sehen, Gräsin, »velche Person Sie Ihren Freunden vorgezogen. D'Escaicul erhielt diesen Brief von Fontcocllc, »m den elenden Arnbc, zur Rechenschaft zu ziehen. Es wäre meinem Freunde und mir eine Ehre gewesen, Ihren Ruf gegen jedermann zu verteidigen, aber die Vorschriften und Gefehe der Ehre verbieten uns, uns mit diesem Afrikaner zu schlagen!" Die Gräfin war unter dem unerwarteten Schlage crblcickt, abcr bald hatte sie ihrc Fassung wiedererlangt, und den Prinzen unterbrechend, erwiderte sie stolz: „Ich danke Ihnen, Prinz, für ihren Freundschaftsdienst" aber ich weiß genau, was ich zu tun habe. Ich gestehe niemandem das Recht zu, mich zu bevormunden. Mein Entschluß ist gefaßt: ich wcrde reise», die Welt soll keine Gelegenheit haben, Thekla Glcnworth zu bemitleiden!" „So wünsche ich Ihnen glückliche Reise, Gräfin, und auf Wiedersehen!" erwiderte Gaston Tranes fein lächelnd und verließ »ach ei»er tiefen Verbeugung den Salon. Vor dem Hause zündete er sich einc Zigarette an, und dem Klub zuschlendernd, murmelte er: „Ich danke dir, edler Scheich, du hast die erste Bresche in die Festung geschossen, seien wir der, Glückliche, dem sie kapituliert!" Laibacher Zeitung Nr. 232.___________________________________2128 9 Oktober 1913. dierung der Finanzen auf den ausländischen Geldmarkt angewiesen war. Bekanntlich hatte die junge Republik im heurigen Jahre, nachdem schon im Vorjahre die Lostrennung der Mongolei erfolgt war, einen Aufstand der Südprovinzen niederzuwerfen. Nun ist der gewandte Mann, der an ihrer Wiege gestanden und sie bisher erfolgreich aus allen Fiihrlichkeiten herausgeführt hat, zu ihrem definitiven Oberhaupt erkoren worden. Politische Uebersicht. Laibach, 8. Oktober. Das „Fremdenblatt" bemerkt zu der Abberufung des Petersburger Botschafters Grafen von Thurn und Valsassma: Die Nachricht von dem bevorstehenden Rücktritt des Botschafters war bereits vor einiger Zeit in die Öffentlichkeit gelangt, ohne besondere Überraschung hervorzurufen, da es ja bekannt ist, daß Graf Thurn gleich bei seiner Ernennung zum Botschafter in Petersburg die Bitte ausgesprochen hatte, seine Belassung aus diesem Posten aus Familienrücksichten zeitlich zu beschränken. Die Balkanereigmsse erforderten eine Verschiebung des ursprünglich in Aussicht genommenen Termins für seinen Rücktritt, da angesichts der unsicheren Lage im nahen Osten ein Wechsel auf dem Petersburger Posten untunlich erschien. Nun hat sich die Situation geklärt, die Gründe für e>in längeres Verbleiben des Botschafters sind damit weggefallen und es wird daher seinem sofort bei seiner Berufung geäußerten und nunmehr wiederholten Ersuchen Folge gegeben. Graf Thurn hat in politisch schwierigen Zeiten seinen verantwortungs-reichen Posten mit Aufopferung und Pflichteifer versehen und hat es verstanden, sich während seiner Wirksamkeit sowohl bei Hofe als in der Gesellschaft die aufrichtigsten Sympathien zu erwerben. Aus Prag wird gemeldet: Die ehemaligen Land-tagsabgeordneten und die Reichsratsabgeordneten der böhmisch'freisinnissen Natimullpartci hielten unter dein Vorsitz des ehemaligen ^andesausschußbeisitzers Adamet eine Sitzung ab. Dr. Fort erstattete das Referat über die politische Lage, woran sich eine längere, heftige Debatte schloß. Der Antrag Fort, daß Dr. Kramar nachdrücklichst ersucht werde, den Vorsitz der Partei zu übernehmen, wurde einstimmig angenommen. Behufs Durchführung dieses Antrages wurde ein eigenes Komitee gewählt. Der Landtag vo» Tteiermarl wurde auf den 10. d. einberufen. Die „Zeit" hält das in Graz geschlossene Kompromiß, welches die Arbeitsfähigkeit des Landtages sichert, als vorbildlich für ganz Osterreich. Deutsche und Slovcnen haben fürs erste eine Reihe dringlicher Ve» waltungsfragen abgegrenzt, während andere, schwierigere Punkte einem späteren Ausgleich vorbehalten bleiben. Das ist eine Methode, die auch in anderen Landtagen eingeschlagen werden könnte. Hoffentlich wird der im steirischen Landtag glücklich errungene Friedenserfolg vielseitige Nachahmung finden. Präsident Poincan" ist am 7. d. M. in Madrid eingetroffen. Die Begrüßung durch den König trug eineil sehr herzlichen Charakter. — In einer Pariser Zuschrift von besonderer Seite bemerkt das „Neue Wiener Tagblatt" zu der Reise des Präsidenten Poincar«"' nach Spanien: Man empfinde in beiden Staaten große Genugtuung über die wiederhergestellte Intimität, aber man würde zu rasch marschieren, wenn man schon von einer franzoll,ch-spanlichen Allianz sprechen wollte, Anderseits aber sei es sicher, daß die beiden Staaten sich der Gemeinsamkeit ihrer Interessen nicht allein in Marokko, sondern auch in Europa so start bewußt geworden sino, daß in einem kritischen Fall ihre Politik sich solidarisch fühlen und finden würde. Wie es König Alfons Xlll. sagte und wie er es zweifellos in Madrid wiederHolm wird: Auf dem Wege der Entente und einer immer wach» senden Intimität sind künftig die beiden lateinischen Nationen engagiert. Das Blatt bemerkt hiezu redaktionell: Man dürfe niemand zumuten, daß er sich nicht klar sei, gegen wen die spanisch-französischen Reisen und Abmachungen gerichtet sind. Nach einem Berichte aus Konstantinopel befestigt sich in den diplomatischen Kreisen der Eindruck, daß eine Ara freundschaftlicher Annäherung zwischen der Türfei und Bulgarien zu erwarten sei. Der Wunsch nach Pflege bester Beziehungen mit dem Nachbarstaat«: ist nicht bloß an den leitenden Stellen wahrzunehmen, sondern gelang; auch in der öffentlichen Meinung vielfach zum Ausdruck. Es wird allgemein anerkannt, daß das Verhalten der bulgarischen Regieruug bei den letzten Verhandlungen von realpolitischer Klugheit und von dein Bestreben geleitet war, die Anbahnung eines dnrchcuw aufrichtigen gegenseitigen Wohlwollens durch weitgehende Zugeständnisse, die Bulgarien unleugbar Opfer auferlegten, erleichtert habe. Die Wiener japanische Botschaft hat aus Tokio die amtliche Mitteilung erhalten, daß die Anerlnmung der Republik China durch die i»pan«sche Negierung erfolgt ist. Tagcsliclligkitcn. — iWein und Blinddarm.) Eine Lanze für den Wein bricht ein Arzt in einer Nummer der „Presse Me-dicale". Er behauptet, daß die Personen, die regelmäßig Wein trinken, nur zu einem halben Prozent Opfer der Blinddarmentzündung werden, während sich bei den Wassertrinkern das Verhältnis der Krankheitsfälle auf zehn Prozent stellt. Der Unterschied ist so gewaltig, daß mall es versteht, wenn der Verfasser des Artikels im Interesse der Verhütung von Vlinddarmtrankheiten dem Trinken von Wein energisch das Wort redet. Als Tatsache stellt er fest, daß die Blinddarmentzündung erst so in Mode gekommen ist, seit sich di'e Abstinenzbewegung durchgesetzt hat, das heißt, seit etwa 25 Jahren. Er führt die Vermehrung der Vlinddarmleiden nicht etwa darauf zurück, daß das Wasser dem .Körper schädliche Keime zu-führe, sondern darauf, daß es die vorhandenen schädlichen Keime nicht aus dem Organismus entferne. Nach ihm haben eine ganze Reihe von ärztlichen Untersuchungen den Beweis erbracht, daß der reine Naturwein, ebenso wie das Vier und der Apfelwein als ein vorzügliches Antisektikum betrachtet werden kann, ohne welches sich die Mikroben im Darm in gefährlicher Weise vermehren würden. — (In der elektrischen Falle.» Man berichtet aus München, 5. d.: In der Bayrischen Hypotheken- und Wechselbank hatte gestern ein Diener 75.000 Mark beho-de». Als er das Geld an einem Tische nachzählte, drängte sich ein Fremder hinzu und hielt ihm einen anscheinend ausländischen Scheck mit einer Frage vor die Augen; zur gleichen Zeit versuchte ein zweiter Fremder sich des Geldes zu bemächtigen. Der Uoerfallene schlug rechtzeitig Lärm und sofort wurden auf elektrischem Wege sämtliche Türen geschlossen, so daß die beiden Räuber, die zu verschiedenen Ausssangstüren geeilt waren, in der Falle saßen. Sie wurden festgenommen und einer der Diener der Bank, der vor Monaten in der hiesigen Reichsbank-filiale auf ähnliche Weise um 2000 Mark bestohlen worden war, will in einem der Verhafteten den damaligen Räuber erkennen. Die Verhafteten, von denen einer 65> Jahre, der zweite 55 Jahre alt sein dürfte, stellen sich a»i, als würden sie nicht Deutsch verstehen, und scheinen tatsächlich Ausländer zu sein. — Mlkm Monat lang in Kanalabwiisscrn.) In Mailand wurde aus einem Kanäle ein Junge herausgezogen, der von oben bis unten mit Schlamm bedeckt und bis zum Skelett abgemagert war. Der Junge, der behauptete, Francesco Islando zu heißen, war nach seiner Aussage vor einem Monat in die Abwässer geraten. In der Nacht vom 6. September war er auf einer Bank in den öffentlichen Anlagen eingeschlafen und im Schlafe voll zwei Männern überfallen worden. Diese hatten ihn ausgeraubt und trotz verzweifelter Gegenwehr in einen Kanalschacht geworfen. In den weitverzweigten Gängen der Kanalisation habe er sich nur unter der äußersten Anstrengung aufrecht erhalten können, denn jeden Augen« blick mußte er befürchten, in den Abwässern zu versinken. Er sei dann mit großer Mühe von einem Maucrvorsprung zum anderen geklettert in der Hoffnung, wieder zu einer Kanalöffnung und so ins Freie zu gelangen. Bei seinen Wanderungen verirrte er sich aber immer weiter, so daß, als er schließlich eine Öffnung zu erreichen in der Lage war, um ins Freie zu gelangen, ihn seine Kräfte vollständig verliehen. Den ganzen Monat über habe er sich von Abfällen, die in den Abwässern herumschwammen, genährt. -- «Der Erreger der Paralyse.) Von einem großen Erfolg des berühmten japanischen Professors Noguchi berichtet die „Presse Medicale" in einem Artikel, nach dem es dem Gelehrten gelungen sein soll, den Krankheitserreger der Paralyse in Reinkulturen zu züchten. Noguchis Versuche erstreckten sich auf Affen, namentlich aber auf Kaninchen, die bekanntlich auf Batterien aller Art ausgezeichnet reagieren. Prof. Noguchi hat Kaninchen mit den Reinkulturen geimpft und bei den Tieren auf diese Weise die typischen Erscheinungen der Paralyse hervorgerufen. Er ist nun auf dem besten Wege, ein Serum zu erhalten, das die Paralyse verhüten soll. Mit diesem Serum sollen syfthiliskrcmke Menschen geimpft werden und so vor der furchtbarsten Folge ihrer Krankheit, der Paralyse, behütet weiden. Da l5 bis 30 Prozent aller Irren wegen Paralyse als Folgeerscheinung früherer Syphilis interniert sind, so wäre der Erfolg des neuen Mittels von weitestgehcnder Bedeutung. Wie weit sich diese Hoffnungen erfüllen werden, ist ja noch fraglich, doch ist Noguchis Beweis, daß man Neinkulturen aus dem Gehirn von Syphiliskrankcn gewinnen und durch deren Überimpfung die .Krankheit hervorrufen kann, erbracht und bildet einen immensen Fortschritt in der Erforschung der entsetzlichen .Krankheit. — (Von den Toten auferstände,,.) Eine wahrhaft ungeheuerliche Geschichte hat sich kürzlich in Mistrin, einem Dorfe nächst Gaya, ereignet. Aus dem Wirtshause kommend, schwankte ein völlig bctrimkcncr Bauer seinem Wohnhause zu. Als er am Kirchhofe vorübcrkam, stieg er im Rausche über die Friedhofsmauer, tappte lange im Finstern umher, fiel dabei in eine für einen Verstorbenen frisch aufgeworfene Grube und schlief darin ein. Frühmorgens kam der Friedhofswächtcr auf den Gottesacker, um Nachschau zu halten, ob die für das zu erwartende Leichenbegängnis getroffene» Vorkehrungen in Ordnung seien. Sein erster Blick siel aus das neu aufgeworfene Grab, aus dem ein Mcnschcnkopf hervorschaute. Von furchtbarem Schrecken ergriffen und nichts anderes glaubend, als daß ein ^ Toter auferstanden wäre. ergriff der Wächter dic Flucht. Der Naucr hatte inzwischen seinen Rausch ausgcschlafcn und, sofort die Lage über- Irrungen. Von O». W. ApplVton. Autorisierte Übersetzung. il>,ckoru'i o«l^:en ) (49. Fortießung.) Davon bin ich fest überzeugt. Indessen kann ich Ihnen doch nur wenig Auskunft geben. Unglückseligerweise hatte sich meine Tochter sehr stark in einen Mann verliebt, der nach meinem Dafürhalten in jeder Nezie« hung durchaus unwürdig war — einen Mann, der nicht eine einzige Eigenschaft besaß, die versprach, daß er ein guter Gatte werden würde. Ich machte sie darauf aufmerksam, ich setzte ihr meine Gründe anscinander, ich warnte sie und endlich, als mir die Geduld riß, kam es zu einem heftigen Wortwechsel zwischen uns. Sie war stolz, hartnäckig, unbeugsam; wahrscheinlich eine Natur wie ich selbst — wie ich leider cingestehen muß. Aber damals, Herr Beale, leitete micts lediglich das Gefühl, die feste Überzeugung, daß dic Halsstarrigkeit ihrerseits zu ihrem Ruin führen würde. Ich hielt es für meine Pflicht als Mutter, sie zu warnen, mit ihr zu rechten, selbst Strenge zu üben in einer Angelegenheit, die für das ganze künftige Lebensglück von so einschneidender Bedeutung ist. Es war jedoch alles vergebens. Es kam zum offenen Bruch. Sie war volljährig und verfügte über reichliche Mittel. Sie konnte gehen und unabhängig von ihrer Mutter leben, wenn sie es wollte — und sie tat diesen Schritt. Sie verließ ihr Heim, und bis sie mir ihre bevorstehende Verheiratung mit Herrn Toyle anzeigte, waren unsere Beziehungen vollständig gelöst. Dann fand cine Aussöhnung statt. Sie gab still,chweigcnd zu. oaft uc endlich die Berechtigung meines Widerstandes gegen ihre Verbindung mit einem Manne eingesehen hätte, der in jeder Hinsicht im höchsten Grade ungeeignet war, ihr Lebensgefährte zu werden. Ich war bei chrer Hochzeit anwesend, und wir haben dann auf freundschaftlichem Fuße gestanden bis zum Tage ihres Todes. Das war für mich ein furchtbarer Schlag, der mich infolge der äußerst eigenartigen Umstände besonders hart traf. Nun, Herr Aeale, habe ich absolut freimütig zu Ihnen gesprochen und ohne das Geringste zu verschweigen. Die letzten Worte boten Herrn Ncale einen willkommenen Anlaß, noch weiter zu forschen, und er knüpfte schleunigst daran an. Gar nichts, gnädige Frau? sagte er. Gar nichts? Sind Sie dessen auch ganz sicher? Ist Ihnen nicht manchmal der Gedanke gekommen, daß dieser von Ihnen verachtete und von ihr offenbar zurückgewiesene Mann — dieser unwürdige und skrupellose Mensch, wie Sie ihn geschildert haben — ist Ihnen nicht manchmal der Gedanke gekommen, wollte ich sagen, daß dieser Mann mit dem Tode Ihrer Tochter in irgend einer Weise in Verbindung stehen könnte? Sie zögerte einen Moment, dann antwortete sie: Dieser Gedanke, Herr Beale, ist mir tausendmal gekommen. Ich habe ihn noch, und er hat sich derartig in meinem Kopfe festgesetzet, daß ich ihn Tag und Nacht nicht los werde. Und Ihnen bleibt es nun überlassen, zu ermitteln, ob er tatsächlich irgendwie berechtigt ist oder nicht. Inspektor Veale stand aus. Ich danke Ihnen vielmals, gnädige Frau, sagte er, wirklich, recht vielmals, lind ich will Sie nun nicht länger belästigen. Nur die eine Frage mächte ich noch an Sie richten 1 denn sie ist tatsächlich von der größten Wichtigkeit, nämlich, wie der Mann heißt, ans den Sie, wie ich glaube, so begründeten Verdacht haben? Tragen Sie kein Bedenken, es bleibt ja, wie alles, Vertrauens-sachc zwischen uns beiden. Gut, versetzte sie, sein Name ist Thornhill. Das genügt mir, Frau Elliot. Ich sah Ihre Antwort voraus. Herr Aealc schaute sich nach seinem Hut um. Dllnll, sagte sie im Tone offenbarer Überraschung, haben Sie also auch herausgefunden - Vielerlei, gnädige Frau, und ich danke Ihnen recht herzlich, Ihre Auskunft hat mich in der Überzeugung bestärkt, daß ich auf dem richtigen Wege bin, und ich glaube Ihnen die Versicherung geben zu können, daß ich im Laufe der nächsten Tage in der Lage sein werde, Ihnen wichtige Nachrichten zukommen zu lassen. Damit vorbeugte er sich, und bald war er sieges-gewiß auf dem Wege nach dem Bahnhöfe. Das ist der Schlußstein, sagte er sich. Ich hatte recht. Thornhill ist der Mann. Ei, wenn ich freilich bedenke, daß mir der arme Teufel von Dixon ebenso verdächtig erschien! (Fortsetzung folgt.) Kaibacher Zeitung Nr. 232. 2129 9. Oktober 1913, schauend, daß cr auf dem Fricdhofc eingesperrt bleiben müsse, wenn er nicht mit dem Wächter zugleich den Friedhof verlasse, lief cr ihm nach und holte ihn noch rechtzeitig ein. Dieser fiel vor Schreck in Ohnmacht. Ms er erwachte, sah cr den nun nüchternen Bauer neben sich, der ihm die nötigen Erklärungen gab. Und nun kehrten beide, Vcmer und Totengräber, miteinander ins Wirts» haus zurück, wo sie der bereits versammelten Morgen-gescllschaft das Erlebte erzählten. ... iLiebe bis in den Tod.) Eine rührende Geschichte wird von einer Pariser Zeitung berichtet. Mlle. Henriette Ionaud, eine blonde Midinettc im 20. Lebensjahre, sah vor wenigen Tagen ihren Verlobten, einen jungen Kaufmann, nut einer brünetten Dame in einem Kaffochaus sitzen. Tief unglücklich über die augenscheinliche Untreue ihres Liebsten, beschloß Hcnrictte, sich das Leben zu nehmen. Sie kaufte einen Strauß weißer Chrysanthemen und mehrere Meter weißes Seidenband. Dn ihr bekannten Verkäuferin sagte Mlle. Ionaud in traurigem Tone, daß Blumen und Band zum Schmuck ihrer Leiche bestimmt seien. Beunruhigt durch die tragische Miene des sonst so fröhlichen jungen Mädchens, »nachte die Geschäftsdame der Polizei Mitteilung. Als einigt Stunden später das Logis der blonden Braut gewaltsam geöffnet wurde, fand man diese in ihrem besten weißen Kleide, das gelöste Haar mit dem weißen Scidenband durchzogen auf dem mit Chrysanthemen geschmückten Nett liegen. Kohlen dun st erfüllte das Zimmer, nnd es dauerte lange, bis man die Bewußtlose ins Leben zurückgerufen hatte. Beim Erwachen aus ihrem lethargischen Zustande fiel Hcnricttcs erster Vlick auf den inzwischen benachrichtigten Verlobten. I» ehrlicher Zerknirschung bat dieser um Verzeihung und versicherte, daß cr mit der Schwarzhaarigen nur einen oberflächlichen kleinen Flirt untcrlialten habe. Lächelnd hörte das bleiche Mädchen den Liebsten an, gewährte ihm volle Vergebung unb versprach, innerhalb eines Monates sein Weib zu werden. — (Ein idealer Kellner.) In einem Londoner Cit> Restaurant waltete seit 29 Jahren ein Kellner, den jeder Stammgast lurzwcg „Henry" nannte. Vor wenigen Tagen ging das Etablissement in andere Hände über, und der neue Besitzer entließ das gesamte Personal. Sehr erstaunt darüber waren die vielen City-5tauflcute, die dort täglich ihr Lunch einnehmen, als ihnen ein fremder Kellner entgegentrat. Ihre Frage nach „.Henry" fand nur ausweichende Beantwortung, doch bald wußte man, daß der allbelicbtc Ganymcd die Stätte, an der cr fast drei Jahrzehnte hindurch tätig war, auf Anordnung des neuen Besitzers hatte verlassen müsse». Etwa dreißig Lunchnäste, dic auch bereits seit cincni Vicrieljahrhunderi in dem Spcisehaus aßen, sandtet» sogleich eine Petition an den neuen Eigentümer, in welcher sie erklärten, fortan fernbleiben zu wollen, wenn „Henry" nicht wieder eingestellt würde. Die Eingabe fand leine Beachtung. Inzwischen aber hat der 53jährigc 5teIIncr in einem bcrühm-ien, alten Restaurant in der City einen wichtigeren Posten erhalten, indem man ihm die Oberaufsicht deß groß ten Spciscsaalcs anvertraute. Seine 30 Stammgäste sind ihm nachgezogen und nehmen nun ihr Lunch da, wo sie wenigstens ab nnd zu das freundliche Gesicht ihres alten „.Henry" erblicken könne». Wer eine Zeitlang von Henry William bedient worden ist, behauptet, .nie einem aus merksamcren nnd angenehmeren Kellner begegnet zu sein. Er vergißt niemals etwas nnd weiß sehr bald, wie es ein Gast liebt, beim Essen behandelt zu werden. Seine! alten Stammgäste erklären, „Henry" sci das Ideal eines englischen Kellners. Lotal- nnd Provinzial-Nachrichtcn. Gedanke»« übel Dcnfmalsftflcssc. Von Michelannrlo Freiherr« von Zois Laibach hatte das Glück und das Unglück, vom Erdbeben beimgesucht zn werden. Es war in seinen Folgen ein Glück, weil es eine durchgreifende Assanierung der Stadt, eine rege Bautätigkeit zur Folge halte, die dc» Wohlstand hon nnd an Stelle der ungesunden und unpraktischen alten Häuser Neubauten setzte, die den modernen Anforderungen besser entsprechen. Das Erdbrbcn war aber auch cin Unglück, nicht bloß wegen der mate licllen Einbußen, die die, Gesamtheit crli«, sondern anch wegen überflüssiger Demoliernng alter Gebäude, die da mal»? geoftferi wnrdcn. Um einen solchen alte» Bau 1st es nämlich eine ganz eigene Sache. Den» cr stellt nicht nur so und so Viele verbaute Quadratmeter vor, auf dencn fo und so viclc Kubikmeter Ziegel disponiert sind, daß darans Tore, Stiegen und Zimmer «entstehen, und der dahcr einen auf den Heller berechenbaren materiellen Wcrt besitzt. Er weist noch andere Werte ans, dic zu berücksichtigen sind. Der cinr davon ist dcr historische. Und dcr bewirkte es cben, daß dic Türken auf dic alte Snltans-stadt Adrianopel, in dcr sich dic Gräber dcr crstcn Sultane bcfindcn, i» der sich dir Selimsmoschee crhcbt. nicht verzichten wolltcn, daß neuerlich Menschenleben, ungeheure Suinmcn von Nationalvermögen aufs Spiel gc-setzt wurden. Man kann also dcn historischen Wrrt ziemlich hoch anscheii. Dc? andere Wcrt ist dcr ästhetische. Wenn man rinmal mit dcm anfängt, dann ist es schwer, cin Endc zu finden, dnm die Liebe höret nimmer auf. Ich will mich dahcr dicsmal darauf beschränken, aufmerksam zu machrn, daß dcm ästhetischen Wcrtc alter Bauten cin« weit größere Wichtigkeit zukommt, als man aus den ersten Blick gemeiniglich meint. Denn während dic Betrachtung von Gemälden, von architektonisch kunstvoll gegliederten und geschmückten Innenräumen zumeist einer kleinen Schichte von Bevorzugten zugänglich bleibt, ist die Betrachtung von Bauwerken jedermann frei. Künstler Edelmann, Millionär, Arbeiter und Bettler yabcn alle das gleiche Recht an dcm Objekte, so daß heule dic Architektur mit dcm Plakate zusammen den Weg bilden, auf dem die Kunst in das Voll gelangt. Und was bedeutet die Kunst dem Volke? Ich komme dabei aus Gebiete, die sich schwerlich in zufriedenstellender Weife in dcm Rahmen eines Zeitungsartikels behandeln lassen, so daß man sich auf cin flüchtiges Skizzieren beschränken und die Leser bitten muß, die nur angedeuteten Gcdankengänge weiter zu verfolgen. Die Kunst ist dcm Volle alles — und auch nichts. Alles insofcru, als es cin Volk, und mögc es noch so primitiv scin, ohne cine gewisse Kunstrichtung nicht gibt — nichts, wcil sich das Voll, dic große Gesamtheit einen Pfifferling um all die Dingc interessiert, dic das Gemüt des Kunstfreundes und Kenners bewegen. Ihm sind Jugendstil, Barocke, Kokoschka, Otto Wagner ganz egal. Wurst, um mich drastisch auszudrücken. Aber trotzdem wird es sich, wenn ihm Wagner, Kokoschka, die Barocke etwas zu sagen haben, unbedenklich, unbekümmert um das Wehklagen dcr Kenner, langsam an Wagner usw. anschließen, im Lanfc dcr Zeit das herausholen, was ihm paßt. Ihm dabei hineinzureden, hat gar leine,/Sinn nnd Zweck, denn schließlich tut es doch, was seinem innersten Wesen entspricht. Nun stcht cs aber mit dcn altcn Bauten so, daß diese zu dem künstlerischen Nationalvermögen des Volles gehören. Sic sind da, wcrdcn gesehen und wirken weiter, soweit sie »och heute etwas zu sagen haben. Von diesem Standpunkte aus ist die nach dem Erdbeben und wegen desselben erfolgte Dcmolicrung mancher alicr Bauten in Laibach lebhaft zn bedauern — so insbesondere des Fürsrenhofcs, dessen ruhige Linien den Auerspcrgplatz so wirkungsvoll abschlösse» und ihn zu einem der schönsten Plätze machten die ich je gesehen habe. Der Drang, die Hast, mit der damals Entschlüsse nicht bloß gefaßt, sondern auch in fliegender Eile durchgeführt werden mußten, lasscn dic damals geschehenen Fehler verzeihlich erscheinen. Außerdem kann man ans Fehlern lernen, nnd so später von ihncn cinrn Gcwinn haben. Man könnte dahcr hoffen, daß sich in laibach scit der Zeit dcs Erdbebens der Sinn für die Erhaltn»« des alten Stadtbildes verstärkt habe. Denn, wenn nicht alle Anzeichen trüac», so sind die letztrn 17 ^ahre neiftia«, Entwicklung auch an Krain nicht spurlos vorübcrncgm,-gcn. Die Gedanken von Heimatschuh und Denkmalpflege haben sich verbreitet, haben Anllang gefunden. Die Be-strcbmigen dcr Zentralkommission für Denkmalpflege finde» bei dcin Lande, dcn Gcmcindcn, dcn geistlichen Behörden verständnisvolles Entgcgrnlommen und werktätige Unterstützung. Ich verweise da auf die Restaurierung der Altäre von Dra/go^e, Dicsc Bestrebungen finden auch in dcr Öfscntlichlcit Widerhall. Denn man weiß, und wo man cs nicht wciß da fühlt man, daß cs sich um mchr handelt, als um die Erhaltung und Wahrung matcricllcr Vcrtc nnd Interessen, daß liier auch nicht leicht zu überschätzende Impon. derabilien, geistige Güter in Betracht kommen, deren Schlitz cbcnso bcrcchtigt nnd dringend ist wie jener der materiellen Interessen. Und man fühlt anch, daß sich die Gegenwart nnd dic Vcrgangcnhcit durchaus nicht gege»-. seitig ausschließen. Dic Vcraangcnhcit war ja auch einst Gegenwart und hat sich als solche an dic Stelle ciner älteren Vcrgangcnhcit gcsctzt. Und was seinen Zweck erfüllt hat, dcm heute unmöglich noch gefolgt werden kann das hat seinen Lcbcnslnus uollcndct und muß dcn, jüngere», besseren Dingc wcichcn. Aber es mnß seinen Zweck erfüllt habcn. Dann erst soll cs ersetzt werden. Und da zeigt sich rin lianz merk-würdiges Schwanken dcr Beurteilung. Wenn ich einen Pflug, eine Maschine, dic noch tadellos ihren Dienst versehen, dnrch »cue ersetze, so schilt man mich cinen Verschwender, Man schüttelt dcn Kopf, »renn ich gute Kleider verschenke oder verbrenne. Aber man lobt mcincn Untcrnehnumgsgeist, wcnn ich ew altcs Haus dcmolicrc, durch eincn Ncnbau ersetze, olinc mich davon überzeugt zu habrn, ob dcr altc Bau nicht vicllcicht dnrch innere Umbauten praktischer, hygienischer, rentabler hätte gestaltet wcrdcn lönncn. Unb tatsächlich habe ich vielleicht dcn Wert durch den Umbau gar nicht erhöht, habe nur an die Stelle cincs sichcrrn alten Wertes cincn problematischen gesetzt. Jedenfalls habe ich Wcrtc zcrstört. dic sich nicht mehr ersetzen lassen. Solcher sicherer alter Werte hat Laibach seit dein Erdbeben nicht n>el,r viel. Es sind in den altcn Bestand große Lückcn gcrisscn worden, Lücken, dic inanchmal glücklich, manchmal wrniger glücklich geschlossen wurden. Icdcnsalls abcr solltc nu» eifersüchtig übcr dcn altcn Nc. stand gewacht nnd genau überlegt werden, was man noch opfern könne, ob das. was an die Stelle des Alten kommen soll, in jeder Hinsicht mindestens gleich gut ist. Es ist das leine laute, pompöse Altion, bei der man der Dankbarkeit aller Mitbürger sicher sein kann, wie etwa bei dcm Bau einer Wasserleitung. Es ist eine rastlose Kleinarbeit, deren Lohn in dem Ncwnßtscin liegt, das Vcstc zn wollen nnd für die junge Generation zu arbei ten. Wenn dic größer, stärlcr ist als wir, dann kann sic ja mit Bcwußtscin »irdcrrcißen, was wir erhalten haben. Aber diese Erhaltungsarbeit mnß geschehe». Sonst setzen N'i, uns dcm berechtigten Vorwursc der Ingcnd ans, das wertvolle künstlerische Erbe der Väter verschleudert nnd unseren Kindern einen elenden Kitsch hinterlassen zu haben. — (Namensfeft des Kaisns.) Aus Rudolfswert wirb uns gemeldet: Das Namcnsfest Seiner Majestät des Kaisers wurde hier in der üblichen Weise gefci-ert. In dcr Kapitel und Stabtpfarrlkchc wurdc um 9 Uhr vormittags vom Herrn Propst Dr. Sebastian E l-bert untcr geistlicher Assistenz ein feierliches Hochamt zelebriert, dem alle Staatsbeamten, der Bürgermeister mit zwei Gcmeindcratcn, Vertreter des Vürgerkorps, dann dcs Veteranen- und des Feucrwchrvcreincs sowie anderer Korporationen, die Gendarmerie, die Finanzwache, dte Lehrerinnen und die weibliche Schuljugend sowie viele sonstige Andächtige beiwohnten. Mit der Absingung der Kaiserhymne, die stehend angehört wurde, schloß die kirchliche Feier. Alle öffentlichen unb einige Privatgebäube waren beflaggt. II. ^ k i betraut, ** <(5löffnunfl dcr deutschen Tchulr in Hcumarltl.» Wir crhaltcn folgenden Bericht- Am V d, M, fand die scierlichc libergabc des vom Deutschen Tchulvereine cr-bauten, von der Krainischcn Bangcscllschaft ausgeführten deutschen PrivatvollsschulaebändcS in die Verwaltung dcs Laibacher Schulluratoriums statt. Uni 11 Uhr vormittags erschienen die auswärtigen Ehrengäste in der festlich geschmückten Turnhalle. Der Obmann der Neu-inarktler Mäiuierortsgruppe des Dentschcn Tchulvercines, Herr Ernst S ch a l I g r u b c r, begrüßte die zahlreich erschienenen Festtcilnshmer ans nah und fern, zuerst als Vertreter der Schulbehörbe dcn Bezirtsschulinspcktor Hcrrn S v o b o d a, den Vertreter der Leitung des deutschen Schuluereines i» Wie», Herrn l. l, Oberbcrnrat Dr. I. Dreacr, die Herren Vertreter des ^aibachcr Tchul-kuratoriums mit dem Obma»»c Professor Dr. G a r < c N' aucr, Obman»> Gedenktages der Tchlacht bei Leiv-zia,.» Der 18. Oktober 1913 — der hundertjährige Gedenktag an die ruhmreiche Völkerschlacht bei Leipzig — ist laut Korpskommandobefehles als militärischer Festtag der Armee in allen Garnisonen nach Anordnung des Militärstations (Stations)- oder Tnippenkommandanten in einfacher, aber doch der Bedeutung dieser glorreichen Waffcntat würdigen Weise festlich zu begehen. Mit Rücksicht auf die am 18. Oktober in Leipzig selbst stattfindenden Festlichkeiten, an denen auch Deputationen der k. u. k. Armee teilnehmen werden, findet die Feier in Wien am 15. und 16. Oktober statt. An dieser Feier nehmen alle Armccinspektoren und Korpskommandanten, dann außer der gesamten Garnison Wiens einschließlich der Kadetten-schulcn auch je eine Kompanie aller Militärakademien und Deputationen aller Truppenkörper teil, welche in der Schlacht bei Leipzig 1813 mitgekämpft haben, jene der Infantxrieregimcnter mit Fahnen. Aus dein eigenen Korpsbereichc entsenden solche Deputationen die Infan-tericrcgimenter Nr. 7, 17, 19. 32 und -17, die Feldjägerbataillone Nr. 5 und 7, das Dragonerregiment Nr. 5, die Husarenregimenter Nr. 6 und 16, das Feldhaubitzregi-mcnt Nr. 3 und die Feldkanonenregimenter Nr. 7 und 8. In allen Stationen sollen die patriotischen und die Krie-yervcreine aufgcfordcn werden, sowohl am Zapfenstreich als auch an der Feldmcsse mit ihren Musikkapellen teilzunehmen. Ebenso sollen alle im Orte sich aufhaltenden Würdenträger, dann die staatlichen und autonomen Behörden zur deputativen Teilnahme an den Veranstaltungen eingeladen werden. Der Mannschaft ist die Bedeutung des Tages in feierlicher Ansprache zu erläutern und eine Mcnagcaufbcfferung Zu verabfolgen. — jAdschicdsfcier.) Aus Trieft wird uns geschrien ben: Nach 43jähriger Dienstzeit scheidet der Herr Ober-' inspektor Stümpfl, VorstandstcNvcrtrcter des Nc-triebsinspettorates Trieft, aus dem aktiven Dienste. Im Jahre 1849 zu St. Lorenzen im Mürztal geboren, trat er nach Absolvierung der Mittelschule als Aspirant in Leibnitz in den Dienst der Gesellschaft. Nachdem er als Verkehrsbeamte in Graz, Cilli, Brück an der Mur tätig war, wurde er zum Stationschef in Trifail ernannt und kurze Zeit darauf zum Inspectorate Trieft berufen. Durch mehrere Jahre war er sodann als Verkehrskontrollor in L a i-bach exponiert und kam hierauf im Jahre l899 nach Trieft, wo er seither als Verlehrsreferent und Vorstand-stellvcrtreter tätig war. Sein Hauptcharakterzug war strenge Rechtlichkeit, gepaart mit einem seltenen Arbeits- willen. Mit allen Einzelheiten des Dienstes wohl ver-! traut, leistete er Vorzügliches. In nicht geringerem Maße hatte er immer ein warmes Herz für das Wohl der Untergebenen, denen er mit Tat und Rat an die Hand ging. Diese Eigenschaften erwarben ihm die unbegrenzte allseitige Achtung. Die Abschiedsfeier fand am 27. v. M. im Restaurant Dreher statt. Es versammelten sich über 6(1 Beamte zum schönen Abend; in Reden wurde der Scheidende gefeiert, eine Menge Telegramme brachten ihm Abschiedsgrüße von allerorts. Dem Oberinspektor Herrn Stümpfl, der nach Graz übersiedelt, wünscht das Personale einen schönen Lebensabend nach getaner Arbeit, noch recht viele, glückliche Jahre! — i<3in Amtsblatt der Wiener Universität.) Der akademische Senat der Wiener Universität hat beschlossen, mit dein Beginn des Wintersemesters 1913/14 ein Amtsblatt herauszugeben, worin Kundmachungen an die Studierenden nebst Nachrichten über Veränderungen bei den akademischen Behörden, Professoren, Dozenten und Lehrern, Nachträge und Änderungen zum Vorleseverzeichnisse, Mitteilungen über den Beginn der Vorlesungen und Mitteilungen über dio bestehenden Wohlfahrtsein-richtungen für Studierende und über die Sporteinrichtungen der Universität enthalten sein sollen. In einem nichtamtlichen Teile finden solche Mitteilungen akademischer Vereine und geschäftliche Ankündigungen Aufnahme, welche die Genehmigung des Rektors erlangt haben. Den Inhalt dieser Nachrichten haben die Einsender selbst zu vertreten. — Die erste Nummer ist bereits erschienen. — iEi»e Feldjagdsuche in Stciermarl.) Der Alpen-ländische Verein der Hundefreunde in Graz veranstaltete am 26. v. M. seine erste Feldjagdsuche in Dobel bei Graz, an der sich 11 Konkurrenten beteiligten. Unter anderen waren hiebci zwei bekannte Kynologcn aus Lai-bach, und zwar die Herreil Franz X. Urbanc, Groß Händler und Vizefträses des Slovenischen Iagdvereines, sowie Herr Dragotin Klobu<"ar, Bankbeamter und Ausschußmitglied des genannten Vereines, anwesend. Herr Urbanc nahm an der Feldjagdsuche mit seiner „Friga-Eleonorcnheim" teil, die bei der in Mannsburg veranshaltettn Feldjagdsuckc den ersten Preis davongetragen hatte. Von welch hervorragender Qualität diese Hündin ist, zeigte sich am besten bei der Fcldjagdsuchc in Dobel. Es lonturricrten im ganzen 1 l Hunde, und zwar solche, die schon bei verschiedenen Feldjagdsuchen ihr«: ! Vorzüge bewiesen hatten. Trotz der scharfen Konkurrenz verhielt sich die „Friga" so vorzüglich, daß ihr von den Richtern die Qualifikation für den ersten Preis und als der vierte Preis eine Gold- und eine Silbermedaille zugesprochen wurde. Außerdem entfiel auf sie ein Ehrengeschenk des Vereinsobmannes, Herrn Emanuel Freiberg — eine Prächtig ausgeführte silberne Tabatiere. Die Hündin wurde vun Herrn Urbanc, der sie auch selbst abgerichtet hatte, persönlich vorgeführt. — iKrantcnbewegunst.» Im Kaiser Franz Josef Tftitale der Barmherzigen Brüder in Kandia bei Nu-dolfswert verblieben Ende August 94 Krante in der Ve-handlung. Im September wurden 156 kranke Personen aufgenommen. Von diesen entfielen 144 kranke Personen auf Ortsfremde. Die Summe der behandelten kranken Personen betrug somit 250. In Abgang wurden 174 Personen gebracht; gestorben sind 4 Personen. Mit Ende September verblieben 72 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Verpflcgstage betrug 284 l, die durchschnittliche Vcrftflegsdauer für einen Kranken I I Tage. ^ Im Kaiserin Elifabeth-Frauenspitale in Rudolfswcrt verblieben Ende August 62 Kranke in der Behandlung. Im September wurden 85 Personen aufgenommen. Von diefen entfielen 79 kranke Personen auf Ortsfremde. Die Summe der behandelten kranken Personen betrug somit 147. In Abgang wurden 85 Personen gebracht; gestorben sind 2 Personen. Mit Ende September verblieben 60 Personen in der Behandlung. Die Summe aller Ver-pflegstage betrug 1877, die durchschnittliche Verpflegs-dauer für einen Kranken 12,76 Tage. >!. — da", die er aus Bestellung des Vizekönigs von Äglifttcn verfaßte, erhielt er ein Honorar von 80.000 Mark. — iNcnr Musilalicn.) Ios. V. von Wöß, Deutsche Meistcrliedcr, eine Sammlung von 137 Gesängen, für mittlere Stimme und Klavierbegleitung. Verlag Universal-Edition, Wien-Leipzig. — Die vorliegende Sammlung stellt sich als eine mit feinem Verständnis voraenom-mcne Auswahl der besten Meister des Liedes dar. Beethoven, Curschmann, Gluck, Haydn. Jensen, Löwe, Marschner, Mendclssohn-Vartholdy, Mozart. Schuber«. Schumann, Weber sind hier mit chrcn besten lyrischen Kompositionen vertreten. Ein Vorzug der Sammlung besteht darin, daß die Lieder autorenwcisc progressiv geordnet sind, indem die Reihenfolge bei jedem Komponisten mit dem leichtesten Liede beginnt und die verschiede nen ersten Nummern der Mehrzahl nach auf ziemlich gleicher Stufe stehen. — Hervorzuheben wäre auch die vornehme Ausstattung in elegantem Satincinband und Goldpräauna.. dk dem Bande auch einen besonderen Geschenkwert verleiht und nur 4,80 /< kostet. — Vorrätig in der Buch- und Musikalienhandlung Jg. v. Klein-mahr H Fed. Bamberg, Laibach. Laibachei Zeitung Ni, 232,_________________ 2l3l 9, Oktobci I9l3, Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bnreaus. Neichsratscrssänzungswahl. Wien, 8. Oltober. Vei der heutigen Neichsrats^ ergänznnssswahl für den sechsten Wahlkreis (Lcopold-stadt) wurdcn 17.853 Stimmen abgegeben, Wolion 17.072 Mtin »uaren. Dcr Christlichsozialc Mataja erhielt 7761 Stimmen, der Sozialdcmokrat Eldersch 593ä nnb dcr Dcutschfortschrittlichc Vlascl 2535 Stimmen, dcr deutsch-nationale .Kandidat 467 und dcr böhmische Zähllandidat 332 Stimmen. Es ist demnach eine Stichwahl zwischen Mataja und Eldersch notwendig. Die uene dalmatinisch-albanische Eillinie. Trieft, 8. Oltobcr. Die neue dalmatinisch-albanische Elllinie wurde mit einer Fahrt des Lloyddamftsers „Va-ron Vrnck" eröffnet. Der Dampfer wnrdc in Durazzo und Valona festlich empfangen. Der Gencralgouvcrncnr von Valona druckte den Wunsch aus, das; sich dcr Verkehr und die gegenseitigen Beziehungen Osterrcich-Un-garns und Albaniens immer inniger gestalten mögcn. Die an Vord des Dampfers anwesenden Österreicher, darunter dcr Statthalter von Dalmaticn Graf Attcms, statteten der provisorischen Regierung einen Vcsuch ab, welchen Ismail Kcmal mit dem gesamten Kabinett erwiderte. Auch in Korfu war die Aufnahme des Dampfers und der Reisegesellschaft eine außerordentlich warme. Die Cholera. Budapest, 8. Oktober. Vcim Ministerium des Innern sind neun Ncuerkrankungcn an (5holera gemeldet worden. Die Untersuchung von sechs Fällen aus Pabalo (Komitat Vcreg) hat ein negatives Ncsnllat ergeben. Sarajevo, 8. Oktober. Im ganzen Lande ist nil» gends ein Zuwachs an Cholcrakrankcn zu verzeichnen. Es bleiben im ganzen drei Cholerakrankc, zwei, Nekon-valcszente und drei unter choleraverdächtigcn Erscheinungen Erkrankte. Vom Balkan. Sofia, 8. Oktober. Die „Agcnce iMgraphiquc bul-gare" meldet: Die serbischen Truppen zerstörten alle bul» garischcn und albanischen Dörfer in den Bezirken Ki^evo, Dibra nnd Ochrida, deren Bevölkerung unbarmherzig massakriert »uurde. In den meisten dcr verwüsteten Dörfer hatte es weder Aufrührer noch irgend eine Bewegung gegen die Behörden gegeben. Salonichi, 8. Oltober. Eine starke bulgarische Bande ist bei Ko^ana in serbischem Gebiete aufgetreten. Serbisches Militär verfolgte sie, worauf ein heftiger Zusammenstoß erfolgte, dcr noch andauert. Cctinje, 8. Okwber. Am 6. Oktober haben die Albaner den linken Flügel der montenegrinischen Truppen bei, Gusinjc angegriffen, worauf die Montenegriner einen Gegenangriff nnternahmen. Die Kämpfe, die auch gestern noch fortdauerten, waren heftig. Die montenegrinischen Truppen warfen die Gegner zurück und verfolgten sie. Die Montenegriner hatten zwei Tote und sechs Verwundete. Die Verluste dcr Albaner sind unbekannt. Athen, 8. Oktober. Die „Agencc d'Ath^ncs" meldet: Von heute an wird dcr Ministerrat mehrere Sitzungen dcr gcnancn Prüsnng des türkischen Gegenenlwurfcs widmen und dann die ottomanischcn Bevollmächtigten die gefaßten endgültigen Beschlüsse wissen lassen, die als Grundlage für die Verhandlungen dienen sollen. Die Prüfung ist nötig, da der ottomanische Gcgcnentwurf in mehreren Punkten, die man für geregelt hielt, einschnc,. dcnde Änderungen bringt, die sich sogar auf die Vakuf-frage erstrecken, ja, wie die Blätter melden, an die Sou-vcränitätsrechte Griechenlands rühren. Der ehemalige Gesandte in Konstantinopel Grypnris wird wahrscheinlich an den Verhandlungen teilnehmen, die sich langwierig gestalten werden, da die Vollmachten der otto» manischen Regierung begrenzt sind. Athen, 8. Oktober. (Meldung der „Agence d'Atb> nes".) König Konstantin wird voraussichtlich morgen mit einem Teile seines Stabes nach Salonlchi abreisen. Konstantinopel, 7. Oktober. Die Demobilisierung der Adrianopclcr Armee, die ursprünglich für den 4. d. beschlossen war, wnrde verschoben. Nunmehr beschloß dcr Mlnisterrat dem Generalissimus Izzct Pascha freie Hand zu gebe», die Demobilisierung nach den militärischen Bedürfnissen zu beginnen und durchzuführen. Konftantinopel, 8. Oktober. In Besprechung dcr griechisch-türkischen Frage schreibt das Blatt „Tcrdju-mani Haktikat": So lange die Fragen bezüglich Mazedoniens und Albaniens nicht gelöst sind, kann zwischen der Türkei und Griechenland dcr Friede nicht hergestellt werden. Die Türkei, die an dcr Bnkarcstcr Konferenz nicht teilgenommen hat, ist dnrch dcrcn Beschlüsse nicht gebunden und betrachte sie als nnll und nichtig Da auch dcr Londoner Vertrag seinen Wert verloren hat, müsse Griechenland die Lösung der Insclfragc von seiner Kraft erwarten. Von dcr russisch-mongolischen Grenze. Petersburg 8. Oktober. Die Petersburger Tele-grafthcnagcntur meldet aus Tomsk: Die Kirliscn des Kirei-Stammcs, gegen 4000 Mann, flohen unter Mitnahme von 100.000 Stück Vieh über die russisch-mongolische Grenze nordöstlich von Kcschagatsch und besetzten die Ländcrcicn mehrerer Nußland untertäniger fremder Stämme, »velchc die Flucht ergreifen mußten. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u li t e k. Ein VollSmittel. Als solches darf der als schmerz, stillende, Muskel imd Nerven kräftigende Einreibung bestbclannte «Molls Fiauzbrannlweiu und Salz» stellen, der bei Gliederreißen und den anderen Folgen von Erkältungen allgemeinste und erfolgreichste Anwendung findet. Preis einer Flasche X 2 —. Täglicher Versand gegen Postuachnahme durch Apotheker A, Moll l.u. l. Hoflieferant. Wien, I.. Tuchlauben 9. In den Depots der Provinz verlange ma» ausdrücklich Molls Präparat mil dessen Schutzmarke und Unterschrift. 5212 » Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 27. September bis zum 4. Oltober 1913. Es herrscht: die Maul» und Klauenseuche im Bezirke Ndrlsberg in den Gemeiudeu Britof (17 Geh,), Famlje (12 Geh.). Ko8ana (2 ('ich.), Gorenjc-Nreme (3 Geh.). Arabic (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Adelsbcrg in der Gemeinde Zagorjc (1 Geh.); im Bezirke Gottschcc in den Gemeinden St. («sorgen (1 Geh.). Iurjevica <1 Geh.). Niedcrdorf (? Geh.). Sodcrschitz (13 Geh.); im Bezirke Kraiuburg in der Gemeinde Straiiköc (1 Geh.); im Bezirke Littai in dcr Gemeinde Ober» gürt (1 Geh.); im Vezirle Rudolsswert in den Gemeinden Grohlacl (1 Geh.). St. Michacl'Stopitjch (1 Geh.); im Be-zirlc Tschcrnembl in den Gemeinden Mottling (1 Geh.), Scmitsch (2 Geh.); oer «otlauf der Tchweine im Bezirke Adelsbcrg in den St. Peter (3 Geh.), Prcm (3 Geh.); im Bezirke Gotischer in den Gemeinden Gora (1 Geh.). Grohlaschitz (1 Geh.,. Nie-berdorf (3 Geh.), Rob (1 Geh); im Bezirke Gurlfclb in den Gemeinden Landstrah (2 Geh.), Nassenfuß (3 Geh.». Gurlfelb (1 Geh.); im Bezirke Krainburg in den Gemeinden Altlack (1 Gch,), Nallas (1 Geh.). St. Georgen ll Geh.); im Vcznle Laibach Umgebung in den Gemeinden Dobrova (1 Geh.), St. Georgen (1 Geh.). Großlupp (1 Geh.), Ober-laibach (1 Geh.); im Bezirke Littai in den Gemeinden Dod (1 Geh.). Aaljna (1 Geh.); im Bezirke Loitsch in der Ge» meinde Untcrloitsch (2 Geh.); im Beziile Stein in der Ge» nieindc Domschale (1 Geh.); die Hühnerpest im Uezirle Gurlfeld in der Gemeinde Zirtle (b <5>rh,); die Huberlulose im Bezirke Noelsberg in der Gemeinde Senosrlsch (1 Geh.). Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Dor» negg (1 Geh.); die Schweinepest im Nezirke Nbelsbelg in der Gemeinde St. Michael (1 Geh.); im Bezirle Tschernembl in dcr Gemeinde Müttlmg (1 Gch.); oer Vlotlaus der Schweine im Bezirle Adeiebcig in der Gemeinde Bulovje (1 Geh.). Oberfeld (1 Geh.); im Bezirle Gurlfcld in den Gemeinden St. Varthelma (1 Geh), Iohannistal (1 Geh.). Nassensuh (1 Geh.). Ratjchach (1 Geh.), Zirle (1 Gch.); im Bezirke llrainburg in dcr Gemeinde Hl, Kreuz (I Geh.); im Bezirke Laibach Umgebuug in den Ge« mcindcn Horjul (2 Geh.). Oberlaibach (2 Gch.); im Bezirke Littai in den Gcmeiuden Dob (1 Geh.), Groslpeze (1 Geh), hotiö (I Geh.). Oberdorf (1 Geh.), St. Lamprccht (3 Geh,). Watsch (l Geh); im Bezirle Loitsch in deu Gemeinden Go» dowitjch <1 ^eh.). Planina (1 Geh.). Rakel (! Geh). Schwär» zenberg (1 Geh.). Zirlnih (3 Geh.); im Bezirle Radmaims. dorf in der Gemeinde Breznica(1 Geh.); im Bezirke Rudolfs» wert in den Gemeinden Grohlack (1 Geh.). Hos (3 Geh.). Scisenberg (2 Geh.). Tressen (1 Geh.); im Bezirl Tscher-ncmbl in den Gemeinden Radovica (1 Geh.), Semitsch (1 Geh.), Tschcincml'l li Geh.); die Hühnerpest im Bezirle Gurlfeld in der Gemeinde Zirlle (3 Geh.). A. k. Hnndesregierung für Arain. Lait, ach. am 4. Oltober 1913. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Vusch Will>-Im, Dcr hohle Zahn und andere Geschichten, neb. K. 1,20; Das Nabenncst und andere Geschichten, gcb. K 1,20; Storch Karl . K 8,60; Slowron-ncl Michard. Das Bataillon Sporck, geb. X 3.U0; Löh-n e r Mar,, Lehrbuch dcs Gartenbaues unlcr besonderer Vcrücllichtia,ln,a, dcr klimatischen und der Bodenverhältnisse dcr miUolcuropäisMn Gcbirgslandcr. K 8,— ; Eich I.. <5isl..'llcr und Eishäuscr. K 1.44; Strohmaycr Ernsi. Die vollslüinlichen Übungen im Turucn der Frauen und Mädchen K IM; Schmidt Ferdinand August, Die schwedische SchullNimnaslil. acl,. X 8«4; Rciubern F.. Anlcilunss für Ballspiele. X IM; Maul Alfred. Lehrplan für t>as Turnen der weiblichen Schuljugend und der Zöglinno der Lchrcriunenbildunnöanstaltcn. K —.72. Vorrätig in der Vuch., Kunst, und Musilalienhand. lung Jg. v. Kleinmatzr 5 Fed. »amber« in Laibach, Kon. grehplatz 2. Angekommene Fremde. Hotel ,,«lel«nt". Nm 8. Oltober. »raf Pace. l. u. l. Leutn, Laibach. — Ritter von Niederer, l. u. l. Rittmeister; Skale, Oner» tierarzt, f. Familie; Varetics, Bauunternehmer, s. 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Oktober f9fj tfrainburg Ohne jeder besonderen ^n^eige. Iv ___h ¦ I iT 1 i mTu ^r r ^r V^B 398 23- 15 ,,Dejf lobeids JLelsfoian1" 4 sagt 111041141« nach Leo Tolstois berühmtem Worko. Von Freitag den 10. bis Montag don 13. Oktober 1. J. Bei allen Vorstellungen. Vorstellungen täglich um 4, 51/«, 7, 81/«» Samstags um 3, i20, 540, 7, 81/« und Sonntags um 101/, und ab 3 Uhr nachm. Preiserhöhung 10 h mit Ausnahme des II. Platzes. Laibacher Zeitung Nr. 232 2132 9, Oktober 1913. Lottozleyung am ». ^ltover lvi3. Trieft: 23 14 89 76 21 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Tcehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm, H 3?-3 « "-« 2 U. N. 731 9 21 8! S. mäßig teilw. heiter "' 9 U. Ab. 31 4 16 3> SW. schwach 9.1? U. F. j 30 1l 13 8^ N. schwach Hochnebel j 0 0 Das Tanesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 16 6", Normale 11 7". Wien, 8. Oltober. Wettervoraussage für den 9. Ot-tobcr für Stcicrmark, üknrntcn und Krain: Trüb, zeitweise Niederschlage, etwas wärmer, südwestliche mäszige Winde. — Für Ungarn: Vorläufig mildes Wetter, meist Regen oder Ge-witter, später Ablühlung wahrscheinlich. 5 ! Vom tiefsten Schmerze gebeugt, gebcn die Niiterzl'ichnctm allen Verwandten und teilnehmen« den Freunden Nachricht von dem Hinschnden iyrcs innigstgüliebten, unvergeßlichen Gattm, bezw. Vaters, Bruders, Schwiegervaters u. Großvaters, des Herin Mzenz Ritter von RtUlcklz ^ Oberinspektors des Ruhestandes der M k. k. Staatsbahnen W welcher am 6. Oltobcr 1913, um 2 Uhr nachmittags, >W nach lurzem, schwerem Leiden und Empfang der heil. Sterbesakramente im 68. Lebensjahre selig in ^ dem Herrn entschlafen ist. Die irdische Hülle des uns teueren Verblichenen ^ wird Donnerstag den 9. d. M. um 3'/< Uhr nach« ^ »» mittags im Trauerhause III., Vaumanngasse 7, ^ eingesegnet und sodann am Zentralfriedhofe im Familiengrabe zm ewigen Ruhe bestattet. >> Die heilige Seelenmesse wird Freitag den ^ M 10, d. M., um 10 Uhr vormittags, in der Pfarr- M M tirche zu St. Rochus (III., Hauptstraße) gelesen M ^s werdcn. ^D W Wien. den 6, Oltober 1913. W ^ Nntonie v. Nenzcnlierg, geb. ». Onyszkiewicz, als ^ W Gatiin. Wanda v. Lidl, neb. v. Ncnzenbcrg, Helene ^ W v. Lipczynsta, geb. u. Ncnzenberg, als Töchter. ^ W Karl Ritter v. llidl, l. t, Statthaltereirat. Ladis- M W laus Ritter v. Lipczynsli, Großgrundbesitzer, als ^ M Schwiegersöhne. Anna Kraschowitz, ^eb. v. Nenzen- ^ M ber«, Paula v. Renzcxliera, 5t. u, k. Militär- ^ ^ obcrintendant Ferdinand Ritter v. Ncnzenberg, « W Intendanzchef des 6. Korps, als Geschwister. Iza M M v. Libl, Ianel und Iurel Ritter v. Lipczynsli, M W als Enlel. W W 402Z _______ W Mstl Wllz I!e^-WWlmSWltt lll Mch. Heute Hounerstag be»» ft. Dltober 1V13 8. Vorstellung Logen°Abonncment gerade Das Uaar nach der Mode Wiener Lustspiel in drei Alten von Raoul Auernheimer Anfang um '/,8 Uhr Ende gegen 10 Uhr Hinweis. Unserer heutigen Nnmmer (Stadtauflage) liegt eine Probe aus der Zeitschrift „Alte und neue Welt" bei; Abonnements und Probehefte durch die Buchhandlung Ig, v. Meinmayr ħ3l?|Sj# Radium-Musik . . . . „ 8.- »B^^j^K^I Pendeluhr, 75 cm . . „ 8.— ^SUl^T^b » Tnrnischlag „ 10.— «SSNKjtV Pendeluhr mit Musik- '¦vSffW« wecker n. Sr.hlagw. „ 14.— ^*" Rundnhr m. Wecker . „ 6.— 3 Jahre schriftl. Garantie. Teraand per Nachnahme. Max Böhnel Wien, IV. Margarethenstrasse 27/128. 4012 Original Fabriks-Preisliato gratis. 12 — 1 Familien Kortschak und Zuppan geben die überaus betrübende Nachricht, daß ihre innigstgeliebte, unvergeßliche Mutter, bezw. Schwester und Großmutter, Frau Dr. Auguste Kortschak hellte früh. versehen mit den heil. Sterbesakramenten, sanft im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Freitag den 10. d. um A Uhr nachmittags vom Trauerhaufe Aahnhofgasse II aus statt. Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen werden. LaWach. am 8. Oltober 1913. 4020 Statt zebe^ besonderen Anzeige. .soZo^ne, Filiale der K. K. priu. Oesterreichischen m Crel-Halt fßr Handel und tale «mna k™,, flaldelnlagen gegen Elnlagibflcher und tMbKžl « v . *"!' Verk"f. ¦¦ B«I«I»mq v" Wert- i. ««».-K.rr.nt; Gewinn, ».n jn Laibach *W^ Prešerengasse Nr. 50. 1593 SX'ml'lÄSBkV'SIfa Krediten, EiK.mpt. von Wechseln etc.__________________________ w _____________________________Helratskiutlonan etc. Kurs« an der Wiener BörscTom 8. Oktober lOlžt. hchmükurs Gold | Ware Allg. Staatsehuld. Pro«. s (Mai-Nov.)p.K.4 8106 8126 e 4% ,, „ p. U.4 */0« 81-26 L k. st. K. (Jän.-Juli)p. K.4 «09« 81-16 ,, p. A.4 S0-9H 8116 5 4U0/nÖ.W.Not.Fab.Au(t.p.K.4V! 84 90 St 10 J2 •4/2% ,, „ ,, ,, p.A.4-2 S4-D0 St-10 .S 4-a% „ 8ilb.Apr.-Okt.p.K.l-2 S6-1O 86 »0 « 4-ae/o , „ ,, ,, p.A.4-2 8610 86&0 Losev.J.18«()tn500fl.ö.W.4 1600 1640 Lo8ev.J.t8(i0zul00fl,Ö.W.4 436— 44f- Losev.J.1864j:u JOOfl.ö.W____6SS-— 6W-- Losev.J.iHe^xu 50fl.ö.W. ...148-— 860 — 3t.-Don>an.-Pf. 120Ü.300F.5 — - —'- Oesterr. Staatsschuld. ue8t.Staat88chat7Bch.Ktsr.K.4 96-tn 9676 üe8t.Goldr.«tsr.Gold.Kas8e..4 10460 10470 „ ,, ., ,, p. Arr(tt.4 104-60 104 70 Oest. Rente i.K.-W.stsr.p. K.4 8180 81-60 „ „ ,, „ ,,U. .4 «/-40 81-60 üeat. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. K............ 81-06 81-26 OcBt. Rento i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 81-06 81-26 Oest.Inviisl.-Rent.stsr.p.K.aVj 1226 72-46 Franz Josofsb.i. Silb.(d.K.)5V4 104-66 106-66 Galiz. Karl Ludwigsb. (d.St.)4 8f46 82-46 Nordwb.,ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 8166 82-66 Rudolfsb.i. K.-W.stfr.(d.S.)4 8160 82-60 Von SUate z. Zahlung übern. Eisenbakn-PrioHtatB-ObllK. Böhm.Nordbahn Em. 1888 4 —•— — '— Bühra. Westbahn Em.188;'). .4 84-20 86-20 Bühm. Wcstb. Km. 1895i. K. 4 8»— 84- — Ferd.-Nordb.E. 1886 (d.S.).. 4 93t>6 946s, dto. F.. 1904 (d. St. K....4 «6-60 «760 FraiuJoscsab.E.18S4M.S.)S4 94— 86 — Galiz. KarlLudwigb.(d.St.)S4 83- 84-- Laib.-ütoin Lkb.SOOn. 100üfl.4 9278 9176 bchluük«rn Geld | Ware Um.-C7.er.-J.E.18il4(d.S.)K4 8r60 8260 Nordwb., Oost. L'OO II. Silber 6 99-60 100-50 dto.L.A.E. 1903 (d.S.) K3V, 76sc 76-60 Nordwb..O(>8t.L. ü. iOOfl. S.5 99-60 100 60 dto.L.B.E.mSfd.SOKS1/! 78-80 76-86 dto.E. 18862<)<)u.l0O0fl. S.4 84-— «•-KudoirsbahnE. 188l(d. S.)S. 4 83-36 8435 Staatscisonb.-G.5(K) F. p. St. 3 360- — X60- - dto.Ergi.Netr 500 F.p. St. 3 344 — tt7 — SUdnorddeutsche Vbd^b. fl.S. 4 82-40 83-40 Ung.-gal.E.E. 1887200Silber4 8226 83-26 Ung. Staatsschuld. Ung.StnaUka«8eii.ich.p.K.4Vi 99-66 9986 Ung. Rente in Gold ... p. K.4 9966 9986 Ung. Rentei.K.Btfr.v. J.19I0 4 8076 80 96 Ung. Rente i. K. Btfr. p. K. 4 80-76 80 96 Ung Prämion-AnlehenalOOfl. 46S-— 469-U.TheiBS-R.u.S7.og.Pnn.-0.4 J««0 29i>-to U.Grundent]a8tg.-übg.5.W.4 81-06 82 o6 Andere üffentl. Anlehen. Bs.-herz.Ei8.-L.-A.K. 1902 41/j 99-26 90T.6 Wr. Verkehraanl.-A. verl. K 4 8V60 82 60 dto. Em. 1900 verl. K------4 81-76 82 76 Galizischesv. J. 1893 verl. K.4 82-66 83 66 Krain.L.-A. v.J. 1888 ö.W.. 4 —¦— 9460 Mährisches v.J. 1890V.ö.W.4 86-60 87-60 A.d.St. Budap.v.J. 1903V.K.4 7.0 80 80-60 Wien fEIek.) v. J. 1900 v. K. 4 8210 83 10 Wien (Invest.)v. J. l«02v. K.4 SSTS 86 26 Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 83 20 Rn«s.St.A.1906M00Kp. U.6 102-76 103:6 Bul.St.-Goldanl.l907 100K4V2 «6T8 *7T8 Pfandbriefe nnd Kommnnalohli^ationen. Bodenkr.-A. öBt.,50 J.ö.W. 4 tf/-«0 82 80 Bodcnkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 — •— —- liöhm. Hypothekenbank K. .5 10016 10116 dto. Hypothbk., 1.57 J.v.K.4 *f 78 69-76 scniuuKurs Gold |Ware Böhm.Ld.K.-SchaldKeh.50j.4 84-— 86- dto. dto. 78J.K.4 8376 8476 dto. E.-Schuld»ch.78j.4 83-76 84-76 Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......fi W"> 9//Ä dto. inh.50J.vfir!.K.4V, *2« St-26 Galiz.Landesb.ölViJ-V.K.*1/! S2— 98- — dto.K.-Obl.III.Em.*2j.*Vi 90— L>/¦- fRtr. Bodfinkr.-A. üfi .1. «. W. 5 9*'- S9- — latr. K.-Kr.-A.i.62»/,J.v.K.4'/, —'- ««'«O Mahr.Ilypoth.-B.Ö.W.u.K.4 8366 84-66 Nicd.-«st.Land.-Hyp.-A.55j.4 83-60 84-60 Oeat. Hyp. Hank i. 50.1. verl. 4 8226 83-26 Oest.-ung.Bank50j.v.ö.W.4 86-30 87-30 dto. 50 J v. K........'¦ 87ie> M'2S Contr. Hyp.-B. ung. Spark. 4>/3 90 60 91-60 Comrzbk., Pest. Ung. 41 J. *M-t Sra Ö2t6 dto. Com.O.i. 50«/iJ. K4V2 SO-16 9i-76 Herrn.B.-K.-A.i.60.J.v.K4Vj 90- »f— Spark.Inncrst.l5ud.i.ftOJ.K4Vj »0- 9f~ dto. inh. f.0 J. v.K. .. .4'/« *rli0 *2"60 Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 4V, 90 80 91-60 Ung. Hyp.-B. in Pest K .. 4V, Sl-60 9260 dto.Kom.-Sch.i.50j.v.K4V, SS-26 94-26 EiHPBbahn-Prlor.-OMiK- Ka8ch.-()derb.E.i(W9(d.S.)S.4 8116 82-16 dto. Ein. 1908 K sd. S.) ... 4 8040 81-40 Lcmb.-Gzer.-J.E.1884 300S.8-6 7flff6 7tf«S8 dto. 300 S...........4 «/36 «2ÖS Staataeiaenb.-Geaell. E. 1895 (d. St.)M. 100 M.......3 «2-76 8376 SUdb.Jan.-J. B0<- F. p. A. 26 264-76 26676 UntorkrainerB.(d.S.)ö.W. .4 91-— 9260 Diverse Lose. Bodcnkr.öst.E. 1880 ä 100(1.3X 277'— **'' ~ dto. K. 1889 ä 100 fl.... 3X 248— 26S'— Hypoth.-B.ung.Präm.-Schv. a 100 11..............4 2*7 CO 246-60 Sorb. Prämien-Anl. ä 100 Fr. 2 109-26 tn-26 Bud.-Baailica(Uorab.)5U.ö.W. 27 26 3116 SchlMÜknrs (ield | Ware Cred.-A,im\!.:;., (J loofl.o.W. Y72' <«2-— Laibach. Präm.-Anl.aofl.o.W 64— 6S-- RotcnKreuz.iist.G.v.lOfl.ö.W. «/•— 66 - dettoung. <;. v. . . ft fl. ö. W. 8f - 86- Tllrk. E.-A.,Pr.O.40()Fr.p.K. 22960 232-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874 .... loo fl. ö.W. 478- - 488- -GewinstBch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Gred.-Anst. K. 1880 37- 4t-GewinstBch. der 3"/„ Pr.-Sch. dorBod.-Crod.-Anst. K.188!) 87-- 6f— Gowinstseh. dor 4% Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 2$- - 30-- Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 500 II. C. M. 1262 — 12G3-— Ferd.-Nordbahn 1000 sl. C. M. 4860-— 4S7O- - Lloyd, östorr........4()() K 616- - 618-- Staata-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 69626 69G 2r> SUdbahn-G.p.U. . . . 500 Frs. /2e-7fl 12176 Bank-Aktien. Anglo-iistorr. Bank120fl.19 K 33V6O 338-60 Bankver.,Wr.p.U.2O0sl.3O „ 613- 614- Hod.-C.-A.[illg.öst.300K57 „ UM- 1170- Credit-AriBt. p. U. 320 K 83 ,, «25 • - 62C- Credit-B. ung. allg.200fI.45 ,, 822- - 823 — Knkomptob. Htcior. 200 sl. 32 „ «64-- flC7-~- Kskompte-G., n. ii. 400 K 40 ,, 746 — 747 — Länderb., (ist. p. U. 20011.30 ,, 619-46 62046 Laibacher Kreditb. 400 K25 ,, 41260 41460 Oest.nngar. B. 1400 K 120 ,, 2067 — 2077- Unionbankp.U. . . 20011.33 ,, 692-26 693-26 yerkehrsbank,allg.l4Osl.2O ,, 867— S69-— Zivnosten. banka 100 sl. 15,, 266— tee-— Industrie-Aktien. Horg- u. Hüttw.-G öst. 400 K 1244-— 1264- -Hirtenberg P.,Z. u.M. F. 400 K /820 — /8,?8~ Könit;Hh./>omont-Fabrik4oO K 36360 364 — LengenfeldorP.-C.A.-G.26O K ni— 116 — SchluOkun Gold | Ware Montange8.,ö8terr.-alp. loosl. 864-60 8b6-to Perl mooser h. K. u. P. 100 fl. 4öt— 468--PragerEiBenind.-Gesell.500 K 2fl«ö— 2980 — Rimamur.-Salgö-Tarj. 100 fl. 680-60 68t 60 Salg6-Tari. Stk.-B. . . . 100 fl. 788 - 163-— Skodaworko A.-G. Pils. 800 K 82*60 824 60 Wasson-F>.-G.,ÖHturr. . . 100 fl. 1010 — 1019'—¦ WeiBonselB Stahlw. A.-G. 300 K 780— 790' — Weatb. licrgbau-A.-G. 100 fl. 642 — 940-__ Devisen. Kurze Siebten nnd Schenkn: Deutsche Hankplätze......117-80 118- — Italienische Bankplälze.....9410 94 60 London................!409*» SilV0 Paris.................9682*' 9647'* Valuten. Münzdukaten........... 11-44 11-49 20-FrancB-StUcke...... /9-09 10-11 20-Mark-StUcke.......... MÄ, tt64 (Jeutsche Roichsbanknoton . . 11T80 118'— Italionischo Banknoton..... 94-40 »460 Rubel-Noten............l« Lokalpapiere nach rrivttnotier. d. KllUlea. K.K.prlv.Oest. Credit-AnRUlt. Brauerei Union Akt. 200 K *«•— !«•— Hotel Union „ 500,, 0 —•— —•— Krain. Baugea. ,, 200,, 12 K 2OQ-— H0-— ,. Industrie,, 200,, 20 K 420— 410 — Unterkrain. St.-Akt. 100 fl. 0 — •— «0 — Bankzlmfufl 6% Die Notierung nämtlicher Aktien nnd dar lrDivorBon Lose" versteht sich per Stück.