Pl li^wil r»ail»,ftaq uns g«nstai »nd Io(Ut fUt 5tIII ml. Z»««ll»ig in'» Hau« «o,atliäh»j B. 3,so, jacijiitrij (L 8.4ü, Zm ri»iU»e «»m»cr 1 kr. Injnal« no4i 2«rif; bo öiuten ffiitS«liotiinj«i «ntft»red|«Drt «»»all. li«I>«c>i?Zii'niic fiii <»'-1 «!»!> «Hf »«beatm»«» i»licf»«T**MUojicit » «». IR»rstr»ti«»'Ha»Vtrl»» I«. svrvliftmit«-, »<« *«ba«ta«l Uglii». mit »«»aahiiic d«4ittltti»|)*. — »«crowatieani iiotlefrrt. — «»»»Irrchic m»««» nicht >mr»Ii?g«sn>dct. — Vaeatrmt ^«(rniucgf« »ich! terllikflchlizc». t Cilli, Sonntag den 3V. August 189!. XVI. Jahrgang. um rf^-»^>#A*Aa^aagggMggHggaqianaiinnstfW—w*****»**"»_____ vl I I ,1 ■ II:'« « I II» • I I I I I «:"**^O^LL.lL* liiillBtiilfiiiil »i uuu*4u.umn*«« «<«« * tuxw.Lt Lt4i«r< pi ?. i »in Subeliag für Silli. Das freundlich« Sannstädtchen feiert heute einen Fest-tag von eminenter Bedeutung. Die von der gesammten Bevölkerung mit Sehnsucht erwartete Ankunft deS Kaisers findet heute früh statt. Der Empfang auf dem Bahnhöfe wird ein feierlicher, der Einzug in die Stadt ein wahrer Triumph-zug sein. Cilli hat sein Festkleid an-gelegt' ^von den Giebeln der Häufer wehen Flaggen in den Reichs-- und Landesfarben, als stumme Dolmetsche der patrio-tischen, reichstreuen Gesinnung der biederen Cillier. Triumph-bogen und dekorative Ausschmückung der Häuser und Brücken, des Stadtparkes und der die Stadt umgebenden An-höhen mit Fahnen und Emble-men vervollständigen die äußere Staffage. Tausende von Menschen aus Nah und Fern werden auf den Beinen sein, um den ge-liebten Landesvater zu sehen, und ihm den Zoll ihrer tiefsten Verehrung, als treue Unterthanen abzustatten. Den Bewohnern von Eilli ist eben die Freude nicht oft be-schieden, den erlauchten Monarchen in ihren Mauern zu beherbergen ' umso höher wissen dieselben es zu schätzen, daß sich der allerhöchste Landesherr herabgelassen hat, die Stadt durch seine Anwesenheit zu verherrlichen. Der Bürgermeister Dr. N e ck e r m a n n hat in dem an die Bewohner von Cilli gerichteten Ausrufe der hehren Bedeutung des Kaiserbesuches in kräftigen Worten Ausdruck gegeben, die-selben fanden einen lauten Wiederhall in den Herzen der kern-deutschen Bevölkerung der Stadt. Es sind nun 8 Jahre verflossen, daß der Kaiser in der Lannstadt weilte; im Juli des Jahres 1883 bot ihm die ÖOO» jährige Landesfeier den Anlaß hiezu. Auch damals umbrauste Kaiser Ära»; 3oscf I. ihn der Jubel eines treuen, dankbaren Volkes, das in der Erzdynastie das mächtige Band erkennt, mit dem die zahlreichen Völkerschaften im Nahmen der Monarchie zu friedlichem Wirken vereinigt werden können. Die Freude, der Enthusiasmus dar über, daß der Monarch das Unterland mit seinem Besuche beglückte, brachen sich auch vor 8 Jahren in ungekünstelter, aus der Seele dringender Weise Bahn. Als Kaiser Franz Josef aus die damalige Be-grüßungs-Ansprache des Bürgermeisters erwiderte: „Ich danke Ihnen für den herzlichen Empfang und versichere Sie, daß es mich sehr freut, Ihre Stadt, an der Ich so oft vorbei-suhr, betreten zu können, Ich wünsche derselben aus vollem Herzen, daß ste blühe und ge-deihe", durchtönten stürmische Hochrufe die Lüste und die Bewohner von Cilli haben die kaiser lichen Worte, welche Zeugnis von der väterlichen Huld des erlauchten Gastes gaben, treu im Herzen und Gedächtnis bewahrt, und nun, am Tage seiner Ankunft sollen dieselben die begeisterte Antwort aus dem Munde, des Volkes finden, welches im edlen Wetteifer um die Ehre ringt, den Aufenthalt des Kaisers zu ei« em freudigen zu gestalten. Die Vorbereitungen, welche die wackere Stadtverrretung zur Erreichung dieses Zweckes mit Umsicht in wahrhast ausopiernder Weise getroffen hat, bieten wohl die Gewähr, daß das ehrliche Bestreben, den Kaisertag als einen wahren Jubeltag zu seiern, vom schönsten Erfolge gekrönt sein werd«. Und wenn der erlauchte Landesherr von hier wieder in die Metropole deS Reiches heimkehren wird, dann begleiten ihn die heißen Segenswünsche seiner Unterthanen aus der grünen Steier-mark, mit dem Rufe: „Gott segne und erhalte Euer Majestät! & '■ Ir* I I - * J "'0 rj i i ii i iii i i ii ii XII' l • 1 V \ 'TM """ ' " ^ ^ ^ ^ tmu Miu JW.MXM.1 f rntrfff» Tftrnmrjt * ........ .......... i rnl , « > ..........\J Jj \_Ä\J (j ^ » Aett-Kedichte. Willkommen, Herrscher, in der Deinen Mitte. So tust Tein Bolk Dir sreudbeweg« und starke Heil jedem Deiner un« geweihten Schritte. Willkommen. Kaiser, in der treuen Mark, Du nahst, umstarrt von lausend Feuerschlünden. Umringt von DeinerHeennachl stolzem Troß. Allein, wie diese Blitze nicht entMden. So meidet mild des Landmanns Fleiß Dein Roß. Wir seden Dich im vollen Wafsenglanze, Doch Deines Lande» Frieden ist Du werth: So übt der Recke sich im Wurs der Lanze. So schwang ernst Siegsried sein gefeite« Schwer«, Bereit zu sein ist alles! Doch vergebens Schmückt nicht den Helm ein Blatt aus grünem Hag, Und aus dem Wirbel kriegerischen LebenS Ginnst Du uns heut« einen Freudentag. Die Völker, die Dein Antlitz "täglich schauen. tjich selbst im Schimmer Deiner Majestät. Die wissen nicht, wie durch die sernen Gauen Bei Teinem Nahn ein Freudeschauer geh«. Doch unsere Herzen haben lang geschlagen. Die Häuser eme Sprache sich erdacht. Die Hoden stammen, und die Wellen tragen Die Huldigung der Güte und der Macht. Und. wie sich Lanbqewinde fröhlich ranken, S« jeder Wimpel Dir's ju sagen hat: Nicht of«. doch allezeit mit gleichem danken Begrüßt Dich diese alte Römerstadt. Sella Zednik • • • Es glänzt der junge Morgen. Hochgesänge schallen. Des'treuen Volles Freudenrus dring« himmelan. Im Hestlagskleide jrohbewegte Menschen wallen Durch reichgeschmückle Straften jauchjend ihre Bahn; Wohin das Auge immer möge sehen, Erblick« e« sarbenprtcht'ge Banner wehen. Und von den Thürmen dringe« feierlich Geläute Melodisch »u den lichtumwobnen Höh'n empor. Benin: mu MusiMang und Willkommgruß ftch heute. Zu einem einzigen erhabnen .^>be!chor. Denn Wahrheil wurde ja die srohe Kunde. Die wir gehört in längftentschwundner Stunde. Gilt's doch ein Fest, bei dem die Herzen höher schlagen, Aus jedem Antlitz, die Begeisl rung leuchtend spricht: Sin berrlich Fest, zu dem an diesen schönen Tagen Die Liebe emsig ihre Blumenkränze flicht Und sester tnüpsl der allen Treue Bande, Wie e« so Sitte ist im Steirerlande. n bunter Zierde prangen all- Häuserzeilen, «in Platz und keine Gasse blieben ungeschmückl, Denn jeder will die Freude ungeschmälert theilen. Mit welcher uns des Kaisers Gegenwart beglückt. Was könnte wohl die Sannstad« besser lohnen, Als diese Huld, auch gern in ihr zu wohnen! Uns aber wird in dauernder Erinn'nmg bleiben Die sreudenreiche, unvergleichlich schöne Zeit. Die Clio wird mit goldnen Lettern niederschreiben Aus Marmelstein, zu wahren ihr die Ewigkeit. Um ferneren Geschlechtern zu bekunde«, Was wir «n diesen Tagen lies empsunden. Franz Tiesenbacher. Aur Anwesenheit des Kaisers in Killi. Der Kaiser kommt heule um 7 Uhr morgens mit Separatzug der Südbahn hier a». Das Ge-folge deS Kaiser« besteht auS nachstehenden Herren: Den General-Adjutanten Feldmarschall-Lieutenant Graf Paar und Generalmajor v. BolfraS. den Flügel» Adjutanten Oberstlieutenant Polen und Major Gras Schaff« g v t s ch, Adjutant Hauptmann R. v. Viv e n ot. Oberkücheupteister Gras Wolkenstein. Hos-arzt Dr. Kerzl. Militär-Attachö Oberstlieute-nant im königlich preußischen Generalstabe und Flügel - Adjutant von Deines, Militär-Attach/Oberstlieutenant iin königlich italienischen Generalstabe und Flügel-Adjutant v. Br u sa ti. Ferner zu den Manövern bei Cilli aus den Herren: Flügel - Adjutant Fregatten - Capitän GachS und Major v. Kolos^vary. Der vom Kaiser benutzte Zug ist ein Separat-zug, und zwar die complete Garnitur deS neuen Hof-zuges. bestehend aus acht Waggons. Der erste Wag« gon ist der Dienst». Gepäck- und Beleuchtung«-waggon mit den Einrichtungen für die electrische Beleuchtung deS gänzen ZugeS. der zweite Waggon ist für die Hofbediensteten bestimmt, im dritten hält sich der Kaiser aus. der vierte Waggon dient der Suite, der fünfte ist der Speisewaggon, der sechste der Küchenwaggon, der siebente wieder ein Suitewaqgon und der achte sür Hokbedienstete bestimmt. Der Separatzug hnnmt direct von Leoben. — Für die Rücksahrt benützt der Kaiser denselben Zug, der am !. September um 6 Uhr 45 Minuten abends von Cilli abgehen wird und direct nach Meidling geht. „Qtutsdfe Wtäff Gestern um 3 Uhr 20 Minuten trafen Herr Erzherzog Wilhelm, und um ö Uhr 29 Min. abends Herr Erzherzog Albrecht hier ein. Heute um l Uhr 50 Minuten wird Herr Erz« herzog Rainer, und um 3 Ibr 30 Minuten nachmittags, Reichskriegsminister Baron B a u e r hier ankommen. Der kaiserliche Marstall ist bereits eingelangt, die Pferde, lauter Thiere edler Ra<,en sind in den Stallungen der Hotels „zum Mohren" und zur .goldenen Krone' untergebracht. Die Stallungiü wurde» mit allem Comfort ausgestattet, sind licht, lüstig und sehr sauber. Bemerkens» werth ist, daß im letztgenannten Hotel, der Be-sitzer desselben. Bräuereiinhaber Herr ReiningHauS die drei Stallungen auf 24 Pferde ganz neu adaptiert, und außerdem eine Fourage — Sattel und Riemenzeugkammer mit Unt.rkunft sür die Etallwach« ganz neu herrichten ließ. Vorgestern kamen beim Hoiel „Elefant" siebzehn Küchenwägen sammt Utensilien u»d dem Personale an. Der Fiakereigenthümer Herr Strazer in Marburg, hat drei Paar Pferde. „Russen" mit drei sehr eleganten Wagen hieher geschickt, welche von den Herren Erzherzogen Albrecht und Wilhelm benutzt werden dürsten. In der Stadt herrscht ein rege« Treiben, all« Hände sind mit den Ausschmückungsarbeiten der Häuser und der anderen Objecte beschäftigt. Die Lebhaftigkeit wird noch durch da» Ankommen und Abmarschieren. der bei den Brigade-exerzilien engagierten Truppenkörper erhöht. Der Freitag abends abgehaltene Probe-fackelzug ging mit Präzision vor sich, ebenso fiel die an den öffentlichen Gebäuden vorge--nommene Probebeleuchtung sehr gut aus. Das Parkfest beginnt, wie wir bereit» gemeldet haben, heute um 2 Uhr nachmittag» und der Besuch de» Kaiser« im Stadtparke wird nicht um l/t5 Uhr, sondern bereit» um '/»« Uhr stattfinden. Der Einlaß des Publikum« erfolgt um 1 Uhr nachmittag« in den Stadtpark. Nach der Anzahl der bisher zum Partseste auSge-gebenen Karten kann man aus eine Betheiligung von 8000 bi» 10.000 Personen rechnen. Wir machen da» geehrte Publicum noch-»ials aufmerksam, daß um die Heimkehr von dein, am 30. August l. I. in Cilli stattfindenden Kaiserseste zu erleichtern, am Abend deS ge-nannten TageS auf der Südbahn, außer den sahr-planmäßigen Zügen noch je ein Personenzug von Cilli nach Laibach und Marburg verkehren wird. Ersterer wird um 10 Uhr 2 0 Minuten, letzterer um 10Uhr30 Minute» abends abgelassen werden. Rundschau. sDer Kaiser reist nach Prag.) Hierüber berichtet die „91. Fr. Presse" : Der Landmarschall von Böhmen. Fürst Georg Lobkowitz, der erst vor acht Tagen einen Urlaub angetreten hatte, traf am 27. d. M. in Prag ein und berief sofort den Landesausschuß zu einer Sitzung. Diese Sitzung sand hieraus Mittag» statt. Fürst Lobkowitz machte den Mitgliedern hes Landesausschusses die Mit-theilung, daß der Kaiser am 26. September. — also nicht, wie eS in deui ersten Telegramme hieß, am 23. September — Früh 7 Uhr. in Prag eintreffen werde. Sodann wurde» die Verfügungen zum Empfange des Kaisers vom Landesausschusie in Berathung gezogen und vor-läufig beschlossen, an alle Bezirksvertrelungen in Böhmen einen Ausrus zu erlassen und sie einzuladen, sich durch ihre Obmänner bei der feierlichen Audienz im Prager Schlöffe aui den, Hradfchin zu dethciligen. Diese Audienz wird am 27. Sept. stattfinden, und sollen die Bezirks-obmänner als die Repräsentanz der autonomen Körperschaften, gleichzeitig mit den Mitgliedern de» Landes.lusschusse« dem Kaiser unter Führung deS Oberstlandmal schalls vorgestellt werden. Der Landesausschuß beschloß ferner, zur Feier der Anwesenheit de» Monarchen im deutschen und im tschechischen LandeStheater Festvorstellungen zu veranstalten. Der Landesausschuß kaust sür dies« Vorstellungen sämmtliche Plätze in beiden Landestheatern, um dieselben dann selbst an die Würdenträger und die von ihm geladenen Gäste 1891 zur Vertheilung zu bringen. Aus private Zi> I Meldungen sür den Eintritt in die Theater für I diese Festvorstellungen, wird daher, wie «in oo» Landesausschuß den Prager Zeitungen zuge. sendeteS Communique besagt, keine Rücksicht ge< nommen werden können. fUrtheile über Schneider« Pr> gram m.j Da« clericale „Volksblan' außen sich über da« durch die „Kreuzzeuung" in d« Oeffentlichkeit gelangte Programm de« Mechaniker« Schneider: dasselbe lasse sich hörn, e» verrathe eine gewisse Verwandschast mit de» conservativen Staatsrechte, aber die Methid« sei durchweg» verfehlt. Wer imma nicht an da« historisch Gewesene im Landtag anknüpft, wer immer angesicht» der noch hnm zu Recht bestehenden, historisch-politischen Individualitäten in Oesterreich erst etwa» Nene« schaffen will, betritt da« Gebiet der Experiment«, während nur da» Verharren aus dem Geb«, der Reform de» rechtlich Bestehenden. He,l bruiz«, Nihil petit qui niroium petit. Die „ftrnq-zeitung" habe, da die antisemitische Partei noch eine ziemlich kleine ist, derselbe» mit der Äer« öffentlichung ihre« Programms wohl kau» era« Dienst erwiesen. Es nimmt sich nach der Lage der Dinge fast wie Großsprecherei au« : ®«« aber mehr ist. man muß e» al» ein Unglück Ix-zeichnen, daß Schneider sein autonom«« Programm unter der j u n g t f ch e ch i scher Fahne durchführen will; da« geht einfach nicht." Wa« sagen Sie dazu Herr Schneider? Die „Warntdorfer Abwehr" kenozeichaet d« Qualität der neuesten Prager Pilger und da! Verhalten der tschechischen Blätter, sowie de« „Vaterland* zu der Affaire, ia kernigen Worte, wie folgt: Die Pilgerfahrt der Wiener Antisemiten nach dem «slavische» Mecca' und die daselbst erfolgten komödienhaften La-söhnung«- und Verbrüderung«-Scenen, haß«» den tschechischen Blättern und dem Wiener „Vaterland" schier den Verstand geraubt. Gl lohnt sich wahrlich nicht der Mühe, die par»> doxen Folgerungen, welche die tsch«ch>sch«» Blätt«r au» dem Besuche einer Anzahl .chriü-lich-sozialer" Wiener Gewerbetreibenden unter der Führung Schneider« ziehen, wiederzugeben. Die» nationalitätslose, zusammengewürfelte Gesellschaft al« eine Vertretung der deutschen Bürgerschas: Wien», ja de« deutschn, Volke» in Oesterreich zu bezeichnen, da« dringen eben nur die >sch«> chischen Blätter sertig. Daß selbst die alt-tschechischen Blätter sür die widrigen, rohe» AuSbrüche de» Raffen- und Classenhafft» der Sophieninsel kein Wort der Veracht>»z finden, die» zeigt, welch hohe Befriedigung sie über den Besuch der deutschen Renegaten, von Schlage Schneider« empfinden; e» beweist, Bai sie eS längst verlernt haben, sich zu schämen.^ ^Deutschland und China. Tu ungewöhnlich schars gehaltene officiöse AuSlafiun; der „Nordd. Allg. Ztg." gegen China hat 'ol-genden Wortlaut: „Verschiedene deutscht Plann reproducieren eine von chinesischer Seite im?:« rirrte Notiz über die Lage in China. E« wir! darin gesagt, daß auch der deut'che Vernel-i zusammen mit den Vertretern anderer ®ros-machte. Vorstellungen bei der chinesischen A-« giernng erhoben hat. Diese Angabe ist an Ü4 zutreffend Wenn aber an dieser Thatsache^ c» chinesischer Seile eine Art Kritik in dem geübt wird, daß einmal deutsche Interesse« !» den letzte» Unruhen nicht geschädigt seien, d>n ferner ein Zwischensall, welcher sich im voriza Jahre bei der deutschen katholischen Mission » Schantung ereignet hat, sür sich allein mit der chinesischen Regierung discutiert wer)» könne und daß endlich Deutschland zum alln-geringsten Theil an den Missionen in interessiert sei, so sind wir nach unserer )->< formation in der Lage, diese Kritik al» <:n< unzutreffende zu bezeichnen. Zunächst ist »«> lich die Behauptung, daß deutsche Interesse«, bv den letzten Ausständen nicht berührt seien, nicht i begründet. Der deutsche Handel, ist durch sei» i weiten Verzweigungen auch am Jangtse. « : hauptsächlich die letzten Bewegungen sich geM i haben, in Mitleidenschaft gezogen. Da« iß > aber auch die Erklärung, daß die chinesisch Regierung jederzeit bereit sein würde, mit tot ' m 1 Kutschen Gesandten in Peking, wegen deS In-cidenzsalle« in Schantung in DiScussion zu treten, ni dieser Form von geringem Werth. Diese Zitmssion, findet seit sast Jahresfrist in Peking flut. ohne daß irgend ein Ergebnis, als allgemeine bnsprechungeii, erreich! worden wäre. E» ver» Listet sogar, daß derjenige Provinjialbeamte, «lcher an der Schädigung der deutschen Msion die Hauptschuld trügt, neuerdings durch bisondere Bevorzugung seilen« der Central-rezierung ausgezeichnet worden fei. wodurch «ilürlich alle übelwollenden Elemente in der Provinz in ihrer feindseligen Haltung, gegen die Nission neu bestärkt werden. sDer internationale Congreß in vriissel.) auf welchem in den letzten Tagen i*l 'alter Kohl aufgewärmt wurde, bat nun «igetagt. Unter den gefaßten Beschlüssen wäre » erwähnen, daß der I. Mai stet« als ft t a g anzusehen sei. Die Engländer sliutmten dagegen. Mit Slimmeneinheit wurde tiit Resolution des Inhalt« angenommen, daß d«r Tongreß die S t ü ck- und Accordarbeit kir eine Lohn form hält, welche die Ausbeutung itt Arbeiter stetig vermehrt, daß dieses »er-«nfliche System der Ueberbürdung, eine Folge »e» kapitalistischen System» sei und gleich dem .Lchwitz'-System bekämpft werden müsse. ES wrde alSdann beschlossen, im Jahre 1893 einen Internationalen amerikanischen Arbeitercongreß in Chicago abzuhalten und zu diesem ein» Delegation auS Europa abzuordnen. Endlich wurde noch be« Hlosien, den nächsten internationalen Arbeiter-»ngreß im Jahre 1893 in der Schweiz abzu-foltert. Der Präsident kündigt an, daß auf de« «chstcn Kongreß in der Schweiz auch Vertreter iiihlandS erscheinen werden. sDer französisch» Besuch i» PortSmouth,j gibt d»r »Morning Post" Ver-«lifsung zu einem Epiloge, in welche» e« foibi. in dem Au«taufch internationaler Höflich-feilen hab» die Politik kein» leitend« Rolle ge» spielt Jedenfalls.sei e* sicher, daß eine Schwä-chung der herzlichen Freundschaft, welche Groß-fottoutien mit Deutschland. Oesterreich und Italien «riiiüpfe. nicht unter dessen Ergebnisse gezählt nnden könne. Der dem deutschen Kaiser be» rr.tfit warme Willkommen, vertrete die Stim-■ciuig England« heute ebensosehr al« zur Zeit, wo tersilbe ihm mit jedem Umstände, der dessen Be-bowmgjhabe betonen können, dargebracht worden sti. England und Deutschland seien merkwürdig glücklich, in der gegenseitigen Abwesenheit aller vnellm eine« Zerwürfnisse« und in der wach-lendea Neigung ihrer Unterthanen, in allen Mittheilen in Eintracht mit einander zu leben, lii maßvolle Sprache der französischen Pnsse werd« in Berlin, wie in den übrigen arovaischen Hauptstädten vermerkt werden und dort de» endgiltigen Beweis liefern, daß die Freundschaft England« für feine n alten Bundesgenossen, seitdem Kaiser Whelm die Gestade Englands oerlassen. sich nicht u m H a ar e S b r «i t e v e r ä n d « r t b»de. Hagesneuigkeiten. Die nächste Nummer der..Deutschen Wacht" erscheint auS Anlaß der Redlichkeiten während der Anwesenheit deS Äatfet# in dieser Woche bereits am Dienstag den I. September. . IH.o fn a ch r i ch t.] Kronprinzessin-Witwe Stephanie hat am Montag Bozen verlassen, ist nachmittag« in der Villa Lagarina ringe-troffen und nach einstündigen, Aufenthalte nach Dajano weitergereist. [3" den Manövern.] In den letzten Tastn fanden die Brigadeexerzitien in der ttejend von Store. St. Anna. St. Markin und Tüchern statt. An denselben nahmen die Truppen de« 3. und 4. Landwehrregiments. und daS 37. und 97. Infanterie-Regiment, sowie die Kavallerie theil, Freitag wurde Rasttag gehalten und gestern ivurden die kleine» Manöver fortgesetzt. Cilli sieht nahezu auS, wie ein festlich geschmückte« Freilager. In der ganzen Umgebung ist Militär detachiert. «P<»tfche W«cht" (D e r neue Leseverein in Reichen-b u r g.) Man schreibt un« au» L i ch t e n to • I b : Unser Notar hat »war noch keinen Asterriden ent-West, ums» größer ist jedoch seine Bedeutung, in ethnographischer Beziehung. Er hat nämlich nach achtjährigem Studium gefunden, daß die Segend in und um Reichenburg (der slovenische Name ist ver-schollen) vorwiegend, sogar überwiegend slovenisch d. h. »indisch ist. Weil aber auch dort, wie hier überhaupt kaum 20 % der Bevölkerung ihren Namen schreibe» können, wurde vergangenen Sonntag unter Blitz und Donner ei» Leseverein d. h. eine Citalnica gegründet. S» muß man immer da« Angenebme mit dem Nützlichen verbinde». Man wird es als« doch sehen können, wie die wackeren Reichenburger Bürger zum Unschuld auf die Hochschule gehen. Die Lichtenwalder und Reichenburger Lehrer werden sicherlich nicht ermangeln dortselbst Versuche anzu-stellen, in welcher Weise der großartige slodenische Wortreichthum der Zeitungen dem Bauer begreiflich zu machen wäre. HoffenUich «erden nun die 60^, die Schule nicht besuchender Kinder auch Unterricht erhalte» und Reichenburg wird ausblühen und min-besten» in Iv Jahren Gr»ßstadt werden. Den Bauern werden größere Erdäpfel wachsen, und unser Notar wird Ehrenbürger von Reichenburg. Ia — wer aber der Unschuld ist? — Da» ist der Bürger-meister von Reichenburg, ein Deutschböhme. Sein Secretär ist ein Württemberg». Außer diesen beiden Herrn, konnte unser Notar niemanden i» Reichenburg finden, der imstande gewesen wäre, ei» Gemeindewesen zu leite», so ließ er denn den Unschuld wählen, der sich in» Fäustchen lacht und denkt, besser ein windischer Gr»schei» al» gar keiner. Solche Dinge geschehen hier, ohne daß wir sagen könnten Hu»d«tage gehabt zu haben. Ich glaube' unsere «indischen Bauern würden sich um Freibier, sogar al« Zulukaffern be-kennen. Arme» Reichenburg! (Wohlthätigkeit »-T o m l> » l a.) Einer alten Gepflogenheit gemäß, «eranstaltete Herr Theodor « u » kel, Besitzer de» Kaiser-Franz-I»ses-Bad«« in lüffer am 18. »ugust anläßlich de» Geburt»-feste» de« Kaiser», i» seiner Cur- und Badeanstalt eine Kaiser - Tomb»la, deren Erträgni» im Betrage v»n 6V fl., er den Armen de» Markte» Ttffer zu wendet«, »«für ihm und den Gästen der Badean-stall, seit»»« der Annen-S«ti«n der Gemeinde lüffer, der wärmste Dank -»»gesprochen wird. IC » »f i » « a t i o n ] Die letzte Nummer der „Ostdeutschen Rundschau" vom 23. »ugust wurde wegen eine« Artikel», über die Au»stellung de» .,heiligen Rocke»' i» Trier, v»n der Staal»anwalt-schaft mit Beschlag belegt. sAbschiedScommer« im Turn-verein.! Man berichtet au« Marburg: Zur AbschiedSfeier, welche der Turnverein seinem scheidenden Sprechwarte Professor K n o b l o ch Samstag. 29. d., im Casino-Speisesaale veranstaltet, wurde auch der Deutsche Sprachverein geladen. Nachdem auch die Familie deS Herrn Prosossor« Knobloch an der Feier theilnimmt, so weroen auch die.Sprachverein«mitglieder er-sucht, ihre Familienangehörigen mitzunehmen. (Brand in der Steinfelder Brau-e r t i.] Donnerstag um halb 12 Uhr vormittag«, brach in der Reininghaut'schen Brauerei in Stein-feld bei Graz auf dem Dachboden eine« Wirt-schast«gebäude« ei» Brand au», welcher große Di« mensiinm annahm. Die mit Windeseile erschienenen Grazer Feuerwehren, fanden da« Object bereit» in hellen Flammen. Die Gebäude, in denen die Ha»dil«stallung«» und Futtervorrath»räume der FabrikSöeonomi« untergebracht waren, befinde» sich südlich von der Steinfelder Brauerei, in der Nähe der sogenannten Reininghaus'schen Teiche. Da« Vieh konnte gerettet werden, dagegen sind Heuv«rräthe vernichtet »»rden. An .den ReltungSarbeiten be-theiligten sich, die Städtische Feuerwehr unter dem Commando de« Herrn Feuerwehr -- Eommondanten Brandinspeetor« Hueber und de» Herr» Brand-inspector-Stellvertreter« K » i p i tz, die Freiwillige Feuerwehr, Depüt Sparberbachgasse und Depot Grie«, unter dem Kommando de« Herr» Hauptma»»« Mor « tti, die vom Herr» Hauptma»» Karl Schreiner geleitete Feuer»ehr der Graz«r Actien-brauerei und die Feuerwehren »on Eggender g, von der Sisenwarenfabrik, von Straß-gang, Gösting und Feldkirchen. Um halb l Uhr mittag« war e« gelungen da« Feuer zu localisieren. Die Fabrik«« und Wchngeitude blieben verschont. Die Brauerei erleidet keinen nennen«werthe» Schaden, da da« Gebäude, dessen Dachstuhl zum größten Theile niedergebrannt ist, versichert war. Während de« Brande» ereignete sich ein Unfall. Ein Mitglied der freiwillizen Fetzerwehr verbrannte sich die Hand und mußte nach Anlegung eine» Verbände», »lit dem rasch angekommenen Ret-tung»wagen vom Brandplatze geschafft werden. (Der örazer Männergesangverein in Mailand.) Man berichtet »on dort, daß die österreichische Eolonie die Sänger zur Be-sichtigung der Sehen«wür5igkeiten geleitete. Dem ge« meinsamen Mahle, wohnte Generalconsul Dr. ». E »z z i bei, der in Lembeli gestern in lieben»wür-digster Weise mit den Sängern verkehrte. Hierauf versammelten sich der verein und Mitglieder der österreichischen Coloni«, über Einladung de» Präsi-denten der Grazer Actienbrauerei, Schreiner, um in deffen mit Blumen und Sinniprüchen reich ge« zierte» Räumen, eine» vergnügten Abend zu ver-bringen. W i s e r toastierte auf den Kaiser von Oesterreich. E » z z i, auf den König von Italien. Die Gesang»vortrige ernteten reichen Beifall. Freitag um 7 Uhr 26 Minuten, traf der Männergesang-verein von seiner Rundreise wieder in Graz auf dem Südbahnhofe «in, wo ihm von Freunden und' Familienangehörigen, «in herzlicher Empfang zutheil wurde. (Abstur» von einem Felsen.) Man schreibt un» au» Gstatterboden: Verflösse»«» Sonn-tag vtrunglückt« der Eommi» Aloi» Steinko au» Wi«n im Gesäuse. Er versuchte den gloßen Buchstein von Gstatterboden, durch „da» Rohr" zu ersteige» und stürzte dabei, etwa 40 Meter tief ab. In dem Augenblicke de» Abstürze», der sich infolge Abweichen« »on der markiert«» Route ereignet«, würd« Sttinko »,» einem »nderen Touristen u»d einem Führer »«merkt. Die Beiden eilten sof»rt zur Unglück«stätte, wo sie den Abg«stürzt«n fand«», und brachten di« Nachricht in da« »Hotel Bernhofer", in .Gstatterboden. Herr Hotelier vernhofer sandte sofort Leute i» »da« Rohr/ die de» verletzte», der schon unter-mg« von Touristen verbunden worden war. in da« Hotel schaffte», wo Herr Dr. Max P a ch m »'» e r au« G r a «, steh de« Abgestürzten, der übrige«» nur leichte V«rl«tzu»gen davongetragen hatte, i» bereit-willigster Weise annahm und auch seine» Aufenthalt um einen Tag verlängerte. Herr Steinko genoß di« beste Pflege und konnte wieder nach Wien abreise». (Unwetter in den Alpen.) Ueber die Verheerungen, welche der i» der Rächt vom 22. aus den 23. d., über der Gegend von T a r v i « nieder-gegangene Wolkenbruch ia dem eilf Kilometer von Tarvi« entfernten Orte Arnoldstein angerichtet hat, wird un» von dort berichtet: Im östlichen Theil« de» Orte» Arnoldstein befindet sich da« gemauert» Bachbett de« Seltichachbache», welche« gerade vor der G«ndarm«rie - Kaserne, eine scharfe Wendung von Südoft nach Nordost macht. Am 22. abend«, ging der Regen wolkrnbruchartig nieder. Gegen 3' Uhr morgen», Alle» lag im tiefe» Schlaf«, erscholl mitte» im Dorfe der Rus: »Wasser!* An der Wendung de« Bachb«tte« hatte der mächtig angeschwollen« Seltschachbach «in« Wand durchbroch«», und di« Fluth«n «rgosst» sich, Strin«. Bäum« und Wafftr-leitung«röhr«a mit sich fthrend, mitten durch den Ort, Alle» zerstörend, in der Richtung gegen Gailitz, um sich dort mit der gleichfall» angeschwollenen Gailitz zu vereinen und den gemeinsamen Laus, gegen Norden fortzusetzen, wobei alle Wehren und Mühlen niedergeriffen wurden. B«i Tagesanbruch waren der Platz und die Straße von Arnoldstein,• «ine Stein« mure, alle ebenerdigen Locale und Keller standen unter Wasser. Am bedaueru»wertesteu, ist der Keuschler Josef Armitter, rulßv Peitler, dem die Fluth den ganzen Biehstand vernichtet«, die Wohnung, den Hof »nd die Wirtschastgebäude versandete. Die Reicht-straßen nach Osten u»d Westen, sind unpassierbar, Biaducte, theil« sdem Einstürze nahe, theil« bereit« eingestürzt. (Tode«fälle.) Am 23. ist in Innsbruck der dortige Lande«gericht»präsid«nt H«rr Dr. Eduard Ritt«r v. Ferrari, an Lungenblutsturz ««storbrn. — In Klagenfurt, starb vorgestern der Major de« Ruhestände«, Josef D ü r n w i r t h. (K e s fk« l e x p l « s i'« n aus einem Donaudampfer.) vor «inigen Tag«n, ereig-nete sich auf dem D«naud«mpfer „Apostny", bei der Station Futtak, ein gräßlicher Unglück«fall durch die Explosion de« Dampfkessel». Der erste Steuermann 4 Drexler, tcr »weite Steuermann Andricik, und der Feuermann wurden sofort getödtet; der Maschinist van Maencn, erlitt lebensgefährliche Brandwunden. Die drei Getodteten waren ganz verbrüht. Capitän M a i g » a b e r , den der ungeheure Luftdruck auf da« Deck schleuderte, erlitt starke (Kontusionen und muhte nach dem One Futtak, transportiert werden. Die Küche wurde durch die Gewalt der Explosion »on dem Schiffe förmlich losgerissen, und da» darin befindliche weibliche Küchenprrsonal, konnte nur mit »roßrn Anstrengungen, vor dem Ertrinken gerettet werden. Der Dampfer war in Titel mit 3000 Meter-Eentnern Kaufmannsgütern, beladen worden; er sank vollständig, so daß nur die Spitzen der Krahne sichtbar sind. (Der Leibkutscher der Kaiserin.) vor wenigen Tagen verschied in Mödling der ehemalige Leibkutscher der Kaiserin, Anton B o g n e r im 86. Lebensjahre. An seinen Tod knüpft sich die Erinnerung an einen Vorfall, iv^lcher seinerzeit große« Aufsehen erregte und lebhaft besprochen wurde, Bozner hatte nämlich durch seine Geistesgegenwart und Ausopse-rung dazu beigetragen, daß die Kaiserin au« einer großen Gefahr gerettet wurde. Es war im Jahre J8ör, als die Kaiserin eine« Tages, in offener Equi-page'durch die Mariahilferstraße fuhr. Plötzlich scheuten die Pferde, und Bogner, der die Gefahr sofort er-kannte, hielt die Zügel krampfhaft fest, und e« ge« lang ihm auch, die in rasendem Galopp durchge-henden Pferde, zurückzuhalten. Er wurde dabei vom Bocke herabgeschleudert und eine Strecke weit geschleift. Passanten stellten in Eile einen vorüherfahrenden Lastwagen quer über die Straße und brachten dann die Hof-Equipage »um Stehen. sRadeyky-Monument.) Die Ent-hüllung desselben, wird in Wien am l.'». Oktober l. I. stattfinden. Anläßlich dieser Feierlichkeit wird am 16. Oktober in Wien zum Zwecke der Gründung eines österreichischen Bete-ran» »du n des, ein allgemeineröste r-reichischer Veteranentag stattfinden. (»in schalkhafter 3 e l »st m ö r d e r), hat kürzlich an einem Abende, die via S. Naz»aro >u Verona, in Schrecken und Aufregung »ersetzt. Der gute Mann hatte Streit mit seiner stärkere» Hälfte, und da dies», wieder die Oberband- behielt und mit «iner Stimm«, die ihren Gatten bis in« Mark er-zittern macht«, ihn anschrie: „Da« muß ein Ende nehmen!" entfloh der geängstigt« Mann mit dem Rufe: ,Ja, es soll s«i» Ende, im Brunnen finden!" Die Frau sah ihren Gatten im Dunkeln, über den Hof eilen, sich über die Brunnenmauer schwingen, hörte seine» letzten entsetzlichen Angstschrei und hörte einen dumpfen Fall, dann war Alle» still. Nun war aller Zorn, gegen den Ehegemahl verraucht und heiße Reue überkam sie; »einend und schreiend, lief sie auf die Straße und rief die Nachbarn zu Hilfe. Mit Leitern und Stangen, Stricken und Laternen bewaffnet, kamen die Braven von allen Seiten heran und begannen da» mühselige Rettungswerk, während di« reuige Wittib, mit ihren Kindern weinte und jammert«. ES waren bange, schreckliche Minuten, al« nach mancherlei vergeolichen versuchen e« end-lich gelang, zwei kräftige Männer in den Brunn«n hinabzulassen, um den Verunglückten auS der schwarzen Tiefe zu holen. Mit »erhaltenem Athem, harrten Alle de« Erfolge«. Da ließ sich au« dem Dunk-.l, hinter der Gartenhecke, plötzlich eine Stimme ver-nehmen: „He, holla! Wa« ist denn da« für ein Auflauf, in meinem Hofe ?" Und hinter der Hecke hervor kam der Todtgeglaubt«; er war klug genug gewesen, statt seiner, einen dicken Stein in den Brunnen zu werfen. Mit einem Freudenschrei warf sich sein Weib, in seine Arme und gab ihm die süßesten Namen und Küsse, die er jemal« bekommen hatte. Ander« die Nachbarn; sie rafften die mit» gebrachten Seile zusammen und bläuten damit den Selbstmordschwindler ganz gründlich durch, auch sein treue« Weib, da« nicht von ihm abließ, erhielt einig« tüchtigr Hiebe und nachdem sie den ehelichen Frieden dermaßen wieder hergestellt, verließen die Nachbarn die unheimliche Stätte. (Der Scharfrichter von Wien.) Au« Brunn am Gebirge schreibt man un«: Der Wiener Scharfrichter Rudolph v. S e y f r i e d ist erkrankt und hat sich in ein Bad begeben. Die Aerzte finden keinen Zustand, bedenklich. [M ädchenmörder.) Di» gerichtlichen Er-Hebungen in der gruseligen Affaire de« Schneider-s ch e n Ehepaares, werden mit Eifer fortgesetzt. Es »Deutsche Machtlaufen dabei, mitunter au« dem Publikum Anzeigt» ein, wtlche nur auf Grund phantasierticher Eom> binationen, vielwissenwollender Leute, entstehen. So wußte vor Kurzem, die Schlossersgattin Frau Marie P l a i b zu erzählen, sie habe im Kalksburger Walde, einen Leichnam mit Laub verdtckl aufgefunden. Di« erste, von Gendarmen und Feuerwehrleuten, infolge dieser Mittheilung vorg«nommene Streifung, hatte ein negatives Resultat. Eine zweite, Mittwoch vormittag« vorgenommene Streifung, hatte ein uner wartete« Ergebnis. Die Suche, begann um 8'Uhr morgen«. Bon der Kalksburger Seite her, durchsuchte die dortige Feuerwehr, den- Wald in der Richtung der Andachts-Eicht zu. Plötzlich ertönte da« Feuer-wehrsignal: „Habt Acht!" und Alle« lief zusammen. Frau Plaib, hatte di» Stelle gefunden, w» die a»geb-liche Leiche lag. Große Spannung bemächtigte sich Aller. Da erklärte zur allgemeinen Ueberraschung, der Forstpraktikan« Seidl, daß er an dieser Stelle, vör etwa vierzehn Tagen, eine« Hund, den er er-schössen hatte, eingescharrt habe. Die etwa acht Een-timeter dicke Erdschicht», war bald gehoben, und der C a d a v e r de« Hunde«, kam zum Vorschein. Wacht-meister H u t t e r e r und Revierförster O t t machten nun dem Forstpraktikanten heftige Vorwürfe, daß er, auf dieser häufig besuchten Stelle, den Cadaver so schlecht verscharrt habe. Elwa hundert Schritte von der Fundstelle entfernt, befindet sich, die von den Sommergästen viel besuchte ..Maurer Lust' und kaum fünf Schritte, entfernt, führt ein Promenadeweg vorüber. Die Stelle liegt auf dem Gemeindet«,, in dem sogenannten »Todten Mai«'. Schneider scheint, nach dem wa« di« Wiener Blättir berichten, in der Auswahl seiner Opfer, gerade nicht sehr enghrüstig gewesen zu sein, vor mehreren Monaten, fuhren zwei Männer im Fiaker, vor dem Atelier de« Zahnarztes Dr. L e n d e l, in der Singerstraße, in Wien vor. Einer der beiden Fremden stellte sich dem Zahnarzt, als Franz Schneider au« Neulengbach vor. Er erklärte, daß er seinen Begleiter, einen Landwirt aus der Umgebung von Neulengbach, eigens nach Wien zu Dr. Bendel gebracht habe, da der Betreffende, »in vollkommenes Gebiß brauch« und es ihm selbst (Schneider), Freude mache, dem Zahnarzte, einen neuen Patienten zuzuführen. Thatsächlich ließ sich der Landmann ein neues Gebiß machen und zahlte dafür, einen sehr guten Preis. Einige Tage daraus, erschien Franz Schneider allein, bei Dr. Bendel. Er erzählte, daß er noch eine» sehr reichen Bauer kenne, der da« künstliche Gebiß, de« ersten Bauern gesehen habe und auch für sich, ein gleich-artige« bestellen möchte. E« sei ihm aber nicht möglich, nach Wien zu kommen und er lasse den Dr. Bendel bitten, ihn auf seiner Besitzung aufzusuchen. Franz Schneider fügte hinzu, man müsse, um dorthin zu gelangen, von Eichgraben, durch einen Wald, in die Nähe von Neulengbach gehen. Dr. Bendil erklärte sich bereit und reiste thatsächlich dorthin ab. Franz Schneider, erwartete ihn auf dem Bahnhof«, in Eich-graben. Dr. Bendel, war jedoch nicht allein gefahren. Er hatte seinen Diener mitgenommen, der ihm die Instrumente nachtrug. Al« Schneider, statt de« allein erwarteten Zahnarztes, zwei Personen au« dem Zuge steigen sah, wurde er verlegen; er suchte Ausflüchte und erNärte schließlich, daß der Bauer, welcher den Zahnarzt bestellt hatte, verreist wäre und erst nach einigen Wochen wieder komme. Dr. Bendel fuhr dem-nach mit dem nächsten Zuge nach Wien zurück. Schneider war somit aufgesessen, dem Zahnarzte aber hatte ein glücklicher Zufall, vielleicht daS Leben gerettet. [3)»r Ballon „Radetzky" in Rußland.) Am 13. d. kam der Ballon „Vater Rade^ky." der aeronautischen Anstalt in Wten, welcher unter dem Kommando deSPionnier-Oberlieutenants Sojka stand, mit einem zweiten Officier, nach langer Nachtfahrt infolge heftigen Sturmes und nachdem jede Orientierung ver« loren gegangen war, über Galizien treibend, auf russische« Gebiet. Erst nach bewirkter Lan-düng, welche übrigens ganz glatt verlies, er-fuhren die beiden Luftschiffer, daß sie sich bei Miechow in Russisch « Polen, aber nur wenige Kilometer, von der galizischen Grenze entfernt befinden. Die Verpackung des Ballons und die Fahrt über .die Grenze uach Krakau, von wo auS, die Rückreise nach Wien angetreten wurde, erfolgte, ohne irgend eine Behinderung, von Seite der russisch?» Grenzwachen, so daß den öfter-reichischen, Officieren nicht die geringsten Schwie- 1891 rigkeiten bereitet wurden. Schon früher einmal, wurde, wie erinnerlich, derselbe Ballon über die Reichs.,renze, und zwar bis nach Pommeri» vorschlagen. Damals ordnete da? ReichS-Kriegt-Ministerium an. daß die Luftschiffe des Militär-aeronautischen CurseS die Ausdehnung der Fahrtm möglichst so einzurichten haben, daß die Landung, nicht außerhalb der Grenzen, des österreichisch« ungarischen Gebiete? erfolge. Freilich ist bei stürmischem Wetter, der Luftschiffer t.icht Hm deS Ballons. Atreinsnachrichten. sDeutscher Schulverein.) Den £««» gruppen in B i e l a, Mittelgrund und H »i»-seid, wurde in der letzten Au«schußsitzung für ertrag» ni«reiche Festveranstaltungen der Dank ausgesprochen. Dr. Wolffhardt, erstattete den Reisebericht üb« den Schulbau in T ü f f e r und Store, sowie über Schulverhältnisse in Hochenegg und Meilenstein und die Kindergarten-Verhältniss» in Cilli. Die Mittheilung, iiber da» Erscheinen de» Kalenders 1892 und die bereit» begonnen« Versendung der zahlreich bestellten Exemplare, wurde zur Kenntnis genommen und bezüglich der Sammelschützen der Beschluß gefaßt, die Ortsgruppen u ersuchen, selch« Schützen, welche unbrauchbar find, oder ihrem Zwecke nicht mehr tntsprechen, der Vereinskanzlei zur Her-stellung, beziehungsweise anderweitigen Verwendung zurückzuschicken. Die Schulerrichiung in V r a i« Bohemia wurde neuerlich berathen, für d«» Kindergarten in L i t t a u, eine angemessene Sub-vention bewilligt und die Bestellung der vierte» Lehrkraft für di« Schul« in E i s« n b « r g a. XR«ch vorgenommen. Herichtslaal. sEin gestellte Untersuchung.) Unsere Leser werden sich noch der großen Seosaiion erinnern, welche die Ermordung, der in der Sandwirtgasse in Wie« wohnhast gewesenen Eheleute E m e d e r. zur Folge hatte. Kurze Zeit nach Entdeckung de» blutige» Verbrechen», am 9. Juli, wurden die Arb«it«r Ich. I « hn, Leopold Hübl und Karl Baumgartner, welche in der kritischen Nacht, in der Wohnung E m e d e r « übernachteten, und der Neffe de» Er-mordeten Thomas E m « d e r ju»., unter dem Ver-dachte, selbst die Thäter zu sein, in Haft genommen. Wie un» au» Wien berichtet wird, wur5e gegen alle Vier am Mittwoch, die Untersuchung eingestellt, worauf ihnen der Untersuchunztrichter Dr. Bodies, ihre EntHaftung angekündet hat. Der Untersuchung»-richte» hielt eine kurze Ansprache an die Freigelassenen, in welcher er sagte: „Wenn Ihr Gewinen, eine Blutschuld belasten sollt«, so würd« es Sie sicherlich wi«d«r hither zurückbringen." Iahn enl-grgnete: .Herr kaiserlicher Rath, wir hätt«» in der langen Zeit eh' schon gestanden, wenn wir «was zu gestehen wüßten." Hiera»f begaben sich die »rer Enthaftettn in die Aufnahmst.,nzlei, um ihre Effectt» in Emvfang zu nehmen. Emeder allein, begab sich in die Zelle zurück, um di« daselbst befindliche» Gegenstände, der Enthafteten zu holen; die Uebrige» wollten da« Gefängnis nicht mehr betreten. Volkswirtschaft. sZukunftsbahnen.) Al» vor 20 Jahre», die Rigibahn gebaut wurde, da entstand, ob »dieses unerhörten und gefährlichen Wagnisses", «in a!lge-meine« Kopfschütteln und Achselzucken. Di« Zeit hat aber gtlehrt, daß da» Unttrnrhmtn durchaus lebensfähig ist. Der Zahnradbetrieb ist ein vollständig sicherer. Die Rigibahn befördert alljährlich, über 50.<>00 Personen hin und zurück und vertheilt eine Dividend«, von durchschnittlich 9 Procent. Durch de» Bau der .Säniisbahn" will nun nun auch tu schönen inttrtssanten Eantone, Appenzell und ci. Gallen und damit die ganze Ostschweiz, dem denverkehr erschließen. Der Säutis (2504 IN«« über Meer), ist ca. 2000 Fuß höher wie der Aigi (I 00 Meter über Meer) und gewährt ein« Fer»-ficht, die an Erhabenheit und Mannigfaltig!«!, d:> jenige de» Rigi» weit übertrifft. Die Aussicht »» Rigi, ist schön und lieblich, diejenige vom Sintis, majestätisch erhaben. Von seintm Gipfel, sieht in«, alle b«deuttnden Berge der Schweiz, taufende »» Spitzen, Zacken und Kanten, zahlreiche Seen, Siädie 1891 „Deutsche Wucht" 5 slb Dörfer, mit ihren lachenden Fluren, Wein- und CWtgärttn, einen großen Theil Süddeutschland«, ii ganzen Vorarlberge u. f. w. Mitten auf dem Statt«, in einem gewaltigen F»l»kestel lieg», um-IcUit tcn Tannen und Weideplätzen, ein schöner, ittfctr. mit Gondeln befahrener See. E» ist die« au Ställe so schön und traulich, wie sie keine HWtc Berghahn, den Fremden zu hieten vermag. Der Mii«, hat jetzt schon einen jährlichen Fußbesuch, von IMOO Personen, in schlechten und eine« solchen von lt,uOO Personen, in guten Jahren ; nach Eröffnung ta&chn, wird der Besuch, wie e» auch beim Rigi ttt Fall war, sich verzehnfachen. Schon bei Be-jddenlng von nur 18,(KW Personen kann die S-inti»-[ tü?, laut dem sehr ausführlich und klar geschriebenen > Ucf'pcct 41/, % Dividende bezahlen. Da aber ihr ^ Kliehr. wie au» obigen Gründen leicht begreif-li.1 »»raulsichtlich mehr al« doppelt so groß sein mid, wird dann auch ihre Dividende V di« 10 Incent betragen. Vom 24. bi« 31. August diese« Z«b«s, findet auf circa l(X> deutschen und schwei-jnislbcn Plätzen die Zeichnung de« Actien- und Ltlig»ti»n«ncapital» der Sänti»bahn »I pari statt, liij jede Actie, ä 5U») Franken brauchen nur iWj Franken ---- 81 Mark einbtjahlt zu werden, ilttald nach erfolgter Zuth«ilung). Die restlichen HO Franken — 324 Mark werden erst in den Z»hnn l>92 und 1893, in gleichmäßigen Raten, luch »orheriger Bekanntmachung, eingezogen. Haupt-M»ung«s»ellen stnd: „Die Bank von Elsaß und -«hnnzen in Straßburg i./E. (sammt ihren Filialen »Mhlhamen» Metz und Nancy)" ; die „Wechsel-oft Effectenbank in Basel" ; die „Eantonalbank in SlaTu» (Schweiz); die Bankhäuser „ÖS. Körner j» Zürichs; Mecaire & Eo. in Konstanz" und .1. ». Seutter in Lindau am Bodens«", sowie t, .Oftschweizerischc Bank (L. Sonderegger i» E».) % hen«au" (Schweiz). Letztere sendet auf Francs, verlangen auch Jedem, der sich für da« Unternehmen tfm!furt, umgehend franko und grati« jede beliebige lajnH von Prospekten und ZeichnungSscheinen. Der IrSspec!. gibt auSiübrliche Auskunft über Entstehung, ■iing.e. Betrieb und Rendite der Bahn! [0 t fl 111 «1 d) i f d) » u n g a r. 2 1 o y &.] außerordentliche Generalversammlung, de» L^trreichisch-ungarischen Lloyd, welche einbe-nrw wurde, um sür den zurückgetretenen Prä-filmten Baron Marco Ntorpurgo, sowie sür Lerwaltung»ratiz»mitglied Herrn Tr. Pe-Ersatzwahlen vorzunehmen, soll überhaupt i« ÄuSgangspunkt für eine durchgreiser.de Per-Mlre'vrm markieren. Wie verlautet, soll auch irr zu Herrn Baron Morpurgo in ver» mitlshastlichen Beziehungen stehende Wiener SenerataQcnt deS Lloyd. Herr v. H a u « z e r, iiiridtrrten. Als Candidatrn werden Com» «ttzialrath S ch e u k e r und Kammerrath -i t h n « r genannt. ' [Morpurg» und $ i r ( n t (.] Man tele-ppiiert der ,Graz«r Tgpst." au« Trieft: Alle i«i «ibieiteten Gerüchte, über die Weiterfiihrung e-.njilmi Abtheilungen de« Hause« Morpurgo und freute sind absolut grundlos, namentlich auch die Zlechricht, daß die Länderbank auf der Grundlage hr Bank- und Warenabtheilung des liquidierenden h«s«s, ein« Filiale in Trieft errichten.wolle. Ebenso n<»tr auch da« au« Wien gemeldete Gerücht, daß du hiesige Filiale der Unionbank an Stelle der Kinna, Morpurgo in da« bosnische Eichen Exploita-nont-Seschäfl eintreten werde, inaßgebeidenort«, ein «MtingieS Dementi. Theater, Kunst, Literatur. [„Unschuldig »1 r u r t h e i l t! " ] — »im dielem Titel bringt Heft 9 der „Gartenlaube", r.nt neue Sammlung von Belegen, über die Schädi-zeugen äußerer und seeliger Art. welche den un-!»u.'»iiBerurtbeilt«n, aus ihrem unverdienten, schweren ,u erwachsen pflegen. Man wird nicht ohne Be° «DNZ, »on den hier mitgetheUten Fallen, Kenntnis mh»en können und — mag man über eine end-Mge Regelung der Entschädigungsfrage im Ein-ztlnen denken, wie man will — dir Besonnenheit bei Nachwortes anerkennen müssen, mit dem Fr. hildig, der Verfasser diese« Artikel«, die Auszeichnung, der «on ihm gesammelten Beispiele schließt. Er sagt: .Nichl Absicht oder böser Will«, auf Seiten derer, »clche berufen sind, da« Recht zu finden, liegen hier vor, nur der Irrthum ist e», der obwaltet, dessen letzter Grund aber wieder die Unvollkommenheit aller menschlichen Weitheit und Erkenntnis ist. „Wa« ist Wahrheit?" Diese Frage des römischen Landpfleger«, wird immer eine offene sein und bleiden, solange nicht der Himmel zur Erd« steigt. Nur geistig« Be-schränkthtit und eitle Selbstgefälligkeit wird meinen, ihr AuSspruch sei unfehlbar. Und e« liegt «in tiefer Sinn dri», wenn der mohammedanische Richter, indem er vor der Weisheit eine« höheren sich heugt, seine Urtheile stet« mit dem Au«ruf schließt: „Allah weiß <« besser." Unter den Urtheilen, welche jährlich zu Tausenden in die Welt hinau«gehen, bilden indeß diejenigen, welche einen Unschuldigen irrthümlich dir Strafe zeihen, nur einen sehr geringen Procentsatz, und e« steht andererseit« s«st, daß mehr Schuldige freigesprochen, al» Unschuldige verurtheilt werden. Wo aber dennoch da« letztere geschah und wo dinn eine glücklich« Wendung, die Wahrheit an den Tag förderte, di« Unschuld de» verurtheilten zu unbe-streitbarer Gewißheit erhob, da. meinen wir, sollte e« der Staat al« seine heilige Pflicht betrachten, da» einem seiner Bürger widerfahrene Unrecht zu sühnrn, ioweil e» überhaupt geschehen kann, ihm Ersatz zu leisten wenigstens für den Ausfall an materiellen Gütern. E« bleiben ja d»ch. wie sich un« wiederholt enthüllt hat, Schädigungen moralischer Art genug übrig, die au«zugleicheu in keines Menschen Macht steht. Nur dann, wenn der Staat nicht bloß den Schuldigen straft, sondern auch den uuschuldig Ge-straften, nach einem ;lt«n Recht»au«druck »wieder einsetzt in den vorigen Stand," nur dann ist er, wa« er sein soll, ein — nach menschlichem Maße gemessen — vollkommener Hüter des Recht«." [K o v a f.] Die« ist di« Bezeichnung fiir eine Gattung phatographischer Apparate, denen ein ganz neue? Princip zugrunde liegt; dasselbe besteht darin, daß bei den K»dak« keine Gla«platten, sondern Cel-luloidstreifen »erwendet werden, worau« sich der Bor-theil ergibt, daß einetlheil» da« Gewicht eine» Apparate« sich ganz wesentlich verringert und anderen« theil«, eine große Zahl (bi» zu 10(1) Aufnahmeil nacheinander gemacht werden können, ohne daß der Apparat geöffnet zu werden braucht. Die Kodak«, deren e« acht verschiedene Nummern gibt, sind elt«-gant und solid ausgestattet und gelten jetzt unbedingt, al« die empf«hlen«werthesten und handlichsten De-lecliv C'merat. Nähere« über die Kodak-Camera« findet man in einer soehen im Verlag von R. Ltchnrr'« Photogr. Manufactur, Wien, Graben 31, erschienenen Broschüre, die sowohl die genau« Be-schreitung der einzelnen Apparate, al« auch eine sehr instructiv« Gebrauchsanweisung und Anleitung zur Herstellung von Photographien enthält und von der genannt«» Firma, gegen Einsendung von 35 kr. franco versendet wird. Vermischtes. [E i n Hauptfehler.) .Warum heulst Du denn, Fritz?" — »Ach, Mama, ich kann nie Lieutenant werden!" — „Aber warum denn nicht?" — „Ach, ich — kann ja — kein Monocle im Aug« behalten!" « • [Ungerechte Well.) Studiosu«: „Hm, da sagen die Leut', ich hätt' mein ganze« Vermögen versoffen ! WaS kann denn ich dafür, daß ä Per- mögen nicht größer war?" » • [Zart au«g«drückt.) Gast: „Kellner, tragen Sie diesen Käse wieder fort; er ist mir zu unruhig." « » » sJndirect.) Durchlaucht (zu einer miß-liebigen Persönlichkeit) : „ . . . . Excellenz waren «benfall« in der S»ir6; ich hab' Sie vergeben« dort vermiß« I" Anterileirische Kader. [Tu» und Fremdenliste der Lande»-Kuranstalt Rohitsch » Sau«rbrunn vom 19. A u g u st.j Ljuba Sajatcvi ■, au» Agram ; Thercse Kukvvec, Hausbesitzerin, au» Luttenberg; Im« Micsley, königl. Ministerial > Secretär, mit Gemalt» und Nichte, au« Czecze, Ungarn; Johann Kerl. Privatier, mit Gemalin, au« Graz; Marie Eserhalmav, Generalintendanten-Gattin, a. Budapest; Paul Fischl, Advocat, aus Groß-Kanisza; Franz Huth, Kaufmann, au< Bölk«rmarkt; Richard von Gasteiger, Privatier, mit Gemalin, auS Graz; D. Fruschich, Kaufmann, au« Trieft; Johann Müller, Raalitätenbesitzer, au« Marburg ; Carl Otr«s«, Fabrikant, a. Oberlaibach' Dr. Konstantin Radosavljeviö, au» Agram; Jov» Popoviö, Sut«besitzer, a. Knin, Dalmatien; Daniel Schpero, Gut«besitzer, a. Knin, Dalmatien ; Maria Schenner, Ingenieur« - Gattin, aus Graz; Davon» Bojkoviü, königl. Geometer und RealUätenbesitzer, mit Söhnchen. a. Klanjec, Zagorien: Michael Max Sallinger, k. u. k. Hauptmann i. R., mit Gemalin, au» Graz; Kurt Graf zur Lippe, Privatier, mit Gemalin und Gesellschaftrrin, Otto Girowitz und Ferdinand liste, Studierend«, a. Graz ; Rudolf Peiroviö, Kaufmann, au« Gospiü; Peter Kullit», Kaufmann, au« Mitrvwitz ; Jaque« Weiß, Kaufmann, au« Groß-Kanisza; Hanni Rosenstei», geb. Weinberg, Beamten»» Gattin, au» Ungv^r; Leopold Rostnstrin, Bankbeamte, au« Budapest; Adolf Pollak, Kaufmann, aus Wie»; FranzeSko Berg«r, Hol,Händler, au« Trieft: Eduard Ritter d. Lritner, R«chnung«rath, au« Graz; Othmar Huth, Eorre«-ponbent, au« Trieft; Johann Matefp, Oekonomi«-deamler, mit Söhnchen, au« Marczali; Nikolaus Dsspinic, Gemeindenotär, mit Gemalin, au« Ober-Miholjak, Slavonien ; Sandor Epin,«r, Kaufmann«-Gattin, au» Zala - Nova ; Gejza »on Sziranvi-Oetömö«, Gut«besitzer, mit Gemalin. au« Graz; Edmund Elsner, Pri»atier, mit Gemalin, a. Gra»; Jose Winkovitsch. Kunstfeuenverker, a. Graz; Sieg-frird W«rtheim«r, Fabrik«b«sitzrr, a. Wirn; Robert Steiner, Mechaniker, au« Graz; Fanni TomboSko, KaufmannS-Gattin, mit drei Kindern, Bonne und Kind«mädchen, au« Pregrada ; Mathias Polako»it«, Kaufmann, au« Budapest; Marie Rieder, Hotelbesitzerin, mit Tochter Victoria Rieder, a. Wara«din; Marcu« Kestö, k. u. k. Militär - Intendant, au» Sarajevo; Friedrich Forschner, auS Wien; Johann Wiesner, k. u. k. Oberstlieutrnam, au» Sam»bor; Patit« Ferrnrz, Privatier, auS Budapest; Med.-Dr. Robert Kol^czek, k. u. k. Marine»Oberstab«arzt, a. Pol«; Ernest Jofseck, k. u. k. Lieutenand i. d. R., au» Graz; Josef von Hurv, Sut»b«sitz«r, a Neme»-Ap^lhi: Ludwig Sigy de Szorkola, Jurist, au« Dehrecze» ; Adolf Roth, Kaufmann, mit Gemalin, au« Trieft; Ernest Halagic, königl. Lande«cassa-Eontrolor, au« Agram; Johann Hlatko, Kaufmann, au« Gr.-Sanijfa; Michael Santi^, Kaufmann, au« Mostar; Fanni Tschampa, toncertsängerin, auS Wien; Wasc Bosanac, kön. Bezirk«richter mit Ge« malin, auS Klanjec ; Simeon 8arac, Militär-Ober» rechnung«rath, au« Carlstadt; Danica Beric, B«-amt«n«-Gattin, a Alt-Pazud: Carl Mülltr, Privatier, au« Deutsch - Feistritz ; Louis« liste, vuchdruckerei-besitzer«-Gattin, au» Graz: Jgnaz Landauer, «auf-mann, mit Nichte und drei Enkelinnen, a. Budapest; Bi'la Frank, Kaufmann, au« Kaposv^r; Max Graf Marschall, k. u. k. Rittmeistrr a. D. und Gut«-besttzer, mit Gemalin, au« Wien; Jakob Koro^ak, Caplan, au« Hl. Geist in Loce; Joses Taustig, Privatbeamter, mit Gemalin und Söhnchen, »uS Semlin: Ferdinand Rosenthal, Oekonom, mit Ge-malin, aul Mohac»: Szali Prei«, Kaufmann»-Gattin, mit Kammerjungfrau, au« Szt. Gyorgvvölgy. Ungarn Daniel Brankovic, BezirkSvorsteher i. R., au» Sarlstadt: Stefan Richtaric!, Domprebendär, au« Agram; Dr. Peter Matkovit!, Uni»emlät»-Pro> feffor, au» «gram. J»hann Arlhifer. Privatier, au« Wien; Arsen von Millekic-Earlovitzgrad, au» Beto»o, Slavonien; Rudolf Krumpök, Privat uvd Maria Grüßner, mit Tochter Fanni Grüßner, au» Wiener-Reustadt; Heinrich Hatsik, Bankbeamter, a. Budapest; Maria Zeißel, Easetier»« Gattin, au« Wien; Med.-Dr. Victor Hust», k. k. Bezirk«arzt, au» Pölkermarkt in Kärnten; Graf und Gräfin Loui» Kulmer, Gutsbesitzer, au« Croatien; Gräsin Maria Defewffy, Guttbesttzerin, au« Wien; Baron Helltnbach, k. k. Kämm«rer und Giaf Deiewffy, k. k. Kämmerer, au» Wien °, Anton Lenz. Beamter, au« Wien ; Paula Szeißel, Erzitherin, aus Fium«; Georg St«ng«l, Pfarrer und Dechant. «. Bjelovär; Josef Dozzi, Salamifahrikant, au« Budapest; Laj»« von Barclay, Großgrundbesitzer, au» Nagp-Barcia; Ludwig Kollerich, Fabrikant, au« Budapest; Stefan Ristovii!, Kaufmann, a. Gracac, Croatien; Michael Engel, Kaufmann, au» Fünfkirchen; Sigmund Pinku», Eis«nbahnb«amter, au» Budapest; 6 In der heissen Jahreszeit kann al« das best« und zuträglichste Erfrischungs- und Tischgetränk, welches auch zur Mischung mit Wein, Cognac oder Frachtlisten besonders geeignet, empfohlen «erden Derselbe wirkt kahlend und belebend, regt den Appetit an nnd befördert die Verdauung. Im Som-3 r ein wahrer Lab^truok. Edict. Vom k. k. st dlg. Bezirksgerichte Cilli wird hieruit bekannt gemacht: E« sei über Ansuchen der Erben nach der am 12. Mai 1891 in Cilli verstorbenen Zuckerbäckerswitwe Frau Rosalia Katz die freiwillige Versteigerung der in den Verlass nach der Genannten gehörigen Realität EZ. 131, C.-Gmde. Unterkötting, bestehend aus den an der Reichsstrasse zwischen Cilli und Hochenegsj gelegenen Parzellen Nr. 89/ü Bauarea mit der darauf stehenden flaipfe und Nr. 837 Acker im beiläufigen Ausmasse von 1200 QKlf. bewilligt und hiezu die Tagsatzung auf den 14. September 1891 vormittags von 11 — 12 Uhr an Ort und Stelle der Realität mit dem Anhange angeordnet worden, dass diese Realität bei dieser einzigen Tagsatzung nur um oder über den am nämlichen Tage zu erhebenden gerichtlichen Schätzwert an den Meistbietenden hintangegeben wird, die Licitationsbedingnisse, wornach jeder Llcitaut ein Viertel des Ausrufspreises vor gemachtem Anbote zu Handen des Licitations-kommissärs in Baaren und Sparkassabücheln oder in Wertpapieren zum Course am Licita-tionstage zu erlegen hat und wornach der Meistbietende den Meistbot sofort zu Handen des Licitationskommissärs zu bezahlen hat, können hiergerichts eingesehen werden. Cilli, am 21. August 1891. Der k. k Beiirksrichter : 5V4—:! Wurmser. ZR?:Kwizdas KomeuburgerVieh-Nälirpulver für Pferde, Hornvieh und JJchafe. Seit nahezu 40 Jahren mit hentem Erfolg in den meisten Stallungen im Gebrauch, bei naiigel an Fmaliid. »rhlrehter Verdauung, zur Vrrbrsarrunz der Mllrh und Vermehrung' der .THIeh-erclehlickeU der HAhe; 'es untertätzt wesentlich die nutstrllrlie %% IderatandM-Urnst der Thiere gegen durfhaeuchende %ElnflOM«e. 220—II Prell '/, Schachtel 70 kr., Schachtel 35 kr. Echt nur mit der oWjen Schutzmarke in beziehe* durch alle Apotheken u. Drogerien Ötterreich- Ungarn*. Tägliche PostVersendung durch das Haupt-DepAt: Franz «loh. kwfzdu. k. u. k. Österreich. n. k. rumün. Hofiiefetant, Kreisapotheker, Kornenburg bei Wien. SMT Kirchen-Paramente % »un der einfachsten bin zur feinsten Art. Stillvollen Stickereien aus einer berühmten Schweizer Fabrik u. zw. Cftsnla, Plnviale, Dalamatiken. Veluw, Bahrtücher. 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Wohlmillh. ü%*uxu%u%*uu%**u*x*x***u**u*n***t X 5 Sj H - - l l ffl t H 1 H H EQUITABLE Lebensversicherungs - Gesellschaft der Vereinigten Staaten in >KW-YORK. ErricMet 1859. Concessioniert in Oesterreicü 11. October 1882. Die „Equitable" ist die erste und grösste Lebens-Versicherungs-Anstalt der Welt, denn sie besitzt den grössten Versicherungsstand, 1890.......M. 3.062.815.510 sie macht das grösste neue Geschäft 1890 ...........866.260.955 sie hat die grössten Prämien-Einnahmen, 1890 ..........148.905.903 Vermögen im Jahre 1890 .....................506.785.912 Gewinn-Reserve im Jahre 1890......,......................100.471.899 Als Special-Garaatie für die österreichischen Versicherten dient das Stock im Eisen-Palais in Wien, im Werte von zwei Millionen Gulden. Ergebnlaae der 2Qjährigen Tontinen der „Eqoitable". Basis der Auszahlungen 1891. A. Gewöhnliche Ablebens-Ver»icb«rung. Tabelle I. Alter. Geaammtprämie. Baurwerth. Prämienfrei« Ablebena-Polize 30 fl. 454.— fl. 573.— fl. 1230.— 35 . .',27.60 . 693.— . 1310.— 40 „ 620 — . 850.— . 1440.— 45 . 755» 40 . 1005.— > 1620.— 50 ? . 943.6*» . 1387.— . 1930 — B. Ablebens-Yersiebeiung mit zwanzig Jahrespräraien. Tabelle II. 30 fl. .607.20 fl. 909 — fl. 1940.— 35 „ 631.60 . 1039.— . 1970.— 40 . 770.60 . 1204.— . 2030.— 45 „ 900.6" „ 1424 — * 217t' — SO - 1087.00 1746 — - »430 — C. Gewischte zwanzigjährige Ab- und Erlebens-Versicherung. Tubelle I. 30 fl. 976.60 fl. 1706.— fl. 3650.— 35 „ 995.8«' . 1746.— » 3310 — 40 . 1035.6't , 1813.— » 3070.— 45 . 1100.80 r 1932 — , „ 29ÖO — 50 . 1209.- „ 215«.— . 3000 — Wie obige Ziffern zeigen. Bewährt die Tontine nebst der unentgeltlichen Ableben»-Versicherung durch 20 Jahre bei der Tabelle I die Rückerstattung sämmtlicher Prämie« mit 21/« bis <%•/,; die Tabelle II mit 1»/, bis 5*/,'/„■. die Tabelle X mit 6*/« bis 7% an einfachen Zinsen. — Die präraienfreien Polizzen gewähren das Doppelte bis zum Vierfachen der eingezahlten Prämien. — Die freie Tontine, ebenfalls eine Halbtouiine mit etwas höheren Prämien, gestattet nach einem Jahre volle Freiheit mit Bezug auf Reisen, Wohnort und Beschäftigung mit Ausnahme des Kriegsdienstes, sie ist unanfechtbar nach zwei, unverfallbnr nach drei Jahren und gewährt bei der Regulierung sechs verschiedene Optionen för den Bezug des Tontinenantheils. Auskünfte ertheilt die General-Agentur für Steiermark nnd Kttrnten: O-XS-A-Z, Hloster'-JTiesgrasse 30. A. WAI^LOVIOH. 1046-26 Bezirks-Agentur bei Josef Kalligaritsch in Cilli. | H ' s M H M H H Kaiser Franz-Josels-Itad TUFFER Heisse Thermen, schöne Appartements und Zimmer, elec-trische Beleuchtung, billige Preise. Tlb-eod-or O-u-n^e 1. 689—3 1891 ,Deutsche Wicht' MM des Feiertages Maria Gebart verkehren £ Vergnügungs-Züge 3S (mit besonders ermäßigten Fahrpreisen) tod Cilli nach Wien, Budapest, Fiume, Triest und Venedig. Abfahrt nach WIEN,.........am 5.Septemb. 5 Dbr 34 Min. nmttg. BUDAPEST..... „5. .. 5 „ 34 ,. TKIF.ST. FIUME nnd VENEDIG am 6. Sept. lü „ 18 „ vormit. Fahrpreise Tour & Retour nach WIEN.......II. Clawe fl. 18.-, III. Classe fl. 12 —. BTl)APEST . .. .. ,14.30, „ M 9.20. IBIEST ud. FIUME .. 12.—, .. „ 8.—, tu »VEffiDT0(, ^ ^ Billet-Giltigkeit 14 Ia,« S'ähcres die Placate und Programme, welch letztere in der Adinin. d. BI. erhältlich sind. —6SS €1. Sr/trnrcßsl'« ll irr. eonc. I. Wiener Reisebureau 09— I. Kolowratring A. 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H, Aloii GRAZER TAGBLATT _(Graz, Herrengasse Nr. 3. gemaltes Haus.)_ HEUTE 3EOBIE - Filiale des „Grazer Tagblatt" in Cilli: FRITZ RASCH, BUCHHJENDLER. ii'iii M U in wiwii M Bit eAnöl I Die Theilnehmer am Fackelzug werden eingeladen sieh am 30. d. Mts. abends halb 9 f7lf (pünktlich!) vor der Hehrillalka.%fl'iie einznfinden. Der Festausschuss. Kundmachung. Im Nachhange zum hierämil. Ansrusc, betreffend die anläßlich der Anwesenheit Sr. Majestät de« Kaisers stattfindenden Festlichkeiten wird das dctaillirie Programm mit Angabe der Zeitbestimmungen bicmit kundg.mach»: Am 30. August: Früh 7 Uhr: ») Allerhöchste Ankunft Sr. Majestät am Bahnhöfe; b) AUerunterthänigste Begrüßungs-Ansprache durch den an der Spitze der Gemeinde-Vertretung erscheinenden Bürgermeister kais. Rath Dr. Joses Neckermann; Fahrt durch die Stadt zu dem für das Allerhöchste Hoflager bestimmten Bezirk«-vauptmannschastSgebäude; c) im ersten Wa,i?n ha, der Bürgermeister mit dem k. k. Bezirkshauptmanne, im zwei»«» der k. k. Statthalter vorauSzu-fahren; Früh 8 Uhr: d) Stille Messe in der deutschen Kirche; e) Allerunterthänigste Aufwartungen. Nachmittag 2 Uhr: f) Allerhöchster Besuch des neuen landschaftl. Krankenhauses; g) Allerhöchste Besichtigung der Abtei- und Stadlpsarrkirche St. Daniel in Cilli; b) Allerhöchste Besichtigung des Loeal-Mu- seums von Cilli; i) Allerhöchster Besuch de« ParksesteS im Ctadtparte. (Der Eintritt in den Stadtpark ist sür da« Publikum von 1 Uhr an offen; Se. Majestät dürfte um 3 Uhr den Stadtpark beim Sannstege betreten; daS Fest endet 7 Uhr abend«.) Abends 6 Uhr: Ir) Hof-Diner; Abends 8 Uhr: I) Allerhöchste Besichtigung der Stadlbe-leuchtung; w) nach der Rückkehr Se. Majestät zum Allerhöchsten Hoflager; Fackelzug und Serenade (2 Lieder). Zum Aufrufe ist noch richtigzustellen, daß die Rückfahrt Se. Majestät vom Parkfest« nicht durch die Rathausgasse, sondern durch die Herrengasse zum Allerhöchsten Hoflager erfolgt. Der Fackelzug bewegt sich von der Schema!-kaserne weg durch die Grazergasse. den Haupt-platz, die Herrenaasse zum Kaiser-Josessplatze. Der Abzug erfolgt durch di« Rathhau«-und Bahnhosgasse. die Ringstrasse. Grabengafse, den Wockaunplatz zur Schemalkaserne. Stadtamt Cilli, 29. August 1891. 7o6—j Der kais. Rath und Bürgermeister: Dr. I«sef Neckermann. Restauration & Cafe .Waldbaus' Concert der verstärkten Cillier Musikvereins-Kapelle Sonntag den 30. August nach dem Fackelzug. Zu Ehren der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers. ZEZr3.tree 25 Irr. 701—1 50" Bicycle Bfe, ist billig zu verkaufen. "9G Anzufragen in der Administration diese« Blattes, Sliwowitz in jeder beliebigen Quantität von fl. r>4.— {»er Hektoliter an zu haben bei Job. Stoiuschegg in Rohitsch-Hanerbrumi. «jtiC—6 Überspieltes Ciavier PvVlezveriiTlg-ei1 wegen Raummangel preUwnrdig zu verkaufen. Za sehe» Mübelhandlung Glaser. 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IVanschmann, Vertreter der Neuchatel Asphalt« Compani für Asphaltierungen. jitli«tfgass« 6, O-iaz, •SismÄrinflass« 12a Ein Schüler ans besserem Hause wird bei einer guten Familie ia Kost und Wohnung aufgenommen. ,— Zu erfnir?s •Sanngasse 5, I, Stock rechts. 597—1 2—3 Studierende aus besserer Familie werden in ganze Verpflegung genommen. Strenge Aufficht garantiert. __Anfrace Expedition d. BI. 69« ; Studenten aus besseren Häusern werden als Kost and Quartier bei einer anständigen Frau aufgenommen. Anfrage: Henengasse 17, im Gewölbe recht«. 688—I Ein Lehrjunge aua guter Familie wird sofort in der Bäckerei Phiti» Gande in Schönstein aufgenommen. 081—3 Ein geübter Fleischhauer 32 Jahre alt, sucht einen Posten als Geschäftsführer, auch würdo er eine K»ntin in einem Eisenwerke sä« einer grösseren Fabrik übernahmen. Gefällige Aa-träge erbittet man an die Eiped. d. BI. Verheiratete Maierleute mit langjährigen Zeugnissen bitten bei P. T. Herrschaften unterzukommen. Gefällig* Zuschriften werden erbeten längstens bis 5 September unter „J. W." poste r-suct« Sauerbrunn. • 701—1 Hötel z. goldenen Lamm in Pettau wird auf mehrere Jahre in Pacht gegeben. Zugleich ist ein Hau« in einem Markt für eia Kaufmannsgeschift sehr angezeigt. 698-3 Auskunft ertheilt die Administration. Zu verkaufen! Ein schöner Landauer, zwei Glaswägen und mehrere halbgedeckte Phaethons bei 6#5—1 Mari Pst hl. Sattlermeister in Cilli. An unsere P. T. Inserenten und Leser! Wir erlauben uns hieruit bekannt zu geben, dass die nächste Nummer unseres Blattes bereits Dienstag den 1. September erscheint, und ersuchen daher Inserate für diese Jfbminer bis längsten* Montag den 31. August zukommen zu lassen. • Die Administration. Druck und Verlag der Firma Johann Rakuacb in 01111 Herausgeber A. Ehrlich. Verantwortlicher Schriftleiter Moriz Dnftschmid.