Echnftleitmig: »iathauSgassc Nr. 5. SnntW* «r. ZI. lnitrurban. E»««»?»»»«: l«gl>ch 'mit >»»»«»«« dcr Sonn- ». gcin-:»gr) ni 11—It D|t »stm. H-»»Ich »eide» »rtbrjt mchi tarückqcg eben, n»««nl?ic sin. Inl»»»g«» »ich! drriisstchngl. »i»»t »>« B«r»«l!K»j ftrACH Bei«Oi»«»z dc» dilligst fest-gesttlllr» »»«ditdic» «»i«e,ei». — »ei w>e»rit»lu»gc» Pr«i»- Ii( „XtutKbt w-cht- rr(itI,II-N-lk»Nl° 30.«!». Verwaltung: Rathausgasse Wr. 5. Zilev»«, Rt. 21, lntmttai. !6t)ug«bcbiit8ungtR Durch bit ?«» b€}»ges ! ÄMfTttlidtlTig . . K 5 *0 HaNWÄ . . . . K , t «0 #«Hiiil|ug . . . . K uao §lt «i 11 i «il All stell»»! >»« H»»« ! «»»»,l>ch . ... X 1-10 SiMfliinrit . . . K J — Äalttitti« — Wdiuiitiig . . . . K II — n*« lulltet «Mfef* stch »it »«» »i» »ut »bkfttUuna. Ar. 91 ßilli,' Samstag, den 12. Aovemöer 1910. 35 Jahrgang. Die deutschen Parteien. Am 22. d. Mts. wird das Abgeordnetenhaus sich wieder versammeln, um da» Budgetprovisorium und die Bankvorlage zu erledigen und die Delegationswahlen vorzunehmen. Der Kürze der Zeit entsprechend, die diesmal dem Reichsrate eingeräumt ist, ist dieses Programm sehr eng begrenzt, trotzdem sieht man der Tagung des Reichsrates mit großem Interesse entgegen, da sowohl die FriedenSverhand-hingen in Böhmeu, als auch interne Vorgänge in den einzelnen parlamentarischen Parteien möglicher-weis« eine neue Situation schassen werden. Die Verhandlungen in beiden Delegationen haben zur Evidenz bewiesen, daß die Grundlagen der auswärtigen Politik der Monarchie unverändert sind, daß das Bündnis mit dem Deutschen Reiche den Grund- und Eckstein der österreichisch-ungarischen Gesamtpvlitik bildet, daß die Beziehungen zu Italien ebenfalls eine wesentliche Besserung erfahren habe» und von der Monarchenzusammenkunft in Potsdam wohltätige Wirkungen auch auf die russisch-öfter-reichischen Beziehungen erwartet werden. Die po-litifchen Bedingungen für die Wahrung der deutschen Interessen in der inneren Politik Oesterreichs sind also nach wie vor günstig und es wird darum ledig-lich Sache der deutschen Parteien sein, die Fortdauer dieser günstigen Konjunktur in der internationalen Lage zur Festigung der nationalen Stellung des Deutschtums auszunützen. Ein weiteres günstiges Moment hiesür ist aber darin zu erblicken, daß die Polen infolge der ungeklärten Lage in ihren Reihen auf ein Zusammengehen mit den Deutschen umsmehr aiigewiesen sind, als einerseits infolge ihres neuesten Z)ie Zisterne des Ariedcns. Eine Erzählung von Karl Krobath. Kadi Ali stützte nachdenklich das Haupt auf die linke Hand. Vor ihm standen zwei Parteien, die lich auf Leben und Tod bekriegten. Ahmed und Hassan waren Nachbarn. In der Nähe von Damanhur lagen ihre Güter. BiS vor Jahresfrist waren sie die besten Freunde, nun sind sie erbitterte Feinde. „Gerechter Kadi!" begann Ahmed. „Schach, mein alter Kettenhund, biß HassanS Katze ins Bein. Hasfan nannte ihn — meinen Schach! — sodann einen Wegelagerer; nicht wert, eineS ehrlichen ManneS Haus zu hüten." »Ich leugne nicht, weiser Ali!" brachte nun Hajsan vor. „Aber Ahmed rief mir daraus maul» glatt, wie er immer ist, zu, SchemS, meine Katze, hiti' gerechte Strafe ereilt, da sie zweimal an seiner Milch genascht haben soll. Wer sie in Schutz nähme, ein Tor sei er, keiner andern Entgegnung würdig." „Hasfan nannte mich einen Ränkeschmied, mit dem er fürder nicht mehr verkehren wolle." „Ahmed Hinwider schalt mich einen Simpel, uuwert anständigen Verkehrs. Und dann hieß er meinen kleinen Ibrahim einen Schelm. Denkt: einen Schelm! Was hat der ihm denn Leids getan? Richis, denn einige Birnen aufgehoben, die von feinen Bäumen in meinen Garten gefallen sind. Achtet aber: Einige Zweigt derselben ragen im meinen Luft-räum hinein." „Mein Gegner hieb diese Aeste ab und be-'schädigte dadurch meine Bäume." Bruches mit den Ruthenen und andererseits infolge der tiefen Verstimmung, die die klerikalen Slowenen wegen der Verhandlungen in Prag beherrscht, die flämische Union in der kommenden Tagung des Reichs-rateS keine besondere Aktionsfähigkeit an den Tag legen wird. Ueber das voraussichtliche Ergebnis der Verhandlungen in Prag läßt sich heute noch kein Urteil fällen, jedenfalls aber wird im besten Falle nur ein Teilergebnis erzielt werden, und die Regelung noch eine Reihe äußerst wichtiger Fragen erübrigen, die das feste Zusammenhalten der deutschen Kräfte auch in Zukunft gebieterisch fordert. Aus diesem Grunde muß unbedingt vermieten werden, daß aus den Prager Verhandlungen Mißverständ-nisse und Verstimmungen zwischen den daran be-teiligten deutschen Parteien zurückbleiben, weil an eine glückliche Wetterführung der Verhandlungen zu einem späteren Zeitpunkte nur dann zu denken ist, wenn die hier in erster Linie in Frage kommenden deutschfreiheitlichen Parteien auch im ReichSrate in voller Einigkeit auftreten und in ihren Reihen dem Feinde keine Lücke bieten. Bei gegenseitigem Vertrauen und einigem guten Willen ist das ganz gut möglich; schwieriger liegen dagegen die Dinge in der christlichsozialen Partei. Unter der Führung Dr. GeßmannS haben sich nicht nur die wirtschaftlichen Gegensätze innerhalb der Partei verschärft, ja bereits bis zum Boykott der einen Abgeordnetengruppe durch die andere gesteigert, sondern auch in poltischer Beziehung ist durch den Vorstoß der päpstlichen Kurie mittelst deS Dekretes über die Absetzbarkeit der Psarrer und durch die eifrige organisatorische Tätigkeit der Bischöse Nagl und Katfchthaler, der in der Partei selbst haltlose Zornschnaubend fuchtelte Hasfan nach feinem Widersacher hin. »Dafür leitet dieser Wüterich das Bächlein ab, das durch seinen Garten in den meinen fließt und zur Bewässerung dient, und verfetzie meinem Maultier einen solchen Stoß in die Bauch-gegend, daß es in einigen Tagen verendete. Von solch einem Hommar « Eseltreiber) mußt' es sich solches gefallen lassen." „ES hat von meinem Gras gefreffen; ich hab' es sicher nicht gerufen!" entgegnete Ahmed rasch mit geheuchelter Ruhe und berechnete, wie diese gegen die Wut HassanS abstechen, ihn mehr als all das andere giften mußte. „Doch wie kam's weiter? Weshalb schweigst du darüber. Hassan? Kurze Zeit hernach erkrankte meine schönste Kuh. Es war ihr f.ifcher Klee zugeworfen worden, so daß sie die Bläh-sucht bekam. Nur mit knapper Not konnt' ich sie dem Leben erhalten. Selberzeit standen auch meine beiden Knechte aus, weil du ihnen doppelten Lohn verfprachst. Ich mußte mich, zur Zeit der dringenden Arbeit, nun selber plagen, während du mir hinter der Hecke höhnisch zugelacht hast." „Wahjat ennäbil (Beim Leben deS Pro-pheten!) Tische lieber deine eigene Schande auf. Ahmed l Schriest mir nicht zu, ich hätte durch Wein-genuß des Propheten Gefetz verletzt I An der dicken ^'üge hättest du ersticken sollen!" Jetzt verlor Ahmed von seiner erkünstelten Ruhe. „Wahr ist 's, hundertmal wahr, wenn du 'S auch ebenso leugnest I Ist dir das Lügen doch schon Gewohnheit geworden I Wie hättest du sonst be-Häupten können, ich mißhandle Fatma und Saida, meine Frauen? Sprach wohl nur der Neid aus Führer Dr. Geßmann genötigt worden, sich der politischen Auwrität der Bischöfe zu unterwerfen. Der Bestand eines klerikalen Flügels innerhalb der christlichsozialen Partei ist damit zu einer nicht mehr abzuleugnenden Tatsache geworden und es ist nun die Frage, ob bei den Entschließungen der Partei der rechte oder der linke Flügel überwiegen wird. In ersterem Falle wird sich die deutsche Gemein-bürgschaft kaum mehr aufrecht erhalten lassen, denn wenn auch der linke Flügel sich von der Gesamt-partei loslösen sollte, würde doch die Stellung der Deutschen im Abgeordnetenhaus« eine bedeutende Schwächung erfahren, die im weiterem Verlaufe leicht zu einer Rekonstruktion deS alten, eisernen Ringes der Rechten führen könnte. Wahrscheinlich ist das allerdings nicht, allein immerhin liegt der Schwerpunkt der innerpolitischen Situation in der christlichsozialen Partei und von der Entwicklung der Dinge in ihrem Schoße wird es im Wesentlichen abhängen, ob die sonst für die deutschen Interessen nicht ungünstige Konjunktur auch entsprechend wird ausgenützt werden können. Steiermark und die Frage der dalmatinischen Anschlußbahn. Bon ReichsratSabgeordneten Richard M a r ck h l. Des Interesses halber seien auch die Aus« führungen des Ministers a. D. Abgeordneten Dr. Ritter v. Wittek zu diesem Gegenstände (Sitzung dir, weil du dir nur eine halten kannst und noch die hungern muß." „Wollte man deiner Reden achten, Ahmed, wahrlich, man würde dir unverdiente Ehre erweisen. We^n du schon schwatzen willst, so schwatz' von deinem maßlosen Geiz, der dir nicht zuläßt, dich selbst nur einmal des TagS zu sättigen; von deinem Dünkel, der dich in eigenen Augen riesengroß scheinen läßt, während du sicher nur ein winzig Fröschlein bist! — Und fo gings fort. Durch eine volle Stunde. Immer erregter wurden die Beiden, immer lauter ihr Ton, bis sie zuletzt schrien, kreischten, Fratzen schnitten, wütend mit den Händen in der Lust herum schlugen. Ruhig und regungslos wie ein Standbild feines standbildreichen Landes, immer gleich mist« sinnend, hörte sie der Kadi an. Erst als sie sich gegenseitig in die Haare fahren wollten, erhob er sich und sprach also: „Schweigt! — Höret Allahs und des Rechtes Wort durch meinen Mund!' Hassan und Ahmed verbeugten sich tief und kreuzten die Arme aus der Brust. „Aus kleiner Ursache ist großer Zwist erwachsen, sowie Unkraut über Nacht guten Samen überwuchert. Von Haß verblendet, habt Ihr euch befeindet wie Feuer und Flut. Erde, Luft und Wasser habt Ihr euch streitig gemacht, der Ehre kostbar Gut frevelnd angetastet. DeS Propheten Satzung ist dadurch schwer verletzt worden. Bon beiden Teilen." Nun zog Schech Ali den grünen Turban ab. Sein Schädel war kahl wie die Wüste und hatte Schimmer und Farbe einer Meerschaumpfeife. „Doch meines Amtes ist nicht, nur zu strafen, fondern viel mehr zu ver-söhnen. So geht denn meine Weisung dahin: Ge- Seite 2 Demsche Mach« Nummer 91 vom 11. September 1907) wiedergegeben. Er sagte: ..Ich möchte noch hinzufügen, daß ich auch die Einbeziehung der Dalmatiner Bahnfrage in die gegenwärtigen Ausgleichsverhandlungen für eine sehr zweckmäßige Borsorge halte. Seit vielen Iahren haben sich die Verhandlungen über die Verbindung des dalmatinischen Bahnnetzes mit jenem der übrigen Königreiche und Länder hinge-zogen. Diese Behandlungen waren ja immer da-durch erschwert, daß ein großes Stück kroatischen Territoriums zwischen den beiden zu den Reichs« ratZländern gehörigen Gebieten eingeschaltet ist, ein Gebietsteil, über welchen die königlich nnga-rische Regierung zu verfügen hat, und daß eS daher nur mit wesentlichen Opfern, mit einem wesentlichen Entgegenkommen von Seite Ungarns möglich ist, diesem alten nnd wohlbegründeten Wunsche des Königreiches Dalmatieu Rechnung zn tragen. Daß dies endlich geschehen ist, und zwar mit verhältnismäßig sehr bescheidenen Opsern von Seite der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, betrachte ich als einen großen Borteil, als einen großen Gewinn dieser Ausgleichsvereinbarungen. Wenn man vielleicht darüber streitet, ob diese Bahn rentabel, ob sie in tarifarischer Beziehung geeignet sein wird, die Konkurrenz mit dem Seeverkehr zu bestehen, so erkläre ich ganz offen, daß für mich diese Er-wägungen in zweite Linie treten. Ich halte es für ein Korollar staatlicher Zusammengehörigkeit, für eine Konsequenz der staatspolitifchen Ber-bindung. daß für ein großes nnd wichtiges Königreich, wie es Dalmatien ist, nicht aus der Bahnverbindung mit den übrigen Königreichen und Ländern ausgeschaltet bleibt (sehr richtig!), daß die Einbeziehung in das organische Wirt-fchaftsleben des GefamtstaateS nicht vor einem wichtigen Gliede dieses GefamtstaateS Halt macht, nnd daher darf ich auch die bezüglich der Dal-matiner Bahnverbindung getroffenen Verein-barungen wärmstenS begrüßen." Es ist nun kaum zu bezweifeln, daß man sich auf ungarischer Seite schon bei Uebernahme der er-wähnten Verpflichtung dessen wohl bewnßt war, daß die Erstellung der Verbindung zwischen Ogulin und Knin, soweit kroatisches Gebiet in Betracht kommt, also der Bau der Lika-Bahn, mit großen Kosten und Schwierigkeiten verbnnden sein wird. Die An-gelegenheit war ja nicht von gestern, und die unga-rische Regierung mußte schon bei Uebernahme dieser Verpflichtung wissen, daß die projektierte Lika-Bahn-linie „nicht nur zwei hohe Wasserscheiden (das Ka-pela- und Velepitgebirge, das aber meines Wissens in den zu überquerenden Gebieten nicht allzithohe Uebergänge aufweist), sondern auch ein überaus wasserarmes Karstgebiet" zu durchqueren hat. Wenn sie trotzdem diese Verpflichtung übernommen hat, so meinfam sollt Ihr eine Zisterne graben. Ohne Bei-Hilfe eurer Knechte, täglich drei Meter im Geviert. So Ihr 'S nicht tut, soll euch deS Gesetzes volle Strenge treffen. Ls-salamu alekiim (Heil sei über euch)! Zieht in Frieden und haltet euch an mein Wort!" Die beiden Nachbarn verneigten sich tief und entfernten sich kopfschüttelnd. Nächsten morgens trafen fie sich, mit Spaten ausgerüstet, und sahen sich fragend an. Keiner fprach ein Wörtel. Stumm gingen sie eine Strecke zu-fammen. Dann blieben sie an der Grenze ihreS Besitztumes 'stehen. Seiuer wollte den erste» Spaten-stich machen. Wie auf Kommando fingen sie zugleich zu graben an. ES sengte ein heißer Sommertag. Bald schnobn und pusteten fie wie ermüdete Karawanentreiber, der Schweiß sickerte ihnen auS allen Poren. Mehr noch als alle Sonnenhitze brannte und bedrückte sie der Gedanke gemeinschaftlicher Beschäftigung. Hassan hätte freudig seinen jüngsten gekauften Mastochsen, Ahmed feine zahlreichen Merinos hergegeben, wenn diese Geduldprobe abgenommen wvrden wäre. Doch an dem Geheiß deS Kadi ließ sich nicht rütteln, nicht deuteln. Ein Bekannter kam vorbei. Verwundert blieb er stehen und vergaß vor Staunen den Mund zu schließen. „Ahmed und Hassan — Ihr? Was macht Ihr da?" „Dumme Frage! Wir graben I" knotzte Ahmed verdrießlich. „— 'nen Ziehbrunnen,' ergänzte Hassan, nicht minder ärgerlich. „So — fooo I Einen Ziehbrunnen!" tat sie dies eben in der Erkenntnis, daß ihr hiefür in den Ausgleichsvorlagen andcrwärtige schwerer wiegende Entschädigungen für Ungarn geboten wur-den. Und nun soll Ungarn einseitig von dieser Ver-pflichtung entbunden werden, ja noch dazu durch die Propagierung des Unatal-BahnprojekteS an Stelle der Lika-Bahn den ungeheuren Vorteil erringen, daß das dalmatinische Bahnnetz einen näherm Anschluß nicht an die Länder unserer Reichshälfte, sondern über Bosnien (Bihac—üßovfi an das ungarische Bahnnetz erführe. Den Vorteil, der also im Proto-koll vom 8. Oktober 1907 unS zugedacht war, soll nun Ungarn einheimsen. Wohl könnte dies, wenn auch nicht vollständig, so doch teilweise durch den Ausbau der Bahnlinien Rudolfswert—Möttling—Karlstadt und Ogulin Bihac wettgemacht werden. Aber hören wir den Ministerpräsidenten Dr. Freiherr v. Bienerth. Er sagte, nachdem er das Unvermögen Ungarns, seiner Verpflichtung hinsichtlich der Lika-Bahn nachzu-kommen, mit bau- und betriebstechnischen Schwierig-keiten uud finanziellen Rücksichten darzutun versucht hatte, mit Bezug aus die Möglichkeit der Erstellung der Linie Ogulin—Bihac: Um überdies auch jenen fpezi-llen Verkehrs-zwecken Rechnung zu tragen, welchen die im Jahre 1907 beabsichtigte Bahnverbindung dienen sollte, wird, abgesehen von der Beibehaltung der Bahnverbindung von Rudolfswert über Möttling nach Karlstadt, anch noch die Ausführung einer auf kroatischem Gebiete herzustellenden Bahnvcr-bindung von Ogulin nach Bihac in Erwägung gezogen. Ich kann nicht verhehlen, daß der Reali-sierung dieses Gedankens immerhin auch gewisse technische und finanzielle Schwierigkeiten entgegen-stehen würden, weil ein Teil der Bedenken, welche gegen die ganze Lika-Bahn bestehen, auch be-züglich dieser Teilstrecke vorhanden sind, da auch hier sich die Notwendigkeit ergibt, daS Kapela-gebirge zu übersetzen. Immerhin wird diese Frage ernstlich studiert." Das kliugt wohl wenig tröstlich und ist es auffallend, daß der Ministerpräsident mit keinem Worte einer an Stelle der im Jahre 1907 von der ungarischen Regierung übernommenen Verpflichtung tretenden Ersatzvcrpflichtung Ungarns, die Linie Ogulin—Bihac aus seine (Ungarns) Kosten auszu-bauen, Erwähnung tut. (Fortsetzung folgt.) „Was ist so seltsames daran und was kümmert's dich, Sesi?' „Mich? Beileibe nichts, Hassan. War nur überrascht — „Daß wir zwei eine Zisterne brauchen? Wir sorgen halt für unsere Angelegenheiten, wie du für die deinen." „Da tut Ihr gut daran, Gepriesen sei Allah!" Er trollte weiter. Scheu wichen sich Hasfan und Ahmed auS. Wollte doch keiner eingestehen, daß sie b e i d e schuldig erkannt, beide verurteilt worden waren. Und zu welcher Strafe! All« Bekannten hätten gelacht, das Gesinde sich über sie belustigt, die Mohabazzi (Possen-reißer) das belustigend« Ereignis weiterverbreitet. O, nur das nicht! Lieber geben sie sich den An-schein, als hätten sie^sich ausgesöhnt, freien Antriebes die Arbeit begonnen. Wie ein« Wuudrrmär flatterte trotzdem alsbald die feltfame Kuude umher. Mancher, der ansonst andere Weg« eingeschlagen, trollte vorbei und sprach die beiden an. Und immer mußten sie an ihrer Rolle festhalten, um nicht die sonderbare Art ihrer Abstrafung zu verraten. Wenn sie aber allein waren, v«rloren sie kein Sterbenswörtlein miteinander, schaufelten vielmehr springglftig draus loS, bis sie die drei Meter im Geviert ausgehoden hatten. Am nächsten Tage ging die Arbeit noch müh-seliger. Die feindlichen Nachbarn mußten schon eine Leiter zuHilfe nehmen, wie sie in die Grube stiegen. Dort stießen sie aus eine Schotterschichte, die ihnen manchen Schweißtropfen abpreßte. So nahe standen sie beieinander, daß sich ihre Körper unabsichtig drückten und rieben. Und da trifft'S zu, daß Hassan nach Abbeten des Afr (NachmittaggebeteS) durch ein Politischer Rundschau. Jnnland. Die Delegationen. In fortgesetzter Verhandlung des Budgets für Aeußeres betont Delegierter Kramar, die Gefahr . des deutfch.österreichischen Bündnisfes liege darin, daß Oesterreich-Ui garn in Konflikte, welche aus den ExpansionSbestreblingen Deutschland entstehen konnten hineingezogen werde. Der Anschluß der militä-risch starken Türkei an den Dreibunde wäre eine gefähr-liche Störung des europäischen Gleichgewichtes. Delegierter Dobernig versucht nachzuweisen, daß der NeoslavismuS politische Ziele verfolge, zugunsten der Stärkung Rußlands und der Schwächung der Deutschen in Oesterreich. Die ungarische Delegation nahm im Ordinarium und Extraordinarium des Heeres den außerordentlichen »redit von 180 Milli-onen an. Der mährische Landtag geschlossen. Im mährischen Landtage kam es am 9. d. M. zu stürmischen Szenen, als dem Abgeordneten Gruen-seid das Wort entzogen worden ist. Die deutschen Abgeordneten psiffen und schlugen mit Pultdeckeln, stimmten Lieder an und warfen Akten und Schrift-stücke gegen das Präsidium. Schließlich verließen die deutschen Abgeordneten, der verfassungstreue Groß-grundbesitz, die mährische Mittelpartei und die Sozial-demokraten den Saal,wodurch dasHausbeschlußunfähig wurde. Am nächsten Tage kam eS wieder zu Lärm szenen, insbesondere als dem Abgeordneten Sommer unter stürmischen Protestrufen der Deutschen ein Verweis mit Entziehung der Diäten für zwei Tage erteilt wurde. Hierauf verlas der Landeshauptmann ein Schriftstück, in welchem mit kaiserlicher Ent schließung der Landtag für geschlossen erklärt wurde. Politischer „Religionsunterricht". Das stenographische Protokoll des Kärntner Landtages enthält folgende Ausführungen des Abge° ordneten Ritter von Burger: .Ueber die Erteilung des katholischen Religionsunterrichtes an den kärntne rischen Volksschulen werden seit langem in der Bevölkerung schwerwiegende Klagen laut: Um die Zeit der Wahlen in den Reichsrat. Landtag oder Gemeindevertretung erhalten die Kinder wochenlang überhaupt keinen Religionsunterricht, weil der Herr Pfarrer agitieren geht. Auch sonst entfällt die Religionsstunde nur zu oft, teils weil der Herr Pfarrer religiöse Verrichtungen vornimmt, teils weil er Besuch hat. in die Stadt fährt oder sonst dem Vergnügen nachgeht. Wenn er aber schon einmal in die Schule kommt, bleibt er selten die ganze Zeit dort und auch während derselben erfahren die Kinder wenig von den Pflichten gegen Gott und den Nächsten; nicht selten wird sogar die Politik in die tiefes „Ach!" die Qualen feines gepreßten GemüteS zu erleichtern suchte. Schnell drehte sich Ahmed um. „Hast du mich gerufen, Hassan ?" Das nicht, aber. . Er sprach ganz kleinlaut. Wer hörte ihn auch in der Grube herunten l „Die Arbeit ist sauer." „Sauer!" bestätigte Haffan. „Sprach der Kadi weise?" „Allah mag's wissen!" Sie schaufelten weiter und flochten jetzt hie und da ein Wörtchen ein. AIS sie sich trennten, wünschten sie sich sogar angenehme Ruhe: „Leltak sai legin Herrn Jonny Marlchall begegnet war, hatte sie aus deren Frage: „Fräulein Kitt», ich meine, den Herrn soll ten Sie kennen?' mit den Schultern gezuckt und von obenhin gesagt: „Warum?" „Nun. weil Sie doch sein Bild in der Brosche tragen!" Die Angeredete hatte unnahbarer denn je geblickt, al« sie erwidert: „Sie werden die» nicht mehr behaupten, wenn ich Ihnen sage, daß da, Bild diesen Herrn nicht darstellt." Da Herr Jonny Marschall ohne Gruß noch Blick an dem Fräulein vorübergegangen war, so schien sich dessen Behauptung zu bestätigen, wenn auch andere« nicht au«« geschlossen blieb. .Ich behaupte, daß dieser Herr Marschall garnicht ?o leidenschaftlich aussehen kann, wie da» Porträt aus der Brosche!' rief Ellen Benk, eine niedliche Blondine. „Dem -nach also auch nicht der Attentäter war!' .Bitte sehr," eiferte eine andere, „auch ein Verliebter blickt nicht in jedem Augenblick leidenschaftlich I Der be« sagte Herr wird wohl damals, al« er sich porträtieren ließ, besonder« engagiert gewesen sein. Daß er aus der Straße tat. al« ob er Fräulein Kitty nicht kanutc. war Komödie! Man sollte j, denken, da« sie viele Flirt« gehabt und Eifersucht Jonny Marschall den Revolver in die Hand ge-drückt hat. Meine Ansicht ist, daß Kitty Smith eine Ver> gangenheit hatt« und derartige Existenzen endigen meist tragisch." Di« Rede zündete: bi« auf Eilen Benk nickte» alle Beifall. »Mich soll verlangen, ob sie den Rechten finden und e« der Amerikaner ist/ meinte die letztere sinnend. »Aber Kinder,' mahrte da« Llttste Fräulein, »auch wenn Mister Marschall der Liebst« der Porträtdame war und die Brillantbrosche sein Geschenk, so braucht er darum doch nicht den Schuß abgegeben zu hab«n. Ein «isrrsüchtigtr Nebenbuhler v elleicht — »Fräultin Märten« hat recht!" «»klang e«. »Jedensall« aber wird die Justiz auf Marschall zuerst sahn-den; gegen den Verdacht h«lf«n ihm auch seine Dollar» nicht!' „Wohnt «r nicht bei seinem Vater?" „Ja; Mister Marschall sen. hat ja da» alte Palai» in der Königgrätzer-Straße gekauft. Jedenfalls hat sich die schöne Kitty ein ander«» Schicksal erträumt, al» ihr zugefallen. So jung und fefcon st«rb«n müssen! Na, die Revolution im Palai» Marschall, wenn die Kriminalpolizei anlangt, möcht' ich mitansehen!' „Ich bitte, Heun Jonny Marschall zu melden, daß «in H«rr ihn in «iner dring«nd«n Angeleg«nh«it zu sprrchen wünsch«,' beauftragte der stattliche Herr, der soeben daS Palai» Marschall betreten hatt«, d«n htrb«ieiltnd«n Diener. »Herr Joimy Marschall liegt schwerkrank, m«in H«rr, «S wird niemand zu ihm gelassen," kam die Erwiderung. „So: dann übermitt«ln Si« H«rrn Marschall s«n. meinen Auftrag, — bitt« . . D«r Diener v«rschwand und kam nach «inig«n Minuten zurück mit dem Bescheid: „Der gnädig« H-rr ist nur für Gäst« zu sprechen, die ihre Namen n«un«n." „Da» kann geschehen. Ich bi» der Polizeikommissär Reichart." 3 D>er Diener ein«» so vornehmen Hause», wie e« da« Marschallsche war, ist so gut geschult, daß er jeder Situ-ation gewachsen bleibt. Auch jetzt erschien da» Gesicht de» Dienet« unentwegt, während er beflissen den Auftrag ausführte. E» war ein vornehm «»»gestattete» Gemach, in dem aller Prunk angenehm vermied,°n war, in da» der Gast gleich darauf den« Diener folgte. Die Portiere teilte sich und der Hausherr erschien ihn, Rahmen. Eine achtunggebietende Gestalt: da» charakterische Gesicht, von grauen BartkottelettS umrahmt, zeigte im AuS-druck jene lässige Ruh-, die der Besitz von Millionen gibt und die sich auch im Wechselspiel de» Leben» nicht erschüt-lern läßt. „Herr Polizeikommissär, mit welchem Recht kompro-initiieren Sie mich und mein Hau»?' nahm Mi»ter Mar-schall unvermittelt da» Wort und blickte auS halbgeschlos« lenen Lidern den Gast an. „Mein Amt führt mich her, Herr Marsch^ll. E» ist gestern abend auf die Modistin Kitty Smith auf offener Strade ein Attentat verübt worden, da» den Tod de» Fräu-lein» zur Folge hatte. Da gerade keine Passanten in der Nähe waren, so ist der Täter unbemerkt entkommen. Bei der Toten fand man diese Porträtbrosche, welche die Verstorbene täglich getragen haben soll, we»halb man ste die Porträldame nannte. E» sind Personen vorhanden, die be Häupten, das Porträt auf der Brosche sei da» Bildnis Ihres Sohne», de» Henn Jonny Marschall. Da mithin zwischen diesem und der Modistin Beziehungen bestanden haben weiden und derselbe über die Verhältnisse, resp die Freunde der Kitty Smith orientiert sein wird, so hoffte die Justiz durch Herrn Jonny Marschall einen Leitfaden zu finden zur Auffindung de» Attentäter»." Der Kommissär hatte mit Nachdruck gesprochen und dabei die Brosche vor Mister Marschall hingelegt. Mit verschränkt»! Armen, ohn« «ir« Regung im Ge-ficht, datte dirser zugehört. Langsam senkte er den Blick auf da» Kleinod. Doch nur diese» einen Blicke» bedürfte e». Seine «uzen hattkn rtwa» Verschleiertes, als er auf-sah und in der gewohnten lässigen Ruhe sprach: „Wa» Sie erzählen, interessiert mich nicht und war für Sie zwecklo», Herr Kommissär: denn da» Porträt ist da» meine» Sohne» Jonny nicht.' Der Gast zeigte keine Ueberraschung. „Damit «erden der Justiz arge Schwierigkeiten erwachsen, denn ein so schwere» Vergehen will gerächt sein," bemerkte er ruhig. .Wenn schon ich Ihrer «»«sage vollen Glauben schenke, so bedingt e» meine Amtspflicht, mich durch Augenschein, von deren Wahrheit zu überzeugen." Mister Marschall zuckle mit den Schultern. »Da« geht zurzeit nicht, denn mein Sohn Jonny liegt schwerkrank; es darf auf ärztlichen Befehl niemand zu ihm gelassen werden." „Seit wann ist Ihr Herr Sohn krank?" fragte der Kommissär. Eine Falte erschien auf de« Amerikaner« Stirn; aber er erwiderte: „ES werden wohl drei Wochen sein." .Welcher Arzt behandelt den Kranken?" Die UnniutSfalte auf de« Hausherrn Stirne vertiefte >ch. Allein auch diesmal kam die Antwort: ,,SanitätSrat Richter." „Ich bitte zu veranlassen, daß ich den Kranken sehe — „Nein, daS werde ich nicht; denn mein Sohn schwebt in Lebensgefahr, er darf einer Aufregung nicht ausgesetzt werden." .Ich beabsichtige ja nicht», al« den Kranken zu sehen; die» wird sich auch ohne dessen Wissen einrichten lassen. Fall« Sie sich weigern, die» zu arrangieren, muß ich ein-dringen." Da» Gesetz siegte wieder einmal. Wenige Minuten später war der Kommissär hinter einem Vorhang postiert und blickte durch einen Spalt desselben in da» Kranken-zimmer hinein. ES traf sich gut. Der Kranke schlief und lag derart, daß der Beobachter sein Gcsicht sehen konnte. Dieser unterdrückte gewaltsam einen AuSruf der Ueber» raschung. Die Aehnlichkeit zwischen dem Kranken und dem Bilde war, rechnete man die Spuren de» Leiden» ab, frap-pierend. Nur erschienen Züge und Ausdruck weniger leidenschaftlich, aber die» konnte auch eine Folge von KSiper-schwäche sein, die eingetreten. Dagegen erkannte der von BcrufSwegen geschärfte Blick de» Kommissär» sofort, daß die Verheerung, welche die Krankheit in dem jungen Ge-ficht doit in den Kifseu angerichtet, nicht vo« gestern auf heute hatte geschehen können: daß e» sich erübrigte, beim SanitätSrat diesbezüglich» Nachfrage zu tun, — daß Jonny Marschall tatsächlich bereit« seit Wochen krank und somit nicht der Attentäter war. In Gedanken vesunken, verließ der Kommissär da« Palai«, den Blick aus die Brosche gerichtet, die er von der Beobachtung her noch in der Hand hielt. So wird er nicht gewahr, daß ein etwa sechsjähriger, feingelleideter Knabe, der mit seiner Beschützerin, die einen kleineren Buben an der Hand führte, gerade auf da» Pa-lai» zugeschritten kam; sich jetzt losmachte und, den Kopf zurückgewandt nach der Dienerin, lachend heranlief. In dem Augenblick, al» der Kommissar die letzte Stufe verließ, prallten beide zusammen. Dem Knaben fiel dabei die Mütze vom Kopf und dem Kommissär die Brosche au« der Hand. ES war blitzgeschwind geschehen. „Verzeihen Sie, mein Herr,' stammelte der Junge höflich, bückte fich und la» Mütze und Brosche vom Loden auf. Einen fremden Gegenstand auflesen und ihn abliefern ohne ihn besehen zu haben, ist nicht Kinderart. Kaum aber hatte der Knabe seine Neugierde befriedigt, al» er lebhast« verwundert auSrief: „DaS ist ja mein Onkel JameS Mar» schall l Sie müssen nämlich wissen, mein Herr, daß Mister Marschall, der hier wohn», mein Großpapa ist, und Onkel JameS und meine Mama sind Großpapa» Kinder!' 4 ..Da« ist mir sehr interessant zu hören, Nein« Mannl' lobte de< Kommissär und legte seine Rechte so nachdrück lich auf die Schulter de? Jungen, al« wolle er ihn sich pachten. »Denk' nur,- plauderte er harmlo« weiter, „ich glaubte, e« sei die» da« Bild von Jonny Marschall l' Der lebhafte Knabe lachte belustigt auf: »Da« ist wohl möglich, mein Herr,' sprudelte er. „denn Onkel Jonny und Onkel Jame» sind Zwillingebrüder, — sie sehen seh» ähnlich.' „ZwillingSbrüdcr — so — so." nickte der Kommissär. .Die« hier aber ist ganz sicher Ookel JameS 1* be> hauptete der Bube wichtig und ganz glücklich, daß der stattliche Herr ihm offenbar gerne zuhörte, „denn so sah er gerade au«, al« er gestern abend so plötzlich zu Mama gestürmt kam, so — so aufgeregt. . . „Worüber war Onkel Jame« denn so erregt?' er-kündigte sich der Zuhörer. „O, Onkel Jame« war ja doch von Amerika gekom-men und wollte aber gleich wieder fort, ohne Großpapa guten Tag zu sagen, und darüber war Mama urg böse.' „Da« glaube ich gern, mein Junge. Und wo ist Onkel Jame« jetzt?' „Ach," lachte der Bube. „Onkel ist nach Hamburg gefahren!" „Nach Hamburg?' Dann will Onkel wohl per Schiff ] nach Amerika zurück?" „Freilich!' lachte der Knabe amüsiert, daß der fremde Herr die« erriet, „Teutonia heißt da« Schiff, mit dem er fortgeht; e« ist ein großer, großer Dampfer l--Die« ist mein Brüderchen Jonny und die Maiyl' belehite er, auf die herankommende Frau mit dem Knaben deutend, seinen Zuhörer. „Wir wollen zu Großpapa, — Adieu, mein Herr!' „Schicksalsfügung — wunderbar,' murmelte der Kommissär, al« er weiterschrt» und fuhr sich über die warmgewordene Stirne. „Schicksalsfügung," wiederholte er, „dagegen ist menschliche» Klügeln nur Stückwerk.' praktische Mitteilungen. Korblack. In 700 Teilen Weingeist (95 Prozent stark) löst man unter Erwärmen an nicht offenem Feuer 100 Teile Kolophonium, 200 Teile Schellst, 20 Teile Harzöl und 30 Teile Lärchenterpentin. @ [ a 9 und Porzellangefäße vom Boden» safte zu reinigen, bereitet den Hau«frauen oft keine gering« Mühe. Namentlich in gläsernen Blumenvasen, Teekannen usw. z«igt «r flch häufig in grauer, erdiger Farbe, nicht nur einen widerwärtigen Anblick gewährend, sondern auch den in diesen Gefäßen bereiteten Getränken einen schlechten Geschmack mitteilend Um diesen Boden' satz schnell zu entfernen und dem Gefäß seinen Glanz wiederzugeben, braucht man nur einige Tropfen mit Wasser verdünnter Salzsäure (Vorsicht) hineinzugießen, wodurch er sofort aufgelöst wird. H o r n g e g e n st ä n d e, wie Löffeln, Gabeln. Messer, Kämme usw. dürfen nicht in heiße« Wasser gelegt werden, fie werden darin weich und verlieren die Form. Sollten derartige Gegenstände durch heiße» Wasser verbogen worden sein, so lege man fie einige Minuten in kochende» Wasser, forme sie wieder gerade und belaste sie dann stark, daß fie die gewünschte Form bi« zu ihrer Erkaltung beibe-halten. Damit sich Schuhbänder nicht von selbst auflösen führe man sie beim letzten Loche nicht i-on initcn nach außen heran«, sondern führe sie umgekehrt von außen durch da« Loch nach innen. E» bedarf nur einer einfachen Schlinge, welche nicht aufgehen wird. Da« Reinigen dunkelfarbiger Strüm-p f e. So hübsch und praktisch die dunkelfarbigen Damen-strümpfe sind, so macht da« Reinigen derselben den Trä-gerinnen doch oft großen Verdruß, da die Farben oft nicht festhalten. wodurch die Strümpfe leicht unschön und sehr vertragen au«sehen. Um nun da« arge Au«sehen der dunklen Gewebe wenigsten» etwa» zu vermeiden, nehme man ein« Handvoll Spheublätter, koche sie Im Wasser au» und wasch« di« Strümpf« in dtinfelbkn, worauf man sie in Salzwaffer spülen muß. Der Draht mit dem Signalement de« Jame« Mar> schall erreichte Hamburg noch, bevor die „Teutona" den Hassen verlassen hatte, und lieferte den Flüchtling rechtzeitig den Händen der Justiz au«. Derselbe überraschte die Be-amten durch ein freiwillige» Bekenntni«. Er gestand, daß begründete Eifersucht ihn reranlaßt habe, seiner Landsmännin und ehemaligen Geliebten Kitt» Smith nachzureisen und sie durch einen Schuß zu töten. Jame« Marschall erwie« sich hierbei al« ein G»andsigneur besonderer Art. Er schloß: „Ich bin reich genug, für mein Vergehen da« Sühnegeld zu zahlen, doch mein Gtwissen diktiert mir — zu sühnen ' Keiteres. Modern. Erster Freund: „Nun, wie gefällt Dir meine Braut ?* — Zweiter Freund: ..Mit einem Wort: Großartig \" — Erster Freund: ..Nicht wahr? Wer di« mal kriegt . . ." AutlerWitz. Herr: „Warum haben Sie denn Ihren Beruf al« Chauffeur wieder aufgegeben?" — «r» Chauffeur; „Ich bin zu nervö» dazu. Bi» mir bei dem Riefentempo einfällt, ob ich link« vorbeifahren oder recht» ausweichen, oder ob ich recht« vorbeifahren oder link« au«> weichen soll, — bin ich schon längst wieder au» dem Kran' keuhau« entlassen.' Nummer 91 Religionsstunden hineingezerrt und Haß und Feind« schuft gepredigt, während die christlichen Werke der Barmherzigkeit und die Nächstenliebe, ivelche der Heiland so eindringlich gelehrt und herrlich geübi hat. kaum genannt werden. Der ReligionSunler-richt ist auch dort, wo er erteilt wird, ohne besondere Wirkung, weil der Pfarrer nicht aus das Gemüt zu wirken versteht, sondern das Gedächtnis mit kalten Katechismusformeln beschwert. Wirkungslos bleibt der Religionsunterricht auch vielfach deshalb, weil der Religionslehrer mit der Gemeinde oder dem führenden und besseren Teile derselben in Feind-schast lebt und öffentlich AergerniS gib», wie es in Ebental, Unterloibl, St. Beit, Billach, St. Peter bei Grafenstein usw. geschehen ist. Denn solche schlechte Beispiele wirken aus die empfängliche Seele des lindes wie Spätsrost auf die Blühen. »Nicht selten besteht der Religionsunterricht nur darin, daß den Kindern Heiligenbilder übergeben werden. Als der Abg. Walcher ReligionSlehrer in Klagensurt war, erhielten die Schulmädchen auch Bilder. Da aber der Heilige aus diesen Bildern so ein un-heiliges Ausfehen hatte, fragten die Mädchen bei idren Eltern nach dem Namen dieses Heiligen. Da stellte sich heraus, daß es Photographien des Re-ligionslehrerS waren! Es gibt eben „sonderbare .Heilige" in unserer Zeit. Mit der religiösen Er-ziehnng der Kinder in den Religionsstunden ist eS leider sehr schlecht bestellt. Wenn die Kinder nicht die wichtigsten Grundlehren ans dem Elternhause mitbrächten und von den weltlichen Lehrern in der christlichen Sittenlehre unterwiesen würden, so blieben ibnen die Lehren des Christentumes vielfach fremd. Die Zchulbehörden tun leider nichts dagegen; sie behaupten, es wäre nichts zu erreichen. Die kirch-liche Behörden sind erst recht taub und stumm gegen alle Vorstellungen." Ausland. Serbien. Die Regierung brachte in der Skupfchlina den österreichisch-serbischen Handelsvertrag ein. Die Ge-setzesvorlage wnrde dem Finanzausschuß überwiesen. Türkei. Eine in der Gegend vo» Debre aufgetauchte, f>0 Mann starke Arnautenbande unter Zeimel und Gezir hatte am Flusse Drin einen Kampf mit Truppen, wobei sie zehn Manu verlor. Zur Ber-folgung der Bande wurde ein Bataillon mit Ge-birgsgeschützen aufgeboten. Ein zweites Treffen nlit derselben Bande fand bei Debrezir statt. Es flüchteten jedoch die Arnauten bei Einbruch der Nacht. Bier Soldaten wurden schwer, eine Anzahl leicht verwundet. Aus Stadt und Land. Ernennung im Iustizdienste. Der Kaiser hat den Oberlandesgerichisrat des Grazer Oberlandesgerichtes Dr. Rudolf Paltauf, der dem Justizministerium zugeteilt ist, zum SektionSrat in diesem Ministerium ernannt. Promotion. Heute wurde auf der Universität Graz Herr Hermann L i ch t e n e g g e r, k. u. k. Leutnant i. d. R. und Assistent an der k. k. Otto Laryeg-UniversitätSklinik zum Doktor der gesamte» Heilkunde promoviert. Oessentlicher Universitäts - Dortrag. Morgen Sonntag findet um 4 Uhr nachmittag im Zeichenfaale der Mädchenbürgerschule, Grabengaffe 10, ein öffentlicher Bortrag des Herrn UniversitätS-Professors Dr. Witasek .über die Unzuverlässigkeit unserer Sinne" (mit Projektionen) statt. Fundanzeige. Gesunden wurde eine Geld« note, die vom Verlustträger gegen ?iachweisung deS Eignitumsrechtes behoben werden kann. Auskünfte hierüber werden im Stadtamte erteilt. Evangelische Gemeinde. Morgen vorm. um 9 Uhr findet in der ChristuSkirche ein Schul-gottesdienst statt. Am Nachmiitag um halb fünf Uhr findet der Gemeindeqottesdienst statt, in welchem Herr Pfarrer May predigen wird über „In Gottes Händen". Am Montag nachmittags um 4 Uhr ver» sammeln sich die Mitglieder des FrauenvereineS zu einer Arbeitsstunde, in welcher Herr Pfarrer May einen Bonrag halten wird über „Der Beruf der Frau". Abends um 8 Uhr treffen sich die Mitglieder der Jungmannschaft Scharienau im Gemeindesaale. Am Dienstag abend ist ebenda eine Probe deS Kirchen» chores Am DonnerStag Abend ist im Gemeindesaale Deutsche Wacht der erste Teeabend des Frauenvereines mit allerlei Borträgen; am Freitag Abend Redeschule mit Vor-tragSübungen über den Satz: „Was tut unserem Bolle not." Tanzübungen des „Verbandes deutsch-völkischer Arbeiter." Am Mittwoch den 9. d. M. sand im kleinen Saale des „Deutschen Hauses" der erste Uebungsabend statt, der sehr gut besucht war. Der Obmann deS Verbandes und unermüdliche Leiter der Uebungen Herr Findeifen gibt sich alle Mühe, jeden Abend in mustergiltiger Weise auszu-füllen. Am ersten Abende wurde mit dem Unterrichte in der .Quadrille" begonnen, deren erste Figur (Pantalon) dnrchgenommen wurde. Die Borgefchrit tenen in der Tanzkunst hatten reichliche Gelegenheit, sich bet süßen Walzerklängen zu wiegen. Wir mache» darauf aufmerksam, daß der ganze Vortragssloff in den nächsten TanzübungSstunden wiederholt wird und es sür Anfänger daher noch nicht zu spät ist, sich an den Uebungen zu beteiligen. Deutsche Arbeiter und Mädchen und Frauen! Erscheinet vollzählig zu jedem Tanzabend! Der Tanz gehört ja seit alter Zeit zur ästhetischen Bildung jedermanns. Uebungen finden jeden Mittwoch und Samstag in der Woche im kleinen Saale des „Deutschen Hauses" statt, und zwar Mittwoch von 8—11 Uhr abends, Sonntag von 6—11 Uhr abends. Der Kamps um die deutsche Schule in Zierenberg. Die soeben erschienene 45. Folge der Korrespondenz des Deutschen Schulvereines" bringt eine Vorgeschichte der Ereignisse, die sich in den letzten Tagen in Zierenberg abgespielt haben. Es heißt da: In der Nähe des von der Südmark betrenten St. Egydi in Steiermark liegt hoch oben in den Bergen ein Ort namens Zierenberg. der mit seiner Nachbargemeinde Zellnitz rund 1600 Ein-wohner zählt, die durchwegs deutscher Abstammung sind. Da im Orte selbst keine Schule ist, sind die Bewohner der beiden Gemeinden bemüßigt, ihre Kinder nach Egydi in die Schule zu schicken. Die Slowenen erkannten die Wichtigkeit dieser beiden Orte, die knapp an der Sprachgrenze liegen, gar bald und trachteten, sie in ihre Gewalt zu bekommen. Zu diesem Zwecke bearbeiteten pervakische Hetzer die Eltern, daß sie ihre Kinder nicht in die deutsche Schule schicken sollen, „wo sie ja nichts lernen, so daß sie am Ende ihrer Schulzeit nicht einmal ihren Namen schreiben können, daß sie dort ihren Glauben verlieren" usw. Die gegen die ausdriugliche Werbung wenig widerstandssähigen Landbewohner schickten ihre Kinder nach und nach in die slowenische Schule, so daß sich der Slawisierungsprozeß stark fühlbar machte. Lehrer Gordon aus Egydi machte nun die maß. gebenden Persönlichkeiten darauf aufmerksam und bewirkte, daß ein deutscher Bauer namens Zechner seinen Grund zu -inem Schulbaue zur Beifügung stellte. Der Deutsche Schulverein griff die Ange-legenheit auf, und schon in kurzer Zeit wurde mit den Arbeiten begonnen. Als die Windischen davon erfuhren, leiteten sie eine maßlose Hetze gegen Herrn Zechper ein. Er bekam im Orte keine Lebensmittel, man bewirkt, daß ihm sein Kostkind entzogen wurde, und so fort. Auch die Arbeiter hatten darunter zu leiden, sie wurden auf dem Heimwege mit Steinen beworfen und erhielten im Orte keine Unterkunft. Den Arbeitern einer in der Nähe befindlichen Fabrik wurde die Wohnung gekündigt, weil sie die Absicht äußerten, ihre Kinder in die deutsche Schule zu schicken, und all diese Drangsalierungen verübten ..Deutsche" (!), die von den windischen Agitatoren durch die Lüge verhetzt wurden, der Schuloerein wolle aus dieser Schulgründung Kapital schlagen nnd den dreisachen Betrag von ihnen abverlangen: ebenso müßten sie für die Erfordernifse zum Lehrbetrieb aufkommen und zu all:dem würden dann die Kinder auch noch „protestantisch" werden müssen. Besonder» der letzte Punkt zog bei der strenggläubigen Bevölkerung. Doch alle diese wüsten Treibereien konnten das nun einmal begonnene Werk nicht ans-halten nnd Sonntag den 30. Oktober fand unter massenhafter Beteiligung der umliegenden Orte die Eröffnung der Schule statt. Die ernste, würdige und schlichte Art des Festes machte selbst aus die hinter Zäunen und Hecken horchenden Bewohner des OrteS solchen Eindruck, daß sie sich nach und nach unter die Festgäste mischten. In der EröffnungS-ansprach? sührte der steirische Referent des Deutschen SchnlvereineS, Dr. Baum u. a. ans, daß die Mur wohl Deutsch-Steiermarks Strom, aber nicht Deutsch' Steiermarks Grenzen ist. Nachdem noch einige Redner gesprochen hatten, traten die Teilnehmer in losen Gruppen ihren Heimweg an. Dabei wurden sie von einigen Windischen in rüdester, unflätigster Weise beschimpft; „deutsche Bagage", «deutsches Ge-sindel" und ähnliches, das waren wohl die zartesten Sette 3 Ausdrücke, die man gebrauchte. Aber gerade dies Wutausbrüche beweisen, wie sehr sie darüber erbost sind, daß die Slawisierung dieser Orte rechtzeitig verhindert wurde. Der weitere Verlauf der Ereig-niffe und der vorläufig befriedigende Abschluß des Kesseltreibens sind in frischer Erinnerung. Gründung der Beamten-Ortsgruppe Tilli des Südbahnerverbandes. Am d.d. erfolgte in Cilli unter dem Vorsitze des Präsidenten des Verbandes Herrn Hochenegger die Gründung einer Beamten Ortsgruppe des Südbuhnerverbandes. Die Wahl deS Ausschusses fiel aus die Herren: Ad-junkt Leopold Höfer, Obmann ; Adjunkt Eugen Pour, erster, Adjunkt Fritz Zsda (Steinbrück) zweiter Ob-mann-Stellvertreter; Assistent Robert Jörgen, Zahl-meister; Assistent Fran; Sodolka, Schriftführer. Zu weiteren Ausschußmitglieder» wurde» gewählt: Assi-stent AloiS Gruber, Adjunkt Franz Weitzer, Assistent Aloi» Gruber, Adjunkt Franz Weitzer, Assistent Walter Glier, Assistent HanS Dengg, Adjunkt Josef Pyrker (Markt Tüffeer), Adjunkt Franz Papst und Assistent Franz Porzer. Ein schwerer Sturz vom Rade. Mo»-tag gegen Mitternacht, als der Rechtspraktikant Dr. Viktor Zangger mit einem Fahrrade in Marburg durch die Herrengasie fuhr, brach aus unbekannter Ursache die Gabel beim Rade. Dr. Zangger wurde derart zu Boden geschlendert, daß er bewußtlos liegen blieb. Von einem Wachmann mit Hilfe einiger Personen ausgehoben und in die Rettungsstation gebracht, zeigte es sich, daß der Verunglückte außer den beim Sturze zugezogenen Verletzungen au.5 eine Gehirn-erschütterung erlitten haben dürste. Da er dos Be-wußtsein nicht erlangte, mußte er mittelst Rettungs-Wagens in das Allgemeine Krankenhaus gebracht werden. Dr. Viktor Zangger hat am Mittwoch be-reitS daS Krankenhaus verlassen und befindet sich außer jeder Gefahr. vom windischen Königreich. Ein slo-wenischer Geograph halte eine Karte des zukünftigen Slowenenreiches gezeichnet, in daS er außer Krain, Görz, Gradiska, Jstrien, Trieft mit seinem Gebiete, ganz Untersteiermark und Kärnten südlich der Drau einbezog. Die Karte ist bereits erschienen. Eine Heller-gigarette. Gelegentlich der Preissteigerung der Tabaksabrikate wird von der Tabakregie eine neue Heller-Zigarette eingeführt werden, die selbstverständlich an Güte hinter der Drama-Zigarette zurückbleiben wird. Unbegründeter Choleraverdacht. Vor- gestern wurde von Windisch-Feistritz nach Marburg telegraphiert, daß sich in dem Nachmittagsschnellzuge ein choleraverdächtiger Reisender befinde. Staötarzt Dr. Leonhard von Marburg ließ den Mann aus dem Waggon sofort ins Jsolierspital bringen und den Waggon gründlich desinsiszieren. Auf der Jso-lierabteilung hat eS sich nun herausgestellt, daß der Choleraverdacht unbegründet war. Er entstand da-durch, daß der Reisende während der Fahrt auffallend oft daS Klosett benützte und aus einem choleraver-seuchten ungarischen Komitate kam. Der falsche Erzherzog. Aus Peitau, 8. d., wird geschrieben: Heute abend wurde ein etwa 30jähriger Mann von der städtischen Sicher-heitSwache sestgenommev, der angab, der Erzlierzog Rudolf zu sein. Er war nur mit Hemd und Hose bekleidet, barfuß, ohne Hut und scheint an Ver-fvlgnngSwahn zu leiden. Der Arme sagte, er müsse unverzüglich zum Kaiser nach Wien reisen, da er von diesem beauftragt wurde, das Kommando über das ganze Heer zu übernehmen. Der Bedauerns-werte ist von mittlerer Größe, hat braune Haare, ebensolchen Schnnrrbart, spricht slowenisch und etwas deutsch. Angabeil über seinen Namen oder über die Herkunst kann er nicht machen. Der Stajerzkalender für das Jahr 1911 ist soeben in reich ausgestatteter Weise erschienen nnd kostet 60 mit Postznsendung 70 .Heller. Er enthält sehr viele, besonders sür die Landbevölkerung nützliche und lehrreiche Abhandlungen. Auch humo-ristische Erzählungen sehlen nicht. Der wichtigste Inhalt ist: Am Ansang nebst dem Kalendarium eine Einleitung sür daS Jahr 1911, sodann mehrere Erzählungen von Peter Rosegger, Karl Liuhart, Skerletz uud Koischanitz. Sodann ist besonders zu erwähnen: Die Kunstdüngung, Auswanderung, Winterfruchtanbau, Bienenzucht, Erste Hilfe bei Unglücksfällen, Stadt und Land, Boykott, Die deutsche Schule. Trächtigkeitstabelle. Posttarif, Stempelskala. Auch die Humoresken sind den Lesern angepaßt. Es siud dies: MeSner Michael im Kinderbett, Der Zeuge, Der Exekutor und Schurl als Fortschrittler. Seite 4 Deutsche Kvacht Nummer 91 Die Katze lätzt das Mausen nicht. Gestern gegen 7 Uhr abends wurde dem am Posten stehenden Wachmanne Gollob vom Schneidermeister Josef Leon zur Anzeige gebracht, daß ihm soeben eine vor seinem Geschäfte in der Herrengasse zur Schau hängende Kammgarnhose entwendet wurde. In Verdacht habe er einen Mann, der vor dem Diebstahle vor feinem Geschäfte hin und her ging und fortwährend in das Geschäft spähte. Nachdem er dem Wachmann eine genaue Beschreibung gegeben hatte, machte sich dieser auf die Suche nnd traf auch bald in der Grazerstraße einen Mann, aus den die PerfonSbefchreibung paßte. Er wurde vom Wach-manne al« der schon 7mal vorbestrafte und erst im Juli aus dem Gesängnisse nach Verbüßung einer 15mo»atigen Kerkerstrafe entlassene 22jährige Hilfsarbeiter Johann Ribic aus Tüchern bei Eilli er-kannt. Da er den Diebstahl auf das entschiedenste ableugnete und auch die Hose bei ihm nicht vorge-funden wurde, fragte der Wachmaun bei den hieji-geu Trödlern »ach und erfuhr auch bei der Tröd-lerin Aloisia Zaversnik, daß kurz vorher bei ihr ein Mann, auf den die Personsbeschreibung paßte, die entwendete Hose um 4 K verkauft habe. Ferner wurde vor 3 Tagen vom Schneidermeister ®. Weiß angezeigt, daß ihm ein zur Schau ausgehängter Steirerrock entivendet wurde. Die Nachforschung er» gab nun, daß Johann Ribiö beim Trödler Kronov-itl den Steirerrock zum Verkaufe angeboten habe. Johann Ribii leugnete zwar lange, den Rock ent-wendet zu haben, gab aber schließlich den Diebstahl doch zu und sagt aus, daß er ihn auf einer Scheune in Tuchern, wo er in letzter Zeit übernachtete, ver-steck: habe. Am 8. d. M. hatte er bei den hiesigen Trödlern ein Paar guterhaltene Stteflellen um 5 K und einen sogenannten Militärkosfer um 4 K 50 h verkauft. Die Eigentümer dieser gestohlenen und ver-kaufte« Sachen sind noch unbekannt. Johann Ribii, der ein Gewohnheitsdieb ist, wurde dem Bezirksge richte Silli eingeliefert. Die Mondesfinsternis am 1k. Novem der. In der Nacht vom 16. auf 17. d. erleben wir eine totale Mondessinsternis, die in fast ganz Asien, in Europa. Afrika und Amerika gesehen werden kann. Sie beginnt abends um II Uhr 44 Minuten und endigt um 2 Uhr 58 Minuten morgens. Bon 12 Uhr 55 Minuten bis 1 Uhr 47 Minuten ist der Mond total verfinstert. Für den Anblick mit bloßem Auge oder in einem Opern glase wird der Schatten der Erde von links nach rechts in di« Mondscheibe eindringen, so daß man den Eindruck erhält, der Schatten überhole in seinem Lause den Mond. Tatsächlich ist aber daS Umge-kehrte der Fall. Der Erdschatten ist am Rande nicht scharf begrenzt, sondern verwaschen, bisweilen wie rauchartig. Die Zustände der irdischen Atmo> sphäre, Heiterkeit oder Trübung in der ganzen Aus. und Untergangszone der Sonne auf der Erde zur Zeit der Mondessinsternis spiegeln sich in dem Aussehen der Schalten» auf den Mond ab. Solange dieses Schalten nur einen Teil der Mondscheibe bedeckt, ist er dunkelgrau, während der fötalen Finstern!« zeigt er dagegen einen rötlichen Schimmer. Ist die Totalität vorüber, so sieht man gewöhnlich am Ost-rande des Mondes, wo sich sehr hohe Berggipfel befinden, ein blaues Licht und einige Minuten später erst de» vollen Sonnenschein. Zur Zeit der totalen Verfinsterung in der Nacht vom 16. zum 17. No vemder steht der Mond im Scheitelpunkte der Land schaft nördlich von Timputku in Afrika. Geschichte der Stadt Cilli von An dreas Gubo. In der bei Justus PertHeS in Gotha erscheinenden Zeitschrift „Deutsche Erde", V. Heft 1910, ist auf Seite 159 folgende Kritik Andreas Gubos „Geschichte der Stadt Cilli" (I. Mayerhoff in Graz und Fritz Rasch in Cilli, Preis 6 K) cuthalten: „Die reizend in Unterster mark gelegene Stadt Cilli, eine der deutschen Sprachinseln im slowenischen Sprachgebiete, hat in den letzten Jahrzehnten durch die mannhafte Ver teidigung ihres deutschen Charakters die Ausmerk samkiit vieler Kreise aus sich gelenkt. Umso will-kommener ist jetzt die Geschichte dieser Stadt, die Gubo in einem stattlichen Bande darbietet. Der Verfasser hat früher eine Reihe von Jahren in Cilli als Gymnasialprofeffor gelebt und gewirkt und da-mal» jene Studien begonnen, die von einer fleißigen, liebevollen nnd fachkundigen Beschäftigung mit der Geschichte Cillis und seiner Umgebung Zeugnis ab-legen. In dem vorliegenden Buche faßt er fei»e eigenen Wahrnehmungen und Forschungen und das, was andere vor ihm gefundcn haben, in einer an-sprechenden Gesamtdarstellnng der äußeren und inneren Entwicklung der Stadt Cilli von seinem Ursprünge bis aus die Gegenwart zusammen. Der erste Teil handelt von der Römerstadt Claudia Celeja, der zweite von dem reichen und angesehenen Ge-schlechte der Grafen von Cilli. Der dritte Teil, der mehr als di« Hälfte des Buches umfaßt und sehr ins einzeln« geht, gibt die Geschichte der Stadt seit dem Untergang« der Cillier Grasen im 15. Jahrhundert«. Ursprünglich durch die Gunst der Herren-geschlechter der Grafen und ihrer Vorgänger aus der Burg Ober-Cilli, gesördert, entfaltet« sich Cilli seit dem 15. Jahrhunderte selbständig zu einem wohlorganisierten deutschen tSemeinwesen, in dem Handel und Gewerbe immer mehr gediehen. Die geistige Entwicklung wurde zuuächst auch hier wie sonst in Oesterreich durch die Gegenreformation zu-rückgehalten, aber später das Versänmte nachgeholt. 1808 entstand daS Gymnasium, an dem vo» 1829 bis 1840 der Dichter I. G. Seidel als Lehrer wirkte. Wie er selbst bekennt, hat er hier die An-regung zu seinen besten dichterischen Leistungen ge-funden. Wenn der Verfasser am Schlüsse unter Hin-weis auf die Tüchtigkeit und Opferfreudigkeit seiner Bürger Cilli, Perle und völkisches Bollwerk der Untersteiermark nennt, so wird jeder, der wie der Berichterstatter, diese alte deutsche Stadt näher kennt, ihm recht geben müssen." Dr. Karl Reißenberger. Eine sehr wertvolle Neuheit aus dem Gebiete der Nahrung», und Genußmittel ist der Oxo Rindsuppe-Würfel der Comp. Liebig. Er ent-hält (außer dem Wasser) alles, was zu einem Teller (etwa '/« Liter) vorzüglicher Fleischsuppe gehört. Man übergießt den Würsel mit kochendem Wasser und die Rindsuppe ist fertig. Der Oxo Rindsuppe-Würfel ist überall zum Preise von 5 Heiler erhält« lich, daher kann sich heute jedermann, besonders die HauSsrau, die keine Zeit verlieren mag, der Beamte im Bureau, der Tourist und Jäger, der Arbeiter in der Werlstatt, bei Verwendung dieses Würfels jederzeit bequem, schnell und billig eine gute Fleisch-suppe bereiten. K. u. K. Militär. Wandkalender für 1S11. Mit Schematismus deS k. u. k. Heeres und beider Landwehren. 71:89 om. 80 Heller. Außer dem Kalendarium in Rot- nnd Schwarzdruck enthält derselbe eine schön auSgesührte Militärkarte der Monarchie, wichtige Daten üb«r das Heer und beide Landwehren und alle seit dem Vorjahr« eingetretenen Aenderungen. Wegen seiner praltischen Verwendbar-seit ist er jeder Kanzlei bestens zu empfehlen. Geschäftsverkehr mit Ehina. Der Handels- und Gewerbekammer Graz ist ein Drucke bericht der Firma Hugo C. A. Fromm, Hamburg Hongkong, betreffend Vorschläge über die Pflege des GefchäftSverkehres mit China, zugegangen der Interessenten dieses Kammersprengels behufs Einsicht nähme zur Verfügung steht. Store. (Jahresversammlung) Die Ortsgruppe deS Deutfchen SchulvereineS in Store hält am Sonntag den I!!. d. M. '/,5 Uhr nach-mittags im Gasthause zum „Eisenhammer- ihre Zahresver-ammlung ab, bei der der Wanderlehrer des Deutschen SchulvereineS, Herr Joses Wermut, über di« völkische Schutzarbeit sprechen wird. Ge-sinnunaSaenoffe» sind heozlich willkommen. Oberdurg. (Todesfall.) Am 7. d. M. verschied hier hochbetagt die k. k. Beamtenswitwe Frau AgneS Schewell. Die Verstorbene war eine echte deutsche Frau, die in stiller Zurückgezogeuheit durch mehr als dreißig Jahre an der äußersten Grenze der grünen Mark als einzige Deutsche lebte. Sie war die Schwiegermutter des k. k. Steuerver« Walters Herrn Ottenschläger in Fürstenfeld. Pragerhof. (Schill«rs«ier.) Die deutschen Schutzvereinsortsgruppen beschlossen in ihrer letzten gemeinsamen Sitzung, den Nationalseiertag durch eine Schillcrseier würdig zu begehen. Sie findet heute Samstag in der Werksrestauratiou statt. Pettau. (Verschiedene Nachrichten.) Der von den Septemberereignissen 1908 noch be> kannte Konrad Repe aus Neudorf bei Pettau prügelt« gestern abend feinen Bater, Bartholomäiis Repe, da diefer betrunken heimkehrte, derart, daß er eine klaffende Schädelwundc davontrug und übet heftige Schmerzen im Rücken klagte. Der «ohn hatte den Vater mit einem Knüttel bearbeitet. Der Baier suchte noch abends bei der Gendarmerie, zu der er sich mit großer Müh- schleppen konnte. Hilfe. — Der 55jährige Malergehilfe Zosef Ledineg hat sich am 8. d. früh nach einem Streite mit seiner Frau vom Hause entfernt und ist bisher noch nicht zurückgekehrt. Lcdinegg ist ziemlich groß, hat branne. lange, gekrauste Haare und solchen Schnurr-bart uud trug schwarze Kleider. Da er sich beim Weggehen mit Selbstmordgedanken besaßte, ist es nicht ausgeschlossen, daß er seinem Leben ein Ende machte. — Vorgestern vormittags zwischen 11 und 12 Uhr war der Tischlergehilse Johann Rößmann im städtischen Gaswerk mit dem Sägen von Bretteru beschäftigt. Hicbei hantierte er so unglücklich, daß er mit der rechten Hand in die Säge kam und ihm vier Fingrr ganz abgetrennt wurden. Herr Dr. Treitl legte ihm einen Notverband an, worauf er dem Krankenhause übergeben wurde. Fremde» Ber-schulden liegt nicht vor. Die fortschreitende Teuerung der Nahrungsmittel wird mit sorgenvollen Mienen erörtert, wo immer Hausfrauen jetzt zusammen kommen. Aber auch mancher gute Rat wird dabei laut. So verweisen die praktischen, erfahrenen Frauen aus bewährte Küchenhilfsmittel, wie z. B. die allbeliebte» Maggi-Erzeugnisse, die Geld, Zeit und Arbeit sparen helfen und gerade in den heutigen Zeiten doppelt nützlich sind. Jahrau«, jahrein von gleicher Güte bieten sie auch den Borzug, daß ihre Preis« so billig geblieben sind, wie von jeher. Di« Mutter sackt eifrig in ihrer Heimng. ob nicht etwas wirtlich neues sür ihre Kinder findet: sie laßt sich di« Kataloge ton.men und bestellt danach dieses oZer jenes, velgidl aber nie, den nächsten Ergänzungs sleinbau-tasten mit ,u bcstellen. Es geichiehi die« seit Jahren reg«>-mSviq, weil fie au« Erjahrung weiß, dab di« «eraro^run^ de« «nler-Sieinbaulastens thren «mdern die grödle,twube macht. Wir glauden deshalb allen Eltern, deren Kinder noch teinen ecdlen «nlersieinbautasten besitzm, dringend anraten zu sollen, sich eiligst die neueste illustrierte ^au kästen-Preisliste von der Airma F. Ad. Richter » <£»«., Siöntflt. Hoj- und .ftammftluferamen in Wien. I. Opern-aasie 16, tommtit tu lauen Auch findet man darin näheres über die guten Richlerjchen Imperator - Mufitwerte und Sprech-Apparate. Schaubühne. Schiller-Feier. Festvorstellung zur Er-innerung an den 151. Geburtstag Friedrich von Schillers. „Die Verschwörung des FieSco zu Genua." Schillers FieSeo. sein erster Versuch im geschichtlichen Drama, stand sowohl vor als auch nach Schillers Tode weit hinter den „Räubern" zurück und ist immer fein schwächstes Jugendwerk genannt worden. In der Tat hat das Stück seine Schwächen. Die Nebenhandlungen spielen zu sehr in die politische Haupthandlung hinein, in den Charakterzetchnungea und Situationen finden sich Unklarheiten und Wider-sprüche. bie Richtung zum Grellen, die wir schon in den ..Räubern" finden, ist hier aus die Spitze getrieben. Jnbesondere der Sprache mangelt noch das Ebenmaß der späteren Werke Schillers. Trotz aller Mängel ist dieses Erzeugnis der Sturm- und Drangperiode von bleibendem Wert und wird ob seiner spannenden Handlung und gut angelegten Intrigue die Wirkung nie verfehlen. Um auf die Aufführung selbst zu kommen, müssen wir vor allem feststellen, dah unsere Bühne in Herrn Weydner einen Vertreter der Titelrolle besitzt der als glänzend bezeichnet werden muß. Er bot uns eine prächtige Leistung und stieg in der Schlußszene an der Lerche Leonorens zu gewaltiger tragischer Wirkung auf. Leider war er durch eine ziemliche Heiserkeit m der Durchführung seiner gewiß schwierigen Partie arg gestört. Neben Herrn Weydner ist an erster Stelle Camilla Wolff zu nennen, die uns die Julia ein-wandfrei spielte, dann Fräulein von Hendrichs. die zum erstenmale vor unser Publikum trat und einen günstigen Eindruck machte. Sie brachte die schwärmerische Melancholie der Leonore trefflich zum Ausdruck. Recht wirkungsvoll gab Herr Wmterber., den Andreas Doria. Herr Heim als Gianettino brachte das Rauhe, Anstößige in Sprache und Manieren nicht recht zur Geltung und scheint ihm dieses Fach nicht sonderlich zu liegen. Die Gestalt des Mohren Hassan. ein Meisterwurf der Charakteristik, wurde vou Herrn Beck verkörpert, der eine gelungene humoristische Gestalt auf der Bühne stellte, jedoch von „jener originellen Mischung von Spitzbüberei und Laune" manches vermissen ließ. Der Berrinna des Herrn Richter war wohl nicht der unbeugsame, ernst« Republikaner und erinnerte uns eher an einen biederen Familienvater. Herr Mraschner (Bourgog-nino) fügte sich in den Rahmen der Vorstellung gut ein. Die Nebenrollen waren entsprechend besetzt. Alles in allen, eine gut verlaufene Aufführung, die durch eine Festouvertnre stimmungsvoll eingeleitet wurde. Das Haus war sehr gut besucht und spendete reichen Beisall. Die Siidmarktiücherci im MädchenschnlgebSude ist an Werktagen von il—12 Ähr vormittags und von 3—5 Nhr nachmittags. an Sonn- und Feiertagen van 10—1-vormittags geöffnet. scummer 91 Deutsche Wacht Sei» 5 Aurhausbau inRohitfch-Sauerbrunn. DaS Landesbauaml schreibt die Arbeite» sür den Ausbau deS LurhauscS in Rohitsch.Zauerbrunn aus, u. zw. die ZimmerniannS-. Tischler-, Schlosser-, Glaser-, Anstreicher, Spengler- und Malerarbeiten. Anbote sind bis längstens 18. t>.. 12 Uhr mittags, im Einreichnngsprotokoll des La> deSbauamteS zu übergeben. Baupläne und Bedingnisie können in der Zeit vom 6. bis 16. d. in den Amtsstunden von ^ bis 2 Uhr in» VauleilnngÄbureau, Graz, Neutor-gasse 4V, 3. Stock, oder bei der Atadtgemeinde Cilli eingesehen werden. FRITZ HASCH, iocmiuru, CILLI. Schrifttum. Eine der wichtigsten Fragen jedes exatirn Lichtbildners ist jene nach der Tonrichtlgkeit der Ausnahmen oder mit anderen Worten das Streben, die Farben der Natur, ihrem optischen HelligkeitSwerte entsprechend, in den einsarbigen Phoio» richtig wiederzugeben. Lein Lichtbild, sei es Landschaft oder Porträt, dars dagegen verflobeu. wenu es einen wahren, schönen «Sindruck hervor-bringe» soll. Das dunkle Blau des Himmels muß auch >m Bilde dunkler erscheinen als z. B. das he!k' Gelb vieler Blumen. Die Platte aber regi-saust diese Werte bekanntlich gerade umgekehrt, als sie »ns erscheinen: sie läßt den Himmel fast. weiß, die gelben Blüten sehr dnnkel, sast schwarz er-scheine«. Korrigiert werden diese Fehler durch Anwendung von Filtern und orthochromatische» Platte». Aber trotz der enormen Wichtigkeit, welche diese beiden Äort. flioc sür de» Lichtbildtter besitze», war ma» bisher über daS Maß ihres Wertes und manche Detail? ihrer Wirkungsweise sehr im unklaren. Erst ©ari u Hübl hat durch seiue vieljache» Forschungen Llcht in daS herrschende Wirrsal gebracht "und im letzten Hefte der bekannten Fachzeitschrift ..Wiener Mitteilungen photographischen Inhalts" endgültig die Frage des tonrichtigen Filters und der Wirkung ba orthochromatischen Platte entschieden. Kein strebsamer Lichtbildner sollte es verabsäumen, Hubls letzten Aussatz in dem genannten Fachblatte zu lesen, w.I hes gegen 6 K ganzjährig (12 Hefte inklusive Zusendung im Jnlande) bei R. Lechner (Wilh. Miiller), Wien l. Graben31, abonniert werden kann. Das deutsche Volkslied. Das November-hejt dieser Monatsschrift enthält aus lfi Seiten deutsche Volkslieder aus der .Schwäbischen Türkei", einer deutschen Sprachinsel im südlichen Ungarn, ein Lied aus Thüringen. Sprüche aus der Zeit des dreißig-jährigen Krieges, ein Soldatenlied aus Mähren, einen Einstimmigen aus Eisenerz, eine kurze Ab-scrtigung des „Vetter Michel", ein Lied au» Ober-gralla bei Leibnitz, Beispiele des Niederganges des VolkSgesangeS. ein Spott lieb aus den bayrischen »iön ig. ein'Schwabenlied aus Böhmen, ein Nainmer-lied ans Oberösterreich, eine Reihe von Reimen und Sprüchen, verschiedene kürzere Mitteilungen aus verschiedenen Gegenden, Sammelergebnisse des ruthenischen Volksliedes, des deutschen Volksliedes in Kärnten, Berichte über den Deutschen VolkSge-sangverein aus dem Aerztetage in Wien, über seinen Ausflug nach Steyr, über den kommenden Musik-pädagogischen Kongreß in Wien und die Ankündigung einer kurzen, aber energischen Abwehr des Regie-rungSrateS Dr. Josef Pommer gegen die im Buche „Die Volksliedbewegung in Deutschösterreich" ent-haltenen gehässigen Angriffe gegen seine Person und gegen seine Mitwirkung an der Organisation des ministeriellen Unternehmens „Das Volkslied in Oester-reich." Deutsche Volksgenossen! Nach jahrelanger freudig geleisteter Arbeit und Dank der opferwilligsten Beihilfe national bewußter Volksgenossen ist der Bau de» Deutseben Hauses bi» jvr Vollendung gediehen. Die prächtigen Räume de» stolzen Baue» sind ihrer Bestimmung übergeben worden. Freigemute«, frische», vilkische« Leben ist in da« Hau« eingezogen, da» für da» aanze deutsche Cilli und alle Freunde dieser Stadt, für die beulschen Vereine, für alle Schichten der deutschen Bevölkerung bestimm! ist, al» Heimstatt deutschen geistig«» Streben« und deutscher Lebensfreude, al» Pflegestätte deutschen Wesen» in den Südmarken de» deutschen Gebiete». Da» Hau» ist erstanden durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deulslbe Einigkeil und Brüderlichkeit herrlich zu Tage tralen. Jetzt gilt e» da» Geschaffene zu erhalte« al» stolze« Bild völkischen Leben«, al» Sammelpunkt aller Deutschen au« nab und fern, so dab jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Freude und mit Begeisterung die herrlichen Hallen betritt. Da» Deutsch« Hau» so zu erhalten, daß e» unser aller Stolz und Freude ist, da» Lebe» im Deutschen Hause so zu gestalten, daß e« da« völkische und wirl-schaftliche Gedeihen Deutsch Cilli« in bedeutungsvollem Maße fördert, da« ist ein« Ehrenaufgabe für die Deutschen Cilli» und aller Deuischen, die treu ,u Cilli stehen! In erster Linie obliegt diese Ehienpflicht den deutschen Bewohnern Cilli». E» gibt wenige Städte aus deutscher Erde, in welchen die nationale Opferwil-lrgkeit so kehr die Gesamtheit beseelt, wie unser kämpf-umtoste«, allezeit liegreiche« Cilli, wo in betvunderung« würdiger Weise arm und reich, hoch und nieder freudig die schwersten Opfer bringt am Altare de» deutschen Volkötumsund auch für da« Deutsche Hau« Opfer ge^ bracht wurden, die der Bewunderung und dauernden Danke« wert sind. Deutsche Cilli» l An diese bewährte Opferwillig-feit, die unserer Stadt so viel Segen gebracht und ihr in allen deutschen Landen »inen ehrenvollen Nam«n gemacht hat. appelieren wir. Da« Deutsche Hau« bedarf dringend Eurer Opfer, e» stellt au eure Leistungsfähigkeit, au Eure Heimat« liebe und Euren gefunden nationalen Sinn hohe An-forderungen, höhere, al» sie je an Euch herange-treten sind. Wahret und heget Euer schönstes Kleinod: DaS Deutsche Haus! Trage jeder noch feinen Kräften sein Scherflein hin zum Deutschen Hause. Werdet Mitglieder, Gründer. Stifter de» Vereine» Deutsche» Hau«, strömt in Scharrn in die schönen Räume — kurz vereinigt Euch in liebender Sorge um diese« stolze Werk, da» unserer Stadt und dem ganzen Baterlande zur Zierde und Ehre gereicht. Seid in diesem hehren Ziele ein einig Volk von Brüdern I Jeder tue seine Pflicht, keiner bleibe zurück! Heil Cilli immerdar! Der Ausschuß des Vereines Deutsches Hau». Cilli Anmerkung: Spenden und Beitrittserklärungen werden vom Zahlmeister Herrn Josef Jarmer, ent-gcgengenommen. Bett 1868 gl&nxend bewährt Berger's rnediz. Teer-Seife von « HELL & COMP. durch hervorragende Aerzte emvsohlen. wird in den meisten Staaten Europa« mit bestem Erfolge angewendet gegen Hautausschläge aller Art, insbesondere gegen chronische und Schuppenflechten und parasitäre Ausschläge sowie gegen knpfernase, Frostbeule», Schweißfütze, Kops- und Banictiuppen. Berger'« Teer» seife enthalt 40 Prozent Holzteer und unterscheidet sich wesenilich von allen übrigen Teerfeisen des Handel«. Bei hartnäckigen Hautleiden verwendet man auch al« sehr wirksam Berger*s Teerschweselseise. AIS mildere Teerseif» zur Beseitigung a^er Unrein» heile» de« Teints, gegen Haut- und Kopsausschläge der «inder sowie al« uvüberlresfliche kosmetische Wasch» und Badeseife sür den täglichen Bedarf dient Berger's Glyzerin-Teerseise die 35 Prozent Glyzerin enthält und parfürmiert ist. Al« hervorragendes Hautmittel wird ferner mit au«-gezeichnetem Erfolge angewendet: Berger's Borax-Seife und zwar gegen Wimmert«. Sonnenbrand, Sommer- sprossen, Mitesser «»d ander» Hautiidel. Vrei« per Stück jeder So et» 7 0 H. samt Anweisung. Begehren Sie beim Ein-taufe ausdrücklich Berger« Teerseisen und Boraz,eisen ©. Hell St Komp. und sehen Sie aus die hier abgebildete Schutzmarke ». die nebenstehende Firmazeichnung , aus jeder Etikette. Prämiirt mit Ebrendiplom Wien 18»3 und g»ld. Medaille der Weltausstellung " * iu Pari« 1900. All« sonstigen medizinischen und btzgie-nischen Seifen der Marie Berger sind in den allen Seifen beigelegten Gebrauchsanweisungen angeführt. Zu haben in allen Apotheken und einschlägigen Geschäften *§? ff* r r£> «f. mm- e Druckaufträge = in jeder beliebigen Husführung bei massiger Preisanstellung. X '▲IaIAX* AAAAAAk aaaaaaaaaa Cilli » Rathausgasse 5 Celephonanschluss Dr. 21 Jnseratenaufträge für die Deutsche Macht werden nach billigstem Carif berechnet. aaaaaa AAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAAAAAAA Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 91 ^Wsllflbf)Ctt erhallen Sie I Ihr« Schwäch« und Schmer,cn v.rschwinden. Ihre Auge», Nerven, Mn»keln, Sehnen w«rden kräftig. Ihr Schlaf gesund, Ihr allgemeine« Wohlbefinden stellt sich wieder ein, w«nn Sie den rchten Feller'» Fluid m. d. M. .Elsafluid' benützen. Probedutzend 5 Kronen franko. Erzeuger nur Apotheker E. V. Feller in Stubica, Elsaplatz Nr. 269 (Kroatien). Herichtssaat. Der Vlechtopf als Waffe. Die Besitzerin Jvsefa Bolha in Schönstein ge-riet am 10. Oftober in ihrer Küche mit der Maria Bolovie! in einen Streit, in dessen Verlaufe fie ihrer Gegnerin einen Blechtopf, den sie gerade in der Hand hielt, ins Gesicht schleuderte und ihr auf diese Weis« eine schwere Verletzung beibrachte. Vor« gestern hatte sich diese kriegerische Amazone vor dem hiesigen ErkeuntniSgerichte zu verantworten und büßt ihre Schlagfertigkeit mit einer vierzehntiigigen Kerkerstrafe. Ein liebenswürdiger Sohn. Der 33jährige Besitze» Josef Zolgar auS St. Thomas bei St. Martin geriet mit seiner Schwester Helene Zolgar am 19. September in einen Streit. Diesen versuchte die Mutter Ursula Zolgar zu schlichten. Josef Zolgar ließ sich jedoch nicht beruht-gen, sondern drehte sich gegen die Mutter und ver> letzte ihr mit der Faust mehrere Stöße in die Brust und de« Bauch und mit dem Fuße in die Schenkel. Der Angeklagte wurde zu vier Wochen Kerkers ver-urteilt. Aus Furcht vor dem Militär nach Amerika. Um sich der Stellungspflicht zu entziehen, wanderte im Mai 1906 der 25jährige Besitzersfohn Alois Runovc au» Lack bei Steinbrück nach Ameri> ka aus, ohne sich feit der Zeit um die Stellung?« Pflicht zu kümmein. Im Juli d. I. kehrte er nun aus Amerika in seine Heimat zurück, meldete sich hier sogleich zur Stellung und wurde auch am 5. August assentiert. Trotzdem wurde er bei der vorgestrigen Verhandlung zu einer strengen Arrest-strafe von einer Woche und außerdem noch zu einer Geldstrafe von 100 K verurteilt. In den Finger gebissen und mit einer Haue bearbeitet. Im Gasthause deS Michael Zeliö in Lafchifche bei Gairach vertiieben sich die anwesenden Gäste die Zeit durch Anstimmung mehrerer Lieder. Der 21jährige Besitzerssohn Alois Cadej aus Gairach wollte nicht mitsingen, sondern ließ sich lieber ein Stückchen Brot schmecken. Da er beim Essen den Mund immer sehr weit öffnete, erlaubte sich der Gast Anton Hladin einen Ulk und steckte ihm seinen Finger in den Mund, Cadej biss ihn tatsächlich in den Fiuger. Hladin geriet darüber in Zorn und be-gann mit seinem Messer aus Cadej einzuhauen, ohne ihn jedoch zu verletzen, da er von Alois Tavoroik zurückgehalten wurde. Alois Cadej aber ging iu den Keller, ergriff dort eine Hane und mit dieser be-wasfnet ins Zimmer zurückgekehrt, versetzte er dem Hladin einen derartig wuchtige» Hieb aus den Kopf, daß er bewußtlos zusammenfiel und auch eine Ge-liirnerfchütterung erlitt. Alois Cadej wurde zu einer schweren Kerterstrafe i» der Dauer von 3 Monaten verurteilt. Ein Ueberfall rauflustiger Burschen. Gestern hatten sich wx dem hiesigen Kreis gerichte die 18jährigen Schlossergehilfen Jgnaz Wanpot und Johann Bretto und der 25jährige Eisengießer Johann Kaps, sämtliche au« Store, wegen Verbrechens der schweren körperlichen Be« schädigung zu verantworten. Der Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Die drei Angeklagten waren am 20. September mit einigen anderen Burschen in Opoka bei Storc beim Schmiedmeistcr Srajsek mit Kukuruzschälen beschäftigt. Gegen 10 Uhr abends fuhren in einem Wagen Karl Zaloker mit einigen anderen Burfchen vorbei, während Franz Skoberne neben dem Wagen zu Fuß ging. Vor dem Hause des Kraj^ek kam cS zwischen den Angeklagten, die sich vor daö HauS begeben hatten, und den Vorüberfahrenden zum Streite. Im Ver« laufe desselben erhielt Skoberne einen Stich und er» litt eine lebensgefährliche Verletzung. Außerdem wurde auch Karl Zaloker auS dem Wagen gerissen, zuerst von einem der Angreiser mit einem Prügel geschlagen, dann von allen zu Boden geworsen und weiter geschlagen. Jgnaz Waupot, der eingesteht, einen mit dem Messer gestochen zu haben, wird zu einer schweren Kerkerstrase von 6 Monaten, Johann Kaps zu 3 Wochen nnd Johann Brecko zu 4 Wochen Arrestes verurteilt. Richard Watzlawek verurteilt. Der bekannte „Schriftsteller" Richard Watzlawek hatte vor einiger Zeit gegen den StadtamtSvorstand Dr. Otto Ambroschitsch in Cilli die Beschuldigung erhoben, daß dieser eine Fahrkarte unrechtmäßig be-nützt habe. Watzlawek wurde wtgen dieser Ehren-beletdigung vom k. k. Bezirksgerichte Cilli zu einer Geldstrafe von 50 Kronen verurteilt. Er brachte gegen dieses Urleil durch seinen Rechtsfreund, den slowenischen Landtagsabgeordneten Doktor BekoSlav Knkovec die Berusung punkto Schuld und Strase ein. Der Privatkläger Dr. Otto Ambroschitsch hatte wegen zu geringen StrasauSmaßes berufen. Bor-gestern fand vor dem Berufung»fenat deS k. t. Kreis-gerichteS Silli unter dem Borsitze des Oberlandes-gerichtSrateS v. Garcarolli die Berufungsverhandlung statt, bei welcher der Privatkläger durch RechtSan-walt Herrn Dr. Fritz Zangger vertreten war. Dem Berufungsfenate gehörten noch an die LandeSgerichtS-räte Wenedikter und Erhati! sowie der Richter Dr. Kranöic. Die Berusung deS Richard Watzlawek wurde verworfen, jener des Dr. Otto Ambroschitsch dagegen stattgegeben und die ursprünglich verhängte Strase von 50 Kronen aus 80 Kronen erhöht. Zum Schlüsse stellte der Verteidiger Dr. Kukovec in seinem Playdoir den sehr beherzigenswerten Lehr-satz aus. daß ein Politiker bei uns gegenüber de» Angriffen der Gegenpartei eine sehr „ausdauernde" Haut besitzen mnß. £«• nat itttrr- effoirtf ?»«-(aRcnt-iidirKDctt Mit» o«( W»»I>es Spiel Stein-Baukasten Anker-Brückenkasten sind seit mehr als dreißig Iahren in allen Welt- teilen bekannt als der Kinder liebstes Spiel; in allen Sprachen ist ihr Lob erklungen von Eltern, Lehrern und Erziehern. und auch von d«n kleinen Bauwnstlern selbst. f. Hd. Richter & Cxi. tönigl. Hos- u. Kammerlieseranten Wien. 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Die Sleisch-Teuerung und der ZNaggi-würfel. Die Fleisch-Teuerung ist leichter zu ertragen, wenn die Hausfrau nicht mehr bloß der Suppe wegen Rindfleisch auskocht, sondern zur Bereitung der Rindsuppe die vorzüg-lichen und praktischen Maggi-würfel ^ 5 li nimmt und dagegen das Rindfleisch abwechselnd dünstet oder zu tnngen braten. Gul^as :c. verwendet. Ver Maggi-würfel ist mit bestem Fleifchextrakt herge-stellt und enthält alle Zutaten einer natürlichen Rindsuppe. Er löst sich in kochendem Wasser augenblicklich aus und ergibt einen Teller fertiger Rindsuppe, die sich durch kräftigen Wohlgeschmack auszeichnet und die sich wie hausgemachte Rindfuppe nicht nur zu Suppen mit Einlagen, sondern auch zu allen anderen Speisen, wie Gemüse, Saucen, Ragouts :c. verwenden läßt. . Beim «Linkauf verlange man ausdrücklich die echten Alaggi-Würfel ä 5 h und achte auf den Namen „Maggi" und die Schutzmarke „Äreuzftern". Warenhaus Johann Feste Preise! ProchasKas Familienkalender für 1911. 4®. 230 Seiten. 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