MARBURGERZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEiRISCHEN HEIMATBUNDES TmIm M«rb«rg t. 4 Dram, Nr. •. F«ninifi Nr )Mf, W-M, ll-M. Ak II Oki lr«cM*t w«ikUf|Hck «U N4org«n>«ttii»f. fla tot««» uklWi^ •onattlcl BM 1,14 «iBfcfaHsflllck fMotla a«B*r Samtlag) Ist lil« SchriftUlhing Bvr auf Famnif Ni. 10-67 «rralchbar. ÜBTcrUngt« Zuschrift«! wsrdan 1*,* Rpf ?ott«altungigab(lhTi b«t Uefennif Im StralfbAad niflgltrb ^ortoi l»«l Abholen In dar naichAfttctall« •lebt rOckffaMndl. Bat tlmtllchan Anfragan tat dat ROckpnrto hnlzulagan. Poitachackkoata Wlan Nr. 54.SOB. RM 3,—. Altratch durch Poit monatUch RM 1,10 (alnichl. 18,6 Rpi ro«ti«ttuti{iageb»pa nlach»n Truppen die feindUchHO Einheiten, die Ende September In der NAh« van Flimchhplen qelandet waren, sofort angegriffen haben. Mitte Oktober wurden die feindlichen Stellungen In dSeseni Abschnitt xiiMmm*»n(j«Bchlaqen, whhrend »Ine Japanische Gruppe Im Rücken de# Feinde« eine Landung vprnflhm und oiehr als 3tX)0 Mann feindlicher Truppen tötete. Der Feind brachte mach VerslÄr-ktmgen heran und landet« «pÄtm in unterem Rücken. In (Jieiein Al>«chnitt wurden seit der zweiten htalfte C^ktober mehr ala 20 feindliche TorpedobfVot < Teraenkt. S»it End« Oktober wurden in diesem Abtchnitt ungefKhi 350 feindlich« Flugreuge nlKjesrhoMen oder schwer be-schiidigt, während #ich untere Verluste Im ganzen aaif upgefJihr 30 •l'lugzeuge betlefen. nv>er die Erelgnl«*« im Nordwestnb-schnitt «agte der KrlfKjsni1nl«ter, daß der Feind anscheinend verflucht, unsere op»-xativen Vorhereltunften in diesem Ab-achnltl 7,u »tdren, während er selbst Wie-deranffüIlnnqflvorbereiUmgen für eine Gecjenoffenftive trifft. Seil der zweitrn HÄlfte Oklober veriurhten durchsr-hiiitt-Hch 500 felndllrhe Fhigzeiige ninnatlirh unimre Slütrpunkte mzurireifen und unteren Verkehr zur ^'"e zu blnckinren Luffislrelfkr#i(te-zember gewesen. Der feindliche Verband, dar an den Operationen teilnahm, haib« inag«samt etwa > 30 Dlvialonen mit 400 000 Mann umfaßt, Im Verlauf dieser Kampfhandlunge« habe die Gesamtzahl der auf dem Schlachtfeld zurückgelasae-nen und vorgefundenen Gefallenen de« Gegners und der eingebrareiten Gefangenen mehr al« 44 OOO Mann betragen. Sechs feindliche Dlvlstons-Kommandeur« seien im Kampf gefallen. Seit der zweiten Oktoberhdlfte wur und amerikanisch« Kohlengruben verfrachtet. Man iprach von einer neuen Zeit und verschleppt« Schiffsladungen Italienischer Kinder nach df^r Sowjetunion. Und nun »rhält die Welt den Beweis daß die Anglo-Amerikaner das verratene Volk in den vpn ihnen besetzten Oebieten derart verkommen lassen, daß Bpldernien ausbrechen. Kaum jemals hat Untreue und Hinterhältigkeit sich so grausam ausgewirkt London und Washington ab^r sind erneut überführt, den Krieq vornehmlich gegen die Zivilbevölkerung zu richten. Der deutsche Wchrmachtberichi Wechsel volle Kämpfe im Raum Schitomir Bei Witebsk dauert die Abwehrschlacht mit tinverminderter Härte an dnb FÜhrerhauptgufirtler, 27. Deremlmr Das Oberkommando der Wehriniuht gibt bekannt; Am Brückenkopf Nlkopol und süd-we«tlii.h Dnjepropetrowsk wurden örtliche lemdlichR Angrille ,iligt--wit;T>en, Im Raum von Schitomir wartun die Sow^'U neue starke Infanterie- \ind f'an/.ervcr-bäxid« in die Schlac ht, Scliwcre und wochselvoll« Kampfe sind im C-irt(|H. Nordwestlich Retschit/a brachte unser Anqrlff geqen hartiiack igi-n feindlichen Wlderhf(Tnenso unvermeidlich wird dann ein Vergleich zwischen diesem Vorgehen und der ver-wnrr«n«n und ver7,aqt«n Art, In der In England Ihnllcha Problem« «nflafaßt worden tlnd." In J«n«ro B«k«nrjtnlt, g«bor«o «ut dem flberwältlg«nd«n'*Bindruck einer berwin-g«ndtn Wahrhell, lag, wi« Lloyd George •elbit ohne Betchönigung zu verstehen gab, «in« brennend« Anklag« gegen die herrtchenden Klassen Englamlt Jeder Ruhmestitel, den er dem jungen na'lo-nalsuzifllistischen Reich und das nach nicht einmal dreijährigem Wirkenl — ausstellte, war gleichzeitig ein Schandfleck für England, l'nd giuade daiurn hatten bei den britischen Plutoltrateu derartige Sätze eine wesentlich ander« Wirkung, als Llovd George li«. damalt wenigstens, wünschte. Die herrschend« Jüdische GeidsackcMgu« der ganzen demokratischen Welt, nicht nur in London sondern erst recht In Wofhington und Neuyork, log aus teinen Propherelun-gen mit der skruppellosen Folgprichtig-keil de* Verbrechers den Sclilufl, daß dann eben jenet gefährliche Heispiel vom Erdboden verschwinden nui. ehe «t aniteckend In di^ eigenen Ber.lrke üb«rgrelf« Darum erklärten tie un« den Krl«g. Freilich, dt« Verwirklichung dlet«« Verbrechern gelang später, als ,s*lnt>ra Urheber lieb war. Di« Sonne der neueu Zeit war schon lu hoch am Himmel «m-porgettlegen, alt daß nicht auch die geknechteten Massen dar kapitalistischen Welt ihre Strahlen bemerkt hätten. Wenn dl« migllich«n Arbeiter das n«ue Di^utsch-land auch nicht aut eigener Anschauung kennenlernen durften, wenn die Presse Ihrer vom «Judentum gekauften f it>werk-»chaftsbon7en tlch alle erdenk'lrhe Müh« gab, Ihnen ein Zerrbild d- s nafio-nalsozlallstischr^n Reiches tu entwarfen — eindrucksvoller al« verlogene W .rt-propaganda wirkte die uiibe.Htechliche Propaqanda der Tatsachen Es ließ sich nicht bestreiten, daß deutsche Art)eiter die Meere befuhren, daß die ''jeiPel di-i Arbeilslosigkeit, die Eriisünde der kapitalistischen Welt, aus dwn deutschen Städten verschwand, daß Deuts.'hlniKls Städte schöner wurden und die S"7.ialB Gerechtigkeit Im Reich herrschte, mit einem Wort; daß der Sozialismus In Deutschland marschierte -- und so bli^b den Drahtziehern des Kriegps nur die Möglichkeit, auch ihren elge-ien Massen das nnd einer sozialen Zukunft vorzugaukeln, um sie für den Krien bei der Stange zu halten So wie Im «rst^^n Krleq das Schtaownrt Im Umlauf ff'^se'?! worden war, man müsse pin Fnnland bauen, dat eine würdlM" Heimat ipIp- t Held«'n sei, to vereinigten lich |et^t die Recht« und die Linke de* Parla-men^sklüriqeh, um 'ür die e'i ilf^m ■/■weiten vVeitkrii-g rrnld'TP Pild r eines so/lnllstlschen Pnql mi's tu cc.t w 'rfen D « t schlechte Gewissen Hezeichnnnd aber für das schl==! ic (.lewissen jener Hei r: 'liaftt-n ist es. d- " sie seihst in diesHtn unauf li tiliiien ' werbe den Schatten des dcuisch.Jii V'o'-t)ildes a " stierend einiiiiiidi n f irr.*;df/ii klassisch bra'-hU' -das wicL'r Wii'N '■ ! Churchills inne-minittcr Nf-i?istno zinn Ausnile Hck;.'nntniSJii «brang; „Wir möchten jjana« «in Volk sehen, dat Im Frieden to vollauf be-tchäfljgt Ul wie im Kriege, dabol sbei aufbauende Arbeit leistet, dm der «ige nen Volksgerneinschnf» und allen Natio nen zugute kommt In l'riedftns^eit isi «in solches Niveau nur vori tolaütfirer Ländern erreicht worden. WJir in England wollen nun die groß« Kraftanstrengung und das Ex|teiimeril nia hen, dieses Niveau in einer nlchttnftilitnien Geraeinschaft zu erreichen " Iii gibt kein« andere Erklärung; Der Wunn des böten GewiRSons muß d«;; Verstand dieses Mannes zerfressen haben, daß Ihm diese geradezu ungeheuerlichen fitngeständnlsse entfuhren Während Ruosevelt und (rharrhlli die StiT. besitzen, den Nation', •ozialismut a'.t ein ,,has*enswertes System" tu berelch-nen, das mit d^^r .Würde der Mentch-helt" nicht In Finklang zu brlng»:n sei, gibt Herr Morrison unumwunden zu, daß ■lieh ^gland für sein eigenes I eben kein besseres Zukunftsproqramni setzen kann als die Nachaiimung des deutschen Beispiels. Aber nur «In Nar darf a!aub»n, daß das revolutionierende und epochemachend« soziftllstisrhe Gedanl^engnt, dat Deutrchland der Menschheit qeschenk' hat, le von den Vertretern einer reak tlonären r apfalistis' 'en W.irdn'ing veiwlrklich- werden k Tint» Was wr vollbracht >iaben, wird ali< n in F.r.nlf:, d iin-^ den US/ niei,,. 's -. wer- den, solange dort dt heu.i bn M -hnher -i^-rrvi ^-r, und wi' .n sie d n Kri:'u jemals ..'innen y. ♦■•n, ^ v.'rirft damit er«; re'-ht Hr-,i T -'U-sur*" i iiV-jt das lel'-- '^- H- ffen d-^ --n arbciti-nden -.'n Fs ■ - nüqt dl« harhMing, wa« aus .i I -s-n Pa'ent- und R"fiTm,.'änen Q' w. -.ien l^t, die Churchill alt Blem'w-k für d'» breit«' M»8« >ri nnto' schlag ausar'"elten und dp^aftie: »-ir llei^-Wer spricht deni" h«- 'e übc-h ); n.-< b v.in Jenem famo.^en B!.'---n d= antjeblich «In r.= ■:! F-v-land herauf'^^^- : . s. Tte? Er .va^ ■ T' > rna de» T-";:.i«t. m di. ^Tätisc? Piut-'kraten tlch rt.n Rand« ■ I fühlten, ;m *.dlv ri \ui:;""bli k, dl Rr»>lqn!ss»' K'.'-- 'S -i: f'^ sie günstlj,ora " .f. ■' r/ ee : ! -i, rt- -8''hwand d- : si ■ 'i; In dT Verseiikung l 'i'i ^eute ■ t os ' 1- t-tischen Bt.'am'en ve i >ti ■. in t MUter Beveridg« weilerbin ir_it*nd^<*'< ''Ne V ■' bindurger. aufre *u «rh Iten V r konnte denn auch «hnen. '-h dU '^r seltsam« Pr^^fes«- .n i''e Bodeutunr und -fck«?'■'■'v.' : h dten glaubte mi" denen •' t : der Thp( r'n b»-' -i ' h-ttpf D«r yroB« Unter>rh-«d So kann es Jen: nicht auDiileii en, iiS dei britis. h« Ar -itet >n Uel^-t Ke- :.a-tion lu dur- h ■ lirtutii ln*vjuinl ■ c\. ra.finiertes Sj-.-. ind ■ - t .. i eCuin hat bi wui,. daß aiu fuiis- vi>'s K -fui ihn nicht aie „J-'reitiu't "■ .i N- t stwfien wird, nicht die veriin -nde A: tersveiso;yunq, tdrh^ der freie Auf'tie-^ für den Tü^ iiüye. ; er h' 'leunciir. daß am Fnri di ".et h. : :ai Ih.-nichl anders al.c i 49, nuf :v-- ii in ve; schärften F..i inen, das yraue b.eiui hc: «uizieht Br we.ß, daß er iie*iie n^^ arbeiten darf W81 d: wfl .f. bläht« Rii.-^iuiu] -en 'ei/! ! ' ' ; ^1- C'h ^ ^ ' ' ■/ f 1 l ; ■ , 7 1- ■ ii 1 I V u r*. i'i iw - !Vp nii.: : V. ' ^ 'C;q di^r f-r fi> -fi' - ■':(■!■ ' rl i vu e' r Sr ivr i t'ii-' tcr -vi'Mdi ■ u eiiiü.u.t. „y Seit« 2 » Nr. 362 » Dienstag, 29. Peiemb«r 1943 MARBURGER ZETTUNO Das Bergwerk des Robinson Kranek Der gute Berggeist im Kampf mit dem brennenden Schacht — Bildnis eines OT-Ingenieurs Von OT-Kriegsbcrichler G. H. Theunlasen Insgeheim hatte Oberst K,, dfls merkte Ich ihm an, seine Freude an dem alten, •Jn wenig schrulligen Diplomingenieur und Bergmann Kranek aus dem Ober-•chleslschen. Aber er gab doch immer wieder zu bedenken, daß ei kein Zurück mehr gebe, wenn die OT die »Organisation Todt« tich einmal entschlossen hab«, das von den Sowjets in Brand ge-•Uckt« Kohlenbergwerk wieder flottzumachen. Dr. Z., der Einsatzlelter der OT, überließ dem bewährten Berggeist Kranek das letzte Wort denn dieser hatte »Ich in dem Chaos, das den Namen Bergwerk nicht mehr rerdiente, zurechtzufinden und überhaupt zuerst einmal einen Anfang aufzuspüren Kranek knabberte an seinem borstigfn Schnurrbart und meinte trocken, daß es ihm wohl gelingen werde, tn etwa drei Wochen TÜuf Tonnen und dann nach weiteren , fünf, sechs Wochen hundert Tonnen Kohle ni fördern. »Und so weiter«, sagte der alte Kranek. Kranek dachte, fühlte, trÄumte, rechnete In Tonnen. Seit zehn Tagen wurde nun schon wegen der Übernahme des Bergwerkes durch die OT Terhandelt. Die uns in die Hünde gefallenen Pl/in« der Sowjets versprachen eine gute Fflndlgkeit. Das aber, was man praktisch vorgefunden hatte, war einge-itQrzt nnd eingehüllt In dichte beizende Wolken und Schwaden. Der Oberst willigte ein, der Vertrag wurde unterschrieben. Am anderen Tag fuhr Kranek hinaus Ins Gebirge. Am rauchenden Berg Immer war der Einsatzleiter mit ihm gefahren, Jetzt aber, das hatte er sich vorbehalten, jetzt, da er sich mit Leib und Seele für das gut« Gelingen verpfändet hatte, wollte er mit sich und dem rauchenden Berg allein sein. Dies hatte er »ich noch Im Beisein des Obersten ausbedungen, der ihn gut zu verstehen schien, wenngleich er keine übertriebenen Hoffnungen hegte. Kraneks Herr schlug um so heftiger. Je näher er dem Talkessel kam. Auf halber Höhe, eingeschlossen von Fels und Wald, gShnte ein schwarzes Loch. Darin verschwand Kranek für eine Weile. Eine Hitze, die das überall herabtropfende Wasser verdampfte, schlug ihm glfi'g entgegen. Seine Stiefel staken in öligem Schlamm, Im schwachen Schein der Grubenlampe sah man die langsam sich dem Ausgang luwAlzenden Schwaden. Je tiefer Kranek In den Stollen drang, desto unerträglicher wurdi die geradezu teuflische Hitze. Alle Maschinen wie Pumpen, Kotnprei-•oren and Aggregate waren von den Sowjets vemichtrt oder abgeschleppt worden. Wohlgemut kam Kranek wieder Äus dem Stollen ans Licht gekrochen. Woher er den Mut zum Anfang nahm, wußte er nur allein Aus allen Himmelsrichtungen holte er sich seine Leute zusammen. Zuerst schlugen sie In den Wäldern Holz, um Baracken zu bauen Die standen nach wenigen Tagen. Die Femsrhre'.ben. die er nach Berlin wegen umgehender Beschaffung von Maschinen losÜcR, waren von beängstigender Wucht Kranek spie Feuer. Schwf^ißüberströmt schuftete er Tag und Narht. Er war nun alles In einer Person: Bergmann, Sägewerksdirektor, Transportleiter, Koch Wirt, Maurer, Schreiner, alles, was man sich nur denken kai n, war Kranek. Zum | Schlaf blieben ihm in der ersten Zelt nicht mehr als vier Stunden. Den einen Schacht, der noch brannte, hatte er mit Hilfe von OT-MMnnern, mit denen er, wie er sagte, schon ganz andere Sachen auf die Beine gebracht habe, zugemauert. Banditenüberfall Eines Nachts, auch damit hatte Kranek gerechnet, ratterten von den Bergkäm-men herab die Maschinengewehre. Die Banditen hatten es offensichtlich auf die I Unterkünfte abges.^hftn Als einer der ersten erwiderte Kranek das Feuer. Er ' echmiß Handgranaten hinauf und kämpfte wie ein elter zäher Löwe. Dann verzogen sich die Bandeji, und Kranek versammelte die Seinen um «Ich; Tataren, sowjetische Kriegsgefangene, OT-Leute. Sie alle hausen mit Ihm In einer einsamen Schlurhtenlandschaft und schwören auf ihn als auf ihren väterlichen Freund. Das ist nicht verwunderlich, denn er versteht es, nicht nur mit seinen OT-Männern iimzugohen, sondern auch mit den Tataren mm Beispiel Er teilt sich mit ihnen in die Arbeit und in das Brot Er ist sichtlich stolz auf sein G(*8chirk und seine Menschenkenntnis. »Es kommt alles nur darauf an, wie man die Leute anpackt.« Er hat eine be-iondere Tatarenwache eingeteilt die oben auf den Bergkämmen steht Andere hat er zur Fertigung des Grubenholre^ abkommandiert, wieder andere verladen die Kohle auf die Lastwanen Kranek Ist In seinem Element, Nichts was er nicht »einen Leuten vorexerziert, Gewiß, die Kohle ist nicht so gut wie die aus dem Donezbecken mit Ihren 7700 Kalorien Diese hier hat nur 5.500, aber sie ist trotzdem von unschätzbarem Wert. Ein Meter zwanzig sind die Flöze mächtig, Und tatsächlich nach zwei Wochen rollen die ersten Wagen aus dem Kranek-Berg. Inzwischen Ist auch der von Felsgerflll überschüttete Weg, der an «teil abfallenden Wänden vorbei aus dem Talkessel hinausführt, verbreitert worden. Fünf, z#>hn, dreißig, vierzig Tonnen täglich, so steigert sich die Fflrde-ning. überall Ist Rohinnon Kranek spuckt «ich vor Vergnügen In die tchwleligen Hände und es ist schwer EU sagen was ihm mehr Freude bereitet: die von Woch« zu Woche sich erhöhende Zahl der zum Abtransport be-1 nöbigten Lastkraftwagen oder der pracht- volle Geist der guten Kameradschaft. Zwischen dem Herrichten der Sprengpatronen und dem ölen der Maschinen entschwindet ei zuweilen in die Küche und überzeugt tich von dem Können des OT-Kochs. Daß sie alle bei der schweren Arbedt gutes Essen erhalten. Hegt Ihm sehr am Herzen. Aus den breiten, •chUtzÄuglgen Gesichtern der halbnackten TatarensÖhna Ift mehr herauszulesen über den Gellt, der hier waltet, alt noch ao schöne Reden über die Kameradschaft et vermöchten. Und die OT-Männer, von denen die medsten schon Ober fünfzig Jahre alt sind, nennen den Kranek ihren Robinson. Wenn sie nach Hause schreiben, vergessen sie nicht, ihre Briefe vorher dem Alten vorzulegen. Erst dann kleben sie tle zu Kranek itt auch ihr familiärer Berater. Er versteht wahrhaftig, nach allen Regeln der Kunst zu fluchen, er kann, das Ist nicht zu leugnen, taugrol sedn. Aber er genießt das Vertrauen aller. Manchmal wird er in Angelegenheiten zu Rate gezogen, die selbst ihm, der doch mit den Problemen der Bergbaues und des Lebens Überhaupt bald ins reine kommt, Kopfzerbrechen verursachen. Und dieses ehrliche, sozusagen vom Herzen kom-' mende Kopfzerbrechen beweist dem ratlosen oder unentschlossenen Frager, was der alte Kranek wert lat. In Kranek« Reich Als wir Ihn auf unserer Fahrt In seiner Einsamkeit aufsuchten, erkannten wir ihn zuerst in dem über und Über mit Kohlenstaub bedeckten Mann nicht, der auf uns zukam und uns lebhaft begrüßte, Er konnte es nicht fassen, daß tc Nanking, 27. Dezember Der Sprecher der tschunqkingchiine-sischen Regierung erklärte vor der Aus-land«pres«e, daß di« Lebenshaltungskosten in Techungking, soweit sie von der staatlichen Kontrolle erfaßt eeien, im Juli 1943 das 143fache dessen erreicht hatten, was sie im Dezember 1940 ausmachten. Das beeaqt, daß dieser Teil Chinae der teuerste Platz In der ganzen Welt iet. Alf Beispiel für dieee Tatsache führte der Sprecher an, daß die tachung-kingchlnesiache Regierung den Wechselkurt für die britische und die nordame-rikanlsche Währung mit 80 chinesischen Dollar« für das Pfund Sterling gegenüber 16 Dollar in der Vorkriegszeit festgesetzt habe. Soweit bestätigte Berichte von Auslandsjournaiisten vorliegen, die 6lch in jüngster Zeit In Westchlna aufgehalten haben, kostet hier der Reis 10 Dollar, Salz 10 Dollar, 10 Stück einheimische Zigaretten zwischen 12 und 40 Dollar. Eine Omnibusfahrt kommt auf 8 bis 25 Dollar, während eirve Rikscha-fahrt nicht unter 10 bi« 25 Dollar zu haben ist. Logis im billigsten Hotel stellt sich auf mindesten« 220 Dollar für den Tag. Diese Preise sind von der Regierung festgesetzte Höchstpreise. dnb Tokio, 27 Dezember Das kaiserliche Hauptquartier gab am Montag bekannt: In den frühen Morgenstunden det 25. Dezember Überflog eine große Anzahl feindlicher Flugzeuge japanische Stützpunkte auf Neuguinea. Die japanische Flak wehrte die feindlichen Einheiten ab und konnte drei Feindmdschinen abschießen. In den Abendstunden des 25. Dezember verseukten Einheilen der Japanischen Marineluftwaffe in den nördlichen Gewässern von Bougainville bei einem Angriff auf feindliche Uberwasserstreit-kräfte ein feindliches Kriegsschiff nicht erkannten Typs. Vier Japanische Flugzeuge kehrten von dieser Operttlon nicht zurück. Einheiten der japanischen Marineluftwaffe haben in den Vormittagsstunden de« 25. Dezember 70 feindliche Flugzeuge, die Rabaul angreifen wollten, be- man seiner Arbelt besonder« Aufmerksamkeit schenkte und den Weg in seine Höhle nicht scheute. Er packte unt am Rockärmel und zog unt in den Stollen. Wie edne Beute schleppt« er uns in den Berg. Das war und ist sttin Reich, hier herrscht er unumschränkt und mit der Milde eines alten Philotophen. Die Gesteintbohrer ratterten, dl« auf dem RQk-ken liegenden Hauer llefien für «inen Augenblick ihre Arbeit ruhen und schienen nicht wenig Ober die sprudelnde Gesprächigkeit des tonet tlemlich wortkargen Alten erstaunt tu sela. MUt der Bessenhelt eines Fachmannes war er den Bergbaumethoden der Sowjet« auf der Spur. Wie andere frische ^Morgenuft schnuppern, so kostete er die Gase und Dämpfe. Und dann dreht« «r sich plAtz-lich zu uns um und bat uns wie «In Kind, wir sollten doch einmal In Berlin versuchen, für seine Leut« «ine Zulage zu erwirken. Wie er so Im tropfneesen, helBen Stollen stand und In dieser flackernden Bergfinstemls von »Berlin« sprach, da wurde einem In dieser nervigen, hageren Gestalt des Diplomingenieurs und Bergmannes die inner« Gestalt des OT-Arbeiiters ganz klar, des Mannas, der hier draußen In der Fremde wieder das grofle Abenteuer entdeckt, daß In aller Arbelt stecken muß, wenn sie mehr sein soll als eben nur — Arbeit. Daß jede und alle Arbeit ein Stollöntrelben auf das Abenteuer hin iet, worin er, der die Arbelt verrichtet, nichts Aufregenderes und Packenderes als sich selbst und mit sich selbst den Menschen und ein gehöriges Stück Welt dazu entdeckt, ging einem wie ein Licht Es gibt in Tschungkinq-China keine Rationierung, Artikel, wie Kleider und Schuhe, sowie sonstige Importgüter, die nicht unter die amtliche Preisregelung fallen, «ind äußerst verknappt, und nur für gigantische Summen zu haben. Preds-gesteuerte Güter werden gehamstert und «ind nur auf dem schwarzen Markt zu Phantasiepreisen erhältlich. Ein Paar leidliche Lederhandschuhe kosten 3000 Dollar, während sich ein leichter Som* meranzug aus xweltklassiqem ainheiml> •chen Material auf 10 000 Dollar stellt. Dieser PreU entspricht fest den gesamten Jahre«elnkomm«n ein«s Privatanq»-«teilten. Allein für da« Essen müssen Beträge auagegeben werden, die in vielen Fällen das Mehrfache des Einkommens betragen. Unter diesen Umständen kann man bei einem Durchschnittseinkommen nicht einmal einfachste Bedürfnisse beetreifen. Nach den amtlichen tschungklngchlne-slsrhen Statistiken ist seit Auebruch des Großostasienkrieges der Preisindex von 1 im Dezember 1040, auf 31 Im Januar 1942, auf 51 Im Juli 1942, auf 80 im Dezember 1942, auf 130 Im Januar 1943, schließlich auf 143 Im Juli 1943 gestlegen. Die Regierung hat einen Feldzug kämpft und 20 Maschinen abgeschossen. Der Abschuß von zwei Flugzeugen war nicht mit Sicherheit festzustellen. Drei eigene Maschinen sind nicht zurückgekehrt. Einheiten der Japanischen Marineluftwaffe haben in den frühen Morgenstim-den des 26. Dezember In den Gewässern um Kap Markus feindliche Wasserstrelt-kräfte und Landungsstützpunkte angegriffen und dabei folgende Erfolge erzielt: ein Transporter wurde verseukt, zwei kleinere Transporter wurden in Brand geworfen, die Versenl^ung eines größeren Transporters war nicht mit Sicherheit festzustellen, ein größerer Transporter wurde beschädigt und In Brand geworfen, ein Landungsboot wurde beschädigt und in Brand geworfen, ein kleineres Schiff wurde In Brand geschossen und beschädigt. Zwei feindliche Lan-dunfsfitellen wurden in Brand gesetzt. Zwei Japanische Flugzeuge sind nicht rurückgekehrt. _ an dem alten Kranek auf, den seine Männer nicht mit Unrecht einen Robinson nennen. Vielleicht sollte man viel weniger vom soge.iannten Ethos der Arbeit reden, als vielmehr von diesem abenteuerlichen Sinn, Von ihm Jedenfalls Ist Robinson Kranek durchdrungen, auch wenn er In Tonnen redet, fühlt, denkt, träumt. Das wäre also dann der Arbeiter, dem nicht di« Armut, sondern di« Fülle zugeordnet l«t, wie Emst Jünger es formuliert«. Als wir wled«r ans Tageslicht kamen leigte «r uns noch die unter einem Schuppendach aufgestellten Saugpumpen und Aggregate, Die Tatarenwache wurde abgelöst. Er überzeugte sich von dem Zustand der Waffen. Die Leute standen stramm und sahen dem alten Krieger fest Ins Auge. Dann ließ er sie wegtreten, Immerfort rollten Kipper aus dem Berg, aus seinem Werk, aus des alten Robinson Kranek Werk. Er verteidigte es gegen allen Überfall, chuUer an Schulter mit seinen Leuten. Als wir unsere Freude über das Gesehene und Erlebte ausdrückten, wurde er rot wie ein Kind. Die Röte kroch Ihm unter der schwanen Staubschicht hinauf bis an die kantigen Backenknochen. Wie ein Bauer über seine blühenden Felder blickt, so fuhren sein» Augen flbei die Halden tmd Rampen, Ober die aufgeschichteten Grubenhölier, über seine schwelßflberglÄflzten Leute, über die la-byrlnthlsehen Schluchten unten Im Tal, über die Baracken und Über alles das. was er mit seinen Männern liebte: über die Aufgabe und über das, was sie an Schwere, Entbehrung, Freude und Lust in sich trägt. gegen die Inflation eingeleitet. Jedoch ohne Erfolg. Die Preise steigen weiterhin sicher, aber nicht langsam an. Die Landbevölkerung lebt noch genau so, wie vor Jahrhunderten. Hinzu kommt heute, daß ihr durch den Krieg keine Importwaren mehr zur Verfügung stehen. Dl« trostlo«en Zustände In Tschung-kingchins finden Ihre Ergänzung durch Berichte über grassierend« Hungersnöte, die t, B. in der Provinc Honan vrüten. Dort «Ind Zehntausend« von Menschen Hungert gettorben. Schon Im Herbst und Winter 1942-43 waren schätzungsweise zwei Millionen Menschen aus Honan jje-flohen Im Frühjahr 1943 traten täglich Zehntausend« die Wanderung nach dem Westen an. Bis zum Eintritt der neuen Reisernte, rechnet man, werden von den 34 Millionen Einwohnern Honane fünf Millionen verhungert sßln. Die Bevölkerung nährt sich heute Von getrockneter, zu Mehl pulverisierter Baumrinde, von Blättern, Stroh, Wurzeln und Baumwollsamen. So leidet das chinesische Volk unter der Hungerpolitik des unter dem Einfluß Londons und Washingtons stehenden Tschungkingregimes Hans Melchers Kriegsgewinnen in den USA nirgendwo Halt machL « Die amerikanischen Wehrmachtbehörden sahen sich gezwungen, die Arbeiten zur Aufschließung von Petroleumvorkommen in Nord-Kanada einzustellen, da sich der völlige Fehlschlag dieses Unternehmens nicht mehr länger verheimlichen läßt. Nach Mitteilungen des Geneials SoQiervell, des Leiters des USA-Heeresliefcrungsamtes, sind für das Projekt bereits 100 Millionen Dollar ausgegeben worden, von denen 77 Millionen als endgültig verjoren anzusehen sind. Jetzt soll nach einer Erklärung von Donald Nelson alles versucht werden, um an Maschinen und Material soviel wie möglich aus dem Projekt zu retten. Die Bohrversuche in Nordkanoda sind hauptsächlich vom USA-Kriegsmlnlste-rlum betrieben worden, wie daraus hervorgeht, daß dieses auch jetzt noch zu dem Projekt steht. Nelson meinte Jedoch, daß die Betriebs- und Instandhaltung«- 1 kosten derartig hoch seien, daß «le »nicht einmal In Kriegszeiten gerechtfertigt« werden könnten. Ein Seelenhirte Nachdem eben erst ChurchllJ am brt-tiichen Lultgangaler xu Ihren Mordan-griffen auf die deuttch« Zivilbevölkerung begJückwünschl hat, meldet sich nun auch noch der Erzbischof von Can-terbury zum Wort. Im Londoner Rundfunk äußerte sich das Oberhaupt der englischen Kirche am Samstag zu dem Bombenterror unter anderem „Wir hören und lesen fast täglich von der Vernichtung, die von unseren Bomberr verursacht wird. Ea ist selbstveratänd lieh, daß wir Befriedigung darüber emp finden." So aprfcht der hOchat» gefattlehi Würdenträger fn England. Mit der glei chen Zungenfertigkeit, mit der er aeint Gemeinde su Weihnachten Nächaten liebe und „Frieden auf Erden" gepredig haben wird, gibt' er ielner hämischer Preude über den gemeinen Mord ai Frauen, Kindern und Greisen Auadrujck Aus Verlogenheit und morallacher Ver kommenheit wird unter der Maske de Seelenhirten die Agitation der Kriegs hetze und Mordansti/ter betrieben. Vor ersten Tag dieaea Krfegea, den af§ mit angezettelt haben, hat ea die engJIachi Kirche als Ihre vornehmste Aulgabe an gesehen, daa englische Volk su verhel zen und den Haß gegen Deutachland zt sc/idren. Sie reden von Frieden um fordern Im gleichen Atemzug xu Mort und Brandstiftung auf. Uns bleibt nu! tiefste Verachtung und Ekel-^or dfeaer Heuchlern. N«a« Rltterkmiirigvr dnb Führerhauptqu«rtl«i, 27. I>«i«mbei Der Führer v«rlleh das Ritt«rkr«u'. des Eisernen Kreuzes «n Oberst d. R Otto Alberts, Kommandeur eines Grenadierregiments (geboren im Jahre 1893 als Sohn eines Kaufmanns in Wesel bei Düsseldorf), Hauptmann d. R. Johannes Boewe, Kompaniechef in einem Grenadierregiment (geboren 1912 als Sohn eines Tischlermeisters in Bismarck bei Stendal) und Oberfeldwebel Martin Hrustak, Zugführer in einem Grenadierregiment (geboren 1913 als Sohn eine« Kunsteinlegers In Tschechen, Böhmen-Mähren.) Die Mörder Dirlaus dnb Paris, 17. Desember Der Mörder Derlens wurde am Sonntag durch eine Abordnung des Dlssiden* tenausschusses in Algier, worunter sich die Juden Pierre Bloch und Weiß befanden, durch Niederlegen von Blumen g«-ehrt, meldet die Nachrichtenagentur OFI aus Algier, Bekanntlich wurde Derlen am 24. Dezember 1942 erschossen und sein Mörder am 26. Dezember hingerichtet. OFI bemerkt lu der Meldung, die Zeremonie im Friedhof von Algier weri« «In ncu«s Licht auf di« wirklich V«raiitr wortllchan für den Mord an Derlen. Die Bombe In der HoMotaiche dnb VIchy, 17. Deiember Ein polnischer Jude, der von der Polizei in Toulouse bei einer Bahnhofskontrolle festgenommen und auf die Pollxei-wache geführt wurde, trug in seiner Hosentasche eine Bombe, die explodiert«, als er die Wachstube betrat. Er selbst wurde sofort in Stücke gerissen. Außerdem wurden drei PoHzeibeamte schwer und zwei andere leicht verletzt. Von den Schwerverletzten sind iwei später gestorben. Stahlarbeiierstrelk in USA tc Lissabon, 27. Dezember Der Streik der nordamerikanischen Stahlarbeiter, der Samstag in Ohio begann, hat inzwischen, wie in Washington befürchtet wurde, schnell um sich gegriffen. Bis zum Samstag hatten bereits 75 000 Arbeiter in den verschiedenen Industriegebieten die Arbeit niedergelegt. Man glaubt in Washington, daß der Ausstand noch größere Ausmaße annehmen werde, was besonders in Verbindung mit dem immer noch drohenden Eisenbahnerstreik zu einer schwerer Schädigung der USA-Kriegsmaterialpro-duktion führen würde. Da die Siahlherstellung In einer Reihe von Betrieben zum Stillstand gekommer ist, hat Präsident Roosßvelt einen Appell an die Arbeiter und die Stahlgesellschaften gerichtet Roosevelt forderte darin beide Teile auf, einstweilen unter den alten Kontrakten, die bereits am 24. Dezember abgelaufen waren, weiter zu arbeiten, bis die Lohnstreltlgkeiter auf redlichem Wege geregelt werden könnten Der Appell hat aber bisher nicht die erhoffte Beachtung gefunden ünserp Kur%mpldunger> dnb Die Sow|ets In Ägypten. Der neue sowjetische Gesandte in Kairo, Nowlkow, hat nach seinem Empfang durch Könlp Faruk in einer Presseerklärung betont, daß zwischen der Sowjetunion und Ägyp ten Beziehungen »wirtschaftlicher und sozialer Natur« beständen, die nach dem Kriege erweitert und enger gestaltet werden müßten. dnb Nach »vorsichtiger Schätzung« Die Verluste der Amerikaner bei den Landungen auf Kap Markus In Neubritannien bezifferte der Sprecher des japanischen Informationsamtes »nach vorsichtiger Schätzung« auf 4000 Mann. dnb 50 000 Pakete mit Weihnachtsgr schenken für deutsche verwundete Soldaten wurden vom römlschwn Faeclo zu-sammengestelU utid dem deutschen Kommandanten der Stadt Rom Übergeben. Oriirk 0 Vtirlüfl Marburg«! Verl»Bi « Onjck«re> Oei ra b H - V^rlagilnftung 1!«on RiumgartrtAt. Mitiip)trhrllU«ltupg Antnn aer»rh»ck, hflrt» In M#rt>iirfl • d Drau, IHi(lo«i» 8 Zur Z*« fflr Aiif*1g«n dU Nr J »om 10 April IM3 dOltlfl Auitatl m Weihnachtsfest wurde einem Parteigenossen aus Marburg von der Glürksqöttin Fortuna ein besondere* Geschenk in Form eines Glflrkslnses von 500 Reichsmark der Reichslotterie der Vereint im Kampf, vereint im Tod Von den Feldgräbern zum Kriegerfriedhof — Unter dem Zeichen des Eisernen Kreuzes Das Ei«eme Kreux ist seit über 100 Jahreu preuAisch-deutschor Geschichte das Zeichen für soldatische Tapferkeit. Bs schmückt die Brust t«pfer«r Soldaten «US nunmehr vier Kriegen, ist in manchen Familien in drcd und vier Qe-«chlechterfolgen vorhanden. Neben dem Namen manch«« Gefallenen auf der Ehrentafel der schlichten Dorfkirch« httngt M unter Glas. Auf den Krieger-denkmAlem ungezählter Gemeinden grüßt es vom Dorfplatz weithin die Bewohner. Zu neuen Ehren ist es Im Groß-deutschen Reich gekommen. Auf der Reichdienstflagge hat e« seinen besonderen Platz erhalten, und als ganz besondere Auszeichnung für überragende Tapferkeitsleistungen tragen es nun schon Hunderte von deutschen Soldaten aller Dienstgrade als Ritterkreuz des Eisernen Kreu7es um den Hals. Es ist selbstverständlich, daß es das Ziel jedes guten Soldaten ist, sich dieses Ehrenzeichen des Eisernen Kreuzes zu erwerben. Wenn auch manche tapfere Tat ungesehen geschieht und darum kerine Äußer« Anerkennung erhalten knnn, so steht doch unausgesprochen die tragende Idee des Eisernen Kreuzes dahinter. Symbolisiert doch gerade dieerall im weiten Krieq«qebiet von den dort arbeitenden Dienststellen des Oberkommandos der Wehrmacht vorgenommen werden. Auch nach ihrem Heldentode sollen die tapferen Kameraden in einer Gemeinschaft unter dem Zeichen des Eisernen Kreuzes vereint bleiben. Dieses beruhigende Bewußtsein können alle Angehörigen haben, die ihre Liebem in Gebieten wiesen, die die deutsche Führung aus wohlüberlegten Gründen aufgegeben hat. Was deutsche Soldaten tun konnten, um Ihre gefallenen Kameraden einer solchen Kameradschaft über den Tod hinaus einzugldedem, ist getan worden. Der Deutsche nimmt nicht nur den Krieg ernst, der für Ihn nichts mehr und nicht« weniger als dde Entscheidung über Leben oder Untergang Ist, er nimmt ebenso ernst auch die Sorge um die Gs-ti«u«n, die um des Lebens ihres Volke« willso Ihr «dgene« Leben hingegeben heben, und (De Fürsorge für alle dl«, die durch dieses Opfer Leldträger sind. NSDAP überreicht. Dem glücklichen Gewinner, der bei unseren braunen Los-männern einen Griff in den Kasten tat und den Betrag bar ausgezahlt erhielt, werden In den kommenden Tagen und Wochen noch weitere folgen. Spendefreudiges Witschein. In der Spendefreudigkeit, die in der Untersteiermark vorlDildlich genannt werden kann, will sieh auch Witschein nicht ItMchl übertreffen lassen. So wurde anläßlich einer Hülmersfimmlung für die Laza-rettbetreuunq gleich/eilig seitens der Einwohnerschaft ein Beitrag von 805 RM als besonderes WHihnrchmachen müssen, wa« ihnen zunächst einen Zuschlag zum Tariflohn gegenüber den ungelernten tandarb«!-tern, sichert und später die unerläßliche Voraussetzung dafür ist, den Neubauern» Schern zu erwerben, uro bei ausreichender Tüchtigkeit selbst einen eigenej\ Hof übernehmen zu können. Darüber hinaui steht ihnen der Wng lu den schönsten Iondwirt«chaftlichRn Berufen eines Wirt' schaftsberateri, Landwirt^chaftslehrers. Tierzucht-, Weinbau-, Garlenbaulnspek-tors uäw offen. Ganz besonrstpn Stollen in Staat und Partei aufzusteigen Wenn bhher der herechtigungs-Iwen lind verderblichen Anschauung gehuldigt wurde, daP der Dümmste gernrfe gut genug ist, Bauer zu werden, so werden dieflfi Aufstienftmöglichkeiten auch unsere aufgewecktere Jugend dazu bestimmen, nicht mehr In die Stadt abzn-w.indern, um einem Ihrem Fühlen und Denken wesensfremden Beruf nachzujagen. Wenn auch in einer unhaltbar gewordenen Cutwicklung, die dem Volksqan-7fin verderblich zu werden drohte der Zweck und die Bedeutung dos vom Rei'^hsbauernführer in die Wen*> geleiteten Lehrlingswesens klar erkannt wurde, fio erhiellcn die damit verbundenen un-ceheuron Arbeiten erst durch dio Posener Rede des Staalssekretärs Backe am 27, November 1942 ihren ersten gewaltigen Auftr'eb. Da die landwirtschaftlichen Schulen, die n-ich der Machtübernahme vereinheitlicht und erweitert wurden. lange noch nicht aucreichten, um dar Ins Auge gefaßten Riesenzshl landwlrtschaft» llcher Lehrlinge «ain ujnfaMendes theoretisches und praktisches Wissen zu vermitteln, richtete StaatsfiokraUr Back« an das Landvolk die Forderung, 50 000 L«ihr-siQllon zu schaffen. Nur würden In allen Gauen de« GroQdeutachen Reiches dia Höfe der weltanschaulich gefestigsteo und wirtschaftlich tüchttQsten Bauern er* faUt, denen die verantwortungsvolle, «l>«r ehrenvolle Aufgabe zufällt, die Undllche Jugend niit allen landwirtschaftlichen Arbeiten vertraut zu machcn, ihr die Bedeutung des Bauemslandes und seiner großen politiechen Sendung tf^or Augen zu halten und sie so su, selbstbewulJten deutschen Bauern zu erziehen. Wenn auch hier, wJe bei anderen Ähnlichen Einrlchtungtsn an der Spitz« hauptamtliche Kräfte die Ziele aufzeigen, einheitliche Arbeitsrlchtllnlen aulsteljen und die rein orgenisatorlsche Arbeil '■ 1-sten, so wird doch das Gelingen (Jieoes Werkes von der In diesem Sinne draußen auf dem Lande verrichteten praktischen Arbeit Abhängen, Deshalb wurden in allen Kreiisen und Ortsgruppen die fähigsten Bauern und Bäuerinnen, die »ich zur Mitarbeit bereit erklärten, als Beauftragte für die bäuerliche Nachwuchege-winnung unr! Berufserzlehung eingesetat, die die Lehrstelle auf ihre Eignung als Erziehungsstätten zu überprüfen und vor allem darauf zu sehen haben, daß der Bauernlehrling nicht als willkommene Arbeitskraft mißbraucht, wird, sondern tatsächlich die angestrebte «orgfältige Erziehung genießt. Um diesen ehrenamtlichen Mitarbeitern auch in der Untersteiermark eine gründliche welfanarhaullche und fachliche Ausrichtung zu vermitteln, die sie für Ihre verantwortungsvolle Aufgabe mit dem notwendlg??n Rüstzeug versehen soll, berief sie dae Amt für das Landvolk in «1er Bundosiührung des Stelrischen Heimatbundes in engster Zusammenarbeit mit dem Eeauftrnnton für Ernährung und Lani'wlrtsc haft beim Chef der Zlvllver-waltung zu einer Ausrichtung in Hau«-anipnrher bei Kölsch ein, die in der Zeit vom 6. bifi 15. Dezember in drei Lehrgängen zu je zwei Tagen abgewickelt wur- Verkauft — aber noch nicht tibergeben Vom Frauenraub zur Ferntrauung — Allerlei um die Ehe In der Reih« der Unlversltätsvorträge der Volksbildungsiiätte Innsbruck sprach Professor Dr. Franz Gschnitzer über das Thema »Vom Frauenraub zur Feintrau-ui giv. Er gab einen fesselnden Überblick über die Entwicklung des Eherechtes aus sager^hafter Zeit, da brutale Gewalt des Stärkeren die Frau zum willenlosen f)bjekt dos Raiibrs und Kaufes machle, bis zur Vcrgeistigung des Ehebundes in uiisejen Tagen. In seiner Darstellung gewannen dift Tragödien der Medea und der Helen«, das Srhick.sal der Gudrun wIh all die alten Ciftttersflgen um Rauh tind Entführung, die Märchen vom KÄ-nlg, der die Hand seiner Tochter will i.iirllch veroibt, vftliig neuen Sinn Frau-rrrnub wurde geRenn'/elchnet al*» älta«m die F^au imirer noch Objokt war da« 'n den Be-•»'tz d''s Manne«; flt>erfTing Dii^ Rflinlsche Ppcht hat dif Kauffhe in s'^iner Ent-schlif'f^unTJfi^'r^ hoT'rihrl Frau fie- hörte narb d"m Kauf dem N'fanne a's Eigentum ebenso wie die Kinder, die sie gebar Diese Auffassung hat sich im Deutschen Recht bis in unsere Zelt in jener Bestimmung erhalten, daß nur der nhcmann die Ehelichkeit eines von seiner Frau geborenen Kindes bestreiten konnte, .fetzt steht dieses Recht allerdings auch dem Staatsanwalt zu. In zäher, Jahrhunderte währender Entwich hing erfolgte d'e Befreiung de; Frau au" ihrer passiven Rolle. Die Handnreiflirh-keif der Eheschließung in alter Zelt ver-gpistigt sich, dar Kauf wandelt sich zum Srheinknuf, der Kaufpreis wird Geschenk unrl srhließlfch zum Ring, den der Bräu fignm als Symbot treuer Verbundenheit der Braut am Moh7eftstag an den F'ngor steckt und einen glaichon snlbst trägt. Der Braut wird »heimgegeigt« Das Römische Rerht setzte fest; Dber-pinitlmmung des Willens schließt die Ehe. Dnf Kirchenrecht hat diese Auffassung übernommen, obwohl der private Konsf'n« als Beginn der Ehe Mißbrauch aller Art zuließ. Da« deutsche Volksempfinden verlanqte Vollzuq der Ehe als Voraussetzung ihrer Gültigkeit. Die Ver-lofite mußte heimgeführt, dem Gatten übrrgeben werden. So klagt Shnkes-pe.nrrs .Julia, die am Moraen Rom'^o angetraut worden war; »Ich bin verkauft, aber noch nicht überaeben.« Die Tran-una. die Ubergabe gipfelte In dem feierlich vor Zeugen abgehaltenen BeHager. Auch in späterer Zeit mußte der Prie#.ter das Brautria.ir in dio Ehekanimcr geleiten und flie Hochzeitsqaste sorgten für festliche Musik. Da« »Heimgeigen« der Braut, das Absingen einer komischen Litanei vor dem Brautgemach, selbst die üblen Witze beim iHochzcltemahl sind verzerrte Nachklänge guten alten Brauches. Die Kirche hat sich dem deutschen Volksempfinder) dadurch arvqepaßt, daß sie nur die vollzonene Ehe für unlösbar erklärte Manchem Rechistrelt ist schon um die Frage dt'vs Gültigke'tsbeglnnes Giner Ehe auF.g^fochten wordf'n, zumal solange r'urch den privaten Konsena jedem Mißbrauch Tür und Tor geöffnet waren Erst auf dem Konzil von Trient setzte die Kirche die Trauung vor den» Priester als Gültigkeilsbeginn der Ehe fest und heute wird durch den feierlichen Staatsakt vor dem Standesamt eine klare Rechtslage geschaffen. Wandlung durch den Krieg Der Krieg hat eine weitrro Entwicklung auf f fm Gebiete dPn Gründen dieser mit dem Erwerb des Führersrheines abschließenden Au'shildung unterziehen muß, wendet sich, sofern er dem Verkehrngewerbe angehört. an den örtlich zuständigen Fnhr-bereitschaftsleiter, in allen übrigen Fällen an die OrtspoHzeibehörde oder an die für Ilm zuetindige Berufsvertretung und beantragt dort die Ausstellung einer Be-scheinlming Ül>er die Kriegsnotwendigkeit «einer Ausbildung, Die«e Bescheinigung legt er sodann Ttisammen mit einem amtlichen Nachweis Über Ort und Zeit seiner Geburt, sowie einem Brustbild oihne Kopfbedeckung in der Größe 52 mal 7'1 mm b^i seiner Ortspolizeibehörde vor und beantragt dort die Erleilnng einer Fahrerlaubnis. Sind alle behördlichen Voraussetzungen erfüllt, «o erhält der Antragsteller von der für ihn örtlich zuständigen NSKK-MolorslQndiirte die Mitteilung, wann und wo seine Ausbildung beglnut. Neurecrelung des Schmlerstoffvor-braiirhs. Der Reichsbeauftragte für Mineralöl hat den Bezug und die Llefo-runq von Schmierstoff zoj nichtmotorischen Zwecken zum Teil neu geregwlt, Der Kreis der Kleinverbraucher tfit erheblich eingeengt worden, Ais Kleinverbraucher gelten jetzt nur noch Verbraucher mit einem Vorjahresbezug von höchstens 60 kg (bisher 600 kg). Die Kleinverbraucher dürfen auf Grund von Verbrauchererklärungen beliefert werden. Vordrucke hierfür sind bei den Verteilern erhältlich. Alle übrigen Verbraucher werden gegen Schmierstoffmarken beliefert, die sie von ihrer Kontingentstelle erhalten. Nur beim Bezüge von Sonderschmiermitteln (s. B. Uhrenöl) in kleinsten Mengen können auch die«« Verbraucher gegen Verbraucher- ujjd Erklärungen besonderer Art beliefert werden. SPORT u. TURNEN Weitere steirische Schitennine Der Sportgau Steiermark hat seine ursprünglich für den 20. Februar in Aussicht genommenen alpinen Gaumeisterschaften vorverlegt und will a,ie schon acht Tage früher, am 13, Februar, wie vorgesehen in Mürzzuschlag abwickeln. Im Langlauf und Springen sind die Gau titelkämpfe bekanntlich für den 23, Jti-nuar nach Aflenz vergeben worden. — Außerdom kommt es am 29, und 30- Januar in Reichenfels zu einem Vergleiche treffen mit Kärnten, wobei die nordischen Disziplinen gewertet werden. Weitere Schirennen sind; 8. und 9, Janu«r; Langlauf, Abfahrt«-lauf und Springen im Gelände von Cillii 16. Januar: Abfhart und Torlauf in Neu berg (Hinteralra)i 3. März.* Riesentorlauf bei Leoben (Mu' gel)i 19. März; Grleemauer-Lauf (Abfahrt) bei Leoben (Präbichl)) 2. April; Hochsrljwab-Lauf (Abfahrt! des SC Kapfenberg Anerkannte Weltrekorde Der Internationale Leichtathletilcvei band hat insgesamt 21 Weltrekorde, dar unter allerdings allein 11 Geherrekorde, aus den Jahren 1942 und 1943 anerkannt Unter ihnen befinden sich die Bestlei' stunqen von Andersson über 1500 ni (3:45 am 17. VIII 1943 in Göteborm und über 1 Meile (4:02,6 in Göteborg), vor, Fanny Blankers-Ko.m (Niederlande} iin 80m-Hürdenlauf (11,3 am 20, Vil. 1942 jii Amsterdam) und Im Hoclisprung (1,71 m am 30. V. 1943 in Amsterdam) sowie die vorherige Bestleistung In die«er Übung von der Schweizerin Ilsebill Pfenning (1,66 m am 27. VI. 1941 in Lugano) und der Staffelrekord der französischen 800 m-Läuferlnnen Delepine, Loubet und Du four (7:15,2 am 3. X, 1943 In Paris) Zehn Jahre Sportgroschen 10 Jaiire sind vergangen, seit der ver storbene Reichssporlluliiei v. Tscham mer und Osten den Hilfslonds »Deutsche Spopthllfe«, den sogenannten Sportgro-schon, ins Leben gerufen hat Aui den hiei her einkoujuieiiacii ivi.i tehi erlokjt nicht nur die Förderung der LrrichUiug von sportlichen übungsstat-ten, .sondern auch die Unterstützung der Iluilbehaudlung beim Sport verletzter und beschädigter Aktiver. Tauseiida von Spurtlern haben diese Fürsorge bereits erfahren, der einfache unbekannte Sportler obenso, wie Hunderte von bekannten deutschen Spitzenkönnern, die In Hohen-lycben geheilt worden konnten. Viele Männer, die wegen aller Gi lenkschäden ihrei Miilvarpflicht im Kriege sonst nicht hätten genügen können, sind in Hoheulychen durch fachärztliche Behandlung wieder militärtauglich geworden « Vfusilek-Faber ein neues Paar. Bei don Deutsrhen Meisterschaften 1944 Im Eiskunstlauf für Paare am 22 und 23, Januar in Wi^'n wird ein neue« Paar sein Debüt geben Die deulsche Meisterin Martha Musilek (Wionl und dar frühere Meister Hor'St Faber (München), haben sich zusammengetan. Wi? hören im l^iindfunk Dienilift, 28. Datcmhart RvlehsprnjramDii 8 -S.I5i Zum und Be- hältern Chamia licharl die Nahrun (»rrtiheil dei dvulni h«n Vnlka*. 12,15—IJ.'IS: Dnf Baricht iilr Lr.g«. J4.15—(5; riajicl.wtrdta Melorflen von dor Hbmhttrjcr tlnlarh*llun|!f kapall* .Un Hoftmapn. —15.30,' tlnti'rlinltsaiTie Kläni{e dar Of^enwari. 15,30-]Ai SollaUnniiifilk *00 WaUnr Gif-taktn^ und 0«tl«v Kraus, 16—17- Opcrnkonzcil inM KQnatIrrn der Wiener St<"it»»iper, Leitung Lropold LiidwiJ. 17,15—18! Minikallicht Kuriwfil, 18-I 18.30; •Ui« iwAll Monato, ein liLdcrkrcia mm I Jahraiwechial von AXIMIIJAN ROM.AN VON RCSI PLILRL Gott sei Dank. Er ging sofort mil mir hinaus, watirrnd Tante Nolten nuo in völlig vfrändrrtcm Ton /u jjiniinern begann und irh flüchtig Alexanders beun-ruhiyles Gisic.hl Bah, diis ratlose Gesicht eines Ijnsorytpn Bruders, der sich überliüssig weiü und vermutlich die nachbten Stunden neivos von einem Bein aufs ändert' tieton wird, Ein Glück, daß wenigsiens Maxiiailian nicht da war. »Hat Alexandrej etwas verstanden^" hörte ich Greti im Hinteigrund fragen. >'Sie hat doch hofbntlich nichts verstanden?« »Blnd^inni, erwiderte Tante Nolton grob. Und dann war die Tür tiu. Brent weckte droben Alexanders Frau. Da sie seine Kusine und obendrein Kol-lernn war, bervhm er sich nicht sehr rücksichtsvoll, »Du hattest die ganze Narht im 7'Un zum Schlafen Zelt.« Eva besfätiqte das Ich guckte sie an und hatte sie gern, Sie sah immer so hübich fttis, so vertraut und ruhig und sirhnr. Ach, lieb<» Eva .. . man konnte die Nase an Ihrer Srhulter reiben, so wie ein Pfprdrhen das zärtlich sein will Sie redete nicht über MaxImlUfln, Entweder wuf^te sie nif hts, oder sl»* hielt alles für Unsinn. Aber ps war trostreich zu wissen, daH sie auf keinem Fall darüber reden würde ,., Sie verwiesen mich Ins Rett, die guten Arzte. Ich bedauert« Eva, daß ade ih;cn wohlverdientan Urlaub gleich wieder mit einer Arbeit beginnen müsse. Sie lachte, und unter ihren Händen, un-tei dem Blick ihrer klaren Augen war die Welt so, wc sie mir sonst immer gewesen: lieb und gut. Beide sagten, es würde nun bald soweit sein. Mir sfhien es auch so Unter sich vorstiiniligteu sie sieb durch höchst eindrucksvolle lateinische Brocken. Hatte ich nur frühnr bei den Lateinstunden besser aufgepalU! So machte ich nun vermutlich genau so dumme Augen wie Apollonia, die da herumstand, Tante Nolten tau^hle aui und fegte aufgeregt in der Stube hin und her Sie redete dauernd von Maxiroilkn, warum er nicht da sei, wie unanständig leicht es so ein Mann habe, ob er sich wohl sehr sorge? Ob er sich sehr aufrage — als bekäme er ein Kind und nicht Ich. Das, heißt, er sollte es )fl auch bekommen, nur wurde es ihm bequemer gemacht. Er brauchte »ich nicht so zusammenzunehmen wie Ich, er hatte es nicht nötig, ein Stück von der Decke abzu-rpiflpn, wie eben Ich all Ich mich ir-gr»ndwn festhalten mußte. Tantp Noltrn rann jetzt dir Hände, als kämen nicht überall auf der Weif Kinder ans Licht df»? TagevS. Ich schnitt ihr eine Grimasse, um sie zum Lachen zu brinnen, erreichte aber nu^ das Ge-gnnteil. Aber ihre vorherlnen Sorgen um mfrh und Maximilian schien nie vergessen 7n haben, worüber ich sehr froh war »Soll dl»' Junge mit Fratren auf die Welt kom;n'"n?<' rief sie empört. »Es wird doch ein Mädel«, sante Ich und war erstaunt, daß es so mfihevoll klang, was Ich da sagte. Tante Nolten reagierif sofort auf den Klang und stürzte auf mich zu, liebovoll und außer sich. Doktor Brent mußte sie hinauswerfen. Er war ziemlich grob, und sie gehorchte ihm sogar. Eva stand am Fußende dos Bettes, sab mich do und lachte. Es war Ueb von ihr, daß üie das tat. Apollonias Starren und millüidige^ Schnaufen ging mir schon lange auf die Nerven. Auch Tante Nolten halte nUch nicht gerade beruhigt. Aber d e gesunde und vernünftige Eva dort stehen zu sehen, das war durchaus nach meinem Geschmack. Ich erwiderte dankbar ihren Blick. Apollonia riß «inen neuen Bezug aus dem Schrank am Ende wollte sie das zerissene Deckbett neu überziehen, Ein« heftige Wut packte mich, so heftig wie die Schmerzen, die sich nicht mehr wegleugnen ließen. Wie konnte sie ao Tan-tes geheiligten WÄschesrhrank gehenl Tante Nollen würde schön donnerni Und dann dieser alberne Einfall, ausgerechnet jetzt das Bett neu beziehen zu wollenl Ich hörte mich auf einmal schimpfen. Ich sah. wie Evas Gesicht sich wandelte, wie sie mich zu besänftigen suchte Aber Ich mußte nun eben laut schimpfen, Lange genug hatte Ich die Rolle der schweigsam Leidenden die Niemandem etwas verraten will, durchgehalten. Hier gab es endlich eine Gelegenheit, tn einem allgemein gehaltenen Geschimpfe alles loszuwerden, auch die auaenblick-liehe Qual dieses Zustandes Herrliche Geleoenhelt, ausgiebigst benotzt... »Sieh ru, daß du TeTschwIndestl« schrie Ich zum Schluß mit erstaunlirhar Kraft. »Beziehenl Verrücktl Und dies ganze Geredel Konntest du nicht deinen Mund halten? Rede ich von dir? Beziehenl Ich reiße ohnedies gleich wieder ein Stück abl Meinst du, ich will dio ganze WÄsche ruinieren? Wenn du noch ein einziges Wort darüber verlauten laOtl Geh rausl« Eva sorgte schleunigst für Apollonias Verschwinden. Aber danach verschwand auch meine höchst individuelle Person Alexandra für geraume Zeit von der Bildflfiche, und als ich wieder aus dem Chaos auftauchte und mir selbst matt und unklar erlnich-terl guten Tag sagte, saß Tante Nnlten an meinem Bett. Si« saß sehr still da, und ich war Mußersl ertchrockon, well Ihr Tränen über die Wangen liefen. »Um Gottes willen«, sagte Ich. und es kam sehr leise hereui, »weshalb weinst du denn? Ist denn was geschehen? Ich habe dir doch gasagt, Maximilian und ich —• bestimmt. Tante Nolten, wir Heben uns viel mehr als früherl« Tante Nolten weinle noch mehr Sie weinte mit unverkennbarem Genuß »Mein geliebtes Kind«, brachte sie schluchzend heraus, Doktor Brent mußte sie wieder aus dem Zimmer entfernen. Eva hielt meine Hand, streichelte sie und sagte, wieder mit einem Lachen auf dem Gesicht: »Ruh dich aus Fein hast du das gemacht. Wtr telegraphieret! Maximilian, Schlaf ein.« Das tat ich sofort, obwohl Ich noch hatte fragen wollen, was |e ker für Kulturorchester oder für dde Musikzüge d«s Ralchi-arbeitsdienstes, der Waffen-ff und der Formatlonea ■usl>lld«B lassen wollen, melden. Es besteht auch dl« MOglichk«lt, Jtin-' gen des Jahrganges 1931 al« Anwärter für die G«bl«tsintisik> schule vormerken zu lassen, um ihnen dadurch «In« Bpiter« Aufnahm« in diese Schul« zu sichern. Metdunr ergeht an dl« Gebletsmuslkschule der Hitler-Jugend, Graz, Grabenstrafle 144, Telefon 19-50. 245 Ihr« V«nnihlung geben b«kaBiit Dr. flBBd. JULIUI MATZILLI ff-H«cha. 1b d«r Waffen-^ ILSl! 09WALDA MATZBLLl gab. MATH Marburg 766 Weihnachten 1943 Wir grüßen aU V«nnfthH«i ING. HBRBEIT GRACH Unt«roffizl«r, d. Zt. In Urlaub LISL GRACH verw. NEUBACHBl Marburg Rottenmann Ing« und H«ldl haben «In Brüd«Tchen Wemer 17. XII. 1943 Ing. Blnn«! Brwla und Wally Unser Stammhalter 263 ^Werner tot am Weihnachtsabend angekommen! Ing. Hemann und Marlaiitta KlffnanD Anstatt eine« glücklichen Wiedersehens erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser h«rzenegut«r Sohn Oskar Kowalschltsch Ob«rr«lteT In einer Scliwadroa n(« mehr tu uns zurückkehren wird. Im Alter von 19 Jahren hat er den Heldentod am 7. November im Süden für Führer und Volk geftuiden. W«r ihn kannt«, wird wi5sen, was wir mit Ihm Ter-loranl Br war unMr Stoli. OroB-Undenkog«l, den 14. Desaiiib«r 194$. i In tl«f«t«r, BtolK«r Treuer: Johaiia imd Cldll« Kowatschltsch, Elt«mi Aatoa, Bruder, und Sllwa, Schwester. 595 In tiefer Trauer geben wir bekannt, daß unser geliebter Sohn und Bruder Stanislaus Toman Grenadier I ajn 20. November 1943 im Alter von 25 Jahren an der Ostfront gefallen ist. 678 Gonobitz, Marburg-Drau, Pulsgau, 20. Dezember 1943. Anton und Maria, Eltern, Josel, Anton, Franz, Viktor, Michael, Johann, Leopold, Angelai Mathilde verh. Orthaber, Geschwister, im Namen sämtlicher Verwandten. Vom tiefstem Schmerze gebeugt, g®ben wir die traurige Nachricht, daß uns«r innigstgeliebter Sohn, Bruder und Neff« Stanislaus Schuhberger Gefreiter im 23. Lebensjahre, am 2. Dezember 1043 an der Ostfront den Heldentod fand. Deine breiten Felder und stillen WSlder beweinen dich in tiefster Trauer. Stanislaus, ruhe sanft, denn nie werden wir dich vergessen! Strichberg, Frauenberg, Leitersberg, den 27. Dezember 1943. 598 In tiefe.r Trauert Josefa Golob, Mutteri Franziska und Elisabeth, Schwesternt Konrad und Amalie Fer«nB, Onk«l und Tante, und alle übrigen Verwandten. >i* In tiefer und stolzer Trauer teilen wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht n^it, daß unser Innigstgeliebter Sohn Johann Lokainer Panzergrenadier an der Ostfront am 12. November 1943, Im 19. L«-benajaJire, den Heldentod für Führer und Qroß-deutschland fand. Reichenstein, den 23. Dezember 1943, 264 In stolzer Trauer denken wir an sein f«ra«s Grab: Johann uird Marl« Lokalner. Eltem, StanlBlaas und SIgfrIed, Brüder, Emilie, Iren«, Sabin«, Mlch««t« und Johanna Hrusrhowar geb, Lokain«r, Schwestern, Franz Hrusrhowar, Schwager, Bowl« all« übrigen V«rwandten. Kleiner Realitäten ^nnd Geschäftsverkehr Blnlamlllenhaoa In Marburg od. nlchst«r Umgebung cu kaufen gesucht. Antr, imt«r BHau« 1944« an ifi« »M. Z.«, Marburg (Drau). 253 Zu Terkaufen CUuB« Q«!g« mit Kaatan und Bogen, 200 RM, zu verkaufen. Günther-Prton-Gaes« lO/I, Unk«, ^ 773-3 Hin Stehpult 20 RM, «In kleines Telephon, 25 RM, und ein« Stoppelmaschln«, 70 RM, tu rerkaufen. Antchrlft t d. »M. Z.t Marburg/Drau. 772-3 Ein gut erhaltene« Jagdgewehr, Kaliber 16, mit Elnlagliufen, um 450 RM. tu verkaufen. Adr. In der Veirw. der »M. Z.«, Mar-burg-Drau. 771-3 Tabaksamen samt Werbeplnkate an Wlederverkluter noch zu vergeben. Verdlenstspaune lO*/«. NaAnahme-Versan^, Ig. Med-w«d, VOlkarmarkt, Kirnten. 741-3 Za kanfen (jesischt Ein« Schr«lbtlschlamp«, eine Bücherstellage und ein« Brot-schneidemaachine zu kaufen gesucht. Zuschriften an d. »M. Z.« Marburg/Drau unter »1043«, 774-4 Stellengesuche Kellnerin sucht Posten in Marburg oder Utngebimg, Zuschriften unt. »1058« an die »M. Z.*, Marburg-Drau, 789-5 Offene Stellen Vor Einitellung von ArbeitakrAltea ■uB die Zuitimmung det tuitAndlgen Arbeiliamte* eingeholt werden Zwei V«rkluf«rlna«a fflr Le-bensmittelgeechAft per sofort gesucht. W«lt«rs «on Lehrjunge oder -midchcn. P«r«Önllch« Vorahnung tlglich ab 15 Uhr, Johann Pollaneti, Marburg/Drau, G«ridht«hofgaa«e Nr. 17. 769.e Bedienerin wird für zweimal wöchentlich gesucht Anzufragen: Kosl, Tegetthoffstraße 55, U. Stock. 790-6 tlektlg« KaasIaUiraft, p«rf«kt in Deutsch, Stenogiraphle und Ma*chiinschreib«n, wird dringend gesucht Persdnliche Vorsprache bei ABG-Unlon-Elektri-titttsgeseilschaft, Marburg-Drau, Tegetthoffstraße 13. 861-6 Baologenieur od. Bautechniker fflr ein Bauvorhaben im Kreis Clin zum sofortigen Eintritt gesucht. Zuschr. an die »M. Z.« unter »Welt«, 797-6 Zu vermieten Bin «chAne«, großes Zimmer ohn« B«ttwÄsch«, Stadtmitt«. an rvr«l H«rr«n lu vermieten Zuschriften unter »1045c an die »M. Z.« Marburg/Dr. 775-7 Zu mieten gesucht Prluleln surtit dringend Schlafstelle oder Kabinett. Anschrift in der »M. Z.«. 726-8 Alleinstehende Schneiderin sucht kleines, möhllertM Zimmer sofort oder spSter. Zuschr unter »Zimmer 1047« an die »M. Z.« Marburg/Drau. 77ß-R BerufstAtiges Frtiuleln sucht für, 1. Jänner 1944, wenn möglich Hnkes Drauufer, mftbliertes Zimmer, Ellang^ote erbeten unter »R, A. 1060« an die Verwaltung der »Marburger Zeltung«. 791-8 Unterricht Verschiedenes Tausohe guterhaltenen Herren-winterrock (Stutzer) gegen guterhaltenen Herren-Hubertus Mantel. Zuschr. unter »Stutzei 1040« an die »M. Z.« Martjurg Drau. 78.3-14 Tausche tadellose Herren-Gum mistiefel Nr. 42 gegen ebensol che Nr. 39/40. Karl Tement Marburg-Drau, Bubakgassp 21 I. St. " 782-1" Tausche Welta-Pholo, 414X6 70 RM, ein. Kleinbild-Apparat 3> rung müssen unseie Postbe :iohei sofort dem zustÄndigt't 'oslamt (nicht dem Verlag neiden •Marhurget Zeitung* Vertrlehsahtellunci Vom tlef«m Schm«rz« gebeugt, gebe ich allen Freunden und Bekannten die traurig« Nachricht, daß medn Mann, Herr Joseph Welloglawetz Gnindbesitzar nach iang«tD, •chw«r«m, mdt G«duld «rtragenem Leiden in 84. L«ben«Jahr« «ntschlsfen Ist. Da« LaichsnbflgAngnis findet Dienstag, den 26. Dezem-b«r 1943, um halb 17 Uhr, auf dem Brunndorfer Friedhof •tat*. Marburg, Hamburg, 26. Dezember 1943, PranftslM Welloglaweli, Gattin, für Ihre Kinder, und die Familien Karl, Josef uihI Frani Welloglawtlz, Jurltsch, Lakosch« und Braunltzer, 700 % f V Kohlenkläu ah W^jschemarder? Ein bj^ser Geisl hol vielen Müttern eingeredet, daß Klein • klnderwösche awt ge»undbelt-iichen Gründen long« gehocht werden mOst«. Und di« Folget jäbriith geht .^etwe^cn manche« Stirat entzwei! Außerdem werden grofte Mengen KoMen tmnOtz v«rfetf«rtl Dt«uen bfisen G«itt kennen wir oNet Kohlen« klowl Von rYwn em abet wird KmderwfticK« riahttg, d.h. g«-nOgend longe «ingewekht — urHl d«en in he^Sern Wasser □ewv9cl>en| — Die WOseHe Mfc lAi^er, wk »^oren Kohlen »iMen l1«r und dem A. Januar kegen dit zwölf heiligen NAcht«, um dl« licb voci alt*rc her dichter KrAnz von S&yeii uiid Brauchtum rankt. In dieier 7.aiT r«>kiert«t. di« Geraian«u da« JuHfstt, Kuchen nnd rieelae Mit allen snögllcheii Mitteln hat man Iii frOh«r*r Zait Tar«ucht, aich gegen den Einf]u£ ai Wort «HcsidenKrin«, dat heute noch im Gebrauch iet, gebt auf solche alt« Sitt« zurück, man versuchte, mit ungeheurem Krach die 'jft-sen Heister zu bannen. Das Christkind-oder Neiijnhrsschießen, das noch heute in manchen Gebirgsgegenden (IhHch Ist ist nur der letzte Rest der ^iten Brflu-che. In einigen Gegenden Deutschlands wurden dl« Obstbäume mit Stroh umwunden, damit sie vor bftsen Geistern sicher wfiren und Im nächsten Jahr reicht Früchte tragen äollten. Oft wurde zu diwem Zweck anch empfohlMi, dl« Bäume in den iwölf Nkchtan ru tchüt-telQ oder togar au p«lt»ch«i. Pnlh«r hat man di« swölf h*Uly«H NAchte luch all »Rauhnicht*# b«a«Jch-net, Im Grund« ab«i gab •« nur dral Rauhnächte; die Nacht zum erttan P*i-»rtag, die Nacht vor dem Naujahra- und die vor dem Dreikftnigstag. Die Briiicha die'ser besonderen NSchta sind heuta nur noch In einigen Alpengegenden ar-balten. Der Name »Rauhnacht« entstand wohl aof »Rauchnacht«. Br bedeutete, daß in dleaen NRchteo In Hau«, StÄllen und Scheunen geräuchert wurde. Der Hofbesitzer ging, edn« Pfanne mit glühenden Kohlen In der einen, ein« Schale mit Räucherwasser m det ande-ren Hand haltend, an der Spitze seiner Familie durch alle Räume des Hfluse», durch alle Stallungen und Scneunen. Aul diesem Gang wurde alles mit Wasser besprengt, während immer wieder Weihrauch auf die glühenden Kohlen gelegt und damit geräuchert wurde. Unsere Vorvätel- waren überrpugt. daß in der Zeit d«« Julfestes, das mU den iwölf Nächten zusammenfiel, die Toten wach werden und einen besonderen Umzug veranstalteten Deshalb wurden für sie auch Speisen und Getränke bereitgestellt. In entlegenen Gegenden Tlroli hat sich dieser Brauch bis heute erhalten. Im Zusammenhang dainJt steht auch di« Sitte, daß an jedem Abend der zwölf Nächte boi der Abendmahlzeit ein Löffel voll Essen auf dem Herd verbrannt *Tirda. Tragödie eines Vaters »Köni^ httLT* im Grazer Schau«pi«rhÄUi 3k let v^ellelchl tmr v^t, defi man diese Trag/Vd^ größter menschlicher Leidenschaften nur selten auf der Bühne su «e-ben bekommt. Die Seltenheit ^erbdrgt auch Lhre GröBe, lunsomeiir die mit diesem Vaterkonfllkt a:uch ein Urmythix angeredet wirK0nlg Leen let eis 3pät-i«erV ^eji:4MipMret, jedeoifalla nach legen bereit, denri •• durfli« auch jiirht i dem Hamlet geschrieben. Und Edgar» gehacker werden. Resonden tnt«»rfn*ani Richers Wort, des: »Duldeo muß dei hrt daA beettramte Sp^^-ser. n'i^ht geges- j Menecb seiii Srbeldert aiw der Welt wie M«) irerdeo durften, ütj 'n *r«f»T | Lfnt» eile HrtlspmfrOrhtff gehA^ten. Kein i Tier wurde wÄbrend der Zelt der heiligen rwölf Nftch'e getötet, auch die i Jagd nihte { Bin glaube, der noch heute "rrelt •erbrel- i Vel, beea{7T, daß wihrend der hefll- !fen rtrölf NScht» ke'.n« Wasche snf dei ^ine KAng*>n darf. Allerlei Orakel krtn-oec )et*t mit Erfolg bnfragt »rerden .Auf dein Lende kftnnt mann Tlelfarh d%a Srhuhorakel Ha* b^iondf»r* Tot« Unechten and Mägden hefiaot w4rd, Al>« aitrer bm' dfm Pvißl'odi^ und werfen einen Ih.'Si ''rhuhi^ flher dit- ''fhnK ter. Wenn rt«i ,S(hnh so »uf den Bf>-('itm fällt, daß ,ip'lne Spitze zur Tflr »-i»!st, dann verlAftt der Betreffende wlhr'^nd de« kommenden Jahwes «In« ^,1enet-»te'le, fällt er aber wntO':geTige«et7l, so «eioe AJik'uift Reif sein !et all««* feßt ut eine NußechaJ« die Welt des Lears Rusatmn^D. Hiefi e« aoch in Hamlet »Baratt «ein Ist illtse«, «o heifit e« nun hier mit Bezug au^ de« Leiden Leere, >R«lf selo iet eilest. Leer rerecheokl teia KOnlgrelck ae »eme beiden Töchter, die vorgebeii, Ihn SU Heften und verstöftt die dritte, dl« Ihr Herz nicht de? Zunge tregeo kanni deiic nie 4tn>«i let wohl das Hera, wie Ihr Nero« CordeUa ■rerril. Leer Terplößt Iti Cordeil« nein «igenftf Hera «nd M leiden, daB die i>«i'dea henloeec TöcJiter Ihm barelten, Ihn seiner Herrschaft und aeLner Hoheit beraub»!!! und lum Ai'mer» uulei den Ärmsten machen, deaeen Zuflucht -schlSeßUcb nur der Wfllvnsluji bleibt ., Doch der trene Freund Keat Ist da nn- bleltit er ein weitere« Jt>hr In selnetn | erkannt dient er dem König »jnd der Nan, der 'hrjs Jtets einen Spiegel vorhält lind »chlleßlltJj Edgar, dei rechte Sohn D'enet. Um df« Znlcinft t.ti «rh'iuen, wiirde des 'tr-t^ besonders sem treibt. Aiit H^ifcrr kernt man, be-londers Ir V''»de'"s»rh*'*o, noch da« •HiflhneTorekel Bin Mädchen, dat gern wltneri möchte, oK •« Im kommenden Jehr heiratet, klopl^ »w> ,'^e»i1ahr«mor-gen Toi Tfiu anH an die Tflr det HOhner«*^'In« \V»tin »Is Ant- genügen. 'hn der Sinne ftL»- eltie Weile zy berauibenr Im Augenblick dee Sturze« üin lein Leben echauen x« laeeen. Hier wird mit aineim Mittel der moderneten Psychologie rerMischauHcht, um was ea geht; um die Täuschung der Bmpfindiungc »Doch fiel ich oder fiel Ich nichtf» So werden ßlirwie eeheDd, auch wann ele der AU'gen gänzlich beraaifct elnd, wie der geechäodete Glostei. Leon Hpp toc den StAdtkedtec S^thnee In Bochvim .hat ale Gaetregleeeur der ,^uf-fühxuiig tm Schauspielh.ius «tilvollee Format lu giehen gewiBt. Eine RaJuiMn.bütu\e im Vord-ftrgrunde, eine variable Mittel-büKne and deir rai\ HlntergrtVnde« eng*-«trahlt» RuTbdhorlxonl, boteo eitn opÜM^ reizvolles Peld (Bilhnenhllder inxi Koatil-me Vaiiil Mehnert), da« vom Spielleitier mit reich« Dynamik -»rfülU, eine stet» wohiau»gewogene Szen^ifOhrun^ eimög-üchie. So kamen >ft Bildei von etarkief melefieoher und kompoeltartechei Konfl-fnuahon zustande, die vor» dramaUscheiD Leben d*T Handlmig erfüllt, eine der -■ve-sentliohien Komponenlem dee Abende «ii#. •nachtesn. AI« Lear fflilte Bu;«rl, d'tnn ea nofh ein weiteren ,fahr mtl d'-r ffoch-lett warten Glostera, der « die Fallstricke de« r.wel- ^, T',« , toi. q.r»t, mr y dl« KU^jT)« *'»1» Dovet yelellet, i«i» sein Le- tem Akte«. Wie dieser Leer echließlich eerin Haupt an die Brust der toten C Ui birgt um dort lu sterben, iü der NAJte des Herzana, das fllx ihn schlug, a^nee TW ^ ' Schlichtheit des Symbole, AI« Gioster, eine Art ron Oegenetflck rlert, d«r wir uneer« AAerkcnsiung gerne tollen. Die glObende Leidenschaft Gone-rllt, der herrsciuiüchtige Stolz Regan« und die stille Güte Cordelia«, eine, vom Dichterlechen her gesehen, nvenechlich tief erfaßt« Spiegelung dM Seelischen. Die Pause nach den Heldeerenen wirkte als orgnnlecher Blnechnitt, wie Oberhaupt die Gestaltung des Abende jenen erfT«ullcheii Hochateod theetraliecher Wirkung«mAg-llchkelt aufwle«, der d^s Soheuepl«! erst lur »weltbedeutendent Bühne emporhebt. Hixi Abend, den wir gerne aJe Welb-nachtaqeischenk der Städtischen BtUuieo an da« Graaer Publikum vermerken wollen. Kurt HIJdtbrand MataaA K«insiBiiMt«nniig «ncidbt rar Kinii Mit der Ib der kleinen «auerländischeo Stadt Olpe reranatalteten Kunstauastel-lung beschritt man neue Wege. Bs «^rde Werl derauf gelegt durch die Aueetellonfi eine BrxlehungMLufgebe tai der HeUnat tu leisten. Deshalb wurden Ib den Auastellungsräiimeo Peieritunden füi die Schulen rerenstaltet, amrehat TOB musi kallachen Darbietungen der Olper Musikschtile und von Leeun^en. Bin Vortrag führte Ib die Ausstellung md ihre Werk« ein. D«r Erfolg war so groß, daß von den fKKX) Einwohnern der Stadl über 3,500 die Kunstausstellung besuchten. Zum 75. (ieburtsla^ Hedwig Bleibtreus Zu Ihrem 75. Geburtsldg wurden der Staatsschauspielerin Hedwig Bleibtreu zalilreiche Ehrungen zuteil, die von ihrer außerordentlichen Beliebtheit Zeugnis ablegen. ReichExninister Dr. Goebbels tuid Reichsleiter von Schlrach ließen ihr Glückwünsche übermitteln. Namens des Kulturnmtes der Stadt Wien übersandte Stadtrat Blaschke der Jubilarin ein herzliches Schreiben, das in den Wunsch ausklingt, ihr großes be-gnadeteR kiinstlerisches Schaffen möge ihrer Heimat noch lange erhalten bleiben Ahschhiß der Dresdner Kunstausstellung Die Große Dresdener Kunstausstelhmg ist nach ausgezeichnetem Besuche- und Verkaufserfolg geschlossen worden. 12 500 Besuchar sahen die Jahretamt« von 177 bildenden Künstlern, Von den ausgeitellten 317 Werken wiirden H5 Im Werte von 200 000 Reichsmark ver-kauft, Weroer Jansen gestorben In Velden am Wörthersee starb bB Alter von 53 Jahren nach langem, mit großer Fassung ertragenem Leiden der Dichter Werner Jansen. Das deuteche Volk verliert mit Werner Jansen nlclit nur einen seiner besten zeitgenössischen Romanschriftsteller, es rerllert aueh einen Vorkämpfer des völkischen Qe-danken«, den sein Weg schon früh an di« Seit« des Pührers und in die Reiben der natlonalsotialistlscher Bewegung ge-wleeen het. Ein Binder WHlidlin Jordan« Im 98. Lebensjahr starb In Weimar, Wb er «eil Jahren lebte, dei Dichter Wolfgang Arthur Jordan, ein Brud«r yo« Wilhelm Jordan. Seine Dlchtungea, die lieh mit einer arteigenen deutecheB Glaubenalehre befaßten, sind nut weuly bekannt geworden, am meisten noeh ,,Dle deutlichen Psalmen", Balladen und Elegien. Die letzten Jahre Jordans nn^ ren durch Blindheit nnd Taubheit 9*-trObt. Frei. BenmlHM v, Oecry he< te .Uta sein IM. Wehrmactitkonsert cturcKge-führt. Ib allen Gebieten Eurof>ea, tai 4«^ nen beut« Deuttchlands Soldaten steheat, hat der KQnetler Im Laufe der Jahre Hunderttausend eil to den Alltag Ihre« Daeeloe ein« schön« Abwechslung gebracht Die Dichterin Kfinigin — und Carmen Sylva Mutter der Blinden t>en UV enden. Der Sohn aber 'tfH den Alten rvnr elrven PmÄ tief »tönien, e« kann Deel Leeer vm» beerte tat d«r Neme Ceme« SYiTm ae gut wie oabekaant« %m die letale Jehrhondertwende weröeei Ihr« Hoflune gen geleeen, und die PereÖnUcbJceit der flchrlftatellerln selbe! «tBnd im Mittelpunkt de« alige-atelneo Latereeeeei dena Carmen Syira we/ aiemend andere als die Königin BUeebetk rxm HumAniee. An 29. Desem- ni Lear, wnchs Hans-Jörg Adol/1 tob j ^ w«f «t« in Neuwied am Rhela Die Deutsche Wochenschau filmte den Mond Dw Wiener Filmrnporter Han» PQr«f 1m1 fftr die Deutsche V/<,»cbenech«ii »Vn« Mo«Klf1r>*temit gfrflkmt and ql*>t i^rtUier folg«tidi» *nt' ,'AGa«iön-heU. P»-ter Otten war ein lie bloße Lei-deriK'bnft mit Panall«Jiius lebender Sd-miuid. 5ein ajKlerer Widerpart, tier Richer, der an sich »elbet geläutert wird. E'tigaT der letui und beHc4>iet« ein eineelnes Pilmblld. A«f der Winwand wird ft«tin .N /rmalobt'^ktlv noch ein Teleo+)1ekMv von 4i')ium f^rennwejta, um den Mond He', seinem P.rsrheinen mi'x) Urhjit groß Im Su'-her zvi hahen. Da» «JektrM 'h« Kainer«'A'brk a^beitel d'.eemal «'cht im gewöh-ti liehen Tempo — der *ppflr«t wa- für R'.nzelaufnahrnen. also ►flr du T»en über d-^m Wl«'ier ■^invniel. d'->n' ee »' h'^n rn dämTnam begenn In .le-i ■-i:"- .<;iimden *er ich imtini ■ i ro-iion ^'i i<»r Kam«ra 7.11 Mwiu- i ,. i-, ■ , iif:thm^n -- I . "k,ste 'ler i hen ließ, Eduard Cueeovel (iberraerhte dvirrh die maßvoll« Haltung »eine« Kenl, dne.'ie.n edles Mitleiden in de« Künstler« Spie] symbolhaften .\iMdruck gewann. Nicht nun der gegluckt ersrhien auch die Figur de« Narreji Heinritjh Trirobur», der, dfls C^wiseei) Lears verkörpernd, in antithetisrhej Art den W«g de« entthronten Ver«tandee begleitet. AU Bid&me von priqiiasilet Braeitel nung wirki«i\ Loui« Mittersteiner fCom- tu finden — e« l«t aber gelungen. Auf j walll und Jo«ef Eerhenhrücher |Alben.l«D-i«r Pilmleiivwand wird der Moi>d in allen | ScJiottlarxl). Ein« Domestikenfigur von Ich ma/1 »e n ' •en h.s --i-"'.* s'la rwel ''i Phasen der Verflnetenuig nnd Ln fortlau 'er»d«T Beweyojn^; w sehen sf;fn.< Der )f)tbnetrelfen wird In seiner end-oültigen PawMjTKi eitie Läng« von I.Vi bl« 2fiO m haben ■•ind tlwa fünfeinhalb Minuten lang ablaufen Til« rerblndenden Worte *>i diesen einzlgartlcen Aufnah-freii der DwJtschefl WooheriS'-hau »prirhl d'T bekannte Wiener AAtronoin Brich f)o-l»znl .iaj» Wochenschaiitfinbarnl, vorzüglicher Kontra«tlerung schuf Her- imarui Frieß mit seinem Haushofmeistefr, WeiSemMich in Erscheinung treten In dieser Tragödfl« des Volers tli« drei Töch-j ter Lears, di«* von Püul« Nova 'Goneril), ' Ma.rla S^nher fli^gari) und Pva Zilcher j fCotdelia) gn^talt^'t wunien. filn« Dlffe-ren/.ieninq von be-^ler Iramatischer Wlr-I kling, deren Tor» nur vle|)eicht bei Frau ' Sf-fliP-r hin uf,d wieder Wwn* m laut ge- ala Tocbtet dee Pörsten Herroana t« Wied geboren worden und batle Im Jahre I8A6 dee späteren König Karl voa Ruminiee geheiratet Zuerst veröffentlichte sie anter threm Peeudonym Carmeo Sylva einen Gedieh tband „Meine Ruh " (IdM), den läWl eis weiterer unter dem Tlt^ „Heimat" lotyte. Ib diaeee Gediobtea kan rar alleai Ihr« Liebe bui< rhelniachen Heimat s«UB Ausdruck, aber aueh mütterliche Freude und mOtterllrhe« Leid klangen darin euf. Brfolg aber brachten ihr «rst die gepflegten Unterhaltungeromane, die sie gemeinsam mit der Schriftstellerin Mit« Kremnitj schrieb. Vor allem der Im Jahre erschienene Roman „Aus ■wei Welten", der die Liebe einer Prln-Mealn zu einem bürgerlichen Profeesor '•childerte, «rwackt« wegen dieses Themas großes Aufsehen und fand besonders In der weiblichen Leserwelt viel Antell-aahma. Der Roman „Astra", der Im gleichen Jahi herauskam, machte seinen Brfolg, well er In der Bukowina spielte, einer dem breiten Leserpublikum noch unbekannten Landschaft. Ohne fremde Mitarbeit ichrieb Carmen Sylva den In England spielenden Roman „Defizit" und die AphorUmeneammlung „Gnflflsterte Worte" sowie 'hre Lebenserlnnerungen ,,Meln Penatenwinkel", Außerdem über- setste tit Deutacba. runAnlech« Dlchtwof AJI aieee Disife Jaltt— 4«elecke POjetentochter und mmAnieche KAnigia nicht so lai den Mittelpuskl dee ally^ meinen Intereaeee gerückt, wann alcht Buoächet ihre beeooderen Bigenartee ujx4 schlleßUch deren Uraachan aa die □!> ^entUohkeit gectnuige» wireiL Ba w«röe n&mllch bekannt, daA ete ftlr ihre echrlfV itelleriechen Arbelten e«hr hohe Hon<^ rare "verlange, Autographen and Aut^ gramme s« fest unerschvringilchea Pre^ ean abgebe und trotxdesn derart re^ echuidet sei, dal sie leitwelea threa Schmuck vereeteen nOaee. Bin eoJchae VariMlten echlea edjker K6ikigla siobl würdigt ale dann eber dl« GrUlh^ dleeee «eltsamen Veiheltens bekeiwwt wvtleA, wandte sich die Anteikiahme dieeer Prate nun «ret recht m. Denn die hohen Sun^ men, die «1« au/ die vorerwähnt« W«iae err,l«lte, verwarulte /«1e nJcht fftt Lhre t}er«önllchen Zwecke, sondern fOr eine mit aller selbstloeen Hingabe geförderten Blindenfürsorge. Da Carmen tylv« der AnsIcM was, daß dl« Blinden nur «nter «icb dee Oe-fohl der UnVollkommenheit varllerett md richtig zur Lebeneent/altiuvg koi»> men werden, krönt« «1« ihr wohltltlgaa Tun mit der Gründung einer Bllndeo-liedlung, der ».Stadt de« Llchtee«. Alle Welt nahm an ihren V«rsuoh«si, dee Blinden s« thr«(n vollen Lebenerecht ra verhelfen, regen Anteil, und el« die KA-algin am 1. Mäiri 1916 ic ßukareat elerb, trauerten »iclit nur Ihre rumlniechen Untertanen, sondern alle humanitären BestU'hurigfen lunewandten Menschen de'ri d; k 'lum drini.fl dtts i i hl i i-' 'i'-n V- mI)-luingon d«r yi "ni:ljHrliM'fefiii«n llaiü^er >«(i)ber, -.-s nui -iniye ^^-.Urilte Mi dorthin kiiia S»?; ;> s-' hl gern V^'a-ch«i da hat «r eiutnal. Zt>it, in Kuh« seinen «Igenen C,>iienk«n nnchzuhAngen. Ur hat vl«.^ gHSfrlmn, i«lt «1 d«n Soldatenrock trägt, l»f v!«l her«muöltomm«n — In StS'iten, vor ')«ren W«i^.ianfigkel' in)d Ausdehnung er tiaunend gestanden liet über Berge mit /erk lüfteten Pelsen und ewigem Eis, durch Landschaften von inärcheniiaffer Pracht, nb»fr ■ Flusse Ist er gefahren mit schwungvollen Brü' kert unter denen die iJiimpfn'htffe ihre Furchen joyen, an St^un entlang, eingebettet zwlsrhfn bewnM'iten ili'ig^jln und dann zum das er bishur aus den Erzählunnen amUrer gekannt hatte Nie aber bat er iMe Heimal v^rscs^nn, jene» stille vf>rlr'V.im1»» Tal inU fi' .n M"-lhl>i'ien Himmel (Iber df-n «f hm-r H'ius- chen, ml' dem dnfUT'n wald und den wt'Illgen W1»-?«n. InUliCr Wir fÜi'Evs P,llf1 rlaq'-wes^'tl Jisif ri '.vi- ein" vrTS'hinte ritjlii'bte. Allin'iii'itii et-.:r hnMe ei '^■'h vertie/l tin'J wir ni;> iit r .Sf-rlo r!^ ihn iiklt Ii.tierer Heilt^fkeil sifüllt, ihr Jtark und ff^i^anuft '.li y«machl. Danr. ibor hatte et ihn yefnfll, T.'..«rst mahnend, 'A'le ein Gedanke, den man nicht l>'.« wird, dann hattlger, einer Krankheit aliiili^h, di« am k'''rp«r zehrt, und nun Iie0 •§ Ihn nicht mehr. Stets sah «r das Häii«chen vor sich, dns kl«ine Anwesen, wo es halb nacT frlschyornolkenei Mitch und Kühen, Jialb nach Herden und Heu roch. Er seh Mutlers weißes Haar und Ihren gütigen Blick, die schmalen, kleinen, Immer ge-schäftiijen, nl« leiernden Hände, die so oft liebkosend über «ein Haar strichen. Düsterer als sonst erschien Ihm sein Jetzig'« Leben, grau und kalt lag die Kasfrne. fr*»ind die Stadt. Fremd waren auch dl« Menschen • ja, seihst die Sprache, die je doch die seine war, klang ihm hier anders, frockener, härtar als daheim. AlliiiAhilfh versrhwand das Ll<"ht von den Ft nstern der Häuser unter den Ver-diinkluntjsrollen. Ob die Mensrhen, die di.irt W(.hnteu, auch so fflhlten wie er? ■ Ib sie In gleicher Weise, mit gleicher MetiH, an den Ihren hingen wie er? W d'l kaum lia/u 'waren die wohl nicht fnMq In Ihrer kalitm Verschlns-enhelt. Hf'iih' neilnirfMi, der ging und nicht mehr kommt, aurh für die Mensfhen hier, ilie Ilm erst si.» fr'iiul ! ersrhli neri sind iitul ('iidlich für rias i kleine stille Tal im S'iduu und für —■ i MuUei.