Mittwoch den 1. Mai 1878. XVII. Jahrgang ^Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise - für Marburg ganzjährig 6 fl., halbjährig S fl., vierteljährig 1 fl. b0 kr: für Zustelluna _»n» Haus monatlich 10 kr. - mit Postversendnng: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertionigebühr S ?r. pr. Seile. Ktim trstt« Kaioatufchvß E«gla»ds. Marburg, 30. April. Oesterreich-Ungarn'« sind wir sicher — beim ersten Kanonenschuß Englands wird es Bosnien, die Herzegowina und Albanien be-setzen. Tiefe Nachricht kommt a»tS dem Bis-marck-Gortschakofs'schen Lager. Oesterreich-Ungarn will demnach die Nell-tralität in der Orientsrage brechen und geschieht dies, um seine Jntereffen zu wahren, seinen Machtkreis zu erweitern, wie unsere Diplomaten es nennen. Und die Partei der Reichs-mehrer ist wohl noch in dem Wahne befangen, dab die Eroberung der genannten Länder keine Einbuße aus einer anderen Seite zur Folge haben wird. Die russensreundliche Stellung Deutschlands muß jedem haldivegs scharfen Veobachler alisgesallen sein. Aus bloßer Dankbarkeit läßt sich diese Stellung nicht erklären und mub Deutschland gewiß noch einen anderen Zweck vor Augen haben. Grenzte Deutschland an die Tilrkei, so könnte und wttrde es bei der Thei-lung aus geradem, kurzem Wege zugreifen. Aber Deutschland ist wenigstens unser Nachbar und an Greifgel listen fehlt es nicht, oder wir müßten Bisinarck und Willielnr den Adler schmählich verkennen. Wo möchle der nervöse Kanzler seine Gelsiste am liebsten desriedigen? Wo ist der Tisch des Herrn, von welchem der götteSfülchtige Hohenzolker die glänzendsten Edelsteine zu nehmen wünscht für seine Krone? Noch ehe das ruffische Heer den Pruth überschritten, haben Berlin und Petersburg sich zu Schutz und Trutz verbündet, da« ganze Spiel abgekartet. Die Falle, in die wir gelockt werden, heißt Bosnien Herzegowina-Alba»lien. Besitzt unsere ErotierungSpartei Brief und Siegel, daß nach der Vergrößerung Oesterreich-Ungarns bis an das Aegäijche Meer Deutschland zur Herstellung des europäischen lAleichge- wichtes nicht mit Rußlands Unterstützung einen Machtztlwachs verlangt — daß es diese Ver« gröberung nicht auf detn Gebiete des ehemaligen Deutschen Bundes, auf österreichischem Boden sucht daß es mit seinem Begehren nicht hervortritt an dem Tage, an welchem der Staat Oesterreich durch eigene Schuld und durch fremde Niederträchtigkeit tiankerott geworden? Dann aber war es der erste Kanonenschub Englands, welcher uns mitten ins Herz getroffen. Franz Wiesthaler. Zlll Geschichte des Tages. Unterm Vorsitze des Kaisers soll dieser Tage der gemeinsame Ministerrath die streitigen A u »gleich SP unkte vereinbaren. Den Behauptungen der Halbamtlichen zusolge stlinden wir vor einem Provisorium von ungewisser Dauer — von sehr kurzer Dauer, wenn die Parlamente so unbedingt zustimmen, als die Regierungen entschlossen sind, ihre letzten Griinde wirken zu lassen. Die Unterhandlung zwischen London und Petersburg, betreffend die gleichzeitige Zuriickziehung der Streitkräfte vor Konstantinopel ist gescheitert. Wir verzeichnen eine Konlödie mehr in der politischen Ge-schichte und besiirchten nnr, die Geschichte des nächsten Massenmordes werde neuerdings be-weisen, daß die Menge des vergossenen Blutes im Verhältniß steht zur Tinte, welche die Diplomaten verbraucht haben. England bereitet sich vor, seine starke Seite auszunützen und namentlich als Seemacht den Kampf mit Rußland zu führen. Der Schauplatz des Krieges soll ausgedehnt werden, so weit die Schiffe AlbionS reichen und wird nun ein Geschwader von zwanzig Fahrzeugen in die Ostsee gesandt. Vermischte Nachrichten. (Papstthum. „Wir können nicht".) Der „Allgemeinen Augsburger Zeitung- wird aus Rom berichtet: „Für hoffnungsreiche Ge-tnttther, welche an dem Gedanken der Versöhnung des Papstthums und des Staates, Leo'S XIII. und des italienischen Königreichs, ihre Freude haben, sei die folgende Thatsache mitgetheilt, für deren Richtigkeit ein durchaus zuverlässiges Zeugniß vorliegt. Der Herzog voll Aosta begab sich im Verlaufe der Fastenzeit in eine der hiesigen Kirchen, um als guter Katholik seinen österlichen Pflichten Genüge zu thun. Der beichthörende Geistliche fragte den ihn; unbekalnlten Büßer, wer er sei. Der Herzog erwiderte: ein Militär. Welchen Grades? fragte der Geistliche weiter. Der Heimzog versetzte : er sei Offizier, worauf der Priester erklärte: er lmd seine Aintsbrüder seien ange-wiesell, den italienischen Militärs vom Ser-geallten anfwärts die Absolution zuver weigern. Der Herzog mußte also die Kirche verlassen, ohne seiner Sitnden ledig zu sein; allein er beruhigte sich nicht tiei dem ll)n» ertheilten Bescheid, sondern schrieb einen Brief an Se. Heiligkeit, um bei dein Haupte der Kirche Ansrage zu thun: wie er sein Verhalten einzurichten lzabe. Der Papst legte den Brief- des Herzogs einer Kongregation von Kardinälen zur Entscheidung vor. Diefe Kongregation berieth unter dein Vorsitze des Pielnontesell Billio, und nach einigen Tagen erhielt der Herzog eine — mit keinem Namen unterzeichnete — Antwort, welche vier Bedingungen aufzählte, von deren oor-gängiger Erfüllung die Ertheilung der At)so-lution abhängig geinacht wurde. Es genügt, zwei viefer Bedingungen hier mitzutheilen : dem Herzog wurde nicht nur geboten, seine Stel-lung als Kolnlnandant von Rom aufzugeben, sondern auch möglichst unverzüglich die Stadt Rom zu verlassen." (Verkehr. Oesterreich und die Bahn Zi e u i 1 l e t o tt. Müht und Kroot. Äon H. Schmied. (Fortsetzung.) „Fragell Sie die Dame selost l" ellviderte Oververgen. „Setzen Sie deil Tag der Ver-mählllng an, machen Sie die Verlobullg bekannt und gestatten Sie mir, daß ich der erste l)i,l, der in der Residenz diese interessante Neu-iakeit verkündet I Gestatten Sie mir, sagen zu können, dab ich der glückliche Zeuge gewesen, vor dessen Augen Sie den Veriobungskuß gewechselt haben." „Ich weiß nicht, wie ich daran bill", sagte Schroffenstein unsicher. „Ich bin ganz außer mir vor Verwunderung. Aber ich wäre wohl ein Thor, wenn ich lnir eine solche Aufforde-ruug wiederholen ließe." Er schloß Primitiva rasch in die Arme, drückte ihr einen Kuß auf deu Mund und fchritt dann lnit Overbergen, der ihm den Arm bot, aus dem Geinache. Primitiva. welche kaum wußte, was mit ihr geschehetl, sank schaudernd aus ein Ruhebett und drückte das Tuch vor die überquellenden Augen. Sie hatte recht gesehen. Der Manl', der durch den Gang geschritten, war wirklich Führer gewesen. Er stand jetzt vor der alten Herzogin. Der Lakai hatte den mächtigen Günstling und Milnster mit einer Verwunderung eintreten sehen, welche fast an Scheu grenzte, und hatte dessen Wunsch, der Herzogin-Mutter seine Auswartung machen zu dürfen, der diensthabenden Dame geineldet. Mit nicht geringerer Verwunderung war diefe zu ihrer Gebieterin eingetreten und Führer ihr fofort ins Vorgeinach gefolgt, von welchetn eine nur mit Vorhängen verschlossene Thür unmittelbar in das innere Gemach der Herzogin führte. Die Entfernung war fo kleitt, daß er es wohl vernehinen konnte, wie auch die Herzogin die Ueberraschung ihrer Dienerschaft theilte und wie sie in lautein, ungnädigem Tone Befehl gab, den unwillkolnlnenen Besnch abzuweisen. „Brauchen Sie irgend einen Vorwand", hörte er sie rusen und nahin dann in ansiälldigster Haltung die Meldung der Hofdame entgegen, daß Ihre Durchlaucht mit den Anstalten zu ihrer Abreise zu sehr beschäftigt seien, um irgend Jeinand einpsangen zu können. „Ich bedanre allerdings lebhaft, wenn ich ullter diesen Uinständen und überl)aupt noch so spät störe", erwiderte Führer. „Deilnoch muß ich daraus bestehen, vorgelassen zu werden." .Sie hören aber, daß es unmöglich ist!" „Ich hijre, würde auch mein Gesuch niÄ wiederl)olen, wenn dasselbe auf eigelier Kühnheit beruhte; ich stehe jedoch hier auf Befehl lneines Herrn und Gebieters. Ich darf nicht zurückkehren, ohne Ihre Durchlaucht die Fran Herzogin-Mutter gefprochen zu hallen." Die Hofdaine verschwand wieder hinter den Vorhängen; im nächsten Augenblicke aber wurden diese wieder auseinander gefchlagen und eine Geberde der Dame lud den Minister zuln Eintreten eiit, während drinnen die Stilnme der Herzogin sich laut genug vernehlnen ließ, um draußen verstanden zu werden. „So mag er eintreten", sagte sie. „Wenn er von seiner Durchlaucht komlnt, soll es nicht den Anschein haben, als scheute ich mich, ihn vor mir zu sehen." Im nächsten Augenblicke stand Führer vor der greisen Flirstin. „Sie koinmen voll nleinein Enkel, Herr' Millister", sagte die Herzogin. „Was haben Sie mir von ihln zu sagen?" „Seine Durchlaucht", entgegnete Flthrer ruhig und in ehrerbietigem Tone, „haben ver-nolnmeti, daß Durchlaucht gesonnen seiil sollen, Stadt und Land zu verlassen —" Mitrowitza-Salonichi.) Das ^Wiener Tagblatt" veröffentlicht nachstehenden Brief au« Alexandrien : „Die Nachricht, daß Oesterreich unter die Bedingungen, unter denen es den Friedensvertrag von San Stefano anerkennen will, auch die Besitzergreifung der Bahn Solonich'Mitrc-uiitza aufgenommen habe, hat in der hiesigen österreichisch-ungarischen Kolonie sympathische Ausnahme gesunden und mehrere geachtete Mitglieder derselben beeilten sich auch sogleich dem hiesigen österreichisch-ungarischen Generalkonsul ihre volle Zufriedenheit darüber auszudrücken. Man uiuß eben in Egypten leben, um ermessen zu können, von welchem Nutzen die Besitzergreifung der genannnten Bahn durch Oesterreich für desien Handel und Verkehr nach dem Nillande sein würde. Bekanntlich rmgen Oesterreich und Italien schon seit mehr als fünfzehn Jahren mit einander um die Erwei» terung ihrer Handelsthätigkeit in Egypten. Diese internationale kommerzielle Fehde gab auch Veranlassung dazu, daß Italien die Bahn Bologna-Brindisi über Hals und Kops baute, um nur so schnell als möglich nahe an Egypten heranzurücken. Dabei ward auch die Schiffahrt nicht auber Acht gelassen. Durch die Errichtung der Dampsschiffslinie Brindisi-Alexandrien ist die Distanz zwischen hier und Brindisi aus 85 Stunden abgekürzt worden. Trieft kann man dagegen von Alexandrien aus ers^ nach 13S Stunden erreichen, was einen Zeitgewinn von 47 Stunden, oder beinahe von vollen zwei Tagen für die Linie Alexandrien-Brindisi ergibt. Gelangt aber Oesterreich wirklich in den Besitz der Bahn Mitrowitza-Salonich, so wird es dieselbe voraussichtlich in der kürzesten Zeit »»it dem slavonischen Bahnnetze verbinden, und so einen direkten Schienenweg zwischen Wien und Salonich herstellen. Für eine direkte Schiffs« Verbindung zwischen letzterer Stadt und hier wird gewiß der Lloyd oder sogar der Khedive sorgen, der eine solche Linie schon vor Jahren herstellen wollte. Da aber Salonich von hier ans per Dampfschiff it» ungefähr 76 Stunden zu erreichen ist, so wird die Llnie Alexandrien-Salonich bald über die Linie Alexandrien-Brindisi triumphiren, was Oestereichs Verkehr nach Egypten mächtig fördern würde." (Krieg und Geschäft.) In manchen Jndnstriekreisen wird berechnet, daß der Ausbruch des russisch-englischen zlrieges unsere Ge» schästsverhältnisse vortheilhast beeinflußen werde, da Nubland einen großen Theil seines Be-darses an Industrie-Artikeln dislang aus England bezog und die kriegerischen Verwicklungen beider Länder einen Abbruch der bestandenen kommerziellen Verbindungen zur Folge haben würden. Hat schon die Blokade russischer und rumänischer Häsen durch die türkische Flotte im vorigen Jahre oen Süden Nußlands in „So ist es!" „Dab dies schon bald geschehen soll ul»d auf längere Zeit —" „Auch das verhält sich so." „Durchlaucht sollen gedenken, Jhreil künftigen Aufenthalt in der Hauptstadt unseres groben Nachbarstaates zu nehmen —" „Und wenn es so wäre?" fragte die Her-zogil», indem sie sich erwartungsvoll noch höher ausrichtete. „Dann lassen Seine Durchlaucht durch mich die ergebenste Bitte aussprechen, die Neise zu unterlassen, »hm und der Stadt Ihre Anwesenheit nicht zu entziehen." „Wenn dem Herzog an der Anwesenheit der alten, blinden, mürrischen Frau gelegen ist", entgegnete die Herzogin, „warum kommt der Enkel nicht selbst, die Großmutter darum zu bitten?" „Seine Durchlaucht haben diese Frage vorausgesehen", erwiderte Führer, „und mich mit der Erwiderung betraut. Seine Durch-laucht lassen darauf aufmerksam machen, daß dadurch ein in weitesten Kreisen verbreitetes Gerücht Nahrung und Bestätigung fände, das Gerücht, als stehe die Abreise Eurer Durch» laucht nicht außer Zusammenhang mit einigen Vorgängen der jüngsten Zeit." „Nicht außer Zusammenhang!" ries die seinen Kohlenbezögen von uns abhängig gemacht, so wird dies letzt noch im verstärkten Maße geschehen und auch der Bezug von Eisen, Eisenwaaren, wie von Erzeugnissen der Textil-Industrie wird dann nach Rußland ein vermehrter werden. Aber auch in anderer Weise wird ein russisch englischer Krieg auf unsere Industrie belebend einwirken, und zwar durch die gesteigerte Inanspruchnahme englischer Produkte, namentlich der Montan-Jndnsirie, für den eigenen Bedarf. Dieser in einer kaum geahnten Weise wachsende Bedarf wird englische Waaren von der Konkurrenz abdrängen, die Waaren anderer Länder aus dem Markte erhalten, und dies um so länger, je länger die kriegerischen Verwicklungen dauern und je größere Mengen derselben der Vernichtung anheimfallen. Der Löwenantlzeil an der hiedurch vermehrten industriellen Thätigteit und der größeren Handelsbewegung nach Rußland wird wohl Deutschland zufallen, aber die mit unserem Lande durch Bahnen verbundenen russischen Gebietstheile werden auch der österreichischen Industrie ein gutes Absatzgebiet eröffnen. Zttarbulxier ^ierichte. Sitzung des GemeinderatheS vom 25. April. tSchlu». > Herr I. Kokoschinegg ersucht um einen Beitrag von je 50 st. für die Monate Mai, Juni, Juli und August zur Bespritzung der Tegelthoff'Straße. Der Berichterstatter Herr Max Baron Rast beantragt, zu entsprechen. Das Wort ergreifen die Herren: Julius Pfrimer, Dr. Joses Schmiderer, Wohlschlager, Hartmann, Dr. Reiser. Marco und wird der Seklionsantrag zum Beschluß erhoben samint dem Zusätze, welchen Herr Julius Psrimer in Form eines WuitschrS reantragt, daß näinlich die Tegetthoff-Straße bis zuin Hause des Herrn Mohor besplitzt weiden möge. — Ain 30. Juni ises hatte die Stadlge« meinde Marburg voin Herri» Ferdinand Grafen Brandis eine Grundfläche (400 Geviertklafter) in der Steuergemeinde Burg»Maierhof . uln 2400 fl. gekauft und wurde diefer Betrag von Herrn Joh. Girstmayr s. der Gemeinde unter der Bedingung geschenkt, daß der fragliche Gruttdlheil innerhalt) zehn Jahren zur Errichtung eine» Schulhauses und allfälliger Lehrer-wohuungen verwendet werde. Sollte dieser Bau nicht ausgeführt werden, so ist Herr Johann Girstnwyr oder dessen Nechtsnachsolger berechtigt, die'Schenkung zu widerruseii und muß die Geineinde deii ivetrag von 2400 st. nnver» zinst hinauszahlen. Der Schenkungsvertrag Fürstin warm. „Sie drücken sich sehr diplomatisch gewählt aus, Herr Minister; Äe haben aber nicht Ursache, mir gegenüber Ihre Worte so aus Schrauben zu stellen. Ja, lnein Herr, meine Abreise steht nicht außer Zusammenhang mit gewissen Lorgängen der jüngsten Zeit. Ich gehe, ich verlasse einen Hof und ein Land, an und in welchein von jetzt an Grundsätze gelten sollen und zum Gesetze erhoben werden, welche mit deiien nicht übereinstimmen, in denen ich aufgewachsen und grau geworden bin! Ihr Herr Herzog und Gevieter hat die Krone von seinem Ahnherrn vollständig und unversehrt erhalten. Wenn er sie nun zerbricht, wenn er die schönsten Edelsteine herausnimmt und verschenkt, so will ich wenigstens nicht Zeugin da-von sein. Sagen Sie Ihrem Herzog: das Grundgesetz, dessen Zurücknahme ich schon einmal von ihm erbeten habe, ist es, was mich aus dem Lande treibt. Sie aber, Herr Minister, mögen imlnerhin triumphiren, denn Ihr Einfluß, Ihre Ueberredungskunst hat es doch wohl zu Wege gebracht, daß dieses unheilvolle Gesetz nun doch publizirt worden ist." „Durchlaucht", erwiderte Führer mit ruhiger Mäßigung, „erweisen mir in einem Athemzuge zu viel Ehre uiid treten mir doch wieder zu nahe. Die Grundsätze, aus welchen die jetzt veröffentlichte Verfassung beruht, silld wurde von der Gemeindevertretung am 1. Okt. 1868 genehmißt. Zur Sache stellt nun die IV. Sektion durch Herrn Julius Pfrimer den Antrag: „Die erwähnte Grundfläche von 400 Ge-viertklaftern soll Herrn Johann Girstmayr 1. unter der Bedingung in sein Eigenthum überlassen werden, daß derselbe über die bereits am 29. Sept. 1868 an die Stadtgemeinde Marburg zuiN Behuse des Ankaufes dieser Grundparzelle geschenkten 2400 fl. neuerdings 2400 fl. sür die Stadtgemeinde Marburg in der Gemeinde-Sparkasse sruchtbringend anlege und daß dieser Betrag im Sinne des Schenkers nur zum Zwecke der Erbauung eines Gemeinde Schul-hauses verwendet werden darf, bis dahin aber zinstragend in der Sparkasse zu verbleiben habe. Hierüber foll zwischen der Stadtgemeinde Marburg und Herrn Girstmayr ein rechtsverbindlicher Vertrag geschloffen werden." Nachdem die Herren: Bürgermeister Dr. M. Reiser, Ludwig Bitterl von Tessenberg, Marco, Max Baron Rast, Dr. Duchatsch gesprochen, wird dem Antrage des Herrn Max Baron Rast gemäß der Herr Bürgermeister ermächtigt, auf Grundlage der von der Sektion vorgeschlagenen Bedingungen den Vertrag mit Herrn Joh. Girstmayr abzuschließen. — Den städtischen Acker beim Kadeteninstitut hat Frau Maria Komlanz wieder auf ein Jahr um den Preis von 40 fl. gepachtet und genehmigt der Gemeinderaih das betreffende Protokoll. (Bkrichterstatter Herr I. Pfrimer.) — Die erübrigten Friedhof-Parzellen in Po-berfch werden um 25 fl. für da« Joch der Frau Katharina Goriupp auf drei Jahre ver» pachtet. Die Pächterin übernimmt auch die Verpflichtung, an der Südseite des Friedhoses sich mit der Grasnützung zu begnügen, damit der Zaun durch Ackerung nicht verdorben werde. (Berichterstat.er Herr Jul. Pfrimer.) Die Zinsen, welche Heuer der Gemeinde aus dem Refervesond der Sparkasse zu Gute koinmen, belausen sich auf 15,985 st. 16 kr. Die Sektion beantragt durch Herrn Julius Pfrimer, diefes Gelc» zur Rückzai^lung des Kapitals all die Sparkasse zu verwenden. Herr Karl glucher eriniiert, daß noch Zinsenrückstände zu bezahlen seien. Herr Franz Bindlechner wünscht, die Schulden bei der Sparkasse zu vermindern. Der Herr Bürgermeister hofft, daß die Zinsen bei der Sparkasse zum größten Tbeile durch die Rückstände der Einnahinen geoeckt werden können. Herr Anton Badl beailtragt, zuerst die rückständigen Zinsen zu decken und dann erst das Kapital zurückzuzahlen. Herr Max Baron Rast berech,»et, daß die die Seiner Durchlaucht des Herzogs, sind von ihm gebilligt, und ich bin nur so glücklich, mit der Ausführung betraut zu sein. Ich aber bin von er Wahrhett dieser Prinzipien überzeugt und Durchlaucht könnvn es mir nicht zum Unrecht anrechnen, wenn ich für meine Ueberzengung wirke." „Ueberzeugung l Sagen Sie besser: Verblendung oder Einoildung l" rief die Herzogin auffahrend, setzte aber sogleich in inilderem Tone hinzu: „Ich ,ehe Sie nicht, mein Herr. Nach Ihrer Stunme aber müssen Sie noch ein Mann »n jungen Jahren sein und eS ist etwas im Klange derselben, was mit dem Bilde nicht übereinstimint, das ich mir von Ihnen gemacht habe." „Das freut mich", entgegnete der Minister herzlich. „Um fo eher dars ich hoffen, verstanden zu werden, und kann ohne Rückhalt reden. Seine Durchlaucht der Herzog habe»» sich nie darüber getäuscht, daß es die Veröffentlich,lng der Verfassung ist, was Sie von Hos und Land verscheu». Er fühlte das auch jeder Zeit schmerzlich, denn er liebt und verehrt Sie. Dennoch aber vermochte er nicht anders zu handeln, und als ein Zeichen seines besonderen Vertrauens hat er es mir übertragen, Ihnen seine Bitte aiiSzusprechen, in der Hoffnung, daß es mir vielleicht gelingen möchte, Ihnen von diesem ein Selbstmord stattgehabt. Nun aber stellt sich heraus, daß ein Raubmord verübt worden. Der Todte, Johann Deschmann von Stop, Gericht-bezirk Egg in Kram, wurde am letzten Samstag ausgegraben und von seinem Schwager, der von Laibach hiehtr gekommen, mit aller Bestimmtheit erkannt. Deschmann hatte zu Graz als Bäcker in Arbeit gestanden, hatte seine Verwandten in Laibach besucht und war bei der Abfahrt nach Graz im Besitze von 600 fl. (zwölf Banknoten zu je fünfzig Gulden). Der THSter, Bäcker I. von Kranichsfeld, befindet sich bßreits in gerichtlicher Haft; er hatte bedeutenden Aufwand gemacht, mehrere ^Fünfziger" wechseln lassen und Verdacht erregt, weßhalb er von der Gensdarmerie festgenommen wurde. (Kasino Marburg.) Auf allgemeines Verlangen findet Sonntag den ö. Mai 1873 ein Familienabend statt. Letzte Vost. Die letzten Ausgleisvereinbaruuaen der Minister f»Ue« den Parlament,« als »tn Ganzes »org-legt werden. Rußland ha» die Vforte anfgefordert, Gchumla, Barna «nd Bat»« binnen fünf bis sieben Tagen zn räumen. Die Aufständtichen in GÜd Bulgarien zählen bereits sechzigtausend Mann. Di»i)?uffe« treffen Vorbereitungen, das n Ardliche Ufer des Bosporus zu besetzen. England vermittelt ein tilrkisch-arie-chisches BitndniH u« den Vreis der Abtre-tuag von Epirus und Theffalien au Griechenland. Uom Nüchertisch. „Neue Jllustrirte Zeitung" Nr. 31. Illustrationen: Die obersten Beamten der Pariser Ausstellung: E. Duval, technischer Direktor; I. B. Krantz, General-Direktor; Georg Berger, Direktor der ausländischen Sektionen. — Kronprinz Rudolf in den Brehm-fchen Vorlesungen. Original-Zeichnung von Vincenj Katzler. — Pariser Weltausstellung 1878 - Die Fasade der österreichisch-ungarischen Abtheilulig. Nach dem Entwürfe des Architekten Gustav Korompay. — Pariser Weltausstellung 1878 : Das Hauptportal des Ausstellungspa-lastes. — Kitzloch-Klamm bei Taxenbach. Nach einer photographischen Ausnahme. Die vier Jahreszeiten. In Salzburg'scher Mundart von R. v. Freisauff. Jllustrirt von I. Eibl. — Frtihjahrs-Moden. — Texte: Ein Fralienlieb-ling. Roman von E. v. Schwarz. (Fortsetzung.) Die Pariser Weltausstellung 1878: Partner Brief,'° von Max Nordau; die obersten Beamten der Pariser Weltausstellung; die Fagade der österreichtsch'ungarischen Adtheilung; das Haupt« portal des Pariser Ausstellungspalastes. — Frühlings- und Liebeslieder von Anastasius Grlln. Mitgetheilt von P. von Radics. — Ueber den Karst. Landschaft und Staffage ehemals und heute. Von Dr. Siegfried Kapper. II. (Schluß.) — Die Kitzloch-Klamm bei Taxenbach. Von S. — Kronprinz Rudolf in den Brehm'fchen Vorlesungen. Das goldene Kreuz. Novelle von F. Hell. (Schluß). — Klewe Chronik. — Schach. — Rösselsprung. — Kryp-tographisches Embleme-Räthsel. — Magische» Buchsiaben-Quadrat. ^ Silbenräthsel. — Wochenkalender. Die soeben erschienene Nummer 31 der illustrirten Familienblattes „Die Heimat" enthält: Unersetzlich! Roman von Josef Weilen. (Forts.) — Morgennähe. Gedicht von Martin Greif. — Sklaven des Herzens. Novelle von Levin Schiicking. (Fortsetzung.) — Illustration: Schloß Sigmundskron in Tirol. Auf Holz gezeichnet von I. I. Kirchner. — Kronprinz Rudolf in England, ll (Schluß.) Von F. — Die Bauerndoktorin. Von F. A. Baccioeco. Mit Porträt. — Tiroler Burgen. - (Nach Aufzeichnungen des Grafen M. Z.) Von Karl Graf Zaluski. — Die Sahara und ihre Bewohner. Mit Illustrationen. — Musik. Jtali-enifche Oper in Wien. Von L. P. — Pariser Weltausstellung. Die Bauten. Von Dr. Max Nordau. — Aus aller Welt. (Einfluß der blauen Farbe auf Geisteskranke. — Zur Geschichte der Schleppe. — Verein der Literatur, freunde in Wien.) Eingesandt. Wir macheu hiedurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren liontmann älSiwon In besonder» aufmertsam. E» handelt fich hier um Original'Loose zu einer so reichlich mit Hanptgewinnen ausgestatteten Verlovsung, daß fich auch in unserer Gegend eine sehr lel>hafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten find und auch vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Zitkttffaiit ist die in der heutigen Nummer dieser Zeitung fich befindende Elücks-Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat fich durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Beträge einen dermaßen guten Auf erworben, daß wir Jeden ans dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle aufmerksam machen. Gemeinde 39,000 fl. Zinsen schuldig sei; diese Zinsen follen gezahlt werden. Der Herr Aarxermeister macht aufmerksam, daß die Sparkasse den Betrag als Abschlags, zahlung de» Kapitals nicht annehmen, sondern vorerst die Zahlung der Zinsen verlangen würde. Herr Marco befürwortet den Antrag der Sektion. Für die Zinsen habe der Voranschlag bereits vorgesorgt und möge deßhalb d^s Kapital zurückgezahlt werden — mindestens bis zur Höhe von 10,000 fl.; den Rest könne die Gemeinde sür die Zinsen verwenden, falls diese durch die rückständigen Einnahmen nicht gedeckt würden. Diesem Antrage wird beigestimmt. (AuS hil fskas f e - Verein.) Die Aushilfskasse in Marburg hat bis Ende April l. I. an Einlagen und rückbezahlten Darlehen 104.306 fl. ü4 kr. eingenommen, dagegen an Behehungen und Darlehen 103.590 fl. 3S kr. verausgabt. Einlagen werden mit 6°/«, verzinst. (Vermißt.) Am 9. Jänner ging Katharina Ferlefch, Tochter eines Schmiedes in Staroschinzen, in die Kolles zu einer Hochzeit und kehrte i»icht mehr zurück. Einige Tage nach der Hochzeit soll man dieses Mädchen in Gesellschaft eines unbekannten Weibes auf der alten Reichsstraße bei Marburg gefeheit haben. (Einbruch.) Florian Esch, Sohn eines Grundbesitzers in Hebenstreit bei Gonobitz wird steckbrieflich verfolgt, weil er in Gesellschaft eines Unbekannten bei Simon Kratschun zu Gabrole eingebrochen und Lebensmittel, Kleider, Wäsche . . in beträchtlichem Werths gestohlen. (Neue Firma.) Im Handelsregister des Eillier Kreisgerichtes ist die Einzelfirma: „Julius Tognio" — Handel mit Lanndeser-Zeugnissen zu Pettau — eingetragen worden. (Verunglückt.) Letzten Samstag fand hier im Hofe des Tscheligi'schen Hauses lieim Ausbrennen der Fässer eine Explosion statt. Detn Buchhalter Herrn Joses Ptlz wurden .bei dieser Gelegenheit beide Füsse und eine Hand schwer verletzt und mehrere Rippen gebrochen. (Mai-Avancement.) Die Generalmajore: Georg Studenrauch von Tannenburg, Kommandant der 34. Jnsanterie-Truppendivi» sion, und Karl von Tegetthoss, Kommandant der 6. Jnfanterie-Truppendivision, sind zu Feldmarschall-Lieutenants befördert worden. Unter den Obersten, welche zu Generalmajoren ernannt worden, besiitdet sich Josef Latterer von Lindenburg, Kommandant der 48. Jnfan-terie-Brigade. (Nicht Selbstmord, sondern Raubmord.) Im Burgwalde bei Marburg wurde am 19. April ein Todter anfgefunden, welcher mit abgerissenem Stricke um den Hals in einem Graben lag und glaubte man, daß gefürchteten Gefetze eine andere Vorstellung beizubringen." „Niemals!" rief die Fürstin mit abwehrender Geberde. ^Denken Sie, daß ich uüch mit Ihnen in Erörterungen, in einen Streit über die Grundsätze der Herrschast einlassen werde? Könnte mein Enkel das von mir glauben, er müßte mich lticht kennen. Ich achte und ehre jeden Stand. Ich glaube, daß Jeder in seiner Sphäre, in dem Umkreise der Befugnisse, die seinem Wirken vorgeschrieben sind, des Guten und Trefflichen sehr viel schaffen kann. Aber ich achte und ehre Jeden nur innerhalb dieses Kreise» ! Der Bürger gilt mir nur, wo e» das Gewerbe betrifft, der Gelehrte, wenn es sich um die Wlssenschast handelt; Sache des Fürsten ist es, zu regieren und Gesetze zu geben. Er hat Macht und Beruf dazu von Gott aUein^und einzig vor Gott hat er sie zu üben l" „Allerdings, bei so schroff ausgesprochenen Ansichten", entgegnete der Minister nach kurzem Schweigen, „verli^ert sich die Aussicht auf Verständigung in» Nebelhafteste „Noch einmal, schweigen Sie!" unterbrach ihn die Herzogin beinahe hestig. „Ich will da» von nichts hören. Sagen Äe meinein Enkel, er hätte sich und Ihnen diese Mission ersparen können, er hätte wissen sollen, daß Ihnen noch weniger gelingen wird, was er nicht zu Wege gebracht hat. Dieser alte Kopf faßt die neuen Dinge nicht mehr, welche man jetzt sür Wahrheit ausgeben will! Diese meine blind gewor-denen Augen sehen all den blendenden Schein und Schimmer nicht, mit dem man sie umgibt, um sie der Wahrheit ähnlich zu machen. Ich lebe nur mehr ein innerliches Leben, in der Erinnerung und im Glauben; aber da ist es hell utld klar, und in dieser Klarheit steht die Ueberzeugung unerschütterlich sest, daß nur das Alte, wie es uns die Religion lehrt, da» einzig Wahre ist." Die Fürstin hatte mit erhobener Stimme gesprochen und schien sofort auf eine Entgegnung zu warten. Der Minister betrachtete die hohe Gestalt mit einem Ausdruck der Verehrung. Er schien ein rasches Wort der Erwiderung aus der Zunge zu haben, aber die Geslihle der Achtung vor der greisen Fürstin hießen ihn dasselbe wieder zurückdrängen. „Ich habe alle Ehrfurcht", begann er nach einer WeUe, „vor solcher echt sürstlichen Entschiedenheit, nur kann ich meine Verwunderung über eins nicht bergen. Wenn so sest an dem gehalten wird, was die Religion lehrt, was sie im Gebiete der Politik ausstellt, wie kommt es doch, daß sie in ihrem eigensten Bereiche dem Zweifel nicht zu entgehen verlnag?" Soviel Haltung und Fassung die Herzogin besaß, zuckte sie doch bei diesen unerwarteten Worten wie von einen» plötzlichen Dolchstoße zusammen. „Was wollen Sie mit diesen Worten sagen?" fragte sie. „Nichts Anderes, als was in den Worten nach ihrem Sinne enthalten ist. Ich kann mir nicht zusammenreimen, Durchlaucht, daß, wer so fest an der Wahrheit eines Bekenntnisses hängt, sich dennoch entfchließen konnte, dasselbe aufzugeben und zu einem andern überzutreten." „Schweigen Sie!" herrschte ihm die Herzogin mit einer Stimme zu, welcher man anhörte, wie sehr sie mit der alhemlosen Ueber-raschung zu ringen hatte. «Fräulein von Dornstein", rief sie dann, ^sehen Sie nach, ob die Briefe und Bücher, welche ich erwarte, noch nicht gebracht worden sind." Als die Dame mit tiefer Reverenz das Gemach verlassen hatte, trat Führer ein Schritt näher. „Durchlaucht erkennen", sagte er, „daß ich mehr weiß, als ich sage."' (Fortsetzung folgt.) Nr. Z6gS. Kundmachung. (491 Die mittelst Kundmachung vom 19. März 1878 Z. 2419 angeordnete strenge Hunde Eon-tumaz wird mit I.Mai 1878 hiemit aufgehoben. Die Eigenthümer von Hunden werden je« doch erinnert, ihre Thiere wohl zu beaufsichtigen, weil zu befürchten ist, daß leKtere durch die län-gere Anlegung von Maulkörben bissig geworden sind. Auch bleibt die Verpflichtung aufrecht, jede wuthverdächtige Erkrankung cineS Hundeö sogleich dem Stadtrathe anzuzeigen. Das Mitnehmen von Hunden in Gast- und Kaffeehäuser und in andere öffentliche Lokalitäten bleibt unbedingt verboten und sind die Gastwirthe und Kaffeesieder bei sonstiger Geld-strafe blS zu 10 ff. Oe. W. verpflichtet. Gästen mit Hunden den Eintritt in daS Geschäftslokale zu versagen. Die Fangta^e filr frei herumlaufende, mit der Steuermarke nicht versehene Hunde wird wieder aus zwei Gulden Oe. W. herabgesetzt. Vom Stadtrathe Marburg am 30. Äpril 1873. Der Bürgermeister: _Dr. M. Reiser. Nr. 415. (489 Kundmachung. Samstag den 4. Mai l. I. Vormit tag 10 Uhr sinvkt eine auherordentliche Sitzung der hiesigen BezirkSvertretung statt. Tages ordnung: Antrag des Bezirksausschusses auf Aufnahme eincS Darlehens von 4000 fl. auS der Gemeinde-Sparkasse Marburg gegen Verpfändung der Umlagen und Rückzahlung in einvier-teljährigen Raten von 500 fl. Bezirksausschuß Marburg, 28. April 1878. Der Obmann; Konr. Seid!. im vasö »jlsi'bui'g sind folgende Journale zu vergeben: Wiener Tagblatt — Grazer Tagespost — Marbnrger Zeitung — Dorsbote — Floh — Leipziger Fliegende — Sloveuslci (475 «»«Ivliivr (ük» »tvir»Aod« Viodzf-V»»»«?) friZetier t'ülluuA, 80^i6 übrige l»l>l«r»IvKs»«r 480) LMpüstilt. Gute Hallsmllnnskoj! in einem BiirgerShause. Anfrage im Comptoir d. Bl. (471 unll swptleblt 2ur ^bnalime UkiellMkA^vl', 432) Loockitor. Eine Wohnung mit 3 Zimmern, Küche. SpeiS und Dlichboden ist sogleich zu vermiethen: (482 _Hauplplatz Nr. 7._ Kaamann's /leijchhallmi Postgasse Nr. 8 — empfiehlt gutes Dchfenfleifch .... per Kilo SQ kr. Kalbfleisch.....per Kilo 4« kr. (Ksisoi' frsni ^osvfs-kall) »n» K. ZI»!. Reielie uuä 3ebr wirlcsame ^Icrotliermon vov 30^ R., 3vkr 8r0s8es Lassin, vIvKaute unä Asräumi^e Leparat-öassiu-Lääer. Höebst auZelielimeg LIima, bsrrliebs DmAsbunZ, sebat-tiZe ?r0meuaäöu, aller Lomtort bei mäLsiZen ?i eisen, öaäear^t: Dr. Ltaäwrzit in LllsrkQ. (483 Mittwoch den !. Mai 1878: II»vIlwtU»ss-8»wi» i» Gschiiderhas M ProßW. Anfang 3 Uhr. (486 Achtungsvoll Joh. Vschaider. Brandl's Fleischhauerei ^ Herrengasse — (473 empfiehlt sich hochachtungsvoll den?. ?. Kunden fortwährend mit dem besten Mastochsenfleisch. Ein schön killgtlichtetes Zimmer im 1. Stocke ist sogleich am Dom-platz Nr. 6 zu beziehen. (S99 Ankündigung. Sthr schöne und billige SQIVlINSr» mit hübscher Aussicht mit 2—5 Ztmmern nebst allem Zugehör, nur 10 Minuten von der Stadt. (468 Wo? sagt die Expedition d. V. Eine schöne ftenndliche WohlMNA filr eine solide Parthei mit drei Zimmern und Küche sammt allem Zugehör und Bequemlichkeit im Hause nebst schöner Aussicht ist billig zu vergeben bis 1. Mai. (4ö9 Auskunft im Comptoir d. Bl. Ein GewSlb i« der H-rnkgasse, Hau« Nr. 1ö ist mit I.Juni zu verml'thm. Anzufragen daselbst im 1. Stock. ««»IltSt sammt Gebäude in der Gemeinde Allttslhsvin, I Stunde von Marburg, mit Weingarten, trag-baren Obstgarten und Acker ist auS freier Hand um 2500 fl. zu verkaufen. ^466 Auskunft beim Eigenthümer M. Gollob, Rr. SS. Ein Lehrjung, der deutschen und slovenischen Sprache mächtig, wird sogleich in meiner Posamentier-, Band-uild Weißwaaren-Handlung aufgenommen. 399) C. I. Huberaer. DM Anempsehlullg. ?rn-mpfohlen. Für Anlagen sind 4 Stück sehr schöne 3Va Meter hohe Roth-Mbenbiiume oder Taxus zu verkaufen. — Auskunft beim Kunstgärtner Huber, Blumeiigasse._(470 __ Verantwortliche Vievaktion, Druck Berlag von ^du^d Iail Mit einer Beilage. Zum Beginn der Frühjahrs- und Sommer »Saison fühlt sich der ergebenst Gefertigte verpflichtet, allen hohen Herrschaften und den; ?. 1'. Publikuul für das Vertrauen, welches ihm durch mehr als 5 Jahre in so hohem Maße zu Theil wurde, den verbindlichsten Dank abzustatten. GleichZi^itig erhübe ich mir hiemit höflichst bekannt zu geben, daß ich meine Equipage auf IS Pferde und V Wägen komplrtirt habe; unter letzteren befinden sich die Nummern IL, 13, 14, tS. 16, 17. Außer diesen stehen den geehrten Herrschaften noch zwei elegante Landauer zur Verfügung. Indem ich mir schmeichle, bisher selbst die höchsten Herrschaften zur vollsten Zufriedenheit bt-dient zu haben, bitte ich, ein ?. 1'. Publikum wolle mich auch ferner mit seinem Vertrauen gütigst beehren. . .... Ich'verde stets bestrebt scin, durch sicheres Fahren, schnelle Sedienung nnd biUts^e preise dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Vestellunge n der Wägen werden inl Gastziinnier des llotvl.Modr", Herrengasse Nr. 30 entgegengenommen. (445 Hochachtungsvoll HlUdotf MMusch, Gastwirth und Fiakereibesitzer, „Hotel Mohr". Ullnatd L Loilix. in Aabrikaute» landwirthschaftlieher Maschinen, empfehlen ihre durch streng solide Aussiihrung, leichten Gang, große! Leistungsfähigkeit und jRcindrusch best bekannten Spezialitäten in:I von 1 bis tt Pferde- oder Ochsenkräfte, sowohl fahrbar wie feststehend. Ferner fabriziren wir in verschiedenen! Größen best bewährte: (.'iWi ^uHreuter, Waisrevöler, Käckselschneider zc. Jllustrirte Preis-Conrante gratis nlld franko. lN Beilage zu Rr. 6L der „Marburger Zeitung" (1878). Zu vttkallse» ist «ne schr gut« Mhtr. »W 7"7 ' ' oder für eine Elegiezither umzutauschen. (488 Anzufrageu in der Expedition d. Bl. säm77lt/e'e^6 ^on^e^7'7'6??s c/e?' ciöT' ei^isiAö e/'s^e ^DW keler Imlt- IlSllesti ^vlvon^ epksi ppkcige WsM KLUsr'i Ldrav, ia äv8ssu vigeueo brilrvu av ävv k'aQApIkt^su, ävu I-vLoteu-Iu»sli» (I^orvsKeu) au3 trisoken auZgsguektvQ l^vbsrn bereitet, i8t vou diassxvldvr ustÜrlL- o^vr kkrd« bei anZonekmon oliveuttrtißvm ^ösekmaelco, geruei^lys und tcanu vsr-wö^e 8elnei' leietlten Vertj^uliellkvid selbst von äem 8e!l>VÄcIl8ten vortitt^^u ^eräeu. Dei'^!rei >ve1etlenl jecle iviv immer ^ei^rtete I^'klseitunx; unä Xla-uipultttiou, von Leite tler />vi3e!leu!null.tler uusKeseklossen ^ird; äelu (Konsumenten >vir(' somit eine erkötito (iarantie geboten, ein reines Iksturproäulct ?.u vrl»a1ten mit ^llen seinen ibm ursprünzlieti innewobnenäen bei-lenäen ü^ißensekatten, äiv sivi» bei 1«um»rltt ?. lüv DIa»vI»v RVO. HU. i>. I. Depots. Vitus SoI1»Q»oI»vxx, ?ottau, V. Xöuix, ^p., Il^rdurx, _ L^orüile, ^p., Vinü-Qr»». öeste/isn «//e ?Nö7'/L^t ^tt7ici/etNAL7t eie?' H/c)?ttt7'c,/öt6. Prachl-ZmmlWtiliig oder Jahreswohnung, 10 Vlinuten vom Bahn jofe Zpielstld an einer Anhöhe gelegen, schöne Zjernsicht nach jeder Richtung; bestehend aus zroßrm Salon und 2 Zimmern im 1. Stock, parterre 1 Zimmer, Küche, SpeiS, Holzlege nebst Keller, ganz neu renovirt und theilweise möblirt, ist billig zu vergeben bei Rudolf Mitusch in Warburg. (430 Zinshaus in Marburg, Kärntner-Vorstadt Nr. 49, welches 17 Zimmer, 8 Küchen, kleinen Keller u. Garten nebst Holzlagen umsaht und ein Erträgniß von 1000 fl. abwirft, ist um den billigen Preis von 10500 st. unter guten Zahlungsbedingnissen zu verkaufen. Ein Theil deS Kaufschillings kann liegen blelben. Anzufragen in der Expedition d. Bl. (406 I>l»n dioto ckvm Vlkoll^v ckio ll»ock l R Alark VÄV, AS,7bv (Fuläev )aupt'Gewinn im günstigen Aalle bietet die ailtlUtHtstt große Gtldverloosung, welche von der hohen Stegteruug genehmigt und garantirt ist. (46S Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, daß im Laufe von wenigen Monaten durch t7 Verlosungen 4V,600 (AswKiAQS zur icheren Enscheidung komme», darunter t^efinden sich Haupttreffer von eventuell R.-^. 37S,V00 oder tt. S18,'7'SV ö. >V., speziell aber 1 Gewinn ^12,000, '.Z3 Gewinne ^10,000, 4 Gewinne ^ v000, 31 Gewinne 74 Gewinne 2vl) Gewinne N 412 Gewinne KI V2I. Gkwinne Vil 706 Gewinne lä 28,015 Gewinne kl sie. sto. 50l^0, 4000, 2400, 1200, 500, 250, 13?i Gewinn kil«250,000,1 l Gewinn All'^5,000,' 1 Gewinn U 80,000, 1 Gewinn kl t)0,000,l Gewinn 50,000, 2 Gewinne kl 40,000, Gewinn kl 3ß,000, Gewinne ^ 30,000, 1 Gewinn kl 25,000, ü Gewinne kil 20,000, 6 Gewinne Kl 15,000, Die Vewittnziehunge'u find planmäßig amtlich festgestellt. Zur iikLk8tsll srstsll Gewinnziehung dieser großen vom Staate xarar»t.irtov Geldverloosllng tostet 1 x»a»vs Original-LooS nur kil»rl! 6 oder 3'/, tl.« 1 Ka11)08 „ „ « 3 „ „ 1-/,? 1 viortsi „ „ „ l'/, „ W Icr.Q Alle Auftrage werden 8ot'ort gegen Liusori6uuK l^ostolu^ablunx oäsr Ilsaekuadme dss Lstra^ss nttt der größten Sorgfalt ausgeführt und erhält Jeder mann von uns die mit dem StaatSwappeu verselieuen 0riK»»»1-1^0086 selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen anit-licheit Pläne gralis tiei>jef»>gt und nach jeder Ziehung senden wir niiseren Äntereffenten unaufgefordert amt liche leisten. Die Auszahlung der Äelvinne erfolgt stets prolnpt^ ulitvl- LtaatL-^iarautis und kann durch direkte Zusendungen oder auf Perlaugen der Jnteressenteii durch unjere Verblndnugeu an allen größereu Plänen Oester reich'S veranlaßt iverden. llnsere Collecle war stets vom Glücke begüustigt und hatte sich dieselbe uulsr vislsv audgrsn ds-(Ivuwuäsu (^vviurivn ostmal8 äsr öi'8ton llkupt-lröüsr zn erfreuen, die den betreffenden Interessenten Sirekt ausbezahlt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen ans der««. liüt'stvn gegründeten llnternehmen »iberall auf eine sehr rege Betheiligiing mit Bestimmtheit gerechnet werden uud bitte» ivir daher, nin alle Aufträge aus-führen zu können, nnS die Bestellungen baldigst und jede»,salis vor dein IS. AIni «l. zntottlme^i zn lassen. KiiUt'NlÄNu' Ktillk- und Wcchjtlgejchüst in Hamliurg, uuä Vvriiauf allvr ^rtvn LtstttsvdÜKtttiolivll, 1Üi8vul)abu-^ktivu uuä ^uIs1»sQi«1l)v8s. I'' Wir danken hiedurch für daS unS seither ge schenkte Vertrauen und indem wir bei Beginn der nenen Berloosttng zur Betheilignng einladen, iverden »vir nnS anch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Znfriedenheit nnferer geehrten Juteressenten zu erlangen. v. tZ. S203. Exekutive f4S^ RealitSte«'«e»ft-ige»««g. Vom k. 'k. Bezirksgerichte Marburg l.D.U. wird bekannt gemacht: ES sei über Ansuchen deS A. Edlen von Kriehuber die dritte exekutive Versteigerung der dem Jgnaz Denzl gehörigen, gerichtlich auf 12498 fl. geschaßten Realität Dom. Nr. 22/19 aä Viktringhof bewilligt und hiezu die FeilbietungS-Tagsatzung auf den RR. Mai 1878 Vormittags von 11—12 Uhr im Amtszimmer Nr.4 mit dem Anhan^^e angeordnet worden, daß die Pfandrealität bei dieser dritten Feilbietung auch unt.er dem Schähwerthe hintan-gegeben wird. Die LizitationSbedingnisse, tvornach insbesondere jeder Lizitant vor gemachtem Anbote ein 10°/o Vadium zu Händen der LizitationSkom-Mission zu erlegen hat, sotvie das SchätzungS« Protokoll und der GruudbuchSextrakt können in der dieSgerichtl. Registratur eingesehen tverden. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. U. am 16. April 1878. Nr. 5807. Edikt. (4S4 Vom k. k. städt^ deleg. Bezirksgerichte CiKi wird über Bewilligung, des k. k. BezirkegerichteS V!arburg l. D.U. ddo. 8. April 1878 Z. 1290 u. 3802 der freiwillige Versteigerungsweise Verkauf d^r in den Verlaß der zu Marburg am 11. Oktb. 1877 als k.k. Bkzirk''amlSadju"kttnS-Wltwe ohne Testament Verstorbenen Frau Anna Moser gcbornen Pergkr gehörigen, im Grufcho-vitzberge der Steuergcmelnde Savertz ob r dem Schlosse Guleneg beim Bade NeuliauS gileqenen, aus einem mit 1 Zimmer, 1 Küchk, 1 Sp lse« kammer, 1 Laube und Preßlokale sammt Presse, 1 Knhstalle und Holzlage, dailn 2 gewölbten Kellern Versehenen Wohnhause, d.inn aus Reben-grund 2 I. 90011^°, Wiese mit Obst 6t0 Acker 677 Hochwald 1 Jl)ch 645 »«nd Vauarea 15 zusa'i.men 4 Joch 1277 bestehenden Weingalt Reatität Berg Nr. !5 aä GutkNeg u. Berg Nr. 23 aä Rabensb.rg, sowie der besondcrn, jedoch mit ersterer verbundenett, aus « Joch bestehenden Hochwaldung Dom. Nr. 82 Guteneg — iu loeo 0er Be» sitzung am RS. Mai 1878 Vormittag zwischen 9 und 12 Uhr gegen Erlag eines VadiumS von 170 fl. vorgenommen werden. Ein Viertel des MeistboteS ist sogleich, der Rest in Einem Jahre zu bezahlen. Die Bedingnisse können hier, bei Herrn k. k. Notar Dr. Mulls in Marburg und beim k. k. Bezirksgerichte Marburg l.V. U. eingesehen itielden. Ljlli am 20. April 1878. _____________Stttchetz. Berkauf oder Berpachtung eines ^476 Eilltithrgasthaus m-Dückmi. Das Einkehrgasthaus „zum Strauß" gegenüber dem Südtiahnhof in?)iarburg, vorzüglicher Posten, mit großen Kellern, Passagierzimmern, k'ann geräumiger Bäckerei, GreiSlerei tt. und vielen Wohnparteien, theilweise steuerfrei, — ist wegen Kräi.klichkelt sogleich auS freier Hand lehr billig zu verkaufen und kann die Hälfte darauf liegen bleiben. Wird auch das Gal»ze dauernd verpachtet. — Näheres daselbst. KezeliiiüleliwIIe sei«« Ävlle siil' kestvllunxen NKeli äanu auell fiüIiMlir- unit Rommel'» LöiröMÄäsr prvlZwurciiz; dei t314 ^ 8vll«ikl, Ulardurx. Nr. 3795^ (407 Jagdpcht - Lizitatiou. Von der t. t. BezilkShauplmannschaft in Marburg wird bekannt gemacht, daß die Jagdpachtperiode im Gerichtssprengel von Windisch-feistritz mlt Ende Juni 1878 abläuft und oaß daher eine Wiederverpachtung der Gemeindejagden im Wkge einer öffentlichen mündlichen Lizitation in Gemäßheit der Minist.-Berordn. vom 15. Dez« 1652 R. G. Bl. Nr. 257, auf weitere sechs Jahre d. i. vom 1. Juli 1878 bis 1. Juli 1884, an den unten bezeichneten Tagen mit dem Beginne 8 Uhr Bormittag in der Äemeindekanzlei zu Windischfeistritz stattfinden werde, und zwar: Am Montag den AI Juni R8VS rücksichtllch der Gemeinden: Laporje, HoschniK, Krottendorf, VerHolle, Hölldorf, Pöltschach, vu-zendorf, StanoSko, Pirkdoif, Studenitz, Hrasto-ve^, Modrasche, Staitenberg, Petschte, Stoppno, Döschno, St. Anna und JeUoveK-Maxau. Am Dienstag den 18 Juni >878 Schentoließ, RitterSberg, Gabernig, Kohlberg, it^uchberg, Kalsche, Freiheim, Woitina, Ober-PulSgau, Unter-Pulsaau, Pokosche, Obernau, Pretrksch-Ziegelsladt, Oberlosnttz, Tainach mit Alpen, Giehkübel, Juritschendorf, St. Ulrich und Repp. Die LizitationSbedingnifse liegen zur Ein-sichl hierannö auf. Marl'urg am 8. April 1878. Der t. k. Bezirtshauptmaun: Seeder. 5ür äeu auek siir l.anlt«iftl«LvI>ilstlioiio, Inäustno-, Lofg-unö fosstpsollukto l ^in- Ullä Vsi'itÄuf V0U Waareu uuä lc0mliu3sivus>vöi80, ^^lustvr» uuct t^uet» kötillvll Kasi'-Voi'-selwsso iil liölie 30ßlöiel» Avßebeu Aräs8sr6n »telieu iil» Lgclttrt8t'a11v deäöutsuäo Isonäs liiui' VcrtuKuiiK, voulÄutv uuä prompte Lv-UieuullK 2usivtiorQcl. tür ck tmport-XommisZiou mit Vertrs-luu^Lli ilu In- ullä /^U8lalläv unä wil^ ol^reuäv Vl^l l)iil(1unAtZii aut' ttilsil grö83eroll Halldels-, litduslrie- uutl llasvupUtsou t^uroMS vou ^vo kinltvl', Aivn, I, uud vsr- lttliLvito KiUuwvl'3ti'ÄS8Vi38eo3eIlatt-, I.el»r- ulul 1?^r8i6liuu^8t'Äeti dLicierlsi (?6-lvtiitöre auol) mit Lpiaed-, Oe-uuä ^Iu8il^lLeuvtui886n, ^ei'äeu 8eit iu delcauutör LoliäitLit uvä ^Ael»-lieittttuisL äou Zeet^rtvu Uvireu ^rineipaleu, 1u(lu8tiie1l6u,/^llsta1tev, (Ie8«1l8Ltiaktiell, lwltsu I lori scitatteu uuäl^^Ämiliev Zeuau vaczli VVuu8eIi uiicl i^ur l)ssteu I^ut'rioäkQtieit k08tsllt'rsi au-(zuiptolileu uuä i!uge^i68sn; ssru vou ^'ösler (^e^viuusuctlt, V0U ^eclem pslculliärsu iiut^, es ^vircl uui' iu reia liumauitärerl ^1)-»ieliteii, au8 auKe3tammtvr purer I^Ll»3etl6v-t'rvunälie^lisit, iu aut0pfvrun88V0l1er ^al^r-viiterlielier tm-jorge eiu rsiu ttumaoi» tär68 ^iel äawit vert'oißt. (;czuer^I--^A6nt, ludaber uoä (^rüuäsr äis8v8 luulmuitiireu 1ll3tituts, VViou Ltaät, verläuZ. liärutnoi'stras3o 55. (1309 Schnelle und fkchere Hilfe __für Magenleidende! AI?. l^dowidkkuuii, das beste und wirksamste Mittel zur Kryattung der Hesundyeit, Reinigung und Reinhaltung der Säfte und des Blutes und Beförderung einer guten Verdauung, ist echt (310 Ä SS >!?»'. ^ stets vorralhig in dc» Depots: Btarburg: D. I. Bamalari, Apoth. W. A. König, Apotheker. 9^* Sämmtliche Apotlzeten und größere Materialhandlungen in Oesterreich«Ungarn haben ^ ^ Depot«« dieses LebenSkalsamS. Haup t-Depot; V. ?r»xQ«r, Apotheke „zum schwarzen Adler" in Prag, Eck der Spornergasse Nr. 205—S. Noch nicht dagewesen! KW Waggon d. i. 20 Startin ^ 200 Zollztr. -- 10000 Kg. ab Südbahnstation Marburg, mit aarantirter dreifacher Bermehrung, fl. IBS. 81. Bestellungen für ZvÄo» ^««ntuin übernimmt Franz Letsch im Baugeschüfte des Herrn A. Jäger. (458 in /00 » SS kr. ». vv. - so ?l. Vorrätktll dvt »U« »uekd»>ÜIu»>«». ^«ll'z 8ei>IIik I'«Im. vsnn ttut ^eclsr Lokaoktöl l^tiljustts äsr ^cller un^ meins vsrvivlt^aetits l^irma ausj^sllrnolct ist. Duroti ALrivIit^IlvlIS Lt^rss'l^l^rlcsnnt^nisgs wurde eiuo li'älZvliuuA moinsr unä Seltutiiinartle vieäkitiolt Iccinstatil-t; ieli ^vnrQv (Ivstmld da« l'ud liicum vor Ankauf soleksi' b'alZjükcltö, Uiv aut '1'äu ZctiunA I)sröoknst 8inl1. Preis einer verfttgtltcuOrig.-Achachtel ist. jj.W Lvdt lisi äen x do-isioknötsu t'irmkn. Wran^brÄiult^kiil unä ^al«. üuvsrlüsgiKstg Svlbst-^rst -ur Ililio ävr leläsiidsn tVlsnZvtiksit l)6i attsn iunsrsn unä iwsgs-rsn Iüllt2Üiil1llNA6n, FSKSN <1is mvistött li^ranllllsitsn, Vöi'wunciunASN »Ilsr Otiren- und solunsrü, klw Lvltääsn unä vttvuö VVuQäsn, Ki-stig. Zcliäden, Ijranll, eud^ündste ^uAvn, I^äkmuuxsn und Vsrlöt^unzen ^sdei' st^'. etc. In Flasche» s.Hlbralichs-Änwcisnng »V kr.iiW. »tzorsvl» - l-olwrUlr»!» »Iv«« liroliii «je lierzeii» ^»rveAeo. Oisssr Ittran^ist. der oin^i^s, der unter alten im llandst vorlcommenden Lorten su är^tUodsQ 2wsoksn xesisnet ist. (122 Preis t fl.o.W.pr.Flasche s.Getiranchsanlvtistlng. iVl a 1 b u r 8: KlorLo S? vo., Sknoklari, ^potk. uuä 'V. Xijnix. Eisenbclhn-Fahrordnung Marl>urg. Eilzüg«. Wien-Triest. I Trieft-W ieii. Ankunft LU. 3 M. Nach«» j Ankunft 2 U. 30 M. Stacym. Abfahrt2i!. II M.Stochm' j Abfahrt 2 U. SS M. Nachm. ^aupt-Ko^inn SV. 37S.000>«sr!(. vis Koxvinno garantlrt clvf Staat »Q d!v äer vom Staate öawbm's saravtirtsv 8r083S!i Os1ä-I.0ttvrio, iu vvlokvr üdvr 8 SlUI. ««»,««« DisLvHvtnuv dieser v«»rtI>etIlt»kkD0 livtlerie, velvko plauxemäss vur 91000 1>ooso ent!iält, sind koleende: ut^lu1io»t I (Asvilln ov. 875.000 lilarlc, spsv. I>5arlc 250,00, 125,000, 30,00, 60,000, 50,000, gm«»1 40,000 uad 8S,000 4m»1 30,000 und 25,000 11m»1 20,000 uvd 15,000 24m»1 12.000 und 10,000, S7w»I 8000, 6000 5000, 76m»1 4000, 8000 uud 2500, 'MmAl 2400, 2000 und 1500, 412m»1 120«^ 1856m»1 500, 800 und 250, 30,628mat 200, 175, 150, 138, 124 und 120, 16,839m»t 94, 70, 67, 50, 40 UQd 20 »t»r>c und kommen aololls in vevig^vv ^ovatov iv 7 ^litlieilllvFSv iiur ««irliKren LvtsodviduoK. Die erste (Zevinv-^iekunx ist »mtlivd kestAvstellt und Icostvt kisrz:u (1^8 KÄUiiv Oiißilla11o08 uur 3 (zu16.40 Icr. diis Imil)« OriAiu»,1l008 uui' 1 Oulä. 70 Icr. (ltl8 vtsrtel Oli^iualloo« uur 85 Itr. und werden diese vom Ltaato tkklr antirtsn Ori xiulli-lioose (Ireine vertitttsnen promsisei» t^exvn tranlcirtv Linsendunx de« öetrkg^es oder txsKen ?ostvolsokuss seldst nsok den entkernteitev Uetzeuden von mir versandt. .leder der öetkeiliß^tsn erkält von mir nedvo seinem OriKinal l-oss »uok den mit dem 3ta»t>-vappvv vorsskvuvnvriKinal klau er»tis und n»od stattxvd»t)tor 2isdullg »okort die »mtliol»» 2ist»llvxslistv unsutFstordvrt »ugsvstmdt. /^luikdlunx u. VvrivQÜuQßk ä«r VvHssivllxelüsr srfolFt von mir direkt »a die laterossontsa prompt und unter »troaxsstsr Vor»o1»vio-xevkeit. (438 AW^^ede öostettung k»uu msn sivt»el» »uk viuv ?ostviuLadtullgslr»rts oder per rsoom mtlndirten Kriet msokev. As1»n vende siot» dsliet mit den ^uktrSz^sa der natie bevorstskenden /ieliung^ kslber bis ?um LS. I^Kat «K. Vertrauens voll v» lUttiuulvi Ilvvlll»vl»«r »«n., Lantjuier^nd >V6ol,ssl-(^omptoir in UsiudurA. .liin^st KM 3. ^pri! dies«» »lstires ltstten wieder mekrgi^g meiner la-teressenten das (Z^Iiiolc Ävn Krit««-ten U«upttx« Hvinn t)vi mir ru Winnen. v. 0. von Weinstein, Hadern, Messing, Kupfer, Zinn Eisei^, Blei, Kalb- und Schaffellen,Roß-, Ochsen-u. Sch'veinhaaren, Schafwolle, allen Gattungen ))iauhwaaren, Knochen, Klauen nebst allen anderen Landesprodukten. (49 'VsrlZLS.vi.L ooii ungarischen Bettfedern, Flaumen und gesponnenem Roßhaar zu den billigsten Preisen. .1. i8el»lviijnj;vr, M-rbur«, Bu.gpl°tz. Personenzüge. Von Trieft „ach Wien: AnkNlft 8 ll. 30 M. Krüh und 6 u. 51 M. Abend« Abjahrt 8 U. 40 M. Krüh und 7 U. 20 M. Abend« Bon Wien nach Trieft: Ankunft 8 ll. 42 M. Krüh und 9 U. 49 M. Abend« Abfahrt 9 ll. — M. Friih und 10 U. 1 M. Abend« Kärntnerzüge. Nach Kränzen «feste: 9 ll. 20 M. Bormitt. Stach Billach: 2 tl. 50 M. «achm. Ankunft: 12 ll. 24 M. Mttt. nnd 6 U 85 Vt. «achm.