^r. 11«. Samstag, 24. Mai 1890. 109. Jahrgang. W"M,^ n ""^"iS: Mit Postvrlscndli,!!, : „m'zjähria fl. 15. Halbjahr!« fl, ?'ü(>. Im Tomvloii: . llein, <>.l ' ha'biichril, sl, 55». Für dir ^ustrllun« in« Hau« ««»zjähnl, fl. ,. - Inststionssstbür: ssül ^ .^ 'l»!rra,!> bi« zu 4 ^jsilt» lis. lr,, nröw'll' per j!ci>>' t> lr,: bc! öslcrs» WilkschoNlogsn per Zeile » lr. « Dil «Laibach« Zeltunü» erscheint tH„lich mi« «u«nnhme der Honn- ,mb Feiertage, Die «dmlni»s„»ion ^ befinde! sich Ci>»sire!lplah 2, die Mtdoition Nahnhosgasse 84. Kpiechstuube» der Redaction lüg-ich von ^ U> l>ii 1ü Uhr vunniltazs, — Unfranlierte Bricjc »oribrn nicht annenommen und Manuscripte nicht zuiuckgeftellt. ^^m " h. Pfingstfeiertllge wegen erscheint die nächste ^wmmer am Dienstag den ^7. Mai. Umtlicker Hheil. As,^^ k. und k. Apostolische Majestät haben mit V"MW Entschließung vom 17. Mai d. I. dem ^Maufttmann Johann Nadherny in Braunau bauer ^ ^ ^^" '^ erbetenen Versetzung in den llen » ^ Ruhestand in Anerkennung seiner vieljähri» und ssl!"" "^ ersprießlichen Dienstleistung den TilVl der c>"""kter eines Statthaltereirathes mit Nachsicht ^le allergnädigst zu verleihen geruht. Taaffe m. p. Nichtamtlicher Wil. Der Bericht der Gewerbe-Inspectoreu. so a,,?'^. ungemein interessante Lecture ist, wie imm-r t)er N ?'^mal, der Bericht der Oewerbe-Inspectorcn. l)kt .. ^ .über die Amtsthätigkeit im Jahre 1889, ^rde ""'gen Tagen der Oeffmtlichkeit übergsben Fillip' ^ ^ ' ^kich den vorangegangenen, eine solche ^kln N^ Wohlangeordnetem Material?, dass er z>l ^ser?« ^ ^^ gewerblichen und Albeiterverhältnisse Hlihils .. ^utes wird. wie ihn nicht leicht eine zweite durch .'?" bietet. An der Hand der Inspectoren l^s^'lt man die verschiedenen Bezirke Oesterreich«. Iahl,^ .Betriebe ^mm,, welche sie im abgelaufenen a«ch ^chtigt haben, die Wohnungs- und zmn Theile ^Nllen LebenLoerhältnisse der Arbeiter, die Vorkch> die An', ^^^^ ^^" Arbeitgebern getroffen worden sind, laut w 3^' ^^ ^" ^er "^^ "^^ ^er anderen Seite Albeit .' ^^ Gesinnllngen der Unternehmer und lhti^ ^' die Uebelstände und die Bemühungen, um lener g. öuhelfen, die Eigenthümlichkeiten dieser und Pliszb?aenb. die localen Fähigkeiten, Bräuche und gehen s^ ^richte sind von strengster Sachlichkeit und verfug, Mtig ^s Detail; sie sind von Männer», ^"n, »' " ^ "'cht darum zu thiln ist und sein zig unl^ Ü ^ebeneffect damit zu erzielen, sondern ein« ihre Amtspflicht zu erfüllen und mitzutheilen, was sie gesehen und was ihnen zu er. reichen möglich war. Eben dadurch erhält dieses Werk seine belehrcude Bedeutung; es führt in das praktische Leben mit all seinen Erfreulichfeiten und Unerfreulich, leiten ein, es zeigt die zahllosen Einzelheiten, au« denen jene Probleme hervorgehen, welche, in ein großes Ganzes zusammengefasst, unter dem Namen der Nr. beiterfrage die Welt im verschiedensten Sinne beunru» higen. Die Errichtung des Gewerbe-Inspectorates ist wohl eine der glücklichsten Neuernngen auf dem Gebiete der staatlichen Socialpolitik. Der Gewerbe-Inspektor besucht die Betriebe, um sich von der Einhaltung der gesundheitlichen und der zur Unfallverhütung be stimmten Vorschriften zu überzeugen; er constatiert die stattgehabten Unfälle und trägt dadurch gleichfalls nicht wenig zur Vermeidung solcher bedauerlicher Ereignisse bei; er ist der natürliche Mittelsmann, w?nn zwischen Unternehmer oder Arbeiter Missverständnisse oder Anlässe zu Klagen entstehen; er kümmert sich um die Arbeitsordnungen in den Fabriken und revidiert sie. wo es nothwmdiq erscheint; seine genaue Kenntnis der Verhältnisse scht ihn in den Stand, Anregungen zu geben und Rathschläge zu ertheilen, welche nicht als bloße Wünsche eines menschenfreundlichen Theoretiker«, sondern als aus dem Leben geschöpfte Forderungen eines geschulten Praktikers betrachtet werden müssen. Die GüwerbeInspectoren sind nunmehr seit sechs Jahren in ihrem Amte thätig, und es sind Persönlich' leiten, welche schon vorher das Gebiet, dem sie sich seither in dieser Eigenschaft widmen, kennen zu lernm Gelegenheit hatten; insbesondere der Central-Gewcrbe-Inspector Hofrath Dr. Migerla ist schon lange als ei» gründlicher Fachmann bekannt. Es kommt daher diesen Beamten unstreitig eine hervorragende Autorität zu, uud das Vertrauen, welches sie in den Kreisen genießen, mit denen sie zu thun Habs», beweist, dass man daselbst ihre Bedeutung nicht unterschätzt. Nur ein Umstaud gibt Anlass'zum Bedauern, dass nämlich nicht genügende Hilfskräfte vorhanden sind, um die überbürdeten Inspectoren zu entlasten und eine aus-giebigere Inspection zu ermöglichen. Auch im abgetan, fenen Jahre konnten nicht viel mchr als viertausend Betriebe besichtigt werden, was vollauf begreiflich ist. wenn man sich vergegenwärtigt, dafs nur eine ganz genaue Unterfuchung von Wert ist und dass eine Menge anderer dringender Aufgaben die zur Be- sichtigung verfügbare Zeit sehr wesentlich einge-schränkt hat. Im Jahre 1888 waren die Inspectoren in 1350 Fällen von Arbeitern mit Beschwerden ober Anfragen angegangen worden, im Jahre 1889 in 4348 Fällen; in 1203 Fällen wendeten sich im abgelaufenen Jahre Arbeitgeber an sie. Die Arbeiter beklagen sich über wirklich oder vermeintlich ungerechtfertigte Lohnabzüge, über Lohnverlürzungen, wie sie zuweilen au« ungenauer Abrede entstehen, über vorzeitige Entlassung, über Ueberschreiwng der Arbeitszeit oder Nichtachtung der Sonntagsruhe, über die Beschaffenheit der Arbeitsstätten oder Arbeiterwohnungen, über ungebü'rliche Behandlung u. s. w. Durch Vermittlung des Inspectors sucht der eine eine Altersunterstützung, der andere eine nützliche Einrichtung in der Fabrik, in der er beschäf-tigt ist, noch ein anderer gar eine Beschäftigung zu erlangen. Sehr oft muss der Inspector erklären, dass die Sache nicht seines Amtes oder die vorgebrachte Forderung unvertretbar sei; in zwei Dritteln der Fälle jedoch waren die Bemühungen, um welche sie von Arbeitern gebeten wurden, von Erfolg. Die Aufgabe des Gewerbe - Inspectors ist selbstverständlich in dilsen Fällen keine leichte, und während den Arbeitern sein Auftreten oft zu bedächtig scheint, finden anderseits viele Arbeitgeber, dass er nicht mit den praktischen Verhältnissen rechne und Dinge verlange, die zu bewilligen aus Rücksicht auf die Kosten oder auch auf die Disciplin nicht möglich sei. Der Gewerbe - Inspector mnss zwischen den Parteien stehen. Er darf nicht einfach mit denen gehen, welchm, wie die Einleitung zum Bericht sagt, der Arbeiter schlechtweg als der leidende, als der in seinen Ansprüchen Berechtigte, der Arbeitgeber als der im Unrechte befindliche Theil gilt. Er darf nicht jede auftretende Klage vertreten; oft wird ihm der Sachverhalt übertrieben, entstellt, ja ganz unwahr vorgebracht, und gewissenhafte Prüfung ist daher Pflicht. Aber allerdings drängt sich — so bemerkt der Bericht — das zu Vertretende mehr auf, als dem Friede und Gerechtigkeit liebenden Manne lieb ist. Hofrath Mia/rka meint, dass sich znr Beseitigung solcher Uebelstände eine Einrichtung, die sich schon an vielen Orten erprobt hat, besondere eignen würde: die Einrichtung von Arbeiteraubschüssen, die sich zunächst mit der Ver» waltung einer Darlehenscassc, eines Konsumvereins Feuilleton. Wie soll das Psingstwetter sein? 'Ne Ausplauderet aus dcm Redactwns.Vrieflastcn. yloke^ ""ld has Pfingstwetter sein? Das ist die ^sinos,?^' die jchl alle beschäftigt. Wie soll das Und w.?.' !""? Das ist eine nicht minder interessante seihe >>, ^ Frage. Und merkwürdigerweise wird die- "rchaus nicht von allen gleich beantwortet, ein U; /'ne kann ohne lachenden Smmenschein sich derelMW gar nicht tranlich vorstellen, der an-''"be °w?' es mögen alle Wolken der Welt sich ge-ein V" -pstngsttage entladen. Der Wettermacher möchte sein unk ^ rit,. „nd «.lean (M pieurt» zugleich ander '" ."'l dem einen Auge lächeln und mit dem hohe. "k" können, wenn er es allen recht machen c»M^' wird der harmlose Leser oder die pfingst-^einiell Ue Uchrin denken, das können doch nur ^lche k ' U""z abnorm veranlagte Menschenfeinde sein. !^ w,V" ^"nsch hegen, dass das herrliche Pfingst. Pfinqsj?6"" möchte. Fehlgeschossen l Die Zahl d< r 5eit"'Venfreunde ist keineswegs gering, jedenfalls ^ten w Q "^ man gemeinhin glaubt. Von den Gast-ÄNele?^ man schon längst, dass sie nur durch ver° Serien "^""«e vergnügt gemacht werden können. Die Mie^ ^wschlenkutscher lieben nur halbverregnete Nanze z^' Erst muss es schöues Wetter sein, dass die ^ltiw. ^lerung unternehmungslustig die Wohnuugeu ^". ia . « " aber muss p'öylich der Regen losbre-^ide im°^"' desto besser. Dann steigen die Drosch en "" Eourse, und die Miene der braven Rosse- lenker wird immer heilerer, je mehr sich das Antlitz der Sonne verfinstert. Es gibt aber auch noch andere Menschenkinder, die einen Pfingstregen herbeisehnen. Ein Zeitungsredac-teur empfängt leicht einen Einblick in viele Gemüther. In Bezug auf das Pfingstwetter sind uns mehrere Briefe alls unserem Leserkreise zugegangen, von denen wir nachstehend einige veröffentlichen wollen. ... Ein hochachtbarer Mitbürger, ältestes Mitglied eincs nn-serer beliebtesten Stammtische, schreibt uns! «Geehrte Redaction! Schreiben Sie doch in Ihrem geschätzten Blatte, dass wir «hoffentlich zu Pfingsten herrlichen Sonnenschein haben werden». Wiffen Sie warum? Mnn nämlich in Ihrem Blatt Sonnenschein prophezeiht ist, dann regnet es ganz sicher. (Anmerkung der Re. daction: Der sonst so vortreffliche Herr übertreibt hier,! wie er es von seinem Stammtisch her gewöhnt ist.) Und warum ich gern Regen haben möchte? Die Sache ist sehr einfach! Ich habe einen Fiennd in Berlin, der Pflegt zu sagen: «Im alljemcincn denke ick, kein Vcr-gnügcn ohue deu Damen, abcr mit die Damens läusts zu. sehr iu dem Ieldr.» Aehnlich geht es mir. Ich habe eine sehr gute Frau, eine schr liebe Frau sogar, aber wenn sie sagt. wir wollen spazieren gehen, dann fitzt sie gleich in der Droschke. Und die Droschken laufen gleich immer so, nämlich ins Geld. Und diesmal soll es „icht einmal bei der Droschke bleiben, sondern ich war schwach genug, meiner Frau eine größere Pfingstrose zu versprechen. Mein Gott, man ist eben manchmal zu schwach, wenn man öfter den Hausschlüssel. .. (Aumertllug der Redaction: Dieser Sah ist durch' gestrichen, wir konnten nur den vorstehend wieder« gegebeueu Anfang entziffern.) So eine Pfiugstreise lostet Geld. Und da ich in den letzten Wochen con. sequentes Pech beim Tarok gehabt, was meine Alte natürlich nicht wissen darf, so wünsche ich nichts sehnlicher, als dass es zu Pfingsten «Bindfaden» regnete. Dann blieben wir hübsch zu Haus; meine Frau könnte meinetwegen einen Pfingstkaffeellatsch abhalten und ich gienge zu meiner gewohnten Tarokpartie am Stamm-tlsch, wo ich dann mein Verloreries Geld wiedergewinnen könnte. Also bitte, geehrte Redaction! bringen Sie recht bald den gewünschten Wetterartitel.» Eine Abounentin schreibt uns: «Geehrter Herr Redacteur! Rathen Sie m,r doch, was ich thun soll! Sie wissen ja sonst immer alles! Kann ich sie nicht verklagen? Das muss doch strafbar sein, das grenzt ja schon nahe ans Cnminallsche. So eine Person! Meine Schneiderin nämlich. Die hat mich richtig mit meinem Rosakleide sitzen wfsen. Gestern war ich b?i ihr, und da sagt sie mir ganz ruhig, dass sie nicht fertig wird. Diese impertinente Person! Das Meter kostete 1 fl 80 kr,, und mit Volants uud Puffärmeln. Kann man sie nicht bei der Polizei anzeigen? Selche Menschen müssten doch streng bestraft werden, die was fest versprechen uno dann nicht halten. Wenn es doch :mr zu Pfingsten regnen wollte. Da könnte ich doch meinen Regenmantel anziehen! Der ist »och ganz neu. Ich kann mich in meiner alten Fahne ja twch nicht fehen lassen. Und wenn es schönes Wetter ist, mnss ich zu hause sitzen. O, wenn es doch nur gießen möchte! Ihre ergebenste Martha G» Es folgt noch eine Nachschrift, die aber eine ganz andere Sache betrifft. Bei dem nachfolgenden Briefe haben wir die Orthographie etwas zu Ehren bringen müfsen. Die Brirsschreiberin weiß offenbar den Besen besser zu handhaben, als die Feder. «Geehrter Arieslastenontel! Kanu ich dagegen nichts thun? Mein Pepi. der jetzt schon ^'ailmcher Zeitung Nr. 118. 972 24. Mai 1890. einer Fabriksbibliothek und anderer gemeinnütziger Anstalten einrs großen industriellen Unternehmens zu beschäftigen hätten, aber zugleich ein Bindeglied zwischen Unternehmer und Arbeiterschaft bilden würden. Man ersieht aus dem Berichte mit Vergnügen, dass solche geM'innühige Anstalten nicht wenige bestehen; lesen wir doch sogar von einer Koch- und Haushaltunsts-schule, welche in Dornbirn für die Töchrr der Arbeiter errichtet worden ist. Unter den mehreren hundert Anzeigen, welche die Gewerbe - Inspectoren zu erstatten genöthigt waren, wenn die Vorstellung, der Rath, die Verweisung auf das Geseh und die Strafandrohung nichts fruchteten, befinden sich auch zahlreiche, die sich aus dem Lrhr-lingsverhältnisse herschreiben, namentlich durch rohe Behandlung von Lehrlingen veranlasst wurden. Der Bericht verweist darauf, wie wichtig für die Zukunft der Industrie die Heranziehung eines tüchtigen Nach. wuchsrs ist, wie die hergebrachte Art, mit den Lehr« tingln zu verfahren, viele Eltern abhält, ihre Kinder dem Kleingewerbe zu widmen, wie dieses daher auf die schlechtest gestellten Kreise der Bevölkerung angewiesen bleibt und das Lehrlingsmaterial demnach ein vor» wiegend schlechtes ist. Hier, so citiert der Bericht billigend die Worte eines Fachblattes, läge die Haupt« aufgäbe der Genossenschaften; sie könnten für die Ver« miltlung der Lehrlingestellen sorgen, die Behandlung der Lehrlinge überwachen und, wo sie eine schlechte ist. dem betreffenden Meister durch die Behörde das Recht des Lehrlingshaltens entziehen lassen, sie könnten auf geordneten Schulbesuch der Lehrlinge sehen und Lehr' lingsprüfunqen anordnen. Sie sollten aufhören, sich mit Kleinigkeiten zu befassen, welche gerade den besten Mitgliedern die Theil» nähme an den geuoss^nschastlichen Verhandlungen ver> leiden, und — fügt der Bericht hinzu — ihre Schieds' gerichte sollten besser functionieren. wodurch die Ge« nossenschaften an Autorität bei den Arbeitern gewinnen würden, die es jetzt vorziehen, sich in Streitfällen an die Oewerbebehörden zu wenden. Dem Wiener Vereine für Lehrlinqsunterbringung und dem in Wien und Brunn thätigen Vereine für Arbeitsvermittlung spendet der Bericht das gebürende Lob. Hoffentlich haben diese Anregungen auch Erfolg, Es ist einer der Vor< züge des Gewerbe. Inspectorates, dass es durch die eigenthümliche Verbindung praktischer Erfahrung, staatlicher Thätigkeit und theoretischer Betrachtung eine Reihe von einfachen, sehr ausführbaren, aber sehr wertvollen Vorschlägen zutage fördert, welche mit dreifachem Ansehen auftreten können und denen dieses Gewicht eine größere Aussicht auf Verwirklichung verleiht. Politische Uebersicht. (Parlamentarische Ferien) wird es heuer kaum geben, da gegenwärtig der böhmische Landtag versammelt ist und am 4. Juni die Delega» tionen in Budapest zusammentreten, deren Session, wie man annimmt, etwa drei Wochen in Anspruch nehmen wird. Dann dürften die Neuwahlen für jene Landtage ausgeschrieben werden, deren Berathungsperiode heuer abgelaufen ist. und da diese Wahlen nicht in allen betreffenden Ländern gleichzeitig stattfinden werden, so dürfte die Wahlcampagne immerhin sich auf einen etwas längeren Zeitraum erstrecken, so dass der durch den Hochsommer bedingte Stillstand in der inneren Politik in diesem Jahre kaum volle zwei Monate umfassen wird. (Karawanken Bahn.) Der Triester Stadt« rath hat folgenden Beschluss gefasst: An dem Land-lagsbeschlusse vom 20. December 1887 festhaltend, beschließt der Stadtrath, zu der in Klagenfurt einzuberufenden Versammlung einen eigenen Delegierten zu entsenden mit dem Auftrage, sich dem die Linie Divaca« Lack und die Karawanken-Bahn betreffenden Petitmn des kärntnischen Landesausschusses anzuschließen, jedoch auf ein mit den obcitierten Beschlüssen vom 20. December 1837 in Widerspruch stehendes Votum nicht ein» zugehen. Zum Delegierten wnrde der Landtagsabgeordnete Cäsare Combi gewählt. (VöhmischerLandtaq.) Nach dreitägiger De« batte wurde vorgestern abends in der Ausgleichscom-mission des böhmischen Landtages die Generaldebatte beendet. Der Antrag Dr. Kucera's, im Landtage zu beantragen, über die Nusgleichsvereinbarunqen zur Tagesordnung überzugehen, blieb in der Minorität (dafür stimmten die Iungczechen und der altczecknsche LandesauLschuss'Beisiher Starda), worauf das Eingehen in die Specialdebalte beschloss?« wurde. (Ein patriotisches Gedenkblatt.) Bei der Verlagsfirma Leykam-Iosefsthal ist ein schön ausgestattetes patriotisches Blatt zu Ehren unserer Ma« rine erschienen. Dasselbe zeigt die österreichische Kriegs» flagge, die sich über Lissa erhebt und von einer Ma-trosengruppe umgeben ist. Oberhalb der Flagge schwebt die Siegesgöttin mit Palmen und Lorbeeren. Das Ganze blldet die Umrahnumq für ein schw'ma.volletz patriotisches Gedicht «Roth-Weiß-Ruth». welches Herr Hermann Stricker, Chef der Eisenfirma M. Strickrs Söhne in Wien, verfasst hat. Das Gedenkolatt wurde durch die Aufnahme in die kaiserliche Familien Fideicommiss-Bibliothek ausgezeichnet. (Staatseisenbahn-Gesellschaft.) Eine außerordentliche Generalversammlung der österreichisch« ungarischen Staatseisenbahn» Gesellschaft beschloss einstimmig die Aufnahme eines Dreißig'MilliuneN'An-lehens. Die ordentliche Generalversammlung nahm den Geschäftsbericht sowie die Anträge des Verwaitungs-rathes betreffs der Verlheilung des Reingewinnes an. In den Verwaltungsrath wurden auch Baron Pretis und Baron Scudier gewählt. (Der Olmützer «Naöinec») plaidiert in seiner jüngsten Nummer für eine Verständigung beider czechischen Parteien. «Hierdurch — sagt das Blatt — wäre die verflossene Session des Reichsrathes mit dem schönsten Erfolge gekrönt.. (Das neue Strafgesetz.) Ciuer Nachricht der «Allgemeinen Juristen-Zeitung» zufolge soll der Regierungsentwurf des Strafgesetzes sowohl dem Obersten Gerichts- und Cassationshofe als auch der Ge-neralprocuratur zur gutachtlichen Aeußerung vorgelegt werden. Diese Körperschaften dürften über den Sommer das zu erstattende Gutachten ausarbeiten. (Lederartikel.Ausstel lung.) Die «Buda. pester Lorr.» meldet: Auf Anordnung des Handels« Ministers Baross findet im Budapester Handelsmuseum vom 17. August bis 28. September l. I. eine tempo« rare Ausstellung von Lederartikeln statt, auf welch" besondere Rücksicht auf das Schuhmachergeweibe ge lwmmen und speciell auch eine Sammlung von ° > der Balkan-Halbinsel gangbaren Lewartikeln eWM wird. Ardeitsmaschinen. Hilfsmittel und WerlM werden auch aus dem Auslande zur Ausstellung '!' langen können. ^ (Deutsche Heeresrüstungen.) 3" ^ Heeres-Commission entwickelte der Kriegsminister. Grmidzüge der künftigen deutschen Heeres-Orgamsat'o' deren Ziel die allmähliche etappenweise. HeranM"'« aller waffenfähigen Männer zum Kriegsdienst"" deren vollständige Ausbildung für den Kriegsfall !^ Abgeordneter Richter bekämpfte diesen Plan sehr y^ und verlangte dagegen die Verkürzung der DttM, auf 1 '/.2 Jahre. Beseitigung aller Bevorzugung adel-g -Officiere und die Zulassung aller Confessionen d" Osficierscorps. General Vogel von Falkellstein erM selbst die Einführung einer zweijährigen Dieustzw I unmöglich und Kürzungen nur durch Beurlaubung, als zulässig. Abgeordneter Bennigsen bemerkte. "^ dem Plane des Kriegsministers werde die P"!^ ziffer auf einmal um 18.500 und in späteren 5M alljährlich um 37.000 Mann vermehrt. NbgeordM Nichter behauptete soqar. die Kriegsstarke des deuW Heere« solle um 700000 Mann vermehrt werden. (VomKönigMila n.) Wie verlautet. " König Milan etwa einen Monat in Belgrad verweh und sich sodann nach Gleicheilberg beqeben. ^A z,,c achlet es für di sen Fall als wahrscheinlich, das« König an den in «sabac stattfindenden Fes"^' anlässlich der Jahrhundertfeier des Stammvaters ^ Dynastie. Ienrem Obrenumc, theilnehmeu werde-muss j^och bemerkt werden, dass die D>spojM Kama. Milans selbst in sonst unterrichtete-, ""^. nicht bekannt sind und auch schwerlich heute scho" giltig feststehen dürften. ^M< (Russland und Frankreich.) 3" 2"" spruche zu der Meldung des Wiener «Times"^ spondenten wird in wohlunterrichten Petersburger ,^ «en erklärt, das« zwischen Nussland und 3"" h^ keinerlei Entfremdung stattgefunden hat. Es ' ,„,B" oorqehoben. dass im Gegentheil mancherlei ^ s,g„< nisse. der jüngsten Zeit. wie beispielsweise die dec l^ Mischen Regierung ertheilte Erlaubnis, in Mosta" ^ Ausstellung zu organisieren, und noch manche a Thalsachen den Beweis liefern, dass das Einuerney zwischen den beiden Staaten ein ungetrübtes '",Ml (Der Schweizer Bundesrath) .'^lü vor, den Artikel 120a) der Bundesverfassung '«^ Sinne zu revidieren, dass 50.000 (bisher 0" ^ stimmberechtigte Schweizer Bürger die Aufhebung,,^ Abänderung ' einzelner Artikel der Bundesoe>M' „ sowie die Aufstellung neuer Verfassungebest''"'''^! verlangen können. Sobald ein solches Vegehren s c^ würde,' hätte eine Volksabstimmung darüber st"" ^« den. und müsste im Falle der Bejahung se«"" ^ Volk.s die Bundesversammlung die Revision Hand nehmen. . M„l< (Präsident elimar eingetroffen und wurde von der Vo" ,^ warm begrüßt. Der Bürgermeister betonte "' > hie Ansprache die Anhänglichkeit der Bevölkerung ^ ^ gegenwärtigen Einrichtungen. Carnot ernM»^ richtiger Gefreiter ist, wollte mich zum Tanz abholen. Und ich freute mich fchon drauf. Und ich hatte es auch fest versprochen. Meine Herrschaft hat mir gesagt, ich könnte alle vierzehn Tage des Sonntags ausgehen. Pfingsten käme ich nun daran. Aber wenn schönes Wetter ist, macht meine Herrschaft eine Pfingstreise nach Cilli. wo der Schwiegersohn wohnt, und ich muss dann mit. Dann wär's mit Pepi und dem Tanzen natürlich Essig. Nun wünscht ich nur, es regnete. Dann blieb meine Herrschaft zu Haus. Ueberhaupt Eilli, so was Dummes! Als ob's hier nicht viel schöner wäre! Lieber Niefkastenonkel, sage mir doch, ob ich nicht gesetzlich verlangen kann, dass meine Herrschaft mich zu Pfingsten ausgehen lässt. Fanny bei Dr.» Wir könnten noch mehr derartige Briefe aus« plaudern, die alle den Refrain haben: «Ach, wenn es doch regnen wollte!» Wahrscheinlich aber wird heller Sonnenschein all diese Regenhoffnungen «zu Wasser machen». Unsere geehrten Leser und Leserinnen thun daher gut, wenn sie sich ganz in gewohnter Weise für das Wetter rüsten. Diejenigen, welche die lachende Frühliugssonne lieben, mögen sich zur Pfingstpartie mit Regenschirm und Schwimmgürtel versehen, nur damit die Sonne Ursache habe, sie auszulachen. Die andern mögen wieder schlechtes Wetter dadurch hervorzubringen suchen, dass die Frauen helle Waschkleider und zierliche Sonnenknicker sich bereit legen und die Männer sich noch schnell zum Feste einen Strohhut laufen oder eine weiße Weste machen lassen. Der Weise aber sagt sich. es geht alles vorüber, schlechtes wie schönes Wetter, und die Hauptsache ist, dass man nach Pfingsten keinen Katzenjammer hat. 5 > Nachdruck verboten. Zerstoßen und verlassen. Roman von Vmile Richebourg. (31. Fortsetzung.) Daraß ließ sich nicht träumen, dass jemand ihm folge; er schritt unbekümmert vorwärts, trat auch einen Augenblick ill eine Schenke und ließ sich rasch hintereinander drei Gläschen Absinth reichen. Um zu bezahlen, warf er mit hochmüthiger Miene einen Louisd'or auf den Tisch. Der Dienstmann, welcher auf der Straße stand, sah durch die Spiegelscheibe der Auslage alles mit an. «Die Marquise hat ihm Geld gegeben!» mur-melte er vor sich hin, als der andere wieder auf die Straße hiuaustrat und die bläulichen Wolken einer feinen Havanna, die er sich gleichfalls gekauft, in die Luft blies, ahnungslos, dass auf Schritt und Tritt wie sei» Schatten ihm jemand nachschlich. «Und — er ist es. er ist es! Ich habe mich nicht getäuscht! Ich muss ihm folgen, ich darf ihn nicht aus den Augen verlieren. Ich muss wissen, was er vorhat und was er will. Da — warum bleibt er denn stehen. Sollte er mich . . .? Ah, es kommt jemand auf ihn zu, er redet ihn an, er reicht ihm die Hand .... Und jener — Vott im Himmel, wer ist das — wer ist das?» III. Jene beiden, welche der Verfolger des Mannes beobachtete, der sich der Marquise von Saulieu gegen« über als Pierre Daraß, den einstigen Dämon des Vicomtes von Merulle, zu erkennen gegeben hatte, waren offenbar alte Bekannte. Ihrer gegenseitigen Be-" grühung nach war das wenigstens anzunehmen, wenn MM" auch die joviale Weise von Seite des älteren -^^ von dem jüngeren eine ziemlich herablassende ^„ze rung fand. Die Worte, welche sie austauscht^ ^ch er nicht verstehen, aber er hörte, dass sie lelWI' ,„it-von beiden Seiten mit unterdrückter SUMM' ^ einander sprachen, und dass offenbar der ^" u ^hl schnell als möglich von der ihm scheinbar m^ ^ch angenehmen Begegnung frei zu kommen suW .^, del kurzem Händeschütteln denn auch seinen A^.WF' eutgegengrsetzteu Richtung fortsetzte. Der ^' ^,, " schwankte nicht einen Augenblick, wem uon " ^ü folgen sollte. Pierre Daraß durfte er nlcht Augen verlieren. <« sch^ Und arglos, wie scharf er beobachtet nM"' he dieser seines Weges. Er sah kaum, was um ^ ^b e war. Die Gegenwart existierte für ih" '"3'.enM' in der Vergangenheit. Er entsann sich ?es ""^h'M in welchem er von seiner Betäubung ^. "^ la^ Hause an jenem verhängnisvollen Abend .^ M Jahren zu sich gekommen war. ^ /" M. W gerichtet und einen schnellen Entschluss gesa, ^,<,d Hausdurchsuchung haltend, fand er "einer ^» mehrere Papiere, unter diefen den T"^ ^ M von Merulle's mit Gabriele vou Saulm,. ^ M damals keinen großen Wert a.,f diese E"to " ^ ' "elche die Bevölkerung wünsche, zu uer- F (9) alien.) «Eserciw Italians» meldet: Eiue ^.Nl'jston von zwei österreichisch - ungarischen Land- .>! "klel, und zwei See.Offilieren erhielt die Ermäch« «ung. rinär . Conventio n.) Wir haben l"B< gemeldet, dass der schweizerische Bundesrat!) bei H "?' Mmisterimn des Aeußern eine Revision der ^ ^'^'schweizerischen Veterinär« Convention vom diel^. n^^ beantragt habe. Oesterreich-Ungarn hat Vr t> 3"^M entsprochen, und sind die schriftlichen Mid llngen hierüber bereits eingeleitet worden. «Tin, lul' 3 e Revolte in Südamerika.) Die sinn?' "'^^" "us Büenos-A^eb: Bei dem Ans-lViilit«'" ^°"° ^^^^ !""^"' burch den Angriff des Man' ^chsundzwailzig Personen gelobtet, einund« Tagesneuigteilen. u»ac>Ä" Majestät die Kaiserin hat, wie das Vl'dcw ^ '"lsvlatt berichtet, für würdige Arme in gelow Milche um eine Unterstützung dittlich ein» geruht ' """"' ^" ^^"s "°" ^^ sl' öu spenden Aal^.^?^ Ausstattung der Erzherzogin ^Nen ln c.. ^^ vorgestern ill der Hosburg einem gsla» «in Toil.^"" zugänglich. Besondere Acachtung fanden den, «Zl/s, ^ ^lt einem Venetianer Spiegel in massi-""d K k ""^'"^" s°'vie Taselaussahe u. dgl. aus Gold lisch ^"^ Allgemein siel auch ein japanesischer Kaffee» Wgeft ^7'^"k der Erzherzogin Elisabeth, auf. Die ein dod^fs ^plhen und Schmuckgegenslände, darunter ^'ademp ?2" Brillanten-Koftsschmuck. füns Brillant« deutend ^"' Vrillant.Schleifen r?präsentieren einen lizischl? ^ " b a l b a u in Galizien.) Dem vom ga< Morals! H ltt ""^ "uch vom Abgeordnetenhause des !che. h^ ^ )" ^'sonderen Resolutionen geäußerten Wun-^"ge bett Ä-^""6 wlige auf den angeblich im Nieder« ersah^ l"'dl'chen Tabakbau Bedacht nehmen, ist, wie wir worden ' ^ ""^ wohlwollende Wilrdigung zutheil Action >.^^u« das Finanzministerium die General» ^ ^Ul' Tabakregie beauftragt hat. dem Tabalbaue ^en^ und Bulovina unablässig ihr Augenmerk zu« Enthj^ Und für die Hebung wie fiir die gedeihliche ^teln "^ ^sselben mit allen ihr zugebote stehenden ^iu sorgen. an l>e^ ^ v m Eheringe.) Der Volksmund hält fest ll»b P.,""U'schen Kraft des Trauringes. In England ^'lsluch ' ^"'erila werden kleine Streifen des Hoch» b>ge„ ^ ^ durch den Tra,lring gezogen und an die le« llNter d^z ^^^ste verlheilt. Wenn diese den Kuchen ^llgen 3^^'ssen legen, so träumen sie von dem Zu» °uf deren ^^enivasfer. in einer Schüssel aufgefangen, lüfte u c ^" ein Ehering liegt, hat mcdicinische ^ll, ^ ' «- w. Per Brauch, den Ring der Treue an zu tragen, rührt von dem Glauben, dass von diesem sogenannten Goldftnber eine Blutader bis zum Herzen reicht und die Zauberkraft des Ringes nach diesem hinwirkt. — (Feld arbeit er.Auf stände in Italien.) Wie aus Ravenna gemeldet wird, ist die Arbeiterbewegung in der Romagna im Steigen begriffen. Banden beschäftigungsloser Arbeiter durchziehen die Felder, die Bauern mit Gewalt zum Streik auffordernd. In Con« seliee bombardierten sechshundert Arbeiter das Rathhaus mit Steinen und tödteten mehrere Carabinieri. Die Truppen mussten Feuer geben und tüdteten drei Tumulluanten. darunter zwei Frauen; zwei Exc^denten wurden tödlich, 29 leichter verwundet. Erst durch das Eingreifen der Ca< vallerie konnte die Ruhe hergestellt werden. — (Adam Mickicwicz.) Der Lemberger Erz. bischof Morawsti, der Krakauer Fürstbischof Dunajewski, Fürst Adam Sapieha und sämmtliche Mitglieder des Polen Clnbs, ferner Jan Matejko und zahlreiche polnische Notabilitäten wendeten sich an den Landmarschall Grasen TarnowSli schriftlich mit der Bitte, im Landesausschusse die Ueberführung der Gebeine Adam Mickiewicz' nach Kralau auf Landeslosten und die Beisetzung der Leiche im Pantheon am Wawel anzuregen, damit dieser Act angesichts der Verdienste des unsterblichen Dichters den Charakter einer nationalen Huldigung annehme. Der Landesausschuss hat nun beschlossen, diesem Verlangen zu willfahren. Die ganze Feier wird somit unter der Leitung deS Lanbesausschusses stattfinden. — (SelbstlnorddesSchauspielersSie' b e r t.) Ueber diesen bereits gemeldeten Fall. der geeignet ist, viel von sich reden zu machen, erhalten wir aus Graz folgende weitere Mittheilungen: Die Verhaftung Sieberts sollte wegen Betruges und wegen Erpres-sung erfolgen. Letztere habe Siebert an einer hochgestellten Persönlichkeit versucht, welche ihm angeblich bereits einmal eine bedeutende Summe gegeben habe. Seit seiner Rücklehr aus Wien, wo er vor einigen Tagen war, wurde Sieberl polizeilich überwacht. Siedelt lebte hier mit seiner Familie aus ziemlich großem Fuße und unternahm wiederholt Reisen nach Venedig, nach Wien und nach dem Wörthersee, ohne dass man über die Quelle seiner Geldmittel im klaren war. Er galt allgemein als Ordens« Vermittler. Das Gerücht, dass er sich auch der Spionage verdächtig gemacht habe, wird nicht bestätigt. — (Mittelschule für Mädchen.) In Prag hat fich ein Verein czechischer Frauen und Herren gebildet zur Errichtung einer czechischen Mittelschule für Mädchen, welche sich für die Universitälsstudien vorbereiten. — (Ein Blitzschlag in der Kirche.) Der Blitz Mug Sonnlag während der Messe in die Albanus' lirche zu Chamböry ein, spaltete die Decke und zerstörte eine Kapelle gänzlich. Dem Priester am Hochaltar wurde die Monstranze aus den Händen gerissen und die achtzig Andächtigen, die zur Benediction niebergekniet waren, mit großer Wucht platt hingeworfen. Ueber ein Dutzend wurde an die Wand geschleudert und erheblich verletzt. Ein junges Mädchen erlitt tödliche Brandwunden. — (Der Purst in Schottland.) W,e durch andere Dinge, zeichnet sich Schottland auch durch semen großen Durst aus. In Glasgow kommen ore, Trm!« stub?» auf 1000 Einwohner, in Dundee ebensoviel, m dem Hafenftlah Lcith 5, in South Queensferry, welches gleichfalls an der See liegt. 16 und in Fife und Ervine 14. heit d^'v?"i Tage später verbrannte er aus Kl»g» l'ch aber "°ltefeuille ""d drssen Inhalt, prägte es don S "n, dass Gabriele die Tochter der Marquise "Hl «„!"" sei. eine Kenntnis, aus der sich viel» ""t> ibr^/'"'""l ein Vortheil ziehen ließ. Gabriele Elchen "b hielt er für todt. Der Knabe Paulo, ^ lvusst^ ^"^ Ait darauf gesehen, verschwieg, was "e»lH^ Jahre später ward Daraß bei einem er-»ei,, P^lNllgglerzug von den ZoUwächtern aufgerissen; ^Mt> ? ^ sich nicht in die Länge; man ver-^"lste e/ - z" drei Jahren Gefängnis, außerdem , Äs« "" bedeutendes Reugeld zahlen. "" aelp.,^ "°ch abgelaufener Strafzeit wieder in Frel» «r sj« w ward. sch'.ffte er sich nach Indien ein. wo b sein» c> "ems Vermögen zu erwerben hoffte, nnd ^ lMptt^l — denn er halte inzwischen ^heiratet t"Hrel, , '" Marseille zurück. Als er nach sechzehn ?l»rr a>>n hatt.,,. Er be-rld "ach Paris z>? zichm. wo er das Opcratwus-k sü.det' ^'« Thätigkeit, die er damit vor sich sah, ^ ill," ^sle. So siedelten beide nach der Metro-> s° . D'e Fran, die rüstig und voll Thalkraf > °, bald Äeschästigunq als Mscher.n; l?' zu streifen, immer tiefer sinkend. Iu den ^pelunts». selche er besuchte, lernte er alles mögliche Oesindel kennen; Darah wurde zum Dieb, zum Einbrecher und erhielt den Spitznamen «Gold-zuuae». Eines Morgens, als er mit Kennerauge den Auslagelasten eine« Juweliers musterte und sich d,e Frage stellte, wie man wohl in den Besitz all der Herrlich' leiten gelangen könne, die dort ansgestellt waren, stand plötzlich ein junger Mann iu eleganter, moderner Klel-dung neben ihm. welchen er trotz der langen Reche von Jahren, während welchen er ihn nicht gesehen, so» fort erkannte. .Panlo!» rief er. Die Elkennungsscene. welche folgte, geschah aus beiden Seiten mit Gefühlen verschiedener Art. Der junge Italiener hätte eine Begegnung mit semem em« stigen Gebieter sich am letzten' gewünscht; dlchr aber pries im stillen sein Olück, welches ihm semen ehe. maligen Schüler in den Weg führte. Er halte m demselben stets nur seiu gefügiges Werkzeug für seme eigenen Zwecke gesehen. Ahnte er ja doch n.cht, dass der Italicner, der zu einem bestrickend schonen jungen Man» herangewachsen war, W" «cheimmK """ Darin aber tänschte er sich. Der Italiener wusste Ms und hatte noch mehr erforscht. Er wusele ganz genau, dass die Mutter Gabriele's von Merulle dle Marquise von Sanlieu sei, und er wusste auch. welche Mühe mau sich gegeben, um über Gabriele und deren Kind Nachricht zu erhalten. Ja, es war ihm sogar noch mehr b lannt. M'tlels emsiger Nachforschnnge» hatte rr in Erfahrung gebracht, dass dieses Kind lebe und wo dasselbe sich befand. Es war das ein Ge heimnis von höchster Wichtigkeit, welches der Italiener auf das strengste hütete. (Fortsetzung folgt.) — (Zu Tode geschleift) Aus Pettau wirb uns geschrieben: Am 18. d.M. hat der fünfzehnjährige Kaischlerssohn Jakob Galun aus Haidin zwei Stiick mit dem Strick zusammengebundene Kühe aus der Weide gehalten, wobei er sich den Strick um den Leib gewickelt hatte. Die Kühe wurden aus irgend einer Ursache scheu, rissen den Knaben zu Boden und schleiften denselben zu Tode. — (Aus Vonflantinopel.) Die «Pol. Eorr.» meldet ohne Verantwortung aus Constantinopel: Vor« gestern wurde in Vujuldere die Tochter des ersten rus» fischen Dragomans, Ivanov, und deren Gouvernante von vier betrunkenen Soldaten schimpflich belästigt. Die Soldaten wurden verhaftet. — (Die Sprache verloren.) Iosefa Laner, die achtjährige Tochter des Hausbesorgers in der Gocken« gasse Nr. 3 in Wien, wurde vorgestern nachmittag« vom Hausbesorger Wenzel Rainer des gegenüberliegenden Hauses in den Rücken gestoßen. Das Kind verstummte im Momente und musste, da es die Sprache nicht wiedererlangte, in das Leoftoldstädter Kinderspilal gebracht werden. Gegen Rainer wurde die Strafanzeige erstattet. — (Zur Arbeiterbewegung.) Die V-zirls» Hauptmannschaft von Karolinenlhal verurlheilte drei Ma« schinenschlosser wegen Einstellung der Arbeit ohne Kündigung zu je drei Wochen Arreststrafe. Heute gelangt die Affaire einer weiteren Serie von Arbeitern zur Ver» Handlung. — (Ueberraschung.) Dame (auf dem Maskenball sich demaskierend, zu ihrem Begleiter): «Nun?» — Herr: «Na, es hätt' noch schlimmer sein können.» schlafen und Träumen. In den letzten Jahren wurden von Journalen wiederholt Fragen an die betreffenden Fachleute a/stellt: «Wie wird man ein Bühnendichter?> oder: «Wie schreibt man einen Roman?» und es war interessant zu hören, was Dumas, Sarbou als Dramatiler, was Zola, Maupassant, Spielhaa/n als Roman« ciers antworteten. Nun hat Herwagen in Dorpat solche ssraqen an das p. t. Publicum im Interesse einer wissenschaftlichen Frage: «Ueber Schlafen und Träumen» gestellt. Er sendete.'/)» Fragebogen aus, und an Personen männlichen und weiblichen Geschlechts in den verschiedrnsten Alters» und Berufsclassen. 406 Bogen tlllnen, in allen Rubrilrn sorgfältig beantwortet, zurück. Davon entfielen 142 Zettel aus Frauen, 113 auf Männer und 15)1 aus Studenten, welche iu eine eigene Gruppe gethan wu» den, was sich aus Gründen der besonderen Lebens» und Veruss« weise derselben empfahl. Was die Häufigkeit der Träume betrifft, so erklärten W Personen allnächtlich. 15N häufig, 1.''A selten und 15 Per. sonen gar nie zu träumen, Sechs Antworten waren unbestimmt. Lebhafte Träume zu haben, versicherten 216 Personen, während 175 aussagten, dass sie nicht lebhaft träumten. Unbestimmt lau. tetrn 15 Antworten. Die lkrinneiuna. an die Träume im Wachen regrlmäszia. zu behalten, erklärten 194, indessen 205 dies nicht zu lünncn brhauptetrn. Unbestimmt äußerten sich i> Personen. Nun wurde gefragt, wann der Netreffende zu Vrtte gehe, aufstehe, wie viel Zeit er zum Ausschlafen brauche, ob sein Schlaf ein tiefer oder leiser sei. auf welch letztere Frage 202 sich zu leiscm, 166 zu tiefem Schlafe bekannten und 26 angaben, baf« fie zwar tief schliefen, aber leicht zu wecken wären. Des Schlafes die gauzc Nacht hindurch, ohne aufzuwachen, erfreuten fich 261, wo hingegen 143 Personen sagen mussten, dass dies nicht dec Fall sei. Am Tage nach Belieben einschlafen zu lünnrn, gaben 103 an, 294 verneinten eS und 9 äußerten sich nicht mit Bestimmtheit. Aus den weiter angestellten Zahlungen ergaben sich nun folgende Resultate: Die Lebhaftigkeit der Träume nimmt mit der Häufigkeit start zu, und der Schlaf wird umso leiser, je häuslger die Träume werden. Die Frauen haben im allgemeinen einen viel leiseren Schlaf als die Männer und trüumeu sehr viel mehr. Von den Personen weiblichen Geschlechts träumen nämlich allnächtlich und häufig 73 Procent, von den Studierenden nur 50 Procent, von den übrigen Männern nur 48 Procent. Ferner zeigt sich, dass mit zunehmendem Alter, ohne Unterschied des Geschlechts, die Träume seltener werben, der Schlaf aber auch leiser. Die Häufigkeit der Träume, welche in der Kindheit gering ist, wächst rasch, hat im Alter von 20 bis 25 Jahren den Höhepunkt erreicht und nimmt darauf wieder ab. Die Lrbhaftig« lcit der Träume ist ebenso wie die Häufigkeit beim Weibe am größten. Den Personen mit leifem Schlafe find dir Träume auch bcsfer erinnerlich. Auf die Schlafdaurr scheint beim mann' lichen Geschlecht die Häufigkeit der Träume und die Tiefe des Schlafes leinen Einfluss zu haben. Ganz anders beim Weibe; hicr finden wir große Unterschiebe. Die, welche häufig »räumen, schlafen fast eine Stunde länger als die, welche selten träumen; die Personen mit leisem Schlaf fast eine halbe Stunde länger als die mit tiefem Schlaf. Wer häufiger träumt, hat ein viel größeres Schlafbrdürf» nis. Dabei ist das Schlafbedürfnis bei den Frauen größer als bei den Männern, Die zum Einschlasen nöthige Zeit ist länger bei lebhaft Träumenden und bei Leiscfchläsern. Von den Stu-deuten schlafen 80 Procent die Nacht durch, von den übrigen Mänuern 70 Procent, von den Frauen nur 43 Procen«. Die Nervosität, welche bei den Frauen erheblich stärker verbreitet ist, geht mit leisem Schlas u»t» häusigem Daumen parallel. Es ist endlich noch inbetresf beS Temperaments eine höchst interessante Beobachtung, dass überall tiefer Schlaf und feltene Träume die Phlegmatiker bevorzugen. Local- und Provinzial-Nachrichten. Laibachcr Gcmrinderath. Der Gemeinderalh der Landeshauptstadt Laibach hielt gestern abends eine öffentliche Sitzung ab. Gleich zu Beginn der Sitzung erhob sich der Vorsitzende, Vürger. meister Grasselli, und gedachte in einer warmen patriotischen Ansprache der bevorstehende» Vermählung Ihrer k. und l. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erz« Laibacher Zeitung Nr. 118. 974 24. Mai 1890. Herzogin Marie Valerie. Verschiedene Corporations des weiten Reiches wetteisern in dem Nestreben, ihre Ergebenheit dem Allerhöchsten Kaiserhause und ihre Theilnahme an dem bevorstehenden freudigen Ereignisse kund« zugeben; auch die Landeshauptstadt Laibach nimmt innigen Antheil an dem freudigen Feste in der kaiserlichen Fa« milie, und der Vorsitzende sei daher überzeugt, däss er sämmtlichen Gemeindevertrrtern aus dem herzen spreche, wenn er den Antrag stelle: Der Gemeinderath unterbreitet aus Anlass der Vermählung der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Marie Valerie derselben eine Huldigungsund Glückwunschadresse und beschließt zur Erinnerung an diesen Festtag, am Vermählungstage sowie bei Lebzeiten der Frau Erzherzogin alljährlich am Jahrestage der Vor» mlihlung den Betrag von 200 Gulden unter fünf arme Laibacher Witwen zur Vertheilung zu bringen. Der Gemeinderath, welcher die Ansprache des Vorsitzenden stehend angehört hatte, nahm diesen Antrag einstimmig an. Sodann wurde zur weitern Erledigung der Tagesordnung geschritten und zunächst die Wahl eines Mit» gliedes in den Verwaltungsrath der städtischen Sparkasse an Stelle des aus demselben ausgetretenen Herrn Karl Pollal vorgenommen. Gewählt wurde einstimmig Handelsmann Slave rns. — Hierauf referierte Wasserleitungsingenieur Hanus über die Vergebung der Vohr-arbeiten bei der städtischen Wasserleitung für das Jahr 1«90. Von den eingelaufenen Offerten war am billigsten jene der Firma Gustav Tönnies, und der Referent empfiehlt daher, die Bohrarbeiten der genannten Firma zu übergeben. Ueber diesen Antrag entspann sich eine langwierige Debatte, an welcher sich die Gemeinderäthe Hräsl/, Povse, Vellovrh, Gogola, Dr. Tavcar, Petricic, Hribar und Bürgermeister Grafselli betheiligten. Schließ« lich wurde der Antrag des Gemeinderathes Hräsl^ angenommen, demzufolge die Bohrarbeiten auf Grundlage der Offerte der Firma Tönnies an mehrere solche Firmen vergeben werden sollen, welche sich mit geeigneten Instru« menten für Bohrarbeiten ausweifen. Gemeinderath Hräsk? führte zur Begründung seines Antrages ai». das« die Firma Tönnies nicht in der Lage wäre, die Arbeiten rechtzeitig durchzuführen. — Die Wasserleitungsanlagen im städtischen Rathhause und in den beiden städtischen Voltsschulen wurden an die Firma Olrabec >W direct zn verhandeln. ... . Prag. 23. Mai. In der heutigen S b»^ ^ Ansgleichs-Commission. in welcher anch der Statthan erschien, wnrde in die Specialdebatte über die M gleichiuorlaa/n eingegangen. ^. Ko'niginhos, 23. Mai. In Semit und imH thal ist der Streik vollständig beendet. Das M"" wnrde zurückgezogen. Im Nnrschaner Revier her^ volle Ruhe. , . Avignon, 23. Mai. Beim Bankette z» ^" Carnots erinnert dieser an die Reden der Abgcoro" ten von Avignon im Jahre 1870 und bellM"' Frankreich sei immer entschlossen, den ersten ^ zu behaupten auf dem Wege der Freiheit, des u" schrittes und der socialen Gerechtigkeit. Hierzn se> Frieden nach außen und die Einheit im 3"" nothwendig. ,.,, London, 23. Mai. Beim Bankette der Sch"^ gild" erklärte Lord Salisbury, abgesehen von den w qäiigen in Afrika, seien die Friedsnsanssichten u»^ günstiger gewesen als augenblicklich. Meteorologische BeobachtuM« in Laibach^, ^. ^^«__ s"U Z___^________----^--^ ? U. Mg. l>36 2 "18^81 NO. schwäch heiter ..g« 28, 2 . N. 735-2 24 4 NO mäßig b.'wiil« 9 . A. 735-7 15-4 SW. schwach heiter ^. Tagsüber schwül, Gewittc, wollen aus Süden vol ,^ ziehend, sternenhelle Nach!- — Das TaaMmtttl der Tc»'^ 19 5°, um 41° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lit. __________________________________ Anlüsslisih der Feier unserer g0'' denen Hochzeit sind uns von nah und ferne ao viele freundschaftliche Glück' wünsche zugekommen, dass wir ausser' stände sind, dafür persönlich zu danke11- So erfüllen wir denn auf diese111 Wege die angenehme Pflicht, allen lieben Freunden und Bekannten unseren innigsten Dank auszusprechen. I-aihach am 19. Mai 1890. Kasper u. Babette Achtschin- ! Ernestine Edle von Lehman" "'^„s«, > «-iqeiirn sowie im Namen ihrer ^'udcr '» .^^ > Andrea, Hedwia "»d «ouise die t>c»>"^ ,„, > N.-chrichl w>, drm Hinscheiden ihres '""'6!'^' «„d » Watten, bezielimla.sweise Vaters, Schwi^crvail > Großvaters, des hochwohlgedorneil Herrn Wilhelm Edlen uun Lehman« ! l, und l. OberlieutenantS im Ruhestände ! wllchcr nach schmerzvollem Leiden am .^ ?' ,„'c"t' > 4 llhr früh im l!«. Lebensjahre selia. m> ^ > schlafen ist. ^,. 8<»ste" l Das Leichenbessänsinis findet Montag ° ^i„ s Mai, um 5) Uhr uachmitlaaS "°m TrauerY°" ,„„ I Nr. 20 ans den ssriedhos zu St. Ehr'st^l) '" ! die Vcischuna. im eigenen Grabe erfolgt. hf^e" ! Die heilisssn Teelcnmesien werden '" ! Kirchen gelesen werden. ! Um stilles Neileid wird gebeten. ! Uaibach am 24. Mai 1^90. 975 Course an der Wiener Börse vom 23. Mai 1890. «a« dem 0^«°«, «lour«««^ . «eld Wair EtalltS-Nnleben. Z^e'ttlche Mente ln Noten «9 - "S »0 '«.3^°^°°'«'°'''- '"«"' 13?'^ ill" M<>fl. ,44-!l4'.- °«r Etanlslost . . 100 ft, 181 5<>!,82"0 ^«°M,°P!dbr^,l2<>fi. . , ,48bO,!>0k<' ^V."^"""' stifle, , ,t» 1^,1" 85 ^rarlb^^,' in Lllber . ,,9- 1L" - ilOllV^ ^°^" <" Silber ,«55« __ ^°N»^!^^°"^r,. . . 1,7 40,,7'«.. "°"W^>Uah» «miss. ,»»4 »?- 87 üO İN"""^ . , . . ,l.» ?..,.,» 9U < '^^"l.iüOft.ö.W.G. „7,_ 1,7.,,.. ^ l)Nbll!,n »,"?"' Stulle . . 88t0 98?» «°, We°n /,5^Wt. v. I, I»?« „3 40 1,4 2" ^ «r«« «,., ^ ^ ,»7 7l>.8«2. ll>eißM.«.«. .^ «»ft.«. W. 18??<>,3»L„ ^°" «°!e 4°/, lua fi. ,^._ „7.^ Velb Ware Grundeutl.-ObligllttHncn (für INN fl. IM.), ö«/« galwlcbe...... 1N4 — lob— 5°/„ mivrischs...... 1«»»üN —'— 5"/„ llram »lid Nüslenland . , —-__ —>— 5"/„ nicderöstelleichllche . . . in8>__ — — b"/o sttirischc...... „-._ — — ü°/^ klllltisHe und slavonische . 104 — lng-- b"/„ stebeiibiligische ... __-__ —>- 5"/„ lemejer Äanat . . , . „_. —-— 5"/<> uügarischs...... 89.^ 89 ?t Andere «ssentl. Anlehcn. Donllu°Ncg,°lzo!r 5"/^ !<><> ft. 12«-— lLi L?, btn. «li-.lcihe 1«78 . . in« _ Il>7 — Nnlehrn der Stadt Gvrz . , nn. — - «Mehrn d. ktlldlgemtinde Wien ,n^-_ ln« — Piam.°Nnl. b. Ltadtgcm. Wien 147 zz 147 ?>, VÜlll'i'bau «lnlclit» verln«, K°/„ 9« zy 99 b" Pfandbriefe (für ,<«> ft.), «obcml. llllg. öst. 4°/, «, . , II» ?5 N? 75 dt°. » 4>/,°/«, . . INI »N >N» — dtll. » 4°/„ , . . 88'85 «8«,^ dto. Präm.'Vchuldverschr. 3"/, ,l)8 »a U>»' — Oest. 4)ypott)elcnbanl lUj. b(1«/, 02 Lö l^eil.°ul>g. Ban! veil. 4'/,°/,, . «on ^N l»l — detto » 4°/„ . . ,00»(, ,oo'8» dcttll bUjähl. » 4»/, . . 1«) Ll< lUl» 80 PriorUlltö-Obligationen «ur in» st.). ffeidinaiit,« viorbbahn Em. l8»8 li>0 40 lOl'LO »aüztlchc «ail °i!,idwig°Ällhn »m. l»«1 8,»» N. S. 4>/»°/l> . <0N — 10!» Nt» «,ld Ware Otfterr. Nordwestbahn . . . l«? 8<' »08 - Etaattbahn.......,9« K<» — - Lüdbahn k 8°/«.....,^„ __ l>,L^N » i> 5»/«.....<«N75 l«l ^n Una.-galt,. Vahn . , . . «,» eo lu» L» Dinersc 3ofe NubolphLose lN fl..... «(, — 80 kl» Ollln-L°!r 4« fi...... ßz — ßL'K" Ol.^Venoi« llnse 4N ft. . . , gz — KLK>' Waldstem-Luk »Oft..... 88 75 40 75 Winbisch-Vräh-Losr 2N ft. . . zz 50 b»'bv Vew.-Lch. d.»"/«Präm..Echulb. versch b. Nobencredltanstalt , »?— l8 — «llnl - Actien (per Etülf), «nalo-oeft. «anl»N0 ft. »o°/, «. lKU »ü 150 ?l> Nanlverein, Wiener i»u fl. . . N7 — i»7 ?<> Vbncr..«nft. öst. 200 ft. E, 40°/<,l»80— ! »0 ^' «lrdt.Mnst. s. Hand. u. V. i«!ft,>3<,ü^!» 5<»< ?!> » Depulilenbanl, «llg. l^oo fi. , 1i>»b0 l»9 üo "».«"/»«. S9-— ?<-. L«nt,erbanl. »st. »N!i!l)4 — Ublim. Nordliahn lbo fl., . , !,!»!,<, ^iz b,> » wesilahn »00 fl,. . . »»3 — 345 — Vulchtiehrader DampsschifffaHrt »Ges., Oefterr, b<«> fi. CM. . . , 348 ^ 350 — Drau»Vis. l«.'Tz.Z,)»N«fl.L. »<»<> -»öl--Dul-Vobrnb. Eis.°«. »W ft, S, —— — -Ferdinand« Norbb. 1000 fl.IVl. 2?l0 8?l^ VaI.0N.3 - 3^5 -vefteri. Norbwestb. »U!1 fl. Vllb. «07 L^ 2<>8 Lü dlo, (lit. ti,) »00 si. O. . 285 e">!Li!5 75 ^iag Duzer Gisenb. lbN ft. Till,. »N »5! », 2l» ^taaieeilenbahn ll00 fl. Silber «24 25^4 7l> öiidoah» Ä0« ft. Lilber . . . ,»«'75 lü? «5 5llb-Norbo,«rro,'«. »OUft.EM. ,74 7b ,?ü 2-. I,IllMW»y°Vts.Ml.,l70ft.ü. 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