poStnins olsLsns v gotovini. Nr. 11. Erscheint jeden 1., 10. und 80. Einzelne Nummer 1 50 I>in. 11. (86.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15 — Din. D.-Oefterreicd: ganzjährig 6 Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 2 Dollar. — Deutsches Reich 4 Mark. KoLevje, Mittwoch, den 10. April 1929. Briese ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestsat. — Berichts sind an die Schristleüung zu senden. — Anze'gsn-Ausnahme und -Berechnung bei Herrn Earl Erker in Kočevje An alle, die es angeht. Von Dr. Adolf Wenzel, Oberveterinärrat, Wien. Wien, im März 1929. Das Gottscheer Ländchen hat der alten Habs¬ burgermonarchie im Verhältnis zu seiner Bevöl¬ kerungsdichte eine außergewöhnlich hohe Zahl von Männern der Jntelligenzberufe geliefert, so daß man nebst Priestern und Lehrern, welche die Heimat selbst dringend benötigte, in allen Berufen und allen Zweigen der Verwaltung, hinauf bis zu den höchsten Stellen Gottscheer finden konnte und heute in Österreich noch findet. Die Mehr¬ zahl dieser Männer kann man als Selfmademans in der ureigensten Bedeutung des Wortes be¬ zeichnen, denn nur ihr Fleiß, verbunden mit deutscher Zähigkeit und geistiger Helle vermochte sie, durchzuhalten bis zur Erreichung des gesteckten Zieles. Viele haben es zu gesicherten Stellungen und zu einer gewissen Wohlhabenheit gebracht, welcher die Kriegs- und Umsturzjahre gewiß bis zu einem gewissen Grade Abbruch getan hat. Aber alle guten Eigenschaften hätten diesen oft den ärmlichsten Verhältnissen entstammenden Männern nichts genützt, wenn nicht Wohltäter ihnen geholfen hätten, die ersten, allerärgsten Klippen zu überwinden. So bekamen die vom Lande stammenden Jungen in der Stadt unent¬ geltliche Mittagstische, nicht nur in den wirklich begüterten Bürgerhäusern, auch weniger Bemittelte ließen sich zu solchen Opfern herbei. Manches Röcklein, Höslein oder ein Stück Wäsche kam gut für einen solchen Studenten. Ein Studenten¬ unterstützungsverein zahlte ihnen ganz oder teil¬ weise die Wohnungsmiete, gab Bücher und son¬ stiges Schulerfordernis. Später sprang das Stu¬ dentenheim ein. Und der größte, der edelste der Gottscheer Wohltäter, der Prager Großkaufmann Johann Stampfl, spendete in hochherziger Weise das Kapital, aus dessen Zinsen die armen Stu¬ denten Stipendien bezogen, die in der damaligen Zeit gar keinen Pappenstiel ausmachten und so manchen bis an das Ende seiner Studien über Wasser hielten. Die Verhältnisse haben sich heute sehr zu Ungunsten unseres Stammes gewendet. Den größten Schlag haben die Gottscheer durch den Verlust der Johann Stampflschen Stiftung er¬ litten. Hiezu kommen der Verlust des Studenten¬ heimes (eine unauslöschliche Schande für die, die es genommen) und vieles andere. Jeder rechtlich Denkende wird mir nun beipflichten, wenn ich sage, daß alle diese Männer, welche in der ge¬ schilderten Weise Wohltaten empfangen haben, die moralische Verpflichtung in sich tragen, diese Schuld abzustatten. Sie können dem Wohltäter Johann Stampfl nichts rückerstatten, sie können den ehemaligen Kostgebern nichts ersetzen, aber sie können, sie müssen dazu beitragen, daß Jungen, welche sich heute dem Studium widmen wollen, auch eine Hilfe in ihrer materiellen Be¬ drängnis zuteil werde. Der neugegründete Studentenunterstützungs- verein muß in die Lage versetzt werden, der stu¬ dierenden Gottscheer Jugend unter die Arme zu greifen. Zu diesem Zwecke muß der Verein in ausgiebigster Weise gestärkt werden, er darf nicht von der Hand in den Mund leben. Es ist daher notwendig, daß ein G ru n d stock geschaffen werde! Als ein Ausschuß des Vereines der Deutschen aus Gottschee in Wien vor nicht langer Zeit einen diesbezüglichen Aufruf ergehen ließ, halte dieser vor Augen, daß jeder, aber schon jeder, den es angeht, einmal etwas tiefer in den Säckel greife, nicht fünf, nicht zehn Schillinge, sondern einen größeren Betrag zur Schaffung eines Grund- kapitales liefere und dann jährlich einen Bei¬ trag von fünf bis 10 Schillingen leiste. Es han¬ delt sich doch um eine Ehrenschuld I Dieser Aus¬ schuß wollte und will es niemandem vorschreiben, einen bestimmten Betrag zu leisten, jeder schätze sich selbst ein! Der Erfolg hat die gehegten Erwartungen nicht, auch nicht annähernd erfüllt, Gottscheer, von denen es bekannt ist, daß sie wohlhabend sind, haben sich nicht gerührt. Ich gebe es gerne zu, daß einer oder der andere den Aufruf übersehen, vielleicht gar nicht erhalten hat, aber daß so viele ihn nicht erhalten hätten, ist unwahrschein¬ lich. Der Aufruf wird neuerdings an alle er¬ gehen und die es angeht, mögen zeigen, daß sie nicht dem Spruche huldigen: „Nehmen ist seliger als geben!" Zietz oder Niederlage? Von Dr. Ewald Ammende, Generalsekretär der euro¬ päischen Nationalitätenkongresse. (Fortsetzung.) Soweit die negativ zu bewertenden Momente der Genfer Aussprache. Ihnen steht aber bereits eine Reihe von positiven Ergebnissen gegenüber. Vor allem ist durch den Inhalt und die Form der Stresemannschen Rede sowie den Charakter der Vorschläge Dandurands die ganze Beratung in ein sachliches Fahrwasser geraten, aus der sie alle Taktik Zaleskis nicht mehr herauszudrängen vermag. Ferner ist dank der Tatsache, daß Ka¬ nada, ein den europäischen Gegensätzen gänzlich fernstehendes Land, den ersten Proponenten stellt und Finnland die Anträge Kanadas in der Haupt¬ sache unterstützte, der ganzen Aktion den Stempel der Überparteilichkeit und der Jnternationalität verliehen. Es dürfte daher nicht leicht sein, die Aussprache als deutsche Mache in Verdacht zu setzen, wie man das anfänglich vorhatte. Schließ- lich muß die in Genf gefaßte Entschließung schon an und für sich, und zwar in vielfacher Hinsicht als für die Sache der Minderheiten nützlich be- zeichnet werden. Aus ihr geht nämlich einwand- frei hervor, daß der Ratsausschuß und auch der Rat selbst sich künftig mit allen Anregungen Dan- durands und Stresemanns, allen dazu geäußerten Gesichtspunkten und mehr noch allen Propositio- nen, die dazu bis zum 15. April eingereicht wer- den, zu befassen haben werden. Somit auch die vom Standpunkte der Minderheiten besonders wichtige Anregung aus Gründung einer Sachver¬ ständigen - Studienkommission beim Völkerbund, einer Kommission, die mit dem Ratsausschuß, dessen Vollmachten zuerst ja nur bis zur nächsten Ratssesston reichen, in keinem Falle — wie das aber leider oft geschieht — zu verwechseln ist. Daraus ergibt sich erstens, daß der polnische Vorschlag, der Ratsausschuß möge seine Tätigkeit nur auf die Frage beschränken, wie weit die Vor¬ schläge Dandurands den geltenden Vertragsbe¬ stimmungen entsprechen, abgelehnt worden ist. Zweitens aber auch, daß der kommenden Aus¬ einandersetzung im Schoße des Rates der weit¬ möglichste Umfang gegeben sein wird. Die Ma¬ drider Session wird daher nicht etwa eine Schmä- ' lerüng, sondern ganz im Gegenteil eine Erwei¬ terung der bisherigen Verhandlungsgrundlage mit sich bringen, und zwar um so mehr, da der Aus¬ schuß durch die Entschließung ermächtigt wird, nach eigenem Ermessen auch Eingaben und Gut- achten sachverständiger Stellen außerhalb des Kreises der am Bunde beteiligten Regierungen — also etwa ein Gutachten der Völkerbundligen¬ union, die, wie man weiß, seit fahren einen großen Teil ihrer Arbeiten auf das Minderheiten¬ problem verwendet — zu berücksichtigen und ent- gegenzunehmen. Doch man wird damit rechnen müssen, daß die Aussprache in Madrid noch keine Einigung, ja vielleicht sogar ein noch weiteres Auseinander- gehen der Anschauungen bringen könnte. Das würde aber noch keineswegs das Ende des Liedes bedeuten, denn bereits im September tagt, wie man weiß, die Vollversammlung des Völkerbundes, in deren Mitte sich viele für die Minderheiten¬ frage sehr maßgebende Delegierte befinden. In¬ zwischen wird sich die Aussprache aber nicht nur innerhalb des Bundes, sondern auch darüber hin- aus in der Öffentlichkeit und Presse aller Länder unseres Erdteiles weiter fortentwickeln. Hier: Garantie der elementarsten nationalen Rechte, dort: Aufrechterhaltung des moralisch unhaltbaren heutigen Zustandes der nationalen Bedrückung. So etwa würden die Parolen lauten, um die sich die Kreise in den einzelnen Ländern Europas zu gruppieren hätten. Dabei müßte es sich im In- teresse eines dauernden europäischen Friedens nicht nur um die faktische Garantie der nationalen Rechte in dem einem oder dem anderen der an die Schutzbestimmungen gebundenen Länder han¬ deln, sondern um alle Länder, wo es unterdrückte Volksgruppen gibt, ganz gleich, ob der in Frage kommende Staat klein oder groß, jung oder alt, stark oder schwach ist. Anderenfalls wäre eine Bloßstellung des 1922 von der Vollversammlung angenommenen moralischen Grundsatzes »»vermeid- lich, daß alle Mitglieder des Völkerbundes ihren Minderheiten mindestens die gleichen Rechte, wie die Schutzverträge es vorsehen, gewähren sollten. Gerade in dieser Beziehung hat die Genfer Ta¬ gung noch einen weiteren großen Fortschritt ge¬ bracht: Durch die Reden Chamberlains und Briands hat der Rat nicht nur die Assimilations¬ these Mello-Francos und Politis' endgültig ver¬ worfen, sondern er hat auch positiv zum Ausdruck gebracht, daß die Minderheiten sich als selbstän¬ dige Volkspersönlichkeiten unter Wahrung ihrer Sprache, Religion und Kultur gewissermaßen als eine kleine Familie innerhalb der großen fortent¬ wickeln könnten. Wie sollte es unter diesen Um- ständen möglich sein, die Unterdrückung der Volks¬ gruppen — dieses wesentliche Hindernis für ein reibungsloses Zusammenleben der Völker — in dem einen oder dem anderen an die Schutzbe» Seite 2. Zcrturm — Nc. 11 Jaor.-c.NLj XI. „?/er>re U^o/rrE/rA rs^ b/r^LSSLröer," KÜ0!0^ pek-e L3M! sagt frsu ^nnic jung, ßek. Kluß. „k^viOKI muckt mir die Arbeit leickt, denn es vvüsckt nickt nur meine Vüscke sllein, uuck Ireppen, lüren und fubboden sind mit K^vlOdl okne klüke sckneit ru reinigen." 5c^on/ čire U^sseke / stimmungen gebundenen Staate zu bekämpfen, gleichzeitig mitanzusehcn und dauernd zu dulden, daß in ge¬ wissen Staaten, die rechtlich nicht ge¬ bunden sind, die Nationalitäten offen bedrückt und ausgerottet werden? Mag fein, daß diejenigen recht haben, die immer wieder aus Gründen staatlicher Rücksichtnahme und politischer Klugheit davor warnen, die Frage einer Verall¬ gemeinerung der Schutzbestimmungen vorzeitig aufzurollen. Neben dieser rechtlichen Frage der Verallgemeine¬ rung aller Schutzbestimmungen gibt es für jene Staaten, die, weil rechtlich nicht gebunden, ihre Minderheiten ver- gewaltigen und entnaüonalisteren, noch eine andere Frage, und zwar die der Wirksammachung der bekannten vom Völkerbunde und der europäischen Öf¬ fentlichkeit anerkannten „moralischen Normen". Diese Frage kann nicht ver¬ tagt oder gar ausgeschaltet werden, denn hier handelt es sich um eine An¬ gelegenheit des europäischen Kultur- gewissens. Daher muß das letzte Ziel des Kampfes auch: Freiheit der na¬ tional-kulturellen Entwicklung einer jeden Nationalität in einem jeden Staate unseres Erdteiles sein. Gewiß, das Ziel ist groß und der Kampf kann nicht schon morgen ge¬ wonnen werden. Doch das Ringen hat begonnen und die Notwendigkeit einer befriedigenden Regelung wird je länger, je mehr von denjfortschrittlichen Elementen der dem Problem bisher verständnislos gegenüberstehenden Staaten eingesehen werden. In dieser Beziehung dürfte es vielleicht bezeich¬ nend sein, daß ein großes französisches Blatt kürzlich einen Artikel über das Schulwesen der Minderheiten mit den folgenden Sätzen schloß: „Die Minderheitenfrage ist, wenn man ihr ehrlich gegenübersteht und aus ihr kein politisches Manöver zu machen sucht, nicht so heikel, wie viele Leute es glauben. Sie braucht auch nicht eine mitten in Europa geschleuderte Bombe zu sein, die dort explodieren soll. Sie ist recht ver¬ wickelt, oft zweischneidig und voller Überraschungen, da die angewandten Maßnahmen häufig eine ent¬ gegengesetzte Wirkung auslösen als erwartet wurde. Diese Frage ist sehr verschiedenartig, da es kaum zwei Minderheiten gibt, die sich in den gleichen Bedingungen befinden. Aber alle Teile werden gewinnen, wenn sie klar und rein behandelt würde." Aus Stadt und Land. KoLevje. (Personalnachricht.) Der hie¬ sige Gerichtsvorsteher Jakob Jerman ist nach Kozje (Drachenburg) versetzt worden. Der dortige Gerichtsvorsteher Dr. Lavrenčič kommt in gleicher Eigenschaft zum Gottscheer Bezirksgerichte. — (Kirchliches.) Die Pfarre Banjaloka ist dem Expositus von Zdihovo (Skrili) verliehen worden. — (Verkauf der Kajfez-Realitäten.) Auf Betreiben der städtischen Sparkasse in Ljubljana findet der gerichtliche Verkauf dieser in verschie¬ denen Gemeinden liegenden Parzellen an nach¬ folgenden Tagen statt: Am 20. April um 9 Uhr vormittags beim Gemeindeamte Gotenica (Güt¬ terlitz); am 22. April um 10 Uhr beim Bezirks¬ gerichte für Parzellen, die in der Kofler Steuer¬ gemeinde liegen; am 23. und 24. April um halb 9 Uhr beim Gemeindeamte Malagora (Malgern); am 25. April um 9 Uhr beim Bezirksgerichte für die Parzellen in der Gemeinde Stara cerkev (Mitterdorf); am 26. April um 9 Uhr beim Be¬ zirksgerichte und ebenso am 27. und 29. April für Mooswalder, Kotschner und Seeler Par- zellen; am 30. April, 1. und 2. Mai um 9 Uhr beim Bezirksgerichte für die Wald-, Wiesen- und Ackerparzellen, sowie die Gebäude (Villa, Säge, Mühlgebäude usw.) Unter dem Mindestangebote (Ausruf) wird nicht verkauft. — (Gesellenprüfung.) Die diesjährige Gesellenprüfung findet am 28. d. M. statt. An¬ meldungen, beziehungsweise Gesuche sind bis 21. d. M. stempelfrei mit dem Lehrzeugnisse und der Bestätigung einer mindestens zweijährigen Ge- Hilfenpraxis einzureichen. — (Beschränkter Mieterschutz.) Im Sozialministerium prüft eine Spezialkommission verschiedenen Entwürfe und Vorschläge über eine weitere Verlängerung des am 1. Mai Mausenden Mieterschützgesetzes. Wie verlautet, soll der Mieter¬ schutz in ganz beschränktem Umfange für die so¬ zial schwächsten Schichten sowie für einen Teil der Staatsbeamten, Ruheständler und Invaliden auf¬ recht erhalten bleiben. — (Wilfan und Skala.) Der erste hätte vor Ostern über die notwendige Lösung der Minder¬ heitenfrage sprechen sollen und zwar in Ljublana. Was ihm nicht glückte, das durfte der Lausitzer Wende Jan Skala tun. Er berichtete am 6. April über das nationale und kulturelle Leben seines Volkes. Dabei gewann man den Eindruck, daß unter den Minderheiten Europas noch manche schlimmer dran sind als die Lausitzer Wenden. — (Verminderung vonMinisterien.) Ihre Zahl war zu groß und ebenso der Aufwand für sie. Von jetzt ab gibt es noch 12 Ministerien: 1. Das Ministerpräsidium. 2. Das Justizministe¬ rium, in dessen Bereich jetzt auch die Kultusan¬ gelegenheiten fallen. 3. Unterrichtsministerium. 4. Außenministerium. 5. Innenministerium. 6. Fi¬ nanzministerium. 7. Kriegsministerium. 8. Mini¬ sterium für öffentliche Arbeiten, dem jetzt auch die Post untersteht. 9. Verkehrsministerium. 10. Ackerbauministerium. 11. Ministerium für Handel und Industrie. -12. Forst- und Bergwerksmini¬ sterium. — (Wendung zum besseren.) Für Görz und Istrien erscheinen nun seit etlichen Tagen wieder drei slawische Blätter, deren Herausgeber der gewesene slowenische Abgeordnete Dr. Be¬ sednjak ist. Die Italiener, die bisher jede sla- wische Zeitschrift verpönten, wenden sich zum besseren und wollen, so darf man schließen, um¬ lernen und in ihr Wörterbuch auch wieder das Wort Gerechtigkeit aufnehmen. — (Aufsehen erregender Rücktritt.) Der österreichische Bundeskanzler Dr. Seipel, der die Geschicke seines Vaterlandes schon zum fünf- tenmal leitete, ist kürzlich von seinem Amte zurück¬ getreten und ihm sind auch die übrigen Minister gefolgt. — (Kolin er Zichorie) ist der beliebteste Kaffeezusatz aller Hausfrauen, weil man damit einen ausgezeichneten und wohlduftenden Kaffee zubereitet. Stara cerkev. (Eheschließungen.) In Villach fand in der Stadipfarrkirche am Oster- montag die Trauung des Schulleiters Andreas Fischer mit der Lehrerin Frl. Paula Tschinkel, einer gebürtigen Mitterdorferin, statt. Dienstag nach Ostern ist in der St. Remigiuskirche zu For- bach in Lothringen der Kerndorfer Friedrich Lo- bisser mit Elisabeth Brachmann aus Wehrden im Saargebiete getraut worden. Montag den 8. April hat der Mitterdorfer Alois Verderber mit der Rainer Besttzerstochter Maria Verderber die Ehe geschlossen. Möge allen dauernd wahres Glück beschirden seinl — (S t e rb e fälle.) Der gewesene Windisch- dorfer Besitzer Johann Eppich, welcher jahrelang zu vollster Zufriedenheit das Ehrenamt eines Kirchenpropstes unserer Pfarrkirche versah, im vorigen Jahre aber zu seiner Tochter nach St. Martin in Steiermark zog, ist dort am 3. April im Alter von 83 Jahren verschieden. In Do- lenjiloschin 13 ist nach längerem Siechtum am 6. April Andreas Krauland, 72 Jahre alt, ge¬ storben. Er war der Vater des verstorbenen Eben¬ taler Pfarrers und in allen Stücken ein braver Mann. — (Danksagung.) Den recht zufrieden¬ stellenden Reinertrag der letzten Veranstaltung der hiesigen Feuerwehr, ermöglichten sowohl die zahl¬ reichen Besucher, als auch die Spender von Besten. Allen dankt freundlichst der Wehrausschuß. — (Gut beschickt) war der Markt am 5. April. Ochsen zumal wurden so gut ansge- mästete aufgetrieben, daß sie kaum Überboten werden können. Es fanden auch alle ihre Käufer. Die Preise schwankten zwischen 10 und 12 Din pro Kilogramm. — (Halbtagsunterricht.) Seit Montag ist auch an unserer Schule ungeteilter Vormittags¬ unterricht eingeführt. Sollte er sich bewähren, wird die jetzt probeweise Einführung beibehalten werden. Livold. (Eheschließung.) Am 7. April wurde in unserer Kirche die Besitzerstochter Mag¬ dalena Bachmayer mit dem Niedermösler Besitzer Konrad Troje getraut. Viel Glück. Wozelj. (Sterbefälle im März.) Am 6. März Emilia Hudorovic, Zigeunerin in Rajndol Nr. 44, 60 Jahre; am 8. März Magdalena Lackner, Dreiviertelhüblerin in Suhi potok Nr. 17, 81 Jahre; am 11. März Maria Maurin, In¬ wohnerin in Rajndol Nr. 14, 87 Jahre; am 12. März Elisabeth Gasperitsch, Einachtelhüblerin in Mozelj Nr. 63, 74 Jahre; am 14. März Georg Verderber, Zimmermann in Rajndol Nr. 20, 86 Jahre alt. IZorovec. (Der Osterhase) hat uns Heuer eine ganz besondere Freude gemacht, indem er Lul üie LeklUläs sensu! Nr. 100. Die gute Nr. 111 mit Radium- Schweizer Anker-Re- Zifferblatt u. Radium- mont. Rotzkopf nur zeigern nur 49 Din 60 p ßH Din 20 p Hchte Schweizer! Dreijährige Garantie! Nr. 105. Echte Anker-Weckeruhr, 16 cm hoch, nur 64 Din 20 p. Kein Risiko! Wenn nicht gefällt, wird umgetauscht oder das Geld rückgesandt. Echte Schweizer Taschenuhren, Armbanduhren, Wecker, Pendeluhren, Ketten, Ringe, Ohrgehänge, Gold- und Silberwaren sowie Schmuckgegenstände fast zu Original Aavrikspreisen in riesiger Auswahl im großen, reichillustrierten Prachtkatalog, welchen Sie kostenlos erhalten, wenn Sie Ihre genaue Adresse senden an das Uhrenhaus 8uttner, Ljubljana wr. 412. Suttners „Jko"-Uhr, ist eine Uhr fürs ganzeLeben. Jahr^nq Xi. Gottscheer Zeitung — Nr. II Seite 3. uns eine neue, schöne Kirchenfahne brachte. Auch das Kreuz über der Fahne („der Schein") ist neu vergoldet und versilbert und strahlt freudig in seiner Pracht. Am Karsamstag vor der Auf¬ erstehung wurde die Fahne feierlich geweiht. — Wie dieser Osterhase heißt, konnten wir nicht er¬ fahren; nur das eine hat man uns gesagt, daß es eine Frau in Amerika sein soll, die schon vor 37 Jahren dorthin ausgewandert ist. Wir be¬ wundern und freuen uns dieser frommen Heimat¬ liebe, die nach dieser langen Zeit noch so warm unser gedenkt. Will auch die edle Spenderin ihren Namen nicht nennen, so werden wir ihr den Dank doch nicht schuldig bleiben. Wir bitten den lieben Herrgott, er möge ihr diese Wohltat in diesem und im anderen Leben vergelten, uüd er, der ewige Vater, wird die Adresse schon finden und es der guten Frau mit seiner Gnade vergelten — besser und reichlicher, als wir es in irgend¬ einer Weise tun könnten. Dies ist unser Herzens¬ wunsch, es sei auch unser Gebet! Sonntag den 14. April 1929 findet in den Lo¬ kalitäten des Gasthauses Viktor Petsche in Kočevje um 9 Uhr vormittags eine außerord. Kauptverjammlung der landwirtschaftlichen Ailiale Koöevje mit folgender Tagesordnung statt: 1. Bericht über die Tätigkeit während des lausenden Jahres. 2. Delegiertenwahl. 3. Allfälliges und Anträge. Nach Schluß der Versammlung landwirtschaft¬ liche Vorträge, Vorführung eines Milchseparators mit Buttermaschine, eines Alfa-Dämpfers und moderner Pflüge. Der Ausschuß. Herausgeber u. Eigentümer: Josef Eppich, Stara cerkev. Schriftleiter: Alois Krauland, Koöevje. 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Keller, Bist Du verkühlt oder verschnupft, hast Du kalte Führ' leidest Du an Kopfschmerzen, Migräne, quälen Dich rheumatische Schmerzen, hast Du geschwächte Muskeln und Nerven, bist Du geistig oder körperlich ermüdet, host Du schlechten Schlaf, quälen Dich Zahnschmerzen, Glie¬ derreißen, Schmerzen im Gesicht und im ganzen Körper, bist Du übermäßig empfindlich gegen kalte Luft und zeigen sich bei Dir sonst Zeichen von Schwäche und ungenügendem Blutkreislauf, so ist dies ein Beweis daß Du in gesunden Tagen zur Verhütung dieser Übel n'chts getan hast. Tue, was schon unsere Väter und Großväter immer mit gleich gutem Erfolg erprobt haben. Benütze innerlich und äußerlich das altbewährte, echte Fellers Elsafluid. — In Apotheken und einschlägigen Geschäften die Probeflasche K Din, Doppelflasche 9 Din, Spezialflasche 26 Din. Per Post wenigstens ein Paket enthaltend 9 Probe- oder 6 Doppel- oder 2 Spezial- flaschen 62 Din, zwei solche Pakete nur 102 Din, alles schon mit Porto und Packung. 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M. um 8 Uhr früh in der hiesigen Stadtpfarrkirche gelesen werden. ÄoLevje, am 9. April (929. Die trauernden Hinterbliebenen. Seite 4. Gottscheer Zeitung — Nr. tl Jahrgang Xl Sonntag den 14. April 1929 irm 2 Ahr nach«. GM" Eröffnung "Mül des Gasthauses znm Kichtenwalde in Wooswald. Die Musik besorgt eine erstklassige heimische Kapelle. Vorzügliche Getränke und Speisen, gute und billige Be¬ dienung. — Um zahlreichen Besuch bittet der GastHit Anton Warinzekj. Meiswert zu verkaufen sind ein Schreibtisch (für eine Kanzlei geeignet), ein komplettes Bett, ein Tisch und mehrere Sessel. Anzu- tragen in der Redaktion. Schönes, trockenes Ackerheu hat zu verkaufen Johann Kresse, KoLevje, Rosenhofgasse. Das weltberühmte Kahrrad für Herren und Damen. Sämtliche Bestandteile sind stets zu haben bei Oemisclitwsrenlisnälun§ in KoLevje. Freie Besichtigung! Kein Kaufzwang! Solide Preise mit Garantie! ^68tna kranilnica ljubljanska. liunrlmaokung. 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Hpril um 9 Okr vorm. beim 8e- Lirksgerickte in Kočevje, Ämmer ^Ir. 3: 2l Oruppen; 32 Wald-, Wiesen- und Heker- parrellen, liegend in der Katastralgemeinde 8tara eerkev. 6. Hm 26. Hpril um 9 Okr vorm. beim 8e- rirlcsgerickte in KoLevje, Ämmer >Ir. 3: 23 Oruppen; 41 Wald-, Wiesen- und Hcker- par^ellen, liegend in den Katastralgemeinden 8ela, lVlakovnik und Koce. 7. Hm 27. Hpril um 9 Okr vorm. beim 8e- rirlcsgerickle in KoLevje, Ämmer I>Ir. 3: 2l Oruppen; 36 Wald-> Wiesen- und Hcker- parrellen, liegend in der Katastralgemeinde 8ela. 8. Hm 29. Hpril um 9 Okr vorm. beim 8e- rirksgerickte in KoLevje, 2immer Kr. 3: 18 Oruppen; 36 Wald-, Wiesen- und Hcker- parrellen, liegend in den Katastralgemein¬ den 8ela und Keickenau. 9. Hm 30. Hpril um 9 Okr vorm. beim 8e- rirltsgeriekle in KoLevje, 2. Xr. 3: 12 Oruppen; 35 Wald-, diesen- und Hcker- parrellen, liegend in der Katastralgemeinde KoLevje. 10. Hm 1. IVlai um 9 Okr vorm. beim 8e- rirksgerickte in Koeevje, 2. k»ir. 3: 16 Oruppen; 35 Wald-, Wiesen- und Hcker- parrellen in den Katastralgemeinden Ko¬ čevje und iVlorelj und das ldaus I^r. 124 in Koeevje. 11. Hm 2. Ala! um 9 Okr vorm. beim 8e- rirlrsgerickte in Koeevje, 2. wr. 3: 4 Oruppen; 14 8au- und Hckerpar^ellen in Ko¬ čevje mit der „Villa KajteL" (Haus I^lr. 235), 8ägewerk und Haus klr. 273. Hustükrlicke kedingungen und Daten können die Interessenten bei jedem in DetraLkt kom¬ menden Oemeindeamte sowie bei der Konkursverwaltung erkalten. Ktnlagenstand am 31. Aezemver 1928 14,383.89» 1? Ain üvrrninnnt kiniagen auf »liebel unff in laufrnarr Kecbnung ru verte» »eaingungen. SewSfttt varleften gegen Zlcfterrteliung aurcv wecvrei offrr ÜMtveir villlg u«a rcbnell. srnerlicde Krraiie r°/°. wecdreikreaite ,v °/°, Kontoirsrrent 10°/°. KarrartunSen von r vir ,r Uftr unä von r vir 4 Uvr an allen Werktagen Spar- und varlekenskasse,«"Lm. 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